Skip to main content

ChemieXtra 5-6_2026

Page 1


Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Bild: ADCA FLT16 DN15 -20 ersetzt SPX FT14-x

Kondensatableiter für jeden Anwendungsfall

FLT16 DN15-20 mit Flanschen 4.5-10-14 bar

Offizieller Generalimporteur von

China lacht sich ins Fäustchen

Hätten wir den Wandel zu einem fossilfreien Energiesystem ernst genommen, wären wir jetzt – Achtung, Modewort – resilienter. Aber welche Politiker denken schon an die Zukunft ausserhalb ihrer eigenen Karriere? Will Europa mit China und Co. mithalten, müssen Reformen her. Das Problem mit «Lifestyle­Teilzeit» zu adressieren, bringt nichts. Die Zukunft muss positiv vermarktet werden. Es muss verständlich gemacht werden, dass Engagement sich lohnt. China macht es vor.

Noch gibt es Hebel, die wir in Bewegung setzen können. Dass wir nach wie vor unsere Effizienz weiter steigern können und immer noch konkurrenzfähig mit China und den USA sind, hat Europa in den letzten beiden Dekaden bewiesen. Insbesondere die Schweiz, mit ihren Währungsherausforderungen.

Inspiration bietet der Draghi­Report, in Teilen auch für die Schweiz relevant. Das Papier warnt, dass die EU ohne tiefgreifende Reformen wirtschaftlich ins Hintertreffen gerät und fordert massive Investitionen, um die digitale, soziale und ökologische Wende zu finanzieren. Er schlägt vor, gemeinsame EU­ Schulden für gemeinsame Projekte aufzunehmen und die Kapitalmarktunion zu stärken, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und den Binnenmarkt zu entfragmentieren. Zudem wird die Notwendigkeit schnellerer Entscheidungsprozesse, einer koordinierten Industriepolitik und der Reduzierung regulatorischer Hürden betont, um Innovationen und Wachstum zu fördern.

Auch die Bildung sollte nicht vernachlässigt werden – gerade in der Schweiz, die in den Pisa­ Studien nicht brilliert. Die Stadt Zürich, zum Beispiel, scheint im Diversitätswahn die Gestaltung eines fördernden Lernumfeldes für Schülerinnen und Schüler komplett vergessen zu haben. In den Mensen werden Aufwärm­Menus aufgetischt (nebenbei­Erscheinung: massive Essensverschwendung, zu wenig Nährstoffe), in den Horten mangelt es an Räumen für ruhebedürftige Kinder und das integrative Schulmodell ignoriert das grosse Mittelfeld – unser künftiger Wirtschaftsmotor. Die Prioritäten liegen anderswo: Es gibt Primarschulen mit «gender­neutralem» WC.

Interessanterweise wird dabei eine zentrale Diversität übersehen: die des menschlichen Biorhythmus. Eine Studie der Universität Zürich (S. 8) zeigt jetzt – was sowieso alle seit Dekaden wissen: ein flexibler Start des Unterrichts am Morgen verbessert die Gesundheit und schulischen Leistungen. Die aktuelle Situation: An Schultagen schlafen Jugendliche chronisch zu wenig – mit negativen Folgen für Wohlbefinden und Lernfähigkeit. Wild­West im Bereich Smartphone und soziale Medien erledigen den Rest. Immerhin, nicht alle Städte überlassen die Zukunft dem Zufall.

Das Bildungsministerium der Volksrepublik China lacht sich ins Fäustchen. Es spuckt weiterhin Ingenieure heraus und schickt Austauschstudenten an ETH und Co., um Wissen abzusaugen.

Hier steckt Zukunft drin. ROTH for Future.

Mit dem ROTH for FutureScore machen wir den Nachhaltigkeitswert eines Produkts auf einen Blick erkennbar. ROTH

35 / oder höher Basic

Für Produkte mit umweltfreundlichen Prozessen als nachhaltige Alternative.

51 / oder höher Bronze

Für Produkte auf einem sehr guten Weg zu nachhaltigen Herstellungsprozessen.

65 / oder höher Silber

Für Produkte, die fast alle Kriterien erfüllen und Nachhaltigkeit fest integriert haben

85 / oder höher Gold

Die höchste Auszeichnung für Produkte, die möglichst alle Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.

Alle Infos zu ROTH for Future finden Sie hier.

carlroth.com

04

CHEMIE

Für robuste Festkörperzellen

Durchbruch auf dem Weg zu Lithium-Metall-Festkörperbatterien. Die Zellen der nächsten Akku-Generation speichern mehr Energie, sind sicherer und laden schneller.

08

BIOWISSENSCHAFTEN

Später in die Schule, besser lernen

An Schultagen schlafen Jugendliche chronisch zu wenig – mit negativen Folgen für Wohlbefinden und Lernfähigkeit. Die Lösung wäre einfach: Ein flexibler Start des Unterrichts.

12

LABOR

Schweizer Labore: Happiness-Europameister

Studie: Noch nie war die Bereitschaft zur Veränderung in Europas Laboren so ausgeprägt – und noch nie wurden Labormitarbeitende so stark ausgebremst.

IMPRESSUM

Die Fachzeitschrift für die Chemie- und Laborbranche www.chemiextra.com

Erscheinungsweise

7 × jährlich

Jahrgang 16. Jahrgang (2026)

Druckauflage 7300 Exemplare

ISSN-Nummer 1664-6770

Verlagsleitung

Thomas Füglistaler

Herausgeber/Verlag

SIGI media AG

Alte Bahnhofstrasse 9a

CH-5610 Wohlen +41 56 619 52 52 info@sigimedia.ch www.sigimedia.ch www.chemiextra.com

Anzeigenverkauf

SIGI media AG

Jörg Signer

Thomas Füglistaler

Andreas A. Keller

Alte Bahnhofstrasse 9a

CH-5610 Wohlen

+41 56 619 52 52 info@sigimedia.ch

Redaktion

Luca Meister

Alte Bahnhofstrasse 9a

CH-5610 Wohlen

+41 56 619 52 52 l.meister@sigimedia.ch

Dr. Christian Ehrensberger +41 56 619 52 52 c.ehrensberger@sigimedia.ch

14

MEDIZIN

Auf frischer Tat ertappt

Wie vermehren sich einer der häufigsten viralen Krankheitserreger des Menschen? Ein entschlüsselter molekularer Mechanismus schliesst nicht nur eine Wissenslücke.

18

ERNÄHRUNG

Hülsenfrüchte, die sich selbst düngen

Dank dem Protein SYFO2 können stickstofffixierende Bakterien in Wurzelzellen von Hülsenfrüchten eindringen. Eine Entdeckung, die neue Perspektiven eröffnet.

20

VERANSTALTUNGEN

Das war die Analytica 2026

1135 Aussteller aus 40 Ländern präsentierten rund 35 000 Besuchern aus 115 Ländern ihre Premieren und Produktneuheiten. Die Nachschau von ChemieXtra.

Vorstufe

Triner Media + Print

Schmiedgasse 7 CH-6431 Schwyz +41 41 819 08 10 beratung@triner.ch www.triner.ch

Abonnemente +41 56 619 52 52 info@sigimedia.ch www.chemiextra.com

Druck Fontana Print SA Via Giovanni Maraini 23 CH-6963 Pregassona +41 91 941 38 21 www.fontana.ch

Jahresabonnement Schweiz: CHF 38.00 (inkl. Porto/MwSt.) Jahresabonnement Ausland: CHF 58.00 (inkl. Porto)

Copyright Zur Veröffentlichung angenommene Originalartikel gehen in das ausschliessliche Verlagsrecht der SIGI media AG über. Nachdruck, fotomechanische Vervielfältigung, Einspeicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Wiedergabe durch elektronische Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen.

Copyright 2026 by SIGI media AG, CH-5610 Wohlen

30

FORSCHUNGSWELT

Die Kraft der Geckos

40

Ein Rätsel der theoretischen Chemie haben Forschende gelöst:

Eine neue Rechenmethode erlaubt, Kräfte zwischen grossen Molekülen korrekt zu berechnen.

32

UMWELT

Stark erhöhte Toxizität

Mit einem neuen Verfahren wurde die Entwicklung der Giftigkeit von den in der Landwirtschaft angewendeten Pestiziden analysiert. Das COP15-Ziel ist weltweit gefährdet.

36

VERFAHRENSTECHNIK

Aus Reifen werden Wertstoffe

Alte Reifen könnten künftig via Pyrolyse chemisch verwertet werden. Das Verfahren trägt dazu bei, Abfälle zu vermeiden und wertvolle Rohstoffe im Kreislauf zu halten.

ZUM TITELBILD

Mit der HFC plus Sicherheitswägekabine bietet SKAN eine moderne Lösung für hochpräzise und sichere Wägeanwendungen in sensiblen Arbeitsumgebungen. Sie unterstützt das Handling von pulverförmigen, aktiven und toxischen Substanzen und erfüllt gleichzeitig die aktuellen USP-Anforderungen für Mikround Halbmikrowaagen. Im Sinne einer nachhaltigen Produktentwicklung wurde auch hier der Fokus auf Energieeffizienz gelegt:

NEUE MATERIALIEN

Aufgespiesst, durchbohrt und abgetötet

Gegen Bakterien, die sich auf Oberflächen vermehren: MOFs können Bakterien physisch aufspiessen, durchbohren und abtöten, noch bevor sie sich an der Oberfläche festsetzen.

42

SICHERHEIT

Warum sicher nicht gleich zulässig ist

Natürliche Kältemittel gelten als klimafreundliche Alternative, stellen Planer jedoch vor komplexe normative und sicherheitstechnische Fragen.

VERBANDSSEITE

PRODUKTE 52

LIEFERANTEN­

HFC plus – Dein Plus an Sicherheit Bereit für das nächste Level im Wirkstoffhandling?

Der integrierte e-mode sorgt dafür, dass bei Nichtnutzung automatisch Betriebsfunktionen reduziert werden, während das Schutzniveau (OEL <1 μg/m³) konstant bleibt. Dies ermöglicht eine ressourcenschonende Nutzung bei gleichzeitig maximaler Sicherheit.

SKAN AG Pure Solutions

Kreuzstrasse 5

CH ­ 4123 Allschwil

Tel. +41 61 485 45 87 vk­ lab@skan.ch www.skan.com/puresolutions

Neues Verfahren für

stabile und langlebige

Festkörperbatterien

Für robuste Festkörperzellen

Forschenden des Paul Scherrer Instituts ist ein Durchbruch auf dem Weg zur praktischen Anwendung von Lithium-Metall-Festkörperbatterien gelungen – der nächsten Generation von Akkus, die mehr Energie speichern, sicherer sind und schneller laden als herkömmliche Lithiumionen-Batterien.

Andreas Lorenz-Meyer ¹

Festkörperbatterien gelten als vielversprechende Lösung für Elektromobilität, mobile Elektronik und stationäre Energiespeicherung – unter anderem, weil sie keine brennbaren flüssigen Elektrolyte benötigen und daher grundsätzlich sicherer sind als herkömmliche Lithiumionen-Batterien. Allerdings stehen zwei zentrale Probleme der Marktreife im Weg: Einerseits bleibt die Bildung von Lithiumdendriten an der Anode ein kritischer Punkt – winzige nadelartige Metallstrukturen, die den lithiumionenleitenden Festelektrolyten zwischen den Elektroden durchdringen, sich in Richtung Kathode ausbreiten und letztlich interne Kurzschlüsse verursachen. Andererseits besteht eine elektrochemische Instabilität an der Grenzfläche zwischen der Lithium-Metall-Anode und dem Festelektrolyten, was die langfristige Leistung und Zuverlässigkeit der Batterie beeinträchtigt.

Um diese beiden Hindernisse zu überwinden, entwickelte das Team um Mario El Kazzi, Leiter der Gruppe Batteriematerialien und Diagnose am Paul Scherrer Institut (PSI), ein neues Fertigungsverfahren: «Wir haben zwei Ansätze kombiniert, die gemeinsam sowohl den Elektrolyten verdichten als auch die Grenzfläche zum Lithium stabilisieren», so der Wissenschaftler. Über ihre Ergebnisse berichtet das Team in der Fachzeitschrift Advanced Science.

Das Problem mit der Verdichtung

Im Mittelpunkt der PSI-Studie steht der Argyrodit-Typ Li6PS5Cl (LPSCl), ein sulfidbasierter Festelektrolyt aus Lithium, Phos-

1 Paul Scherrer Institut

Mit einem innovativen Herstellungsprozess zur Batterie der Zukunft: PSI-Forschende zeigen in einer aktuellen Studie, wie sich Festkörperbatterien kostengünstig, effizient und langlebig produzieren lassen. Das Bild zeigt eine Testzelle, in der die am PSI entwickelte Festkörperbatterie hergestellt und getestet wird. (Bild: PSI/Mahir Dzambegovic)

phor und Schwefel. Das Mineral weist eine hohe Lithiumionenleitfähigkeit auf, was einen schnellen Ionentransport innerhalb der Batterie ermöglicht – eine wesentliche Voraussetzung für hohe Leistung und effiziente Ladeprozesse. Das macht Argyroditbasierte Elektrolyten zu vielversprechenden Kandidaten für Festkörperbatterien. Die Umsetzung scheiterte jedoch bisher daran, das Material ausreichend zu verdichten, sodass keine Hohlräume entstehen, in die Lithiumdendriten eindringen könnten.

Zur Verdichtung des Festelektrolyten setzten Forschende bislang auf zwei Ansätze: Entweder pressten sie das Material bei Raumtemperatur unter sehr hohem Druck oder sie wendeten Heisspressverfahren an, die Druck mit Temperaturen von über 400 Grad Celsius kombinieren. Beim letzteren Prozess, dem sogenannten klassischen Sintern, werden die Partikel durch

die Anwendung von Wärme und Druck zu einer dichteren Struktur verschmolzen. Beide Methoden führten jedoch zu unerwünschten Nebenwirkungen: Das Pressen bei Raumtemperatur ist unzureichend, weil es zu einer porösen Mikrostruktur und übermässigem Kornwachstum führt. Die Verarbeitung bei sehr hohen Temperaturen wiederum birgt das Risiko, dass der Festelektrolyt zersetzt wird. Um einen robusten Elektrolyten sowie eine stabile Grenzfläche zu erhalten, mussten die PSIForschenden daher einen neuen Ansatz verfolgen.

Der Temperatur-Trick

Um Argyrodit zu einem homogenen Elektrolyten zu verdichten, bezogen El Kazzi und sein Team den Faktor Temperatur zwar mit ein, allerdings auf behutsamere Weise: Anstelle des klassischen Sinterverfahrens wählten sie einen schonenderen Ansatz,

Sebio CX 1–2/2025

1/4 Seite quer

bei dem das Mineral unter mässigem Druck und bei moderater Temperatur von nur etwa 80 Grad Celsius gepresst wurde. Dieses sanfte Sintern führte zum Erfolg: Die moderate Wärme und der ausgeübte Druck sorgten dafür, dass sich die Partikel wie gewünscht anordneten, ohne die chemische Stabilität des Materials zu verändern. Die Partikel im Mineral gingen enge Bindungen miteinander ein, poröse Stellen wurden kompakter und kleine Hohlräume schlossen sich. Das Ergebnis ist eine kompakte, dichte Mikrostruktur, die gegen das Eindringen von Lithium-Dendriten gewappnet ist. In dieser Form ist der Festelektrolyt bereits bestens für einen schnellen LithiumionenTransport geeignet.

Die sanfte Sinterung allein reichte aber nicht aus. Um auch bei hohen Stromdichten, wie sie beim schnellen Laden und Entladen auftreten, zuverlässig zu funktionieren, benötigte die Festkörperzelle eine weitere Modifikation. Dazu wurde eine 65 Nanometer dünne Beschichtung aus Lithiumfluorid (LiF) unter Vakuum verdampft und gleichmässig als ultradünner Film auf die Lithium-Oberfläche aufgetragen – sie dient als Passivierungsschicht an der Grenzfläche zwischen Anode und Festelektrolyt.

Diese Zwischenschicht erfüllt eine doppelte Funktion: Einerseits verhindert sie die elektrochemische Zersetzung des Festelektrolyten bei Kontakt mit dem Lithium und unterdrückt so die Bildung von «totem», inaktivem Lithium. Andererseits wirkt sie als physikalische Barriere, die das Eindringen der Lithiumdendriten in den Festelektrolyten verhindert.

Links: Poröser Festelektrolyt, durch den Lithium-Dendriten (grau) bis zur Lithiumoberfläche (silbern) vordringen können; die Grenzfläche ist nur durch eine natürliche Grenzschicht (rosa) geschützt. Rechts: Am PSI hergestellter, dicht gesinterter Festelektrolyt mit stabilisierender Lithiumfluorid-Beschichtung (blau), die das Eindringen von Dendriten verhindert und die Li thiumoberfläche schützt. (Bild: PSI/Jinsong Zhang)

Bestwerte nach 1500 Durchgängen

PLATZIERT

In Laborversuchen mit Knopfzellen zeigte die Batterie unter anspruchsvollen Bedingungen eine aussergewöhnliche Leistung. «Ihre Zyklusstabilität bei hoher Spannung war bemerkenswert», sagt Jinsong Zhang, Doktorand und Hauptautor der Studie. Nach 1500 Auf- und Entladevorgängen hatte die Zelle noch etwa 75 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität behalten. Es wanderten also immer noch drei Viertel der Lithiumionen von der Kathode zur Anode. «Ein herausragendes Ergebnis. Diese Werte zählen zu den besten, die bisher gemeldet wurden.» Zhang sieht deshalb gute Chancen, dass Festkörperbatterien herkömmliche LithiumionenBatterien mit Flüssigelektrolyt in puncto Energiedichte und Haltbarkeit bald übertreffen könnten.

El Kazzi und sein Team zeigen damit erstmals, dass die Kombination aus mildem Sintern des Festelektrolyten und einer dünnen Passivierungsschicht auf der LithiumAnode sowohl die Dendritenbildung als auch die Grenzflächeninstabilität wirksam unterdrückt – zwei der hartnäckigsten Herausforderungen bei Festkörperbatterien. Diese kombinierte Lösung markiert einen wichtigen Fortschritt für die Festkörperbatterieforschung – auch, weil sie ökologische und wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt: Aufgrund der niedrigen Temperaturen spart der Prozess Energie und damit Kosten. «Unser Ansatz ist eine praktische Lösung für die industrielle Herstellung von Festkörperbatterien auf Argyroditbasis», so El Kazzi. «Noch ein paar zusätzliche Anpassungen –und wir könnten loslegen.»

www.psi.ch

The Original Filter Papers since 1883

Protect what matters

Protect what matters

Environment

The advantages of Hahnemühle‘s AI automated-driven core production: • Total safety and control

Unequalled accuracy

Consistent quality

High precision

Environment

Protect what matters

Go and explore our range of high-quality products!

Protect what matters

Environment

The Original Filter Papers since 1883

Protect what matters

The Original Filter Papers since 1883

Environment

The Original Filter Papers since 1883

The advantages of Hahnemühle‘s AI automated-driven core production:

Environment

• Filter papers

• Thimbles

• Total safety and control

• Unequalled accuracy

The Original Filter Papers since 1883

Go and explore our range of high-quality products!

The advantages of Hahnemühle‘s AI automated-driven core production:

Go and explore our range of high-quality products!

The advantages of Hahnemühle‘s AI automated-driven core production:

• Consistent quality

• Membranes

Protect what matters

• High precision

• Flexibility

• Total safety and control

• Filter papers

The advantages of Hahnemühle‘s AI automated-driven core production:

• Filter papers

• Total safety and control

New! PES Membranes

• Unequalled accuracy

• Syringe Filters

Food & Beverage

• Total safety and control

• Unequalled accuracy

• Unequalled accuracy

• Thimbles

• Consistent quality

• Thimbles

Environment Diagnostic

• Consistent quality

• High precision

• High precision

• Membranes

• Consistent quality

• Membranes

• Flexibility

• Flexibility

Syringe Filters

• High precision

• Syringe Filters

• Flexibility

• Syringe Filters

New! PES Membranes

New! PES Membranes

& Syringe Filters

Syringe Filters

The Original Filter Papers since 1883

Wie eine neue Batterieklasse die Energiespeicherung verändern könnte

Wenn Schwefel Strom speichert

Die Energiewende verändert die Anforderungen an Energiespeicher grundlegend. Während Lithium-IonenBatterien seit mehr als 3 Jahrzehnten den Standard für mobile und stationäre Anwendungen bilden, wächst das Interesse an alternativen Zellchemien. Lithium-Schwefel-Batterien gelten als besonders vielversprechender Ansatz. Ihr elektrochemisches Prinzip unterscheidet sich fundamental von klassischen Batterien und könnte neue Perspektiven für Energiedichte, Materialeffizienz und nachhaltige Energiespeicher eröffnen.

Dr. Ulrich Ehmes ¹

Die Transformation der Energiesysteme stellt viele Länder vor ähnliche Herausforderungen. Strom aus erneuerbaren Quellen muss erzeugt, gespeichert und zeitlich flexibel bereitgestellt werden. Besonders deutlich zeigt sich diese Challenge in der Schweiz. Die Energieversorgung des Landes basiert traditionell stark auf Wasserkraft. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung der Solarenergie deutlich zu. Vor allem in alpinen Regionen entstehen neue Photovoltaikanlagen, die grosse Strommengen produzieren können. Diese Anlagen liefern insbesondere im Winter relevante Energiemengen, also genau dann, wenn der Strombedarf hoch ist.

Die Integration dieser Energie in das Stromsystem erfordert jedoch leistungsfähige Speicherlösungen. Batteriesysteme spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle. Sie können Lastschwankungen ausgleichen, erneuerbare Energie zeitlich verschieben und die Stabilität regionaler Stromnetze erhöhen. Damit rückt auch die Frage nach den Materialien der zukünftigen Energiespeicher stärker in den Fokus.

Lithium-Ionen-Batterien und ihre physikalischen Grenzen

Lithium-Ionen-Batterien sind heute die dominierende Technologie für Energiespeicher. Sie finden sich in mobilen Geräten, Elektrofahrzeugen und zunehmend auch in stationären Energiesystemen. Ihr elektrochemisches Funktionsprinzip basiert auf Interkalationschemie. Dabei werden Lithium-Ionen während des Lade- und Entla -

Thermogravimetrische Analyse (TGA): Damit lassen sich selbst kleinste Veränderungen in Batteriematerialien nachweisen. (Bilder: Theion)

devorgangs reversibel in die Kristallstruktur der Elektrodenmaterialien eingelagert. Typische Kathodenmaterialien sind NickelMangan-Kobalt-Oxide oder Lithium-Eisenphosphat. Diese Materialien bieten stabile elektrochemische Eigenschaften und ermöglichen eine hohe Zyklenfestigkeit. Gleichzeitig setzt die Kristallstruktur dieser Materialien eine physikalische Grenze für die Energiespeicherung. Die spezifische Kapazität konventioneller Kathodenmaterialien liegt im Bereich von etwa 160 bis 275 Milliamperestunden pro Gramm. Mit steigenden Anforderungen an Energiedichte und Ressourceneffizienz wächst daher das Interesse an alternativen elektrochemischen Konzepten.

Konversionschemie statt Interkalation

Lithium-Schwefel-Batterien verfolgen einen anderen elektrochemischen Ansatz. Statt Lithium-Ionen in eine feste Struktur einzulagern, reagieren sie direkt mit dem

Kathodenmaterial. Dieses Material ist elementarer Schwefel. Während der Entladung wird Schwefel schrittweise in Lithium-Schwefel-Verbindungen umgewandelt. Beim Laden läuft dieser Prozess in umgekehrter Richtung ab. Diese Reaktion wird als Konversionschemie bezeichnet. Anders als bei Interkalationssystemen verändert sich dabei die chemische Struktur des Kathodenmaterials während des Lade- und Entladeprozesses. Der entscheidende Vorteil liegt in der hohen theoretischen Kapazität von Schwefel. Mit etwa 1166 Milliamperestunden pro Gramm kann dieses Material deutlich mehr Energie speichern als klassische Kathodenmaterialien. Diese Eigenschaft macht Lithium-Schwefel-Batterien besonders interessant für Anwendungen mit hohen Energieanforderungen.

Chemische Prozesse innerhalb der

Zelle

Die elektrochemische Reaktion in LithiumSchwefel-Batterien verläuft über mehrere

Zwischenstufen. Während der Entladung entstehen sogenannte Polysulfide, also Schwefelketten mit unterschiedlichen Längen. Diese Verbindungen sind teilweise im Elektrolyten löslich und können sich innerhalb der Batterie bewegen. Dieses Verhalten beeinflusst die Stabilität der elektrochemischen Prozesse und stellt eine der zentralen Herausforderungen bei der Entwicklung stabiler Lithium-Schwefel-Zellen dar. Materialwissenschaftliche Forschung konzentriert sich daher auf verschiedene Strategien, um diese Reaktionen besser zu kontrollieren. Dazu gehören beispielsweise monokristalline Schwefelstrukturen, poröse Kohlenstoffstrukturen, funktionale Beschichtungen der Elektroden sowie neue Elektrolytsysteme. Durch solche Ansätze lässt sich die Bewegung der Polysulfide begrenzen und die elektrochemische Stabilität der Batterie verbessern.

Warum Schwefel als Batteriematerial interessant ist Neben seinen elektrochemischen Eigenschaften besitzt Schwefel mehrere strukturelle Vorteile als Energiespeichermaterial. Schwefel ist ein weit verbreitetes Element und fällt in grossen Mengen als Nebenprodukt industrieller Prozesse an. Dadurch ist das Material vergleichsweise kostengünstig und global verfügbar. Im Gegensatz zu vielen Lithium-Ionen-Kathoden enthält Schwefel keine kritischen Metalle wie Kobalt oder Nickel. Die Abhängigkeit von solchen Rohstoffen gilt zunehmend als strategische Herausforderung für die Batterieindustrie. Schwefelbasierte Batterien könnten daher langfristig zu einer diversifizierteren Materialbasis für Energiespeicher beitragen. Gerade für Länder ohne eigene Rohstoffvorkommen, wie die Schweiz, kann dieser Aspekt besonders relevant sein.

