WIR UND DIE ANDEREN
Wir und die Anderen Ein Gesprächsband zur interkulturellen Zukunft Deutschlands
Schwabe Verlag
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen National bibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar. © 2021 Schwabe Verlag Berlin GmbH Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Das Werk einschließlich seiner Teile darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlags in keiner Form reproduziert oder elektronisch verarbeitet, vervielfältigt, zugänglich gemacht oder verbreitet werden. Abbildung Umschlag: Sichtvermerk. Büro für Typografie und Gestaltung, Mülheim an der Ruhr Cover: icona basel gmbh, Basel Satz und Layout: Schwabe Verlag, Berlin Druck: Hubert & Co., Göttingen Printed in Germany ISBN Printausgabe 978-3-7574-0073-6 ISBN eBook (PDF) 978-3-7574-0079-8 DOI 10.31267/978-3-7574-0079-8 Das eBook ist seitenidentisch mit der gedruckten Ausgabe und erlaubt Volltextsuche. Zudem sind Inhaltsverzeichnis und Überschriften verlinkt. rights@schwabeverlag.de www.schwabeverlag.de www.dosb.de www.integration-durch-sport.de @DOSB_Integra
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Das ‹hier bei uns› eben ‹jeder› ‹alle Möglichkeiten› hätte, das stimmt eben nicht. Terézia Mora, Schriftstellerin
Inhalt Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Terézia Mora Ein Ministerium für Teilhabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Gespräche
Sammy Amara
Farbe bekennen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Ilija Trojanow
Grenzgänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Isabel Schayani
Das Fremde lernen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
Suat Yilmaz
Die Kraft der Visionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
Aleida Assmann
Echo der Erinnerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
Tyron Ricketts
Neue Rollenverteilung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111
Amir Kassaei
Was am Ende zählt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129
Lorena Jaume-Palasí
Freiheit für das Ich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145
Die Fotokünstlerin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 163
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Vorwort
N
icht jeder*m Leser*in dieses Buches mag es auf Anhieb einleuchten, dass ein Bundesprogramm, das den Begriff Sport in seinem Namen trägt, eine Gesprächsserie mit Menschen auflegt, die keine Sportler*innen sind, die nicht im Sport arbeiten, ja bisweilen nicht einmal eine besondere Beziehung zu diesem Thema pflegen. Wie zum Beispiel der Leadsänger der Band «Broilers», Sammy Amara, der sagt: «Wenn überhaupt Sport, dann nur mit Hanteln.» Wo also ist der Zusammenhang zwischen Absender und Inhalt? Die Antwort liegt näher als erwartet: Seit mehr als 70 Jahren, im Prinzip seit ihrem Bestehen, erlebt die Bundesrepublik vielfältige Einwanderung. Vor fast 20 Jahren hat der Gesetzgeber ein Zuwanderungsgesetz auf den Weg gebracht, das zwar mit mehrjähriger Verzögerung verabschiedet wurde, aber aus Deutschland auch offiziell ein Einwanderungsland machte. Trotzdem erle ben viele Menschen mit internationaler Geschichte – egal welcher Generation – weiterhin Rassismus, Diskriminierung und die universelle Kränkung, in einer Gesellschaft zu leben, die sie zwingt, sich permanent zu legitimieren. Der Sport bietet ohne Zweifel eine der einfachsten Möglichkeiten, sich jenseits der Frage nach Herkunft, Hautfarbe und Glauben und ohne diesen Legitimationsdruck zu begegnen, auf Augenhöhe, wie es immer so schön heißt; sich vielleicht sogar kennenzulernen und im besten Fall Freundschaften zu schließen. Das Bundesprogramm ist dabei gewissermaßen der ins Konzept gegos sene Ausdruck für dieses Potenzial. In den mehr als 30 Jahren seines Bestehens hat es hunderttausendfach veranschaulicht, dass und wie es Menschen dabei unterstützen kann, über den Sport in Austausch zu treten – und genauso wichtig: die Mitmenschen dafür zu sensibilisieren und dafür zu öffnen, dass Integration «Begegnung» bedeutet, und eben keine zwanghafte Anpassung der einen Seite an die andere. 9
