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SIM heute 2/2015 - Jahresbericht 2014

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Jahresbericht des Direktors

«SIM heute» 2/2015

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Judith Jäggi, Direktorin ad interim bis Dezember 2014

SIM Schweiz

Unsere Mitarbeiter im aktiven Dienst Auch dieses Jahr haben wir wieder ein buntes Potpourri an Berichten aus aller Welt zusammengestellt. Viele unserer Langzeitmitarbeiter engagieren sich seit Jahren treu für den Bau an Gottes Königreich. Auch wenn sie manchmal nicht sehen, warum sie der Herr an den einen oder anderen Ort führt oder in die eine oder andere Situation. ER GEHT VORAN.

Anzahl ausgsandter Mitarbeitende

Vor meiner Rückkehr in die Schweiz habe ich mich oft gefragt, worauf ich mich da eingelassen habe, als ich für die Vertretung des Direktors von SIM Schweiz zusagte. Meine zukünftigen Aufgaben konnte ich mir schlecht vorstellen. Dazu erhielt ich viele negative Reaktionen aus meinem Bekanntenkreis, welche es nicht verstehen konnten, dass eine Ärztin dafür ins Büro geholt werden sollte. In dieser Zeit las ich im 5. Buch Mose, 9.3a: „ So wisse denn heute, dass der Herr, dein Gott, es ist, der vor dir hergeht, ein verzehrendes Feuer.“ Wow, ja auch heute, gerade an diesem Tag, geht Gott vor jedem von uns her. Und Er macht keine Fehler, wenn Er uns an einen Platz beruft. Diese Zusicherung gilt auch für alle unsere Mitarbeiter im In- und Ausland. 120

SIM Schweiz Weissensteinstrasse 1 Pf 4051; CH-2500 Biel 4 Postfinance: SIM, 10-2323-9 IBAN: CH49 0900 0000 1000 2323 9 BIC: POFICHBEXXX Tel./Fax: +41 (0) 32 345 14 44/54 sim.suisse@sim.org www.sim.ch

Anzahl ausgesandter Mitarbeitende seit 2003

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Impressum

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2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014

Unsere Kurzzeitmitarbeiter sind auch sehr geschätzt. Immer wieder hören wir von den Einsatzländern: „Schickt uns mehr solche jungen Menschen.“ Bei Einsätzen von wenigen Monaten geht es nicht primär um die konkrete Arbeitsleistung vor Ort, sondern um einen Einblick in den Missionsdienst und um persönliches Wachstum. Bei einer jungen Frau waren wir uns in der Kandidatenkommission nicht einig, ob sie wirklich reif für einen solchen Einsatz war. Im Vertrauen auf Gott haben wir uns für sie engagiert. Nicht nur die positiven Berichte vom Einsatzland haben uns gefreut und uns in unserer Entscheidung bestätigt, sondern auch ein Kommentar von Leuten ihrer Kirche. Sie hätten sie kaum wieder erkannt, so sehr habe sie sich verändert. Als SIM wollen wir ins Leben von Menschen investieren, sei es in den Einsatzländern oder in unsere eigenen Mitarbeiter.

Kontakt

Wie im letzten Jahresbericht erwähnt, stand das Jahr 2014 in der SIM Schweiz im Zeichen des Übergangs. Walter Diem nahm von Januar bis Mai eine Sabbatzeit und stieg dann in seine neue Aufgabe als Internationaler Vizedirektor mit Verantwortung für Europa und Westafrika ein. Der Selektions- und Wahlprozess für den neuen Direktor konnte im Sommer 2014 mit der Nomination von Leonhard Mutzner abgeschlossen werden. Ich bin Ende Dezember 2013 aus dem Niger zurückgekehrt, um Walter Diem während seiner Sabbatzeit zu ersetzen und habe dann meinen Einsatz als Interimsdirektorin verlängert, da mein Nachfolger erst ab Januar 2015 sein Amt antreten konnte.

Die Aufgaben in der SIM Schweiz stellten mich vor grosse Herausforderungen auf diversen Ebenen. ABER GOTT GING VORAN. Innerhalb von drei Wochen nach meiner Rückkehr aus Afrika musste ich bereits voll funktionsfähig sein in der Schweizer Kultur. In relativ kurzer Zeit musste ich sehr vielfältige Aufgaben vor allem im Administrativ-, Personal- und Finanzbereich lernen. Da ich jemanden mit einer langjährigen Routine ablöste, welcher das Büro-Team zusammengehalten hatte, fiel meine Unerfahrenheit in vielen Bereichen noch mehr auf. Erst wenn man bei einem Haus den Stützpfeiler entfernt, sieht man ,wie viel oder wie wenig die anderen Mauern tragen. Gesundheitliche Probleme von Mitarbeitern trugen zusätzlich zur Instabilität des Hauses bei, genauso wie die Herausforderung, das Büro-Team und den Vorstand in die Entwicklungen und anstehenden Veränderungen auf internationaler Ebene mitzunehmen.

«SIM heute» erscheint viermal im Jahr in Deutsch und Französisch. Jahresabonnement: CHF 10.–; € 8.–. Der Abonnementspreis ist in den Spenden des laufenden Jahres enthalten. Redaktion: Waltraud und Günter Kunz Grafik/Layout, Produktion: FRANK.COMMUNICATION. Singen (D), www.frank-com.de Druck: Jordi AG .das Medienhaus. Belp (CH), www.jordibelp.ch

Die SIM ist Mitglied der

und der

SIM International (Suisse) hat den Ehrenkodex SEA unterzeichnet. Das Gütesiegel verpflichtet die Unterzeichner zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ihrer Spende.


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Im Oktober 2014 hat der Vorstand der SIM Schweiz den neuen Zusammenarbeitsvertrag unterzeichnet. Ich möchte den Vorstandsmitgliedern herzlich danken für ihr Engagement, mit den anderen SIM-Einheiten innerhalb der neuen Struktur zusammenzuarbeiten. Auch im Jahr 2014 hielt der vor zwei Jahren begonnene Negativtrend bei den Interessenten für einen Auslandseinsatz an. Die damit verbundene geringere Arbeitsbelastung für das Büro in Biel kam dem durch Krankheitsabwesenheiten und Leiterwechsel herausgeforderten Team entgegen. Allerdings mussten wir uns auch unbequemen Fragen nach der Ursache dieses Interessentenrückganges stellen und Strategien planen, um wieder vermehrt die jüngeren Generationen an- und in ihr Leben hineinzusprechen. Wir hatten im Jahr 2014 eine Spendenzunahme für unsere Missionare im Ausland zu verzeichnen bei einem leichten Rückgang der Projekteinnahmen. Diese Gelder werden direkt weitergeleitet und beeinflussen die Finanzen des Heimatbüros nicht. Der Unterhalt der Heimatbüromissionare ist weiterhin eine grosse Herausforderung. Dieser schlägt zusammen mit der durch den Rückgang an Interessenten bedingten Abnahme an Serviceleistungen mit einem Defizit zu Buche. Die genauen Angaben über unsere Finanzlage finden Sie auf Seite 15.

entstand auch die Notwendigkeit, wichtige Dokumente, welche die ganze SIM betreffen, in andere Sprachen zu übersetzen. Im Februar 2014 lud der Internationale Direktor, Dr. Joshua Bogunjoko, zu einer Konsultation von SIM-Verantwortlichen in Malaysia ein. Es ist für mich ein grosses Privileg, diese Tagung miterlebt zu haben. Wir wälzten grosse Fragen wie: „Warum soll die SIM nach über 120 Jahren noch existieren? Welches ist unsere Daseinsberechtigung?“ Um Antworten zu finden, haben wir gebetet, diskutiert, die Apostelgeschichte und die Geschichte der SIM studiert. Die Kurzfassung der Tagung ist, dass wir zurück zu den Wurzeln wollen. Das ist nicht gleichbedeutend mit Zurückgehen. Unsere Arbeit soll von der gleichen Leidenschaft, unerreichte Menschen für Jesus zu erreichen, geprägt sein, wie sie die drei Gründer der SIM 1893 hatten, als sie ins Landesinnere von Nigeria aufbrachen. Mit diesem Feuer im Herzen wollen wir unsere bestehenden Dienste evaluieren und auch bewusst in Gegenden und Ländern eine neue Arbeit beginnen, wo es noch keine Missionsarbeit hat. Das begeistert mich, DENN GOTT GEHT AUCH HIER VORAN.

