N° 3 - 2020
STADTMUSIK BIEL MUSIQUE DE LA VILLE DE BIENNE Schlosskonzert in Nidau Einmal mehr Corona: 6 Fragen an unsere Mitglieder
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Der Stadtmusik Biel geht es zurzeit ähnlich: Die allgegenwärtige Gesundheitskrise hinterlässt genauso tiefe und schmerzhafte Löcher und lässt auch uns sich (unfreiwillig) zurückziehen und die Wunden lecken. Nur: Wir können dies nicht in unserem eigenen Heim. Unser Rückzugsort und unsere Heimstatt ist den aktuellen Zeiten - und vor allem Schutzkonzepten - definitiv nicht mehr gewachsen: Unser aktuelles Probelokal so sehr wir dort viele schöne Erinnerungen hegen ist einfach zu klein und wir bräuchten fast wöchentlich eine professionelle Zügel-Equipe, um alle unsere Instrumente vom Keller in den 2. Stock zu schleppen. Seit Jahren arbeiten etliche kluge Köpfe auf ein neues, zeitgemässes Probelokal für die Stadtmusik Biel hin. Klar, es gab Ur-Zeiten mit knappem
Mitgliederbestand
und
einem
sehr
überschaubaren
Schlagzeug-Instrumentarium. Das Wartehäuschen am Kreuzplatz hätte im Notfall auch gereicht. Aber vor über 10 Jahren hat der Wind gedreht und wir dürfen stolz auf unseren mehr als doppelt so grossen Verein sein. Und jetzt ist es Zeit! Wir erleben eine echte Bedrohung für unsere Zukunft, da wir allwöchentlich eher schlechte als rechte Alternativen suchen müssen. Jeden Dienstag steigt die Spannung, wo wir denn morgen proben. Am Mittwochabend versammeln sich dutzende Freiwillige und schleppen das ganze Material dahin und dorthin.
So, die Argumente sind klar, die Bedingungen auch (gross genug, auf Bodenebene oder mit Lift, nicht in Ungarn oder auf dem Matterhorn), und wir brauchen jetzt Hilfe. Wer gibt uns ein Zuhause? Es grĂźsst Euch herzlich, Gregory Heiniger
Agenda 2020 / 2021 JUBIS A&B 25. Oktober
So
18:00
Krimi-Konzert JUBIS A&B
Volkshaus, Biel
23. Dezember
Mi
17:00
Weihnachtsauftritt A-Band
Biel
30. Januar 2021
Sa
19:30
Jahreskonzert Stadtmusik Biel
Kongresshaus Biel
Agenda 2020 / 2021 Stadtmusik Biel 01. November
So
17:00
Livestream «SMB Vorher Nachher»
@ home
30. Januar 2021
Sa
19:30
Jahreskonzert
Kongresshaus Biel
Diese Termine können Änderungen unterworfen sein. Für die aktuellsten Daten besuchen Sie unsere Homepage www.stadtmusikbiel.ch.
Schlosskonzert in Nidau Text: Alexander Brechbühler, Klarinette
Kurz nach unserer Mitgliederversammlung Anfang März gibt es die bekannte Zwangspause, das Musizieren in grösseren Gruppen wird verboten. Da ich als Landschaftsgärtner im Frühling immer gut ausgelastet bin, wird es mir nicht langweilig. Und doch fehlen mir allmählich die Kolleginnen und Kollegen der Stadtmusik, fehlen die Musik und die Begeisterung, alleine zu üben. Anfang Juni wird es wieder möglich, als Gruppe zu musizieren, wenn man den nötigen Abstand einhalten kann. Damit dies möglich ist, finden vier Proben im Farelsaal statt. Wir müssen bald feststellen, dass das Zusammenspiel deutlich schwieriger ist, wenn man grosse Abstände hat
und den Taktstock des Dirigenten in der Ferne bei diesem schummerigen Licht kaum sieht. Es ist aber zugleich eine gute Vorbereitung auf das Konzert im Freien, bei dem man die anderen Musizierenden oft weniger gut hört als im Konzertsaal. Es ist unserer Vereinsleitung schon bald klar, dass wir am Braderie-Wochenende unser Konzert spielen würden, obwohl die Braderie nicht stattfindet. Mit den Vorgaben des Bundes ist aber lange nicht klar, in welchem Konzertsaal sowohl wir als auch das Publikum genügend Abstand halten könnten. Zuletzt entscheidet man sich, draussen zu spielen, und zwar im Park des Schlosses Nidau. Die Stadtmusik setzte sich auf die erhöhte Ebene ausserhalb der Schlossmauern, und das Publikum darf sich auf der Wiese verteilen. Für das Contact Tracing müssen sich die Konzertbesucher auf einer Liste, die an den drei Eingängen zum Park aufliegen, eintragen. Zu einem richtigen Open-Air-Konzert gehören auch Vorgruppen: Livia Thomann dirigiert die JUBIS B-Band und Gregory Heiniger leitet die JUBIS A-Band. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie diese jungen Talente ihre schwierigen Passagen mit Bravour und ohne (bemerkbare)
Nervosität
meistern. Während die JUBIS an der Sonne musizieren müssen, stehen wir im Schatten eines grossen Nussbaums. Im Publikum sind einige Regenschirme
als
Schattenspender
aufgespannt.
