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Energiewende beginnt mit Stahl

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ENERGIEWENDE BEGINNT MIT STAHL

Zukunft beginnt mit Stahl


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2 INNOVATION BEGINNT MIT STAHL. 3 KEINE ENERGIEWENDE OHNE WETTBEWERBSFÄHIGE STROMPREISE. 4 KLIMASCHUTZ BEGINNT MIT STAHL. 5 EMISSIONSRECHTEHANDEL DARF WETTBEWERBSFÄHIGKEIT NICHT GEFÄHRDEN. 6 WACHSTUM BEGINNT MIT STAHL. 7 BELASTUNGSBEGRENZUNGEN SICHERN DEN INDUSTRIESTANDORT DEUTSCHLAND.


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INNOVATION BEGINNT MIT STAHL. Die Energiewende ist ohne innovative Stahlsorten und eine hoch entwickelte Stahlverarbeitungstechnik nicht machbar. Nur mit neuen hochwarmfesten Stählen lassen sich die Wirkungsgrade von thermischen Kraftwerken weiter verbessern. Diese Stähle in Kesseln, Dampfleitungen und Turbinen ermöglichen es, Drücke und Temperaturen in den Kraftwerken zu erhöhen. Bei modernen Windkraftanlagen bestehen Turm, Gondel und Getriebe des Rotors zum größten Teil aus Stahl. Fundamente aus Stahl geben Offshore-Windkraftanlagen festen Halt. Wellen und Wind stellen hier besondere Anforderungen an den Werkstoff. Stahlkonstruktionen mit

hoher Korrosionsbeständigkeit trotzen Salzwasser und salzhaltiger Luft. Auch beim Netzausbau spielt Stahl eine wichtige Rolle: Für Strommasten, Leitungen und Transformatoren in Umspannwerken ist er unverzichtbar. Wie in der Energietechnik hilft Stahl auch in anderen Abnehmerbranchen, Energie- und Ressourceneffizienz zu steigern. Stahl ist innovativ: In Europa werden rund 2.500 genormte Stähle hergestellt. Jedes Jahr werden circa 150 Stähle in ihren Eigenschaften verbessert oder neu entwickelt.

Stahl ist die Basis für Windkraftanlagen. Moderne Windkraftanlagen bestehen zu mehr als 80 Prozent aus Stahl und wären ohne diesen Werkstoff nicht denkbar.

STAHLANWENDUNGEN: GONDEL Maschinenträger, Statorringe, Welle, Flansche, Nabe, Azimut, Generatorgehäuse, Getriebe (je nach Modell) TURM Turmsegmente, Turmeinbauten FUNDAMENT Gründung Offshore-Anlage (Monopile, Tripod, Jacket, Tripile)

Quelle: Booz & Company, 2012


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KEINE ENERGIEWENDE OHNE WETTBEWERBSFÄHIGE STROMPREISE. Die Energiewende stellt den Industriestandort Deutschland vor erhebliche Herausforderungen. In keinem anderen großen Industrieland sind die energiepolitischen Belastungen so umfangreich und die Strompreise so hoch – Tendenz steigend. Das gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit vieler Industriebranchen in Deutschland.

Der rapide Anstieg der Umlage für erneuerbare Energien (EEG-Umlage) treibt die Strompreise in die Höhe. Der massive und unkoordinierte Ausbau der erneuerbaren Energien gefährdet zudem die Netzstabilität. Blackouts in der Energieversorgung drohen. Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit sind nicht gewährleistet.

Schon heute liegen die Stromkosten der Stahlindustrie in Deutschland im internationalen Vergleich an der Spitze. Die Stromkosten der Wettbewerber in Italien sind 30 Prozent, in Frankreich 40 Prozent und in den USA sogar 60 Prozent unter dem deutschen Niveau.

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn sie wettbewerbsfähige Stromkosten für die Industrie ermöglicht. Energieerzeugung, Netzausbau und Förderung erneuerbarer Energien müssen daher möglichst kosteneffizient gestaltet werden.

