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BoardportSource Ausgabe # 129

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#129 2026 HÄNDLERLEITFÄDEN BOARDSHORTS, OUTDOOR, SKATE-HELME, STREETWEAR FÜR HERREN, FOILING, WINGS, BADEMODE FÜR DAMEN, LIFESTYLERUCKSÄCKE, SURFBEKLEIDUNG FÜR HERREN, SKATE-SCHUHE, NEOPRENANZÜGE, EFOIL BIG WIG: BAS JANSSEN ONETURN MARKEN-UPDATES: LIP SUNGLASSES, BLACKRIVER, RHYTHM, VOLCOM, ALUULA, WIP-OUT, BOA, FOAMLIFE, VOITED, HYDA,


INTRODUCING THE

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W H E R E LEGENDS ARE MADE Join us in honoring the legacy of the world’s best shapers. At Surftech, we bring visionary designs to life with unparalleled craftsmanship. Our commitment is to the creation of extraordinary surfboards, the elevation of the shapers who build them, and the enhancement of your experience on the water. For your part; we simply ask that you enjoy — every wave you ride is a testament to the legends who made it possible. Together we celebrate the artistry of the master board builders. Surftech — where legends are made.

Aipa invites all generations of the inspired to experience the blend and balance of an authentic surf legacy and connect on a journey to imagine and live “The Next Move”.

Surftech is honored to be a part of Aipa’s next move. Our product collaboration aims to, in the words of Ben Aipa, “Make a statement, emphasize design, but always have blend and balance.” We feel conf ident our range f rom AIPA, built-in cutting edge Dual Core and Fusion HD constructions, lives up to and maybe even exceeds Ben’s vision.

BIG BROTHER STING

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The U-Zip is built on two elements: a U-shaped opening that runs from shoulder to shoulder, and a zip that’s more flexible than classic closures. Together, they deliver 3 major benefits:

MAXIMUM RANGE OF MOTION Minimal material around the neck and shoulders, with a soft & light zip for more freedom and better paddling. MORE WATERTIGHT The U-Zip closes the opening as tightly as possible to limit water ingress. SUPER EASY ON AND OFF Easier and faster than a classic chest zip. No need to twist your neck.

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HALLO

SOURCE#129 Persönliche Kontaktpunkte mit den Verbrauchern werden für Marken immer wertvoller, da diese in der digitalen Welt geradezu überschwemmt werden. Was sollen wir bei so viel Auswahl und unklaren Informationen auf unseren digitalen Bildschirmen eigentlich glauben? Gleichzeitig wird es für Marken immer schwieriger, sich in der zunehmend umkämpften Medienlandschaft von der Masse abzuheben. Die Antwort sind direkte, persönliche Events, bei denen das Geschäft oder die Marke den Kunden hautnah trifft. Was gibt es Besseres beim Verkauf eines Produkts als ein gemeinsames Erlebnis, aus dem eine auf Vertrauen basierende Freundschaft entstehen kann? B2B-Messen scheinen die Krise überstanden zu haben, und Marken bewerten nun deren

Wert als persönliche Begegnungsstätte und nicht mehr ausschließlich ihren ROI. Der Neustart der ISPO und der European Outdoor Week, die sowohl Messen als auch Konferenzen vereinen, sind ein Beweis dafür. Man weiß nie, welchen Wert eine unerwartete persönliche Begegnung hat, bevor sie stattfindet. On-Snow-Demos sind ein Aushängeschild für persönliche Kontakte und bauen Barrieren zwischen Markenund Verkaufspersonal ab, indem das Produkt in der Umgebung eingesetzt wird, für die es bestimmt ist. Außerdem sollte man nicht unterschätzen, wie viel Vertrauen diese Erfahrungsberichte und Einblicke aus erster Hand bei den Kunden im Laden schaffen. „Rock On Snow“ in Avoriaz bietet den Verbrauchern dieses Erlebnis bereits seit Jahren. Die Einführung des „RideON Shred Fest“ durch die 1st Try-Crew wird die Lücke in der DACH-Region schließen und ein ähnliches Demo-Erlebnis im Schnee für Verbraucher schaffen, das denselben Spaß, dieselbe Einbindung und dieselbe persönliche Erfahrung bietet wie ihre Business-Veranstaltung. All dies dient dem

Aufbau einer Community und schafft eine unschätzbare Bindung zwischen Marken und Verbrauchern. Es ist zu erwarten, dass die Zahl der Präsenzveranstaltungen weiter zunehmen wird, da wir in einer virtuellen Welt verstärkt nach realen Erlebnissen suchen. Ein anderes reales Erlebnis ist das Lesen oder Blättern in einem Magazin wie dem, das ihr gerade vor euch habt – es ist in 3D, was das Gefühl der Verbindung zur realen Welt noch verstärkt. Diese Ausgabe ist vollgepackt mit unseren Einkaufsratgebern für den Einzelhandel, zehn Markenprofilen und unseren Markteinblicken. Im Mittelpunkt steht „The Big Wig“ mit Bas Janssen, dem Head of Brand für etnies, Emerica und éS EMEA bei OneTurns. Wenn jemand miterlebt hat, wie unsere Branche einige Veränderungen durchlaufen hat, dann ist es Bas… Always Sideways sharing that experience Clive

INHALT S.10 Vorschau: Fachmessen

S.28 Big Wig: Bas Janssen, OneTurn

S.51 Lifestyle-Rucksäcke SS27

S.11 Skate-Schuhe SS27

S.31 Neoprenanzüge SS27

S.54 Marken-Profil:Foam Life

S.14 Händlerprofil: Bana Skate Portugal

S.34 Marken-Profil: WIP-OUT

S.55 Marken-Profil: Blackriver

S.16 Boardshorts SS27

S.35 Marken-Profil: Volcom Eyewear

S.57 Surfbekleidung für Herren SS27

S.18 Marken-Update: Lip Sunglasses

S.37 Streetwear für Herren SS27

S.60 eFoil SS27

S.19Marken-Profil: Dryobe

S.41 Skate-Helme und Schutzausrüstung 2026

S.62 Neue Produkte

S.21 Foiling SS27

S.43 Outdoor SS27

S.63 Marken-Profil: BOA

S.24 Marken-Profil:Rhythm

S.46 Marken-Profil: Voited

S.64 Europäische Marktanalyse

S.25 Marken-Profil: Aluula

S.47 Marken-Profil: Hyda

S.71 Stellenangebote

S.26 Wings SS27

S.48 Bademode für Damen SS27

S.74 Events

TEAM Editor Harry Mitchell Thompson harry@boardsportsource.com

German Editor Natalia Maruniak tala@boardsportsource.com

Skate Editor Dave Morgan davemorgan@boardsportsource.com

French Editor Marie-Laure Ducos ducos@boardsportsource.com

Senior Surf Contributor David Bianic david@boardsportsource.com

Graphic Design Louis White hello@louiswhite.co.uk

Snowboard Contributor Matthieu Perez Matthieu@boardsportsource.com

Proof-readers Natalia Maruniak, Marie-Laure Ducos Contributors Rocio Enriquez, Benoît Brecq, Gordon Way, Franz Holler, Nuno Principe, Toby Hammer,

Alain Frei, Juliana Schneider, Anna Heimhilcher Dylan Selvey James Dalziel Advertising & Marketing Clive Ripley clive@boardsportsource.com Accounts Manager accounts@boardsportsource.com To Subscribe boardsportsource.com subs@boardsportsource.com

Publisher publisher@boardsportsource.com Published by ESB 22 Friars Street, Sudbury Suffolk, CO10 2AA. UK Boardsport SOURCE is published bi-monthly © ESB. All Rights Reserve

boardsportsource.com

Kein Teil dieser Publikation darf ohne vorherige schriftliche Genehmigung in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen Mitteln vervielfältigt oder übertragen oder in einem Abrufsystem jeglicher Art gespeichert werden, mit Ausnahme der nach dem Copyright Designs and Patents Act 1988 zulässigen fairen Nutzung. Anträge auf Genehmigung zur Nutzung urheberrechtlich geschützten Materials,

einschließlich der Genehmigung zur Vervielfältigung von Auszügen in anderen öffentlichen Werken, sind an den Verlag zu richten. Der Autor, der Verlag und die Quelle müssen vollständig genannt werden. Die in dieser Publikation geäußerten Ansichten entsprechen nicht unbedingt denen des Herausgebers. ISSN # 1478-4777

SOURCE zeigt auf unseren Titelseiten ausschließlich Mitarbeiter aus der Branche. Keine Profisportler für uns. Auf diese Weise würdigen wir all die harte Arbeit und den Einsatz, die normalerweise unbemerkt bleiben. Bitte senden Sie Ihre Einsendungen per E-Mail an harry@boardsportsource.

meinen immer alle Geschlechter im Sinne der Gleichbehandlung. Die verkürzte Sprachform hat redaktionelle Gründe und ist wertfrei.

Gender-Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir hier bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern die männliche Form (generisches Maskulinum). Wir

Titelbild: David Morgan, Source’s Skate Editor Foto: Joel Peck

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TRADE EVENTS PREVIEWS

SPORT ACHAT ETÉ, GRENOBLE, FRANKREICH 7.-8. SEPTEMBER 2026

Sport-Achat Été returns on 7–8 Die „Sport-Achat Été“ kehrt am 7. und 8. September 2026 als wichtiger Treffpunkt für Fachleute der Outdoor- und Bergsportbranche zurück und bringt während der Einkaufssaison für Frühjahr/ Sommer 2027 Marken, Distributoren und Fachhändler zusammen. Die zweitägige Fachmesse bietet Branchenfachleuten die Gelegenheit, neue Produkte zu entdecken, aufkommende Trends zu erkennen und ihre nächsten Kollektionen vorzubereiten. Die Veranstaltung deckt fünf Kernbereiche ab: Radsport, Klettern & Bergsteigen, Trail & Laufen, Wandern & Camping sowie Lifestyle. Mit 95 Ausstellern und 240 vertretenen Marken bei der Ausgabe 2026 ist die Sport-Achat Été nach wie vor ein fester Bestandteil des Bestellkalenders der Branche. Die Ausgabe 2026 findet zu einem relativ positiven Zeitpunkt für die französischen Bergregionen statt. Die Sommersaison verzeichnet weiterhin Wachstum: Die Auslastung stieg um 0,8 % und nähert sich der 50-Prozent-Marke. Vor diesem Hintergrund sind die Diversifizierung des Bergtourismus und die sich wandelnden Erwartungen der Outdoor-Kunden wichtige Themen für Einzelhändler und Marken. Wandern und Biwakieren spielen auf der diesjährigen Messe eine besonders wichtige Rolle. Das Angebot vereint die meisten der führenden französischen Händler sowie die wichtigsten Marken der Branche und spiegelt damit das anhaltende Interesse an Outdoor-Aktivitäten und -Ausrüstung wider. Eine eigene Schuhausstellung am Eingang präsentiert mehr als 80 Paar Schuhe und bietet den Besuchern einen schnellen Überblick über die neuesten Produkte und Trends in dieser Kategorie. Zu den weiteren Themenbereichen gehören eine Zelt-Ausstellung sowie Moodboards, die die wichtigsten Trends für die kommende Saison hervorheben. Auch der Radsportsektor ist weiterhin stark vertreten, trotz der aktuellen Herausforderungen, denen sich die Fahrradbranche in Frankreich und international gegenübersieht. Das Konferenzprogramm 2026 befasst sich mit mehreren Themen, die derzeit die Outdoor-Branche prägen. Der Montag beginnt mit „Rückblick auf die Sommersaison in Zahlen“, der einen Überblick über wichtige Kennzahlen und Trends der Sommersaison bietet. Als Nächstes folgt „Sommerliche Diversifizierung in den Bergen: Ein Motor für die Zukunftsfähigkeit von Bergdestinationen?“. Darauf folgt eine praxisorientierte Sitzung mit dem Titel „10 praktische

EUROSIMA SURF SUMMIT SEIGNOSSE, FRANKREICH 24.-25. SEPTEMBER 2026

Neben dem Ausstellungs- und Konferenzprogramm bietet die Sport-Achat Été mehrere Bereiche, die zum Entdecken und Netzwerken einladen. Die „Fresh Zone“ konzentriert sich auf aufstrebende Marken und innovative junge Unternehmen, während spezielle Ausstellungen für Schuhe, Zelte und Fahrräder zusätzliche Produktpräsentationen bieten. Das Food-Truck-Dorf dient während der gesamten Veranstaltung als geselliger Treffpunkt. Am Montagabend sind Aussteller und Besucher zudem zur „Sport-Achat Été Summer Party“ eingeladen, die ab 18:30 Uhr im Food-Truck-Bereich mit Cocktails und einem Buffet stattfindet. Die „Sport-Achat Été 2026“ ist am Montag, dem 7. September, von 9:00 bis 19:00 Uhr und am Dienstag, dem 8. September, von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Grenoble ist zudem über die Autobahn und den TGV sowohl von Paris als auch von Marseille aus gut erreichbar; zu den Flughäfen in der Region zählen Grenoble, Genf und Lyon-SaintExupéry. Steigt also ins Flugzeug oder ins Auto und kommt vorbei, um die Produkte des nächsten Jahres zu entdecken. Die Messe 2026 knüpft an den Erfolg der Ausgabe 2025 an, bei der 98 Aussteller und rund 225 Marken vertreten waren, während die Besucherzahlen im Vergleich zu 2024 um 10 % gestiegen sind. Mit ihrem starken Angebot im Bereich Wandern und Outdoor, der anhaltenden Präsenz des Radsports und einem Programm, das sich mit den wichtigsten Branchenentwicklungen befasst, wird die Messe auch weiterhin der wichtigste Treffpunkt bleiben, an dem Marken und Einzelhändler ihre Frühjahrs-/ Sommerkollektion 2027 planen. SPORT-ACHAT-ETE.COM

Die 23. Ausgabe des jährlichen EuroSIMA Surf Summit findet am 24. und 25. September statt und bringt die europäische Action-Sport-Branche zu zwei Tagen voller Vorträge, Networking und Diskussionen zusammen. Wie bereits im Jahr 2025 wird die Veranstaltung im Belambra Club in Estagnots, Seignosse, im Südwesten Frankreichs stattfinden.

können, anstatt darauf zu warten, dass der Markt den nächsten Schritt vorgibt.

Der EuroSIMA Surf Summit steht der gesamten Action-Sport-Branche offen und bietet EuroSIMA- sowie UESC-NA-Mitgliedern ein Vorzugspaket für Unternehmen, das die Teilnahme ganzer Teams ermöglicht. Nach dem Thema des letzten Jahres, „Keep Riding the Change“, bei dem es um die Anpassung an einen sich wandelnden Markt ging, ist die Botschaft in diesem Jahr direkter: „Drop In“.

Nachhaltigkeit & Regulierung: Umwelt- und wirkungsbezogene Probleme nehmen zu, während sich die Regulierung rasant weiterentwickelt. Der Gipfel wird untersuchen, wie Unternehmen regulatorischen Druck in einen Wettbewerbsvorteil umwandeln können. Außerdem wird eine herausfordernde Frage behandelt: Was kostet Untätigkeit Unternehmen wirklich – sowohl in Bezug auf die Artenvielfalt als auch auf das Geschäftsergebnis?

Der Fokus liegt nicht mehr nur darauf, zu verstehen, wie sich der Markt verändert, sondern darauf, zu entscheiden, wie Unternehmen darauf reagieren werden. Geschäftsmodelle, Regulierung, Nachhaltigkeit, Personalmanagement und künstliche Intelligenz prägen die Branche neu. Die Botschaft der EuroSIMA ist klar: Der Markt belohnt Abwarten nicht mehr. Es ist an der Zeit, Stellung zu beziehen und in die nächste Welle des Wandels „einzusteigen“. Das zweitägige Programm umfasst 10 Vorträge, Podiumsdiskussionen, Keynotes und Workshops sowie Gelegenheiten zum Networking, die offizielle Abendveranstaltung, eine Surf-Session, die Bekanntgabe des Gewinners des EuroSIMA 2026 Innovation Call for Projects und einen Abschlussumtrunk. Der Summit beginnt um 9:30 Uhr mit einer Rede des EuroSIMA-Präsidenten JeanLouis Rodrigues. An den beiden Tagen konzentrieren sich die Diskussionen auf vier Schlüsselbereiche der Entscheidungsfindung.

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Anwendungsmöglichkeiten von KI für Outdoor-Händler“, in der untersucht wird, wie künstliche Intelligenz im täglichen Einzelhandelsgeschäft eingesetzt werden kann. Am Dienstag richtet sich der Fokus auf Verbraucher und sich wandelnde Märkte. „Retail Café: Wer ist die neue Generation der Wanderer?“ beleuchtet die Entwicklung der Wanderer als Verbraucher, während „Warum verändert sich das Trailrunning?“ die Entwicklungen auf dem Trailrunning-Markt untersucht. Das Programm endet mit „Mountain Trail Test Lab: Ein Rückblick auf das Experiment“, präsentiert von der USC in Zusammenarbeit mit der UESC.

Markt & Geschäftsmodelle: Das traditionelle Geschäftsmodell der ActionSportbranche steht unter Druck. Der Großhandel hat zu kämpfen, D2C wächst weiter und der Second-Hand-Markt etabliert sich zunehmend. Die zentrale Frage lautet, wie Marken die Führung übernehmen und ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln

Marken & Verbraucher: Das größte Kapital der Branche sind nach wie vor ihre Kreativität und ihr kultureller Einfluss, doch Mainstream-Marken bedienen sich zunehmend bei den Action-Sportarten, ohne dass die ursprüngliche Branche zwangsläufig von dem dadurch geschaffenen Wert profitiert. Der Gipfel wird die sich wandelnde Beziehung zwischen den Kern-Communities und den MainstreamVerbrauchern beleuchten.

Menschen, Management und KI: Menschen und Management werden zu immer wichtigeren Themen in der Unternehmenswelt, da sich Organisationen umstrukturieren, traditionelle Bezugspunkte sich verschieben und Teams unter zunehmendem Druck stehen. In den Vorträgen werden Sinn und Bedeutung der Arbeit, Gesundheit und Energie als unternehmerische Belange sowie die wachsende Rolle der KI beleuchtet. Die Diskussion wird sich auch mit den unbeabsichtigten Folgen der KI befassen, darunter „Workslop“ – KI-generierte Inhalte, die zwar ausgefeilt wirken, aber keine Substanz haben und letztendlich die eigentliche Arbeit auf den Empfänger verlagern. Zu den bestätigten Referenten zählen die Psychologin Mathilde Depaulis, Anais Georgelin, Laurence Descamps und Thomas Escot. Weitere Mitwirkende sind die Marketingberater Ludovic Pouilly und Bruno Lee, Frederic Tain sowie Stéphane Popescu, Mitbegründer der Beratungsfirma für nachhaltige Mode Cose 361. Das vollständige und aktuelle Referentenprogramm ist auf der EuroSIMA-Website verfügbar. Die visuelle Identität für 2026 wurde vom baskischen Fotografen und Filmemacher


Arthur Picard entworfen, einem aufstrebenden Unterwasserfotografie und -videografie.

Talent

im

Bereich

der

Zu den weiteren Aktivitäten gehört die jährliche Surf-Summit-Cocktailparty am Donnerstagabend im „70 Hectares et Ocean“ in Seignosse, bei der die Gewinner der EuroSIMA-Innovationsprojekte gefeiert werden. Der Freitag beginnt um 9:00 Uhr mit einer Surf-Session des Hossegor Surf Clubs, gefolgt von der Präsentation des Gewinners des EuroSIMA Call for Innovation um 13:30 Uhr. Im Rahmen des Summits findet zudem die neunte Ausgabe der „Surfing Lounge“-Ausstellung statt, auf der

ISPO AMSTERDAM, NIEDERLANDE 3.-5. NOVEMBER 2026

Die ISPO 2026 bringt vom 3. bis 5. November die internationale Sport- und Boardsport-Branche nach Amsterdam, da die Veranstaltung zum ersten Mal von ihrem langjährigen Standort in München in die RAI Amsterdam wechselt.

Dieser Wechsel bedeutet eine bedeutende Veränderung für eine der bekanntesten Fachmessen der Sportbranche und bringt die ISPO an einen wichtigen internationalen Wirtschafts- und Verkehrsknotenpunkt. Die RAI Amsterdam bietet einen zentralen Treffpunkt für die globale Sportbranche, während die Nähe zum Flughafen Schiphol Besuchern aus ganz Europa und darüber hinaus eine bequeme internationale Anbindung ermöglicht. Mit bereits 900 bestätigten Ausstellern, mehr als 500 registrierten Einkäufern und über 40 Partnerschaften mit Branchenvertretern und Medien wird die diesjährige Veranstaltung ein wichtiger Treffpunkt für Marken, Einzelhändler, Hersteller und Innovatoren aus der Boardsport- und der gesamten Outdoor-Branche sein. Insbesondere für den Boardsport verbindet die ISPO 2026 Geschäft und Networking mit einem umfangreichen Programm aus Live-Erlebnissen, Produktentdeckungen und Action auf der Messe. Rock A Rail bringt Street-Style-Action zur ISPO Eine der größten Neuheiten für 2026 ist das „Snowfest presents Rock A Rail ISPO Amsterdam“, das vom 4. bis 5. November auf dem ISPO Congress Square im RAI Amsterdam stattfindet. Das Snowfest-Team bringt die international bekannte Rock A Rail Tour nach Amsterdam und verwandelt den Congress Square in eine Bühne für eine der spannendsten Live-Aktionen der Messe. Rock A Rail und Jibworx werden für den ISPO-Stopp ihre Kräfte bündeln und direkt auf dem Messegelände einen Street-Style-Jam in vollem Umfang auf die Beine stellen. Ein echter Bus wird Teil einer einzigartigen Anlage sein, auf der Snowboarder und Freeskier ihre Rail-Fähigkeiten unter Beweis stellen können – während der zweitägigen Aktion werden kreative Tricks und spannende RailAction erwartet. Das Snowfest Village, das bereits von den Stationen in Innsbruck und Den Haag bekannt ist, wird auch Teil der Amsterdamer Ausgabe sein und das umfassende Snowfest-Erlebnis auf die ISPO bringen. Die Rock A Rail Tour, präsentiert von Snowfest, findet nun bereits zum fünften Mal statt und ist dafür bekannt, einzigartige und anspruchsvolle urbane Setups zu schaffen, die Snowboard- und Freeski-Action im Street-Style von Weltklasse direkt ins Herz einer Stadt bringen. In Amsterdam wird diese Action mitten ins Zentrum der ISPO gebracht, sodass Besucher die Möglichkeit haben, den Wettbewerb gemeinsam mit den Marken und Unternehmen zu erleben, die die Branche prägen. Neben der Live-Veranstaltung bietet die Ausstellungsfläche Gelegenheiten, die neuesten Produkte und Technologien aus den Bereichen Snowboard, Surf, Skate, Outdoor und Action-Sport zu entdecken, zu testen und zu diskutieren. Marken, Einzelhändler und Einkäufer miteinander vernetzen Das kommerzielle Programm ist ein weiterer Schwerpunkt der ISPO 2026: Ein mit 1 Million Euro dotiertes „Hosted Buyer“-Programm soll einflussreiche Entscheidungsträger von Marken, Einzelhändlern und Zulieferern miteinander vernetzen.

innovative Produkte und Dienstleistungen aus dem gesamten Bereich der ActionSportarten präsentiert werden. Besucher haben die Möglichkeit, die Produkte aus erster Hand zu begutachten und ihre Entwickler kennenzulernen. Wenn ihr also geschäftlich oder privat in den Südwesten Frankreichs reist, tragt den Surf Summit in euren Kalender ein und nehmt an Europas führender NetworkingVeranstaltung für die Surfbranche teil. Wir sehen uns im Line-up. EUROSIMA.COM

Zu den bereits bestätigten namhaften Teilnehmern zählen GoPro, On und Naish Kites sowie Einzelhandelspartner wie INTERSPORT und Ellis Brigham. Das Programm soll mehr Gelegenheiten für persönliche Treffen zwischen Marken und den Verantwortlichen für Einkauf, Vertrieb und Partnerschaften schaffen. Für Boardsport-Unternehmen, bei denen Produkterfahrung, Beziehungen und Fachwissen im Einzelhandel nach wie vor besonders wichtig sind, stellt die Möglichkeit, Entscheidungsträger persönlich zu treffen, einen wichtigen geschäftlichen Aspekt der Veranstaltung dar. Die Präsenz großer internationaler Marken und Einzelhändler bedeutet zudem, dass die ISPO die Chance bietet, über einzelne Produkteinführungen hinauszuschauen und einige der umfassenderen Entwicklungen zu verstehen, die den Markt beeinflussen – von sich wandelndem Verbraucherverhalten und Einzelhandelsstrategien bis hin zu neuen Ansätzen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Technologie und Produktinnovation. Ein Programm über die Ausstellungsfläche hinaus Zum umfassenden ISPO-Programm gehört auch der ISPO Leaders Summit, bei dem hochrangige Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft, Technologie und Kultur im Vorfeld der Hauptmesse zu einem Tag voller Diskussionen und Einblicke für Führungskräfte der obersten Ebene zusammenkommen. Weltbekannte Persönlichkeiten wie Happ Klopp (Gründer von The North Face) und Augustus Doricko (Gründer und CEO von Rainmaker) werden ihre Gedanken zu aktuellen Themen teilen, die die Zukunft der Winter-, Outdoorund Boardsport-Community prägen. Happ Klopp diskutiert gemeinsam mit Fredrik Ekström (Above the Clouds) und Nina Hajikhanian (General Managerin für EMEA bei Patagonia) Strategien für einen sich wandelnden Planeten sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus wirtschaftlicher Perspektive. Als Gründer des Climatetech-Unternehmens, das Werkzeuge der nächsten Generation zur Niederschlagsförderung entwickelt, wird Augustus Doricko die zukünftigen Auswirkungen auf die Zukunftsfähigkeit des Wintersports erörtern. Die Raccoon Media Group hat zudem eine strategische Investition in Höhe von 3 Millionen Euro für die ISPO 2026 zugesagt, die sich auf das Hosted-BuyerProgramm, die Entwicklung von Inhalten rund um den ISPO Leaders Summit und den mit 1 Million Euro dotierten Impact Fund verteilt. Für die Boardsport-Community präsentiert sich die ISPO 2026 als zentraler Treffpunkt der Branche im Jahr 2026 – dank der Kombination aus großen internationalen Marken, Einzelhändlern und Einkäufern, die alle vertreten sein werden, sowie dem kuratierten Programm mit Live-Action und Produkterlebnissen speziell für die Boardsport-Branche. Und wenn die Messe ihre Pforten schließt, geht der Spaß weiter. Die ISPO AfterParty bringt die Branche zu einem Abend voller Feierlichkeiten, Networking und Kontakten auf vier Etagen eines pulsierenden Nachtclubs im Zentrum von Amsterdam zusammen – der perfekte Abschluss für einen Tag voller Geschäftsmöglichkeiten, Inspiration und Sport. Die ISPO 2026 findet vom 3. bis 5. November 2026 im RAI Amsterdam statt. Tickets für die ISPO 2026 sind ab sofort erhältlich – sicher dir jetzt deinen Platz. Weitere Informationen findest du unter ISPO.com Wir sehen uns in Amsterdam bei der ISPO im neuen Stil. ISPO.COM

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Händlerleitfaden

HÄNDLERLEITFADEN

S K AT E S C H U H E S S 2 7

WORLD INDUSTRIES

Der Schuhmarkt befindet sich derzeit wie viele andere Branchen in einer Phase von Höhen und Tiefen. Die anhaltenden Turbulenzen in der Welt sorgen für Unsicherheit in der Skateboard-Branche; dennoch trotzen die Marken dem Sturm und erweitern ihre Kollektionen um einige großartige Neuheiten. Wir werfen gemeinsam mit Dave Morgan einen Blick auf alles rund um den Schuhmarkt – im Einkaufsführer für den Einzelhandel für die Saison SS27.

MARKT Die Geschäfte haben durchweg zu kämpfen, wobei einige Marken den Markt als stagnierend beschreiben. Für viele alteingesessene Skate-Schuhmarken ist es nicht das erste Mal, dass sie solche Entwicklungen in der Branche miterleben, daher sind sie daran gewöhnt, mit Marktschwankungen umzugehen. Die beste Strategie für Marken ist es, den Einzelhandel zu unterstützen und eng mit ihm zusammenzuarbeiten. Brian Barber, Geschäftsführer bei Osiris, sagte: „Es geht wirklich darum, die Krise zu überstehen, starke Beziehungen zu pflegen und bereit zu sein, wenn sich der Markt wieder erholt.“ Neuere Marken wie Hoursisyours haben sich bisher beim Vertrieb ausschließlich auf Distributoren verlassen; Dennis Martin, Schuhdesigner bei Hoursisyours, sagte jedoch: „Wir sind 2026–27 einen Schritt zurückgetreten, um der Branche Zeit zu geben, sich neu zu ordnen, bevor wir wieder auf den Markt zurückkehren.“ Andrés Araya, EMEA-Vertriebsleiter bei New Balance Numeric, erklärte: „Es gibt nach wie vor gute Chancen für authentische Skate-Marken, die dem Skateboarding treu bleiben und weiterhin echte Performance-Produkte liefern.“ Bas Janssen, Markenleiter bei Etnies, éS und Emerica, äußerte sich ähnlich: „Wir glauben, dass die Marken, die diszipliniert bleiben – indem sie den Vertrieb schützen, das Volumen kontrollieren und das richtige Produkt an die richtigen Kunden liefern –, gestärkt aus der Krise hervorgehen werden. Genau diesen Ansatz verfolgen wir mit der Frühjahr/ Sommer-Kollektion 2027.“ Der Übergang zur Nidecker Group und die neue EMEA-Partnerschaft mit OneTurn haben uns zudem eine neue operative Grundlage verschafft – pünktliche Lieferung, klarere Segmentierung und stärkere Unterstützung für die Geschäfte, die unsere Produkte führen.“

„Opus hat seit unserem Start im Jahr 2022 die Preise nicht erhöht.“ Mirko Mangum, Opus

PREISNIVEAUS Die Marken versuchen, ähnliche Preisniveaus wie in der vergangenen Saison beizubehalten, um Einzelhändlern und Verbrauchern in diesen schwierigen Zeiten entgegenzukommen. Andrés von New Balance Numeric erklärte: „Unser Fokus liegt darauf, durch Produktinnovation, Qualität und Langlebigkeit einen noch größeren Mehrwert zu bieten, ohne zusätzliche Kosten an den Markt weiterzugeben.“ Natürlich variieren die Preisniveaus je nach Höhe der Investitionen in die Produktentwicklung, sodass ein Schuh, der höhere technische Anforderungen erfüllt, naturgemäß zu einem höheren Preis angeboten wird. Bas von Etnies sagte: „Der Fokus liegt darauf, sicherzustellen, dass jede Preisklasse durch die Eigenschaften des Schuhs gerechtfertigt ist und dass Einzelhändler ihren Kunden das PreisLeistungs-Verhältnis selbstbewusst vermitteln können.“ Am anderen Ende des Spektrums stehen kleinere Marken wie Opus, deren Gründer Mirko Mangum stolz erklärte: „Opus hat die Preise seit unserer Gründung im Jahr 2022 nicht erhöht.“ THEMEN & GESCHICHTEN Es scheint ein Trend zu sein, klassische Modelle neu zu gestalten und zu überarbeiten sowie neue Modelle zu entwickeln. Andrés von NB Numeric sagte: „Eine der wichtigsten Geschichten für die Frühjahr/SommerKollektion 2027 ist die Einführung des neuen 480v2. Durch mehrere Verbesserungen an der Konstruktion ist es uns gelungen, den 480 noch 11


Händlerleitfaden

„Der deutlichste Trend, den wir beobachten – und auf den wir setzen –, ist die Neukontextualisierung des Erbes.“ Bas Janssen, Etnies/ éS/ Emerica Interpretation mit Animal-Print, die an Ed Templetons Emerica-Ära der frühen 2000er Jahre anknüpft“, wie Bas erklärte. Bei Etnies steht neben der Veröffentlichung des Marana Pro im Mittelpunkt, dass die Marke ihre Teamaufstellungen weiterhin um Rider aufbaut, die die Produkte wirklich tragen und damit skaten – darunter Kylie Frank, Leo Romero, Nick Garcia, Kevin ‚Spanky‘ Long, Justin Figueroa, Stu Kirst, Barney Page und TJ Rogers. Bas fügte hinzu: „Wir haben außerdem einen neuen Etnies-Rider, der diesen Sommer in unserem neuen Video vorgestellt wird.“ Was Pro-Modelle und Farbvarianten angeht, bringt Hoursisyours stolz einen Signature-Schuh für Bakers eigenen Tyson Peterson auf den Markt, während Ipath dem Transition-Ass Ben Raybourne eine wohlverdiente Farbvariante des Klassikers Reed Low widmet.

NEW BALANCE

DESIGNTRENDS & MATERIALIEN Da sich viele Marken zunehmend auf Lifestyle-Produkte konzentrieren, ist es erfreulich zu sehen, dass einige Skate-Marken ihren Prinzipien treu bleiben und authentische Skateboard-Schuhe entwickeln. Andres von New Balance Numeric sagte: „Anstatt kurzfristigen Trends hinterherzulaufen, bleiben wir unserem Ziel treu, die bestmöglichen Skateschuhe zu entwickeln und dabei die Erkenntnisse unserer Athleten und der Skateboard-Community einzubeziehen.“

bequemer und strapazierfähiger zu machen und dabei den gleichen Preis beizubehalten.“ Osiris wird sich darauf konzentrieren, „lebhaftere Farbpaletten, ausdrucksstärkere Materialien und frische, saisonale Geschichten zu präsentieren, dabei aber den ikonischen Silhouetten und den Traditionsmodellen treu zu bleiben, die die Marke seit Jahrzehnten prägen“, wie Brian erklärte. Etnies, Emerica und éS konzentrieren sich gemeinsam darauf, die Arbeit ordentlich zu erledigen, wie Bas erklärte: „Dies ist die erste komplette Saison, in der NDK Skateboarding das Schuhprogramm von Etnies, éS und Emerica von A bis Z – Design, Entwicklung, Auslieferung – übernommen hat, und diese Kontinuität spiegelt sich im Produkt wider.“ Es ist großartig zu sehen, wie diese Marken unter neuer Eigentümerschaft ihr Erbe bewahren und solide, authentische Produkte liefern. Bas fügte hinzu: „Der rote Faden, der sich durch alle drei Marken zieht, ist Authentizität: Produkte, die für das Skateboarden Sinn ergeben, in den richtigen Kanälen platziert

„Es geht wirklich darum, die Krise zu überstehen, starke Beziehungen zu pflegen und bereit zu sein, wenn sich der Markt wieder erholt.“ Brian Barber, Osiris

und durch echtes Marketing unterstützt.“ Während manche Skateboarder techniklastige Schuhe für bestimmte Stile wünschen, halten Marken wie Hoursisyours die Dinge einfach. Ihr Motto lautet, wie Dennis sagte: “Crisp and clean, no caffeine.” KOOPERATIONEN, FARBVARIANTEN & PRO-MODELLE Die SS27-Kollektion verspricht zahlreiche Kooperationen, bei denen Marken erfrischende Inspiration von außen einbringen. Osiris wird sich mit dem namhaften Label SOUR SOLUTION zusammentun, um „The SOURFISH“ auf den Markt zu bringen – dies ist bereits die zweite Zusammenarbeit mit dem in Barcelona ansässigen schwedischen Board-Unternehmen. Um beim Thema Schuhmarken der 90er zu bleiben: Auch Ipath sorgt für Kollaborationsflair und geht eine Partnerschaft mit dem in NYC ansässigen Label Bronze56K ein. Angesichts ihrer kreativen Arbeit – sei es im Videoformat oder bei Produkten – wird dies sicherlich ein Highlight für die Geschichtsbücher. World Industries geht in dieser Saison keine Kooperationen ein; Brand Director RP Bess merkte jedoch an: „Unsere Kollaboration mit Palace Skateboards war gar nicht so schlecht.“ Bei éS gibt es im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Memory Screen alias Jan Maarten Sneep eine „Accel X Tom Penny“-Farbvariante, während Emerica „zwei herausragende Farbvarianten“ präsentiert: „die Decon x Stu Kirst (Olive/Schwarz, gewachstes Canvas) und die Decon x PFranks – eine gewagte 12

Opus Footwear ist weiterhin bestrebt, neue Stoffe zu finden und zu verfeinern, wie Mirko erklärte: „Wir haben unser Garn auf ein in Deutschland biotechnologisch hergestelltes Garn umgestellt, das eine hohe Abriebfestigkeit aufweist. Außerdem haben wir unsere Gummimischung geändert und so die perfekte Balance zwischen Boardgefühl und einer langlebigeren Sohle gefunden.“ Da die Hosenbeine immer weiter werden, halten die Marken mit, indem sie voluminösere Zungen und breitere Silhouetten einführen. RP Bess, Brand Director bei World Industries, sagte: „Wir beobachten, dass die Community nach wie vor zu klobigen Skate-Silhouetten mit Grafiken tendiert. Außerdem hat es uns geholfen, dass wir eine Marke aus der Mitte der 90er sind. Die frühen Millennials sind in einem Alter, in dem sie sich gerne an World Industries aus der Mitte der 90er erinnern.“ RP Bess fügte hinzu, dass die Leute Schuhe mit Grafiken und dunklen Sohlen bevorzugen. Ipath setzt weiterhin auf Eleganz mit funky Wildledermodellen, während Hoursisyours mit edlem, aus Italien importiertem Leder arbeiten wird. Bei mehreren Marken sind für die kommende Saison erdige Farbtöne im Gespräch. Brian Reid, Chief Creative Officer bei Osiris, sagte: „Wir kombinieren erdige, gedeckte Töne mit leuchtenden fluoreszierenden Akzenten und setzen gleichzeitig weiterhin auf die klassischen Kernfarben, die bei unseren Kunden seit jeher Anklang finden.“ Bas von éS, Emerica und Etnies pflichtete ihm bei und sagte: „Die Designpalette für SS27 tendiert zu erdigen Tönen: Rostrot, Hellbraun, Oliv, Braun/Gummi, Marineblau – Farben, die im Skate- und Lifestyle-Kontext funktionieren, ohne aufgesetzt zu wirken. “ In Bezug auf Etnies fügte Bas hinzu: „Der deutlichste Trend, den wir beobachten – und auf den wir setzen –, ist die Neukontextualisierung von Heritage-Elementen: Wir greifen Formen und Referenzen aus den späten 80er- bis frühen 2000erJahren auf und gestalten sie neu, wobei wir auf echte Funktionalität setzen und nicht nur auf Nostalgiewert.“ FAZIT Es ist toll zu sehen, dass Schuhmarken die klassische Demo-Energie der 90erund 2000er-Jahre wieder aufleben lassen. New Balance Numeric hat genau das kürzlich mit der „Running Numbers“-Tour gemacht, während Etnies sein gesamtes Team während des wie immer fantastischen Helride / Koff Race nach Helsinki mitgenommen hat, um dort zu skaten und ihr neues Video zu präsentieren. Brian von Osiris konnte noch nicht allzu viel verraten; er sagte jedoch: „Wir planen derzeit gemeinsam mit unseren Einzelhandels- und Markenpartnern mehrere Launch-Events und Aktionen rund um die Saison. Die genauen Termine und Orte werden noch festgelegt, aber der Fokus wird auf authentischen, basisorientierten Skateboard-Erlebnissen liegen, die die lokale Skate-Community unterstützen.“ Es verspricht eine sehr interessante Saison für SS27 zu werden – wir drücken die Daumen, dass es wieder aufwärts geht und die Marken die unruhigen Gewässer meistern können. Weitere Details zu den Previews der Brands in dieser Kategorie findet ihr auf unserer Webseite. B OA R D S P O R T S O U R C E .C O M

HIGHLIGHTS 1 Erdige Farbtöne 2 Neu interpretierte Klassiker & Nostalgie 3 Marken, die den Handel unterstützen 4 Neue Technologien & hochwertige Materialien 5 Relativ stabile Preisniveaus


Handleprofil

BANA SKATE

HÄNDLERPROFIL BANA SKATE, PORTUGAL In einem Markt, der von großen Online-Händlern dominiert wird, ist der unabhängige Skateshop „Bana Skate“ seit mehr als 33 Jahren eine feste Größe in der portugiesischen Skate-Szene. Wir haben uns mit dem Team getroffen, um über seine Geschichte, die meistverkauften Produktkategorien und die Bedeutung von Authentizität in einem zunehmend umkämpften Markt zu sprechen. Bitte gib uns einen kurzen Überblick über die Geschichte des Shops. Bana Skate ist seit mehr als 33 Jahren Teil der portugiesischen Skate-Szene. Wir haben als unabhängiger Skateshop begonnen, der eng mit der lokalen SkateCommunity verbunden war, und sind im Laufe der Jahre gemeinsam mit dem Skateboarding in Portugal gewachsen. Für uns war Bana schon immer mehr als nur ein Einzelhandelsgeschäft. Seit Jahrzehnten unterstützen wir Skater, Veranstaltungen und die Entwicklung des Skateboardings in Portugal. Wir haben miterlebt, wie sich das Skateboarden von einer relativ kleinen Community zu einer viel größeren und etablierteren Szene entwickelt hat. Trotz all dieser Veränderungen sind wir unabhängig geblieben und haben uns auf das konzentriert, was wir am besten kennen: Skateboarden. Was sind für euch die drei umsatzstärksten Kategorien der letzten 12 Monate und warum? Unsere drei umsatzstärksten Kategorien waren technische Skate-Ausrüstung, BanaBekleidung und Skate-Schutzausrüstung. Technische Skate-Ausrüstung bleibt eine unserer stärksten Kategorien, da Skateboarding den Kern unseres Geschäfts bildet. Kunden vertrauen auf unsere Erfahrung, wenn es darum geht, Decks, Achsen, Rollen, Kugellager und andere technische Produkte auszuwählen. Auch die Bana-Bekleidung hat sich sehr gut verkauft, da sie als unabhängige portugiesische Skate-Marke mit ihrer über 33-jährigen Geschichte eine echte Verbindung zu unseren Kunden und der lokalen Szene hat. Skate-Schutzausrüstung hat ebenfalls zunehmend an Bedeutung gewonnen, insbesondere da neue Generationen von Skatern und Eltern den Wert von Helmen, Knieschonern und anderer Schutzausrüstung erkennen. Welches Produkt war in letzter Zeit ein Bestseller? Was funktioniert und was nicht? Unsere jüngsten Bestseller waren Skateboard-Decks und Bana-Kleidung. Kunden schätzen Authentizität – sie reagieren positiv auf Produkte, die aus der echten SkateSzene stammen. Der Online-Markt bleibt angesichts des starken Wettbewerbs und der großen Auswahl eine Herausforderung. Als unabhängiger Shop heben wir uns durch unsere Identität, unsere Erfahrung, unsere Produktkenntnis und unseren persönlichen Service von der Konkurrenz ab. Wie hoch ist der Anteil der Online-Verkäufe (über die Website) am Gesamtumsatz im Vergleich zu den Verkäufen im Ladengeschäft? Die Online-Verkäufe machen derzeit etwa 3–4 % unseres Gesamtumsatzes aus, wobei der Großteil des Geschäfts nach wie vor über unser Ladengeschäft abgewickelt wird. Unsere Stärke war schon immer das Ladengeschäft und die Beziehung, die wir über mehr als 33 Jahre hinweg zu unseren Kunden aufgebaut haben. Sie kommen in den Laden, um sich Produkte anzusehen, Fragen zu stellen, sich beraten zu lassen und übers Skaten zu sprechen.

