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Der Sterntaler – Winter 2020/21

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Heft 13 | Winter 2020/21

Das Magazin vom Sterntalerhof

Was morgen kommt Die Geschichte von Sophia, Paul und ihren beiden Kindern Was mรถglich ist Corona: (Kein) Lockdown am Sterntalerhof Was Ton Bewirkt Die Werkzeuge der Kunsttherapie

Zuversicht

Quelle der Kraft in schwierigen Zeiten


Vorwort

Liebe Leserin, Lieber Leser, Es tut gut, Sie an unserer Seite zu wissen. Das war es schon vor Corona. Denn für unsere Familien war schon vor Corona Ausnahmezustand: Wer mit einem schwer- oder sterbenskranken Kind lebt, lebt immer im Ausnahmezustand. Für unsere Familien sind es nicht Wochen, es sind meist lange Jahre, geprägt von Sorge und Stress, Selbstzweifeln und Unsicherheit – und von Angst. Diesen Menschen zu helfen, ihnen neue Kraft und neue Zuversicht zu geben – das ist, was wir tun, was wir tun wollen und was der Sterntalerhof kann. Es tat gut, Sie an unserer Seite wissen – in den vergangenen Monaten. In einer Zeit, in der auch wir vom allgemein herrschenden Ausnahmezustand mit voller Wucht erfasst wurden. In der Zeit des Lockdowns, in der wir nur per Videokonferenz, Telefon oder E-Mail mit unseren Familien verbunden sein konnten – und dabei spürten, wie ihnen die Isolation und die Ansteckungsgefahr besonders zu schaffen machte. Und in der unser Betrieb irgendwie weiter gehen musste, weil unsere Tiere weiter versorgt werden müssen – auch dann, wenn finanzielle Zuwendungen krisenbedingt weniger werden. 2020/21 | Winter Heft 13

Zuversicht: Der Schwerpunkt dieser Ausgabe des Sterntalers ist ein Begriff, der das Jahr 2020 geprägt hat – für uns alle.

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Mag. Harald Jankovits Geschäftsführender Vorstand

Und es tut gut, Sie jetzt an unserer Seite zu wissen – jetzt, wo wir gemeinsam auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Jetzt, wo wir wieder Familien am Sterntalerhof begrüßen dürfen, mit Maske zwar und unter Einhaltung höchstmöglicher Sicherheitsvorkehrungen, aber nicht minder von Herzen und bereit, die ganze Kraft des Sterntalerhofs voll auszuschöpfen: Für Eltern, die schon lange nicht mehr können, aber immer weiter müssen. Für Geschwisterchen, die helfen wo sie können und am Ende doch zu verlieren scheinen. Für Familien, deren gemeinsames Morgen in den Sternen steht. Mit der Hilfe unserer Spender und Unterstützer war das möglich, vor und auch während der Krise. Und nur so wird es auch in Zukunft möglich sein – denn unsere Arbeit wird vom ersten Tag ausschließlich durch private Zuwendungen getragen. All diesen Helfern und Unterstützern möchte ich Danke sagen: Im Namen unseres Teams. Im Namen unserer Tiere. Aber vor allem – im Namen der uns anvertrauten Kinder und Familien. Mit zuversichtlichen Grüßen vom Sterntalerhof,

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Der Sterntaler | Winter 2020/21


Inhalt Unterstützung

Aktuell 4

Von Neuzugängen, SternderlStunden und großen Plänen

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Kinder 6

Mit Zuversicht ins Morgen: Sophia, Paul und ihre Kinder

Lockdown am Sterntalerhof: Stillstand, Aufbruch, Zuversicht

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(Nicht nur) für Weihnachten: Kleine Geschenke, große Wirkung!

Kunsttherapie: Mit einem Klumpen Ton gegen Wut und Trauer

Benefize 21

Schenken Hilft 14

Zwei Geschichten, die uns bewegen

Seele

Corona 12

Gelebtes Engagement von Unternehmen:

Jahr der Absagen: Wie Corona auch dem Sterntalerhof zu schaffen macht

Menschen 22

Fünf Fragen an Xavier Plotitza, CEO von METRO Österreich

IMPRESSUM

SPENDENKONTO

Medieninhaber, Verleger und Herausgeber:

Österreichische Ärzte- und

Sterntalerhof – Verein für ganzheitliche Lebensbegleitung

Apothekerbank AG

Dorfstraße 35, 7410 Loipersdorf-Kitzladen, Österreich

IBAN: AT81 1813 0802 5454 0002

E-Mail: begegnung@dersterntaler.at Telefon: +43 664 214 03 98

BIC: BWFBATW1

Konzept & Realisation: Tonality Communications GmbH, 2070 Retz, www.tonality.at Redaktion: Harald Jankovits (Chefredaktion), Nicolas Thal, Stephan Zwiauer Design: Nicolas Thal, Stephan Zwiauer, Tatjana Bauer Cover Illustration: Tom van Rheenen Fotos: Sterntalerhof, tonality., Werner Zangl, iStockphoto LP Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, auf Papier von Norske Skog Bruck GmbH Zur besseren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Schreibweise verzichtet. Entsprechende Bezeichnungen gelten ausdrücklich für beide Geschlechter.

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Aktuell

Willkommen Natascha! Kinderkrankenschwester & Sozialpädagogin: Natascha Preiner neu im Team am Sterntalerhof Seit Frühsommer ist Natascha Preiner neu im Team des Sterntalerhofs: Sie ist diplomierte Kinderkrankenschwester und hat vor Kurzem auch eine dreieinhalbjährige sozialpädagogische Ausbildung abgeschlossen. Wir heißen sie am Sterntalerhof herzlich willkommen und freuen uns über professionellen Zuwachs – in einem multiprofessionellen Team!

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NMS Felixdorf im Einsatz für den Sterntalerhof

Danke, Kinder! Im Zuge eines Sozialprojekts haben sich die Schülerinnen und Schüler der NMS Felixdorf in den Dienst des Sterntalerhofs gestellt und das Kräuter Sternderl, Österreichs neuen Social Drink, verkauft – an mehreren Schulveranstaltungen und mit Unterstützung der Gemeinde Felixdorf auch am Weihnachtsmarkt! Sie haben damit nicht nur "astro"-nomische 6.378,82 Euro für den Sterntalerhof gesammelt – sondern auch vielen Menschen von unserer Arbeit erzählt! Ein dickes Danke dafür – im Namen all "unserer" Kinder und Familien!

Sternderl-Stunde: Schüler der NMS Felixdorf bei der Spendenübergabe. Mehr Infos zu Österreichs neuem Social Drink finden Sie unter sternderl.org

REZEPT-TIPP AUS UNSERER KÜCHENWERKSTATT!

Bratapfel-Tiramisu

im Glas

ZUBEREITUNG 1. Die Äpfel waschen und würfelig schneiden 2. Die Äpfel mit Apfelsaft, Zimt, Kardamom und Gewürznelken zum Kochen bringen. 3 Min köcheln lassen, dann zur Seite stellen zum Abkühlen 3. Die Haselnüsse unterheben 4. Das Joghurt mit dem Honig verrühren 5. Den gekochten Apfel in das Glas füllen und das Joghurt darauf geben 6. Nach Belieben das Dessert mit Kakao garnieren.

