N° 4 - 2019
STADTMUSIK BIEL MUSIQUE DE LA VILLE DE BIENNE Das JUBIS gab ALL-IN Der Jahresbericht des Vorstandes ist da! Premiere der Stadtmusik: Konzert im Kino
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Als Zeuge dieser groben Unerhörtheit weiss ich noch genau: Der Hund liegt stundenlang vor dem Katzenfutternapf, überlegt angestrengt, die Vor- und Nachteile seines geplanten Husarenstücks vorsichtig abwägend, marternde Zweifel plagen seine Gedanken und wahrscheinlich hatte er auch einfach Schiss vor den möglichen Konsequenzen. Die Katzenbande derweil in der Nähe herumschleichend, ahnend, dass sich irgendwas anbahnt, aber ohne genügend Phantasie für die kommende Komödie. Und dann fasst sich der Hund ein grosses Herz, wedelt sich zum Katzenfutternapf und keine drei Sekunden später, schwups, ist das Katzenfutter im Hundemagen verschwunden. Alle Katzenunterkiefer fallen im Gleichschritt und ein gemein ame H en f h den B eln Und da Be e Vo la e Entsetzen sind die Bestohlenen nicht mal mehr zu einer Reaktion fähig! Der Hund trottet zufrieden mit sich und seiner Aktion davon und leckt seine Schnauze, während sich die Büsis bis heute nicht mehr von diesem Schock erholen konnten. Den Hund jedenfalls haben sie ab da in friedlicher Ruhe gelassen. So einfach ist das! Die Natur ist ja das beste Vorbild, und auch mit dieser kleinen Geschichte lässt sich so manches komplexe Problem unserer heutigen Zeit passend erklären. Manchmal muss man einfach etwas wagen, ohne zu meinen, alle möglichen und letzten Konsequenzen im Griff haben zu müssen. Es braucht halt manchmal Chuzpe und Schneid, um etwas zu erreichen. Im ManagerVokabular würde man wohl sagen: Thinking outside of the box! So tut es uns modernen Menschen in unserer regulierten und behüteten Zeit doch manchmal gut, die möglichen Konsequenzen unseres Tuns zu vernachlässigen, mal den Spiess umzukehren und uns selber auf die Probe zu stellen, to freak out, die geschützte Werkstatt für einen Tag zu verlassen. Es darf auch mal ein wenig weh tun oder man darf auch mal so richtig frech sein, oder nicht? Was können wir schon verlieren? Unseren Facebook-Status? Die COOP-Superpunkte? Nein: Friss doch einfach das Katzenfutter, du Hund! Es grüsst Euch herzlich, Gregory Heiniger
ALL IN der JUBIS-Mitglieder Am ALL IN Konzert ist sowohl die A-Band wie auch die B-Band aufgetreten. Die A-Band unter der Leitung von Gregory Heiniger eröffnete den Abend. Die Hauptstücke waren «Journey through the stratosphere», «Tanczi» und der «March» aus der Jazz Suite No. 2 von Schostakowitsch. Diese Stücke waren für viele Mitglieder der A-Band äusserst herausfordernd. Schnelle Läufe, schwierige Rhythmen und wechselnde Tempi. Aber sie haben alles gegeben, viel zu Hause geübt, jeden Mittwoch an der Probe die Anweisungen des Dirigenten befolgt, am Probeweekend die Stücke nochmals intensiv geprobt um dann am Konzert die bestmögliche Version der Stücke zu präsentieren. Auch die B-Band unter der Leitung von Livia Thomann hatte einiges zu bieten. Mit dem Stück «Hejo, spann den Wagen an» ging ihr Programmpunkt los. Die Jüngsten aus dem JUBIS entzückten das Publikum mit ihrem Können. Als Zugabe gab es dann den «Egyptian Camel Dance». Für viele der B-Band Mitglieder war das der erste Auftritt vor einem solch grossen Publikum. Ein grosses Bravo gebührt der Souveränität der jungen Musikantinnen und Musikanten. ALL IN von ehemaligen JUBIS-Mitglieder und einigen Stadtmusik Mitglieder Um ein grosses Konzert mit einem solch herausfordernden Programm zu präsentieren, war das JUBIS auf Unterstützung in einigen Register angeie en nd ha dahe eine JUBIS A-Band+ a f die Beide gestellt. Dazu
haben wir einige ehemalige JUBIS-Mitglieder und junggebliebene Stadtmusik-Mitglieder um Unterstützung gebeten. Trotz zusätzlicher Belastung mit Üben, lernen fürs Studium, unregelmässigen Arbeitszeiten oder teils weitem Weg nach Biel, haben viele Jugendliche zugesagt und die JUBIS unterstützt.
