






Ein gutes Leben für alle? So geht’s ganz leicht!
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Ein gutes Leben für alle? So geht’s ganz leicht!





Gemeinschaft trägt uns Menschen –im Kleinen wie im Großen.
Sie schenkt Mut, Geborgenheit und die schönsten Erinnerungen unseres Lebens. Nirgendwo spüren wir das stärker als im gemeinsamen Genuss: vom „Reste‑Essen“ über das Kaffee‑ kränzchen bis hin zur Mocktail‑Party.
Geteilte Freude strahlt eben heller als jede Freude für sich allein.


4 Was ist Gemeinwohl? Gemeinsam geht’s besser – mach mit!
10 Johannes-Gutmann-Kolumne: „Wir können von den Besten lernen!“
24 Das Märchen von SONNENTOR & Schattenpforte
28 Symbiosen in der Natur: Zusammen wachsen macht stark



18 Vom Rest zum Festmahl: Kreative Rezepte
26 Kaffeeschatz: Von Preisdruck und echten Werten
31 Sommerlaune statt Katerstimmung
32 Sonne im Glas: Spritzige Drinks ohne Alkohol


Nicht alles, was ein Unternehmen tut, lässt sich in einer wirtschaftlichen Bilanz darstellen: Wie steht es um Gerechtigkeit in der Lieferkette? Ist das Unternehmen für seine Kund:innen transparent? Was wird gemacht, um die ökologischen Folgen der Produktion zu reduzieren?
Antwort auf diese und viele andere Fragen geben wir bei SONNENTOR gerne und für alle zum Nachlesen! Mit dem Wirtschaftsmodell der Gemeinwohl-Ökonomie können wir unser nachhaltiges und soziales Engagement nämlich messbar machen. Alle zwei Jahre werden die Daten aktualisiert und im sogenannten Gemeinwohl-Bericht dargestellt.
Dafür, dass alle Informationen aus den verschiedenen Abteilungen zeitgerecht zur Verfügung stehen, bin ich mit meinem Team der Werte-Hüter:innen verantwortlich. Wir als Corporate Social Responsibility-Abteilung fügen die Daten zusammen, damit sie für die Auditor:innen, die die Angaben prüfen, nachvollziehbar sind. So wird sichtbar, dass es nicht nur darauf ankommt, was wir tun, sondern wie wir es tun: Es ist möglich, verantwortungsvoll zu handeln und dabei wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Das sichert ein gutes Leben für alle entlang der Lieferkette und macht SONNENTOR resilient in herausfordernden Zeiten.
Neugierig geworden?
Hol dir unseren Gemeinwohl-Bericht in unseren Geschäften oder hier online!
Übrigens: In diesem Heft schauen wir über unseren eigenen Tellerrand hinaus und haben für dich herausgefunden, was Gemeinwohl für unsere Gesellschaft alles bedeuten kann.




GLÜCKLICH SEIN GEHT GEMEINSAM AM BESTEN – UND IST EIGENTLICH KINDERLEICHT! TREIBSTOFF UND KITT FÜR EINE GESELLSCHAFT, IN DER ALLE IHREN PLATZ HABEN, LIEFERT ZUM BEISPIEL DIE IDEE DER GEMEINWOHL-ÖKONOMIE. WIR ZEIGEN, WIE DAS LEBEN GANZHEITLICH GELINGT, WENN ALLE MITMACHEN.
Text: INGO HILDEBRAND
Wörterbücher machen es sich einfach: Gemeinwohl, das ist „das Wohlergehen aller Mitglieder einer Gemeinschaft“ – kurz: das „Wohl aller“. Doch was heißt das im Alltag? Und was können wir ganz konkret dazu beitragen, damit es nicht nur ein schönes Wort bleibt?
Gemeinwohl beginnt dort, wo wir Verantwortung füreinander übernehmen. Wenn wir fair einkaufen, Ressourcen schonen, uns Zeit nehmen für andere oder uns für mehr Gerechtigkeit einsetzen. Es zeigt sich im Kleinen – im respektvollen Miteinander, im Teilen, im Zuhören – genauso wie im Großen, wenn Initiativen und Organisationen Strukturen verändern. Hier können wir von den Kleinsten lernen: Kinder handeln spontan und ohne Vorurteile. Und sie lernen schnell, Konflikte gemeinsam zu lösen und Rücksicht zu nehmen. Wenn sie ihrerseits Empathie und Wertschätzung er-
leben, entwickelt das den Gemeinsinn in bester Weise.
SOZIALES NETZ STATT HÄNGEMATTE
Gemeinwohl heißt auch, genau hinzuschauen: Woher kommen Produkte? Unter welchen Bedingungen werden sie hergestellt? Werden Menschen fair bezahlt? Wird die Natur respektiert? Diese Fragen verändern unser Konsumverhal-
Mensa und Reinigung, Abfallvermeidung, Inklusion oder der Zufriedenheit von Mitarbeitenden und Schüler:innen.


Der Umgang mit Kindern ist somit ein Schlüssel zum Gemeinwohl. Doch es gibt noch so viel mehr: Vielleicht engagierst du dich bereits ehrenamtlich – in einer Suppenküche, bei der Tafel, im Besuchsdienst für ältere Menschen oder in einer Initiative, die geflüchtete Familien unterstützt. Vielleicht hilfst du im Sportverein, organisierst Nachbarschaftsfeste oder bringst dich im Elternverein ein. All das stärkt das soziale Netz, das uns trägt. Auch ökologische Entscheidungen sind Beiträge zum Gemeinwohl: regionale Bio-Lebensmittel kaufen, Lebensmittel retten, Kleidertauschpartys organisieren oder Reparaturcafés besuchen. Wer Fahrgemeinschaften bildet, Lastenräder teilt oder Carsharing nutzt, schont Ressourcen – und schafft Gemeinschaft.
»Die beste Art, sich selbst zu finden, ist, sich in den
Dienst anderer zu stellen.«
Mahatma Gandhi
ten – und senden Signale an Unternehmen und Politik.
Und das kommt zunehmend und ganz konrket an, zum Beispiel in Niederösterreich: Die HAK in St. Pölten hat ein Schülerprojekt gestartet, mit dem Ziel, im Schuljahr 2026/2027 eine GemeinwohlBilanz für die Schule zu erstellen. Schülergruppen beschäftigen sich mit Themen wie nachhaltiger Beschaffung für
Eine zentrale Frage lautet: Wie kann die Mobilität nachhaltiger gestaltet werden? Eine inspirierende Antwort darauf kommt aus Lech am Arlberg. Die Raiffeisenbank vor Ort – eines der wenigen Finanzunternehmen mit Gemeinwohl-Bilanz – hat ein lokales Carsharing-Angebot ins Leben gerufen, das allen Bürger:innen offensteht. Mitarbeitende können außerdem firmeneigene E-Bikes nutzen. Das Ergebnis: Nur noch wenige greifen regelmäßig auf ein herkömmliches Auto zurück. Ein Gewinn für Umwelt und Gemeinschaft.
Auch SONNENTOR lebt den Gemeinwohlgedanken seit vielen Jahren und erstellt eine entsprechende Bilanz (siehe Seite 9). Besonders spürbar wird diese Haltung im Betriebskindergarten Sonnenscheinchen. Hier erleben Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren die Natur im Jahreskreislauf, wachsen in einer familiären Umgebung auf und lernen früh einen respektvollen Umgang miteinander und mit der Umwelt. Gemeinwohl wird hier nicht theoretisch erklärt, sondern tagtäglich gelebt.
FÖRDERSCHWERPUNKTE ÄNDERN
Die Art und Weise, wie wir wirtschaften, spielt natürlich eine entscheidende Rolle. Die erwähnte Gemeinwohl-Bilanz ist






Teil des Konzepts der Gemeinwohl-Ökonomie, die der Österreicher Christian Felber 2010 ins Leben gerufen hat. Damit lässt sich das Engagement sichtbar machen. Der Grundgedanke: „Was dem Gemeinwohl dient, soll gefördert werden – was ihm schadet, soll weniger attraktiv sein.“ Organisationen – Unternehmen ebenso wie Vereine, Schulen oder Gemeinden – können also mit Zahlen dokumentieren, wie konsequent sie diese Werte leben.
PIONIERARBEIT FÜRS GEMEINWOHL
Die Bilanz fragt dabei nicht in erster Linie nach Gewinn oder Wachstum, sondern danach, wie gewirtschaftet wird: fair, solidarisch, ökologisch und demokratisch? Grundlage ist eine Matrix mit vier Säulen – Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitbestimmung. Für jede dieser Säulen wird geprüft, wie konsequent die Werte im Alltag umgesetzt werden – von fairen Löhnen über ökologische Lieferketten bis hin zu echter Mitbe -
Die Ökonomin Sarina Spiegel weist darauf hin, dass Unternehmen, die Umwelt ausbeuten oder Minimallöhne zahlen, derzeit oft Wettbewerbsvorteile haben.
Gesagt, getan: Und es ist leichter als gedacht! Jede kleine Veränderung in deinem eigenen Handeln verändert auch die Welt (zumindest ein ganz kleines bisschen). Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie du dich konkret für die Gesellschaft einbringen kannst. Viele Ideen findest du direkt in deiner persönlichen Umgebung.
Lass dich einfach inspirieren von unseren Ideen auf Seite 12.



