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Jahresbericht 2025

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Herausgeberin

Schweizer Paraplegiker-Vereinigung

Kantonsstrasse 40, 6207 Nottwil

Telefon 041 939 54 00 spv@spv.ch www.spv.ch

Layout und Grafik

Andrea Di Bilio-Waldispühl

Fotos

SPV, SPS, Adobe Stock, Tobias Lackner, Nadja Schärli, Swiss Paralympic/Manuel Lopez, Josef Jakober, Martin Bühler, Evelyne Lüchinger

Bild Titelseite aussen

Wayra Huber zeigte uns im Sommer ihre liebsten Ecken in Luzern. Eine Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee gehört natürlich dazu.

Wir bemühen uns um gendergerechtes Schreiben, verwenden zur besseren Lesbarkeit aber manchmal die weibliche oder männliche Form stellvertretend für alle Geschlechter.

Die in der Zeitschrift veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion.

EDITORIAL

Olga Manfredi und Laurent Prince 3

VERBAND IM SCHLAGLICHT

Vereinte Kräfte im Tessin 4 RÜCKBLICK

Gestärkt aus dem Jubiläumsjahr 6 IN KÜRZE 8

BERATUNG

IM SCHLAGLICHT

Eine Familie kann aufatmen 10 IN KÜRZE 12

ROLLSTUHLSPORT

IM SCHLAGLICHT In Bewegung bleiben 14 IN KÜRZE 16

REISEN/FREIZEIT

IM SCHLAGLICHT

Ferien im Paradies 18 IN KÜRZE 20 2025 IN BILDERN 22

FINANZEN FINANZIELLE SICHT

Gemeinsam mehr erreichen

Noch immer gibt es viele Menschen in der Schweiz, die in ihrem Alltag kaum Kontakt zu Menschen mit Behinderung haben. Das schürt Vorurteile und Unsicherheiten, wie man denn mit dem Gegenüber umzugehen habe. «Wie hätten Sie es denn gern, wenn …?» pflegte Guido A. Zäch auf solche Unsicherheiten zu entgegnen. Seine Frage begrüsst, prominent am Eingang angebracht, alle, die das Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil betreten. Der Pionier der ganzheitlichen Rehabilitation verstarb am 16. Februar 2026. Die von ihm gegründeten Institutionen der Schweizer

Paraplegiker-Stiftung und der Schweizer

Paraplegiker-Vereinigung zelebrierten 2025 ihr 50- bzw. 45-jähriges Bestehen. Darüber hinaus blickten das Schweizer

Paraplegiker-Zentrum auf 35 Jahre und die Schweizer Paraplegiker-Forschung auf 25 Jahre Wirken zurück. Anlässlich dieser Jubiläen begrüsste die Schweizer

Paraplegiker-Gruppe die interessierte Bevölkerung auf dem Campus in Nottwil. Unkompliziert entstanden Gespräche und Begegnungen, die hoffentlich noch lange nachhallen.

Näher zusammengerückt sind wir 2025 mit unseren Partnerorganisationen PluSport und Procap. Gemeinsam gründeten wir die IG Sport+Handicap

EDUCATION, unter deren Dach ab 2026 die Aus- und Weiterbildungen im Behindertensport vereinheitlicht werden. Damit bündeln wir Kompetenzen und nutzen wertvolle Synergien, wie auch mit vielen anderen Partnerschaften. Denn gemeinsam erreichen wir mehr.

«Kräfte bündeln»

Gemeinsam mehr zu erreichen, ist auch das Ziel der «Nationalen Strategie Querschnittlähmung 2025–2033».

Zusammen mit den Schweizer Rehakliniken und Organisationen der Schweizer Paraplegiker-Gruppe wollen wir die Lebenssituation von Menschen mit Querschnittlähmung nachhaltig verbessern. Dass wir mit unseren Beratungen, unserem Sport- und Reiseangebot sowie den 26 Rollstuhlclubs bereits viel Unterstützung und Lebensqualität ermöglichen, davon überzeugen wir Sie gerne in diesem Jahresbericht.

Vereinte Kräfte im Tessin

Aus zwei mach eins: In der Südschweiz haben die beiden Rollstuhlclubs Gruppo Paraplegici Ticino und InSuperAbili fusioniert. Die SPV begleitete die Umsetzung eng.

Von Peter Birrer, Redaktor

Der Club ist jung, verfügt über solide Strukturen, ein gutes wirtschaftliches Fundament – und die Zahl der Mitglieder bewegt sich auf einem beachtlichen Niveau. Trotzdem ergreifen die Verantwortlichen von «InSuperAbili» die Initiative: Sie streben die Fusion mit der Gruppo Paraplegici Ticino (GPT) an. Daraus soll ein einziger, grosser Rollstuhlclub in der Südschweiz entstehen.

«Unter den herrschenden Voraussetzungen hätten wir weitermachen können wie bisher. Aber wir sahen die Chance, etwas noch Grösseres und Besseres zu schaffen», sagt Walter Lisetto, Präsident von «InSuperAbili». Zudem lässt sich der administrative Aufwand reduzieren. Walter Lisetto kontaktiert Nicola Canepa, seinen Amtskollegen von GPT, und spürt keine Ablehnung – im Gegenteil. «Dieser Plan macht Sinn», meint Nicola Canepa.

Die SPV als Drehscheibe

Die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) begleitet die Umsetzung eng. Involviert ist vor allem Ramona Engel als Leiterin Verbandsdienstleistungen, die sich in erster Linie um formale Angelegenheiten wie die Anpassung der Statuten oder die künftige Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) kümmert. «Es war uns sehr wichtig, dass die Fusion rechtlich korrekt vollzogen wird und sich der neue Club von Anfang an in einer guten finanziellen Verfassung befindet», sagt sie.

Ramona Engel übernimmt die Funktion einer Drehscheibe. Sie koordiniert viel und kontrolliert neben allen BSV-Angelegenheiten auch Aspekte wie die Anpassung des Logos und der Jahresrechnungen. Die Verantwortlichen aus der Südschweiz halten sie stets über den Stand der Dinge auf dem Laufenden.

Machtkämpfe um Vorstandsposten gibt es ebenso wenig wie Diskussionen um den Clubnamen. Nicola Canepa wird Präsident, Walter Lisetto wird sein Stellvertreter. Und auf «Gruppo Paraplegici Ticino» einigen sich die Involvierten sehr früh. «Dieser Entscheid basiert auf einem geschichtlichen Hintergrund», erklärt Walter Lisetto. «InSuperAbili entstand erst 2012, GPT hingegen bereits 1979.»

Ein Nationalrat im Vorstand

Die Tessiner verwirklichen das Projekt mit aller Konsequenz – und agieren nun mit vereinten Kräften. Sie setzen auf einen breiten Vorstand, in dem auch MitteNationalrat Giorgio Fonio sitzt. «Wir erhoffen uns, dass wir mit ihm dort erfolgreiche Lobbyarbeit leisten können, wo für uns wichtige Entscheidungen fallen», sagt Alessandro Viri, Finanzchef von GPT.

«Die Fusion hat sich gelohnt», betont Nicola Canepa. «Wir funktionieren schon ganz gut und sind daran, weiter an den Strukturen zu arbeiten.» Die Reaktionen fallen bislang durchweg positiv aus. Und nun klopfen nicht mehr zwei Clubs auf der Suche nach finanziellen Mitteln beim gleichen potenziellen Sponsor an – jetzt wird nur noch GPT vorstellig und kann unter anderem mit dem Argument der hohen Mitgliederzahl punkten.

RÜCKBLICK

Gestärkt aus dem Jubiläumsjahr

Als Dachverband aller Menschen mit Querschnittlähmung ist die Schweizer ParaplegikerVereinigung (SPV) Teil der Schweizer Paraplegiker-Gruppe. Gemeinsam mit dieser feierte die SPV ihr 45-Jahr-Jubiläum. Zudem nutzte sie das Jahr, um Leistungen für Mitglieder und Rollstuhlclubs zu intensivieren und auszubauen.