ALL IN vom Publikum Auch unsere Gäste wurden verschiedene Möglichkeiten geboten um ihr ALL IN zu geben. Am Anfang zog sich ein Quiz rund um das JUBIS wie ein roter Faden durch die erste Konzerthälfte. Zum Schluss des Konzerts konn e da P blik m an einem nge
hnlichen eina migen Bandi en
ihr Glück versuchen. Das Motto hatte zumindest fürs Publikum also doch etwas mit Glückspiel zu tun. Als Preis konnten die Glücklichen fürs nächste Stück mitten in der Band Platz nehmen. Ein einmaliges Erlebnis. Für uns vom JUBIS war dieses ALL IN Konzert ein voller Erfolg und die Vorbereitungsarbeit hat sich ganz sicher ausbezahlt. In einem quasi aus-
verkauften Volkshaus das einstudierte Programm 체berzeugend dem Publikum zu pr채sentieren und diesem einen rundum gelungenen Abend zu bieten, hat uns 체ber alle Massen gefreut. Unser Konzert hat sich in einem wesentlichen Punkt zu einem Gl체ckspiel unterschieden: Bei uns gewannt nicht die Bank. Sondern wir haben alles gegeben und WIR haben alles gewonnen!
ALL IN des membres de JUBIS Le A-Band et le B-Band se sont tous deux produits au concert ALL IN. Le groupe A, sous la direction de Gregory Heiniger, a ouvert la soirée. Les pièces principales étaient "Journey
through
the
stratosphere",
"Tanczi" et "March" de la Suite de Jazz n° 2 de Chostakovitch. Ces pièces ont été extrêmement difficiles pour beaucoup de membres du A-Band. Des tournures rapides, des rythmes difficiles et des tempos changeants. Mais ils ont tout donné, se sont beaucoup entraînés à la maison, ont suivi les instructions du chef d'orchestre tous les mercredis à la répétition, ont travaillé intensivement les morceaux pendant le week-end de répétition et ont ensuite présenté la meilleure version possible des morceaux au concert. Aussi le groupe B sous la direction de Livia Thomann avait beaucoup à offrir. Avec la pièce "Hejo, spann den Wagen an" leur programme a commencé. Les plus jeunes du JUBIS ont ravi le public par leur talent. En supplément, ils on joué la "Danse du chameau égyptien". Pour beaucoup de membres du B-Band, il s'agissait de leur première représentation devant un public aussi nombreux. Un grand bravo est dû à la souveraineté des jeunes musiciens. ALL IN de la part d'anciens membres du JUBIS et de quelques membres de la Musique de la Ville de Bienne Pour présenter un grand concert avec un programme aussi ambitieux, le JUBIS a eu besoin de soutien dans certains registres et a donc mis en place un JUBIS "A-Band+". Nous avons demandé l'appui d'anciens membres du JUBIS et de jeunes musiciens de la MVB. Malgré la charge
supplémentaire que représentent les répétitions, les études, les horaires de travail irréguliers ou parfois un long trajet à Bienne, de nombreux jeunes ont accepté de soutenir le JUBIS. ALL IN du public Nos invités ont également eu l'occasion de donner le meilleur d'euxmêmes. Au début, un concours tout autour du JUBIS fût le fil rouge de la première partie du concert. A la fin du concert, le public a pu tenter sa chance avec un "bandit manchot" inhabituel. Le jeu, la devise du concert, était donc valable aussi pour le public. En guise de prix, les plus chanceux po
aien 'a eoi a milie de l en emble po
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expérience unique. Pour nous, les JUBIS, ce concert ALL IN a été un succès complet, et le travail préparatoire a certainement porté ses fruits. Présenter le programme étudié de manière convaincante au public dans une Maison du Peuple pratiquement pleine et leur offrir une soirée très réussie a été pour nous un grand plaisir. Notre concert différait en un point essentiel d'un je de ha a d : Ce n e
pa la banq e q i a gagn . Mai no
donné et NOUS avons tout gagné.