Bald sitzen auch wir an der Sonne und spielen gemeinsam mit der JUBIS A-Band den «alten Marsch» von Isaac Tchernetski, welcher durch Gregory Heiniger arrangiert wurde und auch durch ihn dirigiert wird. Den March aus Gustav Holsts «Second Suite in F» haben während der Zwangspause alle zu Hause geübt und aufgenommen, um ihn als Projekt Stadtmusik@home zusammenzufügen. Deshalb freut es mich besonders, dieses Stück gemeinsam aufzuführen, erinnert es uns doch daran, dass wir uns nach drei Monaten Unterbruch wieder treffen können. Im Stück «The Summit» steht das Trompetenregister im Mittelpunkt,
im Stück «I Will Follow Him» die Posaunen und bei «Charleston Capers» ist es Jonas Rösch mit dem Xylophon.
Bei Rossinis Ouvertüre zu Wilhelm Tell verdunkeln sich die Wolken allmählich
das schadet nichts, denn wir kommen mit diversen Läufen
auch so genug ins Schwitzen. Doch im Stück Persis fallen einige Regentropfen. Wir machen eine kurze Pause.
Die Regenwolke meint es aber nicht so ernst, und wir können das Konzert zu Ende spielen. Zwischendurch hört man Vögel in den Bäumen, die auf ihre Art musizieren oder das Horn eines Schiffes. Während einiger Takte Pause entdecke ich wenige Meter vor mir, wie Erdwespen aus dem Boden fliegen und dort auch wieder verschwinden. Das ist zwar alles unbedeutend, verleiht aber einem Konzert unter freiem Himmel seinen besonderen Reiz.
Einmal mehr Corona : 6 F Melina Blümli, Klarinette Beruf: Pharma-Assistentin / Hebamme in Ausbildung Lieblingsstück: The Breaking of the Fellowship
Howard Shore
Lieblingstier: Lama Lieblingsessen: Lasagne Lieblingsbuch: Harry Potter 1-7 Wie hast du die 8 Wochen Lockdown erlebt? Was hat dir am meisten gefehlt? Abgesehen von der Stadtmusik-Probe Den Lockdown selber habe ich nur teilweise erlebt, da ich Vollzeit in der Apotheke gearbeitet habe. In der Apotheke haben sich die Kundenzahlen innerhalb eines Tages praktisch verdoppelt, was bedeutete, dass
Wie hast du die frei gewordenen Stunden am Mittwochabend genutzt? Ich habe länger gearbeitet und mich danach von der Arbeit erholt. Geübt habe ich natürlich trotzdem, einfach nicht am Mittwochabend.
Welche Gewohnheiten haben sich verändert? Beruflich, schulisch, sportlich, kulinarisch? Ich habe während dem Lockdown mehr Sport gemacht und mich gesünder ernährt. Ich habe mehr Überstunden gemacht und viel weniger Freunde getroffen. Was stört dich am meisten an der ganzen «Corona-Situation»? Mich stört, dass nicht alle die Regeln einhalten, sowie zum Beispiel die Maskenpflicht im ÖV oder den Mindestabstand. An der Corona-Situation können wir nichts ändern, aber wir könnten uns mehr Mühe geben, die Neuinfektionen so tief wie möglich zu halten. Gibt es positive Veränderungen? Wenn ja, welche? Viele positive Veränderungen gabs nicht, vielleicht die Wertschätzung der Freiheit die wir hatten, welche vorher als selbstverständlich angesehen wurde. Worauf freust du dich jetzt am meisten? Ich freue mich, meine Freunde wieder zu sehen, gut essen zu gehen und wieder etwas zu unternehmen. Das muss unbedingt noch gesagt werden: Ich bin froh, dass meine Familie und all meine Freunde bis jetzt gesund geblieben sind.
