GOLFSUISSE OFFIZIELLES MAGAZIN DER ASG • AUSGABE 1, FEBRUAR 2018
DER AUFSTEIGER
MARCO ITEN MASTERS
SCHON FAST IRREAL
EQUIPMENT
DIE NEUHEITEN 2018
TRAVEL
VULKAN-INSEL GRAN CANARIA
EDITORIAL
LIEBE LESERINNEN UND LESER
G
enug vom Schnee und Grün in Sicht: Ich gehe davon aus, dass es Ihnen im Frühling ähnlich geht wie mir. Die Golfferien im Winter sind schon länger Vergangenheit, nun möchten wir, dass die Saison richtig losgeht.
Setzt sich der Vorstand an der diesjährigen Delegiertenversammlung mit seinen Vorschlägen durch, ändert sich für die allermeisten Golferinnen und Golfer in der Schweiz also kurzfristig nichts, ausser dem Bild auf der Karte.
Die Migros bietet ab sofort eine HandicapKarte ohne die Lizenz des Schweizerischen Golfverbandes an. Dies verkündete sie direkt vor der ersten Sitzung einer breit zusammengestellten Arbeitsgruppe zum Thema Public Golf. Diese Ankündigung veränderte die Ausgangslage der Gespräche stark: Die Vertreter der Clubs kritisierten die Herausgabe dieser Karte vehement und äusserten die Befürchtung, dass hierdurch massive Probleme entstehen. Sollte eine Karte ohne Lizenz auch von anderen Clubs herausgegeben werden, stehen die Dienstleistungen des Verbandes gegenüber den Clubs in Frage, mit weitreichenden Konsequenzen für den Spiel- und Wettspielbetrieb.
Trotzdem orientieren wir Sie in dieser Ausgabe ausführlich über die Ideen der Arbeitsgruppe, die sich in einem Kompromiss über die künftige Zusammenarbeit zwischen den Clubs und den Public-Golf-Organisationen einigen konnte. Den Hintergrund dazu finden Sie ab Seite 28.
Trotz der geänderten Ausgangslage einigte sich die Arbeitsgruppe schliesslich auf einen gemeinsamen Kompromiss. Der ASG-Vorstand schlägt nun unter anderem vor: 1. Die aktuelle Vereinbarung mit der ASGI soll bis Ende 2019 verlängert werden. 2. Die Wiederaufnahme der Gespräche mit den Verantwortlichen der GolfCard Migros zielt ebenfalls auf eine Verlängerung bis Ende 2019 ab und muss die Problematik des Verkaufs einer Migros-Golfkarte ohne ASGLizenz beinhalten. 3. Mit dem Direktverkauf der Karte durch die ASG wird bis auf weiteres zugewartet. 4. Die Änderungen der Statuten, die sowohl für die Unterzeichnung von Vereinbarungen mit Dritten als auch für den Direktverkauf der ASG-Karte erforderlich sind, werden an der Delegiertenversammlung im März 2019 vorgestellt.
Wie immer liegt das Schwergewicht von GOLFSUISSE auf dem Sport. Eine persönliche Einschätzung zum «Mysterium» Masters in Augusta liefert die langjährige Beobachterin Petra Himmel ab Seite 22. Das Porträt von Marco Iten, dem Schweizer Aufsteiger des Jahres, finden Sie auf Seite 54. Dazu liefern wir Ihnen erstmals eine Übersicht über 18 Schweizer Playing Professionals – wo sie spielen und was für Ziele sie für die aktuelle Saison anpeilen. Mit freudigen Frühlingsgrüssen Stefan Waldvogel, Chefredaktor
EUROPEAN CHALLENGE TOUR 31.MAY-3. JUNE 2018
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GOLFSUISSE • OFFIZIELLES MAGAZIN DER ASG • AUSGABE 1, FEBRUAR 2018
GOLFSUISSE OFFIZIELLES MAGAZIN DER ASG • AUSGABE 1, FEBRUAR 2018
DER AUFSTEIGER
MARCO ITEN MASTERS
INHALT
SCHON FAST IRREAL
Marco Iten Foto: Getty Images
EQUIPMENT
DIE NEUHEITEN 2018
TRAVEL
VULKAN-INSEL GRAN CANARIA
Planet Golf
Golf & Lebensart: Trends aus der Welt des Golfsports
Cover Story
Masters in Augusta: Schon fast irreal
Hintergrund
Public Golf: Der Vorschlag des Vorstandes
People & Plätze
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125 Jahre Engadine Golf Club: Der Blick zurück «Weltfinal» der Turnierserie Birdie Open in Florida SPONSOR
My Game
Equipment: Die Neuheiten 2018 Training: Kaltstart aber richtig Gesundheit: Warm up vor der Runde
Top Golf
Aufsteiger Marco Iten 18 Schweizer Profis im Kurzportrait 5. LETAS-Turnier in Gams: Interview Guido Mätzler Swiss Challenge in Sempach: «Schweizer Sieg hat viel geholfen»
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Travel
Küstengolf in Frankreich Vulkan-Insel Gran Canaria
19th Hole
Interview mit Abfahrer Patrick Küng
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Philipp Gerber
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Meine Familie und ich haben uns schon lange einen eigenen Pool gewünscht, doch unsere Vorstellungen waren so vielfältig. Da der Swiss SPA-Pool nun genau nach unseren Wünschen gebaut wurde, kommt wirklich die ganze Familie auf ihre Kosten.
Aus beruflichen Gründen können mein Mann und ich nicht so oft verreisen, wie wir gerne würden. Also haben wir uns einfach den Urlaub nach Hause geholt. Der Swiss SPA-Pool ist die pure Erholung und dazu ein echtes Highlight in unserem Garten.
PLANET GOLF Woods-Comeback: «Kurzspiel und Herz»
Nach 29 Monaten hat sich Tiger Woods in Torrey Pines erstmals wieder in die Ergebnislisten der PGA-Tour eintragen können. Wichtiger als die Platzierung: Der lädierte Rücken machte keinen Ärger. Ein paar Fans trugen Baseballmützen mit der Aufschrift «Make Tiger Great Again». Der Kampf um den Sieg bei der Farmers Insurance Open interessierte die Zuschauer deutlich weniger als das offizielle Comeback auf der PGA Tour. Wie vor einem Jahr hat er sich dafür die beiden Plätze von Torrey Pines ausgesucht – eine öffentliche Anlage, auf der Woods einst nicht nur die Junioren-Weltmeisterschaft gewann, sondern auch acht Mal bei diesem Turnier triumphierte, zuletzt im Jahr 2013. Auf dem Südplatz holte Woods zudem beim Triumph bei den US Open 2008 den letzten seiner 14 Major-Siege. Für einen Spitzenplatz hat es beim Comeback nicht gereicht. Mit 3 unter Par sicherte sich Tiger Woods aber Rang 23. «Ich habe für meine Scores gekämpft. Aber nach der langen turnierlosen Zeit waren es vier solide Tage», sagte der 42-Jährige. Er traf zwar bloss 30 Prozent der
Überzeugte rund um die Grüns: Tiger Woods bei seinem offiziellen Comeback auf der PGA-Tour. Fairways – so wenig wie kein anderer Spieler im Cut –, doch er rettete sich immer wieder. Die Annäherungen wurden von Mitspieler Brandt Snedeker nach deren gemeinsamen dritten Runde als «magical short game» bezeichnet. «Sein kurzes Spiel ist vielleicht sogar besser als je zuvor.» «Ich hatte nur mein kurzes Spiel»,
resümierte Tiger. «Und mein Herz. Es war ein harter Kampf, aber ich bin zufrieden mit meiner Leistung.» Die beste Nachricht freilich ist, dass der Rücken hält. «Das war ein tolles Gefühl. Bei manchen Schlägen aus dem Rough musste ich richtig zuschlagen und hatte keine Beschwerden.»
Vom Autisten zum Organisator: Alexis Valenzuela (16)
Alexis und Albane Valenzuela Als 3-Jähriger erhielt er die Diagnose «Autismus», 13 Jahre später organisiert Alexis Valenzuela völlig gesund sein erstes Charity-Turnier mit seinem Projekt «Alexisforautism». Ursprünglich wollte Alexis Valenzuela an den Olympischen Spielen in Rio als Caddie seiner 6 GOLFSUISSE 01-18
Schwester Albane dabei sein. Dafür war er mit bloss 14 allerdings zu jung. Bei der US Women’s Amateur Championship im August 2017 half er Albane dann doch an der Tasche. «Dort wurde ich zuerst von Golfweek und später vom Golf-Channel zu meinem Autismus interviewt», erzählt der mittlerweile 16-Jährige, der drei Sprachen spricht und das Gymnasium besucht. «Dabei habe ich gemerkt, wie gross mein Glück ist, die Krankheit überwunden zu haben, und die vielen positiven Reaktionen haben mich veranlasst, selber etwas auf die Beine zu stellen.» Mutter Diane dachte zuerst an ein Buch, er selber entschied sich für ein eigenes CharityTurnier. Das erste ist am Mittwoch, 27. Juni, in seinem Heim-Club Genf geplant. Alexis sucht unter anderem die Sponsoren, die Familie hilft
mit Rat und Tat – und Schwester Albane ist nochmals eine Spur stolzer auf ihren jüngeren Bruder als bisher. Schon in den ersten Tagen Ende Januar sind mehr als 11’000 Franken zusammengekommen. Das Geld fliesst direkt an die Genfer Fondation Pôle Autisme, und die Spenden können von den Steuern abgezogen werden. «Als ich jünger war, schämte ich mich für meine Krankheit. Nach unzähligen Stunden intensivster Therapie kann ich mittlerweile darüber lachen», erzählt Alexis. «Das möchte ich mit möglichst vielen teilen, und deshalb werde ich im nächsten Jahr auch in Mexiko versuchen, einen CharityEvent auf die Beine zu stellen.» Alexisforautism.com
PLANET GOLF
NEUN NEUE LÖCHER FÜR GOLFPARK MOOSSEE Das Land ist gesichert, wichtige Fragen sind geklärt. Läuft es nach Plan, kann die Migros in zwei Jahren ihren Golfpark in Münchenbuchsee um neun Löcher erweitern.
Erweiterte Golfanlage im Gebiet Schönbrunnen.
Der Golfpark Moossee der Migros hat Platzprobleme. 2017 wurden auf den drei Anlagen (18, 9 und 6 Loch) insgesamt 95’221 Runden absolviert. «Wir sind stark wetterabhängig, an schönen Tagen stösst die Anlage an die Kapazitätsgrenzen», erklärt Golfpark-Chef Heinz Leuenberger. Deshalb soll der Golfpark westlich, im Gebiet Schönbrunnen, um neun Löcher erweitert werden. Bereits vor drei Jahren hat die Migros ihre Pläne präsentiert und sich mit praktisch allen Landeigentümern vertraglich auf eine Pacht geeinigt. Seither blieb es still um die Ausbaupläne. Nun sind weitere wichtige Fakten geklärt. Vor allem die wichtige Frage der sogenannten
Fruchtfolgeflächen ist laut Leuenberger «weit fortgeschritten». Das Projekt hänge nur noch von möglichen Auflagen der Behörden ab. «Für die für 2019 geplante Volksabstimmung der Gemeinde bin ich sehr positiv eingestellt. Wir sind hier seit 15 Jahren gut verankert», sagt Leuenberger. Der Gemeinderat Münchenbuchsee unterstütze das Ausbauvorhaben, sagt Gemeindepräsident Manfred Waibel (SVP) gegenüber der «Berner Zeitung». Man habe gute Erfahrungen gemacht. Und weil die Landbesitzer einverstanden seien, spreche für den Gemeinderat nichts gegen die Ausbaupläne. Nach dem aktuellen Zeitplan rechnen die Verantwortlichen beim Golfpark mit einem Baustart 2020 und mit der Eröffnung im Jahr darauf. Mit der Erweiterung im Westen würde die heutige 9-Loch-Anlage zu einer 18-Loch-Anlage vergrössert. Dabei würden die Bahnen neu angeordnet. Die Migros schätzt die Investitionen auf vier bis fünf Millionen Franken.
Koenig’s Selection Der Amerikaner Patrick König tourt 2018 im Wohnmobil von Golfplatz zu Golfplatz. Wir zeigen eine kleine Auswahl seiner Fotografien in der Koenig’s Selection. Zum Start ein Drohnenbild vom südfranzösischen Platz Golf de la Grande Bastide. www.pjkoenig.com
PLANET GOLF
PROMOTION
SENSOLAR – DER AUSSERGEWÖHNLICHE SONNENSCHUTZ Viele Verbraucher vermuten, dass ein höherer Lichtschutzfaktor, zum Beispiel 50+, viel besser schützt als ein Faktor 25-, ist das aber tatsächlich so? Mit einem LSF (Lichtschutzfaktor) 10 werden bereits 90% aller UVB Strahlen abgehalten. Mit LSF 15 sind es 93%, mit Faktor 20 sind es 96%, bei Faktor 25 etwa 97% und mit Faktor 50 schliesslich 98%. Das sind nur noch geringe Unterschiede zwischen Faktor 20 und 50, so dass diese im Normalfall in der Praxis keine Rolle spielen. Ausserdem gilt: Je höher der LSF, desto stärker wird die Haut durch die Lichtschutzfilter der Sonnenschutzprodukte belastet, was zu Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten führen kann. Für einen guten Sonnenschutz ist es dagegen unerlässlich, ausreichend Sonnenschutzmittel aufzutragen. Als Faustregel gilt 2 mg Produkt pro cm² Haut: Arme und Beine zusammen 16–18 ml,
Rücken und Brust etwa 12 ml. Dies wird in der Praxis jedoch oft nicht genügend beachtet und oft viel zu wenig aufgetragen, was dann einen mangelnden Schutz zur Folge hat. In manchen Sonnenschutzprodukten werden auch Nanopartikel aus Zinkoxid oder Titandioxid eingesetzt, die durch die Haut oder Lunge in den Körper eindringen können und deren Auswirkungen im Organismus noch nicht bekannt sind. Inhaltsstoffe, die in Nanoform verwendet werden, sind dann auch mit dem Zusatz «nano» in der Liste der Ingredienzien gekennzeichnet. Emulgatoren und Alkohol erhöhen die Nebenwirkungsrate der Lichtschutzfaktoren und können zu Hautreizungen und Unverträglichkeiten führen und die Haut austrocknen. Sensolar Sonnenschutzprodukte sind zusätzlich hautschonend pH neutral und enthalten keine keine Nanopartikel, keine Paraffine, keine Parabene, keinen Alkohol, keine Emulgatoren.
WENN ES DRAUSSEN WÄRMER WIRD, WARTEN SIE JETZT WIEDER – DIE ZECKEN! Wir kennen Sie alle als lästige Blutsauger bei Mensch und Tier, die Zecken. Diese «anhänglichen» Wesen können leider manch unangenehme oder gefährliche Krankheit übertragen. Das ist einmal die eher seltenere FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), die aber dafür umso schlimmere Folgen hat. Weit häufiger – etwa jede 5. Zecke, in Hochrisikogebieten fast jede 2. Zecke – kann aber Borelliose Erreger übertragen, gegen die es keine Impfung wie bei der FSME gibt. Meistens erkennt man eine Infektion recht gut an einem sich rasch vergrössernden roten Ausschlag auf der Haut («Wanderröte»). Hier kann eine Antibiotikabehandlung durch den Arzt meistens helfen. Aber besser als heilen ist immer noch vorsorgen:
durch entsprechende Kleidung und durch ein wirksames Zeckenabwehrmittel. Das innovative Sensolar ZeroBite ist ein sehr gut verträgliches und gleichzeitig hautpflegendes, angenehm duftendes Mittel, das seine Wirksamkeit beim Schweizerischen Tropeninstitut unter Beweis gestellt hat. Das Mittel ist schon für kleine Kinder ab 2 Jahren geeignet. Auch schwangere oder stillende Frauen können es ohne Einschränkung anwenden und sich so sicher vor Zeckenstichen schützen. Ungetrübter Spass in ihrem Garten für die ganze Familie – auch für Hund und Katze. Hinweis: Insektenrepellents sicher verwenden. Vor Gebrauch stets die Kennzeichnung und Produktinformation lesen.
Alle unsere Produkte sind in allen Drogerien und Apotheken erhältlich. Im Weiteren finden Sie diese auch in Ihrem Pro Shop oder über unseren online Shop www.sensolar.ch. Hier erhalten Sie bei einer Bestellung einen Preisnachlass von 10.– Franken mit dem Gutschein-Code PW-Golf-2018.
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SWISS Golf Traveller jetzt mit noch mehr Vorteilen Seit 1. Februar 2018 bietet eine Mitgliedschaft bei SWISS Golf Traveller noch mehr Vorteile: Neu fliegt ein Golfgepäck bis 23 Kilogramm auch auf Flügen, die von Austrian Airlines durchgeführt werden, kostenlos mit. Das Gleiche gilt zudem auf Verbindungen im Rahmen von SWISS Codeshare nach Portugal, die von TAP Air Portugal durchgeführt werden.*
Visagistin der Pedro Sanchez Boutique Coiffeur mit Rat und Tat zur Seite, während Davidoff mit einem hochwertigen Zigarrenangebot überzeugt. Jetzt lohnt es sich noch mehr, sein bestes Golfspiel auszupacken. Den Bestplatzierten winken neu Fluggutscheine, die bei der Buchung des nächsten SWISS Flugs eingelöst werden können.
Ein wahres Highlight der Mitgliedschaft sind sicher die beliebten SWISS Golf Traveller Turniere, an denen ausschliesslich SWISS Golf Traveller Mitglieder mit einem Handicap bis 36,0 teilnehmen können. Die Teilnehmer werden an jedem Turnier wie Passagiere an Bord von SWISS verwöhnt, so dass der Turniertag wie im Flug vergeht. Die Zwischenverpflegung wird von der charmanten Flugbegleiterin (SWISS Flight Attendant) Mireille Aerne-Haag serviert. Nach der Runde geniessen die Teilnehmenden einen Arrival-Apéro. Zudem steht eine
Das gesamte «Flug»-Erlebnis auf dem Golfplatz inklusive Greenfee, toller Geschenke, Zwischenverpflegung, Apéro und eines Drei-Gang-Nachtessens mit Getränken geniesst man als Mitglied für nur 150 Franken. Und fürs Finalturnier fallen keine weiteren Kosten an.
Die diesjährige SWISS Golf Traveller Turnierserie findet in folgenden Golfclubs statt: Qualifikationsturniere: 18. Mai Golfclub Heidental 15. Juni Golf Club Crans-sur-Sierre 22. Juni Engadine Golf Club 06. Juli Golf & Country Club Wallenried 20. Juli Golfpark Holzhäusern 27. Juli Golfclub Gams-Werdenberg 24. August Golf Club Les Bois Finalturnier: 14. September, Golf Club du Domaine Impérial
Weitere Informationen zur SWISS Golf Traveller Mitgliedschaft sowie zur Turnieranmeldung finden Sie auf swiss.com/golf. * Gilt nicht für Flüge im Economy-Light-Tarif sowie myAustrian-Holidays-Flüge.
JUCAD ERÖFFNET DAS MODERNSTE AUSSTELLUNGS- UND SERVICE-CENTER 200 Gäste feierten die Eröffnung in unmittelbarer Nähe des Firmensitzes in Limburg (D) im neuen und edlen Golf-Paradies mit über 2000 Quadratmetern Ausstellungs- und Servicefläche. Im obersten Stock befinden sich Exponate aller JuCad Caddys Made in Germany aus Edelstahl, Titan und Carbon sowie JuCad-Accessoires, vom Sortiment der JuCad Putter, Travelcover, Tragetaschen, farbigen Rädervarianten und aller Art von Zubehör wie beispielsweise Golfersitze, Zigarren- oder Flaschenhalter und JuCad Shirts. In der zweiten Ebene eröffnet ein Service-Center mit den modernsten Technik-Tools. Geschäftsführerin Kira Jung, die massgebliche Ideengeberin und Gestalterin des neuen JuCad Centers, betont: «Jeder Golfer kann bei uns sein persönliches Lieblingsmodell selbst kreieren, damit ist jeder JuCad Caddy ein Unikat. Stylish und praktisch sind sie alle.» www.jucad.de 12 GOLFSUISSE 01-18
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Swiss Seniors Open erstmals als ProAm
OK-Präsident Ralph Polligkeit mit Vorjahressieger Philip Golding. Gleich wie beim Pebble-Beach-ProAm und der Alfred Dunhill Links Championship können ambitionierte Amateure diesen Sommer nun auch beim Swiss Seniors Open im gleichen Turnier wie die Profis spielen. «Diesen Sommer wird das Swiss Seniors Open erstmals im Alliance-ProAm-Format gespielt», erklärt OK-Präsident Ralph Polligkeit die wichtigste Neuerung beim 22. Turnier. An den ersten
Bagger im Golfplatz-Teich Dumm, gefährlich und ärgerlich: Unbekannte haben Anfang Februar im Golf&Country Club Brunstorf bei Hamburg einen für Bauarbeiten bereitgestellten Bagger gekapert und das 16 Tonnen schwere Gefährt nach einer rund 1000 Meter langen «Spritztour» schliesslich in einen Teich am Loch 18 gesteuert. Auf dem Weg zerstörten sie ein Grün und demolierten eine hölzerne Brücke. Die Feuerwehr musste wegen des auslaufenden Kraftstoffs eine Ölsperre einrichten, die Polizei sicherte Fussspuren zweier Männer. «Zum Glück konnte der Bagger den Teich aus eigener Kraft wieder verlassen, nur die Brücke ist nicht mehr zu retten. Totalschaden.», schreibt der Club auf seiner Facebook-Seite. Der Schaden beläuft sich auf rund 30’000 Euro.
beiden Turniertagen wird somit parallel zum klassischen Strokeplay-Turnier der Professionals auch ein ProAm gespielt respektive gewertet; jeweils ein Tour Professional und ein Amateur bilden während dieser beiden Tage ein Team. «Für sportlich ambitionierte Amateurgolfer ist dies eine einmalige Chance, Teil eines Tour Events zu sein», erklärt Polligkeit den Reiz des Formats. Die Finalrunde am Sonntag wird wie bisher ausschliesslich von den Professionals bestritten. Im Preisgeldtopf des Swiss Seniors Open 2018 liegen 300 000 Euro.
SENIORENTOUR ERSTMALS MIT TITELSPONSOR
Im Unterschied zu klassischen ProAms – zwei solche wird es im «Vorprogramm» des Swiss Seniors Open 2018 weiterhin geben – bietet das Alliance-Format den Amateuren die Möglichkeit, in einem Profiturnier unter echten TourBedingungen zu spielen. Die Professionals im Feld müssen sich über sportliche Meriten in der Vergangenheit, über die Order of Merit der
Tour oder die Q-School für eine Teilnahme am Swiss Seniors Open 2018 qualifizieren, die Startplätze der Amateure beim Alliance-ProAm vom 6./7. Juli 2018 können gekauft werden. Das exklusive Erlebnis kostet genau 5000 Franken pro Person. Klar ist die Handicap-Limite von 18 und dass die Startplätze limitiert sind. Neuerungen gibt es 2018 auch bei der europäischen Seniorentour, zu welcher das Swiss Seniors Open zählt. 1992 gegründet, präsentiert sich die European Senior Tour im laufenden Jahr erstmals in ihrer Geschichte mit einem Titelsponsor: Seit Januar firmiert sie als «Staysure Tour». Die in Grossbritannien domizilierte Versicherung Staysure hat sich die Namensrechte der Europa-Tour der über 50-jährigen Golf-Professionals für zehn Jahre gesichert und zugleich das Titelsponsoring der PGA Seniors Championship übernommen. Nach finanziell schwierigen Jahren geht es mit dem Circuit wieder aufwärts. So zeigt der Turnierkalender der Staysure Tour, dass im laufenden Jahr zwanzig Turniere auf vier Kontinenten stattfinden werden – fünf mehr als 2017. Swiss Seniors Open Staysure Tour, 6. – 8. Juli 2018, GC Bad Ragaz; Eintritt frei. www.swiss-seniors-open.ch
Höchste Auszeichnung für Swiss PGA Als eine von weltweit nur sechs Länderorganisationen erhält die Swiss PGA die Auszeichnung für die «beste Lehrlingsausbildung». «Wir haben viel investiert, entsprechend stolz sind wir über die Anerkennung durch die PGAs of Europe», sagt SwissPGA-Geschäftsführerin Irene Oberländer. Der Dachverband der Profi-Golfvereinigungen hatte 2013 seine Ausbildungsvorgaben neu definiert. Für die höchste Auszeichnung, das sogenannte «PGA Professional Level», müssen alle 72 Lernziele der breiten Ausbildung erfüllt werden. Die Vorgaben wurden in einem mehrtägigen Assessment intensiv geprüft. «Für uns ist dies eine sehr wichtige Bestätigung unserer Bemühungen, die Qualität der Lehrlingsausbildung auf dem höchstmöglichen Niveau zu halten», erläutert Oberländer. Für die Golferinnen und Golfer in der Schweiz stelle es sicher, dass die Absolventen der dreijährigen PGA-Lehre die bestmögliche Ausbildung genossen haben und entsprechend gut auf ihre Arbeit als Golflehrer vorbereitet seien. Die sechs anderen Länder mit dem höchsten Ausbildungsstandard sind übrigens Deutschland, Österreich, Norwegen, Kanada und Südafrika.
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PLANET GOLF A
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MidAmateure.CH
SCHNUPPERN UND PROFITIEREN Der Verein MidAmateure.CH geht 2018 bereits in seine 15. Saison und bietet auch dieses Jahr ein vielseitiges und spannendes Programm mit sieben eintägigen und drei mehrtägigen Events quer durch die Schweiz. Alle Golferinnen und Golfer ab 30 Jahren bis zu einem Handicap 24 sind herzlich willkommen. Die Swiss Mid-Amateur Tour, kurz SMAT, zählt durchschnittlich 70 Teilnehmer und zeichnet sich gleichermassen durch Sportlichkeit wie durch Kameradschaft und Geselligkeit aus. Das Spielformat ist Strokeplay, was für die einen oder anderen möglicherweise zu Beginn eine gewisse Herausforderung darstellt. Die freundschaftliche Atmosphäre sorgt jedoch dafür, dass spätestens beim gemeinsamen Apéro und Nachtessen allfällige sportliche Ausrutscher schnell vergessen sind. «Viele Golferinnen und Golfer haben von uns gehört oder gelesen, aber bisher den Weg zu uns noch nicht gefunden», sagt Paul Burkhard, Präsident des Vereins MidAmateure.CH. «Wir würden uns sehr freuen, 2018 neue Mitglieder begrüssen zu dürfen. Zum kleinen Jubiläum offerieren wir den Interessenten gerne eine einmalige Schnupper-Teilnahme an einem eintägigen SMAT Event für 160 statt 190 Franken für Nichtmitglieder. Auf diese Weise können sie ganz unverbindlich unsere entspannte Mid-Amateur-Atmosphäre geniessen.» Die Tour startet am 4. Mai in Wallenried, der Final findet Ende September in Neuchâtel statt. Turnieranmeldungen sind ab Ende März möglich; Mitglied werden kann man selbstverständlich jederzeit. www.MidAmateure.CH
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+41 27 455 70 36
Neue Winterthurerstr. 36 8304 Wallisellen +41 44 883 75 75
Domaine Impérial Villa Prangins 1196 Gland +41 22 999 06 80
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WALLEN RIED
Ch. du Closalet 4 1023 Crissier
Binningerstr. 96 4123 Allschwil
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+41 61 481 11 77
Centro Sassi Via A. Maspoli 7 6850 Mendrisio +41 91 646 44 44
Golf Club Ch. du Golf 18 1784 Wallenried +41 26 684 84 91
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PLANET GOLF
Honma: Von Zug nach Europa
Phil Mickelson hält Dauerrekord Die einen sehen ihn als den sympathischsten aller Professionals, die sich auf der PGA Tour herumtreiben – die anderen als ewige Nummer zwei hinter Tiger Woods. Doch eines ist klar: Keiner hielt sich so lange in den Top 50 der Golf-Weltrangliste wie der 47-jährige Amerikaner Phil Mickelson. Im November 2018 sind es genau 25 Jahre ohne Unterbruch. In die Waste Management Open in Phoenix, Arizona, startete Mickelson von Rang 49 aus. Einige US-Medien prophezeiten, eine Ära gehe nun zu Ende. Der Lefty lochte im Final auf Bahn 16, dem lautesten Golfloch der Welt, locker ein Birdie und wurde am Ende geteilter Fünfter. In der Weltrangliste kletterte er damit wieder auf Platz 41. Wer Mickelson kennt, weiss, dass ihm nichts lieber ist als ein kleines Spielchen rund um den Golfsport. Irgendeine Wette, eine Herausforderung, die den 18 Löchern einen Extra-Kick gibt. Dann wird der 47-Jährige erst richtig gut. Eines blieb dem überaus erfolgreichen Kalifornier bis heute allerdings verwehrt: die Nummer 1 der Welt zu sein. So bleibt der zweite Platz, den er 2001 erstmals erreichte, seine beste Platzierung innerhalb der Weltrangliste.
