Skip to main content

Das Magazin Stadtwerke Münster

Page 1

September 2011

DAS MAGAZIN Stadtwerke M端nster

ENERGIEN MIT ZUKUNFT M端nster wird noch umweltfreundlicher GANZ NAH DRAN Der Stadtwerke CityShop Seite 20

KEINE ANGST VORM KRIBBELKRABBELKREBS Kleine Wasserforscher erkunden den Kinderbach Seite 30

SICHER DURCH DIE NACHT Zehn Jahre NachtBus Seite 42


2|3

EDITORIAL

Dr. Henning Müller-Tengelmann Kaufmännischer Geschäftsführer

Dr. Henning Müller-Tengelmann (48) ist seit 2008 kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster. Der erfahrene Manager in der kommunalen Energieversorgung arbeitete zuvor u. a. als kaufmännischer Geschäftsführer der Energieversorgung Gera GmbH/Kraftwerke Gera GmbH.

„ ES GEHT NACH VORN. MIT ENERGIEN DER ZUKUNFT.“ Liebe Leserinnen und Leser, der Ausbau erneuerbarer Energien und die umweltfreundliche Energieerzeugung sind wichtige Bestandteile unserer Unternehmensstrategie. Die Stadtwerke Münster, die zu dieser Stadt gehören wie die Bürger, die Fahrräder und der Dom, unterstützen damit das erklärte Ziel der Stadt Münster, den Klimaschutz engagiert voranzutreiben. Schon heute sind wir ein Vorzeigestandort für die nachhaltige Senkung von CO2-Emissionen. Für die nächsten Jahre haben wir noch ehrgeizigere Ausbaupläne und setzen damit auch den Ratsbeschluss um, den Anteil der Kernenergie am Strommix in Münster so schnell wie möglich zu reduzieren (lesen Sie mehr dazu auf S. 8). Bis 2020 wollen wir den in Münster verbrauchten Strom vollständig

selber produzieren – mithilfe erneuerbarer Energien, aber auch mit der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), bei der die Abwärme aus der Stromerzeugung als Fernwärme weitergenutzt wird. Die Stadtwerke Münster gehen nach vorn – um noch näher an Ihren Wünschen und Bedürfnissen zu sein. Einen weiteren Beweis dafür halten Sie gerade in den Händen: Ihre neue Kundenzeitung mit neuem Look, neuem Konzept und neuem Namen. Sie trägt jetzt nicht mehr den Namen „Hafenplatz 1“, sondern schlicht „Das Magazin“. Damit unterstreichen wir den Anspruch, Sie in Zukunft noch umfassender mit noch spannenderen Hintergrundthemen zu informieren. Einmal im Jahr lesen Sie Beiträge rund um die Themen Energie, Verkehr und alles, was unsere Stadt bewegt.

Noch näher an den Bedürfnissen unserer Kunden sind wir auch mit dem neuen CityShop in der Salzstraße 21, mit dem wir jetzt mitten ins Stadtleben vorrücken. Als Dienstleister vor Ort haben wir jeden Tag viele „heiße Drähte“ zu den Menschen in dieser Stadt – durch unzählige Gespräche, Begegnungen, Leserbriefe und so weiter. Das neue Magazin der Stadtwerke Münster ist vor allem das Ergebnis Ihrer Anregungen, Meinungen und Kommentare. Deshalb sind wir sehr neugierig zu erfahren, wie Ihnen die erste Ausgabe gefällt. Schreiben Sie uns eine E-Mail an dialog@stadtwerke-muenster.de Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Herzlichst

Dr. Henning Müller-Tengelmann


4|5

INHALT September 2011

INHALT

08

03

Editorial

06

Kurz & bündig

Energien mit Zukunft Münster wird noch umweltfreundlicher Münster – das ist die lebens- und liebenswerte Stadt im Herzen Westfalens. Neben dem historischen Erbe und einer aktiven Bürgerschaft punktet Münster vor allem mit dem großen Umweltbewusstsein seiner Einwohner. Ehrensache, dass auch die Stadtwerke sich diesem Image verpflichtet fühlen und konsequent daran arbeiten, die Stadt noch lebenswerter zu gestalten. Seit Langem fördern sie deswegen intensiv den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Ihre Devise für die kommenden Jahre: „Es geht noch umweltfreundlicher!“

16

30

14

E-Mobilität: Das grüne Gewissen der Zukunft Elektro-Tankstellen-Netz wächst stetig

16

„Sie haben das Wort!“ Kundenforum

20

Ganz nah dran Der Stadtwerke CityShop

24

Freiheit auf vier Rollen Zehn Jahre Skateboarding-Partnerschaft

27

PlusCard | Gutscheine Tolle Ermäßigungen

28

Spannende Begegnungen Stadtwerke fördern zeitgenössische Kunst

30

Keine Angst vorm Kribbelkrabbelkrebs Kleine Wasserforscher erkunden den Kinderbach

36

Umweltbotschafter auf dem Aasee Stadtwerke sorgen für den Antrieb des neuen Solarboots

38

Tiefe Bohrungen, hohe Risiken Erdgasbohrungen gefährden Trinkwasser

42

Sicher durch die Nacht Zehn Jahre NachtBus

46

Pinnwand Energie, Pinnwand Verkehr, Service & Kontakt

51

Impressum

24

42

Zusatzinfos in Schwarz-Weiß: Jetzt mit QR-Codes im Magazin Halten Sie Ihr Mobiltelefon bereit! Denn im Laufe dieser Ausgabe wird Ihnen wiederholt ein sogenannter QR-Code über den Weg laufen. Das schwarz-weiße Kästchen führt die Besitzer eines Handys mit Internetzugang und Kamera direkt auf die passende Website mit vielen Zusatzinfos zum jeweiligen Thema. Einfach die entsprechende – meist kostenlose – Software herunterladen, Code scannen und nach Herzenslust stöbern …


6|7

KURZ & BÜNDIG Aktuelles

KURZ & BÜNDIG

ZAHLEN UND FAKTEN

AUF SAMTPFOTEN

Der Umwelt zuliebe

Stadtwerke leasen Vito-E-Cells

14,7 Mio. kWh Ökostrom 190.000 t weniger CO -Emissionen 72 erdgasbetriebene Fahrzeuge 2

DAS IST SPITZE! Kundenbarometer Verkehr: Stadtwerke bundesweit auf Platz 1 In keiner anderen Stadt sind die Kunden so zufrieden mit ihrem öffentlichen Nahverkehr wie in Münster: Beim jährlichen ÖPNVKundenbarometer landete das Unternehmen im Vergleich zu insgesamt 35 Verkehrsunternehmen und -verbänden auf dem ersten Platz. Seit 13 Jahren nehmen die Stadtwerke Münster an der Aktion teil. Zwar belegten sie stets vordere Plätze – über Platz 1 freuen sie sich jetzt aber besonders. „Unsere kontinuierlichen Investitionen zahlen sich aus“, kommentierte Reinhard Schulte, Leiter Nahverkehrsmanagement. Insgesamt 29 Kriterien hat TNSInfratest abgefragt. Dabei platzierte

sich Münster gleich 14-mal unter den besten drei. Gepunktet haben die Stadtwerke unter anderem beim Tarifsystem und den privaten Vorverkaufsstellen. Auch bei der Taktfrequenz liegen sie auf Platz eins, weitere Punkte gab es in Sachen Umweltverträglichkeit. „Besonders freut uns zudem das Spitzenergebnis bei der Freundlichkeit des Personals“, gibt Schulte den Dank an die Busfahrer und die Kollegen weiter. Trotz des hervorragenden Abschneidens arbeiten die Stadtwerke an Verbesserungen, um die Pole-Posi-

tion auch in Zukunft zu halten. „Zum Beispiel wollen wir den Busverkehr zusammen mit der Stadt Münster weiter beschleunigen, etwa durch Ampelvorrangschaltungen“, erklärt Schulte. Außerdem können die Kunden seit Anfang August über die Elektronische Fahrplanauskunft im Internet die Abfahrtszeit ihres Busses in Echtzeit abrufen. Die Linie 8 hat Verspätung wegen einer Großbaustelle? Kein Problem: Mit einem Blick aufs Smartphone weiß der Nutzer auch unterwegs jederzeit, wann der Bus an der Haltestelle eintrifft.

SPAREN PER MAUSKLICK Energietipps

shop.stadtwerke-muenster.de

Wie viel bringt denn eigentlich eine Energiesparlampe? Oder ein wassersparender Duschkopf? Welches Modell ist das richtige und was kostet es? Und welche weiteren Alternativen gibt es, Portemonnaie und Umwelt zu schonen? Antworten auf diese Fragen gibt es nicht nur im neuen CityShop an der Salzstraße, sondern ganz bequem am heimischen Schreibtisch. Unter http://shop.stadtwerke-muenster. de finden Verbraucher den neuen Online-Energiesparshop. Im Auftrag der Stadtwerke stellt das Unternehmen Grünspar hier Möglichkeiten

vor, Wasser, Strom und Heizkosten zu sparen, und präsentiert entsprechende Produkte. Ein Beispiel: Eine 20-Watt-Energiesparlampe verbraucht 80 Prozent weniger Strom als eine 100-Watt-Glühbirne. Schon bei einer einzigen Energiesparlampe fallen so über ihre Lebensdauer 128 Euro und 378 Kilogramm CO2 weniger an. Mithilfe eines Energiesparrechners können die Kunden Kosten und Nutzen ermitteln und gezielt die jeweils günstigste Wahl treffen. Auch eine Bestellung ist per Mausklick direkt möglich.

Manche Zahlen sprechen für sich: Zum Beispiel, dass die Stadtwerke in eigenen Anlagen rund 14,7 Millionen Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr produzieren. Dass sich der Kohlendioxid-Ausstoß durch das neue GuD-Heizkraftwerk um jährlich 190.000 Tonnen verringert hat. Oder dass das Unternehmen inzwischen 72 erdgasbetriebene Fahrzeuge einsetzt. Diese Fakten zeigen: Nicht umsonst ist der Ge-

schäftsbericht 2010 mit dem Motto „Zukunft gestalten“ überschrieben. Wer noch mehr wissen möchte über das Leistungsspektrum der Stadtwerke, kann den kompletten Bericht sowie auch eine Kurzfassung mit weiteren Fakten und Daten online oder direkt bei den Stadtwerken erhalten. Die Zahlen speziell zur Umweltbilanz finden Interessierte in der aktualisierten Umwelterklärung des Unternehmens.

SPIEL UND SPASS

DAS NETZ WÄCHST

Stadtwerke-Hüpfburg zu verleihen

19 neue Ticket-Automaten

Das perfekte Kinderprogramm für das Fest am Vereinsheim: Ab sofort stellen die Stadtwerke gemeinnützigen Gruppen ihre Hüpfburg mit Ökoflitz-Logo für Sonderveranstaltungen zur Verfügung. Wer Interesse hat, sollte sich unter info@ stadtwerke-muenster.de oder der Hotline 02 51.6 94-12 34 melden.

Auf den Ausbau des Vorverkaufsnetzes setzen die Stadtwerke. Anfang 2012 beginnen die Stadtwerke mit dem Aufbau von 19 neuen Ticketautomaten mit modernster Technik. Diese ergänzen die 22 Automaten im Stadtgebiet und mehr als 60 weitere Vorverkaufsstellen, an denen die Kunden persönlich Tickets erwerben können. Gleichzeitig werden die bereits vorhandenen 22 Automaten technisch auf den neuesten Stand gebracht. Durch ein tieferes Display, das selbst bei Sonneneinstrahlung gut lesbar ist, und einen niedriger angesetzten Münzeinwurf sind sie nicht nur behindertenfreundlicher, sondern auch für Kinder gut nutzbar. An allen Automaten gelten die günstigen Vorverkaufspreise, die Zahlung ist auch mit der ec-Karte möglich.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

+++ NEWS +++ Günstiger: Seit dem 1. August zahlen Auszubildende weniger: Das Azubi/Schüler-Abo kostet jetzt statt 36,90 Euro nur noch

Web 2.0: In Sekundenschnelle informieren können sich Stadtwerke-Kunden dank der

29,90 Euro monatlich. Dankeschön: Sie ist für Münsteraner reserviert, die sich für andere einsetzen: Mit der Tribüne Mensch bedanken sich

„Web 2.0“-Angebote. Über Plattformen wie Facebook, Twitter, Xing, You Tube oder auch den

die Stadtwerke bei jedem Heimspiel der USC-Damen bei den Ehrenämtlern der Stadt für ihr Engagement. Neben bis zu 20 Eintrittskarten

Informationsdienst RSS laufen von der Busumleitung bis zur Stellenausschreibung zeitnah

gehören auch der Bustransfer zur Sporthalle am Berg Fidel sowie die Verpflegung mit zum Paket. CityShop: Erfolgsmodell im Herzen der

alle Neuigkeiten auf Rechner oder Mobiltelefon ein.

Stadt: Nur zwei Monate nach der Eröffnung begrüßte der CityShop bereits den 10.000 Kunden.

