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Fokus Law Guide

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EDITORIAL

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LESEN SIE MEHR...

04 Haftpflicht- & Versicherungsrecht 06 Arbeitsrecht 10 Medienrecht 12 Bau-, Immo- & Mietrecht 16 Familienrecht

Anwältin und Anwalt: Ein Beruf mit Zukunft

20 Ausbildung

FOKUS HEALTH 2019. PROJEKTLEITERIN: Tatjana Corvaglia COUNTRY MANAGER:

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enn die Menschen vom Anwaltsberuf hören, denken viele an TV-Serien wie «Ally McBeal», «Suits» oder «Better Call Saul». Ganz so glamourös geht es im echten Anwaltsleben selten zu und her. Trotzdem ist der Anwaltsberuf jeden Tag spannend und abwechslungsreich.

Wer heute Anwältin oder Anwalt werden will, weiss sich in guter Gesellschaft. Persönlichkeiten wie Abraham Lincoln, Nelson Mandela oder Mahatma Gandhi waren als Anwälte tätig, bevor sie anderweitig zu Ruhm und Ehre kamen. Auch ihnen dürfte damals die Vielfalt des Anwaltsberufs zugesagt haben. Und vielfältig wird dieser Beruf auch in Zukunft sein. Die Gesellschaft wird immer mehr von Regeln durchsetzt, in der Schweiz und anderswo. Folglich brauchen auch immer mehr Leute die Hilfe von Anwältinnen und Anwälten, um sich in diesem Dickicht zurecht zu finden. Egal ob beim Hauskauf, bei einer Scheidung oder vor einem Strafrichter, immer mehr Situationen erfordern den Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts. Ganz zu schweigen von einem grenzüberschreitenden

Pascal Buck

Unternehmenskauf oder einem komplexen Gerichtsverfahren; hier setzen sich ganze Anwaltsteams für ihre Klienten ein. Dies hat zur Folge, dass auch die Spezialisierung im Anwaltsberuf an Bedeutung gewinnt. «Fokus Law Guide» bietet einen spannenden Einblick in die Branche und ihre Spezialgebiete, denn Anwalt ist nicht gleich Anwalt. Der Anwaltsberuf hat sich im Laufe der Jahre verändert. Vor 30 Jahren bestand die Schweizer Anwaltschaft fast ausschliesslich aus Einzelanwälten und kleinen Praxisgemeinschaften. In der grössten Kanzlei der Schweiz arbeiteten gerade mal 20 Anwältinnen und Anwälte. Heute gibt es in der Schweiz eine ganze Reihe von Kanzleien mit 100 oder mehr Vertretern des Berufsstandes. Verändert hat sich auch die Art, wie wir arbeiten. Unsere Branche wird zunehmend digitaler. Immer mehr Abläufe werden automatisiert, immer mehr Dokumente elektronisch überprüft. Die Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz bringen laufend neue Möglichkeiten mit sich. Anwältinnen und Anwälte sind gut beraten, sich die Vorteile

Heute gibt es in der Schweiz eine ganze Reihe Kanzleien mit 100 oder mehr Vertretern des Berufsstandes.

PRODUKTIONSLEITUNG: Miriam Dibsdale TEXT: Antonia Vogler, Lars Meier, SMA COVER: Daniel Daeniker Senior Partner bei Homburger

iStockphoto.com LAYOUT: Anja Cavelti

der neuen Technologien anzueignen und sich gegenüber der Digitalisierung zu öffnen. Die Qualität der Dienstleistung kann dadurch nur gewinnen. Doch auch die Digitalisierung wird den menschlichen Kontakt in unserem Beruf nie überflüssig machen. Das persönliche Gespräch, der Auftritt vor Gericht, die Verhandlung, bei der man sich in die Augen schaut und über den Tisch die Hände schüttelt, werden nie verschwinden. Um Nachwuchs muss sich das Gewerbe keine Sorgen machen: Noch immer studieren viele junge Leute Recht an den schweizerischen Universitäten. Ein Genderproblem kennt das Jus-Studium übrigens nicht – mehr als die Hälfte der Absolventen der juristischen Fakultäten sind weiblich. Der Anwaltsberuf hat auf alle Fälle eine interessante, vielfältige und attraktive Zukunft vor sich.

DISTRIBUTIONSKANAL: 20 Minuten DRUCK: Tamedia AG, Druckzentrum, 8021 Zürich

SMART MEDIA AGENCY AG Gerbergasse 5, 8001 Zürich, Schweiz Tel. +41 44 258 86 00 info@smartmediaagency.ch

Viel Spass beim Lesen!

Tatjana Corvaglia TEXT DANIEL DAENIKER

Projektleiterin


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HOMBURGER BRANDREPORT

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Wirtschaftskanzlei. Prime Tower. Zürich. Ein Blick hinter die Kulissen. Auf der 28. Etage im Prime Tower brennt Licht. Draussen ist es bereits dunkel. Mario Wälti sitzt an seinem Schreibtisch und studiert Unterlagen. Er ist Anwalt bei Homburger, einer der grössten Kanzleien der Schweiz.

Hallo Mario, was machst du da? Mario Wälti: Ich überprüfe nochmals einen Vertragsentwurf, den wir die letzten Tage im Team für einen Unternehmenszusammenschluss erarbeitet haben. Da steckt viel Arbeit drin.

Was findest du besonders spannend am Anwaltsberuf? Als Jurist hat man die Möglichkeit, sich in unterschiedlichste Bereiche einzubringen – Branchen, Themen und Positionen. Diese Bandbreite fand ich zu Beginn meiner Ausbildung attraktiv. Heute, als Wirtschaftsanwalt bei Homburger, fasziniert mich die Flughöhe unserer Tätigkeit. Wir haben das Privileg, die besonders grossen und herausfordernden Fälle in der Schweizer Wirtschaft zu begleiten. Das ist schon sehr cool!

Es ist schon 20 Uhr und du bist immer noch hier. Wie viel arbeitest du? Wir arbeiten viel, das ist richtig. Es ist auch schon vorgekommen, dass wir eine Nacht bis morgens um vier Uhr durchgearbeitet haben. Pizza, Red Bull, ein Top-Team und ein gemeinsames Ziel vor Augen. Und dann

legst du morgens um sieben Uhr der Gegenpartei das entscheidende Papier auf den Tisch. Das ist dann ein super Gefühl. In dieser Konstellation macht es Freude, über sich hinauszuwachsen. Wir sind Feuer und Flamme für unseren Beruf. Das merkt man in solchen Momenten besonders.

werden. Ich fand die Materie grundsätzlich interessant, hatte dann die Möglichkeit, in Oxford zu studieren und hab so damit angefangen. Im Studium konnten wir uns mit echten Fällen befassen, da hat es bei mir «klick» gemacht. Seither liebe ich den Beruf !

Das klingt intensiv. Hast du nebenbei noch Zeit für Freunde und Hobbies?

Was gefällt dir besonders daran?

Auf jeden Fall. Ich mache regelmässig Sport und meine grosse Leidenschaft ist Rap. Unter dem Pseudonym «EMM» habe ich bereits sieben Alben produziert. Texte schreiben, Beats picken, aufnehmen, touren, und das ist zeitintensiv. Es gibt Phasen, da muss mein Hobby kürzertreten. Aber grundsätzlich kann ich mir das gut einrichten. Gerade bin ich wieder dabei, ein neues Album einzuspielen. Wir lassen Mario weiterarbeiten. Bei Homburger sind gut 330 Mitarbeitende beschäftigt. Geführt wird die Kanzlei von 36 Partnerinnen und Partnern. Eine davon ist Katrin Ivell. Sie ist seit 2018 in der Partnerschaft, Mutter von zwei Kindern und Diversity-Beauftragte bei Homburger. Wir treffen Sie in der Lounge der Kanzlei.

Hallo Katrin, wieso hast du dich entschieden, Anwältin zu werden? Katrin Ivell: Es war für mich kein langgehegter Kindheitstraum, Anwältin zu

Ich mag die Abwechslung. Beispielsweise bin ich Teil vom Krisen-Team. Wenn da ein Anruf kommt, ist von null auf hundert die volle Aufmerksamkeit gefordert. Wir trommeln das Team zusammen und erarbeiten eine Strategie zu einem Thema, das wir am Morgen noch nicht kannten. Das ist eine super spannende Challenge.

Katrin Ivell Partnerin bei Homburger. Spezialisiert auf interne Untersuchungen und Compliance-Angelegenheiten. DiversityBeauftragte in der Kanzlei. Hat einen Mann und zwei Kinder.

Und wie bringst du Familie und Karriere unter einen Hut? Mein Mann und ich sind ein eingespieltes Team. Wir gehen die Erziehung unserer Kinder gemeinsam an und teilen uns die Aufgaben, Freuden und Herausforderungen des Elternseins. Aber klar: Kinder zu haben, war zu Beginn eine neue Priorität im Leben, die ich einordnen musste. Wenn mein Kind krank ist, dann organisiert man sich. In einer modernen Kanzlei geht das.

Mario Wälti Associate bei Homburger. Spezialisiert auf Fusionen und Unternehmenskäufe (M&A). Spielt Fussball und ist in der Rap-Szene bekannt als «EMM».

Du bist auch Diversity-Beauftragte bei Homburger. Welche Ziele verfolgst du in dieser Position? Das verbindende Element bei Homburger ist die absolute Begeisterung für die Jurisprudenz und der Anspruch, herausragende Arbeit zu leisten. Welche Biografie ich mitbringe, ist sekundär. Unter Diversity wollen wir sicherstellen, dass sehr unterschiedliche Persönlichkeiten bei uns eine willkommene Arbeitsumgebung finden. Dieses Thema ist uns sehr wichtig.

Letzte Frage: Welche Eigenschaften sollte man mitbringen, um eine gute Anwältin zu werden? Hmm… ich würde sagen, die Fähigkeit zu reflektieren, Fleiss, Beharrlichkeit und ganz viel Neugier.

Homburger ist mit über 330 Mitarbeitenden eine der grössten Kanzleien der Schweiz. Geführt wird die Kanzlei von 36 Partnerinnen und Partnern in den Büroräumlichkeiten im Prime Tower. Homburger ist laufend auf der Suche nach herausragenden Mitarbeitenden – sowohl Anwälten, als auch Steuerexperten, IT-Spezialisten und diversen Positionen im Adminbereich. Offene Stellen, Praktikumsplätze und weitere Informationen sind auf der Website zu finden. homburger.ch/de/karriere


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HAFTPFLICHT- & VERSICHERUNGSRECHT

Skiunfälle und rechtliche Folgen Jährlich verunfallen rund 30 000 Schweizer Schneesportler. Deshalb sollten Wintersportler wissen, was sie im Ernstfall beachten müssen. Silvio Riesen macht sich als Rechtsanwalt bei «schadenanwaelte» für Geschädigte stark. Der Experte gibt im Interview Auskunft über die wichtigsten rechtlichen Belange. INTERVIEW ANTONIA VOGLER

In welchem Rechtsgebiet sind Sie tätig und welche Personen vertreten Sie? Ich arbeite in einer Kanzlei, die auf Haftpflicht- und Versicherungsrecht spezialisiert ist. Wir vertreten ausschliesslich geschädigte Personen, die ihre Ansprüche geltend machen wollen. Das sind zum Beispiel Menschen, die einen Unfall erlitten haben, Opfer eines Operationsfehlers wurden oder krankheitsbedingt länger im Beruf ausfallen. Auf der Gegenseite befinden sich meistens die grossen Versicherungen.

Haben Sie sich aktuell auch mit Wintersportunfällen zu befassen? Ja, wir beschäftigen uns oftmals mit Wintersportunfällen, die sich auf den Pisten, aber auch abseits ereignen. Nicht selten führen diese Unfälle leider zu schwerwiegenden Verletzungen.

Was müssen Skifahrer beachten, wenn sie auf der Piste unterwegs sind?

Den meisten Skifahrer/innen und Snowboarder/innen sind die sogenannten FISRegeln des internationalen Skiverbands geläufig. Es ist wichtig, dass diese beachtet werden. Zentral ist es, dass die Geschwindigkeit sowie die Fahrweise jeweils dem Können und den Verhältnissen angepasst sind und man mit genügend Abstand überholt. Gerade, wenn es zu Gerichtsprozessen kommt (Schadenersatzforderungen oder strafrechtliche Verfahren), spielen diese Richtlinien eine sehr wichtige Rolle. Gerichte ziehen diese bei, um zu beurteilen, ob jemand einen Fehler begangen hat.

Welche Vorkehrungen müssen die Betreiber von Skigebieten treffen? Grundsätzlich müssen sie dafür sorgen, dass jede/r Pistenbenutzer/in den Weg sicher ins Tal findet – auch bei schlechtem Wetter. Das heisst insbesondere, sie müssen klare Markierungen erstellen und auf Gefahren hinweisen.