Von Evelyn Schmid, Leiterin Marketing und Kommunikation

30 000 Menschen folgten der Einladung zum Tag der offenen Tür am 6. und 7. September. Ob Hippotherapie, Robotics oder Rollstuhlsport – mit zehn Rundgängen, 60 Fachständen und diversen Selbsterfahrungsmöglichkeiten haben die Besuchenden seltenen Einblick in das weltweit einzigartige Leistungsnetz der Schweizer Paraplegiker-Gruppe erhalten. An vier Standorten war die SPV dabei und machte unter dem Motto «Dabei sein wirkt» sichtbar, was die tägliche Arbeit der Mitarbeitenden für Menschen mit Querschnittlähmung bewirkt. Zugleich fand eine wichtige Sensibilisierung für die Anliegen der Betroffenen statt – zum Beispiel im Bereich barrierefreies Bauen, sportliche, soziale oder gesellschaftliche Inklusion. Mit dem Engagement zeigte die SPV auch die tiefe Verbundenheit mit der Schweizer ParaplegikerStiftung (SPS), der wichtigsten Partnerin und Geldgeberin.

Unsere 26 Rollstuhlclubs

Es sind unterschiedlichste Fragestellungen, mit denen Vertreter der 26 Rollstuhlclubs an die SPV herantreten. Neben der Fusion der beiden Tessiner Clubs unterstützte die SPV die Clubs auch bei der Verwaltung ihrer Adressen oder der Durchführung von Versänden. Mitglieder der Geschäftsleitung oder des Zentralvorstandes nahmen an zwölf Generalversammlungen (Vorjahr 16) der Clubs teil und organisierten zwei Treffen für alle Präsidentinnen und Präsidenten zu aktuellen Themen. Auch der Austausch zu

Sport- und Freizeitthemen ist immer wichtig. So haben Experten des Bereichs Rollstuhlsport und Freizeit 30-Mal (im Vorjahr 54-Mal) Clubvorstände besucht. Ein zentrales Thema bei diesem Austausch waren die Ergebnisse der zusammen mit der Uni Bern durchgeführten Studie. Diese verfolgt das Ziel, dass die Clubs mehr Mitglieder zu Bewegung und Sport motivieren können.

Forum Recht

Hochkarätige Referate, aktuelle Themen sowie lebhafte Diskussionen machten das diesjährige Forum Recht zu einem grossen Erfolg mit 120 begeisterten Teilnehmenden. Prof. Dr. Markus Schefer informierte als Mitglied des UN-BRK-Ausschusses anschaulich über die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, die Revision des Behindertengleichstellungsgesetzes und den Stand der Inklusionsinitiative. Aus seiner Sicht geht es aktuell nicht in die richtige Richtung. Dieser Ansicht war auch Dr. iur. Caroline HessKlein, Spezialistin im Gleichstellungsrecht. Sie zeigte auf, dass das aktuell diskutierte Inklusionsrahmengesetz als Antwort auf die Inklusionsinitiative in der vorliegenden Ausprägung nicht akzeptabel sei. Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigten lic. iur. Nuria Frei, Verantwortliche für das Projekt «we claim», und SPV-Präsidentin lic. iur. Olga Manfredi anhand praktischer Beispiele auf, was das Konzept der Strategischen Prozessführung leisten kann und wie gezielte Prozesse vor Gericht zu mehr Inklusion führen.

SPV zeigt Wirkung am Tag der offenen Tür Fachdialog über Inklusion prägte das Forum Recht.

Interessenvertretung

Die SPV engagiert sich seit langem bei Inclusion Handicap, SAHB und ESCIF. 2025 gab es gleich zwei Stabsübergaben. Stefan Keller vertritt in der Nachfolge von Urs Styger die SPV im Vorstand der SAHB. Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft Hilfsmittelberatung für Behinderte und Betagte ist eine unabhängige Fachstelle für hindernisfreies und selbstständiges Leben. Das Engagement der SPV sichert, dass unseren Mitgliedern eine kompetente Dienstleisterin für Hilfsmittel wie Rollstühle, Elektroscooter, Pflegebetten oder Therapiegeräte zur Verfügung steht und dass Beratungen für barrierefreie Umbauten, Mobilitäts- und Wohnlösungen in Anspruch genommen werden können. Martin Wenger unterstützt in der Nachfolge von Albert Marti die European Spinal Cord Injury Federation (ESCIF) als Generalsekretär. Dank ESCIF werden Menschen mit Querschnittlähmung gesamteuropäisch bestens betreut und begleitet. Der jährliche Kongress, der vom 28. bis 31. Mai in Zagreb stattfand, widmete sich dem Thema «Zugänglicher Tourismus, Transport, individuelle Mobilität».

Wie im Vorjahr vertrat Präsidentin Olga Manfredi die SPV 2025 im Vorstand von Inclusion Handicap. In dieser Funktion hielt sie am Side Event der UNO-BRK-Vertragsstaatenkonferenz (COSP) in New York zum Thema «Zugang zur Justiz» ein Referat zur Situation in der Schweiz.

Um das politische Engagement zu stärken, hat die SPV 2025 die Arbeitsgruppe «Gleichstellung und Soziale Sicherheit» gegründet. Darin vertreten sind Mitglieder der Geschäftsleitung und des Zentralvorstandes; externe Experten können bei Bedarf beigezogen werden. Zweck der AG ist gemäss Konzept, «dass sich die SPV zu relevanten politischen Fragen in den Bereichen Sozialund Gleichstellungsrechte als auch im Besonderen zu den Hilfsmitteln innerhalb der SPG und gegen aussen im Sinne der Behindertenrechtskonvention BRK positioniert».

Nationale Strategie Querschnittlähmung 2025–2033

Das Strategiepapier – ein Gemeinschaftsprojekt der Vereinigung Paraplegikerzentren Schweiz (REHAB Basel, Universitätsklinik Balgrist Zürich, CRR Sion, SPZ Nottwil), der Schweizer Paraple-

giker-Stiftung, der Schweizer Paraplegiker-Forschung und der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung – zeigt auf, wo die Schweiz bereits über starke Strukturen im Bereich Querschnittlähmung verfügt und wo es noch Lücken gibt. Die Strategie schlägt neun Handlungsfelder mit 32 konkreten Massnahmen vor, um die Situation in den nächsten acht Jahren zu verbessern – etwa in der lebenslangen Nachsorge oder bei der beruflichen und sozialen Integration. Die Perspektive der SPV wurde in der Erarbeitung des Papiers aktiv eingebracht. Die Strategie wurde am 8. September der Öffentlichkeit und der Politik vorgestellt.

Sport+Handicap EDUCATION

PluSport Schweiz, Procap und die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung haben 2025 die IG Sport+Handicap EDUCATION gegründet. Unter diesem Label werden die drei Organisation zukünftig Ausbildungen und Weiterbildungen im Behindertensport gemeinsam und einheitlich anbieten. Das vereinfacht die Übersicht und Anerkennung der Ausbildungen im Behindertensport und stärkt den hohen Qualitätsstandard.

Sportliche Highlights

Die Begleitung von Athletinnen und Athleten von der ersten Trainingsstunde bis an Titelwettkämpfe gehört zu den Hauptaufgaben der SPV. Grossanlässe in der Schweiz wie die ParAthletics oder die Begleitung an Europa- oder Weltmeisterschaften spielen dabei eine wichtige Rolle. 2025 darf man zwei Events besonders hervorheben: Die Leichtathletik-Weltmeisterschaftin New Delhi, und die Badminton EM in Istanbul. An der WM in Indien siegte Catherine Debrunner über alle Distanzen. Marcel Hug sicherte sich mit einer neuen WM-Bestmarke über 5000 m Gold und kämpfte sich trotz gesundheitlicher Probleme auf Rang vier über 1500 m. Fabian Blum krönte die erfolgreiche WM überraschend mit Bronze.

Das Badminton-Team glänzte in der Türkei mit beeindruckenden Höchstleistungen: Ilaria Olgiati, Luca Olgiati, Cynthia Mathez und Marc Elmer holten insgesamt sieben Medaillen, darunter gleich fünf goldene. Nach insgesamt 56 Partien war das Team in Istanbul so erfolgreich wie noch nie.

