Ausgabe 3 | erscheint vierteljährlich | September 2026 Poste Italiane Spa, Versand im Postabonnement, D.L. 353/2003 (conv. in L. 27.02.2004 Nr. 46) Art. 1, Comma 1, NE Bozen • Sonderheft Nr. 1 zur Nr. 15 „Südtiroler Landwirt“ vom 04.09.2026 • Gebühr bezahlt – Taxe Percue
DAS MAGAZIN DER SÜDTIROLER BAUERNJUGEND
Inser bestes Gwond Unsere Trachten sind mehr als nur Kleidung. Oft werden sie über Generationen vererbt und für viele sind sie eines der wertvollsten Kleidungsstücke im Kleiderschrank. Mit Stolz und Freude werden sie auch heute noch getragen und verleihen jedem Anlass einen besonderen Rahmen. In ihnen stecken Handwerk, Tradition und ein Stück Heimat. Es ist ein besonderer Stolz, die Tracht der eigenen Ortschaft oder des eigenen Tales zu tragen. Gleichzeitig verbinden sie uns über Gemeinde- und Talschaftsgrenzen hinweg. So bleiben unsere Trachten gelebte Tradition – fest in unserer Geschichte verwurzelt und doch mitten in unserer Gegenwart.
t h c a T e i d f u r f Au n e g a r T zu
Eva Götsch Landesleiterin-Stv.
TRACHTENLANDSCHAFT
PORTRAIT
LANDESTRACHTENSCHAU
Unsere Trachten erzählen Geschichte!
im Gespräch mit dem Trachtenexperte Helmut Rizzolli
Kleidung die Geschichte erzählt!
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Blickpunkt
Trachtenlandschaft Südtirols Die Südtiroler Bauernjugend erstellt eine digitale Plattform zur:
„Trachten landschaft“ Die verschiedenen Trachten Südtirols wurden gesammelt und werden auf einer interaktiven Landkarte dargestellt. gibt. Dazu gibt es Informationen zu den einzelnen Trachten, Fotos, ihre Geschichte oder ihre Besonderheit.
Bald wird die neue TrachtenWebseite veröffentlicht !
Die Südtiroler Trachtenlandschaft zählt zu den vielfältigsten im gesamten Alpenraum. Ihre Besonderheit liegt vor allem darin, dass sich in den verschiedenen Tälern und Gebieten zahlreiche unterschiedliche Formen, Farben und Tragweisen entwickelt haben. Doch diese Vielfalt ist nicht von heute auf morgen entstanden. Die Südtiroler Tracht hat eine lange Geschichte und wurde über Jahrhunderte von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und modischen Entwicklungen geprägt.
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ie Anfänge der bäuerlichen Tracht reichen weit zurück. Bis in die frühe Neuzeit unterschied sich die Kleidung der bäuerlichen Bevölkerung in Südtirol kaum von jener in anderen Teilen des Alpenraums. Sie war vor allem einfach, zweckmäßig und an die jeweiligen Lebens- und Arbeitsbedingungen angepasst. Verwendet wurden hauptsächlich Materialien wie Wolle, Leinen und Leder, die vielfach am eigenen Hof hergestellt und verarbeitet wurden. Die Kleidung war dabei nicht nur von den verfügbaren Materialien, sondern auch vom Klima und den örtlichen Lebensbedingungen geprägt. Frauen trugen meist lange Überkleider aus Wolle oder Leinen mit langen Ärmeln, dazu einen Schurz und einfache Schuhe. Als Kopfbedeckung dienten beispielsweise Kapuzen oder Filzhüte. Auch die Männer kleideten sich zunächst
in einfachen, funktionalen Gewändern. Erst im Laufe der Zeit wurden die Kleidungsstücke stärker an die Körperform angepasst und die Unterschiede zwischen Männer- und Frauenkleidung deutlicher. Ab dem 16. Jahrhundert begann die bäuerliche Kleidung zunehmend Elemente der zeitgenössischen Mode zu übernehmen. Neue Schnitte und Formen wurden jedoch meist mit zeitlicher Verzögerung und in abgewandelter Form übernommen. So entwickelten sich beispielsweise Janker, eng anliegende Hosen, Schnürmieder und stärker taillierte Frauenkleider zu Bestandteilen der bäuerlichen Kleidung. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts waren bereits die wesentlichen Elemente vorhanden, aus denen sich die späteren historischen Trachten entwickelten. Eine entscheidende Phase begann im 17. Jahrhundert. Die bäuerliche Kleidung be-
