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Vereinszeitschrift N°3 - 2019

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N° 3 - 2019

STADTMUSIK BIEL MUSIQUE DE LA VILLE DE BIENNE Neue Direktion der JUBIS B-Band Heisses Braderiekonzert 2019 Die JUBIS A-Band am Kinderfest in der Altstadt Biel


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Vom Eimer sieht man manchmal nur noch den Fuss. Ein scheusslicher Berg von Müll, das meiste im Umkreis von 10 Metern um den Kübel verstreut. Und das an der „La Suze“, wie sie auf französisch so schön heisst und eigentlich auch ist. Wer um Himmels Willen schafft es nicht, seinen Abfall ein paar Meter weiter zu tragen? Was für Menschen fahren ihr Hirn runter und werfen ihren Müll einfach auf den Boden? Was haben diese Leute das Gefühl, passiert wohl mit ihrem Abfall über Nacht? Kommt die Müll-Fee? Der Ghüder-Zwerg? Der Abfall-Heiri? Klar, ein wichtiger eil meiner Geschichte entspricht sowieso nicht den atsachen: Am Morgen bringen mich keine zehn ferde aus dem Bett, egal ob 0 : 0 oder 10: 0 Uhr. Und wenn ich dann mal bleischwer den Hauseingang erreicht habe, braucht es nochmals zehn Gäule, die mich Richtung Bahnhof zerren. Aber das mit dem Abfall- roblem stimmt: Wir haben offensichtlich ein Respekts- roblem. „ rgendein Depp räumt nach mir dann schon auf ch wohne ja nicht hier Sollen sie halt mehr Eimer hinstellen “ Beruhigen können mich dann jeweils nur noch Alltagserfahrungen, wie eine Stadtmusikprobe, bei der mehr oder weniger aller einander helfen, die Notenständer und Stühle, das gigantische Schlagzeugmaterial und die atomsichere lattform unseres Dirigenten aufzustellen, von den herzlichst geliebten Materialtransporten unserer Background nstrumente ganz zu schweigen. Es funktioniert einfach, und nur ganz selten braucht es einen kurzen strengen Blick des räsis, um die Motivation wieder herzustellen. n den USA, meiner zeitweise zweiten Heimat, habe ich an der Beach einen treffenden Spruch gelesen: „Animals do not leave trash at the beach. Be like animals “ „ iere hinterlassen keinen Abfall am Strand. Seid wie iere “ Das wäre doch mal eine afel an der Schüss wert? Es grüsst Euch herzlich, Gregor Heiniger


Es war einmal ein Mundstück (am BKMF 2019) —Text von Thomas Winkler, Mitglied Stadtmusik Biel, Fotos von Thomas Batschelet Als ich am Morgen des 22. Juni 2019 aufwachte, weil ich hochgehoben wurde, war es noch nicht lange her, dass ich das letzte Mal gespielt wurde. Obwohl es in meinem Koffer eigentlich immer dunkel ist, wusste ich intuitiv, dass es draussen auch noch nicht hell sein konnte. Offenbar war es sogar noch so früh, dass nicht einmal ein Bus fuhr, denn heute gingen wir zu Fuss zum Probelokal und die frühmorgendliche Frische suchte sich den Weg zwischen den Reissverschlüssen hindurch ins warme und weiche Innenfutter meines geliebten Heimes. Immerhin konnte ich dann im Bauch des Cars noch ein wenig dösen, aber dann waren wir auch schon in Thun. Der Tag war also gekommen, auf den wir das vergangene halbe Jahr hingearbeitet hatten! So viele wunde Lippen und Muskelkater in den Fingern hatten wir gelitten, sowie zwei Vorbereitungskonzerte absolviert, und nun war unsere Chance gekommen, unser Können zu zeigen. Dann wurde mein Koffer geöffnet und das erste Licht des Tages brachte meinen Lack zum Glänzen. Ich wurde aus dem Koffer genommen und durfte den Tag fortan in der Innentasche des Gilets geniessen. Wir waren als Erste an der Reihe, aber dennoch verblieb ein bisschen Zeit für ein Kafigipfeli oder Orangensaft vom Bierstand. Doch dann war es Zeit zum Einspielen. Wie üblich, an solchen Festen, war entweder der Raum etwas eingegangen oder wir hatten wieder einmal zugenommen. Nachdem die Türe geschlossen war, konnten auch noch die Plätze dahinter besetzt werden und der Countdown hatte begonnen. Nach diesem letzten Schliff am einen oder anderen Lauf und der Korrektur der letzten Unreinheiten bei der Intonation gingen wir die