Gemeinsame Strategie stärkt die künftige Versorgung. Rekorderfolg für das Badminton-Team in Istanbul

KOMMUNIKATION

Moderner Auftritt

Rechtzeitig zum Jubiläumsanlass im September wurde der Aussenauftritt mit dem neuen Logo fertiggestellt. Moderner und frischer kommt nicht nur das Logo, sondern auch das Stand- und Marketingmaterial der SPV daher. Das Logo wurde gemeinsam mit den Organisationen der Schweizer Paraplegiker-Gruppe überarbeitet. Neue Wege geht die SPV auch in der Kommunikation mit den Vorständen der Rollstuhlclubs und anderer Gremien. Diesen steht neu eine so genannte Closed User Group zur Verfügung, auf der sie rund um die Uhr Zugriff auf vertrauliche oder strategische Unterlagen haben.

Bestens informiert

2025 verzeichnete spv.ch total 58 135 Nutzerinnen und Nutzer mit insgesamt 106 493 Sitzungen. 459 News gab es auf der SPV-Website im Berichtsjahr. Besonders interessierten Erfolgsmeldungen aus dem Sport.

Die SPV versandte ihren allgemeinen Newsletter 2025 drei Mal. Zwölf Ausgaben des Sportnewsletters «GoAhead» erhielten die Abonnenten. Die Newsletter wurden mit einer Durchschnittsöffnungsrate von 27.4 % sehr gut gelesen. Zusätzlich nutzt die SPV die Social-Media-Plattformen Facebook, Instagram und LinkedIn, um ihre Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit zu informieren. Erfreulicherweise folgen den Kanälen immer mehr Personen.

FREIWILLIGENARBEIT

Im Einsatz

2025 leisteten Freiwillige 36 313 ehrenamtliche Arbeitsstunden an Sportevents und auf Ausflügen. Wir bedanken uns herzlich für dieses engagierte Mitmachen und den Einsatz.

BENEVOL AWARDS

Zeichen der

Wertschätzung

SPV-Direktor Laurent Prince und Präsidentin Olga Manfredi überreichten 2025 sechs Auszeichnungen an Freiwillige und Ehrenamtliche, die in den Rollstuhlclubs mit viel Engagement dafür sorgen, dass das Vereinsleben funktioniert.

Die Benevol Awards zeigen nicht nur Wertschätzung für sechs verdiente Personen, sondern auch, dass in den Rollstuhlclubs Inklusion gelebt wird. Fünf der sechs Awardträgerinnen und -träger leben ohne Behinderung.

Geehrt wurden 2025:

– Susanne Blöchlinger (RC Zürich)

– René Bolliger (Rollstuhl-Tennis-Club Aargau)

– Johannes Labarile (RC Oberwallis)

– Brigitte Ochsner (RC Winterthur Schaffhausen)

– Paul Odermatt (RC Zentralschweiz)

– Luigino Trebucchi (RC Züri Oberland)

MEDIEN

Berichterstattung

Die SPV pflegt einen offenen Austausch mit Medienschaffenden insbesondere über Events und Persönlichkeiten aus dem Sport. 2025 verschickten wir elf Medienmitteilung. Das grosse Interesse im Vorjahr geht auf die Paralympics in Paris zurück. Doch auch ohne paralympische Spiele; Parasport verzeichnet eine erfreuliche mediale Präsenz.

Berichte Stichwort «Paraplegiker»

Berichte Stichwort «Catherine Debrunner»

Berichte Stichwort «Marcel Hug»

Berichte Stichwort «Manuela Schär»

Berichte Stichwort «ParAthletics»

VERBANDSDIENSTLEISTUNGEN

Für die Rollstuhlclubs

Die Verbandsdienstleistungen entlasten die Rollstuhlclubs massgeblich in der Administration. So übernimmt die SPV bei Bedarf Versände und stellt für gewisse Clubs die Mitgliederbeiträge in Rechnung.

UNSERE MITARBEITENDEN

Für Sie im Einsatz

Per Ende 2025 waren 89 Personen bei der SPV fest angestellt.

SPONSORING

Wertvolle Partner

Die finanzielle Unterstützung des Bundesamts für Sozialversicherungen sowie die Partnerschaft mit der Schweizer Paraplegiker-Stiftung ermöglichen die vielfältigen Sportangebote der Rollstuhlclubs sowie Beratungen, Kurse und Events der SPV. Weitere Partnerschaften mit der Spitzensportförderung der Schweizer Armee, Orthotec, der People's Sport Foundation, Hollister, Suva, Swisslos, Gelbart und neu Teleflex unterstützen den Sport.

Die SPV steht ein für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. 68 Angestellte arbeiten in einem Teilzeitpensum, im Durchschnitt in einem 69 %-Pensum. Darüber hinaus beschäftigt die SPV 16 Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern ist es häufig nicht möglich, eine Vollzeitstelle zu bewältigen. Jährlich bietet die SPV eine Lehrstelle für eine kaufmännische Ausbildung und übernimmt damit Verantwortung für den Ausbildungsplatz Schweiz.

VERBAND

Unsere Mitglieder

Per Ende 2025 zählte die SPV 10 446 Mitglieder. Diese setzen sich aus 4937 Aktivmitgliedern (2024: 4823), 3401 Passivmitgliedern (2024: 3641) und 2108 Abonnenten Paracontact ohne Mitgliedschaft (2024: 2119) zusammen.

Prozentuale Verteilung Mitgliedschaft

Eine Familie kann aufatmen

Pablo Duff erleidet mit 17 Jahren einen Verkehrsunfall, der ihn zum Tetraplegiker macht. Die Beratungsdienste der SPV stehen ihm bei – und leisten insbesondere mit juristischem Engagement einen grossen Beitrag zur Existenzsicherung.

Von Peter Birrer, Redaktor

Ein Anwalt? Wofür brauchen wir einen Anwalt? Rita Duff denkt: «Wir leben doch in der schönen Schweiz und sind gut versichert. Wir erhalten bestimmt Hilfe.» Doch bald realisiert sie: Ganz so einfach ist das in der schönen Schweiz nicht. Die Familie aus Ilanz benötigt einen Anwalt. Dringend.

Ihr Sohn Pablo, damals 17 und im zweiten Lehrjahr als Heizungsmonteur, verunglückt am 9. Oktober 2021 mit einem 30-er-Jeep. Nach einer Notoperation in Chur wird er ins Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil verlegt. Dort erfährt er, dass der spinale Schock erst nach mehreren Wochen nachlässt.

Das erschüttert Pablo Duff nicht. Er rechnet damit, dass er sich wieder erholt und bald nach Hause darf. Doch daraus wird nichts. Der Unfall hat ihn zu einem Tetraplegiker mit hohem Lähmungsgrad gemacht. Die Erstrehabilitation erstreckt sich über acht Monate. Den jungen Mann plagt Heimweh. Sein Glück ist es, dass seine Mutter täglich bei ihm ist – sie hat während der Reha-Zeit in Nottwil ein Zimmer gemietet.

Juristisch ein hochkomplexer Fall

Die Duffs werden nicht alleine gelassen. In einem frühen Stadium wird ihnen aufgezeigt, von welchen Dienstleistungen der SPV sie profitieren können. Die Lebensberatung dient nach dem Reha-Ende als Anlaufstelle für administrative Fragen. Das Zentrum für hindernisfreies Bauen übernimmt ein Beratungsmandat für den Umbau des Einfamilienhauses. Und das Institut für Rechtsberatung (IRB) leistet juristische Unterstützung, die für die Familie von unschätzbarem Wert ist. «Ich weiss nicht, wo wir heute ohne diese riesige Hilfe stünden», sagt Rita Duff.

Michael Bütikofer, Bereichsleiter des IRB, kümmert sich von Seiten der SPV um die komplexe Angelegenheit: «Dieser Fall dient als ideales Beispiel für die immensen rechtlichen Konsequenzen nach einem so

schlimmen Ereignis.» Für die Rechte von Pablo Duff kämpft er unerbittlich – und mit Erfolg. «Dank des bisher Erreichten wird mein Mandant für die Folgen des Unfalles wenigstens in finanzieller Hinsicht nahezu gänzlich schadlos gehalten.»

