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54i /nSeptember 2008 P h i lNr. ipp en

servants news

«Junge Menschen brauchen Vorbilder und jemanden, der an sie glaubt.» Christian Schneider, Seite 8

2 Christian Auer in Phnom Penh | 5 Lilok baut einen Bauernhof | 10 Onesimo wächst weiter


EDITORIAL

Willkommen zu Hause! Nach unserem Heimataufenthalt landeten wir wieder gut in Manila. Der Taxifahrer fuhr uns ohne Stau rasch vom Flughafen nach Philcoa. Doch er wunderte sich sehr, als wir ihn in der Einfahrt zu unserem Slum anhalten liessen. «Hier wohnen Sie?», fragte er ungläubig. Als dann noch unser Freund Ray auf uns zutorkelte, um uns herzlich willkommen zu heissen, war dies zu viel für ihn. Kopfschüttelnd lud er unser Gepäck aus und machte sich schnell wieder davon. Ray ist sehr nett, leider arbeitslos und meistens ein wenig angetrunken. Stolz half er uns, das schwere Gepäck zu tragen. Unsere Nachbarn erwarteten uns schon ganz aufgeregt mit gegrillten Hähnchen. Als wir schlafen gehen wollten, fingen unter unserem Fenster einige Hähne an zu krähen. Nun gibt es dort einen Hühnerstall! Durch die Zeitverschiebung haben wir anfangs noch keinen guten Schlafrhythmus. Dazu kommt eine Sängerin in der entfernten Nachbarschaft, die stundenlang melancholische Liebeslieder singt. Und viel zu früh weckt uns dann morgens die Trillerpfeife des Schiedsrichters in der Sporthalle hinter uns. Da unsere Wasserleitung schon seit einigen Wochen defekt ist, steht eine grosse Tonne auf dem Balkon und wir tragen das Wasser mit dem Eimer ins Haus. Auch daran kann man sich gewöhnen. Viele unserer Nachbarn haben nie fliessendes Wasser. So lernen wir, sparsam mit dem kostbaren Nass umzugehen. Sobald wir die nötige Energie haben, legen wir eine neue Leitung. Auch andere Unannehmlichkeiten wie Hitze, Lärm und schlechte Gerüche nehmen wir wieder viel intensiver wahr und müssen uns an vieles erst wieder gewöhnen! Ingrid & Lothar Weissenborn

Titelbild: Kinder im Mülldorf bei Tondo im August 2008

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Philippinen

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KAMBODSCHA

ONESIMO

Besuch in Phnom Penh

Herausforderungen und hoffnungsvolle Schritte

Für die WHO war ich als Tuberkulose-Konsulent in Kambodscha, wo ich auch Efren und Becky Roxas traf, die ich noch aus Manila kenne.

Onesimo feierte diesen Sommer das zwölfte Jubiläum. Wir waren an der Feier in Manila dabei.

Efren und Becky mit dankbaren Schülern

Land und Leute bezaubern, aber die Realität hat auch schreckliche Seiten. Der Fahrer erzählte mir, dass seine Eltern und zwei seiner Geschwister während der Schreckensherrschaft von Pol Pot in den Siebzigerjahren umkamen. Die brutale Vergangenheit lastet wie ein dunkler Schatten über dem Land. Und neue Nöte wie Aids oder die aktuelle Verdoppelung des Reispreises kommen dazu. Servants-Dienste in der Hand von Einheimischen Einen hoffnungsvollen Kontrast bildet seit fünfzehn Jahren das Engagement von Servants in Phnom Penh mit verschiedenen Diensten: Über dreihundert HIV/Aids-Patienten werden in der Hausbetreuung medizinisch versorgt. Unterernährte Kinder erhalten Lebensmittel. Drogensüchtige Teenager sind in der Rehabilitation. Aids-Waisen finden Hilfe in der Nachbarschaft. Auch Behinderte werden in einem Projekt betreut. Alle diese Dienstzweige sind nun ganz in der Hand von Kambodschanern. Die Missionare von Servants haben nur noch beratende Funktion und geben menschliche Unterstützung, was angesichts des grossen Elends besonders wichtig ist.

Wiedersehen mit Efren und Becky Roxas Vor zwei Jahren haben sich Efren und Becky Roxas dem Servants Team in Phnom Penh angeschlossen. Sie wuchsen an der Seite von Servants-Missionaren zu reifen Christen, die ihre Segensspuren in verschiedenen Slums von

Die brutale Vergangenheit lastet wie ein dunkler Schatten über dem Land. Manila und bei Onesimo hinterliessen. Ich verbrachte einen Tag mit ihnen und schlief in ihrem Slumhaus. Becky, eine ausgebildete Lehrerin, unterrichtet Nachbarskinder in einem kleinen Schulraum. Sie freut sich über positive Veränderungen unter den Kindern. Efren hilft bei der Drogenreha und will sich vermehrt für die Unterstützung von Familien engagieren, denn Familienprobleme sind hier weit verbreitet. Christian Auer

Eine der immer wieder hart geprüften Onesimo-Familien

Die Jugendlichen zeigten auf der Bühne eindrucksvolle Präsentationen. Unter anderem formten über fünfzig Hände artistisch schön folgende fünf Buchstaben: JESUS. Ich empfand dabei fest, dass in all den Aktivitäten und Herausforderungen von Onesimo eine zentrale Rolle von Jesus entscheidend ist. Die meisten Jugendlichen haben extrem schwierige Lebensgeschichten und vieles kann ohne Gottes Hilfe laufend schiefgehen. Aber wir müssen auch das Menschenmögliche unternehmen, damit Gott durch uns wirken kann. Vieles ist erfolgreich und ermutigend: Die schulischen Bemühungen von Onesimo wurden kürzlich von offizieller Seite mit Bestnote anerkannt. Einige professionelle Seelsorger stehen Onesimo zur Verfügung. Familien erhalten Kapital für die Gründung eines kleines Geschäftes. Und diese Bemühungen tragen Früchte: Hilfe aus der Drogennot Rosa und Roy (Pseudonyme) haben zwei Kinder und wollen ihren Weg mit Gott gehen. Aber Roy kommt einfach nicht

los von seiner jahrelangen Drogensucht, immer wieder wird er von Kollegen verführt. Das beeinträchtigt neben anderem seinen Broterwerb, den Verkauf von Popkorn in Wohngebieten. Darum kam schon mehrmals Rosa verzweifelt zu uns und bat um Hilfe für die täglichen Ausgaben. Auch Roy schüttete mir schon sein Herz aus und gestand seine Not. Vor ein paar Tagen sagte mir Rosa strahlend, dass Roy nun seit längerem frei von Drogen sei. Ein langes Seelsorgegespräch im Onesimo-Büro habe entscheidend geholfen. Darlehen für Geschäftsaufbau In den letzten Servants News berichtete ich von einem Ehepaar, das den Ehefrieden und die Einkommensquelle verloren hatte. Ich besuchte sie mehrmals und nach einer offenen Aussprache fand das Paar wieder zu einem Ja zueinander. Finanziell war die Situation immer noch schwierig: Die Frau hatte seit Monaten Zahnschmerzen, aber nicht die nötigen vier Franken, um sich den Zahn ziehen zu lassen. Die Milch für die ein-

jährige Tochter war ausgegangen, und so gab es meistens Zuckerwasser. Auch die Stromrechnung und der Schuleintritt des ältesten Mädchens kosteten Geld. Ausnahmsweise gab ich CHF 25.–, um die Zahnarzt- und Stromrechnung zu bezahlen und kaufte Milch ein. Im Juni gab eine neu formierte Leitergruppe der Onesimo-Familien grünes Licht für das vorgeschlagene Recycling-Geschäft, das die beiden unterbreitet hatten. Das Darlehen soll während dreissig Monaten zurückbezahlt werden; im Juli kam prompt die erste Rückzahlung. Nun wollen wir Onesimo mit einer erfolgreichen christlichen Bank für Arme, von der schon über 150 000 Familien profitieren, verbinden. Christian Auer

