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GOLFSUISSE 2018-2 DE

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GOLFSUISSE OFFIZIELLES MAGAZIN DER ASG • AUSGABE 2, APRIL 2018

MASTERS

REED’S REIFEPRÜFUNG

HINTERGRUND

DER NEUE ASG-PRÄSIDENT RETO BIELER IM INTERVIEW

PEOPLE&PLÄTZE

NEUE SERIE GOLF HISTORISCH

TRAVEL

LONDON LOCKT


DER NEUE JAGUAR E-PACE

BEAUTIFUL FAST CARS.

Der neue E-PACE vereint typische JAGUAR Merkmale auf eindrucksvolle Weise. Dabei wurden die Vision des JAGUAR Gründers, Sir William Lyons, sowie Technik- und Design-Elemente heutiger und zukünftiger JAGUAR Modelle perfekt aufeinander abgestimmt. Erleben Sie ihn jetzt auf einer Probefahrt bei Ihrem JAGUAR Fachmann. jaguar.ch

THE ART OF PERFORMANCE


EDITORIAL

LIEBE LESERINNEN UND LESER

D

as gab es noch nie in der über 100-jährigen Geschichte des Schweizerischen Golfverbandes: Mehr als die Hälfte des siebenköpfigen Vorstands wurde an der Delegiertenversammlung neu gewählt, dazu Reto Bieler als Präsident, der eigentlich seinen Rücktritt aus dem ASG-Leitungsgremium angekündigt hatte. Die grosse Rochade an der Verbandsspitze war danach unter anderem auch Thema in einem grossen Artikel in der NZZ und in der Sonntagszeitung. «Der Verband hat die clubfreien Spieler brüskiert – der neue Verbandspräsident will mit ihren Organisationen eng zusammenarbeiten», fasst beispielsweise die NZZ den Richtungswechsel zusammen. «Wir haben die Verträge mit den beiden Public-Golf-Organisationen ASGI und Migros bis Ende 2019 verlängert. So haben wir nun die Gelegenheit, den schon lange fälligen Wandel mit allen Beteiligten umzusetzen», erläutert Reto Bieler die neue Ausgangslage. Der 65-jährige Zürcher spürt eine «grosse Unterstützung und Gesprächsbereitschaft». Die müsse man nun in konkreten und zügigen Verhandlungen mit den Clubs und den Clubfreien zu einer gemeinsamen Lösung zusammenbringen. «Wir brauchen einen gemeinsamen Neustart», sagt der langjährige Captain des Golfclubs Breitenloo im Interview ab Seite 30. Davor widmen wir uns natürlich ausführlich dem sportlichen Highlight des Frühlings: Mit dem Masters in Augusta beginnt jedes Jahr die Major-Saison. Mit dem Comeback von Tiger Woods war der Hype diesen April noch einmal deutlich grösser als üblich. Auch wenn es für den Superstar nicht ganz bis an die Spitze gereicht hat, war er der klare Publikumsliebling in Augusta. Das kann man von Sieger Patrick Reed nicht behaupten. Er ist vor allem bekannt als «Grossmaul», nicht zuletzt, weil er schon 2014 behauptet hatte: «Ich bin einer der TopFünf-Spieler in der Welt.» Nach dem Sieg in Augusta spielte er sich auf Rang elf der Weltrangliste, seine bisher beste Platzierung war übrigens auf Position sieben.

Der Texaner hatte vor seinem Wechsel zu den Profis noch für die Universität Augusta gespielt, doch bei den Zuschauern spürte man keinerlei Heimvorteil. «Am ersten Abschlag wurde ich von den Fans wirklich nett willkommen geheissen. Aber dann kam Rory und die Rufe waren schon ein bisschen lauter. Das hat mir aber auch in die Karten gespielt», sagte der 27-jährige Reed relativ diplomatisch zu den Reaktionen des Publikums. Wenig erfreulich ist zudem auch sein Verhältnis zu den eigenen Eltern: 2012 hatte Reed seine Freundin Justine gegen deren Willen geheiratet, seither ist jeder Kontakt abgebrochen. Zuletzt versuchten es die Eltern an den US Open 2014. Auf Anweisung des Ehepaars Reed verwiesen die Beamten die Eltern und Reeds Schwester von der Anlage. Den ersten Major-Sieg des Sohnes mussten sich Vater und Mutter Reed ebenfalls im Fernsehen anschauen. Mit freudigen Frühlingsgrüssen Stefan Waldvogel, Chefredaktor

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GOLFSUISSE • OFFIZIELLES MAGAZIN DER ASG • AUSGABE 2, APRIL 2018

GOLFSUISSE OFFIZIELLES MAGAZIN DER ASG • AUSGABE 2, APRIL 2018

MASTERS

INHALT

Patrick Reed Foto: Getty Images

REED’S REIFEPRÜFUNG

Planet Golf

Golf & Lebensart: Life, Style, Trends aus der Welt des Golfsports

Cover Story

Augusta: Patrick Reed gewinnt das Masters

HINTERGRUND

DER NEUE ASG-PRÄSIDENT RETO BIELER IM INTERVIEW

PEOPLE&PLÄTZE

NEUE SERIE GOLF HISTORISCH

TRAVEL

LONDON LOCKT

06

24

Hintergrund

Interview mit den neuen ASG-Präsidenten Reto Bieler 30 3. GOLFSUISSE Forum: Die Highlights 34 Ab 2020 wird das Handicap neu berechnet 38

24

People & Plätze

SPONSOR

Erstes Profiturnier und «Facelifting» für Lavaux Serie: Golf historisch. So hat sich das Material entwickelt Miles Wannestam: Der jüngste Spieler im Elitekader

My Game

Equipment: Der ideale Ball für Sie Training: Die fünf Mythen beim Golfschwung Gesundheit: Frisch durch den Frühling

30

Top Golf

Swiss Challenge: Diese Schweizer hoffen auf einen Sieg Swiss Seniors in Bad Ragaz: «Bossy» will unbedingt gewinnen VP Bank Ladies Open in Gams

Travel

London lockt mit Linksplätzen und mehr Maremma: Immer anspruchsvoll

19th Hole

62

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Schauspieler Stefan Gubser

72

40 44 48

52 56 58

62 64 66

72 82

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Major

ALBANE

VALENZUELA AUF RANG 59 Nach drei Runden unter Par passte für die 20-jährige Amateurin Albane Valenzuela im letzten Durchgang der ANA Inspiration nicht mehr viel zusammen. Sie fiel vom 12. auf den 59. Platz zurück. Trotzdem bleibt es ihr bestes Major-Ergebnis. «Heute war einer dieser Tage im Golf, wo es einfach nicht läuft», sagte Albane Valenzuela direkt nach Abschluss des Turniers im Interview mit dem Golfchannel. «Aber insgesamt bin ich mit meinem Auftritt hier sehr zufrieden. Ich habe gesehen, dass ich auf diesem Niveau mitspielen kann.» Die Genferin war mit einer 67er-Karte sensationell ins Turnier gestartet und beendete den ersten Tag auf Rang 4.

Nur der

Treffmoment Cliff Potts

zählt

Jeder Mensch ist ein Individuum, und individuell ist auch sein Golfschwung. Was wirklich zählt, ist der sogenannte «Impact» oder der Moment, wo der Schläger auf den Ball trifft.Sie sehen nie zwei Top-Golfprofis, die gleich schwingen, aber der Treffmoment ist bei allen fast identisch. Genau diese Impact Position sollte jeder Golfer versuchen zu verbessern, um längere, geradere Abschläge zu erzielen, präzisere Annäherungsschläge auszuführen und sogar mehr Putts einzulochen. Ein korrekter, wiederholbarer Treffmoment ist alles, was zählt, um konstantere Schläge zu erreichen. Der sogenannte «Impact» ist allerdings die Folge eines korrekten Schwungs und kann nicht einfach isoliert betrachtet werden. Ein erfolgreicher Schlag beginnt mit einem soliden «Setup», welches nur die wenigsten Golfer haben. Ausschlaggebend ist es, zu wissen, wie und was man im Schwung korrigieren muss, um eine positive Kettenreaktion auszulösen, welche Ihnen wiederholt erlaubt, eine bessere Impact Position zu erreichen. Und genau dazu bietet das Ehepaar und PGA Pro Team Cliff und Alexandra Potts seine langjährige Erfahrung an. «Lassen Sie uns Ihnen dieses Jahr dabei helfen, Ihr Golfspiel zu verbessern, und Sie werden sicherlich mehr Spass haben», formuliert es Cliff Potts. Bei allen Golf-Academy-Kursen werden Sie am Nachmittag in Begleitung des Pros auf dem wunderschönen und leicht begehbaren Platz des Golfclubs Ascona spielen und gleichzeitig die Möglichkeit haben, Ihr Handicap zu verbessern. www.cliff-potts-golfacademy.com 6 GOLFSUISSE 02-18

Bei Halbzeit des ersten Majors der Saison lag sie mit dem besten Amateur-Score aller Zeiten auf Rang 8. Am Ende musste sie zwei Amateurinnen an sich vorbeiziehen lassen. Der 59. Rang ist aber immer noch ihr bestes Resultat bei der ANA Inspiration. 2016 war sie als beste Amateurin auf Platz 63 gelandet. Vor zwei Jahren hatte sie das Turnier mit einer 76 beendet, diesmal musste sie sich eine enttäuschende 79 oder 7 über Par notieren. Valenzuela blieb erstmals ohne ein einziges Birdie, dafür gab sie auf den Bahnen 10 bis 13 jeweils einen Schlag ab und wanderte damit in der Rangliste nach hinten. Die Entscheidung um den Sieg musste wegen einbrechender Dunkelheit auf den Ostermontag vertagt werden. Die Amerikanerin Jennifer Song schied nach dem dritten Extraloch aus. So kämpften Inbee Park und die Schwedin Pernilla Lundberg im Stechen weiter. Lundberg holte sich den Titel schliesslich nach dem achten (!) Zusatzloch mit einem Birdie. Albane Valenzuela mit Bruder Alexis als Caddie.


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Verzicht auf kritische Inhaltsstoffe Unser Gesicht ist einer der am stärksten sonnenexponierten Bereiche unseres Körpers und der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Zudem ist die Gesichtshaut besonders dünn und reagiert empfindlicher. Deshalb sieht man dort die Zeichen der Hautalterung am schnellsten und ein täglicher UV-/ Infrarot-A-Schutz bietet allein echten Schutz gegen die Hautalterung. Um diese kontinuierliche Hautverträglichkeit bei bestem Schutz zu gewährleisten formuliert nur Ultrasun, als führende Marke, alle Produkte ohne kritische Inhaltsstoffe. Aus Überzeugung und wissenschaftlichen Erkenntnissen verwendet Ultrasun daher: • keine irritierenden (wie zum Beispiel

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13. FIRMENGOLFMATCHPLAY: Spezieller Final Kein schlechtes Omen: Die 13. Firmengolf-Matchplay-Meisterschaft findet im Ryder-Cup-Jahr 2018 statt. Anders als an allen gängigen Turnieren können die Teams – zusammen mit ihrem Gegner – Ort und Datum ihrer Matches selber bestimmen. In der Qualifikation spielen rund 100 Teams in regionalen Gruppen gegen andere Firmenteams. Die besten 32 Equipen qualifizieren sich für den «Matchplay Finalday» im September 2018 und spielen um Ruhm, Ehre, den Schweizermeistertitel 2018 und attraktive Preise.

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Wo Golfer wohnen

Das neu lancierte Internetportal www.immo-golf.ch verbindet den Top-Golfplatz mit der richtigen Immobilie. Matthias Reutercrona, internationaler Golfexperte, und Olivier Laube, Immobilienprofi im In- und Ausland, legen ihre Kernkompetenzen zusammen und betreiben das neue Immobilien8 GOLFSUISSE 02-18

Golfportal. In absoluter Nähe von ausgewählten Golfplätzen im Mittelmeerraum findet der Golfer ab sofort eine Anzahl handverlesener Immobilien, welche zur Miete oder zum Kauf stehen. Die beiden Unternehmer bieten als erste Destination Mallorca an. Weitere Destinationen folgen in Kürze. www.immo-golf.ch

Die grosse Neuheit – und bestimmt einzigartig in der Schweiz – wird dieses Jahr der Matchplay Finalday sein. Die 32 Finalisten müssen innerhalb einer 18-Loch-Golfrunde fünf Matches gewinnen, um den Titel zu holen. Die Herausforderung besteht darin, dass sowohl Gewinner als auch Verlierer 18 Loch spielen können und am Ende die Ränge 1 bis 32 belegt sind. Kompliziert – aber Spass macht es allemal! www.g4c.golf


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Callaway

Heisse Eisen, alles Rogue Bei den Eisen-Modellen Rogue, Rogue Pro, Rogue X und Rogue Women von Callaway liegt das besondere Augenmerk nicht allein auf maximalen Weiten, sondern auf einem Höchstmass an Gefühl im Treffmoment. Passend zu den Rogue-Driver-Modellen bringt Callaway zu Beginn der Saison 2018 vier Eisenmodelle in die Shops. Entwickelt für Amateurgolfer aller Spielklassen, sollen sie ein ausgewogenes Verhältnis von Feedback, Ballgeschwindigkeit und Fehlertoleranz bieten. Die Rogue-Pro-Eisen sind dabei für bessere Spieler gedacht und die Rogue-W-Eisen komplettieren als Modell für Spieler mit niedrigen Schwunggeschwindigkeiten das Quartett. «Die RogueEisen bestehen aus einer hochwertigen Multi-Material-Konstruktion und kombinieren neuen Hightech mit bereits existierenden Technologien, die wir erneut verbessern konnten», sagt Alan Hocknell, Senior Vice President Forschung und Entwicklung bei Callaway Golf. Die Modelle sind für Damen und Herren und für Links- und Rechtshänder erhältlich mit Standard-Schäften von Aldila (Graphit), KBS (Stahl) und True Temper (Stahl).

ECCO BIOM HYBRID 3 MIT DREI «ZONEN» Ecco bringt in dieser Saison mit dem Biom Hybrid 3 seine neueste Schuh-Innovation auf den Markt. Besonderes Highlight ist die sogenannte Tri-Fi-Grip-Sohle mit drei verschiedenen «Zonen». Um Golfern selbst in schwierigen Lagen optimalen Halt zu ermöglichen, hat Ecco für den Biom Hybrid 3 die Tri-Fi-Grip-Technologie entwickelt. Die Sohle ist in drei Zonen unterteilt, die jeweils für unterschiedliche Performance10 GOLFSUISSE 02-18

Charakteristika zuständig ist; eine für Stabilität, eine für Strapazierfähigkeit und eine dritte für optimale Unterstützung bei der Rotation. Jede dieser Zonen besteht aus einem extrem haltbaren TPU (Thermoplastisches Polyurethan) und soll sicherstellen, dass die Schuhe sowohl auf dem Golfplatz als auch ausserhalb des Platzes getragen werden können, ohne die Performance zu beeinträchtigen. Ausserdem sind alle Biom-Hybrid-3-Modelle mit Gore-Tex

ausgestattet, welches laut dem dänischen Schuhhersteller für 100 Prozent Wasserfestigkeit steht. Dabei werden die Schuhe mit der FLUIDFORM™-Technologie hergestellt, bei welcher das Obermaterial direkt mit der Sohleneinheit verbunden wird – ohne störende Nähte und Klebstoff. Dadurch entstehen eine hohe Haltbarkeit, grösstmögliche Flexibilität und eine sehr leichte Sohlenkonstruktion. www.ecco.com


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Heidental:

Länge statt Geschlecht entscheidet Als erster Schweizer Club verzichtet Heidental auf die «farbigen» Abschläge für Männer und Frauen. Statt des Geschlechts soll die Länge der Schläge über die geeignete Teebox entscheiden. Die ersten Reaktionen sind positiv. 61 - 58 - 52 - 49: Diese vier Zahlen stehen seit dieser Saison auf jeder Teebox. 61 steht für 6100 Meter, 49 beispielsweise für die Gesamtlänge von 4900 Metern. «Der Sinn ist, die Spieler auf die Gesamtlänge des Platzes aufmerksam zu machen und sie zu ermutigen, von den Abschlägen zu spielen, welche ihren Fähigkeiten, ihrem aktuellen Befinden oder den Platzbegebenheiten angepasst sind», erläutert Heidental-Manager Jürg Moning.

Vor allem ältere Golfer wollten bisher «unter keinen Umständen von Frauentees abschlagen». Sie profitierten aber am meisten von der Umstellung: «Weg vom Farbendenken.» Man werde das erste Seniorenturnier bewusst von den vordersten Abschlägen aus spielen lassen. Dank des bestehenden Ratings sei dies problemlos möglich, und er erwarte eindeutig mehr Spass und schnellere Spielzeiten, fügt Moning an. Die ursprüngliche Idee stammt vom tasmanischen Golf Pro Andrew Gossage. Er hat das Projekt, das sich im Ausland schon mehrfach bewährte, während seiner Ausbildung zum «Swiss PGA Golf Director» für den Golfclub Heidental erarbeitet. Der Vorstand hat es um-

gesetzt, und nun stehen an jedem Abschlag die edlen ChromstahlBoxen mit den Längenzahlen. «Die Idee ist recht gut akzeptiert worden; einige Cracks befürchteten, ihnen fehle künftig die Länge des Platzes. Aber wer will, kann natürlich auch weiterhin von ganz hinten abschlagen», erläutert Moning. Wer mit einem durchschnittlichen Drive auf 250 Meter kommt, dem empfiehlt beispielsweise die USGA eine Länge von 6100 bis 6300 Metern, bei Abschlägen um die 160 Meter sollen es etwa 4000 bis 4250 Meter sein.

«The R&A» unterstützt «Golf4Girls» Das Förderprojekt für 7- bis 12-jährige Mädchen geht in die zweite Saison. Ab 2018 wird die ASG-Initiative «Golf4Girls» von «The R&A» unterstützt. Girls haben andere Bedürfnisse als gleichaltrige Buben, auch deshalb hat der Schweizerische Golfverband vergangenes Jahr das Programm «Golf4Girls» gestartet. «The R&A» ist zusammen mit dem amerikanischen Golfverband «USGA» die oberste «Regelhüterin» und massgebliche Autorität im Golfsport. The R&A führt zudem das «British Open» und viele andere Turniere durch. Die Förderung der Frauen im Golf 12 GOLFSUISSE 02-18

gehört zu einer der wichtigsten Prioritäten, deshalb unterstützt die R&A diverse Projekte in den verschiedenen Ländern finanziell. «Für uns ist dies auch eine Form der Anerkennung, und wir sind stolz, dass der R&A das Patronat des Programms übernommen hat», freut sich ASGGeneralsekretärin Barbara Albisetti. Wie im Vorjahr steht unter anderem ein Sommercamp, aber auch der Besuch der beiden Ladies-Turniere in Gams und Lavaux auf dem Programm. Das Motto ist gleichzeitig das Programm: «Join Golf4Girls… it’s fun!».


»DAS WEICHE SCHLAGGEFÜHL.«

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»ES IST DIE LÄNGE.« – BROOKE HENDERSON

»ES IST DIE BESTÄNDIGKEIT.« – JORDAN SPIETH

WENN DU IHN SPIELST, WEISST DU ES. »ES IST ALLES.« – IAN POULTER

»ES IST DIE KONTROLLE.« – SO YEON RYU

»ICH WUSSTE ES VOM ERSTEN TAG AN.« – JUSTIN THOMAS

»ER MUSS RICHTUNGSSTABIL IM WIND SEIN.« – WEBB SIMPSON

»DU WEISST ES, WENN DER DRUCK DA IST.« – ADAM SCOTT

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– HENRIK STENSON

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©2017 Acushnet Company. Source: Darrell Survey, Sports Marketing Surveys Inc. Northmountain International. Based upon results through 31/12/2017 on the U.S. PGA, U.S. LPGA, Champions, Web.com, South African, Asian, Korean, OneAsia, Australasian, Japan, Canadian PGA and PGA European Tours.


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Saint Apollinaire

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Löcher mehr Diesen Sommer werden in Saint Apollinaire bei Basel die ersten Spielbahnen für die Mitglieder eröffnet. In der nächsten Saison sollen dann auch das Clubhaus und die geplanten zwei 18-Loch-Championship-Plätze fertig sein. Das war schon bisher bekannt. Zusätzlich plant Initiant Daniel Weber auf dem grossen Gelände noch einen Übungsplatz mit neun Par-3Löchern zwischen 100 und 170 Meter. Es habe sich gezeigt, dass die beiden Plätze aufgrund der grossen Nachfrage am Wochenende wohl relativ schnell sehr gut gebucht sein werden, erläutert

Weber. «Für die Academy, für die Junioren, aber auch für Neueinsteiger ist der Par 3 Executive Course ideal; auch gute Golfer schätzen die zusätzliche Trainingsmöglichkeit fürs kurze Spiel», ist Weber überzeugt. Der zusätzliche Kurzplatz soll das grosszügig angelegte Übungsgelände ergänzen. «Mit den 45 Spielbahnen und optimaler Infrastruktur wollen wir ein echtes Golfzentrum ganz nah bei Basel werden», verspricht der Chef von ClubGolf, der bereits die Anlagen von Golf Sempachersee und Kyburg erfolgreich betreibt.

Schweizer Schiris in St. Andrews Während dreier Tage lernten Daniel Waldmeier, Christine Pappert und Wouter Pijl (Bild) die ab nächstem Jahr gültigen Golfregeln sowie Hilfsmittel und Methoden zur Schulung auf zwei Stufen kennen. Die drei Mitglieder der ASG- Regelkommission nahmen am «Teach The Teacher»-Seminar der R&A in St Andrews teil. «Es waren drei intensive, aber höchst informative Tage, die wir zusammen mit Schiedsrichtern aus 34 Ländern erlebten», erzählt Wouter Pijl. Das Schiri-Trio sorgt nun dafür, dass das Wissen zu den neuen Regeln richtig weitervermittelt wird. «Die Schulungen für Schiedsrichter und Clubverantwortliche werden im vierten Quartal des laufenden Jahres stattfinden», erläutert Daniel Waldmeier im Namen der ASG- Regelkommission. 14 GOLFSUISSE 02-18

Der Frühling kommt und wir können endlich wieder frische Luft und Sonnenschein bei unserem schönen Sport geniessen. Gerade aber die UV-Strahlung der Sonne setzt unserer Haut zu und ist einer der wichtigsten Faktoren der Hautalterung. Zusätzlich sind UVA und UVB Strahlen mit ursächlich für die Entstehung von Hautkrebs. Schützen Sie sich daher sicher und zuverlässig gegen die schädlichen Folgen der Strahlung mit einem Sonnenschutzmittel ohne irgendwelche Emulgatoren, weil diese die Schutzschicht der Haut angreifen und sie durchlässiger für Lichtschutzfaktoren und andere Schadstoffe aus der Umwelt machen können. Die Sonnenschutzfaktoren verbleiben bei SENSOLAR® auf der Haut, und können Sie so länger und besser schützen. SENSOLAR® Sonnenschutz enthält keine kritischen Nanopartikel und keinen Alkohol, der die Haut auch noch zusätzlich austrocknen kann. SENSOLAR® fettet nicht, brennt nicht in den Augen und ist wasserund schweissbeständig. Alles wichtige Eigenschaften, die Sie nicht nur beim Golfen schätzen werden. www.lifeforce.ch


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DAS ERSTE

VORPROGRAMMIERT FÜR DEN ERFOLG


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Manager

LaLargue

ist verkauft Die jahrelange Sanierung hat wenig gebracht, nun wurde der Golfplatz LaLargue für weniger als 900,000 Franken verkauft. Er gilt als einer der schönsten Plätze der Region, doch wirtschaftlich war der Betrieb im Elsass nie erfolgreich. Die letzte von diversen Sanierungsmassnahmen war die Kapitalerhöhung vor zwei Jahren. «Sie war eine Voraussetzung, damit ein Verkauf überhaupt möglich wurde», sagt Christoph A. Bieri, Präsident der Golf de LaLargue Holding. Für eine langfristige Lösung hatte der Verwaltungsrat Investoren gesucht und diese nach den Gesprächen, die seit dem letzten Sommer geführt wurden, auch gefunden. Der in der Schweiz lebende Franzose Peter Reyne, respektive seine französische Firma

Groupe Peterson Normil hat inzwischen 80 Prozent der Aktien der Betreibergesellschaft gekauft. Die bisherigen Besitzer erhalten 500 Franken für das Papier, das bei der Kapitalerhöhung noch 2500 Franken kostete. Die neuen Eigentümer bezahlen somit weniger als 900,000 Franken für den Golfplatz. Sie wollen aus dem grossen Grundstück ein Luxus-Projekt mit Hotel und Spa machen. Geplant sind Investitionen von rund 12 Millionen Franken, davon sollen 2 Millionen Franken in den 18-Loch Platz fliessen. Der Golfclub LaLargue hat sich für die nächsten 20 Jahre das Spielrecht auf der Anlage gesichert. «Damit sollte der Betrieb gesichert sein und wir können uns voll aufs Golfen konzentrieren», fasst Clubpräsident Bieri zusammen.

Heimsieg für Pierre Rindlisbacher

Bei gefühlten Minustemperaturen, Wind und Regen kämpften die Golfplatz-Manager im April in Lausanne um das Championnat ASGM. Nur dank dem besseren Finish setzte sich Gastgeber Pierre Rindlisbacher gegen seinen punktgleichen Kollegen Yves Grand (Domaine Impérial) durch. Damit waren erstmals zwei Westschweizer ganz an der Tabellenspitze.

Titleist

SIEBTE WEDGEGENERATION In enger Zusammenarbeit zwischen Wedge-Guru Bob Vokey und der Weltelite entstand die siebte Generation der beliebten Vokey Design Spin Milled-Wedges. Obendrein kommt 2018 mit dem D-Grind ein sechster Sohlenschliff hinzu. Bei den Vokey-Wedges haben sich in den vergangenen Jahren fünf auf der Tour erprobte Sohlenschliffe etabliert: F, S, M, K und L. Diese Saison wurde die Serie mit dem D-Grind erweitert, einem sichelförmigen M-Schliff, der Wedges mit viel Bounce mit mehr Vielseitigkeit ausstatten soll. Bei der SM7-Serie zudem neu: Das Konzept des Progressive Center of Gravity wurde weiterentwickelt, für einen nahtlosen Übergang zu den kurzen Eisen. Zudem sticht ein Finish heraus sowie ein neuer Sohlenschliff für weiche Böden und Golfer mit besonders steilem Schwung. SM7-Wedges sind für Damen und Herren in Rechts- und Linkshand erhältlich mit Lofts von 46 bis 62 Grad in sechs Sohlenschliffen (Grinds) mit Standard-Schaft True Temper Dynamic Gold. 16 GOLFSUISSE 02-18


Ping

Familienzuwachs Die G400-Familie von Ping wird um das Modell G400 Max erweitert. Die G400Driver-Serie von Ping besteht nun aus den vier Modellen Standard, SFT (Straight Flight Technologie), LST (Low Spin Technologie) und Max. In allen vier stromlinienförmigen Köpfen optimieren Turbulatoren und die Vortec-Technologie die Aerodynamik im Abschwung. Das Max-Modell soll noch mehr Golfer ansprechen, Durchschnittsweiten anheben und für noch mehr Fairway-Treffer sorgen. Das Modell SFT sei besonders bei Slice-Problemen geeignet und das Modell LST ideal, wenn es um die Reduktion des Spins mit dem Driver gehen. Max steht für den maximal erlaubten MOI-Wert und das grösstmögliche Kopfvolumen von 460 ccm. Er ist allerdings nur für Herren erhältlich (Rechts- und Linkshand) in den Lofts 9 und 10,5 Grad. Am Driver lassen sich die Lofts um plus/minus 0,6 und ein Grad verstellen, Standard-Schäfte sind Ping Alta CB, Tour sowie Distanza.

