stadttheaterolten kultur und tagung
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21 theaterzeitung
september – oktober 2020
Wo man sich nicht nur für mich engagiert, sondern auch für Kultur und Sport, bin ich am richtigen Ort.
Inhaltsverzeichnis Fr 18.09.2020 Janoska Ensemble: Revolution 4 Saisoneröffnung Mi 23.09.2020 Quartetto di Cremona & Friends 10 Beethoven So 18.10.2020 Marie-Ange Nguci & Pierre Bleuse 16 Kammerorchester Basel Di 20.10.2020 Die Panne 22 Komödie von Friedrich Dürrenmatt Do 22.10.2020 Himmlische Zeiten 28 Eine Musicalrevue übers Älterwerden Fr 30.10.2020 Aber bitte mit Dame 34 Theater Club Gönnerinnen- und 40 Gönnervereinigung Unsere Sponsoren 41 und Partner Vorschau auf 45 Theaterzeitung 2 2020|21 Vorverkauf und weitere Informationen 46 Impressum und Ortsplan
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Saisoneröffnung
Janoska Ensemble Revolution Fr 18. 09. 19.30
Dauer: 2 h (inkl. Pause) Preise 60 | 50 | 40 Janoska Ensemble Ondrej Janoska, Violine Roman Janoska, Violine František Janoska, Klavier Julius Darvas, Kontrabass
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) Le nozze di Figaro, Ouvertüre à la Janoska Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840 – 1893) Mélodie, Moderato con moto Roman Janoska Hello, Prince! John Lennon, Paul McCartney Yesterday Janoska Ensemble Paganinoska, Caprice 24 von Niccolo Paganini *** Fritz Kreisler (1875–1962) Praeludium und Allegro, in der Art Pugnanis Johann Sebastian Bach (1685–1750) Air, Overture, Orchestral Suite No. 3 in D major, BWV 1068 František Janoska Leos Dance John Lennon, Paul McCartney Let It Be Ludwig van Beethoven, Cole Porter, František Janoska Cole over Beethoven, Paraphrase über die Mondscheinsonate und Night & Day
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Foto: Janoska Ensemble ©Julia Wesely
«Revolution» ist ein eher ungewöhnlicher Titel für ein Programm. Aber was ist schon als «gewöhnlich» zu bezeichnen, das mit dem explosiv-kreativen Janoska Ensemble verbunden ist? Das fängt schon bei seiner Familienhistorie und den offenbar starken musikalischen Genen an: Im Hause Janoska folgen schon seit 150 Jahren Musiker auf Musiker. Diese ungewöhnlich kontinuierliche Tradition trägt in der jetzigen, sechsten Musiker Generation besonders reiche Zinsen: Das Janoska Ensemble feiert seit seiner Gründung im Jahr 2013 glänzende Erfolge in Serie. Es begeistert sein Konzertpublikum auf bislang vier Kontinenten regelmässig zu standing ovations. Sein unverwechselbares Markenzeichen ist der von den vier Musikern entwickelte und atemberaubend perfektionierte «Janoska Style», der 2016 auch den Titel für ihre Debüt-CD gab. Schon wenige Monate nach ihrem Erscheinen erzielte «Janoska Style» bereits «Gold». Das sympathische, spielfreudige Quartett besteht aus den Brüdern Ondrej (Violine), František (Klavier) und Roman (Violine) Janoska und ihrem angeheirateten Cousin Julius Darvas (Kontrabass). In ihrem neuen Programm «Revolution» demonstrieren die Musiker ihre Klasse einerseits anhand von Werkbearbeitungen klassischer Komponisten wie Mozart, Kreisler und Bach, andererseits durch drei neue, stilistisch freilich «autochthone» Janoska-Eigenkompositionen. Diese geballte Vielseitigkeit des Janoska Ensembles lässt es nun neue Wege bei der Wahl seines musikalischen Materials einschlagen. Als Hommage an die vier genialen Liverpooler hat das Janoska Ensemble für sein Programm TopHits der Beatles im Janoska Style arrangiert. Damit kommt zugleich auch etwas ins Spiel, das den Titel in den beabsichtigten Interpretationsrahmen setzt: «Wir wollen uns nicht unbescheiden mit den Beatles vergleichen», sagt Julius Darvas, «aber was sie seinerzeit in der Popmusik erreicht haben, streben wir heute im klassischen Bereich an. Wie die Beatles die Popmusik revolutioniert haben, wollen wir in gewissem Sinne die Klassik revolutionieren: Wir lassen bei der Interpretation klassischer Werke die freie Improvisation wieder aufleben, was etwa zur Barockzeit noch etwas Selbstverständliches war.»
