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DAS MAGAZIN FÜR BAUEN & WOHNEN
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Feick milie bei Fa hnsen in A
bauen und modernisieren
wohnen und einrichten
garten und terrasse
Die aktuellen Trends fürs Badezimmer erinnern irgendwie an die Siebziger – kommen aber viel moderner und farbenfroher daher.
Wie sehen die angesagten Wohntrends für 2017 aus? In diesem Magazin zeigen wir die Top 10 der aktuellen Einrichtungsideen.
Er breitet sich immer mehr aus und fällt in Heerscharen über die Pflanzen her: Doch was hilft gegen den Buchsbaumzünsler?
Ein Magazin der Schaumburger Nachrichten | April 2017
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inhalt
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bauen und modernisieren
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Inhalt
Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
Eine Oase für viel Leben Seite 16
wohnen und einrichten
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Die Siebziger im neuen Chic
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Ab in die Rinne
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Die neue Dimension der Sauberkeit
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Schöner Schein mit Schattenseiten
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Ein Glas-Raum als Glas-Traum
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Eine gelungene Kombination
14 | Darf der das? 16 | Eine Oase für viel Leben
Marmormöbel sind im Kommen Seite 28
garten und terrasse
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Stromkosten im Griff?
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Karl, mir ist zu kalt
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Die Top 10 der Wohntrends 2017
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Marmormöbel sind im Kommen
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Sicher, belastbar und schadstoffarm
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Die kleinen Lebensretter
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Die Küchenprofi s
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Schlafen wie auf Wolken – oder doch nicht?
Gemütliche Gartenzeit Seite 36
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Gemütliche Gartenzeit
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Die böse Raupe Nimmersatt
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Ideal für Gartengeräte
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Der Hängende wächst kriechend
Gefühlt war gestern noch Weihnachten und Winter, während sich Kopf und Bauch jetzt bereits auf den Sommer freuen. In so schnelllebigen Zeiten tut es gut, wenn man mal innehalten und durchschnaufen kann. Und wo gelingt dies besser als daheim? Wie das ideale Zuhause aussieht, bleibt dabei natürlich jedem selbst überlassen. Wie es aussehen könnte, zeigen die aktuellen Wohn- und Einrichtungstrends für 2017. Diesem Thema widmen wir mehrere Seiten in diesem Magazin. Und weil im Frühjahr bekanntermaßen auch die heimische Freiluftsaison nicht mehr weit weg ist, hat unsere Redaktion auch die neuesten Trends für Garten, Balkon und Terrasse aufgespürt. All dies – und vieles mehr – lesen Sie in dieser neuen Ausgabe von „4 Wände“. Hierbei wünsche ich Ihnen viel Spaß.
Markus Bruns, Verlagsleitung Schaumburger Nachrichten
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Zur neuen Wohnlichkeit im Badezimmer gehรถren Mรถbel, die auch im Wohnzimmer Foto: VDS Platz finden kรถnnten.
Die Siebziger im neuen Chic
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Neue Designs versprechen schnelleres Umgestalten im Badezimmer: Die Badewanne und das Waschbecken bestehen hier aus einem Körper aus Stahl und Emaille, sind aber überzogen mit einem gewebten, wasser- und klimaresistenten Stoff. Foto: VDS
Auf der Sanitärmesse ISH in Frankfurt haben Badeinrichter die neuesten Trends fürs Badezimmer gezeigt. Der erste Einblick war etwas gewöhnungsbedürftig: Denn der Einrichtungsstil der siebziger Jahre soll zurückkehren - jedoch nicht in Bahama-Beige oder Moosgrün.
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ie siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts haben es mit den Badezimmern nicht immer gut gemeint: Fliesen, Wanne, Toilette und Waschbecken trugen verwaschene Farben mit den schönen Namen Bahama-Beige und Moosgrün. Auch Braun war damals beliebt. Wer heute so ein Badezimmer sieht, ist meist wenig begeistert. Die Branchenexperten erwarten nun allerdings, dass ausgerechnet der Stil der Siebziger zum Vorbild für die Gestaltung neuer Badezimmers wird. Das war jedenfalls der Tenor der Messe ISH im vergangenen Monat.
Wie kann das sein? Kommt wirklich das wieder, was wir gerade erst hinausgeworfen haben? „Man muss erstmal zurückschauen“, sagt der Trendforscher Frank A. Reinhardt, der für die Messe eine Ausstellung konzipiert hat. Die beliebten Siebziger-Farben hielten sich ziemlich lange im Badezimmer, denn dieser Raum werde ja nicht allzu oft umgebaut. Nach und nach löste jedoch Weiß das Sandbeige und typische Grün ab. „Heute ist die Keramik zu 90 Prozent weiß“, sagt Reinhardt.
Und genau das ist auch die beruhigende Nachricht: An dieser Farbgebung wird sich nach Ansicht des Experten nicht viel ändern. „Die Siebziger kommen viel subtiler und in Akzenten zurück“, erläutert Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS). Zwar gibt es heute auch im Badezimmer – wie im gesamten Wohnbereich – den alles andere überschattenden Megatrend Individualisierung. „Man kann sich also letztlich aussuchen, was man eben möchte“, sagt ISHSprecher Stefan Seitz. „Inzwischen ist auch die Palette der Keramikfarben breitgefächert.“
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Die Möbelfirma Team 7 und der Badeinrichter Keuco haben gemeinsam die Edition Lignatur mit Möbeln aus Massivholz kreiert. Foto: Keuco
Dennoch werden nach Ansicht der Experten die Keramiken zum großen Teil weiß bleiben. Im Massengeschäft würden die fest installierten Elemente im Bad „zeitlos und klassisch“ daherkommen, so Wischmann. Insgesamt erwarten die Experten eine Farbpalette aus hellen bis dunklen Grautönen, Cremeweiß und angegrauten Weißtönen sowie begleitende Rosé-Töne.
Das heißt: Nicht die Keramik ist der Hingucker. Gestaltet wird das Bad vor allem über Möbel und Accessoires – die zudem nicht mehr wirken, als seien sie klassische Gegenstände für eine Nasszelle. Sondern die neuen Kollektionen der Hersteller könnten auch im Wohnzimmer Platz finden. Und hierfür kommt dann eben der Stil der Siebziger ins Spiel.
Insgesamt soll das Badezimmer wohnlicher wirken. „Dieser Raum soll heute nicht mehr nur zweckmäßig sein wie früher, sondern auch optisch ansprechend“, sagt Branchensprecher Wischmann. Denn heute verbringen die Menschen darin viel mehr Zeit. „Man geht nicht mehr nur auf die Toilette und duscht“, sagt Reinhardt. „Man hält sich darin immer länger auf.“ Als Konsequenz gibt es inzwischen stilvollere Schränke und Regale, die mehr Stauraum bieten. Und sogar Stühle, Tische, Liegen und Sofas stehen mittlerweile im Badezimmer.
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Das Badezimmer bekommt eine neue Rolle: Es soll nicht nur Spa werden – bei ausreichend Platz zieht auch das Fitnessstudio ein. Foto: VDS
Das Angebot wächst jedenfalls, wie ein ISH-Besuch deutlich gezeigt hat: Villeroy & Boch hat zum Beispiel die neue Komplettkollektion Finion aus Badkeramik, Möbel und Beleuchtungskonzept vorgestellt. Die Möbel haben grifflose Türen, Push-to-openAuszüge und sogar integrierte Smartphone-Ladestationen – Elemente, die man allesamt bereits von Wohnzimmermöbeln kennt. Auch wagen sich auf den Badmöbel-Markt nun Hersteller, die zuvor nur die anderen Wohnräume bestückten: So kooperiert Team 7 mit dem Badeinrichter Keuco – für die Edition Lignatur mit Möbeln aus Massivholz.
Auch Wände und Böden sollen den Wandel mitmachen: Die im Bad üblichen Fliesen wirken steril, eher nüchtern und nicht gemütlich. Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel getan: Für die Wände und Böden wurden beispielsweise Baustoffe wie Parkett und Laminat weiterentwickelt, so dass diese besser mit Feuchtigkeit klarkommen. Und die Fliesenhersteller sind in der Lage, ihre Produkte so zu gestalten, dass diese wie Holz oder andere wärmere Materialien aussehen. So bekommen Duschen eine ganz andere Optik. Damit nicht genug: Denn es gibt auch schon erste Badewannen mit Stoffbezügen an den Außenwänden.
Grifflose Türen und Push-to-open-Auszüge, eine Smartphone-Ladestation am Regal: Diese Kollektion von Villeroy & Boch aus Badkeramik, Möbel und Beleuchtungskonzept beinhaltet vieles, was auch im Wohnraum gängig ist. Foto: Villeroy & Boch
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In offenen Duschen können Rinnenabläufe auch am Rand installiert werden. Dann fließt das Wasser nicht in den Raum. Foto: VDS (Viega)
Neue Ideen für die Dusche: Statt über einen klassischen runden Ablauf mitten in der Bodenfläche fließt das Wasser in Rinnen, die bündig am unteren Ende der Wand eingelassen sind. Foto: VDS (Vieg)
Ab in die Rinne D
as Auge lässt sich ‘reinlegen: Eine Dusche wirkt größer, wenn ihre Bodenfläche nicht unterbrochen wird. Aus diesem Grund verlege die Branche neuerdings die Abflüsse, erläutert die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS). Die Systeme werden nun außerhalb der begehbaren Bodenfläche in die Wand integriert – zum Beispiel als Rinnen oder Öffnungen mit Blende, durch die das Abwasser abfließen kann.
Die Experten empfehlen, ein zweiprozentiges Bodengefälle hin zu solchen Rinnen in der Wand einzuplanen. Auf ein Minimum von 0,5 Prozent kann es verringert werden, wenn die Rinnen stattdessen im Boden installiert werden - beispielsweise zwischen einer offenen Dusche und dem übrigen Badbereich. Das verhindert, dass abfließendes Wasser über die Abdeckung in den Raum fließt.
