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OFFIZIELLES ORGAN VON K U N S T S T O F F. s w i s s
September / Oktober 2026
KUNSTSTOFF XTRA
DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR WERKSTOFFE – VERARBEITUNG – ANWENDUNG
SM RTEST FACTORY 12. – 16.10.2026 Halle A3, Stand 3101 Friedrichshafen, Deutschland
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The Power of Polymers Entwicklungs- und Analyselösungen
Polymerverarbeitung
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KUNSTSTOFF XTRA
EDITORIAL
Partnerschaften - Basis des Erfolgs Innovationen entstehen selten im stillen Kämmerlein – und noch seltener im Alleingang. Oft sind sie das Ergebnis starker Partnerschaften: mit Unternehmen, die die eigene Wertschöpfungskette ergänzen, oder mit Kunden, die von der ersten Idee bis zur Umsetzung gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Gerade in einem herausfordernden und anspruchsvollen Marktumfeld sind persönliche Kontakte mit Kunden und Partnern wichtiger denn je. Sie helfen, Bedürfnisse besser zu verstehen und gemeinsam zukunftsfähige, wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen für technische, aber auch regulatorische Anforderungen zu entwickeln. Die Faku-
AUTOMATION
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International
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ma ist eine geeignete Plattform, solche Lösungen zu präsentieren und schafft gleichzeitig die Gelegenheit, Partnerschaften zu pflegen und auszubauen. Im Jubiläumsjahr 2026 gilt das vielleicht mehr denn je. Die 30. Fakuma wartet mit einer Vielfalt von Veranstaltungen auf, die das eigentliche Messegeschehen ergänzen und dem persönlichen Austausch zusätzliche Impulse geben. Seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 1981 hat sich die internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung eindrucksvoll entwickelt. Damals präsentierten 76 Aussteller ihre Produkte und Lösungen, heute sind es rund 1600. Geblieben ist, was die Fakuma seit ihren Anfängen auszeichnet: die Bedeutung des persönlichen Austauschs und eine familiäre Atmosphäre, die von Ausstellern und Besuchern immer wieder hervorgehoben wird. Zum Jubiläum gibt es zudem gleich zwei Premieren. Erstmals wird die Paul-Eberhard-Schall-Medaille verliehen. Die Auszeichnung geht an ein Unternehmen, das in besonderer Weise mit der Fakuma verbunden ist und sich mit Innovationen in der Kunststoffverarbeitung einen Namen gemacht hat. Ebenfalls zum ersten Mal vergeben wird der «Fakuma Innovation Award 2026». Mit diesem Wettbewerb möchte der Messeveranstalter Innovationen fördern und Zukunftsideen eine geeignete Plattform bieten. (Mehr über die Fakuma, ihre Aussteller und die weiteren Highlights des Jubiläums erfahren Sie auf den folgenden Seiten.) Wer noch kein Ticket hat, erhält mit nebenstehendem QR-Code einen kostenlosen Eintritt für die Fakuma. Besuchen Sie das KunststoffXtra-Team beim Swiss Pavilion, Stand B4-4103.
Fa k u m a 2 0 2 6 12. – 16. Oktober Friedrichshafen Besuchen Sie uns am GRAFE-Stand
Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Messe.
Halle A4, Stand 4108 Marianne Flury, Redaktorin m.flury@sigimedia.ch 9–10/2026
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KUNSTSTOFF XTRA
INHALTSVERZEICHNIS
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FOKUS 30. Fakuma 2026
WERKZEUG-/ FORMENBAU Längere Standzeiten für Formen und Werkzeuge
Von Montag, 12. Oktober, bis Freitag, 16. Oktober 2026, treffen sich Aussteller und Fachbesucher der kunststoffverarbeitenden Industrie zu einem facettenreichen Event in Friedrichshafen.
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VERARBEITUNG
Im Werkzeug-, Formen- und Modellbau zählen Standzeit, Kosten und Verfügbarkeit zu den wichtigsten Faktoren. LMD und EHLA eröffnen hier neue Wege.
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Wago realisiert Zukunftsprojekt
Leichter Wachstumskurs
Im April dieses Jahres konnte Wago, Spezialist für elektrotechnische Verbindungen, eine neue Produktionshalle in Domdidier in Betrieb nehmen.
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ADDITIVE FERTIGUNG Praxisnahe Erfahrungn mit 3D-Druck Werkzeugeinsätzen
Ein Beispiel zeigt: Die Kombination additiver Fertigung mit dem Spritzgiessen eröffnet neue Möglichkeiten für die schnelle und wirtschaftliche Bauteilentwicklung.
IMPRESSUM
KUNSTSTOFF XTRA Die Fachzeitschrift für Werkstoffe – Verarbeitung – Anwendung
www.kunststoffxtra.com Erscheinungsweise 7 × jährlich Jahrgang 16. Jahrgang (2026) Druckauflage 3500 Exemplare ISSN-Nummer 1664-3933 Verlagsleitung Thomas Füglistaler
2
MASCHINEN/ PERIPHERIE
Herausgeber/Verlag SIGImedia AG Alte Bahnhofstrasse 9a CH-5610 Wohlen +41 56 619 52 52 info@sigimedia.ch www.sigimedia.ch www.kunststoffxtra.com
Anzeigenverkauf SIGImedia AG Jörg Signer Thomas Füglistaler Alte Bahnhofstrasse 9a CH-5610 Wohlen +41 56 619 52 52 info@sigimedia.ch
Der europäische Spritzgiessmaschinenbau steht unter Druck: Arburg-CEO Volker Nilles setzt deshalb auf innovative Systemlösungen, Internationalisierung und die Smart Factory.
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CIRCULAR ECONOMY Kunststoffe fit für 2050 machen
Der Bedarf an Kunststoffen nimmt weiter zu und damit auch die Auswirkungen auf Klima und Gesundheit. Was ist also zu tun, um bis 2050 kreislauffähige Kunststoffe zu haben?.
Vorstufe Triner Media + Print Schmiedgasse 7 CH-6431 Schwyz +41 41 819 08 10 beratung@triner.ch www.triner.ch
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Redaktion Raphael Hegglin +41 56 619 52 52 r.hegglin@sigimedia.ch
Copyright Zur Veröffentlichung angenommene Originalartikel gehen in das ausschliessliche Verlagsrecht der SIGImedia AG über. Nachdruck, fotomechanische Vervielfältigung, Einspeicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Wiedergabe durch elektronische Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen.
Marianne Flury (Senior Editor) +41 32 623 90 17 m.flury@sigimedia.ch
Copyright 2026 by SIGImedia AG, CH-5610 Wohlen
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INHALTSVERZEICHNIS
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ZUSATZSTOFFE Bei Rezyklaten zählt Rezepturkompetenzt
Pilatus erweitert Einsatzbereich von Composites
Mit Cycolen erweitert Grafe Blankenhain sein Portfolio um eine neue Produktmarke für Masterbatches, die speziell zur Einfärbung recycelter Polymere Anwendung finden.
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Mit dem neuen markanten Gebäude «Schwarzhorn» nimmt Pilatus im Kanton Nidwalden ein hochmodernes Composite-Kompetenzzentrum offiziell in Betrieb.
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OUT OF THE BOX Materielle Realität
VERANSTALTUNGEN Erfolg entsteht durch Partnerschaften
Wer über die Zukunft sprechen will, muss über Materialien sprechen. Ein Blick in das Buch «Wie die Welt wirklich funktioniert» zeigt, wie sehr unsere Welt auf vier Grundstoffe angewiesen ist.
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WIRTSCHAFT
Am 4. September 2026 feierte die Krauss-Maffei (Schweiz) AG in Rotkreuz zusammen mit Kunden und Geschäftspartnern das 30-Jahr-Jubiläum.
FORSCHUNG/ ENTWICKLUNG
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AUS DER BRANCHE
PFAS entfernen
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PUBLIREPORTAGE UND PRODUKTE
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LIEFERANTEN VERZEICHNIS
Smart, smarter, am smartesten!
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ZUM TITELBILD
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Ein Forschungsteam hat ein Verfahren entwickelt, das PFAS mithilfe funktionalisierter magnetischer Nanopartikel effizient aus Wasser entfernt.
DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR WERKSTOFFE – VERARBEITUNG – ANWENDUNG
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Auf der Fakuma 2026 präsentiert sich ARBURG
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Fokus
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30. Fakuma 2026
Hotspot Friedrichshafen Von Montag, 12. Oktober, bis Freitag, 16. Oktober 2026, treffen sich Aussteller und Fachbesucher der kunststoffverarbeitenden Industrie zu einem facettenreichen und lebendigen Herbst-Event in Friedrichshafen. Neben neuen Produkten und Lösungen gibt es diverse Rahmenveranstaltungen.
Die Fakuma gilt als Schaufenster, das die ganze Welt der Kunststoffe zeigt – von der Spritzgiess-, Umform- und Extrusionstechnik über 3D-Drucktechnik, Masterbatches, Werk- und Rohstoffen bis hin zu Werkzeugen, Prozesstechnik und Recycling. Ihre Spitzenstellung für den europäischen Markt macht die Fakuma zu einem wichtigen Branchenevent für alle Unternehmen, die Kunststoff verarbeiten und vertreiben.
Stärken stärken, Resilienz festigen Auch die Fakuma 2026 wird eine einmalige Plattform für Kommunikation, Diskussionen, Wissensvermittlung, Auszeichnungen und Karriereplanung. Zum dritten Mal gehört der «Round Table zur Fakuma» zum festen Programm. In diesem Jahr dreht sich die Diskussion um das Thema «Die Stärken stärken – wie festigt die europäische Kunststoffindustrie ihre Resilienz?» Eine hochkarätig besetzte Expertenrunde erörtert Wege in eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft. Dies können beispielsweise stabilere Kostenstrukturen, weniger Abhängigkeit von volatilen Rohölmärkten und ein konsequenter Umstieg auf Kreislaufwirtschaft sein. Ökonomische Randbedingungen, ökologische Notwendigkeiten und soziale Herausforderungen sind miteinander in Einklang zu bringen. Die moderierte Diskussionsrunde spricht über konkrete Massnahmen in Entwicklung, Produktion und Administration.
Premiere des «Fakuma Innovation Award» Die Fakuma feiert in diesem Jahr ihr 30. Jubiläum und hat Grund genug, an die Entwicklung der Erfolgsmesse zu erinnern; sie startete 1981 mit 76 Erstausstellern und ist kontinuierlich zur bedeutenden europäischen Plattform für die Kunststoffver4
Die Fakuma gilt als Schaufenster, das die ganze Welt der Kunststoffe zeigt.
arbeitung avanciert. Vor allem deshalb gilt das zentrale Augenmerk der Zukunft und neuen Lösungen, mit denen die Branche bestehende Herausforderungen meistern kann. Wegweisende Impulse in technologischer, ökologischer und wirtschaftlicher Hinsicht wird der erste Fakuma Innovation Award setzen, den der Messeveranstalter in Kooperation mit dem Fachmedium K-Zeitung ins Leben gerufen hat. Mit diesem Award erhalten Unternehmen eine internationale Bühne, um einem interessierten Fachpublikum Top-Neuheiten zu präsentieren und Innovationskraft sichtbar zu machen. Bewerber konnten ihre Projekte bis zum 6. September in einer der sechs Kategorien Spritzguss, Extrusion, Recycling, Werkzeug- und Formenbau / Thermoformen, Compounding und Werkstoffe sowie Enabler der Kunststofftechnik (Peripherie) einreichen. Damit spiegelt der Wettbewerb die gesamte Wertschöpfungskette der Kunststofftechnik wider – vom Material über den Verarbeitungsprozess bis hin zu unterstützenden Technologien. Eine wichtige Teilnahmebedingung ist, dass das Bewerbungsprojekt live auf der Fakuma 2026
gezeigt werden kann – egal, ob als Serienprodukt, als funktionsfähiger Prototyp oder als live demonstrierte Technologie. Alle Einreichungen werden von einer unabhängigen Fachjury gesichtet und bewertet. Am ersten Messetag werden die Gewinner feierlich ausgezeichnet.
Start-up-Area Zur bewährten Tradition der Fakuma gehört auch die Präsentation von Start-up-Unternehmen. Der Messeveranstalter ermöglicht es jungen Unternehmen dank eines attraktiven «Rundum-Sorglos-Pakets», sich und ihre Lösungen für die Kunststoffverarbeitung vorzustellen. Wer neue Ideen und Produkte mit Bezug zur industriellen Kunststoffverarbeitung hat, ist dazu eingeladen, sich den fachkundigen Messebesuchern bekannt zu machen. Eine Teilnahme ist von grossem Nutzen für noch unbekannte junge Unternehmen, die von der hohen Internationalität der Fakuma und einer beachtlichen Reichweite profitieren.
Karriere-Freitag – Signal für die Nachwuchsgewinnung Lust auf eine berufliche Zukunft in der Kunststoffverarbeitung macht auch in diesem Jahr 9–10/2026
Fokus
KUNSTSTOFF XTRA
Global presence Branches Distributors
Temperature control in perfection – Swiss made Headquarters and production Switzerland
Messe Friedrichshafen, Veranstaltungsort der Fakuma (Bilder: P.E. Schall)
wieder die Kampagne «Mold your dreams, mold your future». Der Messeveranstalter organisiert gemeinsam mit den Messebeiräten und Plastics Europe Deutschland am 16. Oktober 2026 erneut den Karriere-Freitag, zu dem alle interessierten Schüler, Studierende und Berufseinsteiger eingeladen sind. Sie erhalten im Rahmen der Kampagne vielfältige Möglichkeiten, um die Kunststoffbranche zu erleben. So können junge Menschen Kontakte knüpfen und praxisnahe Einblicke in eine der innovationsstärksten Industrien Europas erhalten. Internationale Aussteller öffnen ihre Messestände für exklusive Aktionen, informieren über moderne Fertigungstechnologien und zeigen konkrete Wege für den Einstieg in die Branche auf. «Die Jubiläums-Fakuma wird alle Aussteller und Besucher mit einem ausserordentlichen Rahmenprogramm begeistern», kündigt Bettina Schall, Geschäftsführerin des Messeunternehmens P. E. Schall, an. «Der Innovation Award unterstützt Leistung und Innovation,
Die Fakuma auf einen Blick Veranstaltungsort: Neue Messe, Friedrichshafen Datum: 12. bis 16. Oktober 2026 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.00 bis 17.00 Uhr Parken: messenah 10.00 Euro; messefern 8.00 Euro Veranstalter: P.E. Schall GmbH & Co. KG Gustav-Werner-Strasse 6 D-72636 Frickenhausen +49 7025 9206-0 www.schall-messen.de
die Karriere-Kampagne eröffnet neue Per spektiven, und die Start-up-Area wird uns mit wegweisenden Ideen überraschen», sagt die Messechefin. «Schliesslich werden wir auch in diesem Jahr aus der Round-TableDiskussion wieder viele wertvolle Gedanken gewinnen. Und nicht zuletzt werden wir aus Anlass der 30. Fakuma als Messeveranstalter erstmals die Paul-Eberhard-Schall-Medaille an ein Unternehmen vergeben, das wegweisend und prägend für die Branche wirkt.»
Die Welt der Kunststoffe am Bodensee Die Fakuma ist eine echte Arbeitsmesse – pragmatisch und praxisorientiert. Hier werden marktreife Innovationen präsentiert, die unmittelbar einen praktischen Nutzen im Betrieb bringen. Einmal mehr wird die diesjährige Messe Fachkommunikation, Diskussion und Wissensvermittlung zusammen mit der Ausstellung zu einem nutzbringenden Gesamtpaket verbinden. Der attraktive Standort in Friedrichshafen am Bodensee im Dreiländereck Deutschland-ÖsterreichSchweiz unterstreicht den Erlebnisaspekt des hochkarätigen Branchenevents. Denn die Familie der Kunststoffindustrie trifft in der Bodenseeregion auf hohe Lebens- und Aufenthaltsqualität sowie ein dichtes Netzwerk an Hochtechnologieunternehmen für viele Branchen. Aussteller, Fachbesucher und interessierte Gäste sind an allen fünf Messetagen jeweils von 9.00 bis 17.00 Uhr herzlich willkommen. Die Erreichbarkeit des Messestandorts wird unterstützt durch die Fluggesellschaft Air Uniqon (airuniqon.com), die nun auch den kompakten Flughafen Friedrichshafen (FDH) als Reiseziel anbietet. www.fakuma-messe.de
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Herbst-Highlight Fakuma 2026
Facettenreich und lebendig Die Fakuma hat ihren festen Platz im Terminkalender der Kunststoffbranche. Sie richtet den Blick auf die Zukunft und auf Lösungen, mit denen die Branche gegenwärtige und künftige Herausforderungen meistern kann. Auf den folgenden Seiten werden ein paar herausragende Produkte vorgestellt. Zudem äussern sich Führungskräfte der Branche über ihre Erwartungen an die Messe und wie sie dem Fachkräftemangel begegnen.
Vernetzte Produktion im Fokus Arburg rückt auf der Fakuma 2026 digitale Services und Software in den Mittelpunkt des Messeauftritts. Das Unternehmen zeigt in Friedrichshafen, wie sich Spritzgiesstechnik, Automation und digitale Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette verbinden lassen. Dazu präsentiert Arburg sechs Maschinen auf dem eigenen Stand und acht weitere auf Partnerständen. Eine zentrale Rolle spielt das Arburg Leitrechnersystem (ALS), das in diesem Jahr seit 40 Jahren besteht. Das modular aufgebaute MES soll künftig auch als Cloud-Modell verfügbar sein und lässt sich mit dem Kundenportal arburgXworld vernetzen. Dort stehen auch KI-gestützte Apps zur Verfügung. «Wir alle müssen unsere Zukunft aktiv formen und die Prozesse entlang der kompletten Wertschöpfungskette
Drei Fragen zur Fakuma Es ist nicht das erste Mal, dass eine Messe als Hoffnungsträger für eine Initialzündung der Geschäftstätigkeiten herbeigesehnt wird. Die Unternehmen stehen auf der Bremse, wenn es um Investitionen geht. Und wie steht es um die Fachkräfte? Diese sind trotz schleppender Konjunktur Mangelware. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, was führende Exponenten der Kunststoffbranche von der Fakuma erwarten, wo sie den Fokus setzen und welche Strategie
sie verfolgen, um die nötigen Fachkräfte an Bord zu holen und auch zu behalten.
hinsichtlich Performance und Effizienz kontinuierlich optimieren, um im Markt zu bestehen und wettbewerbsfähig zu bleiben», sagt Juliane Hehl, geschäftsführende Ge-
sellschafterin Global Marketing bei Arburg. Bei den Maschinenexponaten zeigt Arburg unter anderem zwei elektrische Allrounder Trend. Ein Allrounder 1800 e Trend produziert mit einem 64-fachWerkzeug LSR-Verschlüsse, ein Allrounder 1000 e Stecker-Bauteile für die Elektronik. Eine Turnkey-Anlage mit vertikalem Allrounder 475 V und Kuka-Sechs-AchsRoboter fertigt mittels In-Mould-Dekoration Cover für Funkschlüssel. Das Mikrospritzgiessen demonstriert ein elektrischer Allrounder 270 A mit vier jeweils 0,004 Gramm schweren Mikrofiltern. Die weiterentwickelte, digital vernetzte «NextGen Medical Solution» fertigt Injektoren-Pens nun auch aus Rezyklat. Laut Arburg sorgt dabei ein KI-gestütztes Software-Tool für gleichbleibend hohe Teilequalität. Eine Zwei-Komponenten-Anwendung mit einem Allrounder More 2000 und einem 32-fach-Werkzeug produziert zudem zweifarbige Dominosteine.
Der neue Standard von Arburg: der elektrische Allrounder 1800 e Trend
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1. Mit welchen Erwartungen gehen Sie an die Fakuma? 2. Was ist das Schwerpunktthema / Motto auf Ihrem Stand und wie decken Sie es ab? 3. Fachleute sind trotz schleppender Konjunktur Mangelware. Welchen Beitrag leistet Ihr Unternehmen b ezüglich Aus- und Weiterbildung, um dem Defizit zu begegnen?
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Fokus
Markus Hoffstadt Gebietsverkaufsleiter, Vertrieb Österreich, Schweiz und Ungarn bei ONI
Zu 1: Wir gehen mit grossen Erwartungen an die Fakuma, denn sie ist für uns eine zentrale Plattform für den direkten Austausch mit Kunden, Partnern und Fachbesuchern. Als ONI-Gruppe präsentieren wir uns mit einem neuen Standkonzept und zeigen die Breite unseres Portfolios sowie die intelligente Vernetzung unserer Lösungen. Im Fokus stehen für uns der persönliche Dialog, die Aufnahme aktueller Marktanforderungen
und die Entwicklung von Lösungen, die unseren Kunden auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten einen echten Mehrwert bieten. Ein besonderes Highlight ist die Präsentation unseres Prototyps ONI-AquaHeRO, mit dem wir unsere Innovationskraft und unsere Kompetenz im Bereich nachhaltiger Wasseraufbereitung unterstreichen. Zu 2: Im Mittelpunkt unseres Messeauftritts steht die ganzheitliche Versorgung von Produktions- und Gebäudetechnik mit dem Ziel, Energie, Ressourcen und Kosten nachhaltig zu reduzieren. Als ONI-Gruppe bündeln wir Kompetenzen in den Bereichen Kälte-, Klima-, Lüftungs- und Wärmetechnik, Prozesstemperierung, Wärmerückgewinnung, Energieeffizienz und Wasseraufbereitung. Auf der Fakuma zeigen wir, wie die intelligente Vernetzung dieser Technologien messbare Vorteile für kunststoffverarbeitende Unternehmen schafft. Zudem geben wir mit unserem Prototyp ONI-AquaHeRO einen Ausblick auf neue Möglichkeiten der
industriellen Wasseraufbereitung und nachhaltigen Ressourcennutzung. Zu 3: Der Fachkräftemangel ist für unsere Branche eine zentrale Herausforderung. Deshalb setzen wir konsequent auf die eigene Ausbildung und die langfristige Entwicklung von Nachwuchskräften. Mit einer praxisnahen Ausbildung, attraktiven Per spektiven und intensiver Betreuung schaffen wir die Grundlage für qualifizierte Fachkräfte von morgen. Die mehrfachen Auszeichnungen unserer Ausbildungsarbeit sowie die Erfolge unserer Auszubildenden auf Kammer-, Landes- und Bundesebene bestätigen diesen Weg. Besonders stolz sind wir darauf, dass einer unserer Auszubildenden in diesem Jahr Deutschland bei den WorldSkills, der Weltmeisterschaft der Berufe, vertritt. Ergänzend investieren wir kontinuierlich in Schulungs- und Weiterbildungsprogramme, um Fachwissen langfristig im Unternehmen zu sichern und weiterzuentwickeln.
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Wir pflegen zu jedem unserer Partner einen direkten Kontakt mit persönlichen Ansprechpartnern im Werk sowie vor Ort. Dabei stehen wir mit unserem technischen Know-how und der Expertise aus über 30 Jahren Farbentwicklung jederzeit zur Seite.
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Fokus
Präzision durch Thermomanagement Eine neu entwickelte variotherme Temperierung steht im Zentrum einer automatisierten Spritzgiesszelle, die Technotrans auf der Fakuma zeigt. Das gemeinsam mit Contura und CycleTemp entwickelte System Vario Gekko kombiniert konventionelle und variotherme Temperierung. Eine integrierte, getrennte Rücklaufführung macht zusätzliche externe Ventilstationen überflüssig. Laut technotrans ermöglicht das System schnelle Aufheiz- und Kühlzeiten sowie Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent. Die Anlage produziert transparente Spielkartenboxen aus Polycarbonat. Zwei Temperiergeräte der Baureihe Eco.Line regeln
OPC UA mit der Spritzgiessmaschine ausgetauscht. Ein Polarisationsfilter macht innere Spannungen der Bauteile sichtbar. «Ein hochproduktiver Fertigungsprozess entsteht heute durch die nahtlose Abstimmung aller Peripherie- und Maschi nenkomponenten», sagt Nicolai Küls, Geschäftsführer der Technotrans Solutions GmbH. Zudem setzt Technotrans bei zwei gezeigten Kältesystemen Propan (R290) ein. Nach Unternehmensangaben erfüllen diese daher bereits die verschärften Vorgaben der F-Gase-Verordnung. In der Schweiz ist technotrans vertreten durch die Ingenieurbureau Dr. Brehm AG in Rotkreuz.
Vario Gekko
ihre Pumpenleistung entsprechend dem Prozessbedarf. Daten werden über
Standard, inklusive smarte Funktionen Am Messestand von Engel fertigt die t-win 6500 mit einem 4 + 4-fach-Familienwerkzeug gleichzeitig vier Bügelkörper und vier Haken – beide Geometrien getrennt im Werkzeug. Ein Linearroboter viper 20 übernimmt die Entnahme der Teile und legt sie auf einem Förderband ab. Mit einer Zykluszeit von ca. 40 Sekunden erreicht die Anlage einen Ausstoss von rund 360 Kleiderbügeln pro Stunde. Die Wintec t-win 6500 ist auf hohe Produktionsmengen ausgelegt, ohne Kompromisse bei Qualität oder Budget. Der Aufbau ist standardnah, die Leistungswerte sind es nicht: kurze Zykluszeiten, hohe Reproduzierbarkeit und geringer Ausschuss zeichnen die Maschine gegenüber vergleichbaren Wettbewerbsprodukten aus.
Die t-win-6500-Zwei-Platten-Spritzgiessmaschine
Da die Aufspannplatte die Holme nicht berührt, arbeitet die Schliesseinheit nahezu verschleissfrei, präzise und schnell – bei steifer Mechanik und exzellenter Plattenparallelität. Auch die Einspritzeinheit ist auf Tempo und Effizienz getrimmt: Linearführungen sorgen für geringe Reibung,
Wir machen mehr aus Kunststoff
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niedrigen Energieverbrauch und hohe Genauigkeit bei Einspritzung und Staudruck. Die C3 Steuerung mit 15-Zoll-Full-HDTouchdisplay und One-Touch-Bedienung macht die Technik auch für angelerntes Personal intuitiv bedienbar. Auch in der Standardausführung profitieren Wintec-Kunden von den intelligenten Engel iQ-Assistenzsystemen. Herzstück ist iQ weight control: Das selbstregelnde System sorgt für ein konstantes Einspritzvolumen und damit für eine deutlich geringere Ausschussrate, höhere Produktivität sowie einen schnelleren Ramp-up nach Stillständen – unabhängig von schwankenden Umgebungsbedingungen.
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Carola Wirth Marketing Manager motan gmbh in Isny
Zu 1: Die Fakuma bringt die Branche, vorallem aus der DACH-Region, zusammen – und genau das macht sie für uns so besonders. Im Mittelpunkt stehen für uns der persönliche Austausch, inspirierende Gespräche und die Möglichkeit, unsere innovativen Produkte einem breiten Fachpublikum zu präsentieren. Die neuen Messetage dieses Jahr wer-
Renzo Davatz CEO Netstal
Zu 1: Ich gehe mit der Erwartung an die Fakuma, viele unserer Kunden persönlich zu treffen und gemeinsam Lösungen zu besprechen, welche unsere Industrie weiterentwickeln. Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden ist das zentrale Thema, und ich habe die Erwartung an mich und Netstal, dass wir darauf die besten Antworten haben. Zu 2: Bei uns wird eine hocheffiziente, vollelektrische Verschlussanwendung im Zentrum stehen. Erstmals zeigen wir eine Elion der neuen Generation mit 3200 kN Schliesskraft und dem neuen
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Fokus
den sicherlich zu einem höheren Anteil an relevanten Leads und zu weniger Leerlauf am Stand führen. Zu 2: Im Mittelpunkt unseres Messeauftritts steht das perfekt aufeinander abgestimmte Portfolio unserer beiden Produktmarken. Wir präsentieren Innovationen für unterschiedlichste Anwendungen und zeigen, wie sich die Stärken unserer Marken optimal ergänzen. Zu 3: Wir haben einiges für den Karriere-Freitag auf der Fakuma geplant und hoffen auf viele interessierte junge Talente auf unserem Stand. Wir nehmen regelmässig an Karrierebörsen und Veranstaltungen teil und haben gute Erfahrungen damit gemacht. Eine persönliche Begegnung mit unseren Studenten und Fachkräften ermöglicht einen praxisnahen Einblick in den Arbeitsalltag. Das wird von den jungen Besuchern positiv aufgenommen.
elektrischen 2000er Spritzaggregat für die Herstellung von Getränkeverschlüssen. Wie immer können unsere Kunden von uns eine technologisch führende Lösung erwarten, mit der sie höchste Produktivität, führende Präzision und beste wirtschaftliche Resultate erzielen können. Wir wollen mit dieser Lösung auch hier die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden erhöhen. Zu 3: Aus- und Weiterbildung geniessen bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Als einer der grössten Arbeitgeber in unserer Region bieten wir mit insgesamt 11 Lehrberufen ein sehr breites und z ukunftsorientiertes Ausbildungsprogramm an. Unsere Personalentwicklung fördert gezielt die individuellen Potenziale sowie die fachlichen, methodischen, sozialen Kompetenzen und darauf aufbauend die Führungskompetenz unserer Mitarbeitenden. Durch kontinuierliche Weiterbildung, Mentoring und bereichsübergreifenden Wissensaustausch unterstützen wir unsere Mitarbeitenden dabei, ihre beruflichen Ziele zu erreichen und sich ganzheitlich weiterzuentwickeln.
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Daniel Kessler Business Development Manager bei Hasco
Zu 1: Hasco blickt der Fakuma 2026 mit grosser Zuversicht entgegen. Als eine der wichtigsten Fachmessen für die kunststoffverarbeitende Industrie bietet sie eine ideale Plattform für den persönlichen Austausch mit Kunden, Partnern und Interessenten aus aller Welt. Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld sind direkte Gespräche wichtiger denn
je, um Bedürfnisse besser zu verstehen und gemeinsam zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. Wir erwarten wertvolle Impulse zu technologischen Entwicklungen, neuen Marktanforderungen und Trends im Werkzeug- und Formenbau. Gleichzeitig sehen wir die Fakuma als hervorragende Gelegenheit, unsere Innovationskraft zu präsentieren und unsere Rolle als verlässlicher Partner der Branche weiter zu stärken. Zu 2: Im Mittelpunkt unseres Messeauftritts stehen praxisorientierte Lösungen zur Steigerung von Effizienz, Qualität und Prozesssicherheit im Werkzeugbau sowie in der Kunststoffverarbeitung. Hasco präsentiert innovative Produkte und digitale Services, die Kunden dabei unterstützen, Entwicklungs- und Produktionsprozesse zu optimieren und gleichzeitig Kosten sowie Durchlaufzeiten zu reduzieren. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Themen Standardisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Unsere Besucher erhalten die Möglichkeit, sich direkt mit unseren Experten auszutauschen und konkrete Lösungen
Vollelektrisch und automatisiert Mit der neuen vollelektrischen EcoPrimus erweitert Wittmann sein Spritzgiessmaschinenprogramm um ein Modell für den Einkomponenten-Kompaktspritzguss mit definiertem Optionsumfang. Auf der Fakuma 2026 produziert die Maschine mit 1000 kN Schliesskraft Schutzkappen für Insulinpens in einem 8-fach-Werkzeug. Sie erreicht Einspritzgeschwindigkeiten von 200 mm / s und arbeitet mit der B8X-Steuerung. Das Assistenzsystem HiQ Packing optimiert den Prozess autonom. Eine FlexCell-plus-Automatisierungszelle mit Primus-116-Linearroboter übernimmt das Handling und verpackt die Teile direkt in Kisten, KLTs oder Kartons. Die FlexCellZellen sind mit Spritzgiessmaschinen aller Marken kompatibel und lassen sich in bestehenden Produktionen nachrüsten. Ein zweites vollelektrisches Exponat demonstriert Mikrospritzguss auf 2 m2 Produktionsfläche. Die MicroPower 15 / 10 fertigt aus transparentem Polypropylen Lab-on-a-Chip-Musterbauteile mit Ka10
EcoPrimus fokussiert auf das Wesentliche.
naldurchmessern von 0,04 mm und Eckenradien bis 0,005 mm. Zum Einsatz kommen 3D-gedruckte 2-fach-Werkzeugeinsätze. Die für Schussgewichte von 0,05 bis 4 g ausgelegte Maschine integriert Drehtisch, Peripherie, Automatisierung, Temperierung und Qualitätssicherung. Standardgranulate lassen sich ohne spezielles Mikrogranulat verarbeiten. Bei der Peripherie stellt Wittmann den Drymax basic 120 erstmals mit einem
für ihre individuellen Anforderungen kennenzulernen. Damit unterstreichen wir unseren Anspruch, nicht nur Produktlieferant, sondern Entwicklungspartner für die gesamte Wertschöpfungskette zu sein. Zu 3: Die Förderung von Fachkräften hat bei Hasco seit jeher einen hohen Stellenwert. Wir investieren kontinuierlich in die Ausund Weiterbildung unserer Mitarbeitenden und bieten jungen Menschen attraktive Einstiegsmöglichkeiten in technische und kaufmännische Berufe. Durch qualifizierte Ausbildungsprogramme, regelmässige Schulungen sowie gezielte Weiterbildungsmassnahmen schaffen wir die Grundlage für langfristige berufliche Entwicklung. Darüber hinaus setzen wir auf den Wissenstransfer zwischen erfahrenen Mitarbeitenden und der nächsten Generation. Auch unsere Kunden profitieren von unserem Know-how durch Seminare, technische Trainings und digitale Informationsangebote. Wir sind überzeugt, dass die nachhaltige Förderung von Wissen und Kompetenz ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunft der gesamten Branche ist.
3,5-Zoll-TFT-LCD-Farbdisplay vor. Der Mobiltrockner ist für 120 m³ / h Trockenluftleistung und Granulatdurchsätze bis 75 kg / h ausgelegt. Symbole unterstützen die Bedienung; eine bedarfsgesteuerte Regeneration und automatische Temperaturabsenkung sollen den Energieverbrauch reduzieren. Die SmartCare-Option ist für hohe Umgebungstemperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit vorgesehen. Zudem zeigt Wittmann auf der Fakuma 2026 mit der EcoFritz Klemme ein eigenes Spritzgiessprodukt, das auf Wiederverwendbarkeit und Ressourcenschonung ausgelegt ist. Die patentierte Klemme fixiert Medienleitungen und Kabel auf Wellschläuchen und lässt sich im Gegensatz zu Kabelbindern beliebig oft entfernen und neu positionieren. Sie wird in drei Grössen für die im Spritzgiessbetrieb gängigen Wellschläuche angeboten und ist einzeln sowie zusammen mit Peripheriegeräten erhältlich.
Halle B1, Stand 1204 9–10/2026
KUNSTSTOFF XTRA
Fokus
Christopher Vitz Geschäftsführer Engel (Schweiz) AG
Zu 1: Die Fakuma ist für uns als Engel (Schweiz) eine der wichtigsten Plattformen im europäischen Messejahr – gerade weil sie durch ihre Lage am Bodensee so nah an unserem Heimatmarkt liegt. Engel geht mit einer klaren Erwartung zur Fakuma: Wir wollen zeigen, dass Investitionen in intelligente, effiziente Fertigungstechnologien gerade jetzt der richtige Hebel sind, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Wir erwarten intensive Fachgespräche, konkrete Projektanfragen und vor allem den direkten Austausch mit unseren Schweizer Kunden vor Ort in Friedrichshafen. Zu 2: Künstliche Intelligenz ist bei Engel keine Zukunftsmusik, sondern längst ge-
maag.com
lebte Praxis. Unter dem Dach inject AI zeigen wir auf der Fakuma 2026, dass reale und greifbare KI-Lösungen schon heute für die Spritzgiesstechnik verfügbar sind. Ein Highlight hier ist EVA – der Engel Virtual Assistant. Mit dieser Lösung wird die Maschine zum intelligenten Sparringspartner mit fundiertem Fachwissen. So unterstützen wir Bediener direkt in der Fertigung und machen die Prozesse noch effizienter. Ergänzend zeigen wir mit unserem ZweiMarken-Portfolio Engel und Wintec, dass wir für jedes Anforderungsprofil die passende Lösung bieten – ob technologische Spitzenleistung mit maximaler Präzision und Prozessstabilität, oder maximale Effizienz und ein optimiertes Kosten-NutzenVerhältnis. Beide Wege liefern zuverlässige Qualität, ohne Kompromisse bei Service oder Vertrieb. Und nicht zuletzt möchten wir zeigen, dass Engel ein zuverlässiger, starker Partner ist. In einer Welt, die sich ständig verändert, zählt Verlässlichkeit mehr als je zuvor. Unsere Kunden können sich weltweit auf uns verlassen – globale Präsenz gepaart mit lokalem Service, damit sie schnelle Unterstützung erhalten, egal wo ihre Produktion heute oder in Zukunft angesiedelt ist.
