DEEZ
Stadt Schönsee goes "NewWorldOrder
wir sind aber auch "bissig", nicht wahr? Zunächst ein herzliches "Grüß Gott" bei unserer ersten 2016er Ausgabe von "DEEZ"! So viel Zeit muß sein, denn die Hektik des neuen Jahres hat schon wieder die Bevölkerung erfaßt. Der Begriff "Flüchtlingskrise" ist in aller Munde und in Medien fast minütlich präsent. Dabei ist davon in der (Nord)Oberpfalz, aber auch in Eslarn gar nicht zu bemerken. Hier geht alles seinen "gewohnten Gang". Während sich fast 90% der Bevölkerung "außerorts", zumindest aber außer Haus bei deren überwiegend Fabrikarbeit befinden, wird in den kommunalen "ThinkTanks" darüber befunden, wie man der EU und dem Bund wieder mal Fördergelder abknöpfen kann. Schließlich will das Volk für das ganze Jahr medial mit irgendeiner Geschäftigkeit unterhalten werden. Irgendwann gibt es dann wieder eine Einweihung eines Projekts, und es ist wieder etwas geschafft. Nicht dass noch jemand sagen könnte, die "ThinkTanks" würden nichts tun, und nur im Büro rumsitzen. Da muß sich was bewegen, müssen Steuergelder von z. T. sehr weit außerhalb "verarbeitet" werden. Damit Ihnen hier nichts "auskommt", Sie vielleicht etwas übersehen, berichten wir von allen diesen Dingen, immer mehr auch über regionale Politik.
r" und wird Retentionslandschaft?
Watschn unterm Hochaltar.
ESLARNER ISEK
Keine Sorge! Nicht nur Sie können es - ob nun Eslarer Bürger/in oder auswärtige Leser - sicher auch nicht mehr lesen. Irgendwann nach über 25 Jahren muß doch auch mal in so einen, Pardon "Kaff wie Eslarn" die Städtebausanierug an Fahrt gewinnen. 25 Jahre deshalb, weil in Eslarn bereits vor 25 Jahren mit diesem Unterfangen begonnen, jedoch die Sache immer wieder unterbrochen wurde. Letztlich so lange, bis jetzt kleine Firme mit Ladengeschäft, darunter auch Bäcker, Metzger und Gastwirte mangels eigener oder fremder Unternehmensnachfolge dicht gemacht haben.
Fast wie früher? Beauftragte verwalten (in Fördermittelsicht) Eigentum der BürgerInnen? Interessant dürfte dies vor allem für spätere wissenschaftliche Forschungen sein, denn erst gut Geführtes zugrunde gehen zu lassen, um es dann später wieder neu aufzubauen, kann ma sicher getrost als "volkswirtschaftlichen Horror" bezeichnen. Wenn jedoch wie hier ein vor allem im Ortkern avisierter, groß angelegter Eigentumswechel stattfinden soll, erklärt sich die Sache besser. In dieser Sichtweise kann man Parallelen zum einstmals herrschenden Feudalismus ziehen, bei dem in den Ortskernen letztlich auch nur der
Kirchenbesitz dieser selbst gehörte. Alles andere Eigentum wurde durch Beauftragte der GrundeigetümerInnen für die nicht mündige Bevölkerung verwaltet. Diese konnten damals ja weder Lesen noch Schreiben, was also sollte diese Eigentum verwalten können? In Eslarn erinnert Vieles an diese vergangene Zeit, denn auch hier wird indirekt, indem man Geschäftsplätze durch Untätigkeit ruiniert, fremdes Eigentum verwaltet. Aber einstweilen genug davon. Wenden wir uns aktuellen Eslarner Städtebaugeschehnissen zu, soweit es solche überhaupt gibt. . Das ISEK wird im ersten Quartal veröffentlicht. So hieß es in der Bürgerversammlung 2014. Seitdem warten Eslarns BürgerInnen auf die entsprechende Veröffentlichung, von der bislang nur
ein Teil im Rahmen der "Festschrift zum Heimatfest 2015" preisgegeben wurde. Möglicherweise solle die EslarnerInnen nicht vorzeitig erfahren, dass nicht mehr viel geschehen wird, man also getrost zum Jahr 2030 mit nicht gerade geringen finaziellen Belastungen für die Kanalgeneralsanierung und den Neubau der örtlichen Kläranlage rechnen muß. Im Internet unter www. eslarn.de finden sich jedenfalls unter dem Menuepunkt "ISEK Städtebauplanung" seit über einem Jahr die berühmten fünf XXXXX verlinkt. [x]
Sollten Sie sich nicht an die in der Headline wiedergegebene Aussage erinnern, lesen Sie einfach in unserer (teilkommentierten) Mitschrift aus der Bürgerversammlung vom Nov. 2014 nach. Sie werden feststellen, dass bereits bis zu diesem Zeitpunkt gut geplant worden war. Irgendwas aber hat bislang die Realisierung verhindert, und dies scheint mit der Grenzlage der Marktgemeinde Eslarn zur Tschechischen Republik zu tun zu haben. Scheinbar sind bestimmte Kreise nur bereits hier Staatsgelder investieren zu lassen, wenn es Teile Tschechiens zurückübertragen gibt.