Treppe runter und richteten uns auf der Bühne des Schadausaals ein. Gebannt blickten wir in die sich langsam füllenden Ränge. Auch für die Zuschauer war es wohl noch ein bisschen früh… Dann nahmen wir unsere ganze Konzentration zusammen und gaben unser Bestes. Mit dem Aufgabenstück «Mountains of Switzerland» von Oscar Navarro und «Traveler» von David Maslanka hatten wir zwei richtig harte Nüsse zu knacken. Die Erleichterung war gross, als der letzte Ton verklungen war und der Applaus des Publikums einsetzte. Jetzt konnten wir nur noch abwarten und (Hopfen)tee trinken. Aber bekanntlich hält sich der Durst vor dem Mittag noch in Grenzen, und schliesslich wollten wir auch noch in der Parademusik zeigen, was mit einer Probe alles möglich ist. Dabei konnten wir den ganzen Tag hindurch auch noch von den anderen Vereinen das eine oder andere abschauen, was uns wohl den doch etwas überraschenden 2. Rang eingebracht hat. Nach dem Abendessen war es dann endlich so weit, und die überhaupt nicht ausschweifenden Dankesreden läuteten die Veteranen-Ehrung ein, wobei wir dieses Jahr Trix «abholen» durften, die den Ritt auf der ge-


schulterten Festbank sichtlich genoss. Bei der Rangverkündigung mussten (oder durften) wir uns lange gedulden, bis unser Name aufgerufen wurde. Allerdings waren noch andere Stadtmusiken in unserer Kategorie angetreten, und der Puls erhöhte sich mit jeder, die wir geschlagen hatten, etwas mehr. Schlussendlich reichte es für die lederne Medaille, aber was soll ich sagen, Leder eignet sich für die Innenausstattung meines Koffers sowieso besser als Altmetall. Somit wurde ich für die anschliessende Party vorsichtshalber wieder zu-

rück in mein trautes Heim gebracht, wobei ich das dumpfe Wummern der Bässe auch im Instrumentendepot noch spüren konnte. Ein schönes Fest neigte sich dem Ende zu, wir werden es noch lange in guter Erinnerung haben. Und so wurde ich, als es längst wieder dunkel war, in meiner Ecke deponiert, und konnte mich… gar nicht so lange ausruhen, denn es stand ja schon wieder die Braderie vor der Tür! Es ist Mittwochabend, die letzte Probe der JUBIS A-Band vor dem Braderiekonzert. Viele Mitglieder waren leider durch Schulveranstaltungen verhindert. Trotzdem wurden konzentriert alle Stücke der Reihe nach


durchgespielt und die heiklen Stellen repetiert, damit am Sonntag auch alles reibungslos ablaufen wird. Dann war er da, der Konzerttag. Dazu war es auch der heisseste Tag der Woche mit 35 Grad. Zum Glück durften wir in Kurzarm-Shirt und Shorts auftreten! Als die JUBIS B-Band die letzten Töne gespielt hatte, versammelte sich die A-Band schon hinter der Bühne. Schnell mussten alle Stühle und Notenständer aufgestellt werden. Jeder wusste, was zu tun war, und somit waren wir nach kurzer Zeit spielbereit. Ich war ziemlich aufgeregt, da ich vor dem ersten Stück noch eine kleine Ansage machen sollte, und das auch noch auf Französisch! Aber auch dies klappte ganz gut, und so setzten wir zum ersten Ton an. Man merkte, wie sich die Anspannung in der Band nach dem ersten Applaus löste, und so spielten wir souverän unser Programm durch. Das Publikum war begeistert und dann durften wir sogar noch eine Zugabe spielen. Wie im Voraus besprochen: Das letzte Stück, aber ohne Wiederholungen! Nach dem Konzert waren wir alle ziemlich müde und froh um ein Glas kühles Wasser! Es war ein gelungener Nachmittag und wir freuen uns schon auf die nächste Braderie!


Literaturspenden Auch für die vergangenen und nächsten Konzerte durften wir wieder umfangreiches und spannendes Notenmaterial bestellen. Wie immer sind wir den edlen Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung sehr dankbar. Folgende Titel warten auf eine Patin und/oder einen Paten: Titel

Komponist

Preis CHF

Athletic Festival March

Serge Prokofieff

102

Sentimentale

Satoshi Yagisawa

52

Tales and Legends

Etienne Crausaz

432

Extreme Make-Over

Johan de Meij

81

Equus

Mario Bürki

231

«The Gum-Suckers» March Percy Aldrige Grainger

175

Riften Wed

Julie Giroux

159

Life in The Capital City

Timo Forsström

249

Balkan Dance

Etienne Crausaz

126

Spendenangebote nehmen alle Mitglieder oder die Redaktion gerne entgegen! (redaktion@stadtmusikbiel.ch)


Pour le stand des bricolages, les enfants étaient contents d’avoir leur instrument qu’ils pouvaient ramener chez eux. Les parents ont aussi essayé de faire sortir un son des bricolages de leurs bambins mais quelquefois sans succès. Mais tout était dans la joie et la bonne humeur. Les représentations de toute la journée étaient d’une grande qualité. Les concerts des JUBIS étaient plus audible que les autres car nous étions plus nombreux. J’ai trouvé un peu dommage qu’on n’entende pas mieux les autres petits groupes car c’était très beau. Le duo n’a pas non plus eu de chance quand les cloches pour le mariage ont sonné. Tout ces concerts ont ramené du monde au stand. J’ai vraiment passée une bonne journée, c’était sympa et il y avait une bonne ambiance.

