Schweizerisches Idiotikon
Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache
Schweizerisches Wörterbuch Idiotikon der schweizerdeutschen Sprache
Das Schweizerdeutsche Wörterbuch, das grösste Regionalwörterbuch des Deutschen, ist aus einem Idiotikon schweizerdeutscher Wörter längst zu einem umfassenden Wörterbuch des Schweizerdeutschen geworden, ja in gewissem Grad zu einem Reallexikon oder Thesaurus (wie die drei andern nationalen Wörterbücher der Schweiz). Es erschliesst sowohl den Wortschatz der zum Teil sehr altertümlichen Dialekte der deutschen Schweiz (samt den Walsermundarten Oberitaliens) als auch die schriftliche Überlieferung dieses Gebiets seit dem 12.Jahrhundert, besonders gründlich die des 15. und 16. Jahrhunderts; dabei sind namentlich Landwirtschaft, Jagd, Fischerei und Gewerbe, Sachkultur und Volksleben, Recht und Dichtung berücksichtigt, auch Volkslieder, Kinderreime, Bauernregeln usw., sodann die Sondersprachen der Schüler, Studenten, Soldaten und Fahrenden.
Gesammelt auf Veranstaltung der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich unter Beihülfe aus allen Kreisen des Schweizervolkes Herausgegeben mit Unterstützung des Bundes und der Kantone Begonnen von Friedrich Staub und Ludwig Tobler und fortgesetzt unter der Leitung von Albert Bachmann, Otto Gröger, Hans Wanner, Peter Dalcher, Peter Ott und Hans-Peter Schifferle
Die einzelnen Wörter sind zufolge der lautlichen Vielfalt gemäss dem Schmellerschen System (auf dem Umschlag jeder Lieferung erklärt) in erster Linie nach der Herkunft angeordnet (die Zusammensetzungen undAbleitungen beim Grundwort) und semantisch aufeinander bezogen; dadurch werden nicht nur die Bedeutungsentwicklung jedes Wortes, sondern auch dessen Stellenwert und Leistung innerhalb der Wortsippe sichtbar. Vielfache Verweisungen auf Synonyme und begriffsnahe Wörter erschliessen Wortfelder der Gegenwart oder früherer Zeit. Wo möglich sind die Wörter im Satzzusammenhang geboten; daher ist auch Phraseologie und Idiomatik berücksichtigt. Den Appellativen sind in reichem Masse entsprechende lebende und urkundliche Namen (Personen- und Lokalnamen) angeschlossen.
Redaktion: Hans-Peter Schifferle, Niklaus Bigler, Andreas Burri, Christoph Landolt, Hans Bickel, Martin H. Graf, Claudia Schmid
Bis jetzt sind die Bände I–XVI erschienen und können gebunden bezogen werden. Band XVII erscheint laufend in Form von einzelnen Heften. Band
Spalten
I II III IV V VI VII VIII IX X XI XII XIII XIV XV XVI
A bis F G bis H J bis L M bis B (P) Bl (Pl) bis Q R S Sch Schl bis Schw Sf bis St-ck St-l bis Str D (T) bis D-m (T-m) D-n (T-n) bis D-z (T-z) Dch (Tch) bis Dw (Tw) W bis W-m W-n bis X
XVII
Bisher 128 Spalten (Z bis zobelin)
1344 1840 1574 2038 1318 1938 1786 1760 2280 1846 2470 1951 2316 1862 1768 2429
Erscheinungsjahr 1881 1885 1895 1901 1905 1909 1913 1920 1929 1939 1952 1961 1973 1987 1999 2012
222. Heft Band XVII, Spalten 1–128
enthaltend die Gruppen Z – zub ( Z bis zobelin)
2015
Schwabe Verlag Basel
Preis Fr. 525.–/Euro 525.– pro Band Preis Fr. 33.–/Euro 33.– pro Heft Quellen- und Abkürzungsverzeichnis Preis Fr. 49.–/Euro 49.– Alphabetisches Wörterverzeichnis zu den Bänden I–XI Preis Fr. 210.–/Euro 210.–
Die Arbeit am Wörterbuch wird unterstützt von der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften den Deutschschweizer Kantonen
© Copyright 2015 Schwabe AG, Verlag, Basel Das Werk einschliesslich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung in elektronische Systeme. Gesamtherstellung: Schwabe AG, Druckerei, Muttenz/Basel Printed in Switzerland ISBN: 978-3-7965-3342-6 Alle Rechte vorbehalten rights@schwabe.ch www.schwabeverlag.ch
ZZ, als Buchstabenname gesprochen Zætt, Ze 2tt — m., n.: der letzte Buchstabe des Alphabets; allg.; vgl. X (Bd XVI 2393). D’ Frou w Ramseier het für jede n Buechstabe n vom ABC öppis Schȫns a n d’ Wandtafele n ’zeichnet. Der L isch t es Latërndli g’sī n, der Z es Zwërgli. BTraber 1997, 29. Als Zürcher H o h h e i t s z e i c h e n ; vgl. Zürich-Z. ,Zuo verkommen den betrug und gevärd, der imm saltzkouff mit dem zeichen gebrucht wirdt, ist angesechen, das zeichen zuo besserrnn mit dem Z, namlich, was gemilwt saltz [Bd VII 883 M.] ist, sol haben den ring und das Z, und das galfisaltz [Galfen-Salz Bd VII 890] allein das Z.‘ 1498, QZW. 978. ,Zuo merer gwarsame, umb das dest besserer werschaft gemacht werde, so ist geordnet, wann einer ein arbeyt vom hammer, es sigen becher oder anders derglychen . . . ußgemacht, so soll er die niemandts geben noch verkouffen, er habe denn zuovor der statt zeichen, das zätt in einem schiltly, und darzuo sin zeichen daruf geschlagen und also verzeichnet.‘ 1547, Z Anz. 1889, 165 (Z Goldschmiedeordn.). In der R A . vo n A bis Z, von Anfang bis Ende, durchs Band weg; allg. [N. ist alles] wo ob dem Hūs, im Schopf un d um de n Stal l ume n vorg’gangen ist, vor Ouge n cho n u nd het ’ne n vo n A bis Z g’ergeret. SGfeller 1911, 197. Vun A bis Z isch t al les militǟrisch g’gange n. EEschmann 1916, 120. [Ein Künstler hat sich] nu n no ch V.A.B.Z. g’nännt: d’ Abchürzi ng vo n ‹Vo n A bis Z› . . . Er seg sicher, wän n er bim Z a ncho n seg, heg er sich i n de r Kunstg’schicht en unstërbliche n Name n g’macht. FKauffmann 2014, 98. 100. Im Ve r s ; s. Bd XVI 2393 M. (mehrfach). — Der Name des Buchstabens nach griech. zeta; vgl. Gr. WB. XV 1; Jutz II 1672; Schm.2 II 1065; Fischer VI 1021.
T- T(h)ĕ-: Name der Buchstabenverbindung ‹tz›; allg. — Spez. a) in der RA. bis uf ’s Tezëtt usse n, ohne Ende Sch. Er schrībt dim Architëkt . . . ab und lōt en andere n cho n. Und dänn wider en andere n. Und wider ann bis uf ’s Tezëtt usse n. ABächtold 1942, 66. Für Guwernante n hei si Anfrōge n bis uf ’s Tezëtt usse n, sāt d’ Madam P. ebd. 1950, 1, 255. — b) Hinkender Zg (,ein bezeichnender Ausdruck für die Ungleichmäßigkeit des Ganges.‘ ä. Angabe); vgl. ein-und-zwanzg. — Vgl. Gr. WB. XI 1, 2, 1998; Fischer VI 1021.
Z ü r i c h - : das Z als Zürcher Hohheitszeichen (vgl. o. unter dem Simplex). Er hät ’s Züri chzëtt uf dem Rugge n, ,von einem, der wegen Diebstahl die entehrende Strafe erlitt, daß ihm das Z, der Zürcher Verbrecherstempel, aufgebrannt wurde‘ ZWl. (um 1865). z I, zẹ I, zä I: a) exspiratorisch realisiert, Interj. des Erstaunens, der Verwunderung. Z! das ist doch fatāl! Usteri 1853, 1, 37 (Z). Deini het aber fast ’s Mūl nümm z’säme n’brōcht vor Anluege n. ‹Zä zä zä› het si g’macht und a nfoh n fingerle n, ‹lūterlȫtigs Guld!› Schweiz. Idiotikon XVII
EFischer 1922, 53 (SG.). — b) inspiratorisch realisiert. α) Interj. der Bejahung. [A.:] Weisch t es dū, Anni? [B.:] Z, īch weiss es. Gfd 62, 152 (L). — β) gelängt, Interjektion des Bedauerns, des Schmerzes. Zzzz, ē min Zit, wi e ist das i 2 nfalt g’gange n, ,unglücklich ausgegangen‘. Bratschi-Trüb. Zzzzz — das tuet wē ZStdt. — Vgl. Martin-Lienh. II 888. z II: wiederholter Schnalzlaut, als Ausdruck der Missbilligung. Wenn er het müesse n warte n, het [er] a nfōh n mit dem Chopf schüttle n und mit der Zunge n mache n: Z z z, das gōt en Ēbigkeit! JReinh. 19051 , 110 (S). Machsch t dū jetz no ch sövel tumm Sache n! Z! Z z z z! Es het doch e nke n Gatti ng! SGfeller 1919, 153 (BE.). Er undersuecht die [zu flickende] Sach und redt mit em sëlber lūt bim Schaffe n. ‹Z . . . z . . . z . . . z› hed mer e n g’hȫrt mache n, wenn em öppis nid grad g’gange n ist, wie-n-er hed welle n. RStäger 1952, 96/8 (AaF.).
Za, ze, zi, zo, zu z III, z a , z ä II, z e i I, z i I, z i e , z o , z u , z u i , z ü (bzw. tw. gedehnt): 1. wiederholt und/oder durch weitere Elemente ergänzt, Lockruf für versch. Tiere; vgl. SDS. VIII 18/9. 20/1. 57/8. 70/1. 87/8. 123. a) für Katzen: z GlElm, zi, zī AaZ.; Ap; BO.; Gl (allg.); LRg.; G, so Rh., Sa., Wb.; Schw, so E.; Th, so Kessw.; Zg, so Stdt; Z, so Kn., O.; St.; Synn. bs 1a (Bd V 1044, wo ein weiteres); sīm (Bd VII 953); zid. Z z z! GlElm. Zi zi zi! verbr. Zī zī zīseli! Schw. Übertr.: Herr Pfar rer, me n cha nn nüd al liwīl säge n: chumm zi zi zi! Me n muess au ch öppe ndie säge n: hūs use n, Chūz! RBaur. — b) für Kälber, Jungrinder: z Obw (verbr.), zie GMs, Sa.; Syn. tschu 2cα (Bd XIV 1684, wo weitere). Z Chalbeli, chemid! ObwSachs. (SDS.). Z Chalbeli, z Chalbeli! Obw Lung. (ebd.). U zie zie zie zie! GSa. — c) für Kühe: za ApK.; Syn. wȫtsch (Bd XVI 2356, wo Weiteres). S. Bd VIII 844 u. (JHartmann) und vgl. Sp. 10 M. (PRima). — d) für Fohlen: zi AaZ., zie GMs, Sa. U zie zie! GMs. — e) für Ziegen: za, zā ApH., I., K., zä Ap, so Haslen; GrAv., zei GrAv., zi GrHe.; L; WSimp., Zwischb.; Z, zo ApI.; Synn. tschä 2a (Bd XIV 1681, wo weitere); zub. Za za za! ApHer. (SDS.). Hoi zo zo zo! TTobler. Hoi zä zä! ApHaslen (SDS.). Chomm, zi zi zi! ALGassmann 1918, 65. Zi zi, Salz Salz! BSM. II 125 (WSimp., Zwischb.). ’s Rëgeli [ist] Sum mer für Sum mer, all Ābi ng am föifi, vor sīne n Geisse n hër de n Züri chbërg ab cho n und hät . . . dẹzue ‹zi zi zi› g’rüeft. Z Tagesanz. 1923, 3. Mai (ELocher-Werling). S. noch Bd VII 765 u. (GrAv.); 1 (2015)
Za, ze, zi, zo, zu: z III 1e
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VIII 844 u. (JHartmann). — f ) für Schafe: zä ZZoll., zo, zō U (verbr.), zu, zū U (verbr.), zü SchwIb., Muo.; Syn. tscho 1bα (Bd XIV 1682, wo weitere). Zä zä zä! ZZoll. Zo zo zo, Bënz! ERenner 1941, 86. Zoggs zō! UMai. (OFrehner). O zü zü zü! SchwMuo. (SDS.). — g) für Schweine: zi Gr, zu, zū AaLengn.; aSchw; U (verbr.); WG., zui USeel., zü AaStaud.; SchwAlpth., Ib.; UErstf., Sil.; Synn. tsch 2c (Bd XIV 1681); wutz (Bd XVI 2394); zigge, wo tw. weitere. Zu zu zǖli! SchwMuo. (SDS.). — 2. zizi, auf unsichere, wackelige Art aufrecht (,schwach auf den Beinen.‘ Bühl., ,gerade, allein, aufrecht.‘ Tsch.) GrD., Grüsch, Kübl., Pr., Valz. Es chan n a nfe n zizi gā(n), stā(n), von einem Kind GrD., Valz. (Tsch.). Er muess widrum lërne n zizi gān, von einem Rekonvaleszenten GrPr. [Ši] hed zizi ’treid, ,hat eine Zeine, Wassergelte etc. auf dem Kopf getragen, ohne sie mit den Händen zu halten‘ GrGrüsch (Tsch.). — Vgl. den mhd. Aufmunterungs- und Lockruf zā, zazā sowie Fischer VI 1173 (zi, in anderer Bed.).
Z i , Zī Ap; SchwE., Schw.; ZLunn., Z i (t ) z I Ap (auch lt St.); „Gl“; GrMai.; GoT. und lt St.; „Z“, Z i z i , Zīzī GlEngi, H.; Schw, so E., Roth., W.; Zg; ZF. — m., f. Ap, n. ZLunn., Dim. Z ī l i Gl; GF.; SchwE., Schw.; ZO. (so Bub., Dürnt., Hinw.), Z i z i l i , Zizīli GF., Ms, W.; ZO. (so Schwerz.), Zizeli Ap; GF., Oberr., oRh., Wl., Widn.: 1. kdspr. für Katze; aaOO.; Synn. und Varr. Zitzen-Mūs 2, Zizi-Būz (Bd IV 479. 2003, wo je ein weiteres), sodann Būs I 1b (Bd IV 1738); Sīm 1 (Bd VII 953); Zīd, Zīm. In der Ortsneckerei: De n Vordertaler hät mer ‹Chatze n› und den Innertäler ‹Hüener› g’seit . . . [Waren die Innerthäler in Vorderthal,] hät ’s ei nsdig mit de n Zizi Krach g’gë n. RSchuler 1998, 82/3. — 2. (Zizeli, Zizili) auf Pflanzen(teile) übertr. a) Breitblättriges Wollgras, Eriophorum latifolium GoRh., Wl.; Synn. etwa Mauweli 1, Būs I 9aγ, Busel I 4c (Bd IV 606. 1740. 1742); Sīm 2b (Bd VII 953); vgl. Marzell DPfl. II 282. — b) Echter Wundklee, Anthyllis vulneraria GoRh.; Syn. etwa Chatzen-Talpen 2a (Bd XII 1750, wo weitere); vgl. Marzell DPfl. I 339. — c) Weidenkätzchen GMs, Oberr.; Synn. etwa Chatz 3aβ1 (Bd III 589); Būs I 9aα, Wīden-Bǖsseli (Bd IV 1740. 1742); Sīm 2a (Bd VII 953); vgl. SDS. VI 124; Marzell DPfl. IV 8. — Vgl. Jutz II 1728 (Zitz II). Zur Substantivbildung Zizi via redupliziertes Lockwort vgl. etwa Bibi I (Bd IV 911).
z ä u e r l e n s. zauren. z e s. zue (Sp. 4). Zeo m.: Centime, Rappen. Studentenspr. (Bs Stud. 1910); vgl. Santīm (Bd VII 1218); Xandīnen (Bd XVI 2396). zi II: onomatopoetische Wiedergabe von Vogelgezwitscher; vgl. ziwitt (Bd XVI 2324) sowie Zitzer, zitzeren. D’ Finkleni hei n nid g’nue g chönnen a nwänge n mit irem . . . zi zi zi ziziam zipfia. B Landesztg 1920, Nr 71 (KGrunder). S. noch Bd VIII 422 o. (Bärnd. 1911); XI 1952 o. (ebd.). Zīa, -ĭ-, -ẹ BBöd., Gr., Hk.; GrD., Pr., Sch.; PMac., Zeiẹ BU; GrHe.; GW., vergröbernd Ziggẹ GrPr., Ziggel GrPr., Zielẹ TB., diminuierend Zīeli, -ĭ- BBr.; GrPr., Zeieli „BE.“, Zīji B„O.“ (so Böd., Br., Gr., Lau., Oberr.), Zeiji BBe., E., M.; St.: weibl. Vorname, Kurzform von Luzia; s. schon Luzī (Bd III 1570). — Zur Aphärese vgl.
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die Anm. zu Xander I (Bd XVI 2395). Ältere Belege. ,Cya Äbly.‘ 1513, Arch. Jen. ,Zia Linder.‘ 1643, BGsteig b/Sa. Chorg. ,Zeia Nutlin von Schiers.‘ 1655, Schmid u. Sprecher 1919. Im Kindervers: Annẹ Marīa Zuckerzīa. KL. Nr 4735 (GrD.). In ONN. Zeie n-Hubel BUrsenb. der Zīu n Hǖs PMac. (PZinsli 1984). ,Zeji-Häusli‘ BSum. (B Ortsch. 1838).
ziṓ Ap (allg.); GBuchs, W. und lt Götz. 1891 (wonach auch zie); ThWängi (SDS.), ziōt ,GAltst., Rheineck, Thal‘ (SDS.), zitō ,AaK.; ApHaslen; ZEgl.‘ (SDS.): Warnruf beim Schlitteln, i. S. v. zur Seite; aaOO., jedoch veraltend; Synn. s. SDS. V 100/1. Use n met de n Schlette n, Schī! . . . Ziō! Gëll t, das ge bd e n Fart! JAmmann 1924, 24. — Zur Wortbildung s. ō III 2 (Bd I 23). Hiernach sowie gemäss Sīten 3a (Bd VII 1452) aus d’ Sīt-ō verschliffen, was zumindest für die Var. ziō und offenbar formal pluralisiertes ziōt doch wohl fraglich ist.
Zō, in BsStdt Zolli, in AaBb.; Bs und weiterhin ä. (de r) Zolōgisch — m.: a) wie nhd. Zoo; allg. Mir gönd in’n Zō. Liedtitel (Schlieremer Chind). Mi n het [d’ Chindergärteler] a ng’gaffet wi e Tier imene n Zō. BTraber 1997, 15. Der Zolli het uns Leu we n ’kauft und hofft, dass dō jetzt öbbis lauft. Bs Fastn. Lit. 2004. E n regelrëchte r Bockstall isch t der Zolli g’sī n im Summer. ebd. 1927. Und denn ērst no ch unser her rlige r Zolōgisch, ussen an der Hai wwōg! FOschwald 19001 , 20. Scherzh.-grob: Bisch t die ērste n fü nfzg Santimēter im Zō ūfg’wachse n? ,spinnst du?‘ Z Slängikon 51. — b) übertr., scherzh. für Familie Z (Slängikon 77). — Gekürzt aus zoologischer Garten; letztlich aus dem Griech.
Zuāv ,Zuave‘, ,Zouave‘ — m.: scherzh. für Appenzeller. S. u. (Postheiri 1857). — Eingedeutschter Name des Berberstammes der Zouaoua (Zwāwa); im XIX. gängiger Begriff für in Nordafrika rekrutierte, orientalisch uniformierte Söldner. Zu den Ortsübernamen im ‹Postheiri› vgl. NBigler: Von Mostindien bis Mutzopotamien, in: Festgabe PDalcher, 1987, S. 41/52.
