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Fokus Best of Switzerland

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Best of Switzerland

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Oktober ’26

Was bleibt, wenn sich alles verändert Über Qualität als Haltung, Tradition als Kompass und die stille Stärke des bewussten Geniessens. Drei Gedanken zur Frage, was Schweizer Traditionsunternehmen relevant hält.

Faszinierender Familienausflug in den Walter Zoo in Gossau SG

walterzoo.ch

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fokus.swiss

Editorial

OLMA 2026: Wo die Schweiz zusammenkommt

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ie OLMA gehört zu den Anlässen, die Generationen verbinden und schaffen Begegnungen zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft, Tradition und Innovation sowie Stadt und Land. Unter dem Motto «OLMA – und Action!» präsentiert sich die 83. Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung moderner, interaktiver und erlebnisorientierter denn je, ohne dabei ihre Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Gastkanton Schwyz: «Schwyz liefert» Der Ehrengast Kanton Schwyz tritt unter dem Motto «Schwyz liefert» auf. In einer rund 1’000 Quadratmeter grossen Sonderschau bringt Schwyz Menschen, Produkte, Kultur, Brauchtum und Besonderheiten des Kantons nach St. Gallen – bis hin zum Hölloch. Die Sonderschau zeigt, wofür der Kanton steht: für Landwirtschaft, Gewerbe, Industrie, Tourismus, gelebte Volkskultur und starke regionale Produkte. Auch ausserhalb der Hallen ist Schwyz präsent – mit Gastronomie in der Stadt, musikalischen Beiträgen und dem traditionellen Umzug am ersten OLMASamstag. Rund 1’300 Schwyzerinnen und Schwyzer wirken daran mit und machen den Gastkantonsauftritt weit über das Messegelände hinaus erlebbar. Neue OLMA Action Area: eine Halle zum Mitmachen Die Halle 9.0 ist die aktivste Fläche der OLMA: In der OLMA Action Area treffen Spiel, Sport, Gaming, Bewegung und Begegnung aufeinander. Besuchende können ausprobieren, mitmachen und Neues entdecken. Das Format richtet sich an Familien, Jugendliche sowie junge und jung gebliebene Erwachsene und stärkt den Erlebnischarakter der OLMA. Neue Sonderschauen der Armee und EPFL Auch die diesjährigen Sonderschauen schlagen den Bogen zwischen Bewährtem und Neuem. Die Schweizer Armee gibt auf rund 2’000 Quadratmetern Einblicke in ihre vielfältigen Aufgaben

04 Macher und Qualität 08 Interview Toblerone 10 Genuss und Kulinarik

14 Sport im Herbst 20 Erholung in der Schweiz

Fokus Best of Switzerland

Bild zVg

Projektleitung Leandro Vilchez CEO Carl-Henrik Hagelberg

Von Landwirtschaft über Genuss bis Innovation: Die OLMA zeigt die Vielfalt der Schweiz.

von heute: im digitalen Raum, in der Logistik, bei der Verpflegung, im Veterinärdienst und in internationalen Einsätzen. Die Besuchenden können vor Ort ausprobieren, nachfragen und mit Angehörigen der Armee ins Gespräch kommen. Ein Höhepunkt ist der Tag der Armee am Mittwoch, 14. Oktober 2026. In der OLMA-Arena stehen Militärmusik, Vorführungen des Infanteriebataillons 61, Fallschirmspringer, Armeetiere und weitere Vorführungen auf dem Programm. Mit der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) hat zudem die Forschung einen prominenten Platz an der OLMA. Unter dem Titel «Schützen, Kultivieren, Nähren – Forschung für die Landwirtschaft und Ernährung von morgen» werden Projekte und Start-ups zu Themen wie Pflanzenstress, gesunde Böden oder der Weiterentwicklung von Ernährungssystemen vorgestellt. Das Herzstück bleibt die Landwirtschaft Bei aller thematischen Erweiterung bleibt der Kern der OLMA klar: Landwirtschaft und Ernährung stehen im Zentrum. Zahlreiche Sonderschauen, Degustationen, Wettbewerbe und Begegnungen mit Produzentinnen und Produzenten machen Herkunft, Qualität und Zukunftsfragen erlebbar. Die Sonderschau «Erlebnis Nahrig» widmet sich 2026 der Kartoffel und verfolgt ihren Weg vom Feld bis auf den Teller. Live-Kochstationen, Degustationen und Familienangebote zeigen ihre Vielfalt. Der OLMA-Genussmarkt bringt Produzentinnen und Produzenten aus der ganzen Schweiz direkt mit dem Publikum zusammen und macht die Vielfalt der Schweizer Genusswelt erlebbar. Ergänzt wird das Angebot durch die Produkteschau «Alles Gurkä?!», die die vielseitige Gurke in den Fokus rückt.

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Creative Director DACH Franziska Bredehorn

So zeigt die OLMA 2026 einmal mehr, was die Schweiz ausmacht: regionale Vielfalt, hochwertige Produkte, gelebte Traditionen und die Offenheit für neue Ideen.

Text Linda Carstensen, Miriam Rauh, Britta Vodicka, Walter Nogueira, SMA

Traditionelle Programmpunkte wie die 25. OLMAAlpkäse-Prämierung, der Tag der Bäuerin sowie zahlreiche Beiträge zu Volkskultur und Brauchtum gehören ebenfalls zum Messegeschehen. Beliebt bei Gross und Klein sind zudem die Tierausstellungen und Vorführungen in der Arena.

Smart Media Agency.

So zeigt die OLMA 2026 einmal mehr, was die Schweiz ausmacht: regionale Vielfalt, hochwertige Produkte, gelebte Traditionen und die Offenheit für neue Ideen. Sie verbindet Menschen, schafft Verständnis und macht erlebbar, wie eng Landwirtschaft, Ernährung und Gesellschaft miteinander verknüpft sind.

Titelbild zVg Distributionskanal Tages-Anzeiger Druckerei DZZ Druckzentrum AG

Gerbergasse 5, 8001 Zürich, Schweiz Tel +41 44 258 86 00 info@smartmediaagency.ch redaktion@smartmediaagency.ch fokus.swiss

Jetzt Tickets sichern: olma.ch/tickets Messeinhalte entdecken: olma.ch/messeinhalte

Viel Spass beim Lesen! Text SMA

Leandro Vilchez Project Manager

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SwissCaution AG • Brandreport

Mietkaution, ohne Erspartes zu blockieren Ein Wohnungswechsel kostet – und zusätzlich kann die Mietkaution mehrere Tausend Franken binden. Eine Kautionslösung ohne Bankdepot schafft finanziellen Spielraum für Mietende und bietet Vermietenden dennoch die erforderliche Sicherheit.

Patrick Oltramare CEO

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in neuer Job in einer anderen Stadt, das Studium, Familienzuwachs oder einfach der Wunsch nach einer Wohnung, die besser zur aktuellen Lebenssituation passt: Die Gründe für einen Umzug sind vielfältig. Was sie gemeinsam haben, sind die damit verbundenen Kosten. Transport, die Einrichtung, kleinere Anschaffungen und möglicherweise eine Überschneidung zweier Mietverhältnisse summieren sich schnell. Hinzu kommt die Mietkaution. In der Schweiz können Vermietende bei Wohnräumen eine Sicherheit von bis zu drei Monatsmieten verlangen. Bei einer monatlichen Miete von beispielsweise 2'000 Franken können somit bis zu 6'000 Franken für die Dauer des Mietverhältnisses allein durch die Kaution gebunden sein. Wird dieser Betrag auf einem Mietkautionskonto hinterlegt, bleibt das Geld zwar grundsätzlich Eigentum der Mietenden, steht ihnen während des Mietverhältnisses aber nicht frei zur Verfügung. Gerade in einer Phase, in der ohnehin viele Ausgaben zusammenkommen, kann das die finanzielle Flexibilität einschränken. Genau hier setzt eine Mietkautionsversicherung wie SwissCaution an: Statt den Kautionsbetrag auf einem Bankkonto zu deponieren, bezahlen Mietende eine jährliche Versicherungsprämie. Ihr Geld bleibt dadurch verfügbar.

Die Kautionsgarantie bringt beide Anforderungen zusammen: Das Ersparte der Mietenden bleibt verfügbar, während die Vermieterseite eine Garantie einer FINMAbewilligten Schweizer Versicherungsgesellschaft erhält. Sicherheit für Vermietende, Liquidität für Mietende Das Prinzip ist einfach: SwissCaution stellt gegenüber der Vermieterin, dem Vermieter oder der Immobilienverwaltung eine Mietkautionsgarantie bis zur vereinbarten Garantiesumme aus. Mietende müssen den entsprechenden Betrag deshalb nicht auf einem Bankkonto blockieren. Die Lösung erfüllt damit zwei unterschiedliche Bedürfnisse: Mietende behalten ihre Liquidität und können selbst entscheiden, wofür sie ihr Erspartes einsetzen. Vermietende wiederum erhalten eine Garantie einer von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA bewilligten Versicherungsgesellschaft. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Garantiesumme und Versicherungsprämie. Die Mietenden zahlen nicht die gesamte Kaution an SwissCaution, sondern eine jährlich wiederkehrende Prämie für die Bereitstellung der Garantie. Die Prämie ist somit der Preis dafür, dass das eigene Kapital nicht als Kaution hinterlegt werden muss. Das kann beispielsweise interessant sein, wenn das verfügbare Geld beim Umzug für Möbel, Umzugskosten oder andere Ausgaben benötigt wird. Auch wer über ausreichend Erspartes verfügt, kann sich bewusst dafür entscheiden, dieses nicht über Jahre in einer Mietkaution zu binden. Am Ende des Mietverhältnisses geben Vermieter oder Immobilienverwaltungen die Mietkaution frei. Bestehen noch berechtigte Forderungen, etwa wegen Schäden oder ausstehender Mietzahlungen, kann SwissCaution dafür bis zur Höhe der garantierten Kaution aufkommen. Den von SwissCaution vorgestreckten Betrag müssen die Mietenden anschliessend zurückzahlen.

Meilenstein erreicht: den Abschluss des 900’000. Vertrags. Heute zählt das Unternehmen mehr als 400’000 Kundinnen und Kunden und arbeitet mit über 2’500 Immobilienpartnern zusammen. Damit ist die Garantie ohne Bankdepot bei zahlreichen Vermietenden und Immobilienverwaltungen in der Schweiz bekannt und akzeptiert. SwissCaution ist eine von der FINMA bewilligte Versicherungsgesellschaft und gehört zur Mobiliar. Das Unternehmen ist zudem mit Agenturen in Zürich, Bern und Lausanne präsent. Die Mietkautionslösung wird direkt von SwissCaution sowie über die Mobiliar und die Post vertrieben.

Mehr als eine Garantie für die Wohnung SwissCaution verbindet die Mietkautionslösung darüber hinaus mit Leistungen, die während des laufenden Mietverhältnisses relevant werden können. Dazu gehört die ohne Aufpreis enthaltene HomeAssistance 24/7 für Privatmietverträge. Bei Haushaltsnotfällen wie einem verlorenen Schlüssel oder einem Wasserschaden können Mietende rund um die Uhr Unterstützung anfordern. HomeAssistance organisiert die erforderlichen Sofortmassnahmen und übernimmt je nach Art des Notfalls gemäss den geltenden Bedingungen Kosten von bis zu 1'000 Franken pro Ereignis.

Treue zahlt sich aus Eine Mietkaution ist häufig auf mehrere Jahre angelegt. Deshalb spielt neben der anfänglichen finanziellen Entlastung auch die Entwicklung der Kosten über die Vertragsdauer eine Rolle. SwissCaution berücksichtigt dies mit Treuerabatten. Je nach Vertragsdauer erhalten Kundinnen und Kunden einen Treuerabatt von bis zu 30 Prozent auf die Prämie.

Bei einer Mietkaution zählt allerdings nicht allein die finanzielle Flexibilität. Entscheidend ist auch, dass die Garantie von der Vermieterseite akzeptiert wird und der Anbieter langfristig verlässlich ist. Schliesslich kann eine Mietkaution ein Mietverhältnis über viele Jahre begleiten.

Ob eine Kautionsversicherung zur persönlichen Situation passt, hängt von den eigenen Prioritäten ab. Wer den Kautionsbetrag auf einem Bankkonto hinterlegt, bindet eigenes Kapital. Bei SwissCaution bleibt dieses Kapital gegen eine jährliche Versicherungsprämie verfügbar. Damit wird die Mietkaution auch zu einer Frage des persönlichen Umgangs mit Liquidität: Soll das eigene Geld über die Dauer des Mietverhältnisses gebunden sein – oder weiterhin zur Verfügung stehen?

SwissCaution ist seit 1991 auf Mietkautionslösungen spezialisiert und hat kürzlich einen besonderen

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SwissCaution auf einen Blick • Seit 1991 auf Mietkautionslösungen spezialisiert • 900'000 abgeschlossene Verträge seit der Gründung • Mehr als 400'000 Kundinnen und Kunden • Über 2'500 Immobilienpartner • FINMA-bewilligte Versicherungsgesellschaft • Teil der Mobiliar • Eigene Agenturen in Zürich, Bern und Lausanne • Vertrieb über SwissCaution, die Mobiliar und die Post

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Macher und Qualität

Wo Qualität zur Haltung wird

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bewaldet. Der Bund verfolgt mit seiner Wald- und Holzstrategie das Ziel, die Wertschöpfungskette zu stärken und Holz vermehrt stofflich sowie kreislauffähig zu nutzen. Für Möbel bedeutet das: Nicht nur der Rohstoff zählt, sondern auch die Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Wiederverwendung.

n einer Werkstatt entsteht ein Möbelstück, wenige Meter weiter nimmt am Bildschirm bereits das nächste Produkt Form an. Was sich nach zwei Welten anhört, gehört in der Schweiz oft zusammen. Handwerk, Gestaltung und technologische Entwicklung beruhen hier auf Präzision, Wissen und kurzen Wegen zwischen Idee und Umsetzung – gerade bei Möbeln zeigt sich, wie daraus Qualität entstehen kann, die länger trägt als ein Herkunftslabel.

Entscheidend bleibt, was Unternehmen aus der Nähe der einzelnen Entwicklungs- und Herstellungsschritte machen. Wer Entwicklung, Materialkenntnis, Fertigung und Qualitätskontrolle eng verbindet, kann schneller reagieren und Produkte konsequenter weiterentwickeln. Gerade in einem Hochlohnland ist das zentral: Schweizer Anbieter können selten über den tiefsten Preis konkurrieren. Ihr Vorteil liegt dort, wo Gestaltung, Funktion, Verlässlichkeit und Service zusammenkommen. Handwerk ist Wissensinfrastruktur Hinter dieser Qualität stehen Menschen, die Materialien verstehen und Prozesse beherrschen. Das duale Bildungssystem bildet dafür eine wichtige Grundlage. Rund zwei Drittel der Jugendlichen in der Schweiz entscheiden sich nach der obligatorischen Schule für eine berufliche Grundbildung. Theorie und Praxis bleiben eng gekoppelt, weil viel Wissen direkt in den Betrieben vermittelt wird. Das Nahtstellenbarometer 2025 zeigt, wie stark Unternehmen diese Rolle mittragen: 56 Prozent der befragten Betriebe bildeten Lernende aus und

Innovation in kleinen Schritten Mehr als 99 Prozent der marktwirtschaftlichen Unternehmen in der Schweiz sind KMU; zusammen stellen sie rund zwei Drittel der Arbeitsplätze. Viele arbeiten hoch spezialisiert. Sie entwickeln Beschläge, verarbeiten Holz, Metall oder Textilien, bauen Innenräume aus oder verbinden handwerkliche Fertigung mit digitaler Planung.

Bild iStockphoto/vicvaz

Qualität beginnt vor der Produktion Für die Bezeichnung «Swiss made» gelten klare gesetzliche Vorgaben. Bei Industrieprodukten müssen mindestens 60 Prozent der Herstellungskosten in der Schweiz anfallen; zudem muss ein wesentlicher Fabrikationsschritt hier stattfinden, wobei Forschung und Entwicklung in die Berechnung einfliessen können. Die Vorgaben zeigen: Herkunft bedeutet mehr als Endmontage oder ein Schweizer Kreuz auf der Verpackung.

Gerade darin liegt eine moderne Form der Kunst. Sie zeigt sich in sorgfältigen Details, austauschbaren Teilen, robusten Oberflächen oder Konstruktionen, die auch nach Jahren noch instand gesetzt werden können. Qualität wird damit zur Voraussetzung für Nachhaltigkeit.

boten zusammen mehr als 87 000 Lehrstellen an. Für handwerklich geprägte Branchen bedeutet das mehr als nur Nachwuchsförderung, es hilft dabei, handwerkliches Wissen, Techniken und Qualitätsansprüche langfristig zu bewahren und zugleich mit digitalen Werkzeugen und neuen Materialien zu verbinden. Auch die Firmengründungen zeigen die Bedeutung des Handwerks. 2025 wurden 55 654 neue Unternehmen ins Handelsregister eingetragen. Mit 5829 Neugründungen war das Handwerk die stärkste einzelne Branche. Design ist mehr als Oberfläche Schweizer Design wird international häufig mit Reduktion, Funktionalität und Präzision verbunden. Seine Stärke liegt jedoch weniger in einer einheitlichen Ästhetik als in einer Arbeitsweise: Gestaltung beginnt bei der Frage, wie ein Objekt genutzt, hergestellt, repariert und langfristig sinnvoll eingesetzt werden kann.

Dass Design und Innovation eng zusammenspielen, zeigt der Global Innovation Index 2025. Die Schweiz belegte zum 15. Mal in Folge Rang eins; bei den «creative outputs» lag sie ebenfalls an der Spitze. Gleichzeitig zeichnen die Swiss Design Awards 2026 Arbeiten aus Produktdesign, Designforschung, Grafik, Mode sowie Media- und Interaction-Design aus. Der Wettbewerb besteht seit mehr als hundert Jahren und zeigt, wie weit der Designbegriff heute reicht. Möbel als Verbindung von Idee und Material Besonders anschaulich wird diese Haltung bei Möbeln. Hier treffen Konstruktion, Ergonomie, Materialwissen und Gestaltung unmittelbar aufeinander. Ein Tisch oder Stuhl muss nicht nur gut aussehen, sondern Belastungen aushalten, sich sinnvoll produzieren lassen und im besten Fall über Jahre funktionieren.