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LILOK

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Unser Quartier wird neu

In Tanay entsteht ein Bauernhof

Zurzeit verändert der Strassenbau meine Umgebung in Manila. Neue, gut befahrbare Durchgangsstrassen entstehen, was für einen Slum aussergewöhnlich ist. Die Stadtregierung plant, das Gebiet in schön gestaltete Siedlungen für Leute mit geringem Einkommen umzugestalten.

Die Planung und Vorbereitung für das Lilok Ferienzentrum in Tanay gehen weiter. Aufgrund der Erfahrungen mit den ersten Gästegruppen haben wir uns entschlossen, in erster Linie einen kleinen Bauernhof zu bauen, wo sich der bewusste Umgang mit der Natur unkompliziert

Das Armenviertel bekommt ein neues Gesicht

Es kommt vor, dass jemand am Morgen zur Arbeit geht und sich am Abend im eigenen Quartier verirrt, weil der Weg nun völlig anders verläuft. Die Leute freuen sich über die bauliche Entwicklung und kooperieren gut, obwohl sie in dieser Zeit grosse Opfer bringen und viele ihre alten Hütten aufgeben müssen.

Wir müssen unsere Opfer bringen zum Vorteil für alle. Geduld bringt Rosen und Blumen Vor rund achtzehn Jahren hat Servants begonnen, sich für den Landkauf für die Armen einzusetzen. Christian Auer sammelte damals Spenden dafür. Verfahren um Landeigentum können hier Jahrzehnte dauern. Wegen ihrer Komplexität schaltete Servants Organisationen mit mehr Erfahrung ein. Rechtsanwälte verhandelten mit Behörden und Eigentümern. Die begünstigten neuen Landbesitzer mussten möglichst gerecht ausgelost werden. Die Fäden liefen beim Quartierverein zusammen, der Versammlungen einberief. Die meis-

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ten Quartierverantwortlichen sind heute gestandene Grossmütter, die aber gegen Missgunst kämpfen mussten und auch oft mit den amtlichen Papieren überfordert waren. Sie brauchten eine Ausbildung, um in diesem Spannungsfeld zu bestehen. Servants hat diesen Prozess bis heute finanziell unterstützt und nun werden endlich die Früchte der Arbeit sichtbar. Die katholische Organisation Gawad Kalinga bezahlt das Material für den Bau der neuen Häuser. Die Arbeit müssen die neuen Eigentümer selber leisten und auch den Innenausbau übernehmen. Dies ist zwar eine finanzielle Belastung, erlaubt aber viel Kreativität, was jedem Haus eine persönliche Note gibt. Das Quartier erhält ein neues, fröhliches und farbenfrohes Gesicht mit vielen kleinen Gärtchen und Blumenbeeten. Viele verschiedene Gruppen waren mit ihrem Know-how beteiligt. Sie brauchten viel Geduld und dürfen sich nun gemeinsam auf das schöne Resultat freuen. Warten auf das neue Haus Unser bisheriger Pastor Luis Prado und seine Frau Ana wohnen am Flussufer. Sie haben sieben erwachsene Kinder.

Der Fluss tritt bei jedem längeren Regen über die Ufer und das schmutzige Wasser fliesst dann durch ihr Erdgeschoss. Kürzlich hat ein Sturm Ihr Hausdach davongetragen. Oben war die Hütte zu wacklig, um sich darin aufzuhalten. Also blieben sie unten im gut knietiefen Wasser! Auch Prados erhalten ein neues Haus. Ein Teil ihrer alten Hütte musste für den Strassenbau bereits weichen. Nun bewohnen sie nur noch ein Drittel der Fläche. «Man muss sich damit arrangieren», sagt Ana, «es ist ja nur vorübergehend.» Sie ist sich bewusst, dass dieser Zustand noch zwei oder mehr Jahre dauern kann und noch viele Unannehmlichkeiten mit sich bringen wird. «Bevor wir das Los für unser endgültiges Haus ziehen können, müssen wir mindestens noch einmal den Standort wechseln. Wir müssen unsere Opfer bringen zum Vorteil für alle.» Ana erhofft sich für das neue Quartier vor allem Frieden statt Gewalt. Ihr strahlendes Gesicht, ihre Grosszügigkeit und ihr Realismus sind ein guter Anfang! Regula Hauser

Der neue Brunnen wird gebohrt

Mit einem Bauernhof kann uns niemand eine Zweckentfremdung des Geländes vorwerfen, das vereinfacht die Formularitäten beim Grundbuch. Nun haben wir auch die Baubewilligung für das Gemeinschaftshaus erhalten. Weitere Komposttoiletten, Hühnerhof und ein kleines Bauernhaus mit Küche sind in Arbeit. Die erste provisorische Küche verlor ihr Dach im Sturm und die Termiten finden grossen Gefallen an den Wänden. Wasser, das kostbare Gut Wir haben bereits Mais, Gemüse, Bananenstauden und Obstbäume gepflanzt und können regelmässig Kokosnüsse ernten. Seit einer Woche funktioniert der neue Bohrbrunnen! Die Wasserversorgung war unsere Sorge der letzten Monate. Wir sammelten jeden Tropfen Regenwasser und wurden zu Experten im Wassersparen! Seither hat die Regen-

zeit aber richtig eingesetzt. Verdurstete Saaten können wiederholt werden. Wenigstens geht das bei diesem Klima einigermassen. Gäste konnten wir darum während einigen Monaten nicht empfangen. So mussten wir auch das geplante Arbeitslager mit den Jugendlichen absagen, diese hätten ihre ganze Energie gebraucht, um am Fluss Wasser zu holen. Besuch bei Eingeborenen-Stamm Trotz allem habe ich neulich in Tanay eine Woche Ferien verbracht. Wir haben eine Nachbarin mit Wurzeln bei einem einheimischen Stamm, der hier in der Nähe auf dem Berg lebt. Weil wir gerne wissen möchten, wie es hier früher war und welche Pflanzen und Bäume hier gut gedeihen, brachte uns die Frau zu ihrem Stamm. Wir blieben dort für eine Nacht, und am Abend erzähl-

ten uns die Alten viel über ihre Geschichte und Kultur. Früher versorgten sie sich fast ganz allein und gingen nur für Salz, Zucker und Seife ins Dorf. Heute fehlt ihnen die Nahrung und sie kohlen auch Bäume ein, um etwas Geld zu verdienen. So schätzten sie auch unsere mitgebrachten Konserven, Kaffee und vor allem die selbstgebackenen Kuchen – etwas, was sie von uns lernen wollten. Freundschaft geht durch den Magen! Und der Häuptling, ein wissbegieriger Mensch, will uns einmal besuchen, um sich unseren Wald anzusehen. Regula Hauser

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ONESIMO KIDS

Welche Hilfe ist hilfreich?