M i l c h - : = dem Vor. ,Aus dem Feldzuge der Milch-Zuaven. Quartiergeber: Nun Soldat, warum lasst ihr nicht auch den Schnauz stehen? Zuave: Mer töre nd denn g rad a lsẹ waul de n Prǖsse n no ch ’s bar G’sicht zǟge n.‘ Postheiri 1857, 28. Febr. (anlässlich des drohenden preuss.-schweiz. Krieges). ,Ein Milchzouave aus Inner-Rhoden.‘ ebd. 1875, 23. Jan. S c h o t t e n - : = den Vorr.; Syn. Schotten-Būch (Bd IV 975); vgl. Schotten II (Bd VIII 1531). ,Schwyzer mit Lacôtenschnäbeln [Waadtländern], Fazy [Genfer] mit den Schottenzouaven, Neffschandeller [Neuenburger] und Uriner [Urner] schiffen all in einen Hafen.‘ Postheiri 1872, 11. Mai. M i l c h - Z u ā v i e n : scherzh. für Appenzell. ,Milchzouavien liegt bekanntlich in der Breite von Trogen und der Höhe von Herisau.‘ Postheiri 1863, 8. Aug. zue, z e II, z IV; vgl. die Anm. — Formen. 1) betont zue (bzw. regional züe, lokal züuwẹ, ziö, zöe, zjȫ, zjō, zȫ; < ahd. ,zuo‘) allg. in Bedd. A und C, fast allg. namentl. in Bed. B1; die Lautung züe vor enklit. Personalpron. in Bed. B1 ausserhalb des Gebiets, wo generell Palatalisierung stattfindet, auch in AaBb.; Gl; GT.; SchwG.; ZO. — 2) unbetont (in Bedd. B tw. und D) zue Bs; PAl.; S und sporadisch weiterhin, zu (bzw. zo) fast allg. (ausser PGr., Iss., Ri.; TB.; W), zẹ, ze Bs; GrPr.,
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Za, ze, zi, zo, zu: zue
V.; PGr.; W (tw.) und sporadisch weiterhin, za PAl., Iss.; WSaas, zi GrA.; WBlatten; zur Verbindung mit dem best. Art. s. Bd XIII 1123 M./u., 1126 u./1127 o., 1127 u., 1192 u. sowie die Anm. — 3) z’ (< ahd. ,za, zi‘) allg. namentl. in Bedd. A6, B, bes. 2, 3 sowie übh. in festen Wendungen, E und F; in Bed. B1 in Piemont und Wallis auch vor Pronn. (z’ mier, z’ dier, z’ im/imu, z’ ira, z’ inš, z’ ou ch/ew, z’ inen, z’ mīner Schwester usw.), wo gemeinschwzd. gemäss obigem 1) und 2): A. Adv. 1. lokal, eine Richtung bezeichnend, herzu, hinzu, herbei, heran a) ohne Zielbezeichnung b) mit Zielbezeichnung α) alleinstehend β) neben einer Präp. mit gleicher Funktion 2. a) lokal, eine Lage bezeichnend, bei, nahe α) alleinstehend β) neben einer Präp. mit gleicher Funktion b) uneig. 3. mit einem andern Adv. verbunden a) in (zunehmender) Zsrückung mit diesem b) in Distanzstellung, ,dā . . . zuo‘, dazu, zu diesem c) unter Ersparung von ,dā‘, = dem Vor. 4. temporal, ein Fortschreiten, ein Antreiben, ein Andauern, ein Fortsetzen bezeichnend a) neben einer Präp. mit gleicher Funktion b) drauflos, weiter c) ständig, immer, fortwährend, in einem fort d) dann, anschliessend e) in versch. Wendungen α) in festen Fügungen mit entgegengesetztem Adv. β) i n ei nem zue, im glīche n zue γ) vor si ch zue δ) im Glückwunsch 5. in unfesten Zssen a) vorerst noch im Übergang vom Adv. b) als trennbares Präfix α) in verbalen Zssen αα) Vbb., die eine Bewegung auf ein Ziel bezeichnen ββ) Vbb., die eine Hinzufügung bezeichnen γγ) Vbb., die das Zurechtmachen zu einem bestimmten Zweck bezeichnen δδ) Vbb., die ein Fortsetzen, manchmal auch ein Abschliessen bezeichnen εε) Vbb., die ein Schliessen, Be-, Eindecken, Zumachen bezeichnen ζζ) semant. in versch. Graden verselbständigt ) in nominalen Zssen αα) von Vbb. abgeleitete Substt. ββ) nicht von Vbb. abgeleitete Substt. γγ) Adjj. 6. vor einem Adj. oder Adv. a) im Positiv α) zur Bezeichnung des Übermasses, zu 1) wie nhd. — 2) in verschobener Wortstellung β) ins Positive gewendet, i. S. v. sehr, wirklich b) im Superlativ, zur Bildung der zweiten Steigerungsstufe und des Elativs, am, sehr, ganz B. Präp. 1. lokal, eine Richtung bezeichnend a) Bewegung auf einen Punkt zu, zu jmdm, etw. hin b) vor einem Ortsnamen, nach
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c) fester gefügt und von einem meist artikelfreien Subst. gefolgt, an, auf, nach, zu Insbes. α) vorerst noch mit der Richtungsangabe im Zentrum β) deutlicher i. S. v. wohin gehen, um dort tätig zu werden Namentl. 1) im landwirtschaftl. Bereich — 2) im häusl. Bereich — 3) im kirchl. Bereich γ) deutlicher i. S. v. wohin gehen, um eine Veranstaltung zu besuchen 1) im kirchl. Bereich — 2) z’ Schuel gā n, cho n — 3) z’ Mär chit fare n, gā n — 4) von Zskünften, Feiern, Festen δ) übergeh. in bildl. Vorstellung d) eine Hinzufügung, eine Ergänzung ausdrückend e) bei Zahlenangaben ins Unräumliche übergeh. und eine Annäherung ausdrückend, um, gegen, über f ) stärker an best. Vbb. gekoppelt, noch mit deutlich räuml. Aspekt Namentl. α) nach Vbb. des Mitteilens ) nach Vbb. des Klageführens γ) nach Vbb. des Schlagens und Werfens δ) nach Vbb. des Fischens und Jagens g) in Univerbierungen 2. lokal, eine Lage bezeichnend a) in, an, bei b) spez. mit Bez. auf einen Orts-, Länder- und Hausnamen, in α) vor Namen von Ortschaften und Ortsteilen ) vor Namen von Ländern und Kontinenten γ) vor Namen von Gebäuden c) ausgeh. vom bzw. analog zum Vor., als semant. und tw. syntakt. verdunkelte Verbindung eines Appellativs mit einem Namen α) in Örtlichkeiten benennenden Fügungen wie ,land, statt, dorff‘ usw. + ,ze‘ + Name ) in Gebäude benennenden Fügungen wie ,hūs‘ + ,ze‘ (+ Artikel) + Name γ) in Gesellschaften und Zünfte benennenden Fügungen 1) ,ze‘ + best. Art. + Name des Hauses bzw. des Hauszeichens oder Wappens — 2) ,ze‘ + ,[de]n‘ + Berufsbezeichnung im Dat. Pl. — 3) ,ze‘ + Berufsbezeichnung im Dat. Pl. — 4) ,ze‘ + ,[de]r‘ + Berufsbezeichnung im Dat./Gen. Pl. d) in den Fügungen zum, zur . . . ī n, ine n, ūs, use n, dur che n, zue, zue n, zum, zur . . . hin-, herein, hin-, heraus, hindurch, hin-, herzu e) fester gefügt und von einem meist artikelfreien Subst. gefolgt, in, an, auf, zu α) vorerst noch mit der Ortsangabe im Zentrum ) deutlicher i. S. v. an einem Ort tätig sein oder leben γ) deutlicher i. S. v. an einem Ort an einer Veranstaltung teilnehmen δ) übergeh. in bildl. und unräuml. Vorstellung f ) in Univerbierungen 3. temporal, einen Zeitpunkt oder einen Zeitabschnitt bezeichnend Insbes. a) einen bestimmten Zeitpunkt benennend, an, in, um, zu Namentl. α) Wochentage
Za, ze, zi, zo, zu: zue
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Feier- und Heiligentage Mānet und Monatsnamen Jahreszeiten Tageszeiten 1) z’ Morge n, am Morgen — 2) z’ Mittag, am Nachmittag, am Mittag — 3) z’ Im bis s, am Mittag — 4) z’ Nā chmittag, nach dem Essen — 5) ,ze nōne‘, um 3 – 4 Uhr nachmittags — 6) z’ Ābe nd, am Abend — 7) z’ Nacht, in der Nacht — 8) ,ze tag‘, am Tag — 9) univerbiert in Bezeichnungen für Mahlzeiten ζ) (halbe oder volle) Stunden b) einen zukünftigen Zeitpunkt benennend, nächst, folgend, über, in α) in Verbindung mit den namenlosen Zeiteinheiten Jār, Wuche n, Tag, Stund ) in Verbindung mit den einen Namen tragenden Zeiteinheiten Wochentag, Feiertag, Jahreszeit c) einen wiederholten, wiederkehrenden Zeitpunkt benennend, (sing.) jeden, jede, jedes, (plur.) alle d) einen Zeitumfang benennend α) von Fristen, bis (zu), innert ) während γ) in Verbindung mit von, bis, ,in‘, ,unz‘ 1) eine Zeitspanne anzeigend — 2) eine Wiederholung anzeigend — 3) ein zeitl. Fortschreiten anzeigend e) in der Konstr. z’ + Art. + subst. Inf., Gleichzeitigkeit ausdrückend f ) in Univerbierungen 4. relational, ein Verhältnis, eine Verbindung bezeichnend a) eine Beziehung zwischen Personen benennend, etwa anstelle eines Genetivs, von b) funktional α) mit Bez. auf Personen, als ) mit Bez. auf Mahlzeiten, als γ) zum G’schlächt sī n, ha n, heisse n, heissen c) in Gegenüberstellungen, Vergleichs- und Verhältnisangaben α) im Vergleich 1) abs., im Verhältnis zu, für — 2) explizierend, zu, mit — 3) adv., für, anstatt ) mit Bez. auf eine Mass-, Wertangabe 1) vom Stückpreis, zu, à, im Wert von — 2) vom Stückgewicht, im Gewicht von γ) distributiv, mit Bez. auf eine zeitliche Grösse, in, je, pro d) ganz allgemein zur Herstellung einer syntakt. Beziehung, i. S. v. bezüglich, hinsichtlich, an, bei, für, gegen, in, mit, über, zu α) in Abh. von Substt. ) in Abh. von Vbb. γ) in Abh. von Adjj. δ) in weiteren, tw. univerbierten adv. Fügungen 5. final, eine Absicht, einen Zweck, ein Ziel bezeichnend, bzw. kausal, einen Grund bezeichnend, für, zwecks, aufgrund, als, zu a) in freier Verwendung α) in Abh. von Vbb. ) in Abh. von Substt. γ) in Abh. von Adjj. b) in unterschiedl. Grad fester gefügt Insbes. α) in stärker verselbständigten Fügungen, von einem meist artikelfreien Subst. gefolgt und tw. zur ) γ) δ) ε)
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Univerbierung neigend ) stärker an best. Vbb. gekoppelt, von einem meist artikelfreien Subst. gefolgt 1) mit Bez. auf Sachen und Abstraktes — 2) mit Bez. auf Personen γ) mit einem Adv. univerbiert c) vor einem subst. Inf. 6. konsekutiv, eine Folge, Wirkung bezeichnend a) in freier oder freierer Verwendung Spez. α) in Verbindung mit konsekutivischen Vbb. ) mit Bez. auf einen Vorschlag, eine Wahl, eine Ernennung γ) mit Bez. auf einen Übertritt in einen andern Stand, ein neues Amt b) in festen Wendungen, oft univerbiert 7. modal, die Art und Weise bezeichnend, mit starker Tendenz zur Univerbierung a) Gruppierungen nach semantischen Aspekten α) in Angaben zur Fortbewegung und Körperhaltung ) mit weiterem Bez. auf Körperteile γ) in Angaben zur Menge und zu Zahlen δ) in Angaben zum Grad b) Gruppierungen nach formalen Aspekten α) vor einem (tw. durch ein Adj. näher bestimmten) Subst. ) vor einem subst. Verb (im Gen.) γ) vor einem Adj. oder Adv. c) in univerbierten Postpositionen d) z’ + Art. + Adj. oder Adv. im Superlativ, zur Bildung der zweiten Steigerungsstufe und des Elativs, am, sehr, ganz e) z’ + Art. + subst. Inf. α) wie nhd. ) in der sog. ‹Tough-Movement›-Konstr. f ) z’ + vom Ptz. Präs. ausgeh. Adv. mit Suffix -e ntsẹ C. ausgeh. von A1, 2, Adj., geschlossen, verschlossen 1. von Türen, Fenstern, Läden usw., von Mund, Augen und Ohren, von Räumlichkeiten, Blüten, Kleidern a) präd. b) adv. c) attr. 2. in bes. Anwendungen a) (zu-)gefroren b) bedeckt, stark bewölkt c) ,gebannt, von Reben, Wald‘ d) für den Verkehr gesperrt e) ruhend, von Rechten f ) untergegangen, von Himmelskörpern g) im Betrieb eingestellt h) unansprechbar, erschöpft i) unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehend, betrunken, zugedröhnt D. zum, ausgeh. von B5, einen Finalsatz einleitende Konj. 1. ohne vom Nebensatzverb abh. Obj. a) mit Inf. ohne ,zu‘ b) mit Inf. mit ,zu‘ 2. mit vom Nebensatzverb abh. Obj. a) mit Inf. ohne ,zu‘ b) mit Inf. mit ,zu‘ 3. sprechaktbegründend E. ausgeh. von B, als Beiwort des Inf. oder in Verbindung mit einem Gerundium 1. Inf. mit ,zu‘ kommt vor a) in Abh. von Vbb.
Za, ze, zi, zo, zu: zue
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2.
3.
4.
5.
b) in Abh. von Substt. und Pronn. c) in Abh. von präd. Adjj. und Ptzz. d) in Abh. von Konjj. e) in Korrelatskonstr. Inf. mit ,zu‘ dient spez. a) zum Ausdruck eines Zweckes α) mit einfachem ,zu‘, i. S. v. um zu β) von einer Konj. unterstützt 1) für z’ — 2) ga n z’ — 3) um z’ — 4) zum z’ b) zum Ausdruck der Gleichzeitigkeit α) in Verbindung mit den Ruheverben ,liggen‘, ,sitzen‘ und ,stān‘, nhd. mit ,und‘ angeschlossen β) abs., nhd. mittels einer präp. Konstr. oder eines Nbsatzes wiedergegeben c) zum Ausdruck eines Zustandes vom Inf. mit ,zu‘ gefolgte Vbb. in spez. Anwendungen a) Modalitätsverben α) ha n z’ + Inf./Ger., wie nhd. haben zu i. S. v. müssen, sollen, verneint: nicht dürfen β) sī n z’ + Inf./Ger., wie nhd. sein zu, i. S. v. können, müssen γ) ,stān ze‘ + Inf./Ger., = dem Vor. b) fakt. und kausat. Vbb. α) gë n z’ + Inf./Ger. β) legge n z’ + Inf./Ger. γ) mache n z’ + Inf./Ger. δ) ,schaffen ze‘ + Inf./Ger. ε) stelle n z’ + Inf./Ger. ζ) tue n z’ + Inf./Ger. c) cho n z’ + Inf./Ger. α) mit einem Bewegungsverb verbunden, nhd. von einem Ptz. Perf. gefolgt Entwicklungsgeschichtl. Varr. 1) mit blossem Inf. — 2) mit flekt. Ptz. Präs. — 3) wie nhd., mit Ptz. Perf. — 4) ausgeh. von 2, mit unflekt. Suffix -u n — 5) ausgeh. von 2, mit adv. Suffix -e ntẹ, -e nts, -e ntsẹ und vorangestelltem z’ β) Veränderungen ausdrückend 1) mit inchoativer Bed., anfangen, bereit machen, anstehen — 2) mit futurischer Bed., werden — 3) mit resultativer Bed., zu etw. kommen d) gān z’ + Inf. α) die nahe Zukunft ausdrückend β) in der Fügung z’ verlieren gān, verloren gehen e) han z’ + Inf. α) die nahe Zukunft ausdrückend β) eine Vermutung ausdrückend Besonderheiten a) sog. deplatziertes ,zu‘ b) sog. doppelpräp. Inf. c) Inf. mit ,zu‘ in Verbindung mit präp. Progressivkonstr. d) Inf. mit ,zu‘ steht zuweilen α) nach Vbb., die sonst allg. den Inf. ohne ,zu‘ nach sich ziehen 1) füere n — 2) lā n — 3) Modalverben β) vor der Fügung (er-)warte n sī n, (er-)warten e) Inf. ohne ,zu‘ steht im Gegs. zum Nhd. gewöhnlich nach α) a nfāh n (a nfange n) β) (ūf-)hȫre n γ) hëlffe n in univerbierten Ellipsen a) subst. b) adv.
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F. umgedeutet 1. aus d’s, das 2. aus einem part. Gen. 3. aus verkürztem gen. Gotts, in Ausrufen der Überraschung, der Zustimmung, des Unwillens
A. Adverb. 1. lokal, eine Richtung bezeichnend, herzu, hinzu, herbei, heran; allg.; s. schon unter zuehin (Bd II 1360), von welchem formal in nöAa; GT.; Sch; Schw (tw.); Th; Zg (tw.); Z nicht unterscheidbar. a) ohne Ziel bezeichnung. D’ Chil cher wänd nüd zue, ,ihre Heimkehr verzögert sich‘ ZO. Mues s Zucker mörsle n, Mässer fëge n, au ch Schīterholz i n d’ Chuchi träge n, ūfrūme n, chüechle n [usw.]. D’ Magd ist im Dorff und wo lt nüd zue, iez mues s i ch al les sëlber tue n. ESchönenb. 1893, 108. Es müesste nd mer Hūben und G’staltröck zue, mit witen Ermle n. Stutz, Gem. 2, 83. Dō muess der Dokter zue. JReinh. 19071 , 95. D’ G’mei n het müesse n zue, musste die Kosten für die Kinder übernehmen. PHaller 1912 (1956) 32. E n grōsse r Būr, e n Wirtsson oder öppis söttigs muess zue [näml. als Bräutigam], dō gi bt ’s nǖt z’ b’richte n. EWyss 1913, 19. Bist immer no ch e lso-n-e n Schǖchbündel? Mach di ch zue [beim Essen], ’s isch t ’s Letst im Häfeli L. Zue möge n, erreichen; s. schon zue-mögen 1 (Bd IV 112). Um d’s Zuenachten um hend š’ ’mẹ zue möge n. ABüchli 1958, 192 (GrGrüsch). Bildl.: ,Perpulchra credo dona, haud nostris similia, unseren nienen gleych, sy mögend In A u s -, unseren gar nit zuo.‘ Fris. 1568, 625. Z u r u f e n und Ähnlichem. Zue, d’s Minni!, ,pack zu, scharr, es hat Mäuse‘, zur Katze. MEttlin 1992, 155. Zue, hei!, Befehl an den Hund zuzupacken. Manser. Wo isch t für dë n [sc. doppelläuf iges Gewehr] e n Chäuffer? Hē! Zue, wër bǖte n wo lt! Heimatland 1911, 123. Im Viehtreiberruf: ,Im Appenzellerland rufen die Hirten zue, zue und dazwischen etwa den Scheuchruf hus.‘ RWeiss 1941, 113. Im Lockruf für Kühe: Cheme t, Lōbe n, Lōbe n oder Zue, Lōbe n, Lōbe n PRima (Mat. SDS.); vgl. z III c (Sp. 2). Im Kuhnamen; s. Bd X 1395 u. (ATobler 1899). In f e s t e r F ü g u n g mit entgegengesetztem Adv. Zue und vone n (gā n), bei Bekannten oder Freunden ein- und ausgehen GT. (so Ebn.); Z. Dë r cha nn de rt zue und vone n, w ie-n-er will. IBleiker. Guet zue und vone n sī n, gut zugänglich sein, von einem Ort Z. Zue und dänne n gā n, in einem Haus vorübergehenden Aufenthalt haben aAa; L, so Semp.; vgl. dannen I A1bβ1 (Bd XIII 90 M.) sowie unter A4eα. Ab und zue, hin und her Bs, in modalem Sinne: mehr oder minder Ap; vgl. unter A4eα. — b) mit Zielbezeichnung; vgl. wërt II 1 (Bd XVI 1620) sowie Behaghel Synt. I 655 ff., II 1 ff.; Paul DGr. IV 292. α) a l l e i n s t e h e n d . Er setzt der breit Huet ūf, nimt der Stëcken i n d’ Hand und der Wëg under d’ Füess, Solothurn zue. BWyss 1863, 40. Im Hei mgō n gȫn d mer z’ Malters dim Chrǖz zue. L Nachr. 1865, Nr 56. Me n seit, es gömm dim Ībrig zue, jō wǟrdli ch gar uf Glaris ine n, von unterirdischen Gängen. Schwzd. 35, 81 (Schw). Am sëchsi, sibni händ die us de n Wachte n scho n dam Dorff zue, näml. am Fasnachtsmontag die Kinder aus den abgelegenen Ortsteilen. WHoffmann 1912, 45. Er sī due ūfg’ranzet und Salfsch zue. JCasal 190. I ch hau w ’s Egge rstande n zue, ich gehe Richtung Eggerstanden. Manser. S. noch Bd III 406 o. (unter Chuppler); Sp. 33 u. (JSenn 1864). ,Nechst derbey in der Ebne deß Lands [Veltlin], wann man dem See zu wil, trifft man
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Za, ze, zi, zo, zu: zue A1bα
an Mantellum, schier an der Adden hinzu.‘ Guler 1616, 190r. ,Als aber die Püntner ihnen zu Noth gethan, [haben die Innerschweizer das Oberland verlassen] und ist alles Ursela [Ursern] zue, da man gen Ury gehet.‘ Anhorn 1603/29, 182. ,Etliche sind dem Schwabenland zue.‘ 1652, Z. S. noch Bd III 1061 o. (1476, Bs Chr.); VIII 796 u. (Guler 1625). — β) neben einer P r ä p o s i t i o n mit gleicher Funktion; vgl. B2d. Chumm weidli ch, chumm! und sitz dō züe mer zue. Stutz, Gem. 12 , 60. De r Wald gāt uf der Nordsīte n fast a n ’s Schloss zue. KBiedermann 1889, 186. [N. het] ira Pünteli g’no n un d ist mit gäge n Frībẹrg zue. Bärnd. 1911, 260. Ig [ha n] ’zalt und [bi n] g’gangen und gäge n hei m zue. PLenz 2010, 10. Vil z’ früe laufft der Ëschme nn ’s Dorff dur chūf, uf ’s Rössli zue. VSchobinger 2011, 47. ,[A. schreibt B.] das von Chur dry töchter, welche näyerin gewäsen, uff Zizers zuo wöllen.‘ 1511, Z Neuj. N. 1906, 7. ,Wir sind . . . bericht, wie die Lucerner . . . lüt ußgezogen habenn und uff die hinachtig nacht gan Wesen zuo züchen wellen.‘ 1531, Zwingliana 12, 213. ,[Wir gingen] von Dafätsch aber uf Disenntis zue unnd noch durch ein Myl langen leidenn Wald bis gen Summwyx.‘ Ardüser 1572/1614, 153. ,Gönd also gegem königklichen Saal zue.‘ GGotth. 1619, 263. ,Als . . . sy uf Sant Gallen zue wöllen, sige der Tüffel in Gestalt eines Mans . . . zue ir komen.‘ 1597/1625, ESchiess 1919, 178. S. noch Bd IX 321 u. (JHaller 1550/73); XIII 574 M. (ABösch XVII.). 2. a) lokal, eine Lage bezeichnend, bei, nahe. α) a l l e i n s t e h e n d . ,Ich enweiz niht guotes, wan ein guot: dem guote wäre ich gerne zuo.‘ UvSingenberg 136. — β) neben einer P r ä p o s i t i o n mit gleicher Funktion; allg.; vgl. an II.1.1 (Bd I 255). Ei ns Tach am andre n zue, näml. in der Stadt. Stutz, Gem. 2, 123. ’s Mari sitzt am Feister zue. KdMeyer 1860, 62. [Er] nint sī ns Würstli wider und nu ch ei ns derzue, wo schȫn bi sī nem zue g’lëge n ist. Lienert 18911 , 30. Z’letst . . . hed er er-n-im Chrǖz unde n bi ’me n Schoppe n zue g’wartet, der Mann auf die Frau. WMüller 1903, 71. Me n meint, me n seig grad ordli ch a n ’ne n zue, der Winterföhn lässt einem die Berge viel näher erscheinen. Vaterland 1908, 27. März. Under de n Wide nstūde n, ganz am Wasser zue, händ . . . de r Gottlieb und der Eugēn mit dem Hans . . . es Zëlt ūfg’stellt. LLee 1948, 50. [Chind, wo] uf schwarzlëderige n Polstermȫblen in ne n sitze nd, nëbe nt dem Cheminée zue. BEgli 1980, 18. ,Under dannen fuort man ain fuoder höwes dafür, und rait er [,ain knecht‘] hinder dem höw zuo.‘ Kuchim. 1335, 46. ,Nun wend wir aber heben an . . . wie es ist ergangen zuo Nansen zuo . . . Herzog von Lutringen . . . wie er wär gelegen vor Nansen zuo mit manchem küenen degen.‘ 1477, LTobler, VL. 2, 66. ,NN. sindt uff hüttigen tag . . . by ainandern zuo gesessen, unnd ir aller rattschlag . . . nit nott, dir zuo melden.‘ A. XVI., Zwingliana 3, 335. ,Die Quelle . . . liegt hart am Oeno zu.‘ Sererh. 1742, 127. ,Grad vor der Kirchen zu, nache an dem Kirchhof.‘ Hofmstr 1744, 68. ,Der Lienert stund gerade neben ihm zu . . . Der Maurer Jacob . . . stand eben bey ihm zu.‘ 1819, HPest. (Briefe) 6, 39. 40. ,Zuo sīn‘, zugehören. ,Wen ein semlich kind andere geschwisterte hett, die alleinig vater oder muoter halb zuo werind, die mögen und sollen nit mit dem vater oder muoter des abgestorbnen zuo erb gan. [Später:] So aber soliche geschwisterte alleinig an einem ort . . . zuo werind, so sollend die selbigen ouch
