Heft 9 | Frühling 2018
Das Magazin vom Sterntalerhof
! FROHE OSTERN
abe Jubiläumsausgf 20 Jahre Sterntalerho
Kultur für‘s Leben Schauspieler und Intendant Frank Hoffmann im Gespräch Lernen für‘s Leben Eine Schulklasse, ein Gehege und eine starke Leistung
Bund für‘s
Leben
Maria und Martin
heiraten am Sterntalerhof
Vorwort
Da sich der Sterntalerhof vom ersten Tag an ausschließlich über private Mittel finanziert, ist die Zivilgesellschaft nicht nur wichtig, sondern von existenzieller Bedeutung für unsere Arbeit. Zu tun gibt es nach wie vor genug oder besser gesagt: mehr denn je. Gleichzeitig können wir unsere Arbeit nur in dem Maße entwickeln wie es die Unterstützung zulässt. Daher bin ich für jede und jeden einzelnen dankbar, die/ der sich entscheidet, uns zur Seite zu stehen; ganz egal, ob finanziell oder materiell, einmalig oder regelmäßig, uns ist jede Hilfe willkommen! Im gleichnamigen Märchen wird das Mädchen, das uneigennützig ihr Bestes gibt, reich mit Sterntalern belohnt. Im wirklichen Leben sind diese “Sterntaler” all jene Menschen, die sich als Therapeuten, Pädagogen und Seelsorger, als Sozialarbeiter, Netzwerk-Partner und Kinderhospiz-Begleiter, als Spender, Botschafter und Vereinsverantwortliche für die uns anvertrauten Familien einsetzen. Gemeinsam sind WIR STERNTALER und ermöglichen die Arbeit als einziges Kinderhospiz für Familien mit schwer, chronisch und sterbenskranken Kindern in ganz Österreich. HERZLICHEN DANK! Im besonderen gedankt sei Herrn Rudle, der sich mit eigenen Augen von unserer Arbeit überzeugt hat und seine Prominenz in den Dienst unserer Aufgabe stellt. Lesen Sie auch seine Gedanken zu unseren “5 Fragen” am Ende dieses Magazins. Bis dorthin wünsche ich Ihnen viel Freude beim Durchblättern und Lesen. Mag. Harald Jankovits Geschäftsführender Vorstand
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Der Sterntaler | Frühling 2018
“Der Sterntalerhof ist eine dermaßen sinnvolle Einrichtung, eine Einrichtung, die es sonst eigentlich gar nicht gibt. Eine Einrichtung, die vermutlich auch kein Staat, kein Land, keine Gemeinde jetzt tatsächlich für unglaublich förderungswürdig hält. Ja, weil es nämlich nichts zum Herzeigen ist, es ist nichts Großes. Es ist nichts, wo man sagen kann, da mache ich jetzt Werbung damit. Nein, die Mitarbeiter dort kümmern sich wirklich um Menschen, um Familien. Es ist ein Kinderhospiz. Und etwas Schrecklicheres als ein krankes Kind kann es fast nicht geben. Aber die Mitarbeiter am Sterntalerhof machen das großartig. Ich war dort, das ist wirklich eine wunderschöne Anlage. Und es herrscht eine Stimmung dort, die einen gar nicht unglücklich macht, überhaupt nicht, sondern ganz im Gegenteil. Es geht einem ein bisschen die Seele auf, es lässt einen lächeln, es ist alles freundlich dort, alles.” Gerold Rudle Schauspieler, Kabarettist und Sterntaler
Inhalt Streifzüge
Aktuell 4
Von Geburtstagsgeschenken und Osterhasen-Broten
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Kinder 6
Von einem Paar, das sich traut – und Ja zum Leben sagt
Von Menschen und Plänen, Möglichkeiten und Machbarkeit
Frank Hoffmann im Interview
Tiere 16
Eine Schulklasse im Einsatz für unsere Esel, Schafe und Ziegen
Menschen
Wir Sterntaler 10
Schauspieler und Sterntaler
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Fünf Fragen an SterntalerhofBotschafter Gerold Rudle
IMPRESSUM
SPENDENKONTO
Medieninhaber, Verleger und Herausgeber:
Österreichische Ärzte- und
Sterntalerhof – Verein für ganzheitliche Lebensbegleitung
Apothekerbank AG
Dorfstraße 35, 7410 Loipersdorf-Kitzladen, Österreich
IBAN: AT81 1813 0802 5454 0002
E-Mail: begegnung@dersterntaler.at Telefon: +43 664 214 03 98
BIC: BWFBATW1
Konzept & Realisation: Tonality Communications GmbH, 2070 Retz, www.tonality.at Redaktion: Harald Jankovits (Chefredaktion), Sandra Frank, Nicolas Thal, Stephan Zwiauer Design: Nicolas Thal, Stephan Zwiauer Fotos: Sterntalerhof, Benjamin Thal, Werner Zangl, Regine Spielvogel, Roland Schuller, Manfred Baumann, iStockphoto LP Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, auf Papier von Norske Skog Bruck GmbH Zur besseren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Schreibweise verzichtet. Entsprechende Bezeichnungen gelten ausdrücklich für beide Geschlechter.
SO1157
www.sterntalerhof.at
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Aktuell
Hallo Elsa! Wir begrüßen Elsa als jüngsten Neuzugang unseres Vierbeiner-Teams! Die in Bodenarbeit und geführtem Reiten ausgebildete Noriker-Stute liebt lange Ausritte, ist sehr neugierig und aufgeweckt, dabei aber auch intelligent und lernwillig – und ganz schön verfressen: Am allerliebsten mag sie Bananen! Aufgeweckter Neuzugang: Noriker-Stute Elsa
NEUES MUTMACHER-BILDERBUCH
Elli, Timo & Kukie Druckfrisch präsentiert sich das neue Bilderbuch Elli, Timo & Kukie von Nicola Wieland und Lisa Gottschall. „Es war eine Begegnung mit einem unserer Geschwisterkinder, das mich dazu bewegt hat, diese Geschichte zu schreiben“, sagt Autorin Mag. Nicola Wieland, ehemalige Therapeutin und Psychologin am Sterntalerhof. Das Mädchen Elli liebt ihren kleinen, schwer kranken Bruder über alles und hat sich mit dem schwierigen Alltag der Familie arrangiert. Dennoch wird es in der Nacht von Albträumen heimgesucht – bis es dem Trösterlein Kukie begegnet, das die Welt ihrer Träume bunt und fröhlich macht. Mit der Botschaft an Kinder, etwas aus eigenem Antrieb selbst zu schaffen und den wunderbaren Illustrationen von Lisa Gottschall ist Elli, Timo & Kukie ein Traumbuch, ein Sorgenbuch und ein Mutmacherbuch – für alle Kinder! Das neue Bilderbuch Elli, Timo & Kukie und viele andere Geschenkideen gibt‘s unter www.sterntalerhof.at/schenken
Wir Sterntaler: Zum Geburtstag
ein Stern! In dieser Ausgabe des Sterntalers wird er Ihnen auffallen: Zum 20. Geburtstag schenken wir uns einen kleinen Stern mit der Inschrift WIR STERNTALER. Wir Sterntaler, das sind wir alle, die den Sterntalerhof in den letzten Jahren möglich gemacht haben. Das interdisziplinäre Team, die Partner in unserem österreichweiten Netzwerk. Aber auch alle Spender und Unterstützer, alle Benefize und Initiativen, alle Unternehmen und Organisationen, die sich uneigennützig in den Dienst unserer Sache stellen – ob nun finanziell, mit einem Arbeitseinsatz am Hof oder mit Sachwerten. Jeder einzelne dieser Beiträge ist bedeutsam und wichtig, unsere Abreit auch künftig gelingen zu lassen. Weil wir das wissen, ist dieser kleine Stern ein symbolisches Dankeschön – und gleichzeitig unser schönstes Geburtstagsgeschenk!