Zu 3: Unser Tech-Center in Frauenfeld liefert dazu in der Schweiz einen wesentlichen Beitrag. Dieses Thema liegt uns bei Engel sehr am Herzen, und dazu bieten wir sehr viele Lehrgänge in der Schweiz an. So stellen wir sicher, dass unsere Kunden ihren Mitarbeitenden eine gute Per spektive geben können und das Maximum aus Anlagen herausholen. Dies ist eine gute Ergänzung zu Vor-Ort-Schulungen beim Kunden und der Engel Academy. Dort bieten wir zusätzlich digitale und praxisnahe Schulungsprogramme – von Grundlagenkursen im Spritzguss bis zu spezialisierten Modulen zu Digitalisierung und Automatisierung. Gerade weil der Fachkräftemangel branchenweit spürbar ist, sehen wir es als unsere Verantwortung, nicht nur eigene Talente auszubilden, sondern auch unseren Kunden dabei zu helfen, ihr bestehendes Personal weiter zu qualifizieren – etwa durch Trainings direkt an der Maschine oder digitale Lernformate. Technologien wie inject AI unterstützen dabei zusätzlich: Wenn Maschinen mehr Prozesswissen selbst mitbringen, sinkt die Abhängigkeit von hochspezialisiertem Fachpersonal, ohne dass die Qualität leidet. Aus- und Weiterbildung und technologische Unterstützung gehen für uns Hand in Hand.
NEXT LEVEL SOLUTIONS
Integrated Systems for Polymer Processing Besuchen Sie uns in Friedrichshafen! Fakuma 12.-16.10.2026 HALLE A6 STAND 6202
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Die MAAG Group ist Partner der kunststoffverarbeitenden Industrie weltweit. Unsere integrierten Lösungen für Pumpen- und Filtrationssysteme sowie Pelletizing-, Pulvermühlen- und Recyclingsysteme zeichnen sich durch hervorragende Leistungen für anspruchsvolle Kundenanforderungen aus.
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KUNSTSTOFF XTRA
Fokus
Effiziente und wirtschaftliche Materialversorgung Im Fokus des Messeauftritts der motan Gruppe stehen präzises Dosieren und Mischen, zuverlässiges Fördern sowie energieeffiziente Trocknung. Zu den Highlights zählen das gravimetrische Dosier- und Mischgerät Gravicolor 310, das volumetrische Dosiersystem Miniblend V sowie verschiedene Produkte der kosteneffizienten swift-Reihe. Eine bedarfsgerechte Materialversorgung ist entscheidend für stabile Produktionsprozesse und einen wirtschaftlichen Materialeinsatz. Mit seinen Förderlösungen bietet motan Systeme für unterschiedliche Anforderungen in der Kunststoffverarbeitung. Am Messestand ist unter anderem das Metro G zu sehen. Das Fördergerät verbindet die Eigenschaften verschiedener bewährter motan Förderserien und lässt sich flexibel an individuelle Produktionsbedingungen anpassen. Damit eignet es sich für Anwendungen, bei denen zuverlässiger Materialtransport,
Reto Zürcher CEO HB-Therm AG
Zu 1: Die Fakuma ist für uns eine der wichtigsten Plattformen, um mit Kunden, Partnern und Interessenten aus der Kunststoffindustrie persönlich in Kontakt zu treten. Besonders schätzen wir die unmittelbare Nähe zu unseren Kunden sowie die Möglichkeit, bestehende B eziehungen zu pflegen, Erfahrungen auszutauschen und aktuelle Herausforderungen direkt zu besprechen. Gerade in einem anspruchsvollen Markt umfeld sind solche persönlichen Gespräche wertvoll, um Bedürfnisse besser zu verstehen und gemeinsam Lösungen zu
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Volumetrisches Dosiersystem Miniblend V
hohe Flexibilität und ein effizienter Materialeinsatz gefragt sind. Bei der Zudosierung von Additiven direkt an der Verarbeitungsmaschine sind eine hohe Mischqualität sowie präzise und wie-
entwickeln. Gleichzeitig erwarten wir spannende Fachgespräche zu Themen wie Effizienz, Prozesssicherheit und Digitalisierung in der Kunststoffverarbeitung. Zu 2: Im Mittelpunkt unseres Messeauftritts steht der Flow-6, unser neuer Durchflussmesser und Durchflussregler. Nachdem wir die Produktgruppe an der letzten K-Messe vorgestellt haben, erfolgt nun deren Markteinführung. Der Flow-6 unterstützt eine prozesssichere und energieeffiziente Temperierung von Werkzeugen und erschliesst das volle Potenzial einer parallelen Temperierung. Die Durchflussmessung basiert auf bewährter Ultraschalltechnologie, die hochpräzise und verschleissfrei arbeitet. Dadurch bleibt die Messgenauigkeit auch über viele Jahre erhalten. Zusätzliche Investitionssicherheit bietet unser einzigartiges, lebenslanges Garantieversprechen auf alle Messstrecken. In Kombination mit den Temperiergeräten Thermo-6 ermöglicht der Flow-6 eine ganzheitliche Optimierung des Temperierprozesses. Anwender profitieren von einer homogeneren Temperaturverteilung im
derholgenaue Dosierung entscheidend. Das gravimetrische Dosier- und Mischgerät dosiert und mischt bis zu vier Materialien präzise und reproduzierbar. Dank des modularen Aufbaus lässt er sich flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen und kann direkt auf der Verarbeitungsmaschine montiert werden. Mit der Produktmarke swift bietet motan standardisierte und kosteneffiziente Lösungen für das Materialmanagement. Die Produktreihe wurde speziell für Unternehmen entwickelt, die Wert auf effiziente Prozesse, hohe Zuverlässigkeit und eine einfache Bedienung legen. Die Produktmarke swift verbindet bewährte motanQualität mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis und ermöglicht damit eine wirtschaftliche und zugleich zuverlässige Materialversorgung. Auf der Fakuma präsentiert motan mehrere Produkte aus dem swift-Portfolio.
Halle B1, Stand 1111
Werkzeug, einem verbesserten Wärmeübergang, kürzeren Zykluszeiten sowie geringerem Energieverbrauch. So lassen sich Prozessqualität und Wirtschaftlichkeit nachhaltig steigern. Zu 3: Die Förderung von Fachkräften hat bei HB-Therm einen hohen Stellenwert. Wir arbeiten eng mit Fachhochschulen zusammen und unterstützen unsere Mitarbeitenden gezielt bei Aus- und Weiterbildungen. Neben finanzieller Unterstützung ermöglichen wir dies auch durch flexible Arbeitszeitmodelle, damit Weiterbildung und Beruf optimal miteinander vereinbart werden können. Ein ebenso wichtiger Beitrag ist unsere Berufsbildung. Dank unserer vielfältigen Kompetenzen können wir unser Ausbildungsangebot laufend erweitern. Neu bilden wir seit diesem Jahr auch Polymechaniker EFZ aus. Darüber hinaus bieten wir Ausbildungsplätze als Applikationsentwickler / in, Automatiker / in, Automatikmonteur / in und Konstrukteur / in an. Damit fördern wir gezielt den eigenen Fachkräftenachwuchs und schaffen attraktive Perspektiven für junge Talente.
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KUNSTSTOFF XTRA
Fokus kraussmaffei.com
PERFORMANCE TRIFFT WIRTSCHAFTLICHKEIT NEUE VOLLELEKTRISCHE PX-BAUREIHE IHRE VORTEILE • Kompakt dank 20 % kleinerer
Stellfläche und effizientem Einhausungskonzept.
• Produktiv dank großer Platten und
moderner elektrischer Antriebe.
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Antriebe und reibungsarmer Führungen.
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Optional: APCplus (Adaptive Process Control) für optimale Schussgewichtskonstanz und Prozessstabilität
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9–10/2026
Erfahren Sie mehr über unsere neue PX Baureihe:
DIE NEUE PX-GENERATION IST DIE ZUKUNFTSWEISENDE LÖSUNG FÜR EFFIZIENTES, KOMPAKTES UND PRODUKTIVES SPRITZGIESSEN. 13
Fokus
KUNSTSTOFF XTRA
Alaaddin Aydin VP Maag Germany / General Manager Sikora (CEO)
30. Fakuma Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung
D 12.– 16. Oktober 2026 & Montag–Freitag a Friedrichshafen
Preisverleihung des Innovations-Awards A am ersten Messetag H AUSSTELLERFORUM
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$ Ihr kostenfreies Ticket: Registrierungsseite: www.schall-registrierung.de Ticket-Code: FZRNT-RTXHN
Spritzgießtechnik Thermo- und Umformtechnik Extrusionstechnik Additiv-Manufacturing / 3D-Drucktechnik _ Werkzeuge, Werkstoffe, Prozesstechnik und Dienstleistungen _ _ _ _
@ fakuma-messe.de # #fakuma2026 ü ?ägB Veranstalter:
P. E. SCHALL GmbH & Co. KG f +49 (0) 7025 9206-0 m fakuma@schall-messen.de
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Zu 1: Die Fakuma ist für uns eine wichtige Fachmesse für den DACH-Raum und eine wertvolle Plattform für den persönlichen Austausch mit Kunden, Partnern und E xperten aus der Kunststoffindustrie. In Jahren ohne K-Messe bietet sie eine gute Möglichkeit, bewährte Produkte sowie Neuheiten zu präsentieren. Dabei schätzen wir besonders den familiären Charakter der Messe. Wir freuen uns darauf, unsere Systeme für die Polymerverarbeitung zu demonstrieren und erwarten interessante Gespräche sowie neue Impulse, um gemeinsam die aktuellen Herausforderungen der Branche zu meistern. Zu 2: Von integrierten Lösungen für Pumpen- und Filtrationssysteme, Granulier- und Pulvermühlensysteme, F eedblöcke und Breitschlitzdüsen, über Recyclingsysteme bis hin zu Messund Regel- sowie Inspektions- und Sortiersystemen – wir bieten unseren Kunden komplette Systemlösungen. Auf unserem Messestand präsentieren wir Besuchern Lösungen für unterschiedliche Prozessschritte. Mit der neuen extrex6 EC stellen wir eine speziell für die HartPVC-Extrusion entwickelte Zahnradpumpe vor, die eine schonende und stabile Schmelzeförderung ermöglicht und gleichzeitig das Potenzial für deutliche Energieeinsparungen bietet. Darüber hinaus zeigen wir die Primo 60 E, einen Stranggranulator, der zur Herstellung von Kunststoffgranulat und vor allem bei der Herstellung von Masterbatches und Compounds sowie bei der Verarbeitung von Spezialpolymeren eingesetzt wird. Die Primo E ist insbesondere für Anwendungen mit häufigen Produktwechseln und kleineren Chargen ausgelegt. Ergänzt wird das Portfolio durch das Purity Concept V von Sikora für die Inspektion von Granulaten, Flakes und Prüfplatten. Das System ermöglicht eine schnelle Stichprobenanalyse und unterstützt damit eine zuverlässige Produktqualität. Zu 3: Der Fachkräftemangel ist eine langfristige Herausforderung. Für uns beginnt die Lösung bei der eigenen Nachwuchsförderung. Wir investieren gezielt in die Ausbildung junger Menschen, die bei uns früh Verantwortung übernehmen und praxisnah lernen. Gleichzeitig gewinnen kontinuierliche Weiterbildungen an Bedeutung. Da sich Technologien, Automatisierung und Digitalisierung rasant entwickeln, fördern wir die Kompetenzen unserer Mitarbeitenden konsequent durch interne Schulungen und externe Weiterbildungsangebote.
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KUNSTSTOFF XTRA
David Pinter Sales Coordination Europe Roboshot Fanuc Europe
Zu 1: Die Fakuma ist nach wie vor einer der wichtigsten Treffpunkte für die kunststoffverarbeitende Industrie in Europa. Wir gehen davon aus, dass die Messe eine hervorragende Plattform für den Austausch sowohl mit bestehenden Kunden als auch mit potenziellen Neukunden bieten wird, zumal die Hersteller in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld weiterhin nach Möglichkeiten suchen, ihre Effizienz, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Trotz anhaltender Marktunsicherheiten verzeichnen wir grosses Interesse an Technologien, die Verarbeitern helfen, Kosten zu senken, die Produktivität zu steigern, den Arbeitskräftemangel zu bewältigen und die digitale Transformation voranzutreiben. Die Fakuma 2026 bietet die ideale Gelegenheit, unsere neuen Maschinen vorzustellen und zu zeigen, wie Fanuc-Lösungen durch fort-
Fokus
schrittliche Spritzgiessmaschinen, Automa- bessern und umsetzbare Erkenntnisse für tisierung, Konnektivität und KI-gestützte die Produktion gewinnen können. Technologien zu diesen Zielen beitragen. Zu 3: Der Fachkräftemangel ist eine der Zu 2: Im Mittelpunkt des Fanuc-Standes grössten Herausforderungen, denen sich steht die Integration von intelligentem die Fertigungsindustrie heute gegenüberSpritzgiessen, Automatisierung und Digita- sieht. Wir bei Fanuc sind davon überzeugt, lisierung in kompakte und hocheffiziente dass Automatisierung und Weiterbildung Produktionslösungen. Hand in Hand gehen müssen. Wir investieDie Besucher können zwei elektrische ren kontinuierlich in Schulungsprogramme Roboshot-Spritzgiessmaschinen erleben, für Kunden, Partner, Systemintegratoren die reale Produktionsanwendungen de- und Bildungseinrichtungen. Durch unsere monstrieren: Eine technische Roboshot Schulungszentren und praxisorientierten S180C-Spritzgiesszelle mit fortschrittlicher Kurse unterstützen wir Bediener, WartungsProzessoptimierung durch Kavitäten- personal, Programmierer und Ingenieure Innendrucküberwachung und simulationsdabei, die Fähigkeiten zu entwickeln, die für basierten Heisskanalausgleich. Und eine den effizienten Umgang mit modernen Roboshot S350C-Anwendung für medizini- Automatisierungstechnologien erforderlich sche Verpackungen mit automatisierter sind. Gleichzeitig macht Fanuc die EinfühTeilehandhabung und Kartonierung, die Prä- rung und den Betrieb von Automatisie zision, Zuverlässigkeit und kompakte Auto- rungslösungen einfacher. Lösungen wie matisierung in den Vordergrund stellt. kollaborative Roboter, intuitive Program Darüber hinaus präsentieren wir unsere mierwerkzeuge, KI-gestützte Funktionen neuesten Roboter-Automatisierungslösun- und d igitale Support-Systeme senken die gen, darunter den kollaborativen Fanuc Hürden für die Einführung von AutomatisieCRX-Roboter, der mittels Sprachbefehlen rung und helfen Unternehmen, ihre Produkunter Verwendung generativer KI-Technolo- tivität aufrechtzuerhalten, selbst wenn es gien programmiert wird, sowie flexible Au- schwierig ist, erfahrenes Personal zu finden. tomatisierungskonzepte, die in Bildverarbei- Ausserdem arbeiten wir eng mit Schulen, tungssysteme integriert sind. Universitäten und BerufsbildungseinrichtunIn unserer speziellen IoT-Ecke präsentieren gen zusammen, um die nächste Generation wir das digitale Fertigungsökosystem von von Fachkräften in der Fertigung vorzubereiFanuc. Die Vorführungen veranschaulichen, ten und sicherzustellen, dass die Industrie wie Hersteller Maschinen vernetzen, Prozes- Zugang zu den Kompetenzen hat, die für se automatisieren, die Qualitätskontrolle ver- die Fabriken der Zukunft benötigt werden.
Halle B4 | Stand 4103
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KUNSTSTOFF XTRA
Fokus
Handling kompakt integriert Boy zeigt auf der Fakuma erstmals das Linearhandling LR 5 Compact, das vollständig unter der Schutzhaube einer Boy 35 Electric integriert ist. Auch das Förderband befindet sich innerhalb der Maschine. Dadurch reduziert sich laut Hersteller die Aufstellfläche gegenüber einer Lösung mit externer Schutz umhausung von rund 5,2 auf 3,1 m². Die erforderliche Deckenhöhe beträgt 2,6 m. Das Handling wird über die Maschinensteuerung Procan Alpha 6 gesteuert. Damit entfallen eine zusätzliche Handlingsteuerung sowie die Euromap-Schnittstellen. Maschi-
Dr. Volker Nilles CEO Arburg
Zu 1: Wir freuen uns sehr auf die Fakuma, die für Arburg als Mitbegründer und grös ster Aussteller ja bekanntermassen einen sehr hohen Stellenwert hat. Unsere Erwartungen sind hoch und unsere Botschaft ist klar: Wir präsentieren uns als kompetenter und verlässlicher Anbieter von Komplettlösungen, der seine Kunden mit umfassendem Know-how auf dem Weg zur «Smar-
Willkommen an der Boy-Barista Bar.
nagement. Bei der Fertigung von Ölausgies sern zeigt Boy ausserdem die neue Option zum elektromechanischen Ausschrauben. Weitere Exponate demonstrieren Anwendungen mit LSR und medizinischem PLA. Zwei Boy XS E mit jeweils 100 kN Schliesskraft fertigen medizinische Mikroteile mit 8-mmSchnecken. Auf einer Boy 100 Electric entstehen Falttrichter aus LSR, die ein integriertes LR 5 auf einem Förderband ablegt. In der Schweiz ist Boy vertreten durch die Boy Schweiz GmbH in Kriens.
nen- und Handlingsteuerung nutzen zudem ein gemeinsames Datensatz- und Fehlerma-
Halle A7, Stand 7101
test Factory» begleitet. Um deren Produktion effizienter, transparenter und zukunftssicher zu gestalten, sind innovative Systemlösungen gefragt, die den Fokus auf niedrigste Stückkosten der zu produzierenden Teile legen. Und genau das tun wir! Zu 2: Unser Messemotto lautet «Smartest Factory». Mit diesem Fokus positionieren wir uns deutlich. Unser Ziel ist, unseren Kunden auch zukünftig für jede Anwendung die Lösung mit bester Performance, hoher Effizienz und hoher Usability zu bieten und damit Problemlöser und verlässlicher Partner zu sein. Ein Schwerpunkt unseres Fakuma-Auftritts ist das Thema «Digitale Services & Software» entlang der kompletten Wertschöpfungskette. Weitere wichtige Eckpunkte sind natürlich unsere elektrischen Allrounder Trend. Hinzu kommen weitere vier Maschinen-Exponate sowie neue Robot-Systeme und komplexe Turnkey-Anlagen.
Zu 3: Zum einen bieten wir seit Jahrzehnten unseren Kunden weltweit ein hervorragendes Schulungsangebot, damit sie das Know-how ihrer Mitarbeitenden auf- und ausbauen und so das Potenzial unserer Maschinen und Anlagen voll ausschöpfen können. Zum anderen hat für uns die einfache Usability höchste Priorität. Komplexe Dinge einfach zu machen ist eine Kunst. Unsere Lösungen lassen sich einfach bedienen und warten und machen so dem Bedienpersonal das Leben leichter. Die Bedeutung von KI-Features nimmt dabei massiv zu. Arburg bietet hier mit seinem renommierten MES sowie aktuell ca. 40 digitalen SteuerungsAssistenten und -Piloten bereits eine Vielzahl von Optionen. Und last but not least, sind wir schon immer bestrebt, junge Menschen für die Kunststoffbranche zu be geistern und Nachwuchskräfte zu gewinnen, z. B. im Rahmen des Karriere-Freitags «Mold your future» auf der Fakuma.
NOLATO TREFF AN DER FAKUMA IN FRIEDRICHSHAFEN Besuchen Sie uns an der Fakuma 2026 in Friedrichshafen und entdecken Sie, wie wir Sie von der ersten Idee bis zur Serienproduktion unterstützen. Wir freuen uns auf den persönlichen Austausch über Ihre Projekte und Herausforderungen. 12.–16. Oktober 2026 Halle B2 | Stand 2222 Nolato Treff AG | Taastrasse 16 | CH-9113 Degersheim | Schweiz | Phone +41 71 372 55 25 | www.nolato.com
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KUNSTSTOFF XTRA
Fokus
Jwan Meier Geschäftsführer Lenorplastics AG
spräche, um offene Fragen zu beantworten und unseren Kunden Orientierung zu geben. Gleichzeitig sehen wir insbesondere in den Schweizer Märkten für Elektrotechnik & Elektronik (E&E) sowie Healthcare weiterhin eine erfreulich positive Entwicklung. Wir freuen uns auf zahlreiche Besprechungen mit Kunden über neue Produktentwicklungen, wo wir gemeinsam Lösungen für die Anforderungen von morgen erarbeiten. Zu 2: Unser Fakuma-Auftritt steht unter dem Motto «Gipfeltreffen – Kunststoff mit Weitblick». Der Begriff Weitblick steht dabei für die Zukunftsthemen unserer Branche. Im Fokus stehen insbesondere die Marktsegmente E&E, Healthcare und Appliances, die im Schweizer Markt eine hohe Bedeutung haben. Gleichzeitig präsentieren wir unser umfassendes Portfolio an NIA-PFAS-Materialien. Dieses reicht von standardmässig flammgeschützten Polycarbonat-Typen bis hin zu hochspezialisierten, lubrifizierten Werkstoffen. Damit grei-
die Formteilqualität Formteilqualität die
die Formteilqualität Formteilqualität die Zu 1: Die Fakuma ist für uns eine sehr wichtige Plattform, um den persönlichen Austausch mit Kunden, Partnern und Her stellern zu pflegen. In den vergangenen Monaten gab es bei mehreren unserer Lieferanten bedeutende Veränderungen, beispielsweise die Neuaufstellung unter den Namen NexPoint (Sabic) und Borouge (Borealis). Wir erwarten deshalb zahlreiche Ge-
ergiekosten ergiekosten
Energiekosten Energiekosten
fen wir einen der wichtigsten aktuellen Markttrends auf und zeigen konkrete Lösungen für zukünftige regulatorische und technische Anforderungen. Auch unser Standdesign setzt das Motto konsequent um und wird den Besuchern eine besondere Atmosphäre bieten. Mehr möchten wir an dieser Stelle noch nicht verraten. Zu 3: Die Kunststoffbranche ist anspruchsvoll und entwickelt sich technologisch sowie regulatorisch laufend weiter. Deshalb investieren wir kontinuierlich in die Ausund Weiterbildung unserer Mitarbeitenden. Neben produktspezifischen Schulungen stehen insbesondere Anwendungen, Nachhaltigkeitsthemen und regulatorische Anforderungen im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, Kunden nicht nur mit Materialien, Kühlen und technischem sondern auch mit fundiertem Kühlen und Know-how Temperieren zu unterstützen. G mit erade Temperieren mit in eiKühlenund und Kühlen ner Zeit desSystem Fachkräftemangels sehen Temperieren mit wir Temperieren mit System dies als wichtigen Beitrag zur ZukunftsfäSystem System higkeit unserer Branche.
Ingenieurbureau
DR. BREHM AG Herbold Meckesheim – Spezialist für Maschinen und Anlagen zum Kunststoffrecycling Werkzeuge prüfen. Prozesse optimieren. Qualität sichern.
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KUNSTSTOFF XTRA
Fokus
Hasco präsentiert live Innovationen Der Messeauftritt von Hasco konzentriert sich auf praxisnahe Neu- und Weiterentwicklungen, Digitalisierung im Formenbau, Prozesssicherheit und Energieeffizienz – alles im Sinne zukunftsorientierter Lösungen, die den Anwendern die tägliche Arbeit so einfach wie möglich machen. Im Bereich Mould Base zeigt das Unternehmen Lösungen für effiziente und zuverlässige Werkzeuge. Der Normalienhersteller präsentiert unter anderem Zentriereinheit mit Linearkugelbuchse Z084/…, die zur hochpräzisen und zuverlässigen Zentrierung von Formplatten dient und so die Qualität der Bauteile nachhaltig sichert. Das Zusammenspiel aus engen Toleranzen und dem verbauten Kugelkäfig sorgt für eine passgenaue Ausrichtung
Gjone Kabashi Geschäftsführer Wittmann Kunststofftechnik AG
Zu 1: Mit Blick auf die Fakuma 2026 gehen wir von einer spürbar anziehenden Marktdynamik aus. Nach einer Phase verhaltener Investitionsbereitschaft sehen wir klare Signale, dass sich unsere Branche wieder nach vorne
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Aktuelle Produktentwicklungen und Lösungen für den Werkzeug- und Formenbau
der Formplatten und reduziert gleichzeitig das Risiko von Beschädigungen an Formeinsätzen deutlich – ein klarer Vorteil in Bezug auf Ausschuss, Nacharbeit und Stillstandzeiten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den hot runner Lösungen. Besucher können Pro-
bewegt. Entsprechend hoch sind unsere Erwartungen an die Messe – sowohl hinsichtlich konkreter Projektanbahnungen als auch im Dialog mit unseren Kunden über zukünftige Anforderungen und Innovationen. Zu 2: Im Zentrum unseres Messeauftritts steht ein klarer Fokus auf das Wesentliche: maximale Material-, Energie- und Kosteneffizienz bei gleichzeitig kompromissloser Leistung, Qualität und Ersatzteilverfügbarkeit. Unter dem Leitsatz «Smart Choices, Smart Savings» präsentieren wir erstmals das vollständige Spektrum unserer Primus Produktlinie – von Primus Peripheriegeräten über Primus Roboter bis hin zur EcoPrimus Spritzgiessmaschine. Damit bieten wir durchgängige, wirtschaftlich optimierte Lösungen, die insbesondere für preissensible Anwendungen
dukte aus dem Bereich der Regeltechnik live erleben. Dazu gehören verschiedene Steckersysteme für das Verdrahtungsprüfgerät H1210/…, die eine komfortable und schnelle Prüfung elektrischer Verbindungen in Heisskanalwerkzeugen ermöglichen. Ergänzt wird das Produktportfolio durch digitale Lösungen für den Werkzeug- und Formenbau wie Konfiguratoren und Assistenten. Ab der Fakuma können Anwender die Hasco CAD-Daten auch über die Plattform 3Dfindit, einem CAD-Tool von Cadenas, nutzen. Die Integration der Datenbanken in 3Dfindit ermöglicht eine effiziente und zielgerichtete Konstruktion, da die CAD-Daten direkt im Konstruktionstool zur Verfügung stehen. Halle A2, Stand 2202
und standardisierte Produktionsprozesse hochattraktiv sind, ohne Abstriche bei der industriellen Leistungsfähigkeit zu machen. Zu 3: Ein entscheidender Erfolgsfaktor bleibt die Qualifikation unserer Mitar beitenden. Trotz herausfordernder konjunktureller Rahmenbedingungen investieren wir konsequent in Aus- und Weiterbildung. Dies umfasst sowohl intensive interne Schulungsprogramme in unserer Niederlassung als auch praxisnahe Trainings direkt in unseren Werken. Ergänzend fördern wir externe Weiterbildungsmassnahmen, um spezifische Kompetenzen gezielt auszubauen. Unser Ziel ist es, Fachkräfte nicht nur auszubilden, sondern kontinuierlich weiterzuentwickeln, damit sie den steigenden technologischen Anforderungen der Kunststoffverarbeitung gerecht werden.
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KUNSTSTOFF XTRA
Der neue Flow-6 von HB-Therm Mit dem wasserbasierten Flow-6 erweitert HB-Therm die Series 6 um ein weiteres Produkt mit lebenslangem Garantieversprechen – neu für alle Ultraschall-Messstrecken. Der Flow-6 ist in zwei Ausführungen erhältlich: Als Durchflussmesser, ausschliesslich für die Durchflussmessung für maximale Prozesssicherheit und als Durchflussregler mit integrierter Regelung für zusätzlich maximale Effizienz (verfügbar im März 2027).
Fokus
Der Funktionsumfang des Flow-6 wird schrittweise erweitert. Zum Marktstart im September 2026 stehen die zentralen Funktionen zur Überwachung und Analyse von Temperierkreisläufen zur Verfügung. Dazu gehören die Durchfluss- und Temperaturüberwachung, frei definierbare Grenzwerte, die Sensorüberwachung sowie ein integriertes Alarmsystem. Historische Prozessdaten werden lokal gespeichert und können über den digitalen Zwilling für Analysen genutzt werden. Im November 2026 folgt eine Erweiterung per Software-Update. Zusätzliche Bedien-,
Diagnose- und Integrationsfunktionen ermöglichen unter anderem die Visualisierung und Bedienung über Gate-6 sowie den autonomen Einsatz des Flow-6 ohne Thermo-6. Die Regelvariante des Flow-6 ist bereits heute als Hardware erhältlich und kann zunächst als Durchflussmesser eingesetzt werden. Die aktive Durchflussregelung wird im März 2027 per Software-Update freigeschaltet.
Halle A4, Stand 4205
Wir freuen uns darauf, Sie vor Ort zu begrüssen!
Der kompakte Flow-6 lässt sich werkzeugnah in die Spritzgiessmaschine integrieren.
Die erweiterten Konfigurationsmöglichkeiten machen den Flow-6 flexibel einsetzbar. Temperaturabhängige Varianten decken Anwendungen bis 100 ° C, 160 ° C oder 180 ° C ab und sind mit vier, sechs oder acht Kreisläufen erhältlich. Damit lässt sich der Flow-6 exakt an den jeweiligen Bedarf anpassen – effizient und wirtschaftlich. Mit dem Flow-6 setzt HB-Therm auf ein vollständig inhouse entwickeltes Ultraschall-Messsystem, das seit rund zwei Jahrzehnten in den Temperiergeräten Thermo-5 und Thermo-6 zum Einsatz kommt. Seit dem Thermo-6 ist dieses Messsystem durch ein lebenslanges Garantieversprechen abgesichert. Neu gilt dieses Versprechen auch für den Flow-6 und umfasst alle Messstrecken. Das bewährte Messprinzip bietet hohe Präzision, eine schnelle Reaktion und einen breiten Messbereich von 0,4 bis 40 L / min pro Kreis. Die Durchflussmessung arbeitet ohne bewegliche Teile, erkennt Fehlanschlüsse zuverlässig, ist unempfindlich gegenüber Verschmutzungen und Druckschlägen und arbeitet wartungsfrei. 9–10/2026
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KUNSTSTOFF XTRA
Fokus
Neue Lösungen für Prozesswasser Oni erweitert sein Portfolio in der Wasser- und Prozesstechnik um eine Umkehrosmoseanlage sowie neue Lösungen für Temperierung und Durchflussmessung. Die neue AquaHeRO bereitet Nachspeisewasser auf und reduziert laut Hersteller Bakterien, Schwermetalle und Salze im Frischwasser um bis zu 99 Prozent. Eine adaptive Regelung soll den Wasserverbrauch gegenüber herkömmlichen Umkehrosmoseanlagen bei gleichbleibender Permeatqualität um bis zu 45 Prozent senken. Die Steuerung lässt sich zudem mit einer Kühlanlage vernetzen und ermöglicht Fernzugriff.
Für Mehrkreistemperiersysteme, Wasserverteiler und Temperiergeräte führt Oni neue Assistenzfunktionen zur digitalen Anlagenbedienung ein. Hinzu kommen drei wartungs- und verschleissfreie Verfahren zur Durchflussmessung. Bis 125 ° C stehen Vortex- oder Ultraschallmesssysteme zur Verfügung, für Medientemperaturen bis 160 ° C speziell ausgelegte Ultraschallsensoren. Auf der Fakuma zeigt Oni die Temperierung und Wasserverteilung zudem an zwei laufenden Spritzgiessanwendungen. In der Schweiz ist ONI vertreten durch die Kuma Solution AG in Buchs. Halle A5, Stand 5103
Konzeptvisualisierung des AquaHeRO
Verschlüsse vollelektrisch produzieren Netstal erweitert seine Elion-Baureihe um eine vollelektrische Ausführung für die Hochleistungsproduktion von Getränkeverschlüssen. Die Elion 3200 CAP feiert an der Fakuma Premiere und produziert dort 26-mm-HDPE-Verschlüsse auf einem 72-fach-Werkzeug bei einer Zykluszeit von 1,8 Sekunden. Das Schussgewicht beträgt 72 g. Die Maschine kombiniert eine neu entwickelte Schliesseinheit mit 3200 kN Schliesskraft mit dem neuen elektrischen Spritzaggregat 2000. Dessen Schneckenhub beträgt 260 mm, abhängig vom Schneckendurchmesser erreicht es einen Spritzdruck von bis zu 2400 bar. Synchron angesteuerte Einspritzspindeln verteilen die Last symmetrisch. Die Druckumschal-
höht. Optional steht eine automatische Fettschmierung für Linearführungen und Auswerferführung zur Verfügung. Beim Energiebedarf setzt Netstal neben elektrischem Einspritzen und Servoantrieben auf eine intelligente Lastverteilung und ein optimiertes Einspeisungskonzept. Dadurch seien zusätzliche Energieeinsparungen von bis zu fünf Prozent möglich. Die Steuerung Axos 9 unterstützt OPC-UA-Schnittstellen und die Einbindung von Systemkomponenten über HTML5. Netstal stellt die ElionBaureihe schrittweise auf die neue Plattform um. Bis 4200 kN sollen Kunden künftig zwischen hybriden und vollelektrischen Konfigurationen wählen können.
Die neue Elion 3200 CAP.
tung beim Einspritzen erfolgt laut Netstal kraftabhängig und unabhängig von den Materialeigenschaften. Auch die Schliesseinheit wurde überarbeitet. Eine optimierte Kniehebelgeometrie soll kürzere Trockenzykluszeiten ermöglichen, während die veränderte Krafteinleitung die Steifigkeit der Aufspannplatte er-
Halle B3, Stand 3119
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MATERIAL
VERARBEITUNG
PRODUKTZERTIFIZIERUNG
SCHADENSANALYSE
SKZ.DE/DIENSTLEISTUNGEN
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KUNSTSTOFF XTRA
Fokus 30. Fakuma Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung D 12.– 16. Oktober 2026 & Montag – Freitag a Friedrichshafen
Heisskanallösungen Oerlikon HRSflow präsentiert seine branchenübergreifende Kompetenz im Heisskanal-Spritzgiessen. Dazu gehören Entwicklungen rund um das nadellose STARgate HRS™-System, neue Anwendungsmöglichkeiten für die Xp-Düsenreihe bei dickwandigen Kosmetik-Tiegeln sowie der Einsatz von Glow HRS zur Minimierung von Nachbearbeitungsschritten bei sichtbaren Bauteiloberflächen für die Automobilindustrie. Besucher haben zudem die Möglichkeit, Heisskanalanwendungen an den Ständen von Partnerunternehmen live zu erleben. Nach der Markteinführung auf der K 2025 wird das STARgate HRS-Heisskanaldüsenkonzept, das auf einem mechanisch bewegten Zentralverschluss basiert, nicht nur für PP- und r-PP-Anwendungen zur Einhaltung der neuen PPWR-Vorschriften, sondern auch für die Verarbeitung von Kunststoffen wie PMMA und ABS vor gestellt. Dadurch erweitert sich das Anwendungsspektrum über verschiedene Marktsegmente hinweg. Im Vergleich zu
Unsere Highlights
unsere Highlights
STARgate HRS, das nadellose HeisskanalDüsenkonzept, nutzt ein neuartiges mechanisches System zum Öffnen und Verschlies sen der Düse.
herkömmlichen Lösungen ermöglicht die neuartige Konstruktion einen schnellen Farbwechsel und eine optimale Kühlleistung zur Verkürzung der Zykluszeit und zur Steigerung der Produktivität. Zudem werden die Nadelverschlussdüsen der neuen Xp-Serie ein Highlight sein. Für ein breites Anwendungsspektrum entwickelt, wurden sie speziell für die hohen Anforderungen der Kosmetikindustrie optimiert. Halle A1, Stand 1211
Neu
Segment Separiertrommel
Neu
Multi-Control Steuerung
Teileförderung, Separierung, Pufferung, Automation Halle B1 – Stand B1-1207 Multicontrol Segment Separiertrommel
Teileförderung, Separierung, Pufferung, Automatio Halle B1 - Stand B1-1207
Metalldetektion für Zahnwalzenmühlen
Thermogranulator
Schneidmühlen mit Metalldetektion Thermogranulato
Normalien, Digitales und Fertigung Meusburger stellt neben seinem Normalienprogramm neue Produkte und Sortimentserweiterungen sowie digitale Lösungen für die Werkzeugkonstruktion vor. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Komponenten und Werkstoffe für Reinraumanwendungen. Ergänzend zeigt der Hersteller gemeinsam mit der Jell GmbH & Co. KG ein Anwendungsbeispiel aus der Serienferti-
Meusburger präsentiert eine umfassende Palette.
