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Corpus Vasorum Antiquorum

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UNION ACADÉMIQUE INTERNATIONALE

CORPVS VASORVM ANTIQVORVM SCHWEIZ Zürich, Öffentliche Sammlungen

von SABRINA BUZZI

2014

Schwabe Verlag Basel

Schweiz, Faszikel 9

Zürich, Faszikel 2


CORPVS VASORVM ANTIQVORVM Schweiz, Faszikel 9 Zürich, Faszikel 2


UNION ACADÉMIQUE INTERNATIONALE

CORPVS VASORVM ANTIQVORVM SCHWEIZ Zürich, Öffentliche Sammlungen

von SABRINA BUZZI

2014 Schwabe Verlag Basel

Schweiz, Faszikel 9

Zürich, Faszikel 2


ciP-kurztitelaufnahme der deutschen Bibliothek corpus Vasorum Antiquorum / union Académ. internat. – Basel: schwabe. NE: international union of Academies; schweizerische Akademie der geistes- und sozialwissenschaften

schweiz, Fasz. 9 / Zürich, Fasz. 2 von sabrina Buzzi

herausgegeben von der schweizerischen Akademie der geistes- und sozialwissenschaften (sAgw), mit unterstützung des schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (sNF). gedruckt mit grosszügiger unterstützung der ceramica-stiftung Basel, der sAgw und des Archäologischen instituts der universität Zürich. Photographien: silvia hertig und Frank Tomio, Archäologisches institut der universität Zürich

© 2014 schwabe Ag, Verlag, Basel kein Teil des werks darf in irgendeiner Form ohne schriftliche genehmigung des Verlages reproduziert oder elektronisch verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Layout Beilagen und Tafeln: sabrina Buzzi; Mark Manion, commusication Arts, Bellikon gesamtherstellung: schwabe Ag, druckerei, Muttenz/Basel Printed in switzerland isBN 978-3-7965-2903-0 rights@schwabe.ch www.schwabeverlag.ch


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Attisch schwarzfirnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

grossgriechisch schwarzfirnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

20 20 21 28 57 69

17

13

13

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Attisch schwarzfigurig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

9

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korinthisch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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6. Maler, Töpfer und werkstätten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Beilagen 1–15 Tafeln 1–59

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7. Profilzeichnungen und umzeichnungen . . . . . . . . . . . . . .

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86 87 87 88 89 92 93

95

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5. darstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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4. inschriften, graffiti, dipinti . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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3. Volumen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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2. konkordanz alte inventarnummern . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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register 1. konkordanz inventarnummern – Tafeln – Beilagen . . . .

Tafel

7

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Protokorinthisch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

chalkidisch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Lakonisch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Ostgriechisch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Lydisch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Abkürzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

seite

iNhALT

1 1–3 4–6 6 7 8–16 17–42 43–52 52–59


VOrwOrT

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der zweite Band des cVA Zürich, Öffentliche sammlungen, widmet sich 138 gefässen und Fragmenten der lydischen, ostgriechischen, lakonischen, chalkidischen, korinthischen und attisch schwarzfigurigen gattung sowie der attischen und grossgriechischen schwarzfirnis-keramik. der Titel «Zürich, Öffentliche sammlungen» mag (immer noch) verwirren, die Alternative «Zürich, Archäologische sammlung der universität und sammlung der Eidgenössischen Technischen hochschule» hätte zwar genauer auf die beiden beteiligten Einrichtungen verwiesen, wurde aber der Länge wegen verworfen. der vorliegende Band behandelt allerdings ausnahmslos Vasen der Archäologischen Sammlung der Universität zürich; sie gelangten mehrheitlich nach 1969 (Abschluss des ersten Zürcher Faszikels) hierher. die stücke der entsprechenden gattungen aus der Sammlung der eTh zürich wurden alle bereits im ersten cVA erfasst; ihr gesamter Vasenbestand wurde nach 1871 nicht mehr erweitert und befindet sich seit 1995 als Leihgabe in der Archäologischen sammlung der universität. die komplexe geschichte dieser beiden Museen bis 1969 wurde ebenfalls im Vorgängerband auf gezeichnet. seither ist die Archäologische sammlung der universität stetig gewachsen, hauptsächlich durch schenkungen kleineren umfangs und einzelne Ankäufe. speziell erwähnt sei das Jahr 1984, als die sammlung anlässlich ihrer Neueröffnung (zusammen mit derjenigen des Archäologischen instituts) einige ausserordentliche stücke als schenkung von verschiedenen institutionen und privater seite entgegennehmen durfte. 1994 konnten 120 Antiken, darunter eine grössere Anzahl gefässe, aus schweizer Privatbesitz erworben werden; sie wurden vor 1971 über lange Jahre gesammelt. Eine weitere gruppe von Vasen und scherben sowie Terrakotten wurde der sammlung 1995 von hans Jungen, Zürich, überlassen. Zu nennen ist schliesslich eine schenkung von 2006 durch die Brüder Jakob, konrad, ullin und david streiff, Aathal: die sammlung wurde in der ersten hälfte des 20. Jahrhunderts in Neapel zusammengetragen und 1948 in die schweiz überführt. die letzten in den katalog aufgenommenen Vasen gehören zu einer umfangreichen sammlung aus schweizer Privatbesitz, die 2007 und 2008 der Zürcher universitätssammlung geschenkt wurde.

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­

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die Ordnung innerhalb der einzelnen keramikgattungen nimmt nach Möglichkeit rücksicht auf Form und chronologie, beruht in erster Linie aber auf einer sinnvollen und benutzerfreundlichen Tafelgestaltung. die gruppierung der schwarzfirnis-keramik grossgriechenlands nach Formen erscheint zweckmäs siger als nach regionen. Mindestens eine gesamtansicht jedes gefässes ist massstabsgetreu abgebildet. die geritzten oder gemalten inschriften werden photographisch im Tafelteil wiedergegeben, die graffiti zusätzlich als umzeichnung im Text. Bei der Beschreibung der gefässe verstehen sich die Massangaben, sofern nicht anders vermerkt, als Aussen- und (erhaltene) Maximalmasse; die schalenseiten A und B orientieren sich am innenbild. die restaurierungen aus jüngerer Zeit versuchen Ergänzungen zu vermeiden, die reinigung der gefässe hat nicht zwingend eine «sterile» Oberfläche zum Ziel. im Einvernehmen mit den sammlungsverantwortlichen und dem restaurator finden sich Volumenangaben bei einigen ausgewählten attischen Formen, bei denen es sinnvoll erscheint, und es wurde auf gewichtsmessung und Munsell-kürzel verzichtet. die datierungen verstehen sich «vor christus». Bei der Einordnung des Materials galt der suche nach Parallelstücken mit grabungsbefund besondere Aufmerksamkeit, um die Vergleiche ohne oder nur mit vager herkunftsangabe zu ergänzen. Besonders bei den Formtypen schien aus diesem grund eine Aufzählung in extenso von Beispielen aus der vielbändigen cVA-reihe weniger nutzbringend zu sein als eine Beschränkung auf jeweils wenige gefässe, nach Möglichkeit mit weiteren hinweisen. der vorliegende Band erreicht hoffentlich sein Ziel, geeignetes und empfehlenswertes hilfsmittel bei der wissenschaftlichen Bearbeitung antiker keramik sowohl für Vasenforschende als auch für studierende der Archäologie zu sein. das Manuskript war im wesentlichen Ende 2010 abgeschlossen, neuere Literatur konnte nur punk tuell berücksichtigt werden.

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der dank an erster stelle gilt dem schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, der die Erarbeitung dieses corpus finanziert hat. weitere finanzielle unterstützung ist dem Archäologischen institut der universität Zürich zu verdanken. der Anstoss zu einem zweiten Zürcher Band, annähernd vierzig Jahre nach Erscheinen des ersten, stammt von hans Peter isler, direktor des Archäologischen instituts und der Archäologischen sammlung bis 2007, der mir diese Bearbeitung anvertraut und mich darin unterstützt und begleitet hat, wofür ich ihm herzlich danke. gleichermassen dankbar bin ich seinem Nachfolger christoph reusser für die gross zügige weiterführung dieses Engagements. Elena Mango, kuratorin der Archäologischen sammlung bis 2010, und ihrem Nachfolger Martin Bürge danke ich für den unkomplizierten Zugang zum Material und ihre stete hilfsbereitschaft. Meine besondere wertschätzung gilt dem restaurator des instituts,


VOrwOrT

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Zürich, im November 2013

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rolf Fritschi, dessen geduldige Ausführungen beim gemeinsamen «Blick» durch das Binokular mein technisches Verständnis wesentlich erweitert haben. Ein spezieller dank gebührt auch der bis 2011 tätigen Photographin des instituts, silvia hertig: sie hat mit grossem Einsatz alle 138 gefässe neu aufgenommen. Einige Photos hat ihr Nachfolger Frank Tomio dankenswerterweise beigesteuert. Allen kolleginnen und kollegen am Archäologischen institut danke ich für nützliche hinweise und diskussionen, kristine gex und Martin Bürge für die kritische Lektüre des Manuskripts, Aleksandra Mistireki für die kontrolle des Abkürzungsverzeichnisses; allfällige sprachliche ungereimtheiten gehen auf meine sturheit zurück. Bei Mark Manion (commusication Arts, Bellikon) bedanke ich mich für die professionelle umsetzung meines Beilagen- und Tafellayouts. der druck wurde dank der grosszügigen unterstützung der ceramica-stiftung Basel, der sAgw und des Archäologischen instituts der universität Zürich ermöglicht. Mein Ehemann Bernhard Brand sorgte für die periodisch nötige distanz und Bodenhaftung. sabrina Buzzi


ABkürZuNgEN

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die Zitierweise und die Abkürzungen der Publikationen orientieren sich nach kräften an den richtlinien des deutschen Archäologischen instituts (<http://www.dainst.org/de/publikationsrichtlinien>, 2013). im interesse der Leserlichkeit wird jedoch in den katalogtexten, die ohne Fussnoten auskommen müssen, auf vollständige Autorenlisten sowie auf allzu ausführliche untertitel und reihenangaben verzichtet. Abweichend wird bei den cVA-Zitaten hinter die Bandnummer der Museumsreihe ohne klammern zusätzlich jene des Landes in eckigen klammern gesetzt. weiter abweichend und ergänzend gelten folgende Abkürzungen:

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c. h. E. haspels, Attic Black Figured Lekythoi, Travaux et Mémoires publiés par les professeurs de l’institut supérieur d’études françaises et les membres étrangers de l’Ecole Française d’Athènes 4 (Paris 1936).