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gann sich nun immer stärker nach einzelnen Regionen zu unterscheiden. In den verschiedenen Tälern und Gebieten setzten sich eigene Formen und Details durch. Im Laufe des 18. Jahrhunderts war diese kleinräumige Differenzierung weitgehend abgeschlossen. Farben, Stoffe, Schnitte, Kopfbedeckungen und Accessoires wurden zu Merkmalen, anhand derer man die Herkunft einer Person erkennen konnte. Auch der Anlass bestimmte zunehmend die Kleidung. Neben dem alltäglichen Gewand gab es besondere Kleidung für Sonn- und Feiertage, Hochzeiten oder Trauerfälle. Ebenso konnten Alter, Familienstand und gesellschaftlicher Stand Einfluss auf die Ausführung der Tracht haben. Das 18. Jahrhundert gilt dabei als eine besonders prächtige Zeit der Trachtenentwicklung. Eine gute wirtschaftliche Lage und das ausgeprägte religiöse Leben mit zahlreichen Festen und Bräuchen begünstigten die Verwendung farbenreicher und teilweise kostbarer Stoffe. Im 19. Jahrhundert veränderte sich die Situation grundlegend. Neue Modetrends, veränderte Arbeitsbedingungen und die zunehmende Industrialisierung führten dazu, dass die traditionelle Kleidung in vielen Gegenden nach und nach verschwand. Fabrikstoffe wurden günstiger und leichter verfügbar, während die Herstellung von Stoffen am eigenen Hof zurückging. Auch die Tracht selbst wurde verändert: Bei den Frauen setzte sich vielerorts die Tüchltracht anstelle
der älteren Miedertracht durch, bei den Männern entwickelte sich die Kleidung vom Kurzbäurischen zum Langbäurischen. Trotz dieses Wandels blieb die Tracht in einigen Gebieten besonders stark verankert. Vor allem im Burggrafenamt, im Sarntal, im Schlerngebiet, im Grödental und in Teilen des Eisacktals konnte sie sich erhalten und weiterentwickeln. Gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand zudem ein zunehmendes Bewusstsein für den Wert der historischen Tracht. Vereine, Musikkapellen und Schützen griffen verstärkt auf traditionelle Kleidung zurück und trugen damit zur Bewahrung vieler Trachtenformen bei. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte schließlich eine umfassende Wiederbelebung der Tracht ein. Trachtenvereine und verschiedene Verbände beschäftigten sich zunehmend mit der Erhaltung und Pflege der überlieferten Formen. Gleichzeitig wurde die historische Tracht wissenschaftlich erforscht und anhand von alten Kleidungsstücken, Bildern und schriftlichen Quellen dokumentiert. Dadurch konnten zahlreiche regionale Besonderheiten bewahrt und teilweise wieder neu belebt werden. Die heutige Südtiroler Trachtenlandschaft ist somit das Ergebnis einer jahrhundertelangen Entwicklung. Manche Trachten sind über lange Zeit nahezu unverändert erhalten geblieben, andere wurden im Laufe der Zeit weiterentwickelt oder nach historischen Vorbildern neu belebt.
» Die Südtiroler Tracht wird von Generation zu Generation weitergegeben und lebendig gehalten..
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„Wer Tracht trägt, trägt ein Stück der eigenen Geschichte, die somit unmittelbar zu einem Teil von uns selbst wird.“
Gerade diese Verbindung aus Geschichte, regionaler Eigenständigkeit und lebendiger Weitergabe macht die Tracht zu einem wichtigen Bestandteil der Südtiroler Kultur. Doch Südtirol ist nicht gleich Südtirol – und das zeigt sich besonders deutlich bei einem Blick auf die einzelnen Trachtenbezirke. Jeder dieser Bezirke hat seine eigenen charakteristischen Merkmale und Besonderheiten. Von der Farbgebung und den Stoffen über die Schnitte bis hin zu Kopfbedeckungen und Schmuck unterscheiden sich die Trachten teilweise deutlich voneinander. Ein Blick auf die einzelnen Bezirke zeigt daher, wie vielfältig die Trachtenlandschaft tatsächlich ist.