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gung. Für Konstrukteure präsentiert Meusburger sein Portal mit verschiedenen Konfiguratoren und das CAD-Tool des Unternehmens. Die Software bietet Zugriff auf die vollständige Normteilbibliothek und unterstützt die Konfiguration von Modellen. Dabei berücksichtigt sie automatisch den erforderlichen Einbauraum. Das Tool ist mit verschiedenen CAD-Systemen kompatibel. Das Normalienprogramm umfasst Platten, Formaufbauten und Einbauteile. Dazu zählen Führungselemente, Auswerfer, Schiebersysteme und Zentrierungen sowie Heisskanallösungen. Für Reinraumanwendungen kombiniert Meusburger standardisierte Komponenten und Werkstoffe, die von Platten und Einbauteilen bis zu Heisskanalsystemen reichen. Wie Normalien und anwendungsspezifische Heisskanaltechnik zusammenspielen, demonstrieren Meusburger und Jell zudem auf einer Spritzgiessmaschine von Engel. Gefertigt werden Tütenclips, deren Entwicklung vom Prototyp bis zur Serienfertigung gemeinsam umgesetzt wurde.
Schneidmühlen, Kunststoffrecycling Schneidmühlen, Kunststoffrecycling Halle A5 – Stand A5-5224 Halle A5 - Stand A5-5224
Neu
Neu Bahnhof Trockner KKT 160SKKT 160 Materialverteiler Beistelltrockner «Impuls» Granulat – Förderung,-Mischung, -Trocknung Halle A3 - Stand A3-3213
Nicola Stettler und Paul Fontana freuen sich, Sie am Stand einer unserer Partner begrüssen zu dürfen.
Granulat – Förderung,
Für Terminvereinbarung rufen Sie uns jederzeit an: -Mischung, -Trocknung Tel. +41 31 924 39 39
Halle A3 – Stand A3-3213
Nicola Stettler und Paul Fontana freuen sich, Sie am Stand einer unserer Partner begrüssen zu dürfen. Für Terminvereinbarung rufen Sie uns jederzeit an: Tel. +41 31 924 39 39
Halle A2, Stand 2313 und 2316 21
KUNSTSTOFF XTRA
Fokus
Cycolen ®: Farbe nach Mass für Ihr Rezyklat Rezyklate stellen Kunststoffverarbeiter vor wechselnde Anforderungen: Je nach Herkunft und Aufbereitung schwanken Eigenfarbe, Qualität und Verarbeitungseigenschaften. Mit Cycolen bietet Grafe massgeschneiderte Masterbatches, die gezielt auf das Recyclingpolymer des Kunden und seine Anforderungen abgestimmt werden. Ausgangspunkt ist die Analyse des Materials. Auf dieser Basis werden Farbeinstellung und Farbmittel dosierung an den gewünschten Zielfarbton angepasst. So lassen sich Materialschwankungen gezielt ausgleichen und definierte Farbziele präziser erreichen. Der Mehrwert
Markus Bauer Geschäftsführer KraussMaffei Technologies
Zu 1: Wir freuen uns auf die Fakuma. Sie greift stets die Themen auf, die die Zukunft der Kunststoffindustrie prägen, und ist für uns ein wichtiges Stimmungsbarometer der Branche. Gleichzeitig bietet sie eine wertvolle Plattform für den intensiven persönlichen Austausch. Der Dialog mit Kunden und Partnern steht für uns dabei im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, die aktuellen Herausforderungen und Anforderungen der Unternehmen noch besser zu verstehen und gemeinsam praxisnahe so-
© Grafe / KI generierte Symboldarstellung für Cycolen modifizierte PCR/PIR-Fraktionen
rungen bestimmen die Formulierung. Funktionelle Additive wie UV- und Thermostabilisatoren, Gleitmittel oder Verarbeitungshilfen können die Leistungs fähigkeit und Verarbeitbarkeit verbessern. Auf Wunsch prüft Grafe zudem, ob sich das bereitgestellte Rezyklat als Träger polymer für das Masterbatch eignet. Cycolen verbindet damit Farbkompetenz und Materialwissen für den Einsatz von Post-Industrial- und Post-Consumer-Rezyklaten in hochwertigen Kunststoff produkten. Kundenspezifische Farbtöne, Granulatformen und Losgrössen ergänzen das Angebot.
liegt in der Rezeptur nach Mass: Kundenmaterial, Anwendung und Prozessanforde-
Halle A4, Stand 4108
wie wirtschaftlich tragfähige Lösungen zu diskutieren und zu entwickeln. Zu 2: Gemäss unserem Motto: «Performance. Perfected. For you.» liegt der Fokus auf intelligenten und wirtschaftlichen Systemlösungen entlang der Wertschöpfungskette. Dabei betrachten wir den gesamten Prozess – von der Maschine über Automatisierung, Service bis hin zu digitalen Lösungen als Unterstützung in der Fertigung. Zentrales Highlight: der neue MehrfarbenMischkopf unseres ColorForm-Verfahrens (Lackieren im Werkzeug) für einen schnellen und automatischen Farbwechsel. Auf dem Stand zeigen wir eine kompakte Produktionszelle der vollelektrischen PX-Serie mit der neuen digitalen Lösung AQCplus für stabile Bauteilqualität und effizienten Ressourceneinsatz. Ferner werden auf einer weiteren PX Medizinteile produziert und mit dem neuen LRXplus SE per Seitenentnahme abgelegt. Ergänzt wird der Messeauftritt durch leistungsfähige Extrusionslösungen sowie Anwendungen zur Verarbeitung von Recyclingmaterialien. Damit zeigen wir an
verschiedenen Beispielen, wie sich Produktivität, Qualität und Wirtschaftlichkeit wirkungsvoll miteinander verbinden lassen. Zu 3: Der Fachkräftemangel wird die Industrie langfristig beschäftigen. Deshalb investieren wir konsequent in die Ausbildung junger Talente und die kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeitenden. Gleichzeitig unterstützen wir Kunden durch unsere intuitiv bedienbare MC7-Steuerung, smartOperation sowie digitale Lösungen, wie APCplus, um Produktionsprozesse zu vereinfachen und manuelle Interaktionen zu verringern. Zudem bieten wir ihnen praxisnahe Schulungsangebote, die das technische Know-how zu Maschinen, Prozessen und digitalen Anwendungen vermitteln. Wir sind überzeugt, dass Qualifikation und Wissenstransfer entscheidende Voraussetzungen für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit sind. Aus- und Weiterbildung verstehen wir daher nicht als kurzfristige Massnahme, sondern als strategische Investition in die Zukunft unseres Unternehmens und der gesamten Kunststoffindustrie.
Ihre Kunststoffabfälle – unsere Rohstoffe Wir schliessen Kreisläufe. 22
InnoRecycling AG, Hörnlistrasse 1, 8360 Eschlikon +41 71 552 56 00, info@innorecycling.ch, innorecycling.ch
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KUNSTSTOFF XTRA Lösungen aus Duroplast und Thermoplast
Wir entwickeln und produzieren für Sie erfolgreiche Lösungen aus Duroplast und Thermoplast. Technische Bauteile für den härtesten Einsatz: – Hohe Wärmeformbeständigkeit (210 ° C) – Bestes Brandverhalten (UL94, V-0, HL 3) – Höchste Chemikalienbeständigkeit – Kriechstromfestigkeit – Hohe Massgenauigkeit (H7 Passungen) – Wandstärkenunabhängige Konstruktion – Nullschwinder-Materialien (0.00 – 0.15) Erfahren Sie mehr über folgende Herstellverfahren: – Pressen – Spritzgiessen – Spritzprägen – Transfer Molding mit Elektronik ummanteln Wir verarbeiten SMC- und BMC-Duroplaste, Phenolharzmassen (Bakelite), Melamin, Epoxidharze, DAP, Harnstoffharze, ungesättigte Polyester und eine Vielzahl an technischen Thermoplasten.
FAKUMA EXPONATE
Smart, smarter, am smartesten!
Als Komplettanbieter von Lösungen für die Kunststoffverarbeitung begleitet ARBURG seine Kunden mit umfassendem Know-how auf dem Weg zur Smartest Factory. Digitale Services und Software entlang der Wertschöpfungskette tragen wesentlich dazu bei, die Performance und Effizienz zu steigern. Von innovativen Spritzgiesstechnologien samt smarten und KI-gestützten Assistenten über Automation und Turnkey-Anlagen bis hin zur digitalen Vernetzung der kompletten Produktion können die Kunden in Sachen Digitalisierung bei ARBURG aus dem Vollen schöpfen.
BOY 35 Electric mit LR 5 Compact
Maximale Automation auf minimalem Raum BOY Schweiz präsentiert auf der Fakuma 2026 eine besonders platzsparende Automationslösung: die BOY 35 Electric mit integriertem Linearroboter LR 5 Compact. Die kompakte Einheit vereint Spritzgiessmaschine und Handling in einer geschlossenen Gesamtlösung und setzt neue Massstäbe hinsichtlich Platzbedarf, Bedienkomfort und Wirtschaftlichkeit.
Auf dem ARBURG Messestand sind sechs Maschinen-E xponate zu sehen, darunter zwei elektrische Standardmaschinen A LLROUNDER TREND, ein vertikaler ALLROUNDER 475 V, eine automatisierte Fertigungszelle für Mikrospritzgiessen, ein Mehrkomponenten ALLROUNDER MORE sowie neue Robot-Systeme.
Der LR 5 Compact inklusive Förderband wird vollständig unter der Schutzhaube der BOY 35 Electric integriert. Dadurch entfällt eine zusätzliche Schutzeinhausung ebenso wie die sonst üblichen Schnittstellen EM67 und EM78. Gegenüber Anlagen mit externer Schutzeinhausung reduziert sich die benötigte Aufstellfläche von rund 5,2 m² auf lediglich 3,1 m². Gleichzeitig genügt eine Hallenhöhe von nur 2,6 Metern.
Ein Beispiel für die digital vernetzte Kunststoffteilefertigung ist «NextGen Medical Solution». Diese Fertigungszelle für Injektoren-Pens verfügt über smarte Pilot- und Assistenzfunktionen wie z. B. den «aXw Control DoEAssist» für eine strukturierte Validierung in Form direkt auf der Maschine sowie den «aXw Control MoldifeAssist» für die Werkzeugüberwachung.
Ein weiterer Vorteil ist die vollständige Integration des Handlings in die Procan ALPHA® 6 Maschinensteuerung. Die Bedienung erfolgt über eine einzige Benutzeroberfläche, wodurch die Einrichtung vereinfacht und ein durchgängiges Daten- und Fehlermanagement ermöglicht wird. Der Wegfall einer separaten Robotersteuerung senkt zudem die Investitions- und Wartungskosten.
Halle A3 Stand 3101
Mit ihrer einzigartigen Kombination aus minimalem Platzbedarf, vollständiger Integration und hoher Wirtschaftlichkeit setzt die BOY 35 Electric mit LR 5 Compact neue Massstäbe für automatisierte Spritzgiesslösungen auf kleinstem Raum.
Halle A7 Stand 7101
Halle A4 Stand 4003
Aareplast AG Industriestrasse West 19 CH-4613 Rickenbach +41 62 206 2100 info@aareplast.com www.aareplast.com
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ARBURG AG Südstrasse 15 CH-3110 Münsingen Telefon +41 31 724 23 23 Telefax +41 31 724 23 73 switzerland@arburg.com www.arburg.ch
BOY Schweiz GmbH Wyssmattstrasse 5 CH-6010 Kriens +41 76 306 12 61 info@boyschweiz.ch www.boyschweiz.ch
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FAKUMA EXPONATE
Farbe, Funktion & Flexibilität
KUNSTSTOFF XTRA HASCO Innovationen live auf der Fakuma
Ingenieurbureau DR. BREHM AG Ihr Peripherie Spezialist für die Kunststoff verarbeitende Industrie. Besuchen Sie unser Verkaufsteam am Stand unserer Partner! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Halle A3 Stand 3102 PiovanGroup Materialhandling (Trocknen, Fördern, Dosieren, Mischen)
Color Technik AG verbindet polymerspezifische Rezepturkompetenz mit kurzen Wegen, kleinen Chargen und besonderem Know-how bei Hochtemperaturpolymeren. Ein wesentlicher Teil dieses Ansatzes ist die Flexibilität bei den Mengen. Polymerspezifische Masterbatches fertigt Color Technik bereits ab einem Kilogramm, Compounds ab zehn Kilogramm. Für Entwicklungsprojekte, Kleinserien, Sonderfarben oder technisch anspruchsvolle Anwendungen ist das ein wichtiger Vorteil. Gerade dort, wo Standardprodukte nicht ausreichen, zählen kurze Wege und eine enge Abstimmung zwischen Entwicklung, Produktion und Kunde. Farben können nach Kundenvorlage sowie nach RAL-, NCSoder Pantone-Referenzen eingestellt werden. Das Spektrum reicht von deckenden und transparenten Farbtönen bis zu Effektfarben und Kombi-Masterbatches. Besondere Kompetenz besitzt Color Technik bei anspruchsvollen Polymeren. Auf einer dafür ausgelegten Anlage können Hochtemperaturkunststoffe bei Verarbeitungstemperaturen bis etwa 400 ° C compoundiert und kundenspezifisch eingefärbt werden. Dazu zählen unter anderem PEEK, LCP und weitere Hochleistungskunststoffe.
Z9910/… Z9911/… Temperierfilter – für saubere Temperiermedien und stabile Prozesse
Halle B1 Stand 1104 technotrans solutions GmbH Kühlgeräte, Kühlanlagen, Kühlsysteme Temperiergeräte Wärmerückgewinnung Wasseraufbereitung und Behandlung
Halle B1 Stand 1108 Rapid Granulator AB Effektives und rentables Recycling Ihrer Kunststoffabfälle
Halle B3 Stand 3211 Siloanlagen Achberg GmbH & Co.KG Produkte für die Lagerung und das Handling von Schüttgütern
Ein stabiler Spritzgiessprozess erfordert saubere Termperiermedien, die frei von Verschmutzungen wie Rostpartikeln, Spänen oder Ablagerungen sind. Der Temperierfilter Z9911/... hält diese Verunreinigungen zuverlässig zurück. Werkzeug und Peripherie werden nachhaltig geschützt und ungeplante Stillstände reduziert. So bleiben die Durchflussraten und Werkzeugtemperierung konstant und der Wartungsaufwand wird reduziert. Der herausnehmbare Siebeinsatz Z9911/... ermöglicht eine schnelle Reinigung und Austausch, ohne aufwendige Demontage des Temperierkreislaufs. – Konstante und effiziente Temperierung – Saubere Kühlkreisläufe – Flexible Anpassung an den Verschmutzungsgrad – Drei verfügbare Siebdurchmesser – Wiederverwendbar Besuchen Sie uns A2-2202.
Halle A4 Stand 4108
Halle B1 Stand 1106 M.B. Conveyors srl
Halle A2 Stand 2202
Förderbänder, Separatoren, Dispenzer, Kartonieranlagen und komplette Bevorratungssyteme
Color Technik AG Parkweg 5 CH-9443 Widnau +41 71 761 00 78 info@colortechnik.swiss www.colortechnik.swiss
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Lettenstrasse 2 CH-6343 Rotkreuz +41 41 790 41 64 info@brehm.ch, www.brehm.ch
HASCO Hasenclever GmbH + Co KG Römerweg 4 D-58513 Lüdenscheid +49 23 51 957-580 info.ch@hasco.com www.hasco.com
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KUNSTSTOFF XTRA Der neue Flow-6
FAKUMA EXPONATE
Perfekter Schnitt auch bei weichen Kunststoffen
Mit dem Flow-6 erweitert HB-Therm die Series 6 um einen Durchflussmesser und -regler für die präzise Überwachung und Regelung von Temperierkreisläufen. Die individuelle Erfassung jedes Kreises schafft Transparenz, erhöht die Prozesssicherheit in der parallelen Werkzeugtemperierung und steigert die Effizienz in der Spritzgussproduktion. Das hochgenaue Ultraschall-Messverfahren erfasst bereits kleinste Durchflüsse ab 0,4 l / min und deckt mit bis zu 40 l / min pro Kreis ein breites Anwendungsspektrum ab. Dadurch liefert der Flow-6 zuverlässig präzise Messwerte bei sehr geringen ebenso wie bei hohen Durchflüssen. Der Flow-6 ist als reiner Durchflussmesser oder als Durchflussregler mit integrierten Proportionalventilen erhältlich. Die robuste Edelstahlkonstruktion, die kompakte Bauweise sowie die einfache mechanische und digitale Integration über OPC UA ermöglichen einen vielseitigen Einsatz. Der Flow-6 basiert auf derselben bewährten Technologie wie die Thermo-6 Temperiergeräte. Dazu gehört auch die einzigartige lebenslange Garantie auf die Messstrecken, die Kernkomponente jedes Durchflussmessers, und damit ein Höchstmass an Investitionssicherheit.
Halle A4 Stand 4205
Smart Control sorgt bei den Mühlen von Hellweg für eine optimierte Schneidleistung, einen minimierten Energieverbrauch und eine kontinuierlich verfügbare Übersicht über den Zustand der Maschinen. Damit zeigt das Unternehmen seine Innovationskraft. Ein traditionelles Qualitätsmerkmal ist der echte Scherenschnitt, der das aufgegebene Material sauber zertrennt. Das Ergebnis ist perfektes, homogenes, staubarmes Mahlgut mit enger Korngrössenverteilung und gleichmässiger, glattkantiger Geometrie bei Mahlgraden von 1 bis 50 mm. Dies sind elementare Voraussetzungen für einen problemlosen Materialeinzug im nachfolgenden Recyclingprozess. Und dank des minimalen Feinanteils bleibt mehr verwertbares Material erhalten. Selbst landläufig als besonders herausfordernd geltende weiche Kunststoffe wie TPE stellen kein Problem dar. Eine zusätzliche, energieverbrauchende Kühlung des Materials oder der Mühle ist dabei nicht erforderlich. Dies belegen vielfältige Versuche im hauseigenen Technikum und praktische Erfahrungen mit Kundenmaterial. Wer dies live erleben möchte, ist eingeladen, Muster seines «problematischen» Materials mit auf den Fakuma-Messestand zu bringen. Dort stehen zwei Schneidmühlen bereit, um zu überzeugen.
Halle A1 Stand 1005
Heisskanal-Lösungen für alle Branchen
Oerlikon HRSflow präsentiert seine branchenübergreifende Kompetenz in der Heisskanaltechnik, darunter zukunfts weisende Neuentwicklungen, Lösungen zur Herstellung dickwandiger Kosmetik-Tiegel, ein neues System zur Vermeidung von Halos auf Bauteiloberflächen, ergänzt durch Live-Anwendungen an den Ständen von Fanuc (A7–7304), Haitian (B1–1205) und Wittman (B1–1204). Das nadellose STARgate HRS™-Düsen konzept, basierend auf einem mechanisch bewegten Zentralverschluss (Bild), ist erfolgreich in den Markt eingeführt. Es ermöglicht schnelle Farbwechsel, optimale Kühlleistung, geringere Wandstärken und Bauteilgewichte sowie eine Zykluszeitverkürzung. Optimierte Nadelverschlussdüsen der neuen Xp-Serie zeigen eine präzise thermische Düsen-Regelung in Kombination mit einer neuen Endring-Lösung. Sie ermöglichen eine optimale Spritzgiessqualität bei dicken, glasklaren Bauteilen mit Schussgewichten bis zu 70 g, auch aus recycelten Materialien. Die kompakte Lösung GLOW HRS für das direkte Anspritzen hochwertiger Formteile aus amorphen Kunststoffen wurde entwickelt, um störende Halo-Effekte im Anspritzbereich zu vermeiden und die Prozesseffizienz bei der Herstellung grossformatiger Teile mit Class-A-Oberflächen zu steigern.
Halle A1 Stand 1211
HB-Therm AG Muhammed Kakis Piccardstrasse 6 CH-9015 St.Gallen +41 71 243 65 49 marketing@hb-therm.ch www.hb-therm.com
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Hellweg Maschinenbau GmbH & Co. KG Vennstrasse 10 D-52159 Roetgen Telefon +49 2471 4254 Telefax +49 2471 1630 www.hellweg-granulators.com info@hellweg-maschinenbau.de
HRSflow GmbH Am Prime-Parc 2A D-65479 Raunheim grit.reifer@oerlikon.com www.hrsflow.com
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FAKUMA EXPONATE
ColorForm und smarte Produktion
Mit dem neuen Mehrfarben-Mischkopf des ColorForm-Verfahrens präsentiert K raussMaffei auf der Fakuma 2026 eine wegweisende Entwicklung für die wirtschaftliche Herstellung hochwertiger Sicht oberflächen. Mehrere Farben stehen gleichzeitig am Mischkopf bereit und können während des Produktionsprozesses automatisch ausgewählt werden. Manuelle Umrüstungen entfallen, Rüstzeiten werden reduziert und die Variantenvielfalt steigt. ColorForm kombiniert Spritzgiessen, Polyurethan-In-Mold-Coating und Automation und ermöglicht die Herstellung von Bauteilen mit Premiumoberflächen direkt im Werkzeug. Weitere Highlights am KraussMaffei Stand sind die neue vollelektrische PX mit einer besonders kompakten Produktionszelle und dem platzsparenden Seitenentnahmeroboter LRXplus SE. Die Lösung vereint hohe Dynamik, maximale Zugänglichkeit und eine geringe Stellfläche für effiziente Produktionskonzepte. Mit AQCplus zeigt KraussMaffei zudem eine neue digitale Lösung zur autonomen Qualitätsregelung, die das Bauteilgewicht in Echtzeit überwacht und Prozessabweichungen autonom ausgleicht. Ergänzt wird der Messeauftritt durch weitere Innovationen aus Spritzgiesstechnik, Automation, Digitalisierung und Extrusion.
Effizienz und Flexibilität im Fokus
Vollelektrische Effizienz auf Höchstniveau
Höhere Prozesssicherheit, weniger Energieverbrauch und maximale Flexibilität: Welche wegweisenden Exponate der MAAG Group revolutionieren dieses Jahr die Highlights der Fakuma in Friedrichshafen?
Schneller, effizienter, vollelektrisch: Netstal bringt mit der neuen Elion 3200 CAP energieeffiziente Hochleistung in die Getränkeverschlussproduktion. Auf der Fakuma zeigt die Maschine der neuesten Generation, was in ihr steckt: 72 Verschlüsse (26 mm) entstehen in nur 1,8 Sekunden Zykluszeit.
Mit der extrex6 EC präsentiert MAAG die erste Zahnradpumpe, die speziell für die kontinuierliche Förderung von Hart-PVC (Polyvinylchlorid) ausgelegt ist. Die Neuentwicklung adressiert die thermische Empfindlichkeit des Materials durch eine spaltfreie Konstruktion ohne Toträume. Dies verhindert das Anhaften und Verweilen des Materials in der Pumpe, wodurch die thermische Belastung signifikant reduziert und dem Risiko einer Zersetzung entgegengewirkt wird. Die gleichmässige, druckstabile Förderung entlastet den Extruder im Betrieb. Je nach Anwendung lässt sich dadurch entweder der Materialdurchsatz steigern oder bei konstantem Durchsatz eine Energieeinsparung von bis zu 50 % im Extruder erzielen. Zudem ermöglicht die Konstruktion eine optimierte Temperaturführung im Schmelzeprozess. Da dies die thermische Belastung des Materials senkt, kann der Einsatz teurer Stabilisatoren teilweise reduziert werden, was einen direkten wirtschaftlichen Vorteil für den Verarbeiter bedeutet.
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Die Elion 3200 CAP verbindet eine neue elektrische Schliesseinheit (3.200 kN) mit dem elektrischen Spritzaggregat 2000. Die optimierte Kniehebelgeometrie ermöglicht schnelle Zykluszeiten, während die verbesserte Krafteinleitung die Steifigkeit der Aufspannplatte erhöht. Das Resultat: hohe Dynamik, stabile Prozesse und maximale Verfügbarkeit bei gesenktem Energiebedarf. Das optimal abgestimmte Spritzaggregat garantiert mit synchronisierten Spindeln und der einzigartigen kraftabhängigen Druckumschaltung selbst bei sehr kurzen Zyklen hochpräzise Schussgewichte. Effiziente Servoantriebe und eine intelligente Lastverteilung senken Kosten, CO2-Emissionen und den Energieverbrauch um bis zu weitere fünf Prozent. Netstal modernisiert den Elion-Baukasten konsequent: Neu sind Schliesseinheiten mit 3.200 und 4.200 kN sowie das Spritz aggregat 2000. Bis Sommer 2027 folgen 2.200 kN und das Aggregat 940. Zusammen mit bewährten hybriden Optionen hat der Kunde die Wahl: Die Elion lässt sich bis 4.200 kN flexibel vollelektrisch oder hybrid auf die eigenen Anforderungen abstimmen.
Halle A6 Stand 6202
Halle A7, Stand 7303
Krauss-Maffei (Schweiz) AG Grundstrasse 3 CH-6343 Rotkreuz +41 41 799 71 80 info-ch@kraussmaffei.com www.kraussmaffei.com
KUNSTSTOFF XTRA
Halle B3 Stand B3-3119
Maag Pump Systems AG Aspstrasse 12 CH-8154 Oberglatt +41 44 278 82 00 welcome@maag.com www.maag.com
NETSTAL Maschinen AG Tschachenstrasse 1 CH-8752 Näfels +41 55 618 6111 info@netstal.com www.netstal.com
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KUNSTSTOFF XTRA Pyrometer für Laserschweissen klar-zu-klar
FAKUMA EXPONATE
Standard2: Präzision trifft auf Vielseitigkeit
Von der Idee bis zur Lieferung
Bild Standard2_Series.jpg © RINCO ULTR ASONICS AG
An der Fakuma zeigt ProByLas die modularen Lasermaschinen zum Schweissen von Kunststoffen mit Live-Demo des Schweissprozess. Einerseits werden die schlüsselfertigen kompakten Turnkey S und das grössere Turnkey M vorgeführt und anderseits die Modula Komponenten zur Integration in Sondermaschinen. Erstmals gezeigt wird ein Pyrometer zur Prozess- und Qualitätsüberwachung beim Schweissen mit langen Wellenlängen. Die langen Wellenlängen von 1’650 – 2’000 nm kommen gegenüber der klassischen Wellenlänge 980 nm zum Einsatz, wenn kein zusätzlicher Farbstoff dem Kunststoff beigemischt werden kann um den Laser zu absorbieren. Am häufigsten sind dies medizintechnische Anwendungen, die dann die Eigenabsorption bei den längeren Wellenlängen ausnutzen. Mit dem Pyrometer kann die Wärmestrahlung aus der Schweissnaht berührungslos gemessen und ausgewertet werden. Da die Wellenlängen dieser Infrarotstrahlung aus der Schweissnaht schon relativ nahe bei den längeren Laserwellenlängen liegen, muss das Pyrometersignal gut gefiltert werden um nicht von der Laserstrahlung überblendet zu werden. An der Messe wird das Pyrometer in einem Turnkey S beim Schweissen von transparenten PP- und TPU-Folien live gezeigt.
Die neue Ultraschallschweissmaschine Standard2 mit pneumatischem Antrieb überzeugt durch Vielseitigkeit und Prozesssicherheit. Sie eignet sich zum Schweissen, Schneiden und Stanzen thermoplastischer Formteile, Non-wovens, Textilien und Folien sowie zum Einbetten von Metallen in Kunststoff. Prozessüberwachung, Datenspeicherung, Benutzermanagement und Audit Trail ermöglichen zuverlässige Qualitätssicherung und lückenlose Rückverfolgbarkeit. Die beste Wahl fürs Stanzen Beim Stanzen sorgen Pneumatikantrieb, verstellbare Amplitude, präzise Druckregulierung sowie Kontaktabschaltung mit Zeitund Energieüberwachung für saubere, reproduzierbare Ergebnisse. Unschlagbar für Interlock-Anwendungen Bei Interlock-Anwendungen gleicht der pneumatische Antrieb Material- und Dickenschwankungen zuverlässig aus. Ineinandergreifende Werkzeugstrukturen erzeugen eine dreidimensionale, hochfeste Schweissnaht. Das ermöglicht schmale Nähte und Materialeinsparungen bei gezieltem Energieeintrag durch Ultraschall statt flächiger Wärmeeinwirkung wie beim Heisssiegeln. Entdecken Sie die neue Standard2 sowie unsere neusten Generatoren und Vorschübe für die Automation live.
ProByLas AG Technopark Luzern, Platz 4 CH-6039 Root D4 +41 41 541 9170 info@probylas.com www.probylas.com
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Der eigene Werkzeugbau bringt Konstruktion und Fertigung eng zusammen und ermöglicht Anpassungen direkt im Haus. Silac verfügt zudem über ein breites Knowhow in Druck und Beschriftung – von Tampon- und Siebdruck bis Digitaldruck und Laserbeschriftung. Auch nachhaltige Materialien und Kreislaufwirtschaft gehören zur Silac-Kompetenz. Silac ist nach ISO 14001 und ISCC PLUS zertifiziert. Als Schweizer Familienunternehmen verbindet Silac seit 1942 technische Erfahrung mit kurzen Entscheidungswegen und eingespielten Prozessen. Die Kunden kommen aus folgenden Branchen: Lebensmittel, Kosmetik & Gesundheit, Elektro, Freizeit & Sport, Maschinenund Apparatebau, Möbel sowie Bau.
Wir freuen uns auf Sie!
Halle A4 Stand 4006
Silac begleitet Kunststoffprojekte über die gesamte Prozesskette: von Beratung und Entwicklung über den eigenen Werkzeugbau und die Produktion bis zu Druck, Veredelung, Montage, Verpackung und Logistik. Die enge Verzahnung der einzelnen Prozessschritte erleichtert die Abstimmung und schafft kurze Wege im Projekt. Silac verarbeitet Thermoplaste, Duroplaste und 2K-Lösungen.
Halle A4 Stand A4-4130
RINCO ULTRASONICS AG Industriestrasse 4 CH-8590 Romanshorn TG +41 71 466 41 00 info@rincoultrasonics.com www.rincoultrasonics.com
Halle B4 Stand 4103
Silac AG Euthalerstrasse 40 CH-8844 Euthal +41 55 418 44 00 info@silac.ch www.silac.ch
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FAKUMA EXPONATE
SKZ – Wegbereiter für die Kunststoffindustrie
Loadmatik: das intelligente Fördersystem
Produktprüfungen, Analysen und Gutachten – wir sind Ihr verlässlicher Partner in allen Fragen der Kunststoffprüfung. Wir unterstützen Ihre Produktpolitik und liefern wertvolle Argumente für Ihre Absatzmärkte.
Loadmatik ist das intelligente Fördersystem, das den Anlagenbetrieb automatisch steuert und stets maximale Leistung gewährleistet. Dank seiner exklusiven KI-Technologie, die Modelle des maschinellen Lernens integriert, handelt es sich um eine zukunftsweisende Lösung, die jede Phase des Prozesses optimiert und einen Generationswechsel in der Granult-Fördertechnik einleitet. Loadmatik besteht aus drei exklusiven Technologien:
Ausserdem stehen wir Ihnen für individuelle Management-Zertifizierungen zur Seite – Die beste Grundlage für Leistungsfähigkeit und wirtschaftlichen Erfolg Ihres Unternehmens. Als renommierter Bildungspartner der Kunststoffindustrie erhalten Sie mit unseren Weiterbildungsangeboten und Tagungen einen umfassenden Blick auf Kunststoffe und deren Verarbeitung sowie Themen der Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Als anerkannte Kursstätte des DVGW bieten wir branchenspezifische und praxisorientierte Lehrgänge mit entsprechender und anerkannter Qualifikation nach DVS-, DVGW-, AGFW-bzw. EN-Richtlinien an. Im Bereich Forschung und Entwicklung richten wir in Projekten mit direktem Praxisbezug den Blick klar nach vorn: von Materialien über Produktionsprozesse und Bauteileigenschaften bis hin zur Bewertung von Prozessen und Produkten unter ökonomischen und ökologischen Aspekten. Die Fördergemeinschaft für das Kunststoff-Zentrum FSKZ e. V. bildet das Dach des SKZ mit mehr als 400 Mitgliedern.
– Der Smart-Server «One Wire 6 Plus» überwacht und steuert die Förderparameter, ohne dass ein Eingriff des Bedieners erforderlich ist. – Der innovative Empfänger «X-Loader» unterstützt aktiv die automatische Erfassung der Füllstände und erkennt sowie passt die Systemparameter mithilfe der integrierten «Sentry+»-Technologie in Echtzeit an. – «KruiseKontrol» regelt die Granulatgeschwindigkeit und verhindert so die Bildung von «Engelshaar» und Staub. Sobald Quelle und Ziel festgelegt sind, berechnet das System die Parameter selbstständig, unabhängig von Entfernung oder Menge. Der daraus resultierende Nutzen ist greifbar: – Maximierung der Betriebseffizienz der Anlage. – Verhinderung von «Engelshaar-Bildung»Verunreinigungen und Abrieb. – Reduzierung von ausserplanmässigen Wartungsarbeiten und den damit verbundenen Kosten.
KUNSTSTOFF XTRA Hochwertige PCR-Compounds
Ravapura® ist eine neue Familie nachhaltiger Compounds mit QA-CER-zertifiziertem PCR-Anteil (Post-Use- und Post-Consumer-Rezyklat) mit konstant hoher Qualität. Damit können Anwender ihre Nachhaltigkeitsziele ohne Kompromisse bei der Verarbeitbarkeit, dem Aussehen, den mechanischen Eigenschaften oder den Spezifikationen des Endprodukts erreichen. Die Ravapura PE-Typen im Portfolio von Ultrapolymers basieren auf LDPE oder LLDPE. Sie zeichnen sich durch ihre sehr gute Verarbeitbarkeit und gleichbleibende mechanische Eigenschaften aus, sind in vielen Farben verfügbar und auch zum Selbsteinfärben geeignet. Darüber hinaus erfüllen sie die Anforderungen von RoHS/REACH und ISO 14021:2016. Typische Anwendungen sind flexible Primärverpackungen im Non-Food-Bereich sowie Sekundär- oder Tertiärver packungen wie Schrumpffolien, Standbeutel oder Schäume. Darüber hinaus eignen sich Ravapura-Typen auf PP-Basis für Haushaltsartikel und weisse Ware, ABS-Typen für Elektrogeräte und Einrichtungselemente, PS-(HIPS)-Typen für Haushaltswaren und Elektroanwendungen. Wo die Standardtypen individuellen Anforderungen nicht entsprechen, entwickelt Ultrapolymers in enger Zusammenarbeit mit Ravago kundenspezifische Typen nach Mass.
– Geringerer Energieverbrauch.