Was passiert in der Regel unmittelbar nach einem Unfall auf

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Wir helfen Ihnen nach einem Unfall 058 252 52 52 kanzlei@schadenanwaelte.ch www.schadenanwaelte.ch

der Piste? Gibt es diesbezüglich Vorschriften, wie man sich zu verhalten hat? Es gibt Richtlinien, welche den Bergbahnen, die auch für den Unterhalt der Skipisten verantwortlich sind, gewisse Pflichten auferlegen. Bei einem Unfall wird üblicherweise zunächst der Pistenrettungsdienst gerufen. Dieser muss den Unfall dokumentieren und Beweise sichern: So sollte er ein Unfallprotokoll erstellen, Personalien der beteiligten Personen aufnehmen und Skizzen sowie Fotos machen, falls dies zur Klärung des Unfallhergangs beiträgt. Bei schweren oder gar tödlichen Unfällen muss der Rettungsdienst die Polizei benachrichtigen.

Was gilt es zu beachten, wenn ein Opfer eines Skiunfalls Schadenersatzansprüche stellen möchte? Die geschädigte Person muss im Streitfall den genauen Unfallhergang beweisen können. Sie muss aufzeigen können, dass andere Skifahrer/innen beziehungsweise

die Bergbahnen bestimmte Pflichten verletzt haben. Deswegen ist es zentral, dass der Unfallhergang sauber dokumentiert wird.

Welches sind die Schwierigkeiten, mit welchen Sie als Opferanwalt in diesen Fällen zu kämpfen haben? Ein Problem ist, dass die Bergbahnen ihrer Pflicht, Beweise zu sichern, nicht immer nachkommen – dies vor allem, wenn sich die Ansprüche der Opfer gegen die Bergbahnen selbst richten könnten. Ich habe auch schon einen Fall erlebt, bei dem nachträglich Markierungsstangen umgestellt wurden. Deshalb empfehlen wir, nach Möglichkeit, selbst die Personalien von beteiligten Personen aufzunehmen und Fotos zu machen. Die Fotos sollten unbedingt auch die Unfallstelle in Fahrtrichtung zeigen. Bei schweren Verletzungen gilt es, sofort die Polizei zu benachrichtigen.


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RECHTSBERATUNGSSTELLE UP BRANDREPORT

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Damit Betroffene im Ernstfall zu ihrem Recht kommen Nach einem Unfall, einer ärztlichen Fehlbehandlung oder einer Erkrankung haben die meisten Menschen vor allem ihre Genesung im Sinn. Kommt es dann zu Problemen im Zusammenhang mit Versicherungen, ist schnell die Belastungsgrenze erreicht. Hier leistet die Rechtsberatungsstelle UP für Unfallopfer und Patienten wertvolle Hilfestellung.

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as Leben der meisten Menschen verläuft in relativ geordneten Bahnen. Doch wenn es zu einem Vorfall kommt, der dies ändert, dann tritt dieser meist völlig unerwartet ein – ein Unfall oder eine Erkrankung sind Paradebeispiele dafür. «Personen, die sich für eine Rechtsberatung an uns wenden, befinden sich meist in einer Ausnahmesituation, in der plötzlich viele existenzielle Fragen und Probleme auftauchen», erklärt Daniela Richner, Geschäftsführerin der Rechtsberatungsstelle UP für Unfallopfer und Patienten. «Und in dieser häufig schwierigen Zeit stehen wir ihnen mit unserer juristischen Expertise zur Seite.» Dabei gehe es vor allem darum, die Rechte der Betroffenen im Schadensfall

zu wahren und allenfalls durchzusetzen. Sei es bei den Unfallversicherungen wie der Suva, der Invalidenversicherung, der Pensionskasse, der Taggeldversicherung oder gegenüber einem Haftpflichtigen und dessen Haftpflichtversicherung. «Wir sorgen dafür, dass unsere Kundinnen und Kunden ihre Rechte kennen und die ihnen zustehenden Versicherungsleistungen erhalten.» Ein klassisches Praxisbeispiel aus dem Bereich der Invaliden- und Arbeitslosenversicherung: Obwohl eine Person gemäss Arztzeugnis zu 100 Prozent krankgeschrieben ist, akzeptiert dies die IV-Stelle nicht und geht von einer Arbeitsfähigkeit aus. Gleichzeitig verweigert die Arbeitslosenkasse Leistungen mit Verweis eben auf die Krankschreibung und die fehlende

Vermittlungsfähigkeit. Hier fallen versicherte Personen zwischen Stuhl und Bank. Die Rechtsberatung UP schafft für Betroffene in einem solchen Fall Klarheit über ihre Ansprüche und gibt Empfehlungen für das weitere Vorgehen.

Schritt für Schritt «Zuerst klären wir unverbindlich ab, ob jemand mit einem individuellen Problem bei uns an der richtigen Adresse ist», so Richner. Ist dies der Fall, findet eine persönliche Beratung durch zwei spezialisierte Anwälte, je nach Wunsch in Basel, Bern, Lenzburg, Luzern, Zürich oder St. Gallen, statt. Eine solche dauert 45 Minuten. Sollte es nötig sein, vermittelt UP eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt, die/der die Interessen der

Betroffenen weiterverfolgt und diese gegebenenfalls vor Gericht vertritt. «Als gemeinnützig organisierter Verein ist es unser Anliegen, die Interessen und Rechte von Betroffenen zu wahren und ihnen kostengünstige Hilfe anzubieten», so Daniela Richner. Ein Termin kann über die Gratisnummer 0800 707 277 oder über die Webseite vereinbart werden. Weitere Informationen zum Angebot von UP:

www.rechtsberatung-up.ch

WINZELER STEFFEN RECHTSANWÄLTE BRANDREPORT

Juristische Fallstricke im Erbrecht vermeiden – dank fundierter Beratung Ein Erbfall kommt meistens vollkommen unerwartet – und stellt für Betroffene eine enorme Belastung dar. Umso wichtiger ist es, in solchen Situationen auf professionelle Unterstützung zählen zu können. Was diese auszeichnet, erklärt Christian Winzeler, Partner bei Winzeler Steffen Rechtsanwälte

Vermögensverhältnisse oder schwierige Erbenkonstellationen vorliegen. Da die juristische Aufarbeitung komplex sein kann, sollten wichtige Fragen frühzeitig zu Lebzeiten thematisiert werden. Christian Winzeler Partner, Rechtsanwalt

Christian Winzeler, als Rechtsanwalt sind Sie beratend und prozessierend tätig, primär im Bereich des Erbrechts. Welche Themen beschäftigen Sie dort? Einerseits haben wir häufig mit Nachlassplanungen zu tun, andererseits beschäftigen uns bereits erfolgte Erbgänge. Was beide Themen gemeinsam haben: Eine wohlüberlegte Planung zu Lebzeiten vereinfacht die erbrechtliche Abwicklung enorm. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Liegenschaften, komplizierte

Häufig treffen wir die Situation an, dass Unternehmer/Innen sich erst bei einer Unternehmensnachfolge Gedanken über die eigene Nachlassplanung machen. Oftmals hören wir dann: «Alle in der Familie haben es gut miteinander; es wird keine Probleme geben.» Doch analysieren wir die individuelle Situation genauer, stellen wir fest, dass in den wenigsten Fällen alles klar und einfach verläuft.

Generationen im Betrieb tätig, während andere nicht involviert sind und sich dadurch benachteiligt oder ausgeschlossen sehen. Durch klare Regelungen und Planungen können Streitigkeiten vermieden oder abgeschwächt werden. Die Bewertung und Zuteilung einzelner Vermögenswerte oder bereits getätigte lebzeitige Zuwendungen sollten klar festgehalten werden, damit Emotionen und Verhaltensmuster zwischen den Erben nicht alles blockieren. Zudem vergessen viele, dass im Erbfall das sogenannte Einstimmigkeitsprinzip zur Anwendung kommt und alle Erben gemeinsam mit einer Stimme entscheiden müssen. Unstimmigkeit blockiert die Erbschaft und deren Verteilung.

Inwiefern?

Wie kann man dies verhindern?

In Familienunternehmen sind oftmals einzelne Familienmitglieder verschiedener

Durch Errichtung eines Testamentes kann der letzte Wille formuliert und

Können Sie ein Beispiel nennen für einen solchen Fall?

festgehalten und ein Willensvollstrecker bestimmt werden. Dieser hat im Todesfall die Aufgabe, den letzten Willen der verstorbenen Person zu erfüllen, den Nachlass zu verwalten und die Teilung vorzubereiten. Auch wenn die Erben uneinig sind, kann ein Willensvollstrecker den Nachlass verwalten und die Teilung vorbereiten. Es ist wichtig, sich bereits zu Lebzeiten Gedanken über die eigene Nachlassplanung und Regelung zu machen und diese frühzeitig anzugehen – und hierfür proaktiv juristische Beratung einzuholen. Weitere Informationen unter

www.winzelersteffen.ch


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ARBEITSRECHT

Wissenswertes über das Arbeitszeugnis Endet ein Arbeitsverhältnis, hält man als Arbeitnehmer bald darauf das Zeugnis dazu in der Hand. Das Arbeitszeugnis führt aber in vielen Fällen zu Unklarheiten: Was muss zwingend erwähnt sein? Was darf verschwiegen werden? Eine Übersicht zu Rechten und Pflichten im Arbeitszeugnis.

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in Arbeitszeugnis hat kurz zusammengefasst die Funktion, sowohl den Arbeitnehmer, die Leistung, das Verhalten als auch die ausgeübte Tätigkeit zu beschreiben. Bei nachfolgenden Bewerbungen kann das Arbeitszeugnis unter Umständen einen entscheidenden Einfluss darauf haben, ob ein Bewerber die neue Stelle bekommt oder nicht. Allerdings sind Arbeitszeugnisse in einer eigenen Sprache und speziellen Codes verfasst, die es zu entschlüsseln gilt. Den Grund für die Verwendung dieser Codes dürften aber nur wenige kennen: Beim Ausstellen von Arbeitszeugnissen müssen sich Führungskräfte an bestimmte Grundsätze halten. Einer ist, dass codierte Arbeitszeugnisse nicht erlaubt sind und die darin enthaltenen Formulierungen wahr und klar sein müssen. Zweideutige Aussagen würden somit gegen den Grundsatz der Zeugnisklarheit verstossen. Zum anderen schreibt ein weiterer Grundsatz vor, dass das Zeugnis wohlwollend formuliert sein muss. Die Begründung liegt darin, dass der weitere berufliche Weg des Arbeitnehmers nicht erschwert werden darf. Wer ein Arbeitszeugnis ausstellt, findet sich somit je nach dem in einem Dilemma wieder.

Was muss erwähnt sein – was darf unerwähnt bleiben? Allerdings kennt der oben genannte Grundsatz des Wohlwollens auch Grenzen. Ein Beispiel: Während des Arbeitsverhältnisses kam es zu wiederholten Störungen in der Zusammenarbeit und im Arbeitsablauf,

die der Arbeitnehmer alleine zu verantworten hatte. Diese müssen erwähnt werden. Das gleiche gilt für Risiken, die der Arbeitnehmer mitbringt und die der neue Arbeitgeber zwingend kennen muss. Die Alkoholkrankheit eines Taxifahrers darf beispielsweise unter keinen Umständen

unerwähnt bleiben. Krankheiten im Allgemeinen dürfen wiederum nur erwähnt werden, wenn sie die Leistung oder das Verhalten des Arbeitnehmers massgeblich beeinflussten oder einen triftigen Grund zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses darstellten. Kündigt der Arbeitnehmende auf eigenen Wunsch, sind sowohl die Art der Auflösung des Arbeitsverhältnisses als auch der Grund dazu zu erwähnen. Erfolgt die Auflösung auf Wunsch des Arbeitgebers, darf dieser den Grund dazu nur dann nennen, wenn sich andernfalls der Gesamteindruck verzerren würde.

Arbeitszeugnis nur nach Ende des Arbeitsverhältnisses? Arbeitnehmende können grundsätzlich jederzeit ein Arbeitszeugnis verlangen. Führungskräfte sind verpflichtet, diesem Wunsch nachzugehen. Es ergibt aber wenig Sinn, alle paar Wochen ein Arbeitszeugnis einzuholen. In Fachkreisen gilt es als legitim, ein Zwischenzeugnis pro Jahr einzuholen. Ausnahmen, wie beispielsweise ein geplanter Stellenwechsel, rechtfertigen ohne Weiteres kürzere Zeitabstände. TEXT LARS MEIER

BRANDREPORT JÄGER LEGAL

Erfolgreiche Arbeitnehmerklagen bezüglich Ferienlohn

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er Chef stellt Tom als Stundenlöhner ein. Er soll nur arbeiten, wenn Aufträge reinkommen. Die Geschäfte laufen gut. Tom arbeitet seit einem Jahr zwei Tage die Woche, dann fliegt er zwei Wochen in die Ferien. Ist er nicht hier, gibt es kein Geld, er hat ja keinen Monatslohn, findet der Chef. Das Arbeitsgericht spricht Tom für die Ferien ein Salär zu. Der Chef ist empört. Was ist passiert? Viele Arbeitgeber glauben mit Arbeitsverträgen auf Stundenlohnbasis das Arbeitszeitmodell «(unechte) Arbeit auf Abruf» vereinbart zu haben, so wie Toms Chef.