Wir wissen, dass wir unsere Online-Präsenz weiter verbessern müssen, aber das Ladengeschäft bleibt ein wichtiger Teil dessen, was Bana auszeichnet. Was zeichnet deinen Shop aus und inwiefern hebt er sich von der Konkurrenz ab? Unser größter Unterschied liegt in unserer Erfahrung, Unabhängigkeit und Verbundenheit mit dem Skateboarding. Nach mehr als 33 Jahren verfügen wir über ein tiefes Verständnis der portugiesischen Skateszene und wissen genau, was Skater tatsächlich brauchen. Da wir unabhängig sind, können wir ehrliche, persönliche Beratung auf der Grundlage unserer Erfahrung anbieten, anstatt einfach nur zu versuchen, ein bestimmtes Produkt zu verkaufen. Unsere Geschichte und unsere Verbindung zur portugiesischen Skate-Community lassen sich von großen Online-Händlern nur schwer nachahmen. Welchen Rat kannst du anderen unabhängigen Einzelhändlern geben, die versuchen, sich auf diesem komplexen Markt zu behaupten? Bleib dem treu, was dich auszeichnet. Unabhängige Einzelhändler können nicht allein über den Preis mit großen OnlineUnternehmen konkurrieren, daher müssen sie Fachwissen, Erfahrung, Service und echte Beziehungen zu ihren Kunden bieten. Lerne deine Community und deine Produkte kennen und versuche nicht, jedem alles zu verkaufen. Eine sorgfältige Bestandsverwaltung ist ebenfalls unerlässlich in einem wettbewerbsintensiven Markt, in dem Kunden mehr Auswahl haben als je zuvor. Vor allem aber: Verliere nicht deine Identität, wenn du versuchst, mit größeren Unternehmen zu konkurrieren. Unabhängigkeit und die Verbundenheit mit deiner Community können deine größten Vorteile sein. Wie hat sich dein Kundenstamm verändert? Unser Kundenstamm hat sich im Laufe der Jahre erheblich verändert. Als wir anfingen, war die Skateboard-Szene in Portugal noch viel kleiner, und unsere Kunden waren hauptsächlich junge Skater. Heute ist die Szene etablierter, und unsere Kunden kommen aus mehreren Generationen. Manche, die als Teenager zum ersten Mal zu Bana kamen, kehren nun mit ihren eigenen Kindern zurück. Gleichzeitig haben soziale Medien und Online-Shopping es uns ermöglicht, Kunden außerhalb unserer Region sowie aus anderen Teilen Portugals und Europas zu erreichen. Die größte Veränderung besteht darin, dass Kunden heute viel mehr Auswahl und Zugang zu Informationen haben. Sie können Produkte und Preise sofort vergleichen. Das macht die Rolle eines unabhängigen Skateshops umso wichtiger. Wir müssen mehr bieten als nur das Produkt selbst – Erfahrung, Wissen, Vertrauen und eine echte Verbindung zum Skateboarden.

BANA.PT

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Händlerleitfaden

HÄNDLERLEITFADEN

B OA R D S H O RT S S S 27

COMMUNE DES VAGUES

Wenn Europa in einer rekordverdächtigen, lang anhaltenden Hitzewelle tropische Züge annimmt, ist das „Leben [wirklich] besser in Boardshorts“, wie es der legendäre Slogan versprochen hat. Auch wenn diese Produktkategorie für den Einzelhandel nach wie vor ein Verkaufsschlager ist, zwingen die Anforderungen der Verbraucher an Funktionalität und Preis-Leistungs-Verhältnis die Branche dazu, ihre Vorgehensweise sorgfältig zu überdenken. Von David Bianic

So wie das schlichte T-Shirt mit Logo früher ein Verkaufsschlager für die Surfbranche war, galten Boardshorts einst als „Massenware“, bei der Einzelhändler ihre Regale einfach mit großen Mengen von Standardmodellen füllten. Diese Zeiten sind längst vorbei. An ihre Stelle ist ein taktisches Modell des „selektiven Werts“ getreten, sagt Dez Price, CEO und Mitbegründer von BN3TH: „Der Verbraucher sucht nach Vielseitigkeit und Wert, daher lassen sich Produkte, die nur einem Zweck dienen, immer schwerer rechtfertigen.“ Während Marken wie Jetty und Oxbow bestätigen, dass die Kategorie aufgrund ihres hohen Umschlags weiterhin ein „Verkaufsschlager“ ist, sind die Voraussetzungen für Regalfläche strenger geworden. Einkäufer suchen nicht mehr nur nach Bekleidung; sie suchen nach leistungsstarker Ausrüstung, die gleichzeitig ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebensstils ist. Jetty hat entsprechend auf das Feedback der Einzelhändler reagiert: „Was sich geändert hat, ist, dass Einkäufer nun erwarten, dass die Boardshorts-Auslage neben Walk-Shorts und Beach-Shorts platziert wird. Deshalb gestalten wir die Kategorie als ein zusammenhängendes Sortiment und nicht als einzelne Modellreihe“, erklärt Benoit Brecq, Marketing Director bei Jetty Europe (Hoff Distribution). Diese Forderung nach Vielseitigkeit ist nicht verhandelbar. Jede einzelne Artikelnummer muss ihre Existenz rechtfertigen. „Einzelhändler suchen nach Produkten mit einem klaren Alleinstellungsmerkmal, sei es hochwertige Stoffe, authentische Surf-Tradition, verantwortungsbewusste Beschaffung oder vielseitige Stylingmöglichkeiten“, sagt Antoine Chenut, Brand Manager bei Katin.

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SS27-STRATEGIEN Die Sortimentsarchitektur im Jahr 2027 hat sich zu einer strategischen Abwehrmaßnahme gegen eine übermäßige SKU-Zunahme und Überbestände entwickelt. Marken straffen ihre Kollektionen konsequent, um sicherzustellen, dass jedes Einzelstück ein bestimmtes Verbraucherprofil anspricht. Durch die ausgewogene Kombination von Kernprodukten und Lifestyle-Crossover-Modellen maximieren Marken die Wirkung pro Quadratfuß, indem sie Stilüberschneidungen reduzieren, die um das gleiche Verbraucherbudget konkurrieren. Der Markt zeigt derzeit zwei gegensätzliche, aber effektive Philosophien. Florence Marine X setzt konse-

„Einzelhändler suchen nach Produkten mit einem klaren Alleinstellungsmerkmal, sei es hochwertige Stoffe, authentische Surf-Tradition, verantwortungsbewusste Beschaffung oder vielseitige Stylingmöglichkeiten.“ Antoine Chenut, Katin quent auf eine „Einschränkungsstrategie“: „Wo wir zwei Artikel hatten, die einen ähnlichen Zweck erfüllten, haben wir den besseren beibehalten. Das bedeutet für den Einzelhandel weniger Artikel, umfangreichere Größenauswahl und eine übersichtlichere Präsentation im Laden“, erklärt Hector Caldwell, Brand Manager für Großbritannien und die EU. Im Gegensatz dazu verfolgt Oxbow einen ausgefeilten, mehrstufigen Ansatz mit vier Boardshort-Linien: Edge, Crest, Heritage und Drift. Diese abgestufte Strategie erleichtert die Bestandsverwaltung, da sie es den Händlern ermöglicht, Kunden vom Einstiegsmodell „Drift“ zur margenstarken, leistungsstarken „Edge“-Linie zu führen, wodurch für jede Zielgruppe ein Einstiegspunkt mit einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis gewährleistet ist. Rhythm hat zudem eine klare Segmentierung eingeführt, die einen sofortigen Überblick über das Boardshort-Angebot bietet und auf drei Hauptsäulen basiert. Die vintage-inspirierten „Heritage Trunks“ (kürzere Trunks aus strapazierfähigem Nylon-Twill); die „Signature Trunks“ (Komfort für den Alltag, spezielle künstlerische Techniken, Materialausführungen und feine Details); die „Core Trunks“ (eine raffinierte Interpretation des aktuellen Markttrends der 1990er Jahre mit längerer Außennaht). Der Preis ist natürlich nicht das einzige Segmentierungskriterium, wie bei Jetty zu sehen ist, wo die SS27-Kollektion in zwei Blöcke unterteilt ist: „Ein Kernsegment mit leistungsorientierten Boardshorts aus Repreve™-Recyclinggewebe (Driftlock, Atlantic, Swoop, Holyoke, Tower, Signal, Mako) für echte Surf-Sessions und ein Strand-/Freizeitsegment mit Walk-Shorts, Cargo-Hosen, Cord- und Lounge-Mod-


SS27-PREISSEGMENTE Die wirtschaftliche Lage für Frühjahr/Sommer 2027 ist geprägt von einer „SweetSpot“-Spannung: Das heißt, Einzelhändler versuchen, ein Gleichgewicht zwischen Preissensibilität und einer deutlichen Nachfrage nach hochwertigen technischen Funktionen zu finden, die einen höheren UVP rechtfertigen. Infolgedessen sträubt sich der Markt zunehmend dagegen, „Mittelklasse“-Preise für Produkte ohne technischen Mehrwert zu zahlen. Marken wie Boardies und Jetty sichern sich den Massenmarkt und treffen den Sweet Spot zwischen 59 und 79 Euro. Doch wie Nick Crook, Gründer von Boardies, betont: „Leider scheint es immer weniger Diskussionen über Nachhaltigkeit zu geben, und der Preis scheint die größte Priorität zu sein.“ Im Premium-Segment halten Commune Des Vagues und Florence Marine X die Preisgrenze bei 90 bis 120 Euro. Diese Marken rechtfertigen ihren „Ausrüstungsstatus“ durch firmeneigene Technologien (die Cordura®-Plattformen von Florence oder die 3D-Tasche von BN3TH). Eine Cordura-Shorts für 99 € ist kein einfacher Kleidungskauf, sondern eine langfristige Investition in Langlebigkeit – ein Argument, das bei der Kernzielgruppe auch in einer unsicheren Wirtschaftslage Anklang findet.

„Alltags-Shorts sind immer leichter, dehnbarer und besser geschnitten und entfernen sich damit von den traditionellen, steifen Chino - Schnitten.“ Dez Price, BN3TH

Händlerleitfaden

ellen (Fairview, Midship Cord, Tautog Cargo, Epoch und Skipper Lounge) für Männer, die auch abseits des Wassers denselben Look tragen möchten.“

SS27 TRENDS BEI WALKSHORTS UND BEACHSHORTS In der Unterkategorie „Beachshorts“ werden die Innenbeinhöhen zunehmend kürzer (5–7”), während die Stoffe immer „edler“ werden. Jetty und TCSS sind hier Vorreiter mit haptisch ansprechenden, charaktervollen Materialien wie Waffel-Cord, Bedford-Cord und Leinen-Baumwoll-Mischgeweben. Dieser Fokus auf die Haptik ist entscheidend, denn wie TCSS-Markengründer Sam Coombes feststellt: „Männer kaufen wirklich nach Haptik ein“. Ihre „TCSS Mixed Tape“-Badehosen sind nach wie vor ein Bestseller, gerade weil sie diesen haptischen Reiz perfekt beherrschen. Dies geht Hand in Hand mit Komfort, denn „Alltagsshorts werden immer leichter, dehnbarer und besser geschnitten und entfernen sich von traditionellen, steifen Chino-Konstruktionen“, sagt Dez Price (BN3TH) – eine Entwicklung, die dadurch gerechtfertigt ist, dass „Verbraucher etwas suchen, das elegant genug für den Alltag, aber bequem genug für Reisen oder einen aktiven Lebensstil ist“. Das gleiche Gefühl vermitteln die „Weekend Shorts“ für Oxbow, die hervorragendes Feedback erhielten: „Sie eignen sich genauso gut für den Strand wie für die Stadt“. SS27 – FARB- UND MUSTERTRENDS Farbe wird als Mittel zur Vermittlung der Markentradition eingesetzt. Wir beobachten zwei vorherrschende Farbtrends: erdige, vom Pazifik inspirierte Neutraltöne und die radikale Anarchie der 70er Jahre. „Der Markt hat sich von der Nostalgie der 80er- und 90er-Jahre und auffälligen Mustern hin zu minimalistischeren, farblich abgestimmten, schicken Designs verlagert“, bemerkt Nick Crook von Boardies. Der erste Trend, der von BN3TH, Katin und Jetty vorangetrieben wird, konzentriert sich auf erdige Naturtöne – Sand, Stein, Agave und Oliv – im Gleichgewicht mit verwaschenen Meeresblautönen. Diese „Pacific Coast“-Farbpalette ist zeitlos und kommerziell konzipiert, um sicherzustellen, dass Überbestände nicht altmodisch wirken. Oxbow hingegen bi-

„Wo wir zwei Artikel hatten, die einen ähnlichen Zweck erfüllten, haben wir den besseren beibehalten. Das bedeutet für die Einzelhändler weniger Artikelnummern, umfangreichere Größenauswahl und ein übersichtlicheres Sortiment in den Regalen.“ Hector Caldwell, Florence Marine X etet eine zweigeteilte Ästhetik: Die eine Seite besticht durch von den 70er-Jahren inspirierte Pastelltöne und sonnengeküsste Farbtöne, während die andere Seite durch tiefes Schwarz und elektrisierende Farben eine rohe Energie vermittelt. Auch Camouflage bleibt ein fester Bestandteil und dient sowohl bei Florence Marine X als auch bei Katin als charakteristisches Muster. SS27 MATERIALIEN: NACHHALTIG + TECHNISCH Bei der Stoffauswahl geht es nicht mehr nur um Ästhetik – sie ist zum entscheidenden Unterscheidungsmerkmal geworden, das das technische und ökologische Engagement einer Marke untermauert. Da recyceltes Polyester wie Repreve™ mittlerweile zum Branchenstandard geworden ist, sind Marken gezwungen, nach spezialisierteren Materialien zu suchen, um sich von der Masse abzuheben. Wir beobachten einen deutlichen Trend hin zu besonders strapazierfähigen Stoffen wie Cordura (Florence Marine X) und Katins charakteristischem „Kanvas“, der ein

OXBOW

SS27 BOARDSHORT-DESIGNTRENDS Optisch spaltet sich die Frühjahr/Sommer-Saison 2027 in zwei Lager: „Modern Utility“ – eine zurückhaltend technische Ästhetik ohne auffällige Logos – und ein Wiederaufleben der „technischen Nostalgie“, die ihre Wurzeln in der Y2K-Ära hat. Dies erfordert von den Einzelhändlern eine Doppelstrategie: Ein Teil des Sortiments muss die modebewusste Generation Z ansprechen, während der andere Teil auf den performanceorientierten Kern der Surfer ausgerichtet ist. Oxbow und The Critical Slide Society (TCSS) führen die Y2K-Bewegung an und setzen auf längere Außennahtlängen von 20–21”, die bis unterhalb des Knies reichen. Dies steht in direktem Kontrast zu den sportlichen 17–19”-Grundmodellen, wie sie von Jetty oder BN3TH bevorzugt werden. Unabhängig von der Länge ist die technische Raffinesse auf höchstem Niveau. Wir beobachten, dass lasergeschnittene Drainageöffnungen, silikonbeschichtete Kordelzüge und heißversiegelte Nähte zum Standard werden. Commune Des Vagues geht noch einen Schritt weiter und verwendet im gesamten Innenbereich SeamSoft©-Garn, um Reibung zu minimieren.

traditionelles Tragegefühl vermittelt, wie es ihr zeitloser Bestseller, der Waterman Trunk, verdeutlicht. Auch für TCSS ist Baumwoll-Canvas im Jahr 2027 nach wie vor relevant, denn „es hat eine echte historische Verbindung zum Surfen, ist strapazierfähig und lässt sich im Laufe der Zeit wunderbar waschen und tragen“, sagt Sam Coombes. Jetty setzt zudem auf Garment-Dye-Veredelungen und Enzymwäschen für einen „gebrauchten Look“ Interessanterweise können auch synthetische Stoffe den Vintage-Charme vermitteln, als Rückgriff auf die ursprünglichen Badehosen (man denke an Birdwell), wie bei Rhythm zu sehen ist, wo nicht dehnbares Nylon verwendet wird, „um unsere vom Vintage inspirierte Tradition zu unterstreichen und den Materialien und dem Charakter der damaligen Zeit treu zu bleiben“. Andererseits bieten fortschrittlichere Ansätze wie Airtex® (Luftdurchlässigkeit und Wasserabweisung) von Florence Marine X und SeamSoft©-Garn (Commune Des Vagues) den Händlern die technischen Verkaufsargumente, die sie für den Abschluss eines Verkaufs benötigen. EINZELHANDEL VS. D2C: FÜHLEN IST ALLES Trotz des digitalen Booms bleibt der stationäre Surfshop das strategische Herzstück des Boardshort-Marktes, da sich manche Innovationen – wie der 3D Pouch von BN3TH oder die Haptik eines TCSS-Canvas-Stoffs – einfach nicht über einen Bildschirm vermitteln lassen. Darüber hinaus stärken Marken ihre Großhandelspartner durch exklusive Vorteile. Jetty Europe bietet über seinen neuen Großhandelskanal „Hoff Distribution“ exklusive europäische Farbvarianten und Modelle an, die auf der eigenen D2C-Website nicht erhältlich sind. Indem sie sicherstellen, dass Einzelhändler die Produkte erhalten, bevor sie im Internet erscheinen, und hohe D2C-Rabatte vermeiden, schützen Marken wie TCSS und Jetty das Ökosystem der Fachgeschäfte, das die Surfkultur am Leben erhält. Die symbiotische Beziehung zwischen Markeninnovation und Fachwissen im Einzelhandel wird den Erfolg der Saison SS 2027 bestimmen und dafür sorgen, dass die Boardshorts ein hochwertiger, umsatzstarker Pfeiler der Branche bleiben … mit HIGHLIGHTS unerwarteter Unterstützung durch die globale Erwärmung. 1 Weniger, optimierte SKUs

2 Haptik und Textur für Walk-/Strandshorts Weitere Details zu den Previews der Brands in dieser Kategorie findet ihr auf unserer Webseite. B OA R D S P O R T S O U R C E .C O M

3 Y2K-Nostalgie erweitert die Silhouetten. 4 Exklusive Farbvarianten für den Einzelhandel 17


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LIP LiP hat sich mit hochleistungsfähigen Brillen, die speziell für den Wassersport entwickelt wurden, einen Namen gemacht. CEO Graham Saunders gibt Einblicke in die neuesten Entwicklungen der Marke, die wichtigsten Märkte und die Aussichten von LiP für die Saison SS 27. Wie verliefen die letzten 12 Monate für das Unternehmen? Die letzten 12 Monate waren für LiP sehr positiv. Trotz eines recht turbulenten globalen Handelsumfelds sind wir weiter gewachsen und haben gleichzeitig sowohl unser Produktangebot als auch die Anzahl der Märkte und WassersportCommunities, die wir erreichen, erweitert. Wir reagieren weiterhin auf einige der wichtigsten Veränderungen im Wassersport, insbesondere auf das rasante Wachstum der Foiling-Disziplinen, und haben zwei neue, helmkompatible Modelle eingeführt, die auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Sportler zugeschnitten sind. Was ist derzeit euer meistverkauftes Produkt und warum? Der Typhoon ist nach wie vor unser meistverkauftes Modell und gibt auch im Jahr 2026 weiterhin den Ton an. Seine Attraktivität beruht vor allem auf seiner Vielseitigkeit – er eignet sich gleichermaßen für Surfen, Segeln, Kiteboarden, Windsurfen, Foilen, Kajakfahren und andere Wasseraktivitäten und bietet gleichzeitig die zuverlässige Sicherheit und den zusätzlichen Komfort, die für lange Sessions auf dem Wasser erforderlich sind. Gleichzeitig verzeichnen wir ein solides Wachstum bei neueren Modellen wie dem Mari und dem Surge Aero, insbesondere da das Sortiment erweitert wird, um spezifischeren Bedürfnissen der Fahrer gerecht zu werden. Wie würdest du die Positionierung von LiP auf dem Markt beschreiben? LiP nimmt auf dem Brillenmarkt eine sehr spezialisierte Position ein. Wir entwerfen Sonnenbrillen speziell für den Einsatz auf dem Wasser, anstatt herkömmliche Brillen dafür anzupassen. Dieser Fokus beeinflusst alles – von der Rahmengeometrie und dem Sitz bis hin zur Glastechnologie, den Beschichtungen und den Optionen für Korrekturgläser. Es ist eine relativ kleine Kategorie, in der jedoch Fachwissen und Liebe zum Detail wirklich entscheidend sind. LIP-SUNGLASSES.COM 18

Ihr habt eine starke Verbindung zur WassersportCommunity. Wie hat dies die Marke beeinflusst? Unsere Verbindung zur Wassersport-Community hat LiP von Anfang an geprägt. Obwohl wir selbst viel Zeit auf dem Wasser verbringen, hören wir auch den Sportlern aus verschiedenen Disziplinen aufmerksam zu, und ihre Erfahrungen zeigen oft Probleme oder Chancen auf, die direkt in die Produktentwicklung einfließen. So wie sich der Wassersport weiterentwickelt, so entwickeln sich auch die Anforderungen an Brillen weiter, und der enge Kontakt zu den Menschen, die unsere Produkte nutzen, hilft uns dabei, unser Denken aktuell und relevant zu halten. Welcher ist euer bester Markt in Europa und warum? Bulgarien und die Niederlande sind nach wie vor unsere stärksten europäischen Märkte, unterstützt durch etablierte Partner und aktive Wassersport-Communities. Insgesamt hat sich der europäische Markt im Jahr 2026 bislang jedoch relativ verhalten entwickelt, wobei insbesondere Spanien schwächer abschneidet als in den Vorjahren. Positiv zu vermerken ist, dass wir kürzlich einen Vertrieb in Deutschland aufgebaut haben und von der anfänglichen Dynamik, die wir dort beobachten, sehr ermutigt sind. Auf welche zwei Produkte der SS 27-Kollektion bist du besonders gespannt? Der „Ripple“, dessen Markteinführung für das 4. Quartal 2026 geplant ist, ist das Produkt, auf das wir uns für die SS 27-Kollektion am meisten freuen. Es ist unser erstes Design mit zylindrischem Sichtfeld und stellt eine deutliche Abkehr von den eher traditionellen Sonnenbrillenformen mit sphärischen Gläsern dar, die LiP bisher geprägt haben. Es besticht durch einen markanten, zeitgemäßen Look und bietet gleichzeitig die Funktionalität, die wir für den Einsatz auf dem Wasser benötigen – einschließlich eines flachen, helmkompatiblen Designs. Das andere ist unser weiter wachsendes „Aero“Konzept. Die im Februar 2026 eingeführte „Surge Aero“ verzeichnet ein starkes Wachstum, insbesondere bei Surfern, da ihr flaches, für den „Duck-Dive“ geeignetes Design eine natürliche Zielgruppe gefunden hat. Anfang 2027 wird sie durch die neue Typhoon Aero ergänzt, die denselben helmkompatiblen Ansatz auf unser Bestseller-Modell überträgt. Angesichts der Stärke der Typhoon und der bisherigen Resonanz auf die Surge Aero setzen wir große Erwartungen in diese neue Aero-Variante.

Inwiefern beeinflussen die Veränderungen im Wassersport die Art und Weise, wie ihr neue Brillen entwickelt? Der Wassersport entwickelt sich unglaublich schnell weiter, und das verändert zwangsläufig auch die Anforderungen, die wir an unsere Brillen stellen. Insbesondere das Foilen hat höhere Geschwindigkeiten, einen vermehrten Helmgebrauch und eine neue Generation von Sportlern mit sich gebracht, die zwischen verschiedenen Disziplinen wechseln. Das wirkt sich auf alles aus – von den Rahmenprofilen und dem Sitz der Brille bis hin zur Abdeckung durch die Gläser und der Sicht. Unser Ansatz besteht zunehmend darin, zu beobachten, wohin sich diese Sportarten entwickeln, und Produkte entsprechend diesen sich wandelnden Anforderungen zu entwickeln, anstatt einfach nur Trends auf dem allgemeinen Sonnenbrillenmarkt zu folgen, die für Spezialbrillen kaum relevant sind. Wo siehst du die größten Chancen für LiP in den nächsten Jahren? Wir sehen zahlreiche Chancen vor uns. Das anhaltende Wachstum und die Weiterentwicklung des Foilings eröffnen neue Produktmöglichkeiten, während Wassersportbrillen mit Sehstärke ein immer wichtigerer Teil unseres Geschäfts werden. Geografisch gesehen gibt es noch viele Märkte, in denen Spezialbrillen für den Einsatz auf dem Wasser relativ unterentwickelt sind. Für uns besteht die Chance darin, das Sortiment weiter auszubauen und neue Zielgruppen zu erreichen, ohne dabei den fachlichen Fokus zu verlieren, der LiP auszeichnet.


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DRYROBE Von einem selbstgemachten wasserdichten Umhang bis hin zum weltweit ersten Umkleidemantel für den Outdoor-Bereich hat Dryrobe® dazu beigetragen, eine völlig neue Kategorie von Outdoor-Bekleidung zu etablieren. Im Gespräch mit Jamie Gatley, Head of Global Sales, haben wir über die Entwicklung der Marke, die Produktentwicklung und Nachhaltigkeit sowie den neuen wasserdichten Parka für 2027 diskutiert. Wie hat sich Dryrobe seit seiner Markteinführung weiterentwickelt und was waren einige der wichtigsten Meilensteine auf diesem Weg? Dryrobe® entstand im Jahr 2010, als unser Gründer, Gideon Bright, ein Problem angegangen ist, mit dem er als Surfer in Cornwall seit Jahrzehnten zu kämpfen hatte. Inspiriert von einem selbstgenähten, wasserdichten Umhang, den seine Mutter ihm als Teenager genäht hatte, entwickelte er den weltweit ersten Outdoor-Umkleidemantel. Seitdem hat sich Dryrobe® von einem einzelnen Produkt, das an lokalen Stränden zum Einsatz kam, zu einer globalen Marke entwickelt, die eine ganze Bekleidungskategorie prägt. Umkleidemäntel sind nach wie vor unser Kerngeschäft, doch das Sortiment umfasst mittlerweile auch Kinderprodukte und Accessoires für den Outdoor-Einsatz bei jedem Wetter, wie Wickelunterlagen, Autositzbezüge und Hundejacken. Zu den wichtigsten Meilensteinen zählen die Erlangung der B Corp™-Zertifizierung, die stolze Ausstattung der Athleten des Team GB bei den Olympischen und Paralympischen Spielen mit Umkleidemänteln über mehrere Spielperioden hinweg, die Einführung des Dryrobe® Warmth Project, die Mitgliedschaft bei „1 % for the Planet“, die Einführung von adaptiver Ausrüstung wie dem Dryrobe® Adapt sowie wegweisende Materialinnovationen ohne fossile Brennstoffe wie Dryrobe® PURE. Wie hat die Marke eine so starke Verbindung zu den Outdoor- und Wassersport-Communities aufgebaut? Wir bleiben unseren Wurzeln verbunden, indem wir weltweit Grassroots-Sportarten, Kaltwasserschwimmer, Surfer, Paddleboarder und Outdoor-Begeisterte unterstützen. Im Rahmen des Dryrobe® Warmth Project spenden wir 1 % unseres Umsatzes an gemeinnützige Organisationen wie The Wave Project, Surfers Not Street Children und Save The Waves Coalition, um sicherzustellen, dass Outdoor-Aktivitäten weiterhin zugänglich bleiben und zum Schutz der Natur beitragen.

Wie tragen Partnerschaften mit Sportlern, Sportveranstaltungen und OutdoorOrganisationen zur Identität der Marke bei? Durch die Zusammenarbeit mit Spitzensportlern wie dem Big-Wave-Surfer Andrew Cotton und der Olympia-Surferin Camilla Kemp sowie mit Partnern wie Red Bull, Team GB und O2 Surf Town München können wir unsere Ausrüstung unter den anspruchsvollsten realen Bedingungen testen. Diese Beziehungen stärken unsere Identität als zuverlässige Experten für Hochleistungsausrüstung. Wenn Spitzensportler auf Dryrobe®-Produkte vertrauen, beweist dies unseren Alltagsnutzern, dass unsere Ausrüstung kompromisslose Wärme und Schutz bietet. Was sind eure beiden beliebtesten Artikel und warum? Dryrobe® Advance: Der originale wetterfeste Umkleidemantel, der diese Produktkategorie ins Leben gerufen hat. Dank seines großzügigen Schnitts können Nutzer ihre Arme hineinstecken und sich überall problemlos umziehen, während eine zu 100 % recycelte, wasserdichte Außenhülle und ein schnell trocknendes Fleece-Futter vor den Elementen schützen. Ergänzt wird dies durch den kompakt verstaubaren Tech-Lite und den hochwertigen Nexus-Umkleidemantel. Dryrobe® Organic Towel Poncho: Ein Eckpfeiler unserer Kollektion für warmes Wetter. Das Hauptmaterial besteht zu 100 % aus GOTSzertifizierter Bio-Baumwolle und bietet weichen, äußerst saugfähigen Schutz beim Umziehen nach dem Surfen oder Schwimmen im Sommer. Seitentaschen, eine verstellbare Kapuze und ein minimalistisches Design finden bei den Kunden großen Anklang. Ergänzt wird dies durch den hochwertigen Full-Zip-Towel-Robe, eines unserer meistverkauften Produkte seit seiner Einführung im letzten Jahr. Wie habt ihr mit der Nachfrage nach nachhaltigen, umweltfreundlichen Produkten auf dem heutigen Markt Schritt gehalten? Unsere Strategie basiert auf unserem Leitgedanken „Weniger kaufen, besser kaufen“. Wir konzentrieren uns auf die Entwicklung von Produkten, die für eine lange Lebensdauer ausgelegt sind, und verwenden dafür strapazierfähiges, zertifiziertes recyceltes Nylon und Polyester sowie GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle und PFC-freie wasserabweisende Ausrüstungen. Als zertifiziertes B Corp™Unternehmen werden unsere Verpflichtungen durch strenge unabhängige Standards überprüft. Zuletzt hat uns unser Streben nach einer kreislauffähigen Fertigung dazu veranlasst, kreislauffähige Materialien wie das Textil-zu-Textilrecycelte Polyester Tex2Tex™ in unsere Thermal Gilet zu integrieren. Wie hat das Kundenfeedback die Entscheidungen beim Produktdesign beeinflusst?

Kundenfeedback prägt unseren Designprozess direkt. Wir sammeln Rückmeldungen von Sportlern, aus dem Behindertensport und von OutdoorNutzern im Alltag. Die enge Zusammenarbeit mit Para-Sportlern führte zur Entwicklung des Dryrobe® Adapt, eines zweiteiligen Umkleidemantels, der speziell für Rollstuhlfahrer und Para-Sportler konzipiert wurde. Ebenso führten Wünsche nach einem einfacheren Umziehen in Frotteemänteln zu unseren Modellen aus Bio-Frottee mit durchgehendem Reißverschluss, während die Nachfrage nach einem schlanken, taillierten Schnitt, der die Lücke zwischen dem Umziehen am Strand und dem Pendeln in der Stadt schließt, den Dryrobe® Nexus inspirierte. Kannst du uns die neue Produktlinie für 2027 vorstellen? Neben neuen Farbvarianten für unser bestehendes Sortiment und einigen praktischen OutdoorAccessoires führen wir den Dryrobe® Waterproof Parka ein. Basierend auf Kundenfeedback bietet dieser schnittige Parka in regulärer Passform umfassenden Wetterschutz für den Alltag. Er ist von unseren wetterfesten Umkleidemänteln inspiriert, verzichtet jedoch auf den Umkleidebereich und verfügt über ein praktischeres Design für den Alltag, wodurch unser Sortiment auf vielseitigere Einsatzmöglichkeiten abseits der Küste erweitert wird. Dryrobe wird von allen getragen, von Spitzensportlern bis hin zu ganz normalen Hundebesitzern. Was macht die Marke deiner Meinung nach so universell attraktiv? Das Bedürfnis, bei unvorhersehbarem Wetter warm, trocken und bequem zu bleiben, ist universell. Egal, ob man nach dem Surfen aus dem Meer steigt oder einen nassen, windigen Morgenspaziergang mit dem Hund wagt – Kälte ist Kälte! DRYROBE.COM 19


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HÄNDLERLEITFADEN

FOILING SS27

Das Foil-Segment entwickelt sich zu einem selektiveren und preisbewussteren Markt, was die Entwicklung vielseitiger, langlebiger Ausrüstungen und Boards vorantreibt, die einfache Aufrüstmöglichkeiten bieten. Von Rocio Enriquez.

2026 war ein Jahr der Reife für das Foil-Segment. Ähnlich wie im Wing-Segment hat sich die Kundschaft zu einer anspruchsvolleren und preisbewussteren Zielgruppe entwickelt. Foiler wissen, was sie wollen und was ein fairer Preis dafür ist. Trotz der anhaltend schwierigen Wirtschaftslage, die durch andauernde geopolitische Krisen gebremst wird, bleibt das Wachstum stabil und baut auf den insgesamt positiven Verkaufszahlen des Vorjahres auf. Das Wachstum wird von Boards mittlerer Länge und weiterentwickelten FoilSerien angetrieben. Das Wing-Foiling bleibt der größte Volumentreiber, doch Parawinging, Foil-Assist sowie Pump- oder Dockstart-Foiling sind zu heißen Gesprächsthemen geworden und entwickeln sich zu Wachstumsbereichen. Pump- und Dock-Start-Foiling haben viele begeisterte Rider angezogen, die die geringe Abhängigkeit von Wind schätzen. SS2027 FOILS Wir beobachten zwei zentrale Trends beim Bau von Foil-Systemen: den breiten Einsatz von Hochmodul-Carbonfasern für Masten sowie Modularität und Kompatibilität bei Mast, Fuselage und Wings. Hoch- oder ultrahochmodulares Carbon (HM bzw. UHM) ermöglicht dünnere und steifere Masten. Diese wiederum ermöglichen Front Wings mit höherem Aspect Ratio, die mehr Gleitvermögen und Effizienz bieten – Eigenschaften, die mit den alten Aluminiummasten nicht möglich waren. „Es ist wirklich die Innovation beim Mastmaterial, die die Entwicklungen auf der Wing-Seite ermöglicht“, sagt AFSCEO Ghislain Melaine. Sabfoil setzt auf seinen Blackbird mit Monoblock-Carbon-Konstruktion für ein optimales Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht. Aluminium bleibt für preisbewusste Rider erhältlich, doch die bewährten Eigenschaften von Carbonfasern treiben die Nachfrage nach einem erschwinglicheren Carbon-Angebot an. GA Foils bringt 2027 sein neues, komplett aus Carbon gefertigtes UHM Team Foil auf den Markt. Es verfügt über einen UHM-Mast, einen einteiligen Front Wing und eine Carbon-Fuselage, kombiniert mit der

„Riblet-basierte Setups in Kombination mit unseren modularen Airwave-Komponenten bieten Händlern eine klare Upgrade-Option und eine Performance-Plattform, die sich mit den Fähigkeiten und dem Fahrstil des Kunden weiterentwickelt.“ Jarra, NSP vielseitigen All-Water-Wing-Reihe – und das für unter 2.000 Euro. Liquid Force bringt den Horizon Alloy mit seinem komplett aus Aluminium gefertigten FuseLock-System auf den Markt, ein Progression-Kit zwischen dem Launch 1200 für Einsteiger und den Full-Carbon-Stratus-Sets. Die Kompatibilität mit bestehendem Equipment ist entscheidend für die Einführung neuer Technologien. „Rider, die erheblich in ihre Setups investiert haben, wollen nicht alles auf einmal ersetzen“, sagt GA Foils International Marketing Manager Julien Leclerc. Modularität ermöglicht es Ridern, ihre Setups aufzurüsten, ohne jede einzelne Komponente ersetzen zu müssen. Dazu gehören Masten, Fuselages und Wings, aber auch Adapter und UpgradeMöglichkeiten. Indiana führt das Trinity-Verbindungssystem ein. Es ist sehr steif und stabil und nutzt drei M8-Schrauben sowie eine größere Kontaktfläche. NSP setzt weiterhin auf seine bewährte modulare Airwave-Plattform mit den effizienten Riblet-Front-Wings mit hohem Aspect Ratio. „Riblet-basierte Setups in Kombination mit unseren modularen Airwave-Komponenten bieten Händlern eine klare Upgrade-Option und eine Performance-Plattform, die sich mit den Fähigkeiten und dem Fahrstil des Kunden weiterentwickelt“, sagt Design and Communications Manager Jarra.

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Händlerleitfaden

„Wir haben jetzt eine neue Konstruktion entwickelt, die das Gesamtgewicht deutlich reduziert und gleichzeitig einen zugänglicheren Produktionsprozess ermöglicht.“ Ollie O’Reilly, Starboard

Technologie. Starboard war Vorreiter bei Full-Carbon-Hollow-Foil-Boards mit einem Gewicht von unter 4,5 kg, doch der komplexe Herstellungsprozess machte sie teuer. „Wir haben jetzt eine neue Konstruktion entwickelt, die das Gesamtgewicht deutlich reduziert und gleichzeitig einen zugänglicheren Produktionsprozess ermöglicht“, sagt Brand Manager Ollie O’Reilly. Armstrong ist stolz auf seine X-Form-Konstruktion, die Steifigkeit und Festigkeit gezielt auf die Bereiche konzentriert, in denen sie benötigt werden, und so unnötiges Gewicht reduziert. Indiana lobt die einzigartige Konstruktion seiner MagicHD-Boards. „Wir verwenden eine einzigartige Konstruktion mit HD-SchaumStringern in Kombination mit ultraleichtem PMI-Schaum. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich leichtes Board bei gleichzeitig hoher Steifigkeit“, sagt Development and Marketing Manager Gunnar Biniasch.

ARMSTRONG

Carbon ist in puncto Leichtigkeit und Haltbarkeit eine sichere Wahl. Sroka bietet eine Full-Carbon-Sandwich-Konstruktion als Premium-Ausführung an. Für Pump Foil fertigt das Unternehmen seine Boards in Prepreg-CarbonBauweise im Formverfahren, mit einem Stringer für maximale Steifigkeit. Axis bietet eine maßgeschneiderte Carbon-Boardrange, entwickelt von Francesco Maffei. Norden bietet eine Carbon-Hybrid-Konstruktion für preisbewusste Rider. Sie kombiniert Carbon, Glas und Holz in einer Sandwich-Konstruktion.