ABL

T. h. carpenter (hrsg.), Beazley Addenda. Additional references to ABV, ArV2 & Paralipomena 2(Oxford 1989).

B. A. sparkes – L. Talcott, Black and Plain Pottery of the 6th, 5th and 4th centuries B. c., The Athenian Agora 12 (Princeton 1970).

Agora Xii

Add2

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M. B. Moore – M. Z. P. Philippides, Attic Black-Figured Pottery, The Athenian Agora 23 (Princeton 1986).

Agora XXiii

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Archäologische sammlung der universität Zürich (Zürich).

Boardman 1977

r. Benassai, san Prisco. La necropoli capuana di iV e iii sec. a. c., in: L. Quilici – s. Quilici gigli (hrsg.), carta archeologica e ricerche in campania. comuni di Brezza, capua, san Prisco, Atlante tematico di topografia antica suppl. 15, 2 (rom 2004) 73–235.

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ch. dehl-von kaenel, die archaische keramik aus dem Malophorosheiligtum in selinunt. die korinthischen, lakonischen, ostgriechischen, etruskischen und megarischen importe sowie die «argivisch-monochrome» und lokale keramik aus den alten grabungen (Berlin 1995).

J. P. droop, The Laconian Pottery, in: r. M. dawkins (hrsg.), The sanctuary of Artemis Orthia at sparta. Excavated and described by Members of the British school at Athens 1906–1910, The society for the Promotion of hellenic studies suppl. 5 (London 1929) 52–116.

ducat 1966

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dehl-von kaenel 1995

A. N. stillwell – J. L. Benson, The Potters’ Quarter. The Pottery, corinth 15,3 (Princeton 1984).

corinth XV 3

c. w. Blegen – h. Palmer – r. s. young, The North cemetery, corinth 13 (Princeton 1964).

corinth Xiii

d. A. Amyx – P. Lawrence, Archaic corinthian Pottery and the Anaploga well, corinth 7, 2 (Princeton 1975).

corinth Vii 2

droop 1929

J. Boardman, schwarzfigurige Vasen aus Athen. Ein handbuch (Mainz 1977).

capua 2004

h. Bloesch, Formen attischer schalen von Exekias bis zum Ende des strengen stils (Bern 1940).

Bloesch 1940

AsuZ

d. A. Amyx, corinthian Vase-Painting of the Archaic Period 1–3, california studies in the history of Art 25 (Berkeley 1988).

Amyx 1988

J. ducat, Les vases plastiques rhodiens archaïques en terre cuite, BEFAr 209 (Paris 1966).


ABkürZuNgEN

10

F. gilotta, gutti e askoi a rilievo italioti ed etruschi. Teste isolate, stA 36 (rom 1985).

giudice 1983

M. T. grassi, La ceramica a vernice nera, in: g. sena chiesa – F. slavazzi (hrsg.), ceramiche Attiche e Magnogreche. collezione Banca intesa. catalogo ragionato iii (Mailand 2006) 756–893. ­

grassi 2006

F. giudice, i pittori della classe di Phanyllis. Organizzazione, produzione, distribuzione dei vasi di un’officina di età pisistratideo-clistenica, studi e materiali di archeologia greca 1 (Palermo 1983).

gilotta 1985

B. Fellmann, Zur chronologie des Tleson-Malers, cVA deutschland Beih. 1 (München 2002) 111–121.

Fellmann 2002

r. J. hopper, Addenda to Necrocorinthia, BsA 44, 1949, 162–257.

hopper 1949

M.-O. Jentel, Les gutti et les askoi à relief étrusques et apuliens. Essai de classification et de typologie (Leiden 1976).

J. Jordan, Attic Black-Figured Eye cups (Ann Arbor 1988).

kerameikos Vii 2

Z. kotitsa, hellenistische keramik im Martin von wagner Museum der universität würzburg, Nachrichten aus dem Martin von wagner Museum der universität würzburg A 2 (würzburg 1998). ­

kotitsa 1998

u. knigge, der südhügel, kerameikos 9 (Berlin 1976).

kerameikos iX

E. kunze-götte – k. Tancke – k. Vierneisel, die Nekropole von der Mitte des 6. bis zum Ende des 5. Jahrhunderts. die Beigaben, kerameikos 7, 2 (München 1999).

Jordan 1988

A. w. Johnston, Trademarks on greek Vases. Addenda (Oxford 2006).

Johnston, Addenda

A. w. Johnston, Trademarks on greek Vases (warminster 1979).

Johnston, Trademarks

Jentel 1976

P. heesen, Athenian Little-Master cups (Alkmaar 2011).

heesen 2011

c. grunwald in: Antiken aus dem Akademischen kunstmuseum Bonn, kunst und Altertum am rhein 19 (düsseldorf 1969) 144–145. 147–148.

grunwald 1969

E. A. Lane, Lakonian Vase-Painting, BsA 34, 1933/34, 99–189. i. Margreiter, Frühe lakonische keramik der geometrischen bis archaischen Zeit (10. bis 6. Jahrhundert v. chr.), schriften aus dem Athenaion der klassischen Archäologie salzburg 5 (waldsassen 1988). M. Martelli cristofani, La ceramica greco-orientale in Etruria, in: Les céramiques da la grèce de l’Est et leur diffusion en Occident. centre Jean Bérard, institut Français de Naples 6.–9. 7. 1976, colloques internationaux du centre National de la recherche scientifique 569 (Paris 1978) 150–212.

M. i. Maximova, Les vases plastiques dans l’antiquité (Paris 1927).

L. Merzagora, i vasi a vernice nera della collezione h. A. di Milano (Mailand 1971). J.-P. Morel, céramique campanienne. Les formes, BEFAr 244 (rom 1981). c. w. Neeft, Protocorinthian subgeometric Aryballoi, Allard Pierson series 7 (Amsterdam 1987).

Neeft 1987

Morel 1981

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Merzagora 1971

Maximova 1927

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Martelli cristofani 1978

Margreiter 1988

Lane 1933/34

B. kaeser – k. Vierneisel (hrsg.), kunst der schale – kultur des Trinkens. Ausstellungskatalog München (München 1990).

kunst der schale


ABkürZuNgEN

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J. d. Beazley, Paralipomena. Additions to Attic Black-figure Vase-painters and to Attic red-figure Vase-painters, second Edition (Oxford 1971).

c. M. stibbe, Lakonische Vasenmaler des 6. Jh. v. chr. supplement (Mainz 2004). E. M. de Juliis (hrsg.), rutigliano i. La necropoli di contrada Purgatorio. scavo 1978, catalogo del Museo Nazionale Archeologico di Taranto 2, 2 (Tarent 2006). ­

Tarent 2006

c. M. stibbe, Laconian Oil Flasks and Other closed shapes. Laconian Black-glazed Pottery 3, Allard Pierson series, scripta Minora 5 (Amsterdam 2000).

stibbe 2004

c. M. stibbe, Eine archaische Bronzekanne in Basel, Antk 37, 1994, 108–120.

stibbe 1994b stibbe 2000

c. M. stibbe, Laconian drinking Vessels and Other Open shapes. Laconian Black-glazed Pottery 2, Allard Pierson series, scripta Minora 4 (Amsterdam 1994).

stibbe 1994a

h. A. g. Brijder, siana cups iii. The red-black Painter, griffin-bird Painter and siana cups resembling Lip-cups, Allard Pierson series 13 (Amsterdam 2000).

siana cups iii

h. A. g. Brijder, siana cups i and komast cups, Allard Pierson series 4 (Amsterdam 1983).

siana cups i

h. Payne – T. J. dunbabin (hrsg.), Perachora. The sanctuaries of hera Akraia and Limenia. Excavations of the British school of Archaeology at Athens 1930–1933 ii. Pottery, ivories, scarabs, and Other Objects from the Votive deposit of hera Limenia (Oxford 1962).

Perachora ii

P. Pelagatti – c. M. stibbe, Laconian clay and Bronze Oinochoae with Plastic decorations, BABesch 74, 1999, 21–62.

Pelagatti – stibbe 1999

Para

h. Payne, Necrocorinthia. A study of corinthian Art in the Archaic Period (Oxford 1931).

Payne 1931

r. iker, Les tombes dauniennes. Les tombes du iVe et du début du iiie siè cles avant notre ère, Ordona 7, 2 (Brüssel 1986).

Ordona Vii 2

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J. Boardman – J. hayes, Excavations at Tocra 1963–1965. The Archaic deposits i, BsA suppl. 4 (Oxford 1966). ­

Tocra i

J. Boardman – J. hayes, Excavations at Tocra 1963–1965. The Archaic deposits ii and Later deposits, BsA suppl. 10 (Oxford 1973).