Kinder lernen zu vertrauen

Seit ich in Manila lebe, habe ich einige Lieder geschrieben, die nun auf einer CD erschienen sind. Sie widerspiegeln die Lebensumstände, die ich hier wahrnehme, und was mir in den ersten drei Jahren hier für meinen Glauben wichtig geworden ist.

Diesen Sommer führten wir in Camp Rock drei Kinderlager durch. Die erste Woche war für Neulinge, die zweite für angehende Leiter, und in der dritten Woche hatten wir ein Familienlager mit dem Temporary Shelter.

In den Augen der Philipinos

Falsche Erwartungen Der Titelsong meiner neuen CD handelt vom Mitleiden Gottes mit den Unterdrückten und davon, dass das Leben der Bedürftigen wertvoll ist. Ich will damit ausdrücken, was mich dazu bewegt, unter armen Menschen zu leben. Ein anderes Lied ist in einer Zeit entstanden, als ich mich häufig überfordert fühlte. Ich musste lernen, als Fremder mit einer anderen Kultur zu leben. Ein Weisser gilt hier automatisch als reich. Aber ich möchte den Menschen auf Augenhöhe begegnen und nicht über ihnen stehen. Ich möchte verstehen, was die Menschen hier beschäftigt, ihre

«Ich kann nicht immer helfen, denn auch gut gemeinte Hilfe ist nicht immer hilfreich.» Freuden und Leiden miterleben. Ich möchte dazu beitragen, dass ihr Alltag an Menschenwürde gewinnt, möchte eine Ermutigung sein, ein Segen. Aber das geht nur beschränkt mit Geld, dem Mittel, welches viele Arme von den Reichen erwarten. Ausser in Notfällen will und kann ich das nicht geben. Dauerhaftes und einseitiges Nehmen schafft Abhängigkeiten und ungesunde Beziehungen. Notleidende Menschen haben Mühe, dies zu sehen und verstehen mich oft falsch. Sie wundern sich darüber, was ich in einem Slum verloren habe. Als

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die Kranke während gut zwei Monaten betreut und für sie gebetet, was uns emotional sehr beansprucht hat. Einmal hörte ich, wie sie weinend mit ihrer Mutter telefonierte. Sie bat um Vergebung für früheres Unrecht. Im Juli ist sie nun gestorben. Trotz unserer Trauer sind wir dankbar, dass sie sich mit ihrer Familie versöhnt hat und Frieden mit Gott und den Menschen gefunden hat.

Weisser werde ich neugierig beobachtet oder man ruft mir nach. Obwohl dies ermüdet, will ich helfen, kann aber nicht immer. Denn auch gut gemeinte Hilfe ist nicht immer hilfreich. Es fällt schwer, Leiden mitzuerleben und nichts dagegen unternehmen zu können. In Frieden sterben In unserer Nachbarschaft lebte eine nieren- und herzkranke Frau, die dringend eine Dialyse und Blutspenden brauchte. Ihr Mann, ein Drogenhändler, zeigte nicht viel Initiative, um Blutspender zu suchen. Weil die Frau als leicht reizbar galt, war sie auch nicht sehr beliebt. Aber eine Frau aus der Kirchgemeinde kümmerte sich intensiv um sie, brachte ihr zu Essen, machte ihr die Wäsche und war einfach für sie da. Wir haben

Informationen zur CD «I de Ouge vo de Brüeder» sind erhältlich unter: simonpef@gmail.com simonpe Die CD kann für CHF 20.– bestellt werden bei: Merve Rugenstein, Telefon + 41 (0)76 232 57 66 Liedausschnitte werden in Kürze unter www.servantsasia.org zum Download bereitstehen. Simon Fankhauser

Das neue Haus ist bald einzugsbereit

Die erste Woche war für 29 Kinder auch ihr erstes Lager. Und drei ältere Kinder halfen erstmals in der Leitung mit. Sie erzählten den Jüngeren ihre Lebensgeschichten und luden sie ein, einen Stein, der ihre Lebenslasten symbolisiert, zu einem Kreuz zu bringen. Dabei sind manche Tränen geflossen. Wir hoffen, dass dieser Heilungsprozess weitergeht. Überlebensspiele In der zweiten Woche bildeten wir ältere Kids zu Leitern aus und benutzten dazu das Thema «Spiel des Lebens». Die Herausforderungen brachten manchen an seine Grenzen. Wir reflektierten über diese Selbst- und Gruppenerfahrungen, um sie ins tägliche Leben zu übertragen. Höhepunkt war ein Überlebensspiel mit den Fortgeschrittenen: Wir wurden von einem Boot an einem fernen Strand abgesetzt. Zuerst mussten wir das Nachtessen von der Kletterwand herunterholen. Das Dessert mussten wir in einem verlassenen Haus finden, dann das Camp aufbauen, kochen und das Essen schön präsentieren. Der Rückmarsch am nächsten Morgen über schlammige Bergpfade bei Regen war nochmals eine Herausforderung. Immer wieder mussten wir Ängste überwinden, Vertrauen lernen und als Gruppe zusammenarbeiten. Zurzeit sind zehn junge Leiter in

unseren Programmen involviert: im Drop-in-Zentrum, in der Strassenarbeit und bei Nachhilfestunden für neue Erstklässler.

chen redete sie oft mit ihrem Seelsorger darüber. Als wir ein paar Wochen später im Ferienlager klettern gingen, war

Green Bag In den letzten Servants News habe ich über den Green Bag berichtet, ein Werkzeug für die Traumaseelsorge. Seither haben wir zahlreiche Kinder durch den Prozess begleitet. Hier das Beispiel der elfjährigen Aizah: Als Aizah fünf Jahre alt war, starb ihr Vater. Ihre Geschwister hat sie seither nie mehr gesehen. Als später auch die Mutter starb, kamen sie nicht einmal an die Beerdigung. Aizah wurde im Temporary Shelter aufgenommen, wo sie den Tod ihrer Mutter als die schwierigste Erfahrung ihres Lebens beschrieb: «Ich fühlte mich von allen allein gelassen wie eine Ratte, die auf der Strasse lebt, von den Leuten getreten wird und sich verstecken muss.» Während dem Seelsorgeprozess konnte sie sich zutiefst mit einem Waisenkind identifizieren und mit einem verlorenen Schäfchen, das davonläuft, weil seine Mutter gestorben ist. Das Bild vom Hirten, der das Schaf heimbringt, beeindruckte sie stark. Am Ende des Prozesses sah sie sich als Kind, das in Gottes Hand schläft. Sie fühlte sich sicher. In den nächsten Wo-

Die Älteren erzählten den Jüngeren ihre Lebensgeschichten. Aizah das einzige Mädchen, das es bis nach oben schaffte. Furchtlos kletterte sie ohne zurückzuschauen, sang und lachte dabei. Am Abend erzählte sie: «Ich habe fest gebetet, dass Jesus mir hilft. Er war mir ganz nah, darum hatte ich keine Angst.» Bauprojekt Der Bau des neuen Hauses für das Temporary Shelter ist praktisch abgeschlossen. Wir sind sehr dankbar für die gute Arbeit von Architektin und Baufirma. Grössere Probleme sind uns erspart geblieben. Wir freuen uns, dass wir nun mit dem Einrichten beginnen können. Daniel Wartenweiler

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ONESIMO

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IM SLUM ERLEBT

Meine Bodyguards aus der Jugendbande

Treffen mit den ersten Girls

Christian Schneider hat über zehn Jahre in den Slums von Manila gelebt und berichtet in loser Folge über seine Erlebnisse, die er in seinem Tagebuch festgehalten hat.