Für den Anwalt ist die Aufgabe in vielerlei Hinsicht anspruchsvoll. Er erwirkt, dass die Haftpflichtversicherung zahlen muss – und dass die Invaliden- und Unfallversicherung die seinem Mandanten zustehenden Leistungen auch vollständig erbringen. In einem der Streitpunkte geht es um die Erschliessung des Hauses. Die IV stellt sich auf den Standpunkt, dass Pablo lediglich das Erdgeschoss und das Obergeschoss erreichen können muss, nicht aber den Keller, wo sich aus Platzgründen zahlreiche Therapiegeräte befinden. Entscheidend ist für Pablo Duff zudem, dass ihm Pflegebeiträge zugesprochen werden. Der junge Bündner braucht Betreuung rund um die Uhr. Das verursacht hohe Kosten, die erstritten werden müssen.

Die Eltern geben ihre Stellen auf Rita Duff hat für ihren Sohn eine Teilzeitstelle aufgegeben. Als ihr Mann Silvan merkt, dass seiner Frau zusehends die Kräfte ausgehen, legt der Lastwagenchauffeur seine Arbeit ebenfalls nieder. Seither unterstützt er im Alltag, wo immer es nötig ist. Die Rechnung geht nur auf, weil sich die finanzielle Situation dank des Engagements des IRB entschärft hat. «Wir sind alle noch enger zusammengerückt», betont Rita Duff. Zur engen Gemeinschaft gehören auch Pablos Schwester Sheila, Assistenzhund Hiphop, Pablos bester Freund Tino, der immer für ihn da ist, sowie ein kleiner Kreis von guten Kumpeln.

Pablo Duff gibt die Hoffnung nicht auf, eines Tages in einen manuellen Rollstuhl wechseln zu können. Und den Humor hat er auch nicht verloren. Auf die Frage, ob er das Glas halbvoll oder halbleer sehe, antwortet er: «Kommt drauf an, was drin ist.»

LEBENSBERATUNG

Wohnungsknappheit

Barrierefreie Wohnungen zu finden, wird immer schwieriger. Die Suche braucht viel Ausdauer und meist können Betroffene nicht vorübergehend bei Freunden wohnen.

Die Lebensberatung begleitete Personen, welche getrennt von ihren Kindern in Pflegeinstitutionen leben mussten, bis sich ein passendes Objekt fand. Die anspruchsvolle Unterstützung reichte von der Sichtung von Wohnungsinseraten bis hin zur Finanzierungsabklärung des Umzugs.

SCHWEIZWEIT

Zusammenarbeit

Kliniken

Alle Abteilungen der SPV arbeiten eng mit den vier Rehabilitationskliniken zusammen, die Menschen mit Querschnittlähmung behandeln.

Das Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil, die Clinique romande de réadaptation in Sion, die Universitätsklinik Balgrist in Zürich und das REHAB Basel sind die vier Schweizer Spezialkliniken, die sich der Rehabilitation und Versorgung von Querschnittgelähmten widmen. Viele Patientinnen und Patienten dieser Kliniken beziehen Beratungsleistungen bei der SPV. Mitarbeitende der Lebensberatung der SPV sind regelmässig vor Ort. Das REHAB Basel und die CRR Sion kontaktieren die Rechtsberatung aktuell nur bei Bedarf.

Sozialberatung Rechtsberatung

HINDERNISFREI BAUEN

Baugesuche

Das Zentrum für hindernisfreies

Bauen (ZHB) reichte 2025 insgesamt 13 Baugesuche in acht Kantonen ein. Der frühzeitige Kontakt mit den Bau-

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behörden ist sehr wichtig, damit die Projekte fristgerecht umgesetzt werden können. Die Bewilligungsverfahren werden immer aufwändiger.

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HINDERNISFREI BAUEN

Planung und Bauleitung

Insgesamt hat das Zentrum für hindernisfreies Bauen 2025 total 108 Bauprojekte abgeschlossen. Die Anzahl ist im Vergleich zum Vorjahr stabil auf hohem Niveau.

Die Bauberatung ist das Kerngeschäft des ZHB. In vielen Fällen darf das ZHB im Auftrag der Kunden nach der Bauberatung kostenpflichtige Leistungen für Planung und Bauleitung übernehmen.

Aus der Umsetzung gewinnt das ZHB wiederum wertvolle Erkenntnisse für nachfolgende Beratungen.

RECHTSBERATUNG

Wegweisendes Urteil

Die IV hat die Kostenübernahme für den Fahrzeugumbau eines Tetraplegikers wegen verspäteter Anmeldung vollständig abgelehnt. Gegen diesen Entscheid legte die SPV Beschwerde ein.

Das Obergericht Graubünden hielt fest, dass ein Hilfsmittel zwar meistens mit einer einmaligen Zahlung erworben wird, dieses aber dennoch über eine bestimmte Gebrauchsdauer verfügt. Eine verspätete Anmeldung um Kostenübernahme führt daher nicht dazu, dass die IV ihre Leistungspflicht vollständig ablehnen kann, sondern lediglich im Umfang der verwirkten Zeit, gemessen an der gesamten voraussichtlichen Gebrauchsdauer des Hilfsmittels. Das Obergericht verpflichtete die IV entsprechend zur anteilsmässigen Kostenübernahme für die verbleibende Gebrauchsdauer des Fahrzeugs.

RECHTSBERATUNG

Dossiers und

Fallzahlen

Rechtsberatungen dauern in der Regel sehr lange. Ende 2025 waren beim IRB 600 Dossiers pendent. Das sind knapp 5 % weniger als im Vorjahr. Darin nicht eingerechnet sind kurze Rechtsberatungen, welche ohne Eröffnung eines Dossiers erledigt werden. Diese Zahl ist ein Indiz, dass die Fallzahlen konstant sehr hoch sind.

Im Jahr 2025 wurden total 153 Dossiers neu eröffnet. Um der Nachfrage gerecht zu werden, beschäftigt das IRB acht Juristinnen und Juristen.

2025

2025 haben das Zentrum für hindernisfreies Bauen (ZHB), die Lebensberatung und das Institut für Rechtsberatung (IRB) insgesamt 20 907 Beratungsstunden durchgeführt. Die Nachfrage ist seit Jahren konstant hoch.

359 neue Aktivmitgliedschaften wurden dieses Jahr abgeschlossen. Wir heissen alle neuen Mitglieder herzlich willkommen und hoffen auf eine rege Teilnahme an den Aktivitäten der jeweiligen Clubs und der SPV.

INTERESSENVERTRETUNG

Aktivitäten

2025 war die Interessenvertretung für hindernisfreies Bauen mit 156 Aktivitäten in 14 Kantonen tätig, dies besonderes mit nationalen Themen, in Neuchâtel und der Zentralschweiz. Schwerpunkte bildeten die Beratungen von Bauprojekten und im öV sowie die politische Arbeit.

RECHTSBERATUNG

Wissensvermittlung

Am 5. Mai 2025 führten die SPV-Anwälte eine Weiterbildung für 41 Mitarbeitende der SPV-Lebensberatung sowie der Sozialberatungen des SPZ, Balgrist und REHAB durch. Sie vermittelten Wissen zu den Themen Invaliditätsgrad, Leistungen aus dem BVG und im Pensionsalter. LEBENSBERATUNG Neumitglieder

2025 2024 2023

In Bewegung bleiben

Eine Sportart ausprobieren, vielleicht eine neue Leidenschaft finden und dabei in unverkrampfter Atmosphäre viele Leute kennenlernen: das ist «move on».

Von Nadja Venetz, Projektverantwortliche Kommunikation

Lachen dröhnt durch die Gänge, die Umkleidekabinen und über die Sportanlagen. Während des Sportund Freizeitcamps «move on» wuselt es auf dem Campus der Schweizer Paraplegiker-Gruppe noch mehr als ohnehin schon. Über 40 Teilnehmende im Alter von 12 bis 76 Jahren meldeten sich für die diesjährige Austragung an. Ihnen standen 25 verschiedene Aktivitäten zur Auswahl, die sie vom 6. bis 11. Oktober 2025 in und um Nottwil ausprobieren konnten – von Tischtennis, Unihockey und Rudern bis hin zu Fotografie und Disc Golf. Das Beste dabei: Alles Material wird zur Verfügung gestellt. Erfahrene Coaches leiten die Teilnehmenden an. Dabei geht es nicht um Leistung, sondern um Spass; die Freude daran, etwas Neues zu lernen; neue Kontakte zu knüpfen und alte Bekanntschaften zu pflegen.

