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Das Gymnasium der Zukunft Mehr erfahren unter: academic-gateway.ch 04914020001_DU_296x45_Tagi_AcGateway_DE.indd 1

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Great Place to Work

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grossartig

Interview

DANIEL RADCLIFFE Vom «Harry-Potter»-Kinderstar ins Erwachsenenschauspielfach: Der Schauspieler über seinen Werdegang Lesen Sie mehr auf www.fokus.swiss

Und was machen Sie in Zukunft?

Master in Umwelt und Natürliche Ressourcen

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EDITORIAL

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LESEN SIE MEHR... 04 Berufswahl 06 Arbeitsmarkt der Zukunft 08

Duales Bildungsystem

10 Interview: Daniel Radcliffe 16

Bei Weiterbildung ans Überfachliche denken

Fremdsprachen

FOKUS NEXT STEP. PROJEKTLEITUNG: Vanessa Kobel Nordgren COUNTRY MANAGER: Pascal Buck PRODUKTIONSLEITUNG: Miriam Dibsdale TEXT: Lars Meier, Kevin Meier, Patrik Biberstein, Marlène von Arx, Fatima Di Pane

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ine Weiterbildung hilft der Karriere. Wie ein Mantra unterlegen Weiterbildungsinstitutionen ihre Angebote mit diesem Satz. Und eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer vertraute bisher darauf: 85 Prozent jener, die eine berufliche Weiterbildung machten, zielten damit in der Vergangenheit auf eine Erhöhung ihrer Karrierechancen ab. Das war vor Corona. Welche werden die Gründe für eine Weiterbildung nach der Pandemie sein? Wahrscheinlich wird weiterhin die Aussicht auf Karriere ein zentraler Beweggrund dafür sein, sich weiterzubilden. Vielleicht aber vermehrt auch deshalb, um sich neu zu positionieren. Aber welche Weiterbildung ist langfristig geeignet, Karrierechancen aufzubauen? Die Coronapandemie hat gezeigt, wie leicht wirtschaftliche Stabilität ins Wanken gerät und als sicher geltende Jobs plötzlich auf der Kippe stehen. Vor diesem Szenario sollte man sich also überlegen, welche Kompetenzen einen wirklich weiterbringen und was allenfalls lediglich eine Vertiefung von fachlichem Wissen bringt. Nicht im Zuge von Corona, sondern vielmehr vor dem Hintergrund der Digitalisierung prognostizierten in der Vergangenheit verschiedene Unternehmensbefragungen eine Verschiebung von Kompetenzen. Zwar stand die Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen, konstant an der Spitze der nachgefragten Kompetenzen. Doch zu den Aufsteigern gehören vor allem kritisches Denken und Kreativität. Letztere, so wird vorausgesagt, werde vor allem nötig sein, um mit der Flut neuer Produkte, neuer Technologien und neuen Arbeitsmethoden umgehen zu können. Nach den Erfahrungen der Pandemie dürfte

Man sollte sich überlegen, welche Kompetenzen einen wirklich weiterbringen. RONALD SCHENKEL, LEITER KOMMUNIKATION, MARKETING, EVENTS, SCHWEIZERISCHER VERBAND FÜR WEITERBILDUNG

Kreativität auch deshalb höher im Kurs stehen, weil sie uns hilft, angesichts des völlig Unerwarteten nicht die Waffen strecken zu müssen.

Doch wie sieht es auf Seiten der Angebote aus? Es ist festzustellen, dass die Programme und Angebote der berufsorientierten Weiterbildung mit einem klaren Funktionsbezug in den letzten Jahren ausgebaut, feiner gegliedert und gestuft worden sind. Die Weiterbildung reagierte damit natürlich auf Entwicklungen in der Arbeitswelt, wo berufliche Funktionen immer klarer definiert und mitunter auch Kleinteiliger werden und dementsprechend eine Ausbildung dafür geschneidert werden kann – stets mit dem Versprechen auf eine Stelle oder einen Karriereschritt. Unerwähnt bleibt dabei oft, dass diese neuen Curricula infrage gestellt werden, wenn neuerliche Veränderungen oder Umstrukturierungen stattfinden – oder eben das Unerwartete über uns hereinbricht. Wer also eine Weiterbildung ins Auge fasst, sollte sich genauer überlegen, was sie vor allem langfristig zur Entwicklung der eigenen Arbeitsmarktfähigkeit beiträgt, zumal diese heute und in Zukunft nicht unbedingt und allein an fachbezogenen Kompetenzen gemessen wird, sondern eben an jenen erwähnten überfachlichen. Das wiederum bedeutet, dass man sich nach entsprechenden Angeboten umschauen sollte, die die Vermittlung solcher Kompetenzen in Aussicht stellen. Das kann durchaus auch in einem fachbezogenen Kurs der Fall sein, muss aber nicht. Wirklich nützliche Weiterbildung erschöpft sich nicht in einem Diplom oder Zertifikat, sondern misst sich daran, wie weit man sich entwickeln kann. Sucht man mit diesem Ansatz eine Weiterbildung, liegt man vermutlich richtig. TEXT RONALD SCHENKEL

TITELBILD: HFPA LAYOUT: Anja Cavelti DISTRIBUTIONSKANAL: Tages-Anzeiger, September 2020 DRUCKEREI: DZZ Druckzentrum AG

SMART MEDIA AGENCY AG Gerbergasse 5, 8001 Zürich, Schweiz Tel +41 44 258 86 00 info@smartmediaagency.ch

Viel Spass beim Lesen! Vanessa Kobel Nordgren Project Manager

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«Digitalisierung erfordert eine Änderung des Mind-Settings» SIW ist die erste digitale Höhere Fachschule der Schweiz und vermittelt ihren Studierenden zukunftsträchtige digitale Kompetenzen. Auch der neu konzipierte Lehrgang Handelsdiplom SIW ist ganz darauf ausgelegt, die Studierenden für eine digitalisierte Arbeitswelt fit zu machen.

Wie kamen Sie auf die Idee, ein neues Handelsdiplom zu konzipieren, wo es doch etablierte Lehrgänge gibt? Wir wollten unser Lehr- und Lernkonzept «alpha-learning» auch für andere Lehrgänge nutzen. Dabei studierten wir die Reglemente und Lernzielvorgaben der etablierten Handelsdiplome und mussten feststellen, dass deren Inhalte überhaupt nicht mehr zeitgemäss sind. Die Inhalte sind stark geprägt durch Buchhaltung und nochmals Buchhaltung. Mal ehrlich, wer braucht das heute und in einer künftig stark digitalisierten Wirtschaft noch? Auch stellten wir fest, dass die Leute, die bei diesen Handelsdiplomen das Sagen haben, nicht offen für Veränderungen sind. So kam es, dass wir ein neues Handelsdiplom konzipierten. Wofür steht «alpha-learning»? Dieser Begriff steht für ein Lehr- und Lernkonzept, das die digitalen Möglichkeiten zweckmässig nutzt. Viel denken bei digitaler Schule an eine Videokonferenz. Dabei wird vergessen, dass «digitale Schule» aus weit mehr als nur Videokonferenzen besteht. Der Unterricht in einer digitalen Schule muss ganz anders gestaltet werden als in einer «traditionellen» Schule. Das Lernen an sich jedoch bleibt sich – egal, ob digitale oder analoge Schule – immer gleich. Es gilt in einer digitalen Schule, die technischen Möglichkeiten so zu nutzen, dass das Lernen optimal unterstützt wird. Warum sind Ihnen die Kompetenzen für die Digitalisierung so wichtig? Bis jetzt waren Computer wichtig, wenn es darum ging, grosse Massen sich wiederholender Tätigkeiten zu erledigen, beispielswei-

se der Zahlungsverkehr bei einer Bank oder bei der Post. Doch die neuen Technologien können viel weitergehende Arbeiten übernehmen. Sie ermöglichen zum Beispiel, dass Computer Entscheidungen fällen oder Kunden beraten und vieles mehr. Zudem werden die Bild- und Spracherkennungen rasant besser. In manchen Bereichen ist es bereits so, dass wir nicht mehr merken, ob wir mit einem Computer oder einem Menschen sprechen. Wenn wir in einer Wirtschaft bestehen wollen, die diese Technologien nutzt, dürfen wir keinesfalls mehr «Buchhaltung» vermitteln.

Rolf Böhm, Schulleiter SIW

schen Fächerstrukturen, sondern setzt auf Interaktion, Selbstlernkompetenzen und Kollaboration. Uns ist wichtig, dass wir nebst den reinen Fertigkeiten auch das Denken und Handeln der Teilnehmenden beeinflussen. Digitalisierung erfordert primär eine Änderung des Mind-Settings.

Welche Zielgruppe sprechen Sie an? Mit unserem Handelsdiplom sprechen wir alle an, die eine Lehre absolviert haben, bei der die bereits erwähnten Kompetenzen nicht vermittelt wurden. Das Handelsdiplom ist einerseits eine Ergänzung, aber auch der EinWelche Kompetenzen werden in Ihrem Han- stieg in eine weitergehende Ausbildung wie delsdiplom-Lehrgang besonders gefördert? zum Beispiel als dipl. Betriebswirtschafter/in Wir nutzen einerseits konsequent moder- HF oder dipl. Wirtschaftsinformatiker/in HF. ne Technologien in der Durchführung des Lehrgangs. Die Teilnehmenden arbeiten aus- Wie lange dauert der Handelsdiplom-Lehrschliesslich mit ihrem Laptop und vernetzen gang bei SIW? sich über kollaborative Plattformen. Dabei Das Handelsdiplom dauert zwei Semester lernen sie einerseits deren Bedienung, aber und kann sehr gut berufsbegleitend besucht auch die für die Zukunft notwendigen Kom- werden. Man muss also sein Arbeitspensum petenzen wir Kreativität, Problemlösung, Ver- nicht zwingend reduzieren. netzung und vieles mehr. Muss man spezifische Voraussetzungen erWas zeichnet das neue Handelsdiplom aus, füllen? welche Vorteile haben die Studierenden? Wir legen Wert auf eine hohe intrinsische Wir orientieren uns an der aktuellen Pra- Motivation. Zudem sind gute Sprachkenntnisxis. Wir vermitteln zum Beispiel einerseits, se in Deutsch oder Englisch zwingend nötig. wie moderne Unternehmen organisiert und strukturiert sind, aber auch wie sie kommu- Für welche Ausbildungen ist man anschliesnizieren, Projekte angehen, Probleme lösen, send zugelassen? Kunden bedienen etc. Wir vermitteln dabei Nach dem Handelsdiplom SIW ist der Andie Kompetenzen, die es in einem solchen schluss an einen Studiengang wie dipl. BeUmfeld braucht, etwa wie kundenorientierte triebswirtschafter/in HF, dipl. WirtschaftsProblemlösungen angegangen werden. Der informatiker/in HF oder auch technische Lehrgang folgt daher nicht mehr den klassi- Kaufleute problemlos möglich.

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und gestalte die Zukunft mit. Die erste digitale Höhere Fachschule der Schweiz Alle Lehrgänge finden digital im virtuellem Klassenzimmer mit digitalen Lehrmitteln und Lernvideos statt und sind vollumfänglich ausgerichtet auf die digitale Wirtschaft.


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BERUFSWAHL

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Wie finde ich den Job, der am besten zu mir passt? Die enorme Zahl an Ausbildungswegen und Berufsbildern erschweren die Suche nach dem passenden Job mehr, als dass sie diese erleichtert. Doch mit den richtigen Tipps gelangt man schneller ans Ziel als gedacht.

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Die perfekte Balance Zieht man erneut den Vergleich mit den drei Kreisen zu Hilfe, sind diese im besten Fall jeweils möglichst deckungsgleich. In dem Fall stehen Interessen, Werte und Fähigkeiten im optimalen Einklang – ein Ideal, welches aber nicht immer erfüllt werden kann. Oft muss man dennoch Kompromisse eingehen. Wer sich jedoch an den drei genannten Themenbereichen orientiert, befindet sich bei der Suche nach dem passenden Job bereits auf dem richtigen Weg.

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Die Suche nach dem passenden Job geht in jedem Fall mit vielen Fragen einher, die es zu beantworten gilt.

Fähigkeiten Der Themenbereich der Fähigkeiten bildet den dritten Kreis. Denn nicht nur Interesse und Werte stellen zentrale Pfeiler dar, auch die eigenen Fähigkeiten dürfen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Was, wenn sich jemand für Mathematik interessiert und mit den entsprechenden Werten als Mathematiker anfreunden kann, aber alles andere als ein Zahlenmensch ist? Auch hier können entsprechende Tests Klarheit verschaffen. Egal, ob man noch zu Beginn der Karriere steht oder sich in einer beruflichen Neuorientierungsphase befindet: Auch die Antwort auf die Frage nach den Lieblingsfächern in der Schulzeit kann ein wichtiger Indikator für die persönlichen Fähigkeiten sein.

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Denn in diesem Themenbereich ist es ebenfalls von grosser Wichtigkeit, sich wirklich seiner eigenen Werte sicher zu sein und nicht die von anderen zu übernehmen. Wer beispielsweise aus einer Akademikerfamilie kommt, sich insgeheim aber eher nach Selbstverwirklichung in einem Künstlerberuf sehnt, wird unerfüllt bleiben, wenn

er die Werte der Familie übernimmt. Ebenfalls ist es wichtig, die Vereinbarkeit der wichtigen Werte zu überprüfen. Jemand, der Karriere machen aber so viel Zeit wie möglich mit der Familie verbringen möchte, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit früher oder später an seine Grenzen stossen. Genauso wird eine Person, für die finanzielle Sicherheit das A und O ist, sich gleichzeitig aber gerne selbstständig machen würde, ebenfalls Konflikte mit sich selbst zu spüren bekommen.

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Interessen Im ersten Themenbereich stehen die Interessen im Fokus. Hier gilt es herauszufinden, was einen anspricht und fasziniert. Was interessiert mich wirklich? Wofür brenne ich? Wo zieht es mich hin? Es lohnt sich, diese Fragen im Rahmen der Jobsuche für sich zu beantworten. Hobbys können eine zentrale Hilfestellung hierfür geben. Entsprechende Interessentests können ebenfalls Aufschluss bieten und für weitere Klarheit sorgen. Interessen stellen einen wichtigen Pfeiler dar, sind aber nicht der alleinige ausschlaggebende Grund für die Wahl des passenden Jobs. Nur weil jemand gerne kocht, heisst das nicht automatisch, dass er dies auch zu seinem Beruf machen sollte. An dieser Stelle kommen die beiden weiteren Kreise ins Spiel.

Werte Im zweiten Themenbereich dreht sich alles um die Werte, die einem am Herzen liegen. Was ist mir wichtig? Es gibt eine hohe Bandbreite an Werten, wenn es um die Suche nach dem passenden Job geht. Oft genannte Werte sind Respekt, Gesundheit, Familienorientierung und Vertrauen. Die Werte sind so verschieden wie die Menschen, denen sie wichtig sind. Gewisse Werte sind in der Gesellschaft eher tabuisiert. Dennoch gilt es auch diese wahrzunehmen, um für sich den passenden Job zu finden. Möglichst viel zu verdienen, ist ein solcher Wert, genauso wie im Job hauptsächlich Spass zu haben. Es mag zwar schwierig sein, wenn sich die eigene Wertvorstellung von jener der breiten Masse unterscheiden, langfristig lohnt es sich aber, ihnen zu folgen.

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gal, ob nach der obligatorischen Schulzeit oder während einer beruflichen Neuorientierung: Die Suche nach dem passenden Job geht in jedem Fall mit vielen Fragen einher, die es zu beantworten gilt. Grundsätzlich umfasst die Suche nach dem am besten passenden Job drei zentrale Themenbereiche, welche man sich als drei Kreise vorstellen kann (siehe Grafik).

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TEXT LARS MEIER

Wichtige Fragen, welche die Suche nach dem passenden Job erleichtern: Was interessiert mich wirklich? Wie sieht die Arbeit aus, die mich interessiert? Welche Werte sind mir im Job wichtig? Was kann ich gut? Inwiefern möchte ich herausgefordert sein? Welche Unternehmenskultur ist mir wichtig? Welches Arbeitsklima wünsche ich mir?

BRANDREPORT JÜRG ENDERLI LAUFBAHNBERATUNG

Gut beraten zur beruflichen Zufriedenheit Der Weg zum passenden Job verläuft nicht immer so, wie man es sich wünscht. Eine individuelle Laufbahnberatung kann in solchen Situationen weiterhelfen. Inwiefern, verrät Laufbahnberater Jürg Enderli im Interview.

Jürg Enderli

Herr Jürg Enderli, manchmal kann man auf beruflichem Weg ins Stocken geraten. Wie kann eine Laufbahnberatung dann weiterhelfen? Zunächst ist es wichtig zu erkennen, weshalb eine berufliche Laufbahn ins Stocken gerät. Hier kann man zwischen externen und internen Faktoren unterscheiden. Externe Faktoren lassen sich oft kaum beeinflussen – jüngstes Beispiel ist die Entwicklung des Stellenmarktes aufgrund der Coronakrise. Interne Faktoren betreffen die Person selbst. Beispielsweise ist es möglich, dass sich die eigene Interessenslage

verschiebt und man keinen Gefallen mehr am Beruf findet. Oder eine familiäre Veränderung: Es kann sein, dass sich die Bedeutung der Arbeit verändert, sobald man Mutter oder Vater ist. Auch Bore- und Burnouts stellen interne Faktoren dar, welche äussere Auslöser haben. Der wichtigste Unterschied zwischen externen und internen Faktoren: Letztere können wir besser beeinflussen. Es ist das A und O, an diesen zu arbeiten und etwas zu verändern. Wie läuft eine Laufbahnberatung konkret ab? Im ersten Gespräch versuche ich herauszufinden, was genau das Anliegen ist. So kann ich direkt erkennen, ob ich die richtige Anlaufstelle bin oder ob der Person vielleicht an einem anderen Ort besser geholfen werden kann. Ich erachte es zudem als sehr wichtig, dass die Chemie stimmt. Nie darf vergessen werden, dass die Anliegen in jedem Fall sehr persönlicher Natur sind und somit Vertrauen ein Muss ist. Sind diese Punkte erfüllt, kommt es in den folgenden Gesprächen zu einer Analysephase. In dieser stehen die Interessen und Werte der Person im Zentrum. Was ist

ihr wichtig, welche Ziele möchte sie erreichen? Parallel dazu erörtern wir die Kompetenzen und Erfahrungen. In einem nächsten Schritt wird versucht, diese Ergebnisse auf die Berufswelt zu übertragen und eine Tätigkeit zu suchen, die der Person möglichst gut entspricht. Auch Rahmenbedingungen wie die Länge des Arbeitsweges, Lohnvorstellungen sowie die Wünsche in Bezug auf Unternehmenskultur werden hier miteinbezogen. Das Ganze ist ein Prozess, der sich von Person zu Person deutlich unterscheiden kann – ich bin immer wieder überrascht, um welche Themen es dann tatsächlich geht, welche jemanden am Fortkommen hindern. Oft sind es Ängste oder Überzeugungen, welche nicht oder nicht mehr der aktuellen Realität entsprechen. Sie beraten nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Unternehmen. Was sind die zentralsten Unterschiede bei einer Unternehmensberatung? Die Art der Fragestellungen ist hier völlig anders. Ich werde zum Beispiel oft beigezogen, wenn es um die

Strategie- und Organisationsentwicklung geht. Auch Teambuilding ist ein grosses Anliegen von Unternehmen. Letzten Endes ist der entscheidende Mehrwert derselbe wie bei der Beratung von Einzelpersonen: Ein unvoreingenommener Blick von aussen, der die Sachlage neutral einschätzen kann. Auch die Tatsache, dass ich mir Zeit nehme und fachlichen Input beisteuere, stösst in beiden Fällen auf Anklang. Und dass ich Raum gebe für den Prozess und für die Entwicklung von Lösungen. Weitere Informationen: meine-laufbahn.ch

INTERVIEW LARS MEIER


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ACADEMIC GATEWAY BRANDREPORT

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Der smarte Campus im Herzen von Zürich Die Zürcher Privatschule Academic Gateway ist Vorreiter bei der digitalen Transformation des klassischen Unterrichts, insbesondere bei der Matura. Im Mittelpunkt steht der universitäre Unterrichtsstil schon für die Mittelschule – in Verbindung mit digitalem Fernunterricht, der klassischem Präsenzunterricht faktisch gleicht. TEXT REMO MINZ