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Der Sterntaler | Frühling 2018
Spenden hilft! Am Sterntalerhof wird keine Familie aus finanziellen Gründen abgewiesen. Das ist nur möglich, wenn Sie uns helfen zu helfen. Ihre Spende kommt an – garantiert!
Spendenkonto Österreichische Ärzte- und Apothekerbank AG IBAN: AT81 1813 0802 5454 0002 BIC: BWFBATW1 oder ganz bequem online unter www.sterntalerhof.at
EINMAL NOCH 20 SEIN? AM 9. SEPTEMBER IST ES SOWEIT:
20 Jahre Sterntalerhof
Feiern Sie mit!
Man wird nicht alle Tage zwanzig! Wer unser rundes Jubiläum mit uns feiern will, sollte sich daher den 9.9.2018 dick und fett im Kalender anstreichen. Denn an diesem (hoffentlich sonnigen!) Spätsommer-Sonntag laden wir Alt und Jung zu uns auf den Sterntalerhof in Loipersdorf-Kitzladen ein. Wir gestalten einen (Sonn-)Tag der offenen Tür mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – und laden dazu ein, mit dem Team vom Sterntalerhof ins persönliche Gespräch zu kommen. Für Familien mit Kindern bietet sich zudem die (seltene) Gelegenheit, unsere Pferde, Esel, Ziegen und Schafe zu besuchen. Ab 14:00 Uhr geht‘s los, um 17:00 Uhr planen wir einen kleinen Festakt, moderiert von Sterntalerhof-Botschafter Gerold Rudle (siehe Gastbeitrag im Vorwort und Seite 18).
Danach freuen wir uns auf einen Auftritt der Kernöl-Amazonen: Das bekannte Kabarett-Duo hat es sich zur Mission gemacht, Liebe und Kernöl zu verbreiten. Dabei übernimmt Caroline Athanasiadis den Part der griechischen Kriegerin, Gudrun Nikodem-Eichenhardt kommt aus der Steiermark, dem Kernöl-Planeten. Während unseres ganzen Jubiläumsjahrs sammeln die beiden für den Sterntalerhof – am 9. September verbinden sie dann Wort, Musik und Spiel bei uns zu einer temporeichen Mischung aus Kabarett und Musiktheater! Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um formlose Anmeldung, damit wir den Nachmittag gut planen und vorbereiten können. Informationen zur Anreise finden Sie unter: www.sterntalerhof.at
9.9.20
Begegn 18, ab 14 :0 ung am Sternta 0 lerhof Dorfstra ße 7410 Lo ipersdo 35 rf-Kitzla den Begegn ung m Kuchen it Team & Tiere , Speis‘ & Trank n 17:00 Fe stakt m it und Au ftritt Ke Gerold Rudle rnöl-Am azonen
Rezept-Tipp
AUS UNSERER KÜCHENWERKSTATT
lustige
ens a h r e t s O
brote
KLICK-TIPP! Mehr Köstlichkeiten aus der Küchenwerkstatt am Sterntalerhof gibt‘s unter: www.sterntalerhof.at/rezepte
ZUBEREITUNG
ZUTATEN
Zwei Brotscheiben Weiß- oder Schwarzbrot mit einem Aufstrich oder Streichkäse bestreichen. (Der Aufstrich schmeckt am besten selbstgemacht das geht auch ganz schnell: mit Topfen, Sauerrahm sowie Gewürzen und Kräutern.) Die eine Brotscheibe wird der Kopf, die andere der Bauch des Hasen. Der Kopf bekommt Karottenohren, Wacholderbeeraugen, ein Essiggurkenschnäuzchen und einen Karottenbart. Der Bauch bekommt Käse-Hosenträger und eine Wurstschürze, darauf die Scheibe eines hartgekochten Eis. Oder aber ihr zieht den Hasen anders an – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
(für 1 Osterhasenbrot:) 2 Brotscheiben Aufstrich 1 Karotte 1 Essiggurkerl 2 Wacholderbeeren 1 Scheibe Schinken 1 Scheibe Käse 1/2 hartgekochtes Ei
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Kinder
Wohin Du Willst Wer sich traut, sagt Ja zum Leben: Die Geschichte von Maria und Martin, und von Pascal, Emma und Ida.
Zwei Minuten, maximal. Zwei Minuten sind eine lange Zeit – aber kurz genug. In zwei Minuten kann sich Maria vom Pferd schwingen, aus der Reithalle laufen, über die Wiesen zum Familienhaus, durch die Tür hinein, zur blauen Tasche und bei ihren Kindern sein, wenn Pascal oder Emma einen epileptischen Anfall haben. Pascal und Emma haben oft epileptische Anfälle, Maria zählt nicht mehr wie oft, es sind mehrere am Tag – und manchmal auch mehrere in der Nacht. Sie kommen von einem Moment auf den anderen, die Kinder kippen einfach um, verkrampfen sich, verbeißen sich, zittern und beben am ganzen Körper. Dann zählt jede Minute. Und auch wenn Therapeutin Michi bei den Kindern ist – Maria will und muss jedes mal dazukommen. Sie hat Angst, der Anfall könnte sich auswachsen, zu einem wochen- oder mona-
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Der Sterntaler | Frühling 2018
telangen Dauerzustand werden, es ist eine ständige und berechtigte Angst, es wäre nicht das erste Mal. Diese Angst, sie besteht seit 2003. Kurz nach Pascals Geburt stellt man bei dem Säugling GPR56 fest, ein Gendefekt, der mit einer Hirnfehlbildung und mit schwerer, nicht behandelbarer Epilepsie einher geht. Die Krankheit ist extrem selten, nur rund 30 Fälle sind weltweit bekannt. Es sei unmöglich, dass ein zweites Kind dieselbe Krankheit haben würde, sagen Experten damals – nur zwei Jahre später kommt Emma zur Welt, und Maria wird zur weltweit ersten Mutter mit zwei an GPR56 erkrankten Kindern. Die erneute Diagnose trifft sie mit unbändiger Wucht, wirft sie aber nicht aus der Bahn, auch nicht als sich Pascal und Emmas leiblicher Vater kurze Zeit später von der Familie trennt. Sie nimmt ihr Leben an, stürzt sich mit
aller Kraft in den Kampf. Es wird ein jahrelanger Kampf an mehreren Fronten. Sie kämpft für ihre Kinder und gegen die vielen Anfälle, jeden Tag und jede Nacht. Sie kämpft gegen das bescheidene Wissen über die seltene Krankheit, gegen Ämter und Behörden, gegen ein schwieriges familiäres Umfeld. Sie kämpft gegen die allgegenwärtige Angst, das ständig unterschwellig drohende Ende, das irgendwann wohl bittere Gewissheit wird. Und sie kämpft gegen das Alleinsein, die vielen, fordernden Momente der Einsamkeit. Und dann ist es die Liebe, in der sie nach vielen Jahren einen unerwarteten Verbündeten findet. Über einen Bekannten lernt sie Martin kennen, einen Fernfahrer, der sich in sie verliebt. Martin zögert nicht, er lässt sich auf regionale Routen versetzen, zieht zu Maria, zu Pascal und zu Emma – und kämpft fortan an ihrer Seite.