ZUTATEN FÜR 2 GLÄSER 1 GROSSER APFEL (CA. 200 GRAMM) 50 ML APFELSAFT UNGEZUCKERT 1/4 TL ZIMT 1 PRISE KARDAMOM 5 GEWÜRZNELKEN 3 EL GEHACKTE HASELNÜSSE (ODER MANDELN) 1 EL HONIG 2 BECHER GRIECHISCHER JOGHURT


UNSER CREDO lautet vom ersten Tag an: Eine Familie, die Hilfe sucht, wird nie aus finanziellen Gründen abgewiesen. In all den Jahren ist es uns immer gelungen, dieses Versprechen einzuhalten. Weil es Menschen gibt, die uns mit ihrer Mag. Harald Jankovits Spende unsere Arbeit ermöglichen. Geschäftsführender Vorstand Dafür bedanken wir uns von ganzem Herzen – im Namen all der uns anvertrauten Kinder und Familien!

Spendenkonto Österreichische Ärzte- und Apothekerbank AG IBAN: AT81 1813 0802 5454 0002 oder ganz bequem online unter www.sterntalerhof.at

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

SAVE THE DATE

Sternderl schaun Neuer Termin: 29. Mai 2021 Eigentlich waren an dieser Stelle ein paar schöne Bilder geplant – von unserem Event "Sternderl schaun": Für den 12. September hatten wir unsere UnterstützerInnen an den Sterntalerhof geladen, um einen gemeinsamen Nachmittag im Zeichen von Zuversicht und Zusammenhalt zu verbringen. Aufgrund steigender Corona-Fallzahlen im Frühherbst haben wir den Termin jedoch verschoben – und bringen anstelle eines Rückblicks hier nun ein zuversichtliches Save the Date für den 29. Mai 2021! Mehr Infos erhalten Sie auf unserer Facebook-Seite facebook.com/sterntalerhof oder in unserem Newsletter unter sterntalerhof.at

GANZHEITLICHE KINDERHOSPIZARBEIT

MEDEWO & GRUBER KARTONAGEN UNTERSTÜTZEN DEN STERNTALERHOF

Neuer Kurs 2021

Gute Reise, Packerl!

Die Öffentlichkeit sensibilisieren, Wissen vom Sterntalerhof nach außen tragen – das sind die Ziele unserer Informations-, Bildungs- und Aufklärungsarbeit. Im kommenden Jahr planen wir wieder einen Kurs „Ganzheitliche Kinderhospiz-Arbeit“. Er wendet sich an Kindergarten-PädagogInnen, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, SeelsorgerInnen und andere Berufsgruppen, die mit schwerkranken Kindern und ihren Familien in Berührung kommen können. Im Fokus steht der Erwerb von Wissen zum Umgang mit schwerkranken Kindern: Über eine interaktive Webplattform eignen sich die TeilnehmerInnen theoretisches Wissen an. Parallel dazu finden acht mehrtägige Module am Sterntalerhof statt, in denen das erworbene Wissen anhand konkreter Fallbeispiele vertieft wird. WEITERBILDUNG AM STERNTALERHOF Wir organisieren Kurse, Vorträge und Workshops für unterschiedliche Berufsgruppen. Alle Informationen zu unserem Angebot finden Sie unter sterntalerhof.at/weiterbildung

Wenn unsere SCHENKEN HILFT Packerln auf Reisen gehen, müssen Weinflaschen, Honigtöpfchen und viele weitere (zerbrechliche) Köstlichkeiten gut geschützt sein, damit beim Auspacken ungetrübte Freude herrscht. Umso wichtiger, dass uns Gruber Kartonagen und Verpackungsspezialist MEDEWO dabei unter die Arme greifen: Unter dem Motto "So viel Schutz wie möglich und so wenig Verpackungsmaterial wie nötig" steuern die beiden Familienunternehmen die Kartonagen und das Füllmaterial für unsere Geschenkboxen bei. Das ermöglicht einen sicheren Transport und trägt dazu bei, dass der Reinerlös jedes Packerls dem Sterntalerhof zugute kommt – wofür wir uns ganz herzlich bedanken! Alle (gut verpackten) Geschenkboxen gibt's in unserem Web-Shop: sterntalerhof.at/schenken

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Kinder

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Was morgen kommt Ein Heute ist Zuversicht: Die Geschichte von Sophia und Paul und ihren Kindern Lea und Emilia Man weiß nicht, was morgen kommt, sagt Sophia. Wenn es etwas gibt, das sie weiß, dann das. Schon am Morgen nach Leas Geburt ist nichts so, wie Sophia und Paul es sich vorgestellt hatten. Die Spontangeburt, ihr erstes gemeinsames Kind, das Leben zu dritt. Sophia erwacht aus einer Vollnarkose, verschwommene Bilder an eine Nacht, die ganz unerwartet zur Krise wurde, plötzliche Unruhe, Schmerz und Panik, ein Kaiserschnitt, Ärzte, Stimmen, die immer leiser werden, irgendwo zwischen grellem Licht und erlösender Dunkelheit. Jetzt ist Lea weg – sie wurde abtransportiert, sofort nach der Geburt, in ein größeres Krankenhaus, wo man mehr Möglichkeiten hat. Paul ist mitgefahren, er ist es, der die Diagnose als Erster erhält. Ihr kleines Mädchen hat eine multiple Gehirnmissbildung, Lea wird nie gehen können, nie reden können, sie wird ihr Leben lang schwer beeinträchtigt sein, körperlich wie geistig. Und sie wird unter schwerer Epilepsie leiden. Das Morgen zu dritt, es steht unter keinem guten Stern. Doch Sophia und Paul finden hinein. Die ersten Wochen fühlen sich fast so an, wie Sophia es sich in der Schwangerschaft oft vorgestellt hat. Sie kann Lea stillen, das Mädchen nimmt zu, eine Physiotherapie soll Defiziten in der Muskelentwicklung von Anfang an entgegenwirken. Sechs Monate hat das junge Paar sich auf sein neues Leben einzustellen. Dann bringt das Morgen den ersten Anfall. Das Baby läuft knallrot an, verkrampft sich, beginnt am ganzen Körper zu zucken, schreit, stöhnt, ringt nach Luft. Es ist der Tag, an dem Sophia und Paul zum ersten Mal alles liegen und stehen lassen, sofort ins Krankenhaus, stationärer Aufenthalt. Und es ist der Tag, an dem die Angst kommt. Denn auch wenn sie damit rechnen mussten, jetzt ist es greifbar, so sieht es aus. Und es wird bleiben und es wird schlimmer werden: An schlechten Tagen wird Lea bis zu

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Kinder

25 dieser Anfälle erleiden, in all den kommenden Wochen, Monaten, Jahren. Und es wird nur wenig geben, was Paul und Sophia dagegen tun können. Ein Ausnahmezustand – als Dauerzustand. AUS KRAFT WIRD MUT Man bekommt Kraft, wenn man sie braucht, sagt Sophia. Sie verlässt sich auf sich selbst. Läuft, kämpft, rettet. Schläft nie durch, hört jeden asynchronen Atemzug aus dem Babyfon, stellt sich in Sekundenschnelle auf jede Notlage ein, reagiert nach bester Kraft. Immer. Mit der