Ganz CO2-frei unterwegs sind die neuen Stromflitzer der Stadtwerke: Mit geleasten Vitos, die ausschließlich elektrisch angetrieben werden, setzen die Stadtwerke bei der Ausweitung ihres Fuhrparks weiter konsequent auf Klimaschutz. Die Mercedes-Transporter ersetzen konventionelle Dieselfahrzeuge, die vor der Ausmusterung stehen. Mit einer Reichweite von 130 Kilometern, einer Nutzlast von rund 850 Kilogramm und einer Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern ist der Transporter das perfekte Einsatzfahrzeug für den Ballungsraum Münster.

Zudem kommt der kraftvolle Elektromotor auf Samtpfoten daher. Aufgeladen werden die E-Vitos natürlich an den „hauseigenen“ Ladesäulen – mit Ökostrom versteht sich.

REIN IN DEN VERTEILER Stadtwerke-Magazin jetzt anfordern Sie sind zufällig auf das vorliegende Heft gestoßen und es gefällt Ihnen so gut, dass Sie es beziehen möchten? Kein Problem – einfach bei den Stadtwerken melden. Und auch ein Feedback ist unter dialog@ stadtwerke-muenster.de stets willkommen.


8|9

UMWELT & ENERGIE Energien mit Zukunft

ENERGIEN MIT ZUKUNFT Münster wird noch umweltfreundlicher

Münster – das ist die lebens- und liebenswerte Stadt im Herzen Westfalens. Neben dem historischen Erbe und einer aktiven Bürgerschaft punktet Münster vor allem mit dem großen Umweltbewusstsein seiner Einwohner. Ehrensache, dass auch die Stadtwerke sich diesem Image verpflichtet fühlen und konsequent daran arbeiten, die Stadt noch lebenswerter zu gestalten. Seit Langem fördern sie deswegen intensiv den Ausbau der erneuerbaren Energien. Ihre Devise für die kommenden Jahre: „Es geht noch umweltfreundlicher!“ Energie ist das Stichwort, wenn morgens die Computer in den vielen Verwaltungsgebäuden hochfahren, der Hausmeister im Winter den Hörsaal einheizt und Passanten nachts den prachtvoll beleuchteten Prinzipalmarkt bewundern. Und die soll so umweltverträglich wie möglich erzeugt werden. Zwar ist Münster in Sachen „Grünes Gewissen“ bereits ein Musterknabe, aber die Pläne der Stadtwerke gehen noch weiter: „Die CO2-Senkung ist eine wesentliche Säule unserer Philosophie“, betonen die Geschäftsführer Dr. Henning MüllerTengelmann und Dr. Andreas Hoffknecht. „Außerdem möchten wir, dass der Strom, den unsere Kunden verbrauchen, im Jahr 2020 gänzlich ohne Kernenergie produziert wird. Deswegen planen wir in den kommenden Jahren Investitionen in Höhe von 332 Millionen Euro, um die eigenen Stromerzeugungskapazitäten zu erweitern.“ Geldanlage im Zeichen der Ökologie Allein 240 Millionen Euro wollen die Stadtwerke für grüne Anlagen ausgeben. Je 30 Millionen Euro veranschlagen Hoffknecht und Müller-Tengelmann zusätzlich für den Ausbau des Dampfturbinenkraftwerkes am Hafen sowie für neue Blockheizkraftwerke. Denn hier kommt die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung zum Tragen, bei der über 88 Prozent der eingesetzten Energie verwertet werden können – ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Weitere 34 Millionen Euro sollen in Biogasanlagen fließen. Müller-Tengelmann: „Wir brauchen erneuerbare Energien und dürfen nicht vergessen, dass sie rentable Investitionen sind. Mit Abschluss der Investitionen im Jahr 2020 rechnen wir mit einem jährlichen Ertrag von rund 5 Millionen Euro.“

Erneuerbare Energien Schon jetzt ist Münster ein Vorzeige-Standort: • 28,6 Prozent des Strommix stammen aus erneuerbaren Energiequellen • an drei Standorten geben vier Windräder Energie • 14 Fotovoltaikanlagen fördern auf Schuldächern Strom • weitere 240 Millionen Euro wollen die Stadtwerke bis 2020 für grüne Anlagen ausgeben


UMWELT & ENERGIE Energien mit Zukunft

Die GuD-Anlage Münster auf einen Blick • vermeidet gegenüber dem alten Kohlekraftwerk jedes Jahr 190.000 Tonnen CO2-Emissionen und produziert auch noch dreimal so viel Strom bzw. Wärme • produziert ungefähr die Hälfte des Münsteraner Stroms • deckt mit 600 Millionen kWh Fernwärmeerzeugung 20 Prozent des Wärmebedarfs

70 Mio. kW

10 | 11

Vorzeige-Standort mit Potenzial Mit den ehrgeizigen Ausbauplänen setzen die Stadtwerke ihren Kurs konsequent fort. Schon jetzt beträgt der Anteil der Kernenergie im Münsteraner Strom-Mix lediglich 19,1 Prozent. Das sind gut fünf Prozent weniger als im Bundesdurchschnitt. 28,6 Prozent stammen aus erneuerbaren Energiequellen – rund zehn Prozent mehr als im restlichen Deutschland. Den Löwenanteil machen in beiden Fällen nach wie vor fossile und sonstige Energieträger aus: Bundesweit sind es knapp 58 Prozent, Münster liegt bei 52,3 Prozent. Besonders effizient eingesetzt wird dabei allerdings Erdgas, der fossile Energieträger mit den geringsten CO2Emissionen. Leistungsstark und umweltschonend Woher genau kommt Münsters Energie? Größte Erzeugungsanlage ist die GuD-Anlage am Hafen. In technischer Hinsicht setzt sie Maßstäbe: Seit sie 2005 das Kohlekraftwerk ersetzt hat, wird der Brennstoff doppelt so gut ausgenutzt. Das kommt der Umwelt zugute: Die Anlage reduziert den jährlichen CO2-Ausstoß um mindestens 190.000 Tonnen. Dabei produziert sie dreimal so viel Strom und ebenso viel Wärme. In Zahlen bedeutet das: Mit rund 570 Millionen Kilowattstunden pro Jahr liefert die neue Anlage ungefähr die Hälfte des Münsteraner Strombedarfs. Die Fernwärmeerzeugung liegt bei 600 Millionen Kilowattstunden und deckt damit 20 Prozent des Wärmebedarfs. Hier machen Klärgas und Bioabfall Karriere Für die dezentrale Strom- und Wärmeproduktion sorgen derzeit 34 Blockheizkraftwerke, zahlreiche Fotovoltaikanlagen, die vier Windenergieanlagen an drei Standorten und das Wasserkraftwerk Havichhorster Mühle. Der größte Anteil an ökologisch erzeugtem Strom stammt mit 89,16 Prozent aus der Biomasse. In Gremmendorf zum Beispiel kommt im Blockheizkraftwerk Loddenbach Klärgas aus der benachbarten Kläranlage als Brennstoff für die Kraft-Wärme-Kopplungs-Motoren zum Einsatz. Und hätten Sie gedacht, dass die Bananenschale, die Sie in den Biomüll werfen, nur ein paar Kilometer weiter zum handfesten Stromlieferanten wird? Möglich macht das das Blockheizkraftwerk an der Deponie Coerde. Das Kraftwerk läuft unter anderem mit dem Biogas aus der Bioabfallvergärungsanlage.


12 | 13

UMWELT & ENERGIE Energien mit Zukunft

Mit der Kraft der Natur Der ökologische Nutzen von Windrädern ist unbestritten: Mit 5,58 Prozent rangiert die Windenergie bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien an zweiter Stelle. Zwei Windenergieanlagen in Detmold, eine auf der Nordseeinsel Borkum und eine Windenergieanlage in Nienberge „ernten“ für die Stadtwerke die Energie aus der Luft. Weitere 4,21 Prozent entfallen auf die Fotovoltaikanlagen. Die größte findet sich ebenfalls auf der Deponie in Coerde. Und wer ungern die Schulbank drückt, kann vielleicht wenigstens der Technik auf dem Dach seiner „Penne“ etwas abgewinnen: Seit der Produkteinführung des Ökostroms im September 1999 haben die Stadtwerke bereits 14 hochmoderne Fotovoltaikanlagen auf Münsters Schuldächern gefördert. Klein, aber fein: Die Hingucker auf dem Paulinum oder dem Wolbecker Schulzentrum liefern insgesamt 259.000 Kilowattstunden jährlich. Weitere Schulprojekte sind in Planung. Hinzu kommen zahlreiche private Anlagen: 1222 Anlagen insgesamt zählten die Stadtwerke am 31. Dezember 2010.

Grüne Produkte mit nachhaltiger Wirkung. Einfach wechseln zu „Münster:natürlich“ In diesem Fall ist „Ökostrom“ nicht nur ein Schlagwort: Als erstes Stadtwerk erhielt das Münsteraner Unternehmen im Mai 2000 das Zertifikat des Vereins Grüner Strom Label. Das Gütesiegel verdienen sich Stromanbieter, die ihren Ökostrom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Erzeugungsanlagen gewinnen und mindestens einen Cent pro Kilowattstunde in ökologische Anlagen reinvestieren. Der unabhängige Verein versammelt namhafte Umwelt- und Naturschutzverbände unter seinem Dach wie den NABU oder den BUND. Jährlich überprüft er, ob die Voraussetzungen für das Zertifikat weiterhin erfüllt sind. Stadtwerkekunden, die dazu beitragen möchten, die CO2Emission zu verringern, können zum Öko-Strompaket

„Münster:natürlich“ wechseln. Die Stadtwerke haben bereits mehr als eine Million Euro aus dem Ökostrom-Topf in den Bau von Fotovoltaikanlagen in Münster gesteckt. Übrigens: Der Umwelt zuliebe – das gilt auch für das Erdgas-Klimaschutz-Paket „Münster:natürlich“. Seit 2009 unterstützen Allwetterzoo und Stadtwerke ein Klima- und Artenschutzprojekt auf der Insel Cat Ba in Vietnam. Mit jeder verbrauchten Kilowattstunde Erdgas fließen 0,21 Cent in die Aufforstung des Lebensraums für die auf der Insel lebenden Goldkopflanguren und andere bedrohte Tierarten. In der globalen Klimabilanz wird der Erdgasverbrauch der „Münster:natürlich“-Kunden damit neutralisiert.

Erneuerbare Energien auf der Überholspur So vielfältig und zukunftsorientiert die Möglichkeiten der Energiegewinnung rund um Münster auch sind – sie stellen die vorhandene Infrastruktur vor eine große Herausforderung. „Das System ist vergleichbar mit dem Straßennetz“, erläutert Hoffknecht. „Früher wurde der Strom vom Großkraftwerk quasi über die Autobahn durchgereicht. Jetzt hingegen erfolgen Einspeisungen von allen Seiten.“ Am Beispiel eines landwirtschaftlichen Anwesens erklärt er die Problematik: „Bislang reichte es, den Hof stromtechnisch sozusagen über einen Wirtschaftsweg zu erschließen. Wenn der Landwirt jetzt aber eine Fotovoltaik-, eine Biogas- und eine Windenergieanlage errichtet, brauche ich eine große Straße, um die produzierten Strommengen ins Netz einzuspeisen.“ Allein bei den Hochspannungsleitungen liege der bundesweite Ausbaubedarf bis 2020 bei rund 3600 Kilometern. Das entspreche einem Investitionsbedarf von zehn Milliarden Euro. Wo die Strommasten auf Widerstand stoßen und die Techniker in die Tiefe gehen müssen, fallen sogar die drei- bis fünffachen Kosten an.

Physiker machen Überstunden Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien sind bei den Physikern Überstunden angesagt: Fieberhaft arbeiten die Wissenschaftler an einer ausgereiften Speichertechnik, denn die Energie aus Wind, Sonne und Wasser ist starken Schwankungen unterlegen und fällt nicht immer zu den Zeiten an, in denen sie auch gebraucht wird. Dunkle Regenwolken über der Stadt können die Leistung einer Fotovoltaikanlage in der Hauptverbrauchszeit am Mittag enorm herabsetzen. An einem klaren Sommertag hingegen produziert die Anlage einen deutlichen Überschuss. Gefördert von den Stadtwerken sucht das Batterieforschungszentrum „Meet“ deswegen mit Hochdruck nach Wegen, diese Überschüsse „einzufangen“ und quasi auf Knopfdruck wieder abrufbar zu machen. Den Prozess aktiv mitgestalten „Hinter der Energiewende steckt eine enorme Kraftanstrengung“, fasst Dr. Andreas Hoffknecht zusammen. „Wir brauchen die finanziellen Mittel, das Know-how und die Mitarbeiter. Und auch in der politischen Diskussion ist noch einiges zu erledigen.“ Dennoch nehmen die Stadtwerke die Herausforderung an: „Das sind interessante Projekte, mit denen sich unsere Mitarbeiter gerne beschäftigen“, hat der technische Geschäftsführer festgestellt. „Es macht einfach Spaß, wenn sich nach Jahrzehnten einmal grundsätzlich etwas ändert und man den Prozess aktiv mitgestalten kann.“

Blickfang im Stadthafen: Die GuD-Anlage deckt 20 Prozent des Wärmebedarfs der Stadt Münster und ist im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken deutlich umweltfreundlicher.


14 | 15

UMWELT & ENERGIE E-Mobilität: Das grüne Gewissen der Zukunft

E-MOBILITÄT: DAS GRÜNE GEWISSEN DER ZUKUNFT Elektro-Tankstellen-Netz wächst stetig/ kostenloser Ökostrom bis Ende 2012

Kinderleicht ist das saubere Tanken: Einfach mit der Tankkarte anmelden und dann das Ladekabel anschließen. Der Ladeprozess endet automatisch.