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auch bei der Mitgliederanwerbung einmal mehr alles geben! Zum ersten Mal wagten wir uns an ein neues Projekt: eine Ausschreibung für einen Ferienpass-Kurs während den Herbstferien. Unter dem Namen «Die Welt der Instrumente» stellten wir für Kinder und Jugendliche vom Kindergarten bis zur 6. Klasse ein Programm für einen musikalischen Nachmittag auf die Beine: Was gibt es überhaupt für Blasinstrumente? Wie heissen sie? Wie tönen sie? Wie werden sie gespielt? Im Sinne eines Instrumenten-Parcours durften die Kinder und Jugendlichen alle von uns mitgebrachten Blasinstrumente ausprobieren: Querflöte, Klarinette, Saxophon, Oboe, Fagott, Trompete, Euphonium, Posaune und Tuba. Dabei wurden sie jeweils von einer Expertin aus der Stadtmusik begleitet und instruiert. Herzlichen Dank an Katharina, Jana, Doris und Franca! Da nach einer gewissen Zeit alle Ohren genug Gequietsche und laute, unangenehme Töne gehört hatten, durften die Kinder selbst tätig werden und ihr eigenes Instrument basteln: ein Regenrohr aus Pringles-Dosen. Voller Motivation und sehr fleissig wurden viele Nägel in die Dosen gehämmert, anschliessend mit Gelblinsen gefüllt und mit farbigem Klebeband gut verschlossen.
Da die Kinder und Jugendlichen noch immer nicht genug vom Basteln hatten, wurden ihre Regenrohre regelrechte Kunstwerke und mit dem eigenen Namen oder dem Lieblingsverein verziert. NatĂźrlich durfte der JUBIS-Kleber nicht fehlen!
Nach dem emsigen Basteln trafen wir uns in der Aula, um das Lieblingsinstrument noch einmal auszuprobieren und zu spielen. Zum Schluss wurde noch die Rolle des Dirigenten angeschaut und fleissig Werbung fĂźr das JUBIS gemacht. Ein gelungener, musikalischer Nachmittag!
Agenda 2020 12. - 13. Januar
Sa /So
Probewochenende Stadtmusik Biel
Düdingen
25. Januar
Sa
19:30
Jahreskonzert Biel
Stadtmusik
Kongresshaus Biel
07. März
Sa
17:00
157. Mitgliederversammlung Stadtmusik Biel
Restaurant Räblus, Vingelz
05. April
So
17:00
Gemeinschaftskonzert mit der Stadtmusik Solothurn
Jesuitenkirche, Solothurn
02. Mai
Sa
Teilnahme Stadtmusik Biel am 13. Musikpreis Grenchen
Grenchen
20. Juni
Sa
Teilnahme Stadtmusik Biel am Seeländischen Musikfest 2020
Safnern
21. Juni
So
Teilnahme JUBIS A-Band am Seeländischen Musikfest 2020
Safnern
28. Juni
So
Konzert Bieler Braderie JUBIS & Stadtmusik Biel
Brunnenplatz, Biel
14:00
Diese Termine können Änderungen unterworfen sein. Für die aktuellsten Daten besuchen Sie unsere Homepage www.stadtmusikbiel.ch.
Einladung zur 157. Mitgliederversammlung Samstag, 7. März 2020, Restaurant Räblus, Neuenburgstrasse 90, Biel Beginn: 17:00 Uhr
1.
Appell
2.
Wahl der Stimmenzähler
3.
Genehmigung des Protokolls der 156. Mitgliederversammlung
4.
Mutationen
5.
Jahresbericht des Vorstandes
6.
Kassa- und Revisorenberichte a)
Vereinsrechnung
b)
Rechnung Freund/innen
c)
Revisorenbericht
7.
Budget 2020 inklusive Mitgliederbeiträge
8.
Wahlen a)
des Vorstandes
b)
der Präsidentin des Komitees der Freund/innen
c)
des Kassiers der Freund/innen
d)
der Instrumentenverwalterin
e)
der Uniformenverwalterin
f)
der Revisoren/innen
9.
Tätigkeitsprogramm 2020 und weitere Vereinsziele
10.