Halle B3 Stand B3-3000
SKZ – Das Kunststoff-Zentrum Friedrich-Bergius-Ring 22 D-97076 Würzburg +49 931 4104-0 info@skz.de www.skz.de
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– Schonende Förderung des Materials
Thomatech GmbH Wyssmattstrasse 5 CH-6010 Kriens +41 41 780 01 50 info@thomatech.ch www.thomatech.ch
Halle B3 Stand 3208
Halle A5 Stand 5211
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KUNSTSTOFF XTRA Batteriedisplay in perfekter Optik
Ladestecker, Sensorgehäuse und Funkmodule: Wenn es um Kunststoffgehäuse und –bauteile mit stromführenden Elementen geht, kann Weiss Kunststoffverarbeitung umfassende Kompetenz vorweisen. Jetzt kommt ein spannendes neues Projekt aus der Energiespeicherung hinzu – und wird auf der Fakuma gezeigt. Für die modulare Lithium-Eisenphosphat-Batterie eines deutschen Herstellers, die u.a. in Yachten und Wohnmobilen zum Einsatz kommt, fertigt Weiss die Bediener-Schnittstelle, die technisch und optisch höchste Ansprüche erfüllt. In einer Kunststoffblende befindet sich ein hinterleuchtetes Display: eine schwarze Folie, die per «Touch» bedient wird. Die Folie wird im In-mould-labelling-Verfahren (IML) hinterspritzt, wobei ein glasklares Polycarbonat mit Flammschutzausrüstung verwendet wird. Eine besondere Herausforderung bestand darin, Farbe und Finish der Blende an die sehr matte Oberfläche des Gehäuses – das aus Kunststoff mit Rezyklat- und Glasfaser anteilen gefertigt wird – anzupassen. Vom Ergebnis können sich die Fakuma-Besucher überzeugen. Foto: © BOS Balance of Storage AG
Halle A5 Stand 5212
Smart Choices, Smart Savings
WITTMANN auf der Fakuma 2026 Die diesjährigen Messehighlights von WITTMANN stehen konsequent im Zeichen von Effizienz und nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit.
INDUSTRIEKÄLTEANLAGEN
Energie sparen. Material einsparen. Produktionszeit reduzieren. Flächenbedarf minimieren. Erstmals wird das vollständige Spektrum der Primus Produktfamilie im Live-Betrieb präsentiert – von Peripheriegeräten über integrierte Automatisierung bis hin zur EcoPrimus Spritzgiessmaschine.
TIEFTEMPERATURTECHNIK
Im Bereich Automatisierung zeig t W ITTMANN, wie sich durch durchdachte Systemlösungen Produktionsflächen signifikant optimieren lassen – bei gleichzeitig hoher Prozesssicherheit und Flexibilität.
KÄLTETECHNIK FÜR EXTREME EINSATZFÄLLE
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Smart Recycling als integraler Bestandteil einer ressourceneffizienten und zukunftsfähigen Produktion im Sinne der Kreislaufwirtschaft.
STEUERUNGSTECHNIK
Mit dem KI-gestützten Assistenzsystem AIM4Help haben Besucher zudem die Möglichkeit, technische Fragestellungen direkt vor Ort effizient und praxisnah zu adressieren. Erleben Sie WITTMANN auf der Fakuma 2026 und gewinnen Sie konkrete Ansätze, wie sich durch intelligente Systementscheidungen nachhaltige Einsparpotenziale realisieren lassen.
WASSERAUFBEREITUNG
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WITTMANN Kunststofftechnik AG Benknerstrasse 74 CH-8722 Kaltbrunn +41 55 293 40 93 info@wittmann-group.ch www.wittmann-group.com
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KUNSTSTOFF XTRA
Verarbeitung
Neubau schafft Flexibilität und Effizienz
Wago realisiert Zukunftsprojekt Im April dieses Jahres konnte Wago, Spezialist für elektrotechnische Verbindungen, eine neue Produktionshalle in Domdidier in Betrieb nehmen. Der Erweiterungsbau ist Teil einer langfristigen Strategie, mit welcher der Standort Schweiz im internationalen Produktionsverbund der Wago-Gruppe weiter gestärkt werden soll.
Marianne Flury Der Neubau der Wago Contact SA in Domdidier ist mehr als eine Kapazitätserweiterung. Neben zusätzlichem Platz schafft die neue Produktionshalle die Möglichkeit, die Fertigung stärker auf zukünftige Anforderung auszurichten. Ein zentrales Element der Erweiterung war die Verlagerung der Kunststoffspritzerei in den Neubau. «Dieser ist so designt, dass er auch für andere industrielle Zwecke genutzt werden kann», erklärt Andreas Petersen, stellvertretender Werksleiter bei Wago. Die bisherige Produktionsfläche stiess aufgrund der begrenzten Deckenhöhe an technische Grenzen, da sich dort grössere und leistungsfähigere Maschinen nicht installieren liessen. Insgesamt erstreckt sich der Neubau über total 11 000 m2 über die verschiedenen Stockwerke. Die reine Maschinenstellfläche beträgt über 4500 m2. Den Rest der Fläche teilen sich Logistikkorridore, Lagerräume, Materialaufbereitung, Werkzeugunterhalt und Büros. Das Besondere an der Produktionshalle ist, dass sie säulenlos realisiert, wurde. Aktuell wird zunächst nur ein Teil der Produktionsfläche genutzt. Weitere Maschinen sollen schrittweise installiert werden, entsprechend der künftigen Entwicklung des Standorts. «Im Moment haben wir 91 Maschinenstellplätze, die mit der nötigen Spritzguss-Infrastruktur bestückt sind, damit ist etwas mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Produktionsfläche genutzt», weist Petersen auf die noch vorhandenen Reserven hin. Auf der frei gewordenen Fläche in den alten Gebäuden hat die Montage ihren neuen Platz gefunden. Das Gebäude wurde saniert und an die aktuellen Bedürfnisse angepasst. «Wir haben die Hallen fit für die neuen Montageautomaten gemacht. 30
Stefan Imhof (l.) und Andreas Petersen vor einem automatischen Kupplungsbahnhof (Bilder: Marianne Flury)
Ein Beistelltrockner am Stellplatz
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Verarbeitung
entschieden wir uns für Moretto als Lieferanten. Wir waren überzeugt, mit dem Unternehmen den richtigen Partner für die Konzeption und Realisierung einer Anlage dieser Grössenordnung und Komplexität gefunden zu haben», so Petersen. «Eine besondere Herausforderung bei diesem Projekt war die Vernetzung der zahlreichen Peripheriegeräte zu einem durchgängigen Gesamtsystem. Materiallagerung, Fördertechnik, Dosier- und Mischsysteme, Granulattrocknung sowie das übergeordnete Managementsystem mussten nahtlos
zusammenspielen. Entsprechend wurden sämtliche Komponenten auf die spezifischen Anforderungen von Wago abgestimmt», erläutert Stefan Imhof von Thomatech, der Schweizer Vertretung von Moretto. Besonders hervorzuheben sind die Dimensionen des Neubaus und der Materialanlage. Insgesamt wurden rund 6,5 Kilometer Materialleitungen sowie etwa 700 Meter Vakuumleitungen installiert. Das Projekt ist damit nicht nur eine bedeutende Referenzanlage für Moretto, sondern auch ein richtungsweisendes Investitionsprojekt für Wago.
221 Durchgangsverbinder mit orangem Hebel, und die neue Serie Green Range (Bild: Wago)
So musste beispielsweise die gesamte Lüftung modernisiert werden. Ein Teil der neuen Automaten dient der Kapazitätserweiterung, ein weiterer Teil ist für neue Produkte vorgesehen, die erst künftig auf den Markt kommen werden», erläutert Petersen den Nutzungszweck der früheren Produktionshallen. Architektonisch auffällig ist die Passerelle, die das alte Gebäude mit dem Neubau verbindet. Sie verbindet über die Kantonsstrasse die Kunststoffteile-Produktion mit der Montage und dem Lager, aber auch mit der Auslieferung. «Alles, was wir hier produzieren, wird auf der anderen Seite montiert», bringt Petersen den Ablauf auf den Punkt.
Der Fokus lag auf der Flexibilität in der Produktion «Von Anfang an stand für uns das Ziel im Vordergrund, eine Produktion mit grösstmöglicher Flexibilität zu schaffen. Dabei kam uns zugute, dass wir die seltene Gelegenheit hatten, einen Neubau auf der grünen Wiese zu realisieren. Anders als bei bestehenden Produktionsstandorten konnten wir die gesamte Infrastruktur konsequent entlang optimaler Produktions- und Materialflüsse planen», erklärt Petersen. Ein zentraler Baustein war die Materialaufbereitung mit der Lagerung in Innensilos, den Dosier- und Mischsystemen, der Granulattrocknung sowie der vollautomatisierten Granulatförderung. Ebenso wichtig war ein durchgängiges Monitoring mit Prozessvisualisierung. Gleichzeitig legte Wago Wert auf einen modularen Aufbau, damit sich die Anlage auch künftig flexibel erweitern lässt. «Nach einer intensiven Evaluationsphase
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Verarbeitung
Innensilos für die Rohmaterialbereitstellung
Für Andreas Petersen steht jedoch nicht allein die technische Leistung im Vordergrund, sondern vor allem das gemeinsam Erreichte: «Wie bei Projekten dieser Grössenordnung üblich, waren auch hier verschiedene Herausforderungen zu bewältigen. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen und Lösungen finden. Genau das ist uns gelungen. Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich das Ergebnis einer starken Teamleistung und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit.»
Stärkung des Standortes durch Diversifikation Die positive Entwicklung des Standorts ist auch auf die gezielte Erweiterung des Produktportfolios in den vergangenen Jahren zurückzuführen. Mit der Integration zusätz-
licher Produktfamilien, darunter Teile der Baureihe 221, einer der erfolgreichsten Produktreihen innerhalb der Wago-Gruppe, konnte das Werk seine Marktposition weiter stärken und sich breiter aufstellen. Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der Federklemmtechnik. Die Firmengründer erkannten früh deren Potenzial und prägten mit dem Prinzip «Klemmen statt Schrauben» die Entwicklung des Unternehmens nachhaltig. Die patentierte Federklemmtechnik bildet bis heute die Basis vieler Wago-Produkte. Dazu zählen auch die Verbindungsklemmen der Baureihe 221. «Diese transparenten Klemmen mit dem charakteristischen orangefarbenen Hebel, die mittlerweile auch in einer Variante aus biozirkulärem Kunststoff
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mit grünem Hebel erhältlich sind, kennen praktisch alle Elektrikerinnen und Elektriker in der Schweiz», erklärt Petersen.
Kontakt Wago Contact SA Route de l’Industrie 19 CH-1564 Domdidier http://www.wago.ch Vertretung von Moretto in der Schweiz: Thomatech GmbH Wyssmattstrasse 5 CH-6010 Kriens +41 41 780 01 50 info@thomatech.ch www.thomatech.ch n
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Messe Frankfurt Group
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Verarbeitung
Mikrospritzguss
Kleinste Teile, maximale Präzision Neue Anwendungen in der Medizintechnik, der Automobilelektronik und in weiteren Branchen führen zu einer steigenden Nachfrage nach Kleinstbauteilen aus Silikon. starlim, der weltweit grösste Verarbeiter von FlüssigSilikon, ist vorbereitet. Am Stammsitz im oberösterreichischen Marchtrenk widmet sich eine eigene Abteilung dem Micro Molding – ausgerüstet mit MicroPower Spritzgiessmaschinen von Wittmann und einem eigenen Reinraum.
Susanne Zinckgraf ¹ «Alles unter zehn Milligramm Bauteilgewicht ist für uns Mikro», sagt Dominik Kreuzmayr und reicht zwei Musterteile, einen O-Ring und ein Bauteil für ein Hörgerät, am Besprechungstisch während unseres Besuchs in Marchtrenk in die Runde. Kreuzmayr ist Teamleiter im Marketing und hat die Micro Molding Abteilung damals intern aufgebaut. Er weiss: eine allgemein gültige Definition für Mikrospritzguss gibt es nicht. Die Einordnung bei starlim basiert auf langjähriger Erfahrung und dem tiefen Verständnis des Materialverhaltens in sehr feinen Werkzeugstrukturen. Denn hier gelten ganz eigene Gesetzmässigkeiten. Beide Mikroteile sind in einem transparenten Beutel verpackt. Mit den Abmessungen 0,7 x 0,4 mm liesse sich der O-Ring mit den Fingern nicht greifen. Er ist ein Paradebeispiel für die Präzision von in Grossserie produzierten Mikroteilen. Im direkten Vergleich zum O-Ring wirkt die Hörgerätekomponente mit den Massen 6 auf 5 auf 1 mm fast schon gross, beeindruckt dafür aber durch ihr Design. Es handelt sich um ein Zwei-Komponenten-Bauteil. Im Zentrum befindet sich eine Membran aus blau eingefärbtem Flüssig-Silikon (LSR). Diese ist eingefasst in einen stabilen, thermoplastischen Rahmen aus PBT, der die Montage im Hörgerät vereinfacht. Die Anwendung definiert die Bauteilgrösse.
Äusserst akkurate und stabile Regelung Das Hörgerätebauteil wurde in einem 1-Kavitäten-Werkzeug auf einer vollelektrischen MicroPower Spritzgiessmaschine produHead of Strategic Marketing, W ittmann Tec Group GmbH, Wien
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Die MicroPower vereint alle Prozesskomponenten auf äusserst kompaktem Raum. (Bilder: Wittmann)
ziert. «Für die Industrialisierung gehen wir hoch auf vier Kavitäten», erklärt Kreuzmayr. 16 Kavitäten wären schon zu viel, denn wenn es auf höchste Präzision im Submillimeterbereich ankommt, ist es wichtig, dass die Kavitäten sehr nah beieinanderliegen. Die Herausforderung bei der Produktion der Hörgerätebauteile sind vor allem die engen Toleranzen im Bereich der Sicke auf dem Membrankörper. «Wir müssen uns hier auf die Regelgenauigkeit der Spritzgiessmaschine verlassen können, denn im Gegen satz zum Spritzgiessen grösserer Bauteile hat das Restmassepolster hier keine Relevanz», betont Günter Polt, Anwendungstechniker im Bereich Mikrospritzguss bei starlim. Polt arbeitet seit fast 30 Jahren im Bereich Silikonspritzguss. Als er vor einigen Jahren in die Abteilung Micro Molding wechselte, war das «schon ein Schock», wie er mit einem Augenz winkern verrät. «Mit blossem Auge kann man die Qualität der Bauteile nicht beurteilen. Das geht oft nur unter dem Mikroskop.» «Die MicroPower Maschinen überzeugen durch eine aussergewöhnliche Präzision in der Umsetzung sämtlicher Einstellparameter», betont Kreuzmayr. «Diese extrem feinfühlige Dynamik kombiniert mit einer
hochstabilen, absolut akkuraten Regelung setzt neue Massstäbe – hier denkt man wirklich neu über Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit nach.» Bei den Hörgerätebauteilen entscheidet die hohe Abformpräzision nicht nur über einen effizienten Montageprozess. Viel wichtiger ist die Präzision bei dieser Anwendung für die exakte Tonwiedergabe. Die Toleranzen liegen bei plus/minus zwei Mikrometern bezogen auf das fertige Zweikomponentenbauteil. Hierfür braucht es eine sehr genaue Einstellung und Regelung der Schliesskraft, aber auch ein sehr präzises Werkzeug.
Integrierte Qualitätskontrolle Das Werkzeug kommt aus dem hauseigenen Werkzeugbau, wo die Wurzeln der heute weltweit erfolgreichen Unternehmensgruppe liegen. 1974 hat Franz Sterner das Werkzeugbau unternehmen Sterner Werkzeugbau GmbH (vormals Franz Sterner GesmbH) gegründet. Erst zehn Jahre später wurde die Starlim Spritzguss GmbH (vormals Starlim Gummiund Kunststoffverarbeitung GmbH) ins Leben gerufen. Beide Geschäfts bereiche bilden längst eine untrennbare Einheit. Inzwischen werden nur noch für die eigene Produktion 9–10/2026
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Zwei-Komponenten-Bauteil für Hörgeräte
Werkzeuge gefertigt. Für die Kunden ein grosser Vorteil – sie bekommen aufeinander abgestimmte Lösungen aus einer Hand und profitieren vom Wissenstransfer und der integrierten Entwicklung. Erst neue Lasertechnologien und der Mikro-3D-Druck machen es möglich, Werkzeuge für so kleine Hörgerätekomponenten mit solch hohen akustischen Qualitätsanforderungen zu bauen. Für die Serienproduktion ist geplant, inline, also direkt nach dem Spritzguss noch in
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der Kavität, die schwingungstechnischen Eigenschaften der Membran zu prüfen. Das ist am effizientesten, weil sich die winzigkleinen Bauteile dort noch in einer definierten Position befinden und für die Qualitätskontrolle nicht neu ausgerichtet werden müssen. Der Werkzeugbau hat für die Schwingungsprüfung einen Schallemitter und ein Lasermesssystem in den Robotergreifer integriert. «Bei der Hörgerätekomponente haben wir dank innovativer Werkzeugtechnologie und hocheffizienter Verarbeitungstechnik wirklich einen Durchbruch geschafft», sagt Kreuzmayr.
Kompakt auf zwei Quadrat metern Produktionsfläche Die Integration weiterer Arbeitsschritte, wie die Qualitätskontrolle, wird vom Konstruktionskonzept der MicroPower besonders gut unterstützt. Auf nur zwei Q uadratmetern Stellfläche vereint die vollelektrische Arbeitszelle die mit einem Drehteller ausgerüstete Schliesseinheit, das patentierte
2-Stufen-Einspritzsystem, das Materialhandling, die Automatisierung, das Temperiergerät, die Qualitätssicherung und w eitere Prozesseinheiten. Dabei ist der Werk zeugeinbauraum mit einem Plattenabstand von 400 mm dennoch bequem zugänglich. Linearführungen gewährleisten einen hochsensiblen Werkzeugschutz und dank 5-Punkt-Präzisionskniehebel wird die Schliesskraft sehr gleichmässig in der Trennebene verteilt. «Das Design der Maschine ermöglicht es, mit dem Einspritzkolben bis zur Trennebene des Werkzeugs zu gelangen», nennt Jochen Sassmann, der als Gebietsverkaufsleiter in der Wittmann Gruppe eng mit dem Micro Molding Team bei starlim zusammenarbeitet, ein weiteres Merkmal, das zu einer hohen Verarbeitungs effizienz beiträgt. Der Anguss wird dadurch deutlich verkleinert, wenn er nicht sogar ganz wegfällt. Da sich ausvulkanisiertes LSR nicht recyceln lässt, profitiert vor allem der Silikonspritzguss von dieser materialsparenden Arbeitsweise.
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Alles rausholen, was die Maschinen bieten 15 Jahre ist es her, dass starlim die Abteilung Micro Molding gründete. Schnell kam damals eine erste Battenfeld Maschine für den Mikrospritzguss ins Haus. «Battenfeld war zu jener Zeit der Einzige, der Mikromaschinen für die industrielle Massenproduktion anbieten konnte», berichtet Kreuzmayr. «Das Maschinen konzept wurde kontinuierlich weiterentwickelt und definiert heute im Bereich Mikrospritzguss den Stand der Technik, wenn es um Präzision und Effizienz geht», sagt Sassmann. Bis heute hält die Wittmann Gruppe, zu der Battenfeld gehört, mit der MicroPower Spritzgiessmaschine ein Alleinstellungsmerkmal. Mehrere MicroPower Spritzgiessmaschinen arbeiten aktuell bei starlim in Marchtrenk, einige davon im neuen Reinraum, in dem unter anderem Präzisionsprodukte für die Augen chirurgie hergestellt werden. Alle Maschinen sind jeweils auf die Anforderungen bestimmter Produktgruppen zugeschnitten. Es gibt vollausgestattete Maschinen für den Einkomponentenspritzguss, Zwei-Komponen-
tenmaschinen und eine Verbundanlage bestehend aus zwei einzelnen über einen Roboter verketteten Maschinen. Die Verbundanlage steigert die Flexibilität. Es lassen sich sehr effizient Zwei-Komponententeile produzieren, die beiden Maschinen können aber auch unabhängig voneinander mit Einkomponenten-Werkzeugen ausgelastet werden. In Bezug auf die Automatisierung bietet das MicroPower Konzept viel Freiraum. Zusätzlich zum vertikal installierten Scara-Roboter, der fester Bestandteil der MicroPower Produktionszelle ist, lassen sich über Schnittstellen unterschiedliche Handlingsysteme – auch die Eigenentwicklungen von starlim – integrieren. Mehrkomponentenmaschine oder Verbundanlage? – Bei jedem neuen Projekt wird abgewogen, welches Produktionskonzept die höhere Gesamteffizienz erzielt. Der Anteil an Zweikomponentenprodukten liegt aktuell bei rund 40 Prozent. Er wird steigen, ist sich das Micro Molding Team bei starlim sicher. Zweikomponentenbauteile werden bereits jetzt häufiger angefragt, brauchen aber auch mehr Entwicklungszeit.
Die Massenproduktion, die im Bereich Micro Molding ursprünglich den Ausschlag für die Zusammenarbeit mit der Wittmann Gruppe gab, dominiert bis heute den Produktionsalltag in Marchtrenk. Losgrössen in Millionenhöhe sind keine Seltenheit. «MicroPower Maschinen arbeiten bei diesen extremen Anforderungen stabil und ermöglichen uns einen sicheren Prozess», sagt Dominik Kreuzmayr und betont auch die gute Zusammenarbeit mit der Wittmann Gruppe. «Wir kommunizieren auf kurzen, schnellen Wegen und haben bislang schon für jede Herausforderung gemeinsam eine Lösung gefunden. Dank unserer guten Partnerschaft können wir wirklich alles rausholen, was die Maschinen technologisch bieten.» Kontakt Wittmann Kunststofftechnik AG Uznacherstrasse 18 CH-8722 Kaltbrunn +41 55 293 40 93 info@wittmann-group.ch www.wittmann-group.com
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ColorForm-Technologie
Farbwechsel direkt im Produktionsprozess KraussMaffei treibt die Weiterentwicklung der ColorForm-Technologie konsequent voran und präsentiert zwei Innovationen für die In-Mold-Lackierung von Thermoplast-Bauteilen. Mit einem neu entwickelten Mehrfarben-Mischkopf können Farbwechsel künftig vollautomatisch direkt im Produktionsprozess erfolgen. Gleichzeitig ist es gelungen, die Schichtdicke der Polyurethan-Beschichtung auf lediglich 0,1 Millimeter zu reduzieren. Beide Entwicklungen erhöhen die Wirtschaftlichkeit und Flexibilität des ColorForm-Verfahrens und erschliessen neue Anwendungsfelder für hochwertige Sichtoberflächen.
KraussMaffei präsentiert eine neue Mischkopftechnologie für die flexible ColorFormSerienproduktion farbiger Bauteile. Mehrere Farben stehen gleichzeitig am Mischkopf bereit und können während des Produktionsprozesses ohne Austausch von Farbdüsen, ohne Wechsel von Farbmodulen und ohne Ausbau des Mischkopfs automatisch ausgewählt werden. «Mit dem neuen Mischkopf ermöglichen wir einen vollautomatischen Farbwechsel direkt im laufenden Produktionsprozess. Das schafft maximale Flexibilität, verkürzt Rüstzeiten und macht die Produktion von Varianten deutlich wirtschaftlicher», sagt René Dierkes, Head of Global Multi-Technology-Projects bei KraussMaffei.
Automatische Farbauswahl Bisher erfordert ein Farbwechsel bei ColorForm-Anwendungen einen manuellen Eingriff am Mischkopf. Farbdüsen, Farb einheiten oder Farbmodule müssen gewechselt werden. Der Prozess erfolgt
Neuer Mehrfarben-Mischkopf für automatisierten Farbwechsel (Bild: KraussMaffei).
bereits mit hoher Geschwindigkeit, erfordert jedoch weiterhin eine Unterbrechung des Produktionsablaufs. Die neue Technologie macht diesen Schritt überflüssig. Alle benötigten Farben bleiben dauerhaft am Mischkopf ange-
schlossen. Die Anlage wählt automatisch die gewünschte Farbe aus, während die übrigen Materialien weiter im Kreislauf zirkulieren. Der Farbwechsel erfolgt direkt im Prozess, schnell, zuverlässig und ohne mechanische Umrüstung.
Im Einsatz für unsere Kunden Besuchen Sie uns an der Fakuma Halle A4 Stand 4003
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Verarbeitung
Reduzierter Materialeinsatz Einen weiteren Meilenstein erreichten KraussMaffei und die Siegfried Hofmann GmbH bei der Reduzierung der PUR-Schichtdicke. Die beiden Unternehmen entwickeln die ColorForm-Technologie seit 2008 gemeinsam weiter. Nun ist es gelungen, Thermoplast-Bauteile direkt im Spritzgiesswerkzeug mit einer Polyurethan-Schicht von lediglich 0,1 Millimetern zu beschichten. Während ColorForm bislang hochwertige und kratzbeständige Oberflächen mit Schichtdicken von bis zu 0,5 Millimetern realisierte, ermöglicht die neue Entwicklung eine deutlich ressourcenschonendere Produktion bei unverändert hoher Oberflächenqualität. «Mit der Reduzierung der PUR-Schichtdicke von 0,5 auf unter 0,1 Millimeter erzielen wir einen bedeutenden Technologiesprung. Die damit verbundene Materialeinsparung von bis zu 80 Prozent reduziert die Materialkosten bei jedem einzelnen Bauteil deutlich», sagt Andreas Bierbaumer, Technology Manager bei KraussMaffei.
Durch Optimierungen bei der Bauteilfixierung, des Dichtsystems, am Vorspritzling sowie am Mischkopf konnte die PURSchichtdicke auf 0,1 Millimeter reduziert werden. Damit zeigt die gemeinsame Entwicklung von KraussMaffei und Hofmann, dass sich ultradünne PUR-Schichten prozesssicher und in hoher Qualität direkt im Spritzgiesswerkzeug realisieren lassen. «Wir zeigen mit dem Entwicklungswerkzeug gemeinsam mit KraussMaffei, dass derartige Schichtdicken zuverlässig er reichbar sind. In der Auslegung und den Abmassen orientiert sich das Werkzeug an aktuellen Exterieur-Automobilbauteilen wie Blenden oder Streuscheiben. Gleichzeitig konnten wir feststellen, dass sich die Oberflächenqualität verbessert und die Ausschussrate reduzieren lässt», ergänzt Stefan Hofmann, Geschäftsführer und Inhaber der Siegfried Hofmann GmbH. Der neue Dünnschichtprozess kann im KraussMaffei Technikum auf einer GX 650 mit Wendeplatte in Kombination mit einer
mobilen RimStar Compact 8 / 8 live erlebt werden. KraussMaffei und Hofmann werden die Technologie gemeinsam weiterentwickeln und vermarkten, um das Potenzial der In-Mold-Beschichtung für neue Anwendungen und Märkte weiter auszubauen.
Premiere auf der Fakuma 2026 Beide Innovationen werden erstmals auf der Fakuma 2026 vorgestellt. Besucher erhalten dort Einblicke in die neuesten Entwicklungender ColorForm-Technologie und erfahren, wie automatisierte Farbwechsel sowie ultradünne PUR-Beschichtungen die Flexibilität und Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung hochwertiger Kunststoffoberflächen weiter steigern können. Kontakt Krauss-Maffei (Schweiz) AG Grundstrasse 3 CH-6343 Rotkreuz +41 41 799 71 80 www.kraussmaffei.com
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additive fertigung
Rapid Tooling für die Bauteilentwicklung im Spritzgiessen
Praxisnahe Erfahrungen mit 3D-Werkzeugeinsätzen Die Kombination additiver Fertigung mit dem Spritzgiessen eröffnet neue Möglichkeiten für die schnelle und wirtschaftliche Bauteilentwicklung. Anhand eines Anwendungsbeispiels werden die Einflüsse von Nachhärtung, Druckverfahren, Geometrie und Druckorientierung auf die Leistungsfähigkeit photopolymerbasierter Werkzeugeinsätze systematisch aufgezeigt.
Josip Dubravac ¹ Manuel Andres Sampedro 2 Fabio Venzin 3 Daniel Omidvarkarjan 4 Oliver Weissenborn 5 Die Entwicklung von Spritzgiessbauteilen stellt einen anspruchsvollen und iterativen Prozess dar, bei dem Bauteilgeometrie, Werkstoffverhalten, Werkzeugauslegung und Prozessführung systematisch aufeinander abgestimmt werden müssen. Insbesondere bei geometrisch komplexen Bauteilen sind oftmals mehrere Iterationsschritte erforderlich, um die geforderte Funktionalität und Bauteilqualität sicherzustellen. Jede Designanpassung erfordert dabei eine erneute Bewertung des Formfüllverhal tens sowie gegebenenfalls Änderungen am Werkzeug, was mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand verbunden ist. Die wirtschaftlichen Risiken werden zusätzlich durch die hohen Investitionen in Spritzgiesswerkzeuge verstärkt. Insbesondere in frühen Entwicklungsphasen besteht häufig noch Unsicherheit hinsichtlich der optimalen Bauteilgeometrie und der späteren Prozessfähigkeit. Dies erschwert eine schnelle und fundierte Entscheidungsfindung und begrenzt die wirtschaftliche Umsetzbarkeit von Iterationen. Für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Anwendungen mit geringen Stückzahlen stellt dies eine besonders hohe Herausforderung dar. Wissenschaftlicher Mitarbeiter Fachbereich Spritzgiessen 2 Spezialist Werkzeugtechnik Fachbereich Spritzgiessen 3 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Fachbereich Additive Fertigung 4 Fachbereichsleiter Additive Fertigung 5 Fachbereichsleiter Spritzgiessen alle am IWK in Rapperswil-Jona
Die Kombination von additiver Fertigung und Spritzgiessen eröffnet damit einen vielversprechenden Ansatz, um Entwicklungszyklen signifikant zu verkürzen, W erkzeugkosten zu reduzieren und damit einhergehende Entwicklungsrisiken zu minimieren.
Untersuchungsziel und Fragestellungen
Abb. 1: CAD-Darstellung der OSTarina – ein Musikblasinstrument in Anlehnung an eine Okarina – mit den Elementen der oberen (1) und unteren Schale (2) sowie die keilförmige Einblashilfe (3). (Bilder: IWK)
Vor diesem Hintergrund gewinnen additive Fertigungsverfahren zunehmend an Bedeutung. Durch den Einsatz additiv gefertigter Werkzeugeinsätze können Bauteile unter realitätsnahen Spritzgiessbedingungen hergestellt werden, ohne bereits in ein vollständig metallisches Serienwerkzeug investieren zu müssen. Dies ermöglicht eine frühe Validierung von Formfüllung, Bauteilfunktion und nachgelagerten Fertigungsschritten sowie eine effiziente Bewertung von Designvarianten.
Zur Validierung dieses technischen Konzeptes zur Bauteilentwicklung wurde am Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK) der OST das repräsentative Bauteil der OSTarina, einem im Spritzgies sen gefertigten Musikblasinstrument in Anlehnung an eine Okarina untersucht (Abb. 1). Im Rahmen dieses Artikels sollen die hierbei aufgetretenen technisch/technologischen Herausforderungen und die damit verbundenen iterativen Lösungen am Beispiel der keilförmigen Einblashilfe anschaulich dargestellt werden. Für die Herstellung der Werkzeugeinsätze wurde ein photopolymerisationsbasiertes 3D-Druckverfahren ausgewählt, da es im Vergleich zu alternativen additiven Fertigungsverfahren die höchste Masshaltigkeit und Detailauflösung bietet. Insbesondere die geringe Schichthöhe von bis zu 25 µm
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Abb. 2: Mikrorisse entlang der Druckebene aufgrund eines unzureichenden Curing-Zyklus (links) sowie Bruch des gedruckten Werkzeugeinsatzes während der initialen Füllstudie (rechts).
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additive fertigung
sowie eine Auflösung von 50 µm in Ebenenrichtung ermöglichen die präzise Abbildung komplexer Geometrien bei gleichzeitig reduzierter Sichtbarkeit von Schichtlinien. Ein weiterer Vorteil liegt in der hohen Produktivität, da die Druckdauer primär von der Bauteilhöhe abhängt und mehrere Formhälften parallel gefertigt werden können. Für die Materialauswahl wurden verschiedene hochtemperaturbeständige Photopolymere gegenübergestellt. Das mit keramischen Partikeln gefüllte Harz Ultracur3D RG 3280
zeigt laut Datenblatt des Herstellers die beste Eignung hinsichtlich Temperaturbeständigkeit, Steifigkeit und Festigkeit, sodass verbesserte Standzeiten der Werkzeugeinsätze im Spritzgiessen zu erwarten sind.
Signifikant verkürzte Entwicklungszeiten Neben dem eigentlichen Druckprozess sind vor allem auch die nachgelagerten Schritte des Curings und Temperns entscheidend für eine hohe Qualität der
Abb. 3: Lokales Versagen des Einsatzes im Bereich der Ausstossbohrung nach Anpassung des Curing-Zyklus und der Belichtungsmethode (links) sowie nach geometrischer Modifikation des Bohrungsdurchmessers (rechts)
Abb. 4: Anpassung der Bauteilorientierung im Verhältnis zur Druckebene: Bauteilebene und Druckebene sind parallel (links), Rotation der Bauteilebene um 45 ° zur Druckebene (rechts)
Abb. 5: Öffnung des Stammformwerkzeugs mit den gedruckten Einsätzen sowie Entformung der gespritzten Bauteile
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Werkzeugeinsätze. In der ersten Iteration zur Bauteilentwicklung resultierten unzureichendes Auswaschen unvernetzter Harzrückstände einerseits sowie ein unzureichendes Curing andererseits zu farblichen Unterschieden im Bauteil und somit auch zu Mikrorissen während des Temperns. In der Folge kam es bereits während der ersten Füllstudie im Spritzgiessen zu einem vollständigen Versagen des gedruckten Werkzeugeinsatzes (Abb. 2). Die geometrische Anpassung des Bohrungsdurchmessers von 2 mm auf 1 mm und die damit einhergehende Wanddickenerhöhung von 0,3 mm auf 0,8 mm (Iteration 3) führen zu einer weiter verbesserten Standzeit von ca. 50 Zyklen. Bei genauer Betrachtung des Versagensbilds konnte hierbei jedoch erkannt werden, dass der Bruch exakt gegenüber dem Anguss liegt. Die Schmelze trifft an dieser Stelle auf eine orthogonal liegende Struktur im Werkzeugeinsatz und initiiert das Versagen in diesem Bereich (Abb. 3 rechts). Durch die Anpassung des Curings (Iteration 1) von 2 x 15 min bei 60 ° C auf 2 x 30 min bei 70 °C und dem regelmässigen Wenden des Bauteils alle 30 min für eine homogene Bestrahlung, konnte eine signifikante Verbesserung der Morphologie erzielt werden. Mikrorisse sind optisch unter dem Mikroskop nicht mehr nachweisbar und eine ausreichende Stabilität der Form ohne Bruch ist während der Füllstudie gegeben. Einzig in filigranen Bereichen der Ausstossbohrung konnte nun ein frühzeitiges Versagen nach ca. 10 Zyklen beobachtet werden. Als mögliche Ursache wurde hierbei die Sedimentation der Keramikpartikel identifiziert, die sich während dem Druckvorgang absetzen. Eine alternative Druckmethode (Iteration 2) mischt das Harz zwischen jedem Belichtungsschritt und garantiert so eine homogene Partikelverteilung über die ganze Bauteilhöhe. Zusätzlich wird mit der neuen Druckmethode auf einer flexiblen, speziell beschichteten Druckfolie gedruckt, was insbesondere bei höherviskosen Harzen wie dem Ultracur3D RG 3280 Lunkerbildung reduziert. Diese Anpassung führte zu einer verbesserten Werkzeugstandzeit von ca. 30 Zyklen, auch wenn an der bekannten Stelle der Ausstossbohrung erneut ein Versagen zu beobachten ist (Abb. 3 links). 9–10/2026
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Als Ursache wird hierbei der schichtweise Aufbau der gedruckten Struktur und die damit einhergehende Kerbwirkung aufgrund der lokalen Anisotropie der Mikrostruktur vermutet. In der folgenden Iteration 4 wird daher der schichtweise Aufbau des Einsatzes um 45 ° rotiert, um diese Hypothese zu bestätigen (Abb. 4). Diese Anpassung erwies sich als äusserst effektiv. Die neuen Werkzeugeinsätze konnten bereits über mehr als 100 Zyklen ohne Versagen in einem Stammformwerkzeug zur Herstellung der keilförmigen Einblashilfe eingesetzt werden. Weitere Versuche sind geplant, um die genaue Standzeit sowie die vorherrschenden Verschleissmechanismen der Einsätze über die Anzahl der Zyklen zu analysieren (Abb. 5).