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eben halb als vil nemen als derselben kindskinden eins.‘ 1582/98, BSa. Rq. 213. 214. — b) uneig. Nōch emẹ Wīli seid er vor sich zue [usw.]. WMüller 1918, 4. Zu-n-al lem (Unglück, Eländ) zue na ch lache n. Dän.; vgl. B1d zum Schluss. ,Zu sī nem Gīz zue passt das nüd. Iron.: Ich hett das Gëlt iez nüd g’na n, zu mī nem Gīz zue, wenn der Angesprochene mir vorher Geiz vorgeworfen.‘ Spillm. 3. mit einem andern Adverb verbunden. a) in (zunehmender) Zusammenrückung mit diesem; s. die Zssen (Sp. 82 ff.). — b) in Distanzstellung, ,dā . . . zuo‘, dazu, zu diesem uä.; vgl. um II.4 (Bd I 227). ,Swes si danne geruohte, da hulfe ich zuo.‘ Schwz. MS. 308 (Ulrich von Baumburg). ,[Er] leite ouch den drijen für, das si im vorhetten uf sibenthalb mark geltes, da er recht zuo hette.‘ 1331, Z UB. 11, 300. ,Also ret er aber scharpf wie vormal, da hulf nüntz zuo, das [Beginen-]hus müest ainmal gerumpt werden.‘ WFluri 1524/38, 38. ,Erst junger: . . . es ist an der zyt, den heilgen lib . . . z vergraben eerlich inn di erdt. Ander junger: Da hilff ich zuo, das er nit werdt der vöglen spiß und wilden thieren.‘ Aal 1549, 255. ,Mit Äusserlichkeiten . . . ist es nicht ausgerichtet, sonder da brauchet es mehr zu.‘ JJUlrich 1731, 178. ,Ein rechtes Kind des Reichs zu seyn . . . dazu ist dieses Herr Herr ruffen unzulänglich. Da gehöret mehr zu.‘ ebd. 561. S. noch Bd IX 324 o. (1567, Brief ). — c) unter Ersparung von ,dā‘, = dem Vor.; vgl. mit 2 (Bd IV 560). ,Ist ouch, das wir dewedrunt zuoz iemen swerren, dan ist der ander teil nicht gebunden zuo.‘ 1291, QW. 1, 1, 788 (Vertrag zw. Z, U und Schw). ,Vor [früher] kam ich alweg rychlich wol zuo‘, näml. zu den Almosen. 1523, NMan. 139. 4. temporal, ein Fortschreiten, ein Antreiben, ein Andauern, ein Fortsetzen bezeichnend. a) neben einer Präposition mit gleicher Funktion; allg. Gäg dem Winter zue. Dän. S. noch Bd XIII 1181 o. (Schwzd.). — b) drauflos, weiter; allg.; vgl. wīter 2b (Bd XVI 2304). Fared ir nu n a lsẹ furt, frëssed und sūffed druflōs Tag und Nacht . . . Nu n zue, nu n zue, ’s wird si ch wīse n! ACorr. (Most.) 5. Insbes. in schwach ausgeprägter Ve r b i n d u n g mit einem Ve r b ; vgl. A5b. Far al le nwīl, far zue in Ēbigkeit! JSenn 1864, 111. ’s Trudi . . . stīgt uf d’ Rītschuel u fe n, blībt ēbig lang drufobe n, fart eisig zue und zue. ESchlumpf-Rüegg 1, 48. Hau w zue, so wird ’s Sunntig, zur Uhr Th; Z. Ir Wind und Wëtter, chūtet zue! Schwzd. 35, 61 (Schw). Nim d’ Gable n dert und lad jetz zue [beim Heuen], e n Blōst chunt hinde nfüre n. SLandolt 1845, 88. ’s wird wol nō ch sī n, lauff zue, lauff zue! Stutz, Gem. 6, 121. Mach numme n zue!, ,fahre nur fort‘ Bs. ,Einem Aufschneider sagt man: Brall all zue, und denkt: Es wird dir dann schon schlinggen.‘ HBauer 1973, 6. Schlag zue!, ,zB. beim Hacken, zu einem bei der Arbeit Innehaltenden‘ Th. Si schnupft doch au ch flīssig zue, jo schoppet ganzi Mëssli u fe n. EFeurer 2, 27. Mueter, i ch sölt gi n tanze n ond ha n halt käni Schueh. — Dei legg du Vatte rš Schlerpe n a n ond tanz du lusti g zue! ATobler 1899, 366; vgl. die Varr. Bd VIII 443 u. (BStdt); IX 643 u. (Spinnstubenvers GBuchs). S. noch Bd I 779 M.; VIII 1180 o. (SchSchl.); XIII 890 u. (ZStall.), auch Bd XV 77 u. (Tyrolersp. 1743). — c) ständig, immer, fortwährend, in einem fort TB.; WBrig, G., Visp, Vt., Zerm.; Synn. all-, immer-, vor-, vornen-, all-wëg-zue, sodann all II 2, ummeder, eisster (Bd I 170. 232. 532); gäng
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Za, ze, zi, zo, zu: zue A4c
II.1 (Bd II 356); alli-wīl (Bd XV 1240, wo weitere); vgl. SDS. VI 26. Er redt züe. Grichting. Ši chomend mi ch züe fer appas ga n frēge n, ,sie wollen ständig etwas von mir haben‘. Julen. Allerseẹlu n het mu n di ganz Nacht züe ’bëttet, ,die ganze Nacht durch‘. EGerstner-Hirzel 1979, 66. Er geit züe und züe z’ ira, ,er geht ständig zu ihr‘. FZimmermann. Das isch t d’s G’schichtji va n der Meigja g’sīn, wa züe und züe g’lachut het. Lied (Ohrewürm). — d) dann, anschliessend PIss. Zu wōhd a n d’s schweẹrs Wuẹrch d’š Heu wš, dann fängt die schwere Arbeit des Heuens an. PZinsli 1968, 416. D’s Joar zū, das nächste, folgende Jahr. PIss. WB. Zū Zeit, nach einiger Zeit. ebd. 1998. — e) in versch. Wendungen. α) in festen Fügungen mit entgegengesetztem Adverb. Zue und dänne n, ab und zu. Hunz. Ab und zue, dann und wann, hin und wieder; allg.; Synn. etwa öppend-ie (Bd I 21); hie und dā (Bd II 857 unter hie 2; XII 3 M.); vgl. A1a zum Schluss. [A.:] Isch t er au ch scho n i n de r Woni ng g’sī n? [B.:] Ab und zue. VSchobinger 19792 , 41. Si n Mueter chunt mit G’mües uf de n Mär chit, u nd d’s Marī isch t irẹ ab und zue bīg’stande n. WMarti 2001, 33. — β) i n ei nem zue, 1) in einem fort, ununterbrochen; allg. Es rëgnet gäng u nd rëgnet gäng u nd rëgnet i n ei nem zue. Loosli 1911, 72. Si het i n ei nem zue ’braschalderet. HHutm. 1936, 39. Das geit in einem zue, ,wenn lustige Kinder ununterbrochen spielen‘ GrNuf. (Trepp). S. noch Bd V 776 u. (BBe.); IX 515 u. (JBürki 1916). — 2) ’s gāt i n ei nem zue oder ’s gāt im glīche n zue, man kann beides zugleich machen, eine zweite Arbeit ohne grossen zusätzlichen Aufwand erledigen; allg.; Synn. ’s gāt i n ei nem Gang (Gang 1bη Bd II 338); ’s gāt i n ei nem Tue n (vgl. Tuen bγ Bd XIII 348); vgl. zue-gān 2g (Bd II 37). Denn isch t si . . . met drīssg O nērlege n [Unehelichen] omm ’s Egg cho n . . . si hei vor Ēgōmete n g’seid, es göng jo grad i n ämm zue, ond si we lt ’s nöd a n de r Red ha n, das s d’ Wëlt ere ntwëge n ūsstorb. ATobler 1909, 13. U nd derzue chönn er de nn grad d’s Chörbli ume nbringe n, es gangi grad im glīche n zue. JKäser 1931, 138. S. noch Bd IV 359 M. (Gotth.); VI 86 o. (Schwz. Frauenh. 1903). 421 u. (JReinh. 1905). — γ) vor si ch zue, einer nach dem andern, der Reihe nach ThErm.; Syn. vor-zue. Titel rëgnet ’s und Wörter, da ss me n g rad vor si ch zue die Man nen al li chönnt büesse n. ONägeli 1898 (G.) 19. — δ) im G l ü c k w u n s c h . Glück zue!, Abschiedsgruss FJ. (BSG.). Glück zue, Fade nma nn!, iron. Glückwunsch zu einer zweifelhaften Unternehmung Ap; G; Th; Z; vgl. Faden-Mann (Bd IV 253). ,Glück zuo dem nüwen künig.‘ 1525/1638, I. Sam. 10, 24; ,der König lebe.‘ 1667/1868; ,es lebe der König.‘ 1931. 2007. S. noch Bd II 622 M. (Fris.). 5. in unfesten Zssen. a) vorerst noch im Übergang vom Adverb ,Dem gelinget licht, der ringet umb ein wib, der sin lib sich mag gesellen zuo.‘ Hadl. (Schwz. MS.) 357. ,[Sie] meinend ouch nit, das ir inen nüt zuo mögind oder könnind dienen, denn mit üwerem reisigen volk und houptlüten.‘ ThFrickart 1470, 138. S. noch Bd VI 736 M. (Anf. XIV., Z Ratsverordn.). — b) als trennbares Präfix. α) in v e r b a l e n Zssen. αα) Verben, die eine Bewegung auf ein Ziel bezeichnen. 1) Verben, die eine Ortsveränderung ausdrücken, zB. zuefallen 1, 2 (tw.), -faren 1 (Bd I 757. 901), -chomen 1, -chēren (Bd III 282. 441), -machen 1a, 2 (Bd IV 49), -bringen 1a–c (Bd V 736), -reisen 1, -rīten 1a (Bd VI 1323. 1694), -setzen 1a, b (Bd VII 1714), -schaffen 1
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(Bd VIII 342), -schlahen 2a, 3 (Bd IX 488), -stellen a, b (Bd XI 197), -tuen 2a (Bd XIII 450), -trīben, -tragen 1aα, β (Bd XIV 157. 558). — 2) Verben, die eine auf die Sinne eines andern gerichtete Bewegung ausdrücken, zB. zue-nütten (Bd IV 876), -bringen 1d (Bd V 736), -dǖten (Bd XIII 2109), -trinken (Bd XIV 1180), -wänden 1, -winken (Bd XVI 435. 674). — 3) Verben des Sagens, des Denkens, zB. zue-mueten (Bd IV 586), -reden (Bd VI 574), -sagen 1, 3, -setzen 3aα2 (Bd VII 418/9. 1716), -schrījen (Bd IX 1489), -sprëchen 1a–c (Bd X 813/5), -stimmen (Bd XI 427), -dänken (Bd XIII 684), -tragen 1b, -trūwen (Bd XIV 559. 1619). — 4) Verben der Sinneswahrnehmung, zB. zue-luegen, -losen (Bd III 1228. 1448), -(ge-)sëhen 1a (Bd VII 583), -schëllen, -(ge-)schauwen (Bd VIII 573. 1621), -wërffen 1b (Bd XVI 1428). — 5) Verben, die ein Greifen, Schlagen, Werfen oä. ausdrücken, zB. zue-grīffen, -hauwen 1b, 2a (Bd II 719. 1811), -langen 1 (Bd III 1335), -setzen 3aα1 (Bd VII 1716), -schiessen 1b, 2a (Bd VIII 1425), -schlahen 1aα, β (Bd IX 486), -wërffen 1a (Bd XVI 1428). — ββ) Verben, die eine Hinzufügung bezeichnen, zB. zue-gëben 1 (Bd II 94), -legen 1, 2, 3a (Bd III 1193), -nëmen 1, 2, -besseren (Bd IV 746. 1677), -bringen 1e (Bd V 736), -setzen 1c, 2a, b (Bd VII 1714/5), -stellen a (Bd XI 197), -dienen 1a, -tuen 2b, c (Bd XIII 189. 451), -tragen 1aγ (Bd XIV 559). — γγ) Verben, die das Zurechtmachen zu einem bestimmten Zweck bezeichnen, zB. zue-butzen 2a, b (Bd IV 2024), -bringen 2a (Bd V 736), -richten 1a, -reisen 2a, -rüsten 1, -be-reiten, -rīten 1b (Bd VI 444. 1323. 1554. 1647. 1694), -schnīden (Bd IX 1121), auch in zielfreiem Sinne, zB. zue-richten 1b, -reisen 2b, -rüsten 2 (Bd VI 445. 1323. 1555). — δδ) Verben, die ein Fortsetzen, manchmal auch ein Abschliessen bezeichnen (vgl. A4b), zB. zuefaren 2, 3 (Bd I 901), -laufen 1 (Bd III 1141), -machen 3, -nachten, -butzen 1 (Bd IV 49. 663. 2024), -bringen 2b (Bd V 737), -rīten 1a (Bd VI 1694), -schaffen 2 (Bd VIII 342), -schlahen 1b, -schnījen I 2 (Bd IX 487. 1211), -warten (Bd XVI 1612). — εε) Verben, die ein Schliessen, Be-, Eindecken, Zumachen bezeichnen, zB. zuelaufen 4, -legen 3b (Bd III 1141. 1193), -machen 1b (Bd IV 49), -bringen 2c (Bd V 737), -rüeren 1 (Bd VI 1268), -schlahen 2b, -schletzen, -schnījen I 1, -schnüeren (Bd IX 487. 802/3. 1210/1. 1314), -sperren (Bd X 441), -decken a (Bd XII 1221), -tuen 1 (Bd XIII 447). — ζζ) semant. in versch. Graden verselbständigt, zB. zue-fallen 2 (tw.; Bd I 757), -gëben 3–7, -halten, -ge-hȫren (Bd II 94/5. 1241. 1576), -chomen 2, 3 (Bd III 283), -sagen 3b, 4, -ge-sëhen 2, -setzen 2, 3b (Bd VII 419/20. 584. 1715/6), -schlahen 1aδ, 2a, 4b (Bd IX 486/8), -sprëchen 2 (Bd X 816), -stellen c, -ge-stān, -stān 1b, c, 2 (Bd XI 198. 700. 743/4), -decken b, -teilen (Bd XII 1221. 1610), -dienen 2, -tuen 3 (Bd XIII 190. 451), -trëffen 2, -tragen 2 (Bd XIV 388. 559), -wërffen 3 (Bd XVI 1428). — β) in n o m i n a l e n Zssen. αα) bei von Verben abgeleiteten Substt. weitgehend diesen entspr., zB. 1) ‹innere› Abll. wie Zue-gāb, -gang (Bd II 55. 354), -satz (Bd VII 1565), -schlag (Bd IX 252), -sprāch, -spruch (Bd X 727. 845), -tāt (Bd XIII 2033), -wachs (Bd XV 274). — 2) -er-Abll. wie Zue-schlaher (Bd IX 489), -sprëcher (Bd X 817), -diener (Bd XIII 193), -trīber, -trager (Bd XIV 157. 561). — 3) -ung-Abll. wie Zue-rüsting (Bd VI 1556), -sprëchung (Bd X 817), -stimmung (Bd XI 427). — ββ) bei nicht von Verben abgeleiteten Substt. etw. Zusätzliches ausdrückend, zB. Zue-Ȫchi, -First (Bd I 74.
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Za, ze, zi, zo, zu: zue A5b
1024), -Gaden (Bd II 120), -Chnëcht (Bd III 733), -G(e)mües, -Namen, -Bueb, -Buess (Bd IV 496. 724. 945. 1753), -Schinen (Bd VIII 836), -Stub (Bd X 1171), -Stall (Bd XI 38), -Dili (Bd XII 1645), -Wīb (Bd XV 165). — γγ) bei Adjj. weitgehend den zugrunde liegenden verbalen Zssen entspr., zB. zue-fällig (Bd I 765), -chünftig, -lǟssig (Bd III 362. 1416), -machig (Bd IV 49), -ständig (Bd XI 1034), -dienig, -dienlich (Bd XIII 193), -traglich, -trūwlich (Bd XIV 562. 1620), -ge-wandt (Bd XVI 739). 6. vor einem Adjektiv oder Adverb a) im Positiv. α) zur Bezeichnung des Übermasses, zu; allg. 1) wie n h d . ,Da s ist mer iez e nfange n z’ bunt, mit mehr Nachdruck: zue bunt.‘ Wepf. Aber de r N. isch t z’ pfiffig und d’ Bolizei z’ fūl und z’ lam g’sī n. JSenn 1864, 41/2. [Am Ofen sitzen sei schädli ch], wil ’s ebe n de n Körper zue sēr verweichlichi. ebd. 111. Due hed er z’māl g’merggt, das s er z’ wīt dobe n im Wald g’si n ist. ABüchli 1958, 46 (GrTrimm.). Ier tie t ’mu au ch es Betzje z’ vel ūflegge n, ,Ihr schiebt ihm auch ein bisschen gar zu viel unter‘. WD. 1952, 7 (PGr.). Din B’rueff ist halt gliẹch e n klī n z’ streng füer di ch. ETobler 1986, 129. [Der Achsle numhänger passt] nid, er isch t us z’ dickem Tuech un d uber d’ Achslen ī n z’ breit. WMarti 2001, 99. S. noch Bd X 1255 M. (OvGreyerz 1924); Sp. 11 o. (VSchobinger 2011). ,Do sass er [der neue Stadtherr] ze gericht in der statt, und dunckt sy [die Lindauer], wie er ze strengclich und ze gewaltenclich die statt han wolt, und viengent in in der statt.‘ Kuchim. 1335, 52. ,Weles si [näml. Brot die Brotbeseher] ze klein dunkt, daz sönt si in spital tragen.‘ 1416, L StR. 1998, 213; ,wölliches brott dann zuo clein [usw.].‘ 1593, ebd. 2012, 344. ,Rette N., es were eins pfenings zuo lützel.‘ 1477/ 84, Z RB. ,Also wart uff disen tag manche kostliche dafflen und gemelt und biltwerck verbrent . . . aber es waß do nüt zuo hübsch, es muost alß inß für.‘ Ryff, Chr. 88. ,[Die Frau soll bei ihrem Mann bleiben, sonst werde die Obrigkeit dafür sorgen] das ir nit alein die graffschafft Baden, sonnder auch annder land ze eng wurden.‘ 1541/3, Z Eheger. ,Damit sy weder z kurz noch z lang thetind.‘ 1545, Z RB. ,N. ist, umb dass selbiger ein zue klein Quertli in Verkhauffung Ölss gebraucht, in 4 Gulden 20 Schilling Buess erkhendt worden.‘ 1669, Schw Ratsprot. S. noch Bd IX 1682 M. (1645, Z Verhör); XVI 190 M. (XIV./XV., Z Rq. 1910). Verstärkt: ,[Dass die beiden Säckelmeister] auch ufsechen haben, das die tütschen schuolen nit mit zuo gar jungen kinden übersetzt und beladen . . . werden.‘ 1549, Z. — 2) in v e r s c h o b e n e r Wortstellung, bes. nach vil. Vil z’ en grōsse r Bomm, ein viel zu grosser Baum GTa. Das s er en Profēt sei, gi bt mer niemer z’ globi nd, er hät mi ch vil z’ a ng’spitzbüebelet. Mit dem zweite n han i ch ’s chürzer g’macht, dër hät mer vil z’ ’prālet mit sī nem ūsgizeichnete n Leumund. Prophet 1855, 35. ,Du thuost uns nummen vil zuo guots.‘ JMurer 1565, B4r. ,[N. sagte] das inne syn Brueder offtmalen angeredt, er sölle widerumb zue imme kommen und mit imme hußen . . . welches er aber niemaln thuen wellen, wyln syn Brueder vill zue ein heilloßes Wyb habe.‘ 1629, ZGreif. Ähnl.: ,Das wurd au ch gar z’ vorstā n, wenn man es so stellte.‘ Spillm. — β) ins Positive gewendet, i. S. v. sehr, wirklich; allg. ,Das ist z’ schȫn, das ist zu schön, das ist zue schȫn, das ist sehr schön.‘ Spillm. Das isch t zue nëtt, dass er an i ns ’dänggt händ! RSuter. — b) im Superlativ, zur Bildung der zweiten Steigerungsstufe in der Komparation und
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des Elativs, am, sehr, ganz Gl, so Elm, M.; GrD., Glar., L., Pr. (so Fid., Luz., Schud., Seew.); LE., Ha.; SG.; Ndw; U; Syn. an I.3 (Bd I 254); vgl. bī III.5b (Bd IV 904) und unter dër II A2aα.γγ2 (Bd XIII 1145 M.), sodann B2f (z’oberst usw.), 3f (z’ērst usw.), 4dδ (z’meist usw.), 7d (zum + flekt. Sup.). Z’ bīst, am nächsten GrGlar. Z’ eisigst, am ehesten GlElm (WElmer 1977). Z’ brǖnist, am bräunsten GrLuz., Schud. Die, wo . . . z’ wītist händ möge n g’wërffe n und g’lupft die schwǟrste n Stei n . . . die händ die andre n g’fürchtet. Anderl. 1852, 15. Wër z’ lengst isst, lëbt z’ lengst. Bühl. 1, 325. Und wenn me n šẹn so vil entgëlten muess, will i ch z’ liebst ledig sīn. Lied vom Büeli am Sapünersteg (Af V.). Z’ wītist usse n, ganz zuäusserst Ndw (Matthys). Z’ wītist off, sperrangelweit offen LE. (BSG.); Ndw (Matthys). S. noch Bd XVI 2291 o. (BSG. XVII). Laß mir nur ein Dotzet Ayer inschlacha; es ist ei guots, fuohriges Essa, und ist z gschwindist gmachet. Bantli 1712, 42. S. noch Bd IV 1824 o. (Fris. 1562). Z’ best; s. schon Bd IV 1789 o. (best 3bγ). D’ Vrīnẹ . . . sig nüd z’ best ūfg’leit. CStreiff 1904, 241. Der Brief ist nüd z’ best (z’ schǖnst, z’ allerschǖnst) g’schribe n, ,dh. nicht eben (sehr) gut‘ Gl. Nō ch der Bra kttig hend-mer . . . schwīnende n Mū n, dër n-i ns für e n spōti Reiss z’ allerbest passet! MKuoni 1884, 93. B. Präposition. 1. lokal, eine Richtung bezeichnend. a) Bewegung auf einen Punkt zu, zu jmdm, etw. hin; allg. Ich bin . . . z’ mīner Schwester g’gange n. Julen. E nmāl sind š’ us Partnūn zi ’rẹ G’meindi ng i n Santa ntȫnje n. JCasal 218 (GrA.). Er . . . schlīcht si ch unvermerkt us dem Gaden use n zue ’s Chaspers übere n, wo-n-er no ch Liecht g’seh n het. JHofst. 1865, 1, 43. Wä nn mer nu n chönnti nd furt mitenand . . . uf en Insle n. Rundume n wǟr Wasser, und niemert chönnt züen-i ns cho n! BEgli 1980, 65. Hüt häst en strenge n Tag g’ha n, seid d’ Heidi . . . ond höcklet zo-n-em an hi n. ETobler 1986, 129. Was wo ltist zum Werner? Er ist mein-i ch i n d’ Fabrik dur che n. FOdermatt 39. Es ist mer e n Mōl e n Chranket i n ’s Vëchli cho n . . . I ch bi n [deswegen] zue ’n Chappẹzīnnere n g’gange n. AHalder, Ch.-U. 27/8. ,Do er zuo dem kung gieng und die herren mit im, do sass der küng und spilt im brett in sinem gezelt.‘ Kuchim. 1335, 70. ,Ain engel . . . sprach, daz sü vernäment und ze Herodes nüt me käment.‘ Wernher ML. 3468. ,Das ietwedre parthye uff irem lannd steg und weg zuo dem var in eren haben . . . söll.‘ 1481, Aa Rq. 2009, 469. ,Die betler thuond uns großen schaden, sunst füerend wir vil mer zuon baden.‘ 1523, NMan. 141. ,Ritte N. zun eim hag und zug ein zunstecken us und sprengte über ein graben dem gsellen nach.‘ 1531, Absch. 4, 1b, 907. ,[Sie] schiktend botten zun Gastalern und Wesern.‘ Vad. (2010) 414. ,[Nachdem wir dem Feind den Garaus gemacht haben] könnd wir wider z Wyb und Kind.‘ JMahl. 1674. I. S. v. zugunsten von. ,Sol A. der B., siner tochter, zuo dem C., irem elichen gemachel, zuo rechter heimstür geben vierzechen hundert rinscher guldin.‘ 1465, AaB. Urk. 779. S. noch Bd V 1151 M. (XIV., LGreppen Hofrecht). I. S. v. entgegen. Es sind vil Lǖt zu-mer cho n, ,auf der Straße entgegengekommen‘ AaWürenl. (Dän.). ,Die [während des Brandes des Münsterturms] uff der fallen imm wächterhüßli warend, verhartend da, das die fürinen balchen zuo inen fielend; sy aber nament s und wurffent s zun fenstren uß uff den kylchhoff.‘ 1572, QSG. 25, 338.