Anträge a)
des Vorstandes
b)
der Aktiv- und Ehrenmitglieder
11.
Ehrungen
12.
Verschiedenes
Jahresbericht des Vorstandes 2019 Vorstand Stadtmusik Biel, anlässlich der Mitgliederversammlung 2020 Präsidium, Lukas Baschung Im letztjährigen Jahresbericht habe ich das Ziel erwähnt, die vergangene spektakuläre Entwicklung in nachhaltige Qualität «umzumünzen». Von aussen betrachtet darf man wohl sagen, dass das Jahr 2019 diesbezüglich sicher in die richtige Richtung ging. So schreibt Euch nun auch ein wirklich zufriedener Präsident. Aus einer Innensicht muss man jedoch anfügen, dass das vergangene Jahr nicht ohne Veränderungen über die Bühne ging und einiges an Arbeit geleistet werden musste, um das Etappenziel zu erreichen. Ich möchte insbesondere die drei folgenden Punkte hervorheben. Premièrement, nous sommes une association très jeune et dynamique, ce qui a pour conséquence naturelle que des changements arrivent régulièrement, que cela soit au niveau des différents ressorts ou des membres. En ce qui concerne ces derniers, les personnes suivantes ont donné leur démission en vue de l Assemblé générale 2019 : Brigitte Aeschlimann, Andrea Meier, Tamara Rattin, Luca Schneider et Fabian Wyss. Nous avions le plaisir de saluer trois nouveaux musiciens parmi nos membres : Melina Blümli, Gabriel Brechbühler et Sylvain Picard. Plus tard dans l année, d autres nouveaux musiciens et musiciennes nous ont encore rejoint. Dans la plupart des cas, il s agit de personnes qui ont déménagé à Bienne ou qui proviennent de notre propre relève, le JUBIS. Dieser Zuwachs erlaubt uns, unsere Besetzung zu halten oder sogar noch auszubauen. Was die Ressorts anbelangt sind wir in der glücklichen Lage,
dass wir die Lücken immer wieder und ohne grössere Probleme mit eigenen Mitgliedern füllen konnten. So wurde bspw. das Ressort Präsidium durch die neue Sekretärin Noemi Fankhauser wieder vervollständigt. Für diese Bereitschaft bin ich allen sehr dankbar. Die zweite «Baustelle» betraf das JUBIS, ebenfalls auf Vorstands- und Mitgliederebene. So mussten kurzfristig das Präsidium und noch weitere Vorstandsposten ersetzt werden. Auch hier bin ich dem gesamten neuen JUBIS-Vorstand – und insbesondere der «alten neuen» Präsidentin Doris Stingl – sehr dankbar, dass er die anstehenden Arbeiten nicht nur übernommen, sondern sogleich äusserst dynamisch weiterentwickelt hat, so dass die dezimierte JUBIS-Besetzung, welche u.a. durch die – sehr erfreulichen ! – Übertritte von mehreren JUBIS-Mitgliedern in die SMB «verursacht» worden ist, mittelfristig wieder stabilisiert werden kann. Troisièmement – toujours dans l objectif de la qualité durable – le comité et le directeur musical ont mené, entre autres, des travaux préparatoires en vue des projets musicaux de l année 2020 ainsi que des années suivantes. Nous pouvons nous réjouir des événements à venir ! En conclusion, on peut dire que même si une année ne permet évidemment pas de juger si l objectif de la qualité durable est atteint, certains signaux montrent que les efforts des années précédentes portent leurs fruits. Ainsi, on a pu nous entendre plusieurs fois à la radio, grâce au CD produit en 2018 et nous avons été invités, pour la première fois, à participer au « Musikpreis Grenchen », concours auquel participe une sélection d harmonies suisses jouant en 1ère classe, voire en classe d excellence. Cela sera un vrai honneur pour la Musique de la Ville de Bienne d y participer en mai 2020 ! Zum Schluss danke ich ganz herzlich allen Vorstandsmitgliedern und unserem Dirigenten Pascal Schafer für die äusserst angenehme und konstruktive Zusammenarbeit. So fägts!