Zusammenfassung Die Eignung 3D-gedruckter Werkzeugeinsätze für die Herstellung von KunststoffBauteilen konnte anhand einer beispielhaften Geometrie bestätigt werden. Aus den durchgeführten Iterationen lassen sich folgende zentrale Anforderungen für den Einsatz photopolymerbasierter Werkzeugeinsätze ableiten: – Die Auswahl des Druckverfahrens mit geeigneter Belichtungswellenlänge und Ablösemechanismus sollte stets im Einklang mit den Eigenschaften des Harzsystems hinsichtlich Viskosität und Füllgrad erfolgen. – Die nachgelagerten Prozessschritte Reinigen, Nachhärten und Tempern der gedruckten Einsätze beeinflussen massgeblich die mechanischen Eigen-
additive fertigung
schaften und somit die resultierende Standzeit als Werkzeugeinsatz. – Eine möglichst homogene Füllstoffverteilung während des Druckprozesses sowie die Vermeidung sehr dünner Bauteilbereiche (<0,5 mm) und lokaler Kerbstellen, insbesondere in angussnahen Bereichen sind zu beachten. – Die belastungsgerechte Wahl der Druckorientierung unter Berücksichtigung der zu erwartenden Beanspruchungen. Unter Berücksichtigung dieser Randbedingungen stellen additiv gefertigte Werkzeugeinsätze insbesondere für frühe Entwicklungsphasen, Funktionsmuster und kleine Stückzahlen eine attraktive Ergänzung zu konventionell gefertigten Spritzgiesswerkzeugen dar. Änderungen der Kavitätsgeometrie können mit vergleichsweise geringem Fertigungsaufwand umgesetzt und unmittelbar unter realitätsnahen Spritzgiessbedingungen bewertet werden. Dadurch wird es möglich, mehrere Design iterationen durchzuführen, bevor die finale Geometrie in ein kostenintensiveres metallisches Werkzeug übertragen wird.
Fazit und Ausblick Die vorliegenden Untersuchungen zeigen anhand eines konkreten Anwendungsbeispiels das Potenzial additiv gefertigter Werkzeugeinsätze. Zahlreiche Einflussfaktoren wie etwa die Bauteilgeometrie, das verwendete Harzsystem mit Füllstoffen und die Prozessparameter des Spritzgiessprozesses konnten hierbei identifiziert werden. Standzeiten der Werkzeugeinsätze von deutlich mehr als 100 Teilen sind
realistisch, werden jedoch auch von dem verwendeten Spritzgiessmaterial wie etwa der abrasiven Belastung durch eingebrachte Faserverstärkungen beeinflusst. Das verwendete Photopolymer weist zudem eine deutlich geringere Wärmeleitfähigkeit als metallische Werkzeugwerkstoffe auf. Für das eingesetzte Material liegt der Wärmeleitkoeffizient gemäss Herstellerangaben bei etwa 0.7 W / (m·K) (bei 200 ° C), während Stahl typischerweise rund 15 bis 50 W / (m·K) erreicht. Die Wärmeabfuhr und damit die Prozessführung sind daher nicht direkt mit einem Metallwerkzeug vergleichbar. Bei der Auslegung und Anwendung ist entsprechend Vorsicht geboten, insbesondere hinsichtlich Werkzeugtemperatur, Zykluszeit und lokaler thermischer Belastung. In weiterführenden Untersuchungen am IWK werden entsprechend die Standzeit für unterschiedliche Geometrien, Materialien und Prozessbedingungen systematisch untersucht. Langfristig bietet der Ansatz insbesondere in frühen Entwicklungsphasen oder Kleinserien das Potenzial, Design änderungen schneller unter seriennahen Bedingungen zu überprüfen und Entwicklungsrisiken zu reduzieren.
Kontakt IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung OST Ostschweizer Fachhochschule Eichwiesstrasse 18b CH-8645 Rapperswil-Jona www.ost.ch/iwk
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Werkzeug-/Formenbau
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Laser Material Deposition
Längere Standzeiten für Formen und Werkzeuge Im Werkzeug-, Formen- und Modellbau zählen Standzeit, Kosten und Verfügbarkeit zu den wichtigsten Faktoren. Verschleiss, Risse oder geänderte Geometrien führen oft dazu, dass Betriebe Werkzeuge aufwändig nacharbeiten oder komplett ersetzen müssen. Das Fraunhofer ILT zeigt, wie Laser Material Deposition und EHLA hier neue Wege eröffnen: Stark belastete Bereiche lassen sich gezielt beschichten, beschädigte Zonen reparieren und Geometrien flexibel anpassen.
Die fachgerechte Herstellung und Instandhaltung von Druckgusswerkzeugen ist für die Giessereiindustrie von zentraler Bedeutung: Als eines der teuersten Betriebsmittel bestimmen sie massgeblich Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Komplexe Formen und Einsätze erreichen leicht Anschaffungskosten im sechsstelligen Eurobereich und deren uneingeschränkte Funktion für die Produktion über Jahre hinweg ist unabdingbar. Sie müssen extremen Belastungen standhalten. Im Druckguss wirken Temperaturen von bis zu 700 ° C auf das Formmaterial ein, während die Werkzeuge gleichzeitig mechanischen Kräften von mehreren hundert Kilonewton (kN) ausgesetzt sind. Hinzu kommen abrasive Belastungen an der Werkzeugoberfläche und chemische Angriffe durch Legierungselemente der Gusswerkstoffe. Thermische Spannungen und Materialermüdung führen zu Rissbildung, Erosion und abrasivem Verschleiss. Selbst mit optimaler Auslegung und sorgfältiger Fertigung der Formen ist ihr Verschleiss ein unvermeidlicher Faktor, der irgendwann einen Werkzeugaustausch erzwingt. Tritt dieser Fall unvorhergesehen ein, entstehen hohe Folgekosten. Die wirtschaftliche Bedeutung ist erheblich: Jeder Werkzeugausfall bedeutet Produktionsstillstand, zusätzliche Rüstzeiten und mitunter das Anfertigen neuer Einsätze oder gar kompletter Werkzeuge. Hinzu kommt der steigende Druck, Formen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch nachhaltig herzustellen und zu betreiben. «In einer Branche, in der jede Minute Produktionszeit zählt, brauchen wir Verfahren, die Werkzeuglebenszyklen verlängern, Ausfallzeiten verringern und Produktionsprozesse ökologisch optimieren können», weiss 42
Übersicht der wichtigsten Vorteile von LMD und EHLA für die Giessereiindustrie (Bilder: Fraunhofer ILT)
Dr. Thomas Schopphoven, Abteilungsleiter Laserauftragschweissen beim FraunhoferInstitut für Lasertechnik ILT in Aachen. Klassische Ansätze wie etwa der Einsatz hochlegierter Werkzeugstähle, stossen an physikalische Grenzen. Höhere Härten und Verschleissbeständigkeit bedeuten oft eine aufwändige Verarbeitung, lange Lieferzeiten und hohe Rohstoffkosten. Neben Aspekten der Standzeit, steigen auch die Ansprüche an die Flexibilität in der Werkzeugherstellung: Produktmodifikationen erfordern regelmässig Änderungen an Formeinsätzen, Anguss- und Kühlsystemen, was zusätzliche Herausforderungen für den Werkzeugbau bedeutet. Die Suche nach Lösungen muss daher über bisherige Strategien hinausgehen. Konventionell bestehen Werkzeuge aus nur einem Werkstoff, was ihre Leistungsfähigkeit begrenzt und ihre Reparatur erschwert. Innovative Fertigungstechnologien wie das Laser Material Deposition (LMD) ermöglichen hierbei nicht nur die
Reparatur von Werkzeugen, sondern auch die selektive Beschichtung besonders belasteter Bereiche sowie die flexible Anpassung von Geometrien durch hybrid-additive Fertigungsansätze. Auf diese Weise können Formen länger genutzt, schneller angepasst und ressourcenschonender betrieben werden. In einer Zeit, in der die Kreislaufwirtschaft auch im industriellen Werkzeugbau zunehmend an Bedeutung gewinnt, besteht mit dieser Technologie ein enormes zukunftsweisendes Potenzial.
Laser Material Deposition und EHLA Laser Material Deposition, oft auch Laserauftragschweissen genannt, ist ein additives Fertigungsverfahren, das zwischenzeitlich in zahlreichen Branchen, wie etwa der Instandsetzung von Turbomaschinenkomponenten oder der Beschichtung von Walzen und Zylindern, weit verbreitet ist. Das Prinzip ist einfach, die Möglichkeiten bemerkenswert. Ein Laserstrahl erzeugt ein 9–10/2026
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Das Extreme Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschweißen (EHLA) ermöglicht den additiven Aufbau funktionaler Oberflächen mit hoher Präzision und Geschwindigkeit. So lassen sich Bauteile effizient beschichten, reparieren oder endkonturnah fertigen.
Schmelzbad mit exakt einstellbarer Grösse auf der Oberfläche eines Werkstücks, während gleichzeitig ein Metallpulver in dieses Schmelzbad eingebracht wird. Durch präzise Steuerung der Verfahrwege wird lokal Schicht für Schicht Material aufgetragen, wodurch sich nicht nur verschlissene Bereiche wieder aufbauen, sondern auch neue, funktionale Geometrien erzeugen lassen. Die Besonderheit liegt in der hohen Prozesskontrolle: Laserparameter, Pulverzufuhr und Vorschubgeschwindigkeit werden exakt aufeinander abgestimmt, sodass der Wärmeeintrag minimal bleibt und thermische Belastungen reduziert werden. Eine Weiterentwicklung dieses Verfahrens ist das mehrfach prämierte Extreme Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschweissen (EHLA), das Dr. Schopphoven vor einigen Jahren am Fraunhofer ILT entwickelt hat: «Während klassisches LMD vor allem für dickere Schichten im Millimeterbereich eingesetzt wird, erlaubt EHLA die Erzeugung sehr dünner, verschleissfester Beschichtungen mit Schichtdicken ab ca. 30 µm.» Dies geschieht mit einer Geschwindigkeit, die der Prozessbezeichnung alle Ehre macht: Mehrere Hundert Meter pro Minute sind möglich. Die Technik ist inzwischen in zahlreichen Industrien etabliert; mehre hundert EHLA-Systeme sind weltweit bereits im industriellen Einsatz. Der entscheidende Vorteil liegt in der Präzision und Effizienz: EHLA ermöglicht es, selbst schwer schweissbare Werkstoffkombinationen wie hochlegierte Werkzeugstähle oder Hartmetalle prozesssicher zu verarbeiten bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch. 9–10/2026
Werkzeug-/Formenbau
Mit EHLA3D erreicht das Verfahren eine weitere Stufe. Durch die Integration auf 5-Achs-CNC-Anlagen lässt sich die Technologie nicht nur für Beschichtungen und kleinere Reparaturen, sondern auch für additive Fertigung nutzen. Komplexe Freiformgeometrien können so endkonturnah auf Halbzeugen aufgebaut werden. Damit vereint die Technologie Möglichkeiten aus den Bereichen Fertigung, Beschichtung und Reparatur zu einem einzigen Prozess, der sowohl für die Produktion neuer Werkzeuge als auch für deren Regeneration eingesetzt werden kann.
Besonders interessant für den Werkzeugbau ist die Möglichkeit, Funktionszonen gezielt zu verstärken, ohne das gesamte Werkzeug neu herstellen zu müssen. Der geringe Wärmeeintrag erlaubt die Bearbeitung empfindlicher Geometrien ohne Verzug, während die hohe Auftragsrate eine wirtschaftliche Fertigung selbst grosser Flächen ermöglicht.
Nutzen für die Giessereiindustrie Die Vorteile von LMD und EHLA für die Giessereiindustrie sind vielfältig und reichen weit über eine Verlängerung der Werkzeug-
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Das Projekt AI-SLAM zeigt, dass sich Beschichtungs- und Reparaturprozesse mithilfe von Sensorik und Künstlicher Intelligenz automatisieren lassen.
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Werkzeug-/Formenbau
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Das AI-SLAM-Projekt zeigt, wie KI die Qualität des additiven LMD-Verfahrens steigern kann. Zum Vergleich: Vorher oben (ohne KI), nachher unten (mit Unterstützung von KI). Die gewonnenen Erkenntnisse bieten eine solide Grundlage für weitere Forschungen und die Erweiterung der Technologie in verschiedene industrielle Anwendungen.
lebensdauer hinaus. Besonders für Druckgussformen, die extremen Temperaturwechseln und abrasivem Verschleiss ausgesetzt sind, bietet das Verfahren einen klaren wirtschaftlichen und technischen Mehrwert. Aktuelle Forschungsarbeiten zeigen, dass sich durch die gezielte Beschichtung von Funktionszonen der verschleissbedingte Materialabtrag erheblich reduzieren lässt. In Gleitreibverschleisstests wurden Verbesserungen von bis zu einem Faktor 40 gegenüber herkömmlichem Werkzeugstahl festgestellt, abhängig von der gewählten Legierung und Prozessführung. Werkstoffe wie beispielsweise ein hochlegierter Karbid-bildender Werkstoff erzielen Härten bis zu 930 HV bei gleichzeitig stoffschlüssiger Anbindung an den Grundwerkstoff. Diese Ergebnisse demonstrieren eindrucksvoll, dass sich Werkzeugstandzeiten signifikant erhöhen lassen, was unmittelbare Auswirkungen auf Produktionssicherheit und Wirtschaftlichkeit hat. Neben der Standzeitsteigerung ermöglicht LMD einen effizienteren Einsatz von Materialien. Während konventionelle Werkzeuge häufig vollständig aus teurem, hochlegiertem Werkzeugstahl gefertigt werden, kann durch den Einsatz von LMD ein kostengünstiger Baustahl als Substrat verwendet werden. Nur die Bereiche, die tatsächlich hohen Belastungen ausgesetzt sind, werden mit einer Hartlegierung beschichtet. Dieses «Material-on-Demand»-Prinzip reduziert nicht nur die Kosten, sondern verringert auch den Bearbeitungsaufwand. Durch den near-net-shape-Auftrag entfällt ein Grossteil der aufwändigen Fräsoperationen, und Formen lassen sich schneller in Betrieb nehmen. Werkzeuge, die bisher nach dem Auftreten von Rissen oder Ausbrüchen vollständig ersetzt werden mussten, können heute durch LMD regeneriert werden. Beschädigte Zonen werden gezielt nachgeschweisst und anschliessend mechanisch 44
bearbeitet, sodass die Werkzeuge wieder die ursprüngliche Geometrie erreichen. Diese Möglichkeit eröffnet nicht nur wirtschaftliche Einsparpotenziale, sondern reduziert auch die Abhängigkeit von langen Lieferketten für neue Formen. Besonders bei grossen und komplexen Druckgusswerkzeugen, die individuelle Fertigungsprozesse erfordern, ist diese Flexibilität ein entscheidender Faktor.
AI-SLAM: Automatisierte Reparatur mit KI Ein entscheidender Schritt in Richtung Serienanwendung von Laser Material Deposition im Werkzeugbau ist die zunehmende Automatisierung. Im Forschungsprojekt AI-SLAM (Artificial Intelligence Enhancement of Process Sensing for Adaptive Laser Additive Manufacturing) haben die Fachleute des Fraunhofer ILT gemeinsam mit internationalen Partnern gezeigt, dass sich Beschichtungs- und Reparaturprozesse mithilfe von Sensorik und Künstlicher Intelligenz automatisieren lassen. Im AI-SLAM-Projekt erfasst ein Linienlaser mit Kamera die verschlissene Oberfläche eines Werkzeugs für die Bergbauindustrie und gleicht sie mit der ursprünglichen CAD-Geometrie ab. Aus der Differenz errechnet die Software die exakten Verfahrwege und die notwendige Schichtdicke, um die ursprüngliche Kontur wiederherzustellen. Die Bahnplanung erfolgt automatisch, und selbst während des Auftrags überprüft die KI den Prozess. Abweichungen in der Grösse oder Ausprägung des Schmelzbades oder in der Geometrie werden sofort erkannt und durch angepasste Prozessparameter korrigiert. Eine Besonderheit liegt in der Vielzahl der überwachten Grössen. Neben der Geometrie erfassen Pyrometer die Temperatur, Kameras analysieren die Form des Schmelzbads, und Profilometer kontrollieren den Schichtaufbau. Diese Datenströ-
me werden in Echtzeit zusammengeführt und durch die KI bewertet. Das Bedienpersonal muss nicht mehr komplexe Parameter manuell einstellen, sondern lediglich den Startbefehl geben, die Regelung des Prozesses übernimmt das System. Damit reduziert sich die Abhängigkeit von hochspezialisierten Fachkräften, die bislang für den erfolgreichen Einsatz von LMD unverzichtbar waren. Auch für die Giessereiindustrie bedeutet dies einen deutlichen Fortschritt. Reparaturen von Druckgussformen, die bislang aufwändig geplant und mit viel Erfahrung durchgeführt werden mussten, lassen sich künftig reproduzierbar und standardisierzt umsetzen. Besonders interessant ist die Möglichkeit, auch grosse und komplexe Werkzeuge automatisch zu regenerieren. Defekte werden nicht nur erkannt, sondern unmittelbar behoben, wodurch Ausfallzeiten drastisch sinken. Zudem lassen sich die Ergebnisse dokumentieren und nachweisen, was für eine Serienanwendung im industriellen Umfeld essenziell ist. Mit dem AI-SLAM-Projekt entsteht eine Perspektive, in der Werkzeuge nicht mehr als Verschleissteile betrachtet, sondern als langlebige Investitionen gesehen werden, die über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg optimiert und verbessert werden können.
Innovativer Ansatz zur Fertigung von Umformwerkzeugen Das Fraunhofer ILT hat im Projekt H2GO (Nationaler Aktionsplan BrennstoffzellenProduktion) einen neuartigen Ansatz zur Fertigung von Umformwerkzeugen für Bipolarplatten vorgestellt. Anstatt Werkzeuge zeit- und materialintensiv aus dem Vollen zu fräsen, wird eine verschleissfeste Funktionsschicht mittels EHLA direkt auf kostengünstigen Baustahl aufgetragen. Auf diese Weise entstehen Werkzeuge schneller, günstiger und mit deutlich geringerem Materialeinsatz. 9–10/2026
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Werkzeug-/Formenbau
Forschende des Fraunhofer ILT haben Prozessketten zur Beschichtung und Reparatur von Umformwerkzeugen mit dem EHLA-Verfahren entwickelt. Damit lassen sich auch in anderen Industriebereichen Beschichtungs- und Reparaturprozesse realisieren, die Zeit und Kosten im Werkzeugbau sparen.
Als Beschichtungsmaterialien werden unter anderem Schnellarbeitsstahl 1.3343 und Ferro55 eingesetzt, die Härtewerte bis 865 HV0,5 erreichen. Ein typischer EHLA-Auftrag erzeugt pro Lage etwa 0,05 mm bis 0,15 mm Schichtdicke; durch mehrere Lagen lässt sich die erforderliche Endkontur gezielt aufbauen. Das Verfahren spart nicht nur Fräszeit, Werkzeuge und Materialkosten, sondern erhöht zugleich die Standzeit der hergestellten Formen. Ein Demonstrator machte den kompletten Prozess anschaulich: von der EHLA-Beschichtung über die Endbearbeitung bis hin zur Strukturierung der Funktionsflächen mit Ultrakurzpulslasern. In Kooperation mit dem Fraunhofer IPT werden die so gefertigten Werkzeuge derzeit unter realistischen Bedingungen getestet. Ziel ist es, die Standzeit der EHLA-beschichteten Werkzeuge unter industriellen Belastungsszenarien zu validieren. Ein entscheidender Vorteil zeigt sich bereits: Mit dem Verfahren lassen sich besonders harte, langzeitstabile Legierungen auf die Werkzeugoberfläche aufbringen, die sich konventionell kaum oder nur sehr schwer bearbeiten lassen. Dadurch erhöht sich die Lebensdauer der Werkzeuge erheblich, was unmittelbar zur Senkung der Produktionskosten beiträgt. Zudem ermöglicht EHLA einen ortsselektiven Auftrag: Defekte oder verschlissene Bereiche können gezielt repariert werden, sodass Werkzeuge mehrfach genutzt werden können. Diese Möglichkeit der Wiederverwendung stellt eine weitere vielversprechende Stellschraube für die Kostensenkung dar und eröffnet darüber hinaus Perspektiven für den Werkzeugbau in anderen Branchen. «Die Übertragung dieser Ansätze auf die Giessereiindustrie kann die bisherigen Abläufe im Werkzeugbau revolutionieren», ist sich Schopphoven sicher. «Statt in festen Zyklen neue Formen zu beschaffen, können Unternehmen ihre bestehenden Werkzeuge länger und effizienter nutzen.» Gleichzeitig eröffnet LMD die Möglichkeit, Werkzeuge kontinuierlich an neue Produktdesigns und Fertigungsanforderungen anzupassen. In Zeiten, in denen Flexibilität und Geschwindigkeit, Resilienz und Unabhängigkeit von Lieferketten entscheidende Wettbewerbsvorteile darstellen, wird das Laserauftragschweissen zu einer Schlüsseltechnologie für die Zukunft des Werkzeugbaus. Kontakt Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT Steinbachstrasse 15 D-52074 Aachen www.ilt.fraunhofer.de 9–10/2026
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Interview mit Dr. Volker Nilles
Leichter Wachstumskurs Der europäische Spritzgiessmaschinenbau steht unter Druck: Der Heimmarkt stagniert, während insbesondere asiatische Wettbewerber stärker werden. Arburg-CEO Volker Nilles setzt deshalb auf innovative Systemlösungen, Internationalisierung und die Smart Factory. Ein Gespräch über niedrigste Stückkosten, neue Wachstumsmärkte und die Zukunft einer zunehmend automatisierten Kunststoffverarbeitung.
Raphael Hegglin
Welche strategischen Prioritäten haben sich nach den ersten sechs Monaten an der Unternehmensspitze herauskristallisiert? Aktuell haben zwei zentrale Strategiethemen bei uns Priorität. Beim einen geht es darum, wie wir in den nächsten Jahren weitere Märkte erschliessen können und welche Innovationen es unseren Kunden auch zukünftig ermöglichen, mit niedrigsten Stückkosten zu produzieren. Beim anderen geht es um die Rolle des Standorts in Lossburg, der aber auf jeden Fall auch in Zukunft das «Herz» von Arburg bleiben wird!
Herr Dr. Nilles, Sie sind nun seit rund einem halben Jahr CEO von Arburg. Was hat Sie in dieser Zeit am meisten überrascht? Dr. Volker Nilles: Weniger überrascht, als vielmehr begeistert hat mich die Identifikation der Mitarbeitenden mit Arburg, in deren Adern «mintgrünes Blut» fliesst. Auch unser hohes Applikationswissen und unsere digitalen Lösungen mit einer Vielzahl an KI-Agenten und -Piloten haben mich sehr beindruckt. Wir haben damit die Fähigkeit, unseren Kunden niedrigste Stückkosten für ihre Produktion zu ermöglichen und gemeinsam mit ihnen den Weg zur Smart Factory konsequent zu gehen. Dr. Volker Nilles (Bilder: Arburg)
Mit welchen Erwartungen sind Sie die Aufgaben angetreten – und welche davon haben sich bisher bestätigt oder verändert? Meine Erwartungen haben sich bestätigt bzw. wurden übertroffen: Arburg zählt unzweifelhaft seit Jahrzehnten zu den Leuchttürmen im Spritzgiessmarkt. Als weltweit präsenter Premiumhersteller mit hoher Kompetenz, hoher Applikationen-Orientierung, hohem Potenzial, einer hervorragenden Marke und intensiver Kundenorientierung setzen wir seit Jahrzehnten immer wieder Benchmarks für die gesamten Branche. In meinen ersten Monaten habe ich mich vor allem darauf fokussiert, zu verstehen, was uns stark gemacht hat bzw. macht, und zu erkennen, wo wir künftig noch stärker werden können. Dabei haben sich fünf zentrale Punkte als starke Differenzierungsfaktoren für den Erfolg von Arburg herauskristallisiert: Performance, Efficiency, Usability, Problem Solver und Trusted Partner. Beste Performance bedeutet, dass 46
sich die maximale Anzahl an Gutteilen pro Stunde fertigen lassen. Und das in jeder Klasse: von Standardmaschinen bis hin zu High-End-Maschinen. Dabei geht es aber nicht nur um die Maschine, sondern immer um Gesamtlösungen. Diese zeichnen sich durch hohe Effizienz, aus, also niedrige Betriebskosten. Eine wichtige Rolle spielen hier der Energieverbrauch und die Standzeiten der Werkzeuge, die sich mit unseren digitalen Assistenten deutlich optimieren lassen. Bei der Usability geht es darum, dass sich unsere Lösungen einfach bedienen und warten lassen. Und damit dem Bediener das Leben leichter machen. Das spielt im Hinblick auf den auch international zunehmenden Fachkräftemangel eine wichtige Rolle. Als «Problem Solver» entwickeln wir gemeinsam mit dem Kunden die jeweils besten Lösung für die jeweilige Anwendung. Und damit ist Arburg ein absolut «Trusted Partner» für beste Geschäftsbeziehungen über lange Zeiträume.
Die Kunststoffindustrie befindet sich seit mehreren Jahren in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation aus Sicht von Arburg? Der Wettbewerbsdruck für den europäischen Maschinenbau nimmt weiter zu. Der europäische Heimmarkt schrumpft, gleichzeitig werden chinesische Wettbewerber immer stärker. Nur wer hier überzeugende Antworten findet, wird zukünftig bestehen. Aus meiner Sicht kann dies nur mit innovativen Systemlösungen gelingen, die den Fokus auf niedrigste Stückkosten der zu produzierenden Teile legen. Und genau das tun wir. Aktuell bewegt sich der Markt eher in einer Phase der Stabilisierung auf niedrigem Niveau, mit weiterhin spürbarem Kostendruck und zurückhaltender Nachfrage. Wir bei Arburg befinden uns trotz der Lage auf einem leichten Wachstumskurs, weil wir unsere Internationalisierung weiter vorantreiben und mit neuen Innovationen Marktanteile gewinnen. Wir streben an, unsere Marktanteile global auf ein ausgeglichenes Niveau zu bringen. Und um das zu erreichen, müssen wir insbesondere in Asien und in 9–10/2026
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STARgate HRS™
Lossburg soll auch künftig das Herz von Arburg bleiben.
Amerika deutlich wachsen. Und das machen wir mit einzigartigen massgeschneiderten Lösungen für unsere Kunden möglich. Unser Rundum-Sorglos-Paket reicht von der Auslegung und Werksplanung über die Umsetzung bis hin zur Produktionsunterstützung. Immer in dem Umfang, wie der Kunde es braucht und sich von uns wünscht. Welche Märkte treiben heute die Branche an? Unsere Märkte verschieben sich weiter Richtung Amerikas und Asien. Hier findet Wachstum statt. Dabei ist Asien weiterhin die dynamischste Region, auch wenn die Dynamik durch die Versorgungsprobleme aufgrund des Iran-Kriegs hier aktuell gerade etwas stockt. Europa stagniert dagegen weiterhin auf niedrigem Niveau. Ich erwarte hier auch mittelfristig keine signifikante Änderung. Deshalb werden wir unsere Local-for-localStrategie weiter konsequent umsetzen. Was wäre hilfreich für Deutschland, um dessen Stärken wieder zum Tragen zu bringen? Deutschland muss seine Hausaufgaben machen. Ein Thema ist die Last aus Steuern und Sozialabgaben. Es bleibt den Mitarbeitenden zu wenig im Geldbeutel, Leistung lohnt sich gerade für Durchschnittsverdiener kaum noch. Die Sozialabgaben müssen wieder unter die 40-Prozent-Marke kommen. Die hohen Energiepreise führen zu einer Abwanderung der Kunststoffproduktion aus 9–10/2026
Deutschland bzw. Europa und beschleunigen die Verschiebung der Weltmärkte in Richtung Amerikas und Asien. Wenn man nicht versteht, dass günstige und verfügbare Energie die Voraussetzung einer industriellen Basis ist, dann wird sich die Deindustrialisierung weiter fortsetzen. Bürokratie und Regulierung verstärken diese Tendenzen. Die bisherige Deregulierung funktioniert so, dass wir Bürokratie um zwei Prozent reduzieren und dann durch neue EU-Regulierungen 20 Prozent oben draufsatteln. Dieser Prozess muss durchbrochen werden, damit wir uns wieder aufs Arbeiten und auf Wettbewerbsvorteile konzentrieren können. Das Markenversprechen von Arburg ist «Wir sind da». Gilt dieses heute weiterhin uneingeschränkt? Wird eventuell die Teilnahme an Messen kritischer unter die Lupe genommen? Oder ist im Gegenteil eine Nicht-Teilnahme das falsche Signal? Unser Markenversprechen «Wir sind da» gilt selbstverständlich auch weiterhin uneingeschränkt. Zumal es sich ja nicht ausschliesslich auf physische Präsenz bezieht, wie beispielsweise auf Messen. Es beschreibt vielmehr den Anspruch sehr gut und genau, für den Arburg schon immer steht: Wir sind ein vertrauenswürdiger Partner, da wir uns jederzeit und überall kompromisslos für die Belange unserer weltweiten Kunden einsetzen. Auf uns kann man sich verlassen – wie es eben in einer guten Familie der Fall ist! Mit unserer « arburgSOLUTIONworld» sind wir der Part-
Wir hatten es immer vor Augen. Wir mussten es nur anders betrachten. STARgate HRS™ ist eine bahnbrechende, nadellose Düsenverschlusslösung, die den Schmelzefluss durch ein revolutionäres Membrankonzept steuert. Profitieren Sie von kürzeren Zykluszeiten, schnelleren Farbwechseln und platzsparendem Design bei vereinfachter Wartung. Neuer Blickwinkel. Dieselbe Materie. Radikale Veränderung.
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ner für nachhaltige Kunststoffverarbeitung. Wir bieten für jede Anwendung die Lösung mit bester Performance, hoher Effizienz und hoher Usability und sind damit für unsere Kunden Problemlöser und verlässlicher Partner. Was unsere Messeauftritte betrifft, werden auch wir kritisch hinterfragen, welchen Mehrwert welcher Messeauftritt für uns hat. Ausserdem werden zukünftig Open Houses in unseren weltweiten Arburg Technology Centern sowie digitale und virtuelle Angebote eine wesentliche Rolle spielen. Kundennähe ist für Arburg zentral.
Einsatz unserer Steuerung, die wir ebenfalls selbst entwickeln und bauen, die gesamte Prozesskette vollumfänglich beherrschen. Wenn Sie heute ein Spritzgiessunternehmen auf der grünen Wiese neu aufbauen müssten: Welche etablierte Denkweise oder Vorgehensweise der Branche würden Sie bewusst nicht übernehmen? Die Anforderungen an Spritzgiessunternehmen sind so unterschiedlich, dass es keine pauschale Antwort geben kann. Beispielsweise sind bei Automobilteilen Millionenstückzahlen gefragt, Lohnspritzer haben viele Werkzeugwechsel, in der Medizintechnik müssen Reinraumanforderungen erfüllt werden und für Hersteller von Komponenten für Datencenter geht es aktuell nur um Lieferfähigkeit. Allgemein sehe ich drei Anforderungen: Erstens ist aufgrund der fehlenden Planbarkeit eine maximale flexible Aufstellung erforderlich. Zweitens geht es darum, den Kunden ei-
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Viele Verarbeiter kämpfen mit Fachkräftemangel, Kostendruck und steigenden Qualitätsanforderungen. Welche Antworten kann der Maschinenbau – und im Speziellen Arburg – darauf liefern? Wie gesagt, hat eine hohe Usability für uns höchste Priorität. Unsere Lösungen lassen sich einfach bedienen und warten und machen damit dem Bediener das Leben leichter. Die Bedeutung von KI-Lösungen nimmt dabei massiv zu. Sie schaffen die Voraussetzungen für die Umsetzung von Smart-FactoryLösungen. Dabei geht es zunächst häufig um Unterstützung der Maschinenbediener, zukünftig aber zunehmend um den teilautonomen und autonomen Betrieb von Maschinen und Anlagen bis hin zu ganzen Fabriken. Arburg bietet hier mit seinem Automations- und Turnkey-Portfolio, seinem MES – das übrigens in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen am Markt feiert – sowie aktuell ca. 40 digitalen Steuerungs-Assistenten und -Piloten bereits eine Vielzahl an Lösungen und Optionen, um dieses Ziel zu erreichen. Wir haben bereits mit ersten Kunden Geisterschichten umgesetzt. Hier hilft uns, dass wir durch den
nen einzigartigen Mehrwert zu bieten, der jedoch je nach Kundengruppe vollkommen unterschiedlich sein kann. Und drittens wird das Thema Smart Factory mit automatisierten und autonomen Lösungen den Spitzguss revolutionieren. Wenn wir dieses Gespräch in drei Jahren erneut führen: W oran möchten Sie dann gemessen werden? Mein Ziel ist es, Arburg auf einen stabilen und ambitionierten Wachstumskurs zu führen und die enormen Potenziale, die wir haben, voll auszuschöpfen und neue zu erschliessen! Daran möchte ich auch gemessen werden.
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Circular Economy
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In Zukunft zirkulär, klimaneutral und ökologisch verträglich
Kunststoffe fit für 2050 machen Kunststoffanwendungen sind und bleiben wichtig etwa für das Gesundheitswesen, die Lebensmittelversorgung und für Infrastrukturen wie Wasser- oder Energietechnik. Prognostiziert werden ein weiter stark steigender Bedarf, jedoch auch signifikant zunehmende Auswirkungen auf das Klima und die Gesundheit. Was müssen wir also heute tun, um bis 2050 klimaneutrale und kreislauffähige Kunststoffe zu haben?
