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MEDICAL SKIN CENTER Dr. HILTON · Fachärzte-Team für Dermatologie und Allergologie

Grünstr. 6 / Königsallee • 40212 Düsseldorf • Tel. 0211- 86 29 28-0 • Fax: -28 Mo - Fr 8 - 20 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr • www.dr-hilton.de • info@dr-hilton.de

Patientenmagazin

Sommer / Herbst 2008

Neues aus der Praxis

Neue Geräte in unserer Praxis TruVu® Mit dem TruVu® verfügt die Praxis über eines der modernsten Geräte zur Hautanalyse im Bereich des Gesichts. In einer Art „modernem Fotokasten“ können durch Beleuchtung mit unterschiedlichen Arten von Licht Rötungen, UV-Schäden, vermehrte Talgproduktion und kleinste Fältchen sichtbar gemacht und fotodokumentiert werden. Nach Analyse der Bilder können interaktiv mit dem Patienten Behandlungs-möglichkeiten abgeleitet und der Effekt einer Behandlung durch Verlaufsfotos objektiv sichtbar gemacht werden. Dieses Vorgehen eignet sich im Vorfeld von ästhetischen Eingriffen zur Planung und Besprechung des Vorgehens, aber auch bei Patienten mit Akne oder Couperose kann der Behandlungserfolg mit diesem Verfahren dargestellt werden. Der zeitliche Aufwand ist gering: das Erstellen der Fotos dauert ca. 5 min und fügt sich nahtlos in das Beratungsgespräch ein.

Indikationen für Ultraschall in der dermatologischen Praxis: • • • •

Tumornachsorge Abklärung unklarer Weichteilknoten Lymphknotendiagnostik Krampfaderdiagnostik

Ultraschall für die Lymphknotendiagnostik

Ultraschall bei Krampfaderleiden

Ultraschalluntersuchungen werden im Rahmen unseres Tumornachsorgeprogramms für Patienten mit Haut-krebs durchgeführt.

In der Diagnostik von Gefäßerkrankungen hat der Ultraschall, hier insbesondere das so genannte Doppler-/Duplex-Verfahren, einen wichtigen Stellenwert gewonnen.

Hierbei können Veränderungen im Sinne von Vergrößerungen und Strukturänderungen der Lymphknoten mit dem Ultraschall erkannt werden, zum Teil bevor diese von außen ertastet werden können. Die Ultraschalluntersuchung liefert wichtige Hinweise, ob weitere Untersuchungen (wie z. B. eine Gewebsbiopsie) notwendig sind, um Absiedelungen eines Hautkrebses früh zu erkennen.

Zur Untersuchung des oberflächlichen und tiefen Venensystems im Rahmen der Abklärung eines Krampfaderleidens aber auch zum schnellen Ausschluss einer tiefen Beinvenenthrombose ist die Untersuchung ein Standardverfahren. Auf der Grundlage dieser Diagnostik wird die weitere phlebologische Behandlung geplant und im Verlauf kontrolliert. Die Praxis verfügt über ein neues, modernes Sono-graphiegerät der Firma Philips mit einem linearen Breitbandschallkopf (3-12 Mhz), der sich besonders für die o. g. Anwendungen eignet und den aktuellen Stand der technischen Möglichkeiten repräsentiert.

1.


Serie: Hautkrebs – Teil II

„Der schwarze Hautkrebs“ Das Maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs, gehört zu den bösartigsten Tumoren des menschlichen Körpers überhaupt. Die Bösartigkeit liegt weniger in der Tiefenausbreitung sondern in der frühen und ausgeprägten Neigung, Metastasen über die Blut- und Lymphbahnen zu streuen. Risikofaktoren für die Entstehung eines Melanoms sind das Vorhandensein vieler Muttermale, Sonnenbrände in der Jugend sowie Verwandte, die an einem Melanom erkrankt sind.

Der Hautarzt kann mit einer Lupe, einem Auflichtmikroskop oder mit der derzeit modernsten und sichersten Möglichkeit, der digitalen Videoauflichtmikroskopie mit Computeranalyse, die Muttermale betrachten. Sollten sich hier Auffälligkeiten zeigen, so kann das Muttermal auf einen Computermonitor projiziert werden und mit einer 20-70-fachen Vergrößerung betrachtet werden. Somit wird eine größtmögliche Diagnosegenauigkeit erzielt. In Zweifelsfällen kann das Muttermal im Computer gespeichert werden und der Patient zu einer Kontrolluntersuchung einbestellt werden. Die aktuelle Aufnahme kann dann direkt mit der Voraufnahme verglichen werden.