Florian Stingl, Posaune Beruf: Pilot Lieblingsstück: 6ilüte Marsch Lieblingstier: Adler Lieblingsessen: Tatar Lieblingsbuch: Patriarchen
Wie hast du die 8 Wochen Lockdown erlebt? Was hat dir am meisten gefehlt? Abgesehen von der Stadtmusik-Probe Wie wohl die meisten wurde auch ich von diesem Lockdown etwas überrascht, und ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich so etwas erleben werde. Da wir in der Schweiz aber in einer sehr privilegierten Situation sind, die Grundversorgung stets sichergestellt war, hat es mir neben der Bewegungsfreiheit an gar nichts gefehlt. Und wenn von einem Tag auf den anderen die Existenz des Arbeitgebers und somit auch die eigene berufliche Existenz auf dem Spiel steht, werden Hobbies ganz schnell etwas Sekundäres. Wie hast du die frei gewordenen Stunden am Mittwochabend genutzt? Wie generell während dem Lockdown habe ich die gewonnene Freizeit mit der Familie verbracht und diese Zeit sehr genossen.
Welche Gewohnheiten haben sich verändert? Beruflich, schulisch, sportlich, kulinarisch? Beruflich hat sich neben weniger Flugeinsätzen und mehr Homeoffice vor allem eine schlechte Planbarkeit manifestiert, was nun viel mehr Flexibilität verlangt. Da ich während dem Lockdown immer mehr auf die Kulinarik setzte, musste ich das mittlerweile mit mehr Sport wieder ausgleichen. Was stört dich am meisten an der ganzen «Corona-Situation»? Die Ungewissheit wie sich die Pandemie und die Krise entwickeln. Gibt es positive Veränderungen? Wenn ja, welche? Mehr Zeit für die Familie zu haben ist sicher etwas ganz Positives und generell habe ich mich schnell an die neue Work-Life-Balance gewöhnt und diese schätzen gelernt. Worauf freust du dich jetzt am meisten? Ich nehme an, diese Frage zielt auf die Zeit nach der Corona-Pandemie ab. Ich freue mich in ein paar Monaten/Jahren die Freiheiten zurückzugewinnen, die wir vor der Pandemie hatten. Das muss unbedingt noch gesagt werden: «In der Krise beweist sich der Charakter.» - Helmut Schmidt
Élodie Wälti, basson Animal préféré : Le lapin Nourriture préférée : Gratin de côte de bettes et le gâteau aux pommes Livre préféré : Les BD comiques (Cat et son Chat, Les Tuniques Bleues, Lou, Sac Métier : Etudiante en deuxième année à Pièce préférée et ces compositeurs : Lully « La marche pour la cérémonie Turque », Piazzolla « Escolaso », Rameau « Rondeau des Indes Galantes », Alan
Comment as-
-
? En dehors des répétitions des Jubis
! Comment as-tu utilisé le temps libre du mercredi soir ? et jouer, de temps en temps, avec mes amies, en ligne.
Thomas Winkler, Euphonium Beruf: Langfrist-Planer Bahnproduktion Lieblingsstück: «Second Suite for Band» von Alfred Reed Lieblingstier: Pinguin Lieblingsessen: Raclette Lieblingsbuch: «Im Sturm» von Tom Clancy
Wie hast du die 8 Wochen Lockdown erlebt? Was hat dir am meisten gefehlt? Abgesehen von der Stadtmusik-Probe Es hat gut getan, einmal runter zu fahren und viel Zeit für sich selbst zu haben. Aber Ausflüge zu machen und Kollegen zu treffen, habe ich am Ende schon sehr vermisst. Wie hast du die frei gewordenen Stunden am Mittwochabend genutzt? Gute Frage! Da ich den ganzen Tag im Home-Office war, habe ich den Abend dann oft für einen Spaziergang oder eine Jogging-Runde genutzt.
Welche Gewohnheiten haben sich verändert? Beruflich, schulisch, sportlich, kulinarisch? Im Büro hat sich die online-Zusammenarbeit viel stärker durchgesetzt. Da ich immer noch mehrheitlich im Home-Office arbeite, gibt es jetzt öfters Selbstgekochtes und weniger Kantinen-Essen. Was stört dich am meisten an der ganzen «Corona-Situation»? Ich hoffe einfach, dass die Menschen die Situation weiterhin ernst nehmen, so dass es nicht wieder zusätzliche Einschränkungen braucht. Gibt es positive Veränderungen? Wenn ja, welche? Man hat gemerkt, wie viel Verkehr eigentlich vermieden werden kann und dafür kein Flugzeug braucht. Worauf freust du dich jetzt am meisten? Darauf, nicht mehr hinter jedem Husten oder Kratzen im Hals das schlimmste vermuten zu müssen. Das muss unbedingt noch gesagt werden: Häbet Sorg u blibet gsund!