Hinter diesen hehren Worten der wechselseitigen Begegnung auf Augen höhe verbirgt sich ein großer Anspruch, keine Frage. Anmaßung wird dar aus, wenn es dieser Anspruch mal wieder nicht über das Vereinsgelände oder die Sporthalle hinaus schafft. Wenn der Gleichheitsbegriff die eigenen Erfahrungen absolut setzt und die von anderen leugnet und ausschließt. So formuliert die Schriftstellerin Terézia Mora in ihrem einleitenden Essay: Integration solle selbstverständlich keine Einbahnstraße sein, «aber nach meinem Geschmack wird der Ball dabei etwas zu häufig und nachdrücklich in die Spielhälfte derjenigen gespielt, die weniger Macht besitzen». Manchmal bleibt der Anspruch sogar schon am Verbandswappen hän gen, wie der «Fall» Mesut Özil vor rund drei Jahren gezeigt hat. Nicht allein für die Gesellschaft, auch im Kontext Sport und Integration ist die entgleiste Debatte um den deutschen Profifußballer mit türkischen Wurzeln, der sich mit dem Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan auf einem Foto hat ablich ten lassen, eine schwere Hypothek. Der Umgang mit dem Thema, mit dem Menschen Mesut Özil hat enorme Verletzungen bei vielen Personen mit Ein wanderungsgeschichte hinterlassen und sie in ihrem Selbstverständnis als Bürger*innen dieses Landes erschüttert. Die Verantwortlichen des Sports, nicht nur im Fußball, haben dabei keine rühmliche Rolle gespielt. «Das habe ich als eine öffentliche Übung der Peinlichkeiten empfunden, von vorn bis hinten. Viele Dinge scheinen nicht verstanden worden zu sein», sagt Ilija Trojanow im Interview. Der enorme Vertrauensverlust in die Mehrheitsgesellschaft wird auch an anderen Stellen dieses Buches thematisiert, in dem Gesprächspartner*innen mit sehr diversen Biografien und aus unterschiedlichen Bereichen der Gesell schaft zu Wort kommen: neben dem bereits erwähnten Punkrocksänger Sammy Amara und dem Schriftsteller Ilija Trojanow auch die TV-Moderatorin Isabel Schayani, der Integrationslotse Suat Yilmaz, die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann, der Schauspieler und Produzent Tyron Ricketts, der ehema lige Großmeister der Werbebranche Amir Kassaei und die Digitalethikerin Lorena Jaume-Palasí. Was diese Menschen eint, ist weniger die eigene Zuwanderungsgeschichte (mit Ausnahme von Aleida Assmann) als vielmehr der differenzierende und differenzierte Blick, den sie auf Deutschland werfen. Auf ein Land, das sich in den vergangenen Jahrzehnten extrem verändert hat, und auf eine Gesellschaft, die einerseits sehr vielfältig geworden ist und andererseits einer rechten Partei großzügigen Raum zubilligt, im Diskurs, auf der Straße, in den Parlamenten. Im Spannungsfeld zwischen Identitätsfragen, 10
Bildungschancen und neuen Narrativen im Kulturbereich genauso wie in der Wirtschaft und der Wissenschaft, loten die Gesprächspartner*innen die Notwendigkeiten und den Spielraum für Veränderungen in Deutschland aus. Ohne Empörung, die sehr verständlich wäre, und frei von vermeint lichen Patentlösungen. Der Titel der Gesprächsreihe «Wir und die Anderen» changiert bewusst zwischen den künstlichen Konstrukten von Gruppen und Zugehörigkeiten. Schon immer fußte die Unterscheidung zwischen «Uns» und den «Anderen», dem «Eigenen» und dem «Fremden» auf einem – vorsichtig formuliert – sehr wackligen homogenen Identitäts- und Kulturverständnis. Doch in einer multikulturellen Gesellschaft wie der deutschen, in der Einwander*innen und ihre Nachkommen in der vierten Generation leben und ein Viertel der Bevölkerung stellen, ist sie mittlerweile schlichtweg überholt: Wer ist «Wir», wer sind die «Anderen»? Dem Sport ist zu eigen, sich im Idealfall um solche Unterschiede nicht zu scheren. Er hat universelle und leicht verständliche Regeln des Miteinanders aufgestellt, die von Respekt und Fairplay geprägt sind (oder: sein sollten). Nicht von absoluten Standpunkten oder oberflächlichen Zuschreibungen. «Wer