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JA SRG: Service Public ohne Billag-Abzocke! -Ab
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Die SRG ist zu gross und zu schwerfällig geworden. Sie ruiniert mit ihren Steuermilliarden und ihrer aggressiven Ausdehnung die privaten Medienhäuser. Bezahlen müssen das die Bürger über die Billag-Mediensteuer. Die Wirtschaft wird sogar doppelt besteuert.
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Eine neue, befreite SRG ist möglich – ohne Billag-Abzocke! Ein JA zu No-Billag ist ein JA zu einer starken SRG und einem starken Service Public in allen Sprachregionen.
Deshalb am 4. März:
Überparteiliches Komitee No Billag JA, Schwarztorstrasse 26, 3007 Bern
FOKUS
No-Billag JA
EINE P UBLIKATIO N VO N SMART MEDIA
BUSINESS GUIDE
ERGONOMIE
Der optimale Arbeitsplatz
FACHKRÄFTEMANGEL Gute Leute sind rar
BUSINESS TRAVEL Vorbereitet verreisen
DEZEMBER 2017
Interview
LINUS GLASER Der Mann hinter dem Erfolg von Zalando Schweiz im Gespräch Weiterbilden – weiter kommen Digitale Kompetenzen ausweisen
Beweisen Sie Ihre Führungskompetenzen
Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt und bietet Herausforderungen, aber vor allem auch Chancen. Es ist davon auszugehen, dass die Digitalisierung zu neuen Beschäftigungsmöglichkeiten und einem gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungsanstieg führen wird. (Auszug SECO Nov. 2017) Weisen Sie darum Ihre digitalen Kompetenzen mit einem ECDL Zertifikat aus.
Sie sind bereit, sich mit Ihren Kommunikations- und Führungskompetenzen auseinanderzusetzen? Bauen Sie Ihre Selbst- und Sozialkompetenzen aus und lernen Sie neue Erkenntnisse und Handlungsansätze kennen. Leadership mit Zertifikat SVF Management mit Zertifikat SVF Führungsfachfrau/-mann mit eidg. Fachausweis
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Klubschule Migros Zürich Tel. 044 278 62 62
Klubschule Migros Rapperswil Tel. 058 568 64 20
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2 Editorial FOKUS BUSINESS GUIDE Projektleiterin Selina Baumer selina.baumer@smartmediaagency.ch
KMU – getragen von Frauen und Männern Eine Studie der Universität St. Gallen zeigt, dass die Frauen in der Schweiz gut ins Erwerbsleben integriert und an der Erarbeitung der Wertschöpfung der Schweizer Wirtschaft beteiligt sind – auch in Kader und Führungspositionen. Dies insbesondere in kleinen und mittelgrossen Unternehmen KMU. In der KMU-Wirtschaft haben 35 Prozent der Frauen eine Vorgesetztenfunktion. In den KMU gibt es damit im Durchschnitt mehr Frauen mit Vorgesetztenfunktion als in der übrigen Wirtschaft oder in der Verwaltung. Die in der Studie ausgewiesenen Zahlen zeigen deutlich, dass gerade in kleinen und mittleren Betrieben – unabhängig von ihrer Rechtsform – die Frauen eine zentrale Bedeutung haben. Frauen sind in der KMU-Wirtschaft überdurchschnittlich häufig in Führungspositionen tätig oder als selbständige Unternehmerinnen mit oder ohne Angestellte für eine Firma verantwortlich. Insgesamt gibt es in der Schweiz mehr als 214‘000 Frauen, die selbständig erwerbend sind. Rund 145‘000 von ihnen haben keine Angestellten. 46 Prozent aller Selbständigerwerbenden ohne Angestellte sind Frauen. Knapp 70‘000 Frauen sind als Selbständige mit Mitarbeitenden tätig. Die Frauen kommen in dieser Kategorie insgesamt auf einen
Anteil von 25 Prozent. In Unternehmen mit einem bis neun Mitarbeitenden sind 31 Prozent der Geschäftsleitung Frauen und bei Führungsfunktionen ohne Geschäftsleitung machen die Frauen in den Mikrobetrieben 40 Prozent aus. Familienunternehmen werden in der Schweiz massgeblich und mehrheitlich von Frauen getragen und wären ohne ihre Mitarbeit nicht zu führen. In den KMU-Familienunternehmen sind insgesamt 50‘000 Frauen als mitarbeitende Familienangehörige im Betrieb aktiv. Bei den Männern sind es lediglich etwas über 36‘000. Mit einem Frauenanteil von 58 Prozent gibt es mehr weibliche als männliche mitarbeitende Familienangehörige in Familienunternehmen. Man kann also sagen, dass KMU und insbesondere Familienunternehmen mehrheitlich von Frauen getragen werden und ohne diese kaum geführt werden könnten. Familienunternehmen sind deshalb für das unternehmerische Engagement von Frauen und deren Integration ins Erwerbsleben zentral. Wir müssen als Mütter, Väter und Vorgesetzte unsere Töchter, Lernenden und Mitarbeiterinnen frühzeitig motivieren und unterstützen. Denn: Wenn das Know-how da ist, sollten wir bei ihnen den Wunsch wecken, weiter zu kommen. Und danach auch
die Interessen und Fähigkeiten fördern, damit das grosse Potenzial der Frauen noch besser zum Tragen kommt. Gerade in technischen Berufen fehlen Fachkräfte auf allen Ebenen, und die Karrierechancen für Frauen sind auch hier gegeben. Der Schweizerische Gewerbeverband sgv hat deshalb zusammen mit den einzelnen Berufsverbänden von über 200 Berufen die schulischen Anforderungsprofile erarbeitet, damit man bei der Berufswahl prüfen kann, ob die nötigen Grundlagen vorhanden sind. Viele KMU Frauen kommen auch über die Partnerschaft mit einem Unternehmer zur Mitarbeit im Betrieb. Sie haben sich ihre Fähigkeiten und ihr Wissen «learning by doing» aneignen. Auch um diese Frauen abzuholen, wurde ein Instrument geschaffen: eine eidgenössisch anerkannte Berufsprüfung, die zum Fachausweis «Fachfrau resp. Fachmann Unternehmensführung KMU» führt. Dieser kann sowohl über den Besuch von sechs Modulen als auch durch ein Gleichwertigkeitsverfahren erlangt werden. Die Prüfung ist ganz auf die eigene Berufserfahrung und Praxis ausgerichtet. So werden neben der allgemeinen Unternehmensführung insbesondere Themen wie Zeitmanagement, Personalführung oder Marketing behandelt, die für
KMU-Unternehmerinnen und -Unternehmer immer mehr an Bedeutung gewinnen. Gerade den KMU-Frauen, die sich zwischen ihrem Unternehmen, dem Partner und der Familie bewegen müssen, bietet der Fachausweis Unternehmensführung eine echte Chance, die nötige Anerkennung zu erlangen, die es auf dem heutigen Arbeitsmarkt braucht. Natürlich können auch Männer diesen Titel erlangen, schliesslich werden die meisten Familien-KMU durch das Paar getragen.
Country Manager Pascal Buck Produktionsleitung Miriam Dibsdale Text Miriam Dibsdale, Joachim Heldt, Juan Paulo Zenz Titelbild ZVG Design Smart Media Agency AG Grafik und Layout Anja Cavelti Distributionskanal Tages-Anzeiger, Dezember 2017 Druck DZZ Druckzentrum AG
Smart Media Agency AG Gerbergasse 5, 8001 Zürich, Schweiz Tel. 044 258 86 00 E-Mail pascal.buck@smartmediaagency.ch Web www.smartmediaagency.ch
Viel Spass beim Lesen! Selina Baumer Projektleiter
Christine Davatz Präsidentin KMU Frauen Schweiz und Vizedirektorin Schweizerischer Gewerbeverband sgv
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Ja zu Medienvielfalt, Service Public und zu einer starken SRG – Ja zu No-Billag Ab 2019 müssen alle Bürgerinnen und Bürger eine Mediensteuer bezahlen. Diese Steuer ist willkürlich und ungerechtfertigt. Denn mussten früher nur diejenigen eine Gebühr bezahlen, die die Programme der SRG nutzten, gilt neu ein Zwangs-Generalabonnement für alle. Die No-Billag Initiative will die Zwangssteuer abschaffen und die seit Jahren verweigerte Diskussion um Umfang und Inhalt des Service Public einfordern. Die SRG wird dabei auch künftig eine wichtige Rolle einnehmen. Und der Service Public in allen Landesteilen wird durch die No-Billag Initiative nicht in Frage gestellt. Vor der Abstimmung über die No-Billag-Initiative malen Direktion und Verwaltungsrat der SRG aus taktischen Gründen schwarz. Sie sprechen von einem Lichterlöschen und einer Liquidation der SRG bei einer allfälligen Annahme der Initiative. Die No-Billag Initiative schafft die SRG nicht ab. Sie will hingegen eine Diskussion, was die SRG auch künftig als Service Public mit öffentlichen Fördergeldern anbietet und was privaten Medien überlassen wird. Die SRG wird auch künftig der Primus sein Die SRG ist bezüglich ihrer Position im Werbemarkt und in Bezug auf die aufgebaute und weitestgehend bezahlte Infrastruktur hervorragend aufgestellt. Mit positionierten und geschätzten Sendungen bei den Zuhörerinnen und den TV-Zuschauern sowie in
Bezug auf die professionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist die SRG ein Juwel. Ohne die Fesseln der Mediensteuer kann die SRG noch viel besser positioniert werden. Kein Plan B? Skepsis ist angezeigt Diese SRG drohen die Verantwortlichen zu liquidieren, sollte der Souverän am 4. März ein Ja zur No-Billag-Initiative beschliessen? Einen Plan B gäbe es nicht, behauptete auch die Medienministerin anlässlich ihrer Pressekonferenz. Ohne Alternative aufzuzeigen, die Liquidation eines Unternehens androhen, das den Markt dominiert? Da ist Skepsis angezeigt. Bei der Öffnung des Telefoniemarktes in den 90-er Jahren hatte die heutige Swisscom solche Vorteile genutzt und konnte sich unter den neuen Marktbedingungen prächtig entwickeln. Das wird auch bei der SRG der Fall sein.
Der Plan B für eine starke und freie SRG Ein Ja zu No-Billag öffnet den Weg für eine neue und befreite SRG. Bei einem Ja zu No-Billag wird die SRG weiterhin bestehen. Sie wird auch bei einem Ja mit einem Budget eines Grosskonzerns in dreistelliger Millionenhöhe weiterarbeiten können. • Während die Einnahmen von Gebührenzahlern/Abonnenten zurückgehen würden, sind neu höhere Einnahmen aus der Werbung über TV, Radio und Online zu erwarten. Begründet werden kann das mit der guten Ausgangslage der SRG ohne Einschränkungen auf dem Werbemarkt. • Fördergelder für Sendungen, Sendereihen (nicht Radio- und TV-Stationen) sind weiterhin möglich, wenn es zum Beispiel um in der Bundesverfassung verankerte kulturelle Leistungen geht. • Distributionsverbilligungen durch den Bund, wie im Printbereich die indirekte Presseförderung, sind möglich, wenn es zum Beispiel um die Abgeltung für Übertragungskosten geht. • Möglichkeiten für Pay-TV Lösungen existieren heute schon im freien Markt. Ausgehend von einem Markt von potentiell rund 6 Mio. Zuschauerinnen und Zuschauer (Alter über 10 Jahre und Beherrschung einer Landessprache vorausgesetzt), die ein Interesse an verschiedenen Angeboten haben (z.B. Kultur, Sport, Film, Nachrichten) könnten mit Pay-Lösungen wenige Hundert Millionen Franken eingespielt werden. Es bezahlt nicht mehr jeder eine fixe Steuer, sondern nur jene Angebote in attraktiven Paketangeboten, die er tatsächlich konsumiert.