Das Kinderfest in der Altstadt Viele Personen waren an diesem wunderschönen Tag dabei. Wir haben wirklich grosses Wetterglück gehabt, nur ein paar Regentropfen sind gefallen. Es kamen viele kleine Kinder sogar sehr kleine waren dabei. Dieses Jahr gab es grosse Attraktionen wie die Feuerwehr, den VB-Bus, und die Ambulanz sowie die kleineren wie die Kugelbahn, die Seifenkisten, Kartbahn usw. Und trotz all diesen Attraktionen war der Stand der JUBIS gut besucht. Es gab jeweils einen grösseren Ansturm gegen elf und fünfzehn Uhr, wenn die Hochzeit in der Stadtkirche vorbei war. Viele Kinder und ihre Eltern haben die Instrumente ausprobiert. Die Trompete und die Posaune waren die Favoriten.


Am Bastelstand freuten sich die Kinder, dass sie ihre selbstgemachten Instrumente mit nach Hause nehmen konnten. Die Eltern haben auch versucht, einen Ton aus der Bastelarbeit ihres Nachwuchses herauszubringen, jedoch manchmal ohne Erfolg. Aber es herrschte eitel Freud und Sonnenschein. Die Darbietungen des ganzen Tages waren sehr gut. Die Konzerte des JUBIS konnte man besser hören, weil wir mehr Leute waren. Ich fand es schade, dass man die kleineren Gruppen weniger gut hörte, denn sie spielten sehr schön. Kein Glück hatte auch das Duo, das während des Hochzeitsgeläuts der Kirchenglocken spielte. Alle diese Konzerte haben Leute an unseren Stand gebracht. Ich hatte wirklich einen schönen Tag, es war toll und es herrschte eine gute Stimmung.


Danke Fabian!!!


Die neue Dirigentin JUBIS BBand, Livia Thomann, stellt sich vor —Text von Livia Thomann Als ich eines schönen Tages auf dem Velo Richtung Registerprobe sass, hätte ich mir niemals denken können, dass ich gleich ein Jobangebot von Doris erhalten würde. Als ich mit 6 Jahren begann Waldhorn zu spielen, dachte ich nicht einmal im Traum daran, einmal so eine Chance zu bekommen. Damals ging ich noch zu Jolanda Stankiewitz in den Unterricht und wusste kaum, was denn eine Tonleiter sein soll. Schnell mal durfte ich in der frisch gegründeten Jubis B- Band mitspielen. Dies war für mich eine riesige Gelegenheit, meine Freude an der Musik auszuleben. Schneller als ich mir denken konnte, landete ich in der A-Band, und dann schliesslich in der Stadtmusik, in welcher ich direkt mit einem Solo beginnen durfte. Im Nachhinein wird mir immer wie mehr bewusst, wie wichtig dieser Auftritt für mich war, denn einige Dinge bleiben einem wohl ein Leben lang. Früh ging ich an Wettbewerbe und hatte Freude am dabei Sein, dann landete ich plötzlich in einem Förderprogramm des Gymnasiums Hofwil. Nichts von dem hätte ich erlebt ohne Unterstützung, darum ist es mir wichtig, dass jeder eine solche Chance kriegt. Momentan nehme ich Unterricht an der Hochschule der Künste in Bern, bei Markus Oesch. Und da bin ich nun mit meiner Anfrage, die B-Band zu übernehmen! Als erstes kamen mir die Gedanken wie: ,, Ja, aber werde ich das auch gut genug machen können?’’ Doch irgendwann zwischen meinen vielen Fragen erkannte ich dann, was ich für ein tolles und kompetentes Team hinter mir habe. Doris, die mich bei allen Schritten unterstützt, und auch Angela.


Sonntag, 30. Juni 2019: Braderiekonzert JUBIS A-Band —Text von Chantal Abozalat, Mitglied JUBIS A-Band Es ist Mittwochabend, die letzte Probe der JUBIS A-Band vor dem Braderiekonzert. Viele Mitglieder waren leider durch Schulveranstaltungen verhindert. Trotzdem wurden konzentriert alle Stücke der Reihe nach durchgespielt und die heiklen Stellen repetiert, damit am Sonntag auch alles reibungslos ablaufen wird. Dann war er da, der Konzerttag. Dazu war es auch der heisseste Tag der Woche mit 35 Grad. Zum Glück durften wir in Kurzarm-Shirt und Shorts auftreten! Als die JUBIS B-Band die letzten Töne gespielt hatte, versammelte sich die A-Band schon hinter der Bühne. Schnell mussten alle


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