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Der Sterntaler – Frühling 2021

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Heft 14 | Frühling 2021

Starke Familie

Stephanies Geschichte von Lenas langem Jahr Starke Wirkung

BioBloom: Zu Besuch im Reich der Hanfpflanzen Starkes Team

Tierische Co-Therapeuten: Lockdown Impossible

Hoffnung

Urvertrauen. Kostbarkeit. Ressource.


Vorwort

Hoffnung ist, wo du bist. Liebe Leserin, Lieber Leser! Mit dem Satz "Hoffnung ist, wo du bist.” als Kraftquelle konnten wir das Jahr 2021 voller Elan wieder beginnen – dank Ihnen! Das ist alles andere als selbstverständlich. Denn zu Beginn dieser Pandemie, ziemlich genau vor einem Jahr, war die große Frage, die große Angst da: Wird unsere Sterntaler-Familie, allesamt Menschen, die im Laufe von zwei Jahrzehnten zu uns gefunden haben und die unser Unterstützer-Netzwerk bilden, werden uns all diese Menschen auch weiterhin unterstützen können? Oder müssen sie ihre Hilfe, sei diese nun Geld oder Knowhow, Zeit oder Material einstellen oder zumindest unterbrechen – zumal ja alle Benefize verständlicherweise abgesagt werden mussten! Mittlerweile bin ich froh und dankbar, sagen zu können: Unsere Unterstützer-Struktur ist im Großen und Ganzen stabil geblieben! Bislang haben wir es jedenfalls Menschen wie Ihnen, unseren treuen Spenderinnen und Spendern, zu verdanken, dass wir das Jahr heil überstehen konnten und unserer Arbeit nach wie vor uneingeschränkt nachgehen können. Gott sei Dank! Denn wir erleben es nach wie vor oder eigentlich mehr denn je, wie wertvoll und wichtig es für betroffene Familien ist, gerade in dieser schwierigen Zeit nicht alleine gelassen zu werden. Wir haben selbstverständlich ein eigenes umfassendes Sicherheitskonzept entwickelt, welches laufend an die aktuellen Vorgaben angepasst wird. Es war viel Arbeit, es blieb fast kein Stein auf dem anderen, aber es funktioniert. Nichtsdestotrotz hoffen wir, bald wieder wie gewohnt ohne diese permanente Distanz arbeiten zu können. Denn die persönliche Begegnung, das Gespräch in einer vertrauensvollen Atmosphäre, das ungezwungene Miteinander in der Musiktherapie oder beim Basteln, das Hantieren in der Küche oder die körpernahen Einheiten bei den Pferden – all das vermissen wir sehr!

Als geschäftsführender Vorstand sehe ich von Anfang an meine Verantwortung darin, sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig zu agieren; also bestmögliche Rahmenbedingungen für unsere operative Arbeit zu gewährleisten und gleichzeitig unser Konzept strategisch behutsam und Schritt für Schritt weiter zu entwickeln. Dabei gilt es unter allen Umständen, unseren Vereinszweck nachhaltig abzusichern: Familien mit schwerkranken Kindern umfassend zu begleiten. Wir haben klarerweise den Sparstift angesetzt und uns genau angesehen, welche Ausgaben jetzt sein müssen und welche nicht. Aufgrund unseres vorsichtigen Handelns sind wir – zumindest bisher – gut über die Runden gekommen. Wie gesagt, dank Ihnen war und ist es möglich. Und hoffentlich – ist es das auch weiterhin!

Mag. Harald Jankovits Geschäftsführender Vorstand Heft 14 | Frühling

Hoffnung ist Urvertrauen, Kostbarkeit, Ressource: Das Cover dieser Ausgabe wurde von "Stephanie" gestaltet – ihre Geschichte lesen Sie auf Seite 6.

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Der Sterntaler | Frühling 2021


Inhalt Aktuell 4

Von Sternen, Instrumenten, Eiern und Geschenken

Schenken Hilft 16

Kinder 6

Stephanies Geschichte von Lenas langem Jahr

Was ist Hoffnung? Ein Gespräch mit Seelsorger Franz Horvath

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Zu Besuch bei BioBloom im burgenländischen Seewinkel

Lockdown impossible: Unsere Tiere, unsere Anlage im Frühjahr 2020

Oster-Rezept 21

Streifzüge 14

die gleich zweimal Freude machen

Rückblick

Seele 12

Unsere Frühlingsboten: Geschenke,

Geheimtipp aus der Küchenwerkstatt: Osternesterl backen (jaaaa, backen!)

Menschen 22

Fünf Fragen an Julian Baumgartlinger, Fußballprofi und Sterntalerhof-Botschafter

IMPRESSUM

SPENDENKONTO

Medieninhaber, Verleger und Herausgeber:

Österreichische Ärzte- und

Sterntalerhof – Verein für ganzheitliche Lebensbegleitung

Apothekerbank AG

Dorfstraße 35, 7410 Loipersdorf-Kitzladen, Österreich

IBAN: AT81 1813 0802 5454 0002

E-Mail: begegnung@dersterntaler.at Telefon: +43 664 214 03 98

BIC: BWFBATW1

Konzept & Realisation: Tonality Communications GmbH, 2070 Retz, www.tonality.at Redaktion: Harald Jankovits (Chefredaktion), Nicolas Thal, Stephan Zwiauer Design: Nicolas Thal, Stephan Zwiauer, Tatjana Bauer Fotos: Sterntalerhof, tonality., Werner Zangl, iStockphoto LP, Wikimedia Commons Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, auf Papier von Norske Skog Bruck GmbH Zur besseren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Schreibweise verzichtet. Entsprechende Bezeichnungen gelten ausdrücklich für beide Geschlechter.

SO1157

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Aktuell

Haus unter Sternen Baubeginn noch in diesem Jahr: Mit dem neuen "Sternenhaus" entsteht ein Ort der Sterbebegleitung am Sterntalerhof. Noch können wir es Ihnen nicht zeigen – doch in unseren Köpfen nimmt es schon Gestalt an, unser neues "Sternenhaus". Es wird Familien aufnehmen, die sich von einem ihrer Kinder verabschieden müssen und dies bei uns am Sterntalerhof tun wollen. Es wird ein Ort der Sterbebegleitung sein, voll in das multiprofessionelle System Sterntalerhof integriert und doch so gelegen, dass der Familie ein Höchstmaß an Privatsphäre zukommen kann. Das Haus wird etwa 150 m2 barrierefreie Wohnfläche bieten: Räume und Türen sind so geplant, dass man das mobile Pflegebett vom Kinderzimmer in ein eigenes Pflegebad, aber auch ins Elternschlafzimmer, in die große Wohnküche und

in den voll verglasten Wintergarten schieben kann – von dem aus man nachts direkt in die Sterne sehen kann. Um diese für den Sterntalerhof große Investition möglichst effizient zu nutzen, wird die Wohnküche des Sternenhauses multifunktional umgestaltbar sein – so dass sie in Zeiten, in denen das Haus nicht von einer Familie belegt ist, auch für Vorträge, Seminare und Weiterbildungs-Veranstaltungen genutzt werden kann. Sobald sich jedoch eine Familie meldet, wird das Haus binnen weniger Stunden und für einen unbegrenzten Zeitraum verfügbar sein. Erste Fotos unseres neuen Bauwerks finden Sie hoffentlich bereits in der nächsten Ausgabe des Sterntaler ...

