31. Jahrgang Dezember 2019 126. Ausgabe
Unser RU S S E E Stadtteilzeitung für Russee, Hamme r und Demühlen
Ulf Kämpfer- tolles Ergebnis in Russee/Hammer/Demühlen Die SPD Russee-Hammer freut sich über ein tolles Ergebnis bei der Wahl zum Oberbürgermeister und bedankt sich bei allen Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen. Von 7192 Wahlberechtigten haben 3483 ihre Stimme entweder im Wahllokal oder per Briefwahl abgegeben. Damit lag die Wahlbeteiligung in unseren Stadtteilen bei 48,4%. Damit haben wir in unseren Stadtteilen die dritthöchste Wahlbeteiligung in ganz Kiel erreicht. Nur in Schilksee und Holtenau war die Wahlbeteiligung höher. Das zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger in Russee, Hammer und Demühlen ihr Mitbestimmungsrecht wahrnehmen und das ist leider nicht selbstverständlich. Am Wahlsonntag war ich als Wahlhelferin tätig. Es war schön zu sehen wie Jung und Alt ihr Wahlrecht gemeinsam wahrgenommen haben. Gemeinsam mit einer jungen Frau, die ihre Jugend in der DDR verbracht hat, sprachen wir über Erlebnisse aus der Kindheit und Jugend, wie wir Wahlen erlebt haben. Sie freute sich, dass sie jetzt frei wählen darf und wies die Wählerinnen und Wähler auf dieses Privileg hin.
2 | Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl / Schulwegsciherung
Und genau das ist es, Politikverdrossenheit hin oder her. Es ist ein Privileg, dass wir mitbestimmen dürfen, wie die Zukunft unserer Stadt und unseres Landes gestaltet wird. Auf Ulf Kämpfer entfielen in Russee/ Hammer/Demühlen 68,6% der Stimmen. Hier ist das Ergebnis stadtweit sogar das Zweitbeste.
Wir als Ortsverein sehen in diesen guten Ergebnissen eine große Motivation uns weiter in unseren Stadtteilen zu engagieren. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Anregungen haben, wie wir in unseren Stadtteilen tätig werden können.
bw
Schulwegsicherung Einstimmig unterstützt der Ortsbeirat den Wunsch der Grundschule Russee, nach einem Fußweg von der Johann Heuck Straße mit einer Anbindung an die Otto Rehder Straße. Dann könnten die Kinder aus diesen Bereichen sicher die Grundschule erreichen. Eine Schulwegbegehung hatte ergeben, dass die Rendsburger Landstraße
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im Abschnitt von der Einmündung des Ihlkatenweges bis zum ampelgesicherten Überweg am Russeer Weg für Grundschülerinnen und Grundschüler nicht gefahrlos zu benutzen ist. Der Weg ist sehr schmal, gleichzeitig für den Radverkehr freigegeben und wird zeitweise zusätzlich durch parkende Fahrzeuge und nicht ordnungsgemäß geschnittene Hecken und Sträucher verengt. WJ
Aus dem Inhalt:
Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl
S. 1
Schulwegsicherung
S. 2
Rückblick / Ausblick
S. 4
Rückblick Siedlerfest in früheren Jahren
S. 6
GEMEINSAM kriegen wir alles gebacken!
