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Vereinszeitschrift N°1 - 2021

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N° 1 - 2021

STADTMUSIK BIEL MUSIQUE DE LA VILLE DE BIENNE Wir sagen: Danke Ernst! Online Workshops JUBIS Interviews Teil 1: Sechs Fragen an die Mitglieder


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Hause falsch rum funktioniert, zucke ich auch in New York, Bangkok oder sogar Tokyo jedes Mal fürchterlich zusammen, wenn ich am roten oder blauen Knopf drehe… Und mein Bauchgefühl ist schon Minuten vor dem Prozedere ein ganz schlechtes und so macht Duschen keinen Spass mehr! Dieses blöde Bauchgefühl! Was bildet sich der Ranzen eigentlich ein? Der Bauch soll verdauen und dabei möglichst wenig wachsen, fertig. Der Kollega Kopf weiss es doch schliesslich besser, genauer, logischer und bewusster, oder nicht? Was soll dieser ewige Kampf zwischen den beiden Körper-Zentren? Und warum zieht der eine immer in die eine, und der andere zuverlässig in die andere Richtung? Selten wie Lottosechser

sind

die

beiden

Organe

einer

Meinung.

Als

ausgesprochener und selbsterklärter Kopf- und Bauchmensch wird es mir dabei oft fast schwindlig, der Rumpf Backbords und der Halsaufsatz Steuerbords. Aber so funktionieren wir Menschchen offenbar nun einfach: Der Kopf mitsamt seinen Abermilliarden von Hirnzellen und dem Supercomputer in dieser Kokosnuss scheint nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein. Denn immerhin weiss dieser zwar Rot = Gefahr und schützt mich so vor allerlei anderen Dummheiten (zum Beispiel als Kind die Roten Ameisen fressen oder bei Rot über die Kreuzung brausen). Aber was ist mit den nicht so glasklaren Regeln? Mein Bauchgefühl lässt mich den Lobster problemlos geniessen, obwohl genauso rot wie die Ameisen. Und - offen gesprochen - um 11 Uhr abends schleiche ich schon mal


bei Rot über den Zebrastreifen, einfach weil mein Bauchgefühl sagt: Heute versteckt sich kein Gendarm hinter dem Busch da drüben… Das Hirn wiederum übernimmt die einfache Aufgabe: Auch kein fieses Auto versteckt sich vor mir. Und damit schlagen wir den Bogen wieder mal zur Musik (selbst in diesen Musik-losen Zeiten…): „Da steht aber Fortissimo!“ ruft mir das JUBIS an seiner Einzelprobe überzeugt und korrekterweise zu. Richtig, der Kopf liest ff und somit muss es laut sein, aber so richtig! Es braucht dann jeweils schon ein wenig Fingerspitzengefühl, um zu erklären: Ja, es steht schon „laut“, aber was sagt dein Musikgespür? Wirklich Vollgaslaut? Oder sagt dein Bauchgefühl vielleicht doch was anderes? Und siehe da: Offenbar muss die Erkenntnis auch bei uns Musikerinnen und Musikern ein paar Etagen nach unten fahren und im Bauch ankommen. Denn erst dann entsteht die Musik, so wie wir sie gerne spielen, oder besser gesagt: fühlen möchten. Denn wie bei der wunderbaren langsamen Stelle in diesen einen genialen Stück ist Super-Bolz-laut so wenig passend, wie der falsche Hebel in der Dusche um 5 Uhr morgens… Es grüsst euch herzlich Gregory


Wir sagen: DANKE Ernst!!! Lukas Baschung, Präsident Stadtmusik Biel Es ist nicht einfach, ein so verdientes Vorstandsmitglied wie Ernst Giger würdig zu verdanken. Deshalb möchte ich einfach ein paar wenige Punkte hervorheben, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Fangen wir doch mit seiner Vereinstreue an. Jahrzehntelang ist Ernst der Stadtmusik treu, zuerst als Aktivmitglied, dann als Vorstandsmitglied. Dass das heutzutage eher die Ausnahme als die Regel ist, braucht man eigentlich nicht zu erwähnen. Was aber abgesehen von der Dauer besonders bemerkenswert ist, sind zwei Dinge: Erstens war Ernsts berufliches Programm - gelinde gesagt - immer sehr "reichhaltig". Trotzdem fand er immer Zeit für die SMB. Sein Motto war stets, dass das alles eine Frage der Prioritätensetzung sei. Ernst hat der SMB immer eine grosse Priorität eingeräumt. Zweitens ging Ernst mit der SMB "durch Dick und Dünn". Während den vergangenen Jahrzehnten erlebte Ernst einen Verein, welcher sowohl kurz vor der Auflösung stand, als auch zahlreiche musikalische Erfolge auf regionaler, kantonaler und nationaler Ebene feiern durfte. Dass die SMB den "Turnaround" wieder geschafft hat, war nicht zuletzt auch Ernsts Verdienst. Ernst besitzt, was man auf Neudeutsch "Leadership" nennt. Frei formuliert, in der entscheidenden Phase eine klare Vision