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Die neue Dimension der Sauberkeit
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as kommt dabei heraus, wenn deutsche Design- und Ingenieurskunst auf japanische Bad-Kultur trifft? „Das neue Dusch-WC ,Sensia Arena‘ des Herstellers Grohe“, sagt Dirk Bütow. Der Ausstellungsberater der Bückeburger Niederlassung des Haustechnik-Unternehmens Wiedemann weiß: „In puncto intimer Körperpflege vereint diese Toilette höchste Hygiene mit maximalem Komfort.“ Als einzigartige Besonderheiten des Modells „Sensia Arena“ nennt Bütow die antibakteriellen Duscharme, die keimabweisende Oberflächen-Struktur der gesamten Keramik und die Einstellbarkeit von individuellen Nutzergewohnheiten. „Alles in allem ist dieses Dusch-WC die wahrscheinlich sauberste Toilette der Welt“, erläutert der Bad-Experte. „Und zudem sorgt es bei den Nutzern für eine neue Dimension des Wohlbefindens.“
Das Dusch-WC „Sensia Arena“ von Grohe ist nach Angaben von WiedemannAusstellungsberater Dirk Büto derzeit „das Nonplusultra“ hygienischer Toiletten-Technologie. Foto: pr.
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Schöner Schein mit Schattenseiten
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Für die Inbetriebnahme eines Ethanolofens ist weder eine Genehmigung noch die Kompetenz eines Fachmanns notwendig. Einige kleine Modelle finden einfach an der Wand Platz – was dazu führen kann, dass die Tapeten angesengt werden. Fotos: dpa
icht in jedem Haus lässt sich ein gemütlicher Kamin installieren. Als schnelle, einfache Alternative fürs Wohnzimmer dient bisweilen ein Ethanolofen. Er ist rasch und ohne Handwerker-Hilfe aufgebaut und kommt ohne Kamin aus. Doch es gibt auch Sicherheitsbedenken. Ein Kaminfeuer wirkt einfach ge-
mütlich. Beim Blick in die flackernden Flammen lässt es sich prima entspannen. Mit Ethanol oder Bioethanol betriebene Öfen versprechen ein nahezu echtes Kaminerlebnis ohne Holz oder Kohle. „Solche Kamine sind sehr dekorativ und können je nach Größe in praktisch jedem Raum aufgestellt werden“, erläutert Nadine Petermann vom Industrieverband Haus-
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Heiz- und Küchentechnik (HKI). „Denn sie müssen nicht an einen Schornstein angeschlossen werden.“ Mit einem echten Kamin haben sie eigentlich nur ihre Form gemeinsam. Im Grunde handelt es sich lediglich um besonders große Kerzen. Aber Heizen kann man damit nicht. Und: So unkompliziert die Geräte auf den ersten Blick auch wirken – sie haben es in sich.
Was ist das Problem? Das Ethanol entzündet sich leicht und kann unter Umständen in Verbindung mit Luft sogar explodieren. Ursachen für Unfälle sind meist Bedienungsfehler, aber laut HKI auch mangelhafte Billig-Geräte oder instabile Tischfeuer. „Familien mit Kindern oder Haustieren sollten besonders vorsichtig sein und im Zweifelsfall lieber ganz auf einen Tischkamin verzichten“, empfiehlt Frank Ehlert vom TüV Rheinland. „Es besteht die große Gefahr, dass bei einfachen Geräten das brennende Ethanol ausläuft und die Wohnung in Brand setzt.“
Wo stehen die Geräte am besten? Man sollte darauf achten, dass der Kamin möglichst weit entfernt von leicht entzündlichen Materialien steht. Das gilt insbesondere für Geräte, die an die Wand gehängt werden. „Manche minderwertige Geräte werden so heiß, dass die Tapeten darunter angesengt wird“, weiß Ehlert. Niemals sollten die Kamine ohne Aufsicht vor sich hinbrennen. „Wichtig ist, den Raum gut zu belüften, in dem der Kamin läuft“, erklärt Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Denn während des Betriebs treten Gase aus, die
man möglichst nicht intensiv einatmen sollte.“ Denn anders als bei einem normalen Kamin, wo die Verbrennungsrückstände kontinuierlich durch den Schornstein nach außen entweichen, verteilen sie sich beim Ethanolkamin im Raum. Untersuchungen haben laut Heldt ergeben, dass beim Betrieb eines Ethanolofens sehr feine Partikel entstehen können, die mitunter tief in die Lunge eindringen. Auch krebserregende Substanzen wie Formaldehyd und Benzol sowie Stickstoffdioxid wurden in der Raumluft nachgewiesen. „Und das sogar trotz vorschriftsmäßiger Lüftung.“
Worauf ist beim Kauf zu achten? „Auf der sicheren Seite sind Kunden, wenn das Modell die Normen der DIN 4734-1 erfüllt“, sagt HKI-Expertin Petermann. Das garantiere, dass die Hersteller alle Sicherheitsvorschriften berücksichtigt haben. Außerdem sollte das Gerät über eine Löschvorrichtung verfügen. Standgeräte benötigen ein solides Gewicht. Bei Modellen zum Aufhängen an der Wand ist eine technisch gute Befestigung wichtig. Die Füllstands-Anzeige des Brenners muss deutlich erkennbar sein. Und: Der BrennstoffTank bei Standgeräten darf laut Petermann maximal drei Liter Inhalt haben, „und bei Tischgeräten 0,5 Liter“.
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Bei einfachen Ethanolöfen ist das Löschen heikel, denn der Nutzer kann nie ganz sicher sein, ob das Feuer wirklich schon völlig erloschen ist. Bei diesem Gerät wird nur eine Klappe über die Flammen geschoben.
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Die verschiebbaren Elemente des Glashauses sorgen dafür, dass man wahlweise in einem geschlossenen Wintergarten oder auf einer offenen Terrasse sitzen kann. Foto: pr.
Ein Glas-Raum als Glas-Traum
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gal, ob Frühlingssonne, laue Sommerabende oder kühle Herbsttage: „Mit einem Glashaus von Solarlux lässt sich fast jede Jahreszeit im Garten und auf der Terrasse verbringen“, sagen Klaus Harre und Ringo Nehrmann. Die beiden Geschäftsführer der Weser Wintergarten GmbH (Porta Westfalica-Lerbeck) wissen zudem: „Mit einer solchen maßgefertigten Wintergartenlösung wird der nutzbare Lebensraum einfach erweitert.“ Hierfür sorgen die ebenso robusten wie filigranen GlasElemente, die sich wahlweise im Handumdrehen schließen oder kinderleicht beiseite schieben lassen. „Dann hat man auch bei schlechtem Wetter einen freien Blick auf die Natur“, schildert Nehrmann. „Und wenn die Temperaturen mitspielen oder die Sonne scheint, kann man unbeschwert Frischluft tanken und genießen – wie auf einer echten Terrasse.“ Die Weser Wintergarten GmbH ist Solarlux-Fachhandelspartner und kümmert sich um die fachgerechte Planung, Ausführung und Montage solcher Projekte, deren Nutzen Nehrmann auf einen einfachen Nenner bringt: „Ein solches Glashaus schafft fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenbereich.“
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Haben die neue Waschstraße der Tankstelle Saxowsky in Petershagen-Lahde mit moderner Heiztechnologie ausgestattet: Geschäftsführer André Meyer (links) und Meister Jens Nordmann vom Elektro-, Heizungs- und Sanitär-Fachbetrieb Meyer (Wiedensahl). Foto: hb
Eine gelungene Kombination
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ngesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase kennt dieser Trend kein Ende: Immer mehr Eigenheimbesitzer investieren in ihre Immobilie statt in Geldanlagen. Als „ebenso logisch wie vernünftig“ bezeichnet André Meyer dieses Phänomen. Der Geschäftsführer der Meyer Elektrotechnik GmbH & Co. KG (Wiedensahl), dessen Firma sich seit vielen Jahren auch um die Bereiche Heizung und Sanitär kümmert, sagt: „Schließlich profitieren Eigenheimbesitzer dann einerseits vom Werterhalt des Hauses und andererseits von einer Wohnsituation, die ihren individuellen Vorstellungen entspricht.“ Laut Meyer sind Modernisierungen von Badezimmern besonders beliebt. „Aber um später das wohlig warme Vollbad richtig genießen zu können, sollte bei der Planung auch die Heizungsanlage unter die Lupe genommen werden“, empfiehlt der Experte. Seinen Angaben zufolge sind mehr als 75 Prozent der Heizungen veraltet und ziehen hohe Nebenkosten nach sich. „Neue Heizanlagen hingegen arbeiten effektiv, so dass die Bewohner neben ihrem Geldbeutel auch der Umwelt etwas Gutes tun und darüber hinaus ihren ganz persönlichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten.“
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Darf der das? Will der Vermieter eine Immobilie modernisieren, kann der Mieter dagegen meist nur wenig machen. Es gibt aber Ausnahmen. Es lohnt sich, seine Rechte und die Härtefallbestimmungen zu kennen.
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ie lang gewünschte Dusche, schalldichte Fenster oder der ersehnte Balkon: Es gibt viele Modernisierungen, über die sich Mieter freuen. Dafür sind sie dann auch bereit, mehr Miete zu zahlen. Doch oft gibt es Streit um Modernisierungsmaßnahmen. In bestimmten Härtefällen haben Mieter das Recht auf ihrer Seite.
Wann sprechen Experten von einer Modernisierung? „Es muss sich um eine bauliche Veränderung handeln“, sagt Inka Marie Storm vom Eigentümerverband Haus und Grund.
Dazu gehört die energetische Sanierung – also beispielsweise die Dämmung der Fassade. Zudem gilt das, wenn der Vermieter die Möglichkeit hat, den Gebrauchswert der Immobilie nachhaltig zu erhöhen. Denkbar ist dies durch einen neu angebauten Balkon oder einen Fahrstuhl für ein Mehrparteienhaus. Außerdem ist es der Fall, wenn der Vermieter neue gesetzliche Vorgaben umsetzen muss: Hierzu zählen unter anderem das Anbringen von Rauchmeldern oder modernere Wasserzählern. Anschließend darf der Vermieter elf Prozent seiner Kosten dauerhaft auf die Miete umlegen.
Müssen Mieter eine Modernisierung dulden? Grundsätzlich ja. „Ob der Mieter damit einverstanden ist oder nicht, spielt keine Rolle“, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Es könne aber eventuell angezweifelt werden, dass es sich bei der angekündigten Maßnahme tatsächlich um eine Modernisierung handelt. Denn der Vermieter muss klar zwischen Modernisierung und Instandsetzung unterscheiden. „Wenn der Mieter zehn Jahre in der Wohnung wohnt und der Teppich neu gemacht werden muss, ist das eine Instandsetzungsmaßnahme“, erklärt Storm. Für reine Instandsetzun-
gen kann der Vermieter keine Mieterhöhung durchsetzen.