Ein JA zu No-Billag ermöglicht endlich die von der Medienministerin und den SRG-Verantwortlichen verhinderte Diskussion um Inhalt und Umfang des Service Public. Die SRG wird dabei auch künftig eine wichtige Rolle einnehmen
Ein JA zu No-Billag ermöglicht eine demokratische Diskussion Seit Jahren blockieren die Medienministerin und die SRG-Verantwortlichen eine resultatoffene und ehrliche Debatte über den Service Public der SRG. Die SRG erhält pro Jahr über 1.2 Milliarden Franken Steuergelder. Mit einer Carte Blanche, ohne parlamentarische Kontrolle und ohne dass das Volk dazu etwas zu sagen hätte,
dürfen SRG-Funktionäre frei über diese immensen Steuergelder bestimmen. Parallel dazu ringen im Parlament 246 demokratisch gewählte Parlamentarierinnen und Parlamentarier über Sparpakete und Budgets bei der Bildung, der Sicherheit oder der Landwirtschaft. Es braucht ein Ja zu No-Billag, damit die Medienministerin und die SRG die Blockade aufgeben und endlich bereit sind, demokratisch festzulegen, was für einen Service Public unser Land braucht.
Sechs Gründe für ein JA zur No-Billag Initiative 1. Bei einem Ja zu No-Billag wird die SRG weiterhin bestehen. Sie wird mit einem Budget eines Grosskonzerns in dreistelliger Millionenhöhe weiterarbeiten können. Die SRG ist im Radio- und TV-Markt und im Werbemarkt hervorragend positioniert. 2. Mit einem Ja zur No-Billag Initiative werden die ungerechtfertigte Mediensteuer und eine willkürliche Doppelbesteuerung für Unternehmen abgeschafft. Die Bürgerinnen und Bürger sollen künftig der SRG für ihre qualitativ guten Sendungen und Angebote ihre Beiträge bezahlen und nicht ein Zwangs-Generalabonnement, das sie nie bestellt haben. 3. Ein Ja zu No-Billag erzwingt endlich die von der der Medienministerin und der SRG seit Jahren verhinderte Diskussion um Umfang und Inhalt des Service Public. Die Förderung von Radio- und TV-Sendungen wird weiterhin möglich sein, jedoch gezielt und demokratisch legitimiert. 4. Heute können demokratisch nicht gewählte SRG-Funktionäre am Parlament und Volk vorbei frei über Steuereinnahmen von über einer Milliarde Franken bestimmen. Im Gegensatz dazu ringt das Parlament um Sparpakete in der Bildung, der Altersvorsorge, der Sicherheit oder der Landwirtschaft . 5. Ein Ja zur No-Billag-Initiative stärkt die Medienvielfalt und verhindert die Verstaatlichung auch der Print- und Onlinemedien in der Schweiz. In der aktuellen Medienpolitik ist eine weitere Verstaatlichung des Schweizer Mediensystems mit der Ausweitung von Subventionen an Zeitungen oder Online-Portale mit dem neuen Mediengesetz vorskizziert. Das wäre das Ende von Medienvielfalt und freien Medien. 6. Ein Ja zur No-Billag-Initiative verhindert, dass die SRG mit Steuermilliarden den Markt verzerrt und private Medienhäuser als übergrosser Moloch bedrängt und ausbremst.
Service Public ohne Billag-Abzocke!
Ein JA zu No-Billag befreit die Bürgerinnen und Bürger von einer Zwangssteuer und die SRG von Fesseln der Mediensteuer, die sie heute Dauerkritik aussetzt und einschränkt.
JA SRG: No-Billag JA
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4 Co-Working
Co-Working: heute hier, morgen dort Die Digitalisierung sorgt auch für einen Umbruch in der Arbeitswelt. Immer mehr wird von Co-Working-Places aus gearbeitet. TEXT GEROLD BRÜTSCH-PRÉVÔT
Steve Jobs würde Apple heute wohl nicht mehr in einer Garage gründen, sondern sich erst einmal in einem Co-Working-Büro einmieten, um die ersten Pläne zu schmieden. Das wäre um einiges komfortabler und vor allem hätte er auf eine moderne Infrastruktur Zugriff und auf viele andere Annehmlichkeiten, inklusive Kaffeemaschine. 1976 allerdings träumte man nicht einmal von dieser Möglichkeit, auch ein Steve Jobs nicht, als er mit seinen Mitgründern den ersten PC entwickelte. Heute ist es selbstverständlich, dass die unzähligen Startups die ersten Schritte meistens von Co-Working-Places aus steuern und damit vom ersten Tag an nach aussen professionell wie eine richtige Firma auftreten können. BÜROKULTUR VERÄNDERT SICH LANGSAM Noch immer fährt aber der grösste Teil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jeden
Morgen mit dem öffentlichen Verkehr oder Auto zur Arbeit und sitzt dort in einem Grossraumbüro oder in einer Einzelzelle. Am angestammten und persönlich eingerichteten Arbeitsplatz wird der Computer hochgefahren, Papierberge durchgearbeitet und telefoniert. In Pausenräumen wird Kaffee getrunken, in der Mittagspause trifft man sich in der Kantine. Diese Bürokultur passt irgendwie nicht mehr so ganz in die digitalisierte Welt und trotzdem ist sie in der Mehrheit der Unternehmen immer noch Realität. Die Zukunft sieht wohl eher so aus: Die Mitarbeitenden arbeiten mobil an verschiedenen Projekten in wechselnden Teams – heute in Zürich, morgen in Bern, übermorgen in New York oder Stockholm. Sie tun es von zuhause aus, vor Ort direkt beim Kunden oder bei Partnerfirmen, unterwegs im Zug oder im Flugzeug. Oder eben von Co-Working-Büros aus, die mittlerweile fast überall auf der Welt buchbar
sind und die nötige Infrastruktur anbieten. Von einigen Anbietern werden bereits weitere Wünsche der Co-Working-Kunden, wie Übersetzungsservice, Telefon- oder Sekretariatsdienste, erfüllt. Weitere bieten sogar eine Kinderkrippe und ein Fitnessstudio an – und wer für die nächste Sitzung ein frisches Hemd oder eine frische Bluse benötigt, kann sich diese reinigen lassen, während die E-Mails abgearbeitet oder die Powerpoint-Präsentation aktualisiert wird.
allem von Start-ups genutzt wird, treffen sich hier vor allem junge Menschen. Aber diese Arbeitsform findet auch bei älteren Personen eine immer grössere Akzeptanz. Derzeit liegt das Durchschnittsalter in Co-Working-Spaces bei knapp über 36 Jahren, Tendenz steigend. Ein charakteristisches Merkmal ist der hohe Bildungsrad: Rund 85 Prozent schlossen eine akademische Ausbildung ab, 41 Prozent haben einen Bachelor abgeschlossen, weitere 41 Prozent einen MBA.
KREATIVE GEMEINSCHAFT Arbeiten im Co-Working-Space bedeutet auch, sofern das gewünscht ist, sich in einer motivierten und kreativen Gemeinschaft auszutauschen, die von Tag zu Tag, oder natürlich auch von Ort zu Ort, immer wieder wechselt. Sichergestellt ist auch eine professionelle Infrastruktur, ein schnelles Internet, moderne Arbeitsplätze, Sitzungszimmer, Drucker und Rückzugsräume mit Kaffeemaschine und Verpflegungsmöglichkeiten. Die Global Co-Working Survey 2017 zeigt, dass weltweit bereits über eine Million Menschen in Co-Working-Spaces arbeiten. Bedingt dadurch, dass diese Möglichkeit vor
UNTERNEHMEN MÜSSEN AUFRÜSTEN Wer seinen Mitarbeitenden ermöglicht, sich von überall her auf seinen Arbeitsplatz einzuloggen, muss auch die entsprechende IT-Infrastruktur anpassen. Dazu wird eine ganzheitliche Management-Lösung benötigt, die einzelne Applikationen oder Arbeitsplätze sozusagen virtualisiert. So können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Firma weltweit auf Unternehmensapplikationen und -daten zugreifen und von überallher rund um die Uhr auf den persönlichen Arbeitsplatz einloggen. Vom PC zuhause aus, vom Smartphone, kurz bevor man ins Flugzeug steigt und später im Hotelzimmer mit dem
Brandreport D4 Business Village Luzern
Co-Working im Herzen der Schweiz D4 Business Village Luzern ist mit 32 neuen Co-WorkingArbeitsplätzen auf die digitale Zukunft eingestellt. TEXT SMA
Wer durch Root fährt, sieht den aussergewöhnlichen Kreisel mit der 25 Meter hohen Stahlnadel schon von weitem. Diese ist mit einem 140 Meter langen Spezialseil mit einer Betonhalbkugel von 4,5 Metern Durchmesser auf einem zweiten Kreisel beim D4 Business Village Luzern verbunden. Die Hörer von Radio SRF kürten ihn in einem Voting zum kreativsten Kreisel der Schweiz. Das D4 Business Village Luzern steht aber nicht nur für kreative und futuristische Bauwerke, sondern auch für Dienstleistungen, die die Trends und die Bedürfnisse der modernen Arbeitswelt aufnehmen. Zukunftsorientierte Unternehmen aus dem In- und Ausland finden im D4 optimale Rahmenbedingungen vor. DIGITALISIERUNG VERÄNDERT DIE ARBEITSWELT Die rasant fortschreitende Digitalisierung hat auch einen grossen Einfluss auf die Arbeitsmodelle. Fixe Bürozeiten sind mehr und mehr passé, gearbeitet wird flexibel, ortsun-
abhängig und bedarfsorientiert. Mit 32 neuen Co-Working-Arbeitsplätzen hat sich das D4 Business Village Luzern bereits darauf eingestellt. «Es ist ein Schritt zum richtigen Zeitpunkt», ist Ruth Zürcher, Leiterin Office à la carte, überzeugt. «Wir spüren ein wachsendes Bedürfnis nach flexibel buchbaren Arbeitsplätzen, die zur Zusammenarbeit und zum gemeinsamen Austausch genutzt werden.» ATTRAKTIVE STANDORTMERKMALE Um den spezifischen Anforderungen des Co-Working gerecht zu werden investierte das D4 in eine ergonomische und wohnliche Inneneinrichtung. So wurde die Gesamtfläche von 400 m2 in verschiedene Arbeitszonen unterteilt, die es erlauben, sowohl individuell konzentriert als auch zu zweit oder in Gruppen zu
Kontakt D4 Business Village Luzern Platz 4 6039 Root D4 Tel. +41 41 455 20 20 coworking@d4business-village.ch www.d4business-village.ch
arbeiten. Neben grossen Arbeitstischen und Einzelarbeitsplätzen mit Zugang zu WLAN und Multifunktionsdruckern stehen auch eine Telefonkabine, ein Lounge-Bereich mit Kaffeeecke sowie vier Sitzungszimmer zur Verfügung. Letztere sind mit einem grossen «Collaboration Hub», sprich einer vollwertigen Kommunikationszentrale für Meeting- und Konferenzräume, ausgestattet. Diese Lösung ermöglicht ein interaktives Arbeiten in Teams. «Dank seinen attraktiven Standortmerkmalen ist das D4 Business Village Luzern ein idealer Ort für diese neue Form des Arbeitens», ist Ruth Zürcher überzeugt. Ein Arbeitsplatz in einem Co-Working Space macht aber nicht nur flexibel und ermöglicht den Zugriff auf eine moderne Infrastruktur. Viele schätzen dabei auch, dass sie sich mit anderen «Co-Workern» der Community vernetzen, austauschen und mit ihnen zusammenarbeiten können. Dabei entstehen oft neue Geschäftsideen.
Tablet. Die Lösung ist also geräteunabhängig und der Zugriff von überall her möglich, an dem man auf ein Wifi-Netz Zugriff hat. OHNE CLOUD GEHT NICHTS Moderne Techniken wie die Cloud sind die Voraussetzung, dass der Arbeitsplatz der Zukunft auch Wirklichkeit wird und sich die Mitarbeitenden von externen Co-Working-Büros auf ihren Arbeitsoberflächen arbeiten können. Heute ist es nicht nur «Niceto-have», sondern für viele Unternehmen erfolgskritisch, wie schnell und flexibel auf Firmendaten und Dokumente zugegriffen werden kann. Dadurch sind Unternehmen gefordert, etablierte Geschäftsmodelle und Prozesse hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit zu hinterfragen. Die Vorteile: Flexible Arbeitsmodelle schonen die natürlichen Ressourcen, sparen Energie, reduzieren Transportemissionen, fördern die öffentliche Sicherheit und entlasten die Transportsysteme. Zudem können die Unternehmen die verfügbaren Büroräume optimal nutzen und die Mitarbeitenden Arbeitsort und Arbeitszeit so wählen, dass sie am produktivsten sind.
EINE THEMENZEITUNG VO N SMART MEDIA
Ergonomie 5
Wer in seine Gesundheit investiert, spart längerfristig Ob beim Autofahren, auf dem Sofa oder am Arbeitsplatz: Wir sitzen zu häufig und zu lange. Der Körper leidet unter dem Bewegungsmangel und der ungesunden Haltung. Bereits mit kleinen Veränderungen im Alltag kann den dadurch entstehenden Schäden entgegengewirkt werden. TEXT MIRIAM DIBSDALE
Gemäss dem Obligationsrecht ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, auf des Arbeitsnehmers Leben, Gesundheit und Integrität zu achten und diese zu schützen. Er ist also von Gesetzes wegen verpflichtet, alles zu vermeiden, was die Gesundheit seiner Mitarbeitenden gefährden könnte. Von diesem Gesetz profitieren sowohl Arbeitnehmer, als auch Arbeitgeber, schliesslich sind nur gesunde Mitarbeitende voll leistungsfähig. Im ersten Moment mag dieser Schutz im Büro leicht umsetzbar zu sein, schliesslich lauern
im massiven Gebäude nicht die gleichen Gefahren wie z.B. beim Gleis- oder Strassenbau. Dennoch ist die Gefahr, welche vom achtstündigen Dauersitzen ausgeht, nicht zu unterschätzen. Natürlich führt es nicht zu unmittelbaren Problemen, doch die Gesundheit wird schleichend angegriffen. Viele Firmen haben dieses Problem erkannt und bieten gesundheitsfördernde Massnahmen wie Sportkurse und Massagen oder offerieren ihren Angestellten frische Früchte. So weit so gut, doch ein paar Früchte und Sport
am Feierabend allein kompensieren nicht für die acht Stunden Dauersitzen im Büro. Gegen diese hilft nur fortwährende Bewegung. SO SCHÄDLICH IST SITZEN Angefangen mit dem Unterricht in der Schule, geht es für viele in der beruflichen Laufbahn sitzend im Büro weiter. Dazu kommen Stunden, welche beim Essen, Fernsehen und Autofahren ebenfalls sitzend verbracht werden. Dass das mehrstündige Sitzen ungesund ist, ist den meisten bekannt. Der Stoffwechsel und das Herz-Kreislaufprogramm laufen auf Sparflamme, die Beinvenen werden strapaziert und die Körperhaltung verschlechtert sich. Der Körper ist für starres Sitzen nicht gemacht, sondern um in Bewegung zu bleiben. Büroarbeit entspricht nicht dem Naturell des Menschen und ist deshalb gefährlich. Dauersitzen führt zur Erschlaffung der Bauchmuskulatur, da sie nicht trainiert wird.
Ein erster Weckruf dafür ist der sogenannte «Sitzbauch». Nadja Sternik-Mäder, die angehende Geschäftsführerin vom Büromöbelhändler Joma, kennt die Probleme des Büroalltags: «Viele legen ihr Körperbewusstsein ab wie sie den Mantel an einer Garderobe abgeben. Natürlich ist es förderlich am Abend joggen zu gehen, doch auch dies bringt nicht viel, wenn man tagsüber nicht auch etwas für seine körperliche Gesundheit tut.» BEWEGUNG AM ARBEITSPLATZ Insbesondere die Wirbelsäule, welche den Körper trägt und stützt, leidet unter der unnatürlichen Haltung. Sie besteht aus 24 beweglichen Wirbeln, zwischen denen die Bandscheiben sitzen. Jede Bewegung, Beugung Drehung und Streckung des Rückens versorgt die Bandscheiben mit Flüssigkeit und hält sie dadurch flexibel und gesund. Bereits kleine Bewegungen verursachen Pumpbewegungen und unterstützen die Flüssigkeitszufuhr. Fehlen diese aber, wird die Wirbelsäule nur ungenügend mit Flüssigkeit versorgt und beginnt zu schmerzen. Deshalb lohnt es sich, die Sitzhaltung regelmässig zu verändern, aufzustehen, sich zu dehnen und zu räkeln. Nadja Sternik-Mäder vom Spezialisten für ergonomische Büroeinrichtung bestätigt: «Die beste Arbeitshaltung ist immer die nächste.» Denn auch die besten verstellbaren Büromöbel stiften keinen Nutzen, wenn man sie nicht nutzt. Es lohnt sich, Zeit zu investieren, die Funktionen kennenzulernen und die Möbel korrekt einzustellen. Ein anderes Paar Schuhe verlangt vielleicht schon wieder eine andere Sitzhöhe
und je nach persönlicher Tagesform nimmt man vielleicht lieber einmal eine andere Haltung ein. Deshalb hält Sternik-Mäder vom Familienunternehmen Joma auch nicht viel von Normen: «Man darf sich nicht zu fest an Zahlen orientieren. Was für den einen passt, ist vielleicht für den anderen total unbequem. Jeder hat seine persönliche Wohlfühlergonomie. Der eigene Körper sagt einem ziemlich genau, was passt. Man muss nur auf ihn hören und in Bewegung bleiben.» ERGONOMISCHE BÜROMÖBEL SIND KOSTENEFFIZIENT Für Arbeitgeber lohnt sich die Investition in gute, ergonomische Büromöbel. Einerseits beugen sie kostspieligen Gesundheitsschäden vor, was viel Geld einsparen kann. Andererseits sind gesunde Mitarbeitende glücklicher und motivierter, was sich positiv auf das Arbeitsklima auswirkt und die Fluktuationsrate senkt. Nicht zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Vorbildfunktion. Denn auch gesundes Verhalten ist ansteckend und nur Mitarbeiter, welche die Vorteile von wechselnden Arbeitshaltungen kennen und schätzen, werden die Möglichkeiten von Steh- und Sitztischen nutzen und dadurch gesünder, motivierter, produktiver und effizienter arbeiten. Die Statistik des Branchenverbandes zeigt, dass inzwischen rund 50 Prozent aller neu erworbenen Bürotische höhenverstellbar sind. Eine benutzergerechte Einstellung der Möbel entscheidet darüber, ob dem Körper das bestmögliche Arbeitserlebnis gegeben oder er unnötig und zusätzlich belastet wird.
Wie Sie Ihren Bürostuhl richtig einstellen Hinsetzen Setzen Sie sich «tief» in Ihren Stuhl, so dass Sie den Kontakt zur Rückenlehne im unteren Rückenbereich aktiv spüren und die Sitzfläche ganz ausnutzen! Grundeinstellung der Sitzhöhe • Füsse vollflächig am Boden • Winkel etwas grösser als 90 Grad im Kniegelenk • Arme entspannt auf der Arbeitsfläche • 90 Grad Winkel im Ellenbogengelenk, Schultern locker Ist die Arbeitsfläche zu hoch und kann nicht durch die Tischverstellung korrigiert werden, benötigen Sie eine Fussstütze. Einstellung der Rückenlehne Stellen Sie die Rückenlehne so ein, dass die Wölbung in der Rückenlehne die Wirbelsäule im Lendenwirbelbereich in etwa auf Gürtelhöhe abstützt. Einstellung der Armlehnen Stellen Sie die Armlehnen so ein, dass die Ellenbogen nicht am Körper anliegen und die Schultermuskulatur entlastet wird ohne die Schultern nach oben zu drücken
Popup Office AG Brandreport
Das Büro in der Tasche! Mit PopupOffice mit einem Klick zum (temporären) Arbeitsplatz Das Zürcher Start-Up PopupOffice bietet über seine OnlinePlattform Unternehmen sowie Freelancern einen unkomplizierten Zugang zu über 150 flexiblen Büros, Coworking Spaces, Business Centres und Besprechungsräumen in der ganzen Schweiz. Unternehmen wie Swisscom und AXA Winterthur nutzen das Pre-Paid Business Abo für ihre Mitarbeiter.
Angebots, besserer Auslastung ihrer Büros und mehr Interaktion zwischen ihren Mitarbeitern und der Aussenwelt. PopupOffice kooperiert mit der Worksmart Initiative (work-smart-initiative.ch). Mit dieser Initiative werden Firmen animiert, in diese neuartige Arbeitsform des Coworkings einzutauchen, und sie werden bei der Einführung des mobilen Arbeitens begleitet und unterstützt.
TEXT SMA
Rund ein Viertel der Schweizer Beschäftigten arbeitet regelmässig ausserhalb ihres festen Büros. Die Nachfrage nach Coworking-Räumen und Business Centern wächst daher immer schneller. Anfangs 2015 gründete CEO Mathis Hasler zusammen mit Philipp Dick in Zürich PopupOffice im Rahmen dieser aufkommenden Coworking- Bewegung. Beide beruflich viel unterwegs, suchten sie stets nach idealen Arbeitsplätzen, Steckdosen oder WiFi. So entstand die Idee, in der Schweiz ein dichtes Netz von mobilen Arbeitsplätzen mit guter Infrastruktur aufzubauen. Gleichzeitig können wenig genutzte Räume effizient belegt werden. POPUPOFFICE VON MEHR ALS 2‘000 NUTZERN ERFOLGREICH GENUTZT PopupOffice bietet seinen Kunden über 150 verschiedene Standorte in der ganzen
Schweiz mit ca. 700 Arbeitsplätzen. Die Buchung der Work-Spaces ist simpel: Auf www.popupoffice.ch den gewünschten Ort eingeben und zwei Klicks später ist der freie Platz reserviert. Vor Ort stehen immer eine sichere Wifi-Verbindung, Snacks sowie Kaffee und Wasser und natürlich genügend Steckdosen zur Verfügung. Bezahlt wird pro Stunde. Über 2000 registrierte Freelancer und Unternehmen finden über die PopupOffice-Plattform einfach und rasch einen guten Ort für effizientes Arbeiten - wo immer sie sind. DANK BUSINESS-ACCOUNT VOLLE TRANSPARENZ FÜR FIRMENKUNDEN Vor allem die Business Kunden stehen dabei im Zentrum: Dank des PopupOfficeBusiness-Accounts haben Mitarbeiter gratis Zugang zum Angebot. Firmen haben
dabei jederzeit die volle Transparenz über alle Buchungen ihrer Mitarbeiter und profitieren von einer übersichtlichen Abrechnung. «Unsere Plattform bietet den Firmen diverse Mehrwerte», so Mathis Hasler. «PopupOffice hilft ihnen dabei, teure Büro-Kosten zu senken. Und durch den abwechslungsreichen Büroalltag und die Freiheiten, die die mobilen Arbeitsplätze
den Mitarbeitern bieten, arbeiten diese motivierter und produktiver.» BÜROS EFFIZIENTER AUSLASTEN Partner von PopupOffice sind Infrastruktur-Anbieter wie Coworking-Spaces, Business Center und Firmen, die freie Büroplätze besetzen möchten. Durch die Zusammenarbeit profitieren sie von der Sichtbarkeit ihres
Key Facts • Mehr als 150 Standorte schweizweit • Pay as you go (ab 8.-/h) • Übersichtliche Abrechnung für Firmen durch Business-Accounts www.popupoffice.ch
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6 Fachkräftemangel
Damit die Innovationkraft erhalten bleibt Der Fachkräftemangel ist seit Jahren das Schreckgespenst der Wirtschaft. Eine Untersuchung des SECO zeigt, dass es sich dabei um ein äusserst reales Problem handelt. Mit äusserst realen Auswirkungen auf die KMU. TEXT SMA
Ein kleines Land mit grossen Ideen: Immer wieder führt die Schweiz internationale Innovationsrankings an und lässt dabei europäische Konkurrenten wie Deutschland und Schweden hinter sich. Eine wichtige Voraussetzung für diese schweizerische Innovationskraft sehen Wirtschaftsvertreter und
Politiker in der hiesigen KMU-Landschaft. Denn die kleinen und mittleren Unternehmen handeln agil, fördern neue Ideen und setzten diese mit den richtigen Partnern um. Das zweite wichtige Zahnrad innerhalb der Schweizer Innovationmaschinerie ist die Bildung, bzw. der Wissens- und Technologietransfer. Gutausgebildete junge Menschen bringen ihr erworbenes Wissen in Unternehmen ein, entweder im Rahmen des dualen Bildungssystems oder nach Abschluss einer weiterführenden Ausbildung. Häufig arbeiten KMU und Bildungsstätten wie etwa Fachhochschulen auch an Projekten zusammen, wovon beide Seiten profitieren. VON BRANCHE ZU BRANCHE UNTERSCHIEDLICH Die Voraussetzungen für Innovation sind in der Schweiz also hervorragend. Und doch
drückt ein gravierendes Problem kontinuierlich auf die Bremse: der Fachkräftemangel. Und gravierend ist dieser tatsächlich, zumindest in bestimmten Branchen. Das belegt der aktualisierte Bericht «Fachkräftemangel in der Schweiz – Indikatorensystem zur Beurteilung der Fachkräftenachfrage» des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) aus dem Jahr 2016. Gravierend vor allem deshalb, weil es insbesondere in denjenigen Berufsfeldern an Fachkräften fehlt, die Innovation vorantreiben: «Unter den Berufsfeldern mit dem höchsten Verdacht auf Fachkräftemangel befinden sich neben den Ingenieurberufen auch Technikerinnen und Techniker», heisst es im Bericht des Seco. Des Weiteren fehle es an Fachkräften in Managementberufen sowie Berufen des Rechtsund Gesundheitswesens. Starke Anzeichen für einen erhöhten Fachkräftebedarf zeigten
sich unter anderem auch bei im Informatikbereich. Der Berufsverband ICT Switzerland prognostiziert dann auch für das Jahr 2024 einen Mangel von 25'000 ICT-Fachkräften. WAS SIND DIE AUSWIRKUNGEN? Fehlt es an Expertinnen und Experten, erlahmt die Innovation. Davon sind insbesondere KMU direkt betroffen. Für sie wäre es zum Beispiel besonders wichtig, den Bedarf an IT-Fachleuten decken zu können. Denn nur durch entsprechendes Know-how sind kleine und mittlere Unternehmen in der Lage, von der Digitalisierung zu profitieren. Das ist zentral, da dieser Prozess auch die Kundenbedürfnisse verändert: Zeitnahe Produktion und Lieferung von Waren, die sofortige Erledigung von Dienstleistungen und ein ansprechender Webauftritt mit hoher Usability werden immer häufiger von
Klientenseite erwartet. Dazu kommt, dass «Individualisierung» immer relevanter wird: Kunden, sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen, verlangen nicht einfach nur «Produkt X», sondern wollen häufig Produkt X mit individuellen Anpassungen. Dies wird auch unter dem Begriff «Mass Customization» (kundenindividuelle Massenproduktion) zusammengefasst. Ein gutes Beispiel dafür sind die Brillen der Viu-Gruppe. Diese lassen sich online nach individuellen Gesichtspunkten zusammenstellen. Um vergleichbaren Anforderung entsprechen zu können, müssen KMU ihr Angebot – und nicht selten ihr ganzes Geschäftsmodell – anpassen. Was ohne Fachkräfte schwierig ausfällt. WIE LÄSST SICH DAS PROBLEM LÖSEN? Gemäss Seco wäre eine «zusätzliche Fachkräftemobilisierung punktuell möglich». So sei in Berufsfeldern mit starken Anzeichen für Fachkräftemangel das Arbeitskräftepotenzial bezüglich Erwerbsbeteiligung und Arbeitsvolumen in der Regel bereits ausgeschöpft. Darum könnte ein genereller Ansatzpunkt darin bestehen, bessere Rahmenbedingungen für Teilzeitpensen zu schaffen. In verschiedenen Mangelberufen komme man aber um die Rekrutierung von ausländischen Arbeitskräften, zumindest kurzfristig, nicht herum. Was auffällt: In den Berufsfeldern mit den stärksten Anzeichen für Fachkräftemangel ist der Frauenanteil deutlich unterdurchschnittlich. Besonders davon betroffen sind vor allem technische Berufen sowie der Informatikbereich. Aus diesem Grund müsse die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werden. Ein weiteres zentrales Handlungsfeld sieht das Seco in der Schaffung guter Bedingungen zur Erwerbstätigkeit für ältere Menschen. So fällt die Arbeitsmarktbeteiligung in allen Berufsfeldern bereits vor Erreichen des offiziellen Pensionierungsalters ab. Allerdings zeige sich auch hier, dass in den Berufen mit starken Anzeichen für Fachkräftemangel die Erwerbsbeteiligung und das Arbeitsvolumen der älteren Arbeitnehmenden (55-64-jährig) tendenziell bereits über dem entsprechenden gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt liegen. Daher dürften in zahlreichen Berufen mittelfristig Massnahmen zur Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte an Bedeutung gewinnen. Vor allem in Berufen mit hohen Abwanderungsraten von Fachkräften wurde das Potenzial von Querund Wiedereinsteigenden erkannt – und die notwendigen Weiterbildungsangebote existieren ebenfalls.
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EINE P UBLIKATIO N VO N SMART MEDIA
8 Interview Linus Glaser
Der Mann, der weiss was seine Kunden wollen Er ist der Mann hinter den Paketen, die Frauen in der Werbung zum Kreischen bringen. Linus Glaser ist bei Zalando der Country Manager DACH und damit auch für die Schweiz verantwortlich. Im Gespräch mit «Fokus Business Success 2018» hat er über seinen Erfolg und die Herausforderungen in der Branche gesprochen. TEXT MIRIAM DIBSDALE FOTO ZVG
Linus Glaser, Sie arbeiten seit Dezember 2011 bei Zalando und sind heute, nur sechs Jahre später, der Country Manager DACH. Wie haben Sie es so schnell an die Spitze geschafft? Bei meinem Werdegang hat eine ganze Reihe von Faktoren mitgespielt. Ich habe relativ früh bei Zalando angefangen, als der jährliche Umsatz mit 500 Mio. noch deutlich geringer war. Das Unternehmen war dementsprechend kleiner, und ich habe in diversen Abteilungen gearbeitet, wodurch ich viel mitbekommen habe. Mein Motto war immer, jede Aufgabe so gut wie möglich zu meistern, egal ob diese auf der Karriereleiter Erfolg versprach. So habe ich mich stetig weiterentwickelt. Und am Ende zählt bei Zalando zählt glücklicherweise die erbrachte Leistung und nicht nur was im Lebenslauf steht. Was braucht es für Eigenschaften, um im Beruf erfolgreich zu sein? Diese Frage haben wir uns selbst immer bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitenden gestellt. Dann merkten wir, dass die Liste schnell sehr lang wurde. Deshalb haben wir uns auf die fundamentalen Eigenschaften festgelegt, die am meisten Gewicht haben. Besonders wichtig sind die schnelle Lernfähigkeit im dynamischen Umfeld und ein scharfer Verstand. Daneben zählt das Durchsetzungsvermögen. Eine Mission allein bringt nichts, wenn man sie nicht durchzusetzen weiss. Und nicht minder entscheidend
ist der kulturelle Fit, ob jemand gut zum Unternehmen passt und ein Teamplayer ist.
Wie stellen Sie sicher, dass Sie auch einmal Zeit für sich haben, um zu entspannen oder sind Sie 24 Stunden erreichbar? Nein, natürlich bin ich nicht immer erreichbar, auch ich muss schlafen. Aber klar, ich investiere viel Zeit in meinen Job. Ich habe meinen eigenen Ansatz gefunden, damit ich auch genug Freizeit habe: Ich verbringe lieber etwas mehr Zeit im Büro, doch arbeite in der Regel nicht abends zuhause noch weiter. Die klare Trennung ist mir wichtig. Ich verabrede mich auch gerne zu festen Zeiten mit Freunden zum Tennis oder einem gemeinsamen Abendessen, dann bin ich persönlich gezwungen, zeitig Feierabend zu machen. Natürlich nehme ich in dringenden Notfällen das Telefon auch in der Freizeit ab, doch bei Zalando wird der Urlaub als Auszeit respektiert: Die Entspannung steht im Mittelpunkt. Als Sie 2011 in die Firma kamen, schrieb Zalando noch immer rote Zahlen. Erst seit 2014 wirft das Unternehmen Gewinn ab. Was hat sich seit dem verändert? Es gab keinen Moment, der alles schlagartig änderte. Wir mussten einfach bereit für den Gang an die Börse und dafür profitabel sein. Den Ansatz der Kundenorientierung hat sich nie geändert.
Zalando hat über 22 Millionen aktive Nutzer und sie sind verantwortlich für einige der wichtigsten Märkte, die DACH-Region. Was sind die grössten Herausforderungen? Auch in meinem Verantwortungsbereich, dem DACH-Raum, möchten wir noch erfolgreicher werden. Im Vergleich zu den Anfängen des Onlineshoppings, sind heute bereits viele Artikel online verfügbar. Das führt aber auch zu einer neuen Herausforderung: Die Flut an Artikeln überfordert viele Nutzer. Auf der Suche nach einem einfachen schwarzen T-Shirt möchte man sich nicht durch unendliche Seiten klicken, da vergeht einem die Lust. Deshalb ist unser Ziel, dass jeder Kunde genau das sieht, was für ihn wirklich relevant ist. Ist die Grösse des Unternehmens ein Fluch oder Segen? Grundsätzlich eher ein Segen. Anfangs 2011 waren viele Prozesse noch nicht etabliert, was dazu führte, dass zwar alles sehr schnell ging, jedoch einiges nicht zu 100 Prozent funktionierte. Um Urlaub zu beantragen haben wir damals eine Email geschrieben und Ende des Jahres wusste keiner, wie viele Urlaubstage einem noch zustanden. Das wäre heute undenkbar. Die neuen Prozesse sind professioneller und wir haben die finanziellen und personellen Ressourcen für innovative Projekte und um Neues auszuprobieren. Die Herausforderung dabei ist, trotzdem schnell und innovativ zu bleiben – nicht ganz so einfach bei fast 6000 Mitarbeitenden alleine in Berlin. Zalando ist hauptsächlich in der schnelllebigen Online-Welt aktiv. Wie stellen Sie sicher, dass Sie den Anschluss nicht verlieren? Das Wichtigste in meinem Job ist auf dem Laufenden zu bleiben. Ich führe Gespräche mit Kunden, lese regelmässig Newsletter und
tausche mich mit Experten aus. Ich bin auch privat sehr neugierig und sauge Informationen auf. Ich möchte wissen, was wir besser machen können. Dafür muss man sich weiterbilden und möglichst viele verschiedene Meinungen einholen. Da kann es auch einmal vorkommen, dass ich auf einer privaten Party Leute frage, wie sie Zalando finden.
Geht das traditionelle Shopping in den Läden vor Ort verloren? Nein, das denke ich nicht. Hier hilft der Gesamtblick auf die Branche. Aktuell liegt der Online-Anteil in der Fashionbranche bei 15 Prozent. Die Kunden schätzen die zeitliche und örtliche Unabhängigkeit. Der Grossteil der Einkäufe wird noch immer vor Ort ausgeführt. Es wird auch in Zukunft noch immer Kunden geben, welche die Ware lieber zuerst anfassen und anprobieren möchten. Insbesondere, wenn etwas sofort verfügbar sein muss, kann man dies aktuell oft nur offline erwerben. Die spannende Frage für die Zukunft ist aber, wie wir on- und offline stärker verknüpfen können. Für uns ist die Zukunft des Handels eine intelligente Vernetzung beider Welten. Zalando bemüht sich aktiv darum, online und offline zu verbinden, denn so können wir das Einkaufserlebnis auf ein neues Niveau heben. Etwas mehr als 50 Prozent des Umsatzes erzielt Zalando in der DACH-Region. Wie gehen Sie mit der Verantwortung um? Ich konnte über die Jahre bei Zalando viele Erfahrungen sammeln. Zalando lebt eine Kultur, in der man aus Fehlern lernen kann und das auch darf. Wenn auf drei gute Entscheidungen einmal eine Fehlentscheidung folgt, steht Zalando trotzdem hinter mir. Die Grösse der DACH-Region ermöglicht uns zudem, ungeheuer viele Dinge parallel zu testen. Dadurch wissen wir oft sehr genau, was funktioniert und was nicht.
Zalando wächst schnell und konstant weiter. Ist es schwierig, die steigenden Kapazitäten zu meistern? In der Logistik wachsen die Kapazitäten im gleichen Tempo wie die Umsätze. Das konnten wir bisher immer gut meistern und haben mittlerweile Logistikcenter in Deutschland, Polen, Frankreich, Italien und Schweden. Unser Umsatzzielwachstum liegt konstant zwischen 20 und 25 Prozent, das heisst, absolut gesehen nimmt das Wachstum unserer Kapazitäten immer weiter zu. In der Schweiz setzt Zalando eine halbe Milliarden Franken um. Wieso ist Zalando so beliebt? Im Bereich der E-Commerce ist die Schweiz sehr fortschrittlich, doch ein gutes Angebot für die Kunden hat lange gefehlt. Wir haben diese Marktlücke genutzt. Uns war es wichtig, dass wir der Schweizer Kundschaft die gleichen Bedingungen und gleich faire Preise wie in den anderen Marktgebieten offerieren konnten. Waren die Schweizer Zollbestimmungen eine Herausforderung? Bei Markteintritt in die Schweiz 2011 war der Zoll schon eine Hürde. Wir hatten ein ganzes Team, welches sich nur um die Aufgleisung des Zollprozesses gekümmert hat. Wir arbeiten bis heute sehr gut mit den Schweizer Zollbehörden zusammen, um den Zollprozess für unsere Kunden zu übernehmen. Unsere Kunden schätzen, dass sie von all dem nichts mitbekommen und ihre Ware schnell, einfach sowie ohne extra Kosten erhalten und retournieren können. Darauf sind wir stolz. Amazon baut sein Fashion-Angebot in Europa aus. In wie weit lassen Sie sich von der Konkurrenz beeinflussen? Der Blick auf den europäischen Modemarkt von über 400 Mia. Euro zeigt, dass Zalando
Brandreport Swissmem
Tolle Karrierechancen in der Schweizer Hightech-Industrie Das Schweizer Berufsbildungsmodell findet derzeit weltweite Beachtung: Hohes Kompetenzniveau, Durchlässigkeit des Bildungssystems, rekordtiefe Arbeitslosigkeit und Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft sind die Anziehungspunkte. Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie bietet zahlreiche, sehr attraktive Berufslehren an. Sie sind im Hightech-Segment angesiedelt und halten Schritt mit der digitalen Revolution. Fachleute im technisch-industriellen Bereich sind sehr gesucht und haben hervorragende Zukunftsaussichten. TEXT ZVG
Es ist erstaunlich: Im Ausland werden in grosser Zahl Akademiker/innen ausgebildet, die sehr oft keine adäquate oder gar keine Anstellung finden. Praxiserprobte Berufsleute fehlen an allen Ecken und Enden, Gleichzeitig verstärkt sich in der Schweiz der Trend zur akademischen Bildung. Es scheinen immer mehr Eltern die Ansicht zu vertreten, dass nur eine akademische Bildung eine erfolgreiche Karriere und damit ein hohes Wohlstandsniveau ihrer Kinder sichern könne. Entsprechend diesem Trend können rund 6% der angebotenen Lehrstellen in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Branche) nicht besetzt werden. Davon sind besonders die 4-jährigen anspruchsvollen Hightech-Lehren betroffen. Für diese sind Jugendliche gesucht, die von ihren kognitiven Fähigkeiten auch zu einer rein schulischen, akademischen Bildung fä-
hig wären. Dieses Ungleichgewicht in der beruflichen Grundbildung führt in der Folge zu einen starkem Mangel an Ingenieuren. Die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Industrie und damit der Erhalt von Arbeitsplätzen in der Schweiz hängen in starkem Mass von der Verfügbarkeit hervorragend ausgebildeter Fachleute auf allen Stufen ab. Nicht zuletzt dank ihres flexiblen Bildungssystems, das Theorie und Praxis verbindet, hat die Schweiz die zurückliegende Finanzkrise im internationalen Vergleich gut gemeistert. Die breite Struktur der Wirtschaft mit einer soliden Industrie hat ihr dabei wesentlich geholfen. Die Lösungen der Schweizer Hightech-Unternehmen werden auch in Zukunft auf den Weltmärkten gefragt sein. Jugendliche, die durch eine Berufslehre in die Welt der Technik einsteigen, verfügen
daher über hervorragende Berufs- und Karriereaussichten. Swissmem, der Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie, hat deshalb die Initiative ergriffen, um die Attraktivität der beruflichen Grundbildung wie auch die nachfolgenden Karrierewege aufzuzeigen. Sie hat daher die Plattform findyour-future lanciert, die Eltern von Kindern in der Oberstufe sowie Jugendlichen die vielfältigen, zukunftsgerichteten Einstiegsmöglichkeiten aufzeigt. Mit einer Lehre ist die berufliche Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen. Die Plattform hilft daher auch ausgelernten Berufsleuten, die passende Weiterbildung und eine erfüllende Arbeit zu finden. Weitere Informationen www.find-your-future.ch
Eine Konstrukteurin entwarf ein wissenschaftliches Gerät im CAD-System und kontrolliert dieses anhand der 3D-Ansicht.
Smart Facts Die Berufe der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie Automatiker/in EFZ (4 Jahre) Automatikmonteur/in EFZ (3 Jahre) Konstrukteur/in EFZ (4 Jahre) Polymechaniker/in EFZ (4 Jahre) Produktionsmechaniker/in EFZ (3 Jahre) Mechanikpraktiker/in EBA (2 Jahre) Anlagen- und Apparatebauer/in EFZ (4 Jahre) Kauffrau/Kaufmann EFZ der MEM-Branche (3 Jahre)
EINE THEMENZEITUNG VO N SMART MEDIA
Linus Glaser Interview 9
trotz seiner Grösse nur circa ein Prozent davon ausmacht. Der Online-Markt wächst und bietet Platz für mehr als einen grossen Anbieter. Dennoch schauen wir uns natürlich Wettbewerber aller Grössen an, dazu gehört auch Amazon. Unser Angebot unterscheidet sich aber stark von demjenigen von Amazon. Bei uns kann man zwar ebenfalls gezielt nach Produkten suchen, doch viele unserer Kunden kommen mit der Motivation auf unsere Seite, sich von unserem aktuellen Sortiment inspirieren zu lassen.
Zalando geriet in der Vergangenheit bereits in die Kritik für unzureichende Arbeitsbedingungen in der Logistik. Haben sich diese verändert? Wir haben die Kritik damals sehr ernst genommen und Dinge umgehend verändert. Gleichzeitig muss man aber auch sagen, dass nicht alles, was damals berichtet wurde, stimmte. Schon 2012 haben wir Sozialstandards eingeführt, die für alle Standorte der Zalando Logistik, aber auch die unserer Partner gelten, und regelmässig intern, aber auch von einer externen Prüfstelle, der DEKRA, geprüft werden. Insgesamt sind wir in den vergangenen Jahren sehr stark gewachsen und müssen dementsprechend mehr Volumen stemmen. Das bedingt, dass wir kontinuierlich in allen Bereichen neue Mitarbeiter suchen und einstellen. Die finden und halten wir nur bei guten Arbeitsbedingungen. Wir führen im gesamten Unternehmen regelmässig Umfragen durch und reagieren mit konkreten Massnahmen auf die Resultate. Wie muss man sich die Arbeitswelt bei Zalando in Berlin vorstellen? Auch hier fragen wir die Mitarbeiter regelmässig nach ihrer Meinung und testen auch viel Neues, um die ideale Arbeitsumgebung zu schaffen. Analysen haben gezeigt, dass die meiste Zeit gar nicht am Arbeitsplatz selber,
Der OnlineMarkt wächst und bietet Platz für mehr als einen grossen Anbieter. sondern bspw. in Sitzungszimmern oder an anderen Plätzen verbracht wird. Wir passen unsere Infrastruktur dementsprechend an und testen aktuell unter anderem flexible Arbeitsplätze. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden und wird genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten.
Um dann im neuen «Zalando Campus» eingeführt zu werden? Ja, die Bauarbeiten sind im vollen Gange und der Blick aus dem Fenster lässt die Dimension des Gebäudes gut erahnen. Wenn das neue Headquarter und Herzstück des Zalando Campus im Herbst 2018 eingeweiht wird, werden die Mitarbeiter keine festen Arbeitsplätze haben, sondern dürfen sich jeweils flexibel einen Platz aussuchen. Wer Ruhe benötigt, kann sich in einer Art Bibliothek niederlassen und ungestört arbeiten. So findet jeder den perfekten Arbeitsplatz, der zu einem selbst passt.
EINE P UBLIKATIO N VO N SMART MEDIA
10 IT-Prozessoptimierung
IT ist kein Luxus, sondern Pflicht Die Digitalisierung macht vor keinem Sektor, keiner Branche und keinem Unternehmen halt. Dies kann zu Problemen für Betriebe führen, die sich dem digitalen Wandel verschliessen. Wer hingegen die Möglichkeiten der neuen Technologien für sich nutzt, für den ergeben sich interessante Chancen. Eine Möglichkeit, dieses unternehmerische Potenzial zu erschliessen, liegt im Beiziehen von externen IT-Profis. TEXT SMA
Die IT ist die digitale Lebensader eines jeden Unternehmens. Dementsprechend kommt praktisch keine Firma um eine gut funktionierende IT-Infrastruktur herum – unabhängig von Betriebsgrösse, Branche oder Absatzmarkt. Und gerade die Schweiz ist in diesem Feld ein wichtiger Dienstleister, wie die ICT-Aussenhandelsstudie der IWSB AG deutlich aufzeigt: So stellte der ICT-Dienstleistungsbereich im Jahr 2015 mit einem Exportumsatz von 13.1 Mrd. Franken die fünftwichtigste Dienstleistungsexportgruppe der Schweiz dar. Grösster Handelspartner für diese Leistungen sind die Länder der EU. Doch welche Vorzüge geniessen Unternehmen, die entweder eine eigene IT-Infrastruktur betreiben oder diese Dienstleistungen extern beziehen? Wirtschaftsexperten betonen, dass Schweizer KMU nur so von der anhaltenden Digitalisierung profitieren können. Der Begriff «Digitalisierung» beschreibt die Veränderung bestehender Branchen durch den zunehmenden Einfluss digitaler Technologie. Dieser Prozess lässt sich gut anhand der verarbeitenden Industrie veranschaulichen, die seit jeher einen der wichtigsten Schweizer Innovationstreiber darstellt: Durch die digitale Verknüpfung von Maschinen und Prozessen entlang der industriellen Wertschöpfungskette erhöht sich die Effizienz eines Betriebs. Gleichzeitig wird eine Fertigung kleinerer Stückzahlen und damit die Produktion «on demand» ermöglicht.
Das senkt Kosten, erleichtert die Ressourcenplanung und eröffnet dem Unternehmen somit neue Absatzmärkte. Aber eben nur, wenn die IT-Infrastruktur mit den fortschreitenden Anforderungen Schritt hält. Die Kehrseite der Medaille ist nach Ansicht von Fachleuten düster: Wer die Digitalisierung verschläft, werde mittel- bis langfristig Schwierigkeiten haben, konkurrenzfähig zu bleiben. DAS UNTERNEHMEN OPTIMIEREN – UND ABSICHERN Auch Firmen diverser Branchen im Dienstleistungssektor profitieren von der Digitalisierung. Dies beginnt beispielsweise mit Big Data: Durch die Auswertung der grossen Datenmengen, die Kunden im Internet generieren, lassen sich Rückschlüsse ziehen zu Vorlieben und Konsumverhalten. Diese Erkenntnisse können dann in die Betriebsoptimierung, die Kundenbindung und das Marketing einfliessen. ERP- und CRN-Anwendungen vereinfachen ihrerseits die Korrespondenz mit Kunden und sorgen für maximale Transparenz im Unternehmen. IT ist heute auch zunehmend eine Frage der Sicherheit, wie eine aktuelle Studie des Verbands ICT Switzerland zeigt. Demnach ist jedes dritte Schweizer KMU schon Opfer von Cyberattacken geworden. Eine Gefahr, der sich nur die wenigsten CEOs kleiner und mittelständischer Unternehmen bewusst sind: Gerade einmal vier Prozent der
Geschäftsführer sehen eine grosse oder sehr grosse Gefahr, durch einen Cyberangriff in der Existenz gefährdet zu werden. Diese Sorglosigkeit könnte verheerend sein. Andreas Kaelin, Geschäftsführer des Dachverbands ICTswitzerland, betont: «Die zunehmende Vernetzung von Unternehmensinfrastrukturen, -prozessen und -daten mit dem Internet ist eine Voraussetzung, um die Vorteile der Digitalisierung nutzen zu können. Dies erhöht aber auch die Risiken aus dem Cyberspace und bedingt, dass sich die KMU mit Cyberrisiken kompetent auseinandersetzen, geeignete Abwehrdispositive betreiben sowie Notfallpläne erarbeiten und einüben.» HILFE KOMMT VON AUSSEN Eine professionelle IT-Infrastruktur ist also nicht nur Grundvoraussetzung für die Betriebsoptimierung oder die Erschliessung neuer Unternehmenspotenziale. Es geht auch um Sicherheit und – im Ernstfall – gar ums Überleben. Nun ist aber längst nicht jeder Betrieb in der Lage, das entsprechende Know-how im eigenen Unternehmen aufzubauen und zu halten. Und selbst wenn der Wille und die Ressourcen vorhanden sind, ist es nicht leicht, geeignete Experten zu finden. Denn obwohl gemäss ICT Switzerland das ICT-Berufsfeld doppelt so schnell wächst wie die Gesamtwirtschaft, prognostiziert eine Studie des Berufsverbands bis ins Jahr 2024 einen Mangel an 25’000 ICT-Fachkräften. Viele Unternehmen lagern darum ihre technischen Belange an professionelle externe Dienstleiser aus. Zahlen zu Auslagerungen in der Schweiz fehlen, beim nördlichen Nachbar liegen entsprechende Richtwerte aber vor. So hat das deutsche Unternehmen Techconsult die IT-Situation deutscher KMU im Rahmen einer grossen Befragung untersucht. Resultat: Ohne externe Dienstleister würden die meisten IT-Projekte
schlicht auf der Strecke bleiben. Die internen IT-Personalengpässe durch die Zusammenarbeit mit externem und freien IT-Fachpersonal auszugleichen stelle für viele Betriebe aber eine valable Lösung dar. Sie können die Unternehmen temporär unterstützen, ihre Aufgaben zu meistern und ihre geplanten Projekte rechtzeitig zu realisieren. Freie IT-Mitarbeiter gehören daher nicht nur in Grossunternehmen zur festen Personalplanung, auch mittelständische Unternehmen greifen aufgrund knapper IT-Personalressourcen darauf zurück. GUT KALKULIERBAR, SCHNELL UND ZIELORIENTIERT Daraus ergeben sich laut den befragten Unternehmen viele Vorteile: 68 Prozent der mittelständischen Unternehmen benötigen die fachliche Kompetenz der externen und
freien IT-Spezialisten. 55 Prozent der befragten Unternehmen attestieren ihnen eine hohe Problemlösungskompetenz. Externe Mitarbeiter sind daran gewöhnt, zielorientiert Probleme aufzunehmen, anzugehen und in einem vorgegebenen Zeitrahmen zu lösen. Während unternehmensinternes IT-Personal nicht selten vor einem Berg von Aufgaben verschiedenster Art steht, können sich freie IT-Mitarbeiter zielorientiert auf ein Problem konzentrieren. Dadurch und aufgrund ihrer Themenspezifizierung seien sie meist erfolgreicher und schneller. 43 Prozent schätzen zudem das selbständige Arbeiten der externen Experten. Weitere 38 Prozent der mittelständischen Unternehmen sind der Meinung, dass freie IT-Mitarbeiter ein gutes Kosten-Nutzenverhältnis mit sich bringen, da die Kosten nur projektbezogen anfallen und gut kalkulierbar sind.
Visualisierung des One Planet Living-Quarties in Orbe ©Fehlmann Architectes
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Das erste One Planet Living-Quartier der Schweiz! Im Herbst 2017 wurde das Projekt des neuen Gruvatiez-Quartiers in der Ebene von Orbe der Bevölkerung vorgestellt. Auf einer Fläche von 56‘000 m² wird das Quartier 1‘200 Bewohner beherbergen und langfristig über 200 Arbeitsplätze schaffen. Es handelt sich dabei um den ersten Immobilienkomplex mit der Zertifizierung «One Planet Living» (OPL) der Schweiz. Diese Zertifizierung des WWF besteht seit 2004 und beinhaltet Vorgaben zur Energieeffizienz und Wasserwirtschaft, zur Verwendung lokaler, ökologischer Materialien sowie zur Anreicherung der Biodiversität und basiert auf zehn strengen Nachhaltigkeitskriterien, die während des gesamten Implementierungsprozesses und der Betriebsphase kontrolliert werden. Die Vereinbarung sowie die Ziele des zukünftigen Quartiers wurden von der Gemeine Orbe, dem WWF und dem Projektträger Orllati Ende Juni unterschrieben. Der Baustart ist im Frühling 2018 geplant. Gemäss den Nachhaltigkeitskriterien muss u.a. der CO2-Ausstoss auf einen Drittel des schweizerischen Durschnitts reduziert und das umliegende Gebiet in Biotope und Kulturen umgewandelt werden und es dürfen darin keine Fahrzeuge verkehren. 20% der Lebensmittel im Quartier müssen aus lokaler und 55% aus Schweizer Produktion stammen. Für die Mobilität wird ab 2020 eine S-Bahn Haltestelle eröffnet, welche eine direkte Verbindung mit dem Zentrum von Orbe, Yverdon-les-Bains und Lausanne ermöglicht. Es ist eine Herausforderung sowohl für die zukünftigen Bewohner wie auch für den Projektträger. Dieser muss seine Unterlieferanten kontrollieren, Schadstoffe verbieten, seine Fahrten auf das Notwendigste beschränken, seine Abfälle begrenzen, gewisse Isoliermaterialien vermeiden und seinen Beton vor Ort herstellen!
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Das Quartier wird mit zahlreichen Solarpanels sowie mit einer Regenwasseranlage ausgestattet und bietet Gemeinschafsgärten mit Gemüse und Obst sowie lokalen Geschäften Platz. Kinderspielplätze, ein Mehrzweckraum für den Einwohnerverein und eine Kinder-Krippe werden das Angebot vervollständigen.
BG Ingenieure und Berater ist besonders stolz, dieses innovative Projekt in all seinen Facetten begleiten zu können: technische Studien und OPL-Begleitung, Strategie und Energie-Contracting, integriertes Quartier-Ingenieurwesen - und dies für die drei Kunden: die Gemeinde Orbe, Orllati Real Estate und VO Energies. Zur Ausarbeitung des Energiekonzepts und des Teilnutzungsplans wurde BG Ingenieure und Berater schon sehr früh im Projekt involviert. Dies ermöglichte, mehrere Energiekonzepte im Einklang mit dem Energiegesetz vorzuschlagen und schliesslich wurde das Konzept einer Geothermie-Dublette im Grundwasser der Orbe gewählt. BG entwickelte ebenfalls alle Systeme für die Wärme- und Kälteproduktion sowie -Verteilung und gewährleistet die spezialisierten Ingenieurleistungen für die Studien in Zusammenhang mit den HLKS-Anlagen und dem MSRL-System, d.h. alle technischen SIA 108 Leistungen. Dazu werden sämtliche Bauingenieurleistungen gemäss SIA 103 von BG ausgeführt. Die Gruppe hat ein einfaches und Konzept definiert, um den OPL-Anforderungen hinsichtlich grauer Energie (resp. den Vorschriften für ECO-Messungen, Erdarbeiten und Tragwerken bei Aushubarbeiten) gerecht zu werden. Prallel dazu begleitet BG die Partner bei der Erstellung eines globalen Energie-Contractings (thermisch und elektrisch), das die OPL-Leistungsanforderungen erfüllt.
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■ INGENIOUS SOLUTIONS
EINE THEMENZEITUNG VO N SMART MEDIA
E-Commerce 11
«Online» erobert auch den Food-Bereich Mode, Bücher und Technik-Gadgets – diese Produkte werden heutzutage mehrheitlich online verkauft. Nun kommen zu dieser Gruppe temperaturgeführte Lebensmittel hinzu. Doch nicht jeder kann die hohen Anforderungen an die Kühlkette erfüllen. Ein Einblick. TEXT SMA
Die Digitalisierung ist in vollem Gange. Das hat Auswirkungen auf die Art und weise, wie wir einkaufen: Schnell bestellt, schnell geliefert – nichts anderes wird von den Konsumenten heute erwartet. Dieser Trend ist auch in der Logistik von Lebensmitteln angekommen. Für Dienstleister wie die Frigosuisse in
Möhlin (AG) bringt dies ganz neue Herausforderungen mit sich. Exemplarisch lässt sich das an der Familie Schweizer in Möhlin veranschaulichen. Die beiden frischgebackenen Eltern wollen für ihre Tochter nur das Beste – und haben sich darum dazu entschieden, für die Zubereitung des Baby-Breis vor allem auf Bioprodukte zurückzugreifen. Deren Beschaffung ist allerdings nicht immer einfach und die Zubereitung des Breis zeitintensiv. Schweizers ist es wichtig, auch sich selbst gesund und ausgewogen zu ernähren. KEEP COOL Für diese Bedürfnisse gibt es dank der fortschreitenden Digitalisierung die entsprechenden Anbieter. Die Wahrung der Kühlkette ist aber vor allem bei temperaturgeführten Lebensmitteln eine grosse Herausforderung. Kurze Durchlaufzeiten sind ein entscheidender Faktor, zudem setzt der Kunde hundertprozentige Qualität voraus.
Die Frigosuisse AG in Möhlin (AG) hat sich als Logistikdienstleister in den vergangenen Jahren auf solche Logistiklösungen spezialisiert und entwickelt mit ihren Kunden individuelle E-Commerce Lösungen, so dass bei der Familie Schweizer neben einem zeitgemässes Einkaufserlebnis auch eine prompte Übergabe der Ware sichergestellt wird. Um Abwechslung in ihren Menü-Plan bringen kann, hat sich Familie Schweizer entschieden, wöchentlich eine Kochbox von HelloFresh mit jeweils drei Mahlzeiten zu bestellen. So werden bei Frigosuisse wöchentlich hunderte Kochboxen verpackt und per Post in die Haushalte versendet. Pro Box sind über hundert einzelne Picks notwendig, bis Familie Schweizer ihre Kochbox mit allen Zutaten und den passenden Rezepten bequem nach Hause geliefert bekommt. Vom Fleisch über die Milchprodukte bis hin zu frischen Kräutern wird alles sorgfältig verpackt, sodass auch die empfindlichsten
Zutaten mit der richtigen Temperatur und Qualität den Kunden erreicht.
Kurze Durchlaufzeiten sind ein entscheidender Faktor. Damit sie nicht mehr soviel Zeit mit dem Zubereiten des Baby-Breis verliert, hat
Frau Schweizer «Yamo» entdeckt. Das junge Start-up aus Zug produziert Bio Baby-Brei, und sterilisiert diesen mit einer neuen und schonenden Technologie. Neben dem Verkauf über den Fachhandel bietet Yamo den Endkunden die Möglichkeit an, den Baby-Brei online zu bestellen. Im Gegensatz zu klassischen Webshops bietet Yamo seine Produkte im Abonnement an. Frigosuisse versendet den Kunden von Yamo wöchentlich ein Packet mit Bio-Baby-Brei, wobei die Menge und die Inhaltstoffe dem aktuellen Alter des Kindes angepasst werden. Bei der Zusammenstellung der Rezepturen wird Yamo von Ernährungswissenschaftlern und Kinderärzten aktiv unterstützt. Das E-Commerce-Team von Frigosuisse durfte Yamo logistisch in diversen Themen beraten, so wurde beispielsweise die Verpackung oder die Versandetikette gemeinsam entwickelt, sodass eine top Dienstleistung für Familie Schweizer sichergestellt werden kann.
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12 Weiterbildung Lehrgang ECR D-A-CH Category Manager
Der Kunde im Mittelpunkt Denken und Handeln in Kategorien. Mit Category Management passen Sie Ihr Sortiment den Bedürfnissen der Kunden an. Wie’s geht, zeigt der überarbeitete Lehrgang zum zertifizierten Category Manager von GS1 Schweiz. TEXT JOACHIM HELDT
Category Management ist nichts Neues. Das Konzept des Warengruppenmanagements ist 25 Jahre alt, hat seinen Ursprung in den USA und folgt einer engen Zusammenarbeit zwischen Handel und Industrie. Das wesentliche Merkmal ist die Bildung von Warengruppen und deren konsequente Ausrichtung an die Bedürfnisse der Kunden. DEM KUNDEN GEBEN WAS ER BRAUCHT Beim Category Management geht es in erster Linie um den Konsumenten. Seine Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse wollen erkannt und erfüllt werden. So werden in der Praxis Produkte, die aus Sicht des Konsumenten zusammengehören, zu Kategorien zusammengestellt und präsentiert und sollen den Kunden animieren, zusätzliche Käufe zu tätigen. Schliesslich soll das Einkaufserlebnis einmalig sein sowie das Produktsortiment attraktiv und abwechslungsreich. Aber welche Produkte passen überhaupt zusammen und was erwartet eigentlich der Kunde? Müssen Category Manager Menschenfreunde sein, die über viel Einfühlungsvermögen verfügen und die Wünsche der Kunden sofort erkennen? Nicht ganz. Category Management ist eigentlich nichts anderes als eine Einkaufserleichterung, und da spielt auch die Kundenorientierung eine Rolle. Moderne Ladenkonzepte zielen heute darauf ab, dem Kunden eine optimale Kundenorientierung zu bieten. Damit sich der Kunde besser zurecht findet, spielen Farben, Design, Licht, Höhe
und Anordnung der Verkaufsregale und Produkte eine wichtige Rolle. Findet ein Kunde ein Produkt dort, wo er es erwartet, ist er zufrieden und wird zu weiteren Käufen animiert. Beispiel Nüsslisalat, den es heute Abend bei uns gibt. Den Feldsalat und die Zwiebeln finde ich in der Gemüseabteilung, die Croutons irgendwo beim Brot. Oder vielleicht bei den Fertigsuppen? Ach ja, dann brauche ich noch Balsamico-Essig. Den finde ich ja sicher bei Essig und Öl. Das muss doch bei den Konserven sein? Oder? Mit optimalem Category Management wissen wir, was der Kunde braucht und will. Da steht in der Gemüseabteilung vielleicht auch Essig und Öl, Gewürze und die Croutons. Und endlich entdecke ich die Salatschleuder. Die nehme ich natürlich auch gleich noch mit. AUCH ONLINE Category Management beschäftigt heute nicht nur den stationären Handel. Auch in Zeiten von Internet & Co. ist ein durchgängiges Online-Einkaufserlebnis zu schaffen. Der moderne Konsument ist ein Multi-Channel-Shopper. Er wählt seinen Einkaufskanal spontan und produkteabhängig. Heute offline und morgen online. Der Konsument wählt einfach den Kanal, der in seiner Situation am besten zu ihm passt. Die Grenzen zwischen stationärem Geschäft, Web, Tablet und Mobile sind heute fliessend; die Kundenanforderungen aber klar und einfach: einmalig, abwechslungsreich und attraktiv soll auch hier das Erlebnis sein.
Mit einem gezielten Category Management kann jedes Unternehmen die Warenkörbe ihrer Kunden vergrössern. Der Unternehmensberater A.T. Kearney erklärt in der Schriftenreihe «10 Steps in Retail» wie Onlinehändler ihren Umsatz um 10 bis 15 Prozent steigern können. Hört sich vielversprechend an. Laut A.T. Kearney handelt es sich dabei um eine Strategie, Produktgruppen in Onlineshops an Verbraucherwünschen auszurichten, um so den Online-Shopper zu Spontankäufen zu verleiten. LEHRGANG CATEGORY MANAGER Trotz der genannten Erfolgszahlen ist Category Management bei vielen Unternehmen weder off- noch online bisher richtig verankert. Für Handel und Industrie ist es wichtig, die Kundenwünsche in den Mittelpunkt aller Aktivitäten zu rücken und die Bedürfnisse und Erwartungen zu erfüllen. Hier schafft der Lehrgang zum zertifizierten Category Manager Abhilfe. Der Kurs wurde durch ein Expertenteam von GS1 Schweiz konzipiert und den neuen Gegebenheiten angepasst. Der ECR D-A-CH Category Manager-Lehrgang zeichnet sich durch einen hohen Praxisbezug aus. Fallstudien, Praxissimulation und Trainingstage bei ausgesuchten Unternehmen vor Ort stehen auf der überarbeiteten Agenda. Der Lehrgang orientiert sich am klassischen 8-Schritte-Prozess des Category Managements und lässt sich auch auf die Branchen Pharma, Eisenwaren und Werkzeuge, Elektronik, Papeterie, Spielwaren, Textil und andere anwenden. Vermittelt werden die Prinzipien und Methoden des Category Managements vor allem im Hinblick auf das Omni-Channel Retailing und mit einem starken Bezug auf Customer Centricity und die Customer Journeys in einer «digitalen Welt».
ECR D-A-CH Category Manager Datum: Der Lehrgang dauert 10 Tage und wird in vier Blöcken durchgeführt. 17.-19. April 2018 22.-24. Mai 2018 13.-14. Juni 2018 4.-5. September 2018 Ort: GS1 Schweiz, Monbijoustrasse 68, Bern Kosten: Mitglieder GS1 Schweiz 5'900.-- Franken, Nicht-Mitglieder 6'500.-- Franken, Abschlussprüfung 400.—Franken Europäische Anerkennung: Zertifikat ECR D-A-CH Category Manager Mehr Informationen unter www.gs1.ch/cm
Donnerstag, 7. März 2018 | Kultur- und Kongresszentrum TRAFO | Baden
13. GS1 Forum Logistics & Supply Chain Omni-Channel-Logistik intelligent steuern und managen Am 13. GS1 Forum Logistics & Supply Chain stehen folgende Fragen
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“EY” refers to Ernst & Young Ltd, Basel, a member firm of Ernst & Young Global Limited, London, a UK company limited by guarantee. ED 2006.
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14 Business-Look
Erfolgreich im Berufsleben dank Business-Look Welche Kleider-Knigge herrscht im Büroalltag und welche Punkte gilt es zu beachten? Mit diesen Grundregeln gelingt der Wechsel zwischen dem Businessund Business- Casual-Look mühelos. TEXT JUAN PAULO ZENZ
Die amerikanische TV-Serie Suits, die sich um den Alltag einer renommierten New Yorker Anwaltskanzlei dreht, zeigt exemplarisch wie der erfolgreiche Geschäftsmann/-Frau von heute sich stilvoll zu kleiden hat. Anhand der Feinheiten im Kleidungsstil lassen sich gewisse Hierarchien deutlich ableiten. Die Hauptfigur Harvey Spector (gespielt von Gabriel Macht) trägt stets dunkle Massanzüge mit breitem Revers und weitgeschnittenen Anzugshosen. Es versteht sich von selbst, dass man ihn als einer der drei Geschäftspartner nie ohne Krawatte sieht. Sein Schützling Mike Ross (gespielt von Patrick J. Adams) verkörpert mit seinen Navy blauen Slim-Fit-Anzügen den jungen Berufseinsteiger. Nur lässt sich eine Formel für guten Stil nicht auf alle Berufszweige übertragen. Nachfolgend sind einige Leitlinien zusammengefasst, die man bei der Kombination des eigenen Business-Outfits in Betracht ziehen sollte. DER KLASSISCHE BUSINESSANZUG Im Banken- und Versicherungswesen lohnt es sich bereits während des Anstellungsgesprächs nach den geltenden Kleidungsvorschriften, respektive nach dem «Dress-of-conduct», zu fragen. Für den klassischen Consultant-Look eignen sich einreihige Anzüge mit Zweiknopfsakko. Am besten in schlichten Blau- und Grautönen – schwarze Anzüge hingegen ge-
Eine gut gebundene Krawatte ist der erste wichtige Schritt im Leben Oscar Wilde
hören in die Abendgarderobe. Ein hochwertiger Anzug kratzt nicht und verfügt einen
hohen Anteil Schurwolle (im Optimalfall reine Schurwolle mit 100% Anteil). Stoffbeisetzungen wie Synthetik oder Polyester gilt es zu vermeiden. Beim Kauf eines Anzugs ab Stange ist die aktuelle Grösse und nicht die Wunschgrösse massgebend. Bei exakter Passform schliessen die Ärmel mit den Schultern ebenbündig ab und reichen bei ausgestreckten Armen bis zum Handgelenk, sodass noch ca. ein bis zwei Zentimeter des Hemdes zum Vorschein treten. Schlichte Manschettenknöpfe veredeln den Gesamteindruck. Bei der Wahl des Hemdes ist ein weisses Hemd mit Kent-, Button-Down- oder Haifischkragen die Norm. Die richtige Kragenweite liegt vor, wenn bei geschlossenem Kragen nur knapp ein Finger zwischen Hals und Kragen Platz hat. Die Krawatte ist zwingend farblich auf das Businessoutfit abzustimmen und die Spitze darf nur knapp bis zum Hosenbund reichen: Als Krawattenknoten eignet sich der Windsor,
der Manhattan oder der doppelte Windsor (zur Not helfen beim Binden auch Webtutorials). Die Anzugshose (aus dem gleichen Stoff wie der Sakko) sitzt gut im Bund und drückt nicht. Schmalgeschnittene Hosen sind mit Vorsicht zu geniessen, da diese auffällige Figurmerkmale negativ betonen. Aufschläge am Hosensaum verkürzen optisch die Beinlänge und sind daher nur für grössere Männer zu empfehlen. Wer sich keinen Anzug ab Stange antun möchte und über das nötige Kleingeld verfügt, der darf ruhig in ein bis zwei massgeschneiderte Anzüge investieren. Bei regelmässiger Abgabe zur chemischen Reinigung (in der Regel einbis zweimal pro Jahr) kann ein Anzug durchaus ein Jahrzehnt überdauern. Eine Alternative zur Königsdisziplin bildet die Masskonfektion, auch bekannt als «Made-to-measure». Hier verwendet der Schneider mehrere Schnittmuster bei der Vermessung. DIE WAHL DES RICHTIGEN BUSINESSSCHUHS Um sich von der homogenen Masse abzuheben sind gute und gepflegte Businessschuhe ein absolutes Must. Im Idealfall sind diese weder spitzig noch eckig, sondern klassisch vorne abgerundet und aus Echtleder angefertigt. Bei regelmässiger Benützung einer Schuhcrème haben hochwertige Lederschuhe eine längere Lebensdauer und sind gleichzeitig auch schmutzabweisend. Natürlich gibt es je nach Jahreszeit auch beim Schuhwerk frappante Unterschiede: Bei unproblematischer Witterung sind schwarze und braune Brogues, Oxfords (mit mindestens Vier-Loch-Schnürung) und Monks (mit Einfach- oder Doppelschnallen) empfehlenswert. Im Winter sorgen Ankle oder Chelsea Boots für warme Füsse. Loafers sind im Sommer hingegen eine geeignete Alternative zum geschlossenen Businessschuh. Und eines vorweg: Sneakers per se haben im klassischen Berufsalltag nichts zu suchen.
DER BUSINESS-CASUAL-LOOK Der Business-Casual-Look beschreibt einen goldenen Mittelweg zwischen Berufswelt und Freizeit. Wer in folgenden Domänen wie in der Werbung, PR oder im Marketing arbeitet, kann dann auch einen Blazer zur dunklen Jeans oder zu khakifarbenen Chinos kombinieren. In diesem Look kann man dann auch direkt zu einem Dinner oder zum Afterwork gehen. Generell herrscht die Norm, dass im gestalterisch innovativen Bereich die Kleideretikette nicht so strenggenommen wird. Noch freier ist die Kleiderwahl in der IT-Branche, da es hier selten bis kaum zu unmittelbarem Kundenkontakt kommt. Ausnahmen bilden IT-Posten in einer Bank. Hier gilt der Dresscode der Finanzbranche. Deutlich schwerer haben es Ingenieure, die zwischen Baustelle und Büro pendeln müssen. Hier hat es sich bewährt, sich vor einem wichtigen Kundentermin nochmals umzuziehen. Die einfache Grundregel lautet, je mehr Kundenkontakt die Stelle beinhaltet, umso seriöser sollte das Erscheinungsbild daherkommen. Als kompetenter Berater eines Fachgebietes möchte man einen selbstsicheren und sachkundigen Eindruck hinterlassen. Dies erreicht man, indem man sich in seinem Outfit wohl fühlt, weil die Kleidung exakt sitzt und die Businessschuhe nicht drücken. Das Outfit darf nicht vom eigentlichen Inhalt des Kundengesprächs und der eigenen Rhetorik ablenken. Selbst wenn die Unterschiede im Erscheinungsbild auf den ersten Blick zwischen den Branchen fliessend erscheinen, machen gerade die Details und die musterhafte Abstimmung der einzelnen Kleidungsstücke den Unterschied zwischen einem perfekten und einem misslungenen Outfit aus. Sobald man die Grundregeln weitgehend verinnerlicht hat, ist es auch gestattet zwischendurch die Regeln zu brechen und den eigenen Stil vermehrt in Szene zu setzen.
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Business-Travel 17
So werden Geschäftsreisen weniger stressig Die meisten Geschäftsreisen dauern maximal zwei Tage. Entsprechend intensiv kann es dabei zu- und hergehen. Eine gute Vorbereitung auf Seiten der Unternehmen und der Mitarbeiter ist daher besonders wichtig. zur Belastung wird? Wir haben zehn hilfreiche Tipps zusammengestellt.
rumzuschlagen. Im Optimalfall können die Mitarbeiter die Reise direkt auf Kosten des Unternehmens buchen, damit sie die Reisekosten nicht privat vorschiessen müssen. 5.) Bei grossen Firmen, die viele Geschäftsreisen organisieren müssen, kann es sich lohnen, die Option eines Geschäftsreisebüros zu prüfen. Es gibt verschiedenste Dienstleister, die Rundum-Pakete für Geschäftsreisen anbieten.
TIPPS FÜR UNTERNEHMEN 1.) Wenn ein Unternehmen die Geschäftsreise für seine Mitarbeiter organisiert, sollte darauf geachtet werden, dass die Flugzeiten weder zu früh am Morgen noch zu spät am Abend geplant werden. Dies kann für Mitarbeiter, die etwas weiter vom Flughafen entfernt wohnen, zum Problem werden. Zudem empfiehlt es sich, die Hotels möglichst nahe am Ort der Meetings zu buchen, um lange Transfers zu vermeiden. 2.) Die Wahl des richtigen Hotels ist ebenfalls wichtig. Damit die Mitarbeiter auch auf Geschäftsreise effizient arbeiten können, sollten die Hotelzimmer mindestens über schnelles WLAN, einen Schreibtisch und einen Drucker verfügen. 3.) Unternehmen sollten auf die Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter achten. Das gilt insbesondere auch, wenn sich diese auf Geschäftsreise befinden. Mit einem attraktiven Rahmenprogramm (Sightseeing, Abendessen, Shows etc.) wird der Reisestress garantiert erträglicher. Ebenfalls hilfreich ist es, beim Planen der Reise die Wochenenden, sowie Feier- und Brückentage zu berücksichtigen. Allenfalls kann man es den Mitarbeitern so ermöglichen, die Geschäftsreise mit einem privaten Kurzurlaub zu verbinden. 4.) Wenn die Mitarbeiter ihre Geschäftsreisen selber buchen, ist es wichtig, dass das Spesenreglement des Unternehmens klar ist. Es gibt nichts Mühsameres, als sich nach der Geschäftsreise mit der Spesenabrechnung he-
TIPPS FÜR MITARBEITER 1.) Smart Luggage – also intelligentes Gepäck – ist ein Trend, der im Bereich der Geschäftsreisen immer mehr an Bedeutung gewinnen könnte. Bereits heute gibt es Hersteller, die Koffer mit eingebauten Akkus für Smartphones anbieten und deren Gepäckstücke per GPS geortet werden können. Sich automatisch verschliessende Koffer, eine im Griff integrierte Waage, Öffnen per Fingerprint und eingebaute Reiseassistenten, um Flüge umzubuchen und Hotels zu reservieren, – all das ist bereits Realität. 2.) Apropos Koffer: Auch das richtige Packen ist für eine Geschäftsreise wichtig. Besonders delikat: der Anzug. Schliesslich darf dieser auf keinen Fall zerknittert sein. Dafür kann man die Schultern mit Seidenpapier polstern und als Zwischenlage ebenfalls ein Seidenpapier verwenden. Sollte er trotzdem zerknittern - einfach den Anzug an einem Kleiderbügel in der Dusche aufhängen und eine Weile heisses Wasser laufen lassen. Der Dampf glättet die Falten. 3.) Für Geschäftsreisende gibt es zudem viele hilfreiche Smartphone-Apps: Von Fluginformationen, über spontane Hotelbuchungen, Übersetzungshilfen und digitale Reiseführer, bis hin zu Sportübungen im Sitzen und Stehen für während dem Flug, um gegen müde Beine und Reisethrombosen anzukämpfen, kennt das Angebot kaum Grenzen. 4.) Wer unterwegs arbeiten muss, der tut dies gerne in Ruhe. Dafür gibt es an den Flughäfen
TEXT SMA
Für viele Menschen ist Reisen eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen. Was also gibt es Besseres, als Beruf und Freizeit zu verbinden? Ein Traum, wenn man als Teil des Berufs durch die Welt reisen und dabei neue Länder und fremde Kulturen kennenlernen kann. Es ist unbestritten: Geschäftsreisen haben ihren Reiz. Doch wer viel und regelmässig geschäftlich unterwegs ist, der weiss, dass die Reiserei ganz schön anstrengend und stressig sein kann. Immer aus dem Koffer leben, ohne festen Arbeitsplatz auskommen, lange Reisetage, Jetlag und und und. Beruflich rund um den Globus zu jetten, ist längst nicht immer so schön und aufregend, wie es auf den ersten Blick scheint. VIDEOKONFERENZEN SIND KEIN ERSATZ Obwohl Unternehmen dank der Digitalisierung mit ihren Auslandkunden engen Kontakt halten können, sind Geschäftsreisen nach wie vor für viele international tätige Firmen unerlässlich. Videokonferenzen sind zwar günstiger und weniger zeitintensiv, können aber das persönliche Treffen nicht ersetzen. Doch auch bei den Geschäftsreisen spüren die Unternehmen den Zeit- und Kostendruck. Im Jahr 2017 blieben gemäss einer Datenanalyse des Hotelbuchungsportals HRS, das sich auf Geschäftsreisen spezialisiert hat, 64 Prozent der Geschäftsreisenden maximal zwei Nächte am selben Ort. Auch die Geschäftsreisen müssen also immer effizienter und günstiger werden. Was kann man tun, damit die Reiserei trotzdem nicht
immer häufiger Lounges, die nicht nur für die Vielflieger der jeweiligen Fluggesellschaft zugänglich sind, sondern gegen Bezahlung auch für alle anderen Reisenden. So kann man auch am Flughafen ungestört arbeiten, etwas essen oder gar duschen. 5.) Bei Langdistanzflügen kann der Jetlag zum Problem werden. Um dem vorzubeugen, sollten Reisende in Richtung Osten in den Tagen vor dem Abflug etwas früher zu Bett gehen und etwas früher aufstehen. Wer in den Westen fliegt, soll dagegen später ins
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Bett und auch später aufstehen. Zudem hilft es, sich so früh wie möglich an die Zeit des Ziellandes anzupassen. Die Uhr sollte man daher am besten schon beim Abflug umstellen. Ebenfalls sollte man versuchen, direkt nach der Ankunft den Essensrhythmus des Reiseziels anzunehmen. Dank diesen zehn Tipps wird die Geschäftsreise zwar noch nicht zum Urlaub, aber zumindest sollten die Kurztrips um einiges entspannter und weniger stressig sein.
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