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Die japanische Premium-Golfmarke Honma setzt mit der neuen europäischen Niederlassung in der Schweiz seine globale Ausrichtung um. Bis vor kurzem war die Marke Honma hauptsächlich auf den asiatischen Markt ausgerichtet, und nur einige wenige Distributoren und Händler in Europa hatten es für Golfer möglich gemacht, diese hochwertigen Produkte in Europa zu testen und zu erstehen. Doch nun hat die Marke, neben einer neuen Niederlassung in den USA, mit der Installation ihrer europäischen Niederlassung in der Schweiz damit begonnen, ihre neue, globale Ausrichtung umzusetzen. Honma Golf Europe, bereits im Januar 2017 in Zug gegründet, hat mittlerweile eine vollständige europäische Organisation unter der Leitung von Geschäftsführer Alejandro Sanchez aufgebaut und startet im 2018 in ihre erste volle Saison. «Durch den direkten Zugang zum europäischen Markt haben wir mit unserem aus erfahrenen Mitarbeitern bestehenden Team in Vertrieb, Administration und Logistik die Möglichkeit, das Honma-Markenerlebnis und den Kundenservice auf ein neues, aussergewöhnliches Niveau zu heben sowie den Zugang zur Marke zu erleichtern», erläutert Vertriebsleiter Gunnar von Hansen. Gerade in der Schweiz sehe man für Honma ein grosses Potenzial, und als Premium-Produkt passe auch der PremiumStandort Schweiz ganz hervorragend zu Honma.
Vertriebsleiter Gunnar von Hansen (links) und Honma Golf Europe Geschäftsführer Alejandro Sanchez.
PLANET GOLF
FOWLER HATTE «FAN NUMMER EINS» AM HUT Der Amerikaner Rickie Fowler gehörte zu den «Verlierern» beim Final der Waste Management Open. Er schloss das Turnier mit drei Bogeys auf den abschliessenden vier Bahnen ab und musste sich als Leader nach drei Runden schliesslich mit Rang elf zufriedengeben. Trotzdem erntete Fowler viel Sympathie bei den Fans. Er trug während des gesamten Turniers ein Kinderfoto an seiner Kappe, ein Konterfei des siebenjährigen Griffin Connell aus dem Raum Scottsdale, der in der Woche vor dem Turnier an einer komplizierten Atemwegserkrankung gestorben war. «Er war mein ,Nummer-eins-Fan‘ hier, und ich habe diese Woche in seinem Gedenken gespielt», schrieb Fowler auf Instagram. Der Golfstar und sein kleiner «Gefolgsmann» hatten sich 2013 kennen gelernt. «Fortan haben wir uns jedes Jahr gefreut, ihn und seine Familie
hier zu treffen. Er liebte das Spiel einfach, und es war schmerzlich, ihn diesmal nicht mehr zu sehen.» Jemanden wie Griffin mit seiner Begeisterung trotz der Behinderung zu erleben, bringe einen dazu, die eigene privilegierte Situation noch mehr zu schätzen. «Das rückt viele Dinge in die richtige Perspektive!»
Charity für Barry
Pädagogik oder für die von Hunden begleiteten Besuche in Heimen und Schulen eingesetzt. Die herzigen «Barrys» sind bei den Golfturnieren natürlich ebenfalls vor Ort, gespielt wird ein lockeres Four Ball Best Ball.
Die Fondation Barry in Martigny hat vor zwölf Jahren von den Chorherren vom Grossen Sankt Bernhard die Zuchtstätte mit den berühmten Bernhardinerhunden übernommen. Um weitere Mittel für die diversen Sozialprojekte der Stiftung zu generieren, wird diesen Sommer erstmals eine kleine Serie von Golf-CharityTurnieren durchgeführt. Das gesammelte Geld wird unter anderem für die tiergestützte
Die drei Barry-Turniere: am Dienstag, 17. Juli, im Golfclub Rheinblick, zwei Wochen später, am 31. Juli, in Verbier, und am 10. August in Les Bois. Zu den vielen speziellen Turnierpreisen für die Gäste gehören übrigens unter anderem auch vier Mal eine Übernachtung im Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard. Turnieranmeldungen bitte direkt an die Clubs. www.fondation-barry.ch.
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ET vor dem Aus?
Das Debakel geht weiter. Die Ladies European Tour, die im vergangenen Herbst ihren Geschäftsführer verlor und angeblich ein deutliches Minusergebnis erzielte, ist zwar mit den ersten Veranstaltungen in Australien in die Saison 2018 gestartet; wie die Frauentour in diesem Jahr ihr Bestehen sichern will, ist aber noch völlig unklar. Die ersten vier Turniere in Australien wurden in Kooperation mit der Tour Australian Ladies Professional Golf ausgerichtet. Anschliessend hat man noch ein Turnier in Südafrika und eines in Marokko auf dem Programm. Dann allerdings herrscht Funkstille. Für Proetten, die keine Spielberechtigung für die amerikanische LPGA Tour haben, bedeutet dies, dass ihre Arbeitsgrundlage in diesem Jahr alles andere als gesichert ist. Konkrete Aussagen über Sponsoren, Veranstaltungsorte oder auch nur das wirtschaftliche Überleben der LET sind derzeit nicht zu hören. Auf der anderen Seite können die Verantwortlichen der amerikanischen LPGA Tour sehr selbstbewusst ins neue Jahr gehen. Sie haben einen Turnierkalender mit 34 Turnieren in 14 Ländern vorgestellt, darunter zwei neue Veranstaltungen an der Westküste der USA. Insgesamt wird ein Rekordpreisgeld von 68,75 Millionen Dollar ausgeschüttet. Allein bei den fünf Major-Turnieren gibt es 18 Millionen Dollar zu gewinnen.
Premiere für die Seniorinnen Erstmals in der Geschichte des Damengolfs wird es eine U.S. Senior Women’s Open geben. Ausgetragen wird sie vom 12. bis zum 15. Juli im Chicago Golf Club. Insgesamt geht es immerhin um ein Preisgeld von einer Million Dollar. Und: Die Trophäe für die Seniorinnen kann sich sehen lassen – sie wiegt immerhin 13 Pfund. Als heisse Favoritinnen auf den Sieg zählen unter anderem Juli Inkster mit ihren 57 Jahren und Laura Davies, die inzwischen 54 Jahre alt ist.
STILIKONE Ihr Name zieht noch immer: Michelle Wie, einstiges Wunderkind im Golf und inzwischen 28 Jahre alt, sorgte im Januar wieder einmal für Schlagzeilen. Die Amerikanerin, der bis dato nur ein einziger Major-Sieg bei den U.S. Open gelang, wurde von Golf.com zur «The Most Stylish Woman in Golf» gekürt. Wie, über deren extrem kurze Hosen und Röcke auf dem Golfplatz sich so manche Kollegin aufregt, sorgt mit ihren Social Media Posts in stilsicheren Outfits immer wieder für einen Aha-Effekt im grossen Fankreis. In die nähere Auswahl bei der Wahl schafften es noch ihre Kolleginnen Paula Creamer und Lexi Thompson.
Für die U.S. Senior Women’s Open gelten die gleichen Regularien wie für alle US-OpenTurniere. Sie stehen nicht nur Profis, sondern auch Amateuren offen, die sich an diversen Qualifikationsschauplätzen ein Startrecht in dem prestigeträchtigen Event erspielen können. Das Handicap-Limit liegt in diesem Fall bei 7.4.
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Sunshine Ladies Tour:
Azelia Meichtry fit und Vierte Nach ihrer längeren Verletzungspause zeigt sich die Walliser Amateurin Azelia Meichtry schon wieder in Topform. Beim Joburg Ladies Open der Profis spielte sie sich auf Rang vier. Die Südafrikanerin Ashleigh Buhai holte sich mit acht unter Par nach drei Runden souverän ihren achten Titel auf der Sunshine Ladies Tour. Die grösste Überraschung aber bot Azelia Meichtry. Die Spielerin vom GC Sierre studiert in Südafrika und hat dort schon diverse Top-Platzierungen erspielt, zuletzt war sie aber längere Zeit verletzt gewesen. Beim Joburg Ladies Open im Golf Club Modderfontein erreichte Meichtry Tagesresultate von 73, 71 und 73 Schlägen. Das Score von plus eins ergibt für die Amateurin den geteilten vierten Platz inmitten der Profis. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Auftakt in die neue Saison und freue mich, wieder dabei zu sein. Das Turnier gibt mir natürlich viel Selbstvertrauen und zeigt mir, dass ich auf dem guten Weg bin», kommentierte die Amateurin ihr Comeback.«Das war mein bestes Resultat in Südafrika.» Beim LET Access Turnier in Gams hatte Meichtry 2015 bereits einen zweiten Platz erreicht.
South African Stroke Play:
Woernhard stürmt nach vorn
Mit insgesamt 17 (!) unter Par in den beiden Schlussrunden spielte sich der Schweizer Amateur Neal Woernhard in Südafrika bis auf Rang vier vor. Der Schwede Oliver Gilberg siegte im Pecanwood Country Club Golf nach vier Durchgängen mit 27 (!) unter Par. Dies unter anderem mit einer 62-er und einer 64-er Runde auf dem Par 72 Platz. Das beste Tagesresultat im Final gelang dem Zürcher Neal Woernhard. Er spielte eine 63-er Karte. Mehr als imposant vorab der Start: Nach sechs Bahnen lag Woernhard schon sieben unter Par. Dazu kamen zwei weitere Birdies auf den Backnine. In der dritten Runde hatte er dort sieben Birdies erzielt, so die superstarke 64-er Karte gesichert. «Es waren zwei super Tage für mich», kommentiert Woernhard. «Es passiert nicht so oft, dass man sich einfach hinstellen kann und der Ball macht genau das was man will. Es ist schon etwas sehr Spezielles eine 64 zu spielen, dann am nächsten Tag gleich nochmals eine 63 hinterher, ist umso aussergewöhnlicher.» Mit einem etwas besseren Start wäre für Woernhard vielleicht sogar noch etwas mehr möglich gewesen. In den beiden ersten Durchgängen hatte er sich je ein Doppelbogey notieren müssen, blieb aber trotzdem insgesamt zwei unter Par.
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CARBONARA-STRATEGIE rau Muggli hat jetzt zugegeben, dass sie die Winterpause genutzt habe, um an ihrer Pötting-Technik zu arbeiten. Sie habe nämlich festgestellt, dass sie in der Vergangenheit auf den Grüns viiiiel zu viele Schläge liegen gelassen habe, und erkannt, dass sie wohl irgendetwas Grundlegendes falsch mache. Zunächst habe sie gemeint, dass es an
ihrer krassen Green-Dyslexie liege, an jener Leseschwäche also, die es ihr praktisch verunmögliche, irgendwelche Breaks zu erkennen. Andererseits gebe es ja auch einige gute Golfer, die keine Sekunde mit der Lektüre des Grüns verschwenden würden. Diese Praktiker hätten kein Ritual, verzichteten darauf, die Pöttlinie stundenlang von beiden Seiten zu studieren, die Wuchsrichtung des Grases zu hören oder Brösmeli rund ums Loch wegzupusten. Ein Blick zur Fahne genüge und schon schöben sie den Ball ins Loch. Und wenn er mal nicht beim ersten Versuch im Loch verschwände, dann hätten sie höchstens noch ein Tap-in zu machen und that’s it. Sie habe jetzt mal alle ihre Runden der letzten Saison ausgewertet; im Schnitt habe sie 49 Putts gebraucht. Auf einigen Runden seien es gar mehr gewesen, heilandzack! Und dann habe ihr eben der lokale Pro reinen Wein eingeschenkt. Und beim romantischen Tête-àTête im Kerzenschein sei es ihr dann wie «lose hinderliche Naturstoffe» von den Augen gefallen. Ihr sei ein Licht aufgegangen. Mit Schrecken sei ihr klar geworden, dass sie sich völlig falsch
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auf die Runde vorbereite. Auf dem Puttinggrün übe sie nämlich vor allem die metrigen Putts, weil sie die doch immer verschiebe. Doch genau dies sei völlig falsch, habe ihr der zypriotische Pro, der eigentlich aus Schweden kommt, klargemacht. Doch dies sei eine ganz andere Geschichte. Das Problem sei halt, dass der Mist schon längst gegarettlet sei, wenn sie endlich zum kurzen Putt ansetze. Da der ja meistens bereits ihr dritter Versuch sei, weil sie ein Distanzgefühl wie eine Thermo-Strumpfhose habe. Die Statistik beweise, dass ein PGA-Tour-Pro aus einem Meter zwar emotionslos 98 Prozent aller Putts stopfe und aus einer Entfernung von rund zwei Metern immerhin noch etwas mehr als die Hälfte, dass bei 4,5 Metern Entfernung zum Loch aber auch bei ihm nur noch 17 Prozent und bei zehn Metern gerade mal jeder zwanzigste seiner Versuche von Erfolg gekrönt seien. Mit der Distanz nähmen die Chancen so dramatisch ab wie der IQ der paarungsfreudigen «Bachelor»-Kandidatinnen, die sich einem unterbelichteten Muskelmann an die rasierte Brust schmeissen. So, und genau dies sei der Grund, weshalb Jordan Spieth und Co. immer wieder diese ellenlangen Monsterputts übten. Anyway, es komme halt eben doch auf die Länge an und ihr Ziel sei es nun, vor allem die langen Hunde so zu beherrschen, dass die möglichst im imaginären Spaghetti-Teller zu liegen kommen, damit sie wenigstens das Doppelbogey retten könne. Einen grossen Nachteil habe diese Carbonara-Strategie aber trotzdem: Man komme auf der Runde deutlich weniger oft zum Putten. Was natürlich vor allem dann schade sei, wenn man sich, so wie sie, gerade erst ein affig teures Werkzeug für die Arbeit auf dem Grün geleistet habe. www.frankbaumann.ch
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MASTERS IN AUGUSTA:
SCHON FAST IRREAL 24 GOLFSUISSE 01-18
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as erste Major des Jahres ist anders als alle anderen: Das Masters in Augusta ist eine spezielle Mischung aus Tradition und Mythos, digitalem High-Tech und Handyverbot. Die ganz persönliche Sicht unserer langjährigen Korrespondentin. PETRA HIMMEL
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Jordan Spieth, tragischer Held des Masters 2016.
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it den Jahren wird Augusta National vertraut. Nein zu diesem kumpelhaften Verhältnis wie man es zum eigenen Golf Club oder dem Stammhotel im Urlaub hat, wird es hier nie kommen. Soviel Intimität lässt diese Anlage nicht zu. Dazu ist das ganze Gebilde ein Stück zu gross, zu perfekt, zu unnahbar und manchmal auch zu seltsam. Aber immerhin: Wer fast zwei Jahrzehnte lang alljährlich am ersten Aprilwochenende in das Südstaatenstädtchen Augusta reist, um sich eine Woche lang mit einer Mischung aus Traditionen und Mythos, Hochleistungssport und MedienHype auseinanderzusetzen, entwickelt über die Jahre diese Vorfreude, die das erste Major-Turnier des Jahres fast schon irreal erscheinen lässt.
sind die Spielbedingungen ähnlich perfekt, was zu einem guten Teil auch daran liegt, dass der Platz jedes Jahr ohnehin nur während der Wintermonate für seine Mitglieder öffnet. Clifford Roberts, der erste Chairman, wollte das so. Wenn es brütend heiss wird im Inland
MITGLIEDER SPIELEN BLOSS IM WINTER
von Georgia, die Temperaturen locker an die 40 Grad steigen und das Gras von der Hitze gestresst ist, schliesst man hier lieber die Türen.
Wo bitte ist es so früh im Jahr schon so prall grün wie hier? Wo glänzen die Grashalme ähnlich dunkel, wo leuchten die Magnolien genauso bunt? Wer zur Masters-Woche das Gelände betritt, bekommt ein erstes Gefühl vom Golf-Sommer – vor allem, wenn er aus dem europäischen Winter anreist. Vielleicht wirkt auch deshalb der Gegensatz besonders gross: zuhause die holprigen Grüns mit reichlich Schneeschimmel – und hier diese perfekten Puttflächen, auf denen jeder Grashalm in Reih und Glied zu stehen scheint. Nirgendwo sonst 26 GOLFSUISSE 01-18
«Wir verändern Augusta National nicht», begründete Clifford Roberts die Arbeiten einst, «wir verbessern es.» Und das auf eine so kunstvolle Art und Weise, dass sich auch Dauerteilnehmer wie der Deutsche Bernhard Langer alljährlich zu Beginn der Woche erst einmal auf die Suche nach neuen Grünbreaks und anderen Veränderungen machen. Dann stehen die besten Golfer der Welt ein wenig unsicher auf diesen spiegelglatten Puttflächen und lassen den Ball ein ums andere Mal langsam die Breaks herabrollen. In Augusta, so weiss ein jeder von ihnen, geht es vor allem um Erfahrung. Aber wehe, man verlässt sich seelenruhig nur auf diese Erfahrung. Dann wird man schnell Opfer einer kleinen, tückischen Änderung, die man einfach übersah.
«Wir verändern Augusta National nicht», begründete Clifford Roberts die Arbeiten einst, «wir verbessern es.»
ERFAHRUNG ENTSCHEIDET
Dann macht man alljährlich das, was man schon immer tat: umbauen, verändern, optimieren. Hier eine kleine Welle im Grün modifizieren, dort einen Abschlagswinkel einengen. Da pflanzt man riesige Grossbäume so um, dass die Drives nicht mehr ganz so leicht von der Hand gehen, und zieht die Grünkanten noch etwas näher an das eine oder andere Wasserhindernis heran. Alles ganz subtil und beinahe unerkennbar.
REISE ZURÜCK
Der CBS-Reporter Gary McCord hat die Grüns einmal als «wie mit Bikini-Wachs rasiert» bezeichnet. Das war wahrscheinlich ziemlich zutreffend, aber eben auch ein bisschen zu sehr unter der Gürtellinie für den Geschmack der Offiziellen im Club. Wie dem auch sei, Gary McCord hat man seitdem nicht mehr auf der Anlage gesehen, und auch sonst haben es die
COVERSTORY
Die Zuschauer beobachten Vorjahres-Sieger Sergio García. Club-Verantwortlichen geschafft, in insgesamt rüden Zeiten zumindest eine Turnierwoche lang für Zucht und Ordnung zu sorgen.
ärmer strebt der Besucher frohgemut dem sportlichen Geschehen zu.
Eine Woche Masters ist nämlich ein klein wenig wie eine Reise zurück in der Zeit. Teenager in bonbonfarbenen Sommerkleidchen stehen kichernd neben dem ersten Abschlag. Die Mama thront derweil an einem der weissen Tischchen unter dem Sonnenschirm vor der Clubhaus-Bar. Amerikas Elite, die oberen Zehntausend des Südens, geben sich hier gerne ein Stelldichein. Man trifft sich zur Masters. Trinkt ein Gläschen Pink Lemonade und kauft am Ende im Clubhaus-Proshop diese überaus scheusslichen Miniatur-Clubhaus-Manschettenknöpfe aus Sterlingsilber, die garantiert nur hier zu haben sind.
Das Schöne an diesem Turnier ist ja, dass man die Zahl der möglichen Gewinner von vornherein drastisch eingrenzen kann. Nein, einer der Amateure, in diesem Jahr sechs Spieler, hat noch nie gesiegt. Auch Neulinge in Augusta haben es erfahrungsgemäss schwer. Die Grüns sind zu tricky, die Annäherungsschläge zu schwer – der letzte Triumph eines Rookies reicht ins Jahr 1979 zurück. Selbst Tiger Woods war erst beim dritten Anlauf erfolgreich. Spieler mit unsicherem kurzen Spiel oder mässigen Putts kann man ebenfalls von der Liste streichen. Die Grüns sind so schnell, die Breaks so kompliziert, dass sich hier nur jene wohlfühlen, für die der Spassfaktor mit wachsender Grüngeschwindigkeit zunimmt. Der Deutsche Martin Kaymer konnte selbst als Weltranglistenerster damit nichts anfangen, sein Kollege Rory McIlroy dagegen, aufgewachsen auf den schnellen Grüns Nordirlands, puttet angstfrei vor sich hin.
Das normale Volk, sofern es denn eine der wenigen Eintrittskarten ergattert hat, steht derweil Schlange im überdimensionierten Beton-Verkaufsshop. Die Küchenschürze mit Masters-Logo, der fünffädige Cashmere mit dezentem Logo, die Sporttasche mit gelbem Emblem oder die Fussmatte mit ClubhausAufdruck – nein, man kann nicht sagen, dass es Augusta National in Sachen Merchandising an Professionalität fehlen lässt. Der Pack- und Versandservice findet sich direkt am Ausgang des Shops, und um ein paar hundert Dollar
ZU SCHWIERIG FÜR NEULINGE
Es gibt viele Faktoren, die in Augusta National das sofortige Aus bedeuten können. Wer einmal zu aggressiv auf die falsche Fahne zielt, wird schnell mit einem Double Bogey oder mehr bestraft. Wer wie Jordan Spieth den Fehler macht, das kleine Loch Golden Bell, ein Par 3 in Amen
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Sergio García unterwegs zum ersten Major-Titel am Masters 2017. Corner, auf der rechten Lochhälfte vorne anzuspielen, kann problemlos den scheinbar sicheren Turniersieg verspielen. Der 18-malige Major-Sieger Jack Nicklaus hat die Bahn einst «das härteste Turnierloch der Welt» genannt. So mancher Fan
und morgens um sieben bei Öffnung der Tore zielstrebig nach Amen Corner gelaufen ist, um das Sesselchen hier in erster Reihe zu positionieren. Hunderte von Sitzgelegenheiten finden sich so an den besten Zuschauerstellen über den Platz verteilt. Es ist eisernes Gesetz, dass niemals ein Fremder darauf Platz nehmen würde, auch wenn der Stuhl über Stunden leer stehen mag. Am 18. Grün etwa trudeln die Zuschauer erst am Nachmittag ein und nehmen auf ihren Privathockern Platz. Hier herrschen eben noch Stil und Formen. Die Platzordner rufen «quiet please», wenn man nur etwas die Stimme hebt, und verwarnen all jene, die glauben, sie könnten zum nächsten Aussichtspunkt rennen.
Der 18malige Majorsieger Jack Nicklaus hat die Bahn einst «das härteste Turnierloch der Welt» genannt. würde es vielleicht die interessanteste Bahn der Welt nennen.
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Hier lässt es sich gut aushalten, wenn man im Vorjahr eines dieser Masters-Klappstühlchen in Dunkelgrün (ja, natürlich mit Logo) gekauft hat
Von Handybenutzung wollen wir an dieser Stelle überhaupt nicht reden. Was digitale Technologie anbelangt, Fernsteuerung der Grünheizung, Fernsehübertragung und neuesten LeaderboardFirlefanz, ist der Club an vorderster Front dabei – aber der Gebrauch eines Handys auf der Anlage ist strikt untersagt. Für jeden. Egal, ob wir von Ex-Aussenministerin Condoleezza Rice, inzwischen eines von zwei weiblichen Clubmitgliedern, oder dem Weltranglistenersten Dustin Johnson reden. Hier wird noch gepflegt kommuniziert. Unter der grossen Eiche vor dem Clubhaus zum Beispiel, wenn man es hinter die Absperrungen schafft, oder eben vor dem riesigen Leaderboard am ersten Fairway, wo sich der Allerweltsbesucher trifft. Ein Ausflug nach Augusta ist eben anders. Bedächtig und altmodisch, aufregend skurril. Dass obendrein Weltklasse-Golf gespielt wird, ist toll. Aber manchmal fast schon Nebensache.
DIE SIEBEN CHAIRMEN Fred Ridley ist der neue starke Mann des Augusta National Golf Club. Die Position des Chairman, die er im Herbst vergangenen Jahres eingenommen hat, kommt fast einer Art Alleinherrschaft im nobelsten Club der Welt gleich. Das galt auch für seine sechs Vorgänger. Natürlich: Auch in diesem Verein gibt es Komitees, in nahezu allen Fällen aber haben diese nichts zu entscheiden. Einzig das Executive Komitee hat einen gewissen Einfluss auf den Chairman, der ansonsten im Stil eines Sonnengottes regiert. Diese Art der Amtsführung ist historisch bedingt und hat Augusta National erst zu dem gemacht, was es heute ist: eine verschworene Gemeinschaft von vorrangig weissen Männern, die sich ganz den Entscheidungen des Geschäftsführers beugen. Das sind oder waren die bisher bloss sieben starken Männer im Augusta National Golf Club: 28 GOLFSUISSE 01-18
Fred Ridley, ab 2017 Der 65-jährige Anwalt aus Tampa ist der erste Chairman, der selbst bereits am Masters teilgenommen hat. Als amtierender U.S. Amateur Champion spielte er in den Jahren 1976 und 1977. Ein Jahr danach qualifizierte er sich nochmals als Mitglied im Walker Cup Team, am Masters schaffte Fred Ridley aber nie den Cut. Ridley ist bis heute der letzte U.S. Amateur Champion, der nicht ins Profilager gewechselt hat. Mitglied im Augusta National Golf Club ist er seit dem Jahr 2000. Sieben Jahre später wurde der zeitweilige Präsident der USGA auch Chef des Competition Committee. Bis dato ist er nicht durch aussergewöhnliche Neuerungen aufgefallen.
William Payne, 2006 bis 2017 Der Mann aus Atlanta initiierte wesentliche Änderungen im Club, die vor allem zu einer deutlichen Öffnung führten. Die ersten Frauen wurden als Mitglieder aufgenommen. Augusta National startete zusammen mit der PGA of America die Aktion «Drive, Chip and Putt», die inzwischen die grösste Jugendgolfserie des Landes ist. Payne liess ausserdem nicht nur die Übungsanlagen komplett umbauen, sondern auch ein neues Pressezentrum errichten.
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Hootie Johnson, 1998 bis 2006 Hootie Johnson gelangte durch seinen Widerstand gegen die Forderung nach der Aufnahme von weiblichen Mitgliedern zu einem gewissen, zweifelhaften Ruhm. Es kam zu grossen Protestveranstaltungen in Augusta, angeführt von der Frauenrechtlerin Martha Burke, die in den USA zu landesweitem Medienecho führten. Ausserdem startete Johnson die gewaltige Umgestaltung und Verlängerung des Platzes, die mit den Rekordrunden des jungen Tiger Woods notwendig geworden waren. Von 2002 bis 2006 wurde der Platz um insgesamt 450 Meter verlängert. Johnson hielt sich vor allem an eine Vorgabe: Augusta National ist stets unbeeindruckt von der Meinung von aussen.
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Jackson T. Stephens, 1991 bis 1998 Der Investmentbanker aus Arkansas führte Augusta National nach den hehren Grundsätzen des ersten Chairman Clifford Roberts. In gewisser Weise schloss er die «alte Ära» des Turniers ab, die noch nicht von den extremen Umbauarbeiten, bedingt durch die Materialentwicklung bei Schlägern und Bällen, gekennzeichnet war. Hord Hardin, 1978 bis 1991 Der Rechtsanwalt aus Missouri war selbst ein exzellenter Golfer und leitete zwei Jahre die United States Golf Association. In seiner Rolle als Chairman von Augusta wirkte er eher unauffällig und farblos. William H. Lane, 1977 bis 1978 Der Unternehmer aus Texas blieb ohne Einfluss, weil er relativ schnell nach dem Amtseintritt einen Schlaganfall erlitt.
Clifford Roberts, 1933 bis 1977 Der Mann an der Seite von Bobby Jones. Als erster Chairman prägte der Wall Street Broker die Geschicke des Clubs. Sein diktatorisches Vorgehen ist Legende. Einer seiner Lieblingssätze, «Wir diskutieren Mitgliederfragen nicht öffentlich», hat bis heute Bestand. 1977 wurden bei ihm Anzeichen von Demenz festgestellt. In der Nacht vom 28. Dezember 1977 nahm er sich am Ike’s Pond am südlichsten Zipfel des Par-3-Platzes das Leben. In der Hemdtasche fand sich der medizinische Befund zu seiner Demenz – eine Erklärung zu seinem Freitod hatte Roberts damit mitgeliefert. Clifford Roberts wurde auf dem Platz beigesetzt, allerdings ist in der Öffentlichkeit unbekannt, ob und wo er sich begraben liess, oder ob seine Asche verstreut wurde.
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HINTERGRUND
PUBLIC GOLF:
DER KOMPROMISSVORSCHLAG Die Verträge mit den beiden Public-Golf-Organisationen ASGI und ASG GolfCard Migros werden bis 2019 verlängert und neu verhandelt. Das ist einer der Kernpunkte, welche der Vorstand der ASG den Delegierten in Bern als Kompromiss vorschlägt. Ursprünglich wollte der Vorstand des Schweizerischen Golfverbandes (ASG) ab dieser Saison den clubfreien Golfern eine eigene HandicapKarte direkt verkaufen und einen grossen Teil des Geldes an die Clubs zurückgeben. Die Idee stiess auf Kritik, so dass eine breit zusammengesetzte Arbeitsgruppe nach einem Kompromiss suchen musste. Auf Basis der Vorschläge dieser Arbeitsgruppe entstand nun ein Vorschlag, der den ASG-Delegierten am 17. März unterbreitet wird.