Bis wann muss der Vermieter den Mieter informieren? Der Vermieter muss die Modernisierung drei Monate vor ihrem Beginn schriftlich ankündigen. Dabei müsse er darlegen, welchen Umfang die Maßnahme hat und wann sie beginnt sowie die Zeiträume für die einzelnen Arbeiten und wie lange diese dauern. „Bei einer neuen Heizungsanlage zum Beispiel ist es für den Mieter wichtig zu wissen, ob nur der Kessel im Keller ausgetauscht wird oder ob auch die Heizkörper in den Wohnungen ausgetauscht werden“, sagt Storm.
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Wird nachträglich ein Balkon installiert, können Vermieter die Kosten für eine solche Modernisierung in der Regel auf ihre Mieter umlegen. Foto: dpa
gekündigt hat“, erläutert Heilmann.
Der Vermieter muss aber auch die voraussichtliche Mieterhöhung und – falls erforderlich – Veränderungen bei den Betriebskosten angeben. Und er muss den Mieter auf Form und Frist möglicher Härteeinwände hinweisen. „Tut er das nicht, ist der Mieter nicht an die Fristen für seine Einwände gebunden“, erklärt Beate Heilmann von der Arbeitsgemeinschaft Mietrecht im Deutschen Anwaltverein.
Gibt es Härtegründe, die der Mieter anführen kann? Unter Umständen. Beispielsweise, wenn umfangreiche Maßnahmen beginnen sollen, kurz bevor der Mieter aus-
zieht, sagt Ropertz. Oder wenn sich durch einen Einbau einer Dusche der Grundschnitt der Wohnung verschlechtern würde, also zum Beispiel die Küche kleiner wird. Meist fallen jedoch nur Gründe ins Gewicht wie eine schwere Krankheit des Mieters oder eines Mitbewohners, erklärt Heilmann. Sie erzählt von einem Fall, in dem im Mietshaus die Heizung komplett erneuert werden sollte – einschließlich neuer Rohre in den Wohnungen. „Eine Mieterin betreute aber ihre pflegebedürftige Mutter in ihrer Wohnung, während die Wände aufgestemmt werden sollten“, sagt Heilmann. Der Vermieter sei der Frau entge-
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gengekommen: Er habe für die Zeit der Maßnahme die Kosten für einen Tagespflegeplatz übernommen.
Die Wohnung wird zu teuer. Kann das eine Modernisierung verhindern? Nein. „Mit diesem Argument kann allenfalls nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahmen die Mieterhöhung selbst bekämpft werden“, erklärt Ropertz. Der Mieter müsse vorher in Textform Einwand erheben – also per Mail, Fax oder Brief. „Dafür hat er höchstens einen Monat Zeit, nachdem der Vermieter die Modernisierung an-
Das Problem: „Welche Mietkosten zulässig sind, ist strittig.“ Das Landgericht Berlin urteilte beispielsweise, dass der Härtefall eintrete, wenn mehr als 33 Prozent des Nettoeinkommens aller Haushaltsmitglieder für die Miete aufgewendet werden. Andere Gerichte haben den Wert laut Heilmann höher angesetzt.
Gibt es Verträge, die eine Mieterhöhung danach ausschließen? Ja. „Hat der Mieter einen Staffelmietvertrag unterschrieben, darf der Vermieter die Miete nicht wegen einer Modernisierung zusätzlich erhöhen“, erklärt Storm. Zumindest nicht bis zum Ablauf der Staffelmiete. Gleiches gelte für Indexmietverträge. „Außer im Fall von Gesetzesänderungen, die der Vermieter umsetzen muss.“
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Das Treppenhaus erhält Luftigkeit und Weite durch die herausgenommene Decke. Fotos: Grabowski
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Eine Oase für viel Leben Ganz viel Platz und ganz viel Weiß. Finekken heißt ihr Label für außergewöhnlichen Strick: Hell und offen haben Designerin Martina Feick sowie Ehemann und Liedermacher Frizz Feick das alte Schaumburger Haus an der Vehler Straße in Ahnsen gestaltet. Mit im Haus wohnen Bernhardinerhündin Lindgren, im Garten die Esel Henry und Carlos.
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Weiß und BlauTöne dominieren im Haus, und in der Küche findet sich eine dekorative Möglichkeit, Utensilien aus der Luft zu greifen.
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ischlermeister Friedrich Weihmann, Urgroßvater von Frizz Feick, hatte das Haus 1870 gebaut, 1910 folgte eine Erweiterung. 30 Jahre war es später vermietet, dann entschlossen sich Feicks, hier einzuziehen.
Vom geräumigen Flur führt eine Holztreppe in die obere Etage. Die Decke über dem Foyer haben Feicks entfernt. Das schafft Weite, Höhe, Luft. Die Balkenstümpfe der Decke ragen als Erinnerung an die alte Konstruktion aus der Wand. Die Treppe ist weiß gestrichen.
Das Ehepaar renovierte gründlich und mit vielen eigenen Ideen, ökologischen Baustoffen, mit Blick auf das Budget sowie eigenem Fachwissen und Erfahrung: Zehn Jahre hatte sich Martina Feick mit dem Herrichten von Möbeln beschäftigt, außerdem Geschirr gestaltet, bevor das Strick-Design sich beruflich in den Vordergrund drängte. Renoviert wurde mit Elan. Jahrelanges Leben auf einer Baustelle kam nicht infrage. Start war im August 2012. Und: »In neun Monaten waren wir durch«, erinnert sich Martina Feick. Ein Kraftakt.
Die neuen Fußbodendielen strahlen weiß wie fast alle Böden im Haus. Weiß oder ein Grauton, der auf den verschiedenen Wänden immer anders changiert, dominieren das Ambiente. Farbliche Akzente setzen Türkistöne, die Lieblingsfarbe von Frizz Feick.
Heizung, Wasser- und Stromleitungen mussten erneuert werden, was die Ahnser Fachleuten überließen. Wände herausgestemmt hat Frizz Feick selber. Sein Büro, eingerichtet gleich neben seinem Musikstudio im Paterre, ist das alte Tischlerei-Kontor. Das Metallschildchen ist erhalten und prangt neben der Tür.
Dazu kommen pastellige Blau-Töne, mit denen Ehefrau Martina gern arbeitet. Ein Schrank im Badezimmer ist rosa. »Der ist uns entgegengefallen auf dem Dachboden«, erklärt Martina Feick. Sie hat den Schrank aufgearbeitet. Der neue Farbauftrag ist nicht gleichmäßig, wirkt alt, eher marode. Fassmalerei kam zum Einsatz, eine Schichtmalerei mit mehreren Zwischenschliffen. Weiß, Grau, Pink liegen übereinander. Das Weiß kommt an einigen Stellen vor. Und das Rosa changiert. Nur mit der Hand ist der Schrank geschliffen. Martina Feick: »Durch den unterschiedlichen Druck ergibt sich ein Moiré-Effekt.«
bauen und modernisieren
Welchen Duft Martina Feick bevorzugt, ist im Bad zu sehen.
Der Shabby-Look dominiert im Haus. Die Fensterbänke, manche Möbel, Türen, Zargen – alles ist abgeschliffen und im Gegensatz zum rosafarbenen Schrank ohne neuen Farbauftrag geblieben. »Vier Wochen haben wir nur geschliffen«, erinnert sich die Hausherrin. Außerdem wurden die Wände vom Putz befreit und damit vom Schimmel. Mineralhaltiger Silikat-Putz wurde aufgetragen, später SilikatFarbe. Feicks haben ökologisch renoviert, mit sehr viel eigener Kreativität. Die Fliesen im Bad und in der Küche hat Martina Feick selbst
Frizz Feick und Hündin Lindgren fühlen sich im Musikstudio wohl.
designed und hergestellt. Ziegelsteine im Eingangsbereich und auf der Ofenbank stammen aus der alten Bäckerei von Martina Feicks Eltern. Die Möbel wiederum erzählen von der inzwischen mehr als zwanzigjährigen Ehe mit Frizz Feick. Martina: „Wir haben hier das gemeinsame Leben installiert.“ Platz ist reichlich vorhanden. 400 Quadratmeter sind eingerichtet, inklusive Schlafzimmer für Besucher. »Wir haben so unendlich viele Gäste«, zeigt Martina Feick auf, empfindet das gemeinsame Haus als eine »Oase für so viel Leben«.
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Stromkosten im Griff? Eine Nachzahlung kann für Stromkunden ein Anlass sein, die Abrechnung mal etwas genauer zu kontrollieren. Das Problem: Nicht immer sind die Angaben dort leicht nachvollziehbar. Verbraucher sollten aber ohnehin schon vorher aktiv werden und den Stromzähler im Blick behalten.
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und 90 Prozent der deutschen Haushalte erhalten ihre Stromrechnung nur einmal im Jahr. Darauf macht die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz aufmerksam. Zugleich verweist sie auf Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes, wonach die Versorger verpflichtet seien, ihren Kunden aktiv mehr als einmal im Jahr eine genaue Kostenaufstellung anzubieten. Bislang macht dies nach Angaben der Verbraucherschützer jedoch nur rund ein Drittel der Anbieter. Stromkunden könnten halbjährig, vierteljährig oder sogar monatlich eine Abrechnung anfordern, erklärt Verbraucherschützerin Elke Dünnhoff. Der Vorteil: Dadurch wird eine genauere Kon-
trolle des Verbrauchs – und somit der Kosten – möglich. Der Nachteil: Die Anbieter dürfen für diesen Service eine Gebühr erheben. Diese liegt nach Untersuchungen der Verbraucherzentrale bei fünf bis 25 Euro pro Rechnung.
Prozent hatten Probleme, die Entwicklung ihres Stromverbrauchs zu erkennen. Und auch Angaben zu den Kündigungsfristen konnte knapp die Hälfte nicht oder nur schwer aus der Abrechnung herauslesen.
Aus Stromabrechnungen lassen sich beispielsweise die Angaben zu Verbrauch und Preis nicht immer einfach herauslesen. Viele Verbraucher haben damit Probleme, wie eine repräsentative ForsaUmfrage im Auftrag der Verbraucherzentrale ergeben hat. Demnach konnte rund ein Drittel der Befragten den Preis pro Kilowattstunde schwer oder gar nicht in der Abrechnung finden. Ungefähr 16
Aus Sicht der Verbraucherschützer sind transparente Abrechnungen eine Grundlage, um die Stromkosten zu kontrollieren, zu vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln. „Wer die Kostenübersicht nicht versteht, sollte sich an einen unabhängigen Experten wenden“, sagt Dünnhoff. „Zum Beispiel bei den Verbraucherzentralen.“
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Wer seinen Stromverbrauch genau kennt und den Zählerstand regelmäßig kontrolliert, kann Geld sparen. Foto: dpa
Wer seine Stromkosten unter Kontrolle halten will, sollte nach Angaben der Expertin zusätzlich regelmäßig den Zählerstand ablesen. Auf diese Weise fallen Veränderungen im Verbrauch schneller auf - zum Beispiel nach dem Kauf eines neuen Haushaltsgeräts. So könnten Verbraucher frühzeitig gegensteuern und hohe Nachzahlungen bei der Jahresrechnung vermeiden. Wer keinen freien Zugang zu seinem Stromzähler hat, sollte sich an seinen Vermieter, die Verwaltung oder den Hausmeister wenden.