Dem ist oft nicht so. Arbeit auf Abruf muss vertraglich ausdrücklich geregelt und im Alltag gelebt werden. Dass allein die Vereinbarung eines Stundenlohnes ausreiche, ist ein gängiger Irrtum, der Firmen teuer zu stehen kommen kann. Rechtlich gesehen sind viele «Springer» und Stundenlöhner normale Teilzeitangestellte mit allen Rechten und Pflichten, wie Anspruch auf Ferien. In der Folge führt der Ferienlohn vor Gericht oft zu erfolgreichen Arbeitnehmerklagen: Ferienlohn bezeichnet u.a. die Entschädigung, wenn der Ferienanspruch in Geld ausbezahlt, anstatt bezogen wird.

Als Grundsatz gilt das Abgeltungsverbot (BGE 4A_72/2015). Bei Teilzeitbeschäftigten im Stundenlohn darf der Ferienlohnanspruch im laufenden Lohn nur bei sehr unregelmässiger Arbeit ausnahmsweise in Geld abgegolten werden. Bei Toms regelmässigen Einsätzen gilt das Verbot. Obwohl der Ferienlohn bereits in Toms Stundenlohn inkludiert war, muss die Firma auf Klage den Ferienanspruch nochmals abgelten (Doppelzahlungsrisiko der Firma). Es lohnt sich, Arbeitsverträge juristisch prüfen zu lassen.

Jäger Legal betreut Private, Einzelfirmen, KMU, Vereine und privat- und öffentlichrechtliche Organisationen, inkl. Non-Profit. Rechtsanwältin Myriam Jäger ist auf Mietrecht, privates & öffentliches Arbeitsrecht, inkl. GAV, und Verwaltungs- & Prozessrecht (Vertretung vor Gerichten und Behörden der Kantone und des Bundes) fokussiert. www.jaegerlegal.ch Poststrasse 7A, 8610 Uster


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ZANETTI RECHTSANWÄLTE BRANDREPORT

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Die rechtlichen Stolperfallen im Arbeitsrecht

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in Rechtsbereich, der fast alle Menschen betrifft, ist das Arbeitsrecht. Eine Kündigung kann jeden treffen.

Arbeitsorganisation eingebunden ist und ein Entgelt erhält. Sogenannte «Freelancer» gehören oft auch dazu.

Welche arbeitsrechtlichen Fragestellungen beschäftigen Sie am häufigsten? Gianni F. Zanetti

Sandra M. Kammerbauer

Interview mit Gianni F. Zanetti, Fachanwalt SVA Arbeitsrecht, Managing Partner und Sandra M. Kammerbauer, Rechtsanwältin & Notarin, Partnerin bei Zanetti Rechtsanwälte AG

Wann liegt ein Arbeitsverhältnis vor? Sandra Kammerbauer: Für die Entstehung eines Arbeitsverhältnisses ist nicht zwingend ein schriftlicher Vertrag notwendig. Vielmehr stellt sich die Frage, ob die Person hierarchisch auf Dauer in eine fremde

Gianni Zanetti: In beratender Funktion stehen wir meist Arbeitgebenden zur Seite und setzen Verträge und Reglemente auf. Als Prozessanwälte beschäftigen wir uns meist mit Kündigungen, Konkurrenzverboten, Arbeitszeugnissen oder «Boni».

Apropos Kündigung: Was ist eine «missbräuchliche Kündigung»? S.K.: Das Arbeitsrecht kennt das Prinzip der Kündigungsfreiheit. Eine Kündigung ist demnach rechtens, ohne dass es besonderer Kündigungsgründe bedarf. Unzulässig sind Kündigungen nur, wenn sie treuwidrig erfolgen. Eine missbräuchliche Kündigung

kann beispielsweise dann vorliegen, wenn der Arbeitgeber keine Massnahmen ergriffen hat, um einen Konflikt am Arbeitsplatz zu entschärfen und stattdessen zum Mittel der Kündigung greift. G.Z.: Liegt am Arbeitsplatz ein Konflikt vor, hat sich der Arbeitgebende aufgrund der Fürsorgepflicht stets um die Beilegung des Konflikts zu bemühen. Wichtig: Wer die Missbräuchlichkeit behauptet, trägt dafür die Beweislast. Ein Arbeitnehmer muss noch in der Kündigungsfrist schriftlich gegen die Kündigung Einsprache erheben und innert 180 Tagen seit Vertragsende eine Klage einreichen.

Was sind die Rechtsfolgen einer missbräuchlichen Kündigung?

läuft aber Gefahr, eine Strafzahlung leisten zu müssen, die sich maximal auf sechs Monatslöhnen belaufen kann, in der Regel aber im unteren Drittel liegt.

Was raten Sie einem Arbeitnehmer generell, der eine Kündigung erhält? G.Z.: Während der Kündigungsfrist läuft das Arbeitsverhältnis mit allen Rechten und Pflichten für beide Parteien weiter. Der gekündigte Arbeitnehmer tut gut daran, sich umgehend nach Erhalt der Kündigungbeim RAV anzumelden – unabhängig davon, ob er gegen die missbräuchliche Kündigung vorgeht.

www.zanettilaw.ch

S.K.: Auch eine missbräuchliche Kündigung ist wirksam und führt zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Der Arbeitgebende

HELBLING RECHTSANWÄLTE BRANDREPORT

Managementvergütung – rechtlich korrekt aufgesetzt Christof Helbling, Ihre Anwaltskanzlei ist spezialisiert auf Executive Compensation. Worin besteht die Komplexität der Vergütung für Führungskräfte? Die Vergütung von Kadermitarbeitenden setzt sich in der Regel aus mehreren Komponenten zusammen; es sind dies neben dem Grundlohn kurzfristige und langfristige Vergütungselemente, also STI und LTI, die in bar oder als aktienbasierte Vergütungsinstrumente zugeteilt werden, wie beispielsweise Aktien, Anrechte auf Aktien oder Optionen. Diese können unterschiedlich ausgestaltet werden, sei es Performance basiert, mit einer Haltefrist blockiert, als Anwartschaft oder in anderer Form. Solche zusätzlichen Vergütungsinstrumente werden in der Regel in separaten Reglementen oder Plänen umschrieben. Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die Vergütung der Geschäftsleitung rechtlich korrekt und kongruent aufzusetzen. Es gilt rechtliche, regulatorische, steuerliche, sozialversicherungsrechtliche, buchhalterische

In den letzten Jahren wurde in den Medien das Thema Vergütung und Bonus aufgrund einzelner Exzesse rege diskutiert. Eine Antrittsprämie oder eine Abgangsentschädigung kann aber durchaus ihre Berechtigung haben. Dr. iur. Christof Helbling Rechtsanwalt, Partner

und rechnungslegungstechnische Bestimmungen zu beachten. Das Spektrum ist sehr breit. Die Kündigungsklauseln im Arbeitsvertrag sollten beispielsweise mit den forfeiture provisions eines restricted stock units plan, kurz RSUP, abgestimmt sein. Dasselbe gilt für Konkurrenzverbote. Oftmals unterstehen die Beteiligungspläne ausländischem Recht, der Arbeitsvertrag jedoch Schweizer Recht, was zu divergenten Abgrenzungsfragen verschiedener Rechtssysteme führen kann. Börsenkotierte Unternehmen müssen zudem die Vorschriften der VegüV (Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften) befolgen.

Wieso die Spezialisierung? Die Fragen rund um die Vergütung sind heute sehr komplex geworden. Das Interesse der Firmen ist gross, in diesen Fragen rechtlich beraten zu werden und von meiner 20-jährigen Erfahrung zu profitieren. Unsere Dienstleistungen zielen auf einerseits kotierte, nationale und internationale Unternehmen ab, welche den vielen regulatorischen Bestimmungen unterliegen und in diesen Bereichen rechtliche Beratung suchen. Andererseits aber auch auf KMUs, die im Sinne einer «good governance» ihre Kaderverträge und -entlöhnung den veränderten Verhältnissen angepasst haben wollen.

Was macht ein erfolgreiches Vergütungsmodell aus? Ein erfolgreicher Beteiligungsplan zeichnet

sich dadurch aus, dass er einerseits die Mitarbeitenden motiviert und incentiviert, andererseits aber auch die Aktionärs- und Stakeholderinteressen berücksichtigt. Zudem sollte das Modell leicht verständlich und nachvollziehbar sein. Schon häufig hat uns ein Geschäftsleitungsmitglied kontaktiert, das vor einer Neuorientierung stand, aber die Auswirkungen einer Kündigung auf seine Beteiligungspläne nicht erfassen konnte. Aus Umfragen geht hervor, dass auch auf höchster Führungsstufe weniger die Höhe der Gesamtvergütung im Vordergrund steht, sondern die Anerkennung und Wertschätzung - dies sollte meines Erachtens stets im Fokus der Vergütungspolitik eines Unternehmens sein. Weitere Informationen:

Grossmünsterplatz 1, 8001 Zürich www.helbling.law


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BRANDREPORT VISCHER

#MeToo – Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz Das Thema sexuelle Belästigung ist derzeit allgegenwärtig. Die öffentliche Debatte, die nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe in der Filmindustrie ausgelöst wurde und in der #meToo-Bewegung mündete, hat vor Augen geführt, dass sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz in Unternehmen jeder Art und Grösse auftreten kann.

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ie erhöhte Sensibilität gegenüber diesem Thema stellt Arbeitgeber und Vorgesetzte vor die Frage, wie sie einerseits die persönliche Integrität ihrer Mitarbeiter gewährleisten und andererseits Missbrauchsvorfälle richtig aufarbeiten können.

Wie wird sexuelle Belästigung definiert? Oft sind die Grenzen fliessend zwischen einem harmlosen Flirt, einer frivolen Bemerkung und Verhaltensweisen, die klar als sexuelle Belästigung einzustufen sind. Zudem beginnt sexuelle Belästigung in vielen Fällen auf ganz subtile Art und Weise, sodass es betroffenen Personen oft schwerfällt, das als unangenehm empfundene Verhalten genau zu definieren. Entscheidend ist, ob eine Handlung sexueller oder sexistischer Natur vorliegt, welche beim Empfänger als unerwünscht empfunden wird und die persönliche Integrität verletzt. Darunter fallen z.B. obszöne Witze und lüsterne, anzügliche Bemerkungen, unerwünschte Berührungen und Annäherungsversuche, die mit dem Versprechen von Vorteilen

bzw. dem Androhen von Nachteilen verbunden sein können.

Was sind die Schutzpflichten des Arbeitgebers? Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, präventive Massnahmen vorzusehen, um zu verhindern, dass ihre Mitarbeitenden sexuellen Belästigungen ausgesetzt sind. Diese Schutzpflicht kann z.B. dadurch wahrgenommen werden, dass Mitarbeitende aufgefordert werden, die unternehmensinternen Verhaltensgrundätze einzuhalten. Zudem ist es ratsam, interne oder externe Anlaufbzw. Meldestellen für betroffene Personen einzurichten. Ist es bereits zu einem Vorfall gekommen, muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass Opfern von sexueller Belästigung keine weiteren Nachteile drohen. Zu diesem Zweck müssen die erforderlichen Massnahmen getroffen werden, um die physische und psychische Integrität der Betroffenen zu schützen (Art. 328 OR; Art. 6 ArG; Art. 5 GlG). Es ist empfehlenswert – und sollte im Interesse des Unternehmens liegen –, zeitnah Abklärungen durchzuführen und bei Bedarf externe Fachpersonen mit einer Untersuchung zu beauftragen.

Parallel dazu kann es geboten sein, provisorische Massnahmen zum Schutz der betroffenen Personen zu ergreifen. Gilt die sexuelle Belästigung als erwiesen, sind die im Einzelfall erforderlichen arbeitsrechtlichen Sanktionen zu ergreifen. Denkbar sind eine Abmahnung, Umsetzung beziehungsweise Versetzung oder eine Kündigung.

Marc Ph. Prinz Rechtsanwalt, Partner bei VISCHER

Wie reagiert man als Opfer sexueller Belästigung? Opfer sexueller Belästigung am Arbeitsplatz sollten zunächst der belästigenden Person gegenüber klar signalisieren, dass das unerwünschte Verhalten nicht toleriert wird. Zudem sollte der Vorfall bei der für sexuelle Belästigungen zuständigen internen Stelle des Arbeitsgebers gemeldet werden. Nimmt der Arbeitgebende die Vorwürfe nicht ernst, kann eine betroffene Person rechtliche Schritte einleiten und z.B. einen Anspruch auf Entschädigung gegen den Arbeitgeber geltend machen. Sofern dieser nicht beweisen kann, die erforderlichen Schutzmassnahmen ergriffen zu haben, kann ein Gericht nach Art. 5 Abs. 2 GlG der betroffenen Person eine Entschädigung von maximal sechs Monatslöhnen

Anela Lucic Advokatin, Senior Associate bei VISCHER

zusprechen. Ferner können betroffene Personen auch strafrechtlich gegen eine belästigende Person vorgehen (Art. 198 StGB). TEXT MARC PH. PRINZ, ANELA LUCIC

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ZWICKY, WINDLIN & PARTNER BRANDREPORT

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Wenn Rechtstraditionen aufeinanderprallen

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ie Schweizer Bevölkerung wird immer internationaler. Das hat zur Folge, dass vermehrt internationales Erbrecht zum Tragen kommt. Welche Fragestellungen sich in diesem Rechtsbereich ergeben und worauf Erblasser und Erben achten sollten, erklärt Dr. Markus Zwicky, Anwalt und Partner bei Zwicky, Windlin & Partner.