Innovation muss dabei nicht immer ein völlig neues Produkt bedeuten. Sie kann auch darin liegen, Material präziser einzusetzen, Verschnitt zu reduzieren, Produktionsschritte zu automatisieren oder bestehende Möbel einfacher reparierbar zu machen. Gerade die Verbindung aus Erfahrung und Technologie schafft Lösungen, die weder rein industriell noch rein handwerklich sind. Ein Standort, der vom Können lebt Was den Werkplatz Schweiz prägt, ist weniger ein einzelner Stil als ein Zusammenspiel. Ausbildung sichert Wissen, Design hinterfragt Gewohntes, Technologie erweitert die Möglichkeiten und Handwerk sorgt dafür, dass Ideen in der Realität bestehen. So wird «Swiss made» nicht nur zur nostalgischen Rückschau auf traditionelle Fertigkeiten. Es beschreibt auch die Fähigkeit, Herkunft weiterzuentwickeln. Die Werkstatt und der Bildschirm stehen nicht gegeneinander. Dort, wo beide zusammenfinden, entsteht jene Qualität, mit der Schweizer Unternehmen ihren Standort bis heute prägen. Text SMA

In der Schweiz spielt Holz dabei eine besondere Rolle. Rund ein Drittel der Landesfläche ist

Brandreport • Doufas

Intelligente Kälte, die Synergien schafft Fällt eine Kälteanlage aus, kann das Millionen kosten. Läuft sie effizient, lässt sich sogar ihre Abwärme nutzen. Aris Doufas von Doufas Kältetechnik erklärt, worauf es bei guten Anlagen ankommt und warum offene Gespräche, Teamgeist und ein wacher Forscherdrang dazugehören.

Wofür steht Doufas Kältetechnik kurz und bündig? Wir stehen für zukunftsorientierte, energieeffiziente Haustechnik, die sich an den Klimazielen orientiert und die nationalen wie internationalen Normen erfüllt. Was begeistert Sie persönlich an der Kälte- und Klimatechnik? Bedingt durch den Klimawandel bewegen wir uns in einer Branche mit grosser Zukunft. Kältetechnik ist heute allgegenwärtig: in der Gastronomie, in Datenzentren, in der Lebensmittelproduktion und in vielen anderen Bereichen. So lernen wir sehr viele Branchen gut kennen, und das ist sehr spannend. Welche Werte prägen den Umgang im Team und mit Ihren Kund:innen? Wir pflegen von Anfang an einen offenen und ehrlichen Dialog mit unseren Kund:innen, auch wenn wir dabei heikle Themen ansprechen müssen. So bleiben ihnen spätere Überraschungen erspart, und wir können zielführend arbeiten. Der technische Anspruch und der Preisdruck sind heute sehr hoch. Darum ist es wichtig, von Anfang an offen auf den Tisch zu bringen, was die Kundschaft braucht, welches Budget sie hat und welche Kosten auf unserer Seite entstehen. Als Familienbetrieb in zweiter Generation ist uns zudem das Miteinander aller Mitarbeiter:innen besonders wichtig. Wir beraten und planen, führen aus und übernehmen den Betrieb und die Wartung

der Kälteanlagen. So bringen wir viele verschiedene Kompetenzen zusammen. Damit dieses Zusammenspiel und das Interesse an der Arbeit der anderen gelingen, ist es essenziell, den Teamgeist zu pflegen und zu leben. Wir haben ein stabiles und relativ junges Team, daher gelingt das sehr gut.

Das heisst einerseits einen möglichst geringen Energieverbrauch, andererseits ist die Abwärme ein grosses Thema: Jede Kälteanlage produziert sie, und je nach Gebäude und Installationen lässt sie sich für Warmwasser oder zum Heizen nutzen. Das wirkt sich zudem positiv auf Klima- und Umweltziele aus.

Was bedeutet Qualität bei Doufas ganz konkret und woran spüren Kund:innen sie? In der Kältetechnik unterscheidet man zwischen Installation und Betrieb. Im Vergleich zu anderen Bereichen der Haustechnik hat der Service hier einen besonders hohen Stellenwert. Jede Kälteanlage muss einmal jährlich gewartet werden, deshalb führt ein Teil unseres Teams ausschliesslich Servicearbeiten durch.

Können Sie hierzu ein Beispiel nennen? Wir durften die Kälte- und Heizanlage eines der grössten Käselager schweizweit planen und bauen und haben dort nebst der eigentlichen Anlage auch ein System zur Abwärmenutzung eingeführt. Der Heizölbedarf konnte dadurch vollständig eliminiert werden. Das Projekt schafft eine ideale Synergie zugunsten der Kund:innen.

In der Planungs- und Installationsphase gewährleisten wir eine gute Terminplanung, Logistik und Flexibilität. Zusammen mit unserem gut ausgebildeten Personal ergibt das eine hohe Qualität. Im Betrieb bedeutet das, dass man bei einem technischen Problem fast detektivisch nach dem Ursprung forscht. Wenn etwas nicht stimmt, sucht und analysiert man so lange, bis die Ursache gefunden wurde. Dieser Forscherdrang, zusammen mit der besten Lösung, führt zu hoher Qualität im Betrieb. Selbstverständlich bieten wir auch einen 24-Stunden-Pikettdienst an, damit die Anlagen jederzeit reibungslos funktionieren. Unsere Kund:innen schätzen besonders unsere Flexibilität und kurze Interventionszeit. Wir priorisieren jedes Problem angemessen und nehmen dafür bei Bedarf auch längere Arbeitszeiten in Kauf.

Welche Entwicklungen in Ihrer Branche verfolgen Sie besonders aufmerksam? Die Vorschriften und Normen zur Reduktion umweltschädlicher Emissionen durch Kältemittel werden noch strenger, als sie es bereits sind. Besondere Bedeutung hat deshalb der Wechsel von einem neu verbotenen Kältemittel zu einem zugelassenen. Dafür müssen Anlagen häufig technisch angepasst oder sogar ersetzt werden. Das hat auch unsere Technologien, unsere Arbeit und unsere internen Prozesse verändert. Auf verwandte Themen wie die Abwärme wird künftig vermehrt Wert gelegt.

Was macht aus Ihrer Sicht den Unterschied zwischen einer Anlage, die einfach funktioniert, und einer wirklich guten Lösung? Kälteanlagen haben unterschiedliche Ziele. Kühlt eine Anlage in der Pharmaindustrie Medizinalstoffe, schützt sie möglicherweise Werte von mehreren Millionen Schweizer Franken. Ihr wichtigstes Kriterium ist, nie, wirklich nie auszufallen. Bei anderen Anlagen steht häufig eine möglichst hohe Effizienz im Vordergrund.

Was soll Doufas Kältetechnik in den nächsten Jahren auszeichnen? Wir sehen uns in einem gesunden Wachstum, in dem wir auch unsere Qualitätsansprüche weiterentwickeln können. In unserer Firma ist viel Wissen gebündelt, das über die reine Kältebranche hinausgeht, etwa in der Heiz- und Elektrotechnik. Künftig möchten wir unseren Kund:innen noch stärker Gesamtlösungen anbieten, mit Fokus auf die Branchen Lebensmittel und Pharma und auf die Bereiche Klima und Grossklima. Es macht einen grossen Unterschied, ob man einen einzelnen Raum, einen Grossraum oder eine grosse Halle klimatisiert – jede Technologie stösst irgendwann an ihre Grenze.

Weitere Informationen unter: doufas.ch


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Bild iStockphoto/DKosig

#fokusbestofswitzerland

Tratson AG • Brandreport

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Kalk: Schweizer Technologie für intelligenten und nachhaltigen Kalkschutz Steigende Energiekosten ohne ersichtlichen Grund? Sorgen Sie sich um die Lebensdauer Ihrer Waschmaschine? Der Übeltäter ist oft derselbe: Kalk. Unauffällig in den Leitungen, aber deutlich sichtbar an Armaturen, Duschwänden und Haushaltsgeräten. Ein Problem, das viele Haushalte in der Schweiz kennen. Lange Zeit galt der Salz-Wasserenthärter als nahezu einzige Lösung. Wirksam, ja – allerdings verbunden mit Salz, regelmässiger Wartung und einer Veränderung der natürlichen Mineralzusammensetzung des Wassers.

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och muss man sich tatsächlich zwischen dem Schutz der eigenen Installationen und der natürlichen Zusammensetzung des Wassers entscheiden? Das Aargauer Unternehmen TRATSON zeigt, dass es auch anders geht: ohne Salz, ohne chemische Enthärtung – dafür mit Schweizer Ingenieurskunst und einer Technologie, die individuell auf die jeweilige Installation abgestimmt werden kann. Die Physical Inductive Technology (PIT) wurde im Rahmen einer an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) eingereichten Dissertation wissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse wurden zudem vom damaligen BUWAL, heute BAFU, in einem offiziellen Bericht dokumentiert. Das Prinzip: TRATSON entfernt das wertvolle Calcium nicht aus dem Wasser. Die Technologie setzt dort an, wo das eigentliche Problem entsteht – bei der Bildung hartnäckiger Kalkablagerungen. Präzise elektromagnetische Impulse beeinflussen die Kristallisations- und Ablagerungsvorgänge so, dass sich Kalk deutlich weniger an Leitungen und Haushaltsgeräten festsetzt. Calcium und andere natürliche Mineralien bleiben dabei im Wasser erhalten. Damit verfolgt TRATSON einen grundlegend anderen Ansatz als eine klassische Wasserenthärtung:

Nicht die natürlichen Bestandteile des Wassers sollen entfernt werden – sondern das Kalkproblem soll dort beeinflusst werden, wo es entsteht. Was den Ansatz von TRATSON besonders macht, ist die individuelle Abstimmung auf die jeweilige Installation. Statt einer Lösung von der Stange werden Faktoren wie Wasserhärte, Leitungsmaterial und Grösse des Leitungsnetzes berücksichtigt. Anschliessend wird das System entsprechend eingestellt, um unter den jeweiligen Bedingungen eine möglichst hohe Wirksamkeit zu erzielen. Diese Philosophie zeigt sich auch im neuen Bedienpanel mit Touchscreen. Wichtige Parameter lassen sich direkt am Gerät anzeigen und anpassen. Technologie wird damit sichtbar und kontrollierbar – statt sich in einer geschlossenen «Blackbox» zu verstecken. Ein weiterer entscheidender Unterschied zeigt sich gerade dann, wenn kein Wasser fliesst: Das System bleibt aktiv. Und weil Wasser in einem Haushalt rund 90 Prozent der Zeit stillsteht, ist genau das im täglichen Betrieb von besonderer Bedeutung. Das System arbeitet kontinuierlich und ist nicht nur in den kurzen Momenten aktiv, in denen gerade Wasser entnommen wird.

TRATSON führt diesen Gedanken konsequent weiter. Ein Durchflusssensor kann die Leistung an den tatsächlichen Wasserverbrauch anpassen und damit zu einem möglichst effizienten Betrieb beitragen. Hinzu kommt die optionale Wasserrevitalisierung. Dabei wird das Wasser verwirbelt – vergleichbar mit den natürlichen Bewegungen eines Baches. Eine zusätzliche Funktion, die den technischen Kalkschutz ergänzt und das Wassererlebnis abrundet. Entwickelt und gefertigt wird die Technologie in der Schweiz. Swiss Made bedeutet für TRATSON dabei nicht nur Herkunft, sondern den Anspruch, Technik, Qualität und Langlebigkeit miteinander zu verbinden. Und das Unternehmen steht hinter seinem Produkt: Für die ENK Quattro Power Geräte gilt eine 10-jährige Herstellergarantie. Hinzu kommt eine 365-Tage-Zufriedenheitsgarantie gemäss den geltenden Bedingungen. Kunden haben damit die Möglichkeit, das System ein ganzes Jahr lang in ihrer eigenen Installation zu testen. Denn am Ende zählt nicht allein, wie überzeugend eine Technologie auf dem Papier klingt. Entscheidend ist, was sie im eigenen Zuhause bewirkt.

Vielleicht zeigt sich genau darin moderne Schweizer Qualität: in einer Technologie, die nicht versucht, das Wasser grundlegend zu verändern, sondern ein alltägliches Problem intelligent zu lösen. Schweizer Entwicklung, individuelle Abstimmung und langfristiger Kalkschutz – ohne Salz und ohne Chemie.

Exklusiv für die Leserinnen und Leser des Tages-Anzeigers: Mit dem Code TAG12 erhalten Sie bis zum 31. Oktober 2026 12 % Rabatt auf Ihre Bestellung bei www.tratson.ch oder per Tel. 044 212 22 31


The same, yet so different.


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BAMIX AG • Brandreport

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Über 70 Jahre bamix®: Warum ein Schweizer Küchenklassiker noch immer in die Zeit passt

s gibt Küchengeräte, die kommen auf den Markt, werden ausprobiert und verschwinden nach ein paar Jahren wieder aus den Küchen. Und dann gibt es den bamix®. Seit fast 70 Jahren wird der kleine Küchenhelfer im Thurgau produziert. Was einst als Schweizer Innovation begann, steht heute noch immer für eine einfache Idee: möglichst viele Küchenarbeiten mit einem einzigen, kompakten Gerät erledigen.

Das klingt auf den ersten Blick wenig spektakulär. Ist aber gerade deshalb bemerkenswert. Denn während Küchen heute mit immer mehr Geräten ausgestattet sind, verfolgt bamix® seit Jahrzehnten einen anderen Ansatz: Ein Gerät, viele Möglichkeiten. Ein kleiner Problemlöser für den Küchenalltag Die Situation kennt fast jeder: Die Suppe ist fertig, aber noch nicht cremig genug. Für das Abendessen

fehlt das Pesto. Die Mayonnaise soll schnell selbst gemacht werden. Oder für das Dessert müssen noch Nüsse und Schokolade zerkleinert werden.

Für all diese Aufgaben braucht es nicht zwingend eine grosse Küchenmaschine. Der bamix® wird direkt im Topf, Becher oder anderen Gefäss eingesetzt. Pürieren, mixen, hacken, aufschlagen oder emulgieren – je nach Aufsatz und Zubehör übernimmt das Gerät ganz unterschiedliche Aufgaben. Das spart nicht nur Platz, sondern auch Zeit beim Auf- und Abbauen. Und genau darin liegt eine der Stärken des Schweizer Originals: Der bamix® steht nicht für ein bestimmtes Rezept, sondern für viele kleine Lösungen im Alltag. Aus Kräutern, Käse, Nüssen und Öl wird ein Pesto. Aus Gemüse eine cremige Suppe. Aus wenigen Zutaten eine Salatsauce oder Mayonnaise. Gefrorene Früchte lassen sich zu einem Dessert verarbeiten. Rahm und Eiweiss können aufgeschlagen werden. Ein Gerät, das nicht für eine einzige Aufgabe im Küchenschrank steht, sondern immer dann zur Hand ist, wenn es gebraucht wird. Schweizer Qualität, die auf Langlebigkeit ausgelegt ist Die Geschichte des bamix® ist eng mit der Schweiz verbunden. Seit fast 70 Jahren wird das Gerät im Thurgau gefertigt. Dabei geht es nicht nur um den Standort, sondern um einen Anspruch, der das Produkt von Anfang an begleitet: Qualität und Langlebigkeit. Ein bamix® soll nicht nach wenigen Jahren ersetzt werden, nur weil ein neues Modell auf dem Markt ist. Viele Geräte begleiten ihre Besitzer über lange Zeit. Und wenn nach Jahren tatsächlich einmal etwas repariert werden muss, kann der bamix® in Mettlen TG instand gesetzt werden. Das ist ein Unterschied, der in einer Zeit, in der Produkte häufig ersetzt statt repariert werden, wieder an Bedeutung gewinnt. Schweizer Qualität bedeutet bei bamix® deshalb nicht nur: hergestellt in der

Schweiz. Sie bedeutet auch: gemacht für viele Jahre. Weniger Geräte, mehr Möglichkeiten Der Gedanke hinter dem bamix® endet nicht beim klassischen Stabmixer. Mit dem passenden Zubehör lässt sich der Einsatzbereich nochmals erweitern. Besonders der SliceSy macht aus dem kompakten Gerät ein vielseitiges Küchenwerkzeug zum Schneiden, Raspeln und Zerkleinern. Gemüse vorbereiten, Käse raspeln oder Zutaten hacken – Aufgaben, für die sonst schnell eine separate Küchenmaschine aus dem Schrank geholt wird. Gerade dort, wo Stauraum und Arbeitsfläche begrenzt sind, wird diese Idee interessant. Statt für jede Anwendung ein eigenes Gerät anzuschaffen, übernimmt der bamix® verschiedene Aufgaben. Das Prinzip ist einfach: weniger Geräte, weniger Aufwand und trotzdem viele Möglichkeiten. Vom schnellen Mittagessen bis zum OLMA-Apéro Der Herbst bietet dafür besonders viele Möglichkeiten. Kürbis, Gemüse, Kräuter, Nüsse oder Früchte lassen sich mit dem bamix® schnell weiterverarbeiten. Aus dem Kürbis vom Markt wird eine cremige Suppe, aus frischen Kräutern ein Pesto und aus Früchten ein Dessert.

An der OLMA 2026 lässt sich genau das live erleben. Vom 8. bis 18. Oktober 2026 ist bamix® in Halle 2.1, Stand 14 in St. Gallen präsent. Besucherinnen und Besucher können die verschiedenen Modelle kennenlernen, Zubehör ausprobieren und sich direkt vor Ort zeigen lassen, was mit dem kleinen Schweizer Küchenhelfer alles möglich ist.