Das grüne Gewissen ist lautlos unterwegs: Ganz ohne Motorenlärm und CO2-Ausstoß halten immer mehr flotte Elektroflitzer auf zwei oder vier Rädern Einzug auf Münsters Straßen. Auch die Stadtwerke haben ihren Fuhrpark kräftig aufgestockt: Neben vier E-Rollern und zwei gängigen Elektroautos bahnen sich jetzt auch zwei Mitsubishi iMiev und vier Vitos E-Cell ganz innovativ mit umweltfreundlichem Ökostrom ihren Weg durch die Stadt. Mit der steigenden Zahl von Fahrzeug-Registrierungen haben die Stadtwerke zudem begonnen, eine Infrastruktur für Elektro-Tankstellen aufzubauen, die mit dem Ökostrom „Münster:natürlich“ gespeist werden. Stadtwerke-Kunden, die sich für diese Energiequelle der Zukunft interessieren, schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel, denn bis Ende 2012 tanken sie kostenfrei. Einfach in die Stadt fahren, Tankkarte an die Ladesäule halten, das Ladekabel einstecken – und schon kann es losgehen! Am Ende des Einkaufsbummels sind die Akkus voll. Auch E-Bikes haben mit der neuen Ladestation am Bio-Supermarkt an der Grevener Straße eine Anlaufstation, ein Ladekabel können die Fahrer vor Ort ausleihen.

Wer sein E-Fahrzeug aufladen möchte, hat derzeit die Auswahl zwischen acht ElektroTankstellen der Stadtwerke: 1 Parkhaus Münster Arkaden, Einfahrt Königstraße 9, 48147 Münster 2 Parkhaus Alter Steinweg, Alter Steinweg 21, 48143 Münster 3 Parkhaus Engelenschanze, Engelstraße 49, 48143 Münster 4 Betriebsgelände Stadtwerke Münster, Am Mittelhafen, Tor 2, 48155 Münster 5 Parkplatz Ludgeriplatz, Ausfahrten Hafenstraße/Schorlemerstraße, 48143 Münster 6 Parkplatz Stadthaus 1, Heinrich-BrüningStraße, 48143 Münster 7 Münster Electrochemical Energy Technology (MEET), Corrensstraße 28/30, 48149 Münster 8 Parkplatz am SuperBioMarkt, Grevener Straße 61a, 48149 Münster Weitere Elektro-Tankstellen sind in Planung. Die nötige Tankkarte erhalten alle Bus-, Abo-, Strom-, Erdgas- sowie Fernwärmekunden kostenlos bei den Stadtwerken. www.stadtwerke-muenster.de/ privatkunden/e-mobilitaet.html

E-Mobilität erfahren: Vier Elektroautos, vier E-Roller und vier Transporter umfasst der Fuhrpark der Stadtwerke Münster bereits.

Die Elektro-Tankstellen verfügen über zwei Anschlüsse für Autos (400 Volt/32 Ampere und 230 Volt/16 Ampere) sowie zwei Steckdosen für Roller. Auf jeder Seite kann jeweils ein Fahrzeug aufgeladen werden.


16 | 17

KUNDENSERVICE „Sie haben das Wort!“ – Kundenforum

„SIE HABEN DAS WORT!“ Beim Kundenforum im Dialog mit dem Unternehmen

Für die junge alleinerziehende Mutter ist die Jahresabrechnung ein Rätsel. Der Mittfünfziger würde gern wieder an allen Ticketautomaten mit der ec-Karte zahlen können. Und die Rentnerin, die Tochter und Enkelkind im Franziskus-Hospital besuchen möchte, wünscht sich eine Buslinie über den östlichen Innenstadtring. Bislang gingen Anregungen dieser Art vor allem per Anruf oder Mail bei den Stadtwerken ein. Jetzt hat das Unternehmen ein neues Konzept ins Leben gerufen, um mit den Kunden ins Gespräch zu kommen: Beim Kundenforum am Hafenplatz sind alle Münsteraner aufgerufen, ihre Verbesserungsvorschläge in lockerer Runde zu formulieren und Änderungsprozesse aktiv mitzugestalten. Die Erfahrungen der Kunden nutzen und in die tägliche Arbeit einbringen – das ist der Hintergedanke.


18 | 19

KUNDENSERVICE „Sie haben das Wort!“ – Kundenforum

Kaum angemerkt – schon verbessert Am Ende trugen die Münsteraner mehr als 100 Verbesserungsvorschläge zusammen. Einige davon griffen die Stadtwerke sofort auf. Beispiel Service-Hotline: Als Reaktion auf die Kritik an der kostenpflichtigen 0180-Nummer richtete das Unternehmen umgehend eine Rufnummer zum Ortstarif ein. Unter Telefon 02 51.6 94-12 34 erhalten die Kunden seit Juni Antworten auf alle Fragen rund um Strom, Erdgas, Trinkwasser und Fernwärme. Bei einer Störung sind die Stadtwerke natürlich weiterhin rund um die Uhr zum Ortstarif zu erreichen. Die Linie über den Ring Auch die mehrfach gewünschte Buslinie über den Innenstadtring soll in naher Zukunft Realität werden: „Im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplans stellen wir unser Netz derzeit auf den Prüfstand“, erläutert Reinhard Schulte, Leiter Nahverkehrsmanagement. „Die Erschließung des Franziskus-Hospitals über den Ring werden wir bei der Neuauflage berücksichtigen.“

Was erwartet einen Teilnehmer des Kundenforums? • Zum Kundenforum ist jeder eingeladen. Wer Interesse hat: einfach anmelden! • An einem vorher kommunizierten Ort sammeln sich Kunden im Plenum. Ein Buffet sorgt dafür, dass die Teilnehmer nicht mit leerem Magen diskutieren müssen. • Nachdem der Moderator den Ablauf erklärt hat, werden die Themen gesammelt. • Die Oberthemen werden dann auf verschiedene Tische aufgeteilt, wo die Teilnehmer in kleiner Gruppe diskutieren. Dabei gilt das Motto: „Fair und sachlich“. Stadtwerke-Teams begleiten die Gesprächsrunden. • Bei der Schlussrunde fasst der Moderator die Ergebnisse noch einmal im Plenum zusammen, sodass keiner etwas verpasst. • Alle Ergebnisse werden dokumentiert – und dann sind die Stadtwerke gefragt, die Anregungen auf den Prüfstand zu stellen und ggf. umzusetzen!

Die Fahrradtour im Bus beenden Der Klimaschutz ist den Münsteranern seit jeher ein besonderes Anliegen. Und wie könnte man die Umwelt besser schonen, als die Einkaufstour in der City per Bus und Fahrrad zu erledigen? Kostenlos die Leeze mitnehmen – das wünschten sich viele Fahrgäste beim Kundenforum. Ein Anliegen, das die Stadtwerke ebenfalls zeitnah aufgriffen: Seit dem 1. August können Abo-Kunden ihr Fahrrad ohne Extraticket mitnehmen, sofern genug Platz im Bus ist. Nicht alle Wünsche umsetzbar Bei anderen Anregungen wiederum sind die Stadtwerke machtlos, so bei der Idee eines Teilnehmers, Busfahrten generell kostenlos anzubieten und die Finanzierung ähnlich wie bei der GEZ abzuwickeln. „Das ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll und politisch auch nicht umsetzbar“, erklärt das Unternehmen. Gleiches gilt für Wünsche, bei denen Politik und Verwaltung gefragt sind – dann zum Beispiel, wenn es darum geht, den ÖPNV durch straßenbauliche Maßnahmen stärker zu fördern. Kunden wissen, wo es hakt Die Ergebnisse bestätigen die Unternehmesleitung darin, dass die Kunden oft am besten wissen, wo es hakt. „Es ist uns wichtig, diese Dinge direkt von ihnen zu hören, um besser auf ihre Wünsche eingehen zu können“, betont Dr. Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer des Unternehmens. „Wir sehen das Kundenforum als Dialog, den wir fortsetzen und intensivieren möchten. Das ist ein wichtiger Spiegel unserer Arbeit und gibt uns die Möglichkeit, auf Kritik und Anregungen zu reagieren.“ Kunden, denen Themen auf den Nägeln brennen, haben auch weiterhin die Möglichkeit, diese per Telefon, Brief oder Internetseite zu äußern. Die nächste Gelegenheit zum persönlichen Dialog haben sie im November. www.stadtwerke-muenster.de/ kundenforum

Das zweite Kundenforum findet am 15.11.2011 ab 18 Uhr statt. Dann werden wir uns ausschließlich dem Thema „Kundenservice: Wo sehen Sie Verbesserungspotenzial?“ widmen. Melden Sie sich jetzt an! Sie sind herzlich eingeladen: dialog@stadtwerke-muenster.de Telefon 02 51.6 94-12 34

Hier haben die Kunden das Sagen: Die Notizzettel warteten auf zahlreiche Themenvorschläge.

Wie geht es besser? Aus den Ergebnissen des Kundenforums entstand ein umfangreicher Maßnahmenkatalog, von dem bereits mehrere Punkte umgesetzt wurden.


20 | 21 20

KUNDENSERVICE HEADLINE 1 Headline Ganz nah 2dran – Stadtwerke CityShop

Kurze Wege, ein rundes Info-Paket und Kundenservice zum Anfassen: Unter der Überschrift „Das Innenstadtwerk“ setzt der CityShop an der Salzstraße 21 seit dem 28. Mai noch stärker auf das Motto „Einfach. Näher. Dran.“ Im Herzen der Stadt gut beraten „Mit dem CityShop haben wir einen neuen Ort für Energieberatung, Verkehr und neue Produkte geschaffen“, erläutert Linda Klümper, Produktmanagerin bei den Stadtwerken, das Konzept. Ob das Stromprodukt wechseln oder ein Bus-Ticket erwerben: Auf den 240 Quadratmetern über zwei Etagen finden die Kunden das ganze Angebot rund um Busverkehr und Energieversorgung. Darüber hinaus bietet der CityShop in Ergänzung zum Kunden-ServiceCenter am Hafenplatz und „mobilé“ am Bahnhof aber noch mehr.

GANZ NAH DRAN CityShop an der Salzstraße 21 bietet Service mit Erlebnischarakter

Umwelt und Geldbeutel schonen Beispiel Energie. Das Angebot geht über eine normale Beratung weit hinaus: Für erste Sparmaßnahmen hält der Energiesparshop in Zusammenarbeit mit „Grünspar“ Produkte bereit, die nicht nur das ökologische Gewissen beruhigen, sondern auch den Geldbeutel schonen. Wer genau wissen möchte, wie viel Strom das TV-Gerät zu Hause im StandbyModus „frisst“, hat zudem die Möglichkeit, ein Strommessgerät auszuleihen. Und wer über größere Veränderungen in den eigenen vier Wänden nachdenkt, erhält bei dem spezialisierten Team alle wichtigen Infos rund um Heizungstechnik oder Erdgas und Wasser im Haushalt. Auch an die Finanzierung haben die Stadtwerke gedacht: Gemeinsam mit der Sparkasse bieten sie ab Oktober einen Modernisierungskredit mit speziellen Konditionen an. Für die Beratung einfach jemanden des CityShopTeams ansprechen!


22 | 23

KUNDENSERVICE Ganz nah dran – Stadtwerke CityShop

Herzlich willkommen im CityShop! Das Team weiß Rat bei allen Fragen rund um Verkehr und Energie.

3 FRAGEN AN … CHRISTIANE PUHE

Christiane Puhe, CityShop-Leitung

1. Wie war die erste Resonanz der Kunden? Die Kunden bestätigen uns, dass wir das Motto „Einfach. Näher. Dran.“ mit dem CityShop ideal umgesetzt haben. Wir hören den Satz „Schön, dass Sie jetzt mitten in der Stadt sind“ täglich. Das spiegelt sich auch in den Besucherzahlen wider: Schon am Eröffnungstag hatten wir knapp 2.000 Besucher und 600 Beratungsgespräche rund um Verkehr und Energie. Ende Juli konnten wir unseren 10.000. Besucher im CityShop begrüßen. 2. Welche Themen stehen im Mittelpunkt des Interesses? Die Nachfrage verteilt sich ungefähr zu einem Drittel auf den Bereich Verkehr und zu zwei Drittel auf den Bereich Energie. Vor allem das Interesse an der Gebäude-Energieberatung, die dienstags, mittwochs und donnerstags von 15 bis 18 Uhr und jeden ersten Samstag von 10 bis 18 Uhr stattfindet, ist groß. Da empfehlen wir inzwischen schon eine vorherige Terminabsprache. 3. Welche aktuelle Aktion sollten sich die Kunden nicht entgehen lassen? Jeden ersten Donnerstag im Monat bieten wir in Kooperation mit der Handwerkskammer Münster einen Fachvortrag rund um das Thema Energie in den eigenen vier Wänden an. Am 6. Oktober steht ab 18:30 Uhr das Thema Innendämmung auf dem Programm. Wichtig ist, dass eine vorherige Anmeldung direkt im CityShop, per E-Mail (privatkunden@stadtwerke-muenster.de) oder unter der Telefonnummer 02 51.6 94-12 34 erfolgen sollte.