Fordert der Stromanbieter eine Nachzahlung, sollten Verbraucher sofort reagieren und sich an den Anwender wenden. Das ist deshalb wichtig, weil bei ausstehenden Beträgen von mehr als 100 Euro der Anbieter berechtigt sei, gegebenenfalls den Strom abzustellen, erklärt die Verbraucherschützerin. Dies sei in Deutschland bei mehr als 300.000 Haushalten pro Jahr der Fall. Bei Ärger mit dem Stromanbieter kann außerdem die Schlichtungsstelle Energie weiterhelfen.
• Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat insgesamt 1539 repräsentativ ausgewählte Menschen befragt. Zusätzlich wertete die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in einer Stichprobe 30 Stromrechnungen mit Blick auf verbraucherrelevante Angaben aus.
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Immer mehr Hersteller entwickeln Apps und Plattformen, mit denen sich Heizung und Temperatur in jedem Raum bedarfsorientiert steuern lassen – egal, von welchem Ort aus. Das steigert den Komfort und hilft beim Energiesparen. Foto: Vaillant
Karl, mir ist zu kalt Aufdrehen – und irgendwann wird es warm. So ging das Bedienen der Heizung früher. Seit Langem arbeiten Hersteller an der besseren Handhabung. Inzwischen spielen auch Smartphones dabei eine Rolle. So wird die Bedienung zwar aufwendiger – aber das Heizen auch komfortabler.
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ei Autos, Möbeln und in der Mode gibt es jedes Jahr etwas Neues zu sehen. Bei Heizungen dauert das länger – auch, weil Hausbesitzer sich nicht ganz so oft neue Geräte kaufen. „Zudem gibt es nicht mehr so viele Technologie- oder Effizienzsprünge, wenn man praktisch schon das physikalische Limit erreicht hat“, sagt Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH).
Auf der Messe ISH in Frankfurt sind im vorigen Monat die neuesten Heizungssysteme vorgestellt worden. Und es hat sich gezeigt: In diesem Jahr liegt der Fokus bei den Heizungsanlagen bei der digitalen und dadurch besseren sowie kostensparenderen Bedienbarkeit. „Wir können mit einer digitalen Heizung gegenüber einer analogen Heizung alter Machart 15 Prozent zusätzlich einsparen“,
erklärt Lücke. „Das passiert zum Beispiel über die Synchronisation von Anwesenheitszeiten des Kunden mit den Laufzeiten der Heizung. Möglich ist auch das Einlesen lokaler Wetterdaten, über die dann die sogenannte Heizkurve optimiert wird.“ Zunächst bedeutet dies für Bewohner: Die Bedienung der Heizung wird aufwendiger, als man das beispielsweise in Altbauten mit den einfachen Drehgriffen noch kennt, die
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Ist der Ofen vernetzt, lässt er sich weltweit über Smartphone und Internet steuern. Foto: Wodtke
an jedem Heizkörper morgens hoch- und abends heruntergedreht werden. Man gibt nun zum Beispiel Abwesenheitszeiträume ein oder programmiert eine nächtliche Absenkung der Temperatur, wenn alle unter warmen Bettdecken liegen. Oder man informiert die Heizung ganz spontan aus der Ferne, dass man nun nach Hause fahren wird. Dafür gibt es bereits unterschiedliche Lösungen. Auf der ISH wurden jedoch einige Neuheiten präsentiert – darunter teilweise auch selbst denkende Lösungen: Die Anwesenheitserkennung des Heizungsreglers Bosch EasyControl von Junkers Bosch zum Beispiel berechnet mit Hilfe von GPS-Daten des Smartphones die Entfernung des Bewohners zum Haus und wie lange er nach Hause braucht. Darauf abgestimmt wird die Heizung mit Hilfe von schlauen Thermostaten rechtzeitig hochgedreht. Vaillant stellte eine Plattform namens iFTTT vor, die auch Heizgeräte ins Smart Home einbindet. Die Kommunikation erfolgt laut Hersteller nach dem Prinzip „wenn dies, dann das“. Die Aktivität einer Anwendung löse bei einer anderen eine Reaktion aus: Öffnet man ein verkabeltes Fenster, geht die schlaue Heizung automatisch aus. Nä-
hert sich das vernetzte Auto dem Haus, erhöht sich die Raumtemperatur. So manches Unternehmen bastelt derzeit an noch mehr Kommunikation mit dem Wärmelieferanten im Haus: So hat der Anbieter Wodtke „Karl“ vorgestellt – einen Prototypen zur virtuellen Sprachsteuerung eines vernetzbaren Pelletofens. „Karl“ begrüßt den Nutzer mit einem herzlichen „Grüß Gott“, reagiert auf Kommandos wie „Karl, mir ist zu kalt“, gibt Tipps zur Bedienung und fragt seinen Besitzer nach dem Wohlbefinden.
Solche technischen Lösungen haben im Grunde zwei Ziele: Die Menschen sollen bewusster heizen, um Energie und Kosten zu sparen. Aber sie können auch den persönlichen Komfort steigern, indem sie nie mehr in kalte Räumen kommen. ISH-Sprecher Stefan Seitz zeigt sich noch skeptisch, wie gut sich die Digitalisierung in den Eigenheimen durchsetzen wird: Seiner Ansicht nach sind solche Möglichkeiten vor allem etwas für Menschen, die dem Smartphone zugeneigt seien. „Ob dies auch Menschen nutzen werden, die keine Digital Natives sind, muss man abwarten.“
Smarte Heizungen können Sicherheitslücken haben Mit Daten von Heizungen lässt sich ein Nutzungsprofil erstellen. „Dieses zeigt zum Beispiel, wann die Wohnung oder das Haus tagsüber verlassen ist“, erklärt Sven Hansen vom Computer-Magazin „c’t“. Fallen solche Daten Kriminellen in die Hände, lassen sich zum Beispiel Einbrüche besser planen. Die „c’t“ hat in der Vergangenheit bei mehreren vernetzten Alarmanlagen Sicherheitslücken ausgemacht: „Auch wenn die Hersteller grundsätzlich Sicherheit versprochen hatten“, so Hansen. Seinen Worten zufolge sollte man daher grundsätzlich abwägen, ob der Komfortgewinn und die Energiesparmöglichkeiten durch die neuen Technologien das mögliche Sicherheitsrisiko wert sind. Falls es das ist, sollte man sich mit dem System gut auseinandersetzen. Dazu gehört zum Beispiel, voreingestellte Passwörter zu verändern. „Man darf nicht voraussetzen, dass der Hersteller das macht, sondern sollte selbst zum Experten werden“, empfiehlt Hansen.
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Das Untergestell dieser Beistelltischserie besteht aus vier Millimeter dickem Stahldraht. Foto: FORMvorRAT
Die Top 10
der Wohntrends 2017 Auch abseits der großen Strömungen zu offeneren Grundrissen und zur Neuauflage von Möbeln aus vergangenen Zeiten: Viele Möbelstückgruppen verändern sich von Jahr zu Jahr ein wenig. Wer sich in diesem Jahr neue Möbel kaufen möchte, sollte die folgenden zehn Trends kennen.
Kleine Wohnräume brauchen flexible Möbel. Viele Hersteller bringen daher solche Modelle verstärkt auf dem Markt. Foto: Signet
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Dieser Beistelltisch bietet aus jeder Perspektive eine andere Ansicht. Foto: Thonet Dieses Sofabett steht ganz in Zeichen von Samt und Plüsch.
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uf den Möbelmessen der vergangenen Monate gab es unfassbar viele Produkte zu sehen: darunter viel Einzigartiges, viel Extravagantes und vieles, das nie in den Handel kommen wird. Aber einige Neuheiten, Materialien und Formen werden in viele Möbelhäuser einziehen: Diesen Trends widmen sich viele Hersteller gleichzeitig.
Nachhaltigkeit der Böden Kuschelmöbel bekommen samtigen Bezug Wer es zu Hause gern gemütlich hat, den dürfte es freuen, dass Möbel in samtiger Optik angesagt sind. „Lovers Paradise“ heißt zum Beispiel ein Schlafsofa mit Dach. Das plüschige Teil lädt zu dem ein, was der Name verspricht. Designer Gerald Klimke nennt dieses Veloursofa „eine Verrücktheit“ und einen „kuriosen Ausrutscher“. Doch „Lovers Paradise“ war kein Einzelfall auf der Möbelmesse IMM Cologne: Bei der Freifrau Sitzmöbelmanufaktur lässt sich in samtigen Sesseln sogar schaukeln.
Massive Holztische sind gefragt Die Esstische als Zentrum für die Familie werden immer größer - und dabei setzen sich massive Holzplatten als Material durch. Oft lassen sich noch die Maserungen des Baumstamms erkennen: Die Platte wirkt, als komme sie direkt aus dem Wald. Auch die Form des Tisches orientiert sich oft am Holz.
Foto: Koelnmesse GmbH
Die Hausbar wird wiederentdeckt
Essbänke statt harte Stühle Seit einigen Jahren gibt es immer mehr gemütliche weiche Sitzmöbel für den Esstisch. „Ein neuer Trend ist die Kombination von Küchenmöbeln mit Wohnmöbeln und umgekehrt die Kombination von Wohnmöbeln mit Küchenmöbeln“, sagt Kirk Mangels von der Arbeitsgemeinschaft „Die Moderne Küche“ (AMK). Zunächst kamen daher Sessel am Esstisch zum Einsatz, aktuell liegt ein Fokus auf bequemen Essbänken.