Wer direkt am Stand einen bamix® kauft, erhält ausserdem eine Give-away-Tüte. Über 70 Jahre alt – und trotzdem für die Küche von heute Vielleicht ist genau das die interessanteste Seite des bamix®: Das Grundprinzip ist seit Jahrzehnten dasselbe geblieben, während sich die Ansprüche an eine moderne Küche verändert haben. Heute soll es schnell gehen. Geräte sollen wenig Platz benötigen, einfach zu bedienen sein und möglichst viele Aufgaben übernehmen. Gleichzeitig wächst das Interesse an langlebigen Produkten, die nicht nach kurzer Zeit wieder ersetzt werden müssen. Der bamix® verbindet diese Anforderungen mit einer Geschichte, die tief in der Schweiz verwurzelt ist. Seit fast 70 Jahren wird in Mettlen an einem einfachen Gedanken festgehalten: Ein gutes Küchengerät muss nicht gross sein, um Grosses zu leisten. bamix® live erleben an der OLMA 2026 8.–18. Oktober 2026 | St. Gallen | Halle 2.1, Stand 14 Live-Vorführungen, Degustationen, Beratung und Messeangebote.

Weitere Informationen unter: bamix.ch

Dabei bleibt es nicht bei der Theorie: Am Stand wird vorgeführt, zubereitet und degustiert. Wer den bamix® bisher nur als Stabmixer für Suppen kennt, dürfte deshalb die eine oder andere Überraschung erleben. Während der OLMA gibt es zudem 20 Prozent Rabatt auf die Exklusiv-Kollektion.

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Profilinterview • Toblerone

Was bleibt, wenn sich alles verändert Über Qualität als Haltung, Tradition als Kompass und die stille Stärke des bewussten Geniessens. Drei Gedanken zur Frage, was Schweizer Traditionsunternehmen relevant hält.

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s ist ein ganz gewöhnlicher Dienstagnachmittag in Bern-Brünnen. In der Produktionshalle conchieren die Maschinen im immer gleichen Takt, draussen zieht der Geruch von Schokolade und Nougat durch die Strassen. Ein Mitarbeiter – seit über zwanzig Jahren im Betrieb – zeigt einer jungen Lernenden einen Handgriff, den er selbst einst von seinem Vorgänger gelernt hat. Kein grosses Ereignis. Und doch steckt in diesem Moment etwas, das für mich das Wesen der Schweiz auf den Punkt bringt: die stille Weitergabe von Wissen, Sorgfalt und Stolz. Ich arbeite seit Kurzem in der Kommunikation für einen der traditionsreichsten, in Bern ansässigen Lebensmittelindustriebetriebe. Und eine Frage begleitet mich dabei immer wieder: Was hält eine Marke, ein Unternehmen, eine Tradition über Jahrzehnte – ja über ein ganzes Jahrhundert – relevant? Es ist nicht die Grösse. Nicht das Marketingbudget. Und auch nicht das blosse Festhalten an dem, was immer schon so war. Es ist etwas anderes. Etwas, das ich in der Schweiz besonders oft beobachte. Qualität ist kein Versprechen, sondern eine Haltung Die Schweiz wird weltweit mit Qualität, Verlässlichkeit und Präzision verbunden. Doch was bedeutet das eigentlich im Alltag? Für mich zeigt sich echte Qualität nicht in Hochglanzbroschüren, sondern in der Beharrlichkeit, mit

verschwenderisch, er ist achtsam. Er hat mit Wertschätzung zu tun: für das Produkt, für die Menschen, die es hergestellt haben und für den Moment selbst.

Schweizer Qualität ist weniger ein Label als eine Geisteshaltung. der Menschen jeden Tag dasselbe tun und es trotzdem jedes Mal ein kleines bisschen besser machen wollen. In der Produktion, in der Ausbildung, im Umgang miteinander. Schweizer Qualität ist weniger ein Label als eine Geisteshaltung. Sie entsteht dort, wo jemand sagt: «Das ist gut genug» und dann trotzdem nochmals hinschaut. Dieser Anspruch ist nicht altmodisch. Er ist aktueller denn je, gerade in einer Zeit, in der vieles schneller, billiger und austauschbarer wird. Tradition lebt nur, wenn sie sich bewegt Ich begegne manchmal der Vorstellung, Tradition und Innovation seien Gegensätze. Das sehe ich anders. Die stärksten Unternehmen, die ich kenne, zeichnen sich gerade dadurch aus, dass sie beides verbinden: tiefe Verwurzelung und den Mut, Neues zu wagen. Nur Marken, die sich auch vorwärtsbewegen, bleiben über ein Jahrhundert relevant. Tradition bedeutet nicht, alles beim Alten zu lassen. Sie bedeutet, zu wissen, woher man kommt, und dieses

Wissen als Kompass zu nutzen, nicht als Anker. Wer seine Geschichte kennt, kann selbstbewusster in die Zukunft gehen. Wer sie nur verwaltet, bleibt stehen. Das gilt für Unternehmen genauso wie für die Schweiz als Ganzes. Unser Land war immer dann am stärksten, wenn es Bewährtes weiterentwickelt hat, statt es nur zu bewahren – sei es in der Uhrmacherei, in der Lebensmittelbranche oder in der Forschung. Genuss ist kein Luxus, sondern ein Lebensgefühl Was mich an der Schweizer Alltagskultur besonders fasziniert, ist die Fähigkeit, im Kleinen Grosses zu finden. Die gemeinsame Kaffeepause im Büro. Das Znüni auf der Wanderung. Der Zacken Schokolade nach dem Abendessen, das man bewusst geniesst und nicht einfach nebenbei isst.

Ich glaube, dass genau diese Fähigkeit zur bewussten Auszeit eine zutiefst schweizerische Stärke ist und eine, die wir uns unbedingt erhalten sollten. Was «eusi Schwiiz» morgen ausmacht Wenn ich an die Zukunft der Schweiz denke, dann wünsche ich mir, dass wir drei Dinge bewahren: den Anspruch an Qualität, der nicht verhandelbar ist. Den Respekt vor dem, was vor uns aufgebaut wurde. Und die Offenheit, es für die nächste Generation weiterzudenken. Tradition bleibt dann lebendig, wenn jede Generation etwas Eigenes daraus macht. Nicht indem sie das Alte über Bord wirft, sondern indem sie es mit neuen Augen betrachtet und fragt: Was davon trägt uns auch in die nächsten hundert Jahre? Die Antwort darauf finden wir nicht in Strategiepapieren. Wir finden sie in Produktionshallen, in Werkstätten, in Küchen und in den kleinen Momenten des Alltags, überall dort, wo Menschen mit Sorgfalt und Leidenschaft etwas schaffen, das grösser ist als sie selbst. Text Vicky Kummer, Leiterin Kommunikation Toblerone bei Mondelez International

In einer Welt, die immer schneller wird, sind diese Momente keine Nebensache, sondern sie sind das, was uns erdet. Genuss in der Schweiz ist nicht

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Luzerner Sinfonieorchester • Brandreport

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Für diesen Klang lohnt sich die Fahrt nach Luzern Eine Reise durch die Nacht, eine Hymne auf die Menschlichkeit und ein Sonntag voller Weihnachtszauber: Das Luzerner Sinfonieorchester lädt zu drei besonderen Konzerterlebnissen ins KKL Luzern.

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er See liegt vor Ihnen, das KKL ist wenige Schritte vom Bahnhof entfernt. Noch ein Spaziergang am Wasser, ein Apéro oder Dinner – dann öffnet sich die Tür zum Konzertsaal. Hier beginnt der eigentliche Ausflug: dorthin, wo Musik Bilder weckt und Menschen bei bewegenden Klängen zusammenbringt. Als Residenzorchester des KKL Luzern ist das Luzerner Sinfonieorchester hier zu Hause. Das älteste Sinfonieorchester der Schweiz, gegründet 1805, verbindet unter Chefdirigent Michael Sanderling seine lange Geschichte mit der Lust auf Entdeckungen. In der aussergewöhnlichen Akustik des KKL werden leise Details hörbar und grosse Steigerungen entfalten ihre Wucht. Mahlers Siebte – eine Nacht voller Entdeckungen Ein Tenorhorn eröffnet die Reise mit einem dunklen Ruf. Es folgen geheimnisvolle Nachtmusiken, ein schattenhafter Tanz und überraschend zarte Klangfarben: Sogar Gitarre und Mandoline gehören zu Gustav Mahlers Siebter Sinfonie. Am Ende bricht sich ein helles, festliches Finale Bahn. Am 11. und 12. November leitet Daniele Rustioni das Luzerner Sinfonieorchester. Mahlers «Lied der Nacht» ist eine Einladung, sich rund 80 Minuten lang durch eine unbekannte Klanglandschaft führen zu lassen – zwischen Natur und Traum, Unruhe und Aufbruch. Beethovens Neunte – Freude, die den ganzen Saal erfasst Die Melodie zu «Freude, schöner Götterfunken» kennt man. Doch live bekommt Beethovens «Ode an die Freude» eine andere Dimension. Der Weg dorthin führt durch dramatische Gegensätze, rhythmische Energie und einen weit gespannten langsamen Satz. Dann kommen die menschlichen Stimmen hinzu: Aus dem sinfonischen Geschehen wird ein gemeinsamer Ruf.

Drei Programme im KKL Luzern Lied der Nacht – Mahlers Siebte | 11. und 12. November 2026, 19.30 Uhr | Leitung: Daniele Rustioni Ode an die Freude – Beethovens Neunte | 2. und 5. Dezember 2026, 19.30 Uhr | Leitung: Michael Sanderling | Solist/-innen: Masabane Cecilia Rangwanasha, Rachel Frenkel, Mauro Peter und Yannick Debus | Chor: Zürcher Sing-Akademie © Luzerner Sinfonieorchester / Philipp Schmidli

Adventsmatinée mit Kian Soltani & Tschaikowskys Nussknacker | 13. Dezember 2026, 11 Uhr | Leitung: Aivis Greters | Violoncello: Kian Soltani

Am 2. und 5. Dezember geben Michael Sanderling, das Orchester, die Zürcher Sing-Akademie und vier Solostimmen Beethovens Vision von Menschlichkeit Gestalt. Zum bevorstehenden 200. Todestag des Komponisten 2027 spricht dieses Werk unmittelbar in unsere Gegenwart. Ein Anlass, jemanden mitzunehmen, mit dem man diesen Abend teilen möchte. Ein Adventssonntag mit Kian Soltani und dem Nussknacker Am 13. Dezember um 11 Uhr spielt Kian Soltani Dvořáks Cellokonzert: Musik voller Wärme, Sehnsucht und Leidenschaft, in der das Violoncello wie eine menschliche Stimme singt. Danach öffnet Tschaikowskys «Nussknacker»Suite eine märchenhafte Welt. Zuckerfee und Blumenwalzer bringen weihnachtliche Farben zum Leuchten. Aivis Greters dirigiert. Machen Sie einen Sonntag daraus: erst Musik, danach ein Mittagessen oder ein Bummel durch Luzern. Ob Mahler-Abenteuer, BeethovenAbend oder Adventsmatinée – wählen Sie Ihr Konzert und Ihre Plätze auf sinfonieorchester.ch. Vorfreude beginnt mit einem Datum.

Konzerte entdecken & Tickets buchen:

Kian Soltani © Holger Hage & Deutsche Grammophon

sinfonieorchester.ch Beratung: +41 41 226 05 15 karten@sinfonieorchester.ch

© KKL Luzern

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Hotel Säntis • Brandreport

Drei Abende, alles blind Das Hotel Säntis in Appenzell lädt diesen Winter zu drei Weindegustationen, bei denen nicht das Etikett entscheidet, sondern das Glas.

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as Prinzip ist an allen Abenden dasselbe: Zwei Weine stehen nebeneinander, blind eingeschenkt. Die Gäste wissen, welche Weine ausgeschenkt werden – aber nicht, welcher gegen welchen antritt. Aufgelöst wird erst nach der Verkostung. Ob ein grosser Name blind hält, was das Etikett verspricht, zeigt sich erst im Glas – und genau darüber wird diskutiert. Durch die Abende führt der diplomierte Weinakademiker Hans Babits, zwischen den Akten bleibt Zeit für Gespräch und Einschätzungen. Die Weine stammen aus dem eigenen Keller des Hotels, viele in gereiften Jahrgängen, wie man sie selten im Glas hat.

Sind auch Sie unser Perfect Match? Kinder brauchen Begleitung, Halt und Schutz. Auch dann, wenn die Familie nicht in der Lage ist, dies zu bieten. Werden Sie Kovive-Pflegefamilie (auch als Einzelperson) und schenken Sie einem betroffenen Kind ein zweites Zuhause. Jetzt mehr erfahren unter: www.kovive.ch/betreuung-bieten betreuung@kovive.ch 041 249 20 80

SAMSTAG, 12. DEZEMBER 2026 Bordeaux gegen den Rest der Welt Acht Akte, fünfzehn Weine, Jahrgänge von 1997 bis 2009. Aus Bordeaux kommen unter anderem Château Latour, Mouton Rothschild, Cheval Blanc und HautBrion, zum Abschluss Château d'Yquem. Die Herausforderer stammen aus der Toskana und dem Napa Valley, darunter Masseto, Sassicaia und Harlan Estate. 1299 Franken pro Person, inklusive Übernachtung SAMSTAG, 16. JANUAR 2027 Burgund – weiss und rot Sieben Akte, vierzehn Weine. Kaum eine Region zeigt so deutlich, wie viel ein paar Meter Unterschied in der Lage ausmachen. Drei weisse Akte mit Chablis Grand Cru, Chevalier- und BâtardMontrachet, danach vier rote mit Amoureuses, Bonnes-Mares, Musigny und Clos de la Roche – bis hin zur Domaine de la Romanée-Conti. 1599 Franken pro Person, inklusive Übernachtung SAMSTAG, 20. FEBRUAR 2027 Rhônetal und Friends Sechs Akte, zwölf Weine. Syrah, Grenache und Mourvèdre an ihrem Ursprung und dort, wo sie später Wurzeln geschlagen haben. Von der Rhône kommen Chave, Chapoutier, Guigal, Beaucastel und Clape, dazu Penfolds Grange aus Australien, Saxum aus Kalifornien und Clos Erasmus aus dem Priorat. 999 Franken pro Person, inklusive Übernachtung

Beginn jeweils um 15 Uhr. Im Preis inbegriffen sind alle Weine des Abends, das begleitende Menü und die Übernachtung im Hotel Säntis mit Frühstück. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs vergeben – der erste Abend der Reihe im November ist bereits ausgebucht. JETZT ANMELDEN – NUR 12 PLÄTZE PRO ABEND Anmeldung ausschliesslich schriftlich per E-Mail: info@appenzeller-hotels.ch Weitere Informationen unter: appenzeller-hotels.ch/kulinarik/weinerlebnis/


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Genuss und Kultur

Was Schweizer Genuss ausmacht

Die Schweizer Kulinarik lebt von einem scheinbaren Widerspruch: Sie ist tief in ihren Regionen verwurzelt und gleichzeitig erstaunlich wandelbar. Zwischen Alp, Rebberg, Obstgarten und Stadt entstehen Produkte und Gerichte, die zeigen, dass Tradition nicht stillstehen muss, um ihren Charakter zu bewahren. Mehr als Käse und Schokolade Von der Westschweiz über das Tessin bis in die Bündner Täler verändert sich nicht nur die Landschaft, sondern auch das, was auf den Tisch kommt. Gerade diese Unterschiede prägen die kulinarische Identität des Landes. Das Inventar des Kulinarischen Erbes der Schweiz dokumentiert rund 400 traditionelle Produkte. Aufgenommen werden Lebensmittel, die seit mindestens 40 Jahren weitergegeben werden, heute noch hergestellt und konsumiert werden und eine besondere Verbindung zur Schweiz besitzen.

Handwerk, das Herkunft sichtbar macht Bei vielen Spezialitäten steckt der Wert nicht in einer langen Zutatenliste, sondern in ihrer Reduktion. Milch, Getreide, Fleisch, Früchte oder Kräuter werden durch Wissen, Zeit und präzise Verarbeitung zu Produkten mit eigenständigem Charakter. Käse muss reifen, Teige brauchen Ruhe, Fleisch wird getrocknet, Früchte werden eingekocht, gebrannt oder zu Gebäck verarbeitet. Wie eng Herkunft und Herstellungsweise zusammengehören können, zeigen die geschützten Ursprungs- und Herkunftsbezeichnungen AOP und IGP. Bei AOP-Produkten wie Gruyère oder L’Etivaz finden sämtliche Herstellungsschritte in der definierten Region statt. Bei IGP-Spezialitäten wie Bündnerfleisch oder der St. Galler Bratwurst muss mindestens ein wesentlicher Herstellungsschritt dort erfolgen. Beide Bezeichnungen schützen damit Produkte, deren Charakter eng mit ihrer Herkunft verbunden ist. Solche Bezeichnungen machen sichtbar, was bei Lebensmitteln schnell abstrakt wird: Herkunft ist nicht bloss eine Adresse. Sie umfasst Wissen, lokale Rohstoffe, Produktionsmethoden und Menschen, die diese weiterführen.

Tradition darf sich verändern Schweizer Kulinarik lebt jedoch nicht davon, alte Rezepturen unverändert zu konservieren. Viele Produzenten, Gastronomiebetriebe und junge Lebensmittelunternehmen greifen Bekanntes auf und entwickeln es weiter. Traditionelle Rohstoffe treffen auf neue Zubereitungsarten, Nebenprodukte werden neu genutzt und Fermentation erlebt in der Forschung und Lebensmittelentwicklung neue Aufmerksamkeit.

Bild Unsplash/Angela Pham

Dazu gehören bekannte Klassiker ebenso wie Spezialitäten, die ausserhalb ihrer Herkunftsregion kaum jemand kennt. Die Schweizer Küche besteht deshalb weniger aus einem einheitlichen Kanon als aus vielen regionalen Küchenkulturen. Was sie verbindet, ist die Nähe zu Landschaft, Rohstoffen und Handwerk.

