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Theaterzeitung 5 | Saison 21-22

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stadttheaterolten kultur und tagung

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N°

theaterzeitung

februar | märz 2022


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Di 22.02.2022 Die Marquise von O… 4 Nach Heinrich von Kleist Di 08.03.2022 Die Deutschlehrerin 10 Nach dem Roman von Judith W. Taschler Mi 09.03.2022 Amadeus 14 Schauspiel von Peter Shaffer Di 15.03.2022 Eberle & Prohaska 18 Kammerorchester Basel Di 22.03.2022 lrish Heartbeat 28 Let’s celebrate St. Patricks Day Do 24.03.2022 Mein Blind-Date mit dem Leben 32 Stück nach dem gleichnamigen Buch von Saliya Kahawatte Was sonst 35 noch läuft Gönnerinnen- und 38 Gönnervereinigung Unsere Sponsoren 39 und Partner Vorschau auf 41 Theaterzeitung 6 2021|22 Vorverkauf und weitere Informationen 42 Impressum und Ortsplan

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Schauspiel

Die Marquise von O… Nach Heinrich von Kleist

Di 22. 02. 19.30

15.00 19.00

Schulvorstellung Werkeinführung Konzertsaal Dauer 2 h 15 min (inkl. Pause) Abo Schauspiel Preise 50 | 40 | 30

Produktion Theater Orchester Biel Solothurn Inszenierung Deborah Epstein Bühnenbild, Kostüme, Video Florian Barth Dramaturgie Svea Haugwitz Marquise von O… Obristin Obrist Graf F… Forstmeister/Arzt u.a. Erzähler/Hebamme u.a. Statisterie TOBS

misshandelt wurde. Vom Grafen F… vermeintlich gerettet, verblasst ihre Erinnerung an alles andere; die Marquise fiel in Ohnmacht. Der Graf F… aber stellt sich als Vergewaltiger und somit Vater ihres ungeborenen Kindes heraus. Er hält um die Hand der Marquise an, die eine schwere Entscheidung treffen muss… Die erste Fassung dieser noch immer aktuellen Erzählung entstand vermutlich 1807, eine überarbeitete Fassung 1810. Kleists Novelle erfüllt die Erwartungen

Antonia Scharl Barbara Grimm Günter Baumann Matthias Schoch Simon Rusch Janis Urosevic

Die Marquise Juliette von O…. ist schwanger und weiss nicht von wem. Mit einer Zeitungsannonce wagt sie sich mit ihrem Schicksal an die Öffentlichkeit und versucht den unbekannten Vater zu finden. Nach und nach wird der Marquise bewusst, dass ihre Schwangerschaft mit jener unheilvollen Nacht zu tun hat, in der ihr Zuhause von russischen Truppen überfallen und sie körperlich Unterstützt durch:

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Foto: Antonia Schar ©Suzanne Schwiertz

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an ihre Gattung mustergültig: Im Zentrum der Geschichte steht eine unerhörte Begebenheit. Der Handlungsablauf ist straff aufgebaut und führt auf ein einziges Ziel hin – bis zum überraschenden Wendepunkt. Bedenkt man den Entstehungszeitpunkt dieses Werks, ist Kleists Thematik und Gesellschaftsauffassung darin höchst modern und revolutionär: Zum einen kritisiert er die Doppelmoral der bürgerlichen Gesellschaft. Dort ist alles erlaubt, solange es nicht thematisiert wird. Schönstes Beispiel in Kleists Text dafür ist einer der berühmtesten Gedankenstriche der Literaturgeschichte: Hier – traf er, da bald darauf ihre erschrockenen Frauen erschienen, Anstalten, einen Arzt zu rufen; versicherte, indem er sich den Hut aufsetzte, dass sie sich bald erholen würde; und kehrte in den Kampf zurück. Erst am Ende der Erzählung wird deutlich, der Gedankenstrich steht für den Moment, in dem die Marquise geschwängert wurde. Zum anderen zeichnet Kleist ein sehr modernes Frauenbild: Der Marquise gelingt es, aus der Opferrolle heraus ein neues Selbstbewusstsein zu schaffen und sich vehement den Konventionen der Gesellschaft zu widersetzen. Aber auch den anderen Frauenfiguren schreibt Kleist in seiner Erzählung sehr durchsetzungs­starke und eigenständige Charaktere zu: Die Obristin z. B. setzt sich immer mehr gegen ihren Mann durch. Die Tochter verzichtet nie auf ihr Selbstbestimmungsrecht. Heinrich von Kleist hat mit «Die Marquise von O…» ein gesellschaftskritisches Werk geschrieben, auf welches seine Zeitgenossen mit Verstörung reagierten. Heute hingegen zählt die Novelle zu den wichtigsten Werken der Literaturgeschichte.