J

ede Woche ein neues Video

Der ASG Youtube Channel wird mit der neuen Saison immer aktiver. Sehen Sie aktuelle Kurzportraits von Schweizer Profis und Amateuren, Trainings-Tipps, aktuelle Turniere und Präsentationen von den ASG-Clubs. Jede Woche in einem neuen, professionell hergestellten Video. Den Link dazu finden Sie auf Golfsuisse.ch (Stichwort: Video).

70 Schweizer Qualifikationsturniere 3 „Order of Merit“ Kategorien 1 Schweizer Final 1 Internationaler Final An allen Turnieren verlosen wir Edelweiss Mittel- oder Langstrecken Flugtickets!

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Proette

Fünf Schläger im Secondhand-Shop Vom Flugzeug in einen Secondhand-Golfshop: Der genaue Weg des Golfgepäcks der Südkoreanerin In-Kyung Kim bleibt ein Rätsel. American Airlines ist dafür bekannt, dass gern einmal das Golfgepäck nicht am Zielort ankommt. Ende Januar erwischte es In-Kyung Kim, Nummer 7 der Welt und Gewinnerin der Women‘s British Open 2017, auf einem Flug zwischen Miami und San Diego. Trotz aller Nachforschungen blieb das Bag unauffindbar; die Airline empfahl der Südkoreanerin daraufhin gar, sich doch vorübergehend

einfach Equipment zu leihen... Nach einem «What‘s in den Bag»-Shooting ein paar Wochen später, bei dem die Golferin auch von ihrem Verlust erzählte, meldeten sich drei Golfer aus San Diego. Sie hatten Kims Schläger in einem Secondhand-Golfshop in Carlsbad entdeckt. Für einen Schläger, den sie beim British-Open-Sieg verwendet hatte, verlangte der Händler bloss 60 Dollar. Die Kunden griffen zu. Als schliesslich die Polizei eingeschaltet wurde, waren bloss noch drei Wedges und zwei Hölzer im Bag.

Tiger

FRÜCHTE FÜR DEN CHIRURGEN Der Hype um das Comeback von Tiger Woods schlug diesen Frühling seltsame Blüten. Ein weiblicher Fan namens Claire Rogers hatte sich sogar bei Woods’ Operateur gemeldet. Chirurg Richard Guyer erhielt zum Dank für die erfolgreiche Rücken-OP einen Früchtekorb mit der politisch passenden Mitteilung: «Thank you for making Tiger Woods great again!» Beeindruckt zeigten sich aber auch die Profi-Kollegen auf der Tour. Beim Arnold Palmer Invitational liess sich der Thailänder Kiradech Aphibarnrat von Tiger die Kopfbedeckung signieren und trug den Visor mit Unterschrift während des gesamten Turniers. Aphibarnrat verpasste dort zwar den Cut, lag aber als Nummer 29 der Weltrangliste vor dem Masters (noch) deutlich vor seinem Vorbild auf Rang 104.

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PLANET GOLF

Dustin Johnson

447 Meter Drive, aber kein Rekord Lang, länger, Dustin Johnson. Der Amerikaner haut den Ball fast 450 Meter weit, allerdings gilt die Marke nicht als offizieller Rekord. Viel Erfolg hatte Weltnummer eins und Titelverteidiger Dustin Johnson beim Dell Technologies Match Play der World Golf Championship nicht: Ohne Punkte schied er nach der Gruppenphase aus dem Turnier aus. Den Frust darüber liess er gehörig an seinen Bällen aus. Als «DJ» im Match

gegen Kevin Kisner 3 down lag, pfefferte er seinen Abschlag auf Bahn 12 genau 489 Yards weit. Das sind umgerechnet unglaubliche 447 Meter! Der Hammer ist der weiteste Schlag seit der Einführung des ShotLink-Systems auf der PGA Tour, welches seit 2003 die Daten der Spieler sammelt. Es waren sogar zwölf Meter mehr als Davis Loves III offizieller Rekord von 435 Metern, gemessen beim Sentry Tournament of Champions 2004. Aufgrund des Formats

(Lochspiel) beim WGC Match Play gilt Johnsons Riesenhieb allerdings nicht als offizielle Bestmarke in der Statistik. Sein Schlag half ihm übrigens nicht einmal, das Loch zu gewinnen. Auch Kisner spielte ein Birdie. Einen Rekord gab es in Austin, Texas, trotzdem noch: Bubba Watson gewann gegen seinen Landsmann Kisner im Final mit 7&6. Das war der höchste Finalsieg bei einem Match Play der World Golf Championship.

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CAPTAIN’S CORNER

FRANK BAUMANN

FRAU MUGGLI UND DAS GEPÄCK rau Muggli hat jetzt zugegeben, dass sie vielleicht schon ein bisschen überreagiert habe, als sie der Jüngling am Check-in-Schalter der Airline auf ihr Übergewicht angesprochen habe. Und im Nachhinein betrachtet sei es gewiss als Fehler gewesen, den Klugscheisser ohne Vorwarnung in die Nase zu beissen.

Seine unter Tränen genäselte Erklärung, dass ein Airbus A320 beim besten Willen kein Boeing C-17 Transportflugzeug der U.S. Air Force sei und es nun halt mal ein Maximalabfluggewicht gäbe, an das man sich halten müsse, habe sie gar nicht mehr gehört. Sie wisse ganz genau, wie schwer sie sei, dass ihn aber exakt das nichts angehe und dass er sich lediglich darum kümmern solle, dass das Gepäck am Ziel ankomme. Die Wut sei aus ihr eruptiert wie Mitte April 2010 der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island, was ja dann letztlich zu einer beispiellosen Beeinträchtigung des Luftverkehrs in Nord- und Mitteleuropa und zur Känzälung zahlreicher Flüge und einem heillosen Gepäckpuff geführt habe. In einer Art hysterischer Trance hätten sie und ihre Freundinnen Emmi und Verena mehrfach #metoo durch die Schalterhalle geschrien, bis sie, Frau Muggli, schliesslich von einer sehr verständnisvollen Supervisorin in die Arme genommen und beruhigt worden sei. Die Dame habe ihr erklärt, dass es lediglich um das Übergewicht der Golfausrüstung gehe! Das sei ihr dann natürlich ziemlich peinlich gewesen und so habe sie dem armen Naseweis ein Schächtelchen Luxemburgerli und ein Päckli Steristrips gebracht. Der Flug nach Alicante sei –

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abgesehen von einem brüllenden Kleinkind – ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen. Dafür habe sie am Zielort vergeblich auf ihr Golfgepäck gewartet. Dieses, so erklärte ihr die minimalmotivierte Swissport-Mitarbeiterin, sei bereits vor dem Abflug in Zürich wieder ausgeladen worden. Und nicht nur ihres, sondern auch 12 Travelbags ihrer Mitreisenden nach «La Manga», plus jene der autonomen Ladys vom Goldenberg. Der Leiter ihrer Reisegruppe meinte daraufhin, dass das nichts Aussergewöhnliches sei und er nach mehreren derartigen Vorfällen vermute, dass da sogar eine gewisse Systematik dahinterstecke. Geteiltes Leid ist halbes Leid: Am nächsten Tag habe man in ihrer Gruppe die vorhandenen Golfbags dann so untereinander aufgeteilt, dass je zwei Personen mit einem Set auf die Runde gehen konnten, was erwartungsgemäss zu längeren Diskussionen mit dem etikettenfesten Starter geführt habe. Ja, und nun frage sie mich, als ehemaligen Airline-Werber, ob der vorhersehbare Gepäcksalat tatsächlich beabsichtigt und sich die Star Alliance bewusst sei, was die Unannehmlichkeiten für einen Imageschaden hinterlassen. Selbstverständlich beantwortete ich beide Fragen mit nein. Da sei sie nun aber beruhigt, meinte Frau Muggli. Und was das Übergewicht anbelange, habe sie beschlossen, bei ihrer nächsten Reise auf die Wasserpumpenzange, den Rollgabelschlüssel, die Flasche mit dem Durgol-Entkalker (ein Liter für Fr. 8.60) und den Hammer zu verzichten (den sie auf Anraten von Emmi, einer pensionierten Heizungs- und SanitärUnternehmerin) amigs mitnehme, weil ja selbst in den besten Hotels immer irgendwelche Armaturen tröpflätän. Stattdessen vertraue sie auf das dicke Offiziers-Taschenmesser aus dem Hause Victorinox – also auf Swiss Quality.


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reisgeld in Evian steigt auf 4,1 Millionen Dollar

Der Höhenflug der Evian Championship hält an. Das MajorTurnier der Frauen wird 2019 ein Preisgeld von 4,1 Millionen Dollar verteilen und zudem auf einen besseren Spieltermin wechseln. Die Evian Championship wird nächstes Jahr vom 25. bis 28. Juli ausgetragen, so dass für die Proetten ein «Europe Swing» mit der Aberdeen Standard Investments Ladies Scottish Open und der Ricoh Women’s British Open entsteht. Die Evian Championship an den Ufern des Genfersees wurde 2013 zu einem der fünf Major-Turniere der Frauen und hat seitdem einen enormen Preisgeld-Anstieg erlebt. Noch im Jahr 2000 wurde um 1,8 Millionen Dollar gespielt, beim Wechsel zum Major-Status waren es 3,25 Millionen Dollar. «Seit der Einführung hat Evian die Grenzen, die für ein Damen-Golfturnier gelten, immer wieder neu gezogen», stellte der Geschäftsführer der LPGA Tour, Michael Whan, fest. «Evian hat seine eigenen Traditionen geschaffen, statt andere zu kopieren.» In diesem Jahr findet das Turnier vom 13. bis zum 16. September statt. Titelverteidigerin ist Anna Nordqvist.

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ldie in Spiellaune

Hut ab vor Dame Laura Davies, die sich wieder einmal selbst übertroffen hat. Die 54-Jährige spielte beim Bank of Hope Founders Cup in Runde 3 wie im Vorbeigehen eine 63er-Runde. Diese beinhaltete unter anderem ein Eagle und sieben Birdies. Es war die beste LPGA-Runde der Britin seit 13 Jahren. Leider reichte es am Schlusstag nicht zum Sieg, aber Davies nahm es wie immer gelassen. Ihr Kommentar zu ihrer Rekordrunde: «Ich liebe das Ganze hier wegen der Zuschauer, sie werden mit mir älter und kommen trotzdem immer noch auf den Platz.»

MICHELLE WIE Endlich ein Sieg Comebacks sind das Thema dieses Frühlings, auch im Frauensport. Die zweifellos überraschendste Geschichte hat dabei Michelle Wie geschrieben, die 28-Jährige, bei der man als Zuschauer das Gefühl hat, man kenne sie schon ein Leben lang. Sie holte sich im März den Sieg bei der HSBC Women’s World Championship in Singapur. Es war ihr erster Sieg seit jenem bei der U.S. Women’s Open 2014. Wir erinnern uns: Michelle Wie, das war das grossgewachsene Mädchen aus Hawaii, das man schon als 14-Jährige mit Ernie Els verglich. Ihr Schwung war so rhythmisch, die Länge ihrer Bälle unglaublich. Das stille und dunkle Kind, dessen Eltern sie auf Schritt und Tritt begleiteten, war offenbar zu Grossem geboren – oder vielleicht nur auf Grosses getrimmt? Als sie kurz vor ihrem 16. Geburtstag ins Profilager wechselte, war ein Millionenvertrag mit Nike selbstverständlich. Nachdem sie schon als 13-Jährige bei Turnieren gegen Männer antrat, gab es reichlich männliche wie weibliche Kollegen, die an Kritik nicht sparten. Wie dem auch sei: Aus dem Wunderkind Wie wurde eine Proette, die mit ihrem Körper und unzähligen Verletzungen kämpfte. «Ich glaube, als ich jünger war und in sehr jungem Alter richtig gut spielte, betrachtete ich mein Leben nur auf dieser Kurve», meinte sie nach ihrem Sieg mit einer Handbewegung, die nach oben zeigte. «Als es zum ersten Mal bergab ging, hat mich das wirklich geschockt. Ich habe mir das sehr zu Herzen genommen. Es war nicht einfach.» Mit den Verletzungen und den Rückschlägen kam die Routine. «Mit der Zeit realisiert man, dass das Leben eben nicht nur gerade verläuft. Man hört von anderen Leuten, die mit Verletzungen kämpfen.» Der Unterschied dabei ist nur, dass Michelle Wie nie nur ihr eigenes Leben lebte. «Meine Probleme wurden immer in der Öffentlichkeit behandelt», resümierte sie nach ihrem Sieg. Sie hat sich damit abgefunden, in Stanford studiert, mit der Malerei begonnen. Sie ist der Social-Media-Star der LPGA Tour und noch immer jene Spielerin, die ausserhalb Asiens mit Abstand den höchsten Wiedererkennungswert hat. Ihr Coach David Leadbetter hat in gewisser Weise mit ihr gelitten. Bei Michelle Wie, so seine Anmerkung nach ihrem Erfolg, gebe es wohl keinen Muskel im Körper, der noch nicht verletzt gewesen sei. «Ich habe definitiv eine Menge Spass hier draussen», resümierte sie ihr Leben nach ihrem jüngsten Erfolg. «Und ich glaube, das ist das Wichtigste.» Wer, wenn nicht Wie, könnte das beurteilen.


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Paula

Creamer

erfindet sich neu

Sie war immer bekannt als Kämpferin. Das rosa Haarbändchen und das niedliche Outfit täuschten schon in den frühen Zeiten ihrer Karriere über ihren eigentlichen Kern hinweg. Paula Creamer galt unter Kolleginnen stets als gefährliche Gegnerin. Einmal auf der Fährte des Sieges, liess die Amerikanerin, die inzwischen 31 Jahre alt ist und zehn LPGATurniere gewonnen hat, nie los. Insofern verwundert es nicht, dass Creamer nach fast sechsmonatiger Pause zu allem entschlossen wieder auf die LPGA zurückgekehrt ist. «Ich war noch nie so gesund wie jetzt», meinte sie im März fast schon trotzig, und

verwies gleich auf eine Reihe von Veränderungen in ihrem Leben. Nach dreijähriger Ehe hat Creamer sich von Ehemann Derek Heath getrennt. Daneben hat sie ihren Coach Gary Gilchrist durch Kevin Craggs ersetzt, der allerdings die meiste Zeit des Jahres in Schottland unterrichtet. Und: Die Handgelenksentzündung, die sie bei der Evian Championship zur Aufgabe zwang, ist auch überwunden. Creamer, so die Botschaft der 31-Jährigen, fühlt sich also gänzlich rundumerneuert und konzentriert sich ganz auf ihr Golfspiel. Die Premiere beim Bank of Hope Founders Cup ging allerdings schief. Da verpasste sie den Cut.

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COVER STORY MASTERS IN AUGUSTA:

REED REIFT ZUM MASTERS-SIEGER

P

atrick Reed galt bis dato vor allem als Angeber – beim 82. US Masters bewies er, dass weit mehr in ihm steckt. PETRA HIMMEL

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COVERSTORY

GOLFSUISSE 02-18 25


COVERSTORY

vorgeschoben, und seine bisherigen Kritiker ziehen den Hut vor ihm. «Er hat sich mehr reingegraben, als wir dachten, dass er es kann», bilanzierte der ehemalige Weltranglistenerste und heutige Fernsehanalyst David Duval sein Spiel. Eines nämlich wurde auch an diesem Finalsonntag klar: Ein Sieg in Augusta National erfordert weit mehr als nur lange Drives und einen Haufen Selbstbewusstsein. Reed erspielte sich den Titel, bedrängt von mehreren Seiten. Mit drei Schlägen Vorsprung in den Finaltag gestartet, hatte er mit Rory McIlroy einen Flightpartner an der Seite, der die Erfahrung von vier Major-Siegen mit sich brachte. Hinter ihm stand ein guter Teil der Weltspitze des Golfsports dicht gedrängt in Lauerposition. Rickie Fowler und Jordan Spieth waren am Ende diejenigen, die ihm am nächsten kamen.

Rückstand auf Reed wettgemacht. Von da an war der Verlauf des Turniers wieder offen. «Machst du Witze?», sagte Spieth fassungslos zu seinem Caddie Michael Greller, als die Zuschau-

In dieser Woche habe ich mir einfach gedacht, «Hey, es ist Golf. Geh raus und spiel.»

MIT PARS ZUFRIEDEN

Patrick Reed bei seinem speziellen Sieg.

E

r galt als der Bum-Bum-Amerikaner, als der Powergolf-Typ. Als einer, der heisslaufen konnte, über sich hinauswachsen – aber der dann auch irgendwann gerne die Kontrolle über sich verlor. Patrick Reed hat mit seinem Sieg beim diesjährigen Masters in Augusta dieses Bild zurechtgerückt. Er ist mehr als der Ryder-Cup-Kämpfer, der sich wie eine Bulldogge in seinen Gegner verbeisst; er ist mehr als der grossmäulige Typ, der schon 2014 verkündete, er sei eigentlich ein Top-5-Spieler. Jetzt ist er auf jeden Fall ein Masters Champion; in der Weltrangliste hat er sich auf Position elf

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Patrick Reed, dem die Nervosität beim Bogey am ersten Loch deutlich anzusehen war, gab seine Führung, die er schon im Verlauf der Freitagsrunde übernommen hatte, zu keinem Zeitpunkt ab. Selbst dann nicht, als der Verlauf nicht mehr ganz so flüssig war wie an den ersten Tagen. «Die Par-5-Löcher hatte Reed bis zum Sonntag mit 13 unter Par gespielt, darauf basierte ein Grossteil seiner Führung. In der Finalrunde verliess er ein jedes der langen Löcher mit einem Par – ein Ergebnis, das ihn kurzzeitig zum Hadern brachte. Seine neue Spielstrategie allerdings verhinderte Schlimmeres: «Ich wollte den Spielplan durchziehen und diszipliniert genug sein, um auch dabeizubleiben.» Statt das Birdie herbeizwingen zu wollen, gab sich Reed eben auch mit Pars zufrieden. «In der Vergangenheit», erklärte er nach dem Sieg mit 15 unter Par sein Erfolgsrezept, «habe ich mir selbst einfach zu viel Druck gemacht. Ich bin rausgegangen und habe so heftig versucht, den Ball ins Loch zu bekommen, so heftig versucht, den perfekten Schlag zu machen. In dieser Woche habe ich mir einfach gedacht, «Hey, es ist Golf. Geh raus und spiel».»

SPIETH LIEF HEISS

Ein entspannter Siegeszug wurde es trotzdem nicht. Zum einen deshalb, weil Reed selbst mit 1 unter Par kein wirklich niedriges Ergebnis ablieferte, zum anderen, weil Jordan Spieth drei Löcher vor ihm ein Birdie-Feuerwerk entzündete. Der Amerikaner, der die Runde mit neun Schlägen Rückstand auf Reed begonnen hatte, begann mit zwei Birdies in Folge und hatte am 16. Loch mit einem super Putt seinen riesigen

er vor Begeisterung brüllten. «Ich habe nie auf das Leaderboard geschaut», meinte der Masters Champion des Jahres 2015 nach seiner Runde mit 64 Schlägen oder 8 unter Par. Der Platzrekord von 63 Schlägen von Nick Price in Augusta National lag in Reichweite und war ausserdem das grösste Comeback während einer MastersFinalrunde. Sein zweiter Masters- und sein vierter Major-Sieg standen für Spieth in Aussicht. Aus all dem wurde nichts, weil er am Ende an Bahn 18 noch einen Schlag verlor, nachdem sein


COVERSTORY

Abschlag in der letzten Sekunde einen Baumwipfel gestreift hatte. Der 24-Jährige nahm es gelassen. «Es war ein phänomenaler Tag», lautete seine Bilanz. Für ihn wie für die Zuschauer. Einen Schlag näher ran an den Sieger kam am Ende Rickie Fowler, der mit einem Schlag Rückstand und einer 67er-Runde Zweiter wurde. «Ich habe mitbekommen, wie Jordan da vorne einfach weggelaufen ist, und das war für mich auch ein Tritt ins Hinterteil.» Ab dem achten Loch spielte er sechs Birdies und glänzte an der Schlussbahn mit einem brillanten Eisen ins Grün, gefolgt von einem sicheren Birdieputt. Patrick Reed allein hätte seinen Sieg noch ruinieren können. Doch der Amerikaner spielte das Schlussloch so, wie er eben auch als Person ist: beherzt und zu allem entschlossen. Ein perfekter Drive, ein erstklassiges Eisen. Der erste Bergab-Putt lief einen Tick zu lang, so dass man beim Rückputt zum Par und Sieg durchaus noch einmal zittern musste. «Den Putt hatte ich zum Glück schon einmal gemacht», meinte er danach. Der Ball fiel mittig ins Loch.

DUELL WIE BEIM RYDER CUP

Die Wiederholung des Duells zwischen Patrick Reed und Rory McIlroy aus dem Jahr 2016 beim Ryder Cup in Hazeltine war damit zu Ende. Schon damals hatte Patrick Reed das bessere Ende für sich. McIlroy, immerhin vierfacher Major-Sieger, spielte bei seinem Versuch, mit einem Masters-Sieg seinen Karriere-Grand-Slam zu vollenden, ganz so, als sei der Druck zu gross. Beim Versuch, Drives und Putts zu perfektionieren, gerieten beide Teile des Spiels eher mässig; am Ende war er der Einzige aus den Top 16 des Feldes, der das Par nicht brach und einen Score von 74 spielte. «Da kann man natürlich nichts Positives mitnehmen», lautete seine frustrierte Bilanz. «Ich werde mich die nächsten Tage hinsetzen und darüber nachdenken, was ich möglicherweise hätte besser machen können, vielleicht mental eine bessere Einstellung, oder was auch immer. Ich weiss es nicht. Heute hatte ich es einfach nicht.»

Jordan Spieth bei seiner Aufholjagd.

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1996 ab – die zweitschlechteste Platzierung von Woods beim Masters nach einem geteilten 40. Platz im Jahr 2012. Angefüttert mit etwas Hintergrundinformationen und Atmosphäre vor Ort sieht das Fazit nach Tiger Woods Finalrunde mit drei unter Par und 69 Schlägen anders aus. Vor dem Clubhaus stehen die Kameramänner und Journalisten in Dreier-Reihen, um ein paar Worte mit dem Ex-Weltranglistenersten zu wechseln. Der Run auf den 14-fachen Majorsieger war so gross, dass im Interviewraum, der ansonsten eher selten gefüllt ist, die Plätze nach dem First-Come –First-Serve-Prinzip vergeben wurden und selbst Top-Spieler wie der Weltranglistenerste Dustin Johnson vier Tage lang relativ unbeobachtet von Fans und Presse ihren Tag auf der Anlage verbringen konnten, weil Tiger Woods im Zentrum des Interesses stand.

VON PLATZ 1199 GEKOMMEN

Im Zentrum des Interessens: Tiger Woods.

DIE WOODS-MANIA AM MASTERS Tiger Woods beweist in Augusta, dass sein Comeback ernst zu nehmen ist. Jetzt braucht der Körper eine Pause.

Die blanken Zahlen für Tiger Woods lesen sich zum Ende des Masters 2018 wie folgt: Der Amerikaner ist mit einem Score von eins über Par auf dem geteilten 32. Platz gelandet und hat sich damit in der Weltrangliste auf Rang 88 vorgearbeitet. Es war –sieht man einmal von einem verpassten Cut als Amateur im Jahr

FOWLER MUSS WEITER WARTEN

Der 29-Jährige holte sich in Augusta seine achte Top-5-Platzierung bei einem Major. Und das, nachdem er 2014 nach Jack Nicklaus und Tiger Woods als einziger Spieler in einem Jahr bei allen vier Major-Turnieren unter den Top 5 lag. Fowler aber ist sich sicher, dass der Sieg kommt. «Ich bin bereit dafür, ein Major zu gewinnen», meinte er in Augusta. «Aber das hier war die erste Major-Woche, in der ich das wirklich verstanden, gewusst und gefühlt habe.» Patrick Reed hatte dieses Gefühl schon vor Beginn des Masters 2018: «Jeder will gewinnen, und wenn man nicht daran glaubt, dass man hier gewinnen kann, dann sollte man am besten gar nicht mitspielen.»

Was mit Patrick Reeds mentaler Einstellung auf dem Golfplatz in Zukunft passiert, dürfte interessant zu beobachten sein. Der Amerikaner gilt als die Bulldogge unter den Spielern, als wettbewerbssüchtig. «Gegen Patrick spielt eigentlich jeder gerne», resümierte Rickie Fowler mit einem Lächeln, «der stürzt sich auf jeden Wettkampf.» Dass seine Selbsteinschätzung dabei manchmal nicht wirklich mit der Realität übereinstimmt, ist altbekannt. Vor vier Jahren sorgte er mit den Worten, irgendwann gehe es nur noch um ihn und um Tiger Woods, für Furore. Vielleicht aber braucht gerade Fowler ein Stückchen mehr von diesem Egoismus. 28 GOLFSUISSE 02-18

Und was die Position in der Weltranglisten anbelangt: Der 88. Platz ist nicht top, bedenkt man aber, dass Woods noch vor seinem ersten Turnierstart am 25. November 2017 auf Platz 1199 lag, ist der Aufstieg ziemlich beachtlich. Woods, das steht nach diesem ersten MajorTurnier des Jahres, das er selbst bereits viermal gewonnen hat, fest, ist zurück im Profigolf. Wenn er nur 80 Prozent von dem spielt, was er früher konnte, reicht das noch immer, um ein, zwei Turniere im Jahr zu gewinnen», hat der Deutsche Bernhard Langer festgestellt, der zu den Akteuren in Augusta zählte, die Woods Karriere seit seinem ersten MastersSieg 1997 als Mitspieler verfolgen.

Bereit für einen Major-Triumph: Rickie Fowler.


COVERSTORY

«Was der macht ist nicht gut, das ist aussergewöhnlich», kommentierte auch der Deutsche Martin Kaymer, selbst zweifacher Major-Champion und Ex-Weltranglistenerster das Spiel des Amerikaners.» Die Flugkurven, die der Amerikaner abrufen kann, übersteigen hinsichtlich ihrer Qualität nach wie vor das Können vieler anderer Kollegen. Auch wenn Woods selbst nach dem Masters sein Eisenspiel als «bescheiden» bezeichnete und über zu viele verpasste Chancen sinnierte, blieb die Erkenntnis, dass es mit dieser selbst definierten Mittelmässigkeit eben immer noch für eine Platzierung unter den Top 35 bei einem Major-Turnier reicht, für das sich eine Vielzahl von Profis überhaupt nicht qualifiziert.