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Za, ze, zi, zo, zu: zue B1a
,Zur Wëlt gebëren‘, gebären, zur Welt bringen. ,Den 20. Hornung vormitag zwüschet 3 und 4 Uren war mein Kind Matys zur Welt geboren.‘ 1624, Beder-Chr. 66 (und öfter). S. noch Bd XV 1684 u. (1754, BGsteig b/Sa. Chorg.). In Verbindung mit vo n, bis, eine Bewegung, ein Ereignis in ihrer bzw. seiner r ä u m l . E r s t r e c k u n g wiedergebend. Va n Punzi ze Palāti lauffe n, schicke n, von Pontius bis Pilatus gehen, schicken. JCasal 140. De r N. setzt uf dem Bettrand ond lueget vo n a nem Fuess zom andere n. ENägeli 1982, 7. Also-n-e n g’schniglete r Portiē . . . het dë n Ma nn . . . vo n Chopf bis z’ Fuess i n d’s Auge n g’fasset. Bärnd. 1914, 370. Wër schafft ’s ëcht [durch den Schnee] bis zum Saxlibach für hi n? GO. (Internet). S. noch Bd X 1337 u. (Alpenr. 1827). ,Es hat biß zue Thal geschnyt.‘ Cys. 1, 361. ,Den 8. April war ein Regenbogen vom Ketzersthurn weg biß zum Oberdörfler Thar.‘ 1645, Beder-Chr. 90. ,Da man am Land ware, machten die Schützer eine Gaß . . . bis zu der Kapellen‘, anlässlich der Translation des hl. Justus. 1697, AfV. 13, 133. S. noch Bd XIII 767/8 (Kl. B Katechismus 1581). Uneig.: ,Von wort ze wort‘, wörtlich; s. Bd XVI 1665 o. In G r u s s f o r m e l n . Gottwilche n (BsL.; Obw), Willkumm (Gl; GrS., Ths; L; SchwIb.; Th; Obw; U; Z), Verkume n (GrObS.) zue-n-i ns uä., Begrüssung; aaOO.; s. schon Bd III 284 M. u. Sind willkumm züe-n-i ns! [ruft der Senn und bewirtet die Gäste:] Sind so guet und lünd äch ’s doch au ch b’liebe n! Steinm. 1802, 133. Chömed zuen-i ns! uä., Abschiedsgruss AaBb.; ApH., I.; Gl; GAndw., T. (so Ebn., Nessl., oT.); SchwE., G.; ZF., OSeen, Wald. Chänd mī 2 züe-n-i ns! Gl Sprachschuel 168. In v e r h ü l l e n d e n Wendungen. Zu einerẹ gōn, ein Liebesverhältnis mit einem Mädchen haben, Kiltgänger sein AaF.; Ap; B; L; GW. De rsë lb Mäder ist exakt wie mīn Hannessepp, wo-n-er no ch zo mer g’gange n ist. Ap Bur 1919, 3, 4. Zue-n-erẹ gā n, ,mit der Hand oder mit einem Werkzeug in die Gebärteile eindringen‘ Z (,Hebammenspr.‘ Dän.). De r Her r Tokter ist zue-n-erẹ, sobald si e ntschlȫfft g’sī n ist. Dän. Zue-n-erẹ grīffe n (GW.), lange n (AaF.; L; Z), bei der Kuh untersuchen, ob das zu erwartende Kalb in der richtigen Lage sei; aaOO. U n e i g . ,Etlicher kan dolmetschen, hebraische wort zuo griechischen oder derglychen bringen.‘ Zwingli 4, 395. In der Fügung zue-n-em sëlb(er) cho n, jünger: zue sich cho n, das Bewusstsein wieder erlangen; allg.; s. schon Bd VII 824 u. Jetz erwachet er u nd chunt zue-n-im sëlber. Bärnd. 1922, 607. b) vor einem Ortsnamen, nach FJ.; GrD., S.; P (allg.); W (allg.); Synn. ūf I.B1 (Bd I 117); gan I.1a (Bd II 322); nāch II.1a (Bd IV 637), ferner in (unter Bed. I.1a1, Bd I 286 u.). D’ Wīber sinn d 1766 mit Gusti [Kindern] und Wagli z’ Friberg g’gange n, für iri Mannen ume n überz’choẹ n FJ. Geist auch z’ Platz?, nach Safien Platz GrS. (PZinsli). Er hed derwëge nd vil z’ Platz müesse n, nach Davos Platz. MSchmid 1982, 53. Ist der Gütschner bis z’ Visp g’gange n. SD. 1951, 2, 6 (WBrämis). Wen n ich d’s ērst Māl bi n z’ Brig g’gangu n, bin ich ach tzëh njǟrigs g’sī n. EJordan 1985, 36. Wie er ūf zu Mëssweidu n chome, g’seh er . . . a grōssi Lītri, wie van a inem grōssu n Sant-Jahannš-Fīr. W Sagen 1, 278. Neš ši n-wer g’gangu n da-n-üf z’ Lanja, nach Alagna. MBauen 1978, 210. S. noch Bd XV 783 u. (RWalter 1984); Sp. 71 M. (WD. 1952). ,Ich muoz ze Truobenhusen varn.‘ Schwz. MS. 67. S. noch Bd VI 1689 u. (Ansh.); XII 1463 o. (1297, Z UB.). Vor h a l b -
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a p p e l l . Ortsnamen mit A r t i k e l . ,Der Davoser geht . . . zum Chlōster‘, nach Klosters. MSzadrowsky Synt. 66. Ši chomen d z’ Schüel zur Chelchu n, ,venivano a scuola a Chiesa‘ PSal. (MValentini 2011, 188). Es geit zer Chilchu n, in die Gemeindefraktion alla Chiesa PRi. WB. ,[Sie] fuorten in gebunden und gevangen ze der welschen Nüwenburg.‘ 1327, Z StB. 1, 49. ,Denne N. gen Thüengen und zuo dem Langenstein 6 ℔ 12 β.‘ 1380, B StRechn. 167. ,Louffende botten: . . . Denne N. zuo der Nüwenstat 12 β.‘ 1430/1, ebd. 13. Verschmolzen mit Sankt (Bd VII 1215; s. schon d. aβ): ,I ch will ze Pēter, dh. gen Sankt Peter, in Sankt Peters Quartier.‘ Spreng (Id. R.). c) fester gefügt und von einem meist artikelfreien Subst. gefolgt, an, auf, nach, zu. Z’ Bagge n schlah n, 1) beim Essen tüchtig zulangen B (Id. B). — 2) das Gewehr in Anschlag bringen U. Z’ Līb ,kommen‘, legge n, ,nëmen‘, ,schlahen‘, fett werden, zunehmen, anschlagen; s. Bd III 977 M. Z’ Līch legge n, aufbahren W. Si ch z’ Marfel (Marg uä.) legge n, schlah n, in den Winterschlaf fallen, sich vom öffentlichen Leben zurückziehen AaF.; B; Gr; L; Schw; S; Obw; Zg; St.; s. Bd IV 399/401; IX 320 M. Z’ Tromm cho n, im Traum erscheinen TB. I n der Stunn d, wie-n-er ist g’storbe n, ist er dem Meitschi z’ Tromm cho n und het ’mu g’seit [usw.]. EGerstner-Hirzel 1979, 65. — I n s b e s . α) vorerst noch mit der Richtungsangabe im Zentrum. ,Gib dich gfangen, du öder man. Wir wend mitt im gon faren z loch‘, ins Gefängnis. Ruef 1539, 330. Z’ Bode n, zu Boden, auf den Boden, eig. und uneig.; verbr.; s. schon Bd IV 1021/4. 1026/8 und vgl. Sp. 56 o., M. De nn wider isch t N. trūrig vor im dür che n g’schliche n u nd het vor z’ Bode n g’luegt. SGfeller 1911, 343 (BE.). D’ Hīšer gänd allje-n-ab, š’ gänd all z’ Bodu n, ,gehen alle zugrunde‘. MBauen 1977, 31 (PRi.). ,Habint syne beid Gesellen inne [,den Puren‘] z Boden . . . geschlagen.‘ 1610, Z RB. Z’ Chost, Z’ Spīs, Z’ Tisch gān, Kostgänger sein; früher verbr.; s. Bd III 546 M., X 533 M.; XIII 1909/10. ,Ze end‘, an das Ende; vgl. unter B1g, 2f. ,Des alles zügniss so hend wir, die lantlüt . . . ünser nüw lantingesigel haran ze end gehenckt.‘ 1481, B Blätter 1914, 116. ,Ze füessen‘, zu Füssen. ,Hiute sint ir ze fuozin chomin alle himilsce furstin.‘ E. XII., Wack. 1876, 7. ,Esther fiel im [dem König] ze fuoß.‘ 1597, L Ostersp. 3, 178. Z’ Grund gān, ins Tal gehen W. Za n Greber gō n, auf den Friedhof gehen PAl. Z’ Heime n gā n, nach Hause gehen PAger. Z’ Hërd schlah n, zu Boden werfen, (refl.) sich verkriechen Schw; s. Bd II 1598 M. Z’ Himel fare n B; L, ,gān‘, ,kommen‘, in den Himmel fahren, kommen. Me n het z’sëlbist nit tanzet, wie we nn me n we lt z’ Himel fare n. Gotth. (Hunz.-Bl.) 2, 106. S. noch Bd VII 154 o. (L). ,Es ist schwär, das die rychen zuo himmel kummind.‘ Zwingli 4, 401. ,Hiemitt gat Gabriel wider ze himmel.‘ 1583, L Ostersp. 1, 108. Einen Sterbenden z’ Himel reise n (Uw; U), richten (Gr), mit den Sterbesakramenten versehen; aaOO.; s. Bd II 1291 u. Z’ Höll cho n U, ,faren‘, in die Hölle kommen, zur Hölle fahren. S. Bd VII 1403 o. (Ndw Kal. 1906). ,Sind also läbendig ze hell gefaren.‘ Zwingli 4, 422. Z’ (Zu) Hūs gā n, cho n usw. B (Gotth.); GrS.; Z †, mit best. Art. zum Hūs gō n, cheme n PAl., Iss., nach Hause gehen, kommen usw.; aaOO. D’s Annamarīli het ši ch mit ire n Wërch der Zit g’lā n . . . a nstatt zu Hūs ab gā n. MHunger 2008, 42. ,Da eilten sie [aus dem Wirtshaus] zu Hause.‘ Gotth. (Hunz.-Bl.)
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Za, ze, zi, zo, zu: zue B1cα
15, 44. ,Ich gon heim zuo hauß, vado domum.‘ Mal. ,Kum ietz ein Mall zue Huß mit mir, den wil ich witer losen dir.‘ Com. Beati 277. S. noch Bd XII 469 M. (JMeyer 1700). Ei nem öppis z’ Hūs und z’ Hof bringe n, schicke n, stel le n B (Zyro); Z (Spillm.). ,Gott . . . schickt dir syn ewigs wort zuo huß.‘ VBoltz 1551, 207. S. noch Bd VIII 217 M. (Haberer 1562). Z’ Hūs gō n, zieh n, eine Mietwohnung beziehen, die Wohnung wechseln; ä. verbr.; s. Bd II 1700 u. Ei nem z’ Hūs und (z’) Hei m cho n, jmdn zuhause aufsuchen BE. ,Kaum sei die letzte Schaufel Erde auf den Sarg des Vaters gefallen, so komme man [näml. die Gläubiger] ihnen schon z’ Hūs und z’ Hei m, als wie wenn der Vater der ärgste Lump gewesen.‘ Alpenhorn 1871, 31. Ei nem z’ Hūs und (z’) Hof chu n, von verarmten Verwandten Sch. ,Ze kilchen und (ze) strāssen (und märkt) gān‘ uä., sich öffentlich sehen lassen, jmds Genosse sein; s. Bd III 231 u.; IV 410 M.; XI 2341 M. Z’ Land, 1) an Land, ins Land. ,[N.] batt inn, daß er hülffe, sin schiff ze land ziehen.‘ 1436, Z RB. ,Das er [der Schuldner] die pfender nit vertuon, sunder ligen lassen sol, bis das der schuldner wider zuo land kumpt.‘ L StR. um 1480, 466. ,Da man zu Land fahrte, schießte man mit den Mörseln‘, anlässlich der Translation des hl. Justus nach Brunnen und Ingenbohl. 1697, AfV. 13, 133. S. noch Bd V 1111 u. (1447, Z RB.). — 2) nach Hause. S. Bd III 1298 o. (Maler 1593). — 3) ins Tal Gr. S. Bd III 1297 u. — 4) ans Ziel GrHe.; U. Z’ Luft fare n, fläuge n, jucke n, rüere n, schmeisse n, springe n, wërffe n, in die Luft springen, fliegen, werfen Gr, so D., Lüen, ObS., Pany, Seew., UVaz; U; vgl. B1fγ. Uf das hi n isch t das Schwī n z’ Luft g’sprunge n un d het wel le n zur Gelten usse r. ABüchli 1958, 31 (GrUVaz). Me n mues s [den Brotteig] z’ Luft wërffe n. SM. 1964, 24 (GrLüen). I ch nümme n e n Flaug z’ Luft. Kobald-Sonderegger 2014, 45 (GrPany). S. noch Bd III 1157 u. (mehrfach); XVI 92 u. (MEttlin 1992). Jmdn ,ze Krieg ziehen‘, anwerben. ,Z Krieg zu zeüchen tugentliches Gsind‘ ist N.s Aufgabe. 1642, B. ,Ze markt (und ze bank) leggen, stān‘, bürgerlich handlungsfähig sein; s. Bd IV 410 M. Z’ Müli fare n, gā n, gë n, träge n, tue n, Getreide zum Mahlen aufgeben, (übertr.) jmdn verprügeln; früher allg.; s. schon Bd IV 187 M., wo Weiteres und Ähnliches. Hanns: Wohi, Christeli? Christen: Z’ Mühli, u de no süst an es Ort. Wohlt. Jüngl. 10. Dazu als univerbiertes Subst. Z’müli n. (m.), so viel Getreide, als man zu einer Bachete n in die Mühle gibt bzw. das Quantum Mehl, das man zurückerhält; früher verbr.; s. Bd IV 188 o., auch Bd XV 316 u. (JGHeinzmann 1796). Z’ gueten Orte n cho n, in den Himmel kommen LE. Z’ Sarch tue n, einsargen FJ. Z’ Schatte n gā n uä., in den Schatten gehen FJ.; GrV.; s. Bd VIII 1488 M. Z’ Schërme n gā n, cho n, Schutz suchen, finden B; FJ.; Gr Walserorte; S; TB.; W; s. Bd VIII 1278 u. Z’ Schëru m tüe n, ins Trockene bringen W. Eine n z’ Schëru m leggu n, beseitigen, verstecken W. Z’ Seil bringe n, trībe n, das Vieh an seinen Platz im Stall führen Gr; W; s. Bd VII 741 o. Z’ alle n Sīte n, nach allen Seiten GrPr.; s. Bd VIII 490 o. (Schwzd.). Z’ Stelli gā n, sich im Gebirge versteigen, (uneig.) bei der Arbeit nicht mehr weiterkommen GrObS., S., V.; s. Bd XI 54 o. Z’ Stuel gā n, ,cacare‘, auf den Nachtstuhl gehen FJ.; s. Bd XI 294 o. Z’ Tisch leggu n, den Tisch decken W. Z’ Tisch träge n, servieren PPo. ,Ze Wasser füeren‘, ins Meer führen; s. Bd XVI 1799 u. (ThPlatter 1604/5). Leggen z’ Weẹld, gebären, cheẹn z’ Weẹld, geboren
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werden PIss. β) deutlicher i. S. v. wohin gehen, um d o r t t ä t i g zu werden; vgl. B5. Z’ Jag (G’jag, Jagd) gā n, auf die Jagd gehen BMeir.; GrMu.; TB.; U; WVt. ,Ze krieg faren‘ uä., in den Krieg ziehen. ,Noch ein teyl diser art sälten von heyman z krieg fart, die selb sitzend blibt bym ofen, bschützt die äpt mit den bischoffen.‘ Eckst. 1525 (Klag) A3v. Z’ Chrieg gā n, lauffe n, ,wellen‘, sich anwerben lassen FJ.; Gr; s. Bd XIII 757 M. (Schimpfr. 1651). Z’ Meister gā n, als Knecht oder Magd in den Dienst treten Gr. Dō het er z’letst müesse n z’ Meister gōn bī neimen einem, Übers. von Luk. 15, 15. Dial. 325 (GrChur). ,Ze reis gān, louffen, ziehen‘, in den Krieg ziehen; s. Bd VI 1289 M. ,Ze sēw faren‘ uä., zum Fischen fahren; s. Bd VII 435 u. (1480, Z RB.). 1479 M. (1559, ZGreif.); XVI 1064 u. (1459, Z RB.). — Namentl. 1) im l a n d w i r t s c h a f t l . Bereich. Z’ Acher fare n, gā n, trībe n, pflügen; verbr.; s. Bd I 66 M.; XIV 69 o. und vgl. SDS. VIII 184. Z’ Alp fare n, gā n, lade n, stelle n, tue n, mit dem Vieh auf die Alp ziehen, auch die Alp besuchen; verbr.; s. schon Bd I 194 o.; III 1059 u.; XI 109 M. Gaist hīr du z’ Alpu n?, ,vai tu, in quest’anno, all’alpe?‘ Giord. 107 (PAl.). Wenn d’ Ritzchneblẹ [Alpenwegerich] stäubend, cha nn-me n z’ Alp. JCasal 148 (GrPr.). S. noch Bd VI 1546 M. (MLien. 1891). I. S. v. als Alpknecht dienen Gr, so Cast., V. Er ist nǖt mē, er geit z’ Alp, wird einem Sennen, der nicht mehr gut auf den Beinen ist, nachgesagt. JJörger 1913 (1977) 69. Z’ Bërg gā n, (als Küher) mit dem Vieh auf die Alp ziehen, (als Wanderer) eine Bergtour machen; verbr. I ch möcht au ch . . . d’ Geisseli hüete n und z’ Bërg und z’ Tal gān. Tsch. (Gr). Z’ Birg gā n, (als Wildheuer oder Jäger) ins Gebirge gehen Gl; Gr; s. Bd IV 1572 o. Z’ Bode n fare n, cho n L; Ndw; Obw, Z’ Tal fare n, gān Gl; GrCast., mit dem Vieh (von der Alp) ins Tal ziehen; aaOO.; vgl. Sp. 19 M. z’ Land 3. [A.:] Mier müend dänk iez z’ Boden faren. [B.:] Jō, ’s hed nächti g’schneit schier bis i n’ n Ho chwald abe n. Zyböri 4, 11. S. noch Bd XIII 751 o. (Ndw Sagen). Z’ Fëld gō n, auf die Weide gehen Sch. Z’ Holz gōn, in den Wald gehen, um Holz zu sammeln, zu lauben oder Bäume zu schlagen Aa; Bs; L; Ndw; UwE.; W; s. Bd II 1246 o. (XHerz. 1862). Z’ Mär ch it fare n, gā n, den Markt besuchen; s. u. γ3. Z’ Nō(n) fare n, cho n, trībe n, nachmittags oder abends die Kühe zum Melkplatz treiben bzw. mit ihnen zum Melkplatz kommen GrPr., Sch., die Kühe nach dem Melken auf die Nachtweide treiben GrD.; s. Bd IV 763 M. und vgl. B3aε5. Z’ Wald gā n, = z’ Holz gō n (s. o.) Gr (verbr.); SchwE.; Ndw; U, so Sis.; s. Bd XV 1468 u. Z’ Weid fare n, gā n, auf die Weide ziehen BsOlt.; BGr.; GrD., Tschapp.; L; s. Bd XV 500 o. M. Z’ Rinder gā n Schw; U, ,louffen‘, ,getriben wërden‘, zum Stier geführt werden; s. Bd VI 1029 o. und vgl. Sp. 61 u. (zem Rind, Stier sī n). — 2) im h ä u s l i c h e n Bereich. Z’ Bett gā n, schlafen gehen B. ,[N.] trank noch einen guten Schnaps vor dem z Bett gah.‘ Gotth. (Hunz.-Bl.) 1, 58. Z’ Chëller gā n, in den Keller gehen Gr, so hPr., S.; GSa.; ZDiet. Z’ Sëdel gā n, schlafen gehen, von den Hühnern, scherzh. auch von Menschen; verbr.; s. Bd VII 297 M. Z’ Tisch cho n, ,sitzen‘, sich zu Tisch setzen, essen kommen GrPr.; ZO. Aber iez chönd z’ Tisch, d’ Suppe n chaltet susch t. RKägi 1953, 88. S. noch Bd VII 1736 M. (HBull. 1533). — 3) im k i r c h l i c h e n Bereich. Z’ Helge n gā n, wallfahrten U. Z’ Opfer gō n, im Chor der Kirche das Almosen geben, bes. in Ge-
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Za, ze, zi, zo, zu: zue B1c