Schränke mit versteckter oder offen sichtbarer Bar sind wieder im Kommen. „Es ist ein Luxusmöbel, man braucht es scheinbar nicht“, findet der Designer Christian Haas. „Aber es ist ein tolles Stück, um einen guten Drink zu zelebrieren.“ Eine Hausbar eignet sich nach Ansicht des Kreativen zudem wunderbar zur Befriedigung einer aktuellen Grundstimmung in der Gesellschaft: In unsicheren, verrückten Zeiten bleibt man mancherorts lieber zu Hause, als sich jede Nacht in Clubs und Bars zu tummeln. „Man lädt die Freunde einfach auf einen guten Drink nach Hause ein“, sagt Haas, der den Barschrank Guard für den Hersteller Schönbuch entworfen hat.
Beistelltische zusehends im Fokus Der Trend zum Beistelltisch – und sogar zu vielen kleinen Tischchen überall im Raum – ist nicht ganz neu. Aber letztlich entstehen Trends nur alle paar Jahre und brauchen Zeit, bis sie aus einer Nische auf den breiten Massenmarkt vorgedrungen sind. Und so lässt sich 2017 von der Kölner Möbelmesse berichten: Beistelltische stehen nach wie vor im Fokus der Möbeldesigner. Daran besonders zu erkennen: Viele Firmen nutzen dünne Stäbe für das Untergestell.
Dieser Barschrank besitzt einen Korpus aus Holz und ein Untergestell aus pulverbeschichtetem Metall. Foto: Schönbuch
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Auch bei diesem Modell verfügen die Sitzmöbel über einen gewissen Plüschfaktor. Foto: Koelnmesse GmbH
Kugelrunde Lampen im Raum Grün als beworbene Trendfarbe Bereits 2016 waren Grüntöne für Möbel, Stoffe und Deko-Objekte gefragt. Das hat sich nicht geändert und mag daran liegen, dass das renommierte Farbunternehmen Pantone aus den USA das grasgrüne „Greenery“ zur Farbe des Jahres erkoren hat. Unternehmen setzen nach dieser Wahl bewusst auf grüne Stücke: allerdings nicht nur auf Grasgrün, sondern vor allem auch auf dunkle Nuancen. Für Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) ist Grün ein Ausdruck der Sehnsucht vieler Menschen nach einem Stück Natur in ihrem Zuhause: „Stadtbewohner haben Land- und Wanderlust und ein Bedürfnis nach tiefem Luftholen in einer atemlosen Gesellschaft.“
Viele Möbel gibt‘s auch in klein In den Städten können sich viele Menschen nur kleine Wohnungen leisten. Zudem gibt es immer mehr Single-Haushalte. In beiden Fällen steht nicht viel Platz für Möbel zur Verfügung - folglich gibt es einen wachsenden Markt für multifunktionale und kleine Stücke. Der Trendforscher Frank A. Reinhardt spricht sogar von der „Entwicklung einer ganz neuen Möbelkategorie“.
Diese runden Webstuhl-Lampen sollen dem Raum eine gewisse Leichtigkeit geben. Foto: Koelnmesse GmbH
Lampen sollen auffällig sein und müssen sich nicht verstecken: Vor allem runde Lampen sind wieder im Kommen. Dabei kann der Stil unterschiedlich sein. WebstuhlLampen wirken gemütlich und natürlich. Modelle aus Holz und Glas verbinden hingegen Moderne und Tradition.
Matter Lack auf Küchenmöbeln Küchenfronten sind meist lackiert - wobei Lacklaminat auf dem Vormarsch ist, wie eine GfK-Analyse der Verkäufe von 2014 bis 2016 zeigt. So stieg der Anteil von Lacklaminat bei Küchenfronten in dieser Zeit von 3,5 auf 17,9 Prozent an. Lack sowie Melaminharz als weiterhin mit Abstand gefragteste Oberflächen haben zugleich leicht Anteile verloren. „Außerdem gibt es eine Tendenz von hochglänzendem Lack zu mattem Lack für Küchenfronten“, erläutert Mangels.
Heimatdesign hat Kultcharakter erlangt Hirschgeweihe, Kuckucksuhren, der Holzstuhl mit dem ausgesägten Herz: Rustikale Möbel und Dekorationen mit Tradition sind aus vielen Wohnräumen nicht mehr wegzudenken. Aufgetaucht sind sie schon vor einigen Jahren - und bisher nicht wieder verschwunden. „Heimatdesign hat für viele Menschen einen kultigen Charakter bekommen“, erklärt sich Trendexpertin Geismann diesen Stil im Wohnraum.
Dies ist kein Sofa: Die bequeme Bank gehört an den Esstisch. Foto: COR
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Das Compression Sofa von Paul Cocksedge ist auf dem Markt nun in einer anderen Version erschienen: Die voluminöse Form ist ganz aus Polsterschaum, die Sitzfläche bildet ein Kissen aus Marmor. Foto: Moooi
Marmormöbel sind im Kommen
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adewannen, Küchenaccessoires und sogar Sofas: Sie alle tragen aktuell fein gemasertes Gestein – Marmor. Der Rohstoff ist zwar mühsam abzubauen, aber leicht in die verschiedensten Formen zu bringen – also perfekt für die Wohnbranche. Marmor hatte lange ein Imageproblem. Der Stein galt als protzig, angestaubt und wenig zeitgemäß. Dass sich ausgerechnet das feine Gestein nun zu einem der Lieblingsmaterialien der Designer wandelt, hat etwas mit dem technischen Fortschritt zu tun. Neue Technologien machen Entwürfe realisierbar, die so bis vor ein paar Jahren undenkbar waren. „Das Material ist faszinierend“, sagt Richard Hutten. „Die Oberfläche ist zugleich massiv und doch weich“, erläutert
seit 1978 Ihr verlässlicher Partner rund um die Immobilie
der Designer. „Sie fühlt sich niemals kalt an, obwohl es sich ja um Stein handelt.“ Man könne Marmor ausgesprochen gut bearbeiten und in Form bringen. „Das eröffnet uns Kreativen viele Möglichkeiten.“ Hutten hat sich im vergangenen Jahr gemeinsam mit seinen Kollegen Michael Young und Jerszy Seymour für das Ausstellungsprojekt „Friends + Design“ im sächsischen Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz dem Marmor gewidmet. Sie entwarfen einen besonderen Tisch. Dieser setzt sich aus zwei Unterteilen – dem von Seymour mit rau-gebrochenen Kanten sowie dem elegant-symmetrischen von Young – sowie einer Deckplatte zusammen. Letztere stammt von Hutten. Er verzierte die Platte mit unterschiedlichen Ornamenten: darunter das stark vergrößerte Muster einer Samenkapsel. Doch warum wird das Material gerade jetzt so beliebt? Marmor wirkt archaisch und echt, er ist schwer und massiv. Außerdem befriedigt er den Wunsch der Verbraucher nach Originalität und Natürlichkeit. Dabei ist die Arbeit mit Marmor steinalt: Auf der griechischen Insel Paros wird das Material schon seit dem 7. Jahrhundert vor Christus abgebaut. Das italienische Marmor-Mekka Carrara liefert das Gestein seit dem 2. Jahrhundert vor Christus. Dort ist es in der reinsten Qualität zu finden: Weiß mit feinen grauen Adern. Die Maserung zeichnet das sogenannte weiße Gold aus, denn niemals gleicht ein Stück dem anderen. So entsteht aus jedem Block und jeder Platte stets ein Unikat. Das gilt ebenso für Marmor in Rosa, Grün, Schwarz, Braun oder Orange.
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Auch die Designerin Nadine Schaub widmet sich diesem Rohstoff – für ein ungewöhnliches Produkt. Sie hat eine mechanische Küchenwaage entworfen, die auf einer Marmorplatte fußt. „Ich habe Marmor aus dem Tessin wegen seiner Langlebigkeit ausgesucht“, erklärt sie. In den vergangenen Jahren sind analoge Produkte in der Küche in großer Zahl durch digitale ersetzt worden. Das Bedürfnis nach Individualität – vor allem aber nach dem Ursprünglichen – bringt nun eine Flut solcher marmorner Objekte mit sich. Das gleiche gilt fürs Wohnen. Piero Lissoni lässt die wollweißen Polster seines Sofasystems namens Avio optisch über einer Marmorplatte schweben. Sie fungiert sowohl als seitlicher Couchtisch als auch als rückwärtige Konsole. Und Lissoni bringt Marmor mit Holz und farbigem Glas in seinem Sideboard Matrioska zusammen. Ebenfalls den bildhauerischen Qualitäten von Marmor widmet sich Paul Cocksedge. Er designte das Compression Sofa, dessen voluminöse Form aus Polsterschaum gefertigt ist – mit einem marmornen Kissen in der Sitzmulde. Eine fast zerbrechlich wirkende Badewanne aus einem Marmorblock hat Enzo Berti entworfen. Das Gebilde ruht in einem filigranen Eisengestell.
Die Designerin Nadine Schaub hat eine mechanische Küchenwaage entworfen, die auf einer Marmorplatte fußt. Foto: Nadine Schaub Und sogar Leuchten werden inzwischen aus dem Stein geformt: Ferruccio Lavianis Modell namens Totem ist in drei farbigen und zwei goldadrigen weißen und schwarzen Marmorvarianten erhältlich. Der Kreative aus Mailand sagt: „Jedes Mal, wenn ich mit Marmor arbeite, ist das sehr spannend. Denn es ist eine Herausforderung, dieses Material immer wieder anders aussehen zu lassen.“
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Spielen, toben, glücklich sein: Kinder sollen sich in ihren Zimmern wohlfühlen können – und Eltern sollten keine Sorgen um deren Gesundheit haben müssen.
Foto: DGM
Sicher, belastbar und schadstoffarm Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder. Und vor allem wollen sie, dass der Nachwuchs gesund und sicher aufwächst. Doch auch im eigenen Haus gibt es die eine oder andere Gefahrenquelle: die Möbel im Kinderzimmer. Sind die Sorgen berechtigt?
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leine Kinder verbringen 90 Prozent des Tages in Innenräumen, einen großen Teil davon in ihrem Zimmer. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sie dort weder schädlichen Stoffen noch vermeidbaren Gefahren ausgesetzt sind. Mit den richtigen Materialien für Möbel, Böden und Wände können Eltern beidem vorbeugen und dafür sorgen, dass alles möglichst lange dem Spielen und Toben standhält. „Schadstoffe sind für kleine Kinder besonders problematisch, weil sie viel mehr davon aufnehmen als Erwachsene“, sagt Johanna Hausmann, Projektmanagerin beim
Umweltnetzwerk „Women in Europe for a Common Future“. Denn kleine Kinder atmen schneller, ihre Haut ist dünner und durchlässiger. Und sie nehmen vieles in den Mund. Doch wie findet man heraus, ob ein Möbelstück oder eine Wandfarbe schadstoffarm ist? Orientierung bieten die groben Richtwerte zu den verwendeten Materialien.
und auch auf den Lack müsse man schauen. Eine gute Wahl seien Second-Hand-Möbel, da bei ihnen eventuelle Belastungen schon verflogen sind. Wandfarben sollten möglichst wenig Lösungsmittel enthalten. Ganz ohne kommen viele mineralische Silikatfarben aus. Susanne Woelk von der Aktion Das Sichere Haus empfiehlt als Alternative ungestrichene Papiertapeten.