Begegnung mit dem Tier: Auch Ziegen, Schafe und Esel sind in das tiergestützte Therapieprogramm fest eingebunden

Ausritt in den Sonnenschein: Die wunderbare Umgebung des Sterntalerhofs lockt mit unberührter Natur

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Zeit kommt die Routine, sagt Sophia. Es kommt Hilfe und Unterstützung, in der Ehe, in Betreuungseinrichtungen. Es kommt der Job zurück, für Sophia ein Ausgleich, eine tägliche Auszeit in der Normalität, in der sie neue Kraft tankt. Es kommen alte Pläne und Hoffnungen zurück. Es kommt neuer Mut. Und es kommt die bewusste Entscheidung für ein zweites Kind. Sophia und Paul wägen sie gut ab, monatelang, sind von Zweifeln erfüllt, doch genetische Tests nehmen ihnen die Angst, nein, es gäbe kein Risiko. Dann sind wir erneut ins Leben gestartet, sagt Sophia, zu viert, mit Lea und mit Emilia, ihrer kleinen Schwester. Drei Jahre vergehen. Es sind gute Jahre. Aber man weiß nie, was morgen kommt. Zunächst war es nur ein Gefühl, sagt Sophia. Irgendwas ist anders. Irgendwie scheint Emilia sich langsamer zu entwickeln. Therapeuten beruhigen sie, sehen Leas Geschichte als Auslöser der Sorge. Doch als Emilia dann auch noch beginnt unter ständigem, unstillbarem Hunger zu leiden, schrillen bei den Eltern endgültig die Alarmglocken. Eine Reihe aufwändiger Tests bringt bittere Gewissheit: Das Prader-Willy-Syndrom, eine seltene und unheilbare, genetische Erkrankung. Auch ihr zweites Kind wird zeitlebens beeinträchtigt sein. Die Erkenntnis trifft das Paar mit voller Wucht. Du weißt nicht, wo oben und unten ist, sagt Sophia. Du fällst in ein Loch. In ein Tal aus Tränen – aus dem du irgendwie wieder herauskommen musst. DAS HEUTE KEHRT ZURÜCK Es ist Hannibal, der Emilias Interesse weckt, von Anfang an. Mächtig steht das große, schwarze Pferd auf der Koppel, hebt sich durch seine schiere Größe deutlich von den anderen Tieren ab, strahlt dabei aber eine interessierte Sanftheit aus. Langsam führt Therapeutin Michaela das kleine Mädchen an das große Pferd heran. Eine erste Begrüßung, ein Streicheln, ein Striegeln, ein gemeinsames Aufzäumen. Emilia ist zehn, als die Familie im Sommer 2017 zum ersten Mal an den Sterntalerhof findet – aber ihr kognitiver Zustand gleicht dem einer Dreijährigen. Michaela wird sich Zeit nehmen. Und sie wird Zeit geben, gemeinsame Zeit möglich machen. Was braucht die Familie als Ganzes? Was braucht Sophia, was braucht Paul, was brauchen die Kinder? Welche Ressourcen sind vorhanden, die wir stärken können? Wie kann man dem Morgen ein Heute entgegensetzen. Leas schlechter Zustand gibt das Tempo vor, nicht nur innerhalb der Familie, auch am Sterntalerhof. Ihre Krämpfe, ihre Schmerzen ändern sich stündlich, dominieren den Tagesablauf, lassen kaum Pläne zu. Es gilt, jede gute Stunde zu nutzen – für kleine Spazierfahrten im


Ort der Zuflucht: In den letzten zwanzig Jahren hat sich der Sterntalerhof beständig weiterentwickelt – ein multiprofessionelles Team aus Therapeuten und Seelsorgern betreut hier das ganze Jahr über betroffene Familien

Rollstuhl und vielleicht sogar für erste Begegnungen mit Ziegen und Eseln. Und es gilt die Beziehung zwischen den beiden Schwestern zu ergründen – und zu stärken. Wie geht es Emilia, wenn ihre ältere Schwester immer wieder im Krankenhaus ist? Welche Rolle hat sie zuhause, im schwierigen Alltag der Familie? Spürt sie, dass Endlichkeit im Raum steht? Behutsam tastet sich Michaela in Emilias Seelenwelten vor, Pferd Hannibal wirkt dabei als verlässlicher Co-Therapeut. Und für Emilia – muss es unbedingt Hannibal sein, aus allen Pferden auf der Koppel kürt sie das Größte, den mächtigen, sanften, schwarzen Riesen im Team der Tiere am Sterntalerhof. Jetzt steht er da, fertig gestriegelt, fertig aufgezäumt, er atmet tief und mustert das Kind aus sanften dunklen Augen. Emilia zögert. 176 Zentimeter Stockmaß fühlen sich aus der Nähe nun doch bedrohlich hoch an, jetzt wo es ernst wird, wo es aufzusteigen gilt. Michaela spürt das Zögern des kleinen Mädchens. Emilia, wir können gern auch ein kleineres Pferd holen. Aber das ist für die Zehnjährige keine Option, sie will Hannibal und – sie will es schaffen. Sie wird es schaffen. Nur zehn geduldige Minuten später sitzt sie auf dem hohen Rücken des großen Tiers – und lächelt, wie nur Kinder lächeln, die gerade die Welt erobert haben. Und dann ist es vollkommen klar, wohin der erste Ausritt führen muss: Zum Familienhaus, zu Lea, damit sie sehen kann, wie Emilia reitet. Denn Michaela, weißt du, sie ist

meine große Schwester. Und ob denn Lea auch mal reiten dürfe. Das wiederum – würde Michaela gern schaffen. Den richtigen Moment erwischen, in dem Leas Zustand es zulässt. Eine hastige Nachricht an die Kolleginnen schicken, bitte macht das Pferd klar, ja, Stute Summer, ja, es muss jetzt sein, es geht nur jetzt, wir sind in 10 Minuten da – um dann mit Lea dem Rollstuhl ein neues Ziel zu geben: die Reithalle! Fünf Tage wartet Michaela, beobachtet gemeinsam mit Sophia wie es Lea von Tag zu Tag besser geht, dann ist es soweit. Sophia will, sie muss dabei sein. Gespannt sieht sie zu, wie sich Michaela auf Summers Rücken schwingt – und kurz darauf ihre große Tochter bei sich hält, im Sattel, auf einem Pferd. Leas Augen verraten ihre Aufregung, ihre Arme sind steif und verkrampft, aber Michaela hält sie fest und sicher. Summer, bitte Schritt. Langsam beginnt sich die Stute zu bewegen, den Seitenwänden der Halle entlang, in weit gezogenen Kurven. Eine Runde, zwei. Sophias Herz klopft bis zum Hals. Zuerst sind es Leas Augen, die zu funkeln beginnen. Dann entspannt das Mädchen seine Arme, seinen Körper. Und nur Sekunden später huscht ein Lächeln über Leas Gesicht. Sophia bricht in Tränen aus. Man weiß wirklich nie, was Morgen kommt. Auch abseits der Reithalle gewinnen Sophia und Paul am Sterntalerhof vor allem eines: Zeit. Zeit, die Sophia dafür nutzt, zu sich selbst zu finden. Bei Therapeutin