Seit einigen Monaten verfügt die LudwigMüller-Strasse in Eslarn trotz Wiederbebauung der Grundstücke des ehem. sog. "Tillyplatz-Ensembles" dennoch über einen weiteren Leerraum. Das sog. "Siertl"-Anwesen, welches sich genau dort befand, wo wir 2010 in amtlichen, scheinbar der Fördermittelgewinnung dienenden Verzeichnissen nie existierende Hotels der Bezeichnungen "Adler-Ottenbacher" und "Adler" feststellen mußten, ist einer Baubrache gewichen. Was dort jedoch irgendwann einmal entstehen soll ist ungewiß, denn mit dort zurückliegend für das "K & S Pflegeheim" geplanten Parkplätze dürften die regelmässig auf dem Einrichtungsgrundstück zu realisierende Stellplatzverpflichtung nicht erfüllt werden können. [x]
In einer der von uns echt liebevoll sog. "Perlschnur-Gemeinden" tut sich was Neues. Nein, es geht nicht um die bereits im 2011 geplanten "Jakobspilger-Herbergen", welche von Eslarns als einem Mitglied der bei der vormaligen "LAG Brückenland Bayern-Böhmen" angesiedelten "LeerstandsOffensive", bis nach Teunz projektiert und längst realisiet werden sollten. Die LAG Brükkenland scheint Vergangenheit, und dennoch muß aus vorhandenen Leerständen etwas werden. Gut, ein "Leerstand" im herkömmlichen Sinne ist das Ende der 1960er Jahre erbaute, und schon wenige Jahre auch bei der hohen Politik an Renomee gewonnenen "Hotel St. Hubertus" nicht. Der Tourismus hat trotz des in den 1970er Jahren initiativen Engagements des damaligen Bürgermeis-
ters und heutigen CeBB-Vorsitzenden Hans Eibauer auch in Schönsee gewaltig abgenommen.
Mit der "NAture Community" naht die Rettung, vielleicht sogar der gesamten Region. Bereits vor einem Jahr soll sich beim Eigentümer des "St. Hubertus" eine gem. Unterlagen im Jahr 2014 gegründete "NAture Community" gemeldet, sowie einen Ankauf des prominenten touristischen Areals angeboten haben. Bereits im Januar 2015 ratterten die Pressen, und es kamen Fragen auf, die man sich auch heute noch in ländlich-christkatholischer Umgebung stellt: Wer will überhaupt hierher? Was
wolle die? Ist es eine Sekte? Alle diese Dinge konnten mittlerweile ausgeräumt werden, auch wenn Begriffe wie "ganzheitlich", "Heilung des Wassers" und so mancher andere, im ländlich-christ-katholischen Bereich auf Argwohn stieß. Nein, es wird einfach mal was Neues, und dies hat die Region bitter nötig. Dass es nicht den christlich-abendländischen Grundwerten widerspricht, oder vielleicht sogar sektenähnlichen Charakter annehmen wird, dafür sorgen schon die regionalen, voll und ganz auf die entsprechenden christlichen Werte eingeschworenen PolitikerInnen. Bisher ist hier - vereinzelten Unkenrufen zum Trotz - auch gar nicht erkennbar, was hier nicht christlich, was hier nicht einmal römisch-ka-
Be the Change möchte Menschen zusammenführen, unterstützen und inspirieren, um eine ökologisch nachhaltige, sozial gerechte und sinnerfüllte menschliche Präsenz als Leitbild unserer Zeit zu etablieren. Wir möchten dafür eine Kultur der Nachhaltigkeit schaffen, die alle Ebenen menschlichen Lebens miteinbezieht. Die Be the Change Stiftung arbeitet, im deutschsprachigen Raum, in Partnerschaft mit der Pachamama Alliance.