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Portrait
Helmut Rizzolli EM D IT M H C Ä R P S E IM G EN T R E P X E N E T H C A R T
Tracht erzählt Geschichten – von Menschen, Regionen und vergangenen Zeiten. Helmut Rizzolli hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Geschichten sichtbar zu machen und für kommende Generationen zu bewahren.
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Berichte
Ein Leben für die Tracht Helmut Rizzolli beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Geschichte der Südtiroler Tracht. Mit seinem umfangreichen Bildarchiv, zahlreichen Publikationen und viel persönlichem Einsatz hat er dazu beigetragen, vergessene Trachten wieder sichtbar zu machen. Für ihn ist Tracht mehr als Kleidung: Sie erzählt von unserer Herkunft und ist ein wichtiger Teil unserer bäuerlichen Volkskultur. Seit seinem Studium der Wirtschaftsgeschichte beschäftigt sich der gebürtige Bozner mit der Tracht. Geprägt wurde sein Interesse durch die Trachtensammlung des Bozner Stadtmuseums sowie durch die Schneidermeisterin Midl Nagele aus Bozen und Kurt Paizoni aus Tramin. Rizzolli studierte Wirtschaftswissenschaften in Florenz und anschließend Geschichte an der Universität Innsbruck. Im Jahr 2000 habilitierte er sich in Mittelalterarchäologie. Daneben führte er mit seiner Frau Eva den väterlichen Betrieb in den Bozner Lauben. Als Honorarprofessor, Gemeinde- und Stadtrat sowie als Obmann des Heimatschutzvereins Bozen/Südtirol war und ist er in verschiedenen Bereichen engagiert. Für seine wissenschaftlichen Verdienste erhielt er das Goldene Verdienstkreuz der Republik Österreich. Tracht erzählt Geschichte Was ihn bis heute fasziniert, bringt Rizzolli auf den Punkt: „Sie ist ein unerlässlicher Teil unserer bäuerlichen Volkskultur.“ Über hundert Aufsätze zur bäuerlichen Bekleidungsgeschichte sowie die Monografien „Unsere Trachtenfibel“ und „Der gegürtete Tiroler“ zeugen von seiner langjährigen Forschung. Seine Trachtenfibel versteht er als praktisches Begleitbuch für Trachtenträgerinnen und Trachtenträger – vom richtigen Tragen bis zur Herstellung der Volkstrachten. Dabei geht es ihm nicht allein darum, alte Kleidungsstücke zu beschreiben. Vielmehr möchte er verständlich machen, warum eine Tracht so aussieht, wie sie aussieht,
» Vor vier Monaten gab es die Vorstellung der neuen wiederbelebten Tracht der Musikkapelle Karneid.
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und welche Geschichte hinter ihren einzelnen Bestandteilen steckt. Denn erst wenn man die Herkunft und Bedeutung einer Tracht kennt, kann man sie auch richtig schätzen und mit dem nötigen Bewusstsein tragen. Die große Vielfalt der bäuerlichen Festtagskleidung entstand laut Rizzolli vor allem ab dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts. Die bäuerliche Bevölkerung konnte sich zunehmend von den Kleiderordnungen lösen. Um 1850 wurden die bunten Festtagskleider dunkler, das Schnürmieder wurde allmählich aufgegeben und bei den Männern ersetzte die lange Hose die Kniebundhose. Für Rizzolli erzählen gerade die kleinen Unterschiede viel über eine Region: Bandführungen am Miederrücken, Männerjoppen und Hutformen machen Trachtenträgerinnen und Trachtenträger zu Botschaftern der kleinräumigen Trachtenlandschaften vor 1850. Die Geschichte steckt im Detail Besonders spannend findet Rizzolli den schwarzen Flor, der kein Trauerflor ist und im gesamten Alttirol – mit Ausnahme des Welschtirols – verbreitet war. Auch die grünen Hosenheber über dem weißen Männerhemd gehören zu den besonderen Elementen, die bereits Heinrich Heine auffielen.