ZU VIERT ZU NEUER KRAFT Und er bleibt, auch als es bald darauf immer schlimmer wird. Pascals Anfälle intensivieren sich zunehmend, die Ärzte geben ihm nur noch Monate. Maria spürt wie die Angst stärker wird, will sich vorbereiten, will im entscheidenden Moment „dann nicht kopflos werden“, sie weiß, dass Emma sie weiter brauchen wird. Über das Internet findet sie an den Sterntalerhof, im Frühling 2015 kommen sie erstmals an, Maria, Martin, Pascal und Emma, nach Stunden mühseliger Autofahrt mit ungezählten Pausen, in denen Martin und Maria am Pannenstreifen gegen die wiederkehrenden Anfälle kämpfen. Erleichtert lädt Martin Emmas Rollstuhl aus dem Wagen, und ihr Spezialbett und die blaue Tasche mit den Medikamenten. „Die Erschöpfung stand ihnen ins Gesicht geschrieben“, erinnert sich
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Kinder
Therapeutin Michaela Scherzer. Umso wichtiger, dass der Sterntalerhof seinen Schirm über alle vier spannt – vom ersten Tag an. Martin und Maria sollen entlastet werden, Zeit für sich selbst finden, während die beiden Kinder gut betreut sind – so gut das möglich ist, in den allgegenwärtigen zwei Minuten. Dazu gehören Stunden der Ruhe oder ein gemeinsamer Spaziergang in unberührter Natur ebenso wie tiefe Gespräche mit Psychologin Christina Holper. Oder ein gemeinsamer Nachmittag in der nahen Therme Stegersbach, mit den beiden ehrenamtlichen Kinderhospizbegleitern Lia und Hans, einem Ehepaar, das Maria und Martin auch weiter tief verbunden bleiben wird. Und natürlich eine intensive Begegnung mit dem Tier. Pascal, der mit etwas Unterstützung auch gehen und essen kann, ist von den Pferden begeistert, findet schnell einen Draht zu Stute „Summer“, liebt es, sie zu streicheln und zu striegeln und sitzt nach wenigen Tagen bereits selbst auf Summers starkem Rücken. Seine kleine Schwester sieht ihm begeistert zu, sie hat einen starken Draht zu ihrem Bruder – zieht jedoch selbst die kleineren Esel vor, begegnet ihnen mit sanfter Vorsicht und feinem Gespür. „Kraft schöpfen“ nennt Christina das, „in einer Balance aus Betreuung und Intimität“. Da sein, einzelne Menschen und das System Familie stützen – sich aber nie zu sehr einmischen. Auch dann nicht, wenn man selbst tief berührt ist. Von Marias spürbarer Stärke, aber auch von Martins Wärme und Einfühlungsvermögen für die Kinder seiner Liebe.
Endlich eine Familie: Maria und Martin mit Emma, Pascal und der kleinen Ida.
„Ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist“, sagt Maria zu Michaela, als sie sich nach zwei Wochen vom Sterntalerhof verabschiedet. „Dass meine Kinder so aufblühen. Dass wir alle vier noch stärker zusammenrücken.“ WIEDERSEHEN IN WEISS Zwei Jahre später scheint eine goldene Herbstsonne über dem runden Dach der kleinen Kapelle am Sterntalerhof. Der überkonfessionelle Rückzugsort ist festlich geschmückt. Maria und Martin sind zurückgekehrt. Mit Pascal und mit Emma. Und mit Ida, ihrer ersten gemeinsamen Tochter, ein gesundes Mädchen, wenige Monate alt. Marias Anruf kam Wochen zuvor, ihre Stimme zwischen Hoffnung und Verzweiflung, weil der geplante weitere Aufenthalt am Sterntalerhof auf Messers Schneide stand, diesmal wegen Emma, weil ihr Martin aber einen Antrag gemacht habe und weil sie so fest an ihre Liebe glaube, dass sie ihn heiraten wolle. Am Sterntalerhof, nur hier sei das möglich, nicht nur weil sie dort intim und fernab aller Schwierigkeiten heiraten könne – sondern weil der Sterntalerhof für all die Zuversicht und Hoffnung stehe, die sie mit Martin verbinde. Große Wünsche hat sie nicht mitgebracht. Emmas Rollstuhl, ihr Spezialbett, die blaue Tasche mit den Medikamenten. Aber auch eine Wickeltasche für Ida. Ein schlichtes weißes Brautkleid und einen festlichen Anzug für Martin. Und ein Lied mit einem ganz besonderen Text. Das Standesamt in Oberwart hat sie getraut, am Vormittag schon, während eine „Moki“, eine mobile Kinderkrankenschwester bei ihren Kindern am Sterntalerhof geblieben ist. Nur Lia und Hans sind mitgefahren, die beiden Ehrenamtlichen, heute sind sie Marias und Martins Trauzeugen. Der ganz große Moment, jetzt steht er bevor, die Hochzeitsgesellschaft versammelt sich vor der kleinen Kapelle. Drei Therapeutinnen sind gekommen, Lia und Hans, Franz der Seelsorger, der die Zeremonie leiten wird. Psychologin Christina schiebt Emma im Rollstuhl, sie trägt ein besonders schönes Kleidchen, das sie mit Stolz immer wieder betrachtet und so gut sie kann glättet. Nur Pascal fehlt, er schläft, muss sich von seinem letzten Anfall erholen, die Moki ist bei ihm. TAUBEN AM LEUCHTTURM Die Zeremonie beginnt. Franz erzählt die Geschichte von Maria und Martin. Von Pascal und Emma. Von Ida. Zwischen seinen Zeilen ist es eine Geschichte einer Liebe,
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Der Sterntaler | Frühling 2018
Ein Tag im Glück. Die Hochzeit von Maria und Martin steht nicht nur sinnbildlich für die Kraft der Liebe – sondern auch für das Konzept Sterntalerhof: Ruhe finden, Kraft schöpfen, auftanken. Das einmalige Erlebnis fand ohne starren Ablauf statt, die überkonfessionelle Kapelle bildete einen stimmungsvollen Rahmen.