Fachleute für alle Fälle Kooperationspartner wie die Handwerkskammer oder das HandwerkskammerBildungszentrum runden das Angebot ab. Voraussichtlich ab November wird das Amt für Grünflächen und Umweltschutz mit „an Bord“ sein. Was bedeutet eigentlich „Gesundes Wohnen“? Die Mitarbeiter haben Daten und Fakten parat und verleihen Hygrometer, mit denen Interessierte die Luftfeuchtigkeit zu Hause ermitteln können. Besteht Handlungsbedarf? Sie wissen Bescheid, welche Fördermittel Bauherren für die Altbausanierung abrufen können. Dabei behalten sie immer die Umwelt im Blick und informieren parallel zu allen Baumaßnahmen über Natur- und Artenschutz. Das ist auch ein Anliegen von Gebäude-Energieberater Michael Beffart. Er verdeutlicht Hausbesitzern eindrucksvoll, wo wertvolle Energie verloren geht. Geeignete Dämm-Materialien, fachgerechte Ausfertigung und vielleicht ergänzend eine Fotovoltaikanlage – der Experte weiß Rat. Die Devise lautet Mitmachen Mit Themenwelten, Ausstellungen und Sonderaktionen setzen die Stadtwerke auf Service zum Anfassen. Wie wäre es beispielsweise mit einem flotten Flitzer, der keine Tankstelle, sondern nur eine Steckdose braucht? Potenzielle Neueinsteiger erhalten einen ersten Einblick in das Thema E-Mobilität inklusive Anschaffungskosten und Ladezeiten. Immer einen Blick wert ist auch die Medienwand. Hier sind seit Ende August die Kunstwerke der kleinen „Ökoflitzer“ zu bewundern, die den Stadtwerke-Bus für den Ökoflitz-Malwettbewerb gemalt und gebastelt haben. Der Ökoflitz bringt Vorschulkinder zu spannenden Naturerlebnissen in und um Münster. Wohlfühlatmosphäre für die ganze Familie Familienfreundlich, barrierefrei – viel Wert legt das Unternehmen auf die Wohlfühl-Atmosphäre. Mit Erfolg: Seit der Eröffnung ist das „Innenstadtwerk“ ein beliebter Anlaufpunkt für die Kunden. Linda Klümper ist sich sicher, dass mit den geplanten Aktionen und Ausstellungen noch mehr interessierte Passanten den Weg in den Stadtwerke-CityShop finden. Ihr Rat: „Einfach mal beim Einkaufsbummel vorbeischauen!“

Die Stadtwerkekunden finden den neuen CityShop an der Salzstraße 21, ehemals Runners Point. Die Öffnungszeiten sind: Mo –Fr 10–20 Uhr Sa 10–18 Uhr

TICKETS ERHÄLTLICH für die SC Preußen-Familientribüne und SC Preußen-Stehplätze


24 | 25

PARTNERSCHAFT Freiheit auf vier Rollen

FREIHEIT AUF VIER ROLLEN Kerem Elver vereint beim Skateboarding Hobby und Beruf

Wenn die Mitarbeiter der Stadtwerke aus ihren Bürofenstern das sportliche Treiben auf dem Hafenplatz beobachten, ziehen sie so manches Mal anerkennend die Augenbrauen hoch angesichts besonders spektakulärer akrobatischer Einlagen. Die räumliche Nähe verbindet: Aus der Nachbarschaft ist im Laufe der Jahre eine Partnerschaft geworden. Seit zehn Jahren feiern Stadtwerke und Skater-Szene das gute Miteinander mit dem jährlichen Familienfest im Zeichen der vier Rollen, dem Stadtwerke-Jam. Wer sind die Menschen, die die Skaterszene so lebendig machen? Ein Besuch im Skaters Palace bringt sie zum Vorschein: die Könner und ihre Lehrlinge. Die Sache mit dem Gleichgewicht Normalerweise ist er ein Panther auf dem Board. Allerdings nicht in diesem Moment: „Siehst du? So kannst du kein Gleichgewicht halten“, wackelt Kerem Elver auf den Außenkanten des Bretts herum, um sich am Ende doch mit einem eleganten Schlenker wieder zu fangen. „Wichtig ist die Achse zwischen diesen beiden Schrauben“, dreht er das Skateboard um und zeigt auf einen Punkt zwischen den Rollen. „Da muss dein Schwerpunkt liegen.“ Sein Schüler Bernd hat aufmerksam zugehört. Heute steht der Elfjährige zum ersten Mal auf dem Board, und natürlich will er sich vor seinem bekannten Lehrer nicht blamieren. Tut er auch nicht: Die kurze Einweisung hat Wirkung gezeigt. „Super!“, ruft ihm der Profi hinterher, während der Nachwuchs-Skater schon selbstbewusst zur Wende ansetzt. Und ergänzt: „Das ist echt etwas, was mich immer wieder begeistert – zu sehen, wie die Kids ihre ersten Schritte machen, selbstständiger werden und dann Feuer fangen.“

Auf dem Skateboard verwirklicht er seinen ganz persönlichen Lebenstraum: die Suche nach Freiheit.

Gepackt von einem ganz neuen Lebensgefühl Kerem Elver war selbst so einer. Mit 13 Jahren entdeckte der gebürtige Wiesbadener, der inzwischen zur nationalen Spitze gehört, den Sport für sich, als ein Klassenkamerad sein Skateboard mit auf den Schulhof brachte. „Schon nach ein paar Versuchen klappten die ersten Tricks, da hat es mich gepackt.“ Auch seinen Bruder Efe hatte er schnell mit dem Skateboard-Virus infiziert. Ein echter Glücksfall: „Immer, wenn er mal keine Lust hatte, hab’ ich ihn motiviert – und andersrum“, schildert der 26-jährige mit einem Augenzwinkern. „So sind wir dabeigeblieben.“ Mit den Erfolgen kam auch der erste Sponsor. Und ein ganz neues Lebensgefühl: „Frei zu sein, das Board zu nehmen, weiterzufahren und so viel wie möglich von der Welt zu sehen, einfach das zu machen, was man will. Das macht für mich den Reiz aus.“

„Münster steht seit den 80er-Jahren weltweit und insbesondere in den USA für Skateboarding, da die Stadt 25 Jahre lang Austragungsort der Weltmeisterschaft war. Bis heute ist Münster ein Paradies für Skateboarder und zieht Aktive aus ganz Europa an: eine Bereicherung für die Stadt und die Vielfalt gelebter Jugendkultur. Der Vorplatz der Stadtwerke hat sich zum innerstädtischen Treffpunkt entwickelt, mit zwei jährlichen Highlights: dem ‚Stadtwerke-Jam‘ und ‚Go Skateboarding Day‘. Roll on, Münster!“ Titus

MIT DER PLUSCARD AUF DIE BRETTER Titus Dittmann weiß Bescheid: „In Münster schlägt das Herz der Skateboard-Szene.“ Wer mitmachen und die Stadt auf vier Rollen neu entdecken möchte, sollte die PlusCard zücken und bei Titus an der Königsstraße oder direkt im Skaters Palace vorbeischauen, denn Karteninhaber können dort bis zum 30.10.2011 dank der Stadtwerke ein Schnäppchen machen: Beim Kauf eines Titus-Komplettboards im Wert von 79,99 Euro erhalten sie einen TSG-Helm im Wert von 29,99 Euro gratis. Passend dazu können Anfänger auf dem Board fünfmal kostenlos im Skaters Palace trainieren und so weitere 40 Euro sparen. Also rauf auf die Bretter und das Titus-Motto auf die Fahnen geschrieben: „Skateboarding kennt weder Grenzen noch Krieg, Hautfarbe oder Hass, arm oder reich – Skateboarding verbindet.“

Titus Königsstraße 32–33 · 48143 Münster www.titus.de Skaters Palace Dahlweg 126 · 48153 Münster www.skaters-palace.de

Name:

Kerem Elver

Alter:

26

Skatet seit:

1997

Größter Erfolg:

6. Platz bei den Deutschen Meisterschaften 2010

Weitere Interessen: Mountainbiken, sein Hund „Arto“ Lebensmotto:

„Finde heraus, wer du bist!“

GUTSCHEIN Schauen Sie auf Seite 27


Auf den Geschmack gekommen? Die Stadtwerke verlosen je zwei Familientickets für die überdachte Tribüne und den Stehplatzbereich für folgendes Spiel: Samstag, 26. November, 14 Uhr: SC Preußen Münster – 1. FC Heidenheim Einsendeschluss ist der 17. Oktober. Viel Glück!

GUTSCH

ausschn 30. Okto eiden und bis z ber 201 1 einlös um en!

Beim Kauf eines Titus-Komplettboards im Wert von 79,99 Euro erhalten PlusCard-Inhaber einen TSGHelm im Wert von 29,99 Euro! Passend dazu gibt es im Shop Gutscheine für fünf kostenlose Trainingsstunden im Skaters Palace.

Ein weiteres Plus: Enthalten ist in den Familientickets die Betreuung für Kinder von zwei bis sechs Jahren im Preußen-Kindergarten während der Nachmittagsspiele. Für die stressfreie Anreise ist ebenfalls gesorgt: Nicht nur die Familientickets, sondern auch alle anderen Stadionkarten gelten bei allen Heimspielen als kostenloses Ticket für Bus und Bahn im Stadtgebiet.

Mit der ganzen Familie ins Fußballstadion? Die Stadtwerke und der SC Preußen bieten dafür spezielle Familientickets an. 30 Euro kosten die Karten für Eltern und zwei Kinder bis 14 Jahre auf der Familientribüne mit überdachten Sitzplätzen, Stehplätze gibt es für 13,50 Euro. Wer eines von vier Familientickets für die ausgewählte Begegnung gewinnen möchte, sollte diesen Coupon an die Stadtwerke Münster GmbH, Unternehmenskommunikation, Hafenplatz 1, 48155 Münster, zurückschicken oder im CityShop abgeben. Möglich ist auch eine formlose Mail an folgende Adresse: dialog@stadtwerke-muenster.de. Einsendeschluss ist der 17.10.2011.

So klappt der Trick! Skateboarding ist eine Wissenschaft für sich – der Profi kennt die richtige Formel.

„Toooooooor!“ Im Stadion jubelt es sich doch viel schöner als vor dem Fernseher – und zwar am besten mit der ganzen Familie. Aus diesem Grund bieten die Stadtwerke und der SC Preußen exklusiv PlusCard-Kunden für alle Heimspiele spezielle Tickets für Familien an. Neben Stehplätzen zum Preis von 13,50 Euro gibt es auch Sitzplätze im überdachten Familienbereich im Block E. Sie gelten für zwei Kinder bis zu einem Alter von 14 Jahren mit beiden Elternteilen und kosten 30 Euro. PlusCard-Besitzer haben damit einen Preisvorteil von 50 Prozent. Erhältlich sind die Tickets im Vorverkauf im CityShop in der Salzstraße, im Service-Zentrum mobilé und in der Preußen-Geschäftsstelle.

DER FAMILIE

www.skaters-palace.de

s: 17.10.2011

Was ist wichtig, damit die ersten Schritte auf dem Brett nicht in einer Bruchlandung enden? Aufmerksam hört der elfjährige Bernd zu.

Einsendeschlus

Am Ende schließt sich der Kreis Und er kann Balsam für die Seele sein, wie das skate-aid-Team um Titus Dittmann festgestellt hat: Nach Ausbildungsende wird Kerem Elver für einige Zeit nach Afrika gehen und dort den Aufbau von Skateparks in Kinderheimen und Townships unterstützen. Eine Aufgabe, auf die er sich freut: „Skateboard fahren, mit Kindern arbeiten, so viel wie möglich von der Welt sehen – da schließt sich der Kreis wieder.“

Familientickets für PlusCard-Inhaber/ Stadtwerke verlosen Karten

Tickets g

Ein Herz für den Nachwuchs Besonders am Herzen liegt Kerem Elver die Nachwuchsarbeit. Wenn der fünfjährige Hannes sich ohne mit der Wimper zu zucken von der 2,50-Meter-Rampe stürzt, ist sich sein Lehrer sicher: „Das wird einmal ein Großer.“ Trotzdem achtet er darauf, dass seine Schüler die Sicherheitsvorkehrungen einhalten. Ohne Schutzhelm, Knie- und Ellenbogenschoner läuft gar nichts. „Viele hören auf, wenn sie sich einmal richtig verletzt haben“, weiß er aus leidvoller Erfahrung. „Man darf selbst die einfachsten Tricks nicht unterschätzen.“ Wie auf Kommando brettert gerade der sechsjährige Leo die Rampe herunter – und legt eine waschechte Bauchlandung hin. Nichts passiert, die Schoner haben ganze Arbeit geleistet, Leo startet schon wieder zum nächsten Versuch. Seine Mutter Bärbel Drögemüller nimmt das kleine Malheur dann auch gelassen: „Wir sind erst zum fünften Mal dabei, aber wie die Zwerge hier rumsausen, ist echt klasse. Der Sport ist wirklich gut für die Motorik.“

GEMEINSAM UM DIE WETTE JUBELN

PLUSPUNKTE BEI PREIS UND SERVICE

Hobby und Beruf unter einem Dach Allein auf das Skateboard bauen wollte Kerem Elver dann aber doch nicht. Deswegen machte er sich nach der Schule auf die Suche nach einer Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann. Die Kontakte in der Szene führten ihn nach Münster zu Steffen Krüger, Geschäftsführer im Skaters Palace. Drei Jahre später, kurz vor dem Ende der Ausbildung und den Übernahmevertrag in der Tasche, weiß er: Konzerte organisieren, Jams auf die Beine stellen, nebenbei für die eigenen Wettbewerbsteilnahmen trainieren – das ist die ideale Mischung. Im Dienste seiner Sponsoren hat der Profi-Skater zudem seine Model-Qualitäten entdeckt. So geht es dann auch schon einmal direkt zum Fotoshooting mit nacktem Oberkörper auf dem zugefrorenen Aasee oder an den Strand auf Gran Canaria.