S. 8
Vandalismus am Gedenkort des S. 10 „Arbeitserziehungslagers Russee“ Umbau Bahnhof Russee hat begonnen
S. 12
Zwei neue Fahrradstraßen für Russee
S. 13
Aus dem Landtag
S. 14
Ihlkater Laienspielgruppe mit neuem Stück
S. 16
Es tut sich was Hof Hammer
S. 17
Veranstaltungen/Impressum
S. 18
Karl-Otto
S. 20
4 | Rückblick / Ausblick
Rückblick / Ausblick / Grußworte von Bianca Wöller Vorsitzende des SPD Ortsvereins Russee - Hammer Liebe Leserinnen und Leser, ein weiteres Jahr mit dieser wunderbaren Stadtteilzeitung geht zu ende. Für uns als Redaktion war es spannend, da sich alles erst einmal einspielen musste, nach dem Wechsel in der Redaktionsleitung. Aber nun zum Ende des Jahres können wir sagen, dass wir zufrieden sind mit den bisherigen Ausgaben. Die Adventszeit hat begonnen und damit auch wieder die Zeit der hellen Lichter, der Punschabende und der strahlenden
Kinderaugen. Wenn man durch die Straßen von Russee fährt begegnen einem die wunderschönsten Farben und Formen. Mein persönliches Highlight ist ein Riesenschneemann im Russeer Weg. Die Kinder sind aufgeregt, schreiben Wunschzettel, backen Plätzchen und überlegen sich, wie sie es dieses Jahr schaffen können den Weihnachtsmann im Wohnzimmer zu fangen um ihm so
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unendlich viele Fragen über den Nordpol stellen zu können. Alles in Allem eine tolle Zeit. Es ist aber auch die Zeit der vielen Feiern. Überall möchte man sein, um Niemanden zu verletzten. Man hetzt sich von Termin zu Termin, von Laden zu Laden und versucht alle Vorbereitungen möglichst perfekt abzuschließen. Klingt toll klappt aber selten. Jedes Jahr nehme ich mir vor den Adventskalender für die Kinder frühzeitig fertigzustellen und was soll ich sagen, am Abend des 30.11. sitze ich immer und packe noch die kleinen Päckchen. So ist das in der Adventszeit. Versuchen Sie einfach es entspannt anzugehen. Für uns als SPD Ortsverein war es ein arbeitsintensives Jahr mit zwei Wahl-
kämpfen und Vorstandswahlen im Frühjahr. Aber unser Jahr ist noch nicht vorbei. Am 23.12. sind wir Teil des lebendigen Adventskalenders und erwarten Sie mit Punsch und einer Weihnachtsgeschichte um das Jahr ausklingen zu lassen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien und Freunden eine tolle und besinnliche Adventszeit und ein tolles Weihnachtsfest. Lassen Sie es sich gut gehen. All denen die arbeiten müssen, wünsche ich einen ruhigen Dienst und hoffe, dass auch Sie zumindest an einem anderen Tag mit Ihrer Familie feiern können. Kommen Sie gut in das Jahr 2020 und lassen Sie es krachen.
Rosenberg 22, 24220 Flintbek Telefon 04347-9999093 www.kanzlei-bj.de, info@kanzlei-bj.de
6 | Rückblick Siedlerfest in früheren Jahren
Blick in den Rückspiegel Siedlerfest in Hammer Als kleiner Junge war es natürlich sehr aufregend. Es ging um Spaß und um etwas zu gewinnen. Rückblickend war vieles ein Familienereignis. Besonders wenn es sich um den Blumencorso handelte. Vormittags waren die Spiele an der Uwe, unter dem Laubengang. Nachmittags ging es zum Blumencorso. Startpunkt war unterschiedlich, zwischendurch gab es eine Pause, mit Eis, Ziel war die Schule, der Weg wurde musikalisch begleitet (Spielmannszug). Während des Corsos gingen Juroren den Umzug ab und bewerteten die Teilnehmer. Die Gewinner wurden an der Schule prämiert.
So habe ich grob den Ablauf in Erinnerung. Für die Familie war es stressig, vormittags die Spiele zum Teil mit den Geschwistern, Eltern und der Verwandtschaft, schnell nach Hause die Blumen binden, ja nicht zu früh, damit die Blumen nicht welk wurden und schon ging es weiter zum Sammelpunkt. Mit vielen Jahren Abstand erkennt man das familiär ´Verbindende. Ich erinnere mich, einmal hatten wir Stöcke mit Kronen oben darauf, die mit Blumen umbunden waren. Die Kronen wurden selbst gefertigt, mein Vater formte diese aus gedrehten Eisenstangen, mein einer Bruder hat diese verschweißt. Zudem wurde der eigene Garten und der der Verwandtschaft für die Blumen geplündert, gekauft wurden keine. Dann wurden die Blumen gebunden und wir herausgeputzt. Irgendwie war
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Ach ja, natürlich hat man die Straße geschmückt an denen der Umzug vorbei kam, das kam zum Stress hinzu. Und womit geschmückt – an die meisten, frühen, Jahre, an die ich mich erinnere – natürlich mit gebundenen Blumen. Bewundernswert, was meine Eltern, die Eltern anderer Kinder, Geschwister, Hammeraner, die keine kleine Kinder mehr hatten, sich für Arbeit gemacht haben. Es war eine andere Zeit, nicht immer einfach, aber auch oft einfach schön. Wolfram Baumgarten Aufnahmedatum: Frühe/Mitte 70ziger Jahre
(WB)
jeder in einer Form beteiligt. Zurückblickend geht mir jetzt noch das Herz auf. Beleibt waren auch Blumenbügel, diese waren aus Holz und wurden Tage vorher in Wasser eingelegt und durch ein Seil immer mehr durch das Spannen in Bügelform gebracht.