die alle schweren Momente überstrahlt. Eine Geschichte vom Mut, der vom Trauen kommt. Ein Trauen, das hier und jetzt ein Sich-Trauen ist. Irgendwann hält Franz inne – die Moki bringt Pascal zur Zeremonie, er ist erwacht, setzt sich festlich gekleidet still zu den anderen. Ein Lächeln huscht über Marias Gesicht. Martin drückt ihre Hand. Jetzt sind sie komplett. Franz legt eine regenbogenfarbene Schärpe um die Schultern des Paars. Jetzt sind sie endlich eine Familie. Vor der Kapelle bildet die kleine Gesellschaft einen Kreis. Das Lied erklingt, es war Marias einziger Wunsch. Aus all den Liedern dieser Welt hat sie „Leuchtturm“ von Nena gewählt, es sind starke Worte, zu denen die beiden jetzt tanzen: Ich geh mit dir, wohin du willst, auch bis ans Ende dieser Welt (...) denn so wie es ist und so wie du bist, bin ich immer wieder für dich da, ich lass dich nie mehr alleine, das ist dir hoffentlich klar. Dazu steigen weiße Tauben auf, eine Überraschung von Lia und Hans. Hoffnung, Frieden, Zuversicht. Drei weite, tiefe Kreise ziehen die Vögel über
der kleinen Kapelle, bevor sie zu Hans‘ Freund nach Hause fliegen. Gemeinsames Staunen, gemeinsames Lachen. Glückwünsche einer kleinen Runde, aber Glückwünsche, die von Herzen kommen. Und ein gemeinsames Glas Sekt, bevor Fotograf Werner Zangl Braut und Bräutigam auf die Wiesen des Sterntalerhofs entführt, um den unvergesslichen Tag in Bildern festzuhalten. Das geplante Abendessen im nahen Wirtshaus hat Maria kurzfristig abgesagt, die Kinder sind viel zu erschöpft. Jetzt schlafen sie. Das Brautkleid und der Anzug hängen in der Garderobe, daneben steht die blaue Tasche mit den Medikamenten. Maria und Martin sitzen in der Jogginghose auf dem Bett in ihrer Wohnung am Sterntalerhof und essen die zusammengeklappten Stücke einer gelieferten Pizza. Sie schmeckt köstlich, so köstlich wie eine Pizza nur am schönsten Tag des Lebens schmeckt. Maria und Martin sind verheiratet. Sie sind dankbar und glücklich. Und sie sind keine zwei Minuten entfernt von Pascal und Emma.
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Wir Sterntaler
Interdisziplinäre Hochzeitsgesellschaft (v.l.n.r.): Psychologin Christina Holper, Therapeutin Michaela Scherzer, Diplom-Sozialarbeiterin Barbara Mayer-Schulz, Kinderhospiz-Begleiter Hans Reiss, das Brautpaar mit Kindern, Seelsorger Franz Horvath, Kinderhospiz-Begleiterin Lia Reiss
Die Kraft-Schöpfer Das Rückgrat des Sterntalerhofs sind seine Menschen. Dass ein Paar den sprichwörtlich schönsten Tag seines Lebens am Sterntalerhof verbringen will – das ist auch für den Sterntalerhof nicht alltäglich. Und doch steht Marias und Martins Hochzeit („Wohin du willst“, Seiten 6-9) fast metaphorisch für das, was der Sterntalerhof möglich machen will: Eine hohe Zeit bieten, in einer Zeit die für betroffene Familien von Tiefe geprägt ist, von Schwermut, Angst und Abschied. Und sie steht metaphorisch für die Art und Weise, wie der Sterntalerhof arbeitet: Behutsam bemüht um die Balance zwischen Unterstützung und Intimität – mit einem therapeutischen Ansatz, der das System Familie ganzheitlich in den Mittelpunkt allen Handelns stellt. Dass das möglich ist, wird am Sterntalerhof seit nunmehr zwei Jahrzehnten immer wieder aufs Neue bewiesen. Stetig wachsende Zahlen wie etwa über 80 betreute Familien im
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Der Sterntaler | Frühling 2018
Jahr beeindrucken immer wieder aufs Neue, suggerieren aber auch schnell eine routinierte Leichtigkeit, die sich im therapeutischen Alltag – bei aller Erfahrung, die das Team in den vergangenen 20 Jahren gesammelt hat – nur selten so einstellt. Nein, es ist kein Kraftakt, eine betroffene Familie Kraft schöpfen zu lassen – aber es erfordert Kraft. Eine Kraft, die nur aufgebracht werden kann, wenn viele Kräfte zusammenwirken. Diese Kräfte bündeln sich am Sterntalerhof – in einem interdisziplinären Team aus 24 hauptamtlichen MitarbeiterInnen, die eine breite Palette therapeutischer Handlungsfelder abdeckt: von tiergestützten Therapieformen über Musik-, Kunst- und Tanztherapie bis hin zu Psychologie und Sozialarbeit, Seelsorge und Trauerbegleitung. Unterstützt wird dieses Team aber auch von Menschen, die sich fallweise und je nach Bedarf vor Ort einbringen.
Der Sterntalerhof damals...
...und heute, 20 Jahre später.
An Maria und Martins großem Tag waren dies etwa Lia und Hans Reiss, die vom Sterntalerhof zu ehrenamtlichen Kinderhospizbegleitern ausgebildet wurden – oder auch die mobile Kinderkrankenschwester, die bei der Betreuung der betroffenen Kinder auf ihr medizinisches Wissen zurückgreifen kann. Darüber hinaus ist auch Konsiliarärztin Dr. Ulrike Habeler jederzeit an Ort und Stelle, sie blickt auf eine langjährige Erfahrung am St. Anna Kinderkrankenhaus zurück, mit der sie unmittelbar vor den Toren des Sterntalerhofs eine pädiatrisch-geriatrische Praxis eröffnet hat. Sie alle bilden die stationäre Betreuung und sichern das Angebot an ambulanten Begleitmaßnahmen vor Ort – sie sind das Rückgrat des Sterntalerhof-Netzwerks. Dieses Netzwerk wurde in den vergangenen Jahren aber auch
kontinuierlich auf das ganze Land ausgedehnt – mit dem Ziel, Familien nach ihrer Rückkehr in den Alltag auch an ihrem Wohnort bestmöglich weiter zu betreuen. Österreichweit sind dafür SozialarbeiterInnen als regionale Koordinatoren im Einsatz, gemeinsam verfolgen Familien-Begleiter, soziale Dienste und Therapeuten das Ziel, eine mobile Versorgung zu gewährleisten, die immer nahtloser an die stationäre Betreuung anknüpfen kann. So ist der nächste Schritt auf dem Weg des Sterntalerhofs logisch und herausfordernd zugleich: Der Aufbau eines zweiten Standortes in Tirol soll sichern, was die österreichweite Arbeit im Netzwerk begonnen hat – die so dringend notwendige Achse Ost-West.