Ressort Musik, Felicitas Rewicki Wie gewohnt durften wir das neue Jahr direkt mit einem Höhepunkt beginnen: Unser traditionelles Jahreskonzert lockte auch im 2019 viele Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher ins Bieler Kongresshaus, welchen wir dort ein abwechslungsreiches und spannendes Konzertprogramm präsentierten. Vom für Teile des Publikums etwas gewöhnungsbedürftigen aber für uns äusserst lehrreichen «Symphonic Movement», bei dem unser Dirigent nicht müde wurde zu betonen, wie gut uns dieses Stück tut, weil es uns jede Menge Präzision und Konzentration abverlangt (natürlich hatte er recht) über das wunderschöne Trompetenkonzert von A. Aruntunian, gespielt von unserem Trompeter Stefan Lauber, gelangten wir zu «Libertadores» von Oscar Navarro, welches bereits im Hinblick auf das Bernisch Kantonale Musikfest (BKMF) ausgewählt wurde, da Navarro ebenfalls das dortige Aufgabenstück komponierte. Zu unserer besonderen Freude konnten wir bei diesem Stück unsere Besetzung durch 4 Celli erweitern. Dass wir die angestrebte Zahl von 400 Konzertbesuchern ganz knapp nicht erreichten (es waren 389) ist unser Ansporn, dies im kommenden Jahr erneut in Angriff zu nehmen, und wir freuen uns somit auf Ihr zahlreiches Erscheinen am 25. Januar 2020 im Kongresshaus.
Nach 3 Wochen Pause, natürlich eigentlich nicht Pause sondern probefreie Zeit , welche wir selbstverständlich zum individuellen Vorbereiten des kommenden Programms nutzten, begannen wir den nächsten Höhepunkt des Jahres in Angriff zu nehmen: das Bernisch Kantonale Musikfest (BKMF) in Thun. Es folgte eine intensive Vorbereitungszeit mit normalen Proben, Registerproben, Probesamstag und zwei Vorbereitungskonzerten. War auch die Probeplanung im Vorfeld nicht ganz einfach und unumstritten gewesen (wie findet man den schmalen Grat zwischen genügend aber nicht zu vielen Proben, und dann sind da noch über 50 Personen und traditionell um diese Jahreszeit einige Feiertage involviert….) war es doch umso schöner zu sehen, wie konzentriert und engagiert die Vorbereitung auf den Wettbewerb schliesslich ablief und wie bei allen die Vorfreude auf das kommende Musikfest stieg. An dieser Stelle möchte ich unserem Dirigenten Pascal Schafer ganz herzlich für die äusserst spannenden und lehrreichen Proben danken, die er jeweils mit unglaublich viel Elan, Musikalität, Genauigkeit aber auch Humor leitet und uns so immer noch ein Stückchen weiter bringt, als wir selbst gedacht hätten. Teilweise braucht es einiges an Geduld, weil wir nicht immer alles so schnell umsetzen können wie er es gern hätte, aber es macht sehr viel Spass, so zu proben und aufzutreten, eben zu musizieren. Merci vielmals Pascal! Am BKMF konnten wir schliesslich von beiden Stücken eine Version vortragen mit der wir durchaus sehr zufrieden sein dürfen. Zwar reichte es nicht ganz bis aufs Podest aber es war schön zu sehen, dass die in den letzten Jahren etwas erfolgsverwöhnte SMB damit auch gut umgehen kann und dies unserer Freude am gemeinsamen Musizieren keinen Abbruch tut.
Nach der wohlverdienten Sommerpause erwartete uns ein Wettbewerb der besonderen Art. Die Teilnahme am ersten Emmentaler March Contest war zwar wettbewerbsmässig nicht sonderlich spannend (wir waren die einzige Band in unserer Kategorie), aber dennoch wollten wir natürlich einen guten musikalischen Eindruck hinterlassen. Gleichzeitig genossen wir den gemeinsamen Ausflug ins schöne Emmental und die tolle Party am Abend. Unser Herbstevent führte uns ins Bieler Kino Rex. Im Programm SMB au Cinéma konnten wir mit Serge Bogni (Klarinette) wiederum einen Solisten aus unseren eigenen Reihen präsentieren, und die Vertonung des Kurzfilmes 1805 A Towns Tale war eine besondere Konzentrationsleistung für Band und Dirigent, welcher mit Click im Ohr dirigierte, aber auch sichtlich zufrieden für die letzte halbe Seite den clickenden Kopfhörer abzog und das freie Dirigieren genoss.