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ürich, Achse Bleicherweg/ Löwenstrasse, hier ist der modernste Mittelschul-Campus der Schweiz. Mit dem Standort Bleicherweg 5 fing es 2016 an, in der Löwenstrasse 11 wird jetzt ein zusätzliches Schulhaus ausgebaut. Das Herzstück, ein smarter Vorlesungssaal, ist am 17. August eröffnet worden. Betreiberin ist die führende Schweizer Privatschule Academic Gateway. Ihre Kernangebote sind Matura in einem Jahr, Berufsbegleitende Matura und Passerelle. Seit August kommt die schweizweit erste vollwertige Online Matura dazu. Broadcast, Streaming, Podcast – nichts geht verloren Beim neuen Vorlesungssaal in der Löwenstrasse wurde an alles gedacht und alles verbaut, was für einen hybriden Unterricht sinnvoll und nötig ist; also für ein Unterrichtskonzept, das klassischen Präsenzunterricht und effizienten digitalen Fernunterricht kombiniert. Ob Internetleitungen, USB-Anschlüsse und Steckdosen an den Sitzplätzen, Mikrofone, Kameras, Laptops oder Visualizer; alles ist redundant bzw. mehrfach vorhanden. So wird Ausfallsicherheit und geregelter Betrieb garantiert. Das hochwertige Soundsystem des Saales vermeidet Echo-Effekte, die bei Vorlesungen von SchülerInnen als störend empfunden werden könnten. In den Wänden wurde eine Induktionsschleife verbaut, die sich automatisch mit Hörgeräten verbindet und deren Trägern den störungsfreien Empfang der Redebeiträge ermöglicht. «Der Vorlesungssaal ist nicht nur modern, sondern trotz seiner nur rund 80 Plätze vermutlich dennoch das grösste Klassenzimmer der Schweiz», sagt Fabrizio Fuchs, Geschäftsführer von Academic Gateway. «Denn jede Vorlesung wird live übertragen und zusätzlich aufgezeichnet. Das ist Broadcasting für alle jene SchülerInnen, die nicht vor Ort sind. Und wir gewährleisten natürlich auch Streaming für alle, die sich nicht pünktlich einloggen können – aber nichts verpassen wollen. Sie starten die Aufzeichnung dann einfach von Anfang an.» Zusätzlich wird jede Vorlesung auch als Podcast auf der E-Learning-Plattform abgelegt. Matura in einem Jahr Rückschau: Ende 2015 sass das damalige Gründungsteam von Academic Gateway in Zürich zusammen; die Runde hatte eine Vision: Matura in einem Jahr! Aber wie lässt sich das umsetzen? «Die Verdichtung des Stoffes und die Vermittlung in kurzer Zeit funktionieren nur mit der richtigen Didaktik und der Nutzung digitaler Methoden», erklärt Fuchs. «Schon 2016 haben wir deshalb mit der Entwicklung unseres digitalen Klassenzimmers begonnen.» Die Schule zog an den Bleicherweg 5 in Zürich, ganz in der Nähe des Paradeplatzes. Sukzessive entstand eine Lösung, entsprechend wurde die Infrastruktur aufgerüstet. Technische Fragen waren bei der Entwicklung des digitalen Klassenzimmers nur bedingt eine Herausforderung. Fuchs: «Wir mussten zuerst unsere Lehrpersonen mit den Möglichkeiten bekannt machen und

ihnen Vertrauen in digitales Arbeiten vermitteln. Und es mussten bewährte analoge Prozesse, didaktische und pädagogische Abläufe sowie alle Unterrichtsmaterialien digitalisiert werden. Viel Zeit wurde in Schulungen der Lehrpersonen investiert.» Die technische Anwendung der Lösung war kein Problem. Die Benutzung ist einfach. «Im Vordergrund stand die Frage, wie wir einen einheitlichen Auftritt trotz unterschiedlicher Unterrichtsstile gewährleisten. Von der Ablage bis hin zur onlinefähigen Aufbereitung aller Lerninhalte», so Fuchs. Die anwenderfreundliche Digitalisierung des Unterrichts funktioniert aber nur, wenn technische Möglichkeiten und bewährte Prozesse eine Einheit sind. «Wir wollten von Anfang an ein virtuelles Klassenzimmer. Daran haben wir hart gearbeitet und auch eine Lösung gefunden», so Fuchs. Das war aufwendig. «Schon als junge Firma haben wir zehntausende Mannstunden in diese Entwicklung investiert – und uns dabei vor allem auch auf die sinnvolle digitale Transformation pädagogischer Abläufe konzentriert. Dadurch sind wir anderen voraus beim Thema Digitalisierung im Bildungsbereich.» Vollwertige Online Matura Wie weit voraus, zeigte sich im März 2020. Die Coronapandemie sowie die damit verbundenen Schulschliessungen kamen plötzlich und unerwartet, offenbarten aber mit aller Wucht die mangelnde Digitalisierung des Bildungssystems. Engagierte Lehrpersonen haben während des Lockdowns zwar mit Tools wie Teams, Skype oder Zoom experimentiert und somit einen rudimentären Unterricht gewährleistet. Vergleichbar mit dem gewohnten Präsenzunterricht war das aber nicht. Den Schulen fehlen bis heute Lösungen für einen effizienten Online-Fernunterricht. Anders Academic Gateway: Hier wurde nicht nur erfolgreich daran gearbeitet, mittels digitaler Methoden die Zeit für die Matura auf ein Jahr zu beschränken. Gleichzeitig war schon vor dem Lockdown geplant, per August 2020 die erste vollwertige Online Matura der

Schweiz anzubieten. Fernunterricht, der klassischem Präsenzunterricht faktisch gleicht. Damit kann man beispielsweise zusätzlich KünstlerInnen und SportlerInnen erreichen, die viel reisen. Zur Zielgruppe gehören auch SchülerInnen, die mit ihren Familien im Ausland leben oder aus gesundheitlichen Gründen keine normale Schule besuchen können. Es geht aber vor allem um eine Kombination: «Von Beginn an setzten wir konzeptionell auf die Verbindung von Präsenz- und Online-Unterricht», sagt Fuchs. «Wir wissen, dass der persönliche und soziale Kontakt sehr wichtig ist. Das ist ein Grund, warum wir trotz unserer vollintegrierten Online-Lösung nach wie vor Schulräume in unser Konzept einbeziehen.» Keine Zauberei: Unterricht 100 Prozent digital Dank der seit 2016 geleisteten Arbeit konnte Academic Gateway bei den Corona-Schulschliessungen sofort auf digitalen Fernunterricht umstellen. Keine Lektion fiel aus. Der Frontal-Unterricht funktioniert per Live-Stream für alle. Dabei sehen und hören sich Schüler und Lehrpersonen im virtuellen Klassenzimmer. Zusätzlich gibt es, nach universitärem Vorbild, online auch Kleinklassen-Unterricht. Ein Aufnahmesystem ermöglicht die Archivierung des gesamten Unterrichts und dient Schülern später zur Repetition sowie zum Nachholen, falls krankheitsbedingt etwas verpasst wurde. Jede Lektion wird aufgezeichnet, ebenso der Vertiefungsunterricht in digitalen Kleinklassen, und auf einer E-Learning Plattform geteilt. Diese E-Learning-Plattform dient ausserdem zum Teilen aller Unterrichtsdokumente und -inhalte; wie Stoff- und Semesterplänen, Skripts, Vorlesungsfolien, Aufgabenblättern, Musterlösungen, Multiple-Choice-Fragen, Prüfungen. Alle Abläufe hat das Team von Academic Gateway selbst evaluiert, die Prozesse angeschaut bzw. angepasst und eigenhändig implementiert. Die Lösung ist webbasiert und bedarf keiner Vorinstallation. In diesem virtuellen Campus ist die direkte

Interaktion zwischen Schülern und Lehrern immer gewährleistet, in Echtzeit. Der Unterricht funktioniert zu 100 Prozent digital; inklusive der administrativen Prozesse, die zu einer Schule gehören. Fuchs: «Wir haben während des Lockdowns SchülerInnen öffentlicher Lehreinrichtungen die Nutzung unseres E-Learnings gratis angeboten. Wer sich angemeldet hatte, bekam einen kostenlosen Zugang zu unseren digitalen Lernmaterialien.» Ideal war das vor allem für jene, die kurz vor den Prüfungen zur Matura standen. Das Feedback war enorm: «Wir bekamen täglich Dutzende Anfragen von Gymnasiasten. Hunderte SchülerInnen von schweizweit etwa 100 Schulen haben das Angebot von Academic Gateway genutzt», so Fuchs. «Besonders gross war die Nachfrage in Zürich, SchülerInnen fast jeder zweiten kantonalen Mittelschule arbeiteten mit unseren digitalen Lernmaterialien.» In den letzten Wochen haben sogar Schulleiter bei Academic Gateway angefragt, um sich die Lösung vorstellen zu lassen. Universitäres Konzept ab Mittelschule Das Digitale Gymnasium von Academic Gateway funktioniert analog und digital. Und das ist kein Widerspruch: «Dieser duale Gedanke ist ein wesentliches Element unseres pädagogisch-didaktischen Ansatzes», sagt Fuchs. Online-Fernunterricht, der klassischem Präsenzunterricht faktisch gleicht, findet vor allem zur Vertiefung des Stoffes in Kleinklassen statt, «ähnlich den Seminaren an Universitäten.» Die reine Online Matura dagegen ist vor allem ein Angebot an all jene Lernenden, die – aus welchen Gründen auch immer – selbst nicht vor Ort in die Schule kommen können. In Fällen gesellschaftlicher Krisen, wie dem coronabedingten Lockdown, ermöglicht das Digitale Gymnasium einen regulären und effizienten Fernunterricht ohne Einschränkungen. Wenn doch online alles funktioniert, warum dann die Investitionen in einen smarten Vorlesungssaal? Fuchs: «Wir gewöhnen unsere SchülerInnen schon während der Matura an den Stil, der an Universitäten auf sie wartet.»

Academic Gateway ist die führende Privatschule im Herzen von Zürich, direkt am Paradeplatz. Kernangebote sind Matura in einem Jahr, Passerelle, Gymi-Vorbereitung sowie Sprachdiplomkurse und -tests. Als schweizweit erstes Bildungsinstitut bietet Academic Gateway seit August eine vollwertige Online Matura an. Für weitere Informationen: www.academic-gateway.ch


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AUSBLICK

WWW.FOKUS.SWISS

Herausforderungen und Chancen des Arbeitsmarkts der Zukunft Der Arbeitsmarkt erfährt einen rasanten Wandel. Zwischen Globalisierung, Automatisierung und Digitalisierung verändert sich auch die Struktur der Gesellschaft. Was das für den Arbeitsmarkt von morgen bedeuten könnte. TEXT KEVIN MEIER

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er Arbeitsmarkt 4.0 ist in aller Munde. Schliesslich betreffen die schnellen Veränderungen wie, wann, was und wo gearbeitet wird alle Schichten und Generationen der Gesellschaft. Vieles scheint im Umbruch begriffen und lässt Unsicherheiten aufkommen. Nicht nur was die Arbeit selbst betrifft, sondern auch die Arbeitssicherheit, den Lohn und die Vorsorge entstehen Bedenken, die adressiert werden müssen. Doch statt den Teufel an die Wand zu malen, lohnt es sich, genau hinzuschauen und wichtige Fragen zu klären. Die Chancen der Arbeit der Zukunft Zuerst muss festgestellt werden, dass laut Avenir Suisse die bisherigen grundlegenden Wandel des Arbeitsmarktes wie die erste industrielle Revolution nicht zu Massenarbeitslosigkeit und Verarmung führten. Die Ausgangslage in der Schweiz weist heute schon Strukturen auf, die die Umstellung erleichtern kann. Ein grosser Vorteil des Schweizer Arbeitsmarktes, der ihn vom internationalen Umfeld abhebt, ist das duale Bildungssystem. Es ermöglicht schnellere und zielgerichtete Ausbildungen. Ausserdem erlaubt dieses System höhere Individualität. Da geradlinige Berufswege weniger gefragt sein werden, kann man im dualen Bildungssystem besser diversifizierte Fähigkeiten erlangen. Fluch und Segen der neuen Arbeitsweisen Trotz der guten Ausgangslage und vermeintlicher Vorteile neuer Strukturen, gibt es immer noch Zielkonflikte, derer man sich bewusst sein sollte. Beispielsweise ermöglicht die Digitalisierung flexibleres Arbeiten. Zudem können routinemässige Prozesse von einem Computer übernommen werden, sodass der Mensch mehr Zeit für interessante und fordernde Arbeit zur Verfügung hat. Die Präsidentin von Arbeitsintegration Schweiz und Nationalrätin der Grünen Irène Kälin mahnt aber zur Vorsicht: «Dafür steigt die Gefahr der dauernden Erreichbarkeit und dass niederqualifizierte Jobs verschwinden.»

Daniel Schaufelberger, Experte im Feld des Arbeitsmarktes 4.0 und Dozent an der Hochschule Luzern, meint, dass es vorerst immer Arbeit geben werde. Während aufgrund der Digitalisierung viele Jobs wegfallen, werden auch neue Stellen dadurch geschaffen. «Menschen sind wohl noch lange zentral für fast alle Arbeitsprozesse», sagt Schaufelberger. Problematisch ist, dass es Gewinner und Verlierer der Digitalisierung geben wird, was neue Ungleichheiten schaffe und die Sicherung des Wohlstandes für alle in Frage stelle. Die Gesellschaft im Umbruch Wenn sich der Arbeitsmarkt und die Arbeit an sich verändern, wandelt sich auch die Gesellschaft. Mit den Fragen zum gesellschaftlichen Wandel beschäftigt sich auch Kälin. Schliesslich sei bezahlte Arbeit ein wichtiges Identitäts- und Integrationsmerkmal. Wenn

sich Erwerbstätigkeiten nun grundlegend verändern, kommen Fragen nach neuen Definitionen auf: Können unbezahlte Tätigkeiten die identitätsstiftenden Eigenschaften einnehmen? Wird Freiwilligenarbeit aufgewertet und Care-Arbeit entlöhnt? Wie gelingt uns das? Kälin meint dazu, dass «das Grundeinkommen eine von vielen Möglichkeiten ist, dessen Finanzierung aber noch nicht zu Ende gedacht ist.» Institutionen mit zunehmender Belastung Mit zunehmender Automatisierung und Digitalisierung kommt auch das Besteuerungsmodell unter Druck. «Denn Erwerbsarbeit und die Besteuerung von Arbeit, wie wir das heute für selbstverständlich halten, beginnen zu wackeln», so Kälin. Die gleichen Probleme sieht auch Schaufelberger: Die Veränderungen der Bevölkerung und des Arbeitsmarktes «werden uns zwingen, über

grundsätzliche Reformen der Sozialversicherung nachzudenken» statt einzelne Gesetze anzupassen. Gewinner und Verlierer der Transformation seien unausweichlich. Eine Möglichkeit wäre eine allgemeine Erwerbsausfallversicherung. Die Finanzierung der Sozialversicherungssysteme sollten überdacht werden. Laut Schaufelberger wäre es denkbar, diese «über Beiträge aus der Wertschöpfung des digitalen Markts finanziert werden – in Form von Digital- oder Transaktionssteuern.» Neue Arbeitsformen rechtlich absichern Die Gig-Economy hat auch in der Schweiz Fuss gefasst. Laut Avenir Suisse ist dessen Bedeutung allerdings eher klein aufgrund mangelnder Attraktivität. Damit hat man aber auch noch Zeit, dass die Politik rechtzeitig auf Gig-Economy und «Sharing Economy» reagiert. Schaufelberger sieht Handlungsbedarf, denn «diese Arbeitsmodelle befinden sich im Niemandsland zwischen Anstellung und selbstständiger Tätigkeit.» Rahmenbedingungen sollten festgelegt werden, inklusive Schutzbestimmungen und Sozialversicherungsschutz. So sieht es auch die Avenir Suisse und empfiehlt den Begriff und Rahmenbedingungen für die «selbstständige Angestellte». Was es im neuen Arbeitsmarkt braucht Gefragt werden immer häufiger «Soft Skills» sein. Also Kompetenzen, die eine Maschine nicht mitbringen kann, so zum Beispiel soziale Kompetenzen, Kreativität, emotionale Intelligenz und Teamfähigkeit. Genauso betont auch Kälin, dass menschliche Fähigkeiten wie vernetztes Denken und Empathie heute gefragt sind und «morgen noch mehr als heute» nötig sein werden. Weiterbildungen werden auch eine grosse Rolle spielen, um die Zukunftschancen aller zu erhalten. Lebenslanges Lernen wird unabdingbar, um das sich Firmen als auch Angestellte kümmern sollten. Für Schaufelberger ist wichtig, «Anreize für Angestellte und Arbeitgebende» zu schaffen, sodass sich die Investitionen in Bildung lohnen und Variationen in der Berufskarriere ermöglicht werden.

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HILTI (SCHWEIZ) AG BRANDREPORT

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Jobsharing erobert den Arbeitsmarkt der Zukunft Jobsharing erfreut sich zunehmend grosser Beliebtheit. Was sind die Voraussetzungen dafür und was muss man beachten, damit das Modell funktioniert? Zwei Mitarbeitende der Hilti AG haben im Gespräch mit «Fokus» diese und weitere Fragen aus erster Hand beantwortet. Frau Stephanie Baumann, Herr Stefan Heierle, in welcher Funktion sind Sie bei Hilti tätig? Stephanie Baumann: Ich bin Verkaufsberaterin in Teilzeit in der Industriebranche im Raum Aargau/Zürich. Stefan Heierle: Ich arbeite Teilzeit als Aussendienstmitarbeiter in derselben Industrieregion wie Frau Baumann. Was gefällt Ihnen an Hilti als Arbeitgeber allgemein? SB: Grossartige Menschen, spannende Entwicklungsmöglichkeiten national sowie international, sowie die Arbeit mit qualitativ hochwertigen und innovativen Produkten. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie generelle Work-Life Balance sind wichtig. Hilti ist ein dynamischer, spannender Arbeitgeber. Ausserdem ist er ein Vorreiter im Modell Teilzeitarbeit im Aussendienst. Sie arbeiten im Jobsharing – wie kann man sich dies bei Ihnen konkret vorstellen? SB & SH: Gemeinsam betreuen wir einen Kundenstamm von 800 Industriekunden. Wir wechseln uns dabei ab, sodass wir unserer Kundschaft 100-prozentige Erreichbarkeit bieten können. Dabei arbeite ich im 60-ProzentPensum und Stefan im 50-Prozent-Pensum. Jeweils am Mittwochnachmittag nutzen wir unsere überschneidende Zeit für regelmässigen Austausch und Kundenübergaben. Der Kunde weiss, dass jemand von uns beiden das Telefon oder seine E-Mail beantworten wird. Wieso haben Sie sich für Jobsharing entschieden? SB: Für mich war bereits in der Schwangerschaft klar, dass ich nach meinem Mutterschaftsurlaub 2020 wieder arbeiten möchte, aber wenn möglich Teilzeit. Auch

Stefan ist Ende 2019 Vater geworden und wünschte sich eine Teilzeitstelle. Wir waren zudem beide vor der Pensumsreduktion bereits im Aussendienst tätig. Das Jobsharing bietet optimale Möglichkeiten, trotz geringerem Pensum spannende Projekte voranzutreiben und Verantwortung zu übernehmen.

Gibt es mehr Entwicklungschancen durch das Jobsharing? SB: Es ist zwar für keinen von uns ein nächster Karriereschritt, bietet für mich aber die Möglichkeit, weitere Arbeitserfahrung in einer neuen Branche sowie neue Kundschaft kennenzulernen, da ich zuvor im Engineering für Hilti tätig war.

SH: Da meine Frau selbstständig ist, war für mich klar, dass ich beim Arbeiten reduzieren werde. Durch das Jobsharing wurde das möglich, ohne meine Tätigkeit im Aussendienst aufgeben zu müssen. Was würden Sie Leuten mit auf den Weg geben, die dem Modell des Jobsharings noch skeptisch gegenüberstehen? SB & SH: Ein Jobsharing fordert sicher speziell zu Beginn einen höheren Aufwand an Absprachen und Teamarbeit. Wenn man sich aber die Zeit nimmt und die Arbeitsweise gut definiert, bietet das Jobsharing aber auch grosse Vorteile, weil man sich die Arbeiten nach den jeweiligen Stärken aufteilen kann. Da wir beide einen anderen beruflichen Hintergrund haben, bietet das grosse Chancen, denn wir können unseren Kunden so mehr Kompetenz in verschiedenen Bereichen bieten und uns so super ergänzen. SB: Für mich bietet es ausserdem die tolle Möglichkeit, neben der Zeit, die ich mit meiner Tochter verbringen kann, auch einen spannenden Job auszuführen – für mich die optimale Work-Life-Balance! SH: Das Jobsharing ermöglicht es beispielsweise, 50 oder 60 Prozent zu arbeiten und somit immer noch einen Fuss im Arbeitsleben zu haben, was im Vertrieb sonst unmöglich wäre.