Arno Maurer1,7 Christof Brändli2 Fabian Bänninger 3 Jens Ulmer1 Andreas Brunner4 Cedric Gysel5 Melanie Haupt6
Motivation: Chancen nutzen, Gefahren abwenden Um ein anschauliches Bild für Kunststoffe im Jahr 2050 zu entwickeln, hatte im ver gangenen September das Institut für Mi krotechnik und Photonik (IMP) am OST Campus Buchs sechs Expertinnen und Experten aus der Schweizer Kunststofffor schung und -wirtschaft zu einer Paneldis kussion eingeladen. Unter dem Leitge danken «Zurück in die Zukunft» und im Rahmen von Folgetreffen und einem Workshop diskutierten sie, wie Polymere in 25 Jahren aussehen sollen – und wel che Weichenstellungen heute dazu not wendig sind. Entstanden ist ein Tableau komplementä rer Zukunftsbilder, beispielsweise: ge schlossene Ressourcenkreisläufe mit re gionalen Lieferketten; CO2 als universeller Rohstoff; Biomasse aus Nebenströmen der Landwirtschaft statt in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion; eine funktio nal reduzierte Basis von Kunststoffsorten, die sich einfach recyceln lassen; verfüg bare und vergleichbare Datensätze für ST Ostschweizer Fachhochschule, O Buchs SG 2 ZHAW School of Engineering, Winterthur 3 Biesterfeld Plastic Suisse AG, Liestal 4 RecyPac, Zürich 5 be circular, Neuhausen 6 realcycle GmbH, Zürich 7 Maurer Polymer Coach, Altstätten 1
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Bild 1: Plastics Europe Roadmap bis 2050 (Plastics Europe, 2024b)
Szenario
Merkmale
Konsequenzen 2050
A – Regulatorischer Minimalismus
Compliance ohne Trans formation; Trendfort schreibung mit leichten Effizienzgewinnen
Fehlbewirtschaftung + 100 %; Gesundheits kosten verdoppeln sich; THG-Emissionen mehr als verdoppelt
B – Technologiegetriebene Transition
Skalierung chem. Recyc ling, Ausbau mech. Recycling, KI-Sortierung, biobasierte Polymere; Innovation schlägt Regulierung
78 % Zirkularität theore tisch erreichbar; hohe Energie- und Investitions bedarfe; Nachfrage un kontrolliert
C – Systemischer Wandel
Nachfragebegrenzung + Design for Circularity + politische Steuerung
Einziges Szenario inner halb planetarer Grenzen; erfordert globale Gover nance und Verhaltensän derung
Tabelle 1: Drei Szenarien bis 2050, basierend auf den ausgewerteten Quellen
eben diese Materialien; und ein Perfor mance Pricing, das ökologische Mehrkos ten endlich einpreist, anstatt sie zu exter nalisieren. Die Teilnehmenden waren sich einig: Das Ziel lässt sich nur branchen
übergreifend erreichen. Kreislaufwirt schaft ist Teamsport und erfordert die Zusammenarbeit aller Akteure aus For schung, Industrie, Politik und Gesell schaft. 49
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Szenarien, Roadmaps und ihre Grenzen Die verfügbaren Szenarien aus Forschung und Wirtschaft zeichnen ein konsistentes Bild: Ohne strukturelle Eingriffe wird die jährliche Menge nicht fachgerecht entsorg ter Kunststoffe bis 2050 auf rund 120 Mio. t ansteigen – eine Verdoppelung gegenüber heute (OECD, 2022). Der Mi kroplastikeintrag könnte sich bis 2060 sogar vervierfachen (Sonke et al., 2025). Parallel dazu würden sich die jährlichen Treibhaus gasemissionen aus dem globalen Kunst stoffsystem auf 4,3 Gt CO2e mehr als ver doppeln (Stegmann et al., 2022). Die Auswirkungen auf die menschliche Ge sundheit beziffert eine aktuelle Studie im Lancet Planetary Health auf Mehrkosten von 1,5 Bio. US$/a (Deeney et al., 2026), überwiegend als Folge der mit Kunststoffen assoziierten Treibhausgasemissionen. Das ist die schlechte Nachricht – die gute: Transformationsszenarien zeigen, dass bis zu 78 % Zirkularität des Materialflusses theoretisch erreichbar sind – wenn Ver meidung, Substitution und Recycling kom biniert und frühzeitig skaliert werden (SYS TEMIQ, 2022). Biogene Ressourcen und Recycling, kombiniert mit erneuerbarer Energie, könnten sogar netto-negative Emissionen bis 2050 ermöglichen – aller dings nur unter anspruchsvollen Voraus setzungen: mindestens 40 % Recyc lingquote, maximal 10 % Deponierung (Van Roijen & Miller, 2025). Die – recht optimistische – Roadmap von Plastics Eu rope (Bild 1) geht davon aus, dass die Substitution fossiler Kunststoffe schrittwei se erfolgen wird und bis 2030 einen Anteil von 25 % sowie bis 2050 von 65 % er reicht. Die Roadmap legt zudem einen möglichen Weg fest, um die Treibhausga semissionen des gesamten Kunststoffsys tems bis 2030 um 28 % zu senken und bis 2050 Netto-Null zu erreichen (Plastics Europe, 2024b). Systemisch betrachtet ist die Substitution von Erdöl mit biogenen Ressourcen aber ein Spiel mit dem Feuer. Deren Verwen dung ist zwar weniger klimaintensiv, verur sacht aber deutlich grössere Biodiver sitätsverluste, Wasserstress und andere Ökosystemschäden (Huo et al., 2025). Ausserdem stellt der «Balanced Approach» von Bachmann et al. (2023) eine unbe queme Frage: Was, wenn selbst ambitio 50
Bild 2: Veranschaulichung des Backcasting-Prozesses mit disruptiven Faktoren (Quelle: OST IMP)
Horizont
Wesentliche Meilensteine
2030
Designstandards etabliert; PCF-Daten als Pflichtangabe; Sortierinfra struktur ausgebaut; SSRbD-Prinzipien in Produktregulierung verankert
2040
> 50 % hochwertiges Recycling; chemisches Recycling skaliert; fossi le Primärproduktion rückläufig; überwiegend erneuerbare Energien; DPP in Schlüsselsektoren aktiv
2050
Nettoneutralität des Kunststoffsystems; < 10 % Deponierung; DPP flächendeckend; nahezu vollständige Entkopplung von fossilen Roh stoffen
Tabelle 2: Zielbündel gemäss Backcasting-Ansatz (Quellen: SYSTEMIQ, 2022; Plastics Europe, 2024a; OECD, 2022)
nierte Effizienzgewinne nicht reichen? Die Antwort der Studie ist eindeutig – nach 2030 genügen die heute verfügbaren He bel allein nicht mehr, um die planetaren Grenzen einzuhalten. Erforderlich ist ein vollständiger systemischer Wandel bei der Herstellung, Verwendung und Entsorgung von Kunststoffen. Technologie ist ein not wendiger, aber kein hinreichender Treiber. Ihre Wirkung entfaltet sich erst im Zusam menspiel mit effizienter Regulierung und gesellschaftlicher Akzeptanz. Die Tabelle 1 fasst drei grundlegende Sze narien zusammen. Szenario C ist das ein zige, das die planetaren Grenzen einhält – und damit der eigentliche Referenzrahmen für alle folgenden Überlegungen. Warum scheitern die Szenarien A und B? Szenario A verlängert den Status quo: Effi zienzgewinne werden durch Produktions wachstum überkompensiert – ein Muster, das aus anderen Bereichen bekannt ist, vom Energieverbrauch bis zum Flugver kehr. Szenario B setzt auf technologische Innovation ohne Nachfragebegrenzung: Die Recyclingquoten steigen, aber die Ab
solutmengen an Kunststoff auch. Das wäre kein Kreislauf, sondern ein schneller dre hendes Hamsterrad. Nur Szenario C adres siert gleichzeitig Volumen, Design und Governance. Es ist das unbequemste Sze nario – und vermutlich das einzige, das eine substanzielle Verbesserung gegen über dem Status quo ermöglicht.
Prognosen, Wildcards und Backcasting Klassische Zukunftsprognosen scheitern oft an unvorhergesehenen Diskontinuitä ten (Eberl, 2011). Thomas Watsons (IBM) berühmte Einschätzung von 1943 – die Welt brauche nicht mehr als fünf Compu ter – ist ein gutes Beispiel für das Versa gen linearer Extrapolation in komplexen Systemen. Zu den Möglichkeiten, diese Beschränkung zu umgehen, gehören etwa die bewusste Integration von Wildcards oder das Backcasting. Wildcards sind disruptive Faktoren wie po litische Kipppunkte, technologische Durch brüche oder Paradigmenwechsel, die das System fundamental neu ordnen könnten, 9–10/2026
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durch positive wie negative Wirkungen. Disruptive Faktoren kann man natürlich nicht «planen», aber mit einer gewissen Plausibilität in die Agenda einfliessen las sen. Erneuerbare Energien beispielsweise wachsen weitaus stärker als bisher vorher gesehen und werden mindestens eine grundlegende Neubewertung sämtlicher Lebenszyklusanalysen in der Kreislaufwirt schaft zur Folge haben. Ähnlich grosse Ef fekte sind von KI-Anwendungen zu erwar ten; und geopolitische Ereignisse, welche sowohl massiv positive als auch negative Wirkungen auf die Rohstoff- und Energie politik nach sich ziehen können, treten mit zunehmender Häufigkeit auf. Backcasting ist eine Planungsmethode, welche die Denkrichtung umdreht. Dieser Ansatz setzt das gewünschte Zielbild als Ausgangspunkt und leitet aus der Rück wärtsperspektive ab, welche Weichenstel lungen, Handlungsschritte und Meilenstei ne heute notwendig sind (Beispiel: Bild 2). Statt zu fragen «Wohin entwickeln wir uns?», heisst der Ausgangspunkt: «Was muss heute sein, damit 2050 das Ge wünschte möglich ist?» Ein konkretes Beispiel: Wenn 2050 netto neutrale Emissionen im Kunststoffsystem erreicht werden sollen, muss 2035 der überwiegende Teil der Energie bereits er neuerbar sein (was allerdings sehr stark von den Annahmen bezüglich Strommix ab hängt; Huo et al., 2025). Wenn 2040 mehr als 50 % hochwertiges Recycling stattfin den soll, müssen 2030 die Designstan dards etabliert und die Sortierinfrastruktur ausgebaut sein (SYSTEMIQ, 2022; Plastics Europe, 2024a). Die Meilensteine hängen dabei logisch voneinander ab. Wer 2030 die Designstandards verpasst, kann 2040 die Recyclingquoten nicht erreichen. Wer 2040 die Recyclingquoten verfehlt, ver passt 2050 die Nettoneutralität. (Tabelle 2)
das in einer Geschwindigkeit, die mit dem Backcasting-Horizont kompatibel ist. Die gute Nachricht: Die Voraussetzungen dafür sind besser als noch vor zehn Jah ren. Die wachsende Erkenntnis, dass Kreislaufwirtschaft nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern wirtschaftlich attraktiv ist, verändert die Diskussion. Lokale und regionale Wertschöpfungsketten gewin nen auch aus geopolitischen Gründen an Attraktivität – eine Entwicklung, die durch aktuelle Handelskonflikte noch be schleunigt wird.
Auf der strukturellen Ebene braucht es Re gulierungen, die nicht nur verbieten, son dern gestalten: globale Governance-Rah men, CO2-Bepreisung, Carbon Border Adjustment für Polymere, Designstan dards, Verwertungsprioritäten nach dem 10R-Prinzip, Performance Pricing. Eine Deckelung der Produktionsmengen – das unangenehmste aller Instrumente – ist ohne internationale Vereinbarungen kaum realistisch. Aber ohne eine Reduktion des globalen Kunststoffverbrauchs bleibt Sze nario C eine Wunschvorstellung.
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Strategien für einen systemischen Wandel «Systemischer Wandel» ist ein Begriff, der in Nachhaltigkeitsdiskussionen so oft ver wendet wird, dass er seine Schärfe verlo ren hat. Konkret ist damit gemeint, dass es nicht ausreicht, einzelne Prozesse zu opti mieren oder einzelne Produkte zu erset zen. Notwendig ist eine gleichzeitige Ver änderung auf der Ebene der Leitbilder, der Strukturen und der Technologien – und 9–10/2026
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Bild 3: Butterfly-Diagramm, das den biologischen und technischen Kreislauf visualisiert (EMF, 2021)
Upstream: Nachfrage senken, Design neu denken Die wirksamsten Massnahmen stehen am Anfang: bevor ein Produkt entworfen, ein Material gewählt oder ein Additiv ein gemischt wird. Nachfragereduktion und Design for Circularity gelten als die effek tivsten Upstream-Hebel. Das so genann te SSRbD-Konzept – Safe, Sustainable and Recyclable by Design – beschreibt, was das konkret bedeutet: Polymere wer
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den von Anfang an so entwickelt, dass gefährliche Stoffe ausgeschlossen sind (Soeteman-Hernandéz et al., 2025). Für Additive werden überdies global einheit liche Regulierungen und Verbote not wendig; mehr als 2400 identifizierte bedenkliche Substanzen erfordern ein systematisches Substitutionsmanage ment (Wiesinger et al., 2021). Was die Polymere selbst betrifft, unter stützt gezieltes Mono-Material-Design die
Wiederverwertung erheblich. Eine Verein fachung der Polymervielfalt auf wenige, optimal recyclierbare Sorten wäre sinn voll – nach dem 80/20-Prinzip: PP und PET als universelle Werkstoffe für Verpa ckungen und viele technische Teile; hochwertigere Spezialkunststoffe nur in Anwendungen, wo sie wirklich gebraucht werden (und wo wegen kleinerer Men gen und längerer Lebensdauer die Um weltrelevanz geringer ist). Elastomere wie
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Silikone oder EPDM könnten sukzessive durch bioabbaubare oder recycelbare TPU ersetzt werden, Duroplaste mittel fristig durch Hochleistungsthermoplaste oder recycelbare Vitrimere. Um die relevanten Polymersysteme kli maneutral zu produzieren, sind viele Tech nologien bereits entwickelt – etwa die Konversion von CO2 in Methanol (Klotz et al., 2024) und dann in Polyolefine. Breite Marktakzeptanz und neue Regulierungen für massenbilanzierbare Polymere sowie Durchbrüche beim chemischen Recycling (Plastics Europe, 2026) werden die Nut zung von CCU-, biobasierten und regene rierten Quellen begünstigen – und damit einen netto-neutralen oder sogar negati ven CO2-Fussabdruck realisierbar machen. Saubere Energie ist dabei kein Bonus, son dern eine Grundvoraussetzung.
Downstream: Kreisläufe separieren und schliessen Am Ende des Lebens eines Kunststoffpro dukts wird sich zeigen, ob die Entschei dungen am Anfang gut waren. Ein endgül tiges «End of Life» wird es künftig nur für einen kleinen Rest geben – für stark ver mischte und kontaminierte Sortierreste, bei denen die Verbrennung mit nachgela gerter Kohlenstoffsequestrierung das sau
Mehr Info Dieser Text ist ein Auszug aus dem Jahrbuch-Beitrag «Was müssen wir heute tun, um Kunststoffe bis 2050 kreislauffähig, klimaneutral und ökolo gisch verträglich zu machen?» der glei chen Autor:innen im Jahrbuch Dich ten. Kleben. Polymer. 2027, welches im Oktober erscheint. Ein Vorabdruck des Beitrags kann von der Isgatec Website heruntergeladen werden: ht tps://www.isgatec.com/artikel/kreis lauffahige-klimaneutrale-und-okolo gisch-vertragliche-kunststoffe/42030. Begleitend zum Artikel ist ein Podcast erschienen https://www.isgatec.com/ p o d c as t /p o d c as t- all e s - d ic h t / kunststoffe-2050-halb-voll-oder-halbleer/42059, der auch auf Apple und Spotify veröffentlicht wurde.
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berste verfügbare Mittel bleibt. Eine viel versprechende Alternative wäre die Carbonisierung: Der verfügbare Kohlen stoff wird, ohne erst über die Gasphase zu gehen, durch Pyrolyse fixiert, in technische Substrate eingebaut oder deponiert und so dauerhaft aus dem Kreislauf geschleust (Lura et al., 2025). Entscheidend für geschlossene Kreisläufe ist die weitestgehende Entkopplung von Bio- und Technosphäre (Bild 3). Alle nicht bioabbaubaren Kunststoffe müssen konse quent im technischen Kreislauf gehalten
werden. Dazu gehören auch Drop- inKunststoffe, die zwar biobasiert oder nach haltig erzeugt, aber materialseitig identisch mit technischen Kunststoffen sind. Was fehlgeleitete Emissionen in die Umwelt betrifft, so sollte das Littering dann sig nifikant abnehmen, wenn Kunststoffabfälle einen ökonomischen Wert erhalten – durch Steuern, Abgaben (Charles & Cum ming, 2024), Pfandsysteme oder Upcyc ling. Technologische Fortschritte wie KI-gestützte Sortierung sowie Molecular Sorting, d.h. komplementäre chemische
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Was müssen wir heute tun? – Zehn Antworten 1. Kunststoffe nicht eliminieren, sondern neu denken. Das ist eine Gestaltungs aufgabe, keine Verbotsdiskussion. 2. Den systemischen Wandel jetzt anstossen. Effizienzgewinne und Technologi en allein reichen nicht, um die planetaren Grenzen einzuhalten. Ohne gleichzeitige Nachfragebegrenzung und Governance bleiben alle Fortschritte hinter dem Produk tionswachstum zurück. 3. Das Zeitfenster bis 2030 nutzen und die Weichen jetzt stellen. Wer heute falsch konstruiert, investiert oder reguliert, verbaut dreissig Jahre Kreislaufpotenzial. 4, Upstream zuerst. Nachfragereduktion und Design for Circularity sind wirksame re Hebel als End-of-Life-Lösungen. Nur was richtig konzipiert ist, lässt sich am Ende sauber recyceln. 5. Designstandards und digitale Produktpässe heute in Produktregulierungen verankern. Die ESPR bietet dafür den Rahmen. 6. Chemische und andere fortgeschrittene Recyclingverfahren als Ergänzung zum mechanischen Recycling entwickeln und skalieren. 7. Technologietransfer und Trickle-Down-Effekte strategisch nutzen. Hochpreisseg mente wie die Medizintechnik können das Testfeld von heute sein und die Grund lage für skalierbare Lösungen von morgen werden. 8. KI-gestützte Entwicklung, Sortierung und Prozessoptimierung vorantreiben. Das ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern ein zentraler Enabler der Transformation. 9. Saubere Energie als einen der wichtigsten systemischen Hebel nutzen. Ohne er neuerbaren Strom für Produktion und Recycling kein klimaneutrales Kunststoffsystem. 10. Kreislaufwirtschaft als Teamsport verstehen – von Forschung, Industrie, Politik und Gesellschaft, mit einem gemeinsamen Bild davon, wohin die Reise gehen soll.
und biologische Recyclingverfahren, schlie ssen die Lücken, die mechanisches Recy cling offen lässt (Klotz et al., 2024; Maurer et al., 2025).
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Alles, was in die Biosphäre gelangen kann, sollte dagegen generell bioabbaubar sein, etwa Kunststofffolien in Mischabfällen aus dem Agrarbereich, der Gastronomie oder
dem Gesundheitswesen. Häufig gelangen Kunststoffe auch in Form von Mikroplastik in die Biosphäre. Der direkteste Lösungs ansatz wäre hier, die für Mikroplastik be kannten und relevanten Emissionsquellen wie Reifen, Textilien oder Schuhsohlen (ZHAW, 2026) auf bioabbaubare Polymere umzustellen. Wo dies nicht möglich ist, müssen die Emissionen vermindert wer den sowie alle Möglichkeiten zur Rückhal tung, z.B. in Kläranlagen oder Filtern von Haushaltsgeräten, intensiv weiterentwi ckelt und flächendeckend genutzt werden. Schliesslich entstehen auch schon Techno logien zur Entfernung von Mikroplastik aus der Umwelt. Hilfreich wäre ausserdem eine Versachlichung und stärker faktenba sierte Diskussion über Mikroplastik, nach dem zunehmend Artefakte bei den For schungsresultaten bekannt werden.
Was heute zu tun ist Die Synthese aus Literaturevaluation, Back casting, Szenarioanalyse und Expertendis kussion ergibt eine Auswahl von Hand lungsfeldern, die sich durch eine potenziell hohe Hebelwirkung und gleichzeitig realis tische Machbarkeit im laufenden Jahrzehnt auszeichnen (Kasten). Kunststoffe müssen nicht eliminiert werden. Sie müssen neu gedacht werden – als zen traler Werkstoff einer klimaneutralen Indus triegesellschaft, der seinen Platz hat – aber nur dann, wenn dieser Platz durch konse quentes Handeln heute gestaltet wird.
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Die nächste Generation wird mit den Pro blemen umgehen, die wir durch Untätig keit hinterlassen – oder mit den Kunststof fen, Regulierungen und Technologien, die wir heute entwerfen.
Referenzen Bachmann, M. et al.: Towards circular plas tics within planetary boundaries. Nat. Sus tainability 2023, 6, 599–610. https://doi. org/10.1038/s41893-022-01054-9 Charles, D. & Cumming, P.: The Polymer Pre mium: A Fee on Plastic Pollution. Minderoo Foundation, 2024. https://cdn.minderoo. org/content/uploads/2024/04/21232940/ The-Polymer-Premium-a-Fee-on-PlasticPollution.pdf Deeney, M. et al.: Global health burdens of plastics: a lifecycle assessment model from 2016 to 2040. Lancet Planet. Health 2026. ht tps://doi.org/10.1016/j.lan plh.2025.101406 Eberl, U.: Zukunft 2050 – wie wir schon heute die Zukunft erfinden. Beltz & Gel berg, 2011. EMF – Ellen MacArthur Foundation: The but terfly diagram: visualising the circular econo my. 2021. https://www.ellenmacarthurfoun dation.org/circular-economy-diagram Huo, J. et al.: Global plastic industry transi tion addressing key drivers of the triple planetary crisis. Environ. Sci. Technol. 59, 19257–19268 (2025). https://pubs.acs. org/doi/10.1021/acs.est.5 c08703 Klotz, M. et al.: The role of chemical and solvent-based recycling within a sustaina ble circular economy for plastics. Sci. Total Environ. 906, 2024, 167586. https://doi. org/10.1016/j.scitotenv.2023.167586 Lura, P. et al.: Mining the atmosphere: a concrete solution to global warming. Re sour. Conserv. Recycl. 2025, 212, 107968. h t t p s : //d o i . o r g /10 .1016/ j . r e s c o n rec.2024.107968 Maurer, A. et al.: Chemisches Recycling – Baustein für Klimaschutz und Kreislauf wirtschaft? JAHRBUCH 2026 Dichten. Kle ben. Polymer. Mannheim, 2025, 414–433. OECD: Global Plastics Outlook: Policy Scenarios to 2060. OECD Publishing, Paris, 2022. https://doi.org/10.1787/aa1edf33-en Plastics Europe: Circular Economy Report – Executive Summary. 2024a. https://plastics europe.org/wp-content/uploads/2024/05/ Circular_Economy_report_Digital_EXEC_ light_FINAL.pdf 9–10/2026
Plastics Europe: Plastics – The Facts. Cir cular Economy Roadmap 2050. 2024b. Soeteman-Hernández, L.G. et al.: Safe, Sustainable, and Recyclable by Design (SS RbD): A Qualitative Integrated Approach Applied to Polymeric Materials Early in the Innovation Process. Sustainability & Circu larity NOW 2025; 02: a25547325, DOI: 10.1055/a-2554-7325 Sonke, J. E. et al.: Global environmental plastics dispersal under OECD policy scenarios towards 2060. Science Advan ces 2025. https://www.science.org/ doi/10.1126/sciadv.adu2396 Stegmann, P. et al.: Plastic futures and their CO2 emissions. Nature 2022, 612, 272–276. ht tps://doi.org /10.1038/ s41586-022-05422-5 SYSTEMIQ/Ellen MacArthur Foundation: ReShaping Plastics. SYSTEMIQ Report, 2022, https://www.systemiq.earth/sys tems/circular-materials/reshaping-plastics/ Van Roijen, E. & Miller, S.: Leveraging bio genic resources to achieve global plastic decarbonization by 2050. Nat. Commun. 2025, 16. https://doi.org/10.1038/ s41467-025-62877-6 Wiesinger, H., Wang, Z., Hellweg, S.: Deep Dive into Plastic Monomers, Additives, and Processing Aids. Environ. Sci. Technol. 2021, 55(13), 9339–9351, https://pubs. acs.org/doi/10.1021/acs.est.1c00976 ZHAW: In Rekordzeit zur abbaubaren Schuhsohle. 08.04.2026. https://www. zhaw.ch/de/engineering/ueber-uns/news/ news/event-news/in-rekordzeit-zur-abbau baren-schuhsohle
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Farbexpertise für die Kreislaufwirtschaft
Bei Rezyklaten zählt Rezepturkompetenz Mit Cycolen erweitert Grafe Blankenhain sein Portfolio um eine neue Produktmarke für Masterbatches, die speziell zur Einfärbung recycelter Polymere Anwendung finden. Im Mittelpunkt stehen kundenspezifische Lösungen, bei denen das Masterbatch an das vom Kunden vorgegebene Recyclingpolymer angepasst wird.
Manfred Fischer ¹ Rezyklate gewinnen in der Kunststoff industrie weiter an Bedeutung. Gleichzeitig stellen sie Verarbeiter vor technische Her ausforderungen: Je nach Herkunft, Sortie rung und Aufbereitung können Qualität, Eigenfarbe und Verarbeitungseigenschaf ten deutlich schwanken. Genau an diesem Punkt setzt Cycolen an. Grafe entwickelt individuell abgestimmte Masterbatch-Re zepturen, die auf das jeweilige Kundenma terial, den gewünschten Zielfarbton und die anwendungsspezifischen Anforderun gen ausgelegt werden. «Mit Cycolen schaffen wir eine Lösung für Verarbeiter, die Rezyklate nicht nur einset zen möchten, sondern diese auch farblich, funktional und prozesssicher in ihre Anwen
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Head of Marketing bei Grafe
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dungen integrieren wollen», erläutert Lars Schulze, Head of R&D Product Develop ment. «Entscheidend ist dabei, dass wir nicht von einem theoretischen Standardma terial ausgehen, sondern das konkrete Re cyclingpolymer des Kunden als Grundlage für die Entwicklung nutzen.» Wenn für das Endprodukt ein vollständig rezyklatbasiertes Materialkonzept gewünscht oder gefordert ist, prüft Grafe das vom Kunden bereitge stellte Material auf seine Eignung als Träger polymer zur Masterbatch-Herstellung. Die neue Produktmarke richtet sich an Kunststoffverarbeiter, die Post-Industrialoder Post-Consumer-Rezyklate in ihren Stoffkreisläufen einsetzen und diese mit Farb-, Additiv- oder Funktionslösungen kom binieren möchten. Geeignete Kunststoffe können unter anderem PET, HDPE, PP, LDPE oder PMMA sein. Je nach Anwendung ent wickelt Grafe seine Masterbatches in kun denspezifischen Farbtönen, Granulatformen
und Losgrössen. Bei projektspezifischen Kundenanforderungen prüft das Unterneh men darüber hinaus auch weiterführende Materiallösungen als Compound. Eine besondere Herausforderung liegt in der Farbeinstellung. Recycelte Polymere bringen häufig eine eigene Grundfärbung mit, die bei der Rezepturentwicklung be rücksichtigt werden muss. Grafe analysiert das kundenspezifische Ausgangsmaterial und passt die Farbmitteldosierung ent sprechend an. Auf diese Weise können natürliche Materialschwankungen ausge glichen und definierte Farbziele präziser erreicht werden. «Rezyklat ist nicht gleich Rezyklat. Jede Materialquelle bringt eigene Eigenschaften mit», erklärt Dr. Michael Dirauf, Teamleiter Analytik. «Unsere Aufgabe besteht darin, diese Eigenschaften zu verstehen und daraus ein stabiles, verarbeitbares und optisch überzeugendes Masterbatch zu 9–10/2026
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ntwickeln. Dabei greifen wir auf die enge e Zusammenarbeit von Design-Center, Ma terial Science, Analytik und Produktion im Haus Grafe zurück.» Neben der Einfärbung können CycolenMasterbatches auch mit funktionellen Ad ditiven ausgestattet werden. Dazu zählen beispielsweise Stabilisatoren, Verarbei tungshilfen, Gleit- und Antiblockmittel, Schlagzähmodifikatoren sowie UV- oder Thermostabilisatoren. Ziel ist es, die Verar beitung und Leistungsfähigkeit von Rezy klaten gezielt zu verbessern und den Ein satz recycelter Kunststoffe in hochwertigen Anwendungen zu erleichtern. Auch gestalterisch eröffnet Cycolen neue Möglichkeiten. Neben klassischen Farbtö
Zusatzstoffe
nen können optische Effekte, Partikel, Tex turen oder Lasermarkierungen realisiert werden. Gerade im Hinblick auf kreislauf fähige Produktkonzepte kann die direkte Kennzeichnung des Kunststoffes eine inte ressante Alternative zu zusätzlichen Etiket ten darstellen. Diese Eigenschaft der Laser markierbarkeit bleibt auch bei weiteren mechanischen Recyclingzyklen innerhalb eines geschlossenen Systems erhalten. Mit Cycolen unterstützt Grafe seine Kun den dabei, rezyklatbasierte Materialkon zepte industriell nutzbar zu machen. Die neue Marke verbindet Kreislaufwirtschaft mit der über 30-jährigen Kernkompetenz von Grafe: massgeschneiderte Master batch-Lösungen, entwickelt für konkrete
Anwendungen und abgestimmt auf die Anforderungen des Kunden. «Der Einsatz von Rezyklaten wird in vielen Branchen weiter zunehmen», betont Se bastian Grafe, Managing Director. «Mit Cy colen bieten wir unseren Kunden eine Lösung, die Nachhaltigkeit nicht isoliert betrachtet, sondern mit Farbe, Funktion und Prozesssicherheit verbindet.» Kontakt Grafe GmbH & Co. KG Waldecker Strasse 21 D-99444 Blankenhain +49 36459 45-0 grafe@grafe.com www.grafe.com
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Neue Metalleffektpigmente
Makellos glänzende Kunststoffoberflächen Metallisch glänzende Kunststoffoberflächen liegen im Trend – ob bei Automotive-Exterieur und -Interieur, bei Spielwaren oder Haushaltsgeräten. Im Spritzguss hergestellte Produkte haben jedoch einen Nachteil: Sie weisen oft sogenannte Fliesslinien auf – unschöne Streifen und Linien. Eine neue Methode zur Herstellung von Metalleffektpigmenten, die an der Technischen Universität Berlin entwickelt und am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP weiter optimiert wird, ermöglicht einen fliesslinienlosen Metalleffekt auf Kunststoffoberflächen – und das, ohne Beschichtung.
Kathrin Lerz ¹ Seit Jahrzehnten wird an der Optimierung von Metalleffektpigmenten geforscht, denn die konventionell verwendeten Pigmentpartikel mit Plättchen- oder Flake-Geometrie, die in den Kunststoff für den Metalleffekt eingebracht werden, erzeugen bei der Spritzgussverarbeitung sichtbare Fliesslinien. Um dieser Herausforderung zu begegnen, entwickelte der Wissenschaftler Nils Demski an der TU Berlin tetraederförmige Partikel. Diese Geometrie bietet die Möglichkeit, den Grad der Partikelausrichtung in der Kunststoffschmelze gezielt zu steuern. Darüber hinaus lassen sich sowohl die Ausbildung von Fliesslinien als auch der Helligkeitsflop, also Änderung der Helligkeit je nach Betrachtungswinkel, beeinflussen. Die Herstellung dieser Vollaluminiumpigmente mit Tetraedergeometrie ist jedoch aufwändig und mit einer hohen Ausschussrate verbunden.
Effiziente Herstellung durch UV-Imprint-Lithografie Nils Demski, inzwischen Projektleiter am Forschungsbereich Polymercomposite PYCO des Fraunhofer IAP, wählte deshalb mit seinem Team einen neuen Ansatz: die Herstellung tetraedrischer Metallic-Pigmentpartikel auf Basis der UV-Imprint-Lithographie. Ihr Ziel: Pigmentausschuss möglichst vermeiden und zugleich eine hohe Automatisierbarkeit durch Rolle-zu-Rolle-Prozesse erreichen. Statt aus Aluminium bestehen die Pigmentpartikel aus einem UV-ausgehärteten, anschliessend metallisierten Duroplast, der die thermischen und mechanischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, Potsdam-Golm
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dem die Anhaftung der metallischen Partikelbeschichtung verbessert werden. Dadurch wurde eine erhöhte Beständigkeit der Pigmente gegenüber mechanischer Beanspruchung erreicht.
Gleichmässige Effekte bei reduzierter Umweltbelastung
Spritzgegossener Prüfkörper mit herkömmlichen plättchenförmigen Metalleffektpig menten (links) resp. mit neuartigen tetraederförmigen Pigmentpartikeln (rechts). (Bild: Jadwiga Galties / Fraunhofer IAP)
Anforderungen erfüllt, um im Spritzguss seine Form und optischen Eigenschaften zu behalten. Das neue Verfahren reduziert den Materialverbrauch und senkt die Ausschussrate gegenüber herkömmlichen Produktionsmethoden erheblich. Das zugehörige Patent steht zur Übernahme bereit. «Mit dem neuen Prozess, auf dessen Basis wir gerade eine Versuchsanlage zur automatisierten Pigmentfertigung aufbauen, können wir Metalleffektpigmente mit hoher Formgenauigkeit und gleichbleibender Qualität herstellen. Ausserdem kann die Grösse und in Grenzen auch die Geome trie der Pigmentpartikel im Prozess eingestellt werden», erklärt Demski. Darüber hinaus streben die Forschenden ein monodisperses Pigment mit neuartiger Tetraederpartikelform an, bei dem alle Partikel hinsichtlich Geometrie und Grösse übereinstimmen. Dies ermöglicht sehr präzise einstellbare optische Effekte. Die Fertigungskosten sind dabei vergleichbar mit denen von PVD-Pigmenten, also sehr dünnen Flake-Pigmenten. In einem gemeinsamen Projekt mit BMW konnte zu-
Während des Spritzgiessprozesses weisen die neuartigen Pigmentpartikel im Kunststoff eine über das gesamte Bauteil hinweg gleichartige, statistisch isotrope Orientierung auf. Dadurch entstehen fliesslinienfreie und gleichmässig metallisch glänzende Oberflächen, die sich, im Gegensatz zu herkömmlichen plät tchenförmigen Pigmenten, fliessrichtungsabhängig orientieren. Gleichzeitig werden Energie und Rohstoffe eingespart, da die Pigmente ressourcenschonender herstellbar sind als konventionell durch Metallverdüsung und anschliessendes Mahlen und Sieben hergestellte Aluminiumflakes. Die neue Herstellungsmethode für Metalleffektpigmente verbindet ansprechende Optik mit stabilen und umweltfreundlichen Prozessen. Sie eignet sich überall dort, wo Oberflächenqualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit gleichermassen zählen. Originalpublikation: https://www.mdpi.com/20734360/17/19/2708
Kontakt Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP Geiselbergstrasse 69 D-14476 Potsdam-Golm info@iap.fraunhofer.de www.iap.fraunhofer.de
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16. Oktober Oktober2026 2026 D 12.– 12.– 16. D 12.– 16. D Oktober 2026 & Montag Montag – Freitag & & Montag – Freitag – Freitag a Friedrichshafen Friedrichshafen a a Friedrichshafen
DIE PARTNER KUNSTSTOFF XTRA OST / IWK
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Das IWK ist die schweizweit führende Forschungseinrichtung für Bauteilauslegung und Produktion in der Kunststofftechnik.
Das Magazin mit vielen EXTRAS. Wissen und News für Sie kompetent aufbereitet: Alles zu Werkstoffe, Verarbeitung, Anwendung.
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SWISS PLASTICS EXPO
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Die Swiss Plastics Expo ist der Treffpunkt für alle, die mit Kunststoff arbeiten. Die nächste Messe findet vom 23. bis 25. Januar 2029 statt.
Wir begleiten Sie von der ersten Machbarkeitsstudie bis zur laufenden Produktion. Das perfekte Leistungsangebot für Spritzgiesswerkzeuge.
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EINLADUNG ZUM APÉRO Mittwoch, 14. Oktober 2026, ab 15 Uhr
VERBAND
Mitgliedschaft mit Mehrwert
Das sagen Unternehmen aus der Schweizer Kunststoffindustrie Was bringt eine Mitgliedschaft bei KUNSTSTOFF.swiss konkret? Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette berichten, weshalb sie Teil von KUNSTSTOFF. swiss sind und welchen konkreten Mehrwert sie daraus ziehen. Ob fachlicher Austausch, Nachwuchsförderung, Interessenvertretung oder gemeinsame Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit und Innovation: Die Stimmen der Mitglieder zeigen, was das Netzwerk von KUNSTSTOFF.swiss ausmacht und warum sich ein Engagement im Verband lohnt.