Entwicklungen auf internationaler Ebene der SIM Die bereits im Jahr 2013 begonnenen Änderungen der Organisationsstruktur der SIM wurden im Jahr 2014 konkret umgesetzt. Nachdem der Internationale Vorstand seine Statuten, sein Geschäftsreglement und das früher als SIM-Handbuch bezeichnete Dokument überarbeitet hatte, wurden die Zusammenarbeitsabkommen an alle circa 60 SIM-Einheiten zur Unterzeichnung verschickt. Auch wenn die Veränderungen allgemein positiv aufgenommen wurden, stellen sie viele der traditionell empfangenden SIM-Büros vor grosse Herausforderungen. In den nächsten Jahren müssen sie sich neu organisieren und von einem vor allem aus Missionaren bestehenden Rat auf einen vor allem aus Einheimischen bestehenden Vorstand wechseln. Damit

Liebe Leser, ich hoffe ich konnte Sie ein wenig anstecken mit diesem Feuer für Gottes Arbeit. Danke, dass Sie mit uns weitergehen. Judith Jäggi

Jahresbericht des Direktors

VORSTAND SIM-Schweiz DIMITRU Emil EICHER Doris EICHER Paul-André HALDEMANN Cornelia KREBS Ambroise OROUYINA Béatrice OROUYINA Manassé SCHMID Stefan (Präsident) STAHL Miriam

GESCHÄFTSSTELLE SIM-Schweiz

(v.l.n.r.) JÄGGI Judith (Direktorin ad interim) GLAUSER Lara LÄUPPI Brigitte KUNZ Günter KUNZ Waltraud PINI Brigitta

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MORET, Laurence NIAMEY, NIGER

• Weiterbildung für Lehrpersonal an christlichen Schulen

Wie sieht Gott die Kinder? Welchen Stellenwert haben sie bei ihm? Wie lernen sie? Wie entwickeln sie sich? Und was bedeutet das für uns als christliche Lehrer? In den Weiterbildungskursen ist es natürlich wichtig, die Theorie zu vermitteln. Als Team von „SIM-Education“ versuchen wir aber auch, den Kursteilnehmern ein Maximum an praktischen Aufgaben zu bieten, die sie dann mit ihren Schülern umsetzen können. Wenn sie es selbst erlebt haben, fällt es ihnen leichter, sich in die Rolle ihrer Schüler zu versetzen und sich

vorzustellen, wie sie ihre Klasse zur Mitarbeit motivieren können. Zusammen mit den praktischen Aufgaben geben wir den Teilnehmern Zeit, das notwendige Material herzustellen: Grundrisse für die Spiele, Arbeitsmaterialien, Plakate, Spielzeug aus Holz, Bilderkarten, …

LÜSCHER, Katharina MARONDERA, ZIMBABWE • Bibel- und Englischunterricht in Schulen und im Waisenheim • Betreuung von Missionarskindern Mein Alltag hier ist abwechslungsreich, und das geniesse ich sehr: Ich unterrichte Englisch im Waisenheim, assistiere beim Bibelunterricht an zwei Schulen und betreue David und Joshua, die Kinder meiner Gastfamilie. Nach anfänglicher Unsicherheit, ob ich den Anforderungen überhaupt gerecht werden könnte, fühle ich mich mittlerweile beim Unterrichten im Waisenheim in meinem Element. Kürzlich habe ich auch gemerkt, wie eng Geduld und Vertrauen miteinander verbunden sind: Ed, ein Waisenjunge, kam zum ersten Mal zu einer Leseklasse und traute sich kaum, laut vorzulesen. Schon vorher behauptete er, er könne nicht Englisch lesen. Ich nahm mir Zeit, jedes Wort einzeln mit ihm zu buchstabieren und am Ende den ganzen Satz zu lesen, bis er ihn verstanden hatte. Die Geduld, die ich aufbringen musste, stammte ganz sicher nicht von mir. Aber gerade dadurch, dass ich mir für Ed die Zeit nahm, die er brauchte, und ihn für jeden Schritt lobte, gewann ich sein Vertrauen. Später, als ich draussen stand und die nächsten Kinder herein rief, stellte er sich neben mich und nahm meine Hand. Für mich war es herzerwärmend zu spüren, wie viel ein wenig Aufmerksamkeit in einem Kind auslösen kann. Die Waisenkinder, manche von Geburt an abgelehnt, haben Anerkennung ganz besonders nötig, um ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Sie träumen oft grosse Träume, und ich glaube, dass Gott aus jedem dieser Leben ein Wunder machen kann – wahrscheinlich ganz anders, als sie oder ich es uns erträumen, aber nichtsdestotrotz ein Wunder. Momente wie der, den ich mit Ed erlebt habe, geben mir Hoffnung. Ich glaube, dass es sich lohnt, hier zu sein und das Wenige zu geben, das ich im Überfluss habe: Zeit und Gottes Liebe.

Wenn wir sie dann in ihren Schulen besuchen, können wir sehen, welche Wirkung das vorgeschlagene Material hat. Ich bin beeindruckt von dem Mut dieser Lehrer, die etwas anderes als das allgemein Übliche wagen, und bereit sind, didaktische Mittel in ihrem Unterricht einzusetzen, damit ihre Schüler Freude am Lernen gewinnen.

STEINER Tabea, MEIER Jaël NIAMEY, NIGER • Tabea: Lehrerin, Klassenassistentin, Mithilfe bei Weiterbildung • Jaël: Heilpädagogin, Arbeit mit Kindern mit einer Behinderung, Mithilfe bei Weiterbildung Wir haben das SIM Education-Team in Niamey während eines Jahres unterstützt. Dabei haben wir bei Weiterbildungen für Lehrpersonen mitgeholfen, haben Klassen besucht und mit verschiedenen Schulen zusammengearbeitet. Tabea: Ich habe mein fachliches Wissen in zwei lokalen Kindergärten als Klassenassistentin eingebracht. Dabei konnte ich viel über den Schulunterricht im Niger lernen und meine Ideen an die jeweiligen Lehrpersonen weitergegeben. Jaël: Ich habe in verschiedenen Schulen Kinder mit einer Behinderung, mit Sprach- oder Leseschwierigkeiten begleitet. Für viele Lehrpersonen war es etwas Neues, speziell mit diesen Kindern zu arbeiten. Einmal pro Woche besuchte ich ein Mädchen mit Down Syndrom in ihrer Klasse. Manchmal nahm ich sie eine Weile aus der Klasse, um mit ihr z.B. an ihrer Feinmotorik oder der Aussprache zu arbeiten. So wollte ich ihr einige Gebärden beibringen, damit sie sich besser ausdrücken kann. Lange übten wir - auch mit farbigen Kärtchen. Das Mädchen zeigte zwar Freude am Lernen, doch ich war überzeugt, dass es die Gebärden nicht wirklich einordnen und somit im täglichen Leben nicht einsetzen kann. Eines Tages nimmt sie mir die Schachtel mit den Kärtchen aus der Hand und zeigt mir eine Gebärde nach der anderen… Ich hoffe, dass dieses Mädchen die Gebärden weiterhin nützt, um sich besser mitteilen zu können. Wir sind zutiefst dankbar für die Erfahrungen, die wir im Niger machen durften. In den vielen, auch sehr unterschiedlichen Herausforderungen haben wir Gottes Gegenwart und seine Hilfe ganz praktisch erlebt!


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CHRISTEN Ralph & Claudia mit Noë und Yosia SANTIAGO, CHILE / jetzt EVILARD, SCHWEIZ • Administration, Gemeindearbeit, Gefängnisdienste, Mediation Ralph: Das vergangene Jahr brachte für uns einen überraschenden Standortwechsel: von Chile in die Schweiz. Zunächst war ich noch stark beschäftigt mit der Buchhaltung für SIM-Chile und in unserer lokalen Gemeinde. Mitte Juni mussten wir dann unser Einsatzland aus familiären Gründen verlassen und begannen Ende Sommer unseren Dienst mit SIM in der Schweiz. Seit 1. Oktober arbeite ich als persönlicher Assistent für Walter Diem, inzwischen stellvertretender internationaler Direktor der SIM mit Verantwortung für Europa und Westafrika. Zusätzlich betreue ich aus der Ferne bis auf Weiteres die Buchhaltung von SIM-Chile und versuche per Skype, drei gute Freunde zu coachen. Einer von ihnen ist Pastor, die beiden anderen führen zum Teil in zwei verschiedenen Gemeinden unseren Konfliktlösungsdienst weiter. Claudia: In Chile konnte ich für den Strafvollzug auf nationaler Ebene ein Programm in „Restaurativer Justiz“ (Wiedergutmachung / Versöhnung) aufbauen und das Gefängnispersonal dahingehend ausbilden. Vier Gefängnisseelsorger schlossen die Weiterbildungen mit einem Zertifikat in biblischer Mediation ab. Zwei Monate lang unterrichtete ich wöchentlich eine Gruppe von über 60 Chilenen aus 12 Denominationen in Konflikt-Coaching auf biblischer Basis. Als Ende April der Vizepräsident von „Peacemaker Ministries“ nach Chile kam, konnten wir den Teilnehmern zusätzlich einen Kurs in Mediation anbieten. Somit gibt es heute in Chile eine Gruppe von gläubigen Mediatoren, die in der Zwischenzeit schon vielen Ehepaaren helfen konnten, ihre Probleme auf eine andere Weise zu lösen, als sich scheiden zu lassen. In der Schweiz wurde ich von „Prison Fellowship“ angefragt, ob ich die Leitung für ein neues nationales Projekt in „Restaurativer Justiz“ übernehmen könnte. So verbrachte ich die letzten Monate damit, ein Programm auf nationaler Ebene zu entwickeln, das Ende November angenommen wurde und ab 2015 in den ersten Gefängnissen zur Anwendung kommen soll.