Cornelia Thomann, Fagott Beruf: Primarlehrerin Lieblingsstück: High C s von two Steps Lieblingstier: Esel - die sind so eigensinnig Lieblingsessen: Wokgerichte mag ich sehr Lieblingsbuch: Der kleine Prinz Wie hast du die 8 Wochen Lockdown erlebt? Was hat dir am meisten gefehlt? Abgesehen von der Stadtmusik-Probe Gefehlt haben mir ganz klar die sozialen Kontakte, die ich einige Wochen selbst zu meiner Mutter und meiner Schwester aufs Telefonieren und vom Gartenende miteinander sprechen beschränkt habe. Das tat mir weh und entspricht so gar nicht meinem Naturell. Ich brauche den Austausch, interessante Gespräche und Begegnungen. Als Teilpensenlehrkraft unterstützte ich in der Homeschoolingzeit die Klassenlehrerinnen, blieb in engem Kontakt zu ihnen. Es freute mich enorm, dass in unserem tollen Team die Zusammenarbeit noch intensiver wurde und wir uns auch fragten, welche Aufträge nun wirklich sinnvoll sind und lustvolles Lernen ermöglichen.
Ohne Coronazeit hätten wir es wohl auch nicht geschafft, den riesigen Schulgarten, der erst im Sommer 2019 entstand, auf Vordermann zu bringen. Der von der Gemeinde gemietete Schrebergarten musste von seinem Dornröschenschlaf wachgeküsst, sprich von der Wildnis befreit werden. Eine Herkulesaufgabe, wie sich herausstellte. Wie hast du die frei gewordenen Stunden am Mittwochabend genutzt? Konkret auf diesen Abend bezogen, kann ich es nicht sagen. Aber ich habe bestimmt viel mehr gelesen, mit der Familie gespielt und diskutiert. Vielleicht kam auch das eine oder andere Projektvorhaben auf den Tisch. Welche Gewohnheiten haben sich verändert? Beruflich, schulisch, sportlich, kulinarisch? Viele Momente geniesse ich intensiver, weil ich sie nicht mehr als ganz so selbstverständlich erachte. Auch nehme ich mir mehr Zeit zu wandern, zu walken, im Nidau-Büren Kanal zu schwimmen. Wenn es geht, setze ich Vorhaben rascher in die Tat um. Und der Lockdown gab mir die Gelegenheit zu spüren, was mir wirklich wichtig ist, wo ich Energie tanken kann. Ich habe die gewonnene Zeit zum Durchatmen und Prioritäten neu setzen sehr genossen. Kulinarisch: Ich überlege mir viele neue Rezepte für Tomaten, die in unserem heimischen Garten in der Coronazeit aufgezogen und gepflanzt wurden und für die Zucchetti, die ebenso zu wuchern scheinen.
Was stört dich am meisten an der ganzen «Corona-Situation»? Nach wie vor muss ich mich immer wieder fragen, wie ich mich in dieser und jener Situation verhalte. Ob ich beispielsweise wieder Gäste zuhause zum Essen einlade, was mir wichtig wäre; Freundschaften zu pflegen. Ich bin aber vorsichtig, weil mir bewusst ist, dass die Abstandregel in solchen Situationen schwierig umzusetzen sind. Dann sehe ich Bilder von vollen Badestränden, Protestkundgebungen und mir erscheinen meine Vorsichtsmassnahmen sinnlos, zumal sie für mich auch einen Verzicht darstellen. Für die zahlreichen Verschwörungstheoretiker habe ich gar kein Verständnis. Auf die Stadtmusik bezogen finde ich eine Planung und damit eine Zielsetzung sehr anspruchsvoll. Wir müssen flexibel sein und leider werden viele Konzerte abgesagt oder verschoben. Wie schwierig muss das für jemanden sein, der von der Kultur leben muss? Gibt es positive Veränderungen? Wenn ja, welche? Dass uns bewusst wird, dass nicht alles selbstverständlich ist. Ich habe auch die Hoffnung, dass uns die Krise zeigt, was wirklich zählt im Leben.