Sportgaststätte am Russee Anja Clausen, Telefon (0431) 688782, Rendsburger Landstr. 251, 24113 Kiel
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8 | GEMEINSAM kriegen wir alles gebacken!
GEMEINSAM kriegen wir alles gebacken! Haben Sie schon Plätzchen gebacken? Zutaten einkaufen, Teig rühren, kneten und ausrollen, Plätzchen ausstechen, bestreichen und in den Ofen schieben – auch wenn es Spaß bringt, kommt dabei einiges an Arbeit zusammen. Für die Sozialdemokratie ist klar: Gemeinsam geht alles viel besser. Was für den Einzelnen zu viel ist, klappt zusammen. Das drückt sich auch in der Politik aus, die wir als Teil der Bundesregierung verantworten. Die Grundrente kommt – ohne Bedürftigkeitsprüfung! Bis zu 1,5 Millionen Menschen, die mindestens 35 Jahre gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben, aber im Arbeitsleben einen zu niedrigen Lohn für eine auskömmliche Rente hatten, erhalten ab Januar 2021 die Grundrente. Es soll dabei einen Übergangsbereich geben für diejenigen, die knapp unter 35 Jahre gearbeitet und Beiträge gezahlt haben. Ob jemand einen Anspruch auf Grundrente hat, wird dabei durch eine Einkommensprüfung festgestellt: Ein monatliches Einkommen von 1.250 Euro (bei Alleinlebenden) bzw. 1.950 Euro (bei Paaren) wird nicht auf die Grundrente angerechnet werden. Liegt das Einkommen über dem Einkommensfreibetrag, wird der darüber liegende Betrag abgeschmolzen − und zwar bürgerfreundlich und automatisiert durch einen einfachen Daten-
abgleich mit dem Finanzamt. Eine Vermögensprüfung, etwa des Wohneigentums, findet nicht statt. Die meisten Grundrentenbezieher erhalten die volle Grundrente. Das ist ein Sieg für die Gerechtigkeit: Fleiß lohnt sich. Wer arbeitet, hat jetzt und später mehr. Lebensleistung wird in der Rentenversicherung und nicht in der Fürsorgeleistung honoriert. Und ein Sieg für die Solidarität: Als Gesellschaft lassen wir niemanden hängen, sondern unterstützen gemeinsam diejenigen, die viel für uns alle geleistet haben, aber alleine nicht genug für sich herausbekommen. Wichtig ist uns: Niemand muss einen Antrag stellen, niemand muss zum Amt! Die Grundrente ist ein sozialpolitischer Meilenstein. Ein klarer Sieg nicht nur für die SPD, sondern besonders für viele Menschen in unserem Land! Der Solidaritätszuschlag (Soli) wird in einem ersten Schritt für rund 90 Prozent aller bisherigen Zahlerinnen und Zahler ab 2021 abgeschafft. Weitere 6,5 Prozent profitieren von der sogenannten Milderungszone, in der der Soli zukünftig nur zum Teil zu zahlen sein wird. Wir stärken damit die Friseurin genauso wie den Dachdecker oder die Bäcker-Meisterin. Wir entlasten die Polizistin, den Busfahrer oder die Lehrerin. Die reichsten zehn Prozent zahlen ihn aber weiter – in voller Höhe