Gemeinwohlorientiertes Handeln bedeutet daher noch immer Pionierarbeit. Umso wichtiger sind politische Rahmenbedingungen, die verantwortungsvolles Wirtschaften stärken. Internationale Initiativen wie die Wellbeing Economy –ein Zusammenschluss unter anderem von Schottland, Neuseeland und Island – zeigen, dass es Alternativen gibt. Dort werden neben dem Bruttoinlandsprodukt auch soziale und ökologische Kennzahlen berücksichtigt. In Neuseeland führte das sogar zu einem milliardenschweren Wellbeing-Budget für mentale Gesundheit, Bildung und Klimaschutz. Doch bei allen Systemfragen gilt: Gemeinwohl ist mehr als ein Bilanzierungsinstrument oder ein wirtschaftspolitisches Modell. Es ist eine Haltung. Und diese Haltung beginnt bei uns selbst – in unseren Entscheidungen, in unserem Engagement, in der Art, wie wir miteinander umgehen.
VOM ICH ZUM DU ZUM WIR
Vielleicht hast du jetzt Lust bekommen, deine eigene „Bilanz“ zu ziehen. Wie steht es um Solidarität in deinem Alltag? Wie nachhaltig lebst du? Wo könntest du dich noch stärker einbringen – im Verein, in deiner Gemeinde, am Arbeitsplatz oder ganz privat?
»Gewinn ist ein Mittel, nicht Ziel wirtschaftlichen Handelns«
Christian Felber, Aktivist
Auf der Website der Gemeinwohl-Ökonomie findest du Anregungen, die eigene Haltung spielerisch zu reflektieren. Noch wichtiger aber ist das konkrete Tun: ein Ehrenamt beginnen, eine Initiative gründen, Gespräche anstoßen, bewusster konsumieren. Ideen und Kontakte hierfür finden sich oft vor der eigenen Haustür oder über das Internet. Verschiedene Websites bringen Interessierte und Organisationen zusammen, zum Beispiel auf den Plattformen www.freiwillig-engagiert.at oder www.aktion-mensch.de. Sarina Spiegel bringt es auf den Punkt: „Wenn wir uns als Individuen weiterentwickeln, stellen wir andere Fragen, hö -
ren anders zu. Wenn wir unsere Haltung verändern, strahlt das auf die Menschen um uns herum aus. So verändern sich Teams und mit der Zeit ganze Organisationen.“ Und weiter gibt sie jedem von uns das mit auf den Weg: „Es gibt zwei Menschen, deren Meinung über dein Leben wirklich zählt: Dein 9-jähriges Ich –voller Träume. Dein 90-jähriges Ich – voller Erinnerungen. Am Ende des Tages geht es darum, so zu leben, dass dein jüngeres Ich stolz wäre und dein älteres Ich Frieden hätte.“
Was also ist das Gemeinwohl? Ganz einfach: Das sind wir alle. Jede Entscheidung, jede Geste, jedes Engagement zählt. Und genau darin liegt die Kraft –leise, nachhaltig und voller Wirkung.



ALTERNATIVE MOBILITÄT
FÜR ALLE: DAS ERMÖGLICHT
EINE BANK IN LECH


LAVENDEL AUS ALBANIEN:
DORT UND AN VIELEN ANDEREN ORTEN WELT-
WEIT LEBT DIE IDEE DES DIREKTEN HANDELS.


Ab 2030 wird SONNENTOR an den Produktionsstandorten keine fossilen Treibhausgase mehr ausstoßen. Schon heute wird zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie geheizt. Zwei Drittel der Bio-Kräuter und -Gewürze stammen aus direktem Handel mit Bio-Betrieben und Kooperativen. Wertschätzung, Fairness und Verantwortung sind hier die Grundprinzipien. Diese gelten auch für die eigenen Mitarbeitenden. Zudem wurden in den vergangenen zwei Jahren rund 245.000 Euro in Weiterbildung investiert. In diesem Zeitraum wurden insgesamt fünf Millionen Euro des Gewinns wieder ins Unternehmen eingezahlt. Und SONNENTOR lässt mit Sponsoring und Spenden auch andere am Erfolg teilhaben. All das und noch mehr steht im SON NENTOR Gemeinwohl-Bericht, den Link dazu findest du auf Seite 3.


Bereit für einen Blickwechsel?
für den Kommentar von Johannes Gutmann, Gründer von SONNENTOR

winn kommt dann eh von ganz allein!
Zuerst einmal Sinn stiften – der Ge -
etwas bewegen zu können, und die -Freu de, unsere Zukunft zu formen. Und das können wir uns alle mitnehmen:
Besten zu lernen! Darin steckt die Stärke,
uns die Berichte der verschiedenen Mitglieder, von den
Da ist die Gemeinwohl-Ökonomie eine von vielen -wert vollen Informationsquellen. Schließlich ermöglichen es
antwortungsvoll mitgestalten kann.
Einsicht über das eigene Tun. Aber genau das ist wichtig für den Prozess. Schließlich geht’s darum zu erkennen, wie man seinen eigenen Entscheidungsspielraum -ver
Fragen zu stellen und ehrliche Antworten zu suchen –vielleicht gewinnt man hier und da eine schmerzhafte
Es ist sicherlich nicht immer komfortabel, sich diesen
te, passiert? Wie werden in meinem Umfeld -Entschei dungen getroffen, und dürfen die, die es betrifft, -mit entscheiden? Es gibt viele solcher Fragestellungen, die unser Zusammenleben, unser gemeinsames Wohl -ent scheidend beeinflussen.
dem Geld, das ich im Laufe meines Lebens -erwirtschaf

ich es nutze? Trage ich Verantwortung dafür, was mit
Models können sie dann in ihren Bereichen wiederum andere inspirieren. Sogar als Familie, als Verein, als -Pri vatperson kann ich von der Gemeinwohl-Ökonomie -ler nen. Wie wirkt es sich aus, was ich kaufe und wie lange
Denn es ist ja so, dass in der Gemeinwohl-Ökonomie für alle etwas drinsteckt, nicht nur für Unternehmen. Schulen, Gemeinden und alle anderen öffentlichen -Ein richtungen können genauso etwas bewegen. Als Role
Idee ist, sich da anzuschließen.
men hast du nämlich die Möglichkeit, Wege -aufzuzei gen: Wege, auf denen wir alle besser in die Zukunft kommen. Wer bereit ist, sich zu entwickeln und nach vorne zu schauen, erkennt dann auch, dass es eine gute
das ist etwas sehr Schönes: Als erfolgreiches -Unterneh
emeinwohl – das ist ja schon so ein -wunderba rer, sprechender Begriff. Gemeint ist damit, dass etwas zum Wohle aller Mitglieder einer Gruppe beitragen soll. Die Gemeinwohl-Ökonomie, das nachhaltige Wirtschaftsmodell, dem sich SONNENTOR verpflichtet hat, steht folglich für wirtschaftliches Handeln, das möglichst allen zugutekommen soll. Und




Ein Online-Portal mit einer handverlesenen Auswahl an Ferienunterkünften und einem Blog für bewusstes Reisen: nachhaltig und authentisch. www.goodtravel.de


Schon kleinste Entscheidungen in unserem Alltag haben eine Wirkung auf die Umwelt, die Gemeinschaft und unser eigenes Lebensgefühl. Wer sich das bewusst macht, handelt klarer und inspiriert andere zum Mitmachen.