Fotos: Die Marquise von O… ©Matthias Käser

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Schauspiel

Mit der Bühnenadaption der Deutschlehrerin gelingt dem Ensemble ein dichtes, fesselndes Kammerspiel – absolut sehenswert. (NDR / HAMBURG JOURNAL)

Die Deutschlehrerin Nach dem Roman von Judith W. Taschler

Di 08. 03. 19.30

Dauer 1h 20min (ohne Pause) Abo Schauspiel Preise 50 | 40 | 30 Deutsche Erstaufführung Produktion Hamburger Kammerspiele Bühnenfassung Thomas Krauss Inszenierung und Bühne Axel Schneider Kostüme Jana Schweers Mit Regula Grauwiller Stefan Gubser

Als Luzerner Tatort-Kommissar Reto Flückiger ermittelte sich Stefan Gubser in die Herzen aller Krimifans. Auch in Judith W. Taschlers «Die Deutschlehrerin», kongenial von Thomas Krauss für zwei Personen dramatisiert, wird er gemeinsam mit Regula Grauwiller das Publikum fesseln.

Regula Grauwiller Regula Grauwiller lebte viele Jahre in Deutschland. Nach ihrem Abitur besuchte sie in der Bundeshauptstadt die Hochschule der Künste. Ihr TV-Debüt gab sie 1992 neben Jürgen Vogel, Thomas Heinze und Jasmin Tabatabai in Rainer Kaufmanns hochgelobtem Drama «Dann eben mit Gewalt» (1992). Seitdem stand Regula Grauwiller in über 30 Kino- und Fernsehproduktionen vor der Kamera, unter anderem in «Anna - Im Banne des Bösen» (1995), «Liebesfeuer» (1997), «Mammamia» (1997) sowie Fatih Akins bittersüsse Gangsterballade «Kurz und schmerzlos» (1998). Nach längerer Babypause spielte sie 2009 in dem Schweizer Science-Fiction-Film «Cargo» den Part der Anna Lindbergh. Daneben war sie in diversen Serien wie «Alarm für Cobra 11», «Wolffs Revier», «SK-Babies», «Die Gerichtsreporterin» und «Tatort» zu sehen. Neben der Schauspielerei ist Regula Grauwiller auch als Musikerin aktiv: Sie spielt Cello und trat vier Jahre lang gemeinsam mit Jasmin Tabatabai in der Berliner Combo «Even Cowgirls Get The Blues» auf.

Mathilda Kaminski und der einstige Shooting-Star unter den Jugendbuchautoren Xaver Sand treffen sich im Rahmen eines Schulprojekts wieder. Seit sich das einstige Traumpaar vor sechzehn Jahren getrennt hat, ist viel passiert. Xavers Sohn aus der Ehe mit einer prominenten Verlegerstochter wurde entführt. Bis heute fehlt jede Spur. Mathilda lebt allein. Daran, dass Xaver sie verlassen hat, leidet sie bis heute. Sofort nehmen sie ihr Erzählspiel von früher wieder auf. Jeder erzählt dem anderen eine Geschichte. Das Ende der Geschichte übernimmt aber jeweils der andere! Mathilda begibt sich in der Fiktion auf gefährliches Terrain. Xaver kontert. Wer hat das bessere Ende? Was steckt hinter dem mysteriösen Verschwinden des kleinen Jacob vor fünfzehn Jahren? Und war ihr Wiedersehen wirklich Zufall? Judith W. Taschlers Roman lebt von der Verflechtung von Realität, Wahrheit und fiktiver Erinnerung.

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Foto: Die Deutschlehrein ©Alberto Venzago

Foto: Regula Grauwiller ©Bo Lahola

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Stefan Guber Geboren 1957 in Winterthur. Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler an der Hochschule für darstellende Kunst, dem renommierten Max Reinhard Seminar in Wien und einem ersten Engagement im Burgtheater Wien, arbeitete er die nächsten Jahre in Deutschland an verschiedenen Theatern, zuletzt am Residenztheater in München. Bis heute hat er in 25 Kinofilmen, 70 TV Filmproduktionen und rund 150 Folgen in verschiedenen TV Serien mitgewirkt. Mit «Hello Goodbye» und «Horizon Beautiful» realisierte er zudem zwei Kinofilme, in denen er neben der Hauptrolle auch als Produzent tätig war und am Drehbuch mitgearbeitet hat. Von 2010 bis 2019 spielt er den Kommissar Flückiger im Schweizer «Tatort» aus Luzern. In den letzten Jahren hat Stefan Gubser vermehrt Produktionen mit klassischer Musik als Erzähler oder Sprecher realisiert, unter anderem an der Lenzburgiade, Kyburgiade und am Jehudi Menuhin Festival in Gstaad oder im Theater Rigiblick.