Im Juli waren wir wieder einmal als ganze Familie in Manila und haben viele alte Freunde besucht. In der ersten Woche sehe ich meine langjährige Freundin Jessica wieder und wir arrangieren ein Treffen mit den Frauen, die vor zehn Jahren als erste Girls zu Onesimo kamen.

Christian Schneider hilft den ersten Mädchen und Jungs im Slum

Vor ein paar Wochen bin ich in mein «eigenes» Häuschen mit kühlendem Strohdach gezogen. Mit dem Bau der Sperrholzhütte habe ich ein paar arbeitslose Nachbarn beauftragt, die für jeden Verdienst dankbar sind. Ich darf ein Stück Land eines Freundes aus der Kirchgemeinde benützen. Eine Lastwagenbatterie gibt mir Strom für elektrisches Licht und einen kleinen Ventilator. Bisher wohnte ich bei einer Gastfamilie, wo es mir zu eng geworden ist. Und für das Sprachstudium brauche ich mehr Ruhe. Aber Ruhe ist auch hier ein rares Gut! Überwindung von (Sprach-)Barrieren In der Nachbarschaft gibt es eine Bande von vierzehn- bis neunzehnjährigen Jungs, die nirgendwo willkommen sind. Sie gehen nicht zur Schule, weil das Geld, die Kleider und die Motivation fehlen. Sie spüren, dass sie ihren Verwandten zur Last fallen, wo sie oft als billige Arbeitskraft ausgenutzt, beschimpft und erniedrigt werden. Sie nehmen sich viel Zeit für meine Sprachübungen und ich spüre, dass sie mich mögen, weil ich mich für sie interessiere. Trotz Sprachbarriere ist das Interesse gegenseitig. Abends sitzen sie unter meinem Vordach und singen bekannte Songs, die sie vom Radio kennen, und einige spielen dazu Gitarre. Wertschätzung für Taugenichtse Meine jungen Freunde wollen nicht mehr von mir weichen und verstehen sich als meine Bodyguards. Mein kleines Häuschen nennen sie Orphanage (Waisenhaus), Englisch ist eben cool und tönt gebildet. Weil ich nicht wieder in Platznot geraten will, lasse ich nur drei der Jungs zum Schlafen herein, ein weiteres halbes Dutzend quetscht sich ungefragt unter mein Vordach.

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Ohne neue Lebenswerte haben sie keine Zukunft. Einige können nicht einmal lesen. Sie hungern nach Zuwendung. Ich erzähle ihnen von Gott, der sie will, liebt und wertschätzt. Manchmal lesen wir in der Bibel, ich auf Englisch sie auf Tagalog. Jon-Jon spricht ein wenig Englisch und hilft mit Erklärungen. An ihren Augen lese ich ab, dass sie tief berührt sind. Die jungen Menschen brauchen Vorbilder und jemanden, der an sie glaubt und ihnen neue Hoffnung schenkt. Viele haben keinen Vater mehr oder nur einen, der als schlechtes Vorbild dient. Die meisten sind arbeitslose Alkoholiker und spielsüchtig, was ihre Not verstärkt. Ich sehe täglich traurige, entmutigende Szenen. Die Männer scheinen hier jeden Lebenssinn und alle Würde verloren zu haben. In den Familien tragen meistens die Mütter die Hauptlast. Bibel statt Alkohol Zum Glück gibt es auch Ausnahmen. Diese glauben fast alle an einen Gott, der ihnen Sinn und Kraft schenkt! Sie bewahren als liebevolle Ehemänner und Väter ihre Würde und kämpfen sich durchs Leben, obwohl Arbeit und Verdienst oft entwürdigend sind. Sie schöpfen Kraft aus dem Glauben an einen gütigen Gott, der die Schwachen liebt und eines Tages Gerechtigkeit schaffen wird. Ein Beispiel ist Mang Karding, der mit seiner Frau nebenan lebt. Doch das war nicht immer so. Er berichtet mir in Gegenwart seiner Kinder, dass er früher zwar viel gearbeitet habe, aber dass er mit anderen Frauen und Alkohol erfolglos versuchte, eine Sehnsucht zu stillen. Betrunken war er gefährlich; er fesselte und prügelte seine Kinder. Vor sieben Jahren haben ihn Menschen ermutigt zu beten. Dabei ist ihm Gott begegnet, der ihn liebt und Versöhnung bringt. Sein Leben

hat sich radikal verändert. Anstatt Alkohol hat er nun stets eine abgegriffene Bibel dabei und er ist zu einem geduldigen Berater in der Nachbarschaft geworden. Schweine gegen Analphabetismus Etwas später lerne ich den arbeitslosen Felix kennen, der durch sein Holzbein auffällt. Er ist etwa dreissig Jahre alt und ein eifriger Christ. Früher lebte er in einer Gang, wo Drogen und Gewalt dominierten. Bei einem Messerkampf verlor er sein Bein. Im Gefängnis hat er gelernt zu beten und ein neues Leben begonnen. Jetzt lebt er zusammen mit seiner alten Mutter und hungert sich durch. Ich biete ihm eine Anstellung an, um meinen Jungs Lesen und Schreiben beizubringen. Freudestrahlend stimmt er zu. Damit er unabhängig von meiner Lohnzahlung wird, bauen wir später neben seiner Hütte einen Schweinestall, kaufen ein paar Ferkel und richten neben meiner Hütte eine kleine Hühnerzucht als Nebenverdienst ein. Nun profitieren alle: Felix hat Geld zum Leben und die Jungs lernen Lesen und Schreiben. Überglücklich beobachte ich, wie meine Boys nun auch selber in der Bibel zu lesen beginnen. Paten übernehmen die Schulkosten Dreimal pro Woche treffen sich etwa dreissig Jungs und Mädchen in einer Jugendgruppe, wo sie singen, beten und spielen. Hier gehen viele nicht zur Schule, weil ihnen das Geld fehlt. Ich schreibe meinen Freunden in der Schweiz und finde für etwa dreissig Jugendliche Sponsoren. Damit ist der Grundstein für ein kleines Patenschaftsprogramm gelegt. Den Aufwand für die Betreuung habe ich aber unterschätzt. Alte Gewohnheiten wie Spielsucht und Eifersucht zermürben die Jungen und stören das soziale Gefüge. Zu wenig Geld ist schlimm. Aber unkontrolliertes Geld ist noch schlimmer. Wenn Schulgeld auf dem Spieltisch verschwindet, in der Hoffnung, etwas Geld für die Familie zu verdienen, folgt meistens eine Notlüge aus Scham. Das schlechte Gewissen belastet dann die Beziehung zu uns. Zusätzlich sabotieren Hunger und Krankheit das Programm. Nahrung und Medikamente sind zurzeit wichtiger als Schulsachen. Mit dem Ernährungsprogramm und der medizinischen Hilfe der Living Spring Gemeinschaft können wir nun die Grundbedürfnisse unserer Patenkinder stillen. Christian Schneider, November 1988