WEIERSMÜLLER, Peter & Elizabeth mit Nathanael, Johnathan und Ethan GROOTFONTEIN, NAMIBIA • Literaturarbeit Nach dem Heimataufenthalt anfangs 2014 sind wir nun schon das dritte Jahr in Grootfontein im Einsatz. In der vielschichtigen Kultur Namibias haben wir mittlerweile Beziehungen mit vielen Bevölkerungsschichten aufgebaut. Wir sind weiterhin an der Shamalindi Schule im Einsatz und unterstützen die Kinder und Lehrkräfte dort mit Englisch-Unterricht und kreativen Projekten. Durch den Umzug ins neue Wohnhaus können wir das alte Haus nun für das Ressource-Zentrum nutzen. Wir haben Planungen gemacht und Vorbereitungen getroffen, damit wir ab 2015 Nähkurse und eine Leseecke mit Jugendbüchern anbieten können. Damit kommen wir einer grossen Nachfrage nach ausserschulischen Aktivitäten und Hausaufgaben-Hilfe nach. Aus einem Gewerbebetrieb haben wir bereits Anfragen nach ausgebildeten Näherinnen erhalten. Somit haben wir die Möglichkeit, junge Erwachsene ohne Schulabschluss auszubilden und ihnen dann eine Arbeit zu vermitteln. Unsere Kinder fühlen sich wohl an der lokalen Privatschule. Nathanael hat dort sein letztes Jahr begonnen, bevor er in die Oberstufe in einer anderen Stadt wechseln wird. Ethan besucht mittlerweile das zweite Jahr des Kindergartens.

…Mitarbeiter

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MEMBERS* Benin SCHNEIDER Katrin Burkina Faso GIGANDET Stéphane & Myriam PFISTER Jacques-Antoine & Isabel Chile CHRISTEN Ralph & Claudia Côte d’Ivoire SOMMER Joël & Marianne Ghana BIEBER Thorsten & Corinne Madagascar RABEANTOANDRO Jimmy & Marlis Mozambique BULANDE-PENISOARA Josue & Diana Namibia WEIERSMÜLLER Peter & Elizabeth Niger AEBI Walter & Bonnie BEATON-IOAN David & Rebeca MAHAMADOU-STERCHI Irhya & Marianne MORET Laurence Österreich DOSS John & Elisabeth Peru WALDER Ernst & Elisabeth WIELAND Martin & Susana Réunion CHILESE Marco & Damaris Südafrika CORADI Sibylle

IM AKTIVEN RUHESTAND Benin KROPF Franz & Margrit MEIER Annelies SOSSAUER Irène

*MEMEBRS = SIM-Mitarbeiter mit vollem Stimmrecht auf internationaler Ebene


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BULANDE, Josue & Diana mit Abigail, Naomi und Caleb MUEMBE, MOZAMBIQUE

BURGAT, Jeremy & Isalyne mit Célestin, Lancelot und Théoline NIAMEY, NIGER • Sports Friends, SIM Education Isalyne arbeitet mit dem vierköpfigen Team der „SIM Education“ zusammen, um für Lehrer an den christlichen Schulen Weiterbildung anzubieten, vorwiegend in Niamey. Die seit einigen Jahren bestehende Arbeit ist sehr ermutigend: Mehr als 70 Lehrer profitieren bereits von dem Angebot der Weiterbildung. Sie werden an ihren jeweiligen Schulen weiterhin betreut. Isalyne konzentriert sich vorwiegend auf den Sportunterricht. Sie erarbeitet Vorschläge, wie man bereits im Kindergarten durch einfache Übungen körperliche Anstrengung mit Spass und vom Bildungsministerium vorgegebenen Themen verbinden kann. In Anbetracht der enormen Herausforderungen im Bildungswesen von Niger freut sich Isalyne besonders, wenn sie sieht, wie einige ihrer Ideen auf den Sandplätzen umgesetzt werden. Im Bereich Sports Friends stecken wir noch in der Anfangsphase. Durch den Sport fördern wir die Evangelisation, wobei wir mit lokalen Gemeinden eng zusammenarbeiten. Diese Arbeit im Niger hat im Jahr 2014 erst begonnen, doch wir sind schon jetzt begeistert von den Möglichkeiten. Zu einigen Gemeinden sind bereits gute Beziehungen entstanden. Wir möchten gerne viele weitere dafür gewinnen, sich in diesem Bereich zu engagieren.

Als wir im August von unserem Heimataufenthalt in Rumänien nach Mosambik zurückkehrten, waren wir sehr ermutigt, als wir von den Entwicklungen während unserer Abwesenheit erfuhren. Die Gruppe der Christen in Muembe war im Glauben gefestigt. Zwei von ihnen hatten sich von dem Pastor aus der Stadt taufen lassen. Es war die erste Taufe überhaupt in dieser Gegend und ein eindrückliches Zeugnis für die Bewohner. Nach unserer Rückkehr beschäftigten uns besonders folgende Dinge: Das Brunnenbohr-Projekt, das durch Spenden von Unterstützern ermöglicht wurde, konnte endlich in Angriff genommen werden. Im Gegensatz zu früheren Versuchen stiess das Bohr-Team diesmal auf sauberes Wasser. Nun profitieren mehrere Familien im Dorf vom neuen Brunnen. Unser Gebet ist, dass dadurch eine Brücke zu den Mitbewohnern geschlagen wird und gute Beziehungen im Dorf entstehen. Über das Kinder-Ernährungsprogramm wird einmal in der Woche eine warme Mahlzeit für über 100 Kinder zubereitet, die alle aus muslimischen Familien stammen. Wir erzählen eine biblische Geschichte, machen Spiele

GOLAY, Damien & Lucie mit Matheo, Joakim, Joas und Kylian PARAKOU, BÉNIN

• Berufsschulzentrum,Jugendarbeit,Jüngerschulung,Unterhaltsarbeiten • Gästehausbetreuung, Begleitung von jungen Ehepaaren

Die Arbeit im Berufsbildungszentrum erfordert noch immer viel Achtsamkeit und Geduld. Deshalb setzte ich die Priorität auf die Begleitung der Auszubildenden. Wir sind auch dabei, das Programm und die Praxis-Kurse für Automechaniker zu überprüfen und zu verbessern. Neulich haben drei Jugendliche aus dem dritten Lehrjahr angefragt, ob sie mit allen Auszubildenden am Zentrum ein Bibelstudium anfangen dürfen. Ihnen ist das Wort Gottes so wichtig geworden, dass sie es mit den anderen Kollegen gerne teilen möchten. Wir begleiten auch Jugendliche in ihrem persönlichen Werdegang. So haben wir im September einem jungen Mann beim Einrichten seiner Schreinerwerkstatt helfen können. Er, seine Frau und seine drei Kinder können inzwischen gut davon leben. Der Unterhalt der Missionsstation ist sehr arbeitsintensiv. Vor etwas mehr als einem

Jahr hat die Mission einen jungen Beniner dafür angestellt, den Damien in die verschiedenen Arbeitsschritte einführt und ausbildet. Er macht seine Sache gut und wird von der gesamten Missionarsgemeinschaft geschätzt. Lucie hat nach wie vor Freude an der Arbeit fürs Gästehaus. Sie delegiert so viel wie möglich und konnte jetzt auch die Buchhaltung an eine Praktikantin abgeben, die im Büro der SIM arbeitet. Gemeinsam organisieren wir einmal im Monat ein Treffen für junge Ehepaare, um sie zu begleiten. Wir besprechen verschiedene Themen und haben den Eindruck, dass die sechs Paare diese Zeit des Austausches wirklich schätzen. Im Oktober haben wir als Familie den vierten Sohn, Kylian, in unserer Mitte begrüsst, und unser ältester, Matheo, hat mit der Schule begonnen.


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•Gemeindeleitung,Jüngerschaft, Evangelisation •Arbeit unter Kindern und Jugendlichen • Alphabetisierung, Ernährungshilfeprojekt und schliessen mit der Mahlzeit ab. Die meisten Kinder kommen mit ihren Tanten, Geschwistern oder Eltern – eine gute Möglichkeit, sie alle mit dem Evangelium bekannt zu machen. Das Kirchengebäude wird langsam fertig - das erste Gemeindegebäude einer evangelischen Kirche in dieser Gegend.