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Saisoneröffnung
Janoska Ensemble Neue Musikrichtungen fantasievoll zu «labeln» ist trendig, Fusion- und Crossover-Kategorien nehmen laufend zu. Doch das klassisch ausgebildete Janoska Ensemble sprengt mit seiner polyglotten Musiksprache alle Genres. So trägt seine binnen weniger Monate mit Gold ausgezeichnete Debüt-CD auch den stimmigen Titel «Janoska Style» (Deutsche Grammophon 2016). Die Besonderheit: Es sind parallel geführte Griffe in klassische und in weit davon entfernte Repertoires, aus denen die vier Musiker mit spontan wirkender Kreativität neue, erstklassige, packende Erlebnismusik schaffen. Für diese unnachahmlich publikumswirksamen Verwandlungen sorgt das aus Bratislava stammende Brüder-Trio Ondrej und Roman Janoska an den Violinen sowie František Janoska am Klavier, zusammen mit ihrem in Konstanz gebürtigen Schwager Julius Darvas am Kontrabass. In ihrem jeweils individuellen Stil leben auch alle vier Musiker die gemeinsame Liebe zur Improvisation ausgiebig und virtuos aus, was in ihren Live-Auftritten stets mit begeistertem «Szenenapplaus» bedankt wird. Das Janoska Ensemble ist - im Pop-Jargon gesprochen – eine Live-Band. Ihr «Janoska Style», ihre niemals vordergründige Virtuosenschaft und die Fähigkeit zum blitzschnellen musikalisch ergiebigen Dialog haben den Künstlern zu Einladungen arrivierter Künstlerpersönlichkeiten verholfen, darunter Grössen wie Anna Netrebko, Al Jarreau, Bobby Mc Ferrin, Juan Diego Florez, Brian McKnight, Randy Newman, Julian Rachlin, Bireli Lagrene und Lalo Schifrin. Das Janoska Ensemble arbeitet konstant an neuen Programmen und Projekten und befindet sich in einer Art fortlaufender «Improvisationsmission» in Form von Workshops und Meisterklassen.
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Foto: Janoska Ensemble ©Julia Wesely
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Konzert
Quartetto di Cremona & Friends Beethoven Mi 23. 09. 19.30
19.00 Werkeinführung Dauer: 1 h 45 min (inkl. Pause) Abo K Preise 75 | 65 | 55 Quartetto di Cremona Cristiano Gualco, Violine Paolo Andreoli, Violine Simone Gramaglia, Viola Giovanni Scaglione, Cello Davide Vittone, Kontrabass Philippe Berrod, Clarinet Benoit de Barsony, Horn Giorgio Mandolesi, Basson
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) Streichquartett Nr. 14 cis-Moll, Op. 131 (40’) 1. Adagio, ma non troppo e molto espressivo 2. Allegro molto vivace 3. Allegro moderato 4. Andante, ma non troppo e molto cantabile 5. Presto 6. Adagio quasi un poco andante 7. Allegro *** Septett in Es-Dur op. 20 (40’) 1. Adagio – Allegro con brio 2. Adagio cantabile 3. Tempo di Menuetto 4. Tema. Andante con Variazioni 5. Scherzo. Allegro molto e vivace 6. Andante con moto alla Marcia – Presto
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Foto: Quartetto di Cremona ©Nikolaj Lund
2020 ist Beethoven-Jahr. Der 250. Geburtstag des Komponisten wird rund um den Erdball gefeiert – dank der Corona-Pandemie nun sogar bis ins Jahr 2021. Ein solch bedeutendes Jubiläum lässt vielversprechend auf all das blicken, das im Rahmen dessen gefeiert wird. Allem voran den vielen hochkarätigen und interessant programmierten Konzerten. Auch im Stadttheater Olten wollen wir dem Shootingstar «Beethoven» ein Konzert widmen und in dieser Kürze seinem Früh- und seinem Spätwerk Rechnung tragen. Beethovens späte Streichquartette hatten zu Lebzeiten des Komponisten einen schweren Stand. Die Allgemeine musikalische Zeitung schrieb nach der Uraufführung von Opus 131 «Jene, die sich durch Musik nur amüsieren wollen, sollten auf jene neusten Werke Beethovens verzichten.» Die als Augenmusik eines tauben Mannes verstandenen Werke erlangten erst später ihren Durchbruch. Heute gelten sie als Wegweiser, die in Form und Ausdruck die Grenzen ihrer Gattung sprengten und bis heute neue Massstäbe setzten. Das Quartett in cis-Moll Opus 131 wurde im Oktober 1826 als zweitletztes der Streichquartette fertiggestellt. Wenn auch Beethoven die Uraufführung des Werkes nicht mehr hörte (sie fand drei Monate nach seinem Tod statt), hatte er doch genaue Vorstellungen zu der Spielweise: Die Sätze sollten nahezu pausenlos ineinander übergehen. Im Manuskript waren entsprechend auch keine Satzbezeichnungen vorgesehen. Diese fügte Beethoven später, auf Drängen des Verlegers, hinzu. Das erklärt auch, die ungewohnte Anzahl und Länge der Sätze: Der dritte und der sechste Satz zum Beispiel, sind nur wenige Takte lang und können mehr als Überleitung verstanden werden. Nicht nur die Anzahl der Sätze sprengte die Grenzen der Gattung, auch die Anordnung. Beethoven beginnt mit der Fuge und schliesst mit einem Sonatensatz, quasi in verkehrter Reihenfolge. Die Adagio-Fuge gibt das kontrapunktische Können des Meisters zum Besten. Der Umgang mit der Polyphonie erinnert