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01_Altenfelden

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Die gemeindeinformation der SPÖ

Altenfelden

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01/2022

en h c ä fl n ü r G n o v g n u r Keine weitere Zerstö in ALTENFELDEN

SPÖ AltenfeldBeodnenversiegelung gegen großflächige

Wir informieren & wünschen ein gutes neues Jahr 2022 das Team der SPÖ-Altenfelden


r itzende s r o iv te r Fraktions- u. Ortspa air Dr. Walter Haslm

altenfelden

Liebe Altenfeldnerinnen und Altenfeldener, liebe Jugend! Ich wende mich diesmal mit einem Thema an alle Altenfeldner, welches mir als besonders wichtig erscheint, da ich der Meinung bin, dass hier noch einiger Aufklärungsbedarf besteht.

Besonders der erste Punkt unserer Gemeinderatssitzung vom 14.12. bereitet mir große Sorgen. Es geht hier um die Erstellung eines Bebauungsplans für das Grundstück Nr. 4456/1, KG Haselbach im Ausmaß von 23.640m2 (in Worten: dreiundzwanzigtausendsechshundertvierzig Quadratmeter), das entspricht nahezu 2 ½ ha Grund oder der Fläche von 2 ½ Fußballfeldern. Der Planungsraum befindet sich zwischen der Haselbacherstrasse (L1535) und der Rohrbacher Bundesstrasse (B127). Es handelt sich hier um ein bereits umgewidmetes Betriebsbaugebiet. Antragssteller ist die Kneidinger Immo GmbH, vertreten durch Markus Kneidinger, Hühnergeschrei 17, 4121 und Grundeigentümerin Linda Roccoli, Hofweg 33, 4209 Engerwitzdorf. Es sollen hier 26 Bauparzellen entstehen, die Geschäftsfläche darf 300 m² nicht übersteigen. Soweit die Fakten.

Wir von der SPÖ Altenfelden waren aus nachstehenden Gründen GEGEN die Verbauung dieses Betriebsbaugebietes: 1.) Die Umwidmung obigen Grundstücks ist nahezu 30 Jahre her, eine Zeit, in der Worte wie „Klimaschutz“ oder „Klimawandel“ noch Fremdwörter waren. Man denke nur an die Hagelschäden in diesem Sommer, an die immer häufigeren Trockenperioden. Es werde hier Flächen versiegelt, ohne an die Folgen zu denken. Keine Versickerung von Wasser bei Starkregen und Verlust von landwirtschaftlichen Flächen. Die nachkommende Generation kann das nur schwer korrigieren. Wir müssen unsere unversiegelten Böden schützen!! Es findet hier ein Raubbau an den natürlichen Ressourcen unserer Zukunft statt. Die Verbauung unserer Grünflächen potenziert die Auswirkungen der Starkniederschläge, weil kein Wasser gespeichert werden kann. Fehler in der Raumordnung machen sich leider jetzt bemerkbar. Die Argumentation, dass sich um

besagtes Betriebsbaugebietes schon Betriebe angesiedelt haben und sich im Osten davon die B127 befindet und somit auch das dazwischen liegende Gebiet zerstört werden könne, können wir absolut nicht nachvollziehen. Auch die angedachte „ökologische“ Verbauung mit Photovoltaikanlagen auf den Dächern sowie Ladestation für E-Mobilität und vermehrt Grünflächen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier wertvolle Ackerfläche unwiederbringlich zerstört wird. Eine Grundregel besagt, dass ca. ein Drittel der Gewerbefläche für Parkplätze zur Verfügung steht. Man bedenke, dass in Österreich täglich ca. 11,5 ha Äcker und Wiesen verbaut werden. Österreich verliert jährlich 0,5% seiner Agrarfläche. In 200 Jahren gäbe es bei Fortschreiten dieser Entwicklung so gut wie keine Agrarflächen mehr in Österreich. Was bringen uns Arbeitsplätze und Kommunalsteuer, wenn wir dabei unserer Umwelt zerstören!! Der einzige Nutznießer einer solchen „Gewerbeparks“ ist die Knei-


dinger Immo GmbH. Die Umwidmung eines Grundes ist nicht in Stein gemeisselt, wenn sich die äusseren Umstände derart geändert haben ! 2.) Ich erinnnere mich noch an Zeiten, in denen es noch 3 Nahversorger im Ort gab, mittlerweile gibt es keinen einzigen mehr. Alles hat sich in die Peripherie verlagert. Durch den nunmehr geplanten Gewerbepark kommt es zu einer weiteren Verlagerung von Betrieben in die Peripherie, weiters können hier Konkurrenzbetriebe zu unserer bestehenden Betrieben im Ort entstehen: ev. ein Fahrradhandel, ein Elektriker, ein Installateur, ein Bäcker, ein Werkzeughandel……..weg vom Ortskern in Richtung Peripherie. Die Gefahr ist groß, dass es hier zu einer weiteren Verödung unseres Ortskerns kommt. Gesunder Wettbewerb ist gut, aber nicht zu Lasten unserer alteingesessenen Betriebe im Zentrum von Altenfelden!! Soweit zu meinen Ausführungen. Jeder in der Gemeinde Altenfelden kann sich nun selbst ein Bild hinsichtlich der aktuellen Planungen machen. Vielleicht sind auch viele Altenfeldner für eine Errichtung einer oben genannten Bebauung. Mir geht es

hauptsächlich um die Information bezüglich einer Veränderung in unsererem schönen Altenfelden von großer Tragweite, welche nicht mehr umkehrbar ist, sollte sie fix beschlossen sein. Kein Altenfeldner sollte sagen müssen, dass er davon nichts gewusst hat, daher meine entsprechenden Ausführungen. Ein weiterer Grund für diesen Bericht war ein gewisses Informationsdefizit, welches ich im Gespräch mit mehreren Altenfeldnern erfahren habe. Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden. Weiters möchte ich darauf auf-

merksam machen, dass der gesamte Entwurf des Bebauungsplans im Marktgemeindeamt Altenfelden zur Einsicht aufliegt. Schriftliche Anregungen oder Einwendungen sind bis einschließlich Dienstag, 25.01.2022 möglich. Zuletzt wünsche ich allen Altenfeldnerinnen und Altenfeldner noch ein gutes Neues Jahr, viel Gesundheit und ein baldiges, endgültiges Abklingen der Pandemie!!

Haslmair Walter SPÖ Altenfelden


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Impressum: SPÖ-Bezirksorganisation, Schulstraße 8, 4150 Rohrbach-Berg, Zeitungsverantwortliche: SPÖ Altenfelden, Ortsparteivorsitzender Dr. Walter Haslmair; Druck: Gutenberg; Foto: SPÖ, Andreas Maringer


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