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Und nun? «Nach diesem Turnier stelle ich die Schläger immer eine Weile in die Ecke. In der Regel habe ich während meiner ganzen Karriere immer drei bis vier Wochen Pause gemacht und die Schläger in den Schrank gestellt, damit ich einfach davon weg komme.» Das fordern der Körper und der Kopf: «Die Vorbereitung für dieses Turnier ist ziemlich hart und ziemlich anstrengend. Ich habe mich selbst ziemlich an die Grenzen getrieben, um bereit zu sein. Immerhin habe ich es während meiner Karriere viermal geschafft, dann voll auf der Höhe zu sein, das ist ziemlich ermüdend.»

DEUTLICH OFFENER

Jetzt ist der Mann ein wenig offener geworden, menschlicher, versteckt sich nicht mehr ganz so stark hinter der unnahbaren Maske. «Die letzten Jahre war ich ja nur noch zum Essen hier», witzelt er über seine Besuche in Augusta. Insofern ist er vor allem froh, dass er wieder Teil des Spielgeschehens ist. Dass sein Körper und vor allem der Rücken dabei ein Unsicherheitsfaktor bleiben, ist ihm bewusst. Auch deshalb ist die Pause so wichtig. «Jetzt muss ich mich erst einmal um meinen Körper kümmern», sagt er gleich nach dem Masters. «Die Dinge verbessern sich.» Und das soll auch so bleiben.

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Wann und wo er wieder an den Start gehen wird, lässt er offen. In dieser Beziehung hat sich nichts zu dem alten Tiger Woods geändert: Seine Turnierstarts wurden stets auf den letzten Drücker bekanntgegeben, Tiger Woods blieb oftmals ein Rätsel.

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HINTERGRUND

HINTERGRUND

INTERVIEW RETO BIELER

«WIR BRAUCHEN EINEN GEMEINSAMEN NEUSTART!»

Er wollte aus dem ASG-Vorstand zurücktreten, nun wird Reto Bieler für die nächsten drei Jahre Präsident des Golfverbandes. Der 65-jährige Zürcher erklärt im Interview seine Motivation und die wichtigsten Ziele. Reto Bieler, Sie haben vor längerer Zeit Ihren Rücktritt aus dem Vorstand angekündigt und kandidierten kurzfristig für das Amt des Verbandspräsidenten. Wie können Sie diesen Gesinnungswandel erklären? Reto Bieler: Das ist gar kein Gesinnungswandel. Ich war nicht damit einverstanden, wie das Thema Public Golf im Vorstand behandelt wurde. Für mich ist klar, der Verband sollte selber nicht in den Markt eingreifen. Deshalb habe ich sogar das Kollegialitätsprinzip gebrochen und meinen Rücktritt eingereicht. Meine Haltung gegenüber dem Public Golf ist immer noch gleich. Ich wurde von diversen Beteiligten immer wieder darauf angesprochen, ob ich in dieser schwierigen Situation nicht selber kandidieren wollte. Die Antwort war stets die gleiche: nein. Unter den gegebenen Umständen habe ich kurzfristig entschieden, meinen Lebensplan für die nächsten drei Jahre zu ändern. Der vom Vorstand zunächst vorgeschlagene Raphael Weibel hat sich erst wenige Tage vor der Delegiertenversammlung zurückgezogen. Wann war das Präsidium für Sie konkret ein Thema? Es ging tatsächlich ausserordentlich schnell, eigentlich erst neun Tage vor der DV habe ich mich entschieden. Für mich war klar, dass ich nie gegen einen Vorstandskollegen antreten 30 GOLFSUISSE 02-18

würde. Dies habe ich Raphael auch gesagt. Es hat sich gezeigt, dass die Clubs einen echten Neuanfang wollen. So hat Raphael Weibel seine persönlichen Interessen in den Hintergrund und die Sache in den Mittelpunkt gestellt und mich unterstützt. Beides rechne ich ihm hoch an. An der Delegiertenversammlung in Bern wurden Sie einstimmig gewählt, es gab sogar Bravo-Rufe. Hat Sie das überrascht? Vor allem hat es mich gefreut. Ich hatte in der Woche vor der Abstimmung extrem viele Gespräche geführt. Dabei spürte ich eine grosse Unterstützung aller Beteiligter. Dabei hat mir natürlich geholfen, dass ich alle Partner und Club-Verantwortliche schon lange kenne. Sie wissen, mit mir kann man offen und ehrlich reden, auf mich ist Verlass. Zudem spürte ich das tiefe Bedürfnis aller für einen gemeinsamen Neustart. Das hat sich schliesslich bei der Abstimmung gezeigt und ist sicher schon mal eine gute Basis für den nötigen Wandel. Wie geht es nun weiter mit dem Thema Public Golf? Eine wichtige Ausgangslage hat sich geändert. Unter meinem Präsidium werden wir keine eigene ASG-Karte herausgeben, es würde nur die bestehenden Organisationen, vor allem aber unsere eigenen Clubs konkurrenzieren. Das war

der falsche Weg, wie nun allen klar sein sollte. Wir werden mit neuen Leuten mit den beiden bestehenden Public Golf Organisationen Migros und ASGI verhandeln und eine einvernehmliche Lösung finden. Für mich ist wichtig, wir mischen uns nicht selber in den Markt ein. Bei der Zusammenstellung des Vorstandes orientieren wir uns an der Schweizer Konkordanz. Wir werden in Zukunft die «Zauberformel» für die ASG entwickeln. Darin sollten auch die Public Golf Organisation mit zwei Personen vertreten sein. Sie repräsentieren 40 Prozent der Schweizer Golfer. Wir sind ein Sportverband, kein «Marktplayer» und wir wollen den Clubs auch nicht mit Subventionen das Leben künstlich verlängern. Das muss allen Beteiligten einleuchten. Wir wollen mit den Public Golf Organisationen eine neue Partnerschaft. Für die Clubs ist dies nichts Neues. Diese Konkurrenz gibt es seit mehr als 10 Jahren. Was hat sich für die Clubs geändert? Früher brachte der «Besitz» einen gewissen Status. Die Gesellschaft wandelt sich auch im Golf. Heute könnte man sagen: «Teilen statt Besitzen» ist ein Teil der sogenannten SharingEconomy wie man sie etwa von Airbnb oder anderen Anbietern wie Mobility kennt.


ASG: MITGLIEDER SEIT 1996 100’000 90’000 80’000 70’000 60’000 50’000 40’000 30’000

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1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017

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Übrigens auf rentarentner.ch kann man sogar Pensionierte teilen. Da habe ich mich noch nicht angemeldet, obwohl ich dieses Jahr pensioniert werde... Was motiviert Sie persönlich das Amt zu übernehmen? Mir sind Werte wichtig, ich bin mit Leib und Seele Golfer und will helfen, damit der spezielle Geist unseres Sportes auf und vor allem neben dem Platz gelebt wird. Das ist zuletzt zu kurz gekommen. Als Coach und Berater bin ich mir gewohnt, mit verschiedenen Bedürfnissen und Interessen umzugehen. Das kommt mir nun hoffentlich zu Gute. Wie wichtig ist eine politische Erfahrung für dieses Amt? Ich habe längere Zeit in verschiedenen Ländern

in der Direktion des Grosskonzerns Siemens gearbeitet, das ist neben einer Management-Funktion vor allem auch Politik. Auch dort musste man teilweise schwierige Entscheide fällen, lernt mit diversen Einflüssen umzugehen. Ich freue mich aber über die Verstärkung im Vorstand. Als langjähriger Gemeindepräsident besitzt Jean-Marc Groh direkte politische Erfahrung. Er wird mich zusammen mit Generalsekretärin Barbara Albisetti bei den Verhandlungen unterstützen. Zusammen mit den drei anderen neuen Mitgliedern sind wir sehr gut aufgestellt, die anstehenden Probleme zu lösen und den Verband zu professionalisieren. Dazu gehört auch ein ausgesprochenes Kostenbewusstsein. So fährt der Vorstand diesen Frühling beispielsweise nicht mehr zum Golfen nach Italien, sondern trifft sich Ende April am Samstag und Sonntag in Zürich zu intensiven Diskussionen.

Jean-Marc Mommer gratuliert Reto Bieler.

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RETO BIELER Der 65-jährige Zürcher war in den vergangenen vier Jahren im ASG-Vorstand für die Bereiche Course Rating und Handicapping zuständig. Zuvor amtete Reto Bieler sieben Jahre lang als Captain im Golfclub Breitenloo. Der studierte Betriebswirtschaftler arbeitete unter anderem in verschiedenen Ländern in der Direktion von Siemens-Nixdorf, bevor er sich 2001 als Coach und Berater selbständig machte. Bieler ist verheiratet und wohnt in Zürich.

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HINTERGRUND

Der neue ASG-Vorstand von links nach rechts: René Misteli, Lukas Eisner, Barbara Albisetti (Generalsekretärin), Reto Bieler, Olivia Stoffel, Jean-Marc Wallach, Jean-Marc Groh und Markus Frank. Trotzdem nochmals zum Golfen. Sie haben kurzfristig Markus Frank als neuen Sportverantwortlichen im Vorstand vorgeschlagen. Was erwarten Sie von ihm? Wie gesagt steht für mich der Sport in der ASG an erster Stelle. Ich bin extrem froh, dass Markus das Amt übernimmt. Mit seiner enormen Erfahrung wird er das sportliche Know how im Vorstand eindeutig stärken. Olivia Stoffel war selber Mitglied der Amateur-Nationalmannschaft, René Misteli kommt als Schütze ebenfalls vom Spitzensport, so dass wir hier klare Schwerpunkte setzen können. Als neuer Präsident der Sportkommission wird Markus Frank die heutige Situation mit allen Beteiligten analysieren und dem Vorstand gegebenenfalls Änderungen vorschlagen. Er leitet diesen Prozess. Die ersten Termine stehen schon. Olivia Stoffel und René Misteli helfen ihm bei Bedarf. Ich selber werde in keiner Kommission sein, sondern mich vorerst dem Thema Public Golf widmen. An der Delegiertenversammlung haben Sie gesagt, dass Sie schon zwei Tage später in die Ferien verreisen. Wohin geht es? Das macht jeder Präsident, gleich nach der Wahl weit weg. Spass beiseite. Zusammen mit meiner Frau habe ich schon vor Monaten eine Reise nach Marokko geplant, davon lassen wir uns nicht abhalten. Wir werden etwas Golf spielen, aber auch einige Tage in der Wüste verbringen. Ich nehme an, meine Handy würde dort auch funktionieren, freue mich aber auf etwas Ruhe, das habe ich mir verdient. 32 GOLFSUISSE 02-18

ASG-DV RETO BIELER EINSTIMMIG GEWÄHLT Die Delegierten des Schweizerischen Golfverbandes wählten Reto Bieler einstimmig zum Präsidenten der ASG. Vier weitere Mitglieder wurden neu in den Vorstand aufgenommen. Die diversen Vorstösse und der Misstrauensantrag gegenüber drei Vorstandsmitgliedern wurden im Verlauf der Delegiertenversammlung in Bern alle zurückgezogen. Der kurzfristig angetretene Präsidentschaftskandidat Reto Bieler überzeugte die Anwesenden und wurde ohne Gegenstimme zum Vorsitzenden des Verbandes gewählt. «Nur gemeinsam kommen wir weiter, auch wenn es keine schnelle Lösung gibt», sagte Bieler zu den Club-Delegierten. Nach der Wahl des neuen Präsidenten verliefen die Aufnahmen in den Vorstand ohne Diskussionen: Olivia Stoffel, Jean-Marc Groh, René Misteli und Markus Frank wurden

per Akklamation ins Gremium gewählt. Sie ersetzen Anne-Sophie Voumard, Raphael Weibel, Luca Allidi und Linus Dermont, die sich aus dem ASG-Vorstand zurückgezogen haben. Der bisherige Präsident, Jean-Marc Mommer, hatte im Februar aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt auf die DV im März angekündigt. Neben den Wahlen gaben die übrigen Traktanden wenig zu diskutieren. Finanzchef Jean-Marc Wallach präsentierte die Jahresrechnung. Bei Einnahmen von 8,08 Millionen Franken resultierte ein Überschuss von 87,000 Franken. Der Golfclub Les Bois hatte beantragt, den Preis der ASG-Karte von 85 Franken wieder auf 65 Franken zu senken und die damit finanzierte Imagekampagne «Golf – it’s magic» zu stoppen. Der Vorstand hatte im Februar entschieden, die Kampagne nicht mehr weiterzuführen. An der Delegiertenversammlung zog der Präsident von Les Bois deshalb auch seinen Antrag zurück.


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HINTERGRUND

4. GOLFSUISSE FORUM IN BERN

DIE HIGHLIGHTS

Auch die vierte Ausgabe des GOLFSUISSE Forums brachte spannende Impulse und Einblicke. Hier einige ausgewählte Highlights der zweitägigen Veranstaltung im Berner Kursaal. Das diesjährige Forum begann furios: Der ehemalige Weltklasse-Schiedsrichter Urs Meier sprach zu den «Entscheidungen unter Druck», die er als Fussball-Schiri während seiner langen Karriere fällen musste. Bei 883 Spielen und zirka 250 bis 300 Entscheidungen pro Match kommt da einiges zusammen. Kein Wunder, machte Meier so viel Tempo, dass die professionellen Übersetzer kaum mehr nachkamen... «Wenn man als Schiri zwei Sekunden zögert, gilt man als unsicher. Nur wer schneller pfeift als das Publikum, gilt als guter Schiedsrichter», formulierte er unter anderem. Zwar habe man als Golfplatz-Betreiber deutlich mehr Zeit für seine Wahl, aber auch hier gelte: «Auch kein Entscheid ist ein Entscheid.» Im Geschäft wie auf dem Platz müsse man ein Spiel «leiten». «Pfeifen kann jeder, aber nicht jeder ist ein Leader, der auch einmal unangenehme Entscheide durchsetzen kann.»

MASSENMAILS UND MORDDROHUNGEN

Meier erzählte unter anderem, wie er nach einem vermeintlichen Fehlentscheid an der EM 2004 in Portugal von Fans und einigen englischen Journalisten behandelt worden war. Beim Match England gegen Portugal hatte 34 GOLFSUISSE 02-18

Meier den Engländern (richtigerweise) ein Tor aberkannt, sie schieden aus. Er geriet massiv unter Druck und war tagelang auf den Titelseiten der Murdoch-Zeitung «The Sun». Britische Journalisten reisten ihm bis in die Schweiz nach, um sein Privatleben zu durchleuchten. «Sie wollten eine 60 auf 90 Meter grosse Fahne auf das Dach meines Geschäftshauses legen. Im Zweiten Weltkrieg war das eine Methode, damit die Bomber ihre Ziele fanden. Man hat auch mein Wohnhaus und mein Auto fotografiert», erzählt Meier. Schon am Morgen nach dem Match hatte er 16,000 Hassmails. «Hätten wir mein Mail-Konto nicht vom Netz genommen, wären es weit über eine halbe Million geworden. Ich bekam massenhaft Morddrohungen». Die Gemeindepräsidentin habe sofort reagiert und zwei bewaffnete Sicherheitsleute aufgeboten, die das Privathaus, das Geschäft und die Mitarbeiter rund um die Uhr bewachten und beschützten.

EINFACHERE REGELN, SCHNELLERES SPIEL

Deutlich weniger gefährlich leben die GolfSchiedsrichter. «Sie haben zum Glück auch mehr Zeit für ihre Entscheide», führt Daniel

Waldmeier, Mitglied der ASG-Regelkommission, aus. Mit den für 2019 geplanten Änderungen der Golfregeln sollte es zudem für Spieler und Schiedsrichter etwas einfacher und besser verständlich werden, versprach Waldmeier. «Es wird weniger Ausnahmen geben, das Ziel der Regeln wird jeweils erklärt, und auch sprachlich wird es angepasst», verspricht der ASG-Schiedsrichter. Die definitive Version wird im Laufe des Jahres erscheinen, bekannt sind aber die wichtigsten Eckpunkte: • «Ready Golf» wird ein fester Bestandteil der Regeln sein; gespielt wird nicht mehr zwingend nach «Ehre» oder wer weiter weg vom Loch ist, sondern es schlägt ab, wer bereit ist und spielen kann, jedoch ohne andere Golfer zu gefährden. • Die Suche nach einem Ball wird auf drei Minuten begrenzt (statt wie bisher fünf Minuten). • Die Spieler dürfen in Wasserhindernissen (zukünftig als «Penalty Areas» bezeichnet) den Schläger aufsetzen. • Distanzgeräte, welche nur die Distanz messen können, werden grundsätzlich erlaubt, weiterhin verboten sind Messungen von Wind, Neigung etc. • Die Clubs können eine beliebige Fläche als «Penalty Area» bezeichnen, das entspricht den heutigen Wasserhindernissen, die «Penalty Area» muss aber kein Wasser beinhalten. • Die Clubs können eine beliebige Fläche als «No Play Zone» bezeichnen, das war bis heute nicht möglich.


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Die Änderungen sollen laut Waldmeier nicht zuletzt ein zügigeres Spiel erlauben, gleichzeitig appelliere es an die Integrität und Ehrlichkeit der einzelnen Golferin und des einzelnen Golfers, führt er aus. Was nicht gehe, sei, alles oder einen Teil der neuen Regeln schon früher anzuwenden. «Der Stichtag bleibt der 1. Januar 2019, vorerst gilt also «keep calm and play golf».»

MITGLIEDERUMFRAGEN HELFEN

Die neuen Regeln gelten weltweit, und praktisch weltweit stehen die Clubs vor der Herausforderung, neue Mitglieder zu gewinnen und bestehende nicht zu verlieren. Laut internationalen Vergleichen verlässt im Schnitt jede oder jeder Achte im Verlauf eines Jahres seinen Golfclub, erläutert Jacob Buksted. Der Däne entwickelte zusammen mit dem nationalen Golfverband ein umfassendes Tool zur Befragung von Mitgliedern und Greenfee-Spielern. «Wir sind mittlerweile in zehn Ländern aktiv und haben bisher gut eine Million Antworten ausgewertet», sagt der Mitbegründer der Firma «Players 1st». Dabei zeigten sich interessante Details: «Bei einem langsamen Spiel gehen beispielsweise zehn Prozent der Golfer weniger ins Restaurant; wenn sie auf dem Platz einen gewissen Service erleben, der über die GreenfeeKontrolle hinausgeht, steigen die Besucherzahlen im Restaurant um zehn Prozent», führte er unter anderem aus. Bei einem Pilotprojekt haben sechs Schweizer Golfclubs ihre Mitglieder ausführlich um ein Feedback gebeten. «Der Rücklauf war mit 66 Prozent sensationell hoch, und dank einem Benchmark können wir uns auch mit anderen Clubs vergleichen», illustrierte Alex Leber, Manager im Golf&Country Club Goldenberg, die Vorteile von «Players 1st». Ramun Ratti liess die Mitglieder im Engadine Golf Club ebenfalls umfassend befragen. «Es gab auch viele positive Feedbacks und Kommentare», fasst der Manager die ersten Erfahrungen zusammen. Insgesamt stehen die Schweizer Clubs laut Buksted «international betrachtet sehr gut da punkto Kundenzufriedenheit». Entscheidend sei unter anderem die Integration von neuen Members: «Internationale Zahlen zeigen, dass innerhalb von zwei Jahren die Hälfte der Neumitglieder schon wieder weg ist.»

STAHL WIRBT FÜR SION 2026

Am zweiten Tag des Forums ging es unter anderem um das «Yield Management». Das bedeutet, einfach gesagt, unterschiedliche Greenfee-Preise je nach Nachfrage und Auslastung, so wie man es vor allem von den Airlines kennt, oder um die «digitale Rasenpflege» und andere Themen rund ums Greenkeeping. Im Interview mit Moderator Peter Wick sprach Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl unter anderem über Golf an Olympischen Spielen und das Grossprojekt Sion 2026. Klar hoffe er, dass bei den nächsten Spielen in Tokio auch ein Schweizer Golfer mitkämpfen kann. Für dieses Ziel unterstützt die Dachorganisation des Schweizer Sports unter anderem auch den Schweizerischen Golfverband. Logischerweise nutzte Stahl die Gelegenheit, um für das Projekt von Winterspielen in der Schweiz zu werben. Er sei sicher, dass der Grosserfolg der Norweger in Pyeongchang direkt mit den Spielen in Lillehammer zu tun habe, sagte der Zürcher SVP-Nationalrat, der das Organisationskomitee der Walliser Olympiakandidatur Sion 2026 präsidiert. Am 10. Juni stimmen die Walliserinnen und Walliser über die Kandidatur ab. Gleich nach dem Forum reiste Stahl von Bern ins Wallis und versuchte, seine Parteikollegen aus der Unterwalliser SVP für die Ja-Parole zu gewinnen. Das Resultat: 26 Nein zu 7 Ja. «Nach den Erfolgen der Schweizer in Korea war dieser Entscheid natürlich schon ernüchternd», sagte Stahl gegenüber dem Blick.

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Impressionen vom 4. Forum in Bern.

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HINTERGRUND

AB 2020 WIRD DAS HANDICAP NEU BERECHNET Die Golfregeln sind weltweit einheitlich, nun sollen ab 2020 auch die sechs gültigen HandicapSysteme angepasst werden. Neu zählt der Durchschnitt der letzten Runden statt bloss das letzte Turnier fürs Handicap. Seit langer Zeit gibt es weltweit einheitliche Regeln im Golf, andererseits gibt es immer noch sechs verschiedene Handicap-Systeme. Das World Handicap System (kurz WHS) soll die bestehenden Systeme vereinen und damit sicherstellen, dass alle Spielerinnen und Spieler ein einheitliches, weltweit gültiges Handicap haben. Gleichzeitig ist es wichtig, das neue System den verschiedenen Gewohnheiten und Erfahrungen der Golfspieler in aller Welt anzupassen.

DAS SIND DIE WICHTIGSTEN NEUERUNGEN IM WORLD HANDICAP SYSTEM

• Der Berechnung des Handicaps liegen die zuletzt gespielten zwanzig handicapwirksamen Ergebnisse zugrunde. Aus diesen zwanzig Ergebnissen werden die besten acht Resultate gewählt. Der Durchschnitt davon ergibt das aktuelle Handicap. Es gibt keine zeitliche Beschränkung für die Ergebnisse, die in die Berechnung einfliessen. 38 GOLFSUISSE 02-18

• Sowohl Wettspiele als auch Freizeitrunden können zur Berechnung des Handicaps dienen. «Das ist für Europa ein klarer Systemwechsel, aber wir begrüssen diesen Schritt zu einer neuen Handicap-Berechnung», sagt Reto Bieler, im ASG-Vorstand zuständig für Regeln und Handicap. Bisher zählt in Europa und Grossbritannien bekanntlich das letzte Turnierergebnis. Wer sein Handicap unterspielt, erhält am gleichen Tag ein tieferes Handicap, und umgekehrt. Neu zählt wie erwähnt der Schnitt der besten acht Runden. «Das ergibt sicher ein realistischeres Bild für jeden einzelnen Spieler», erhofft sich Bieler.

EHER HÖHERE HANDICAPS

Man könnte sagen, der Durchschnitt der acht besten Runden von zwanzig sei «gerechter», er wird laut Bieler aber «erfahrungsgemäss nicht tiefer». In den USA wird dieses System schon länger angewendet. Dort ist es auch absolut üblich, dass man sein Resultat jeder Privatrunde in den Computer eingibt und alle Scores für alle einsehbar sind. «Mit den neuen Vorgaben der R&A und der USGA können die sogenannten Freizeitrunden ebenfalls für die Handicap-Berechnung beigezogen werden. Hier gibt es aber noch viele offene Fragen und einen gewissen Spielraum für die einzelnen Verbände», relativiert Bieler den zweiten grossen Systemwechsel.

«Die Extra-Day-Scores sind ja auch eine Form von Freizeitrunden, wir möchten diese weiterhin fördern», ergänzt Bieler. Grundsätzlich sei es wohl richtig, viele Resultate als Basis für ein Handicap zu haben, damit es realistischer werde.

DAS BLEIBT WIE BISHER

• Alle bisher gültigen Spielformen für handicapwirksame Turnier- oder Freizeitrunden bleiben bestehen. • Es ist wie bisher ein handicapwirksames Ergebnis notwendig, um das erste Handicap zu erhalten. Ein gültiges Handicap wird in jedem Fall auch dann berechnet, wenn für einen Spieler weniger als zwanzig handicapwirksame Ergebnisse zur Verfügung stehen. • Der Einfluss aussergewöhnlicher Platz- und Witterungsbedingungen auf die Ergebnisse wird berücksichtigt. • Handicaps werden rundenweise aktualisiert. • Das an einem Loch maximal zu erzielende Ergebnis für die Berechnung des Handicaps bleibt wie bisher das Netto-Doppelbogey (= null Stableford-Punkte). • Das maximale Handicap für Männer und Frauen bleibt 54. • Das Course Rating System der USGA wird auch weiterhin für die Bewertung der Golfplätze genutzt und ist Bestandteil des World Handicap System. Damit kann das Handicap zwischen verschiedenen Plätzen und verschiedenen Ländern noch einfacher als bisher übertragen werden.


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WAS BEDEUTET DAS WHS FÜR SCHWEIZER GOLFER?

Für die Spielerinnen und Spieler gibt es in Bezug auf das Golfspiel keine Änderungen, es ändert sich lediglich die Formel für die Berechnung des „Exact Handicap“. Ausgehend vom Exact Handicap werden die Spieler wie bisher auf jedem Platz ein Playing Handicap erhalten.

WAS SOLLTEN GOLFERINNEN UND GOLFER IN DER SCHWEIZ BIS 2020 TUN?

Es wird empfohlen, bis 2020 möglichst viele handicapwirksame Ergebnisse zu spielen, um die Berechnung des Handicaps auf Basis einer möglichst grossen Anzahl an Runden durchführen zu können. Das Wichtigste sind jedoch die Freude am Spiel und das gemeinsame Erlebnis mit Freunden und Bekannten, die den Golfsport so besonders machen.

DIE SECHS SYSTEME Aktuell existieren sechs verschiedene Handicap-Systeme. Die für die Golfregeln zuständigen Instanzen „The R&A“ und The United States Golf Association (USGA) haben nun das einheitliche System für alle vorgeschlagen. Es sind dies Golf Australia, The Council of National Golf Unions (CONGU) Great Britain and Ireland, The European Golf Association (EGA), The South African Golf Association (SAGA), The Argentine Golf Association (AAG) and The United States Golf Association (USGA). In 15 Ländern wurde eine qualitative Meinungsumfrage durchgeführt, bei der 76 Prozent der 52 000 Befragten ihre Unterstützung für ein World Handicap System äusserten, 22 Prozent waren bereit, den Nutzen eines solchen Systems zu prüfen, und nur 2 Prozent sprachen sich dagegen aus.