Man fühlt sich der Natur, dem Umweltschutz und der Freiheit ver-pflich-tet. Es soll (auch) auf dem Hotel- und Ferienhofgelände eine autarke Lebensgemeinschaft mit offenen Part-nerschaften, mit eigener Schule und mit veganer Lebensweise entstehen. Es soll zudem auch eine "demokratische Schule" geben, wobei die genaue Definition dieser Einrichtung bislang leider nirgends zu finden ist. Für die Stadt Schönsee zählten - wie es sich eigentlich gehört - nur die rechtlcihen Fakten, nicht die Lebensent-würfe der Mensche. So gem. Regionalzeitungsbericht in "Der neue Tag" vom 28.01.2015, als eine vertagte "Bau-voranfrage" vom Dezember 2014 auf den Tisch der Schönseer Stadträte gelangte, und
positiv
verbeschieden
wurde.
tholisch sein soll.
Römisch-katholisch ist ... Was ist eigentlich (nicht) "römisch-katholisch"? Um die zu klären, müßte man sich eingehender mit der sog. "Dogmatik" der Röm.-Kath. Kirche befassen. Ansonsten ist mittlerweile fast alles als "röm.-kath." angesehen/ geduldet?, was nicht offen gegen die Röm.-Kath. Kirche gerichtet ist. Ärgert viele Konservative, erbost viele noch Konservativere. Diese neuerdings feststellbare "Grenzenlosigkeit" hat aber durchaus ein Ziel: Nur Personen die überhaupt wieder einmal mit etwas wie kodifizierter Weltanschauung, mit deren festen Regeln in Kontakt kommen sind bereit, sich vielleicht später (wieder) einmal auf das "Wagnis Großkirche" einzulassen. Wer wie "Hardcore-AtheistInnen" nur an das Reale glaubt, ist für die Großkirchen verloren. So muß/ kann man die sich hier gründende "NAture Com-
für die freie Gemeinschaft mit offenen Partnerschaften, einer demokratischen Schule und veganer Lebensweise arbeitet man gem. eigener Aussage auch mit der arbeitet mit der "Be the Change Stiftung" für kulturellen Wandel zusammen. Das Hotel soll weitergeführt und für Management-Training wie auch Seminare genutzt werden. Die Community selbst läßt ich auch von Tamera, einer Lebensgemeinschaft in Portugal inspirieren, wobei das 4,5 Hektar große Grundstück jede Menge Möglichkeiten für den Eigenanbau von Lebensmitteln bieten, und die Selbstversorgung sicherstellen kann.
Es hat nun über ein Zeitjahr gedauert, faszinierend dennoch, wie schnell sich durch einen Infoabend im November 2013 monatliche Treffen, die Gründung der Genossenschaft, im Oktober 2014 eine Tagung in der munity" durchaus als Chance für diejenigen Leute in der Region begreifen, die den direkten Weg zu den Großkirchen (immer noch) nicht wiedergefunden haben. So viel in aller Kürze dazu, dass eine "NAture Community" keinesfalls die "christlich-abendländische Werte" stören, vielmehr sogar im Sinne der Umweltenzyklika von Papst Franziskus bereichern kann. [x]
Die Vereinigung, welche als Genossenschaft auf dem früheren Geländes des Kur- und Sporthotels "St. Hubertus" in der Stadt Schönsee eine neue Heimat finden wird, wurde 2014 u.a. vom qualifizierten Management-Trainer Andreas Materne - dem Inhaber und Seniortrainer eines Münchner Unternehmens für Top-Management im Bereich Führung und Präsenzcoaching - gegründet. Anregungen
Oberpfalz ergab. Zugleich entschied man sich dafür, eine demokratische Schule zu gründen, um einen Beitrag zum sozial-kulturellen Wandel zu leisten, sowie den Kindern ein selbstbestimmtes Lernen ermöglichen zu können. In Windeseile fand man das Schönseer Hotel samt Feriendorf passend, entschied sich für einen Ankauf, unterzeichnete Mitte Dezember 2015 den Kaufvertrag, und reichte im Dezember 2015 bereits die Bauvoranfrage ein. Im aktuellen Jahr 2016 soll es nun bereits ab März losgehen, und Schönsee wird noch moderner und weltoffener. [x]
Zurzeit keine weiteren amtlichen Veranstaltungen wie B端rgerversammlungen etc. angek端ndigt.