Auswirkungen auf

Zellarchitektur und Produktion

Der Wechsel von Interkalations- zu Konversionschemie hat auch Auswirkungen auf die Konstruktion der Batteriezellen. Schwefel besitzt eine geringe elektrische Leitfähigkeit. Deshalb muss das Material in eine leitfähige Struktur eingebettet werden, wie erwähnt häufig in Form poröser Kohlenstoffmaterialien. Auch der Elektrolyt spielt eine wichtige Rolle. Er beeinflusst die Stabilität der Polysulfidreaktionen und damit die Lebensdauer der Batterie. Interessanterweise können viele grundlegende Produktionsschritte der heutigen Batteriefertigung weiterhin genutzt werden. Anpassungen betreffen vor allem die Struktur und Verarbeitung der Elektrodenmaterialien. Insbesondere Fest-Elektrolyte sind in einer Lithium Schwefelbatterie besonders geeignet. Damit entsteht ein Forschungsfeld, in dem Materialwissenschaft, Elektrochemie und Prozesstechnik eng miteinander verbunden sind.

Perspektiven für zukünftige Energiesysteme

Lithium-Schwefel-Batterien werden seit mehreren Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht. In dieser Zeit konnten zahlreiche Herausforderungen identifiziert und schrittweise adressiert werden. Neue Entwicklungen in der Materialforschung, Elektrochemie und Zellarchitektur tragen dazu bei, die Stabilität und Leistungsfähigkeit dieser Systeme kontinuierlich zu verbessern. Für Energiesysteme mit hohem Anteil erneuerbarer Energien könnten solche Technologien langfristig eine wichtige Rolle spielen. Sie verbinden hohe Energiedichte mit einer potenziell nachhaltigen Materialbasis. Gerade für europäische Energiesysteme könnte dies eine interessante Perspektive sein.

Integration neuer Batterietechnologien in die Praxis

Damit neue Batterietechnologien ihr Potenzial entfalten können, ist nicht nur die Zellchemie entscheidend, sondern auch ihre Einbindung in bestehende Anwendungen. Gerade in der Schweiz mit ihrer stark dezentralen Energieinfrastruktur ergeben sich dabei spezifische Anforderungen. Neben grossen Wasserkraftwerken spielen zunehmend kleinere, regionale Erzeuger eine Rolle, etwa Photovoltaikanlagen auf

Gebäuden oder alpine Solarprojekte. Batteriespeicher müssen in diesem Kontext nicht nur Energie aufnehmen und abgeben, sondern auch flexibel auf Lastschwankungen reagieren. Lithium-Schwefel-Batterien könnten hier perspektivisch interessante Eigenschaften bieten. Durch ihre potenziell hohe Energiedichte lassen sich kompakte Speichersysteme realisieren, die insbesondere bei begrenztem Platzangebot von Vorteil sind. Gleichzeitig eröffnen neue Materialsysteme die Möglichkeit, Speicherlösungen stärker an spezifische Anwendungen anzupassen. Während in mobilen Anwendungen das Gewicht im Vordergrund steht, sind bei stationären Lösungen vor allem Kosten, Lebensdauer und Materialverfügbarkeit entscheidend. Schwefelbasierte Batterien könnten hier durch ihre Materialstruktur neue Optionen bieten. Die praktische Umsetzung solcher Technologien erfordert jedoch eine enge Abstimmung zwischen Materialentwicklung, Systemdesign und infrastrukturellen Anforderungen. Erst wenn diese Ebenen zusammengeführt werden, können neue Batteriekonzepte ihr Potenzial vollständig entfalten. Mit einer neuen Generation von LithiumSchwefel-Batterien könnten Industrien in Europa und der Schweiz die Leistungsfähigkeit ihrer Produkte weiterentwickeln und deren wirtschaftliche Nutzung verbessern. Die Technologie wird dabei als potenziell relevanter Baustein für zukünftige Energiespeicherlösungen betrachtet und könnte entsprechende Marktpotenziale erschliessen.

www.theion.de

Vergrösserte Darstellung des Schwefelmaterials.
Kleine Pouchzelle für die Lithium-SchwefelBatterietechnologie.

Entwicklungspädiatrie

Später in die Schule, besser lernen

An Schultagen schlafen Jugendliche chronisch zu wenig – mit negativen Folgen für Wohlbefinden und Lernfähigkeit. Eine neue Studie der Universität Zürich und des Universitäts-Kinderspitals Zürich zeigt: Ein flexibler Start des Unterrichts am Morgen kann Schlaf, Gesundheit und schulische Leistungen verbessern.

Schülerinnen und Schüler haben Mühe, abends zeitig einzuschlafen – was schlecht zum frühmorgendlichen Schulstart passt. Denn die Schlafbiologie von Jugendlichen ist auf ein spätes Einschlafen ausgerichtet, weil sich über die Jugend hinweg der biologische Rhythmus immer weiter in die Nacht hinein verschiebt. Die Folge: Die meisten schlafen an Schultagen zu wenig und bauen über die Woche ein Schlafdefizit auf. «Das ist bedenklich, denn chronischer Schlafmangel betrifft nicht nur das Wohlbefinden, er hat auch messbare Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, körperliche Entwicklung und Lernfähigkeit», sagt Oskar Jenni von der Universität Zürich. Da gemäss dem Entwicklungspädiater ein früheres Einschlafen biologisch nur eingeschränkt möglich sei, könne ein späterer Schulbeginn am Morgen einiges bewirken. International ist der zeitlich versetzte Unterrichtsstart zwar gut untersucht, allerdings fehlen bislang Forschungen zu flexiblen Modellen, bei denen die Jugendlichen zwischen frühem und späterem Schulbeginn wählen können.

Neues Schulmodell mit flexiblen Randzeiten

Ein solches Projekt haben Joëlle Albrecht, Reto Huber und Oskar Jenni von der Universität Zürich und dem Universitäts-Kinderspital Zürich nun wissenschaftlich begleitet. Die Oberstufe Gossau im Kanton St. Gallen führte vor 3 Jahren flexible Randzeiten ein. Vor dem regulären Unterrichtsbeginn morgens, mittags und am Nachmittag stehen seither individuelle Module zur Wahl. Die Schülerinnen und Schüler können so den Start in den Schultag am Morgen selbst bestimmen: entweder beginnen sie freiwillig um 7:30 Uhr oder ab 8:30 Uhr, wenn der offizielle Stundenplan startet.

Die Schlafbiologie von Jugendlichen ist auf ein spätes Einschlafen ausgerichtet. Beim heutigen frühen Schulbeginn kann ein chronischer Schlafmangel entstehen. (Bild: Shutterstock)

Im Rahmen dieses Modells untersuchte die Forschungsgruppe das Schlafverhalten der Jugendlichen sowie die Auswirkungen von Schlafmangel auf Gesundheit und schulische Leistungen. Dazu wurden die durchschnittlich 14-Jährigen im alten Modus mit Schulstart um 7:20 Uhr einmal befragt und ein zweites Mal ein Jahr später im neuen Schulmodell. Insgesamt wurden 754 Rückmeldungen ausgewertet. Die Ergebnisse sind eindeutig: 95 Prozent der Schülerinnen und Schüler nutzten die Möglichkeit eines späteren Schulbeginns –im Durchschnittlich war dies 38 Minuten später als im alten Modus. Entsprechend standen die Jugendlichen am Morgen auch 40 Minuten später auf als früher. Da sich die Bettzeiten kaum verändert haben, hat sich die Schlafdauer erhöht: Die Jugendlichen schliefen an Schultagen im Schnitt 45 Minuten länger. Es zeigten sich noch weitere Vorteile: «Die Schülerinnen und Schüler berichteten weniger häufig von Einschlafproblemen und hatten seltener tiefe Werte bei der gesundheitsbezogenen Lebensqualität», fasst Erstautorin Joëlle Albrecht zusammen. Im Vergleich zu den kantonal geeichten Testergebnissen ergaben sich im neuen Schul -

modell zudem bessere objektive Lernleistungen in Englisch und Mathematik.

Bessere

Gesundheit und schulische Leistungen

Die in der Fachzeitschrift Journal of Adolescent Health publizierte Studie zeigt damit: Flexible Schulstartzeiten können ein wirksamer und praktikabler Ansatz sein, um chronischen Schlafmangel zu reduzieren sowie die psychische Gesundheit und die schulischen Leistungen von Jugendlichen zu verbessern. «Ein späterer Unterrichtsbeginn am Morgen kann also ein wichtiger Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Mental-Health-Krise bei Schülerinnen und Schülern sein», ergänzt Co-Letztautor Reto Huber. Eine vom Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan) herausgegebene Studie hat nämlich ergeben, dass der Anteil der 11- bis 15-Jährigen mit multiplen wiederkehrenden oder chronischen psychoaffektiven Beschwerden (z. B. Traurigkeit, Müdigkeit, Ängstlichkeit, schlechte Laune, Nervosität, Gereiztheit, Verärgerung und Einschlafschwierigkeiten) im Jahr 2022 bei 47 Prozent lag.

www.uzh.ch

Anti-Aging für Ihre Maschine.

Energieeffizienz zahlt sich aus: Mit Hochleistungsschmierstoffen von Klüber Lubrication senken Sie den Energieverbrauch Ihrer Maschinen spürbar – und damit auch Ihre Betriebskosten. Die massgeschneiderten Lösungen reduzieren Reibung und Verschleiss, verlängern die Lebensdauer Ihrer Anlagen und steigern die Produktivität. So wird «AntiAging für Ihre Maschine» zur nachhaltigen Investition in Ihre Zukunft.

Im Rahmen der Studie wurden genetische Veränderungen identifiziert, welche die Krebsentstehung bei Katzen vorantreiben und bemerkenswerte Ähnlichkeiten zu Krebs beim Menschen aufweisen. (Bild: L. Meister)

Überraschende Ergebnisse in genetischen Veränderungen bei Mammatumoren

Durch Hauskatzen Brustkrebs verstehen

Eine umfassende neue Studie zeigt, dass einige genetische Veränderungen in Katzentumoren denjenigen bei menschlichem Krebs stark ähneln. Diese Parallelen eröffnen neue Perspektiven für die Entwicklung gezielter therapeutischer Ansätze für die Behandlung von Krebs, insbesondere Brustkrebs.

Hauskatzen sind neben Hunden weltweit die am weitesten verbreiteten und beliebtesten Haustiere. Schätzungen zufolge besitzen allein in der Schweiz rund 25 Prozent der Haushalte eine Katze und im vergangenen Jahr lebten dort bis zu 1,5 Millionen Tiere. Wie beim Menschen gehört Krebs auch bei Katzen zu den häufigsten Krankheiten und Todesursachen. Während die Erforschung der genetischen Grundlagen von Krebs sowohl beim Menschen als auch beim Hund in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht hat, steht die Krebsforschung bei Katzen noch am Anfang. Die vorliegende Studie soll dies ändern und zeigen, dass im Sinne des «One Health»-Ansatzes Erkenntnisse aus der Tiermedizin für die Humanmedizin nutzbar sind – und umgekehrt. In einer gross angelegten, vergleichenden Analyse haben Forschende des Instituts für Tierpathologie der Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern, des Ontario Veterinary College in Kanada und des Wellcome

Sanger Institute (Grossbritannien) zum ersten Mal das Erbgut verschiedener Krebsarten bei Katzen im Detail untersucht. Dabei identifizierten sie genetische Veränderungen, welche die Krebsentstehung bei Katzen vorantreiben und bemerkenswerte Ähnlichkeiten zu Krebs beim Menschen aufweisen. Die Ergebnisse der weltweit ersten Studie dieser Art wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

Von der Tiermedizin zur Krebsforschung

Die Studie basiert auf der genetischen Analyse von 13 verschiedenen Krebsarten bei Katzen. Untersucht wurde das Erbgut des Restmaterials von gesundem und Krebsgewebe von knapp 500 Hauskatzen aus 5 Ländern, welches im Zuge der Behandlung anfiel und zur Verfügung gestellt wurde. Sven Rottenberg, Co-Autor der Studie und Leiter des Instituts für Tierpathologie der Vetsuisse Fakultät der Universität

Bern, erklärt: «Obwohl Hauskatzen weit verbreitete Haustiere sind, war bisher nur sehr wenig über die Genetik von Krebs bei diesen Tieren bekannt. Unsere Haustiere leben mit uns im selben Haushalt und sind denselben Umweltfaktoren ausgesetzt. Der One-Health-Ansatz kann uns helfen, besser zu verstehen, wie die Umwelt das Krebsrisiko beeinflusst und warum Krebs bei Katzen und Menschen entsteht.»

Die Forschenden analysierten rund 1000 Gene, die direkte Gegenstücke zu bekannten menschlichen Krebsgenen sind, und verglichen die wichtigsten Mutationen in diesen Genen bei Katze, Hund und Mensch. Die an der Universität Bern angesiedelte COMPATH Plattform sowie die Expertise im Bereich der datengetriebenen Präzisionsmedizin am Bern Center for Precision Medicine (BCPM) waren wichtig für die Analyse der Katzen-Mammatumore. Für die Validierung der Ergebnisse spielte die Expertise der Gruppe von Sven Rottenberg eine Schlüsselrolle.

Entweder-oder-Muster erinnert an Menschen

Wie entsteht Krebs bei Katzen? Im Rahmen der Studie fanden die Forschenden bei Hautkrebs in über der Hälfte der Fälle Spuren von UV-Licht-Schäden – ähnlich wie beim Menschen, der zu viel Sonne abbekommt. Ausserdem entdeckten sie in einigen Tumoren DNA von Papillomaviren, die möglicherweise eine Rolle bei der Entstehung von Krebs spielen könnten. Spannend ist auch, dass Tumoren bei Katzen oft einem bestimmten Muster folgen: Entweder gibt es viele kleine Mutationen oder grosse Veränderungen in den Chromosomen – aber selten beides gleichzeitig. Dieses Entweder-oder-Muster erinnert stark an das, was aus der Humanmedizin bekannt ist.

ChemieXtra

Sie ist international führend bei der Entwicklung und Anwendung von dreidimensionalen Zellkulturmodellen von Mammatumoren, sogenannten MAMTumoroiden.

Grosse Ähnlichkeit bei Krebsmutationen

Die Studie bietet die weltweit erste frei zugängliche Datenbasis für zukünftige Forschung im Bereich der Genetik von Katzenkrebs. Die Analyse ergab, dass TP53 das am häufigsten mutierte Gen bei Katzenkrebs ist, ähnlich wie beim Menschen. Chang He, Co-Erstautor der Studie und Doktorand am Institut für Tierpathologie der Vetsuisse Fakultät der Universität Bern, sagt: «Wir konnten erstmals zeigen, dass bestimmte genetische Veränderungen die Krebsentwicklung bei Katzen begünstigen. Einige dieser Veränderungen treten zudem an denselben Stellen im Genom von Katzen und Menschen gehäuft auf, den sogenannten Mutations-Hotspots.»

Es gab aber auch überraschende Ergebnisse in den genetischen Veränderungen, z. B. bei Mammatumoren. Rottenberg erklärt: «Wir wussten bereits, dass Mammatumore bei Katzen dem Phänotyp von dreifach-negativem menschlichem Brustkrebs ähneln und vermuteten deshalb, dass auch Katzen die bekannte BRCA1Mutation haben. Überraschenderweise war dies jedoch nicht der Fall.» Stattdessen fanden die Forschenden vor allem Veränderungen im FBXW7-Gen, das ebenfalls mit einer ungünstigen Prognose bei menschlichem Brustkrebs verbunden ist. Da die Rottenberg-Gruppe in einer früheren Studie gefunden hatte, dass menschliche Leukämiezellen mit einem inaktiven FBXW7-Gen besonders auf bestimmte

Krebsmedikamente wie Vinca - Alkaloide ansprechen, testete das Berner Team diese Medikamente an den MAM -Tumoroiden. «In vitro waren Vinca-Alkaloide bei Katzen-Tumoroiden mit der FBXW7-Mutation sehr wirksam im Vergleich zu den Tumoroiden ohne diese Mutation», sagt Chang He. Er ergänzt: «Es wäre sehr interessant die Wirksamkeit dieser Medikamente künftig auch bei FBXW7-mutierten Mammatumoren in einem klinischen Modell zu untersuchen. Unsere MAM-Tumoroide sind ein nützliches Werkzeug, um neue bzw. individualisierte Therapieoptionen gegen Krebs bei Mensch und Katze zu identifizieren.»

Vergleichende Krebsforschung

Die Ergebnisse legen nahe, dass Katzen mit FBXW7-mutierten Tumoren als Modell für eine klinisch relevante Untergruppe von Brustkrebs beim Menschen dienen können – ein Bereich, in dem die Universität Bern bereits seit Jahren forscht. Louise Van Der Weyden, die hauptverantwortliche Autorin am Wellcome Sanger Institute in Cambridge, sagt: «Die jetzt erstmals verfügbare Datengrundlage der genetischen Ursachen von Krebs bei Katzen könnte nicht nur die Behandlung von Katzentumoren verbessern, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten für klinische Studien zu Krebs beim Menschen.» Rottenberg fasst zusammen: «Mit dieser Studie schlagen wir eine wichtige Brücke zwischen der Veterinär- und der Humanmedizin. Sie zeigt eindrücklich, welches Potenzial im «One Health» - Ansatz steckt – für die Gesundheit von Tieren und Menschen gleichermassen.»

www.unibe.ch

LABORBEDARF AUS EINER HAND WIR VERSTEHEN LABOR

Als Familienunternehmen sind wir seit mehr als 130 Jahren für unsere Kunden da, um sie bei ihren anspruchsvollen Aufgaben in Analytik, Forschung und Wissenschaft zu unterstützen.

Unser Portfolio mit rund 2 Mio. Artikeln von mehr als 1.100 Herstellern und Marken lässt keine Wünsche offen.

Unser starkes Marken-Trio mit BIOSOLUTE®, LABSOLUTE® und CHEMSOLUTE® hält interessante Alternativen für Sie bereit, wenn es um Life Science Produkte, Verbrauchsmaterial und Laborchemikalien geht.

Alle Produkte der verschiedenen Hersteller und Marken können Sie bequem in unserem Webshop bestellen.

Von der persönlichen Betreuung über schnelle Lieferung bis hin zu wichtigen Services decken wir alles ab, was für die komplette Laborausstattung benötigt wird. www.thgeyer.com

Umfrage zeigt Branche zwischen Blockaden und hoher Innovationsbereitschaft

Schweizer Labore: Happiness-Europameister

«Noch nie war die Bereitschaft zur Veränderung in Europas Laboren so ausgeprägt – und noch nie wurden Labormitarbeitende so stark ausgebremst», zu dieser Einschätzung kommen die Experten von Starlab International, einer Unternehmensgruppe mit Schwerpunkt «Liquid-Handling-Laborprodukte», auf der Grundlage einer aktuellen Befragung von 368 Kunden aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich, aus der Schweiz (32 Umfrage-Teilnehmer), Italien, Frankreich und Österreich. Dabei sticht die Schweiz in mehrfacher Hinsicht heraus.

So wird die wirtschaftliche Wetterlage in Europas Laboren als wechselhaft wahrgenommen, wobei die Tendenz in allen Ländern eher negativ ist – ausser in der Schweiz. Sie stellte das einzige Land ohne eine «sehr negative» Bewertung des ökonomischen Ausblicks dar. 31 Prozent bewerten die Aussichten als «eher positiv» (EU ­Schnitt: 17%). Auch setzen nur 34 Prozent der Schweizer Labore Sparmassnahmen um (EU: 57%). Gleichzeitig wird ein Anstieg des Materialbedarfs um bis zu 25 Prozent erwartet (EU: 19%).

Wissenschaft schlägt Teamarbeit

Das von den Zahlen gezeichnete Bild schlägt auch auf die Emotionen durch: 77 Prozent der Schweizer beschreiben sich als «eher glücklich» oder «glücklich» im Job (EU: 63%). Als stärksten Moti vator nennen 39 Prozent der Schweizer wissenschaftliche Entdeckungen (EU: 31%), während der Teamarbeit mit 16 Prozent ein vergleichsweise geringer Stellenwert zugesprochen wird (EU: 32%). Dabei sind

Generationenkonflikte in Schweizer Laboren kein Thema (sagen 65%, EU: 50%).

Interdisziplinäres Denken gilt in der Schweiz als wichtigster Zukunfts­Skill (71% vs. EU: 61%). Da überrascht es nicht, dass digitale Lösungen und Künstliche Intelligenz (KI) stärker genutzt werden (46%/61%) als im Rest Europas (33%/50%). Nachhaltigkeit gilt dagegen als nachrangiges Thema. So haben nur 59 Prozent der Schweizer Labore Recycling implementiert (EU: 78%). Dabei ist der Umweltschutz ein mit Abstand stärkerer Motivator als Kostenersparnis (43% : 30%), während diese EU ­ weit etwas stärker im Vordergrund steht (42% : 36%).

Finanzierung wird grösste Herausforderung

Mit Blick auf ganz Europa zeigt das Stimmungsbarometer unter dem Titel «Ready to unlock: Was Europas Labore lähmt, welche Hebel Wirkung entfalten», wie eine wachsende Innovationsbereitschaft auf strukturelle Blockaden, Finanzierungsprobleme und Stress trifft.

Im Jahre 2026 steht erstmals «fehlendes Budget» an der Spitze der grössten Herausforderungen: 44 Prozent der Befragten nennen fehlende Finanzierung als ihr TopProblem. Im Vorjahr dominierten steigende Preise beim Verbrauchsmaterial (42%) die Sorgen der Branche. Heute ist es der grundsätzliche Mangel an finanziellen Mitteln.

Das von den Zahlen gezeichnete Bild schlägt auch auf die Emotionen durch: 77 Prozent der Schweizer beschreiben sich als «eher glücklich» oder «glücklich» im Job (EU: 63 Prozent).

«Das Problem scheint weniger konjunktureller als struktureller Natur. Das ist ein Warnsignal», sagt Benedikt GeldmacherVoss, Head of Starlab Group.

… und so manche Sparmassnahme im Labor setzt an der falschen Stelle an. (Grafiken: Starlab)

Abb. 1: Schlussfolgerung beim Laborumfrage-Initiator Starlab: Der Wille zur Innovation ist da, doch die Budgets sind schwach, …

Doch lassen sich nicht durch Sparprogramme die Budgets für Zukunftsinvestitionen generieren?

Gespart wird an den falschen Stellen

57 Prozent der Labore haben aktive Sparmassnahmen eingeleitet – ein leichter Rückgang gegenüber 64 Prozent im Vorjahr. 74 Prozent kürzen bei Geräten und Infrastruktur. Auch das Personal trifft es: 54 Prozent stoppen Neueinstellungen. 22 Prozent streichen zuerst bei Weiterbildung und Konferenzen.

Für Benedikt Geldmacher­ Voss werden hier an den falschen Stellen Budgets heruntergefahren. «Wer bei Zukunftsinvestitionen spart, spart an seinem eigenen Fundament», betont er.

Die Zufriedenheit der Labormitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr spürbar gesunken: Waren 2025 noch 76 Prozent glücklich mit ihrer Arbeit, sind es heute nur noch 63 Prozent. Jede dritte befragte Person berichtet zudem von einem hohen oder sehr hohen Stressniveau.

Bereitschaft zum Wandel grösser denn je

Nachhaltigkeit rückt in seiner Bedeutung bei vielen nach vorn: 78 Prozent der Labore haben bereits Recycling ­ Programme implementiert, 67 Prozent setzen auf Sammelbestellungen zur Ressourcenschonung, 58 Prozent nutzen Mehrwegsysteme. 64 Prozent würden recycelte Materialien einsetzen, wenn die Qualität stimmt. Rund vier Fünftel der Befragten sind durch Umweltschutzgedanken und/oder aus Kostengesichtspunkten motiviert, sich im eigenen Betrieb für ein nachhaltiges Wirtschaften einzusetzen.

Neben der Nachhaltigkeit stellen Digitalisierung und KI zwei weitere Felder dar, die gemeinhin als besonders zunkunftsgerichtet gelten. Die Umfrage ergab: 46 Prozent nutzen KI bereits gelegentlich, 13 Prozent sogar regelmässig. Nur 15 Prozent macht KI Angst vor Jobverlust.

Bei der Frage nach den wichtigsten Zukunftskompetenzen liegt allerdings interdisziplinäres Denken mit 61 Prozent an erster Stelle – vor digitalen Kompetenzen (54%) und Soft Skills (47%). Fast zwei Drittel (64%) der Befragten bewerten soziale Kompetenzen als gleichwertig oder

wichtiger als fachliches Know ­ how. Am höchsten lag dieser Wert in Deutschland (74%).

Umfrage mit Tradition

Das jährliche Stimmungsbild der europäischen Laborbranche erhebt Starlab schon seit 2021. Diesmal wurden die Teilnehmer über mehrere Kanäle erreicht: den StarlabNewsletter, Linkedin und die Unternehmenswebsite. Die Mehrheit der Befragten (5%) arbeitet als Labormanager oder La ­

bortechniker. Hinzu kamen Master­, PhDund Post­ Doc ­Studenten (8%), Einkäufer (8%), Forscher und Medizinforscher (7%), Professoren und Projektleiter (4%) sowie Labordirektoren (2%). 13 Prozent sind in sonstigen Laborbereichen tätig.

Starlab Schweiz AG CH-8910 Affoltern am Albis info@starlab.ch www.starlab.ch

YMC – Die Konstante in Ihrer Trennung.

Vertrauen. Verlässlichkeit.

Reproduzierbarkeit.

Gleichbleibende Ergebnisse – Tag für Tag. YMC-Triart Säulen liefern reproduzierbare Trennungen mit exzellenter Stabilität, hoher Auflösung und analytischer Genauigkeit.

Sie möchten mehr über uns wissen?

Wie das Influenza-Virus die Kappe der Wirts-RNA stiehlt, um sich zu vermehren

Auf frischer Tat ertappt

Wie vermehren sich einer der häufigsten viralen Krankheitserreger des Menschen? Ein entschlüsselter molekularer Mechanismus schliesst nicht nur eine Wissenslücke, sondern könnte auch ein Ziel für antivirale Medikamente darstellen.