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dabei nur die 3,5 Prozent der Superreichen. Sie sollen weiter ihren Beitrag leisten, damit wir in die Zukunft aller investieren können. Gerade aber Familien und Menschen mit geringeren und mittleren Einkommen bleibt bald mehr auf dem Konto. Das war uns als SPD besonders wichtig, denn höhere Nettoeinkommen stärken die Kaufkraft und die Binnenkonjunktur insgesamt. Nicht nur für die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entfällt der Zuschlag. Auch viele Selbständige und Gewerbetreibende zahlen ihn künftig nicht mehr. Das setzt Anreize für Investitionen und neue Arbeitsplätze. Das Gesetz ist deshalb nicht nur sozial gerecht, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. Mobilität, die das Klima schützt, die Gesundheit der Menschen nicht belastet und für alle bezahlbar bleibt – das sind die Leitsätze, für die unsere sozialdemokratische Verkehrspolitik steht. Innerhalb von Kiel und Berlin gibt es kaum einen Weg, den ich nicht mit meinem Fahrrad zurücklege. Und fast immer bin ich damit deutlich schneller unterwegs als die Autofahrer. Damit noch mehr Menschen auf das umweltfreundlichste Verkehrsmittel umsteigen, brauchen wir bessere und breitere Fahrradwege und – ganz wichtig – viel mehr Sicherheit. Auch in der kalten und dunklen Jahreszeit kann man gut mit dem Fahrrad unterwegs sein. Achten Sie auf eine intakte Beleuchtung Ihres Rades, am besten keine komplett dunkle Kleidung und rüs-
ten Sie sich mit Schal und Handschuhen aus. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine gemütliche Adventszeit, frohe Weihnachtstage und alles Gute für das neue Jahr 2020! Ihr Mathias Stein, Kiels Bundestagsabgeordneter
Mathias Stein (Foto: Olaf Bathke)
10 | Vandalismus am Gedenkort des „Arbeitserziehungslagers Russee“
Entsetzen und Empörung über Vandalismus am Gedenkort des „Arbeitserziehungslagers Russee“ Auch in diesem Jahr sind anlässlich des Volkstrauertages an der Gedenkstätte Arbeitserziehungslager Nordmark in Kiel-Hassee Kränze zum Gedenken der Opfer der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten niedergelegt worden. Nur wenige Tage nach der Kranzniederlegung wurde durch Frank Hornschu allerdings festgestellt, dass alle Schleifen an den niedergelegten Gestecken und Kränzen abgeschnitten worden sind.
Die örtlichen Ratsmitglieder Astrid Leßmann (Russee Hammer) und Philip Schüller (Hassee) zeigen sich ebenso wie Frank Hornschu (Mitglied im SPDOrtsverein RusseeHammer) entsetzt und empört über eine solch feige Tat! Gemeinsam verurteilen sie den Vandalismus am Gedenkort des „Arbeitserziehungs-lagers Russee“. Astrid Leßmann zeigt sich erschüttert: „Ich erinnere mich noch gut an eine Ortsbeiratssitzung in Russee vor ca. 2 Jahren. Dort berichtete ein Einwohner,
dass er Briefkontakt zu einer Frau in den USA hat, die Opfer der Nationalsozialisten geworden war. Sie wurde in mehreren Lagern untergebracht, aber das Arbeitserziehungslager Nordmark war das Schlimmste, was sie je erleben musste. Sehr eindrucksvoll hatte dieser Bürger einen Ausschnitt aus einem Brief verlesen und dieses hat einen tiefen Eindruck bei mir bis heute hinterlassen. Freiheit ist ein hohes Gut. Nie wieder dürfen wir zulassen, dass solche Gräueltaten noch einmal geschehen!“ Frank Hornschu: „Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Tat die Opfer und Foto: Frank Hornschu das Gedenken verhöhnen soll. Mit dieser Tat hat sich die Person außerhalb der Gesellschaft gestellt; diese Person beweist, dass bei ihr Anstand und Vernunft deutlich unterhalb der Nachweisgrenze liegen; mit dieser Tat zeigt die Person, dass sie kein Mitgefühl, keine Mitmenschlichkeit und Empathie besitzt.