Bei Möbeln ist es eine grundlegende Entscheidung: Massivholz oder Pressspan? Bei Pressspan sei die Gefahr, dass Formaldehyd enthalten ist, größer als bei Vollholz ohne Klebemittel, sagt Hausmann. Vollholz könne allerdings mit Bioziden belastet sein,
Beim Boden gibt es ein No-Go: PVC. „Dieses Material enthält Weichmacher wie Phthalate“, warnt Hausmann. Bestimmte Phthalate stehen im Verdacht, die Fortpflanzung zu gefährden. Linoleum sei weitgehend unbedenklich, da es aus natür-
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lichen Materialien wie Leinöl, Kork und Jute bestehe, so Woelk. „Allerdings riecht es am Anfang stark.“ Hausmanns Favoriten sind Holzdielen oder Teppichböden aus zertifizierter Wolle. Auch viele Sicherheitsrisiken können Eltern minimieren, wenn sie die richtigen Materialien wählen. Beim Bodenbelag gibt es hierzu nicht die eine ideale Lösung. In puncto Sicherheit und Belastbarkeit hat alles seine Vor- und Nachteile: Jörg Schriever vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte plädiert für einen weichen, federnden Boden. „Kork und Teppichboden sind geeignet“, sagt der Unfallexperte. Bei Teppichen sollte man bedenken, dass hohe Kanten Stolperfallen sind. Teppiche als Staubfänger sehen Schriever und Woelk nicht als Problem an. Für Kinder mit Hausstauballergie sind den Experten zufolge die leicht zu pflegenden Materialien Parkett und Laminat ideal.
Die Stile der Kindermöbel sind verschieden, eines ist aber allen Eltern wichtig: Die Einrichtung soll schadstoffarm sein. Foto: Holzschmiede
ten. Ähnliche Standards hat das Eco-Institut für sein Siegel. Speziell für Textilien gibt es den Oeko-Tex-Standard oder das GOTS-Label, für Bodenbeläge das Label GUT. Weitere ÖkoZeichen sind die Euroblume und das Label der Vereinigung natureplus. Auch für Möbel gibt es Labels. Das Goldene M zeichnet die Gesamtqualität von Möbeln
Mit den richtigen Materialien für Möbel und Böden können Eltern dafür sorgen, dass alles möglichst lange dem Spielen und Toben standhält. Foto: vdp/Boen
aus: von der Sicherheit bis zur Langlebigkeit. Weit verbreitet ist das GS-Zeichen, das für „Geprüfte Sicherheit“ steht. „Die zugrundeliegenden Kriterien sind bei Kindermöbeln besonders umfänglich“, sagt Jochen Winning von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel. Als Beispiel nennt er die Frage, ob die Abstände zwischen Gitterstäben im Kinderbett klein genug sind.
Das „Goldene M“ ist das Gütezeichen der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel. Es zeichnet die Gesamtqualität von Möbeln aus – von der Sicherheit über die Schadstoffemissionen bis zur Langlebigkeit. Foto: DGM
Ein Vorteil von Möbeln aus naturbelassenem Massivholz ist, dass man sie unkompliziert abschleifen kann. Nicht nur Macken und Splitter verschwinden dann unkomplizierter als bei Spanplatten. Auch könne man Ecken und Kanten von Holzmöbeln so abschleifen, dass sich die Kinder nicht an ihnen verletzen, sagt Schriever. Bei PressspanMöbeln sind stabil haftende Kantenschutz-Aufkleber eine Alternative. Wer noch mehr Sicherheit darüber will, dass er seinem Kind gute Qualität ins Zimmer holt, kann sich an Labels orientieren. Der Blaue Engel zeichnet Produkte aus, die wenig Schadstoffe ausdüns-
Reiner Weinhold Lukas Zechel
05751 / 402-221 05751 / 402-290
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wohnen und einrichten
Rauchmelder gehören in Schlafbereiche und in Flure, die als Rettungswege dienen. Experten empfehlen sogar, alle Wohnräume mit einem solchen Gerät auszustatten. Foto: dpa
Die kleinen Lebensretter
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n den meisten Bundesländern sind Rauchmelder in Wohnhäusern bereits Pflicht – oder es gibt zumindest eine Nachrüstfrist für Altbauten. Die kleinen Geräte helfen im Notfall aber nur, wenn sie zuvor richtig installiert wurden. Wichtige Tipps zum Aufhängen. Rauchmelder retten Leben: Aber nur, wenn sie an den richtigen Orten richtig installiert sind. Also so, dass der Rauch sie auch erreicht. Die Kampagne „Rauchmelder retten Leben“ des Forums Brandrauchprävention erklärt die Details:
Etage mindestens ein Gerät zu installieren – am besten zentral gelegen wie im Flur. In offenen Wohnräumen über mehrere Geschosse sollte es mindestens einen Rauchmelder auf der obersten Ebene geben.
Reicht ein Gerät pro Raum? Ein gewöhnlicher Rauchmelder ist normalerweise für bis zu 60 Quadratmeter große Zimmer ausgelegt.
Wohin kommt der Rauchmelder im Raum? Wo sind Rauchmelder im Haus Pflicht? Wo es ein entsprechendes Gesetz gibt, kommen die Geräte in Schlafbereiche sowie Flure, die als Rettungswege dienen. Allerdings empfehlen die Experten, alle Wohnräume damit auszustatten. Außerdem sei es ratsam, auf jeden Fall in jeder
Der Rauch steigt nach oben, der Rauchmelder kommt also am besten an die Zimmerdecke. Die Experten raten zur Raummitte oder zu einem Mindestabstand von 50 Zentimetern zu den Wänden sowie zu sonstigen Hindernissen wie hohen Möbeln. Wichtig ist, dass die kleinen Geräte selbst in Dachschrägen waagerecht hän-
gen – und in Dachspitzen nicht ganz oben, sondern mindestens 30 bis 50 Zentimeter darunter.
Starker Zugluft sollte ein Rauchmelder nicht ausgesetzt sein. Das muss man beispielsweise bei Luftschächten im Blick haben. Auch sollten Räume mit starker Dampf-, Staub- und Rauchentwicklung ausgespart werden.
Was bedeutet das für Küchenoder das Badezimmer? Hier können normale Geräte einen Fehlalarm auslösen. Besser geeignet für Küche und Bad sind also Spezialmelder: zum Beispiel sogenannte Wärme- oder Thermomelder, die zwischen Wasserdampf aus Töpfen oder Spülbecken und dem gefährlichen Rauch unterscheiden.
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In seiner Ausstellung im Hessisch Oldendorfer Ortsteil Pötzen zeigt das Möbelhaus Franz stets rund 65 aktuelle Musterküchen. Foto: pr.
Die Küchenprofis
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er sich eine neue Küche zulegen will, hat die Qual der Wahl. Küchenzeile oder L-Form? Rustikaler Landhausstil oder moderner City-Chic? Backofen auf Griffhöhe oder klassisch auf dem Boden stehend? „Die Auswahl ist riesig und will gut überlegt sein“, sagt Wolfgang Franz. Der Inhaber des Möbelhauses Franz (im Hessisch Oldendorfer Ortsteil Pötzen und in Minden) weiß schließlich: „Die Einbauküche gehört zu den größten Investitionen in den eigenen vier Wänden
und bleibt 20 Jahre oder noch länger in Benutzung.“ Das Einrichtungshaus hat mehr als 60 Jahre Erfahrung mit der faszinierenden Welt der Küche. „Gemeinsam mit unseren Kunden erarbeiten wir eine an die individuellen Wünsche angepasste Küchenplanung und begleiten jedes einzelne Projekt bis zur fertigen Montage durch unser geschultes Fachpersonal“, schildert Franz, der stets rund 65 Musterküchen namhafter Hersteller in seiner Ausstellung in Pötzen zeigt.
Und wie sehen die aktuellen Trends aus? „Bei der Farbgebung ist Weiß noch immer der unangefochtene Liebling“, sagt Franz. „Daneben sind erdige und sandfarbene Naturtöne stark im Kommen.“ Diese würden zusehends mit Arbeitsplatten in Holzoptik kombiniert. Eine ebenso interessante wie pflegeleichte Materialalternative sind dem Experten zufolge Küchenfronten in Betonoptik. „Dies vermittelt einen modernen und urbanen Look.“
INNOVATIVE KÜCHEN: neue, exklusive Küchenkonzepte
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.30 - 18.30 Uhr, Sa 9.30 - 16.00 Uhr
Alte Berliner Heerstr. 66 • 31840 Hess. Oldendorf - OT Pötzen • www.moebelhausfranz.de • info@moebelhausfranz.de • Inh. W. Franz
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wohnen und einrichten
Boxspringbetten sind aufgrund ihres Aufbaus höher als übliche Betten. Während ein normales Modell 40 bis 50 Zentimeter hoch ist, fangen Boxspringbetten erst bei 50 Zentimetern an und können bis zu 80 Zentimeter hoch sein. Foto: Möller Design
Schlafen wie auf Wolken – oder doch nicht?