Viele Worte braucht es nicht, eine herzliche Umarmung drückt unsere Verbundenheit aus. Wir sind im grossen Stadtpark, wo sich die Jugendlichen der acht Lebensgemeinschaften von Onesimo jede Woche treffen, um zu singen, auszutauschen oder auch Basketball zu spielen. Etwa dreissig Boys und Girls sind erst seit ein paar Wochen dabei. Die Girls kommen direkt von Camp Rock und haben sich alle für das sechsmonatige Training in einer Mädchengemeinschaft entschieden. Jessica war im Camp als frisch ausgebildete Sozialarbeiterin dabei. Sie führte mit jedem Mädchen ein intensives Gespräch, um herauszufinden, ob sie wirklich für einen Neuanfang bereit sind. «Diese Mädchen kommen aus besonders schlimmen Verhältnissen», erklärt Jessica, «die meisten haben in ihrer schweren Kindheit auch Inzest und Vergewaltigung erlebt.» In den nächsten Tagen wird Jessica alle ihre Familien auf der Strasse und den Müllhalden aufsuchen und die Eltern oder Verwandten bitten, in die Therapie für ihre Töchter einzuwilligen. Aus der Vernachlässigung zur Fürsorge Vor vielen Jahren war Jessica selbst eine vernachlässigte junge Frau mit traumatischen Kindheitserlebnissen. Mit siebzehn Jahren versuchte sie, in der Millionenstadt Manila zu überleben und zu studieren, um einmal ihrer Familie aus der Not zu helfen. Als wir als Familie vor über zehn Jahren in ihre Nachbarshütte einzogen, wurde sie meine erste Freundin und Sprachlehrerin. Ich schlage ihr ein Treffen mit unseren allerersten Girls vor. Genau vor zehn Jahren begann Jessica, süchtige Mädchen auf der Müllhalde zu besuchen, sie zu befreunden und mit ihnen in der Bibel zu lesen. Wir wohnten damals etwa hundert Meter von dieser Müllhalde entfernt und nahmen die ersten jungen Mädchen auf. Jessica kümmerte sich intensiv um kranke und traumatisierte Mädchen, die Hilfe suchten. Wiedersehen mit der ersten Teilnehmerin Etwa zehn Tage später bin ich auf dem Weg nach Payatas. Ob Jessica es geschafft hat, einige unserer ersten Girls aufzustöbern? Dies scheint in den riesigen Slums mit Tausenden von Familien un-

möglich, aber die Nachrichten verbreiten sich hier in Windeseile und man findet bald jemanden, der die gesuchte Person kennt. Ich bin gespannt, wen ich antreffen werde. Trotz sintflutartigem Regen kämpft sich mein Auto zur Müllhalde hoch. Als ich aussteige, kommt mir Shoni entgegen. Sie wohnt zusammen mit ihrem Mann und vier kleinen Kindern in einer Slumhütte. Die schöne junge Frau war die erste Teilnehmerin, die wir aufnahmen. Sie war total verloren, psychisch schwer krank und brachte uns an unsere Grenzen. Dank viel umsorgender Liebe von Jessica, Gebet und der Hilfe eines befreundeten Psychiaters erholte sie sich mit den Jahren und ist heute eine Mutter, die für ihre Kinder sorgt. Weinen und lachen Wir flüchten vor dem Regen in einen Raum einer befreundeten Kirchgemeinde. Langsam tröpfeln weitere junge Frauen herein, die meisten mit ihren Kindern. Da ist Arlene mit ihren drei Mädchen, die von Anfang an bei den Bibelstunden mit Jessica dabei war. Damals war sie extrem scheu und traute sich kaum, mit uns zu reden. Ihr Vater wurde erschossen und seither arbeitete ihre Mutter fast Tag und Nacht auf der Müllhalde, um die Kinder durchzubringen. Durch die Freundschaft mit einer Besucherin aus der Schweiz gewann Arlene Selbstvertrauen und durch Jessica fand sie zum Glauben an Gott und an eine gute Zukunft für ihr Leben. Später heiratete sie einen der ersten Burschen von Onesimo. Inzwischen sind wir über zehn Frauen und rücken nahe zusammen, um einander neben dem Kindergeplapper zu verstehen. Ich schaue in ihre verhärmten und mageren Gesichter. Bestimmt haben sie ihre letzten Pesos zusammengekratzt, um hierherzukommen. Nun erzählen alle ihre Geschichte. Viele traurige Erlebnisse bringen uns zum Weinen. Riezel erzählt mit schwacher Stimme von ihrer schweren Krankheit, die sie zusammen mit starker Unterernährung bis auf die Knochen abmagern liess. «Die Geburt hat mir den Rest gegeben», erzählt sie, «ich habe sie nur knapp überlebt.» Das hübsche, muntere Baby mit den grossen Augen ist also ein Wunderkind. Jessica will nun für medizinische Hilfe sorgen. Weinen und Lachen wechseln sich in den Philippinen schnell ab und tragi-

Christine Schneider mit den Girls von damals

sche Geschichten haben manchmal auch lustige Seiten. Eine der jungen Mütter wundert sich, weshalb ihr Mann fremdgeht, wo sie doch selber die Schönste sei! Die Hoffnung nicht aufgeben Jennifer, mit zwei kleinen Kindern, bereut, dass sie zu früh von Onesimo weglief wegen einem gut aussehenden arbeitslosen Mann. Monatelang liess er sie allein in einem Slum zurück. Sie musste irgendwie mit ihrem Baby überleben. Heulend erinnert sie sich, wie schrecklich verlassen sie sich fühlte. Mittlerweile geht es ihnen etwas besser und sie leben bei der Familie des Mannes. Sie sind auch Teil der Leuchtturm-Gemeinschaft von Onesimo-Familien. Die regelmässigen Treffen mit Gottesdienst, Austausch und Gebet helfen ihnen, die Hoffnung auf Gott zu setzen und nicht aufzugeben. Ich habe den Eindruck, dass es drei der ersten zehn Frauen wirklich gut geht. Die übrigen sind nun zu den Treffen der Leuchtturm-Gemeinschaft eingeladen, wo sie auch Hilfe finden.