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Kinder

Claudia, in langen Gesprächen und – vielleicht weil sie früher Balletttänzerin war – in der Tanztherapie. Zeit, die Paul gerne mit Seelsorger Franz verbringt, auf kleinen Spaziergängen über die Anlage, den langen Weg hoch zur kleinen Kapelle. Beide schalten eine Woche lang ihre Handies ab, brechen mit dem Alltag, suchen und finden die Pause. Der Sterntalerhof ist wie eine Seifenblase, sagt Sophia, man ist komplett vom Alltag draußen und fühlt sich sicher aufgehoben und getragen. Luft holen, neue Kraft tanken. Und – sich eingestehen, dass man Angst hat. Angst vor Leas nächstem Anfall, immer noch, nach all den Jahren. Angst vor dem, was kommen kann, was kommen wird. Angst vor dem Morgen. Und das Morgen, es kommt. Unweigerlich. Nur wenige Monate nach den wunderbaren Wochen am Sterntalerhof, zwingt es Sophia, Paul und Emilia, sich von Lea zu verabschieden.

"Auf dem Rücken der Pferde liegt das Glück dieser Erde" Alte Weisheit, viel Wahrheit – für die Kinder am Sterntalerhof

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Der Sterntaler | Winter 2020/21

Auszeit: Co-Therapeut "Hannibal" genießt seinen Freiraum

DER BAUM DER ERINNERUNG Ein alter Fuchs fühlt, dass der Tod näherkommt. Es ist Winter und es beginnt zu schneien. Der Fuchs zieht sich auf eine Lichtung zurück. Seine Freunde, die Tiere des Waldes kommen, um den Freund zu betrauern. Sie erzählen sich gegenseitig ihre Erinnerungen an die Zeit mit dem Fuchs. Plötzlich beginnt an der Stelle, wo der Fuchs lag, eine Pflanze zu sprießen. Mit jeder Erinnerung, jeder Geschichte, die die Tiere erzählen, wird die Pflanze größer, bis sie schließlich zu einem Baum heranwächst. Michaela liebt das Buch „Baum der Erinnerung“. Heute liest sie es für Sophia, Paul und Emilia. Es wird Frühling, wärmende Sonnenstrahlen kitzeln den Morgentau auf den Blättern der kleinen Kugelsteppenkirsche, die sie heute gemeinsam pflanzen werden, an einem schönen Plätzchen unweit der Kapelle. Das Ritual bildet den Abschluss einer weiteren Woche am Sterntalerhof, einer Woche ohne Lea, in einer neuen Zeit ohne Lea. An den Tagen zuvor haben sie kleine Anhänger gebastelt, die das Bäumchen schmücken werden. Emilia hat ein Herz aus Bügelperlen gemacht. Sophia einen Stern aus Holz. Paul hat einen kleinen Brief geschrieben. Fest verankern sie das Bäumchen in dem großen Loch, schaufeln gemeinsam frische Erde darauf, gießen es kräftig und hängen ihre Kunstwerke an die jungen Äste. Dann setzen sie sich daneben in die Wiese und erzählen einander ihre schönsten Momente mit Lea. Auch Michaela, Claudia und Franz sind dabei. Sophia erzählt viel von zuhause. Welche Schmerzen Lea hatte. Was für eine Kämpferin sie war, wie stark sie alles durchgestanden hatte. Wie lange sie immer gewartet hatte, bevor sie zeigte, wie schlecht es ihr ging. Paul weint bitterlich. Er kann, er möchte nichts sagen. Sophia erzählt weiter, vom letzten Sommer und von der Stute Summer und wie Lea auf ihrem Rücken gelächelt hatte. Emilia rückt zu ihrer Mama, kuschelt sich an ihre Seite. Und Emilia, an welchen Moment erinnerst du dich? Schweigen. Gibt es vielleicht etwas Schönes von Lea, an das du dich gerne


Rasen-Mäh-er: Zwei unserer Schafe vor dem Kreativpavillon

Rückzugs-Ort: Der Snoezelen-Raum am Sterntalerhof

erinnerst? Emilia blickt an sich selbst hinab, fasst sich an den Körper, streichelt ihren Bauch, hebt dann langsam ihren Kopf und blickt verunsichert in die Runde, zu Mama, zu Papa, zu Michaela und wieder zu Mama. Ihre Lippen beben, ihre Stimme zittert: Ich hab Lea dieses T-Shirt geklaut. WAS KOMMT, KOMMT. Man weiß nie, was morgen kommt, sagt Sophia. Emilias Trauer kommt in Wellen. Sie hat viel Kleidung von Lea, das ist ihr sehr wichtig. Sie schnüffelt an Leas T-Shirts, an ihren Jacken und Pijamas. Und dann sagt sie Mama, riech, das riecht noch voll nach Lea. Sie schätzt jedes einzelne dieser Kleidungsstücke. Und sie schätzt das Bewusstsein, dass sie Lea gehört haben. Dann setzt sie sich hin und bastelt etwas für sie. Oder packt Geschenke ein, die für

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NETZTIPP! Mehr Informationen erhalten Sie bei der Österreichischen Gesellschaft Prader-Willi-Sydrom unter prader-willi-syndrom.at

ihre große Schwester sind. Oder legt Schokolade ans Fensterbrett, für den Fall das Lea im Himmel plötzlich Hunger bekommt. Sophia lächelt. Wir fahren heute noch an den Sterntalerhof und setzen uns zu dem Bäumchen und erzählen uns, was wir früher mit Lea erlebt haben. Aber wir leben nicht im Gestern, wir leben im Heute, ohne Angst vor dem Morgen. Was kommt, kommt. Und dann setzt sie mit fester Stimme nach: Ich freue mich für jeden, der ein Leben hat, das seinen Plänen folgt, das nicht von solchen Überraschungen geprägt ist, wie wir sie hatten. Aber ich weiß heute auch: Ich möchte keine unserer Überraschungen missen. Ich empfinde tiefe Dankbarkeit für Lea. Ich empfinde tiefe Dankbarkeit für unsere gemeinsame Zeit. Denn auch zwei beeinträchtigte Kinder – sind ein wunderbares Geschenk.

DAS PRADER-WILLY-SYNDROM Das Prader-Willi-Syndrom (PWS) ist benannt nach den Schweizer Ärzten Prader, Willi und Labhart, die es 1956 erstmals beschrieben. Die Krankheit entsteht durch eine zufällige Veränderung des Erbguts und betrifft eines von etwa 10.000 Neugeborenen weltweit. Zu den Hauptmerkmalen zählen Ernährungsschwierigkeiten und Muskelschwäche im Neugeborenenalter, Verzögerungen bei der Entwicklung und später ein fehlendes Sättigungsgefühl, ein massives Übergewicht, sowie Probleme mit Sprache und Verhalten. Eine frühe Diagnostik ist von entscheidender Bedeutung für eine Therapie – in den letzten Jahren sind dabei aber deutliche Fortschritte gemacht worden.