Der Hals kratzt, die Nase läuft, man fühlt sich krank – und hofft, dass es keine Grippe ist. Das Influenza-Virus ist nach wie vor eine Bedrohung für unsere Gesundheit. Es löst saisonale Epidemien aus, seltener auch schwerwiegende weltweite Pandemien. Verfügbare antivirale Medikamente sind oft weniger wirksam als erhofft, da das Influenza-Virus extrem schnell mutiert, um deren Wirkung zu entgehen. Auch Impfstoffe müssen wegen der hohen Wandlungsfähigkeit des Virus jedes Jahr angepasst werden.

Doch Influenza-Viren haben eine «Achillesferse», die sich für Therapien ausnutzen lässt: ihre Kopiermaschine, die einen der wichtigsten Schritte für die Virusvermehrung ausführt. Forschende aus Göttingen haben nun in Kooperation mit Kollegen an Forschungseinrichtungen in Frankreich sichtbar gemacht, wie das Influenza-Virus mit der Kopiermaschine des Wirts wechselwirkt, um die Kappe der Wirts-RNA zu stehlen und für sich selbst zu nutzen.

Molekularer Diebstahl

Influenza-Viren sind RNA-Viren und besitzen ein Genom aus einzelsträngiger RNA. Wie andere Viren auch, schmuggelt das Influenza-Virus sein Erbgut in die Wirtszelle und nutzt deren molekulares Repertoire, um neue Viruspartikel zu produzieren. Dabei hebelt das Influenza-Virus die Schutzvorkehrungen der Wirtszelle effektiv aus. Durch den Diebstahl der RNA-Kappe des Wirts fördert das Influenza-Virus nicht nur seine eigene Replikation, sondern umgeht auch eine der Schutzmaßnahmen der Wirtszelle.

Die molekularen «Kopiermaschinen» von Wirtszelle und Virus, beides sogenannte Polymerasen, spielen dabei eine Schlüsselrolle. In der Wirtszelle haben menschliche Polymerasen die Aufgabe, die geno -

Die Abbildung zeigt die 3-D-Struktur der Influenza-Polymerase (FluPol) im Moment, bevor sie die RNA-Kappe von der menschlichen RNA-Polymerase (Pol II) stiehlt. Die Stelle, wo FluPol die menschliche RNA schneidet, liegt direkt dort, wo die RNA Pol II verlässt. (Grafik: Alexander Rotsch, Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften)

mische DNA in prä-mRNA umzuschreiben. Die prä-mRNA wird zu Beginn ihrer Herstellung an ihrem Anfang mit einer chemischen Struktur markiert, die als Kappe bezeichnet wird. Die Kappe ist unbedingt erforderlich, damit die reife mRNA als Bauplan dienen kann, um Proteine zu produzieren. Darüber hinaus markiert die Kappe die RNA als zelleigenes Molekül und damit als harmlos. Fehlt die schützende Kappe, erkennt das Immunsystem die RNA als fremd und potenziell schädlich – und löst eine antivirale Reaktion aus.

«Die meisten Viren haben eine eigene Maschinerie, um die Kappe anzubringen und so ihre mRNA vor dem Immunsystem des Wirts zu verbergen. Dem Grippe-Virus aber fehlt diese Fähigkeit. Stattdessen hat seine Polymerase einen einzigartigen Mechanismus zum Entreißen der Kappe der

Wirts-mRNA entwickelt. Nun ist es uns gelungen, diesen Prozess im molekularen Detail sichtbar zu machen», sagt Patrick Cramer aus der Max-Planck-Gesellschaft und Letztautor der Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Nature erschienen ist.

Geschickt getarnt

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass die Kopiermaschine des Influenza-Virus, FluPol genannt, auf Beutezug geht, um die virale mRNA vor dem Immunsystem der Wirtszelle zu verstecken. Sie stiehlt die Kappe von der Wirts-RNA und markiert damit seine eigene. Die Wirtszelle erkennt die virale mRNA nun ebenfalls als Vorlage für die Baupläne von Proteinen und beginnt, alle Proteine herzustellen, die das Virus zu seiner Vermehrung benötigt. Bereits bekannt ist, dass FluPol bei diesem Diebstahl mit

der Kopiermaschinerie des Wirts wechselwirkt. Der genaue Mechanismus jedoch war bislang unklar.

«Wie genau das Kap-Stehlen funktioniert, ist seit Jahren ein Rätsel in der InfluenzaForschung», sagt Stephen Cusack vom Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Grenoble, der Pionierarbeit in der Strukturanalyse von FluPol geleistet hat. «Dazu muss FluPol in den normalen Prozess der RNA-Synthese des Wirts eingreifen und zum Vorteil des Virus und zum Nachteil der Zelle verändern. Um dieses Rätsel zu lösen, haben wir uns mit Patrick Cramer zusammengetan, einem weltweit führenden Experten für zelluläre Polymerasen.»

Ein interdisziplinäres Team um Patrick Cramer, Stephen Cusack und Nadia Naffakh am Institut Pasteur in Paris haben jetzt erstmals im molekularen Detail schrittweise sichtbar gemacht, wie dieser Diebstahl abläuft. In biochemischen Experimenten gelang es den Forschenden, den Prozess im Reagenzglas nachzustellen. Dazu stoppten sie den Prozess zu verschiedenen Zeitpunkten und verwendeten KryoElektronenmikroskopie, um die Strukturen und Wechselwirkungen der beteiligten Proteine in 3-D und mit nahezu atomarer Auflösung sichtbar zu machen.

Diebstahl in drei Etappen

«Wir haben herausgefunden, dass sich der molekulare Diebstahl in drei Hauptschritte unterteilen lässt», berichtet Alexander Rotsch, ehemaliger Doktorand in der Abteilung Molekulare Biologie am Max-PlanckInstitut (MPI) für Multidisziplinäre Naturwissenschaften und einer der Hauptautoren der Arbeit. Im ersten Schritt bindet FluPol an die menschliche Kopiermaschine, RNAPolymerase oder Pol II genannt, während diese eine Wirts-RNA herstellt. Dies geschieht unmittelbar, nachdem die Kappe hinzugefügt wurde. In diesem Schritt verändern beide Polymerasen ihre Strukturen, sodass eine enge Verbindung entsteht. Als Nächstes schneidet FluPol ein kleines Stück der Wirts-RNA ab, das die Kappe enthält. Im letzten Schritt verlängert FluPol die entwendete RNA unter Verwendung der viralen genomischen RNA als Vorlage. «Die fertige virale mRNA sieht genauso aus wie eine Wirts-mRNA, ist voll funktionsfähig, um virale Proteine zu produzieren, und ist

dennoch für das Immunsystem des Wirts unsichtbar», so Rotsch.

Die Möglichkeit, die genaue Abfolge und die Wechselwirkungen der Proteinpartner im molekularen Detail zu beobachten, schliesst eine grosse Lücke in unserem Verständnis darüber, wie sich einer der häufigsten viralen Erreger in menschlichen Zellen vermehren kann.

Wie die Forschenden weiter zeigen konnten, ist für den Diebstahl neben den beiden Kopiermaschinen noch ein dritter Partner entscheidend: das Helferprotein DSIF, das die Aktivität der Pol II reguliert. «Die Möglichkeit, die genaue Abfolge und die Wechselwirkungen der Proteinpartner im molekularen Detail zu beobachten, schliesst eine grosse Lücke in unserem Verständnis darüber, wie sich einer der häufigsten viralen Erreger in menschlichen Zellen vermehren kann», betont Christian Dienemann, Projektgruppenleiter in der Abteilung Molekularbiologie und Leiter der Facility für KryoElektronenmikroskopie am MPI.

FluPol hemmen

Dass die FluPol für die Vermehrung des Virus unentbehrlich ist, macht es auch zu dessen «Achillesferse». Medikamente zur Behandlung der Grippe zielen daher unter anderem darauf ab, die Fähigkeit von FluPol, die Kappe der Wirts-RNA zu stehlen, zu blockieren. «Wir haben festgestellt, dass die FluPol auch weniger aktiv ist, wenn wir die Stellen verändern, an denen sie mit dem menschlichen Pol II-DSIF-Komplex bindet. Diesen hemmenden Effekt konnten wir auch in lebenden Zellen nachweisen», berichtet Maud Dupont, ebenfalls Hauptautorin der Studie und Doktorandin im Labor von Nadia Naffakh am Institut Pasteur. Die Wechselwirkungen könnten ein neues Ziel für Medikamente sein, um das Influenza-Virus in Schach zu halten.

www.mpinat.mpg.de

• Instrumentenaufbereitung im Krankenhaus

• Infektiöse Labor- und Klinikabfälle

• Für das mikrobiologische Labor

• Steril-, Pharma- und Medizinprodukte

• Gentechnisch veränderte Stoffe

EXCELLENCE IN AUTOCLAVES DAMPFSTERILISATOREN

• Schnellkühlen von Flüssigkeiten

• Kammervolumina 25 - 200 Liter

• Integrierter Doppelmantel

• Kondensatsterilisation

• Vor-/Nachvakuum

• Abluftfiltration

• Stand- und Tischgeräte

• 100% verschleiß- und wartungsfrei

• Entwickelt für den Dauerbetrieb

• Rührvolumen von 1 ml bis 1.000 Liter

• Mehrstellenrührer bis 96 Rührstellen

• Tauchbare Magnetrührer

• Heizbar bis +200 °C

• Sonderanfertigungen auf Anfrage

Christian Dienemann, Max­ Planck­ Institut

Ultraleichte, hohlfaserige Gerüste

3-D-Material lässt Gehirnzellen kommunizieren

Neue, ultraleichte 3-D-Aerohydrogels ermöglichen, dass Gehirnzellen wachsen und sich miteinander vernetzen. Das birgt Potenzial für die Neuroforschung und das Gewebe-Engineering.

Bisher waren herkömmliche 3-D-Zellkulturen oft zu starr oder instabil, um die komplexen Interaktionen von Gehirnzellen realistisch abzubilden. Forschende an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel haben jetzt ein neuartiges 3-D-Material entwickelt, auf dem menschliche Gehirnzellen im Labor wachsen und Signale austauschen können. Damit lassen sich neuronale Prozesse und Zellkommunikation deutlich näher an der realen Physiologie untersuchen.

Ein interdisziplinäres Team um den Materialwissenschaftler Dr. Stefan Schröder von der Technischen Fakultät hat die «Aerohydrogels» hergestellt – ultraleichte, hohlfaserige Gerüste, die Astrozyten und Mikroglia ein realistisches dreidimensionales Umfeld bieten. Dies berichtet das Team in internationaler Zusammenarbeit mit Forschenden der Harvard Medical School (USA) und der

Watteartig und federleicht: Auf einem solchen Aerohydrogel können sich menschliche Gehirnzellen im Labor vernetzen und Signale austauschen. (Bild: Christina Anders, Uni Kiel)

Lab notes made simple.

Die Apini App sammelt Informationen, erstellt Labels und organisiert deine Daten - damit du dich auf deine Arbeit konzentrieren kannst.

Einfach kostenlos ausprobieren!

ApiniLabs AG

University of Oxford (UK) in der Fachzeitschrift Chem & Bio Engineering. Die Gerüste basieren auf tetrapodalen Zinkoxid-Kristallen (t-ZnO), die zunächst ein vernetztes 3-D-Skelett bilden. Dieses beschichteten die Forschenden mit einem hauchdünnen Hydrogel über die initiierte chemische Gasphasenabscheidung (iCVD). Anschliessend entfernten sie das Zinkoxid. Übrig blieb ein leichter Hydrogel-Rahmen, der den Zellen Halt gibt und gleichzeitig Nähr- und Signalstoffe hindurch diffundieren lässt.

«Unsere Aerohydrogele imitieren den extrazellulären Raum im Gehirn.»

Prof. Dr. Rainer Adelung, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Im Vergleich zu herkömmlichen 3-D-Zellgerüsten, die sich oft nach wenigen Tagen auflösen oder weniger flexibel in der Porengrösse sind, bleiben die Aerohydrogels

stabil und unabhängig flexibel in der Porengrösse, Mechanik und Oberflächenchemie. Bei anderen Zellgerüsten hängen diese Parameter voneinander ab und können nicht individuell auf einen Zelltyp angepasst werden. «Unsere Aerohydrogele imitieren den extrazellulären Raum im Gehirn», sagt Professor Rainer Adelung, weltweit führender Experte bei der Weiterentwicklung von tetrapodalem Zinkoxid und

Fluoreszierende Astrozyten unter dem Mikroskop: Die Zellen zeigen ihr Zytoskelett in Rot, ihre Astrozyten-spezifischen Marker Connecxin 43 in Grün und die Zellkerne in blau. (Bild: Luise Schlotterose, Universität Oxford)

ebenfalls an der Studie beteiligt. «Wir passen mechanische Eigenschaften wie Steifigkeit und Porengrösse gezielt an. So können wir die Gerüste zukünftig auch für verschiedene Gewebe nutzen – Herzgewebe ist beispielsweise viel fester als Gehirngewebe, und die Aerohydrogels berücksichtigen diese Unterschiede.»

Die Forschenden nutzen dieselbe iCVDBeschichtungstechnologie auch im Startup (der Firmenname lautet Conformally), das Schröder und Erstautor Torge Hartig aus der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel heraus gegründet haben. Künftig könnten sie die 3-D-Gerüste über das Unternehmen kommerziell anbieten.

Hirnzellen vernetzen sich im Ultraleicht-Gerüst Auf der medizinischen Seite arbeiteten die Forschenden mit menschlichen Gehirnzellen: Astrozyten, die das Nervengewebe gesund halten, und Mikroglia, die als Immunzellen potenzielle Gefahren erkennen und darauf reagieren.

Elektronenmikroskopische Aufnahme von tetrapodalem Zinkoxid. Die vierarmigen Kristalle bilden das Ausgangsgerüst für die Aerohydrogels, das später in ein ultraleichtes Hydrogelnetzwerk überführt wird. (Bild: Uni Kiel)

Um zu testen, wie diese Zellen miteinander kommunizieren, setzte Erstautorin Dr. Luise Schlotterose von der Universität Oxford ein klassisches Reagenz namens Lipopolysaccharid (LPS) ein, einem bakteriellen Stoff, der Entzündungsreaktionen auslöst. Anschliessend untersuchte sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen am Anatonimischen Institut, wie die Zellen auf mo -

Reinstwasseraufbereitung die den Unterschied ausmacht

lekularer Ebene reagieren, indem sie die Aktivität bestimmter Gene analysierte, die Entzündungsbotenstoffe steuern.

Die Ergebnisse zeigen: Mikroglia reagieren anders, wenn sie alleine auf dem Aerohydrogel wachsen, als in Co-Kulturen mit Astrozyten. Zusammen mit Astrozyten schwächten sie bestimmte Entzündungsreaktionen ab – ein Hinweis, dass die Zellen über das 3-D-Gerüst kommunizieren, auch ohne direkten Kontakt.

In den Aerohydrogelen liessen sich neuronale Prozesse, Zellkommunikation und Reaktionen auf äussere Reize deutlich authentischer untersuchen als in herkömmlichen 2-D- oder Standard-3-D-Kulturen. Langfristig könnten die Aerohydrogele dazu beitragen, beschädigtes oder verlorenes Gewebe im Labor nachzubilden. Sie bieten damit die Möglichkeit, Tierversuche zu reduzieren, da komplexe Zellinteraktionen direkt in vitro untersucht werden könnten.

www.uni-kiel.de

Rheno Purewater AG Nordstrasse 7 5612 Villmergen T 056 619 89 19 info@rhenopw.ch www.rheno-purewater.ch

Mit der MEDICA 150 EDI erhalten Sie ein modernes Wasseraufbereitungssystem zur Versorgung von klinischen Analysesystemen mit Reinstwasser gemäss der CLRWAnforderung Typ 1 (Clinical Laboratory Reagent Water). Nebst Reinstwasser ist die klinische Diagnose auch auf Kunststoffe angewiesen.

Die speziell für diese Anwendungen entwickelte MEDICA BIOX ist ein eigenständiges Gerät und bereitet Abwasser von Analysegeräten auf, behandelt Mikro- und Nanoplastik sowie Mikroorganismen an der Quelle der Produktion, direkt aus dem Abwasser klinischer Analysegeräte.

a pearl water group company

Düngemitteleinsatz reduzieren dank Schlüsselprotein?

Hülsenfrüchte, die sich selbst düngen

Dank dem Protein SYFO2 können stickstofffixierende Bakterien in Wurzelzellen von Hülsenfrüchten eindringen. Eine Grundlage dafür, dass sich die Pflanzen «selbst düngen» können. Die Entdeckung eröffnet neue Perspektiven, um die natürliche Stickstoffbindung künftig auch auf wichtige Nutzpflanzen wie Tomaten zu übertragen – und damit den Einsatz von Düngemitteln langfristig zu reduzieren.

Die meisten Pflanzen lassen pilzartige Mikroorganismen in ihre Wurzelzellen eindringen, stellen ihnen Kohlenhydrate bereit und werden im Gegenzug besser mit Nährstoffen und Wasser versorgt. Nur Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Klee gehen eine zusätzliche, für beide Seiten vorteilhafte Symbiose mit stickstofffixierenden Bodenbakterien ein. Die Allianz mit sogenannten Rhizobien ermöglicht es ihnen, sich selbst mit dem für ihr Wachstum wichtigen Stickstoff aus der Luft zu versorgen.

Forschende um Prof. Dr. Thomas Ott, Professor für Zellbiologie der Pflanze an der Fakultät für Biologie und Mitglied des Exzellenzclusters CIBSS, konnten jetzt erstmals belegen: SYFO2, ein bislang wenig erforschtes Protein, das in den Wurzeln von Hülsenfrüchten und anderen Pflanzen

Ein Guter Tipp

Laborchemikalien

Bioanalytik

Chromatographie

Filtration

Industriestrasse 7 CH-5522 Tägerig

Tel.05648170 60

Fax 056 48170 68 www.egtchemie.ch

vorkommt, spielt eine Schlüsselrolle bei der «Selbstdüngung» von Hülsenfrüchten. Denn es ermöglicht Rhizobien, in die Wurzelzellen einzudringen. Sobald die Wurzelhaare der Pflanzen die Bakterien eingefangen haben, stösst SYFO2 den Umbau des Zellskeletts (Aktin-Zytoskelett) an – der entscheidende Schritt, damit Bakterien in die Wurzelzelle gelangen und diese im Inneren infizieren können. Infolge der Infektion bilden sich kleine Knöllchen entlang der Pflanzenwurzeln, in denen Rhizobien Stickstoff aus der Luft binden und für die Pflanze nutzbar machen.

Die Forschungsgruppe konnte diesen Prozess mithilfe einer Kombination aus bildgebenden, molekularbiologischen und genetischen Verfahren nachweisen. Darüber hinaus ist es den Wissenschaftlern gelungen, die tomateneigene Version von SYFO2 zu aktivieren, indem sie einen Regulationsfaktor der Wurzelknöllchensymbi -

ose mit stickstofffixierenden Bakterien, den Transkriptionsfaktor NIN, einbrachten. Die Studie mit dem Titel Nanodomain-localized formin gates symbiotic microbial entry in legume and solanaceous plants erweitert das Verständnis darüber, wie tomateneigene Symbiose-Gene gesteuert werden können. Sie legt den Grundstein für zukünftige Bemühungen, die nützlichen Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Rhizobien zu verbessern und die Fähigkeit zur Stickstofffixierung auf Nutzpflanzen zu übertragen – mit dem langfristigen Ziel, den Bedarf an Düngemitteln zu reduzieren. Die Forschungsergebnisse sind in der Fachzeitschrift Science erschienen.

Grundlage für Schlüsselprozess identifiziert

«Die meisten Hülsenfrüchte haben ausgeklügelte Mechanismen entwickelt, um

CIBSS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Ott. (Bild: Michael Spiegelhalter, Universität Freiburg)

Centre for Integrative Biological Signalling Studies (CIBSS)

Die Zellen komplexer Lebewesen kommunizieren über biologische Signale, um Aufgaben zu koordinieren, Gewebe zu bilden und sich an Umweltbedingungen anzupassen. Seit 2019 erforscht das Exzellenzcluster Centre for Integrative Biological Signalling Studies (CIBSS), wie sich diese «Sprache des Lebens» entschlüsseln und anwenden lässt. Forschende aus den Lebens-, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie aus Ethik und Recht untersuchen, wie lebende Systeme Signale integrieren, um Entscheidungen zu treffen, die – von Zellen über Organe bis hin zu ganzen Organismen – die Entwicklung, Funktion und Gesundheit steuern. Das Cluster entwickelt dabei Lösungsansätze für aktuelle globale Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit und Ernährungssicherung.

www.cibss.uni-freiburg.de

symbiotischen Bakterien den Eintritt in die Zelle zu ermöglichen», sagt Ott. «In dieser Studie haben wir die molekulare Grundlage für einen Schlüsselprozess identifiziert, bei dem die Pflanze vom ‹Einfangen der

Bakterien› zum ‹Öffnen der Tür› für sie übergeht.» Die Arbeit wurde zusätzlich vom Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie unterstützt.

Ferner konnte gezeigt werden, dass SYFO2 bei einigen Pflanzen, die keine Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien eingehen, für die Entstehung der häufigsten und evolutionär ältesten Form der Symbiose erforderlich ist: der Mykorrhiza-Symbiose zwischen Pflanzen und Pilzen. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die erfolgreiche Aktivierung des Proteins in Tomatenpflanzen fasst Ott zusammen: «Dieses Ergebnis ist besonders interessant, weil es zeigt, dass Gene, die normalerweise an der Mykorrhiza-Symbiose beteiligt sind, auch dazu genutzt werden können, um eine bakterielle Stickstofffixierungssymbiose in Pflanzen zu ermöglichen.»

https://uni-freiburg.de

ChemieXtra und Containment Control 210x144 +3mm

Das Arbeiten mit aktiven Wirksto en ist eine echte Herausforderung. Mit den fl exiblen WIBObarrier Containment-Systemen schützen Sie höchst e ektiv Ihre Mitarbeiter, Ihre Produkte und die Umwelt. Unsere innovativen Closed- und Open-Containment-Lösungen garantieren durch die WIBObarrier Luftführungstechnik maximale Sicherheit für die OEB-Level 1– 5 bei grösstmöglicher Prozessfl exibilität – eine gute Alternative zu Isolatoren. Lassen Sie sich gerne beraten, ganz sicher haben wir auch die optimale Lösung für Sie im Programm.

Analytica 2026

Das war die Analytica 2026

1135 Aussteller aus 40 Ländern präsentierten rund 35 000 Besuchern aus 115 Ländern ihre Premieren und Produktneuheiten aus der Labortechnik, Analytik und Biotechnologie. Im Fokus stand das digitale, automatisierte und nachhaltige Labor.

«Mit einem spürbaren Zuwachs bei Besuchern und Ausstellern sowie einem hohen internationalen Anteil der Teilnehmer hat die Analytica erneut ihre Stellung als Weltleitmesse bewiesen», sagt Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München. «Sie hat einmal mehr die Dynamik und Innovationskraft einer Branche sichtbar gemacht, die essenzielle Grundlagen für Wachstumsfelder wie Lebensmittelund Qualitätskontrolle, Life Sciences und Umwelttechnik liefert.»

«Die Analytica hat im Ausstellungsbereich, in der Konferenz und im Rahmenprogramm die wichtigsten Branchenthemen aufgegriffen. Damit ist sie eine einzigartige Plattform, um Trends greifbar zu machen, Fachwissen zu vermitteln und Orientierung für die Zukunft des Labors zu bieten», ergänzt Exhibition Director Susanne Grödl. «Die positive Resonanz von Ausstellern und Besuchern zeigt, dass wir damit einen Nerv getroffen und wichtige Impulse für die Branche gesetzt haben.»

Aussteller ziehen positive Bilanz

Die Aussteller äusserten sich sehr zufrieden mit der Messe und waren an den Ständen oft durchgehend in Gespräche eingebunden. Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter von Lauda Dr. R. Wobser und neuer Fachbeiratsvorsitzender der Analytica, resümiert: «Die Messe hat 2026 hat ihre Position als wichtigster internationaler Branchentreff erneut eindrucksvoll bestätigt.» Für Sylveer Bergs, Geschäftsführer Thermo Fisher Dreieich, ist die Analytica eine Plattform, die alle Akteure der Branche zusammenbringt: «Sie präsentiert High-End-Analytik, integrierte Life-Sciences-Workflows, digitale und automatisierte Labore sowie nachhaltige Anwendungen, und spiegelt damit

den Wandel hin zu vernetzten, datengesteuerten End-to-End-Lösungen wider.» Mathis Kuchejda, Geschäftsführer von Schmidt + Haensch und Vorsitzender der Analysen, Bio- und Labortechnik beim Branchenverband Spectaris, ergänzt: «Trotz eines zuletzt herausfordernden Marktumfelds ist die Stimmung in der Branche von Optimismus geprägt – getragen von der hohen Innovationskraft und den langfristig positiven Perspektiven.» Experten rechnen für den globalen Labormarkt in den nächsten Jahren mit einer jährlichen Wachstumsrate von 5 Prozent. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem Automatisierung, Robotik und steigende Investitionen, beispielsweise in Life Sciences, Pharmaforschung und Umweltanalytik.

Sonderschauen zum modernen Labor

Das umfangreiche Rahmenprogramm griff die drängenden Themen der Branche auf und machte sie in Vorträgen, Diskussionsrunden und Sonderschauen zugänglich.

Ein Publikumsmagnet waren die täglichen Live-Vorführungen wie die «Special Show Digital Transformation». Organisator Felix Lenk, Geschäftsführer von SmartLab Solutions, zieht eine äusserst positive Bilanz: «Die Begeisterung der Messebesucher war nicht nur während der Live-Demos zu spüren, sondern zeigte sich auch in den vielen hundert Einzelgesprächen zu den Themen künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Automatisierung und Robotik.»