P. N. ure (hrsg.), sixth and Fifth century Pottery from Excavations Made at rhitsona by r. M. Burrows in 1909 and by P. N. ure and A. d. ure in 1921 and 1922, reading university studies (Oxford 1927).

P. N. ure, Aryballoi and Figurines from rhitsona in Boeotia. An Account of the Early Archaic Pottery and of the Figurines, Archaic and classical, with supplement Lists of the Finds of glass, Beads and Metal, from Excavations Made by r. M. Burrows and P. N. ure in 1907, 1908, 1909 and by P. N. and A. d. ure in 1921 and 1922, reading university studies (cambridge 1934).

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ure 1934

ure 1927

Tocra ii

rückverweise mit a. O. werden ausschliesslich innerhalb eines gefässtextes verwendet.


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Lydisch

grunwald 1969, 147–148 kat. 169; Martelli cristofani 1978, 180–184; A.-F. Laurens, céramique attique et apparentée. société Archéologique de Montpellier, catalogue des collections ii (Paris 1984) 217–219; E. Pierro, ceramica «ionica» non figurata e coppe attiche a figure nere. Materiali del Museo Archeologico Nazionale di Tarquinia 6, Archaeologica 33 (rom 1984) 69–94; r. M. cook – P. dupont, East greek Pottery (London 1998) 132. Ein Parallelstück, was Form und Marmorierung der ganzen Oberfläche betrifft, ist ein Lydion in Florenz, Martelli cristofani 1978, 183 kat. 19 Taf. 82 Abb. 44. Ähnlich auch: ebenda kat. 20 Taf. 82 Abb. 45 (grösster durchmesser fast in der körpermitte); F. canciani, Aus der heidelberger universitätssammlung, AA 1963, 669–670 Nr. 3. 674 Abb. 3 (Fuss nicht marmoriert); cVA München 6 [28] Taf. 303, 3 (hals und Fuss nicht marmoriert). Allgemein scheinen vollständig marmorierte Lydia seltener zu sein als solche mit diesem Muster nur auf dem körper und eventuell auf dem hals. welche dieser salbgefässe lydischen ursprungs und welche allenfalls ostgriechische Nachahmungen sind, lässt sich nicht mit sicherheit bestimmen. die oben genannte Parallele in Florenz zum vorliegenden stück ist unter den lydischen Beispielen aufgelistet. Zur datierung rumpf a. O. 167–168; greenewalt Jr. a. O. 148 Anm. 16; grunwald 1969, 148. Vgl. auch Exemplar aus rhodos, g. Jacopi, scavi nella necropoli di Jalisso 1924–1928, clara rhodos 3 (rom 1929) 30–31 kat. 6 Abb. 15, das zusammen mit attischen gefässen des 3. Viertels des 6. Jh. gefunden wurde. weitere marmorierte Lydia u. a. J. d. Beazley – F. Magi, La ceramica. La raccolta Benedetto guglielmi nel Museo gregoriano Etrusco, Monumenti Vaticani di Archeologia e d’Arte 5, 1 (Vatikan 1939) kat. 10–11 Taf. 27; h. hoffmann, Erwerbungsbericht des Museums für kunst und gewerbe hamburg, AA 1969, 340–341 Nr. 23, jeweils mit Literaturhinweisen. Vgl. auch das ionische Lydion inv. 4561, hier Taf. 1, 2.

1. Lydion

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Mitte 6. Jh.

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h 12,1 cm. dm körper 10,6 cm. dm Mündung 9,9 cm. dm Fuss 4,7 cm. gefäss aus mehreren Fragmenten zusammengesetzt, kleine Fehlstellen ergänzt und retouchiert. Firnis an hals und Mündung teilweise etwas abgerieben. Ton und Oberfläche hellbraun bis hellorange. schwarzer Firnis auf dem Fuss, auf dem körper mehrheitlich orangerot gebrannt. Lydion mit kugeligem, leicht gestauchtem körper, grösster durchmesser oberhalb der Mitte. hoher, innen ausgehöhlter kegelfuss, breiter hals und flache ausladende Mündung. gesamte Oberfläche inklusive halsinnenseite und Fussaussen seite mit wellenförmigen, streifig aufgetragenen Firnisbändern überzogen, auf der körpermitte in horizontaler, auf den übrigen gefässteilen in diagonaler bis vertikaler richtung; marmorierender Effekt. Fussinnenseite tongrundig.

Bibl. h. P. isler in: AsuZ 15, 1989, 5 Taf. 1, 3; galerie Fortuna Zürich, schweizerische kunst- und Antiquitätenmesse Basel, 4.–12. 4. 1987 Nr. 22.

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inv. 4004. Angeblich aus Etrurien. Erworben 1989, galerie Fortuna, Zürich.

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TAFEL 1

Zur gattung der lydischen salbgefässe und ihren ostgriechischen und italischen Nachahmungen A. rumpf, Lydische salbgefässe, AM 45, 1920, 163–170; c. h. greenewalt Jr., Lydian Vases from western Asia Minor, califstclAnt 1, 1968, 148 Anm. 16;

OsTgriEchisch

Bibl. h. P. isler in: AsuZ 20, 1994, 5.

h 10,7 cm. dm körper 7,2 cm. dm Mündung 6,3 cm. dm Fuss 4,0 cm. gefäss ungebrochen. Einzelne Bestossungen an Fuss und Mündung. Ton und Oberfläche orange. Firnis braun bis glänzend schwarz, stellenweise braunrot gebrannt.

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inv. 4561. Angeblich aus Etrurien. Erworben 1993, aus älterem Zürcher Privatbesitz, ehemals Ars Antiqua Ag, Luzern 1968.

Lydion mit eiförmigem körper auf hohem geschwungenem Fuss. Flache schulter, hoher hals und flache ausladende Mündung. innen- und Aussenseite des halses gefirnisst. Firnisdekor: auf der Mündung ein breiter kreis zwischen zwei schmalen kreisen, auf der schulter drei Paare schmaler reifen, auf dem gefässkörper ein breites Band, darunter vier Paare schmaler reifen. Fuss bis auf den oberen Ansatz gefirnisst; rand und innenseite tongrundig.

2. Lydion

2. hälfte 6. Jh. ionisch, vielleicht samisch. Zur gattung siehe Lydion inv. 4004, hier Taf. 1, 1. der Typus mit geschwungenem Fuss und dem Bänder- und reifendekor in


TAFEL 1

1. hälfte 6. Jh. rhodisch.

Zur gattung der ostgriechischen Mädchenbüsten-gefässe Maximova 1927, 129–131; P. knoblauch, studien zur archaischgriechischen Tonbildnerei in kreta, rhodos, Athen und Böotien (Bleicherode 1937) 131–163; r. A. higgins, Plastic Vases of the seventh and sixth centuries B. c. catalogue of the Terracottas in the department of greek and roman Antiquities, British Museum ii 1 (London 1959) 13–18; ducat 1966, 31–49; von Vacano a. O. 13–43; herdejürgen a. O. 71–77. das schlanke Zürcher stück ist eine Variante des häufigeren Typus der Mädchenbüste ohne Angabe der Arme, z. B. higgins a. O. 14 kat. 1608. Zum Typus ducat 1966, 32–33 («les demoiselles»); von Vacano a. O. 40; herdejürgen a. O. 71–72. Aus derselben Matrize wie die Büste in Zürich stammen je ein Exemplar in rom und in kopenhagen: c. Albizzati, Vasi antichi dipinti del Vaticano (rom 1924–1938) 39 kat. 111 Taf. 9; cVA kopen hagen, Ny carlsberg glyptotek 1 [10] Taf. 127, 113; J. stubbe Østergaard, Plastic Vases, in: F. Johansen u. a., greece in the Archaic Period. catalogue, Ny carlsberg glyptotek (kopen hagen 1994) 95 kat. 44. Auf diese Matrize geht auch eine wenig veränderte Büste in New york zurück: A. Emmerich gallery, classical Art from a New york collection. Ausstellungskatalog New york (New york 1977) kat. 15. gefässe mit ähnlichem Motiv in London, higgins a. O. 15 kat. 1612, und Berlin, cVA Berlin 3 [33] Taf. 166, 7–8. sowohl die relative als auch die absolute chronologie der Büstengefässe wird in der Literatur kontrovers diskutiert: w. darsow, Zum ionischen Mäntelchen, in: Festschrift A. rumpf (krefeld 1952) 46–52; higgins a. O. 13–18; ducat 1966, 43–46; hommel a. O. 121 Anm. 27; grunwald 1969, 144–145 kat. 166; von Vacano a. O. 41–43; herdejürgen a. O. 71–77. Einerseits wird die stilentwicklung unterschiedlich beurteilt, andererseits ein für den absoluten Zeitansatz meistens herangezogenes grabinventar aus rhodos nicht übereinstimmend gedeutet. so resultiert für den Typus des Zürcher gefässes eine Zeitspanne von circa 600 bis ins 3. Viertel des 6. Jh. die kriterien für die stilistische Abfolge der einzelnen Typen sind m. E. teilweise etwas spitzfindig. Eine datierung in die erste hälfte des 6. Jh. ist sicher plausibel, eine Einschränkung auf das 2. Viertel vertretbar, wenn man einen etwas späteren Ansatz für den Zürcher Typus gegenüber dem häufigeren Typus ohne Arme annehmen möchte. diese Mädchenbüsten werden gelegentlich als Aphrodite gedeutet, so Maximova 1927, 129–130; LiMc ii (1984) 108–109 Nr. 1079 s. v. Aphrodite (A. delivorrias); differenzierter ducat 1966, 169–171; anders E. walter-karydi, Themen ostionischer figürlicher salbgefässe, MüJb 36, 1985, 7–16.