Manchmal braucht es keine großen Pläne, um etwas zu bewegen. Oft reicht ein kleiner Schritt – aus Neu- gier oder einfach aus dem Wunsch heraus, die Welt ein wenig freundlicher zu gestalten. Veränderung entsteht durch bewusste Ent- scheidungen, die sich gut anfühlen.
Genießen statt verzichten: Vielleicht hast du schon damit angefangen, den kurzen Weg zur Bäckerei zu Fuß zu gehen oder das Rad zu nehmen. Vielleicht entscheidest du dich häufiger für regionale Pro- dukte, weniger Fleisch oder einen veganen Tag in der Woche. Viel- leicht reduzierst du Verpackungsmüll, nutzt Dinge länger und repa- rierst sie. Solche kleinen Routinen summieren sich – leise, aber wirkungsvoll. Mach dir einmal bewusst, was deine persönlichen Vor- züge dieser Veränderungen sind.
Gemeinsam mehr bewegen: Vielleicht nimmst du dir Zeit für ein Gespräch mit jemandem, der selten gehört wird, hilfst Kindern beim Lesen lernen in einer Grundschule in der Nähe, oder beginnst mit einem Ehrenamt, das dir entspricht. Du brauchst nicht alles auf ein- mal zu tun – achte auf dein Gefühl und die innere Balance!
Die positive Wirkung spüren: Jede dieser Veränderungen stärkt dich selbst, denn dir wird bewusst, dass du Teil der Lösung bist – jeden Tag, ohne Druck, nur mit einem offenen Blick dafür, was dir und auch dei- ner Umwelt guttut. So wirst du ganz leicht die Veränderung, die du dir wünschst in dieser Welt.
Voller Tatendrang
DAS SIND
ENTSCHEIDUNGEN, DIE SICH BEREITS GUT ANFÜHLEN:

EUCH LADE ICH EIN MITZUMACHEN:
HIER WÜRDE ICH MICH GERNE ENGAGIEREN:(MEHR)
»Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.«
Dante Alighieri, italienischer Dichter und Philosoph
SO BELOHNE ICH MICH FÜR MEINEN MUT ZUR VERÄNDERUNG:
Voller Tatendrang
Was wir essen – aber auch, was wir nicht essen und wegwerfen – hat Auswirkungen auf die Umwelt. Zukunftstauglich wird unser Genuss durch bewusste Ernährung, kluge Planung und kreative Ideen.

Fermentieren macht frisches Gemüse nicht nur haltbar und aromatisch, sondern verpasst ihm ganz nebenbei ein echtes Gesundheits-Upgrade. Dabei übernehmen Mikroorganismen die Arbeit und verwandeln den natürlichen Zucker aus Gemüse in Milchsäure. Kohl, Karotten & Co. werden haltbar und bekömmlicher, komplexe Stoffe werden „vorverdaut“, und neue Vitamine, Enzyme und Aromastoffe entstehen. Früher war es selbstverständlich, die Ernte so zu konservieren.


Bewusste Ernährung, klingt das für dich nach erhobenem Zeigefinger? Gerne überzeugen wir vom Gegenteil. Der wichtigste Ansatz einer ganzheitlichen Ernährung lautet Wertschätzung. Klar, deine Armbanduhr oder dein Smartphone waren viel teurer als das Brot oder der Salat vom Markt. Aber wenn du dich mal daran erinnerst, wann du das letzte Mal so richtig hungrig warst, und dass man Uhren nicht essen
kann, dann denkst du vielleicht anders über den Wert von Lebensmitteln. Dafür wurde Wasser verbraucht, Energie aufgewendet, und möglicherweise hat sogar ein Tier sein Leben gelassen. Mit Wertschätzung können wir das große Problem der Lebensmittelabfälle angehen. Sie entstehen entlang der gesamten Versorgungskette, doch die größte Menge fällt sowohl in Deutschland als auch in Österreich in privaten Haushalten an. Schon ein wenig mehr Planung kann hier den Unterschied machen. Batch Cooking und Meal Prep z. B. bringen Struktur in den Küchenalltag: Einmal kochen, mehrfach genießen. Die Resteküche lädt zum Kreativsein ein, und Fer-
mentieren, Einkochen oder Einlegen verlängert die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Auch beim Blick auf Fleisch und andere Produkte vom Tier geht es um die Balance. Mehr Gemüse und verschiedene Hülsenfrüchte entlasten die Umwelt und sind wunderbar wandelbar. Fleisch wird zur bewussten Ergänzung – seltener, dafür hochwertiger. Eine aktuelle Studie des österreichischen Fibl-Instituts (s. Seite 16) zeigt: Bio-Ernährung ist ohne Mehrkosten möglich, wenn der Ernährungsstil insgesamt ganzheitlicher ausgerichtet wird. So tust du nicht nur etwas Gutes für deinen Körper und das Klima, du sparst langfristig Geld. Klingt doch richtig gut, oder? Viele weitere Infos und Ideen zu einer wertvollen, cleveren Küche findest du auch auf der Website von SONNENTOR.

Meal Prep steht für Meal Preparation – also das bewusste Vorbereiten kompletter Mahlzeiten für mehrere Tage. Die Gerichte werden einmal gekocht, fertig zusammengestellt und portionsweise verpackt, sodass sie für Arbeit, Schule oder den Alltag zu Hause sofort griffbereit sind. Wer Meal Prep nutzt, braucht nicht täglich frisch zu kochen und behält dennoch den Überblick über Zutaten und Portionen. Im Unterschied zum Batch Cooking werden hier ganze Mahlzeiten vorbereitet und nach dem Sport, im Büro oder im Familienalltag verwendet.

Beim Batch Cooking bereitest du Grundzutaten wie Ge- müse, Reis oder Hülsenfrüchte in größeren Mengen vor. Diese einzelnen Bausteine kannst du später in nur weni- gen Minuten zu ganz unterschiedlichen Gerichten kombi- nieren. Du kochst also keine fertigen Mahlzeiten, sondern vielseitig einsetzbare Komponenten – das ist der wich- tigste Unterschied zu Meal Prep, bei dem komplette Gerichte vorbereitet werden. Als Basis eignen sich Zuta- ten, die sich gut lagern lassen: zum Beispiel gekochter Reis oder Quinoa, vorgegartes Gemüse, einfache Saucen oder proteinreiche Lebensmittel wie Tofu-Würfel. Auch Frühstück und Snacks – etwa Overnight Oats, Energy Balls oder Müsliriegel – kannst du problemlos vorberei- ten. Wichtig ist, alle Zutaten getrennt zu kochen und nur leicht oder neutral zu würzen. Anschließend bewahrst du sie einzeln verpackt in gut verschlossenen Behältern im Kühlschrank oder im Gefrierfach auf. Im Kühlschrank halten sie zwei bis vier Tage, tiefgefroren sogar mehrere Monate. Jetzt kannst du nach Belieben mischen und ergänzen – mal asiatisch, mal mediterran, mal vegan. So ist deine Küche flexibel, abwechslungsreich und dazu noch klimafreundlich. Denn wenn du einmal größere Mengen vorkochst statt vieler kleinerer Portionen, sparst du jede Menge Energie.
Hülsenfrüchte sind die heimlichen Stars der ganzheitlichen Küche. Sie stecken voll pflanzlichem Eiweiß und machen lange satt. Zudem sind sie günstig, gut zu lagern und besonders klimafreundlich, da sie wenig Ressourcen benötigen.* Ihre Superkraft: Mithilfe von Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln binden die Pflanzen Stickstoff aus der Luft und reichern damit den Boden an. Das spart Dünger, schützt Böden und Gewässer und macht sie perfekt für die nachhaltige Landwirtschaft.

EineStudiedesForschungsinsti- tutsfürökologischenLandbau dem(FiBL)imAuftragdesWWFaus vergangenenJahrzeigt: Gesund,nachhaltigundbiozu essen,isterschwinglich.Unter- sucht wurden reale Warenkörbe mitaktuellenPreisen,angepasst anErnährungsempfehlungenfür Familien.DasFazit:Werhäufiger pflanzlichkocht,bewussterein- kauftundwenigerverschwen- det, tut etwas für Gesundheit, KlimaundGeldbörse.DieAnalyse zeigt,dassHaushaltesogarGeld sparenkönnen,wennsieweniger
Fleisch essen und Lebensmittel bewusster nutzen. Je nach Ernäh- rungsweiseließensichwöchent- lich bis zu 52 Euro einsparen. GleichzeitigsinkendieCO2-Emis- sionen deutlich, besonders bei pflanzenbetontemEssen.Selbst 100 Prozent Biokost muss nicht teurer sein als die konventionelle, wenngleichzeitigwenigerLe- bensmittel im Müll landen und wenigerFleischgegessenwird. DieStudiezeigteindrücklich: NachhaltigerGenussistkeine FragedesBudgets,sonderneine klugerEntscheidungenimAlltag.