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Kunst-Werk: So erinnert sich Oliver an den Sterntalerhof; nur eines von lauter Siegerbildern unseres virtuellen Malwettbewerbs während des Lockdowns.

Corona

Mission

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Lockdown am Sterntalerhof: Stillstand, Aufbruch, Zuversicht. Anfang März 2020 – Österreich vor dem Stillstand. Auch am Sterntalerhof herrscht Unruhe. Was ist möglich, was ist zu vermeiden, was ist gefährlich? Schon in den Tagen vor der Verkündung des landesweiten Lockdowns durch die Regierung, ist Corona auf dem Radar des Teams – schließlich gehören fast alle unserer Familien zur Risikogruppe. Und dennoch – auch für den Sterntalerhof kommen die Auswirkungen der Pandemie überraschend. In einer dringlich einberufenen Besprechung werden Möglichkeiten und Unmöglichkeiten abgewogen – dann werden alle Familienwochen bis auf Weiteres abgesagt und der Sterntalerhof wird offiziell geschlossen. Sofern man den Sterntalerhof überhaupt "schließen" kann. Denn eine nah an die Natur gebaute, hektargroße Anlage, in der gerade der Frühling erwacht – braucht Betreuung. Und Pferde, Esel, Schafe und Ziegen lassen sich nicht einfach auf Ruhemodus schalten. Ein Radldienst schafft Abhilfe: Vom ersten Tag an teilt sich das Team die Grundversorgung der tierischen Co-Therapeuten – in Einzelarbeit, dem Gebot der sozialen Distanz verpflichtet. Das zu organisieren ist soweit keine große Herausforderung, auch wenn zunächst nicht absehbar ist, wie lange das Land im Dornröschenschlaf versinken wird. WOCHEN DER STILLE Eine seltsame Ruhe legt sich übers Land. Dörfer und Städte sind menschenleer, am Himmel verschwinden die

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Kondensstreifen, nur noch vereinzelt ziehen Autos über die Straßen. Wie geht es unseren Familien? Wie wirkt sich der neue Ausnahmezustand auf sie aus, auf ihre Probleme, auf ihr Leben, auf ihren Alltag – der sich in vielen Fällen ja immer wie ein Ausnahmezustand anfühlt, ganz unabhängig davon, ob ein neues Virus die Menschheit bedroht. Diese neue Bedrohung, wie nehmen sie sie wahr? Haben sie noch Zugang zu der therapeutischen Versorgung, die sie so dringend brauchen? Wie spüren sie neue Belastungen, etwa durch ungewohntes HomeSchooling von Geschwisterkindern oder durch Ängste um Jobs? Wie wirkt sich die neue, seltsame Ruhe auf ihre Kinder aus? Nein, den Sterntalerhof kann man nicht schließen – darüber herrscht nach wenigen Tagen Einigkeit. Wir müssen Kontakt halten, jetzt mehr denn je. Tägliche Besprechungen zu Möglichkeiten und Unmöglichkeiten folgen, diesmal über Skype. Wie können wir Kinder aus dem andauernden Trott des Lockdowns befreien? Wie können wir ihren Eltern ein Sprachrohr bleiben, welche digitalen Möglichkeiten haben wir? Wie können wir präsent sein, aus der Ferne unterstützen, Zuversicht vermitteln? Das Team intensiviert seinen Radldienst und macht sich ans Werk. Alle Familien, deren geplante SterntalerhofAufenthalte abgesagt werden mussten, werden umgehend kontaktiert. Für die Eltern werden


Arbeits-Teilung: Da viele Unternehmen ihre hilfreichen Arbeitseinsätze am Sterntalerhof absagen müssen, springt das Team ein. Niemand ist in Kurzarbeit oder hat Stunden reduziert. Alle hauptamtlichen Mitarbeiter bleiben voll angestellt – solange das (mit Ihrer Hilfe) möglich bleibt!

Was bitte ist ein Lockdown? Unsere tierischen Ans Werk: Heinz Szander und Stephan Zwiauer nutzen die ruhigen Wochen und Co-Therapeuten kennen keinen Ruhemodus. bauen ein neues Hochbeet, Mitarbeiterin Gabi (rechts) gießt die Blumen.

regelmäßige Webkonferenzen eingerichtet, an denen das multiprofessionelle Betreuungsteam teilnimmt. Mit den Kindern werden virtuelle Tierbegegnungen organisiert – über das Handy verbunden nehmen sie an Ausritten und Stallarbeiten teil, tauschen sich dabei mit ihren Therapeuten aus, berichten über ihre Ängste, Sorgen und Hoffnungen. VIRTUELLE KRAFT Darüber hinaus ruft das Team eine interaktive Newsletter-Serie für Familien ins Leben, die auch kleine Aufgaben mit Herausforderungen und Zielen verbindet. Kunsttherapeutin Susanne setzt dafür eine virtuelle Schreibwerkstatt für Gefühle auf und studiert mit den Kindern ein Lied ein. Seelsorger Franz bereitet einen Ostergruß vor, zum Vorlesen, zum Nachdenken, zum Innehalten. Und Psychologin Christina organisiert einen Malwettbewerb mit der Aufgabe, Erinnerungen an den Sterntalerhof zu Papier zu bringen – weil es in schwierigen Zeiten eben wichtig ist, sich an schöne Dinge zu erinnern. Es ist ein Wettbewerb, bei dem man nur gewinnen kann: Weil sich jedes Kind, das teilnimmt, im Gegenzug auf ein kleines Päckchen freuen darf. Aktivität, Zeit, Vorfreude, Freude: Zutaten, aus denen neue Kraft entsteht, in viel kleineren Dosen zwar, als es am Sterntalerhof möglich wäre – aber auch virtuell wirkungsvoll. Mit zunehmender Dauer der seltsamen Ruhe muss die Belegschaft aber auch die Arbeit am Hof verstärken. In

Zweierteams stellen die Pferdetherapeutinnen gespielte Therapieeinheiten mit Kindern nach – damit die vierbeinigen Co-Therapeuten ihren Job nicht verlernen und an bestimmte Abläufe, Geräusche und Gegenstände gewöhnt bleiben. Und da auch viele Unternehmen ihre sonst so hilfreichen Arbeitseinsätze am Sterntalerhof absagen mussten – springen auch die Mitarbeiter aus den administrativen Bereichen ein, rupfen Unkraut, putzen Koppelzäune, schneiden Hecken und sanieren den Fahrradschuppen. Schließlich muss die Anlage bereit sein – für den Tag, an dem die seltsame Ruhe "neuer Normalität" weichen wird. Dieser Tag, er kommt an einem Montag im Juni. Für den Sterntalerhof bringt er das erste Familienauto, das nach dem Lockdown hier parkt. Für das Team bringt er das gute Gefühl, endlich wieder in vollem Umfang arbeiten zu können – helfen zu können. Für unsere Familien bringt er ein kleines Aufatmen: Das Ende der sozialen Isolation. Das Ende eines Ausnahmezustands im Ausnahmezustand. Und ein kleines bisschen Zuversicht.