Aus welchen Gründen würden Sie das Modell des Jobsharings weiterempfehlen? SB & SH: Man kann die Stärken beider JobsharingPartner nutzen. Wir ergänzen uns beispielsweise super und haben so mehr fachliche Kompetenzen in 110 Prozent verpackt. Weiterhin können wir viel voneinander lernen: Stefan war viele Jahre als Verkaufsberater tätig und Stephanie bringt Bauingenieur-Wissen ins Jobsharing. Auch Kinderbetreuung und Job lassen sich dank Jobsharing super kombinieren. Letzten Endes haben wir ganzjährig durchgängige Präsenz, da wir uns bezüglich Ferien abwechseln und uns gegenseitig ohne grossen Aufwand vertreten können. Gibt es Strukturen, die angepasst werden mussten, um das Jobsharing zu ermöglichen? SB & SH: Was wir mitbekommen haben, musste eigentlich erstaunlich wenig angepasst werden. Es handelte sich dabei um Kleinigkeiten im Hintergrund, wie die IT-Infrastruktur bezüglich Berechtigungen, die Einrichtung einer gemeinsamen Team-E-Mailadresse und weitere kleinere administrative Dinge.

SH: Da es sich um das erste Jobsharing der Hilti AG handelt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch schwierig zu sagen, ob dies für uns zukünftig mehr Entwicklungschancen bietet. Aber sicherlich bietet es heute die tolle Möglichkeit, weiterhin im Vertrieb tätig zu sein und eine neue Branche kennenzulernen, da ich vorher im SHKL-Bereich arbeitete. Wie hat das Jobsharing den Umgang im Team beeinflusst? SB & SH: Das Jobsharing fordert eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen den Jobsharing-Partnern, was die Art zu arbeiten sicherlich verändert hat. Sicherlich muss man als Jobsharing-Team gut harmonieren und sich zu Beginn gut absprechen, damit die Zusammenarbeit für beide zufriedenstellend ist. Im Team konnten wir aber bisher keine Veränderung feststellen. Weiterführende Informationen: hilti.ch

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DUALES BILDUNGSSYSTEM

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Hier hat nur ausgelernt, wer dies auch will Das Schweizer Bildungssystem in seiner Dualität sucht weltweit seinesgleichen. Dank der Art und Weise wie es aufgebaut ist, ist keine Entscheidung definitiv – sofern man dies nicht wünscht. Eine zweite Berufsausbildung, eine Weiterbildung oder ein Studium? Alles kein Problem – «Fokus» hat Wissenswertes zum dualen Bildungssystem in der Schweiz zusammengetragen.

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it durchschnittlich zwölf Jahren stehen Kinder bereits vor der ersten wegweisenden Entscheidung – Gymi oder Sek? Bald darauf folgen weitere: Welche Berufslehre mache ich? Mit Berufsmatur oder ohne? Absolviere ich diese gleichzeitig oder anschliessend? Studiere ich? Was studiere ich? Der Fragenkatalog könnte bis ins Unermessliche weitergeführt werden. Das sind ganz schön viele – und wichtige – Entscheidungen für Pubertierende. Die gute Nachricht allerdings: Keine Entscheidung muss einen bis zum Lebensende beeinflussen – so gut wie jede davon ist korrigierbar. Stichwort duales Bildungssystem Das Schweizer Bildungssystem kann man sich prinzipiell wie eine doppelspurige Autobahn vorstellen: Auch wenn man sich jetzt vielleicht zu Beginn dafür entscheidet, rechts zu fahren, indem man sich zum Beispiel für eine Berufslehre entscheidet, so kann man im Anschluss immer noch mittels BMS beschleunigen und auf der linken Fahrbahn, im Studium, landen. Genauso gut kann man sich dafür entscheiden, auf der rechten Spur zu bleiben und ab und zu in einige der Tankstellen, stellvertretend für die diversen Weiterbildungsmöglichkeiten, auf dem Weg einzubiegen. Die Chance, so auf der Autobahn des Kapitalismus mindestens gleichweit zu fahren wie jemand, der sich für die linke, akademische Fast Lane entschieden hat, ist sehr gross – so gross wie wahrscheinlich nirgendwo sonst auf der Welt.

Allgemeinbildung. In jungen Jahren kann sehr viel Berufserfahrung gesammelt werden. Die Wirtschaft trägt Mitverantwortung für ihre eigenen Fachkräfte. Dadurch haben wir eine sehr hohe Ausbildungsqualität und eine sehr tiefe Jugendarbeitslosigkeit.» Ausserdem bringt das System diverse Chancen mit sich, sowohl für die Lernenden als auch für den Arbeitsmarkt Schweiz. So kann die Schweizer Wirtschaft ihre Fachkräfte selbst ausbilden und ihnen so diese Skills mit auf den Weg geben, die von der Branche auch tatsächlich als wichtig erachtet werden. Die Lernenden profitieren insofern vom System, als sie in den Genuss einer bedarfsgerechten Ausbildung kommen und von Beginn an lernen, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten. Im Gegensatz zu anderen Ländern, die ebenfalls ein duales Berufsbildungssystem pflegen, ist

jenes der Schweiz viel mehr an der Praxis orientiert. Im Ausland ist die Ausbildung, laut Frech, dann sehr stark schul- beziehungsweise studienlastig. Das heisst für die Lernenden, dass sie nur an Modellen und Beispielen üben, ohne den realen Markt mit seinen echten Projekten zu erleben wie dies in der Schweiz üblich ist. Was die Zukunft bringt Frech wagt einen Blick in die Kristallkugel: «Die Digitalisierung und das selbstorganisierte Lernen werden die Berufsbildung weiterhin stark prägen. Damit sind auch Fragen der Finanzierung und der Lehrkultur stark im Fokus. Dazu kommt die Halbwertszeit des Wissens, das in jeder Branche immer kürzer wird. Damit erschwert sich auch das Generationenverständnis, was

wiederum Auswirkungen auf die betriebliche Bildung und das «Schüler-Lehrer-Verhältnis» hat. Auf jeden Fall wird sich das duale System weiterhin durchsetzen, da die Lernenden in jungen Jahren lernen, was Belastbarkeit und Flexibilität im Arbeitsmarkt bedeuten und wie wertvoll diese Ressourcen sind.» Klingt als würde sich das Schweizer Bildungssystem genau so weiterentwickeln, dass der Status Quo betreffend Qualität, beibehalten oder eventuell sogar verbessert werden kann. In diesem Sinne werden sich die kommenden Schweizer Arbeitskräfte im internationalen Vergleich wohl auch weiterhin auf der Überholspur der Karriere-Autobahn befinden. TEXT PATRIK BIBERSTEIN

Eine Berufsbildung bietet die gleichen Chancen Serge Frech, Geschäftsführer einer Organisation der Arbeitswelt, meint dazu: «Ich bevorzuge zu sagen, dass die Berufsbildung in jedem Fall die gleichen Chancen bietet, eine Karriere machen zu können. Und die Möglichkeit, bereits ab 16 Jahren Berufserfahrung sammeln zu können, ist ein gewaltiger Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt. Meiner Meinung nach kommt es darauf an, welches Ziel jemand mit der Aus- oder Weiterbildung verfolgt: Wer eher in die Konzeptionierung, Forschung und Entwicklung gehen möchte sollte den akademischen Weg wählen. Wer in der Realisation der Projekte tätig sein möchte, wählt den praktischen Weg.» Wieso in der Schweiz in Sachen Bildung zweigleisig gefahren wird Experte Serge Frech sieht die Gründe dafür einerseits in der Tradition und andererseits im Erfolg dieses dualen Systems. Gefragt nach den Vorteilen des Systems, erklärt er: «Die frühe Integration der Jugendlichen in die Arbeitswelt bei weiterhin hohem Standard an

Quelle: SBFI 2019

BRANDREPORT ICT-BERUFSBILDUNG SCHWEIZ

Fachausweis und Diplom: Ein Boost für die ICT-Karriere Wer sich im Berufsfeld der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) etabliert, hat beste berufliche Perspektiven. Nationale Erhebungen zeigen, dass die Chancen auf eine Führungsposition nach Abschluss einer eidgenössischen Prüfung der höheren Berufsbildung erheblich steigen. Die Fachausweise und Diplome im Berufsfeld ICT zeichnen sich durch ihre Praxisnähe und unabhängige Kompetenzbescheinigung aus.

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ngesichts des zunehmenden Fachkräftebedarfs haben qualifizierte ICT-Berufsleute besonders gute Karrierechancen. Wie eine nationale Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt, erfolgt nach Abschluss einer eidgenössischen Prüfung der höheren Berufsbildung oft ein wichtiger Karriereschritt: Rund eine von sechs Personen ist bereits ein Jahr nach Bestehen der Prüfung in einer Führungsposition tätig. Die eidgenössischen Abschlüsse bescheinigen unabhängig geprüfte, standardisierte Kompetenzen und garantieren damit die hohe Qualifikation der Absolventinnen und Absolventen. Die verschiedenen ICT-Abschlüsse der Höheren Berufsbildung ICT-Berufsbildung Schweiz führt die eidgenössischen Prüfungen im Berufsfeld ICT durch und erteilt die entsprechenden Ausweise. Der nationale Berufsverband bietet derzeit fünf eidgenössische Berufsprüfungen und zwei Höhere Fachprüfungen an:

• Berufsprüfungen (eidg. Fachausweise): Berufsprüfungen richten sich an Personen, die dank mehrjähriger

Berufserfahrung bereits vertiefte berufliche Fähigkeiten besitzen und sich in ihrem Aufgabengebiet spezialisieren wollen. Eidgenössische Fachausweise gibt es in folgenden Bereichen: ICT-Applikationsentwicklung, ICT-System- und Netzwerktechnik, Wirtschaftsinformatik, Mediamatik und Cyber Security. • Höhere Fachprüfung (eidg. Diplome): Absolvierende einer Höheren Fachprüfung sind in der Lage, Informatikprojekte zu leiten und Prozesse weiterzuentwickeln. Ihnen wird oft die Leitung von grösseren Teams und Abteilungen anvertraut. Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf Strategie, Innovation und Führung. Derzeit gibt es die beiden eidgenössischen Diplome ICT-Manager/in und ICT Security Expert. Hohe Anerkennung in der Arbeitswelt ICT-Berufsbildung Schweiz sorgt dafür, dass die Abschlüsse einen direkten Bezug zur Praxis und zum Arbeitsmarkt haben. Die Prüfungsinhalte werden in Zusammenarbeit mit Berufsleuten und spezialisierten Organisationen anhand von aktuellen Cases und Problemstellungen aus der Arbeitswelt erstellt.

Durch die Praxisnähe geniessen die Abschlüsse eine hohe Anerkennung. Für die Prüfungen werden keine spezifischen Vorbereitungen verlangt, sofern die Zulassungsbedingungen erfüllt sind. Der Besuch eines Lehrgangs oder die Vertiefung einzelner Module ist jedoch zu empfehlen. ICT-Berufsbildung Schweiz arbeitet mit Bildungspartnern zusammen, welche Kandidierende bestens auf die Prüfungen vorbereiten. Die Weiterbildung kann berufsbegleitend absolviert werden. Fachausweis für Quereinsteigende in Planung Um Berufsleuten aus dem kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Bereich den Einstieg in das Berufsfeld ICT zu erleichtern, entwickelt ICT-Berufsbildung Schweiz derzeit einen neuen eidgenössischen Fachausweis unter dem Arbeitstitel «digital office».

Weitere Informationen: ict-weiterbildung.ch


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LIBS BRANDREPORT

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Vier Standorte, 16 Lehrberufe und über 120 Partnerfirmen Der Lehrstellenanbieter libs ist einer der grössten und renommiertesten der Schweiz. Im Interview mit «Fokus» erzählen Herr Albin Mitsche, Ausbildungsverantwortlicher, und Herr Gazmend Osmanaj, ehemaliger Lernender und jetziger Berufsbildner «Anlagen- und Apparatebau», mehr über Ausbildungen bei libs. haben mir die Produktiv-Arbeiten für Kunden am meisten Spass gemacht!

Gazmend Osmanaj

Herr Gazmend Osmanaj, Sie selbst haben ihre Lehre ebenfalls bei libs absolviert. Aus welchen Gründen würden Sie diesen Werdegang weiterempfehlen? Eine fundierte Grundausbildung ist sehr wichtig. Eine Berufslehre bietet diesen Einstieg und eröffnet danach sehr viele Möglichkeiten. Da ich als Anlagen- und Apparatebauer viele Weiterbildungsmöglichkeiten sah, habe ich mich damals dafür entschieden. Ich habe nach der Lehre den Technischen Kaufmann mit eidg. Fachausweis und den Kursleiter mit SVEB-Zertifikat gemacht und arbeite zurzeit als Berufsbildner bei libs. Was waren Ihre persönlichen Highlights während Ihrer Lehre als Anlagenund Apparatebauer bei libs? Highlights für mich waren die spannenden Projekte, welche wir mit dem Ausbilder ausführen durften. Zudem war das Basisseminar («Kennenlern-Woche» mit Workshops) und das Teamentwicklungsseminar etwas ganz Besonderes, bei welchen wir uns beweisen und uns persönlich weiterentwickeln konnten. Zudem wurden dabei aus unbekannten Personen Kollegen – und aus manchen sogar echte Freunde. Im praktischen Alltag

Inwiefern hat sich die Ausbildung zum Anlagen- und Apparatebauer/in EFZ seit Ihrem Abschluss verändert? Als Anlagen- und Apparatebauer wird immer mehr mit CNC-gesteuerten Maschinen gearbeitet. Zudem wird das Programmieren von Maschinen mehr gefordert und die Schweiss-Technik macht auch immer wieder Fortschritte, was Möglichkeiten bietet, neue Schweiss-Technologien kennenzulernen. Der technologische Fortschritt ist sehr spannend und es macht Spass zu sehen, wie sich etwas weiterentwickelt und wie wir dazu beitragen können. libs weist im Beruf Anlagen-und Apparatebauer/ -in im ersten Lehrjahr aktuell eine Frauenquote von 50 Prozent auf. Wie wurde das erreicht? Ich denke, das wurde unter anderem dadurch erreicht, dass sich die Frauen heute nicht mehr durch die Technik-Welt einschüchtern lassen und sich immer mehr darauf einlassen. Zudem weist der technologische Fortschritt optimale Anpassungen auf und die Gerätschaften sind mittlerweile so konzipiert, dass sie mit relativ geringem Aufwand zu bedienen sind. Zudem ist der Beruf Anlagen- und Apparatebauer/-in ein sehr kreativer Beruf – das zieht auch seine Aufmerksamkeit auf sich. Für Maturanden und Maturandinnen bieten Sie eine sogenannte Way-Up-Lehre an. Wie sieht diese konkret aus? Die Way-Up-Lehre ist eine verkürzte Ausbildung und dauert zwei Jahre. Die allgemeinbildenden Fächer müssen nicht mehr besucht werden, sondern nur noch die berufsspezifischen. Somit ist der Berufsfachschul-Anteil

kleiner, die Praxis dafür höher und intensiver. Bei uns absolvieren Way-Up–Lernenden ihre Ausbildung während dem ersten Jahr bei libs und im zweiten Jahr in einer Partnerfirma. Da die Matura-Absolventen bereits über 18 Jahre alt sind, meistern sie diese herausfordernde Ausbildung meist mit dem nötigen Elan. Wieso sollte man nach der Matura in Erwägung ziehen, eine Way-up-Lehre zu absolvieren? Das Studium geht in der Theorie sehr in die Tiefe, die Praxis hingegen wird oft nur in kurzen Praktika abgedeckt. Eine zweijährige Way-Up-Lehre als Zwischenschritt einzulegen lohnt sich auf jeden Fall, um die Praxis-Erfahrung zu vertiefen – und dies bringt später bestimmt auch einen Zusatznutzen für die weitere berufliche Karriere.

Zusammenarbeit mit unseren Partnerfirmen auch Ergänzungsausbildungen anbieten. Wie hat man sich eine Lehre bei libs vorzustellen? Was unterscheidet die Lehre bei libs von anderen Ausbildungen in der Branche? Unsere Ausbildungsphilosophie bei libs verfolgt eine breite Basis- und Ergänzungsausbildung. Wir ermöglichen Lernenden in unseren verschiedenen technischen Abteilungen viele vertiefte Ergänzungsausbildungen. Ausserdem erlernen alle Lernenden in lösungsorientierter Zusammenarbeit mit unseren Ausbildern eine breite Grundausbildung zum Generalisten, Erweiterungen verschiedener Handlungskompetenzen sowie die Grundlagen für ein lebenslanges Lernen. Inwiefern kommt libs seinen Mitarbeitenden entgegen, beispielsweise puncto Employer Benefits? Wir streben mit Neugier und Offenheit nach Wissen und teilen dieses auch. Ausserdem unterstützen wir unsere Mitarbeitenden sowohl finanziell als auch mit genügend Ressourcen, damit Ziele erfolgreich angegangen werden können.

Albin Mitsche

Herr Albin Mitsche, welche Berufslehren und Ergänzungsausbildungen kann man bei libs absolvieren? Unser Ausbildungsportfolio umfasst mittlerweile rund 16 Lehrberufe, welche wir in Zusammenarbeit mit unseren über 120 Partnerfirmen an unseren vier Standorten in Baden, Heerbrugg, Rapperswil und Zürich anbieten. In allen Berufen können wir in enger

Am 26.09.2020 ist bei libs am Standort Zürich Tag der offenen Tür. Weshalb sollte man unbedingt vorbeikommen? Am Tag der offenen Tür kann man sich einen umfassenden Einblick in unsere Ausbildung und unsere Lehrberufe verschaffen. Man kann die Räumlichkeiten von libs frei besichtigen und sich von unseren Attraktionen begeistern lassen! Weitere Informationen finden sich auf den Social Media-Kanälen von libs (@libslehrstellen) und auf der Webseite (www.libs.ch). TEXT PATRIK BIBERSTEIN ANZEIGE

Gezielt den nächsten Karriereschritt machen: Master in Pflegewissenschaft Weiterqualifizierende Laufbahnschritte haben an der Careum Hochschule Gesundheit eine lange Tradition: Damals als Fachperson Gesundheit den Einstieg in die Gesundheitsversorgung begonnen, heute im Master Science in Nursing studieren. Wählen Sie Ihre Ausrichtung im Masterstudiengang, um sich für exzellente Beratung, Forschung und strategische Praxisprojekte zu qualifizieren: • Klinische Expertise / Pflegeexpertin APN: Sie erfassen die Gesamtsituation von Patientin-nen und Patienten und leiten diese und ihre Angehörigen im Umgang mit Therapien und Krisen an. • Angewandte Forschung: Sie planen Forschungsprojekte und führen sie durch – in der betrieblichen Pflegepraxis, bei Behörden oder in Bildungsinstitutionen. Der nächste Studiengang startet im Januar 2021.