Gleich nebenan im Live Lab waren die Zuschauerränge ebenfalls mehrmals täglich voll besetzt, wenn Experten typische Arbeitsabläufe aus dem modernen Laboralltag präsentierten. Ebenso beliebt waren die Experimentalvorträge im Forum «Lab Safety», die die Risiken der Laborarbeit anschaulich mit Knall und Rauch demonstrierten. Grosser Andrang herrschte beim «Jobday» am letzten Messetag. Studienabgänger und Young Professionals konnten sich dort über berufliche Perspektiven in der Branche informieren und potenzielle Arbeitgeber kennenlernen.

Rund 35 000 Besucher aus 115 Ländern kamen zur Analytica 2026. (Bilder: Messe München)

KI im Labor war eines der Top-Themen auf der Messe – wie hier in der Keynote von Marcelina Dutkiewicz.

Wissenschaftlicher Austausch

Intensive fachliche Dialoge wurden auf der begleitenden wissenschaftlichen Konferenz geführt, die über 2000 Teilnehmer verzeichnete. «Analytik ist die Basis allen Wissens. Das wurde auf der «Analytica Conference» einmal mehr deutlich, die im Rahmen der Messe alle 2 Jahre Industrie und Academia vernetzt», sagt Prof. Gertrud Morlock von der Justus-Liebig-Universität Giessen, die einen Vortrag über ein nachhaltiges Miniatur-Laborsystem hielt. «Die Konferenz ist inzwischen eine der weltweit bedeutendsten wissenschaftlichen Konferenzen – das wurde uns in Gesprächen wiederholt zugetragen», freut sich Susanne Grödl. Viele Sessions griffen Trends wie das digitale und grüne Labor auf und waren teilweise wegen der grossen Nachfrage voll ausgelastet. Weitere Vorträge befassten sich mit Themen wie dem Nachweis von Designerdrogen in der Forensik, innovativen MassenspektrometrieVerfahren zur botanischen Herkunftsanalyse von Honig oder speziellen Analyseverfahren für alte Handschriften.

Die Ausgabe 2026 in Zahlen

1135 Aussteller (zum Vergleich: 2024 waren es 1066 Aussteller) reisten aus 40 Ländern und Regionen an, 56 Prozent davon aus dem Ausland. Die Top-Ten-Ausstellerländer waren (in dieser Reihenfolge): Deutschland, China, USA, Italien, Grossbritannien und Nordirland, Niederlande, Schweiz, Frankreich, Indien und Spanien. Es kamen rund 35 000 Besucher (zum Vergleich: 2024 waren es 33 386 Besucher) aus 115 Ländern und Regionen, der Auslandsanteil lag bei etwa 40 Prozent. Die Top-Ten-Besucherländer waren nach Deutschland (in dieser Reihenfolge): Österreich, Schweiz, Italien, Grossbritannien und Nordirland, Frankreich, Niederlande, Türkei, Polen, Tschechien und USA. Die nächste Analytica findet, einschliesslich der «Analytica Conference», vom 25. bis 28. April 2028 statt.

Automation up front, support all the way

With the Nexera IC, Shimadzu combines advanced automation with personal service to support seamless ion chromatography. Tailored for routine analyses and standard methods, the instrument ensures that daily workflows remain uninterrupted.

Workflow automation

Built-in automation reduces manual steps, variability, and operator workload

Personal service

Local experts support method transfer, optimization, and maintenance

Easy transition

Guided implementation and robust service reduce risk when changing platforms

www.shimadzu.ch / Nexera-IC

https://analytica.de

Analytica 2026

Die Highlights

Während zwei Tagen war das Team der ChemieXtra an der Messe München unterwegs und hat das Wichtigste eingefangen. (Bilder: ChemieXtra)

Analytik Jena – das Unternehmen trat gemeinsam mit Endress+Hauser auf und präsentierte Lösungen für diverse Bereiche.

Anton Paar – Neuheiten am Laufmeter wie das Differenzkalorimeter der «Julia DSC»-Serie, das leistungsfähige «MCR 703»-Rheometer und das EinstiegsRheometer «MCR 53» wurden präsentiert.

Bruker – Weniger Platz, mehr Automation: Das «Fourier 80» Tisch-NMR-Spektrometer fördert Forschende mit seiner hohen Benutzerfreundlichkeit.

Rheno Purewater AG – Gemeinsam am Stand mit Veolia und den Themen Reinund Reinstwasseraufbereitung und deren Systeme.

Camag – Das Unternehmen stellte gleich mehrere Systeme vor – und überzeugte mit einem neuen Stand-Design.

Elementar – Präsentiert wurden die neuen Nitrogen und Protein Analyzer «rapid N exceed PLUS» und «rapid MAX N exceed PLUS».

Huber – Alessandro Rodella, CEO der Huber Swiss Services GmbH, und Alica Schmid, Marketingkommunikation.

Infochroma – Auch infochroma stellte sein umfassendes Programm an Vials, HPLC-Bedarf, Laborzubehör und Migrationszellen aus.

Julabo – Neben dem Thermostatenprogramm mit natürlichen Kältemitteln stellten die Schwarzwälder ihre neue UmlaufkühlerSerie «Valegro» vor. Nebst dem besten Espresso der Analytica gab es bei Julabo auch diesen neuen Mock-up zu begutachten…

Lauda – Enrico Bossart (Leiter Produktmanagement & Service), Roland Hagenbucher (IG Instruments – CH-Vertrieb), Andreas Aiblinger (Leiter Vertrieb & Service DACH) und Dr. Gunther Wobser (CEO).

Zum 70-jährigen Firmenjubiläum wurde auch das erste Lauda-Produkt überhaupt mitgebracht: der legendäre «Universal Thermostat U 8».

Metrohm – Nebst nachhaltigen Labor- und Robotiklösungen wurde die «Omnis»-Plattform für Automation live vorgeführt.

Netzsch – Erstmals in klein: mit dem «STA 319 Jupiter» läutet der Hersteller die nächste Generation simultaner thermischer Analyse ein.

Carl Roth – Das Attribut des Besucheraufkommens am Stand von Carl Roth entsprach jenem des Produktportfolios: gross.

Shimadzu – Kompakte Bauweise, kompromisslose Leistung: Der neue Ionenchromatograph «Nexera IC» wurde an der Analytica lanciert.

Skan – Mit mehreren Einheiten auf spezifische Kundenanforderung zugeschnitten: Skan bietet seine «Pure2»-Isolatoren jetzt auch als modulare Lösung an.

Socorex – Yves Lachavanne, wie immer, vertieft in Kundengesprächen vom Morgen bis am Abend.

YMC – Das Unternehmen präsentierte sein Portfolio an Glassäulen. Friederike Becker, Leiterin Marketing und Technologie.

Präzision für die Prozessindustrie: Druck & Temperatur auf den Punkt. Ihr verlässlicher Partner für Chemie, Pharma & Biotech.

Druckmessumformer PASCAL CV4

• Prozessanschlüsse von hygienisch bis robust

• Wasserstoffgeeignet

• Umfangreiche Parametrierund Diagnosefunktionen

Temperaturmessumformer GV4 clamp-on

• Prozessanschluss nicht invasiv

• Mit Drifterkennung

• Selbstüberwachend www.zimmerliag.com

23. Schweizer Sonderabfalltag

Expertentreff der Abfallentsorgung

Der Sonderabfalltag vom Dienstag, 9. Juni steht bereits wieder vor der Tür. Ein erster Ausblick der Veranstalterin, was die Besucherinnen und Besucher im Hotel Arte in Olten erwartet.

Im ersten Teil am Vormittag erläutert André Hauser, Bundesamt für Umwelt BAFU, die Auswirkungen der neuen EU-Abfallverordnung auf die Schweiz. Man darf also gespannt sein, was da auf uns zu kommt. Anschliessend bleiben wir thematisch in Europa und erfahren von Mark Döing, ecoprog GmbH, mehr über die aktuellen Kapazitäten der Sonderabfallverbrennungsanlagen in Europa, aber auch über die Entsorgungswege von gefährlichen Abfälle, sowie zentrale Marktfaktoren und Trends. Nach der Kaffeepause beleuchtet Michael Tobler, Holz- & Forst Consulting GmbH, die aktuelle Situation der Verwertung und Entsorgung von Holzasche und zeigt innovative Lösungsansätze auf, wie mit den gesetzlich geltenden Grenzwerten umgegangen werden kann.

Anschliessend sind wir gespannt, wie das Entsorgungsmanagement am Flughafen Zürich aussieht. Natürlich legt Referent Yves Binkert den Fokus auf die Sonderabfälle und zeigt auf, wie die gesammelt, getrennt und dem richtigen Entsorgungsweg zugeführt werden.

Mit einem leichten Vortrag geht es am Nachmittag weiter. Matthias Ardizzon, Ver-

Unter anderem Thema am Sonderabfalltag 2026: Welche Arten radioaktiver Abfälle fallen an und wo werden diese typischerweise gefunden? (Bild: Shutterstock)

ein Abfalltaucher Schweiz, zeigt uns, wie sie während des ganzen Jahres für saubere Gewässer abtauchen und was sie jeweils zu Tage fördern. Man ist gespannt, ob sie auch gefährliche Abfälle zu Tage fördern und wie sie damit umgehen. In diesem Jahr ist ein weiteres Bundesamt am Sonderabfalltag vertreten. Raphaël Stroude, Bundesamt für Gesundheit BAG, gibt zunächst eine Übersicht darüber, welche Arten radioaktiver Abfälle anfallen und wo sie typischerweise gefunden werden.

Anschliessend stellt er den Ablauf der nationalen Sammelaktion vor und erläutert den gesamten Entsorgungsweg: von der notwendigen Behandlung der Abfälle bis hin zur geplanten geologischen Tiefenlagerung als sichere Endlösung.

Nach der obligaten Kaffeepause am Nachmittag beleuchtet Ueli Maass, Swiss Recycle, die Sichtweise und das Vorgehen bei der Rücknahme von Druckbehältern. Das erarbeitete Merkblatt wird vorgestellt. Weiter wird an die essenziellen Grundlagen des ADR (Gefahrguttransport auf der Strasse) und der VeVA (Verordnung über den Verkehr gefährlicher Abfälle) erinnert, um die rechtssichere Handhabung im Alltag zu gewährleisten.

Nutzen Sie die Tagung nicht nur der Referate wegen, sondern auch um sich mit anderen Fachpersonen aus Industrie, Gewerbe, Institutionen und Behörden zu treffen und auszutauschen. Für die kulinarische Verpflegung während den Pausen wird ebenfalls gesorgt sein. Ihre Anmeldung nehmen wir gerne auf www.ecoserve.ch entgegen.

www.ecoserve.ch

Die ideale Lösung für analytische, industrielle und wissenschaftliche Anwendungen im Feinvakuumbereich bis 10 ­3 hPa (mbar). QR-Code scannen und alle Vorteile entdecken.

Filtech 2026

Schlüssel zu Qualität und Effizienz

Ohne Trenntechnik keine Reinheit – dieses Prinzip gilt in unzähligen Prozessen und in praktisch jeder Branche der industriellen Produktion. Ob saubere Luft, makellose Oberflächen oder flüssige Medien, die frei von Verunreinigungen sind: Filtration und Separation sind dafür der Schlüssel. Dem Fachbereich widmet sich die Filtech, die am 30. Juni ihre Tore in Köln öffnet.

Forschung und Entwicklung erbringen laufend Optimierungen und neue Technologien, die die Effizienz erhöhen und zu noch besseren Ergebnissen führen. Für Verantwortliche in Produktionsbetrieben lohnt es sich deshalb immer, aktuelle Trends im Blick zu behalten und zu überprüfen, welche neuen Materialien und Verfahren ihre Prozesse verbessern können. Mit 600 Ausstellern und mehr als 160 wissenschaftlichen Vorträgen an der Konferenz, wird die Filtech 2026 wieder die Platform für Industrie und Wissenschaft bieten.

Filtration und Separation im Fokus

Ob Gase, Flüssigkeiten oder Feststoffseparation: Für alle Aspekte der Filtration und Separation ist die Filtech die weltweit führende Veranstaltung. Sie findet alle eineinhalb Jahre in Köln statt und bietet Fachleuten aus der Industrie eine einzigartige Plattform, um sich über die neuesten Entwicklungen und Innovationen in diesem Bereich zu informieren und bei Filtersystemen die richtige Wahl zu treffen. Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Hauptbereiche: den Messebereich und die begleitende Konferenz. Im Messebereich präsentieren 600 Aussteller aus über 40 Ländern ihre neuesten Produkte und Technologien. Hier haben Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Möglichkeit, sich umfassend über die neuesten Trends und Entwicklungen in der Filtrations- und Separationstechnik zu informieren. Von innovativen Filtermaterialien bis hin zu modernen Trennverfahren werden alle Themen abgedeckt, die in der Branche von Bedeutung sind.

Die begleitende Konferenz ist das zweite Highlight der Filtech. Sie bietet eine Platt-

Auf der Filtech bieten Aussteller Einblicke in alle Bereiche der Filtration und Separation. (Bilder: Filtech)

form für den wissenschaftlichen Austausch und die Diskussion über aktuelle Herausforderungen und Lösungen in der Filtrations- und Separationstechnik. Experten aus Wissenschaft und Industrie präsentieren ihre neuesten Forschungsergebnisse und diskutieren über zukunftsweisende Ansätze. Für Fachleute aus der Industrie ist dies eine ideale Gelegenheit, um sich über die neuesten Technologien zu informieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Treffpunkt für Experten und Entscheider

Für anspruchsvolle Unternehmen mit Qualitätsbewusstsein ist die Messe der weltweit wichtigste Treffpunkt. Hier finden sie alle relevanten Informationen und Lösungen, die sie für ihre Produktionsprozesse benötigen. Die Veranstaltung bietet nicht nur einen umfassenden Überblick über die neuesten Technologien, sondern auch die Möglichkeit, direkt mit den Anbietern in Kontakt zu treten und spezifische Lösungen für die eigenen Produktionsanforderungen zu finden.

Im Messebereich zeigen neben Herstellern von Filtrationsmaterial auch Maschinen- und Anlagenbauer ihr Angebot.

Die Filtech ist die Plattform für alle, die ihre Produktionsprozesse durch moderne Filtrations- und Separationstechniken optimieren möchten. Die Kombination aus Messe und Konferenz bietet eine einzigartige Gelegenheit, sich umfassend zu informieren und die eigenen Produktionsprozesse auf den neuesten Stand zu bringen.

Messeplaner

Daten: 30. Juni bis 2. Juli 2026

Tagesticket: 40 Euro 2-Tages und 3-Tagesticket: 45/50 Euro Vergünstigte Tickets: bis 30. Mai erhältlich

Öffnungszeiten: 9 bis 18 Uhr

(Donnerstag bis 17 Uhr)

Ort: Messegelände Köln

Hallen: 7 und 8

Information: https://filtech.de

Das Eawag Partikellabor setzt mit modernsten IR Mikroskopen neue Massstäbe

Mikroplastik im Fokus

Mikroplastik hat sich unbemerkt in unseren Alltag geschlichen. Entstanden aus industriellen Anwendungen, dem Zerfall von Plastikabfällen oder alltäglichen Prozessen wie Reifenabrieb, ist Mikroplastik heute ein globales Umweltproblem. Um dieser komplexen Herausforderung zu begegnen, haben Eawag, Empa und Agroscope ihre Kräfte gebündelt.

Im gemeinsamen Partikellabor an der Eawag ist ein einzigartiger Kompetenzpool für Mikroplastikanalytik entstanden. Hier treffen wissenschaftliche Exzellenz, modernste Technologie und interdisziplinäres Know-how aufeinander, um die Belastung unserer Umwelt präzise zu messen und besser zu verstehen.

Im Partikellabor verschmelzen Umweltwissenschaft, Materialforschung und Agrarforschung zu einem leistungsstarken Analysezentrum.

Zwei IR Mikroskope der neusten Generation 2025 brachte für das Partikellabor einen Meilenstein: Die Kapazitäten konnten durch den Kauf von zwei modernen Infrarotmikroskopen bedeutend erweitert werden. Das erste neue System, das LUMOS II IMG, basiert auf bewährter FT-IR-Technologie. Neu ist jedoch seine Leistungsfähigkeit: Erstmals lassen sich Mikroplastikfilter innerhalb weniger Stunden komplett durchmessen. Die Analyse wird schneller, umfassender und kosteneffizienter.

Um auch für zukünftige Anforderungen gerüstet zu sein, ging das Partikellabor noch einen Schritt weiter. Mit dem LUMOS II ILIM (infrared laser imaging microscopy) wurde ein Mikroskop angeschafft, das

Bild 2 Messergebnis der ILIM-Analyse einer Klärschlammprobe auf einem Aluminiumoxid (Anodisc)-Filter. Die Auswertung inklusive Identifikation und Grössenbestimmung aller abfiltrierten Partikel erfolgt mit der Brukereigenen Messsoftware. Die Resultate können im Detail überprüft und als Report oder Tabelle ausgegeben werden.

durch den innovativen Einsatz von Quantenkaskadenlasern (QCL) als IR-Quelle die Messzeit um einen Faktor 10 reduziert. Die Messung eines Mikroplastikfilters ist in wenig mehr als 10 Minuten erledigt. Damit rückt ein systematisches Umweltmonitoring von Mikroplastik in greifbare Nähe.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Neue Geräte sind nur so gut wie ihre Anwendung. Darum arbeitet das Partikellabor eng mit dem Hersteller Bruker zusammen, um die Technologie nahtlos in die Routineanalytik zu integrieren. Während das Partikellabor seine umfassende Erfahrung mit Umweltproben einbringt, liefert Bruker tiefes Know-how in Spektroskopie und Datenauswertung. Die Kooperation wird für beide Seiten zum Innovationsmotor.

Ein Apero mit Aussicht

Nach Abschluss der Installation wurde bei einem kleinen Apero angestossen und natürlich gefachsimpelt. Welche Mikroplastikquellen lassen sich nun erstmals untersuchen? Welche Umweltprozesse können dank der neuen Geschwindigkeit vollständig erfasst werden? Welche neuen Forschungsgebiete öffnen sich?

Mit den neuen IR Mikroskopen beginnt für das Partikellabor eine neue Ära der Mikroplastikanalytik.

Bruker Switzerland AG Industriestrasse 26 CH-8117 Fällanden www.bruker.com

Bild 1 Blick in das Partikellabor an der Eawag: Die neuen IR-Mikroskope im Dauereinsatz.

Bestimmung von Anionen im Wasser

Bestimmung von Anionen im Wasser

In der Wasserüberprüfung gehört die Analyse von Fluorid, Chlorid, Bromid, Nitrat, Phosphat und Sulfat zur routinemässigen Laborarbeit. Da die Ionenchromatographie eine schnelle und präzise Bestimmung dieser Anionen ermöglicht, ist sie unverzichtbar.

Neben den Säulen AS4A, AS12A, AS14 und AS14 A (von Dionex) haben sich besonders leistungsfähige Säulen etabliert, darunter die Dionex-Säule «IonPac AS22». Das Säulenmaterial der AS22 wurde für den Einsatz mit carbonat/bicarbonathaltigen Eluenten optimiert und wird üblicherweise unter isokratischen Bedingungen eingesetzt. Die Dionex IonPac AS22-Säule wird in der konventionellen Trinkwasseranalytik zur schnellen Bestimmung von Standardanionen (Fluorid, Chlorid, Bromid, Nitrat, Phosphat, Sulfat) eingesetzt.

Eine kürzere Version der Dionex IonPac AS22-Säule wurde unter dem Namen Dionex IonPac AS22-Fast eingeführt. Für diese Säule wird das identische Harz verwendet, aber die Säulenlänge wurde auf 150 mm verkürzt. Daraus ergeben sich sehr kurze Laufzeiten von wenigen Minuten. Die letztere Säule wird immer dann verwendet, wenn gering verschmutzte Gewässer ohne grosse Konzentrationsunterschiede untersucht werden sollen.

Auf Wunsch vieler Kunden hat die Firma «Inorganic Ventures» nun für die AS22Ionenchromatographiesäulen ein hochreines Elutionskonzentrat (ELUENT4514) entwickelt, nämlich einen 0,45 M Natriumcarbonat/0,14 M NatriumbicarbonatEluenten. Dieses Eluenten-Konzentrat wurde speziell für die Anwendung der EPA(Environmental Protection Agency)Methode 300.0 (A) zur Kontrollanalyse der meisten Standardanionen (Bromid, Chlorid, Fluorid, Nitrat, Nitrit, Orthophosphat und Sulfat) in Trinkwasser und Abwasser sowie in Prozess- und Reinigungsreagenzien entwickelt. Eine Anweisung zur Vorbereitung der 1:100-Verdünnung von ELUENT4514, um die Arbeitskonzentration herzustellen, ist im Lieferumfang des Produkts enthalten.

Der ELUENT4514 wurde mit hochreinen Ausgangsmaterialien und speziellem deionisierten Wasser hergestellt und minimiert so die Produktionszeit des Elutionsmittels, vermeidet Zubereitungsfehler und reduziert das Risiko möglicher Verunreinigungen. Der Eluent ist in der Verpackungseinheit von 500 ml erhältlich und die Verdünnung reicht unter normalen Bedingungen für eine Betriebszeit von bis zu 700 Stunden unter Standardbedingungen. Der Eluent (siehe Foto) ist in TCT-Beuteln (Transpiration Control Technology) verpackt und geschützt und ist somit bis zu 5 Jahre nach Verpackung haltbar, was der Hersteller garantiert. TCT-Beutel sind speziell entwickelte aluminiumbeschichtete Beutel, die ein Verdampfen des wässrigen Mediums aus der Flasche verhindern, so dass die Spezifikationen über einen langen Zeitraum garantiert werden können.

Nach dem Öffnen sollte das Elutionsmittel im Laufe eines Jahres aufgebraucht werden.

Neben dem Elutionsmittel sind bei der Firma «Inorganic Ventures» auch andere Anionenstandards als Referenzmaterial (rückführbar auf SI-Einheiten) erhältlich. Der Vertrieb dieser Standards in Deutschland und Österreich erfolgt durch die Spetec GmbH in Erding, die sich mit mehr als 35 Jahren Erfahrung in der Elementanalytik für den Vertrieb dieser Standards auszeichnet.

Spetec GmbH

Am Kletthamer Feld 15 D-85435 Erding

Tel. +49 8122 95909-0 info@spetec.de www.spetec.de

Neue Akkreditierung als Kalibrierlabor

Für die bisherigen Messgrössen und Kalibriergegenstände sowie für folgende zusätzliche Messgrössen und -bereiche:

Druck

Absolutdruck in Fluiden: 0.01 mbar bis 13,8 mbar

Temperatur

Im Blockkalibrator: > 450 °C … 650 °C

Im Temperaturschrank: -50 °C … Kalibrierungen ISO-Standard bis 1200 °C

Relative Feuchte

In Klimaschrank 23 °C: 20 %rF … 80 %rF

Ihr Partner für akkreditierte Kalibrierungen seit 2007

Rätsel

um grosse Moleküle gelöst

Die Kraft der Geckos

Ein Rätsel der theoretischen Chemie haben Forschende an der Technischen Universität Wien gelöst: Eine neue Rechenmethode erlaubt, Kräfte zwischen grossen Molekülen korrekt zu berechnen.

Warum können Geckos die Wände hochlaufen? Warum wird Stickstoff bei -196 °C flüssig? Viele wichtige Alltagsphänomene lassen sich durch Van-der-Waals-Kräfte erklären – Bindungen zwischen Molekülen, die mathematisch oft nur schwer zu berechnen sind. Seit einigen Jahren kämpfte man mit dem Problem, dass verschiedene Rechenmethoden zu unterschiedlichen Ergebnissen kamen.

An der TU Wien gelang es nun, diese Diskrepanz zu erklären und eine Lösung zu finden: Ausgerechnet jene Methode, die bisher als «Goldstandard» der Quantenchemie galt, schätzt die Energie, die in der Bindung zwischen Molekülen steckt, systematisch falsch ein. Mit einer neuen, verbesserten Methode kann man nun auch das Verhalten grosser Moleküle korrekt vorhersagen – gerade für biologische Systeme oder auch im Bereich erneuerbarer Energie ist das unverzichtbar.

Ein Rätsel der Chemie

«Um Bindungen zwischen grossen Molekülen zu beschreiben, verwendet man unterschiedliche Methoden», sagen Tobias Schäfer und Andreas Irmler, Erstautoren der aktuellen Publikation. Sie haben gemeinsam mit Alejandro Gallo und Prof. Andreas Grüneis unterschiedliche Herangehensweisen miteinander verglichen. «Man nutzt zum Beispiel Quanten-Monte-Carlo-Methoden, bei denen ein Computer unzählige Anordnungen der Elektronen durchspielt. Energetisch vorteilhafte Anordnungen werden behalten und schlechte aussortiert. Oder man setzt sogenannte Coupled Cluster Methoden ein.» Dabei betrachtet man die Moleküle als befänden sie sich in Zuständen relativ niedrigerer Energie, höhere Energiezustände werden dann nachträglich als «Fehlerkorrektur» mit eingebaut.

«Diese Variante, die Coupled-Cluster-Methode, gilt eigentlich als Goldstandard»,

sagt Schäfer. «Doch je genauer man hinsah, desto deutlicher wurden kleine, aber hartnäckige Abweichungen zur MonteCarlo-Methode. Die Frage, warum das so ist, war schon länger offen.»

Nun konnte das Team zeigen, dass die Coupled-Cluster-Methode grundlegende Probleme hat, wenn es um grosse Moleküle geht: «Wir haben entdeckt, dass sie die Bindungsenergien in grossen, stark polarisierbaren Molekülen systematisch überschätzt», erklärt Irmler. «Mit unserer verbesserten Variante können wir diese Abweichung korrigieren, ohne den Rechenaufwand massgeblich zu erhöhen.»

Mit dieser Korrektur stimmen die Ergebnisse jetzt deutlich besser mit den QuantenMonte-Carlo-Methoden überein.