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relieflinie, diagonal oberhalb der linken Brust, deutet ein himation an. die säume beider chitonärmel sind als vertikale gefirnisste Linien mit seitlichen Punktreihen als knöpfe angegeben. die verschränkten Arme bilden die untere Begrenzung der Büste. die geöffnete rechte, sehr grosse hand liegt über dem linken unterarm. die geschlossene Linke liegt zwischen den plastisch wenig hervorgehobenen Brüsten und hält wohl ein kleines Attribut. unterseite tongrundig.

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feinem Firnis lässt sich mit ionischen schalen verbinden: c. kerényi, selinunte, una tomba arcaica, Nsc 1966, 302–303; Martelli cristofani 1978, 181; E. Pierro, ceramica «ionica» non figurata e coppe attiche a figure nere. Materiali del Museo Archeologico Nazionale di Tarquinia 6, Archaeologica 33 (rom 1984) 71. Für die qualitätvollen Exemplare, zu denen inv. 4561 zu zählen ist, wird eine herstellung in ein und derselben ostgriechischen werkstatt angenommen, Pierro a. O. 71–72; cVA Leipzig 1 [14] Taf. 51, 1 mit Liste; cVA Basel 1 [4] Taf. 22, 1 mit ergänzender Liste; zusätzlich anzuführen ist cVA kiel 2 [64] Taf. 45, 7. die Produktion wird von einigen Autoren in samos vermutet, cVA Basel 1 [4] Taf. 22, 1; E. walter-karydi, samische gefässe des 6. Jh. v. chr., samos 6 (Bonn 1973) 32. Eine mit dem Zürcher stück vergleichbare Form des körpers mit flacher schulter haben folgende Lydia: cVA Leipzig 1 [14] Taf. 51, 1; cVA stuttgart 1 [26] Taf. 16, 9; cVA genf 2 [3] Taf. 87, 5; Martelli cristofani 1978, 184 kat. 25 Taf. 82 Abb. 46. hinweise auf datierte Beispiele: L. Laurenzi, Necropoli ialisie, clara rhodos 8 (Bergamo 1936) 70–95; cVA gela 2 [53] Taf. 37, 1; grunwald 1969, 148. generell wird der Typus gegen die Mitte bis in die 2. hälfte des 6. Jh. datiert. Für eine Form entwicklung gibt es kaum Anhaltspunkte, F. canciani, Aus der heidelberger universitätssammlung, AA 1963, 670; kerényi a. O. 303; anders grunwald 1969, 148 (Fuss und hals werden höher, hals zudem enger); Pierro a. O. 71 (kugeliger körper älter als ovoider und herzförmiger).

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3–6. Plastisches Gefäss, Mädchenbüste

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h 11,2 cm. B körper 5,7 cm. T körper 5,3 cm. B kopf 3,5 cm. T kopf 5,2 cm. dm Mündung 2,2 cm. gefäss ungebrochen. riss am Boden und am hals des Ausgusses; vereinzelte Bestossungen. Verwaschene reliefkonturen. Ton orange. Oberfläche orange bis hellorange. Leicht glänzender, rot gebrannter Firnis, an wenigen stellen dunkelbraun. weisse Aufhöhung. gefäss in Form einer Mädchenbüste. Auf dem scheitel kurzer gefässhals und flache Mündung; beide gefirnisst, die Mündung zusätzlich mit vier strahlenförmigen strichpaaren und dazwischenliegenden Punkten weiss aufgehöht. das gefirnisste, leicht gewellte haar des Mädchens bildet am hinterkopf eine kompakte Masse und lässt die Ohren frei, je eine breite strähne fällt über die schulter nach vorn. weisse Punkte am haaransatz markieren ein haarband. rosettenförmige Ohrringe mit weissem Zentrum und gefirnissten Punkten. Ovales gesicht. unter hohen Augenbrauen vorstehende Augen mit Firnisumrandung und -pupillen sowie weiss aufgehöhter hornhaut. schmaler, wenig plastisch hervorgehobener Mund. halskette aus einer reihe von Firnispunkten. Eine leicht geschwungene Firnislinie mit weissen Punkten bildet den saum des halsausschnittes. Eine flache

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Bibl. h. P. isler in: AsuZ 29, 2003, 6; Jean-david cahn Ag Basel, Auktion 3, 19. 10. 2002 Nr. 128; h. herdejürgen, Ost griechische Büstengefässe – Bemerkungen zur chronologie, in: h.-u. cain u. a. (hrsg.), Festschrift für Nikolaus himmelmann, BJb Beih. 47 (Mainz 1989) 71–72; O. von Vacano, Zur chronologie der rhodischen Büstenvasen, BJb 176, 1976, 40 kat. B iii b; P. hommel, Archaischer Jünglingskopf aus Milet, istMitt 17, 1967, 121 Anm. 27; Münzen und Medaillen Ag Basel, Auktion 34, 6. 5. 1967 Nr. 107; ducat 1966, 32 kat. B 3 Taf. 4, 3–4.

inv. 5056. Erworben 2002, Jean-david cahn Ag, Basel; vormals Münzen und Medaillen Ag, Basel 1967.


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h 16,3 cm. B (schultern) 6,2 cm. T (unterschenkel) 6,6 cm. dm Mündung 2,8 cm. h gesicht (halsansatz bis stirnansatz) 3,0 cm. gefäss ungebrochen. rechter Nasenflügel und rechte Mundhälfte sowie rechte hand und beide knie bestossen. das fehlende rechte Ohr und die flachen Locken darunter lassen auf eine abgenutzte Matrize schliessen. die ursprünglich glatte Oberfläche ist weitgehend abgerieben, ebenso die Bemalung. harter sinter seitlich am rechten Bein. Oranger Ton. roter und schwarzer Firnis. Plastisches gefäss in Form eines knienden, nackten jungen Mannes. Auf dem scheitel kurzer gefässhals und flache Mündung. der junge Mann hält den Oberkörper aufrecht, Arme und hände liegen locker auf den Oberschenkeln, das gesäss ruht auf den Fersen der aufgestellten Füsse. der Bereich zwischen den knien und den Füssen ist mit Ton ausgefüllt und bildet so einen niedrigen rechteckigen sockel. der körper ist bis ins detail plastisch modelliert. Am hinterkopf liegt eine flächige, unten gerade abschliessende haarmasse, über der stirn ein Band senkrechter Lockenwülste; unter den Ohren fallen je drei lange Locken auf die schultern. im ovalen gesicht sitzen mandelförmige Augen, ein kleiner lächelnder Mund und ein vorspringendes schweres kinn. die Mündung ist rot gefirnisst; anhand der spuren lässt sich vermuten, dass ursprünglich die ganze Figur rot gefirnisst war. Vom schwarzen Firnis ist nur ein senkrechter streifen auf der linken wange vor dem Ohr sicher zu erkennen (ein Bart?), die übrigen schwarzen stellen (v. a. auf dem stirnhaar, am kinn und an der Mündung) sind eher durch einen fehlerhaften Brand oder die Verwitterung entstanden.

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Bibl. h. P. isler in: AsuZ 33, 2007, 6; charles Ede Ltd., London, greek Antiquities 2006 Nr. 36.

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inv. 5261. Erworben 2006, charles Ede Ltd., London, ehemals sammlung E. Berger, Basel, in den 1940er Jahren erworben.

1–4. Plastisches Gefäss, kniende Männerfigur

plastischen Bart, mit Ausnahme der Exemplare aus grab 8 in Tarent und aus Thera. Es wäre allerdings denkbar, dass sie einen aufgemalten Bart trugen, wie dies für den jungen Mann in Zürich zu vermuten ist. dieser ist schlanker als die meisten anderen Beispiele. Auf die sonst übliche Zuweisung des gefässtyps zur rhodischen keramikproduktion wird hier verzichtet: sie geht auf ducat zurück, doch dessen Ausführungen fehlt eine schlüssige Begründung. gemäss dragendorff a. O. 124 gehören die knienden jungen Männer aus den gräbern aufgrund der Verwandtschaft mit den knienden silenen, Beispiele bei ducat 1966, 79 kat. 1–6 Taf. 11, 4–5, zu den Figuren mit unheil abwehrendem charakter, laut Maximova 1927, 24–25 sollten sie die Toten als diener begleiten. Allgemein zur Bedeutung plastischer ge fässe Maximova 1927, 16–39; E. walter-karydi, Themen ostioni scher figürlicher salbgefässe, MüJb 36, 1985, 7–16.

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inv. 3851. Angeblich aus Anatolien. schenkung 1982, h. humbel, galerie Arete, Zürich.

Bibl. u. schlotzhauer, Ostgriechische koroplastisch gestaltete gesichts- und kopfgefässe aus milesischen werkstätten, in: r. Biering u. a. (hrsg.), Maiandros. Festschrift für Volkmar von graeve (München 2006) 233 kat. iV.A1; J. g. szilágyi, ceramica etrusco-corinzia figurata 2, MonEtr 8 (Florenz 1998) 381 Anm. 269; J. Manser, Zwei ostgriechische gesichtskantharoi, in: AsuZ 13, Antk 30, 1987, 162–168 Taf. 23, 1–2.