dächtnismessen AaF., Ke., Lengn., Lunkh.; L, so Berom.; Schw; s. Bd I 384 M. (mehrfach); VI 1178 o. (AaF.). Z’ Alter gā n, cho n, wohl = dem Vor. TB.; UGöscheneralp. γ) deutlicher i. S. v. wohin gehen, um e i n e Ve r a n s t a l t u n g zu besuchen. 1) im k i r c h l i c h e n Bereich. Z’ Bredig gā n, cho n, den Gottesdienst besuchen aAa (vereinzelt); B (allg.); SBb.; Z (Dän.); s. schon Bd V 401 o. ,Dem Pfarrer gehe er auch immer z’ Predig, obgleich es ihm verflucht Langeweile mache.‘ Gotth. (Hunz.-Bl.) 1, 141. S. noch Sp. 34 o. (ChrReichenb. 1916). Z’ Chil(ch)e n gā n, zur Kirche gehen, den Gottesdienst besuchen aAa (tw.); B (verbr.); FJ.; Gl; Gr (verbr.); L, so E.; NdwEmm.; U (verbr.); ZF.; s. schon Bd III 230 u. Ši hei d’ Nachtschar g’sehn z’ Chilche n gān. ABüchli 1958, 59 (GrTrimm.). S. noch Bd XVI 1915 u. (AZimmerm. 1916). ,Wen ein frow zuo kilchen gat eines kindis‘, zur Aussegnung. 1500, Weist. 4, 380 (LEscholzm.). S. noch Bd III 230/1 (mehrfach). 1014 M. (c. 1300, ä. L Ratsb.); V 401 o. (1460, Z Ratsb.). Z’ Mëss gā n, cho n FJ.; GrV.; TB.; NdwEmm.; U (verbr.), mit best. Art. zer Mëss gā n P (verbr.); W (verbr.), die Messe besuchen; aaOO. D’ Lit sen d alli z’ Mëšš chu n. EGerstner-Hirzel 1979, 122. Zum Nachtmāl gū n, am Abendmahl teilnehmen, konfirmiert sein GW. Z’ Rōse nchranz gā n, in die Abendandacht gehen U. Zen Sakramëntu n gā n, an der Eucharistie teilnehmen WTurtm. Z’ Underricht gō n, den Religionsunterricht besuchen BsWensl.; s. Bd X 599 o. (TrMeyer 1926). — 2) z’ S c h u e l gā n, cho n B (verbr.); FJ.; Gr Walserorte; PRima, Sal.; Ndw; U, zur Schule gehen, kommen, den Unterricht besuchen; s. schon Bd VIII 604/5. Der ērst Winter, wo-n-i ch z’ Schüel ha n miesse n, han i ch am meiste n z’ tue n g’ha n mit dem Lërne n z’ schrībe n. SD. 1958, 10 (USch.). S. noch Bd XII 821 M. (BAdelb.); XIII 1068 M. (MLauber 1954); Sp. 18 o. (PSal.). — 3) z’ M ä r c h i t fare n, gā n, den Markt besuchen; verbr.; s. schon Bd IV 410 o. Es sī e n Pūr z’ Marcht g’gange n. ABüchli 1958, 77 (GrTrimm.). ,Won er dick und vil gan Zug zuo merckt gevarn mitt guott.‘ 1478, Aa Rq. 2009, 475. S. noch Bd XIII 90 u. (Obw LB.). Z’ Mär chit stelle n, (Ware) auf den Markt bringen B; s. Bd IV 410 M. — 4) von Zusammenkünften, F e i e r n und Festen. ,Ze tagen faren, gān, kommen, rīten, senden, schicken‘, an eine Zusammenkunft fahren usw.; s. Bd XII 795. Z’ Hōchzit (B; S), Z’ Hof (Bs) cho n, rite n, an eine Hochzeit kommen, fahren; aaOO. ,Ach, wenn sie doch einmal so schöne Kleider hätten . . . dann könnten sie auch einmal mit einem so schönen Mann z’ Hochzyt ryten!‘ Gotth. (Hunz.-Bl.) 4, 369. S. noch Bd IV 146 o. (Schild). Mit einerẹ z’ Chil che n gā n, Eini z’ Chil che n füere n, sie heiraten aAa; Gr; G; s. schon Bd III 232 o. Er het mi ch lieb g’ha n, wo mer z’ Chil che n sind. PHaller 1912 (1956) 17. ,Der hat wol gsagt, er wölle an einer ein biderbmann syn, sy zuo kirchen unnd straassen füeren, hernach understadt er, iren mit lougnen zuo entrünnen.‘ LLav. 1584, 77r. S. noch Bd XI 139 u. (1533/ 8, Z Eheger.). Mit ei nem z’ Chil(ch)e n gā n, cho n oder Eine n z’ Chil che n tue n, träge n oder Ei nem z’ Chilche n lǖte n, jmdn zu Grabe geleiten; verbr.; s. Bd III 231 o. ( j. Angaben bestätigen die Var. mit tue n für LE., Wigg.; SchwMuo.; Zg). (Mit ei nem) Z’ Chil che n lade n, säge n, zu jmds Beerdigung einladen Aa; Z; s. Bd III 231 o. (Ei nem, Mit ei nem) Z’ Grebd gā n, an jmds Beerdigung teilnehmen B; S. We nn das sō gā n müess, su well er
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si n Sēl lieber nie mē z’ Grebd gā n. Gotth. (Hunz.-Bl.) 3, 257. S. noch Bd II 698 M. (BWyss 1863). Z’ Līch (Līcht) gā n, cho n, in AaF. mit Art. zu-n-erẹ Līch gō n, an einer Beerdigung teilnehmen Aa; B; G; S; Th; s. schon Bd III 1014 o. ’s sind nume n Wīber mit der Mueter z’ Līcht. PHaller 1912 (1956) 27. Z’ Heimgart, Z’ Hof, Z’ Hand, Z’ Chilt, Z’ Liecht, Z’ Ābe ndsitz, Z’ Spinni (auch zur Spinni), Z’ Stubete n, Z’ Dorff gā n, cho n, einen Besuch abstatten; s. Bd II 434/5. 1023 u. 1392 o.; III 242/4. 1051; VI 1669 u.; VII 1726 M.; X 327/8. 1173/80; XIII 1481/4; XVI 2073 u., auch z’ Ō 2bere n (ApI.), z’ Gass (U) gā n, cho n; aaOO. Z’ Gast, Z’ B’suech, Z’ Wisite n gā n, cho n, = dem Vor.; s. Bd II 483 M.; XVI 2073 u. Z’ Chilbi gā n, cho n, den Jahrmarkt besuchen FJ.; s. Bd XIII 1849 o. (Volkskal. 1912). Z’ Tanz gā n, eine Tanzveranstaltung besuchen B; Gr; S; s. schon Bd XIII 852 M. [Ein Tanzkurs] machi ei nem sëlbstsicherer, und me n müesstẹ ši ch nümme n albig Muet antri nche n, vor das s me n z’ Tanz güengi. Kobald-Sonderegger 2014, 16 (GrPany). Analogische j. Bildungen: Z’ Dramatisch gān, eine Vorstellung des Dramatischen Vereins besuchen, Z’ ‹Knie› gān, eine Vorstellung des Zirkus Knie besuchen BBr. (Schild-Boss). δ) übergeh. in b i l d l . Vorstellung. Z’ Bei n cho n, genesen GrD.; s. Bd IV 1295 M. Z’ Hande n cho n, begegnen, zu Gesicht kommen B; Gr; s. Bd II 1387 u. Ei nem öpper (öppis) zur Hand (z’ Hande n) ha n, einem zu jmdm (etw.) verhelfen; ä. verbr.; s. Bd II 1383 M. Z’ Hande n në n, etw. an sich nehmen, sich etw. vornehmen, sich etw. zur Gewohnheit machen; s. Bd II 1381 M. u., wozu die folg. Ergänzungen: 1) etw. in die Hand, die Hände nehmen GW.; W. Nümm ’s rëcht z’ Hann de n (zor Hann d), etwa ein Werkzeug. Gabath. Eine r hei d’s Hërz z’ bēde n Henn du n g’no n. W Sagen 1 269. ,Damit, das er sich gerächen möcht an Ruollanden, namm er sin schwertt zuo beden henden.‘ Morgant 1530, 29. ,Das hertz, wie man sagt, zuo beiden henden nemmen.‘ LLav. 1569, 105r. — 2) jmdn handgreiflich strafen GrV. (Vieli). — 3) unpers., hernehmen GrPr. Es hed mi ch rëcht z’ Hande n g’nu n. JCasal 94. Z’ Hande n gë n, übergeben, zuweisen L; G; Z. Z’ Hande n bringe n, stelle n, herbeischaffen B; Z; s. Bd II 1382 M. ,Ze handen stellen‘, übergeben, überlassen; s. Bd II 1382 u. (Ruef 1550). Spez. eine schlechte Arbeit wider z’ Hande n schlah n, stelle n, sie zurückweisen Gl; Z; s. Bd II 1382 M. Z’ Hërze n gō n: Ne n Stich isch t mer z’ Hërze n g’gange n. JReinh. 1903 (Okt.). Z’ Lëbe n cho n, lebendig werden NdwSt. Dī n Brieder ist hi n g’sī n und wider z’ Lëbe n cho n, Übers. von Luk. 15, 32. Dial. 298. ,Ze muot chon‘, in den Sinn kommen; s. Bd IV 581 M. (Kessl.). Z’ Ōre n cho n, wie nhd.; verbr. Alls, was im bishëren isch t z’ Ōre n cho n, ist im irge ndwie verständlig g’sī n. SGfeller 1937, 9 (BE.). Z’ Ōre n bringe n, lō n, träge n; s. Bd I 413 o. M. Z’ Si(nn) cho n, in den Sinn kommen; s. Bd VII 1050 M. Zum Sinn cho n, zu Bewusstsein kommen BM. Äntlig isch t si [die Mutter] wider zum Sinn cho n. Si het d’ Ouge n ūf’tā n un d erstūnt i n der Stuben ume ng’luegt. EBalmer 1923, 137. d) eine Hinzufügung, eine Ergänzung ausdrückend; allg. Nimsch t du Zucker zum Kaf fi? Z. Zum Chǟs Hërdöpfel ësse n B. Dōvo n hät er zue de n Chrätzeren und Gröschlene n au ch tüchtig Schnatteren übercho n a n d’ Bei n. JSenn 1864, 46. Es wërt nüd lang, bi mīner Treu w!, chunt no ch en Taler nagelneu w i n ’s Trückli i ne n, zu dise n. Stutz, Gem. 2, 115. Früener händ d’ Elteren
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Za, ze, zi, zo, zu: zue B1d
z’säme n g’schlōffe n und no ch en Gōf oder zwē n zue ’ne n GrAv. S. noch Bd XII 1123 u. (ONägeli 1898); Sp. 12 o. (Spillm.). ,Es sol nieman nüt mer zuo der sach tuon, won es ist stallung genomen.‘ 1403, Z RB. ,N. [sei] im Thurgöw eins predikanten son, sagt, sin vatter hab ein cleine pfruond und zuo im zechen kind und nütz darzuo.‘ 1540/50, Z. ,Ein trinckgelt ich dir schenken söll, nimm hin do disen gulten rott, den hab dir zuo dem bottenbrott.‘ Holzwart 1571, K1r. ,[Die Kirchgemeinde beschloss] daß fürrhin am Fäst der heiligen Columba zum Pfahrherren der Kirchen wägen nit mer geistlichen Herren solen sein alß 2 Herren Vättern Capuziner und ein anderer [vom Pfarrer frei zu bestimmender] Geistlicher.‘ 1721, Gfd 29, 81. S. noch Bd X 804 u. (1454, BSi. Rq. 1914); XV 559 u. (1668, B StR.). Ein Aufeinanderfolgen ausdrückend, für. ,[Die Gebeine des Heiligen sind] alles Stuckh zue Stuckh verzeichnet worden.‘ JLBünti A. XVIII., 368. Etw. zue öppis schlah n, von Grundstücken oder Vergehen; s. Bd IX 312 M. Zue dëm; s. zue-dëm (Bd XIII 1117). U n s i n n l . ; vgl. A2b. Zu-n-al lem (Unglück, Eländ) zue na ch lache n Z (Dän.). Jez si nd-mer zu allem zuechi n no ch verrāten. Uf dem Schloss Castels erwartend š’ ünš mit hunderten van Muskēten. HPlattner 1947, 14. e) bei Zahlenangaben ins Unräumliche übergeh. und eine Annäherung ausdrückend, um, gegen, über Gr; L; S; Th; Z; Syn. bī III.3 (Bd IV 902). E n Guets zu hundert Schueh hȫch, ,beträchtlich höher‘ als hundert Fuss Gr; Z. So geit der Mōn in öppis zu 28 Tagen um d’ Ërden und macht ime n Jōr zwölf Umläuff und e n Stil dra n. Schild 1880, 184. S. noch Bd XIV 5 o. (LE. Hirsmontagbrief ). ,Nun gab im der keisser zuo sechshundert wol bereitter mannen.‘ Volksb. 41. ,Sy ist zuo viertzig jaren‘, näml. Zwinglis 1484 geborene Frau im Jahre 1525. Zwingli 4, 407. ,Rengnold sagt, die heyden werend all geflochen, und hettend sy vast zuo ein myl gejagt.‘ Morgant 1530, 322; ,plus d’une grande lieue.‘ ebd. 422. ,Und solle man den armen Leüthen zu Flunteren und an der Oberen Strass bei jetzigem grossen Holtzmangel etwas zu 40 Klafteren verkaufen.‘ 1680, Hotz (Urk.) 1865, 309. Spez. in Verbindung mit einem G e l d b e t r a g . ’s macht öppis zu hundert Franke n, ,etwas über 100 Franken‘ ThHw.; ZRuss. Öppis zu hundert Franke n hät ’s g’gulte n Z (Dän.). Es chost zu hundert Franke n. Zu hundert Franke n müesse n zale n. oO. D’ Rëstanze n-Verzeichnis von’n Holzund Streu wigante n . . . lūte nd öppis zu viertūsi ng Franke n. KBiedermann 1889, 94. Vo n Wangen abe n hed er nur öppis zu 650 Guldi n chönne n mit im në n, 500 ist im der Brüeder no ch schuldig ’blibe n. EGraf 1895 (1929), 11. ,Dieser und der verbandisierten [verbannisieren 1b Bd IV 1282] Mittel, welche confisciert sein sollten, wurden anfangs was Weniges zu 2000 fl. geschätzet.‘ JPTschudi 1726, 53. S. noch Bd X 1517 M. (1606/7, Z). f ) stärker an best. Verben gekoppelt, noch mit deutlich räuml. Aspekt. Zue-n-em sëlber b’sin ne n, sich Gedanken machen GrAv. Die Nacht han ich zue mir sëlber b’sun ne n. MSzadrowsky. Zue-n-em (Z’ im) sëlber dänke n, bei sich denken B; Gr; Obw; W; s. schon Bd XIII 644 o. E mīn Gott, mīn Gott! han i ch zue mer sëlber ’täicht, wenn i ch das g’wüsst hätt! JBürki 1916, 7. Zue ei nem diene n, jmdm dienen. I ch hä n grad mi n Gütschner, der scho n zwänzig Jār ze mier dient. SD. 1951, 2, 6 (WBrämis). ,Wie das land Appenzell dar-
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vonkhomen, was wenig landschaft, die zuo dem gotzhus [StGallen] diente.‘ Vad. (2010) 443. ,Und dienet dißer Palast zu den Francken, so zu Plurs wohnend.‘ 1608, Z TB. 1914, 41. Zue ei nem, öppis g’hȫre n, zu jmdm, etw. gehören; allg.; s. schon unter ge-hȫren 2a (Bd II 1575). Ich g’hȫre n zo eu ch und ir g’hȫre nd zo mir. ABächtold 1972, 48. Zue ei nem grīffe n, jmdn angreifen B, ergreifen äSpr.; s. schon grīffen 2, 3 (Bd II 713). ,Das die von Sant Gallen . . . wa er hininkommt, zuo im grifen und in den vier orten [Z; L; Schw; Gl] überantwurten söllen, werde durch den bericht niendert erfunden.‘ 1492 (?), PBütler 1914, 18. Zue-n-em sëlber lache n, bei sich selbst lachen GrAv.; W. Ši het z’ irẹ sëlber scho n miessu n lache n. W Sagen 1, 276. Ich ha n g’lachet zue-n-em, ,habe gelacht vor ihm, gleichsam zu seinen Handen oder Ohren‘ ZWied. (Dän.). Zue öpperem, öppis luege n, zu jmdm, etw. schauen, auf jmdn, etw. achten, sich um etw. kümmern; allg.; s. schon luegen 1cζ (Bd III 1223). U nd de nn ës sëlber, het es zu sich g’luegt? WMarti 2001, 261. ,Lueg nun flißig zue dynem Näst.‘ 1631, Zinsli 1911, 143. Zue öpperem, öppis passe n, wie nhd.; allg. Und iez heisst ’s, en Mord passi nöd zue-n-em. Das b’hauptet ër, das b’haupte nd sīni Verteidiger. VSchobinger 2006, 16. ,schicken‘: ,Wie dann doctor Ioann Egg abermal zuo üwer wyßheit ein unbescheidne gschrifft . . . überschickt.‘ Zwingli 4, 759. schrīe n: Ich ha n g’schrou we n zue-n-em, ,habe geweint vor ihm, gleichsam zu seinen Handen oder Ohren‘ ZWied. (Dän.). Zue öppis tue n, = zue öppis luege n (s. o.); s. schon unter tuen A1bβ2 (Bd XIII 304). ,Als aber niemand zu disen Sachen thun wollen, habend etlich Predikanten . . . ihre Gmeinden . . . vermanet, das man Fürsächung thüge.‘ Anhorn 1603/29, 30. Ši ch zue öpperem verdingu n, bei jmdm in den Dienst treten WG., Leuk, V. Dā ist er dō gegangu n, hed ši ch zu ’mu n Burger in erẹ Stadt verdingut, Übers. von Luk. 15, 15. Dial. 341 (WLeuk, V.). S. noch Bd XIII 572 u. (1558, Brief ). Namentl. α) nach Verben des M i t t e i l e n s uä. b’richte n: [Si] lupft de n Chlī n uf de n Schōss und b’richtet und b’richtet züe-n-em. RKägi 1953, 25. meine n: Lueg, es geit wie g’schmier wt, meint d’s Nāni zem Ēni. Kobald-Sonderegger 2014, 28 (GrPr.). rede n; s. Bd VI 554/5 (mehrfach). rüeffe n; s. Bd VI 691 u. sage n (säge n); s. schon sagen 1b (Bd VII 389). De r Beck N. hät zomenẹ arme n Bueb g’seit: Du tarst e n par Chrȫmli uslëse n. ThKappler 1980, 23. Es säge z’ im sëlber, er sage zu sich selbst. W Sagen 1 267. S. noch Bd VII 787 M. (GFient 1898); XII 36 o. (Ndw Volksbl.); XIII 1137/8 (Bäri 1883). ,Do er [Paulus] dann spricht und billich seit zuon Römern am fünfften underscheid.‘ Ruef 1550, 222. ,schrīben‘; s. schon Bd IX 1497 o., u. ,Als der heylig Paulus schrybet zuo den Römern am ersten capitel.‘ Zwingli 1, 490. ,Der herr legat hat mich 2 brieff läsen laßen, so schultheiß Pfyffer von Lucern zuo im geschryben.‘ 1565, QSG. 24, 573. S. noch Bd XIII 1055 o. (1528, Brief ); XV 1233 u. (1565, QSG.). ,schweren‘; s. Bd IX 2096 u. sprëche n. Drum het er frindli ch z’ immu g’sprochu n. Wir Walser 1977, 1, 38 (WVt.). ,Zun Quitten-, Birn- und Äpfelbäumen sprach ein noch junger Feigenbaum.‘ LMeyer 1767, 88. — β) nach Verben des K l a g e f ü h r e n s . ,Ze einem klagen‘ uä., gegen jmdn klagen. ,Und klegt do der selb A. mit sinem fürsprechen zuo dem egnanten B.‘ 1394, AaB. Urk. 161. ,Mich A. kompt für, wie B. ein klage zuo mir
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Za, ze, zi, zo, zu: zue B1f
getan.‘ 1470, Z RB. ,Wyter hat vogt N. zuo Zofingen zum pfaffen klagt, wie er geredt, er, der vogt, sig ein kelchdieb, begert wandel.‘ 1529, Strickler 2, 389. ,Ein klag füeren hin zuo N.‘ 1567, GrOVaz. S. noch Bd IX 1289 u. (1484, Z RB.). ,Ze etw. klagen‘, auf etw. klagen. ,Einer, so ein Brieff, der nit geschätzt werden mag, Jahr und Tag hat und den Zinß ziecht, soll er schuldig seyn, selben zu behalten, oder er wär so faul, daß etwan das Underpfand geschleitzt [schleizen 1c Bd IX 805] wurde, so mag er alßdan zum Underpfand klagen.‘ 1652, SchwE. Hofr. 1702, 212. ,Etw. ze einem bringen‘, etw. nachweisen; s. Bd V 701 o. — γ) nach Verben des S c h l a g e n s , W e r f e n s uä. B; F; Gr; LE.; Uw; W. Zue ei nem füngge n, jmdm einen Fusstritt geben BG. gëbe n. Mängisch t gǟb er im e n rëchte n Chlapf zum Gring. VBinggeli 2006, 107. ,Ich gib dir bald eins zum kopf!‘ Bletz 1546, 193. ha n: Dā hest ei ns zum Grind. B Hink. Bot 1889, H3b. hau we n. Er het ’mu zum Grinn d g’howe n F. ,Lüffe der A. frävenlich gan im und hüewe zuo im, da hüewe [B.] zuo rettung sines libs und lebens ouch zuo im und machte inn bluotrünsig.‘ 1473/83, Z RB. S. noch Bd VI 560 o. (1559, B Turmb.). recke n; s. Bd VI 807 M. rüere n; s. Bd VI 1252 u. (BBr.). 1254 M. (ebd.). schlahe n; s. schon Bd IX 282 u. Warum hest du gester g’schlage n zue mier? ABüchli 1966, 711 (GrS.). ,Uff das slüege A. zuo dem B.‘ 1460, Z RB. S. noch Bd X 1446 o. (1485, Z RB.); XVI 1941 o. (NMan.). stëche n; s. schon Bd X 1220 o. Zue-n-em stëche n, ,das Messer gegen einen brauchen‘ BBe. (Dän.). ,Das der N. mit einem brottmesser zuo im stäche.‘ 1474, Z RB. ,stōssen‘; s. Bd VIII 756 M. (1468, Z RB.); X 1220 M. (1535, ZAnd.). ,Einen streich tuon‘: ,Wölte noch ein streich zum N. thuon und höüwe disern gezügen.‘ 1539, Z Anz. 1916, 151. wërffe n; s. schon Bd XVI 1371 M. und vgl. z’ Luft wërffe n (Sp. 19 M.). Steinẹ zue de n Hüener wërffe n BBe. (Dän.). ,Als etlich nachtz zuo sant Peter an der Hofstatt gesungen und aber ettlich mit steinen zuo den selben, so sungen, geworffen hand.‘ 1428, Z RB. S. noch Bd II 829 u. (FPlatt. 1612); XII 693/4 (1478, Z RB.). En Watsch kriege n; s. Bd IV 969 u. (Schwzd.). — δ) nach Verben des F i s c h e n s und J a g e n s BGr.; LE.; P; W. ,fischen.‘ ,Wölcher fürohin im sew zuo Murtten mit einer signeta zun blöüwlinen fischet, der vervalt umb zwentzig groß Loßner wärung, darzuo soll er das garn verloren haben.‘ 1566, FMu. StR. 388. ,[N. hat 1592] angehept . . . in dem Bach . . . zue den Fornen ze fischen.‘ RCys. (Br.) 46. ,leggen‘; s. Sp. 39 o. (1537, Z). schiesse n; s. schon Bd VIII 1369 u. Zu ’menẹ Has schiesse n LE. (BSG.). Z’ Zil schiesse n, auf die Scheibe schiessen PIss. (WB.). E n Jeger im Baltschiedertal hei wellen z’ ener Gemšu n schiessen. W Sagen 2, 289 (WLö.). ,Er wil mit der büchsen zuo üch schiessen.‘ 1473/83, Z RB. ,[Dass] niemas uff dem see, uff der Lindmag, uff der Syl, uff der Glatt . . . indert einer myl nach von der statt züe dem andtvogel noch andern vöglenn . . . soll schießen.‘ 1525/6, Z Mand. g) in Univerbierungen. Z’änt, bis ans Ende, völlig, ganz, meist in Verbindung mit einem Adv.; ä. verbr.; s. schon ze End (Bd I 316). Z’änt u f hi n, ganz hinauf GW. Zur Präp. ,zent‘ verschmolzen, bis zu; s. schon ze End (Bd I 316). ,Nach dysser red gieng Karly zent dem schloß hinweg und suocht, ob er Rengnolden finden möcht.‘ Haimonsk. 1531, 227. ,Zegegen‘, gegen, gegenüber, wogegen; s. Bd II 144. Z’gegni cho n, entgegen-