…Mitarbeiter

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MAHAMADOU STERCHI, Irhya & Marianne mit Lara, Safia und Jonas NIAMEY, NIGER / zur Zeit VANCOUVER, KANADA • Übersetzung des Alten Testaments in Tamajaq, Entwicklungshilfe, Weiterbildung Die Übersetzung des Alten Testaments in Tamajaq ist sehr wichtig für dieses nomadische Volk, dessen ursprünglicher Lebensstil sehr viel mit Abraham und seinen Nachkommen gemeinsam hat. Wir arbeiten weiter an der Thora und konnten im Februar einige Kapitel vom 3. Buch Mose mit einer Übersetzungsprüferin der „SIL International“ durcharbeiten. In unserem Übersetzungs-Team legen wir grossen Wert auf die Weiterbildung der einheimischen Übersetzer. Es ist sehr wichtig, dass dieses grosse Projekt mehrere Exegeten hat und dass mindestens einer von ihnen selbst Tamajaq spricht. Das wird uns helfen, effizienter arbeiten zu können.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf Jüngerschaft. Wir treffen uns regelmässig m i t einer Gruppe engagierter Christen. Ziel ist es, sie durch Bibelstudium, Gebet und Mitarbeit in den verschiedenen Projekten zu befähigen, das Evangelium selbst in einfacher und klarer Weise an andere weitergeben zu können.

Dank der Spenden für das AT Projekt (NE 97447) konnten wir die Weiterbildung für Irhya in Angriff nehmen. Seit diesem Sommer sind wir als Familie in Vancouver, wo Irhya am Regent College Hebräisch, Exegese und Kurse zum Alten Testament belegt. Es ist eine sehr spannende und intensive Zeit.

Wir nutzen auch selbst immer wieder Gelegenheiten, unseren Mitmenschen in einer vom Islam geprägten Gegend Gottes Wort verständlich zu machen.

RABEANTOANDRO, Jimmy & Marlis mit Mario, Tania und Livio MAHATSARA, MADAGASCAR • Leitung der Centre Timoty • Homeschooling, Betreung der Bibelschüler Das „Centre Timoty“ arbeitet zusammen mit sieben Baptisten-Dorfgemeinden in der Region Atsinanana, im Bezirk Vatomandry, an der Ostküste Madagaskars. Als Hauptverantwortliche des Zentrums betreuen wir zusammen mit acht weiteren einheimischen Missionaren die folgenden acht Bereiche unserer Arbeit: Krankenstation, Projekt von einem Brunnen für jeweils zehn Familien, Taifun-resistente Häuser für alle Familien, Bibelschule, Empfang und Orientierung von Besuchern und Kurzzeitmissionaren, Land- und Viehwirtschaft, Unterstützung zum Schuljahresbeginn für Familien in Dörfern, Unterstützung für Gemeinden in Glaubenslehre und Evangelisation. In diesem Jahr konnten wir mit dem Bibelunterricht für Gemeindeleiter beginnen. Von den 13 zukünftigen Pastoren bzw. Evangelisten, die dem Unterricht folgen, sind neun verheiratet und wohnen mit ihren Familien während des neunmonatigen Schuljahres hier auf dem Gelände. Jimmy hat die Gesamtleitung der Schule und unterrichtet selbst vier Fächer. Marlis beaufsichtigt die Nahrungsverteilung für die 42 Personen, die zur Bibelschule gehören. Der Arbeitsbereich Land- und Viehwirtschaft, konzipiert als begleitendes Element der Bibelschulausbildung, hat in diesem Jahr ebenfalls seine Aktivitäten aufgenommen: Es gibt pro Student einen Hühnerstall, dazu Reisfelder und Gemüsegärten. Dank der Mithilfe von einheimischen Missionaren und Bibelschul-Praktikanten konnte das Zentrum zusammen mit den Dorfgemeinden in umliegenden Dörfern evangelistische Einsätze durchführen. Daraus sind an fünf verschiedenen Orten Kleingruppen entstanden, die mit der Zeit, so ist unser Gebet, zu selbständigen Gemeinden heranreifen werden.


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DIEM, Walter & Marianne BIEL, SCHWEIZ • Stellvertretender Internationaler Direktor der SIM für Europa und Westafrika Einleben, Ebola, Entsendung von Personal aus dem Süden - das sind die drei Themen, die uns im Jahr 2014 am meisten beschäftigt und in Atem gehalten haben. Einleben in die Verantwortung als stellvertretender Direktor für Europa und Westafrika: Es gibt sehr viele Themen, mit denen wir uns nun zu beschäftigen haben. Das wichtigste aus einer ganzen Palette ist sicher die Frage: Wie bleiben wir als Organisation an dem dran, was wirklich zählt? Ebola: Das hiess für mich, in Krisenstäben mitzuarbeiten und sie zum Teil zu leiten, als Entscheidungsträger in der Organisation abzuwägen zwischen Verantwortung für die Mitarbeitenden und dem Auftrag für die notleidende Bevölkerung. Im Nachhinein fällt mir auf, wie oft wir Gottes übernatürliches Eingreifen erleben konnten, aber auch, wie extrem wichtig es ist, dass in einer Organisation eine Struktur vorhanden ist, um mit Krisen umzugehen und zielgerichtet handeln zu können. Entsendung von Personal aus dem Süden: Viele Menschen aus Westafrika möchten auch am grossen Auftrag teilhaben. Dies drückt das Erkennen ihres eigenen Wertes und der von Gott gegebenen Würde aus. Es braucht neue Ideen, um dieses Unterfangen gelingen zu lassen. Viele Gespräche haben stattgefunden. Neue Mitarbeitende aus dem Süden sind unterwegs. Neue Ressourcen müssen gefunden werden. Sehr vieles bleibt zu tun - eine Herausforderung für die kommenden Jahre.

CHILESE, Marco & Damaris ST. PIERRE, LA RÉUNION • Evangelisation, Geimeindearbeit Unser Dienst in La Réunion ist schwer messbar, da wir uns nicht als Werkmissionare, sondern als “Wort-Missionare” verstehen. Die Zahlen, die wir liefern können, sind ziemlich mager, aber wir erzielen dennoch Wirkung. Eine Legitimation für unsere Arbeit können wir alleine in der Treue zum Auftrag Jesu sehen.Unsere Dienste in La Réunion umfassen alle Bereiche einer Gemeindearbeit. Wir sind tätig in der Lehre, Predigt, Evangelisation, Jugendarbeit, Beratung der Gemeindeleitung , Frauenarbeit, Musik, Hauskreisleitung und Reinigung. So sehr wir es uns anders wünschten, aber auch am Ende des Jahres 2014 können wir leider von keiner uns bekannten Bekehrung berichten, obwohl wir jede Woche das Evangelium durch Schrift, Wort und Gesang weitergeben. Das ist besonders für mich (Marco) als Evangelisten bitter. Dafür durften wir mit vielen Einzelpersonen und als Gemeinde insgesamt einige kleine Schritte im Glauben und in der Nachfolge machen. Besonders die Jugendarbeit hat erfreuliche Fortschritte gemacht. So sind der Zusammenhalt und das Zugehörigkeitsgefühl unter den Jugendlichen gewachsen. Wir stellen fest, dass viele Jugendliche sich mit Jesus und seiner Gemeinde fester verbunden wissen und sich nicht vom Glauben abbringen lassen. Und das ist ja heute leider gar nicht mehr so selbstverständlich. So dürfen wir dies als „Frucht unseres Dienstes“ betrachten, die Gott uns schenkt. Wir merken auch, wie neu von uns initiierte Gefässe langsam auch von lokalen Personen mitgetragen werden, so etwa das Gemeindegebet, die Evangelisation, Lobpreisabende und die Fasten- und Gebetssonntage. Darüber hinaus erkennen wir auch ein zaghaftes Erwachen, was die eigene Verantwortung für Evangelisation und Mission und das Geben von Geld und/oder Zeit betrifft. Was wir letztendlich durch unsere Arbeit erreicht haben, weiss Gott alleine, der alle Dinge sieht.