Fleisch verursacht fast die Hälfte aller ernährungsbedingtenEmissionen.Undverbraucht vielPlatz:FüreinKilogrammRindfleisch braucht es 13 Mal mehr Fläche als für ein KilogrammHülsenfrüchte.***Wiewär’salsomal miteinerleckerenveganenLinsen-Bolognese?
Hiergeht’szumRezept
ZERO WASTE: RESTE, DIE KEINE SIND
Zero Waste in der Küche heißt, Lebensmittel wertzuschätzen und möglichst zur Gänze zu verwerten.
Häufig landen Gemüsereste wie Schalen oder Strünke im Müll, obwohl sie voller Geschmack stecken. Kohlrabi-, Radieschen- oder Karottengrün lassen sich z. B. mit Nüssen, Öl und Hartkäse zu Pesto mixen. Mit Kräuterstielen, Strünken und Schalen lässt sich eine aromatische Brühe kochen, überreife Früchte landen in Smoothies, und altes Brot wird zu Chips oder Knödeln. So sorgt Zero Waste auch noch für kreative Gerichte.




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Foodsharing ist eine Initiative gegen Lebensmittelverschwendung. Dabei werden nicht verwendete, noch genießbare Lebensmittel weitergegeben statt weggeworfen. Geschäfte bieten Essen oft über Online-Plattformen oder Abholstationen an. Die Too-Good-To-Go-App oder die Website www.foodsharing.de sind hier Beispiele. Lebensmittel können aber genauso im Freundes-, im Bekanntenkreis oder sogar im Büro unkompliziert getauscht werden.
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3 NOCH MEHR IDEEN FÜR EINE GANZHEITLICHE
Sich regional und saisonal –z. B. mit Hilfe eines Saisonkalenders – zu versorgen, ist ein weiterer wichtiger Hebel für mehr Umweltbewusstsein beim Essen. Es ist aber kein Schwarz-Weiß-Thema. Studien zeigen: Entscheidend sind nicht nur die Nähe der Produktion und die Saisonalität, sondern auch die Produktionsweise der Lebensmittel insgesamt. So kann eine BioTomate aus Italien in der Klimabilanz besser abschneiden als eine Glashaustomate aus der Region.**
Nicht nur Lebensmittel und deren Zubereitung haben Auswirkung auf die Umwelt, auch die Verpackung. Mehr- statt Einwegverpackungen machen die Küche sofort klimafreundlicher. Verschließbare Boxen aus Glas oder Edelstahl beispielsweise halten Essen länger frisch. Stoffbeutel oder Bienenwachstücher ersetzen Plastiktüten und -folien, Pfandgläser sind gute Vorratshelfer. Wer umsteigt, spart jede Menge Müll ein.


* Universität Wien („Wie hängen Ernährung und Klimawandel zusammen?“, 2024, online)
** Schweizer Bundesamt für Umwelt („Life cycle assessment of tomatoes and green beans production“, 2021), IFEU-Institut, Heidelberg („Ökologische Fußabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland“, 2020)
***WWF („Hunger auf Land“, 2016)

GENIESSEN GANZ OHNE
VERSCHWENDEN: OB MIT
SCHNELLEM MEAL PREP
ODER MIT ENTSPANNTEM
BATCH COOKING – IN DIESEN
GERICHTEN BEKOMMEN ÜBRIG
GEBLIEBENE ZUTATEN EINE
ZWEITE CHANCE. STATT LEBENSMITTEL WEGZUWERFEN, ZAUBERN WIR AUS RESTEN IM HANDUMDREHEN KREATIVE GERICHTE. AUS WENIG WIRD SOMIT EINFACH LECKER!
2 Portionen | Dauer: ca. 20 Minuten
ZUTATEN
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Dose Kokosmilch
1 – 2 EL Curry süß
1 gelber Paprika
200 g Tofu natur etwas Radieschen
200 g Dinkelreis, gekocht etwas Brokkoli, gekocht
ZUBEREITUNG
Zwiebel und Knoblauch klein schneiden und in einem Kochtopf mit etwas Pflanzenöl anrösten.

Pflanzenöl
Ayurvedisches Zaubersalz®
Pfeffer schwarz
Mit Keim-Trio gezogene
Sprossen
Tipp: Die Gemüsesorten können beliebig getauscht werden, je nachdem, was im Kühlschrank noch übrig ist.
Paprika und Tofu in Würfel schneiden.
Anschließend Dinkelreis, Tofu, Brokkoli und Paprika in den Topf geben und mit Kokosmilch fgießen. Mit dem Curry, Zaubersalz und Pfeffer würzen und abschmecken.

SELBSTGEZOGENE SPROSSEN BENÖTIGEN EIN
PAAR TAGE, BIS DU SIE VERWENDEN KANNST. SIE
WACHSEN AUF KLEINSTEM RAUM UND BRAUCHEN
WEDER ERDE NOCH DÜNGER. HIER FINDEST DU EINE ANLEITUNG ZUM SPROSSENGLÜCK:


Abschließend Radieschen in Scheiben schneiden und das Curry mit Sprossen und Radieschen garnieren.

DER FRISCHEKICK FÜR JEDES GERICHT: DAS KEIM-TRIO AUS LINSEN, RADIESCHEN UND SENFKÖRNERN WÄCHST














Je bunter, desto leckerer: Genaue Rezeptangaben brauchst du für das RestlosGlücklichGericht nicht, denn du kannst es immer wieder neu erfinden. Übrig gebliebenes Gemüse der Saison wird mit Reis, Hirse, Erdäpfeln oder Nudeln angebraten.
Das Beste für Reste Gewürz bringt die nötige Würze, und auch beim Topping gilt: Reste zuerst. Nüsse, Samen und Sprossen passen zu fast allen pikanten Gerichten.
Dauer: ca. 20 Minuten
ZUTATEN
Erdäpfel (Kartoffeln), gekocht
Dinkelreis, gekocht
Brokkoli, gekocht
Karotten
Das Beste für Reste Gewürz
Pflanzenöl
Ayurvedisches Zaubersalz® gemischte Salatblätter oder Rucola grob gehackte Nüsse zum Bestreuen


DAS GEWÜRZALLROUNDHOLT DAS BESTE AUS RESTEN – OB NUDELN, REIS ODER GEMÜSE!

zusammen mit dem Brokkoli dazugeben und anschwitzen. Derweil die Salatblätter waschen.
Die Mischung mit dem Das Beste für Reste Gewürz und etwas Salz abschmecken.
Mit Salat und Nüssen garnieren. Dazu passt auch ein einfaches Essig-Öl-Salatdressing.



Das Schwarzbrot in Würfel schneiden und mit lauwarmer Milch übergießen. Kurz ziehen lassen und dann mit den restlichen Zutaten gut vermischen.
Nun das Waffeleisen vorheizen und mit etwas Bratöl bestreichen. Pro Waffel 4 EL Brotmasse in das Waffeleisen geben und goldbraun backen.
Für den Avocado-Ei-Salat die Eier sowie die geschälte Avocado und die Tomaten in Würfel schneiden und mit den Zutaten für den Salat


DAS EIERSPEISGEWÜRZ BRINGT ABWECHSLUNG INS EI-NERLEI, UND DER GEKEIMTE SPROSSENMIX DIE FRISCHE.