dabei an die «Missa solemnis» oder die Fugen der späten Klaviersonaten. Im anschliessenden Allegro molto vivace weicht die düstere Stimmung einer auf eine Art in sich kreisenden Pastorale. Auf den rezitativischen 3. Satz folgt das Herzstück des Quartetts, der Variationssatz. Die erste Violine stellt in Begleitung des zupfenden Cellos das liedhafte Thema vor, das in der Folge auf fantasievolle Art variiert wird – einmal in einem dichten, polyphonen Geflecht, dann umspielt von schillernden Trillerkennten, dann erklingt, durch den Einsatz von Doppelgriffen, quasi ein Oktett. Dem folgt das Scherzo des Quartetts. Die Bratsche übernimmt in der Überleitung zum grossen Finale. Über den letzten Satz schrieb Richard Wagner: «Das ist der Tanz der Welt selbst: wilde Lust, schmerzliche Klage, Liebesentzücken, höchste Wonne, Jammer, Rasen, Wollust und Leid; da zuckt es wie Blitze, Wetter grollen: und über allem der ungeheure Spielmann,
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Konzert
der alles zwingt und bannt, stolz und sicher vom Wirbel zum Strudel, zum Abgrund geleitet: – er lächelt über sich selbst, da ihm dieses Zaubern doch nur ein Spiel war. So winkt ihm die Nacht. Sein Tag ist vollbracht» Das Septett in Es-Dur Opus 20 komponierte Beethoven 1799, knappe 30 Jahre früher. Am 2. April 1800 gab Beethoven seine erste eigene Akademie im Hofburgtheater, der damaligen Wiener Hofoper. Solche Benefizkonzerte, bei denen der Komponist selber als Veranstalter auftrat, dienten zum einen der Bekanntmachung neuer Werke zum anderen als Verdienstquelle. Auf dem Programm standen neben einer Sinfonie Mozarts und zwei Stücken Haydns drei grossangelegte eigene Werke: ein Klavierkonzert (vermutlich Nr. 1, op. 15), die 1. Sinfonie op. 21 und das Septett op. 20. Das Septett feierte grosse Erfolge und avancierte zu dem populärsten Werk zu Beethovens Lebzeiten. Bis 1830 war es zudem sein meistgespieltes Werk überhaupt. Beethoven selber distanzierte sich später vom Erfolg des Werkes. Sein Schüler Carl Czerny vermerkte, Beethoven konnte das Werk «nicht leiden und ärgerte sich über den Beifall, den es erhielt». Gegenüber dem Geiger Karl Holz soll Beethovens Urteil über das Stück etwas milder ausgefallen sein. Es sei zwar viel «natürliche Empfindung» darin, aber wenig Kunst. Dabei hatte er den Erfolg gewollt. Seinen Verleger drängte er: «Mein Septett schickt ein wenig geschwinder in die Welt – weil der Pöbel drauf harrt». Dass das Septett beim Publikum so erfolgreich war, dürfte unter anderem in dessen Vielfalt begründet sein. Beethoven selber schrieb an den Verlag, dass alle Stimmen des Werks obligat seien, das heisst keine der Stimmen sei nur zur Begleitung da. Daraus ergibt sich ein sich ständig wandelnder Dialog und eine fast sinfonische Klangfülle, sodass sich im Septett Einflüsse von Sinfonie, Solokonzert und Kammermusik überlappen. Die Einleitung des ersten Satzes legt die Rollenverteilung dar: Beethoven setzt die Streicher – quasi als kleines Streichorchester – den drei Blasinstrumenten gegenüber. Diese treten teils als «Bläserharmonie», teils solistisch hervor. Dem folgt ein Kopfsatz, der zum heitersten und virtuosesten gehört, das Beethoven geschrieben hat. Die Form kombiniert vier sinfonische Sätze mit zwei Intermezzi wobei die einzelnen Sätze jeweils Verbindungen zu Beethovens Sinfonien aufzeigen: Die langsame Einleitung des Kopfsatz und Finales verweist auf seine ersten beiden Sinfonien, das Adagio cantabile wirkt wie ein Vorläufer zum Adagio der vierten Sinfonie und das Scherzo wie eine Studie zu den Scherzi bis hin zur Eroica. Der Variationensatz folgt dem Vorbild der grossen österreichischen Finalmusiken und präsentiert ein Thema, dass so populär wurde, dass bereits 1838 als Volkslied herausgegeben wurde.
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Quartetto di Cremona Seit seiner Gründung im Jahr 2000 hat sich das Quartetto di Cremona als eines der spannendsten Kammerensembles auf internationaler Ebene etabliert und wird regelmässig zu grossen Musikfestivals in Europa, Nord- und Südamerika und Fernost eingeladen. Als «BBT Fellowship», Preisträger 2005, erhielt das Quartett den «Franco Buitoni Award» 2019 für seinen kontinuierlichen Beitrag zur Förderung der Kammermusik in Italien und der ganzen Welt. Zu den Höhepunkten der Saison 20/21 wird das Ensemble in Genf, Mailand, Rom, Istanbul, in der Londoner Wigmore Hall auftreten und sein Debüt in der New Yorker Carnegie Hall und im Prager Rudolfinum geben. Geplant sind zahlreiche Kooperationen mit Künstlern wie Angela Hewitt, Eckart Runge, David Orlowsky und dem Emerson Quartett. 2018 schloss das Quartett die Aufnahme des gesamten Streichquartettzyklus Beethovens ab: Die acht Bände erhielten renommierte Preise (darunter Echo Klassik 2017 und ICMA 2018) und zahlreiche Auszeichnungen von Fachkritikern.