Das A+ System von Armstrong hat aufgrund seiner bereichsübergreifenden Kompatibilität breite Anerkennung gefunden und sorgt für eine Nachfrage nach seinen älteren Komponenten auf dem Gebrauchtmarkt. Vielseitige Systeme, die in mehreren Disziplinen eingesetzt werden können, dürften sich gut verkaufen. Indiana hebt das Hawk-Setup hervor. Mit einem Aspect Ratio von 16,9 ist es eine Premium-Performance-Option, die sich gleichermaßen für Parawing, Performance-Wingfoiling, SUP Downwind und anspruchsvolles Pump Foiling eignet. Die Dolphin- und Trinity-BarracudaSerien vervollständigen Indianas Multi-Disziplin-Angebot. GA Foils erwartet dank seiner Performance beim Wingfoiling, Dockstart und Parawing gute Ergebnisse vom Carbon UHM Team Foil. AFS begegnet den Anforderungen an Vielseitigkeit mit seiner UHA-Serie ultrahoch gestreckter Wings. „Der UHA 1260 ist der vielseitigste Wing in unserem Sortiment und funktioniert beim SUP Foil, Surf Foil, Downwind und Parawing“, sagt Gründer und CEO Bruno Sroka. AFS überarbeitet sein Enduro-System, einen Wing mit einem Aspect Ratio von 11, der sich an Rider richtet, die über ein breites Spektrum an Bedingungen Stabilität und Haltbarkeit suchen. Das Unternehmen positioniert die EVO-Serie als ideales Setup für Rider, die sich weiterentwickeln möchten. Eleveight kündigt eine komplette Überarbeitung seiner FreerideFoil-Serie an. Die RSF-Linie wird mit neuen Shapes und neuen Formen weiterentwickelt. Einige 2027er Neuheiten zielen weiterhin auf Nischensegmente. Für den wachsenden Parawing-Bereich gibt es den Balz Pro Front Wing von Sabfoil. Pump-Foiling-Enthusiasten dürfen sich über den speziell für Pump Foiling entwickelten 78-cm-Trinity-UHM-Mast von Indiana freuen. Surf-Foiling-Fans können weiterhin auf den Surge von Axis, den SeaDevil Blackbird von Sabfoil und den überarbeiteten Silk V2 von AFS setzen. SS2027 FOIL BOARDS Mid-Length-Boards sind sehr beliebt geworden, da sie vielseitig beim Wing Foil, Parawing, SUP Foil und Downwind Foil eingesetzt werden können. In die Entwicklung von Mid-Length-Konstruktionen wurde viel Arbeit investiert. Armstrong erzielte mit den Änderungen an Outline und Volumenverteilung seines MK II starke Ergebnisse. Eleveight erweitert das Größenangebot seines Mid-Length Chaser. Sroka hat den LW V2 für mehr Stabilität verbreitert. NSP hat Rocker-, Rail- und Tail-Profile des Marlin optimiert, um die Erholung nach Touchdowns und das Abheben beim Take-off zu verbessern. AFS hebt seinen Black Bird Allrounder und das Single F Surf-Foil-Board hervor. Das Mini Dart von Axis verbindet optimales Gewicht mit einfachem Take-off und einem direkten Gefühl zum Foil. GA Foils setzt große Erwartungen in sein Tabou Rocket+ Board mit neuer Unterseiten-Form. Indiana entwickelt seine kompakten MidLength-Boards wie die Super-Fly- und G-Pro-Serien weiter. Norden hebt seine Futurama-Fusion-Serie hervor. „Das Futurama ist ein Mid-Length-Board, das alle Disziplinen abdeckt und in allen auch sehr gut funktioniert“, sagt CEO und Produktdesigner Andy Wirtz. Starboard setzt weiterhin auf sein Above Board, eines seiner vielseitigsten Modelle, dessen zusätzliche Länge und schmalere Outline die Effizienz maximieren. Produktentwickler arbeiten an leichteren und steiferen Board-Konstruktionen. Erreicht wird dies durch Hollow-Shell-Konstruktionen oder optimierte Sandwich-Bauweisen, die es ermöglichen, durch den Verzicht auf den traditionellen EPS-Kern Gewicht zu sparen, ohne Steifigkeit einzubüßen oder die Kosten zu stark zu erhöhen. Eleveight führt das Chaser Pro Board mit seiner neuen HS-Tech-Konstruktion ein, einer Composite-Hollow-Shell22

Spezielle Boards für Pump Foil und Downwind SUP Foil gewinnen an Bedeutung. Sroka bringt das Pump Board 80 V2 auf den Markt, eine gelungene Kombination aus hochwertiger Konstruktion und attraktivem Preis. Indiana bietet das Magic HD für High-Performance-Pumping an. Starboard hat mehrere Prototypen für Downwind Foiling entwickelt, die sich bei Events sehr gut bewähren. NSPs Downwind-Waffe ist der Bluefin EVO. Axis bietet den Mako 2 mit verbessertem Take-off, wenn er mit den neuen kleinen Front Wings mit ultrahohem Aspect Ratio gefahren wird. Sroka positioniert sein DW-Modell in 7’2 für den multidisziplinären Rider und in 8’3 für den reinen Downwind-Fahrer. GA Foils erwartet, dass sich das Tabou Super Yaka Downwind-Board gut verkaufen wird. NACHHALTIGKEIT Bei technisch so anspruchsvollen Produkten wie Foils werden die Materialien für die Herstellung sorgfältig ausgewählt. Sie aus Nachhaltigkeitsgründen zu ersetzen, ist schwierig, ohne die Qualität des Ergebnisses zu beeinträchtigen. Daher konzentrieren sich die Nachhaltigkeitsbemühungen vor allem auf Haltbarkeit und Langlebigkeit. Das gilt auch für die Geschäftspraxis. Armstrong folgt keinen saisonalen Zyklen und bringt neue Produkte nur dann auf den Markt, wenn es für den Rider einen relevanten Fortschritt gibt. Sroka erhält die Kompatibilität von einem Jahr zum nächsten und konstruiert seine Fuselages so, dass sie untereinander kompatibel sind. So sind Upgrades möglich, ohne alles neu kaufen zu müssen. Langlebigkeit trägt zum Prinzip der Abfallvermeidung bei, das in der Produktion weit verbreitet ist. AFS verwendet jeden Carbon-Verschnitt wieder. Auch andere Aspekte der Produktion bieten Möglichkeiten, die Umwelt zu schonen. Lokale und hauseigene Fertigung verkürzt die Lieferketten. AFS produziert in Frankreich, Sabfoil in Italien. Die Marken verfolgen dabei eine „Wir tun, was wir können“-Mentalität. Die Fabrik von Liquid Force wird mit Solarenergie betrieben. Starboard erfasst seinen CO₂-Fußabdruck und arbeitet an Projekten zur Wiederherstellung von Mangroven mit. HÄNDLERUNTERSTÜTZUNG Die Händlerunterstützung basiert auf zwei Säulen. Die eine besteht darin, Rider direkt mit dem Equipment in Kontakt zu bringen. Dafür sind Demos und Testtage entscheidend, weshalb die Marken in den Ausbau ihrer Events investieren werden. AFS, Armstrong, Sabfoil und NSP kündigen erhebliche Investitionen in diesem Bereich an. Die zweite Säule besteht darin, das Geschäft für Händler durch bessere digitale und B2B-Tools sowie eine größere Anzahl an Marketingmaterialien zu erleichtern. Starboard investiert in KI-gestützte Suchfunktionen für seine gesamte Produktdatenbank und hat zudem in ein neues B2B-Vertriebssystem investiert, um die Bestellabwicklung zu vereinfachen. NSP bietet Mitarbeiterschulungen, koordinierte Launch-Materialien sowie professionelle Produktvideos und Anleitungen zur Nutzung, die es erleichtern, diese technische Produktkategorie zu erklären. Liquid Force veranstaltet jedes Jahr Fotoshootings, um aktuelle und ansprechende Inhalte zu erstellen, die Händler für ihr Marketing nutzen können. Indiana stellt Produktbilder, technische Informationen und eine klare Produktkommunikation bereit, um Händler am Point of Sale zu unterstützen. Die Marken konzentrieren ihre Anstrengungen darauf, bereits Bewährtes weiterzuentwickeln, statt ständig neuen Trends hinterherzujagen. Das Ergebnis sind durchdachte Foil-Setups und Board-Paletten, die den Anforderungen der zunehmend informierten und anspruchsvollen Kunden gerecht werden.

Weitere Details zu den Previews der Brands in dieser Kategorie findet ihr auf unserer Webseite. B OA R D S P O R T S O U R C E .C O M

HIGHLIGHTS 1 Modularität steigert den Wert des Produkts 2 Mittellange Boards dominieren das Angebot 3 Weitverbreiteter Einsatz von Carbon 4 Wachstumsbereiche jenseits des Wingfoilings


AT YOUR FINGER TIPS How you want it, where you want it, when you want it...

Source means business www.boardsportsource.com


brand profile

RHYTHM Rhythm, bekannt für seine Kombination aus Surfkultur und lässigem Stil, expandiert kontinuierlich weiter. Source traf sich mit Josh Barrett, dem Global General Manager, der uns einen Einblick in die Geschichte der australischen Marke, ihr Team und die Ausweitung des Vertriebs nach Europa gab. Bitte erzähle uns die Geschichte der Marke seit ihrer Gründung. Rhythm ist eine australische Alternative-SurfLifestyle-Marke, die 2003 mit dem ikonischen Leitbild „The Sound of Change“ gegründet wurde. Rhythm hat sich stets außerhalb der Mainstream-Trends positioniert, in der Überzeugung, dass authentische Marken im Surf- und Sportbereich stark wachsen können. Unser globaler Hauptsitz befindet sich in Burleigh Heads, Australien, wo Design und Marketing für die internationalen Märkte entwickelt werden. Im Jahr 2009 expandierte Rhythm in die USA, die heute unser größter Markt sind und weiterhin wachsen. Unser Ziel ist ein behutsames globales Wachstum, wobei wir unseren Produkt-, Marketing- und Großhandelspartnerschaften treu bleiben. Auch der Direktvertrieb (D2C) ist deutlich gewachsen, doch wir nutzen ihn, um die Verbraucher besser zu verstehen und diese Erkenntnisse in unsere Großhandelspartnerschaften einfließen zu lassen, die für Rhythm nach wie vor von zentraler Bedeutung sind. Was ist das Alleinstellungsmerkmal von Rhythm? Rhythm verbindet die Authentizität und die treue Anhängerschaft einer etablierten unabhängigen Surfmarke mit einem „Speed-to-Market“-Modell, das schnell auf sich ändernde Verbrauchernachfragen reagiert. Unsere „Speed-to-Market“-Programme ermöglichen es uns, Produkte mit der Agilität viel größerer Modeunternehmen auf den Markt zu bringen und gleichzeitig die Markenintegrität von Rhythm zu wahren. Diese Programme haben das Wachstum in Australien und den USA stark gefördert, und wir glauben, dass sie nun auch für europäische Großhandelspartner bedeutende Chancen eröffnen. Bitte berichte uns von der neuen europäischen Struktur und wie der Vertrieb der Marke in Europa nun erfolgt. Rhythm arbeitet nun in den meisten wichtigen europäischen Märkten direkt mit Großhandelskunden zusammen und wird dabei von Bleckmann in den Niederlanden als unserem 3PL-Partner sowie einem erweiterten Team in der australischen Zentrale unterstützt.

RHYTHMLIVIN.COM 24

Auch wenn dies für Europa untypisch ist, sind wir davon überzeugt, dass die Führung der Marke durch dieselben Personen, die Rhythm in den letzten 23 Jahren aufgebaut haben, entscheidend dafür sein wird, das europäische Potenzial auszuschöpfen. Globale Initiativen können nun europaweit einheitlich umgesetzt werden, sodass Rhythm authentisch und ganz im Sinne der Marke präsentiert werden kann. Wer gehört zum Managementteam? In Europa leitet Vertriebsleiter François Lassègue unser unabhängiges Vertriebsnetz. Auf internationaler Ebene bin ich als Global General Manager von Rhythm tätig und bereits seit 22 Jahren im Unternehmen. Jacob Byrne, Global Brand Manager, leitet kreative Initiativen; Natalie Fontes, Global Sales and Planning Manager, sorgt dafür, dass die Kollektionen den Marktbedürfnissen entsprechen; und Ces Wilson, International Business Development Manager, bringt umfangreiche Erfahrung im internationalen Markenaufbau mit. Auch unsere über 60 Mitarbeiter in Australien und den USA tragen enorm dazu bei, das authentische Rhythm-Markenerlebnis zu schaffen und zu bewahren. Wie hat sich der heiße europäische Sommer deiner Meinung nach auf den Markt ausgewirkt? Nach einem herausfordernden Frühjahr, das von schlechtem Wetter und schwächeren Umsätzen in den Geschäften geprägt war, profitierten die meisten Einzelhändler vom heißen Sommer. Die Sommerkollektionen von Rhythm sind so konzipiert, dass sie nahtlos vom Strand zum Abendessen auf der Terrasse übergehen – daher waren diese Bedingungen ideal. Die Märkte im Norden, darunter die Bretagne, die französischen Alpen und Großbritannien, entwickelten sich besonders stark. Unser Mitgefühl gilt natürlich auch den vom Waldbrand betroffenen Einzelhändlern. Wir stehen ihnen zur Seite und hoffen, dass der September ein starkes Geschäft mit sich bringt. Was sind die wichtigsten Trends auf dem Markt für Surfbekleidung für Herren und Damen für die Saison SS27? Rhythm konzentriert sich weiterhin auf einen zeitgemäßen Ansatz für Surf- und LifestyleBekleidung, der von Surfen, Kunst, Musik und Reisen geprägt ist. Bei den Herren stehen vielschichtige Looks, Farbe und Vielseitigkeit im Vordergrund. Bei den Damen wird weiterhin ein Gleichgewicht zwischen Weiblichkeit und einer entspannten Ausstrahlung angestrebt: Sommerkleider und modische Oberteile, kombiniert mit Jeans. Bademode und Overswim-Mode werden sich weiterentwickeln, wobei hochwertige Modelle nahtlos vom Strand in die sommerliche

Alltagskleidung übergehen. In welchem europäischen Land verkauft sich Rhythm am besten und warum? Rhythm ist an den Küsten Frankreichs, Spaniens, Portugals und Großbritanniens stark vertreten, wo unsere Positionierung als Marke für Surf- und zeitgenössische Lifestyle-Mode sowie unsere Premium-Qualität großen Anklang finden. Der selektive Vertrieb schafft zudem Nachfrage über die Küstenmärkte hinaus, da Verbraucher Rhythm auf Reisen entdecken und die Kleidung anschließend zu Hause weiter tragen. Dies treibt das Wachstum in Schlüsselregionen wie Paris, Rhône-Alpes, London, Deutschland und den Benelux-Ländern voran. Unsere Neupositionierung bei Preisgestaltung und Produktpalette treibt zudem das Wachstum im Bereich Action-Sport voran, während sich unser Lifestyle-Netzwerk durch Designausrichtung, Qualität und Premium-Positionierung ausweitet. Wie unterstützt ihr Einzelhändler, die eure Marke führen? Die ersten Direktlieferungen von Rhythm nach Europa haben erst im Juni begonnen, daher haben die Einzelhändler das volle Ausmaß der Unterstützung noch nicht erlebt. Ab 2027 werden europäische Partner in unsere globalen Marketingund Einzelhandelsförderprogramme einbezogen. Dazu gehören Ladeneinrichtungen, Schaufensterauslagen, Kaufprämienaktionen, Veranstaltungen und andere kreative Initiativen, die auf das Markenimage von Rhythm abgestimmt sind und darauf abzielen, die Präsenz in den Geschäften zu steigern. Dies ist einer der spannendsten Aspekte unseres neuen Modells und ein wichtiger Schwerpunkt beim Aufbau des europäischen Geschäfts von Rhythm.


brand profile

ALUULA ALUULA machte sich zunächst einen Namen damit, eine neue Generation von Hochleistungs-Verbundwerkstoffen in den Windsport zu bringen. Source wandte sich an CEO Sven Sandahl, um sich über den aktuellen Stand zu informieren. Was unterscheidet ALUULA grundlegend von herkömmlichen Verbundtextilien? ALUULA begann im Jahr 2019 mit einer einfachen Idee: Was wäre, wenn wir ein Material entwickeln könnten, das unglaublich leicht und widerstandsfähig für extreme Bedingungen ist, ohne die Kompromisse, die bei herkömmlichen Verbundtextilien auftreten? Das Herzstück unserer Materialien ist ultrahochmolekulares Polyethylen (UHMWPE), das in Form von hochmoduligen Garnen oder Geweben verwendet wird. Es wird dann mit einer Matrix aus anderen Polyethylen-Materialien kombiniert, um ein Hochleistungs-Verbundtextil herzustellen. Unsere Produkte sind bekannt für ihr außergewöhnliches Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht (d. h. spezifische Festigkeit und spezifischer Elastizitätsmodul), das gewichtsbezogen mehr als achtmal so hoch ist wie das von Stahl. Diese Eigenschaft wird durch unser patentiertes Fusionsverfahren ermöglicht, das auf Klebstoffe verzichtet, die normalerweise zur Herstellung von UHMWPEVerbundprodukten erforderlich sind. Das Ergebnis für Windsportarten sind Produkte, die leichter, fester, steifer und langlebiger sind, ohne Kompromisse bei der Nachhaltigkeit einzugehen. ALUULA-Verbundwerkstoffe ermöglichen es Designern, ihre Produktentwürfe nicht nur durch verbesserte Materialeigenschaften, sondern auch durch neue Konstruktionstechniken weiterzuentwickeln. Da die Materialien eine Zusammensetzung aufweisen, die sich selbst verschmelzen bzw. verschweißen lässt, ohne die zugrunde liegende Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen, können ALUULA-Materialien in Konstruktionen verwendet werden, die Nähen oder Klebstoffe/Leime/PSAs überflüssig machen. Dieser Material-zu-Material-Schweißprozess, bekannt als ALUULA No-Sew™-Technologie, eröffnet neue Möglichkeiten für die Gestaltung und Fertigung von Produkten. Über alle Anwendungsbereiche hinweg – von Kites, Wings und Segeln bis hin zu Rucksäcken und Zelten – ermöglicht die ALUULA No-Sew™-Technologie es Marken, über die Materialauswahl hinauszugehen und die Konstruktionsarchitektur neu zu überdenken.

Wie funktioniert die ALUULA No-Sew™Technologie und warum glaubst du, dass herkömmliche Nähte eine Neugestaltung benötigen? Das Nähen ist die Standardmethode zur Herstellung von Funktionsmaterialien, doch jeder Nadelstich hinterlässt ein Loch im Material. Dies ist problematisch für luft-, gas- und wasserdichte Konstruktionen, da freiliegende Fäden Ermüdung und Ausdehnung unterliegen können, was zu Versagen führt. Haftkleber (PSAs) basieren auf physikalischer Adhäsion und neigen unter anspruchsvollen Bedingungen zum Ausfall, insbesondere auf Materialien mit geringer Oberflächenenergie wie ALUULA. Infolgedessen sind Nähte oft die schwächste Stelle der Konstruktion. No-Sew™ kehrt diese Schwäche um, indem es durch kontrollierte Hitze und Druck die ALUULA-Bahnen auf molekularer Ebene verschmilzt und so letztlich eine Naht schafft, die stärker sein kann als das Material selbst. Wir sind gespannt darauf zu sehen, wie Produktdesigner und innovative Marken die No-Sew™-Technologie nutzen werden, um Hochleistungsprodukte der nächsten Generation zu entwickeln. Im Windsport haben wir dies bereits erlebt: Bei unseren hauseigenen Modellen konnten wir Gewichtsreduktionen von bis zu 50 % erzielen (siehe DEIFIED). ALUULA No-Sew™ eröffnet neue Möglichkeiten für Hochleistungsprodukte der nächsten Generation, die schon jetzt auf den Markt kommen! Kannst du uns ein Beispiel dafür geben, wie ALUULA No-Sew™ eingesetzt werden kann? Wir haben die ALUULA No-Sew™-Technologie kürzlich im Rahmen von DEIFIED vorgestellt, unserem hauseigenen Forschungsund Entwicklungsprogramm, das einzigartige Konzepte zur Demonstration der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von ALUULA entwickelt. Das erste Konzept, „The Ross Effect“, wurde vom führenden WindsportDesigner Ross Harrington entwickelt und zeichnete sich durch eine zu 100 % nach dem No-Sew™-Verfahren gefertigte Leading Edge aus, einschließlich der Verschlussnaht. Der Prototyp wog einschließlich der Luftkammer nur 287g, verglichen mit 598g bei einem vollständig genähten Modell aus demselben Material – durch konstruktive Fortschritte gelang es somit, ein Produkt mit halbem Gewicht zu realisieren. Dieser Machbarkeitsnachweis zeigt, wie sowohl die Materialzusammensetzung als auch die Konstruktion das Endprodukt erheblich beeinflussen können, wodurch Marken in die Lage versetzt werden, eine höhere Leistung

aus ALUULA-Materialien herauszuholen. Die Gewichtsreduzierung ist nur ein Vorteil. NoSew™-Überlappungsnähte sind über 60% stärker und dehnen sich um 50% weniger aus als das Material, während sie eine höhere Nahtsteifigkeit und Haltbarkeit bieten als genähte, PSA- oder Klebeverbindungen. Das ist die Chance, die wir in No-Sew™ sehen – es geht darum, unsere Denkweise in Bezug auf die Konstruktion zu revolutionieren und die Naht von einer traditionellen Schwachstelle in einen strukturellen Festigkeitspunkt zu verwandeln, wodurch sich neue Möglichkeiten für die Gestaltung und Herstellung von Hochleistungsprodukten eröffnen. Wie sieht die Zukunft von ALUULA No-Sew™ aus? Der Windsport war für ALUULA ein hervorragendes Testfeld, da hier jedes Gramm zählt und die Produkte unter anspruchsvollen Bedingungen bestehen müssen – Salz, Wind, UV-Strahlung, Sand, Schnee, Hitze, Kälte, Nässe usw. Doch mittlerweile erkennen wir auch Chancen in den Bereichen PerformanceOutdoor, Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und anderen Anwendungsbereichen, in denen leichte Steifigkeit, Festigkeit und Langlebigkeit entscheidend sind. ALUULA-Produkte können verschiedene Mehrwertmerkmale kombinieren, was es uns ermöglicht, viele Marktanforderungen mit einem Produkt zu erfüllen, das wichtige Mängel (z. B. Delaminierung, Nahtversagen) auf Produktebene und in der Konstruktion beseitigt. Für uns ist das der spannende Teil der Zukunft. NoSew™ ist ein Sprungbrett für Designinnovationen, das Designern die Möglichkeit gibt, neue Wege zu beschreiten und Produkte sowie …. ALUULA.COM 25


Händlerleitfaden

HÄNDLERLEITFADEN

WINGS SS27

GA

In der Saison SS2027 werden die Wing-Kollektionen übersichtlicher, mit robusteren Materialien und einer Einzelhandelsstrategie, die auf eine selektivere und reifere Käuferschaft zugeschnitten ist. Von Rocio Enriquez.

Der Wing-Markt zeigte im Jahr 2026 Anzeichen von Reife, mit einer selektiveren und preisbewussteren Käuferschaft. Die Umsätze knüpften an die Dynamik des Jahres 2025 an, in dem trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds alle Marken einen stetigen Absatz verzeichneten. Eleveight und Ensis waren bereits vor Jahresende ausverkauft; GA Wings und Armstrong verzeichnen Wachstum. Eine durchdachte und innovative Produktentwicklung hat diese Umsätze vorangetrieben und die Anforderungen informierter Käufer erfüllt. Der „Stream“ von AFS war das Ergebnis intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit und fand schnell Anerkennung bei Händlern und Verbrauchern. Die Einführung des „Stream One“ in diesem Jahr erweiterte den Absatz auf das Mainstream-Segment. NSP nutzte den Erfolg seines bewährten „Fireball“ für fortgeschrittene Fahrer. Die neuen Masten von Armstrong, das überarbeitete ML-Board und der neue Performance-Wing wurden gut angenommen. Eleveight investierte stark in die Produktentwicklung für 2026 und positionierte sich als Marke der Wahl für leistungsorientierte Fahrer. Unter diesen neuen Produkten haben Parawings große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. AFS brachte im vergangenen Juni sein erstes Modell, den „Stow“, auf den Markt und erhielt sehr positives Feedback. Im Jahr 2026 verkauften sich bei jeder Marke vor allem erschwingliche und vielseitige Wings am besten. Wings, die diese Eigenschaften erfüllen, bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind leicht zu empfehlen. Zu dieser Kategorie gehören der „Stream“ von AFS, der „XPS“ von Armstrong, der „Cross“ von GA Wings, der „Fireball“ von NSP und der „WFS V7“ von Eleveight. „Der WFS V7 vereint hohe Leistung mit der Vielseitigkeit und Zugänglichkeit, die die meisten Fahrer suchen“, sagt Marketingdirektor und Mitbegründer Robert Bratz. Premium- und Performance-Modelle waren starke Zweitbestseller, darunter beispielsweise der „Pure“ und der „Jet“ von GA Wings, der „X-Wing Performance“ von Armstrong, der „Meteor“ von NSP und die „ACE“-Linie von Ensis. 26

„Wir testen ständig neue Materialien, aber sie müssen eine echte Verbesserung in Bezug auf Leistung, Haltbarkeit, Konsistenz und das gesamte Fahrerlebnis bieten“ Aidan Nicholas, Armstrong Ein wachsender Gebrauchtmarkt stärkt das Marktwachstum, indem er Lösungen für einen breiteren Kundenkreis bietet. Die Hauptabnehmer von Wings sind erfahrene Wassersportler, die entweder von einer anderen Wassersportart wechseln oder vom mittleren zum fortgeschrittenen Niveau aufsteigen. Die meisten Marken segmentieren ihre Produkte für diese Art von Fahrern. Auch Eleveight und Armstrong beobachten eine Diversifizierung der Nutzerbasis und erwarten Wachstum durch Einsteiger sowie durch das Wingen im Binnenland. Käufer legen Wert auf Leistung, jedoch nicht um jeden Preis. Preis-Leistungs-Verhältnis und Langlebigkeit sind entscheidend. Steifere Rahmen und besseres Handling sind wichtiger als das Gewicht. Der Fokus liegt zunehmend auf gezielten Verstärkungen statt auf exotischen Materialien, vor dem Hintergrund einiger Probleme mit der Bruchfestigkeit, die bei neuen Materialien wie Aluula und Dyneema aufgetreten sind. Gewebe wie UPE (Ultra Performance) bieten ein besseres Gleichgewicht zwischen Haltbarkeit und Gewicht und sind widerstandsfähiger bei intensiver Nutzung. Carbon-Gabelbäume werden zum Standard. „Carbon-Gabelbäume bieten im Vergleich zu den Aluminiumvarianten einen echten Gewinn an Steifigkeit und Gewichtsersparnis“, sagt AFS-Geschäftsführer Ghislain Melaine. Abgestufte Konstruktionen und Materialien bieten den Kunden die Wahl zwischen Leistungsvorteilen und verschiedenen Preisklassen.


Händlerleitfaden

„Wir werden weiterhin in Vorführungen, Auftritte von Teamfahrern und regionale Veranstaltungen investieren, bei denen die Wings direkt in die Hände der Kunden gelangen“ Jarra, NSP

ARMSTRONG

und setzt bei seiner ACE-Linie auf Premium-Materialien. Der Score ACE verfügt über Aluula, und der Topspin ACE über Dyneema. Die Konstruktionen konzentrieren sich auf gezielte Verstärkung und Gewichtsersparnis. Eleveight verwendet X4-Ripstop im Haupttuch und X6-Ripstop in der Abrisskante – eine Kombination, die die strukturelle Spannung und Stabilität erhöht und gleichzeitig ein geringes Gewicht gewährleistet. NSP setzt an besonders beanspruchten Stellen auf Kevlar oder Schutzpatches, Dreifachnähte und zweilagige Verstärkungen an Schlüsselstellen. „Bereiche mit hoher Belastung werden zusätzlich verstärkt, während leichtere Materialien dort zum Einsatz kommen, wo eine kontrollierte Flexibilität das Handling verbessert“, erklärt Jarra, Design- und Kommunikationsmanager bei NSP. Der Meteor-Wing verfügt über starre Griffe aus Verbundwerkstoff. Ensis stellt den neuen ErgoGabelbaum vor. „Dieser Gabelbaum aus 100 % Carbon ist leichter, steifer und hat einen dünneren Durchmesser“, sagt Karl Müller. GA Wings hat in diesem Jahr in seiner gesamten Produktpalette abnehmbare, zweiteilige CarbonGabelbäume eingeführt und kündigt für 2027 die Einführung der Z-Strebe in allen Modellen an. „Die Z-Strebe sorgt für erhöhte Steifigkeit und verbesserte Profilstabilität, was zu einem noch präziseren und kontrollierteren Fahrgefühl auf dem Wasser führt“, sagt Marketing-Manager Julien Leclerc.

SS2027 WINGS Die Produktpalette für 2027 ist überschaubar: Die Marken bieten zwei bis fünf Modelle an, die in die Segmente „erschwinglich“, „Premium“ und „Performance“ unterteilt sind. AFS wird den „Stream“ und dessen erschwingliche Version, den „Stream One“, anbieten. Außerdem ist der „Stow“-Parawing im Programm, von dem sich das Unternehmen einen Aufschwung verspricht. Eleveight bietet zwei Bauvarianten des WFS an: den V8, der auf den Freeride-Markt ausgerichtet ist und die Bedürfnisse der meisten Fahrer abdeckt, sowie den leistungsstarken Pro V3 für fortgeschrittene und leistungsorientierte Fahrer. Für das Wellenreiten wird das Sortiment um den GT5 Plus ergänzt. Ensis bleibt bei seinen beiden Produktlinien „Topspin“ und „Score“, wobei der Schwerpunkt auf dem Rennsport liegt – einem Segment, für das das Unternehmen Wachstum erwartet. „Beide Kite-Serien werden in einer Standard-Linie und einer Hochleistungs-ACE-Linie angeboten“, sagt Ensis-Inhaber Karl Müller. GA Wings bietet im kommenden Sommer fünf Wings an. Der Cross, der Poison und der Cross LW decken die Bedürfnisse

„Die Z-Strebe sorgt für erhöhte Steifigkeit und verbesserte Profilstabilität, was zu einem noch präziseren und kontrollierteren Fahrgefühl auf dem Wasser führt.“ Julien Leclerc, GA wings

eines möglichst breiten Spektrums an Fahrern ab. Der Pure und der Jet sind für fortgeschrittene Fahrer und Wettkämpfer konzipiert. NSP präsentiert den Allrounder Fireball sowie den leichteren und leistungsstärkeren Meteor. Armstrong kündigt spannende Entwicklungen für 2027 an, Details dazu folgen jedoch erst später. Die Philosophie hinter der Materialauswahl besteht darin, bewährte und langlebige Materialien zu verwenden. Das Interesse an neuen Materialien bleibt bestehen, doch ein Wechsel zu diesen nur um der Neuheit willen wird generell vermieden. „Wir testen ständig neue Materialien, aber sie müssen eine echte Verbesserung in Bezug auf Leistung, Haltbarkeit, Konsistenz und das gesamte Fahrerlebnis bieten“, sagt Armstrong. Wir sehen abgestufte Konstruktionen und eine Auswahl an Geweben. „Die Idee ist, den Kunden die Wahl zwischen verschiedenen Konstruktionen zu bieten, von denen jede ihre eigenen Leistungsvorteile und ihre eigene Preisklasse hat“, sagt Robert Bratz von Eleveight. Eleveight verwendet für seine Pro-Reihe Aluula und kombiniert es mit einer speziellen Konstruktionstechnologie, Polyfusion®, die die Nähte an der Vorderkante verschweißt und so die Anzahl der Nähte sowie den Bedarf an zusätzlichen Verstärkungen reduziert. Der GT5 Plus verfügt über das neue XTC TEX 2.0, das 25 % leichter ist und eine fünfmal höhere Reißfestigkeit als Dacron bietet. Der WFS V8 wird aus XT 2.0 gefertigt, einem hochfesten Material, das in Zusammenarbeit mit Teijin entwickelt wurde. AFS verwendet UPE für seine High-End-Wings sowie das bewährte Dacron. NSP verwendet eine Hybridkonstruktion mit Dacron unterschiedlicher Gewichte, je nach Belastung und erforderlicher Flexibilität. GA Wings wählt Premium-Gewebe von Teijin, Dimension-Polyant und Challenge Sailcloth. Ensis fertigt mit Dacron

NACHHALTIGKEIT Langlebigkeit ist das wichtigste Nachhaltigkeitsargument in allen Bereichen. Die Bereitstellung langlebigerer Produkte ist der bedeutendste Beitrag, den Wing-Marken für die Umwelt leisten können, da die Branche in der Realität auf petrochemische Materialien angewiesen ist. Dazu gehören Qualität in der Produktion, Wiederverwendbarkeit und Reparierbarkeit. Auch die Verbesserung der Verpackungs- und Transporteffizienz leistet einen bedeutenden Beitrag. NSP verwendet Produktionsreste weiter und verarbeitet sie zu Verpackungselementen, Bändern und Anhängeetiketten. Dadurch werden Abfall und Einwegplastik reduziert. Außerdem bietet NSP austauschbare Bladder sowie Reparaturservices an, damit die Wings länger genutzt werden können. Die Verpackungen von Eleveight sind weitgehend kunststofffrei, und die Marke ist bestrebt, Transportwege zu verkürzen und die Logistik wo immer möglich zu optimieren. Sie arbeiten mit Lieferanten zusammen, die hohe Standards im Abfall- und Wassermanagement erfüllen. Armstrong evaluiert ständig neue Fertigungsverfahren, die die Langlebigkeit verbessern und unnötigen Abfall reduzieren können. UNTERSTÜTZUNG FÜR DEN HANDEL Die Unterstützung ist praxisorientiert und produktbezogen. Ziel ist es, den Händlern zu ermöglichen, dem Kunden das richtige Produkt zu empfehlen. „Ein besseres Erlebnis für den Händler und den Kunden ist langfristig besser für die Marke“, sagt Aidan Nicholas von Armstrong. Erlebnisorientierte Methoden wie Testtage und ähnliche Veranstaltungen sind sehr wertvoll. AFS wird den Fahrern mehr Möglichkeiten bieten, seine Produkte auszuprobieren, indem es mehr Veranstaltungen organisiert und seine DemoFlotte erweitert. Auch NSP investiert in das Schaffen von Erlebnissen. „Wir werden weiterhin in Vorführungen, Auftritte von Teamfahrern und regionale Veranstaltungen investieren, bei denen die Kunden die Wings selbst in die Hand nehmen können“, sagt Jarra. Schulungs- und Trainingsmaterialien tragen dazu bei, das Selbstvertrauen der Händler zu stärken. NSP stellt anschauliche Produktvideos, Datenblätter und Schulungsmaterialien für Mitarbeiter bereit, die es erleichtern, das Sortiment zu erklären. Service ist ein wesentlicher Bestandteil der Beziehung zwischen Marke und Händler. GA Wings konzentriert sich auf zwei besondere Bedürfnisse der Händler: die Verfügbarkeit von schnellverkauften Produkten im Lager und gesunde Margen, die das Geschäft auch während Aktionszeiträumen nachhaltig sichern. „Unsere Fähigkeit, gesunde Lagerbestände aufrechtzuerhalten, ermöglicht es uns, Marktschwankungen abzufedern und schnell auf die Nachfrage der Händler zu reagieren“, sagt Julien Leclerc. NSP bietet praktische Unterstützung bei der Ersatzteilversorgung. Auch andere traditionelle Marketingmaßnahmen kommen zum Einsatz. Eleveight investiert in den Aufbau eines starken Teams und die Erstellung hochwertiger Inhalte, um das Produktbewusstsein zu steigern und eine positive Markenwahrnehmung zu schaffen. NSP stellt digitale Materialien für die Markteinführung zur Kommunikation mit den Händlern bereit. Bei der SS2027-Kollektion geht es eher darum, bewährte Materialien und Konstruktionen zu verfeinern, als der Neuheit hinterherzujagen. Durchdachte Kombinationen und abgestufte Konstruktionen ermöglichen es den immer versierteren Fahrern, ihre Preisklasse und Leistungsmerkmale selbst zu HIGHLIGHTS wählen. Mit kompakteren Sortimenten, die alle Grundlagen abdecken, haben 1 Reifer Wing-Markt Händler alles, was sie brauchen, um ihre 2 Mehrstufige Konstruktionen Kunden zufrieden zu stellen. für Zugänglichkeit und erstklassige Leistung Weitere Details zu den Previews 3 Engere Spannen der Brands in dieser Kategorie

findet ihr auf unserer Webseite. B OA R D S P O R T S O U R C E .C O M

4 Langlebigkeit als zentrales Nachhaltigkeitsargument

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bigwig interview

BIG WIG INTERVIEW

B A S JA N S S E N , H E A D O F B R A N D E T N I E S , E M E R I C A & É S E M E A Alles begann 1990 mit einem Geburtstagsgeschenk. Mehr als drei Jahrzehnte später hat dieses erste Board zu einer Karriere geführt, die Skate-Shops, Sponsoring, internationale Reisen, Vertrieb und Marketing bei einigen der größten Namen im Bereich Skate-Schuhe umfasst. Vom Skaten für Element über die Arbeit bei Hardcore Supplies bis hin zur Position als Vertriebs- und Marketingleiter für etnies, Emerica und éS in Europa hat Bas die Skate-Branche aus nahezu jedem Blickwinkel kennengelernt. Nun, da OneTurn kürzlich den europäischen Vertrieb für die drei Marken übernahm, schlägt Bas ein weiteres neues Kapitel auf, in dem er sich darauf konzentriert, Verbindungen zur Kern-Skate-Community aufzubauen, den Einzelhandel zu stärken, das Bekleidungssortiment zu erweitern und gleichzeitig frischen Schwung in einige wichtige Skate-Marken zu bringen. Wir haben uns mit Bas getroffen, um über den sich wandelnden europäischen Skate-Markt, die Herausforderungen für die nächste Generation von Skateboardern, den neuen Marana Pro, die Zukunft von etnies, Emerica und éS zu sprechen – und darüber, warum er trotz aller Herausforderungen weiterhin davon überzeugt ist, dass Skateboarding immer wieder an die Spitze zurückkehren wird.

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Erzähl uns doch bitte etwas über deinen Werdegang und wie du zu deiner aktuellen Position gekommen bist. Alles begann mit dem ersten Skateboard, das ich 1990 zum Geburtstag geschenkt bekam. Für mich war das der rote Faden bei allem, was ich in meinem Leben tue oder getan habe, und es hat mich zu der Person gemacht, die ich heute bin.

Der Y2K-Trend verliert im Lifestyle-Bereich nicht an Schwung. Der Stil verändert sich zwar, aber die jungen Verbraucher zeigen echtes Interesse an unserem Erbe.

Ende der 90er Jahre wurde ich gesponsert und begann gleichzeitig, im örtlichen Skateshop (Juhroen Skateshop) zu arbeiten. Dadurch lernte ich den niederländischen Skateboard-Vertrieb kennen, der mich wiederum mit Element Skateboards in Kontakt brachte – was zu zehn großartigen Jahren voller Skateboarding und Reisen führte (vielen Dank an Samuli „Hessu“ Heino, Phil Lalement und Christian Vankelst!). Als die neue Generation das Ruder übernahm, begann ich im Vertrieb und Marketing bei demselben Skateboard-Vertrieb zu arbeiten, der mich mit Element bekannt gemacht hatte (Hardcore Supplies). Der Kreis schloss sich zum ersten Mal. Nach einigen Jahren, während ich weiterhin von Sole Technology gesponsert wurde, entschied ich mich für einen Wechsel und begann als Vertriebsmitarbeiter für etnies und ThirtyTwo zu arbeiten. Im Laufe von zehn Jahren entwickelte sich diese Rolle zum Sales und Marketing Director für etnies, Emerica und éS in Europa. Im Jahr 2024 wechselte ich zusammen mit den Marken zur Nidecker Group als Head of Sales EMEA APAC, und seit Anfang dieses Jahres leite ich dieselben Marken für Europa über OneTurn, das das europäische Markenmanagement und

den Vertrieb übernommen hat. Das ist für mich der zweite Kreis, der sich schließt: Ich arbeite wieder mit Joost Grootswagers zusammen, nachdem wir vor 12 Jahren gemeinsam bei Sole Technology angefangen hatten. Kannst du bitte die Organisationsstruktur in Europa erläutern und sagen, wer die wichtigsten Personen im Managementteam von OneTurn sind: Auf der EEE-Seite, wie wir sie nennen (etnies, Emerica, éS), ist die Struktur schlank. Im Grunde sind Kevin Parrott (Senior Marketing Manager EMEA) und ich die einzigen beiden, die sich zu 100 % auf EEE konzentrieren. Bei OneTurn arbeiten alle Abteilungen markenübergreifend, sodass wir von vielen Ressourcen und Mitarbeitern unterstützt werden, was einfach großartig ist. Darüber hinaus arbeiten wir weiterhin sehr eng mit Nidecker zusammen, um sicherzustellen, dass wir die bestmöglichen Schuhe und ein optimales globales Marketing erhalten.


Auf welche Leistung bist du seit deinem Einstieg in die Branche am meisten stolz? Es macht mir wirklich Spaß, Skateboardern dabei zu helfen, das nächste Level zu erreichen, und ich freue mich, sagen zu können, dass es einige AMs gibt, mit denen ich über die Jahre zusammengearbeitet habe und die heute stolz darauf sein können, ihren Namen auf ihrem Board zu haben oder generell eine solide Skateboard-Karriere vorzuweisen. Und was war die schwierigste Entscheidung, die du im Laufe deiner Karriere getroffen hast, und warum? Nein zu Dingen zu sagen! Es gibt so viele tolle Dinge in der SkateboardWelt. Es ist immer eine schwere Entscheidung, etwas abzulehnen!

bigwig interview

Es macht mir wirklich Spaß, Skateboardern dabei zu helfen, das nächste Level zu erreichen, und ich freue mich, sagen zu können, dass es einige AMs gibt, mit denen ich über die Jahre zusammengearbeitet habe und die heute stolz darauf sein können, ihren Namen auf ihrem Board zu haben. ain’t the ’90s“ veröffentlicht, in dem es darum geht, wie sich die SkateSzene verändert hat. Der Autor argumentiert, dass Skateboarding noch nie so zugänglich war wie heute – mehr Parks, Coaching, Tutorials, die Olympischen Spiele – und dennoch widmen sich immer weniger junge Menschen diesem Sport. Das ist auch eine Bedrohung für die gesamte Einzelhandelslandschaft. Die 15- bis 20-Jährigen sind die Gruppe, die Skateboarding überhaupt erst attraktiv macht. Deshalb müssen wir uns auf diese neuen jungen Skater auf eine offenere, zugänglichere Art konzentrieren und den Spaß am Skateboarden in den Vordergrund stellen, anstatt Events nach dem „Best-Trick“-Prinzip zu gestalten – denn genau

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse, die du während deiner Zeit in der Skate-Branche gewonnen hast? Die Branche ist klein – lasst uns darauf achten, dass wir alle gut miteinander auskommen und keine Brücken hinter uns abbrechen. So macht es viel mehr Spaß! Kannst du uns die Produktpaletten von éS, Emerica und Etnies näher erläutern und erklären, wie sie miteinander harmonieren? Während des Übergangs von Sole Technology zu Nidecker wurde viel Zeit darauf verwendet, sicherzustellen, dass sich die drei Marken ergänzen, anstatt sich gegenseitig zu kannibalisieren. Dies basiert auf den Produkten, der Preisgestaltung, dem Verbraucherprofil und der Markendifferenzierung Wo siehst du die Chancen für die Marken in Europa auf dem Skateschuhmarkt? Im Core-Bereich steht der Markt eindeutig unter Druck, und die „echte Core“-Community schrumpft. Dennoch ist das Interesse nach wie vor vorhanden, aber wir müssen diese Community aufbauen und in sie investieren, um uns den Platz in den Geschäften zu sichern. Das neue etnies-Promo-Video und die „Back in the Street“-Events sind erst der Anfang, und es wird noch mehr geben! Gleichzeitig verliert der Y2K-Trend im Lifestyle-Bereich nicht an Schwung. Der Stil verändert sich zwar, aber die jungen Verbraucher zeigen echtes Interesse an unserer Geschichte.