KROPF, Franz & Magrit RINGGENBERG, SCHWEIZ / PARAKOU, BÉNIN

• Aktiver Ruhestand, Radioarbeit, Ehe und Familie, Evangelisation

Anfang April sind wir als aktive Ruheständler von unserem dreimonatigen Kurzeinsatz in Benin zurückgekommen. Wir haben schöne und erholsame Momente mit Freunden in Benin und auch aus der Schweiz erlebt. Ein Ehepaar und eine Frau, die vor 36 Jahren für einen Kurzeinsatz bei uns in Bembéréké waren, besuchten uns. Sie wollten das Spital und die Leute noch einmal sehen, mit denen sie damals zusammengearbeitet hatten. Wir verbrachten fast eine Woche an der Lokpa-Bibelschule. Mit 12 Studenten-Ehepaaren arbeiteten wir an dem Thema «Ehe nach Gottes Plan» mit dem Ziel, dass sie das Gelernte später in ihren Gemeinden in regelmässigen Ehenachmittagen weitergeben können. Als Abschluss des Kurses führten die Teilnehmer einen Sketch auf. Darin kam deutlich zum Ausdruck, wie viel sie vom Unterricht profitiert haben und wie sie es in ihren eigenen Ehen bereits umzusetzen versuchen. Die Radioarbeit zieht weiterhin ihre Kreise. Dem Koordinator vor Ort,

mit dem ich auch von der Schweiz aus in Kontakt stehe, konnte ich speziell in Fragen zur Buchhaltung Hilfestellung geben. Wir freuen uns über alle, die die Radioarbeit in Benin unterstützen, und sind sicher, dass Gott es ihnen vergelten wird. Hier in Ringgenberg, Interlaken und in Spiez im „International Meeting Point“ haben wir Kontakt mit Leuten aus Eritrea, Somalia, Tibet, Westafrika, Syrien und Afghanistan. Das kulturüberschreitende Missionsfeld befindet sich direkt vor unserer Haustür.


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ASSOCIATES* BIEBER, Thorsten & Corinne mit Tabea, Jael und Micha ACCRA, GHANA • Diaspora Arbeit unter Asiaten • Dienst in der asiatischen Gemeinde • Administration SIM Ghana Nach zweieinhalb Jahren Diaspora-Arbeit in Ghana geht es für uns nun in die Schweiz zurück. Wir blicken dankbar auf diese Jahre zurück. Predigtdienst, Musikbegleitung und Sonntagsschule gehörten zu unseren Tätigkeitsfeldern in der chinesischen Gemeinde. Zudem konnten wir durch Englischunterricht Kontakte zu Aussenstehenden knüpfen. Eine besondere Freude war auch unser erster Kurzzeitler aus China, der sich für drei Monate in einer lokalen Gemeinde eingebracht hat. Später kam als Bereicherung noch ein junges Ehepaar aus Hongkong dazu, das Einheimische in Marketing und christlicher Geschäftsführung schulte. Es ist spannend zu sehen, wie sich chinesische Christen in Afrika einsetzen möchten. Wer hätte dies vor zehn Jahren gedacht? Ab Dezember 2014 wohnen wir nun in Unterseen bei Interlaken. Kaum zu glauben: Im Jahr 2013 haben über 106.000 Chinesen dort übernachtet. Wir sind gespannt, wie Gott uns hier weiter gebrauchen möchte.

PFISTER, Jacques-Antoine & Isabel MAHADAGA, BURKINA FASO • Medizinische Arbeit, kreative Aktivitäten mit Behinderten Wir starteten in das Jahr 2014 in dem Bewusstsein, dass wir nur noch für sechs Monate in Burkina Faso sein würden, bevor wir definitiv in die Schweiz zurückkehren. Die sechs Monate verbrachten wir, wie der Herr es uns klar gemacht hatte, in Mahadaga mitten im Busch. Da wir die Arbeit vor Ort bereits kannten, fiel es uns nicht schwer, uns in die Aktivitäten des Behinderten-Zentrums « Handicapés en avant » einzubringen – auf den Spuren der Gründerin Françoise Pedeau. Und in dem Gesundheitszentrum haben wir versucht herauszufinden, inwiefern eine Möglichkeit für Palliativpflege besteht. Isabel hat den Verantwortlichen der Schneiderwerkstatt zur Seite gestanden. Für die Kinder der höheren Klassen hat sie einen Lesekurs angeboten, bei dem die Schüler und Schülerinnen der zum Behinderten-Zentrum gehörenden Schule auf spielerische Weise gefördert wurden. Jacques-Antoine gab medizinische Ratschläge in Bezug auf Probleme bei der Rehabilitation und der Physiotherapie im Zentrum. Daneben begleitete er die jungen Ärzte des Gesundheitszentrums bei ihrer Arbeit, die mit den wenigen zur Verfügung stehenden Mitteln besonders schwierig ist. Dank der Grosszügigkeit vieler Spender war es möglich, eine Röntgenanlage zu installieren (mit der logistischen Unterstützung der NGO „ASAREN“). Nun ist es nicht mehr nötig, Patienten für ein Röntgenbild in die über 200 km entfernte Stadt Fada N’Gourma auf zum Teil sehr schlechten Pisten zu schicken.Ein Zeugnis bei unserer Abschiedsfeier am Ende der fünf Jahre in Burkina Faso hat uns besonders ermutigt. Es fasste zusammen, was wir gehofft haben weitergeben zu können: „Ihr habt uns gelehrt, was es heisst, sich einer kranken und gebrechlichen Person anzunehmen“.

Angola SCHMID Petra Asien KATJA RAHEL Äthiopien GERBER Martin & Marianne SCHORER Oliver & Nadège SCHÜTZ Philipp Benin BLANC Claude-Henri & Elsa GOLAY Damien & Lucie JONIN Noémie KUPFERSCHMID Jasmin SCHMIDT Tabea Bolivien AEBI Reto DÜRR Cordula JAQUET Firmin WÄFLER Severin Burkina Faso JOSET Anne-Eve NUTI Romain SIMONIN Marjorie Guinea MITTEMPERGHER Manon Malawi HALDEMANN Ruth Namibia KOHLI Timon Niger BURGAT Jeremy & Isalyne MEIER Jaël STEINER Miriam STEINER Tabea STETTLER Daniela Paraguay HAUEIS Hannes Peru BEUTTER Sandra PORTUGAL-GEISER Jhonatan & Eveline Phillipinen GLOOR Rebecca Simbabwe LÜSCHER Katharina USA Corinne

*ASSOCIATES = SIM-Mitarbeiter ohne Stimmrecht auf internationaler Ebene


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SCHNEIDER, Katrin BEMBÉRÉKÉ, BÉNIN, HÔPITAL EVANGÉLIQUE DE BEMBÉRÉKÉ (HEB)

• Verantwortliche für Kurzzeitmissionare • Pflegefachfrau & Stationsleitung: Chirurgischen Abteilung (55 Betten)

Wenn ich mich, wie zu Beginn des Jahres 2014, im Heimataufenthalt in der Schweiz befinde, organisiere ich ein Fest für meine Freunde und Unterstützer. Bei dieser Gelegenheit konnte ich im Februar zwei Projekte vorstellen: Putzwagen und Microfaser-Tücher für das Reinigungsteam und die Eröffnung eines Überwachungszimmers auf der chirurgischen Abteilung.

Bodenlappen auswringen zu müssen, und die Fenster werden dank Microfaser-Tücher mit viel mehr Eifer geputzt. Das Überwachungszimmer wurde vorbereitet und steht ab 2015 mit sechs Betten zur Verfügung, damit Patienten nach grösseren Eingriffen oder Unfällen unter spezieller Beobachtung stehen können. Nachdem unsere Abteilung einen Computer erhalten hat, können wir die Ein- und Austritte der Patienten statistisch besser erfassen.

Die Spende eines Schweizer Spitals machte es möglich, dass unsere Abteilung jetzt über drei Putzwagen verfügt. Die Mitarbeiter der Reinigungstruppe für den Operationssaal der Geburtenabteilung und der Chirurgie sind erleichtert, keine Putzeimer mehr schleppen und

STETTLER, Daniela GALMI, NIGER • Mithilfe im Labor des Galmi Spitals • Sonntagsschule für afrikanische Kinder Meine Hauptaufgabe hier im Galmi Spital ist es, den Patienten Blut abzunehmen und es dann mit Hilfe verschiedener Analysen zu untersuchen. Es ist eine sehr spannende Arbeit, und ich schätze vor allem den Kontakt mit den Menschen sehr. Bereits die ersten Monate meines Einsatzes lehrten mich viel über die Kultur und verschiedene tropische Krankheiten. Neben meiner Arbeit im Spital helfe ich in der Sonntagschule der afrikanischen Kirche in Galmi mit. Die Arbeit unter den Kindern gefällt mir sehr, und es ist schön, dass wir immer wieder Kinder mit landesüblichem religiösem Hintergrund begrüssen dürfen. In meiner Freizeit pflege ich oft Kontakt zu afrikanischen Frauen, mit denen ich verschiedenen Aktivitäten nachgehe. Eine unter ihnen zählt sich zur Mehrheitsreligion. Ich konnte mit ihr bereits Gespräche über den Glauben führen und bete jetzt, dass auch sie die Liebe Gottes erfahren kann.

Was mir immer besonders Freude bereitet, ist die persönliche Begleitung von Mitarbeitern. Ich empfinde es als Vorrecht, in vorwiegend junge Menschen investieren zu dürfen, sei es auf beruflicher, zwischenmenschlicher oder geistlicher Ebene.