Getreide können dann genauso interessant sein wie ein aufwendig komponiertes Menü.

Regionalität wird zur Qualitätsfrage Dass dieser Gedanke auch im Alltag ankommt, zeigen aktuelle Marktzahlen. Zertifizierte Regionalprodukte erzielten 2025 in der Schweiz erstmals einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Franken. Rund 23 000 Produkte tragen inzwischen eine entsprechende Zertifizierung. Regionalität ist damit längst keine kleine Nische mehr. Auch beim biologischen Konsum gehört die Schweiz international zur Spitze. 2025 lag der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln bei 4,266 Milliarden Franken, der Marktanteil bei 12,3 Prozent. 18,4 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche wurden biologisch bewirtschaftet. Die Zahlen von Bio Suisse zeigen, dass viele Konsumierende genauer hinschauen, wie und wo Lebensmittel entstehen. Transparenz wird damit selbst zu einem Teil von Qualität. Ein Produkt überzeugt nicht mehr allein

über Geschmack und Aussehen, sondern zunehmend auch über die Geschichte dahinter: Wer hat es hergestellt? Woher stammen die Zutaten? Welche Wege liegen zwischen Feld, Verarbeitung und Teller? Wenn die Saison den Takt vorgibt Im Herbst wird diese Nähe besonders sichtbar. Trauben, Äpfel, Birnen, Kürbisse, Nüsse oder Kastanien prägen Märkte und Speisekarten, während in vielen Regionen wieder kräftigere Gerichte in den Vordergrund rücken. Der Reiz liegt gerade darin, dass die Jahreszeit zeigt, wie stark Genuss von Verfügbarkeit und Rhythmus lebt. Saisonal zu kochen bedeutet dabei nicht, auf Vielfalt zu verzichten. Es verschiebt vielmehr den Blick: weg von der permanenten Verfügbarkeit jedes Produkts, hin zu dem, was gerade besonders gut ist. Ein Apfel aus der Region, ein Stück gereifter Käse oder ein Brot aus lokalem

Auch Agroscope erforscht neue Lebensmittel und Verarbeitungstechnologien und beschäftigt sich dabei unter anderem mit mikrobiellen Fermentationsprozessen, neuen Proteinquellen und der Nutzung von Nebenströmen wie Molke oder Soja-Okara. Ziel ist es, neue Lebensmittel zu entwickeln, Wertschöpfung zu erhöhen und Food Waste zu reduzieren. Innovation wird damit nicht zum Gegenentwurf zur Tradition, sondern zu einer Möglichkeit, vorhandenes Wissen und Ressourcen neu zu nutzen. Genuss schafft Gemeinschaft Am Ende bleibt Kulinarik mehr als die Summe einzelner Produkte. Essen bringt Menschen zusammen, erzählt von Regionen und schafft Rituale: das Brot vom Dorfbäcker, der Käse von der Alp, der Marktbesuch am Samstag oder das Essen, das in einer Familie seit Jahren ähnlich zubereitet wird. Gerade in einem Land mit vier Sprachregionen kann Kulinarik Diversität sichtbar machen und verbinden. Eine der grössten Stärken der Schweizer Genusskultur: Sie muss sich nicht zwischen Tradition und Moderne entscheiden. Sie kann beides sein: präzises Handwerk und neue Idee, regionale Verwurzelung und Offenheit, bewusster Konsum und unkomplizierte Freude am Essen. Entscheidend ist, dass Herkunft, Qualität und Können nicht zur blossen Erzählung werden, sondern im Produkt spürbar bleiben. Text Walter Nogueira

Brandreport • Choclats Camille Bloch

Ragusa wird Premium Partner von Franjo von Allmen Ragusa und Franjo von Allmen gehen künftig gemeinsam ein Stück ihres Weges. Die Schweizer Traditionsmarke von Chocolats Camille Bloch wird Premium Partner des Skirennfahrers aus dem Berner Oberland. Was beide verbindet: Franjos langjährige Vorliebe für Ragusa.

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Weitere Informationen unter: camillebloch.ch

agusa blickt auf eine lange Geschichte mit Persönlichkeiten aus dem Schweizer Skisport zurück. In den 1970er-Jahren arbeitete die Marke mit Olympiasieger Heini Hemmi zusammen. Ab 2011 prägte die langjährige Partnerschaft mit Lara Gut-Behrami ein weiteres Kapitel. Mit Franjo von Allmen entsteht nun bewusst etwas Eigenes: Ragusa begleitet ihn als Premium Partner. Im Zentrum steht eine Zusammenarbeit ausserhalb der Skipiste. Franjo hat sich bewusst für seine Lieblingsschokolade entschieden, die ihn schon seit seiner Kindheit und Jugend begleitet. Eine Verbindung, die Daniel Bloch besonders gefällt: «Er isst Ragusa, seit er ein Kind ist. In seinem ehemaligen Lehrbetrieb steht heute noch ein Kühlschrank mit Ragusa! Solche Geschichten kann man nicht erfinden.» Dass das Interesse von Anfang an auf Gegenseitigkeit beruhte, zeigt eine andere Geschichte. Franjo von Allmen erzählt: «Daniel Bloch hat mir bei unserem ersten Meeting ein Blatt gezeigt, auf dem er schon bei Olympia auf mich gesetzt hatte. Zu diesem Zeitpunkt kannten wir uns noch gar nicht persönlich. Das hat bei mir Eindruck hinterlassen.» Bei den Gesprächen zeigte sich zudem, wie ähnlich Franjo von Allmen und Daniel Bloch über Leistung und Erfolg denken. Franjo will aus seinem Talent und Können das Beste machen, ohne dafür alles auf die Spitze treiben zu müssen. Dieser Gedanke trifft sich mit Daniel Blochs Verständnis eines Erfolgs, der sich nicht allein in Resultaten messen lässt. Doch es ist nicht nur die persönliche Geschichte mit Ragusa, die beide Seiten verbindet. Es ist auch eine ähnliche Haltung: Bodenständigkeit, Eigenständigkeit und Leidenschaft für das, was man tut. Oder, wie Franjo von Allmen es ausdrückt: «Ragusa ist Kult, ohne sich dafür verstellen zu müssen. Diese Authentizität gefällt mir.» Dazu kommt ein gemeinsames Verständnis von Erfolg, das über das messbare Resultat hinausgeht.

Über Chocolats Camille Bloch Chocolats Camille Bloch ist ein unabhängiges Schweizer Familienunternehmen mit Sitz in Courtelary im Berner Jura. Seit 1929 stellt das Unternehmen Schokoladenspezialitäten her. Die bekannteste Marke Ragusa entstand 1942 und gehört heute zu den Schweizer Schokoladenklassikern. Am Unternehmenssitz in Courtelary lässt sich die Welt von Chocolats Camille Bloch auch hautnah erleben. Das Besucherzentrum lädt dazu ein, in die Geschichte und Herstellung von Ragusa und Torino einzutauchen und die Spezialitäten mit allen Sinnen zu entdecken. In den Ateliers können Besucherinnen und Besucher zudem selbst kreativ werden und ihre eigene Schokoladenkreation herstellen.

Bild iStockphoto/Xxxx

«Franjo hat mir gesagt, dass er nicht alles auf die Spitze treiben möchte. Dieser Gedanke ist mir geblieben, weil ich das sehr ähnlich sehe. Er hat aussergewöhnliches Talent und grosses Können. Entscheidend ist für mich aber, was er daraus macht und mit welcher Haltung er versucht, das Beste aus seinen Möglichkeiten herauszuholen. Erfolg besteht für mich nicht nur aus Resultaten und messbarer Performance. Es gibt auch einen inneren Erfolg: das Engagement, die Leidenschaft und die Freude daran, seine Fähigkeiten bestmöglich einzusetzen», erläutert Daniel Bloch.

«Mich beeindruckt vor allem, wie er mit seinem Talent und seinem Können umgeht, ohne den Boden unter den Füssen zu verlieren. Wir möchten ihn auf diesem Weg begleiten – und freuen uns sehr darauf», ergänzt Daniel Bloch.

Genau dieses gemeinsame Verständnis macht die Partnerschaft für Ragusa zu mehr als einem klassischen Sponsoring. Sportliche Leistung und Sichtbarkeit gehören dazu – sie sind aber nicht alles.

Die Werte bleiben, die Form, in der sie sichtbar werden, entwickelt sich weiter. Ragusa muss sich dabei nicht neu erfinden. Die Marke macht seit 1942, was sie am besten kann: charaktervoll ihren eigenen Weg gehen.

Neben dieser inhaltlichen Nähe stimmt für Franjo von Allmen auch der persönliche Umgang: «Von Anfang an war eine gewisse Lockerheit da. Man spürt den persönlichen Umgang. Für mich ist das eine gute Basis für eine Partnerschaft.»


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Swiss Wine Valais • Brandreport

Walliser Wein: Exzellenz als Wegbereiter Noch nie haben unsere Weine auf internationalem Parkett so stark geglänzt – und noch nie standen unsere Winzer vor so grossen Herausforderungen. Ein Paradox, das aktueller kaum sein könnte.

Dass die Walliser Winzer diesen Charakter längst verinnerlicht haben, zeigen augenscheinlich die in Handarbeit angelegten und mit Trockensteinmauern gestützten Terrassen an den Hängen unserer Weinberge. Ein lebendiges Kulturerbe, dessen Erhalt sehr anspruchsvoll ist und grosse Hingabe erfordert – und ein Know-how im Weinberg und im Keller, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Eine Arbeit, die Früchte trägt 2026 setzt sich die internationale Erfolgsgeschichte der Walliser Weine fort: 44 Medaillen, darunter die beste Schweizer Punktzahl für den Les Grands Nobles 2023 (Merlot, Humagne Rouge und Diolinoir) des Cave de Bovanche am Concours Mondial de Bruxelles und eine «Best in Show»Auszeichnung, die nur 50 von 17’000 verkosteten Weinen erhalten haben, für den Cœur de Domaines 2023 (Cornalin und Humagne Rouge) der Familie Rouvinez bei den Decanter World Wine Awards. Allerdings verbirgt sich hinter diesem Glanz auch eine herausfordernde Realität: Klimawandel, rückläufiger Konsum und eine anspruchsvolle, für die Allgemeinheit oft unsichtbare Arbeit.

Die Konsumation lokaler Produkte ist und bleibt dabei die beste Art, unseren Winzern in dieser schwierigen Zeit beizustehen und ihrer Exzellenz gebührend Rechnung zu tragen. Entdecken Sie Im Walliser Weinbaugebiet werden 55 AOCRebsorten angebaut, ein Rekord in der Schweiz. Manche davon, wie der bereits 1686 nahe Siders erwähnte Amigne oder der 1602 nahe Sitten belegte Petite Arvine, sind einheimische Schätze, die man nirgendwo sonst findet. Andere traditionelle Rebsorten, die schon vor 1900 im Wallis angebaut wurden, sind der Humagne Rouge und der Cornalin, die heute zu den typischen Walliser Weinen der Spitzenklasse zählen.

Weitere Informationen unter: swisswinevalais.ch

Bild © Photoval

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er Schriftsteller Maurice Chappaz beschrieb die Rebe als eine zähe Wurzel, die tief in den Boden dringt, sich zwischen den Steinen hindurchwindet und weit unter der Oberfläche im Schiefer und Granit nach Mineralien sucht. «Zurück an der Oberfläche nimmt sie das Walliser Klima mit seinen Extremen auf: die schneidende Kälte unserer Nächte und die intensive Hitze unserer Sommer. Wein an- und auszubauen, heisst in erster Linie, einen Charakter zu formen – zuerst den seinen, dann den unseren», schrieb er.

Wein massvoll geniessen

Terroir im Glas. Geselligkeit im Herzen. #tavolataVS

swisswinevalais.ch

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Gastartikel • Rivella

Eusi Schwiiz: Aus wenig viel machen

Wenn ich am Wochenende mit meiner Familie in den Bergen unterwegs bin oder an einem Fest mit Freunden zusammensitze, fällt mir immer wieder etwas auf: Die Schweiz funktioniert nicht deshalb so gut, weil bei uns alles perfekt ist. Sie funktioniert, weil unglaublich viele Menschen Verantwortung übernehmen. Jemand hat eine Idee. Jemand organisiert einen Anlass. Jemand engagiert sich im Verein. Jemand führt ein Familienunternehmen in der dritten Generation weiter. Jemand gründet ein Startup mit einer verrückten Idee. Diese Menschen stehen selten zuvorderst im Rampenlicht. Aber sie prägen unser Land.

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enn ich darüber nachdenke, was die Schweiz für mich ausmacht, dann sind es genau diese Menschen. Ihr Wille, anzupacken und etwas zu reissen. Ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Und ihre Fähigkeit, aus einer kleinen Idee etwas Grosses zu machen. Aus wenig viel machen: Das ist für mich die vielleicht «schweizerischste» Eigenschaft überhaupt. Wir leben in einem Land ohne grosse Rohstoffvorkommen. Wir verfügen weder über riesige Absatzmärkte noch über billige Produktionsstandorte. Unsere wichtigsten Rohstoffe waren schon immer die Fähigkeiten, Ideen und Werte der Menschen. Fleiss, Verlässlichkeit, Qualität und Unternehmergeist sind deshalb nicht einfach Schlagworte. Sie gehören zum Fundament unseres Erfolgs. Gleichzeitig fasziniert mich an der Schweiz, dass wir es immer wieder schaffen, Tradition und Innovation miteinander zu verbinden. Viele betrachten diese beiden Begriffe als Gegensätze. Ich sehe das anders. Tradition bedeutet nicht Stillstand. Tradition bedeutet, zu wissen, woher man kommt. Innovation bedeutet nicht, alles Bestehende über Bord zu werfen. Innovation bedeutet, sich zu fragen, wie man morgen und übermorgen noch relevant bleibt. Erfolgreich ist deshalb nicht, wer sich nur auf seine Vergangenheit beruft oder jedem Trend hinterherrennt. Erfolgreich ist, wer seine Wurzeln kennt und trotzdem immer wieder den Mut und die Kraft hat, neue Wege zu gehen. Genau diese Haltung begeistert mich an der Schweiz. Als ich mich kürzlich im Kontext unserer anstehenden 75-Jahr-Jubiläumsfeierlichkeiten wieder einmal mit der Geschichte von Rivella beschäftigt habe, musste ich an den Pioniergeist unseres Gründers denken. 1952 kam der junge Jus-Student auf die Idee, aus Milchserum ein Erfrischungsgetränk herzustellen. Heute klingt das, gerade in der Schweiz, fast schon selbstverständlich. Damals war es alles andere als das. Aus einem Nebenprodukt der Milchverarbeitung entstand ein Getränk, das heute Generationen von Menschen in der Schweiz kennen und lieben. Hinter dieser ungezähmten Idee standen Neugier, Mut und die Überzeugung, dass aus etwas Unscheinbarem etwas Besonderes werden kann. Das ist für mich typisch Schweiz. Die gleiche Denkweise begegnet mir auch bei jüngeren Schweizer Erfolgsgeschichten. Vor einigen Jahren entstand in Zürich ein kleines Start-up aus einer Beobachtung, die viele Menschen nachvollziehen können: Unser Alltag wird immer hektischer und komplexer. Wir hetzen von Termin zu Termin, werden permanent mit Informationen konfrontiert und glauben allzu oft, ständig erreichbar sein zu müssen. Gleichzeitig wächst bei vielen Menschen der tiefe Wunsch, bewusster und gesünder zu leben. Die Gründerinnen und Gründer suchten deshalb nicht einfach nach der nächsten Getränkekategorie. Sie wollten eine praktische Antwort auf ein modernes Bedürfnis finden. Ihre Idee war, eine Alternative zu klassischen Softdrinks zu schaffen und gesunde Gewohnheiten einfacher zu machen. Mich beeindruckt bis heute, dass hinter dieser Idee mehr stand als ein Produkt. Es ging um die Frage, wie man Menschen in einem anspruchsvollen Alltag unterstützen kann. Wie man Gesundheit, Funktionalität und Genuss miteinander verbindet. Wie man aus einer Beobachtung eine Lösung entwickelt. Aus dieser Idee entstand Schritt für Schritt (oder Schluck für Schluck) mit Focuswater eine nationale Marke, die wir heute innerhalb der Rivella Group weiterentwickeln und pflegen dürfen. Für mich ist das ein schönes Beispiel dafür, wie Innovation in der Schweiz häufig entsteht. Nicht durch den grossen Masterplan, sondern durch Menschen, die ein konkretes Problem erkennen und den Mut haben, etwas dagegen zu unternehmen. Eine weitere Stärke unseres Landes ist die Zusammenarbeit. Vielleicht ist es kein Zufall, dass die Schweiz mit ihrer direkten Demokratie, ihrem Föderalismus und ihrem Milizsystem so grossen Wert auf unterschiedliche

Was braucht die Schweiz, damit sie auch künftig erfolgreich bleibt? Vor allem den Mut, sich weiterzuentwickeln. Wir müssen massiv in hervorragende Bildung und somit in unsere Zukunft investieren. Wir müssen innovativ bleiben. Wir müssen Talente fördern und offenbleiben für neue Ansätze und Wege. Und wir müssen akzeptieren, dass Veränderung kein vorübergehender Zustand ist, sondern zur Normalität geworden ist. Perspektiven legt. Wir sind es gewohnt, einander zuzuhören, abzuwägen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Das macht Entscheidungen manchmal langsamer. Dafür werden sie oft tragfähiger und langfristiger. Diese Erfahrung mache ich auch im Unternehmensalltag. Seit ein paar Jahren führen wir die Rivella Group auf oberster Führungsebene im Co-CEO-Modell. Die besten Ideen entstehen selten allein am Schreibtisch. Sie entstehen im Austausch. Dort, wo unterschiedliche Sichtweisen und Fähigkeiten aufeinandertreffen und dort, wo Menschen bereit sind, aufeinander zu hören und voneinander zu lernen. Was braucht die Schweiz, damit sie auch künftig

erfolgreich bleibt? Vor allem den Mut, sich weiterzuentwickeln. Wir müssen massiv in hervorragende Bildung und somit in unsere Zukunft investieren. Wir müssen innovativ bleiben. Wir müssen Talente fördern und offenbleiben für neue Ansätze und Wege. Und wir müssen akzeptieren, dass Veränderung kein vorübergehender Zustand ist, sondern zur Normalität geworden ist. Gleichzeitig sollten wir jene Werte bewahren, die uns stark gemacht haben: Qualität, Zuverlässigkeit, Bodenständigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Gerade in einer Welt, die immer schneller wird, sind solche Werte kein Nachteil. Sie werden sogar zu einem Wettbewerbsvorteil. Und zu einem Wertekompass, der uns in einer immer komplexeren Weltlage leiten kann.