Markus Zwicky, unter welchen Bedingungen, beziehungsweise in welchen Konstellationen, kommt das internationale Erbrecht zum Tragen? Es greift immer dann, wenn im Rahmen einer Erbrechtsfrage ein Bezug zu einem anderen Staat besteht. Dies kann beispielsweise mit dem Wohnsitz des Erblassers zusammenhängen, der Nationalität der Beteiligten oder dem Land, wo der Verstorbene Vermögen hatte. Im Kern geht es immer

Auslandbezug haben. Ein Praxisbeispiel: Viele Schweizer mit Migrationshintergrund besitzen Immobilen im Land ihrer Herkunft – wo sind diese wie zuzuweisen? Handelt es sich dabei um kinderreiche Familien, kann es aufwändig werden abzuklären, wem welcher Anteil des Nachlasses zusteht.

Dr. Markus Zwicky

um die Fragen: Welche Behörden sind wofür zuständig und welches Recht ist anzuwenden? Heute gelangt das internationale Erbrecht in der Schweiz häufig zur Anwendung, da die Bevölkerung hier international ist und gleichzeitig viele Schweizer Vermögen im Ausland haben.

Welche Mandate bearbeiten Schweizer Rechtsanwälte am häufigsten in diesem Rechtsbereich? Meistens haben sie mit Menschen zu tun, die sich in der Schweiz aufhalten oder hier wohnen und gleichzeitig einen

Welches sind die wiederkehrenden «Zankäpfel», die im Rahmen dieser Mandate immer wieder auftauchen? Schwierigkeiten entstehen etwa dann, wenn manche Erben bereits Erbvorbezüge erhalten haben oder wenn die Hinterbliebenen im Nachlass ungleich behandelt werden. Besonders in modernen Patchworkfamilien kann dies schnell der Fall sein. Und auch die Anrechnung von Realleistungen sorgt immer wieder für Diskussionen: Sollte zum Beispiel die Schwester, die sich immer um die Eltern gekümmert hat, bevorzugt behandelt werden?

Doch was, wenn sie dafür jahrelang mietfrei bei den Eltern wohnen durfte? Überall, wo ein Gefühl der Benachteiligung entsteht, kann die Ausgangslage schwierig werden.

Gibt es Staaten, mit denen die Zusammenarbeit im Rahmen des internationalen Erbrechts einfacher ausfällt als mit anderen? Ja, es bestehen deutliche Unterschiede, sogar innerhalb Europas. Denn obschon die europäische Erbrechtsverordnung in Kraft ist, unterscheiden sich die nationalen Rechtssysteme und Rechtstraditionen stark. Und immer, wenn man mit einem anderen Rechtsystem zu tun hat, wird es komplex. Dann ist die konstruktive Zusammenarbeit mit Juristen der jeweiligen Gerichtbarkeit unabdingbar. Weitere Informationen unter

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MEDIENRECHT

Die Schattenseiten der neuen Medienwelt Die Digitalisierung hat die Art und Weise verändert, wie mediale Inhalte produziert und konsumiert werden, und das tut sie noch immer. Dadurch werden nicht nur Medienhäuser vor neue Herausforderungen gestellt – diese Entwicklung wirft auch für Fachleute im Bereich des Medienrechts immer wieder neue Fragen auf.

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in journalistischer Artikel besteht aus einer Einleitung, einem Mittelteil – und einem Schluss. Zumindest war dies jahrhundertelang der Fall. Heute, in Zeiten der digitalen Transformation, ist die Sachlage komplexer, denn Online-Artikel sind nicht mehr einfach «fertig», sondern werden laufend verändert, mit Videoinhalten kombiniert oder mit weiterführenden Artikeln verknüpft. Eine ganz entscheidende Neuerung in der Welt der Onlinemedien: Konsumentinnen und Konsumenten eines Beitrags können ihre Meinung direkt in Form von Kommentaren oder Rezensionen kundtun. Dies schafft einerseits Raum für weiterführende Diskussionen, öffnet andererseits aber auch Tür und Tor für Hassbotschaften oder Verleumdung.

In diesem Rechtsgebiet geht es primär darum, Medienopfer zu vertreten und dabei Persönlichkeits- oder Wettbewerbsverletzungen in Medienbeiträgen zu verhindern oder zu ahnden. Da sich die Medienbranche laufend wandelt, verändert sich auch das Medienrecht kontinuierlich. In diesem Rechtsgebiet geht es primär darum, Medienopfer zu vertreten und dabei Persönlichkeits- oder Wettbewerbsverletzungen in Medienbeiträgen zu verhindern oder zu ahnden. Laut Branchenkennern setzen sich Juristinnen und Juristen aber immer häufiger auch mit

problematischen Leser-Kommentaren auseinander. Die Grundfrage dabei lautet: Wo zieht man die Linie zwischen freier Meinungsäusserung (die durchaus kontrovers sein darf ) und einer medienrechtlich relevanten Verletzung? Wenn z.B. ein «Wutbürger» in der Kommentarspalte eines Artikels seinem Frust Ausdruck verleiht, ist dies oftmals unproblematisch, doch kann sich dies schnell ändern – etwa dann, wenn rassistische Tiraden oder geschäftsschädigende Aussagen hinzukommen.

Kein rechtsfreier Raum Solche verbalen Attacken im Internet haben Folgen – und das nicht nur für den Urheber: Auch das Medienhaus haftet, wenn es nicht tätig wird. Die Verlage stehen

nämlich in der Pflicht, die Kommentarspalten ihrer Beiträge von juristisch problematischen Inhalten freizuhalten. Ein anderes Feld, das zunehmend in den Fokus des Medienrechts rückt, sind Rating-Portale wie Trip Advisor, Google und Co. Denn dabei ergeben sich vermehrt Probleme, weil gezielt unzutreffende Bewertungen abgegeben und negative Kommentare verfasst werden, um Konkurrenten, ehemalige Arbeitgeber oder andere unliebsame Personen schlecht dastehen zu lassen. Im Gastrobereich sei das Problem laut Kennern bereits gravierend – aber auch diverse andere Berufsgruppen und Dienstleister sind zunehmend davon betroffen, von der Arztpraxis bis zum Handwerksbetrieb.

BRANDREPORT BACHMANN RECHTSANWÄLTE AG

Im Kampf für die Rechte von Medienopfern

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as geschriebene Wort faszinierte Adrian Bachmann schon immer. Während seines JusStudiums besuchte er auch PublizistikVorlesungen, stellte aber rasch fest, dass ihm die leidenschaftliche Vertretung

von Parteistandpunkten näher lag als die nüchterne Vermittlung von Sachinformation. Mit dem Medienrecht fand er dasjenige Fachgebiet, wo sich diese beiden Interessen treffen. «Es begann damit, dass ich als junger Anwalt oft Fussballer vertrat. Die stehen im öffentlichen Fokus und benehmen sich nicht immer so, wie es die Öffentlichkeit erwartet. Deshalb musste ich oft eingreifen und verhindern, dass gewisse Dinge in den Medien verbreitet wurden.» Nach langjähriger Tätigkeit in einer Zürcher Anwaltskanzlei gründete er 2009 die Bachmann Rechtsanwälte AG. Das in Zürich beheimatete Büro erbringt Beratungen in verschiedenen Rechtsgebieten, ist aber insbesondere im Bereich des Medienrechts führend. «Das hat einerseits mit meiner Affinität für mediale Themen und unserem Netzwerk in Journalistenkreisen zu tun. Andererseits haben wir uns auf diesem Gebiet über die Jahre einen soliden Ruf erarbeitet»,

erklärt Bachmann. «Im Zentrum steht die Vertretung von Medienopfern, vom Grossunternehmen, das aufgrund von unzutreffenden Medienberichten einen Umsatzeinbruch erleidet, über das KMU, das Opfer eines Online-Shitstorms wird, bis zur Einzelperson, die in sozialen Medien diffamiert wird.» Das Instrumentarium, das uns zur Verfügung steht, ist im Vergleich zu anderen Rechtsgebieten gross und effizient.» Der Umgang mit Medien erfordere ein Gespür für die Situation, was auch Massnahmen im Bereich Kommunikation miteinschliessen könne. Die Bachmann Rechtsanwälte AG verfügt im Medienrecht über einen eindrücklichen Leistungsausweis. Dazu gehört die erstmalige Verpflichtung eines Medienhauses zur Herausgabe des Gewinns an ein Medienopfer oder die erstmalige Publikation einer G e ge n d a r s t e l l u n g auf der Titelseite einer Zeitung.

Die Bachmann Rechtsanwälte AG ging 2009 als Neugründung aus einer 50-jährigen Zürcher Wirtschaftskanzlei hervor. Zu ihren bekanntesten Spezialgebieten gehört die effiziente Vertretung von Medienopfern. Bilanz und Le Temps führen das Unternehmen in diesem Gebiet als erstklassierte Top-Anwaltskanzlei der Schweiz (Ranking 2019). www.bachmann.law


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DEXTRA RECHTSSCHUTZ AG BRANDREPORT

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Mit einem «Legal Powerhouse» im Rücken Rechtsstreitigkeiten sind nervenaufreibend, aufwendig – und teuer. Eine Rechtsschutzversicherung schafft in allen drei Punkten Abhilfe: Denn durch sie erhalten Versicherte im Ernstfall nicht nur juristische Unterstützung, sondern ihnen werden auch die Verfahrenskosten abgenommen. Warum man auf guten Rechtsschutz achten sollte, und welche Leistungen man erwarten darf, fragte «Fokus Law Guide» bei den Expertinnen der Dextra Rechtsschutz AG nach.

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onflikte mit dem Arbeitgeber, dem Vermieter, in Garantiefragen oder im Strassenverkehr. Derartige Momente sind leider keine Seltenheit. Welche Rolle kann eine Rechtsschutzversicherung in diesen Lebenslagen übernehmen? «Unsere Kundinnen und Kunden profitieren von diversen Vorzügen. Wir stellen unseren Versicherten persönliche Hilfe aus spezialisierten Teams von 70 Juristen und Anwälten bereit und erledigen alle Abläufe und Notwendigkeiten aus einer Hand. Im Fall eines Gerichtsverfahrens übernehmen wir die Rechts- und Verfahrenskosten», erklärt Nadia Jäggi, Chief Claims Officer von Dextra und fügt hinzu: «Aufgrund unserer digitalen Plattform können wir sehr eng und innert kürzester Fristen mit den Kunden, Anwälten und anderen Instanzen zusammenarbeiten.»

Tamara Assilnia Rechtsanwältin

Ein Team kompetenter Fachleute an der Seite «Typisch im Winter», wie Tamara Assilnia, Teamleiterin Arbeitsrecht, ausführt: «Wer krankheitshalber oder unfallbedingt am Arbeitsplatz ausfällt, muss sich vielleicht plötzlich mit arbeitsrechtlichen Fragestellungen auseinandersetzen. Zum Beispiel kann die Frage aufkommen, wer in dieser Zeit eigentlich für den Lohn aufkommen muss.» Obgleich derartige Belange im Arbeitsvertrag sowie im Arbeitsrecht geregelt sind, führen sie in der Praxis immer wieder zu Spannungen und Auseinandersetzungen, ziehen manchmal sogar Rechtsstreitigkeiten nach sich. «Spätestens an diesem Punkt kann es richtig teuer werden», betont Tamara Assilnia. «In solchen Fällen prüfen wir die Ansprüche und

Miete selbst zurückhalten oder reduzieren – denn das ist nicht zulässig und kann zu unangenehmen Folgen führen.»

Nadia Jäggi Rechtsanwältin

Das Dextra Legal Powerhouse

Pflichten der Beteiligten und versuchen durch pragmatisches Vorgehen eine Eskalation zu verhindern. Wir begleiten den Arbeitnehmer, erklären ihm unter anderem, wie und wo man den Krankheitsfall anmelden und wie die Vergütung ablaufen muss.» Oftmals gehe es auch darum, die Debatte wieder zu versachlichen. «Wir geben stets unser Bestes, um auch auf der zwischenmenschlichen Ebene Ruhe reinzubringen und eine sinnvolle Lösung für alle Beteiligten zu erzielen.»