Watschn unterm Hochaltar.
Schon wieder "Mißbrauch" und schon wieder "Domspatzen"?
immer wieder mißtrauisch von der Seite beäugt wird.
Es ist nicht schön, dass diese beiden Begriffe immer und immer wieder (nicht) nur die Oberpfälzer Gesellschaft nahezu "entzweien". Seit Jahren, ja vielleicht sogar Jahrzehnten gab es im ältestens Kirchenchor der Welt, bei den "Regensburger Domspatzen" keinerlei Mißbrauch mehr. Gerade die aktuellen Sänger haben nicht wenig darunter zu lei-
Die Macht der Begriffe.
den, dass die einstmalige, unkritisierbare Kaderschmiede mittlerweile
Nicht erst seit Umberto Eccos "Der Name der Rose", oder den Verfilmungen der Romane von Dan Brown steht die Röm.-Kath. Kirche weltweit im Focus der Aufmerksamkeit. Sie hat sich ein klein wenig dorthin gebracht, als der ihr immanent inneliegende Missionierungsauftrag an alle Mitglieder Mitte der 1990er Jahre nicht mehr nur historisch, sondern
re-aktiviert verstanden wur-de. Zwar nannte man es nicht (mehr) Missionierung von Ungläubigen, doch was die Röm.-Kath. Kirche unter "Missionierung" verstand, davon können auch fast nicht mehr existente Ethnien auf anderen Kontinenten berichten. Sollte es wieder eine solche Art der Missionierung werden? Davor dürften sich nicht wenige Länder gefürchtet haben. So vermuten wir nicht zuletzt auch dies als Grund dafür, dass in Bezug auf die Röm.-Kath. Kirche seitdem
mehr als genug nachgeforscht, ja nahezu "das Unterste nach oben gekehrt" wurde. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland bot sich dieses an, denn nirgendwo sonst erhält die Röm.-Kath. Kirche aufgrund eines zumindest als "höchst zweifelhaft" zu bezeichnenden Staatskirchenvertrag, dem sog. "Reichskonkordat" welcher übrigens die u. E. sonst gar nicht mehr geltenden mittelalterlichen Einzelkonkordate inkorporiert - besondere staatliche Privilegien vor allem auch finanzieller Art. Zudem ist die Röm.-Kath. Kirche deutscher Prägung mittlerweile aus dem bundesdeutschen Sozialsystem nicht mehr wegzudenken, hat sich was ebenfalls auf Kritik stößt - im Gesundheits- und Pflegewesen nahezu unentbehrlich gemacht. Dies passt irgendwie nicht so ganz zu einer Weltanschauungsgemeinschaft, welche eben wieder aktiv missionieren will, und ... Genau darum geht es scheinbar "zu viel auf dem Kerbholz hat", denn die Bundesrepublik Deutschland hat sich der Religionsfreiheit verschrieben, und zwar nicht erst seit dem II. Vatikanischen Konzil, als auch die Röm.-Kath. Kirche (endlich einmal?) die Religionsfreiheit anerkennen mußte. So viel in aller notwendigen Kürze zum Umfeld, in welchem sich die Mißbrauchsaufklärung vor allem der Diözese Regensburg offiziell seit nunmehr 2010, als die Vergangenheit höherer Geistlicher bei den "Regensburger Domspatzen", jedoch nicht nur dort offenkundig wurde. Mit "Über 50 Jahre Vertuschungsgeschichte" titelte der Regensburger Historiker Robert Werner im Mai 2013 einen Aufsatz unter
www.regensburg-digital.de, einem 2008 gegründeten Online-Magazin welches sowohl der Aufklärung wie auch dem Ruferhalt der Diözese Regensburg hätte mehr nutzen denn schaden können, hätte man Genesis Kap. 1, Satz 1 besser beachtet.