in ein sportliches Wettkampfgeschehen eintritt, erkennt den gegenüber als einen Gegner an, mit dem er sich messen will: also als einen potenziell Gleichen», sagt der Philosoph Wolfram Eilenberger. Diese Gesprächsreihe ist daher als Diskussionsbeitrag des Sports zu verstehen, für ein Verständnis, das Vielfalt als gesellschaftliche Norm begreift, nicht als Abweichung. Wobei dieses Verständnis nicht ausblen det, dass sich ein gedeihliches Zusammenleben nicht automatisch oder gar auf Wunsch einstellt, sondern miteinander ausgehandelt werden muss – unter Berücksichtigung vieler verschiedener und durchaus widerstreitender Interessen und Befindlichkeiten. Und das immer wieder aufs Neue. Der Sport beteiligt sich mit diesem Buch an dem Aushandlungsprozess über die Zukunft der deutschen Gesellschaft, indem er nicht allein von sich und seinen Stärken spricht, sondern indem er sich mit der ihm zugrunde lie genden Offenheit der gesellschaftlichen Vielfalt und ihren Problemen nähert. Als im Juni 2019 das erste Gespräch der Reihe erschien, war die Welt eine andere, größere Erschütterungen standen aus: unter anderem die rassisti schen und antisemitischen Attentate von Hanau und Halle und der Tod des Schwarzen US-Bürgers George Floyd, verursacht durch einen Weißen Polizisten, und die darauf folgenden Black-Lives-Matter-Demonstrationen, die in den USA ihren Ausgang nahmen und schließlich in Europa und 11
Deutschland ihre Fortsetzungen fanden. Und auf eine gänzlich andere Art und Weise: die Corona-Pandemie. Die schrecklichen Ereignisse in Minneapolis, Hanau und Halle haben unbestritten das Bewusstsein für Ungleichheit, Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus in der Gesellschaft geschärft. Ausgehend von der tiefgreifenden, zunächst durch die «Black Community» angesto ßenen Debatte über Rassismus 2020 sind generelle Fragen zum Umgang und zum Zusammenleben mit Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in den Fokus gerückt. Insbesondere die ungleichen beziehungsweise fehlenden Partizipationsmöglichkeiten bei Bildung, Arbeit und Wohnen. Es geht, wie Terézia Mora eingangs schreibt, um Macht, um gleichberechtigte Teilhabe an den Ressourcen und Chancen innerhalb einer Gesellschaft. Auf dieser Ungleichheit basiert und wächst Rassismus. Die Pandemie hat diese Ungleichheit zusätzlich befördert und an der Oberfläche sichtbar gemacht, weltweit wie in Deutschland. Menschen mit erschwerten Lebensvoraussetzungen waren besonders hart von den AntiCorona-Maßnahmen und Einschränkungen betroffen, darunter auch eine größere Anzahl von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Enge Wohn verhältnisse und Jobs, bei denen Kontakte kaum zu verhindern waren, feh lende Optionen zum Home-Office, der ausbleibende beziehungsweise mehr schlecht als recht digital stattfindende Unterricht haben deutliche Spuren im Leben dieser Menschen hinterlassen. Durch die weitgehende Unterbindung des Breitensports in den vergangenen anderthalb Jahren gingen zudem wei tere, wertvolle Möglichkeiten, Zugänge und integrative Hilfestellungen ver loren. Bei rund 90.000 Sportvereinen in Deutschland lässt sich ungefähr ermessen, wie vielen Kindern und Jugendlichen die Chancen fehlten, sich zu bewegen, einander sportlich zu begegnen und Gemeinschaft zu erleben. Es gilt, das Bewusstsein weiter zu schärfen, die Sprache spielt dabei eine zentrale Rolle. Das spiegelt sich auch in der zu Beginn des Jahres veröffentlich ten Erklärung der «Unabhängigen Fachkommission der Bundesregierung zu den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit» wider. Bei der Vorstellung dieses Abschlussberichtes erklärte die Staatsministerin für Integration, Annette Widmann-Mauz: «Der Bericht der Fachkommission macht deut lich: 15 Jahre nach seiner Einführung ist der Begriff ‹Migrationshintergrund› nicht mehr zeitgemäß.» Es sei besonders wichtig, diesen Begriff zu ersetzen, denn viele der 21 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund fühlten sich dadurch herabgesetzt.