Vandalismus am Gedenkort des „Arbeitserziehungslagers Russee“| 11
Was neben der Empörung bleibt, ist die Gewissheit, dass solche Art von Menschen sich selbst ächten und zu einer verantwortungslosen und geradezu niederträchtigen Minderheit zählen; sie insofern die große Mehrheit, im Gedenken an die Opfer des Faschismus, nie werden auch nur im Ansatz behindern können.“ Gerade der Volkstrauertag, so Leßmann, Hornschu und Schüller, sollte immer wieder daran erinnern, was im letzten Jahrhundert an schrecklichen Dingen passiert ist, und mahnen, darauf aufzupassen, es nie so weit kommen lassen. Für Philip Schüller zeigt das Ereignis schließlich auch, dass Debatten um Erinnerungskultur wichtig für die Stadtgesellschaft seien: „Wir müssen das AEL Nordmark bei den Menschen präsenter und sichtbarer machen, damit niemand vergisst, was an dieser Stelle, mitten in unserer Nachbarschaft, getan wurde. Ich bin weiterhin der Meinung, dass eine Umbenennung der Bushaltestelle Strucksdiek, die direkt vor der Gedenkstätte liegt, einen erheblichen Teil dazu beitragen kann, wenn sie den Namen der Gedenkstätte trägt!“ Ratsfrau der Landeshauptstadt Kiel Astrid Leßmann (Wahlkreis 15 - Russee - Hammer) Ratsherr der Landeshauptstadt Kiel Philip Schüller (Wahlkreis Hassee und Vieburg)
12 | Umbau Bahnhof Russee hat begonnen
Umbau Bahnhof Russee hat begonnen Die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Russee hat den Ortsbeirat in vielen Sitzungen beschäftigt. Zahlreiche – auch sich widerstrebende Interessen – mussten in ein gemeinsames Konzept eingefasst werden. Seit November wird jetzt gebaut. Das Tiefbauamt der Stadt Kiel hat dazu mitgeteilt, dass die Fußwege der Kreuzung Russeer Weg/Köpenicker Straße barrierefrei ausgebaut werden. Vom Fußweg des Russeer Weges wird zusätzlich zur bestehenden Rampe eine schnelle Verbindung mittels einer Treppe geschaffen. Es werden überdachte und nicht überdachte Fahrradabstellplätze installiert. Darüber hinaus werden 40 kostenfreie PKW-Stellplätze hergestellt, davon sind zwei für Menschen mit Behinderungen vorbehalten. Die beiden Bushaltestellen (neuer Name: Bahnhof Russee) werden barrierefrei ausgebaut, die Haltestelle stadtauswärts wird ein Stück in Richtung Russeer Weg versetzt. Die brachliegen-
de Fläche links von der PKW-Zufahrt ist entsiegelt worden und wird nach der Nutzung als Baustelleneinrichtungsfläche begrünt (Blühwiese) werden. Am Geld wird der Ausbau nicht scheitern. Haushaltsmittel stehen im Jahr 2019 und 2020 zur Verfügung. Die Fertigstellung ist für Sommer 2020 geplant. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf 650.000 Euro brutto.
WJ (Fotos: WJ)
Zwei neue Fahrradstraßen für Russee? | 13
Zwei neue Fahrradstraßen für Russee? Seit Jahren bemüht sich der Ortsbeirat die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer zu verbessern. Im Rahmen der Beratung über die vom Tiefbauamt der Stadt Kiel vorgelegte Prioritätenliste zum Radverkehr schlug das Gremium vor, zwei Fahrradstraßen zu schaffen.