MAG. LISA WIESINGER
DR. ULRIKE HABELER
HANS UND LIA REISS
Therapeutin und hauptamtliche Sterntalerin
Konsiliarärztin und nebenamtliche Sterntalerin
Ehrenamtliche KinderhospizBegleiter und Sterntaler
„Der Sterntalerhof ist für mich ein gesegneter Ort der Begegnung und Beziehung, des Ankommens und Beheimatetseins, ein Ankerplatz in stürmischen Zeiten, eine Quelle der Kraft für so viele Familien. Er ist eine mit Hoffnung und Trost erfüllte Herberge, wo Raum und Zeit für die kleinen und großen Wunder möglich wird.“
„Was mir gefällt am Sterntalerhof, ist die Interdisziplinarität. Alle arbeiten wir dem Wohl der Familien zu, damit diese nie so nach Hause fahren, wie sie gekommen sind – sondern gestärkt, ermutigt und erfrischt. Sodass sie gerne wiederkommen und wir uns über ein Wiedersehen freuen dürfen.“
„Der Sterntalerhof ist für uns ein Platz der Lebendigkeit für Familien inmitten der Belastungen eines manchmal unbegreiflich schweren Lebens. Man könnte auch sagen, eine Insel für Menschen-Kinder in bunten Zusammensetzungen, die gegen den Untergang kämpfen und für kurze Zeit einen Hafen finden. Diesen Hafen finden auch wir, wenn wir im Einsatz sind.“
Wir Sterntaler
„Gemeinsam
sind wir Sterntaler“ Wer und was hinter 20 Jahren Sterntalerhof steht – in den Augen von Harald Jankovits, geschäftsführender Vorstand. Am Anfang steht der Dank. „Ein dickes Dankeschön“ ist das Erste, das Harald Jankovits äußert, als ich ihn zu seinen Gedanken rund um 20 Jahre Sterntalerhof befrage. Ein Dankeschön an all die Menschen, die er jetzt zum Jubiläum unter dem Schlagwort „Wir Sterntaler“ zusammengefasst wissen will. Er werde nicht müde, diesen Dank auszusprechen „weil es immer wieder bewegend und beeindruckend ist, wie uneigennützig wir Unterstützung erfahren“, sagt er „und weil es diese Unterstützung ist, die den Weg den wir gegangen sind, möglich gemacht hat!“ Es ist ein Weg, der mit einer Vision begann, mit der Therapeutin Regina Heimhilcher und dem Seelsorger Peter Kai, mit viel Idealismus, mit einem schlichten Bauernhäuschen und einem kleinen Reitplatz. Ein Weg, den er nach wenigen Jahren begann mit zu beschreiten, um ihn organisatorisch zu professionalisieren und zu einem weit verzweigten Netzwerk auszubauen. „Das Ziel jedoch ist dasselbe geblieben“, formuliert Jankovits den Auftrag des Sterntalerhofs „den Boden für Familien zu festigen – in einer Zeit, in der sie den Boden unter den Füßen zu verlieren scheinen.“ In der ständigen Balance aus einer professionellen Infrastruktur und einer persönlichen, herzlichen Atmosphäre, sei es von großer Bedeutung, Menschen zu finden, die das Konzept des Sterntalerhofs wirklich mittragen. „Es ist nicht unser Anspruch, im Kammerl korrekte Einheiten abzuspulen“ betont er, „vielmehr wollen wir uns um einen regen Austausch bemühen, die Familie in
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den Mittelpunkt stellen, sie auf ihrem individuellen Weg begleiten – und sie dabei immer auch den Taktgeber sein lassen.“ Diese Philosophie zu wahren und sie mit all den wirtschaftlichen und organisatorischen Herausforderungen des Sterntalerhofs im Gleichgewicht zu halten – das bezeichnet Jankovits als größte Herausforderung. Ich hake ein, frage nach seinen ganz persönlichen Momenten der Sorge. Natürlich gebe es die, antwortet er mir, schon allein, weil er das Erreichte gut und sicher aufrecht erhalten wolle. Weil er es mit seinem Team weiter ausbauen wolle, dabei aber aufpassen müsse, dass der Sterntalerhof besonnen und Schritt für Schritt wachse. „Das geht nur, wenn dich das Schicksal zu den richtigen Menschen führt“, lächelt er und meint damit sein hauptamtliches Team ebenso wie die neben- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die im Sterntalerhof-Netzwerk ihr Bestes geben, Kindern ein Heute zu schenken, deren Morgen in den Sternen steht. Er meint damit aber auch all die vielen „Sterntaler“, die dem Sterntalerhof ihre Unterstützung zukommen lassen. „Sie sind es, die den Aufbau und den Unterhalt unserer Infrastruktur möglich machen“, sagt Jankovits bestimmt. Er gewichtet nicht zwischen finanziellen Zuwendungen, kleinen oder großen Beträgen, zwischen Arbeitseinsätzen am Hof oder wichtigen Sachspenden. „Diese spendenden Menschen, diese Unternehmen, die Initiativen und Organisationen – sie alle hinterlassen ihre Spuren am Sterntalerhof. Sie ermöglichen, was wir möglich machen. Gemeinsam sind WIR STERNTALER.“
Ein Sternderl
geht auf
Köstliche Schoko-Sterntaler & Österreichs erster Social Drink: Starke Marken im Dienst des Sterntalerhofs „Wir Sterntaler“ – das sind auch Unternehmen, die sich für den Sterntalerhof stark machen, ihre Leistungen oder Produkte in den Dienst unserer Kinder und Familien stellen. Wie etwa die berühmte Confiserie Heindl: Seit sieben Jahrzehnten steht die Traditionsmarke für feinste Wiener Konfekt-Kreationen. Umso mehr freuen wir uns über die köstlichen Schoko-Sterntaler aus exquisiter Haselnuss-Nougatcreme mit Keksstückchen, umhüllt von feinster Vollmilchschokolade. Sie sind bereits seit Längerem über SchenkenHilft in unterschiedlichen Verpackungsvarianten erhältlich und sehr beliebt: weil sie eben nicht nur den Gaumen erfreu-
en, sondern (wie alle SchenkenHilft-Geschenkboxen) auch die Kinder und Familien am Sterntalerhof. Noch in diesem Frühling freuen wir uns überdies auf die ersten Dosen Kräuter-STERNDERL. Die Idee dazu kam Michael Priessnitz, Inhaber der Firma green sheep, deren herrliche Sirupe ebenfalls aus dem SchenkenHilft-Programm bekannt sind: Österreichs erster Social Drink erfrischt mit 100% Bio-Kräutersirup aus Niederösterreich, kombiniert mit reinem Wasser, einem Schuss Zitrone und etwas Kohlensäure – der Reinerlös jeder Dose ergeht an den Sterntalerhof und sein Netzwerk. Für das neue Getränk wurde eigens die Marke STERNDERL entwickelt – von Tonality Communications, einer Agentur die auch für das Design der hübschen Dosen verantwortlich zeichnet, die dann von Egger Getränke, gleich ums Eck von green sheep, mit dem neuen Social Drink befüllt werden. Erhältlich ist das „Kräuter-STERNDERL“ vorerst im Webshop des Sterntalerhofs unter sterntalerhof.at/schenken – und wir freuen uns über jeden künftigen Partner, der das STERNDERL für sich entdeckt: ob bei seinem Benefiz, für seine Kunden oder Gäste – oder vielleicht sogar in seinem Sortiment. Weil jeder neue Partner ein neuer Sterntaler ist. Und weil es eben die Summe aller Sterntaler ist – die den Sterntalerhof möglicht macht. Infos und Kontakt: sternderl.org
E
Österreichs erster Social Drink ist da! Erfrischend mit 100% Bio-Kräutersirup aus Niederösterreich – und nachhaltig hilfreich: weil der Reinerlös jeder Dose Kindern zu Gute kommt, deren Morgen in den Sternen steht. Sternderl trinken, Sternderl werden. Jetzt unter sternderl.org
Folget dem Sternderl: /sternderl.socialdrink
Erfrischend hilfreich.