4 Portionen | Dauer: ca. 30 Minuten ZUTATEN
250 g altes Schwarzbrot
200 ml Milch
2 Eier
2 EL Semmelbrösel
80 g geriebener Bergkäse
2 EL Das Beste für Reste Gewürz Ayurvedisches Zaubersalz® Pfeffer schwarz




ZUBEREITUNG
Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Eier mit dem Roh-Rohrzucker, Vanillezucker und Öl schaumig schlagen. Mehl, Backpulver und Wasser unterrühren.
Die Hälfte des Teigs mit dem Kaffeesatz und 1 Tasse Espresso mischen und je nach Belieben Kakaonibs hinzufügen.
In die andere Hälfte des Teigs das ätherische Gewürzöl
Vanille hinzufügen.
Anschließend zuerst den hellen Teig in eine befettete und bemehlte Kuchenform geben, danach den dunklen Teig und bei 200 °C ca. 40 Min. backen.
Wir haben für dieses Rezept eine Tasse mit 150 ml Fassungsvermögen verwendet.


Für 1 Kuchenform | Dauer: ca. 60 Minuten
ZUTATEN
4 Eier
1 Tasse Roh-Rohrzucker 8 g Vanillezucker 1/2 Tasse Pflanzenöl 1/2 Tasse Wasser 1 Tasse Mehl (Vollkorn- oder z.B. 1Buchweizenmehl)
Pkg. Backpulver 1 Tasse Espresso 25 g 3etwasKaffesatzKakaonibs Tropfen ätherischesVanille-Extrakt Gewürzöl
DER GEHÖRT IN JEDE BACKSTUBE: FEINSTE VANILLE BETTET SICH IN RÜBENZUCKER.


Voller Tatendrang
Ihr kommt gern zum Essen zusammen? Dieses Kreativprojekt verbindet, bringt Spaß und schafft eine einzigartige Erinnerung.


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Mal-Mahl

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So geht’s
Ihr braucht: ein Tischtuch, ökologische Textilfarbe, Pinsel, Messer, Gemüsereste (Erdäpfel, Paprika o. ä.) zum Stempeln, Kreativität und Mut zur Farbe
1. Schnitzt euch vor dem Essen Motive oder Buchstaben als Gemüsestempel.


2. Wählt eure Lieblingsfarbe und tränkt damit die Stempel für den Druck. Ihr könnt auch die Hände für eigene Fingerabdrücke nehmen.
Ein Tischtuch wird zur Leinwand für eure Ideen und Gedanken – hierfür eignen sich auch alte, unifarbene Stoffbahnen oder Bettlaken. Und damit wird die Küche gleich doppelt zum Atelier: mit Kochkunst am Herd und Mitmachkunst am Tisch! Nutzt direkt die Gemüseabschnitte vom Kochen für eure bunten Stempeleien. Dieses Mal-Mahl schmeckt wirklich allen, die an der großen Tafel Platz finden. Wer wo gesessen hat, zeigt sich anhand der hinterlassenen Abdrucke. Und was aufgetischt wurde ebenso, denn versehentliche Klecker-Kleckse verraten das Menü. Auch diese Geschichte erzählt uns das Tischtuch. 4
3. Macht euren Platz an der Tafel bunt! Beim Essen die Motive in Ruhe trocknen lassen.
4. Fertig ist das persönliche Unikat!

Es war einmal ein Ort namens SONNENTOR, wo Sonnenlicht, Bio-Kräuter und gute Laune regierten. Die Menschen dort waren fröhlich, denn sie stellten aus besten Zutaten den allseits beliebten Gute Laune Tee her. Jeden Tag wurden Kräuter angeliefert, gemischt und verpackt. Überall lag ein fröhliches Lächeln in der Luft. Wirklich überall? Nicht ganz, denn ein Bewohner namens Sunny hatte schlechte Laune. Bei der Anlieferung der Kräuterschätze war nämlich ein Loch in einem der Säcke entstanden. Unzählige Samen purzelten heraus und verteilten sich in alle Himmelsrichtungen. Missmutig machte Sunny sich daran, jedes einzelne Samenkorn wieder einzusammeln.
DAS VERSCHWINDEN DES SAMENKORNS
Ein kleiner Samen aber rutschte unbemerkt in einen Spalt im Boden und fiel und fiel und fiel, bis er schließlich weit entfernt liegen blieb. Eine Zeit lang passierte nichts. Doch eines schicksalhaften Tages brach die Hülle des Samenkorns auf, und kleine Wurzeln drängten nach draußen. Sie wurden länger und verzweigter, bis sich
schließlich ein grüner Trieb an die Oberfläche kämpfte – in einer Welt weit, weit weg von SONNENTOR.
Der Trieb war in einer alternativen Realität namens Schattenpforte aufgegangen. Diese war ganz anders als die nachhaltige SONNENTOR Welt. Dichte Wolken hingen in der Luft und verwehrten den Blick auf die Sonne. So trist wie der Himmel war auch die Laune der Menschen, die hier arbeiteten. Tagein, tagaus trugen sie Atemschutz und Stirnlampen. Mit Erdöl betriebene Fahrzeuge lieferten Rohwaren an, und ein Gaskraftwerk versorgte sie mit Energie, um Schlechte Laune Tee zu produzieren. Wo war der kleine Trieb hier nur gelandet? Am liebsten hätte er sich wieder in sein Samenkorn zurückgezogen.
Glücklicherweise stolperte kurze Zeit später ein Bewohner von Schattenpforte namens Cloudy über das kleine Pflänzchen und hegte und pflegte es von da an. Schon bald war der kleine Trieb gar nicht mehr klein. Er war zu einer stattlichen Pflanze herangewachsen. Seine Wurzeln lockerten das


Erdreich auf, wodurch der Spalt in der Erde größer und größer wurde, bis schließlich ein Tunnel entstand. Am anderen Ende des Stollens leuchtete ein Licht, so hell, wie Cloudy es noch nie gesehen hatte. Schnell rief er die Bewohner:innen von Schattenpforte herbei. Einer nach dem anderen kletterten sie in den Tunnel hinein. Immer weiter Richtung Sonnenlicht, bis sie schließlich das andere Ende erreichten.
Bei SONNENTOR angekommen, staunten Cloudy und seine Kolleg:innen über den Anblick, der sich ihnen bot. Es war so hell, und die Luft war so rein, dass sie






ihre Stirnlampen und Atemschutzmasken gar nicht brauchten. Noch bevor sie alles erspähen konnten, wurden die Besucher:innen von einem aufgeregten Sunny empfangen. Er führte sie über das ganze Gelände, vorbei an Kräuterfeldern, hin zu den mit Photovoltaik-Paneelen bedeckten Hallen. Vor den Toren wartete bereits ein elektrisch betriebenes Lastauto, um die frischen Waren auszuliefern.
SCHATTENPFORTE GEHT
EIN LICHT AUF
Interessiert lauschten die Bewohner:innen von Schattenpforte Sunnys Erzählungen über biologische Landwirtschaft, nachwachsende Rohstoffe und nachhal-
Denn an jeder guten Geschichte ist ein Körnchen Wahrheit dran. Die fiktive Geschichte von Schattenpforte zeigt eine Welt ohne Investitionen in nachhaltige Energieträger und -anlagen. Die Realität ist natürlich nicht so schwarz-weiß wie im Märchen, sondern besteht aus vielen Grautönen. Bei SONNENTOR setzen wir auf HackschnitzelAnlage, Grünstrom und PV-Anlagen, HVO-Diesel für unseren Fuhrpark sowie geschlossene Kreisläufe und Umweltmanagement. Dadurch konnten wir unseren CO2Fußabdruck in den vergangenen Jahren immer weiter senken. 82 Tonnen CO2-eq hat SONNENTOR im Jahr 2024/25 am Standort Sprögnitz emittiert.

Für das fiktive Unternehmen Schattenpforte – unseren „fossilen Zwilling“ – sind es bei gleichem Energiebedarf ganze 718 Tonnen CO2-eq.
Und unsere Geschichte ist noch nicht zu Ende. Ab 1. April 2028 wollen wir in unserem Herbquarter in Sprögnitz zur Gänze frei von fossilen Emissionen sein. Mit 1. April 2030 werden auch unsere anderen Produktionsstandorte diesen Meilenstein erreichen.
Folge uns auf unserer Mission-Null-Emission!



tiges Wirtschaften im Kreislauf der Na tur. Vollgepackt mit vielen Ideen und einer Handvoll Samenkörner kehrten sie schließlich zurück nach Schattenpforte. Nach und nach wurde auch ihre Welt grüner, heller und lebenswerter. Die neuen Pflanzen verbesserten den Boden und reinigten die Luft. Mit den Pflanzenabfällen wurde Wärme erzeugt, wodurch immer weniger fossile Rohstoffe benötigt wurden. Die Menschen bemerkten außerdem, dass manche Pflanzen an ihrem


Standort besonders gut wuchsen, und spezialisierten sich auf ihren Anbau.
Die Verbindung zu SONNENTOR blieb bestehen. Regelmäßig besuchten sich die Bewohner:innen gegenseitig und betrieben direkten Handel. So konnten beide Seiten von der großen Vielfalt profitieren. Und schon bald gab es neben dem Gute Laune Tee und dem Schlechte Laune Tee zahlreiche andere Mischungen.