Anita Brassel Rechtsanwältin

Wenn die Kündigung ins Haus flattert Neben dem Arbeitsrecht ist das Mietrecht ein sehr präsentes Thema. «Hier sind wir täglich mit diversen Rechtsfragen betraut, die wir für unsere Mandaten regeln», sagt Anita Brassel. Als Teamleiterin Immobilienrecht ist sie mit unterschiedlichsten

Fällen und Situationen bestens vertraut. «Ein häufiges Szenario ist beispielsweise die Kündigungsanfechtung», erklärt sie. Hier gehe es darum, für die Mandanten eine Erstreckung des Mietverhältnisses zu erwirken und so dem Mieter mehr Zeit für die Wohnungssuche zu verschaffen. Für die Betroffenen sei dies eine sehr emotionale und stressige Situation, weil sie befürchten müssen, zum Ablauf der Kündigungsfrist auf der Strasse zu stehen. Indem man via der zuständigen Behörden längere Zeiträume schafft, entschärft sich die Situation. «Schlussendlich wird bei fachkundigem Vorgehen in den wenigsten Fällen die gewährte Erstreckung tatsächlich ausgeschöpft», weiss Brassel. Auch Mängel am Mietobjekt beschäftigen Brassel und ihr Team stetig. Ein weiterer Winter-Klassiker: Die Heizung streikt. «In solchen Fällen melden wir uns beim Vermieter und setzen eine Frist, bis zu welcher der Mangel behoben sein muss.» Wird der Mangel nicht behoben, besteht die Möglichkeit, in dieser Zeit den Mietzins bei der Schlichtungsstelle zu hinterlegen und erst nach dem Beheben des Mangels an die Verwaltung auszuzahlen. Aber: «Mieter sollten auf keinen Fall die

Neben Arbeits- und Mietrecht verfügt Dextra über weitere Expertenteams zu Sozialversicherungsrecht, Strassenverkehrsrecht und allgemeinem Vertragsrecht, sowie über muttersprachliche Juristen in Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Englisch, Spanisch, Serbisch und Albanisch. Jäggi schliesst das Gespräch mit einer Aussicht: «Basierend auf dem stärksten Wachstum in der Branche über die letzten fünf Jahre ist der kontinuierliche Ausbau des Dextra Legal Powerhouse zum führenden Kompetenzcenter der Schweiz unser Weg und Ziel.

Über die Dextra Rechtsschutz AG 2013 wurde die Dextra Rechtsschutz AG als erste digitale Rechtsschutzversicherung der Schweiz gegründet. Später avancierte sie zum Kassensturz-Testsieger in der Kategorie der Rechtsschutz. Dextra Rechtsschutz-Lösungen sind direkt im Internet beziehbar oder über Versicherungs- und Finanzberater. Dextra Rechtsschutz ist unabhängig und fokussiert auf Rechtsschutz. Derzeit beschäftigt Dextra rund 100 Mitarbeitende bei einem Umsatz von 25 Millionen CHF. Hauptsitz und Kompetenzzentrum befinden sich in Zürich-Altstetten. Weitere Informationen zur Dextra Rechtsschutzversicherung unter www.dextra.ch


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BAU-, IMMO- & MIETRECHT

Wer baut, muss diverse Stolperfallen überwinden Es ist der Traum unzähliger Schweizerinnen und Schweizer: ein Eigenheim mit ein bisschen Umschwung. Doch aus diesem Traum kann urplötzlich ein Albtraum werden – und zwar aus diversen Gründen. Gleiches gilt für den Bau von Gewerbeimmobilien oder Eigentumswohnungen. Wie lässt sich dies verhindern? Und wie präsentiert sich die Rechtslage?

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er schon einmal gebaut hat, weiss aus eigener Erfahrung: Vom Spatenstich bis zur Gebäudeeinweihung ist es ein weiter – und oftmals steiniger – Weg. Denn Planungsschwierigkeiten, unvorhergesehene Kosten, Baumängel, Verzögerungen sowie diverse weitere Probleme offenbaren sich häufig erst während der Projektumsetzung. Und dabei ist es gemäss Branchenkennern unerheblich, ob es sich um den Bau eines Einfamilienhauses, einer Wohnung oder einer Geschäftsimmobilie handelt. Wie also lassen sich solche Probleme vermeiden? Die einzige valable Möglichkeit besteht laut Fachleuten darin, im Vorfeld eines Bauprojektes die Wahl der Partner äusserst sorgfältig vorzunehmen. Die Kernfragen müssen dabei lauten: Welche Erfahrung bringen die Unternehmen mit, über welche Referenzen verfügen sie? Wie ANZEIGE

definiert man selber «Qualität am Bau» – und können die Partnerunternehmen dieser Definition gerecht werden? Und über wie viele Mittel, inklusive Reserven für Unvorhergesehenes, verfügt man tatsächlich? Wer sich die notwendige Zeit nimmt und eine ausgiebige Recherche vorantreibt,

verringert das Risiko, dass während des Projektes Komplikationen auftauchen.

Die Rechtslage klären Eine ganz wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung eines Bauvorhabens ist seine juristische Planung. Denn

hier müssen diverse Faktoren berücksichtigt werden: Allein das Bau- und Umweltrecht umfasst diverse Vorschriften bezüglich Grundstücksnutzung, Anforderungen an Bauten und Anlagen sowie Lärmschutz. Im Rahmen des Immobilienrechts werden essenzielle Aspekte wie Haftung und Bauversicherung sowie Baunormen geregelt. Branchenkenner betonen, dass es angesichts der hohen Komplexität entscheidend ist, dass Bauherren die richtigen juristischen Partner an der Hand haben: Diese sollten in den relevanten Rechtsfeldern (vornehmlich Bau-, Immobilienund Mietrecht sowie Umweltrecht) über ausgewiesene Expertise verfügen. Nicht nur die fachliche Komponente muss stimmen. Experten raten, sich auch einen persönlichen Eindruck von den Juristinnen und Juristen zu verschaffen, um herauszufinden, ob eine Zusammenarbeit auch zwischenmenschlich funktioniert.


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TSCHUDI THALER RECHTSANWÄLTE BRANDREPORT

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Eigenheimbau: Strategien festlegen, Risiken managen!

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ur Klarstellung vorab: Den einen Königsweg, ein Eigenheim beziehungsweise Bauprojekt «richtig» zu planen und zu errichten, gibt es nicht. Es gibt aber sehr viele Wege, es «falsch» zu machen und die Kosten und Risiken in vermeidbarer Weise zu erhöhen. Eigene Bauvorhaben sollen Freude und keine Albträume bereiten. Die Festlegung der richtigen Strategie hängt wesentlich davon ab, ob eher der Preis im Vordergrund steht oder ob möglichst viel Einfluss auf die konkrete Projektentwicklung sowie Bauausführung genommen werden soll. Im ersten Fall kann die Planung und Realisierung durch einen General- oder Totalunternehmer sinnvoll sein. Dieser erbringt die in einem Werkvertrag definierten Planungs- und Bauleistungen in eigener Verantwortung grundsätzlich zu einem

Pauschalpreis. Die Bestellerin braucht sich hier nicht um den Bauablauf und die Koordination der Arbeiten zu kümmern. Allerdings gibt die Bestellerin dadurch das «Ruder» weitgehend aus der Hand und sie kann nur noch einen geringen Einfluss auf die Qualität der Planung und Ausführung des bestellten Werkes nehmen. Anders verhält es sich dann, wenn die Planung einem vom Unternehmer unabhängigen Architekten sowie erforderlichen weiteren Fachplanern (Bauingenieure, Haustechnikspezialisten etc.) übertragen wird, die zugleich für eine fachkundige Überwachung der Bauausführung der Unternehmer Gewähr leisten können. Bei grossen Bauvorhaben wird es sich lohnen, zusätzlich einen Bauherrenvertreter beizuziehen, der nicht nur die Bauherrin berät, sondern auch Bauplanung und Bauausführung sowie die Kostenentwicklung überwacht. Bei Beauftragung einer Mehrzahl

von Baudienstleistern geht jedoch zwangsläufig eine Schnittstellenproblematik einher, welche ihrerseits Risiken birgt. Unabhängig davon, ob mit einem einzigen Unternehmer oder mit diversen Einzelleistungsträgern gebaut wird, immer mitentscheidend für den Projekterfolg sind gute Verhandlungen mit einem sachgerechten Abschluss der erforderlichen Planer- und Werkverträge. Bei mehreren Vertragspartnern ist einer klaren Abgrenzung der Verantwortlichkeiten besondere Beachtung zu schenken. Der Erfolg eines Bauvorhabens hängt nicht zuletzt von der Wahl der Vertragspartner und deren Qualifikation und Referenzen ab. Auf die Bonität ist ebenfalls zu achten. Den verbleibenden Ausfallrisiken ist mittels einer auf den Einzelfall bezogenen Gestaltung der Verträge und deren Durchsetzung Rechnung zu tragen. Diese komplexe

Aufgabe soll in Bausachen qualifizierten Juristen zukommen, welche die gesamte Palette des privaten und öffentlichen Bau- und Immobilienrechts sowie Raumplanungsund Umweltrechts beherrschen und über ausgewiesenen Erfahrungsschatz verfügen. «All-Inclusive» von Preis, Qualität und rascher Umsetzung ist, zumindest beim Bauen, ein Traum. Risiken zu kontrollieren und das Preis-/ Leistungsverhältnis sowie Qualität und Termine zu optimieren, sind hingegen realisierbare Ziele. Dr. iur. Daniel Thaler, Rechtsanwalt, Zürich Fachanwalt SAV Bau- und Immobilienrecht CAS HWZ Digital Real Estate

www.ttlegal.ch

TSCHUDI THALER R E C H T S A N W Ä LT E

ROHRER MÜLLER PARTNER AG BRANDREPORT

Zankapfel Nebenkosten

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n Mietverträgen wird häufig vereinbart, dass der Mieter zusätzlich zum Nettomietzins verschiedene Nebenkosten zu bezahlen hat. Oft wird Mietern die Bedeutung der separaten Erfassung von Nebenkosten erst dann bewusst, wenn sie einige Zeit nach Mietbeginn zum ersten Mal eine Nebenkostenabrechnung erhalten. Dann stellen sich unter anderem die nachfolgenden Fragen.

Müssen Nebenkosten auch bezahlt werden, wenn sie im Vertrag nicht ausdrücklich aufgeführt sind? Der Mieter muss Nebenkosten nur bezahlen, wenn dies mit dem Vermieter «besonders vereinbart» worden ist. Das bedeutet, dass alle Kosten, die zusätzlich zum Nettomietzins separat geltend gemacht werden, im Mietvertrag ausdrücklich erwähnt sein müssen.

Kann der Mieter davon ausgehen, dass die vereinbarten Akontozahlungen zur Deckung der effektiv anfallenden Nebenkosten ausreichen? Nach der Bundesgerichtspraxis stellt der

vereinbarte Betrag einer Akontozahlung keine Zusicherung des Vermieters dar, dass die effektiv anfallenden Kosten damit gedeckt sind. Will der Mieter, dass ihm der Vermieter eine Kostendeckung zusichert, so muss er verlangen, dass dies im Mietvertrag schriftlich festgehalten wird.

Kann der Vermieter im Laufe des Mietverhältnisses bisher im Nettomietzins inbegriffene Nebenkosten separat erheben? Der Vermieter kann im Nettomietzins inbegriffene Nebenkosten während der Mietdauer separat erheben, wenn er dies dem Mieter mit einem amtlichen Formular auf den nächsten Kündigungstermin mitteilt und die Vertragsänderung klar begründet. Dabei muss der Nettomietzins aufgrund der Durchschnittswerte vorangehender Jahre um den Betrag, der inskünftig für die neu separat erhobenen Nebenkosten anfällt, gesenkt werden.

Welche Kosten können unter dem Oberbegriff «Hauswartung» erhoben werden?

Eine gesetzliche Definition des Begriffes Hauswartung existiert nicht. Darunter fallen die Reinigungskosten in den allgemein zugänglichen Bereichen einer Liegenschaft, die Umgebungspflege, wie Rasenschnitt, Entfernung von Laub und Abfall, Schneeund Eisräumung und Kleinreparaturen. Bei Gartenarbeiten wird häufig unterschieden nach denjenigen Leistungen, die ohne besonderes Fachwissen erbracht werden können und deshalb noch unter die Hauswartung fallen und anderen Arbeiten, die dann nicht mehr zur Hauswartung gehören.

Kann der Mieter verlangen, dass ihm der Vermieter Kopien der Belege für die in der Nebenkosten-Abrechnung enthaltenen Positionen zustellt? Der Mieter ist berechtigt, sachdienliche Unterlagen, welche Grundlage für die Nebenkosten-Abrechnung bilden, einzusehen. Er kann also am Geschäftssitz des Vermieters oder seiner Verwaltung Einsicht in die Akten nehmen. Es besteht rechtlich kein Anspruch darauf, dass der Vermieter Kopien solcher Belege aushändigt.

Kann der Mieter die NebenkostenAbrechnung bei der Schlichtungsbehörde anfechten, wenn er nicht damit einverstanden ist? Es gibt keine gesetzliche Anfechtungsmöglichkeit wie für Mietzinserhöhungen oder Kündigungen. Ein rechtlich schützenswertes Interesse an einer solchen Anfechtung besteht nicht, weil der Mieter verlangte Nachzahlungen verweigern kann, wenn er der Meinung ist, die Abrechnung sei nicht korrekt. Der Vermieter kann dann auf Bezahlung des Differenzbetrages klagen. Erfahrungsgemäss lassen Schlichtungsbehörden aber Anfechtungsklagen zu, damit an der Schlichtungsverhandlung bestehende Differenzen bereinigt werden können. Weitere Informationen:

www.rmp.ch


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BRANDREPORT NIEVERGELT & STOEHR ADVOKATUR AG

Miete und Airbnb Airbnb ermöglicht es dem «Gastgeber» (Terminologie Airbnb), «Gästen» (Terminologie Airbnb) die Benutzung von Wohn- und zum Teil Geschäftsraum gegen Entgelt zu überlassen. Doch was ist überhaupt erlaubt? TEXT CLAUDIA NIEVERGELT GISTON, ANDREA-FRANCO STÖHR

Claudia Nievergelt Giston lic. iur., Rechtsanwältin / Mediatorin

Das hat zur Folge, dass der Vermieter die Zustimmung zur Untervermietung nur verweigern kann, und zwar dann, wenn ihm «aus der Untermiete wesentliche Nachteile entstehen» oder wenn die Untermietbedingungen im Vergleich zu den Bedingungen der Hauptmiete missbräuchlich sind (OR 262 Abs. 2).