Worauf freust du dich jetzt am meisten? Die Stadtmusikantinnen und -musikanten zu sehen und zusammen zu musizieren, zu plaudern. Die positive Energie der Schulkindern live erleben zu dürfen, mit ihnen Projekte zu verwirklichen und ihre Freude am Lernen zu sehen. Das muss unbedingt noch gesagt werden: Herzlichen Dank an den Vorstand, den Dirigenten und weitere beteiligte Personen, die einen Probebetrieb überhaupt ermöglicht und mit vielen neuen Ideen überzeugen (Onlinekurs in der Lockdownzeit, das toll gestaltete, aufwändige Musikvideo und jetzt die bestehenden Ideen zum Konzert mit den Stücken Stone Age und Asgard).
Gabriel Brechbühler, Waldhorn Beruf: Gymnasiast Lieblingsstück: «Libertadores» Lieblingstier: Pandabären Lieblingsessen: Mexikanisch Lieblingsbuch: Nach Ohio
Wie hast du die 8 Wochen Lockdown erlebt? Was hat dir am meisten gefehlt? Abgesehen von der Stadtmusik-Probe Für mich war der ganze Lockdown nicht so schlimm. Von zu Hause aus Schule zu haben, das erleben zu dürfen, war spannend, mehr Freizeit zu haben war auch angenehm. Zudem konnte ich meine monatlichen Ausgaben beträchtlich senken, auch nicht schlecht! Am meisten vermisst habe ich jedoch das sorglose Aus-dem-Haus-Gehen. Wie hast du die frei gewordenen Stunden am Mittwochabend genutzt? Ich habe die Zeit genutzt, um Fahrrad zu fahren, mit Freunden zu telefonieren und Filme zu schauen. Welche Gewohnheiten haben sich verändert? Beruflich, schulisch, sportlich, kulinarisch?
Dank des Lockdowns konnte ich jeden Tag eine Stunde später aufstehen, da der Schulweg ja nur bis zum Computer war. Weiter habe ich unser Grundstück nur noch verlassen, um Sport zu treiben. Was stört dich am meisten an der ganzen «Corona-Situation»? Menschen, welche ihre Maske nicht über die Nase ziehen, sich nicht an Vorschriften halten oder die ganze Situation verleugnen. Gibt es positive Veränderungen? Wenn ja, welche? Ich habe das Gefühl, diese ganze Krise habe die Digitalisierung in den Schulen einen guten Schritt weitergebracht, eine sehr positive Veränderung meiner Meinung nach. Worauf freust du dich jetzt am meisten? Meine Freunde in echt zu sehen, nicht nur am Bildschirm.
Johanna Thoemen, Cello Beruf: Sch체lerin Lieblingsst체ck:
Seven
Nation
Army Lieblingstier: Schneeleopard Lieblingsessen: K체rbissuppe Lieblingsbuch: viele
Wie hast du die 8 Wochen Lockdown erlebt? Was hat dir am meisten gefehlt? Abgesehen von der Stadtmusik-Probe Ich fand es sehr anstrengend, jeden Tag im gleichen Zimmer zu sitzen und sich nicht ablenken zu lassen. Am meisten hat mir der Kontakt mit anderen Personen und dass draussen Sein gefehlt. Wie hast du die frei gewordenen Stunden am Mittwochabend genutzt? Mal so, mal so. Welche Gewohnheiten haben sich ver채ndert? Beruflich, schulisch, sportlich, kulinarisch? Eigentlich nicht so viel.
Nathalie Wintsch, saxophone alto Profession: Assistante Pièce préférée: The Logical Song Animal préféré: Tortue Nourriture préférée: Rouleaux de printemps Livre préféré: Le théorème du parapluie
Comment as-
-
? En dehors des répétitions de la MVB Les concerts et festivals manquaient et manquent toujours terriblement. Comment as-tu utilisé le temps libre du mercredi soir ?
Quelles sont les habitudes qui ont changé ? Sur le plan professionnel, scolaire, sportif, culinaire ? Les essais culinaires étaient de mise, la sortie sportive tristement solitaire et le travail étonnamment calme. -ce qui te dérange le plus de toute la situation en lien avec le Corona ? -mot pour répondre à cette question.
Y-a-t-il des changements positifs ? Si oui, lesquelles ? Fini les bises gênantes. De quoi te réjouis-tu le plus ? Des vacances.
Philip Weber, Trompete Beruf: Sekschüler, OSZ Rittermatte Lieblingsstück: la Strada Lieblingstier: Delfin Lieblingsessen: Fondue, Raclette Lieblingsbuch: Meyers Holt
Wie hast du die 8 Wochen Lockdown erlebt? Was hat dir am meisten gefehlt? Abgesehen von der Jubis-Probe Mit Kollegen Spass zu haben. Wie hast du die frei gewordenen Stunden am Mittwochabend genutzt? Mit Kochen, Trompete Üben und Lesen.