Werden auch Sie Teil des Verbands der Schweizer Kunststoffindustrie. Weitere Informationen zur Mitgliedschaft und zusätzliche Mitgliederstimmen finden Sie unter: www.kunststoff. swiss/Mitglieder
Netzwerk und Erfahrungsaustausch
Stefan Okle CEO Samaplast AG
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«Die Mitgliedschaft bei KUNSTSTOFF.swiss ermöglicht uns den fachlichen Austausch innerhalb der Schweizer Kunststoffbranche und stärkt unser Netzwerk entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Gleichzeitig profitieren wir vom gemeinsamen Engagement in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit und Nachwuchsförderung, die für die Zukunft von Samaplast zentral sind.»
«KUNSTSTOFF.swiss bringt die Schweizer Kunststoffindustrie zusammen. Vom Materiallieferanten über den Maschinen- und Anlagenhersteller und Werkzeugmacher bis zum verarbeitenden Unternehmen besteht ein Netzwerk, in dem ein regelmässiger Austausch gelebt wird.» Andreas Pittermann Geschäftsführer MAPAG Maschinen AG
Markus Warzel Managing Director ALBIS Switzerland AG
«Die Mitgliedschaft bei KUNSTSTOFF.swiss unter stützt die ALBIS Switzerland AG dabei, insbesondere den Austausch mit Unternehmen aktiv zu fördern, innovative Ideen frühzeitig aufzugreifen und gemeinsam praxisnahe Lösungen für die Weiterentwicklung der Schweizer Kunststoffindustrie zu gestalten.»
Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung
Lilian Steiner Social Media Manager und Miteigentümerin SKS AG Kunststoffe+ Werkzeugbau
«Wir sind Mitglied bei KUNSTSTOFF.swiss, weil wir vom Austausch in der Branche und den praxisnahen Angeboten profitieren. Besonders hilfreich fanden wir Formate wie das Webinar zur Social-Media-Nutzung für Lehrstellen, da es konkrete Impulse geliefert hat, um Nachwuchstalente gezielter anzusprechen. So erhalten wir wer tvolle I nputs, die wir direkt im Alltag umsetzen können.»
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VERBAND
Raphael Leber Berufsbildner und Manufacturing Technology Expert Ypsomed AG
Oliver Fankhauser Geschäftsführer Wipf AG
«Die Mitgliedschaft bei KUNSTSTOFF.swiss bietet der Ypsomed AG insbesondere im Bereich der Berufsbildung einen grossen Mehrwert durch gemeinsame Marketing- und Messeaktivitäten, etwa an der BAM in Bern, wo wir gezielt junge Menschen für Kunststoffberufe begeistern können. Als Berufsbildner profitiere ich vom fachlichen Austausch und Benchmarking an den ImpulsTreffs. Diese Impulse unterstützen die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Lernendenausbildung und stärken die Qualität der Nachwuchsförderung.»
«Als produzierendes Schweizer Unternehmen ist uns die Nachwuchsförderung ein zentrales Anliegen. Über KUNSTSTOFF.swiss schaffen wir Sichtbarkeit bei jungen Talenten und stärken die Attraktivität unserer Berufe. Die Berufsmarketing-Aktivitäten unterstützen uns, langfristig qualifizierte Fachkräfte zu sichern.»
Bruno Schleiss Geschäftsführer Krauss-Maffei (Schweiz) AG
Thomas Dubler Geschäftsführer/Inhaber Ingenieurbureau Dr. Brehm AG
«Die Mitgliedschaft bei KUNSTSTOFF.swiss ist für KraussMaffei ein Beitrag, die Schweizer Kunststoffbranche in Bezug auf Ausbildung, Nachhaltigkeit und Image nach aussen positiv zu vermarkten. Es ist wichtig, dass alle Konsumenten und Konsumentinnen die grossen Vorteile der Kunststoffwelt verstehen und deren Nutzen im täglichen Bedarf auch politisch billigen.»
«Die Mitgliedschaft des Ingenieurbureau Dr. Brehm AG bei KUNSTSTOFF.swiss stärkt unsere Vernetzung innerhalb der Schweizer Kunststoffindustrie und verschafft uns Zugang zu aktuellem Branchenwissen, Innovationen und regulatorischen Entwicklungen. Gleichzeitig ermöglicht sie uns, Nachhaltigkeitsthemen wie Kreislaufwirtschaft aktiv mitzugestalten und unsere Interessen auf nationaler Ebene einzubringen. Dadurch sichern wir langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Zukunft.»
Image und Interessensvertretung
Besart Azemi Key Account Manager Tonet AG
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«Die Tonet AG engagiert sich bei KUNSTSTOFF.swiss, um vom fachlichen Austausch, aktuellen Brancheninformationen und einer starken Interessenvertretung zu profitieren. Die Mitgliedschaft unterstützt uns dabei, technologische, regulatorische und nachhaltige Herausfor derungen praxisnah zu meistern. Gleichzeitig stärkt sie unsere Vernetzung innerhalb der Schweizer Kunststoffindustrie.»
Kontakt KUNSTSTOFF.swiss Debora Rondinelli CH-5000 Aarau +41 62 834 00 65 d.rondinelli@kunststoff.swiss www.kunststoff.swiss
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KUNSTSTOFF XTRA
Out of the box
Zement, Stahl, Ammoniak und Kunststoffe sind die eng gekoppelten Grundstoffe globaler Wertschöpfungsketten und bilden das materielle Fundament heutiger Gesellschaften. (Quelle: yes or no Media GmbH, KI generiert)
Ressourcen in der Zukunft
Materielle Realität Die Debatte ist emotional, die Realität physisch. Wer über die Zukunft sprechen will, muss über Materialien sprechen. Ein Blick in das Buch «Wie die Welt wirklich funktioniert» des kanadischen Umweltwissenschaftlers Vaclav Smil zeigt, wie sehr unsere moderne Welt auf vier Grundstoffe angewiesen ist: Zement, Stahl, Ammoniak und Kunststoff. Diese Abhängigkeit verstärkt sich dadurch, dass die Materialien in eng vernetzte Systeme eingebettet sind, die sich aufgrund ihrer Komplexität nur über lange Zeiträume verändern lassen.
Viel wird bei dem Thema Zukunft über Verzicht geredet, selten über Grundlagen. Der Wissenschaftler Vaclav Smil gehört zu jenen, die genau dort ansetzen. Seine Ar beiten beschreiben keine Wunschbilder, sondern die materielle Struktur moderner Gesellschaften – und warum sie sich nur langsam verändern lässt. Denn die Le benswelt, so Smil, funktioniert als System aus Abhängigkeiten, in dem jeder Eingriff weitere Veränderungen nach sich zieht.
Fortschrittliches Fundament Unsere Zukunft präsentiert sich digital, ist aber materiell organisiert. Nach Vaclav Smil bilden Zement, Stahl, Ammoniak und Kunststoffe die Basis industrieller Gesell 62
schaften. Sie ermöglichen Infrastruktur, sichern Ernten und stabilisieren globale Lieferketten. Dass sich diese elementaren Materialien nur eingeschränkt austau schen lassen, ist ein zentraler Punkt in Smils Buch. Ihre Herstellung und Verwen dung sind bis ins Kleinste miteinander verwoben. In der Praxis zeigt sich diese Kopplung deutlich: Stahl für Windkraftan lagen, Zement für Fundamente, Kunst stoffe für Rotoren und Komponenten. Eine Transformation der Kernelemente ist zwar möglich, erfordert jedoch lange Zeit räume und liegt ausserhalb kurzfristiger politischer Zielhorizonte. Wie gross die Abhängigkeit von diesen Grundstoffen ist, zeigen immer wieder
geopolitische Krisen. Störungen wie die blockierte Strasse von Hormus wirken sys temisch und verstärken sich entlang ver netzter Wertschöpfungsketten. Fehlendes Öl und Gas treiben Energiepreise und ver ändern die Grundlage ganzer Industrien. Bis zur Produktion von Kunststoff.
Kunststoff im Systemkontext Vor allem Kunststoff steht bei der Diskus sion um die Zukunft im Zentrum, haupt sächlich wegen des Abfallaufkommens. Gleichzeitig ist das Material tief in Syste me eingebunden, die Ressourcen effizi ent für die Gesellschaft nutzbar machen. Kunststoff reduziert Gewicht, schützt Pro dukte und ermöglicht Anwendungen, die 9–10/2026
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Out of the box
ohne ihn deutlich mehr Material oder Energie erfordern wür den. Entscheidend ist der Kontext, in dem das Material einge setzt wird. In komplexen Systemen lassen sich einzelne Kom ponenten selten isoliert betrachten, wie Smil argumentiert. Materialien und Technologien wirken im Zusammenspiel gros ser, miteinander verflochtener Systeme. Diese Systeme folgen keiner linearen Logik und wachsen über ihre Verbindungen. Mathematisch lässt sich das so beschrei ben: n mal (n minus 1) geteilt durch 2, die Anzahl möglicher Verbindungen innerhalb eines Systems. Bei 10 Komponenten entstehen 45 Verbindungen, bei 100 bereits 4950, ein qua dratisches Wachstum der Abhängigkeiten. Mit jeder zusätzli chen Komponente steigt die Zahl der Verbindungen und Wech selwirkungen überproportional. Wer also Kunststoff ersetzt, verändert immer auch die Balance an anderer Stelle. Denn jede Änderung wirkt über diese Verbindungen weiter und löst Ket tenreaktionen aus. Ein lokaler Eingriff erzeugt also systemische Effekte, die sich der linearen Steuerung entziehen. Smil zeigt dabei vor allem eines: entscheidend ist die Effizienz, also mit möglichst geringem Einsatz möglichst viel zu leisten. Kunststoff kann genau das ermöglichen, vor allem wenn er in funktionie rende Kreisläufe eingebunden wird.
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Smils Perspektive Das Buch «Wie die Welt wirklich funktioniert» macht klar: Viele Debatten unterschätzen die Komplexität materieller S ysteme. Industrie, Infrastruktur und Versorgung sind nur stabil durch hohe gegenseitige Abhängigkeiten. Je stärker diese Vernetzung, desto geringer die direkte Steuerbarkeit einzelner Eingriffe. Gleichzeitig steigt der globale Bedarf weiter. Eine weltweit wachsende Bevöl kerung und steigende Lebensstandards erhöhen den Druck auf Ressourcen und Systeme. Zukunft bedeutet deshalb mehr struk turelle Komplexität. Der zentrale Konflikt entsteht zwischen poli tischen Zielen und physischer Umsetzbarkeit. Der kurzfristige Umbau bestehender Infrastrukturen und Inves titionen führt zu neuen Abhängigkeiten. In stark vernetzten Sys temen kann der Versuch tiefgreifender Umsteuerung sogar un beabsichtigte Stabilitätsverschiebungen auslösen. Entscheidend ist der Umgang mit dieser Realität: Materialien effizienter nutzen, Verluste reduzieren, Kreisläufe schliessen. Mit Fokus auf langfris tige Strategie statt schneller Lösung. Dieser Realismus erklärt auch, warum Smils Werk so häufig zitiert wird: weil es beschreibt, wie die Welt tatsächlich funktioniert, jenseits ideologischer Wunschbilder. Das macht den Wert des Buches aus – als sach licher Beitrag in einer Diskussion, die oft die physische Wirklich keit unterschätzt. Bei Kunststoffen zählt intelligente Nutzung statt Verzichtsdebatte.
Kontakt Plastic is Fantastic Association Annagasse 6 A-1010 Wien www.pif-association.com 9–10/2026
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Forschung / Entwicklung
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Magnetische Nanopartikel
PFAS entfernen Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) zählen sie zu den problematischsten Schadstoffen unserer Zeit: Sie sind äusserst langlebig, reichern sich in Umwelt und Organismen an und lassen sich nur schwer aus Wasser entfernen. Ein Forschungsteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), des Uniklinikums Erlangen sowie des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit um Prof. Dr. Marcus Halik vom Lehrstuhl für Polymerwerkstoffe der FAU hat ein Verfahren entwickelt, das PFAS mithilfe funktionalisierter magnetischer Nanopartikel effizient aus Wasser entfernt.
Johannes Voss und Linda Rockmann aus Haliks Team entwickelten dafür funktionalisierte Eisenoxid-Nanopartikel mit speziellem magnetischen Verhalten, deren Oberfläche gezielt so angepasst wurde, dass sie unterschiedliche PFAS binden können. Gekoppelt an die Eisenoxid-, also Rost-Partikel, können die PFAS einfach mit einem Magneten aus dem Wasser entfernt werden. Dabei verfolgen die Wissenschaftler einen breiten Ansatz: Statt sich auf einzelne P FAS-Verbindungen zu konzentrieren, wollten sie eine variable Lösung schaffen, die möglichst viele Materialien dieser vielfältigen Stoffklasse erfassen kann, also magnetische Nanopartikel, die sich gezielt an unterschiedliche Anforderungen der Wasseraufbereitung anpassen können.
Mikroplastik im Fokus Die neue Studie von Haliks Team erweitert die Einsatzmöglichkeiten der magnetischen Wasserreinigung um eine weitere hochrelevante Schadstoffklasse. Das Foschungsteam konnte erstmals zeigen, dass sich das zugrunde liegende Prinzip nicht nur für einzelne PFAS-Moleküle, sondern auch für fluorhaltiges Mikroplastik anwenden lässt. Fluorhaltiges Mikroplastik entsteht zum Beispiel als A brieb beim Waschen von Funktionskleidung oder ist in Kosmetika enthalten. Der entscheidende Vorteil der Technologie liegt in der massgeschneiderten Oberflächenchemie der Partikel. Je nach Funktionalisierung besitzen die Eisenoxidpartikel unterschiedliche Eigenschaften: Das in der Studie eingesetzte Material entfernt ein breites Spektrum an PFAS auch zuverlässig 64
Prof. Dr. Marcus Halik (r.) im Labor mit Johannes Voss und Linda Rockmann (Bild: OMD Group)
aus Wasserproben, die mit vielfältigen Stoffen und Organismen verunreinigt sind – wie Waschlauge oder Flusswasser. Andere Eisenoxid-Nanopartikel, mit denen Haliks Team arbeitete, lassen sich nach der magnetischen Separation regenerieren und mehrfach wiederverwenden. Zudem sind die Eisenoxid-Partikel technisch skalierbar und nicht toxisch. «Unsere Technologie spannt so den Bogen von molekularen Schadstoffen bis hin zu mikroskopischen Partikeln und unterstreicht das Potenzial funktionalisierter Eisenoxid-Nanopartikel als vielseitige und nachhaltige Plattform für die Wasseraufbereitung – inklusive komplex belasteter Wasserproben», erklärt Professor Halik.
Erfolgreich unter Praxisbedingungen Besonders wichtig war den Forschenden der Nachweis, dass das Verfahren auch
ausserhalb des Labors funktioniert. Deshalb testete das Team die Technologie an einer real belasteten Trinkwasserquelle, an Flusswasser, an Waschwässern aus der Bodensanierung sowie an Waschwasser von Outdoor-Textilien. Dabei gelang es, die PFAS-Konzentrationen aus einer kontaminierten Trinkwasserquelle um 87 Prozent zu reduzieren und den neuen in Deutschland geltenden Grenzwert von 100 Nanogramm pro Liter zu unterschreiten. Darüber hinaus konnte auch fluorhaltiges Mikroplastik erfolgreich magnetisch aus dem Wasser entfernt werden. Kontakt Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Technische Fakultät Martensstrasse 7 D-91058 Erlangen www.lsp.tf.fau.de
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Wirtschaft
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Das nach einem Schweizer Berg und nach der Farbe der lasttragenden Composite-Bauteile benannte «Schwarzhorn» vereint sämtliche Prozessschritte unter einem Dach. (Bilder: Pilatus)
Hightech Composite-Kompetenzzentrum nimmt Betrieb auf
Pilatus erweitert Einsatzbereich von Composites Mit dem neuen markanten Gebäude «Schwarzhorn» nimmt Pilatus im Kanton Nidwalden ein hochmodernes Composite-Kompetenzzentrum offiziell in Betrieb: Ab sofort werden Entwicklung und Fertigung von faserverstärkten Kunststoff-Bauteilen erstmals unter einem Dach vereint. Das neue Gebäude bietet modernste Arbeitsplätze für zukünftig rund 300 Mitarbeitende und wurde konsequent nach hohen Nachhaltigkeitsstandards realisiert.
Faserverstärkte Kunststoffe – auch bekannt als Composites – wurden bei Pilatus seit über 40 Jahren ausschliesslich für nicht lasttragende Sekundärstrukturen wie Abdeckungen oder Verschalungen eingesetzt. Mit dem PC-24 Super Versatile Jet kommen erstmals auch Primärstrukturbauteile aus Composite zum Einsatz: Lasttragende Steuerflächen markieren einen wichtigen technologischen Entwicklungsschritt im Flugzeugbau, da sie leichter sind und somit auch Treibstoff einsparen. Pilatus plant, den Einsatz von Composites zukünftig auszuweiten. Das nach einem Schweizer Berg und nach der Farbe der lasttragenden CompositeBauteile benannte «Schwarzhorn»-Gebäude vereint dabei sämtliche Prozessschritte unter e inem Dach – von der Rohmate rialanlieferung und -lagerung über die Bauteilfertigung, Detailmontage und Oberflächenbehandlung bis hin zur Lagerung 9–10/2026
und Kommissionierung. Die Bauteile werden als fertig kommissionierte Kits direkt in die Endmontage geliefert. Die weitgehend autarke Kunststofffertigung erlaubt es allen beteiligten Disziplinen, sich konsequent auf wertschöpfende Tätigkeiten zu konzentrieren. Die Fertigungsflächen bieten ausserdem die Möglichkeit, zukünftig hochmoderne Fertigungs- und Prüftechnologien zu nutzen und Fertigungsschritte weiter zu automatisieren. Die enge Zusammenarbeit zwischen Fertigung und Entwicklung ist ein weiterer Kernaspekt des Schwarzhorns. «Mit diesem Gebäude bekennt sich Pilatus erneut zum Denk-, Werk- und Ausbildungsplatz Schweiz – und zu unserer nachhaltigen Entwicklung hier vor Ort, wo wir unsere Wurzeln haben. Mit einer Investition von 100 Millionen Schweizer Franken ist dieser Bau das teuerste Gebäude, in das wir bisher investiert haben», sagt CEO Markus Bucher.
Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit Neben der Fertigungstechnologie setzt das «Schwarzhorn» auch in der Energieversorgung neue Massstäbe. Photovoltaikanlagen auf Dach und Fassade sowie die Nutzung von Prozessabwärme und Grundwasser für Heizung und Kühlung reduzieren den Bedarf an externer Energie deutlich. Ein weiteres Novum für Pilatus ist die angestrebte Zertifizierung des Gebäudes nach dem LEED-Platinum-Standard. Dieses international anerkannte Label steht für nachhaltiges Bauen und legt den Fokus auf Ressourcenschonung, den Schutz der Umwelt sowie die Reduktion des Energie- und Wasserverbrauchs. Kontakt Pilatus Flugzeugwerke AG Pilatusstrasse 1 CH-6371 Stans www.pilatus-aircraft.com
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Ver anstaltungen
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30 Jahre Krauss-Maffei (Schweiz) AG
Erfolg entsteht durch Partnerschaften Am 4. September 2026 feierte die Krauss-Maffei (Schweiz) AG in Rotkreuz – zusammen mit Kunden und Geschäftspartnern – das 30-Jahr-Jubiläum. Das Fest ist Ausdruck des Dankes an die geladenen Gäste für die gute Partnerschaft und langjährige Zusammenarbeit.
Marianne Flury «30 Jahre Krauss-Maffei (Schweiz) AG – das ist weit mehr als eine Zahl. Es sind drei Jahrzehnte voller Herausforderungen, Veränderungen, Innovationen und gemeinsamer Erfolge. Was sich jedoch nicht verändert hat, sind die Werte, auf denen unser Unternehmen aufgebaut wurde: Verlässlichkeit, Qualität, Innovationskraft und die Nähe zu unseren Kunden. Diese Werte haben uns 30 Jahre lang durch wirtschaftlich erfolgreiche Zeiten getragen, immer konnten wir ein positives Ergebnis nach München liefern. Es gab aber auch Phasen, in denen Flexibilität, Mut und Zusammenhalt besonders gefragt waren», begrüsste Bruno Schleiss, Geschäftsführer der Schweizer Niederlassung, seine Gäste. In seiner Rede wies Schleiss auf die Veränderungen hin, die die Branche in den ver-
gangenen drei Jahrzehnten durchgemacht hat. Die Anforderungen an Qualität, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Digitalisierung steigen kontinuierlich. Gleichzeitig verkürzen sich Innovationszyklen und die Märkte werden internationaler. «Für uns war Veränderung jedoch nie ein Grund zur Sorge, sondern stets eine Chance. Nicht umsonst haben wir vor 30 Jahren die KMCH als Pilottochter gegründet.» Von den zahlreichen Projekten, die KraussMaffei (Schweiz) in den letzten Jahren realisieren konnte, stellte Schleiss drei namentlich vor, weil sie sich durch ihre «Nicht-Alltäglichkeit» auszeichnen resp. eine Gemeinsamkeit mit dem Jubiläum haben. So konnte KraussMaffei eine Spritzgiessmaschine mit der grössten Spritzeinheit, mit einem Schussgewicht von 120 kg, an Georg Fischer verkaufen und die grösste in der Schweiz bisher verkaufte Spritzgiessmaschine mit einer Schliesskraft
von 40 000 kN an Georg Utz übergeben. Und schliesslich hat Michel Werkzeugbau in diesem Jahr – passend zum Jubiläum – die 30. Spritzgiessmaschine erworben. «Diese Beispiele stehen stellvertretend für alle Kundenprojekte und zeigen, was gemeinsam alles machbar ist», betonte Schleiss. Aus dem Mutterhaus in München überbrachten Marco Gruber, Director Application & Process Engineering, und Jochen Mitzler, Head of Global Product Management IMM & Sales Learning, ihren Dank und ihre Wertschätzung für die starke Leistung und den unermüdlichen Einsatz, den die Schweizer Niederlassung erbringt. Ihr Querschnitt über die Entwicklungen und Innovationen in den vergangenen Jahren verdeutlicht den Ideenreichtum und die Schaffenskraft des «Schweizer PolymerTrendsetters», wie Mitzler die Schweizer Niederlassung betitelte. «Aus der Schweiz sind
Das Team hat die Krauss-Maffei (Schweiz) AG zu dem gemacht, was sie heute ist. (Bilder: Jörg Signer)
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extrem viele Innovationen hervorgegangen. Wir sind sehr stolz auf das Unternehmen.» So wurde beispielsweise auf der K 2001 das Hinterspritzen einer Heckklappe vorgestellt, das zusammen mit dem Partner Georg Kaufmann AG entwickelt worden war. Damit wurden neue Standards auch im Bereich Folien und Dekorhinterspritzen geschaffen. Auch mit der Mehrkomponententechnik hat KMCH mit der damaligen Weidmann (heute Weidplas) mithilfe innovativer Materialkombinationen und Verarbeitungsprozesse – Neuland betreten. Ein bis heute wichtiges Thema ist ColorForm, ein Verfahren mit dem ein fertig lackiertes und montiertes Bauteil mit Elektronik in einem Zyklus gefertigt werden kann. «All diese Neuentwicklungen entstanden nie im Alleingang, sondern immer zusammen mit starken Partnern», betonte Schleiss. Weil zu einem Jubiläum immer auch ein Blick nach vorn gehört, hob Marco Gruber – stellvertretend für diverse Neuentwicklungen – die CFP-Technologie (Chopped Fiber Processing) hervor, die die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit von KraussMaffei belegt. Das Verfahren erlaubt erstmals das direkte, faserschonende Compoundieren von PP und Glasfaserschnitt im Spritzgiessprozess. «Möglich ist dies dank einer neu entwickelten Schnecke, die es so für das Spritzgiessen bisher nicht gab», erklärte Gruber. Teil des Events waren auch die Jubiläumsansprachen von Manuel von Varchmin, Ma-
Aufmerksame Gäste bei der Begrüssungsrede von Bruno Schleiss
nagement bei KraussMaffei, und Michael Furlan, Vertrieb Krauss-Maffei (Schweiz). So betonte von Varchmin die ausserordentliche Loyalität von Bruno Schleiss gegenüber seinem Arbeitgeber und sein lösungsorientiertes Denken. «Es ist die Art des Umgangs miteinander, die Kollegialität über die Grenzen hinaus, was Bruno zu einem Vorbild in der Gruppe macht», lobte er. Michael Furlan zeigte mit seinem Dank an seinen Chef Bruno Schleiss, dass er – obwohl «erst» seit neun Jahren bei KMCH – die DNA der Niederlassung im Blut hat. «Der Kunde kauft nicht einfach eine neue
Anlage. Er kauft eine Lösung, einen Ansprechpartner und die Sicherheit, dass jemand da ist, wenn es einmal Probleme gibt. Und genau dieses Vertrauen entsteht über Jahre nicht nur zu den Kunden, sondern auch zu uns Mitarbeitenden. 30 Jahre Erfahrung kann man nicht in einem Handbuch nachlesen. Du, Bruno, hast diese Entwicklung über drei Jahrzehnte miterlebt, mitgestaltet und – in unseren Augen – perfekt umgesetzt. «Wir werden auch in der Zukunft erfolgreich sein, weil wir zuhören», ist Schleiss überzeugt. «Wir sind nicht nur ein Kunst-
Ihr zuverlässiger Partner, wenn es um Peripherie in der Kunststoffverarbeitung geht!
Original-Service und Wartungen an Ihren motan-Anlagen, vom offiziellen Schweizer Vertreter Zuverlässigkeit und Partnerschaftlichkeit – das sind die Werte, für die wir eintreten – Kundensupport – Produktionsbegleitung – Wartungen – Störungsanalyse und Fehlerbehebungen – Schulungen – und viele weitere Dienstleistungen
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KUMA Solution AG | Amsleracherweg 8 | CH-5033 Buchs | Tel +41 62 557 37 01 | info@kuma-solution.ch | www.kuma-solution.ch
Ver anstaltungen
Vier Fragen an Bruno Schleiss Sie wurden vor 30 Jahren von München kontaktiert und angefragt, ob Sie die Geschäftsführung einer noch zu gründenden Schweizer Niederlassung übernehmen würden. Wie starteten Sie Ihre Laufbahn bei KraussMaffei? Bruno Schleiss: 1996 – das war eine total verrückte Zeit. Als mich München kontaktierte und fragte, ob ich Geschäftsführer der neuen Niederlassung in der Schweiz werden wollte, bin ich nach München gefahren und habe mir alles angeschaut. Ich war beeindruckt von der Grösse und den zwar alten, aber ehrwürdigen Gebäuden. Schnell war ich von der Technologie und der eben neu entwickelten C-Baureihe überzeugt und die Zusammenarbeit konnte gestartet werden. Mit auf den Weg erhielt ich ein Faxgerät, einen grossen Laptop und eine Schreibmaschine. Mit diesen Utensilien fuhr ich in die Schweiz, wo ich von Null aus startete. Das Bürogebäude, in dem wir heute noch sind, war damals im Bau. Am 1 August hatte ich den Vertrag unterschrieben, der offizielle Start der Krauss-Maffei Kunststofftechnik (Schweiz) AG war am 1. Oktober 1996. Bis dahin stellte ich den ersten Kundendienst-Techniker, Marcel von Burg, und für die Administration die damals 19jährige Sandra
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Bucher an. Beide waren 20 Jahre lang eine grosse Stütze. Von Burg war mit dabei bis zu seiner Pensionierung. Was hat sich im Umgang mit den Kunden über die Jahre verändert? Schleiss: Wir haben zum Glück einen treuen Kundenstamm und fairen Markt. Mit den meisten Kunden haben wir über die Jahre ein sehr angenehmes Verhältnis aufbauen können. Vielleicht sind die Kontakte durch z.B. Covid weniger verbindlich geworden. Durch die Regulatorien und sicherheitsrelevanten Themen kommen immer mehr Verträge auf den Tisch. Es ist viel administrativer Aufwand erforderlich, aber meistens geht doch alles reibungslos vonstatten. Das Vertrauen ist wertvoll und Grundlage für eine gute Partnerschaft. Im Grossen und Ganzen ist der Umgang mit Kunden nicht schlechter geworden, aber halt anders – mehr Bürokratie, mehr Vorschriften. Sie haben langjährige Mitarbeiter im Geschäft. Was ist das Rezept, dass Sie überhaupt gute Leute finden und diese auch behalten können? Schleiss: Unser Erfolg beruht auf unserem Team – diesen Satz sagte ich bereits beim 20-Jahr-Jubiläum und wiederhole ihn gerne an dieser Stelle. Mit Fachwissen, Lei-
denschaft und seinem täglichen Engagement hat das Team dieses Unternehmen zu dem gemacht, was es heute ist. Viele Mitarbeitende begleiten uns seit vielen Jahren, manche sogar fast seit den Anfängen. Diese Verbundenheit ist alles andere als selbstverständlich und verdient höchste Anerkennung und Respekt. Wie ist Ihr Verhältnis zu München? Schleiss: Eine wichtige Frage für mich. Unsere Niederlassung hatte – als erste Tochter in Europa – Pilotcharakter, nachdem der Entscheid der Geschäftsführung in München gefallen war, aus möglichst jeder Vertretung eine Niederlassung zu machen. Für mich war wichtig klar zu machen, dass der Markt Schweiz anders tickt, wir als KMCH den Markt kennen und so unsere Kunden am Besten betreuen können. Wir waren in den 30 Jahren immer profitabel, man kann sich auf die Schweiz verlassen. München lässt uns viel Selbstständigkeit. Solange wir gut performen, wird das auch so bleiben. Das Verhältnis mit dem Mutterhaus ist wirklich sehr gut, das Vertrauen ist da, wir werden unterstützt und wertgeschätzt. Meine Devise ist, so zu handeln, wie wenn die Firma mir gehören würde und das bedeutet, dass ich und mein Team alles daransetzen, dass es KraussMaffei gut geht.
was man gesagt hat. Das schafft Vertrauen. Und so blicken wir mit Stolz zurück und mit Zuversicht nach vorn.» Mit diesen Worten beschloss Schleiss den Jubiläumsteil mit Apéro und Ansprachen. Das abschliessende Jubiläumsessen und das Unterhaltungsprogramm sorgten dafür, dass die Leute teils bis weit über Mitternacht hinaus gemütlich sitzen blieben und unbeschwert den Abend genossen.
Bruno Schleiss bedankt sich bei Marco Gruber und Jochen Mitzler für ihre Präsentation.
Daniel Spirig, CEO Weidplas GmbH, schätzt die langjährige, partnerschaftliche Zusammenarbeit.
stoffmaschinenlieferant, sondern ein Partner, der zusammen mit den Kunden Lösungen entwickelt. In die Zukunft blicken bedeutet, weiter zu lernen, versuchen, das
Optimale herauszuholen aus dem, was man kann und sich immer wieder zu hinterfragen. Man muss um jeden Auftrag kämpfen und wichtig ist: man muss tun,
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Kontakt Krauss-Maffei (Schweiz) AG Grundstrasse 3 CH-6343 Rotkreuz +41 41 799 71 80 www.kraussmaffei.com
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21. Rapperswiler Kunststoffforum
Die Kunststoffbranche trifft sich an der OST Mehr als 120 Vertreterinnen und Vertreter der kunststoffverarbeitenden Industrie aus der Schweiz und dem nahen Ausland nutzten am 3. September beim 21. Rapperswiler Kunststoffforum die Gelegenheit, sich mit Expertinnen und Experten des IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung an der OST auszutauschen.
Neben neuen Technologien, aktuellen Trends und Innovationen in der Verbindungstechnik sowie bei der datengetrieben Optimierung stand diesmal auch das Thema Nachhaltigkeit im Fokus. Neben Fachvorträgen und Inputs aus der Branche standen auch wieder Laborpräsentationen mit aktuellen Forschungsprojekten zusammen mit der Industrie im Fokus. Am Beispiel zahlreicher Forschungs- und Entwicklungsprojekte des IWK wurde demonstriert, wie die Branche die aktuell vielseitigen Herausforderungen im rauer gewordenen globalen Wettbewerb angeht und dabei nicht vergisst, auch die Umweltauswirkungen von Kunststoffprodukten laufend zu reduzieren. Direkt ins Herz der Diskussion stiess gleich zu Beginn Patrick Semadeni vom Branchenverband KUNSTSTOFF.swiss mit seinem Vortrag «Kunststoffe – immer noch Werkstoffe der Zukunft?» vor. Mit einer selbstkritischen Auslegeordnung der klima- und umweltrelevanten Auswirkungen der Kunststoffproduktion holte er zu einer breiten Einordnung der Rolle von Kunststoffen mit Blick auf aktuelle und zukünftige Nachhaltigkeitsanforderungen aus. Gleichzeitig betonte er, dass die Balance zwischen dem Erhalt der globalen Wettbewerbsfähigkeit und einem umweltverträglichen Umgang mit künstlichen Werkstoffen eine grosse Herausforderung bleibe. Den Ball griff IWK-Professor Daniel Schwendemann direkt auf und trieb das Thema mit einer Frage weiter: «Kreislaufwirtschaft – warum tun wir uns so schwer?». Vor allem das Schliessen von Kunststoffkreisläufen sei in der Praxis herausfordernd, obwohl unter anderem durch Forschungsprojekte des IWK zum Beispiel zu Biopolymeren oder der Analyse von Rezyklaten bis zu zirkulären Produktkonzepten wie dem rezyklierbaren Kunststoffbecher «CircCup» ständig neue Lösungen entstehen. Zum Schluss fasste Schwendemann die Nachhal9–10/2026
Im Techpark wurden Forschungsthemen im vielseitigen Maschinen- und Anlagenpark sowie in der neuen Innovationsfabrik direkt an Maschinen und Demonstratoren gezeigt – unter anderem Spritzgiessen. (Bilder: IWK)
Patrick Semadeni vom Branchenverband KUNSTSTOFF.swiss stellte die Frage «Kunststoffe – immer noch Werkstoffe der Zukunft?» in den Raum.
che sowie Mario Studer zum Einsatz von Simulation, Daten und Machine Learning vom Produktdesign bis zur Produktion bei. Nach den Hauptreferaten wechselten die Teilnehmenden in den Techpark. Dort wurden Forschungsthemen im vielseitigen Maschinen- und Anlagenpark sowie in der neuen Innovationsfabrik direkt an Maschinen und Demonstratoren gezeigt – unter anderem Spritzgiessen, Simulation und Design, Compoundieren/Extrusion, Faserverbund und Leichtbau, Verbindungstechnik, Metallfertigung, 3D-Druck sowie Materialprüfung und Robotik.
tigkeitsziele treffend zusammen: «Heute nicht auf Kosten von Morgen, hier nicht auf Kosten von anderswo und grundsätzlich nicht auf Kosten von anderen.» Weitere Hauptreferate steuerten die IWKForscher Oliver Weissenborn mit einem Überblick zu nachhaltigen Werkstoffen, Recycling, ressourceneffizienten Verfahren und datenbasierter Prozessführung, Pierre Jousset zu aktuellen Forschungs- und Anwendungsprojekten zum Kleben, Schweissen und Clin-
Kontakt Prof. Dr. Ing. Frank Ehrig Leiter IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung +41 58 257 49 05 frank.ehrig@ost.ch www.ost.ch/iwk n 69
KUNSTSTOFF XTRA
AUS DER BRANCHE
Neuer CEO bei KraussMaffei Extrusion Xinting Ren hat per 1. Septem ber 2026 die Geschäfts führung der Krauss M affei E xtrusion (KME) zusätzlich zu seiner Rolle als Geschäftsfüh rer von Krauss Maffei China (KMCN) übernommen. Ralf Benack, der als Geschäfts führer und globaler Verantwort licher für die KraussMaffei Ex trusion die Weiterentwicklung des Unternehmens seit 2024 entscheidend mitgestaltet hat, ist zum 31. August 2026 auf ei genen Wunsch zurückgetreten.