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kommen BO.; s. Bd II 145 o. Z’rugg, nach hinten, zurück; s. Rugg 3cβ, γ (Bd VI 790. 791). Z’same n, Z’säme n, zusammen; allg.; s. Bd VII 911. Z’wider, widrig, hinderlich, unähnlich (äSpr.), zuwider (verbr.); s. ze-wider (Bd XV 624). In a n a l o g i s c h e r Anwendung bei Richtungsadvv. Z’dar, in uf eine n z’dar, auf einen los (gehen) S; s. Bd XIII 999 M. (JReinh. 1907). Z’dür chab (BsL.; BU.), Z’desab (BO.), abwärts, her-, hinab; aaOO; vgl. durch-, des-ab (Bd I 32). Er isch t mid dem Wello z’dur chab a n d’ Arbed. Muster-Bürkli 345. Flügen ufe n zu de n Gipflen und z’dür chab de n Gletscher nache n. MMatter 1973, 41. Z’dür chabe n (BU.), Z’desa bhi n (BO.), = dem Vor.; aaOO.; s. Bd XI 1882 u. (HZulliger); vgl. durch-, des-ab-hin (Bd II 1322. 1323). Z’dür chūf (BU.), Z’desūf (BO.), aufwärts, her-, hinauf; aaOO.; vgl. durch-, des-ūf (Bd I 122). Isch t er . . . mit emnẹ chlīnere n Schiff vierzëh n Tag lang am Fluss nō ch z’dür chūf i n’ n Norde n. PLenz 2013, 16. Z’dür chufe n, = dem Vor. BGr.; s. im Folg. Z’dür chī n B, Z’desī n (BO.), einwärts, hin-, herein, geradeaus; aaOO.; vgl. durch-īn (Bd I 293). Z’dür chī n und z’dür chufe n, ,thaleinwärts und aufwärts‘ BGr. Z’desinha r, -hi n, = dem Vor. BO. Z’dür chūs (BU.), Z’desūs (BO.), auswärts, geradeaus; aaOO.; vgl. durch-, des-ūs (Bd I 558). Und jitzẹ dert z’dür chūs dür ch d’s Dach, sagt der Wind zum züngelnden Feuer. WMorf 37. Z’desuber, hinüber BO. Z’nā ch, nach, entlang GrD.; s. Bd IV 637 M. Z’vone n, von dannen. I gange z’vona. Wohlt. Jüngl. 1780. Z’vorūs, 1) voran, voraus B; Syn. vor-ūs 1 (Bd I 556). I ch louffe n anfangs z’vorūs BS. — 2) besonders ZO.; Syn. vor-ūs 2 (Bd I 556). Wänn tūsi ng g’sunge n hette nd, hett men in glīch z’vorūs g’hȫrt. Stutz, Gem. 22 , 167. 2. lokal, eine Lage bezeichnend. a) in, an, bei Gr Schs; PAl., Iss., Rima; TB.; W, so Zerm. I ch gōn-ich mid der Aju n, und der Attu blībt zam Hūs. Giord. 107. Ši sīgi n [in einer Höhle] g’luffe n un d g’luffe n, be[s] š’ hein d g’heẹre n zur Chappëlu n singe n, ,in der Kapelle‘. EGerstner-Hirzel 1979, 58. Zam Brunne n, am Brunnen. Giord. 105. Zer Briggu n sind š’ mer düe b’cho n, bei der Brücke. Julen. ,Swen der rat darubir sezzet [näml. die Tuchgrössen zu kontrollieren], der sol das ze der walchun messen.‘ 2. H. XIII., QZZ. 2. ,Von den wunderzaichen sant Nöggers, die da nach sinem tod zuo sinem grab beschechen sind durch sin verdienen.‘ XV., AfV. 4, 335. ,Mh. haben geraten, hinfür zun klöstern umb die einlife zuo bredigen.‘ 1512, B RM. 1, 73. ,Das ist der best [,wyn‘], den ich yetz han, ich hab zum hindern zapffen glan.‘ HsRMan. 1548, 225. ,Seye N. mit NN. auch zue inen khommen . . . allwo man ihnen alsbalden Platz zue dem Thisch gemachet und also ein par Stund gueter Dingen mit einanderen gsyn.‘ 1636, Z. ,So mir die Nachburth worden . . . seüber ich [sc. die Hebamme] sy mit einem Schwumm mit warmem Wasser und versorg die Frau zu dem Beth.‘ JJHolzhalb 1691, 50. S. noch Bd II 1730 M. (1416, L Marchenbr.); IV 1091 o. (XV., Schw Arzneib.); XII 771 o. (1406, S Rq. 1949). ,Zem wīn sīn‘, beim Wein sitzen; s. Bd XVI 2130 u. (1484, Z RB.); Sp. 28 M. (1467, ebd.). Mit Bez. auf Personen. Z’ entš, bei uns PRima. Da n letste n Samstog sind š’ g’gange n šitze n zam Gotte n Peiter, ,a far veglia in casa del compare Pietro‘. Giord. 100. Z’ Andrēaš tiend š’ metzgu n, ,bei der Familie des Andreas‘. Julen. ,Denne Torman von einer armen frouwen wegen, het ein kint zuo der ammen, 3 ℔.‘ 1446, B StRechn. 215. S. noch Bd II 1291 u. (Fris.). I.
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Za, ze, zi, zo, zu: zue B2a
S. v. neben: ,Ich han geredt, din wib sig ein huor, und sy ist ouch eine . . . so hat din wib noch ein man zuo dir.‘ 1475, Z RB. Mit Bez. auf Körperteile. D’s Blued si ’mẹ zẹ Mūl und Nase n cho n. MKuoni, Idyll 54. ,Habe sy der N. mit ir [!] funst geschlagen, das sy herdvellig worden und zuo mund und naß geblüet hab.‘ 1468, Z RB. ,Ist guot lassen on [ausgenommen] zuo der scham . . . Ist guot lassen on zuo dem haupt.‘ 1495, Bs Kal. (Aderlassvorschriften). ,Die gröst Not hat ich zünn Gmächten, im Buch und an heimlichenn Orten.‘ 1605, Ardüser 1572/1614, 165. b) spez. mit Bezug auf einen Orts-, Länder- und Hausnamen, in. α) vor Namen von O r t s c h a f t e n und Ortsteilen; allg.; Syn. ūf I.A1 (Bd I 116). Dë r hilft i ns z’ Bërn obe n so vil wie z’ Aarau ëne n, ein Grossrat, der Nationalrat werden will. AaB. Volksbl. 1902, 12. Aug. Z’ Luzërn wërdi me n de nn për Omnibus uf de n Festplatz g’füert. WMarti 2001, 151. Ši n-wer chomo n sta n z’ Fral [Varallo], da hen-ech g’gangu n . . . machu n der Mürmeister. MBauen 1978, 210. Z’ Basel a n mi nem Rī n. Liedtitel (Hebel). S. noch Bd XIII 1475 o. (Schild 1873). ,Den purgern da tz Gruoningen.‘ um 1307, HU. 2, 395. ,Her N., lüpriester ze Kam, dechan der dechnye ze Bremgarten.‘ 1413, Zg UB. 236. ,Alle die recht, die ein apt von Pfäfers gehebt hat in dem vorgenanten kelnhoff zuo Weggis.‘ um 1433, LW. Rq. 72. ,Der gmain man zuo Fryburg lobet Gott, daß er des tags erlebt hett, daz ain römscher küng . . . in aygner person zuo Friburg erschunen wer.‘ Vad. (2010) 453. ,A. sol biss uff erst khünfftigen Montag von Herr Hauptmann B.s Hoff zue Engiberg abziehen.‘ 1647, Schw Ratsprot. ,[Im Streit zwischen A. und B.] umb und von wegen streittigen Faarrecht über die Reüß zu Rickhenbach und Müllau . . . haben uuggHH. und Oberen erkent [usw.].‘ 1740, Aa Rq. 2009, 556. Quartiernamen. ,Stüra ze Nümarkt . . . in Nidrendorf . . . im Münsterhof.‘ 1357, Z Steuerb. 1, 22. 32. 40; s. noch Sp. 29 M. ,Jocob lot üch grüesen. Er ist nit doheim, er ist zuo Santi Hans, do er badet‘, in der Basler StJohanns-Vorstadt. 1518, Amerbach-Korr. 2, 114. Vor h a l b a p p e l l . Ortsnamen mit A r t i k e l . Zen Gadmen, im Dorf Gadmen BHa.; s. Bd XII 1161 M. (BHa.). Zum Rī n, im Dorf Hinterrhein GrRh.; s. Bd XIV 1574 M. (Wir Walser 1967). Ich wërhu n zum Stëg, ,lavoro alla Madonna del Rumore‘. PRi. WB. 41. ,N., der do ze dien Einsidellen abte was.‘ vor 1326, Gfd 2, 150. ,Martin, wonhafft zum Rotenbrunnen.‘ Ard. 1598, 25. ,So aber Kundschafften botten wurdend zum Closter, wenn zum Closter Gericht ist [usw.]‘, in Klosters. A. XVII., GrKl. LB. 31. ,Dieser Zwingli ist gebohren in der Graffschafft Toggenburg, zum Wildenhauß, ao 1487 am Neujahrstag.‘ Reformationsgedächtnis 1719. ,[N.] hat sich . . . bey dem Schulmeister zu der Oberstraß bey Zürich . . . unterrichten lassen.‘ E. XVIII., WKlinke 1907, 115. Im XIII./XVI. bes. vor mit Z anlautenden Ortsnamen oft f e h l e n d . ,Ein gra tuoch, das hie Zürich gewürket wirt.‘ 2. H. XIII., QZZ. 2. ,Dis geschach Zürich an sant Verenen abende.‘ 1336, ebd. 52. ,[Es erscheinen NN.] den der obgenant lütpriester von ir kilchen wegen Cham ze versprechen stat.‘ 1431, Zg UB. 385. ,Sol ouch daz offenlich in disen nachgeschribnen kilchhörinen verkündet werden, daz ist Zug, ze Bar, ze Egre.‘ Zg StB. 1432, 13. ,Als her N., dozmal Zuokerryedt sesshaft, imm mit etwas geschlachten worten fürhielt [usw.].‘ Vad. (2010) 690. ,Item usgen 77 gl. 28 β [dem N.], hett er Zurzach
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usgen, den schützen um duoch, nestell [usw.].‘ um 1560, Schw. S. noch Sp. 29 o. (1272, Z UB.). 45 o. (1393, Aa Rq. 2009). A g g l u t i n i e r t . Šëggš Stend wan Z’Wrōl, sechs Stunden von Varallo PRima. N. isch t der besch t Jeger van Z’Maḳana, von Macugnaga. WD. 1952, 27 (PMac.). Zẹt + Name des einstigen Kirchenpatrons, kontrahiert aus ze und Sant BsStdt † (vo n, bi Zẹt Albe n, Zẹt Lienert, Zẹt Marti n, Zẹ t Pēter, Zẹ-tJōdere n); GrSeew. (Zẹtanne ns, St. Anna), Pr. (va n Zẹt Rochus, St. Rochus im Nenzinger Himmel), Sch. (bi Zẹ t Pēter); mTh (Zi t Galle n); s. schon Sankt aβ (Bd VII 1215). ,Bī Zẹt Lienert, bey Sankt Leonhart; I kumm vo n Zẹt Lienart, ich komme aus der Predigt oder aus dem Quartiere von St. Leonhart.‘ Spreng (Id. R.) 66. 180/1. — β) vor Namen von Regionen, L ä n d e r n und Kontinenten; allg. (soweit der Ländername nicht einen bestimmten Artikel erfordert); Syn. in I.1a2 (Bd I 287). Z’ Russland un de n, z’ Ängeland ëne n. Joh.Meyer 1866, 2, 70. Me n [hätt] ’s hundertmōl līchter . . . we nn-me n z’ Afrika oder doch au ch z’ Italie n uf d’ Wëlt cho n wǟr, dort sīg ’s Summer und Winter schȫn warm. NatZtg 1922, Nr 438. Er isch t e n starche r junge r Ma nn, er wo lt ’s z’ Amerika probiere n. VBinggeli 2006, 113. Hei n si z’ Armēnien usse n überhoupt medizīnischi Usbüldi nge n, han i ch mi ch . . . g’frogt. PLenz 2008, 16. ,Wir graff Fridrich von Tokkenburg, graff ze Brettengöu und ze Thavaß, thuond kund [usw.].‘ 1394, Arch. Jen. 1. ,Die grafen von Kyburg . . . warent lantgrafen ze Elsas.‘ Just. 12. ,Valsche kuntschaft, durch einer stat Bern sigel zuo Wallis angericht.‘ Ansh. 1, 330. ,Die [,Franken‘] sind . . . durch das Meientall zu Uhri nach dem Sustenberg komen.‘ 1799, JvWeissenfluh 1792/ 1821, 48. Pleonast.; s. Sp. 43 o. (Anhorn 1603/29). — γ) vor Namen von G e b ä u d e n ; vgl. u. cβ. ,I ch gang zue Pēter, mein Kirchgang ist zu Sankt Peter.‘ Spreng (Id. R.); vgl. Sankt aβ (Bd VII 1215). ,Wie sich gefüegt hab, daß si zuo dem alten Sneggen waren.‘ 1421, Z RB. ,[NN. sind] zem Weggen uff der pfister stuben zem win gewesen.‘ 1467, ebd. ,Sy zwen und ander habint mit einandern zuo der Wag gekartot.‘ 1483, ebd. ,Die zerung des barfuoßen münchen, so den applasß harbracht und zuo dem Löwen ist gelägenn, 224 ℔ 13 β 4 K.‘ 1519, AFluri 1894, 57. ,Me ußgen nach rechnung uß miner heren gelts, so verzert ist uffs jarzittmall zum Ochsen, überall 22 gl. 5 β.‘ 1572, Gfd 15, 85. S. noch Bd VI 1207 M. (1471, Z RB.); VIII 71/2 (1474, ebd.); Sp. 76 M. (1643, SchSt.). c) ausgeh. vom bzw. analog zum Vor., als semant. und tw. syntakt. verdunkelte Verbindung eines Appellativs mit einem Namen. α) in Ö r t l i c h k e i t e n benennenden Fügungen wie ,land, statt, dorff‘ usw. + ,ze‘ + Name, anstelle ebenso häufiger appositioneller Fügung ohne ,ze‘. ,Zuo der stat ze Meyemberg . . . höret ein acker und ein bongarte.‘ 1303/6, Aa Rq. 2009, 1. ,Wan N. min sun . . . innemen soll . . . die vorgenante burg, stat und ampt ze Altkilch [usw.].‘ 1355, Bs UB. 4, 203. ,Anno Domini 1357o stüra in der wacht ze Linden.‘ 1357, Z Steuerb. 1, 11. ,Daz land zuo Ergöu.‘ Z Chr. 1336/1446, 91. ,[Eine ,sach‘ zw. dem Fürstabt einerseits] und den ersamen wysen dem burgermaister, rath und gemainden gemainklich der stat zuo S. Gallen [sowie] dem amman, landtlüten und gemainden gemainklich des landtz ze Appenzelle [anderseits]‘. Vad. (2010) 291. ,Zwüschent der gemeind zuo Tübendorff eins- und der gemeind zuo Wangen anderstheyls ist
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Za, ze, zi, zo, zu: zue B2cα
erkennt [usw.].‘ 1562, Z Rq. 1915, 462. ,Damit in Wiederaoferbauwung der neüwen Häuser in dem Dorf zue Arth so viel immer möglich künftige Fürsgefahren . . . vorgesorget werde, hat man notwendig erachtet, dass die Häuser mit Ziegeldächern sollten gebauwt werden.‘ 1707, Schw Landratsbeschluss. S. noch Bd XI 1702 o. (mehrfach); XIII 1474 u. (mehrfach). Vorangestellt. ,Es mag ein iegklicher, der sesshaft ist ze Höngg in dem dorff, den win, der im gewachsen ist an sinen reben, zuo der tabern . . . schenken.‘ 1338, ZHöngg. S. noch Bd XIII 1475 o. (mehrfach). — β) in G e b ä u d e benennenden Fügungen wie ,hūs‘ + ,ze‘ (+ Artikel) + Name; vgl. o. bγ. ,Künden wir . . . dac üns N. gigebin hat dac hus Zürich, dac da heizzet zi der Silbersmitten.‘ 1272, Z UB. 4, 200. ,Anno domini 1375o stür ze Linden. Manessen hus . . . Kamermeisters hus . . . hus zem Helfant . . . hus zem Spies . . . hus zem Sternen . . . hus zem Visch . . . hus zem Kaltn Kelr . . . Glogners hus . . . hus zem Steinkelr . . . Vinken hus . . . hus zer Wannen . . . hus zem Roten Löwen‘ usw. 1375, Z Steuerb. 1, 438/9. ,Diser abt ward erwelt in der capell zum Salvator.‘ Vad. (2010) 83. ,Sömlich gebein und anders heillthumm . . . hab ich . . . noch behallten in der sacrasty, imm thurn zuo Frowenmünster funden.‘ HBull. (Ref.-G.) 1572, 1, 161. ,Deßgleichen [wurden] die der Kirchen zum Grossen Münster zugehörige Kleinodien, Gold- und Silbergeschmeid, Kirchenzierden und Mäßgewand dem Raht übergeben.‘ Reformationsgedächtnis 1719. S. noch Bd V 661 o. (1497, B RM.); VII 1375 o. (1432, ZStdt); IX 870 u. (1422, AaB. Urk.). 1495 M. (1469, Z RB.); X 1386 M. (1449, Z). 1517 M. (1606/7, Z). — γ) in G e s e l l s c h a f t e n und Z ü n f t e benennenden Fügungen. 1) ,ze‘ + best. Artikel + Name des Gesellschaftshauses bzw. des Hauszeichens oder Wappens. ,Gesellschaft bzw. Zunft zum Affen, zum Greifen, zum Himmel, zum Kämbel, zur Meisen, zum Mohren, zum Rüden, zum Schlüssel, zur Waag‘ usw. BsStdt; BStdt; SchStdt; ZStdt. Verderbt: ,Zunft zur Saffran‘ BsStdt; ZStdt, wohl gekürzt aus ,zur Saffranzunft, -stube‘ oder analog ,zur Meisen, zur Waag‘ uä., in der ä. Spr. noch ,zuo dem Saffran‘; s. die Anm. zu Saffran (Bd VII 339). — 2) ,ze‘ + ,[de]n‘ + Berufsbezeichnung im Dat. Pl. ,Zunft zun Kaufleuten, zun Schneidern, zun Schmiden, zun Schuhmachern, zun Webern‘ usw. BStdt; SchStdt. ,Denne aber Steinegger, umb ein venster zun Weberen und im kabißhuß gebeßert, 15 ℔ 8 β 4 K.‘ 1536, B TB. 1877, 190. — 3) ,ze‘ + Berufsbezeichnung im Dat. Pl. ,Gesellschaft bzw. Zunft zu Kaufleuten, zu Schmi[e]den, zu Schuhmachern, zu Webern, zu Zimmerleuten‘ usw. BsStdt; BStdt. Analog auch + Name des Zunfthauses bzw. des Hauszeichens. ,Zunft zu Safran‘ LStdt, ,Zunft zu Spinnwettern‘ BsStdt; in der ä. Spr. noch ,cramergeselschaft genampt zuo dem Saffran‘ (1453, L); ,zunfft zum Spyweter‘ (1518/9, BHarms 1909); vgl. Saffran (Bd VII 333); Spī-Wätteren (Bd XVI 2219). — 4) ,ze‘ + ,[de]r‘ + Berufsbezeichnung im formalen Dat. Pl. (und damit syntakt. verderbt oder analog 1 zum Dat. Sg. umgedeutet) oder im Gen. Pl. der ä. Schreibsprache (und damit ellipt.). ,Zunft zur Gerwen und Schuhmachern, zur Schiffleuten, zur Schmiden, zur Zimmerleuten‘ usw. ZStdt. Vgl. dat. ,zunfft zuo den schifflütenn‘ (um 1530, Z) und gen. ,der zimberlüten zunfft‘ (1565, Z Ratsurk.). d) in den Fügungen zum, zur . . . ī n, ine n, ūs, use n, dur che n, zue, zue n, zum, zur . . . hin-, herein, hin-, her-