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EIN «LIFTING» ZUM 20. GEBURTSTAG Um die ersten zwei Jahrzehnte seines Bestehens 2019 würdig zu feiern, hat der Golfclub Lavaux seinen Platz aufgewertet und sich mit modernsten technischen Mitteln ausgerüstet. Schon im Juni organisiert der Club zudem das «Lavaux Ladies Championship», das erste professionelle Turnier in seiner Geschichte. THÉRÈSE OBRECHT HODLER

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«Das inter-nationale Turnier ist eine gute Gelegenheit, den Golf von Lavaux im besten Licht zu zeigen, und zeugt auch von der Dynamik unseres Clubs», kommentiert Rosset. Weil die Anzahl Turniere auf der kriselnden Ladies European Tour auch dieses Jahr beschränkt ist, wurde das Feld der Teilnehmerinnen auf 132 Proetten und Amateurinnen erhöht. Der Cut findet nach zwei Runden statt, die 45 Bestklassierten qualifizieren sich für die Finalrunde. Etwa zehn Wildcards werden Schweizer Proetten und Amateurspielerinnen zugutekommen. Die Organisation eines Profi-Turniers verlangt natürlich einen beträchtlichen Einsatz vom Club und seinen Mitgliedern, angefangen bei den freiwilligen Helferinnen und Helfern, die Yannick Rosset und sein Team in kürzester Zeit rekrutieren müssen.

TIEFGREIFENDE RENOVATIONEN

Vom 18. bis 22. Juni findet in der Waadt das «Lavaux Ladies Championship» statt, ein Access-Event der Ladies European Tour. Der in eine malerische, typisch schweizerische Voralpenlandschaft eingebettete Golfclub Lavaux positioniert sich somit als eine Art Talentförderer und Ergänzung zum Evian Masters am gegenüberliegenden Ufer des Genfersees, wo sich etwas später im Sommer die Weltstars des Frauengolfs am MajorTurnier messen. Yannick Rosset, der Manager von Lavaux, organisiert das erste Profi-Turnier auf dem Platz in Zusammenarbeit mit der Genfer Agentur Pitch&Play (die schon letztes Jahr ein LET-Access-Turnier im Golf&Country Club Bossey durchgeführt hat).

Das LET-Access-Turnier ist aber auch eine ideale Gelegenheit, die in den letzten zwei Jahren durchgeführten Renovationsarbeiten zu präsentieren. Am Anfang dieses umfassenden Projekts standen mindestens zwei günstige Umstände: Die Verantwortlichen des Golfclubs Lavaux hatten einerseits beschlossen, sich für das 20-Jahr-Jubiläum des Clubs (2019) mächtig ins Zeug zu legen. Und andererseits wurde damals Richard McGlynn, ein Spezialist mit 25-jähriger Erfahrung im Greenkeeping und einem Master in «Sports Surface Technology» von der Cranfield University (Bedfordshire), als «Course Manager» in Lavaux angestellt. «Mit Richards Hilfe haben wir eine Course Policy gemäss den Empfehlungen des R&A erarbeitet und befolgen einen Zeitplan, dank dem wir inzwischen spektakuläre Fortschritte erzielt haben», freut sich Pierre Vitali, Captain des Golfclubs Lavaux.

DRAINAGE AUF TOP-NIVEAU

Zuerst wurde eine Drainage-Maschine für

120 000 Franken angeschafft. Um die Kosten zu vermindern, wird diese zusammen mit dem Golfclub Lausanne benutzt, der als Gegenleistung zwei kleine Traktoren liefert, mit denen die Erde ausgehoben und der Sand verstreut wird. Lavaux ist der erste Golfclub auf dem europäischen Kontinent, der eine solche Maschine zur Entwässerung besitzt. Eine Investition, die sich auf dem Lehmboden von Lavaux als besonders nützlich erweist. Als Alternative wäre nur die klassische Drainage mit grossen, über die Fairways gezogenen Furchen in Frage gekommen oder die kostspielige Miete – mehrere Monate zum Voraus – einer modernen Drainage-Maschine bei einem privaten Dienstleister im Ausland, erklärt Pierre Vitali. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 2016, und jedes Jahr sollen zwei Fairways entwässert werden. Die neue Maschine hebt in 50 Zentimeter Entfernung kleine, 5 Zentimeter breite und 20 Zentimeter tiefe Furchen aus, in welche Sand gestreut wird. «Pro Hektare braucht es etwas mehr als 100 Tonnen Sand. Angesichts des Preises von Sand kommt all das ziemlich teuer zu stehen. Wir konzentrieren uns deshalb zuerst auf die Stellen, die besonders vom einsickernden Regenwasser betroffen sind», erläutert Yannick Rosset. Die Methode ist nicht billig, aber effizient: Dank der neuartigen Drainage-Methode sind die behandelten Flächen während mindestens zehn Jahren resistent gegen Überschwemmungen.

LASER FÜR DIE TEES

In einer zweiten Phase hat der Golfclub Lavaux ein Laser-Planiergerät (Laser Grader) angeschafft. Mit dieser kleinen, aber raffinierten Maschine können die Tees absolut flach gewalzt werden, und zwar mit 1 bis 2 Grad Gefälle gegen hinten, damit das Regenwasser abfliessen kann. Wenn die Tees ganz eben sind, werden sie mit speziell für Tee-Boxen gemachten Grassoden bedeckt. Für diese höchst präzise Arbeit benötigt man zwei Tage pro Tee, also bedeutend weniger Zeit

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PEOPLE & PLÄTZE

als mit der manuellen Arbeitsweise, die rund eine Woche beansprucht, mitsamt den Messungen der Neigung des Tees durch den Geometer. «Der finanzielle Druck auf die Clubs nimmt ständig zu, im Gegensatz zu den Budgets», bemerkt Richard McGlynn. «Es geht deshalb darum, die Qualität der Golfplätze so effizient wie möglich zu verbessern, indem man die Ausgaben unter Kontrolle hält und Extravaganzen vermeidet.» In Lavaux sind bereits zwanzig Tee-Boxen aufgewertet worden und stehen bereit für die Saisoneröffnung im März. Gemäss Richard McGlynns Zeitplan werden alle anderen Tees zum Zeitpunkt des 20-Jahr-Jubiläums des Clubs ebenfalls renoviert sein.

VERSIEGELTE BUNKER

Die dritte Baustelle betrifft die Bunkersanierung anhand eines neuen Verfahrens. Wer hat nicht schon von Unwettern verwüstete oder von Wasserströmen zerfurchte Bunker gesehen, in denen sich Steine, Äste und sonstiger Schmutz ablagerten? Die Instandstellung solcher Bunker im Frühling oder mitten in der Saison bedeutet eine Riesenarbeit. Ganz abgesehen von den Kosten. Der Unterhalt der Bunker kostet laut McGlynn «pro Quadratmeter mehr als derjenige der Greens». Die üblichen Sanierungsmethoden mithilfe von

Planen oder porösem Beton werden heutzutage durch ein neues Verfahren, das sogenannte «Sealed Bunker System» aus Schottland, ersetzt. Die Bunkerränder werden dabei durch die Aufschichtung von synthetischen Grassoden verstärkt. So vermeidet man die Verunreinigung des Sandes und reduziert gleichzeitig den Aufwand bei den Unterhaltsarbeiten. Der Boden des drainierten Bunkers wird mit Kies bedeckt und durch eine Polymer-Schicht stabilisiert. Ein schottisches Speziallabor bestimmt dann, je nach lokalen Gegebenheiten, die Körnung der Kies- und Sandmassen.

diese doch beträchtlichen Erneuerungen finanziert? «Dank des Know-how im Club selbst und natürlich dank Richard McGlynn können alle diese Arbeiten intern realisiert werden. Das braucht ein bisschen mehr Zeit, ist aber viel weniger kostspielig», fasst Pierre Vitali zusammen. «Wir haben Kostenvoranschläge für die Renovation der Tees eingeholt, und die Preise waren unvergleichlich höher.» Die Clubmitglieder hatten dazu die Möglichkeit, freiwillig einen Betrag für die Aufwertungsprojekte zu spenden. Es kamen fast 100’000 Franken zusammen, das heisst praktisch der Wert der Drainage-Maschine.

Der Golfclub Nuolen ist der erste Schweizer Club, der alle seine Bunker mit dem neuen Verfahren, das nun auch in Lavaux angewendet wird, saniert hat. Im letzten Herbst wurde in Lavaux ein Test-Bunker erneuert, und er blieb tatsächlich makellos nach einer anhaltenden Regenzeit. Dank weniger Unterhaltsarbeiten rechnet der Golfclub Lavaux damit, dass sich die Investitionen in drei bis vier Jahren finanziell auszahlen. Die Lebensdauer eines «versiegelten» Bunkers beträgt ungefähr 15 bis 20 Jahre, versichert Course Manager McGlynn. Diese drei erwähnten Projekte wurden von den rund 650 aktiven Clubmitgliedern gutgeheissen (Lavaux hat zudem 50 Mitglieder des 6-LochPlatzes sowie 120 Junioren). Und wie wurden

Im Golfclub Lavaux betrifft das Engagement für den Golfsport auch die beispielhafte Förderung der rund 120 Junioren. Letztes Jahr belegte der Club den ersten Rang im ASGRanking der Juniorensektionen in den Schweizer Clubs. Zum sportlichen Engagement gehört natürlich auch die Organisation des Lavaux Ladies Championship im Juni. Club Captain Pierre Vitali meint dazu: «Die Idee gefällt mir, dass unser Club die jungen Proetten fördert, genauso wie wir uns auch für unsere Junioren einsetzen.» Ganz im Sinne des Mottos des Golfclubs Lavaux «un esprit, une passion», was ungefähr gleichbedeutend ist mit «The Spirit of the Game».

SPORT ÜBER ALLES

Richard McGlynn (Course Manager, links) und Yannick Rosset (Manager), darunter Bahn 8; rechts das Chipping Green, im Hintergrund Bahn 11 am Lac de Brêt. Untere Reihe: Bahnen 12 und 13; Club Captain Pierre Vitali.


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Hickory-Golfer lassen die historischen Zeiten neu aufleben.

SERIE GOLF HISTORISCH (1)

HOLZ AUS NACHBARS GARTEN Die ersten Golfausrüstungen waren aus einfachem Holz, meist aus einheimischem Gewächs, und hatten gar nichts mit dem heutigen Hight-Tech zu tun. Vor allem der Golfball aus Gummi revolutionierte das Spiel. PETRA HIMMEL Winston Churchills Beschreibung des Golfspiels brachte die Sache auf den Punkt: Beim Golf, meinte er, gehe es darum, «einen sehr kleinen Ball in ein noch kleineres Loch zu schlagen mit einer Ausrüstung, die für diesen Zweck falsch konstruiert ist.» Dabei waren die Schläger, mit denen das Spiel – vor Churchills Zeit – irgendwann im 15. Jahrhundert betrieben wurde, noch eine weit unkomfortablere Angelegenheit: Der 44 GOLFSUISSE 02-18

relativ steife Schaft bestand ebenso wie der Kopf aus Holz, der Griff war mit Tierleder umwickelt. Eisen gab es ohnehin nicht, sie ergänzten die Ausrüstung erst im 17. Jahrhundert. Holz als Werkstoff war zu Beginn das dominierende Element im Golf-Equipment. Es wurde nicht nur lange Zeit für die Herstellung der Bälle (!) verwendet, sondern auch für alle Schläger-Varianten inklusive dem Putter. Meist kamen Obsthölzer zum Einsatz, wobei das Persimmon-Holz als besonders luxuriöse Alternative galt, weil es eben nicht im heimischen Obstgarten wuchs, sondern aus Nordamerika importiert wurde.

MEHR KRIEGSWAFFE ALS SPORTGERÄT

Allen aus Holz gefertigten Schlägern gleich war die Tendenz zum Brechen. Die Verleimung der Bauteile war weit von der heutigen Perfektion entfernt;, meist musste ein starker Faden herhalten, um die Verbindung zwischen

Alles andere als Hightech: Historische Schläger.

Schlägerkopf und Schaft zu gewährleisten. Mit der Zeit allerdings entpuppte sich das HickoryHolz als besonders widerstandsfähig gegen die Wucht des Schwungs und wurde zur Nummer 1 im Schaftbereich. Hickory-Holz hielt auch die stärkere Belastung mit den Eisenköpfen aus, die Ende des 18. Jahrhunderts eher wie Kriegswaffen denn wie Sportgeräte aussahen. An filigrane Grooves in den Schlagflächen


DIE S NNENSTUBE PEOPLE & PLÄTZE

Drei Thermen Golfresort jedenfalls war nicht zu denken. Die Schläger entstanden erst einmal in den Werkstätten von Bogenmachern und Tischlern, später entwickelten sich Club Professionals zunehmend zu Experten im Schlägerbau. Die Kunst der handgeschmiedeten Eisenschläger kam auf. Wer heute einen der antiken Schläger der Hersteller Robert Brodie oder James Anderson aus Schottland besitzt, kann sich glücklich schätzen. Bei den späteren Modellen, die nun bereits gegossen wurden, findet sich oft ein Stempel, der auf den Hersteller verweist (zum Beispiel Craigie, Brand oder Nicholson).

DIE REVOLUTION BEIM BALL

Die eigentliche Revolution des Golfsports wurde aber nicht im Schlägerbau, sondern in der Ballentwicklung ausgelöst. Der extrem teure und sehr aufwändig herzustellende Featherie-Ball, der wohl Anfang des 17. Jahrhunderts den Holzball ablöste, machte den Golfsport zu einer kaum erschwinglichen Angelegenheit. 1848 aber fand man heraus, dass ausgerechnet die Substanz des PalaquiumBaumes aus den Tropen, die ein wenig wie Kautschuk war, erstklassig für die Herstellung von Golfbällen geeignet war. Es konnte leicht erhitzt werden, wurde dann in eine Ballform gepresst und härtete aus. Der Ball konnte maschinell hergestellt werden, damit wurde die Produktion erleichtert, und die Kosten sanken. Der Ball und damit der Golfsport wurden auch für Durchschnittsverdiener bezahlbar. Der harte Gummiball allerdings forderte seinen Tribut. Je härter und schwerer die Bälle wurden, desto schwieriger war es, sie mit der bis dahin üblichen langen, schmalen Nase der Hölzer zu schlagen. Die Köpfe wurden also ab 1880 grösser, kürzer und runder. Man experimentierte mit Materialien jeder Art, Rhinozeros- und Elefantenhaut eingeschlossen. Den ersten Leichtmetallsatz aus Aluminium brachte 1895 ein Hersteller auf den Markt, allerdings noch immer ohne Grooves. Ab etwa 1900 hat sich die Ausrüstung im Schnelltempo verändert. Der Gummikernball, erfunden 1898 von Coburn Haskell und ab 1901 kommerziell vermarktet, flog deutlich weiter als seine Vorgänger. Die Forschung an der Ballschale und an der Aerodynamik führte über die Jahrzehnte zur Entwicklung von Mehr-

Das Resort mit 4 Golfplätzen

Der Featherie-Ball war noch extrem teuer. Komponenten-Bällen und bis heute zu einem kaum übersehbaren Angebot. Immerhin gilt seit 1987 ein einheitlicher Standard für den Durchmesser der Bälle, der bei 43 Millimeter liegt. Auch im Schlägerbau beherrscht Vielfalt den Markt, wenn auch Stahl noch immer ein dominierendes Element ist. Längst hat die Massenproduktion – meist in China – Einzug gehalten. Durch die Verwendung superleichter Materialien, neuer Verbindungsmechanismen und perfektionierte Gusstechniken ist der Komfort der Schläger inzwischen extrem hoch. Die Längen der Bälle sind enorm, und der Individualisierung der Ausrüstung ist durch Fitting und Verstellbarkeit der Schläger kaum eine Grenze gesetzt.

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Längst hat sich das Thema Ausrüstung zu einem Faktor gewandelt, der von R&A und USGA durchaus kritisch beäugt wird. Durch die Perfektionierung von Bällen und Schlägern verschieben sich die Anforderungen an die Golfplatzlängen und damit auch an den Platzbedarf des Spiels. Auch deshalb wird zunehmend über Einschränkungen beim Equipment diskutiert. Dass Golf auch mit weit weniger perfekter Ausrüstung sehr unterhaltsam sein kann, beweist die Tatsache, dass die Hickory-Golfbewegung mehr und mehr Anhänger gewinnt. Eine Runde mit Brassies und Niblicks, mit den alten Persimmon-Hölzern und klobigen Puttern istwird zwar gekennzeichnet von dem einen oder anderen verzogenen Schlag – aber der Spieler kann die Schuld am Misserfolg beim Schläger suchen. Und das tut manchmal ja ganz gut.

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Eine Golfanlage und ein Erholungsgebiet vor dem imposanten Panorama der Voralpen mit herrlichem Blick auf den weltbekannten Vierwaldstättersee und die angrenzende Stadt Luzern sind einzigartig: Golf Meggen ist ein Juwel für Golferinnen und Golfer aller Leistungsstufen. Schon bei der Anreise wird dem Besucher bewusst, dass es sich bei Golf Meggen um eine besondere Golfanlage handelt. Egal, ob man von Norden über Küssnacht oder von Süden von der Stadt Luzern kommt, immer besteht Sicht auf den Vierwaldstättersee und die Berge Rigi und Pilatus.

9- UND 6-LOCH-ANLAGEN

Die 9-Loch-Anlage ist seit August 2017 mit einem Par 37, einer Gesamtlänge von 3050 Metern und drei anspruchsvollen Par 5 in Betrieb. «Unterwegs öffnet sich der Blick über die Bucht und die Stadt Luzern, so überwältigend und atemberaubend, dass die Konzentration auf den Putt schwerfällt», betont der verantwortliche, renommierte Golfplatzarchitekt Kurt Rossknecht. Die Topographie, die Wasserhindernisse und die Bunker stellen die Golfer vor spannende Herausforderungen. Die 980 neu angepflanzten Bäume und Sträucher betonen die grüne Brücke zwischen der Gemeinde Meggen und der Stadt Luzern. Der 6-Loch-Platz ist nicht nur für Schulungszwecke ausgelegt, sondern kann auch von geübten Golfern genutzt werden. Die Bahnen sind zwar kurz, aber qualitativ dem Turnierplatz ebenbürtig. «Unter den regionalen Golfplätzen wollen wir als attraktive Allwetteroption für spontane 9- und 6-Loch-Runden hervorstechen», betonen Betriebsleiter Beat Schuler und sein Stellvertreter Josef Schuler. «Bei uns können alle, vom Golfer über den Restaurantbesucher 46 GOLFSUISSE 02-18

und Seminarteilnehmer bis zum Übernachtungsgast, Kraft und Energie tanken.»

ESSEN UND TAGEN IM GASTHAUS BADHOF

Das öffentliche Restaurant mit Bistro und Gartenterrasse sowie die Seminarräume und Hotelzimmer befinden sich an einem geschichtsträchtigen Ort. In der Hofchronik wird der frühere Landwirtschaftsbetrieb Badhof erstmals im Jahr 1583 erwähnt. Das öffentliche Restaurant bietet Golfern, Spaziergängern, Familien und Freizeitsportlern eine attraktive Einkehrmöglichkeit. Eine vielseitige Küche mit frisch zubereiteten Produkten, eine freundliche und kompetente Bedienung, eine konstant hohe Qualität und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis stehen im Vordergrund. Die bodenständig gestaltete Karte beinhaltet sowohl biologische Erzeugnisse aus der Region als auch aktuelle Trends.

SCHLAFEN IM GASTHAUS BADHOF

Entspannen, ausspannen und geniessen: Im Gasthaus Badhof stehen Ihnen an aussichtsreicher Südlage 14 komfortable, moderne Gästezimmer zur Verfügung. Kombinieren Sie Ihre Übernachtung(en) mit einem spannenden Golfspiel, einem lehrreichen Golfkurs, einem hochstehenden Seminar oder einem Ausflugsweekend im Herzen der Zentralschweiz.

GOLF MEGGEN Neu eröffnet im Sommer 2017 Holes: 9, Par 37 Länge: 3050 Meter Höhe: 520 Meter Saison: März bis November Green-Fees: ASG Fr. 60.–/110.– ASGI/GolfCard Fr. 70.–/125.–

6 Loch: ASG Fr. 30./55.– ASGI/GolfCard Fr. 35.–/65.– Attraktive Jahreskarten Adresse: Kreuzbuchweg 1, 6045 Meggen Telefon 041 379 00 30 www.gome.ch, welcome@gome.ch


PROMOTION

ENGADINE GOLF CLUB

DABEI SEIN IST ALLES! In diesem Jahr feiert der Engadine Golf Club sein 125. Jubiläum – und garantiert besondere Erlebnisse.

Es gibt Momente im Leben eines Golfers, die vergisst er nie. Zum Beispiel, wenn er zum allerersten Mal den Ball richtig trifft und dabei dieses kurze, klare «Klick» hört. Oder wenn der Ball beim Par 3 zum ersten Mal direkt auf dem Grün landet. Es sind Momente, die glücklich machen. Unvergessliche Golfmomente gibt es auch im Engadine Golf Club, der in diesem Jahr sein 125. Jubiläum feiert. Er ist der älteste Golf Club des Landes und so etwas wie ein St. Andrews der Schweiz. Auf seinen Plätzen erlebt man nicht nur eine Natur, die im schönsten Hochtal der Schweiz ihresgleichen sucht, sondern hört mitunter auch unglaubliche Geschichten. Etwa von dem Engländer, der testamentarisch festschrieb, dass seine Asche nach seinem Tod an Loch 14 auf dem Golfplatz in Samedan verstreut wird. Diese und andere Anekdoten erzählen auch die 31 Plakate des History Walk

auf der Golfanlage in Samedan und eine Ausstellung in der Design Gallery St. Moritz. Da erfährt man, dass sich James-Bond-Darsteller Sean Connery in Samedan nicht nur als guter Spieler, sondern auch als humorvoller Mensch gezeigt hat. Unvergesslich sind auch die Turniere. Etwa das GolfersChoice® Engadin ProAM: An drei Golftagen spielen vom 26. bis zum 28. August in jedem Flight drei Gäste mit einem Pro – und zwar einmal den 18-Loch-Platz in Samedan und einmal den zweiten Meisterschaftsplatz des Engadine Golf Club in Zuoz-Madulain. Die besten Hotels der Region sponsern die Zwischenverpflegung. Abends gibt’s in den Häusern gemütliche Dinners. Dass der Engadine Golf Club mit dem 20-jährigen Glentauchers Single Malt auch einen Jubiläums-Whisky aufgelegt hat (limitierte

Auflage), ist möglicherweise auch ein ironisches Augenzwinkern: In dem legendären Golf Club gab es Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts Zeiten, da spülte man mit so edlen Tropfen bereits die Sandwiches zum Frühstück hinunter. Noch so eine Geschichte, die man nicht vergisst. Weitere Infos: www.engadin-golf.ch

GOLF ENGADIN ST. MORITZ A l’En 14 – 7503 Samedan T. +41 81 851 04 66 M. samedan@engadin-golf.ch W. www.engadin-golf.ch Saison von Mitte Mai – Mitte Oktober

GOLFSUISSE 02-18 47


PEOPLE & PLÄTZE

SERIE «DER IDEALE WEG»

MILES WENNESTAM: DER JÜNGSTE IM ELITEKADER Schon als 7-Jährigem war ihm klar: «Ich will einmal Profigolfer werden.» Seit vergangenem Herbst trainiert Miles Wennestam (10) als Jüngster im ASG-Elitekader mit Coach Marc Chatelain. Entscheidend geprägt und begleitet wird er aber immer noch von seinem Vater Hans. STEFAN WALDVOGEL «Henrik Stenson». Die Antwort auf meine Frage nach dem Vorbild kommt blitzschnell. Miles Wennestam spricht eher leise, aber sehr klar und logisch. Er ist zwar hier geboren, fünf Jahre nachdem seine Eltern von Schweden in die Schweiz umgezogen waren, aber das Vorbild kommt natürlich aus dem Norden. «Bekanntlich ist Golf in Schweden ein echter Volkssport, das kann man nur schwer mit der Schweiz vergleichen», ergänzt Vater Hans, der selber als 13-Jähriger mit diesem Sport begonnen hat. Zusammen mit seiner Frau Christina nahm er Miles schon als 4- Jährigen mit zum Pitchen. «Ich fand es lustig, es hat schnell funktioniert, und so wurde 48 GOLFSUISSE 02-18

ich immer angefressener vom Golfen», erzählt der Fünftklässler. Mit 7 absolvierte er im Sommercamp die Platzreifeprüfung, schon bald darauf war er stolz auf sein erstes Handicap.

KÜRZER, ABER GERADE

«Seit der PR ist mein Ziel klar, ich will Profi werden», sagt er ganz selbstverständlich. Dort sei man viel an der frischen Luft statt im Büro und könne vor allem tun, was man gern mache, erzählt der 10-Jährige auf meine entsprechende Frage. Als Alternative könne er sich höchstens etwas mit seinem Lieblingsfach Mathematik vorstellen, ergänzt er. So rechnet er während den

Turnieren «zuerst die Stableford-Punkte aus, dann weiss ich am Schluss auch, wie viele Schläge ich benötigte». Als bisher «bestes Erlebnis» im Golf bezeichnet er seine erste U14-Schweizermeisterschaft in Waldkirch. «Da spielte ich zum ersten Mal ein Turnier über zwei volle Runden, das ist natürlich nicht zu vergleichen mit den U12-Events, die bloss über neun Löcher gehen. Ich liebe den Wettkampf und kann davon fast nicht genug bekommen», sprudelt es aus dem sonst eher ruhigen Blondschopf heraus. Da stört es ihn auch nicht, dass er als Jüngster und meist Kleinster einen deutlichen Längennachteil hat. «Ab Gelb bin ich mit meinem Drive von etwa 140 Meter immer weiter hinten als die älteren Teilnehmer, aber ich spiele ziemlich gerade und kann beim Kurzen Spiel viel wettmachen», analysiert er bereits fachmännisch. Kurzfristig möchte er sein aktuelles Handicap von 15,6 halten oder leicht verbessern. «In unserem Heimclub in Hittnau heisst es, ab Handicap 15 von Weiss abschlagen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich ideal ist für einen so jungen Spieler», ergänzt sein Vater Hans, der mit einem Handicap knapp unter 3 schon ganz lang von den hintersten Abschlägen spielt.

AUCH «VERKEHRT» VERSUCHEN

Auch Elitekader-Coach Marc Chatelain ist sich der Problematik bewusst: «Wir führen Miles bewusst an Turniere der höheren Alterskategorien heran; er ist sehr talentiert,


PEOPLE & PLÄTZE

ehrgeizig und motiviert. Wir wählen die Turniere für ihn sorgfältig aus, tendenziell auf kurzen Plätzen, wo er weniger Nachteile aufholen muss.» Jeden Mittwochnachmittag trainiert Chatelain während vier Stunden mit den Jüngsten aus seinem Kader. «Für einen 10-Jährigen ist das schon sehr viel, und darum bauen wir auch ins Technik-Training viele spielerische Elemente ein», erläutert der «Chef» der Elite Coaches. Im Winter waren es vor allem «Trackman-Spiele», auf der Driving Range müssen die jungen Golfer als Rechtshänder aber beispielsweise auch regelmässig «mit Links» versuchen, ein Trackman-Ziel zu treffen. Gerade in jungen Jahren sei es enorm wichtig, dass man «nicht nur auf Golf setzt». Andere Sportarten, andere Bewegungen und andere Impulse seien für die spätere Entwicklung mitentscheidend, ist Chatelain überzeugt. Bei Miles stehen beispielsweise Schwimmen, Fussball oder Basketball auf seinem persönlichen Ausgleichsprogramm. Am Donnerstag trainiert er mit den anderen Junioren in seinem Golfclub Hittnau mit seinem Schwungcoach Christian Dyrda. Das mache ihm auch Spass,

doch könne er im anspruchsvolleren Training mit der Elitegruppe wohl persönlich mehr profitieren. «Wir motivieren uns gegenseitig, und ich kann auch von den älteren Spielern der Gruppe etwas abschauen.»