Xinting Ren (Bild: KraussMaffei)
Unter der Führung von Benack hat KraussMaffei Extrusion wichtige Fortschritte bei Kun
denorientierung, operativer Leistungsfähigkeit und techno logischer Weiterentwicklung erzielt. Dazu zählen die spür bare Verkürzung von Lieferzei ten, die konsequente Weiter entwicklung des Technology Centers in Laatzen mit 26 Ver suchslinien sowie der Ausbau des Technologieportfolios. Xinting Ren leitet seit drei Jahren KraussMaffei China (KMCN) und verantwortet in dieser Funktion über alle Technologien hinweg die Ge
schäfte von KraussMaffei im chinesischen Markt. Vor KraussMaffei arbeitete Xin ting Ren als Assistant General Manager der KraussMaffei Company Limited (heute: Si nochem Equipment Technolo gy Qingdao Co.) sowie in ver schiedene Führungspositionen in der chemischen Industrie, zuletzt als General Manager von Shanxi China Coal Pings huo Energy Chemical Co., Ltd. www.kraussmaffei.com
Nolato stärkt globale Kompetenzen Mit der Übernahme des iri schen Unternehmens M&M Qualtech baut Nolato sein in
ternationales Netzwerk und seine Kapazitäten im Elektro nikbereich weiter aus.
für Globale Beschaffung und lokale Versorgung Breites Portfolio aus einer Hand: Technische Kunststoffe Polyolefine Thermoplastische Elastomere Kundenspezifische Compounds Funktionalisierte Polymere Nachhaltige Materialien für Healthcare, Verpackung, Mobility und weitere Branchen.
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12. – 16. Oktober 2026 www.ultrapolymers.com in Friedrichshafen
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Das 1988 gegründete Unter nehmen mit Sitz in Galway beschäftigt rund 200 Mitarbei tende und verfügt über Kom petenzen in der Elektronikferti gung für Kunden aus den Bereichen Medizin, Industrie und Defense. Künftig wird das Unternehmen unter dem Na men Nolato Qualtech Teil der Nolato-Gruppe sein. Die Akquisition stärkt ins besondere die skalierbaren Kapazitäten im Elektronikbe reich und erweitert die Mög lichkeiten, komplette Pro duktlösungen anzubieten. Gleichzeitig ergänzt Nolato damit sein bestehendes inter nationales Netzwerk aus Ent wicklungs- und Produktionss tandorten in Europa, Asien und Nordamerika. Auch Nolato Treff in Degers heim ist Teil dieses globalen Netzwerks. Die Zusammenar beit innerhalb der Gruppe er möglicht es, unterschiedliche Kompetenzen und Produkti onsmöglichkeiten standort übergreifend zu nutzen. So steht hinter dem lokalen An sprechpartner in der Schweiz die Erfahrung und Infrastruktur einer international aufgestell
Nolato Treff (Schweiz)
in
Degersheim
ten Unternehmensgruppe. Eine Gelegenheit zum persön lichen Austausch bietet die Fa kuma 2026 in Friedrichshafen. Nolato Treff ist auch in diesem Jahr vor Ort und freut sich auf Gespräche über aktuelle Pro jekte, Herausforderungen und die Möglichkeiten innerhalb der Nolato-Gruppe.
Nolato Treff AG www.nolato.com Fakuma: Halle B2, Stand 2222 9–10/2026
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AUS DER BRANCHE
Arburg wächst durch strategische Übernahme Arburg übernimmt die Stork Plastics Machinery B.V. (Stork IMM) mit Sitz in Hengelo (NL) von der Stibbe Participaties B.V. Dazu haben CFO Steffen Kroner und CTO Guido Frohnhaus für Arburg sowie Philip Stibbe, Shareholder der Stork IMM und Gründer der Stibbe Participaties, für die Stibbe Participaties B.V. den Kaufvertrag unterzeichnet. Die Transaktion erfolgt vor dem Hintergrund eines sich verän dernden Spritzgiessmarkts, in dem volatile Entwicklungen, geringere Volumina, zuneh mender internationaler Wettbe werb und Skaleneffekte eine immer wichtigere Rolle spielen. «Mit dem Kauf von Stork IMM investieren wir strategisch, fo kussiert und langfristig in die Zukunft und wollen so die Po sition Arburgs auf dem welt weiten Spritzgiessmarkt stär ken», betont Dr. Volker Nilles, CEO von Arburg. «Mit dieser Transaktion kommen jetzt zwei starke Marken zusammen, die seit vielen Jahrzehnten am Markt bestens bekannt sind:
eine klare Win-win-Situation für alle und ganz besonders auch für die Kunden.» Arburg setze mit dieser strategischen Investition ein deutliches Zei chen im globalen Markt: «Wir sind da – in guten, wie auch in herausfordernden Zeiten.» Stork IMM ist im Premium segment für seine grossen, schnellen Spitzgiessmaschinen für Dünnwandverpackungen bekannt. «Die Stork-Maschinen sind also hervorragend geeig net, um das Portfolio von A rburg sehr schnell, aber mit nachhaltiger und langfristiger Wirkung, strategisch um Ma schinen im Schliesskraftbe reich über 5000 kN und für die Verpackungsindustrie zu erwei tern», so Nilles. Eric Pans, CEO bei Stork IMM, ergänzt: «Die Übernahme durch Arburg trägt dazu bei, die Geschäftsaktivitäten von Stork zu stärken und auszubau en, unter anderem durch inter nationale Vertriebs- und Ser vicekapazitäten, ein breiteres Produktportfolio, Synergien in
(v. l. ): Den Kaufvertrag unterzeichneten Steffen Kroner, CFO von Arburg, Philip Stibbe, Shareholder der Stork IMM und Gründer der Stibbe Participaties, und Guido Frohnhaus, CTO von Arburg, in Hengelo. (Bild: Stork IMM)
Einkauf und Lieferkette sowie eine weitere Professionalisie rung der Prozesse.» Philip Stibbe erklärt: «Mit Ar burg haben wir einen strategi schen Partner gefunden, der uns hervorragend ergänzt so wie unsere familiären Werte, unsere langfristige Ausrichtung sowie unser Bekenntnis zur Fertigung in Europa teilt. Wir
It’s time to make it real Die Zukunft der medizinischen Qualitätssicherung beginnt jetzt.
Der Werkzeuginnendruck ist das präziseste qualitätsrelevante Signal im medizinischen Kunststoffspritzguss und die Grundlage für Real-Time Release Testing (RTRT). Die Kistler MedRelease Suite verwandelt dieses Signal in auditierbare Qualitätsnachweise für9jedes – 1 0 einzelne / 2 0 2 6Bauteil und unterstützt Hersteller von Medizinprodukten dabei, einen neuen Standard für die Freigabesicherheit zu etablieren.
sind überzeugt, dass diese Kombination eine hervorragen de Grundlage für die weitere Entwicklung und den langfristi gen Erfolg von Stork IMM bil det.» Der Vollzug der Transaktion wird auf Ende September er wartet. www.arburg.com
Kontaktieren Sie unsere Experten und erfahren Sie mehr Besuchen Sie uns an unserem Stand auf der Fakuma 2026. Halle A3 / Stand A3-3210 Messe Friedrichshafen kistler.com
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AUS DER BRANCHE
Elmet stellt Weichen für weiteres Wachstum Mit Dr. Markus Nuspl über nimmt ein erfahrener Manager und ausgewiesener Branchen experte die Geschäftsführung von Elmet. Der promovierte Montanist bringt mehr als 20 Jahre Industrieerfahrung sowie umfassendes Know-how in den Bereichen Silikonverarbeitung, Qualitätsmanagement, Innova tion und Unternehmensent wicklung mit. Zuletzt führte er als Geschäftsführer die Rico Elastomere Projecting GmbH und verantwortete dort über mehrere Jahre die strategische und operative Weiterentwick lung des Unternehmens. «Mit Dr. Nuspl konnten wir eine Führungspersönlichkeit gewinnen, die fachliche E xzellenz, unterneh merisches Denken und hohe so
ziale Kompetenz verbindet. Er kennt unsere Branche, versteht die Herausforderungen unserer Kunden und teilt unsere Überzeu gung, dass nachhaltiger Unter nehmenserfolg nur gemeinsam mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entsteht», sind sich die Eigentümer einig. Für die kommenden Jahre ver folgt Markus Nuspl eine klare Vision: nachhaltiges und konti nuierliches Wachstum auf Ba sis langfristiger Partnerschaften mit Kunden, L ieferanten und Mitarbeitern. Dabei stehen die Menschen ebenso im Mittel punkt wie höchste Kundenzu friedenheit, kompromisslose Qualität, technologische Inno vation sowie die konsequente Steigerung von Effizienz und
11 & 12 November 2026
(v. l.): Moritz Manigatter, Paul Fattinger, Markus Nuspl (Neuer Geschäftsführer), Christian Reslhuber, Roman Adlesgruber, Christine Adlesgruber, Kurt Manigatter. (Bild: Elmet)
Wettbewerbsfähigkeit. Gleich zeitig soll die internationale Marktposition weiter gestärkt und die Diversifizierung in un terschiedliche Branchen und Regionen gezielt vorangetrie ben werden.
Mit Markus Nuspl an der Spitze setzt Elmet seinen Weg als in novativer Partner für die inter nationale Silikonindustrie kon sequent fort. www.elmet.com
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9–10/2026
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Sipchem und Polynova schliessen Partnerschaft Sipchem InnoVent SA hat mit der Polynova Group AG eine strategische Partnerschaft ge schlossen. Die Zusammenar beit markiert einen wichtigen Meilenstein für die beschleu nigte Einführung hochwertiger Recyclingmaterialien in indus triellen Anwendungen. Durch die Kombination der bewährten Qualität und Konsistenz r-PET Produkt der Meras® familie von Sipchem mit der lokalen Marktpräsenz und dem technischen Beratungsansatz
von Polynova schaffen beide Unternehmen einen nachhalti gen Mehrwert für Kunststoff verarbeiter und Markeninhaber. «Polynova teilt unseren techni schen Anspruch sowie unser Engagement für Nachhaltigkeit und ist damit der ideale Partner, um die Markteinführung von Meras r-PET weiter voranzutrei ben», ist Guillaume Doy, Busi ness Development Director bei Sipchem überzeugt. Mit ihrem etablierten Netzwerk, der profunden Marktkenntnis
und dem kundenorientierten Entwicklungsansatz wird Poly nova eine zentrale Rolle bei der Qualifizierung, Optimierung und Industrialisierung von An wendungen auf Basis von Me ras r-PET übernehmen. «Wir sind stolz darauf, Meras rPET in unserem Portfolio zu vertreten und unseren Kunden eine hochwertige Recyclinglö sung anbieten zu können, die den steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit und Leistung gerecht wird. Gemeinsam mit
Sipchem InnoVent werden wir den Übergang zu einer zirkulä ren Kunststoffwirtschaft aktiv vorantreiben», so Renato-Raffa ele Huebscher, CEO der Poly nova Group. Die Partnerschaft eröffnet neue Möglichkeiten für gemeinsame Entwicklungsprojekte, innovati ve Anwendungen und nachhal tiges Wachstum entlang der gesamten Kunststoffwertschöp fungskette. www.polynova.ch
Billion und Engel gehen gemeinsam neue Wege Mit der strategischen Partner schaft schaffen der französische Spritzgiessmaschinenhersteller Billion SAS und Engel eine klare Struktur für die langfristige Zu kunft: Billion bleibt zentraler An sprechpartner für Service rund um bestehende Billion-Maschi nen, Engel übernimmt die Rolle des empfohlenen Lieferanten für Neuanschaffungen. Beide Unternehmen sind Fami lienunternehmen und teilen ein gemeinsames Werteverständnis: langfristiges, verantwortungsbe wusstes Handeln im Sinne von Kunden, Mitarbeitenden und Partnern – eine Basis, auf der die neue Partnerschaft aufbaut.
Systeme für Ihre Produktion
Korbinian Kiesl, Billion SAS (l.) und Stefan Engleder, Engel Gruppe
Neu für Billion-Kunden ist, dass ab sofort mit Engel ein starker europäischer Konzern im Hin tergrund steht – mit einem glo
Dosieren
Fördern
balen Vertriebs- und Service netzwerk sowie mit globaler Fertigung und Supply Chain. Die Zusammenarbeit wird auch sichtbar: Im Tech Center von Billion können Kunden künftig eine Engel Maschine live testen. Neben der bereits bestehenden eigenen Ver triebsniederlassung in Wissous eröffnet die Partnerschaft En gel die Möglichkeit, die beste hende Einrichtung von Billion zu nutzen und somit auch ört lich näher an eine wichtige Region der Kunststoffindustrie zu rücken. «Mit Engel haben wir einen Partner gefunden, der für Qua
Metall separieren
lität und Zuverlässigkeit steht und höchste Vertraulichkeit ga rantiert – genau das, was un sere Kunden von uns gewohnt sind», so Korbinian Kiesl, Prési dent / CEO von Billion SAS. «Die Maschinenkonzepte bei der Unternehmen passen so gut zusammen, dass BillionKunden auch künftig mit ihren gewohnten Werkzeugen auf Engel Maschinen produzieren können. Wir stehen ihnen als starker Partner zur Seite», sagt Stefan Engleder, CEO der En gel Gruppe.
www.engelglobal.com
Förderbänder
Plastservice GmbH Schäracher 12 CH-6232 Geuensee Telefon +41 41 450 15 60 info@plastservice.ch plastservice.ch Heisskanalregler
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Trocknen
Lagern
Kühlen
Kupplungssystem
Recycling
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Gebündelte Expertise für maximale Materialbeständigkeit ASTM D7869 ermöglicht eine besonders realitätsnahe Bewertung der Langzeitbeständigkeit moderner Beschichtungen. Mit der Durchführung von Bewitterungsprüfungen nach ASTM D7869 bietet das SKZ hierfür eine leistungsstarke Lösung. Das Besondere: Durch die enge Zusammenarbeit des unabhängigen Prüflabors der SKZ-Testing GmbH mit dem Europäischen Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD) in Selb erhalten Unternehmen ein in Deutschland einzigartiges Leistungsangebot – von der Materialentwicklung über die wissenschaftliche Analyse bis hin zur unabhängigen normgerechten Prüfung. Während das unabhängige Prüf-
labor der SKZ-Testing GmbH die normgerechte Durchführung der Bewitterungsprüfung übernimmt, unterstützt das EZD Unternehmen bereits bei der Entwicklung neuer Beschichtungen. Modernste Analytik ermöglicht es, Alterungsmechanismen auf molekularer Ebene zu verstehen und gezielt Optimierungspotenziale für Bindemittel, Pigmente oder Additive zu identifizieren. Unternehmen erhalten dadurch wertvolle Erkenntnisse zur Weiterentwicklung ihrer Produkte und können Entwicklungsprozesse deutlich effizienter gestalten. Mit der Bündelung ihrer Kompetenzen schafft das SKZ ein ganzheitliches Leistungsangebot
ASTM D7869: Entwicklung, Analyse und unabhängige Bewitterungsprüfung unter einem Dach (Bild: SKZ)
für Hersteller innovativer Beschichtungs- und Materialsysteme. Unternehmen profitieren von kurzen Kommunikationswegen, einem zentralen Ansprechpartner und einer durchgängi-
gen Betreuung – von der Entwicklung neuer Rezepturen über deren wissenschaftliche Charakterisierung bis hin zur unabhängigen Bewitterungsprüfung nach ASTM D7869.
es daher, diese Daten mithilfe Künstlicher Intelligenz für eine automatische Inline-Bewertung jeder einzelnen Schweis sung nutzbar zu machen. Kern des Ansatzes ist der Einsatz von föderiertem Lernen. Dabei werden KI-Modelle dezentral auf den Daten einzelner Unternehmen trainiert und lediglich Modellparameter ausgetauscht, nicht jedoch
die zugrunde liegenden Produktionsdaten. Auf diese Weise bleibt das prozess relevante Know-how vollständig bei den jeweiligen Unternehmen, während gleichzeitig ein gemeinsames, leistungsfähigeres Modell entsteht. Dieses Prinzip wurde im Projekt erstmals erfolgreich auf den Ultraschallschweissprozess übertragen.
KI ohne Datenaustausch Künstliche Intelligenz (KI) kann die Qualität von Ultraschallschweissverbindungen künftig direkt während der Produktion bewerten, ohne dass sensible Unternehmensdaten den Betrieb verlassen. Mit dem Projekt FLUSH (Federated Learning im Ultraschallschweissprozess zur Qualitätssicherung) wurde eine neuartige Lösung zur automatisierten Bewertung von Ultra-
schallschweissprozessen ent wickelt. Die Qualität von Schweissverbindungen lässt sich bislang meist nur durch aufwändige und teilweise zerstörende Prüfverfahren bestimmen. Gleichzeitig fallen in modernen Ultraschallschweissanlagen grosse Mengen an Prozess- und Sensordaten an, die bisher nur begrenzt genutzt werden. Ziel des Projekts war
SKZ vereinfacht Ökobilanzen – ein Rundum-sorglos-Angebot Mit einem neuen Full-ServiceAngebot macht das SKZ die Erstellung von Life Cycle Assessments (LCA) und Umweltproduktdeklarationen (EPD) deutlich einfacher und schneller. Unternehmen profitieren von der umfangreichen Erfahrung der Experten, reduzierten internen Aufwänden und vorverifizierten Tools – bei gleichzeitig sicherer Einhaltung relevan74
ter Normen und hoher Datenqualität. Unternehmen profitieren konkret davon, dass ihnen die Komplexität der LCAund EPD-Erstellung weitgehend abgenommen wird, da zentrale Prozessschritte vom SKZ gesteuert werden. Die Bereitstellung notwendiger Informationen erfolgt über einfache, praxisnahe Schnittstellen, wodurch der interne Aufwand
deutlich sinkt. Der Einsatz vorverifizierter Tools beschleunigt zusätzlich den gesamten Prozess. Durch ein bewusst schlankes Vorgehen werden Zeit und Ressourcen eingespart, was Unternehmen hilft, Anforderungen aus dem Markt schneller zu erfüllen und sich Wettbewerbsvorteile zu sichern. Auf Wunsch bietet das SKZ zudem eine langfristige
Begleitung an, um auch zukünftige LCAs und EPDs effizient und strukturiert umzusetzen.
Kontakt SKZ – Das Kunststoff-Zentrum Friedrich-Bergius-Ring 21 D-97076 Würzburg +49 931 4104-503 m.ruff@skz.de, www.skz.de
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Zwischen Laborentwicklung und industrieller Produktion
Temperierung sichert Scale-ups Kilolabore bilden die entscheidende Brücke zwischen Laborentwicklung und industrieller Produktion. Für sichere und reproduzierbare Scale-up-Prozesse ist eine präzise Temperierung unverzichtbar. Sie steuert exotherme Reaktionen, gewährleistet definierte Temperaturprofile und verbessert Ausbeute, Produktqualität sowie Prozesssicherheit – von der ersten Synthese bis zur Kristallisation.
Chemische Reaktionen verlaufen selten isotherm. Viele Synthesen setzen Wärme frei oder benötigen gezielt zugeführte Energie, um die gewünschte Reaktionskinetik zu erreichen. Bereits geringe Temperaturabweichungen können Reaktionsgeschwindigkeiten verändern, Nebenreaktionen fördern oder die Produktqualität beeinträchtigen. Im Kilolabor nimmt aufgrund der grösseren Stoffmengen die thermische Trägheit deutlich zu, wodurch eine präzise Temperierung unverzichtbar wird. Externe Thermostate versorgen Reaktoren, Doppelmantelgefässe oder Wärmetauscher mit einem exakt geregelten Temperiermedium und übernehmen sowohl Kühl- als auch Heizaufgaben. So lassen sich definierte Temperaturprofile über den gesamten Prozess zuverlässig einhalten. Bereits bei der Vorbereitung der Edukte kann eine Vorkühlung erforderlich sein, um temperaturempfindliche Stoffe zu schützen oder unerwünschte Reaktionen zu vermeiden. Während der Synthese muss die bei exothermen Reaktionen e ntstehende Wärme schnell abgeführt werden, während andere Prozessschritte gezielte Heizphasen benötigen. Eine präzise Temperaturführung hält die Reaktion im optimalen Temperaturfenster, verbessert Ausbeute und Selektivität und ermöglicht auch bei der Dosierung von Reagenzien eine sichere Kontrolle stark exothermer Prozesse. Anschliessend beeinflussen
Präzise Temperierung für sichere Scale-ups (Bild: Julabo)
efinierte Abkühlphasen bei der Kristallisad tion unmittelbar Kristallgrösse, Reinheit und Filtrierbarkeit des Produkts. Für anspruchsvolle Temperieraufgaben, wie sie im Kilolabor benötigt werden, wurde der Tiefkältethermostat Julabo Magio MS-1000FF entwickelt. Mit einem Temperaturbereich von −90 ° C bis +100 ° C, einer Temperaturstabilität von bis zu ±0,02 ° C und einer leistungs starken Druck-/Saugpumpe schafft er reproduzierbare Bedingungen für an spruchsvolle externe Temperieraufgaben. Natürliche Kältemittel und moderne Kommunikationsschnittstellen ermöglichen zudem eine nachhaltige und automatisierte Prozessführung.
Die ganze Welt der Kunststoffe 9–10/2026
Mit zunehmender Reaktorgrösse steigen die Anforderungen an die Wärmeabfuhr. Eine leistungsfähige Temperierung erhöht die Prozesssicherheit, verhindert thermische Durchgänge und sorgt für reproduzierbare Ergebnisse. Gleichzeitig liefert sie belastbare Daten für die Übertragung auf den Produktionsmassstab. Präzise Temperierung bildet damit die Grundlage für sichere, wirtschaftliche und reproduzier bare Scale-up-Prozesse. Kontakt Julabo GmbH Gerhard-Juchheim-Strasse 1 D-77960 Seelbach www.julabo.com
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www.kunststoffxtra.com
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Mehr als nur eine Verbindung
Wegweisende Spritzguss-Kompetenz Wer an Huber+Suhner denkt, dem kommen meist sofort weltweit führende elektrische und optische Verbindungskomponenten in den Sinn, wie beispielsweise Mobilfunknetze, Rechenzentren oder Hochgeschwindigkeitsbahnen. Das Schweizer Traditionsunternehmen sorgt global für die perfekte Verbindung. Doch hinter den Kulissen steckt eine fundamentale Kernkompetenz, die weit über das reine Assemblieren von Kabeln und Steckern hinausgeht: eine umfassende, hochspezialisierte Kompetenz im Kunststoff-Spritzguss.
Taki Malyano ¹ Im hauseigenen Kompetenzzentrum für Spritzguss im schweizerischen Herisau zeigt Huber+Suhner, wie modernste Technik, Schweizer Pioniergeist und exzellentes Ingenieur-Know-how ineinandergreifen. Mit einem hochmodernen Maschinenpark von insgesamt 26 Spritzgussmaschinen fertigt das Team hochkomplexe, funktionale und massgeschneiderte Kunststoffkomponenten für anspruchsvollste Märkte weltweit. «Ob es um innovative Materialpaarungen für die Automobilindustrie oder um mikroskopisch kleine Bauteile für die Hochfrequenztechnik und Uhrenindustrie geht – mit unserem modernen Maschinenpark und unseren 30 Mitarbeitenden decken wir das gesamte Spektrum vom Präzisions- und 2KSpritzguss bis hin zum hochspezialisierten Mikrospritzguss ab. Wir verarbeiten Hochleistungskunststoffe mit Schweizer Präzision im Mikrometerbereich», weist Damian Huber, Head of Injection Moulding, auf die Breite des Verarbeitungsspektrums hin.
Höchste Effizienz für die Fiberoptik «Standard» bedeutet bei Huber+Suhner keineswegs Standardqualität. Hier werden unter anderem hochpräzise Komponenten für die Fiberoptik (Glasfaserkonnektivität) hergestellt. Ein klassisches Praxisbeispiel ist das SCGehäuse (Steckergehäuse für die optische Datenübertragung). Diese Bauteile werden aus einem hochkomplexen 16-KavitätenWerkzeug mit Teilheisskanal gefertigt. In der
Head of Market & Sales, Huber+Suhner
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SC-Steckergehäuse für die optische Datenübertragung (Bilder: Huber+Suhner)
Massenproduktion kommt es hier auf jede Mikrometer-Toleranz an, um eine fehlerfreie Signalübertragung in späteren Netzwerken zu garantieren. Das Produktions-Setup erlaubt eine extrem wirtschaftliche Herstellung von Kunststoffbauteilen bei engen Toleranzen und komplexen Geometrien.
Intelligente Materialpaarung für Automotive Der technologische Trend im modernen Bauteildesign geht klar in Richtung Funktionsintegration. Unterschiedliche Werkstoffe müssen auf engstem Raum unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Genau hier spielt der Multikomponenten-Spritzguss (2K-Spritzguss) seine Stärken aus. Huber+Suhner betreibt am Standort Herisau spezialisierte 2K-Spritzgussmaschinen, die unter anderem für den stark regulierten Automobilmarkt innovative Lösungen liefern. Praxisbeispiel Schwenkhebel: Für den Fahrzeuginnenraum fertigt das Team einen Schwenkhebel, bei dem ein aromatisches, hochtemperaturbeständiges Polyamid (für extreme mechanische Stabilität) mit einer
weichen TPU-Lösung (Thermoplastisches Polyurethan) gepaart wird. Der Mehrwert: Diese clevere Werkstoffkombination sorgt dafür, dass im Fahrzeug unerwünschte Geräuschentwicklungen (NVH – Noise, Vibration, Harshness) effektiv vermieden werden und der Fahrkomfort steigt. Neben Schwenkhebeln vertrauen namhafte Automobilzulieferer seit vielen Jahren auf weitere spritzgegossene Hochpräzisionsteile aus Herisau, wie beispielsweise tragfähige Dämpfungselemente für Fahrersitze oder hochbelastbare Hülsen und Gehäuse für das Lenksystem.
Die Kunst der absoluten Miniaturisierung Wenn Bauteile so klein werden, dass man sie mit blossem Auge kaum noch erkennt, schlägt die Stunde des Mikrospritzgusses (Micro Injection Moulding). In diesem High-End-Bereich verarbeitet Huber + Suhner technische Kunststoffe und modernste Hochleistungskunststoffe (wie z. B. PEEK, PEI, LCP oder PPA). 9–10/2026
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Die Anwendungsbereiche des Mikrospritzgusses sind hochinnovativ: – Hochfrequenztechnologie (HF-Technik): Herstellung von winzigen Isolatoren, die für die verlustfreie Übertragung von Gigahertz-Signalen sorgen. – Uhrenindustrie: Die Schweizer Uhrenbranche verlangt mikroskopisch kleine Strukturen und absolute Wiederholgenauigkeit bei mechanischen Kleinstteilen. – Medizintechnik & Telekommunikation: Funktionale Komponenten, bei denen Miniaturisierung und absolute Zuverlässigkeit über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Um in dieser Dimension eine Null-FehlerQualität zu garantieren, setzt das Unternehmen auf ein komplett automatisiertes Setup: Eine moderne Drehtellereinheit für den Mikrospritzguss, präzise Entnahmeroboter sowie eine 100 % Inline- Prozesskontrolle stellen sicher, dass jedes einzelne Mikrobauteil fehlerfrei die An lage verlässt.
Qualität von der ersten Sekunde an Ein erstklassiges Spritzgussprodukt entsteht nicht erst auf der Maschine, sondern bereits in der virtuellen Entwicklungsphase. Huber + Suhner agiert hier als Full-Service-Partner und begleitet Kunden vom Konzept über den Prototypenbau bis hin zur globalen Serienfertigung.
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Innovativer Mikro-Spritzguss
Dank modernster Software- und Analysetools im eigenen Engineering-Bereich lassen sich Entwicklungszeiten und Materialtests drastisch verkürzen: – Warp-Analyse: Mittels virtueller Simulationen werden der Verzug (Warp) und die Schrumpfungstoleranz von Bauteilen im Vorfeld abgerechnet. Auch die Faserorientierung bei verstärkten Kunststoffen wird analysiert, was teure Korrekturzyklen am realen Werkzeug minimiert. – Kühlungsanalyse: Ein optimales Temperaturdesign des Werkzeugs verkürzt die Kühlungszeit massgeblich, erhöht die Wirtschaftlichkeit und maximiert die Formteilqualität. – Modernes Werkzeugdesign & Metrologie: Konstruiert wird standardmässig mit High-End-CAD-Systemen wie Catia
V5 R22. Für die anschliessende Teileanalyse und Qualitätssicherung steht unter anderem modernste Computertomografie (CT) zur Verfügung, um Bauteile zerstörungsfrei auf Lunker oder Toleranzabweichungen zu prüfen. Huber+Suhner hilft ihren Kunden regional und absolut unkompliziert weiter. Egal wie komplex die Anforderungen an die Kunststofftechnik sind, gemeinsam wird die passende Lösung für die Kunden gefunden.
Kontakt Huber+Suhner AG Degersheimerstrasse 14 CH-9100 Herisau www.hubersuhner.com
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KUNSTSTOFF XTRA
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PPWR – Masterbatchentwicklung mit Nachweis
Sicherheit beginnt bei der Rezeptur Farbton stimmt, die Linie läuft, die Spezifikation ist erfüllt – und trotzdem kann eine Verpackung regulatorisch zum Risiko werden. Pigmente, Additive und Trägerpolymere beeinflussen Funktion und Optik, aber auch Stoffkonformität, Sortierbarkeit und den Einsatz von Rezyklaten. Granula denkt die materialseitigen Anforderungen von Beginn an mit: von der Rohstofffreigabe über Rezeptur und Prüfung bis zum Änderungsmanagement. Das gibt Verpackungsherstellern eine nachvollziehbare Grundlage für Bewertung, Freigabe und Serie.
Die PPWR gilt seit dem 12. August 2026 grundsätzlich unmittelbar; weitere Vorgaben greifen gestaffelt. Ein pauschal «PPWR-konformes» Masterbatch gibt es dennoch nicht. Prüfgegenstand ist die fertige Verpackung. Ihr Hersteller verantwortet technische Dokumentation und EUKonformitätserklärung; Zulieferer stellen belastbare Stoff- und Materialdaten bereit. Für die Rezeptur zählen Zielmarkt, Polymer, Dosierung, Prozess, Lebensmittelkontakt und Verpackungsaufbau.
Von der Anforderung zur Freigabe Granula überführt diese Eckdaten in einen kontrollierten Prozess: Rohstoffe und Lieferantendaten bewerten, Rezeptur anwendungsspezifisch entwickeln, Prüfumfang definieren, Muster und Spezifikation freigeben. Chargenkontrolle, Rückverfolgbarkeit und geregelte Änderungen halten die Nachweiskette in der Serie zusammen und reduzieren spätere Abstimmungen. Belastbar ist nicht «PPWR-konform», sondern: geprüft für diese Anwendung, auf dieser Datenbasis und innerhalb dieser Grenzen.
PFAS: Geltungsbereich statt Pauschalversprechen Für Lebensmittelkontaktverpackungen nennt die PPWR drei PFAS-Grenzwerte: 25 ppb für einzelne zielgerichtet analysierte PFAS, 250 ppb für deren Summe und 50 mg / kg für PFAS einschliesslich polymerer PFAS. Massgeblich ist die fertige Verpackung. Granula verzichtet in den betreffenden Rezepturen auf bewusst eingesetzte PFAS und führt die Rohstoffdaten zusammen. Analysen müssen Methode, Prüfumfang und Bestimmungsgrenzen ausweisen. 78
PFAS-frei im Zusammenhang mit der regulatorischen Sicherheit (Bild: Granula)
Sortierbarkeit gehört dem Gesamtsystem Carbon Black kann die NIR-Erkennung schwarzer Kunststoffe verhindern. NIRdetektierbare Farbsysteme können die Erkennung verbessern; validiert werden muss der gesamte Verpackungsartikel im relevanten Sortierstrom. Die PPWR-Quoten beziehen sich auf Kunststoffabfälle aus dem Post-Consumer-Bereich. Auf PCR und PIR abgestimmte Systeme können Verarbeitung und Farbkonstanz stabilisieren, ersetzen aber nicht den Nachweis am Endprodukt. Der richtige Zeitpunkt für regulatorische Klärung ist der Start der Entwicklung, nicht die Schlussprüfung. Granula setzt genau dort an: bei einer klar beschriebenen Anwendung und der Frage, welche Rezeptur, Daten und Prüfungen tatsächlich nötig sind.
Schwarze Pouches – NIR-Schwarz fürs Recycling (Bild: Shutterstock)
Kontakt Granula AG Industrie Nord 27 CH-5634 Merenschwand sales@granula.ch www.granula.eu
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P RO D UKT E
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Laserschneiden von Kunststoffen Acryl, POM C, PE oder ein anderes Material – Kunststoff bauteile werden bei der ZB-Laser AG in Schönenwerd seit bald 20 Jahren laser geschnitten. Berührungslos, mit sauberen Schnittkanten auch an filigranen Konturen und engen Radien. Die von der ZB-Laser AG ein gesetzten CO2-Laserquellen eignen sich für eine breite Pa lette von Kunststoffen und er möglichen Schnitte, die me chanische Verfahren an ihre Grenzen bringen können: gera de und schräge Kanten, schar fe Innenecken, dünne Materia lien – reproduzierbar und mit günstigen Vorrichtungskosten.
port und Verkehr und Bau und Einrichtung lassen bei der ZBLaser AG die Kunststoff-Funkti onsteile laserschneiden, von der Klein- bis zur Gross-Serie und nach individuellen Anfor derungen. Ob Laserschneiden auch für Ihre Kunststoffproduk te die richtige Methode ist, er fahren Sie auf zb-laser.ch oder rufen Sie an.
Foto: Anita Gerster, Kandis Fotografie GmbH
Dank der fünf Achsen an ihrer Roboteranlage lassen sich auch dreidimensionale For men und vorgeformte Kom
ponenten kontrolliert und sau ber laserschneiden. Verschiedenste Kunden aus Industrie und Gewerbe, Trans
ZB-Laser AG Bahnstrasse 43 CH-5012 Schönenwerd +41 62 858 24 00 www.zb-laser.ch
Bordignon – ein italienisches Traditionsunternehmen Bordignon ist seit über sechzig Jahren in einem Markt tätig, der Qualität, konstante Leis tungsfähigkeit und eine hohe Reaktionsfähigkeit verlangt. Das Unternehmen hat sich dank seiner langjährigen Erfah rung zu einem wichtigen A nsprechpartner entwickelt. Bordignon ist auf Federn, Gas druckfedern und fortschrittli che Lösungen für den Formenund Werkzeugbau spezialisiert und verbindet moderne Tech nologien, kontinuierliche For schung sowie eine ausgepräg te Kundenorientierung mit dem Ziel, leistungsfähige und langlebige Produkte zu ge währleisten. Bordignon «Automotive Line» steht für Flexibilität und Leis tung für Hersteller weltweit. Die Gasdruckfedern dieser Li nie wurden als eine standard mässige und zuverlässige Lö 9–10/2026
Bordignon Werkzeug-/Formenbau (Bild: Bordignon)
sung für die Automobilindus trie entwickelt. Ein Teil ihrer Konstruktion und Technologie stammt von den bekannten Bordignon «High Performance Line» Gasdruckfedern und bie tet daher – zu einem vorteil haften Preis – überlegene Leis
tung und Haltbarkeit im Ver gleich zu anderen Gasdruckfe dern auf dem Markt. Werkzeughersteller werden Bordignon Automotive Line Gasdruckfedern als Standardlö sung für die Automobilindus trie (aber auch für andere Be
reiche und Anwendungen) schätzen und können auf ein Produkt mit überlegener Zuver lässigkeit vertrauen. Endbenut zer werden die Bordignon Au tomotive Line Gasdruckfedern für ihre überlegene Haltbarkeit schätzen, die sich in geringe ren Produktionsausfallzeiten und -kosten niederschlägt. Zusammen mit ihrem Partner der Bordignon SRL bietet die Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG als Vertriebspartner ihren Kun den ein optimales Produktesor timent für jede Anwendung, ob für den Kunststoffspritzguss oder für den allgemeinen Ma schinenbau, es gibt immer eine passende Lösung. Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG Heinrich Stutz-Strasse 20 CH-8902 Urdorf verkauf.normteile@brw.ch www.brw.ch 79
KUNSTSTOFF XTRA
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