Traumhafte Klänge Ein anonymer Spender machte sie möglich, diese drei wunderbaren neuen Instrumente für unsere Musiktherapie: Ein Körpermonochord (links) mit sagenhaften 35 Saiten, eine Traumleier (Mitte), die ein "wahlloses" Zupfen mit wunderbaren Melodien belohnt und "Berenice" (rechts), eine wunderbare Harfe in gotischem Design. Hergestellt hat sie Instrumentenbauer Franz Bauer in Großgmain bei Salzburg – jetzt warten sie am Sterntalerhof darauf, unsere Kinder und Familien mit ihren wunderbaren Klängen zu verzaubern – wir bedanken uns herzlich!

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Der Sterntaler | Frühling 2021


UNSER CREDO lautet vom ersten Tag an: Eine Familie, die Hilfe sucht, wird nie aus finanziellen Gründen abgewiesen. In all den Jahren ist es uns immer gelungen, dieses Versprechen einzuhalten. Weil es Menschen gibt, die uns mit ihrer Spende unsere Arbeit ermöglichen. Dafür bedanken wir uns von ganzem Herzen – im Namen all der uns anvertrauten Kinder und Familien!

Spendenkonto Österreichische Ärzte- und Apothekerbank AG IBAN: AT81 1813 0802 5454 0002 oder ganz bequem online unter www.sterntalerhof.at

Unter allen Einsendungen verlosen wir dreimal PFERDINAND, das Original Plüsch-Kuschelpferdchen vom Sterntalerhof.

Wieviele

Ostereier

verstecken sich in diesem heft?

SCHENKENHILFT.AT

jetzt online: Neuer Webshop Wenn in diesem Frühling der neue SCHENKEN HILFT Webshop frisch überarbeitet ans Netz geht, feiert eine gute Idee ein rundes Jubiläum: "Denn es ist tatsächlich schon zehn Jahre her, dass wir gemeinsam mit regionalen Unternehmen eine erste kleine Geschenkbox zusammengestellt haben.", erinnert sich Harald Jankovits, geschäftsführender Vorstand am Sterntalerhof. Die Idee dazu kam von den Unternehmen selbst – sie wollten neben einer finanziellen Zuwendung auch etwas "Verschenkbares" spenden. "Schon die erste Geschenkbox war ein voller Erfolg – schrittweise wurde das Sortiment in den letzten Jahren beständig erweitert. Mit Unterstützung der ecomDATA, eines renommierten IT-Unternehmens aus der Region, wurde SCHENKEN HILFT nun auf professionelle Beine gestellt. Eine Warenwirtschaftssoftware stellt sicher, dass bei rund 50 Partnern und ebenso vielen Produkten die Logistik so kostengünstig und effizient wie möglich abgewickelt wird. Dabei bleiben die Geschenke so sinnvoll wie eh und je: "Sie machen nicht nur dem Beschenkten Freude", sagt Jankovits. "Sondern auch den uns anvertrauten Kindern und Familien." Weil sich alle Partner und Ausstatter dieser Geschenke uneigennützig einbringen. Noch besser, noch übersichtlicher, noch sinnvoller: Der neue SCHENKEN HILFT Webshop unter schenkenhilft.at

Wieviele Ostereier verstecken sich in diesem Heft? Alle entdecken, sauber abzählen und die Antwort auf das Formular auf Seite 21 schreiben (viertes Kastl zum Ankreuzen). Dann ausschneiden und ab die Post! Wer's lieber elektronisch mag, kann uns die richtige Antwort auch per Email an diese Adresse senden: begegnung@sterntalerhof.at Unter allen Einsendungen, die uns bis 30. April erreichen, verlosen wir dreimal unseren PFERDINAND, das Original Plüsch-Kuschelpferdchen vom Sterntalerhof. Viel Spaß und viel Glück!

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Kinder

Lenas langes Jahr Wie hat es begonnen? Wie hast du es geschafft? Und was kommt als Nächstes? Die Geschichte von Stephanie, Hannes, Alina und Lena.

Wenn Eis zwischen den Steinen am Waldweg liegt, knirscht der Boden unter den Füßen besonders schön. Es ist ein ganz eigenes, ein besonders sattes Knirschen, das sich mit jedem Schritt auf die schneebedeckte Stille legt. Auf Stephanies Seite des Wegs liegen immer wieder zugefrorene Pfützen und sie scheint ihnen nicht ausweichen zu wollen, unter ihren Outdoor-Schuhen birst das Eis wie splitterndes Glas. Verena liebt den Wald, auch an einem kalten Februarmorgen wie heute. Die Strahlen der tief stehenden Morgensonne brechen sich in den Kronen der Bäume und fallen mit einem Funkeln durch den schlafenden Forst, als wollten sie einen nahenden Frühling verkünden. Stephanie gibt das Tempo vor. Sie marschiert mit forschem Schritt, die Hände tief in die Taschen ihres Mantels vergraben. Nur selten blickt sie auf, hält ihren Blick konzentriert auf den Weg gerichtet,

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Der Sterntaler | Frühling 2021

auf die Steine und das Eis, auf die nächste gefrorene Pfütze. Es ist ihr zweiter Tag am Sterntalerhof und Stephanie ist es nicht gewohnt, Morgenspaziergänge durch Winterwälder zu unternehmen. Sie ist es nicht gewohnt, ihre beiden Mädchen zurückzulassen, um eine Stunde nur für sich selbst zu sein. Ihre Gedanken sind bei Lena, ihrer Kleinen. Sie weiß, dass es ihr gut geht am Sterntalerhof, bei ihrem Mann Hannes und den Therapeutinnen – und dennoch. Ihre Gedanken sind auch bei Alina, ihrer Großen. Sie war so aufgeregt heute früh, wegen der Pferde. Ob sie sich trauen wird, aufzusteigen, auf den großen, mächtigen Hannibal? Gestern Abend schien sie noch skeptisch. Die beiden Frauen kommen an eine Lichtung. Verena wird langsamer und bleibt schließlich an einer Stelle stehen, an der die Sonnenstrahlen den Waldweg errei-


Auftanken, neue Kraft und neue Hoffnung schöpfen: In diesem Gebäude organisiert sich das interdisziplinäre Team am Sterntalerhof. Es beherbergt aber auch Therapieräumlichkeiten, die gemeinsame Küchen-Werkstatt und den Snoezelen-Raum.