Foto: Quartetto di Cremona ©Nikolaj Lund
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Konzert
Marie-Ange Nguci & Pierre Bleuse Kammerorchester Basel
So 18. 10. 17.00
Dauer: 1 h 30 min (inkl. Pause) Abo K Preise 75 | 65 | 55 Marie-Ange Nguci, Klavier Pierre Bleuse, Leitung Kammerorchester Basel
Frank Martin (1890 – 1974) Pavane couleur du temps (8’) Albert Roussel (1869 – 1937) Concert pour petit orchestre, Op. 34 (13’) 1. Allegro 2. Andante 3. Presto Arthur Honegger (1892 – 1955) Pastorale d’été, H. 31 (8’) *** Frédéric Chopin (1810 – 1849) 2. Klavierkonzert in f-Moll, Op. 21 (34’) 1. Maestoso 2. Larghetto 3. Allegro vivace
Durch und durch französich kommt das Programm des Kammerorchester Basel daher: nicht nur die Stückwahl, auch die Zusammenarbeit mit Solistin und Dirigent belegen den eindeutigen Programmschwerpunkt. Den Anfang macht das Werk «Pavane couleur du temps» des Schweizer Komponisten Frank Martin. Das Stück basiert auf der Märchenerzählung «Peau d’âne» Unterstützt durch:
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Foto: Pierre Bleuse @Pilvax
(die Eselshaut) des barocken Dichters Charles Perrault. Darin fordert eine Prinzessin vom König ein Kleid in der Farbe des Wetters – ein unerfüllbarer Wunsch, der sie vor seinen Avancen schützen soll. Das Zauberhafte und Unbestimmte dieser Märchenwelt spiegelt sich in der spätromantischen Harmonik und der Wahl impressionistischer Klangfarben wider. Dass Albert Roussel später für seine Kompositionen bekannt sein würde, war zu dessen Lebzeiten zunächst unwahrscheinlich. Als Seekadett erster Klasse stand der Karriere als Offizier auf See nichts im Weg. Die List eines Freundes – dieser behauptete, eines seiner komponierten Werke dem Dirigenten Edouard Colonne vorgelegt zu haben und dieser habe sich begeistert über das Werk geäussert – stimmte Roussel zum Umdenken. Roussels Stil entwickelt sich von stark geprägten Einflüssen seines Lehrers Eugène Gigout zu impressionistischen Zügen und später zu einem neoklassizistischen Idiom. Aus dieser Zeit stammt auch sein «Concert pour petit orchestre». Das Werk besticht durch grosse rhythmische Kraft, eine farbige Instrumentierung und viel Einfallsreichtum im Umgang mit der Verstrickung von Motiven. Dies zeigt sich deutlich beim Wetteifern der Stimmen, die viel eher solistischen als orchestralen Aufgaben nachkommen: Immer wieder überbieten sie sich, fallen sich ins Wort, spornen einander an oder nehmen sich Zeit für ausgedehnte, solistische Passagen – die vor allem im zweiten Satz an Debussys Schaffen erinnern. Auch der eher ruhig-entspannte, fröhliche Grundcharakter der «Pastoral d’été» des französisch-schweizerischen Komponisten Arthur Honegger erinnert an Debussy, insbesondere an sein «Prélude à l’après-midi d’un faune». Er komponierte zunächst ausschliesslich für klein besetzte Gattungen. Zwischen 1910 und 1921 wandte er sich vermehrt auch sinfonischen Dichtungen wie auch Ballett- und Bühnenmusik zu, komponierte aber erst 1930 seine erste Sinfonie. Seine «Pastoral d’été» entstand im August 1920 in Wengen und war inspiriert durch Honeggers Ferien in den Schweizer Alpen. Das Stück wird von den Streichern eingeleitet, worauf das Thema ins Horn übergeht und von den Streichern in kurzen Notenwerten und einfacher akkordischer Füllung begleitet wird. Variationen des Themas werden später von anderen Bläsern übernommen bevor das Fagott mit einem Dreiklangmotiv eine neue Stimmung vorantreibt. Diatonischen Achtelketten durch alle Instrumentengruppen hindurch dominieren den Stimmungsumbruch. Für Frédéric Chopin bedeuteten seine Klavierkonzerte Nr. 1 und 2 die Schwelle zum Erfolg. Zu dem Zweck hat der junge Komponist die Werke mit gerade mal 19, bzw. 20 Jahren auch geschrieben, um sich und seine Musik publik zu ma-
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Konzert