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Portrait
gen zu bäuerlichen und bürgerlichen Festtagskleidern sowie durch die vor über zehn Jahren gegründete Arbeitsgruppe „Unsere Tracht“, die sein Bildarchiv verwaltet. Seine Arbeit zeigt dabei, wie wichtig das Zusammenspiel von historischen Quellen, Bildern und handwerklichem Können ist. Erst durch die Verbindung dieser Bereiche können Trachten, die bereits in Vergessenheit geraten sind, wieder möglichst authentisch rekonstruiert und getragen werden. So wird aus einem alten Bild nicht nur ein Erinnerungsstück, sondern eine Grundlage dafür, Tradition wieder lebendig werden zu lassen. Zwischen Bewahren und Weitergeben Für Rizzolli ist die Beschäftigung mit der Tracht deshalb auch eine Aufgabe für die Zukunft. Wer ein Kleidungsstück trägt, trägt immer auch ein Stück Geschichte mit sich. Damit diese Geschichte nicht verloren geht, braucht es Menschen, die genau hinsehen, Fragen stellen, Bilder und Wissen sammeln und dieses Wissen weitergeben. Seine jahrzehntelange Arbeit trägt dazu bei, die Vielfalt der regionalen Trachtenlandschaften sichtbar zu halten. Denn nur was bekannt und verstanden wird, kann auch mit Überzeugung weitergetragen werden.
» Das historische Bild diente als Vorlage zur exakten Wiederbelebung der alten Kastelruther Trachten.
Gerade solche Details zeigen, wie viel Geschichte in der Tracht steckt. Was heute vielleicht nur als schmückendes Element wahrgenommen wird, kann Hinweise auf eine bestimmte Region, eine Zeit oder eine handwerkliche Tradition geben. Für Rizzolli sind diese kleinen Besonderheiten deshalb wichtige Zeugnisse unserer Vergangenheit.
Für die Zukunft wünscht sich Rizzolli, dass Tracht nicht nur von Schützen, Musikkapellen, Volkstänzern oder Chören getragen wird. Alle Tirolerinnen und Tiroler nördlich und südlich des Brenners sollen mit ihrer festlichen Kleidung zeigen, woher sie kommen. Die Erhaltung der Tracht sieht er dabei gemeinsam mit Landschaft, Bräuchen und charakteristischen Gebäuden als ein Vermächtnis, zu dem wir uns bekennen.
Beeindruckend findet er jene Gebiete, in denen das Trachtentragen nie unterbrochen wurde – das Burggrafenamt, das Sarntal und die Dörfer unter dem Schlern. Gleichzeitig zeigen sie, dass Tradition auch Veränderungen zulässt. Für Rizzolli gilt: „Die örtlichen Kennzeichen und die handwerkliche Herstellung müssen beibehalten werden.“ Gut ausgebildete Handwerkerinnen und Handwerker sowie nicht-synthetische Materialien seien dafür unerlässlich. Vergessenes bewahren Besonders stolz ist Rizzolli darauf, in Dutzenden Fällen vergessene Trachten wiederbelebt zu haben. Möglich wurde dies durch sein umfangreiches Bildarchiv und ausgezeichnete Handwerkskunst. Damit das Wissen nicht verloren geht, sammelt und dokumentiert er bis heute. Unterstützt wird dies durch museale Sammlun-
» Die alte Tschögglberger Tracht wurde über die Afinger Schützen mit Beratung der Arbeitsgruppe „Unsere Tracht“ wiederbelebt.
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Der neue Steuerleitfaden
Bauernjugendseminar Beim diesjährigen Bauernjugendseminar dreht sich alles um NaturPUR Kosmetik. Am Freitag, 23. Oktober, und Samstag, 24. Oktober, findet jeweils ein Tagesseminar in Nals statt. Nach einer kurzen Einführung in die Welt der Kräuter geht es ans praktische Arbeiten: Gemeinsam stellen wir verschiedene Naturkosmetik-Produkte her und entdecken dabei die vielfältigen Möglichkeiten, die uns die Natur bietet. Der Kurs dauert jeweils von 9:00 - 17:00 Uhr. Anmeldungen sind bis Montag, 12. Oktober im Landessekretariat unter 0471 999 401 oder bauernjugend@sbb.it möglich. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Wir freuen uns auf Dich!