MEIER, Annelies MURI AG, SCHWEIZ / BEMBÉRÉKÉ, BENIN • Aktiver Ruhestand, Kurzeinsatz in Benin Ein junger Praktikant läuft mir in den mit wartenden Patienten überfüllten Spitalgängen nach: „Sind Sie Ganigui?“ „Ja, das bin ich.“ „Mama Louise will unbedingt, dass ich Sie treffe. Erinnern Sie sich an Lydie und ihren Mann Mora?“ „Oh ja, sehr gut!“ „Ich bin ihr Sohn Josué“. Mit Staunen und freudiger Überraschung begrüsse ich mein Gegenüber. In meinen Gedanken dreht sich das Rad der Zeit um 20 Jahre zurück. Auch damals waren in Bembéréké die Gänge mit wartenden Patienten überfüllt gewesen. Ich hatte versucht, im Stationszimmer die dringendsten Verordnungen zu delegieren, damit die Notfallmedikamente möglichst rasch verabreicht werden konnten. Da stürmte Lydie herein und legte mir ihr Frühgeburtchen, das nicht mehr atmete, in die Arme. Mehr als einmal beatmeten wir den winzig kleinen Josué. Oft lag er dann, in viele bunte Tücher gewickelt, auf unserem Schreibtisch. Es war wichtig, rasch eingreifen zu können, sobald seine Atmung wieder aussetzte. Josué als jungen Pfleger in Ausbildung während meines diesjährigen Kurzeinsatzes zu treffen, war ein richtig ermutigendes Erlebnis. Dankbar beobachtete ich, wie er einem bewusstlosen Kleinkind eine Infusion steckte und die Malaria-behandlung begann. Es war auch gut, mit meinem Nachfolger Planungsarbeiten für die Pflege-Ausbildung der 25 jungen Leute machen zu können.


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CORADI, Sibylle JOHANNESBURG, SÜDAFRIKA • Pflegefachfrau, HIV-Aids-Arbeit, Palliativ-Pflege im Hospiz, Familienarbeit Wir sind sehr dankbar, dass der Anbau und die Vergrösserung unseres Hospizes erfolgreich abgeschlossen sind. Uns stehen damit dringend benötigte Betten für kranke Kinder zur Verfügung. Leider sind wir in der ganzen Provinz die einzige derartige medizinische Einrichtung für Kinder, dementsprechend gross ist die Nachfrage. Die Familienarbeit und die Nachbetreuung der Kinder sind zu wichtigen Aspekten unserer Arbeit geworden. Sie ermöglichen uns, die Kinder und ihre Angehörigen auch nach der Genesung weiter zu begleiten und mit ihnen ein Stück Weg zu gehen. Oft haben die Kinder schwerwiegende Krankheitsverläufe hinter sich. Da erweisen sich die Hausbesuche als wichtige Instrumente, um künftigen Komplikationen vorzubeugen.

WIELAND, Martin & Susana mit Natanael, Mateo, Catarina und Timeo LIMA, PERU • Martin: Gemeindearbeit in den Armenvierteln • Susana: Projektmanagerin Patchwork Projekt Lima Martin: Mir bereitet es viel Freude, den Pastoren im Elendsviertel mit meinen Gaben zu dienen. Pastor Saul und seine Ehefrau Klara kenne ich seit bald drei Jahren. In ihrer Gemeinde konnte ich in dieser Zeit immer mal wieder predigen. Ich predige gerne, am liebsten zum Themenkreis Kindererziehung. Pastor Saul schätzt meine Gedankenanstösse sehr. Er ist für mich eine grosse Ermutigung. Nach meiner letzten Predigt hat er aus eigener Initiative den Themenkreis der zwischenmenschlichen Beziehungen mit der Dimension unserer Jesus-Nachfolge verbunden. Ich war verblüfft über diese Fähigkeit! Er stellte auch die Verbindung zu zwei Männern in seiner Gemeinde her, mit denen ich Seelsorgegespräche führen konnte, als praktischer Teil meiner Ausbildung in therapeutischer Seelsorge. Cesar und Reginaldo fanden die Gespräche sehr bereichernd und interessieren sich nun selbst für diesen Kurs. Susana: Wir haben mit einer neuen Näherinnen-Gruppe begonnen. Alle vier Frauen kommen aus sehr ärmlichen Verhältnissen, zum Teil sind sie Analphabetinnen. Ich freue mich sehr, dass sie die Gelegenheit wahrgenommen haben und jede Woche treu in der Nähwerkstatt erschienen sind. Sie sind immer noch fleissig am Lernen. Auffallend ist immer wieder, wie niedergeschlagen sie ankommen. Doch nach ein paar Stunden - weg von ihrem Alltag und ihrer Realität – schöpfen sie wieder Hoffnung, und wir können ihnen sogar ein Lächeln entzaubern. Unser Auftrag ist es, sie zu ermutigen und ihnen, so gut wir können, die Nähtechnik beizubringen. Gottes Wort steht immer im Mittelpunkt. Unser grösster Wunsch ist, dass sie zu treuen Nachfolgerinnen Jesu werden. Die Frauen, die schon länger in die Nähwerkstatt kommen, habe ich dieses Jahr aufgefordert, an einer Schulung teilzunehmen. Das Thema war: „Mein eigenes Kleinunternehmen“. Die Frauen können zwar schon sehr gut nähen, jedoch fehlen ihnen das nötige Wissen und der Mut, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Noch ist das für sie eine sehr grosse Hürde, aber ich bin zuversichtlich: Wenn wir sie gut begleiten, können sie es schaffen, ihr eigenes kleines Nähatelier zu gründen.

…Mitarbeiter

ZIVILDIENST Benin SCHINDLER Dan Bolivien CAVEGN Manuel Burkina Faso SPOERRY Emmanuel Mexico LEHMANN Jeremias Paraguay KLEGER Pablo Sambia HERREN Michael

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Berichte der…

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GIGANDET, Stéphane & Myriam OUGADOUGOU, BURKINA FASO • Arbeit unter Mädchen von der Stasse

AEBI, Walter & Bonnie NIAMEY, NIGER / USA • Arbeit unter Tamjaq, Bibelunterricht, Mitarbeiterschulung

In diesem Jahr wurde das Projekt MART1 offiziell als SIM-Projekt angenommen. Damit war ein weiterer Meilenstein für unsere Arbeit erreicht – ein Grund zur Dankbarkeit! Nach vielem Hin und Her und manchen Verhandlungen konnten wir schliesslich auch ein Grundstück für das geplante Zentrum erwerben. Das erste Gebäude steht bereits und die Wasserversorgung mittels einer Brunnenbohrung auf dem Gelände ist in Aussicht. Mit der Hilfe von professionellen Sozialarbeitern in Ouagadougou konnte die Arbeitsweise des Projektes abgeklärt werden. Wir betreuten auch weiterhin regelmässig die Arbeit des Zentrums für randständige Frauen, wo wir in unserem Aufenthalt von 2006 bis 2008 mitgearbeitet hatten. Die Wirklichkeit und die komplexen Verhältnisse der randständigen Frauen sind nur sehr schwer in wenigen Sätzen zu beschreiben. Auf jeden Fall sind wir Zeugen verschiedener Wunder geworden: Junge Frauen sind nach ihrem Aufenthalt bei uns ausgezogen und haben ein kleines Gewerbe aufbauen können, andere fanden zu ihren Eltern zurück. Sie haben sich bei uns verschiedene Kenntnisse aneignen können: Lesen, Schreiben und Rechnen, Grundlagen der wirtschaftlichen Zusammenhänge, Eltern-Kind-Beziehung, das Kochen lokaler Gerichte. Gleichzeitig haben sie Gottes Wort kennengelernt, und einige der jungen Frauen haben es gewagt, Christus ihr Leben anzuvertrauen.

„Kannst du dich noch an mich erinnern?“ fragte der Waisenhausdirektor Walter während eines Besuches. Welch eine Ermutigung zu erfahren, dass dieser Mann die Frucht eines evangelistischen Einsatzes ist, der 15 Jahre zurückliegt. Damals hatten wir mit der Musikgruppe Peniel eine Stadt im Landesinneren besucht. Dieser Mann hatte sich Jesus zugekehrt und daraufhin eine Pastorenausbildung begonnen. Heute liegt ihm und seiner Frau die Arbeit unter Kindern in Not auf dem Herzen. Eines unserer Ziele für das Jahr war, durch eine Umfrage unter Tamajaq-Leuten herauszufinden, was in ihrer Kultur Weisheit bedeutet. „Woran erkennt man eine weise Person?“ Eine Antwort lautete: „Ein weiser Mensch erkennt die Not der Leute und findet eine Lösung, um den Problemen zu begegnen.“ Walter hat Gott gebeten, ihm zu helfen, diese Weisheit umzusetzen. Er hat einer Familie geholfen, dass sie ihre Kinder an eine Schule schicken können, an der biblische Werte vermittelt werden. Er konnte Freunden helfen, die Probleme mit ihrer Gesundheit oder in ihrem Beruf hatten. Er hat das Evangelium mittels Medien, Predigten, Unterricht oder persönlichem Zeugnis weitergeben können. Wir beten, dass durch das mündliche und praktische Zeugnis Familien berührt wurden und sie dem Reich Gottes näher kommen. Vorübergehend sind wir in den USA stationiert, damit Bonnie sich um ihre 94-jährige Mutter kümmern kann, während Walter sporadisch Reisen in den Niger unternimmt. Walter wurde im Dezember offiziell zum Pastor ordiniert. Wir sind Gott für diesen wichtigen Schritt dankbar und beten, dass wir dadurch in unserem Dienst noch effizienter sein können.