5. Die Bedingungen für den direkten Vertrieb der Karte werden von der Delegiertenversammlung entschieden. Details der künftigen
Zusammenarbeit werden zwischen den Partnern verhandelt und im gegenseitigen Einvernehmen vertraglich festgelegt.
ASG
DIE WICHTIGSTEN PUNKTE:
1. Die ASG ist alleine verantwortlich für die Herausgabe der Lizenzen in der Schweiz. 2. Die Partnerschaft zwischen ASG, ASGI und Migros bleibt weiterhin bestehen, die bestehenden Verträge werden neu verhandelt. 3. Es ist möglich, dass weitere kommerzielle Unternehmen in den Markt eintreten. 4. Die ASG hat als Dachverband die Möglichkeit, die Lizenz direkt zu vertreiben, benutzt den Direktvertrieb aber nicht für kommerzielle Zwecke. 30 GOLFSUISSE 01-18
CLUBS
ASGI
MIGROS
N.N.
HINTERGRUND
KEINE ABSTIMMUNG
«Für eine nötige Statutenänderung reicht die Zeit bis zur Delegiertenversammlung im März nicht, aber nun haben wir die Basis für weitere Gespräche und konkrete Vertragsverhandlungen geschaffen», erläutert Linus Dermont, Vizepräsident der ASG und Vorsitzender der Arbeitsgruppe. So würden die Delegierten in Bern über die aktuelle Lage und die Gespräche informiert. «Eine eigentliche Entscheidung fällt dann im März 2019 oder an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung in diesem Jahr», fügt er an.
ASG-PRÄSIDENT JEAN-MARC MOMMER TRITT ZURÜCK
Trotz der schwierigen Ausgangslage habe man sich über wichtige Grundsätze einigen können. «Wir wollen Sport und Business klar trennen; als Verband nicht selber ein Business betreiben, sondern dies den einzelnen Clubs überlassen», erläutert der langjährige Präsident des Golfclubs Appenzell.
KEINE SUBVENTIONEN
«Kommerzielle Aktivitäten, die Verteilung von Subventionen und die Lösung struktureller Probleme sind nicht Aufgabe des Verbandes. Dies trifft auch auf die finanzielle Unterstützung
Er hätte gern noch das sechste Jahr beendet. Wegen grösserer gesundheitlicher Probleme tritt Jean-Marc Mommer als ASGPräsident auf die DV im März hin zurück. «Der Entscheid ist mir nicht leicht gefallen, aber meine Gesundheit geht vor», erläutert der Westschweizer. „Ich habe seit 2011 gesundheitliche Probleme, und nach einer Warnung an Weihnachten haben mehrere Tests im Spital diese Probleme leider bestätigt. «Es sind diverse Sachen, ich könnte nicht mehr in der
wirtschaftlich schwacher Golfanlagen zu», heisst es dazu. Man könne «den freien Markt nicht dirigieren» und das Verhalten der Spielerinnen und Spieler beeinflussen, auch dies sei ein Konsens der Arbeitsgruppe gewesen. Konkret möchte beispielsweise auch die House of Swiss Golf AG eine eigene Lizenzkarte herausgeben. «Aufgrund der aktuellen Diskussionen haben wir das Projekt auf das nächste Jahr zurückgestellt», sagt Firmenchef Anthony Helbling. «Ganz sicher möchten wir aber mit der ASG zusammenarbeiten und nicht gegen den Verband.»
gewohnten Form mitarbeiten, denn ich setze mich immer voll ein», erläutert Mommer. Viele wichtige Projekte seien im Gange, das Thema Public Golf schon unter der Verantwortung einer ASG-Delegation. «Meine Entscheidung hat mit diesem Thema nichts zu tun», sagt Mommer. Er sei aber sicher, dass mit Raphael Weibel ein guter neuer Präsident, der schon langjährige Erfahrung als Vorstandsmitglied hat, vom Vorstand vorgeschlagen werde.
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HINTERGRUND
Auch die Migros begrüsst die angestrebte Lösung. René Kalt war Mitglied der Arbeitsgruppe und betont die «konstruktive Zusammenarbeit». Der Chef über alle Freizeitanlagen der Migros Genossenschaft Zürich erwartet, dass die konkreten Vertragsverhandlungen bald in Angriff genommen werden. «Die ersten Gespräche gehen in die richtige Richtung, schliesslich haben wir beide das Ziel, den Golfsport in der Schweiz zu fördern, und da will eigentlich niemand einen Streit.» Ein Knackpunkt in den Verhandlungen dürfte die neue Mitgliedschaft bei der Migros GolfCard ohne Lizenz werden. Für Kalt ist diese um 85 Franken billigere Karte ein «Mittel der Kundensicherung». «Viele Golferinnen und Golfer sehen den Sport als reine Freizeitbeschäftigung und spielen kaum je offizielle Turniere. Man kann es vergleichen mit jemandem, der ab und zu ein Fussball-Grümpelturnier bestreitet – der braucht auch keine offizielle Lizenz des Schweizerischen Fussballverbandes», sagt Kalt zum jüngsten Angebot in Sachen Golf. Zudem verfüge die Migros über sieben eigene Plätze, dies mit sieben Golfclubs, und decke so die ganze Palette der Kundenbedürfnisse ab, fügt er an.
Als zweite grosse Public-Golf-Organisation war die ASGI ebenfalls bei den Gesprächen der Arbeitsgruppe dabei. Er müsse die komplexe Angelegenheit aber zuerst mit seinen Vorstandskollegen besprechen, sagt Franz Szolansky von der ASGI. Die Vereinigung der Clubfreien hatte bereits im Oktober einen Antrag gestellt, die Rechtmässigkeit des Direktverkaufs durch die ASG zu klären. Ob dieser Antrag aufrechterhalten werde, könne man ebenfalls erst nach der Sitzung sagen, ergänzt der Rechtsanwalt im ASGI-Vorstand.
DIREKTVERKAUF VERBIETEN?
Noch konkreter ist der Antrag von ASGIEhrenpräsident Yves Hofstetter im Namen einer Gruppe von Westschweizer Clubs, die den Direktverkauf der Lizenzkarten durch die ASG unterbinden will. Für den Präsidenten des Golfclubs Lausanne ist der Vorschlag «eine schlechte Lösung. Wenn alle eine Handicap-Karte verkaufen können, wird sie noch billiger, und es gibt noch mehr Konkurrenz für die Clubs. Das gilt erst recht, wenn die ASG die Karte direkt verkauft.» Aktuell sei nicht klar, ob der Verband den Direktverkauf nur zurückstelle oder ganz
aufgebe. Er persönlich finde, an der Delegiertenversammlung sollte es etwas zu entscheiden geben. «So, wie es jetzt ausschaut, wird in Bern nicht über die Statuten entschieden.» Allerdings sei der Kompromiss auch eine neue Situation, und so müsse er zuerst mit seinen Präsidentenkollegen besprechen, ob der Antrag allenfalls zurückgezogen werden soll. Hofstetter, Ehrenmitglied des Vorstandes der ASG, betont, «es sind nicht meine Anträge, sondern diejenigen von 19 Clubs». Unterschrieben wurden die Anträge von 14 Präsidenten. Brisant ist vor allem der zweite Teil, in dem die Gruppe die Vertrauensfrage an den bestehenden Vorstand stellt. «Klar müssten wir andere Leute vorschlagen, da sind wir fast so weit. Wir mussten den Antrag vor dem 31. Dezember stellen. Mit der neuen Situation braucht es weitere Gespräche mit den Klubpräsidenten, bevor wir definitiv entscheiden, wie wir an der Delegiertenversammlung in Bern vorgehen werden.» Ob er allenfalls den Antrag zurückziehen oder selber als Präsident antreten will, liess der langjährige ASG-Vorstand offen.
DREI NEUE VORSTANDSMITGLIEDER Auf der diesjährigen Delegiertenversammlung in Bern sind drei Mitglieder des Vorstands zurückgetreten: Bei Raphael Weibel griff die Amtszeit-Beschränkung von maximal zwölf Jahren, Reto Bieler und Anne-Sophie Vou-
mard haben sich entschlossen, das Gremium zu verlassen. Der ASG-Vorstand präsentiert den Delegierten zwei Männer und eine Frau zur Wahl als neue Vorstandsmitglieder: Olivia Stoffel (Engadine
Golf Club), René Misteli (Präsident Golfclub Wylihof) und Jean-Marc Groh (Vorstandsmitglied im Golf & Country Club Schönenberg).
Olivia Stoffel ist Senior Consultant bei einer Softwarefirma und engagierte sich unter anderem an der Alpinen Skiweltmeisterschaft in St. Moritz als Teamleiterin Rennorganisation. Die ehemalige Nationalspielerin hat immer noch ein Handicap von 4,5.
René Misteli war Mitglied der Nationalmannschaft Schiesssport, seit 2012 ist der diplomierte Treuhänder und Sozialversicherungsexperte Präsident im Golfclub Wylihof. Der Vater von zwei Kindern hat ein Golf-Handicap von 11. Misteli arbeitet in der Geschäftsleitung der Ausgleichskasse des Kantons Solothurn als leitender Revisor für Arbeitgeberkontrollen.
Jean-Marc Groh ist Bauingenieur ETH und arbeitet seit 2011 als Delegierter des Verwaltungsrats der Carba Immobilien AG in Bern. Zwischen 2006 und 2012 war er Captain im Golf & Country Club Schönenberg, aktuell ist er im Vorstand unter anderem für den Clubhaus-Umbau zuständig. Von 2010 bis ’14 war Groh Gemeindepräsident in Kilchberg. Auch er ist zweifacher Vater und golft mit einem offiziellen Handicap von 10,3.
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HINTERGRUND
PRÄSENTIERT
«GOLF – IT’S MAGIC»
AN DER MESSE «HABITAT-JARDIN» Die vergangenes Jahr gestartete Golf City Tour geht noch näher zum Publikum: «Golf – it’s magic» präsentiert sich diesen Frühling erstmals an der «Habitat-Jardin» in Lausanne. WWW.HABITAT- JARDIN.CH
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34 GOLFSUISSE 01-18
Die Golf City Tour wurde im März 2017 von Nationalrats- und Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl offiziell eröffnet. Nach dem Start in Bern führte die Golf City Tour durch diverse Schweizer Städte. Zusätzlich organisiert der Schweizerische Golfverband (ASG) zusammen mit den Clubs aus der Romandie einen speziellen Stand für den Auftritt an der grossen Messe für Wohnen und Aussenraumgestaltung in Lausanne. «Habitat - Jardin» ist eine ideale Plattform, um unseren Sport und die Golfplätze der Region zu präsentieren, sagt Barbara Albisetti, Generalsekretärin der ASG. «Ganz besonders, weil das Publikum mit unserer Zielgruppe übereinstimmt.» An der 37. Ausgabe in Lausanne werden vom 3. bis 11. März gut 80 000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Die Messe richtet sich in erster Linie an aktuelle oder künftige Immobilienbesitzer, und die Aussteller kommen aus den Bereichen Innenarchitektur, Möbel, Haushaltsgeräte, Gartenbau und so weiter.
Die Golf-Ecke in Halle 36 wird attraktiv gestaltet werden. «Wir wollen in der Ausstellungshalle ein ähnliches Ambiente schaffen wie in einem Golfclub, unter anderem mit einem grosses Putting Green, Blumen und Bäumen», sagt Céline Saunier als Projektverantwortliche der ASG. Gleich neben dem Putting Green und den beiden Abschlagboxen lockt ein Golfrestaurant zum Verweilen. Man gehe dorthin, wo viel Publikum angelockt werden kann, zudem sei man im März in der Ausstellungshalle nicht vom Wetter betroffen, ergänzt Albisetti. Die Verantwortlichen von acht Golfclubs der Region werden zur Verfügung stehen, um Informationen über ihren Sport zu geben und Fragen zu beantworten. «Wir hoffen, dass diese Veranstaltung viele Personen neugierig macht und sie motiviert, an einem Tag der offenen Tür teilzunehmen», sagt Albisetti.
HINTERGRUND
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«Golf – it’s magic» von der Strasse an die Messe.
GRATIS AN DIE «JARDIN-HABITAT» «Wir sind sehr froh über die interessante Zusammenarbeit mit der Messe «Habitat-Jardin» in Lausanne», erklärt Barbara Albisetti. Dank des Auftritts der ASG können alle Golferinnen und Golfer der Schweiz vom Gratiseintritt profitieren. Das Ticket für Erwachsene kostet sonst 16 Franken, aber mit dem untenstehenden Code haben Sie einen gratis Zugang zur grossen Messe. Gehen Sie im Internet auf die Adresse www.habitat-jardin.ch/billets, geben Sie dort den Gutschein-Code HJ2018_GOLF ein, und Sie erhalten das Gratisticket als pdf oder auf dem Handy. Damit müssen Sie an keiner Kasse anstehen und können direkt in die Ausstellung spazieren.
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PEOPLE & PLÄTZE
PEOPLE & PLÄTZE
DER BLICK ZURÜCK
125 JAHRE ENGADINE GOLF CLUB Am 1. und 2. August 1893 wurden auf dem Golfplatz von Samedan die ersten offiziellen Turniere ausgetragen. Zum 125. Geburtstag des ältesten ASG-Clubs blickt GOLFSUISSE zurück auf die lange Geschichte. STEFAN WALDVOGEL
36 GOLFSUISSE 01-18
PEOPLE & PLÄTZE
Das Engadin gilt bekanntlich als «Wiege des Wintertourismus». Der legendäre St. Moritzer Hotelier Johannes Badrutt hatte 1864 die Idee, seine britischen Sommergäste mit einer Wette von den Vorzügen der Engadiner Wintertage zu überzeugen. Falls es ihnen nicht gefalle, übernehme er die Reisekosten. Mittlerweile ist der Winter die klare touristische Hochsaison, doch wollten sich die illustren internationalen Gäste damals auch im Sommer die Zeit vertreiben. Trotzdem dauerte es noch fast 30 Jahre, bis in St. Moritz und Maloja die ersten beiden 9-LochAnlagen des Engadins entstanden waren. Der Platz beim ehemaligen Hotel Palace in Maloja ist später wieder verschwunden, Kulm Golf St. Moritz existiert – in neuer Form – noch heute, ist als Kurzparcours aber nicht Mitglied des Schweizerischen Golfverbandes.
ERSTER 18-LOCH-PLATZ
So fällt die Ehre, der älteste ASG-Club der Schweiz zu sein, auf den 1893 gegründeten «The Engadine Golf Club». Schon im gleichen Jahr (!) war der erste 18-Loch-Platz der Schweiz im Samedan spielbereit. Erstmals öffentlich erwähnt wurde der neue «Links-Platz» am 14. Juni 1893. «The Alpine Post» schrieb, natürlich in Englisch, sehr lobend über «das Gelände, welches für Golf wie geschaffen ist». Ein Makel sei höchstens, dass statt eines Sandbunkers ein ausgetrockneter Wasserlauf als Hindernis bei diversen der 18 Bahnen diente. Angelo Fanconi, der Besitzer des nahe gelegenen Hotels Bernina, amtete als erster «Honorary Secretary». Die Gäste und Members kamen allerdings fast ausschliesslich aus dem Ausland. Es war eine Zeit, in der man die Sandwiches zum Frühstück gerne mal mit einem Champagner Lanson Extra Dry runterspülte. Damals war es übrigens üblich, dass «The Alpine Post» lange Listen von allen bekannten Gästen in den verschiedenen Hotels veröffentlichte. Fettgedruckt steht dort beispielsweise, dass am
Immer noch am gleichen Ort wie 1893 erstellt, der Golfplatz von Samedan. Das alte Clubhaus, dazu historische Aufnahmen aus der langen Geschichte. 12. Juli 1893 «Ihre Kais. Hoheit, Frau Herzogin Wera von Württemberg, Grossfürstin von Russland» im Hotel Victoria logierte... Am 1. und 2. August spielten die vorwiegend englischen und amerikanischen Touristen die ersten offiziellen Turniere auf dem neu angelegten 18-Loch-Platz. Laut der umfangreichen Berichterstattung in der Alpine Post war das Mixed Foursomes («Members Only») das wichtigste Turnier. Gespielt wurde dieses übrigens auf dem speziell für Damen angelegten 9-Loch-Platz, genannt Samedan 2. Dieser ist schon länger verschwunden; geblieben ist die Engadine Amateur Championship, welche vor 125 Jahre ebenfalls zum ersten Mal ausgetragen wurde und noch heute existiert. Damals hiess es «Open Scratch Competition»; die Männer absolvierten zehn Löcher, und gerade mal zwei Teilnehmer spielten in der Brutto-Wertung. Am gleichen Tag fand damals auch «The Bernina Prize Handicap» statt, dies mit immerhin 14 Männern und 11 Frauen.
HANDICAP 90...
Das System mit Stableford-Punkten wurde erst 1932 offiziell eingeführt, trotzdem zählte hier die Netto-Wertung. Interessant bei den allerersten offiziellen Ergebnissen sind neben den vielen Siegern vor allem auch die teilweise extrem hohen Handicaps: Bei Baron H. von Kaufmann wurden von den gespielten 186 Schlägen gleich 90 (!) abgezogen, und Fräulein von Kaufmann ging damals mit einem Handicap von 70 an den Start. Spannend ebenfalls, was die Turnierteilnahme damals kostete: 3 Franken. Das scheint auf den ersten Blick nicht sehr viel, allerdings bekam man für das gleiche Geld ein Zimmer im Hotel Bernina. Wollte man dort die Vollpension geniessen, kostete es in der Sommersaison zusätzlich 7.50 Franken...
125 Jahre Golf Engadine: Die Meilensteine 1893
Erster 18-Loch-Platz und Engadine Golf Club
1901
1902
Gründung der ASG Erstes Clubhaus 1. Amateur in Samedan Schweizer-Meisterschaft Erstes Play-off beim U.S. Open Gespielt am Montag, weil am Sonntag der Platz für Members reserviert war
1. British Ladies’ Amateur Championship (erstes Frauenturnier)
1904
1923
1944
1. «Swiss Open» (heute Omega European Masters)
1. Aga Khan Cup mit internationalen Teams Die PGA Championship ist das einzige Major, das 1944 und 45 ausgetragen wird
Zweite Olympische Spiele mit Golf in St. Louis (USA)
Laurie Auchterlonie spielte erstmals an einem US Open vier Runden unter 80 Schlägen
1947
Erstes British Open in Troon
1950
Championnat Gründung International Samedan Golf Club Amateur Gründung der Ladies Professional Golf Association (LPGA)
Erster Ryder Cup nach dem 2. Weltkrieg, USA gewinnt 11:1 gegen Grossbritannien
Das passier te gleichzeitig in der Golf-Welt GOLFSUISSE 01-18 37
PEOPLE & PLÄTZE
Auch schon 15 Jahre alt, der 2003 eröffnete Platz von Zuoz.
EIGENES TURNIER: PUTTING FOR LADIES
KOMPROMISS MIT DEN KÜHEN
Neun Jahre nach der Clubgründung wurden in Samedan die ersten offiziellen Schweizer Amateur-Meisterschaften ausgetragen. Die elf Männer und fünf Frauen am Start kamen unter anderem von den später gegründeten Clubs in Montreux, Luzern und Genf.
Nach dem Erfolg der ersten beiden Turniertage folgte bereits am 24. und 25. August des gleichen Jahres das «Second Meeting», wie es in der Ankündigung trocken formuliert war. Die Ladies spielten dort erstmals in einer zusätzlichen, eigenen Putting Competition. Diese bestand bloss aus drei Löchern, doch auch dafür waren 3 Franken «Eintritt» fällig, ebenso wie für die «Gentlemen’s Long Driving Competition». Der Jahresbeitrag betrug damals übrigens 20 Franken für die Männer und 10 Franken für die Ladies, welche sich mit dem 9-LochParcours Samedan 2 begnügen mussten.
auf den Platz gebracht, der zum Gemeindeland zählte. Die Greens mussten mit Elektrozäunen geschützt und die Fairways täglich von den Fladen befreit werden, weil unter ihnen der Rasen verbrannte. «Die Kosten dafür waren so hoch, dass es günstiger kam, den Bauern 3.50 Franken pro Tier und Saison anzubieten, damit sie wo-
Der nächste grosse Meilenstein folgte 20 Jahre später, als in Zuoz der zweite 18-Loch-Platz eröffnet wurde. 1923 ging im Engadin die erste «Swiss Open» für Profis über den Rasen. Die ersten Jahre spielten die Profis zwei Mal 18 Loch an einem Tag, nach dem zweiten Weltkrieg fand das Turnier dann stets in Crans-Montana statt und wurde schliesslich zum Omega European Masters. In der Übersicht der Meilensteine sehen Sie viele weitere Turniere, die zum ersten Mal auf dem ältesten ASG-Platz der Schweiz stattgefunden haben. Fast 100 Jahre lang teilten sich übrigens Mensch und Tier die Allmend von Samedan. Die Bauern hatten ihre Kühe nach der Schneeschmelze stets für ein paar Wochen
Der Engadine Golf Club förderte schon früh die Junioren, er spendierte die Preise für die erste «Open Scratch Competition for Children». Kinder bis 13-jährig durften für einen Franken mitspielen. Bei der grossen Resultatübersicht stand dann allerdings wieder das Mixed Foursome an erster Stelle. Gespielt wurde der «gemischte Vierer» übrigens in der Regel über zwölf Löcher. Dafür betrug der offizielle Caddie-Tarif 50 Rappen. Für eine volle Runde kostete der Taschenträger 75 Rappen, wie ebenfalls in der Alpine Post zu lesen war.
anders weideten», erinnert sich Architekt Mario Verdieri, der in den Achtzigerjahren als Vorstandsmitglied mit den Bauern verhandelt hatte. Verdieri hatte den Golfplatz in den 70er-Jahren umgebaut und zeichnete auch für das 1983 neu errichtete Clubhaus verantwortlich. Der nächste grosse Meilenstein folgte 20 Jahre später, als in Zuoz der zweite 18-Loch-Platz eröffnet wurde. 2006 gingen der 1950 gegründete Samedan Golf Club sowie der Zuoz Golf Club im Engadine Golf Club auf, wodurch einer der mitgliederstärksten Clubs der Schweiz entstand. Rund 1350 sind es heute, davon haben 850 einen Aktivstatus.
125 Jahre Golf Engadine: Die Meilensteine 1979
1983
1984
1988
1993
2003
St. Moritz Classic Neues Clubhaus Kühe verschwinden für Frauen 100-Jahr-Feier vom Platz total 129 «Life-Member» Preisgeld
Engadiner Wintergolf-Turnier Erste Driverköpfe aus Metall kommen auf den Markt
Nach 31 Teilnahmen in Folge konnte sich Arnold Palmer erstmals nicht für das U.S. Open qualifizieren
Seve Ballesteros gewinnt zum zweiten Mal das Masters in Augusta
Die USA gewinnt den 30. Ryder Cup auf dem letzten Loch
Volvo wird erster offizieller Titelsponsor der European Tour
Das passier te gleichzeitig in der Golf-Welt 38 GOLFSUISSE 01-18
2007
2014
2016
2018
1. International Eröffnung Golfplatz Samedan, Zuoz und Engadine Swiss Senior Pflanzaktion 125 Lärchen für den Platz fusionieren zu Engadine Golf Championship Zuoz Tiger Woods holt den ersten 10 Millionen Dollar Extra-Bonus beim FedEx Cup Final
Shaun Micheel gewinnt die PGA Championship, sein einziger Titel auf der Tour
Golf erstmals seit 1904 wieder olympisch
Golf erstmals an den Summer Youth Olympics in China vertreten
Erster Ryder Cup in Paris, zweiter auf dem europäischen Festland
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«WELTFINALE» BIRDIE-OPEN IN FLORIDA Eine Woche in einem Top-Resort: Die Einladung zum Finale der Birdie-Open-Serie 2017 war der eigentliche Preis für die Qualifikanten. Die Bestplatzierten krönten das Erlebnis mit beeindruckender Leistung auf dem PGA-Platz «Copperhead» in Tampa, Florida.
Austragungsort des Weltfinales 2017 der BirdieOpen-Turnierserie von Swiss House of Golf (siehe Box). Ausserdem war Luca mit Handicap 6.3 der Bestklassierte im Teilnehmerfeld. Und dass er dieser Verpflichtung gerecht und Gesamtsieger wurde, ist keine Beiläufigkeit. Denn Rotondaro absolvierte die krönende Runde auf dem Platz «Copperhead», den die PGA-Tour jeweils im März zum Valspar-Championship besucht, mit sensationellen 39 Netto- respektive 27 Bruttopunkten, und zwar von der Profi-Teebox mit einer Gesamtlänge von 6700 Metern.
PETER SENNHAUSER
Dass er mit der Wander-Trophy und einem neuen Handicap von 5.8 aus Florida heimkehren würde, damit hatte er nicht gerechnet: «Überhaupt zu dieser Woche eingeladen worden zu sein, das war für mich schon ein mega Erlebnis», sagt der bescheidene Junior des GC Bubikon und Mitglied des ASG Elite Team Zürich Ost. Ein kleiner, zusätzlicher Ansporn mag für ihn gewesen sein, dass seine Eltern plus Schwester Laura kurzentschlossen mitreisten, um aus dem Trip ein Familienerlebnis zu machen.
Er war nicht der Einzige, der zum ersten Mal in den USA war, aber Luca Rotondaro (Bild) war mit fünfzehn Jahren der jüngste der neun Qualifikanten, die nach Tampa, Florida, reisen durften. Eine Premiere waren für ihn die Dimensionen des amerikanischen Alltags – ebenso wie die Annehmlichkeiten und die Qualität der vier 18-Loch-Plätze des Innisbrooks Resorts, 40 GOLFSUISSE 01-18
Auf derlei Unterstützung konnte der Zweitplatzierte, Dominik Benninger, nicht zählen. Ihm könnte zugute gekommen sein, dass er weitreichende USA-Erfahrung hat und deswegen von den kulturellen Gepflogenheiten weit weniger abgelenkt war als so mancher Konkurrent.
Und so krönte Benninger seine Saison mit einer weiteren Topleistung: Wie Rotondaro ab Schwarz, erzielte der Handicap-20.4-Spieler hervorragende 38 Nettopunkte. Das sind 95 Schläge auf einem Par-71-Wettkampfplatz mit einem Slope-Rating von 144. Dabei hat Benninger diese Saison überhaupt erst mit Wettkampfgolf angefangen und nach eigener Aussage inklusive Florida genau vier handicapwirksame Turniere gespielt: von 54 runter auf Handicap 19.6 (!).
71 NETTOPUNKTE…
Das neue Einstiegshandicap von 54 statt 36 in der Saison 2017 war auch für den Turnierveranstalter eine Gewöhnungssache, erklärt Dino Canepa, Vizepräsident von House of Swiss Golf: «Wir verzeichneten Erfolge von Turnierteilnehmern mit 65, 68 und einmal gar 71 Nettopunkten – ein Teilnehmer hat sich mit 70 und 55 Nettopunkten in zwei Turnieren für den Final qualifiziert.» Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, werden in der Saison 2018 erstmals fünf statt bisher drei Turniere für die Order of Merit gewertet. Damit soll die Chancengleichheit zwischen hohen und tiefen Handicaps verbessert werden. Denn genau darum geht es dem Veranstalter: Die Birdie-Open-Serie soll Spielern aller Spielstärken Chancen auf die Einladung zur Schlussrunde ermöglichen. «Es haben sich Spielerinnen und Spieler mit Handicap 5 bis weit über Handicap 30 qualifiziert, und
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Teilnehmer und Crew der Birdie-Open-Serie 2017.
«BIRDIE-OPEN»: 120 TURNIERE PRO JAHR Knapp 80 Turniere fanden 2017 allein in der Schweiz statt, weitere über 40 «Birdie-Open» hat der Veranstalter, die «House of Swiss Golf AG», mit Partnern in Deutschland, Österreich und Norditalien durchgeführt. Im vergangenen Jahr spielten fast 2500 Schweizerinnen und Schweizer bei der Turnierserie mit. Alle haben eine Chance auf den Hauptpreis: die Einladung zur Finalwoche an einer Top-Golfdestination. Eingeladen werden nicht nur die besten Spielerinnen und Spieler aus der Order Of Merit der Turnierserie (mit bisher drei, neu fünf gewerteten Turnieren), sondern zusätzlich die jeweils drei Bestplatzierten des Schweizer Finals in zwei Handicap-Kategorien. Eine Einladung erhält ausserdem der Spieler oder die Spielerin mit den meisten Birdies und der höchsten Zahl gespielter Turniere. Bisher fanden die Finalwochen in der Dominikanischen Republik, auf Zypern und zuletzt in Tampa, Florida, statt. Dieses Jahr geht’s übrigens nach Vietnam. Das hat das Publikum anlässlich der Golfmesse am Stand von Swiss House of Golf per Abstimmung entschieden.
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das ist gut so», sagt Canepa. Schliesslich gilt für die Finalwoche noch mehr, was schon für die Turniere gilt: Der Weg ist das Ziel, und eine Woche kostenloses Golf an einer Traumdestination stellt einen attraktiven Gewinn für die Besten der Serie dar.