Vorgesehen ist einen Abschnitt der Spreeallee (nämlich vom Ende der Sackgasse, Höhe Spreeallee 288-298) bis ca. 50m vor der Einmündung in den Rutkamp zu einer Fahrradstraße auszubauen. In diesem Straßenabschnitt ist das Verkehrsaufkommen relativ gering; es gibt überwiegend Anliegerverkehr, eine Busanbindung besteht nicht. Dieser Bereich der Spreeallee wird bereits jetzt täglich von zahlreichen Fahrradfahrern intensiv genutzt. Mit der Einrichtung einer Fahrradstraße lässt sich die Sicherheit der schwächeren Ver-
kehrsteilnehmer wirkungsvoll und ohne großen Kostenaufwand nachhaltig erhöhen. Der zweite Vorschlag des Ortsbeirates sieht vor, den Redderkamp als Fahrradstraße auszuweisen. Das Gremium geht davon aus, dass dann viele Fahrradfahrer, statt die gefährliche Rendsburger Landstraße zu benutzen, die ruhige Wohnstraße als angenehme sichere Variante wählen. Die Stadt Kiel wurde aufgefordert, die die Einrichtung der Fahrradstraßen zeitnah umzusetzen.
WJ (Foto: WJ)
14 | Aus dem Landtag
Özlem Ünsal Landtagsabgeordnete für Kiel-West Liebe Leserinnen und Leser, das Jahr 2019 neigt sich langsam dem Ende und Weihnachten steht bald wieder vor der Tür. Ich möchte dies gerne zum Anlass nehmen, Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit und einen gesunden Start ins neue Jahr zu wünschen. Ich und mein Team können auch in 2019 auf ein engagiertes politisches Jahr zurückblicken, in dem wir eine Vielzahl an politischen Initiativen auf den Weg bringen und vielerorts in einen konstruktiven Austausch mit Ihnen im Wahlkreis West eintreten konnten. Dafür danke ich Ihnen herzlich. Gleiches gilt für Ihre hohe Wahlbeteiligung bei der letzten Oberbürgermeisterwahl, die zu einem beachtlichen Erfolg für unseren sozialdemokratischen Kandidaten Ulf Kämpfer führte. Die Wahlbeteiligung in Russee/Hammer/Demühlen war eine der höchsten in ganz Kiel und stellt damit einen aktiven Demokratiebeitrag dar. Als Ihre direkt gewählten Vertreterinnen und Vertreter danken wir Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen in unsere politische Arbeit. Gemeinsam mit Ihnen bleiben wir weiter für das Beste für die Menschen unserer Stadt dran. Auch mit unserem Bürgerforum „Kieler Westdialoge“ setzen wir unseren Dialog fort. Unsere Veranstaltung fand
Ende Oktober 2019 im Schulterschluss mit den Gewerkschaften zum Thema „gute Arbeit“ statt. Unser Ziel bleibt, prekäre Beschäftigung und deren Auswirkungen wie Armut und Abhängigkeit von Transferleistungen in unserer Stadt weiter abzubauen. Eine starke Wirtschaft für Kiel braucht Fachkräfte mit guten Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sowie Mitbestimmung- und Arbeitnehmerrechte. Gute Arbeit mit gutem Lohn schützt zudem vor Armut und sorgt für einen stabilen Kreislauf unserer Wirtschaft. Nicht zu vergessen ist, dass zum Erfolg unserer Wirtschaft vor allem die Leistungen der Lohnabhängigen gehören. In keinem anderen Bundesland hat das Lohnniveau in den vergangenen Jahren so stark gelitten wie in SchleswigHolstein. Noch ist unser Bundesland der Lohnkeller des Westens mit der schlechtesten Bezahlung und einem hohen Anteil an prekärer Beschäftigung. Vor allem Frauen sind besonders von Altersarmut bedroht.