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h mit henkel 13,1 cm. h ohne henkel 9,0 cm. dm rand 12,5 cm. gefäss aus mehreren Fragmenten zusammengesetzt. Es fehlen der Fuss, die gefässrückseite, der linke henkel sowie der linke Teil des kinns. rand und vorstehende Elemente des gesichtes etwas bestossen. Firnis stellenweise abgerieben. Ton orange, im kern teilweise bräunlich. Oberfläche orange. helloranger überzug für die gesichtspartie. roter bis schwarzer, streifig aufgetragener Firnis, der an vielen stellen die Tonober fläche durchscheinen lässt. kantharos auf schmalem Fuss mit schalenförmigem körper, runder schulter und hohem hals. Frei modelliertes und auf die Vorderseite appliziertes gesicht eines bärtigen Mannes. unterhalb des randes sitzen eine keilförmige Nase in der Mitte, runde Augen und seitlich die abstehenden Ohren. der Mund besteht aus zwei horizontalen wülsten; von Ohr zu Ohr läuft ein spitzbart. das gefäss ist streifig schwarz gefirnisst bis auf die ge sichtspartie, die innenseite des henkels und den gegenüber liegenden hals. rand, Nase, Ohren sowie Bart sind ebenfalls schwarz gefirnisst, die Augen umrandet mit einem Punkt als Pupille, die Mundwülste mit je einem horizontalen strich ver sehen. ­

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gemäss Maximova 1927, 131–135 geht der ionische Typus der knienden Frau (kat. 66 Taf. 16) bzw. des knienden Mannes (kat. 67 Taf. 16 = cVA München 3 [9] Taf. 150, 7–8) auf ägyptische Vorbilder zurück, entsprechend sind die Figuren vielleicht als sklaven oder diener zu verstehen; die korinthische keramik wiederum nimmt das ionische Motiv auf (kat. 157 Taf. 42). Zur gefässgattung vgl. auch ducat 1966, 78–79 kat. 1–9 Taf. 11, 2–3. 88 zur chronologie; r. A. higgins, Plastic Vases of the seventh and sixth centuries B. c. catalogue of the Terracottas in the department of greek and roman Antiquities, British Museum i 2(Oxford 1969/1970) 55 kat. 82–83 Taf. 17. Viele dieser Figurengefässe fanden sich in gräbern: z. B. h. dragendorff (hrsg.), Theraeische gräber, Thera 2 (Berlin 1903) 25–26 Massenfund kat. 11 Abb. 64; P. Orsi, Megara hyblaea, MonAnt 1, 1889, 838 grab 86 Taf. 6, 5; F. g. Lo Porto, Tombe arcaiche tarentine con terrecotte ioniche, BdA 47, 1962, 157–159 grab 6 kat. 4 Abb. 10a. 159–163 grab 8 kat. 23 Abb. 19b. Einzelne gefässe wurden aber auch in heiligtümer geweiht, A. Plassart, Les sanctuaires et les cultes du Mont cynthe, delos 11 (Paris 1928) 157–158 Abb. 111; E. gàbrici, il santuario della Malophoros a selinunte, MonAnt 32, 1927, 219 Taf. 41, 8; Tocra i 154 kat. 45–47 Taf. 99. Fast alle Figuren haben einen

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Mitte 6. Jh. ionisch.

1–2. Beilage 2, 1. Gesichtskantharos

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2. hälfte 7. Jh. ionisch.

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Zur gefässform finden sich v. a. im ostgriechischen raum Vergleichsbeispiele, wie Manser a. O. 163–164 anhand einer chiotischen Tasse, eines chiotischen kelchs, einer samischen reifenschale, eines samischen kantharos sowie eines lydischen kantharos aufzeigt. Entgegen Mansers Ansicht ist m. E. der


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gefäss aus mehreren Fragmenten zusammengesetzt. Es fehlen der Fuss, der hals und Teile der schulter von der rückseite, beide henkel sowie das linke drittel des gesichtes mit Auge und Ohr. rand und vorstehende Elemente des gesichtes etwas bestossen. Firnis stellenweise abgerieben. Ton, Oberfläche und Firnis analog zu inv. 3851, hier Taf. 3, 1–2. Auch die Form entspricht im wesentlichen jenem stück, bis auf den leichten schulterknick und die direkt am rand angebrachte Nase des Männergesichtes. Ebenso stimmt die Bemalung weitgehend überein, nur der Firnispunkt des Auges ist etwas verschmiert und die Mundwülste sind mit einem unregelmässigen streifen versehen. 2. hälfte 7. Jh. ionisch. Zur gattung und Einordnung siehe inv. 3851, hier Taf. 3, 1–2.

5–6. Exaleiptron

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samische kantharos nicht unbedingt am nächsten mit dem Zürcher stück verwandt, keines dieser gefässe stimmt in allen Formelementen überein. des weiteren vergleichbar ein rhodischer kantharos, P. courbin, La céramique de la grèce de l’Est à ras el Bassit, in: Les céramiques da la grèce de l’Est et leur diffusion en Occident. centre Jean Bérard, institut Français de Naples 6.–9. 7. 1976 (Paris 1978) 41 Taf. 16 Abb. 5. der schmale Fuss war wohl konisch oder zylindrisch geformt, Manser a. O. 164. Ähnliche handgeformte plastische gesichter in der keramik sind selten: Ein ostgriechischer kantharos im kunsthandel, sotheby’s London, Auktion 23. 6. 1989 Nr. 143, zeigt zwei bärtige gesichter mit entsprechenden plastischen Elementen, ein gefässfragment aus samos ein schmallippiges gesicht mit zusätzlich plastischen Augenbrauen, E. walter-karydi, samische gefässe des 6. Jh. v. chr., samos 6 (Bonn 1973) 30. 130 kat. 478 Taf. 61. Bei mehreren Fragmenten von Fikellura-Tassen oder kantharoi aus Milet wurden Nase, Bart und Mund aufgesetzt, u. schlotzhauer, Beobachtungen zu Trinkgefässen des Fikellurastils, Funde aus Milet 4, AA 1999, 236–238 kat. 19–22 Abb. 24–28; schlotzhauer a. O. (Maiandros) 230–232 kat. i.A2–i.A20. Allen Beispielen gemeinsam ist die Firnisbemalung auf hellem überzug. die satyrmaske auf einem kantharos in Bonn ist bereits aus der Matrize geformt, wie bei den späteren kopfkantharoi der kleinmeisterklasse der ganze gefässkörper, N. himmelmann, das Akademische kunstmuseum der universität Bonn (Berlin 1972) 28 kat. 2 Taf. 2; walter-karydi a. O. 30 Abb. 29. 131 kat. 480–486 Taf. 55–57. schlotzhauer a. O. (Maiandros) 229–253, spez. 233. 239–240 hat die ostgriechischen gesichts- und kopfgefässe genauer untersucht und eingeordnet: ihm zufolge nehmen die beiden Zürcher stücke inv. 3851 und inv. 3852, hier Taf. 2, 3–4, eine sonderstellung ein und wurden vermutlich in Nordionien hergestellt. die Form- und gesichtsvergleiche weisen auf eine datierung in die 2. hälfte des 7. Jh. hin, vgl. auch Manser a. O. 166; schlotzhauer a. O. (Maiandros) 236. gefässe mit frei appliziertem gesicht kommen auch in der Bucchero- und der bemalten keramik Etruriens vor, vgl. cVA Mannheim 2 [75] Taf. 33, 1–2; cVA Erlangen 1 [67] Taf. 37, 1–3, je mit Literaturhinweisen; szilágyi a. O. 379–391. 582–583. Es sind v. a. Tassen, zu deren möglichen ostgriechischen Vorbildern szilágyi 381 Anm. 269 das Zürcher gefäss zitiert. singulär ist ein Balsamarium in kopen hagen, das verschiedene, mit dem vorliegenden kantharos vergleichbare Elemente aufweist und mit ostgriechischen AcheloosBalsamarien in Verbindung gebracht wird, M. Martelli cristofani, La ceramica degli Etruschi (Novara 1987) 138. 294 kat. 94; szilágyi a. O. 588–593. Zum Bezug zwischen gesichtskantharoi und dionysos vgl. Manser a. O. 166–167 mit Literaturhinweisen; schlotzhauer a. O. (Maiandros) 235–236.

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Bibl. galerie heidi Vollmöller Zürich, Auktion 19. 11. 1970 Nr. 35 Taf. 13.

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h 7,2 cm. dm körper 18,2 cm. dm Mündung 8,4 cm. dm Fuss 13,2 cm. B henkelansatz 8,1 cm. L henkel 3,3 cm. gefäss ungebrochen. Eine grössere Bestossung auf der schulter, einige kleinere auf dem körper, dem Fuss und an den henkel zapfen. die oberste Tonschicht ist stellenweise abgeplatzt, die Oberfläche teilweise abgerieben. Ton und Oberfläche hellorange. glänzender schwarzer Firnis, braun, wo dünn aufgetragen. Matte braune Aufhöhung. Exaleiptron mit regelmässig gerundetem körper, grösster durchmesser etwas unterhalb der Mitte. Niedriger ringfuss; gleichmässig eingerollter rand; horizontaler Bandhenkel zwischen zwei länglichen Zapfen (Omega-henkel). Mündung schwarz gefirnisst. Auf der schulter mattbrauner breiter kreis direkt auf dem Tongrund, flankiert von je einem breiten und einem schmalen Firniskreis. Fussring auf der unterseite und aussen dünn gefirnisst, an einer stelle auf dem anschlies senden körper versehentlicher unregelmässiger streifen. spritzer auf der tongrundigen Fussunterseite. henkel und Zapfenvorderseite schwarz. Teil eines verschmierten Fingerabdrucks auf dem körper. innenseite schwarz gefirnisst. 2. hälfte 6. Jh. ionisch.