Joschka Rewicki, Tuba Beruf: Schüler Lieblingsstück: Extreme Makeover Lieblingstier: Luchs Lieblingsessen:
Vegetarischer
Döner Lieblingsbuch: Harry Potter Wie hast du die 8 Wochen Lockdown erlebt? Was hat dir am meisten gefehlt? Abgesehen von der Stadtmusik-Probe Für mich hatte die Zeit nicht viel Vorteilhaftes. Man hatte zwar Schule, doch alleine Zuhause und nicht mit Schulkollegen. Wie hast du die frei gewordenen Stunden am Mittwochabend genutzt? Unterschiedlich, manchmal habe ich etwas für die Schule gemacht, habe meine Freizeit genossen, oder habe geübt. Welche Gewohnheiten haben sich verändert? Beruflich, schulisch, sportlich, kulinarisch? Wie schon erwähnt hatte ich Homeschooling. Auch jegliche anderen Freizeitaktivitäten (Boxen und der Turnverein) waren abgesagt. Was stört dich am meisten an der ganzen «Corona-Situation»?
Dass alles eingeschränkt ist und man alles nur eingeschränkt machen darf. Gibt es positive Veränderungen? Wenn ja, welche? Mir fallen gerade keine ein. Worauf freust du dich jetzt am meisten? Auf die Zeit in der alles wieder normal sein wird. Das muss unbedingt noch gesagt werden: Gott im Himmel der Tubist
Cédric Vogt, Perkussion Beruf: Veranstaltungsfachmann i.A. Lieblingsstück: Music for Pieces of Wood, Steve Reich Lieblingstier: Tiger Lieblingsessen: Pizza Lieblingsbuch: Lolita, Vladimir Nabokov Wie hast du die 8 Wochen Lockdown erlebt? Was hat dir am meisten gefehlt? Abgesehen von der Stadtmusik-Probe Im Lockdown war das Härteste, nicht arbeiten zu können. Da ich sehr gerne meinen Beruf ausübe, war es hart für mich, nichts mehr tun zu können. Daher habe ich viel Zeit im Studio verbracht und ging auch an meinem Arbeitsort ins Lager, um an diversen Pulten zu arbeiten. Wie hast du die frei gewordenen Stunden am Mittwochabend genutzt? Ich war die meiste Zeit in meinem Studio um Lieder zu schreiben/komponieren und habe somit den Mittwochabend musikalisch verbracht.
Welche Gewohnheiten haben sich verändert? Beruflich, schulisch, sportlich, kulinarisch? Beruflich war von Tag Eins an tote Hose. Aufträge kamen nicht rein und daher haben wir nach Alternativen gesucht und haben viel Zeit in Weiterbildungen und Schulungen investiert. Die Schule ging via Distance Learning weiter wie gewohnt. Ich habe in dieser Zeit mehr Sport getrieben. Unter anderem mit Rennrad und BMX fahren. Was stört dich am meisten an der ganzen «Corona-Situation»? Mich stört am meisten, dass unsere Sparte in der Veranstaltungstechnik sehr darunter leidet und weiterhin leiden wird. Es ist nicht einfach, Aufträge zu erhalten mit all den Sicherheitsvorschriften. Aber wir tun unser Bestes, um trotzdem am Ball zu bleiben und schauen nach vorne. Gibt es positive Veränderungen? Wenn ja, welche? Der Zusammenhalt im Unternehmen ist sehr gestiegen. Wir machen interne Schulungen, jeder hilft jedem wo er/sie kann und das ist sehr wertvoll! Worauf freust du dich jetzt am meisten? Bei einer grossen Veranstaltung würde ich jetzt gerade nicht Nein sagen.
Das muss unbedingt noch gesagt werden: Ich freue mich, dass in der Stadtmusik Biel die Proben wieder gestartet haben. Dies erfreut mich und ich kann endlich wieder richtig musizieren. Ich hoffe für jede Musikgesellschaft oder Stadtmusik, dass es langsam wiederkommt und wünsche allen viel Erfolg und Glück in dieser schwierigen Zeit.