chen. Stephanie stellt sich neben sie, hebt das Gesicht, lässt sich die Wintersonne auf die Wangen scheinen und lächelt. „Wie hat es begonnen?“, fragt Verena. Eben noch war die Ärztin so fröhlich gewesen, hatte mit Stephanie über das schlechte Wetter gescherzt und sich über den Linzer Frühverkehr beschwert. Jetzt war sie plötzlich seltsam still, sagte kein Wort mehr, blickte nur mit geweiteten Augen auf den Bildschirm und strich mit dem Ultraschallgerät immer wieder über Stephanies Bauch. Dann stand sie unvermittelt auf und verließ mit einem leisen „Bitte warten Sie hier“ den Raum. Stephanie pochte das Herz bis zum Hals. Es ist doch nur eine Lippenkiefergaumenspalte. Das wissen wir doch bereits, das wird man später operativ korrigieren können. Minuten vergingen, für Stephanie schienen sie wie eine Ewigkeit. Mit einem zweiten Arzt kam sie schließlich zurück, nervös flüsterten die Beiden miteinander, starrten dabei angestrengt auf den Bildschirm. Mit dem Herz stimme was nicht, es sei stark vergrößert, die Geburt, man müsse sie sofort einleiten, man könne keinen Tag länger warten. Nur wenige Stunden später bringt Stephanie ihre zweite Tochter Lena zur Welt, fünf Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin, das heiß ersehnte kleine Schwesterchen für Alina. „Ich habe sie nur zwei Sekunden lang gesehen – dann kamen der Tubus, die Kabel, die Monitore.“ Ein Team, ein ganzes Heer von Ärzten und Schwestern tritt auf den Plan, agiert in routinierter Hektik, Lena muss sofort auf die Intensivstation. „Und du liegst da und kannst nichts tun.“ Erst am nächsten Tag darf Stephanie ihr Baby besuchen, Lena wiegt nur eineinhalb Kilo, der kleine Körper ist übersät mit Kabeln und Pflastern, sie braucht Unterstützung bei der Atmung und Sauerstoff,

eine Erklärung hat niemand. Stephanie fühlt sich hin- und hergerissen. „Da ist diese Liebe, Lena, unsere Tochter.“ Und da ist diese Angst. Stephanie kann sie spüren, sie ist neu, nie zuvor hatte sie solche Angst – und sie bleibt, als diffuses Gefühl in der Magengegend, als Frosch im Hals, als Ausdruck der Hilflosigkeit. Auch zuhause herrscht Angst, bei Hannes, ihrem Mann. Bei Alina, der Dreijährigen, die sich so auf ihre kleine Schwester gefreut hatte und die nun immer wieder fragt, warum Mama ohne Baby nach Hause kommt. „Du siehst ihre Enttäuschung. Du siehst ihre Sorge.“ Sieben lange Wochen vergehen. Jeden Tag fährt Stephanie morgens ins Krankenhaus, versucht ihrer Tochter so gut wie möglich beizustehen, verbringt wenige Minuten der Kuschelzeit, passt dabei vorsichtig auf all die Kabel und Schläuche auf, führt dutzende Arztgespräche, fährt abends wieder nach Hause. Immer wieder betritt sie das Kinderzimmer, das sie gemeinsam für Lena hergerichtet haben – betrachtet das leere Bettchen, kämpft mit den Tränen. Immerhin, nach fast zwei Monaten wird Lena in ein Mutter-Kind-Zimmer verlegt. Gleichzeitig wagen die Ärzte eine Diagnose: 6P25, eine seltene Form des Mikrodeletions-Syndroms. Leider, dazu wisse man wenig, alles sei möglich, man könne nichts sagen. Das größte Problem sei das Herz, man bereite nun eine kleine Zwischenoperation vor – und dann müsse man warten, bis Lena über zwei Kilogramm wiegt. Erst dann könne man sie am offenen Herzen operieren. In Stephanies Manteltasche erklingen fröhliche Steel Drums, ihr karibischer Klang will so überhaupt nicht in die winterliche Waldlichtung passen, dass beide Frauen spontan auflachen. „Jetzt kommt der Frühling!“ scherzt Stephanie und kramt ihr Handy hervor. Hannes hat

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Kinder

Begegnung mit dem Tier ist Begegnung mit dem Leben: Am Sterntalerhof wirken nicht nur Pferde, sondern auch Ziegen, Esel und Schafe als vierbeinige Co-Therapeuten.

Fotos gesendet, Alina sitzt bereits triumphierend auf Hannibals Rücken und strahlt mit überglücklichem Stolz in die Kamera. Stephanie lächelt, wischt die Fotos nach links, wieder nach rechts, wieder nach links, wieder nach rechts. „Meine Große. Meine tapfere Große.“ sagt sie leise. Mit klammen Fingern tippt sie drei Herzen als Antwort und fügt ein knappes „Und Lena?“ hinzu. Wieder die Steel Drums. „Alles ok, besucht die Ziegen“ erscheint auf dem Display. Die Wintersonne steht nun höher, unvermutete Kraft liegt in ihren Strahlen. Stephanie seufzt leise, setzt sich auf einen Stein und blinzelt Verena lächelnd an. Was für ein wunderbarer Morgen. Was für ein wunderbarer Winterwald. Und das ist erst der zweite Tag am Sterntalerhof, ganze vier liegen noch vor ihr. Und vor Alina und Lena. Und vor Hannes. Im Frühsommer 2017 hat Lena das Gewicht von zwei Kilo erreicht, angespannt fiebern Stephanie und Hannes dem großen Tag der Operation entgegen. „Du bist bei den Vorbereitungen dabei, versuchst irgendwie zu helfen, du gehst den Weg mit, neben dem Bett, durch die vielen langen Gänge, mit dem Lift – und dann musst du dein Kind irgendwann abgeben, dich verabschieden, warten. Und hoffen. Mehr kannst du nicht tun. Hoffen.“ Stephanie versucht sich abzulenken, geht in ein Einkaufszentrum. Irrt apathisch durch die Gänge. Starrt in Schaufenster, ohne wirklich wahrzunehmen, was darin feilgeboten wird. Beobachtet die Menschen, wie sie ihre Einkäufe erledigen und fragt sich, ob man ihr ansieht, dass sie nicht wirklich da ist, dass sie hier nur auf ihre schwerkranke Tochter wartet. Viel zu früh ist sie zurück im Krankenhaus, viel zu

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Der Sterntaler | Frühling 2021

langsam dringen erste Informationen zu ihr durch und – es sind keine guten. Nein, die Operation sei nicht wie erwartet verlaufen. Lenas Nieren haben versagt, sie musste reanimiert werden, hat nur knapp überlebt. „Es ist wie ein Schlag in die Magengrube.“ Wo Stephanie auf Erleichterung gehofft hatte, regiert weiter die Angst. Aus Tagen auf der Intensivstation werden Wochen auf der Intensivstation. Nur schleppend erholt sich das Mädchen, bekommt einen Luftröhrenschnitt und eine Atemkanüle, muss regelmäßig zur Dialyse, um die kleinen Nieren zu entlasten. „Du bist wie in einer Schockstarre, verlierst jedes Zeitgefühl. Fast täglich bekommst du neue schlechte Nachrichten – und irgendwie musst du sie runterschlucken. Gleichzeitig wunderst du dich über eine seltsame Stärke in dir, als wärst du bereit zum Kampf.“ Aus den Wochen auf der Intensivstation werden Monate. Jeden Tag frühmorgens bringt Stephanie Alina in den Kindergarten und setzt sich dann in den Zug Richtung Stadt. Schon aus dem Zug ruft sie im Krankenhaus an, wie war die Nacht, was gibt es Neues, was hat sich geändert. Manchmal erfährt sie von nächtlichen Krampfanfällen, von Medikamenten, die Lena