ste rhä rnt l ale tlich rh u of. at/ nte r sc he : nk en
Streifzüge
„Der Sterntalerhof ist ein Denkmal für Gemeinschaft und Austausch – in einer zunehmend anonymisierten Welt.“ Schauspieler und Intendant Frank Hoffmann
„Frank,
probier‘s doch!“ Frank Hoffmann ist Schauspiellegende, Intendant des Güssinger Kultursommers und – Sterntaler. Wir haben ihn zum Gespräch getroffen.
Sie pendeln zwischen Pressbaum und Güssing. Wo sind Sie lieber? Ehrlich gesagt bin ich lieber im Südburgenland. Das dürfen Sie aber meiner Frau nicht verraten (lacht). Ich bin in einer ländlichen Gegend in der Nähe von Dresden aufgewachsen, vielleicht zieht es mich daher immer aufs Land. Pressbaum ist schön, liegt aber im Tal. In Güssing bin ich am Hügel und kann die Erdkrümmung sehen – das ist mir lieber! War es der Kultursommer, der Frank Hoffmann nach Güssing geholt hat – oder Frank Hoffmann, der den Kultursommer nach Güssing geholt hat? Nach Güssing gebracht hat mich der Zufall. Als ich einmal in Kobersdorf inszeniert habe, wurde ich von einer Familie angesprochen, ob ich das nicht in Güssing auch machen könnte. Die Idee hat mich nicht losgelassen und ich dachte mir „Frank, probier‘s doch“. Und weil ich mit der „Frank, probier‘s doch“-Strategie im Leben oft erfolgreich war und von vielen Güssingern noch bestärkt wurde – habe ich es 1999 schließlich „probiert“.
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Der Sterntaler | Frühling 2018
Auf welche Kultursommer-Highlights blicken Sie besonders gern zurück? Das ist leicht – das waren Der Brandner Kaspar, Das Ewig‘ Leben, der Jedermann und letztes Jahr Pension Schöller. Diese Werke hat uns das Publikum auch mit zahlreichem Besuch gedankt (lächelt). Was erwartet Kulturbegeisterte dieses Jahr? Dieses Jahr werden wir das Werk Weekend im Paradies erarbeiten. Vom Titel mag man vermuten, es sei eine TV-Romanze nach Rosamunde Pilcher – das ist es aber ganz und gar nicht. Vielmehr erwartet uns eine herrliche Komödie, die mit Scheinheiligkeit, Korruption und Karrieresucht spielt – am Beispiel eines Ministeriums-Beamten. Beim Benefizabend für den Sterntalerhof haben Sie Heiteres von Erich Fried gelesen, auch in „Liebe und so weiter“ kam er vor. Was begeistert Sie an Erich Fried? Wie lange haben Sie Zeit? (lacht) Erich Fried spricht in destillierter Form all das aus, was ich gedacht habe oder woran ich gedacht hätte, wenn es mir als Problem
gegenwärtig geworden wäre, alles, was an ungeordneten Gedanken in mir herumschwirrt, in sehr wohlgeformter Sprache, nebenbei bemerkt. Ich fühle mich – ohne mich größer machen zu wollen als ich bin – Erich Fried sehr verbunden. Dabei bin ich nur durch Zufall auf ihn gestoßen: Vor vielen Jahren hat mich die Kanzlei des damaligen Bundespräsidenten Klestil gefragt, ob ich bei einem Benefiz an der Seite von Joe Zawinul etwas lesen möchte. Was ich lese, überlasse der Herr Bundespräsident mir. Da habe ich mich an eine Lesung von Erich-Fried-Gedichten erinnert die ich in der Sendung „Du Holde Kunst“ im ORF gelesen habe. Eines davon, nämlich das Gedicht „Erfolg“ wurde später das Lieblingsgedicht von Joe Zawinul und Thomas Klestil. Wie haben Sie an den Sterntalerhof gefunden? Über Hans Konvicka. Er hat mich eines Tages gefragt, ob ich an einem Abend zu Gunsten des Sterntalerhofs teilnehmen möchte. Mehr musste er nicht sagen – ich habe sofort zugesagt.
andere missliche Situationen anwenden kann: „Die Welle, die dich ins Tal getragen hat, trägt dich auf der anderen Seite aus dem Tal wieder heraus.“ Für mich ist das nicht nur ein physikalisch belegtes Phänomen, sondern es trifft auch auf meine Gemütszustände zu, solange ich nicht zu tief hineingerate. Schwierig ist nur, entsprechendes Vertrauen zu haben – und dieses Vertrauen kann nur aus Erfahrung kommen. Sie haben einmal gesagt, dass „Zufriedenheit damit zu tun hat, dass man sich nicht mehr wünscht als das, was erfüllbar ist.“ Was wünscht sich Frank Hoffmann heute? Gesundheit. Ich werde dieses Jahr 80 und nachdem meine Frau an Krebs erkrankt ist und ich miterlebe, was diese Krankheit einem Menschen abverlangt – wünsche ich mir nichts mehr, als gesund zu bleiben!