Seit 2014 findet die Veranstaltung statt. Eine Erfolgsgeschichte. Das Ziel des Camps ist über all die Jahre gleichgeblieben: Personen im Rollstuhl für Bewegung zu begeistern. Dieses Jahr standen zum zweiten Mal Freizeitaktivitäten mit zur Auswahl. «Wir möchten auch Personen erreichen, die sich als eher unsportlich bezeichnen. Am Camp sehen sie, dass nicht jede Sportart schweisstreibend sein muss. Mit Boccia oder Curling haben wir ja auch körperlich weniger intensive Disziplinen im Angebot», sagt Thomas Hurni, Leiter Breitensport – Freizeit – Gesundheit. Das Organisationsteam versucht jedes Jahr, die eine oder andere neue Aktivität aufzunehmen. Doch nicht nur die Idee des Ausprobierens zählt bei der Zusammenstellung des Programms, wie Thomas Hurni erklärt: «Wir bieten nur Aktivitäten an, für die es ein Anschlussangebot gibt, sei es bei uns, in den Rollstuhlclubs, bei Drittanbietern oder anderen Organisationen.» Schliesslich soll es nach dem Camp weitergehen mit der Bewegung.

Perfekt organisiert

Die Teilnehmenden melden sich für drei oder sechs Tage an und entscheiden sich für eine Haupt- und zwei Schnupperaktivitäten. «Wir versuchen, alle Wünsche zu berücksichtigen», sagt Thomas Hurni. Bis die Zuteilung steht, rauchen die Köpfe mehr als einmal. Davon sollen die Teilnehmenden aber nichts mitbekommen. Roland Gisler nahm 2025 zum ersten Mal an «move on» teil und lobt die Organisation: «Ich hatte schon im Vorfeld viele Fragen: Welche Sportarten sind für mich machbar? Wie ist die Parkplatzsituation? Auf alles erhielt ich eine Antwort und reiste mit gutem Gefühl nach Nottwil». Der Urner ist schon länger auf der Suche nach einer sportlichen Aktivität, die er mit seiner Multiplen Sklerose und zunehmender Fatigue ausüben kann.

Mountain Handbike, Tennis und Kajak; für diese drei Sportarten entschied sich Roland Gisler. Die Tour mit dem adaptierten Handbike mit Blick auf die Berge und den Sempachersee gefiel ihm sehr. Und auch der Tenniskurs begeisterte ihn. Doch in seiner aktuellen Situation sind beide Sportarten für ihn nicht so einfach in den Alltag zu integrieren. Ein Mountain Handbike kostet eine Stange Geld und von seinem Wohnort im Kanton Uri ist es eine lange Anreise bis zum nächsten Rollstuhlclub, in dem Tennis gespielt wird. «Solange ich noch 100 % berufstätig bin, geht das nicht», sagt Roland Gisler. Dennoch blickt er zufrieden auf die drei Tage «move on» zurück: «Es hat mir sehr gefallen und ich kann mir gut vorstellen, ein weiteres Mal teilzunehmen.» Er habe nur einen Fehler gemacht: nicht in Nottwil zu übernachten. Das sei schade gewesen wegen des geselligen Austausches am Abend und die jeweils einstündige Autofahrt habe wertvolle Energie gekostet.

VERANSTALTUNGEN

Patronate

Im Berichtsjahr erhielten 51 Sportveranstaltungen, an denen Rollstuhlsportlerinnen und -sportler teilnahmen, ein Patronat der SPV. Swiss Olympic spricht seit 2025 Gelder für inklusive Anlässe. Dies hat zu einer Reduktion der Patronate geführt.

SPV-Patronate für Anlässe mit Rollstuhlsportler*innen

SPITZENSPORTFÖRDERUNG

Armee

Eine Athletin und zwei Athleten rückten 2025 in die Spitzensport-RS ein: Wayra Huber (Basketball), Stefan Amacker (Sportschiessen) und Giuliano Carnovali (Tennis).

Für sie ist die Rekrutenschule eine grossartige Möglichkeit, sich sportlich weiterzuentwickeln, und das ohne Lohneinbussen. Dabei trainierte Stefan Amacker gemeinsam mit Janis Bader, Rekrut des Schweizer Schiesssportverbands (SSV). Betreut wurden die beiden Schützen im Co-Coaching von einer Trainerin des SSV und dem Trainer von Rollstuhlsport Schweiz. Ein wichtiges Zeichen für Inklusion.

WINTERSPORT

Im Schnee

Das Wintersportangebot der SPV erfreut sich grosser Beliebtheit. Im Berichtsjahr führten wir 61 Skikurse an verschiedenen Standorten durch und waren an insgesamt 78 Tagen auf den Pisten.

Zehn Kurstage verbrachten wir auf der Langlaufloipe. Diese Kurse konnten wir dank zusätzlicher Bundesmitteln kostenlos anbieten. Das Interesse war entsprechend gross. Insgesamt nutzten 48 Teilnehmende das Angebot. Adrenalin im Eiskanal erlebten zwei Teilnehmende am Bob Schnuppertag in St. Moritz im Rahmen unserer Active Motion Days.

SOMMERSPORT

An die frische Luft

Auch im Sommerhalbjahr bietet die SPV viele Gelegenheiten, sich sportlich zu betätigen und das in allen Regionen der Schweiz. Gemeinsam mit Partnern vor Ort organisieren wir die Active Motion Days (AMD) mit verschiedenen Sportarten.

Die Sommeraktivitäten 2025 umfassten: – Segelkurs auf dem Bielersee – Wasserskikurs in Mols SG – Mountainbike-Tag Conthey VS – Handbiketrail Alterswil FR

Die AMD bieten eine ideale Gelegenheit, eine neue Sportart kennen zu lernen. Alles dafür nötige Material wird von den Partnern zur Verfügung gestellt.

ATHLETENENTWICKLUNG

Nachwuchs

Insgesamt förderten wir im Berichtsjahr 62 Athletinnen und Athleten aus neun Sportarten in den drei Nachwuchsfördergefässen «Basic Rolli», «Future Rolli» und «Para Talent».

UMSTRUKTURIERUNG NLZ

Das Nationale Leistungszentrum Rollstuhlsport wurde im 2025 umstrukturiert und mit dem Kürzel NLZ versehen, nach Vorgabe von Swiss Olympic.

LEISTUNGSSPORT

Premiere bei der Armee

Fünf Athletinnen und vier Athleten der olympischen Sommerspiele wurden im Februar 2025 als Zeitmilitär in einem 50 % Pensum angestellt, unter ihnen Badmintonspielerin Ilaria Olgiati. Damit kriegt erstmals eine Athletin aus dem Parasport einen der begehrten Plätze.

Auf die neun Stellen gingen 50 Bewerbungen ein. Der Vertrag läuft bis zu den nächsten Sommerspielen 2028. In Frage kommen jene, die in ihrer Sportart eine international dominierende Rolle spielen.

LEISTUNGSSPORT

Unsere Erfolge

2025 gehörten 91 Athletinnen und Athleten dem Rollstuhlsport-Kader an. Zehn Talente wurden neu in Nachwuchsgefässe aufgenommen. Gemeinsam gewannen sie 21 Medaillen an Welt- und Europameisterschaften.

Bike Vibes in Oberried

Verschiedene Mountain Handbikes testen, Probefahrten im Gelände und wertvolles Fachsimpeln untereinander: Der erste «Giro Suisse | Meet’n’Ride» im Swiss Bike Park traf den Nerv der Zeit.

16 Teilnehmende probierten verschiedene Offroad-Handbikes aus und nutzten die Möglichkeit, die anwesenden Hersteller mit Fragen zu löchern. Gelobt wurden die grosse Auswahl, die barrierefreie Infrastruktur und die Gelegenheit, in kurzer Zeit viele Geräte zu testen. Fortsetzung folgt, denn die Bike-Szene wächst.