Foto: Stefan Guber und Regula Grauwiller ©Bo Lahola

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Schauspiel

Hofe des Kaisers Joseph II. Doch als der junge Wolfgang Amadeus Mozart in Wien eintrifft, muss Salieri erkennen, dass seine eigene Begabung lediglich Mittelmass ist, während die Kompositionen des flegelhaften, kindlich anmutenden Konkurrenten von wahrer Genialität zeugen. Von Neid und Wut getrieben, sagt Salieri Gott, dem er als Komponist dienen wollte, den Kampf an. Mit ausgeklügelten Intrigen setzt er alles daran, Mozart zugrunde zu richten.

Amadeus Schauspiel von Peter Shaffer

Mi 09. 03. 19.30

Dauer 2h 30min (inkl. Pause) Abo Das Leichte Preise 50 | 40 | 30 Produktion Schauspielbühnen in Stuttgart Landgraf Inszenierung Udo Schürmer Bühne, Kostüme Barbara Krott Dramaturgie Annette Weinmann

Antonio Salieri Wolfgang Amadeus Mozart Constanze Weber Joseph Ii. Graf Johann Kilian Von Strack Graf Franz Orsini-Rosenberg Baron Gottfried Van Swieten Venticello Katharina Cavallieri u.a.

Auch wenn Peter Shaffer mit der historischen Wahrheit sehr frei umgegangen ist: Sein Schauspiel ist längst zum modernen Klassiker avanciert. Lassen Sie sich verzaubern von einer sinnlichen Inszenierung, prächtigen Kostümen, grossartigen Schauspielern – und von Mozarts Musik! Freuen Sie sich auf Wolfgang Seidenberg als Salieri sowie auf Delio Malär – den die Neue Zürcher Zeitung als «Wunderkind» bezeichnete – als Mozart!

Wolfgang Seidenberg Marcus Abdel-Messih Kristin Hansen Martin König Karlheinz Schmitt Peter Kaganovitch Dirk Waanders Nikolaj Janocha/ Gideon Rapp Britta Werksnis

Sein Name ist Musik: Wolfgang Amadeus Mozart. Peter Shaffers Schauspiel über den berühmten Komponisten zählt zu den erfolgreichsten Theaterstücken des 20. Jahrhunderts. Spätestens seit der oscarprämierten Verfilmung ist es weltbekannt. Effektvoll verbindet es Fiktion und Realität – im Mittelpunkt aber stehen Mozarts Genie und seine Musik. Wien, 1781. Antonio Salieri war schon als Kind vom Wunsch beseelt, ein berühmter Komponist zu werden. Er weiht sein Leben Gott, ordnet in Fleiss, Frömmigkeit und Entsagung alles diesem Ziel unter und bringt es tatsächlich zum angesehenen Hofkapellmeister am

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Foto: Amadeus, Marcus Abdel-Messih ©Simon Howar

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Foto: Antonio Salieri, Wolfgang Seidenberg ©Marin Sigmund

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Konzert

Sie gelten als die beiden bekanntesten Wunderkinder der Musikgeschichte: Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy. Mendelssohn war keine 16 Jahre als er seine Streichersinfonien und seine 2. Sinfonie komponierte. Mozart war noch keine 20 Jahre alt, als er seinen Zyklus der Violinkonzerte mit dem 5. Konzert beendete. Diesem frühen Schaffen der beiden Komponisten nimmt sich das Programm des Kammerorchester Basel gemeinsam mit der Geigerin Veronika Eberle und der Sopranistin Anna Prohaska an.

Eberle & Prohaska Kammerorchester Basel

Di 15. 03. 19.30

Dauer 120 Min. (inkl. Pause) Abo Konzert Preise 75 | 65 | 55 Violine Veronika Eberle Sopran Anna Prohaska Leitung als Konzertmeister Daniel Bard

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809—1847) Streichersinfonie Nr. 4 in c-Moll MWV N 4 1. Grave – Allegro 2. Andante 3. Allegro vivace Wolfgang Amadeus Mozart (1756—1791) Violinkonzert Nr. 5 in A-Dur, KV 219 1. Allegro aperto 2. Adagio 3. Rondeau. Tempo di Menuetto «Non più. Tutto ascoltai» — «Non temer, amato bene» KV 490 Szene mit Rondo für Sopran/Tenor und Orchester (mit Solo-Violine) *** Felix Mendelssohn Bartholdy «Infelice» – «Ah, ritorna, età felice» op. 94 für Sopran und Orchester Text von Pietro Metastasio Sinfonie Nr. 1 in c-Moll, op.11 1. Allegro di molto 2. Andante 3. Menuetto. Allegro molto 4. Allegro con fuoco

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Foto: Veronika Eberle und Anna Prohaska ©Felix Broede und Harald Hoffmann