In Kontakt bleiben: Neben Web-Konferenzen und langen Telefongesprächen, startete das therapeutische Team eine umfangreiche Newsletter-Aktion für die Kinder und Familien


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Bescherung Schenken hilft – oder wie man mit einem Packerl gleich zweimal Freude schenkt! Köstliche Schoko-Sterntaler, duftende Lebkuchensterne oder eine unserer wunderbaren Geschenkboxen mit hochwertigen Produkten: Die Geschenke aus unserem SCHENKEN HILFT Sortiment bereiten Freude! Den beschenkten Freunden, der Familie, dem Geschäftspartner. Aber auch den Kindern, den Familien, den Tieren am Sterntalerhof. Weil sich alle Partner und Ausstatter dieser Geschenke uneigennützig einbringen! Eine kleine Auswahl haben wir hier zusammengestellt, das komplette Programm finden Sie unter sterntalerhof.at/schenken

Sterntaler Zartschmelzende Verführung: Die köstlichen Schoko-Sterntaler aus der Confiserie Heindl in Wien sind in mehreren Packungsvarianten erhältlich. Schon ab sinnvollen 55 Cent

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2) Spendenlayout auswählen, Betrag eingeben, persönliche Nachricht einfügen. 3) Zertifikat sofort per E-Mail versenden oder ausdrucken und unter den Baum legen.


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Zuversicht Schenken! Passt perfekt zum Abschluss des Jahres: Unsere neue Serie "Trotzdem FRÖHLICH" kombiniert genussvolle Mut- und Muntermacher zu fröhlichen Packerln für Alt und Jung! Die ganze Auswahl finden Sie unter sterntalerhof.at/schenken

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Trotzdem Fröhlich Box "Kindergeburtstag" Fruchtiger Kindersekt "Schnaubi Traubi" vom Weingut Jordan in Pulkau (Weinviertel) und leckerer Cola-Kräutersirup Von Green Sheep aus Schiltern Für sinnvolle 30 Euro


Unterstützung

Unternehmen

unterstützen!

Gelebtes Engagement von Unternehmen als starke Stütze für den Sterntalerhof: Zwei Beispiele, die uns bewegen.

Markt macht

Greif nach den Sternderln: Seit zwei Jahren führt METRO den Social Drink "Kräuter Sternderl"– der Reinerlös ergeht an den Sterntalerhof

Ein Vertriebsnetz für SCHENKEN HILFT Die Geschichte der Unterstützung des Sterntalerhofs durch METRO beginnt vor vielen Jahren mit dem Engagement einer Mitarbeiterin der Großhandelskette: Als Privatperson engangiert, startet sie auch an ihrem Arbeitsplatz Mitarbeiterinitiativen für den Sterntalerhof – es dauert nicht lange, bis Entscheidungsträger bei METRO darauf aufmerksam werden. "Die Arbeit am Sterntalerhof ist aus

unserer Sicht von zentraler Bedeutung." sagt Thomas Rudelt, der bei METRO für die Geschäftsführung im Bereich Einkauf verantwortlich ist. Für die betroffenen Familien – aber auch für unsere Zivilgesellschaft im Ganzen." Das Unternehmen handelt entschlossen – und nimmt 2018 als erste große Handelskette das Kräuter-Sternderl, Österreichs ersten Social Drink, landesweit in sein Sortiment auf. Damit aber nicht genug: Der Initiative von METRO ist es auch zu verdanken, dass nun auch erstmals drei Geschenkboxen aus dem SCHENKEN HILFT Programm in allen 12 österreichischen Filialen erhältlich sind! "Das stärkt nicht nur den Reinerlös, den wir aus diesen Geschenkboxen erhalten", freut sich Sterntalerhof-Geschäftsführer Harald Jankovits, "Es trägt auch dazu bei, dass der Sterntalerhof weiter an Bekanntheit gewinnt." Starke Unterstützung – durch sprichwörtliche Markt-Macht und ernst gemeinte, gelebte soziale Verantwortung einer großen Handelskette!

"Danke schön" – eine von drei SCHENKEN HILFT Geschenkboxen, die ab sofort bei METRO erhältlich sind

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Der Sterntaler | Winter 2020/21


„

Wenn man denkt, man kann alles nur alleine schaffen – hat man schon verloren. Das lehrt uns ein Unternehmen. Das lehrt uns aber auch dieses ganz besondere Jahr. Zusammen stehen. Für einander da sein. Ich denke, das darf man auch ein bisschen als Vision für unsere Gesellschaft sehen. Dass wir alle miteinander ein Team sein könnten. Dass wir ein Team sein sollten.

Eine unserer Sterntalerinnen: Hermine Meissl

Schirm-

herrschaft

Hermine Meissl Meissl Open-Air Solutions GmbH

Beschattung fürs Familienhaus

Unten: Drei wunderbare Sonnenschirme, von Meissl maßgefertigt für die Familien am Sterntalerhof

Eine TV-Doku über Österreichs "Hidden Champions" bringt Sterntalerhof-Geschäftsführer Harald Jankovits dazu, die Firma Meissl im Salzburger Land zu kontaktieren – schon lange wird auf der Terrasse vor dem Familienhaus am Sterntalerhof ein Sonnenschutz gebraucht. Darauf ist Meissl spezialisiert – als internationaler Marktführer für Beschattungslösungen! Ein Angebot bleibt aus, als Antwort erfolgt die Terminvereinbarung zur Bestandsaufnahme vor Ort: Ein Herr Eschborn reist an, nimmt Maß und übermittelt wenige Tage später einen detaillierten Plan. Kurz darauf beginnt im fernen Salzburg die Produktion. 55 Mitarbeiter arbeiten rund 10 Wochen lang, fertigen die perfekte Großschirmlösung, in exzellenter Qualität, verschiebbar und mit Sitzgelegenheiten aus massivem Holz ausgestattet – für entspannte Stunden des Kraft-Schöpfens im Sommer. Die Freude ist groß, als die Schirme am Sterntalerhof montiert werden. Dann folgt die Rechnung. Der Betrag ist hoch fünfstellig, nach Abzug von hundert Prozent bleibt unter dem Strich eine Null. Ein bewegender Moment für das Team am Sterntalerhof – und eine echte Erleichterung für unsere Familien an heißen Sommertagen!