EEG-Kosten der Stahlindustrie: Anstieg trotz Belastungsbegrenzungen. 300

30

250

25

200

20

150

15

100

10

50

5

0

0 2003

2004

2005

2006

Belastung Stahlindustrie in Millionen Euro pro Jahr

Quelle: Netzbetreiber, Wirtschaftsvereinigung Stahl, 2012

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Einspeisevergütung in Milliarden Euro pro Jahr

2013: EEG-Umlage 5,3 Cent/kWh


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KLIMASCHUTZ BEGINNT MIT STAHL. Die Bundesregierung hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent gesenkt werden. Die Stahlindustrie in Deutschland leistet dazu einen substanziellen Beitrag. Eine Studie der Boston Consulting Group zeigt, dass sich ein Drittel der angestrebten Einsparungen mit Hilfe von innovativen Stählen erreichen lässt. So sparen innovative Produkte mit hohem Stahlanteil im Schnitt sechsmal mehr CO 2 ein, als die Produktion des dafür er forderlichen Stahls verursacht. Die Beispiele, wie Stahl zum Klimaschutz beiträgt, sind vielfältig.

Bei effizienteren Kraftwerken und Windkraftanlagen, beim Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, bei der vermehrten Nutzung von Biomasse, Geothermie und Wasserkraft sowie der Produktion moderner Pkw werden innovative Stähle eingesetzt. Auf diese Weise sind Reduzierungen von jährlich 74 Mio. Tonnen CO 2 möglich. Ein regulatorischer Ansatz, der allein auf die Produktion eines Werkstoffs abzielt, greift zu kurz. Die Leistungen neuer, nachhaltiger Stähle für Klimaschutz und Nachhaltigkeit müssen mehr Berücksichtigung finden.

Innovative Stähle in Turbinen, Kesseln und Dampfleitungen können den Wirkungsgrad neuer Kraftwerke auf über 60 Prozent steigern.

Innovative Stähle sparen sechsmal so viel CO2 ein, wie ihre Produktion verursacht. Emissionen bei der Stahlproduktion Netto-CO2-Einsparpotenzial Fossile Kraftwerke

0,1

Windkraft

0,4

29,5 14,2

8,4

Pkw

11,2 9,2

1,0

Kraft-Wärme-Kopplung

0,03

Regenerative Energien

5,0 2,1

Effizientere Trafos

0,1

Effizientere E-Motoren

0,7

1,9

0,9

1,0

Lkw ca. 12 Mio. t

ca. 74 Mio. t

Summe Emissionen

Summe Ersparnisse

Emission durch Produktion in Millionen Tonnen

Quelle: Boston Consulting Group, 2010

CO2-Einsparungen durch Stahl in Millionen Tonnen


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EMISSIONSRECHTEHANDEL DARF WETTBEWERBSFÄHIGKEIT NICHT GEFÄHRDEN. Durch den Beschluss der EU-Kommission zur Zuteilung von CO 2 -Emissionsrechten ist die Stahlindustrie ab 2013 mit Benchmarks konfrontiert, die außerhalb des technisch Erreichbaren liegen. Die Stahlindustrie muss deshalb CO 2 -Zertifikate zukaufen, was zu einem erheblichen Wettbewerbsnachteil gegenüber Unternehmen aus anderen Regionen der Welt ohne Emissionsrechtehandel führt. Hinzu kommt: Da die Energieerzeuger die Kosten der CO 2 -Rechte auf die Strompreise aufschlagen, sind diese erheblich gestiegen.

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie zu sichern, sind die Benchmarks auf ein technisch realistisches Niveau zu korrigieren und die emissionshandelsbedingten Strompreissteigerungen zu kompensieren. Zudem müssen die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission fallengelassen werden, die CO 2 -Zer tifikate nachträglich weiter zu verknappen. Dies würde die Preise künstlich in die Höhe treiben und zu einer Verschärfung des heute schon ambitionierten EU-Klimazieles durch die Hintertür führen.