aber ein Diözesanbischof ist eben nicht Gott, so dass das Wort hier nicht bei ihm, sondern bei den Journalisten "war". So verhedderte sich der damalige Regensburger Bischof und jetzige Glaubenspräfekt Gerhard Kardinal Müller bei einem Begriff, der ob Jahrzehnte langem Schweigens über die Untaten höherer katholischer Geistlicher des "BibleBelt"-Bistums Regensburg, und der bislang nicht widerlegten, außerordentliche Finanzmacht der Diözese Regensburg einfach im Raum stehen mußte. Bei dem Wort handelte es sich um den Begriff "Schw........". Sehen Sie, auch wir haben mittlerweile Angst den Begriff wegen deren Nennung die Diözese neben Regensburg-Digital.de und noch re-
nommiertere Publikationen der deutschen Presselandschaft verklagte, voll ausgeschrieben abgedruckt zu wissen. "Klagende Bischöfe" waren dem gemeinen Volk bislang nicht bekannt, und dieses war verwundert. Dabei ist es mehr als üblich, dass sich auch - aber nicht nur Weltanschauungsgemeinschaften deren (vermeintliches) Recht nicht nur durch Anrufung einer höheren Macht erbitten, sondern - man darf durchaus sagen "knallhart" - auch den Weg vor weltliche Gerichte beschreiten. Da bleibt gerne mal das vielgerühmte "Gottvertrauen" außen vor, wenn es um Besitzstandswahrung und Machterhalt geht.
Kaum war die Klagewelle abgebbt, konnte man sich wieder mit der eigentlichen Angelegenheit, der Aufklärung der Mißbrauchfälle befassen. Man konnte, aber wollte man auch?
Watschn unterm Hochaltar.
Mit Prof. Dr. Pfeiffer, einem versierten und renommierten Kriminologen "wollte" man letztlich nicht (mehr), und kündigte den 2011 mit der Deutsche Bischofskonferenz (DBK) geschlossenen Forschungsauftrag auf. Klage wollte man dann auch noch, aber sei's drum, dies ist ja schon bekannt.
Neues Spiel, neues Glück? Nach dem plötzlichen Ableben der Mißbrauchsbeauftragten Dr. Böhm, und der Findung eines neuen Beauftragten Dr. Martin Linder, sollte es wir schreiben das Jahr 2014 - eine Art "Neubeginn" werden. Es wurde auch ein "Neubeginn", aber anders als gedacht, denn plötzlich vermuteten Manche, dass die Diözese Regensburg wirklich nicht aufklären will. Die im Dezember 2014 ausgestrahlte TV-Doku "Die Akte Domspatzen" gab diesem Neubeginn den Rest. Es sollte/ mußte wieder neu begonnen werden, und dies ziemlich schnell, um den Faden nicht abreissen zu lassen. Nun besann man sich darauf, dass es in der Bundesrepublik Deutschland ja auch eine renommierte Opferschutzvereinigung gab, welche man um Rat fragen konnte. Wieso geschah dies nicht schon früher, z. B. im Jahr 2010? Vielleicht - aber nur möglicherweise - hängt es damit zusammen, dass mittlerweile auch die Bundespolitik in Sachen "(sexueller) Mißbrauch" hellhöriger geworden war. Dem Mißbrauchsbeauftragten der Bundesregierung sollten weiterrei-
chende Befugnisse eingeräumt werden. Vor allem aber sollte dieser Angelegenheiten welche Institutionen selbst nicht klären (können/ wollen) an sich ziehen können. Wie auch immer, manchmal überschneiden sich eben Dinge so sehr, dass man gar nicht vorhandene Parallelen ziehen könnte.
Vor einem Zeitjahr, also Anfang 2015 präsentierte die Diözese Regensburg nun einen, vom Weißen Ring e. V. empfohlenen Regensburger Rechtsanwalt mit nordoberpfälzer Wurzeln. Der u. W. gebürtig aus Weiden/ Opf. stammende Ulrich Weber sollte nun klären, was es mit den Mißbrauchsfällen bei den "Regensburger Domspatzen" auf sich hatte, und dies für den Zeitraum von 1945 - 1992. Gut, dass man ihm nicht zugleich aufgetragen hatte zu prüfen, ob und inwieweit solche Fälle auch in seiner Heimatstadt Weiden/ Opf. bei dort einstmals über Jahrzehnte vorhandenen kirchlichen Internaten vorgefallen waren.