chen. Das Klavierkonzert op. 21 ist sein eigentlich erstes Klavierkonzert, wurde aber später veröffentlicht und trägt daher die Nr. 2. Kurz nach der Uraufführung des ersten Klavierkonzertes verliess Chopin seine Heimat und feierte in Paris einen Erfolg nach dem anderen. Obwohl seine öffentlichen Auftritte rar und von gravierenden Problemen begleitet waren – Chopin litt unter extremen Lampenfieber und spielte zum Teil so leise, dass die hintersten Reihen grösserer Säle kaum etwas hörten – wurden sie von der Presse gefeiert. Die Warschauer Zeitung schrieb «Alle Vorzüge eines wahren Klaviervirtuosen vereinen sich bei Herrn Chopin in höchster Vollendung: Kraft, Geläufigkeit und vor allem Empfindung sind seine Hauptvorzüge, und der Anschlag einer jeden Taste ist bei ihm ein Ausdruck des Herzens. Das Warschauer Publikum wusste das seltene Talent seines Landsmannes zu schätzen […]; donnernder Beifall empfing und entliess den auftretenden Künstler, dessen frappierende Bescheidenheit noch die Wertschätzung seines Talents erhöht.» Dem ersten Satz des Klavierkonzertes Nr. 2 in f-Moll geht eine lange Orchestereinleitung voraus, welche die Themen des Satzes in gewohnter Manier vorgestellt werden. Der Einsatz des Klaviers lässt das Orchester in den Hintergrund rutschen. Oft wurde Chopin vorgehalten, es handle sich eigentlich um Solo-Klavierwerke mit einem rein dekorativen Orchester. Das aber greift zu kurz. Schon Schumann erkannte den Wert jeder einzelnen Note und attestierte: «Chopins Werke sind unter Blumen eingesenkte Kanonen.» Das eigentliche Herzstück des Konzerts ist das Larghetto. «Vielleicht bin ich zu meinem Unglück meinem Ideal begegnet, dem ich treu seit sechs Monaten diene, ohne ein Wort von meinen Gefühlen gesagt zu haben. Es hat mich zu dem Adagio meines Klavierkonzertes in f-Moll inspiriert.» Chopins Worte gelten seiner Begegnung und (leider unerwiderten) Liebe zur Opernsängerin Konstancja Gladowska. Diese ausdrucksstarke, lyrisch und einfühlsame Gefühlswelt öffnet sich im 2. Satz. Zugleich geht er mit ungekannten Dissonanzen neue Wege und schafft eine neuartige Klangwirkung – immer getragen von einem Hauch von Melancholie. Das darauffolgende Allegro vivace basiert auf einem polnischen Tanz im Dreivierteltakt und ist ebenfalls von lyrischem Charakter. Eine ausdrucksstarke Coda beendet diesen lebhaft feurigen Tanz. Marie-Ange Nguci Marie-Ange Ngucis grenzenlose musikalische Neugier und Intelligenz haben dazu geführt, dass sie ihre Karriere in ganz Frankreich und zunehmend auch im Ausland aufbaute, mit einem Repertoire, das alle Epochen umspannt. Im Jahr 2018 wurde sie in der französischen Ausgabe der Vanity Fair als eine der Pioniere unter 30 Jahren vorgestellt, die die Welt verändern.
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Ihre bisherigen Engagements führten sie unter anderem an das Théâtre des Champs-Elysées, den Salle Cortot und die Scala in Paris, den Palais de l‘Athénée in Genf und die Royal Albert Hall in London. Sie wird regelmässig zu renommierten internationalen Festivals wie dem Ravinia Festival in Chicago, dem Beethovenfest Bonn, dem Kissinger Sommer in Bad Kissingen, dem KlavierFestival Ruhr, der Musikmesse Frankfurt, dem Gstaad Menuhin Festival, dem International Keyboard Institute and Festival in New York und dem Festival Musiq3 in Brüssel eingeladen. Pierre Bleuse Der französische Dirigent Pierre Bleuse ist in den letzten zwei Jahren auf die internationale Bühne getreten und trat mit Orchestern wie dem Royal Stockholm Philharmonic, dem Orchestre de la Suisse Romande, der Russischen Nationalphilharmonie und dem Nationalen Symphonieorchester Chinas auf. In der Saison 19/20 gab er sein Debüt mit dem Orchestre de Paris und baute seine Beziehungen zur Opéra National de Lyon und zum Orchestre du Capitole de Toulouse aus. Als Verfechter der Neuen Musik fungiert Pierre Bleuse als Joint Music Director des Lemanic Modern Ensemble, das sich auf das Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts konzentriert und in der Genfer Victoria Hall ansässig ist. In seiner Rolle als kultureller Leiter gründete Pierre Bleuse 2008 die Musika Orchestra Academy in Toulouse, die talentierte, junge Musiker aus der ganzen Welt zusammenbringt, um ihnen professionelle Orchestererfahrung und Karriereförderung zu bieten.
Foto: Marie Ange Nguci, ©Caroline Doutre
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Schauspiel
Die Panne Komödie von Friedrich Dürrenmatt
Di 20. 10.