EIN

PARTNERSCHAFT Freiheit auf vier Rollen

VERLOeSwUinNneGn! JUBELN IM KREISE

26 | 27


PARTNERSCHAFT Spannende Begegnungen

28 | 29

Dieser Mann setzt alle Hebel in Bewegung: Wo er wirkt, surren und rattern Motoren, dreht sich ein Karussell in steter Gleichförmigkeit. So wird eine an- und abschwellende Geräuschkulisse erzeugt. Eine Herausforderung für die Sinne sind die Installationen des 1966 im serbischen Smederevska Palanka geborenen Künstlers Dejan Sari´ c. Schön und schaurig zugleich – das gilt vor allem für seine schwarzen Maschinenwesen. Da rotiert und zerrt es, bringen unsichtbare Kräfte scheinbar tonnenschwere Gummikörper aus dem Lot, bis es endlich zum Knall kommt. Einen Atemzug lang nur herrscht Ruhe. Bis das Schauspiel erneut beginnt … Wer eine neue Arbeit des Wahl-Düsseldorfers, der von der Medizin zur Kunst wechselte, erleben möchte, ist vom 20. Oktober bis zum 17. November (Do–So 16–19 Uhr) in die Ausstellungsräume in der Fresnostraße 8 eingeladen.

Skaters Palace Dahlweg 126 48153 Münster www.skaters-palace.de

Titus Königsstraße 32–33 48143 Münster www.titus.de

Adressen für PreisPlus und ServicePlus

EINE HERAUSFORDERUNG FÜR DIE SINNE

SPANNENDE BEGEGNUNGEN Stadtwerke fördern zeitgenössische Kunst

Geburtsdatum

Telefon

PLZ/Ort

Straße

Nachname

Vorname

Absender

Innovativen Künstlern ein Forum und jungen Kuratoren ein Aufgabenfeld bieten – das hat sich der F.A.K., der Förderverein für Aktuelle Kunst, auf die Fahnen geschrieben. Hilfestellung erhält er in diesem Jahr von den Stadtwerken, die seit 2008 jährlich eine örtliche Initiative mit einer besonderen Form der Patenschaft unterstützen: Neben einer einmaligen Spende von 5.000 Euro begleiten sie ihr „Patenkind“ bei verschiedenen Aktionen über das Jahr hinweg. Im Falle des F.A.K. wirken

die Stadtwerke 2011 an zwei Ausstellungen mit: Vom 26. Mai bis zum 26. Juni präsentierte Sebastian Wickeroth in den Räumen an der Fresnostraße im Lincoln-Quartier seine Sicht des klassischen Formenverständnisses. Vom 20. Oktober bis zum 17. November stellt Dejan Sari´ c hier seine dynamischen Installationen aus. Dialog im Ausstellungsraum Die kreativen Köpfe hinter der diesjährigen Ausstellungsreihe sind Miriam Jonas, Franziska Lena Kluw, Sandra Pulina und Isabelle von Schilcher. Ihr Anliegen ist der Dialog zwischen Künstlern und Theoretikern. „Durch den Austausch zwischen Künstlern und Wissenschaftlern wollen wir den Anstoß zu einem produktiven Dialog über Kunst ermöglichen, der den Betrachter explizit einbezieht“, erklären die Kuratorinnen. Auch Konflikte scheuen die Macherinnen dabei nicht: „Wir wollen den Dialog konstruktiv nutzen, ohne den Einzelnen in seiner Arbeitsweise zu beschränken.“

Bereicherung für die Kulturszene National, international, multimedial: Angesprochen ist ein breites Publikum, auch der Fachbereich für Kunstgeschichte und das Institut für Kommunikationswissenschaften der Universität sind involviert. „Das Programm 2011 ermöglicht spannende Begegnungen mit der gegenwärtigen Kulturszene“, sind sich die Kuratorinnen sicher. „Dadurch wird die Kulturszene Münsters erweitert und bereichert.“

www.foerdervereinaktuellekunst.de

Spektakulär, spannungsvoll, dynamisch: Die Installation „Mobil 2“ fordert den Betrachter heraus.

Kunstbegeisterte Stadtwerke-Kunden haben dabei die Möglichkeit, am 23. Oktober 2011 um 11 Uhr an einer Kuratorenführung teilzunehmen.

www.dejansaric.de


30 | 31

FÜR KINDER Keine Angst vorm Kribbelkrabbelkrebs

Was krabbelt denn da? Bislang waren die kleinen Tierchen mit den vielen Beinen den Kids eher unheimlich. Jetzt strecken sie neugierig die Hände aus.

KEINE ANGST VORM KRIBBELKRABBELKREBS Kleine Wasserforscher erkunden den Kinderbach

„Da, ich habe einen Fisch gefangen!“ Ein Kescher reicht, damit aus kleinen Prinzessinnen große Wasserforscher werden.

Cheyla ruft aufgeregt nach ihrer Freundin Stephanie: „Ein Fisch, ich hab’ einen Fisch gefangen!“ Tatsächlich: Im Kescher der Sechsjährigen flitzt munter ein kleiner Stichling umher. Vorsichtig siedelt die kleine Naturforscherin mit den wippenden Zöpfen ihren Fang in die Wasserschale um – und ist auch schon wieder auf der Suche nach neuen Wundern, die der Bachlauf zu bieten hat. Später wird sie ihren Fund mit der Becherlupe genau begutachten, bevor das Fischlein wieder zurück in sein Element darf …


32 | 33

FÜR KINDER Keine Angst vorm Kribbelkrabbelkrebs

Für kleine Forscher gibt es kein „Igitt!“ Cheyla ist eines von zehn Kindern, die sich jetzt im Rahmen der Ökoflitz-Aktion – dem kunterbunten Stadtwerke-Bus für Kids, der in Sachen Natur unterwegs ist – auf ein ganz besonderes Abenteuer einließen. Unter Anleitung der Diplom-Biologin und UmweltPädagogin Bea Niederau betätigten sich die Jungen und Mädchen des Münsteraner Kindergartens Dreifaltigkeit am Kinderbach als Wasserforscher. Und erlebten dabei eine große Überraschung: Wer hätte schon gedacht, dass das Wasser, das sonst so klar und rein aus dem Hahn strömt, Lebensraum für so viele spannende Lebewesen ist? Ob Saugnapf oder Schuppenkleid, ob Schwimmhaut oder Kribbelkrabbelkrebs – hier gab es kein „Igitt!“, sondern nur einen schier übermächtigen Forscherdrang. Für Bea Niederau ein altbekanntes Phänomen, das sie sich gern zunutze macht: „Die Natur ist der beste Lehrer“, weiß sie aus langjähriger Berufserfahrung. „Bei unseren Abenteuerreisen entdecken wir gemeinsam aus ungewöhnlichen Perspektiven Dinge, die wir vorher nie bemerkt haben, und nehmen sie in Zukunft ganz anders wahr.“ Wer denkt da noch an nasse Füße! Auch Getuart hat mittlerweile die Begeisterung für seine nasse Umgebung gepackt. In Gummistiefeln mit Schottenkaros stapft er eifrig durch den Bach. Dafür, dass das Wasser gefährlich nahe an der Oberkante des schützenden Schuhwerks plätschert, hat er keinen Blick übrig, denn er hat es auf etwas anderes abgesehen: die Steine am Untergrund. Vorsichtig hebt er einen hoch – und tatsächlich: Da hat sich ein kleiner Bachflohkrebs versteckt! Auch diese Beute wandert ins Bassin, wo sie im Anschluss an die Entdeckertour bei der lebensnahen Schulstunde im grünen Klassenzimmer als Anschauungsmaterial dient. Spielregeln müssen sein Damit die Natur den Ansturm der Nachwuchsforscher auch gut verkraftet, achtet die Diplom-Biologin darauf, dass die Kinder sich an wichtige Grundregeln halten. „Das R in Natur steht für Respekt!“, lautet ihre Überzeugung. Das gilt schon für die einführenden Spiele: „Bei den Blumen bitte nur diejenigen abpflücken, von denen es genug gibt“, prägt sie den Jungen und Mädchen ein. Vor diesem Hintergrund schickt sie die Kindergruppe auf die Suche nach Hahnenfuß, Löwenzahn,

So viel Spaß kann die Natur machen: Mit interessanten Spielen und kindgerechten Informationen hatte Bea Niederau die Kinder schnell auf ihrer Seite.

Anregung für ein Wasserspiel in der Natur: Erstürmung der Frosch-Festung „Und was ist das für ein Tier?“ Die Umwelt-Pädagogin wusste Rat und half bei der „Bergung“.

Auch die angrenzenden Wiesen gehören zum Ökosystem Bach. Unter Anleitung der DiplomPädagogin lernten die Jungen und Mädchen, warum das „R“ in Natur für „Respekt“ steht.

Jedes Kind sucht sich in der Umgebung einen natürlichen Gegenstand, also ein Blatt, ein Gänseblümchen oder eine Kastanie. Im Anschluss wird ein Kind zum Froschkönig ernannt, der sich in die Mitte stellt. Nun legen die Mitspieler ihre „Schätze“ in unmittelbarer Nähe des Froschkönigs ab, bevor sie einen großen Kreis um ihn bilden. Nachdem der Froschkönig eine Augenbinde und eine Wasserspritze erhalten hat, kann es losgehen! Leise und geschickt wie die Indianer müssen sich die Kinder heranschleichen, um sich ihre Schätze zurückzuholen. Doch die Frosch-Festung ist nicht so leicht zu erstürmen, denn bei jedem Geräusch kommt natürlich die Wasserspritze zum Einsatz. Wer als Letzter seinen Schatz zurückerobert, ist der nächste Froschkönig. Und wenn das Spiel beendet ist, können die Kinder gleich ihre frisch erworbenen Anschleichkenntnisse verwenden, um vorsichtig im nahe gelegenen Bach die Tierwelt zu erkunden, ohne Fische und Frösche zu verschrecken.


34 | 35

FÜR KINDER Keine Angst vorm Kribbelkrabbelkrebs

Fuchsschwanz und Gänseblümchen. Woher der Fuchsschwanz seinen Namen hat, ist schnell klar. Aber wieso hat das Gänseblümchen eigentlich manchmal rote Spitzen? Bea Niederau erzählt den Kindern die Geschichte: „Einst sollte die Sonne entscheiden, welches die schönste Blume von allen ist, und sagte: Das Gänseblümchen, denn es hat ein kleines goldenes Herz. Da hat es sich so sehr gefreut, dass es ganz rot geworden ist ...“ Den Blick für die Wunder der Natur schärfen Den Blick für die Feinheiten der Natur schärfen, ihren Wert schätzen lernen – das steckt hinter den Führungen der Umwelt-Pädagogin. Schließlich sind Stichling, Bachflohkrebs, Köcherfliegen-Larve und Egel nicht nur wich-

tige Mitarbeiter im Ökosystem Bach, sondern zeigen auch noch ganz nebenbei an, wie ökologisch intakt ein Wasserlauf ist. Am Ende wissen die Vorschulkinder: Der Kinderbach bewegt sich im guten Mittelfeld. Da ist es gar nicht weiter schlimm, dass sich das Wasser natürlich doch in den einen oder anderen Gummistiefel verirrt hat. Für diese Fälle haben Betreuer Kunibert Wilden und Veronika Schuster wohlweislich mit Ersatzsocken und -hosen vorgesorgt und schnell wird die Naturwiese am Bachlauf auch noch zum Umkleidezimmer. Nur um den Durst nach dem großen Abenteuer zu stillen – dafür bevorzugten Cheyla und ihre Freunde dann doch das Wasser aus der Leitung.