AUSBILDUNG

Kompetente Trainer

Die SPV bildet Trainerinnen und Trainer aus und weiter. Die Ausbildung orientiert sich dabei an den Ausbildungswegen von Jugend+Sport (J+S) und Erwachsenensport Schweiz (esa).

2025 haben insgesamt 106 Personen einen Kurs von Rollstuhlsport Schweiz besucht und sich entweder im Bereich Polysport oder als Skilehrer zusätzliches Wissen angeeignet. Total führten wir 14 Module durch, davon zehn im Polysport und vier im Schneesport. Das Interesse an den Basis- und Praxismodulen war dabei besonders hoch.

Ferien im Paradies

Zwei Wochen lang Traumstrände und kulturelle Schätze. Die SPV-Reise nach Mexiko hatte viel zu bieten, forderte die Teilnehmenden aber auch.

Von Nadja Venetz, Projektverantwortliche Kommunikation

Fünf Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer, die teilweise mit einer Begleitperson reisten, tauschten im Februar die winterliche Heimat gegen zwei Wochen Karibik. «Es war herrlich von der kalten Schweiz in traumhaftes Sommerwetter zu wechseln mit türkisem Meer und weissen Sandstränden. Richtig schöne Ferien», fasst Vera Müller ihre Eindrücke zusammen. Das Angebot war vielversprechend: Neben Ausflügen zu bedeutenden Kulturstätten sah das Reiseprogramm auch mehrere Tage zur freien Verfügung vor.

Die Reisegruppe wohnte im Ferienmekka Cancún und logierte dort in einer grosszügigen Hotelanlage, die keine Wünsche offenliess. Die Zimmer waren geräumig und das Resort rollstuhlgängig. Wer mochte, entspannte am Pool oder schwamm im Meer. Die Teilnehmenden genossen es zu baden. Die Hotelangestellten halfen, wenn weitere Hände nötig waren. «Das Personal war sehr herzlich und rollte uns wortwörtlich einen Teppich aus, damit unsere Gruppe einfacher über den Sandstrand ins Meer gelangte», berichtet Valery Arambula vom SPV-Reisebüro, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Monserrat Thalmann die Reise leitete.

Das All-inclusive-Angebot lockte in verschiedene Restaurants mit feinen Speisen zu jeder Tageszeit. Ab und zu trafen sich alle zu einem gemeinsamen Nachtessen, ab und zu schaute jeder für sich. Diese Mischung aus Gruppenaktivität und persönlichem Freiraum schätzten die Teilnehmenden.

Weltkulturerbe

Cancún ist ein wahres Ferienparadies, und zwar eines mit einer reichen Geschichte. Der Ort geht auf die Maya zurück, eine mächtige Hochkultur, die bis heute für ihre mathematischen Kenntnisse, ihren Kalender und ihre imposanten Tempelbauten bewundert wird. Die SPV-Reisegruppe fuhr nach Chichén Itzá und besuchte die jahrhundertealten Ruinen. Weltberühmt

ist der Tempel des Schlangengottes Kukulcán. «Diese so alten Bauten zu sehen, das hat mich schwer beeindruckt», erzählt Vera Müller, «unser Reiseführer hat viel Spannendes über die Kultur der Maya erzählt.»

So erfuhr die Reisegruppe, dass der zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert errichtete Tempel genau 365 Stufen zählt. Die Plattform oben auf der Pyramide wurde für Opfer genutzt. Eine noch ältere Ruine befindet sich in Coba, umgeben von üppigem Dschungel. Die Fussgängerinnen halfen den Rollstuhlfahrern über die holprigen Naturpfade.

Die Kultur der Maya ist im Freizeit- und Themenpark Xcaret präsent. Hier begegneten die Reiseteilnehmenden auch einer Vielzahl exotischer Vogelarten. Die Gruppe blieb bis zu den Abendstunden im Park und genoss neben kulinarischen Spezialitäten lokale Tänze und Musik. Einen weiteren heiteren Abend verbrachten die Reisegäste bei Xoximilco, einer schwimmenden mexikanischen Fiesta. Auf einem traditionellen Boot, einer sogenannten Trajinera, schipperte die Gruppe auf dem Wasser an verschiedenen Plattformen vorbei, auf denen Musiker und Tänzerinnen gute Laune verbreiteten. Mit den Gästen auf den anderen Trajineras entstand schnell eine ausgelassene Stimmung. «Am Schluss haben wirklich alle getanzt», erinnert sich Valery Arambula.

In der zweiten Hälfte des Mexikoaufenthalts machten sich jedoch Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Nicht alle steckten den langen Flug, das warme Klima und die längeren Busfahrten auf ruckeligen Strassen gleich gut weg. «Als wir feststellten, dass das Energielevel der Gruppe sank, passten wir das Programm an und strichen gewisse Ausflüge», erklärt Monserrat Thalmann. Schliesslich sollen Ferien glücklich machen und die Reisegäste zufrieden und erholt nach Hause fliegen.

ENGAGEMENT

Wertvolle Unterstützung

Sie leiten Gruppenreisen, übernehmen Pflegeaufgaben oder sorgen als Badeassistenz für Abkühlung im Meer. Diese freiwilligen Engagements sind zentral für unsere Reisen. Freiwillige in der Gruppenleitung oder Pflegebegleitung absolvieren vor ihrem Einsatz eine Ausbildung, die wir seit 2025 gemeinsam mit PluSport und Procap durchführen. In diesen praxisnahen Kursen erwerben die Teilnehmenden das nötige Wissen, um Reisende kompetent zu begleiten.

PLANUNGSHILFE

Reisearchiv

Wir wenden viel Zeit für die Planung und Organisation unserer Reisen auf. Das sind Informationen, die für alle SPVMitglieder nützlich sind, wenn es darum geht, die nächste Feriendestination festzulegen.

Vergangene SPV-Reisen stehen seit 2025 in einem Onlinearchiv zur Verfügung als Ideengeber und Planungshilfe. Gruppenleitung Personen 19 Pflegebegleitung Personen 61

Badeassistenz 7

REISEN

Ferien für Tetraplegiker

Auf unseren Reisen für Mitglieder mit Tetraplegie wird jeder Gast persönlich von einer Pflegebegleitung betreut. Ein professionelles Team von ParaHelp verantwortet die Pflege und ist bei Fragen jederzeit verfügbar. Zehn dieser Reisen führten wir 2025 durch. Besonders gefragt waren Badeferien am Meer.

Reisegäste total: 61

Badeferien

Zypern 16.–24.5.2025

Grado 6.–13.9.2025

Costa del Sol 20.–27.9.2025

Rhodos 18.–25.10.2025

Regionenreisen

Spezialwoche Tessin 26.4.–3.5.2025

Schweden 7.–14.6.2025

Regensburg 21.–28.6.2025

Sommerplausch

Moon&Stars 16.–20.7.2025

Auszeit am Sarnersee 14.–17.8.2025

Nordseeküste 23.–30.8.2025

Zum Reisearchiv spv.ch (Reisen & Freizeit)

SCHWEIZ

Ausflugstipp Luzern

Die SPV bietet ihren Mitgliedern nicht nur organisierte Gruppenreisen, sondern gibt regelmässig Tipps für die individuelle Feriengestaltung. Das muss nicht immer eine weit entfernte Destination sein, denn auch die Schweiz hat viel zu bieten. In «ParaSchweiz» geben SPV-Mitglieder Empfehlungen für ihre Heimatregion ab –von Rollstuhlfahrer zu Rollstuhlfahrer.

Lieblingsplätze

Die junge Rollstuhlfahrerin Wayra Huber stellte ein Tagesprogramm in Luzern zusammen und zeigt, wo sie sich mit ihren Freunden gerne aufhält. «Luzern muss man einfach gern haben», ist sie überzeugt.

Ein Tag mit Wayra Huber in Luzern

FREIZEIT

Neues lernen, etwas erleben

Die SPV bietet ihren Mitgliedern verschiedene Möglichkeiten, ihre Freizeit vielfältig und aktiv zu gestalten.

Das Angebot umfasste 19 verschiedene Ausflüge und Kurse, die in der Deutschschweiz und der Romandie 2025 ausgetragen wurden. Beliebte Angebote führten wir mehrfach durch.