MEHR ERFAHREN careum-hochschule.ch

Mehr erfahren unter www.careum-hochschule.ch Auf dem neuesten Stand von Praxis und Forschung Ein weiteres Plus: An der Careum Hochschule Gesundheit sind Praxis und Forschung unter

Fit für die Zukunft mit der Careum Hochschule Gesundheit Eines hat die Corona-Pandemie gezeigt: Gut ausgebildete Pflegefachpersonen sind systemrele-

einem Dach vereint. Die Studieninhalte stützen sich auf bewährtes und aktuelles Wissen, das sich konsequent an den Anforderungen der Praxis ausrichtet. Gleichzeitig fliessen auch die Erkenntnisse aus der Forschung in die Lehre ein. Unsere Dozierenden sind erfahrene Fachexpertinnen und -Experten und/oder arbeiten in wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit. Studierende sind auf diese Weise stets auf dem neuesten Forschungsstand, was aktuelle Erkenntnisse aus Praxis und Forschung betrifft.

vant und wichtige Player im Gesundheitswesen. Dank ihres Expertenwissens entwickeln sie aus bestehenden Informationen bestmögliche Evidenz für neue Intervention. Im Verlauf der Pandemie konnten Pflegefachpersonen mit Masterausbildung neue Funktionen übernehmen, wie zum Beispiel beim Aufbau eines Corona-Testzentrums aktiv und wissenschaftlich fundiert mitwirken. Die Careum Hochschule Gesundheit trägt dazu bei, Gesundheitsfachpersonen für zukünftige Herausforderungen fit zu machen. Berufsbegleitend und praxisnah studieren an zentraler Lage

Ihre Karriereziele – unsere berufsbegleitenden Studiengänge: Bachelor of Science | Master of Science | Cardiovascular Perfusion | Care Management | Complex Care | Geriatric Care | Home Care | Management of Healthcare Institutions | Nephrological Care | Neuro/Stroke | Oncological Care | Palliative Care | Pflege- und Gesundheitsrecht | Rehabilitation Care | Transformationen managen | Transplantationspflege | Wissenschaftspraxis | Wound Care

Ein Studium an der Careum Hochschule Gesundheit ist attraktiv, nicht zuletzt auch durch die zentrale Lage des Careum Campus im Zürcher Hochschulquartier. Auf dem Campus treffen

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INTERVIEW DANIEL RADCLIFFE

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«Wenn ich einen Zauberstab hätte, würde ich die Welt von Corona befreien» Wie bleibt ein ehemaliger Kinderstar relevant? Daniel Radcliffe hat die Antwort für sich gefunden: Er will sich und das Publikum herausfordern – und sich nicht von den eigenen Neurosen unterkriegen lassen. INTERVIEW MARLÈNE VON ARX

Daniel Radcliffe, Sie leben in New York. Wie erleben Sie das Zuhause-Bleiben seit dem Ausbruch der Pandemie? Ich bin in einer sehr glücklichen Position: Ich bin nicht alleine, sondern mit meiner Freundin zusammen und wir haben keine Kinder, die wir zu Hause unterrichten und non-stop unterhalten müssen. Wir sind alle gesund. Also bei uns ist alles so weit, so gut. Ich klopfe auf Holz, dass es so bleibt. Welche Seiten bekommt Ihre Freundin, die Schauspielerin Erin Darke, jetzt mit, welche die Aussenwelt kaum an Ihnen sieht? Ich weiss nicht. Vermutlich meine Ängste und Neurosen. Von denen bekommt sie wohl mehr ab, als sonst jemand. Was für Ängste haben Sie denn? Die üblichen Unsicherheiten, die das Leben und die Arbeit betreffen. Wie jeder Schauspieler. Ich habe noch keinen getroffen, egal wie erfolgreich, der nicht irgendwie unsicher ist. Ich glaube nicht, dass man diese Zweifel je los wird. Haben Sie während des Lockdowns neue Talente entwickelt? Nein, ich gehöre definitiv nicht zu den Leuten, die in dieser Zeit ein neues Handwerk gelernt haben. Ich habe grossen Respekt für die, die sich jetzt nähen oder backen aneignen. Wie vertreiben Sie sich die Zeit also sonst? Ich bastle viel mit Lego: Die Zeit vergeht, es ist meditativ und am Schluss hat man erst noch etwas Tolles zusammengebaut. Ich habe mich bereits durch das Jurassic-Park- und das Stranger-Things-Set durchgearbeitet. Dazu schauen wir uns durch alle Staffeln von «Schitt’s Creek» und durch eine Liste von Filmen, die wir nie gesehen haben. Zum Beispiel? «Pan’s Labyrinth», «Barfuss im Park», «It Happened One Night»; Filme eben, die wir beide für ein Muss halten. Ich lese aber auch viel und gestern habe ich endlich mit Schreiben angefangen. Was schreiben Sie denn? Ich versuche, Drehbücher zu schreiben. Ich denke täglich: Heute ist der Tag, an dem ich etwas Produktives zu Papier bringe, aber wochenlang lief nichts. Alle Schauspieler wollen ja etwas schreiben und ich gehöre auch dazu. Eines Tages möchte ich ein Drehbuch erstellen und auch Regie führen. Worum geht es in Ihrem Drehbuch? Zuviel möchte ich nicht verraten, aber es geht in Richtung schwarze Komödie. Sie haben in letzter Zeit einige schräge Komödien gemacht, wie der Kult-Film «Swiss Army Man», in dem Sie eine Leiche spielen. Woher kommt das? Stimmt, ich habe den Ruf, Filme zu bevorzugen, die etwas verrückt sind, aber ich mache auch naturalistische Filme wie den Thriller «Escape from Pretoria». Der hatte zudem historische Elemente. Bei «Swiss Army Man» wusste ich nicht, wie ich die Leiche spielen sollte. Jede Rolle, die ich spiele, birgt eine Herausforderung; manchmal ist die Rolle selbst herausfordernd, manchmal die Drehsituation. Zum Beispiel, dass man nur 16 Drehtage hat und fünfzehn bis zwanzig Seiten Dialog pro Tag lernen muss. Ich mag diesen Druck. Und zwischendurch mische ich etwas rein, das einfach nur Spass macht. Wie beispielsweise den interaktiven NetflixMovie «Unbreakable Kimmy Schmidt: Kimmy vs. the Reverend». Die Zuschauer haben die Möglichkeit, Entscheide zu fällen, in welche Richtung die Geschichte weitergesponnen werden soll. Erfordert es von Ihnen eine besondere Konzentration, verschieden Varianten zu spielen und auseinander zu halten?

Wir Schauspieler mussten nur die verschiedenen Versionen der Szenen lernen. Aber es ist schon wie ein Rubik’s Cube Zauberwürfel: Ich weiss nicht, wie beim Drehbuch und beim Schnitt alles zusammengeschustert wurde. Oder was der Regisseur alles im Kopf haben muss. Alle Achtung vor der Leistung! Ich würde empfehlen, einmal alles durchzuschauen und die Optionen zu wählen, für die sich ein moralisch aufrechter Mensch entscheiden würde. Und dann nochmals aus der Perspektive eines Miststücks, das nur Übles sehen will. Was macht wohl mehr Spass? Netflix ist derzeit überall. Was halten Sie als Schauspieler von der Verlagerung von Film- und TV-Produktionen zu Streaming-Anbietern? Heute spricht man ganz anders über Netflix als noch vor

BILD HFPA

fünf Jahren. Da liegen Welten dazwischen. Einer von acht Amerikanern soll «Bird Box» auf Netflix gesehen haben. Ich nicht, denn ich schaue keine Filme, die einem Angst einflössen (lacht). So eine Statistik muss man sich mal vorstellen! Es ist eine unglaubliche Plattform. Mehr Shows werden produziert und die Leute schauen auch viel. Das ist letztlich positiv für uns. Bei den Indie-Filmen gibt es allerdings gute und schlechte Nachrichten. Wie meinen Sie das? Ich hatte einmal ein Meeting mit einem Produzenten bei einem grossen Filmstudio. Er sagte, wenn ich eines Tages Regie führen will bei einem Film, der unter einer Million oder über 100 Millionen Dollar kostet, soll ich zu ihm kommen. Alles andere dazwischen mache keinen Sinn. Das habe ich nie vergessen. Netflix hat den Ort für Filme

Dass ich die grossen Kisten gleich zu Beginn meiner Karriere gemacht habe, war in gewisser Weise befreiend.

kreiert, die zwischen diesen beiden Zahlen liegen. Es ist eine interessante Zeit. Die Industrie ist in Bewegung. Was streamen Sie denn selber am liebsten? Cartoons und Dokumentarfilme. Die Zeichentrickserie «Bojack Horseman» ist eine meiner Lieblingsshows der letzten Jahre, und ich sage das nicht nur, weil ich darin eine Rolle hatte. Und ich schaue so ziemlich alle Dokumentarfilme, die Netflix macht. Sie drehten neben «Unbreakable Kimmy Schmidt: Kimmy vs. the Reverend» auch die Anthology-Serie «Miracle Workers», in der Sie einen Helfer Gottes, gespielt von Steve Buscemi, verkörpern. Wenn Sie ein Gespräch mit Gott in menschlicher Gestalt haben könnten, wen würden Sie sich wünschen? Wissen Sie was? Vermutlich würde ich Michael Gambon wählen – er spielte Dumbledore in den Harry-Potter-Filmen. Er hat eine gewisse Aura. Und er sieht schon ein bisschen so aus, wie man sich Gott vorstellt, finde ich. Andererseits ist er aber auch ein Scherzkeks. Wenn ich also in den Himmel komme und Michael Gambon wartet da als Gott, dann wäre ich ziemlich happy. Ein weiteres Potter-Flashback: Rupert Grint, der den Rotschopf Ron Weasley spielte, ist vor kurzem Vater geworden. Sind Sie mit ihm noch in Kontakt? Ja, ich habe ihm sofort geschrieben, als ich davon hörte. Ich bin unglaublich happy für ihn. Er und Georgia sind schon eine Weile zusammen und ich bin sicher, er ist ein grossartiger Vater. Verrückt eigentlich: In meinem Kopf sind wir noch sechzehn Jahre alt und haben uns gerade erst kennengelernt. Inzwischen sind Sie aber bereits 31 Jahre alt geworden. Sie haben sich vom Blockbuster-Held zum Charakterschauspieler gewandelt. Wie haben Sie den Übergang erlebt? Dass ich die grossen Kisten gleich zu Beginn meiner Karriere gemacht habe, war in gewisser Weise befreiend. Ich habe viele Freunde, die gerne in grossen Blockbustern mitspielen würden. Und das verstehe ich auch. Sie sind grossartig, aber ich weiss auch: Sie sind nicht der Anfang und das Ende des Filmemachens und der Schauspielerei. Ich will ein Charakterschauspieler in der Hauptrolle sein. So wie James McAvoy. Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren? Ich will einfach weiterarbeiten. Als Schauspieler und wie gesagt, eines Tages hoffentlich auch als Autor und Regisseur. Ich weiss, das ist eine einfache und langweilige Antwort. Aber das ist mein Ziel. Sie spielen ja auch Theater und sind bereits in mehreren Produktionen am Broadway aufgetreten. Was fasziniert Sie am Spielen auf der Bühne dort? Der Broadway ist ein toller Arbeitsort. Die Schauspielergemeinde ist fantastisch, das Publikum auch! Ich hoffe, das Theater ist Teil meiner Karriere, so lange ich eine habe. Was halten Sie vom Stück «Harry Potter and the Cursed Child»? Ich habe es nicht gesehen. Es wäre keine entspannte Angelegenheit für mich. Bei anderen Aufführungen kann ich mich relativ gut reinschleichen, ohne dass mich jemand erkennt. Bei diesem Stück bezweifle ich, dass niemand merkt, dass ich da bin. Ich weiss, dass Emma Watson hingegangen ist. Ich kenne viele, die das Stück gesehen haben. Aber ich würde einfach dort sitzen und mir die ganze Zeit beobachtet vorkommen. Das wäre kein netter Abend für mich. Wenn Sie jetzt einen Zauberstab hätten, was würden Sie damit anstellen? Momentan ist die Antwort ganz offensichtlich: Ich würde die Welt vom Coronavirus befreien.


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LIDL SCHWEIZ BRANDREPORT

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DA STECKT

RR EIH M DAH NTE jetzt bewerben

karriere.lidl.ch

Bei uns freuen sich Väter über 4 Wochen Vaterschaftsurlaub Vereinbarkeit von Beruf und Familie, flexible Arbeitsmodelle, spannende Aufgaben – die Anforderungen an Arbeitgeber der Gegenwart sind hoch. Lidl Schweiz erfüllt diese in hohem Masse und wartet mit weiteren Vorzügen auf. Ein Gespräch mit Janine Hohengasser, Leiterin Recruiting & Employer Branding bei Lidl Schweiz. INTERVIEW LARS MEIER

Frau Janine Hohengasser, wenn Sie Lidl in drei Worten beschreiben müssten – welche würden Sie nennen? Vorantreibend, fair und erfolgreich. Sie sind Leiterin der Kampagne «Lidl Schweiz: da steckt mehr dahinter». Was war Ihnen beim Umsetzen dieser Kampagne besonders wichtig? Wer an Lidl denkt, sieht in erster Linie unsere Produkte in den Regalen vor dem inneren Auge. Uns war es wichtig aufzuzeigen, was und vor allem wen es alles braucht, bis ein Produkt vom Lieferanten bis in den Einkaufswagen gelangt. Auf einer zweiten Ebene ist es aber auch die Vielfalt und Verantwortung in jedem einzelnen Job, inklusive den entsprechenden Entwicklungsmöglichkeiten. Wie fielen die Reaktionen aus, die Sie bisher auf die Kampagne erhalten haben? Auch wenn die letzten Monate von Covid-19 überlagert wurden, war das Echo auf die Kampagne sehr positiv. Sowohl Lidl-intern als auch extern. Besonders der Hauptfilm, bei dem der Zuschauer vom Hauptdarsteller in die komplette Lidl-Welt entführt wird, kam sehr gut an. Gab es für Sie persönlich eine ausschlaggebende Inspiration zur Umsetzung der Kampagne? Wenn ja, welche? Als Recruiterin bin ich von Natur aus mit den unterschiedlichsten Menschen und Jobprofilen konfrontiert und erlebe tagtäglich, wie unsere Mitarbeitenden für Lidl brennen. Das inspiriert mich Tag für Tag, und genau dieses Bild wollte ich deshalb unbedingt auch nach aussen tragen. In der Kampagne haben Sie abgesehen vom Hauptdarsteller im Film ausschliesslich auf Mitarbeitende von Lidl gesetzt und diese zu Wort kommen lassen. Was war der ausschlaggebende Grund dafür? Es ist bei uns schon Tradition geworden, dass wir bei Kampagnen auf unsere Mitarbeitenden setzen. Uns ist es extrem wichtig, dass wir authentisch und glaubwürdig sind und die ganze Vielfalt der Lidl-Welt zeigen können. Neben dem Hauptfilm und der Bilderwelt gibt es ausserdem Interviewfilme, und spätestens da funktioniert es nur mit echten Gesichtern. Der zweite Aspekt ist, dass es auch für die Mitarbeitenden selbst eine coole Abwechslung und auch eine spezielle Wertschätzung ist. Wer einkaufen geht, sieht nur einen kleinen Teil der verrichteten Arbeit, die dahintersteht. Was sehen die Kundinnen und Kunden oft nicht?

Es fängt schon mit der Filiale an. Denn zunächst muss Bauland oder ein Mietobjekt gesucht und entsprechende Verhandlungen geführt werden. Es braucht ein Filialkonzept, die technische Beschaffung und schlussendlich eine funktionierende Logistik, welche die Filiale tagtäglich beliefert. Damit sie das kann, muss unser Einkauf in enger Zusammenarbeit mit unseren oft regionalen Lieferanten zuerst definieren, was überhaupt angeboten werden soll und für die entsprechende Verfügbarkeit sorgen. Im Hintergrund wirken zusätzlich unterstützende Einheiten wie Finanzen, Marketing, HR, Legal oder die IT. Für den Kunden sichtbar ist schlussendlich nur der Vertrieb und auch hier nur ein Teil davon. Warum ist es wichtig, auch den häufig unsichtbaren Teil ins Licht zu rücken? Nach aussen geht es primär darum aufzuzeigen, dass wir bei Lidl über 100 verschiedene Jobprofile anbieten und es aufgrund unserer Strategie, Mitarbeitende zu entwickeln, zahlreiche Chancen gibt, persönlich weiter zu kommen. Vergessen darf man aber auch nicht die Wirkung nach innen. Aus meiner Sicht ist es ganz wichtig, dass man die Arbeit des anderen zu schätzen weiss und das fängt damit an, dass man diese überhaupt sichtbar macht. Apropos ins Licht rücken: Welche Vorzüge von Lidl Schweiz als Arbeitgeber sind Ihrer Ansicht nach noch zu unbekannt und verdienen mehr Gehör? Als Smart Discounter wird man schnell mal mit dem Verdacht konfrontiert, dass die günstigen Preise nur mit Lohn-Dumping zustande kommen können. Doch das Gegenteil ist der Fall. Wir zahlen den höchsten im GAV festgelegten Mindestlohn der Branche – und das bei einer 41-Stunden-Woche! Dazu machen wir etwa keinen Koordinationsabzug bei der BVG, was vor allem unseren Teilzeitmitarbeitenden zu Gute kommt. Unsere Lernenden wiederum profitieren von einem Gratis-GA während der gesamten Lehrzeit. Viel wichtiger als die monetären Benefits sind aus meiner Sicht aber die hervorragenden Entwicklungsperspektiven und die Unterstützung in Sachen Ausund Weiterbildung. Die Berufs- und Arbeitswelt befindet sich zurzeit im Wandel, beispielsweise mit Home-Office und Jobsharing. Wie geht Lidl Schweiz mit diesem Wandel um? Wir entwickeln uns diesbezüglich laufend weiter. Mit unserem neuen Hauptsitz in Weinfelden haben wir

zum Beispiel eine topmoderne Umgebung geschaffen – mit ergonomischen Arbeitsplätzen, Begegnungszonen, einem Fitnesscenter zur privaten Nutzung oder auch einem Eltern-Kind-Büro. Unsere digitale Struktur erlaubt es uns ausserdem, unseren Mitarbeitenden auch Homeoffice zu ermöglichen. In den Filialen wiederum haben Themen wie Hygiene und Sicherheit ein sehr hohes Gewicht – und das nicht erst seit Corona! Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Thema, das für viele Arbeitnehmende von grosser Wichtigkeit ist. Inwiefern wird dies bei Lidl Schweiz unterstützt? Wir bieten zum einen Teilzeitmodelle an und bieten zum anderen einen überdurchschnittlichen Elternurlaub. So können sich Väter über 4 Wochen und Mütter über 18 Wochen Sonderurlaub freuen und erhalten dabei eine 100-prozentige Lohnfortzahlung. Zur Geburt gibt es zudem pro Kind eine kleine Starthilfe von 500 Franken sowie eine Babybox mit nützlichen Artikeln. Am Hauptsitz in Weinfelden haben wir ausserdem ein Eltern-Kind-Büro eingerichtet, das man im Falle eines Betreuungsnotfalls gerne nutzen kann. Welche weiteren Aufgaben gilt es im Employer Branding anzugehen, abgesehen von grossen Kampagnen wie dieser? Unsere Aufgabe ist es, das Arbeitgeberimage von Lidl Schweiz laufend zu pflegen und potenzielle Bewerbende stets über spannende Neuigkeiten zu informieren und natürlich auch die Brücke zu den effektiven Jobpostings zu schlagen. Wir nutzen als Kommunikationsmittel vor allem unser LinkedIn-Profil (siehe Infobox). Employer Branding findet aber natürlich auch nach innen statt. Hier arbeiten wir Hand in Hand mit unserer Unternehmenskommunikation. Was macht Lidl als Arbeitgeber besonders spannend? Egal, in welchem Bereich man arbeitet: Bei uns wird es nie langweilig! Jeder Tag ist anders. Besonders spannend ist die hohe Verantwortung, die einem schon frühzeitig übergeben wird und die Möglichkeit, sich ständig weiterzuentwickeln. Die berühmte Tellerwäscher-Karriere ist bei uns mehr Regel als Ausnahme. Was schätzen die Mitarbeitenden von Lidl Schweiz am meisten an ihrem Arbeitgeber? Die generell guten Arbeitsbedingungen, den Teamspirit und die Unterstützung bei Aus- und Weiterbildungen sowie der persönlichen Karriereentwicklung. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage hat aber auch

Janine Hohengasser Leiterin Recruiting & Employer Branding

ein anderer Wert mehr Gewicht bekommen und das ist das Thema Job- und Lohnsicherheit. Welche Werte liegen Lidl Schweiz besonders am Herzen? Teamwork, die Freude am Erfolg, transparente Kommunikation, Entwicklung, Fairness und Gleichberechtigung. So wurden wir etwa Anfang Jahr für unsere fairen Löhne SQS-zertifiziert. Welche Ziele möchte Lidl Schweiz in Zukunft noch erreichen? Ein wichtiges, aktuelles Thema ist die Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern. Seit dem 1. Juli 2020 haben Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden 12 Monate Zeit, um eine Lohnanalyse zur Überprüfung der Lohngleichheit vorzunehmen. Diese Analyse haben wir bereits frühzeitig – schon im Herbst 2019 – durchgeführt. Wir sind stolz, einen Differenzwert von nur 1.5 Prozent erzielt zu haben – weit unter den vom Bund geforderten 5Prozent. Für uns ist dieses Thema damit aber nicht beendet. Wir sehen das Resultat eher so: Wir sind noch 1.5 Prozent vom Ziel entfernt – und daran werden wir in den kommenden Jahren weiterarbeiten. Für Lidl Schweiz gilt: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

Hier den AGM-Film von Lidl entdecken:

Weiterführende Informationen karriere.lidl.ch linkedin.com/company/lidl-schweiz


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BRANDREPORT BILDXZUG

«Ein besonderes Highlight war definitiv die individuelle Förderung» Egal ob Lehre im Verbund, zweisprachige Lehre oder Berufsabschluss im «Schnellverfahren» nach der Matura – wer eine abwechslungsreiche Lehre sucht, kommt bei bildxzug auf seine Kosten. Im Interview mit «Fokus» erzählen Geschäftsleiter Beat Gauderon und Tabea Bilang, eine ehemalige Lernende, mehr. INTERVIEW PATRIK BIBERSTEIN

Als Lernender sollte man sich intensiv und seriös mit der Berufswahl auseinandersetzen. Beat Gauderon

Herr Beat Gauderon, was sind Vorteile einer Lehre im Verbund gegenüber einer klassischen Lehre? Wie es die Organisationsform «Verbund» bereits vermittelt, findet die praktische Ausbildung in einem Netzwerk von Unternehmen statt. Alle drei Partner, der Praxisbetrieb, die Lernenden und bildxzug als Leitorganisation profitieren von der Kooperation und Zusammenarbeit. Das Besondere für die Lernenden ist sicher die Möglichkeit, dass sie während ihrer Ausbildung unterschiedliche Firmen kennenlernen. Dieses Rotationsprinzip gibt ihnen die Gelegenheit, die Präferenzen und Interessen abzuwägen, wo sie nach der Ausbildung tätig sein möchten. Des Weiteren werden die Jugendlichen von verschiedenen kompetenten Fachpersonen begleitet, beurteilt und gefördert – einerseits durch die Praxisbildner/innen vor Ort in der Firma, andererseits durch die Berufsbildner/innen bei bildxzug. Ausserdem bietet der «Verbund» auch Möglichkeiten, bei schwierigen Phasen innerhalb der Organisation diverse Lösungen zu bieten, ohne gerade ein Lehrverhältnis aufzulösen. Dies kann beispielsweise mit einem befristeten Unterbruch der Ausbildung, einem Wechsel des Betriebs oder zusätzlichen Coachingmassnahmen sichergestellt werden. So hält sich die Quote der Auflösungen von Lehrverhältnissen seit Jahren konstant auf sehr niedrigem Niveau. Stellen Sie Tendenzen fest bezüglich Lernenden, die sich für eine Lehre im Verbund entscheiden? Jugendliche suchen tendenziell mehr die Abwechslung, das Besondere oder auch neue Herausforderungen und dies bereits in der Grundbildung. Die «Lehre im Verbund» bietet ihnen genau diese Möglichkeiten. Sie erhalten die Gelegenheit, sich beispielsweise bereits auf dem internationalen Parkett zu bewegen, wenn sie sich für die «Berufsbildung International» oder das «way up plus»-Modell entscheiden. Die Betreuung der Jugendlichen in der Berufsbildung ist in den letzten Jahren anspruchsvoller und vielseitiger geworden. Gab es in früheren Jahren ein beschränktes Angebot an Ausbildungsmodellen, haben Jugendliche heute eine höhere Wahlfreiheit, was die Berufswahl spannend aber nicht unbedingt einfacher macht. Das Angebot von bildxzug in Kürze: Verbundslehre: Die Lernenden stehen bei bildxzug unter Lehrvertrag und absolvieren ihre Praxisbildung während der Lehrzeit in zwei bis drei verschiedenen Unternehmen. Modell «way up plus»: Das Ausbildungsmodell richtet sich an junge Erwachsene, die eine gymnasiale Maturität oder eine Fachmaturität absolviert haben. Sie können die duale Berufsausbildung als Kaufleute EFZ und Informatik EFZ verkürzt in zwei Jahren absolvieren. Berufsbildung «international»: richtet sich an Jugendliche, die Freude an der englischen Sprache haben und die Ausbildung bilingual absolvieren möchten. Dieses Modell wird für die Berufe als Kaufleute EFZ und Informatik EFZ angeboten. Weiterführende Informationen findest du unter www.bildxzug.ch

Jugendliche suchen tendenziell mehr die Abwechslung, das Besondere oder auch neue Herausforderungen und dies bereits in der Grundbildung. Was können Sie mir über Ihre Partner, die Verbundsfirmen, erzählen? Aktuell pflegen wir ein Netzwerk von Unternehmen und Organisationen mit insgesamt 160 Mitgliedern. Dies sind einerseits viele klassische KMU, die teilweise in ihren Tätigkeiten spezialisiert sind, sodass sie nur einen Teil einer klassischen Berufsausbildung abdecken können. Andererseits arbeiten wir mit grossen internationalen Unternehmen zusammen, die wiederum das Schweizer Berufsbildungssystem nicht oder nur beschränkt kennen. Das wirklich Spannende an der «Lehre im Verbund» ist, dass gerade dieser Mix an verschiedenen Firmen das Besondere bei der Ausbildung ist. Einerseits für die Lernenden aufgrund der Abwechslung. Und andererseits für die Unternehmen, dadurch dass sie unterschiedliche Lernende auf ihrem Fachgebiet ausbilden und sich bei der Nachwuchsförderung aktiv beteiligen können. Egal ob sie nun als internationaler Grosskonzern oder als spezialisiertes Kleinunternehmen auftreten. Alle unsere Partner bekennen sich zur dualen Berufsbildung und engagieren sich aktiv an der Sicherstellung der Fachkräfte. Sie geben die Hauptverantwortung der professionellen Organisation bildxzug ab und konzentrieren sich bei der Ausbildung auf ihr Kerngeschäft. Dieses Engagement macht sich auch bezahlt: Nach Lehrabschluss erhalten weit über 80 Prozent der Lernenden eine direkte unbefristete oder zumindest eine befristete Anstellung in einer der Verbundfirma. Aus welchen Gründen entscheiden sich angehende Lernende für eine Lehre im Verbund? In den Bewerbungsgesprächen mit den Jugendlichen stellen wir ebenfalls die Frage nach der Motivation, sich bei bildxzug zu bewerben. Da werden vorwiegend die folgenden Aspekte genannt: Möglichkeit des Wechsels von Betrieben während der Ausbildung oder das Angebot beliebter Berufsausbildungen wie die kaufmännischen Grundbildung EFZ, Mediamatik EFZ, Informatik EFZ sowie ICT-Fachleute EFZ. Aber auch die umfangreiche Betreuung und Unterstützung, Sicherheit

des Lehrverhältnisses bei Schwierigkeiten und natürlich spannende Ausbildungsmodelle wie die «Berufsbildung International» werden angesprochen. Ein weiterer Faktor sind attraktive Unternehmen als Praxisbetriebe oder das grosse Netzwerk von Lernenden; zurzeit bildet bildxzug 125 Lernende aus. Was erwartet mich als Lernenden dabei? Um es zusammenfassend zu sagen: spannende und zukunftsgerichtete Ausbildungssequenzen in verschiedenen Unternehmen, Internationalität, individuelle Betreuung und Unterstützung, interessante Kontakte mit Lernenden und Fachpersonen in den Verbundfirmen, zusätzliche Dienstleistungen, Förderung der überfachlichen Kompetenzen und eine hochwertige duale Berufsbildung in einem speziellen Lehrbetrieb.

Haben Sie Tipps für Interessierte, wie das Auswahlverfahren am besten gemeistert werden kann? Als langjähriger Geschäftsleiter von bildxzug kann ich aus Erfahrung sicher einen entscheidenden Tipp geben: Als Lernender sollte man sich intensiv und seriös mit der Berufswahl auseinandersetzen. Aber dies benötigt Zeit – Zeit für den Besuch von Veranstaltungen, für Schnupperpraktika, individuelle Beratungsgespräche und das Führen eines informativen Portfolios. Den Eltern und gesetzlichen Vertretern wie auch den Lehrpersonen möchte ich mitgeben, dass Sie den anvertrauten Jugendlichen diese Zeit gewähren, sie in der Berufswahl begleiten und beraten. Im Auswahlverfahren gilt es einfach, sich selber zu sein, seine Bedürfnisse und Erwartungen zu kennen und mit einem hohen Mass an Motivation und dem notwendigen Engagement auf den Weg zu gehen; da gehört auch das Scheitern dazu. Ich pflege oft, jungen Menschen das Zitat mitzugeben: «Es ist von grosser Bedeutung, suchenden Menschen, die an den Erfolg denken, klar zu machen, dass Scheitern wichtig ist, Aufgeben dagegen schädlich.» (Daniel Godeudevert, Zauberworte für den Erfolg)

So erlebte ich meine Zeit bei bildxzug Seit 2008 bietet bildxzug das spezielle Modell der «Berufsbildung International» an: In den ersten Jahren noch als Pilotprojekt «KV Business English plus», seit 2015 als kantonales Angebot «Berufsbildung International» in den Berufen Kaufleute EFZ und Informatik EFZ. Als eine der ersten absolvierte Tabea Bilang die Ausbildung KV way up plus mit dem Spezialprogramm KV Business English plus bei bildxzug. Frau Tabea Bilang, Sie waren eine der ersten, die das «KV Business English plus»-Programm bei bildxzug absolvierte. Wie kam es dazu? Nach abgeschlossener Matura wusste ich nicht, in welche Richtung ich mich weiterentwickeln wollte. Im BIZ fiel mir der Flyer von bildxzug auf. Dadurch, dass ich – dank der schon absolvierten Matura – in nur zwei Jahren zu einem Berufsabschluss kommen und dies gleichzeitig mit Sprache verbinden konnte, war ich rasch überzeugt und bewarb mich. Wie haben Sie die Ausbildung erlebt? Was waren Ihre persönlichen Highlights? Sehr, sehr gut. Ein besonderes Highlight war definitiv die individuelle Förderung, insbesondere was das Englisch betraf. Man durfte spezielle Sprachschulen besuchen, ich hatte sogar Einzelunterricht in Business Englisch – das war der Wahnsinn! Das hat mir sehr viel genützt im späteren Leben. Auch sonst, der Firmenalltag zum Beispiel, war ein grosses Erlebnis für mich, insbesondere die Internationalität. Wir waren, glaube ich, etwa 30 Leute aus 15 Nationen. Eine sehr spezielle

Tabea Bilang

Erfahrung war auch der Auslandsaufenthalt in England – das war ein extrem schönes und lehrreiches Erlebnis. Würden Sie im Nachhinein alles noch mal gleich machen puncto Ausbildung oder gibt es Dinge, die sie anders angehen würden? Das einzige, was ich anders machen würde, ist in Bezug auf das Rotationssystem, was ja ein riesiger Vorteil von bildxzug ist. Ich habe – aus eigenem Wunsch – zwei Jahre bei der gleichen Firma gearbeitet. Könnte ich nochmal, würde ich definitiv den Betrieb nach einem Jahr wechseln, um so noch mehr für die Zukunft zu profitieren. Ansonsten ist es aber so, dass ich komplett zufrieden bin mit allem, es gibt gewisse Kompetenzen, die ich während der Ausbildung erlernt habe, um welche ich heute noch froh bin. Was würden Sie angehenden Lernenden raten, die mit dem Gedanken spielen diese oder eine ähnliche Ausbildung zu absolvieren? Profitiert so viel wie möglich! Nehmt alle diese Eindrücke, alles was man dort lernen kann, mit, das ist so viel wert später im Leben!


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VERBAND SCHWEIZERISCHER SCHREINERMEISTER UND MÖBELFABRIKANTEN VSSM BRANDREPORT

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Schönes entsteht aus Schreinerhand Obwohl der Schreinerberuf noch immer als bodenständiges Handwerk gilt, hat er den Sprung in die Moderne geschafft. Heute plant der Schreiner Werkstücke wie Möbel, Türen oder ganze Küchen am Computer, fertigt sie an modernsten Maschinen und beherrscht den Umgang mit den unterschiedlichsten Werkstoffen.

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ach wie vor ist eine gute und fundierte Ausbildung zum Handwerker die Basis zum Berufserfolg als Schreiner. Die Betriebe allerdings unterscheiden sich durch ihre Ausrichtung. Die einen stellen vor allem Möbel her, andere sind auf Küchen spezialisiert, bauen Türen, Fenster und Decken oder sanieren alte Holzbauten. Wieder andere stellen Treppen und Leiterwagen her oder produzieren Skis. Aufgrund dieser Vielfalt an Produkten werden im Beruf des Schreiners verschiedene Fachrichtungen unterschieden: Möbel und Innenausbau, Bau und Fenster, Wagner und Skibauer. Von Hand oder am Computer Schreinerinnen und Schreiner aller Fachrichtungen sind in der Lage, Werkstücke nach Plänen herzustellen. Diese Pläne zeichnen sie zum Teil selbst, von Hand oder am Computer mit CAD. Neben Massivhölzern verarbeiten sie auch Sperrholz, Span- und Faserplatten, Kunststoffe und Metalle. In der Werkstatt schneiden, hobeln, bohren, fräsen und schleifen an grossen stationären Maschinen und computergesteuerten CNC-Bearbeitungszentren. Auf der Baustelle werden die fertigen Schreinererzeugnisse fachgerecht montiert – und dem Kunden so optimales Wohnvergnügen garantiert.

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung stehen dem Schreiner unzählige Wege offen. Schreiner oder Schreinerpraktiker. Weitere Eigenschaften, die für den Start in eine erfolgreiche Schreinerkarriere von Vorteil sind: • • • • • • • • •

handwerkliches Geschick technisches Verständnis gutes räumliches Vorstellungsvermögen zeichnerische Fähigkeiten logisches Denken exakte Arbeitsweise körperliche Beweglichkeit Sinn für Ästhetik gute Gesundheit (keine Überempfindlichkeit gegen Staub und Chemikalien)

Lehre und Weiterbildung Der Schreinerberuf kann in einer vierjährigen Lehre mit Abschluss zum Schreiner EFZ erlernt werden. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, eine zweijährige Schreinerpraktiker-Ausbildung zu erlangen.

Das Schreiner-Handwerk ist auch bestens für Frauen geeignet. Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung stehen dem Schreiner unzählige Wege offen.

Wer die obligatorischen Schulen mit mittleren oder hohen Anforderungen erfolgreich abgeschlossen hat, erfüllt die Grundbedingungen für eine Ausbildung zum

Ein breites Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten garantiert, dass der Lernende auch in Zukunft genau den Weg gehen kann, der seinen Zielen und Neigungen

Der Schreiner: ein Beruf, bei dem handwerkliches Geschick, Präzision und Teamwork gefragt ist. Bild: VSSM entspricht. Beliebt sind auch Zusatzlehren oder Weiterbildungen in verwandten Branchen, z.B. als Innenausbauzeichner oder Gestalter im Handwerk. Wer genug gelesen hat und einmal Schreinerluft schnuppern möchte, soll jetzt handeln: Mit einem Tagespraktikum oder einer Schnupperwoche kann der Schreinerberuf hautnah erlebt werden.

Weitere Informationen: www.traumjob-schreiner.ch www.vssm.ch/bildung

AMAG GROUP AG BRANDREPORT

Während der Lehre von 75 Jahren Ausbildungserfahrung profitieren Das Schweizer Automobilunternehmen AMAG ist Marktführer. Schon seit der Gründung im Jahre 1945 bildet es den Nachwuchs zur Fachkraft von morgen aus. Das Traditionsunternehmen gehört auch heutzutage noch zu den grössten Ausbildungsstätten der Schweiz.

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ie AMAG bietet zehn Grundausbildungen an. Die Mehrheit der Lehrstellen gehört zu den klassischen Automobilberufen, von Automobil-Mechatroniker/-in EFZ bis zu Lackierassistenten/-innen EBA. Aber auch Lehrstellen für Detailhandelsfachmänner/-frauen EFZ, Logistiker/-in EFZ und Kaufmänner/-frauen EFZ stehen zur Auswahl. Für die AMAG ist bei allen Ausbildungen wichtig, dass die Lernenden schnell an verantwortungsvolle Aufgaben herangeführt werden und sie so auch produktiv am Betriebsalltag teilnehmen können. Teil des Ganzen werden Das Ziel der AMAG-Berufsbildner ist es, den Lernenden nicht nur ihren Tätigkeitsbereich näherzubringen, sondern ihnen das Gefühl zu geben, Teil des grossen Ganzen zu sein. Um einen guten Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen, bietet die AMAG einzelne oder mehrere Schnuppertage an. So soll den Interessierten nicht nur ein

Eindruck über die Möglichkeit einer Lehre gegeben werden, sondern auch gezeigt werden, was es heisst, Teil eines Teams zu sein. Nach einer erfolgreichen Bewerbung ist es zudem gang und gäbe, noch einige Praxistage im Betrieb zu absolvieren, um beiden Seiten aufzuzeigen, was die gegenseitigen Erwartungen sind. Schliesslich hat die Ausbildung einen hohen Stellenwert – für die AMAG und die Gesellschaft als Ganzes. Eine Lehre mit Benefits Lernende bei der AMAG spüren deren Wertschätzung auch durch zahlreiche Benefits. Zum einen sind die Löhne vereinheitlicht und es gibt einen 13. Monatslohn. Zum anderen gehört die AMAG zu besten Ausbildungsstätten der Schweiz, was der hohe Ausbildungserfolg beweist. Ausserdem ist sich die AMAG bewusst, wie wichtig auch der schulische Erfolg und das Erlernen von Fachkompetenzen sind. Damit die Ausbildung ohne Ablenkung gelingt, übernimmt die AMAG 100

Prozent der Schulbuchkosten und 15 Fahrstunden für alle Lernenden. Zudem stärkt eine durchgehende DuKultur das Teamgefühl. Betrieb mit Tradition und modernen Werten Die AMAG feiert dieses Jahr ihren 75. Geburtstag. Trotz des Alters vertritt das Unternehmen aber moderne Werte. Die Mission «Wir bewegen und begeistern Menschen» ist dabei nicht nur dahergesagt. Der Schweizer Betrieb setzt auf Werte, die auch wirklich gelebt werden: kundenorientiert, innovativ, effizient, kompetent, gemeinsam, nachhaltig und unternehmerisch. Die Ambitionen gehen aber noch weiter: Die AMAG ist sich bewusst, dass die Branche im Wandel ist. Sie ist bestrebt, auf diesen Umbruch Antworten zu finden und sich zur führenden Anbieterin von nachhaltiger individueller Mobilität zu entwickeln. Diese Vision ist nicht aus der Luft gegriffen, da heute bereits jedes vierte Auto auf Schweizer Strassen von der AMAG stammt. Nach der Ausbildung ist vor der Weiterbildung Lebenslanges Lernen ist ein Konzept, das auch in der AMAG gelebt wird. 20 Prozent der Mitarbeitenden befinden sich laufend in Weiterbildungen. Schliesslich ist das Unternehmen sehr interessiert daran, den eigenen Fachkräften eine hochkarätige Bildung zu ermöglichen.

Die AMAG unterstützt Mitarbeitende bei ihrer Weiterbildung sei es extern oder durch interne Angebote.

Die AMAG unterstützt Mitarbeitende bei ihrer Weiterbildung - sei es extern oder durch interne Angebote wie die der AMAG eigenen Academy. In der heutigen Zeit, in der ständig neue technologische Möglichkeiten und Entwicklungen auf den Markt kommen, sind Weiterbildungen das A und O, um auf dem neuesten Stand zu sein.

• Zurzeit bildet die AMAG über 700 Lernende aus • 11 Prozent aller Mitarbeitenden sind Lernende • Jedes Jahr kommen etwa 250 Lernende dazu • Die AMAG ermöglicht durch Schnupperund Praxistage eine ideale Berufswahl

• Schnuppermöglichkeiten und offene Stellen sind ganz einfach online unter www.future.amag.ch zu finden


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BRANDREPORT SCHWEIZER PARAPLEGIKER-ZENTRUM

Liridona Dizdari, Pflegefachfrau und Stationsleiterin im Schweizer Paraplegiker-Zentrum bei der Arbeit.

Von der Lernenden zur Führungskraft im selben Haus Liridona Dizdari hat ihre Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit am Schweizer Paraplegiker-Zentrum im luzernischen Nottwil absolviert. Bis heute ist sie der Institution als Pflegefachfrau und Stationsleiterin treu geblieben. Ein Einblick in ihren Werdegang, ihre Passion für den Pflegeberuf und das Schweizer Paraplegiker-Zentrum.