MIT DEM ÖKOFLITZ INS KLASSENZIMMER NATUR Wie kommt das Wasser in den Hahn? Krabbeltierchen, Schwebteilchen und auch die eine oder andere Verunreinigung, die man nicht mit bloßem Auge erkennen kann: Was für die kleinen Ökoflitzer ein spannendes Forschungsabenteuer im Kinderbach bedeutet, hat im späteren Trinkwasser nichts mehr zu suchen. Sauber, neutral im Geschmack, kühl, farblos und geruchlos soll es sein. Außerdem muss es einen bestimmten Gehalt an Mineralien aufweisen, denn die braucht der Mensch. Aber wie kommt das Wasser eigentlich klar und frisch in die Leitung? Ein Besuch im Wasserwerk zeigt: Wichtigste Quelle für die Wassergewinnung ist das Grundwasser. Mithilfe von 29 Brunnen holt das Wasserwerk Hohe Ward in Münster-Hiltrup das Wasser an die Oberfläche. Da das für eine so große Stadt wie Münster nicht ausreicht, kommt zusätzliches Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal hinzu. Das allerdings ist nicht so sauber wie das Grundwasser und muss mit mehr Aufwand gereinigt werden. Dafür stehen dem Wasserwerk Aktivkohlefilter zur Verfügung, die aufgeklappt die

Größe eines Fußballfeldes hätten. Vorgereinigt gelangt das Wasser dann in große Anreicherungsbecken. „Hier braucht es 50 Tage, bis es im sandigen Untergrund versickert ist“, erklärt Wassermeister Peter Kegel. „Dabei wird es mikrobiologisch gereinigt, bevor es sich wieder mit dem Grundwasser vermengt.“ Und von dort aus geht es in die schon erwähnten Brunnen und darf endlich als sogenanntes „Rohwasser“ ins Wasserwerk fließen. Jetzt fehlt nur noch die Aufbereitung: „Weil in Münster relativ viel Eisen und Mangan im Grundwasser sind, geben wir reinen Sauerstoff zu“, weiß Kegel. „Der bindet die beiden Metalle.“ Am Ende wird das Leitungswasser mit ungefähr vier bar Druck ins Netz gepumpt. Das ist etwas mehr Druck, als normalerweise für einen Fahrradreifen nötig ist. Und damit das Wasserwerk auch zu Tageszeiten gerüstet ist, in denen die Münsteraner besonders viel des kostbaren Nasses verbrauchen, speichert das Werk Trinkwasser in großen Behältern. Damit auch durstige Naturforscher jederzeit ein Glas frischen Leitungswassers zapfen können!

Rechtzeitig Termin für die neue Saison reservieren Ein Besuch bei den Honigbienen in den Rieselfeldern oder bei Pinguin, Löwe und Co. im Allwetterzoo? Ein Ausflug zum Wasserwerk in der Hohen Ward oder zu den Milchkühen auf dem Bauernhof? Oder doch lieber den Müllwagen der Abfallwirtschaftsbetriebe in Aktion erleben? Mittlerweile im vierten Jahr steuert der Ökoflitz zwischen Frühling und Herbst alle zwei bis drei Tage insgesamt zwölf spannende Ziele rund ums Thema Natur an. Im Gepäck hat er jeweils eine Gruppe erwartungsvoller Jungen und Mädchen im Vorschulalter. Schon die Kleinsten für die Natur begeistern „Unser Anliegen ist es, die Kinder zum Thema Ökologie im wahrsten Sinne des Wortes ganz früh abzuholen“, erläutert Ralf Mertins, Leiter Marketing. Deswegen bringt der Ökoflitz die kleinen Abenteurer direkt ins Klassenzimmer Natur, wo sie ihre Umgebung hautnah erleben und spielerisch lernen, warum es wichtig ist, sich für die Umwelt einzusetzen. Kindertageseinrichtungen aus Münster, die an der Aktion teilnehmen möchten, sollten sich vor Saisonstart im Frühjahr nächsten Jahres auf der Internetseite über die Ziele und Termine informieren und den Bus rechtzeitig reservieren. Wer malt den schönsten Ökoflitz?

So bunt ist der Ökoflitz! Alle Kinder bis zum Alter von sechs Jahren waren aufgerufen, den Bus zu malen. Zu gewinnen gab es 20 Familienkarten für das Musical Peter Pan auf der Freilichtbühne Tecklenburg. Klar, dass die kleinen Künstler sich kräftig ins Zeug legten und tolle Bilder zauberten. Zu sehen sind sie seit Ende August auf der Medienwand im CityShop an der Salzstraße 21.

www.oekoflitz.de


36 | 37

INNOVATION & FORSCHUNG Umweltbotschafter auf dem Aasee

Ein ultraleichtes Doppelrumpfschiff aus Aluminium tritt in der kommenden Saison die Nachfolge des „Professor Landois“ auf dem Aasee an. Der Clou ist der Solarantrieb: Mit modernster Technik schöpft der Katamaran die Kraft der Sonne aus.

Visionär und Umweltfreund: Peter Overschmidt ist Inhaber der gleichnamigen Segelschule und Betreiber des Solarbootes.

UMWELTBOTSCHAFTER AUF DEM AASEE Zum Saisonstart 2012 geht mithilfe der Stadtwerke ein neues Solarboot an den Start Wenn Peter Overschmidt von seinem neuen „Schätzchen“ spricht, gerät er ins Schwärmen: „Da sind technische Innovationen am Start, von denen andere nur träumen können!“ Die Rede ist vom Nachfolger des altgedienten „Professor Landois“. Nach 37 Jahren hat das Dieselschiff, das täglich seine Runden über den Aasee drehte, ausgedient. An seine Stelle tritt ein hochmodernes Doppelrumpfschiff aus Aluminium, das über eine ganz besondere Antriebsquelle verfügt: Allein mit der Kraft der Sonne befördert das Solarboot ab der Saison 2012 die Fahrgäste in Richtung Zoo.

Schätzchen zum Schwärmen „Denkt man heute über etwas Neues nach, kommt man an dem Thema der erneuerbaren Energie ja gar nicht vorbei“, erklärt der Inhaber der gleichnamigen Segelschule und Landois-Betreiber. Nicht nur die Geruchs- und Geräuschbelästigung, sondern vor allem der Umweltgedanke hätten es quasi verboten, „wieder ein Boot mit tuckerndem Dieselmotor auf die Reise zu schicken“. Zudem hatte auch die „Professor Landois“ bereits gute Erfahrungen mit Sonnenenergie gemacht: „Seit rund fünf Jahren haben wir Solarzellen für die Bordstrom-Versorgung genutzt“, schildert Kapitän Overschmidt.

Gute Erfahrungen mit Sonnenenergie Die Möglichkeiten des Nachfolgers gehen darüber allerdings weit hinaus. „Das ist ein exklusiver Prototyp nur für den Aasee!“, schildert Peter Overschmidt. Mit seinem engen Zookanal, dem begrenzten Tiefgang und Kurven erfordere er eine ganz spezielle Schiffskonstruktion aus leichtem Aluminium. Dass der 15 Meter lange und 4,5 Meter breite Katamaran beim Thema Solarantrieb in der höchsten Liga mitspielen wird, ist den Stadtwerken zu verdanken: Sie sponsern die hochwertigen Lithium-Ionen-Akkus und richten zusätzlich am Anleger eine Batterie-Ladestation ein. Außerdem gilt jedes Schiffsticket automatisch für den Bus. „Das ist umweltfeundlich und ermöglicht direkt die Anschlussverbindung“, erklärt Reinhard Schulte, Leiter Nahverkehrsmanagement, die Vorteile des Kombi-Tickets. „Ohne die Unterstützung des Unternehmens wäre das Projekt gar nicht möglich gewesen“, weiß auch der Betreiber das Engagement der Stadtwerke zu schätzen. Als Partner sitzt das Batterieforschungszentrum „Meet“ buchstäblich mit im Boot. „Sie werden das Schiff als Versuchslabor nutzen“, freut sich Overschmidt über die gelungene Zusammenarbeit in Sachen Umweltschutz. Power-Akkus im Dienste der Forschung Jetzt sind erst einmal die Konstrukteure auf der Stralsunder Ostseestaal-Werft gefragt: „Tagtäglich gibt es neue Erkenntnisse in der Solar-Forschung – wir nehmen noch alles mit!“, merkt Overschmidt schmunzelnd an.

Bald sind die Detailplanungen aber abgeschlossen und die Schiffbauer können loslegen. „Die Schiffstaufe ist am 2. April geplant, am 6. April, Karfreitag, nimmt das Solarboot offiziell seinen Dienst auf.“ Ohne Ruhetag soll es dann mit bis zu 68 Passagieren – 50 Plätze innen und zusätzlich 18 neue Außenplätze – täglich ab 10 Uhr an der Goldenen Brücke ablegen. Bis 18 Uhr dreht es im Stundentakt seine Runden Richtung Planetarium, Naturkundemuseum und Zoo. Bildungsfahrten nach Dienstende „Anschließend ist es für Sonderfahrten reserviert“, schildert Peter Overschmidt noch eine Neuheit: Mit seiner innovativen Technik eignet es sich nämlich hervorragend für BildungsVeranstaltungen. Dafür hat Overschmidt extra die Video-Produktion „Vom Sonnenstrahl zum Schiffsantrieb“ angestoßen, die dann über den Großbildschirm laufen wird. „Von der Ausbildungseinheit für Azubis über den Schulklassenausflug bis hin zum Kolloquium auf dem Wasser ist alles möglich“, betont Overschmidt. „Das sind fantastische Möglichkeiten für alle, die sich für Technik interessieren.“ Professor geht noch nicht in den Ruhestand Übrigens: Wer dem altgedienten Dieselschiff mit ein wenig Wehmut nachtrauert, muss unbesorgt sein: Nachdem es auf der Stralsunder Werft „ordentlich aufgemöbelt“ wurde, wie es Overschmidt nennt, wird es seinen Dienst in Mecklenburg-Vorpommern aufnehmen.


38 | 39

UNTER DIE LUPE GENOMMEN Tiefe Bohrungen, hohe Risiken

Überall hört man von ihr, sie ist allgegenwärtig: die Ressourcenknappheit. Rohstoffe wie Kohle und Erdöl werden knapper, die Suche nach neuen Energien ist im vollen Gange. Eine mögliche Lösung zur Überbrückung des drohenden Engpasses ist Erdgas, und zwar direkt vor der Haustür: Experten vermuten, dass auch im Münsterland riesige Mengen davon im Boden schlummern – bislang ungenutzt, doch das soll sich ändern. Das Gas kommt nicht von alleine hoch Energiekonzerne aus Kanada, den USA, Australien und Deutschland wollen durch sogenannte Explorationsbohrungen herausfinden, wo sich die Gasförderung besonders lohnen könnte. Der Profit lockt, doch das Vorhaben ist schwierig umzusetzen: Denn das Gas strömt nicht von alleine in die Tanks, sondern lagert in Zwischenräumen von Gestein und in Kohleflözen – Hunderte Meter unter der Erdoberfläche. Eine spezielle Bohrmethode könnte dieses Problem lösen: Beim sogenannten Fracking wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien durch Bohrlöcher in die Tiefe gepumpt, um in das Gestein Risse zu sprengen und so das Gas fördern zu können. Die Chemikalien sollen dabei sicherstellen, dass Bakterien die Risse nicht sofort wieder schließen.

TIEFE BOHRUNGEN, HOHE RISIKEN Trinkwasser ist unsere wichtigste Ressource: Da es aus dem Grundwasser im Boden aufbereitet wird, dürfen dorthin keine Schadstoffe gelangen. Genau das könnte aber geschehen, wenn im Münsterland nach Gas gebohrt wird.

Chemikalien bleiben zum Teil im Boden Doch die geplanten Bohrungen im Münsterland – unter anderem bei Drensteinfurt und Nordwalde – sind umstritten. Neue Erkenntnisse stützen diese Sorgen: Amerikanische Wissenschaftler haben im Trinkwasser von bebohrten Regionen deutlich erhöhte Methan-Werte gemessen. Das entzündliche Treibhausgas ist ein Hauptbestandteil von Erdgas. Auch in der Fracking-Flüssigkeit haben Forscher bedenkliche Stoffe entdeckt, zum Teil sogar krebserregende. Da das Wasser-Chemikalien-Gemisch nach der Bohrung nicht komplett entfernt wird, stellt sich also auch die Frage, was mit diesen Stoffen anschließend im Boden passiert. Diese Ergebnisse beunruhigen auch Trinkwasser-Versorger: Zwar liegt das Gas Hunderte Meter tief unter der Erdoberfläche, während etwa die Stadtwerke in Münster sich an Grundwasser in zwölf bis 35 Metern Tiefe bedienen – doch gesicherte Erkenntnisse darüber, ob und wie Stoffe aus den Tiefen des Erdreichs durch Bohrungen zum Grundwasser gelangen können, gibt es bislang nicht.


40 | 41

UNTER DIE LUPE GENOMMEN Tiefe Bohrungen, hohe Risikenn

Verantwortung vor Profit: Das ist das Credo von Dominik Pollok, Abteilungsleiter Wasserwerke bei den Stadtwerken Münster.

GRUNDWASSERMODELL MÜNSTERLÄNDER BECKEN

Dominik Pollok (33) ist als Abteilungsleiter bei den Stadtwerken für die Wasserwerke zuständig. Im Interview erläutert er die Gefahren, die von Erdgasbohrungen für das Grundwasser ausgehen – und warnt davor, bei der Suche nach neuen Rohstoffen die Bedeutung des Lebensmittels Trinkwasser zu vergessen.

Schicht um Schicht: Wasser, Kalk, Gas Das Wasser ist nah: Höchstens 35 Meter müssen die Stadtwerke sich durch eine Schicht aus Sand und Kies bohren, um auf Grundwasser zu stoßen. Das Erdgas, einige Hundert Meter tiefer, ist von diesem Grundwasserspeicher durch den Emscher Mergel getrennt: eine dicke Schicht aus Tonmergelstein, darunter liegt Kalkstein. Etwas tiefer lagert vermutlich das Erdgas – verborgen in zahlreichen Poren und kleinen Zwischenräumen im Untergrund. Um etwa in Drensteinfurt daran zu gelangen, müsste schon für erste Explorationsbohrungen der darüber liegende Gesteinsriegel durchbrochen werden.