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inv. 3569. Erworben 1970, galerie h. Vollmöller, Zürich.

h 9,0 cm. dm rand 13,0 cm.

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Bibl. u. schlotzhauer, Ostgriechische koroplastisch gestaltete gesichts- und kopfgefässe aus milesischen werkstätten, in: r. Biering u. a. (hrsg.), Maiandros. Festschrift für Volkmar von graeve (München 2006) 233 kat. iV.A2; J. Manser, Zwei ostgriechische gesichtskantharoi, in: AsuZ 13, Antk 30, 1987, 162– 168 Taf. 23, 3–4.

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inv. 3852. Angeblich aus Anatolien. schenkung 1982, h. humbel, galerie Arete, Zürich.

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3–4. Beilage 2, 2. Gesichtskantharos

Zur gattung r. M. Burrows – P. N. ure, kothons and Vases of Allied Types, Jhs 31, 1911, 72–98; Payne 1931, 297–298. 335; d. M. robinson, Vases Found in 1934 and 1938, Olynthus 13 (Baltimore 1950) 270–273; i. scheibler, Exaleiptra, Jdi 79, 1964, 72–108; dies., kothon – Exaleiptron. Addenda, AA 1968, 389– 397; Agora Xii 180–181; Amyx 1988, 470–474; dehl-von kaenel 1995, 207–209. 316. sowohl über die Bezeichnung als auch die Verwendung dieser Form ist sich die Literatur nach wie vor nicht einig. die kon ventionelle Benennung «kothon» wird oft beibehalten, obwohl diese mehrheitlich mit der Funktion als Trinkbecher assoziiert wird, der vorliegende gefässtyp aber – und da sind sich die Autoren einig – zum Trinken völlig ungeeignet war. gedeutet wird er z. T. als Lampe, Burrows – ure a. O. 73 Anm. 5. 88–95; robinson a. O. 270–272; Agora Xii 180. Auch der Begriff «Exaleip tron» ist mit einer Verwendung verknüpft, nämlich als salb- und


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hamburg (Mainz 1977) 222–223 kat. 201. Ähnliche Beispiele mit kreisdekor: L. Bernabò Brea – M. cavalier, La necropoli greca e romana nella contrada diana, Meligunìs Lipára 2 (Palermo 1965) 202 grab 391 Taf. 48, 9; c. w. Neeft u. a., some greek Vases from dutch Private collections, BABesch 50, 1975, 27–28 kat. 481 Abb. 72–73. der gefässtyp wurde auch in italischen werkstätten nachgeahmt: z. B. cVA reading 1 [12] Taf. 39, 3; g. Andreassi u. a., ceramica greca della collezione chini nel Museo civico di Bassano del grappa (rom 1990) 60 kat. 29. die ionischen Beispiele setzt scheibler a. O. 93 ins spätere 6. Jh.

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Parfümbehälter; grundlegend dazu scheibler a. O., ihr folgen Amyx 1988, 470 und dehl-von kaenel 1995, 208. Nur als hypothese gelten lässt den Begriff J. de La genière, A propos d’un vase grec du Musée de Lille, MonPiot 3, 1980, 31–34. das vorliegende Exemplar ist aufgrund des Tones und des Firnisses eine der eher seltenen ionischen imitationen des gängigen korinthischen Typus, dazu scheibler a. O. 93 (T 26) und Tabelle s. 90; vgl. weiter Payne 1931, 335; Agora Xii 181; k. schauenburg in: w. hornbostel (hrsg.), kunst der Antike. schätze aus norddeutschem Privatbesitz. Ausstellungskatalog

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LAkONisch

1–4. Beilage 1, 1. Schale

Pottery, Aegina, Aphaia-Tempel 17, AA 1993, 573–575 kat. B 1–6 Abb. 4. Zur übersetzung und deutung des graffito Nenci a. O. 3–7; vgl. auch A. w. Johnston in stibbe 1994a, 259 Anm. 290. Nencis Lesung lautet «(ich bin) eine vornehme kylix von Aipeia». Mit dieser inschrift soll der hersteller oder Besitzer der schale seinen stolz über das gelungene gefäss ausgedrückt haben. Aipeia war eine stadt in Messenien, wo Nenci eine werkstatt lakonischer schalen vermutet. Zur datierung dieses schalentyps stibbe 1994a, 66. 68–69.

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inv. 3944. Angeblich aus selinunt. schenkung der Zürcher kantonalbank anlässlich der Neueröffnung des Archäologischen in stituts und der Archäologischen sammlung 1984.

Bibl. g. Nenci, sul graffito di una coppa laconica di Aipeia dell’Archäologische sammlung dell’università di Zurigo, stitFilcl 16, 1998, 3–7 Taf. 1; stibbe 1994a, 68. 176 kat. E20 Abb. 238 Taf. 13, 1; h. P. isler in: AsuZ 9, Antk 28, 1985, 164.

inv. 3478. Angeblich aus cerveteri. Erworben 1962, aus dem kunsthandel, r. hecht.

Bibl. stibbe 1994a, 27. 105 kat. d9; c. M. stibbe, La Lakaina. un vaso laconico per bere, in: P. Pelagatti – c. M. stibbe, Lakonikà. ricerche e nuovi materiali di ceramica laconica, BdA suppl. zu Nr. 64, 1992, 79. 93 kat. d9 Abb. 70 Taf. 7–8; Mar greiter 1988, 98. 138 Anm. 354 (mit falscher inventarnummer). ­­­

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5–8. Lakaina

h 9,0 cm. dm Mündung 10,7 cm. dm Fuss 4,7 cm. gefäss aus fünf Fragmenten zusammengesetzt, fehlende Teile des halses und des randes in beige eingefärbtem gips ergänzt. Zwei der Fragmente nicht Bruch an Bruch anpassend, aber sicher zugehörig. rand etwas bestossen, Bemalung stellenweise abgeplatzt bzw. abgerieben. Ton braunorange. überzug gelbbeige. Braunschwarzer bis schwarzer, leicht glänzender Firnis, stellenweise braunrot ge brannt. rote und weisse Aufhöhung. Lakaina mit niedrigem schalenförmigem körper auf ringfuss und zwei horizontalen henkeln. hoher, leicht ausladender hals mit gerader Lippe. innenseite gefirnisst; unter dem rand zwei weisse reifen. Aussen Metopenfries zwischen zwei Punktreihen, darunter schmaler reifen. Anschliessend Treppenmuster, alternierend schwarz und rot; die Aufhöhung ist mehrheitlich über die schwarzen umrisslinien gemalt. darunter ein breiter und ein schmaler Firnisreifen sowie ein rotes Band. dieses ist an einer stelle von ­­

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h 6,9 cm. dm Mündung 13,2 cm. B mit henkeln 20,4 cm. dm Fuss 6,2 cm. gefäss vollständig, ein henkel angesetzt. rand etwas bestos sen, einige kratzer auf der gefässwandung, Bemalung teilweise abgerieben. Ton und Oberfläche gelbbeige. Leicht glänzender, schwarzbrauner bis matter rotbrauner Firnis. rote Aufhöhung. Bauchige schale auf niedriger standfläche, mit leicht von der schulter abgesetztem steilem hals und gerader Lippe. innenseite bis auf das Zentrum und einen schmalen reifen unter dem rand ganz gefirnisst. Aussen ebenfalls gefirnisst bis auf die ausgesparte henkelzone mit Tropfenreihe nach rechts. unmittelbar oberhalb dieser Zone rot aufgehöhter reifen. Fussunterseite tongrundig; kleine ringförmige Vertiefung im Zentrum. Eingeritzte metrische weihinschrift in lakonischen Buch staben auf dem rand: ΕΥΓΕΝΙΟΣ ΚΥΛΙΞ AΙΠΕΙΑΤΙΣ.

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die Zürcher schale gehört zu einem Typus, der in recht grosser Anzahl erhalten ist und in der 2. hälfte des 6. Jh. weite Verbreitung ausserhalb Lakoniens fand, stibbe 1994a, 68. Zum Typus ebenda 68–69. 176–177 (gruppe Ec); vgl. auch Lane 1933/34, 153 (Lakonisch iV); Tocra i 89 (Typ ii), Vergleichsbeispiel: Tocra ii 41 kat. 2117 Abb. 17 Taf. 21; w. gauer, die Tongefässe aus den Brunnen unterm stadion-Nordwall und im südostgebiet, OF 8 (Berlin 1975) 182–191; d. williams, The Laconian

3. Viertel 6. Jh.


TAFELN 4–5

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TAFEL 5

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inv. 4037. Erworben 1988, aus dem schweizer kunsthandel.

Bibl. stibbe 2004, 59. 167. 217 kat. 162 Taf. 27, 3; M. Pipili, samos. The Laconian Pottery, Jdi 116, 2001, 31 mit Anm. 37. 61 Anm. 97. 63. 72 Anm. 108–109; stibbe 2000, 61–62. 150 kat. d1; Pelagatti – stibbe 1999, 28 mit Anm. 11. 30. 33. 41. 54 Abb. 16–17; P. Pelagatti, sulla dispersione del Patrimonio Archeologico: le ragioni di un secondo incontro e il caso sicilia. Appendice 2: il caso della ceramica laconica, BdA suppl. zu Nr. 101– 102 (1997) 23 Abb. 21–24; s. Bruni, Orthia, Aristaios e il pittore della caccia, Ostraka 4, 1995, 218 Anm. 28; stibbe 1994b, 116– 120 Abb. 2; J. k. Papadopoulos, A Laconian cup by the hunt Painter in sydney, Antk 35, 1992, 93. 94 Anm. 16; M. sguaitamatti, Eine lakonische kanne des Jagd-Malers, in: AsuZ 17, 1991, 5–17 Taf. 1, 3–4; 2, 1–4; h. P. isler in: AsuZ 15, 1989, 5. h 22,3 cm. h ohne henkel 20,8 cm. dm körper 15,0 cm. dm Fuss 9,8 cm.