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16 | Aus dem Landtag / Ihlkater Laienspielgruppe mit neuem Stück
Faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen und nachhaltige Entwicklung müssen weiterhin Bestandteil eines Tariftreueund Vergabegesetzes auch in Schleswig-Holstein sein. Arbeitnehmerechte und eingeführte Standards dürfen seitens der Jamaika-Landesregierung nicht aufgeweicht werden. Das gilt für tariftreue Auftragsvergaben ebenso wie im Kampf gegen Korruption, Lohndumping und Ausbeutung von Minijobbern. Unser nächster Westdialog wird im ersten Quartal 2020 stattfinden. Dazu laden wir Sie selbstverständlich wieder herzlich ein. Am Samstag, den 8. Februar 2019, ab 11.00 Uhr lade ich Sie zudem herzlich zu meinem jährlichen Bürgerempfang in das Musiculum ein. Es ist ein guter Anlass um mit den vielfältigen Akteuren der Kieler Zivilgesellschaft, Politik, Verbänden und Institutionen oder Ehrenamtlichen in den Austausch zu treten. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich in meinem Wahlkreisbüro für den Empfang anmelden und ich auch Sie persönlich begrüßen darf. Sprechen Sie mich gern an oder melden Sie sich in meinem Wahlkreisbüro Kiel-West unter folgender Mailadresse: kontakt@özlemünsal.de
Herzlich Grüße Ihre Kieler Landtagsabgeordnete Özlem Ünsal
Aus dem Stadtteil - Ihlkater Laienspielgruppe mit neuem Stück Ältere Genossinnen und Genossen werden sich noch erinnern, dass wir mit unserem Ortsverein viele Jahre Stammgast in der Ihlkate (heute Restaurant Athen) waren. Im Saal fanden unsere Versammlungen statt. Hier trat auch die Ihlkater Laienspielgruppe auf. Das Ensemble gibt es immer noch, wenn auch an anderem Ort. Viele Darstellerinnen und Darsteller kommen immer noch aus Russee, Hammer, Meimersdorf und Umgebung. „Die 950 Jahr Feier“ heißt das Stück im Jahr 2020.Eine Komödie in drei Akten. Groß-Mackenbach will sein Jubiläum aufwändig feiern. Der findige Bürgermeister Oskar Matsch, seine ihn regierende Gattin Klementine und der nie um eine Antwort verlegene Kumpel und Parteifreund Karl Blobber haben viele Ideen. Kommt tatsächlich der Papst? Wer steht vor der Messerwurfscheibe? Die Vorstellungen finden jetzt im Schützenhof Hubertus in Wellsee, Goerdeler Ring 1 statt. Premiere ist am 21. Februar um 19.30 Uhr. Weitere Aufführungen am 22., 23. (18.30 Uhr), 28. und 29.2. sowie am 1.3.(17.30 Uhr). Karten zum Preis von 8 € im Vorverkauf im Schützenhof Hubertus ab 13.Jan. immer montags von 19-21 Uhr. Telefonische Vorbestellung unter 0431 / 714382. WJ
Es tut sich was Hof Hammer| 17
Es tut sich was auf Hof Hammer Wer geglaubt hatte, dass es mit dem Projekt „Hof Hammer – inklusiv“ nicht weitergeht, wird jetzt angenehm überrascht. Der Projektentwickler Gerd Goldammer hat im November mitgeteilt, dass jetzt alle erforderlichen Genehmigungen beantragt sind und der Abriss einiger Häuser beginnen wird. Bei Redaktionsschluss war vom Pavillon an der Zufahrt vom Speckenbeker Weg nur noch ein Fundament zu sehen. Erfreuliches gibt es auch von der Stiftung Drachensee zu berichten. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Häuser der Wohngruppe ziehen übergangsweise in die Waldhäuser. Die Wohnungen wurden in den vergange-
nen Wochen hergerichtet. Ein endgültiger Umzug in die neuen Häuser wird wohl erst 2021 erfolgen. WJ
Foto Astrid Leßmann
18 | Veranstaltungskalender, Impressum
VERANSTALTUNGEN Vereine, Verbände und Organisationen können ihre Veranstaltungstermine kostenlos bekannt geben. Die Termine müssen bis zum Redaktionsschluss (siehe Impressum) vorliegen. Der Einsender ist für den Inhalt verantwortlich. Auswahl und Kürzungen behält sich die Redaktion vor. Kontakt: Winfried Jöhnk (Stiller Winkel 19, Tel. 69250, winfried.joehnk@gmx.net)
Datum
Uhrzeit
Was? Wo? Wer?