Und die Moral von der Geschichte: Schon ein kleiner Samen kann der Beginn eines großen Wandels sein – auch über scheinbar unüberwindbare Grenzen hinweg!




Damit du guten Gewissens deine Lieblingskaffeespezialiäten genießen kannst, gibt es seit vielen Jahren bewährte, direkte Beziehungen auf Augenhöhe mit den Bohnenproduzent:innen. Denn für SONNENTOR ist klar: Auch wenn es einmal eng wird, lässt man seine Partner:innen nicht im Regen stehen. Wie konnte es überhaupt soweit kommen? Kaffee ist auf dem Weltmarkt zum schwarzen Gold geworden – und damit zum Spekulationsobjekt, das die Preise stark schwanken lässt. Wenn Investor:innen glauben, dass Kaffee bald teurer wird, kaufen sie große Mengen davon auf. Der Effekt: Die Preise steigen. Dazu kommen noch die Auswirkungen des Klimawandels: Zunehmend können extreme Wetterausschläge wie
KAFFEEKULTUR STATT KOMMERZ
Zum Glück haben die Bohnen nicht nur einen Börsenwert, sondern sind vor allem gesellschaftlich unbezahlbar: In Europa waren Kaffeehäuser Keimzelle politischer Entwicklungen. Die Zubereitungsarten selbst gelten als Kulturgut; die türkische und arabische Tradition sind sogar Unesco-Welterbe. Und der ikonische Bialetti-Kocher aus Italien hat es ins Museum of Modern Art nach New York geschafft.
WARUM SIE IHREN PREIS HAT UND DIESER IN BEWEGUNG IST.
Dürreperioden, anhaltender Regen zum falschen Zeitpunkt oder heftige Stürme die Ernte beeinträchtigen. Hinzu kommt in vielen Anbauregionen der Arbeitskräftemangel durch Landflucht. Diese Faktoren können die Erntemengen und damit das Angebot an Kaffee verringern – und den Preis automatisch anheben. SONNENTOR kann das alles nicht beeinflussen und zahlt den Partner:innen natürlich trotz dieser angespannten Marktlage die vereinbarten, stabilen Preise. Das sichert die Lebensgrundlage der Bauernfamilien. Deswegen steigen die Preise – und sinken wieder, wenn es die Marktlage erlaubt. Im Begriff Wertschätzung steckt der Wert, und den kannst du mit jeder Tasse Kaffee schmecken. Und in dem Wort steckt auch der Schatz: Lasst ihn uns gemeinsam mit den Partner:innen von SONNENTOR weiterhin hüten!
Entdecke das Kaffeeanbauprojekt in Peru:

Einkäuferin Gerti. Sie ist passionierte Schatzsucherin und in Mittel- und Südamerika den besten Bohnen auf der Spur.
Wie läuft die Zusammenarbeit in den Anbauländern, und was schätzt du daran?
Wir haben in jedem Land eine zentrale Ansprechperson, mit der wir uns laufend austauschen. Diese koordiniert den Anbau und den Transport mit den einzelnen Kaffee-Bäuerinnen und -Bau e rn. Wenn wir selbst vor Ort sind, besuchen wir die Bauernfamilien persönlich. Was man dort lernen kann: Zufriedenheit, Demut, Dankbarkeit. Und dass wir landwirtschaftliche Produkte noch viel mehr schätzen sollten.
Was beeindruckt dich bei den Partner:innen besonders?
Die Menschen strahlen, sind herzlich, gastfreundlich und einfach dankbar. Sie bereiten für einen Besuch von uns alles sehr gut vor und sind stolz, ihre Kaffee-Fincas herzeigen zu können. So gut wie alles muss hän-

disch bewältigt werden, weil der Arabica-Kaffee auf über 1200 Metern wächst, meist an Hängen oder tief im Dschungel. Die Bearbeitung ist sehr aufwendig und mit viel Einsatz und Kraft verbunden. Der Transport ist oft nur mit Mulis möglich, da es teilweise keine befahrbaren Straßen gibt.
Was macht SONNENTOR am Markt anders?
Wir sind bereit, einen höheren Kaffeepreis als den von der Börse notierten zu bezahlen. Wir stellen damit sicher, dass auch bei angespannter Marktlage die Bäuerinnen und Bauern fair bezahlt werden und sich weiterentwickeln können. Die Menschen vor Ort haben durch persönliche Besuche verstanden, dass wir bei SONNENTOR hohe Ansprüche haben, und sie sorgen dafür, dass wir die bestmögliche Bohnenqualität erhalten.




VERFÜHRUNG HÜBSCH VERPACKT


Ob klassischer Espresso mit intensiven Röstnoten und Nuancen feinster Bitterschokolade oder die milde Melange mit nussigem Aroma und zarter Säure – was beide Sorten eint: Am liebsten werden Bio-Bohnen aus direktem Handel mit den festen Anbaupartner:innen von SONNENTOR verwendet.

Die Natur hat mehr zu bieten als das ewige Fressen und gefressen werden.
In Symbiosen überwinden Flora und Fauna übliche Nahrungsketten und knüpfen lieber Freundschaftsbande.

Text: INGO HILDEBRAND
Die Zehen versinken fast im Moos. Die Fußsohlen spüren die Feuchtigkeit. Das Körpergewicht drückt den weichen, grünen Waldteppich zusammen wie einen Schwamm. Jeder Schritt wird mit Bedacht gesetzt, denn kleine Zweige kitzeln hier und da die neugierige Haut mit ihren knorrigen Mäntelchen aus Flechten. Wer barfuß im Wald unterwegs ist, entdeckt die Zusammenhänge in der Natur mit allen Sinnen. Ausprobieren könnt ihr das zum Beispiel im Wald-Reich, dem spannenden Naturerlebnis-Ort von SONNENTOR im Waldviertel, ganz in der Nähe der Unternehmensheimat in Sprögnitz. Wer in der Natur nach gelungenen Partnerschaften sucht, findet in den unscheinbaren Flechten am Waldboden ein beeindruckendes Beispiel. Als Pioniere sind Flechten in unwirtlichen Steinwüsten in kalten Regionen oder im Hochgebirge oft die Boten ersten Lebens.
Dabei sind sie keine reinen Pflanzen, auch wenn sie auf den ersten Blick so aussehen. Biologisch betrachtet sind Flechten Symbiosen aus zwei unterschiedlichen Organismen: einem Pilz und einer Alge oder einem Cyanobakterium. Der Pilz bildet das schützende Gerüst, speichert Wasser und Mineralstoffe und schützt vor Austrocknung. Die Alge wiederum betreibt Photosynthese und produziert energiereiche Zuckerstoffe, von denen beide Partner leben. Erst diese Arbeitsteilung macht es Flechten möglich, extreme Lebensräume, wie karge Felsen oder Baumrinden, zu besiedeln. Doch was zeichnet eine Symbiose in der Natur eigentlich aus? Der Begriff beschreibt eine enge Lebensgemeinschaft unterschiedlicher Arten, von der alle Beteiligten profitieren.
TAUSCHE WASSER GEGEN
ren feines Geflecht die Baumwurzeln umhüllt oder durchdringt. Die Pilze vergrößern die Aufnahmefläche der Wurzeln um ein Vielfaches und versorgen den Baum mit Wasser und Mineralstoffen. Im Gegenzug erhalten sie Zucker aus der Photosynthese des Baums. Ohne diese unsichtbare Zusammenarbeit könnten viele Wälder weder wachsen noch langfristig bestehen.
ZWIEBELGERUCH FREUT DIE KAROTTE
So schützen und unterstützen sich beide Pflanzen gegenseitig – ganz ohne Chemie. Ein weiteres schönes Beispiel für Mischkultur im Garten ist das sogenannte „Drei-Schwestern-Beet“ mit Mais, Bohnen und Kürbis: Die hohen Maispflanzen geben den Bohnen Halt, an ihnen können sie hochklettern. Gleichzeitig reichern die Bohnen den Boden mit Stickstoff an, den Mais und Kürbis für ihr Wachstum nutzen. Der Kürbis breitet seine großen Blätter am Boden aus, beschattet die Erde und hält anderen Bewuchs fern. Auch im Kräutergarten spielen gute Beziehungen eine Rolle: Wusstet ihr, dass Schnittlauch durch Schwefelverbindungen Blattläuse vertreiben und Pilzkrankheiten im Boden verhinden kann? Das freut zum Beispiel die Petersilie, die in direkter Nachbarschaft besser wächst.
Schauen wir noch einmal ins WaldReich: Pilze spielen nicht nur bei Flechten, sondern auch im Zusammenhang mit Bäumen eine wichtige Rolle. Fast alle Bäume leben in enger Verbindung mit den sogenannten Mykorrhiza-Pilzen, de-
Dass sich manche Pflanzenarten untereinander besonders gut verstehen, können wir Menschen uns übrigens zunutze machen. Beste Beispiele hierfür findet ihr wiederum bei SONNENTOR vor Ort –und zwar in den bunten Beeten der Permakultur auf dem Frei-Hof. Hier wachsen Karotten und Zwiebeln gemeinsam neben- und miteinander: Die Zwiebeln geben einen starken Geruch ab, der viele Schädlinge wie die Karottenfliege fernhält. Gleichzeitig lockern die langen Wurzeln der Karotten den Boden auf, sodass die Zwiebeln besser gedeihen.