Denn eines ist nicht zuletzt seit der bereits genannten Veröffentlichung von Robert Werner ("Über 50 Jahre Vertuschungsgeschichte" Mai 2013) sicher: Auch der ca. acht Monate bei den "Regensburger Domspatzen" als Leiter tätige, im Weiler Pfrentsch bei Eslarn gebürtige Diözesan-Kirchenmusik-di-
rektor Georg Friedrich Zimmermann (+ 1984) durfte trotz festgestellter Pädofilie einige Zeit im Weidener Internat "Bischöfl. Seminar Weiden/ Opf" (aufgelöst 1989) "wirken". Hatte - etwas süffisant ausgedrückt - "die Katze das Mausen gelassen", oder lauert hier vielleicht demnächt noch ein weiterer Skandal? Derzeit ist man "des Lobes voll" über Herrn Rechtsanwalt Ulrich Weber. Dies kann, aber muß keine echte Wende bedeuten, denn hier hatte man schon ganz andere Kaliber gelobt, dann aber bitterböse vom Hof gejagt. Noch melden sich immer neue Opfer, und diese sollen sich geht es nach der Diözese Regensburg - der Mandantin von Herrn Rechtsanwalt Weber - auch weiter-
fälle" dem sog. "Päpstlichen Geheimnis" unterliegt, und deshalb auch von diesem Rechtsanwalt Weber nicht geklärt werden kann/ darf. Auf eine entsprechende schriftliche Anfrage von Anfang Dezember 2015 haben wir noch keine Antwort erhalten. Solange diese Frage jedoch nicht beantwortet ist, ist die Sache ziemlich unvollständig. [x]
hin melden. Man muß - und dies mal in aller Ehrlichkeit - schließlich wis-
Was ist mit dem Kaplan, der vielleicht daran seelisch zerbrach,
sen woran man ist. Letztlich gefährdet dieses "nicht aus den Schlagzeilen kommen" ie bereits zu Anfang genannte "Missionierung" bzw. "(Neu)Evangelisierung". Ja, wir sehen dies ganz pragmatisch, denn auf dieser Welt regieren nun einmal Macht und Geld. Metaphysische Dinge sind im privaten stillen Kämmerlein gut aufgehoben, denn darum können sie sich privatessime kümmern. Ein Staatswesen kümmert das nicht, außer es würde sich um einen sog. "Gottesstaat" handeln.
Derzeit scheint noch nicht ausgeschlossen, dass diesem vierten Anlauf in Sachen "Mißbrauchsauf-
das er Neigungen seines Ausbildungspfarrers oder eines anderen ihm bekannt gewordenen Geistlichen ordnungsgemäß meldete, und als Lügner, vielleicht aber auch Gefahr "in die Wüste geschickt" wurde? Was ist mit Seminaristen/ Priesteramtskandidaten, welchen es ähnlich erging, oder welche man gerade ob deren Geradlinigkeit bereits vorzeitig "aussortierte", weil deren Ehrlichkeit eine Gefahr hätte darstellen können? Was ist mit PolitikerInnen, denen eigene Söhne als Internatszöglinge von solchen Dingen berichteten, welche dann Kirchenobere darauf ansprachen aber nicht gehört, vielleicht sogar ab diesem Zeitpunkt "unterminiert" wurden?
klärung in der Diözese Regensburg" trotzdem noch ein weiterer Anlauf, dann von berufener staatlicher Stelle folgen muß/ wird. Jahrzehnte lang Schweigen ud mitunter vielleicht sogar Vertuschen dürfte mehr als nur originäre, also direkt vom Mißbrauch betroffene Opfer geschaffen haben.
Hier ist noch jede Menge "Luft nach oben", und jede Menge Platz Dinge zu diskutieren, welche diskutiert werden müssen. Ebenfalls noch nicht geklärt ist ja, ob nun wirklich - wie unserer Redaktion zugetragen - ein einziger dieser "Domspatzen-Mißbrauchs-