zu haben und die weiteren Leute von dieser Vision überzeugen zu können, so dass das Boot in die richtige Richtung gelenkt wird. Ernst hat sich aber nie mit der Erzeugung einer Vision zufrieden gegeben. Er hat meist auch gleich einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung geleistet. So hat er nicht nur die Idee des "Jugendförderers" vorangetrieben, sondern auch gleich die meisten Jugendförderer selber gefunden. Es ist auch erwähnenswert, dass Ernst Gelegenheiten immer gleich erkannt hat und sich die nötige Zeit genommen hat, diese wahrzunehmen oder zumindest zu überprüfen. Sei es bei der Generierung neuer Einkommensquellen für die SMB oder einer kurzfristigen Besichtigung eines potentiellen Probelokals. Zu guter Letzt, möchte ich auch Ernsts Humor hervorheben, der immer wieder für eine Auflockerung der Vorstandssitzungen gesorgt hat. Ernst, aus all diesen Gründen war es für mich ein grosses Vergnügen, mit dir im Vorstand zusammen zu arbeiten! Ich danke dir ganz herzlich für dein grosses Engagement, wünsche dir beste Gesundheit und freue mich, dich auch in Zukunft immer wieder im Umfeld der SMB anzutreffen. Bruno Thomann, Ehrenpräsident Stadtmusik Biel Lieber Ernst Ich weiss, du stehst nicht gerne im Mittelpunkt, du bist der Mann der Sache, der „Schaffer“ im Hintergrund, der die unmöglichen Dinge möglich macht – immer der Sache zuliebe. Erlaube mir, dich und deine enormen Verdienste trotzdem in den Vordergrund zu rücken.


Ich durfte mit dir zusammen während Jahren beziehungsweise Jahrzehnten im Vorstand zusammenarbeiten, aber beginnen wir doch von vorne.... Seit nunmehr über 30 Jahren kann sich die Stadtmusik Biel auf deine Dienste verlassen – zu Beginn als Es-Tubist (1990), anschliessend und bis zum heutigen Zeitpunkt als Hauptkassier. In Zeiten, in denen es äusserst schwierig war, den Mitgliederbestand der Stadtmusik Biel auf einer spielbaren Grösse zu halten und Vorstandsämter zu besetzen, hast du dich zur Verfügung gestellt, das Amt des Hauptkassiers zu übernehmen. Ich erinnere mich sehr gut – es wird am Abend des Jahreskonzerts 1996 gewesen sein – als du auf mich zugekommen bist und mir mitgeteilt hast, dass ich mir keine Sorgen um die Besetzung des vakanten Amtes des Finanzchefs der SMB machen soll - du würdest das Amt des Hauptkassiers übernehmen, falls sich bis zur Generalversammlung keine Lösung fände. So kam es, dass die Stadtmusik seit der GV 1996 auf deine Dienste zählen darf - ganze 25 Jahre lang! Ich durfte mit dir im Vorstand zusammenarbeiten und war immer wieder von deiner Art, Lösungen zu finden, beeindruckt. Ohne deine Person in den Vordergrund zu stellen hast du uns Wege aufgezeigt, wie anstehende Herausforderungen gemeistert werden könnten. Mit einer logischen, ruhigen Selbstverständlichkeit hast du auch anspruchsvolle Fragen beantwortet und anstehende Probleme gelöst; bei der Beschaffung und Finanzierung neuer Instrumente sowie neuer Uniformen, bei


personellen Belangen des Vorstandes, der Organisation des jeweiligen Jugendförderers, aber auch bei den Tagesgeschäften, durften wir immer auf deinen vorausschauenden Rat zählen – meist hast du dich der Sache gleich selbst angenommen. Die Aufzählung deiner Tätigkeiten kann nicht vollständig sein, da sie deinen Leistungen nicht gerecht werden – nicht gerecht werden kann. Lieber Ernst, du bist derjenige, der hinter den Kulissen den Weg vorbereitet und die Bedingungen geschaffen hat, damit sich die Stadtmusik entwickeln konnte und heute ein ausgebautes Blasorchester ist, das sich schweizweit messen darf und nicht von finanziellen Sorgen geplagt ist. Ich danke dir persönlich, aber auch im Namen der Vereinskolleginnen und -kollegen für dein Motivieren, Unterstützen, Organisieren, Durchhalten, Mitarbeiten, Antreiben – kurz – für dein Wirken zugunsten der Stadtmusik Biel. Du hast die Stadtmusik entscheidend geformt und geprägt, danke Ernst! Barbara Schwickert, ehemalige Präsidentin Gönnerleistkommission Ernst war in den letzten Jahren an unseren Sitzungen der Kommission der «Freundinnen und Freunde der Stadtmusik» dabei. Vor ein paar