KADER: «HÖCHST PROFESSIONELL»

Man könne zwar nicht mit Schweden vergleichen, finde die Arbeit im regionalen Elitekader der ASG «höchst professionell und sehr engagiert», sagt Vater Hans auf eine entsprechende Frage. Miles musste sich für die Aufnahme ins Kader bewerben, ein Probetraining absolvieren, und wurde «sehr schnell in die Gruppe integriert». Die Eltern spielen allerdings weiterhin eine wichtige Rolle, sei es als Chauffeur für die Trainings oder vor allem auch als Begleiter bei Turnieren. Bei den Jüngsten läuft in jedem Flight ein Erwachsener mit, der etwa bei Regeln oder anderen Fragen helfen kann. «Statt dass ich fünf Stunden im Restaurant sitze und warte, bin ich lieber auf dem Platz und mache etwas Sinnvolles», erzählt Hans zu seinen regelmässigen Einsätzen als Flight-Begleiter. Dabei darf er allerdings nicht in

der gleichen Gruppe wie sein Sohn unterwegs sein. So würden die jungen Spieler aber schneller selbstständig, und das schade auch nicht, fügt er an. Der Aufwand für die Eltern wird auch dieses Jahr steigen. Rund zwanzig Turniere sind für Miles diese Saison geplant. «Im Sommer sind wir mit den Turnieren sicher fünf Mal pro Woche auf dem Golfplatz», erzählt Vater Hans. «Wann immer möglich, spielen wir am Samstag und Sonntag zu dritt mit der ganzen Familie in Hittnau; je mehr Miles bei den ASG-Turnieren mitspielt, desto seltener wird halt das Familienduell.» Praktisch «golffrei» ist für Miles bloss noch eine Woche im Sommer. Dann fliegt er nach Schweden zu seinen Grosseltern. Am 24. Mai wird er 11-jährig, zu seinen Grosseltern reist er übrigens schon seit drei Jahren ganz alleine. Keine schlechte Voraussetzung, wenn man Golfprofi werden will.

Miles Wennestam im Wintertraining mit Elitecoach Marc Chatelain, in den Ferien und mit seinen Eltern Christina und Hans.

SERIE: «DER IDEALE WEG» Bisher wurden die Kinder vor allem entsprechend ihrer Alterskategorie gefördert und allenfalls vom Verband unterstützt. Beim neuen Konzept von Swiss Olympic entscheidet nicht das Alter, sondern das aktuelle Niveau (siehe «Der ideale Athletenweg» in GOLFSUISSE 1/2018). Um dem neuen Förderungskonzept, das auch die ASG umsetzt, ein «Gesicht» zu geben, bringen wir in einer kleinen Serie Portraits von jungen Golferinnen und Golfern auf ihrem langen Weg. Wir starten mit dem erst 10-jährigen Miles Wennestam. Der junge Zürcher ist seiner Alterskategorie deutlich voraus und wird beispielsweise in die Förderungsgruppe «Talent 1» eingeteilt. Das bedeutet beispielsweise: «Teilnahme an kleineren Trainingsgruppen. Das Training wird durch Privatstunden ergänzt. Das Training fokussiert sich auf die Entwicklung von Kompetenzen zur Leistungssteigerung bei Turnieren.» Punkto Prioritäten bei den Turnieren heisst es auf dieser Stufe: 1. Regionale ASG-Juniorenturniere 2. Nationale ASG-Juniorenturniere 3. Junioren-Clubturniere 4. Clubturniere

GOLFSUISSE 02-18 49


MY GAME

HONMA:

DIE HANDARBEIT HILFT Die japanische Traditionsmarke Honma produziert alle Schlägerschäfte von Hand. Mit der neuen Modell-Linie BeZeal535 profitieren in erster Linie High-Handicapper vom Komfort. 50 GOLFSUISSE 02-18


Um einen Honma-Schläger herzustellen, braucht es bis zu hundert Mitarbeiter: So wirbt die Traditionsmarke aus Sakata, eine Flugstunde von Tokio entfernt. Besonders aufwendig ist die Herstellung der Schäfte. Die einzelnen Carbonschichten werden von Spezialisten einzeln über einen Metallstab aufgewickelt und dazwischen jeweils manuell mit einem heissen Eisen geglättet. «So erhalten wir die höchste Qualität, deutlich besser als bei maschinell gefertigten Produkten auf dem Markt», erläutert Gunnar von Hansen, Vertriebsleiter bei Honma Golf Europe in Zug. Die sogenannten «Masters Craftsmen» verfügen über eine mehr als 30-jährige Erfahrung in ihrem Spezialgebiet, aktuell arbeiten 35 «Masters» in der Manufaktur in Sakata. Beste Materialien und feinste Handarbeit erklären den hohen Preis, mit dem HonmaSchläger im Golfshop angeschrieben sind. Bei der Topmarke Beres können die Kundinnen und Kunden zudem zwischen zwei und fünf Sternen wählen. Je nach Ausführung kostet der Driver zwischen 1079 und 5000 Euro. Auch für von Hansen ist klar, dass diese Preisunterschiede

ganz erheblich sind. Allerdings müsse man sich vorstellen, dass die Herstellung der 5-SternVersion «etwa 15 Mal so aufwendig ist wie eine 2-Stern-Version». Klar würden die Schläger zudem individuell angefertigt und personalisiert. Es sei ein eindeutiges «Luxusprodukt», vor allem sei es aber auch extrem komfortabel zu spielen.

NEUE LINIE

Die gleichen Produktionsprinzipien gelten auch für die neu lancierte Linie BeZeal. «Das verwendete Material ist zwar etwas kommerzieller», wie es von Hansen formuliert, «aber die Philosophie der Marke, Golfschläger als Ganzes zu betrachten und diese, beginnend beim Schaft mit dem perfekt dazu passenden Schlägerkopf, an gleicher Stelle zu entwickeln und zu vollenden, wird auch hier kompromisslos umgesetzt», sagt von Hansen. In Asien sei der Einstieg mit der neuen Linie höchst erfolgreich, erläutert der Vertriebsleiter, und in Europa sei das Potenzial noch riesig. Die BeZeaL-Eisen mit Graphitschaft kosten pro Eisen 225 Euro, den Driver gibt es ab 699 Euro. Der Komfort soll vor allem höhere Handicap-Spieler ansprechen, für ganz sportliche Golfer bleibt die Linie «Tourworld».

«Man kennt Honma, aber mit unserer neuen Struktur haben wir die Möglichkeit, den Zugang zu unserer Marke zu erleichtern und zu verbessern. Mit den neuen Modellen und der neuen Europa-Zentrale von Honma in Zug erwarten wir ein kräftiges und langfristiges Wachstum», ist von Hansen überzeugt. Das erste Büro für zehn Leute stösst nach gut 18 Monaten Betrieb jedenfalls schon an seine Grenzen.

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MY GAME

DER FÜR SIE PERFEKTE BALL Es gibt nur ein Teil Ihres Equipments, das Sie bei jedem Schlag verwenden. Egal, ob am Tee oder auf dem Grün. Den Golfball. Diese kleine, weisse Kugel hat einen Einfluss auf das Spiel, der von vielen Golfern häufig unterschätzt wird. SEBASTIAN BUROW

Dabei muss ein Golfball den verschiedensten Anforderungen entsprechen: Er soll beim langen Schlag fehlerverzeihend für maximale Weiten sorgen, bei der Annäherung ein optimales Verhältnis von Längenkontrolle und Spin bieten und bei den Putts besonders weich sein und Gefühl transportieren. Die eierlegende Wollmilchsau also.

BALL-FITTING

Andrew Lee ist professioneller Golfball-Fitter bei Titleist und bietet auf zahlreichen Schweizer Anlagen Fitting-Termine an, damit Sie mehr über die Konstruktion und Unterschiede der Bälle erfahren und den für Sie am besten geeigneten finden. Dabei geht es vor allem um Ihre Schlägerkopfgeschwindigkeit beim Drive, und es kommt auch stark auf Ihre Vorlieben und die von Ihnen gewählten Eisen- und Putter-Modelle an. Der Schotte versichert: «Es ist für jeden Golfer sehr wichtig, ein Golfball-Fitting zu machen, damit Sie auf jeden Fall den für Sie geeigneten Ball zu Ihrem Vorteil nutzen und die beste Leistung liefern.» «Es gibt riesige Unterschiede», versichert Lee weiter. In Bezug auf Leistung hebt er hervor, 52 GOLFSUISSE 02-18

dass der Ball machen soll, was Sie als Spieler erwarten. «Es geht um Gefühl, Klang, Ballflug, Verhalten des Balls.» Dabei gilt: Konstanz bedeutet besseres Golf. Bei einem Vergleichstest findet man schnell heraus, dass die meisten Bälle der Top-Marken mit dem Driver ähnliche Längen bieten. Nimmt man die längsten in die engere Auswahl, geht es um den optimalen Spin, denn dieser bedeutet Kontrolle. Präferenzen liegen dann meist noch beim Gefühl und dem Preis des Balles. «Das Gesamtpaket muss stimmen», unterstreicht der Spezialist. Dabei sollten Sie nicht den letzten Rappen sparen und ein paar Grundregeln bezüglich Bauweise, Beschaffenheit, Haltbarkeit beispielsweise von Refurbished oder Lakeballs – und deren Auswirkung auf Ihr Spiel – beachten. Am Ende sollten Sie sich für den Ball entscheiden, dem Sie am meisten vertrauen.

TIPPS & GRUNDREGELN

• Premium-Bälle bieten mehr Kontrolle über Spin, Performance-Bälle rollen deutlich weiter aus. • Feedback, Gefühl und Klang im Treffmoment lassen sich beim Putten am besten unterscheiden. • Daten vom TrackMan geben professionelle Unterstützung.

• Testen Sie unterschiedliche Bälle vom gleichen Hersteller, aber auch von anderen Produzenten, um ein Gefühl für die Unterschiede zu bekommen.

WARUM GIBT ES DIMPLES?

In der Luft ist der Ball auf sich allein gestellt, und Dimples sind seine Flügel, die für Aerodynamik und eine Art Luftkissen sorgen. Ohne sie würde der Ball schnell flattern und abstürzen. Im Lauf des 19. Jahrhunderts entwickelten sich Golfbälle zu endgültig harten Spielgeräten, und man stellte fest, dass Bälle mit Kratern und Macken, den Vorläufern der heutigen Dimples, weiter flogen. Gängig sind 300 bis 500 solcher symmetrisch angeordneten Einkerbungen auf der Aussenschale, teils runde, teils eckige Hexagons, 0,25 mm tief. Vereinfacht gesprochen teilt sich die Luft, fliesst um den Ball herum und kommt hinter dem Ball wieder zusammen. Hinter dem Ball entsteht so ein Unterdruck; er wird gebremst, weil er in die Richtung der dünneren Luft gezogen wird. Diesen Effekt schwächen die Dimples ab. Sie sorgen für kleinste Luftverwirbelungen an der Balloberfläche, die dazu führen, dass die vorbeiströmende Luft länger am Ball


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Die verschiedenen Stufen der Ball-Produktion.

entlangströmt. Dadurch verringert sich der Unterdruck hinter dem Ball; der Zug nach hinten ist schwächer, der Ball bleibt länger schnell und fliegt damit weiter. Übrigens kann ein Ball mit 250 Stundenkilometern die Schlagfläche verlassen, der Kontakt mit dem Schläger beträgt dabei bloss noch rund 0,0005 Sekunden...

KOMPRESSION

Die meisten Bälle haben eine Kompression von 80, 90 oder 100. Je niedriger der Wert, desto weicher das Gefühl. Heute steht das Wort «Kompression» in der Golfindustrie stets im Zusammenhang mit einer Zahl zwischen 0 und 200. Diese Zahl definiert die Verformung, die ein Golfball erfährt, wenn ein komprimierender Druck auf ihn ausgeübt wird. Kompression spiegelt wider, wie stark sich die Form eines Balles unter einem konstanten Gewicht verändert. Bei Range- oder X-Out-Bällen weicht die Kompression stark ab; heisse Temperaturen wie auch zu langes Lagern im Wasser können die Kompression absenken.

LAKEBALLS

Wasser beeinflusst die Eigenschaften des Balles negativ. Das Problem an Lakeballs ist, dass meist niemand sagen kann, wie lange der Ball im Wasser lag. Moderne Hightech-Bälle

überstehen das Wasserbad ein paar Tage, ohne Schaden zu nehmen. Ab einem gewissen Punkt ist allerdings auch bei den besten Modellen die Widerstandskraft der Hülle gebrochen. Die Kompression lässt mit der Zeit nach und die Dichte sowie die Struktur der einzelnen Schichten verändern sich. Sie spielen dann einen komplett anderen Ball.

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REFURBISHED

Achtung vor Refurbished-Bällen (auch refinished, englisch: nachbearbeiten, aufarbeiten). Das sind in den meisten Fällen Lakeballs, deren Schale bereits so verfärbt ist, dass man sie nicht weiterverkaufen kann. Also werden sie zu einem «professionellen» Aufbereiter gebracht. Dieser trägt die oberste Lackschicht ab, lackiert den Ball neu und versieht ihn mit einem neuen Aufdruck. Manche Anbieter machen sogar ein Geschäft daraus, minderwertige Bälle mit dem Logo und den Schriftzügen von Premium-Bällen zu versehen. Was wohl die wenigsten wissen. An Turnieren darf man solche Refinished-Bälle nicht einsetzen. Regel 5-1 und Decision 5-1/4 besagen, dass der vom Spieler gebrauchte Ball im gültigen Verzeichnis zugelassener Golfbälle aufgeführt sein muss und ein Refurbished-Ball nicht gebraucht werden darf.

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MY GAME

BÄLLE IM ÜBERBLICK

TITLEIST NXT TOUR SOFT

• für Spieler mit mittleren Schlägerkopfgeschwindigkeiten • weiches Schlaggefühl in Verbindung mit explosiver Länge • 2-Piece

WILSON STAFF DX2 SOFT

• mit 29 die niedrigste Kompression • 2-Piece • Spezielles Dimple-Design • Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis • Für Spieler mit mittleren und höheren Handicaps

TITLEIST PRO V1

• sphärisch angeordnete 352 Tetraeder-Dimples • Urethan-Elastomer-Schale • 3-Piece mit in ZG-Technologie hergestelltem Kern und Ionomer-Mantelschicht

VOLVIK VIVID

• 3-Piece • Ionomer-Schale • ideal für niedrige bis mittlere Schwunggeschwindigkeiten • weitere Modelle sind Vivid Lite (geeignet für niedrige Schlägerkopfgeschwindigkeit), Vivid XT (für höhere Schlägerkopfgeschwindigkeiten) und Vivid Soft (weicher Tour-Ball)

SRIXON AD333 TOUR

• Premium-Golfball mit Urethan-Beschichtung und weichem Kern • 3-Piece • Kompression 72

BRIDGESTONE TOUR B XS

• die Modelle Tour B X und B XS stehen für maximales Schlaggefühl und Kontrolle über die Flugkurven, Tour B RX und B RXS für etwas mehr Länge • Dual-Dimple-Design mit 338 Dimples • SlipRes-Schale sorgt für mehr Greenside-Spin • 4-Piece

CALLAWAY CHROME SOFT UND CHROME SOFT X

• Leistung auf Tour-Niveau und maximales Gefühl • 4-Piece mit Zwischenschicht und TourUrethan-Oberfläche • «Dual SoftFast Core»-Technologie für hohe Ballgeschwindigkeit mit niedrigem Spin 54 GOLFSUISSE 02-18


MY GAME


MY GAME

DIE FÜNF SCHWUNG-MYTHEN TRAINING Der Winter ist vorbei und eine neue Golfsaison hat endlich begonnen. Damit ist es Zeit sich mit weit verbreiteten Mythen zu befassen. MARCUS KNIGHT Ich bevorzuge das Machen und nicht das Verbieten! Doch diesmal versuche ich es umgekehrt. Ratschläge zu erteilen über fünf

Schwung-Mythen, die Sie nicht mehr befolgen sollten, um Ihr Golfspiel in der neuen Saison zu verbessern und freier zu gestalten.

1. KOPF RUNTER

Mit dem Golfschwung erzeugen wir Schwunggeschwindigkeit, um den Ball über den Golfplatz zu bewegen. Dazu drehen Sie Ihren Körper, schwingen Ihre Arme und bewegen den Schläger dynamisch durch den Ball Richtung Ziel. Das ist aber schwierig, wenn der Kopf auf den Ball gerichtet ist und im Weg steht. Stattdessen empfehle ich Ihnen, eine athletische

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Position einzunehmen. Das Kinn aufrecht halten, um Platz für den drehenden Oberkörper zu machen; den Blick jederzeit auf den Ball gerichtet, auch während dem Auftreffen. Dann jedoch folgen Ihre Augen dem Ball. Also nicht passiv die Nase nach unten, bis der Schwung fertig ist. Schauen Sie sich mal Hendrik Stenson an. Er dreht seinen Kopf schon ein wenig vorwärts vor dem Auftreffen. Das löst den Druck im Rücken und ergibt einen fliessenden Schwung. Bauen Sie einen ähnlichen Schwung auf in diesem Jahr – starren Sie nicht auf die Goldmünze am Boden!


MY GAME

2. HALTEN SIE DEN ARM GERADE

Denken wir mal logisch darüber nach! Der Ball sieht unseren Schwung nicht. Er merkt nur das Auftreffen des Schlägers, die Richtung, den Schlägerkopf Winkel und die Geschwindigkeit, die wir ihm mitgeben. Warum also nehmen wir nur diese lächerliche, steife Haltung ein, die unsere Bewegung behindert; anstatt entspannt. Fokussieren Sie sich stattdessen darauf, den Schlägerkopf auf dem richtigen Pfad Richtung Ziel zu bewegen. Wir haben alle schon die Bilder gesehen von grossen Golfspielern, die mit gestreckten Armen den Ball schlagen. Aber das ist nur die natürliche Entlastung der Arme, die der Zentrifugalkraft geschuldet sind. Speziell bei Jordan Spieth beobachtet man aber immer wieder, dass sein linker Arm alles andere als gestreckt ist, und es funktioniert. Die berühmte «Chicken wings» Position wird verursacht durch zu angespannten Griff und Zug in Richtung Körper. Das braucht Anstrengung und Kraft und ist keine natürliche Bewegung. Halten Sie den Schlägergriff leicht, lockern Sie ihre Arme, machen Sie eine schöne Bewegung weg vom Ball und lösen den Schwung aus, mit dem Gefühl, wie wenn der Schläger aus Ihren Händen fliegen könnte; beim Versuch die Geschwindigkeit zu maximieren. Halten Sie Ihren Schläger locker und angenehm – nicht steif und angespannt. Ich verspreche Ihnen, Ihr Schläger wird nicht wegfliegen. Oder wie der berühmte Golf Psychologe Bob Rotella sagt: «Geben Sie die Kontrolle auf, um Kontrolle zu gewinnen».

3. SCHWUNG UNTER DEM BALL DURCH

Nie hat ein Ausspruch so viele schlechte Schläge produziert – vor allem kurze um das Grün herum – wie dieser. Ich höre ihn jede Woche am Fernseher oder während einer Golf Lektion. Ausser Sie spielen aus dem Sand Bunker, müssen Sie mit der Mitte des Schlägerkopfes, die Mitte des Balles treffen. Der Ball wird gemäss dem Anstellwinkel des Schlägerkopfes hochspringen und mit Drall davonfliegen. Ein «Divot» entsteht, wenn sich das Körpergewicht vorwärts bewegt und die Arme sich strecken. Was wir niemals wollen, ist unter den Ball zu gelangen. Wenn wir um das Grün herum kurze Bälle schlagen, bleiben wir mit dem Schwung über dem Boden aber im Kontakt mit dem Gras. Das

gibt uns das richtige Gefühl für die Höhe. Für Schläge unter 50 Metern Distanz gibt es keinen Grund für ein «Divot» – ich versuche den Ball nur weg zu wischen. Wenn Sie sich im Sand Bunker befinden, empfehle ich Ihnen, denselben Schlag zu machen. Einfach 3 Zentimeter tiefer! Das ist die einzige Gelegenheit, wo der Schläger unter dem Ball durch gleitet.

4. TEE-HÖHE FÜR DEN DRIVER

Wir haben alle schon vom Trampolin Effekt der modernen Driver gehört. Offensichtlich finden wir ihn in der Mitte des Schlägerkopfes. Vielleich sind Sie auch schon einmal auf einem Trampolin gesprungen und haben festgestellt, dass es am Rande nicht mehr so gut federt. Also müssen wir uns die Frage stellen, weshalb den Ball so hoch über dem «Sweetspot» aufteen? Der ideale Schwung mit dem Driver bewegt sich aufwärts durch den Ball und gibt ihm einen Top Spin Effekt. Die Realität sieht aber ein wenig anders aus. Viele Golfer tendieren dazu, sich ein wenig zu enthusiastisch vorwärts zu bewegen und verursachen damit eine Abwärtsbewegung ihres Drivers beim Aufprall. Schauen Sie genau auf die Ball-Höhe, wenn Sie aufgeteet haben. Er sollte höchstens 1 Zentimeter über dem Zentrum des Schlägerkopfes liegen. Wenn Sie nun leicht über dem Gras schwingen, den Ball sauber treffen, werden Sie grössere Längen erreichen. Sie verhindern damit einen zu hohen Ball-Flug, der enormen Distanzverlust bringt. In manchen Golf Shops können Sie Papierstreifen kaufen, die Sie auf die Trefffläche des Schlägers kleben können. Er zeigt Ihnen genau an, wo Sie den Ball getroffen haben – eine gute Hilfe um die richtige Tee-Höhe zu finden.

5. ABSCHWUNG MIT DEN HÜFTEN

Grundsätzlich wird der Ball von A nach B bewegt. Und ja, Füsse, Beine und Hüften können helfen, grössere Schlägergeschwindigkeit zu erzeugen. Aber sie sind auch das Fundament jeden Schwunges. Wir müssen realistisch sein mit unseren Erwartungen, bevor wir mit unseren Hüften den Abschwung einleiten. Die grösste Schlägergeschwindigkeit erreichen wir mit Armen und Händen. Ähnlich wie wenn wir einen Teppich klopfen oder eine Peitsche krachen lassen mit Hilfe von Ellbogen und Handgelenken. Wenn Sie dabei Ihre Füsse vom Boden abstossen und damit Ihren Körper dynamischer abdrehen können, ist das natürlich ein riesiger Bonus. Aber noch einmal; wir müssen realistisch sein. Golfplätze sind in der Regel nicht flach. Oft gehen solche Anstrengungen auf Kosten der Präzision beim Treffen des Balles und damit verpuffte Energie. Besser wäre also: Schwingen Sie Ihre Arme zurück und vorwärts, drehen Sie Ihren Körper und lassen Sie Ihr Gewicht dem Schläger folgen. Und das Wichtigste ist, dass Sie Ihre Schlägergeschwindigkeit so wählen, dass Sie in Ihrer Komfort Zone bleiben und das über 18 Löcher durchziehen können. Auch wenn Rory McIlroy und Sergio Garcia das anders machen, heisst das nicht, dass Sie es auch machen sollten. Es gibt verschiedene Wege, dieses schönste aller Spiele zu spielen. Jeder von uns hat seinen eigenen, individuellen Schwung. Vergessen wir also diese Mythen und Regeln für diese Saison und ersetzen sie durch einfache Logik und gesunden Menschenverstand. Viel Spass! www.marcusknight.ch

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MY GAME

FRISCH DURCH DEN FRÜHLING GESUNDHEIT

Ob einfache Frühjahrsmüdigkeit oder «falsch getaktet» mit dem Jetlag – einige Tipps helfen, den Takt schneller wieder zu finden. DR. KERSTIN WARNKE Wer schätzt das nicht? Endlich werden die Tage im Frühling wieder länger. Es ist nicht mehr dunkel, wenn wir morgens die Wohnung verlassen und abends zurückkommen. Aber dann folgt Ende März die Umstellung auf «Sommerzeit». Plötzlich ist es doch wieder dunkel um uns herum, und wir sind so müde. Kommen nicht richtig auf Trab. Was ist passiert?

HORMONELLE KASKADEN

Wir haben in unserem Gehirn einen Zusammenschluss von Zellen, die als «Zeitgeneral» den Takt in allen anderen Körperzellen vorgeben. Der «Zeitabgleich» mit unserer Umwelt funktioniert über die Sonnenstrahlen. Deren Helligkeit wird über spezielle Sensoren auf unserer Netzhaut im Auge wahrgenommen, und die Information wird über Nervenbahnen an den «Zeitgeneral» weitergegeben. Der Zeitgeneral taktet unseren Körper entsprechend der eingehenden Helligkeitssignale und setzt eine Vielzahl von hormonellen Kaskaden in Gehirn und Körper frei, die schlussendlich zu Aufmerksamkeit, Müdigkeit, Hungergefühl, Freude, Traurigkeit, Schlaf und vielen anderen Prozessen in unserem Körper führen. 58 GOLFSUISSE 02-18

Wenn nun plötzlich dieses «Licht-Signal» zu einem anderen Zeitpunkt kommt, gerät unser Körper «ausser Takt» und braucht nun Zeit, um wieder Ordnung zu schaffen. Dummerweise war er ja gerade dabei, umzustellen und sich zu reorganisieren von Winterdunkelheit auf Frühlingsgefühle. Und prompt kommt die Zeitumstellung, und der Körper kann wieder von vorne anfangen. Wegen der Sommerzeit braucht es einen ganzen Monat, bis es am Morgen wieder so hell ist wie am Tag vor der Zeitumstellung. Die EU überlegt, die Sommerzeit wieder abzuschaffen. Kurzfristig müssen wir uns aber wohl weiterhin selber helfen.

FRÜHE SONNE

Was können wir unternehmen, um unserem Körper diese Umstellung zu erleichtern? Suchen Sie das Licht am Morgen. Je heller, desto besser! Morgens oder in der Mittagspause nach draussen an die Sonne! Am besten sich dabei bewegen. Sollten Sie Zeit haben, Golf zu spielen, dann sobald als möglich auf den Platz und eine Runde spielen. Oder auf der Driving Range draussen ein paar Bälle abschlagen. Danach noch in der Sonne putten. Und, wenn die Sonne nicht zu streng scheint, auch gerne ohne Sonnenbrille. Essen Sie am Abend nicht zu schwer und zu viel. Einen Salat mit Poulet zum Beispiel. Und nicht einen Riesenteller mit Spaghetti. So viele Kohlenhydrate am Abend braucht der Körper nicht. Auch wenn der Tag durch die Zeitumstellung länger wird, schauen Sie nicht zu lange in den

Fernseher und auch nicht auf den Bildschirm Ihres PCs, Handys oder Tablets. Diese Wellenlängen des Lichts machen Sie munter zum falschen Zeitpunkt und bringen alles noch mehr durcheinander. Meiden Sie zum Zähneputzen am Abend zu helles Licht im Badezimmer, dimmen Sie das Licht am Abend herunter. So registriert der «Zeitgeneral» die Dunkelheit und bildet Hormone, die Sie schlafen lassen: Melatonin, das Hormon der Dunkelheit! So kann der «Zeitgeneral» wieder Ordnung schaffen zum richtigen Zeitpunkt.