Emissionsrechtehandel: Die Benchmark der EU-Kommission für Roheisen kann von den EU-weit besten Hochöfen nicht erreicht werden. Kilogramm CO 2 pro Tonne Roheisen 2.000 1.500 * **

1.000 500 0 * 1.328 | Benchmarkbeschluss der EU vom 27.04.2011 Emissionen der Hochöfen in der EU

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl

** 1.180 | Verknappung der Zuteilung bei 30-Prozent-Klimaziel der EU


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WACHSTUM BEGINNT MIT STAHL. Die deutsche Volkswirtschaft hat sich rascher von der Finanzmarktkrise erholt als die der meisten anderen Länder und besteht robuster in der gegenwärtigen Euro-Krise. Wachstumstreiber Nr. 1 ist in Deutschland die Industrie, die mit ihrer Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit und Exportstärke auch in schwierigen Zeiten die Volkswirtschaft stabilisiert. Die Stahlindustrie leistet hierzu einen unverzichtbaren Beitrag. Mehr als die Hälfte der deutschen Warenexporte entfällt auf stahlintensive Güter. Mit einer jährlichen Produktion von rund 45 Millionen Tonnen Rohstahl ist die Stahlindustrie in Deutschland

mit Abstand der wichtigste Werkstofflieferant für zahlreiche Schlüsselsektoren, wie die Automobilindustrie, die Elektroindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau sowie die mittelständischen Verarbeiter. Direkt und indirekt tragen die Stahlunternehmen zur Sicherung von rund 3,5 Millionen Arbeitsplätzen bei. Zahlreiche Branchen in Deutschland sind in das Forschungs- und Produktionsnetzwerk der Stahlindustrie eingebunden. Die integrierten Wertschöpfungsketten und die enge Zusammenarbeit in System- und Innovationspartnerschaften sind eine entscheidende Grundlage für den Er folg des deutschen Geschäftsmodells.

Wertschöpfungsanteile der Industrie.

25 20 15 10 5 0 Deutschland

Italien

Anteil an industrieller Bruttowertschöpfung in der EU in Prozent Bevölkerungsanteil in der EU in Prozent

Quelle: Eurostat 2011

Vereinigtes Königreich

Frankreich

Spanien


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BELASTUNGSBEGRENZUNGEN SICHERN DEN INDUSTRIESTANDORT DEUTSCHLAND. Die Energiewende ist ein Megaprojekt mit enormen Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Technik. Alleine im Stromsektor sind Investitionen von mehr als 350 Milliarden Euro nötig. Solange die Energiewende sich wirtschaftlich nicht selbst trägt und international keine vergleichbaren Rahmenbedingungen vorliegen, sind Belastungsbegrenzungen unabdingbar, um die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrien zu wahren. Weiter steigende EEG-Abgaben und die Verpflichtung zum umfassenden Erwerb von Emissionszertifikaten bei gleichzeitig höheren Energiekosten bedrohen den Industriestandort Deutschland. Die Stahlunternehmen könnten aus dem Land gedrängt werden. Dadurch

käme es nicht nur zum Verlust von Arbeitsplätzen, sondern auch von Lösungskompetenz. Und reißt das erste Glied, dann droht am Verbundstandort Deutschland die Abwanderung weiterer Unternehmen in den Wertschöpfungsketten. Deshalb sind Belastungsbegrenzungen für die Stahlindustrie unverzichtbar. Private Verbraucher und energieintensive Industrien dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Ein wettbewerbsfähiger Industriestandort mit einer leistungsfähigen Grundstoffindustrie ist eine zentrale Voraussetzung für Wachstum, Wohlstand sowie Arbeitsplätze und hat deshalb eine hohe gesellschaftliche Bedeutung.

Jährliche energiepolitische Kosten der Stahlindustrie ab 2013. Ohne Entlastungen: 1.920 Millionen Euro

Mit Entlastungen: 623 Millionen Euro

167 153

250 167 258 1.350 153 45

EEG Energiesteuer

– Rund 7.000 Euro pro Arbeitsplatz

– Rund 21.000 Euro pro Arbeitsplatz

Emissionsrechtehandel (direkt)

– 17-Fache der Belastung (EEG, Stromsteuer,

– 51-Fache der Belastung (EEG, Stromsteuer,

Emissionsrechtehandel (Strom)

Emissionsrechtehandel) eines Haushalts

Emissionsrechtehandel) eines Haushalts

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl, 2012


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HERAUSGEBER: WIRTSCHAFTSVEREINIGUNG STAHL SOHNSTRASSE 65 40237 DÜSSELDORF KONTAKT: BEATE BRÜNINGHAUS LEITERIN ÖFFENTLICHKEITSARBEIT WIRTSCHAFTSVEREINIGUNG STAHL TELEFON: 0211 6707-0 FAX: 0211 6707-310


www.zukunft-beginnt-mit-stahl.de


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