Jahren haben wir gemeinsam bestimmt, dass wir die Kategorie des Jugendförderers einführen wollen. 10'000 Franken sollte eine Firma, ein Serviceclub oder andere an der Jugendförderung der Stadtmusik interessierte Institutionen, einmalig bezahlen. In der Kommission waren wir alle skeptisch … Wird das funktionieren? Finden wir da jedes Jahr einen geeigneten Partner? Ernst war von Anfang an überzeugt, dass dies möglich sein sollte. Und so hat er uns mitgezogen. Zugegeben: die ersten Jahre organisierte er den Jugendförderer auch gleich selber. Unterdessen ist es auch anderen Kommissionmitgliedern gelungen, einen zu finden. Und so kommt ein wichtiger Zustupf für die Jugendförderung der Stadtmusik zusammen. Danke, lieber Ernst, für deine Hartnäckigkeit und dein Engagement!

Ernst am Tag der offenen Tür Ostast 2017


Pascal Schafer, Direktion Vor einiger Zeit teilte mir der Vorstand der Stadtmusik Biel mit, dass unser Ressortchef Finanzen nach unzähligen Jahren leider sein Amt abgeben möchte. Dies stimmte mich zuerst sehr nachdenklich und doch auch traurig. Ernst Giger lernte ich vor ca. 13 Jahren als eine sehr pflichtbewusste und extrem zuverlässige Person kennen. Damals, als ich die Stelle als Dirigent der Stadtmusik Biel antrat. Ernst ist für mich immer ein Vorbild gewesen. Seine Gelassenheit bei Problemsituationen und seine Art, zuerst mal die Dinge von aussen anzusehen und nichts zu überstürzen, beeindrucken mich. Er kann wunderbar Vor- und Nachteile einander gegenüber stellen und dann eine analytische Lösung suchen oder auch „einfach“ die Jahresrechnung an der Mitgliederversammlung in einer derart coolen und aufstellenden Art präsentieren, dass man auch ein Jahr danach wieder schmunzeln muss. Er schafft es, mit seiner neutralen Meinung strategische Entscheide in eine komplett andere Richtung zu lenken. Er hinterfragt das Vorgehen von einer anderen Seite und bleibt dabei stets offen für neue Wege! Lieber Ernst, ich danke dir für dein unbeschreibliches Engagement zu Gunsten der Stadtmusik Biel, für alle deine Ratschläge und Hilfestellungen. Ich schätze es sehr, wenn du nach einem Jahreskonzert (in einem nicht Corona-Jahr) zu mir kommst und mir mit deinen Worten


sagst, mach weiter auf diesem Weg! Deine Rückmeldungen sind mir jeweils sehr wichtig. Ich freue mich, wenn ich dich und Marianne zufällig am Menuhin-Festival treffe, und wir dann gemeinsam noch etwas trinken gehen. Jedesmal wenn du an einem Probeweekend in Düdingen vorbeikommst, frage ich mich, was du nun wohl denken magst. Die Stadtmusik Biel und ich wären definitiv nicht da wo wir sind, ohne dich! Ein ganz grosses Dankeschön! Schön durfte ich dich kennen lernen.

Ernst an der CD-Taufe mit Erich Fehr

Beat Zingg, ehemaliger Vorstand Während meiner gesamten Vorstandstätigkeit war Ernst Kassier der Stadtmusik Biel. Nebst der kompetenten und professionellen Führung der Finanzen konnten wir immer auf den guten Rat von Ernst zählen.


Er verstand es immer wieder, ein Problem aus einer anderen Perspektive zu betrachten und so neue Lösungsansätze zur Diskussion zu bringen. Wenn es darum ging, die Finanzierung für eine neue Fahne oder neue Uniformen zu organisieren, hatte Ernst immer die richtigen Ideen, um die Vorhaben erfolgreich zu realisieren. Dass sich Ernst über so viele Jahre für die Stadtmusik Biel engagiert hat, verdient einen riesigen Dank! Felicitas Rewicki, Ressortleiterin Musik Ich durfte mit Ernst während fast 4 Jahren im Vorstand zusammenarbeiten. Wenn ich mit so wenig Worten wie möglich etwas über ihn aussagen wollte, würde ich Ernst als «Fels in der Brandung» beschreiben. Aber natürlich möchte ich weiter ausholen ;-) Für mich besitzt Ernst eine unglaubliche Menge an natürlicher Autorität, und das meine ich im allerpositivsten Sinne. An Vorstandssitzungen kommt es selbstverständlich gelegentlich zu Diskussionen, und seine Spezialität ist es, erst einen Moment abzuwarten und dann so kurz und prägnant die Dinge auf den Punkt zu bringen, dass ich regelmässig gestaunt habe, wie viel er mit 2 bis 3 Sätzen aussagen kann. Seine Perspektive als nicht mehr Aktivmitglied war oft sehr wertvoll, weil er dadurch manche Dinge neutraler anschauen kann als uns anderen das möglich ist. Und es ist klar: wenn Ernst etwas sagt, dann ist es präzise, durchdacht und wichtig.