Unsere Freizeitangebote

Deutschschweiz

Ziesel-Tour (2×), Yogakurs (2×), Yoga Sommer Workshop (2×), Mobilitätskurs, Wandertour, Jodel-Gottesdienst, Swiss-Trac Ausflug, Ernährungskurs (online), Weihnachtsmarkt SPG, SPV Jodler-Lotto

Westschweiz

Yogakurs online, Social-Media Kurs, Pendelsprung, Heissluftballonfahrt, Ernährungskurs

BILDUNG

Sensibilisierungskurse

In den Sensibilisierungskursen berichten Personen, die selbst querschnittgelähmt sind, von ihrem Alltag und den Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind.

Im Berichtsjahr führten wir 96 Sensibilisierungskurse durch. Mit diesen Kursen erreichten wir insgesamt 2144 Personen; darunter Schulklassen, Studierende sowie diverse Erwachsenengruppen (Unternehmen, Vereine). Rund 95 % der Teilnehmenden zeigten sich mit dem Angebot ausgesprochen zufrieden.

GRUPPENFERIEN

Reisen für alle

Abwechslungsreiche Ausflüge, spannende Führungen, Degustationen oder erholsame Tage am Strand: Die Gruppenreisen der SPV stehen allen Mitgliedern offen, die keine pflegerische Unterstützung benötigen, sondern selbstständig reisen können. Insgesamt fünf solcher Reisen führten wir im vergangenen Jahr erfolgreich durch.

Reisegäste total: 35

Fernreise

Mexiko 1.–16.2.2025

Badeferien

Malta 28.6.–5.7.2025

Kreta 4.–11.10.2025

Städtereisen

Marrakesch 4.–11.4.2025

Berlin 14.–17.8.2025

FREIZEIT

Kids Camp

«Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt» lautete das Motto des diesjährigen Kids Camp. Mit Pippi Langstrumpf, Efraim und Herrn Nielson wurde das Schweizer Paraplegiker-Zentrum zur Villa Kunterbunt.

Die kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer verkleideten sich, verzierten Lebkuchen und ritten auf den Pferden des Hippotherapiezentrums. Den krönenden Abschluss bildete die legendäre «Pippi-Rollolympiade», bei der noch einmal um die Wette gespielt, geschwitzt und herzlich gelacht wurde. Insgesamt 17 Kinder im Rollstuhl genossen gemeinsam mit ihren Geschwistern und Eltern das beliebte Wochenende. Zwei Tage Aktivitäten und anregende Gespräche, welche Kinder- und Erwachsenenaugen gleichermassen zum Leuchten brachten.

Zukunft gesichert

Dank einem Vertikallift können

Eliane Stoll und ihr Partner weiterhin in ihrem geliebten Haus wohnen.

Leichtathletik WM Indien

Fabian Blum sicherte sich an der WM in Neu-Delhi die Bronzemedaille über 100 m. Es war die achte Medaille für das Schweizer Team.

Kids Camp

Fröhliches Kinderlachen und glückliche Eltern – das Kids Camp tut allen gut.

Weltcupsieg Para-Rudern

Wenige Wochen nach dem 3. EM-Platz gelang Claire Ghiringhelli ein weiterer Coup: Sie gewann die Lucerne Regatta auf dem Rotsee. Es ist der erste Weltcupsieg für die Para-Ruderin.

30 Jahre ZHB

Inklusive ParaWG

Personen im Rollstuhl leben mit Studierenden der ETH Zürich zusammen. Die Bewohner der ersten inklusiven ParaWG bezogen im Herbst 2025 ihre Zimmer.

Ballonfahrt

Anderthalb Stunden fuhren die Teilnehmenden lautlos im Heissluftballon über die Landschaft. Der Sonnenaufgang über dem Mont Blanc war magisch.

1995 nahm das Zentrum für hindernisfreies Bauen seine Arbeit auf. Das Ziel ist damals wie heute, Menschen nach einem Unfall die Rückkehr in ihr vertrautes Daheim zu ermöglichen.

Im hohen Norden

Die Reise in die schwedische Hauptstadt und ihr Umland führten wir 2025 aufgrund des grossen Interesses bereits zum zweiten Mal durch.

Gute Finanzlage für Stabilität

Die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem positiven Jahresergebnis von CHF 765 000 ab. Das ist eine gute Ausgangslage, um Menschen mit Querschnittlähmung hochqualitative Leistungen anzubieten – oft kostenlos oder subventioniert.

Von Sabine Sieber, Leiterin Finanz- und Rechnungswesen

Als Non-Profit-Organisation ist die SPV darauf angewiesen, finanzielle Mittel der öffentlichen Hand und wichtigen Partnern zu erhalten. Die stabile finanzielle Ausgangslage stellt sicher, dass wir als Dachorganisation langfristig in der Lage sind, Menschen mit Querschnittlähmung wirkungsvoll zu begleiten.

Betriebsertrag

Der Betriebsertrag stieg gegenüber dem Vorjahr um rund CHF 1 000 000 auf CHF 14 448 000. Ein Bestandteil davon sind die Beiträge des Bundesamtes für Sozialversicherungen. Diese wurden 2025 an die Teuerung angepasst und beliefen sich auf CHF 2 579 000. Von Swiss Olympic erhielt die SPV CHF 637 000, davon CHF 48 000 für Revitalisierungsprojekte. Insgesamt resultierten öffentliche Beiträge von CHF 3 251 000. Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung als wichtigste Partnerin der SPV unterstützte unser Angebot mit einem Betriebsbeitrag von CHF 9 400 000. Aus Dienstleistungen und Handel konnten CHF 1 496 000 erzielt werden – insbesondere der Bereich Reisen entwickelte sich erfreulich und steigerte seinen Ertrag um CHF 40 000. Ein kleiner, aber wichtiger Teil sind auch die Mitgliederbeiträge und Spenden in der Höhe von CHF 134 000. Zudem wurden CHF 184 000 aus Inseraten und Sponsoring erwirtschaftet.

Betriebsaufwände

Der Betriebsaufwand stieg um rund CHF 132 000 auf CHF 14 523 000, was zu einem operativen Aufwandüberschuss von CHF 75 000 führte. Ein zentraler Bestandteil unserer Tätigkeiten bildet weiterhin die Direkthilfe, deren Aufwand sich 2025 auf CHF 3 305 000

belief. Damit konnten vielfältige Angebote im Bereich Rollstuhlsport, Reisen und Freizeit realisiert werden, die auch 2025 wieder grossen Zuspruch fanden und von vielen Menschen besucht wurden. Sie tragen zur Steigerung der Lebensqualität der Betroffenen bei. Ebenso leistete die SPV Unterstützungsbeiträge an unsere Rollstuhlclubs in der Höhe von CHF 659 000. Damit wird sichergestellt, dass Menschen mit einer Querschnittlähmung in ihrer Wohnregion lebenslang eine Anlaufstelle haben, die regelmässigen Austausch, Dienstleistungen und Unterstützung bietet.

Im Material- und Dienstleistungsaufwand in der Höhe von CHF 352 000 sind die Honorare für externe Fachpersonen enthalten. Der Personalaufwand lag bei CHF 8 554 000. Darin enthalten sind unter anderem Löhne von CHF 6 172 000 sowie die Kosten der beruflichen Vorsorge, welche sich aufgrund einer Reglementanpassung um 18% erhöhten. Die Aufwände für Verwaltung und IT betrugen CHF 1 671 000, für Öffentlichkeitsarbeit wurden CHF 53 000 aufgewendet.

Ergebnis

Die SPV verfügt über gesunde Reserven, die defensiv angelegt sind. So ist sichergestellt, dass Jahre mit ausserordentlichen Ereignissen zum Wohle der Betroffenen gemeistert werden könnten. Die Finanzmärkte zeigten sich auch 2025 wieder stark, wovon die SPV profitieren konnte. Der Finanzerfolg von CHF 848 000 trug daher entscheidend dazu bei, dass das Jahr mit einem positiven Ergebnis von CHF 765 000 abgeschlossen werden konnte.