Wir müssen uns auf diese neuen jungen Skateboarder auf eine offenere, zugänglichere Weise konzentrieren und den Spaß am Skateboarden in den Vordergrund stellen, anstatt bei Events nur auf die besten Tricks zu setzen Wird der Schwerpunkt nun stärker auf der Bekleidungsentwicklung für die drei Schuhmarken liegen? JA! OneTurn übernimmt weltweit die Bekleidungsentwicklung für EEE, daher könnt ihr ab Herbst 27 die gewohnte Volcom-Qualität und ab Frühjahr 28 neue Designs erwarten. Rechnet nicht von Anfang an mit einer riesigen Kollektion, aber wir werden sinnvoll investieren und unser Bekleidungsangebot Schritt für Schritt ausbauen. Ich freue mich sehr auf diesen Teil! Was sind deiner Meinung nach die Vorteile davon, dass Volcom und die drei Skateschuhmarken in Europa alle unter dem Dach von OneTurn agieren? Synergieeffekte. Viele Abläufe und die allgemeine Arbeitsweise sind bei unseren Schuhmarken und Volcom (Streetwear) sehr ähnlich. OneTurn verfügt über eine hervorragende Erfolgsbilanz im Servicebereich mit direkten Großhandelskunden und Distributoren in ganz Europa, und wir müssen es unseren Kunden leicht machen, nicht schwerer. Aber auch auf Marken- und Marketingebene gibt es viele Gemeinsamkeiten zwischen unseren Marken, sodass wir gemeinsam lernen, wachsen und dabei Spaß haben können. Was sind die größten Veränderungen in der Einzelhandelslandschaft des EMEA-Skate-Marktes, und wo siehst du die Chancen und Risiken für die Zukunft? Das „Bubble Skate Mag“ hat einen großartigen Artikel mit dem Titel „This

das ist nicht das, wonach sie suchen. Wenn wir das richtig hinbekommen, würden das Skateboarden und der dazugehörige Einzelhandel wieder florieren. Vielleicht konzentriert sich diese Antwort also eher auf die Community als auf die Einzelhandelslandschaft, aber meiner Meinung nach sind diese beiden Bereiche eng miteinander verbunden. Wie unterstützt ihr eure Einzelhändler? Bei OneTurn verfügen wir über ein großartiges Team aus den Bereichen Kundenservice, Finanzen und Logistik, das dafür sorgt, dass die betrieblichen Abläufe so reibungslos wie möglich verlaufen. Dank unserer umfangreichen Erfahrung und unserer praxisorientierten Herangehensweise sind wir ein Unternehmen, mit dem die Zusammenarbeit einfach ist und Spaß macht – und das ist das Rückgrat jedes Betriebs. Im Frontend leitet Kevin Parrott das Marketing für Europa, ebenfalls unterstützt von einem großartigen Team. OneTurn verfügt über umfangreiche Erfahrung im Bereich Veranstaltungen, auf die wir zurückgreifen werden, sowie bei der Gestaltung beeindruckender POP-Materialien, Kaufprämien und anderer attraktiver Artikel zur Unterstützung im Verkaufsraum. Bereits in der ersten Saison für SP27 wurden große Fortschritte erzielt, und in Zukunft wird noch viel mehr folgen. Wie siehst du die Zukunft der europäischen Skateboard-Branche? Rosig! Ja, die Zeiten sind herausfordernd und vieles verändert sich, aber Skateboarding wird immer wieder an die Spitze zurückkehren! 29


N E O P R E N A N Z Ü G E S S 27

Händlerleitfaden

HÄNDLERLEITFADEN

O’NEILL

Ein historisch ruhiger Sommer in Verbindung mit Temperaturen wie in der Sahara hat unsere Neoprenanzüge in den letzten Monaten überflüssig gemacht. Wie werden sich die Marken auf die Frühjahr/Sommer-Saison 2027 einstellen? Ein Blick in die Kristallkugel von David Bianic.

Während alle dachten, wir hätten die als „postpandemischer Lagerüberhang“ bekannte Monsterwelle endlich überwunden, hat uns die Natur gerade wieder einmal einen kräftigen Schlag ins Gesicht versetzt, denn die Saison 2026 hat uns brutal daran erinnert, dass das Thermometer der ultimative Filialleiter ist. „Das Feedback aus unserem Einzelhandelsnetzwerk war unverblümt: Es war einfach ‚zu heiß‘ für Neoprenanzüge. Warme Meerestemperaturen ließen die Kunden stattdessen zu Boardshorts und Rashguards greifen“, berichtet James Trevelyan, Direktor bei Circle One. Diese klimatische Hürde führt zurück zu Lagerbestandsdilemmata, da die Lage im Einzelhandelsökosystem recht uneinheitlich erscheint. Große, etablierte Akteure kämpfen immer noch mit einem Überschuss an Neopren, der in den Regalen liegt, während schlankere, agilere Marken bereits von gesunden Lagerbeständen und „konventionellen“ Kaufmustern berichten. Marken wie Oxbow haben eine defensive Strategie verfolgt und bewusst auf einige Größen verzichtet, anstatt zu viel zu produzieren, um sicherzustellen, dass sie den Markt später nicht mit rabattierten Restbeständen überschwemmen. Simon Neep, zuständig für Vertrieb und Produktentwicklung bei Alder Wetsuits, fügt hinzu: „Obwohl es erhebliche Rabatte gibt … scheint die Nachfrage weiterhin schwach zu sein.“ Jimmy Pinfield von C-Skins zeigt sich optimistischer: „Wir haben festgestellt, dass sich der Überhang an Ausverkaufsware im Laufe der letzten Saison aufgelöst hat, und die Mehrheit unserer wichtigsten Einzelhandelspartner verfügt nun über eine gesunde Lagerbestandslage. Wenn überhaupt, beobachten wir eher eine größere Dringlichkeit, neue Produkte einzuführen, anstatt auf alten Lagerbeständen zu sitzen.“ SS27-PREISGESTALTUNG Marken wie O’Neill und Circle One deuten darauf hin, dass Preiserhöhungen aufgrund von Compliance- und Transportkosten wohl unvermeidlich sind. Umgekehrt halten Marken wie Mistral und WIP an ihren Preisen fest und nutzen Übertragungsstrategien sowie Preisstabilität, um Einzelhändler anzulocken, die der Margenerosion überdrüssig sind. MDNS versuchte, einen Großteil der Kostensteigerungen durch eine Neugestaltung „der Konstruktion und eine effizientere Beschaffung des neuen MRL-Neoprens, das bei den Modellen SLAB

„Wenn überhaupt, dann sehen wir eine größere Dringlichkeit, neue Produkte auf den Markt zu bringen, anstatt auf alten Lagerbeständen zu sitzen.“ Jimmy Pinfield, C-Skins und PEARL zum Einsatz kommt, aufzufangen, sodass die Preiserhöhungen für SS27 auf ein Minimum beschränkt bleiben“, versichert Benoit Brecq, Marketing Director & Brand Manager. Manera reagierte auf den Kostendruck mit einem neuen Modell, das mit Blick auf den Geldbeutel der Kunden entwickelt wurde, verrät Bud Freitas, Global Sales Director: „Mit einem Preis von unter 300 US-Dollar in den USA eröffnet ‚The Classic‘ Manera den Zugang zu einer breiteren Kundschaft, ohne die Qualitätsstandards der Marke zu verwässern. Die ersten Reaktionen der Einzelhändler und der Absatz waren stark, was das Modell zu einer zentralen Umsatzchance innerhalb der SS27-Kollektion macht.“ Steve West von Mistral bietet einen seltenen Lichtblick: „Glücklicherweise bleiben die Preise gleich – in einem Markt, in dem die Neoprenkosten sprunghaft ansteigen können.“ Um die Preise zu rechtfertigen, setzen die Marken auf technische Verfeinerungen, die die Topmodelle der SS27-Kollektion wie einen echten Fortschritt wirken lassen und nicht nur wie einen einfachen Farbwechsel. SS27: VORZEIGEMODELLE UND INNOVATIONEN Die SS27-Strategie ist ein Paradebeispiel für „chirurgische Innovation“. Anstatt das Rad neu zu erfinden, verfeinern die Marken das Grundgerüst. Der Schwerpunkt liegt dabei stark auf Ergonomie und Schnitttechnik. MDNS konzentrierte sich beispielsweise auf eine LUMBAR2ZIP-Konstruktion, bei der die Nähte vom Kragen bis zum Lendenbereich miteinander verbunden sind, um Belastungspunkte zu reduzieren. Ebenso stellte Soöruz ein neues, „überarbeitetes und verfeinertes“ U-Zip-System vor: „Es vereint drei wesentliche Vorteile: maximale Bewegungsfreiheit dank seiner leichten Konstruktion im Nackenund Schulterbereich, einfacheres An- und Ausziehen sowie hervorragende

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Händlerleitfaden

„Das leichte TB4X reagiert auf Körperwärme und sorgt so für wohlig warme Sessions, ohne das Gewicht eines Firewall-Anzugs mit sich zu bringen.“ Tom Copsey, O’Neill Wetsuits mit seiner seit Jahrzehnten verfolgten Mission, auf Neopren zu verzichten, der Goldstandard, doch der Rest der Branche holt schnell auf. Thomas Chastol von Oxbow erläutert die Zusammensetzung der Kollektionen für die nächste Saison: „Das gesamte Sortiment verwendet einen Naturkautschuk-Schaum. Die Hälfte besteht aus Ocena-Schaum, der zu 82 % aus biobasierten Inhaltsstoffen besteht, und die andere Hälfte wird aus OXBprene hergestellt.“ Ab 2026 setzt auch Manera Ocena in seiner XTEND-Kollektion ein.

CIRCLE ONE

SS27-FUTTER: ATMUNGSAKTIVITÄT GEHT VOR ISOLIERUNG In einem 3/2-mm- oder 2/2-mm-Neoprenanzug kämpft man nicht gegen Unterkühlung, sondern gegen Hautscheuerei und Wasseraufnahme. Jimmy Pinfield von C-Skins erinnert uns daran, warum der erste Eindruck so wichtig ist: „Bei dünneren SS-Modellen ist das Innenfutter oft das Erste, was der Träger bemerkt – wie es sich auf der Haut anfühlt, wie schnell es trocknet und wie es sich nach wiederholtem Gebrauch bewährt.“ Zu diesem Zweck verwenden sie in der gesamten Produktpalette Halo X2-Innenfutter aus recyceltem Material, das hervorragenden Soft-Touch-Komfort und schnelle Trocknung bietet, ohne dabei Abstriche bei der Umweltverträglichkeit zu machen.

Wasserbeständigkeit dank des Verschlusses von Schulter zu Schulter – im Gegensatz zu einem herkömmlichen Brustreißverschluss“, erhältlich in der GURU PRO-Linie für Herren und Damen. O’Neill nutzt sein 75-jähriges Jubiläum, um den Hyperfreak 75 auf den Markt zu bringen – einen Anzug, der auf seiner Tradition aufbaut und gleichzeitig die Grenzen der leichten, mit Graphen angereicherten Technologie erweitert: „Mit einer Sonderedition unseres mit Graphen angereicherten TechnoButter der 4. Generation mit einem neuen TB4X-Linienmuster. [...] Das leichte TB4X reagiert auf Körperwärme und sorgt so für kuschelige Sessions ohne das Gewicht eines „Firewall“-Anzugs“, erklärt Produktmanager Tom Copsey. Laut MDNS wurde das gesamte Größenspektrum (mit den Größen M/L, M/XL usw.) neu gestaltet, da „eine einheitliche Größenauswahl für unsere Kernkunden aus dem Schulund Verleihbereich oberste Priorität hat und es eindeutig Spielraum gab, unser Größenangebot zu erweitern, um einem breiteren Spektrum an Körperformen gerecht zu werden“, so Benoit Brecq.

„Mit einem Preis von unter 300 US-Dollar in den USA eröffnet ‚The Classic‘ Manera den Zugang zu einem breiteren Kundenkreis, ohne die Qualitätsstandards der Marke zu verwässern.“ Bud Freitas, Manera In wärmeren Gewässern müssen auch die Schichten neu überdacht werden, wobei Stan Bresson, Präsident von Saint Jacques Wetsuits, die Modularität lobt: „Eine Neopren-Shorts in Kombination mit einer langärmeligen Jacke mit Reißverschluss ist die bessere Lösung als ein langärmeliger Shorty: zwei Teile, mehr Kombinationsmöglichkeiten und ein weitaus größerer Temperaturbereich.“ Zweifellos ist der langärmelige Springsuit das Schlüsselmodell für SS27, da O’Neill zudem einen „Hammer LS Spring“ für den Jugendmarkt und eine „Hyperfreak“Version für Damen ins Sortiment aufnimmt. Ein weiterer Trend scheint durch den Wandel zum „Waterman“ beflügelt zu werden. Die Leute surfen nicht mehr nur, sie betreiben Wing, Foiling und SUP. Das bedeutet, dass sie mehr Zeit auf dem Wasser als im Wasser verbringen, was die Designvorgaben völlig verändert. Obwohl es sich technisch gesehen nicht um einen Neoprenanzug handelt, konkurriert der „Rashguard UV Hooded“ von WIP im Sommer mit diesen: „Vollständig widerstandsfähig und bequem, vollständiger UV-Schutz... Spezielle, innovative Öffnungen für Trapezhaken. Halbstarres Neopren-Visier.“ Benjamin Tillier, Marketingmanager bei WIP, definiert ihre Nische: „Unsere DNA ist der Schutz – vor Stößen, Schnitten, aber auch vor der Sonne. [...] Die Entscheidung für hohe Sichtbarkeit beim Steamy LS 3.2 war auch in puncto Sicherheit ein großer Erfolg.“ SCHAUM STATT ÖL: BITTE KEIN ÖL Während die ganze Welt auf die Ölpreise blickt, ist die einst so kostbare Flüssigkeit aus der Neoprenanzug-Branche vollständig verschwunden. Statt „Neopren“ heißt es ab sofort „Schaum“. Aus Austernschalen, Kautschuk des Hevea-Baums oder biobasiertem Ocena-Schaum – die Alternativen haben die Oberhand gewonnen. Punkt. Alder Eco ID ist ein Paradebeispiel dafür: Hier wird Austernschalen-Schaum – hergestellt durch das Zermahlen ausrangierter Schalen – verwendet, um den Kalksteinbedarf im Herstellungsprozess tatsächlich zu reduzieren. Patagonia bleibt 32

Ein minimalistischer Ansatz sorgt dafür, dass der Anzug leicht bleibt und keine Bewegungseinschränkungen verursacht – genau das, was sich ein Surfer wünscht, wenn die Wassertemperatur bei 17 °C liegt, die Sonne aber brennt. James Trevelyan von Circle One erklärt den minimalistischen Ansatz: „Bei der SS27-Kollektion geht es eher um Atmungsaktivität und schnelle Trocknung als um Isolierung. Wir haben das XTEND-Gewebe-Futter genau dort platziert, wo es gebraucht wird: an den Schultern und an den Armpartien.“ Tom Laine von Soöruz hebt die Technologie seines Unternehmens hervor: „Wir führen eine verbesserte Version unseres Futters aus recyceltem Polyester ein: Stormdry2. Es ist leichter und flexibler.“ Ähnlich verhält es sich bei Oxbow: „Wir behalten das Thermofutter bei unserem 3/2-Sommer-Neoprenanzug für die Zwischensaison bei. Alle Springsuit-Modelle hingegen kommen ohne Thermofutter aus und sind stattdessen mit dehnbaren, recycelten Stoffen ausgestattet.“ NACHHALTIGKEIT: AUF DEM WEG ZU EINEM KREISLAUFORIENTIERTEN ÖKOSYSTEM Für die Frühjahr/Sommer-Kollektion 2027 erkennen Marken zunehmend, dass der beste Weg, einen Kunden zu binden, darin besteht, dessen Neoprenanzug im Wasser zu halten. Der Reparaturservice von Camaro mit einer „3-Jahres-Garantie ohne Wenn und Aber“ ist ein mutiger Schritt, der das Vertrauen im B2B-Bereich massiv stärkt. In einer Zeit, in der die „Fast Fashion“ auf Gegenwind stößt, ist eine Marke, die 36 Monate lang hinter ihren Nähten steht, eine Marke, die Ladenbesitzer mit gutem Gewissen verkaufen können. Leonard Basse von Patagonia beschreibt den Kreislauf wie folgt: „Unser allererstes Programm für ausgediente Neoprenanzüge verwandelt alte, abgenutzte Neoprenanzüge aus Naturkautschuk in einen Rohstoff für die Herstellung unserer neuen Anzüge.“ Der alte Kautschuk wird von Bolder Industries auf molekularer Ebene zersetzt und anschließend als Ruß im Färbeprozess zukünftiger PatagoniaNeoprenanzüge verwendet. Und wo wir gerade beim Thema Chemie sind: Warum entfernt ihr nicht einfach Biozide, Enzyme und biologische Wirkstoffe aus eurem Neoprenanzug mit Nikwax’ Wetsuit Refresh? Das Mittel beseitigt nicht nur unangenehme Gerüche, sondern sorgt auch dafür, dass das Neopren weich, geschmeidig und bequem bleibt. James Trevelyan von Circle One hebt unterdessen die seit 2020 bestehende, wegweisende Partnerschaft mit Barefoot.Tech hervor: „Wir haben inzwischen Tausende ausgediente Neoprenanzüge aller Marken zu neuen Produkten wie Taschen und Accessoires verarbeitet, die wir auch auf unserer Website verkaufen.“ DAS VERTRAUEN DER EINZELHÄNDLER WIEDERHERSTELLEN Nach einigen turbulenten Jahren in der B2B-Welt steht SS27 ganz im Zeichen der Stabilität. Die Strategie ist klar: Unterstützung der stationären Geschäfte und Vermeidung der D2C-Preiskämpfe, die das Vertrauen in den vergangenen Jahren zerstört haben. Die einfache Antwort kommt von Manera, einem Unternehmen, das nicht direkt an Verbraucher verkauft: „Unser Fokus liegt weiterhin darauf, die Marke gemeinsam mit den Einzelhändlern durch zuverlässigen Service, starke Produkte und langfristige Partnerschaften aufzubauen“, betont Bud Freitas. Durch Lagerbestände sowohl in Großbritannien als auch in Europa ermöglicht C-Skins den Einzelhändlern, „kleine Mengen in kurzen Abständen“ zu bestellen, um das Cashflow-Risiko zu verringern. Das gleiche Muster zeigt sich bei Circle One durch flexible Konditionen, „die sowohl die Berücksichtigung kleinerer Bestellmengen als auch die Aufteilung von Lieferungen in Teillieferungen umfassen, anstatt auf eine vollständige Vorbestellung auf einen Schlag zu bestehen“. Oxbow kann sein wichtigstes Kapital gar nicht genug loben: die Menschen. „Wir besuchen immer mehr Einzelhändler, um sie mit Verkaufshilfen zu unterstützen, wie zum Beispiel technischen Broschüren mit Detailbildern und den wichtigsten Produktmerkmalen, damit sie den Unterschied zu Mitbewerbern erklären können.“ Da kann ChaptGPT einpacken!

HIGHLIGHTS 1 Optimierte/kleinere Sortimente Weitere Details zu den Previews der Brands in dieser Kategorie findet ihr auf unserer Webseite. B OA R D S P O R T S O U R C E .C O M

2 Optionen für wärmeres Wasser 3 Leichte und atmungsaktive Anzüge 4 Kostenloser Reparaturservice


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brand profile

WIP-OUT Mit der Einführung von WIP-Out bringt WIP sein Know-how im Bereich Protection beim Wassersport in die Surfwelt ein. Die neue Kollektion verbindet technischen Schutz mit der für das Surfen erforderlichen Bewegungsfreiheit und ist darauf ausgelegt, den Bedürfnissen aller Surfer gerecht zu werden – vom Anfänger bis zum Big-Wave-Spezialisten. Erzähle uns bitte etwas über das Know-how von WIP im Bereich Protection beim Wassersport. Das 2015 in der Schweiz gegründete Unternehmen WIP hat sich zu einer führenden Marke für Schutzausrüstung im Segel- und Boardsport entwickelt. Seine Mission lässt sich im Namen zusammenfassen: WIP steht für WATER IMPACT PROTECTION. Seit mehr als zehn Jahren ist das Ziel dasselbe geblieben: Ausrüstung zu entwickeln, die es Surfern ermöglicht, ihre Grenzen zu erweitern, und gleichzeitig Schutz bietet, der an die ständig steigenden Anforderungen des Wassersports angepasst ist. Die Produktentwicklung basiert auf engen Beziehungen zu Top-Sportlern auf der ganzen Welt: Weltmeister, Olympiasieger und Spezialisten der anspruchsvollsten Disziplinen sind direkt in den Entwicklungsprozess eingebunden. Ihr Feedback aus dem Wasser hilft dabei, neue Bedürfnisse zu erkennen, Lösungen unter realen Bedingungen zu testen und die Produkte kontinuierlich zu verbessern. Warum steigt WIP mit WIP-Out in die Welt des Surfens ein? Heute macht WIP einen weiteren großen Schritt nach vorne und expandiert mit WIP-Out, einem eigens für diesen Sport entwickelten Produktuniversum. Der Name ist kein Zufall: WIPOut ist natürlich eine Anspielung auf „Wipeout“, den Begriff, den jeder Surfer für einen Sturz – manchmal einen besonders heftigen – in den Wellen kennt. Er spiegelt die DNA perfekt wider: Sportler dabei zu unterstützen, ihre Grenzen zu überschreiten, und Schutzlösungen für jene Momente zu entwickeln, in denen ein Aufprall Realität wird. Genau wie schon vor einigen Jahren beim Skifahren und Skateboarden wächst das Sicherheitsbewusstsein in der Surfwelt. Mehr Menschen in den Wellen, neue Aktivitäten, kombiniert mit Surfern, die bereit sind, immer größere Risiken einzugehen: Das sind die entscheidenden Faktoren, die diesen Mentalitätswandel vorangetrieben haben. WIPOUT.SURF | FORWARD-WIP.COM 34

Nachdem WIP bereits Lösungen für die meisten der schnellsten Wassersportarten entwickelt hatte, war es ein logischer Schritt, in die Welt des Surfens zu expandieren. Zur gleichen Zeit wurde die Marke von mehreren führenden Namen im Big-Wave-Surfen angesprochen, die nach Schutzlösungen suchten, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten waren. Wie werden WIP-Out-Produkte entwickelt? Um diese Herausforderungen vollständig zu verstehen, mussten sich die WIP-Out-Entwickler in die extremsten Bedingungen begeben. Ihre Teams reisten daher nach Nazaré, um die Herausforderungen, denen sich Big-Wave-Surfer und die für ihre Sicherheit verantwortlichen Teams stellen müssen, aus nächster Nähe zu beobachten. Dieser praxisorientierte Ansatz setzt sich im WIP-Out-Team fort, zu dem unter anderem Tom Constant und Gautier Garanx gehören, der Gewinner des Billabong XXL, der mittlerweile eng mit S3 zusammenarbeitet, einem Verband von Rettungsprofis, die sich auf das Big-Wave-Surfing spezialisiert haben. Ihre Erfahrungen liefern wesentliche Erkenntnisse für die Produktentwicklung. WIP-Out arbeitet zudem mit Surfverbänden und Surfschulen zusammen. Das Ziel ist es, den Schutz nicht auf das Big-WaveSurfen zu beschränken: Der Bedarf an Schutz besteht auf jeder Ebene, vom Lernen und Fortschreiten bis hin zu den extremsten Bedingungen. Was bietet die WIP-Out-Serie? Die erste WIP-Out-Serie umfasst drei Surfhelme und Bump-Shells: > WISURF CARBON ist DAS Premium-Modell, dessen Konstruktion darauf ausgelegt ist, Schutz, Leichtigkeit und Leistung zu vereinen. > WISURF SLIDE, das auf einer ähnlichen Basis entwickelt wurde, verfügt über ein System, mit dem sich der Helm für eine besonders präzise Passform vor- und zurückverschieben lässt. > WISURF verfolgt mit einer EVA-Konstruktion einen anderen Ansatz. > BUMP SHELLS, erhältlich als Cap oder Bob sowie in verschiedenen Farben, sind ebenfalls eine gute Option für einen ersten Schutz vor leichten Stößen und Schnitten. WIP-Out entwickelt zudem eine Reihe von Neoprenanzügen und Ausrüstung mit integriertem Schutz an strategischen Körperstellen, darunter einen Big Wave Short John. Das Ziel ist es, die beim Surfen erforderliche Bewegungsfreiheit zu bewahren und gleichzeitig zusätzlichen Schutz genau dort zu bieten, wo er benötigt wird. Zum WIP-Out-Sortiment gehören auch hochwertige Sonnenbrillen und Tauchbrillen, die mit dem

gleichen Fokus auf technische Leistung, Komfort und Qualität entwickelt wurden. Sowohl im als auch außerhalb des Wassers ist es das Ziel, Ausrüstung anzubieten, die den Bedürfnissen der Surfer und den Umgebungen, in denen sie sich bewegen, gerecht wird. Derzeit befinden sich viele neue WIP-Out-Produkte für die kommenden Saisons in der Entwicklung. Wie bei der gesamten Ausrüstung basiert das Design auf Gesprächen mit Top-Surfern, Surf-Profis, Rettungsteams, Verbänden und Surfschulen, wodurch das Unternehmen in die Lage versetzt wird, auf tatsächliche, in der Praxis ermittelte Bedürfnisse einzugehen. Inwiefern geht WIP über den Schutz der Surfer hinaus? Der Schutzgedanke des Unternehmens geht über den Surfer hinaus. WIP ist Mitglied von „1 % for the Planet“ und unterstützt zudem Organisationen, die sich für den Schutz der Ozeane einsetzen, darunter Sea Shepherd und die Surfrider Foundation. Mit WIP-Out wird die gleiche Methode auf das Surfen angewendet, die den Erfolg von WIP ausmacht: beobachten, den besten Surfern zuhören, entwickeln, unter realen Bedingungen testen und kontinuierlich verbessern. Von Surfern, die beginnen, sich an anspruchsvollere Bedingungen heranzuwagen, bis hin zu Big-Wave-Spezialisten, die sich mit einigen der mächtigsten Wellen der Welt messen – die Philosophie bleibt die gleiche: Surfern dabei zu helfen, mit Schutzausrüstung, die speziell für die Realitäten des Sports entwickelt wurde, voranzukommen. Da Stürze zum Surfen dazugehören, fungiert WIP-Out als Schutzengel.


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VOLCOM Volcom baut seine Präsenz in Europa mit der Neuauflage seines Brillen-Sortiments aus – zusammen mit einem neuen europäischen Lizenznehmer, Loubsol. „Source“ unterhielt sich mit dem Loubsol-Team, um mehr über die erste Kollektion, die Marktpositionierung, Nachhaltigkeit und die Vertriebspläne der Marke in ganz Europa zu erfahren. Warum wurde Loubsol als neuer europäischer Lizenznehmer für Volcom Optics ausgewählt? Authentic und das Volcom-Team wollten eine richtige Brillenlinie in der EU aufbauen. In allen anderen Kategorien sind sie bereits erfolgreich, und für diesen Bereich suchten sie nach einem Spezialisten – also haben wir die Chance ergriffen. Unser Designstudio befindet sich in Bourg-SaintMaurice, im Herzen der Alpen, und wir sind schon seit jeher Fans der Marke. Was wir lieben, ist, dass die Marke authentisch ist, einen echten Kick hat, aber dennoch zugänglich bleibt. Skater, Snowboarder und Surfer stecken regelmäßig Stürze in Volcom-Ausrüstung ein, die nicht nur zur Show oder als Hype gedacht ist. Auf unserer Seite stellt Loubsol seit 1948 Sonnenbrillen und Skibrillen her, die von den X-Games und der FWT bis hin zu den Skipatrouillen in den Alpen getragen werden. Wir wissen, wie man absolut zuverlässige Produkte zu einem Preis herstellt, den sich die Leute auch tatsächlich leisten können, und wir verfügen bereits über das Vertriebs- und Logistiknetzwerk, das eine Marke wie Volcom benötigt. Bitte führe uns durch die neue Kollektion Sechzehn Fassungen, rund 45 Modelle, verteilt auf fünf Preisstufen von 60 bis 140 Euro. Wir haben die Preisstufen nach den verschiedenen Bereichen eines Nachtclubs benannt – „The Pit“, „Guestlist“, „Backstage“, „All Access“ –, denn die Kollektion soll sich wie ein Abend in der Stadt anfühlen, nicht wie eine Preisliste. Die Materialien werden mit steigender Preisstufe hochwertiger: TR90-Fassungen im Einstiegssegment, Bügel mit Metallkern und gegossene Logos in der mittleren Preisstufe, handgefrästes Acetat und verstellbare Bügel im oberen Segment. Über dieser Skala befindet sich die „Bootleg“-Stufe, eine limitierte Kollektion, die sich gänzlich über die Regeln hinwegsetzt. Die Namen der Fassungen sind kurz und prägnant: „Overkill“, „Knockout“, „Nightshift“, „Shortfuse“, „Spacecase“.

Wird es auch ein Angebot für Korrekturbrillen geben? Der Optikbereich steht im Mittelpunkt des Plans, daher ja – mit einer definierten Rxfähigen Auswahl, anstatt das gesamte Sortiment zwangsweise mit Gläsern auszustatten. Fassungen wie „Contour“, „Letterbox“ und „Jetlag“ wurden mit der Glastiefe und der Basiskurventoleranz entworfen, die ein Optiker tatsächlich benötigt, und sie lassen sich am Arbeitspult von Hand anpassen. Loubsol betreibt bereits ein Geschäft für Korrektionsbrillen und Lesebrillen in Frankreich, sodass die infrastrukturellen Voraussetzungen gegeben sind. Was sind die wichtigsten Markenwerte von Volcom Optics und wie positioniert sich die Marke auf dem Markt? Volcom steht seit 1991 für Skate, Snow und Surf und hat dabei nie ein Blatt vor den Mund genommen. Diese Respektlosigkeit ist es, die wir bewahren wollen. Kommerziell positionieren wir uns bewusst in der Lücke: oberhalb der 45-60-Euro-Direct-to-Consumer-Anbieter, deren Produkte nicht halten, was sie versprechen, und unterhalb der 150-250-Euro-Streetwear-Marken, bei denen ein Großteil des Preises auf das Logo entfällt. Zwischen 60 und 140 Euro kann man einem Einzelhändler echte Verarbeitungsqualität, echte Gewinnspanne und eine Marke mit echter Haltung bieten. Dieser Bereich ist schon viel zu lange unbesetzt. Wie stellt ihr sicher, dass Volcom-Sonnenbrillen umweltfreundlich sind, und wie reduziert ihr eure Umweltbelastung? Wir ziehen es vor, ein paar Dinge richtig zu machen, anstatt ein grün getöntes Manifest zu veröffentlichen. Der wichtigste Hebel ist die Langlebigkeit: Bügel mit Metallkern, die ein Optiker anpassen kann, und robuste Scharniere, die sich nicht lockern, sodass eine Brille jahrelang getragen wird, anstatt schon nach einer Saison im Müll zu landen. Darüber hinaus stellen wir bei den Spitzenmodellen auf biobasiertes Acetat um, verwenden recycelte Materialien in den technischen Fassungen, plastikfreie FSCVerpackungen und versenden standardmäßig per Seefracht. Wir überprüfen, was wir können, und versprechen nichts, was wir nicht halten können. Auf welche kommenden Produkte freut ihr euch am meisten? „The Stone“. Das ist unser Vorzeigemodell – und fast schon unerhört. Handgefrästes Acetat, die Gläser selbst sind in Form des Volcom Stone geschliffen, und geformte Bügel mit von Hand eingelegten Acetat-Logos. Niemand braucht eine Brille, die so gebaut ist

– und genau deshalb haben wir sie entwickelt. Danach folgen „Knockout“ in Rose Crystal und „Fastback“, eine Shield-Brille, die aussieht, als würde sie im Stillstand 200 fahren – im Park, am Strand oder im Sessellift. Gibt es Pläne für weitere Winterkategorien? Das ist die halbe Miete, kein nachträglicher Einfall. Schneebrillen sowie Snowboard- und Skatehelme sind neben der Brillenkollektion Teil der Lizenz. Vor allem Snowboardbrillen sind unser Steckenpferd: eine Kategorie, die Loubsol seit Jahrzehnten für den französischen Bergmarkt aufbaut und die in Italien, direkt hinter der Grenze zu unserem Studio, handgefertigt wird. Volcom entstand auf einem Snowboard-Trip; die Marke hat jedes Recht, auf der Piste präsent zu sein. Der Zeitpunkt hängt davon ab, wann wir bereit sind. Bitte erzähle uns etwas über eure Vertriebsstruktur in Europa. Vier Kanäle, jeder mit eigenem Sortiment: unabhängige Optikergeschäfte und Optikerketten, Core-Boardsport, Sportfachhandel und Sportgroßhandel sowie Lifestyle. Die Einstiegsprodukte werden bewusst nicht über Optikergeschäfte und Core-Läden vertrieben – das schützt die Spezialisten. Wir bauen den Vertrieb über unser eigenes Vertriebsteam sowie über Vertreter und Distributoren in Schlüsselmärkten auf, beginnend mit Frankreich, den Alpen, der DACH-Region, der Iberischen Halbinsel und den Benelux-Ländern, wobei die kommerzielle Offensive mit der SS27 startet. Und dort, wo Volcom bereits eine Bekleidungswand hat, sollte die Brillenkollektion direkt daneben stehen. LOUBSOL.COM 35


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S T R E E T W E A R F Ü R H E R R E N S S 27

PARIA

Es sind, gelinde gesagt, ziemlich verrückte Zeiten. Markengeschäfte stehen im Wettbewerb mit Second-Hand-Läden, Wiederverkaufsplattformen und Verbrauchern, die zunehmend zögern, den vollen Preis für Waren zu zahlen. StreetwearMarken gehen jedoch taktisch vor und haben ein offenes Ohr für die Wünsche ihrer Kunden, was zu einigen spannenden neuen Modellen führt. Mit dem Einkaufsführer für den Einzelhandel für SS27 werfen wir einen Blick auf alles, was mit Streetwear zu tun hat.

Der aktuelle Markt ist laut Brancheninsidern schwierig. Als natürliche Reaktion auf die globale Unsicherheit bleibt Streetwear jedoch eine starke und relevante Kategorie. Täglich tauchen neue Marken auf, während größere Einzelhändler Ideen kopieren und zu deutlich niedrigeren Preisen nachproduzieren. Sam Morgan, Gründer von Paria Streetwear, stellte fest, dass der Streetwear-Markt in den letzten Jahren erheblich gereift ist. Sam sagte: „Die Verbraucher sind anspruchsvoller geworden, lassen sich weniger von Hype leiten und legen zunehmend Wert auf Authentizität, Qualität und Marken mit einer echten Eigenperspektive. Es reicht nicht mehr aus, einfach nur ein Logo auf einen Hoodie zu drucken.“ Joseph Janus, CEO und CMO bei WeSC, pflichtete ihm bei und fügte hinzu: „Streetwear wird immer zielgerichteter und produktorientierter. Die Verbraucher wollen nach wie vor kulturelle Relevanz, aber sie wenden sich vom reinen Logo-Hype ab und hin zu authentischen Marken, höherer Qualität und Kleidungsstücken, die sie immer wieder tragen können.“ Julian Wolf, Brand Manager bei HOMEBOY, stellte fest: „Second-Hand-Läden und die damit verbundenen Online-Plattformen boomen. Günstig einzukaufen ist mittlerweile ein Statussymbol. Mir ist aufgefallen, dass es wichtiger denn je ist, eine klare Community anzusprechen.“ Streetwear-Marken richten sich an eine ganz bestimmte und treue Community, und wir beobachten, dass sich immer mehr Marken zusammenschließen. Anthony „ANF“ Garcia, Vertriebsleiter bei RIPNDIP, sagte: „Ich freue

„Die klassischen Baggy-Hosen, die sich noch vor zwei Jahren wie warme Semmeln verkauften, haben sich verändert. Die Silhouetten sind moderner und trendiger geworden, und die Verarbeitung ist aufwendiger.“ Julian Wolf, Homeboy

mich sehr, dass Marken wieder offener für Kooperationen sind. Das erinnert mich an die späten 2000er und frühen 2010er Jahre.“ PREISNIVEAUS Neben anderen Faktoren beeinflussen vor allem Fracht- und Rohstoffkosten die Preisgestaltung auf breiter Front. Dennoch bemühen sich diese Marken, die Preisniveaus für die kommende Saison beizubehalten. Joseph Janus von WeSC sagte: „Das Ziel ist es, den Einzelhändlern klare Einstiegs-, Kern- und Statement-Preise zu bieten, ohne dabei die Qualität oder die Identität der Marke zu beeinträchtigen.“ Palle Bruun Rasmussen, Gründer und Design Director bei RVLT Clothing, merkte jedoch an, dass „die globale Unsicherheit es schwierig machen kann, vorherzusagen, ob die erwarteten Preisniveaus langfristig beibehalten werden können.“ Kollektionsthemen & Geschichten

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„Das Ziel ist es, den Händlern klare Einstiegs-, Kern- und Statement-Preispunkte zu bieten, ohne dabei die Qualität oder die Identität der Marke zu beeinträchtigen.“ Joseph Janus, WeSC

und Skate-Ausrüstung zu entwickeln, von dem wir sicher sind, dass er den Shops und der Öffentlichkeit gefallen wird.“

IRIE DAILY

STILE & MATERIALIEN Trends ändern sich ständig, und manche stellen fest, dass die Revolution der Baggy-Hosen nicht mehr das ist, was sie einmal war. Auch wenn sie im Skateboarding nach wie vor beliebt sind, haben Marken wie HOMEBOY einen Wandel bemerkt. Julian Wolf von HOMEBOY sagte: „Die klassischen Baggy-Hosen, die wir noch vor zwei Jahren wie warme Semmeln verkauft haben, haben sich verändert. Die Silhouetten sind moderner und trendiger geworden, und die Verarbeitungen sind aufwendiger.“ Anthony von RIPNDIP beobachtet, dass „sich die Bekleidung in Richtung schlichterer, grundlegenderer Silhouetten bewegt, während einige der auffälligeren Elemente bei Kopfbedeckungen und Hosen zum Tragen kommen.“ Einfachheit ist manchmal der entscheidende Faktor. Joseph von WESC rechnet mit funktionalen Details und Denim im Carpenter-Stil, mit „bequemen, aber dennoch figurbetonten Passformen“. Er fügte hinzu: „Die stärksten Stücke werden ausdrucksstark und kulturell verankert wirken und sich gleichzeitig leicht vermarkten und tragen lassen.“

Nostalgie scheint ein Trendthema der SS27-Saison zu sein, wobei sich die Marken von früheren Generationen inspirieren lassen, die für sie von Bedeutung sind. Denise Graff, Marketingmanagerin bei Irie Daily aus Berlin, erklärte, ihre Geschichten konzentrierten sich auf einen „kontrastreichen, aufregenden Look, der den traditionellen ‚snobigen‘ College-Stil mit klassischer Streetwear und dem Hip-Hop-Stil der 80er und 90er Jahre verbindet.“ Seinen Wurzeln treu zu bleiben, ist entscheidend für eine Marke, deren Kunden der ersten Stunde damals von ihr überzeugt waren, und WeSC setzt genau darauf. Joseph erklärte: „Die Kollektion lässt die Energie der Anfangsjahre der Marke wieder aufleben – grafische Selbstsicherheit, Denim, Skate-Funktionalität und ein starkes Gemeinschaftsgefühl –, während Proportionen, Waschungen und Materialien an die heutige Art, sich zu kleiden, angepasst werden.“ Auch Farbe scheint ein vielschichtiges Thema zu sein, wie Palle von RVLT sagte: „Wir sind eine skandinavische Marke, aber im Gegensatz zu vielen anderen Marken, die zunehmend zu einer gedeckteren und neutraleren Farbpalette tendieren, setzen wir weiterhin auf Farbe.“ Auch HOMEBOY bietet eine erfrischende Farbpalette. Julian beschrieb die Themen der Marke wie folgt: „Schöne Farben, einzigartige Waschungen und eine positive Einstellung – das ist unser Motto. Etwas Besonderes zu sein und gleichzeitig unserem Erbe treu zu bleiben, hat für uns oberste Priorität.“ KOOPERATIONEN Es sieht so aus, als würden Marken wieder offen für Kooperationen sein, was nur zu begrüßen ist. HOMEBOY bringt eine Kollektion mit der legendären kalifornischen Marke SK8MAFIA auf den Markt, während RIPNDIP für die Frühjahr/Sommer-Saison 2027 mit BAM zusammenarbeitet. Irie Daily wird gemeinsam mit der großartigen schwedischen Brillenmarke CHPO zwei bestehende Modelle in neuen Farbvarianten neu gestalten. RVLT geht einen etwas anderen Weg, wie Palle erklärte: „Unser Projekt wird eventbasiert sein und Laufen sowie Radfahren umfassen, da wir die Popularität des Bad At Sports Run Club zu einem regelmäßigen Event mit mehreren Kontaktpunkten ausbauen wollen.“ Hydroponic – die spanische Skate-/Streetwear-Marke – hat an etwas Großem gearbeitet. Jordi Quinto, Marketing Manager, kündigte an: „Für die Frühjahr/Sommer-Kollektion 2027 stellen wir eine neue Zusammenarbeit mit dem verstorbenen, legendären Bruce Lee vor. Wir haben monatelang mit seiner Familie und seinem Nachlass zusammengearbeitet, um einen spannenden Katalog mit Streetwear 38