Aber er hat auch eine extrem unterhaltsame Seite. (Wer regelmässig den Jahresbericht im SMB-Heft liest oder mal an einer Mitgliederversammlung war, weiss was ich meine.) Ich habe immer gestaunt, wie kreativ Ernst seinen Text schreibt, so dass ich jeweils richtig gespannt war, diesen zu lesen. Und ich glaube es gibt nur wenige Leute, die eine doch eher trockene Materie wie «Jahresrechnung» und «Budget» an einer Mitgliederversammlung so spannend und unterhaltsam präsentieren können wie er. Lieber Ernst, ich freue mich und schätze es sehr, dass ich dich bei der Vorstandsarbeit kennen lernen durfte und danke dir für dein riesiges Engagement für die Stadtmusik Biel, von dem ich nur einen Bruchteil aktiv mitbekommen habe. Ich wünsche dir für die Zukunft viel Freude bei all deinen Tätigkeiten, viel Zeit für ausgedehnte Hundespaziergänge und natürlich Gesundheit. Ich werde dich als Vorstandskollegen vermissen und mich immer freuen, dich an einem Konzert oder einem anderen Anlass der SMB zu treffen. Kaspar Schmocker, Ressortleiter Marketing Lieber Ernst Ich danke dir herzlich für all die geleistete Arbeit und deinen unermüdlichen Einsatz für die Stadtmusik Biel. Sei dies als Alphornist in Budapest oder als Kassier im Vorstand. Als Marketingverantwortlicher


erleichtert es einem die Arbeit enorm, wenn man die Finanzen in einem gesunden Zustand weiss. Hoffentlich akzeptiert deine Nachfolgerin die Anträge auch jeweils ohne Diskussion. Es freut mich, dich nach wie vor als regelmässigen Konzertbesucher begrüssen zu dürfen und ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute! Doris Stingl, Präsidentin JUBIS MERCI! Ernst habe ich als ehemaligen Vorstandskollegen kennengelernt. Egal wie hitzig die Situationen im Verein jeweils waren, du hast jederzeit einen kühlen Kopf bewahrt. Und bewundert habe ich immer, wie du dann mit einer sachlichen Aussage oder mit deinem trockenen Humor die Situation sofort entspannt hast. Ich habe dich nicht in Erinnerung als Mann der vielen Worte. Aber als Mann der grossen Worte. Immer wenn du etwas sagst, lohnt es sich das Zuhören. Von deiner Person habe ich ebenfalls persönlich viel profitiert. Deine natürliche Autorität, deine Cleverness, dein weitsichtiges Denken und dein «niemals im Mittelpunkt stehen wollen» bewundere ich sehr. Ich danke dir für dein jahrelanges Schaffen und grosszügiges Engagement für die Stadtmusik Biel und fürs JUBIS.


Agenda 2021 JUBIS A&B 29. Mai

Sa

Teilnahme in Ensembles an den Seeländischen Einzel- und Gruppenwettspielen

Ins

05. Juni

Sa

Auftritt Distriktskonferenz Rotary Club Nidau-Biel A-Band

Biel

12. Juni

Sa

Mini-Konzert

Biel

01. Juli

Do

Openairkonzert mit der Stadtmusik Biel

Biel

14. August

Sa

Auftritt und Stand am Kinderfest

Altstadt Biel

14. November

So

Krimi-Konzert JUBIS A- und B-Band

Volkshaus Biel

14:00


Agenda 2021 Stadtmusik Biel 29. Mai

Sa

Teilnahme in Ensembles an den Seeländischen Einzel- und Gruppenwettspielen

Ins

01. Juli

Do

Openairkonzert mit der JUBIS A- und B-Band

Biel

14. August

Sa

Mithilfe am Stand am Kinderfest

Altstadt Biel

03. September

Fr

Auftritt am First Friday oder Openairkonzert

Biel

06. November

Sa

Konzert mit Choeur Symphonique de Bienne

Kongresshaus Biel

19:30

Diese Termine können Änderungen unterworfen sein. Für die aktuellsten Daten besuchen Sie unsere Homepage www.stadtmusikbiel.ch. —


JUBIS: La musique en mode virus Joé Goelff, Ressort Marketing

Faire de la musique est un acte social qui contient plus que juste la production et la propagation de sons dans un ensemble harmonieux. Bien qu’il semble que le résultat des répétitions soit des mélodies et une préparation aux concerts, l’effet principal est de s’engager ensemble dans une activité de groupe. Concrètement, cela veut dire d’écouter et de respecter les autres, de jouer son rôle sans étouffer l’enthousiasme individuel et d’un côté de sentir la dynamique du groupe et de l’autre l’état d’âme de la pièce que l’on joue. Dans les derniers mois, les jeunes musiciennes et musiciens du JUBIS n’ont malheureusement pas eu la possibilité de vivre cette expérience. Garder la motivation et continuer de répéter seul(e) à la maison est un grand défi. Un défi que notre direction