Ich bin überzeugt: Die Schweiz muss sich nicht im Grundsatz neu erfinden, denn sehr vieles läuft schon sehr gut. Aber sie muss sich weiterhin trauen, Neues auszuprobieren. Wenn wir unsere Traditionen pflegen und gleichzeitig offenbleiben für Veränderungen, wenn wir Qualität mit Innovationskraft verbinden und Verantwortung mit Unternehmergeist, dann wird die Schweiz auch in Zukunft zu den erfolgreichsten und lebenswertesten Ländern der Welt gehören. Genau das ist für mich «Eusi Schwiiz». Text Silvan Brauen, Co-CEO Rivella Group


Ziemlich beste Früchte.

Zwei Schweizer Originale. Eine prickelnde Schorle aus Traube und Apfel. Natürlich, fruchtig und ohne Zuckerzusatz. Jetzt auf www.adam-uva.ch bestellen.


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Sport im Herbst

Bild iStockphoto/AdventurePicture

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Herbst in Bewegung

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enn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, verändert sich auch der Sportalltag. Die grosse Hitze ist vorbei, viele Wege sind weniger stark belaufen und in höheren Lagen beginnt langsam der Übergang zum Winter. Für den Outdoor-Sport bedeutet das aber keineswegs Saisonende. Wandern, Trailrunning, Mountainbiken oder Klettern lassen sich vielerorts bis weit in den Herbst hinein betreiben und eignen sich perfekt, um fit zu bleiben und sich auf den Winter vorzubereiten. Wandern bleibt ein Klassiker Wandern gehört in der Schweiz zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Rund 65 000 Kilometer markierte Wanderwege durchziehen das Land und gemäss dem Verband Schweizer Wanderwege wandern etwa 58 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren regelmässig. Im Herbst reicht die Auswahl von Wegen im Mittelland und durch Rebberge bis zu anspruchsvollen Touren in den Voralpen und Alpen. Die unterschiedlichen Höhenlagen machen die Saison flexibel. Während weiter oben bereits Schnee liegen kann, sind tiefer gelegene Wege oft noch gut begehbar. Kühlere Temperaturen machen längere Aufstiege angenehmer und viele Ausflugsziele sind weniger stark besucht als im Hochsommer. Wichtig bleibt aber immer eine realistische Planung, denn Wetter und Wegverhältnisse können sich im Herbst rasch verändern. Trailrunning zwischen Wald und Bergen Wer schneller unterwegs sein möchte, findet beim Trailrunning viele Möglichkeiten. Waldwege, Höhenwege und Bergpfade lassen sich zu kurzen Trainingsrunden oder längeren Touren verbinden. Weil Untergrund und Steigung ständig wechseln, werden neben der Ausdauer auch Koordination, Gleichgewicht und Konzentration gefordert.

Der Herbst verbindet Sommer- und Wintersport. Wer später Ski fährt, snowboardet oder langläuft, kann jetzt gezielt an Ausdauer, Kraft und Stabilität arbeiten. Im Herbst ist das eine abwechslungsreiche Alternative zum klassischen Lauftraining. Die Temperaturen sind häufig angenehm und Strecken lassen sich je nach Wetter flexibel anpassen. Wenn eine Tour wegen Schnee oder schlechter Sicht ausfällt, kann ein tiefer gelegener Waldtrail eine gute Alternative sein. Die Bikesaison ist noch nicht vorbei Auch auf zwei Rädern geht die Saison weiter. Mountainbike-Routen reichen von breiten Naturstrassen bis zu technisch anspruchsvollen Trails. Mit dem Release 2026 hat SchweizMobil zusätzlich 77 offiziell erfasste Mountainbike-Trails in sein Angebot aufgenommen. Je nach Region bleiben Trails, Bikeparks und Bergbahnen bis weit in den Herbst geöffnet. Verleihstationen und Transportmöglichkeiten mit der Bahn oder Bergbahn erleichtern dabei vielerorts die Planung. Wichtig ist: Der Untergrund verändert sich. Nasses Laub, Schlamm und erste vereiste Stellen können eine Strecke deutlich anspruchsvoller machen als im Sommer. Gute Reifen, funktionierende Bremsen und eine angepasste Fahrweise sind deshalb von höchster Priorität.

Klettern bei milderen Temperaturen Auch Kletternde profitieren vielerorts vom Herbst. Tiefer gelegene und südseitig ausgerichtete Felsgebiete, die im Hochsommer schnell zu warm werden, bieten bei milderen Temperaturen oft bessere Bedingungen. Klettern setzt einen anderen Schwerpunkt als Wandern oder Biken: Kraft, Körperspannung, Beweglichkeit und Konzentration stehen stärker im Zentrum. Damit bietet die Sportart eine gute Abwechslung zu den vielen Ausdaueraktivitäten des Sommers. Bei Nässe oder Kälte lässt sich das Training in Kletter- und Boulderhallen fortsetzen. Vorbereitung auf den Winter Der Herbst verbindet Sommer- und Wintersport. Wer später Ski fährt, snowboardet oder langläuft, kann jetzt gezielt an Ausdauer, Kraft und Stabilität arbeiten. Dafür braucht es keinen komplizierten Trainingsplan. Wanderungen mit Höhenmetern stärken Beine und Grundlagenausdauer, Trailrunning fordert Kondition und Koordination und Mountainbiken trainiert zusätzlich das Gleichgewicht. Ergänzendes Krafttraining kann Beine, Rumpf und Rücken auf die Belastungen des Winters vorbereiten.

Die Bewegungsempfehlungen des Bundesamts für Gesundheit halten fest, dass regelmässige körperliche Aktivität unter anderem Fitness, Schlaf, psychisches Wohlbefinden und Lebensqualität positiv beeinflusst. Entscheidend ist also weniger eine einzelne intensive Einheit als regelmässige Bewegung, die in den Alltag passt. Bedingungen richtig einschätzen Mit dem Herbst ändern sich auch die Anforderungen an die Planung. Einzelne Hütten und Bergbahnen schliessen oder reduzieren ihren Betrieb. Vor einer Tour sollten deshalb Wetter und Verhältnisse geprüft, genügend Zeit eingeplant und die Ausrüstung angepasst werden. Wärmere Kleidung, Regen- und Windschutz sowie bei längeren Touren eine Stirnlampe gehören zur Grundausstattung. Besonders in den Bergen sollten Höhe, Schwierigkeit und Tageslicht nicht unterschätzt werden. Eine eigenständige Sportsaison Sport im Herbst muss weder extrem noch aufwendig sein. Eine Wanderung am Wochenende, eine Runde auf dem Bike, ein Trailrun im Wald oder einige Stunden am Fels reichen, um aktiv zu bleiben und die Natur zu geniessen. Die Schweiz bietet dafür eine grosse Auswahl auf kleinem Raum. Unterschiedliche Höhenlagen, ein dichtes Wander- und Routennetz sowie zahlreiche Sportanlagen ermöglichen es, je nach Wetter und Vorlieben zwischen verschiedenen Aktivitäten zu wechseln. Der Herbst ist deshalb weniger eine Pause zwischen Sommer und Winter als eine eigenständige Sportsaison – und eine gute Gelegenheit, Bewegung, Training und Erholung miteinander zu verbinden. Text SMA

Brandreport • Toggenburg Bergbahnen AG

Bergluft schnuppern im Toggenburg Die ersten Schwünge im Schnee, ein weiter Blick über die Berge und danach etwas Feines auf dem Teller. Rund um den Chäserrugg im Toggenburg liegen Bewegung und Erholung nah beieinander. Im Advent wartet auf dem Gipfel ein besonderer Genussmoment. Manchmal braucht es nur einen Ortswechsel, damit der Kopf wieder frei wird. In Unterwasser beginnt dieser mit der Fahrt hinauf zum Iltios. Das Tal rückt in die Ferne, die Berge kommen näher. Wer weiter auf den Chäserrugg fährt, erreicht auf 2'262 Metern eine Welt, in der man gerne etwas länger bleibt. Der Blick schweift über die Gipfel, tief unten liegt der Walensee. Für einen Moment gibt es wenig zu tun, ausser dazustehen und zu geniessen. Die markanten Churfirsten prägen die Ferienregion Toggenburg. An ihren Hängen finden Familien, sportlich Aktive und Ruhesuchende Platz für ihre ganz eigene Auszeit. Der Chäserrugg bringt vieles davon zusammen: abwechslungsreiche Pisten, Wege

durch die Berglandschaft und gemütliche Orte, an denen man sich gerne an einen gedeckten Tisch setzt. In Wanderschuhen und Skischuhen Schon vor dem ersten Schnee lohnt sich ein Ausflug ins Toggenburg. Die Standseilbahn von Unterwasser zum Iltios und die Luftseilbahn auf den Chäserrugg fahren bis zum 25. Oktober täglich, bei guter Witterung noch bis zum 1. November 2026. So bleibt noch Zeit für eine Herbstwanderung oder ein gemütliches Mittagessen auf dem Gipfel. Sobald der Schnee die Hänge bedeckt, wächst die Vorfreude auf den ersten Skitag. Zwischen Chäserrugg, Unterwasser und Alt St. Johann stehen 50 Pistenkilometer zur Wahl. Wer gerne sportlich fährt, findet ebenso passende Abfahrten wie diejenigen, die gemütlich ihre Kurven ziehen. Für Kinder beginnt das Bergerlebnis vielleicht mit den ersten Metern auf Ski. Und mit dem Stolz, wenn die erste Kurve gelingt.

sorgfältig hier gebaut wurde. Der Bahnhof Unterwasser, das Gipfelgebäude und die Stationen der Stöfeli-Bahn tragen die Handschrift von Herzog & de Meuron. Die Bauten greifen die alpine Umgebung auf und geben alltäglichen Momenten – wie dem Warten auf die Bahn oder dem Mittagessen – einen besonderen Rahmen. Dahinter steht der Anspruch der Toggenburg Bergbahnen, den Tourismus behutsam weiterzuentwickeln. Wie konkret dieser sein kann, zeigt der Bau des Gipfelgebäudes: Mit Ausnahme des Krans gelangten sämtliche Materialien und Mobilien per Luftseilbahn auf den Berg. Ortsansässige Unternehmen wirkten an der Umsetzung mit. Auch die Küche knüpft an die Region an und verarbeitet lokale Produkte zu Toggenburger Spezialitäten und neuen Gerichten.

Der tägliche Winterbetrieb ist vom 19. Dezember 2026 bis zum 4. April 2027 geplant. Bei guten Verhältnissen ist bereits ab dem 21. November Wochenendbetrieb möglich.

Weihnachtsstimmung auf dem Gipfel Wenn es früh dunkel wird, bekommt ein Ausflug auf den Chäserrugg seinen eigenen Zauber. Am 11. und 18. Dezember 2026 lädt das Gipfelrestaurant zum Weihnachtsdinner. Serviert wird ein Viergangmenü, dazu knistert das Feuer im Cheminée. Zwischen den Gängen bleibt Zeit für einen Blick auf die abendliche Bergwelt, bevor es zurück an den Tisch geht.

Architektur mit Gespür für die Bergwelt Schon bei der Ankunft in Unterwasser fällt auf, wie

Jede Jahreszeit hat am Chäserrugg ihren eigenen Reiz. Wer wiederkommen möchte, kann

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Bergbahnen Engstligenalp AG • Brandreport

Das Kleinste der Besten?

Hoch über Adelboden liegt auf 2000 Metern eine Winterwelt, die sich ihren eigenen Charakter bewahrt hat. Die Engstligenalp ist hochalpin, schneesicher und eingebettet in eine geschützte Landschaft von nationaler Bedeutung. Hier reicht der Winter bis Anfang Mai. Und wer nach oben fährt, findet weit mehr als ein Skigebiet.

S

chon die Fahrt mit der Luftseilbahn ist Teil des Erlebnisses. Vorbei an den 600 Meter hohen Engstligenfällen führt sie hinauf auf die weite Hochebene auf 2000 Metern. Rundherum erheben sich die Gipfel des Wildstrubelmassivs. Im Winter liegen Alpweiden, Wege und Bäche unter einer tiefen Schneedecke. Die Landschaft ist eindrücklich. Und Winter ist hier noch Winter. Vielleicht passt deshalb zur Engstligenalp, was auch über dieser Ausgabe steht: Best of Switzerland. Die Engstligenalp gehört zwar nicht zu den grössten Skigebieten der Schweiz. Doch hier oben zeigt sich die winterliche Schweiz von ihrer schönsten Seite. Vom Kinderland bis zur schwarzen Piste Im Globiland gehören leuchtende Kinderaugen zum Winterbild. Hier gelingen die ersten Schwünge im Schnee, und regelmässig schaut auch Globi persönlich vorbei. Weiter oben wird es sportlicher: Rote und schwarze Pisten sorgen für sportliche Herausforderung, und im hochalpinen Gelände finden Freerider ihre Linie im Tiefschnee. Auch abseits der Skipisten ist die Hochebene ein Wintererlebnis. Langläufer ziehen ihre Spuren durch die verschneite Ebene, Winterwanderer und Schneeschuhläufer entdecken die stille Landschaft in ihrem eigenen Tempo. Dazu kommen Snowtubing und Eisklettern. Und wer den Berg gerne früh für sich hat, kann im Frühjahr bereits ab 7 Uhr auf die Engstligenalp fahren und den erwachenden Tag auf der Hochebene erleben. Wenn im Tal längst der Frühling Einzug hält, bleibt die Engstligenalp dem Winter noch eine Weile treu. Dank ihrer Höhenlage auf über 2000 Metern reicht die Skisaison bis Anfang Mai. Frühlingssonne, Firnschnee und Skifahren vor der Kulisse des Wildstrubels machen diese letzten Wintertage besonders reizvoll. Bleiben, wenn es ruhig wird Ein Tag auf der Engstligenalp muss noch nicht mit

der letzten Abfahrt zu Ende sein. Im Berghotel lässt sich der Aufenthalt verlängern. Wer eine aussergewöhnliche Nacht sucht, schläft im Schlaf-Iglu mitten in der Winterlandschaft und erlebt die Hochebene, wenn die letzten Tagesgäste längst im Tal sind. Ein besonderes Wintererlebnis wartet gleich nebenan. Im Fondue-Iglu geniessen die Gäste ihr Fondue mitten in einer Welt aus Schnee und Eis. In der Raclettehütte geht es traditionell und gemütlich zu, dazu kommen das Bergrestaurant und die Skibar. Am Freitag und Samstag fährt die Luftseilbahn bis Ende März bis 22 Uhr ins Tal. So bleibt Zeit für einen langen Winterabend auf 2000 Metern. Skifahren im Licht des Vollmonds Besonders eindrücklich zeigt sich die Engstligenalp bei Vollmond. Wenn der Mond über den Gipfeln aufgeht, taucht er die verschneite Hochebene in silbernes Licht und wirft lange Schatten auf den Schnee. In dieser besonderen Atmosphäre geht es auf die Piste und im natürlichen Mondlicht über den Schnee. Wer zwischendurch Wärme sucht, kehrt in der Raclettehütte ein und geniesst ein Raclette, bevor es wieder hinaus in die Winternacht geht. Im Winter 2026/27 wird dieses Erlebnis erstmals an ausgewählten Vollmondnächten angeboten. Ob die Bedingungen stimmen, entscheidet die Natur. Das Kleinste der Besten? Vielleicht ist die Engstligenalp tatsächlich das Kleinste der Besten. Ein Ort, an dem man morgens die ersten Spuren in den Schnee zieht, die Weite der Hochebene geniesst, in der Sauna sitzt und durch das Fenster über die verschneite Ebene blickt. Und an einem klaren Abend vielleicht nochmals die Skier anschnallt und unter dem Vollmond seine Schwünge zieht. Zeit, den Winter auf der Engstligenalp selbst zu erleben.

Winter 2026/27 bis 2. Mai 2027. Alle Informationen zu Skibetrieb, Vollmondskifahren, Fondue-Iglu, Wintererlebnissen und Übernachtungen auf engstligenalp.ch


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EI N E P U B LI K AT I O N VO N S M A R T M ED I A

Privatklinik Hohenegg • Brandreport

Wie Bewegung unsere Psyche stärkt Bewegung hilft der Gesundheit – körperlich wie mental, das ist wissenschaftlich gut belegt. Die Privatklinik Hohenegg in Meilen hoch über dem Zürichsee macht daraus ein Therapieprinzip, erforscht es und nutzt dafür auch ihre Lage mitten in der Natur. Was mentale Stärke mit dem Körper zu tun hat, erzählt der frühere Eishockey-Nationalspieler Philippe Furrer am 27. Oktober in Zürich.