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aus, hindurch, hin-, herzu; allg.; vgl. A1bβ. ’s gāt zu ei nem Ōr ī n und zum anderen ūs; allg. I n dëm Ouge nblick chunnt Sämu Amme nn zur Tür i ne n aAa. D’ Frau w pfnǟchzget schwǟrfel lig . . . zom Bett ūs. ENägeli 1982, 7. Due [hei] eine r mid erẹ Sam metchappe n . . . zu ’me n Fënsterli us ha r g’lueget. ABüchli 1958, 5 (GrHald.). Si bou we n du e zum Chochhërd zueche n no ch-n-e n Holzfǖrofe n. VBinggeli 2006, 118. S. noch Bd I 226/7 (W); XII 657 u. (JMüller 1945); XIII 30 M. (Lenggenh. 1830); XVI 866 M. (AGysi 1899). ,Do kam ein geschrey in ünser statt, das man schluog an die sturmgloggen, und all ünser burger zuo allen toren uss zugen ze ross und ze fuos.‘ 1370, QZZ. 57. ,Was der geston rossen ze dem tor in gat . . . da git ie daz ros 1 K, ein karr 2 K, und ein wagen 4 K. Item was ouch öles, honges, nussen, ziger oder kes ze dem tor us gat, da git [usw.].‘ 1376, Z StB. 1, 249. ,Dises wasser stellet gewaltigklich das bluot, so zuo der nasen auß fleüßt.‘ JRLandenb. 1555, 27. ,Das roß [,mag‘] grösse halb nicht zum tor ein.‘ GGotth. 1599, G5r. ,So er ein Hauß uffbouwen solte, wurd er die Thür grösser machen als das Hauß selbsten, daß dann ein Ursach syn könte, daß daz Hauß widerumb zur Thür auß hinweglieffe‘, von einem, der ein kleines Buch mit einem langen Vorwort versieht. Schimpfr. 1651, Nr 21. S. noch Bd I 784 u. (HBull.); II 880 M. (Ruef 1540); VIII 1361 u. (1515, Z); IX 1375 o. (1541/3, Z Eheger.); XII 653 o. (1549, L Hexenproz.). 657 o. (1510, ZWäd.); XVI 1685 M. (Sir. 1529/1638); Sp. 16 u. (1572, QSG.). U n e i g . Er ist iez zum Schrecken ūs. Spillm. S. noch Sp. 55 M. (ALGassmann 1906). e) fester gefügt und von einem meist artikelfreien Subst. gefolgt, in, an, auf, zu. α) vorerst noch mit der Ortsangabe im Zentrum. Z’ Āder(en) lā n, zur Ader lassen; früher allg.; s. Bd I 86 o. Z’ Aggšle n, auf den Schultern PRima. Trogen as Chenn d z’ Aggšle n. Mat. SDS. Z’ Alp(e n, -un), auf der Alp; verbr. Zwölf Chüe und vier Rindli han i ch z’ Alp g’cha n. CStreiff 1899, 9. Dez. (GlM.). ,Ze bett liggen‘, (krank) im Bett liegen; s. Bd XII 773 u. (1526, B Ref.). ,Ze bërg‘, ,Ze tal‘, auf dem Berg, im Tal; vgl. u. unter β. ,Wir, ein gantze gmeind ze berg unnd thal des dorffs unnd kilchöri Flumß.‘ 1586, G Rq. 2013, 655. ,Die gesambte Gemeind von den Burger undt Ußburgeren, so weith ihr Gericht undt Gebieth zue Berg und Thal gehet.‘ 1724, ebd. 1030. Z’ Blangge n stā n, ,an steiler Halde stehen‘, von Holzern, Vieh GlEngi; vgl. Plangg II (Bd V 119). Z’ guetem Blatz sī n, an einem guten Ort sein, von Dienstboten LE. Z’ Bode n, 1) am Boden. D’s Heu w li gt z’ Bode n GrVers. Bildl.: Al liwīl chränklig und z’ Bode n. ACorr. 1860, 17. — 2) im Tal. Z’ Boden nide n. GStuder 1859, 54. — 3) am Fussende. Z’ Bodu n dum Bätt, ,ai piedi del letto‘. PRi. WB. Z’ allen Egge n, überall Gr Chur, Pr. ,Ze wītem fëld‘, auf freiem Feld. ,[Sie] haben do zuo wytem feld taget ob vier ganzer stunden.‘ 1525, Strickler 1, 366. Z’ Fuessete n, am Fussende, Z’ Chopfete n, am Kopfende des Bettes aAa; Bs; S; U und weiterhin. ,Ze gegni‘, gegenwärtig, zugegen; s. schon Gegni 1a (Bd II 145 o.). ,Da batt N. die erbern lütt, die ze gegny warend [usw.].‘ 1440, Z RB. Z’ Gletscher, beim Gletscher BGr.; s. Bd VII 982 o. Z’ wīter Heid, auf freiem Feld, (übertr.) im weiten Umkreis BwO.; s. Bd XVI 2287 o. ,Ze heim‘, zuhause. ,Darumb schriben sy gan Bern, das [s’] den von Lutzerren und andren Eydgnossen wider schriben sölten, ze heimen
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Za, ze, zi, zo, zu: zue B2eα
beliben.‘ PvMolsheim 52. ,Ze hell‘, in der Hölle. ,Wo das fleisch im selb lebt unnd Gottes geyst nit in im klebt, wirt der mensch ein . . . burger z hell.‘ Eckst. 1525 (Klag) K4a. Z’ Hërd fare n, Heu oder Stroh in einem Garn auf dem Erdboden schleppen Schw; s. Bd II 1598 M. Z’ Himel, im Himmel B. E n Blitz z’ glanzem Himel. HHutm. 1942, 129. ,Fragt er den bischof, an welchem ort mer leut werend, ze himel oder ze helle.‘ Vad. 3, 104. S. noch Bd II 1291 u. (Fris.). ,Ze hof(e)‘, auf dem Hof, dh. dem Sitz des Bischofs von Chur; s. Bd XIII 1784 u. (1568, Brief ). Z’ Horn, Z’ Hals wëtte n, ins Horn-, Halsjoch spannen GrFelsb. ,Ze hūs und ze hof‘, in Haus und Hof. ,Wenne wir darnach von innen oder von iren botten gemanet werdent ze hus, ze hof oder under ougen, mit worten oder mit briefen, so süllent wir [usw.].‘ 1351, G Rq. 2013, 27. S. noch Bd II 1020 u. (1316, B Verordn.). ,Ze kilchen und strāssen sīn‘ uä., öffentlich auftreten; s. Bd XI 2341 M. u. (mehrfach). ,Ze land‘, im Land, auf dem Land. ,[Der Herzog von Österreich befahl dem Pfleger] zi tuone allez, daz er tete, ub er zi lande were.‘ 1297, AaGnad. ,Es kann eine z Land kaum ein Haller gwünnen.‘ MStettler 1606, 28. S. noch u. (JHaller 1550/73). Entspr. hd. hierzulande. Men chönnt dō z’ Land au ch chrank wërde n, nicht nur in Amerika. Ap Kal. 1846. Es isch t ja frīlech hie z’ Land alles äng und chlī n. OvGreyerz 1911, 171. Z’ Orte n, an einzelnen Orten LE. In der ä. Spr. mit best. Art. ,Dise grosse ent hat einen schwartzen schnabel, so zun orten gäl.‘ Vogelb. 1557, 38. ,It[em] ein silberin, zun Orten vergült Becherlin.‘ 1602, Bs Kunstsamml. 1907, 56. Z’ Ort und (z’) Änd, da und dort L. ,Ze allen orten‘, auf allen Seiten. ,Item ouch sol er machen ein kaufhus ze Olten, 40 schuohe wite zuo allen orten.‘ 1412, Z Anz. 1889, 163. ,Inn dem versamlet Marsillia sin volck, also das die Krysten innbeschlossen warend zuo allen ortten.‘ Morgant 1530, 315. Z’ mängem Orts, manchenorts. oO. Z’ Pflueg ha n, den Pflug halten GrHe., Pr., Sch.; andernorts Pflueg ha n, hebe n (Bd V 1243 u.). Z’ Pflueg hau we n, beim Pflügen hinter dem Pflug mit dem Karst die Schollen zerschlagen Gr, so Pr. Z’ Regg, auf dem Rücken PRima. Trogen as Chenn d z’ Regg. Mat. SDS. ,Ze rugge‘, hinten; s. Rugg 3cα (Bd VI 790). ,Ze ruor‘, dicht (da)neben, an; s. Bd VI 1244 u. 1246 o. (z’ ruers. Spreng). Z’ Schatte n sitze n, lige n, im Schatten sitzen, liegen FJ.; GrV. Z’ Schërme n stā n, Schutz suchen B; S; Ndw; s. Bd VIII 1278 u. Z’ Schōssete n, ,auf oder unter dem Schoss (liegen etc.)‘ U. Z’ Sëdel sī n, zum Schlafen bereit auf der Stange sitzen, von Hühnern, scherzh. auch von Menschen B; FJ.; Gr; s. Bd VII 297 u. Z’ alle n Sīte n, überall Gl; GrPr., UVaz. Wie g’sieht me n dur ch d’s Tal . . . d’s Veh uf de n Matte n . . . weide n, und tǖ 2ne n tuet ’s z’ alle n Sīte n vu n grōssen und chlīne n Schëlle n. Gl Volksgespr. 1834, 6. Z’ alle n Sīte n hed ’s g’heisse n: Bäsi Vrēni, wie he st ’s und wie geid ’s der? MKuoni, Idyll 52. S. noch Bd X 910/1 (Schwzd.). Erstarrt: Die Pūre n sind dänn vu n z’ alle n Site n hëre nchu n. JHug 1959, 12. Z’ bēde n Sīte n, auf beiden Seiten, beidseits B; s. Bd VII 1451 u. (Waldm.; Z Chr. 1336/1446). ,Ze stadt’, in der Stadt. ,Was der gmein man treffenlich unruowig z statt und z land.‘ JHaller 1550/73. Z’ G’stelli sī n, sich im Gebirge verstiegen haben BHa.; s. Bd XI 54 o. ,Ze stett(e)‘, an der Stelle, auf der Stelle, sofort; s. Statt A1bη (Bd XI 1689). ,Zu Wasser‘, auf dem Wasser; s. Bd XVI 1799 u.
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(ThPlattner 1604/5; JLBünti A. XVIII.). ,Ze wasser und (oder) ze land‘, wie nhd.; s. Bd X 1491 o. (1616, GJPeter 1907); XVI 1799 M. (HWölfli 1520/82). u. (1728, Bärnd. 1914). Mit ei nem z’ Wëg gān, jmdn ein Stück weit begleiten GrSchud. Z’ Wëg stā n, bereitstehen B; L; s. ze-wëg-stān (Bd XI 742). Z’ Wëtter stā n, Schutz suchen, unterstehen L; s. Bd XI 524 o. (Zyböri). Z’ Winkel stā n, ,den Weg freigeben‘ GW. β) deutlicher i. S. v. an einem Ort t ä t i g sein oder leben. Z’ Alter diene n, ministrieren U. ,Ze bett und tisch‘, im Bett und am Tisch; s. Bd XIII 1912 o. (TStimmer 1578). Z’ Bīcht sitze n, Beichte hören AaF. Z’ Chrieg sī n, im Krieg sein FJ. Z’ Fëld, 1) auf dem Feld, auf der Weide. Er ist z’ Fëld, mit dem Vieh auf der Weide SchNnk. ,[A. soll B.] weder husen noch hofen, auch z feld und z holtz siner müessig gon.‘ 1589, Bärnd. 1914, 288. S. noch Sp. 42 M. (1469, Schaubg Rq.). — 2) milit., im Felde, im Krieg. ,Die schwäry des ingenden jars [,bracht‘] mit imm laydes und schadens gnuog . . . on daz man kriegen und zuo veld liggen sölte.‘ Vad. (2010) 496. ,Die Zürcher [waren] zu Feldt gelegen.‘ JLBünti A. XVIII., 206. Übertr. Mit ei nem z’ Fëld ligge n, mit jmdm im Streit liegen ZW. Jmdm ,ze wītem fëld bestōn‘; s. Bd I 806 u. (1532, Absch.). ,Ze gaden‘, ,Ze bank‘, ,Ze bank und gaden‘, ,Ze bank und laden stān‘, einen Kramladen, ein Verkaufsgewerbe führen; s. Bd II 117 o.; IV 1383 o.; XI 524 M. ,Ze gericht sitzen‘, zu Gericht sitzen; s. Bd VI 333 M., auch Sp. 15 M. (Kuchim. 1335). ,Ze gericht stān‘, vor Gericht auftreten, rechten; s. schon Bd VI 333 u.; XI 524 o. ,[Bekommt eine ,Tochter‘ ein uneheliches Kind, soll sie ,ihr Schmach an ihro selbs haben‘,] es were dann, daß eine underm Schyn der Ehe von einem also hindergangen und verfüehrt were, da dann in söllichem Fahl zu einem Ehegricht stahn einer die Bezahlung des Bluemens zu erkennen.‘ Z Mand. 1650, 73. ,Ze holz‘, im Wald; s. Sp. 42 M. (1469, Schaubg Rq.). Z’ Hūs sī n, zur Miete wohnen, in der ä. Spr. auch wohnen übh.; allg., aber heute vielerorts †; s. schon Bd II 1700/1. Mer sind bi ’s Sūters z’ Hūs g’sī n. EMatter 1998, 14. ,Die, so an der Aa z hus sind.‘ 1548, WMerz 1930, 33. I. S. v. zu Hause; s. Bd XV 945 o. (Dial.). Bildl.; s. Bd XV 1060 o. (1530, B Ref.). Z’ (Zẹ, Zue) ü nsem (usw.) Hūs, bei uns zu Hause uä. B; FJ.; GrSchs. Es geit nöiw en aber einist wërklig zue z’ ü nsem Hūs! SGfeller 1911, 198. Der Podestat Engel hed z’ Sprëcherš Hūs g’hūsed. ABüchli 1958, 390 (GrL.). S. noch Bd XV 62 u. (FJ.). Z’ Mär cht sī n, auf dem Markt sein; s. Bd IV 410 M. (B). ,Ze märkt stān‘, das Marktgewerbe ausüben; s. Bd IV 410 M. (1567, Z Zollb.); XI 524 o. Z’ Bërg sī n, auf der Alp sein; verbr. Ei n Sum mer ist du e en bȫsa r, gitiga r Chüejer dā obna z’ Bërg g’si n. Bärnd. 1927, 486. ,Ze reis sīn‘, im Felde stehen; s. Bd VI 1289 M. Z’ Tisch diene n, servieren GrHe., Pr.; s. schon Bd XIII 140 u. ,Die fünffzechen künig wurdend gsetzt an den Künig Salomon, der diennet des tags zuo tisch.‘ Haimonsk. 1531, 26. ,Ze tisch sitzen‘, wie nhd.; s. Bd VII 1736 M.; XIII 1902/3 (mehrfach). γ) deutlicher i. S. v. an einem Ort an e i n e r Ve r a n s t a l t u n g teilnehmen. Z’ Heimgart, Z’ Chilt, Z’ Liecht, Z’ Spinnet, Z’ Stubete n, Z’ Dorff sī n, sitze n, einen Besuch abstatten; s. Bd II 434/5; III 242/4. 1051; X 326 o. 1173/80; XIII 1481/4. Z’ Gast, Z’ B’suech, Z’ Wisite n ,ëssen‘, sī n, = dem Vor.; s. Bd II 483 M.; VII 207 u.; XVI 2073 u. ,Ze tagen sīn, sitzen‘, an einer
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Za, ze, zi, zo, zu: zue B2eγ
Zusammenkunft teilnehmen; s. Bd XII 795 o. Z’ Chil (ch)e n sī n, in der Kirche sein, den Gottesdienst besuchen B; FJ.; ZO.; weiterhin. Im Wald isch t [’s] doch rëcht schȫn . . . ’s ist ei nem grad, wie wä nn-me n z’ Chil che n wǟr. Stutz, Gem. 6, 57. Z’ Bredig sī n B, mit best. Art. zur Bredig sī n GrS., den Gottesdienst besuchen; aaOO. Z’ Mëss sī n, die Messe besuchen FJ. Z’ Tauffi sī n, an einer Taufe teilnehmen B. Z’ Tauff stān, Pate stehen GrPr. Z’ Greb d (Z), Z’ Līch (BO.) sī n, an einem Leichenbegängnis zugegen sein; aaOO. Z’ Schuel sī n, in der Schule sein FJ.; TB. δ) übergeh. in b i l d l . und u n r ä u m l . Vorstellung. ,Ze ē sīn‘, verehelicht sein. ,[Die Eherichter urteilen betreffend einen Mann, der eine Frau immer wieder aufs Neue vertröstet:] Dann uns heilsamer bedunkt, ze sin zuo der ee, dann darvon ze sprechen . . . und gebe Gott inen glück.‘ 1530/3, Z Eheger. Jmdn z’ Hand ha n, mit jmdm zu tun haben uä. B; L; Z; s. Bd II 1382 o. Etw. zur Hand ha n, wie nhd.; verbr. Bim Grüesse n sīg ’s immer kom mōd, wenn men e n Huet zer Hand heig. JReinh. 1938, 214 (S). ,Ze hërzen‘, im Innersten; s. Bd XIV 229 o. (E. XII., Wack. 1876). Ei nem z’ Muet sī n, zumute sein; allg. ,Ze allen teilen‘, allerseits; s. schon Bd XII 1476 u. ,A. und B. begerent zuo allen teilen brieff.‘ 1523/6, Z RB. ,Ze beiden teilen‘, auf beiden Seiten uä.; s. Bd XII 1463 M. 1476 u. (z’ biẹden Teile n BLau.). ,Ze wissen sīn‘, bekannt sein; s. schon Bd XVI 2046 M. (,zuo wissen sīn‘ Bed. 2, wo ,wissen‘ statt verbal wohl subst. zu interpretieren). ,[N. sagt] sy habint mengerley worten da verlouffen, die im nit eigenlich zuo wissen syent.‘ 1459, Z RB. ,Doch so sye ira wol z wüssen, das er den schutz tan.‘ B Turmb. 1555. f ) in Univerbierungen. Einer Sache z’ebe n oder z’glīch, auf gleicher Höhe mit etw. aAa; BsL.; Z. Dem Bode n z’ebe n, z’glīch abhau we n, (ein Pflanze) auf Bodenhöhe kappen. Dän. Er wird der andere n [nebenan stehenden] Mūr z’ebe n ūffare n, beim Bauen einer neuen Mauer. Spillm. Z’oberst (obe n, ufe n), zuoberst; allg.; s. oberst (Bd I 52). Z’underst (unde n), zuunterst; allg. Z’vorderst (vorne n, füre n), zuvorderst; allg.; s. unter vorder (Bd I 996); für-hin (Bd II 1344). Z’hinderst (hinde n), zuhinterst; allg.; s. unter hinden (Bd II 1410). Z’ënerst (ëne n), ganz jenseits, ganz drüben; allg.; s. unter ënen (Bd I 266). Z’innerst (inne n), zuinnerst; allg.; s. innerst (Bd I 295). Z’usserst (usse n, uss, use n), zuäusserst; allg.; s. unter ussen, usserst (Bd I 559. 563). Z’mitts (verbr.), Z’mittš W, Z’mitzt (verbr.), Z’mitze n(t) Aa; Bs; ZO., Z’mitte n(t) Ap; Gr; G; Sch; oTh; ZU., Z’mittlist Obw, mitten; allg.; s. mitten d, mittes 1c (Bd IV 563. 564). Z’nǟchst, am nächsten, zuvorderst Aa; B; Th; Obw; ZO. Im mer hät ’s g’lueget, z’nǟchst a n ’s Fǖr zue z’cho n. JSenn 1864, 70. I. S. v. nahezu; s. Bd IV 635 M. Z’hinderfür, umgekehrt, verkehrt, verrückt; verbr.; s. hinder-für 3 (Bd I 963). Z’lëtze nfür, = dem Vor. L; s. ze-lëtzen-für (Bd I 965). Z’hinderlëtz, falsch, böse Zg, uneins Schw; Uw, geistesgestört Schw; s. ze-hinder-lëtz (Bd III 1555). Z’underobe n, das Untere nach oben gekehrt, kopfüber, durcheinander, drunter und drüber, verwirrt B; W; s. ze-under-oben (Bd VII 157). Z’underūf, = dem Vor. L; Obw; U; Z; s. under-ūf (Bd I 121). Z’underobsi ch, = den Vorr.; allg.; s. under-ob-sich (Bd I 50). Z’underübersi ch, = den Vorr. Ap; G; Sch; Th; Z; s. under-über-sich (Bd VII 159). Z’drüberdür che n, ,zu viel über die Schnur Schweiz. Idiotikon XVII
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gehauen‘ ZBenk. Formal v e r d u n k e l t bzw. semantisch verselbständigt. Z’änt(er)ume n, Z’änt(er) . . . ume n, überall; allg., aber heute manchenorts †; s. schon ze End, zend-um (Bd I 316. 232). ,Habend sy alhie by den eichen vil bluots funden, ouch darum ein trämp ethwan eins hus wit zenturumhin gsächen . . . Der klein Felix wer da glägen . . . Ouch bin widen ein locken har und fleisch daran, derglichen da zenthurum stuken, darin in etlich ghuwen gwäsen, glägen.‘ 1534, ZKyb. ,Zegegen‘; s. ze-gegen II.3 (Bd II 144). Z’hand (s. schon Bd II 1391/2), 1) auf der Stelle, sofort BO. [A.:] Wolltist duẹ no ch z’ Brädig? [B.:] Jā, i ch muess gan de n Nachtmālwī n i n d’ Chilhe n trage n. [A.:] O ja jēmer, su chumm dä nn z’hand umhi n. ChrReichenb. 1916 (Bärnd. 1927) 530. S. noch Bd XIII 214 u. (NotkerLegende XV.). — 2) später W. — 3) abends BO.; GrObS.; Ndw; W. I ch gläuben, es chennt de nn z’hand Rëgen gën BGr. (Gletschermann 1888/90). Z’wëg, ,Ze wëg‘, im Begriff, etwas zu tun PRi., gelegen SchwGoldau, zugekehrt, ausgesetzt B, etwas weiter, ein wenig BO.; GrD., Pr.; W; s. ze-wëg 1d, 2 (Bd XV 893/4). Z u e - d e r M a n n AaB., Bosw., St., Zue-di r-Ma nn LG., Zue-n-derMa nn SG. — m., bei einem Zweigespann das Pferd links an der Deichsel; aaOO. (,Fuhrmannsspr.‘); Synn. Zueder-Hand-Ross, Zue-dem-Mann-Ross (Bd VI 1431 [auch Z]. 1432), auch Ross zur Hann d (BG., U.); Gegs. Vonde m-Ma nn (Bd I 840 M.). Druf steit er nëbe n Zuenderma nn [und] chritzt es Chrǖz . . . a n’ n Chomet hi n. Schild 1881, 1, 26. Adj. zue-di r-ma nn LG., zue-de r-mẹ nn Aa Zein., links (von der Deichsel); aaOO.; Syn. zue-derhändig (Z); vgl. a n der Hand (Bd II 1389 u.) sowie ant. von-de m-ma nn (Bd I 840 M.). Zuedima nn sī n, fare n. LFischer 1960, 457. ,Ein Stück Vieh zuedeme n nehmen‘ AaZein. 3. temporal, einen Zeitpunkt oder einen Zeitabschnitt bezeichnend. ,No ch zu mi nem Alter . . . wurde . . . das Umgëlt von allem Wein erhoben.‘ Bärnd. 1922, 214 (BS.). ,Welhe knaben und töchtern zuo dem alter sint, daz si billichen wibe und man nemmen söllen, das er [der Schultheiss] den wibe und man gebe.‘ 1411, HBächtold 1914, 8. ,[Die ,capell‘] die zuo ünsern tagen noch stadt.‘ Vad. (2010) 83. ,Übel wirt s kun üch z letsten tagen!‘ Ruef 1550, 159. S. noch Bd XII 763 o. (1450, F Arch.). Z’ Bruch, bei Vollmond WLö. ,Wenn’s Niw oder z’ Bruch, so ändert sich ’s Wëtter.‘ FGStebler 1915, 110. Zur Stund, ,Ze stund(en)‘, gerade, gegenwärtig; bisweilen; sogleich, alsbald; s. Bd XI 1056 M. Zum Vorūs, im Voraus; allg., auch schweizerhd. Wo lt nid alles zum Vorūs verrāte n B (Internet). ,Indessen werde ich bey jedem diesfalls vorkommenden Falle Ihre Einwilligung zum voraus dafür einholen.‘ 1821, HPest. (Briefe) 12, 179. Z’ ganze n Wīle n, ,ze aller wīl‘, die ganze Zeit; s. Bd XV 1214 u. Mit M ā l ; s. auch unter B3f. Zum ērste n usw. Māl, wie nhd.; allg. Wenn jungi Lüt zum ērste n Māl das guldig Ringli . . . am Finger chöü n g’seh n glänze n, de nn isch t ’s ’ne n, d’s Lëbe n sīg no ch läng. JKäser 1960, 119. S. noch Bd XIV 1498 o. (MSooder 1943). Z’ dickere n Māle n, öfter Uw; s. Bd IV 148 o. Mit Z ī t ; s. auch unter B3f. Z’ Zīt vo n par Monet isch t si ns guet Frau weli g’storbe n. ALGassmann 19072 , 3 (L). Da het mu n de nn z’ mīner Zīt kei n Unn derscheid g’macht. Wir Walser 2012, 1, 37 (WEggerberg). Zur ōbere n Zit, zur (bei, während der) schneefreien Zeit GrMu. Ang’fǟrt z’ glīcher Zit isch t der N. am . . . Ūsziehtisch g’hocket. 2 (2015)