15.00 / 19.30
15.00 Schulaufführung 19.00 Werkeinführung 19.30 Aufführung Dauer: 1 h 35 min (ohne Pause) Abo A | S Preise 50 | 40 | 30
Produktion Theater Orchester Biel Solothurn Inszenierung Cilli Drexel Bühnenbild und Kostüme Rebekka Zimlich Dramaturgie Svea Haugwitz Alfredo Traps Richter Wucht Staatsanwalt Zorn Verteidiger Kummer Henker Pilet
Immer wieder spielen die Vier berühmte Prozesse nach oder erfinden, mit eingeladenen Gästen, neue Fälle. Wegen guten Anstandes nimmt Traps die Einladung, die Rolle des Angeklagten zu spielen, an. Sich keiner Schuld, die er gestehen könnte, bewusst, will der Staatsanwalt ein Verbrechen suchen. Traps beginnt von seinem Leben zu erzählen und schildert bereitwillig, dass er seinen aktuellen Posten bekommen hat, da sein Vorgänger an einem Herzinfarkt gestorben ist. Der Staatsanwalt freut sich über den «Fund einer Leiche» womit das Verhör – das schon längst begonnen hat – seinen Lauf nimmt. Das exquisite Essen wird von viel Wein begleitet, löst Traps Zunge und der berichtet vom erfolgreichen Verdrängen seines Chefs sowie seinem Verhältnis mit dessen Frau. In der darauf folgenden Anklagerede führt der Staatsanwalt aus, dass Traps Handeln zum Herzinfarkt seines Chefs geführt habe und bezichtigt Traps des Mordes – wofür er die Todesstrafe fordert. Traps hört begeistert zu, das Spiel macht Spass. Als der Verteidiger seinen Mandanten schützen will, widerspricht dieser: «Aber ich habe doch gemordet!». Der Richter zieht die Konsequenz und spricht ein Urteil …
Matthias Schoch Günter Baumann Vilmar Bieri Daniel Hajdu Hanspeter Bader
Eine Autopanne zwingt den 45-jährigen Generalvertreter Alfredo Traps in einem namentlich nicht benannten Ort zu übernachten. In der Villa eines pensionierten Richters findet er Unterkunft und verbringt den Abend mit seinem Gastgeber und dessen pensionierten Freunden: einem Staatsanwalt, Verteidiger und Henker.
Unterstützt durch:
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In Zusammenarbeit mit:
Foto: Matthias Schoch @wikipedia.org
Foto: Vilmar Bieri @krautschneiderin.de
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Schauspiel
In seiner Dramentheorie erklärte Dürrenmatt, dass der Leser Distanz zum Gezeigten aufbauen und zu eigenem Nachdenken angeregt werden soll. Dies gelingt mit Hilfe tragisch-grotesker Elemente, woraus die Tragikomödie, seiner Meinung nach «die einzig mögliche dramatische Form, heute das Tragische auszusagen» entstand. So trägt auch «Die Panne» die Überschrift «Komödie», ist aber im dürrenmattschen Sinn eben kein humoristisches Stück. Auch in den behandelnden Themengebieten finden sich Parallelen zu den anderen grossen Werken des Schweizer Schriftstellers: Schuld und Gerechtigkeit prägen das Schaffen Dürrenmatts lange und sind in zahlreichen anderen Werken – darunter «Der Richter und sein Henker», «Der Besuch der alten Dame» oder «Die Physiker» – allgegenwärtig. «Die Panne» konfrontiert den Zuschauer mit den zentralen Aussagen «[ein] Verbrechen lass sich immer finden», denn «zu gestehen habe man immer was.». Aussagen, die bald nach einer Differenzierung von juristischer und moralischer Schuld fragen. Denn die Frage der Schuld hört nicht bei dem Verhörspiel und dem Gerichtsverfahren von Traps auf. Viel mehr beginnt die Komplexität der Schuldfrage beim Umgang der vier Freunde mit ihrem Angeklagten. Ihr Justizspiel schafft es sodann, im Unschuldigen Schuldgefühle zu wecken und aus dem «Profiteur günstiger Umstände» einen «Täter» zu machen. So sehr, dass auch Trabs selbst von seiner Schuld überzeugt ist. «Die Panne» erschien als Erzählung (1955), Hörspiel (1956), Fernsehspiel (1957) sowie als Komödie und gehört seither zu den populärsten Stücken Dürrenmatts. Marcel Reich-Ranicki nennt die Erzählung eine der besten deutschen Erzählungen nach 1945.
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Foto: Friedrich Dürrenmatt in seinem Swimming Pool, 1979 ©Peterhofen/Stern
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Musikaufführung
Himmlische Zeiten Eine Musicalrevue übers Älterwerden
Do 22. 10. 19.30
Dauer: Abo Preise
1 h 30 min (ohne Pause) C|M 70 | 60 | 50
Produktion Landgraf Inszenierung Katja Wolff Musikalische Leitung Carsten Gerlitz Bühnenbild, Kostüme Cary Gayler Choreografie Andrea Kingston Mit Angelika Mann Patricia Hodell Heike Jonca Nini Stadlmann
teidigen will, die Junge, die kurz vor Torschluss ihr zweites Kind bekommt, die Hausfrau, deren Rente nicht zum Leben und nur knapp zum Sterben reicht, und die Vornehme, die nach dem Zusammenstoss mit einem hart geschlagenen Golfball unter Gedächtnisstörungen leidet. Sie alle kämpfen mit dem Altwerden, mit den Symptomen des Verfalls, mit der Angst vor dem Ende und der Hoffnung auf ein Danach. Und sie tun das in gewohnt lakonisch-unterhaltsamer Weise, denn dieser Abend ist ein Fest für das Leben und für die Freundschaft. Liebenswerte Charaktere, schlagfertige Dialoge, urkomische Situationen und jede Menge Musik machen diesen Abend wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis. Mit neuen Texten versehene Hits wie Tainted Love und (wie sollte es anders sein?) That´s What Friends Are For u.v.m. lassen die vier Damen zu Hochform auflaufen. Denn wer Freunde hat, dem winken wahrlich himmlische Zeiten!