Muss ich den Vermieter über die Untermiete vorgängig informieren?

Andrea-Franco Stöhr MLaw Rechtsanwalt

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eistens handelt es sich bei dem über Airbnb abgeschlossenen Vertrag um einen Mietvertrag. Der «Gastgeber» kann dem «Gast», neben der Überlassung der Wohnung aber auch weitere Leistungen anbieten, wie bspw. Essen, Reinigungs-, Wäsche- oder Conciergeservice. Je nachdem beinhaltet der über Airbnb geschlossene Vertrag zwischen Gastgeber und Gast alsdann nebst mietrechtlichen Elementen auch andere Elemente, weshalb in solchen Fällen ein Innominatvertrag (d.h. ein im Gesetz nicht geregelter Vertrag) vorliegt z.B. ein Gastaufnahmevertrag. Im Regelfall wird aber, wie gesagt, ein Mietvertrag zur Diskussion stehen bzw. mindestens grösstenteils Mietvertragsrecht anwendbar sein.

Kann ich als Mieter meine Wohnung auf Airbnb untervermieten? Ja, dies ist grundsätzlich erlaubt. Denn das Gesetz (Schweizerisches Obligationenrecht OR) sieht vor, dass ein Mieter seine Wohnung untervermieten darf. Etwas anderes kann im Mietvertrag grundsätzlich nicht vereinbart werden.

Ja, der Vermieter muss aber über die Untervermietung vorgängig informiert werden. Der Mieter, welcher seine Wohnung über Airbnb anbietet, hat einen Mietvertrag mit dem Vermieter. Bei der Vermietung der Wohnung an einen Dritten über die Online- Plattform Airbnb handelt es sich dann folglich um die «Untermiete» und untersteht daher dem Recht der Untermiete. Der «Gastgeber» (Mieter) hat seinen Vermieter über sein Airbnb-Vorhaben daher vorgängig zu informieren und ihn über die Entschädigung für die Untermiete, Anzahl von Untermieter, Nutzungsfrequenz via Onlineportal, zu informieren. Wichtig ist, dass die Bedingungen von Airbnb dabei mit denjenigen des Hauptmietvertrages übereinstimmen und die Räumlichkeiten nicht anders als im Mietvertrag vorgesehen, genutzt werden. Dem Vermieter dürfen durch Untervermietung über Airbnb sodann keine wesentlichen Nachteile entstehen.

Welche Nachteile bestehen für den Vermieter bei einer Untervermietung über Airbnb? Wesentliche Nachteile können dem Vermieter aus der Unvereinbarkeit von Haupt- und Untermietvertrag entstehen, d.h. wenn die im Untermietvertrag festgehaltenen Bedingungen von jenen des Hauptvertrages abweichen. Wenn bspw. der Vermieter keine Haustiere zulässt und dies so festhält, kann dies durch den über

Airbnb geschlossenen Untermietvertrag nicht umgangen werden. Mit anderen Worten, der «Untermieter» kann dann nicht ein Haustier mitnehmen, nur, weil er über Airbnb mietet. Der Untermietzins, d.h. die Einnahme über Airbnb, darf grundsätzlich nicht höher sein als der Mietzins, der an den Vermieter bezahlt wird. Ein allfällig erzielter Überschuss aus der Untervermietung muss der Mieter rechtfertigen können. Dies kann er bspw., wenn er zusätzliche Leistungen wie Möblierung, Renovationen, Reinigung oder Verwaltungsaufwand anbietet. Dabei ist gemäss dem Mietgericht des Bezirks Zürich ein kleiner Gewinn von 3 Prozent oder CHF 100 pro Monat zulässig. Vergleicht man diese Zahl nun mit der «normalen» Untermiete fällt auf, dass der zulässige Profit wesentlich kleiner ist. Denn bei einer «normalen» Untervermietung einer möblierten Wohnung kann ein Mieter gemäss Bundesgericht ein Zuschlag von bis zu 20 Prozent erheben. Dabei muss man jedoch festhalten, dass sich die «normale» Untermiete von jener über Airbnb in Bezug auf die Dauer wesentlich unterscheidet. Eine Miete über Airbnb erfolgt meist nur für einige Tage, dies im Gegensatz zur «normalen» Untermiete, die Monate oder Jahre dauern kann. Dieser Unterscheidung ist wohl der Grund dafür, dass der Mieter über Airbnb «nur» 3 Prozent Gewinn machen kann, bei der normalen Untermiete aber 20 Prozent. Dies obschon in beiden Fällen die Wohnung möbliert vermietet wird.

Kann mir der Vermieter ausserordentlich kündigen, wenn ich meine Mietwohnung über Airbnb anbiete? Bis heute ist nicht wirklich klar was für (rechtliche) Folgen es hat, wenn der

Terminologie «Vermieter» ist diejenige Person, die eine Wohnung an einen Mieter vermietet. «Mieter» ist diejenige Person, die eine Wohnung von einem Vermieter mietet. «Untermieter» ist diejenige Person, die eine Wohnung, die vom Mieter gemietet wird, über Airbnb bucht. «Mietvertrag» ist der zwischen dem Vermieter und dem Mieter abgeschlossene Vertrag. «Untermietvertrag» oder «Buchung» ist der über Airbnb zwischen dem Mieter und dem Untermieter abgeschlossene Vertrag. Zulässigkeit von Airbnb in der Schweiz Zum heutigen Zeitpunkt besteht kein Verbot von Airbnb in der Schweiz.

Mieter über Airbnb seine Wohnung ohne vorgängige Zustimmung des Vermieters untervermietet. Gemäss Bundesgericht ist es bei der gewöhnlichen Untervermietung erforderlich, dass der Vermieter den Mieter zuerst auffordert, die Bedingungen der Untermiete bekanntzugeben. Erst wenn er dies nach erfolgter Aufforderung nicht tut, kann der Vermieter das Mietverhältnis ausserordentlich kündigen.

NIEVERGELT & STOEHR

ADVOKATUR UND NOTARIAT 7503 Samedan – 7500 St. Moritz www.nievergeltundstoehr.ch info@nievergeltundstoehr.ch +41 81 851 09 10

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Kompetente Unterstützung für Mieterinnen und Mieter Bei Mietzinserhöhung, Mängeln, Kündigung Online-Ratgeber, Hilfe von Fachleuten, Rechtsschutz

www.mieterverband.ch

Mehr bezahlbare Wohnungen

Ja am 9. Februar 2020

! z t en t Je mm i st b a


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FAMILIENRECHT

Wenn sich Familienkonflikte zuspitzen Für die meisten Menschen bedeutet Familie Geborgenheit und Sicherheit. Doch auch im Familienverband kann es zu Differenzen und Schwierigkeiten kommen, die sich nur noch auf rechtlichen Wege lösen lassen. In solchen Fällen kommt das Familienrecht zur Anwendung. Ein Einblick.

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as Bild der Familie verändert sich laufend. Und aus diesem Grund muss auch das Familienrecht stetig an die realen Verhältnisse angepasst werden. Dies schreibt das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV auf seiner Website zum Familienrecht. Dieses Rechtsgebiet umfasst die drei Abteilungen Eherecht, Verwandtschaft sowie Erwachsenenschutz. Das Familienrecht regelt dabei nicht nur die Rechtsbeziehungen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern und den Status einer Person – sondern bildet auch die Grundlage für andere Rechtsgebiete wie beispielsweise für Bestimmungen im Sozialversicherungsrecht. Die eingetragene Partnerschaft

gleichgeschlechtlicher Paare wird hingegen von einem eigeständigen Bundesgesetz geregelt, dem Partnerschaftsgesetz. Laut Fachleuten kommt das Familienrecht meistens im Zusammenhang mit Scheidungen und Sorgerechtsfragen zur Anwendung. Dabei stehen Themen wie Scheidungsmediation, Güteraufteilung, Kindsunterhalt etc. im Fokus. Es handelt sich also um äusserst emotionale Themen, die von diesem Rechtsgebiet abgedeckt werden.

Unterstützung in schwierigen Lebenslagen Gerade in solchen Momenten, bei denen die Gefühlsachterbahn mit Höhen und

Tiefen aufwartet, ist es wichtig, rechtliche Hilfe zu bekommen. Auf familienrechtsinfo.ch werden auf Familienrecht spezialisierte Anwältinnen und Anwälte vermittelt. Zudem gibt ein praktischer Online-Familienrechts-Ratgeber Auskunft über die wichtigsten Fragen und Themen. So werden bspw. unter der Rubrik «Vermögensaufteilung bei einer Scheidung» die drei in der Schweiz gültigen Güterstände unterschieden: Errungenschaftsbeteiligung, Gütergemeinschaft und Gütertrennung. Je nach Güterstand erfolgt eine andere Aufteilung des Vermögens bei einer Trennung. Alle drei Formen werden in der Folge ausgiebig erklärt und unterschieden.

Natürlich gilt die grösste Sorge bei einer Scheidung meist dem gemeinsamen Nachwuchs. Auch dazu finden Betroffene Informationen und Orientierung: Die Eltern eines Kindes sind nicht nur während der aufrechten Ehe für die Obsorge eines Kindes zuständig, sondern auch für den Unterhalt nach einer Scheidung in der Schweiz verantwortlich. Lebt das Kind bei einem Elternteil, dann muss der andere die Zahlung der Alimente übernehmen. Auch zu diesem Thema werden die verschiedenen Subthemen weiter beleuchtet und Anwältinnen und Anwälte vermittelt, die im Bedarfsfall Unterstützung leisten.

BRANDREPORT KANZLEI AESCHBACHER

Binationale Ehen – was bei grenzenloser Liebe zu beachten ist deren finanzielle Unterstützung sowie die Integration des Ehepartners können schnell zu Konfliktfeldern werden. Christoph Aeschbacher Rechtsanwalt, M.A. HSG

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Nadja Stähli MLaw

egen 40 Prozent der Ehen in der Schweiz werden zwischen einem Schweizer/einer Schweizerin und einer Person mit ausländischer Nationalität geschlossen. Bei solchen Ehen sind allenfalls auch unterschiedliche kulturelle Hintergründe zu beachten – Kindererziehung, die Rolle der Verwandtschaft und

Bereits vor der Heirat lohnt es, sich mit den Folgen einer Auflösung der Ehe auseinanderzusetzen. So verliert beispielsweise der geschiedene Ehegatte aus einem Drittstaat unter Umständen seine Aufenthaltsbewilligung, wenn die Ehe weniger als drei Jahre gedauert hat. Auch kann die Einwanderung in die Schweiz je nach Herkunft einen Wechsel des Kulturkreises darstellen und selbst bei einer Kurzehe einen Grund für eine Unterhaltsverpflichtung

nach der Scheidung bilden. In einem Eheschutz- oder Ehescheidungsverfahren wird dringend angeraten, sich als ausländischer Ehegatte durch einen Anwalt vertreten zu lassen, um keine Nachteile zu erleiden. Zudem stellen sich unter Umständen Zuständigkeitsfragen, wenn zum Beispiel die Ehe im Ausland geschlossen wurde oder ein Ehegatte die Schweiz bereits wieder verlassen hat. Losgelöst von der Scheidungsthematik ist es auch wichtig, die erbrechtlichen Belange zu beachten und zu regeln. Ansonsten kann es beim Tod eines Ehegatten zu

Überraschungen kommen, wenn sich andere Staaten im Erbgang als zuständig erachten und beispielsweise über weniger vorteilhafte Erbschaftssteuerregelungen verfügen. Es ist somit für beide Seiten sinnvoll, bereits vor der Eheschliessung genaue Regelungen und Vorkehrungen in ehe- und erbrechtlicher Hinsicht zu treffen.

kanzlei-aeschbacher.ch


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VEREIN FACHANWÄLTINNEN UND FACHANWÄLTE SAV FAMILIENRECHT BRANDREPORT

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Auf allen Ebenen gut beraten Das Familienrecht regelt sämtliche Aspekte des familiären Zusammenlebens. Dementsprechend komplex und gleichzeitig persönlich sind die Themen, mit denen Juristinnen und Juristen in diesem Feld zu tun haben. Aus diesem Grund setzt sich der Verein Fachanwältinnen und Fachanwälte SAV Familienrecht für qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildungen ein. Wir wollten von Vereinspräsident Manuel Duss mehr erfahren.

die fundamentalen Veränderungen im Kindesrecht der letzten Jahre. Fachanwältinnen und -anwälte müssen also agil sein und sich laufend neues Wissen aneignen.