SUPER TEAMWORK!
DIE NATUR ENTWICKELT VIEL KREATIVITÄT, WENN
ES UMS GEMEINSAME ÜBERLEBEN GEHT.

ENTDECKT DAS NATÜRLICHE
ZUSAMMENSPIEL UNTER DEM BLÄTTERDACH IN SPRÖGNITZ!

Und auch Tiere beteiligen sich an gewinnbringenden Kooperationen: Wenn es auf dem Frei-Hof oder in eurem eigenen Kräutergarten brummt und summt, dann sind tierische Bestäuber am Werk. Nektar und Pollen sind für Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge eine wichtige Nahrung. Wenn sie eine Blüte besuchen, bleibt dabei Pollen an ihnen hängen. Fliegen sie zur nächsten Blüte, streifen sie diesen Pollen wieder ab. So wird die Pflanze bestäubt, und sie kann Samen und Früchte bilden. Der Bestäuber bekommt Energie zum Leben, und die Pflanze kann sich vermehren.
SCHON CHARLES DARWIN AHNTE ES

DER FREI-HOF VON SONNENTOR
ZEIGT DEN KREISLAUF DER NATUR IN DEN GEMÜSEBEETEN.

GESCHICKT IN GRUPPEN GEPFLANZT – DAMIT KÖNNT
IHR DIE ERNTE GANZ NATÜRLICH VERBESSERN.
Dass solche Beziehungen oft das Ergebnis langer gemeinsamer Entwicklung sind, zeigte bereits Charles Darwin. Als der Evolutionsforscher im 19. Jahrhundert eine Orchidee mit einem extrem langen Nektarsporn beschrieb, schloss er daraus, dass es einen Bestäuber mit ebenso langem Saugrüssel geben müsse. Erst Jahrzehnte später wurde der entsprechende Nachtfalter tatsächlich entdeckt. Pflanze und Insekt hatten sich über Generationen präzise aufeinander abgestimmt – eine klassische Bestäubungssymbiose.
Auch innerhalb einer Art ist Zusammenarbeit weit verbreitet. Vogelschwärme fliegen synchron, um Feinde zu verwirren und Energie zu sparen. Fischschwärme reagieren blitzschnell als Einheit und verringern so die Risiken für das einzelne Tier, gefressen zu werden. Viele Säugetiere leben in Gruppen und teilen Wachsamkeit, Wissen und Schutz. Kooperation – zwischen Arten wie innerhalb von Arten – ist damit kein romantischer Sonderfall, sondern ein Grundprinzip des Lebens. Die Natur erzählt also eine andere Geschichte als die vom ständigen Kampf. Sie zeigt, dass Stabilität, Vielfalt und Widerstandskraft dort entstehen, wo sich Lebewesen verbinden, ergänzen und gemeinsam Lösungen finden – oft leise und unscheinbar, aber unverzichtbar!

AMEISEN KÜMMERN SICH UM DIE SICHERHEIT UND WERDEN MIT HONIGTAU ENTLOHNT.

FELLPFLEGE PER SCHNABEL: DIE VÖGEL WERDEN SATT, DIE ZEBRAS SAUBER.
CLOWNFISCH/ ANEMONE

DER FISCH HEGT DIE PFLANZE, DIESE BESCHÜTZT IHN MIT IHREM GIFT.
Es tut sich was in Sachen Party-Spaß: Feiert die (Alkohol-)Freiheit – und ihr werdet mit einem klaren Kopf belohnt! Denn Gruppenzwang ist von gestern, heute schärft uns Abstinenz die Sinne. Also zum Wohl – auf einen trockenen „Sober Summer“!
Du liebst es, stundenlang mit Freund:innen zu plaudern, zu träumen, gemeinsam zu essen und das Leben zu feiern? Und du möchtest dabei bewusst genießen –ganz ohne oder mit weniger Alkohol? Wie schön! Alkoholfrei heißt längst nicht mehr Spielverderber oder Verzicht, sondern steht für Achtsamkeit, Leichtigkeit und ein neues entspanntes Miteinander, für einen klaren Kopf und guten Morgen danach.


setzt sich aus „mock“ (nachahmen) und „cocktail“ zusammen und beschreibt alkoholfreie Drinks, die klassischen Cocktails in nichts nachstehen – außer beim Promillewert.


… dass „Sober Bars“ längst die internationale Bar-Szene erobern? Die alkoholfreien Lokale definieren Genuss neu und setzen bewusst auf Nullprozentiges.
Ein Begriff, der für den Trend steht, ist „sober“. Er kommt aus dem Englischen und bedeutet schlicht „nüchtern“. Inzwischen steht er für eine bewusste Entscheidung, keinen oder weniger Alkohol zu trinken. Manche sprechen auch von „sober curious“: neugierig darauf, wie sich Feiern, Entspannen und Genießen ohne Alkohol anfühlen. Und diese Neugierde lässt sich ganz einfach befriedigen – am besten im Selbstversuch – mit köstlichen Alternativen. Früher hieß alkoholfrei oft nur: Saft oder Wasser. Heute heißt es zum Beispiel: Mocktail. Das Wort
GANZ NÜCHTERN BETRACHTET: MEHR MOCKTAILS BITTE! Alkoholfrei zu trinken, tut dem Körper gut. Besserer Schlaf, stabilerer Kreislauf, mehr Energie am nächsten Tag – das sind Erfahrungen, die viele machen, wenn sie öfter auf Alkohol verzichten. Gerade im Sommer, wenn Hitze und Alkohol keine ideale Kombination sind, fühlen sich leichte, alkoholfreie Drinks oft einfach stimmiger an. Immer mehr Gastgeber:innen bieten alkoholfreie Alternativen nicht als Ausnahme, sondern ganz selbstverständlich an. Wer allen Gästen etwas Attraktives einschenkt, nimmt dem Thema den Rechtfertigungszwang – und schafft eine entspanntere Atmosphäre für alle. Hundert Prozent Genuss geht auch ohne Promille!
… dass kalter Tee pure Erfrischung sein kann? Mit etwas Sprudelwasser wird der „Sparkling Tea“ zum prickelnden Lieblingsgetränk. Leicht, aromatisch und ganz ohne Promille.
… dass die Sirupe von SONNNENTOR alkoholfreien Drinks Geschmack geben und viele von ihnen natürlich gesüßt sind – ohne raffinierten Zucker? Verfeinert werden sie zum Beispiel mit Apfeldicksaft.