A

ls Kind war Liridona Dizdari selbst häufig im Spital. Trotz der oft negativen Konnotationen von Spitälern und Kliniken war sie vom Pflegepersonal begeistert. Der morgendliche Besuch mit einem Lächeln im Gesicht und die aufmunternden Gespräche erleichterten ihr den Aufenthalt. Für sie war fortan klar: So möchte ich auch werden. Der frühe Wunsch hat sich mit der Zeit erhärtet. Den Beruf der Pflegefachfrau fand sie äusserst spannend und vielseitig. Mit der Patientenversorgung im Vordergrund kann und muss man sich viel Fachwissen aneignen und akkurat anwenden. Der ganze Prozess der Begleitung von Patientinnen und Patienten und der Weg zur Besserung, den man hautnah mit den Patientinnen und Patienten durchlebt, haben Dizdari inspiriert, sich zur Fachfrau Gesundheit ausbilden zu lassen. Die ersten Schritte im Gesundheitswesen Im Jahr 2008 war die Zeit gekommen, sich für ein Berufsfeld und den geeigneten Ort der Ausbildung zu entscheiden. Dizdari hat im Zuge dessen vieles ausprobiert: Verschiedenste Spitäler und Pflegeheime hat sie kennengelernt, darunter auch das Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) in Nottwil. Dass dort der Fokus auf der Rehabilitation liegt, hat es ihr besonders angetan. Während ihrer Schnuppertage durfte sie Einblicke erhaschen, wie sich ein interdisziplinäres Team um die Patientinnen und Patienten kümmert. Das gesamte Team hat dabei ein Ziel vor Augen: eine individuell angepasste Patientenversorgung zu gewährleisten, damit die Patientinnen und Patienten ein möglichst selbstständiges Leben führen können. Das SPZ wurde also 2009 ihr Ausbildungsort zur Fachfrau Gesundheit. Während ihrer Ausbildung verstand sie immer besser, warum so viele Mitarbeitende gerne dort arbeiten: Denn das SPZ ist innovativ, und dabei auch patienten- und mitarbeiterorientiert. Es herrscht eine herzliche Atmosphäre. Der nahbare Umgang betrifft aber nicht nur das Pflegepersonal; die Unternehmenskultur erlaubt eine offene Kommunikation. Auch wenn Dizdari sich bisweilen kritisch äusserte, musste sie nie negative Konsequenzen fürchten. Im Gegenteil, das Zentrum hat verschiedenste Tools aufgebaut, um einen stetigen Verbesserungsprozess zu ermöglichen. Die Hierarchien sind durchlässig gestaltet, sodass Anliegen jederzeit auch bei höheren Instanzen platziert werden können. Der Wissensdurst nimmt überhand Schnell merkte Dizdari, dass sie mehr möchte, mehr Fachwissen und mehr Verantwortung. Der nächste

Schritt war klar: die Höhere Fachschule. Es sollte eine sehr anspruchsvolle Zeit werden. Für die Prüfungen und die Diplomarbeit musste sich Dizdari anstrengen. Nichtsdestotrotz biss Dizdari durch, schliesslich war sie sich ihrer zukünftigen Verantwortung gegenüber den Patientinnen und Patienten bewusst. 2015 war die grosse Hürde geschafft. Ihr Wissensdurst und ihre Ambitionen waren aber noch nicht befriedigt. Relativ kurz nach Abschluss der Höheren Fachschule kam sie in das Talentförderungsprogramm des SPZ. Schon früh in ihrer Ausbildung war Dizdari fasziniert von der Pflegeexpertise und begann deshalb mit Weiterbildungen in dieser Richtung. Gleichzeitig war sie aber auch als Vizepräsidentin des Schweizer Berufsverbandes der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) Zentralschweiz tätig. In dieser Funktion hat sie gemerkt, dass ihr Managementthemen genauso zusagen. Schlussendlich absolvierte sie Weiterbildungen im Bereich des Managements. So wurde sie dann Stationsleiterin im SPZ, wo sie auf die Unterstützung aller zählen kann. Lernbegierde mit Ziel Dizdari hat aber noch lange nicht ausgelernt. Genauso wie das SPZ allgemein verfolgt sie die Grundsätze des lebenslangen Lernens. Alle internen Weiterbildungen zum Thema Führung hat sie bereits hinter sich. Aktuell macht sie gerade den CAS in Betriebswirtschaft für Gesundheitsfachpersonen. Ausserdem studiert sie an einem Executive Master of Business Administration (EMBA) in Ökonomie und Management im Gesundheitswesen. Durch weiteres Fachwissen erhofft sie sich, für die Pflegebranche die Rahmenbedingungen – auch die politischen – verbessern zu können. Die Ausbildungen werden es ihr erlauben, begründet für die Stärkung der Pflegeberufe einzustehen und deren Notwendigkeit aufzuzeigen. Im Kern geht es ihr um eine Sache: «Die Arbeit als Pflegefachfrau HF ist erfüllend und faszinierend, jedoch auch physisch und psychisch herausfordernd. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir Sorge zu den Pflegefachpersonen tragen und den Pflegeberuf langfristig attraktiv gestalten.»

Frau Myriam Landtwing, welche Aus- und Weiterbildungen bietet das Schweizer Paraplegiker-Zentrum an? Neben 13 verschiedenen Grundausbildungen bieten wir viele Möglichkeiten an internen und externen Weiterbildungen nach einer Berufslehre. Aussergewöhnlich ist sicher die Vielzahl an internen Seminaren: Mit einbis zweitägigen Seminaren zu spezifischen Themen können sich unsere Mitarbeitenden auf die heutigen und zukünftigen Herausforderungen vorbereiten. Dabei geht es nicht nur um fachliche Themen: Viele Seminare haben auch die persönliche Entwicklung im Fokus, beispielsweise in der Kommunikation, im Umgang mit Belastungen oder in der Arbeitsmethodik. An wen richtet sich das Angebot? Das Spannende an unseren Angeboten ist, dass wirklich für jede und jeden etwas dabei ist. Durch die Absolvierung von elf verschiedenen Seminartagen beispielsweise, können unsere Führungskräfte sich unser internes Führungszertifikat aneignen. Und wer mehr will, kann anschliessend noch acht Unterrichtstage an der Hochschule Luzern besuchen und so das CAS Leadership erlangen. Interessant für viele Mitarbeitende ist die Möglichkeit, sich mit dem «Neuen Arbeiten» in der Arbeitswelt 4.0 auseinanderzusetzen. Auch hier bieten wir in Kooperation mit der Hochschule Luzern ein CAS an. Ausserdem bieten wir Unterstützung bei Sprachkursen für Mitarbeitende aus allen Bereichen. Wie werden Auszubildende und Weiterzubildende unterstützt? Einerseits prüfen wir alle Anträge auf Aus-/Weiterbildung unserer Mitarbeitenden. Wenn wir die Aus-/ Weiterbildung als interessant für das Unternehmen beurteilen, übernehmen wir einen Teil der Kosten und stellen häufig auch einen Teil der Arbeitszeit für die Ausoder Weiterbildung zur Verfügung. Auf der anderen Seite unterstützen unsere erfahrenen Berufsbildner und Führungskräfte die Mitarbeitenden aber auch direkt am Arbeitsplatz, um Gelerntes aus der Bildung im Alltag umsetzen zu können und Neues auszuprobieren. So haben wir auch Liridona Dizdari bei ihren Aus- und Weiterbildungen unterstützt und sie auf ihrem Weg zur Stationsleiterin begleitet und gefördert.

Myriam Landtwing Verantwortliche Personalentwicklung, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung des Schweizer Paraplegiker-Zentrums

Was sind Ihre Ziele mit dem breiten Weiterbildungsangebot? Wir sind eine Spezialklinik, welche wichtige Leistungen auf hohem Niveau für unsere Patientinnen und Patienten erbringt. Um die täglichen Herausforderungen meistern zu können, brauchen wir entsprechend gut ausgebildetes Personal. Ausserdem spüren auch wir den Fachkräftemangel. Durch die Ausbildung unseres eigenen Berufsnachwuchses stellen wir sicher, dass wir auch in Zukunft für unsere Patientinnen und Patienten da sein können. Vom «Swiss Arbeitgeber Award» wurde das Schweizer Paraplegiker-Zentrum schon oft sehr gut bewertet. Woran liegt das? Der «Swiss Arbeitgeber Award» wird aufgrund einer Befragung der Mitarbeitenden verliehen. Ich glaube, unsere Mitarbeitenden schätzen diesen besonderen Ort zum Arbeiten schon sehr. Wir alle haben im Grunde dasselbe Ziel: Wir wollen unseren Patientinnen und Patienten, die einen schweren Schicksalsschlag erlitten haben, die bestmögliche Betreuung bieten und sie in allen Lebensbereichen optimal unterstützen. Diese gemeinsame Vision ist hier in Nottwil tagtäglich spür- und auch erlebbar. Unsere Arbeit macht Sinn und wir werden gebraucht. Es ist also definitiv mehr als nur Arbeiten, was uns hier täglich zusammenbringt. Und letzten Endes darf man sicher auch sagen, dass das Schweizer Paraplegiker-Zentrum ein hervorragender Arbeitgeber ist mit einer wertschätzenden Unternehmensund Führungskultur, viel Innovationsgeist, einer grossen Portion Mut Neues auszuprobieren und tollen Benefits. Weiterführende Informationen: paraplegie.ch/karriere


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MAX ZELLER SÖHNE AG BRANDREPORT

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So läuft das Gedächtnis auf Hochtouren Unser Alltag kehrt nach diesem speziellen ersten halben Jahr immer mehr zur Normalität zurück. Für viele bedeutet dies allerdings, dass die Anforderungen sowohl im beruflichen- wie auch im privaten Alltag ebenfalls wieder zunehmen.

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och schnell hier etwas erledigen und noch schnell da etwas beantworten. Termine flattern in die Agenda und es gibt wieder vieles zu koordinieren. Der Körper braucht genügend Energie und der Kopf muss vital sein, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Im Stresszustand ist unser Körper anfälliger für Krankheiten. Zudem fällt es einem schwer, konzentriert an einer Sache zu bleiben. Laut der vom Bundesamt für Statistik durchgeführten schweizerischen Gesundheitsbefragung aus dem Jahr 2017 berichten 41 Prozent der Bevölkerung über allgemeine Schwächen, einschliesslich Müdigkeit und Energiemangel. Wie hoch der Wert heute ist, lässt sich nur vermuten.

und Erschöpfung. Die Energiegewinnung unseres Körpers findet in den Zellen über die Zellatmung in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle, statt. Die Wurzel des Panax ginseng erhöht die Anzahl der Mitochondrien, was automatisch zu mehr Energiefreisetzung führt. Zudem beeinflusst Ginseng die Ansammlung von Überträgerstoffen wie Dopamin, Noradrenalin und Serotonin im Gehirn, was zur Erhöhung der Konzentration und Aufmerksamkeit führt. Gleichzeitig stärkt Ginseng das Immunsystem, was zur Stärkung der psychischen Belastbarkeit beiträgt. Es wundert also nicht, dass in der Traditionellen

Chinesischen Medizin die Wurzel heute noch als echtes «Allheilmittel» gilt. Auch das Blatt des Ginkgobaumes hat eine lange und spannende Geschichte. Im alten China wurde der Baum als lebensverlängernd, heilend und kraftspendend verehrt. Dem Ginkgo werden in Japan und China auch heute noch Wunderkräfte zugeschrieben. Die fächerartige Form der Blätter wird gerne auch als Vorlage für Schmuckstücke und Dekorationen genutzt. Ebenfalls weit verbreitet ist das Wissen, dass Ginkgoblätter eine Heilwirkung haben und die Leistungsfähigkeit des Gehirns steigern.

Wer sich damit auseinander setzt, wie die Konzentration gesteigert wird und wie man stressresistent bleiben kann, findet viele verschiedene Tipps und Möglichkeiten. Faktoren wie genügend Schlaf, gesunde und ausgewogene Ernährung sowie eine ausgeglichene WorkLife-Balance, sind weit bekannte Voraussetzungen für einen vitalen «Body and Mind». Gute Organisation, Zeitmanagement und das Fokussieren auf das Wesentliche sind ebenfalls wichtige Grundlagen. Gerne werden zur Stärkung des Körpers und Geistes auch Helfer aus der Natur eingesetzt. Zwei bewährte Pflanzen sind die Wurzel des weissen Panax ginseng und das Blatt des Ginkgobaumes.

Dank wissenschaftlicher Studien wird Ginkgo biloba auch in der modernen Medizin unter anderem zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit, eingesetzt. Kombiniert haben diese beiden Pflanzenextrakte sogar eine synergistische Wirkung.

Gincosan – Und das Gedächtnis läuft auf Hochtouren Die Kombination, welche in Gincosan enthalten ist, lindert Symptome wie Vergesslichkeit, Konzentrations-, Gedächtnis- und Merkschwäche bei geistiger Ermüdung und stärkt das Immunsystem. Ideal also auch während einer Lernphase. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.

Panax ginseng gilt in Asien seit Jahrtausenden als stärkendes «Allheilmittel». Seit dem 17. Jahrhundert ist die Ginsengwurzel auch in Europa bekannt. Heute belegen Studien seine Wirkung gegen Müdigkeit

Max Zeller Söhne AG, 8590 Romanshorn, www.zellerag.ch

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FREMDSPRACHEN

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NEXT STEP IN FINANCE Die praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Weiterbildung in Banking und Finance an der Universität Zürich ist dank zeitlicher und örtlicher Flexibilität auf die Bedürfnisse berufstätiger Personen zugeschnitten. Dabei legen wir besonderen Wert auf die folgenden Grundprinzipien: 1. Modularität: Die Studierenden erhalten einen massgeschneiderten Studienplan, in welchem sie inhaltliche Schwerpunkte und Studiendauer individuell gemäss ihren zeitlichen Möglichkeiten festlegen. 2. Flexibilität: Eine Vielzahl an Modulen wird als Blended Learning Kurse angeboten. Dieses Konzept bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, zeitlich und örtlich unabhängig zu lernen. Klassische Seminare teilweise mit Game-basedLearning ergänzen das breite Angebot. 3. Qualität: Die Wissensvermittlung erfolgt durch Professoren der Universität Zürich und der ETH sowie ausgewiesenen Spezialisten aus der Praxis. Das Weiterbildungsprogramm richtet sich an Fach- und Führungspersonen aller Richtungen mit Bedarf an Aus- oder Weiterbildung in Banking und Finance. Gerne würden wir Sie auf dem spannenden Weg des Lernens im Rahmen eines unserer Einzelkurse oder Studiengänge (Master of Advanced Studies (60 ECTS), Diploma of Advanced Studies (30 ECTS) oder Certificate of Advanced Studies (10-15 ECTS)) begleiten. Themenbereiche: Asset Management, Banking, Corporate Finance, Derivatives, Insurance, Risk Management, Sustainable Finance, Taxes und Wealth Management www.finance-weiterbildung.uzh.ch Tel.: 044 634 40 57

Fremdsprachen als Schlüssel zum Erfolg «Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.» Obwohl dieses Zitat von Philosoph Ludwig Wittgenstein bereits mehr als hundert Jahre alt ist, ist es speziell in der heutigen Zeit wieder relevant. Sprachen öffnen einem in vielerlei Hinsicht Türen. Wie man am besten Sprachen lernt und welche Rolle dabei Auslandsaufenthalte spielen.

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as Sprachenportal «Ethnologue» listet zurzeit rund 7100 gesprochene Sprachen weltweit auf. Wer davon nur eine spricht, fühlt sich angesichts dieser grossen Zahl schnell klein und unbedeutend. Doch bereits das Sprechen von nur einer oder auch mehreren Fremdsprachen kann in zahlreichen Lebenslagen ein grosser Vorteil sein. Nicht nur kann man sich im Ausland verständigen, auch in beruflicher Hinsicht können Fremdsprachenkenntnisse einen enormen Pluspunkt darstellen. Wer Fremdsprachen beherrscht, ist in vielen Berufen gefragt. Gute Beispiele dafür sind die Gastronomie, die IT-Branche und der Detailhandel.

Igor Botchkarev, Gründer und CEO einer Sprachschule, gibt Auskunft über die besondere Relevanz von Fremdsprachen in der heutigen Zeit: «Die Wichtigkeit der Sprachen in der Zeit der Globalisierung ist besonders aktuell und wird immer wichtiger. Sprachen sind nicht nur ein Instrument der Kommunikation, sondern auch eine wichtige Komponente der Persönlichkeit eines Menschen, denn unsere Identität kommt meistens im Sprechakt zur Geltung.» Der Wandel der Berufswelt beeinflusst laut dem Experten direkt die Wichtigkeit von Sprachkenntnissen: «In unserer Zeit der Spezialisierung in allen erdenklichen Berufen steigt die Rolle der mehrsprachigen Kommunikation enorm. Ein guter Spezialist kann kein Einzelgänger mehr sein, sondern muss seinen Effort im Zusammenspiel mit verschiedensten Abteilungen des Unternehmens in einem sehr oft multikulturellen Kontext einbringen.»

Sprachen lernen leicht gemacht Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Für das Lernen einer Fremdsprache gilt dies aber nicht, wie Experte Igor Botchkarev verrät: «Um eine Sprache erfolgreich zu lernen, gibt es wenige einfache Regeln zu befolgen. Die Voraussetzung für einen erfolgreichen Lernprozess ist eine richtig gewählte interne Motivation.» Eine Sprache zu lernen ist aber viel mehr als lediglich Vokabeln büffeln: «Als Nächstes muss man verstehen, dass man nicht sprechen lernen kann, ohne eine Sprache auch wirklich zu sprechen – so wie man auch kein Musikinstrument spielen lernen kann, ohne es zu spielen. Denn was wir eigentlich beim Gitarre-Spielen üben, ist die Verbindung zwischen dem Gehirn und den für die entsprechenden Bewegungen zuständigen Muskeln in unserem Vorderarm. Beim Sprechen lernen passiert genau das Gleiche: Wir trainieren die Verbindung zwischen dem Gehirn und den artikulatorischen Muskeln, welche für das Sprechen zuständig sind.» Laut der gängigen Meinung lernen Kinder Sprachen leichter als Erwachsene. Doch wieso eigentlich? Laut Igor Botchkarev handelt es sich im Erwachsenenalter lediglich um eine Kopfsache: «Der Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen beim Sprachenlernen liegt hauptsächlich in den bei den Erwachsenen im Weg stehenden psychologischen Grenzen, welche die einst beherrschten imitativen Instrumente ausser Gefecht setzen.» Die Rolle von Auslandsaufenthalten Besonders bei jungen Leuten sind Auslandsaufenthalte beliebt, etwa im Rahmen eines Zwischenjahrs nach der Matura. Inwiefern

tragen Auslandsaufenthalte aber wirklich zum Lernen einer Fremdsprache bei? Igor Botchkarev meint: «Beim Sprachenlernen muss das Gehirn mit Informationen geflutet werden, damit es versteht, dass die Sprache nun ein unzertrennlicher Teil der Realität ist und einem anfängt zu helfen, die Sprache zu integrieren. Dies ist am besten im Ausland möglich, wo man von allen Seiten durch die Sprache umgeben ist, dementsprechend ist ein Auslandsaufenthalt eine tolle Möglichkeit, schnell Fortschritte in einer Sprache zu erzielen.» Zudem liefert er noch einen wertvollen Tipp für das Lernen von Fremdsprachen: «Man sollte einfach keine Scheu zeigen und Spass am Imitieren mitbringen.» Inwiefern sind Auslandsaufenthalte aber tatsächlich sinnvoll? «Auslandsaufenthalte sind insofern sinnvoll, als man in einem Sprachraum viel mehr Berührungspunkte mit der sprachlichen Realität und Möglichkeiten für Imitation bekommt, um die neue sprachliche Identität schneller aufbauen zu können», erklärt Igor Botchkarev. Nicht allen behagt aber die Vorstellung, über einen langen Zeitraum im Ausland zu leben, noch dazu vielleicht hunderte oder gar tausende Kilometer von zuhause entfernt. Folglich schliesst sich die Frage an: Wieso ins Ausland? Man kann Sprachen doch genauso gut im Heimatland lernen. Das stimmt, allerdings kann das Lernen einer Fremdsprache im Inland einen entscheidenden Nachteil beinhalten, wie Igor Botchkarev verrät: «Wenn man die Sprache im Inland lernt, gibt es die Gefahr, dass man sich zu sehr auf das Schreiben, Verstehen und die Grammatik konzentriert. Dann muss man das Sprechen immer noch dazulernen. Es ist ganz wichtig, sich von Anfang an auf das aktive Sprechen

und die Aussprache zu konzentrieren, egal ob im Inland oder im Ausland.» Fremdsprachen als beruflicher Türöffner Wer Fremdsprachen beherrscht, verschafft sich im Allgemeinen einen enormen beruflichen Vorteil. «Heutzutage sind verschiedene Sprachen nicht mehr aus dem geschäftlichen Alltag wegzudenken», stellt Igor Botchkarev klar. «Wenn man die Sprache einer Person spricht, ist man plötzlich ein Teil ihrer Kultur und ihres Bewusstseins. Wenn man die gleiche Sprache spricht, ist es ein perfekter Eisbrecher und eine Zugangstür zur schnelleren und komplexeren Interaktion, was definitiv viele Vorteile im beruflichen Umfeld mit sich bringt.» Wer seinen Lebenslauf also aufwerten möchte, ist mit dem Lernen von Fremdsprachen gut beraten. TEXT LARS MEIER

Die zehn am meisten gesprochenen Sprachen weltweit 2019: 1. Englisch 2. Mandarin 3. Hindi 4. Spanisch 5. Französisch 6. Arabisch 7. Bengali 8. Russisch 9. Portugiesisch 10. Indonesisch

BRANDREPORT NIEDERER KRAFT FREY AG

Die Anwaltsbranche im Wandel Janine Reudt-Demont wusste schon früh, dass sie Anwältin werden wollte. Im Interview spricht sie über die Veränderungen in ihrem Beruf und worauf Anwälte bei der Wahl des Arbeitgebers achten sollten. entwickelt, welche ich bearbeitete. Entscheidend ist wohl die Begeisterung für beides, denn ein Anwalt sollte sich nicht nur für die rechtlichen Fragestellungen, sondern auch für die Produkte und die Industrie des Klienten, für welchen er tätig ist, interessieren.