KAFFEE HILFT

Verzichten Sie auf Energy Drinks und Co. auf Ihrer Golfrunde, es sei denn, Sie haben den ganzen Tag noch nichts gegessen. Dann kann das ausnahmsweise mal hilfreich sein. Energy Drinks enthalten in der Regel viel Zucker, und es macht nicht viel Sinn, den Zuckerspiegel in kurzer Zeit ganz hoch zu treiben. Eine Banane und Wasser sind definitiv besser. Zudem haben die Zusatzstoffe in diesen Drinks keine leistungssteigernde Wirkung beim Golfen. Koffein hilft bei der Konzentration, aber nur kurzfristig, und zu viel macht nervös. Trotzdem gilt speziell bei Müdigkeit: Einen Kaffee mehr zu trinken am Morgen kann hilfreich sein. An der Clubhaus-Bar reicht es meist noch für einen Espresso und einen kleinen Schwatz vor der Runde. Das ist deutlich besser als ein Espresso am frühen Abend, dann können Sie eventuell nicht


MY GAME

schlafen. Im Schlaf verarbeiten wir über den Tag Gelerntes und Erlebtes. Wir verbringen mehr als ein Drittel unserer Lebenszeit schlafend. Diese Zeit brauchen Körper und Geist, um gesund zu sein und zu bleiben. Kein Wunder, dass er nicht gerne ausser Takt gerät. Ähnliches passiert, wenn wir im Flugzeug mehrere Zeitzonen überqueren. Unsere innere Uhr stimmt nicht mehr mit den äusseren Zeitgebern überein. Es entsteht ein riesiges Durcheinander im Körper: Wir sind wach, wenn wir normalerweise schlafen, haben Hunger zur falschen Tageszeit, sind völlig falsch «getaktet». Jetlag ist also nicht einfach nur, nicht schlafen zu können.

TIPPS GEGEN JETLAG

Sobald Sie ins Flugzeug einsteigen, sollten Sie Ihre Armbanduhr auf die Uhrzeit des Ziellandes einstellen. Versuchen Sie bereits im Flugzeug, nach dieser Zeit zu «leben». Die wirklich guten Airlines versuchen, dies in der Regel in ihrem Service bereits umzusetzen. Nutzen Sie Ohrstöpsel und Augenmaske, falls während des Flugs Schlafenszeit im Ankunftsland ist. Bevorzugen Sie leichte und kleine Speisen und trinken Sie genug Wasser.

wieder zu finden. Mit zunehmender Dunkelheit bildet unser Körper dann Melatonin, welches den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert und unter anderem für die zunehmende Müdigkeit verantwortlich ist. Da wir mehrheitlich «Nachteulen» sind, fällt uns die Zeitumstellung in Richtung Westen leichter. Der Westen ist ja unserer Uhrzeit hinterher. Im Durchschnitt braucht man einen Tag zur Adaptation von einer Zeitzone Richtung Westen. Anders, wenn wir gegen Osten reisen. Der Osten ist bekanntlich unserer Zeit voraus. Im Durchschnitt brauchen wir pro Zeitzone in Richtung Osten 1,5 Tage, damit unser Körper wieder seinen Rhythmus findet. Dies erklärt auch, warum wir viel grössere Jetlag-Probleme haben, wenn wir von den USA zurück in die Schweiz reisen; dann reisen wir nämlich in den Osten zurück. Natürlich ist die Fähigkeit zur Zeitumstellung individuell sehr unterschiedlich. Ganz allgemein gilt: Je jünger, je gesünder und je besser trainiert wir sind, desto leichter fällt die Anpassung an neue Umstände, auch an die Zeit.

Für alle Sportler, welche für ihren Beruf oder das Hobby um die Welt reisen, ist der richtige Takt immens wichtig. Eigentlich wie beim Golf und fast allem im Leben: «It`s all about timing!»

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Nach der Landung versuchen Sie, im sozialen Rhythmus des Landes zu leben. Am Ankunftstag sollten Sie auch auf einen kurzen Mittagsschlaf verzichten. Nehmen Sie keine Schlafmedikamente (Benzodiazepine) ein, diese verhindern die Zeitumstellung. Halten Sie sich tagsüber möglichst viel im Freien auf. Das Sonnenlicht hilft Ihnen, den Rhythmus

Dr. med. Kerstin Warnke ist leitende Ärztin der Sportmedizin am Luzerner Kantonsspital und seit 2012 Chief Medical Officer der ASG. Im Auftrag des Luzerner Kantonsspitals ist sie zudem in der Sportmedizin Zentralschweiz tätig, seit Januar 2014 ein zertifiziertes Swiss Olympic Medical Center. Das Leistungsangebot und weitere Details finden sie unter: www.luks.ch/standorte/standort-luzern/sportmedizin-zentralschweiz

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SWISS CHALLENGE IN SEMPACH

16 SCHWEIZER AM START Neben Titelverteidiger Joel Girrbach spielen 15 weitere Schweizer Profis und Amateure bei der diesjährigen Swiss Challenge auf Golf Sempachersee mit. Besonders gut in die Saison gestartet ist Benjamin Ruch. STEFAN WALDVOGEL

Das Turnier heisst offiziell Swiss Challenge presented by Association Suisse de Golf. Die ASG übernimmt das Preisgeld, sie erhält damit unter anderem wichtige Startgelegenheiten für Schweizer auf anderen Challenge Tour Events. Beim Heimspiel in Sempach stehen zehn Startplätze für Schweizer Profis zur Verfügung, dazu kommen Joel Girrbach und Marco Iten, die beide eine reguläre Tourkarte auf der Challenge Tour besitzen. Girrbach und Iten schafften beim ersten Event der Saison in Kenia beide den Cut. Der Swiss-Challenge-Sieger von 2017 reiste danach zur Yunnan Open in China, während Iten auf die weite Reise verzichtete und erst wieder Ende April in der Türkei um Punkte und Preisgeld kämpfte. Klar freuen sich die beiden auf die Swiss 60 GOLFSUISSE 02-18

Challenge, die Ende Mai auf Golf Sempachersee ausgetragen wird. «Es wird speziell sein, als Titelverteidiger vor heimischem Publikum zu spielen, aber ich glaube nicht, dass der Druck dadurch grösser sein wird für mich», sagt der Thurgauer Girrbach. «Jeder weiss, ich werde mein Bestes geben; wie weit vorne ich diesmal mitspielen kann, wird sich dann ergeben», erläutert er die Ausgangslage als erster Schweizer Sieger auf der Challenge Tour seit vielen Jahren.

RUSCH MIT SUPERSTART

Auch für Iten ist das Heimspiel «natürlich etwas ganz Spezielles». Er kenne den Woodside-Platz gut und hoffe, «dass auch das heimische Umfeld mir gut tun wird». Jedenfalls freue er sich schon jetzt auf die Swiss Challenge.

Zu den beiden «regulären» Spielern auf der zweithöchsten Stufe im europäischen Golf kommen beim Turnier in der Innerschweiz zehn weitere einheimische Profis zu einer Startgelegenheit. Das sind zunächst die Mitglieder des Swiss Pro Teams wie Benjamin Rusch, Mathias Eggenberger, Luca Galliano und Zeno Felder, die üblicherweise auf der Pro Golf Tour auftreten. Dort hat die Saison schon deutlich früher begonnen, vor allem Benjamin Rusch beeindruckte mit einer bestechenden Form. Der 28-jährige Thurgauer kam Anfang Februar auf Rang drei und gewann Ende März das Open Ocean in Marokko. Dank den starken Leistungen sicherte er sich zudem einen Startplatz für das European Tour Event Trophée Hassan II. Das mit 2,5 Millionen Euro dotierte Turnier fand nach Redaktionsschluss auf der Anlage des Royal Golf Dar Es Salam in Rabat statt, dort konnte sich Rusch bereits 2015 auf der Pro Golf Tour eine Trophäe sichern. In der Jahresrangliste der Pro Golf Tour liegt der Routinier aus Weinfelden aktuell auf Rang zwei; die besten fünf steigen Ende Saison direkt auf die Challenge Tour auf. «Mein Fokus liegt dieses Jahr klar auf der Pro Golf Tour», erläutert der


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SWISS CHALLENGE 2018

HIGHLIGHTS AUF UND NEBEN DEM PLATZ Die neunte Ausgabe des European Challenge Tour Events findet vom 31. Mai bis 3. Juni 2018 auf Golf Sempach statt. Im grössten Golf Resort der Schweiz kämpfen 160 nationale und internationale Professionals um ein Preisgeld von 180 000 Euro. Highlights gibt es aber auch neben dem Golfplatz.

Vorjahres-Sieger Joel Girrbach.

Thurgauer. Mit Wildcards kann er maximal sieben Mal eine Stufe höher antreten, aber alle möglichen Termine kollidieren mit den Turnieren auf der Pro Golf Tour. Je nach seinen Resultaten in den nächsten Wochen werde er sich relativ kurzfristig entscheiden, ob er bei der Swiss Challenge antreten oder das Turnier in Österreich bestreiten wird.

WEITERE SCHWEIZER MIT TOP-PLÄTZEN

Mathias Eggenberger und Luca Galliano sind mit einem geteilten dritten Rang in Ägypten ebenfalls sehr gut in die Saison gestartet, zuletzt teilten sie sich in

Die European Challenge Tour ist die zweithöchste professionelle Golf Tour in Europa und umfasst über 30 Turniere. Ende Saison erhalten die 15 bestklassierten Spieler in der Order of Merit ein Spielrecht für die oberste Spielklasse, die European Tour. In den vergangenen Jahren verfolgten jeweils rund 10 000 Golffans die «Swiss Challenge presented by Association Suisse de Golf» auf Golf Sempach. «Für unsere männlichen Profis ist dies sportlich der wichtigste Anlass des Jahres, wir engagieren uns deshalb als Main Sponsor auch in diesem Jahr auf der Challenge Tour», sagt der neue ASG-Präsident Reto Bieler.

INTERNATIONALE TALENT-SCHMIEDE

Bekannte Namen wie Brooks Koepka nutzten die Swiss Challenge in der Vergangenheit als Sprungbrett für eine grosse internationale Karriere. Der Amerikaner ist nach seiner Teilnahme 2012 mittlerweile Major-Sieger und zur Weltnummer acht aufgestiegen. Auch Byeong Hun An, der vor fünf Jahren zum Shootingstar der Swiss Challenge avancierte, zählte zwischenzeitlich zu den Top 25 in der Weltrangliste. «Die Challenge Tour ist jedes Jahr Sprungbrett für internationale Talente,

viele davon sind bald auf der European Tour unterwegs oder schaffen wie Koepka gleich den ganz grossen Durchbruch auf der PGA», illustriert Daniel Weber den sportlichen Wert der oftmals unterschätzten Tour. «Uns fehlt die TV-Abdeckung, rein sportlich ist der Unterschied zur European Tour sicher nicht so gross wie die unterschiedliche Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und bei den Medien.»

ABWECHSLUNGSREICHES RAHMENPROGRAMM

Den Besuchern werden jedoch nicht nur während des Events viele Highlights geboten. Schon vor dem wichtigsten Golfturnier der Deutschschweiz findet am Mittwoch, 30. Mai 2018, das grosse Pro-Am statt. Gemeinsam mit einem Professional der European Challenge Tour nehmen die Gäste den längsten Meisterschaftsplatz der Schweiz in Angriff. Zu den weiteren Höhepunkten zählt die Players Night vom Samstag. Renommierte nationale Künstler wie Seven, Marc Sway oder Caroline Chevin gaben sich schon die Ehre. Dieses Jahr sorgt der zweifache Swiss-Music-Award-Gewinner James Gruntz mit exklusiven Privatkonzerten für das musikalische Highlight. Im Rahmen der Swiss Challenge finden für das Publikum zudem fachkundige Führungen durch Mitglieder der Swiss PGA statt. Am Samstag lädt die ASG interessierte Junioren zum «Juniors Day» ein. Angebote Swiss Challenge 2018 Day Pass 25 Franken Tournament Pass 50 Franken Players Night 160 Franken VIP Lounge Do./Fr. 240 Franken VIP Lounge Sa./So. 260 Franken Tickets unter www.swiss-challenge.com Besucherinnen und Besucher unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

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Marokko den 14. Rang. Für ASG Performance Manager Stuart Morgan wären auch diese beiden Profis bei der Swiss Challenge zu einem Exploit fähig. «Für sie ist die Startgelegenheit auf der Challenge Tour besonders wichtig, auch als Vorbereitung für einen möglichen Aufstieg über die Pro Golf Tour», erläutert der Engländer, welcher die Profis in Sempach betreuen wird. Eggenberger hat besonders gute Erinnerungen an den Platz. Vor vier Jahren holte er sich als Amateur den sensationellen dritten Rang, 2017 war er allerdings als NeoProfi knapp am Cut gescheitert. Ein Startplatz bei der Swiss Challenge ist reserviert für einen Neo-Profi im ersten Jahr. Hier wird der französisch-schweizerische Doppelbürger Arthur Ameil-Planchin eine Chance erhalten. Der bald 23-Jährige spielte noch als Amateur beim letztjährigen Omega European Masters mit und versucht sich derzeit auf der Alps Tour zu etablieren. Ein 34. Rang war sein bisher bestes Saisonresultat. Die übrigen Startplätze für die Schweizer Pros ergeben sich aus der aktuellen Order of Merit der Swiss PGA respektive den Resultaten des abgelaufenen Jahres. Wer genau in Sempach antreten wird, steht demnach erst kurz vor dem Turnier fest.

FREIBURGHAUS WILL PROFI WERDEN

Auch bei den maximal fünf Plätzen für Schweizer Amateure sind noch nicht alle Namen bekannt. Sicher am Start dabei ist der junge Bündner Jeremy Freiburghaus. Der aktuell beste Amateur kann dank Wildcards in dieser Saison auch in der Türkei und in Portugal auf der Challenge Tour antreten. Bei der Swiss Challenge war Freiburghaus bisher zwei Mal am Start, ins Finalwochenende reichte es ihm allerdings noch nie. Klar möchte er dies Ende Mai nun ändern. Unter anderem verbrachte Freiburghaus im Winter drei Monate im Trainingslager in Südafrika; mit einem 50-Prozent-Job als WebseitenEntwickler bereitet er sich auf den Wechsel ins Profilager vor. «Ende Jahr möchte in Profi werden, da würden ein paar gute Resultate auf der Challenge Tour etwas helfen», illustriert der Spieler vom Golfclub Domat-Ems. Einen Grund zum Feiern hat er in Sempach so oder so: Zum Turnierstart am 31. Mai wird Jeremy Freiburghaus 22.

Schweizer Spieler unter Beobachtung der Zuschauer: Amateur Jeremy Freiburghaus, Benjamin Rusch und Marco Iten. Unten Joel Girrbach auf dem Weg zu seinem ersten Titel auf der Challenge-Tour. 62 GOLFSUISSE 02-18


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SWISS SENIORS OPEN

Weltklasse

Golf Bad Ragaz 6. – 8. Juli 2018

ANDRÉ BOSSERT: «WILL UNBEDINGT GEWINNEN» Die Seniortour hat erstmals einen Titelsponsor und endlich wieder mehr Turniere. Für André Bossert, den einzigen Schweizer Ü50-Profi, bleibt das «Heimspiel» beim Swiss Seniors Open in Bad Ragaz ein klarer Höhepunkt.

Einmal wie ein Profi spielen? Dann haben Sie jetzt die einmalige Gelegenheit, mit einem Spieler der Staysure Tour auf dem PGA Championship Course des Golf Club Bad Ragaz zu spielen. Sichern Sie sich einen der begehrten Plätze für Freitag und Samstag in diesem Tour-Event! Das ProAm Alliance Format beinhaltet zudem: - 2 Übernachtungen im Doppelzimmer (mit Frühstück) von Freitag bis Sonntag im Grand Resort Bad Ragaz* - Startgeschenk, Turnierverpflegung, Lunchbuffet - Siegerehrung im Rahmen der Players Party* - VIP-Ticket für den Finaltag am 8. Juli 2018* Alliance Package

CHF 5’000.–

*inkl. Begleitperson

Bedingung für eine Teilnahme: Handicap 18,0 oder besser.

Anmeldung und weitere Infos: Ralph Polligkeit, Turnierdirektor T +41 81 303 37 17 | info@swiss-seniors-open.ch

Der englische Versicherer Staysure hat einen langfristigen Vertrag abgeschlossen, er fungiert seit dieser Saison als Titelsponsor für die ProfiTour der Senioren. Der erste Event ging im März in den Vereinigten Arabischen Emiraten über den Rasen. Geplant sind für 2018 fünf neue, respektive zusätzliche Turniere. Für André Bossert ist das eine «äusserst erfreuliche Entwicklung». Direktor David MacLaren habe viele

neue und positive Impulse gebracht. «Ich bin sicher, unter seiner Leitung wird die Tour von Jahr zu Jahr weiter wachsen», fügt der 54-jährige Zürcher an.

«DEN DRUCK GENIESSEN»

Mit der 22. Ausgabe Anfang Juli ist das Swiss Seniors Open das Turnier auf der Senior Tour, das am längsten ununterbrochen auf dem gleichen Platz gespielt wird. Für André Bossert ist der Traditionsanlass aber auch sonst speziell. Er ist Botschafter des Turniers und gleichzeitig Lokalmatador. Entsprechend hoch sind jeweils die Erwartungen. «Ausserhalb der Majors ist das Swiss Open das Turnier, welches ich unbedingt gewinnen möchte. Das Heimspiel hat bei meiner Saisonplanung immer grosse Priorität. Konkret heisst das, ich versuche, die Vorbereitung so zu organisieren, dass ich für Bad Ragaz in Topform bin.»

Die spezielle Ambiance am Swiss Seniors Open in Bad Ragaz.


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in 7 Fittingcentern André Bossert peilt den ersten Heimsieg an. Klar seien die Aufmerksamkeit und der Druck beim einzigen Turnier in der Schweiz grösser, «aber dies ist eine Art von Druck, die ich gerne in Kauf nehme, und ich versuche jeweils auch, diese erhöhte Aufmerksamkeit beim Heimturnier zu geniessen», erzählt «Bossy» zur Ausgangslage bei seinem fünften Start in Bad Ragaz.

NEUES PROAM-FORMAT

Das Swiss Seniors Open 2018 wird erstmals in neuem Format als Alliance-ProAm gespielt, gleich wie etwa das berühmte AT&T Pebble Beach National ProAm. «Amateure, die bei einem solchen Format mitspielen, müssen sich bewusst sein, dass ihr professioneller Spielpartner sie auf dem Platz nicht im gleichen Mass unterstützen kann wie bei einem klassischen ProAm vor dem offiziellen Turnier», sagt André Bossert dazu und ergänzt: «Wenn man sich dessen bewusst ist, dann ist das neue ProAmFormat für alle eine tolle Sache.» Allerdings ziehe

er ganz persönlich die klassische Aufteilung vor. Also ein ProAm im Vorfeld, dann drei Runden, in denen nur die Tour-Spieler antreten. «Aber es ist eine Tatsache. Wir leben in einer sehr dynamischen Zeit, müssen flexibel und offen für neue Formate sein.» Für kompetitive Amateurgolfer sei es sicher ein besonderer Reiz, bei einem echten Tour-Event mitzuspielen. «Vor allem dann, wenn sie bei einem solchen Turnier den sportlichen Druck suchen und den Spassfaktor hintanstellen.» Für Bossy ist die Ausgangslage unabhängig vom Format klar: «Ich werde alle Vorkehrungen treffen, um die Dinge, die sich beim Golfsport kontrollieren lassen, auch kontrollieren zu können. Und ich werde bestmöglich vorbereitet nach Bad Ragaz reisen. Meine Devise für das Heimspiel ist einfach: «Sei lang und gerade vom Tee, lasergenau mit den kurzen Eisen, und putte wie der Teufel!»

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VP BANK LADIES OPEN 2018

MEHR SPIELERINNEN AM START Das VP Bank Ladies Open in Gams vom 4. bis 6. Mai vergrössert das Feld auf 132 Spielerinnen. Mit dabei sind unter anderem acht Schweizer Proetten und sechs Amateurinnen. Im Frühling ausgetragen, ist der Event der Ladies European Tour Access Series (LETAS) stets auch ein Formtest für die Proetten, wenn sie nach einer langen Winterpause wieder in den Turniermodus wechseln. Nicht nur deshalb ist der Ansturm auf die Startplätze jeweils besonders gross – und die Warteliste lang. Dies, obwohl das Feld von bislang 126 auf neu 132 Startplätze erweitert wird. Unverändert bleibt, dass sich nur die 45 Besten (plus Schlaggleiche) für die Finalrunde vom Sonntag, 6. Mai, qualifizieren. Der Kampf um die Startplätze ist gross, in verschiedenen Kategorien stehen für die jeweils Bestklassierten fixe Startplätze zur Verfügung. 66 GOLFSUISSE 02-18

ACHT SCHWEIZER PROETTEN

Als Vertreterinnen des Gastgeberlandes haben die Schweizer Proetten mit einer LETAS-Tourkarte 2018 einen Platz im Teilnehmerfeld des VP Bank Ladies Open 2018 auf sicher. Turnierbotschafterin Melanie Mätzler und ihre Landsfrauen Caroline Rominger, Valeria Martinoli, Clara Pietri, Eva-Maria Möhwald, Rachel Rossel, Eva Baraschi und Anaïs Maggetti können sich deshalb derzeit voll auf die Turniervorbereitung konzentrieren. Ein Heimturnier zum Saisonstart schürt bei Athletinnen und Publikum Erwartungen. Die Zuversicht der Swiss-PGA-Proetten für das VP Bank Ladies Open 2018 ist gross. «Ich möchte

die Zuschauer begeistern und sie mit dem Golffieber anstecken», sagt Turnierbotschafterin Melanie Mätzler, die ein Top-10-Ergebnis anpeilt. Eine Klassierung in den ersten zehn Rängen ist auch das Ziel der beiden Tessiner Proetten Valeria Martinoli und Anaïs Maggetti. Die Romande Clara Pietri nennt keine bestimmte Platzierung als Ziel, sagt aber: «Je weiter vorne, umso besser.» Erstmals mit einem richtig guten Gefühl nach Gams anreisen wird die Bündnerin Caroline Rominger, die 2017 als Elfte bestklassierte Schweizerin gewesen ist: «Ich möchte wieder so ein tolles Turnier erleben wie letztes Jahr, als ich erstmals bei diesem Turnier den Cut geschafft und am Finaltag richtig gut gespielt habe. Der Parcours und ich haben uns endlich angefreundet.»

LINDA HENRIKSSON WILL TITEL VERTEIDIGEN

Neben den Schweizer Proetten haben auch die letztjährigen LETAS-Turniersiegerinnen ihren Startplatz bei der VP Bank Ladies Open 2018 auf sicher. Veranstalter und Fans im St. Galler Rheintal freuen sich besonders, dass Vorjahressiegerin Linda Henriksson zur Titelverteidigung antreten will. Die 28-jährige Finnin spielte sich 2017 in die Herzen des Publikums, als sie in einem nervenaufreibenden Play-Off gegen die Russin Nina Pegova ihren ersten LETAS-Titel erringen konnte. Henriksson erinnert sich an ihren Triumph in Gams, als wäre es gestern ge-


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Die beste Schweizer Amateurin Elena Moosmann. wesen: «Der Sieg war der Lohn für meine harte Arbeit. Mein Ziel war letztes Jahr, ein Turnier zu gewinnen – dass mir dies schon Anfang Mai gelang, war grossartig.» Henriksson freut sich auf die Rückkehr in die Schweiz: «Es ist für mich eine neue Situation, als Titelverteidigerin anzutreten. Da sind die Erwartungen höher. Ich hoffe, ich kann diese erfüllen. Immerhin passt das Platzlayout zu meinem Spiel.»

Eine von acht Schweizer Proetten: Caroline Rominger.

SECHS SCHWEIZER AMATEURINNEN

Die Turniere der LET Access Series bieten jeweils auch hoffnungsvollen Top-Amateurinnen eine Chance, ihr Können zu beweisen und Tour-

Luft bei den Profis zu schnuppern. Beim VP Bank Ladies Open 2018 sind sechs Startplätze für Spielerinnen aus dem ASG-Nationalkader reserviert. Aufgrund der Weltrangliste der Amateure sind diese Spielerinnen sicher dabei: Elena Moosmann (Ennetsee), Vanessa Knecht (Bubikon), Chiara Tamburlini (Niederbüren), Natalie Armbruester (Schönenberg), Victoria Monod (Domaine Impérial) und Yael Berger (Interlaken-Unterseen).