Die zahlreichen Konzerte, Proben, Probewochenenden und sonstigen Anlässe, welche wir in diesem Jahr zusammen erleben durften, wären nicht möglich ohne viele zupackende Hände und mitdenkende Köpfe und so möchte ich allen SMBlern aber ganz besonders meinen Ressortmitarbeitenden herzlich für die tolle Unterstützung, guten Ideen, kritischen Bemerkungen, kurz: die wunderbare Zusammenarbeit danken. Ein ebenfalls ganz grosses Dankeschön geht an die 11 Registerleiterinnen und Registerleiter für ihre wertvolle Arbeit, zu welcher Stimmverteilung, Organisation und Leitung von Registerproben, Rückmeldungen zu Stückvorschlägen, Unterstützung neuer Mitglieder, Aushilfen suchen und finden und noch vieles mehr gehört. Ressort Finanzen, Ernst Giger Das vergangene Vereinsjahr verlief – im Vergleich zum Vorjahr und nur aus der «Froschperspektive des Kassenwarts» – ruhig und recht beschaulich. Die nicht ganz erreichten Budgetziele bei den Einnahmen, hier insbesondere aus dem Kreis der Freundinnen und Freunde, wurden andernorts durch Mehreinnahmen resp. Minderkosten kompensiert. Mit der Wyssbrod Immobilien AG hatten wir zudem eine Jugendförderin 2019 aus der Region; im kommenden Jahr wird es mit der Dr. Röthlisberger AG, einer Wirtschaftsberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zwar ein Berner Unternehmen sein, jedoch mit vielen Kontakten nach Biel und ins Seeland. Insgesamt dürfen die Finanzen der SMB als gesund bezeichnet werden, wobei wir uns insbesondere bei der «Betreuung» der Freundinnen und Freunde dringend etwas einfallen lassen müssen. Auch die Abstufung der verschiedenen Beitragskategorien von Adagio bis Presto setzt sich nur
sehr lento um; bei zahlreichen Zahlenden ist es zudem noch nicht wirklich angekommen, dass «der Gönnerbeitrag» nicht mehr CHF 100 beträgt. Die Neuanschaffung von Instrumenten hat sich nach dem vorjährigen «Höhenflug» auf einer leicht tieferen Flugbahn bewegt. Handlungsbedarf wird es in nächster Zeit denn auch vor allem bei den Uniformen geben. Die Reserven des Stoffes für die Gala-Uniformen neigen sich dem Ende zu und dieser Stoff wird dem Vernehmen nach – so unser Uniformen-Schneider Schopfer – nicht mehr produziert. Weiter harren die historischen Uniformen noch immer einer ungewissen Zukunft: Da sie seit Jahren nicht mehr zum Einsatz gekommen sind, dürften sich wohl vor allem die Motten ihrer erfreuen (sorry Karin, ich weiss, die Motten-Kugeln verhindern das Schlimmste). Wir werden auch hier in Bälde eine Lösung finden müssen. Und wer weiss, vielleicht hat ja eine Leserin oder ein Leser dieses Ressortberichts eine gute Idee, wo man diese Uniformen einlagern oder was man mit ihnen machen könnte… So oder so, Karin und Beatrice sei auch an dieser Stelle für ihren Einsatz als Uniformen- und Instrumentenverwalterinnen bestens gedankt! Jahresbericht Ressort Marketing, Kaspar Schmocker Nachdem ich ca. 3 Jahre die Daten sowie die Website der SMB pflegte, wurde ich als Nachfolger von Raphaela für die Ressortleitung Marketing angefragt, was mich sehr freute. Da ich seit der Umstrukturierung der Vereinsleitung Teil dieses Ressorts war, konnte ich mir in Etwa vorstellen, was auf mich zukommen würde. Dass ich das Ressort in diesem guten Zustand übernehmen durfte, habe ich vor allem Raphaela zu verdanken, vielen Dank dafür!