Grosse Moleküle, grosse Bedeutung

Besonders wichtig ist das bei grossen Molekülen. «Wenn man das Verhalten von Molekülen mit bis zu hundert Atomen erklären will, ist der Rechenaufwand enorm», fährt Gallo fort. «Selbst die grössten Supercomputer der Welt stossen hier an ihre Grenzen. Man braucht ausgeklügelte Nä -

herungsmethoden, um in solchen Fällen zuverlässige Einschätzungen zu erhalten.» Doch gerade die Welt der grossen Moleküle wird immer wichtiger – etwa in der Forschung an neuen Materialien oder pharmazeutischen Wirkstoffen. «Wenn man wissen möchte wie ein Wirkstoff in einer Tablette kristallisiert, oder wie stark ein Material Wasserstoff zur Energiespeicherung bindet, muss man die Van-der-Waals-Kräfte korrekt einschätzen können», sagt Schäfer.

Die Arbeit ermöglicht zuverlässigere Referenzdaten, die nicht nur für klassische Simulationen entscheidend sind, sondern auch als Trainingsdaten für KI-Modelle dienen können. Solche Modelle werden heute bereits eingesetzt, um Materialien virtuell zu entwickeln. Prof. Andreas Grüneis vom Institut für theoretische Physik resümiert. «Die Ergebnisse eröffnen neue Möglichkeiten für die Materialwissenschaft und zeigen, dass selbst etablierte Methoden regelmässig auf den Prüfstand gestellt werden müssen, um mit den wachsenden Anforderungen der Wissenschaft Schritt zu halten.»

www.tuwien.at

Coronen-Dimer: Ein Beispiel für Van-der-Waals-Kräfte zwischen grossen Molekülen. (Grafik: TU Wien)

Phänomen des Festhaltens von Tropfen erstmals analysiert

Ouzo-Effekt – «Schwebende» Tropfen

Winzige Öltropfen können sich einer Strömung widersetzen und auf der Stelle verharren. Das konnten Forschende jetzt erstmals dokumentieren und untersuchen. Zu Nutze machten sie sich dabei den sogenannten Ouzo-Effekt.

Egal ob griechischer Ouzo, französischer Pastis oder türkischer Raki: Verdünnt man diese Schnäpse mit Wasser, trübt sich das Gemisch ein. Grund dafür ist, dass sich die in der Spirituose enthaltenen Anis-Öle zwar gut in Alkohol lösen, aber nicht in Wasser. So hat Ouzo in der Flasche einen hohen Alkoholgehalt. Im Alkohol sind die Öle vollständig gelöst, und daher ist die Flüssigkeit klar. Kommt dann aber Wasser hinzu, können sich die Anis-Öle im stark gesunkenen Alkoholgehalt nicht mehr komplett lösen. In der Folge verteilen sich die kleinen Tröpfchen fein im Getränk, und eine milchige Trübung entsteht.

Der

Strömung trotzen

Diesen sogenannten Ouzo-Effekt haben Forschende der Technischen Universität Darmstadt nun genutzt, um winzige Öltropfen für ein Laborexperiment zu erzeugen. Dieses führte zu einer neuen Entdeckung: Ein solcher Tropfen kann einer Strömung trotzen und auf der Stelle verharren oder sich sogar stromaufwärts bewegen. «Die Kraft, die den Tropfen festhält, resultiert aus einer Differenz der Oberflächenspannung an dessen oberem und unterem Ende», erklärt Steffen Bisswanger,

Aufsteigender Flüssigkeitsjet aus Ouzo in Wasser im Zeitverlauf: Ein abgeschnürter Tropfen wächst, während er zunächst auf der Stelle schwebt und sich dann in einer tänzelnden Bewegung stromaufwärts bewegt. (Bild: Steffen Bisswanger)

Doktorand am Fachgebiet Nano -und Mikrofluidik des Fachbereichs Maschinenbau der TU Darmstadt und Erstautor der Studie. Das Gleichgewicht, das den Tropfen «schweben» zu lassen scheine, hänge von dessen Grösse und Position sowie der Flussrate und der Art der Flüssigkeit im Strömungskanal ab. «Das Phänomen des Festhaltens von Tropfen beziehungsweise sogar der Bewegung stromaufwärts war bisher unbekannt und wurde nun erstmals dokumentiert und analysiert», betont Bisswanger.

Schenkt man Wasser ein in einen Ouzo, färbt sich dieser Weiss – und scheint zu leuchten wie das legendäre Milchglas im Hitchcock-Film «Suspicion». (Bild: Shutterstock)

Grundlagenforschung in zwei Bereichen

Relevant sind die Erkenntnisse dieser Grundlagenforschung vor allem für die Bereiche Verfahrenstechnik und chemische Analytik. Der Effekt ist zwar nur unter einem Mikroskop mit Hochgeschwindigkeitskamera zu beobachten. Jedoch könnte er sich auch in grossen Massstab bemerkbar machen – etwa in Emulsionen, also Flüssigkeiten, in denen unzählige winzige Öltropfen in Wasser verteilt sind. «In einem solchen System könnte der von uns beobachtete Effekt also milliardenfach gleichzeitig in einem einzigen Behälter ablaufen und somit beispielsweise für die Bildung von Mustern sorgen», erläutert Steffen Hardt, Professor für Nano- und Mikrofluidik an der TU Darmstadt und Coautor. «Auch könnte man das von uns beobachtete und beschriebene Phänomen nutzen, um ganz gezielt winzige Tropfen oder Blasen aus einer Flüssigkeit zu entnehmen, um diese zu analysieren.» Die Ergebnisse wurde in der Fachzeitschrift Soft Matter veröffentlicht.

www.tu-darmstadt.de

Zunehmende ausgebrachte Toxizität von Pestiziden gefährdet UN-Ziel

Stark erhöhte Toxizität

2022 wurde auf der 15. UN-Biodiversitätskonferenz (COP15) in Kanada beschlossen, dass bis 2030 die Risiken von Pestiziden um 50 Prozent reduziert werden. Jetzt wurde mit einem neuen Verfahren die Entwicklung der Giftigkeit von den in der Landwirtschaft angewendeten Pestiziden analysiert und nachgewiesen, dass dieses Ziel gefährdet ist. Nahezu alle Länder weltweit müssen umgehend starke Anstrengungen unternehmen.

Für die Studie haben die Wissenschaftler Daten über die weltweite Anwendung von Pestiziden ausgewertet und die eingesetzten Mengen jedes Wirkstoffs in Bezug zu dessen Giftigkeit gesetzt. Mit der Berechnung dieser so genannten ausgebrachten Toxizität, welche die Giftigkeit der in der Landwirtschaft eines Landes pro Jahr angewendeten Pestizide umfasst, hat eine Forschungsgruppe um die Umweltwissenschaftler Ralf Schulz und Jakob Wolfram an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau ein Verfahren entwickelt, mit dem jetzt die möglichen globalen Folgen abgeschätzt werden können, die landwirtschaftliche Pestizide auf die Biodiversität haben. «Dadurch erhalten wir einen ganz neuen Blick auf die möglichen Risiken für Umwelt und Biodiversität, die von der Ausbringung von Pestiziden ausgehen», unterstreicht Ralf Schulz.

Weltweit vergleichbare Daten

Herausfordernd für die weltweite Analyse ist die einheitliche Qualität der Daten. Um die Risiken auf globaler Ebene abschätzen und miteinander vergleichen zu können, werden Daten benötigt, die möglichst in allen Ländern vorhanden sind. Für die Studie wurden kommerzielle Anwendungsdaten verwendet, die diese Anforderungen erfüllten. Verfügbar waren sie für die Jahre 2013 bis 2019, was genau im Referenzzeitraum (2010 bis 2020) liegt, auf dem der UN-Beschluss basiert. «Für eine fortlaufende und lückenlose Betrachtung wäre es wichtig, dass alle Länder jährlich aktualisiert die Anwendungsdaten von Pestiziden pro Wirkstoff bereitstellen. Denn so liesse sich unmittelbar berechnen, ob sich die Länder auf dem Weg zur Zielerreichung gemäss UN-Biodiversitätskonferenz befinden», so Jakob Wolfram.

Ansteigende Trends der applizierten Pestizidgiftigkeit stehen der Erreichung der globalen UN-Ziele zur Sicherung der Biodiversität entgegen. (Grafik, RPTU, Sina Hurnik)

Ausgebrachte Toxizität von Pestiziden stark zugenommen

Für die Berechnung der weltweit ausgebrachten Toxizität hat die Studie jetzt erstmals einen 625 Pestizide umfassenden Datensatz vorgelegt, für den Daten aus 7 verschiedenen regulatorischen Systemen verrechnet wurden und der die Giftigkeit für 8 in der Zulassung von Pestiziden verwendeten Organismengruppen umfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die ausgebrachte Toxizität über den betrachteten Zeitraum stark erhöht hat. «Das liegt teilweise an einer erhöhten Menge ausgebrachter Pestizide, da einerseits die Fläche an Ackerland zunimmt oder vorhandene Flächen intensiver bewirtschaftet werden, aber auch an einer steigenden Toxizität der ausgebrachten Mittel, insbesondere bei den Insektiziden», so Ralf Schulz. Besonders stark waren die Anstiege für Landinsekten, Bodenorganismen und Fische. Aber auch für wirbellose Gewässer-

organismen, bestäubende Insektenund Landpflanzen zeigten sich Erhöhungen. Nur bei Gewässerpflanzen und Landwirbeltieren wurden Abnahmen beobachtet. Alle Gruppen von Pestiziden (Herbizide, Insektizide und Fungizide) trugen zur steigenden Toxizität bei, wobei für die unter-

Schweiz erhebt zu wenig Daten Das Bundesamt für Statistik das Bundesamt für Landwirtschaft veröffentlichen jährlich Daten zu den verkauften Mengen von Pestiziden nach Produktgruppen, jedoch nicht detailliert pro Wirkstoff. Die verfügbaren Statistiken umfassen die Gesamtmengen zum Beispiel der verkauften Fungizide, Herbizide und Insektizide in Tonnen.

ChemieXtra

schiedlichen Tier-und Pflanzengruppen jeweils etwa 20 Pestizidwirkstoffe von entscheidender Bedeutung waren. Diese sehr giftigen Wirkstoffe sollten als eine Massnahme zum besseren Biodiversitätsschutz durch weniger giftige Wirkstoffe ersetzt werden, auch wenn dies im Einzelfall nicht immer einfach möglich sein wird, so die Forschungsgruppe.

Im globalen Vergleich trugen im Analysezeitraum die Länder Brasilien, China, USA und Indien am meisten zur insgesamt ausgebrachten Toxizität von Pestiziden bei. In Nigeria erwies sich die ausgebrachte Toxizität als vergleichsweise gering. Diese könnte sich allerdings im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft, die häufig mit dem Einsatz von Wirkstoffen mit höherer Toxizität einhergeht, weiter erhöhen – und das in ganz Afrika, so die Forschenden. Obst und Gemüse, Mais, Sojabohnen, Getreide und Reis trugen zu rund 80 Prozent der weltweit ausgebrachten Pestizidtoxizität bei. «Das Zusammenspiel von Anbauflächen und darauf befindlichen Kulturen ist entscheidend für die ausgebrachte Toxizität und damit eine weitere Stellschraube für die landwirtschaftliche Planung zur Erreichung des Biodiversitätsschutzziels», unterstreicht Ökotoxikologe Wolfram. Der auf Basis des umfassenden Datensatzes errechnete Trend einer zunehmenden toxischen Belastung ist laut der Forschungsgruppe vermutlich weitergegangen, da beispielsweise die Pestizidanwendungsda -

Pestizide beeinträchtigen Bodenleben erheblich 70 Prozent der Böden in Europa sind mit Pestiziden belastet. Die schädlichen Auswirkungen auf Vögel, Bienen und andere Insekten ist bekannt, nicht aber auf Bodenorganismen, wie eine in Nature publizierte Studie der Universität Zürich zeigt. Die Forschenden untersuchten die Auswirkungen von 63 gängigen Pestiziden und entnahmen dabei 373 Bodenproben aus Feldern, Wäldern und Wiesen in 26 europäischen Ländern. Die stellten fest, dass Pflanzenschutzmittel sowohl Bakterien, Pilze als auch Fadenwürmer stark verändern. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Einsatz von Pestiziden die natürliche Nährstoffversorgungs-Funktion des Bodens beeinträchtigt und zusätzliche Düngung erforderlich ist, um die Erträge aufrechtzuerhalten. Da einige Wirkstoffe nur schwer abbaubar sind, verbleiben sie jahrelang im Boden und haben langfristig grosse Auswirkungen auf das Bodenökosystem. Um die Biodiversität der Böden zu schützen, sollten diese Erkenntnisse unbedingt in den aktuellen Pflanzenschutzmittelvorschriften berücksichtigt werden.

ChemieXtra

ten der Welternährungsorganisation FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) auch nach 2019 global einen weiteren Anstieg zeigen.

Umfassendes Umdenken erforderlich

Ohne umgehende Massnahmen wird voraussichtlich nur Chile das von der UN gesteckte Ziel für 2030 erreichen. China, Japan und Venezuela wiesen im Beobachtungszeitraum einen abnehmenden Trend ausgebrachter Toxizität auf. Andere Länder, darunter auch Deutschland, müssen eine Trendumkehr erreichen und hinsichtlich der ausgebrachten Pestizidto -

xizität auf ein Niveau von vor über 15 Jahren zurückkehren, um das UN-Ziel zu erreichen. Jakob Wolfram betont: «Dies kann vermutlich nur erreicht werden, wenn neben dem Umstieg auf weniger giftige Wirkstoffe auch deutlich mehr Fläche von konventioneller in ökologische Landwirtschaft umgewandelt wird, was zudem weitere positive Effekte für die Sicherstellung der globalen Biodiversität hätte.» Die Studie ist im Fachmagazin Science erschienen.

https://rptu.de

NEXT LEVEL SOLUTIONS

Integrated Systems for Polymer Processing

Die MAAG Group ist Partner der kunststoffverarbeitenden Industrie weltweit. Unsere integrierten Lösungen für Pumpen- und Filtrationssysteme sowie Pelletizing-, Pulvermühlen- und Recyclingsysteme zeichnen sich durch hervorragende Leistungen für anspruchsvolle Kundenanforderungen aus.

Der Einsatz des Forschungseisbrechers «Polarstern» des Alfred-Wegener-Instituts war unerlässlich für die Probennahme und zur Beurteilung des Bleieintrags aus dem Nordatlantik in den Arktischen Ozean. (Bild: Stephan Krisch, TU Braunschweig)

Wie Bleiemissionen den Arktischen Ozean belasten

Das Erbe des bleihaltigen Benzins

Der Arktische Ozean galt lange Zeit als entlegener und nahezu unberührter Raum. Doch Messungen zeichnen ein anderes Bild: Das Nordpolarmeer nimmt einen grossen Teil des vom Menschen in Umlauf gebrachten Bleis aus dem Nordatlantik auf. An einigen Stellen ist die Konzentration des giftigen Schwermetalls im Meeresboden so hoch, dass bodenlebende Organismen geschädigt werden könnten.

Blei ist ein giftiges Schwermetall, das sich im menschlichen Körper anreichert, das Nervensystem schädigt und Krebserkrankungen verursachen kann. Seit Beginn der Industrialisierung gelangen tausende Tonnen von Blei in die Atmosphäre, und das jährlich. Vor allem durch verbleites Benzin kam es im 20. Jahrhundert zu einem dramatischen Anstieg der Emissionen, sodass jährlich hunderttausende Tonnen des Schwermetalls in die Atmosphäre gelangten.

Der N ordatlantik ist stark von den Bleiemissionen der Vergangenheit betroffen. Dies liegt an seiner Nähe zu den grossen Emissionshotspots in Nordamerika und Europa. Der Wind transportierte die Bleibelastung von den Kontinenten über das offene Meer. Ein grosser Teil dieses atmosphärischen Bleis lagerte sich schliesslich im Ozean und seinen Sedimenten ab. Die Rolle der Meeresströ -

mungen beim Transport des Bleis aus dem Atlantik in benachbarte Ozeanbecken wie den «unberührten» Arktischen Ozean blieb jedoch aufgrund fehlender Bleimessungen in arktischen Gewässern bislang unklar.

Expeditionen durch die arktischatlantischen Meerengen

Im Rahmen einer internationalen Initiative führten 2015 und 2016 drei Expeditionen mit dem deutschen Forschungseisbrecher «Polarstern» und dem kanadischen Küstenwachschiff «Amundsen» durch die arktisch-atlantischen Meerengen. Dank dieser Expeditionen konnten Wissenschaftler nun erstmals eine quantitative Schätzung des Bleieintrags aus dem Atlantik in die Arktis vorlegen. Dabei fanden die Forschenden heraus, dass sich im Arktischen Ozean verstärkt vom Menschen verursachte BleiEmissionen sammeln.

Dr. Stephan Krisch vom Institut für Geoökologie der Technischen Universität Braunschweig ermittelte auf der Grundlage der Ergebnisse einer internationalen Forschungsgruppe, die im Rahmen des «Geotraces»-Konsortiums arbeitet, jetzt den Bleifluss in den Arktischen Ozean. «Wir waren überrascht von der Menge an Blei, die aus dem Atlantik in den Arktischen Ozean gelangt», sagt Dr. Stephan Krisch, Erstautor der in Nature Communications veröffentlichten Studie. «Erstaunlich war für uns, dass dieser Bleieintrag noch Jahrzehnte nach dem Ende der Verwendung von verbleitem Benzin in Europa und Nordamerika mit dem grösstenteils natürlichen Eintrag von Blei durch Flüsse mithalten kann. Dieser natürliche Eintrag erfolgt beispielsweise durch die Verwitterung von Gesteinen oder durch Mineralien. Wir hatten erwartet, dass der Nettozufluss aus dem Atlantik deutlich geringer ist

Ausstoss hunderttausender Tonnen in die Atmosphäre Blei (Pb) ist ein giftiges Element ohne bekannte biologische Funktion. Obwohl seine Gefahren für die Gesundheit bereits seit der Römerzeit bekannt sind, haben Men schen durch die Verhüttung von Metallen Millionen Tonnen Blei in die Atmosphäre abgegeben, insbesondere seit der industriellen Revolution. Die grössten Bleiemissio nen stammen jedoch aus der Verbrennung von verbleitem Benzin im 20. Jahrhundert, als Tetraethylblei dem Benzin zugesetzt wurde, um die Effizienz von Motoren zu steigern. In den 1960er- und 1970er-Jahren, als der Verbrauch von verbleitem Benzin seinen Höhepunkt erreichte, wurden jährlich hunderttausende Tonnen Blei in die Atmosphäre ausgestossen. Dies führte zu einer weitreichenden Kontamination von Land und Wasser, die selbst in den entlegensten Regionen der Erde nachweisbar ist, sogar in den Tiefseegewässern und deren Sedimenten sowie im Eis der Arktis und Antarktis.

als der Flusseintrag, weil die Löslichkeit von Blei im Meerwasser um den Faktor 30 bis 100 schlechter ist, als die Löslichkeit von Blei in Flusswasser.»

Die Autoren schätzen, dass der Arktische Ozean zwischen 1970 und 2015 einen Nettozufluss von 75 000 Tonnen Blei, das von Menschen in Umlauf gebracht wurde, aus dem Nordatlantik erhalten haben könn te. «Dieser Bleieintrag macht den Arkti schen Ozean zwar nur zu einer kleineren Senke im Vergleich zu den Hunderttausen den Tonnen Blei, die sich im Nordatlantik abgelagert haben. Jedoch erklärt er die grossflächige Kontamination der arktischen Tiefseesedimente mit Blei, die an einigen Stellen Werte erreicht, die für bodenleben de Organismen schädlich sein können.»

«Fingerabdruckmethode» mit hochpräzisen Messungen

Dass diese Bleibelastung tatsächlich auf durch Menschen verursachte Emissionen in Nordamerika zurückzuführen ist, konnte am Imperial College London durch die so genannte «Fingerabdruckmethode» an hand von Blei-Isotopen sowie durch BleiIsotopenmessungen im Meerwasser nachgewiesen werden. Dr. Arianna Olivelli, Mitautorin der Studie: «Hochpräzise Mes sungen der Blei-Isotopenzusammenset zung sind zwar mühsam, ermöglichen es uns aber, nicht nur zwischen natürlichen und anthropogenen Quellen zu unter scheiden, sondern auch den relativen Beitrag anthropogener Bleiemissionen aus verschiedenen Ländern zu ermitteln. Dies ist möglich, da die weltweite Produktion von Tetraethylblei, das in verbleitem Benzin verwendet wurde, nur auf wenigen

Blei aus arktischen Sedimenten begünstigen – mit noch unbekannten Folgen für den Bleigehalt im Meerwasser und in der marinen Biodiversität der Arktis.»

www.tu-braunschweig.de

Pyrolyse erzeugt aus Abfall wertvolle Sekundärrohstoffe

Aus Reifen werden Wertstoffe

In der Schweiz fallen jährlich 70 000 Tonnen Altreifen an. Reifen, die sich nicht mehr reparieren, nachprofilieren oder runderneuern lassen, könnten künftig via Pyrolyse chemisch verwertet werden. Das Verfahren trägt dazu bei, Abfälle zu vermeiden, wertvolle Rohstoffe im Kreislauf zu halten und fossile Rohstoffe klimagerecht zu substituieren.

Noch immer gelten Fahrzeugreifen als Einwegprodukte, deren Materialien nicht in die Produktion neuer Reifen zurückfliessen. Die Wiederverwertung von Altreifen steckt in den Kinderschuhen und der Berg auf den Deponien wächst und wächst. Noch, so der Stand heute, werden abgefahrenen Reifen zu einem Händler gebracht – der sie aber nur im besten Fall recycelt. Wenn, dann handelt es sich dabei um eine mechanische Zerlegung in die Bestandteile Stahl und Gummi. Aus dem Gummi wird dann ein Granulat hergestellt, das für Sportplätze oder Kunstrasen eingesetzt wird. Aufgrund strengerer Umweltrichtlinien wird die Verwendung von Gummigranulat aus alten Fahrzeugreifen aber zunehmend eingeschränkt. Zudem übersteigt die Menge an Altreifen, die jedes Jahr anfällt, den Bedarf an Recycling-Gummi für Sportplätze um ein Vielfaches. Die grössten Abnehmer von alten Fahrzeugreifen sind allerdings Ze -

mentwerke, welche diese als Brennstoffersatz einsetzen. Hinzu kommt die illegale Entsorgung. Das Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS) und das Radio und Fernsehen der italienischsprachigen Schweiz (RSI) haben 2025 im Rahmen einer Studie GPS-Tracker in Reifen eingebaut, die in der Schweiz nicht mehr verwendet werden dürfen bzw. laut Gesetz als Abfall gelten. Dabei kam zum Vorschein, dass von 13 Altreifen nur 5 korrekt (konventionell) recycelt wurden. 2 landeten illegal in Afrika, bei 6 brach das GPS-Signal während des Transports ab. Doch Altreifen sollten besser chemisch verwertet werden. In modernen, hocheffizienten Pyrolyseanlagen wird das zuvor geschredderte und granulierte AltreifenGummi bei 500 bis 700 ° C ohne Sauerstoff thermochemisch zerlegt. Dabei entstehen Gas, Pyrolyseöl und ein fester Kohlenstoffrückstand, der zu «Recovered Carbon Black» (kurz: RCB) aufbereitet wird. Das im Prozess entstehende Pyrolysegas kann energetisch genutzt werden

Hier entstehen täglich aus bis zu 2000 Reifen ca. 3 Tonnen RCB und 4 Tonnen Öl: Das Werk 1 der Pyrum-Werke in Dillingen/Saar (D) ist das erste grosstechnische Recyclingwerk basierend auf der von Pyrum entwickelten Thermolyse-Technologie und wird rund um die Uhr (24/7) betrieben. (Bilder: Pyrum)

und macht den Pyrolyseprozess dadurch nahezu energieautark.

Die kondensierbare Gasfraktion wird als Pyrolyseöl auskondensiert. Dadurch kann ein Grossteil des Kohlenstoffs aus den Polymeren der Reifenmischung zurückgewonnen werden. Das Öl kommt in der Chemieindustrie als Substitut für fossilen Kohlenstoff zum Einsatz. Es wird (mit fossilen Rohstoffen, auf Mass-Balance-Basis) in klassischen C4-Crackern genutzt, um Monomere herzustellen.

Klimaschonendes Substitut für fossilen Industrieruss

Mit dem Recovered Carbon Black wird der in Reifen enthaltene Industrieruss zurückgewonnen. Das RCB wird auf eine sehr feine, homogene Partikelgrösse gemahlen und pelletiert – als klimaschonendes Substitut für fossilen Industrieruss, das zum Beispiel in der Reifenherstellung bis zu 80 Prozent CO2 einspart. RCB ist ein wertvoller Sekundärrohstoff für die Herstellung neuer Reifen sowie einer Vielfalt gummi -

Die Pyrolyse erzeugt aus Abfall wertvolle Sekundärrohstoffe. Natürlicher und synthetischer Kautschuk sowie fossile Füllstoffe aus Altreifen werden umweltverträglich in neue Ressourcen verwandelt. Aus einem Reifen werden in der Pyrolyse rund 2,5 Liter Öl und 3,5 Kilogramm Recovered Carbon Black gewonnen.

basierter Produkte: Gummiböden, Dichtungen, Förderbänder, Farben und Lacke, Sportprodukte oder Textilien. Dabei kann es je nach Anwendung bis zu 100 Prozent des fossilen Industrierusses ersetzen. Natürlicher und synthetischer Kautschuk sowie fossile Füllstoffe aus Reifen werden umweltverträglich in neue Ressourcen verwandelt – ein wichtiger Schritt zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Aus einem Reifen werden in der Pyrolyse rund 2,5 Liter Öl und 3,5 Kilogramm RCB gewonnen.

Immer mehr Industrieunternehmen in Deutschland und Europa setzen Pyrolyseöl und Recovered Carbon Black ein, um fossile Rohstoffe zu ersetzen, Ressourcen zu schonen und klimaschädliche CO2Emissionen zu senken. Statt fossile Rohstoffe zu verbrennen, werden Kautschuk und Kohlenstoff aus Altreifen zurück in den Kreislauf geführt und neu genutzt. Das eröffnet der Industrie den Weg zu einer nachhaltigeren Produktion.