Janine Reudt-Demont

Janine Reudt-Demont, Sie sind bei NKF als Anwältin vorwiegend im Bereich Life Sciences tätig. Was begeistert Sie am Anwaltsberuf und der Life Science Industrie? Der Anwaltsberuf hat mich seit jeher fasziniert. Dies liegt wohl daran, dass ich schon immer gerne Krimis gelesen habe – die Ermittlungen und Aufklärungen von Fällen packen mich einfach. Die Life Science Industrie mit ihrem rasanten technischen Fortschritt ist eine höchst spannende Branche und hat natürlich auch einen starken Bezug zur Schweiz. Meine Begeisterung für diese Industrie hat sich aber erst allmählich im Rahmen der Fälle

Wie auch andere Bereiche wird die Anwaltsbranche zunehmend digitalisiert. Wie empfinden Sie diesen Wandel? Welche Herausforderungen birgt er für junge Anwälte? Vor der fortschreitenden Digitalisierung, welche durch das Coronavirus im Allgemeinen wohl noch beschleunigt wurde, kann man die Augen nicht verschliessen. Man sollte daher insbesondere auch die Chancen der Digitalisierung sehen und diese für sich nutzen. So erlaubte uns die Digitalisierung, Wege für ein virtuelles Zusammenarbeiten (im Remote Office) zu finden und sogar einen virtuellen Kanzleibesuch für Studenten durchzuführen. Auch Legal Tech mit verschiedenen Anwendungen basierend auf künstlicher Intelligenz hat Einzug in den Anwaltsalltag gefunden – in einigen Bereichen mehr (bspw. als Unterstützung bei der Durchsicht von Dokumenten), in anderen weniger (bspw. in der regulatorischen Beratung). Dennoch

wird die künstliche Intelligenz nie den beratenden und – erst recht nicht den – prozessierenden Anwalt ersetzen können, was wohl vor allem auch an der persönlichen Vertrauensbeziehung zwischen Anwalt und Klient liegt. Welche Rolle spielte Remote Office während des Corona-Lockdowns für Sie? Bereits vor dem Corona-Lockdown war ich gewohnt, teilweise von unterwegs oder von zu Hause aus zu arbeiten. Dennoch habe ich, wenn immer möglich, im Büro gearbeitet und den persönlichen Kontakt zu Kollegen geschätzt. Während des Corona-Lockdowns habe ich jedoch sehr gute Erfahrungen mit Remote Office gemacht. Geholfen haben dabei, neben der bereitstehenden IT-Infrastruktur, regelmässige interne Team-Videokonferenzen sowie das in Kontakt bleiben mit internationalen Kollegen via E-Coffee-Meetings. Worauf sollten junge ambitionierte Anwälte bei der Auswahl ihres Arbeitgebers achten? Flexibilität, beispielsweise die Möglichkeit, teilweise von zu Hause aus zu arbeiten, ist wohl momentan das grösste Bedürfnis aller Arbeitnehmer, weshalb sich Bewerber

danach erkundigen sollten. Bereits vor dem CoronaLockdown wurde diese Flexibilität bei NKF stets gross geschrieben. Des Weiteren scheinen mir die Weiterbildungsmöglichkeiten ein wichtiger Aspekt zu sein, da sich ein Anwalt während seiner gesamten Berufslaufbahn stets fortbilden muss. NKF verfolgt hierfür u.a. ein Talent Management Programm mit unterschiedlichen internen und externen Trainingsprogrammen für junge Talente zur Vermittlung und Vertiefung von Fachwissen und effizienten Arbeitsweisen. Für mich sehr wichtig wäre sodann die Unterstützung bei eigens initiierten Projekten oder bei der Wahrnehmung von Funktionen in Fachvereinigungen. Niederer Kraft Frey ist eine führende international tätige Schweizer Full-Service Wirtschaftskanzlei mit Sitz in Zürich. Seit Jahrzehnten arbeiten wir an den wichtigsten und schwierigsten Fällen, die Schweizer Kanzleien anvertraut werden. www.nkf.ch


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UNIVERSITÄT ZÜRICH BRANDREPORT

017

Zwischen Recht und Medizin Die Universität Zürich bietet eine wegweisende Weiterbildung in MedLaw an. Prof. Dr. iur. utr. Brigitte Tag, Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht und Medizinrecht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der UZH, gibt Auskunft. Das medizinische Wissen entwickelt sich zügig und die damit verbundenen Fragen sind komplex. Der CAS MedLaw UZH bietet für verschiedene Fachdisziplinen den idealen Rahmen, um diese Fragen auszuloten, interdisziplinär zu diskutieren und die Lösungen in den praktischen Arbeitsalltag zu integrieren.

Prof. Dr. iur. utr. Brigitte Tag

Frau Prof. Tag, im CAS in MedLaw UZH geht es um die Schnittstelle zwischen Medizin und Recht. Wann kommen Kenntnisse in dieser Thematik besonders zum Tragen? Wer Führungsaufgaben wahrnimmt oder anstrebt, die sich an der Schnittstelle von Medizin und Recht bewegen, braucht das dazugehörige Wissen und den Austausch mit Expertinnen und Experten aus diesen Bereichen. Sei es als Ärztin, wenn Aufgaben anstehen, die neben dem medizinischen Fachwissen auch gute Kenntnisse des Rechts erfordern, oder als Jurist, wenn aktuelle und zukunftsweisende medizinische Entwicklungen einen belastbaren Rechtsrahmen benötigen.

Welche Kompetenzen werden im CAS in MedLaw vermittelt? Ein Schwerpunkt liegt in der Vermittlung von aktuellem medizinrechtlichem Fachwissen. Dies hilft den Teilnehmenden, komplexe Sachverhalte richtig einzuordnen und belastbare Ansätze zu entwickeln. Hierbei gilt dem Praxisbezug grosse Aufmerksamkeit. Der interdisziplinäre Austausch stellt den Blick für das Gesamte sicher.

Verständnis für die jeweils anderen Fachrichtungen und der relevante Wissenserwerb gehen Hand in Hand. Der Weiterbildungsstudiengang verbindet akademische Lehre und Forschung mit der Praxis und fördert gleichzeitig fachliche, methodische und soziale Kompetenzen. Für welche Berufsgruppen ist der CAS in MedLaw besonders interessant? Der CAS MedLaw UZH spricht namentlich Fachpersonen aus den Bereichen Medizin und Recht an. Er steht aber auch anderen Fachpersonen offen, die in ihrer Tätigkeit einen Bezug zu Medizin- oder Gesundheitsrecht haben. Wir sehen auch die Möglichkeit vor, Teilnehmende aufzunehmen, die über eine anderweitig fundierte Ausbildung mit langjähriger Berufserfahrung

Der interdisziplinäre Austausch stellt den Blick für das Gesamte sicher.

im Gesundheitsbereich verfügen, wie beispielsweise Sozialversicherungsfachleute, Pflegeleitungen oder Fachpersonen aus der Medizininformatik. Welche beruflichen Chancen eröffnen sich nach dem CAS in MedLaw? Das erworbene Wissen befähigt die Absolventinnen und Absolventen, sich in den unterschiedlichsten beruflichen Positionen des Gesundheitswesens weiterzuentwickeln. Oft haben sie eine Leitungsposition inne, üben eine selbstständige Tätigkeit aus oder streben eine berufliche Neuorientierung an. Der CAS MedLaw UZH ist ein wertvolles Karrieresprungbrett und bietet ein ideales Netzwerk. Warum wird das erworbene Wissen in Zukunft wichtig sein? Der Gesundheitsbereich zählt zu den wichtigsten Zukunftsbranchen. Gut qualifizierte Fachpersonen, die vernetzt denken und interdisziplinär arbeiten, sind gefragt. Aktuelles Wissen in den Bereichen Medizin und Recht, aber auch den hiermit verbundenen ethischen Bezügen sind für die gelingende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen und in der medizinischen Versorgung unverzichtbar. Der CAS MedLaw UZH bereitet die Teilnehmenden hierauf optimal vor. TEXT FATIMA DI PANE

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Sie stehen voll im Beruf, möchten sich aber mit einem Bachelor FH in neue Karrierehöhen schwingen? Dank dem schweizweit einzigartigen, grösstenteils orts- und zeitunabhängigen Studienmodell der FFHS können Sie den Drahtseilakt zwischen vollwertigem Berufsleben und Studium schaffen. In eine gute Karriere lohnt es sich zu investieren – auch zeitlich. Wer einen anspruchsvollen Beruf pflegt und gleichzeitig zügig weiterkommen will, liebäugelt deshalb gerne mit einem berufsbegleitenden Studium. Ein solches ist aber in der Regel nur mit einer starken Pensumsreduktion bei der Arbeit zu schaffen. Die lohnendste und zugleich fast unmögliche Lösung ist also, beides zu kombinieren: unveränderter Einsatz im Job und berufsbegleitendes Studium. Das ist so schwierig, dass es fast unmöglich ist. Aber eben nur fast. Denn mit dem schweizweit einzigartigen Blended-Learning-Angebot der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) ist dieses Kunststück schaffbar.

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Dadurch kommt auch der persönliche Kontakt mit Ihren Mitstudierenden nicht zu kurz: Jeden zweiten Samstag* treffen Sie sich mit Ihrer Klasse zum Face-toFace-Unterricht, in welchem Sie das im Selbststudium erworbene Wissen gemeinsam mit den Dozierenden vertiefen. Dabei ist auch Ihre enge fachliche Betreuung sichergestellt. * Zeitmodelle können variieren.

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Die FFHS bietet als eidgenössisch anerkannte Fachhochschule berufsbegleitende Bachelor- und Master-Studiengänge sowie Weiterbildungen an. Mit 20 Jahren Erfahrung im Distance Learning ist sie die führende E-Hochschule der Schweiz und eine Alternative für all jene, die Berufstätigkeit, Familie und Studium kombinieren möchten.

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018

BRANDREPORT NW GMBH

Wenn der Alltag krank macht Wer mit einer Krankheit zu kämpfen hat, braucht auch im Arbeitsleben Unterstützung. Nadine Waldvogel, Coach und Organisationberaterin BSO, Zertifizierte Zürcher Ressourcenmodell-Trainerin und Inhaberin der nw GmbH, weiss mehr. INTERVIEW FATIMA DI PANE

Nadine Waldvogel

Nadine Waldvogel, die nw GmbH bietet Dienstleistungen im Bereich der Organisations- und Persönlichkeitsentwicklung an. Im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen Sie sich auch mit der Integration von physisch und psychisch erkrankten Menschen. Welche Herausforderungen begegnen Ihnen dabei? Die Herausforderung ist, dass jede Person sehr individuelle und komplexe Hintergründe mitbringt, sei es gesundheitlich, beruflich, finanziell oder familiär. Daher ist es wichtig, den Gesamtkontext des Klienten zu betrachten und zu evaluieren, wo die Ressourcen liegen. Auf diesen bauen wir in den folgenden Sitzungen dann auf. Die Mehrfachbelastung durch Arbeitsund Privatleben ist kräftezehrend. Stellt dies eine Gefahr für die Gesundheit dar? Wie kann man sich schützen? Die Gefahr ist da, das lässt sich bei vielen Menschen beobachten. Wenn wir beispielsweise die Rollenverteilungen innerhalb von Familiensystemen beobachten, hat sich vieles verändert. Eine klare Aufteilung, so wie wir diese von früher kennen, ist in vielen Systemen neu organisiert. Heute treffen wir oft an, dass Männer 100 Prozent arbeiten, sich vollumfänglich in ihrer beruflichen Umgebung engagieren, allenfalls noch eine Weiterbildung besuchen, um arbeitsmarktfit zu bleiben und gleichzeitig auch 50 Prozent des Familienmanagements abdecken möchten. Da bleibt die Zeit für sich und Erholung auf der Strecke. Gleiches sehen wir auch bei Alleinerziehenden. Der Druck, alles unter einen Hut zu bringen, ist hoch und hinterlässt Spuren. Daher ist ein sinnvolles Ressourcenund Selbstmanagement zwingend notwendig. Das andere Thema, dass wir mehrfach beobachten ist, dass Menschen grosse Mühe damit haben, sich selbst zu managen. Die Anforderungen steigen aber stetig, seitens der Weiterbildung muss vieles getan werden. Mit dieser hohen Dynamik mitzuhalten ist nicht einfach.

In etlichen Gesprächen mit Klienten stellen wir fest, dass sie in der Selbstreflexion merken, dass ihr Körper schon lange Warnsignale abgegeben hat. Diese werden häufig ignoriert, bis es dann zu einem körperlichen oder mentalen Systemzusammenbruch kommt.

Aspekten orientiert: Minipausen macht, wertschätzende und wohlwollende Gedanken an die eigene Persönlichkeit richtet, bewusste Atmungsübungen und Entspannungstechniken durchführt, Mussestunden einbaut und die eigenen Ansprüche an sich selbst reduziert.

Es macht daher Sinn, frühzeitig nach professioneller Unterstützung zu suchen, um komplette Systemzusammenbrüche zu vermeiden. Denn aufgrund unserer Beobachtung wird häufig zu lange gewartet. Die Sache wird nicht ernstgenommen oder gar nicht erst erkannt. Damit kann die Situation noch komplexer werden, respektive eskalieren, und zu schweren Depressionen führen. Schützen kann sich eine Person, indem sie sich an präventiven

Woran kann man merken, dass man Unterstützung braucht? Was sind die typischen Anzeichen? Ein typisches Anzeichen im psychischen Bereich ist der soziale Rückzug, Schlaf- und Motivationsprobleme sowie Konzentrationsschwierigkeiten und Überforderungsgefühle über eine längere Zeitdauer. Auch wenn viel gearbeitet wird, bedeutet dies nicht unbedingt, dass die Effizienz gewährleistet ist. Diese flacht häufig ab

In etlichen Gesprächen mit Klienten stellen wir fest, dass sie in der Selbstreflexion merken, dass ihr Körper schon lange Warnsignale abgegeben hat.

und es braucht viel Energie, die Arbeiten zu erledigen. Zeigen sich einige dieser Signale oder Kombinationen daraus, sollte man in sich hineinhorchen und sich selbst Aufmerksamkeit schenken. Dann kommen auch körperliche Symptome dazu, beispielsweise Kopfschmerzen, heftiger Gewichtsverlust- oder -zunahme. Diese Faktoren sollte man im Auge behalten! Ist die Digitalisierung eher ein Vor- oder Nachteil in Bezug auf Arbeitsintegration? Sowohl als auch. Ich sehe in der Digitalisierung sehr viele Vorteile. Sie bietet dem erkrankten Mitarbeiter die Möglichkeit, seine Woche zu strukturieren und zu planen. So können auch Therapien eingeplant werden oder auch von Zuhause aus gearbeitet werden. Aber ich spreche jetzt vor allem von Personen, die tendenziell eine eher gute Ausbildung mitbringen. Für Personen mit niederschwelliger oder fehlender Ausbildung ist es eher ein Nachteil. Durch die Digitalisierung und Automatisierung in der Industrie gibt es immer weniger Arbeitsstellen mit niederschwelligen Tätigkeiten. Möglicherweise entstehen durch die Digitalisierung Nischenarbeitsplätze, welchen diesen Personen einen niederschwelligen Arbeitsinhalt bieten. Was empfehlen Sie Arbeitnehmenden konkret? Ich empfehle, den eigenen Standpunkt immer wieder zu reflektieren. Regelmässig wieder zu sich zu kommen, gezielt Pausen und Time-outs einzubauen, Lebensperspektiven mit realistischen Zielen zu formulieren und die Liebesfähigkeit für das Leben aufrecht zu halten. Das kann viele Probleme verhindern.

Die nw GmbH – neue Wege für Ressourcen, Potenzial und Entfaltung wurde im April 2015 von Nadine Waldvogel mit dem Ziel gegründet, Organisationen und Persönlichkeiten in Veränderungsprozessen zu unterstützen. Mehr Infos unter nwgmbh.ch oder per E-Mail info@nwgmbh.ch


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INGEUS AG BRANDREPORT

019

Outplacement als Türöffner «Jeder hat heute die Chance auf ein besseres Morgen» – davon ist die Ingeus AG überzeugt. Um dies zu gewährleisten, ist ein massgeschneidertes Angebot das A und O. Ein Gespräch mit Sonja Losurdo, Beraterin für Arbeitsmarktlösungen bei Ingeus. übernimmt der Arbeitgeber auch auf gesellschaftlicher Ebene Verantwortung, da er dazu beiträgt, die Kosten der Arbeitslosenversicherung zu senken. Letztlich ist Outplacement auch eine gute Eigenwerbung, da sich die Success Storys gerne herumsprechen und so für positive Publicity sorgen.

Frau Sonja Losurdo, was umfasst das Angebot von Ingeus? Ingeus ist eine Firma, die sich auf Arbeitsvermittlung spezialisiert hat. Im Zuge dessen arbeiten wir mit verschiedenen Auftraggebern zusammen, welche uns Kunden zuweisen, die wir wiederum in den Arbeitsmarkt vermitteln. Sowohl Behörden als auch private Unternehmen nehmen dieses Angebot wahr; bei Letzteren kommt das Outplacement ins Spiel. Welchen Wert messen Sie Outplacement bei? Outplacement ist besonders wichtig. Denn viele Mitarbeitende, die vor einer Entlassung stehen, haben sich oft nicht mehr mit ihrer aktuellen beruflichen Situation auseinandergesetzt. Sie waren beispielsweise sehr lange im selben Unternehmen tätig, wo dies nicht notwendig war. Bei einem Stellenwechsel ist aber genau das gefragt. Was sind meine Stärken? Welche Kompetenzen kann ich vorweisen? Die Antworten auf diese und weitere Fragen sind in einer solchen Situation nun besonders wichtig. Ingeus verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, um Beruf, Kompetenzen sowie die aktuelle Situation zu erfassen, um im Anschluss zusammen mit der betroffenen Person den passenden Weg zu finden. In dem Sinne kann man Outplacement auch als Chance sehen, einer an sich schwierigen Situation etwas Positives abgewinnen zu können. Wir konnten beispielsweise beobachten, wie Personen einen ganz neuen Weg eingeschlagen haben und sich so weiterentwickeln konnten. Wären Sie noch länger beim bisherigen Arbeitgeber tätig geblieben, hätten sie sich vielleicht nie mit der Frage auseinandergesetzt, was sie noch anderes arbeiten

Was ist der Nutzen von Outplacement für die Mitarbeitenden? Für Mitarbeitende bietet Outplacement die Chance, sich selbst zu reflektieren und neu zu orientieren. Wo stehe ich? Was kann ich? Wie möchte ich arbeiten? Denn vielleicht sind die Antworten auf diese Fragen gar nicht mehr aktuell, seit man die gegenwärtige Stelle angetreten hat. Durch die konkrete erneute Auseinandersetzung damit können sich auch neue Türen öffnen. könnten. Aufgrund des Stellenwechsels kamen sie nun aber genau in jene Situation, und so wurde dieser Umstand für sie zur Chance. Warum sollte man als Arbeitgeber auf Outplacement setzen? Entlassungsentscheide werden nie leichtfertig getroffen, sind aber oft eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Damit Betroffene nach einer Entlassung nicht allein gelassen werden, kümmern wir uns im Rahmen eines Outplacements um die Mitarbeitenden. Für den Arbeitgeber zahlt sich Outplacement in vielerlei Hinsicht aus. Er übernimmt beispielsweise soziale Verantwortung und entlässt den Mitarbeitenden fairer und sozialer. Dank Outplacement kann man verhindern, dass Mitarbeitende, die das Unternehmen verlassen, in die Langzeitarbeitslosigkeit rutschen. Im Zuge dessen

Wie funktioniert Outplacement bei Ingeus? Der Prozess lässt sich in fünf Phasen, die man durchläuft, aufteilen. In einem ersten unverbindlichen Aufnahmegespräch wird erörtert, in welcher Situation sich die Person befindet und ob und wie ihr unser Angebot weiterhelfen kann. Als zweites folgt in einer Reflexionsphase die Standortbestimmung. Hier wird das Bewerbungsdossier analysiert und wie die Person bei ihrer Stellensuche vorgeht. In der dritten Phase steht die Vermittlung, also die konkrete Stellensuche, im Vordergrund. Hier bieten wir auch entsprechende Übungen und Workshops an, wo man beispielsweise das Bewerbungsgespräch proben kann. Im vierten Schritt folgt bereits der Stellenbeginn, wo wir ebenfalls zur Seite stehen. Der fünfte und letzte Schritt bildet dann die Nachbetreuung nach Stellenantritt, wo sich die Person weiterhin noch an uns wenden kann.