WALDER, Ernst & Elisabeth LIMA, PERU

• Elisabeth: Seelsorgekurse • Ernst: Unterricht an der SEL2, Leitung der Korrespondenzkurse ETE3

Elisabeth: Elisabeth ist voll und ganz im Seelsorge-Programm engagiert. Den Kursen in Peru liegen die ICL4-Kurse zu Grunde, und diese Form der Seelsorge ist für Peru absolut neu. Bisher ging der Seelsorge Suchende zum Pfarrer, schilderte ihm sein Problem, und der Pfarrer hielt ihm einen Vortrag mit allerlei Anweisungen, die der Betroffene befolgen sollte. Die neue Form der Seelsorge, bei der man angeleitet wird, unter Leitung des Heiligen Geistes über sich selber nachzudenken und zu eigenen Schlussfolgerungen zu kommen, ist für viele sehr befreiend. Ein uns bekanntes Ehepaar hatte über Jahre hinweg viele Schwierigkeiten, weil der Ehemann mit psychischen Problemen behaftet war. Als die Frau die Seelsorgekurse besuchte und sich über ihr Verhalten klar wurde und anfing, dieses zu verändern, stellte sie plötzlich fest, dass ihr Mann viele der psychischen Schwierigkeiten verlor. Getraute er sich vorher kaum weg von zuhause, so können die beiden nun sogar wieder ins Ausland reisen. Ernst: Am Weihnachtstag flogen Elisabeth und ich zur Hochzeit von

Samuel. Samuel war vor ein paar Jahren mein Student. Als mir Gott eines Tages eingab, ihn zu fragen, wie es ihm gehe, antwortete er mir: „Gut“. Am Tag darauf klopfte er aber wieder an meiner Tür, und da brach sein ganzes Elend aus ihm heraus. Bevor er sich bekehrt hatte und ans SEL* kam, hatte er ein richtiges Lasterleben geführt. Jetzt, nach vier Jahren Theologiestudium, hatte er wieder angefangen, auf diese „schiefe Bahn“ zu geraten und wusste nicht, wie er das ändern konnte. Es folgten viele Gespräche, mit Auf und Ab, Niederlagen und Siegen, aber immer mehr wurde Gottes Kraft stärker in ihm. Vor zwei Jahren schloss er sein Studium ab und ist nun Pfarrer in einer winzig kleinen Gemeinde in der Abgeschiedenheit des Urwalds, eine Boots-Tagesreise von der nächsten Stadt entfernt. So bin ich als Lehrer an der Universität nicht nur als Dozent tätig, sondern habe auch immer wieder die Gelegenheit, einzelne Studenten in ihrem Glaubensleben zu begleiten.

MART = Maison d’Accueil et de Réinsertion par le Travail, 2SEL= Seminario Evangélico de Lima, 3ETE= Educación Teologélico por Extensión, ICL= Institut für christliche Lebens- und Eheberatung

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…Mitarbeiter

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GERBER, Martin & Marianne MEKELE, ÄTHIOPIEN / BREITENBACH, SCHWEIZ • Theologischer Unterricht, Mitarbeit im Jugendzentrum

Corinne COLUMBIA, SOUTH CAROLINA, USA • Weiterbildung, Studium

Nach einem guten Jahr in der Schweiz konnten wir von Mitte Februar bis Anfang Mai ein zweites Mal in den Norden Äthiopiens, nach Mekele, reisen. Wieder unterrichtete Martin dort Hebräisch und Griechisch am Theologischen Seminar der Äthiopisch-orthodoxen Tewahedo-Kirche, während Marianne vor allem im Jugendzentrum mithalf, neben dem wir wohnten. An die Veränderungen im Team gewöhnten wir uns schnell. Die 50-tägige Fastenzeit bis Ostern, in der wir vor allem auswärts auf tierische Nahrung verzichteten, war etwas schwieriger. So warteten wir auch nicht bis 15 Uhr mit Essen und Trinken, wie es von den Äthiopiern erwartet wurde. Wegen der Festtage fiel so viel Unterricht aus, dass Martin die gesteckten Ziele nicht erreichte. Dafür kümmerte er sich mit Marianne um einen neuen Farbanstrich der Unterkunft. Der zweite, nun vertieftere Blick in die äthiopische Kultur führte zu einer gewissen Ernüchterung – ein Kontrast zum ersten Aufenthalt. Wir bewundern alle, die jahrelang darin leben. Weil Martin nun zu 100 Prozent arbeitet, wird es uns vorerst nicht möglich sein, einen weiteren Einsatz ins Auge zu fassen.

2014 war erneut geprägt von unzähligen Stunden im Schulzimmer, in der Bibliothek und an meinem Arbeitstisch. Es galt, Dutzende von Bücher zu lesen und deren Inhalt in Ausarbeitungen zu verwerten, Fallbeispiele zu analysieren, um die richtige Diagnose und einen passenden Therapieplan zu erstellen, und sich mit der biblischen Sicht von Psychotherapie und Seelsorge auseinanderzusetzen. Seit August wird mein Wissen auf Herz und Nieren getestet: Ich arbeite zwei Tage pro Woche in einer psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene. In Gruppentherapien können sich die Menschen über ihre Erlebnisse, Nöte, Probleme und Leiden austauschen, werden herausgefordert, neue Wege zu gehen und andere Verhalten auszuprobieren. Jeder Tag ist komplett anders, die Themenstellungen ändern sich mit den unterschiedlichen Klienten, aber eines bleibt gleich: Die Zerbrochenheit der Menschen, die unfassbare Not und die tiefe Sehnsucht nach Heilung, Veränderung und Hoffnung. Da es eine säkulare Klinik ist, lerne ich, wie ich die Hoffnung des Evangeliums leben kann, ohne stets die Sprache der Bibel zu gebrauchen. Ich vertraue darauf, dass der Heilige Geist in jedem Leben am Wirken ist und die Klienten auf sich aufmerksam macht. Es ist sehr bereichernd, mit Menschen in emotionaler Not zu arbeiten, und Gott gebraucht diese Erfahrungen, um mich auf meinen zukünftigen Dienst vorzubereiten.

SOMMER, Joël & Marianne ABIDJAN, CÔTE D'IVOIRE • Joël: Direktor SIM-Côte d‘Ivoire, Unterricht in Theologie und Missiologie

• Marianne: Werk- und Malunterricht, Weiterbildung von Lehrkräften, Entwicklung von christlichen Schulprogrammen

Joël: Als Direktor fällt mir die Aufgabe zu, die SIM-Mitarbeiter in den bestehenden Arbeitszweigen zu begleiten. Unser kleines Team von Missionaren hat im vergangenen Jahr eine Vision für die nächsten fünf Jahre entwickelt, wobei die bestehenden Arbeitszweige miteinbezogen wurden. Wir streben eine Vernetzung der verschiedenen Gebiete an und möchten Synergien mehr nutzen. Das Unterrichten von Pastoren macht mir richtiggehend Spass. Aktuelle Themen in der Bibel wiederzufinden, den Bibeltexten auf den Grund zu gehen und den oft hitzigen Austausch unter den Studenten in einer guten Art zu fördern, ist mir ein grosses Anliegen. Kürzlich bin ich einer meiner ehemaligen Studentinnen zusammen mit ihrem Ehemann in ihrem neuen Einsatzort im Landesinnern begegnet. Wie mutig sie sich als junges Pastorenehepaar in einem eher feindlich gesinnten Umfeld ihrer Arbeit stellen, hat mich in meiner eigenen Arbeit bestätigt.

Marianne: Meine praktischen Erfahrungen in einem afrikanischen Schulzimmer eigne ich mir immer wieder im Werk- und Malunterricht in zwei Waisenhäusern an, wo ich mit einem Team von jungen, motivierten Christen Waisenkinder mit dem Evangelium bekannt mache. Diese Erfahrungen helfen mir in der Entwicklung von christlichen Schulprogrammen für den Kindergarten und die Unterstufe. In einer Pilotschule in San Pedro, im Südwesten des Landes, sind so ein kleiner Kindergarten und eine erste Klasse entstanden. Ich begleite die Lehrkräfte in ihrem Schulalltag und helfe mit bei Lehrerfortbildungen. Bei der Auswertung von einem der Fortbildungsseminare erklärte eine junge Teilnehmerin: „Diese Weiterbildung hat mir nicht nur für die Schule weitergeholfen, sie war gleichzeitig Heilung von meiner Vergangenheit und Therapie für mein Herz!“ Was will man noch mehr?