Pyrolyse als Brücke zur Kreislaufwirtschaft

Die Allianz Zukunft Reifen (AZuR) mit Sitz in Nordrhein-Westfalen engagiert sich seit 2020 europaweit für eine nachhaltige Reifen-Kreislaufwirtschaft. Das Ziel: Gebrauchte Reifen sollen möglichst zu 100 Prozent wiederverwendet oder verwertet werden, um Abfälle zu vermeiden, CO2-Emissionen zu senken, natürliche Ressourcen zu scho -

In hocheffizienten Pyrolyseanlagen wird das zuvor geschredderte und granulierte ReifenGummi bei 500 bis 700 ° C ohne Sauerstoff thermochemisch zerlegt. Dabei entstehen Gas, Pyrolyseöl und ein fester Kohlenstoffrückstand, der zu Recovered Carbon Black aufbereitet wird. (Bild: Reoil)

nen und Mensch sowie Umwelt zu schützen. Über 80 AZuR-Partner aus Industrie, KMU, Handel und Wissenschaft decken dabei alle Sektoren der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft von Reifen ab – von der nachhaltigen Neureifen-Herstellung und zertifizierten Altreifen-Sammlung über die Reparatur, Nachprofilierung und Runderneuerung von Reifen bis hin zur mechanischen und chemischen Verwertung der in Altreifen enthaltenen Rohstoffe. In der Schweiz befindet sich die Verwertung von Altreifen noch in der Entwicklungsphase. Eine erste Initiative will die Enespa-Gruppe mit Sitz in Appenzell lancieren. Ab 2026 soll das Unternehmen rezykliertes Pyrolyseöl unter dem Namen

«TPO» (Tire Pyrolysis Oil) und mit Nachhaltigkeitsnachweis ISCC-Plus sowie Industrieruss (unter RCB) in den Produktionskreislauf der Reifenindustrie verkaufen. Die ISCC-PLUS-Zertifizierung ist eine freiwillige Verpflichtung für die Kreislaufwirtschaft. Alle Arten von Biomasse, Abfällen und Reststoffen, nicht-biologische erneuerbare Energien und recycelte Kohlenstoffmaterialien können darunter zertifiziert werden. Grossindustrielle Anlagen fehlen jedoch noch.

https://azur-netzwerk.de https://enespa.com/

DUSTOMAT DRY

ATEX-konforme Entstauber für eine sichere und staubfreie Fertigung. Die konfigurierbare Entstauber-Serie DUSTOMAT DRY von ESTA filtert prozessbedingte Stäube bei Umfüll-, Abfüll- und Mischprozessen effektiv dank hochwirksamer HEPA H14-Filter (Abscheideleistung bis zu 99,995%) aus der Luft – auch als ATEX-konforme Variante sowie in Edelstahl-Ausführung erhältlich.

Scannen Sie den QR-Code und erfahren Sie mehr!

10 Jahre dampfEXPERTE GmbH: Eine etwas andere Erfolgsgeschichte

Erfolg dank richtigem Armaturenpartner

Wer nicht nur Armaturen bestellen, sondern seine Anlage effizienter und wirtschaftlich auslegen möchte, wendet sich an die dampfEXPERTE GmbH. Dank kompromissloser Verschlankung, Konventionsbrüchen in der Preispolitik und Komplettleistungen aus einer Hand ist das Unternehmen vom Schweizer Dampfmarkt nicht mehr wegzudenken.

Für 400 000 Franken Ventile, Pumpen und Rohrleitungen beschaffen und dann jährlich eine Million Franken sparen? Solche Amortisierungen sind dank fairen Armaturenpreisen und intelligenter Systemverschlankung möglich – und bei der Dampfexperte GmbH keine Seltenheit. Vom Öl-System für das Stahlwerk über die Abwasserreinigungsanlage bis hin zum 2,6-Megawatt-Dampfumformer für eine Pasteur-Anlage liefert das kleine Unternehmen Technologie, Engineering und nicht zuletzt professionelle Beratung für die Aufbereitung und Beförderung heisser und kalter Medien. Die Absperrschieber und -klappen, Apparate, Kessel und ganze Systeme einschliesslich Inbetriebnahme gehen in die verschiedensten Branchen: Wasserwerke und -reservoirs, Fernheizungen, Lebensmittelindustrie, Chemie und Pharma.

In der Regel sind die zu bewirtschaftenden Volumen von Dampf, Kondensat, Wasser oder Thermal-Öl gross. Roger Fehr, Ge -

Energiesystem der Universität Zürich: Dank der Dampfexperte GmbH wurde die Komplexität der Anlage stark reduziert und einen Drittel an Material eingespart. (Bilder: Dampfexperte)

«Preisdiskussionen, Offerten-Anpassungen und teils sogar die Angebotserstellung fallen bei mir weg, da meine Kunden wissen, dass ich um 30 Prozent günstiger bin als der Mitbewerb, aber genau die gleiche Qualität liefere.» Roger Fehr, Dampfexperte GmbH

schäftsführer der Dampfexperte GmbH, verfügt über ein fundiertes Praxiswissen, das er sich über viele Jahre weltweit erarbeitet hat (mitunter hat er ABB-Kombikraftwerke in Betrieb genommen). Dank seiner von Effizienzsteigerung getriebenen Philosophie sparen Anlagenbetreiber sowohl Energie als auch Ressourcen ein –und zwar in grossen Mengen. Kein Wunder, ist der gelernte Mechaniker, Maschineningenieur und Heizwerkführer mit MBA einer der gefragtesten Männer der Stunde, auch bei der öffentlichen Hand.

Machen, nicht quatschen –aber nur so viel wie nötig

Die Dampfexperte GmbH beschafft nicht nur Armaturen, sondern berät Betreiber meist auch im Engineering. Zum Ansporn von Roger Fehr gehört es, die Systemkomplexität von Anlagen zu reduzieren, ohne

dabei verfahrenstechnische Abstriche zu machen. «Der Schlüssel zum Erfolg sind einfach gehaltene Systeme», erklärt der 56-jährige. «Je mehr Ventile, Pumpen und Co. im System, umso teurer die Wartung und Instandhaltung.»

Mit der Dampfexperte GmbH reduzieren Kunden nicht nur die Kosten für Armaturen, sondern auch den Verbrauch an Energie und Medien sowie Stillstände. Die Ersparnisse nehmen da schnell mal grosse Dimensionen an, die nicht nur die Anlage selbst tangieren. «Durch die Vereinfachung eines Energiesystems konnten wir kürzlich den Wartungsaufwand in der Grösse einer Vollzeitstelle einsparen», erzählt Roger Fehr mit Begeisterung. Das Motto «So viel wie nötig, so wenig wie möglich» trug einmal mehr Früchte.

So hat sich der etwas andere Generalimporteur mit seiner ehrlichen Beratung und seinem nachhaltigen Ansatz immer ein

Die Meilensteine

2016 Eröffnung dampfEXPERTE GmbH am 1. Mai, Generalimporteur für Valsteam ADCA

2016 Inbetriebnahme Logistik-Gebäude im Herbst

2017 Ausrüstung Wäscherei der Solothurner Spitäler

2018 Ausrüstung Tanklager Flughafen ZRH mit Intank-Klappen

2018 dampfEXPERTE wird zertifizierte Sicherheitsventil-Revisionsstelle

2018 Komplettauftrag für Reservoir Föhren, Schönenwerd, mit Trinkwasserarmaturen

2018 Anschaffung Bus für Lieferungen und Service

2019 Kesselhaus Universität Zürich Ausbau UZY5 (1,5 Mio. CHF)

2020 Anschaffung Lieferwagen mit Hebebühne (MAN TGE 3.19)

2020 Lieferung komplettes Kesselhaus für Molkerei, betrieben mit Ferndampf (inkl. Prozessengineering)

2021 Lieferung Kesselhaus für Unispital Zürich (inkl. RTK-Regelventilen)

2021 Einführung DX-Fernwärme-Kugelhähne (die keine Spindelverlängerung benötigen)

2022 Lieferung Prototyp Heisswasserumformer 2x700kW

2022 Aufbau 30-kW-Peak-Solaranlage auf Lagerdach

2023 Anschaffung zweier Elektrofahrzeuge für Aussendienst, betrieben mit Solarstrom vom eigenen Dach

2023 Lieferung Prototyp 2,6-MW-Heisswasserumformer für Pasteur (60-%-Preisvorteil, im Wesentlichen nur 3 Komponenten) – Einsatz von Plattenschiebern im Dampfbereich mit Sonderbau von Lohse

2024 Nachbestellung dreier 2,6-MW-Heisswasserumformer (Kunde spart jährlich 1 Mio. CHF)

2025 dampfEXPERTE wird Generalimporteur für Lohse-Plattenschieber

2026 Projektgewinn kompletter Industriekläranlage, Trinkwassertransportleitung mit DN600-Klappen, Ausbaustücken u.v.m..

Stück weiter vom Markt abgehoben – und eine 10-jährige Erfolgsgeschichte geschrieben. Das Hochregallager im (selbst errichteten) Firmengebäude platzt aus allen Nähten, Offerten gehen täglich heraus. In seinen Worten: «Ich bin kein Lieferant, sondern ein fairer Partner.»

Keine Bürokratie, kurze Lieferfristen

«Ich arbeite einfach und schnell, ohne SAP oder dergleichen», fährt der Unternehmer fort. Dem Trend der Entbürokratisierung ist er schon Jahre voraus. «Preisdiskussionen, Offerten-Anpassungen und teils sogar die Angebotserstellung fallen bei mir weg, da meine Kunden wissen, dass ich um 30 Prozent günstiger bin als die Mitbewerber, aber genau die gleiche Qualität liefere.» Im Zeitalter von KI-Telefonassistenten schätzen viele Kunden, dass der Erstkontakt bei der Dampfexperte GmbH gleich der richtige ist und kompetent berät. Es geht aber noch schneller: Möglich sind auch Bestellungen via Messenger,

worauf die Lieferung am anderen Tag in Empfang genommen wird (bei vorausgesetzter Verfügbarkeit der Produkte).

Gerechtigkeit (auch für Steuerzahler): Absprachen sind passé Interessant an der Erfolgsgeschichte des Aargauer Dampfexperten ist es auch hinter den Kulissen. Mehrmals hatte Roger Fehr Beschwerde eingereicht, wenn Ausschreibungen gegen das Gesetz zum öffentlichen Beschaffungswesen verstossen hatten. Gemäss der IVöB (Interkantonale Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen) dürfen öffentliche Auftraggeber keine bestimmten Marken, Produkte oder Hersteller in ihren Ausschreibungen vorschreiben. Die Anforderungen müssen lediglich funktional und leistungsbezogen beschrieben sein, um den Wettbewerb nicht zu verzerren. Gegen solche illegalen Absprachen, auch als Pro-forma-Auftragsvergabe bezeichnet, war er vor Gericht mehrmals erfolgreich.

Roger Fehr hat mit seiner unkonventionellen Herangehensweise in kurzer Zeit den Schweizer Dampfmarkt aufgemischt – und liefert mittlerweile auch in das benachbarte Ausland. Profitieren tun davon nicht nur viele öffentliche Anlagenbetreiber, sondern letztendlich auch die Steuerzahler.

Know-how, Armaturen, Schulungen und Kurse

Die Dampfexperte GmbH bringt das Know-how und folgende Industriearmaturen zu Kosten, welche die Anlagenbetreiber deutlich konkurrenzfähiger machen. Dazu gehören:

– Kugelhähne

– Ventile und Regelventile

– Sicherheits- und Druckreduzierventile

– Klappen

– Belüfter und Entlüfter

– Rohrleitungszubehör

– Durchflussarmaturen

– Kondensatableiter

– Angetriebene Armaturen aller Art

– Trinkwasser-Armaturen

Zum Rundum-Angebot des Generalimporteurs von Valsteam-Armaturen gehören auch Kurse, Schulungen zu den Bereichen Dampf und Kondensat sowie Trap-Checks, also der Überprüfung von Kondensat-Abscheidern (Steam Traps), um Energieverluste durch Leckagen zu vermeiden. Dazu gehören die Ultraschallprüfung, Temperaturmessung und die visuelle Inspektion.

Engineering liegt im Trend

Auf Projektseite verlangen Kunden mehr und mehr die konzeptuelle Mitarbeit an ihren Anlagen. Denn in der Branche hat sich herumgesprochen: Mit der Dampfexperte GmbH lassen sich hohe Kosten einsparen. Mit der Umsetzung von ganzen Projekten aus einer Hand einschliesslich Montage und Inbetriebnahme hebt sich das Unternehmen von Roger Fehr nochmals ein Stück von der Konkurrenz ab. Bemerkenswert: Sogar Mitbewerber kaufen heute bei den Dampfexperten aus Erlinsbach ein!

Dampfexperte GmbH Häsiweg 33 CH-5018 Erlinsbach www.dampfexperte.ch

Mit Nobelpreis-Material gegen Bakterien

Aufgespiesst, durchbohrt und abgetötet

Bakterien, die sich auf Oberflächen vermehren, bereiten im Gesundheitswesen grosse Probleme, zum Beispiel wenn sie sich auf Implantaten oder in Kathetern festsetzen. Eine neue Waffe, die ohne Antibiotika oder giftige Metalle auskommt, sind metallorganische Gerüste. MOFs können Bakterien physisch aufspiessen, durchbohren und abtöten, noch bevor sie sich an der Oberfläche festsetzen.

Sobald sich Bakterien an einer Oberfläche festsetzen, beginnen sie sich zu vermehren und umgeben sich dabei mit einem Biofilm – einer zähflüssigen, schleimigen Schicht, die die Bakterien schützt und es schwierig macht, sie abzutöten. Biofilme gedeihen besonders gut in feuchten Umgebungen und stellen im Gesundheitswesen eine grosse Herausforderung dar. Beispielsweise können sich Bakterien an medizinischen Geräten wie Kathetern, Hüftprothesen und Zahnimplantaten festsetzen und zu nosokomialen Infektionen führen – ein weltweit verbreitetes Problem, das sowohl grosses Leid als auch hohe Gesundheitskosten verursacht und das Risiko von Antibiotikaresistenzen erhöht.

Biofilme können sich auch auf Schiffsrümpfen bilden, wo sie zu lästigem Algenbewuchs und Seepockenwachstum führen können, wodurch das Schiff langsamer wird und sein Kraftstoffverbrauch steigt.

Zur Bekämpfung dieses Problems werden häufig Antifouling-Farben mit giftigen Bio -

1 Chalmers University of Technology

Umlaufkühler der Marke

Eine rasterelektronenmikroskopische Aufnahme der MOF-on-MOF-Oberfläche mit scharfen Nanospitzen, welche Bakterien abtöten. Das Bild wurde im Reinraum aufgenommen; Teile des Bildes wurden koloriert. (Bild: Zhejian Cao, Chalmers University of Technology)

ziden aufgetragen, wodurch schädliche Substanzen in die Meeresumwelt gelangen. Auch Biofilme in industriellen Rohrleitungssystemen sind ein weit verbreitetes Problem, das beispielsweise zu Korrosion, Verstopfungen, Effizienzverlusten und erhöhtem Energieverbrauch führt.

Neue Verwendungsmöglichkeit für MOFs

Forschende der Chalmers University of Technology in Göteborg haben jetzt einen neuen Weg gefunden, Biofilme zu bekämpfen, indem sie Oberflächen mit Nanostrukturen – metallorganischen Gerüsten – beschichten, die Bakterien mechanisch abtöten. Die Studie wurde in Zusammenarbeit zwischen zwei Forschungsgruppen der Universität durchgeführt: dieser von Professor Ivan Mijakovic und jener von Professor Lars Öhrström. «Diese Nanostrukturen können wie winzige Stacheln wirken und die Bakterien physisch verletzen, indem sie sie

durchstechen, sodass sie absterben. Das ist eine völlig neue Art, metallorganischen Gerüste zu nutzen», sagt Zhejian Cao, Hauptautor der Studie und Forscher an der Chalmers University.

Die Beschichtung ist so konstruiert, dass sie auf eine Vielzahl von Oberflächen aufgetragen und in andere Materialien integriert werden kann. Ein grosser Vorteil der Methode besteht darin, dass sie die Bildung von Biofilmen verhindert oder reduziert, ohne dass Antibiotika oder giftige Metalle eingesetzt werden müssen. «Sie bekämpft ein grosses globales Problem, da sie das Risiko ausschliesst, dass die Bekämpfung von Bakterien zu Antibiotikaresistenzen führt», sagt Zhejian Cao.

Richtigen Abstand zwischen Nanospitzen finden

Metallorganische Gerüste (MOFs) sind eine neue Klasse von Materialien mit aussergewöhnlichen Eigenschaften, bei de -

nen Metallionen zu dreidimensionalen Strukturen mit grossen Hohlräumen und Kanälen im Material miteinander verbunden sind. Die Forschenden, die hinter der Entwicklung dieser Materialklasse stehen, wurden mit dem Nobelpreis für Chemie 2025 ausgezeichnet. Die Hoffnung ist, dass diese Materialien für alles Mögliche verwendet werden können, von der Biogasspeicherung und Kohlenstoffabscheidung bis hin zur Katalyse und Wassergewinnung aus der Wüstenluft.

Völlig

andere Funktion für MOFs

«Es gab bereits frühere Versuche, metallorganische Gerüste für antibakterielle Zwecke zu nutzen, aber in diesen Fällen wurden die Bakterien durch giftige Metallionen oder antimikrobielle Wirkstoffe abgetötet, die von den MOFs freigesetzt wurden. Stattdessen haben wir ein MOF auf ein anderes aufgewachsen, was zur Bildung scharfer Nanospitzen führt, die die Bakterien durchstechen und abtöten können, wenn sie sich nähern», sagt Zhejian Cao.

«Eine grosse Herausforderung bestand darin, den richtigen Abstand zwischen den Nanospitzen zu finden, um ihre Wirkung zu maximieren.»

Die Nanospitzen wurden durch Steuerung des Kristallwachstums im Material erzeugt, wobei eine grosse Herausforderung darin bestand, den richtigen Abstand zwischen den Nanospitzen zu finden, um ihre Wirkung zu maximieren.

«Wenn der Abstand zwischen den Nanospitzen zu gross ist, können die Bakterien hindurchrutschen und sich an der Oberfläche festsetzen. Ist der Abstand jedoch zu klein, kann die mechanische Belastung, die die Nanospitzen auf die Zellkapsel der Bakterien ausüben, verringert werden, sodass die Bakterien überleben –nach dem gleichen Prinzip, das es Ihnen ermöglicht, sich auf ein Nagelbett zu legen, ohne sich zu verletzen», sagt Zhejian Cao.

Grossserienfertigung möglich

Lars Öhrström ist Mitautor der Studie und beschäftigt sich seit 30 Jahren mit metallorganischen Gerüsten. Er betont, dass die Verwendung von MOF-Beschichtungen zur Bekämpfung von Bakterien auf Oberflächen gegenüber anderen Lösungen zahlreiche praktische Vorteile bietet.

«Diese Beschichtungen können bei viel niedrigeren Temperaturen hergestellt werden als beispielsweise die zuvor an der Chalmers University entwickelten Graphen-Arrays. Dies erleichtert die Grossserienfertigung und ermöglicht die Anwendung der Beschichtungen auf temperaturempfindlichen Materialien wie den in medizinischen Implantaten verwendeten Kunststoffen. Darüber hinaus können die organischen Polymere in metallorganischen Gerüsten aus recycelten Kunststoffen hergestellt werden, was einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten kann», sagt Lars Öhrström. Übersetzung ins Deutsche: ChemieXtra

Prozesse verbessern ist wie Rennradfahren. Mit einem ausdauernden Partner läuft alles effizienter.

Energieoptimierung ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Produktion. Als Ihr starker Partner für strategisches Energiemanagement helfen wir Ihnen, mit steigenden Energiekosten und strengeren Umweltzielen umzugehen. Wir sind an Ihrer Seite – und zeigen Ihnen Wege auf, wie Sie Energie einsparen und ressourcenschonend arbeiten können, ohne auf Sicherheit, Qualität, Zuverlässigkeit und Betriebszeit verzichten zu müssen.

Erfahren Sie mehr unter www.ch.endress.com

www.chalmers.se

Natürliche Kältemittel und Risikoanalyse gemäss SN EN 378

Warum sicher nicht gleich zulässig ist

Natürliche Kältemittel gelten als klimafreundliche Alternative, stellen Planer jedoch vor komplexe normative und sicherheitstechnische Fragen. In diesem Artikel wird erklärt, warum die Risikoanalyse gemäss SN EN 378 weit mehr ist als eine Formalität – und wie sie hilft, Anlagenkonzepte von Anfang an richtig auszulegen.

Andreas Stenske ¹

In Zeiten des Klimawandels und steigender Umweltanforderungen rücken natürliche Kältemittel immer stärker in den Fokus der Kälte- und Klimatechnik. Substanzen wie Ammoniak (R717), Kohlendioxid (R744) oder Kohlenwasserstoffe (z. B. Propan, R290) gelten als besonders umweltfreundlich, da sie kein oder nur ein sehr geringes Treibhauspotenzial (GWP) aufweisen. Doch ihr Einsatz bringt auch technische und sicherheitsrelevante Herausforderungen mit sich.

Ein zentrales Missverständnis in der Praxis besteht darin, technische Sicherheit und normative Zulässigkeit gleichzusetzen. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Risikoanalyse gemäss SN EN 378 an und ist zugleich eine der am häufigsten missverstandenen Anforderungen.

Warum Grenzwerte keine Optimierungsziele sind

Die Normenreihe SN EN 378-1 bis 4 definiert die Sicherheits- und Umweltanforderungen für Kälteanlagen und Wärmepumpen über deren gesamten Lebenszyklus. In der Planungspraxis stehen dabei häufig die Tabellen zur maximal zulässigen Kältemittelfüllmenge im Vordergrund. Diese bewerten Kombinationen aus Kältemittelklassifikation, Aufstellungsort und Nutzungskategorie.

Dabei wird jedoch oft übersehen, dass diese Tabellen kein Rechenwerkzeug zur Optimierung der Füllmenge darstellen. Vielmehr handelt es sich um eine normative Vorentscheidung darüber, welche Risiken ohne zusätzliche Massnahmen als

1 Stv. Leiter ASGS/IRM/US, Swiss Safety Center AG

akzeptabel gelten. Die EN 378 folgt damit einem klaren sicherheitstechnischen Prinzip: Zunächst werden Standardanwendungen definiert – erst in einem zweiten Schritt werden Abweichungen und zusätzliche Massnahmen geregelt.

Risikoanalyse nach Abschnitt

4.3 –

Pflicht, nicht Kür

Abschnitt 4.3 der SN EN 378-3 fordert für kältetechnische Komponenten ausdrücklich eine Risikoanalyse auf Basis eines Sicherheitskonzepts. Für Planer ist dabei entscheidend, diesen Abschnitt nicht als formale Zusatzanforderung zu verstehen, sondern als zentrales Instrument zur konzeptionellen Einordnung der Anlage. Die Risikoanalyse dient dazu, Gefährdungen systematisch zu identifizieren und zu bewerten. Sie beantwortet insbesondere

die Frage, ob der gewählte Aufstellungsort, die Nutzungskategorie und die Zugänglichkeit mit dem eingesetzten Kältemittel vereinbar sind – oder ob alternative Konzepte wie ein separater Maschinenraum, eine Freiluftaufstellung oder Zugangsbeschränkungen erforderlich werden.

«Nicht zulässig» bedeutet nicht immer dasselbe

In der Praxis wird ein Tabellenfeld mit der Aussage «nicht zulässig» häufig als endgültiges Projekt-Aus interpretiert. Diese Lesart greift jedoch zu kurz – zumindest für bestimmte Kältemittelklassen.

Die EN 378 unterscheidet bewusst zwischen nicht oder schwach brennbaren Kältemitteln (zum Beispiel A1 oder A2L) und hoch brennbaren Kältemitteln der Klasse A3. Während bei A1- und A2L-Kältemitteln unter

Doppelstapel-Trockenkühler. (Bild: Adobe Stock)

Weiterführende Informationen

Mehr zum Thema Kältemittel und Wärmepumpen: www.safetycenter.ch/arbeitssicherheit-irm/arbeitssicherheit/kaeltemittel-und-waermepumpen

Webseite Kältemittel des BAFU: www.bafu.admin.ch/de/kaeltemittel

Schweizerischer Verband für Kältetechnik: www.svk-asf-atf.ch/

GebäudeKlima Schweiz: https://gebaeudeklima-schweiz.ch/de/

klar definierten Voraussetzungen zusätzliche Schutzmassnahmen zu alternativen Auslegungen führen können, verfolgt die Norm bei A3 einen deutlich restriktiveren Ansatz. Für A3-Kältemittel sind die maximal zulässigen Kältemittelfüllmengen in den jeweiligen Anwendungsfällen als verbindliche Grenzen zu verstehen. Technische Massnahmen wie Gasdetektion, Lüftung oder automatische Abschaltung erhöhen zwar die Sicherheit der Anlage, erlauben jedoch keine Überschreitung der normativ festgelegten Füllmengen. In diesen Fällen ist «nicht zulässig» tatsächlich als verbindliche normative Grenze zu lesen.

Risikoanalyse: nicht normative Grenzen verschieben

Die Risikoanalyse arbeitet mit zwei zentralen Grössen: dem möglichen Schadensausmass und der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses. Bei brennbaren Kältemitteln ist das in der EN 378 akzeptierte Schadensausmass bewusst begrenzt. Zusätzliche Massnahmen können die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Brand- oder Explosionsereignisses reduzieren, nicht jedoch das von der Norm akzeptierte maximale Schadenspotenzial erweitern.

Für die Planungspraxis bedeutet dies: Gasdetektion, Notlüftung, bauliche Trennung oder organisatorische Massnahmen sind essenzielle Sicherheitsbausteine, ersetzen jedoch keine konzeptionellen Entscheidungen zur Anordnung und Nutzung der Anlage.