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oxspringbetten gibt es noch nicht so lange in Deutschland. Aber sie haben den Bettenmarkt bereits umgekrempelt: Kaum ein Anbieter hat sie nicht im Sortiment. Doch was ist so anders an ihnen? Ein Boxspringbett gilt vielen als Inbegriff der Gemütlichkeit. Die große weiche Liegestatt verspricht Schlafkomfort wie im Luxushotel. Tatsächlich sind Boxspringbetten häufig in Hotels zu finden. Mancher, der auf Reisen gut darin geschlafen hat, möchte so ein Bett auch zu Hause haben. Ein Boxspringbett besteht aus einem stabilen Rahmen sowie Sprungfedern – einer oder mehreren Lagen. Darauf liegt die Matratze. Meist wird der Aufbau mit einem Topper abgeschlossen. „Das ist eine wenige Zentimeter dicke Auflage, die den
Schlafkomfort erhöht und in Doppelbetten mit zwei einzelnen Matratzen eine durchgehende Liegefläche schaffen kann“, erklärt Axel Augustin, Geschäftsführer des Verbandes der Bettenfachgeschäfte (VDB). Die doppelte Federung macht das Bett weich und schwingend. „Allerdings entsteht nicht bei jedem Bett automatisch das Gefühl, wie auf Wolken zu schweben“, betont Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Denn kein Schläfer ruht wie der andere. Während sich der eine glücklich in die Kissen kuschelt, ist dem anderen ein solches Bett zu weich, zu hoch oder zu warm. Und für manche Menschen ist das Boxspringbett wegen ihrer Rückenprobleme gar nicht geeignet. Die Stiftung Warentest hat kürzlich
diese Betten getestet. „Das exklusive Schlafgefühl, das der Kunde vielleicht im Neuzustand noch gespürt hat, verschwindet im Laufe der Zeit“, sagt Falk J. Murko, Redakteur bei der Stiftung Warentest. „Denn durch den Einfluss von Wärme und Schweiß bildet sich im Dauergebrauch eine Kuhle. Man schläft fast wie in einer Hängematte.“ Das war jedenfalls bei einem Großteil der im jüngsten Test geprüften Produkte der Fall. „Aber auch im Neuzustand waren die meisten Matratzen so weich, dass der Schlafende tief einsinkt“, erläutert Murko. „Die Entscheidung zwischen einem herkömmlichen Lattenrost-System und einem Boxspringbett fällt vielen Kunden nicht leicht“, bestätigt Augustin. Es seien eben zwei verschiedene Schlafsysteme, die ein unterschiedliches Liegegefühl vermitteln.
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Ein Boxspringbett ist nicht für jeden Schlaftyp geeignet. Beim Kauf ist es wichtig, auf Qualität und Variabilität zu achten – und sich fachmännisch beraten zu lassen. Foto: dpa
„Das Boxspringbett verfügt nicht über einen variablen Unterbau wie der Lattenrost. Deshalb lässt es sich nicht so gut in Liegezonen aufteilen. Man kann also in der Regel für den Becken- und Schulterbereich keine Härtegrade wählen.“
Plato de carnes variadas –
ein Kochkurs für Fleischliebhaber
05.05.2017, 18:00 Uhr
Dafür liegen die Matratzen auf dem Boxspring-Unterbau vollkommen eben auf. Dadurch ist die Rückstützkraft des Untergestells in allen Bereichen sehr hoch. Und für das Mehrschicht-Bett sprechen die wohnliche Optik, das schwingend-komfortable Liegegefühl und die angenehme Höhe. „Während ein normales Bett 40 bis 50 Zentimeter hoch ist, fangen Boxspringbetten erst bei 50 Zentimetern an und können bis zu 80 Zentimeter hoch sein“, sagt Geismann. „Nicht nur für ältere Menschen ist der Ein- und Ausstieg deutlich angenehmer.“ Auch das bessere Schlafklima sei für viele Käufer ein Argument. „Das Federungssystem lässt die Luft besser zirkulieren.“ Allerdings ist ein Boxspringbett auch pflegeintensiv. „Die Matratzen müssen regelmäßig umgedreht werden“, sagt Geismann. „Von der Vorderseite zur Rückseite und vom Fuß- zum Kopfende, damit sich keine Kuhlen bilden.“ Augustin empfiehlt, beim Kauf auf Qualität und Variabilität zu achten. Betten, die sich kaum oder gar nicht individualisieren lassen, sind zwar preiswerter. Sie können jedoch für sehr große und schwere sowie für kleine und leichte Menschen problematisch werden. „Am besten ist es, sich vor dem Kauf eine Liste mit den Fragen zu machen, auf die besonderer Wert gelegt wird“, empfiehlt Augustin. Wie groß und schwer sind die Menschen, die im Bett schlafen werden? Wie breit und hoch soll das Bett sein? Braucht im Doppelbett jeder eine einzelne Matratze? Sind unterschiedliche Härtegrade der Unterlagen erforderlich? Neigen die Schläfer zu starkem Schwitzen? Und Probeliegen ist das A und O. Interessenten sollten dabei ihre Hauptschlafposition in Ruhe durchprobieren und besonders darauf achten, wie Schulter, Taille und Lendenwirbelsäule aufliegen. „Aber Vorsicht“, warnt Augustin. „Gehen Sie nicht spät abends oder müde ins Geschäft. Dann würden Sie jedes Bett super finden.“
www.kuechencentrum-holtmann.de
Das kann nicht jeder im Garten aufhängen: Diese sogenannte Swingrest lässt so manchen Gartenbesitzer aber träumen. Foto: Dedon
Einfach mal hängen lassen: Wer kein eigenes weiträumiges Gartenparadies hat, schlägt einfach seine Hängematte auf. Foto: Ikea
Gemütliche Gartenzeit Was man an warmen Frühlingstagen nicht alles tun könnte. Aber vor allem eines dürfte vielen erst mal in den Sinn kommen: einfach in der Sonne sitzen. Die Möbelbranche ist dafür gewappnet: Das zeigen die vier folgenden Trends bei Outdoor-Möbeln.
D
er nächste Sommer kommt bestimmt. Die ersten warmen Frühlingstage im März waren jedenfalls schon mal ein guter Vorbote. Und was gibt es dann Schöneres, als auf Terrasse oder Balkon die Füße hoch- und den Kopf abzulegen und in die Sonne zu blinzeln? Wer plant, sich neue Garten- oder Balkonmöbel zu kaufen, sollte diese vier Trends im Hinterkopf behalten:
Retro ist zurück Man kennt sie aus Omas Garten oder von alten Fotografien vom Strand: den klappbaren Strandstuhl, die Hollywood-Schaukel und den Regie-Stuhl. Die Designklassiker unter den Gartenmöbeln stammen aus den fünfziger und sechziger Jahren – und schaffen es nun in die Gegenwart, berichten die Trendexperten der Koelnmesse, die einmal im Jahr auch die Gartenmesse spoga+gafa ausrichtet.
Dieser Gitter-Stuhl wurde gleichermaßen für drinnen wie für draußen konzipiert. Foto: Petite Friture
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Große Tafeln lösen beim Trend zum sogenannten „casual dining“ kleine Esstische im Garten ab.
Aber warum greifen die Firmen so gerne auf Altbekanntes zurück? „Uns sprechen nicht nur die Ästhetik der zumeist immer noch modern wirkenden schlichten Formen an, sondern auch das, wofür sie stehen“, erläutert ein Sprecher der Koelnmesse. „Die Form transportiert ein Lebensgefühl, in dem sich Frank Sinatra und Doris Day durch Schwarz-WeißFilme sangen, Konrad Adenauer Sicherheit verbreitete, der Vater Zeitung lesend und Pfeife rauchend im Ledersessel saß und die Mutter bei Abendgesellschaften Häppchen reichte.“ Kurzum: Die Menschen hätten Sehnsucht nach einer heilen Welt.
Foto: Ethimo
Drinnen wie draußen So mancher Hersteller legt seine Verkaufshits für das Zimmer neu für draußen auf – selbstverständlich mit wetterfesten Stoffen. Und einige Firmen bringen 2017 Kollektionen auf den Markt, die gleichermaßen für drinnen wie draußen gedacht sind. Man könnte das alles auch so interpretieren: Die Gartenmöbel werden so schick, dass sie im Winter auch stilvoll genug fürs Wohnzimmer sind. Die Kölnmesse-Experten sprechen sogar schon von der Entstehung einer ganz neuen Produktkategorie.
Zwangloses Beisammensein Grillabende mit Familie und Freunden auf Balkon und Terrasse sind schlichtweg das soziale Event im Sommer. Und dabei geht es sich meist zwanglos zu. Und doch sprechen die Messe-Experten aktuell von einem Trend zum „casual dining“: dem zwanglosen, lockeren Abendessen. Was steckt dahinter? So wie es auch im Haus verstärkt um gemütlichere Möbel fürs Esszimmer geht, um mit Freunden lange und ausladend in entspannter Atmosphäre zusammenzusitzen statt sich von harten Stühlen bald wieder zu erheben, verändern sich auch auf Balkon und Terrasse die Esstisch-Möbel. Wie sieht das aus? Ess- und Wohnzimmer im Haus vereinen sich zu einer sogenannten Dining Lounge – ebenso wie im Garten-Segment: Viele Hersteller holen statt der üblichen Gartenstühle nun Freischwinger in ihre Kollektionen, die sanfte Schaukelbewegungen erlauben und dadurch besonders angenehmes Sitzen versprechen. Vor allem bequeme Ess-Sessel und gemütlichen Regiestühle werden aktuell beworben. Und wo Platz ist, ersetzen mächtige Tafeln den kleinen Tisch.
Klappbare Stühle in alter Optik sind zurück auf der Terrasse.
Foto: Emu
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Solche Sitzmöbel stellen eine OutdoorVariante der Inneneinrichtung dar. Foto: B&B Italia
Gemütliches Sitzen auf Regiestühlen: Viele Hersteller setzen für die Terrasse auf diese Stuhlform. Foto: Unopiu Spezielle Outdoor-Sofas haben ein Dach – und wirken dadurch wie kleine Höhlen. Foto: Dedon
Nester und Schaukeln Die meisten Balkon-, Terrassen- und Gartenbesitzer dürften vermutlich keinen Platz für extravagante Lösungen haben. Aber beim Blick auf die Kollektionen darf man ja mal träumen. So mancher Hersteller bietet große Hängekörbe an, in denen man sich fühlen könnte wie ein Vogel im eigenen Nest. Oder man schaukelt an einer überdimensionalen Vorrichtung an einem großen Baum im Garten. Und so manches Sofa ist mit einem Dach und Seitenwänden mit einer gemütlichen Höhle vergleichbar. Und was machen Menschen ohne ein grünes, weitreichendes Paradies? Die greifen einfach zur guten alten Hängematte.
Vor einigen Jahrzehnten hatten viele eine Hollywoodschaukel im Garten. In dieser Saison ist sie wieder zurück im Angebot der Hersteller. Foto: Ethimo
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aupe Nimm R e ers s ö b a Der Nachwuchs des Buchsbaumzünslers kann ganze Pflanzen kahlfressen. Dann zieht sie weiter zum nächsten Buchsbaum. Foto: Landwirtschaftskammer NRW
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eit einigen Jahren fällt ein Schädling aus Asien über die Buchsbäume her. Betroffen sind viele Gartenbesitzer, denn das immergrüne Formgehölz ist eine ihrer Lieblingspflanzen. Zwar sterben die Pflanzen nicht, aber sie werden braun und kahl. Ein Schädling sorgt dafür, dass ganze Buchsbäume innerhalb kurzer Zeit absterben. Hobbygärtner müssen insbesondere in den warmen Monaten nach Anzeichen eines Befalls schauen – denn dann lassen sich die Raupen des Buchsbaumzünslers die Blätter schmecken. Wichtig ist im Falle eines Falles schnelles Handeln, denn der Schädling vermehrt sich rasch.