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Die Wirklichkeit in der deutschen Einwanderungsgesellschaft beginnt sich zu verändern, und letztlich ist auch dieses Buch Ausdruck dieser Veränderung. Herausgegeben von einem Bundesprogramm, vor dessen Namensbestandteil «Integration» diese Veränderungen vielleicht irgend wann keinen Halt mehr machen werden. Denn Sprache formt Wirklichkeit, und der Begriff «Integration» formt ein sehr unscharfes Bild von ihr. Weil er die Frage hinterlässt: Wer ist eigentlich gemeint? Das Bundesprogramm «Integration durch Sport» ist sehr froh, dieses Projekt gemeinsam mit dem Schwabe Verlag Basel Berlin umsetzen zu kön nen, einem mehr als 500 Jahre alten und renommierten Wissenschaftsverlag mit einer Schweizer Zuwanderungsgeschichte. Schwabe beschreitet inhaltlich mit diesem Gesellschaftsthema ebenso Neuland wie das Bundesprogramm es formal mit diesem Buch tut. Wir wünschen Ihnen eine gute und anregende Lektüre! Marcus Meyer Journalist und Projektbegleiter des Bundesprogramms Frankfurt, Juli 2021
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Terézia Mora Ein Ministerium für Teilhabe
Terézia Mora, geboren 1971 in Sopron an der ungarisch-österreichi schen Grenze, kam 1989 zum Studium der Hungarologie und der Theaterwissenschaft an die Berliner Humboldt-Universität. «Zäh sein und durchhalten», so gelang ihr nach eigenem Bekunden in den folgenden Jahren der Wechsel zwischen den Systemen und Kulturen. Der Deutschlandfunk schrieb, dass ihr dabei die Gabe erhalten geblieben sei, als Emigrierte vom Rand besser ins Zentrum deutscher Mentalität schauen und schreiben zu können. Letzteres tut die zweisprachig aufgewachsene Autorin ausschließlich auf Deutsch. Vielfach wurde ihr schriftstellerisches Werk in den ver gangenen 20 Jahren gewürdigt, unter anderem mit dem IngeborgBachmann-Preis (1999), dem Preis der Leipziger Buchmesse (2005), dem Deutschen Buchpreis (2013) und dem Georg-BüchnerPreis (2018) für ihre Trilogie um den lethargischen ComputerNerd Darius Kopp. Terézia Mora ist Mitglied des Deutschen PENZentrums und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
«Raus hier, sagte Juri, du musst raus, s olange du noch integrierbar bist. Integrierbar! Es gibt Wörter, die bringen mich auf die Palme. Hast du ‹integrierbar› zu mir gesagt?» Das Zitat stammt aus dem Roman Das Ungeheuer, adressiert an einen weißen deutschen Mann in seinen besten Jahren von einem anderen weißen deutschen Mann in seinen besten Jahren, und der Angesprochene bittet sich das, wie man sehen kann, aufs Entschiedenste aus. Warum ist das so? Weil die Autorin des Romans (ich) seit einer Weile dem Wort «Integration» gegenüber ähnlich empfindet wie ihr Held. Das Gleiche gilt für das Wort «Vereinbarkeit». Jemand soll also sich integrieren oder integriert werden, ebenso, wie jemand etwas (sagen wir: Beruf und Familie) vereinbaren soll – beide Prozesse sind selbstverständlich «keine Einbahnstraße», aber für meinen Geschmack wird der Ball dabei etwas zu häufig und nachdrücklich in die Spielhälfte derjenigen gespielt, die weniger Macht besitzen. Hilf dir selbst, so hilft dir Gott. Das stimmt natürlich. Teilweise. So, wie die große Mehrheit solcher Sätze teilweise stimmt. Jeder ist seines Glückes Schmied. Und manchmal ist dieser «Jeder» eben Einzelerbe der seit Generationen größten Schmiede des Landes und ein anderes Mal die neunte Tochter der tief religiösen Witwe eines eingewanderten Tagelöhners. Möglicherweise bedürfen beide der Integrationshilfe, sehr wahrscheinlich beide nicht der gleichen. Äußerst anschaulich in diesem Zusammenhang ist das (wir wissen nicht, ob jemals wirklich in dieser Weise erbrachte) Lehrbeispiel eines anonymen Highschool-Lehrers, der seinen Schülern etwas über Privilegien beibrachte, indem er sie aufforderte, mit Papierkügelchen in einen Papierkorb zu treffen, der vorne an der Tafel stand – wobei jeder Schüler an seinem Platz bleiben musste, ob dieser nun in der ersten oder der letzten Reihe saß.
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