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Za, ze, zi, zo, zu: zue B3
SGfeller 1927, 61 (BE.). Au ch wenn š’ [sc. ši und irẹ Ätti] mē als fü nfzg Jār z’ glīcher Zīt uf dere n Wëld g’si n sind, zu-n-enand g’funde n heind š’ sëlte n. KobaldSonderegger 2014, 17 (GrKübl.). ,Ich, N., zuo disen zitten undervogt ze Wigwil.‘ 1412, Aa Rq. 2009, 8. ,Zun zīten‘, 1) in (zu) der Zeit. ,Zun zeyten Vespasiani des keysers.‘ Tierb. 1563, 10r. ,Fahls du begährtist zu wüssen noch etwas Weiters der Kilbe halben, wie namlich dieselb zun Zeiten unserer . . . Voreltern dahergangen.‘ JJBreit. 1639, 3. — 2) zu gegebener Zeit. ,[Das] Rindervych, welches von den Küeyen zun Zyten unrüehig gemachet wirt.‘ 1674, Z Rq. 1910, 89. S. noch Bd XVI 1928 o. (1539, B StR.). Z’ rëchter Zīt aAa; Ap; Gl; Gr; Th; W; Z, Z’ rëchte n Zīte n Ap; ZO., sonst zur rëchte n Zīt, zur rechten Zeit, rechtzeitig, auch zur üblichen Zeit; allg.; s. Bd VI 199/200. Eine A n n ä h e r u n g an bzw. ein Zulaufen auf einen Zeitpunkt ausdrückend. Z’ Āben d ane n, ,gegen Abend hin‘ B (ä. Angabe). Fi nf Minüt zu sëggse n, fünf Minuten vor sechs Uhr PPo. (SDS.); vgl. it. ,dalle sei‘. Chunt er [der Knecht] einisch t zu de n Jāren u nd wo lt pure n [usw.]. Loosli 19102 , 128. ,Swenne min bruoder C. ze sinen jaren kunt‘ usw. 1304, Fontes 4, 176. Insbes. a) einen bestimmten Zeitpunkt benennend, an, in, um, zu uä.; Syn. an I.2a, b (Bd I 254), auch ūf (s. Bd XII 810 ff. unter den Zssen mit -Tag). ,Ze bëttgloggenzīt‘; s. Bd XII 759 u. (1504, Z RB.). Z’ Māle n (um), zu den Essenszeiten aAa; BRi.; ZO.; s. Bd IV 154 u. ,Zu einem ohnversehenen Tag‘; s. Bd VII 1128 u. (1724, B Bettlerordn.). Z’ Wīsi, ,ums erste Läuten zum Gottesdienst‘ Ndw. — Namentl. α) Wo c h e n t a g e FJ.; GrKl., L., Valz. Er hät z’ Sunntẹg g’chürāte n. BSG. X 288. — β) F e i e r - und H e i l i g e n t a g e Aa; B; GrL., Mu., Schs; L; PGr.; GStdt; Sch; S; Th; Ndw; ObwSa.; UwE.; U; W; Z; tw. †. E lsō se lt ’s ëbe n sī n z’ Wiehnecht! JRoos 1908, 39. Hīr z’ Liechtmëss [ist] B’richt cho n, es gang em etz ēnder besser. RKüchler-Ming 11. Z’ Ōstere n gangen i ch i n d’ Chil che n. SGfeller 1940, 36. Du bist hǖr Zueloser g’sī n und muest zer nēchsten Ōstere n zẹ d’s Herre n Tisch gā n. MKuoni 1884, 34. Zen Ōstre n ist es jeds mit dši nem Bīchtzedel goẹ n bīchtu n un d kommuniziere n. Wir Walser 1971, 1, 31 (PGr.). Za Martīni hent š’ friejer die Zi nsa g’macht. WImseng 1976, 54. Z’ Allerhellegen GrL. S. noch Bd III 29 u. (Aa; L); V 1161 o. (Sch). 1162 u. (Sch); XII 863 o. (Gotth.). 937 M. (B Hink. Bot 1883). 938 o. (mehrfach); XV 244 M. (JMüller 1945). ,Vor sant Johans tag ze sungicht und vor sant Johans tag ze wienacht.‘ 1373, QZZ. 60. ,Mögend auch die Unßeren by dem Zürichsee ze vier Zeiten in dem Jahr, das ist ze Osternn, ze Pfingsten, ze unßer Herren Tag und ze st. Gallen Tag, wol Bilgerinnen führen das Waßer auff und herab.‘ 1419, ebd. 77 (Abschr. 1696). ,Uff mitwuchen in der fronvasten zuo pfingsten.‘ Edlib. 270. ,Sidt z wienacht im Berngepieth er einem man . . . dry batzen erstollen.‘ 1596, Z RB. S. noch Bd V 1161 M. (mehrfach); VII 582 o. (Haimonsk. 1531). 774 M. (um 1490, LRusw.). 1607 o. (1361, B StR.) sowie zahlreiche Belege Bd XII 810 ff. unter den Zssen mit -Tag sowie ebd. 1774/8 unter Tult. — γ) Mānet und M o n a t s n a m e n AaF.; B, so Ri.; GrL.; LE.; PGr. Z’ nǖ wem Christmāned, am 1. Dezember, Z’ altem Christmāned, am 13. Dezember GrL. Z’ ērste n Merze n, ,auf den 1. März‘ LE. Ze sibne n Mānada hät d’ Chue erworfe n, ,im 7. Monat‘. BSM. XXIV 133. S. noch Bd II 22 o. (BRi.). 25 M. (B; Gr).
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,An dem donrestage na unser vrouwn tult ze mitem ougesten.‘ 1272, Z UB. 4, 213. ,Zue ingendem November [1603] wart aber zue Baden ein grosser Tag gehalten.‘ Ardüser 1572/1614, 186. S. noch Bd II 25 M. (1300, Z Staatsarch.; HBull. 1572); XII 1776 u. (1323, Z Stiftsurb.). — δ) J a h r e s z e i t e n AaF. Z’ Hūstage n, wenn d’ Rinde rstoren ume nchömi nd. WMüller 1918, 43. ,Dac ein apt von Engelberg . . . uss sol varn uff sin höve zü meijen und zü herbsten.‘ 1. H. XIV., Aa Rq. 1922, 157. ,Zuo mitten winter, adulta hyems.‘ Fris.; Mal. ,Die Schuelmeister auff dem Land [müssen] eben so wohl als die Bawren pfluegen und zue Acher fahren und deswegen beydes z Austagen und z Herbst ihre Zeit auch darzue haben.‘ 1671, HBuchm. 1911, 109. S. noch Bd II 538 o. (1671, Hotz); IV 1401 M. (1533, Aar. Stadtr.). 1879 o. (SchwWang. Hofrecht); XII 1775/6 (mehrfach); XIII 1131 o. (1546, L Hexenproz.). — ε) Ta g e s z e i t e n ; meist nördl. Deutschschweiz. 1) z’ Morge n, am Morgen, morgens nwAa; GrS.; ZO.; vgl. SDS. VI 12 (Komm.). ,Manuel gan Einsidlen. Morn z morgen hie sin.‘ 1528, B Ref. 763. S. noch Bd IV 763 u. (ZLuf. Offn.). — 2) z’ Mittag (xx́), am Nachmittag, nachmittags, tw. auch am Mittag, mittags Aa; Bs; Gl; L; G; Sch; S; Th; Z, in der verdeutlichenden Fügung z’ Mittag am zwölfi auch weiterhin; s. schon Bd XII 942/3 (wo Verbreitungsangabe ,allg.‘ für Bed. ,mittags‘ unzutreffend). Morn z’ Mittag am Zwölfi sei ’s parād. Stutz, Gem. 22 , 136. S. noch Bd IV 420 u. (Z); XIII 1108 M. (RKägi 1953). ,Die zeichen des lütens zuo der predig [sind] morgens, zuo mittentag und abends ze thuon.‘ 1549/85, B StR. 5, 126. S. noch Bd IX 323 u. (Z Chr. XV.). — 3) z’ Im bis s (Üm bis s), am Mittag, mittags Bs; Sch; Th; Z, auch am frühen Nachmittag Bs (,bis drei Uhr.‘ Socin zu Seiler); Z; beide Bedd. wohl überall †. S. schon Imbiss I 4, 5 (Bd I 237). Morn z’ Üm bis s, morgen Mittag SchSchl. S. noch Bd IV 763 u. (ZLuf. Offn.). — 4) z’ Nā chmittag, nach dem Essen PPo. (,dopopranzo.‘ WB.). S. Bd VII 1102 M. (PPo.). Z’ Na chmittäge n, im Nachmittagsgottesdienst U. — 5) ,ze nōne‘, um 3 – 4 Uhr nachmittags. S. Bd IV 763 u. (ZLuf. Offn.). — 6) z’ Ābe nd (Ābe nd, Ābi ng), am Abend, abends Aa; Ap; Bs; B (vereinz.); Gl; Gr (tw.); L; Sch; S; Th; Z; vgl. SDS. VI 13 (Komm.). I ch ha n ke inem Mönsch e nke ins Wörtli g’seit . . . Wol, ērst no ch! Am Frītig z’ Ōbe nd mī nem Brüeder! HBlattner 1902, 15. E n ganzi Hab, im Winter z’ Ōbe nt hinder dem Schwī nstelli. ABüchli 1958, 104 (GrZiz.). S. noch Bd III 1065 M. (Amstein 1885); IV 404 o. (Aa; Th; Z); XIII 1107/8 (FOschw. 1902); Sp. 61 M. (JReinh. 1905). ,Den 7. maii ein wenig vor den 6 zuo abent schoß die stral in den münsterturn.‘ 1572, HBull. D. 109. Hüt z’ Ābe nd, heute Abend Aa; Ap; Bs; L; G; Sch; S; Th; Z; vgl. DWA. XVI Karte 2; Syn. hinacht (Bd IV 661). — 7) z’ Nacht, in der Nacht, nachts Aa; Ap; B (tw.); Gl; L; G; Sch; S; Th; Z; s. schon Bd IV 644 o. (wo Verbreitungsangabe ,allg.‘ unzutreffend). Hüt z’ Nacht, heute Nacht; aaOO. ,Z’ Nacht, um 9 Uhr.‘ Ebel 1804/5. Am Tag und z’ Nacht. TVogel 1966, 73. Z’ Nacht nid i n ’s Bett und am Morge n nid uf SchLohn (Sch WB.). Morn z’ Nacht, wenn d’ Mueter Kiechli bacht, leere Vertröstung BsStdt (Meyer zu Seiler). S. noch Bd X 326 o. (JReinh. 1925); XII 759 u. (SchSt.). 1144 u. (JBHäfl. 1813); XIII 1177 o. (RKägi 1942). 1270 o. (Bs Nationalztg 1923); Sp. 47 M. (Breitenst. 1864). ,Morn ze nacht.‘ 1476, F Gbl. 16, 38. ,Die unsern sind uf
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Za, ze, zi, zo, zu: zue B3aε
gester ze nacht mit eim hufen by drü oder vierthalb tusenden zuo uns ungesumt und ungeirrt.‘ 1524, Strickler 1, 268 (B). ,Den 31sten Juli wurde zu Nacht ein Einbruch in die Kirche von Erlispach gethan.‘ 1799, SGösg. S. noch Bd X 124 u. (Ansh.). 488 o. (Obw LB. XV.); XII 754 u. (1534, Bs Rq.). 823 M. (Vad.); Sp. 69 o. (1498, PBütler 1914). In verbaler Fügung. ,Do nu ze nacht wurde [usw.].‘ 1449, AaB. Urk. 647. ,Als es ze nacht worden ist [usw.].‘ 1470, Z RB. Pleonast. [Viele haben] daröber g’strette n, eb en Wīberchīb onder Tagen oder am z’ Nacht wöler ūsgëb. Ap Kal. 1917. S. noch Bd XIV 1660 M. (Ap). Z’ Mittinacht, um Mitternacht. Das [näml. ei ns va n Hüs, va n Familie n ] mues s menggsmal üf sin bis z’ Mittinacht. SD. 1971, 17 (TB.); viell. Lehnübersetzung von it. fino a mezzanotte. — 8) ,ze tag‘, am Tag, bei Tagesanbruch ZO., Wäd. NN. händ ’bē 2tlet bis de n Morge n z’ Tag. Stutz, Gem. 6, 21. ,Do sy gessen hattend, giengen sy gen schlaffen . . . und schlieffend untz zuo tag.‘ Morgant 1530, 22. ,Thuo das schmaltz in das böß or und lig uff dem guotten or biß zuo miternacht, darnach lige uff das böß or . . . byß zuo tag.‘ Zg Arzneib. 1588, 23r. S. noch Bd XII 754 u. (1534, Bs Rq.). 759 u. (1504, Z RB.). — 9) univerbiert in Bezeichnungen für M a h l z e i t e n ; allg. S. (unter) Ābend 1, 2, Imbiss 2, 3, Vor-Imbiss, fünf 2b4, vier 1, Vësper 3 (Bd I 35. 36. 236. 237. 852. 923 o. 1110); Marënd, Morgen 1, Nacht 3c, Fürnüechter, Nǖni 2a (Bd IV 354. 404 o. 644 o. 664 M. 767/8); Ze-Mitt-tag (Bd XII 947); Zëhen, sodann ASV. Komm. I 43 – 60. — ζ) (halbe oder volle) S t u n d e n BHa.; PAl., Rima, Ri.; WAusserberg, Gräch., Lö., Saas-Fee. Zu n wenwu n, ,alle cinque‘. PRi. WB. 2005. Z’ zweie n, ,um 2 Uhr‘ BHa. Zen zëchnen, ,um zehn Uhr herum‘ WSaas-Fee. Zi n halbe n fi nfe(n), ,ungefähr um halb fünf Uhr‘. WHenzen 1929, 136. Er ist zen elfe n cho n, ,gegen elf Uhr‘ WGräch. Alsō ze n achte n sellti de nn Fierābund sī n. Wir Walser 1976, 1, 37 (WAusserberg). D’s wondreg olt Piare est ufg’stan da n za n wiere, ,alle quattro‘. AfV. 1953, 27 (PRima). Za n šibni ist der Godu nofe n g’šī n volle r, ,alle sette‘. Giord. 100. ,Hüt hette man zuo den achten meß, morn zuo den zechnen.‘ Zwingli 2, 792. ,Rägula Zwingli . . . stirbt nach den 2 gägen tag novembris 14. und wirt mit großer lych vergraben desselben tags zuo 4 nach mittag.‘ 1565, HBull. D. 82. S. noch Bd IV 1966 M. (Ansh.); V 401 M. (1528, B Ratsman.). b) einen zukünftigen Zeitpunkt benennend, nächst, folgend, über, in; vgl. uber I.2bα (Bd I 58). α) in Verbindung mit den namenlosen Zeiteinheiten J ā r, W u c h e n , Ta g , S t u n d B; F; Gl; Gr; L; PAl.; GW.; Schw; S; TB.; Th; Uw; W; Z, jedoch manchenorts †. Z’ Jār, im folgenden Jahr, übers Jahr; s. schon Bd III 57 o. Z’ Jār, wänn er wider chund. CStreiff 1901, 27. Dez. Me n sö lt ’mẹ ’s, trǖw i ch, säge n, sus gi bt ’s z’ Jār kei n Blachte n und kei n Grass, wenn er das Baumaterial längere Zeit im Blacktengarten liegen lässt. LJenny 2002, 62. ,Also reitt er heim und kam ze den 14 tagen wider herumb.‘ 1410, Z RB. ,Unser her [will, dass wir] mitt willen z jar im gebind d frucht.‘ Ruef 1539, 239. Mit um ergänzt. Z’ drei Tag um, nach drei Tagen, drei Tage später GW. (HGabathuler 1938). ,Er wöll s [das ,jung Meitli‘, das er heiraten will] für ein Kind halten, daß z Jahr umb der Kinden zwey seyn werdind.‘ Schimpfr. 1652, Nr 8. S. noch Bd I 226 u. (ZWint. 1533); XIII 1174 M. (BWyss 1519/30); XV 234 u. (XIII., Th UB.). — β) in Verbindung mit den einen Namen
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tragenden Zeiteinheiten Wo c h e n t a g , F e i e r t a g , M o n a t , J a h r e s z e i t FJ.; Gr Walserorte; PGr., Mac.; TB. Z’ Mēntig, ,am kommenden Montag‘ GrFurna, Mu. Z’ Sunndig, ,am Sonntag über 8 Tage‘ GrPr. More n, im spētste n Fall z’ Donnstig. MKuoni 1884, 3. [N. ist] in ’s Dorf ab zum Hēr g’gan-gen und hed g’seid, er söll in und Chordula z’ Sunntig verchünten, ši heiend enandern d’ Ē versprochen. GFient 1898, 91. Z’ Ōusteren, an (den nächsten) Ostern GrMu. Z’ Maien tüend š’ hürāten GrL. Z’ Langsi, ,im nächsten Frühling‘, am Langsi, ,allgemein im Frühling‘ GrFurna. Z’ Früeli ng chu nst de nn wider do hëre n! GrS. Z’ Herbst, im kommenden Herbst GrMu.; TB. S. noch Bd XII 1008 u. (GrValz.; FJ.); XV 1033 o. (GrPr., Sch.). c) einen wiederholten, wiederkehrenden Zeitpunkt benennend, (sg.) j e d e n , jede, jedes, (pl.) a l l e . Zum Tag, täglich FJ.; Gr Walserorte; GW.; TB.; Ndw; W; s. schon Bd XII 768 o. Zum andre n (drette n) Tagg, ,alle zwei (drei) Tage‘ TB. (Gerstner). Zur Wuche n, wöchentlich FJ.; GrAv. Z’ Jōr, jährlich GT. Z’ drī Stunde n um, alle drei Stunden Ndw. ,Ein banwart, der ze Wangen banwart ist, [soll] dieselben drig stävel zuom dritten jar lihen.‘ um 1500, Schw Rq. 362. ,[Das Gericht] soll allwegen zue Meyen zue zweyen Jahren geschehen.‘ 1523, ThNeunf. (Abschr. von 1679). ,Anfangs hielt mans [das Osterspiel] zue 5 Jaren, harnach zue 10 Jaren umb.‘ L Ostersp. (Evans) 12. S. noch Bd VI 979 M. (Kunstb. 1474); XIV 1331 o. (JvLaufen 1583/4). Zum Māl, jedes Mal FJ. Z’ all en Mittwuche n und Fritig AaOberh. (HHerzog 1871). Z’ alle n Stunde n, jederzeit BHa. [Das Auto des Tierarztes stand nicht zur Verfügung.] Der Tokter sellti den n z’ alle n Stunden en Ersatz han, fir we nn ’s nētig wǟn. LKrischel-Brog 1997, 46. d) einen Zeitumfang benennend; vgl. bī III.4a (Bd IV 903). α) von Fristen, i n n e r t , b i s ( z u ) . ,Wer aber beklaget wirt umb eigen und vur lehen, der sol ze drin tagen vürkomen und sol liden, daz sit und gewonlich ist gesin untzher in dem lande.‘ 1347, BSi. Rq. 1912, 2. ,Ze end.‘ ,Z end diser welt regiert das gelt.‘ BGlett. 80. S. noch Bd XII 775 M. (FMu. StSatzg 1566). ,Ze zilen und tagen‘; s. Bd XII 790 u. (1342, AaZof. StR.; 1405, BSa. Rq.; 1570, Z RM.). — β) w ä h r e n d . ’s Fǖr isch t verflacket, aber under der Äsche n zündt ’s und mottet ’s no ch z’ Stunde n lang. RKägi 1953, 68 (ZO.). [Ein Jäger] chund z’ Täg lang nimme n ab de n Bërge n, tagelang. JvMatt 63 (Ndw). Jā, dër het G’schichteli g’wisst. Z’ ganze n Nächte n hätt dër chenne n verzelle n. JMüller 1945, 254 (USchattd.). ’s ander Hǟ mwē [dasjenige Heimweh, das auftreten kann, wenn man lange Zeit anderswo lebt] cha nn warte n, z’ Jōre n, wenn ’s sē n mues s, jahrelang. EMühlemann 1980, 17 (ApH.). Z’ Zīte n (um), zeitweise, bisweilen Aa; L; Z. Z’ Zīte n bin i ch liederli ch, z’ Zīte n bin i ch guet. ALGassmann 1906, 152. Z’ Zīten um ist er ganz ve rruckt AaF., Ke. Z’ meist Zīt, meistens GrD.; s. Bd XV 1242 o. (Bühl.). ,Den 11. feb. stirbt N., min dienst, die mir zuo den 34 jaren gedienet hat.‘ 1565, HBull. D. 82. Mit ,um‘, ,ūs‘ ergänzt. ,Welche aber uber Jaar oder z Jaar umb in der Thallschaft wonent mitt Fhür unnd Liecht, die mögen Alpen, Allmein . . . nutzen.‘ 1600, W Blätter 1890, 182. S. noch Bd XII 441 M. (ZNöschikon Offn. XIV.). — γ) in Verbindung mit vo n, bis, ,in‘, ,unz‘. 1) eine Z e i t s p a n n e anzeigend. Bis zu ’n Ōstere n. TVogel 1966, 73 (ZStdt). Ich