nicht verträgt oder von neuem Fieber. Aber manchmal kann ihr eine Schwester auch sagen, Lena habe sich von selbst umgedreht oder hätte gelächelt. „An diesen guten Kleinigkeiten hältst du dich fest – diese Dinge sind es, die das Leben eines Kinds ausmachen.“ Über ein Jahr wird Lena im Krankenhaus bleiben, zehn Operationen hintereinander wird sie überstehen müssen. Jeden Tag wird Stephanie tagsüber bei ihrer kleinen Tochter sein, an den Wochenenden wird Hannes sie ablösen. Jeden Abend wird sie nach Hause fahren. Immer wieder wird sie Lenas leeres Bettchen sehen. Immer wieder wird sie Alina zu erklären versuchen, warum ihre kleine Schwester nicht nach Hause kommt. Und wenn Alina dann traurig ist und weint – dann kommt er, der Moment, in dem auch Stephanie nicht mehr kann. „Es überkommt dich selten. Aber wenn es dich überkommt, dann heftig.“ Stephanies Tränen sind Tränen der Verzweiflung. Sie kommen meist nachts, wenn Alina längst schläft, Stephanie weint sie in ihr Kopfkissen. Verena hat sich zu Stephanie auf den Stein gesetzt. Sie hat ihre Winterjacke aufgeknöpft, als würde sie die Sonne dazu auffordern wollen, noch kräftiger durch die Baumkronen in die Lichtung zu scheinen. Stephanie tut es ihr gleich, lockert ihren Schal und greift nach einem langen Ast, der neben dem Felsen am Boden liegt. Gedankenversunken beginnt sie damit, Kreise in den Schnee zu zeichnen. „Wie hast du es geschafft, dieses Jahr im Krankenhaus?“, fragt Verena. Stephanie lächelt. Geschafft. Noch nie hat sie sich diese Frage gestellt. Noch nie hat sie überhaupt daran gedacht, dass sie dieses Jahr tatsächlich geschafft hat. Aber ja, so gesehen hat sie es geschafft. Sie alle haben es geschafft. Sie haben es nach Hause

geschafft, nach über einem Jahr, mit Beatmungsmaschine und Bergen an Ausrüstung. Sie haben es bis hierher geschafft, ins Jahr 2020, an den Sterntalerhof. „Es ist spannend, dass du mich das so fragst.“, sagt sie dann zu Verena. Irgendwann an einem Freitag kommt Stephanie abends vom Krankenhaus nach Hause und räumt Lenas Bettchen weg. Sie will es nicht mehr jeden Abend ansehen, wie es leer ist und leer bleibt. Sie fragt Alina, was sie morgen gerne machen möchte, denn Papa wird bei Lena im Krankenhaus sein, Mama wird Zeit haben. Alina wünscht sich ein Frühstück am Spielplatz, als Picknick. Stephanie packt Äpfel, Fruchtsaft und Semmeln in Alinas kleinen Rucksack, und die Marillenmarmelade, die Alina so gerne mag. „Es gibt so wenig Unbeschwertes, du bist ständig angespannt, es gibt so wenige dieser guten oder schönen Momente.“ Alina genießt das Picknick am Spielplatz. Stundenlang hätte sie hier sitzen können – und Marmeladesemmeln essen, mit Mama, auf der Schaukel, in der Morgensonne. Am selben Abend beginnt Stephanie zu zeichnen. Sie zeichnet das Frühstück am Spielplatz, eine Schaukel, eine Mama, eine Tochter und Marmeladesemmeln. Sie zeichnet in dem Wissen, dass sie das Bild am Montag mitnehmen wird, ins Krankenhaus zu Lena. Dann zeichnet sie noch ein Bild und dann gleich noch eins. Über Tage und Wochen zeichnet sie ein Bild

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Kinder

Make this moment count: Wo das gemeinsame Morgen in den Sternen steht, zählt das Hier und Jetzt.

nach dem anderen. Sie beginnt, Botschaften in ihre Bilder aufzunehmen. Kleine Sätze der Stärke, kleine Sprüche der Hoffnung. Man muss das Leben tanzen. Life ist tough but so are you. Ihre kleinen Kunstwerke nimmt sie ins Krankenhaus mit, hängt sie auf, zwischen Schläuchen, Monitoren und Maschinen. Wenn Lena hier so lange sein muss, wenn sie nicht zuhause in ihrem Bettchen sein kann, dann soll sie es wenigstens hübsch haben. Immer bewusster, begegnet Stephanie der sterilen Krankenhausatmosphäre mit Design, mit Illustration, mit Kunst. Ihre gezeichneten Botschaften werden immer stärker. Make this moment count. Let’s rock this day. Sie sind für Lena. Sie sind aber auch für Stephanie. Und sie führen jedem Besucher vor Augen, worum es geht, für Lena wie für Stephanie, für Hannes und für Alina. The sun will rise and we will try again. „Es ist wirklich spannend, dass du mich das so fragst.”,

wiederholt Stephanie und sieht Verena lange an. „Aber ich glaube, so habe ich es geschafft. Das hat mir geholfen.“ Irgendwann malt sie ein besonders großes Bild und schreibt darauf die Worte Vorstellbar. Machbar. Wunderbar. Lena. Dieses Bild jedoch – bringt sie nicht ins Krankenhaus. Sie lässt es zuhause, stellt es auf ihren Nachttisch im Schlafzimmer. Für die Momente der Tränen in der Nacht. Das fröhliche Bimmeln der Steel Drums in Stephanies Manteltasche überbringt ein kurzes „OK, freuen uns.☺“ von Hannes. Stephanie hätte ihm nicht schreiben müssen, dass sie mit Verena jetzt die Lichtung verlässt und zum Sterntalerhof zurückspaziert – aber sie ist es gewöhnt, ihren Mann über ihre Schritte informiert zu halten. Außerdem hofft sie, Alina noch auf dem Pferd zu sehen. „Wann hast du das letzte Mal ein solches Bild gemalt?“ fragt

"Die Sonne wird aufgehen und wir werden es wieder versuchen" – über ein Jahr verbringt Stephanie mit ihrer Tochter Lena durchgehend im Krankenhaus

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Auch wenn VERENA GUMHALTER mal allein sein möchte, geht sie am Liebsten in den Wald. Dort hat sie ihre (geheimen) Kraftplätze, einen für Privates und einen für Berufliches. Am Kraftplatz für Berufliches fließt ein Bacherl – "damit so manches auch mal wegrinnen kann". Am Sterntalerhof ist sie Reitpädagogin, Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision und koordiniert die ambulante Begleitung betroffener Familien.


Unter dem "Mikrodeletionssyndrom" versammelt sich eine Gruppe von Chromosomenmutationen, die wir vereinfacht gesagt als "Gendefekte" bezeichnen. Lenas Form 6p25 gehört zu den ultraseltenen Varianten dieses Syndroms. Selbst die sonst so allwissenden Suchmaschinen des Internets liefern dazu nur spärliche Informationen – ein Indiz dafür, wie schwierig es für Eltern eines betroffenen Kinds ist, Wissen über Symptome, Krankheitsverläufe oder gar verlässliche Prognosen zu erhalten.