Manuel Duss Vereinspräsident

Manuel Duss, was genau sind Fachanwältinnen und Fachanwälte? Es sind Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die sich auf das Familienrecht spezialisieren. Sie absolvieren dazu eine besondere Ausbildung. Sie müssen mindestens vier Jahre Berufserfahrung mitbringen und schwergewichtig im Bereich des Familienrechts tätig sein. Nach Abschluss der Ausbildung sind jährliche Weiterbildungen obligatorisch.

Das sind hohe Anforderungen. Ja, aber das ist auch notwendig. Das Familienrecht ist sehr komplex, es ist mit vielen anderen Rechtsbereichen direkt und indirekt verknüpft. Fachanwältinnen und -anwälte müssen in vielen juristischen Themen «sattelfest» sein. Ein Beispiel: Die schweizerische Gesellschaft wird immer internationaler und Scheidungen dadurch komplexer. Nicht selten geht es um Besitzverhältnisse an Grundstücken oder Unternehmen, auch im Ausland. Zum Aufschlüsseln der komplexen Verhältnisse braucht es unter anderem Fachwissen im Immobilien-, Finanzund Steuerrecht. Darüber hinaus werden die Gesetzgebung und die Rechtsprechung laufend an die realen Bedingungen in der Gesellschaft angepasst. Ein Beispiel sind

Sie sind der Präsident des Vereins Fachanwältinnen und Fachanwälte SAV Familienrecht, der 2013 ins Leben gerufen wurde. Welche Ziele verfolgt der Verein? Wir wollen den Titel der Fachanwältin beziehungsweise des Fachanwalts als Gütesiegel etablieren, auf das sich Klienten verlassen können. Wir fördern die Kompetenzen der praktizierenden Juristinnen und Juristen, indem wir ihnen Weiterbildungen anbieten und sie untereinander vernetzen. So stellen wir sicher, dass unsere Mitglieder fachlich ajour bleiben. Wir sind auf einem sehr guten Weg: 2013 haben wir den Verein gegründet. Heute sind praktisch alle Fachanwältinnen und -anwälte der Schweiz Mitglieder des ereins – über 140 Personen.

Welches sind die Hauptthemen, die sich im Zusammenhang mit Familienrecht immer wieder ergeben? Das Familienrecht regelt die persönlichen und finanziellen Belange innerhalb der Familie. Dazu gehört vor allem die Beziehung zwischen den (Ehe-)Partnern sowie zwischen den Eltern und ihren Kindern. Neben der Ehe gibt es aber auch andere Formen des Zusammenlebens. Unverheiratete Paare, Patchwork-Familien und eingetragene Partnerschaften sind heute üblich. Der Schutz der Schwächeren steht oft im Vordergrund, zum Beispiel beim Kindesschutz. Doch das Familienrecht

umfasst auch den Erwachsenenschutz, früher als «Vormundschaftsrecht» bezeichnet. Konkret setzen sich Fachanwältinnen und Fachanwälte mit Themen wie Scheidungen, Sorgerechtsregelungen, Alimenten-Vereinbarungen und vielen anderen Aspekten des familiären Lebens auseinander.

Das sind sehr persönliche und potenziell emotionale Themen. Wie gehen Fachanwältinnen und -anwälte damit um? Sie brauchen dazu eine hohe zwischenmenschliche Kompetenz. Die Aufgabe der Juristinnen und Juristen besteht aber nicht darin, im zwischenmenschlichen Konflikt Partei zu ergreifen – sie sind keine Coaches oder Psychologen. Man muss die Gefühle der Mandantinnen und Mandaten respektieren, gleichzeitig aber darauf achten, dass der Austausch auf einer rechtlichen Ebene stattfindet. Fachanwältinnen und -anwälte sollten die Debatte versachlichen, was in der Praxis oft eine Herkulesaufgabe ist. Aber mit dem richtigen Gespür und der entsprechenden Erfahrung ist dies durchaus zu bewerkstelligen.

Gibt es etwas, das man Menschen raten kann, die sich in einem familienrechtlichen Konflikt befinden? Sie sollten sich möglichst frühzeitig juristische Unterstützung holen. Das macht vieles einfacher. Allerdings könnte man vorbeugend einiges unternehmen.

Was meinen Sie damit? Es klingt vielleicht unromantisch, aber beispielsweise ist es empfehlenswert, dass sich Menschen schon vor der Eheschliessung darüber Gedanken machen, welche

weitreichenden Verpflichtungen sie mit diesem Bündnis eingehen. Viele Leute sehen die Ehe einzig als persönliche Verbindung, dabei ist sie zumindest genauso eine rechtliche Verbindung. Kommt es zum Beispiel zu einer Trennung, beeinflussen die rechtlichen Auswirkungen die individuelle Lebensgestaltung oft massiv. Darum lohnt es sich, sich vor der Heirat zu informieren. Dann kann man sachlich und mit kühlem Kopf entscheiden, ob und welche präventiven Massnahmen man ergreifen möchte. Wie zum Beispiel das Aufsetzen eines Ehevertrags. Weitere Informationen unter

www.scheidung-divorce.ch

Zur Person Manuel Duss ist der Präsident des Vereins Fachanwältinnen und Fachanwälte SAV Familienrecht. Sein Studium der Jurisprudenz an der Universität Zürich schloss er mit dem Lizentiat (lic. iur.) ab. Ende 1999 war er zuerst als Auditor, dann als Gerichtsschreiber am Bezirksgericht Horgen tätig. 2003 erwarb Duss das Zürcher Anwaltspatent und arbeitete als Anwalt in einer bekannten Zürcher Anwaltskanzlei mit Schwerpunkt Familienrecht. 2008 avancierte er zum Junior Partner bei Peyer Partner Rechtsanwälte Zürich, wo er heute Partner ist. 2011 / 2012 erwarb er den Titel Fachanwalt SAV Familienrecht.


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018

BRANDREPORT CLP SCHWEIZ

Schwierige Verhandlungen kooperativ und mit Respekt begleiten

S

cheidungen sind emotional sehr belastend. Um Betroffene nicht nur rechtlich, sondern auch menschlich ideal begleiten zu können, bewährt sich der Ansatz des «collaborative law and practice». Wir sprachen mit Rechtsanwalt Dr. Stephan Thurnherr, Präsident des Verbandes clp Schweiz, über die Vorzüge dieser Methodik.

Stephan Thurnherr, Fälle des Familien- und Erbrechts haben eine starke emotionale Komponente. Wie kann man diese entschärfen? Richtig, in diesen und andern Rechtsgebieten ist das Konfliktpotenzial gross. Im Familienrecht haben Anwältinnen und Anwälte meist mit Scheidungen, Sorgerechtsthematiken und komplexen finanziellen Fragen zu tun. Und auch Erbteilungen können besonders konfliktanfällig sein. Um solche und Konflikte generell, darunter auch Vertragsstreitigkeiten,

Stephan Thurnherr

Auseinandersetzungen zwischen Unternehmen und Institutionen zu entschärfen, wurde das Verfahren «collaborative law and practice» (clp) entwickelt. Dieses stammt aus Kalifornien und Kanada. Es findet in der Schweiz zunehmend Verbreitung und erzielt bemerkenswerte Erfolge.

Was darf man sich darunter vorstellen? clp ist ein alternatives, stets aussergerichtliches Verfahren, um Konflikte zu lösen. Es eignet sich für Personen, die das Resultat ihres Konflikts nicht Anwälten und Gerichten überlassen und darüber hinaus

rechtlich und emotional gut beraten sein wollen. In der Schweiz besteht eine Vereinigung von rund 80 Rechtsanwältinnen, Rechtsanwälten sowie Fachpersonen für Kinder, Paare, Familien und Finanzexperten, die sich darauf verpflichtet haben, Konflikte in all ihren Problemstellungen in einem partnerschaftlichen Verfahren ohne Streit und Gericht zu lösen. Ich praktiziere nur noch nach dieser Methode.

Inwiefern unterscheidet sich das clp-Prinzip von einer Mediation? In der Mediation ist der Mediator strikte neutral und versucht, mit den Parteien eigenverantwortliche Lösungen zu entwickeln. Das misslingt nicht selten darum, weil eine Partei aus verschiedensten Gründen nicht in der Lage ist, diese Verantwortung für sich zu übernehmen und umzusetzen. So kommt es immer wieder vor, dass Parteien einer gescheiterten Mediation ins clp wechseln.

Was passiert nach diesem Wechsel? Bei clp hat jede Partei einen clp-Anwalt/ eine clp-Anwältin, der/die sie im Verhandlungsprozess unterstützt und auch Optionen entwickelt, die dann in einen ViererVerhandlungsprozess eingebracht werden. Das interdisziplinäre Team wird je nach Bedarf ergänzt durch Finanzexperten oder Fachpersonen für Kinder oder für Familien und Paare. Der Unterschied zu herkömmlichen Vergleichsverhandlungen besteht darin, dass die Anwälte auch als Mediatoren (oder dementsprechend) ausgebildet sind. Das ermöglicht es ihnen, die Verhandlungen nach den Vorgaben von clp interessenbasiert, aber doch allen Gesprächspartnern gegenüber respektvoll und verantwortlich zu führen und zu begleiten. Informationen unter www.clp.ch

BRANDREPORT KNELLER RECHTSANWÄLTE

Wer liebt, der leidet; wer erbt, der streitet Voraussichtlich am 01.01.2022 wird das neue Erbrecht der Schweiz in Kraft treten. Wer allerdings erhofft, bald ein Testament per Handy erledigen zu können, muss sich noch etwas gedulden. Technische Themen wurden auf später verschoben.

Die wichtigsten Punkte der Neuerungen im Überblick: • Der Pflichtteil der Eltern wird aufgehoben. • Der Pflichtteil der Nachkommen wird reduziert. • Der Pflichtteil des Ehegatten im Scheidungsverfahren wird begrenzt und die verfügbare Quote bei Nutzniessungen des Ehegattens wird erhöht. Weil man einen Mitmenschen erst kennt, wenn man mit ihm das Erbe teilt, hier ein paar praktische Tipps.

Modell Classic Bei der klassischen Ehe haben die verheirateten Ehegatten ausschliesslich gemeinsame Nachkommen. Hier ändert sich nicht viel. Das Pflichtteilsrecht, d.h. die Quote der Erben, die zwingend zu berücksichtigen ist, wird bei den

Nachkommen gekürzt. Sind es heute 3/8, welche den Nachkommen insgesamt zwingend zukommen, sind es neu 1/4, womit die verfügbare Quote von 37.5 Prozent auf 50 Prozent steigt. Da lässt sich schon etwas machen. Die verfügbare Quote kann bspw. dem Ehegatten zusätzlich zu seinem Pflichtteil vererbt werden. Zweitens kann mit Ehevertrag der Vorschlag, d.h. das während der Ehe Verdiente, gesamthaft dem überlebenden Ehegatten zugewiesen werden. Damit schafft das neue Erbrecht eine grössere Verfügungsfreiheit zugunsten des überlebenden Ehegattens.

Modell Today Anstoss zur Überarbeitung des Erbrechtes bildete die Patch-Work-Family. Hier liegt nach wie vor vieles im Argen, als ein Erblasser nicht nur zusätzliche Erben hinterlässt; seine Freiheit ist zusätzlich auch noch eingeschränkt. Das neue Erbrecht sorgt hier ebenfalls für Abhilfe. Allerdings hat der

Ständerat das vom Bundesrat vorgesehene «Pflichtteilsrecht des faktischen Lebenspartners» wieder aus der Vorlage gestrichen. Konflikte bezüglich der Frage, wer nun ein faktischer Lebenspartner ist, sind vorprogrammiert. Der Nationalrat wird das wohl auch so sehen. Wer die grössere Freiheit nutzen möchte, sollte dies tun, tut jedoch gut daran, seinen Partner mit einer Vorerbschaft zu begünstigen, statt ihm gleich die verfügbare Quote ganz zuzuschieben. Stirbt nämlich dieser, geht alles an dessen Nachkommen und nicht an die eigenen Kinder. Mit einer Vorerbschaft lässt sich dies korrigieren.

Was tun? Wer bereits eine Regelung in einem Erbvertrag oder im Testament getroffen hat, sollte diese überprüfen lassen. Denn das neue Erbrecht enthält bessere Lösungen, eine grössere Freiheit des Erblassers. Und die findet nicht automatisch auf einen

Dr. Michael Kneller Gründer und Inhaber

bereits abgefassten Erbvertrag oder ein Testament Anwendung. Erbrecht ist zugegebenermassen komplex. Wer mehr wissen will, bestellt die kostenlose PDF Broschüre per E-Mail.

info@kneller.ch, www.kneller.ch Office Zürich Vorderer Florhof Hirschengraben 28 CH-8001 Zürich


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ONLINESCHEIDUNG.CH BRANDREPORT

019

Eine Online-Scheidung vereinfacht den Prozess und spart Kosten Eine Scheidung ist für alle Parteien ein schwieriger Prozess. Um rechtliche und finanzielle Fragen möglichst einfach zu halten, hilft das Angebot von Onlinescheidung.ch.