Was bedeutet der Sterntalerhof für Sie? In zwei Worten: Empathie und Gesellschaft. Ich glaube, dass die Sehnsucht nach Gemeinschaft, nach Austausch, nach menschlichem Kontakt in einer zunehmend anonymisierten Welt, immer wichtiger wird. Und dafür ist der Sterntalerhof nahezu ein Denkmal. Es gibt ja auch Frank Hoffmann, den Cineasten. Wie oft gehen Sie ins Kino? Viel zu selten, in Güssing gibt es leider kein Kino mehr. Ich möchte mir bald „Die Verlegerin“ mit Meryl Streep ansehen – aber ich weiß nicht, wann ich dazu komme. Welchen Film empfehlen Sie unseren Lesern? „Sein oder nicht sein“ von Ernst Lubitsch halte ich für einen der besten Filme aller Zeiten. Aber bitte sehen Sie sich das Original aus dem Jahr 1942 an, mit Carole Lombard und Jack Benny. Mehr verrate ich nicht. Als Kunstschaffender mit viel Lebenserfahrung – was würden Sie als Ihren größten Erfolg bezeichnen? (denkt lange nach) Meine Tochter und meine Enkel. Wie verarbeiten Sie schwierige Momente? Ich habe früher unter Depressionen gelitten. Am Ende hat mir eine Idee geholfen, ein Konzept, das ich auch auf
FRANK HOFFMANN • 1938 in Radebeul bei Dresden geboren. • Seit 1967 Ensemble-Mitglied am Burgtheater Wien. • Von 1975 bis 1994 Gestalter und Moderator der ORF Sendung Trailer . Vielfältige österr. und internationale Fernseh- und Filmtätigkeit. • 10 Jahre lang Gestalter und Moderator der Jazzsendung Round Midnight auf Ö3. • Regelmäßige Gestaltung und Moderation der Ö1-Jazznacht • Von Bundespräsident Kirchschläger 1986 mit dem Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft der Republik Österreich ausgezeichnet. • Weitere Auszeichnungen u.a. Großes Ehrenzeichen des Landes Burgenland (1999), Goldenes Ehrenzeichen des Landes Wien (2008). • Seit 2001 Intendant des Güssinger Kultursommers. Näheres zum Güssinger Kultursommer finden Sie unter kultursommer.net
Tiere
Guter Dinge: Die 4B der HBLFA Raumberg-Gumpenstein beim Arbeitseinsatz am Sterntalerhof
Kasimir
Heidi & Naomi
Projekt I-Ah
Pauli
Trixi
Wölkchen
Ein Tag, eine Schulklasse, ein spannender Plan: Die 4B einer steirischen HBLFA baut Eseln und Ziegen ein neues Gehege. Heute wird ein großer Tag, denkt Laura, als sie noch ein bisschen verschlafen mit ihren Klassenkameraden auf dem Schulhof in den Bus steigt. Es dämmert gerade, und obwohl es jetzt Anfang April bereits ein bisschen nach Frühling riecht, legt sich heute ein kalter Nebel um den Hügel, auf dem die Schule thront: Laura besucht die 4B der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft (HBLFA) Raumberg-Gumpenstein in der nördlichen Steiermark. Das ganze Schuljahr lang hat sich die Klasse immer wieder mit dem Sterntalerhof befasst. Und heute ist es soweit – heute geht’s zum Abschluss des Projekts auf Exkursion ins Südburgenland. Gute zweieinhalb Stunden Fahrt. Laura spürt die Vorfreude und versucht sich an die Details am Sterntalerhof zu erinnern. Der erste Besuch der Klasse im vergangenen Herbst scheint ihr schon so fern. Damals war sie von der Größe des Sterntalerhofs überrascht – und von der Ruhe,
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die dort herrschte. Na, heute werden wir für ein wenig Unruhe sorgen, denkt Laura und muss schmunzeln. Sie erinnert sich an Trixi und Kasimir, die zwei Esel, und an Wölkchen, Pauli und Herrn Fridolin, die drei Zwergziegen. Wie könnte sie sie vergessen, sie hat sich schließlich das ganze Schuljahr mit ihnen beschäftigt – oder besser: mit der Planung des neuen Geheges für die Esel und die Ziegen. Deren speziellen Bedürfnissen sollte es stärker entsprechen, und sie sollten einen vor Sonne, Wind und Wetter schützenden Unterstand bekommen, der überdies barrierefrei, also rollstuhlgerecht zugänglich ist. Mit einem Zischen öffnen sich die Bustüren, sie sind angekommen. Lauras erster Blick fällt auf die große Koppel und den Offenstall, bei dem zwei Pferde gemütlich frühstücken. Voll freudiger Anspannung steigt sie aus dem Bus, hinaus in die frische Frühlingsluft. Nach einer kleinen Stärkung inklusive Vorbesprechung im großen
Gemeinschaftsraum geht’s endlich los, vorbei an der Reithalle zur hintersten Koppel und zum Gehege der Ziegen und Esel. Trixi und Kasimir verbringen den Tag mit den Ziegen und Schafen auf einer anderen Koppel, während ihr Zuhause umgebaut wird. Alles ist bereits vorbereitet, die alten Zäune sind abgebaut und Ein neuer Unterstand für Esel und Ziegen: Die Schüler packen kräftig an! nach Harz duftende, sauber gehobelte Kanthölzer aus Fichte, – und nur eines von vielen in den Tagesablauf eingebauTanne, Lärche und Kiefer liegen in allen Formen und Gröten Ritualen. Für Laura und ihre Klassenkameraden heißt ßen fein säuberlich zum Aufbau bereit. Ans Werk, Kameraes nun Abschied nehmen. Das Gehege ist fertig, ihre dinnen und Kameraden! Arbeit getan. ESEL – SENSIBEL UND GELASSEN. Heute war wirklich ein großer Tag, denkt Laura als der Und schon zu Mittag steht er, der neue Unterstand. Bus vom Parkplatz rollt und die Koppeln hinter sich lässt. Laura tritt ein paar Schritte zurück und betrachtet den Einen Augenblick lang glaubt sie noch, ein freudiges I-Ah Bau. Irgendwie mächtig ist er geworden, beeindruckend, zu hören. Gern geschehen Trixi, gern geschehen Kasimir. am Plan hat das doch alles viel kleiner ausgesehen. Und noch während sie grübelt, ob sie denn auch alles richtig bemessen haben, reißt sie ein kräftiges I-ah jäh aus ihren Gedanken. Therapeutin Verena Gumhalter ist mit Trixi zur Begutachtung gekommen. Die Eselstute steht ruhig da und inspiziert ihr neues Zuhause und die vielen Maschinen und Menschen drum herum mit stoischer Gelassenheit. Verena erklärt, dass es im Naturell der Esel liege, zunächst mal abzuwarten und genau auf ihre Umgebung zu achten. Esel reagieren eher als dass sie agieren – sie sind geduldig und ausdauernd. Eigenschaften, die sie so wertvoll machen, im täglichen therapeutischen Einsatz. Wie alle Tiere erleben sie die Kinder und Familien am Sterntalerhof unvoreingenommen und reagieren sensibel und individuell auf die BeVOR DIE LINSE, BITTE. dürfnisse und Gefühlswelten „ihrer“ Klienten. Das können Was er macht, sehen Sie regelmäßig (auch in dieser sie aber nur, wenn sie gesund und ausgeglichen sind, weiß Ausgabe des STERNTALER auf dem Cover und den Laura. Umso wichtiger ist es, dass die artgerechte Haltung Seiten 6-9 ). Nur ihn selbst bekommt man nur selten im neuen Gehege gewährleistet ist. zu Gesicht: Grund genug, unseren Fotografen Die Sonne ist bereits hinter den Wäldern Richtung Werner Zangl hier mal selbst vor die Linse zu holen Lafnitz untergangen als Laura, die letzten Schrauben in – mit einem dicken Dankeschön für all die vielen das neue Gatter dreht. Es ist wieder ruhig geworden am uneigennützigen Foto-Einsätze am Sterntalerhof! Sterntalerhof. Trixi, Kasimir, Wölkchen, Pauli und Herr FriAuch Werners fantastische Shooting-Box (eine Selfdolin schreiten still und beinahe andächtig in ihr neues Service-Fotobox für Events) war bei uns bereits im Zuhause. Bevor jedoch die Nachtruhe einkehrt, bleibt Einsatz – und ist ein heißer Tipp für jede gelungene noch Zeit für die allabendliche Fütterungsrunde, das Veranstaltung: Mehr Infos gibt’s unter www.zangl.org Ende jedes Therapietages der Familien am Sterntalerhof
www.sterntalerhof.at
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Menschen
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Fragen an Gerold Rudle, Schauspieler, Kabarettist und Sterntaler WAS HAT SIE AM STERNTALERHOF BEEINDRUCKT? Ich war sehr überrascht, als ich den Sterntalerhof das erste Mal gesehen habe. Das Areal strahlt eine so unglaubliche Ruhe und Kraft aus, dass es einen sofort in seinen Bann zieht. Man kann mit einem Besuch gar nicht alles sehen und begreifen, vieles zeigt sich erst bei weiteren Besuchen. Beeindruckt bin ich auch von der Hingabe, mit der hier gearbeitet wird. Man merkt den MitarbeiterInnen einfach an, dass sie sich ganz und gar wiederfinden. Mich begeistert, dass es Menschen gibt, die sich so liebevoll und ganzheitlich um andere kümmern. Ein Hospiz zu betreiben, in einem Hospiz zu arbeiten - und das über viele Jahre hinweg - das erfordert viel Kraft und Stärke.