Verena. Stephanie muss nachdenken. Das ist wohl schon länger her, seit Lena wieder zu Hause ist, sind kaum neue Bilder entstanden. Vielleicht, weil Lenas Betreuung zu Hause so viel Zeit in Anspruch nimmt – an den Tagen, in den Nächten. Vielleicht auch, weil die Angst ein bisschen gewichen ist, seit es Lena besser geht, seit sie langsam kleine Fortschritte macht und nur noch alle zwei Wochen ins Krankenhaus zur Kontrolle muss. Doch jetzt wo Verena so fragt, hier mitten im Winterwald, auf dem Rückweg zum Sterntalerhof, bekommt Stephanie plötzlich Lust, wieder zu zeichnen, zu malen, zu illustrieren. Möglicherweise wird es ihr Kraft geben, denkt Verena. Sie wird sie brauchen, wenn der Frühling kommt. Wenn Lenas nächste Operation ansteht. Wenn die Angst zurückkommt. Klirrend zerbirst eine weitere Eispfütze. Stephanie lächelt. „Findest du nicht, Verena – wenn Eis zwischen den Steinen am Waldweg liegt, knirscht der Boden unter den Füßen besonders schön.“

"Auf der Intensivstation gibt es keine Zimmer – sondern Kojen. Die Schwestern sausen zwischen diesen Kojen hin und her. Dies auf Koje 3, das auf Koje 7." Über die Monate gestaltet Stephanie ein Bild für jede Koje – und für jedes Kind, das darin liegt.

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Seele

“Hoffnung ist ein Urvertrauen.” Wie erklärt man Hoffnung? Kann man Hoffnung stärken? Und was kann sie bewirken? Ein Gespräch mit Franz Horvath, in seiner Funktion als Seelsorger am Sterntalerhof.

Was heißt es, sich um die Seele zu sorgen? Oder sie zu ver-sorgen? Die Seele ist kein Organ, man kann sie nicht „lokalisieren“. Dennoch hat sie Relevanz und Wirksamkeit. Der Mensch besteht nicht nur aus Körper – er ist auch ein psychisches, ein soziales, ein spirituelles Wesen. Die Seele ist dabei der Sitz der spirituellen Dimension, das tiefste und letzte Geheimnis meiner Identität, sie steht für das, was mich als Menschen ausmacht. Ein Seelsorger hat keinen „Zugriff “ auf die Seele – aber er kann, musikalisch gesprochen, ihren Klang verstärken. Er wirkt wie ein Resonanzkörper, in dem die tiefsten und letzten Fragen des Menschen aufsteigen. Ich fühle mich als "Sympathisant", der mit-fühlt, als jemand der mitschwingt wie eine Saite. Und das aber nicht nur mit den leidvollen Erfahrungen eines Menschen, sondern mit der ganzen Vielfalt aller Emotionen – auch mit der Hoffnung.

Ist das nicht schwierig am Sterntalerhof? Wie begegnet man Hoffnung, wenn es wenig Hoffnung gibt?

Dass es keine Hoffnung mehr gibt, oder, dass sie verloren geht, sind landläufige Formulierungen, die ich für sehr problematisch halte. Zunächst muss man „Hoffnung“ und „Erwartung“ trennen. Die Erwartung ist die profane Schwester der Hoffnung. Erwartungen spielen sich im menschlichen, alltäglichen Bereich ab. Die Hoffnung übersteigt diesen Bereich. Im christlichen Kontext ist sie

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neben dem Glauben und der Liebe eine der göttlichen Tugenden. Sie steht für das Urvertrauen, dass das Leben immer stärker ist.

Das heißt, die Hoffnung stirbt zuletzt?

Es muss sehr viel passieren, dass dieses Urvertrauen zugrunde geht. Hoffnung kann beeinträchtigt sein, aber ganz verloren geht sie nie. Wenn die Gesundheit gefährdet und das Leben bedroht ist, kann sich Hoffnung aber wandeln. Der Fokus verschiebt sich. Menschen sehen, dass sie nicht mehr Auto fahren können, aber sie können jemanden bitten, sie wo hin zu bringen. Menschen sehen, dass sie ihren nächsten Geburtstag nicht mehr erleben werden, aber sie hoffen, dass ihnen das Weihnachtsfest mit der Familie noch vergönnt bleibt. Hoffnung ist wie ein kostbarer Diamant – je nach Lichteinfall schimmert sie anders.

Und der Sterntalerhof bringt dieses Schimmern zurück.

Stell dir eine Schleuse vor, wie in der Schifffahrt. Der Sterntalerhof ist ein Übergangsort, es gibt einen Weg, der zu uns führt und einen Weg, der weiter führt. Der Sterntalerhof ist aber auch der Ort, an dem wir Menschen „anheben“, um diesen neuen Weg erfolgreich zu beschreiten. Für dieses Anheben bilden wir den Schutzraum, in dem man sich sicher fühlt. Und wir bilden einen Möglichkeitsraum, die eigenen Ressourcen zu stärken und neue Kompetenzen zu finden. Es geht darum, Krisen zu über-brücken, Menschen in ein neues


Wie gehst du für dich mit den traurigen Momenten deiner Arbeit um?

"Die Hoffnung steht für das Urvertrauen, dass das Leben immer stärker ist. Sie kann sich wandeln – aber ganz verloren geht sie nie."

Fahrwasser zu heben. Und dabei – um beim Bild der Schleuse zu bleiben – gut „aufgehoben“ zu sein. In jeder Hinsicht.

Welche Rolle spielt dabei die Religion?

Der Sterntalerhof arbeitet grundsätzlich überkonfessionell. Unsere Familien bringen ganz unterschiedliche religiöse, spirituelle, weltanschauliche Prägungen mit. Ich muss herausfinden, ist die Spiritualität eine Ressource, auf die jemand zurückgreifen kann. Das ist den Menschen selbst nicht immer klar. An den Grenzen des Lebens stellt sich unweigerlich die Frage: Wie tragfähig ist mein religiöses oder spirituelles Konzept? Auch Menschen, die nicht religiös sind oder vielleicht mit einer religiösen Institution im Clinch liegen – sind nicht bar jeder Spiritualität. Das lateinische Wort religare bedeutet „sich festmachen“. Meine Frage muss lauten: Wo macht sich jemand spirituell, seelisch fest, auch, wenn er nicht unbedingt in einer Konfession sein Fundament findet? Was ist ihm „heilig“? Hier möchte ich anknüpfen. Und das unabhängig von meinem eigenen Glauben.

Jetzt zu Ostern – ist „Auferstehung“ auch „Hoffnung“?

Mehr noch. Im Akt der Auferstehung verschmelzen die drei göttlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung. Die Auferstehung stellt die Schlüsselfrage: Hat der Tod das letzte Wort? Ist der Tod unsere Endstation? Und wieder sehen wir das Bild der Schleuse. Der Tod ist ein Übergang, das Sterben ist die letzte Krise. Wir gelangen zur „Aufhebung“ – und zwar nicht nur im theologischen Sinn, in dem wir in den „Himmel aufgehoben“ werden. Aufheben bedeutet auch, das irdische Leben wird beendet, Materie zerfällt. Alles was an Beziehung da ist, wird jedoch aufbewahrt – das ist, was wir unseren Familien am Sterntalerhof mitgeben wollen. Wie kultiviere ich die Beziehung zu dem Verstorbenen, für mich, in meiner trauernden Seele? Damit verbunden ist „Auferstehen“ immer auch ein „Aufstehen“ – und ein Akt, der für uns alle hier und jetzt im Diesseits erlebbar ist.

Ich bin – wie wir alle am Sterntalerhof – bemüht um eine gute Balance zwischen Anteilnahme und Abgrenzung. Dabei arbeiten wir im Team, können die Last also auf mehrere Schultern verteilen. Ich für mich nutze meine Fahrt nach Hause, am Abend. Ich steige bewusst in mein Auto und verbringe zwanzig Minuten im Gedanken, die Brücke eines Flusses zu überqueren: Wenn ich das Ufer wechsle, geht nichts verloren, ich nehme nur ein Stück weit Abstand davon.