INNISBROOK RESORT: VIER GOLFPLÄTZE UND SECHS POOLS
In Tampa beispielsweise waren es fünf Tage und vier unvergessliche Runden Golf auf den Plätzen des Innisbrook Resorts. Diese weitläufige Anlage auf fast vier Quadratkilometern in der Nähe des schönsten Sandstrands der Golfküste Floridas, Clearwater Beach, besteht aus vier erstklassigen 18-Loch-Golfplätzen von ansteigendem Schwierigkeitsgrad. Sie zeichnen sich durch die leicht hügelige Landschaft aus. Denn anders als die typischen, in Florida zahlreich vorhandenen Golfanlagen bieten die vier Plätze auf Innisbrook ein dreidimensionales Erlebnis: leicht erhöhte Abschläge über den makellosen Fairways und hie und da auch eine ansteigende Spielbahn. Krönung des Quartetts aus North-, South-, Island- und Copperhead-Course ist die letztgenannte Anlage mit kniffligen S-Doglegs und billardtischschnellen Greens. Sie ist Austragungsort der Valspar-Championships, Teil der PGA-Tour im März. Das Resort verfügt über zwei Driving Ranges und drei Clubhäuser, eine grosse Tennisanlage,
ein kleines Spa mit vielfältigen Angeboten, insgesamt sechs Pool-Anlagen, Kongresshallen und Restaurants. Die über 500 Gastzimmer und Suiten sind über die ganze Anlage verteilt; ein kostenloser Ruftaxi-Dienst holt die Urlauber jederzeit binnen Minuten überall ab und bringt sie ans Ziel ihrer Wünsche innerhalb der Anlage. Die Swimmingpools sorgen dafür, dass sich die Gäste nicht in den von Alligatoren bewohnten Gewässern der Plätze abkühlen müssen. Dass die einzelnen Exemplare der Panzerechsen, die sich auf der Birdie-Runde blicken liessen, die Schweizer Spieler ihr Course Management vorübergehend vergessen liessen, versteht sich von selbst.
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Oben: «Copperhead» ist der Prestige-Platz des Resorts. Unten: Der Island-Course.
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Fitting bei Umbrail Golf Import Golf ist ein Spiel des Vertrauens. «Wir wissen auch, dass Golf nie perfekt sein wird, aber jede Möglichkeit zur Verbesserung des Spiels schafft Vertrauen. Wir sind der Überzeugung, dass jede Golferin und jeder Golfer vom Golfschläger-Fitting profitiert und dadurch mehr Erfolg und Spass am Golfspiel haben wird», sagt Dennis Dehm, Head of Fitting bei Umbrail Golf Import. Mithilfe modernster Radartechnologie von Trackman oder FlightScope ermitteln die Spezialisten im dynamischen Fitting die wichtigsten Parameter wie Schlägerkopf-Geschwindigkeit, Ballabflug-Geschwindigkeit, Smash-Faktor, Spin, Streuung und Schlagdistanz. Diese Werte helfen, unter Berücksichtigung Ihrer Ansprüche und Ziele, den passenden Schläger für Sie zu finden. Umbrail Golf Import hat alle Fitting-Carts der führenden Hersteller. «Bei uns finden Sie die grösste Auswahl an Testmaterial», ist Dehm überzeugt. «Jedes Fitting ist jedoch nur so gut wie der Fitting-Spezialist von dem es durchgeführt wird. Als Kunde können Sie sich auf die langjährige Erfahrung und das kompetente Know-how unserer Clubfitter verlassen, die Ihnen bei der Wahl der für Sie passenden Schläger zur Seite stehen.» www.golfimport.ch
At-hena neu aus Titan Zu Beginn der Golfsaison führt at-hena den neuen ElektroGolf-Trolley «TITAN» ein. Alle Teile wie auch der Schirm- und Scorekarten-Halter sind aus Titan gefertigt. Mit seinem eleganten Design ist er der Blickfang auf dem Golfplatz. Die moderne und einfache Bedienung gepaart mit hoher Qualität und einem sensationell guten Preis-/Leistungsverhältnis machen den «TITAN» einzigartig. Zu den wichtigsten Merkmalen gehören unter anderem die beiden 200 Watt Low-Noise-Doppelmotoren und die Geschwindigkeit ist mittels digitalem Encoder stufenlos regulierbar. Der TITAN Elektro-Golf-Trolley ist mit einem high-tech LiFePO4-Akku ausgestattet, welcher sehr viele Vorteile bringt: so etwa die sehr schnelle Ladezeit und vor allem kann die Batterie doppelt so oft geladen werden wie herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus. Anfallende technische Defekte werden am at-hena Standort in Dietikon oder bei einem der Fachhandelspartner behoben. Eine schnelle Logistik, optimale Kundenberatung und ein kompetenter Kundendienst runden den Vollservice der Schweizer Firma ab. www.at-hena.ch 42 GOLFSUISSE 01-18
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GOLFOMANIA GUT UND GÜNSTIG Zehn Jahre nach der ersten Idee setzen die beiden Marketing-Spezialisten Christoph Wolf und Peter Strassmann auf diese Saison hin einen weiteren Meilenstein. Sie lancieren den Golfomania «Easy Drive» für weniger als 1000 Franken. «Ganz teure Design Trolleys oder Billigmodelle mit entsprechend kurzer Lebenszeit – etwas anderes gab es 2008 auf dem Schweizer Markt nicht», erinnert sich Peter Strassmann (links im Bild) an die Anfänge. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Christoph Wolf wollte er sich nicht damit abfinden, und so begannen die beiden, sich selber schlau zu machen. «Nach einer äusserst aufwendigen Suche fanden wir in Fernost einen Produktionspartner, der unsere Qualitätsansprüche erfüllte. Die ersten zwanzig Stück waren schnell verkauft, und so wurde das Geschäft immer grösser und professioneller.» Gut vierzig Fachhändler und Pro Shops vertreiben die Golfomania Trolleys in allen Teilen der Schweiz. «Die Kunden möchten die Geräte selber anfassen und ausprobieren, dabei hilft die fachliche Beratung durch den Händler», illustriert Strassmann. Mitentscheidend für den Erfolg sei aber auch der Service nach dem Verkauf. Jeder Trolley, egal welcher Marke, muss irgendwann mal in die Werkstatt. Bei Golfomania werden defekte Trolleys per Kurier bei den Pro Shops abgeholt, in der eigenen Werkstatt in Thalwil repariert und nach kurzer Zeit wieder zu den Kunden gebracht. Er sei überzeugt, mit dem neuen, günstigen Einsteigermodell ein optimales Preis-LeistungsVerhältnis anbieten zu können, sagt der Mitbesitzer und passionierte Golfer. Der neue «Easy Drive» verfügt über einen statt wie üblich zwei Motoren; die 150 Watt reichen locker, um den bloss 9,8 Kilogramm schweren Wagen samt Bag und Inhalt über jedes Gelände fahren zu lassen. Die ultraleichte Lithium-Batterie liefert genügend Strom, um «garantiert» 27 Löcher zu spielen. Der Easy Drive aus Aluminium lässt sich zudem mit einem Handgriff zusammenfalten. Dies alles zu einem Basispreis von 999 Franken, dazu kommen nochmals 99 Franken für Schirm- und Scorecard-Halter sowie den Batteriekorb. Das dritte Modell aus dem Haus Golfomania richte sich gezielt an kostenbewusste Golfer, biete aber «Qualität, wie sie die Schweizer Golferinnen und Golfer gewohnt sind», erläutert Strassmann zur Neuheit für die Saison 2018.
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WICHTIGES FEEDBACK
Gleichzeitig wurde das bisherige Erfolgsmodell «Fairway Buddy» nochmals völlig überarbeitet. Mit zwei kleineren Motoren (aus Deutschland) ist der Design Trolley aus Edelstahl nochmals um zwei Kilogramm leichter geworden, zudem lässt sich der «Buddy» neuerdings auf unterschiedliche Arten transportieren. Wer genug Platz im Auto hat, kann den Trolley mit einem einzigen Handgriff zusammenklappen, und wer möchte oder muss, kann ihn wie bisher in drei Einzelteile zerlegen und alles in die kleine Transporttasche packen. Auch damit sei man den Kundenwünschen entgegengekommen, erläutert der Marketing-Spezialist Strassmann, der auch dieses Jahr wieder an der Golfmesse in Zürich vertreten war. «Wir sammeln das Feedback konsequent und werten es aus, und auch dank unseren Kunden sehen die heutigen Trolleys schon ganz anders aus als noch zu Beginn», erläutert er.
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Klar höre diese Entwicklung nie auf, doch habe man gelernt, dass jede Weiterentwicklung zirka ein Jahr dauere und man nie zwei Entwicklungsschritte gleichzeitig realisieren solle. «Wir wollen nicht möglichst viele neue Produkte lancieren, sondern schlicht gute und gleichzeitig günstige.» So kostet der «elegante Alleskönner» Fairway Buddy im Laden weniger als 1900 Franken, dies in vier verschiedenen Farben beim Edelstahl und in zehn möglichen Farben bei den Rädern. www.golfomania.ch
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MAGIC FRIDAY-GOLFKURS FÜR EINSTEIGER UND FORTGESCHRITTENE
Unsere Swiss PGA Pros Herbert Wey und Barbara Eggler
GOLF RASTENMOOS In der Golfsaison 2018 können Golfeinsteiger und Fortgeschrittene im Rastenmoos jeweils freitags am «Magic Friday-Golfkurs» teilnehmen. Sie können dabei nicht nur das Golfspiel erlernen und verbessern, sondern nehmen gleichzeitig auch am aktiven und ungezwungenen Clubleben teil.
25. Mai 2018: Freitagstraining 3 mit Golf Pro 1. Juni 2018, Event 3: «Regelkunde auf dem Platz» mit Philippe Griesser (Manager Golf Rastenmoos) 8. Juni 2018: Freitagstraining 4 mit Golf Pro 15. Juni 2018, Event 4: 6-Loch Tiger & Rabbit-Turnier mit «Bring a Friend»
Während oder nach dem Absolvieren des Magic Friday-Golfkurses stehen den Kursabsolventen verschiedene Möglichkeiten zur Benützung des Golfplatzes offen: Greenfeeabos, Halbjahresabo, Jahresmitgliedschaft oder Herbstaktion. Fragen dazu oder zum Magic Friday-Kursprogramm werden im Sekretariat gerne beantwortet.
Ab dem 27. April 2018 finden im Rastenmoos immer an einem Freitag insgesamt acht Gruppentrainings à 6 Personen statt. Geleitet werden die Trainings von unseren Golflehrern. In Stärkeklassen wird in jedem Training fleissig an der Schwungtechnik gefeilt und das Schlag-repertoire erweitert. Die Trainings finden jeweils von 16–17 Uhr, 17–18 Uhr und von 19–20 Uhr statt. Im Anschluss an die einstündige Lektion können die Kursabsolventen das Gelernte auf dem Übungsgelände vertiefen oder eine Übungsrunde auf dem Platz absolvieren.
Sommerpause
Im Rastenmoos lassen Erfolgserlebnisse nicht lange auf sich warten. Unter kundiger Anleitung unserer Golflehrer Barbara Eggler und Herbert Wey und dank dem Mitwirken von erfahrenen Clubmitgliedern im Magic Friday-Golfkurs verbessern die Kursteilnehmer ihr Golfspiel sehr schnell und erzielen im Nu nachhaltige Fortschritte.
Im Wechsel mit den Freitagstrainings nehmen die Kursteilnehmer an ebenfalls acht Events teil, wo das Gelernte auf dem Platz direkt umgesetzt wird. Im Rahmen dieser Events lernen die Kursteilnehmer verschiedene Turnierformen kennen, und es wird auf weitere wichtige Aspekte des Golfspiels, die Golfetikette und Regelkunde, die Spielstrategie und die optimale Turniervorbereitung eingegangen. Kursinhalte und Kursdaten:
MODUL 1
27. April 2018: Freitagstraining 1 mit Golf Pro 4. Mai 2018, Event 1: 6-Loch 4er Scramble mit Flightführer (erfahrene Clubmitglieder) 11. Mai 2018: Freitagstraining 2 mit Golf Pro 18. Mai 2018, Event 2: «Die Golfetikette» mit Martin Bütschi (Geschäftsführer Golf Rastenmoos) 44 GOLFSUISSE 01-18
MODUL 2
10. August 2018: Freitagstraining 5 mit Golf Pro 17. August 2018, Event 5: 6-Loch Greensome mit Flightführer (erfahrene Clubmitglieder) 24. August 2018: Freitagstraining 6 mit Golf Pro 31. August 2018, Event 6: «Wie bereite ich mich optimal auf ein Turnier vor?» Persönliche Scorecard erstellen, Einspielen und 9 Löcher freies Spiel mit Scorecard 7. September 2018: Freitagstraining 7 mit Golf Pro 14. September 2018, Event 7: 9-Loch 4er Scramble ohne Flightführer 21. September 2018: Freitagstraining 8 mit Golf Pro 28. September 2018, Event 8: 9-Loch Golfrunde (Stableford-Wertung) mit Extra Day-Scorecard (Marker ist ein Clubmitglied) Das gesamte Magic Friday-Kursprogramm (Module 1 und 2) kostet CHF 750.–. Werden die Kursmodule einzeln gebucht, ist für jedes Modul eine Kursgebühr von CHF 400.–. zu entrichten. Pro Modul sind die folgenden Leistungen eingeschlossen: 4 Gruppentrainings mit Golf Pro, Übungsbälle für das Gruppen-training, freie Benützung des Platzes am Trainingsabend (sofern der Kursteilnehmer im Minimum über die eingeschränkte Platzerlaubnis verfügt), die Teilnahme an 4 Kursevents und nach jedem Training ein Getränk und ein kleiner Imbiss im Golfbistro.
Golf Rastenmoos Rastenmoos 8, 6204 Neuenkirch 041 467 04 26, www.golfrastenmoos.ch Golfplatzmanager: Martin Bütschi Gründungsjahr Golfclub: 2000 Präsident Golfclub: Peter Fasnacht Captain a.i.: Raffaella Frosio Im Jahr 2006 erwirbt die Golfanlage Rastenmoos als erste Golfanlage in der Schweiz das ISO 9001:2000 Qualitäts-management-Zertifikat und führt seit 2011 auch das 3Q-Label des Schweizerischen Tourismus-Verbandes.
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Seit 2014 verkauft der gelernte Maschineningenieur Roger Fehr aus Erlinsbach unter der Marke TopCaddy Trolleys für Leute mit hohem Anspruch an Design und Qualität, aber mit kleinem Budget und kleinem Kofferraum. Der TopCaddy Push für 399 Franken zeichnet sich durch schnörkelloses Design und Vollausstattung aus. Der Top E-Caddy für 1499 Franken erweitert die Ausstattung um Elektroantrieb mit Lithium-Ionen-Akku für bis zu 36 Löcher, Bremse, Geschwindigkeitsspeicher und Distanzfunktion. Bemerkenswert ist der sehr geringe Platzbedarf, wenn die Trolleys zusammengelegt sind. Zudem ist das Handling einfach; der Zusammenbau auf dem Platz dauert für Geübte nicht einmal eine Minute. Zum Einsatz kommen edelste Materialien wie polierter Edelstahl und Leder. Roger Fehr verfügt zudem über eine eigene Werkstätte für Service und Reparatur sowie ein Lager mit allen Ersatzteilen für die TopCaddys. Der VW-Konzern hatte übrigens versucht, Fehr den Namen TopCaddy zu verbieten. Dies wegen einer möglichen «Verwechslungsgefahr» mit der Marke VW Caddy. Der Unternehmer musste bis vor Bundesverwaltungsgericht, um schliesslich vollumfänglich Recht zu bekommen. www.topcaddy.ch
Crown-Golf
GOLFEN Perfekte Freizeit
Golfanlage – 9-Loch-Golfanlage; 3047m – Par 37 – 6-Loch-Kurzplatz – Zweigeschossige Driving Range mit – grosser Pitching Area Angebote – Attraktive Jahreskarten – Golfkurse für alle Leistungsklassen – Seminare mit Schnuppergolf – Interessante Packages – GOLFEN/ESSEN/SCHLAFEN Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
GASTHAUS BADHOF
Pronto für 880 Franken Seit 2008 arbeitet Crown-Golf direkt mit den Produzenten zusammen. Daraus resultieren stete Innovationen für die Schweizer Kunden. Dazu ermöglicht der Direktimport äusserst günstige Preise.
Zum Jubiläum gibt es ein spezielles Angebot: Das Modell Pronto mit Start/Stopp-Automatik, stufenlos regulierbare Geschwindigkeit und Distanzwahl, elektronische bergab- und ParkBremse sowie USB-Anschluss für SmartphoneBetrieb. Das alles für 880 Franken. Alle Optionen wie beispielsweise Scorecardund Schirmhalter oder GPS/Smartphone-Halter sind frei kombinierbar. So bezahlen Sie nur,Crown-Golf was Sie wirklich brauchen. Besonders geschätzt sind auch die kompetente Beratung und persönliche Vorführung. www.crown-golf.ch
Willkommen im Gasthaus Badhof – Öffentliches Restaurant mit – Bistro, Terrasse, Smokerlounge – 14 Gästezimmer, Seminarräume ESSEN Kulinarisch verwöhnt
SCHLAFEN Einfach wohlfühlen
FEIERN Unvergessliche Augenblicke
TAGEN Ambiente für Erfolge
Golf Meggen · Kreuzbuchweg 1 CH-6045 Meggen Telefon +41 41 379 00 30 welcome@gome.ch · www.gome.ch
JAGUAR LAND ROVER SWISS GOLF CHALLENGE 2018 In den letzten 35 Jahren hat die JAGUAR LAND ROVER SWISS GOLF CHALLENGE mehr als 16 000 Turnierteilnehmern faszinierenden Golfsport geboten – verbunden mit exklusivem Fahrspass. Ab sofort können sich golfbegeisterte JAGUAR- und Land Rover-Besitzer für die Qualifikationsturniere 2018 anmelden. Die Teilnehmer erwarten nebst spannenden Turniertagen auch die neusten Modelle von Jaguar und Land Rover.
Q UALI FI K ATI O N STU RN I ERE
SCHWEIZER FI NALE
OSGC Niederbüren Golf Sempachersee * Golf Club Montreux Golf Club Limpachtal Golfclub Engelberg-Titlis *
Golfclub Wylihof
Dienstag, 5. Juni 2018 Mittwoch, 13. Juni 2018 Mittwoch, 20. Juni 2018 Dienstag, 26. Juni 2018 Dienstag, 3. Juli 2018
( * Kanonenstart, restliche Austragungen Doppelstart)
Freitag, 14. September 2018
TRADITION, ATTRAKTIVE GOLFPLÄTZE UND SCHWEIZER FINALE Präzision vereint mit Dynamik und Eleganz: Das ist die JAGUAR LAND ROVER SWISS GOLF CHALLENGE. Aus der Verbindung des Golfsports mit den beiden Ikonen der britischen Automobilindustrie ist eine der faszinierendsten und traditionsreichsten Golfturnierserien der Schweiz hervorgegangen. Auch in diesem Jahr sichert der Spielmodus, Fourball/Stableford im Zweier-Teamplay, zahlreichen Besitzern und Liebhabern eines Jaguars oder Land Rovers einen Startplatz an der Turnierserie. Die Qualifikationsturniere werden auf fünf der schönsten und abwechslungsreichsten Golfplätze der Schweiz ausgetragen, jeder für sich ein Garant für spannende und erlebnisreiche Spiele. Dazu erwartet die Turnierteilnehmer jeweils ein aussergewöhnliches Rahmenprogramm mit Dinner und Siegerehrung sowie der Möglichkeit, aktuelle Modelle von JAGUAR und Land Rover zu testen.
Das Schweizer Finalturnier wird am Freitag, 14. September 2018, im Golfclub Wylihof ausgetragen – einem der anspruchsvollsten Meisterschaftsplätze der Schweiz. Die JAGUAR Land Rover Schweiz AG freut sich zum 35. Mal, ihre golfbegeisterten Kundinnen und Kunden, mit Begleitung zu diesem sportlichen Event begrüssen zu dürfen.
Anmeldungen für die JAGUAR LAND ROVER SWISS GOLF CHALLENGE 2018 werden ab sofort ausschliesslich via www.jlr-golf.ch entgegengenommen. Informationen zu den jeweiligen Austragungsorten sowie die Teilnahmebedingungen können ebenfalls der Website entnommen werden.
WWW.JLR-GOLF.CH
I N T E R TA B A K A G • B A S E L
MY GAME
PGA MERCHANDISE:
«BIGGER IS BETTER » Die PGA Merchandise Show in Orlando, Florida, war auch dieses Jahr der Startschuss in die neue Saison. Und er fiel wieder mal laut aus. Bunt, glamourös, bombastisch. Hier einige ausgewählte Highlights für Sie. SEBASTIAN BUROW Auf der mit Abstand grössten und wichtigsten Golfmesse weltweit werden jährlich die neuesten Produkte, Technologien und Trends vorgestellt. Das Motto: «Bigger is Better». Adjektive wie «awesome, amazing, exciting» oder «epic» waren seitens der Hersteller und des Publikums an allen Ecken zu hören. Auch wenn das Golfjahr nach dem Rückzug von Nike aus dem Equipment-Bereich (Ende 2016) und dem Verkauf von TaylorMade an die Investmentgesellschaft KPS Capital Partners (Mitte 2017) laut der Fachmeinung von KPMG als etwas ruhiger, aber durchaus positiv bewertet wurde – zu-mindest für Europa. Hier erhöhte sich die Zahl der registrierten Golfer immerhin um zwei Prozentpunkte, wobei es etwas weniger Anlagen wurden (52 Schliessungen bei 28 Neueröffnungen). Dass der Golfsport leidet, war auf dem Messegelände in Orlando nicht zu sehen. Der Golf Channel berichtete live, und mehr als tausend Vertreter der Medien waren aus allen Kontinenten angereist. Besonders spektakulär fielen (mal wieder) die Standflächen von TaylorMade und Callaway aus, aber auch die Markenauftritte von Titleist und FootJoy, Ping, Mizuno, Cobra und Puma oder der Edelschmiede Honma Golf standen ihnen in nichts nach.
48 GOLFSUISSE 01-18
Drei Tage lang präsentierten um die 1000 grosse und kleine Hersteller farbenfroh, imposant und teilweise auch lautstark, was 2018 im Golfmarkt ihrer Meinung nach angesagt ist. Wir haben für Sie eine Auswahl zusammengestellt und zeigen Ihnen, was Sie schon jetzt testen können. «The Biggest of the Big» sozusagen.
GARMIN APPROACH X10
GPS-Uhr Die Approach X10 von Garmin vereint alle wesentlichen Golf-Features wie Distanzen, Schlaganalyse und digitale Scorecard mit einem intuitiven Bedienkonzept. Die GPS-Uhr erscheint im schlanken Design eines Armbands für Spieler, die sich auf dem Grün nicht von Zusatz-Features ablenken lassen möchten. Sie bekommen 41’000 vorinstallierte Golfplätze mit lebenslangen, kostenlosen Updates und bis zu zwölf Stunden Akkulaufzeit im GPS-Modus bei einem Gewicht von nur 31 Gramm. Preis: 199 Franken
TAYLORMADE - M3
CALLAWAY - ROGUE
Driver, Fairwayhölzer «Jailbreak-Technologie» lautet das Zauberwort der Rogue-Familie von Callaway. Das «Sprengen der Fesseln» wurde dabei nochmals weiterentwickelt. In einem dezenten Grün gehalten, glänzen zudem erstmals auch die Fairwayhölzer mit dieser Technik. Das Versprechen: höchste Geschwindigkeit und Bestmarken in Sachen Fehlertoleranz und Länge. Den Rogue-Driver gibt es für Damen und Herren, für Rechts- und Linkshänder und zudem auch in einer Sub-Zero-Version. Preis: 629 Franken
Eisen Die M3-Eisen von TaylorMade sind gespickt mit modernster Technik und sollen dank RibCor-Technologie nicht gewollte Vibrationen verringern. Dabei versprechen die Carlsbader beste Effizienz und Energieübertragung über die gesamte Schlagfläche, und laut Tomo Bystedt (Senior Director) sollen sie besseren Spielern noch mehr Länge bieten. Die Eisen kommen mit Standard-Schäften von MRC Tensei (Graphit) und True Temper XP (Stahl) in den Lofts von 18 bis 55 Grad (#3-SW). Preis: 1149 Franken (Stahl), 1379 Franken (Graphit)
at-hena Go the smart way.
TITAN «Der unglaublich Schöne» • Komplett aus Titan • 200 Watt Low Noise Doppelmotoren • High-Tech Lithium Akku LiFePO4 • Park- und Bergabbremse • Start-/Stopp-/Distanzfunktion • Titanrahmen nur 8.3 kg
TITLEIST – VELOCITY
Bälle Bei der vierten Generation des Hochgeschwindigkeits-Golfballs Velocity wollen die Entwickler von Acushnet nochmals ein paar Meter vom Tee herausgeholt haben. Der Ball steht als Two-Piece-Konstruktion mit weichem Kern und schneller Schale für maximale Längen, spricht vor allem den Durchschnittsgolfer an und trumpft auf mit langer Haltbarkeit und fetzigen Farben (Weiss, Visi-Weiss, Velocity Orange, Velocity Pink). Preis pro Dutzend: 39 Franken
Neu
Titan Trolley edel schön filigran
Ab CHF 2‘190.– SMART RIDER «Der innovative Schweizer» • Aluminium/Carbonfaser Konstruktion • Zwei Schweizer Hochleistungsmotoren (Maxon) • High-Tech Lithium Akku LiFePO4 • Park- und Bergabbremse • Start-/Stopp-/Distanzfunktion • Energierückgewinnungssystem • USB Anschluss • Diebstahlsicherung • Räder in 4 Farben erhältlich
PING - VAULT 2.0
Putter Ein bislang noch nie dagewesenes Mass an Gefühl und Leistung verspricht die Traditionsschmiede Ping bei ihren neuen Puttern der Serie Vault 2.0. «Schuld» sind laut Firmenchef John K. Solheim die Verwendung von Luxuskomponenten, eine absolut exklusive Ausführung sowie ein besonders hochwertiges Finish – egal, ob glänzend (Platin) oder mattschwarz (Stahl). Die sechs erfolgreichsten Modelle des Unternehmens gibt es für Damen und Herren, für Links- und Rechtshänder, von Blade bis Mallet in drei Finishs (Stahl, Kupfer, Platin). Preis: 365 Franken
FOOTJOY - TOUR-S
Schuhe Durch breitere Spikes (FJ Launch Pods) ist der neue Tour-S von FootJoy noch fester mit dem Boden verbunden und bietet einen besonders stabilen Stand. Dank eines Harnischs im Bereich der Ferse wird der Fuss noch besser im Schuh gehalten. Der besonders leichte Schuh ist in drei Modellen zum Schnüren und in einer Boa-Version ab Februar erhältlich. Preis: 329 Franken (349 Franken Modell Boa)
Ab CHF 2‘750.–
CLASSIC «Der kräftige Bewährte» • Aluminium/Carbonfaser Konstruktion • Zwei starke Motoren • High-Tech Lithium Akku LiFePO4 • Park- und Bergabbremse • Start-/Stopp-/Distanzfunktion • USB Anschluss • Inkl. Zubehör • Räder in 7 Farben erhältlich
CHF 1‘590.–
BASIC plus «Der sportliche Einsteiger» • Aluminium Konstruktion • Dreifach-Farbbeschichtung • 180 Watt Doppelmotoren • Lithium-Ion-Akku • Park- und Bergabbremse • Start-/Stopp-/Distanzfunktion • Rahmen/Räder in 7 Farben erhältlich
Ab CHF 990.–
Erhältlich im ausgesuchten Fachhandel sowie im: at-hena Golf Center, Dietikon/ZH Tel 043 495 00 10 shop@at-hena.ch
www.at-hena.ch
MY GAME
MIZUNO - ST180
Driver, Fairwayhölzer Mizuno folgt bei ihren Drivern und Fairwayhölzern der ST180-Serie dem Trend und präsentiert eine Wave-Sohlentechnologie, die aktiv die Ballgeschwindigkeit erhöht. Sie soll im Treffmoment nachgeben und zudem den Spin signifikant reduzieren. Erhältlich für Damen und Herren in Links- und Rechtshand und zwei Lofts (9,5 und 12,5 Grad), zudem mit «Quick Switch» zwischen 7,5 und 14,5 Grad Loft verstellbar. Standard-Schäfte: Mitsubishi Tensei CK, Kuro Kage Silver und Bassara. Preis: 459 Euro (Driver), 329 Euro (Fairwayhölzer)
KOMPERDELL - AIR PUSH
Trolley Jahrelange Entwicklungsarbeit zeichnet die Produkte von Komperdell aus. Die Österreicher stehen für Qualität und Funktionalität. Mit dem neuen Push Trolley Air präsentieren sie ein gelungenes Produkt mit schöner Linienführung und kleinem Packmass bei 5,9 Kilogramm Gewicht. Luftreifen und der Ledergriff sorgen für mehr Komfort, die manuelle Feststellbremse für mehr Sicherheit. Preis: 469.95 Franken
TICAD - CARBOCAD
Elektrotrolley Beim CarboCad ist den Entwicklern der Edeltrolley-Manufaktur aus Altenstadt eine formschöne Verbindung von Carbon und Titan gelungen. Verbindungsteile, Taschenhalterungen und Vorderradführungen aus Titan unterstreichen die Wertigkeit, die praktische Falttechnik macht ihn komfortabel im Handling, sehr flach beim Transport und stabil am Platz. Preis: ab 3590 Euro
HONMA - BERES S-06
PUMA - IGNITE
Schuhe Puma Golf lanciert 2018 eine Schuhkollektion, die mit «PWRADAPT» in Sachen Traktion einen Meilenstein setzen soll. Es handelt sich dabei um eine eigens von Puma entwickelte Sohlentechnologie, bei der sich die eingedrehten Softspikes für maximale Flexibilität direkt in der Mittelsohle befinden. Den Ignite mit PWRADAPT gibt es für Damen und Herren in vier Modellen (Disc, Leather, Aloha und Tour Hi-Top) in den UK-Grössen 6 bis 13. Preis: ab 180 Euro
Driver/Serie Die japanische Edelschmiede Honma Golf richtet sich mit den neuen Modellen der legendären Beres-Serie an alle Spielstärken. Materialien der Spitzenklasse wurden auf das Feinste genau verarbeitet zu absoluten Premium-Modellen, die ein neues Level von Spielkomfort und Performance garantieren. Die Serie besteht aus Eisen, Hybriden, Fairwayhölzern und dem Driver S-06 mit den ausgezeichneten Armrq-X-Schäften und «Key Groove Area» sowie einer längeren Schlagfläche und flacheren Sohle für maximale Fehlertoleranz. Preis: 1079 Euro (Driver mit 2-Star-Schaft)
JUCAD - GHOST TITAN
COBRA - KING BLACK
Wedges Die Wedges King Black und King Black One Length von Cobra Golf beeindrucken durch ihr elegantes Finish. Hinter dem Diamonized Black Metal (DBM) verbirgt sich eine revolutionäre Technologie der Metallbeschichtung für extreme Haltbarkeit. Erhältlich für Damen und Herren (RH/LH) mit drei Sohlenschliffen (Versatile, Classic und WideLow) in Lofts von 50 bis 60 Grad (56 bis 60 Grad für One Length). Preis: 169 Euro 50 GOLFSUISSE 01-18
Elektrocaddy Der neue Elektrocaddy JuCad Ghost Titan mit den Zweispeichenfelgen und bewährten technischen JuCad-Features bewegt sich mit der neuesten Steuerungs- und Antriebstechnik «Brushless» superleise über die Fairways. Beim mehrfach mit Designpreisen ausgezeichneten Ghost wurden einige feine Details weiterentwickelt, wie die besonders praktischen Magnetstecker, die für eine schnelle und sichere Verbindung sorgen. Preis: 3990 Euro
EVNROLL - ER9 10K EXTREME MALLET
Putter Pünktlich zur PGA Merchandise Show 2018 in Orlando enthüllte Evnroll mit dem neuen Putter «ER9 10K Extreme Mallet» einen absoluten High-MOI-Putter. MOI steht für «Moment of Inertia» und bedeutet auf Deutsch so viel wie Trägheitsmoment. Mit einem MOI-Wert von 10 000 (zur Erinnerung: herkömmliche Putter haben nur um die 5000) kann man den Putter im Impact praktisch gar nicht mehr verdrehen. Auswechselbare Hosel-Optionen und der patentierte Gravity Grip runden das Stabilitätsmonster ab. Für Damen und Herren sowie Rechts- und Linkshänder. Preis: 425 Franken
VOLVIK - VIVID SOFT & LITE BALL
Bälle Volvik erweitert das Line-up an farbigen und qualitativ hochstehenden Golfbällen. Mit der Einführung des Vivid-Modells mit dem matten Finish ist der Durchbruch geglückt. Zu den bestehenden Modellen Vivid XT (für höhere Schlägerkopfgeschwindigkeiten) und Vivid kommen nun der Vivid Soft (weicher Tour-Ball) sowie der Vivid Lite (geeignet für niedrige Schlägerkopfgeschwindigkeit) hinzu. Preis: Vivid soft 59 Franken, Vivid lite 52 Franken pro Dutzend.
