Franz Schubert
orchestrated by Ian Cusson
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orchestrated by Ian Cusson
Full Score
From the G. Schirmer Rental Library Date of Printing________________
G. Schirmer, Inc.
New York, NY
Texts by Ludwig Christoph Heinrich Hölty, Matthäus von Collin, Wilhelm Müller, and Johann Graf von Majláth orchestrated by Ian Cusson
Contents:
1. An den Mond, D193...............................................................1
2. Der Zwerg, D771 ...................................................................24
3. Frühlingstraum, D911 ...........................................................57
4. Der Blumen Schmerz, D731 .................................................95
Orchestrations commissioned by l’Orchestre de l’Agora.
First performed on September 25, 2024 in Montreal, Québec, with Ema Nikolovska and l’Orchestre de l’Agora, conducted by Nicolas Ellis.
G. Schirmer, Inc. New York, NY
Geuß lieber Mond, geuß deine Silberflimmer Durch dieses Buchengrün, Wo Phantasien und Traumgestalten immer Vor mir vorüber fliehn.
Enthülle dich, daß ich die Stätte finde, Wo oft mein Mädchen saß, Und oft, im Wehn des Buchbaums und der Linde, Der goldnen Stadt vergaß.
Enthülle dich, daß ich des Strauchs mich freue, Der Kühlung ihr gerauscht, Und einen Kranz auf jeden Anger streue, Wo sie den Bach belauscht.
Dann, lieber Mond, dann nimm den Schleier wieder, Und traurum deinen Freund, Und weine durch den Wolkenflor hernieder, Wie dein Verlaßner weint!
Im träuben Licht verschwindenschon die Berge, Es schwebt das Schiff auf glatten Meereswogen, Worauf die Königin mit ihrem Zwerge.
Sie schaut empor zum hochgewölbten Bogen, Hinauf zur licht durch wirkten blauen Ferne, Die mit der Milch des Himmels blass durchzogen.
Nie habt ihr mir gelogen noch, ihr Sterne, So ruft sie aus, bald werd’ ich nun entschwinden, Ihr sagt es mir, doch sterb’ ich wahrlich gerne.
Da tritt der Zwerg zur Königin, mag binden Um ihren Hals die Schnur von rother Seide, Und weint, als wollt’ er schnell vor Gram erblinden.
Er spricht: Du selbst bist Schuld an diesem Leide, Weil um den Künig du mich hast verlassen, Jetzt weckt dein Sterben einzig mir noch Freude.
Zwar wer’ich ewiglich mich selber hassen, Der dir mit dieser Hand den Tod gegeben, Doch musst zum frühen Grab du nun erblassen.
Sie legt die Hand auf’s Herz voll jungem Leben, Und aus dem Aug’ die schweren Thränen rinnen, Das sie zum Himmel betend will erheben.
Mögst du nicht Schmerz durch meinen Tod gewinnen! Sie sagt’s, da küsst der Zwerg die bleichen Wangen, D’rauf alsobald . . . vergehen ihr die Sinnen.
Der Zwerg schaut an die Frau, vom Tod befangen, Er senkt sie tief in’s Meer mit eig’nen Handen. Ihm brennt nach ihr das Herz so voll Verlangen
An keiner Küste wird er je mehr landen.
— Matthäus von Collin
Ich träumte von bunten Blumen, So wie sie wohl blühen im Mai, Ich träumte von grünen Wiesen, Von lustigem Vogelgeschrei.
Und als die Hähne krähten, Da ward mein Auge wach, Da war es kalt und finster, Es schrieen die Raben vom Dach.
Doch an den Fensterscheiben, Wer malte die Blätter da?
Ihr lacht wohl über den Träumer, Der Blumen im Winter sah?
Ich träumte von Lieb um Liebe, Von einer schönen Maid, Von Herzen und von Küssen, Von Wonne und Seligkeit.
Und als die Hähne krähten, Da ward mein Herze wach, Nun sitz ich hier alleine Und denke dem Traume nach.
Die Augen schließ ich wieder, Noch schlägt das Herz so warm. Wann grünt ihr Blätter am Fenster, Wann halt ich mein Liebchen, im Arm?
Wie tönt es mir so schaurig, Des Lenzes erstes Wehn, Wie dünkt es mir so traurig, Dass Blumen auferstehn.
In ihrer Mutter Armen Da ruhten sie so still, Nun müssen, ach! die Armen Hervor ans Weltgewühl.
Die zarten Kinder heben Die Häupter scheu empor: “Wer rufet uns ins Leben Aus stiller Nacht hervor?”
Der Lenz mit Zauberworten Mit Hauchen süßer Lust, Lockt aus den dunklen Pforten Sie von der Mutter Brust.
In bräutlich heller Feier Erscheint der Blumen Pracht, Doch fern schon ist der Freier, Wild glüht der Sonne Macht.
Nun künden ihre Düfte, Dass sie voll Sehnsucht sind, Was labend würzt die Lüfte, Es ist der Schmerzen Kind.
Die Kelche sinken nieder, Sie schauen erdenwärts:
“O Mutter, nimm uns wieder, Das Leben gibt nur Schmerz.”
Die welken Blätter fallen, Mild deckt der Schnee sie zu –Ach Gott! so geht’s mit allem, Im Grabe nur ist Ruh!
— Johann Graf von Majláth
2 Flutes
2 Oboes (2 doubling English Horn)
2 Clarinets in Bb
2 Bassoons
2 Horns in F
2 Trumpets in C
2 Trombones
Bass Trombone
Timpani
Harp
Solo voice
Strings (4.4.3.2.1 )
duration ca. 20’
M.FrançoisSchubert
D193(Hölty)
Flute1
Flute2
Oboe1
EnglishHorn
ClarinetinBb1
ClarinetinBb2
Bassoon1
Bassoon2
HorninF1
HorninF2
TenorTrombone1
TenorTrombone2
BassTrombone
FranzSchubert OrchestratedbyIanCusson
schrei Undals dieHäh-nekrähten,