Die jungen Filipinas erziehen die Mädchen wie ihre eigenen Kinder und machen vieles besser als wir damals. Aus der kleinen Gruppe von OnesimoGirls sind mittlerweile drei Gemeinschaften mit über dreissig jungen Frauen entstanden und jedes Jahr stossen etwa fünfzehn neue dazu. Wer schon länger dabei ist, wird zur Betreuerin. Die drei Leiterinnen der Gemeinschaften sind junge Filipinas, welche die Mädchen wie ihre eigenen Kinder erziehen und begleiten. Vieles machen sie besser als wir damals. Professionelle Therapeuten helfen freiwillig bei der Aufarbeitung traumatischer Erfahrungen. Die grosse Herausforderung ist immer noch, dass die Mädchen durchhalten, nicht zu früh eine Familie gründen und ihre Ausbildungsträume verwirklichen. Ich bin glücklich und beeindruckt vom leidenschaftlichen und glaubensvollen Einsatz unserer Mitarbeiterinnen! Christine Schneider

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Philippinen ONESIMO NEWS

Onesimo wächst weiter Seit wir vor fünf Jahren in die Schweiz zurückgekehrt sind, habe ich bei keinem meiner Besuche die Arbeit von Onesimo so frisch erlebt wie jetzt. Über dreissig vollzeitliche Mitarbeiter und dazu viele Freiwillige beleben die verschiedenen Arbeitszweige mit Freude und Leidenschaft. Die acht Lebensgemeinschaften für junge Menschen sind

immer voll belegt. Die Arbeit für kleinere Kinder erschliesst unter der Leitung von Daniel Wartenweiler neue Ansätze der Familienintegration und hat Modellcharakter für Onesimo. Programme, die sich wiederholen, wurden in Arbeitsheften standardisiert, um Raum für neue kreative Ideen zu schaffen.

Vollversammlung im Park Im Stadtpark trifft sich am Freitag die gesamte Gemeinschaft von Onesimo. Ich zähle 130 Menschen, darunter 43 neue Boys und Girls von den Strassen Manilas, entschlossen für einen Neuanfang bei Onesimo. Die jüngeren Kids sind diesmal nicht dabei. Ein schüchterner Junge steht vorne und erzählt. Sein Vater wurde mit einem Messer niedergestochen und liegt jetzt im Spital. Als der Junge davon erfuhr, wollte er zuerst seine Rehabilitation abbrechen. Dann wurde ihm klar, dass er jetzt Hilfe braucht, damit er später seiner Familie helfen kann. Ich erzähle von der Schweiz und von Deutschland; von den vielen Freunden, die sie unterstützen.

Auszubildende Elektriker

Wochengebet

Mit ein paar Mitarbeitern reise ich nach Pasay zu den Armenvierteln im Süden von Manila. Hier ist Onesimo noch nicht aktiv und wir wollen da zwei neue Ge-

Als Gast nehme ich einmal am wöchentlichen Mitarbeitertreffen teil. Eine der neuen Lehrerinnen ermutigt uns anhand der Bibel neu zum Dienen. Danach werden Zettel mit den Namen aller Kinder und Jugendlichen verteilt, um für sie zu beten. Danach werden die Gebetsanliegen der letzten Woche durchgegangen, um Erledigtes mit Aktuellem zu ersetzen. Diese Mitarbeiter setzen sich mit Hingabe ein und wissen, dass alles Gelingen von Gott kommt

Lassen sich ein paar erfahrene Mitarbeiter überzeugen, in die dreissig Kilometer entfernte andere Ecke Manilas zu ziehen? meinschaften gründen. Diese Slums scheinen gut erschlossen, eine Reha-Arbeit für die vielen Süchtigen und eine alter-

Im Süden der Stadt sind neue Gemeinschaften geplant

Versammlung der Onesimo-Gemeinschaft im Park

Berufskurse in Lehrbetrieben von Onesimo Das Trainingszentrum ist vor drei Jahren eröffnet worden und bereitet junge Menschen auf die Eigenständigkeit im Erwerbsleben vor. Dort treffe ich den Schulleiter Dr. Aguilar «Sir Poy», der selber im Slum aufgewachsen ist. Er hat das alternative Lernsystem bei Onesimo entwickelt und etabliert. Die Regierung hat nun dafür die Bestmarke erteilt und bezeichnet es als Musterbeispiel. In den

Neue Gemeinschaften im Süden geplant

Philippinen besuchen nur 83 % die Primarschule und nur 59 % der 12–15-Jährigen auch die nächste Schulstufe. Ich sehe mir die Berufskurse an und bin begeistert: In der Autowerkstatt sitzen zwölf Jungs mit ihrem Lehrer um Autos mit offenen Motorhauben. Auch die Autowaschanlage ist in Aktion. Acht Mädchen lernen, mit Schere und Nähmaschine Kleider zu schneidern. Eine weitere Grup-

pe lässt sich zu Servicepersonal ausbilden. Auf der Dachterrasse finden wir drei Jungs, die unter Anleitung an einem Übungsbrett elektrische Schaltungen montieren. Die Lehrbetriebe kämpfen aber noch mit finanziellen Anfangsschwierigkeiten und brauchen Unterstützung.

Angehende Schneiderinnen

Der Vater der Jungs kommt bei einer Schiesserei unschuldig ums Leben

Neuland für Camp Rock In den letzten zwölf Jahren konnten am Strand von Camp Rock über zehntausend junge Menschen auftanken und neue Hoffnung schöpfen. Die Häuser und Einrichtungen brauchen nun eine gründliche Renovation, die von Lothar Weissenborn überwacht wird. Weil der Tourismus die Insel entdeckt hat, sind jetzt unsere Häuser von Neubauten umgeben. Lagerfeuer, Zelte und laute Spiele am Strand sind inzwischen verboten worden. Damit wir unsere Camps uneinge-

schränkt weiterführen können, planen wir den Kauf eines tausend Quadratmeter grossen Geländes für CHF 62 500.–. Das Land liegt direkt an einem Fluss, ist mit Fruchtbäumen bewachsen und durch eine Strasse gut zugänglich. Das wäre eine ideale Ergänzung und würde einen Basketballplatz, Lagerfeuer usw. ermöglichen. Vielleicht fühlen Sie sich angesprochen und möchten den Landkauf unterstützen?

Familienhilfe Fünf neue Mädchen leben auf der Müllhalde in Tondo. Ich begleite die beiden Sozialarbeiterinnen Jessica und Jessa bei einem Besuch. Sie bauen Beziehungen zu den Familien der Mädchen auf und brauchen auch ihre Einwilligung. Zudem werden sie zu Schulungen eingeladen, damit die spätere Rückkehr gelingt. Wir waten durch schwarze Jauche zwischen den unglaublich armseligen Hütten, beobachtet von nackten, schmutzigen Kindern mit traurigen, entzündeten Augen. Eine Mutter ist mit Stahlhaken am Müllsammeln und weint, als sie nach drei Wochen ihre Tochter wieder sieht. Man erklärt ihr vorsichtig, was Onesimo ist und wo ihre Tochter die nächsten paar Monate verbringen möchte. Wir wollen diesen Familien vermehrt Hilfe anbieten und ihnen so die Liebe Gottes nahebringen.

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native Schule gibt es aber noch nicht. Lassen sich ein paar erfahrene Mitarbeiter überzeugen, in die dreissig Kilometer entfernte andere Ecke Manilas zu ziehen? In einer Hütte am Fluss ist ein Toter aufgebahrt. Mit vielen Slumbewohnern stehe ich dabei. Zwei Jungs mit verheulten Gesichtern packen mich am Arm. Ich soll ihren toten Vater fotografieren und ihnen dann die Bilder als Erinnerung bringen. Er sei als Unbeteiligter in einer Schiesserei von einem Querschläger getötet worden. Natürlich erfülle ich ihren Wunsch.