Wir alle leben in einer Pandemie. Was macht Corona mit uns?

Ich denke, wir erleben Corona als kollektive Erschütterung. Wir wissen nicht was kommt, aber wir spüren – es ist viel in Bewegung geraten. Mir kommt vor, als hätten wir uns vor Corona ein bisschen wie „in Watte gepackt“ gefühlt. Die Pandemie macht uns die Verletzlichkeit der menschlichen Natur wieder bewusst. Die vielen schlechten Nachrichten bauen eine negative Spirale auf – auch das belastet uns, selbst in den glücklichen Fällen, in denen wir nicht direkt betroffen sind.

Und wie bewahren wir die Hoffnung?

Indem wir zu dieser Spirale eine gegenläufige Dynamik entwickeln. Wir können für uns selbst kleine Hoffnungszeichen wahrnehmen – oder kleine Hoffnungszeichen setzen. Wir können dem Schweren im Leben etwas Fröhliches, Belebendes entgegensetzen. Vielleicht, indem wir einmal weniger die Corona-Nachrichten verfolgen und stattdessen ein Tagebuch der schönen Dinge beginnen, indem wir für uns freudebringende Erlebnisse festhalten. Diese freudebringenden Erlebnisse, dieses Gute im Leben – wir tendieren dazu, es schnell für selbstverständlich zu nehmen. Wenn wir dafür ein Bewusstsein entwickeln – haben wir schon viel geschafft!

MAG. FRANZ HORVATH SEELSORGER, PSYCHOTHERAPEUT "Ich fühle mich als Sympathisant, der mit-fühlt, als jemand der mitschwingt wie die Saite eines Musikinstruments." Franz Horvath ist Seelsorger und Psychotherapeut im interdisziplinären Team am Sterntalerhof.

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Streifzüge

Die Kraft der Natur Was Hanf bewirken kann. Und warum das Bio in BioBloom einen Unterschied macht. Zu Besuch bei Elisabeth Denk im Seewinkel.

Zu Beginn tuschelten sie noch hinter vorgehaltener Hand, die Menschen im Seewinkel, als Elisabeth Denk im Jahr 2015 damit begann, auf den brach liegenden Feldern ihres Vaters Hanf anzubauen – die Assoziation der Pflanzen zu berauschenden Substanzen war tief in den Köpfen verankert. Die Tochter eines pensionierten Bio-Landwirts jedoch wusste schon damals um die wertvollen Inhaltsstoffe der Hanfpflanze und wollte ihr auf den nährstoffreichen Böden des vom pannonisch-milden Klimas geprägten Seewinkels eine Chance geben. "Ich habe mich immer für biologische Landwirtschaft interessiert – und für die Wirksamkeit von Naturprodukten auf den menschlichen Körper," erzählt Elisabeth über ihre ersten Schritte als Hanfbäuerin, "also haben wir zu experimentieren begonnen." Die Pflanzen gediehen prächtig, aus der ersten

Ernte entstand wertvoller Hanftee, für den sie und ihr Geschäftspartner, Christoph Werdenich begeisterte Reaktionen erhielten – auch Ärzte lobten den Tee für seine lindernden Eigenschaften bei Schlafproblemen. Elisabeth fühlte sich bestätigt und begann mit der Entwicklung von CBD-Produkten – heute ist BioBloom Österreichs wohl bedeutendste Marke für biologische Hanfprodukte.

Erntezeit im Seewinkel: Das wertvolle CBD wird aus Hanfpflanzen gewonnen, die auf biozertifizierten BioBloom-Feldern gedeihen.

Große Vielfalt: Seine starke Wirkung entfaltet der Wirkstoff CBD in Ölen, Sprays und Kosmetikprodukten.

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Der Sterntaler | Frühling 2021

DAS BIO IN BIOBLOOM Die drei Buchstaben CBD stehen für "Cannabidiol", einen Wirkstoff, der aus dem weiblichen Hanf (Cannabis) gewonnen wird. Er wirkt nicht nur entkrampfend, angstlösend und entzündungshemmend, sondern bekämpft auch Übelkeit – sogar antipsychotische Effekte werden aktuell erforscht. Seine Wirkung entfaltet CBD etwa


als Öl, BioBloom bewirbt es als natürliche Unterstützung für den Körper, um dem Stress im Alltag inneres Wohlbefinden und mehr Lebensqualität entgegenzusetzen. Aber auch in einem Spray für unterwegs und in eigenen Naturkosmetik-Produkten beweist der Hanfextrakt von BioBloom seine Wirksamkeit – und wird dabei immer aus den Hanfpflanzen gewonnen, die auf den biozertifizierten BioBloom Feldern gedeihen. "Auf dem Markt haben wir damit ein Alleinstellungsmerkmal – denn die allermeisten CBD-Produkte werden mit synthetischen Extrakten versetzt.", sagt Elisabeth nicht ohne Stolz. Auf Zusatzstoffe, aromatische Verstärker und Anreicherungen mit CBDIsolaten verzichtet BioBloom bewusst – der Unterschied kann sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken lassen: "Je höher der CBD Gehalt, desto intensiver der Geschmack und desto dünkler die Farbe.", erklärt Elisabeth. MEHR BEWUSSTSEIN FÜR DAS LEBEN Der Erfolg von BioBloom beruht auf einer Philosophie, für die sich Elisabeth auch abseits ihres Unternehmens stark machen will: "Wir müssen in unserer Gesellschaft ein stärkeres Verständnis für einen bewussten Umgang mit dem Leben schaffen, mit der Natur, mit Pflanzen und Tieren – aber auch zwischenmenschlich." Für BioBloom bedeutet das auch, soziale Verantwortung zu

Die anfängliche Skepsis der Bevölkerung wich Bewunderung: Aus Hanf enstehen bei BioBloom wunderbar wirksame Naturprodukte.

übernehmen – über die Mitarbeiterin Sabine Limberg steht das Erfolgsunternehmen aus dem Burgenland seit Jahren an der Seite der Kinder und Familien am Sterntalerhof: "Die Arbeit, die hier geleistet wird, ist von unschätzbarem Wert!", ist Elisabeth überzeugt und da der Sterntalerhof ausschließlich von privaten Zuwendungen getragen wird, sei eine Unterstützung durch BioBloom für sie eine Selbstverständlichkeit. Wir bedanken uns von ganzem Herzen im Namen aller uns anvertrauten Kinder und Familien!

"Wie müssen einen bewussten Umgang mit dem Leben schaffen" – BioBloom Gründerin Elisabeth Denk.

TIP

P SCH EN HILF KEN T Geschenk-Box "Ruhe Finden" Der berühmte BioBloom Hanfblütentee in unserer Geschenkbox "Ruhe finden" – begleitet von original Bildeiner Lebkuchenherzen , feinstem Blütenhonig und unserer Kerze "Hoffnung". Für sinnvolle 27,60 Euro schenkenhilft.at

www.sterntalerhof.at

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Schenken

hilft. immer.