Bilanz

Aktiven 31.12.2025 31.12.2024

Flüssige Mittel 2 327 777 2 101 921

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 119 605 196 112

Übrige kurzfristige Forderungen 22 918 23 063

Aktive Rechnungsabgrenzungen 119 530 135 783

Umlaufvermögen 2 589 830 2 456 879

Sachanlagen 604 244 728 968

Weinberg «La Martignière» 1 760 1 760

Zweckgebundene Anlagen 16 956 983 16 235 660

Anlagevermögen 17 562 987 16 966 388

Aktiven 20 152 817 19 423 267

Passiven

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 442 070 415 133

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Vorauszahlungen 1 133 826 1 124 301

Passive Rechnungsabgrenzungen 459 600 577 318

Kurzfristige Rückstellungen 46 578 14 855

Kurzfristiges Fremdkapital 2 082 074 2 131 607

Langfristige Rückstellungen

Langfristiges Fremdkapital

Fondskapital

111 134 506

111 134 506

Fremdkapital inkl. Fondskapital 2 666 773 2 702 200

Gebundenes Kapital 15 025 573 15 025 573

Vereinskapital 1 695 493 1 695 493

Jahresergebnis 764 978 0

Vereinskapital und gebundenes Kapital 17 486 044 16 721 066

Passiven 20 152 817 19 423 267

Betriebsrechnung

Betriebsertrag

Mitgliederbeiträge und Spenden

Beiträge der öffentlichen Hand

Betriebsbeitrag der Schweizer Paraplegiker-Stiftung

Ertrag aus Dienstleistungen und Handel

Sonstiger Ertrag

Erlösminderungen

Betriebsaufwand

Direkthilfe

und Dienstleistungsaufwand

Betriebs- und Unterhaltsaufwand

Verwaltungs- und IT-Aufwand

STRATEGISCHE FÜHRUNG

Zentralvorstand

Präsidentin (seit 2020)

Olga Manfredi, 1965 in Wald (ZH)

Juristin, selbständige Rechtsberaterin in Sozial- und Gleichstellungsrecht. Paraplegikerin. Präsidentin des Rollstuhlclubs Zürich Oberland. Vorstandsmitglied Inclusion Handicap.

Vizepräsidentin (seit 2020)

Annick Meystre, 1985 in Saxon (VS)

B.A. in Social Work. Geschäftsführende Partnerin bei Défisport. Stiftungsratsmitglied Swiss Paralympic. Verwaltungsratsmitglied Schweizer Paraplegiker-Forschung.

Beisitzer (seit 2025)

Stefan Keller, 1963 in Leuzigen (BE)

Selbstständiger Coach und Berater. Fluglehrer. Mechaniker. Paraplegiker. Vorstandsmitglied SAHB. Mitglied im Rollstuhlclub Solothurn.

Beisitzer (seit 2025)

Albert Marti, 1970 in Schaffhausen

Dr. phil. in Gesundheitswissenschaft und Gesundheitspolitik. Selbstständig und Research Project Manager. Vize-Präsident des Rollstuhlclubs Winterthur Schaffhausen. Paraplegiker. Präsident des Hilfsprojekts HaitiRehab.

Beisitzer (seit 2024)

Tobias Soder, 1982 in Nidau (BE)

Informatikingenieur FH und IT-Projektleiter. Paraplegiker. Präsident des Rollstuhlclubs Biel. Vorstand «Ships N'Wheels –inclusive sailing».

Beisitzer (seit 2020)

Cornel Villiger, 1976 in Muri (AG)

Dipl. Betriebswirtschafter HF, Projektleiter bei der Kantonspolizei Aargau. Paraplegiker. Mitglied im Rollstuhlclub Zentralschweiz. Präsident Para Racing Team.

Beisitzer (seit 2023)

Alessandro Viri, 1981 in Lugano (TI)

Wirtschaftswissenschaftler mit Executive MBA und Certified Responsible Leader SAQ. Treuhänder und Group Controller OCST. Kassier von Gruppo Paraplegici Ticino.

AUSTRITT anlässlich der Delegiertenversammlung im Mai 2025

Beisitzer (seit 2013)

Stephan Bachmann

Beisitzer (seit 2023)

Daniel Stirnimann

Geschäftsleitung

Direktor (seit 2020)

Laurent Prince, 1970 in Obernau (LU)

Mitgliedschaften und Netzwerke:

– Vize-Präsident und Stiftungsrat Swiss Paralympic

– Direktorenkonferenz SPG

– Mitglied des Vereinsvorstands Verein Olympische und Paralympische Winterspiele Schweiz 2038

– Mitglied Verwaltungsrat FCL Holding AG und FC LuzernInnerschweiz AG

Bereichsleiter Institut für Rechtsberatung (seit 2019)

Michael Bütikofer, 1982 Rechtsanwalt und Notar in Bern

Mitgliedschaften und Netzwerke:

– Mitglied des Bernischen Anwaltsverbands

– Mitglied des Schweizerischen Anwaltsverbands

– Fachrichter an der Steuerrekurskommission des Kantons Bern

Bereichsleiter

Rollstuhlsport und Freizeit (seit 2024)

Peter Läuppi, 1965 in Beinwil am See (AG)

Mitgliedschaften und Netzwerke:

– Stiftungsrat Swiss Paralympic

– Chef de Mission, Swiss Paralympic Team Paris 2024

– Präsident Aargauer Skiverband

Bereichsleiter Zentrum für hindernisfreies Bauen (seit 2005)

Felix Schärer, 1968 dipl. Architekt FH in Suhr (AG)

Mitgliedschaft und Netzwerke:

– Erweitertes Netzwerk behindertengerechtes Bauen, Schweiz

Bereichsleiterin Lebensberatung (seit 2020)

Daniela Vozza, 1965 dipl. Sozialarbeiterin FH in Luzern

Mitgliedschaft und Netzwerke: – Mitglied von Avenir Social

In der ganzen Schweiz

CFR Bienne, www.cfrb.ch

Aktivmitglieder: 89

CFR Carouge, www.csfrc.ch

Aktivmitglieder: 40

CFR de la Côte, www.cfrlacote.ch

Aktivmitglieder: 80

CFR Fribourg, www.cfrf.ch

Aktivmitglieder: 124

CFR Genève, www.cfrge.ch

Aktivmitglieder: 332

CFR Gruyère, www.cfrg.ch

Aktivmitglieder: 81

CFR Jura, www.cfrjura.ch

Aktivmitglieder: 110

CFR Lausanne, www.cfrlausanne.ch

Aktivmitglieder: 163

CFR Neuchâtel, www.cfr-ne.ch

Aktivmitglieder: 78

CFR Nord Vaudois, www.cfrnv.ch

Aktivmitglieder: 93

CFR Valais romand, www.cfrvr.ch

Aktivmitglieder: 239

GP Ticino, www.gpticino.ch

Aktivmitglieder: 312

RC Aargau, www.rollstuhlclubaargau.ch

Aktivmitglieder: 216

RC beider Basel, www.rc-basel.ch

Aktivmitglieder: 284

RC Graubünden, www.rollstuhlclub.ch

Aktivmitglieder: 146

RC Oberwallis, www.rollstuhlclub-oberwallis.ch

Aktivmitglieder: 98

RC Solothurn, www.rocso.ch

Aktivmitglieder: 233

RC St. Gallen, www.rc-sg.ch

Aktivmitglieder: 267

RC Thurgau, www.rctg.ch

Aktivmitglieder: 107

RC Winterthur Schaffhausen, www.rcwsh.ch

Aktivmitglieder: 132

RC Zentralschweiz, www.rczentralschweiz.ch

Aktivmitglieder: 728

RC Züri Oberland, www.rczo.ch

Aktivmitglieder: 198

RC Zürich, www.rc-zuerich.ch

Aktivmitglieder: 364

RSC Bern, www.rscb.ch

Aktivmitglieder: 487

RT Zürich, www.rtz.ch

Aktivmitglieder: 53

RTC Aargau, www.rtca.ch

Aktivmitglieder: 84

Stand 23.12.2025

ROLLSTUH LCLUB
ZÜRI OBERLAND

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BEWEGEN SIE MIT UNS.

Schweizer Paraplegiker-Vereinigung

Kantonsstrasse 40

CH-6207 Nottwil Telefon 041 939 54 00 spv@spv.ch

Eine Partnerorganisation der Schweizer Paraplegiker-Stiftung

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