1–4. Tafel 6, 1–6. Beilage 1, 2. Kleeblattkanne

Allgemein zur Lakaina stibbe 1994a, 19–35; stibbe a. O. (La Lakaina) 73–94. solche charakteristischen lakonischen Trinkgefässe wurden in erster Linie für den lokalen Markt hergestellt, stibbe 1994a, 19–20. Zur Form droop 1929, 73; Lane 1933/34, 122; stibbe 1994a, 21. die Bezeichnung «Lakaina» geht auf J. P. droop, Excavations at sparta, BsA 14, 1907/08, 31 Anm. 3 zurück; vgl. auch B. Bundgaard rasmussen, Laconian Pottery in the National Museum, copenhagen, Actahyp 3, 1991, 329–331; stibbe 1994a, 20–21; E. g. Pemberton, rez. zu stibbe 1994a, AJA 102, 1998, 426. das Muster des randes und des körpers des Zürcher Exem plars ist verwandt mit den dekors der kanonischen Lakainai, doch weisen diese einen schwarz gefirnissten hals auf; Beispiele in syrakus, P. Pelagatti, ceramica laconica in sicilia e a Lipari. Materiali per una carta di distribuzione, BdA 54, 1989, 6 Abb. 13, und in Basel, cVA Basel 1 [4] Taf. 22, 4; vgl. stibbe 1994a, 27–28 (gruppe E). das Treppenmuster findet sich bisher nur auf zwei weiteren gefässen dieser Form, einem fragmentarisch erhaltenen in sparta, droop 1929, 74 Abb. 46b–c, und einem gut erhaltenen in rom, cVA rom, kapitolinische Museen 2 [39] Taf. 15, 1 (= stibbe 1994a, 104–105 kat. d8 und d10). Zum Treppenmuster auch droop 1929, 72; Margreiter 1988, 98. die Lakaina in Zürich wird bei stibbe 1994a, 25–27 zur experimentellen Phase von Lakonisch ii gezählt (gruppe d). Zur chronologie von Lakonisch ii vgl. Lane 1933/34, 122; J. Boardman, Artemis Orthia and chronology, BsA 58, 1963, 1–7; c. M. stibbe, Lakonische Vasenmaler des 6. Jh. v. chr. (Amsterdam 1972) 8–9.

Lakonisch ii, 620–580.

kanne aus zahlreichen Fragmenten zusammengesetzt und mit beige eingefärbtem gips wenig ergänzt; es fehlen die hälfte der Mündung und des halses, etwa zwei drittel des Vasenkörpers, zwei kleine Fragmente des Fusses sowie der untere Teil des henkelgriffes mit Attasche; von den schlangen seitlich der Attasche nur köpfe erhalten. Lage der nicht anpassenden Fragmente anhand des dekors sowie der Bearbeitungs- und Firnisspuren auf der innenseite ziemlich sicher zu rekonstruieren. Fuss und plastische henkelelemente etwas bestossen; vereinzelte kratzer und Bestossungen auf der gefässwandung; Bemalung gut erhalten. helloranger Ton. Beiger überzug auf gefässkörper, oranger überzug auf Lippe und henkel. glänzender braunschwarzer bis schwarzer Firnis; auf innenwandung matt braunschwarz, bis auf schulterhöhe dünn und unregelmässig aufgetragen. rote und orange Aufhöhung. hals, körper und Fuss getrennt auf Töpferscheibe gedreht und zusammengesetzt. Eiförmige kanne mit kleeblattmündung und glockenförmigem Fuss. Plastisch geformter henkel, bestehend aus einer Attasche, wohl eine Volutenpalmette, mit seitlich sich hochreckenden schlangen an der schulter, einem griff mit Mittelrippe und einem Löwenkopf als oberem Abschluss sowie zwei seitlichen Armen auf dem gefässrand, die je in einem Affenkopf enden. Firnis für details der orangen Tiergesichter: Augen und Ohren der Affen, Augen und schnauze des Löwen. die Ohren des Löwen wurden zuerst schwarz umrandet und dann orange aufgehöht, die rote Mähne wurde erst im Anschluss daran angebracht. Mit Modellierholz geriefelte gefässlippe. innenseite der Mündung und des halses sowie Aussenseite der Mündung gefirnisst. Auf dem hals granatapfelkette mit doppelter schwarzer Punktreihe, zwischen je zwei schmalen reifen; Äpfel mit rot aufgemaltem Punkt, darunter zwei horizontale striche. Feine gefirnisste rille am übergang zum gefässkörper. der körper ist in drei Zonen aufgeteilt: auf der schulter hängendes bzw. über dem Fuss stehendes Zungenmuster mit alternierend schwarzen und zusätzlich rot aufgehöhten Zungen, beim unteren Muster folgen an einer stelle zwei schwarze Zungen aufeinander. in der Mitte ein Tierfries, eingefasst von einem spiralBand oben und einem sigma-Band unten. Beide Ornamente sind ihrerseits von drei bzw. zwei schmalen reifen flankiert. Fuss durch wulst und gefirnisste kehle vom körper abgesetzt. Auf dem Fuss hängendes schwarz-rotes Zungenmuster; zwischen den einzelnen Zungen jeweils eine dünne senkrechte Firnislinie mit schwarzem Punkt am unteren Ende. Firnisreifen als Abschluss zum Fussprofil mit beigem überzug. Tongrundige standfläche. graffito auf der tongrundigen Fussinnenseite: «A» und «Λ» (Abb. 1). die Tiere sind auf einer standlinie ohne erkennbare symmetrie oder gruppierung aufgereiht, dazwischen kommen vereinzelte Füllornamente vor. reihenfolge, rechts des henkels beginnend: hahn nach rechts, sirene mit geradem Flügel nach rechts, Lotosblüte mit stiel, hahn nach links, Blütenrosette, kleiner Vogel nach rechts, raubtierpranke nach rechts, Lücke, hockende sphinx nach rechts, Lücke, raubtierpranke nach links, Lücke, Löwe nach links, sirene mit sichelflügel nach links. die haare der sirenen fallen als Masse auf die schulter und enden in kurzen vertikalen ritzlinien. Tiere sorgfältig gemalt, mit feiner präziser ritzung. Zusatzrot allgemein für Teile der Flügel, im speziellen für kamm, kehllappen und hals der hähne, für Bäuche und klecks auf hinterteil der raubtiere bzw. der sphinx, für Löwenmähne sowie hals und z. T. haar der sirenen. ­

der Firnisumrandung des henkelansatzes überdeckt, die henkel wurden also erst am schluss gefirnisst. Zwischen den henkeln Muster aus senkrechten schwarzen strichen, begrenzt von je einem reifen. Auf einer seite kleiner roter Punkt etwas rechts der Mitte. Es folgen ein schwarzes Band, ein schmaler schwarzer reifen und ein rotes Band. Fussring aussen und innen gefirnisst. Auf Fussunterseite kleiner schwarzer kreis.

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565–550. Jagd-Maler (M. sguaitamatti). die kanne ist bezüglich Form und plastischem henkeldekor ein wichtiges Verbindungsstück zwischen den keramikexemplaren,


TAFELN 5–6

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äussere Faktoren lassen sich nicht beiziehen, weshalb hier keine Eingrenzung vorgenommen wird. das graffito auf dem Fuss ist etruskisch und linksläufig zu lesen, ein weiterer Buchstabe an der anschliessenden Fehlstelle wäre denkbar: la[- ?]. Vgl. Beispiel auf einem schalenfragment: s. Bruni, Ager Volterranus, rivista di epigrafia etrusca 1, stEtr 73, 2007, 301–302 kat. 35 Taf. 50. Zum Zürcher graffito auch Pelagatti – stibbe 1999, 28 Anm. 11, zur kombination Lambda und Alpha Johnston, Trademarks 22. 75, z. B. Typ 14A. Allgemein zu graffiti auf lakonischen Vasen Johnston, Trademarks 172. 235; d. williams – A. w. Johnston (Appendix), The Laconian Pottery, Aegina, Aphaia-Tempel 17, AA 1993, 571–598 (neuere Funde). Zu händlermarken auch i. scheibler, griechische Töpferkunst (München 1983) 144–150.

Abbildung 1 (1:1)

Zwei weitere Fragmente dieser kleeblattkanne befinden sich in Basel, sammlung herbert cahn (†), und sind publiziert bei stibbe 2004, 59 Anm. 251. 167 Nr. 4b. 217 kat. 126 Taf. 27, 4. Erhalten sind weitere Teile des Bildfeldes mit anschliessenden Ornamenten. das grössere Fragment zeigt einen Löwenkopf nach rechts, ein sternförmiges Füllornament, sichelflügel und kopf mit Blütenknospe einer sphinx nach rechts sowie einen hahnenkopf nach links. Auf dem kleineren Fragment sind ein Vorderbein und das hinterteil eines hockenden raubtieres mit einem sternförmigen Füllornament dazwischen nach links sowie eine raubtierpranke nach links erhalten. die Position innerhalb des Frieses lässt sich ziemlich genau bestimmen, die oben genannte reihe folgendermassen ergänzen: hahn – sirene mit geradem Flügel – hahn – kleiner Vogel – Löwe – untere und obere hälfte der hockenden sphinx – hahn – hockendes Raubtier – Löwe – sirene mit sichelflügel.