T

raurig aber wahr: Über 40 Prozent der geschlossenen Ehen enden in einer Scheidung. Jedes Jahr sind 12 000 Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Eine Scheidung ist schwierig. Eine psychische Belastung für alle Beteiligten aber eben auch eine finanzielle Herausforderung, die trotz der menschlichen Tragödie nicht vergessen werden darf. Um sich darauf konzentrieren zu können, die Trauer zu verarbeiten, sollte deshalb der Prozess an sich möglichst einfach über die Bühne gehen. Dabei hilft Onlinescheidung.ch.

Douglas Hornung, Onlinescheidung.ch behandelt vor allem einvernehmliche Scheidungen. Was stellt sich dabei als grösste Schwierigkeit heraus?

Über 90 Prozent der Scheidungen in der Schweiz sind Scheidungen durch gemeinsames Begehren. Gerichtlich gesehen gibt es keine Schwierigkeiten, da alles standardisiert ist. Die Schwierigkeit liegt in der Psychologie und den Gefühlen. Wenn eine Ehe zerbricht, ist das eine schmerzvolle Erfahrung, die man bewältigen muss.

Ein Ehepaar entscheidet sich für die Scheidung. Was ist der erste Schritt? Zunächst einmal ist eine Scheidung durch gemeinsames Begehren für alle Parteien besser. Vor allem wenn Kinder betroffen sind, da sie ansonsten traumatisiert werden können. Bei solchen Scheidungen steht das Ergebnis schon fest, deshalb ist es verschwenderisch, Geld für Anwälte auszugeben. So bietet sich

als erster Schritt unsere Webseite an, die dabei hilft, anwaltslos zu scheiden. Handelt es sich um eine Scheidung, die nicht gemeinsam begehrt wird, muss man erst zwei Jahre Trennung abwarten, bevor man scheiden kann.

Wie lange dauert ein Scheidungsprozess für gewöhnlich? Eine Scheidung durch gemeinsames Begehren dauert ungefähr drei Monate. Eine umkämpfte Scheidung dauert über ein Jahr, kann finanziell und psychisch anstrengend sein und die gerichtliche Zeit dauert lange.

Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Verliert man als Scheidungsanwalt den Glauben an die Ehe? Mehr Ehen heisst mehr Scheidungen! Spass beiseite: Fachanwälte achten die Institution der Ehe. Sie begleiten die Ehegatten und informieren sie über die Regeln mit einfühlsamer Psychologie, ohne Ressentiments zu schüren, im Versuch, Lösungen zu finden. Vor allem, wenn Kinder betroffen sind. Weitere Informationen unter:

onlinescheidung.ch

TEXT SIMON MISTELI

Beiträge für Kinder. Früher war die angewandte Methode von Kanton zu Kanton unterschiedlich. ANZEIGE


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020

AUSBILDUNG

Übersicht über berufliche Möglichkeiten für Juristinnen und Juristen Wie soll es nach dem Jus-Studium weitergehen? Viele Juristinnen und Juristen wählen den klassischen Weg und arbeiten nach der Anwaltsprüfung in Advokaturen, Notariaten oder am Gericht. Doch sie sind auch in vielen anderen Berufen gefragt.

Aufgabengebiet

Mögliche Arbeitgeber

Allgemeiner juristischer Bereich (Zivilrecht, Strafrecht, Öffentliches Recht) Notar/in, (Rechts- resp. Fach-)Anwält/in Gerichtsschreiber/in, Jugend-/Staatsanwalt, Richter/in

Advokaturen und Notariatskanzleien Bezirks-/Regional-, Kantons-/Ober-, Bundesgerichte

Schweizer Rechtsgebiete Bau, Planung, Immobilien, Miete, Agrar

Anwaltskanzleien

(Privat-/Sozial-)Versicherungen, Haftpflicht

Öffentliche Verwaltungen, Politik, Polizei, bundesnahe Betriebe (z.B. Post, Ruag, SBB, Swisscom)

Arbeit, Verträge, Steuern, Betreibung, Konkurs Immaterialgüter, Wettbewerb, Gesellschaft Datenschutz, Marken, Medien, IT, Urheber, Patent

Banken, Privat- und Sozialversicherungen, Treuhand, Revision, Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung Industrie und Handel

Ehe, Familie, Scheidung, Kindes- & Erwachsenenschutz Ausländer, Asyl, Opferhilfe, Erbschaft Medizin, Bildung, Kunst, Tier, Reise, Strassenverkehr Compliance Management etc.

Soziale Institutionen, Gesundheitswesen

Journalismus, Unterricht, Lehre und Forschung (Fach-)Journalismus, Fachlektorat

Radio, TV, Print- / Online-Medien, Fachverlage

Wirtschaft und Recht-Unterricht an Maturitätsschulen Erwachsenenbildung, Hochschullehre, Forschung

Mittelschulen, Berufsschulen, Bildungsinstitutionen Universitäten, Fach- oder Pädagogische Hochschulen

Funktions- und/oder Branchenwechsel (Auswahl) Wissenschaftliche Mitarbeit, Projektleitung

Verwaltung, Bildungsinstitutionen, Beratungsbüros

Management, Finanz- und Rechnungswesen, Personalwesen/HR

Banken, Versicherungen, Unternehmen(sberatung) Verwaltung, Verbände, Gewerkschaften, Parteien, NPO/NGOs, kulturelle und soziale Institutionen

PR, Kommunikation, Marketing

Verwaltung, Verbände, Parteien, NPOs u.a.

Mediation, Beratung, Coaching, Berufsbeistandschaft

z.T. Selbstständigkeit möglich

Arbeit im Ausland Vertretung von Anliegen der Schweiz im Ausland Diplomatische Vertretung, Entwicklungszusammenarbeit

Bundesverwaltung, div. Departemente und Bundesämter, z.B. DEZA, SECO, SEM

Internationale Zusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Internationale Organisationen wie UNO, IKRK; NGOs

Rechtsvertretung in schweizerischem Recht, Europarecht oder internationalem Recht

International tätige Konzerne (z.B. Novartis, ABB, Nestlé), Banken, Versicherungen, Wirtschaftskanzleien Quelle: BIZ Berufsberatungs.und Informationszentren des Kantons Bern

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Weiterbildung, die wirkt! Mediation und Konfliktmanagement – Persönlich, vielfältig, praxisnah Besuchen Sie unsere Infoveranstaltungen: – 13. Februar 2020, 18.00–20.00 Uhr – 21. April 2020, 18.00–20.00 Uhr – 18. August 2020, 18.00–20.00 Uhr BFH, Departement Soziale Arbeit, Weiterbildung, Schwarztorstrasse 48, Bern Angebote Infos zu allen n tio ia bfh.ch/med

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FHNW BRANDREPORT

021

Soziale Arbeit: Rechtsfragen über Rechtsfragen

D

ie Fallbearbeitung und Beratung von Klient/innen in der Sozialen Arbeit verlangt Fachleuten einiges an juristischem Know-how ab. Gut, dass es ein Weiterbildungsprogramm gibt, welches ihnen das nötige Rüstzeug an die Hand gibt. Fachleute der Sozialen Arbeit haben die Möglichkeit, sich an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW in Olten in sozialrechtlichen Fragen zu qualifizieren. Das CAS-Programm Recht Sozial ermöglicht eine fundierte Auseinandersetzung mit den Einzelregelungen der Sozialgesetzgebung, welche die grundlegende Voraussetzung für eine professionelle Erfüllung des Berufsauftrags ist.

Fachwissen für jeden Fall Das CAS-Programm Recht Sozial trägt der zentralen Bedeutung von juristischem Fachwissen in der Sozialen Arbeit Rechnung. Es vermittelt praxisbezogenes,

aktuelles Wissen zum geltenden Sozialrecht. Teilnehmende können den Fokus ihrer Weiterbildung durch verschiedene Wahlmodule selbst festlegen (mehr in der Infobox). Die Dozierenden sind ausgewiesene Fachleute aus Beratungsstellen, Rechtsdiensten, Rechtsberatung und Anwaltskanzleien sowie Hochschulen. Dies garantiert die konsequente Ausrichtung auf Problemstellungen in der Praxis.

Umfassendes Wissen durch MAS Sozialrecht

CAS-Programm Recht Sozial die beiden CAS-Pflichtprogramme Sozialversicherungsrecht I und II erfolgreich abgeschlossen werden. Sie vermitteln vertieftes Wissen zum Sozialversicherungsrecht und greifen aktuelle Entwicklungen auf. Alle CAS-Programme können – je nach Bedarf – auch einzeln absolviert werden.

Juristisches Know-how Nach erfolgreichem Abschluss sind die Teilnehmenden fähig, sich im Rechtssystem zu orientieren und Klient/innen in sozialrechtlichen Fragen kompetent zu beraten. Sie haben das Rüstzeug, mit den juristischen Hilfsmitteln selbständig in der Fallbearbeitung zu arbeiten und das relevante Recht auch bei komplexeren Sachverhalten korrekt anzuwenden.

Für den Abschluss MAS FHNW Sozialrecht müssen zusätzlich zum

Vorausgesetzt werden: • Abgeschlossenes Studium in Sozialer Arbeit oder verwandter Disziplin • Zweijährige Berufserfahrung • Andere Voraussetzungen in einem Äquivalenzverfahren prüfbar Zeitaufwand: Jedes CAS-Programm dauert circa 12 Monate und ist darauf ausgerichtet, dass es berufsbegleitend absolviert werden kann. Individueller Fokus durch Wahlpflichtmodule: Unterhaltsrecht, Mietrecht, Rechtsfragen bei Schulden, Arbeitsrecht, bedarfsabhängige Sozialleistungen, Sozialhilferecht, Erwachsenen- und Kindesschutzrecht, Opferhilfe- und Strafrecht. Mehr Informationen über CAS Recht Sozial resp. MAS Sozialrecht: www.fhnw.ch/de/weiterbildung/ soziale-arbeit/recht

KALAIDOS FACHHOCHSCHULE BRANDREPORT

Der praxisnahe Einstieg in die Welt des Rechts Berufsbegleitend eine Jura-Ausbildung absolvieren, sich wertvolles Rechtswissen aneignen – und damit den nächsten Karriereschritt einleiten? Was lange Zeit unmöglich schien, macht die Kalaidos Law School möglich. Wir trafen Direktorin Regula Altmann-Jöhl zum Gespräch.

Regula Altmann-Jöhl, Sie leiten die Kalaidos Law School, die 2017 als vierter Fachbereich der Kalaidos Fachhochschule gegründet wurde. Was zeichnet Ihre Schule aus?

stattfindet und nicht in einem riesigen Hörsaal, geht die Diskussion leichter von der Hand und ist persönlicher.

Es ist uns wichtig, Menschen mit juristischem Interesse einen Weg in dieses spannende Feld zu ebnen. Wir haben bereits vor Jahren festgestellt, dass ein Bedarf besteht an Jus-Studiengängen, die sich an Personen mit Berufsmaturität richten. Als Fachhochschule verfügen wir über die Möglichkeit, genau dies anzubieten. Aus diesem Gedanken ist die Kalaidos Law School hervorgegangen.

Meist handelt es sich um Leute mit kaufmännischem Hintergrund, von denen viele bereits in rechtsnahen Bereichen tätig sind. Indem sie ihr Fachwissen erweitern, entsteht oft ein direkter Mehrwert für ihre Arbeitgeber.

Was charakterisiert Ihren Jura-Studiengang? Wir bieten unsere Studiengänge ausschliesslich berufsbegleitend an. Damit heben wir uns von den universitären

Welchen Background bringen Ihre Studierenden mit? Regula Altmann-Jöhl Direktorin

Angeboten ab. Generell setzen wir stark auf «Klasse statt Masse»: Im Zentrum steht die Qualität der Studieninhalte. Die Inhalte des universitären Studiengangs BLaw decken unsere Studierenden auch ab. Den starken Praxisbezug erhalten die Studierenden, weil sie ihr Fachwissen anhand von konkreten Fällen erarbeiten Das Selbststudium ist sehr wichtig – Lernveranstaltungen an Samstagen und Abenden bieten dann die Möglichkeit, das Gelernte zu vertiefen. Da der Austausch im Klassenverband

Ein hoher Praxisbezug setzt erfahrene Dozentinnen und Dozenten aus der Branche voraus. Richtig, und genau solche Leute lehren bei uns. Unter anderem gehört der Präsident des Arbeitgeberverbandes dazu. Wir legen bei unseren Dozierenden grossen Wert auf Erfahrung und Pioniergeist. Voraussetzungen sind ein akademisches

Standing (Habilitation) oder eine Tätigkeit als Richter oder Staatsanwalt.

Ihr Institut bietet auch juristische Weiterbildungen an. Derzeit handelt es sich dabei noch um Weiterbildungen am Institut für Steuerrecht: Ob CAS, DAS, MAS – alle Weiterbildungsarten werden abgedeckt. Weitere Angebote auf Hochschulniveau in breiteren Rechtsgebieten befinden sich derzeit im Aufbau. Weitere Informationen zum Angebot der Kalaidos Law School unter

www.kalaidos-fh.ch.


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