D

ie Privatklinik Hohenegg liegt in erhöhter Lage mitten im Grünen, zu ihren Füssen der Zürichsee, am Horizont die Alpenkette. Die Lage ist mehr als Kulisse. Wer hier behandelt wird, soll sich bewegen, am besten draussen: Bewegung gehört zum Therapieplan, so wie ein Gespräch oder ein Medikament. Dahinter steht ein Wandel in der Psychiatrie. Sporttherapie gilt heute nicht mehr als beiläufiges Freizeitangebot, sondern als eigenständige Therapieform mit klarem Ziel und professioneller Begleitung. An der Hohenegg steht sie gleichberechtigt neben Psychotherapie, Medikamenten sowie Kunst-, Tanz- und Musiktherapie. Das gilt für alle vier Behandlungsschwerpunkte der Klinik: depressive Erkrankungen, Burnout und Belastungskrisen, Angsterkrankungen und psychosomatische Erkrankungen. Bewegung ist Behandlung «Körperliche Aktivität fördert nachweislich die psychische Gesundheit», sagt Prof. Dr. med. univ. Josef Jenewein, Ärztlicher Direktor der Klinik. «Studien belegen insbesondere bei leichter bis mittelgradiger Depression eine Wirksamkeit – ähnlich derjenigen von medikamentöser Behandlung.» Körperliche Aktivität wirke zudem angstreduzierend. Die Forschung erklärt das mit einem Zusammenspiel von biologischen, psychischen und sozialen Mechanismen. Bewegung beeinflusst die vegetative Regulation, den Schlaf und die Verarbeitung von Stress. Sie stärkt die Erfahrung, selbst etwas bewirken zu können, und hilft, Gefühle zu regulieren. Hinzu kommt die Gruppe. «Der soziale Faktor ist relevant», so Jenewein. «Gruppenaktivitäten wie gemeinsame Läufe oder Fitness motivieren, stärken die soziale Teilhabe und wirken dem gesellschaftlichen Rückzug entgegen.» Entscheidend ist nicht die Intensität, sondern dass die Aktivität zur Person passt und regelmässig stattfindet. Feste Termine geben dem Tag eine Struktur, was laut Jenewein gerade Menschen mit Burnout hilft. «Sporttherapie ergänzt eine

psychotherapeutische und pharmakologische Behandlung», sagt er. «Hilfreich ist sie aber auch für Menschen, die keine Medikamente wünschen.» Kleine Schritte statt Rekorde Zum Angebot gehören Yoga, Rückenschulung, Nordic Walking, Teamsport sowie Outdoorund Indoor-Fitness, jeweils in leichteren und anspruchsvolleren Gruppen. Mit Leistungssport hat das nichts zu tun. Kleine, machbare Schritte wirken nachhaltiger als ehrgeizige Ziele. Wer im geschützten Rahmen erlebt, dass der eigene Körper mehr kann als gedacht, gewinnt Vertrauen zurück und wird vom Leidenden zum Handelnden. Die Sporttherapeutinnen passen die Belastung laufend an Diagnose und Tagesform an und behalten medizinische Risiken im Blick. Die Klinik benennt auch die Grenzen des Wissens: Bei Depressionen ist die Wirksamkeit gut belegt, bei Angststörungen und Burnout besteht weiterer Forschungsbedarf. Depression wird im Körper messbar An dieser Stelle forscht die Hohenegg selbst. Eine 2026 im «Journal of Affective Disorders Reports» veröffentlichte Studie der Klinik zeigt: Bei Menschen mit Depression können neben Stimmung und Antrieb das Gangbild, die Herzratenvariabilität als Mass für autonome Regulation und kognitive Leistung verändert sein. Depression ist also am Körper ablesbar. Nach ersten, noch unveröffentlichten Daten normalisieren sich diese Werte nach erfolgreicher Behandlung wieder. Für den Klinikalltag hat das Folgen. Beim Eintritt werden psychische und körperliche Faktoren sorgfältig erfasst, insbesondere auch Ausdauer und Kraft. Seit Juni 2026 erprobt die Klinik zusammen mit der OST – Ostschweizer Fachhochschule ein Training, das motorische und psychisch-kognitive Aspekte gleichzeitig anspricht. Aus dieser Forschung entsteht nun ein neues Angebot. Gemeinsam mit der OST hat die Klinik ein Fitness-Assessment entwickelt, das körperliche

und psychische Messwerte zusammenführt. Es wird seit diesem Herbst schrittweise eingeführt und soll helfen, Sport- und Bewegungstherapien noch gezielter auf die einzelne Person abzustimmen. Mehr dazu will die Klinik Anfang 2027 bekannt geben. Die Landschaft behandelt mit Dass die Umgebung zur Therapie gehört, wusste schon der Initiator der Hohenegg. «Einbettung in die Landschaft und Gestaltung der Gärten ist für die neue Psychiatrie entscheidend», hielt Dr. Zangger 1910 fest, zwei Jahre vor der Eröffnung. Er wollte ein Maximum an Licht, helle Farben und wohnliche Räume. Was heute «Healing Architecture» heisst, war hier von Anfang an Programm. Die denkmalgeschützte Anlage liegt in einem weitläufigen Park. Der Blick reicht über den See bis zur Alpenkette. Die Spazierwege rund um die Klinik sind teils öffentlich zugänglich; zur gemeinnützigen Stiftung Hohenegg als Trägerin der Klinik gehören auch ein Bauernhof und Land­ wirtschaftsland, gesäumt von Blumenwiesen. Therapeutisch genutzt wird das täglich. Auf ihren Spaziergängen richten Patientinnen und Patienten ihre Aufmerksamkeit auf das, was sie sehen, hören und riechen. Dieses sinnliche Erleben kann das Kreisen belastender Gedanken unterbrechen, und die Bewegung löst innere Erstarrung. Die Forschung stützt diese Erfahrung: Laut einer britischen Studie mit knapp 20'000 Personen berichten Menschen, die mindestens zwei Stunden pro Woche in der Natur verbringen, häufiger von guter Gesundheit und hohem Wohlbefinden. Vier Behandlungsschwerpunkte, offen für alle Die Privatklinik Hohenegg ist eine offen geführte Spezialklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik mit 95 Betten. Jeder ihrer vier Behandlungsschwerpunkte wird von ausgewiesenen Fachpersonen geleitet. Anders als der Name vermuten lässt, steht die Klinik allen Versicherungsklassen offen. Seit 2023 ist sie wieder auf der Spitalliste des Kantons Zürich und behandelt neben Privat- und Halbprivatversicherten auch Allgemeinversicherte. Trägerin ist die gemeinnützige Stiftung Hohenegg. Grundlage aller Behandlungen ist das Hohenegg-Kontextmodell. Es stützt sich auf drei Säulen: fachliche Expertise, einen nachvollziehbaren Therapieprozess und tragfähige Beziehungen. Dass dies wirkt, zeigen die nationalen Qualitätsmessungen des ANQ, in denen die Klinik eine überdurchschnittliche Reduktion der Symptombelastung ausweist. Sie ist Mitglied der Swiss Leading Hospitals, vom EFQM mit fünf Sternen anerkannt und wurde 2026 zum vierten Mal in Folge mit dem Swiss Arbeitgeber Award ausgezeichnet.

Bild Privatklinik Hohenegg. Meilen

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Was der Spitzensport lehrt Wie eng Körper und Psyche verbunden sind, weiss kaum jemand besser als Menschen, die vom Sport leben. Sie kennen Druck, Verletzungen und Rückschläge, und sie müssen lernen, danach wieder aufzustehen. Die Stiftung Hohenegg bringt dieses Wissen an ihrem nächsten öffentlichen Hohenegg Gespräch auf die Bühne. Am 27. Oktober 2026 spricht der Psychiater und Neurowissenschaftler Gregor Hasler, Professor an der Universität Freiburg und Hohenegger Stiftungsrat, mit dem ehemaligen Schweizer Eishockeyspieler Philippe Furrer. Der frühere Verteidiger bestritt über 800 Spiele in der National League, wurde mit dem SC Bern dreimal Schweizer Meister, gewann 2013 WM-Silber und

Bild Philippe Furrer

Bild Sporttherapie in der Privatklinik Hohenegg. Meilen

#fokusbestofswitzerland

Hohenegg Gespräch: «Mental stark: Über Krisen, Comebacks und innere Stärke» Prof. Dr. med. Gregor Hasler im Gespräch mit Philippe Furrer, ehemaliger Schweizer Eishockeyspieler Dienstag, 27. Oktober 2026, 19.00–21.00 Uhr, mit anschliessendem Apéro Museum für Gestaltung Zürich, Ausstellungsstrasse 60, 8005 Zürich Eintritt CHF 30.– inkl. Apéro Jetzt anmelden:

oder www.hohenegg-gespraeche.ch Das Video zum Gespräch:

Abendkasse 18.00–18.50 Uhr. Die Platzzahl ist beschränkt. Eine öffentliche Gesprächsreihe der Stiftung Hohenegg

stand 2010 sowie 2018 an den Olympischen Spielen auf dem Eis. Wie bleibt man unter Druck leistungsfähig? Was hilft nach einer Niederlage? Und was davon lässt sich in den eigenen Alltag mitnehmen? Antworten gibt es im Museum für Gestaltung Zürich, beim anschliessenden Apéro auch im persönlichen Gespräch.

Privatklinik Hohenegg Spezialklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Meilen, 95 Betten, offen geführt Schwerpunkte: Depressive Erkrankungen, Burnout & Belastungskrisen, Angsterkrankungen, psychosomatische Erkrankungen Für Privat-, Halbprivat- und Allgemeinversicherte Eintrittsmanagement: Tel. 044 925 15 00, www.hohenegg.ch


URBAN LIVING,

REDEFINED. Das Neubauprojekt MERCURY 279 von XANIA real estate Zurich schreibt ein neues Kapitel für die Badenerstrasse.

Wer durchs Lochergut spaziert, spürt sofort, warum dieses Quartier zu den lebendigsten Ecken Zürichs zählt: Es ist laut und ruhig zugleich, bodenständig und trendig, alteingesessen und im steten Wandel. Genau in diesem Spannungsfeld wächst an der Badenerstrasse 279 ein Bauwerk heran, das diesen Charakter aufnehmen und weiterschreiben will: MERCURY 279, 11 Eigentumswohnungen mitten im Quartier. Für die Entwicklerin XANIA real estate Zurich ist das mehr, als ein neues Zuhause zu schaffen, es ist der Anspruch, Räume zu entwickeln, die zur Stadt gehören: die ihren Kontext lesen, auf ihn antworten und langfristig zur Baukultur des Quartiers beitragen. DER KOPF HINTER MERCURY 279 Für jedes Projekt von XANIA gibt es eine Person, die von der ersten Skizze bis zur Schlüsselübergabe die Verantwortung trägt. Bei MERCURY 279 ist das Borja Castillo. «Ein Gebäude, das nur seine eigene Fläche kennt, hat schon verloren», sagt er. «Erst wenn ein Haus im Dialog mit seiner Umgebung steht, wenn es dem Quartier, in dem es entsteht, auch etwas zurückgibt, hat sich die Arbeit wirklich gelohnt.» Für Castillo ist MERCURY 279 genau das: eine Lage mit langer Stadtgeschichte, an die der Ersatzneubau gekonnt anknüpft. EIN QUARTIER MIT EIGENEM PULS Kaum ein anderes Stück Zürich vereint so viele Facetten. Rund um die Badenerstrasse reihen sich unabhängige Cafés an Gemüsestände, kleine Ateliers an neu eröffnete Concept Stores. Das Grand Café Lochergut ist längst Fixpunkt für alle, die morgens einen Kaffee im Stehen trinken oder nachmittags in Ruhe ein Buch lesen wollen. Supermarkt, Apotheke und Blumenladen liegen in Gehdistanz, ebenso die nächste Tramhaltestelle. Wer hier wohnt, muss selten planen, die kurzen Wege erledigen das von allein. Mehrere Tramlinien verbinden das Lochergut zudem in wenigen Minuten mit dem Hauptbahnhof und der Innenstadt. Diese Mischung aus Nähe und Erreichbarkeit macht das Quartier für sehr unterschiedliche Lebensmodelle interessant: für Paare, die abends spontan noch ausgehen wollen, für Berufstätige, die morgens keine Zeit verlieren möchten, und für Familien, die das Stadtleben in vollen Zügen geniessen.

ARCHITEKTUR, DIE DEN ORT VERSTEHT MERCURY 279 ist mehr als ein neues Gebäude im Strassenbild, es ist eine Antwort auf seine Umgebung. Bevor die ersten Linien gezeichnet wurden, stand eine Frage im Zentrum: Wie fügt sich ein Neubau in ein gewachsenes Quartier ein? Die Antwort zeigt sich in einer Fassade aus Faserzement in warmem Hellgrau, gegliedert durch feine Lisenen, die dem Haus eine ruhige, zeitlose Präsenz verleihen. Balkone und Brüstungen aus pulverbeschichtetem Metall setzen dezente Akzente, während ein Stehfalz-Blechdach mit integrierter Photovoltaikanlage den oberen Abschluss bildet. Ein Beispiel dafür, wie zeitgemässe Architektur und nachhaltiges Bauen zusammenfinden. Zur Hofseite hin zeigt sich eine andere Seite desselben Gedankens: Ein feines, weisses Grobputz-Relief prägt hier das Bild, ruhiger und wohnlicher als zur Strasse hin. Im Innern setzt sich diese Sprache mit Eiche und Sichtbeton fort und schafft eine stimmige Verbindung zwischen aussen und innen. Dass sich die beiden Fassadenseiten so unterschiedlich und doch stimmig zueinander verhalten, ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer städtebaulichen Haltung: Zur Strasse hin selbstbewusst und zurückhaltend zugleich, ein guter Nachbar im Strassenbild. Zum Innenhof hin wohnlicher und persönlicher, ein geschützter Rückzugsort für die Bewohnerinnen und Bewohner. So entsteht ein Haus, das seinen Platz im Quartier kennt und sich harmonisch einreiht. JEDE WOHNUNG IST EINZIGARTIG Im Erdgeschoss sorgt eine Gewerbefläche für Frequenz im Quartier, darüber verteilen sich auf 5 Obergeschossen 11 Eigentumswohnungen mit 3,5 und 4,5-Zimmern. Die Wohnflächen reichen von 83 bis 132 Quadratmetern, die Preise von rund 2,25 bis 3,16 Millionen Franken. Statt eines Einheitsgrundrisses hat jede Wohnung ihren eigenen Zuschnitt erhalten, eine bewusste Entscheidung der Entwicklerin, die damit unterschiedlichen Wohnbedürfnissen gerecht werden will. Balkone und Terrassen gehören zum Standard. In den obersten Geschossen kommen grosszügige

Dachterrassen hinzu, sodass in jeder Wohnung ein Aussenraum entsteht, der sich vom städtischen Trubel abhebt, ohne den Bezug zur Stadt zu verlieren, ein Balanceakt, den viele Neubauten versprechen, aber selten konsequent umsetzen. AUSSTATTUNG MIT HANDSCHRIFT Bei der Wahl der Ausbaupartner setzte XANIA auf etablierte Namen: Sanitärapparate stammen von HUG, talsee und Dornbracht, die Küchen liefert die Rolf Schubiger Küchen AG. Eine besondere Note bringt der Lifestyle-Partner ins Projekt: SULA, das 2012 von Nadja Stäubli in Zürich gegründete Designlabel für Teppiche und Textilien. Die handgeknüpften Teppiche mit bis zu 3 Millionen Knoten pro Quadratmeter sind eigenständige Designobjekte, frei im zukünftigen Lieblingsraum platzierbar. Wer bei MERCURY 279 eine Wohnung erwirbt, erhält ein solches Stück als persönliches Willkommensgeschenk. Zu den klaren Linien und den natürlichen Materialien der Wohnungen passt ein handgefertigter Teppich besonders gut: Er bringt Wärme, Farbe und Weichheit in einen Wohnraum, der sonst von Eiche und Sichtbeton geprägt ist. Ein erster, ganz persönlicher Akzent im neuen Zuhause.

ÜBER BORJA CASTILLO Borja Castillo, MBA, MSc Arch, ist Head of Real Estate Development sowie Mitglied der Geschäftsleitung und Partner bei XANIA. Er begleitet Projekte wie MERCURY 279 von der ersten Idee bis zur Fertigstellung, von der behördlichen Klärung über die Zusammenarbeit mit externen Planerinnen und Planern bis zur Vermarktung.

KONTAKT: Grundrisse, Preise und weitere Unterlagen zu MERCURY 279 sind unter mercury279.ch abrufbar. VERMARKTER: WALDE Immobilien AG, Zollikerstrasse 65, 8702 Zollikon +41 44 396 60 10, info@walde.ch

ÜBER XANIA REAL ESTATE ZURICH XANIA real estate Zurich entwickelt, vermarktet und gestaltet exklusive Wohnimmobilien in Zürich und rund um den Zürichsee – von der ersten Projektidee bis zum Interior Design der fertigen Wohnung. Das Unternehmen versteht sich als Anbieterin eines ganzheitlichen Wohnerlebnisses, das über den reinen Immobilienkauf hinausgeht. Zum Portfolio zählen neben MERCURY 279 auch Projekte wie THE TERRACES in Küsnacht, GRANDE PERMANENCE mitten in der Stadt oder CASA WHITE in Zumikon. Einblicke in weitere Projekte und den exklusiven Showroom im Herzen von Zürich gibt es unter xania.ch.

ENTWICKLER: XANIA real estate Zurich, Stockerstrasse 60, 8002 Zürich +41 44 269 92 00, info@xania.ch


PlusPoint • Brandreport

Appetit auf Neues?