VP Bank Ladies Open 2018, 4. bis 6. Mai, GC Gams-Werdenberg. Ein Turnier der LET Access Series, 40 000 Euro Preisgeld. Eintritt frei. Weitere Infos: www.spaf-golf.ch

Neuheit

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Golf Butler neu mit Costa Brava Der Spezialist für individuelle Golfreisen baut sein Angebot laufend aus. Neu bietet Golf Butler seinen Kunden das frisch renovierte Boutique-Hotel Peralada Resort an. Es liegt in Alt Empordà, 15 Minuten von den Stränden der Costa Brava entfernt. Der 18-Loch-Championship-Platz ist Teil des luxuriösen 5-Sterne-Hotels Peralada Wine Spa & Golf, einem wunderbaren Ort, um Golf mit Freizeit, Gastronomie und Wein in entspannter Atmosphäre zu kombinieren. Der Golfplatz liegt idyllisch eingebettet in das umliegende Naturschutzgebiet und bietet Spass und Herausforderung für jedes Spielniveau. Das kürzlich renovierte Hotel bietet 62 helle Zimmer mit tollen EchtholzAkzenten, Restaurants, Pitch & Putt, Fitness sowie dem einladenden Wine Spa. 800 Meter entfernt erwartet Sie das zum Resort gehörende, mittelalterliche Peralada Castle mit einem Sterne-Restaurant und Casino. www.golfbutler.ch

Hotel Piz Buin in Klosters: Bereit für den Sommer In verschiedenen Bauetappen wurde das 4-Sterne-Hotel Piz Buin in Klosters umfassend erneuert und wird neu auch im Sommer geöffnet. Rund 12 Millionen Franken hat die Meili Unternehmungen AG in die Erneuerungsarbeiten investiert, die mehrheitlich mit lokalen Handwerkerfirmen realisiert worden sind. Die Zimmer der ersten und zweiten Etage wurden für weitere 2 Millionen Franken komplett renoviert und im bewährten Alpenchic-Stil eingerichtet. Die Badezimmer sind mit natürlichem Stein ausgekleidet. Mit den grössten Zimmern in der Region, einer modernen Wellness- und Fitnessanlage sowie dem gemütlichen BÄR‘S Café Bistro und der GRIZZLY’S Bar trägt das Piz Buin erheblich zur Attraktivität der Region Klosters/Davos bei. Mit besonderen Packages für Firmen, aber auch individuell gestaltbaren Aufenthalten sollen Golfer, Bergliebhaber, Wanderer, Verliebte, Biker, Geniesser und Hochzeitsgesellschaften vermehrt den Weg auch im Sommer nach Klosters finden. www.pizbuin-klosters.ch

Dolomitengolf:

Optimal in Osttirol Eingerahmt von den Lienzer Dolomiten, lockt im flachen Tal ein erstklassiges Golf Resort mit 36 Löchern. Seit letzter Saison mit der «Silberschlaufe» und zwei neuen Inselgrüns. Hoteldirektor Peter Wibmer erzählt immer wieder gerne, dass ihn Leute anrufen und glauben, wenn sie «Dolomiten» hören, dass es sich um brutale Bergziegenplätze handeln muss. Aber, wie gesagt, die vier Neuner-Schleifen liegen im flachen Talboden. Nachdem letzten 68 GOLFSUISSE 02-18

Mai die jüngsten neun Bahnen des Silberkurses eingeweiht wurden, ist der GC Dolomitengolf die grösste Anlage in Tirol. Mit der Platzerweiterung kamen in Lienz nicht bloss neun neue Löcher hinzu. Vielmehr hat Architekt Diethard Fahrenleitner ein Rundum-Facelifting vorgenommen. Die vier Mal neun individuell kombinierbaren Golfbahnen sind behutsam im sonnenverwöhnten Tal der Drau in die Natur eingebettet. Dank des angenehm warmen Klimas der Südalpenseite findet dort jeder Golfer sein Glück in der langen Golfsaison von An-

fang April bis Ende Oktober. Fünf verschiedene Tees werden jeder Spielstärke gerecht. Der im Mai 2017 eröffnete neue 9-Loch-VolvoKurs beschert jede Menge Abwechslung. Unter anderem mit zwei Inselgrüns – gleich auf dem Loch 1, Par 5, und zudem beim schön angelegten Loch 3, dem «Signature Hole» Par 3 über 130 Meter. Dazu kommen grosse Teichanlagen mit eleganten Naturstein-Umrandungen, aufwendige Erdbewegungen und grossflächige Bunker mit feinstem weissen Sand. «Roman-


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THE OPEN CRUISE 2018

Vom 11. bis 24. Juli 2018 bietet der GolfreiseSpezialist golf.extra eine aussergewöhnliche Kreuzfahrt entlang der Britischen Inseln an. Das Finale der Open Championship in Carnoustie ist der Höhepunkt der zweiwöchigen Tour. «The Open Cruise 2018» führt vom englischen Southampton über den Ärmelkanal und durch die Nordsee via Guernsey nach Cork und von dort durch die Irische See mit Stopps in Dublin, Douglas, Belfast, Glasgow, Kirkwall, Invergordon und Dundee bis nach Edinburgh.

TRAVEL

Ayrshire, Royal Dornoch Golf Club und Kingsbarns Golf Links (Schottland). Das exklusive Boutique-Schiff Azamara Journey ist für 14 Tage Ihre Heimat. Nachts wird gefahren und fast jeden Tag erwartet Sie ein GolfHighlight. Dank der langen Liegezeiten und der vorab gebuchten Tee-Times ist genug Zeit für stressfreie Runden.

Gespielt wird auf einigen der spannendsten Golfplätze der Britischen Inseln: Castlemartyr Golf Club in Cork (Irland) und Ardglass Golf Club (Nordirland) sowie Dundonald Links in

Mit der Azamara Journey geht es zum einzigen der vier Major-Turniere ausserhalb der Vereinigten Staaten, das diesen Sommer in Carnoustie stattfindet. Als VIP-Gast haben die Golfreisenden der Azamara Journey beim Finale des Turniers die beste Aussicht. Preis: ab 8 999 Euro pro Person bei Doppelbelegung. www.golf-extra.com

tische Seenlandschaften säumen die langen Spielbahnen, hängende Grüns erfordern präzise Annäherungsschläge, und ondulierte, bewegte Grüns machen das Putten zu einer echten Herausforderung», beschreibt Hermann Unterdünhofen, Clubmanager des Dolomitengolf, die neue Anlage.

Erlebnis erst mit den beiden On-CourseDomizilen, den Hamacher Hotel & Resort Dolomitengolf Suites sowie dem Dolomitengolf Hotel & Spa. Dolomitengolf Suites ist ein topmodernes 5-Sterne-Hotel, ausschliesslich mit 48 Suiten von 45 bis 156 Quadratmetern Grösse in zeitgemässem Design.

Aus dem Wintergarten des 4-Sterne-Superior Dolomitengolf Hotel & Spa lassen sich die Golfer auf dem Inselgrün entspannt verfolgen. So richtig perfekt wird das Dolomitengolf-

Dazu gehört mit dem Vincena ein erstklassiges Restaurant, das unter Küchenchef Lukas Gröfler mit zwei Hauben von Gault Millau ausgezeichnet wurde. www.dolomitengolf-resort.com

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Golf-Sport & SPA mit Herz: Unsere Gäste kommen an und fühlen sich sofort wohl – das ist die Philosophie unseres Familienbetriebs. Wir freuen uns darauf, Sie mit viel Herz, Engagement und Zillertaler Charme zu verwöhnen! ¾ GenießerHalbpension: Frühstücksbuffet, Nachmittagsjause und 5-Gänge-Abendmenü. ALPINES GOLFVERGNÜGEN IM ZILLERTAL 20 % Greenfee-Ermäßigung, hoteleigene Golfcarts, abschließbare Spints für Ihr Golfbag, „G’sunde Jause“ zum Mitnehmen GOLF-AROUND-TAGE ♥ WöscherhofInklusivleistungen ♥ 4 x Greenfee: 2 x Zillertal-Uderns, 1x Pertisau, 1x Westendorf ♥ 1 x Après-Golf-Massage 4 Nächte p.P ab € 690,-

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LONDON LOCKT LINKSPLÄTZE UND MEHR

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Der Brexit drückt auf die Stimmung im Land, doch für die ausländischen Touristen bleibt die Hauptstadt eine Top-Adresse. GOLFSUISSE hat einige der besten Plätze rund um die City von London getestet. LUZIA KOPP Klares Fazit: Es spielt sich gut im Garten von England, wie die Grafschaft Kent im Südosten von London genannt wird. First of all: Royal St George‘s – der Open-Platz von 2020 – ist ohne umzusteigen in 90 Minuten vom Londoner Stadtzentrum mit dem Highspeed-Zug zu erreichen. Der 1887 eröffnete Platz liegt nur wenige Minuten von der Bahnstation Sandwich entfernt am Ärmelkanal. Zurückhaltende Klasse und Tradition umfängt die Spielerin gleich beim Empfang beim Clubhaus. Ein Caddy ist ratsam, da es einige blinde Schläge auf dem Traditionsparcours zu bewältigen gilt und der Wind eine wichtige Rolle spielt. Sean, aufgewachsen neben dem Golfplatz, kennt fast jedes Sandkorn der meterhohen Dünen und der enorm tiefen Bunker des in der natürlichen Dünenlandschaft angelegten klassischen Links-Kurses.

«HIMALAYA» STATT HALLELUJA

Berühmt ist vor allem der Riesenbunker auf Loch 4. Touristen nennen ihn «Himalaya», die Einheimischen sprechen vom «Coffin» oder Sarg. Ian Fleming, der Autor der JamesBond-Bücher, war selber Mitglied im Royal St George‘s, und dies inspirierte ihn zum GolfDuell zwischen Sean Connery und Bösewicht Goldfinger. Mittlerweile ist die Bahn 4 für Amateure ein Par 5, für die Profis muss ein Schlag weniger fürs Par reichen. Im Himalaya nutze ich die Gelegenheit zum Bunker-Spiel. Über zwölf Meter tief in eine hohe Sanddüne gebaut – da steht frau und staunt. Caddy Sean erklärt derweil, dass pro Jahr ein Viertel der rund 100 Bunker wieder mit TorfBricks neu aufgebaut werden. Damit das zackige Rausspielen – möglichst stark draufhauen, wie Sean mir rät – und das Raufspicken an der Torfoder Holzwand funktioniert. Und, oh Wunder, es klappt gleich beim ersten Versuch… Auch die mit hohem Gras bewachsenen Dünenhügel haben es in sich: Oft sieht Mann oder Frau von der Teebox weder das Fairway geschweige denn die Fahne auf dem Green. Ich bin froh um die Richtungs-Tipps von Sean, der geduldig meine Clubs schleppt und mit Adleraugen jeden Ball ortet. Auch bei Loch 5, wo ich aus dem Dunes-Platz Loch 8, in Prince’s.

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Sporthotel Ellmau **** Familie Unterlechner · A-6352 Ellmau 50 / Tirol Tel: (0043) 5358 / 3755 · Fax: (0043) 5358 / 2512 555 info@sporthotel-ellmau.com · www.sporthotel-ellmau.com

Traumferien in den Tiroler Bergen Umgeben von der einzigartigen Bergkulisse ist das Sporthotel Ellmau (15 Autominutenentfernt von Kitzbühel) ein Urlaubsparadies der Sonderklasse.

Impressionen von London-City. Die Aussicht vom Abschlag Loch 4 auf den Riesenbunker im Royal St George (oben), Green von Bahn 6 (links). Ganz unten, Loch 1 im London Golf Club. kniehohen Gras über turmhohe Dünen spielen darf. Dank Sean komme ich mit einem Ballverlust über die Runde.

und ihren Hunden vorbehalten, für eine Runde während der Woche empfiehlt sich die frühzeitige Reservierung.

Ein persönlicher Höhepunkt für mich ist Loch 7; landschaftlich schön an der Küste gelegen und spielerisch, weil ich auf dem Par 5 sogar ein Birdie realisiere. Viele Greens sind schön von Dünen und Bunkern gesäumt, gepflegt und meist onduliert. Bis zum Loch 18 hat der Wind quasi das Spiel übernommen: Bei 70 Stundenkilometer gegen und mit dem Wind zu driven ist fast schon Lotterie.

PRINCE’S – ETWAS SANFTER NEBENAN…

Frauen können übrigens erst seit 2015 Clubmitglied werden, ihnen steht aber mittlerweile ebenfalls eine sehr schöne Garderobe zur Verfügung. Diese nutze ich gern, um den Sand aus den Haaren zu bürsten und um zu duschen. Jetzt sind einige Drinks, Afternoon Tea und ein Clubsandwich nötig, um die trockene Kehle zu spülen und wieder zu Kräften zu kommen. Das Restaurant ist den Mitgliedern zum Lunch am Mittag vorbehalten. Die genauso sympathische Bar mit Golfgeschichte ist nachmittags für alle offen. Das Greenfee kostet für Gäste zwischen 130 und 210 Pfund, ist aber jeden Penny wert. An Wochenenden ist der Platz den Mitgliedern

Fast schon erholsam sind die drei 9-Loch-Kurse von Prince’s gleich nebenan, wo Gäste auch am Wochenende willkommen sind. 1932 wurde hier das erste und einzige Open ausgetragen; Gene Sarazen gewann damals mit seinem neu erfundenen Sand Wedge und einem Rekordscore von bloss 283 Schlägen für vier Runden. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Anlage umgebaut und um weitere neun Bahnen erweitert. «Shore», «Dunes» und «Himalayas» heissen die drei 9-Loch-Schlaufen. «Shore» folgt logischerweise der Küste, eingebettet in die flache Dünenlandschaft, ebenso wie «Dunes», der zurück zum Clubhaus von Prince’s führt. «Himalayas», der etwas kürzere Abschnitt, wurde diesen Frühling nach einem grösseren Umbau wieder eröffnet. Wie beim royalen Nachbarn dominieren hier einige tiefere Bunker das Spiel, zuletzt der «Sarazen-Bunker» links vor Green 9.

LONDON GOLF CLUB

Der japanische Geschäftsmann Masao Nagahara vermisste in den 80er-Jahren in London einen Weltklasse-Golfplatz. Neben Brandshatch, der

Direkt gegenüber der Hotelanlage finden Golffans den 27-Loch-Platz «Wilder Kaiser», das Tor zur grössten Golfregion der Alpen. Durch seine optimale Sonnenlage dauert die Saison an diesem Golfplatz etwas länger als sonst wo. Nach etwa 20 Autominuten erreichen Sie den Kaiserwinkl Golf Kössen. Gäste unseres Hauses dürfen sich über Greenfee-Ermässigungen auf beiden Plätzen freuen. Wahre Golffreaks finden in der Umgebung noch zehn weitere 18-Loch-Plätze um die Herausforderung «Golf» so richtig auszukosten. Das Sporthotel Ellmau bietet auch das perfekte Alternativprogramm. Relaxen in unserem grosszügigem Aussenpool mit Liegewiese, Erlebnishallenbad, Saunalandschaft mit 7 verschiedenen Saunen und Whirlpool. Für Ihren Traumurlaub haben wir sehr ansprechende Pauschalpakete:

GOLF-UNLIMITED * 7 bzw. 4 Übernachtungen im gebuchten Zimmertyp * Sporthotel – Verwöhnpension * Relaxing – Golf – Massage (50 min) * Startgeschenk * Rundenverpflegung * bevorzugte Startzeitenreservierung * unlimitierte Anzahl an Tagesgreenfee am GC Wilder Kaiser an aufeinander folgenden Tagen * unlimitierte Benützung der Driving Range inkl. Bälle * unlimitierte Benützung von Leihtrolleys 4 Übernachtungen im DZ Landleben ab € 708 pro Person 4 Übernachtungen im DZ Sonnenblume ab € 760 pro Person 7 Übernachtungen im DZ Landleben ab € 1139 pro Person 7 Übernachtungen im DZ Sonnenblume ab € 1230 pro Person Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, wir beraten Sie gerne. www.sporthotel-ellmau.com · info@sporthotel-ellmau.com


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Typisch Links: Royal St George, unten das Clubhaus und die Touristen in der Stadt. Formel-1-Strecke im Südosten der City, fand er eine schöne Hügellandschaft für zwei grosszügige 18- Loch-Plätze, beide designt von Jack Nicklaus. Der Heritage-Kurs ist Mitgliedern vorbehalten, der «International» bietet den Gästen ebenso herausforderndes Golfen vom Feinsten: gepflegte, ondulierte Fairways und tricky geschnittene Greens. Am spannendsten sind die Spielbahnen mit Wasser, und das beginnt bereits am Loch 1: Das Green ist mit einem grossen Teich und einem Bunker geschützt, und ich bin froh um die Approach-Tipps von Paul Stuart, dem Clubmanager und Amateur Champion. Einige herausfordernde Abschläge mit Wasser und kaum Ausweichmöglichkeiten erwarten mich unter anderem auch auf Loch 8. Auf dem Par 3 gilt es 160 Meter über einen riesigen Teich zu spielen, um das 20 Meter tiefer gelegte Green zu erreichen. Wer nach links zu sehr auf sicher 76 GOLFSUISSE 02-18

spielt, landet im grossen Bunker. Mein persönliches Highlight war Loch 10, das rund 300 Meter lange, hügelige Dogleg mit Par 4. Das Greenfee kostet rund 90 Pfund unter der Woche, für einen Edelclub nahe von London ist das durchaus angebracht. Wer gern günstig und nah der City spielt, dem sei beispielsweise der Muswell Hill empfohlen. Die Erreichbarkeit per Eisenbahn war bei der Gründung vieler englischer Golfplätze Ende des 19. Jahrhunderts das wichtigste Kriterium, erklärt Paul Trow, ehemaliger Präsident von Muswell Hill, einem der besten Londoner Golfplätze auf Stadtgebiet. Der 18-Loch-Parcours wurde vor genau 125 Jahren bei Alexandra Palace nahe der Bahnstation gebaut. Der Parkland-Parcours ist im hügeligen, mit Pappeln durchzogenen Gelände recht anspruchsvoll. Das Greenfee kostet bloss 30 Pfund, und Muswell Hill ist von Kings

Cross mit dem Bus bzw. der U-Bahn und Taxi in rund 40 Minuten zu erreichen.

ROYAL WIMBLEDON

Kaum länger dauert die Reise zum Royal Wimbledon, der grünen Oase in London. Der Platz wurde 1871 von 7 auf 18 Löcher ausgebaut, schon ein Jahr danach waren die Frauen im Wimbledon Ladies’ Golf Club willkommen. Für Gäste gibt es beschränkte Tee Times; während den «Lawn Tennis Championships» Anfang Juli sollte man es wohl gar nicht erst versuchen. Für Männer gilt aktuell eine Handicap-Grenze von 21, Frauen dürfen mit Handicap 36 antreten. Die Exklusivität hat aber ihren Preis: Das Greenfee für Gäste kostet 150 Pfund. Bloss noch ein Drittel kostet es übrigens, wenn man mit einem Mitglied spielt.


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36 Traum-Löcher

im Süden Österreichs

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Dolomitengolf Suites

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Ihr 5-Sterne Design-Hotel direkt am Golfplatz: Elegante Suiten und 2-Hauben-Kulinarik in Traumlage. Preisbeispiel p. P.: «Golf Total» in der Juniorsuite (45 m2) inklusive Verwöhn-HP, unbegrenzte Greenfees: 3 Nächte (Do.–So.) ab € 535,- | 4 Nächte (So.–Do.) ab € 595,- | 7 Nächte ab € 1‘130,Hamacher Hotel- und Beteiligungs GmbH, Am Golfplatz 2, A-9906 Lavant

Vergeiner‘s Hotel Traube

Dolomitengolf Hotel & Spa

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Hotel Moarhof

Parkhotel Tristachersee

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Das Wohlfühlhotel am Stadtrand von Lienz verwöhnt Sie mit Freibad- und Sauna-Erlebniswelt. Preisbeispiel p. P.: Übernachtung im DZ, Gourmet-HP & 2 oder 7 x 18-Loch Greenfee: 3 Nächte ab € 340,- | 7 Nächte ab € 905,- | «Mai- und Oktoberzuckerl»: bleib 4, zahl 3 inkl. 3 Greenfees € 430,Hotel Moarhof, Josef Winkler, Moarfeldweg 18, A-9900 Lienz

Wellness Hotel direkt am See gelegen, feine Hauben-Küche, schöne Studios und Suiten mit Blick auf See & Garten, 8 min. Fahrzeit zum Golfplatz. Preisbeispiel p. P.: Übernachtung im Studio inkl. Hauben-Geniesser-Halbpension & 4 od. 7 x 18-Loch Greenfee: 4 Nächte ab € 603,- | 7 Nächte ab € 957,Parkhotel Tristachersee, Josef Kreuzer, Tristachersee 1, A-9908 Amlach

Hotel Laserz

Der Dolomitenhof

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Telefon: +43 (0)4852-62488 www.laserz.at

Telefon: +43 (0)4852-63455 www.dolomitenhof-tristach.at

Das kleine, familiäre Urlaubsdomizil mit Osttiroler Küche und grosser Sonnenterrasse. Preisbeispiel p. P.: Unser Highlight: Das Laserz-Turnier inklusive 4 Nächte Verwöhn-Halbpension, 3 Greenfees und Turnier am Freitag, 18. Mai 2018 ab € 431,Hotel Laserz, Astrid Koller, Ulrichsbichl 34, A-9908 Amlach

Das gemütliche Landhotel, nur 5 Minuten vom Golfplatz entfernt. Sonnenterrasse und Wellness. Preisbeispiel p. P.: Verwöhn-Halbpension mit regionalen Produkten und 2, 4 oder 7 x 18-Loch Greenfee: 2 Nächte ab € 214,- | 4 Nächte ab € 435,- | 7 Nächte ab € 765,Pepo und Thomas Winkler OG, Dorfstrasse 34, A-9907 Tristach


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GOLFEN MIT GENUSS WALDHOTEL GRÜNER BAUM Idylle pur – und die traumhaft natürlich, ruhige Lage mit dem 2500m² grossen Garten mit Liegewiese und Waldpark sind die besten Vorrausetzungen dafür, sich entspannt zu erholen. Im 4-Sterne Superior Waldhotel Grüner Baum verbinden sich traditionelle und moderne Elemente. Sowohl in den 45 individuell und geschmackvoll eingerichteten Zimmern und Suiten als auch in den stilvoll gestalteten Restauranträumen. Die ausgezeichnete Küche verwöhnt Sie mit badischen und internationalen Spezialitäten. Im exklusiven 1’000 m² grossen, mit 5 Wellness Stars ausgezeichneten Wellnessbereich mit Schwimmbad, Whirlpool, Aussenpool im Sommer, verschiedenen Saunen und grosszügigem Ruhebereich können Sie herrlich relaxen. Sie werden sich in unserem familiär geführten Haus sofort wohlfühlen.

GRENZENLOS GOLFEN – DIE GOLFREGION BADEN-ELSASS Wo kann man das schon erleben: Golfen in Deutschland, die Silhouette des Schwarzwaldes im Rücken und den Blick zu den Vogesen oder Golfen in Frankreich mit den Vogesen hinter und dem Schwarzwald vor sich? Die geschichtsträchtige Golfregion Baden-Elsass machts möglich. Landschaftlich hervorragend eingebettete Golfanlagen, verbunden mit kulturellen und kulinarischen Höhepunkten beiderseits des Rheins, sind ein Muß für alle Freunde des Golfsports. Schlagen Sie hier ab! Sie werden Ihre Freude haben.

Golfplatz Baden-Baden · Fremersbergstrasse 127 · 76530 Baden-Baden · Tel. + 49 (0) 7221 23579 · Fax: + 49 (0) 7221 3025659 info@golf-club-baden-baden.de · www.golf-club-baden-baden.de Waldhotel Grüner Baum · Alm 33 · 77704 Oberkirch-Ödsbach · Tel.: +49 (0) 7802 8090 · Fax: +49 (0) 7802 80988 info@waldhotel-gruener-baum.de · www.waldhotel-gruener-baum.de Golfclub Urloffen e.V. · Golfplatz 1 · 77767 Appenweier · Tel.: +49 (0) 7843 993240 · Fax: +49 (0) 7843 993242 sekretariat@golfclub-urloffen.de · www.golfclub-urloffen.de


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DER GOLFPLATZ BADEN-BADEN

BADISCHE GOLFZEIT TRADITION TRIFFT NEUZEIT

DER GOLFCLUB URLOFFEN

gehört zu den spielerisch und landschaftlich reizvollsten in Deutschland. Obwohl „nur“ ein Par-64-Parcours zeigt der Platz auch niedrigen Handicaps seine Raffinessen und wird zur willkommenen Herausforderung im Vergleich zu vielen modernen Anlagen, die lang, breit und flach sind. Wer am Loch 11 seinen Blick vom Fremersberg zum Alten Schloss über den Merkurberg bis hin zur Rheinebene, zum Strassburger Münster und den Vogesen schweifen lässt, der geniesst „Golf total“. Für den Golfer ist eine Runde in Baden-Baden zu spielen vergleichbar mit der Teilnahme an der Mille Miglia Rallye für den Oldtimer-Fan.

3 Übernachtungen ab € 480,00 Preis pro Person Einzelzimmerzuschlag: + € 20,00 pro Nacht

liegt mit seinen 27 Bahnen und der 300 m langen Driving Range in der oberrheinischen Tiefebene zwischen Rhein und Schwarzwald und ist, trotz seiner äusserst verkehrsgünstigen Lage, eine Oase der Erholung und Entspannung. Sie golfen inmitten der Natur in einer der beliebtesten und wärmsten Ausflugs-Regionen Deutschlands und haben während des Spiels einen beeindruckenden Blick auf die Hornisgrinde, mit 1’164 Metern dem höchsten Berg im nördlichen Schwarzwald. Aufgrund seiner flachen Topographie ist der Platz sehr gut zu Fuss bespielbar und lässt genügend Zeit, die herrliche Fauna und Flora zu geniessen. Nach dem Spiel lädt die grosszügige Gartenterrasse unseres Golfrestaurants zum weiteren Verweilen ein.

• 1 Logoball • 1 Golfer-Cocktail • 3 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet • 2 Verwöhnwahlmenüs mit 4 Gängen • 1 Galamenü mit 5 Gängen • 2 Golfer-Lunchpakete • 1 Greenfee im Golfclub Baden-Baden * • 1 Greenfee im Golfclub Urloffen* • Gruss vom Haus • Nutzung unseres „zeitlos SPA“ * Greenfee – Wochenendaufschlag = 20,00 Euro pro Person

Dieses Angebot ist in folgenden Zimmern buchbar Standard 480,00 DZ

Komfort 531,00 DZ

Deluxe 567,00 DZ

Studiosuite Panoramasuite 630,00 DZ 678,00 DZ


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DIE GOLFREGION BADEN-ELSASS

Die Golfregion Baden-Elsass zählt zu einer der schönsten Golfregionen Deutschlands. Hier erleben Golfer auf acht wunderschönen Golfplätzen links und rechts des Rheins ein grenzenloses Golfvergnügen. Diese Golfplätze, zusammen mit den sieben Golfhotels in der Stadt, machen die Golf-Region Baden-Elsass zu einer interessanten und abwechslungsreichen Golf-Destination. GOLFEN LINKS UND RECHTS DES RHEINS

Zur Golfregion Baden-Elsass gehören acht Golfplätze, von denen sechs in Deutschland und zwei links des Rheins im Elsass liegen. Auf den abwechslungsreichen Plätzen vor der Kulisse des Schwarzwaldes, in den sanften Hügeln des Kraichgaus oder in der Rheinebene kommen passionierte Golfspieler auf ihre Kosten.

Golfplätze der Golfregion Baden-Elsass: • Baden Hills Golf und Curling Club e.V. • Golf-Club Baden-Baden e.V. • Golfclub Bad Herrenalb-Bernbach e.V. • Golf Club Bruchsal e.V. • Golfclub Hofgut Scheibenhardt e.V. • Golf International Soufflenheim – Baden-Baden S.A. • Golfclub Johannesthal e. V. • Golf de la Wantzenau

EXKLUSIVE ÜBERNACHTUNGSMÖGLICHKEITEN IN DER GOLFREGION

Nach einem Tag auf dem Green der abwechslungsreichen Golfplätze, bietet die Golfregion Baden-Elsass mit den sieben Partnerhotels exklusive Übernachtungsmöglichkeiten in Baden-Baden an. Die Bandbreite der Golfhotels reicht von 5-Sternen superior bis zu 3-Sternen superior. Das 5-Sterne superior Brenners Park-Hotel & Spa liegt in traumhafter Lage inmitten eines wunderschönen Parks und hat eine über 140-jährige Geschichte. Im Destination Spa Villa Stéphanie kann man entspannen und individualisierte Detox und Weightloss Angebote entdecken. Im 5-Sterne Hotel Dorint Maison Messmer, im Herzen Baden-Badens, fühlen sich Gäste, die ein exklusives Ambiente zu schätzen wissen, besonders wohl. Das Hotel bietet eine gelungene Symbiose aus historischen und 80 GOLFSUISSE 02-18

modernen Elementen, die schon beim Betreten des imposanten Gebäudes Ruhe, Entspannung und Wohlfühlen verspricht. Im erst kürzlich als 4-Sterne Superior klassifizierten Radisson Blu Badischer Hof Hotel Baden-Baden trifft Tradition auf Moderne. Als erstes Grand Hotel Europas blickt es auf eine bewegte knapp 200-jährige Geschichte zurück. Eine märchenhafte Welt erwartet Gäste im Hotel «Der Kleine Prinz», ein Erlebnis für alle, die ein ganz besonderes Hotel suchen. Eine Zeitreise durch die Renaissance erleben Gäste des Hotels «Belle Epoque». Diese mit Finesse restaurierte Villa ist umgeben vom hoteleigenen Park, der dem Haus natürliche Eleganz verleiht und ein kultivierter Ruheort im Herzen von Baden-Baden ist. Das 4-Sterne Atlantic Parkhotel besticht durch seine einzigartige Traumlage inmitten der Lichtentaler Allee gegenüber des Theaters. Das Hotel Magnetberg liegt auf einer Anhöhe und zeichnet sich u.a. durch seine unbeschreiblich schöne Aussicht über die ganze Stadt aus. Alle Golfhotels befinden sich im Herzen der Baden-Badener Innenstadt, sodass alle Attraktionen der Stadt zu Fuss erreicht werden können.