MY GAME
VIP E NG für U ote LO
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EUROPEAN CHALLENGE TOUR 9. SWISS CHALLENGE
31. MAY– 3. JUNE 2018
AT GOLF SEMPACH PRIZE MONEY EUR 170’000.– SWISS-CHALLENGE.COM
Presenting Partner
Main Sponsors
Sponsors
Organisation GOLFSUISSE 01-18 51
MY GAME
TRAINING
KALTSTART – ABER RICHTIG... Der Golfball weiss nicht – und es ist ihm auch egal –, ob Sie eingespielt sind oder nicht. Die Driving Range vor dem Spiel ist immer noch die beste Vorbereitung. Aber es gibt hier auch ein paar Tipps für einen Start ohne schlechtes Gewissen. MARCUS KNIGHT
«Am besten spiele ich mit einem Kaltstart!»: Aus irgendeinem Grund höre ich diesen Spruch während der Golfsaison sehr oft. Seltsam ist nur, dass ich als Engländer diesen Ausspruch während meiner ersten 25 Jahre in England nie gehört habe. Egal, welche Jahreszeit oder Aussentemperatur, dort haben wir vielleicht unsere Arme ein wenig bewegt oder ein paar Schwünge gemacht mit zwei, drei zusammengefügten Eisen. Es war eher die Ausnahme, auf das Übungsgelände zu gehen, um vor der Golfrunde ein paar Bälle zu schlagen. Trotzdem wurde hervorragendes Golf gespielt, und unendlich viele gute Spieler wurden hervorgebracht.
WIE SIEHT ALSO DIE BESTE VORBEREITUNG AUS?
Ich würde den offensichtlich guten Ratschlägen bezüglich einer professionellen Vorbereitung nie widersprechen. Tatsache aber ist, dass eine grosse Schar von Golfern entweder keine Zeit oder keine Lust hat, sich anständig einzuspielen. Sie ziehen es vor, im Pro Shop oder an der Bar zu verweilen – wohl wissend, dass eine adäquate Vorbereitung allfälligen Verletzungen vorbeugt und zu einem besseren Start beiträgt. Leider muss ich zugeben, dass ich manchmal auch zu dieser Kategorie von Golfern gehöre. Man kann einem alten Hund keine neuen Tricks beibringen! Aber es gibt andere Dinge, um sich auf eine Golfrunde vorzubereiten, und zwar auf eine spielerische Weise, sodass Körper und Geist hundertprozentig parat sind für eine spezielle Golfrunde. Ganz wichtig ist, dass Sie nicht mit einem 52 GOLFSUISSE 01-18
schlechten Gewissen auf die Runde gehen, weil Sie nicht auf der Driving Range waren vor Ihrem Golfrunden-Kaltstart! Ich möchte mit Ihnen ein paar einfache Tricks teilen, die in der Vergangenheit und wohl auch in der Zukunft helfen werden, Ihre Runden friedlicher anzugehen und sicherzustellen, dass Sie mit einem Birdie und nicht einem Bogey ins 2018 starten.
EIN WENIG CHIPPEN
Das Golfspiel ist komplex und bekannt dafür, dass es unsere Gedanken fokussiert und von allem anderen ablenkt. Aber es kann einige Löcher dauern, bis wir diesen Zustand erreichen. Vielleicht haben wir schon einige Fehler gemacht, und unsere positive Einstellung ist schon schwer angekratzt. Um das zu verhindern, lohnt sich ein kurzer Besuch auf dem Putting und Chipping Green. Bewegen Sie ein paar Bälle, wecken Sie das Gefühl in Ihren Fingern. Visualisieren Sie den nächsten Schlag, locker und spielerisch. Auf dem Putting Green sollten Sie nicht die Zwei-Meter-Putts wählen und diese einzulochen versuchen. Nehmen Sie eine Distanz von zehn Metern, mit viel Break. Freuen Sie sich auf diese Herausforderung und verfolgen Sie den Ball mit all seinen Drehungen und Wendungen bis zum Loch. Prägen Sie sich das ein. Wenn Sie lieber chippen, nehmen Sie ein 9er-Eisen oder ein Pitching Wedge. Fokussieren Sie sich nur auf die Rückseite des Balls und treffen Sie mit dem Sweetspot des Schlägerkopfes. Fühlen Sie das Gewicht des Schlägerkopfes mit leichtem Griff und losen Armen und wischen Sie den
Ball weg vom Gras Richtung Ziel. Behalten Sie den Ball im Auge, vom Treffpunkt, wie er fliegt, landet, noch ein paar Mal aufspringt, ausrollt und endlich stillsteht. Jeden Moment, in dem der Ball in Bewegung ist, sollten Sie beobachten und geniessen. Wenn Sie einige Minuten damit verbringen, werden Sie locker und bereit sein, Ihre Golfrunde zu beginnen.
HÖREN UND LERNEN
Vielfach sehe ich Golfer, die vom Parkplatz direkt auf den Abschlag hasten. Wir sind ja so beschäftigt und haben keine Zeit. Schon gar nicht, um auch noch auf die Driving Range zu gehen. Da ist nichts falsch. Es ist, wie es ist. Das bedeutet aber nicht, dass Sie unvorbereitet sind beim ersten Abschlag! Auf dem Weg vom Büro zum Golfplatz können Sie leicht einem passenden Golf-Hörbuch folgen. Ihr Körper braucht trotzdem zwei oder drei Löcher, bis er in Schwung ist. Aber wenn Sie zuhören, wie schöne Golfschwünge visualisiert oder schlechte besser akzeptiert werden können, kann das mehr helfen als 100 Bälle auf der Driving Range. Sie haben sich zwar warm geschlagen, aber Ihr Kopf ist nicht bereit. Wenn Sie lieber etwas Rhythmisches haben, empfehle ich Ihnen, Musik zu hören, die Sie anspricht und in eine gute Laune versetzt. Ich erinnere mich an eine Episode in Florida, wo ich mit Freunden eine Runde Golf spielte. Auf dem Weg zum Golfplatz hörte ich mir mehrmals den Song «The World’s Greatest» von R. Kelly an. Ich spielte dann auch so!
MY GAME
SEHEN UND PROFITIEREN
Wie Sie alle wissen, sind Kopf und Geist beim Golfspiel sehr wichtig. Man kann ihn aber auch bewusst täuschen! Als Junge spielte ich während der Sommerferien manchmal zwei bis drei Runden pro Tag. Danach schaute ich mir die Superstars am TV an und spielte auf der nächsten Runde wie einer von ihnen. Natürlich nicht während 18 Löchern. Aber es war schon erstaunlich, wie ich die Bilder ihrer Schläge kopieren und umsetzen konnte – zumindest im Kopf. Es half mir jedenfalls, besser zu spielen. Ich brauche Youtube jeden Tag. Bei Lektionen zeige ich meinen Kunden lieber einen perfekten Schwung eines Tour-Spielers, der in ihren Köpfen haften bleibt, als ihren eigenen, der möglicherweise Freude und Motivation verdirbt. In Ihrer eigenen Wahrnehmung sollten Ihr Schwung und Ihr Rhythmus ebenso gut aussehen wie bei Ihrem Golf-Idol. Ich bin überzeugt, dass solche Bilder Ihnen helfen, bessere Schläge zu visualisieren.
VERLOREN AUF DER DRIVING RANGE
Wenn Sie Zeit und genügend Motivation haben, um vor der Runde auf die Driving Range zu gehen, sollten Sie sich vorher überlegen, was Sie da wollen. Sie sollen sich aufwärmen und alle Schläge ausprobieren, die Sie dann auf dem Platz brauchen. Es geht also nicht darum, Ihre Technik zu verbessern und Neues zu probieren. Spielen Sie hohe und tiefe Schläge auf verschiedene Ziele. Fühlen Sie mit Armen und Händen die Schwunggeschwindigkeit, damit Sie die korrekte Schlaglänge erreichen. Driving Range vor dem Spiel ist immer noch die beste Vorbereitung. Die zwei Schläge, die zu vermeiden sind, sind erstens der Socket und zweitens der fett geschlagene Ball. Der Socket ist immer unschön
und der Schlag in den Boden noch schlimmer. Darum empfehle ich Ihnen, sich auf der Matte aufzuwärmen. Es sei denn, die Grasnarbe sei perfekt, was selten der Fall ist. Selbst wenn Sie auf der Matte zu tief geraten mit Ihrem Schlägerkopf, fliegt Ihnen kein Dreck an den Kopf, und Ihr Selbstbewusstsein bleibt intakt. Ein weiterer Punkt, den Sie beachten sollten: Beginnen Sie nicht mit den Wedges. Diese Schläger brauchen Sie am meisten auf dem Platz. Verschieben Sie den Einsatz von Pitching und Sand Wegde bis zum Schluss. Dann sind Sie schon gut eingespielt, schlagen diese locker und gehen mit einem guten Gefühl zum Abschlag.
angeschaut, der meine Golfwelt sehr angeregt hat. Ich habe «The Legend of Bagger Vance» nun schon mehrmals angeschaut. Er macht mich jedes Mal glücklich und dankbar dafür, dass ich Golf gewählt habe – oder Golf mich. Wenn Sie ein leidenschaftlicher Golfer sind, werden Sie genau wissen, von was ich spreche. Dieser Film nimmt Sie mit auf eine Reise durchs Golfspiel, wie es schöner nicht erzählt werden kann. Ich empfehle Ihnen diesen wunderbaren Film von Herzen und hoffe, dass er Ihnen hilft, Ihr Spiel noch mehr zu schätzen und zu geniessen. Also keine Kaltstarts mehr – nur noch Starts. Kein schlechtes Gewissen mehr, weil Sie keine
Verschieben Sie den Einsatz von Pitching und Sand Wegde bis zum Schluss. Dann sind Sie schon gut eingespielt, … Gar nicht gut ist es, wenn Ihnen das Einspielen nicht gelungen ist, sie viele Bälle schlecht getroffen haben, sich verkrampfen und in Panik die Driving Range verlassen. Versuchen Sie auf spielerische Weise, den Ball von A nach B zu bewegen. Golf ist ein Puzzle und keine Schönheitskonkurrenz!
FÜR TRÄUMER
Wenn Sie das Golfspiel wirklich lieben – und ich bin sicher, dass die meisten von Ihnen das tun –, habe ich einen kleinen Tipp. Er könnte Ihr Spiel für immer verändern. Alles, was es dazu braucht, ist ein bequemes Sofa, einen Fernseher und einen DVD-Player. Kürzlich habe ich per Zufall wieder einmal einen Film
Bälle geschlagen haben vor der Runde. Sagen Sie dem Ball, wo es hingeht. Geben Sie ihm Ihre Information mit dem Schläger. Er weiss nicht – und es ist ihm auch egal –, ob Sie eingespielt sind. Er wird genau machen, was Sie ihm mitteilen. Visualisieren Sie exakt, wohin Ihr erster Ball fliegt. Der letzte Augenblick vor Ihrem ersten Abschlag ist einmalig. Ein Moment, in welchem Sie voll Optimismus sind und vielleicht Angst, grosse Erwartungen und ein bisschen Hoffnung haben. Speziell auf jeden Fall. Sie sollten dieses grösste aller Spiele geniessen. Seien Sie sich bewusst, dass Sie der Glückliche sind, der es spielt. www.marcusknight.ch
Golf Medical Center – Schulthess Klinik Ihr bester Partner im Flight Medizinische Abklärungen mit schnellem Zugang zu den Spezialisten GolfFitness Training nach der Albatros Methode in Zürich und in Kloten Indoor-Golfabschlagsplatz an beiden Standorten
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GOLFSUISSE 01-18 53
MY GAME
GESUNDHEIT
RICHTIG AUFWÄRMEN Es gilt nicht bloss im Frühling: «It’s time to warm up!» Investieren Sie vor jeder Golfrunde und vor dem Einspielen mit dem Ball mindestens zehn Minuten ins persönliche Aufwärmen. Ihr Körper wird es Ihnen danken. Ohne Warm-up geht kein Balletttänzer auf die Bühne, kein Akrobat in die Manege und kein Kunstturner ans Gerät. Wenn das für diese Disziplinen gilt, warum soll das nicht auch für Golf zutreffen? Längst ist bewiesen, dass beispielsweise beim Fussball ein konsequentes Warm-up vor dem Spiel oder Training die beste Prophylaxe gegen Verletzungen darstellt. Mit dem richtigen Aufwärmen fallen bis zu 50 Prozent weniger Verletzungen an. Auch wenn Golf ohne Körperkontakt auskommt, kann dem Amateurgolfer nur empfohlen werden, was Profi-Spieler schon lange tun. Der «Kaltstart», den manche «Golferhelden» propagieren, sollte möglichst vermieden werden. Das gilt natürlich speziell bei kühleren Temperaturen im Frühling, aber auch in den Golfferien oder im Sommer. Man wird nämlich erst am Loch 3 oder 4 langsam warm, und vor allem setzt man sich freiwillig unnötiger Verletzungsgefahr aus.
Viele Mythen ranken sich seit Jahrzehnten um das Thema Warm-up, und wenngleich noch nicht alle Fragen vollends wissenschaftlich aufgearbeitet sind, so sind sich Sportmediziner doch einig: Ein korrekt durchgeführtes Aufwärmprogramm vor der sportlichen Betätigung macht auf alle Fälle Sinn.
WAS PASSIERT MIT UNSEREM KÖRPER?
Wir bringen unseren Körper im wahrsten Sinne des Wortes auf «Betriebstemperatur»; das Warm-up steigert unsere Körpertemperatur, unsere Herz- und Atemfrequenz geht in die Höhe und die Durchblutung der Muskulatur wird angeregt. Durch diese moderate Belastung bereiten wir Muskeln, Sehnen und Gelenke, aber auch das Herz-Kreislauf-System auf die sportliche Belastung vor. Nicht ausser Acht gelassen werden darf dabei auch der sehr wertvolle mentale Effekt; durch das Warm-up fokussieren wir uns auf die bevorstehende sportliche Herausforderung.
WARM-UP IM GOLFSPORT
Der Golfschwung ist eine faszinierende, komplexe Bewegung und bedarf einer perfekten Koordination von verschiedenen Muskelgruppen und Gelenken. Gerade bei einem so anspruchsvollen Bewegungsablauf ist es immens wichtig, dass dieses Zusammenspiel auf den Punkt funktioniert. Ein ideales Aufwärmprogramm sollte stets sportarttypische Bewegungsabläufe beinhalten. Der Golfschwung stellt einen sehr dynamischen Bewegungsablauf dar. Es macht somit Sinn, sich genau mit diesen dynamischen Elementen auf die Golfrunde vorzubereiten. Als Erstes die Gelenke aufwärmen, dann den Körper «einfach» strecken und beugen, danach folgen die seitlichen Bewegungen. Komplexe Rotationsbewegungen und golfspezifische Aufwärmübungen folgen erst danach und werden als Letztes vor dem Einspielen mit Bällen durchgeführt.
EINFACHE AUFWÄRMÜBUNGEN Es gibt unzählige Warm-up-Übungen. Noemi Carpinelli und André Bossert zeigen auf den folgenden Bildern nur eine kleine Auswahl.
B. Muskeln aktivieren (alle Übungen 5 Mal wiederholen)
A. Gelenke durchbewegen (mobilisieren) Zuerst jedes Gelenk mit Kreisen in beiden Seiten durchbewegen. Beim Kopf reichen «halbe» Kreise, danach von oben bis zu den Fussgelenken jeweils ruhige Kreisbewegungen ausführen.
Kleine Kreise mit dem Kopf. 54 GOLFSUISSE 01-18
Körperstreckung: Arme wippen zwei Mal oben, nach unten führen.
Rückseite aktivieren: Knie beugen und strecken.
MY GAME
Seitbeugung: Arm zur Gegenseite schwingen und zurück in Seitbeugung.
Twist: Gegendrehen vom Oberkörper zum Unterkörper.
TIPP VOM BOSSY: DAS ABCD DES WARM-UP A. Gelenke mobilisieren =Bewegungsumfang vergrössern = mehr Distanz B. Muskeln aktivieren = Explosivkraft aufbauen = mehr Distanz C. Golfspezifische Übungen = Schwungablauf verinnerlichen = mehr Konstanz Aufdrehen: schwungvolles Aufdrehen, Arm schwingt zurück.
Side to Side: schwungvoll drehen mit Gewichtsverlagerung.
D. Einspielen mit dem Ball = Rhythmus und Timing = mehr Konstanz
C. Golfspezifische Übung
Schwungvorbereitung: Golfausgangsstellung – schwungvolles Drehen in Rückschwung – Shift Richtung Ziel – rotieren und durchschwingen bis zur Endposition.
SCHULTHESS KLINIK Die Schulthess Klinik ist ein Swiss Olympic Medical Center. Das Golf Medical Center der Schulthess Klinik bietet Golf-Fitnesstraining nach der Albatros Methode in Zürich und Kloten an. An beiden Standorten steht auch ein Indoor-Abschlagplatz zur Verfügung. www.golfmedcenter.ch
Dr. med. Philipp Sacherer Oberarzt Sportmedizin Schulthess Klinik
Dr. med. Tomas Drobny Leiter Golf Medical Center Schulthess Klinik
Gabi Tobler Head Instructor Albatros Training
André Bossert Golfexperte und Playing Pro
GOLFSUISSE 01-18 55
TOP GOLF MARCO ITEN
DER AUFSTEIGER
Lange galt der Zürcher Marco Iten als «Spätzünder», in seinem ersten vollen Jahr als Profi wurde er zum «Aufsteiger». Auch dank des Engagements der ASG leistet sich der 27-Jährige nun für die Challenge Tour einen professionellen Caddie. STEFAN WALDVOGEL «Ein Zürcher träumt vom Ryder Cup», titelte der Zürcher Tages-Anzeiger diesen Sommer ein grosses Portrait; die NZZ schrieb im Januar über den rasanten Aufstieg des Neo-Profis. Dazwischen vermeldete sogar der Blick, dass Marco Iten als bisher einziger Schweizer in der Weltrangliste besser klassiert ist als Tiger Woods. «Ich musste schmunzeln, als ich es las», erinnert sich Iten. Das sei lustig, aber natürlich könne er sich davon nichts kaufen, ergänzt der bestklassierte Schweizer Profi. Dank zwei frühen Siegen auf der Pro Golf Tour hatte Iten in der Weltrangliste auch seinen Kollegen Joel Girrbach überholt. Der drei Jahre jüngere Thurgauer wechselte früher ins Profilager und realisierte bei der Swiss Challenge 2017 seine ersten ProfiSiege. Die Übersicht auf den folgenden Seiten zeigt, wer von den einheimischen Professionals wo spielt und was sie zuletzt erreicht haben. Klar ist, Iten gilt aktuell als Aufsteiger. Zuletzt hatte er die direkte Qualifikation an der European Tour School in Spanien bloss um zwei Schläge verpasst. «Das und die ersten Auftritte in Australien und Südafrika im Dezember auf der grossen Tour haben mir gezeigt, dass ich aktuell nahe dran bin», freut sich der Spätzünder auf den Start in die neue Saison.
MIT DRUCK UMGEHEN
Marco Iten (27), knapp besser klassiert in der Weltrangliste als Tiger Woods. 56 GOLFSUISSE 01-18
Er sei nie als Ausnahmetalent betrachtet worden, sagt Marco Iten. «In meinem Jahrgang lag ich stets zurück, auch im Wachstum.» Mit 16, 17 machte er dann einen Schub und ist nun 1,85 Meter gross und athletisch. «Nach der Matur wäre ich noch nicht bereit gewesen für ProfiGolf», sagt Iten. Ursprünglich hatte er einmal geplant, an der Uni Zürich zu studieren. Das erste Jahr an der Austin Peay State University in Tennessee war zunächst als Austauschjahr gedacht. Es habe ihm in den USA aber sehr gut gefallen; er habe immer besser gespielt, und
aus dem Teilstipendium wurde relativ schnell eine 100-prozentige Unterstützung durch die Uni. Iten konnte sich als Nummer eins im Team etablieren, und damit schien es für ihn erstmals möglich, sein Glück als Tour-Profi zu versuchen. «Vorher war es bloss ein Traum, aber in den USA wuchs die Einsicht, dass ich es vielleicht schaffen könnte, meinen Lebensunterhalt mit Golf zu verdienen», erinnert sich Iten an die wichtige Zeit in den Staaten. Im College Golf hat er gelernt, mit Druck umzugehen: «Das Team besteht aus zehn Leuten, fünf davon können ein Turnier bestreiten, und du musst dich praktisch jede Woche neu beweisen», sagt er über den sportlichen Alltag an der Uni. Ursprünglich wollte der lange Zeit beste Schweizer Amateur gleich nach dem Bachelor auf die Profi-Tour. Der Coach der schottischen Spitzenmannschaft Stirling überzeugte ihn dann, in Schottland ein Master-Studium anzuhängen und sich auch sportlich noch weiterzuentwickeln. Das sei wohl der richtige Entscheid gewesen. «Es bringt nichts, wenn man zu früh ins Profilager wechselt; die Konkurrenz ist brutal, und die Umstellung, wenn man plötzlich um Geld spielt, grösser, als manche denken», bringt er es auf den Punkt.
NEU MIT CADDIE UNTERWEGS
Mit den vielen Reisen sei es «öfters drunter und drüber» gegangen, nun habe er sich – nach einem vollen Profi-Jahr – daran gewöhnt, erzählt Iten kurz vor dem Abflug zu den ersten Vorbereitungsturnieren für die neue Saison. Die grösste Umstellung sei für ihn wohl die Arbeit mit einem Caddie, erläutert der 27-Jährige, der bisher in den allermeisten Fällen alleine auf dem Golfplatz unterwegs war. Mit dem Schotten Fraser O’Neill an seiner Tasche hat er schon fünf Turniere bestritten und «ein gutes Gefühl» bekommen. Gerade in schwierigen Situationen und bei kniffligen Entscheidungen könne es
TOP GOLF
durchaus helfen, jemanden mit Erfahrung an seiner Seite zu haben, fügt er an. «Wenn ich schon sehr gut spiele, kann der Caddie auch nicht mehr viel positiv beeinflussen», lacht Iten. Er sei sehr froh um die Unterstützung durch den Verband. «Auch mit einer gewissen Medienpräsenz ist es nicht einfach, Firmensponsoren für sich zu gewinnen. Dank der ASG ist die Basis für mein Budget gedeckt, ein Teil davon fliesst sicher ins Honorar des Caddies», erläutert Iten die neue Perspektive für das laufende Jahr.
Statt in offerierten Suiten hausen die Profis auf der Pro Golf Tour meist gemeinsam in günstigen Airbnb-Wohnungen. «Das günstigste Zimmer kostete mich vergangene Saison genau 10 Franken pro Nacht, das war in Danzig und für mich eine super Erfahrung.» Nach den Turnierrunden kochen sich die Jungprofis in der Regel etwas. «Das ist günstiger, als im Restaurant oder Hotel zu essen», erläutert Iten das Leben als Budget-Golfer. Auf der Challenge Tour gehört künftig immerhin ein warmes Mittagessen während den Turniertagen zu den Annehmlichkeiten. «Bei den Hotels bleibt mein Budget bescheiden», erzählt Iten, der von Jahreskosten von gut 70’000 Franken ausgeht.
BILLIGSTES ZIMMER: 10 FRANKEN
Dank seiner Spieler-Kategorie kann der Master in Sportmanagement die Saison auf der Challenge Tour nun seriös planen. Bis im August wisse er, wo er antreten werde. Klar gehört es für ihn immer noch dazu, alles selber zu organisieren. Während die Stars im Privatjet zu den Turnieren reisen, heisst es auf den unteren Stufen im Profi-Zirkus: «So billig wie möglich fliegen und logieren.» In Marokko sei die gemietete Wohnung nicht geheizt gewesen, und so musste er im Supermarkt einen Camping-Heizer kaufen. «Man weiss nie, was einen erwartet, aber das macht es ja spannend.»
Er wohnt zwischen den Turnieren bei seinen Eltern in Niederglatt und verzichtet auf ein eigenes Auto. «Ich spüre die Unterstützung durch meine Eltern sehr stark», fügt der jüngere von zwei Brüdern an. Sport war im Hause Iten immer ein grosses Thema. Schliesslich arbeiten Mutter Edith und Vater Heiner als Turn- und Sportlehrer an der Kantonsschule Zürich Nord, respektive im akademischen Sportverband
Zürich. In den Ferien in den USA hatte Heiner seinen Sohn erstmals auf die Driving Range mitgenommen, später in den Golfclub Rheinblick. Zum fünften Geburtstag habe er ein abgesägtes Eisen vier erhalten, erinnert sich Iten. Immer noch steht es in seinem Zimmer: «Ich mache damit ab und zu Trockenübungen», erzählte er der Schweizer Illustrierten.