Wichtigste Änderungen • •
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Das frühere IVA-Minori-Heft wird nicht mehr verwendet Alle Einnahmen und Ausgaben werden nun über eine Excel-Tabelle erfasst Ortsgruppen sind von der elektronischen Fakturierung befreit Die MwSt. wird nicht mehr bezahlt Alle wichtigen Informationen: www.sbj.it/de/service/steuern
Weiterbildung auf Ortsebene Kurse und Seminare an die SBB-Weiterbildungsgenossenschaft melden. Auch im heurigen Jahr unterstützt die SBB-Weiterbildungsgenossenschaft ihre Ortsgruppe beratend und finanziell. Um diese Unterstützung in Anspruch nehmen zu können, muss die Ortsgruppe mindestens 14 Tage vor Kursbeginn ein Finanzierungsansuchen mit den wichtigsten Kursdaten an die SBB-Weiterbildungsgenossenschaft stellen. Die Ortsgruppe erhält eine Rückmeldung via E-Mail, ob das Ansuchen genehmigt wurde oder nicht. Nach Kursende kann der Referent 40,00 Euro pro Weiterbildungsstunde (eine Weiterbildungsstunde entspricht 45 Minuten) der SBB-Weiterbildungsgenossenschaft in Rechnung stellen. Voraussetzungen für diese Förderung sind, dass der Kurs mit einer Mindestteilnehmerzahl von fünf Personen stattgefunden hat und mittels Meldeformular und Teilnehmerliste gemeldet wurde. Falls das zwischen Ortsgruppe und Referent vereinbarte Honorar über die Finanzierung der SBB-Weiterbildungsgenossenschaft hinausgeht, verrechnet der Referent den restlichen Betrag an die Ortsgruppe. Bitte meldet auch jene Veranstaltungen, für die ihr keine finanzielle Unterstützung erhalten habt (mittels Meldeformu-
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» Alle Infos und Formulare online unter www.sbj.it/de/service/weiterbildung
lar). Damit helft ihr der Weiterbildungsgenossenschaft, den Überblick über die Tätigkeit auf Ortsebene zu bewahren und leistet einen wichtigen Beitrag dafür, dass die SBB-Weiterbildungsgenossenschaft auch in Zukunft einen Teil des Referentenhonorars (40,00 € pro Weiterbildungsstunde) übernehmen kann. Eure Ansprechpartnerin in der SBB-Weiterbildungsgenossenschaft für organisatorische Fragen ist Astrid Steiner (Tel +39 0471 999269; E-Mail: astrid.steiner@sbb.it). Alle notwendigen Formulare für die Organisation einer Weiterbildungsveranstaltung auf Ortsebene können auf unserer Internetseite heruntergeladen werden: www.sbj.it/de/service/weiterbildung.
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Berichte
Kleidung die Geschichte erzählt Am Freitag, den 19. Juni 2026, wurde der Schlossgarten von Schloss Prösels zur eindrucksvollen Bühne für die Landestrachtenschau. Insgesamt 120 originale Trachten aus allen Bezirken Südtirols wurden von 137 Mitgliedern, Freunden und Bekannten der SBJ mit Stolz präsentiert.
» Die vielfältigen Trachten Südtirols auf dem Laufsteg
Begleitet von stimmungsvoller Musik führte die Bauernjugend das Publikum auf eine Reise durch die vielfältige Trachtenlandschaft Südtirols. Landesobmann Raffael Peer und Landesleiterin Viktoria Kössler moderierten die Schau und vermittelten zu jeder einzelnen Tracht spannende Informationen über ihre Herkunft und Besonderheiten. So erfuhren die Besucherinnen und Besucher bei jeder Tracht in welchem Gebiet sie getragen wird und ein paar Besonderheiten.