Mozart gilt als das Paradebeispiel eines Wunderkindes. Das liegt mitunter daran, dass er schon von Kindsbeinen an nicht nur in einer musikalischen Disziplin brillierte, sondern gleichen in drei: dem Klavierspiel, dem Geigenspiel und der Komposition. Im September 1778, als die Rückreise von Paris nach Salzburg anstand, hatte Mozart aber von einer dieser Künste genug. Er schrieb seinem Vater: «Nur eines bitte ich mir zu Salzburg aus, und das ist: dass ich nicht bey der Violin bin, wie ich sonst war. Keinen Geiger gebe ich nicht mehr ab; beym Clavier will ich dirigieren.» Dies erklärt denn auch, warum sämtliche Violinkonzerte Mozarts vor 1777 komponiert waren, genauer zwischen 1773 und 1775. Streng genommen fällt diese Schaffenszeit aus musikwissenschaftlicher Perspektive jedoch nicht mehr in Mozarts Wunderkind-Periode, sondern bereits in die Periode der Jünglingszeit und Jugend, die ihren Anfang 1773 nimmt. Ungeachtet dessen gehört das Violinkonzert in A-Dur, KV 219, zu den schönsten und wertvollsten Zeugnissen dieser Zeit des Violinspiels. Es ist nicht nur das längste und anspruchsvollste Violinkonzert, sondern auch das vielschichtigste und originellste – auch in Bezug auf die Orchestrierung. A-Dur steht bei Mozart bekannterweise für eine Fülle von Schönheit. Es wäre aber nicht Mozart, wenn er diese Schönheit nicht von düsteren, nachdenklichen oder gar militärischen Klängen durchbrechen würde und somit immer wieder für Überraschungen sorgt. Der erste Satz beginnt mit erwartungsvoll aufsteigenden Dreiklängen über einem elektrisierenden Tremolo. Der Einsatz der Solovioline findet keinesgleichen in der Instrumentalmusik (wenn, dann sind solche Kniffe aus Mozarts Opern bekannt): Statt den satten, energischen Ton des Orchesters aufzunehmen, unterbricht sie diesen quasi mit einem wie improvisiert anmutenden Adagio. Erst danach wird sie Teil der anfänglich gehörten, energischen Musik des Orchesters. Im darauffolgenden Adagio stehen Seufzerfiguren vom ersten Takt an im Fokus des in E-Dur stehenden Satzes, der sich im Mittelteil weit in Mollregionen wagt. Umso anmutiger und unbeschwerter folgt das Rondo. Als Menuett führt die Solovioline das berühmte Thema ein, das sich in der Folge im Spiel mit dem Orchester entfaltet, bevor der Tanz unterbrochen wird: Ein «Türkischer Marsch»

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hält Einzug (wiederum eine Spielerei aus der Oper, genauer ist sie dem «Lucio Silla» entnommen). Die jähe Gewalt dieser Musik mit fremdartigen Harmonien und krassen Akzenten wird in den tiefen Streichern durch die Anweisung «coll’arco al rovescio», also mit dem Holz des Bogens auf die Saiten hauend, verschärft. Umso heftiger ist der Kontrast dann bei der Rückkehr zum ursprünglichen, höfisch eleganten Menuett. Die Konzertarie «Non più. Tutto ascoltai» ­— «Non temer, amato bene» entstand knappe 10 Jahre später. Den Text entnahm Mozart der 1781 komponierten Oper «Idomeneo». Das Werk beginnt mit einem Rezitativ in C-Dur. Den Wechsel in die Arie, die in B-Dur steht, wird durch die Solovioline eingeleitet. Diese begleitet in der Folge den Soprano bis zum Ende. Ilia: Non più. Tutto ascoltai, tutto compresi. D‘Elettra e d‘Idamante noti sono gli amori, al caro imegno omai mancar non dei, va, scordati di me, donati a lei.

Ilia: Genug! Ich bin entschlossen! Da meinen harten Vater nicht Fleh’n noch Tränen rühren, so wähl’ ich standhaft, die Frei statt heil’ger Mauern; dort kann ich meine Hand dir treu bewahren!

Idamante: Ch‘io mi scordi di te? Che a lei mi doni Puoi consigliarmi? E puoi voler ch‘io viva?

Idamante: Verraten sollt’ ich dich? Um schnöden Reichtums Willen? Die Liebe Schwur dir brechen?

Ilia: Non congiurar, mia vita, Contro la mia costanza! Il colpo atroce mi distrugge abbastanza!

Ilia: Nein! Ohne dich, Geliebter, lacht mir kein Glück auf Erden! Nur Gram und Reue würd ich mir selbst bereiten!

Idamante: Ah no, sarebbe il viver mio di morte Assai peggior! Fosti il mio primo amore, E l‘ultimo sarai. Venga la morte! Intrepido l‘attendo, ma ch‘io possa Struggermi ad altra face, ad altr‘oggetto Donar gl‘affetti miei, Come tentarlo? Ah! di dolor morrei!

Idamante: Ja, Freund, mehr schadert mich vor Meineid als vor dem offenen Grab! Du meine erste Liebe, sollst auch die letzte bleiben! Nichts als der Tod kann unser Band zerreissen! Lass uns dem Schicksal nicht länger widerstreben! Lass uns der Trennung voll Mut entgegen gehen! Und wär’s auf ewig? So sterb’ ich als die Deine!