In meinem ersten Amtsjahr als Ressortleiter war ich vor allem damit beschäftigt, mich einzuarbeiten und mich über die Aufgaben der einzelnen Ressortmitarbeitenden ins Bild zu setzen. Die Aufgaben der Datenpflege und der Aktualisierung der Website werden nach wie vor bei mir sein. Dafür werden einige Aufgaben der bisherigen Ressortleiterin auf weitere Personen aufgeteilt. So wird die Gestaltung der Konzertflyer und -plakate von Stefan Lauber übernommen, und für die Kommunikation mit der Presse konnte Liliane Schuler gewonnen werden. Neu haben wir dieses Jahr einen Instagram Account aufgeschaltet, wo nun regelmässig Konzertwerbung und Eindrücke aus dem Vereinsleben gepostet werden. Dieser wird zusammen mit der Facebook-Seite von Nathalie Meyer aktuell gehalten. Das Vereinsorgan wird weiterhin von Patricia und Raphael Blümli erstellt, das Korrektorat und die Übersetzungen macht Ursula Greiner, und Liliane Huber ist für die Inserenten zuständig. Vielen Dank für eure wertvolle Arbeit!
Teilnahme am Emmentaler March Contest —Text von Dario Wegmüller, Posaunist Stadtmusik Biel Am Samstag den 7. September 2019 um 14:15 Uhr trafen sich die Mitglieder der Stadtmusik pünktlich, ja gar überpünktlich, vor dem Probelokal an der Unionsgasse. Wir genossen es, einmal nicht in aller Frühe aufstehen zu müssen, um an einem Wettbewerb teilzunehmen. Bei diesem Reislein kam teilweise ein Feeling auf, wie wir es noch von der Schulzeit her kannten, wenn ein Klassenausflug stattfand. Niemand wusste genau, was uns am Zielort in Oberburg im Emmental erwartet, da dieser neuartige Wettbewerb, ursprünglich aus England stammend, zum ersten Mal durchgeführt wurde. Flaschendrehen wurde zwar nicht gespielt, doch die Stimmung im Car war auch ohne Spiele heiter, und die Gespräche flossen wie viele kleine Bächlein. Ein richtiges «Gschnäder», welches es sicherlich morgens um 06:00 Uhr nicht gegeben hätte! Bei diesem Wettbewerb ging es darum, zuerst einen Choral, gefolgt von einem Marsch, zu spielen. Letzterer wurde dann auch durch einen Juroren bewertet. Da es nur eine einzige Bühne gab, waren die häufigen
Bandwechsel für das Publikum äusserst unterhaltsam und abwechslungsreich. Sie konnten viele verschiedene Vereine mit ihren Stücken verfolgen, ohne einmal ihren heissbegehrten Platz auf einer Sitzbank verlassen zu müssen und mussten nicht von Konzertsaal zu Konzertsaal hetzen. Als wir dann an der Reihe waren und uns hinter der Bühne bereithielten, notabene uneingespielt, blieb alles sehr locker. Die Türe öffnete sich und wir begaben uns nach und nach auf die Bühne, machten uns startklar und gaben die beiden Stücke zum Besten. Der Athletic Festival March überzeugte die Zuhörer sowie den Juroren und bescherte uns den ersten Rang! Naja, einen kleinen Makel hatte das Ganze; wir waren die einzigen Teilnehmer in unserer Kategorie. Nichtsdestotrotz genossen wir es, ruhmreich den Abend ausklingen zu lassen. Die Party im Anschluss jedenfalls ging nochmals richtig ab. Ich würde übrigens gerne der SMB im Nachhinein noch einen Titel für «die besten Partymacher» überreichen.
Erstaunlich, dass man wohl zu jeder Musikrichtung, egal ob Walzer, Lindyhop und Co. tanzen kann. Ja sogar Tango und Quickstep glaubte ich gesehen zu haben. Ich für meinen Teil habe auf jeden Fall mein Workout für dieses Jahr hinter mich gebracht mit all dem Rumgehopse. Und übrigens: Vielen Dank noch für die coolen Moves, die ich lernen durfte ;) Die Rückreise ging dann wie im Flug vorbei. Auch hier kam wieder Schulausflugfeeling auf. Während die einen nach der zweiten Kurve schon in den Schlaf fielen und begannen, ihren Rausch auszuschlafen, blieben die anderen während der ganzen Fahrt wach und nein, sie spielten nicht Flaschendrehen, aber bildeten ein Grüppchen und unterhielten sich bis tief in die Nacht hinein, bis der Chauffeur uns unversehrt beim Probelokal absetzte. Und keine Angst, ich bin kein Alki, der in der sechsten Klasse mit alkoholischen Getränken ins Schullager ging!