Jessica besucht das Mülldorf in Tondo

Vereinsarbeit Das Wachstum von Onesimo mit Landund Hauskäufen verlangt eine weise Absicherung und gute Verwaltung. Darum hat der Vereinsvorstand neue Mitglieder aufgenommen und unser Anwalt, Joel Butuyan, hat mit der Hilfe vom Schweizer Berater Urs Gröhbiel die nötigen Statutenänderungen vorbereitet. Zum Abschluss unserer Reise freuen wir uns mit vielen anderen Zuschauern über die Darbietungen der Kinder und Jugendlichen von Onesimo. Mit grosser Freude und Frieden im Herzen reisen wir in die Schweiz zurück und wissen, dass es sich lohnt, für diese Menschen unterwegs zu sein. Christine Schneider

Onesimo-Kalender 2008 Auch dieses Jahr erhalten alle Spender von Servants diesen Fotokalender als Dankeschön zugestellt. Zusätzliche Exemplare können bezogen werden – solange Vorrat oder auf Vorbestellung. Letztes Jahr waren im Dezember bereits alle 1000 Exemplare ausverkauft.

Richtpreis CHF 10.– im Einzelverkauf, ab dem zweiten Kalender CHF 5.– pro Stück! Der Betrag wird als Projektspende verbucht. Zu bestellen bei: christian.schneider@onesimo.ch Telefon 061 301 42 66

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Philippinen ONESIMO

50 Patinnen und Paten gesucht Fünfzig neue Kinder und Jugendliche im Onesimo-Programm suchen Paten. Im Juli haben diese jungen Menschen einen Neuanfang in ihrem Leben gewagt und brauchen nun Partner, die sie finanziell unterstützen. Die Teenager entschliessen sich vorerst für sechs Monate Rehabilitation. Nach diesem Grundtraining werden sie ermutigt, so lange weiter in der Gemeinschaft zu leben, bis sie selbstständig oder in ihrer Familie weiterleben können. Einige der Jugendlichen sind so schwer traumatisiert oder süchtig, dass sie ihre Zeit mit Onesimo zu früh abbrechen. Trotzdem sind wir überzeugt, dass jeder Tag liebevoller Zuwendung wichtig ist im Leben dieser jungen Menschen. Onesimo bietet folgende Möglichkeiten der Patenschaft:

Schulunterstützung für Strassenkinder Mit CHF 50.– (Euro 35.–) im Monat wird ein Kind, das auf der Strasse lebt, so unterstützt und betreut, dass es trotzdem die offizielle Schule besuchen kann: Aufgabenhilfe, Mahlzeiten, medizinische Hilfe und evtl. Schulung der Familie. Vollpatenschaft für Onesimo-Kinder Mit CHF 200.– (Euro 140.–) im Monat werden Kinder und Jugendliche rund um die Uhr in der therapeutischen Gemeinschaft betreut. Gedeckt sind auch Schule, psychologische und medizinische Betreuung, Besuche und Schulungen der Familie, Transporte, Freizeiten, Klei-

der usw. Mit der Hälfte oder einem Viertel des monatlichen Betrags (CHF 100.– / Euro 70.– oder CHF 50.– / Euro 35.–) beteiligen Sie sich an der Unterstützung eines Kindes. Auch damit sind Sie ein vollwertiger Pate. Sie erhalten ein Foto mit einer kurzen Lebensgeschichte und zweimal im Jahr einen persönlichen Brief des Patenkindes. Teilen Sie uns mit, wie viel Geld Sie monatlich einzahlen möchten. Eine Patenschaft dauert ein Jahr, kann aber jederzeit verändert werden. Kontakt: Christine Schneider, Pilatusstrasse 34, 4054 Basel, Telefon 061 301 42 66, E-Mail: christian.schneider@onesimo.ch

Danke Unsere Patenkinder schreiben regelmässig über ihre Erlebnisse. Hier drei aktuelle Beispiele: Berufsträume Meine Mutter ist im Gefängnis und mein Vater hat eine andere, drogensüchtige Frau. Er verdient etwas Geld mit einem Velotaxi. Wir haben keine Hütte und ich freue mich, dass ich bei den Onesimo Kids sein kann. Ich spiele gerne, lache, schreibe, schlafe, dusche und mache gerne Witze. Ich gehe in die erste Primarklasse und träume davon, einmal Äztin zu werden. Ruby (10)

Das Leben hat Sinn Mit zwölf Jahren musste ich die Schule wegen schlechten Gewohnheiten und Süchten abbrechen. Ich liess mich immer mehr fallen und musste wegen Raub zwei Jahre ins Gefängnis. Mein Freund war in der Zwischenzeit bei Onesimo und erzählte mir davon. Ich dachte darüber nach und entschied mich dann, mit ihm mitzugehen. Hier habe ich zum ersten Mal gehört, dass mein Leben wertvoll ist und einen Sinn hat. Roland (18)

Wertvolles im Müll Ich bin das Vierte von neun Kindern. Wir sind sehr arm, meine Mutter arbeitet als Müllsammlerin und bringt uns alleine durch, denn mein Vater ist krank. Seit dem Tod von einem meiner Geschwister weint sie oft und ich mache mir Sorgen um sie. Manchmal helfe ich ihr beim Müllsammeln, aber ich bringe nicht viel ein, weil ich das Wertvolle nicht schnell genug finde. Weil das Geld fehlte, konnte ich bisher nicht zur Schule gehen. Um dies nachzuholen, bin ich bei Onesimo eingestiegen. Ich will später einmal meiner Familie helfen. Rose (15)

Zwei Teilnehmerinnen von Onesimo freuen sich über die Briefe von ihren Paten in Europa


S e r va n t s C H

Ser vants CH

Impressum

VORANKÜNDIGUNG

Servants Switzerland Rotbergerstrasse 12 CH-4054 Basel Telefon: +41 61 382 80 30 E-Mail: switzerland@servantsasia.org

Onesimo-Fest Gäste aus Manila Wer übernimmt die Buchhaltung? Erna Scherrer hat die Buchhaltung von Servants Switzerland zehn Jahre lang betreut und möchte diese Aufgabe nun abgeben. Wir suchen per Oktober 2008 oder nach Vereinbarung eine Person, welche die Buchhaltung von Servants Switzerland ehrenamtlich betreut. Wer will sich von ihr einarbeiten lassen und ihre Nachfolge übernehmen? Aufgabenbereiche • Monatliches Buchen der zusammengefassten Spendeneinnahmen für die einzelnen Projekte. Die Einzelspenden werden weiterhin von Anne Tüscher verbucht und als Gesamtposition an die Buchhaltung weitergegeben. • Überweisen von Spenden an die Teams in den Slums • Begleichen der laufenden Rechnungen von Servants Switzerland • Erstellen von Bilanz und Erfolgsrechnung per Ende des Geschäftsjahres Voraussetzungen • Diese Aufgabe umfasst ein Arbeitspensum von rund 5 – 8 Stunden pro Monat. Idealerweise nehmen Sie an den etwa zweimonatigen Treffen von Servants Switzerland teil und erhalten so einen vertieften Einblick in unsere Arbeit. Fähigkeiten, die zu den idealen Voraussetzungen für diese Aufgabe gehören: • Führen einer einfachen Buchhaltung • In englischer Sprache per E-Mail kommunizieren • Flexibilität im kleinen Team bei neuen Situationen Haben Sie Interesse an diesem wichtigen Dienst zugunsten unserer armen Freunde? Dann melden Sie sich bei Andreas Schmid: an.na.schmid@bluewin.ch Telefon 061 382 80 30 (ab jeweils 20.00 Uhr) Auskünfte aus erster Hand gibt Ihnen Erna Scherrer: er.scherrer@sunrise.ch Telefon 061 401 00 41