Jeder Apéro ist eine kleine Überraschung, denn Saison, Angebot und viel Kreativität machen jedes Menü einzigartig. Daraus entstehen kreative Häppchen, Bowls und vieles mehr, das bis zum letzten Bissen begeistert. Im August öffnete PlusGastro, das Catering der Non-Profit-Organisation PlusPoint, seine Türen. Drei Anlässe und über 850 Gäste später steht fest, wie viel Herz in ein Buffet passt. Getragen von einem Team aus Freiwilligen, verfeinert mit den ersten geretteten Lebensmitteln. Jetzt folgt der nächste Gang, und dafür sucht PlusPoint Küchen, Lagerflächen, Lebensmittel und Fördermittel. Gutes Essen ist der schnellste Weg zum Du Ein Häppchen in der Hand, ein Lächeln im Gesicht, eine nette Frage, und schon ist das Eis gebrochen. Am Buffet und an den Tischen entstehen Gespräche, aus Gesprächen Freundschaften, Geschäftsbeziehungen und manchmal ganze Projekte. Genau darum geht es bei PlusGastro, um das erste Kennenlernen. Dieselbe Idee prägt PlusPoint. Mit Sitz in der Schweiz wächst die Organisation zu einer globalen Plattform, auf der Expertinnen und Experten aus allen Branchen ihr Wissen direkt einbringen und Projekte dort voranbringen, wo sie gebraucht werden. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort entsteht so Stück für Stück eine bessere Welt. Die ersten Wurzeln schlug PlusPoint auf der anderen Seite des Atlantiks. Maya-Wissen trifft Schweizer Innovation Türkisblaues Meer, weisse Strände, Maya-Pyramiden im Dschungel; die Halbinsel Yucatán gehört zu den Sehnsuchtszielen vieler Menschen in der Schweiz. Doch wer weiss, was hinter der Postkarte geschieht? Was aus dem uralten Wissen der Maya wird? Wohin der Abfall der Ferienorte wandert? Und warum der Jaguar plötzlich am Dorfrand auftaucht? Hier ist PlusPoint seit der Gründung vor gut zwei Jahren aktiv, als Betreiber vor Ort und Bindeglied zwischen Gemeinschaften, Behörden und Technologiepartnern. Für Städte, Infrastruktur und Tourismus weicht der Dschungel jedes Jahr auf grossen Flächen. Er wächst zwar nach, doch zuerst kommen

schnelle Pionierarten. Langsam wachsende einheimische Fruchtbäume fehlen oft, und mit ihnen die Nahrung für Vögel und kleine Säugetiere, die Beute des Jaguars. Findet er im Dschungel zu wenig, sucht er sie in den Dörfern. Genau hier setzt PlusPoint an und pflanzt gemeinsam mit Maya-Gemeinschaften jeden Monat tausende einheimische Bäume. Schon kehren kleine Tiere und Vögel zurück, und vielleicht bald auch der Jaguar tief in den Dschungel. An der Karibikküste setzen riesige Teppiche aus Sargassum-Algen den Korallenriffen zu, Strände und Nistplätze der Meeresschildkröten schrumpfen. Dazu kommen Abfall und Abwasser des Tourismus. Auch hier entstehen Lösungen. Das Erfolgsrezept vereint das überlieferte Wissen der Gemeinschaften, Schweizer Innovation und ein globales Fachnetzwerk. Fast jedes Projekt ist skalierbar und lässt sich leicht angepasst in neuen Ländern umsetzen. Die teuerste Mülltonne der Welt Jetzt festigt PlusPoint seine Präsenz in der Schweiz, auch hier wartet eine grosse Aufgabe. Jedes Jahr gehen in der Schweiz rund 2,8 Millionen Tonnen Lebensmittel verloren, 310 Kilogramm pro Person. Die Umweltbelastung entspricht etwa der Hälfte des privaten Autoverkehrs. Eine Gurke mit Haltungsschaden. Eine Rüebli-Zwillingsform, zu originell fürs Regal. Ein Apfel mit Sommersprossen. Ein Brot, das gestern noch der Star der Bäckerei war. Und Meersalz, 200 Millionen Jahre alt, läuft morgen ab. Wer hat sich das ausgedacht? Der Bundesrat will diese Menge bis 2030 halbieren. Laut Zwischenbericht vom Mai 2026 sind seit 2017 rund 5 Prozent geschafft, vorgesehen waren bis 2025 bereits 25 Prozent. Nun sollen mehr Akteure mitwirken. Genau darin liegt die Chance. PlusGastro: Catering for Good, Made Easy Ein erfolgreicher Start: Bei den ersten Anlässen begeisterten Sushi, Bowls und Früchte, frisch, farbig und mit viel Liebe angerichtet. Die Stimmung: ausgezeichnet. Food Waste am Schluss: 0 Prozent. Reste nahmen die Gäste liebevoll verpackt mit nach Hause.

Neue Anfragen laufen, und das Team ist bereit für grössere Herausforderungen. Noch stammt erst ein kleiner Teil der Zutaten aus geretteten Lebensmitteln, das Netzwerk an Lieferpartnern entsteht gerade. Das Ziel sind rasch 50 Prozent, danach Schritt für Schritt mehr, bis gerettete Lebensmittel den Grossteil jedes Menüs ausmachen. Re:Point: Die Küche auf dem Rückweg Lastwagen von Supermärkten und Transporteuren fahren täglich dieselben Routen, auf dem Rückweg oft halb leer. Bauernbetriebe fahren ohnehin zum Markt. Re:Point ergänzt diese Wege um eine einzige neue Ausfahrt, eine Küche. Dort entstehen aus dem Überschuss frische Menüs. Was ankommt, bestimmt die Karte. Danach sollen die Mahlzeiten weiterfahren, zu interessierten Abnehmern wie Schulen, Kitas oder Altersheimen. Was die Küche verwerten kann, landet auf dem Teller, alles Übrige geht als Tierfutter, Kompost oder Biogas zurück in den Kreislauf. Restlos. Gearbeitet wird nach den Grundsätzen der ISO-Normen für Qualität, Lebensmittelsicherheit und Umwelt. Jede gerettete Tonne spart mehrere Tonnen CO₂-Äquivalente. Angedacht ist, dass Lieferpartner Menüs für ihre Mitarbeitenden zurückerhalten, dazu einen CO₂-Nachweis für den Nachhaltigkeitsbericht. Wer gibt, isst mit. Fachkräftemangel? Hier wächst Nachwuchs mit Leidenschaft. Wer einen Anlass von PlusGastro besucht, erlebt sie live, die Freiwilligen in roten Shirts, mit Lächeln und viel Herzblut. Viele von ihnen sind Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die Neues lernen und Gutes bewirken möchten. Seite an Seite mit Profis schärfen sie Messer, rollen Sushi und wachsen als Team. So entsteht eine neue Generation Gastro-Talente, genau dort, wo die Branche sie dringend braucht. Das nächste Ziel sind faire, bezahlte Arbeitsplätze. Gesucht: Drei Zutaten für den Start Eine Küche, die leer steht oder früh Feierabend macht? Lagerflächen, Kantinen und Infrastruktur sind

herzlich willkommen, kostenlos oder zu sehr günstigen Konditionen. Lebensmittel, die einen zweiten Auftritt verdienen? Supermärkte, Grossverteiler, Bauernbetriebe und Produzenten finden hier den passenden Teller. Lust, etwas Grosses anzuschieben? Unternehmen, Stiftungen, Förderpartner und Privatpersonen ermöglichen mit ihrer Unterstützung Fahrzeuge, Geräte, Logistik, Ausbildung und faire Löhne. Und beim nächsten Firmenanlass ist PlusGastro gerne mit dabei. Gewinn auf allen Seiten Partnerschaften mit PlusPoint stärken ESG-Ziele und UN-Nachhaltigkeitsziele. Teams erleben Einsätze mit Sinn, Marken gewinnen Glaubwürdigkeit, und die Region spürt den Unterschied auf dem Teller und im Arbeitsmarkt. Grosse Bewegungen beginnen klein, mit einer Kiste Gemüse, einer freien Küche, einem gebuchten Buffet. Wer jetzt einsteigt, prägt den Anfang mit. Und kann bald sagen: Mein Betrieb ist restlos glücklich. Every Action Adds Up. Weitere Informationen unter: pluspoint.charity


EI N E P U B LI K AT I O N VO N S M A R T M ED I A

fokus.swiss

Bild Unsplash/Ricardo Gomez Angel

20 Erholung in der Schweiz

Wo die Schweiz zur Ruhe kommt

Draussen ist die Luft kühl, über dem See liegt noch ein leichter Nebelschleier. Dahinter zeichnen sich die Berge ab, während aus dem warmen Wasser eines Aussenbeckens Dampf aufsteigt. Solche Momente wirken fast wie ein Gegenentwurf zum Alltag: kein Termin, keine Benachrichtigung, kein nächster Punkt auf der Liste. Wer in der Schweiz Erholung sucht, muss dafür oft nicht weit reisen. Zwischen Seen, Wäldern, Bergtälern und einer über Generationen gewachsenen Badekultur liegt vieles erstaunlich nah beieinander.

Die Natur macht den ersten Schritt Erholung kann häufig noch vor der Hoteltür beginnen. Rund 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung erreichen den nächstgelegenen Wald innerhalb von 15 Gehminuten, hält der Waldbericht 2025 von BAFU und WSL fest. Das passt zu einem Land, in dem Natur nicht nur Ferienkulisse ist, sondern Teil des Alltags. Ein Spaziergang am Wasser, eine ruhige Runde durch den Wald oder ein Nachmittag auf einer Sonnenterrasse können bereits reichen, um Abstand zu gewinnen. Dass solche Orte mehr sind als schöne Hintergründe, ist gut dokumentiert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO verweist auf Zusammenhänge zwischen Naturerlebnissen und mentalem Wohlbefinden, Bewegung und Stressreduktion. Seen, Wälder und Berge lassen sich dabei oft miteinander verbinden, ohne dass daraus gleich ein sportliches Programm werden muss. Denn Erholung funktioniert nicht nach dem Prinzip: höher, schneller, weiter. Manchmal ist der wirksamste Ausflug jener, bei dem wenig passiert. Ein Weg ohne Gipfelziel, eine Bank am See, eine Stunde im Wald ohne Podcast im Ohr. Wärme, Wasser und eine lange Tradition Zur Schweizer Erholungskultur gehört seit Jahrhunderten auch das Thermalwasser. Baden blickt auf eine Badekultur zurück, deren Wurzeln bis in die Römerzeit reichen. In Leukerbad sprudeln täglich Millionen Liter Thermalwasser aus zahlreichen Quellen, eingebettet in die Walliser Bergwelt. Auch Bad Ragaz, Scuol, Lavey oder Rigi Kaltbad zeigen, wie eng Wasser, Landschaft und Wohlbefinden hierzulande zusammenspielen. Wo früher vor allem gebadet und gekurt wurde, ANZEIGE

Abschalten muss hier nicht inszeniert werden. Häufig genügt es, den Alltag für einen Moment etwas weiter weg rücken zu lassen. stehen heute oft ganze Erholungswelten: warme Aussenbecken, Saunen, Dampfbäder, Ruheräume und Massagen. Der Blick auf einen Berghang oder über einen See gehört dabei fast selbstverständlich zum Erlebnis. Gerade im Herbst entfaltet diese Kombination ihren Reiz. Während draussen die Temperaturen sinken und sich die Landschaft langsam verfärbt, wird das warme Wasser umso wohltuender. Wellness wird persönlicher Gleichzeitig verändert sich, was unter Wellness verstanden wird. International verschiebt sich der Fokus weg vom möglichst vollen Spa-Programm hin zu gezielter Regeneration. Das Global Wellness Institute nennt für 2026 unter anderem «Deep Rest», Wärmerituale, Rückzug und Reisen in kühlere Regionen als prägende Themen. Auch Schlaf und mentale Erholung rücken stärker ins Zentrum. In der Schweiz passt diese Entwicklung gut zu einer Wellnesslandschaft, die ohnehin eng mit Natur und Bewegung verbunden ist. HotellerieSuisse

unterscheidet zwischen Wellness, Wellness & Spa sowie medizinisch begleiteten Medical-WellnessAngeboten. Viele Häuser kombinieren klassische Anwendungen mit Bewegung, Ernährungsangeboten, Schlafkonzepten oder bewussten Digitalpausen. Dabei muss Recovery nicht automatisch technisch oder luxuriös sein. Ein gutes Bett, Ruhe im Zimmer, ein stimmiges Essen und Zeit ohne Programm können für die Erholung ebenso wichtig sein wie die Behandlung im Spa. Luxus zeigt sich dann weniger in möglichst vielen Angeboten als darin, dass nichts organisiert werden muss. Komfort, der nicht auffallen muss Genau hier spielt die Schweizer Hotellerie eine ihrer traditionellen Stärken aus. Die Hotelklassifikation von HotellerieSuisse wird laufend weiterentwickelt; die aktuell geltenden Kriterien für 2025 bis 2030 berücksichtigen neben klassischen Serviceleistungen auch Bereiche wie Wellness und Freizeitangebote. Klassierte Betriebe werden regelmässig überprüft.

Dass die Schweiz als Reiseziel stark gefragt bleibt, zeigen die Zahlen: 2025 verzeichnete die Schweizer Hotellerie gemäss Bundesamt für Statistik 43,9 Millionen Logiernächte. Gleichzeitig ist die Auswahl breit – vom alpinen Resort über kleine Häuser am See bis zum historischen Grandhotel. Eine Auszeit muss weder eine Woche dauern noch ans andere Ende des Landes führen. Der Herbst nimmt Tempo heraus Im Oktober verändert sich die Schweiz sichtbar. Im Engadin färben sich die Lärchen golden, in den Rebbergen beginnt die ruhigere Zeit nach der Lese und an vielen Seen hängt morgens Nebel über dem Wasser. Die Tage werden kürzer, die Abende kühler, und vielerorts kehrt zwischen Sommerund Wintersaison ein anderer Rhythmus ein. Gerade das macht den Herbst zu einer guten Zeit für eine Auszeit. Tagsüber bleibt Raum für Spaziergänge, Wanderungen oder einen Besuch im Thermalbad, am Abend für Sauna, gutes Essen und frühe Ruhe. Wer frische Energie sucht, braucht dabei nicht zwingend ein ausgeklügeltes Programm. Oft reicht die Kombination aus Bewegung, Wärme, Natur und Schlaf. Die Schweiz bietet dafür keine einzige Formel, sondern viele unterschiedliche Zugänge. Mal ist Erholung ein stiller Bergsee, mal ein Hotelzimmer mit Blick ins Tal, mal ein Thermalbad oder ein Waldweg direkt vor der Haustür. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Qualität: Abschalten muss hier nicht inszeniert werden. Häufig genügt es, den Alltag für einen Moment etwas weiter weg rücken zu lassen. Text Walter Nogueira


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Hotel Spitzhorn • Brandreport

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«Luxus beginnt dort, wo wir aufhören, die Zeit zu jagen» Leandro Vilchez im Gespräch mit Michel Wichman, Gastgeber des Hotel Spitzhorn in Saanen

Michel Wichman Gastgeber, Hotel Spitzhorn

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wischen Dauererreichbarkeit und Bergstille: Leandro trifft Michel Wichman im Hotel Spitzhorn in Saanen. Ein Gespräch über den Mut zum Nichtstun, die Kunst des Ankommens und die überraschende Frage, warum wahrer Luxus manchmal genau dann beginnt, wenn nichts passiert. Herr Wichman, viele Hotels versprechen Erholung. Sie sagen sinngemäss: Der Körper kommt zuerst in Saanen an, der Kopf etwas später. Woran erkennen Sie diesen Moment? Wichman: Oft schon an ganz kleinen Dingen. Bei der Ankunft ist das Telefon noch sehr wichtig, der nächste Termin sitzt gedanklich mit an der Rezeption. Dann geschieht etwas Interessantes: Der Blick geht plötzlich nicht mehr aufs Display, sondern aus dem Fenster. Man bleibt länger beim Essen sitzen, Gespräche bekommen Pausen. Der Gast

beginnt wieder, Zeit zu haben, statt sie nur zu verwalten. Für mich ist das der eigentliche Check-in.

Manchmal ist Luxus sogar, dass überhaupt nichts passiert. Das muss man sich heute erst einmal trauen.

Nicht mehr von allem, sondern das Beste vom Wichtigsten.

Das klingt beinahe so, als wäre das Saanenland eine Art Gegenprogramm zum Smartphone. Wichman: Das Schöne ist: Die Berge müssen dafür nicht einmal eine App entwickeln. Sie stehen einfach da. Berge, Wiesen, Wald, Weite und frische Luft verlangen nichts von uns. Kein Login, keine Deadline, keine Bewertung. Gerade diese Anspruchslosigkeit der Natur ist heute unglaublich kostbar. Sie schafft Raum für Bewegung, Ruhe und für Gedanken, die im Alltag kaum noch zu Wort kommen.

Nichts tun als Luxus – das klingt fast revolutionär in einer Zeit, in der selbst Erholung optimiert wird. Wichman: Genau. Wir haben unglaublich viele Möglichkeiten gewonnen und gleichzeitig vielleicht ein wenig die Fähigkeit verloren, nicht jede Möglichkeit nutzen zu müssen. Selbst in der Freizeit möchten wir erleben, dokumentieren, beantworten, teilen, optimieren. Man könnte meinen, ein Sonnenuntergang sei nur halb so schön, wenn niemand davon erfährt. Dabei beginnt Erholung oft dort, wo wir für einen Moment nichts beweisen müssen.

Sie sprechen von einer wachsenden Sehnsucht nach Ruhe. Sind die Menschen heute erschöpfter als früher? Wichman: Was wir als Gastgeber aber wahrnehmen, ist eine permanente innere Betriebsamkeit. Ich glaube nicht unbedingt, dass Menschen weniger belastbar geworden sind. Die Welt ist nur sehr viel stärker in unseren Alltag eingedrungen. Durch das Smartphone tragen wir Arbeit, Nachrichten, Erwartungen und die Leben anderer Menschen ständig mit uns herum.

Spitzhorn ist ein Drei-Sterne-SuperiorHotel mit Vier-Sterne-Infrastruktur in einer Fünf-Sterne-Umgebung Ihr Haus ist ein Drei-Sterne-Superior-Hotel mit Vier-Sterne-Infrastruktur in einer FünfSterne-Umgebung. Ist das Understatement oder raffinierte Schweizer Mathematik? Wichman: Vielleicht von beidem etwas. Aber für mich ist Luxus ohnehin weniger eine Frage von Sternen. Luxus ist Zeit. Und Luxus ist, wenn etwas besser, herzlicher oder überraschender ist, als man es erwartet hat. Ein Spaziergang ohne Ziel kann luxuriöser sein als ein perfekt durchgetaktetes Wellnessprogramm.