Es ist auch erfrischend zu hören, dass sich der Techwear-Trend wandelt. Wie Sam von Paria sagte: „Wir gehen davon aus, dass sich die Verbraucher weiterhin von offen technischer Sportbekleidung wegbewegen hin zu Produkten, die die Grenzen zwischen Funktion, Mode und Alltagsleben verwischen.“ AKTIVITÄTEN & VERANSTALTUNGEN Um in der heutigen, von sozialen Medien geprägten Welt in der Öffentlichkeit präsent zu bleiben, sind Präsenzveranstaltungen und Events von großer Bedeutung. RIPNDIP wird beispielsweise mit einem Stand auf der ComplexCon in DTLA vertreten sein, gefolgt von einer After-Party in der eigenen Firmenzentrale. Anthony sagte: „Wir freuen uns darauf, Teil des gesamten Erlebnisses zu sein und anschließend alle zu uns einzuladen, um dort gemeinsam mit Freunden der Marke abzuhängen und zu feiern!“ Obwohl RVLT derzeit noch keine Aktionen geplant hat, hat das Unternehmen, wie Palle sagte, „kürzlich in Zusammenarbeit mit Partnern in Portugal einen Laden im LX FactoryViertel in Lissabon eröffnet“. NACHHALTIGKEIT Marken experimentieren weiterhin mit umweltbewusster Produktion. Irie Daily beispielsweise „arbeitet mit der Fair Wear Foundation zusammen, um sich aktiv für bessere Arbeitsbedingungen für Textilarbeiter in der Textilindustrie einzusetzen“, erklärte Denise stolz. WESC setzt auf Langlebigkeit, wie Joseph erklärte: „Wir straffen unsere Einkaufsprozesse, um Überproduktion zu reduzieren, verbessern die Stoffausnutzung und arbeiten mit Lieferanten an effizienteren Wasser-, Energie- und chemischen Prozessen.“ RVLT hat kürzlich die GOTSZertifizierung erhalten, was einen großen Schritt in ihrem Engagement für verantwortungsvolle Produktion darstellt. Nachhaltigkeit ist in der Streetwear-Branche von entscheidender Bedeutung und kann Marken voneinander unterscheiden, da die Menschen bereit sind, für ein nachhaltiges Produkt etwas mehr zu bezahlen. FAZIT Es ist eine ungewisse, aber spannende Zeit für den Streetwear-Markt, und es sieht nicht so aus, als würden diese Marken an Schwung verlieren. Sie bieten weiterhin gute Qualität und erfrischende Styles, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu bleiben. Die Kunden wünschen sich dezentere Silhouetten und weniger auffälliges Branding sowie Box-Logos. Den Wandel von auffällig zu dezent haben die HIGHLIGHTS Marken allmählich im Griff, was 1 Marken arbeiten verstärkt zu innovativeren Designs und zusammen kreativen Stücken führt. 2 Baggy-Hosen verändern sich

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3 Schlichte Silhouetten 4 Unterstützung der Community 5 Weniger hype-getriebene Verbraucher


@YEPABR AND YEPABR AND.COM

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H E L M E & S C H U T Z A U S R Ü S T U N G 2026

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HÄNDLERLEITFADEN

Das Skaten erfreut sich großer Beliebtheit und wächst von Jahr zu Jahr – angetrieben durch eine steigende Anzahl öffentlicher Anlagen, Veranstaltungen und Wettbewerbe, die diese Sportart einem breiteren Publikum zugänglich machen. Im Einkaufsführer für Helme und Schutzausrüstung 2026 werfen wir einen Blick darauf, was die Marken in diesem Jahr zu bieten haben. Von denjenigen, die zum ersten Mal auf ein Board steigen, bis hin zu denen, die auf der Vert-Rampe 5er springen – Schutzausrüstung und ein solider Helm sind unverzichtbar. Dies und die Tatsache, dass bei vielen Wettbewerben Helme für alle Fahrer vorgeschrieben sind, trägt dazu bei, die Schutzausrüstungsbranche am Laufen zu halten. SICHERHEITSZERTIFIZIERUNG Es ist mittlerweile fast undenkbar, dass Marken nicht zertifizierte Schutzausrüstung verkaufen, und das ist nur gut so! Marken wie TSG veröffentlichen ihre Zertifizierungsinformationen online. Yana von Protec sagte stolz: „Wir verfügen über alle Zertifizierungen: CPSC, ASTM, CE und AS/NZS, sodass Händler unsere Helme mit gutem Gewissen empfehlen können.“ Lizzie von Yepa erklärte: „Ob für Anfänger oder sogar erfahrene Profis – wir weisen darauf hin, dass sich unsere Helme zwar schlanker anfühlen mögen, aber vollständig zertifiziert und äußerst sicher sind.“ Dan von S1 liegt dieses Thema besonders am Herzen: „Es gibt immer noch unzertifizierte Helme auf dem Markt, die darauf warten, gekauft zu werden. Bitte kauft diese Auslaufmodelle weder online noch im Laden – sie bieten keinen Schutz!“

PROTEC

STILE UND DESIGNS Rudee von REKD hat einen Trend zu „schlanken Polstern, die unter der Kleidung getragen werden können“ beobachtet. Die Leute möchten sich frei bewegen können und trotzdem den notwendigen Schutz genießen. Auch bei Helmen scheint schlichtes Design angesagt zu sein. Yana von Triple 8 brachte es auf den Punkt: „Unauffälligkeit ist Trumpf. Skater wollen einen Helm, der eng am Kopf anliegt, clean aussieht und sich nicht wie ein Fahrradhelm anfühlt.“ In Bezug auf Protec sagte Yana: „Die Passform ist der wichtigste Trend, über den niemand laut genug spricht.“

ZÖLLE & PREISKLASSEN Zölle veranlassen Marken dazu, über neue Optionen nachzudenken, wobei Marken wie Triple 8/Protec auf einen europäischen Vertrieb umsteigen, wie Yana Farrally-Plourde – Vizepräsidentin für Produkt- und Marketing, erklärte: „Wir haben kürzlich eine wesentliche operative Veränderung in Europa vorgenommen, indem wir Shiner zu unserem europaweiten Hauptvertriebspartner gemacht haben.“ Rudee Rolston – Vertriebsleiter bei REKD – merkte an, dass der Schutzausrüstungsmarkt zwar positiv sei, „Zölle und globale Versandkosten die Preise jedoch in die Höhe treiben. Wir federn einen Teil davon ab, aber insgesamt ist der Markt teurer als zuvor.“ Nadja von TSG sagte: „Die Zollsituation bleibt sehr dynamisch, was die Planung erschwert.“ Die Preisniveaus scheinen stabil zu sein, wobei einige Marken ihre Preise leicht anheben. Dan McCashin, Mitbegründer von S1 Helmets, erklärte jedoch: „Wir halten die Preise für alle einheitlich und versuchen nicht, die Szene zu belasten.“ ZUNEHMENDE BETEILIGUNG Da immer mehr junge Menschen mit dem Skateboarden anfangen, wächst der Bedarf an hochwertiger Schutzausrüstung. Yepa, die neue Helm-Marke der Vans-Profi-Skaterin Lizzie Armanto, erklärte: „Ich glaube, dass in den letzten Jahren deutlich mehr Menschen aller Altersgruppen mit dem Skateboarden begonnen haben, und Schutzausrüstung ist zweifellos entscheidend für jeden, der gerade erst anfängt oder nach Jahren wieder einsteigt.“ Dies scheint insbesondere für die weibliche Community zu gelten, wie Yana von Triple 8 erklärte: „Wir haben Athletinnen wie Mia Kretzer im Team, die in diesem Jahr im Alter von 11 Jahren bei jedem X-Games-Event eine Goldmedaille gewonnen hat. Das scheint dazu zu führen, dass immer mehr Mädchen sich trauen, das Skateboarden für sich zu entdecken.“

NEUE FARBEN UND KOLLABORATIONEN Dieses Jahr wird es bunt – die Marken bringen etwas Farbe in den Park. Yana von Triple 8 sagte: „Neben einer mega Spitfire-Kollaboration für Protec war auch die GrlSwirl-Kollaboration von Triple 8 ein riesiger Erfolg.“ Yepa wird einen neuen Profi-Helm für den großartigen Tom Scharr auf den Markt bringen, der kürzlich ihrem Team beigetreten ist. Dave Gitlin von Yepa kündigte an: „Sein Signature-Helm ‚YEPA T-Shell PRO‘ in Woods-Camo ist oben dunkel und dezent und strotzt nur so vor Deathcore-Akzenten.“ Bern geht den Weg der Vereinfachung, wie Josh sagte: „Farblich aufeinander abgestimmte Polstersets und Helme gewinnen an Beliebtheit.“ TECHNIK Die Technologie entwickelt sich ständig weiter, und die Marken statten ihre Produkte mit neuen Elementen aus, um den Schutz der Fahrer zu gewährleisten. Die wichtigste Innovation von Triple 8 ist die „HiddenHinge-Technologie“ im Deep-Cover-Helm; Bern-Helme verfügen über Rib-Tech-EPS-Innenschalen, die, wie Josh erklärte, „exklusiv bei Bern erhältlich sind und so konzipiert wurden, dass sie zusätzlichen Schutz sowohl bei Stößen mit geringer Energie als auch bei Unfällen mit höherer Energie bieten.“ Rudee von REKD wirbt damit, „unser Sortiment mit REKD Energy Foam zu erweitern, der im Vergleich zu herkömmlichem HD-Schaumstoff bis zu 75 % mehr Aufprallenergie absorbiert.“ Was die Polster angeht, erklärte Nadia von TSG, dass ihre Vert-Knieschoner „eine mehrschichtige Aufprallpolsterkonstruktion verwenden, die Smart-Schaumstoff mit herkömmlichem Aufprallschaumstoff kombiniert.“ Es sieht so aus, als würden wir dank der soliden Produktpalette der Marken ein deutlich sichereres Jahr erleben.

HIGHLIGHTS 1 Kombinationen aus farbenfrohen Polstern und Helmen 2 Helmmusterung

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3 Schlanke Polster 4 Steigende Preisklassen 5 Die Passform ist entscheidend! 41


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G R E AT O U T D O O R S S S 27

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HÄNDLERLEITFADEN

SUNDAY AFTERNOON

Vom Camping über Trinkflaschen, Bekleidung und Pflegeprodukte bis hin zu – nicht zu vergessen – dem „heiligen Gral“, den Schuhen: Die Outdoor-Welt beweist immer wieder, dass in ihr für jeden etwas dabei ist. Bei der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2027 geht es jedoch nicht nur darum, die gleichen Kategorien neu aufzufüllen, sondern darum, in welche Richtung sie sich entwickeln. Nachhaltigkeit hat sich vom Marketingaspekt zum Branchenstandard entwickelt, der Bereich Flüssigkeitsversorgung lässt die Grenze zwischen Outdoor und Lifestyle immer weiter verschwimmen, Bekleidung wird für Menschen entworfen, die zwischen verschiedenen Aktivitäten wechseln, anstatt sich auf eine festzulegen, und sogar das Thema Schuhwerk sorgt für eigene Diskussionen. Unterdessen entwickeln Pflege und Reparatur sich zu einer eigenständigen Geschäftsmöglichkeit im Einzelhandel. Tauchen wir ein in den „SS27 Great Outdoor-Einkaufsführer für den Einzelhandel“ von Matthieu Perez.

HOT STUFF Wenn es ein Wort gibt, das in dieser Saison den Ton angibt, dann ist es „Kreislaufwirtschaft“. Frank Voit, Gründer und CEO von Voited, gibt den Ton an: „Mit Blick auf das Jahr 2027 erwarten wir, dass Kreislaufwirtschaft, Reparatur und Wiederverkauf den Sprung von der Nische in den Mainstream schaffen – einhergehend mit einer wachsenden ‚Slow-Outdoors‘-Einstellung, die Komfort und Einfachheit gegenüber ausufernder Ausrüstung bevorzugt.“ Dieser Wandel wird durch ein tieferes Bewusstsein für den Klimawandel vorangetrieben. Nina Hofer-Kollaritsch von Cocoon bringt es auf den Punkt: „Neue Trends entstehen als Folge eines sich wandelnden Bewusstseins der Verbraucher hinsichtlich des Klimawandels“, und fügt hinzu: „Nachhaltigkeit ist nicht mehr nur ein Marketinginstrument, sondern ein Branchenstandard.“ Bei Xtratuf beschreibt Marketingleiterin Milly Pestell dies als einen Balanceakt zwischen drei Aspekten: „Nachhaltigkeit, Funktionalität und Mode prägen weiterhin unsere Produktentwicklung“ – was sich in dem neuen ‚Legacy Mule‘ der Marke zeigt, der alle drei Aspekte vereint, „während wir unserer Marken-DNA treu bleiben.“ Auch der Bereich Trinkflaschen erlebt eine eigene Version dieses Wandels hin zu alltäglicher Relevanz. Henry Hoogenveen, Brand Manager bei Klean Kanteen, merkt an: „Um das Geschäft auszubauen, konzentrieren sich Marken und Einzelhandel immer mehr auf den Lifestyle. Die Grenze zwischen Outdoor und Lifestyle wird immer dünner.“ Owala setzt bei seinem Markteintritt in Europa genau auf diese Verwischung der Grenzen. Nathalie Meinfelder, Marketingleiterin bei der Amplifi Coalition AG, erklärt, die Marke komme als „einer der drei führenden Anbieter im USamerikanischen Trinkflaschenmarkt“ und als „führende Marke auf dem US-Markt“ für Trinkflaschen auf den Markt, wobei die Markteinführung „mit Partnern beginnt, die die DNA von Owala teilen“. Bei der Transformation der Bekleidungsbranche geht es weniger um Nachhaltigkeit als vielmehr um Vielseitigkeit. Hervé Domenighini, Vertriebsleiter für die Region EMEA bei Rab, merkt an: „Die Verbraucher üben zunehmend verschiedene Aktivitäten aus, anstatt sich mit einer einzigen Sportart zu identifizieren. Dies treibt die Nachfrage nach vielseitigen Produkten an, die in einer Vielzahl von Umgebungen ihre Leistung erbringen und dabei leicht, bequem und schützend sind.“ Kaum jemand formuliert die Aussichten für 2027 so selbstbewusst wie Liss. CEO und Mitbegründer Lior Zimmerman nennt drei Trends: „Erstens: freistehende Ausrüstung, die weder Bäume noch Bohrungen noch Genehmigungen benötigt, da immer mehr Menschen die Natur an Orten genießen, an denen man nichts irgendwo befestigen

„Mit Blick auf das Jahr 2027 erwarten wir, dass Kreislaufwirtschaft, Reparatur und Wiederverkauf den Sprung von der Nische in den Mainstream schaffen – einhergehend mit einer wachsenden ‚Slow-Outdoors‘Einstellung, die Komfort und Einfachheit gegenüber ausufernder Ausrüstung bevorzugt.“ Frank Voit, Voited kann. Zweitens: Komfort vor Ultraleichtigkeit. Drittens: Crossover. Surfen, Camping und Home-Lifestyle verschmelzen zu einer Kategorie, und die Einzelhändler, die Produkte aus all diesen Bereichen im Sortiment führen, sind diejenigen, die den Warenkorb füllen.’” Helinox beobachtet dieselbe Verschmelzung auch auf der Verbraucherseite. CEO Young Lah beschreibt eine neue Art von Outdoor-Kunden: „Heute sprechen wir auch Menschen an, die über Reisen, Radfahren, Laufen, Festivals, Design oder zeitgenössische Kultur zur Natur finden. Sie bezeichnen sich vielleicht nicht als traditionelle Outdoor-Begeisterte, aber sie schätzen gemeinsam Produkte, die funktional, tragbar, langlebig und gut gestaltet sind.“ Er sagt: „Dies schafft sowohl für Helinox als auch für unsere Handelspartner eine wichtige Chance, neue Verbraucher in die Outdoor-Kategorie zu holen.“ Einige Marken profitieren einfach von der aktuellen Saison. Catherine Morris, kaufmännische Leiterin bei Red Equipment, berichtet angesichts der außergewöhnlich heißen und trockenen Sommersaison 2026: „Wir verzeichnen zudem eine starke Nachfrage nach Produkten, die den Menschen helfen, das Beste aus dem Wetter zu machen. Bei unseren leichteren Quick-Dry-Change-Umziehmänteln hat die Nachfrage das Angebot übertroffen, und wir haben auch eine sehr starke Nachfrage nach unserem Paddleboard-Sortiment verzeichnet, das komplett ausverkauft ist.“ WAS GIBT ES NEUES? Leistung bleibt das A und O bei Rab. „Leistung ist der Ausgangspunkt für jedes Rab-Produkt“, erklärt Domenighini. Er fährt fort: „Unsere Expertise beruht auf der Entwicklung von Ausrüstung für anspruchsvolle Bergumgebungen“, die „von Isolationstechnologien und leichten Materialien bis hin zur Reparaturfreundlichkeit und Verlängerung der Produktlebensdauer“ reicht. 43


Händlerleitfaden

„Dies bietet Marken und Händlern die Möglichkeit, den Fokus auf Wertigkeit und Langlebigkeit zu legen und den Verbrauchern dabei zu helfen, mehr aus der Ausrüstung herauszuholen, die sie bereits besitzen.“ Zoe Hewitt, Nikwax

umfasst das Sortiment 40 wichtige Produkte, die den Bedarf an netzunabhängiger Energie decken. Eine Neupositionierung ist tatsächlich die neue Ausrichtung bei Klean Kanteen: „Vom reinen Outdoor-Bereich sind wir zu einer gesunden Mischung aus Outdoor und Lifestyle übergegangen“, bemerkt Hoogenveen. Er fasst zusammen: „Flüssigkeitszufuhr ist jeden Tag und überall notwendig.“

ABD CAMP

VERTRIEBSKANÄLE Der stationäre Handel hat nichts von seiner Bedeutung eingebüßt. Von Jon Plackett von Duer angeführte Daten zeigen, dass „sich der Kauf von Outdoor-Bekleidung in Großbritannien weiter in Richtung Ladengeschäfte verlagert hat, was verdeutlicht, wie wichtig es für Verbraucher ist, Produkte vor dem Kauf sehen, anfassen und anprobieren zu können.“ Der stationäre Handel bleibt der Maßstab für die Präsentation von Produkten.

Der Kunde ist „jemand, der zu dem Schluss gekommen ist, dass seine Füße etwas Besseres verdienen als die üblichen, extrem gepolsterten herkömmlichen Schuhe.“ Lewis Grinsell, Xero Shoes

Meredith Cole, Marketingmanagerin bei Duer, bestätigt diese Verschmelzung von Aktivität und Identität: „Die Teilnahme an Outdoor-Aktivitäten wird immer weniger in einzelne Bereiche unterteilt. Verbraucher fahren unter der Woche vielleicht mit dem Fahrrad zur Arbeit, wandern am Wochenende, reisen häufig und integrieren Aktivitäten wie Klettern, Trailrunning oder Bikepacking in ihren Lebensstil. Sie wollen nicht unbedingt für jede Aktivität eine separate Garderobe.“ Es dreht sich jedoch nicht in jedem Gespräch um Wachstum. Zoe Hewitt, Marketingleiterin bei Nikwax, verweist auf ein schwierigeres Umfeld: „Der OutdoorMarkt sieht sich mit einer sich wandelnden Verbraucherlandschaft konfrontiert. Zwar ist die Beteiligung nach wie vor stark, doch steigende Kosten und der Druck auf die Haushaltsausgaben führen dazu, dass Verbraucher bei Neuanschaffungen selektiver vorgehen.“ Für Hewitt ist das eher eine Chance als eine Bedrohung: „Dies bietet Marken und Händlern die Chance, den Fokus auf Wertigkeit, Langlebigkeit und die Unterstützung der Verbraucher zu legen, damit diese mehr aus der Ausrüstung herausholen können, die sie bereits besitzen.“ Bei Storm Care beobachtet Marketingdirektor Tobias Yoh dasselbe Muster auf der Pflegeseite des Geschäfts: Verbraucher „sehen in Pflege und Reparatur eine Möglichkeit, die Lebensdauer ihrer vorhandenen Ausrüstung zu verlängern, und neigen weniger dazu, spontane Käufe zu tätigen oder Ausrüstung zu ersetzen, wenn dies nicht notwendig ist.“ Bei Xero Shoes steht der Schuhbereich vor einer ganz eigenen Herausforderung. Marketingleiter Lewis Grinsell spricht Klartext: „Die größte Herausforderung, mit der wir derzeit zu kämpfen haben, ist die Wahrnehmung. Viele Outdoor-Händler sind der Meinung, dass Barfußschuhe immer noch zu sehr eine ‚Nische‘ sind und keine ernstzunehmende Leistungskategorie darstellen.“ Er fasst zusammen: „Um die Outdoor-Händler für uns zu gewinnen, müssen wir diese Aufklärungsarbeit selbst leisten, anstatt darauf zu warten, dass sich die Kategorie von selbst verkauft.“ An anderer Stelle werden Meilensteine gefeiert: Halti wird in diesem Jahr 50, und Vertriebs- und Marketingleiter Tord Nilson macht keinen Hehl aus den Wurzeln der Marke: „Die bescheidenen Anfänge mit dem Design von Expeditionsrucksäcken aus Aluminium bis hin dazu, wie Halti zu einer der größten Bekleidungsmarken Finnlands wurde, zeugen von der Glaubwürdigkeit des Produkts, der Marke und der Branche.“ Tradition und Engagement. NEUES Für Liss sagt der Name alles und erklärt: „Liss steht für ‚Living in Sunshine‘, und genau das ist auch die Mission: den Menschen zu erleichtern, einen größeren Teil ihres Tages im Freien zu verbringen.“ Die Marke schlägt eine Brücke zwischen der Surfkultur und der breiteren Outdoor-Branche. Eine wirklich neue Artikelnummer kommt von Cocoon: Hofer-Kollaritsch stellt das „Pack Pillow“ vor, „ein Allrounder, der sich als perfekter Reisebegleiter eignet – nicht nur für Fernreisen, sondern auch für den täglichen Weg zur Arbeit.“ Vielseitigkeit vom Feinsten.

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Wie weit eine Nischenidee kommen kann, zeigt sich bei Sunslice mit seiner tragbaren Solarenergietechnologie. CEO Henri Gernaey erinnert sich: „Sunslice begann als Studentenprojekt mit einem einzigen Produkt, dem Photon.“ Acht Jahre später

Konsistenz über alle Kontaktpunkte hinweg ist der Motor der Strategie bei Rab, wie Domenighini beschreibt: „Die Vertriebskanäle sind zunehmend miteinander vernetzt. Unsere Aufgabe ist es, Einzelhändler durch einen 360°-Ansatz zu unterstützen, der Mitarbeiterschulungen, Verbrauchermarketing, Visual Merchandising, digitale Inhalte, Veranstaltungen und Unterstützung beim Abverkauf kombiniert, um ein einheitliches Markenerlebnis über alle Berührungspunkte hinweg zu schaffen.“ Eine ähnliche kanalübergreifende Sichtweise prägt Sunday Afternoons, dessen Konzept auf der Vielseitigkeit basiert, in verschiedenen Vertriebskanälen verkauft zu werden, und ein breites Spektrum an Aktivitäten und Verbrauchern abdeckt: von technischen Wander- und Laufaktivitäten bis hin zu einem entspannten Nachmittag am See. Eine Denkweise, keine demografische Gruppe – so hat Xero Shoes eine Identität aufgebaut, bei der der Kunde „jemand ist, der beschlossen hat, dass seine Füße Besseres verdienen als den normalen, übermäßig gepolsterten herkömmlichen Schuh“, wie Grinsell es ausdrückt. Genauso wählerisch bei der Partnerauswahl ist Xtratuf. Pestell erklärt: „Wir werden niemals Kompromisse bei der Produktfunktionalität, der Qualität oder der Authentizität und Tradition unserer Marke eingehen.“ Eine gemeinsame Philosophie der intelligenten Vielseitigkeit rundet das Bild für Voited ab: „Alles, was wir herstellen, sollte mehr als nur eine Aufgabe erfüllen, langlebig, kompakt, reparierbar und modular sein und die Saison überdauern, für die es entworfen wurde“, erklärt Voit. Er fährt fort: „Diese Denkweise prägt jede Produktentscheidung und bestimmt auch, mit wem wir zusammenarbeiten – wir suchen nach Händlern, denen Langlebigkeit wichtiger ist als schneller Umsatz.“ Die gleiche Logik gilt auch für die Handelspartnerschaften von Helinox. Lah führt aus: „Wir wollen, dass Helinox mehr ist als nur ein weiteres Produkt im Regal. Wir arbeiten mit Partnern zusammen, die die Technologie, das Design und das Erlebnis hinter der Marke vermitteln können, und betrachten den Einzelhandel zunehmend als einen Ort, an dem Entdeckungen rund um die Outdoor-Kultur gemacht werden und Interaktion entsteht.“ GRÜN Nachhaltigkeitsleistungen sind bei zahlreichen Marken zunehmend messbar und nicht mehr nur ein Lippenbekenntnis. Hewitt liefert einen Beleg dafür: „Nikwax wurde 2026 mit dem ‚King’s Award for Enterprise in Sustainable Development‘ ausgezeichnet.“ Nilson hebt sich als Alternative zu den größeren Marken hervor und formuliert das Ziel von Halti: „Wir wollen uns mithilfe innovativer Technologien in allen unseren Produktkategorien als die möglichst nachhaltigste Marke etablieren.“ Für Storm Care ist Aufklärung, nicht das Design, die eigentliche Herausforderung. Yoh erläutert: „Der Endverbraucher erwartet von der Marke eine Erklärung dafür, warum seine Jacke möglicherweise nicht mehr die gewünschte Leistung erbringt, obwohl sie lediglich gereinigt und neu imprägniert werden muss, um ihre Wasserabweisung wiederherzustellen.“ Er betont: „Diese Information muss von der Outdoor-Branche gemeinsam vermittelt werden, um das Risiko von Bekleidungsfluktuation und verschwendeter Kleidung, die auf Deponien landet, zu mindern.“ Konkrete Verpflichtungen runden die Erfolgsgeschichte von Voited im Bereich Nachhaltigkeit ab: „Recyceltes REPREVE®-Ripstop, fluorfreie wasserabweisende Ausrüstungen und Materialien, die so ausgewählt wurden, dass sie langlebig, reparierbar und modular sind, damit die Ausrüstung Jahre statt nur eine Saison hält.“ Er fasst zusammen: „Wir untermauern dies durch Baumpflanzungen über Greenspark und das Sammeln von Plastikmüll aus dem Meer mit CleanHub.“ Das Motto lautet: „Handeln für den Planeten“. Aufklärung geht mit gutem Beispiel voran, von Generation zu Generation, vom Verkaufsraum bis zum Kunden. Denn die beste Ausrüstung der Welt nützt nichts, wenn niemand weiß, wie man sie pflegt, repariert oder weitergibt. Alles einfach halten, alles kompakt packen, nur das Nötigste einpacken, Wasser mitnehmen – und schon kann es losgehen. So lässt sich die Saison in einem Satz zusammenfassen – doch dahinter steht eine ganze Branche, die neu überdenkt, was „notwendig“ überhaupt bedeutet: weniger Ausrüstung, dafür langlebigere Produkte; weniger Fokus auf eine einzelne Sportart, dafür mehr Allround-Denken. Lasst uns Träume von der Natur nähren. Haltet unseren Planeten sauber. Raus in die Natur, Jungs und Mädels – SS27 ruft.

HIGHLIGHTS

1 Kreislaufwirtschaft Weitere Details zu den Previews der Brands in dieser Kategorie findet ihr auf unserer Webseite. B OA R D S P O R T S O U R C E .C O M

2 Vielseitigkeit 3 Nachhaltigkeit 4 Lifestyle


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brand profile

VOITED VOITED, die vielseitige Outdoor-Marke, ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Ihr innovatives Sortiment richtet sich an ein breiteres Publikum, bleibt dabei aber ihrer Mission treu. Gründer Frank Voit hat uns im Gespräch mehr über die Neuigkeiten der Marke und ihre Zukunftspläne verraten. Kannst du uns bitte einen kurzen Überblick über die Marke geben? VOITED macht nach wie vor das, was es am besten kann: Ausrüstung herstellen, die sich nicht auf eine einzige Funktion beschränken lässt. Was als Decke begann, die sich zu einem Kissen, Poncho und Schlafsack zusammenfalten lässt, hat sich zu einem umfassenden OutdoorLifestyle-Sortiment entwickelt, das Bekleidung, Schuhe und Reisezubehör umfasst und in Großbritannien, Deutschland, Frankreich sowie der gesamten EU verkauft wird. Gleiche Mission, nur viel mehr Tragevarianten. Im Jahr 2026 gewinnen wir in Skandinavien an Beliebtheit, wo wir uns auf die Van-Life-Community und ein jüngeres, stilbewusstes Publikum konzentrieren. Was sind die zentralen Werte hinter der Marke? Wir sind ein kleines bisschen davon besessen, dass Dinge mehr als nur eine Funktion erfüllen. Alles, was wir herstellen, muss langlebig, kompakt, reparierbar und modular sein und so konzipiert sein, dass es die Saison, für die es entworfen wurde, überdauert – im Idealfall um mehrere Saisonen. Nachhaltigkeit ist für uns auch kein Aufkleber, den wir einfach draufkleben: Recyceltes REPREVE®-Ripstop, fluorfreie wasserabweisende Beschichtungen, Baumpflanzungen mit Greenspark und das Sammeln von Plastikmüll aus den Ozeanen mit CleanHub gehören bei uns zum Standard. Weniger Zeug, mehr Leben. In welchem europäischen Land war die Marke am erfolgreichsten, und warum? Deutschland, Österreich, die Schweiz und die Benelux-Region. Das ist unser Heimatmarkt, und dort findet die Mission der Marke – langlebige, multifunktionale Ausrüstung für das Leben im Freien – seit jeher den stärksten und nachhaltigsten Anklang. Was sind derzeit die wichtigsten Trends auf dem Outdoor-Markt? VOITED.EU / .CO.UK / .DE / .FR 46

Nachhaltigkeit ist längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern eine Grundvoraussetzung – insbesondere bei jüngeren Käufern, die „Greenwashing“ schnell durchschauen. Auch multifunktionale Ausrüstung erlebt gerade einen regelrechten Boom: Die Leute wollen weniger Dinge, die mehr Aufgaben erfüllen, und kein weiteres Einweg-Gadget, das den Kofferraum des Autos vollstopft. Dazu kommen der Aufstieg von „Gorpcore“ (Wanderstiefel beim Brunch, Funktionsjacken auf dem Schulweg) und ein stetiger Boom beim „Van Life“ und bei Roadtrips – und schon hat man einen Markt, der gleichermaßen praktisch und modisch ist. Wie hat sich der typische Outdoor-Kunde in den letzten Jahren verändert? Die Outdoor-Szene hat sich stark erweitert. Es sind nicht mehr nur engagierte Abenteurer, sondern auch Stadtbewohner, Familien, Van-Lifer und Wochenend-Abenteurer, die wollen, dass sich ihre Ausrüstung sowohl zu Hause als auch auf dem Trail bezahlt macht. Sie sind zudem kritischer: Sie erkennen echte Nachhaltigkeitsmerkmale schneller als ein gut klingendes Label und tragen ihre Outdoor-Ausrüstung genauso gerne in die Kneipe wie auf einen Gipfel. Wie beeinflusst Kundenfeedback eure Produktentwicklung? Wir hören sehr viel zu, wahrscheinlich mehr, als streng genommen effizient ist. Feedback aus unserer Community, Bewertungen und von unserem Botschafterteam fließt direkt in die Optimierung unserer Produkte ein. Ein gutes Beispiel ist die CloudTouch®-Decke in QueenSize, die direkt auf den Wunsch von Kunden zurückgeht, die sich eine Größe wünschten, die großzügig genug ist, damit sich zwei Personen bequem darunter einkuscheln können. Auch die Tests unserer Botschafter sind direkt in die Markteinführung unserer neuen Hausschuhe und Allwetterjacken eingeflossen, die in den kommenden Wochen erscheinen werden. Bitte stelle uns euer aktuelles Sortiment vor. Stellt es euch als fünf Produktfamilien unter einem Dach vor, die jeweils für eine andere Art des Outdoor-Erlebnisses konzipiert sind. Decken. Die 4-in-1-Serie, angeführt von unserer kuscheligsten CloudTouch®-Decke in den Größen Standard und Queen, sowie das Ripstop PillowBlanket™, Fleece und das Little Roamer. Daneben bieten die „Camping Companions“ vielseitige Überwürfe für Wanderungen, zum Entspannen am Strand oder alles dazwischen.

Umkleidebekleidung. Packbare, isolierte, schnell trocknende Surf-Ponchos und wasserdichte Umkleidemäntel, darunter der Changing Robe/ Drycoat 3.0, der Outdoor Poncho 3.0, der Micro Fleece Poncho und der Apex Cetacea Poncho. Bekleidung. Body Warmer, Alpha Jacket, 3-in-1 Wearever Jacket, Rain Poncho 2.0 und SherpaFleece-Schichten für den Alltag. Schuhe. Abgerundet wird das Angebot durch unsere bequemen Hausschuhe: den neuen RidgeLoft SlipOn, den Soul Slipper und den CloudTouch® Slipper, die sowohl für drinnen als auch draußen konzipiert sind. Reisezubehör. Packing Cubes, Alltagsbeutel, Trail-Handtuch, Strandtuch, unsere MizuKollaboration mit isolierten Trinkflaschen und das neue NeckPack™ Travel PillowBlanket™. Auf welches der neuen Produkte aus der Kollektion der kommenden Saison bist du besonders gespannt? Zwei Produkte stechen besonders hervor. Der RidgeLoft SlipOn ist ein zusammenfaltbarer, isolierter Slipper mit einer Zuglasche an der Ferse, hergestellt aus DWR-beschichtetem, recyceltem Nylon mit einer robusten GummiAußensohle, erhältlich in verschiedenen Größen für Damen und Herren. Auch das NeckPack™ Travel PillowBlanket™ ist spannend. Ein cleveres 3-in-1-Nackenkissen, eine kuschelige Reisdecke oder ein Wickelcape: leicht und einfach zu verstauen, egal ob auf einem Langstreckenflug oder einem Roadtrip.


brand profile

HYDA Brad Steward, Vorsitzender und CEO von HYDA Surf Helmets, sprach mit Source über die Testverfahren, Designentscheidungen und die neue, verbesserte Produktlinie. Welche Geschichte bzw. Inspiration steckt hinter der Marke HYDA und ihren Designs? Sicherheit ist ein großer Vorteil, aber sie war nicht der Auslöser für die Gründung von HYDA. Der Auslöser war die Beobachtung, wie Sportler in anderen Sportarten durch das Tragen von Schutzausrüstung ihre Grenzen „überschritten”. In dem Moment, als Helme beim Snowboarden zur Normalität wurden, erreichte die Entwicklung die nächste Stufe – und das nicht, weil ein Helm jemanden besser macht. Das Unternehmen lancierte 2016 SIMBA Surf, 2020 den Sentinel 1, doch 2025 passte der Name nicht mehr zu unserer Vision. Surfer, Kite- und Wing-Surfer, Foiler – das sind Wassersportler. Wir haben uns über die Agentur „Planning Unit“ – ein Studio mit Sitz in London, das ich bereits in meiner früheren Rolle als President of Action Sports bei Amer Sports genutzt hatte – in HYDA umbenannt. Wie hat das Feedback der Surf-Community euer Produktkonzept beeinflusst? Das ist das Einzige, was zählt. Jüngere Leute, die mit Skaten, Snowboarden und Radfahren groß geworden sind, trugen bereits Helme. Bei den älteren Sportlern hat es länger gedauert. In einer Umfrage unter 1.348 Surfern trugen nur 8 % einen Helm. Ihr Feedback bezog sich eher auf den Produktbereich: Wenn der Helm das Gehör beeinträchtigt, das Gleichgewicht stört, beim Duckdive behindert oder sich mit Wasser füllt, werden sie ihn nicht tragen. Wie habt ihr den Helm unter realen Surfbedingungen getestet? Auf zwei Arten. Die Coanda-Helme sind nach EN 1385, der europäischen Norm für Wassersport, zertifiziert, sodass sie unabhängige Aufprallund Halteprüfungen durchlaufen haben. Darüber hinaus werden Prototypen an Surfer in Pipeline, Rocky Point, Nazaré und Teahupoo sowie in Surfparks verteilt. Kai Lenny ist seit Anfang dieses Jahres Miteigentümer von HYDA; wir arbeiten an der Produktentwicklung und orientieren uns an seinen Vorgaben.

Wie schafft ihr den Spagat zwischen Sicherheit und Bewegungsfreiheit? Man möchte, dass die Leute vergessen, dass sie den Helm tragen. Die Schale nutzt den CoandaEffekt, sodass das Wasser um sie herumfließt, anstatt sich aufzustauen. Das macht sich bei Duck Dives und Hold-Downs bemerkbar und entlastet den Nacken. Das unterscheidet uns von anderen Marken – und ich glaube, dass Helme (letztendlich) so selbstverständlich werden wie Schuhe. Jeder mag eine andere Passform und ein anderes Tragegefühl. Die Belüftungsöffnungen an den Ohren sind so abgestimmt, dass man jemanden hören kann, der einen warnt, und das Innenohr erkennt, wo oben ist. Die Schnalle ist ein FIDLOCK-Magnet – mit einer Hand erledigt. Kannst du uns dein Produkt-„Sortiment“ vorstellen? Der Coanda Fusion ist das Spitzenmodell für 199,95 $, EN 1385-zertifiziert, erhältlich in den Farben Lumen, Ether und Stealth. Der Coanda Core kostet 149,95 $ – gleiche Schale und größtenteils die gleiche Technologie zu einem niedrigeren Preis, erhältlich in den Farben Moon Grey, Stealth und Cobalt, in den Größen S bis XL. Dann gibt es noch den SIMBA Sentinel S1 für 99,95 $, den wir als Klassiker im Sortiment behalten – den DreiviertelGesichtsschutz, mit dem wir angefangen haben, bei 372 Gramm. Alle unsere Produkte sind zertifiziert. Wie siehst du die zukünftige Entwicklung der Marke und der Produkte? Wir haben drei neue Designs in Arbeit, über die wir bisher noch nicht viel verraten haben. Wir wollen, dass sie die besten Helme sind, die man kaufen kann, und sie werden gemeinsam mit den weltweit fortschrittlichsten Wassersportlern entwickelt. Bei HYDA steht der Fortschritt im Mittelpunkt, und Surfen ist ein Teil davon. Wir haben mit dem Design und der Entwicklung der Produkte für das nächste Jahr begonnen, wobei Kai maßgeblich unsere Arbeit vorantreibt. Was unterscheidet die HYDA-Surfhelme von anderen auf dem Markt? Die meisten Helme im Wassersport stammen ursprünglich aus dem Wildwasser- oder

Wakeboard-Bereich und wurden angepasst. Unsere wurden speziell für das Surfen entwickelt. Dr. Brian Saway, ein Neurochirurg an der Medical University of South Carolina, der uns berät, war Mitautor einer in diesem Jahr veröffentlichten Untersuchung, die 25 Studien und 72.000 Patienten umfasste. Dabei ergab sich, dass das Surfbrett selbst die häufigste Ursache für Verletzungen ist und für bis zu 55 % der Notaufnahmen verantwortlich ist. Das ist es, worauf wir unser Design ausrichten – neben Finnen, Riffen und dem Meeresboden. Kannst du uns die Materialien und Technologien erläutern, die bei der Konstruktion eurer Helme zum Einsatz kommen? Eine schlagfeste Außenschale über einem Innenfutter, das die Energie absorbiert, mit unseren ERT-Polstern (Energy Reduction Technology) im Inneren. ERT ist ein weiches Polymer, das sowohl rotatorische als auch lineare Stöße abfängt, einschließlich kleinerer Schläge. Die Passform lässt sich über ein Drehrad namens InstaFit einstellen – auch während du dort draußen im Wasser bist –, und die Passform ist für uns entscheidend. Um noch einmal auf die Analogie zum Schuhwerk zurückzukommen: Wenn der Helm auf dem Kopf herumrutscht, hilft er dir nicht dabei, Fortschritte zu machen. Wenn du deinen Helm lockern möchtest, während du auf eine Welle wartest oder dich im Line-up unterhältst, kannst du das tun – und die Passform anschließend schnell und sofort wieder einstellen. HYDAHELMETS.COM 47


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HÄNDLERLEITFADEN

B A D E M O D E F Ü R DA M E N S S 27

RHYTHM

Die Damen-Bademode für den kommenden Sommer sendet eine klare Botschaft: Technische Leistungsfähigkeit und anspruchsvolles Design sind nicht länger zwei getrennte Themen, sondern ein und dasselbe. Von Rocio Enriquez.

Der Bademodenmarkt hat in diesem Jahr Anzeichen von Reife gezeigt. Er richtet sich an Frauen, die ihren Sport ernst nehmen und keine Kompromisse bei der Ästhetik eingehen wollen. Die Verbraucherinnen haben Premium-Produkte belohnt, die technische Leistung mit modischen Designs verbinden. Integrierter Halt geht Hand in Hand mit raffinierten, auffälligen Texturen. Da ein vom Surfen inspirierter Stil zunehmend in den Alltag Einzug hält, suchen Frauen zudem nach Modellen, die sowohl im als auch außerhalb des Wassers gleichermaßen gut funktionieren, wodurch Vielseitigkeit zu einem wichtigen Kaufkriterium wird. Nachhaltigkeit ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Eine körperpositive Mentalität treibt freizügigere Schnitte voran, ohne dabei auf einen eleganten Look zu verzichten. Frechere Unterteile und höhere Beinschnitte wirken besonders vorteilhaft, wenn sie aus Stoffen mit figurformenden Eigenschaften gefertigt sind. Raffinesse wird vor allem durch Texturen vermittelt. Haptische Texturen wie Crinkle, Bubble, Samt oder Feinripp ersetzen auffällige Grafiken als wichtigstes visuelles Unterscheidungsmerkmal. Nostalgie wird durch Retro-Surf-Vibes und eine von der Y2K-Ära inspirierte Ästhetik geweckt.