„Mit der Modenschau zeigen wir als SBJ, dass wir unsere Tracht selbstbewusst und mit stolz tragen“ Viktoria Kössler
Besonders beeindruckend war die Vielfalt der verwendeten Materialien: Edle Seidenstoffe, feiner Samt, gewässerte Stoffe, hochwertige Wollstoffe sowie kunstvolle Häkelarbeiten und liebevolle Stickereien machten jede Tracht zu einem einzigartigen Kunstwerk. Jede einzelne erzählt ihre eigene Geschichte, spiegelt die Eigenheiten ihrer Heimat wider und wurde über Generationen hinweg mit großer Sorgfalt bewahrt. Von prächtigen Schnürmiedertrachten über festliche Dirndl bis hin zu Lodenho-
sen, Lederhosen und zahlreichen weiteren Frauen- und Männertrachten zeigte sich eindrucksvoll, wie reich und facettenreich das kulturelle Erbe Südtirols ist. Im Jahr 1979 fand die erste Landestrachtenschau der Südtiroler Bauernjugend im Walterhaus in Bozen statt. Erstmals wurden damals die vielfältigen Trachten unseres Landes in einem gemeinsamen Rahmen präsentiert. Fast fünf Jahrzehnte später knüpft die Südtiroler Bauernjugend an diese Erfolgsgeschichte an. „Mit der Landestrachtenschau möchten wir bewusst ein Zeichen setzen. Sie soll auch ein Aufruf sein, unsere Tracht wie-
der vermehrt bei Festen, Prozessionen und kirchlichen Feierlichkeiten in den Dörfern zu tragen. Wer Tracht trägt, ist immer gut gekleidet und zeigt gleichzeitig seine Verbundenheit mit unserer Heimat. Unsere Traditionen dürfen wir nicht vergessen – sie machen Südtirol aus und verbinden Generationen miteinander“, betonte SBJ-Landesobmann Raffael Peer.
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Berichte
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Berichte
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Berichte
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Berichte
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» Trachtenlandschaft Sarntal
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Berichte
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Blickpunkt
Die Elite am Traktor Fabian Niederbrunner aus Gais setzte sich heuer gegen insgesamt 32 begeisterte Traktorfahrer und Fahrerinnen beim Lintrac Supercup Landesentscheid in Gais durch. Bei den Transporten fuhr sich Egger Markus aus Hafling zum Sieg und bei den Frauen Julia Telfser aus Sonnenberg. Das Landesfinale sorgte für Nervenkitzel bei den Teilnehmenden und für Hochspannung bei den Zuschauern. „Mit viel Feingefühl versuchten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen den Traktor und den Transporter über die Hindernisse zu lenken. Nur wer die Maschine perfekt im Griff hat, ist ganz vorne mit dabei. Auch spannend war der virtuelle Teil, der vor allem auf präzises und geschicktes Fahren ausgerichtet war“, erklärt Raffael Peer, Landesobmann der Südtiroler Bauernjugend. Balancieren zwischen Realität und Simulation Die Teilnehmenden mussten auf dem echten Rennparcours und auf der Gaming Station abliefern. Im ersten Schritt galt, den Lintrac präzise und schnell durch verschiedene Hindernisse zu manövrieren. Neben dem zentimetergenauen Einparken und den engen Kurven mussten die Fahrer auch eine Rampe für Schräglagen mit Präzision bewältigen. Das Herzstück des Parcours durfte nicht fehlen: die Wippe. Hierbei galt es, den Traktor für fünf Sekunden ausbalanciert in der Waagrechten zu halten. „Nur wenige Zentimeter entschieden darüber, ob der Fahrer das Gleichgewicht auf der Wippe halten konnte. Kippt sie vorzeitig um, so handeln sich die Teilnehmer eine Menge Strafsekunden ein“, erklärte Peer. Anschließend mussten die Fahrer den virtuellen Teil des Lintrac Supercup meistern, wo im Farming Simulator auf einem angepassten Parcours gefahren wurde. Am Ende des Tages wurden beide Zeiten zusammengezählt und kamen in die Wertung. Auch für die Transporterfahrer/innen hatte die Südtiroler Bauernjugend einen anspruchsvollen Parcours vorbereitet. Von eng gesteckten Kurven bis zum genauen Einparken ist alles dabei.