Teutoburger Wald

Münster

Drensteinfurt

Herr Pollok, gegen die geplanten Explorationsbohrungen nach Erdgas im Münsterland regt sich Widerstand. Was hat denn das Trinkwasser damit überhaupt zu tun? Unser Trinkwasser beziehen wir aus dem Grundwasser – und das befindet sich nun mal unter der Erde, genau wie das Erdgas. Das Gas liegt viel tiefer als das Wasser, deshalb war das bislang auch überhaupt kein Problem. Das könnte sich aber durch die eventuell geplanten Bohrungen demnächst ändern.

Hellweg-Quellen

Soest

NN -1.000 m -2.000 m

Grundwasserfließrichtung

Kalkstein

Tonmergelstein

Untergrund

Sand und Kies

Mögliche Erdgasbohrung

Sind Gas und Wasser im Untergrund denn nicht voneinander getrennt? Doch, natürlich. Hier in Münster zum Beispiel schottet der sogenannte Emscher Mergel das Grundwasser der oberen Stockwerke von den tiefer gelegenen ab. Diese Gesteinsschicht ist mehrere Hundert Meter dick, aber es gibt keine Belege dafür, dass sie auch flächendeckend dicht ist. An einigen Brunnen im ländlichen Raum sind bereits Methanaustritte bekannt, und niemand weiß bislang, wo sie herkommen. Außerdem kann der Emscher Mergel auch durchbrochen werden – zum Beispiel durch eine Bohrung. Was genau kann dann mit dem Grundwasser passieren? Wenn im Münsterland wirklich Erdgas gefördert werden soll, müsste die Gegend dafür wie ein Schweizer Käse durchlöchert werden. Diese Masse der Bohrungen wäre sehr bedenklich: Wir glauben jedenfalls nicht, dass da alle Löcher wie geplant dicht bleiben. Dann könnte unter anderem salziges Wasser aus tieferen Schichten zu anderen GrundwasserStockwerken gelangen. Ist das auch eine Gefahr für das Trinkwasser in Münster? Wir bedienen uns in Münster am obersten Grundwasser-Stockwerk, dem Münsterländer Kiessandzug. Der liegt nicht so nah am Erdgas wie die tieferen Wasservorkommen. Die Gefahr ist aber, dass durch die Bohrungen die Stockwerke miteinander verbunden werden – und

dann kann auch das Grundwasser im Münsterländer Kiessandzug betroffen sein. Die Bohrmethode des „Fracking“ steht besonders in der Kritik. Warum? Beim Fracking wird ein Chemikalien-Cocktail mit hohem Druck in den Boden gepumpt, um für das Gas Förderwege zu schaffen, nämlich kleine Risse im Gestein. Die Gefahr besteht darin, dass wir nicht einschätzen können, wie weit sich die Chemikalien mithilfe dieser Risse ausbreiten können. Möglicherweise können die Chemikalien nach dem Fracking in die oberen Grundwasserstockwerke aufsteigen. Was müssten die Stadtwerke in Münster in einem solchen Fall machen? Unserer Auffassung nach darf es zu solchen Verunreinigungen erst gar nicht kommen. Es muss alles getan werden, diese zu vermeiden. Sollten jedoch tatsächlich Salz oder sogar Chemikalien in unser Grundwasserstockwerk gelangen, müsste das Wasser sehr aufwendig gereinigt werden. Es ist aber grundsätzlich schwierig, kostspielig und im Einzelfall sogar unmöglich, solche Inhaltsstoffe rückstandslos aus dem Grundwasser zu entfernen. Daher ist die jüngste politische Entscheidung unseres Umweltministers, das Fracking auf Eis zu legen. So lange, bis Studien die Wissenslücke um die umstrittenen Fördermethoden schließen. Viele Politiker sehen im Erdgas trotzdem die ideale Energie, um unabhängiger von Atomstrom und Kohlekraft zu werden. Ist das nicht ein sehr wichtiges Ziel? Ja, aber: Wir als Wasserversorger haben eine Verantwortung für die Menschen, auch für die kommenden Generationen. Denn irgendwann sind diese Gasvorkommen erschöpft, Wasser brauchen wir aber weiterhin. Trinkwasser ist und bleibt das wichtigste Lebensmittel, ohne das wir nicht existieren können. Solange wir nicht alle Gefahren beim Bohren nach Erdgas abschätzen können, muss uns diese Verantwortung wichtiger sein.


42 | 43

UNTERWEGS Sicher durch die Nacht – Zehn Jahre NachtBus

Mittwochabend, 22 Uhr. Wie in einer einstudierten Performance rollen mehrere Busse gleichzeitig zu den Haltestellen vor dem Hauptbahnhof – die Türen öffnen sich, nehmen Fahrgäste auf und entlassen andere in die Nacht. Auch vor dem Nebeneingang des Bahnhofs, am Bussteig B2, kommt einer der langen Busse zum Stehen: die Linie N85 aus Hiltrup, pünktlich auf die Minute. Am Lenkrad sitzt Ulrike Bieschke, sie lächelt. „Ich liebe es, den NachtBus zu fahren“, sagt sie. „Am liebsten verbringe ich meine Nächte mit nichts anderem.“ Dann schließt sie die Türen und fährt los, denn schon in sieben Minuten muss sie im Kuhviertel sein.

Entspannte Fahrgäste am Abend Bieschke mag an den Diensten nach 21 Uhr vor allem die Stimmung im Bus. Von Alltagsstress und Termindruck spüre sie abends nichts, die Fahrgäste seien dann entspannt. So wie Gritta von Troll: Die Archäologie-Studentin hat es sich auf einem der blau gemusterten Sitze im vorderen Teil des Gelenkbusses gemütlich gemacht und hört mit ihrem MP3-Player Musik. „Hier kann ich total gut abschalten“, sagt die 28-jährige: Musik an, Augen zu – und wenig später steht der Bus vor ihrer Haustür in Nienberge. Wie weit der Weg mit dem Fahrrad von dort in die Innenstadt wäre, weiß sie gar nicht: „Ich fahr fast nur mit dem Bus, das ist für mich viel praktischer – vor allem, wenn ich Gepäck dabeihabe“, sagt sie. „Außerdem bin ich gerade nachts heilfroh, dass ich nur die 20 Meter vom Bus zu meiner Haustür gehen muss.

SICHER DURCH DIE NACHT Pendler, Paare, Partygänger – seit zehn Jahren bringt der NachtBus Menschen in Münster ans Ziel. Sie alle wollen dasselbe: sicher ankommen.

Passionierte Busfahrerin: Ulrike Bieschke liebt es, NachtBusse bei Sonnenaufgang in den neuen Tag zu lenken.


44 | 45

UNTERWEGS Sicher durch die Nacht – Zehn Jahre NachtBus

Die N85 rauscht mittlerweile durch absolute Dunkelheit. Auf dem Linienabschnitt zwischen Gievenbeck und Nienberge können einige Fahrgäste jetzt den Sternenhimmel beobachten. Nicht zufällig lautete einer der ersten Slogans auf den NachtBussen: „Wir zeigen Ihnen den großen Wagen“ – eine Anspielung auf das Sternbild und die geräumigen Fahrzeuge zugleich. Von denen wurden acht erst vor wenigen Monaten neu gestaltet, pünktlich zum zehnten Geburtstag des NachtBusses. Ein besonders kreatives Geschenk machte die A-Capella-Gruppe „6Zylinder“ dem NachtBus zum ersten Geburtstag 2002: einen eigenen Song. Das Stück wurde 2003 auf CD gepresst und gehört bis heute zum Repertoire der Gruppe. „Es ist herrlich, wenn die Sonne aufgeht.“ Fahrerin Ulrike Bieschke ist von Anfang an dabei. Gut erinnert sie sich an ihre ersten Touren auf den NachtBuslinien, die 2001 das System der Anruf-Sammel-Taxis ablösten: Um 4:05 Uhr fuhren damals am Wochenende zum letzten Mal Busse am Hauptbahnhof ab, wo auch alle Linien endeten. „Inzwischen sind die NachtBusse am Wochenende sogar rund um die Uhr unterwegs“, sagt Bieschke grinsend. Das sind ihre Lieblings-Schichten, wenn sie den Bus am frühen Morgen in einen neuen Tag lenken darf: „Es ist herrlich, wenn die Sonne aufgeht und meine Fahrgäste gut drauf sind.“ Bieschke fährt deshalb seit einigen Jahren fast nur noch NachtBusse, seitdem erlebt sie die Erfolgsgeschichte des 2006 eingeführten NachtNetzes jeden Abend neu: 1,5 Millionen Menschen fahren im Jahr nach 21 Uhr mit dem Bus durch Münster, 400.000 davon nach Mitternacht – das sind doppelt so viele wie vor zehn Jahren. „Die Leute honorieren eben diesen Service“, sagt die blonde Frau mit dem blauen Halstuch. Viele Fahrgäste hätten sich besonders über die Abschaffung des Nachtzuschlages gefreut. Neben all den Veränderungen, die Bieschke im letzten Jahrzehnt miterlebt hat, ist der Partner stets derselbe geblieben: Die Westfälische Provinzial-Versicherung unterstützt die nächtliche Busanbindung in Münster von Anfang an – etwa auf ihrem westfalenweiten Portal www.nachtbus.de.

Mittwochs ist Studententag Nach 36 Minuten erreicht Bieschke den Hannaschweg in Nienberge, Endstation im äußersten Nordwesten Münsters. Nach einer kurzen Pause – in der die passionierte Busfahrerin am liebsten Kreuzworträtsel löst – fährt die N85 zurück in die Innenstadt. Auf der Rückfahrt steigen vor allem junge Fahrgäste an den Haltestellen zu. Viele Studenten sind mittwochs um diese Zeit auf dem Weg ins Kneipenviertel oder in Discos. In Gievenbeck füllt sich der Bus stetig mit jedem Halt. Am Breilbusch kommen sogar zwei Fahrräder dazu: Studenten wie Gent Cyrba und Özlem Arslan können werktags nach 19 Uhr und am Wochenende mit ihrem Semesterticket einen Mitfahrer oder ein Rad kostenlos mitnehmen. Für das junge Paar eine ideale Option, wie Gent erklärt: „Heute war das Wetter schön, da konnten wir gut mit dem Rad fahren, aber gegen Abend ist es schon ziemlich kalt geworden“. Am Hauptbahnhof wollen sie einen Anschlussbus erwischen – dank Anschlussgarantie sollte das kein Problem werden. Den NachtBus findet der 25-jährige Gent nicht nur deshalb praktisch: „Mir ist auch wichtig, dass der Bus die Umwelt schont, so hab ich ein gutes Gefühl.“ Umsteigen mit Anschlussgarantie Ulrike Bieschke schaut inzwischen häufiger auf das Display neben ihrem Lenkrad: drei Minuten Verspätung, für einen Umstieg am Hauptbahnhof wird es knapp. Aber die Fahrerin nimmt die Anschlussgarantie wörtlich. „Wenn ich es nicht mehr rechtzeitig bis zum Bahnhof schaffe, bekommen die beiden ein Taxi, das sie nach Hause fährt“, sagt sie. Wenig später erreicht die N85 den Hauptbahnhof, es ist 23:30 Uhr Das Taxi brauchen Cyrba und Özlem nicht mehr, sie erwischen ihren Anschlussbus mühelos. Während die beiden Studenten mit ihren Rädern im Warmen nach Hause gebracht werden, beginnt für Ulrike Bieschke die letzte Tour. Wie immer mit einem zufriedenen Lächeln.

„Heute war das Wetter schön, da konnten wir gut mit dem Rad fahren, aber gegen Abend ist es schon ziemlich kalt geworden. Deshalb sind wir ganz froh, dass wir im NachtBus auch unsere Fahrräder mitnehmen können.“ Özlem Arslan und Gent Cyrba, Studenten

„Ich fahr fast nur noch mit dem Bus, das ist für mich viel praktischer – vor allem, wenn ich Gepäck dabeihabe. Außerdem bin ich gerade nachts heilfroh, dass ich nur die 20 Meter vom Bus zu meiner Haustür gehen muss. Hier kann ich total gut abschalten. Und ich kenne auch Münster und die Umgebung erst so gut, seit ich mit dem Bus fahre.“ Gritta von Troll, Archäologiestudentin

www.nachtbus.de „Wir sind fast jedes Wochenende mit dem NachtBus unterwegs. Das Skateboard ist zwar für kurze Strecken ideal – aber ohne Busse wären wir in Münster total aufgeschmissen.“ Robert Godder und Fabian Wessel, Schüler


46 | 47

PINNWAND ENERGIE Aktuelles

AUF EINEN BLICK: ENERGIE STROM FÜR DIE REGION

Fair und günstig

Produkte jetzt auch für Verbraucher aus dem Münsterland

Der Region verbunden

Kostengünstig und umweltfreundlich: Diesen Vorteil können jetzt auch Stromkunden außerhalb der Stadtgrenzen nutzen. Unter dem Motto „Mein Leben. Meine Region. Mein Strom.“ bringen die Stadtwerke den Strom ins Umland. Private Stromkunden im Umkreis von 50 bis 80 Kilometer sind angesprochen, unter drei Stadtwerke-Produkten zu wählen, die sich in Münster bereits bewährt haben: dem Ökostromangebot „Münster:natürlich“, dem Onlineprodukt „Münster:direkt“ und dem Festpreisangebot „Münster:garantiert“. Ein Wechsel lohnt sich, denn der Strompreis ist im Vergleich zu den Mitbewerbern äußerst attraktiv. Grüner Strom von den Stadtwerken ist zum Beispiel für den Durchschnittsverbraucher um rund 70 Euro pro

UMWELTSCHUTZ MIT PREISGARANTIE Öko-Strom-Paket bietet Sicherheit Einen Beitrag für die Umwelt leisten und gleichzeitig sichergehen, dass der Preis dafür stabil bleibt – das können Kunden mit dem ÖkoStrom-Paket Münster:natürlich. Ab sofort garantieren die Stadtwerke den Ökostromkunden, dass die vom Unternehmen beeinflussbaren Preisbestandteile bis zum 31.12.2012 nicht erhöht werden.