ZIEL NÄCHSTER AUFSTIEG
Sein persönliches Saisonziel wäre der nächste Aufstieg auf die European Tour. Die besten 15 Ende Jahr qualifizieren sich für die höchste Stufe im europäischen Golf. «Mein grosser Traum ist es, im Ryder Cup zu spielen. Das wäre das höchste aller Gefühle.» Dazu wären ganz viele Spitzenresultate auf der Tour nötig. Laut der Weltrangliste rangierte Iten auch noch Anfang Februar (ganz knapp) vor Tiger Woods. «Sobald der Superstar aber wieder mehr spielt, wird Tiger Woods wieder ganz weit vorne anzutreffen sein», ist er überzeugt. «So einen wie Woods wird es in den nächsten 50 Jahren garantiert nicht mehr geben», ist er sich sicher.
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TOP GOLF
18 SCHWEIZER PROFIS VON A –Z
VORNAME NAME
DAVIDE ALBERTINI
GREGORI BAUMANN
ANDRÉ BOSSERT
JEAN-LUC BURNIER
Geburtstag
21.03.91
17.05.85
14.11.63
03.04.79
Pro seit
2014
2011
1990
2006
Wohnort
Marbella
Genf
Zürich
Vevey
Heimclub
Swiss PGA
Esery
Zumikon
La Côte
Haupttour 2018
Pro Golf Tour, Alps Tour
Pro Golf Tour
European Senior Tour
China Tour
Ziel 2018
Challenge Tour
European Tour 2019
Tour und alle drei Majors spielen
Karte für China Tour behalten
Grösster Erfolg
9. Platz Memorial Olivier Barras
2 Siege auf der Pro Tour
Sieg Cannes Open, European Tour
Qualifikation China Tour für 2018
Webseite
www.davidealbertini.ch
-
www.andre-bossert.ch
www.jlbgolf.pro
-
-
Andre Bossert
jlburnier
-
-
BossyGolf
jlucbubu
dade_albertini
labaums
-
jlburnier
3 wichtigste Sponsoren
Cornercard
Serenité SA, Homegolf, Swiss Perf Training
Schulthess Klinik, Andermatt, Grand Resort Bad Ragaz
Sir, Rovagro, The Dewberry
3 wichtigste Schläger
Holz 3, Eisen 7, Putter
Driver, Eisen 8, 56 Wedge
Holz 5, Eisen 6, Putter
Eisen 5, PW, Putter
58 GOLFSUISSE 01-18
TOP GOLF
Folgende Playing Pros antworteten nicht auf die Umfrage von GOLFSUISSE:
• Amacher Edouard • Baraschi Eva • Brouchoud René-Pierre • Capaul Marcel
• de Sousa Raphaël • Gabella-Wenne Arthur • Gilmartin Olivier • Gurini Andrea
• Messiqua Alex • Pfister Tim • Svanberg Fredrik
MATHIAS EGGENBERGER
ZENO FELDER
LUCA GALLIANO
JOEL GIRRBACH
MARCO ITEN
13.12.91
19.03.92
09.10.85
19.07.93
26.07.90
2017
2016
2007
2014
2016
Schaan/Liechtenstein
Hünenberg
Italien
Ermatingen TG
Niederglatt
Bad Ragaz
Ennetsee
Swiss PGA
Lipperswil
Rheinblick
Pro Golf Tour
Pro Golf Tour
Pro Golf Tour / Challenge Tour
Challenge Tour / European Tour
Challenge Tour
Challenge Tour
Challenge Tour
Challenge Tour Karte
European Tour Karte
Top 15 Challenge Tour
40. Rang Omega European Master Crans Montana (AM)
11. Rang Pro Golf Tour
Bester Schweizer am Omega European Masters (2017)
Sieg Swiss Challenge Tour 2017
2 Siege auf Pro Golf Tour 2017
www.mathiaseggenberger.com
www.zenofelder.ch
www.gallogolf.com
www.joelgirrbach.ch
www.marcoiten.ch
-
zfelder
gallogolf
Joel Girrbach
marco iten golf
GolfingEggi
-
@gallo_golf
joelgirrbach
-
mathias_eggenberger
zenhard
gallo_golf
Joel Girrbach / Joel Girrbach Golf
marco.iten
Ivoclar Vivadent, LPM-Group
InterCheese, Andermatt Swiss Alps, Titleist
SR Carnosyn
Kunststoff-Packungen AG, Ifolor AG, Audi
ASG, Birdie Club, Syntax
Holz 3, Eisen 7, Putter
Holz 3, Eisen 7, 56 Wedge
Driver, Eisen 6, 58 Wedge
Driver, Eisen 7, 56 Wedge
Driver, Holz 3, Putter
GOLFSUISSE 01-18 59
TOP GOLF
18 SCHWEIZER PROFIS VON A –Z
VORNAME NAME
ALAIN JEANRENAUD
ANAÏS MAGGETTI
MELANIE MÄTZLER
VALERIA MARTINOLI
Geburtstag
16.12.91
09.12.90
09.02.88
19.05.92
Pro seit
2015
2012
2011
2015
Wohnort
Genf
Losone
Bad Ragaz
Locarno
Heimclub
Esery
Gerre Losone
Bad Ragaz
Ascona
Haupttour 2018
Pro Golf Tour
LET Access Series, CLPGA (China)
LET Access Series
LET Access Series
Ziel 2018
Challenge Tour
Top 5 LET Access Order of Merit
Top 5 LET Access Order of Merit
Top 5 Platz LET Access Turnier
Grösster Erfolg
3. Rang in Paris
8. Rang LET Lalla Meryem Cup
7. Rang LET Lalla Meryem Cup
3 Mal Team EM gespielt
Webseite
-
www.anaismaggetti.ch
www.melaniemaetzler.ch
www.valeria-martinoli.ch
Alain Jeanrenaud
Anais Maggetti LET Golf Professional
Melanie Mätzler
Valeria Martinoli
-
-
melaniemaetzler
-
alainjeanrenaudgolf
-
melaniemaetzler
_vale_mart_
3 wichtigste Sponsoren
Esery Golfclub und Familie
Golffreunde
Flumserberg, Grand Resort Bad Ragaz, Ruckstuhl Garagen
Golfclub Ascona, Verzinkerei Wollerau
3 wichtigste Schläger
Driver, Eisen 7, Putter
Eisen 4, Eisen 7, Putter
Holz 5, Eisen 7, 56 Wedge
Driver, Eisen 8 und Pitching Wedge
60 GOLFSUISSE 01-18
TOP GOLF
EVA-MARIA MÖHWALD
CLARA PIETRI
CAROLINE ROMINGER
MARTIN ROMINGER
BENJAMIN RUSCH
31.03.83
04.02.95
15.05.83
03.05.79
25.07.89
02.05.14
2016
2009
2005
2015
Küsnacht
Genf
Zürich
Hünenberg
Weinfelden
Golf &Country Club Zürich
Bossey
Engadine Golf Club
Engadine Golf Club
Lipperswil
LET Access Series
LET Access Series
LET Access Series
Sunshine Tour
Pro Golf Tour
Top 50 LET Access Series
Ladies European Tour
Top 5 LET Access Order of Merit
zwei internationale Turniere gewinnen
Drei Siege auf der Pro Golf Tour
T-3 British Open Pre-Qualifier 2016
Sieg BMW Matchplay 2017
CH Meister Stroke und Matchplay 2017
12. Rang World Cup, Barbados
2. Rang Pro Golf Order of Merit 2015
-
www.clarapietri.ch
www.carolinerominger.ch
www.martinrominger.ch
www.benjaminrusch.ch
-
Clara Pietri - Swiss Playing Pro
Caroline Rominger
Martin Rominger
-
EMoehwald
Clara Pietri
Crominger_Golf
MartinRominger
-
Emoehwald
clara_pietri
Swissgolfgirl
mrcustomgolf
benirusch
Moehwald AG
ASGI, Jiva Hill, The Art of Golf
Zollikofer Garage Infiniti, At Hena, Callaway
Kjus, BB, ASGI
Delta Security, Dhollandia
Holz 3, Eisen 7, Putter
Holz 3, Eisen 8, Putter
Driver, Eisen 6, 54 Wedge
Holz 3, Eisen 5, 56 Wedge
Driver, Wedges, Putter
GOLFSUISSE 01-18 61
TOP GOLF
FTEM ODER DER «IDEALE ATHLETENWEG» Vom Kind zum Spitzensportler: Der Weg ist für alle lang. Mit einem neuen «Rahmenkonzept» für alle Sportarten bietet Swiss Olympic die Basis für alle Beteiligten in der Athletenentwicklung. Golf gehört zu den ersten, die das Konzept konkret umsetzen. STEFAN WALDVOGEL
«Bisher wurden die Kinder vor allem entsprechend ihrer Alterskategorie gefördert und allenfalls vom Verband unterstützt. Beim neuen Konzept entscheidet nicht das Alter, sondern das aktuelle Niveau», bringt es Florian Peiry von Swiss Olympic vereinfacht auf15:30:25 den Punkt. FTEM_Lay_Visual16_bearbeitet_HighRes.pdf 1 01.02.2018 «Es braucht ein gemeinsames Grundgerüst und eine gemeinsame Sprache aller Beteiligten. Nicht nur intern bei der ASG, sondern zwischen allen Akteuren, die einen Beitrag zur Sportförderung leisten», ist der Betreuer von insgesamt 15 Verbänden bei Swiss Olympic überzeugt.
Zusammen mit dem Bundesamt für Sport (BASPO) hat der Dachverband des Schweizer Sports das Konzept FTEM entwickelt. Das Kürzel FTEM erklärt sich nicht auf den ersten Blick. Es steht für Foundation, Talent, Elite und Mastery. Das Grundgerüst oder quasi der «ideale Weg» gilt grundsätzlich für alle Sportarten. Der Schweizer Skiverband, aber auch etwa die Schwimmer und Fussballer, orientieren sich an den vier wichtigen Stufen, die quasi der rote Faden der Athletenentwick-
BREITENSPORT
LEISTUNGSSPORT
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Dominieren der Sportart
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International Erfolg haben *
Die Schweiz (int.) repräsentieren *
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Potenzial bestätigen
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Durchbruch und belohnt werden
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Sportartspezifisches Engagement und/oder Wettkampf
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Trainieren und Ziele erreichen
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Anwenden und variieren der Bewegungsgrundformen
Gelegentlich Wettbewerb
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62 GOLFSUISSE 01-18
Entdecken, erwerben und festigen der Bewegungsgrundformen
Die Turniere werden weiterhin mit diesen Alterskategorien durchgeführt, das Umfeld vom Training bis zu den wichtigsten Bezugspersonen ändert im Idealfall mit den verschiedenen Stufen auf dem langen Weg vom Anfänger zu einem möglichen Star.
BREITEN- BIS SPITZENSPORT
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lung sind. Der Golfverband gehört zu den ersten Verbänden, welche den Leitrahmen bereits an ihre Bedürfnisse angepasst haben. Für ASGAusbildungschef Marcel Meier ist «FTEM der ideale Rahmen. Er hilft dem Verband, gezielt zu analysieren, welcher Athlet wann welche Unterstützung und Inputs benötigt. Das Alter spielt hier nur noch eine untergeordnete Rolle, zu gross sind die Unterschiede innerhalb der klassischen Kategorien wie U-12 oder U-14.»
* Mannschaftssportarten: Engagement in einem
Profiverein in der höchsten Liga in der Schweiz oder im Ausland (E1) und internationale Einsätze mit Nationalmannschaft (E2)
Auf der ersten Stufe, Foundation, geht es beispielsweise vor allem ums «Entdecken, Erwerben und Festigen der Bewegungsgrundformen» bis hin zu einem gelegentlichen Wettbewerb. Die Phase Talent beginnt mit «Potenzial zeigen», diese muss bestätigt werden. Nur wer gut 20 bis 25 Stunden pro Woche in Golf und Fitnesstraining investieren kann, schafft üblicherweise den Sprung auf die Stufe Elite. Dort geschieht dann in der Regel auch der Übergang vom Amateur zum Professional. «Diese klare Unterteilung von Amateur und Profi gehört zu den Besonderheiten im Golf und macht es für viele nicht einfach», urteilt Swiss-Olympic-Vertreter Peiry im Vergleich zu anderen Sportarten. Im Kunstturnen gelte man als 20-Jähriger schon fast als alt, im Golf kann man dagegen sehr viel länger an der Spitze mitspielen, illustriert er eine weitere «Spezialität» des Sportes. Bei praktisch allen international erfolgreichen Golfern führe der Weg über ein College im Ausland; auch dies müsse man bei der Planung einer Karriere im Kopf haben, fügt er an.
TOP GOLF
«Obwohl viele Schweizer Golferinnen und Golfer diesen Weg in Amerika eingeschlagen haben, bleibt die höchste Stufe, Mastery, in unserem Sport zumindest vorläufig ein Traum», ergänzt Ausbildungschef Marcel Meier. Dafür müsste man auf höchster Stufe, sprich Majors, dominieren. Das trifft beispielsweise auf Roger Federer im Tennis zu (siehe Grafik). Auch wenn die höchste Stufe «vielleicht unerreichbar
bleibt», helfe das Konzept allen Beteiligten, ist Meier überzeugt.
AUCH FÜR DIE ELTERN
Die Athletenentwicklung sei komplex, aber die internationalen Erfahrungen hätten gezeigt, dass ein solcher gemeinsamer Rahmen nützlich sei für die weitere Förderung. Gerade zu Beginn seien die Eltern die wichtigsten Bezugspersonen, später
würden dann Junioren-Captain oder Elite-Coach zu den entscheidenden Begleitern auf dem Weg. «Es hilft, wenn schon die Eltern ein Gefühl dafür bekommen, was an Trainings- und anderem Aufwand in etwa erwartet wird», erläutert auch Peiry von Swiss Olympic. Solche sportartspezifischen Informationen seien auch für die Schulen oder Kantone relevant. Die Details könne jeder Sportverband für sich ausarbeiten.
JUNIOREN-CAPTAINS-TREFFEN: POSTER FÜR ALLE JUNIOREN Zum Abschluss des diesjährligen Treffens in Magglingen gab es für jeden einzelnen Junioren-Captain eine grosse Tasche mit brandneuen Postern. Diese zeigen den «idealen Weg» vom Anfänger zum Spitzensportler. David Egli, Leiter der Abteilung Sport Swiss Olympic, erläuterte den Junioren-Captains das Konzept FTEM persönlich (siehe Haupttext). Für die Verantwortlichen in den Clubs
sind diese Landkarten eine wichtige Orientierungshilfe. «Sie zeigen, wer wo welche Rollen innehat», sagt ASG-Ausbildungschef Marcel Meier. Jeder Club bekommt deshalb zwei grosse Poster im A2-Format zum Aufhängen. In der ASG-Tasche erhielten die Junioren-Captains zudem je ein A3-Poster für jeden Junior und jede Juniorin im Club. «Es wäre schön, wenn möglichst viele Junioren diesen idealen Weg auch bei sich zuhause visualisierten», ergänzt
Meier. Das Handbuch für die Junioren-Captains wurde entsprechend ebenfalls angepasst. Beim direkten Austausch mit den Verantwortlichen präsentierten die ASG-Delegierten Claudia Wörrle-Krakau und Marc Vuillemin unter anderem die detaillierten Informationen zur neuen «Junior Tour Challenge». Das Poster zum neuen Konzept kann unter www.golfsuisse.ch/asg/ftem.cfm heruntergeladen werden.
SPIELEND DEM SCHWEIZER SPORT HELFEN Im Dezember hatte ein glücklicher Lottogewinner aus dem Kanton Zürich die Rekordsumme von 157,5 Millionen Franken gewonnen. Der Schweizer Sport bekam 2017 sogar noch etwas mehr aus den Erlösen von Swiss Lotto und EuroMillions. Swisslos und die Loterie Romande bieten in der Schweiz im Auftrag der Kantone die bekannten und beliebten Lotterieprodukte wie Swiss
Lotto, EuroMillions, Lose und Sportwetten an. Ihr Reingewinn kommt vollumfänglich der Gemeinnützigkeit zugute. So flossen 2017 mehr als 160 Millionen Franken an Lotteriegeldern in den Schweizer Sport. Der grösste Teil wird über die Kantone an den Breitensport verteilt. Rund 55 Millionen stellen Swisslos und die Loterie Romande der Sport-Toto-Gesell-schaft zur Verteilung an den nationalen Sport (namentlich
an Swiss Olympic, die Sporthilfe, den Schweizer Fussball und das Schweizer Eishockey) zur Verfügung. Golf profitiert direkt von der finanziellen Unterstützung durch Swiss Olympic. Dank dem neuen Status als Olympische Disziplin erhält der Schweizerische Golfverband für seine Trainer nun seit 2017 pro Jahr 200’000 Franken zusätzlich. GOLFSUISSE 01-18 63
TOP GOLF
5. VP BANK LADIES OPEN IN GAMS
«STOLZ AUF DAS KLEINE JUBILÄUM» Anfang Mai organisiert der Verband Schweizer Sportartikel-Lieferanten mit Guido Mätzler und Gabi Nauer bereits zum fünften Mal das einzige Profi-Turnier Frauen in der Deutschschweiz. GOLFSUISSE sprach mit dem Turnierorganisator über den Jubiläums-Event in Gams und die beiden Frauen-Touren. Bereits im Herbst erhielten wir die ersten Anfragen für das ProAm, und seit Anfang Januar sind alle Plätze ausverkauft. Das Swiss Seniors Open im nahen Bad Ragaz wird ab 2018 als ProAm ausgetragen. Wäre das auch eine Option? Kurzfristig eher nicht. Das ginge nur bei einem viel kleineren Feld. Wir sehen es aber als unsere Aufgabe an, möglichst vielen Nachwuchsspielerinnen eine Startgelegenheit auf der Tour zu geben. In einem solchen Format wäre dies nicht mehr möglich, da wäre ganz sicher auch kein Platz für eingeladene Amateurspielerinnen aus der Schweiz. OK-Präsident Guido Mätzler (ganz rechts) zählt darauf, dass Linda Henriksson (Mitte) zur Titelverteidigung in die Ostschweiz kommen wird. Für die treuen Sponsoren und Partner organisieren wir am Finalsonntag 8. Mai noch einen kleinen Event, dazu planen wir einen Rückblick beim Galaabend im Grand Resort Bad Ragaz.
OK-Präsident Guido Mätzler. Sie feiern diesen Frühling bereits ein kleines Jubiläum, die 5. Ausgabe des LET Access Turniers in Gams. Gibt es diesmal etwas Spezielles? Guido Mätzler: Einer meiner Wünsche ging in Erfüllung. Wir spielen erstmals vom Freitag bis am Sonntag. Bisher war die Finalrunde jeweils am Samstag. Nun sind am Samstag sicher noch alle Schweizerinnen zu sehen, beim Final am Sonntag erhoffen wir uns ebenfalls zusätzliche Zuschauer. Die Mitglieder von Gams verzichten auf ein ganzes Golfwochenende, für den Anlass ist das aber sicher ein weiterer positiver Schritt. 64 GOLFSUISSE 01-18
Wenn Sie selber auf die erste Ausgabe zurückblicken, was sehen Sie da? Anfangs wurden wir etwas belächelt. Mit jedem Turnier sind wir aber Schritt für Schritt weitergekommen. Dazu haben ein toller Club und ein ganzes Team mit vielen freiwilligen Helfern beigetragen. Es macht mich schon stolz, dass wir bereits ein kleines Jubiläum feiern können. Mit dem Einstieg des Titelsponsors VP Bank 2017 konnten wir auch prestigemässig nochmals deutlich zulegen. Das ist auch eine Art Dank für die viele Arbeit, die wir ins Turnier stecken. Wie waren die Reaktionen des Hauptsponsors VP Bank nach dem ersten gemeinsamen Event? Sehr positiv. Das bezieht sich einerseits auf das Medienecho, vor allem aber auch auf die Reaktionen der Kunden und Mitarbeiter. Die Teilnehmer des ProAms schwärmten von der angenehmen Atmosphäre und den topmotivierten Proetten.
Das VP Bank Ladies Open presented by ASG gilt als eine Art «Vorzeige-Turnier» auf der LET Access Tour. Wie entwickelt sich die Tour insgesamt? Die LET Access ist ja ein Teil der Ladies European Tour. Dort gab es im vergangenen Jahr bekanntlich sehr grosse Probleme. Für die Spielerinnen blieben nur noch drei Turniere in Europa übrig; viele Veranstalter haben sich zurückgezogen, und es gab heftige Proteste gegen die Führung. Nun ist ein neuer Chef am Ruder. Wir spüren deutlich eine bessere Gesprächsbereitschaft mit uns als Turnierveranstalter. Bisher wollte man die LET Access Tour eher klein halten, mit der jüngsten Entwicklung könnten auch die Preisgelder etwas nach oben angepasst werden. Das ist auch für uns mittelfristig ein Ziel. In Evian und Bossey gab es vergangene Saison zwei neue Turniere auf der LET Access. Nun ist für Juni 2018 ein weiterer Event in Lavaux geplant. Hilft das Ihnen auch? Es ist sicher positiv für die Spielerinnen, aber auch für uns, wenn zusätzliche Turniere auf den Kalender kommen, zumal auf der Ladies European Tour für 2018 weiterhin noch sehr vieles unklar ist. Wir begrüssen jede Gelegenheit, professionelles Frauen-Golf bei uns zu präsentieren.
TOP GOLF
NOCH MEHR «GOLF4GIRLS» «Die ASG unterstützt das LET Access Turnier in Gams seit der ersten Ausgabe vor fünf Jahren finanziell und mit viel Herzblut», sagt Generalsekretärin Barbara Albisetti. «Für uns ist der Event enorm wichtig, weil er unseren Profis und Amateurinnen eine ideale Startgelegenheit bietet und wir das Frauengolf bei uns so präsentieren können», fügt sie an. Der Golfverband übernimmt als Patronatsgeber das Preisgeld und organisiert während des Turniers zusätzlich eigene Aktivitäten. So werden auch dieses Jahr wieder Girls aus der ganzen Schweiz an
Was erwarten Sie sportlich vom zweiten Turnier der Saison auf der LET Access Series? Bei mir treffen wöchentlich Anfragen für Wild Cards ein. Namen kann ich verständlicherweise so weit im Voraus nicht nennen, aber ich bin überzeugt, dass die Nachfrage nach Startplätzen bei der VP Bank Ladies Open erneut sehr gross sein wird und das Spielerinnenfeld entsprechend stark. Von den Schweizerinnen erhoffe ich mir, dass mindestens drei oder vier den Cut schaffen.
den Finaltag eingeladen, dies im Rahmen des Programms «Golf4Girls». Die Mädchen im Alter von 7 bis 12 können Turnierluft schnuppern, begleiten die Finalistinnen und veranstalten einen kleinen Wettbewerb. «Wir hatten durchwegs positive Reaktionen auf den Event, wenn möglich wollen wir dieses Jahr noch mehr Girls die Reise nach Gams ermöglichen», erläutert Albisetti. Die Anmeldung für «Golf4Girls» läuft über die Junioren-Captains der Clubs.
VP Bank Ladies Open 2018 presented by Association Suisse de Golf. 4. bis 6. Mai, GC Gams-Werdenberg. Ein Turnier der LET Access Series, 40’000 Euro Preisgeld. Eintritt frei. www.spaf-golf.ch
An Präzision gewinnt, wer das Ziel im Auge behält.
VP Bank AG · Aeulestrasse 6 · 9490 Vaduz · Liechtenstein T +423 235 66 55 · info@vpbank.com · www.vpbank.com
9. SWISS CHALLENGE
«DER SCHWEIZER SIEG HALF VIEL » Erstmals startet mit Joel Girrbach ein Schweizer Titelverteidiger bei der Swiss Challenge. Turnierdirektor Daniel Weber hofft auch bei der neunten Ausgabe auf einen Exploit der einheimischen Profis. STEFAN WALDVOGEL
«Der letztjährige Sieg von Joel Girrbach hat uns vor allem punkto Medien viel geholfen», sagt Turnierdirektor Daniel Weber im Rückblick. Diverse nationale Zeitungen widmeten dem «historischen Erfolg» grössere Geschichten. Auch für das Zuschauerinteresse sei es natürlich wichtig, wenn die Schweizer Profis am Finaltag noch vorne mitspielen können, ergänzt er. Für die Playing Professionals sei der einzige Deutschschweizer Event der Challenge Tour mittlerweile der wichtigste Anlass. Das Turnier heisst offiziell Swiss Challenge presented by Association Suisse de Golf. Die ASG übernimmt das Preisgeld, sie erhält damit unter anderem wichtige Startgelegenheiten für Schweizer auf anderen Challenge Tour Events. Beim Heimspiel in Sempach stehen rund zehn Startplätze für Schweizer zur Verfügung, bei der Rolex Trophy in Genf ist jeweils höchstens einer eingeladen. «Wir wollen uns nicht mit der Rolex Trophy vergleichen, dort spielt man ein anderes Format, quasi ein Privatturnier des wichtigsten Geldgebers im Golf», sagt Weber auf eine ent-
sprechende Frage. Das ProAm sei auch auf Golf Sempachersee ein wichtiger Teil des Erlebnisses, trotzdem bleibe man wohl beim konventionellen Format mit ProAm-Runde vor dem offiziellen Turnier.
DAS SPRUNGBRETT DER STARS
Gerade die jüngeren Spieler möchten laut Webers Erfahrung am liebsten «unter sich bleiben». Sie seien so fixiert auf ihre sportliche Karriere, dass sie praktisch nur noch an sich denken und alles rund um sie ausblenden. «Viele Profis haben noch nicht verstanden, dass sie vor allem auch Teil eines Unterhaltungsgeschäftes sind», bringt es Weber auf den Punkt. Man versuche immer wieder, Spitzensport und Unterhaltung zu kombinieren; wenn noch ein Schweizer vorne mitspielt, umso besser. Allerdings weiss auch Weber, wie stark und ausgeglichen die 156er-Felder auf der Challenge Tour mittlerweile sind. Das sportliche Niveau sei enorm und werde öfters unterschätzt. «Der Amerikaner Brooks Koepka spielte 2012 das
allererste Profi-Turnier bei uns, mittlerweile ist er in den USA ein Superstar.» Nicht ganz so rasant sei die Entwicklung bei dessen Landsmann Julian Suri. Bei der Swiss Challenge 2017 wurde er Dritter, einige Wochen später hat er sich mit dem European-Tour-Sieg in Dänemark schon auf die grosse Tour gespielt. Zu Recht verkaufe sich die Challenge Tour deshalb als Sprungbrett für künftige Stars. Insgesamt 29 Events stehen dieses Jahr auf dem Tour-Programm, drei Turniere mehr als noch 2017. Die Saison beginnt am 22. März gleich mit dem grössten Preisgeld von 500 000 Dollar beim Barclays Kenia Open. Die neunte Ausgabe der Swiss Challenge von Ende Mai ist das 9. Turnier im Kalender, gespielt wird dabei um insgesamt 210 000 Franken, 30 000 Franken mehr als noch vor einem Jahr. Tickets unter www.swiss-challenge.com Besucherinnen und Besucher unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
UNVERGESSLICHER VOLUNTEER-EINSATZ Schauen Sie den Golf Cracks über die Schultern und geniessen Sie internationale Turnieratmosphäre. Als Helfer an der Swiss Challenge auf Golf Sempach sind unvergessliche Erlebnisse garantiert. Um den Grossanlass zu ermöglichen, braucht es jedes Jahr 300 freiwillige Helferinnen und Helfer. Wir fragten drei von ihnen, was ihnen bei der Swiss Challenge besonders gefällt.
66 GOLFSUISSE 01-18
Rene Wick, Volunteer Logistics (u. r.) «Als Helfer kann man in ungezwungener Atmosphäre europäische Tour-Luft schnuppern und auf einfache Art mit den Professionals in Kontakt kommen. Der ganze Anlass ist äusserst professionell organisiert und die Volunteers fühlen sich miteinbezogen. Ein wirklich toller Anlass.»
André. Fleischli, Volunteer Forecaddy (o. r.) «Einen Grossanlass wie die Swiss Challenge muss man einfach unterstützen, wenn man Freude an Golf hat.» Patrick. Calzascia, Volunteer Forecaddy & Marshal (u. l.) «Seit fünf Jahren bin ich als Forecaddy oder Marshal im Einsatz und lerne jedes Jahr wieder viel über Golf dazu.»
TOP GOLF
Exklusiv im Golf Club Patriziale Ascona, Tessin
PLATZREIFE HCP 54 HCP VERBESSERUNG
Innerhalb ei nes 2 oder 4-tägi gen Kurses
Offiziell von der ASG anerkannt
Ein in langjähriger Erfahrung bewährtes, hoch qualitatives Unterrichtssystem. Garantiert schneller zum Erfolg!
„We don’t just teach a swing, we show you how to play on the golf course and how to practise at home.“
CLIFF POTTS GOLF ACADEMY Ausführliche Informationen über Programme, Termine, Leistung, Hotels und Golfreisen Fon: +41 (0)91 780 9392 Mail: office@cliff-potts-golfacademy.com
www.cliff-potts-golfacademy.com
TOP GOLF
SERIE GOLFGESCHWISTER
CAROLINE & MAXIMILIEN STURDZA Maximilien und Caroline setzen nicht alles ausschliesslich auf die Karte Golf.