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Einteilige Badeanzüge sind nach wie vor ein klarer Favorit über alle Marken hinweg. Sie bieten hervorragende Bewegungsfreiheit und schmeicheln gleichzeitig der Figur. Es gibt sie in einer Vielzahl von Passformen, darunter auch individuell anpassbare Optionen wie verstellbare Träger oder Schnürverschlüsse, um den funktionalen Anforderungen jeder Schwimmerin gerecht zu werden. Diese Anpassungsmöglichkeiten gelten auch für Bikinis, wobei Modelle mit BügelOberteilen zunehmend an Beliebtheit gewinnen. Designs mit diesen Merkmalen werden voraussichtlich die Verkaufszahlen in der Saison SS2027 anführen. Oxbow setzt große Hoffnungen auf seine Tanga-Modelle mit geringer Bedeckung sowie Unterteile mit voller Bedeckung, die mit Bügel-Oberteilen kombiniert werden. Jetty zählt auf seine wendbaren Modelle, den Einteiler „Alyssa“ und das BikiniSet „Cami/Justine“. Pukas prognostiziert gute Verkaufszahlen für seine SurfOberteile mit festen Trägern, das verstellbare Triangel-Oberteil und den Einteiler mit tiefem Rückenausschnitt. Rhythm rechnet mit einer positiven Resonanz auf seine bewährten „Essential“-Schnitte, die mit edlen neuen Texturen aufgefrischt wurden. Die Kollektionen für den kommenden Sommer haben eine gemeinsame Inspiration: Tradition und Ortsbezug. Patagonia, Oxbow und Pukas zelebrieren ihre

„Unsere Modelle sind so erfolgreich, weil sie den Ansprüchen der modernen Surferin gerecht werden: Komfort, Halt, Authentizität und klares Design“ Cristina Cano, Pukas Surf-Tradition, wobei Oxbow einen starken Bezug zur Board-Kultur der 90er Jahre herstellt und Pukas den Wellen des Baskenlandes Tribut zollt. Rhythm knüpft an Erinnerungen an die entspannte Weiblichkeit von Europas Küsten in den 60er und 70er Jahren an. Jetty führt uns in den Lebensstil der amerikanischen Ostküste ein. Authentizität und echte Surf-Glaubwürdigkeit bilden die Grundlage für die Storys aller mitwirkenden Marken. SILHOUETTEN UND VERARBEITUNG Der große gemeinsame Nenner bei der Verarbeitung von Bademode ist der Halt. Auf diesen konzentrieren sich alle Marken mit unterschiedlichen Lösungen. Träger spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie sind meist bei allen Silhouetten verstellbar. Patagonia gestaltet sie breiter und versetzt die Schulternähte zur Verringerung des Drucks nach hinten. Pukas entwirft sein Surf-PerformanceOberteil mit sehr festen Trägern für echten Halt. „Unsere Modelle funktionieren, weil sie den Anforderungen der modernen Surferin gerecht werden: Komfort, Halt, Authentizität und klares Design“, sagt Cristina Cano von Pukas. In puncto Halt gibt es noch viel mehr Details, die von außen nicht sichtbar sind. Oxbow bringt die „No Signal Shapewear“-Kollektion auf den Markt. Diese hochwertige Konstruktion zeichnet sich durch hochdichtes Stretchmaterial aus, das bei Wassersportarten für einen sicheren und festen Halt sorgt. Das „Strategic Power Net“-Futter sorgt für einen natürlichen Formungseffekt und maximale Unterstützung. „Die ‚No Signal Shapewear‘-Kollektion bietet eine makellose Kombination aus einem technischen Surfanzug und einer schmeichelhaften Silhouette, die keine Kompromisse beim Stil eingeht“, sagt Manon Jouanine von Oxbow. Patagonia setzt auf seine PowermeshSchicht. „Die Bikinioberteile verfügen über eine zusätzliche Powermesh-Schicht für den Halt eines Sport-BHs“, sagt Leonard Basse von Patagonia. Bei Einteilern


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wird das Powermesh mit einem integrierten BH-Einsatz für Halt im Brustbereich kombiniert. Wir finden es auch in den hoch taillierten Boy-Shorts und den hoch taillierten Unterteilen von Patagonia integriert. Weitere Innovationen im Sortiment von Patagonia sind die zusätzliche, konturierte Innenstruktur in den V-Ausschnittund Triangel-Oberteilen sowie ein fester Gummizug entlang der Körperkanten, der das Futter an Ort und Stelle hält. Barts stattet seine Einteiler mit einem stützenden Futter aus, das den Körper vorteilhaft formt. Einteilige Badeanzüge sind nach wie vor die beliebteste Silhouette, insbesondere Modelle mit hoch geschnittenen Beinen und tiefem Rückenausschnitt. „Sportlich und zugleich feminin – der hoch geschnittene Einteiler verbindet Komfort mit einem modernen Look“, sagt Kenny Janmaat von Barts. Alle Marken bieten ihre eigenen Interpretationen von einteiligen Badeanzügen an. Auch Bikini-Höschen schließen sich dem Trend zu weniger Bedeckung an, unterstützt durch neue, stützende Konstruktionen, die alles an Ort und Stelle halten. Das Scoopneck-Bikini-Oberteil von Barts spiegelt diesen Trend ebenfalls wider. Mit herausnehmbaren Polstern, verstellbaren Bändern im Nacken und am Rücken sowie gerafften Cups ermöglicht es Frauen, den Grad der Bedeckung zu wählen, der zu ihrer Stimmung passt. Andere Schnitte sind auf ästhetische Reize ausgerichtet. Dies gilt beispielsweise für die Wendbarkeit, die Jetty zu ihrem wichtigsten Designmerkmal macht. „Jedes Teil ist so gestaltet, dass es auf zwei Arten getragen werden kann“, sagt Benoit Brecq, Marketingdirektor von Jetty in Europa. Rhythm führt bei einigen Modellen neue Rüschenformen ein.

FARBEN UND MUSTER Ästhetisch gesehen gibt es ein nahezu universelles Muster aus natürlichen Grundtönen, die durch leuchtende Farben akzentuiert werden. Rhythm ergänzt seine erdigen Farbtöne mit gelben und roten Akzenten. Jetty verankert seine Geschichte mit einem braun-weißen Gingham-Karomuster, gepaart mit einem klaren, himmelblauen Unifarbton. Barts strebt nach Harmonie zwischen Meeresund Erdelementen mit seinem leuchtenden Blau „Ocean“, dem warmen Gelb „Sun“ und dem erdigen Rot und Braun „Brick“. Pukas bietet ein ähnliches Sortiment mit einer Auswahl an tiefen Blautönen, Terrakotta-Farben, die von der Farbe des Sandes und des atlantischen Tons inspiriert sind, sowie energiegeladenen Akzenten in Korallenrot, Flammenorange und Limettengrün. Die Muster wecken Nostalgie mit klassischen Surfstreifen und Animal-Prints im Retro-Look sowie Authentizität durch fotografisch inspirierte Texturen und eine lebendige Mischung aus Harztexturen. Oxbow schlägt zwei kontrastierende Stimmungen vor. Die „Simple Harmony“-Palette bietet beruhigende, von der Erde inspirierte Töne. „Mirror“ ist der für diese Palette entwickelte Druck, der die sich wiederholende Schönheit des Meeres darstellt. „Beautiful Disorder“ präsentiert dynamische und kontrastreiche Farbtöne, gepaart mit auffälligen Allover-Motiven. Der für diese Kollektion entwickelte Print „No Signal“ spielt mit digitalen Verzerrungen und roher Energie. Patagonia bietet eine Auswahl an Blau-, Grün-, Rot- und Schwarztönen sowie den Print „Intertidal Flora“. Die meisten Marken übertragen ihre Muster und Farben auf andere Produktkategorien, was den Händlern die Vermarktung erleichtert und das Storytelling verstärkt.

„Die ‚No Signal‘-Shapewear-Kollektion bietet eine makellose Kombination aus einem technischen Surfanzug und einer figurschmeichelnden Silhouette, die keine Kompromisse beim Stil eingeht“ Manon Jouanine, Oxbow

NACHHALTIGKEIT Die universelle Einsetzbarkeit von recycelten Materialien ist für die Nachhaltigkeit von Bademode von grundlegender Bedeutung. Zwar verwenden alle Marken diese Materialien bereits, doch der Umfang ihrer Nutzung verbessert sich kontinuierlich. Oxbow gibt bekannt, dass nun 100 % seiner Bademodenlinie aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt werden und dass bei der gesamten weltweiten Damenkollektion – Bademode und Lifestyle – ein deutlicher Sprung bei den nachhaltigen Modellen von 40 % auf 80 % gelungen ist. Patagonia überschreitet die 90-Prozent-Marke bei nachhaltigen Materialien in seinem Sortiment. Recyceltes Nylon ist das Grundgewebe für das gesamte Bademodensortiment von Jetty. Es gibt weitere erwähnenswerte Faktoren, die zu diesem Ziel beitragen. Die Herstellung spielt eine wesentliche Rolle. Barts erwartet von seinen Lieferanten das gleiche Maß an Engagement und sucht daher nach Partnern, die sein Bekenntnis zu Transparenz, fairen Arbeitsbedingungen und der Verringerung der Umweltbelastung teilen. Pukas produziert in Europa, in der Nähe seines Kundenstamms, und unternimmt erhebliche Anstrengungen, um die Menge an Stoffresten im Schnittmusterprozess zu reduzieren. Auch die Verpackung ist wichtig. Barts und Pukas heben ihre Bemühungen hervor, Verpackungsmaterial wo möglich zu reduzieren und bei Bedarf recycelbare Materialien zu verwenden. Patagonia dehnt seine ökologische Verantwortung auf die Zusammenarbeit mit „1% For The Planet“ und dem „Holdfast Collective“ aus, denen alle Gewinne zufließen, die nicht wieder in das Unternehmen reinvestiert werden.

JETTY

MATERIALIEN Praktisch jede Marke verwendet eine Mischung aus recyceltem Nylon und Elasthan. Bewährte Mischungen sind beispielsweise Repreve®, das in der Kollektion von Jetty zu finden ist, und Econyl®, das von Patagonia verwendet wird. Dabei handelt es sich um leistungsstarke Stoffe, die auch bei intensiver Nutzung ihre Form und ihren Tragekomfort behalten. Was diese Stoffe jedoch wirklich einzigartig macht, ist ihre Textur. Oxbow bietet einen Stoff mit Gitterstruktur und einen hochwertigen Rippstrick an. Auch Rhythm setzt auf Rippstrukturen und ergänzt diese durch einen weichen, recycelten Stoff mit Noppenoptik. Pukas sorgt mit Samt für optische Tiefe. Neue, auf Halt ausgerichtete Konstruktionen werden mit neuen Funktionsmaterialien kombiniert. Patagonia hat einen neuen Stoff mit verbesserter Dehnbarkeit und Recovery-Effekt entwickelt. Oxbow verwendet für seine „No Signal Shapewear“-Kollektion einen hochwertigen, hochdichten und umweltfreundlichen Stoff, der mit einem Power-Net-Futter ausgestattet ist.

UNTERSTÜTZUNG FÜR HÄNDLER Die Marketingkampagnen für den kommenden Sommer zeichnen sich durch narrative Gegensätze aus. Barts lässt sich von der Geschichte „The Girl and the Oceankeeper“ inspirieren, wobei Ersteres durch leuchtende Farben das Gefühl der Entdeckung verkörpert und Letzteres mithilfe von Blautönen und Erdtönen die Verbindung zur Natur symbolisiert. Oxbow kontrastiert die Ordnung seiner „Simple Harmony“-Kampagne mit dem Chaos der „Beautiful Disorder“-Kampagne. Jetty zelebriert sein Erbe an der amerikanischen Ostküste und wirbt gleichzeitig mit einer exklusiven Jetty x IMSY-Kollaboration für die Neuheit seines Markteintritts in Europa. Pukas stützt sich bei seinen drei Geschichten – „Basque Country Flow“, „Born from Waves“ und „Sun-driven Energy“ – stark auf sein Surfererbe und seine baskische Identität. Das Unternehmen wird auf echte Surfer von seiner Heimatküste setzen, um seine Werte wie Authentizität, Bewegung und Vitalität zu vermitteln. Rhythm konzentriert sich auf die Verbindung zwischen Bademode und dem umfassenderen Rhythm-Lifestyle. „Wir zeigen, wie sich die Teile nahtlos vom Strand in die lässige Sommergarderobe integrieren lassen“, sagt Angie Walsh von Rhythm. Diese Geschichten werden über verschiedene Merchandising-Maßnahmen vermittelt. Kategorieübergreifendes Merchandising ist weit verbreitet. Dies ermöglicht es Einzelhändlern, Bademode mit Accessoires und Bekleidung zu kombinieren, um einen Look von Kopf bis Fuß zu kreieren. Barts und Jetty heben diesen Aspekt ihrer Kollektionen besonders hervor. Die „Mix’n’Match“-Tafeln von Pukas erleichtern das Zusammenstellen verschiedener Kombinationen. Auch Pukas und Oxbow bieten Klarheit in Sachen Passform. Oxbow hat einen neuen PassformLeitfaden eingeführt, in dem jede Form einen eigenen Namen erhält und der genaue Stützgrad sowie der Bedeckungsstil angegeben sind, was es Einzelhändlern erleichtert, Kunden zu beraten. Pukas bietet ebenfalls einen Passform- und Stützleitfaden an, der die Funktionalität jedes einzelnen Modells erklärt. Abseits der Verkaufsfläche unterstützt Barts den Handel mit Flexibilität bei Nachbestellungen während der Saison, was durch den Direktversand aus dem eigenen Lager ermöglicht wird. Jetty kündigt die Einführung einer eigenen Bademoden-Kollektion ab der Saison SS28 an, die wettbewerbsfähigere Preise bietet. Insgesamt beweist die Saison SS27, dass Leistung und Weiblichkeit bei Damenbademode nicht länger getrennte Themen sind. Recycelte Stoffe und technischer Halt gehören mittlerweile zum Standard, während jede Marke durch Farbe, Textur oder Schnitt ihre eigene Handschrift einbringt. Für Einzelhändler HIGHLIGHTS lässt sich diese Kategorie einfacher vermarkten – und leichter als Lifestyle1 Recycelte Stoffe Statement verkaufen, das weit über den als Branchenstandard Strand hinausgeht.

2 Schwerpunkt liegt auf Stützfunktion Weitere Details zu den Previews der Brands in dieser Kategorie findet ihr auf unserer Webseite. B OA R D S P O R T S O U R C E .C O M

3 Farben von der Natur inspiriert 4 Ausweitung auf Bekleidung und Accessoires für einfache Vermarktung 49


L I F E S T Y L E - R U C KS ÄC K E S S 27

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NITRO

Es ist wieder soweit. Der Sommer neigt sich dem Ende zu und hinterlässt eine Spur aus Spaziergängen, Sportaktivitäten, Wanderungen und Besuchen von Freunden, die die Kalender aller gefüllt haben. Eines verbindet sie alle: der Rucksack. Nur wenige Gegenstände überdauern die Generationen so wie er – seit den 1950er Jahren ein fester Bestandteil, dessen Wurzeln über ein Jahrhundert zurückreichen. Doch der Rucksack der Saison SS27 transportiert nicht mehr nur Ausrüstung, sondern auch Identität. Eine Tasche muss sich nun über eine ganze Woche voller unterschiedlicher Lebenssituationen bewähren, und Käufer achten auf Silhouetten, die persönlich wirken, sowie auf Details, die ihnen einen Grund geben, die Geschichte einer Marke der einer anderen vorzuziehen. Die Funktion öffnet die Tür; die Geschichte dahinter schließt den Verkauf ab. Meine Damen und Herren, tauchen wir ein in den „SS27 Lifestyle-Rucksack-Einkaufsführer für den Einzelhandel“ von Matthieu Perez.

TREND Fragt man ein Dutzend Marken, wohin sich die Kategorie der Lifestyle-Rucksäcke entwickelt, erhält man ein Dutzend Antworten – und doch lassen sich diese in einem Wort zusammenfassen: Vielseitigkeit. Für Lukas Liechti, Mitbegründer und CEO von Wili Wili Tree, reicht das Spektrum „von schlichten oder funktionalen Designs über modulare und intelligente Systeme bis hin zu übermäßig aufwendigen Produkten“. Seine eigene Einschätzung der tatsächlichen Nachfrage ist unverblümt: „Menschen, die oft unterwegs sind, brauchen einfach geeignete, modulare Taschen. Wir sind fest davon überzeugt, dass diese vor allem robust, wetterfest und nachhaltig hergestellt sein müssen.“ Derselbe Instinkt – das Überflüssige weglassen, das Bewährte behalten – findet bei Chrome Industries seinen Widerhall. David Fee, Global VP, formuliert es als eine Frage der Authentizität: „Authentische Produkte für echte Menschen, die in der Stadt leben. Wir sehen einen wachsenden Bedarf an Taschen, die vielseitig für alle Arten der Fortbewegung in der Stadt einsetzbar sind – zu Fuß, mit dem Fahrrad, auf Skates, im Flugzeug –, die dabei immer noch toll aussehen und Raum für Selbstdarstellung bieten.“ Jenny Cooper, Marketingmanagerin bei Cotopaxi, bringt es auf den Punkt: Käufer wollen keine Schublade voller Einzwecktaschen mehr. „Verbraucher suchen nach einer vielseitigen Tasche, die den Anforderungen verschiedener Aspekte ihres Lebensstils gerecht wird“, sagt sie und fügt hinzu: „Auch Nachhaltigkeit bleibt ein wichtiger Aspekt, wobei Verbraucher zunehmend Wert auf recycelte Materialien und Marken legen, die Reparatur- und Langlebigkeitsprogramme anbieten.“ Eine einzige Tasche muss zunehmend die vielfältigen Aufgaben einer ganzen Woche bewältigen, wie Philip Haendeler, Produktmanager bei Nitro, es formuliert: „Unter der Woche einen Laptop transportieren, am Wochenende als Reisebegleiter dienen und dennoch bequem genug für alltägliche Aktivitäten sein.“ Als Proof of Concept wird das Modell „FIVE-O“ angeboten: 36 Liter Fassungsvermögen, ein separates Laptop- und Schuhfach, ein Trolley-Gurt und ein handgepäcktaugliches Format, „das sich gleichermaßen für den städtischen Alltag, Städtereisen und Wochenendausflüge eignet.“

„Identität [ist] ein stärkerer Verkaufstreiber als technische Spezifikationen allein.“ Forvert Tobias Baier, Vertriebsleiter bei Evoc, bringt es schließlich auf den Punkt: „Vielseitigkeit und Stil sind derzeit zwei der wichtigsten Trends, die den Markt für Lifestyle-Rucksäcke prägen.“ Dakines Einschätzung der aktuellen Situation teilt sich laut Marketingmanager Benjamin Chapuis in zwei parallele Stränge auf: „Derzeit beobachten wir, dass sich Farb- und Materialtrends gleichzeitig in zwei Richtungen entwickeln: kräftige, dynamische Farbkombinationen gehen Hand in Hand mit einem starken Fokus auf leichtere, wetterbeständige und recycelte Materialien.“ Was das Design angeht, fügt er hinzu, bleibe Modularität ein klarer Trend – und „durchdachte Details – Nähte, Stickereien, Branding – gewinnen mittlerweile ebenso an Bedeutung wie die Silhouette selbst.“ Allerdings sind nicht alle Signale positiv. Marc Normand, Manager bei FreeTime, weist auf einen gegenläufigen Trend hin, den es zu beobachten gilt: „Wir beobachten sowohl im Lifestyle- als auch im Outdoor-Bereich einen wachsenden Trend zum Kauf billiger, minderwertiger und nicht langlebiger Rucksäcke, und dieses Phänomen schadet den ernsthaften Akteuren in unserem Markt.“ HERAUSFORDERUNGEN Dieser Wunsch nach Vielseitigkeit stößt jedoch auf eine weitaus härtere geschäftliche Realität: Produkte überhaupt erst herstellen und ausliefern zu können. Fee spricht offen über den Druck bei Chrome: „Der Druck des globalen Handels – Zölle, Versandkosten, Zollabfertigung – wirkt sich darauf aus, welche Materialien wir auswählen, wo wir das Produkt herstellen, wie viel wir bestellen und wann.“ Das sei ein Grund, so merkt er an, warum Chrome „für einen Teil unseres Sortiments wieder in den USA produziert“. Einige Marken begegnen demselben Druck eher mit Prozessoptimierungen als mit Standortwechseln. Wili Wili Tree verweist auf „kontinuierliche

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„Wir sind fest davon überzeugt, dass moderne Taschen strapazierfähig, wetterfest und verantwortungsbewusst hergestellt sein müssen.“ Lukas Liechti, Wili Wili Tree allein“. Chrome hingegen beweist, dass technische Kompetenz nicht unbedingt zur Schau gestellt werden muss: „Einzigartige Lösungen für Radreisen – Stauraum für Schlösser, Reflektoren, robuste Materialien, Stauraum für Helme und andere Ausrüstung – ohne dabei laut ‚FAHRRAD!’ zu schreien“, erklärt Fee. „Sie können auf dem Fahrrad verwendet werden, eignen sich aber auch hervorragend zum Spazierengehen, Skaten, Reisen, für den täglichen Weg zur Arbeit und vieles mehr.“

EVOC

Selbst eine Marke, die wie Pacsafe auf technischem Vertrauen basiert, braucht laut Johnsson eine Story: „Storytelling ist wichtiger denn je. Wir haben über 25 Jahre damit verbracht, Vertrauen als Marke aufzubauen, die dafür sorgt, dass euer Eigentum auf Reisen sicher ist, und daran wird sich nichts ändern. Aber Vertrauen allein reicht nicht aus, damit sich jemand für eine Tasche entscheidet, statt für eine andere, die daneben steht und genauso gut aussieht. Deshalb verbringen wir jetzt mehr Zeit damit, die Geschichte zu erzählen, wohin die Tasche euch führt, und nicht nur, wie eure Sachen darin geschützt sind.“

Planung, verbesserte Lieferbereitschaft und die effiziente Zuweisung der notwendigen finanziellen Ressourcen“. Andere verteilen das Risiko auf mehrere Produktionsstandorte, anstatt alles auf eine Karte zu setzen – so der Ansatz bei Pacsafe. Marcus Johnsson, VP Brand & Creative bei Pacsafe, drückt es so aus: „Wir haben es mit einem komplexeren Umfeld in Bezug auf Versand und Kosten zu tun als noch vor einigen Jahren. Die Herstellung unserer Produkte in mehreren verschiedenen Ländern verschafft uns Flexibilität, und wir planen weiter im Voraus, damit wir nicht unvorbereitet sind.“ FUNKTION VS. DESIGN Während es im Abschnitt „Trends“ darum geht, was Verbraucher wollen, und im Abschnitt „Herausforderungen“ darum, was immer schwieriger zu erfüllen ist, erklären Marken an dieser Stelle, wie sie beides unter einen Hut bringen. Alizée Berg, Brand Managerin bei Topo Designs, sieht den Wettbewerbsvorteil der Marke genau an dieser Schnittstelle: „Unsere Einzigartigkeit beruht auf der Kombination aus unverwechselbarem Design, Outdoor-Funktionalität und Vielseitigkeit im Alltag. Wir möchten, dass unsere Rucksäcke sich auf dem Weg zur Arbeit, im Café oder auf dem Weg durch einen Flughafen wie zu Hause anfühlen und gleichzeitig die für Outdoor-Abenteuer erforderliche Strapazierfähigkeit und Funktionalität

„Vertrauen allein reicht nicht aus, damit sich jemand für eine Tasche entscheidet, die daneben steht und genauso gut aussieht.“ Marcus Johnsson, Pacsafe bewahren.“ Haendeler von Nitro sieht das ästhetische Pendel in Richtung Zurückhaltung ausschlagen: „Es gibt eine starke Nachfrage nach klaren, schlichten Designs mit funktionalen Details. Auch Materialien gewinnen zunehmend an Bedeutung – Verbraucher wollen Produkte, die nicht nur gut aussehen, sondern auch langlebig sind und dem täglichen Gebrauch standhalten.“ Diese Logik floss in eine völlig neue Produktlinie von Peak Design ein. Lorenzo Saibene, Leiter des internationalen Marketings, verweist auf die kürzlich erfolgte Einführung der City Line als deutlichstes Statement: „Genau so stellen wir uns einen echten Lifestyle-Rucksack vor.“ Hergestellt aus einem neuen Material, das die Marke MonoShell™ nennt, verzichtet die Linie bewusst auf technische Akzente – „ein weicheres, weniger technisches Gefühl und weniger Funktionen, die sorgfältig ausgewählt wurden“ –, behält dabei aber, wie Saibene es ausdrückt, „die gesamte Peak-Design-DNA bei: unaufdringliche Funktionalität, durchdachte Details und die Verarbeitungsqualität, für die wir bekannt sind.“ Dakine zieht eine ähnlich direkte Verbindung zwischen seinen technischen Wurzeln und seiner Lifestyle-Kollektion. „Unsere Vision für Lifestyle-Rucksäcke ist einfach: Funktionsausrüstung, die auch dann noch ihren Dienst tut, wenn man die Berge oder das Meer hinter sich lässt“, sagt Chapuis. „Jedes Lifestyle-Produkt trägt dieselbe Design-DNA wie unsere technischen Snow-, Surf- und Bike-Taschen, sodass Händler nicht nur ein Modeaccessoire verkaufen, sondern auf die über 40-jährige Glaubwürdigkeit von Dakine im Bereich der Actionsportarten setzen.“

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Für manche ist die Funktion nur die halbe Miete – die andere Hälfte ist die Identität. Forvert verweist auf eine Story, die „tief im urbanen Lebensstil, in kreativer Unabhängigkeit und authentischem Street-Erbe verwurzelt ist“ und „die Identität zu einem stärkeren Verkaufstreiber macht als technische Spezifikationen

IM SHOP Den Designs-Wettbewerb zu gewinnen ist eine Sache, sich im Verkaufsraum durchzusetzen eine andere. Evoc investiert an beiden Fronten gleichzeitig – in Präsentationsmittel für den Laden sowie in digitale „Produkt- und LifestyleBilder und -Videos“ – und entwickelt „spezifische Pakete zur Optimierung der Produktpräsenz, des Absatzes und der Marge für engagierte Handelspartner“. Das Einzelhandelssortiment selbst verändert sich laut Peak Design. „Einzelhändler sind im Allgemeinen bestrebt, ein breiteres Angebot bereitzustellen, das ihr Sortiment frisch und zielgerichtet hält“, und Saibene erwartet, dass sich das Gleichgewicht verschieben wird: „Vom Reisen inspirierte Rucksäcke [werden] im Outdoor- und Lifestyle-Bereich deutlich Fuß fassen, während Rucksäcke mit Einzweckausrichtung, die speziell auf das Wandern ausgerichtet sind, an Boden verlieren.“ Der einschneidendste Schritt der Gruppe geht von Wili Wili Tree aus, die sich dafür entscheiden, bestimmte Vertriebskanäle vollständig aufzugeben und ihre Partnerschaften mit großen reinen Online-Shops bis 2026 zu beenden. Liechti bezeichnet diesen Schritt als eine Wette auf den Fachhandel: „In Zusammenarbeit mit unseren Einzelhandelspartnern verschafft uns dieser strategische Schritt eine bessere Preisstabilität und eine strengere Kontrolle über den Absatz und die Markenpositionierung.“ NACHHALTIGKEIT ODER UNTERGANG Wenn es einen roten Faden gibt, der alle Gespräche verbindet, dann ist es die Tatsache, dass Nachhaltigkeit nicht mehr nur ein Marketingaspekt ist, sondern zu einem eigenständigen Gestaltungsauftrag geworden ist. Marie Cadars, Marketingleiterin bei Topo Designs, sieht darin eine Veränderung dessen, was „neu“ für Käufer heute überhaupt noch bedeutet: „Die Verbraucher legen zunehmend Wert auf Langlebigkeit und Wertbeständigkeit. Sie suchen nach Rucksäcken, die jahrelang genutzt werden können, statt nach Produkten, die rein von saisonalen Trends bestimmt sind.“ Das Ziel, so sagt sie, sei es, „Produkte zu entwickeln, die Verbraucher über viele Jahre hinweg behalten, nutzen und reparieren möchten.“ Dieser Anspruch wird bei Pacsafe durch konkrete Maßnahmen untermauert: Stoffe, die Standards wie bluesign und dem Global Recycled Standard entsprechen, plastikfreie Verpackungen sowie eine fünfjährige Garantie auf jeden Rucksack – nach dem Grundsatz: „Das nachhaltigste Produkt ist das, das man nicht ersetzen muss.“ Über den „Turtle Fund“ spendet die Marke zudem 1 % des Umsatzes aus dem Online-Shop für den Artenschutz, was „mehr als 85.000 Baby-Schildkröten dabei geholfen hat, sicher den Ozean zu erreichen“. Baier verweist auf einen eher experimentellen Weg in die Kreislaufwirtschaft für Evoc: eine Partnerschaft mit matterr, einem Unternehmen für RecyclingTechnologie, das „gemeinsam mit dem Red-Bull-Athleten Danny MacAskill eine kleine Kapselkollektion entwickelt hat, die recycelbare Stoffe auf einem neuen Niveau präsentiert“. Niemand schließt den Kreislauf so konsequent wie Wili Wili Tree. „Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern die eigentliche Grundlage der Produktentwicklung“, fügt Liechti hinzu: „Wir sind fest davon überzeugt, dass moderne Taschen langlebig, wetterfest und verantwortungsbewusst hergestellt sein müssen.“ Das reicht vom Rohmaterial – Stoffe aus 100 % recycelten PET-Flaschen – bis hin zur wassersparenden DopeDyeing-Färbung. Die eigentliche Lösung für das Ende der Lebensdauer eines Produkts, so argumentiert die Marke, ist nicht das Recycling – das war noch nie nötig: „Durch hochwertige Materialien und zeitloses Design verlängern wir den Lebenszyklus unserer Rucksäcke drastisch und wirken der heutigen Wegwerfkultur aktiv entgegen.“ Vom Trend zur Bedrohung, von der Funktion zum Gefühl – eines hat sich seit dem ersten Rucksack, den man sich über die Schulter geworfen hat, nicht geändert: Es geht immer noch darum, wohin man geht, und nicht nur darum, was man mit sich trägt. Ob Bürgersteig, Wanderweg oder Fahrrad, trage dein Leben auf den Schultern und fühle dich frei! Rucksäcke zeigen dir die Welt! Nimm sie ins Sortiment auf, erzeuge Geschichten und mache jemanden glücklich.

HIGHLIGHTS

1 Vielseitigkeit Weitere Details zu den Previews der Brands in dieser Kategorie findet ihr auf unserer Webseite. B OA R D S P O R T S O U R C E .C O M

2 Hybrider Lebensstil 3 Identität 4 Langlebigkeit


MADE FOR A LIFE

ON THE GO


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FOAMLIFE Nach der kürzlichen Übernahme von Foamlife durch Hectic Source berichtet uns Karl Read, Mitbegründer und Brand & Product Consultant, von der neuen Ausrichtung und den Produktplänen der Marke. Kannst uns einen kurzen Überblick über die Geschichte der Marke bis heute geben? FoamLife wurde 2020 gegründet und im Sommer 2021 auf den Markt gebracht. Geprägt vom Leben an der Küste, von Reisen und Abenteuern entstand die einfache Idee, Schuhe zu entwickeln, die ganztägigen Tragekomfort mit dem Fokus auf nachhaltigere Materialien verbinden. Ausgehend vom Markteintritt in Großbritannien im Jahr 2021 wuchs die Marke zu einem internationalen Vertrieb in 15 Ländern heran. Im Jahr 2026 schlug FoamLife ein neues Kapitel auf und wurde Teil von Hectic Europe, https:// hecticeurope.com/, was der Marke eine stärkere operative und kommerzielle Plattform verschafft, während sie gleichzeitig ihre ursprüngliche Identität und Ausrichtung beibehält. Wie ist das Team heute strukturiert? Ich präge die Marken- und Produktrichtung und arbeite dabei eng mit dem gesamten HecticTeam in den Bereichen Marketing, Vertrieb, Distribution, Betrieb und Finanzen zusammen. Dadurch erhält FoamLife Zugang zu einer starken Infrastruktur und fachlicher Unterstützung im gesamten Unternehmen, während die Marke gleichzeitig ihren Fokus beibehält. Inwiefern trägt die Zugehörigkeit von FoamLife zur Hectic-Gruppe nun zur Entwicklung der Marke bei? Hectic verfügt über eine nachgewiesene Erfolgsbilanz beim Ausbau von Marken. Ein großer Vorteil ist die Infrastruktur, die FoamLife Zugang zu etablierten Lagerkapazitäten, Logistik, internationalen Vertriebsbeziehungen und einem breiteren Branchennetzwerk verschafft. Dadurch bleibt mehr Zeit, sich auf bessere Produkte, neue Kategorien, stärkere Kreativität und den Ausbau des Vertriebs zu konzentrieren, während FoamLife gleichzeitig eine stabilere Plattform für Wachstum erhält. Wie sehen die Pläne für die nächste Kollektion aus? Die stärksten Modelle sind diejenigen, die das FoamLife-Konzept klar vermitteln: Komfort, THEFOAMLIFE.COM 54

Schlichtheit und Vielseitigkeit, hergestellt aus sorgfältig ausgewählten Materialien. Diese klassischen Flip-Flops und Slides werden weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Derzeit entwickeln wir eine neue Generation von FoamLife-Produkten mit neuen Silhouetten, Farbkonzepten und Materialausführungen, die das Sortiment weiterentwickeln und gleichzeitig unverkennbar FoamLife bleiben. Es steht viel Neues an, und wir können es kaum erwarten, es den Einzelhändlern im Laufe des Jahres 2027 zu präsentieren. Außerdem prüfen wir, wie sich FoamLife für Herbst/Winter 2026 auf natürliche Weise in benachbarte Schuhkategorien ausweiten lässt. Eine wichtige Neuheit ist der „Slyde“, das erste geschlossene FoamLife-Modell für Damen und Herren. Ausgangspunkt war ein einfaches Problem: Was zieht man an, wenn die Jahreszeiten wechseln oder sich das Wetter ändert? Also haben wir etwas entwickelt, das wärmer, bequemer und einfacher zu tragen ist. Die PrimaLoft®-Isolierung hilft dabei, die Wärme zu speichern, während das wasserabweisende Obermaterial wechselhaftem Wetter standhält. Die gepolsterte EVA-Sohle aus Zuckerrohr und die Fußgewölbeunterstützung sorgen für Leichtigkeit, Halt und Komfort. Dank der umklappbaren Ferse lässt sich der „Slyde“ auf zwei Arten tragen: mit hochgeklappter Ferse als Schuh oder mit heruntergeklappter Ferse, in den man wie in einen Pantolettenschuh hineinschlüpfen kann – ganz nach Belieben. Wie wird die Marke derzeit in Europa vertrieben? Europa wird ein echter Schwerpunkt sein, wobei die Infrastruktur von Hectic mit erfahrenen Vertriebspartnern in Schlüsselregionen kombiniert wird. Das Ziel ist nicht einfach, so viele Kunden wie möglich zu gewinnen, sondern mit Einzelhändlern und Partnern zusammenzuarbeiten, die die Marke verstehen und sie angemessen repräsentieren können. FoamLife ist bereits bei führenden europäischen Boardsport-, Outdoorund LifestyleEinzelhändlern vertreten. In der nächsten Phase geht es für FoamLife darum, diese Beziehungen zu stärken und gleichzeitig die richtigen neuen Märkte zu erschließen. Wie hat sich der extrem heiße Sommer dieses Jahres deiner Meinung nach auf die Umsatzzahlen ausgewirkt? Er hat definitiv geholfen. Lange Warmwetterphasen verlängern die

Verkaufssaison und sorgen für eine deutlich unmittelbarere Nachfrage nach offenen Schuhen. Einzelhändler können ihre Lagerbestände schneller abbauen, während die Verbraucher mehrere Käufe tätigen, um ihre Garderobe zu ergänzen. Ein heißer Sommer macht zudem deutlich, wie wichtig Komfort ist. Wenn Menschen Flip-Flops jeden Tag statt nur gelegentlich tragen, kommt der Produktqualität eine viel größere Bedeutung zu. Das spielt direkt in die Stärken von FoamLife hinein. Es war interessant zu beobachten, wie der eigene E-Commerce von FoamLife sowohl durch treue Stammkunden als auch durch die Gewinnung neuer Kunden gewachsen ist. Wie sieht die zukünftige Entwicklung der Marke aus? Das Ziel ist es, FoamLife zu einer breiter aufgestellten Outdoor-Lifestyle-Schuhmarke zu machen, ohne dabei die Identität zu verlieren. Flip-Flops und Slides werden weiterhin im Mittelpunkt stehen, aber es besteht die Möglichkeit, zu expandieren und denselben „Komfort-First”-Ansatz mit verantwortungsbewussterer Materialauswahl auf andere Jahreszeiten, das Reisen und das Leben im Freien auszuweiten. Kreativ gesehen geht es darum, eine stärkere Botschaft rund um das Produkt und die Marke zu entwickeln: Reisen, Leben an der Küste und im Freien. Das Produkt war schon immer die Grundlage. In der nächsten Phase geht es darum, die Produkte weiter zu verbessern und der Marke, die dahinter steht, die gleiche Klarheit zu verleihen.


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BLACKRIVER Source hat sich mit Blackriver, einem der größten Namen im Fingerboarding, zusammengesetzt, um über die Entwicklung der Marke von ihren Anfängen in Deutschland hin zu einem weltweiten Publikum sowie über ihren großen Einfluss auf die Fingerboarding-Szene zu sprechen. Bitte erzähle uns etwas über die Entwicklung der Marke im letzten Jahr. Dieses Jahr verlief für Blackriver sehr positiv. Unsere Cyber- und Weihnachtskampagnen sorgten erneut für unsere umsatzstärksten Monate des Jahres, während die Community-Aktivitäten durch „Fast Fingers“, die „Fingerboard Con“ und die vielen Veranstaltungen, die wir international unterstützt haben, weiterhin im Mittelpunkt standen. Außerdem haben wir eine erfolgreiche Verkaufstour in den USA absolviert und ein Vertriebszentrum in Utah eröffnet, um unser US-B2C-Geschäft zu unterstützen. Welches war euer erfolgreichstes Modell und warum? Rampen gehören nach wie vor zu unseren beständigsten Produktgruppen, wobei sich bewährte Produkte wie das „Stairset“ weiterhin als verkaufssichere Klassiker erweisen. Bei den Händlern sind Miniaturversionen bekannter Skateboard-Hindernisse nach wie vor besonders beliebt. Die Produkte „Table“ und „Mini 2“ sind leicht erhältlich. Wann habt ihr mit der Produktion in Deutschland begonnen, und was könnt ihr uns über die Fertigungsstätte erzählen? Es gab keinen bestimmten Zeitpunkt, an dem Blackriver beschlossen hat, mit der Fertigung in Deutschland zu beginnen. Die Produktion ist hier einfach mit dem Unternehmen gewachsen.

Martin hat zunächst zu Hause selbst Obstacles gebaut, und als die Nachfrage stieg, wurde der Betrieb nach und nach zu groß für die Garage. Ein Großteil der Produktionsschritte wird nach wie vor von Hand erledigt. Viele der Mitarbeiter, die unsere Produkte herstellen, sind selbst Fingerboarder, Skater oder stehen in engem Kontakt zur Szene, sodass sie genau verstehen, welche Anforderungen an die Produkte gestellt werden. Was war der Grund für die Entscheidung zur lokalen Fertigung? Durch die lokale Fertigung haben wir eine wesentlich bessere Kontrolle über die Produktqualität und können Entwicklung und Produktion eng miteinander verknüpfen. Flexibilität ist bei der Erprobung oder Entwicklung neuer Produkte von unschätzbarem Wert. Auch Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle. Die lokale Produktion hilft uns, den CO₂Fußabdruck zu verringern, der mit langen internationalen Lieferketten einhergeht. Außerdem können wir so die Region vor Ort unterstützen und faire Löhne sowie Arbeitsbedingungen gewährleisten. Wie geht man am besten auf die Verbraucher ein? Für uns sind Veranstaltungen nach wie vor die wichtigste Verbindung zur Community. Sie ermöglichen es uns, Fahrer direkt zu treffen, zu sehen, wie die Produkte genutzt werden, und sofortiges Feedback zu erhalten. Auch die digitale Kommunikation ist unerlässlich, insbesondere in einem so jungen und schnelllebigen Markt.