Konsequenzen für die Planung

Für Planer von Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln ergibt sich daraus eine

klare Konsequenz: Die Risikoanalyse ist kein Instrument zur «Reparatur» einer normativ unzulässigen Konstellation. Sie ist vielmehr ein Werkzeug, um frühzeitig das richtige Anlagenkonzept zu wählen. Insbesondere bei A3-Kältemitteln entscheidet nicht die Anzahl zusätzlicher Sicherheitseinrichtungen über die Zulässigkeit, sondern die Kombination aus Aufstellungsort, Zugangsbereich und Anlagenkonzept. Wer diese Parameter frühzeitig richtig festlegt, vermeidet spätere Zielkonflikte zwischen Technik, Norm und Genehmigungsfähigkeit.

Bei A3-Kältemitteln entscheidet nicht die Anzahl zusätzlicher Sicherheitseinrichtungen über die Zulässigkeit, sondern die Kombination aus Aufstellungsort, Zugangsbereich und Anlagenkonzept.

Fazit

Natürliche Kältemittel sind aus der zukünftigen Kältetechnik nicht mehr wegzudenken. Ihr Einsatz verlangt jedoch von Planern ein präzises Verständnis der normativen Logik der SN EN 378. Die Risikoanalyse verbindet technische Sicherheit mit normativer Akzeptanz – sie verschiebt jedoch keine festgelegten Grenzen. Entscheidend für eine erfolgreiche Planung ist daher nicht, wie sicher eine Anlage technisch gemacht werden kann, sondern ob ihr Grundkonzept innerhalb des von der Norm definierten Rahmens liegt.

Für flammenlose Druckentlastung und kompakte Explosionsentkopplung.

Entkopplung von Explosionen, Funken und Flammenfronten: das EXKOP® System von REMBE® ist eine sichere, kostengünstige und unkomplizierte Entkopplung für staubführende Anlagen.

Explosionsdruckentlastung ohne Flammen- und Staubausbreitung: mit dem REMBE® Q-Rohr® können Apparate und Behälter innerhalb von geschlossenen Räumen druckentlastet werden.

8703 Erlenbach Telefon 044 910 50 05 www.paliwoda.ch

Offizieller Partner der

PFAS – flächendeckend in Schweizer Böden nachgewiesen

PFAS kommen in der Schweiz flächendeckend vor, erhöhte Belastungen finden sich jedoch nur an spezifischen Standorten. Eine neue Auswertung bündelt über tausend Messungen zur Belastung der Schweizer Böden mit PFAS und zeigt

Für die Übersicht haben Forschende der ZHAW und der ETH Zürich im Auftrag des Bundesamts für Umwelt 1070 PFASBodenmessungen ausgewertet. (Bild: ZHAW)

damit ein genaueres Bild der Belastungssituation.

Die Auswertung zeigt, dass PFAS in über 99 Prozent der Bodenproben nachweisbar sind. Erhöhte Belastungen finden sich auf Flächen mit vermutetem Einsatz von Löschschaum oder Klärschlamm. Die Messungen

stammen aus kantonalen Untersuchungen und der Nationalen Bodenbeobachtung.

Der mittlere PFAS-Gehalt (Median) liegt bei 2,4 Mikrogramm pro Kilogramm und damit über dem Median von 1,4 Mikrogramm pro Kilogramm der ZHAW-Studie aus dem Jahr 2022. Der Unterschied lässt sich methodisch erklären: Während die Studie von 2022 die Grundbelastung Schweizer Böden abbildete, enthält die neue Auswertung auch Messungen aus kantonalen Untersuchungen zu Siedlungsböden oder Verdachtsflächen. «Die Auswertung zeichnet ein umfassenderes Bild der Belastungssituation der Schweizer Böden und unterstreicht, dass PFAS flächendeckend in den Böden vorhanden sind», sagt ZHAW-Experte Basilius Thalmann, Mitautor der Studie.

Das sind die Hotspots

Die Untersuchung bestätigt, dass Flächen mit spezifischen Quellen wie dem Einsatz von Löschschaum deutlich höhere

Grösse der Kreise entspricht der Anzahl Probenahmestellen pro Gemeinde (Grafik: ZHAW)

Konzentrationen aufweisen als beispielsweise Waldflächen oder Grasland in Berggebieten. Auch die Ausbringung von Klärschlamm gilt als Risikofaktor für eine erhöhte Belastung. Dennoch gibt es auch Standorte, auf denen Klärschlamm ausgebracht wurde, die keine erhöhten Werte zeigen.

Die Ergebnisse stellen eine wesentliche Erweiterung zum Wissensstand über die Belas-

tungssituation in Schweizer Böden dar. «Wir sind über die Resultate nicht überrascht, erachten sie aber als bedenklich. Sie bieten eine wichtige Entscheidungsgrundlage für den Vollzug bei Bund und Kantonen», so Thalmann. www.zhaw.ch

Hochdruck-Reaktoren

– mit und ohne PTFE-Auskleidung

Preis für schnellere und genauere Labordiagnostik

Noa Schmid, MikromechanikIngenieur, hat für seine Beiträge zu Geräten für die hochpräzise Handhabung von Flüssigkeiten den «CSEM Inventor Award» erhalten. Seine Zusammenarbeit mit renommierten Unternehmen führte zur Kommerzialisierung neuer automatisierter Laborgeräte, die biologische Proben schneller und genauer analysieren und so die Kosten für Diagnostik und Gesundheitsüberwachung senken.

Über 2 Jahrzehnte hinweg verbesserten seine Innovationen die Leistung von Laborgeräten für die Kontrolle und Dosierung kleinster Flüssigkeitsmengen. Solche Geräte sind von zentraler Bedeutung für die biochemische Analyse von Proben, beispielsweise zur Messung von Umweltverschmutzung, zur Entwicklung neuer Medikamente, zur Diagnose von Infektionskrankheiten oder zur Gesundheitsüberwachung.

Die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen am CSEM führte zu 8 Patenten und vielen Kooperationen mit der Industrie, die neue Liquid-Handling-Produkte mit verbesserter Funktionalität, Genauigkeit, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz auf den Markt brachten. Eine zentrale Errungenschaft seiner Arbeit war die Miniaturisierung von Laborgeräten unter Beibehaltung ihrer Präzision. «Kleine Geräte sind schneller, da die Flüssigkeiten kürzere Wege zurücklegen müssen», erklärt Schmid. «Durch die Verwendung kleinerer Mengen werden auch die Kosten für Reagenzien, also die für die biochemische Analyse verwendeten Chemikalien, gesenkt. Eine Herausforderung bei der Miniatu -

risierung besteht darin, Präzision und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.»

Für zu Hause und im Weltraum

So entstand beispielsweise aus seiner Zusammenarbeit mit Tecan eine Pipettiermaschine, die den breitesten Volumenbereich auf dem Markt abdeckt, von Millilitern bis hin zu Mikrolitern (etwa 50 Mal weniger als ein Tropfen Blut). Eine weitere Zusammenarbeit half dem französischen Unternehmen Fluigent bei der Entwicklung und Vermarktung des ersten Geräts zur Messung winziger Flüssigkeitsströme mit einem Sensor, der nicht mit der Flüssigkeit in Kontakt kommt, wodurch das Kontaminationsrisiko verringert wird.

Zusammen mit Hamilton entwickelte Schmid eine Komponente für die routinemässige Genauigkeitsprüfung automatisierter Flüssigkeitshandha -

bungssysteme. Ausserdem entwarf der Ingenieur eine Pumpe, welche die normalerweise bei Flüssigkeitsströmen auftretenden Pulsationen eliminiert. Diese Technologie wurde auf der Internationalen Raumstation (ISS) in einem Durchflusszytometer eingesetzt, um Zellen und Hormone aus Blutproben von Besatzungsmitgliedern zu analysieren. Sein jüngstes, 2022 angemeldetes Patent half dem Schweizer Start-up Testmate Health bei der Entwicklung eines Geräts für den Heimgebrauch zur Diagnose von 4 sexuell übertragbaren Krankheiten anhand einer Urinprobe. Der 2022 erstmals verliehene CSEM Inventor Award zeichnet jedes Jahr innovative und bahnbrechende Technologien aus, die sich bereits auf dem Markt bewährt haben.

www.csem.ch

– Edelstahl, Edelstahl/Hastelloy, Hastelloy

Hochdruck-Reaktoren - mit und ohne PTFE-Auskleidung

Edelstahl, Edelstahl/Hastelloy, Hastelloy

Hochdruck-Reaktoren - mit und ohne PTFE-Auskleidung - Edelstahl, Edelstahl/Hastelloy, Hastelloy

- Hochdruck-Reaktoren

mit und ohne PTFE-Auskleidung

- Edelstahl, Edelstahl/Hastelloy, Hastelloy

Mini-HochdruckReaktoren

– mit und ohne PTFE-Auskleidung – Edelstahl, Edelstahl/Hastelloy, Hastelloy

Mini - Hochdruck-Reaktoren - mit und ohne PTFE-Auskleidung - Edelstahl, Edelstahl/Hastelloy, Hastelloy

Mini - Hochdruck-Reaktoren - mit und ohne PTFE-Auskleidung - Edelstahl, Edelstahl/Hastelloy, Hastelloy

Inwendig metallfreie (nur PTFE)

bis

Inwendig metallfreie (nur PTFE) Hochdruckreaktoren

www.hiltrade.ch

Noa Schmid, Expert Tools & Instruments for Life Sciences am CSEM, und Vincent Revol, VP, Industry 4.0 & Life Sciences am CSEM. (Bild: CSEM)

Neuer Geschäftsführer bei Enzler Reinigungen

Matthias Ruoss hat per 1. Februar 2026 die Geschäftsführung der Enzler Reinigungen AG, Zürich, eines Spezialisten für anspruchsvolle Reinigungsund Hygienedienstleistungen, übernommen und ist somit Geschäftsleitungsmitglied der Enzler Gruppe geworden. Vorgängig war Matthias Ruoss bei den beiden internationalen Grosskonzernen CBRE, einem Dienstleistungs- und Investmentunternehmen für Gewerbeimmobilien, und ISS, einem Dienstleister im Bereich des Gebäudemanagements, in verschiedenen Führungsfunktionen tätig. Beide Unternehmen sind in der Schweiz stark engagiert. Matthias Ruoss verfügt über 19

Jahre Erfahrung in den Bereichen Facility Management und Reinigung. Der diplomierte Betriebsökonom FH in Facility Management legt grossen Wert auf Kundennähe sowie auf eine hohe Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Matthias

Matthias

Ruoss ist 41 Jahre alt, verheiratet mit Daniela und wohnhaft in Immensee (SZ). In seiner Freizeit hält er sich sportlich und geistig fit durch verschiedenste Aktivitäten in der Natur, spielt und hört gerne Musik und verbringt gerne Zeit im Inund Ausland mit seiner Familie und mit Freunden. In Bezug auf seine neue Aufgabe äussert er sich wie folgt: «Nachhaltiger Erfolg entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen können. Führung heisst für mich, Orientierung zu geben, Hindernisse aus dem Weg zu räumen und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit unsere Mitarbeitenden gemeinsam echten Mehr-

wert für Kunden und die Organisation schaffen.»

«Wir freuen uns, Herrn Ruoss als erfahrenen Branchenspezialisten in unserem Familienunternehmen willkommen zu heissen. Die Fokussierung der Enzler Gruppe wird weiterhin in den Bereichen Hygiene, Sauberkeit und Digitalisierung liegen, und Herr Ruoss trägt dabei eine entscheidende Rolle» betont Karl Enzler, Präsident des Verwaltungsrats.

Enzler Reinigungen AG CH-8004 Zürich marketing@enzler.com www.enzler.com

Kompakt – Leistungsstark – Preiswert

TOC/TNb-Kompaktanalysator bei geringem Probenaufkommen

Schnelle Analysen bei einfachster Handhabung Sie benötigen lediglich eine 230V-Steckdose

Analysentechnik GmbH Wasseranalytik ohne Labor

DIN-konform nach EN 1484 und EN 12260 www.dimatec.de

DIMATEC

Analysentechnik GmbH DE-79112 Freiburg (TB-Südwest) Tel. +49 (0) 76 64 / 50 58 605 essen@dimatec.de www.dimatec.de

Labor | Wasser | Gas

Sie erhalten die DIMATEC-Systeme auch bei unserem Schweizer Vertriebspartner ensola AG 8902 Urdorf

Tel. +41 (0)44 870 88 00 info@ensola.com www.ensola.com

Neuer Firmensitz

Als Folge des kontinuierlichen Wachstums hat die CSF Wunderle im August 2025 ihren Firmensitz an die Neutalstrasse 48 in 8207 Schaffhausen verlegt. Die neuen, grosszügigeren Räumlichkeiten sind somit nicht nur ein klares Zeichen des bisherigen Erfolgs, sondern vor allem eine strategische Investition in die Zukunft des Unternehmens.

In einem repräsentativen Geschäftsneubau bezog das vergrösserte Team moderne und grosszügige Büroräumlichkeiten. Die neue Arbeitsumgebung umfasst ein funktionales Sitzungszimmer, das auch als Schulungsraum für Sicherheitsund Brandschutzschulungen genutzt werden kann. Neu gibt es eine eigene Lounge und Küche. Zudem bietet der neue

Neuer Firmensitz inklusive Schulungsraum für Sicherheits- und Brandschutzschulungen. (Bilder: Wunderle)

Standort ein vergrössertes Lager für Sicherheitsprodukte, welche via Shop vertrieben werden, sowie eine verbesserte Logistik. Dies alles schafft ideale Voraussetzungen für zielgerichtetes Arbeiten und einen starken Teamgeist. Mit der Investition in eine zukunftsorientierte Arbeitsumgebung unterstreicht CSF Wunderle ihre Position als attraktiver Arbeitgeber in der Region und ist bestens für die Zukunft gerüstet.

CSF Wunderle Neutalstrasse 48 CH-8207 Schaffhausen https://csfwunderle.ch

SPETEC Labortechnik

Pumpen, Schläuche und ICP- Standards für experimentelle und analytische Arbeiten von SPETEC.

■ Infostelle SCV

Schweizerischer Chemieund Pharmaberufe Verband Postfach 509

CH-4005 Basel info@cp-technologe.ch www.cp-technologe.ch

■ Präsident Kurt Bächtold

Bodenackerstrasse 15F CH-4334 Sisseln

praesident@cp-technologe.ch

SEKTION FRICKTAL

Jahresbericht 2025

37. Generalversammlung

Die 37. Generalversammlung fand am 14. März im Restaurant «Auberge Passepartout» in Zeihen statt. Es war ein Wahljahr und der Vorstand wurde einstimmig wieder gewählt. Am anschliessenden Rahmenprogramm waren alle 15 Personen anwesend und erlebten einen wirklich exklusiven Abend. «Geschwindigkeit und Leistungsstark» wird den Teilnehmern der letzten GV mit Sicherheit in Erinnerung geblieben sein. Für diejenigen unter Euch, die diesem Anlass fernbleiben mussten, findet sich ein wirklich nachvollziehbarer Bericht im ChemieXtra, von unserem begnadeten «Dokumen -

■ Höhere Fachprüfung Chemietechnologe

Remo Kleeb weiterbildung@cp-technologe.ch

■ Termine Alle Termine online anschauen: www.cp-technologe.ch

tator» Patrick Merkofer. Mehr darf ich aus Diskretionsgründen nicht weitergeben.

Jahresprogramm

Am Abend des 11. Juni fand in Basel im Messe-Tower «Top Roof» ein Cocktail-Kurs statt, der auch von Nicht-Mitgliedern besucht wurde. Das Motto: Cocktails mixen unter Anleitung und anschliessend selbst «entsorgen». Dabei einen überwältigenden Ausblick auf Basel bei Nacht geniessen, inklusive einem wunderbaren Apéro Wer wäre da nicht gerne selbst dabei gewesen? Auch auf diese Reise hat Patrik Merkofer die Nicht-Teilnehmer in seinem Bericht in der ChemieXtra mitgenommen.

Am 16. November um 16 Uhr, also zu einer Zeit, bei der sich

die Sonne bereits auf die Nacht vorbereitete, fand eine Führung im Planetarium im Deutschen Freiburg statt. Thema war, wie könnte es auch anders sein: «Die Sonne». Im Anschluss folgte ein kleines, aber feines und gemütliches Treffen unter besten kulinarischen Bedingungen.

Publizierte Berichte

Die Berichte zu den Veranstaltungen in 2025 finden sich im Fachmagazin ChemieXtra und auf der Website des SCV unter folgendem Link: www.scv. swiss/sektionen/fricktal.

Daniel Gibson Sektion Fricktal

Cocktail-Kurs im Top Roof Basel: Drinks mixen und «entsorgen». (Bilder: Dieter Brunner)
Geschüttelt und nicht gerührt: Stefan und Filipp bei der Arbeit.

SEKTION NORDWESTSCHWEIZ

Jubilaren-Ehrungen 2025

An der 28. Generalversammlung 2026 wurden erneut Mitglieder für ihre langjährige Sektionszugehörigkeit geehrt und durften eine edle Flasche Wein entgegennehmen. Leider konnten nicht alle Jubilare persönlich anwesend sein und liessen sich entschuldigen.

45 Jahre Zugehörigkeit zum Verband

Dem Jubilar Loretan Leopold (im Bild rechts) wurde in Anerkennung seiner Treue zum Verband und zur Sektion Nordwestschweiz von Vorstandsmitglied Paul Studer (im Bild links) eine Flasche Wein überreicht.

Jubilare, die ihre Teilnahme an der Generalversammlung abgesagt haben, waren:

Hugo Brodbeck – 65-jährige Verbandszugehörigkeit

Eduard Sieber – 50-jährige Verbandszugehörigkeit

Der Vorstand spricht allen Jubilaren ein herzliches Dankeschön aus für ihre langjährige Treue zum Verband und zur Sektion Nordwestschweiz!

Martin Nagel, Vorstand i.V. SCV-Sektion-NWS@bluewin.ch

Jahresprogramm 2026

Herzlich willkommen!

Wir freuen uns, Euch unser abwechslungsreiches Jahresprogramm zu präsentieren. Freue Dich auf Veranstaltungen mit Geselligkeit, Austausch und neuen Eindrücken.

Jassturnier

Datum & Uhrzeit: 8. Mai 2026, 17 Uhr

Beschreibung: Jassturnier mit schönen Preisen. Wer gewinnt den Wander-Pokal?

Anmeldeschluss: 30. April

Kosten: 10 CHF/Pers., Lernende Gratis

Kontaktperson & Anmeldung: Martino Villani villama2@bluewin.ch

Monteverdi-Ausstellung

im Verkehrshaus Luzern

Datum & Uhrzeit: 26. Juni 2026, 10.00 Uhr

Treffpunkt: Verkehrshaus Luzern Haupteingang Kassenbereich

Beschreibung: Am Vormittag Monteverdi Ausstellung, Mittagessen (fakultativ), Nachmittag zur freien Verfügung

Anmeldeschluss: 15. Juni

Kosten: Die Sektion subventioniert diesen Anlass mit 20 CHF/Mitglied und Eintrittskarte

Kontaktperson & Anmeldung: Felice Bertolami felice.bertolami@gmx.ch

Salsiccia

Eine Bratwurst der Extraklasse mit wildem Fenchel und diversen Gewürzen.

Datum & Uhrzeit: 14. November 2026, 9.00 Uhr

Treffpunkt: AZ Holz AG, Oristalstrasse 121, 4410 Liestal

Beschreibung: Salsiccia-Herstellung und gemeinsames Mittagessen (max. 15 Teilnehmer!)

Anmeldeschluss: 4. November

Kosten: SCV-Mitglieder 30 CHF, Lernende 5 CHF, Nichtmitglieder 40 CHF

Kontaktperson & Anmeldung: Felice Bertolami felice.bertolami@gmx.ch

Jahresabschluss 2026 mit Apéro und Bowling

Datum & Uhrzeit: 20. November 2026, 18.00 Uhr

Treffpunkt: Restaurant Vicino, Rössligasse 1, 4132 Muttenz

Anmeldeschluss: 10. November

Kosten: SCV-Mitglieder und Lernende Gratis, Nichtmitglieder 10 CHF

Kontaktperson & Anmeldung: Felice Bertolami felice.bertolami@gmx.ch

Anmeldung: Bitte melde Dich rechtzeitig an bei der jeweiligen Kontaktperson. Platzzahl ist teilweise beschränkt!

Vorstand Sektion Nordwestschweiz SCV-Sektion-NWS@bluewin.ch

Jubilar Loretan Leopold (r.) gehört dem SCV seit 45 Jahren an. (Bild: Martin Nagel)
(Quelle: Pixabay)

SEKTION AARGAU

Praxis trifft Technik

Als Lernende im zweiten Lehrjahr der Fachrichtung Chemieund Pharmatechnologie nahmen wir am traditionellen Werkstattkurs teil. Der Kurs wurde von der Firma Friderich Chemiewehrschule in Zofingen organisiert. Für uns war diese Woche eine gute Gelegenheit, unser technisches Wissen zu vertiefen und gleichzeitig praktische handwerkliche Fähigkeiten zu verbessern. Während sechs abwechslungsreicher Kurstage erwartete uns ein vielseitiges und praxisnahes Programm.

Inhalte des Kurses

Das Ausbildungsprogramm war in drei zentrale Themenbereiche gegliedert: Pumpentechnik, Armaturen, Messtechnik. Der umfangreichste Teil des Kurses beschäftigte sich mit verschiedenen Pumpensystemen. Dabei lernten wir Verdrängerpumpen, Zentrifugalpumpen und Strahlpumpen kennen. Die Pumpen wurden von uns einzeln oder in Gruppen untersucht, skizziert und in ihrer Funktionsweise analy -

Die neuen Geräte erlauben nicht zwingend einen Mehrwert für das Funktionsverständnis durch die Demontage.

siert. Auch spezielle Bauformen, wie beispielsweise die Kreiselpumpe, wurden vom Kursleiter Herrn Friderich erklärt und gemeinsam besprochen.

Am letzten Kurstag erhielten wir zusätzlich eine Werkbesichtigung bei der Firma CP-Pum -

Montage und Druckprüfung dieser magnetgekoppelten Edelstahl-Chemienormpumpe (Hersteller: CP-Pumpen Zofingen) wurde beim Betriebsrundgang erlebt. (Bild: CP)

pen-Systeme. Dort konnten wir einen Einblick in die Herstellung und den Aufbau verschiedener Pumpen erhalten. Die Besichtigung ermöglichte es uns, die im Kurs behandelten Pumpentypen in der Praxis zu sehen und besser zu verstehen, wie diese in der Industrie zusammengebaut und eingesetzt werden. Dadurch konnten wir unser im Kurs erlerntes Wissen nochmals vertiefen. Durch die praktische Arbeit an den Pumpen konnten wir deren Aufbau und Funktionsprinzip viel besser verstehen. Das Zerlegen und anschliessende Zusammenbauen der einzelnen Bauteile erforderte dabei nicht nur technisches Verständnis, sondern auch Geduld und präzises Arbeiten.

Der zweite Themenblock behandelte verschiedene Armaturen. Dazu gehörten unter anderem Ventile, Schieber, Drehklappen und Hähne. Diese Bauteile zerlegten wir ebenfalls in ihre Einzelteile, um ihren Aufbau und ihre Funktion besser nachvollziehen zu können. Dabei lernten wir auch, wie stark die Umgebung die Wahl der Armaturen beeinflusst. Witterungseinflüsse oder die Eigenschaften der transportierten Chemikalien spielen eine wichtige Rolle. Beispielsweise müssen Rohrleitungen im Freien bei kalten Temperaturen beheizt werden. Dabei ist es wichtig, auch die Armaturen zu schützen.

In sogenannten Toträumen –etwa bei Kugelhähnen – kann sich Flüssigkeit ansammeln. Wenn diese gefriert, kann die Volumenausdehnung die Armatur beschädigen. Ausser-

Auf Flipchart wurden die Funktionen und speziellen Eigenschaften der Pumpen skizziert, um diese zu verstehen. (Bild: Kurt Friderich)

dem übten wir, wie Dichtungen fachgerecht ersetzt werden.

Im Bereich der Messtechnik beschäftigten wir uns intensiv mit verschiedenen Messgeräten, darunter Instrumente zur Temperatur-, Volumen- und Druckmessung. Ein besonders interessantes Beispiel war der «FTL51C», besser bekannt als Schwinggabel. Dieses Gerät zerlegten wir vollständig, um seinen Aufbau und seine Funktionsweise besser zu verstehen. Anschliessend erstellten wir eine Funktionsskizze, erklärten die Arbeitsweise des Sensors und hielten die Vorund Nachteile fest. Danach bauten wir das Gerät wieder korrekt zusammen.

Praktische Übungen und Einblicke in die Industrie

Die verschiedenen Themenbereiche wurden von erfahrenen Ausbildern betreut und enthielten viele praktische Übungen. Neben den praktischen Arbeiten im Kurs machten wir auch Rundgänge durch die Produktionsanlagen der Siegfried Zofingen AG. Dabei konnten wir in -

Einblick in die Räumlichkeiten in der Siegfried AG in Zofingen. Diese werden jeweils extra für den Werkstattkurs eingerichtet. (Bild: Kurt Friderich)

dustrielle Anlagen aus nächster Nähe sehen und das im Kurs Gelernte mit realen Anlagen vergleichen.

Eindrücke und Erfahrungen Für uns war der Werkstattkurs eine sehr wertvolle Ergänzung zum Unterricht an der Berufs-

schule Aarau und zur Ausbildung in unseren Lehrbetrieben. Da die Teilnehmenden aus verschiedenen Firmen kamen, brachten alle unterschiedliche Erfahrungen und Arbeitsweisen mit. Dadurch entstand ein interessanter Austausch, von dem wir viel profitieren konnten.

Bei den gemeinsamen Arbeiten – zum Beispiel beim Zerlegen von Pumpen oder Armaturen – wurde schnell deutlich, dass jeder Lernende unterschiedliche Stärken und Herangehensweisen hatte. Der Kurs half uns, unsere eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und gleichzeitig Neues zu lernen. Unterstützt wurden wir von engagierten Ausbildern und Mitarbeitenden der Firmen Fride -

rich Chemiewehrschule und Siegfried AG. Durch die Kombination aus Theorie und praktischer Arbeit konnten wir unser technisches Verständnis deutlich erweitern.