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seien es bemalte oder schwarz gefirnisste, und den Vorbildern aus Bronze. Zur Form droop 1929, 83–85; Lane 1933/34, 143–144; sguaitamatti a. O. 7–9; Pelagatti – stibbe 1999, 26–30; stibbe 2000, 58–64, bes. 61–62 (gruppe d). Zum henkeldekor stibbe 1994b, 116–117; Pelagatti – stibbe 1999, 25–26 (mit katalog schwarz gefirnisster Beispiele). 30–35. Mögliche Parallelen zur fehlenden henkelpalmette sguaitamatti a. O. 9; Pelagatti – stibbe 1999, 25–26. Beispiel aus samos: c. M. stibbe, Lakonische keramik aus dem heraion von samos, AM 112, 1997, 113 kat. 94 Taf. 13, 17. dass sich die Töpfer lakonischer kannen an Bronze gefässen orientierten, ist in der Literatur seit längerem bekannt und wird v. a. bei stibbe in neueren Artikeln genauer diskutiert: droop 1929, 77; Lane 1933/34, 144–145; Th. weber, Bronzekannen. studien zu ausgewählten archaischen und klassischen Oinochoenformen aus Metall in griechenland und Etrurien, Archäologische studien 5 (Frankfurt a. M. 1983) 12; sguaitamatti a. O. 7–10; stibbe 1994b, 114–117. 120; stibbe 2000, 59. 61 und insbesondere Pelagatti – stibbe 1999, 21. 25. 30–31. 37. Ebenda 40–42 werden bronzene Exemplare plastischer henkelelemente aufgeführt, die denjenigen der kanne in Zürich entsprechen. Zur Zuweisung zum Jagd-Maler sguaitamatti a. O. 12–15; vgl. zuletzt stibbe 2000, 61; stibbe 2004, 217. Allgemein zu diesem Maler stibbe 2004, 164–171; c. M. stibbe, Lakonische Vasenmaler des 6. Jh. v. chr. (Amsterdam 1972) 121–150. die spezielle granatapfelkette mit doppelter Punktreihe findet sich auf Fragmenten einer schale bzw. eines kelches in samos, die ebenfalls dem Jagd-Maler zugewiesen werden, Pipili a. O. 30–33 kat. 9 Abb. 11a. 61–65 kat. 34 Abb. 45. Obwohl bei der Zürcher sphinx kopf und Oberkörper mit Flügeln fehlen, kann sie klar vom Löwen unterschieden werden, der nicht hockend dargestellt wird, vgl. auch sguaitamatti a. O. 14. Zur seltenen Variante der sirene mit sichelflügel lassen sich einige weitere Beispiele desselben Malers nennen: schalenfragment aus kyrene, g. P. schaus, The East greek, island and Laconian Pottery, The Extramural sanctuary of demeter and Persephone at cyrene 2 (Philadelphia 1985) 34–35 kat. 162 Taf. 10; krater aus sizilien, c. M. stibbe, A Laconian Volute krater from sicily, Xenia 19, 1990, 8 Abb. 3–4. 13. 17 Anm. 25; kelch aus samos, Pipili a. O. 71–75 kat. 37 Abb. 52 a–b, besonders 72 mit Anm. 109. Eine sirene auf diesem kelch hat zudem dieselbe Frisur wie die Zürcher Mischwesen, eine für den Jagd-Maler selten nachgewiesene gestaltung; üblich ist eine lange Locke hinter dem Ohr; dazu Pipili a. O. 72 mit Anm. 108; sguaitamatti a. O. 14. das Zungenmuster wiederum hat bronzene Vorbilder, z. B. kanne in Basel, stibbe 1994b, 115 Taf. 25, 3–4. die kanne in Zürich wird von sguaitamatti und stibbe ins frühe werk des Jagd-Malers eingeordnet, für die absolute datierung führen ihre stilistischen überlegungen zu etwas abweichenden Zahlen: das Jahrzehnt 560–550 bei sguaitamatti a. O. 15–16, die Jahre 565–560 bei stibbe 2000, 61 Anm. 231. Objektive

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TAFEL 6 1–6. Siehe Tafel 5, 1–4.


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TAFELN 6–7

chALkidisch

inv. 3487. schenkung 1963, aus dem kunsthandel, r. hecht.

M. iozzo, ceramica «calcidese». Nuovi documenti e problemi riproposti, AttiMemMagnagr 3, 2 (1993). Zur Frage des Produktionsortes rumpf a. O. 1–6. 40–53; keck a. O. 15–19. 173–177; iozzo a. O. 2–12. 247–257; cVA Bochum 3 [82] s. 39 mit weiteren Literaturhinweisen. in den neueren untersuchungen wird die euböische kolonie rhegion favorisiert bzw. von iozzo a. O. 247–257 überzeugend nachgewiesen. Zur datierung rumpf a. O. 131–153. keck a. O. 21–22; iozzo a. O. 145. 150 Abb. 1. Bezüglich der Form gehört das Zürcher Fragment wohl zu kecks halsamphoren des Formentyps 3, keck a. O. 30–31. 34. wildziege und sirene sind beides häufig dargestellte sujets und unterscheiden sich innerhalb von rumpfs stilgruppen teilweise nur wenig. hauptsächlich aufgrund des schlanken Ziegenhalses und der Flügeldetails bei der sirene kann das Fragment der von rumpf a. O. 90–98 definierten gruppe der hydria in Orvieto zugeordnet werden; vgl. dazu auch iozzo a. O. 49–57. Am besten lässt es sich mit einer Amphora in Brüssel, rumpf a. O. 20. 90 kat. 41 Taf. 46; 75; cVA Brüssel 2 [2] Taf. 1, vergleichen: das schulterbild auf der rückseite zeigt ein entsprechendes Tierpaar rechts neben einer zweiten sirene mit gerundetem Flügel. Verwandt ist auch, trotz des gerundeten sirenenflügels, das schulterbild einer Amphora in der Ermitage, rumpf a. O. 20. 90 kat. 42 Taf. 76–79. wie ähnlich aber diese Motive bei anderen stilgruppen sein können, zeigen z. B. ein weiteres gefäss in der Ermitage, rumpf a. O. 18. 83 kat. 31 Taf. 62–65, das der gruppe der Amphora in Leipzig zugerechnet wird, rumpf a. O. 83–90, oder eine Amphora in Berlin, cVA Berlin 4 [33] Taf. 177, die der gruppe der Bauchamphoren nahesteht, rumpf a. O. 75–82.

7. Schulterfragment einer Amphora

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h 6,0 cm. B 9,9 cm. schulterfragment mit halsansatz. Bruchkanten etwas bestos sen. Oberfläche stellenweise abgerieben, Firnis vereinzelt abgeplatzt, Aufhöhung gut erhalten. Oranger Ton. unregelmässig aufgetragener, braunschwarzer und teilweise matter Firnis. rote und weisse Aufhöhung. halsamphora mit wulst am übergang zwischen hals und schulter. Auf der innenseite des halsansatzes rest von schwarzem Firnis. Tierfries auf der schulter: links Vorderteil einer grasenden wildziege nach rechts, Maul und hufe fehlen; rechts sirene mit gestrecktem Flügel nach links, hinterteil, Beine und Flügelspitze fehlen. Zusatzrot auf dem hals der wildziege sowie für Flügel und Pupille der sirene, weiss auf gesicht und hals der Letzteren. ritzung für einige körperdetails, hörner- und Bartstruktur der wildziege, für Flügel, gesichtsdetails, haarreif und halskette der sirene.

unpubliziert.

Allgemein zur chalkidischen keramik A. rumpf, chalkidische Vasen (Berlin 1927); J. keck, studien zur rezeption fremder Einflüsse in der chalkidischen keramik (Frankfurt a. M. 1988);

535–500. gruppe der hydria in Orvieto.

PrOTOkOriNThisch

Aryballos mit eiförmigem körper auf kleinem ringfuss. Auf der Mündung kreis, innenseite gefirnisst. Auf dem henkel mehrere diagonale, am übergang zur Mündung ein horizontaler streifen. Auf der schulter kranz aus lanzettförmigen Blättern, darunter drei reifen. unterhalb des Bauchfrieses folgen drei reifen, ein strahlenkranz und weitere drei reifen, der unterste auf der Aussenseite des Fusses. die Fussunterseite ist gefirnisst, mit einem ausgesparten kreis. Tierfries: drei grasende hirsche im silhouettenstil nach rechts. das Auge ist mit einem ausgesparten kreis gekennzeichnet. Zwischen den Vorder- und hinterbeinen sind jeweils acht, neun oder zehn kreise mit Punkt in der Mitte aufgemalt. ­

TAFEL 7 1–5. Aryballos

Bibl. h. P. isler in: AsuZ 9, Antk 28, 1985, 163.

h 5,2 cm. dm körper 4,3 cm. dm hals 1,2 cm. dm Fuss 1,8 cm. gefäss ungebrochen. Mündung aussen abgeschliffen, raspelspuren auf der Mündung und dem henkel. Fuss leicht bestossen, einige kratzer auf der gefässoberfläche. Firnis fast vollständig abgeblättert. Ton und Oberfläche hellbeige. Leicht glänzender, dunkelbrauner Firnis.

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inv. 3960. schenkung aus Zürcher Privatbesitz, E. Bollmann, anlässlich der Neueröffnung des Archäologischen instituts und der Archäologischen sammlung 1984.

Frühprotokorinthisch, 710–700. Zur Form Neeft 1987, 89 Abb. 28 («conical to ovoid»); k. Friis Johansen, Les vases sicyoniens 2(rom 1966) 16–19. 73–74.


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