Die Herausforderung besteht darin, sich gemeinsam mit der Zielgruppe weiterzuentwickeln, ohne dabei die Identität der Marke aus den Augen zu verlieren. Was sind derzeit die drei wichtigsten Trends auf diesem Markt? Erstens ermöglicht der in den letzten Jahren schnell wachsende Markt es immer mehr Marken, sich zu Unternehmen mit einem breiten Produktsortiment zu entwickeln, anstatt sich nur auf eine einzige Kategorie zu spezialisieren. Zweitens ist ein deutliches Wachstum bei Einsteigerprodukten zu verzeichnen, wodurch Fingerboarding zugänglicher wird und Einzelhändlern mehr Möglichkeiten geboten werden, neue Verbraucher für den Markt zu gewinnen. Drittens gewinnen Kooperationen über den Fingerboard-Bereich hinaus zunehmend an Bedeutung. Partnerschaften mit Namen wie Wu-Tang, Independent, Shark Wheels, Santa Cruz und Girl Skateboards tragen dazu bei, das Fingerboarden enger mit dem Skateboarden, der Musik und dem breiteren Markt für Boardsportarten und Street-Kultur zu verknüpfen. BLACKRIVER-SHOP.COM 55


rhythmlivin.com


H E R R E N - S U R F B E K L E I D U N G S S 27

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HÄNDLERLEITFADEN

TCSS

Weniger ist definitiv mehr, wenn wir auf die Frühjahr/Sommer-Saison 2027 für Herren-Surfbekleidung blicken. Die Branche richtet sich neu aus und wendet sich von einer Ära „überfüllter Lagerbestände“ ab hin zu einer Phase strategischer Zurückhaltung. Das ist jedoch kein Rückzug. Habt Vertrauen. Ein Beitrag von David Bianic

Du hattest es satt, schon seit einigen Saisons übergewichtig zu sein, und hast dich zu einer langen und strengen Diät entschlossen, bis du auf deiner Waage wieder gesunde Werte erreicht hast? Jetzt bist du fit, klar, aber hungrig wie der Teufel? Genau da befinden wir uns gerade in der Surfbekleidungsbranche: Die Überbestände sind endlich abgebaut, und im Zuge dessen ist eine schlankere, hungrigere Einzelhandelslandschaft entstanden. Während Oxbow sich der wirtschaftlichen Realität eines nachlassenden französischen Großhandelsmarktes stellen musste – was vor allem auf die Schwierigkeiten nationaler Konzerne wie Intersport und Sport 2000 zurückzuführen war –, fand das Unternehmen Rettung in einem soliden internationalen Wachstumsschub: „E-Commerce und die Exportmärkte (Spanien, Deutschland, Österreich, Großbritannien, Belgien und Italien) entwickelten sich mit einem Wachstum von 20 % gut, während das Geschäft mit großen französischen Einzelhändlern etwas schleppender verlief. Wir haben die Lagerbestände erfolgreich gesteuert, und unsere höhere Preispositionierung kam gut an“, verrät Manon Jouanine, Produktmanagerin bei Oxbow. Vorsicht ist das Motto unter den Einzelhändlern, wie das Beispiel von Florence Marine X zeigt, dessen Einkäufer, die zunächst eine vorsichtige Erstbestellung aufgaben, mit einer größeren Zweitbestellung zurückkamen, so Hector Caldwell, Brand Manager für Großbritannien und die EU: „Insgesamt wurden Vorbestellungen später und in geringerem Umfang aufgegeben; die Einkäufer hielten weniger Lagerbestände und bestellten stattdessen während der Saison nach, wobei ein spürbarer Druck auf die mittleren Preisklassen durch Rabattaktionen an anderer Stelle auf dem Markt herrschte.“ SS27: SORTIMENTSSTRATEGIEN UND VERTRIEB Für SS27 lautet das vorherrschende Motto „weniger, aber besser“. Die Branche hat erkannt, dass umfangreiche Kollektionen oft zu überfüllten Kleiderständern und verwirrten Kunden führen. Durch die drastische

„Insgesamt wurden Vorbestellungen später und in engeren Zeitabständen aufgegeben; die Einkäufer hielten weniger Lagerbestände vor und bestellten stattdessen während der Saison nach, wobei ein spürbarer Druck auf die mittleren Preisklassen durch Rabattaktionen an anderer Stelle auf dem Markt zu verzeichnen war.“ Hector Caldwell, Florence Marine X Reduzierung der SKU-Anzahl und die Konzentration auf bewährte Bestseller schützen Marken die Margen der Einzelhändler und sorgen für ein breiteres Größensortiment bei den Produkten, die sich tatsächlich verkaufen. Ein gutes Beispiel dafür ist Mistral, nachdem die Marke 2025 ihr Bekleidungssortiment erneuert hat. „Wir werden erfolgreiche Modelle in neuen Farben weiterführen, um Kontinuität zu gewährleisten und den Lagerbestand übersichtlich zu halten, und nur eine begrenzte Anzahl neuer Modelle hinzufügen, von denen einige auf dem Feedback der Einzelhändler basieren“, erklärt Steve West, Berater bei Mistral. Die meisten Marken teilen diese Philosophie, wie beispielsweise Manon Jouanine (Oxbow), die „Konsistenz“ lobt, während sie gleichzeitig betont, dass „die Einführung strategisch entworfener neuer Modelle wichtig ist, um die kommerziellen Anker von morgen zu setzen“. Nachdem Rhythm vom bisherigen Vertriebsmodell abgekommen ist und nun direkt von der globalen Zentrale in Burleigh Heads, Australien, aus geführt wird, öffnet das Unternehmen das Geschäft in der EU und Großbritannien für seine kompletten globalen Kollektionen, einschließlich der „Early Release“-Kapselserien. „Diese ermöglichen es den Einzelhändlern, sich eine kuratierte Auswahl an Indent-Modellen bis zu drei Monate früher als bei der standardmäßigen saisonalen Lieferung zu sichern, was ihnen hilft, auf unmittelbarere Verkaufschancen zu reagieren“, erklärt Jacob Byrne, Global Brand Manager. 57


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SS27: STILGESCHICHTEN In einer Welt voller digitaler Reize fungiert Tradition als Leuchtturm. Für die SS27-Kollektion lässt sich das Storytelling der Marken in zwei unterschiedliche Lager unterteilen: „Modern Utility“, also technische Ausrüstung, und „90er/00er-Nostalgie“, die die bahnbrechenden Jahre der Surfkultur zelebriert. Die Verbraucher kaufen nicht nur Kleidung, sie kaufen Geschichten, die für Authentizität stehen. Ob es nun die robuste, an der North Shore bewährte Widerstandsfähigkeit von Florence Marine X ist oder die Philosophie von Oxbow „Echoes of Icons, Made Now“ – das Archiv ist der ultimative Kompass für das Design. Für Oxbow bedeutet dies eine „Tribute“-Kollektion, deren Herzstück das „Cuadro“-T-Shirt ist – ein kurzärmeliges Shirt aus 100 % BioBaumwolle, das „Indie-Streetwear neu definiert, indem es ein ikonisches Traditionsmotiv mit kühnen, industriellen Grafiken verbindet“. TCSS setzt mit zwei Kapselkollektionen aus den 2000er-Jahren – „Metal“ und „Sphere“ – noch stärker auf die Y2K-Nostalgie. „Das sind sehr trendorientierte Capsule Collections mit einem ‚Critical Slide‘-Ansatz. Wir sind jedoch unserer MarkenDNA für diese Saison treu geblieben und bieten Shorts mit elastischem Bund sowie bedruckte Hemden an“, fügt Gründer Sam Coombes hinzu.

„Vor allem Männer schätzen eher etwas, das schon ein wenig getragen aussieht, statt etwas, das noch ganz neu aus der Verpackung kommt.“ Sam Coombes, TCSS

SS27 MATERIALIEN: HOCHWERTIGE UND HAPTISCH ANSPRECHENDE STOFFE Das Haptik-Erlebnis ist das neue entscheidende Kriterium für den Absatz im Einzelhandel. Wenn ein Kunde ein Kleidungsstück vom Kleiderständer nimmt, rechtfertigt oft das „butterweiche“ Gefühl oder das robuste Gewicht des Stoffes den höheren Preis. Weich und kuschelig – so lässt sich das Tragegefühl bei Mistral beschreiben, wo weiche, besonders haptisch ansprechende Stoffe wie Baumwolljersey, Leinen und Frottee zum Einsatz kommen. „Hemden und Pullover aus Frottee eignen sich hervorragend als praktische Strand- und Urlaubskleidung“, sagt Steve West. Sam Coombes von TCSS merkt an: „Vor allem Männer schätzen Kleidung, die schon ein wenig getragen aussieht, statt frisch aus der Verpackung zu kommen.“ Etwas anders verhält es sich bei Florence Marine X: Dort wird die Materialauswahl von einem technischen, zweckorientierten Ansatz bestimmt. „Wir stützen uns auf zwei Plattformen: Cordura® aus recyceltem Material für alles, was Abrieb, Salz oder einer Boardkante ausgesetzt ist – Shorts, Hosen, Funktionsjacken und Shells. Und Airtex®, unsere eigene Konstruktion für Luftzirkulation und Wasserabtransport, die dafür sorgt, dass ein Hemd oder eine Shorts atmungsaktiv ist, schnell trocknet und kein Wasser aufnimmt“, fasst Hector Caldwel zusammen. Jetty kombiniert synthetische und natürliche Fasern für ein schickes und zugleich technisches Ergebnis, wie bei ihrem kurzärmeligen Hemd „Garwood Woven“ zu sehen ist: „Ein klassisch geschnittenes, luftiges Webhemd aus einer Mischung aus Repreve™, Polyester und Baumwolle für ein weiches,

„Da das EU- und das britische Geschäft wieder der globalen Markenausrichtung von Rhythm folgen, wird der Markt nun Zugang zu unseren kompletten globalen Kollektionen haben.“ Jacob Byrne, Rhythm baumwollähnliches Tragegefühl mit echtem Stretch. Die atmungsaktive Konstruktion sorgt für Tragekomfort vom Strand bis zur Bar“. Selbstverständlich wird bei der Materialbeschaffung markenübergreifend auf Nachhaltigkeit geachtet, wobei Oxbow einen „neuen Meilenstein“ erreicht hat: 70 % aller Modelle (über alle Geschlechter und Produktkategorien hinweg) werden nun aus umweltverträglichen Materialien gefertigt. SS27: FARBPALETTE Bei der Farbstrategie für SS27 geht es um Margensicherung: Sie basiert auf organischen Farbtönen, die nicht aus der Mode kommen, wird jedoch durch frische Neuzugänge ergänzt, um die Verkaufsfläche lebendig zu halten. Florence Marine X ging kein Risiko ein und setzte auf eine Farbpalette, die sich an Marine- und Rettungsausrüstung orientiert – „anstatt an einer Trendprognose –, und das hat einen echten kommerziellen Vorteil: Nichts darin kommt aus der Mode, sodass Überhänge gut verwertbar sind und die Geschäfte keine unverkäuflichen Farben übernehmen müssen“. Das ist unschlagbar. Auch Mistral setzte auf einen zurückhaltenden Look, da Drucke und Stickereien größtenteils ton-in-ton gehalten sind, „ohne starken Kontrast, um subtil zu bleiben“.

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FLORENCE MARINE X

Interessanterweise weicht Jettys Geschichte von der Kalifornien/ Hawaii/Australien-Trilogie ab, da die Wurzeln der Marke in der Surf- und Angeltradition der Ostküste, genauer gesagt in New Jersey, liegen. Visuell wird dies durch handgezeichnete Logos und Typografie, Meeres- und Angelmotive sowie einen „Americana-Faden“ vermittelt, „der gut zu den europäischen Kunden passt, die den Resort- und Küsten-Lifestyle schätzen“. Und ob man sie nun liebt oder hasst: Poloshirts sind in der Surfbekleidung für Männer nach wie vor angesagt. Mistral präsentiert mit dem „Duke Polo Sweater“ ein strapazierfähiges Sweatshirt mit Kragen aus robuster Baumwolle – eine naheliegende Wahl für eine Marke, deren Wurzeln tief in der Segelszene liegen. Auch bei Rhythm stehen Kragen im Mittelpunkt, etwa bei einigen lang- und kurzärmeligen Rugby-Poloshirts.

Während Rhythm weiterhin auf erdige Farben, organische Muster und von der Natur inspirierte Kunstwerke setzt, werden für die Sommersaison SS27 hellere und sonnengebleichte Töne eingeführt. Oxbow prägte seine SS27-Ästhetik durch zwei Geschichten, die keiner weiteren Erklärung bedürfen: „Simple Harmony“ (organische Farbpalette aus sanften, von der Erde inspirierten Tönen) und „Beautiful Disorder“ (dynamische, kontrastreiche Farbtöne, gepaart mit auffälligen AlloverMotiven). Wer einen etwas frecheren Stil sucht, sollte sich das Cosmo Shirt von TCSS ansehen, „eine australische Interpretation des klassischen LobsterShirts, das Kramer in Seinfeld trug“. Nicht gerade eine typische Surf-Ikone! EINE HELFENDE HAND FÜR DEN EINZELHANDEL Für die Saison SS27 investieren Marken eher in den stationären Handel als nur in den digitalen Feed. Das beginnt mit einer Strategie der begrenzten Distribution, die Preiskriege verhindern soll, wie Hector Caldwell (Florence Marine X) erklärt: „Ein Geschäft, das sich nicht mit dem Laden um die Ecke einen Preiskampf liefert, ist ein Geschäft, das die Marke richtig verkaufen kann – mit voller Marge – und eine treue Kundschaft aufbaut.“ Unterdessen steht bei Oxbow die Stärkung der Mitarbeiter auf der Tagesordnung. Das Unternehmen stellt einen detaillierten und zunehmend umfassenden Tradebook zur Verfügung, der es Einzelhändlern ermöglicht, das Markenerbe und die saisonalen Geschichten der Marke zu verstehen und gleichzeitig Schlüsselprodukte zu identifizieren, die durch Marketing- und Kommunikationskampagnen unterstützt werden. Wenn überhaupt, dann haben Surfbekleidungsmarken ihre SS27-Kollektionen speziell auf eine sichere Reise zugeschnitten, um sicherzustellen, HIGHLIGHTS dass die Einzelhändler reibungslos 1 „Weniger, aber besser“ – durch die kommende Saison segeln. Die hohe See wird warten. Sortimentsumfang

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2 Ton-in-Ton- und Y2K-Farbtöne weiterhin beliebt 3 Stoffe mit angenehmer Haptik 4 Styles vom Strand bis zur Bar


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EFOIL SS27

Das eFoiling hat die Phase der Early Adopters hinter sich gelassen, und die Marken bieten nun die richtigen Produkte zur Erweiterung der Kundenbasis an. Von Rocio Enriquez. „Die Glide Wing-Serie wurde entwickelt, um Fahrern je nach Fahrstil und Leistungsniveau mehr Auswahl zu bieten“, sagt CEO Alexander Bachev. Sie ist reisefreundlich, für den Verleih geeignet und bietet Aufrüstungsmöglichkeiten. Lift präsentiert das „Lift5“ für erstklassiges elektrisches Cruisen und das „LiftX“ für Foilen mit und ohne Antrieb. Manta Foils stellt das „TakeOff Evo“ vor, ein komplettes Hybrid-Set aus Board und integriertem Mast, das reisefreundlich ist und Akkuoptionen von 200 Wh bis zu 1.300 Wh bietet – alles bei einem Gewicht von unter 20 kg. Awake entwickelt das neue Racing-Board „Vinga“, ein aggressives Hochgeschwindigkeits-Design, das sich noch im Prototypenstadium befindet. Waydoo stellt zudem ein 65-Liter-Setup mit Rennfokus für erfahrene Fahrer vor, die auf Geschwindigkeit aus sind. Foil Drive verfeinert sein bereits starkes Sortiment kontinuierlich mit Innovationen. Modularität ist der Schlüssel. Austauschbare Akkus, Masten oder Wings ermöglichen Aufrüstungsmöglichkeiten.

FOIL DRIVE

Einige neue Designs richten sich an Einsteiger. Manta Foils kündigt die Markteinführung des „Voyager“ an, eines leicht zugänglichen und stabilen eFoil für Familien, Schulen und Resorts, das für heißes Klima geeignet ist. Waydoo geht über traditionelle Formate hinaus. „Wir haben eine neue aufblasbare 200-Liter-Plattform im Scooter-Stil entwickelt, um elektronische Wassersportarten einem breiteren Publikum zugänglich zu machen“, sagt Geschäftsführer Jochem Koning. Das Angebot von Lift für dieses Segment ist das Lift5 F.

Der eFoil-Markt hat seine anfängliche „Spielzeug“-Phase hinter sich gelassen und ist nun in eine Phase der dauerhaften, regelmäßigen Nutzung übergegangen. Gleichzeitig hat sich die Kundschaft über die Kernzielgruppe der Enthusiasten hinaus erweitert. Es gibt eine wachsende Nachfrage von Familien, Anfängern und erlebnisorientierten Käufern. 2025 war ein Jahr der Weiterentwicklung für diese Kategorie. Ausrüstung der neuen Generation wird leichter und besser integriert sein. Die Forschung und Entwicklung konzentriert sich zunehmend auf Akkus. Sie werden leichter, leistungsstärker und austauschbar. „Konfigurationen unter 20 kg mit einer Laufzeit von über einer Stunde sind dank besserer Batteriedichte und effizienterer Motoren nun realistisch“, so Manta Foils. Modulare Batterien ermöglichen es dem Fahrer, die Laufzeit an die Anforderungen der jeweiligen Session anzupassen. Die Integration entwickelt sich zum Branchenstandard. Einige Lösungen reichen bis zur markenübergreifenden Kompatibilität, wie beispielsweise offene Rümpfe, die mit Foils anderer Marken kompatibel sind. SiFly erwähnt den zunehmenden Einsatz von Softwarefunktionen wie Geofencing, Fahrmodi, Sicherheitssystemen oder Fahrdaten. Personalisierung und Hybridisierung sind entscheidend. Modulare und vielseitig einsetzbare Setups ersetzen Einzweckgeräte. „Schnellbefestigungssysteme, mit denen sich die eFoil-Module zusammenstecken lassen, werden zum Muss“, sagt Florian Garbaccio von Awake. Hybride Setups bieten die Möglichkeit, entweder als vollwertiges eFoil oder mit unterstützten Starts zu fahren. Kritischere Käufer blicken über das neueste Produkt hinaus und fordern Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kundendienst. Personalisierte und erschwingliche Ausrüstungen bieten Anfängern und Lifestyle-Fans bessere Upgrade-Möglichkeiten, um ihre Fortschritte zu unterstützen. Was die Materialien angeht, dominiert Carbon, aber es ist nicht die einzige Option. „Carbon-Konstruktionen bedienen das Premium-Leistungssegment, während Glasfaser-Boards und Aluminiummasten einen weiteren Einstieg in den Sport bieten“, erklärt Antti Koskinen von Lift Foils.

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EFOILS 2027 Insgesamt liegt der Schwerpunkt des Angebots für den kommenden Sommer auf Produkten, die mit dem Fahrer mitwachsen. Flexibilität für alle Fahrerstufen wird durch neue Wing-Serien und Hybrid-/IntegrationsKits gewährleistet. Awake präsentiert die „Cloud Wings“ für Vielseitigkeit, Präzision und Komfort im Alltag. SiFly stellt die „Glide“-Wing-Serie vor.

Vielseitigkeit und Mehrzwecknutzen dürften das Wachstum vorantreiben. Zu den erwarteten Bestsellern im Sommer 2027 zählen der Vinga Carve LR mit Cloud Wings von Awake, der Fusion von Foil Drive, der Lift5 und der LiftX von Lift Foils, der TakeOff Evo von Manta Foils, die Rider-Reihe von SiFly sowie die Evo-Reihe von Waydoo. NACHHALTIGKEIT eFoiling hat einen inhärenten Nachhaltigkeitswert: Der Elektroantrieb ist emissionsfrei. Dennoch gibt es nach wie vor wichtige Fragen hinsichtlich der Langlebigkeit der Produkte und der Entsorgung der Batterien am Ende ihrer Lebensdauer. Es ist hilfreich, Produkte langlebig und reparierbar zu gestalten. Modularität schafft einen Mehrwert, da sie es dem Nutzer ermöglicht, nur das beschädigte Teil zu ersetzen und nicht die gesamte Ausrüstung. „Wir legen großen Wert auf Modularität, Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit, damit unsere Produkte noch viele Jahre auf dem Wasser bleiben“, sagt Caitlyn Francis von Foil Drive. Batterien und andere elektronische Komponenten haben nach wie vor einen ökologischen Fußabdruck und müssen am Ende ihres Lebenszyklus nachhaltig entsorgt werden. Lift und Manta Foils schicken ihre Lithium-Akkus an spezialisierte Recycling- und Entsorgungsanlagen. Manta hat sogar Netzwerke identifiziert, die den Zellen in E-Bikes und E-Skateboards ein zweites Leben ermöglichen. HÄNDLERUNTERSTÜTZUNG Die Händlerunterstützung stützt sich in hohem Maße auf Schulungen und Vorführveranstaltungen. Je mehr ein Händler über das Produkt weiß, desto besser kann er seine Kundschaft ansprechen. Das Ziel ist, dass der Händler den Fahrern dabei helfen kann, verschiedene Konfigurationen zu testen und die für sie passende Ausrüstung zu finden. Auch die Infrastruktur zur Unterstützung des Verkaufs ist wichtig. Dies reicht vom technischen Support bis zur Abwicklung von Gewährleistungsansprüchen. Angesichts der zunehmenden Fokussierung auf Modularität ist auch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen von entscheidender Bedeutung. Alle befragten Marken bieten den Händlern diese Formen der Unterstützung an. Angesichts des wachsenden Interesses am E-Foiling, dem durch vielseitigere und zunehmend erschwinglichere Produkte Rechnung getragen wird, ist der Markt auf Wachstumskurs. Mit der richtigen Unterstützung werden die Händler in der Lage sein, neue HIGHLIGHTS Fahrer zu langfristigen Kunden zu machen. 1 Leichtere und modularere Konfigurationen Weitere Details zu den Previews der Brands in dieser Kategorie findet ihr auf unserer Webseite. B OA R D S P O R T S O U R C E .C O M

2 Ein Produkt, das mit dem Fahrer mitwächst 3 Zugänglichkeit und Langlebigkeit als zentrale Designrichtlinien


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01 / S U N B U M S I G N AT U R E S P F 3 0 MINERAL LIP BALM Vergiss deine Lippen nicht! Die Sonne vergisst sie jedenfalls nicht. Der Lippenpflegestift von Sun Bum mit 100 % nanofreiem Zinkoxid verschmilzt mit der Haut und bietet gleichzeitig langanhaltenden Breitbandschutz mit LSF 30. Er lässt sich angenehm auftragen und verläuft nicht in den Mund. Für alle Outdoor-Abenteuer solltest du immer einen in jeder Tasche dabei haben. SUNBUM.COM

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02 / PA C S A F E® G O 15L A N T I - D I E B S TA H L- R U C K S A C K Das wird dein neuer Lieblingsbegleiter für den Alltag: Der kompakte, diebstahlsichere GO-Rucksack vereint elegantes Design mit intelligenter Sicherheit. Mit Platz für einen 13-Zoll-Laptop, versteckten Fächern, schnittfesten Materialien, abschließbaren Reißverschlüssen und einem RFIDblockierenden Fach. Hergestellt aus rPET, was 21 recycelten Plastikflaschen entspricht, mit 100 % PFC-freier Wasserabweisung. In verschiedenen Farben erhältlich. PACSAFE.COM 03 / N I K WA X W E T S U I T R E FR E S H Mit Nikwax Wetsuit Refresh lassen sich Gerüche beseitigen und dein Neoprenanzug bleibt frisch. Dieser leistungsstarke, nichtbiologische Reiniger und gleichzeitig Pflegemittel wurde speziell für Neoprenanzüge und Neoprenausrüstung entwickelt. Er entfernt Salz, Chlor und organische Rückstände, die sich im Laufe der Zeit ansammeln können, und hilft so, unangenehme Gerüche zu beseitigen, während das Neopren weich, geschmeidig und angenehm zu tragen bleibt. Frei von Bioziden, Enzymen und biologischen Wirkstoffen NIKWAX.COM

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0 4 / B O A H 5 P L AT F O R M Die H5-Dial-Platfom ist die SnowboardLösung der nächsten Generation von BOA® und wurde entwickelt, um eine präzisere und individuell anpassbare Passform zu bieten. Zum ersten Mal im Snowboard-Sport können Fahrer die Passform in beide Richtungen mikroverstellbar verändern und die Spannung beim Fahren spontan anziehen oder lockern, ohne sie vollständig zu lösen. Die Plattform verfügt zudem über eine symmetrische Benutzeroberfläche, die unabhängig von der Position des Drehknopfs ein einheitliches Anzieh- und Lockerungserlebnis bietet. Dadurch können Fahrer ihre Leistung schneller und intuitiver als je zuvor optimieren. BOATECHNOLOGY.COM 0 5 / S U N B U M S I G N AT U R E S P F 3 0 MINER AL FACE STICK Der Sun Bum Stick mit Nano-freiem Zinkoxid verschmilzt mit der Haut und bietet gleichzeitig langanhaltenden Breitbandschutz mit LSF 30. Angenehm auf der Haut, im Taschenformat und bereit für jedes OutdoorAbenteuer. SUNBUM.COM 62

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BOA Source sprach mit BOA® über das Wachstum der Marke – von ihren Anfängen im Snowboard-Sport bis hin zu einer globalen Plattform für leistungsorientierte Schnürsysteme, die in den Bereichen Schneesport, Radsport, Trailrunning, Golf, Outdoor-Schuhe, Arbeitskleidung und funktionelle Stützbandagen zum Einsatz kommt. Die Entwicklung von BOA® macht die Marke zu einem herausragenden Akteur auf dem Sportbekleidungsmarkt, gerade jetzt, wo sie ihre neue Technologie auf den Markt bringt und ihr 25-jähriges Jubiläum feiert. Kannst du uns bitte einen kurzen Überblick über die Geschichte der Marke seit ihrer Gründung geben? BOA® wurde 2001 in den Rocky Mountains in Colorado mit einem einfachen Ziel gegründet: die Passform und Leistung von Snowboardschuhen zu verbessern. Der erste Snowboardschuh mit BOA®Technologie bot eine bahnbrechende Alternative zu herkömmlichen Schnürsenkeln und ermöglichte den Fahrern eine präzisere und gleichmäßigere Passform. Was als snowboardspezifische Innovation begann, fand schnell branchenweit Anklang und etablierte BOA® als Pionier für leistungsorientierte Passformlösungen. In den vergangenen 25 Jahren hat das Unternehmen die Grenzen der Passform durch Feedback von Sportlern, biomechanische Forschung und die enge Zusammenarbeit mit vielen der weltweit führenden Snowboardmarken immer weiter vorangetrieben. Am besten lässt sich dies mit den Worten von Zoi Sadowski-Synnott beschreiben: „Es gibt nichts Schöneres, als nach einer Vielzahl befriedigender Klicks und Verriegelungen meines BOA-Systems für den ganzen Tag fest im Schuh zu sitzen.“ Und wie sehen die aktuellen Zahlen zur Marke aus? Bis heute hat BOA® Millionen von Sportlern und Arbeitern in mehr als 80 Ländern dabei geholfen, ihre Ausrüstung optimal anzupassen. Wir sind weltweit mit Niederlassungen in Nordamerika, Europa und Asien vertreten, um so eng wie möglich mit unseren Partnern zusammenzuarbeiten. BOA® investiert nach wie vor stark in Innovation und Forschung zur kontinuierlichen Verbesserung der Verbindung zwischen Sportler und Ausrüstung. Insbesondere im Snowboardbereich hat sich das BOA® Fit System zu einer der branchenweit am häufigsten eingesetzten Passformtechnologien entwickelt.

Wie werdet ihr euer 25-jähriges Jubiläum feiern? Bei unserem 25-jährigen Jubiläum geht es weniger darum, zurückzublicken, als vielmehr darum, nach vorne zu schauen. Wir feiern diesen Meilenstein mit einer der bedeutendsten Snowboard-Innovationen unserer Geschichte: der Einführung des neuen H5-Drehverschlusssystems und der Erweiterung der BOA® PerformFit™ Wrap-Lösungen. Vor allem aber geht es bei diesem Jubiläum darum, der SnowboardCommunity zu danken, die dazu beigetragen hat, BOA® zu dem zu machen, was es heute ist. Die Athleten, Markenpartner, Produktteams und leidenschaftlichen Rider, die an die Idee einer besseren Passform geglaubt haben, haben uns kontinuierlich dazu angespornt, innovativ zu sein und uns weiterzuentwickeln. Das H5-System spiegelt dieses gemeinsame Engagement für Innovation wider und markiert ein spannendes neues Kapitel in der Geschichte von BOA®. Bitte erzähle uns etwas über das neue H5-System. Das H5-System ist die Snowboard-Lösung der nächsten Generation von BOA® und wurde entwickelt, um eine präzisere und individuell anpassbare Passform zu bieten. Zum ersten Mal im Snowboard-Sport können Fahrer in beide Richtungen feinste Anpassungen vornehmen und die Passform während der Fahrt festziehen oder lockern, ohne die Spannung vollständig zu lösen. Das System verfügt außerdem über eine symmetrische Benutzeroberfläche, die unabhängig von der Position des Drehknopfs ein einheitliches Erlebnis beim Festziehen und Lösen bietet. Dadurch können Fahrer ihre Leistung schneller und intuitiver als je zuvor optimieren. Wie wurde das H5-System aufgenommen, und wer sind die ersten Kunden im SnowboardBereich? Die Resonanz sowohl von Athleten als auch von Markenpartnern war äußerst positiv. Fahrer erkennen sofort den Wert der multidirektionalen Verstellung und die Möglichkeit, präzise Anpassungen vorzunehmen, ohne eine Abfahrt unterbrechen zu müssen. Der Olympiasieger Sage Kotsenburg bezeichnete H5 als „die Zukunft der Snowboard-Boot-Technologie“ und hob dabei den Einfluss der multidirektionalen Verstellung auf die präzise Passform hervor. Was genau ist ein BOA® PerformFit™ Wrap? BOA® PerformFit™ Wrap ist ein fortschrittliches Boot-Konstruktionsverfahren, bei dem unabhängige Wrap-Panels verwendet werden, um Fuß, Knöchel und Unterschenkel gleichmäßig zu umschließen. Das Ergebnis sind eine verbesserte Fersenfixierung, eine optimierte Verbindung zur Zwischensohle und eine gleichmäßigere Druckverteilung im gesamten Boot. Untersuchungen des BOA® Human

Performance Fit Lab zeigen, dass PerformFit™ Wrap-Lösungen im Vergleich zu herkömmlichen Schnürungen bei Snowboardstiefeln eine um bis zu 4,5 % verbesserte Kraftübertragung sowie eine um bis zu 9 % verbesserte Stabilität und Kontrolle bieten können. In der Praxis bedeutet dies eine schnellere Energieübertragung, ein präziseres Kantenverhalten und mehr Sicherheit für den Fahrer in unterschiedlichem Gelände und bei verschiedenen Fahrstilen. Das Ergebnis ist ein unvergleichliches Boardgefühl, mit dem sich jeder Berg bezwingen lässt. Wie sieht der Markt für Snowboard-Boots aus, gibt es wichtige Trends, die du beobachtest? Wir verzeichnen weiterhin eine starke Nachfrage nach leistungsorientierten Produkten. Rider erwarten zunehmend eine präzise Anpassung der Passform, zonenspezifische Einstellmöglichkeiten und Lösungen, die die Leistung steigern. Ein weiterer wichtiger Trend ist die Entwicklung hin zu fortschrittlicheren Boot-Konstruktionen – von spritzgegossenen Zungen bis hin zu neu gestalteten Außenschalen –, die die Verbindung zwischen Rider und Board, die Stabilität und die Kontrolle verbessern. Wo siehst du das größte Wachstumspotenzial für die Marke? Die größte Chance liegt darin, die Leistung durch Innovationen im Bereich der Passform weiter zu steigern. Technologien wie H5 und BOA® PerformFit™ Wrap ermöglichen es Marken, die Konstruktion von Snowboard-Boots neu zu überdenken und messbare Leistungsvorteile für die Fahrer zu erzielen. Letztendlich bleibt unser Fokus derselbe wie vor 25 Jahren: die Zusammenarbeit mit Markenpartnern, um die beste Ausrüstung noch besser zu machen. BOAFIT.COM 63


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Der Sommer 2026 begann vor einem wirtschaftlichen und internationalen Hintergrund, der von Unsicherheit geprägt war. Die geopolitischen Spannungen halten an und wirken sich auf die Energiepreise, den Transportsektor und die Betriebskosten der Unternehmen aus. In Frankreich sank das BIP im ersten Quartal um 0,1 %, bevor es sich im zweiten Quartal um 0,2 % erholte – ein positiver Trend, der jedoch nicht ausreicht, um auf eine echte Erholung der Konsumausgaben hinzuweisen.

Auch die Inflation gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Sie erreichte im Juli im Vergleich zum Vorjahr 2,1 %, wobei die Energiepreise besonders stark anstiegen. Erdölprodukte verteuerten sich und trieben damit die Kraftstoffpreise in die Höhe. Dies spielt im Sommer eine Rolle, wenn Autofahrten nach wie vor unverzichtbar sind, um die französischen Küsten und Reiseziele zu erreichen. Der französische Tourismus zeigt sich jedoch weiterhin widerstandsfähig. Die Franzosen fahren nach wie vor in den Urlaub, müssen dabei jedoch größere Abstriche bei ihrem Budget machen: kürzere Aufenthalte, erschwingliche Reiseziele und zurückhaltendere Ausgaben. Auch internationale Besucher sind weiterhin präsent, sodass viele Tourismusregionen ein hohes Aktivitätsniveau aufrechterhalten können. Der Sommer 2026 war dennoch von mehreren bedeutenden klimabedingten Ereignissen geprägt. Extreme Hitze beeinträchtigte bestimmte Aktivitäten, während Waldbrände mehrere Tourismusgebiete stark in Mitleidenschaft zogen. In der Gironde führten die Brände im Juli zu groß angelegten Evakuierungen und einem plötzlichen Rückgang der Besucherzahlen in einigen Gebieten. Mehrere Tourismusfachleute verzeichneten Stornierungen oder Zielortwechsel, was direkte Auswirkungen auf lokale Unternehmen hatte. Trotz dieses turbulenten Umfelds behält der französische Surfmarkt eine gewisse Dynamik bei. Die drei Interviews zeigen ein regional sehr unterschiedliches Saisonbild. Wetter, Besucherzahlen, Wassertemperatur und Wellenbedingungen bestimmen zunehmend die Geschäftsentwicklung der Shops. In Arcachon, in Le Moulleau, beschreibt Mathieu Desaphie, Geschäftsführer von Sen No Sen, eine Saison, die zwar mehr Aufwand erforderte, in der die Ziele aber letztendlich erreicht wurden. „Zwischen den Hitzewellen und den Bränden im Juli war es nicht einfach. Seltsamerweise erreichen wir unsere Zahlen, aber es erfordert etwas mehr Aufwand“, erklärt er. Das Geschäft war von den Waldbränden in der Gironde betroffen. „In der Woche der Brände haben wir einen völligen Einbruch erlebt. Die Touristen reisten ab, der Zugverkehr wurde eingestellt, einige Straßen waren gesperrt, und die Aufforderung des Präfekten der Gironde, die Ferien in der Region in diesem Sommer abzusagen, war wirklich hart.“ Desaphie hebt dennoch den außergewöhnlichen Einsatz der lokalen Unternehmen hervor und ist dankbar, dass rund um das Geschäft keine Schäden zu verzeichnen waren. Das heiße Wetter bestimmte den Absatz. Bademode, Flip-Flops, Mützen, Sonnenbrillen und T-Shirts verkauften sich am besten, während schwerere Artikel, Schuhe und Regenjacken Schwierigkeiten hatten. Auch Neopren bleibt eine Herausforderung, beeinträchtigt durch besonders warmes Wasser, fehlende Wellen und ständige Online-Sonderangebote. „Das Fehlen von Wellen ist nicht gerade hilfreich“, bemerkt der Geschäftsführer, obwohl er eine deutliche Belebung im Premium-Segment und bei den maßgefertigten Sen No Sen-Neoprenanzügen beobachtet hat. Das Geschäft hat zudem beschlossen, den Verkauf von Schuhen und Skateboards einzustellen. „Die Margen sind zu gering, wenn man den Lagerbestand, das Verbraucherverhalten und die Marken berücksichtigt, die zu starke Rabatte gewähren. Das lohnt sich nicht.“ Im Gegensatz dazu bleibt die hauseigene Bekleidungslinie des Geschäfts stark, während mehrere neue Marken das Angebot erweitern. Für Mathieu Desaphie bleibt jedoch das Verbraucherverhalten die größte Herausforderung: „Sie haben online Zugang zu jeder Marke, oft zu einem niedrigeren Preis als in den Geschäften, daher muss man sein Angebot differenzieren.“ Für Sen No Sen liegt dieser Unterschied im Service, in der Beratung und im Gesamterlebnis: „Ihr Besuch bei uns ist Teil ihres Erlebnisses, während sie hier sind.“ Weiter südlich, in Moliets-et-Maa in den Landes, berichtet auch Hervé Cancouet, Leiter des Maa Surf Shop and School, von einer ungewöhnlichen Saison. „Es ist ganz anders als in den vergangenen Jahren – im Juli waren weniger Leute da als sonst, aber der August sieht vielversprechend aus.“ Mit seinen Saisonkräften und Surflehrern ist das Unternehmen besonders stark von den Touristenzahlen und den Surfbedingungen abhängig. Die Waldbrände haben den Lauf der Dinge gestört, „da einige Urlauber ihr Reiseziel geändert haben“, erklärt Hervé. Andere taten das Gegenteil und zogen von weiter nördlich gelegenen Reisezielen nach Moliets. 64

Auch eine sinkende Kaufkraft macht sich bemerkbar. „Wir haben einen Rückgang unseres durchschnittlichen Warenkorbwerts festgestellt.“ Die Verbraucher genießen ihren Urlaub zwar weiterhin, achten aber genauer auf ihre Ausgaben. Das heiße Wetter kam Rashguards, Mützen und Sonnenschutz zugute, während die Surfschule einen Anstieg bei der Ausrüstungsvermietung verzeichnete. Die Neoprenverkäufe gingen jedoch aufgrund des außergewöhnlich heißen Sommers zurück. Die langjährige Ausrichtung des Geschäfts auf Rip Curl und Billabong bleibt ein Vorteil. Für Hervé ist das Geschäft ein Tor zur Welt des Surfens: „Wenn unsere Kunden durch unsere Türen kommen, suchen sie nach einem echten Eintauchen in die Surfwelt.“ Der Laden ist mehr als nur eine Verkaufsstelle, er wird zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs innerhalb der lokalen Gemeinschaft. In der Bretagne, in Guidel-Plages, sind die Aussichten positiver. Anthony Uhel, Geschäftsführer von Karriguel, vermeldet ein Umsatzwachstum von etwa 15 % im Vergleich zu 2025. „Es herrschte mehr Betrieb, insbesondere Anfang Juli, dank des sehr guten Wetters“, erklärt er. Die Bretagne könnte zudem indirekt profitiert haben, da einige Urlauber ihre Reisen in diese Region verlegt haben. Auch hier bestimmte das Wetter den Absatz. Sonnenbrillen, Skimboards, FlipFlops, Bademode, Mützen und Hüte waren sehr gefragt. Karriguel stockte sogar seinen Skimboard-Bestand auf, während Sonnenschutzprodukte zeitweise knapp waren. Umgekehrt litten Neoprenanzüge und Surfausrüstung seit Mai unter den hohen Wassertemperaturen und dem Mangel an Wellen. Der Shop konzentriert sich besonders auf Ocean & Earth, dessen Mützen und Rashguards gut für diese sich ändernden Sommerbedingungen geeignet sind. Anthony beobachtet eine Veränderung im Kundenverhalten: „Es gibt nur sehr wenige Spontankäufe, selbst bei relativ preiswerten Produkten. Die Kunden überlegen es sich, vergleichen Preise und kommen später wieder.“ Beratung bleibt daher entscheidend für Kunden, die auf der Suche nach der richtigen Ausrüstung sind. Zusammen liefern diese drei Berichte ein repräsentatives Bild des französischen Surfmarktes im Sommer 2026. Geschäfte in wichtigen Tourismusregionen haben die Auswirkungen von Waldbränden und Extremwetter gespürt, doch die Nachfrage ist nicht verschwunden. Sie hat sich verschoben und an die Bedingungen angepasst. Das Wetter ist einer der wichtigsten Faktoren der Saison. Ein heißer Sommer sorgt sofort für einen Anstieg bei Bademode, Sonnenbrillen, Flip-Flops, Mützen und Sonnenschutzprodukten, während die Nachfrage nach Neopren und technischer Ausrüstung automatisch zurückgeht, wenn die Wellen ausbleiben. Eine weitere gemeinsame Erkenntnis ist, dass der stationäre Handel seinen Mehrwert unter Beweis stellen muss. Angesichts von Verbrauchern, die Preise und Marken bereits kennen, bevor sie überhaupt ein Geschäft betreten, reicht das Produkt allein nicht mehr aus. Beratung, Kundenservice, Fachwissen und Erfahrung sind zu den eigentlichen Verkaufsargumenten unabhängiger Geschäfte geworden. Der Sommer 2026 war daher eine Saison der Anpassung. Zwischen Waldbränden, Hitzewellen, Budgetkompromissen und Änderungen der Reiseziele mussten die Fachleute in einem volatilen Umfeld agieren. Doch die drei Berichte zeigen auch deren Anpassungsfähigkeit: Anpassung der Sortimente, Ausbau des Sonnenschutzangebots, Entwicklung von Lifestyle-Produkten und die Ausrichtung auf hochwertigere technische Produkte. Trotz dieser Kontroversen ist das Gesamtbild keineswegs negativ. Günstige Wetterbedingungen in vielen Teilen Frankreichs haben dazu beigetragen, die echte Sommerdynamik aufrechtzuerhalten. In der Bretagne verzeichnet Karriguel sogar ein zweistelliges Wachstum, während Sen No Sen es geschafft hat, seine Zahlen trotz eines besonders schwierigen Umfelds zu halten. In Moliets geben auch die Aktivitäten der Surfschule und der Ausrüstungsverleih Anlass zur Zuversicht. Das Saisonende könnte angenehme Überraschungen mit sich bringen. Ein starker Spätsommer, günstige Temperaturen und bis in den September hinein anhaltende touristische Aktivitäten könnten es den Geschäften ermöglichen, ihre Ergebnisse zu verbessern. Die Zeit des Schulbeginns wird dann ein neues Kapitel aufschlagen, geprägt von der Erneuerung der Ausrüstung und der Vorbereitung auf die nächsten Kollektionen. Der französische Surfmarkt bleibt somit seiner DNA treu: Er ist in der Lage, schwierige Zeiten zu überstehen, sich aber auch wieder zu erholen, sobald die Bedingungen erneut günstig werden. Die Fachleute blicken dem Saisonende mit Vorsicht entgegen, hegen aber auch Hoffnungen auf einen starken Spätsommer und einen dynamischen Start in die neue Saison. BENOIT BRECQ