IHR UNTERNEHMEN ALS STERNTALER Von Benefizaktionen und Sachspenden über Arbeitseinsätze bis hin zu langjährigen Kooperationen – immer wieder stellen sich kleine und große Unternehmen aus ganz Österreich und aus unterschiedlichsten Branchen an die Seite des Sterntalerhofs. Ihre Kraft, ihre Möglichkeiten und ihr Engagement sind für unsere Arbeit von höchster Bedeutung. Für alle Ansätze, Ideen und Visionen sind wir dankbar – und freuen uns über jeden neuen Kontakt! begegnung@sterntalerhof.at


Seele

In den Ton

die Wut

Susannes Werkzeuge der Kunsttherapie – und was Nina damit macht

Eigentlich ist Ninas Mamatagebuch geheim. Nicht mal Susanne darf darin lesen – obwohl das Mamatagebuch Susannes Idee war, damals, als Mama noch nicht im Himmel war. Da kannst du alles reinschreiben, hatte Susanne gesagt, alles, was die Woche hindurch geschieht und was Mama nicht mitbekommt, weil sie ja im Krankenhaus ist. Und wenn Mama wieder nach Hause kommt, kannst du ihr daraus vorlesen. Eine gute Idee – Nina hatte sofort damit begonnen. Und über die Monate hinweg schrieb sie nicht nur, sie zeichnete auch, sie malte. Sie faltete eines der großen Plakate so lange zusammen, bis es sich ins Mamatagebuch kleben ließ. Die Seite mit dem Plakat ist besonders schwer, wenn Nina das Tagebuch durchblättert, bleibt sie immer wieder an dieser Seite hängen. Dann faltet sie das Plakat sorgfältig wieder auseinander und betrachtet es lange. Wie schön sie es für Mama gemalt hatten, sie und ihre Schwester. Willkommen zuhause, liebe Mama. Und wie viele dieser Plakate sie gemalt hatten. Und wie gut das Essen dann immer geschmeckt hatte, das ihre Schwester für Mama gekocht hatte, Hendl mit Reis. Mamas Lieblingsessen.

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Der Sterntaler | Winter 2020/21

Nina hat ihr Mamatagebuch immer dabei. Auch heute, bei Susanne, in ihrem Therapieraum im Süden Wiens. Seit drei Jahren begleitet die Kunsttherapeutin das Mädchen, seit Nina zum ersten Mal am Sterntalerhof war, mit ihrer Schwester, ihrem Papa und ihrer schwer kranken Mama – die nur kurz darauf ihren Kampf gegen den Krebs verlor. Seither will sie dran bleiben an Nina, auch nach oder zwischen ihren Aufenthalten am Sterntalerhof, ambulant in ihrem Atelier. Jede Woche sieht sie die Neunjährige, stellt behutsam Fragen, erfährt von Ängsten und Problemen in der Schule, spürt Ninas kindlichen Kampf mit der bitteren Erkenntnis, dass ihre Mama nicht mehr wiederkommt. Die Einträge in Ninas Mamatagebuch haben sich geändert. Immer öfter enthält es Dinge, die vor Nina liegen – nicht hinter ihr. Ich muss zum Zahnarzt. Ich habe eine Prüfung. Dinge, für die Nina ihre Mama dringend bräuchte. Dinge, die sie ihr nicht mal mehr vorlesen kann. Vielleicht liegt es deswegen jetzt offen auf dem Tisch, das Mamatagebuch, hier bei Susanne, obwohl es ja eigentlich geheim ist. Es ist die Geschichte über die Albträume, die Nina eben vorgelesen hat. Und dass sie


Ein Klumpen Ton als Medium für Wut, Schmerz und Traurigkeit: Das Ergebnis ist nicht zwangsläufig ein figürliches Schaustück – aber immer ein Unikat, geformt von zornigen Kinderhänden.

Angst davor hat, schlafen zu gehen. Es ist eine Geschichte zu viel, sie kann, sie will sie nicht mehr für sich behalten – und kämpft mit den Tränen. Susannes Werkzeuge sind Farben und Papier – und wenn die Wut kommt, manchmal auch der Ton. Einen faustgroßen Klumpen legt sie vor Nina auf den Tisch. Alle Traurigkeit soll Nina da hineinlegen, hier und jetzt, in diesen faustgroßen Klumpen Ton. Nina blickt Susanne ungläubig an. Susanne nimmt den Klumpen und knallt ihn mit Wucht auf den Tisch. „Er muss geschmeidig werden“, lächelt sie auffordernd, „jetzt du!“ Mit einem geschluchzten Lachen packt Nina den Klumpen und wiederholt Susannes Bewegung, knallt den Klumpen fest auf den Tisch. Dann beginnt sie den Ton auseinanderzuziehen und wieder zusammenzudrücken. Sie knetet, sie walkt, sie quetscht und reibt den Ton. „Merkt sich der Ton, was ich da jetzt hineindrücke?“, fragt sie mit aufgeregter Stimme, für Susanne die Bestätigung: Sie will sie abladen, die Wut, den Schmerz, die Traurigkeit. Der Ton ist nur ein Medium, das fertige Produkt nicht zwingend ein figürliches Schaustück – aber immer ein Unikat, geformt von zornigen Kinderhänden. Immer fester drückt Nina den Ton, immer wütender wird ihr Blick. Susanne lässt sie machen, bleibt aber die ganze Zeit bei ihr. Nina schnaubt, packt den Ton mit beiden Händen, knetet ihn zusammen – und wirft ihn quer durch den Raum an die Wand. Einen Moment lang sitzt sie nur still da und starrt an die Wand. Dann verlassen sie ihre Kräfte – und Nina bricht in Tränen aus. Der Raum, er ist zu klein für die Wut. Der Ton bleibt liegen, Susanne nimmt Nina an der Hand, verlässt den Raum, geht mit ihr die Treppe hinab und durch die Tür nach draußen in den kleinen Innenhof. Es ist Frühling, die Vögel zwitschern in den Bäumen, eine Katze gönnt sich ein friedliches Mittagsschläfchen. Minutenlang steht Nina da, mit Susanne, schweigend in

der wärmenden Nachmittagssonne. „Es ist eine große Welt hier draußen“, sagt Nina irgendwann nachdenklich. „Das stimmt!“, lächelt Susanne. Eine große Welt. Eine grenzenlose Welt. Dann nimmt sie Nina wieder bei der Hand, geht mit ihr langsam durch den Hof, zurück zur Tür und über die Treppe wieder hinauf in ihren Raum, in die kleine Welt – damit Nina ihr Werk am Ton vollendet. Jahre später wird Nina Susanne wieder besuchen. Sie wird Susanne fragen, ob sie immer noch arbeitet, am Sterntalerhof und in ihrem Atelier. Sie wird ihr erzählen, dass sie bald ihre Lehre abschließt. Dass sie einen Freund hat. Dass es Papa gut geht. Dass sie vor Kurzem ihre Schwester besucht hat und dass ihre Schwester für sie gekocht hat, Hendl mit Reis. Und dann wird sie mit etwas leiserer Stimme anfügen, dass sie manchmal, nur manchmal noch immer in ihr Mamatagebuch schreibt. Aber das – ist eigentlich geheim.

SUSANNE GRAF-REDL KUNSTTHERAPEUTIN UND DIPL. TRAUMAPÄDAGOGIN Über viele Jahre hat sie die ganzheitliche Kunsttherapie zu einer starken Säule des interdisziplinären Angebots am Sterntalerhof entwickelt – jetzt beginnt sie ihren wohlverdienten (Un)Ruhestand! Danke Susanne – für die wunderbare Mischung aus Kompetenz, Warmherzigkeit und Empathie – wir wünschen dir für deine Zukunft nur das Beste!

www.sterntalerhof.at

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FREUDE KOMMT VON HERZEN KURIER – jeden Tag an Ihrer Seite Als Qualitätsmedium ist es unsere Aufgabe, sozial bedeutsame Themen in den Fokus zu rücken, um Aufmerksamkeit und Bewusstseinsbildung zu schaffen. Denn mit unserer Berichterstattung begleiten wir Menschen Tag für Tag – auch in herausfordernden und ungewissen Zeiten. Menschlicher Zusammenhalt und soziales Engagement liegen uns ganz besonders am Herzen:

Wir freuen uns, dass Sie gemeinsam mit uns an einem Strang ziehen und dieses wichtige Projekt unterstützen und möchten uns herzlich bei Ihnen bedanken, dass auch Sie einen wertvollen Beitrag für unser Miteinander leisten.