Mischa Vasylyev, Euphonium Beruf: Schüler am Gymnasium BielSeeland Lieblingsstück: Master Of Puppets Metallica Lieblingstier: Schimpansen Lieblingsessen: Teigwaren aus Linsen (ehrlich gesagt, keine Ahnung) Lieblingsbuch: Im Grunde gut Rutger Bregman (sehr zu empfehlen!) Wie hast du die 8 Wochen Lockdown erlebt? Was hat dir am meisten gefehlt? Abgesehen von der JUBIS-Probe Alles lief auf dem PC: von der Schule, über die Musikstunden und JUBIS-Einzelproben bis hin zu den Treffen mit Freunden. Ich, wie auch
die meisten anderen, war dadurch sehr an den Rechner gebunden. Deshalb ging ich in den Wald, und das viel öfter als sonst. Gefehlt hat mir das Sehen meiner Freunde und Mitmenschen. Wie hast du die frei gewordenen Stunden am Mittwochabend genutzt? Ich bin nach draussen gegangen oder habe noch allfällige Hausaufgaben erledigt. Wenn ich letztere gemacht hatte, habe ich Klavier oder Euphonium geübt. Welche Gewohnheiten haben sich verändert? Beruflich, schulisch, sportlich, kulinarisch? Wie gesagt, lief die Schule nun komplett übers Internet und hat mich den ganzen Tag am Schreibtisch behalten. Das war auch der Ort, an dem ich meistens, während meiner Schulstunden, gegessen hatte. Sportlich hat sich auch einiges verändert, denn ich hatte jeden Tag Sport zu Hause gemacht, weil bewegt habe ich mich sonst ja nicht wirklich. Was stört dich am meisten an der ganzen «Corona-Situation»? Die beiden Extreme: Die Leute, die nur Panik schieben, Hamsterkäufe machen, das Ende der Menschheit sehen etc. und die Leute, die das Virus komplett unterschätzen bzw. die Gefahr nicht wahrnehmen und das Ganze als Verschwörungsideologie ablehnen.
Nadja Zbinden, Querflöte Beruf: Schreinerin Lieblingsstück: Corrida de toros Lieblingstier: Steinbock Lieblingsessen: Moussaka Lieblingsbuch: Der Drachenläufer
Wie hast du die 8 Wochen Lockdown erlebt? Was hat dir am meisten gefehlt? Abgesehen von der Stadtmusik-Probe Zum Glück konnte ich normal weiter arbeiten, so hat mich das viele Daheimsein am Abend und Wochenende gar nicht gestört. Ich habe viel Zeit im Garten verbracht, einfach schöne Musik für die Flöte ausgegraben und mit Wonne gespielt. Aber das Zusammensein mit lieben Leuten, die nicht zum engsten Familienkreis gehören, habe ich sehr vermisst. Wie hast du die frei gewordenen Stunden am Mittwochabend genutzt? Ich habe anstelle meines Mannes die Küche aufgeräumt und anschliessend gemütlich mit ihm Kaffee getrun
Welche Gewohnheiten haben sich verändert? Beruflich, schulisch, sportlich, kulinarisch? Weil ich den ÖV vermeiden wollte, habe ich für den Arbeitsweg vollständig aufs Velo umgestellt. Was stört dich am meisten an der ganzen «Corona-Situation»? Die ganze Ungewissheit/Unsicherheit und dass es so viele Leute gibt, die nicht solidarisch sind und nur an sich selber denken. Gibt es positive Veränderungen? Wenn ja, welche? Ja, dass viele Menschen gemerkt haben, wie schön wir es in diesem Land eigentlich haben, landschaftlich aber auch politisch. Worauf freust du dich jetzt am meisten? Wenn man sich wieder unbelastet treffen und bewegen kann, aber das wird wohl noch eine Weile dauern. Das muss unbedingt noch gesagt werden: Tausend Dank an all die fleissigen SMBler, die in dieser Zeit keinen Aufwand scheuen, um gemeinsames Musizieren zu ermöglichen!
Stefan Lauber, Trompete Beruf:
Entwickler
Durchflussmessgeräte
(Techniker HF) Lieblingsstück: viele z.B. «Aus der Neuen Welt» (9te Dvorak) Lieblingstier: Bär Lieblingsessen: Lasagne Lieblingsbuch: Da Vinci Code (freiwillig ge© https://monicatarocco.com
lesen!)
Wie hast du die 8 Wochen Lockdown erlebt? Was hat dir am meisten gefehlt? Abgesehen von der Stadtmusik-Probe Im Grossen und Ganzen positiv, konnte die Hektik des Alltags deutlich reduzieren. An Vielem nachdenken, was manchmal verloren geht mit Autopilot. Ja sogar fast sich neu zu finden und neu zu priorisieren. Real live Kontakt - nichts ersetzt einem ein echtes Treffen in der realen Welt, es gibt so viele Nuancen der nonverbalen Kommunikation. Wie hast du die frei gewordenen Stunden am Mittwochabend genutzt? Nichts tun, genießen meiner Rowen S2 Boxen mit dem Nad c368 Verstärker. Gehen, habe es in der Regel auf 10k bis 12k Schritte pro Tag gebracht.