Non temer, amato bene, Per te sempre il cor sarà. Più non reggo a tante pene, L‘alma mia mancando va. Tu sospiri? o duol funesto! Pensa almen, che istante è questo! Non mi posso, oh Dio! spiegar. Stelle barbare, stelle spieiate, Perché mai tanto rigor? Alme belle, che vedete Le mie pene in tal momento, Dite voi, s‘egual tormento Può soffrir un fido cor!

Lass uns standhaft scheiden, dir gehört mein Herz! Nie kann dir dies Herz entsagen, eh erlieget es seinem Schmerz. Du seufzest? Hinweg mit Klagen! Hoffnung, lässt nicht verzagen! Hoffnung stärkt das matte Herz! Strenger Vater! Wodurch hat Liebe, die vom Himmel stammt, dich zum Zorn entflammt? Edle Zeugen meiner Leiden, müsst ihr nicht selber sagen: solche Qualen zu ertragen, ward noch nie ein Herz verdammt! Edle Seelen saget selber zu solchen Qualen ward noch nie ein Herz verdammt.

Foto: Veronika Eberle und Anna Prohaska ©Felix Broede und Marco Borggreve

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«Infelice» – «Ah, ritorna età felice» entstand 1834 und im Auftrag der Philharmonic Society of London. Mendelssohn komponierte das Werk mit 25 Jahren über eine von ihm selbst als «allerschönsten Unsinn» bezeichneten Textcollage aus verschiedenen Libretti Metastasios. Die Uraufführung sollte von Maria Malibran gesungen werden. Dies gab Mendelssohn Anlass zur zusätzlichen, äusserst virtuosen Violinstimme, die er ihrem Mann, dem belgischen Geiger Charles-Auguste de Beriot, zuschrieb. Infelice ! già dal mio sguardo si dileguò... Partì. La mia presenza l’iniquo non sostenne. Rammenta al fine i falli, i torti suoi, Risveglia la tua virtù, scordati l’empio traditor !... Amante sventurata ! ... E l’amo pure... Così fallace amore, le tue promesse attendi ? Tu non mai rendi la rapita quiete ? Queste son le speranze e l’ore liete ? Ah ritorna, età dell’oro alla terra abbandonata, se non fosti immaginata nel sognar felicità. Fu il mondo allor felice che un tenero arboscello, un limpido ruscello le genti alimentó. ah ritorna, bell’età.

Unglückselige! Schon ist er meinem Blick entrückt ... Er ist gegangen. Der Unhold konnte meine Nähe nicht ertragen. Endlich erinnert er sich an sein Vergehen, seine Schuld. Wecke deine Tugend wieder auf, schüttele den boshaften Verräter ab! … Unseliger Geliebter! … Und ich liebe ihn noch … Täuschende Liebe, glaubst du noch an die Versprechen? Gibst du mir nie mehr die geraubte Ruhe zurück? Sind das meine Hoffnungen und glückliche Stunden? . Ah, goldene Zeiten, kehrt auf die verlassene Erde zurück, wenn ihr nicht nur eingebildet wart in einem glücklichen Traum. Die Welt war damals froh, dass ein zartes Bäumchen, ein klarer Bach das Volk ernährte. Ah, schöne Zeiten, kehrt zurück.

D’amor nel regno non v’è contento che del tormento non sia minor. Si scorge appena felice speme che nuova pena la turba ancor. Ah ritorna, bell’età.Ilia:

Im Reich der Liebe gibt es nicht den Trost, dass eines Menschen Schmerz geringer werden möchte. Kaum hat sich frohe Hoffnung eingestellt, stört schon wieder neues Ungemach. Ah, schöne Zeiten, kehrt zurück.

Mendelssohns Sinfonie Nr. 1 in c-Moll war denn zunächst als seine Nr. 13 bezeichnet und wurde erst später als erste «vollgültige» Sinfonie gezählt. Das Werk fristet heute ein gewisses Schattendasein in den Konzertprogrammen der Orchester. Das mag daran liegen, dass es sich in seiner Stilistik deutlich von Mendelssohns späteren Sinfonien unterscheidet. Bedenkt man aber, dass der Komponist zum Entstehungszeitpunkt gerade einmal 15-jährig war, ist sein Schaffen umso beeindruckender. Doch auch Mendelssohn selbst blickte 10 Jahre nach dessen Entstehung sehr kritisch auf sein Werk zurück und schrieb in einem Brief an Henriette Voigt im Jahr 1835: «Können Sie die Ausführung noch verhindern, so thun Sie mir einen Gefallen, können Sie es nicht, so wird es Ihnen ein Leichtes sein, […] unter Ihren Bekannten es zu sagen,[…] dass sie [die Sinfonie] von einem Jungen gemacht ist, der kaum 15 Jahr war […]. Es wäre mir lieb, wenn das im Publlikum vor der Aufführung bekannt würde, und wenn Sie es veranlassen können, würden sie mir einen Gefallen damit thun, weil mir das Stück wirklich kindisch vorkommt». Die Sinfonie ist noch deutlich dem Vorbild der Sinfonien der Wiener Klassik verpflichtet. Der 1. Satz steht in der Sonatensatzform in c-Moll, der kontrastierende Seitensatz in Es-Dur. Während Mendelssohn die Durchführung und Reprise sehr kurz hält, beansprucht die Coda viel Raum. Dort wird das Thema nochmals variiert und entwickelt sich weiter. Im anschliessenden Andante spielt Mendelssohn formell mit einer Mischung aus Sonatensatz und Rondo. Das dominierende Hauptthema erfährt ständige neue Variationen. Im Menuett ist vor allem die synkopische Melodieführung charakteristisch. Sie gilt als Indiz für eine direkte Anlehnung an Mozart. Der Schlusssatz ist wiederum ein Sonatensatz, wiederum in c-Moll und ist auch thematisch mit dem ersten Satz verwandt. Er endet in einer Fuge. Foto: Kammerorchester Basel ©Lukasz Rajchert