Schon durstig?
Leckere Mocktailrezepte findest du auf der nächsten Seite


ZUTATEN
Für ein Glas: 80 ml Sonnige Grüße Tee / 1 EL Tschin Tschin Sirup / 2 Handvoll Crushed Ice / 1 Zweig Rosmarin / etwas Mineralwasser / 2 EL Heidelbeeren (frisch oder TK) / 1 Tropfen Zitrone ätherisches
Gewürzöl
ZUBEREITUNG
Teebeutel mit kochendem Wasser aufgießen und 10 Min. ziehen lassen. Beiseitestellen und abkühlen lassen. Währenddessen Tschin Tschin Sirup, ätherisches
Gewürzöl und Heidelbeeren in ein Glas geben und zerstoßen. Crushed Ice in das Glas geben, bis es ¾ voll ist, und dann mit kaltem Tee aufgießen. Einen Schuss Mineralwasser hinzugeben und nach Belieben mit einem Fruchtspieß und Rosmarin garnieren.
BEERIG-HERBER GENUSS MIT FRISCHEM ROSMARIN
ZUTATEN
Für ein Glas: 1 EL Ingwer-Zitronen Sirup / etwas Zitronensaft / 3 Eiswürfel / 1/2 EL Matcha / 50 ml kaltes Wasser / 150 ml Sodawasser
ZUBEREITUNG
Den Sirup, Zitronensaft und die Eiswürfel in ein Glas geben. Das Matchapulver mit dem Besen (Chasen) und kaltem Wasser aufschlagen und ebenfalls dazugeben. Zum Schluss mit Soda aufgießen und einer Scheibe Zitrone dekorieren.

ERFRISCHENDE KOMBI FÜR DIE KIRSCHSAISON
ZUTATEN
Für zwei Gläser: 2 EL Kola Sirup / Eiswürfel / 2 Handvoll Kirschen / Rosmarin / Saft einer halben Limette
ZUBEREITUNG
Die Kirschen, Eiswürfel, Kola Sirup und den Saft einer halben Limette in einem Mixer vermengen und abschließend mit Kirschen und Rosmarin dekorieren.



Pure Aromen verzaubern mit viel Frucht und Frische (und ganz ohne
Prozente): Diesen Versuchungen geben wir uns gerne hin – und können
sie zügellos genießen. Wer vermisst da noch einen Rausch?
ZUTATEN
Für ein Glas: 2 EL Bergamotte Sirup / 250 ml Sprudelwasser / etwas Zitronenpfeffer / 2 Zitronenscheiben / etwas Gurke / Eiswürfel
ZUBEREITUNG


Die Gurke waschen und mit einem Sparschäler breite, dünne „Schlangen“ der Länge nach abschälen. Ein Longdrinkglas mit Eiswürfeln, Sprudelwasser und dem Sirup befüllen, vorsichtig umrühren. Dann mit 2 – 3 Gurken- schlangen und einer Zitronenscheibe befüllen. Abschließend noch mit einer Prise Zitronenpfeffer bestreuen und mit Zitrone nach Belieben garnieren. Servieren und sich erfrischen lassen!
PS: Je länger die Gurkenschlange vorm Servieren im Glas steckt, desto intensiver der frische Gurkengeschmack.
ZUTATEN
SONNENTOR Produkte unterstrichen!sind
FüreinGlas:2ELMojitoSirup/ 1 Handvoll Eiswürfel/ 1 Handvoll Erdbeeren/ Saft einer halben Limette/ etwas frische Minze
denDieErdbeeren,Eiswürfel,MojitoSirupund Saft einer halben Limette in einem Mixer vermengenundabschließend mit Minze und Erdbeeren dekorieren.

SCHÖN SÜSSLICH UND MINZIG-MUNTER


DIE NEUEN SIRUPE BERGAMOTTE UND ORANGE BITTER SIND AB MAI ERHÄLTLICH. AROMA TOTAL FÜR JEDEN GESCHMACK!



Ihre „Wiener Verführung“ hat SONNENTOR Fan Marlene jetzt immer dabei – dank eines kreativen Upcyclingprojekts. Aus den Verpackungen ihrer Lieblingssorte Espresso nähte sie diese beiden wundervollen Taschen. Der Schnitt für die kleine Boxybag heißt Frida und stammt von Cutting Corners Design. Der große Shopper ist eine Eigenkreation von Marlene. Neben Näh- und Upcyclingprojekten stickt, strickt und häkelt sie gerne. Ihr Motto: Hauptsache bunt.
Tipps aus der Community
Da passen die SONNENTOR Kaffeeverpackungen doch perfekt! Sie bestehen aus Kunststoff-Verbundfolie und gehören eigentlich in die Wertstofftonne. Als Grundstoff für Taschen gefallen sie uns natürlich viel besser.
Teilt eure Bastelprojekte mit uns: Hast auch du eine Idee, ein Upcycling-Projekt oder anderes Feedback für uns? Dann schreib uns: redaktion@sonnentor.at


Herausgeber:
SONNENTOR Kräuterhandelsgesellschaft mbH 3913 Sprögnitz 10, Österreich Telefon +43 2875-7256, office@sonnentor.at www.sonnentor.com
Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Johannes Gutmann, Manuela Raidl-Zeller Verantwortlich für den Inhalt (V.i.S.d.P.): Kristina Hummel, Marie-Theres Feytl-Chaloupek, Stefanie Tomaschitz
Verantwortlich für den Anzeigenteil: Cornelia Mayr Kontakt zur Redaktion: redaktion@sonnentor.at Alle Rechte vorbehalten. Druckfehler vorbehalten. Gesamtkonzept und Umsetzung:
TERRITORY GmbH
Carl-Bertelsmann-Straße 161, 33311 Gütersloh

Lead Art-Direktion: Georg Gorontzi
Chefredaktion: Jessica Pankoke
Redaktion: Ingo Hildebrand
Autorin: Andrea Pölz
Executive Director Client Services: Martin Beike
Brandmanagement: Anna Laoutoumai
Projektmanagement: Friederike Halemeyer
Schlussredaktion: Ingo Hildebrand
Lektorat: Helge Hopp
Titelillustration: TERRITORY GmbH
Druck: Druckerei Janetschek GmbH
Brunfeldstraße 2, 3860 Heidenreichstein, Österreich
Klimaneutral gedruckt auf 100 % Recyclingpapier, chlorfrei gebleicht
Redaktionsschluss: 17.3.2026
Erscheinungsweise: FREUDE erscheint zweimal jährlich.
Bildnachweise: TERRITORY GMBH (10); Sonnentor (1–9, 14–24, 36)
GettyImages ( aleksandarvelasevic (24/25), sergio34 (1–9, 14–23, 26/27, 28–36), applemoment (2, 5/6, 9/10, 24/25, 36), -slav-(8), George Stan (10), saemilee (10), Liliya Krueger (12/13), PJ_nice (12/13), saemilee (12/13), Oleg Lyfar (23) Polina Tomtosova (23), olegagafonov (23), ShutterOK (24/25), Ekonst(26/27), MicrovOne(26/27), Luca Gialdini (30), seeer / Imazins(30), Robby_Holmwood ( 30), Juj Winn(31), -slav- (31-33), Katsumi Murouchi (35), Warmworld (35), Yuliya Kachan (35), Alhontess (35)
Bei allen nicht angeführten Bildern gilt das Copyright von SONNENTOR.
Natürlich haltbar Ganze Senfkörner sind eine unverzichtbare Zutat für Eingelegtes. Sie geben ein mild-würziges Aroma ab und sind natürlich konservierend.
Farbenspiel
Senfkörner gibt es in Schwarz und Gelb. Besonders gern werden die scharf-würzigen Körnchen zum Kochen, Einlegen, zur Herstellung von Senf oder zur Anzucht von Sprossen verwendet. Während gelber Senf vor allem in europäische Kochtöpfe wandert, setzt man in Indien hauptsächlich auf die schwarzen Scharfmacher.
Das enthaltene Senföl besitzt antibakterielle und antivirale Eigenschaften.
Der Scharfmacher ist ein Kreuzblütengewächs und gedeiht in ganz Europa, auch in Österreich, und darüber hinaus. Der intensive Geschmack der Senfkörner entsteht allerdings erst, wenn die ätherischen Öle freigesetzt werden, allen voran die Senfglykoside. Daher schmeckt ein Senfkorn, wenn man es zerkaut, zuerst süß-nussig, erst nach einiger Zeit wird es scharf. Um den Körnern die nussigen Aromen zu entlocken, röstet man sie kurz vor der Verwendung in einer Pfanne an. Mehr Kräuterwissen findet ihr unter: www.sonnentor.com/kraeuterkraft





Gemeinsam gelingt, was einzeln unmöglich scheint