Livia et Greg ont abordé. Le comité du JUBIS s’est rendu compte, relativement tôt, que les répétitions dans le cadre usuel ne seront pas possibles dans un avenir proche, bien qu’il eût espéré et espère toujours que la situation épidémiologique de la Suisse s’améliore rapidement. Le cœur gros, le comité a annoncé le 25.10.2020 de ne plus faire de répétitions générales. Abattu par le virus, Greg a opté pour des solutions digitales : des ateliers ayant lieu à la même heure que les répétitions les mercredis soir, ont été mis en place. Les thèmes des ateliers ont adressé, entre autres : les sujets de respiration, l’intonation, l’histoire de musique, la protection de nos oreilles, musique de film, l’association elle-même, le trac et une session de questions-réponses (Q&A) avec les percussionnistes du JUBIS pendant lesquels les participants ont pu démasquer les mythes des batteurs. À côté des ateliers pour la Band A et B, Greg et Livia ont aussi mené des répétitions individuelles en respectant toujours les gestes-barrières et les mesures ordonnées par l’OFSP.


Pour nos lecteurs qui n’ont pas eu la chance de participer, laissez-moi dire que ces ateliers sont bien plus que juste des présentations transmises par Zoom : il s’agit d’une expérience. Pour donner un exemple : durant un atelier les jeunes n’ont pas seulement eu la chance d’explorer le monde de la musique de film par la perspective d’un(e) musicien(ne), mais ils ont aussi eu la possibilité de parler à notre invité, Patrick Blättler, un compositeur suisse bien connu de la scène. Autre exemple : avant que l’atelier ne commence et pendant que les gens se connectent en ligne, on est accueilli par des pièces comme « La grand porte de Kiev », le dernier mouvement de « Tableaux d'une exposition » composé par Mussorgsky.

Pour moi, ceci constitue un commencement idéal pour entrer dans l’ambiance qui nous a été refusée pour les derniers mois. Bien que les efforts immenses de Livia et Greg ne remplacent pas les rencontres réelles en groupe, les membres et le comité du JUBIS veulent


Online-Quiz Stadtmusik Biel Text: Thomas Winkler, Euphonium

Am Abend des 20.01.2021 kurz vor 20 Uhr, also ca. eine halbe Stunde später als in gewöhnlichen Zeiten, machten sich die Mitglieder der Stadtmusik Biel bereit für die Probe. Wobei an dieser Stelle vielleicht darauf hingewiesen werden muss, dass an besagtem Abend für einmal nicht die Nerven und die Ohren von Pascal, sondern das Gedächtnis aller Mitglieder auf die Probe gestellt werden sollten. Damit wir auch während der probefreien Zeit etwas zusammen erleben konnten, wurde vom Vorstand ein Online-Quiz-Abend organisiert. Es gab fünf verschiedene Rätselblöcke mit unterschiedlichen Rätseltypen, in welchen verschiedene Fertigkeiten gefragt waren. Im ersten Teil ging es darum, ein paar allgemeine Fragen zur Stadtmusik Biel und ihrer Geschichte zu beantworten. Wer kennt denn zum Beispiel das Gründungsjahr? Ausserdem mussten anhand einer kurzen Beschreibung zwei Mitglieder erkannt werden, was sich als schwieriger als angenommen herausstellte. Im zweiten Teil gab es Fragen zur Musiktheorie, für die teilweise sehr spezifisches Wissen verlangt wurde. Nach dem eher theoretischen Teil ging es mit dem praktischen Teil weiter: Zuerst mussten anhand der Tonspur Titel und Komponist von Stücken erkannt werden, die wir in der letzten Zeit mit der Stadtmusik aufgeführt hatten. Danach ging es darum, die Bilder von bekannten Komponisten der Blasmusik-Szene zu identifizieren, von welchen wir


ebenfalls allesamt Werke einstudiert hatten. Zum Schluss waren kurze Videosequenzen von bekannten Dirigenten zu sehen, deren Namen und wenn möglich den Titel des gerade gespielten Stücks es zu finden galt. Es tat gut, nach langer Zeit die vielen bekannten Gesichter wieder einmal zu sehen. Damit man sich mit möglichst vielen davon auch tatsächlich etwas unterhalten konnte, wurden die Rätselblöcke in kleineren Gruppen diskutiert und so gut wie möglich gelöst, um danach die Resultate wieder mit allen zusammen zu besprechen. Obwohl Rätsel richtig gelöst werden konnten, gab es an diesem unterhaltsamen Abend trotzdem nur Gewinner.


DER NEUE ALLTAG: 6 FRAGEN AN DIE MITGLIEDER Barbara Blumer, Klarinette Beruf: Primarlehrerin Lieblingsstück: El Camino Real Lieblingstier: Katze Lieblingsessen: Ich esse allgemein sehr gerne und habe daher kein eigentliches Lieblingsessen, das ist situationsabhängig. Lieblingsbuch: Auch da habe ich kein einzelnes, absolutes Lieblingsbuch. Es gibt vielmehr eine Anzahl Autoren, die mich durch ihre Sprachgewandtheit und/oder Erzählkraft faszinieren. Momentan lese ich gerne Bücher von Schriftstellern, welche das Schweizerische Literaturinstitut in Biel absolviert haben, und immer auf dem Nachttisch liegt mindestens ein Krimi. Wir befinden uns nun schon seit langer Zeit in einem «reduzierten» Lebensstil. Keine Veranstaltungen, keine Proben, keine Restaurants, keine Fitnesscenter, etc. Wie verbringst du deine freie Zeit? Während des kompletten Shutdowns im Frühling 2020 verbrachte ich viel Zeit im Garten, entweder mit Ping-Pong spielen oder dem Bereitmachen der Gemüsebeete. Später spazierte ich an den Wochenenden regelmässig mit meinem Mann nach Evilard, wo wir sein Elternhaus räumten und die Renovation organisierten. Nun sind wir am Ausmisten des aktuellen Wohnortes, denn unser Umzug ist für April 2021 geplant.


Welchen Einfluss hat die Situation auf deine berufliche Tätigkeit? Da der Präsenzunterricht im Kanton Bern glücklicherweise seit Anfang Schuljahr durchgehend erlaubt ist, haben die Covid-Massnahmen keinen Einfluss auf meinen Arbeitsort und meine Arbeitszeit. Allerdings ist die Maskentragpflicht sehr anstrengend und erschwert das Unterrichten erheblich. Die Verständlichkeit ist beeinträchtigt, das unbewusste Lippenlesen ganz verunmöglicht, und somit lässt auch die Konzentration und die Aufnahmefähigkeit der Kinder schneller nach. Mittlerweile haben sich aber alle an die neue Situation gewöhnt. Zunehmend vermisse ich die geselligen Runden in den Pausen und über Mittag im Lehrerzimmer. Wegen der Personenanzahlbeschränkung und Abstandsregel sind diese zurzeit nicht möglich und ich merke, dass mir der Austausch über den Schulalltag oder auch über Privates mit den anderen fehlt. Gibt es etwas, das du dank Corona neu entdeckt hast? Evtl. ein neues Hobby? Ja, das Nähen. Als es mit der Corona Krise losging, begann meine Tochter sofort Masken zu produzieren, was auch in mir die Lust weckte, wieder mit dem Nähen zu beginnen. Zusammen besuchten wir im Sommer einen Kleidernähkurs und sobald wir umgezogen sind, wird die Nähmaschine einen fixen Platz in meinem eigenen Büro haben! Gibt es etwas, das du endlich mal – dank der freien Zeit – erledigen konntest? Wenn ja, was? Nein, eigentlich nicht, da ich ja nicht über mehr freie Zeit als vor der Krise verfüge. Wie pflegst du deine sozialen Kontakte? Hauptsächlich elektronisch: Per WhatsApp, E-Mail, und sogar mein Lesegrüppchen trifft sich mittlerweile via Zoom. Mit engeren Freunden und der Familie telefoniere ich. Genossen habe ich auch, dass während der Skiferien gleich mehrere alte Freunde im gleichen Ort waren, so dass wir draussen viel gemeinsame Zeit verbringen konnten.


Wie geht es deinem Instrument? Mein Instrument ist nicht unglücklich darüber, dass es momentan nicht täglich aus dem bequemen Koffer gerissen und in einer strikten Reihenfolge zusammengesteckt wird, um anschliessend mit viel Luft und Feuchtigkeit malträtiert zu werden. Ein etwas gemächlicher Rhythmus - in jeder Hinsicht - behagt ihm sehr. Aber das HomeOffice passt ihm weniger, es würde sich viel lieber wieder in der Gruppe austauschen und sich von den anderen inspirieren lassen. Das muss unbedingt noch gesagt werden: «Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.» (Victor Hugo).


DER NEUE ALLTAG: 6 FRAGEN AN DIE MITGLIEDER Jonas Rösch, Schlagzeug Beruf: Klassisch Schlagzeug-Lehrer Lieblingsstück: Lingus – Snarky Puppy Lieblingstier: Kapuzineraffe Lieblingsessen: Wild Lieblingsbuch: Back Buch von Betty Bossi Wir befinden uns nun schon seit langer Zeit in einem «reduzierten» Lebensstil. Keine Veranstaltungen, keine Proben, keine Restaurants, keine Fitnesscenter, etc. Wie verbringst du deine freie Zeit? Nun ja, das letzte Jahr war bei mir sehr ereignisreich. Im Sommer 2020 habe ich meinen Master abgeschlossen. Dabei half mir die «freie» Zeit, die Masterarbeit und die Prüfungen erfolgreich zu bestehen. Mit dem neuen Schuljahr begann auch meine Lehrtätigkeit an der Musikschule Region Burgdorf. Somit hatte ich auch gleich viele neue Aufgaben, die auf mich zukamen. Und zuletzt sind wir im Herbst als WG in ein grosses Haus gezogen, in dem es viele Handwerkerarbeiten gab, die es zu erledigen galt. Also zusammengefasst half mir die neu aufgezwungene freie Zeit, das letzte Jahr gut zu überstehen. Welchen Einfluss hat die Situation auf deine berufliche Tätigkeit? Als Lehrer war im Frühjahr auch «Distance Learning» angesagt. Nun sind wir aber im Präsenzunterricht, und ausser, dass wir Masken tragen und keine Schülerkonzerte machen dürfen, hat sich nichts verändert.


Als Instrumentalist hat sich leider sehr viel verändert. Ausser den einzelnen Konzerten, die ich zwischendurch spielen darf, ist es sehr ruhig geworden. Gibt es etwas, das du dank Corona neu entdeckt hast? Evtl. ein neues Hobby? Seit letztem Herbst versuche ich mich in der Kunst, Schwyzerörgeli zu spielen. Auch komme ich wieder mehr zum Backen und Werken, und seit Kurzem versuchen wir unser eigenes WG-Bier zu brauen. Gibt es etwas, das du endlich mal – dank der freien Zeit – erledigen konntest? Wenn ja, was? Ein Teil meiner Festplatte ist nun aufgeräumt. Wer weiss, vielleicht reicht es für den Rest auch noch. Wie pflegst du deine sozialen Kontakte? Die Jassabende haben stark zugenommen. Wie geht es deinem Instrument? Vielen Dank für die Nachfrage. Günther und Ida werden intensiv bespielt. Anika und Steven kamen ein wenig zu kurz, aber ein wöchentliches Treffen kann realisiert werden. Und Bob muss leider immer noch auf ein Wiedersehen hoffen. Das muss unbedingt noch gesagt werden: Auch die Pausen müssen gut gespielt werden. (Jonas Rösch) Aa, und wenn jemand einen Schockfroster hat, wäre es super, wenn sich die Person bei mir melden könnte, habe da so ein neues Dessertprojekt.


DER NEUE ALLTAG: 6 FRAGEN AN DIE MITGLIEDER Raphael Blümli, Trompete Beruf: Data Analyst, PostAuto AG Lieblingsstück: The Planets, Holst Lieblingstier: Orka Lieblingsessen: Curry Lieblingsbuch: diverse Sachbücher Wir befinden uns nun schon seit langer Zeit in einem «reduzierten» Lebensstil. Keine Veranstaltungen, keine Proben, keine Restaurants, keine Fitnesscenter, etc. Wie verbringst du deine freie Zeit? Anders als früher. Es hat sich ein neuer und auch persönlich akzeptierter Lebensstil entwickelt. Ich kann nicht sagen ob er besser oder schlechter ist, er ist einfach anders. Damit haben sich auch die Prioritäten verschoben. Ich habe viel mehr Zeit in die persönliche Weiterentwicklung investieren können. Auch mehr Sport treibe ich jetzt. Wenn die alte Normalität wieder zurückkehren sollte, bin ich sehr gespannt, wie mein Lebensstil und der der anderen sich verändern wird. Welchen Einfluss hat die Situation auf deine berufliche Tätigkeit? Meine Tätigkeiten sind Entwicklung von neuen Algorithmen, Darstellungen von Daten, Datenbereinigung etc. Die einzigen benötigten Voraussetzungen dafür sind ein Laptop plus Internetverbindung. So kann und konnte ich auch während den HomeOffice-Zeiten meine Arbeit erledigen. Der grösste Vorteil von HomeOffice ist, dass ich mir den Arbeitsweg sparen kann, obwohl dieser mit drei Kilometern sehr kurz


ist. Dank dieser gewonnenen Zeit konnte ich aufwändigere und gesündere Kochrezepte ausprobieren. Der Austausch mit anderen Mitarbeitern fehlt zwar, aber auch hier habe ich mich mit der Situation arrangiert. Problematisch ist nur der fehlende Arbeitsplatz inkl. Bürostuhl. Gibt es etwas, das du dank Corona neu entdeckt hast? Evtl. ein neues Hobby? Ich habe viele Sachen wieder- oder neu entdeckt. Neu ist zum Beispiel, dass jetzt das Brot selber gebacken und die Hafermilch selber hergestellt wird. Aufwand und Ertrag rechnen sich zwar nicht, aber dafür kann man die Ingredienzen selber bestimmen. Wiederentdeckt habe ich Freeletics, ein Sportprogramm, welches ich gut von zu Hause aus machen kann. Gibt es etwas, das du endlich mal – dank der freien Zeit – erledigen konntest? Wenn ja, was? Ich habe mir eigentlich vorgenommen, ein automatisches Bewässerungssystem für mein Hochbeet zu installieren, habe es jedoch bis heute immer noch auf meiner ToDo-Liste. Trotz weniger Vereinsaktivitäten habe ich nicht das Gefühl, dass ich zuviel Zeit habe. Es liegt nicht an der fehlenden Effizienz, sondern dass der Mensch sehr anpassungsfähig ist, und sich so mit anderen Dingen beschäftigt. Somit ist meine ToDo-Liste voll wie eh und je. Wie pflegst du deine sozialen Kontakte? In angepassten Gruppengrössen! Wir treffen uns immer noch meistens physisch und das wollen wir auch so beibehalten. Anstatt Essen in Restaurants, Filmen in Kinosälen, Ausstellungen in Museen und Kämpfen in Paintballarenen sind es jetzt Brettspiele, Wanderungen und gemeinsames Kochen. Wie geht es deinem Instrument? Zusammen musizieren, das mache ich gerne. Und dies ist leider in Sars-CoV-2 Zeiten schlecht möglich, somit spiele ich viel weniger Trompete. Aber, seit 3 Monaten habe ich die Möglichkeit ein Musik-