» Das sind die besten Traktorfahrer Südtirols!
Triumph beim Lintrac Supercup: Die Meister der Maschinen Fabian Niederbrunner aus Gais wurde als bester Traktorfahrer des Landes gekürt, dicht gefolgt von Markus Egger aus Hafling und Lukas Renzler aus der Gais. Auch Fahrer aus Österreich waren beim Lintrac Supercup dabei und sie wurden ebenfalls prämiert. Hier gewann Domink Baumann aus Hochfilzen Tirol, gefolgt von Felix RauchRoppen Tirol und Florian Dankzl aus Hochfilzen Tirol. Egger Markus aus Hafling war bei den Transporterfahrern unschlagbar und sicherte sich den ersten Platz. Martin Frener aus St. Leonhard belegte den zweiten Platz, gefolgt von AlexOberbichler aus Mühlwald auf dem dritten Platz. Bei den Frauen siegte Julia Telser aus Sonnenberg, gefolgt von Nadia Kritzinger aus Völser Aicha und Nadia Frontull auf dem dritten Platz. Auch prämiert wurden die drei Beste virtuelle Fahrer, Jonas Alber, Julia Telfser und Fabian Niederbrunner. Tolles Rahmenprogramm Die Ortsgruppe Gais sorgte für ein tolles Rahmenprogramm mit musikalischer Unterhaltung und Essen. Starke Partner: Die Südtiroler Bauernjugend dankt ihren starken Partnern: Lindner, Lochmann, ITAS Versicherung, Metzgerei Stolzlechner, Bäckerei Frisch und Schlosserei Schwärzer.
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Wenn jede Sekunde zählt: Südtirols beste Handmäher gekürt Den Titel der Landesmeisterin sicherte sich Maria Burchia aus Enneberg, bei den Herren setzte sich Lukas Paris aus Aussernördersberg durch. Bei den Senioren siegten Annemarie Tschager Tauferer aus Karneid und Josef Flenger aus Lüsen. Am Samstag, 22. August 2026, trafen sich die besten Mäherinnen und Mäher in Völser Aicha, um am Landesentscheid im Handmähen teilzunehmen. Insgesamt wurden mit viel Geschick 120 Felder abgemäht. Zum vierten Mal in Folge wurde die Veranstaltung von der Südtiroler Bauernjugend und der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund gemeinsam ausgetragen.
„Es ist schön, wenn das mähen mit der Sense jung und Alt verbindet und wir zusammen diese wertvolle tradition weiterführen“ Theresia Agreiter Larcher Die diesjährigen Sieger Bei den Damen siegte Maria Burchia aus Enneberg vor Daniela Kofler aus Sarntal und Katja Mittelberger aus Vöran. Bei den Männern hatte Georg Spiess aus Sarntal das Feld am schnellsten abgemäht. Auf Platz zwei folgte ihm Klaus Lanziner aus Kastelruth und Platz drei holte sich Jan Agreiter aus Enneberg. Bei den Junioren konnte sich Andreas Burchia aus Enneberg den Sieg holen. Platz zwei belegte Lorenz Kofler aus Sarntal und Platz drei Manuel Pedevilla aus Enneberg. Landesmeisterin darf sich Maria Burchia aus Enneberg nennen, Landesmeister ist Lukas Paris aus Aussernördersberg. Landesmeisterin und Landesmeister werden die jeweils Ersten in den Kategorien Frauen und Männer, die unter 35 Jahre alt sind. Beim Staffel Mähen traten insgesamt 5 Gruppen zu je drei Teilnehmern gegeneinander an. Das beste Team bildeten Klaus Lanziner, seine Tochter Lena Lanziner, gemeinsam mit Gabriel Comploi. In diesem Jahr trauten sich insgesamt 42 Gaudi-Mäher an die Sensen. Bei diesem wird nicht der oder die Schnellste prämiert, sondern derjenige, der sich am nächsten zum Mittelwert mähte, dies gelang in diesem Jahr Simon Obkircher aus Völser Aicha. WELLI
» Der Landesmeister Lukas paris aus Aussernördersverg und die Landesmeisterin Maria Burchia aus Enneberg freuten sich über ihren Sieg