500 Meter von ihrem Elternhaus in Vandœuvres, etwas ausserhalb von Genf, befindet sich der Eingang des Caddymasters vom Golf Club de Genève. Diese Abkürzung benutzen Maximilien und Caroline – oder Max und Caro, wie sie sich selber nennen –, wenn sie nach der Schule ins Golftraining gehen. Welch ein Privileg, so nahe am Golfplatz zu wohnen! Denn die Tage sind immer zu kurz bei den Sturdzas, und auch wenn Golf hoch im Kurs steht, hat die Schule Priorität. «Unsere Eltern haben uns dazu ermutigt, neben dem Golf eine Ausbildung abzuschliessen», sagt Caroline. «Mein Bruder und ich wollen das selber auch. Wir möchten nicht alles ausschliesslich auf die Karte Golf setzen.» Beide wünschen sich ein Sabbatical nach dem Gymnasium, bevor
Maximilien Sturdza bereitet sich auf sein Baccalauréat im Juni vor, Caroline besucht ein privates Gymnasium mit einer Sportabteilung. Die Genfer Golfgeschwister gehören dem Regionalkader an und engagieren sich ebenso für ihre Ausbildung wie für ihre sportliche Karriere. Beide mit dem mittelfristigen Ziel, Studium und Golf in den USA fortzusetzen. THÉRÈSE OBRECHT HODLER
dank Online-Kursen nachholen. Maximilien ist diesen Frühling voll auf sein «Bac» konzentriert. «Nachher bin ich frei und kann während mehrerer Monate Turniere spielen. Am Ende der Saison will ich zum Top 800 des World Amateur World Ranking gehören», erklärt er selbstbewusst. Gegenwärtig ist er nur die Nummer 2200 weltweit, hat aber fast keine Turniere gespielt, die für dieses Ranking zählen. Und wenn Caroline sagt, ihr Saisonziel sei ein Platz unter den 750 besten Amateurinnen der Welt, unterbricht Max sie lachend: «Du musst die Top 400 anpeilen, du schaffst das!» Das Beispiel von Albane Valenzuela, die aktuelle Nummer 4 im World Amateur Golf Ranking,
in Esery im nahen Frankreich mit der französischen Proette Sabine Etchevers erwischt, mit der sie auch heute noch regelmässig trainieren. «Sie hat uns die Leidenschaft für den Golfsport vermittelt», erzählt Caroline. «Ihre Methode, gleichzeitig seriös und spielerisch, ist genial und passt bestens zum Training mit Nicolas.» Und auch wenn in der ganzen Familie Sturdza Tennis gespielt wird – Grossonkel Dimitri Sturdza war schliesslich Schweizer Tennismeister und DavisCup-Spieler in den 1960er-Jahren –, haben sich Maximilien und Caroline für Golf entschieden. «Beim Golf ist man draussen in der Natur, das ist viel schöner als ein Tennisplatz, und dazu kann man alleine trainieren», fasst Maximilien die Vorteile zusammen. Die Geschwister Sturdza sind offensichtlich eng miteinander verbunden auf ihrem parallelen Werdegang. Es liegt deshalb nahe, Max aufzufordern, den Schwung seiner Schwester zu definieren. «Sehr energisch… sie legt alles, was sie hat, in jeden Schlag», antwortet er und lacht. Und wie sieht Caroline den Stil ihres älteren Bruders? «Sein Swing ist sehr einfach und effizient, ich erkenne ihn sofort, auch aus weiter Ferne», sagt sie schmunzelnd. Beide finden, dass sie den «Stress gut kontrollieren und gelegentlichen Frust schnell überwinden». Caro zählt «mentale Stärke und Konstanz» zu ihren Pluspunkten. Für Max sind es die «Bunkerschläge und das lange Spiel sowie die Fähigkeit, nach einem Ausrutscher schnell wieder ins Spiel zu kommen».
«Beim Golf ist man draussen in der Natur, das ist viel schöner als ein Tennisplatz, und dazu kann man alleine trainieren», fasst Maximilien die Vorteile zusammen. sie definitiv über ihre Zukunft entscheiden. Und bei beiden hat sich der Wunsch, eines Tages an einer amerikanischen Universität zu studieren und einem College Team anzugehören, im Hinterkopf eingenistet. Aber zuerst gilt es, hier zu reüssieren. Sowohl bei Caroline wie bei Maximilien spürt man den Willen, keine Zeit zu verlieren und hart zu arbeiten, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Wenn Caroline zum Beispiel an Turnieren teilnimmt, kann sie die verpassten Schulstunden 68 GOLFSUISSE 01-18
inspiriert Caroline natürlich, auch wenn ihre berühmte Clubkollegin nicht genügend oft in Genf präsent war, damit sie direkt von ihr hätte profitieren können.
TENNISFAMILIE
Max und Caro trainieren mindestens dreimal pro Woche mit ihrem Coach Nicolas Sulzer, dem früheren Tour Professional, im Golf Club von Genf, wo sie seit fünf Jahren Mitglied sind. Aber den Golfvirus haben sie vor zehn Jahren
TOP GOLF
Beide möchten später an einer amerikanischen Universität studieren und einem College Team angehören. Maximilien gehört seit 2014 dem Regionalkader an, Caroline etwas weniger lang. In diesem Winter haben sie jedes Wochenende rund zwanzig Junioren für ein Indoor Golf- und Fitnesstraining im Golf Club von Genf oder im Golf & Country Club Bossey, einem ASG-Club über der französischen Grenze, getroffen. Das Ziel der beiden ist klar: ins nationale Kader aufsteigen und die Schweiz international vertreten. Das Sotogrande Young Talents im Oktober 2017 war diesbezüglich eine gute Erfahrung. Caroline wurde Dritte, Maximilien Fünfter in der Kategorie U18. Auch wenn beide die von der ASG zur Verfügung gestellten Mittel zu schätzen wissen, bedauert Maximilien, dass «die Schweiz nicht über einen nationalen Golfplatz verfügt – wie einige unserer Nachbarländer –, wo die verschiedenen Kader gemeinsam trainieren können».
Wie im vergangenen Dezember beim Doral Publix Junior Golf Classic in Florida, wo die Eltern eigentlich nicht berechtigt sind, als Caddys zu fungieren. «Aber beim Turnier danach, an der Universität Orlando, waren die Eltern unsere Caddys», erzählt Caroline. «Meine Mutter war immer da, um mich zu motivieren oder zum Lachen zu bringen, denn Golf ist vor allem ein Spiel.» Maximilien, der vom Vater begleitet wurde, fügt an: «Diese gemeinsamen Momente sind fantastisch, denn mein Vater lebt alles hautnah mit: die Emotionen, die Zweifel, die guten und die schlechten Schläge. Er weiss genau, wie ich ticke, und kann meine Energien in jeder Situation kanalisieren.» Mutter Elodie spricht von «Momenten der Verbundenheit und der Gemeinsamkeit», die Kinder erwähnen ihrerseits «starke, emotionale Momente, die wir nie vergessen werden».
«GOLF IST VOR ALLEM EIN SPIEL»
Am Doral, wo die amerikanischen Universitäten junge Talente für ihre zukünftigen «College Teams» rekrutieren, wurde Caroline 10. und Maximilien geteilter 43. Schritt für Schritt konkretisiert sich so das Projekt eines Studiums in den USA.
Wie bei allen Schweizer Nachwuchsspielern unterstützen auch die Eltern Sturdza, Elodie und Georges, ihre Sprösslinge aktiv. Beide haben ein Single Handicap, spielen gerne familieninterne Matches und coachen ihre Kinder gelegentlich.
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Vorname Maximilien Geburtsdatum 11. März 2000 Ausbildung Cours Poncet (Baccalauréat) Handicap 0,2 Club Genf Coaches Nicolas Sulzer, Sabine Etchevers Hobbys Tennis, Ski, Squash Vorbild Rickie Fowler
Vorname Geburtsdatum Ausbildung Handicap Club Coaches Hobbys Vorbild
Caroline 24. Juni 2002 Ecole Moser, Sektion Sport 0,5 Genf Nicolas Sulzer, Sabine Etchevers Ski, Squash, Tennis, Zeit mit Freundinnen verbringen Brooke Henderson (Kanada)
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T RAVEL GRATIS ZUM 1. WOHNMOBIL-GOLF-CUP Anfang September 2018 findet auf drei Golfplätzen in der Romandie der erste Schweizer Wohnmobil-Cup statt. Dank GOLFSUISSE kann ein Paar kostenlos mitspielen und erhält sogar ein komplett ausgestattetes «VersuchsMobil» der Marke Hobby. Das eigene Bett direkt neben dem Clubhaus, was gibt es Praktischeres nach einer schönen Runde Golf. Auf diesem Prinzip basiert das spezielle Turnier für Wohnmobil-Liebhaber, welches in Deutschland letztes Jahr zum 10. Mal durchgeführt wurde. Das Zuger Ehepaar Rosalia und Paul Gerber spielte dort mit und war vom Event so angetan, dass sie nun den ersten «Womo-golfcup» für die Schweiz organisieren. Vom 2. bis 7. September spielen die Teilnehmer vier Turniere auf
drei verschiedenen Plätzen. Die Reise beginnt in Les Bois, danach wird in Payerne und Vuissens um den Cup gekämpft. Übernachtet wird auf dem Parkplatz direkt in den Clubs, immer dort wo vorher gemeinsam fein gespiesen wurde. «Was gibt es Schöneres als auf einem wunderschönen Golfplatz eine Runde zu spielen – im Anschluss daran, frisch geduscht, ein feines Abendessen und ein Glas guten Wein zu geniessen und anschliessend – ohne Autofahrt – im eigenen Bett zu schlafen?», fragt Organisatorin Rosalie Gerber rhetorisch. Damit auch (noch) nicht Wohnmobil-Fans das spezielle Feeling erleben können, verlost GOLFSUISSE zwei Startplätze beim ersten Wohnmobil-Cup der
Schweiz. Im Paket ist sogar ein komfortables Gefährt von Sponsor Bushandel.ch für die ganze Woche dabei, die vier Matchrunden, vier Frühstück und Abendessen übernehmen die Organisatoren. Für Golferinnen und Golfer mit dem eigenen oder gemieteten Camper kostet der Event 880 Franken, für Begleitpersonen ohne Spiel 380 Franken. Möchten Sie bei der Premiere gratis dabei sein, dann schicken Sie ein Mail an den Chefredaktor von GOLFUISSE (s.waldvogel@asg.ch). Einsendeschluss ist Ende März. Die Teilnehmer werden ausgelost. www.womogolfcup.ch
«LinksGolf»
Schweizer Qualität für Schottlandreisen Christina und Martin Bärtsch, passionierte Golfer aus Appenzell und Schottlandkenner, bieten seit Neustem unter dem Namen LinksGolf Golfreisen nach Schottland an. Dabei legt das Golfer-Duo grössten Wert auf Qualität. «Wir buchen für unsere Kunden nur Golfplätze, die uns selber überzeugen, und Unterkünfte, die wir selber getestet haben», sagt Christina Bärtsch. Dies kann das Duo nur, weil es regelmässig nach Schottland reist und daher die wichtigsten Golfregionen und Hideaways bestens kennt und sich auf lokale Partner verlassen kann. LinksGolf bucht Teetimes und Unterkünfte, auf Anfrage auch Pro-Lektionen und Mietwagen. «Ein absolutes Highlight für uns sind die Highlands und die Region Aberdeen. Einer meiner Lieblingsplätze ist Cruden Bay», ergänzt Martin Bärtsch. Die beste Reisezeit ist zwischen Juni und September. Was viele nicht wissen, ist, dass in Schottland durchschnittlich weniger Regen fällt als in der Schweiz. Reiseangebote sind auf www.linksgolf.ch zu finden. 70 GOLFSUISSE 01-18
Trainingscamp in
Südafrika Den ganzen April 2018 haben europäische Golfer die Möglichkeit, mit dem besten Golf Pro Südafrikas während zehn Tagen an einem Trainingscamp teilzunehmen. Gibt es eine bessere Saisonvorbereitung? Sommerliche Temperaturen und perfekt gewartete Golfplätze erwarten die Golfer an der South Coast, die auch Golf Coast genannt wird und zu den beliebtesten Golf-Destinationen Südafrikas gehört. Derek James, PGA Pro und Golf Director des Golf Club Southbroom, wurde bereits dreimal als «Best Teaching Pro of South Africa» ausgezeichnet. Southbroom ist der «Ferien-Golfplatz» Nummer 1 des Landes. Den Ort südlich von Durban am Indischen Ozean erreicht man mit einem bequemen Nachtflug ohne Zeitverschiebung. Das **** Boutique Hotel ALBATROSS in Southbroom, das sich in Schweizer Besitz befindet, offeriert ein Package, das Unterkunft in einer Junior Suite mit Frühstück, 3-Course-Dinner (Schweizer Koch) im HotelRestaurant, Mietwagen, 8× Green Fee auf 5 verschiedenen Golfplätzen sowie 5 Einzelaktionen mit PGA Pro Derek James beinhaltet. www.albatrossguesthouse.co.za
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Golf Buddies Tours Mauritius Golf Buddies hat sich in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf als der kompetente Ansprechpartner für einen entspannten Golfurlaub in Südafrika gemacht. Als Ergänzung verwirklichen die beiden Inhaber, Walter Eggenberger und Ruth Queisser, nun auch zuckersüsse Golferträume in Mauritius. Neben schönen Sandstränden und auserlesenen Hotels mit ihrer exzellenten Kulinarik haben verschiedene neue Golfprojekte der Extraklasse den Inselstaat Mauritius im indischen Ozean inzwischen zu einer Ganzjahresdestination für Golfer gemacht. Das gilt speziell für den Süden, der vom Tourismus noch eher wenig frequentiert ist. Im Jahr 2016 wurde auf einer Teeplantage der Avalon Golf & Country Club
eröffnet. Vom südafrikanischen Architekten Peter Matkovitch wunderschön angelegt, ist dieser technisch schwierige Parcours mit 360 Meter über Meer der höchste seines Landes,. Avalon ist ein Immobilienprojekt, ganz in der Nähe liegen die beiden Plätze Paradis und Heritage Golf Club. Die beiden Anlagen gehören zu den entsprechenden Hotels und deren Gäste spielen gratis, respektive das Greenfee ist im Hotelarrangement schon dabei. Neuestes Highlight ist der Mont Choisy Le Golf im Nordwesten. Dort hat ebenfalls der Südafrikaner Peter Matkovitch auf einer ehemaligen Farm bewiesen, dass er zur Gilde der besten Golfplatzbauer des afrikanischen Kontinents gehört. www.golfbuddies.co.za
Alpines Golfvergnügen in Graubünden Vom 1. bis 7. Juli 2018 organisiert das FünfStern-Hotel Seehof Davos erstmals seine «Graubünden Tour Woche». Im Pauschalpreis sind neben den Übernachtungen mit Halbpension auch die Greenfees für Alvaneu, Lenzerheide, Zuoz und zwei für Davos sowie die Transfers zu den Plätzen und Lunchpakete inbegriffen. Am 6. Juli sind alle Teilnehmer dieser Golfwoche zudem zur Seehof & Schneider’s Trophy eingeladen. Der Pauschalpreis pro Person beträgt 1350 Franken im Einzel- oder Doppelzimmer.
Davos liege optimal für eine solche Graubünden Tour, sagt Tobias Homberger, Geschäftsführer des Fünf-Stern-Hauses. «Deshalb bieten wir den gleichen Service auch für Ladies-, Men- oder Seniorengruppen an.» Dank der Partnerschaft mit dem Golf Club Davos profitieren die Seehof-Gäste während der ganzen Spielsaison von ermässigten Greenfees auf den Bündner Golfplätzen. www.seehofdavos.ch
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KÜSTENGOLF À LA FRANÇAISE CÔTE D’AZUR
Die Plätze der Region von Monaco bis Marseille liegen eigentlich nie direkt am Meer, sondern immer etwas erhöht. Trotzdem bedeutet Küstengolf hier zuerst einmal eines: wunderbare Aussichten auf das ruhig vor einem schimmernde Blau der Côte d’Azur. Ein neuer Golfpass umfasst 20 Plätze, wir haben für Sie eine kleine Auswahl getestet. BRIGITTE UND HANNES HUGGEL
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TRAVEL
Grosses Bild links: Das Prunkstück an der Küste, der Golf de Dolce Frégate Provence. Rechte Seite: Marseiller Impressionen und der Küstenplatz Golf de Roquebrune. Wenn in Frankreich von Küstengolf die Rede ist, wandern die Gedanken zuerst einmal an den Atlantik, in die Bretagne, die Normandie oder auch in die Gegend von Biarritz. Deutlich näher liegt die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Die Französische Riviera ist nicht nur der Treffpunkt der «Schönen und Reichen», sie bietet auch eine Vielzahl von Golfplätzen. Der älteste ist Cannes Mandelieu, der bereits 1891
eröffnet wurde und die Touristen immer noch in Scharen anzieht. Auf dem Heimplatz von Victor Dubuisson werden pro Jahr rund 55’000 (!) Greenfees verkauft. Rund um Cannes locken neun weitere Plätze, GOLFSUISSE besuchte die nicht ganz so bekannten Parcours der Region. Die Entdeckungsreise begann in Saint-Raphaël, dem kleinen Bruder des berühmten Saint-
Tropez. Der dortige Golf International de l’Esterel ist ein typischer Parkland- oder besser Woodland-Platz. Relativ hügelig, fast immer im typischen Pinienwald, aber mit breiten Fairways. Die weit ausladenden Äste der Pinien, die hier auch als Pins Parasol bezeichnet werden, umrahmen die Fairways und zwingen die Golfenden, möglichst in der Mitte zu bleiben.
CAPE WE ISS
GOLFSUISSE 01-18 75
TRAVEL
Sonst muss man rasch einen Schlagverlust in Kauf nehmen, weil der Ball in einem Pinienast hängen bleibt. Eine zusätzliche Schwierigkeit ist das Anspielen der gut geschützten und ondulierten Grüns, eine der Spezialitäten von Architekt Robert Trent Jones.
ROQUEBRUNE «ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE»
Der Golf de Roquebrune ist weit mehr als einfach ein guter Golfplatz. Nur schon seine Lage zwischen Cannes und Saint-Tropez oberhalb der Küste ist einmalig. Dazu kommen ein hervorragendes (Club-)Restaurant mit dem schönen Namen «La Table de Louis» (abends unbedingt reservieren) und das exklusive, kleine 5*-Hotel «La Daya». Und ganz in der Nähe das zum Resort gehörende, geschichtsträchtige Weingut «Château Vaudois». Ein Ort zum Geniessen und sich verwöhnen lassen. Der sehr gepflegte Platz auf dem Hügel hinter Roquebrune «zwischen Erde und Meer» – so die Eigenwerbung – ist entsprechend körperlich etwas anspruchsvoll. Hier säumen nicht Pinien, sondern Korkeichen die offenen Fairways, die wegen der Hanglage des Platzes so in die Landschaft hineingebaut sind, dass man kaum Schräglagen hat. Sie erlauben phantastische Aussichten auf die Bucht von Saint-Raphaël und die Berge des Maures-Massivs. Zahlreiche Kunstwerke auf dem Gelände und viel Wasser sorgen für zusätzliche Augenweiden auf dem Platz.
EINDRUCKSVOLLE NATUR
Charakteristisch für den Golf de Sainte-Maxime sind zwei Besonderheiten: Die sogenannten Garrique, niedrige Sträucher, die am liebsten auf Heideboden wachsen, und die vermutlich noch lange sichtbaren Auswirkungen der grossen Waldbrände vom Sommer 2017. Für diese waren die Sträucher ein «gefundenes Fressen». Leider lässt der Unterhalt etwas zu wünschen übrig. Es ist offensichtlich, dass gespart wird. Mit der landschaftlichen Schönheit andererseits wird vor allem auf den Löchern 11 bis 14 geradezu verschwenderisch umgegangen. Der terrassierte Platz nahe von Saint-Tropez bietet vor allem eine eindrucksvolle Natur, dazu vorwiegend relativ einfache Löcher. Auch der Golf de Marseille la Salette ist recht hügelig – allerdings kein «Geissenplatz». Landschaftlich ist er sehr schön gelegen, leider aber ohne Meersicht. Ein Unikat: Bei den Löchern 4 und 13 benützt man zum grossen Teil ein gemeinsames Fairway. Das ist allerdings kein Problem, denn von den erhöhten Abschlägen aus hat man eine gute Übersicht. Wer den Platz zum ersten Mal spielt, hat manchmal auch etwas 76 GOLFSUISSE 01-18
Mühe, den nächsten Abschlag zu finden, da die Beschilderung oft mangelhaft ist. Auch bei der Pflege könnte man auf dem kurzen Par-69Parcours noch deutlich mehr investieren.
DER BESTE ZULETZT
Wer eine Reise entlang der Côte macht, würde eigentlich zuletzt in Marseille golfen. Aber GOLFSUISSE hat sich den besten Platz für den Schluss aufgehoben und ist nochmals etwas gegen Osten gefahren. Es lockte der Frégate Golf Club im Resort Dolce Frégate Provence bei Saint-Cyr-sur-Mer. Auch er auf einem Plateau, aber praktisch am Meer gelegen, mit den entsprechenden Aussichten. Eigentlich ist der gut gepflegte Platz sehr übersichtlich, wären da nicht immer wieder die Pins Parasol, die einem den Weg versperren. Es kann aber auch mal, wie etwa auf der 10, ein alter Olivenbaum sein, der mitten im Fairway den Weg aufs Grün behindert. Der Jahreszeit entsprechend waren diese bei unserem Besuch nicht sonderlich schnell, aber gut. Auch wenn für den Platz grosse Eingriffe in die Natur gemacht wurden, hat man nie den Eindruck, er sei sehr «künstlich»; die Natur ist einbezogen worden. Von nicht weniger als 15 Punkten aus kann man eine überwältigende Aussicht aufs Mittelmeer geniessen. Kein Wunder, gehört der Golf de Frégate (wie auch der Golf de Roquebrune) zu den 100 besten Golfplätzen Frankreichs.
MARSEILLE ENTDECKEN
Marseille, die wichtigste französische Hafenstadt, liegt am westlichen Ende der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Seit den 90erJahren wurden grosse Anstrengungen unternommen, die 1943 auf Himmlers Anweisung hin gesprengte historische Altstadt um den alten Hafen wieder aufzubauen und zu neuem Glanz zu bringen. Der damit verbundene Strukturwandel und das rasche Wachstum zogen aber auch unerwünschte Elemente an. Mitte der 70er-Jahre kam es zu massiven rassistischen Ausschreitungen gegen die algerischen Einwanderer, mit zahlreichen Toten. Das Stadterneuerungsprojekt «Euromediterranée» brachte den erneuten Aufschwung, der schliesslich dazu führte, dass Marseille 2013 Kulturhauptstadt Europas wurde – etwas, das heute noch nachklingt. Marseille hat sich in eine lebensfreudige, offene Stadt verwandelt und die Kriminalität erfolgreich bekämpft. Der wohl bekannteste Punkt von Marseille ist zweifellos Notre-Dame de la Garde. Die Kirche auf dem 154 Meter hohen Hügel in der Stadt ist nicht nur von überall her sichtbar, sie bietet auch einen einmaligen Rundblick. Ein weiteres «Must See» ist das «MuCem», das im Rahmen
der Feierlichkeiten als Kulturhauptstadt errichtete «Museum der Zivilisation Europas und des Mittelmeeres» beim alten Hafen. Es ist das einzige Musée National ausserhalb der Hauptstadt Paris.
DIE ERFINDER DER BOUILLABAISSE
Eine Golfreise entlang der französischen Mittelmeerküste wäre nicht vollständig, ohne von der regionalen Küche gesprochen zu haben. Die Küche der Provence ist ein Kulturgut. Das milde Klima und die einmalige Lage haben die Einwohner dazu gebracht, frischen Fisch, verschiedene Fleischsorten, Obst und Gemüse – die das ganze Jahr hindurch genossen werden können – mit dem Einfluss der anderen Länder am Mittelmeer zu vermischen und so einzigartige kulinarische Köstlichkeiten zu servieren. Das gilt natürlich auch für Marseille. In kaum einem Restaurant der Welt, das französische Küche anpreist, ist sie nicht vertreten: die Bouillabaisse nach Marseiller Art. Diese herzhafte Fischsuppe oder – besser – diesen geschmackvollen Fischeintopf gibt es in so vielen Varianten wie es Köche gibt. Das erste Rezept für eine «Bouil-Abaisse à la Marseillaise» erschien 1830 in Le cuisinier Durand und enthielt Europäischen Wolfsbarsch und Langusten. Früher war der Begriff «Bouillabaisse» offenbar nicht auf ein spezielles Fischgericht beschränkt, denn in alten Kochbüchern aus der Provence gibt es Rezepte mit diesem Titel, die gar keinen Fisch enthalten.. Die Reise wurde unterstützt von: Comité Régional de Tourisme Provence-Alpes-Côte d’Azur, Bouches-du-Rhône Tourisme und Var Tourisme
NEUER GOLFPASS
Laut offiziellen Quellen besuchen pro Jahr bloss etwa 190 000 Golftouristen die insgesamt gut 600 Golfplätze in Frankreich. Mit dem Ryder Cup im September und den Olympischen Spielen 2024 in Paris soll auch der Golftourismus im Land gefördert werden. Im Dezember trafen sich gut 600 Golf Tour Operators in Cannes zur 20. IGTM. Der International Golf Travel Market ist die grösste Golfreisemesse der Welt. Dort wurde auch der neue «Côte d’Azur Golf Pass» vorgestellt. Er umfasst genau zwanzig Plätze der Region von Nizza bis Toulon. So kosten beispielsweise vier Greenfees auf einem 18-Loch-Platz bloss 220 Euro. Der Pass ist ab dem ersten Einsatz 14 Tage lang gültig. Mit dabei sind unter anderem auch die ganz bekannten Plätze von Terre Blanche oder Royal Mougins bei Cannes.
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RYDER-CUP-FEELING Le Golf National bei Paris, Schauplatz des diesjährigen Ryder Cup, ist eine Spitzenanlage, die als Zentrum des französischen Golfsports konzipiert wurde. Am besten plant man den Wochenendausflug mit Golf vom Feinsten schon vor dem September. PETRA HIMMEL Wer über Le Golf National spricht, denkt in diesem Jahr zuallererst an den Ryder Cup – ein Riesenspektakel vor den Toren von Paris. Ein Schauplatz, über den eine Woche lang zigtausende von Zuschauerhorden ziehen, zugepflastert mit VIP-Zelten und Ausstellungsflächen. Von Le Golf National, wie es an jedem normalen Tag des Jahres wirkt, wird während der Ryder-Cup-Tage im September nicht viel übrig bleiben ausser dem Blick auf die 18 zweifellos spektakulären Löcher des Albatros Course, auf dem sich die Teams aus Europa und den USA begegnen. Eigentlich ist Le Golf National aber viel mehr als das: Die riesige Anlage in der Nähe von Versailles liess der französische Golfverband ab Mitte der 80er-Jahre von Hubert Chesneau und Robert Von Hagge als Zentrum des französischen Golfsports anlegen. Hier wurde ein herausragender Turnierstandort mit einem exzellenten Trainingszentrum und einer Einsteiger-Golfanlage kombiniert. Le Golf National ist ein Golfzentrum für alle Franzosen, die an Golf interessiert sind, unabhängig von ihrer Spielstärke. Erfreulicherweise steht die Anlage, die in dieser Form in Europa nur wenige gleichwertige Gegenstücke kennt, auch Touristen offen.
ALBATROS: MEHR ALS TRICKY
Diese zieht es natürlich zuerst einmal auf den Ryder-Cup-Platz. Der Albatros Course, eröffnet 1990, ist eine Herausforderung in jeder Hinsicht. Voller Wasserhindernisse, strategisch erstklassig platzierter Bunker und optischer Tricks. Die 78 GOLFSUISSE 01-18
Grüns sind onduliert und blitzschnell. Die Abschläge erweisen sich allzu oft als sehr tricky, weil die Landezonen eng sind und ab und an ein kleines Holz oder ein Eisen die bessere Wahl wäre. Der Platz wurde als Stadium-Kurs angelegt, so dass grosse Dünenketten die Spielbahnen rechts und links begleiten, um bessere Aussichtspunkte für Zuschauer zu ermöglichen. Es ist deshalb aber keineswegs ein Linksplatz, auch wenn seine harten und extrem kurzrasierten Fairways manchmal daran erinnern. Um ehrlich zu sein: Ein weniger guter Golfer wird Mühe haben, auf einen vernünftigen Score zu kommen. Selbst die Profis, die seit 1991 hier die Open de France ausspielen, beissen sich an den Löchern alljährlich die Zähne aus. Die Devise der Runde sollte für Amateure deshalb wohl heissen: Einen vorderen Abschlag wählen, Spass haben und geniessen – ohne die Schläge zu zählen. Als relativ einfach spielbare Ergänzung bietet sich direkt daneben der Aigle-Kurs an, der insgesamt nett zu spielen ist, teilweise aber unter einer etwas unübersichtlichen Lochführung leidet. Der Platz hinkt punkto Pflegezustand dem Stadium-Kurs hinterher und ist auch optisch in keinster Weise vergleichbar. Wer einen Kurzausflug nach Le National macht, sollte ihn unbedingt zuerst spielen, um mit dem Albatros-Kurs den Höhepunkt zum Schluss zu erleben.