Je frühzeitiger ein Melanom erkannt wird, desto besser ist die Prognose. Bei einer Eindringtiefe von mehr als 1 mm ist das Risiko einer Streuung deutlich erhöht. Deshalb sollten sich Personen mit vielen Muttermalen in regelmäßigen Abständen (mind. 1x/Jahr) beim Dermatologen zu einer Hautkrebsvorsorgeuntersuchung vorstellen. Wichtig ist es, an sich selbst regelmäßig auf Veränderungen von Muttermalen zu achten. Sollten Muttermale neu entstehen, die Größe, Form oder die Farbe verändern, Juckreiz oder Blutungen zeigen, so sollten diese Male umgehend einem Hautarzt gezeigt werden.

Bei der Selbstuntersuchung, die man in bestimmten Abständen (z.B. 1x / Woche nach dem Duschen) durchführen sollte, kann man sich an die so genannte ABCD-Regel halten:

Zeigen sich Veränderungen, so sollte das Mal operativ entfernt werden. Insbesondere Menschen mit vielen Muttermalen oder mit Muttermalen an Stellen, an denen eine ungünstige Narbenbildung zu erwarten wäre, profitieren von dieser Methode. So lassen sich unnötige Operationen vermeiden.

Rechtzeitig erkannt lassen sich fast alle Hautkrebsformen zu 100% heilen. Nutzen Sie daher regelmäßig das Angebot der Hautkrebsvorsorge.

A Asymmetrie:

ein Muttermal wird asymmetrisch (z.B. Ausläufer)

B Begrenzung:

der Rand eines Muttermals verändert sich

C Color=Farbe:

die Farbe verändert sich

D Durchmesser:

Muttermale mit einem Durchmesser von mehr als 5 mm sollten engmaschig kontrolliert werden. 2.


Med-News

Bienen- und Wespenstiche richtig behandeln

Im Sommer kommt es häufig zu Bienen- und Wespenstichen, da wir uns einerseits vermehrt „Draußen“ aufhalten, andererseits leichte Bekleidung unsere Haut weniger vor Stich-attacken schützt. Während der Bienenstachel in der Haut stecken bleibt und rasch mit einer Pinzette entfernt werden sollte, bleibt bei einem Wespenstich kein Stachel zurück. Es sollte möglichst sofort mit Kühlung (Eis, Coolpack) begonnen werden, um die Ausbreitung der Giftstoffe zu vermindern und den akuten Schmerz zu lindern. Antiallergische und hydrocortisonhaltige Cremes wirken ab-schwellend und sind auch als Selbstmedikation zur Behandlung geeignet. Allerdings sollten cortisonhaltige Zubereitungen bei Kindern unter 6 Jahren nur sehr zurückhaltend aufgetragen werden. Große Vorsicht ist bei Stichen im Bereich von Lippen, Mund oder Rachen geboten: hier kann es sehr schnell zu einer die Atmung bedrohenden Schwellung kommen. In diesem Fall muss schnell gekühlt und ein Arzt aufgesucht oder gerufen werden.

Deshalb sollte ein Sonnenschutzmittel immer ausreichend dick aufgetragen werden, sonst wird der optimale Schutz nicht erzielt. Um Hautreizungen oder –unreinheiten zu vermeiden ist es wichtig, möglichst duftstofffreie Präparate zu verwenden, die auf den jeweil-igen Hauttyp abgestimmt wurden und nicht zu fettig. sind. Dazu bieten mittlerweile fast alle Hersteller eine breite Produktpalette an: Sprays, Gele, Lotionen oder reichhaltigere Cremes! Besonders praktisch für unterwegs oder für Patienten nach ästhe-ischen Gesichtsbehandlungen wie z.B. Peelings sind spezielle Make-up oder Puder mit hohem LSF +. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne ausführlicher zu Ihrem optimalen Sonnenschutz! (Quelle Derma Depesche 17/2007)

Die Last mit dem Schwitzen

Sonnencreme dick auftragen! Damit der Lichtschutzfaktor auch die angegebene Wirkung entfalten kann, wird empfohlen, ihn ausreichend dick aufzutragen. Optimal ist eine Menge von mindestens 2 mg /cm2, ein Wert der nur selten erreicht wird. In Dänemark wurde erstmalig untersucht, wie unterschiedliche Auf-tragsdicken den Lichtschutzfaktor (SPF) verändern. Dazu wurde an gesunden Personen ein Areal des Rückens markiert und ein Sonnen-schutzpräparat in verschieden Mengen (0,5- 4 mg/cm2) aufgetragen. Anschließend erfolgte eine Sonnenbestrahlung, einen Tag später eine Untersuchung auf Rötung der Haut. Bei einer Dicke von 2 mg/cm2 entsprach der SPF tatsächlich dem auf dem Sonnen-schutzmittel angegebenen Wert, darunter nahm er exponentiell ab.