In Mendelssohns Schaffen finden sich insgesamt 5 Sinfonien, von welchen den meisten seine «Italienische» und seine «Schottische», vielleicht noch seine «Reformations Sinfonie» bekannt sind. Noch bevor sich Mendelssohn dem Komponieren der Sinfonien widmete, schrieb er allerdings noch vor seinem 15. Lebensjahr 12, heute eher unbekannte, Streichersinfonien. Sie zählen zu Mendelssohns Jugendwerk, das allgemein eine Auseinandersetzung mit der Musik Bachs, Haydns, Händels, Mozarts und vieler Zeitgenossen aufweist.

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In Gedenken an Dr. iur. Elmar Reize-Ruckstuhl

Das Konzert «Eberle & Prohaska» ist dem langjährigen Unterstützer, Verwaltungsrat der Stadttheater Olten AG und guten Freund Elmar Reize gewidmet.

9. November 1945 — 16. April 2021

Am 16. April 2021 ist Elmar, nach einer jahrelang ertragenen Krankheit, in seinem 75. Lebensjahr verstorben. Sowohl als Mitglied im Verwaltungsrat der Stadttheater Olten AG, als auch als grosszügiger Sponsor, prägte er mit vorbildlicher Umsicht, Kreativität und grossem Engagement über viele Jahre hinweg die Ausrichtung unseres Hauses. Seine unternehmerische Erfahrung, gepaart mit seinem kulturellen Interesse und Wissen, machten ihn einzigartig und bedeutend für unseren Rat.

Seit der Jahrtausendwende reiste ich mit Elmar Reize und seiner Frau Heidi mehr als 100 Mal für ein verlängertes Wochenende in seine Pariser Wohnung. Mindestens zwei Opern- oder Ballettaufführungen in der Opéra Bastille oder in der Opéra Palais Garnier standen im Kalender, dazu Konzerte im Salle Pleyel und später in der neuen Philharmonie de Paris, Ausstellungs- und Museumsbesuche und – nicht zu vergessen – gute Abendessen mit auserwählten Weinen zu später Stunde in den besten Restaurants der Seinestadt.

Auch im Umgang mit seiner Krankheit wird er mir stets ein Vorbild sein. Elmar ertrug seine Bürde klaglos und hat nie den Humor verloren. Was er mit den zunehmenden Beschwerden mehr und mehr vermisste, schrieb er in seinen letzten Zeilen, die mich erreichten: «Was mir sehr fehlt, sind die Aufführungen im Oltner Stadttheater, im Opernhaus und in der Tonhalle Zürich». Kunst und Kultur waren sein Ansporn, sein Lebenselixier. Mit dem Entzug derselben schwanden auch seine körperlichen Kräfte.

So kannte ich ihn während der ganzen Zeit unserer engen Freundschaft: Elmar war ein grosser Kenner der klassischen Musik. Und dieses Flair der grossbürgerlichen Kultur versuchte er auch in seiner Heimatregion zu vermitteln. Regelmässig unterstützte er klassische Konzerte im Oltner Konzertsaal und ermöglichte es so, dass internationale Musikstars in der Aarestadt gastierten. Und selbstverständlich gehörte nach den Konzerten für alle seine Gäste ein Imbiss im Restaurant Aarhof dazu. Im Sommer sponserte er regelmässig die Barockopern-Inszenierungen seines Neffen, des heutigen Leipziger Thomaskantors Andreas Reize, im idyllischen Schloss Waldegg.