DIE SOLARFORSCHER DER ZUKUNFT „KICK“-Sonderpreis geht an das Gymnasium Wolbeck „Klasse Ideen, clevere Köpfe“ – dafür steht „KICK“. Mit dem Förderpreis belohnen die Stadtwerke jedes Jahr Schüler, die mit viel Know-how, Engagement und Kreativität Herausforderungen aus den Themenfeldern Energie, Ökologie, Naturwissenschaft und Zukunft angehen.

www.meine-muensterland-energie.de

Jahr günstiger als der konventionelle RWE-Strom. „Wir sind überzeugt, dass wir gerade mit unserem zertifizierten und preisgünstigen Ökostrom-Angebot für viele Menschen in der Region die Alternative sind, um den Klimaschutz voranzutreiben“, sagt der kaufmännische

Geschäftsführer Dr. Henning MüllerTengelmann. Der Wechsel ist ganz einfach: Im Internet, per Telefon unter der Servicehotline 02 51.6 94-12 12 (auch Sa 9–15 Uhr), ganz persönlich im CityShop in der Salzstraße oder im Service-Center am Hafenplatz.

Wer dieses Produkt bucht, erhält Strom, der zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen wie Solarenergie gewonnen wird, und trägt dazu bei, die erneuerbaren Energien in der Region zu fördern.

Einen besonderen Preis sicherten sich diesmal Lukas Musiol und Jonathan Sigrist sowie ihre Mitschüler Tim Meyer und Julian Brosig vom Gymnasium Wolbeck. Sie wurden mit dem Solarsonderpreis ausgezeichnet. Ihre Projekte: Während Lukas und Jonathan eine Lösung entwickelten, die Effizienz von Solarzellen zu steigern, konstruierten Tim und Julian eine automatische „Waschanlage“ für Solarzellen. Als Dankeschön gab es für die klugen Köpfe eine Führung über das Gelände der Fotovoltaikanlage auf der Zentraldeponie Coerde. Stadtwerke-Mitarbeiter Darius Nowicki zeigte den Schülern die Anlage mit ihren 4542 Modulen. „Ich habe mir das viel kleiner vorgestellt“, staunten Lukas und seine Schulkameraden angesichts der beeindruckenden Ausmaße.

Wasserstoffauto. Auf Platz 2 landete die Wagenfeld-Realschule mit einem Trickfilm gegen das Rauchen, Platz 3 holte sich die Münsterlandschule mit dem Projekt „Bakterien – die unsichtbare Gefahr“.

www.kick-muenster.de

Schon jetzt sind alle weiterführenden Schulen wieder aufgerufen, sich Gedanken zu machen. Wer eine pfiffige Idee hat, sollte einmal auf der Internetseite vorbeischauen und sich am besten direkt bewerben.

„Echt cool!“ Der KICK-Hauptpreis drehte sich übrigens ebenfalls ums Thema Solarenergie. Er ging an das PascalGymnasium für ein solarbetriebenes

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

+++ NEWS Energie +++ Hotline: Fragen zur aktuellen Jahresabrechnung? Die neue Nummer zum Ortstarif ist jetzt auch sams-

Ausbildung: Auf der Internet-Plattform Youtube präsentieren die derzeitigen Stadtwerke-Azubis Filme über ihren Berufszweig.

tags erreichbar. Von 9 bis 15 Uhr können Kunden sich unter 02 51 6 94-12 34 ganz bequem am Telefon informieren. In der Woche

Die Stadtwerke bieten folgende Ausbildungen an: Industriekaufmann/-kauffrau, Betriebswirt/-in (VWA)/Bachelor of Arts,

ist die Hotline zwischen 8 und 20 Uhr besetzt. Flyer: Auf Internationalität setzen die Stadtwerke jetzt mit verschiedenen Flyern in

Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Anlagenmechaniker/-in für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik, Kfz-Mechatroniker/-in,

fremden Sprachen. In Englisch, Polnisch, Russisch und Türkisch können sich die Kunden über Stromprodukte und Co. informieren.

Rohrleitungsbauer/-in, Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation, Fahrzeuglackierer/-in und Mechatroniker/-in.


48 | 49

PINNWAND VERKEHR Aktuelles

AUF EINEN BLICK: VERKEHR

PRODUKTE UND AKTIONEN

DER MANN, DER DIE TARIFE KENNT

DIE PREISE IM ÜBERBLICK

Aktuelle Informationen Herbst 2011

Ahmet Özdemir hilft bei der Auswahl des richtigen Vorverkaufs-Tickets

Vorverkauf und Bus

Abfahrt in Echtzeit Nanu, wo bleibt denn die Linie 16? Ein Blick ins Internet verschafft Klarheit. Denn die Elektronische Fahrplanauskunft (EFA) kann jetzt noch mehr. Sie informiert nun in Echtzeit, wann der Bus genau kommt und ob er eventuell Verspätung hat, zum Beispiel wegen einer Baustelle. Gerade kein PC in der Nähe? Ebenfalls kein Problem: Mit efa.mobil kommt der Service auch auf das Mobiltelefon. Unter http://mobil.stadtwerke-muenster.de können Fahrgäste die aktuellen Daten mit einem internetfähigen Handy jederzeit abrufen. In naher Zukunft ist dann auch die passende App für alle Smartphones erhältlich.

Ticketart Weitere Informationen im Fahrgäste-Bereich auf der StadtwerkeHomepage: www.stadtwerkemuenster.de

Wer sein BusTicket im Vorverkauf erwirbt, spart Geld und trägt dazu bei, dass es noch weniger Verzögerungen im Linienverkehr gibt. Diese Botschaft hat sich Ahmet Özdemir auf die Fahnen geschrieben. Der Stadtwerke-Mitarbeiter ist tagtäglich unterwegs, um mögliche Fahrgäste der Stadtwerke zu informieren. Sein Einsatzgebiet sind dabei Bürgerhäuser, Familienzentren und Kitas, Seniorenzentren, Jugendtreffs, Migrantenvereine oder sonstige Gruppen, die Interesse an einer Informationsveranstaltung haben.

9 Uhr TagesTicket 9 Uhr GruppenTicket GruppenTicket

Bus

VVK

4,40 €

3,70 €

8,50 €

7,70 €

13,20 €

11,70 €

10erTicket

18,00 €

4erTicket

8,80 €

7,60 €

4erKinderTicket

5,20 €

4,80 €

EinzelTicket Erw.

2,50 €

2,10 €

KinderTicket

1,30 €

1,20 €

FahrradTicket *

1,20 €

1,20 €

* Fahrradmitnahme für Abokunden im Bus kostenlos, wenn genügend Platz ist.

Nur Vorverkauf bzw. Abonnement Tor-Jubel ohne Aufpreis: KombiTicket für Preußen-Heimspiele inklusiv Nach dem triumphalen Einstieg in die 3. Liga wird es langsam enger auf den Parkplätzen rund ums PreußenStadion. Kein Problem für die Stadtwerke, die prompt reagiert haben: Sie bieten in Kooperation mit dem SC Preußen Münster seit dieser Saison eine Sonderaktion an. Das Prinzip: Jede Eintrittskarte ins Stadion gilt zugleich für die kostenlose An- und Abreise mit Bus und Bahn im Stadtgebiet. Insgesamt drei Buslinien – die 1, 5 und 9 – steuern die Spielstätte des SC an der Hammer Straße an.

Ab sofort sind die Familientickets als Sitz- und Stehplatzkarten sowie die SC Preußen-Stehplatzkarten außerdem erhältlich im • Service-Zentrum mobilé, Mo–Fr 9–19 Uhr, Sa 9–14 Uhr • Stadtwerke CityShop, Mo–Fr 10–20 Uhr, Sa 10–18 Uhr

Fahren & sparen mit der Stadtwerke PlusCard Mit Abo, 9-Uhr-Abo oder FirmenAbo für das Stadtgebiet Münster (Preisstufe 0) können Sie auch die Vorteile der Stadtwerke-PlusCard nutzen. Das und viele weitere Angebote können Sie in unserem Newsletter lesen, den Sie kostenfrei abonnieren können. Wir informieren Sie über Veranstaltungen, Events, Partner und vieles mehr. Kundenhotline 02 51.6 94-12 34

SERVICE-HOTLINE Schlaue Nummer für Bus & Bahn: 01 80.3 50 40 30 (9 Cent/Minute im deutschen Festnetz, Mobilfunk maximal 42 Cent/Minute)

Vor Ort erklärt er seinen Zuhörern nicht nur, wie viel sie im Vorverkauf sparen können, sondern auch, welche Tickets auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Lohnt sich das 60plusAbo oder reicht doch das 10erTicket? Ahmet Özdemir kennt sich aus mit den Tarifen. Wer Interesse an einem Besuch des Mitarbeiters hat, erreicht ihn telefonisch unter 02 51.6 9428 20 (mittwochs von 8.30 bis 12.30 Uhr) oder 01 51.16 57 63 59 sowie per E-Mail unter a.oezdemir@stadtwerke-muenster.de

Ticketart

Abo

MünsterAbo MonatsTicket 9 Uhr MünsterAbo

56,20 € 32,45 €

9 Uhr MonatsTicket

43,30 €

60plusAbo

28,50 €

60plus PartnerAbo

14,25 €

WochenTicket FirmenAbo

VVK

42,15 €

19,00 € 36,85 €

goCardAbo

19,90 €

Schüler/AzubiAbo

29,90 €

SchülerMonatsTicket

45,50 €

SchülerWochenTicket

15,20 €

Alle Preisangaben ohne Gewähr.

Weitere Infos online: • zur PlusCard • OnlineAntragsformular • Newsletter-Abo

www.stadtwerke-muenster.de/onlinecenter/fahrgaeste/fahrplanauskunft.html


50 | 51

SERVICE & KONTAKT

SERVICE & KONTAKT Hier finden Sie alle Telefonnummern und Kontaktdaten für Fragen rund um die Stadtwerke Münster auf einen Blick! Kunden-Service-Center, Hafenplatz 1 Information und Beratung rund um Energie Öffnungszeiten Kunden-Hotline Erreichbarkeit Fax E-Mail

Mo–Fr 8–18 Uhr 02 51.6 94-12 34 Mo–Fr 8–20 Uhr Sa 9–15 Uhr 02 51.6 94-11 11 info@stadtwerke-muenster.de

Erreichbar mit den Buslinien 6, 8 und 17, Haltestelle „Stadtwerke“

IMPRESSUM

Stadtwerke CityShop, Salzstraße 21 Information und Beratung rund um Energie und Verkehr

Stadtwerke Münster GmbH Hafenplatz 1 48155 Münster info@stadtwerke-muenster.de www.stadtwerke-muenster.de

Öffnungszeiten

Mo–Fr Sa

10–20 Uhr 10–18 Uhr

Erreichbar mit dem Bus, Haltstellen „Eisenbahnstraße“ und „Altstadt Bült“

Service-Zentrum mobilé, Berliner Platz 22 Information und Beratung rund um alle Verkehrsmittel, Abonnentenbetreuung und erhöhtes Beförderungsentgelt Öffnungszeiten Schlaue Nummer für Bus & Bahn

E-Mail

Mo–Fr 9–19 Uhr Sa 9–14 Uhr 0 18 03.50 40 30 (9 Ct./Min. im dt. Festnetz, Mobilfunk max. 42 Ct./Min.) verkehr@stadtwerke-muenster.de

Erscheinungsweise: jährlich Chefredaktion: Petra Willing, Daniela van der Pütten Realisation: KopfKunst, Agentur für Kommunikation GmbH Mecklenbecker Straße 451 48163 Münster www.kopfkunst.net Fotos: Peter Leßmann, Johannes Pöttgens, Philipp Hülsmann

Erreichbar mit allen Buslinien, Haltestelle „Hauptbahnhof“ Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Dr. Henning Müller-Tengelmann

STÖRUNGSHOTLINE Bei einer Störung erreichen Sie uns 24 Stunden: Störungsstelle für Erdgas, Wasser und Fernwärme Hotline: 02 51.694-15 22 Störungsstelle für Strom Hotline: 02 51.694-14 22


DAS MAGAZIN

Stadtwerke M端nster

KK 139-03/07 www.kopfkunst.net


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Das Magazin Stadtwerke Münster by Stadtwerke Münster - Issuu