Eine übermäßige Schweißproduktion wird als Hyperhidrosis bezeichnet. Schwitzen dient der Regulation der Körpertemperatur und kühlt nicht nur die Haut, sondern auch das Innere des Körpers ab und hat damit eine lebenswichtige Funktion für unseren Organismus. Ca. 1–2% der Menschen in Deutschland leiden jedoch unter krankhaftem Schwitzen, bei der der Körper unabhängig von Wärme oder Kälte, Tages- oder Jahreszeit übermäßig und unkontrollierbar viel Schweiß produziert. Man unterscheidet eine generalisierte von einer örtlich begrenzten Form. Dabei sind v.a. die Achseln, Hand- und Fußinnenflächen und das Gesicht betroffen. Mögliche Gründe für das übermäßige Schwitzen: Hormonelle Störungen, Psychische Probleme Unerwünschte Arzneimittelwirkungen Hypoglykämie (zu niedriger Blutzuckerspiegel) Chronische Infekte und Tumorerkrankungen Übergewicht, Kreislaufstörungen

3.


Die Last mit dem Schwitzen (Fortsetzung) Es gibt eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten, um übermäßiges Schwitzen zu reduzieren. Das Grundprinzip ist entweder das Verstopfen der Schweißkanäle oder das Deaktivieren der Schweißdrüsen. 1.Aluminiumchlorid-Behandlung: Die Aluminiumsalze dringen in die Schweißkanäle, verbinden sich dort mit dem Keratin und verstopfen damit die Drüsenausführungsgänge. Je nach Anwendungsgebiet existieren Rezepturen mit unterschiedlichen Konzentrationen des Aluminiumchlorids in der Lösung (üblicherweise 10–20%), die in der Apotheke erhältlich sind. Die Lösung wird vor dem Schlafen auf die schwitzenden Körperstellen aufgetragen. Nach einer Woche täglichen Gebrauchs ist es ausreichend, die Behandlung 1–2 Mal pro Woche zu wiederholen.

Sommer, Sonne, Strand-

Die richtige Pflege für danach Ein Tag am Strand oder im Freibad: was uns „gut tut“, bedeutet für unsere Haut Stress pur. Wind, Wasser, Sonne, Salz und Sand setzen unserem größten Organ zu und können zu Verbrennung, Austrocknung und vorzeitiger Hautalterung führen. Durch starke UV-Strahlung der Sonne werden zusätzlich aggressive chemische Substanzen in der Haut gebildet, die sog. „Freien Radikale“. Unser Körper hat wirkungsvolle Schutzmechanismen entwickelt, um diese Radikale unschädlich zu machen- die Antioxidantien. Diese fangen die aggressiven Verbindungen ab, bevor sie wichtige Strukturen an unseren Zellen verändern und schädigen können. Viele dieser Substanzen sind mittlerweile gut verträglich und hoch konzentriert in Kosmetikprodukten verfügbar, um Haut-schädigungen und Alterungsprozessen vorzubeugen oder sie zu korrigieren.

Nebenwirkungen sind Juckreiz bei sensibler Haut und Hautirritationen. Außerdem kann sich die Kleidung verfärben. Die Erfolgs-quote der Therapie liegt bei 95%. 2.Botulinumtoxin: Das Medikament wird in minimalen Dosierungen in die Haut gespritzt und meist nur bei der örtlich begrenzten Hyperhidrose (v.a.axillär) eingesetzt. Es hemmt die Freisetzung von Botenstoffen von den Nerven an die Schweißdrüsen und damit die Schweißproduktion. Die Wirkungsdauer ist von Mensch zu Mensch verschieden, hält aber meist bis zu 6 Monaten vor. Als weitere Behandlungsoptionen kommen die Iontophorese (Gleichstrombehandlung), eine systemische Tablettentherapie oder die Saugkürettage als Ultima ratio zum Einsatz. Zu den wichtigsten Antioxidantien zählen: • • • • •

Provitamin A Vitamin C Vitamin E Coenzym Q10 Flavonoide (z.B. in Wein, Tee, Gemüse, best. Früchte)

Zusätzlich werden der Haut im Verlauf des Tages Feuchtigkeit und Lipide (Fette) entzogen, besonders nach einem langen Strand-tag. Sie benötigt dann ein besonderes Extra an rückfettenden Substanzen, wie z.B. Harnstoff (Urea), Glyzerin und Hyaluron-säure, um den Feuchtigkeitshaushalt wieder in Balance zu bringen. Zusätze wie Dexpanthenol oder Hamamelis wirken hautberuhigend und beugen Hautirritationen vor.

Um Sonnenbränden vorzubeugen und den Tag unbeschwert zu genießen, tragen Sie mind. 30 min vor dem Verlassen des Hauses ein Sonnenschutzmittel mit hohem bis sehr hohem UV-A und UV-B-Schutz auf. Illustration: SebastianMolzahn.com

4.


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