Köstliche Schoko-Sterntaler, erlesene Weine oder verführerische Marmeladen – die Geschenkboxen aus unserem SCHENKEN HILFT Sortiment bereiten gleich zweimal Freude: Nicht nur den beschenkten Freunden, der Familie, dem Geschäftspartner – sondern auch den Kindern, den Familien, den Tieren am Sterntalerhof. Weil sich alle Partner und Ausstatter dieser Geschenke uneigennützig einbringen! Eine kleine Auswahl haben wir hier zusammengestellt, das komplette Programm finden Sie unter schenkenhilft.at

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Gibt’s hier: Diese und viele andere sinnvolle Geschenke finden Sie in unserem Webshop unter schenkenhilft.at

Exquisite Haselnuss-Nougatcreme mit Keksstückchen in feinster Vollmilch-Schokolade: Die köstlichen Schoko-Sterntaler aus der Confiserie Heindl in Wien sind eine zartschmelzende Verführung! 5 Stück für sinnvolle 3,30 Euro

Box "Spielemix" Bunter Spielspaß für Groß und Klein: Unser Spielemix enthält zwei Memory-Spiele, Schnapskarten, einen Bummerl-Zähler, 36 hochwertige Buntstifte und ein Jahrbuch zum Mitschreiben der Ergebnisse – und als Maskottchen: Pferdinand, das Original PlüschKuschelpferchen vom Sterntalerhof! Für sinnvolle 36 Euro

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Box "Danke Schön" Ein Dankeschön für Genießer: eine Flasche Blaufränkischer Eisenberg DAC vom Weingut Kopfensteiner aus Deutsch Schützen, hausgemachte Spaghetti vom Landhof Werkovits, herrliches Paradeiserchutney von Stekovics und drei zartschmelzende Schoko-Sterntaler Für sinnvolle 30 Euro

Kerze "Hoffnung" Ein JA zum Leben, symbolisiert in der starken, warmen Kraft einer Flamme: Unsere neue Kerze "Hoffnung" wird von Gasser Kerzen in Klagenfurt exklusiv für den Sterntalerhof angefertigt. Für sinnvolle 4,80 Euro

Mamalade & Papasecco – Oder umgekehrt?

BAl Mut d ist tert und ag Vate rtag

An diesen Packerln freuen sich nicht nur Mama und Papa, sondern auch die Kinder am Sterntalerhof! Das ganze Programm finden Sie online, unter schenkenhilft.at

Box "Schaumparty" Welcher zuerst? Der PROSECCO Superiore DOCG "Fontana Vecchia" von Colesel aus dem Epizentrum der italienischen Proseccostraße? Oder der nach der Méthode Traditionelle hergestellte Veltliner Sekt Brut vom Weingut Jordan aus Pulkau im wunderbaren Weinviertel? Lassen Sie Ihre Eltern entscheiden – Für sinnvolle 48 Euro

Box "Süße Trilogie" Himbeere, Marille oder Wildgartenpfirsich – welche Marmelade wäre Ihr Favorit? Und welche schmeckt Mama und Papa am Besten? Finden Sie's heraus: Für sinnvolle 22 Euro


Rückblick

Lockdown impossible

Vor einem Jahr versank das Land in Stille. Für unsere Tiere und ihre Betreuung begannen drei ungewöhnliche Monate, in denen man zwar etwas ausspannen, aber nichts verlernen durfte – ein Rückblick in den Frühling 2020. Nicht nur die be rühmten Pferde wirken am Sterntalerhof als Vierbeinige Co-Therapeuten , auch Esel, Sch afe und Ziege n leisten tierisch gute Dienste – und wollen im Lockdown den Kontakt zum M enschen nicht verlernen. Das Team teilt sich die Pflege auf, die während der Wochen der Stille zwangsläufig gewonne ne Zeit kommt zuallelrerst den Tieren zu Gute!

Adieu Herr Hubert, wir danken dir. Du warst ein wunderbares Therapiepferd, so viele Kinder haben dich heiß geliebt. Dass wir uns ausgerechnet in diesem schwierigen Jahr von dir verabschieden mussten, war eine weitere schwere Prüfung.

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Wo bleiben die Leckerlis? Ziege Mecki ist eines der Highlights der täglichen Abendrunde der Kinder am Sterntalerhof.

Wo sind die Kinder? Esel Kasimir liebt den Kontakt zu den kleinen Zweibeinern, die sie täglich im rollstuhlgerechten Gehege besuchen. Ihr Sanftmut ist dabei von großer Wichtigkeit.


Und weg der Mist: Sunko bei der täglichen Stallpflege Einfach mal raus: Zwischenzeitlich aufgrund des Verletzungsrisikos verboten, können die Pferde bald wieder Ausflüge in die freie Natur unternehmen.

Nix verlernen: Therapie-Einheiten werden nachgestellt, Therapeutin Michaela schlüpft in die Rolle der Kinder

nen Wie Therapeutin Wie wär's mit einem Spaziergang? Unsere Waliser Schwarznasenschafe Bruno und Sady sind regelmäßige Ausflüge mit Kindern und Familien gewohnt

Fit bleiben: Regelmäßiges Ausgleichstraining ist wichtig, wenn man als Therapiepferd viel leisten muss.

en... zu Kindern wurd

ückt wird, man mit Tüchern geschm nn we ch au – n ibe ble sich unRuhig und besonnen ittelt laut auflachen oder rm ve un r de Kin nn we ln, of über Fantasiewelwenn Blechdosen rasse nktioniert am Sterntalerh fu pie era itth Re n. ge we n, die am und auf gewohnt be Feen oder Prinzessinne s, oy wb Co zu en rd we erapiepferten: Die Kinder istern. Dass unsere Th me n be fga Au de ern ord ensives dem Pferd herausf en können, erfordert int ier ag ten eu rap he -T Co e Um 06:00 Uhr gibt's de dabei als verlässlich geplanten Tagesablauf: gut , ten ier tin rou en ein d arbeit, bevor um Training – un nreitplatz zur Ausgleichs ße Au n de f au ht's ge ch re Pferde das Frühstück, dana rn beginnt. So sind unse de Kin n de t mi eit arb Atem hält, 09:00 Uhr die Therapie die Welt da draußen in us Vir s ue ne es am lts gewöhnt – ob nun ein se oder nicht. pf zu Sterntalerhof auf den Ko am fe läu Ab die ch au n ren. Der Als der erste Lockdow mehrerlei Hinsicht reagie in ich gle r he da am Te en und Ausglestellen droht, muss das rden, Fütterung, Ausmist we rt he sic ge ss mu b hu aus dürfen die Futternachsc s aufgeteilt. Darüber hin am Te s de alb erh inn en verlernen. So ichsarbeit werd ge Therapiearbeit nicht hti wic so of erh tal ern St die TherPferde die für den Kinder zu schlüpfen und r de lle Ro die in , en nn eug, beginnen die Therapeuti hört: Bälle, Tücher, Spielz ge zu da s wa m alle t mi llen – Reaktionen. Das apieeinheiten nachzuste wegungen, unerwartete Be he sc kti he , en ch rla lie an den simuliertes Kinde Lockdown die erste Fami m de ch na Als t: ier ion es das "Ersatztraining" funkt fit und trainiert, als gäbe e erd Pf re se un d sin , in Atem hält Sterntalerhof zurückkehrt s da draussen die Welt da ht, nic r ga us Vir ue seltsame ne


Rückblick

Alle Hände

voll zu tun! Anlagenpflege kennt keinen Lockdown: Wie der Sterntalerhof die Wochen der Stille nutzte.