23.12.2019
18:00 Uhr
lebendiger Adventskalender in der anna, Rutkamp 77, SPD Russee-Hammer,
21.01.2020
19:30 Uhr
Ortsbeirat Russee / Hammer / Demühlen, Heim der Schützengilde Demühlen
22.01.2020
19:00 Uhr
2. Runder Tisch, seniorenfreundlicher Stadtteil Russee, anna Russee, Rutkamp 77
26.01.2020
15:00 Uhr
Verabschiedung von Pastorin Hartwig, St. Gabriel Kirche
18.02.2020
19:30 Uhr
Ortsbeirat Russee / Hammer / Demühlen, Heim der Schützengilde Demühlen
17.03.2020
19:30 Uhr
Ortsbeirat Russee / Hammer / Demühlen, Grundschule Russee
IMPRESSUM Herausgeber: SPD Kiel - Ortsverein Russee-Hammer Redaktionsleitung und –anschrift, Werbeanzeigen, V.i.S.d.P.: Bianca Wöller, Reinickendorfer Str. 1 , 24111 Kiel, Tel. 2404938 , biancawoeller@web.de Redaktion: Eckhard Frenzke (ef), Bianca Wöller(bw), Winfried Jöhnk (WJ), Markus Wöller (mawö) Satz, Layout: Wolfram Baumgarten (WB) Vertrieb: Eckhard Frenzke, Bianca Wöller Druck: Hansa Druck, Hansastr. 48, 24103 Kiel - Auflage: 4200 Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht immer die Meinung des Herausgebers wieder. Die Redaktion behält sich vor, eingesandte Artikel zu kürzen. Zuschriften ohne oder falschem Absender werden nicht veröffentlicht. Nachdruck - auch auszugsweise - ist nur nach vorheriger Genehmigung des Herausgebers erlaubt. Die Zeitung wird durch Anzeigenwerbung und Spenden von SPD-Mitgliedern finanziert.
Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe: Anfang März 2020 Die Ausgaben von „Unser RUSSEE“ finden Sie auch im Internet unter www.spd-kiel.de/russee
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„Unser RUSSEE“ elektronisch Zusätzlich zur gedruckten Ausgabe bieten wir Ihnen die Zusendung der aktuellen Ausgabe auch als PDF-Dokument an. Bitte senden Sie dazu eine E-Mail an biancawoeller@web.de
Noch vor wenigen Wochen habe ich mich gefragt, warum bei vielen Projekten in Russee und Hammer keine Fortschritte zu erkennen sind. Man könnte es auch Stillstand nennen. In den letzten Wochen ist jetzt etwas in Bewegung geraten. Auf Hof Hammer wird mit dem Abriss einiger Häuser begonnen. Die Wohngruppe der Stiftung Drachensee ist in renovierte Wohnungen umgezogen. Am Bahnhof Russee wird fleißig gearbeitet. Park-and-ride Plätze entstehen, der Bahnsteig wird behindertengerecht ausgebaut, für Radfahrer werden überdachte Unterstände errichtet und wir werden unsere Blühwiese erhalten.
Natürlich gibt es noch viel zu verbessern in unserem Bereich. Die Gefahren für Radfahrer in der Rendsburger Landstraße bleiben. Ein Ausbau ist dringend erforderlich. Trotz anna (Anlaufstelle Nachbarn) fehlen für ältere Mitbürger immer noch Treffpunkte. Von einem Gebäude mit seniorengerechten Wohnungen können wir zurzeit nur träumen. Vielleicht wird es ja im nächsten Jahr besser. Man darf sich ja zu Weihnachten etwas wünschen. Karl – Otto wünscht ein frohes Weihnachtsfest, kommen sie gut rein in das Jahr 2020. Alles Gute Ihr Karl - Otto
Im ehemaligen Hotel Rendsburger Hof ist wieder Licht. Für einen Zeitraum von zwölf Monaten werden dort im Raum Kiel tätige Arbeiter wohnen. Weitergehende Pläne gibt es allerdings nicht. Nur im ehemaligen Edeka – Markt in der Spreeallee tut sich gar nichts. Ist denn der Vermieter überhaupt nicht an Einnahmen interessiert?
SPD Russee-Hammer im Internet: www.spd-kiel.de/russee