zimmer zu mieten. Dieses nutzen wir gelegentlich für Duette. Natürlich erhoffe ich mir, dass wir wieder ohne grössere Einschränkungen zusammen proben dürfen. Das muss unbedingt noch gesagt werden: Aus diesem langen Winterschlaf, so nenne ich die angeordnete Auszeit von der Stadtmusik Biel, erhoffe ich ein baldiges Erwachen. Wie der Polarbär im Frühling mit hungrigem Magen aus der Höhle kriecht und sich über die neu erblühende Natur erfreut, wünsche ich mir eine auf neue, schöne aber auch anspruchsvolle Stücke, hungrige Stadtmusik.


Die Generalversammlung der Stadtmusik Biel am 06. März 2021 Text: Angela von Streit, Kontrabassistin Stadtmusik Biel

Rituale stabilisieren - sowohl Gross und Klein im Alltag, als auch einen Verein im Kalenderjahr. Die Stadtmusik Biel absolvierte ihre Generalversammlung, wie gewohnt, Anfang März. Überflüssig zu erwähnen, dass dieses Jahr manches anders war. Langjährige Rituale wurden mit zeitgemässer Routine ersetzt. Punkt 17 Uhr waren alle Teilnehmer zwar nicht im Restaurant Räblus, dafür zu Hause auf Zoom. Quietschende Mikrofone waren überprüft, und der Präsident konnte mit dem Vorstand durch die jährlichen Geschäfte führen. Vieles klang wie jedes Jahr und folgte dem bewährten Schema. Es wurden Leute begrüsst, verabschiedet und geehrt, es wurden Rechnungen präsentiert, Bilanzen erklärt, Mitgliederzahlen offengelegt, Verantwortliche gewählt, und es wurden die geplanten Aktivitäten vorgestellt. Und plötzlich klang Gewohntes noch angenehmer als sonst, schon fast überraschend positiv. Die Stadtmusik kann ihre Jahresrechnung auch in dieser gebeutelten Saison 2020/21 mit einem Gewinn abschliessen. Gut möglich, dass hier das besondere Geschick des langjährigen Schatzmeisters Ernst Giger geholfen hat. Die aktiven Mitglieder sind von 52 auf 54 angestiegen, und das JUBIS hat nach wie vor 30 Mitglieder. Auch hier ist wohl


die spezielle Situation sehr geschickt angegangen und gelöst worden. Selbst der Gönnerleist hat wieder einen würdigen Vorsitz. Nach 17 Jahren folgt auf Barbara Schwickert nun Erich Fehr. Das alles klingt fantastisch stabil. Das Kernstück der Stadtmusik ist allerdings das gemeinsame Musik machen und das liegt zwangsläufig brach. Anders als die Brache in der Landwirtschaft führt die Zwangspause beim Musizieren nicht automatisch zu mehr Ertrag. Um so wichtiger wird die Planung. Vielleicht können in absehbarer Zeit die Stadtmusikanten in Ensembles zusammenkommen. Vielleicht kann tatsächlich der gesellige Teil der Generalversammlung am 14. August nach dem Kinderfest nachgeholt werden. Womöglich kommt es auch zu einem gemeinsamen Konzert mit dem Choeur symphonique im November. Es kann gut sein, dass im nächsten Januar ein Jahreskonzert möglich sein wird. Bleibt noch zu hoffen, dass auch weiterhin alle Mitglieder unversehrt und gesund bleiben. Trotz reduzierter Rituale und ohne Räblus, dafür mit wenigstens visuellem Kontakt und virtuellem Applaus zeigt die Stadtmusik Biel, dass sie bisher vital durch die Pandemie gekommen ist. Ein kleines, aber markantes Detail könnte in der nächsten Generalversammlung den entscheidenden Wechsel zurück zur gewohnten Zukunft anzeigen: Jene Mitglieder können wieder ausgezeichnet werden, die in der voran gegangenen Saison am regelmässigsten an den Proben teilgenommen haben.


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