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Projekte

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Weitere Unterstützung für folgende Projekte: ASIEN Heim für gefährdete Frauen ÄTHIOPIEN Jugendzentrum BENIN Bibelschulen Mädchenschule Nikki Mädcheninternat Bembereke Jugendlager Ditamarri Literatur Witwen BOLIVIEN Centro El Alfarero, Santa Cruz Sauberes Trinkwasser Quechua Radio BURKINA FASO Gesundheitszentrum Centre Artisanal Witwen CÔTE D‘IVOIRE Radio Fréquence Vie KENIA Motivation zur Evangelisation Ark School Bauprojekt SIMPact Praktikums-Programm LIBERIA ELWA Ausbildung Pflegepersonal ELWA Radio NAMIBIA Resource & Skill Centre NIGER Mediz. Zentrum, Danja Fulani Radio Foyer Evangélique Universitaire Bibelübersetzung für Tamajaq Christliche Schulen NIGERIA Menschen von der Straße PAKISTAN Hilfe für Flutopfer PERU Patchwork-Projekt Arbeit unter Kindern PHILLIPINEN Ausbildung von Mitarbeitern SAMBIA Spital Mukinge SCHWEIZ Starthilfe-Programm SENEGAL Schulbildungsprojekt SÜDSUDAN Sauberes Trinkwasser Schulbildungsprojekt URUGUAY Ausbildung von Jugendmitarbeitern

43 verschiedene Durch die Mithilfe vieler Sponsoren konnte die SIM-Schweiz im Kalenderjahr 2013 Projekte unterstützen und konkrete Nothilfe leisten.

CHF 40‘500

Ebola-Krise, Liberia

CHF 24‘900 Med. Zentrum Mahadaga, Burkina Faso

CHF 17‘000

Spital Galmi, Niger

CHF 45‘900 Christliche Radiosendungen, Benin

CHF 35‘000

Taifun Haiyan, Phillipinen Überschwemmung, Niger

CHF 16‘000 Spital Bembereke, Benin

CHF 63‘700

Behindertenzentrum Mahadaga, Burkina Faso

CHF 12‘600 Zentrum für Mädchen von der Straße (M.A.R.T.)


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EINNAHMEN

2013/2014

Eingänge für Mitarbeiter   Mitarbeiter Ausland   Mitarbeiter Heimatzentrale

1.593.700 1.288.900

213.800

180.200

673.200 53.400 93.200 2.413.500

2013/2014

Mitarbeiter   Mitarbeiter Ausland   Mitarbeiter Heimatzentrale

1.469.100

1.379.900

Projekte & Dienste Dienstleistungen & Diverse Spenden für SIM-Schweiz Total Einahmen

AUSGABEN

2012/13

753.000 84.600 87.500 2.393.700

1.339.500

1.202.400

280.300

265.100

710.000 146.400

709.700 140.500

40.200

39.200

Öffentlichkeitsarbeit

38.500

39.100

Sozialbeiträge Heimatbüropers.

67.700

62.200

-42.500 -20.200 2.413.500

EINNAHMEN n  Dienstleistungen & Diverse (2%) n  Spenden für SIM-Schweiz (4%)

1.467.500

Allg. Betriebskosten

Fonds-Zuweisungen Resultat Total Ausgaben

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2012/13

1.619.800

Projekte & Dienste Heimatzentrale

Finanzbericht

n  Mitarbeiter Ausland (57%) n  Mitarbeiter Heimatzentrale (9%) n  Projekte & Dienste (28%)

AUSGABEN 83.800 -7.800 2.393.700

n  Allg. Betriebskosten (2%) n  Solzialbeiträge Heimatbüropers. (3%) n  Öffentlichkeitsarbeit (+2%) n  Fonds-Zuweisungen (–2%)

BILANZ per 30.09.2014 Aktiven Liquide Mittel Vorauszahlungen Immobilien und Mobilien Total Aktiven Passiven Eigenkapital Anfang Periode Fonds für Projekte Fonds für Missionare Ergebnis Total Passiven Eigenkapital Ende Periode Angehäuftes Defizit:

2013/2014 1.194.000 -117.900 638.400 1.714.500 2013/2014

2012/13 1.341.400 -68.500 641.900 1.914.800 2012/13

734.000 210.700 790.000 -20.200 1.714.500

741.800 209.700 971.100 -7.800 1.914.800

713.800

734.000

-41.700

-21.500

n  Mitarbeiter Ausland (55%) n  Mitarbeiter Heimatzentrale (11%) n  Projekte & Dienste (29%)

Das Finanzjahr der SIM erstreckt sich vom 1. Oktober bis 30. September des folgenden Jahres. Die Buchhaltung wird nach der Norm GAAP FER 21 geführt und wurde von Herrn Andreas Bieri, SALDOR REVISIONS GMBH, geprüft. Die ausführliche Jahresrechnung mit Bilanz und der Revisionsbericht können auf unserer Homepage unter www.sim. ch/de/mitmachen/geben.html als PDF-Datei eingesehen werden.

SIM International (Suisse) hat den Ehrenkodex SEA unterzeichnet. Das Gütesiegel verpflichtet die Unterzeichner zu Transparenz in der Öffentlichkeitsarbeit, zu Lauterkeit in der Rechnungslegung und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ihrer Spende.


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Last but not least

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„Die Ernte ist gross, doch es sind nur wenig Arbeiter da. Bittet deshalb den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter auf sein Erntefeld schickt.“

Matth. 9,37-38

Liebe Missionsfreunde, für die SIM-Schweiz war das vergangene Jahr ein Jahr voller Veränderungen. Unser langjähriger Missionsleiter Walter Diem wurde zum Internationalen Vizedirektor der SIM für Europa und Westafrika berufen. Er koordiniert nun unter anderem die Ebola- und die Katastrophenhilfe. Walter Diem ist weiterhin sehr dankbar für alle Gebete. Wir sind sehr froh, dass Judith Jäggi bereit war, einzuspringen. Statt sich als Ärztin um Patienten in Afrika zu kümmern, leitete sie ein Jahr lang mit grossem Einsatz das Büro in Biel. Möge es ihr der Herr reich vergelten! Inzwischen lebt sich bereits der neue Missionsleiter, Leo Mutzner, in die vielfältigen Aufgaben des Heimatbüros ein. Er ist in Graubünden aufgewachsen. Nach dem seiner kaufmännischen Ausbildung folgte der Ruf an die Bibelschule Emmaüs. Dann arbeitete er 30 Jahre als Missionar und Prediger in Frankreich. Wir wünschen ihm ein gutes Einleben in Biel. Bei den Mitarbeitern im Heimatbüro beeindruckt mich immer wieder, dass sie, wie alle

Diese vielen Möglichkeiten erinnern mich an Jesus, der sagte: „Die Ernte ist gross, doch es sind nur wenig Arbeiter da. Bittet deshalb den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter auf sein Erntefeld schickt.“ (Matth. 9,37-38).

SIM-Missionare, von ihrem Freundeskreis getragen und finanziert werden. In der heutigen Zeit unterstützen viele Menschen ganz konkrete Projekte und Personen, die sie persönlich kennen, und spenden weniger allgemein für die Mission. So ist es häufig für die Mitarbeiter im Heimatbüro nicht einfach, ihre persönliche Unterstützung zu finden. Doch ihre vielseitigen Aufgaben sind wichtig, sie machen den Einsatz der anderen Mitarbeiter weltweit überhaupt erst möglich.

In diesem Sinn ist auch das SIM-Fest am 25. April gedacht. Es bietet Gelegenheit, verschiedene Mitarbeiter der SIM kennenzulernen, sich im Gebet zu engagieren oder selbst in die Mission zu gehen. Die SIM möchte weiter ein brauchbares Werkzeug in Gottes Hand sein.

Wer antwortet am Telefon, wenn jemand nach Sibirien will? Wer stellt alle offenen Stellen ins Internet? Wer verbucht täglich die Spenden und sorgt dafür, dass sie an den richtigen Ort kommen? Wer bereitet die Kandidaten auf die Herausforderungen in einer anderen Kultur vor?

Mit ganz herzlichen Grüssen

Dies und vieles mehr erledigen unsere Heimatmitarbeiter in Biel. Ihr seid super! Ganz herzlichen Dank! Ein weiteres wichtiges Anliegen ist, dass sich wieder mehr Mitarbeiter berufen lassen. Es gibt so viele offenen Türen weltweit. Schauen Sie doch einmal im Internet unter sim.ch oder mission.ch.

Herzlich willkommen! Generalversammlung 10.00 – 10.45 Uhr

Stefan Schmid, St-Légier Präsident SIM Schweiz


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SIM heute 2/2015 - Jahresbericht 2014 by SIM Schweiz - Suisse - Issuu