Auf ungewohnten Pfaden: Die Stadtmusik Biel spielt im Kino —Text von Angela, Mitglied Stadtmusik Biel, Fotos von Thomas Batschelet Im Dunkeln zum Kino zu laufen fühlt sich nicht sehr aussergewöhnlich an. Allerdings ist es nicht schon, sondern noch dunkel. Und ausserdem Samstag, also Samstagmorgen kurz nach halb acht. Die rund 50 Stadtmusikanten versammeln sich zur Probe im Kino Rex. Ungewöhnliche Vorhaben erfordern wohl ungewohntes Verhalten. Die Stadtmusik serviert am Sonntagvormittag ihr Programm au cinéma und das ist ungewöhnlich. Manches ist anders als sonst. Die Stadtmusik quetscht sich zwischen die Leinwand und die erste Reihe, der Dirigent wird in der zweiten Reihe platziert. Über weite Teile des Programms hat der Dirigent eine Art Filmmetronom auf den Ohren, das den genauen Ablauf der Musik festlegt. Das Orchester muss exakt so spielen, wie das Metronom tickt, Gestaltungsspielraum gibt es keinen. Die vielen rot gepolsterten Stühle schlucken auch das letzte bisschen Hall, so dass alle sich selbst und alle anderen hören wie selten vorher. Die Technik fordert von den beiden Filmprofis noch einmal kreative Lösungen. Aber was genau ist es, das dieses Programm so ungewöhnlich macht? Film und Musik gehören doch zusammen. Einen Film ohne Musik gibt es wohl kaum. Auch
Filmmusik ohne Film ist nichts Ungewohntes mehr, funktioniert besonders eingängige Filmmusik doch manches Mal auch als Konzertmusik. Schliesslich kann man sich auch noch vorstellen, zu einem Stummfilm die Musik live zu spielen, so wie in den frühen Tagen des Kinos. Es ist aber anders, was die Stadtmusik dieses Mal probiert: Bild und Ton kommen aus der Konserve, die Musik live vom Orchester.
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Hintergrund. Im Jahr 1805 rückt Napoleon mit seinen Truppen bis auf Wien vor. Philipe und Mina, ein französischer Soldat und eine junge Frau aus Krems an der Donau, kennen und lieben sich seit Kindertagen. Ihre Liebe ist es, die schliesslich den Bewohnern von Krems dazu verhilft, ihren Ort vor der Plünderung zu bewahren. Otto M. Schwarz hat die Musik zu diesem Film geschrieben und 2016 selbst so eingerichtet, dass sie von einem Sinfonischen Blasorchester live zum Film gespielt werden kann. Bei allem Ungewohnten schimmert auch ein bisschen klassischer Ablauf durch. Die Konzertmusik Tales & Legends von Etienne Crausaz eröffnet das Konzert. Bild und Text verorten die Musik in der Gruyère zu Zeiten der letzten Hexenverbrennung, eines unschlagbaren Narren und eines spielsüchtigen Grafen, und passen in die Woche vor Halloween. Nach der Ouvertüre folgt das Solokonzert. Serge Bogni, Klarinettist aus den Reihen
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Film The Terminal. Die Musik beschreibt den freundlichen Viktor Navorsky, der wegen erbarmungsloser Bürokratie im multikulturellen Terminal eines Flughafens strandet. Noch nie vorher hat die Stadtmusik ins Kino geladen. Und so ist die Gelegenheit günstig, gleich noch einen Einblick in die CD-Produktion im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg vor eineinhalb Jahren zu gewähren. Thomas Batschelet begleitet die Stadtmusik schon seit Jahren zu allen wichtigen Anlässen mit viel Einsatz, professionellem Blick und umfangreicher technischer Ausrüstung. Publikum und Stadtmusiker können nun seine persönlich und sehr charmant gestalteten Filmsequenzen von den Aufnahmen im Tonstudio geniessen. Nicht nur Pascal Schafer und die Stadtmusik Biel, sondern auch die zahlreich erschienenen Zuschauer haben sich zu ungewohnter Zeit an unüblichem Ort auf ein ungewöhnliches Programm eingelassen. Am Sonntagmittag ist längst klar geworden, dass es sich sehr gelohnt hat.