Auch Senioren zeigen „Schneid“ In der Kategorie „Senioren“ stellten sich in Völser Aicha 11 Teilnehmerinnen und 34 Teilnehmer über 60 Jahre. Routiniert und professionell gingen die insgesamt 45 Mäher an den Start und mähten die für den Wettbewerb vorgesehenen Felder in der Größe von zwölf Quadratmetern ab. Mähkönigin und Mähkönig der Senioren Bei den Frauen holte sich schließlich Annemarie Tschager Tauferer aus Karneid den Sieg. Bei den Männern siegte Josef Flenger aus Lüsen. Den zweiten Platz errangen Greti Lun Oberrauch vom Ritten und Josef Ritsch aus Villnöß. Den dritten Platz sicherten sich Anna Faller Pircher aus Schenna und Paul Obwexer aus Villnöß. In einer weiteren Kategorie wurden auch die Tagesschnellsten prämiert. Dies waren Katharina Gruber Niederwanger aus Rein in Taufers mit einer Zeit von 1:33,28 und Josef Steidl aus Toblach, der in 43 Sekunden und 50 Hundertstel das Feld abgemäht hatte. Ausgezeichnet wurden auch die Tagesältesten: Als solche gingen Marianna Egger aus Hafling, Jahrgang 1943, und Toni Falser aus Karneid, Jahrgang 1941, an den Start.
Wir holen die Europameistersaft nach Südtirol! Nach 14 Jahren ist es wieder so weit: Die Europameisterschaft im Handmähen kehrt 2027 nach Südtirol zurück! Vom 27. bis 29. August 2027 wird das Sarntal zum Treffpunkt der besten Handmäherinnen und Handmäher aus ganz Europa. Hunderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer werden zu diesem besonderen Ereignis ins Tal kommen. Die Bauernjugend-Ortsgruppe Sarntal wird an allen drei Tagen ein großes Zeltfest organisieren und mit einem abwechslungsreichen Programm sowie bester Verpflegung für das leibliche Wohl der Gäste sorgen.
„Unser großes Ziel ist es, bei der EUropameisterschaft einen Heimsieg zu holen“ Raffael Peer
Das Sarntal steht damit 2027 ganz im Zeichen des Handmähens – und ganz Südtirol fiebert einem spannenden Wettkampf mit!
Landesentscheid im Handmähen der Südtiroler Bauernjugend in Völser Aicha
Fachtagung zur Pensionsvorsorge » Soziale Absicherung frühzeitig planen: Wie hoch wird meine Rente und welche Möglichkeiten der Zusatzvorsorge gibt es? Bei der Fachtagung der Südtiroler Bauernjugend gemeinsam mit den bäuerlichen Organisationen und dem Patronat ENAPA erhalten Mitglieder wichtige Informationen rund um Rente, Vorsorge und Fördermöglichkeiten. Im Anschluss bietet das Patronat ENAPA einen persönlichen Renten-Check-up an. Dabei können Interessierte ihre voraussichtliche Rentenhöhe und individuelle Vorsorgemöglichkeiten prüfen lassen. Die Veranstaltung findet am Samstag, 14. November, um 9 Uhr in der Kellerei Kaltern statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bei der SBB-Weiterbildungsgenossenschaft.
Impressum Eigentümer und Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 5, 39100 Bozen Druck: Longo AG • SpA Schriftleitung: Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 5, 39100 Bozen Tel.: 0471 999401 E-Mail: bauernjugend@sbb.it Chefredakteur: Bernhard Christanell Redaktion: Anna Schenk, Magdalena Dissertori und Sandra Scarizuola Grafisches Konzept: Effekt GmbH R.O.C.: 006699 Fotos: Stephan Matzoll, SBJ, Bernhard Aichner, Gabriel Eisath Erscheint viermal jährlich. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Autors wieder. AUTONOME PROVINZ BOZEN SÜDTIROL
PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO ALTO ADIGE
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