Woran erkenne ich den Befall? Die fünf Zentimeter langen Raupen mit gelben, grünen und schwarzen Streifen fressen erst die Blätter ab. Danach können sie auch an die grüne Rinde gehen, erklärt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Die Stellen über den Fraßstellen sterben ab.
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Was kann ich tun? Der Befall ist zunächst nur schwer zu erkennen, denn die Tiere fressen sich von innen nach außen. Die Pflanze ist daher häufig schon zerstört, bevor der Hobbygärtner den Schaden an den äußeren Blättern erkennt. Aber: Ihre grünen Kotkrümel unterhalb der Fraßstellen verraten die Raupen oft. Außerdem bilden sie dichte weiße Gespinste.
Wie schlimm ist ein Befall? Da sich in einem Jahr zwei bis drei Generationen bilden können, fressen die Schädlinge einen Buchsbaum in kurzer Zeit kahl. Doch laut dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) in Karlsruhe wandern die Raupen oft ab, bevor der Buchs keine Blätter mehr hat. Daher wird die Pflanze zwar stark geschädigt, sie stirbt aber nicht ab und treibt wieder aus. Der Buchs sieht in der Zwischenzeit aber nicht schön aus.
Die Landwirtschaftskammer NRW empfiehlt, die Raupen zunächst abzusammeln und die Gespinste herauszuschneiden. Sie werden über den Restmüll entsorgt. Doch wer im Mai oder im August zur Schere greift, muss vorsichtiger sein: Dann sind die Larven bereits ausgewachsen und können sich auch an abgeschnittenen Zweigen zu Faltern entwickeln. Daher sollten die entfernten Triebe in einer Tüte verpackt werden und darin in den Restmüll wandern. Oder die Tüte wird zuvor noch für einige Tage in die Sonne gelegt, so das LTZ.
Was ist mit Pflanzenschutzmitteln? Die Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist schwierig, da die Tiere sich zunächst im Inneren des Buchsbaums aufhalten. Ist die Pflanze groß und dicht belaubt, erreichen die Mittel sie oft nicht gut. Auch mit ihren dichten Gespinsten schützen sich die Raupen. Wird zusätzlich zum Absammeln und Herausschneiden der Gespinste Gift ausgebracht, sollte es mit möglichst hohem Druck und in entsprechender Menge verteilt werden, erklärt die Landwirtschaftskammer NRW. Das LTZ empfiehlt das Spritzen zweimal im Jahr: Zunächst in der zweiten Aprilhälfte, wenn die Raupen ihren Winterkokon verlassen haben, und ein weiteres Mal Mitte Juli. Auf Friedhöfen müssen Hobbygärtner vorab klären, ob der Einsatz von Spritzmitteln erlaubt ist. Das gilt auch für biologische Produkte. Die regionale Friedhofsordnung kann die Mittel verbieten.
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Ideal für Gartengeräte Laut Christian Bamberg vom Hagebaucentrum Altenburg entscheiden sich immer mehr Kunden für ein solches Gartengerätehaus aus Stahlblech. Foto: hb
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ommerzeit ist Gartenzeit: Doch wohin mit all den benötigten Utensilien und dem Rasenmäher. Für Christian Bamberg liegt die Antwort auf der Hand: „Als ideale Unterstellmöglichkeit eignet sich ein verzinktes und pulverbeschichtetes Gerätehaus aus Metall“, sagt der stellvertretende Leiter des Hagebaucentrums
Altenburg (Stadthagen). „Beim Hersteller ,biohort‘ gibt es zudem 20 Jahre Garantie gegen Durchrostung“, nennt der Experte ein weiteres Argument für die aus Stahlblech produzierten Exponate. Diese werden wahlweise mit oder ohne Boden geliefert und können dank des sta-
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Der Hängende wächst kriechend Im Schaumburger Land gibt es in Gartenfragen und -angelegenheiten kaum einen kenntnisreicheren Experten als Dieter Kellermeier. Der Ehrenvorsitzende des Stadthäger Gartenbauvereins gibt in jeder Ausgabe von „4 Wände“ nützliche Tipps für Hobbygärtner und Gartenliebhaber. Heute geht es um das beliebte Küchenkraut Rosmarin.
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achdem in der vorigen Ausgabe der Thymian als winterharte Pflanze im Mittelpunkt stand, widmen wir uns heute dem Rosmarin – einer sehr interessanten Pflanze, die aber leider für unsere Breiten nicht winterhart ist. Der immergrüne und bis zu 1,50 Meter hohe Rosmarin gehört zur küstennahen Strauchvegetation des Mittelmeeres. Bei uns ist dieses wärmebedürftige Kraut nicht winterhart. Nur im Weinbauklima kann es draußen bleiben. Blütezeit ist im Juni und Juli, manchmal aber auch im Winter.
Anbau
Wirkstoffe und Verwendung
Rosmarin wird durch Aussaat oder vegetativ durch Stecklinge vermehrt. Die Aussaat erfolgt ab Februar unter Glas bei 20 Grad Celsius. Das Auspflanzen erfolgt in Töpfen. Ab Mitte Mai kann man Rosmarin ins Freie pflanzen oder in größere Töpfe umpflanzen.
Die menschliche Durchblutung und Verdauung werden durch die ätherischen Öle gefördert. Ein Tee oder Bad aus Blättern wirkt nervenstärkend. Der kampferartige und leicht bittere Geschmack passt zu verschiedenen Soßen, Wild, Lammfleisch und Geflügel. Schwangere sollten jedoch vorsichtig sein und dieses Gewürz nur zurückhaltend verwenden.
Leichter ist die Vermehrung durch Stecklinge im Frühjahr oder Sommer im Topf: dazu vier bis fünf Stecklinge in leichte Erde stecken. Damit er sich gut verzweigt, sollte er als Jungpflanze öfter gestutzt werden. Rosmarin braucht nur wenig Nährstoffe. Gelegentliches flüssiges Nachdüngen reicht im Laufe der Wachstumsperiode aus.
Schädlinge Als Schädlinge sind Spinnmilben und die Weiße Fliege bekannt.
Standortansprüche
Ernte und Konservierung
Sorten
Gute und mit Humus versetzte Erde sowie sonnige und windgeschützte Standorte sind zum Wachstum ideal. Im Herbst sollten die Pflanzen ausgegraben, in Töpfe gesetzt und anschließend im Haus hell und kühl überwintert werden. Am besten kultiviert man den Rosmarin im Topf oder Kübel. Tipp: Nur mäßig gießen, der Ballen darf nicht austrocknen.
Die zehn bis 15 Zentimeter langen und unverholzten Triebe lassen sich bis Ende August laufend ernten – und zwar möglichst an sonnigen Tagen. Die abgestreiften Blätter verlieren beim Trocknen mehr Aroma als beim Einfrieren beziehungsweise beim Einlegen in Essig oder Öl. Für den täglichen Bedarf können die Rosmarinblätter jederzeit gepflückt werden.
Die Sorten Arp, Salem und Veitshöchheim haben etwas Winterhärte, die Sorte Rex wächst besonders stark. Der Rosmarin namens Hängender verfügt über einen kriechenden Wuchs und eignet sich gut zum Bepflanzen von Blumenampeln.
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Dieter Kellermeier weiß, wie Rosmarin am besten wächst und gedeiht.
Mein Tipp zur Überwinterung Ich überwintere meine RosmarinPflanzen im Kübel: kleinere Pflanzen im Topf im kalten Gewächshaus, das bei Außentemperaturen von minus 4 Grad Celsius auch frostig ist. Bis jetzt habe ich noch keine Verluste gehabt, obwohl es draußen in einigen Nächten schon bis zu 15 Grad unter Null kalt war.
Im Schaugarten des Gartenbauvereins Stadthagen (Habichhorster Straße 3) wachsen mehrere Rosmarinpflanzen. Der Schaugarten ist bis Ende Oktober immer mittwochs von 13 bis 17 Uhr geöffnet, von Mai bis September zusätzlich auch sonntags von 14 bis 18 Uhr. Ein Video zum Thema dieser Ausgabe mit weiteren Tipps von Dieter Kellermeier finden Sie im Internet unter www.4waende-schaumburg.de.
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Foto: rg
Impressum 4 Wände – Das Magazin für Bauen & Wohnen Herausgeber: Schaumburger Nachrichten Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Vornhäger Str. 44, 31655 Stadthagen Redaktion: Marc Fügmann (verantwortlich), Holger Buhre, Vera Skamira Produktion/Layout: Schaumburger Nachrichten, Vera Elze Anzeigen: Markus Bruns (verantwortlich) Fotos: Roger Grabowski, Holger Buhre, fotolia.com, Agenturen, privat
Auf dem Marktplatz
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Leistung & Lebensqualität
15. August
Freitag bis Sonntag 10 – 19 Uhr
ab 18 Uhr · Mehr als 220 Aussteller auf 14.000 m2 Ausstellungsfläche · „Schaumburg Energie“-Messe · Bühnenprogramm mit Sport, Tanz, Musik und Talk · Kindermeile: Spiel und Abenteuer in der Festhalle · „Schaumburg tischt auf“ – Gastronomie vom Feinsten · Party mit Live-Musik Freitag und Samstag Abend ab 20 Uhr Die Top 40 Bands
Live-Musik auf zwei Bühnen
„Steam“und „Billboard“
sorgen für Stimmung
Vielfältige gastronomische Angebote wir sind dabei:
Kreishandwerkerschaft Schaumburg
Landkreis Schaumburg
Industrie- und Handelskammer Hannover
Volksbank in Schaumburg Die Bank mit Der grossen kunDennähe.
Weitere Sponsoren:
BBS Burkhard Balz Ihr CDU-Europaabgeordneter
Bernd-Blindow-Schulen
STADTHAGEN FESTPLATZ 5. – 7. MAI 2017 | EINTRITT FREI V E R A N S T A L T E R & K O N T A K T Schaumburger Nachrichten | Clarissa Schablowski Vornhäger Straße 44 31655 Stadthagen
Tel. 05721 / 80 92 60 Fax 05721 / 80 92 85
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