AUS IHRER SICHT ALS SCHAUSPIELER – WAS MACHT EINEN MENSCHEN „ERFOLGREICH“? „Erfolg“ wird heute mitunter sehr eindimensional gedeutet! Es wird zu viel Wert auf Kapital gelegt und zu wenig erkannt, dass es eigentlich um Werte gehen muss, um Liebe, Mut, Freiheit, Gesundheit, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Großzügigkeit, Nachsicht. Für mich ist ein Mensch „erfolgreich“, wenn er mit sich im Reinen ist. Erfolgreiche Menschen werden geliebt und nicht gefürchtet. Sie haben eine glückliche Beziehung, auch zu sich selbst, können lachen und sind zufrieden. Sie müssen nicht über ihre Erfolge reden und sich nicht über andere stellen – sondern finden Zeit zum Nachdenken, zum Schauen und zum Helfen.
WIE GEHEN SIE MIT RÜCKSCHLÄGEN UM? Ich bin kein sehr geduldiger Mensch und will mich daher nicht lange mit der Bewältigung von Rückschlägen aufhalten. Manchmal geht das gut, manchmal weniger. Manchmal tue ich auch einfach so, als wäre ein Rückschlag gar nicht passiert und hoffe, dass er „von selber weg geht“. Aber das funktio-
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niert nie. Mit Rückschlägen ist es wie mit Eisbergen: Wenn man dem Eisberg die „kalte Schulter“ zeigt, wächst er statt zu verschwinden. Schenkt man einem Eisberg aber Liebe und Wärme – bringt man ihn zum Schmelzen!
WIE DEFINIEREN SIE „GLÜCK“? „Glück“ ist für mich, wenn mir etwas Gutes passiert, das ich nicht beeinflusst habe. Mein ganzes Leben ist von Glück geprägt. Mein größtes Glück ist die Gesundheit, die Energie und die Lebensfreude meiner beiden Kinder. Natürlich habe ich versucht, sie zu unterstützen so gut ich kann, aber dass sie jetzt zwei so großartige Menschen geworden sind, das haben sie ganz alleine geschafft – das ist für mich Glück. Auch Monica, meine Frau, ist für mich Glück. Wenn ich sie ansehe, denke ich, wie ich das Glück verdient habe, mein Leben mit diesem wunderbaren Menschen verbringen zu dürfen. Monica überrascht mich jeden Tag aufs Neue, sie bringt mich zum Lachen und ich empfinde tiefe Liebe für sie – das ist ganz großes Glück!!
FÜR WELCHES THEMA MÖCHTEN SIE UNSERE GESELLSCHAFT SENSIBILISIEREN? Es gibt leider viele Themen, für die wir uns alle mehr sensibilisieren sollten. Ich würde einmal angebliche Zeitungen, wie „Heute“ oder „Österreich“ verbieten, denn die machen dumm und stumpf. Und die Abstumpfung in unserer Gesellschaft ist enorm gewachsen. Früher wurde bei Unfällen geholfen, jetzt wird nur mehr zugeschaut, sogar behindert und mit dem Handy gefilmt. Sätze, wie „Ich bin ja nicht die Caritas“ sind normal und sind Zeugen dafür, dass die Verrohung unserer Gesellschaft voranschreitet. Dabei ist das Miteinander so viel schöner als das Gegeneinander. Ich würde die Gesellschaft gerne auf Zusammenhalt einschwören, auf Rücksicht, Liebe, Nachsicht, Geduld und Frieden – und dafür tue ich jeden Tag mein Möglichstes! Gerold Rudle stellt sein Können immer wieder in den Dienst des Sterntalerhofs – das nächste Mal am 9.9. im Zuge unserer 20-Jahre-Feier! (Siehe Seite 5)
Ja, ich möchte die Arbeit am Sterntalerhof unterstützen Unsere Gläubiger-Identifikationsnummer: AT76 ZZZ 00 00 00 29 511
€ 10,- pro Monat
*Name
bedeuten z.B. für ein schwerkrankes Kind einen Tag Lebensfreude am Sterntalerhof
*Straße / Hausnummer
€ 30,- pro Monat bedeuten z.B. für ein Kind mit besonderen Bedürfnissen eine Geschwisterwoche am Sterntalerhof
*PLZ / Ort Ich gebe gerne €
pro
Jeder Euro bedeutet: Unsere Arbeit geht weiter!
*Geburtsdatum
Monat der erstmaligen Abbuchung
*Bank
Der Einziehungsauftrag kann jederzeit widerrufen werden
*IBAN
Ich bin damit einverstanden, dass mein Name in die Liste der Paten auf www.sterntalerhof.at aufgenommen wird
E-Mail Adresse
Ich ermächtige, Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.
Telefon
Eindeutige Mandatsreferenz – wird vom Sterntalerhof ausgefüllt
Ort, Datum
Unterschrift
*Pflichtfelder, damit Ihre Spende steuerlich absetzbar ist.
Bitte senden Sie das ausgefüllte Formular an: Per Post: Dorfstraße 35, 7410 Loipersdorf-Kitzladen Per E-Mail: pate@sterntalerhof.at
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Wir freuen uns, von Ihnen zu lesen! Bitte senden Sie mir zukünftig das Magazin Der Sterntaler kostenlos zu. Bitte senden Sie mir den Sterntalerhof-Newsletter per E-Mail zu. Bitte senden Sie mir die Broschüre “Schenken hilft - Die Sterntalerhof Geschenkboxen” kostenlos zu. Meine Daten haben sich geändert, bitte aktualisieren Sie diese. Meine persönliche Nachricht an den Sterntalerhof:
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