Welche Gewohnheiten haben sich verändert? Beruflich, schulisch, sportlich, kulinarisch? Im Lockdown war ich soweit möglich im Home Office, hier mußte ich lernen mir etwas weniger vorzunehmen, denn das Arbeiten war erschwert. Denn wir haben für 3 Monate in unserer Abteilung das Pensum um 20% reduziert => ergibt dann 5x 5.44h in der Woche. Zum regelmäßigen Morgenspaziergang an den See, bin ich sogar einzelne Male zu Fuss von Biel nach Ipsach arbeiten gegangen. Im März bis Juli konnte ich mein aufgefrischtes Ziel von mehr als 10k Schritte täglich mit 10k bis 12k im Schnitt pro Tag erreichen. Ich habe mehr und gesünder für mich gekocht und auch ab und zu jemanden eingeladen. Neu habe ich ein wöchentliches Gemüse-Abo. Was stört dich am meisten an der ganzen «Corona-Situation»? Dass die Situation relativ anderen Themen beim Recherchieren im Netz Argumente für die Ansicht finden kann, die man gerade will Gibt es positive Veränderungen? Wenn ja, welche? Ja, ich habe neu ein Gemüse-Abo, meine eigene Gesundheit ist mir wichtiger geworden, und ich versuche diese auch durch mehr Bewegung und ausgewogene Ernährung in ein gutes Gleichgewicht mit mir zu
bringen. Fühle mich ausgeglichener. Die Kunst wird nun sein, dies beizubehalten und die neue bewusstere Wahrnehmung in den neuen Alltag zu nehmen, um ein ausgeglichenes bewusstes Leben zu genießen. Worauf freust du dich jetzt am meisten? Wieder real unter Leuten zu sein. Sei es beim Lindy Hop Tanzen oder beim gemeinsamen Musizieren oder Genießen eines Konzertes oder Festivals. Das muss unbedingt noch gesagt werden: Zitat «Herbie Hancock» Musik ist die Sehnsucht des Menschen nach einem Himmel in seiner Seele, die stärkste Musik ist die, die man macht und sie mit anderen zu teilen. «Bleibt gesund und euch selber»
Beatrice Racine, Oboe und Englischhorn Beruf: eigentlich Kindergärtnerin, aber schon 25 Jahre in der Behindertenbetreuung tätig und seit 17 Jahren nur Nachtschicht. Lieblingsstück: "Eine kleine Nachtmusik", W.A. Mozart Lieblingstier: Katze Lieblingsessen: Pasta mit Sauce Lieblingsbuch: Harry Potter Wie hast du die 8 Wochen Lockdown erlebt? Was hat dir am meisten gefehlt? Abgesehen von der Stadtmusik-Probe Sehr anstrengend! Neben meinem normalen Arbeitspensum in der Nachtschicht habe ich noch zusätzlich für die "Risikogruppen-Verwandtschaft" die Einkäufe erledigt, und da die ganze Familie jeden Tag zu Hause war, gab es auch im Haushalt und in der Küche deutlich mehr zu erledigen. Am meisten gefehlt hat mir "die Zeit für mich alleine" und das gemütliche Zusammensein mit Freunden. Wie hast du die frei gewordenen Stunden am Mittwochabend genutzt? Nicht speziell, es war einfach wie gaaaanz lange Schulferien...
Welche Gewohnheiten haben sich verändert? Beruflich, schulisch, sportlich, kulinarisch? Ich arbeite noch daran, die "Corona-Kilos" wieder los zu werden. Im Job habe ich mich gut an das Arbeiten mit Schutzmaske gewöhnt. Was stört dich am meisten an der ganzen «Corona-Situation»? Unbeschwertes Feiern und Zusammensein in grösseren Gruppen wird es wohl noch lange nicht geben. Ebenso schwebt bei allen Plänen (z.B. Ferien oder Ausflüge) immer die grosse Unsicherheit mit, ob die Durchführung dann überhaupt möglich sein wird. Gibt es positive Veränderungen? Wenn ja, welche? Ich finde, man geniesst ein Zusammensein mit guten Freunden seit dem Lockdown umso mehr. Worauf freust du dich jetzt am meisten? Das gemeinsame Musizieren hat mir sehr gefehlt. Ich freue mich auf alles was wieder eine gewisse "Normalität" bedeutet. Das muss unbedingt noch gesagt werden: Ich habe bereits alles gesagt.
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