BADEN-BADEN – BÄDERUND KULTURSTADT AM FUSSE DES SCHWARZWALDES

In Baden-Baden erwartet Golfspieler ein hochkarätiges Kulturangebot und das mediterrane Flair der Bäder- und Kulturstadt. Die beiden Baden-Badener Bäder, das historische Friedrichsbad und die moderne Caracalla Therme, sorgen für Wellness und Entspannung. Für Kulturbegeisterte bietet Baden-Baden viele Highlights. Das Festspielhaus Baden-Baden, für seine Akustik berühmt, bietet elf Monate im Jahr ein Musik- und Tanzprogramm auf höchstem Niveau. Die Museumsmeile an der Lichtentaler Allee lädt zu Besuchen in verschiedene Museen ein und das Casino Baden-Baden ist der Ort, an

dem die Nacht funkelt. Roulette, Black Jack und Poker warten in aussgewöhnlichem Ambiente auf Ihren Einsatz. Der Guide Michelin empfiehlt 36 Restaurants in Baden-Baden. Die Stadt ist ein Mekka für Feinschmecker – und auch für Weinkenner. Was andernorts «Umland» heisst, ist hier das «Rebland»: ein sonnenverwöhntes Weinland. Eine reizvolle Landschaft, kombiniert mit kulturellen Highlights und traumhaften WellnessAngeboten: Das ist Golfen in der Golfregion Baden-Elsass. Weitere Informationen: Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH Solmsstrasse 1, D-76530 Baden-Baden +49 (0)7221 275 200, info@baden-baden.com www.golfregion-baden-elsass.de


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GOLFKURZREISETIP MIT GENUSSGARANTIE GOLFEN – SCHLEMMEN – SHOPPEN….

Der Trend nach einem Golfkurzurlaub, der mehr beinhaltet, als das pure Golfspiel zeichnet sich auch im elsässischen Soufflenheim immer mehr ab. Die Golfreise - ob ein verlängertes Wochenende oder eine ganze Golfwoche - sollte möglichst vielseitig werden und die Kombination von verschiedenen genussreichen Aktivitäten erlauben.

Die schnelle Anreise aus der Schweiz (von Basel nur 90 Minuten) und 8 weitere Golfplätze in der Nähe sind überzeugende Argumente für einen Kurzurlaub ins benachbarte Elsass. So bleibt der Grossteil der Gäste oft für mehrere Tage in einem der schönen Appartements direkt auf der Anlage und geniesst das französische Flair und die idyllische Natur. Viele der Stammgäste verbinden Ihren Besuch mit gastronomischen Ausflügen in die hochklassigen Restaurants der Region, mit Weinproben oder mit einem kurzen «Abstecher» ins nahegelegene Baden-Baden und nach Strasbourg. Der spektakuläre Bernhard-Langer-Platz zählt zu den anspruchsvollsten und abwechslungsreichsten Plätzen im Europäischen Raum

(CR 76,5/Slope 144). Landschaftliche Schönheit, viel Wasser und pures Naturerlebnis sind die Markenzeichen von Soufflenheim. Mit dem in nur 10 Minuten Entfernung gelegenen «Roppenheim – The Style Outlets», einem Markendorf mit 120 Boutiquen, Cafés und Restaurants im elsässischen Stil werden auch Einkaufsträume wahr. Morgens golfen – mittags shoppen – abends schlemmen…. kein Problem in Soufflenheim. Für Golfgäste aus der Schweiz gibt auch in diesem Jahr wieder unsere «Luxus Golf- und Gourmettage» in unserer Päsidentensuite direkt am Golfplatz. Besuchen Sie uns für zwei Nächte und zwei Greenfees bereits ab € 295,00 pro Person.

Gründungsjahr: 1996 Präsidentin, Management: Eva-Maria Lotter Sekretariat: Christine Kuhn, Lydia Dratschmidt, Aline Graiche Saison: ganzjährig Platz: 18-Loch-Meisterschaftsplatz, Par 72, 9-Loch-Platz und öffentlicher 6-Loch-Kurzplatz Golfclub International Soufflenheim Baden-Baden Allée du Golf F-67620 Soufflenheim-Alsace Tel. +33 388 05 77 00 www.golfclub-soufflenheim.com

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IMMER ANSPRUCHSVOLL MAREMMA

Im Süden der Toskana kann man das ganze Jahr golfen. Auch kurz nach dem grossen Schnee, der Ende Februar ganz Europa traf. GOLFSUISSE testete die anspruchsvollen und ökologischen Parcours Argentario und Terme di Saturnia der Weinregion Maremma. STEFAN WALDVOGEL

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DIE PERFEKTE SYMBIOSE Florenz, Siena oder Pisa, die Touristenattraktionen in der Toskana locken jedes Jahr Millionen von ausländischen Gästen an. Im südlichen Teil der Ferienregion, der Maremma, sind eher die Einheimischen unterwegs. Das gilt auch auf den Golfplätzen. «Eine Teetime brauchen Sie nicht, die Italiener spielen nicht bei diesem etwas unsicheren Wetter», sagt Ottavio Coppola, Golfmanager im Argentario Resort. Kurz zuvor hatte es in der Südtoskana erstmals seit Jahren geschneit, doch so schnell, wie der Schnee kam, kehrte auch die Sonne zurück. Für einen Cart war es noch zu nass, doch der Parcours von David Mezzacane & Baldovino Dassu lässt sich problemlos zu Fuss bewältigen. Von vielen Olivenbäumen und Korkeichen umgeben, erstreckt sich der Par- 71-Platz malerisch und dennoch spielerisch sehr anspruchsvoll über 6200 Meter. Ab Gelb sind es 300 Meter weniger, doch mit einem Slope Rating von 138 immer noch mehr als genug für die meisten Hobbygolfer. Der Start ist vergleichsweise harmlos, doch dann folgen die ersten Höhepunkte Schlag auf Schlag. Nach einem kurzen Fussmarsch schaut man vom zweiten Tee auf die schöne Lagune von Orbetello. Das 180 Meter lange Par 3 führt leicht bergab auf ein vergleichsweise kleines Grün, danach geht es auf dem spektakulären und langen Par 5 mit dem Abschlag tief nach unten. Hier treffen wir tatsächlich auf zwei Italiener, ohne Stress warten sie neben der nächsten Teebox und lassen uns gleich durchspielen. Besonders mit dem Wind wird der Platz echt tricky, zudem kommt oft Wasser ins Spiel, speziell auf den Bahnen 6 bis 10. Für jedes Loch gibt es bei den Teeboxen neben den üblichen Informationstafeln mit den Distanzen auch strategische Tipps vom Partner Jaguar/Landrover. Wichtigste Regel bleibt aber auch zwischen Bächen und Olivenbäumen: Gerade schlagen hilft enorm. Das gilt unter anderem auch beim vermeintlich leichten Par 3 (Loch 8). Das kleine Ziel liegt zwischen dichtem Wald links und den roten Pfosten rechts. Mittlerweile im T-Shirt spielend, sind wir nicht undankbar, dass diverse Abschläge noch vorne versetzt worden sind. Beim schwierigsten Loch, dem dritten Par 5 der Frontnine, nützt auch dies nicht mehr viel.

KNACKIG BIS ZUM SCHLUSS

Auf dem weitgehend menschenleeren Platz hätte man nun genügend Zeit für einen Espresso im Clubhaus. Dieses wurde bei unserem Besuch allerdings gerade neu gebaut und gleichzeitig vergrössert. Zwölf Jahre nach der Eröffnung wird nun übrigens endlich auch eine standesgemässe Einfahrt ins Resort gebaut. Bisher führte eine Schlagloch-Piste unter anderem an einer Kläranlage vorbei. Von all dem spürt man Argentario aus der Vogelperspektive.

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auf dem Golfplatz nichts. Das gilt auch für die Backnine. Ab Loch 11 geht es leicht den Hügel hoch, und richtig knackig ist dann nochmals der Schluss. Die 17 mit einem grossen See links und gespielt als fast 200 Meter langes Par 3 dürfte schon manchen Turnier-Score ruiniert haben. Das abschliessende Dogleg mit einem Wildbach quer übers Fairway bietet dann nochmals eine Challenge. Das 5-Stern-Designhotel gleich am Golfplatz bietet im grosszügigen Spa die perfekte Erholung, und im Restaurant «Dama Dama» (wissenschaftlich für Hirsch) wird, wie überall in der Region, das bekannte Wildschweinragout «Selvaggio ragù di cinghiale» serviert. Eher unpassend für die grosse Weinregion: Die (wenigen) offenen Weine kosten alle mindestens 9 Euro pro Glas, die ganze Flasche gibt es für 25 Euro... Die Weinkarte ist überschaubar, zeigt aber Klasse. Der freundliche Keller lobt unsere Wahl mit «bonissimo», das Gleiche sagen wir Die ersten Löcher von Saturnia, darunter Impressionen der beiden Resorts Saturnia und Argentario.

nach dem Wildschwein und der Flasche Morellino di Scansano.

SATURNIA: NOCH ETWAS ANSPRUCHSVOLLER

Auf der Fahrt ins Landesinnere sieht man neben den vielen Olivenbäumen auch unzählige Reben. Eine der vielen Weinstrassen in der Toskana, die «Strada del Vino Colli di Maremma», erstreckt sich bis Scansano, Istia d’Ombrone und Pitigliano. Wenn man schon mal in Pitigliano ist, dann sollte man auch die Thermen von Saturnia besuchen. Das gilt erst recht für Golfliebhaber. Praktisch direkt neben der bekannten Thermalquelle, die schon die Etrusker entdeckt hatten, existiert seit genau zehn Jahren der zweite Spitzenplatz der Region: Terme di Saturnia Golf Club im gleichnamigen Spa & Golf Resort. Architekt Ronald Fream hat die 18 Löcher perfekt in die grosszügige Natur eingefügt. Immer wieder kommen die verschiedenen Arme des bestehenden Wildbaches ins Spiel, dazu baute Fream vier recht grosse künstliche Seen. Was nicht ganz passt, ist die Reihenfolge der Spielbahnen. Die grosszügige Driving Range

liegt zwischen dem dritten und dem vierten Loch, ganz nah am Hotel. Das vorgesehene Clubhaus neben der Übungsanlage wurde nie bewilligt. Deshalb bauten die Verantwortlichen ein schon vorhandenes kleines Steinhaus zum sympathischen Restaurant um und verschoben den Start. Die Hotelgäste können problemlos weiterhin direkt bei Bahn 4 einsteigen. Viel los ist auf der Anlage auch in der Hochsaison nicht. «Mehr als 50 oder 60 Leute hat es bei uns nie», verrät der Golfmanager Procolo Sabbatino auf meine entsprechende Frage. Ganz allein sei man aber selten, ergänzt er. Vor allem am Morgen begegne man immer wieder Rehen, Wildschweinen, Hasen, Fasanen oder den verschiedensten Vogelarten, erzählt der gebürtige Neapolitaner, der seit Beginn des Golfprojekts Saturnia in der Maremma arbeitet. Als einer von bloss fünf Plätzen in Italien kann sich der Parcours mit dem renommierten GEO-Zertifikat schmücken. So konnte der Club den Trinkwasser- und Stromverbrauch um jeweils mehr als 30 Prozent senken. «Dank des völligen Verzichts auf Pestizide konnten wir auch sonst erhebliche Kosten sparen», erläutert der Manager einen Vorteil des «Öko-Zertifikates». Mit dem teilweise braunen

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Gras, vor allem rund um die Bunker, habe dies nichts zu tun. Das sei die normale Verfärbung des Bermuda-Grases, erzählt Sabbatino bei unserem Besuch direkt nach dem überraschenden Schnee. Dank der nahen Schwefelthermen ist die Spielwiese hier noch schneller vom sanften Weiss befreit worden. Das Spiel direkt vom «Hotelstart» beginnt unspektakulär, Bahn 4 führt geradeaus zwischen Driving Range und einer Zeile von Ferienhäusern. Dann wird es bereits «kurz, aber heftig». Das Doppel-Dogleg von Loch 5 lockt mit einem riskanten Angriff, allerdings verhindern der Wildbach und viele Bäume allzu aggressive Attacken auf dem bloss 420 Meter kurzen Par 5. Tricky nach oben geht es gleich danach weiter. Das deutlich erhöhte Green wird vom nächsten

Bächlein geschützt, da fallen die Bälle gleich reihenweise rein. So wurde das bloss 300 Meter kurze Par 4 zum zweitschwersten Loch auf dem wirklich herausfordernden Parcours. Richtig erholsam ist beispielsweise die fast gleich kurze Bahn 9, die auf dem sanft coupierten Gelände erst noch nach unten gespielt wird. Auf den Backnine wird es bald noch einmal höchst anspruchsvoll, hier kommt noch mehr Wildwasser ins Spiel. Bei Loch 13 gibt es vor dem Green praktisch nur rot abgesteckte Flächen. Immerhin ist ein Teil als «D.Z.» markiert und zur Dropping Zone umfunktioniert worden. Auch die übrigen Greens sind meist sehr gut verteidigt, sei es mit Bunkern oder mit Wasserhindernissen. Auf Loch 18 kommt erstmals eines der Ausgleichsbecken ins Spiel. Am Clubhaus vorbei, wird es auf den «verbleibenden» Löchern 1 bis 3 nochmals richtig

spannend. Das erste Par 5 schlängelt sich über 500 Meter an einem Riesenteich entlang, danach geht es auf Loch 2 direkt übers Wasser zum Green, und beim nächsten Par 5 muss der Drive übers blaue Nass aufs Fairway gespielt werden. Zum Glück hatten wir uns im familiengeführten Club-Restaurant zwischendurch verwöhnen lassen. Das Hotel Restaurant Aqualuce ist voll auf seine italienischen Gäste eingestellt. Das Nachtessen wird ab 20 Uhr serviert. Auf dem Platz merkt man übrigens nichts vom leichten Schwefelgeruch, den das warme Wasser aus dem Boden verströmt. Im altehrwürdigen Hotel kann man dem Geruch oftmals nicht mehr ganz ausweichen. Schliesslich wird hier schon viel länger gebadet als gegolft. Entsprechend sieht man beim Morgenessen deutlich mehr Leute im Bademantel als in Golfkleidern.

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ZWEI WEITERE PLÄTZE

Der älteste Golfplatz der Region Maremma liegt an der Küste bei Punta Ala. Schon 1964 eröffnet, glänzt er vor allem mit spektakulärem Meerblick. Punta Ala ist ebenfalls sehr anspruchsvoll zu spielen, das Slope Rating ab Gelb liegt bei hohen 139. Vor allem die auf jedem Loch vorhandenen Pinien erfordern ein sehr exaktes Spiel, dazu kommen viele Hanglagen. Im vergangenen Herbst wurde die Grassorte der Greens ausgetauscht, so dass auf jedem Green die Hälfte der Fläche neu ist. Wegen des schlechten Wetters Ende Februar mussten wir auf das eigene Spiel verzichten. Das Gleiche gilt für den nahen Golfclub Toscana. Hier häuften sich zuletzt die negativen Kommentare über den Platzzustand. «Die Abschläge sind ungemäht, uneben und voller Divots, das Semirough ist eine Unkrautwiese, die Fairways in

Argentario Loch 3 mit Aussicht. äusserst schlechtem Zustand, ebenso die Grüns und hier besonders die Vorgrüns. Alles sehr schade, da die Bahnen äusserst attraktiv sind und sehr gut, teilweise mit viel Wasser, in die herrliche Toskana-Landschaft gelegt sind. Das Clubhaus

und die gesamte Umgebung sind ebenfalls verwahrlost», heisst es etwa. Zusätzlich stört die direkt am Platz verlaufende Autobahn mit einem hohen Geräuschpegel.

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STEFAN GUBSER

«ES BRAUCHT SO WENIG, UND ALLES GEHT BACHAB»

Schauspieler Stefan Gubser sieht Parallelen zwischen Filmdreh und Golfspiel. Auch wenn das Eine sein Beruf und das Andere bloss ein Spiel ist. Der Tatort-Kommissar über die Herausforderungen auch ohne Turnierstress. INTERVIEW LIVIO PIATTI

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Sie sind seit langem aktiver Wanderer und Segler, nun auch Golfer. Fehlte Ihnen ein kleiner Ball? Stefan Gubser: Das ist das Schöne am Golf: All das, was mir gefällt am Sport, verbindet sich im Golf: Ich bin kein Jogger, aber ein begeisterter Wanderer, der gern zügig läuft. Ich bin eine ziemliche Spielernatur, und Golf ist ein Spiel, ein sehr anspruchsvolles, das Mentales und Physisches verbindet. Diese Herausforderung fasziniert mich. Das suche ich im Film, beim Segeln und beim Golf. Segeln verlangt viel Wissen, viel Vorausdenken; es kann sehr schnell gefährlich werden, das entspricht mir, da werde ich gefordert. Auch beim Golf: Es braucht so wenig, und alles geht bachab. Die Tatsache, erst so spät angefangen zu haben, macht das alles natürlich nicht einfacher; auf eine gute Runde können sieben grässliche folgen. Dass es so extrem schwierig ist, eine gewisse Kontinuität zu erreichen, hätte ich früher nie geglaubt. Wie und wann kamen Sie zum Golf? Ich habe im Tessin ein kleines Rustico, kaum 15 Minuten von Losone entfernt. Dort machte ich mal vor zirka drei Jahren die Platzreife. Ich ging dann aber eigentlich nie wirklich spielen, allein mit fremden Leuten wollte ich das nicht. Dann, vor etwa zwei Jahren, hat mich Frank Baumann eigentlich «inegschnuret». Ich solle jetzt mal mitkommen zu seinem MännerGolftrüppli. Das genoss ich dann sehr. Sind Sie in einem Club? Ich habe eine Migros-Karte. Für mich lohnt es sich noch nicht, in einem Club mitzutun, und sowieso könnte ich mir die Clubs hier in der Umgebung des Zürichsees nicht leisten. Haben Sie den Bag auch schon mit aufs Segelschiff genommen für einen golferischen Landgang? Ich war einmal auf einer Yacht eingeladen, dort hatte der Eigner einen Abschlag installiert, von dem aus wir Fischfutter-Golfbälle ins Meer schlugen (lacht). Aber auf dem Segelschiff bin ich ohne Bag unterwegs. Text lernen, Szenen üben, technische Anweisungen befolgen: Stets ist beim Filmen Konzentration nötig. Gibt es eine Technik oder Routine, die Sie daraus für Golf anwenden können? Die Schauspielerei ist eine grosse Konzentrationsaufgabe, man muss sehr viele Sachen parallel im Kopf haben, und die müssen jeweils zuerst in einer Art Automatismus gespeichert werden. Ein Filmschauspieler braucht ja viele sehr

präzise Bewegungsabläufe, dazu kommt dann die emotionale Schiene, die mitspielt, und dies inmitten einer Filmcrew von bis zu 40 Leuten. Dies kann man schon irgendwie mit dem Golfen vergleichen, da ja auch Golf hohe Konzentration verlangt. Bei beidem muss man lernen, sich auf gewisse Sachen zu konzentrieren und andere auszublenden. Es gibt einen Punkt bei beidem, der wohl matchentscheidend ist: Völlig im Moment, in der Gegenwart zu sein. Im Golf der Schlag, in der Schauspielerei die Szene, die gerade gespielt wird. Anderseits müssen im Film die Gefühle gezeigt werden, im Golf hingegen geht es eher darum, dass die Gefühle die Konzentration nicht stören. Filmdrehs sind zeitintensiv, meistens fern von zu Hause. Gibt es da manchmal Zeit für eine Runde? Ja, die gibt’s tatsächlich manchmal. Der Tatort wird ja in Luzern gedreht, und da kann es vorkommen, dass der Drehplan es zulässt und es mir für eine Runde in Holzhäusern oder Oberkirch reicht. Gab es auch schon Gelegenheiten, mit Filmkolleginnen oder -kollegen zu spielen? Nein, ich kenne in der Schweiz keine golfenden Schauspieler. In Deutschland kenne ich Jan Josef Liefers, auch er ein Tatort-Mann, doch wir waren noch nie zusammen golfen. In meiner Branche, in der Schweiz, ist Golf leider nicht verbreitet. Das hat schon auch damit zu tun, dass Golf sehr zeitaufwendig ist. Golf wird in Filmen leider immer etwa gleich dargestellt: elitäre Snobs, die zwischen den Schlägen Geschäfte besprechen und Intrigen

spinnen. Wie würden Sie Golf im Film zeigen? Keine Ahnung. Ich habe noch nie bei einem Film mitgemacht, der auf einem Golfplatz spielte, und solches «Cliché-Golf» kenne ich gar nicht. Ich kenne nur Golfer, die mit beiden Füssen auf dem Boden stehen, es einfach einen lässigen Sport finden. James Bond ist auch Golfer («Goldfinger», 1964). Wäre das nicht was für Sie? Natürlich würde ich gern in einem Film mitspielen, in dem es um Golf geht, keine Frage – wenn’s ein gutes Drehbuch ist. Aber als James Bond? Da müssen wohl Jüngere ran. (lacht) Sie haben mit Frank Baumann ein MärchenKinderbuch herausgegeben. Wie halten Sie es mit Ihren Scorecards? Da bin ich todseriös. Ich brauche allerdings manchmal noch etwas Unterstützung, um sie korrekt auszufüllen, da ich bei den Regeln noch nicht so sattelfest bin. Ich spiele auch praktisch nie Turniere; unter Freunden am liebsten Scramble, zwei gegen zwei, und da wird natürlich schon genau hingeschaut. Gibt es einen Lieblingsplatz in der Schweiz und einen Wunschplatz auf der Welt? Samedan im Engadin hat mir sehr gut gefallen, und von einer Runde im Augusta National kann ich wohl, wie die allermeisten Golfer, nur träumen. Sie haben in Ihrem Garten in einer Ecke eine Abschlagmatte mit Netz. Wie viel üben Sie? Eindeutig zu wenig! (lacht) Ich nehme hie und da Stunden mit einem lustigen schottischen Pro auf einer Driving Range, doch ich schlage nicht täglich Bälle im Garten.

STEFAN GUBSER Stefan Gubser (60) ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Schweizer Film- und TV-Schauspieler. Nach festen Theater-Engagements in München und am Wiener Burgtheater spielte er seit den achtziger Jahren in über 200 Filmen mit. Seit das Schweizer Fernsehen ab 2011 wieder eigene «Tatort»-Folgen produziert, die in Luzern gedreht werden, spielt Gubser hier den Kommissar Flückiger. Gubser hat eine Tochter aus erster Ehe, mit der er letztes Jahr ein Buch mit zwei Hör-CD’s herausgab. Er lebt mit seiner zweiten Frau in einer Gemeinde beim Pfannenstiel im Kanton Zürich. Noch zwei Luzerner «Tatort»-Folgen werden dieses Jahr gedreht – und dann ist Schluss. 2019 wird Stefan Gubser als Kommissar Flückiger zum letzten Mal über die Bildschirme flimmern. Danach ermittelt ein neues Team in Zürich. «Es war eine aufregende, intensive Zeit, die ich nicht missen möchte», kommentiert Gubser. GOLFSUISSE 02-18 89


IMPRESSUM

GOLFSUISSE GOLFSUISSE.CH

Offizielles Organ der ASG Association Suisse de Golf 21. Jahrgang, 6 Ausgaben pro Jahr HERAUSGEBERIN Golf Suisse Media Sàrl Place de la Croix-Blanche 19 1066 Epalinges VERLAGSLEITUNG René Misteli, Robert Steuer, Barbara Albisetti

VORSCHAU

CHEFREDAKTOR Stefan Waldvogel, s.waldvogel@asg.ch

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REDAKTIONSANSCHRIFT Golf Suisse Media Sàrl Place de la Croix-Blanche 19 1066 Epalinges info@golfsuisse.ch

Swiss Challenge

AUTOREN Petra Himmel Sebastian Burow Marcus Knight Thérèse Obrecht Hodler Luzia Kopp Livio Piatti Kerstin Warnke

Kann Joel Girrbach seinen Titel im Golf Sempachersee verteidigen? Die Schweizer Bilanz und was auf und neben dem Platz passiert ist.

FOTOGRAFEN Patrick Jantet, Getty Images, Tristan Jones, LET, Emanuel Stotzer, Hans-Peter Thoma, e621.ch, Deprezphoto, Crans-Montana, Livio Piatti, Rémy Steiner und Köbi Schenkel.

Hintergrund

Die besten Golf-Videospiele im grossen Überblick. Was gibt es gratis, wo lohnt es sich, etwas in den Spielspass zu investieren?

LEKTORAT/ÜBERSETZUNG AGM Services, Thérèse Obrecht Hodler ANZEIGENVERWALTUNG Medien Verlag, Ursula Meier Rudi Dado 3, 7018 Flims Waldhaus T 044 946 01 51 umeier@medienverlag.ch

People & Plätze

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67 500 Exemplare 53 300 Exemplare 14 200 Exemplare

WEMF/SW-beglaubigt 2016/17 Gesamt 65 674 Exemplare Deutsch 52 067 Exemplare Französisch 13 607 Exemplare

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In der dritten Ausgabe von GOLFSUISSE 2018 finden Sie neben vielen anderen Geschichten die folgenden Schwerpunkte:

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Golf historisch: Aus Anlass des 125. Geburtstages von Golf Engadine blicken wir in einer kleinen Serie auf die Golfgeschichte zurück.

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Geheimtipp Ontario: Die Provinz im Südosten Kanadas lockt mit 750 (!) Plätzen; allein 200 sind es im Grossraum Toronto. GOLFSUISSE spielte unter anderem in Angus Glen und Heathland, einem der schönsten Links Courses von Kanada.

19th Hole

Prominente Schweizer reden über sich und das Golfen: Sänger Marc Trauffer. Die nächste Nummer von GOLFSUISSE erscheint am 25. Juni. In der Zwischenzeit liefern wir Ihnen alle News, Fotogalerien und Videos auf www.golfsuisse.ch.


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