Elmar, ich danke Dir herzlich für die wunderbare Zusammenarbeit und die unzähligen, bereichernden Gespräche - auch neben dem Ratsbetrieb; sie fehlen mir. Das Stadttheater Olten hat Dir in vielerlei Hinsicht viel zu verdanken. Ich selbst bin aus tiefstem Herzen dankbar, dass ich Dich ein Stück weit auf Deinem Lebensweg begleiten durfte. Ist auch alles vergänglich auf dieser Erde, die Erinnerung an einen lieben Menschen ist unsterblich. Joe Birchmeier Verwaltungsratspräsident Stadttheater Olten AG

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Es war faszinierend, wie Elmar auf Jahrzehnte zurück wusste, welche Oper, welches Konzert er wann gesehen hatte und wie die Inszenierung besetzt war. Elmar Reizes charmant vorgetragenes Wissen über die internationale Musikwelt werde ich vermissen. Andreas Egli Mitglied Künstlerischer Beirat Stadttheater Olten AG

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Irish Folk

Irish Heartbeat Let’s celebrate St. Patricks Day

Di 22. 03. 19.30

Dauer

3h 30 (inkl. Pause) Abo Das Leichte Preise 65 | 55 | 45 Production Magnetic Music Mit 3 on the Bund, Briste, Conor Markey & Marty Barry

Die Iren haben bekanntlich ein grosses Herz. Ein Herz voll von Geselligkeit, Witz und Leidenschaft. All das sind ausgezeichnete Voraussetzungen, um ein Land zu sein, das immer wieder beeindruckende Geschichtenerzähler, Tänzer, Sänger und Musiker hervorbringt. Der Herzschlag der irischen Nation erhöht sich immer deutlich rund um die tollen Tage, wenn der St. Patrick’s Day gefeiert wird. Am irischen Nationalfeiertag hat irische Kultur Hochkonjunktur. Insbesondere Irish Folk lässt die Herzen der Iren höherschlagen. Aber nicht nur die der Iren…

BRISTE – Tradition with a smile Die drei jungen Frauen aus Nordirland kennen sich schon seit ihrer Kindheit. Aber erst 2015 ist es so weit, dass sie sich zu einem Trio zusammenfinden und ihre Musik auf ein neues und vor allem internationales Level heben wollen. Sie haben jede Menge spannende Ideen für ungewöhnliche Gesangsarrangements und pfeilschnelle Instrumentals. Der Bandname stammt aus dem Gälischen und bedeutet «zerbrochen» oder «kaputt». Denn Missgeschicke begleiten die Band seit Anbeginn: Immer wieder reissende Gitarren- und Banjosaiten, gebrochene Gliedmassen und Herzen. Aber die Liebe zur Musik gemischt mit einer Portion schwarzen Humors ist die beste Medizin. Ihre internationale Karriere beginnt in den USA. Es ist also kein Zufall, dass etwas Country und Americana in das Repertoire Eingang finden. Vor allem bei der Mehrstimmigkeit des Gesangs hört man die amerikanischen Wurzeln. Mit dem in Irland anerkannten Produzenten Dónal O’Connor, dessen Vater Gerry O’Connor übrigens schon vor 25 Jahren beim IHB gespielt hat, nehmen sie ihr Debüt-Album auf. 3 ON THE BUND – A sound address for Irish music Manche Bands haben ganz schön kuriose Ursprünge. So richtete das chinesische Kulturministerium eine Anfrage an die Uni im Limerick, wo man Irish Folk studieren kann, ob man zur Feier des St. Patrick’s Day ein paar der besten Studenten schicken könnte? Gesagt, getan. Ein paar Wochen später sitzen fünf hochbegabte Studenten:innen im Flieger und zerbrechen sich den Kopf darüber, wie man hoppla hopp ein abendfüllendes Programm mit einem Sound, der frisch und voll mit neuen Ideen steckt, zusammenstellen könnte.

«Irish Heartbeat» ist eine Tour, welche die Hand am Puls der irischen Musikszene hat. Es bringt seit 33 Jahren sowohl ihre traditionellen als auch innovativen Elemente auf Tour. Insbesondere rund um den St. Patrick’s Day steigt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Iren und ihrer Freunde – egal wo sie sein mögen – ganz besonders stark an. Man spürt die unsichtbaren Bande, wie sie nur Kultur über den Erdball spannen kann.

Unterstützt durch:

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Foto: Briste ©Morgan Crutchfield

In Zusammenarbeit mit:

Foto: 3 on the Bund ©3onthebund.com

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Das Programm des Quintetts ist ein Spaziergang nicht nur durch irische Tradition, sondern auch ein Ausflug in die Weltmusik. Roísín Ryan (Vocals & Fiddle) Seán Kelliher (Gitarre), Rebecca McCarthy Kent (Fiddle), Aisling Lyons (Concertina) und Simon Pfisterer (Uillean Pipes) sind ein tolles Beispiel, wie weltumspannend irische Musik inzwischen geworden ist: Ein junger Mann aus Deutschland beschliesst, Irish Folk in Irland zu studieren, findet sich mit seinen irischen Freunden in China wieder und wird dann zur IHB Tour in D, CH und A eingeladen. CONOR MARKEY & MARTY BARRY – Pulling all the right strings Mit «pulling all the right strings» wird in Irland der gelobt, der alles richtig gemacht hat. Es ist eine wirklich schöne Metapher für ein Duo, das sich auf Saiteninstrumente spezialisiert hat. Wer virtuos gespielte Gitarren, Bouzoukis oder Banjos liebt, wird in seinem Element sein. Die zwei Meister-Zupfer experimentieren besonders gerne mit offenen Stimmungen. Diese sind typisch für den charakteristischen Klang, der in der keltischen Musik verwendeten Saiten­ instrumente. Beide sind auch gut bei Stimme. Man kann einige der grossen Klassiker aber auch Songs aus eigener Feder erwarten. Marty Barry ist der Urenkel der legendären Margaret Barry, die in Irland einfach Kult ist und der das Prädikat «Queen of the travelling people» gegeben wurde. Seine verstorbene Urgrossmutter wäre sicherlich glücklich zu sehen, dass durch ihn, ihr musikalisches Erbe in der Familie weiterlebt. Connor Markey ist für die IHB Fans ein guter alter Bekannter, den man als Mitglied einiger namhafter Bands kennt wie z. B. The Rapparees, Paul McKenna Band oder den Fusion Fighters. Conor und Marty werden zusammen genau die richtigen Saiten anschlagen, um einen positiven Nachklang in den Herzen ihrer Zuhörer zu hinterlassen.

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Schauspiel

Doch kommt auch der Moment der Einsicht, dass das Versteckspiel schwerwiegende Konsequenzen haben kann.

Mein BlindDate mit dem Leben Stück nach dem gleichnamigen Buch von Saliya Kahawatte

Do 24. 03. 19.30

2h (inkl. Pause) Abo Schauspiel Das Traditionelle Preise 50 | 40 | 30

Saliya Kahawatte

Benedikt Zimmermann

Hannah, Mutter und andere Figuren

Ursula Buschhorn

Vater und andere Figuren

Stefan Rehberg

Produktion a.gon Inszenierung Johannes Pfeifer Bühnenbild Steven Koop Kostüme Anna Determann

Saliyas Freund Robert, genannt «Robbie»

Emery Escher

Schwester Seetha und andere Figuren

Dorothee Weingarten

Dauer

Das Stück ist ein Plädoyer dafür, dass ein Mensch mit Handicap viel erreichen kann. Doch Saliya Kahawatte zerbricht in seinem Leben fast daran. Dass er seine Sehbehinderung überhaupt verschwiegen hatte, lag überhaupt erst daran, dass ihm jegliche Chancen seinen Traum zu leben, verwehrt blieben. Bewerbungen, in welchen er seine Behinderung angab, führten zu Absagen. Also sagte er nichts mehr und erhielt den ersehnten Ausbildungsplatz. Nach der Ausbildung am Hotel eröffnete Saliya gemeinsam mit der damaligen Freundin ein Restaurant. Auf Grund einer Krebs-Diagnose musste dieses kurze Zeit später geschlossen werden. Er ging zurück zur Hotellerie, wiederum ohne Bekanntgabe seiner Behinderung. Saliya schlitterte in eine tiefe Depression, die er mit Alkohol, Drogen und Medikamenten zu bewältigen versuchte. Darauf folgte der Suizidversuch. Mit 32 kam der Zusammenbruch: Saliya kündigte seinen Job und ging zum ersten Mal in eine Blindenschule und arbeitete in einer Behindertenwerkstatt. Anschliessend absolvierte er ein Studium. Danach legte er seine Sehbehinderung bei Bewerbungen immer offen – was weiterhin zu haufenweise Absagen führte. In der Folge fasste er den Entschluss sich selbstständig zu machen. 2017 erschien seine Autobiografie «Mein Blind Date mit dem Leben», kurze Zeit später der gleichnamige Film.

Basierend auf wahren Erlebnissen erzählt die warm­ herzige Komödie «Mein Blind-Date mit dem Leben» die beeindruckende Geschichte von Saliya Kahawatte. Mit 15 Jahren kostete ihn eine Netzhautablösung über 90% seiner Sehkraft. Das hindert den jungen Mann aber nicht daran, an seinen Träumen festzuhalten: Saliya verschweigt, dass er fast blind ist und bekommt einen Ausbildungsplatz zum Hotelfachmann in einem Luxushotel. Zusammen mit seinem Freund Max, der über Saliyas Einschränkungen Bescheid weiss, mausert er sich geschickt durch die täglichen Herausforderungen, dank viel Ehrgeiz und Durchhaltewille. Dieses Leben, in dem es zwischen Sehenden nicht aufzufallen gilt, hält viele humorvolle Momente bereit.

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Fotos: Benedikt Zimmermann ©Stefan Loeber

Rechts: ©Alvise Predieri

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Theaterzeitung 5 | Saison 21-22 by Stadttheater Olten - Issuu