PERFEKTES TRAINING
Nicht verpassen sollte man allerdings einen Besuch der exzellenten Trainingsanlagen. Die grossen Übungsgrüns sind perfekt präpariert, üppige Chipping- und Pitching-Grüns machen Lust aufs Kurze Spiel. Der französische Golfverband nutzt Le Golf National als nationales Trainingszentrum und ist entsprechend gut
ausgerüstet. Trotzdem wird man vor Ort auch zahlreiche Anfänger antreffen, weil ein kleiner 9-Löcher-Platz und zahlreiche Einsteigerkurse eben auch Neugolfer anlocken. Das angeschlossene 4-Sterne-Hotel ist zweifellos eine praktische Übernachtungsmöglichkeit. Für den Ryder Cup wurde es renoviert. «Funktional, modern und perfekt für einen Kurzaufenthalt» wäre wohl die richtige Einschätzung. Wer etwas mehr aus dem kleinen Paris-Trip machen möchte, entscheidet sich lieber für ein Hotel in Versailles. Das kleine Städtchen mit seinen berühmten Schlossanlagen ist von Le Golf National keine Viertelstunde entfernt und unbedingt einen Ausflug wert. Nicht nur wegen des Schlosses, sondern durchaus auch wegen seiner verwinkelten Gässchen, der exzellenten Restaurants und zahlreichen hübschen Shops, die sich in der Innenstadt verteilen.
PREISE VARIIEREN STARK
Die Startzeiten können online unter www.golf-national.com gebucht werden. Die Preise variieren sehr stark je nach Jahreszeit und Buchungszustand. Im Winter kann man den Stadium-Kurs mit viel Glück auch für 60 Euro spielen. Normalerweise kostet die Runde auf dem Ryder-Cup-Platz 200 Euro. Das Greenfee für den Aigle-Kurs liegt zwischen 77 und 99 Euro, für den 9-Löcher-Platz Oiselet bei 32 Euro. Eine Runde auf dem Albatros-Platz plus Übernachtung und Frühstück im 4-SterneNovotel ist von Juni bis Oktober jeweils an den Wochenenden für 210 Euro im Angebot. Auf dem Aigle-Kurs gibt es das gleiche Angebot für 137 Euro. Anreise: Am einfachsten ist der Flug nach ParisOrly. Von dort aus fährt man nur eine halbe Stunde bis Le Golf National.
Einfach schön und brutal schwierig: Der Ryder Cup-Platz Albatros im Golf National bei Paris.
Beim Golfen brauche ich keinen Caddy.
Den habe ich schon auf dem Weg dahin.
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KAMPF NEBEN DEM VULKAN GRAN CANARIA
Im Süden von Gran Canaria locken fünf Plätze innerhalb von 20 Fahrminuten die Golf-Touristen an – von gemütlich bis höchst anspruchsvoll. Hier die Highlights und ein paar persönliche Einschätzungen. STEFAN WALDVOGEL
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Anfi Tauro: Greens 9 und 18.
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Kurzer Flug, kurze Wege, viel Sonne auch im Winter und eine grosse Auswahl von insgesamt sieben 18-Loch-Plätzen machen die drittgrösste Insel der Kanaren zur Lieblingsdestination vieler Schweizer Golferinnen und Golfer. Am Anfang der Tradition standen auch hier die Engländer. Einige Geschäftsleute gründeten 1891 in der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria den ersten Golfclub in ganz Spanien, lustigerweise im genau gleichen Jahr, wie in St. Moritz der erste 9-Loch- Platz der Schweiz eröffnet wurde.
REAL: WENIG PLATZ AUF DEM PLATZ
Die Zahl 1891 ist denn auch an jedem Abschlag auf dem Real Club de Golf de Las Palmas prominent als Markierung präsent. Der jetzt benützte Parcours oberhalb der Hauptstadt, beim berühmten Vulkan Bandama, wurde zwar «erst» 1956 eröffnet, doch der älteste Golfclub Spaniens lebt seine Geschichte. Wer zum ersten Mal hier spielt, wird vom Manager zu den alten Pokalen und historischen Siegertafeln geführt. Eine Tafel gleich beim Eingang zeigt unter anderem alle Ryder-Cup-Spieler, die schon mal hier gespielt haben.
Kurzes Startloch auf dem Real Club de Golf de Las Palmas. Im königlichen Club kann man als Gast von Montag bis Freitag abschlagen, die Members bleiben dann am Wochenende lieber unter sich. Direkt neben dem Vulkankrater erstrecken sich die 18 Bahnen auf der relativ kleinen Fläche. Die langen Abschläge von der Driving Range landen so auf dem Fairway von Loch 2. Green und Teeboxen sind oft sehr nahe beieinander, und die Bahnen 14 und 17 kreuzen sich. Das ist alles kein Problem – für Touristen eher ungewöhnlich, doch hört man hier in erster Linie Spanisch. Anders das Bild im Süden der Insel: Hier ist alles auf die internationale Kundschaft ausgerichtet; im Pro Shop im Golf Anfi Tauro wird Mundart gesprochen, öfters spielen gleich vor oder hinter uns weitere sonnensuchende Schweizer auf den diversen Plätzen.
50 goldene Familienjahre
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G olfen im H anusel H of . W illkommen in der f amilie . Golfen – das ist mehr, als einen kleinen weissen Ball von einem Abschlag aus mit möglichst wenigen Schlägen in ein fünfhundert Meter entferntes Loch zu befördern. Ein wunderschönes Zimmer mit allem Komfort, ein bisschen schwimmen vor dem grandiosen Frühstück, dann raus aus dem Hotel und keine 25 Meter zum Tee 1, nach dem Spiel ein gepflegtes Weissbier, ein Stündchen Sauna und Massage und am Abend erlesene Speisen und hervorragende Weine. Und das alles umrahmt von einer unwiderstehlich familiären Gastfreundschaft. Ja, das ist Golf! Wenn Sie das auch so sehen, kommen Sie doch einfach.
Unsere 7-Tages-Golfwoche zum Kennenlernen 7 Übernachtungen inklusive GenießerPension ■ Unbegrenztes Greenfee während Ihres Aufenthaltes ■ Benutzung der Übungseinrichtungen inkl. Leihtrolley und Caddybox ■ Benutzung des Hallenbades und der Wellnesseinrichtungen ■ 1 x ALPIENNE Apenkräuter Teilmassage Rückenmassage (25 Min.) ■
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Anfi Tauro (oben und erstes Bild links), daneben Meerblick in Meloneras, unten Salobre New und Salobre Old.
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26.06. – 01.07.2018 5 Übernachtungen im Hotel BUDERSAND mit Frühstück, je 1 x Green Fee im Golfclub Budersand Sylt, Marine Golfclub und Golfclub Sylt, 5 x Abendessen in verschiedenen Restaurants, u.a. SANSIBAR, Brönnimanns Gastgeberkunst & Restaurant Strönholt, u.v.m.
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18.08. – 25.08.2018 7 Übernachtungen im Carton House Hotel mit Frühstück, 3 x Abendessen im Hotel, 1 x Stadtführung durch Dublin, 2 x Green Fee auf dem Montgomerie Course, je 1 x Green Fee auf dem O`Meara Course, The Island Course und Portmarnock Course, u.v.m.
CHF 2’295 p. P. im DZ // EZ-Zuschlag CHF 557 Ein kleiner Teil der Palmen von Meloneras Golf. Unten der Hinweis auf Maspalomas.
FLACH IN MASPALOMAS
Am gemütlichsten ist der Einstieg ins Feriengolf sicher auf dem flachen Parcours von Maspalomas. Das Werk von Mackenzie Ross feiert dieses Jahr seinen 50. Geburtstag. Am Platz hinter den bekannten Dünen hat sich wenig verändert; zuletzt wurden das Restaurant, der Pro Shop und die Umkleidekabinen deutlich verschönert und vergrössert. Der Platz ist problemlos zu Fuss zu bewältigen und auch nicht ausgesprochen lang, gespielt wird zwischen Palmen und den grossen Sanddünen. Relativ oft kommt am Nachmittag der Wind ins Spiel, «dafür» gibt es in Maspalomas nur zwei Löcher mit Wasserhindernissen (15 und 16). Offenbar führte dies zu unerwünschten Badegästen: Ein dreisprachiges Schild erinnert beim Abschlag 15 daran, dass man den Golfplatz nicht «ohne Shirt» oder «in Badehosen» betreten soll...
GOlf & tRüffel 30.09. – 06.10.2018
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Sanft gewellt und mit spektakulärem Ausblick: Meloneras.
MEERBLICK IN MELONERAS
Gleich neben Maspalomas wird es auf dem Meloneras Golf schon anspruchsvoller, dies nicht nur wegen den klar schnellsten Greens der Insel. Bei unserem Besuch verkündete der Anschlag beim Starterhaus: Greenspeed 11 – also mehr als bloss sportlich. Die ersten neun Bahnen verlaufen leicht coupiert inmitten von gefühlten 10’000 Palmen, auf den Backnine öffnen sich spektakuläre Blicke auf den Atlantik. Zum tiefen Blau des Meeres gesellt sich das satte Grün der Fairways und Greens, dazwischen kommen einige Abschläge über spannende Schluchten, sogenannte «Barrancos» oder Trockentäler. Das fordert ab Gelb beispielsweise auf Loch 13 einen ersten Schlag von gut 160 Metern übers Tal, die roten Teeboxen für die Frauen sind auf der anderen Seite der Schlucht angelegt. Doch auch von dort aus kann man den Ball nach links verziehen und für immer verschwinden lassen. Das Gleiche passierte unserer schwedischen Mitspielerin beim darauffolgenden Par 3. Sie nahm es mit einem Lachen, schliesslich war sie mit ihrem Mann schon zum fünften Mal auf Gran Canaria. «Wir spielen immer am Morgen früh, danach ist es für uns zu warm und die Runden dauern auch deutlich länger.» 84 GOLFSUISSE 01-18
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ANFI TAURO: RUNDUM VULKANIG
Ihr Lieblingsplatz auf der Insel ist Anfi Tauro. Ähnlich urteilen viele Stammgäste, die den speziellen Reiz des «Vulkanplatzes» in den höchsten Tönen loben. Auf der fünfstündigen Nachmittagsrunde hatten wir viel Gelegenheit fürs Fotografieren. Vor allem die Backnine führen weit nach oben ins steinige Gelände. Da bleibt wenig Platz fürs Grün; wer seinen Ball verzieht, landet im dichten Gestrüpp, wird aber belohnt mit teilweise spektakulären Ausblicken. Der 2006 eröffnete Kurs von Hagge, Smelek und Baril ist anspruchsvoll, auch wenn die meisten Abschläge für die Touristen in der Hochsaison im Winter deutlich nach vorne verlegt werden. Besonders spektakulär und oft fotografiert ist Bahn 6, das lange Par 3 mit Blick aufs Meer und grossem Felsbrocken neben dem Grün. Gleich danach wird es richtig happig – speziell dann, wenn die Fahne am schwierigsten Loch ganz hinten am grossen See gesteckt ist. Nach dem Vorbild der Golfplätze in Arizona – ohne Rough, dafür mit jeder Menge Sandgestein – glänzt der Kurs mit abwechslungsreichem Design und teilweise happigen Höhenunterschieden. Ein Cart ist deshalb zu empfehlen, im Normalpreis von 120 Euro allerdings nicht enthalten.
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Golf & Country
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Salobre New: Die Schlucht von Bahn 15 aus und unten: das Hinweisschild und Impressionen von Salobre Old.
SALOBRE: SPEKTAKULÄR UND «TRICKY»
Das Gleiche gilt für die beiden ähnlich aufgebauten Plätze von Salobre, nur wenige Kilometer neben Anfi Tauro. Auf dem «New Course» sind Carts sogar obligatorisch, anders wären die teilweise langen Strecken zwischen den Bahnen und die enormen Höhendifferenzen kaum zu bewältigen. Ein Schild warnt die Golfer vor dem «Tricky Course». Der New Course ist eine echte Herausforderung: nicht sehr lang, aber sehr anspruchsvoll. «Die Gäste hatten zu kämpfen, also haben wir den Kurs etwas leichter gemacht», sagt ein Sprecher von Salobre Golf. Auch hier sind die gelben Abschläge zeitweise bei Rot platziert. Für die Frauen gibt es nochmals deutlich kürzere Distanzen als auf der Scorekarte vermerkt. Eher ungewöhnlich ist, dass der Cart ein Gratis-Wifi bietet, ein nützliches GPS-System fehlt allerdings. So muss man immer wieder schätzen, wie weit der Abschlag über eine Schlucht geschlagen werden muss. Von Gelb sind es beispielsweise am Loch 5 etwa 170 Meter über den schräg verlaufenden Abgrund. Auch hier verschwinden die Bälle massenweise im Nirgendwo. Bälle verlieren kann man allerdings auch rund um die Grüns, viele sind hinten auf ein Plateau gebaut. Gleich nach dem Ziel zeigen die roten Pfosten das Ende der Spielbahn. Wasser hat es auf dem Platz praktisch keines, aber sehr viele rote Pfosten. Dazu kommen teilweise extreme Höhenunterschiede: Bahn 10 etwa führt fast senkrecht nach oben, viele Bälle rollen zurück, und auch auf dem Grün zieht es die Kugeln durch die Schwerkraft nach unten. Ähnlich das Bild auf Loch 13. Es ist bloss gut 220 Meter kurz, besteht aber eigentlich bloss aus einer Steilwand mit kleinen Terrassen. Hier haben die Verantwortlichen den Abschlag der Ladies auf die andere Seite der Schlucht verlegt, so bleiben ab Rot auf dem leichtesten Loch gerade mal noch 100 Meter für ein Par 4. Trotzdem werden auf dem leichtesten Loch des Platzes nicht allzu viele Pars gespielt... Die laut Scorekarte einfachste Bahn auf dem gleich daneben liegenden Old Course ist Loch 10. Hier geht der Abschlag tief nach unten, doch lauert auf dem kurzen Par 4 rechts das Out of Bounce. So landen fast alle Bälle auf dem parallel verlaufenden Fairway 9. Ähnliches passiert auf diversen anderen Bahnen, so dass ab und zu laute Fore-Rufe zu hören sind. Ein Fehlschlag meiner Partnerin führte zu lautstarkem Kontakt mit Landsleuten, beim Bier auf der Terrasse des Hotels Sheraton überwogen dann aber wieder die netten Worte. GOLFSUISSE 01-18 87
19 HOLE
19TH HOLE
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Patrick Küng in Andermatt.
Nach zwei Jahren mit Verletzungen und Rückschlägen kehrt der ehemalige Abfahrtsweltmeister Patrick Küng in den Skizirkus zurück. Im Gespräch mit GOLFSUISSE spricht er über sein liebstes Hobby. INTERVIEW JÜRGEN SAHLI Normalerweise rasen Sie mit einer unglaublichen Geschwindigkeit in wenigen Sekunden den Berg hinunter. Ganz anders beim Golfen. Da geht es auf meist topfebenem Gelände vier Stunden recht gemächlich zu und her. Wie halten Sie das als Speedsportler nur aus? Patrick Küng: Prima! Beim Golfen geht die Zeit extrem schnell vorbei. Kaum angefangen, ist die Runde auch schon fertig. Mir war es dabei überhaupt noch nie langweilig. Ich geniesse es, zusammen mit Kollegen in der Natur zu sein. Sieht man Sie auch zusammen mit Ihrem Teamkollegen Beat Feuz auf der Runde? Der Abfahrtsweltmeister von St. Moritz 2017 ist ja ebenfalls ein begeisterter Golfer. Ja, das gibt es immer wieder, wenn wir mit dem Ski-Tross in der Vorbereitung gemeinsam unterwegs sind. Hatten Sie in der vergangenen Saison überhaupt Zeit zum Golfen? Zugegeben, ich war auch schon häufiger auf dem Golfplatz als im letzten Jahr. An Einladungsturnieren spielte ich mit. 88 GOLFSUISSE 01-18
Für eine Runde mit Kollegen hat es aber leider nicht so oft gereicht, weil ich wieder voll trainiert habe. Sie nennen Golfen auf Ihrer Homepage als Ihr erstes Hobby. Wie sind Sie dazu gekommen? Das ist schon eine Weile her. Eine Ex-Freundin von mir hat mich 2008 auf die Driving Range in Bubikon mitgenommen. Danach habe ich mal die PR-Prüfung in Bad Ragaz abgelegt. Ich muss aber gestehen, den Ärmel hat es mir bis heute immer noch nicht so richtig reingezogen. Mir fehlt schlicht die Zeit, noch mehr in den Golfsport zu investieren. Aber irgendeinmal möchte ich schon Konstanz in mein Spiel bringen. Sie denken an eine spätere Golfkarriere? Das ist ja noch schwieriger, oder mindestens gleich schwierig, als sich als Skirennfahrer zu etablieren. Nein, nein, beim Golfen steht für mich der Spass im Vordergrund. Eine schöne Runde mit Kollegen, bei der es viel zu lachen gibt, mehr brauche ich nicht.
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PATRICK KÜNG
«GOLF IST MIR NIE LANGWEILIG» In der Ruhe liegt die Kraft, ist Ihr Lebensmotto. Gilt das auch beim Golfen? Nicht immer. Wenn ein oder zwei Schläge nicht so funktionieren, wie ich es gern hätte, dann bleibe ich nicht immer ganz so entspannt und ruhig. Beim Skirennen hat mir die Ruhe schon sehr oft geholfen. Lieben Sie den Wettkampf auch beim Golfen oder nehmen Sie es auf dem Platz lieber etwas gemütlicher? Eher gemütlich. Ich muss im Winter die ganze Saison extrem kämpfen und stehe unter Dauerstrom. Wettkampf-Feeling habe ich genug im Winter, beim Golfen brauche ich das nicht auch noch. Deshalb spiele ich auch kaum handicapwirksame Turniere und bleibe so immer etwa um die 24. Ein Single Handicap muss es für mich nicht sein. Patrick Küng, lassen Sie mich raten: Der Driver ist Ihr Lieblingsschläger? Nicht unbedingt. Die Weite ist meistens gut, aber ich habe mit dem Driver eine sehr grosse Streuung (lacht). Meistens ist dann das erste Loch schon gelaufen, bevor ich auf dem Grün ankomme. Der Driver ist definitiv nicht mein Favorit. Sondern… Das Siebnereisen ist mein Lieblingsschläger. Damit schlage ich den Ball regelmässig 140 Meter weit.
Sie haben am Lauberhorn gewonnen und sind 2015 in Beaver Creek Abfahrtsweltmeister geworden. Wie viele Golfclubs haben Ihnen eigentlich schon eine Ehrenmitgliedschaft angeboten? Ich bin schon vor meinen grössten Erfolgen Mitglied beim Golfclub Gonten im Appenzell gewesen. Man sieht mich aber immer wieder in Bad Ragaz, weil der Parcours in der Nähe meines Wohnortes liegt. Wenn ich die Wahl habe, spiele ich sehr gerne auf verschiedenen Plätzen und nicht immer am selben Ort. Sie waren in Ihrer Karriere häufig schwer verletzt. Jetzt sind Sie gesund. Verhalten Sie sich eigentlich auf der Piste heute anders? Haben Sie ständig Angst vor einer neuen Verletzung? Schwirren Ihnen solche Gedanken im Kopf herum, wenn Sie im Starthaus stehen? Nein. Wenn ich als Sportler diese Gedanken hätte, wäre das überhaupt nicht förderlich. Für die Leistungen, die ich bringen muss, ist Angst definitiv der falsche Ratgeber. Patrick Küng, bald ist die Saison wieder vorbei und die Golfplätze sind offen. Die Schweiz hat die besten golfenden Skifahrer. Olympiasieger Bernhard Russi zusammen mit den Abfahrtsweltmeistern Beat Feuz und Patrick Küng, das wäre doch in der neuen Saison ein HammerFlight? Lacht laut, ohne Antwort zu geben…
PATRICK KÜNG
Der gebürtige Glarner Patrick Küng fuhr schon als Dreijähriger Ski auf dem Kerenzerberg, mit fünf bestritt er die ersten Rennen. Als mittlerweile 34-Jähriger ist Küng derzeit der Älteste in der Nationalmannschaft. Am 7. Februar 2015 gewann er sensationell die Weltmeisterschaftsabfahrt in Vail/Beaver Creek. Ein Jahr zuvor hatte er die Lauberhorn-Abfahrt für sich entscheiden können, in Wengen war Küng 2009 auch erstmals am Start eines Weltcup-Rennens. Schon im folgenden Jahr erreichte er beim Weltcupfinale in Garmisch mit Rang 3 den ersten Podestplatz. Die Karriere von Patrick Küng ist auch von schweren Verletzungen geprägt, die ihn immer wieder zurückwarfen. Während der gesamten Saison 2006/07 konnte er nach einem Trainingsunfall keine Rennen bestreiten. Zuletzt erlitt er im Sommer 2015 einen Riss der Patellasehne des linken Knies und konnte mehrere Monate nicht trainieren.
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IMPRESSUM
GOLFSUISSE GOLFSUISSE.CH
Offizielles Organ der ASG Association Suisse de Golf 21. Jahrgang, 6 Ausgaben pro Jahr HERAUSGEBERIN Golf Suisse Media Sàrl Place de la Croix-Blanche 19 1066 Epalinges VERLAGSLEITUNG Raphael Weibel, Robert Steuer, Barbara Albisetti
VORSCHAU
CHEFREDAKTOR Stefan Waldvogel, s.waldvogel@asg.ch
Im GOLFSUISSE 2/2018 finden Sie neben vielen anderen Geschichten die folgenden Schwerpunkte:
REDAKTIONSANSCHRIFT Golf Suisse Media Sàrl Place de la Croix-Blanche 19 1066 Epalinges info@golfsuisse.ch AUTOREN Petra Himmel Peter Sennhauser Sebastian Burow Marcus Knight Thérèse Orecht Hodler Brigitte und Hannes Huggel Jürgen Sahli
Masters in Augusta
FOTOGRAFEN Patrick Jantet, Getty Images, Tristan Jones, LET, Emanuel Stotzer, Hans-Peter Thoma, e621.ch, Deprezphoto, Crans-Montana, Livio Piatti, Rémy Steiner und Köbi Schenkel.
SPONSOR
Die grosse Bilanz des ersten Majors des Jahres. Der Mann im grünen Sieger-Jacket im Portrait, und alles was Sie sonst noch wissen müssen zum diesjährigen Masters im Augusta National Golfclub.
Hintergrund
LEKTORAT/ÜBERSETZUNG AGM Services, Thérèse Obrecht Hodler ANZEIGENVERWALTUNG Medien Verlag, Ursula Meier Weiherhof 14, 8604 Volketswil T 044 946 01 51 umeier@medienverlag.ch
Die Entscheidungen der ASGDelegierten zum Thema «Public Golf» und was an der DV in Bern sonst noch zu reden gab.
LAYOUT Sigelwerbung, Lyssach, sigel@sigelwerbung.ch
People & Plätze
DRUCK AVD GOLDACH AG Sulzstrasse 10-12, 9403 Goldach T 071 844 94 44, F 071 844 95 55 www.avd.ch ADRESSÄNDERUNGEN Bei Nichterhalt von GOLFSUISSE, falscher Sprachausgabe, Adressänderungen und weiteren Mutationen wenden Sie sich an den Clubmanager (ASG-Club) oder an die Geschäftstelle (ASGI und ASG GolfCard Migros) MITGLIEDSCHAFTSPRESSE Adressiert per Post zugestellt an alle Mitglieder der ASG-Clubs, ASGI, und ASG GolfCard Migros AUFLAGE Gesamt Deutsch Französisch
67 500 Exemplare 53 300 Exemplare 14 200 Exemplare
WEMF/SW-beglaubigt 2016/17 Gesamt 65 674 Exemplare Deutsch 52 067 Exemplare Französisch 13 607 Exemplare
90 GOLFSUISSE 01-18
SPONSOR
Der 1921 gegründete TraditionsClub Golf de Genève nach dem grossen Umbau des 18- LochParcours.
Travel
Trauminsel Mauritius: Neun Top-Plätze locken die internationalen Golfgäste an den indischen Ozean. GOLFSUISSE hat auch die neuen Parcours von Avalon und Mont Choisy getestet.
19th Hole
Prominente Schweizer reden über sich und das Golfen: Tatort-Kommissar Stefan Gubser. Das nächste GOLFSUISSE erscheint am 30. April 2018. Bis dahin liefern wir Ihnen News, Fotogalerien und Videos auf golfsuisse.ch.
6 Tage ab Fr.
Flussgenuss vom Reisebüro Mittelthurgau
1755.–
inkl. An-/Rückreise und Vollpension an Bord Reisedatum 2018 08.10.–13.10. Preise pro Person Kabinentyp
Hauptdeck 2-Bett Mitteldeck 2-Bett, frz. Balkon Oberdeck 2-Bett, frz. Balkon Mini Suite, frz. Balkon
Fr. Katalogpreis
Sofortpreis
2320.–
1855.–
2620.–
2095.–
2870.– 3070.–
2295.– 2455.–
Sofortpreis mit beschränkter Verfügbarkeit André Jaeger
Dominique Gisin
Reduktionen • Kabinen hinten • Begleitperson ohne Golf
Excellence Golf Trophy ’18 Rhein, Mosel & Schiff Abschlag für die 1. Excellence Golf Trophy auf drei fantastischen Courts. Dann wenn sich die Natur und die Weinberge an den Ufern von Mosel und Rhein in den leuchtenden Farben des Herbstes zeigen. Mit an Bord und auf dem Green: Prominente Golfcracks. Tag 1 Schweiz > Basel Busanreise nach Basel. Um 15 Uhr legt die Excellence Queen ab. Tag 2 Plittersdorf Transfer zur ersten Golfrunde im elsässischen Soufflenheim. Golfclub International Soufflenheim, Baden-Baden Tag 3 Rüdesheim Transfer nach Boppard zur zweiten Golfrunde. Jakobsberg Golfresort Zurück im Winzerstädtchen Rüdesheim haben Sie Zeit für eigene Unternehmungen.
Golf-Club Eifel e.V. Über den verwinkelten Gassen und den Fachwerkhäusern thront die ehrwürdige Reichsburg von Cochem. Tag 6 Bernkastel Ankunft im idyllischen Moselstädtchen Bernkastel. Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. Golfplätze vorbehältlich Änderungen. Handicap 45 oder tiefer ist erforderlich.
Tag 4 Rüdesheim > Koblenz Geniessen Sie die romantische Rheinstrecke. Gegen Mittag macht die Excellence Queen in Koblenz fest. Sie haben Zeit für eigene Unternehmungen.
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Excellence Golf Trophy ʼ18
Tag 5 Koblenz > Cochem Transfer zur dritten Golfrunde in Hillersheim in der Eifel.
Die Excellence Queen gehört zu den luxuriösesten Flusschiffen Europas und fährt unter Schweizer Flagge! Die Kabinen auf Mittel- und Oberdeck, gefertigt aus edelsten Materialien, sind 16 m² gross mit französischem Balkon. Die Fenster auf dem Hauptdeck sind nicht zu öffnen. Alle Kabinen sind ausgestattet mit Dusche/WC, Föhn Klimaanlage, SAT-TV, Minibar, Safe, Telefon, Lift von Mittel- zu Oberdeck. Sonnendeck mit Whirlpool. Grosszügiges Foyer, Nichtraucher-Restaurant, Panoramalounge. Gastlichkeit, gesellige Unterhaltung und eine vortreffliche Küche! Willkommen an Bord!
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0800 86 26 85 · www.mittelthurgau.ch Reisebüro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG · Oberfeldstr. 19 · 8570 Weinfelden · Tel. +41 71 626 85 85 · info@mittelthurgau.ch
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An Bord mit dabei: Claudio Zuccolini – Unterhaltung André Jaeger – Gourmet-Koch Dominique Gisin – Olympiasiegerin Zuschläge • Alleinbenützung Kabine Haupt-/Mittel-/Oberdeck
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Unsere Leistungen • Mittelthurgau Fluss-Plus: Busbegleitung im Königsklasse-Luxusbus während der ganzen Reise • Excellence-Flussreise mit Vollpension an Bord resp. Lunchpaket/Getränke beim Golfen • Kapitänsdinner & Golfer-Cocktails • Greenfees mit reservierten Startzeiten • Mehrgängiges Gourmet-Menü zubereitet von Spitzenkoch André Jaeger • Mittelthurgau Golf-Reiseleitung Nicht inbegriffen • Auftragspauschale von Fr. 20.– pro Person • Persönliche Auslagen und Getränke • Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage Was Sie noch wissen müssen Schweizer Bürger benötigen eine gültige Identitätskarte oder einen gültigen Reisepass. Wählen Sie Ihren Abreiseort 11:25 Wil p, 11:45 Burgdorf p 11:50 Winterthur-Wiesendangen SBB 12:15 Zürich-Flughafen, Reisebusterminal p 12:15 Aarau SBB, 13:15 Baden-Rütihof p 14:00 Pratteln, Aquabasilea p, 14:15 Basel SBB Internet Buchungscode
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