Als kleines Dankeschön für Ihren Einsatz möchten wir Ihnen gerne das bieten, was wir am besten können: Sie über Aktuelles auf dem Laufenden halten – mit bester Seit vielen Jahren unterstützt der KURIER Information und gehaltvoller Unterhaltung. deshalb soziale Projekte und Institutionen und es ist uns ein starkes Anliegen und eine Lesen Sie den KURIER jetzt 4 Wochen große Freude, dies auch für den Sterntaler- kostenfrei – ganz bequem vor Ihre Türe geliefert im Print-Abo und/oder überall und hof zu tun. jederzeit als Digital-Abo.

KURIERen 4 Wochfrei kostenn lese kurierabo.at


Zuver sicht !

Absage.

Abgesagte Benefize sind abgesagte Zuwendungen: Wie Corona dem Sterntalerhof zu schaffen macht. Der Lockdown, die "neue Normalität", die Unsicherheit mit Beginn der kalten Jahreszeit: Corona hat das vergangene Jahr tief geprägt! Für viele Veranstaltungen hieß es dieses Jahr "abgesagt" oder bestenfalls "verschoben". Das trifft nicht nur die Eventbranche mitten ins Herz – es trifft auch den Sterntalerhof. Von Benefiz-Sportevents über Konzerte bis hin zu privaten Initiativen (etwa Weihnachtsmärkten und Basaren) sind es jedes Jahr zahlreiche Veranstalter, bei denen wir uns für Zuwendungen bedanken dürfen, weil sie ihre Events der Arbeit am Sterntalerhof widmen – und für unsere Kinder und Familien laufen, spielen, verkaufen oder einfach nur sammeln. Auch dieses Jahr wollen wir uns bedanken. Für all die vielen Veranstaltungen,

Von Sport-Events wie dem Vienna Charity Run über Konzerte bis hin zum privaten Weihnachtsbasar: Wenn Benefize abgesagt werden müssen, trifft das auch den Sterntalerhof!

die in unserem Namen geplant waren. Für all jene Veranstaltungen, die nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben sind. Und bei all jenen "neuen" Sterntalern, die gerade jetzt an den Sterntalerhof denken – in schwierigen Zeiten, in denen wir unsere Arbeit weiterhin ausschließlich über private Unterstützungen finanzieren. Wir werden weiterhin eisern an unserem Credo festhalten, keine Familie aus finanziellen Gründen am Sterntalerhof abzuweisen. Und wir blicken guten Mutes ins neue Jahr – schließlich wissen wir um die Kraft der Zuversicht!

IHR EVENT IM ZEICHEN DES STERNTALE R H O F S? Schreiben Si e uns: begegnung @ sterntalerho f.at

Wir freuen uns, von Ihnen zu lesen! Bitte senden Sie mir zukünftig das Magazin Der Sterntaler kostenlos zu. Bitte senden Sie mir den Sterntalerhof-Newsletter per E-Mail zu. Meine Daten haben sich geändert, bitte aktualisieren Sie diese.

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Menschen

Fünf

Fragen an Xavier Plotitza, CEO von METRO Österreich

WAS BEWEGT SIE ALS UNTERSTÜTZER DES STERNTALERHOFS? Wir haben als Unternehmen eine gesellschaftliche Verantwortung. Daher engagieren wir uns sehr gerne auch für soziale Initiativen und Projekte. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer schon zwei Jahre bestehenden Kooperation die so wichtige Arbeit des Sterntalerhofs unterstützen können. AUS IHRER SICHT ALS GESCHÄFTSMANN – WAS MACHT EINEN MENSCHEN „ERFOLGREICH“? Aktuell bedeutet Erfolg für mich, dass es mir mit meinem Team gelungen ist, ein Unternehmen mit 1.800 Mitarbeitern sicher durch die Krise zu steuern sowie „von heute auf morgen“ die Herausforderung zu meistern, Versorger für alle zu sein. Denn wenn man 2020 etwas gelernt hat, dann dass von einem Moment auf den anderen kein Stein am anderen bleibt. Gefragt war daher in erster Linie rasch zu reagieren und der Mut, Strukturen, Produkte und Geschäftsmodelle zu verändern. In einer Krise braucht es Sicherheit, Ruhe, Vertrauen und Stabilität für Mitarbeiter, Kunden und Businesspartner. Wir haben auch während des Lockdowns den Kontakt zu unseren Kunden nie aufgegeben. Wir haben weiterhin mit ihnen zusammengearbeitet und sind ihnen verbunden geblieben.

"In einer Krise braucht es Sicherheit, Ruhe, Vertrauen und Stabilität." Xavier Plotitza ist Franzose, Chef der Handelskette METRO in Österreich und – ein Unterstützer des Sterntalerhofs.

WIE DEFINIEREN SIE GLÜCK? Glück bedeutet für mich, wenn meine Familie, meine Frau und meine Kinder gesund sind und ich sie um mich habe. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass man mir „nachreist“. Ich bin ja Franzose, seit knapp 2 Jahren Chef von METRO Österreich und meine Familie ist zu mir nach Wien gezogen. Zum Glück! :) WENN SIE SICH EINES AUSSUCHEN KÖNNTEN – FÜR WELCHES THEMA WÜRDEN SIE UNSERE GESELLSCHAFT STÄRKER SENSIBILISIEREN? Das ist nach wie vor das Thema Nachhaltigkeit. Ich glaube, dass die Krise allen gezeigt hat, wie wichtig es ist, mit Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen. Unser Anspruch in Sachen Nachhaltigkeit ist es, die richtigen Dinge kontinuierlich besser zu machen. Das heißt: Mehrwert für unsere Kunden zu generieren und gleichzeitig verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen, sowie positive Auswirkungen für die Gesellschaft zu schaffen.

WIE GEHEN SIE MIT RÜCKSCHLÄGEN UM? Grundsätzlich bin ich ein positiv denkender Mensch. Rückschläge schmerzen mich zwar, doch versuche ich daraus zu lernen und danach weiterhin mein Bestes zu geben. Denn ich habe Verantwortung für sehr viele Mitarbeiter und meine Familie.

JETZT AUCH ONLINE! Alle Geschichten aus Der Sterntaler online nachlesen unter www.dersterntaler.at

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Der Sterntaler | Winter 2020/21


„Es ist gut, Sie an unserer Seite zu wissen. in diesem Jahr ganz besonders.” Mag. Harald Jankovits Geschäftsführender Vorstand

„Der Sterntalerhof ist wie eine Seifenblase. Man fühlt sich sicher aufgehoben und getragen.” Sophia Mama von Lea und Emilia


Regelmässige Unterstützung

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