Was überzeugt die Kunden am meisten an Ingeus? Wir begleiten jede Person individuell und erarbeiten mit ihr die passende Lösung. Zudem arbeiten wir mit verschiedenen Tools – digital und analog, welche je nach Affinität der Person zum Zug kommen. Was sowohl die Arbeitgeber wie auch die Mitarbeitenden überzeugt, ist die Tatsache, dass wir die aktuelle Situation der Betroffenen ganzheitlich analysieren, indem wir neben der beruflichen auch die persönliche und soziale Situation einbeziehen. Letzten Endes haben wir auch eine hohe Vermittlungsquote; die meisten unserer Kunden können erfolgreich vermittelt werden. Welche Ziele möchte Ingeus in Zukunft noch erreichen? Im Bereich des Outplacements möchten wir auf alle Fälle noch ausbauen, da wir dort grosses Potenzial sehen. Denn es ist nie einfacher, eine Person direkt dann wieder neu zu integrieren, während sie noch arbeitet. Outplacement verhindert so, dass jemand zu lange vom Arbeitsmarkt fernbleibt, da es mit der Zeit nur noch schwieriger wird, wieder einzusteigen. Auch wenn jemand diese Zeit aktiv nutzt, löst es bei potenziellen Arbeitgebern immer noch Bedenken aus, wenn jemand lange nicht arbeitstätig war.

Weitere Informationen: ingeus.ch/firmen-privatpersonen/outplacement INTERVIEW LARS MEIER

SPEEDREADING-KURS BRANDREPORT

Mit Speed Reading die Lesegeschwindigkeit vervielfachen Das Lesen ist in unserem Alltag ein wichtiger Bestandteil. Haben Sie jeweils auch das Gefühl von Informationen überflutet zu werden und mit dem Lesestoff nicht voranzukommen? Schweifen Sie jeweils während des Lesens gedanklich ab und wissen am Schluss des Textes nicht mehr, was Sie gelesen haben und müssen den Text erneut lesen? Reading geht es nicht darum, den Text zu überfliegen. Durch das neue Konditionieren Ihres visuellen Verständnisses, sehen Sie alle Details sowie Schreibfehler.

Madlaina Garcia

M

adlaina Garcia hat für Ihre Thesis für den Master of Science in Wirtschaftspsychologie Schulungsmethoden entwickelt, bei denen Sie innerhalb eines Tages elf verschiedene Speed Reading Techniken lernen. Unser Gehirn ist wie ein Hochleistungsprozessor, doch wir wissen nicht wie wir diesen richtig einsetzen In diesem Speed Reading Kurs lernen Sie mit jedem Blick mehrere Wörter sowie auch mehrere Zeilen gleichzeitig zu lesen. Mit der erhöhten Lesegeschwindigkeit macht das Lesen wieder Spass, da Sie endlich die ganze Lektüre problemlos und in viel kürzerer Zeit lesen können. Ebenfalls fokussieren Sie sich durch die erhöhte Lesegeschwindigkeit voll auf den Text und können sich dadurch alles viel besser merken. Innerhalb eines Tages dreimal schneller lesen In diesem Speed Reading Kurs wird die Lesegeschwindigkeit innerhalb eines Tages im Durchschnitt verdreifacht und das Textverständnis um 20 Prozent erhöht. Das Lernen, Studieren und Arbeiten macht viel mehr Spass, denn die ganze Lektüre kann danach in kürzester Zeit gelesen werden. Da sich die Teilnehmer den Inhalt viel besser merken können, hat dies einen positiven Einfluss auf ihre Prüfungen oder Meetings. Beim Speed

Für wen ist dieser Kurs geeignet? Dieser Kurs eignet sich für alle Personen, welche schneller lesen oder ihren Horizont erweitern möchten. Die einzige Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer bereits fliessend lesen können. Das Alter hat keinen Einfluss, bisher wurden Personen im Alter zwischen 10 – 74 Jahren geschult und alle konnten ihre Lesegeschwindigkeit vervielfachen. Speed Reading ist perfekt für Legastheniker und für Fremdsprachentexte Da mit einem Blick mehrere Wörter gelesen werden, wird das Textverständnis automatisch erhöht. Für Legastheniker ist es ein grosser Vorteil, da der Text gleich verstanden wird und man nicht bei einem Wort stehen

bleibt, welches sonst ein Verständnisproblem darstellt. Bei Fremdsprachen sieht man gleich den Zusammenhang des Textes, falls man sich bei einem Wort nicht sicher ist, somit wird das Textverständnis ebenfalls erhöht. Im Büroalltag wird im Durchschnitt 50 Prozent der Arbeitszeit für das Lesen benötigt Bei der Forschungsarbeit von Madlaina Garcia mit 170 befragten Personen, welche im Büroumfeld arbeiten, hat sich herausgestellt, dass im Arbeitsalltag täglich über 4.14 Stunden für das Lesen von Informationen benötigt werden. Dies entspricht 50 Prozent der Arbeitszeit. Mit einer Verdoppelung von der Lesegeschwindigkeit, was weit unter dem Durchschnitt dieses Kurses liegt, gewinnt man zusätzlich 25 Prozent der Arbeitszeit, beziehungsweise mehr als zwei Stunden pro Tag. Diese Zeit kann effizienter genutzt werden und gleichzeitig wird die Arbeitszufriedenheit dadurch gesteigert.

11 Speed Reading Techniken an einem Tag Die Kurse finden regelmässig an einem Samstag oder Sonntag in Oberglatt ZH statt. Die Kurskosten betragen pro Person CHF 350 inklusive Essen, Getränke, Schulungsunterlagen und Zertifikat. Für Schüler, Lehrlinge, Vollzeitstudenten und Rentner sogar nur CHF 299.

Möchten Sie die Arbeitseffizienz und die Arbeitszufriedenheit Ihrer Mitarbeiter steigern? Firmenkurse werden in der ganzen Schweiz vor Ort oder online mit einer Videokonferenz via Zoom auf Anfrage angeboten. Vervielfachen Sie innerhalb eines Tages Ihre Lesegeschwindigkeit und verstehen Sie die Texte besser. Kontakt: Madlaina Garcia Tel. +41 (0)79 515 10 17 info@speedreading-kurs.ch www.speedreading-kurs.ch


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BRANDREPORT CARROSSERIE SUISSE

Carrosserielackierer/-in EFZ

• Lassen Autos wieder in neuem Glanz erstrahlen • Geschick bei Farbtonfindung und Gestaltung ist gefragt

• Zentrale Figur bei der Umsetzung des Lackierprozesses

• Vorbildung: Abgeschlossene

Sekundarstufe 1 auf mittlerem Niveau, Schnupperlehre mit Eignungstest • Ausbildungsdauer: 4 Jahre

In der Carrosseriebranche hoch hinaus

Lackierassistent/-in EBA

• Unterstützen die Carrosserielackierer/innen • Zentral bei der Vorbereitung von Lackierarbeiten • Vorbildung: Abgeschlossene Volksschule, Schnupperlehre mit Eignungstest

Die Carrosseriebranche avanciert zum Geheimtipp unter den Berufsausbildungsmöglichkeiten. Das Berufsfeld wartet mit spannenden Berufsbildern auf. Thomas Rentsch, Geschäftsführer und Bildungsleiter von carrosserie suisse, gibt Einblick und weiss Rat.

• Ausbildungsdauer: 2 Jahre

INTERVIEW FATIMA DI PANE

Ähnliches gilt für den Spengler, aber in dieser Tätigkeit ist die körperliche Belastung eher tiefer. Beim Lackierer sind der Farbsinn und das gestalterische Können sehr wichtig. Man muss exakt mit Farben arbeiten können und Freude am Gestalten haben.

Thomas Rentsch

Herr Rentsch, warum ist die Carrosseriebranche für junge Auszubildende besonders interessant? Grundsätzlich ist das Auto für viele Menschen ein Symbol von Freiheit, Autonomie und Selbstbestimmtheit. Oftmals ist es auch ein Statussymbol. Man definiert sich durch den Wagen, den man fährt. Insbesondere Jugendliche träumen oft von schönen, sportlichen Wagen. So ist es auch einfacher, diese dann dazu zu motivieren, an diesen Fahrzeugen zu arbeiten, weil das Grundinteresse bereits gegeben ist. Man hat schon eine Beziehung und einen Bezug zum Auto. Es weckt Emotionen und das ist eine Chance. Weiter haben wir eine vielfältige Palette an Berufen. Der Carrosserielackierer lässt Autos wieder in neuem Glanz erstrahlen und ist ein eher gestalterischer Beruf mit 50 Prozent Frauenanteil. Beim Carrosseriespengler kommt der technische Aspekt stärker zum Tragen. Er bringt aus der Form geratene Teile wieder in den Originalzustand zurück. Fahrzeugschlosser benötigen technisches Verständnis und handwerkliches Geschick: Feuerwehrautos, Krankenautos und Baustellenfahrzeuge gibt es nicht ab Stange. Diese Fahrzeuge werden individuell hergestellt. In diesem Prozess kommen die Fahrzeugschlosser ins Spiel. Welche Fähigkeiten sollte jemand mitbringen, der gerne eine Ausbildung in der Carrosseriebranche absolvieren möchte? Das ist berufsspezifisch. Der Schlosser muss körperlich robust sein und dazu ein technisches Verständnis haben. Für Einzelanfertigungen braucht es ein gutes Auge: Es gibt oftmals keine Gebrauchsanweisung, Dinge werden zum ersten Mal gemacht. Dazu braucht man ein Verständnis für geometrische Zeichnungen und Darstellungen, mathematisches Verständnis sowie Freude an der Technik.

Genaues Arbeiten ist allgemein in dieser Branche wichtig, weil es sich oft um sicherheitsrelevante Arbeiten handelt – man trägt viel Verantwortung in diesem Beruf. Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es? Neben Einstiegslehren und EFZ-Lehren gibt es viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Wer die Grundausbildung absolviert hat, kann anschliessend eine zweijährige Weiterbildung zum Carrosseriefachmann oder -frau absolvieren. Eine andere Möglichkeit ist die einjährige Ausbildung zum Werkstattkoordinator. Damit eignet man sich Kompetenzen in der Personalführung, Kundenberatung und Prozesssteuerung an. Nach diesen Weiterbildungen kann man einen eidgenössischen Fachausweis, eine Berufsprüfung, machen. Und wer noch höher hinaus will, hat die Möglichkeit, Betriebsleiter zu werden. Das ist eine Unternehmerausbildung, eine höhere Fachprüfung. Im Fokus stehen klar betriebswirtschaftliche Themen. Während der Lehre kann man natürlich ebenfalls eine Berufsmaturität machen und dann akademische Wege gehen. Das Angebot an möglichen Weiterbildungen ist also sehr breit. Sie sind Teil des Projekts «TOP-Ausbildungsbetriebe» und setzen sich im Zuge dessen für höhere Ausbildungsqualität ein. Warum ist Ihnen das so wichtig? Grundsätzlich haben viele Eltern die Sorge, dass ihre Kinder in der Lehre nur einseitig oder gar nicht gefördert werden und beispielsweise nur als billige Arbeitskraft genutzt werden. Wir machen Ausbilder fit im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Wir halten Ausbilder vor Augen, dass man kein Ausbildungsbetrieb ist, nur weil man einen Lehrling hat; man muss diesen auch ausbilden. Es gibt zu viele Betriebe, die ihre Aufgabe nicht ernst nehmen und gegebenenfalls auch gar nicht die nötigen Kompetenzen mitbringen. Das sorgt für ein negatives Image im Gewerbe und kann

schlimmstenfalls dafür sorgen, dass ein Betrieb keine Lernenden mehr findet. Es spricht sich schnell herum, ob ein Betrieb seine Lehrlinge gut ausbildet oder nicht. Die Betriebe müssen den Lernenden eine Heimat geben. Sie müssen ihnen dabei helfen, eine Beziehung aufzubauen, nicht nur zum Betrieb, sondern auch zur Arbeit. Das ist Beziehungsarbeit. Wir helfen den Betrieben dabei, Methoden aufzubauen, wie sie ihre Lernenden erreichen und unterstützen können. Wir müssen die Haltung aufbauen, dass Lehrmeister vor allem Lernbegleiter sind. Sie begleiten junge Menschen auf einem Weg. Das führt auch bei vielen Betrieben zum gewünschten Resultat: Sie haben keine Probleme mehr damit, Nachwuchs zu finden, die bei ihnen lernen wollen. Was empfehlen Sie einem Jugendlichen, der sich für die Carrosseriebranche interessiert? Natürlich eine Schnupperlehre, wenn möglich in einem Top-Ausbildungsbetrieb. In einer Schnupperlehre sollte man sich dann auch mit den jungen Menschen austauschen, die im Betrieb arbeiten. Er oder sie sollte ebenfalls ein Feedback vom Betrieb verlangen.

Carrosseriespengler/-in EFZ

• Zuständig für die Umsetzung von Reparaturarbeiten

• Technisches Verständnis, räumliches

Vorstellungsvermögen und eine exakte Arbeitsweise sind zentral • Vorbildung: Abgeschlossene Sekundarstufe 1 auf mittlerem Niveau, Schnupperlehre mit Eignungstest • Ausbildungsdauer: 4 Jahre

Die Jugendlichen müssen auch den Mut aufbringen, sich zu fragen: «Gefällt mir dieser Beruf ? Gefällt mir dieser Betrieb? Mag ich die Menschen?» Denn gerade diese Details können entscheidend dabei sein, ob man eine Ausbildung vier Jahre lang durchhält oder nicht. Welche Ratschläge möchten Sie Jugendlichen noch auf den Weg geben? Wichtig ist, dass junge Menschen sich in der 8./9. Klasse nicht nur überlegen sollen, ob sie intelligent genug sind fürs Gymnasium. Man soll sich auch überlegen, ob man Talent fürs Handwerk mitbringt. Wichtige Fragen sind unter anderem: «Bin ich schulmüde, obwohl ich intelligent bin? Hätte ich auch Talent dazu, mit den Händen zu arbeiten? Macht es mir Freude, etwas in den Händen zu halten?» Es ist vielleicht unangenehm, sich so früh mit diesen Themen zu befassen, aber dafür umso wertvoller für die Persönlichkeitsentwicklung. Ich glaube nicht, dass 15-Jährige mit diesen Fragen überfordert sind. Die können das. Weitere Informationen: www.carrosserieberufe.ch

Fahrzeugschlosser/-in EFZ

• Fertigen besondere Aufbauten und Anhänger

für Personen-, Nutz- und Spezialfahrzeuge an.

• Ausgeprägtes handwerkliches Geschick,

räumliches Vorstellungsvermögen sowie ein gutes technisches Verständnis sind unabdingbar. • Vorbildung: Abgeschlossene Sekundarstufe 1 auf mittlerem Niveau, Schnupperlehre mit Eignungstest • Ausbildungsdauer: 4 Jahre


E I N E P U B L I K AT I O N V O N S M A R T M E D I A

ASFL SVBL BRANDREPORT

021

Logistiker/-innen bewegen die Welt Die Schweizerische Vereinigung für die Berufsbildung in der Logistik (ASFL SVBL) setzt sich seit über 30 Jahren als Organisation der Arbeitswelt (OdA) für den Beruf Logistiker/-in EBA und EFZ ein. Nicht umsonst gehört der Beruf des Logistikers nach wie vor zu den Top 10 der meistgewählten beruflichen Grundbildungen. Eine Ausbildung in einem zukunftsfähigen Beruf. First Step – Grundausbildung mit Aufstiegsmöglichkeiten Es gibt mehrere Optionen, eine Karriere in der Welt der Logistik zu starten. Zum einen ist dies die dreijährige berufliche Grundbildung Logistiker/-in mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ). Sie wird in den drei Fachrichtungen Distribution, Lager und Verkehr angeboten und gewährleistet engagierten Jugendlichen den Anschluss an die berufliche Weiter- und Fortbildung. Zum anderen können praktisch begabte Jugendliche innerhalb von zwei Jahren einen eigenständigen

Berufsabschluss mit (EBA) erlangen.

eidgenössischem

Berufsattest

Next Step – Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten Um sich nach der Grundbildung fit für den Arbeitsmarkt zu halten, steht den Berufsleuten in der ganzen Schweiz ein umfangreiches Angebot an Weiterbildungskursen der ASFL SVBL zur Verfügung. In der beruflichen Fortbildung kann mit dem Logistik-Sachbearbeiter mit ASFL SVBL Diplom die Basis für die Berufsprüfung gelegt werden. Zudem bietet die ASFL SVBL auch modular

aufgebaute Lehrgänge zum Logistiker mit eidgenössischem Fachausweis (Berufsprüfung) oder mit eidgenössischem Diplom (Höhere Fachprüfung) an. Ausserdem ermöglicht die Vielfalt der angebotenen Weiterbildungskurse, sich den stetig verändernden Bedürfnissen entsprechend weiterzubilden und damit einen grösstmöglichen Nutzen für die tägliche Arbeit und den Betrieb zu erzielen. Praxisorientierte Kurse Die ASFL SVBL hat es sich zur Aufgabe gemacht, sämtliche Kurse praxisorientiert und mit einer Methodenvielfalt innerhalb des Unterrichts anzubieten. Durch praktische Aufgaben wird das erlernte Wissen vertieft und bietet so die Möglichkeit eines wirksamen und nachhaltigen Unterrichtes, der sämtlichen Teilnehmenden gerecht wird.

Digital in Bewegung Ein steter Wandel ist nicht nur in der Logistik spürbar. Die Digitalisierung und deren Verbundenheit zur Logistik ist kaum mehr wegzudenken und auch in der Ausbildung gewinnt dieses Medium immer mehr an Bedeutung. Mit verschiedenen elektronischen Tools in den Kursen bleibt die ASFL SVBL somit auch digital in Bewegung.

Schweizerische Vereinigung für die Berufsbildung in der Logistik Association Suisse pour la formation professionnelle en logistique Associazione Svizzera per la formazione professionale in logistica

NEXT – so nah wie möglich, so fern wie nötig! Die vergangene Zeit wurde durch die Covid-19-Pandemie geprägt, welche zu innovativen Unterrichtsmodellen geführt hat. Nun schaut die ASFL SVBL weiter mit vollem Elan vorwärts: STOP war gestern – NEXT ist die Zukunft! N – Nearby: Mit 11 Ausbildungsstandorten sowie den Kooperationspartnern ist die ASFL SVBL gesamtschweizerisch in Ihrer Nähe E – Experts: Mit den Spezialisten werden Konzepte und Lösungen für eine gemeinsame Zusammenarbeit erschaffen und umgesetzt X – Media: Crossmedial mit der modernisierten Webseite, den Social-Media-Kanälen, dem Bulletin sowie Beiträgen in Fachmagazinen informiert die Vereinigung zeitnah, zielgerichtet und mit aktuellen News aus dem Verband T – Together: Bewegen Sie sich mit uns, denn Logistik bewegt die Welt! Hubarbeitsbühnen-Kurs im Ausbildungszentrum Rupperswil

Weitere Informationen: www.svbl.ch/kursangebote

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