Aller guten Dinge sind drei! Nach «Heisse Zeiten» und «Höchste Zeit!» kommen nun «Himmlische Zeiten», die neue Revue von Tilmann von Blomberg (Buch), Carsten Gerlitz (Liedtexte und musikalische Arrangements) und Katja Wolff (Kreative Entwicklung). Was bisher geschah: In «Heisse Zeiten» erleben wir vier Damen, die seit zehn Jahren den Tücken der Menopause mit Tanz, Gesang und frechem Mundwerk begegnen und das Publikum zum Jubeln bringen. «Höchste Zeit» war es, sie in ein weiteres Abenteuer zu schicken, in dem der Beziehungs- und Hochzeitswahnsinn genüsslich demontiert wird. Und nun? «Himmlische Zeiten»! Denn das Leben endet ja nicht mit dem Happy End – und was wäre eine Trilogie ohne dritten Teil? Das Erfolgsteam von «Heisse Zeiten» und «Höchste Zeit» lässt die vier Frauen erneut die Bühne stürmen. Und jetzt geht’s ans Eingemachte! Was bleibt nach Wechseljahren und später Scheidung, nach Brigitte Woman und Dove Pro Age? Die Autoren nähern sich dem Ernst des Alters mit dem gebotenen Unernst und verorten ihre Komödie in der Privatabteilung eines Krankenhauses. Dort treffen sie wieder aufeinander: die Karrierefrau, die ihren Managerposten mit einer kosmetischen Generalüberholung gegen die Konkurrenz ver-
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Foto: Himmlische Zeiten ©Martin Sigmund
Foto: Vilmar Bieri @krautschneiderin.de
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Musikaufführung
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Katja Wolff, Kreative Entwicklung, Inszenierung Katja Wolff studierte an der Universität Frankfurt am Main Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft sowie Philosophie. Nach Lehrjahren als Regieassistentin am Schauspiel Dortmund übernahm sie für zwei Jahre die Position der Oberspielleiterin des Schauspiels am Hans Otto Theater in Potsdam. Seitdem ist Katja Wolff als freischaffende Regisseurin tätig und inszeniert u.a. in Mainz, Stuttgart, Berlin, Osnabrück, Zürich, Basel, St. Gallen, Mannheim und Schwerin. Zu ihren Inszenierungen an namhaften Theatern gehören nicht nur Schauspielklassiker und Uraufführungen, sondern auch diverse Musiktheaterproduktionen wie z.B. «Blues Brothers», «Die Dreigroschenoper», «West Side Story», «Come Together on Abbey Road», «Blume von Hawaii», «Cosi fan tutte», oder «AIDA – Das Musical» auf der Seebühne in Thun.
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Carsten Gerlitz, Liedtexte, Arrangements, Musikalische Einstudierung Carsten Gerlitz wurde 1966 in Berlin geboren und studierte an der Hochschule der Künste Berlin Musik. Seitdem arbeitet er als Musiker, Arrangeur und Autor für verschiedene Verlage und Labels. Carsten Gerlitz arrangierte für Max Raabe und das Palast Orchester, Reinhard Mey, Ute Lemper, Pepe Lienhard, die Wise Guys, für das NDR- sowie das MDR-Orchester und den MDR-Kinderchor. Seine Klavier- und Chorarrangements sind inzwischen in über 160 Publikationen erschienen. Im eigenen Tonstudio betreut er Wort- und Musikproduktionen. Für seine Publikation «Pop Ballads» erhielt er 2006 den Deutschen Musikeditionspreis. Er war mehrfach Musical Director bei SAT.1, dem ZDF und RTL, arbeitete als musikalischer Leiter am Berliner Schlosspark Theater, der Tribüne, der Komödie im Marquardt in Stuttgart und arrangierte und leitete die Berliner und Stuttgarter «Palazzo-Show». Tilmann von Blomberg, Buch Der gebürtige Hamburger stand mit neun Jahren zum ersten Mal auf einer Bühne. In Berlin wurde er zum Musicaldarsteller ausgebildet. Vor allem die Arbeit mit Peter Lund beeinflusste seinen weiteren Weg. Es folgten Engagements im gesamten deutschsprachigen Raum, u.a. in Berlin, Wien, München, Thun, Essen und Bielefeld. Seit 2006 ist Tilmann von Blomberg auch als Autor tätig und schrieb die Michael Jary-Revue «Die Beine von Dolores», Blombergs Show «Sixopranos – … und bitte!», «Heisse Zeiten» sowie «Theo Lingen. Komiker aus Versehen» mit Ilja Richter in der Hauptrolle und «Mann o Mann».