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Deutschland: Der Konsument ist nicht verschwunden – er ist selektiver geworden

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Der deutsche Einzelhandel und damit auch der Boardsportmarkt gehen mit einem weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld in die Herbst- und Wintersaison 2026. Die Inflation ist zuletzt wieder gestiegen und lag im August 2026 bei 2,9 Prozent. Gleichzeitig lagen die Energiepreise 10,5 Prozent über dem Vorjahresniveau, während die Kraftstoffpreise sogar um 27,7 Prozent gestiegen sind. Auf der anderen Seite sind die Reallöhne im zweiten Quartal um 1,5 Prozent gestiegen. Die Kaufkraft ist also nicht komplett verschwunden – das größere Problem für den Handel ist die weiterhin vorsichtige Konsumstimmung. Diese Entwicklung ist auch im deutschen Boardsport-Einzelhandel deutlich zu spüren. Die Kunden kaufen weiterhin, überlegen aber genauer, wofür sie ihr Geld ausgeben. Ein Kunde, der früher vielleicht einfach ein neues Snowboard, Wakeboard oder einen neuen Wetsuit gekauft hat, weil die neue Kollektion verfügbar war, hinterfragt heute häufiger, ob das vorhandene Produkt nicht noch eine weitere Saison funktioniert. Preisvergleiche, Online-Recherche, Vorjahresmodelle und Angebote spielen deshalb eine immer größere Rolle im Kaufprozess. Für die Händler bedeutet das: Es geht nicht unbedingt darum, dass keine Nachfrage mehr vorhanden ist. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, aus vorhandenem Interesse tatsächlich einen Kauf zu machen. Die entscheidende Frage lautet zunehmend: Was gibt dem Kunden einen konkreten Grund, jetzt zu kaufen? Im Snowboardbereich zeigt sich der Markt vorsichtig stabilisiert, gleichzeitig bleiben die Händler bei ihren Einkäufen zurückhaltend. Vorjahresmodelle und attraktive Preisstellungen bleiben wichtig. Premiumprodukte können weiterhin funktionieren, wenn der Kunde den technischen oder funktionalen Mehrwert klar erkennt. Bei hochpreisigen Produkten ist allerdings mehr Beratung notwendig als noch vor einigen Jahren. Produktwissen, Beratung und ein guter Service werden damit für den stationären Handel wichtiger. Das bestätigt mir Thomas Müller von Fun Sport Vision, er verkauft aktuell schon recht gut alte Modelle. „Man merkt, dass sich die Leute nach diesem heißen Sommer auf den Winter freuen. Leider merke ich das noch nicht bei meiner neuen Ware.“ Ein ähnliches Bild zeigt sich im Wakeboardbereich. Die Szene verfügt weiterhin über eine starke Core-Community und viele Fahrer sind bereit, in gutes Equipment zu investieren. Gleichzeitig ist der Entscheidungsprozess länger geworden. Ein neues Board inklusive Bindung stellt insbesondere für Familien und Freizeitfahrer eine größere Investition dar. Zubehör, Ersatzteile und Produkte, die einen unmittelbar spürbaren Vorteil bei Komfort, Performance oder Sicherheit bieten, können deshalb für Händler eine wichtige zusätzliche Umsatzquelle darstellen. Sven (Besitzer der Wakeboard-Anlage Geissenfeld ) erklärt dazu: „Wir haben keinen Onlineshop, verkaufen nur stationär. Dies wird aber immer schwieriger anhand der Preisvergleiche. Allerdings merken wir, wenn wir einen gewissen Service bieten, wie z.B mit Camps, Ferienangeboten, Yoga u.s.w, dass dies dann auch im Shop funktioniert.“ Auch der Surfmarkt bleibt in Deutschland ein spezieller, aber interessanter Markt. Die zunehmende Zahl an Surfangeboten und Wavepools schafft neue Berührungspunkte mit dem Sport und bringt neue Kunden in den Markt. Gleichzeitig investieren erfahrene Surfer weiterhin in neues Equipment, wenn ein klarer Performance-Vorteil vorhanden ist. Preislich attraktive Vorjahresmodelle und vielseitige Shapes gewinnen zudem an Bedeutung. Der Kunde sucht zunehmend Produkte, die möglichst flexibel eingesetzt werden können. Ich habe mich mit Stöps von Frittboards unterhalten, der genau das bestätigt hat: „Es verkaufen sich gerade gebrauchte oder Testboards sehr gut, eine Art Vinted.“

Der SUP-Markt befindet sich nach den außergewöhnlich starken Wachstumsjahren während der Corona-Pandemie weiterhin in einer Bereinigungsphase. Billige Einstiegsprodukte stehen unter hohem Preisdruck, während etablierte Marken mit langlebigen Produkten, Qualität und gutem Service bessere Chancen haben. Der Konsument ist erfahrener geworden und achtet stärker darauf, was er tatsächlich für sein Geld bekommt. Wing und Foil bleiben interessante Kategorien, gleichzeitig wird der Markt zunehmend erwachsener. Viele Early Adopter haben bereits in Equipment investiert. Das weitere Wachstum wird deshalb stärker davon abhängen, neue Kunden für den Sport zu gewinnen und bestehende Fahrer von Upgrades zu überzeugen. Einfache Produkterklärungen, langlebige Produkte und eine gute Beratung sind dabei für den Fachhandel entscheidend. Übergreifend gewinnen Zubehör und Ersatzprodukte an Bedeutung. Finnen, Bindungen, Boots, Helme, Impact Vests, Leashes, WetsuitZubehör und andere Ersatzteile haben einen niedrigeren absoluten Verkaufspreis als komplette Boards und sind deshalb für den vorsichtigen Konsumenten leichter zu rechtfertigen. Gleichzeitig bieten sie dem Händler die Möglichkeit, den Umsatz pro Kundenkontakt zu erhöhen. Auch im Apparel-Bereich bleibt der Markt herausfordernd. Die Kunden kaufen weiterhin Kleidung, aber der Verkauf zum vollen Preis hängt stärker von Markenstärke, Design, Funktion und einer klaren Produktstory ab. Standardprodukte sind durch den OnlinePreisvergleich zunehmend austauschbar. Technische Produkte, besondere Designs und Marken mit einer starken Community können dagegen weiterhin einen höheren Preis rechtfertigen. Für unabhängige und Core-Retailer entstehen daraus sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Ein Wettbewerb ausschließlich über den Preis ist gegenüber großen Onlineplattformen schwierig. Die Stärke des Fachhandels liegt deshalb zunehmend in anderen Bereichen: persönliche Beratung, Produkttests, Fitting, lokales Wissen, Events und Community. Dies bestätigte mir auch Michi vom Epoxy in Deggendorf: „Events ziehen Leute und bringen Kunden.“ Gerade in einem Markt, in dem die Kaufentscheidung länger dauert, können diese Leistungen entscheidend sein. Der Kunde kommt möglicherweise nicht mehr in den Shop, um einfach „ein neues Board“ zu kaufen. Er kommt, um herauszufinden, welches Board tatsächlich zu ihm, seinem Fahrlevel und seinen Bedingungen passt. Der deutsche Boardsport-Konsument ist daher nicht verschwunden – er ist selektiver geworden. Händler müssen stärker herausarbeiten, warum ein Produkt seinen Preis wert und warum der richtige Zeitpunkt für den Kauf jetzt ist. Vorjahresmodelle, Aktionen und attraktive Preisstellungen bleiben wichtige Verkaufsinstrumente. Gleichzeitig können Premiumprodukte weiterhin erfolgreich sein, wenn sie einen nachvollziehbaren Mehrwert aus Performance, Innovation, Qualität und Service bieten. Für die kommende Saison wird es deshalb weniger darum gehen, einfach möglichst viele Produkte zu verkaufen. Entscheidend wird vielmehr sein, den Konsumenten und seine veränderten Kaufmotive zu verstehen. Für den deutschen Boardsport-Fachhandel könnte die Formel daher zunehmend lauten: gute Produkte + kompetente Beratung + authentische Community + Service + ein überzeugendes PreisLeistungs-Verhältnis. Nicht der billigste Preis entscheidet allein über den Verkauf – sondern die Frage, ob der Kunde einen ausreichenden Grund sieht, sein Geld genau jetzt für dieses Produkt auszugeben. Ich freue mich nach diesem mega „Hot German Summer“ auf die neue Wintersaison. Über Politik in Deutschlands Nordosten äußere ich mich hier lieber nicht… Also, auf die Boards .. Ride on TOBI HAMMER 65


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Drei Gründe zur Freude? Wir Briten sind schon ein lustiges Völkchen. Wir reden gerne über das Wetter, aber da wir in der Boardsport-Branche tätig sind, haben wir einen besseren Grund als die meisten anderen, „ein Auge auf das Wetter zu werfen“. - Die Sonne scheint [schien]. - Wir hatten einen verdammt heißen Sommer. - Es hat gerade angefangen zu regnen (20.08.26).

Also, ja – es war heiß. Und ja, das hat die Menschen in Scharen an die Strände Großbritanniens gelockt und (bis zu einem gewissen Grad) zur Ausübung von Wassersport beigetragen. Aber es hat nicht den Aufschwung gebracht, nach dem wir uns alle sehnen, und für viele Menschen war es ein langer, harter Sommer. Die SUP-Verkäufe haben sich zwar deutlich erholt – sind aber noch lange nicht dort, wo wir sie brauchen, und natürlich auch nicht annähernd auf dem Niveau des Corona-Booms. Es hat an Wind gefehlt, sodass die Windsportarten nicht von den Wetterbedingungen profitieren konnten. Die Surfbedingungen waren schlecht, sodass zwar die Anfängerkurse für Urlauber gut liefen, passionierte Surfer aber nicht auf ihre Kosten kamen. War es zu heiß zum Skateboardfahren? Tatsächlich war es die meiste Zeit zu heiß, um sich körperlich zu betätigen. Die Verkäufe von Neoprenanzügen laufen nicht besonders gut, aber die gute Nachricht ist, dass die Verkäufe von Slaps, Slidern und Flip-Flops stetig steigen. Ein schwacher Trost für manche bei dieser Hitze! Unten im West Country habe ich mit Steve von Mad Watersports gesprochen. Der Laden besteht nun schon seit fünf Jahren und schlägt sich wacker. „Das Wetter hat einen riesigen Beitrag geleistet, und es kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich weiß, dass sich die Leute darüber beschweren, aber es hat Urlauber ins West Country gelockt – und in den Laden. Für mich war es großartig.“ Also, sag mal: Was läuft gut und was nicht? „Beim Surfen läuft es schleppend – wir hatten kaum nennenswerten Wellengang. Obwohl heute Wind weht, sodass hoffentlich bald welche kommen. Also, beim Surfen läuft es schleppend. „SUP läuft gut. Es ist noch nicht wieder so wie früher, aber es läuft immer noch gut, und die Leute kommen in den Laden, um sich ein besseres Modell zuzulegen. Sie haben sich ein günstiges SUP gekauft, festgestellt, dass ihnen der Sport gefällt, und wollen nun etwas Besseres. Das ist schön zu sehen – und wir haben sogar schon ein paar Hard-SUPs, Renn-SUPs und Touren-SUPs verkauft.“ Die Kategorie Umkleidemäntel und Ponchos läuft ganz gut. Sobald die Temperaturen ein wenig sinken, strömen die Leute herbei, um sich welche zu kaufen, daher bin ich mit dieser Kategorie insgesamt zufrieden. Sonst gibt es nichts, was gerade für Furore sorgt.“ Und was gibt es Negatives? „Nun, bei den Neoprenanzügen läuft es schlecht – wer braucht bei diesem Wetter schon einen Neoprenanzug? Wir haben Einsteiger-Shorties recht gut verkauft und viele Kinderanzüge, aber die Mittel- und Spitzenklasse verkauft sich einfach nicht. Und wie sieht die Zukunft aus, wenn du deine Kristallkugel zu Rate ziehst? „Oh, das lässt sich einfach nicht sagen. Besser, hoffe ich. Ein paar Mitbewerber haben den Markt verlassen, das könnte uns helfen, aber ich habe wirklich keine Ahnung. Ich hoffe auf ein paar gute Herbstwellen, damit die Surfbegeisterten auf ihre Kosten kommen.“ Ein kurzer Anruf bei Olly von Zuma Jay bestätigte, dass es bei ihnen ganz ähnlich aussieht: Die Surfbedingungen sind nicht so gut (schlecht); SUP läuft stark (sehr stark – eines ihrer umsatzstärksten Jahre); und beim Ver66

kauf von Neoprenanzügen dreht sich alles um Shorties. Eine Sache fügte er noch hinzu: „Der Verleih läuft wirklich großartig – ich meine, wirklich großartig.“ Ist das ein gutes Zeichen für die Zukunft? Früher dachte ich das, aber jetzt frage ich mich: Einmal ausgeliehen, immer ausgeliehen? Wie viele Verleihvorgänge führen tatsächlich zum Verkauf von Boards und Neoprenanzügen? Am Strand mag zwar viel los sein, aber das schlägt sich möglicherweise nicht an der Kasse nieder. Natürlich brauchen wir einen Kundenstamm, aber ich habe das Gefühl, dass dieser immer kleiner wird. Der Schlüssel liegt darin, die Leute über die Verleihphase hinaus zum Kauf eigener Ausrüstung zu bewegen. Wie schaffen wir das? Also auf nach Osten zu Henry von Shore Watersports: „Wenn man bei diesem Sonnenschein kein Geld verdienen kann, macht man etwas falsch“, sagte er und fügte hinzu: „Eine steigende Flut hebt alle Boote“ – das heißt, es sollte allen gut gehen und man sollte das Eisen schmieden, solange die Sonne scheint. Allerdings räumt Henry ein, dass der Verkauf von Ausrüstung nicht so gut gelaufen ist, sodass nicht jeder glücklich sein wird. „Der Wind und die Brandung haben nicht mitgespielt, daher wird es einige Verlierer geben. Aber nach einem furchtbaren Saisonstart – und ich meine einen wirklich furchtbaren Start ins Jahr – sind wir so froh, wieder voll und ganz auf Kurs zu sein … und zwar besser als seit langer Zeit. Es ist zwar nicht die atemberaubende Corona-Ära, aber es läuft gut.“ Was ist das Beste an der bisherigen Saison? „Die Marge. Die Marge. Die Marge. Es gibt definitiv weniger Preisnachlässe, und unsere Marge liegt deutlich über dem Vorjahresniveau. Das sind durchweg gute Nachrichten.“ Alles in allem ein zufriedener Henry. Zum Schluss (fast) noch etwas zum Thema Skaten und zu Paul von Black Sheep. Ich habe es schon einmal gesagt und ich sage es noch einmal: Dieser Typ ist einer der fröhlichsten und entspanntesten Menschen in der Branche. Egal, was für ein Scheiß im Laufe der Jahre auf ihn eingeprasselt ist, er bleibt ruhig, gelassen und pragmatisch – und es ist immer ein Vergnügen, sich mit ihm zu unterhalten. „Es hat sich normalisiert. Skaten ist keine Nische mehr. Es ist normal. Es spielt keine Rolle, ob die alte Garde damit unzufrieden ist oder ob sie es für sich behalten will – es ist zu spät. Die Katze ist aus dem Sack, und Skaten ist normal. Ob es einem gefällt oder nicht.“ Und hat sich das auch in den Verkaufszahlen niedergeschlagen? „Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es war ein gutes Jahr und uns geht es gut, also bin ich froh, wenn das die neue Normalität ist.“ Und was ist mit all den Lagerüberhängen – ist das geklärt? „Ja, so gut wie. Nach Corona gab es einen regelrechten Überhang, von dem die Leute sagten, es würde ein Jahr dauern, ihn abzubauen – und es hat viel länger gedauert. Aber wir sind wieder bei der Normalität angelangt, und die Verbraucher gewöhnen sich nun daran, normale Preise für ihre Ausrüstung zu zahlen.“ Das ist eine ganze Menge Normalität! Noch ein kurzes Wort zum Wintersport. Die Einzelhändler sind nach einer guten Saison 2025/26, die zudem besonders stark endete, zuversichtlich. Die Ware kommt frühzeitig rein, und die Geschäfte nehmen die frühen Lieferungen gerne an. Natürlich hatten die Gletscher in Europa während der Hitzewelle ziemlich zu leiden, und viele Sommersportaktivitäten im Schnee mussten vorzeitig abgebrochen werden. Aber unter den britischen Einzelhändlern bleibt die Stimmung bislang wirklich positiv. Daumen drücken. Hoffen wir einfach auf einen stürmischen Winter, der uns erneut einen starken Absatz beschert. Drei Gründe zur Freude? Was können wir mehr verlangen? Die Lagerbestände sind gesunken. Die Margen sind gestiegen. Der Winter naht.

GORDON WAY


2026 TEST. CONNECT. CELEBRATE.


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SPANIEN Als spanischer Verbraucher kann man sich derzeit leicht verwirrt fühlen. Die spanische Wirtschaft zeigt widersprüchliche Anzeichen. Beschäftigung und Wirtschaftstätigkeit verzeichnen zwar weiterhin einen positiven Trend, doch die Geldbörsen der Menschen erzählen eine andere Geschichte. Die Inflation ist im August auf 4,3 % gestiegen, was hauptsächlich auf steigende Kraftstoffpreise und den anhaltenden Druck durch die Wohnkosten zurückzuführen ist. Dies hat die Spanier zwar nicht davon abgehalten, Geld auszugeben, hat aber sicherlich dazu geführt, dass sie bei ihren Ausgaben kritischer geworden sind. Was unsere Branche betrifft, besteht kein Grund zu großer Sorge. Die Ausgaben der Haushalte für Freizeit, Sport und Kultur stiegen im Jahr 2025 um 4,7 %, was darauf hindeutet, dass Freizeit nach wie vor einen wichtigen Teil des Familienbudgets ausmacht. Dennoch ist der Druck durch die Lebenshaltungskosten erheblich, und Ausgaben für Sport müssen gut begründet sein. Für einen zunehmend wählerischen Käufer sind Preis-Leistungs-Verhältnis, Preis, Funktionalität und Langlebigkeit entscheidende Kaufkriterien.

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Diesen Eindruck teilen zwei Mitwirkende an diesem Artikel, der Ole Surf Shop und der PlayGop-Vertrieb. Sie sind sich einig, dass der Markt zwar stabil bleibt, das Verbraucherprofil jedoch polarisiert ist: Ein Segment ist bereit, für technologische Innovation und Qualität jeden Preis zu zahlen, während ein anderes preisbewusst ist und aktiv nach Rabatten sucht. Die Popularität der Boardsportarten hat nach dem pandemiebedingten Aufschwung nachgelassen; sie bleibt stabil, wächst aber nicht weiter. Am stärksten betroffen sind die Hardgoods. Trotz hervorragender Schneeverhältnisse gingen die Verkaufszahlen für Snowboards im vergangenen Winter zurück. „In den Jahren nach der Pandemie haben wir jeden Tag Boards verkauft; jetzt verkaufen wir etwa zehn Boards pro Jahr“, erklärt Guillermo Garay von Ole Surf. Der Kauf von Gebrauchtware nimmt zu, möglicherweise weil dies eine kostengünstige Möglichkeit ist, ein Premiumprodukt zu erwerben. Das Gleiche gilt für den Verleihmarkt. Verliehgeschäfte fragen nach qualitativ hochwertigeren Boards, um der aktuellen Kundennachfrage gerecht zu werden. Technologische Innovationen bei Accessoires kurbeln in diesem Umfeld den Umsatz an. „Der Absatz von Boards ist nicht gestiegen, der von Bindungen hingegen schon. Das ist auf Innovationen zurückzuführen; neue Technologien wie Supermatic, Step On und FASE bieten die Möglichkeit, das eigene Board

PORTUGAL

Derzeit gehen jedoch die steigenden Kosten, mit denen Einzelhändler aus wirtschaftlichen und geopolitischen Gründen konfrontiert sind – nach den Erfahrungen von Guillermo Garay bis zu einer Verdreifachung –, nicht mit einem entsprechenden Umsatzwachstum einher, was das Geschäft erschwert. Online-Händler, die nicht mit denselben Herausforderungen konfrontiert sind, sind schwer zu übertreffen. Der Spielraum für Fehler ist geringer geworden, und stationäre Einzelhändler werden zunehmend risikoscheuer. „Wir können es uns nicht mehr leisten, auf eine neue Marke zu setzen, denn das könnte ein sehr teurer Fehler werden“, sagt Guillermo Garay. „Bei der Einführung einer neuen Marke erkundigen sich Einzelhändler zunehmend nach der Vertriebsstrategie und der Preispolitik, noch bevor sie überhaupt über das Produkt sprechen“, sagt Guillermo Colomer. Nachbestellungen während der Saison haben die Vorbestellungen überholt. Betriebskosten und der Druck durch die Online-Konkurrenz sind die größten Herausforderungen, denen sich Fachhändler gegenübersehen. Der Erfolg des stationären Einzelhandels hängt ebenso sehr von der Kundenbindung wie vom Produktverkauf ab. Veranstaltungen, Kurse, Vereine und jedes zusätzliche Erlebnis, das das Geschäft bieten kann, bringen Menschen zum Sport und schaffen treue Kunden. Ole Surf organisiert Snowboard-Reisen. Für Guillermo Colomer ist es besonders wichtig, jüngere Teilnehmer anzusprechen, um eine zukünftige Kundenbasis aufzubauen. Sowohl das Geschäft als auch der Distributor nennen die Investitionen der Marke in stationäre Verkaufsstellen als die hilfreichste Form der Unterstützung. Sie sind der einzige Kontaktpunkt, an dem der Kunde die Qualität beurteilen kann, die er heute erwartet. Außerdem bauen sie durch ein Zugehörigkeitsgefühl – eine der stärksten Bindungen – eine Sport-Fangemeinde auf. Die Zukunft der Boardsportarten hängt davon ab. ROCIO ENRIQUEZ

Portugals Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 % und übertraf damit die Eurozone und die EU. Der IWF hat jedoch seine WachsITALIEN tumsprognose für 2026 auf 1,7 % nach unten korrigiert. Die Inflationsrate erreichte im Juli SCHWEIZ 3,1 %, was vor allem auf höhere Energiepreise zurückzuführen war und Druck auf die KonsuFRANKREICH mausgaben ausübte. Der Tourismus wächst DEUTSCHLAND zwar weiterhin, verliert jedoch an Schwung: Die Ausgaben der Touristen gehen zurück, und UK sein Anteil am BIP sank von 16,2 % im Jahr SPANIEN 2024 auf 16,1 % im Jahr 2025 (49 Milliarden Euro). Die Aussichten bleiben stabil, doch der schwächere Tourismus, die Inflation und die geringere Kaufkraft werden Unternehmen und Einzelhändler das ganze Jahr 2026 über vor Herausforderungen stellen.

len Verkaufsstart im Laden erhältlich ist, stellt einen erheblichen Vorteil dar und spiegelt das Vertrauen sowie die Qualität der mit der Marke aufgebauten Partnerschaft wider.“

Für den „Pipeline Surf Shop“, einen führenden Surfshop in Faro an der Algarve, verlief die Umsatzentwicklung relativ stabil. „Seit Mai sind die Umsätze stetig gestiegen“, sagte Inhaber Bruno Pinto. Er fügt hinzu, dass Hitzewellen die Besucherzahlen am Nachmittag verringert hätten, die Kunden jedoch früher einkauften.

Positiv zu vermerken ist: „Wir konnten sowohl im Segment der neuen als auch der gebrauchten Surfbretter ein Wachstum verzeichnen. Wir haben uns in der Region Cascais als Anlaufstelle für gebrauchte Surfbretter sowie für fachliche Beratung und Unterstützung in Sachen Ausrüstung etabliert.“

Caps, insbesondere bei englischen Kunden, waren die Verkaufsschlager, während die Umsätze bei T-Shirts, Walk-Shorts und Uhren zurückgingen. Pinto stellt fest, dass sich die Nachfrage von 15„/17“- auf 19„/21“-Walkingshorts verlagert. Zudem entwickeln sich Lauf- und Fitnesskunden zu einem wichtigen neuen Segment, auf das Surfmarken mit der Einführung immer mehr technischer Produkte reagieren. Die Besucherzahlen portugiesischer Kunden gingen zurück, da sich die Urlaubsdauer an der Algarve von 15 Tagen auf eine Woche verkürzte, doch Pinto erwartet, dass die Umsätze im Oktober denen des Vorjahres entsprechen oder diese sogar übertreffen werden.

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aufzurüsten“, sagt Guillermo Colomer von PlayGop. Die Umsätze im Frühjahr und Sommer fielen verhalten aus, wobei der Skate-Markt besonders schwach war. Bekleidung ist die Kategorie, die stabilere Umsätze bietet und mit dem Aufkommen eines vom Surfen inspirierten Trends Wachstumspotenzial aufweist. Große Mainstream-Modehändler entwickeln eigene Kollektionen, die von den Boardsport-Marken inspiriert sind, die bereits in den 90er Jahren die High-Street-Mode geprägt haben. Die Hoffnung ist, dass dieser Trend den Blick der Kunden auf Surf-, Skate- und Snow-Shops lenkt, wo sie nach einem authentischen Look suchen.

Auf die Frage nach einem guten Beispiel für eine Markenkooperation hebt er Firewire hervor. „Firewire hat uns besonders durch seine Kommunikation und vor allem durch seine starken Partnerschaften mit dem Einzelhandel beeindruckt. Anstatt sich fast wie Konkurrenten zu positionieren, wie es bei einigen anderen Marken der Fall ist, hat Firewire eine echte partnerschaftliche Beziehung zu seinen Händlern aufgebaut. Das neue Surfboard „Seaside Full Carbon“ ist ein gutes Beispiel für diesen Ansatz: Es handelt sich um ein Modell in limitierter Auflage, das in Zusammenarbeit mit Rob Machado und einem Künstler entwickelt wurde. Dass das Produkt bereits vor dem offiziel-

Was das Kundenerlebnis angeht, arbeitet das Geschäft kontinuierlich daran, sowohl seine Ladengeschäfte als auch seine Online-Plattform zu verbessern, um den bestmöglichen Service zu bieten. Der „Xen & Co Surf Shop“, ein führendes Geschäft in der Region Cascais, steht unter Druck. Inhaber Xenico Vidal erklärt: „Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 20 bis 30 Prozent zurückgegangen“, was vor allem auf den Rückgang des Tourismus, die gesunkene Kaufkraft der portugiesischen Verbraucher sowie geringere Kundenfrequenzen zurückzuführen ist. Online-Rabattaktionen der Marken verschärfen das Problem noch: „Diese aggressiven Online-Aktionen sind für unabhängige Einzelhändler schwer zu kontern und wirken sich direkt auf den Umsatz im Laden aus.“

Während soziale Medien nach wie vor ein wichtiges Instrument zur Kundenansprache sind, bleibt Mundpropaganda einer ihrer größten Trümpfe. Empfehlungen und positive Kundenerfahrungen haben dem Geschäft geholfen, innerhalb der lokalen Surf-Community eine hohe Glaubwürdigkeit aufzubauen. Im Bereich Bekleidung war dies der erste Sommer, in dem keine Produkte der Eigenmarke angeboten wurden, da der Abverkauf bestehender Lagerbestände Vorrang hatte. In Bezug auf Hardware und aufkommende Trends sagt er: „Die Aussichten für Surfbretter bleiben positiv. Nach zwei Monaten ohne Wellen oder mit nur sehr kleinen Wellen sowie ungewöhnlich warmen Wassertemperaturen war die Nachfrage nach Surfbrettern für Kinder-Einsteiger besonders stark, sowohl im Einzelhandel als auch bei Surfschulen. Dieses Segment hat sich gut entwickelt und spiegelt die anhaltende Bedeutung von erschwinglicher Ausrüstung für jüngere und weniger erfahrene Surfer wider.“ Mit Blick auf den Herbst/Winter sagt er: „Wir haben einige Bedenken hinsichtlich der nächsten Saison. Der traditionelle Produktzyklus sieht vor, dass die Kollektionen alle sechs Monate erneuert werden. Allerdings melden sich die Vertriebsmitarbeiter der Marken mittlerweile wöchentlich bei uns und fragen, ob wir zusätzliche Produkte benötigen. Angesichts der aktuellen Marktbedingungen gewinnt das Bestandsmanagement im Vorfeld der nächsten Saison zunehmend an Bedeutung.“ NUNO PRINCIPE


MARKTEINBLICK

ITALIEN Italien geht mit einer zwar geringen, aber positiven Konjunkturdynamik in den Spätsommer. Das BIP wuchs im zweiten Quartal um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal und um 1,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, womit das Wachstum für 2026 nun bei rund 0,8 % liegt. Die Inflationsrate ging im Juli auf 2,9 % zurück, während die Arbeitslosenquote im Juni bei 5,7 % lag. Das Verbrauchervertrauen hat sich im Juli verbessert, doch die Haushalte verhalten sich weiterhin zurückhaltend, und die Energiekosten üben weiterhin Druck auf die frei verfügbaren Ausgaben aus. Für den Boardsport-Einzelhandel war die Hitzewelle ein zweischneidiges Schwert: Hervorragendes Strandwetter, aber extreme Temperaturen und Brände haben Reisen und Kundenfrequenz beeinträchtigt, während der außergewöhnlich heiße Juni und Juli die Verweildauer in den Geschäften in den Städten verkürzt haben.

SCHWEIZ FRANKREICH DEUTSCHLAND UK SPANIEN PORTUGAL

Nach den Schließungen der letzten zwei Jahre wirkt die italienische Boardsport-Landschaft stabiler, doch die verbliebenen Einzelhändler arbeiten mit knappen Ressourcen. Viele haben Personal abgebaut, Marken aus dem Sortiment genommen und andere nicht wesentliche Kosten gesenkt. Der Bereich Hardware ist seit dem ersten Quartal einer der deutlicheren Lichtblicke, unterstützt durch eine geringere Anzahl von Einzelhändlern auf dem Markt und übersichtlichere Lagerbestände. Die Geschäfte freuen sich, dass sich die Produkte zum vollen Preis verkaufen, sind jedoch nach wie vor nicht bereit, wieder große Lagerbestände aufzubauen. Auch Skate-Komplettsets sind nach einer starken Überbestandssituation in den letzten Jahren wieder im Aufwind. Der Surfbereich wird nach wie vor stärker vom Tourismus und Lifestyle als von der Leistung bestimmt. Damen-Bademode, Boardshorts, Sandalen und legere Sommerbekleidung profitieren vom Besucherandrang an den Küsten, während Herren-Surfbekleidung es schwerer hat und stark der Konkurrenz durch Fast Fashion sowie den eigenen B2C-Kanälen der Marken ausgesetzt ist. Neoprenanzüge verkaufen sich, wenn die Bedingungen einen unmittelbaren Bedarf schaffen, doch die Vorbestellungen bleiben zurückhaltend. Wings, Foils und E-Foils ziehen Aufmerksamkeit und Premium-Kunden an, obwohl Preis, technische Komplexität und Konkurrenz durch Verleihangebote das Absatzvolumen begrenzen. Ein Einzelhändler fasste es so zusammen: „Beim Surfen geht es in Italien nicht mehr um Wellen; es ist hauptsächlich Lifestyle, angetrieben durch den Tourismus. T-Shirts, Boardshorts und Sandalen verkaufen sich gut, aber bei den Boards läuft es schleppend.“ Im Sommer herrscht im Skifachhandel Ruhe, doch das Bestellverhalten spiegelt bereits die Sorge um die Zuverlässigkeit im Winter wider. Outdoor-Produkte, die das ganze Jahr über genutzt werden können, wie Funktionsbekleidung und

SCHWEIZ FRANKREICH DEUTSCHLAND UK SPANIEN PORTUGAL ITALIEN

Die Frühjahr-/Sommersaison 2026 in der Schweiz entwickelte sich insgesamt positiv und profitierte von guten und über weite Strecken stabilen Wetterbedingungen. Besonders die warmen Perioden ermöglichten einen frühen und dynamischen Start in die Outdoor-, Boardsport- und Wassersportsaison. Der Juni fiel aussergewöhnlich warm aus und unterstützte die Aktivität auf Schweizer Seen und Gewässern zusätzlich.

Gleichzeitig bleibt das gesamtwirtschaftliche Umfeld anspruchsvoll. Für 2026 wird in der Schweiz lediglich ein moderates Wirtschaftswachstum erwartet. Die Inflation bleibt zwar vergleichsweise niedrig, gleichzeitig zeigt sich der Arbeitsmarkt etwas schwächer als in den Vorjahren. Entsprechend bleibt das Konsumverhalten selektiv. Dies zeigt sich besonders bei höherpreisigen Freizeit- und Sportartikeln, bei denen Konsumenten ihre Kaufentscheidungen zunehmend bewusster treffen. Die insgesamt guten Wetterbedingungen führten dennoch zu einer hohen Aktivität auf und am Wasser und unterstützten die positive Entwicklung des Schweizer Boardsport- und Wassersport-Marktes. Der frühe Saisonstart und längere Schönwetterperioden sorgten für eine stabile Nachfrage und trugen insgesamt zu einem Wachstum des Marktes bei. Dadurch entstanden nicht nur einzelne wetterbedingte Verkaufsspitzen, sondern über längere Zeiträume gute Voraussetzungen für Nutzung und Konsum. Innerhalb des Boardsport- und Wassersport-Marktes setzte sich die Diversifizierung weiter fort. Wingfoil und Foil sorgen weiterhin für technische Innovation und Interesse, während Windsurf als etablierte Disziplin eine loyale und technisch anspruchsvolle Zielgruppe behält. Wakeboard, Wakesurf und Wakefoil profitieren von der starken Schweizer See- und Wassersportkultur. Gleichzeitig entwickeln sich die einzelnen Kategorien unterschiedlich, wodurch eine zunehmend differenzierte Betrachtung des Marktes notwendig wird. Der Hardware-Markt zeigt zunehmend Merkmale eines reiferen Marktes. Die Auswahl an Marken und Produkten ist gross und die Innovationszyklen bleiben kurz. Konsumenten investieren weiterhin, erwarten bei höherpreisiger Hardware jedoch einen klar erkennbaren technischen Mehrwert. Dies erhöht gleichzeitig den Druck auf Vorjahresmodelle und bestehende Lagerbestände. Gute Warenverfügbarkeit, eine attraktive Preispositionierung und technische Glaubwürdigkeit werden damit zu immer wichtigeren Faktoren. Auch Rental, Testing und der Second-Hand-Markt gewinnen an Bedeutung, besonders beim Einstieg in technisch anspruchsvolle und kostenintensive Sportarten wie Foiling. Auch Sonnenschutz entwickelt sich zu einer zunehmend wichtigen ergänzenden Sommerkategorie. Besonders UV-Shirts verzeichneten in der Saison ein Wachstum von rund 13 % und zeigen, dass funktionaler Sonnenschutz bei Outdoor- und Wassersportaktivitäten deutlich an Bedeutung gewinnt. Konsumenten verbringen längere Zeit auf und am Wasser und suchen nach unkomplizierten Produkten, die Schutz und Funktion

Accessoires, lassen sich leichter verkaufen als stark saisonabhängige Ware. Auch Lifestyle-Rucksäcke sind nach wie vor ein verlässlicher Verkaufsschlager, da sie sich für Reisen, Schule, Pendeln und den Einsatz in den Bergen eignen. Einzelhändler interessieren sich zunehmend für Produkte, die in verschiedenen Situationen einsetzbar sind und über eine bestimmte Wetterperiode hinaus relevant bleiben. Wie Carlo, ein Vertriebsmitarbeiter aus Mailand, sagt: „Wir machen uns alle Sorgen um die Schneesicherheit. Das beeinflusst, wie viel Ware die Geschäfte bereit sind zu bestellen, und der Verleih wächst weiterhin.“ Skate-Hardware hat sich seit dem ersten Quartal gut entwickelt: Decks, Komplettskateboards und Ersatzteile verkaufen sich sowohl von US- als auch von EU-Marken gleichmäßig gut; lediglich bei Rollen und Achsen dominieren US-Marken wie beispielsweise Spitfire und Bones bei den Rollen sowie Thunder und Independent bei den Achsen. Die geringere Anzahl an Fachhändlern hat die Nachfrage auf die verbliebenen Geschäfte konzentriert. Core Skate-Schuhe bleiben unverzichtbar, sind aber zahlenmäßig gering, und die Geschäfte sind frustriert, wenn Marken durch direkte Online-Rabatte mit ihnen konkurrieren. Helme gewinnen weiterhin langsam an Bedeutung, insbesondere für Kinder, Anfänger und Parknutzer, obwohl sie nach wie vor keine modegetriebene Kategorie sind. Weite Passformen, Anlehnungen an Arbeitskleidung und dezente Grafiken bleiben im Skate-Bereich im Trend; bei Streetwear gilt „mehr ist mehr“, und ein Y2K-Trend beginnt langsam aufzukommen. Streetwear für Männer ist nach wie vor die schwierigste Kategorie. Fast Fashion reagiert schneller, bietet niedrigere Preise und kopiert Trends zügig, während markeneigene B2C-Shops und Websites den Wettbewerb sowohl bei Textilien als auch bei Schuhen verschärfen. Die traditionellen Schlussverkaufsmonate haben an Bedeutung verloren, da Rabattaktionen nun früher beginnen und die Verbraucher auf Sonderangebote warten. Alex Berger von Fakieshop erklärt: „Der Generationswechsel macht es schwieriger, Kinder zu erreichen. Neue B2C-Trends ziehen uns Kunden weg, und die Geschwindigkeit, mit der Marken auftauchen und wieder verschwinden, macht die Planung zu einer großen Herausforderung.“ Einzelhändler kaufen daher später, in geringeren Mengen und näher an der tatsächlichen Nachfrage. Was gefragt ist: nützliche Hardware, klares Design, vielseitige Outdoor-Produkte, zuverlässige Lieferung und kontrollierter Vertrieb. Was nicht mehr gefragt ist: Überproduktion, ständige Sonderangebote, schwache Produkte im mittleren Preissegment und Marken, die ihre eigenen Händler unterbieten. Der Markt boomt zwar nicht, aber disziplinierte Marken können dennoch erfolgreich sein. Für Geschäfte hängt das Überleben mittlerweile weniger davon ab, jedem Trend hinterherzulaufen, sondern vielmehr vom Cashflow, der Gemeinschaft, dem Vertrauen und einem wirklich einzigartigen Einkaufserlebnis für die Kunden im Laden. FRANZ JOSEF HOLLER miteinander verbinden. Parallel dazu steigt die Bedeutung von Sonnencreme. Warme und sonnige Perioden sowie eine hohe UV-Belastung erhöhen das Bewusstsein für konsequenten Sonnenschutz. Gerade beim Wassersport ist dieser besonders relevant, da sich Konsumenten häufig mehrere Stunden im Freien aufhalten. Dadurch wächst die Nachfrage nach wasserresistenten, sporttauglichen Produkten mit hohem UVA- und UVB-Schutz. Sonnencreme entwickelt sich damit zunehmend von einem klassischen Saisonartikel zu einem festen Bestandteil der persönlichen Ausrüstung für Aktivitäten auf und am Wasser. Aus Retail-Sicht bleibt das Konsumverhalten trotz des positiven Saisonverlaufs selektiv. Die guten Bedingungen unterstützen zwar das Marktwachstum, gleichzeitig vergleichen Konsumenten Preise stärker und erwarten insbesondere bei Hardware einen nachvollziehbaren Mehrwert. Promotions und Preistransparenz bleiben wichtige Faktoren. Zubehör, UV-Schutz und funktionale Produkte bieten dagegen zusätzliche Möglichkeiten für Zusatzverkäufe. Gleichzeitig wird die schnelle Warenverfügbarkeit immer wichtiger, da sich die Nachfrage bei guten Wetter- und Windbedingungen kurzfristig stark erhöhen kann. Online- und stationärer Handel entwickeln sich dabei zunehmend miteinander statt nebeneinander. Der Konsument recherchiert online, vergleicht Produkte und Preise und möchte bereits vor dem Besuch eines Geschäfts wissen, ob das gewünschte Produkt lokal verfügbar ist. Der Kauf selbst wird jedoch nicht zwingend online abgeschlossen. Gerade bei technisch anspruchsvollen Produkten sucht der Kunde weiterhin Beratung, Testing und die finale Kaufbestätigung im Fachgeschäft. Das „Hier und Jetzt“ gewinnt dadurch deutlich an Bedeutung. Der lokale Händler sollte seinen Online-Shop deshalb nicht primär als zusätzlichen Kostenfaktor oder reinen Verkaufskanal betrachten, sondern als digitalen Showroom und wichtigen Bestandteil seiner Sichtbarkeit. Eine aktuelle und transparente Warenverfügbarkeit kann dabei entscheidend sein, um Online-Recherche in einen stationären Verkauf umzuwandeln. Damit verändern sich auch die relevanten KPIs. Entscheidend ist nicht mehr nur, welcher Umsatz direkt online erzielt wurde. Ebenso wichtig wird die Frage, welche Produkte online angesehen oder gesucht wurden und wie sich dieses Interesse später im stationären Sell-through widerspiegelt. Website-Traffic, Produktaufrufe, Warenverfügbarkeit und stationäre Verkäufe sollten deshalb zunehmend gemeinsam betrachtet werden. Insgesamt kann die Frühjahr-/Sommersaison 2026 als wachstumsorientierte Saison für den Schweizer Boardsport- und Wassersport-Markt betrachtet werden. Gute Wetterbedingungen, ein früher Saisonstart und eine hohe Aktivität auf und am Wasser sorgten für ein positives Marktumfeld. Gleichzeitig wird der Markt professioneller und selektiver. Innovation, Verfügbarkeit, Preispositionierung und technische Kompetenz gewinnen weiter an Bedeutung. Foil-basierte Sportarten sorgen weiterhin für Dynamik, während UV-Shirts und Sonnenschutz als ergänzende Kategorien zusätzliches Wachstumspotenzial zeigen. ALAIN FREI

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