Eigentlich – sehen sich Rosmarie, Melanie und Michaela immer nur Montags. Denn Montag ist Anreisetag und bevor die Familien am Sterntalerhof ihr Quartier beziehen, kümmern sich die drei "guten Seelen" am Sterntalerhof zu dritt darum, dass die Wohnungen in perfektem Zustand sind. Eigentlich – teilen sie sich an den restlichen Tagen ihren Dienst auf: Von der Küchenwerkstatt über die Bettwäsche der Familienwohnungen bis hin zur Gartenpflege halten sie unsere Wohn-, Therapie- und Verwaltungsräumlichkeiten perfekt in Schuss. Eigentlich. Normalerweise. Doch was ist schon normal, im Frühjahr 2020, als Österreich sich selbst unter Quarantäne stellt. Exakt zur Blütezeit des anbrechenden Frühlings versinkt das Land im Lockdownschlummer, nicht nur die Familien

bleiben aus, sondern auch die Teams diverser Firmen, die uns regelmäßig zu Arbeitseinsätzen besuchen und den Sterntalerhof so tatkräftig unterstützen. Die Anlage scheint zu schlafen, doch Pflanzen und Tiere – kennen keinen Lockdown. Gut, dass Rosmarie, Melanie und Michaela Kitzladnerinnen sind – denn der Sterntalerhof nutzt die Wochen der Stille. Gemeinsam macht sich das Team ans Werk, putzt, baut, saniert, pflegt die Anlage. Heute, ein Jahr später möchten wir uns dafür bedanken – bei allen MitarbeiterInnen unseres Teams. Für sie stellvertretend stehen Rosmarie, Melanie und Michaela – die sich eigentlich immer nur Montags sehen, in diesen Wochen aber perfekt zusammenarbeiteten. Mit Kraft – und voller Hoffnung.

Am Werk: Michaela Gruber, Rosmarie Ruiter und Melanie Michtich (vlnr) während den Arbeitseinsätzen im Mai 2020

Vom Kreativpavillon (im Vordergrund rechts) bis zu den Koppeln erstreckt sich der Sterntalerhof über fünfeinhalb Hektar.

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Juhu, wir backen

REZEP T-TI AUS D PP ER KÜCH EN AM ST WERKSTAT T ERNTA LERHO F

ein Osternest! SO EINFACH GEHT’S...

ZUTATEN

Milch erwärmen und Butter darin schmelzen. Mehl, Trockengerm, Zucker, Vanillezucker, Rum und Zitrone vermischen. Eier zugeben, das Milch-Butter-Gemisch unterrühren und alles zu einem glatten Teig kneten. Den Teig bei 50 Grad etwa 25 Minuten im Ofen gehen lassen.

1 kg Mehl glatt 2 Pkg. Trockengerm ½ l Milch 2 - 3 Eier 15 dag Butter 2 Esslöffel Zucker 1 Esslöffel Rum 1 Pkg. Vanillezucker abgeriebene Zitronenschale gekochte, gefärbte Eier

Anschließend den Teig nochmals durchkneten, in gleich große Teile schneiden und diese zu ca. 30 cm langen Strängen ausrollen. Immer zwei Stränge miteinander verdrehen und ein Nest bilden. Die Nester bzw. die Osterhasen auf einem Backblech nochmals 15 Min. bei 50 Grad im Ofen gehen lassen. Anschließend die Teile mit Eigelb bestreichen. Das gekochte Ei in die Mitte jedes Nestes setzen und die Nester eventuell mit Hagelzucker bestreuen. Dann die Osternester bzw. die Osterhasen bei 180 Grad Heißluft ca. 15-20 Min. backen bis sie goldgelb sind.

Wer lieber Osterhasen mag, formt ein Kopfteil und zwei lange Ohren – mit Mandeln, Rosinen oder Hagelzucker gibt man ihm ein Gesicht!

Das gekochte Ei abschließend durch ein schönes, buntes, gefärbtes Osterei austauschen – guten Appetit!

Wir freuen uns, von Ihnen zu lesen! Bitte senden Sie mir zukünftig das Magazin Der Sterntaler kostenlos zu. Bitte senden Sie mir den Sterntalerhof-Newsletter per E-Mail zu. Meine Daten haben sich geändert, bitte aktualisieren Sie diese. So viele Ostereier habe ich in diesem Heft gefunden: Meine persönliche Nachricht an den Sterntalerhof: Name Straße / Hausnummer Ort

PLZ E-Mail Adresse Telefon

Geburtsdatum

Senden Sie diese Karte bitte in einem Kuvert an: Sterntalerhof, Dorfstraße 35, 7410 Loipersdorf-Kitzladen

www.sterntalerhof.at

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Menschen

Fünf

Fragen

an Julian Baumgartlinger, Fussballprofi, Familienmensch und Sterntalerhof- Botschafter

WAS BEWEGT DICH ALS UNTERSTÜTZER DES STERNTALERHOFS? Der Sterntalerhof schenkt Kindern und ihren Familien neue Zuversicht. Daran teilzuhaben, das zu unterstützen – als Vater und Familienmensch ist mir eine Herzensangelegenheit. Aus diesem Grund unterstütze ich den Sterntalerhof. AUS DEINER SICHT ALS SPORTLER – WAS MACHT EINEN MENSCHEN „ERFOLGREICH“? Es ist eine Mischung aus Eigenschaften: Leidenschaft, Hartnäckigkeit, Flexibilität und klare Visionen. WIE GEHST DU MIT RÜCKSCHLÄGEN UM? Ich versuche, durch die Aufarbeitung des Geschehenen so schnell wie möglich eine positive und zukunftsorientierte Herangehensweise zu finden. In jedem Rück-

© Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0

"Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die Glück in uns auslösen." Julian Baumgartlinger (33) ist Top-Fussballprofi, Vater und Familienmensch.

schlag lag für mich bis jetzt auch immer eine Möglichkeit zu lernen – und ich denke es ist essenziell, dass man aus Rückschlägen lernt... WIE DEFINIERST DU GLÜCK? Glück empfinde ich am stärksten, wenn ich es mit Familie und Freunden teilen kann. Und manchmal sind es die einfachsten Dinge des Alltags, die Glück in mir auslösen. Es ist wichtig, dass man das sehen und wertschätzen kann – das ist für mich eine schöne und wichtige Erkenntnis meiner ersten 33. Lebensjahre. WENN DU DIR EINES AUSSUCHEN KÖNNTEST – FÜR WELCHES THEMA WÜRDEST DU UNSERE GESELLSCHAFT STÄRKER SENSIBILISIEREN? Da gäbe es so einiges! Aber spontan würde ich sagen – für die Demokratie! Die Demokratie ist das wichtigste und höchste Gut unserer Gesellschaft. Eine undemokratische Lösung kann es nicht geben. Es ist wichtig, daran immer wieder zu erinnern.

© Michael Kranewitter, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0

Julian Baumgartlinger kickt seit 2016 bei Bayer 04 Leverkusen und ist Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft.

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Alle Geschichten aus Der Sterntaler online nachlesen unter www.dersterntaler.at

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„als hätte uns das Schicksal noch schnell eine Woche mit wunderbaren Menschen geschickt, bevor man auf alle sozialen Kontakte verzichten muss.“ Stephanie über ihren Aufenthalt am Sterntalerhof im Februar 2020

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht." Václav Havel


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