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Aber bitte mit Dame Die ultimative Udo Jürgens Show
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«Peter Frank und Charlotte Heinke haben mein Herz berührt – zwei absolute Profis mit viel Seele und Können. Ihr liebt die Musik meines Vaters, das fühlt man in jeder Note. Danke, dass Ihr die Erinnerung an Ihn so Preise 95 mit Apéro riche lebendig haltet! … Die Schwalben fliegen hoch…» (keine Ermässigung) Alles Liebe Jenny – (Jenny Jürgens am 26.09.2017) 50 nur Show 18.00 Apéro riche 20.00 Show Dauer: 2 h 10 min (inkl. Pause)
Produktion Umbreit Entertainment Regie Nik Breidenbach Ausstattung Stefan Morgenstern Gesang Charlotte Heinke Gesang und Klavier Peter Frank Trompete Dirk Lentschat Saxophon und Flöte Thomas Zander Bass Sebastian Brand Schlagzeug Sebastian Frank
Musicalstar Charlotte Heinke («Ich war noch niemals in New York») und Sänger und Komponist Peter Frank nehmen Sie mit auf eine Reise durch das Liedschaffen des unvergessenen Udo Jürgens. Dabei erzählt Charlotte von ihren bewegenden menschlichen und musikalischen Begegnungen mit dem bedeutenden Entertainer, die sie während der Entstehung und Erstproduktion seines Musicals über den Zeitraum von sechs Jahren erlebt hat. Vor diesem Hintergrund interpretieren Charlotte Heinke und Peter Frank einfühlsam und authentisch die Songs und Duette des grossen Künstlers und werden von einer hochklassigen 4-köpfigen Band begleitet, deren Bläser Mitglieder der legendären Roger Cicero-Bigband waren.
Charlotte Heinke Die beliebte Musicaldarstellerin spielte die Hauptrolle der Lisa Wartberg in den Premierenbesetzungen des Udo-Jürgens-Musicals «Ich war noch niemals in New York» in Hamburg, Stuttgart und Oberhausen. Die in Hannover geborene Sängerin und Schauspielerin studierte an der Hamburger Stage School sowie an der Stella Academy, ebenso war sie Privatschülerin der berühmten Monika Bleibtreu. In der Kultrolle der Maria Magdalena debütierte sie in Andrew Lloyd Webbers «Jesus Christ Superstar». Es folgten Engagements bei Disney’s «Die Schöne und das Biest» in Stuttgart und bei dem Musical «Cats» in Hamburg. Charlotte Heinke spielte in den Uraufführungen von «Sing, Sing, Sing, die Andrews Sisters» die Patty Andrews am Altonaer Theater und in «Heisse Ecke» im Schmidts Tivoli. Darüber hinaus stand sie in der deutschen Erstaufführung des Musicals «Die letzten 5 Jahre» von Jason Robert Brown auf der Bühne des Rex Theaters Wuppertal und war auch in Jason Browns «Songs for a new world» Teil des vierköpfigen Ensembles der Deutschen Erstaufführung. Ausserdem spielte sie die Sally Bowles in «Cabaret» an der Oper Halle in der Inszenierung von Helmut Baumann. Ein Gastspiel führte sie im November 2004 in die Komödie Düsseldorf, wo sie in dem Stück «Die Feuerzangenbowle» die Rolle der Eva Knauer verkörperte. Als Darstellerin in «Unterm Milchwald» von Dylan Thomas gastierte sie im Altonaer Theater und auf Tournee an vielen Bühnen Deutschlands (Regie: Michael Bogdanov). Sie ist auf mehreren Tonträgern zu hören u.a. «Heisse Ecke», «Sing, Sing, Sing – die Andrews Sisters» und «Die letzten fünf Jahre». Seit einiger Zeit ist Charlotte Heinke immer wieder als Moderatorin tätig. Als Stimmcoach arbeitet sie mit jungen Talenten, u.a. an der Joop van den Ende Academy und der Stage School of Music, Dance and Drama in Hamburg. Seit Oktober 2014 ist sie mit den Erfolgsproduktionen «Heisse Zeiten» und «Höchste Zeit» in Deutschland und dem europäischen Ausland auf Tournee unterwegs. Sie gastierte damit u.a. im Komödie am Kurfürstendamm, im Prinzregenttheater München, Kammertheater Karlsruhe, Komödie Dresden, u.v.m.
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Foto: Charlotte Heinke ©Matthias Wendler
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Musikaufführung
Peter Frank Der 1963 in Hannover geborene Künstler studierte zunächst klassische Musik in seiner Heimatstadt, um dann von 1988 bis heute als Opernsänger und Musicaldarsteller an verschiedenen Theatern (u.a. Staatstheater Hannover und Oldenburg, Brandenburger Theater, TfN Hildesheim) zu arbeiten. Daneben komponierte und arrangierte der Multi-Instrumentalist für verschiedene Künstler im Bereich der nationalen und internationalen Popmusik (z.B. Esperanza Restucci, Chile und Hossein Estiri, Iran). Er ist Teil des Trios «bea & franks», welches 2 CD´s mit Eigenkompositionen veröffentlichte (2002 und 2008). Darüber hinaus komponierte er die Musicals «Der Graf von Gleichen» (2006) und «Jesus-ganz.nah.dran» (2013), die beide in Thüringen uraufgeführt wurden. 2015 brachte er sein erstes Soloalbum «Neues Leben» heraus. 2016 war er Halbfinalist beim «Deutschen Song Contest Troubadour» in Stuttgart.
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Fotos: ©Matthias Wendler
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