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Samstag, 25. Oktober 2008 18.00 – ca. 20.00 Uhr Thomaskirche Basel (Busstation 36)

Junge Slumbewohner besuchen die Schweiz Vor drei Jahren hatten wir in Basel ein Fest mit Besuchern von Onesimo. Nun kommen vier Teilnehmer sowie Mitarbeiter und der neue Gesamtleiter Dennis Manas zu uns, um aus ihrem Leben und über die wachsende Arbeit in Manila zu berichten. Wagen Sie eine Begegnung mit Christen aus einer der ärmsten Gegenden der Welt, lernen Sie ein paar unserer Freunde von dort kennen. Erfahren Sie von ihnen persönlich, wie Gott in verschiedensten Lebenssituationen berührt, heilt und erneuert. Die drei Basler Musiker Ernie Opiasa, Emanuel Heitz und Christoph Mühlberger unterstützen unsere Gäste bei ihren Darbietungen. Programm Lieder, Berichte, Bilder, Videoclips, kleiner Snack Verkaufsstand Bilder von Onesimo-Teilnehmern, Kamay Krafts-Artikel, neue CD von Simon Fankhauser und andere CDs und DVDs Eintritt frei Kollekte zugunsten der Arbeit von Onesimo

Weitere Anlässe Unsere Freunde aus Manila sind auch an weiteren Anlässen dabei: Bern Samstag, 18. Oktober, 17.00 Uhr, Deltagemeinde, Jubiläumsplatz Zollikofen Sonntag, 19. Oktober, 09.30 Uhr, Sammlung + Sendung, Kreuzstrasse 7 Bubendorf Sonntag, 19. Oktober, 17.00 Uhr, Reformierte Kirche Zürich Samstag, 1. November, 18.00 Uhr, EMK Kreis 4, Stauffacherstrasse 54

Rose Espares Sie wuchs bei ihrer Grossmutter auf der Strasse auf und schloss sich dann einer Strassenbande an. Als Teenager kam sie zu Onesimo und ihr Leben begann sich radikal zu verändern. Heute ist sie Mutter von zwei Kindern und freiwillige Mitarbeiterin der Leuchtturm-Gemeinschaft. Joel Reginia Der ehemalige Strassenjunge aus der Gegend des Letre-Slums besucht heute die Ausbildungsmodule von Onesimo und hilft als Mitarbeiter in der Frisco-Slumgemeinschaft mit.

Bobby Dalida Er stammt aus dem Slum bei der Müllhalde von Payatas. Dann lebte er zwei Jahre lang in der Gemeinschaft von Onesimo. Heute ist er Vater und leitet selber eine der Gemeinschaften.

Hazel Sarol Sie wuchs im Frisco-Slum auf. Sie konnte Psychologie studieren und arbeitet seit den Anfängen von Onesimo treu mit. Während vielen Jahren hat sie die Freizeiten in Camp Rock koordiniert und geleitet und heute gehört sie zur Leitung von Onesimo. Dennis Manas Dennis Manas ist der Gesamtleiter von Onesimo und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern im Teenageralter in einem Armenviertel in Manila.

Bank: PC 80-2-2, UBS AG, CH-8098 Zürich, zugunsten von CH29 0023 3233 9078 4640 J, Servants Switzerland, CH-4054 Basel Auflage: 2 000 Exemplare Druck: Job Factory Basel AG Redaktion: Markus Siegenthaler Layout: Rita Binkert

Links

www.servantsasia.org www.onesimo.ch www.kamay-krafts.org www.bornpoor.com Servants Kambodscha G.P.O. Box 538 Phnom Penh Cambodia Telefon/Fax: +855 23 425 045 E-Mail: cambodia@servantsasia.org Servants Philippinen P.O. Box AC-569 1109 Quezon City Metromanila, Philippines Telefon: +632 926 76 88 E-Mail: philippines@servantsasia.org Servants Indien c/o Servants Switzerland Rotbergerstrasse 12 CH-4054 Basel Telefon: +41 61 382 80 30 E-Mail: switzerland@servantsasia.org

Steuerabzug

Jahresrechnung

Liebe Freunde, bitte betrachten Sie diesen Einzahlungsschein nicht als Zahlungsaufforderung. Er soll für diejenigen eine Erleichterung sein, die unser Werk unterstützen möchten. Unser Aufwand für Druck und Versand der Servants News beläuft sich im Jahr auf etwa CHF 10.– pro Adresse. Spenden an Servants werden zu 100 % für die begünstigten Projekte eingesetzt und lassen sich in der Schweiz weitgehend von den Steuern abziehen. Die Abzugsberechtigung gilt auf jeden Fall bei den Bundessteuern und bei den Kantonssteuern von Appenzell Ausserrhoden, Basel-Stadt, Baselland, Bern, Freiburg, Graubünden, Solothurn und Thurgau. Bei allfälligen Problemen in anderen Kantonen rufen Sie Nicolai Fullin zu Bürozeiten an: 061 264 90 20.

Auf Wunsch stellen wir ihnen gerne die vom Revisor genehmigte Jahresrechnung 2007 von Servants Switzerland per Post oder E-Mail zu. Schreiben Sie an Servants Switzerland, Rotbergerstrasse 12, CH–4054 Basel, E-Mail swissinfo@servantsasia.org.

Ehrenkodex Servants Switzerland hat den Ehrenkodex der Schweizerischen Evangelischen Allianz unterzeichnet. Dies verpflichtet zu einer wahren, sachgerechten und aktuellen Informationspolitik, Datenschutz in Bezug auf Adressen von Spendern und Freunden und zum wirtschaftlichen Einsatz der anvertrauten Mittel für den statutarischen Zweck.

Internationale Überweisungen Für Spenden aus dem Ausland an Servants Switzerland benötigen Sie je nach Überweisungsformular unsere IBAN- und BIC-Nummer: IBAN International Bank Account Number: CH29 0023 3233 9078 4640 J BIC Swift-Adresse: UBSWCHZH80A Spenden für Onesimo lassen sich in Deutschland von den Steuern abziehen. Bankverbindung: Sparda-Bank Hessen BLZ: 50090500 BIC: GENODEF1S12 Zugunsten von (IBAN): DE52 5009 0500 0000 2414 89 AFEK e.V. Verwendungszweck: Onesimo

Servants Switzerland ist Teil der internationalen Bewegung Servants to Asia’s Urban Poor

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Fair Trade

Onesimo Kids

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Anderes: ________________________________


«Wir sind Bettler, die anderen Bettlern erzählen, wo es zu essen gibt.» Holger Reinhardt, Pfarrer in Lüdenscheid

Zwei Teilnehmerinnen von Onesimo im Berufstraining für Köchinnen


Servants Newsletter September 2008