Ihr Leitspruch lautet «Die Leichtigkeit des Seins». Das könnte ebenso gut der Titel eines philosophischen Abends bei einem Glas Rotwein sein. Wie ist dieser Satz entstanden? Wichman: Er entstand aus einer sehr persönlichen Erfahrung. Für mich bedeutet Leichtigkeit nicht, Schwieriges auszublenden. Sie bedeutet vielmehr, sich von schwierigen Erfahrungen nicht dauerhaft bestimmen zu lassen, sondern den eigenen Weg wiederzufinden und nach vorne zu schauen. Also keine Flucht vor dem Ernst des Lebens? Wichman: Überhaupt nicht. Leichtigkeit ist für mich keine Oberflächlichkeit. Sie kann sogar sehr ernst sein. Es geht darum, Abstand zu gewinnen, wieder auf sich selbst zu hören und mit mehr Klarheit zurückzukehren. Man muss nicht jedem Konflikt ein lebenslanges Zimmer im eigenen Kopf vermieten. Sie verkaufen gewissermassen Ruhe – und führen gleichzeitig ein Hotel. Ein Betrieb mit Gästen, Mitarbeitenden, Lieferanten, Zahlen und Überraschungen. Wie passt das zusammen? Wichman: Mit einer gewissen Portion Ironie. Ein Hotel schläft nie wirklich. Deshalb versuchen wir bewusst, nicht immer mehr zu wollen, sondern das Beste aus dem Wesentlichen zu machen. Qualität vor Quantität. Und ich versuche, nicht jede Dringlichkeit automatisch zu meiner eigenen zu machen. Verantwortung bedeutet nicht, alles selbst zu erledigen oder rund um die Uhr verfügbar zu sein. Vertrauen und die richtigen Menschen schaffen Raum. Was bleibt einem Gast nach dem Aufenthalt? Das Zimmer? Das Essen? Der Blick auf die Berge? Wichman: Hoffentlich etwas, das sich viel schlechter fotografieren lässt: ein Gefühl. Menschen erinnern sich vielleicht nicht an jedes Detail, aber sehr lange daran, wie sie sich an einem Ort gefühlt haben. Gastfreundschaft ist für mich deshalb mehr als Infrastruktur. Sie entsteht in kleinen Momenten: Aufmerksamkeit, ein Gespräch, ein Lächeln – und manchmal auch darin, einen Menschen einfach in Ruhe zu lassen.

Kann ein paar Tage in den Bergen daran wirklich etwas ändern? Wichman:Wir sollten nicht so tun, als könnten ein Hotel und ein Bergpanorama die Probleme des Alltags lösen. Das wäre unseriös. Aber wir können einen Ort schaffen, an dem Abstand möglich wird. Manchmal reicht dieser Abstand, um wieder zu merken, was einem fehlt, was zu viel geworden ist oder was eigentlich wichtig wäre. Eine Pause löst nicht alles. Aber sie kann ein Anfang sein. Wenn jemand völlig erschöpft bei Ihnen ankommt und Sie dürften nur einen Satz sagen – welcher wäre es? Wichman: Nimm dich selbst wieder ernst. Wir sind oft erstaunlich aufmerksam gegenüber den Bedürfnissen anderer und ebenso erstaunlich talentiert darin, unsere eigenen Warnsignale zu überhören. Zum Schluss: Was macht für Sie «The Best of Switzerland» aus? Wichman: Nicht unbedingt das Lauteste, Teuerste oder Spektakulärste. Für mich ist es diese Verbindung aus Landschaft, Qualität, Verlässlichkeit und einer Gastfreundschaft, die sich nicht in den Vordergrund drängt. Im Saanenland kommt noch die Weite dazu. Vielleicht fährt ein Gast nach einigen Tagen nach Hause, das Telefon beginnt wieder zu klingeln und der Kalender ist immer noch voll. Aber vielleicht trinkt er seinen Kaffee fünf Minuten langsamer. Vielleicht schaut er öfter aus dem Fenster. Wenn etwas von dieser Leichtigkeit bleibt, haben wir viel erreicht. Weitere Informationen unter: www.spitzhorn.ch


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fokus.swiss

Gastbeitrag • Smile Swiss Influence Award

Die Zukunft des Influencer-Marketings in der Schweiz

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abei zeichnet sich ein scheinbarer Widerspruch ab: Je einfacher und günstiger Content produziert werden kann, desto wertvoller könnten genau jene Dinge werden, die sich nicht automatisieren lassen – Persönlichkeit, Relevanz und Vertrauen. Wir erleben diese Entwicklung aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Fabian Plüss beschäftigt sich seit den Anfängen mit Influencer-Marketing in der Schweiz, hat Kingfluencers mitgegründet und die Smile Swiss Influence Awards initiiert. Nina Kälble bringt als Gen-Z-Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Influence eine jüngere Perspektive auf die Branche ein, ist selbst als Micro-Creatorin aktiv und studiert strategische Kommunikation. Bei Swiss Influence stehen wir das ganze Jahr über im Austausch mit Creators und Unternehmen – durch den Smile Swiss Influence Award mit über 2000 Gästen, die Swiss Creator Academy, Seedings und den Creatorz Club. Diese Nähe gibt uns einen unmittelbaren Einblick darin, was sich in der Schweizer Creator-Branche verändert. Eine Entwicklung sehen wir besonders deutlich: Die Zukunft des Influencer-Marketings entscheidet sich immer weniger allein daran, wer die meisten Follower hat. Entscheidend wird sein, wem Menschen ihre Aufmerksamkeit schenken und wem sie vertrauen. Followerzahlen werden nicht unwichtig. Wer eine Million Menschen erreicht, verfügt über andere Möglichkeiten als jemand mit 5000 Followern. Doch die Grösse eines Accounts sagt immer weniger darüber aus, wie relevant eine Person für eine bestimmte Marke oder Zielgruppe tatsächlich ist. Gerade in der Schweiz ist das entscheidend. Der Markt ist nicht nur klein, sondern auch sprachlich, kulturell und regional stark fragmentiert. Was national nach einer kleinen Reichweite aussieht, kann innerhalb einer bestimmten Sprachregion oder Nische bereits sehr relevant sein. Eine Creatorin mit einer überschaubaren, aber engagierten Community in der Romandie kann für ein Unternehmen wertvoller sein als ein internationaler Account mit hundertmal mehr Followern. Dasselbe gilt für spezialisierte Communities rund um Sport, Beauty, Food, Gaming oder gesellschaftliche Themen. Für Unternehmen verändert sich deshalb die zentrale Frage. Statt nur zu fragen: «Wie viele Menschen erreichen wir?», wird wichtiger: «Welche Menschen erreichen wir und warum hören sie genau dieser Person zu?» Davon profitieren Micro- und Nischen-Creators. Sie besitzen vielleicht nicht die grösste Bühne, können dafür aber eine Nähe schaffen, die mit wachsender Reichweite schwieriger aufrechtzuerhalten ist. Gerade im Schweizer Markt sind Dialekt, regionale Zugehörigkeit und kulturelles Verständnis nicht zu unterschätzen. Ein TikTok auf Schweizerdeutsch kann etwas vermitteln, das selbst eine perfekt lokalisierte internationale Kampagne nicht automatisch erreicht. Dasselbe gilt für französisch- oder italienischsprachige Communities. Lokale Nähe ist damit mehr als ein sympathisches Detail. Sie kann zu einem echten Vorteil werden.

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Auch die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Creators verändert sich. Das klassische Modell ist einfach: Eine Marke bucht einen Creator, dieser veröffentlicht einen Beitrag, und wenige Tage später ist die Kampagne vorbei. Solche Kooperationen wird es

weiterhin geben. Doch sie haben eine Schwäche: Communities erkennen schnell, wenn ein Produkt nur für einen einzelnen bezahlten Auftritt im Feed erscheint. Langfristige Partnerschaften können glaubwürdiger wirken. Wenn eine Person eine Marke über Monate oder Jahre begleitet, entsteht Kontinuität. Gleichzeitig steigt damit auch die Verantwortung des Creators, sorgfältig auszuwählen, mit wem er zusammenarbeitet. Influencer-Marketing entwickelt sich deshalb weg vom reinen Einkauf von Reichweite und stärker hin zu einer Zusammenarbeit zwischen zwei eigenständigen Marken: dem Unternehmen auf der einen und der Persönlichkeit des Creators auf der anderen Seite. Das verlangt auch von Unternehmen ein Umdenken. Wer einen Creator engagiert und ihm anschliessend jedes Wort, jede Einstellung und jede Formulierung vorgibt, kauft zwar sein Gesicht und seine Reichweite, aber kaum das, was ihn für seine Community relevant gemacht hat. Gute Kooperationen brauchen deshalb nicht nur klare Ziele, sondern auch kreativen Freiraum. Kaum eine Entwicklung dürfte die Branche in den kommenden Jahren stärker beschäftigen als künstliche Intelligenz. KI kann bereits heute Texte entwerfen, Bilder erzeugen, Videos bearbeiten, Stimmen synthetisieren, Inhalte übersetzen und Ideen liefern. Für Creators kann das Arbeitsprozesse vereinfachen. Unternehmen wiederum können grosse Datenmengen analysieren, Kampagnen auswerten oder geeignete Partnerschaften effizienter identifizieren. Doch der Einsatz ist umstritten. Es stellen sich Fragen nach Urheberrecht, Transparenz und dem Wert kreativer Arbeit. Für Influencer-Marketing kommt eine weitere hinzu: Was bedeutet Authentizität, wenn immer schwieriger zu erkennen ist, welcher Teil eines Inhalts tatsächlich von einer Person stammt? Was passiert mit einer vermeintlich persönlichen Empfehlung, wenn der Text von einer KI geschrieben wurde? Wie verändert sich die Wahrnehmung, wenn Bilder, Stimmen oder sogar ganze Personen künstlich erzeugt sind? Und wann muss für das Publikum transparent sein, dass KI eingesetzt wurde? Darauf gibt es noch keine einfachen Antworten. Sie ist zunächst ein Werkzeug. Entscheidend wird sein, wofür sie eingesetzt wird und wie transparent Creators und Unternehmen damit umgehen. Dabei entsteht ein interessanter Gegensatz: Je einfacher perfekter Content produziert werden kann, desto wertvoller könnte das Unperfekte und Persönliche werden. Menschen folgen Creators schliesslich nicht nur wegen technisch guter Videos. Sie folgen ihnen wegen ihrer Perspektive, ihres Humors, ihrer Erfahrungen und ihrer Persönlichkeit. Wer über Jahre eine Community aufgebaut hat, besitzt etwas, das sich nicht einfach auf Knopfdruck generieren lässt: eine gemeinsame Geschichte mit seinem Publikum. Auch virtuelle und vollständig KI-generierte Influencer dürften Teil des Marktes werden. Ob sie langfristig dieselbe emotionale Bindung herstellen können wie menschliche Persönlichkeiten, ist offen. Auch der Begriff «Influencer» beschreibt inzwischen nur noch einen Teil dessen, was viele erfolgreiche Creators tatsächlich tun. Sie produzieren Podcasts, gründen Marken, entwickeln Produkte, organisieren Events, verschicken Newsletter oder bauen eigene Communities auf. Aus einem Social-Media-Profil kann so schrittweise ein eigenes Medienunternehmen entstehen. Das ist auch eine Reaktion auf die Macht

Bild Medienwerk Bollhalder

Influencer-Marketing ist erwachsen geworden. Was vor einigen Jahren noch stark mit Produktpaketen, Rabattcodes und möglichst vielen Followern verbunden wurde, ist heute ein professioneller Teil der Kommunikationsbranche. Gleichzeitig steht die Branche vor einem neuen Umbruch: Künstliche Intelligenz verändert die Produktion von Inhalten, Communities werden kritischer und Unternehmen wollen genauer wissen, was ihre Investitionen tatsächlich bewirken.

Die knappe Ressource der Zukunft ist nicht Content, sondern Aufmerksamkeit. der grossen Plattformen. Wer sein gesamtes Geschäft auf Instagram, TikTok oder YouTube aufbaut, macht sich von deren Regeln und Algorithmen abhängig. Eine Änderung kann innerhalb kurzer Zeit darüber entscheiden, ob Inhalte Hunderttausende Menschen erreichen oder kaum noch sichtbar sind. Eigene Kanäle werden deshalb interessanter. Newsletter, Podcasts, Events oder geschlossene Communities ermöglichen einen direkteren Zugang zum Publikum. Für Unternehmen erweitert das gleichzeitig die Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Eine Creator-Kooperation muss längst nicht mehr nur aus einem Instagram-Reel oder einem TikTok bestehen. Denkbar sind gemeinsame Produkte, Veranstaltungen, Podcasts, längerfristige Formate oder mehrjährige Partnerschaften. Damit steigen allerdings auch die Anforderungen an Creators. Wer aus seiner persönlichen Reichweite ein Unternehmen aufbaut, beschäftigt sich plötzlich mit Strategie, Verträgen, Vertrieb, Produktion und teilweise auch mit Mitarbeitenden. Die Professionalisierung der Branche zeigt sich deshalb nicht nur auf Seiten der Unternehmen. Auch aus Creators werden zunehmend Unternehmerinnen und Unternehmer. Mit grösseren Budgets steigt gleichzeitig der Druck, die Wirkung von Influencer-Marketing nachzuweisen. Follower, Likes, Views und Kommentare sind leicht sichtbar. Sie beantworten aber nicht automatisch die entscheidende Frage: Was hat eine Kampagne tatsächlich bewirkt? Hat sie Verkäufe ausgelöst? Wurden neue Zielgruppen erreicht? Ist eine Marke bekannter geworden? Haben sich Menschen intensiver mit einem Unternehmen oder Produkt beschäftigt? Nicht alles davon lässt sich eindeutig messen. Wer heute bei einem Creator erstmals ein Produkt sieht und es drei Wochen später in einem Geschäft kauft, hinterlässt keine perfekte digitale Spur. Influencer-Marketing lässt sich zudem nicht allein daran messen, ob jemand unmittelbar nach einem Beitrag einen Kauf tätigt. Creators können Marken bekannt machen, Produkte erklären, Diskussionen auslösen oder ein Bedürfnis überhaupt erst entstehen lassen. Trotzdem wird sich die Branche stärker mit ihrer Wirkung auseinandersetzen müssen. Je grösser die Budgets werden, desto weniger genügt die Aussage: «Der Post hatte viele Likes.» Vertrauen braucht Transparenz. Dasselbe gilt für Werbung. Die Grenzen zwischen persönlichem Inhalt und kommerzieller Kommunikation sind im InfluencerMarketing naturgemäss fliessend. Genau das macht die Disziplin wirkungsvoll – und gleichzeitig anfällig für Vertrauensprobleme. Communities sind heute sensibilisiert dafür, wenn Produkte platziert werden. Sie diskutieren offen darüber, ob eine Kooperation zu einer Person passt oder ob eine Empfehlung hauptsächlich wegen der Bezahlung ausgesprochen wird. Ein Creator verliert nicht automatisch an Glaubwürdigkeit,

weil er mit Werbung Geld verdient. Das Geschäftsmodell ist für einen grossen Teil der Community längst nachvollziehbar. Problematisch wird es dort, wo kommerzielle Interessen verschleiert werden oder der Eindruck entsteht, praktisch jede Empfehlung sei käuflich. Transparenz sollte deshalb nicht nur als Pflicht verstanden werden. Sie ist eine Voraussetzung dafür, dass das Verhältnis zwischen Creator und Community langfristig funktioniert. Das gilt zunehmend auch für künstliche Intelligenz. Je schwieriger es wird, echte und künstlich erzeugte Inhalte auseinanderzuhalten, desto wichtiger dürfte nachvollziehbar werden, wer hinter einem Inhalt steht, weshalb etwas empfohlen wird und wie es entstanden ist. Der Schweizer Influencer-Markt wird kaum über schiere Masse gewinnen. Dafür ist das Land zu klein. Seine Stärke liegt anderswo: in überschaubaren Communities, regionalen Identitäten, verschiedenen Sprachräumen und kurzen Wegen zwischen Creators, Unternehmen und Publikum. Was auf den ersten Blick eine Einschränkung ist, könnte in einer zunehmend globalisierten und automatisierten Content-Welt zum Vorteil werden. Denn wenn Inhalte praktisch unbegrenzt produziert werden können, wird nicht Content selbst zur knappen Ressource. Knapp wird Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit entsteht nicht automatisch nur durch mehr Beiträge, bessere Technik oder grössere Followerzahlen. Sie entsteht dort, wo Inhalte für jemanden tatsächlich relevant sind. Genau deshalb glauben wir nicht, dass die Zukunft automatisch den grössten Accounts gehört. Sie gehört auch nicht zwingend jenen, die am häufigsten posten oder den perfektesten Content produzieren. Entscheidend werden jene Creators sein, die verstehen, weshalb Menschen ihnen folgen und die das daraus entstandene Vertrauen nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Gleichzeitig werden jene Unternehmen erfolgreicher mit Creators arbeiten, die sie nicht einfach als Werbeflächen betrachten, sondern als eigenständige Kommunikationspartner mit einer eigenen Beziehung zu ihrem Publikum. Technologien werden sich verändern. Neue Plattformen werden entstehen, andere an Bedeutung verlieren. Künstliche Intelligenz wird viele Prozesse schneller und günstiger machen. Doch je einfacher Inhalte produziert, automatisiert und perfektioniert werden können, desto weniger wird ihre blosse Existenz wert sein. Die knappe Ressource der Zukunft ist nicht Content, sondern Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit entsteht dort, wo Relevanz und Vertrauen zusammenkommen. Für das Influencer-Marketing in der Schweiz könnte genau darin die grösste Chance liegen. Text Walter Nogueira


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Suissedigital • Brandreport

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ank der Digitalisierung können KMU ihre Prozesse effizienter gestalten und potenzielle Kunden leichter erreichen. Voraussetzungen dafür sind eine leistungsfähige Anbindung ans Internet, intelligente Kommunikationslösungen, eine sichere Vernetzung von verschiedenen Unternehmensstandorten und ein

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