Zum Abschluss bedanken wir uns im Namen der gesamten Gruppe herzlich für die lehrreichen sechs Tage bei der Friderich Chemiewehrschule sowie bei der Siegfried AG und der CP-Pumpen AG.

Sascha Tresch (Merk) Yannick Aerni (Mibelle)

Hinweis: Der PumpenWerkstattkurs findet jährlich in Zofingen statt und ist für alle buchbar. Datum und Anmeldung für 2027 siehe www.fcws.ch.

Wartung ist Pflicht: Prüfen der Anlage und testen des Systems. (Bild: DepositPhotos/shisuka)

Präzise Einkanal-Mikroliterpipetten

Von aktuellen Einkanal-Mikroliterpipetten erwartet der Anwender eine robuste Ausführung mit variablem Volumen für präzises Arbeiten – idealerweise auch mit der Eignung für erhöhte Hygieneanforderungen.

Solche Qualitätspipetten «Made in Germany» finden in Forschung, Diagnostik und Qualitätskontrolle Anwendung. Sie decken ein breites Spektrum ab und sind in vielen Volumenbereichen erhältlich (0,5-10 µl, 2-20 µl, 10-100 µl, 20-200 µl, 100-1000 µl, 500-5000 µl sowie 1000-10000 µl).

Bestimmte Einkanal-Mikroliterpipetten (Marke: Rotilabo) sind vollständig autoklavierbar bis 121 ° C bei 2 bar gemäss DIN EN 285 und eignen sich somit auch für Anwen -

dungen mit erhöhten Hygieneanforderungen . Das ergonomische Design mit Fingerbügel ermöglicht eine komfortable Einhandbedienung Eine separate Spitzen-Abwurftaste erleichtert die Handhabung, während der zentrale, grosse Pipettierknopf eine gleichmässige Kolbenbewegung unterstützt. Die separate Volumeneinstellung ist für Rechts- und Linkshänder geeignet und über das integrierte Display gut ablesbar. Die integrierte Kalibrierfunktion ohne Werkzeug erlaubt eine einfache Justierung. Der korrosionsbeständige Kolben und Ab -

Antrieb für feinfühlige und kräftige Roboter

Humanoide Roboter dringen jetzt in die schwierigen Anwendungsgebiete vor und integrieren sogar menschenähnliche Gelenke – dank einer eigens geschaffenen Antriebstechnologie, die bei bescheidenem Raumbedarf reichhaltige Kommunikationsmöglichkeiten bietet.

Menschenähnliche Bewegungen stellen die höchsten Anforderungen an Präzision, Kraft und Dynamik – von feinfühligen Greifbewegungen bis zu kraftvollen, koordinierten Gelenkbewegungen. Für die Robotertechnik ergeben sich daraus drehmomentsensitive und

hochpräzise Positionieraufgaben. Dafür brauchen Roboter Antriebssysteme mit einer funktionalen Einheit aus Motor, integriertem Getriebe und hochauflösendem Encoder. Dieser wandelt mechanische Bewegungen in elektrische Signale um, den Input für die speicherprogrammierbare Steuerung. Sie regelt Drehzahlen, Winkelpositionen, linearen Verschiebungen – kurz: alle Greif- bzw. Gelenkbewegungen. Eine Voraussetzung dafür schaffen Innenläufermotoren miteinem ma -

werfer sowie der schlanke Schaft sind ideal für das Arbeiten auch in Gefässen mit engen Zugängen. Durch die hohe Präzision der Pipetten werden die Fehlergrenzen bei +20 ° C Umgebungstemperatur gemäss DIN EN ISO 8655-2 unterschritten. Ein Filter zum Schutz der Pipetten ist für Volumengrössen ab 5 ml optional erhältlich und separat zu bestellen.

Roth AG CH-4144 Arlesheim info@carlroth.ch www.carlroth.ch

Steuerungen für Temperiergeräte gehen heute weit über einen einfachen Countdown hinaus und können durch eine komplexe Zeitlogik Prozesssicherheit erhöhen, Produktqualitäten konstant halten und Effizienz steigern.

Dies ist speziell für die Kunststoffverarbeitung und generell für viele automatisierte Produktionslinien sowie technische und industrielle Anwendungen interessant, kurz: immer wenn eine präzise Temperatur- und Zeitsteuerung eine ent-

scheidende Rolle spielt. Zum Beispiel kann eine Feinsteuerung mit verschiedenen Aufheizungen, Abkühlungen und Haltepunkten über sieben Tage erforderlich sein. Dafür lassen sich komplexe Timer-Funktionen direkt in die Temperiergeräte integieren. Beim Start kann das Gerät entweder mit dem zuletzt verwendeten Setpoint oder mit einem vordefinierten Wert anlaufen. Die Einstellungen können für jeden Wochentag individuell konfiguriert werden.

Wiederkehrende Prozesse können als zeitaufgelöste Rezepte gespei -

ximalen Drehmoment von bis zu 20 Nm, kleine Dimensionen (z. B. Motorlänge 34 mm), ein Arbeitsbereich bis 50 Volt und eine gute Wärmeabfuhr (z. B. Aluminiumgehäuse). Über die richtigen Schnittstellen schliesslich vermag ein solcher Antrieb intensiv mit seiner Umgebung zu kommunizieren.

Faulhaber SA CH-6980 Croglio info@faulhaber.ch www.faulhaber.ch

chert und jederzeit abgerufen werden.

Die Bedienung kann über einen Touchscreen direkt am Gerät erfolgen. Ergänzend kann über eine Schnittstellenanbindung eine Integration in übergeordnete Anlagenoder Leitsysteme ermöglicht werden.

Tool-Temp AG

CH-8583 Sulgen info@tool-temp.ch https://tool-temp.ch

Ihr Spezialist für Anlagen und Prüfmittel in der ZfP www.helling.de

Helling GmbH Spökerdamm 2 D-25436 Heidgraben Tel.: +49 4122 922-0 info@helling.de

ABSPERRKLAPPEN FÜR DIE

ABSPERRKLAPPEN FÜR DIE

CHEMISCHE INDUSTRIE

CHEMISCHE INDUSTRIE

Rötzmattweg 105 CH-4600 Olten Tel. +41 (0)62 207 10 10

IEP Technologies GmbH info.iep.ch@hoerbiger.com - www.ieptechnologies.com

ABWASSERBEHANDLUNG ABWASSERBEHANDLUNG

Ihr Partner für individuelle Abwasserbehandlung FLONEX AG sales@flonex.ch CH-4127 Birsfelden www.flonex.ch Sternenfeldstrasse 14 Tel. +41 61 975 80 00

ALLGEMEINE LABORMESSUND ANALYSEGERÄTE

ALLGEMEINE LABORMESSUND ANALYSEGERÄTE

Ihr Partner für erfolgreiche Laboranalytik

ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ

ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ

Pedi AG www.pedi.ch CH-5036 Oberentfelden Tel. +41 (0)62 737 72 80 sales-pv@pedi.ch Ihr Partner für Personen- und Umweltschutz

ASEPTISCHE VENTILE

GEMÜ Vertriebs AG Schweiz Telefon: 041 799 05 55

E-Mail: vertriebsag@gemue.ch · www.gemue.ch

Analytik Jena GmbH+Co. KG info@analytik-jena.com • w ww.analytik-jena.de

TITRATION

Metrohm Schweiz AG

Industriestrasse 13

CH-4800 Zofingen

Schweiz AG

Telefon +41 62 745 28 28

Telefax +41 62 745 28 00

E-Mail info@metrohm.ch www.metrohm.ch

ANLAGEN- UND APPARATEBAU ANLAGEN- UND APPARATEBAU

Anlagenbau AG

AUFTRAGSANALYSEN

AUFTRAGSANALYSEN

In Grosswiesen 14 8044 Gockhausen/Zürich Tel 044 881 20 10 www emott ch / info@emott ch

G GMMP P z zeerrttiiffiizziieerrt t Labor für Festkörperanalytik & Elektronenmikroskopie & XRD

AUTOMATION AUTOMATION

EXPERTS IN AUTOMATED PROCESSES!

HITEC ZANG GmbH +49 2407 910 100 info@hitec-zang.de www.hitec-zang.de

Industrie Neuhof 30 3422 Kirchberg

Tel. +41 34 447 70 00 Fax +41 34 447 70 07 info@anlagenbau.ch www.anlagenbau.ch

Ihr Partner für ProzesstechnikANLAGEN- UND APPARATEBAU

ANLAGENBAU APPARATE- / TANKBAU ROHRLEITUNGSBAU IN EDELSTAHL www.istinox.ch

APPARATEBAU ANLAGEN- UND APPARATEBAU

ANLAGENBAU APPARATE- / TANKBAU ROHRLEITUNGSBAU IN EDELSTAHL www.istinox.ch

BEDIEN- UND VISUALISIERUNGSSYSTEME IM EX-BEREICH PROZESSAUTOMATION

Längfeldweg 116 · CH-2504 Biel/Bienne

Telefon +41 32 374 76 76 · Telefax +41 32 374 76 78 info@ch.pepperl-fuchs.com · www.pepperl-fuchs.ch

BEHÄLTER AUS CHROMNICKEL ANLAGEN- UND APPARATEBAU

Industrie Neuhof 30 3422 Kirchberg

Tel. +41 34 447 70 00 Fax +41 34 447 70 07 info@anlagenbau.ch www.anlagenbau.ch

Anlagenbau AG Ihr Partner für ProzesstechnikANLAGEN- UND APPARATEBAU ANLAGENBAU APPARATE- / TANKBAU

CHROMATOGRAPHIESÄULEN CHROMATOGRAPHIESÄULEN

Gewerbestrasse

DICHTUNGEN

DICHTUNGEN

liquitec AG

Industrie Neuhof 54 CH-3422 Kirchberg T

info@liquitec.ch www.liquitec.ch

LIEFERANTENVERZEICHNIS

DISPENSER / PIPETTEN

DISPENSER / PIPETTEN

Socorex Isba S A • Champ-Colomb 7a • 1024 Ecublens socorex@socorex.com • www.socorex.com

PUMPEN

DOSIERPUMPEN

Rte du Pra Rond 4 CH-1785 Cressier / FR Tél. +41 26 674 93 00 Fax +41 26 674 93 02 Internet: www.iwaki.ch  E-mail: info@iwaki.ch DOSIERPUMPEN

KNF Neuberger GmbH Business Unit Lab PUMPEN

Alter Weg 3 DE-79112 Freiburg Tel. +49 (0) 7664 5909 0 backoffice.lab@knf.com www.knf.com

Pumpen | Ersatzteile | Instandhaltung www.rototec.ch

Luzernstrasse 224C| CH-3078 Richigen +41 31 838 40 00 | info@rototec.ch

DRUCKBEHÄLTER ANLAGEN- UND APPARATEBAU

ANLAGENBAU APPARATE- / TANKBAU ROHRLEITUNGSBAU IN EDELSTAHL www.istinox.ch

ABSPERRKLAPPEN FÜR DIE CHEMISCHE INDUSTRIE

EXPLOSIONSSCHUTZ

Rötzmattweg 105 CH-4600 Olten Tel. +41 (0)62 207 10 10

IEP Technologies GmbH info.iep.ch@hoerbiger.com - www.ieptechnologies.com

EXPLOSIONSSCHUTZ, EX-GERÄTE (ATEX) PROZESSAUTOMATION

Längfeldweg 116 · CH-2504 Biel/Bienne Telefon +41 32 374 76 76 · Telefax +41 32 374 76 78 info@ch.pepperl-fuchs.com · www.pepperl-fuchs.ch

FABRIKPLANUNG

FABRIKPLANUNG

Prozesse – Anlagen – Fabriken Konzepte – Planung – Realisierung www.assco.ch ∙ info@assco.ch

FARBMESSUNG (FLÜSSIGKEITEN)

FARBMESSUNG (FLÜSSIGKEITEN)

FARBMESSUNG (FLÜSSIGKEITEN)

• Photometer • Messgeräte • Reagenzien

GASE / GASVERSORGUNG GASE/GASVERSORGUNG

Hach Lange GmbH Rorschacherstr. 30 a 9424 Rheineck Tel. 084 855 66 99 Fax 071 886 91 66 www.ch.hach.com

FIBEROPTIKSCHAUGLASLEUCHTEN

H. Lüdi + Co. AG Moosäckerstrasse 86 8105 Regensdorf

P +41 44 843 30 50 E sales@hlag.ch W www.hlag.ch

KÄLTE- UND KLIMAANLAGEN

KÄLTE- UND KLIMAANLAGEN

FIBEROPTIKSCHAUGLASLEUCHTEN

www.maxmuller.com info.ch@maxmuller.com +41 61 487 92 92

Hagmattstrasse 19 CH–4123 Allschwil SWITZERLAND

Bachmannweg 21 CH-8046 Zürich T. +41 44 377 66 66 info@bopp.ch www.bopp.com

Kälte- und Klimaanlagen

Ostringstrasse

kaelte@pava.ch www.pava.ch

KOMPRESSOREN 100% ÖLFREI KOMPRESSOREN 100% ÖLFREI

KAESER Kompressoren AG

Grossäckerstrasse 15 8105 Regensdorf Tel. +41 44 871 63 63 Fax +41 44 871 63 90 info.swiss@kaeser.com www.kaeser.com

KREISELPUMPEN PUMPEN

Sefiltec AG · Separation- und Filtertechnik Engineering Haldenstrasse 11 · CH-8181 Höri · Tel. +41 43 411 44 77 Fax +41 43 411 44 78 · info@sefiltec.com · www.sefiltec.com

FILTERPATRONEN FILTERPATRONEN

iFIL AG Industriestrasse 16 CH-4703 Kestenholz www.ifil.eu.com info@ifil.eu.com

FITTINGS FITTINGS

FLÜSSIGKEITSPUMPEN DOSIERPUMPEN

KNF Neuberger GmbH Business Unit Lab

Alter Weg 3 DE-79112 Freiburg Tel. +49 (0) 7664 5909 0 backoffice.lab@knf.com www.knf.com

Rte du Pra Rond 4 CH-1785 Cressier / FR Tél. +41 26 674 93 00 Fax +41 26 674 93 02 Internet: www.iwaki.ch  E-mail: info@iwaki.ch

KÜHL- UND TIEFKÜHLCONTAINER KÜHL- UND TIEFKÜHLCONTAINER ALLESKÖNNER

AUCH FÜR ZERTIFIZIERTE PROZESSE MIT INTEGRALER DOKUMENTATION, +41 41 420 45 41 gabler-container.ch

LABORBAU / LABOREINRICHTUNGEN GASE/GASVERSORGUNG

H. Lüdi + Co. AG Moosäckerstrasse 86 8105 Regensdorf P +41 44 843 30 50 E sales@hlag.ch W www.hlag.ch

LABORGERÄTE

JULABO GmbH Gerhard-Juchheim-Strasse 1 77960 Seelbach / Germany

Tel. +49 (0) 7823 51-0 · info.de@julabo.com · www.julabo.com

LABORGERÄTE SCHÜTTELAPPARATE

LAUDA DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG Laudaplatz 1 97922 Lauda-Königshofen

T +49 (0) 9343 503-0 info@lauda.de · www.lauda.de

LABOR- / MEDIKAMENTENUND BLUTKÜHLSCHRÄNKE

LABOR- / MEDIKAMENTENUND BLUTKÜHLSCHRÄNKE

Wir vertreiben und bieten Service für Laborschränke der folgenden Marke:

MEMBRANPUMPEN DOSIERPUMPEN

KNF Neuberger GmbH Business Unit Lab PUMPEN

Alter Weg 3 DE-79112 Freiburg Tel. +49 (0) 7664 5909 0 backoffice.lab@knf.com www.knf.com

HETTICH AG | 8806 Bäch SZ | +41 44 786 80 20 sales@hettich.ch | www.hettich.ch Succursale Suisse Romande (Canton de Vaud) Tél. +41 44 786 80 26

LOHNABFÜLLUNG LOHNABFÜLLUNG

Mischwerk Trockenmischungen Flüssigmischungen www.mmb-baldegg.ch

MAGNETPUMPEN PUMPEN

Rte du Pra Rond 4 CH-1785 Cressier / FR Tél. +41 26 674 93 00  Fax +41 26 674 93 02 Internet: www.iwaki.ch E-mail: info@iwaki.ch

DICHTUNGEN

MAGNETRÜHRER

liquitec AG

Industrie Neuhof 54 CH-3422 Kirchberg

T +41 55 450 83 00 F +41 55 450 83 01

info@liquitec.ch www.liquitec.ch

MASSENSPEKTROMETRIE CHROMATOGRAPHIESÄULEN

Tel. +41 31 972 31 52 Fax +41 31 971 46 43 info@msp.ch www.msp.ch

MEMBRANEN MEMBRANEN

Gold-coated membranes (PC/PET) and Aluminum-coated membranes (PET) for: - Particle (Pharmaceuticalsanalysis & Microplastics) - Asbestos analysis (VDI 3492) www.i3membrane.com lab@i3membrane.de

Rte du Pra Rond 4 CH-1785 Cressier / FR Tél. +41 26 674 93 00 Fax +41 26 674 93 02 Internet: www.iwaki.ch E-mail: info@iwaki.ch

MESSTECHNIK MESSTECHNIK

VEGA Messtechnik AG Barzloostrasse 2 · 8330 Pfäffikon ZH www.vega.com · info.ch@vega.com

MIKROBIOLOGIE

MIKROBIOLOGIE

info@ch.pepperl-fuchs.com · www.pepperl-fuchs.ch

Gewerbestrasse 10

PAPIER- UND MEMBRAN FILTRATION

Gewerbestrasse

PIPETTENKALIBRATIONEN PIPETTENKALIBRATIONEN

Wartung, Reparatur und Kalibration Ihrer Pipetten und anderen Volumenmessgeräten

Akkreditiertes Kalibrierlabor Labor Service GmbH Eichwiesstrasse 2 CH-8645 Rapperswil-Jona info@laborservice.ch Tel. +41 (0)55 211 18 68 www.laborservice.ch

| Ersatzteile | Instandhaltung www.rototec.ch

Luzernstrasse 224C| CH-3078 Richigen +41 31 838 40 00 | info@rototec.ch PUMPEN

SDD GmbH Spichermatt 8 CH-6365 Kehrsiten +41 41 612 17 60 info@sdd-pumpen.ch www.sdd-pumpen.ch

ROTATIONSVERDAMPFER DOSIERPUMPEN

KNF Neuberger GmbH Business Unit Lab

RÜHRTECHNIK PUMPEN

RÜHRTECHNIK

Anlagenbau AG

Ihr Partner für Prozesstechnik

Alter Weg 3

DE-79112 Freiburg

Tel. +49 (0) 7664 5909 0 backoffice.lab@knf.com www.knf.com

Pumpen

Rührwerke

4153 Reinach BL Tel. +41 61 711 66 36 alowag@alowag.ch www.alowag.ch

Industrie Neuhof 30 3422 Kirchberg

Tel. +41 34 447 70 00 Fax +41 34 447 70 07 info@anlagenbau.ch www.anlagenbau.ch

FIBEROPTIKSCHAUGLASLEUCHTEN

PROCESS ILLUMINATION

SWISS

SCHAUGLASARMATUREN

www.maxmuller.com info.ch@maxmuller.com +41 61 487 92 92

Hagmattstrasse 19 CH–4123 Allschwil SWITZERLAND

FIBEROPTIKSCHAUGLASLEUCHTEN

SCHAUGLASLEUCHTEN

PROCESS ILLUMINATION AND OBSERVATION

SWISS EXCELLENCE SINCE 1936

www.maxmuller.com info.ch@maxmuller.com +41 61 487 92 92

Hagmattstrasse 19 CH–4123 Allschwil SWITZERLAND

FIBEROPTIKSCHAUGLASLEUCHTEN

SICHERHEITSSCHRÄNKE NACH EN 14470-1/-2

SICHERHEITSSCHRÄNKE NACH EN 14470-1/-2

TOC-ANALYSATOR TOC-ANALYSATOR

asecos Schweiz AG Sicherheit und Umweltschutz

asecos Schweiz AG Sicherheit und Umweltschutz

Gewerbe Brunnmatt 5, CH-6264 Pfaffnau

Gewerbe Brunnmatt 5, CH-6264 Pfaffnau

Telefon 062 754 04 57, Fax 062 754 04 58

Telefon 062 754 04 57, Fax 062 754 04 58 info@asecos.ch, www.asecos.ch

Elementar Analysensysteme GmbH Elementar-Straße 1 D-63505 Langenselbold

Tel. +49 6184 9393 – 0 info@elementar.com www.elementar.com

SINGLE-USE

STERILISATIONSTECHNIK STERILISATIONSTECHNIK

TEMPERIERSYSTEME

TEMPERATURMESSTECHNIK

JULABO GmbH

TRENNSCHICHTENMESSGERÄTE FLUORESZENZ-SPEKTROSKOPIE

Aquasant Messtechnik AG T +41 61 935 5000|www.aquasant.com

TRÜBUNGSMESSUNG FLUORESZENZ-SPEKTROSKOPIE

Gerhard-Juchheim-Strasse 1 77960 Seelbach / Germany

Tel. +49 (0) 7823 51-0 · info.de@julabo.com · www.julabo.com

TEMPERIERSYSTEME

TEMPERIERSYSTEME

JULABO GmbH

SCHEIBENWISCHER FÜR SCHAUGLÄSER

SWISS

ARMATUREN

Gerhard-Juchheim-Strasse 1 77960 Seelbach / Germany

www.maxmuller.com info.ch@maxmuller.com +41 61 487 92 92

Hagmattstrasse 19 CH–4123 Allschwil SWITZERLAND

Tel. +49 (0) 7823 51-0 · info.de@julabo.com · www.julabo.com

TEMPERIERTECHNIK SCHÜTTELAPPARATE

liquitec AG

LAUDA DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG Laudaplatz 1 97922 Lauda-Königshofen

T +49 (0) 9343 503-0 info@lauda.de · www.lauda.de

Industrie Neuhof 54 CH-3422 Kirchberg

DICHTUNGEN SCHÜTTELAPPARATE SCHÜTTELAPPARATE

info@liquitec.ch www.liquitec.ch

DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG Laudaplatz 1 97922 Lauda-Königshofen

TIEFKÜHLTRUHEN UND -SCHRÄNKE SCHÜTTELAPPARATE

LAUDA DR. R. WOBSER

GMBH & CO. KG

Laudaplatz 1 97922 Lauda-Königshofen

T +49 (0) 9343 503-0 info@lauda.de · www.lauda.de

TOC-ANALYSATOR TOC-ANALYSATOR

TOC und TNb Wasser- und Feststoffanalytik für Labor- und Online-Anwendungen

Nünningstrasse 22–24 D-45141 Essen

Tel. +49 (0) 201 722 390 Fax +49 (0) 201 722 391 essen@dimatec.de www.dimatec.de

TRÜBUNGSMESSUNG

Aquasant Messtechnik AG T +41 61 935 5000|www.aquasant.com

FARBMESSUNG (FLÜSSIGKEITEN)

• Photometer • Messgeräte • Reagenzien

Hach Lange GmbH Rorschacherstr. 30 a 9424 Rheineck Tel. 084 855 66 99 Fax 071 886 91 66 www.ch.hach.com

ÜBERFÜLLSICHERUNG FLUORESZENZ-SPEKTROSKOPIE

Aquasant Messtechnik AG T +41 61 935 5000|www.aquasant.com

TEMPERIERSYSTEME

UMWÄLZTHERMOSTATE

JULABO GmbH

Gerhard-Juchheim-Strasse 1 77960 Seelbach / Germany

Tel. +49 (0) 7823 51-0 · info.de@julabo.com · www.julabo.com

Ihr Spezialist für Anlagen und Prüfmittel in der ZfP D Leuchten www.helling.de U LED-

VAKUUMPUMPEN DOSIERPUMPEN

KNF Neuberger GmbH Business Unit Lab

Alter Weg 3 DE-79112 Freiburg Tel. +49 (0) 7664 5909 0 backoffice.lab@knf.com www.knf.com

VAKUUMPUMPSTÄNDE DOSIERPUMPEN

KNF Neuberger GmbH Business Unit Lab

VENTILE

GEMÜ Vertriebs AG Schweiz

Telefon: 041 799 05 55

Alter Weg 3 DE-79112 Freiburg Tel. +49 (0) 7664 5909 0 backoffice.lab@knf.com www.knf.com

Wir vertreiben und bieten Service für Wärme- & Trockenschränke der folgenden Marke:

Will & Hahnenstein GmbH D-57562 Herdorf

Tel. +49 2744 9317 0 Fax +49 2744 9317 17

info@will-hahnenstein.de www.will-hahnenstein.de

ZAHNRADPUMPEN ZAHNRADPUMPEN

Maag Pump Systems AG Aspstrasse 12 CH-8154 Oberglatt

Telefon +41 44 278 82 00 welcome@maag.com www.maag.com

DICHTUNGEN

E-Mail: vertriebsag@gemue.ch · www.gemue.ch

WASSERANALYSEGERÄTE TOC-ANALYSATOR

ZENTRIFUGEN ZENTRIFUGEN

liquitec AG Industrie Neuhof 54 CH-3422 Kirchberg

T +41 55 450 83 00 F +41 55 450 83 01

info@liquitec.ch www.liquitec.ch

TOC und TNb Wasser- und Feststoffanalytik für Labor- und Online-Anwendungen

Nünningstrasse 22–24 D-45141 Essen

Tel. +49 (0) 201 722 390 Fax +49 (0) 201 722 391 essen@dimatec.de www.dimatec.de

Wir vertreiben und bieten Service für Zentrifugen der folgenden Marke:

Sie haben höchste Ansprüche? Denen sind wir mit Sicherheit gewachsen!

Sicherheit hat in der Chemieindustrie Priorität. Genauso wie die Wahl der richtigen Messtechnik für Füllstand und Druck. Verlassen Sie sich darauf: Unsere leistungsstarken Sensoren lieben Herausforderungen. Sie stehen für Zuverlässigkeit, Genauigkeit und unzählige Möglichkeiten, sich den Anforderungen ihrer Anwender perfekt anzupassen.

Alles wird möglich. Mit VEGA

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook