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Kultur und Baudenkmal Baden-Württemberg 2019

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Baden-WĂźrttemberg


Herzlichen Glückwunsch! Wir gratulieren Jarcke Architekten zum neuen Büro im Lokschuppen und verbinden damit unseren Dank für die partnerschaftliche Zusammenarbeit. KAHL Büroeinrichtungen Industriestraße 17 – 19, 68169 Mannheim www.kahl.de

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Baden-WĂźrttemberg

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Inhalt

Geleitwort 08 Editorial 09 Impressum 26 Fotografenverzeichnis 100 Branchenverzeichnis 101

Messenachlese: Cultura Suisse in Bern

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Lokschuppen Mannheim

In

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Capitol Mannheim

27

31 Marchivum Mannheim Sattelkammer Schloss Heidelberg Bumiller-Haus Mannheim

45

Backhaus und Uhrenturm Forchtenberg

41


halt 57

53 Botanischer Garten Karlsruhe Herrendormet Nord Kloster Maulbronn

63

71

Beletage im Schloss Bruchsal

Klosterarkaden Bad Schussenried Ehemaliger Klosterhof Sipplingen

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87

77 Städtisches Haus in Ulm

Evangelische Stadtkirche Ravensburg

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Messenachlese

Erster Internationaler Austausch zum Kulturerbe im Herzen der Schweiz Handwerk International begleitete Restauratoren aus dem Südwesten zur Cultura Suisse nach Bern. Mit der Cultura Suisse in Bern öffnete Ende Januar die erste Schweizer Fachmesse für Museen, Denkmalpflege und Kulturgüter ihre Pforten. Nach dem ­europäischen Kulturerbejahr 2018 t­rafen sich hier internationale Experten aus Restaurierung und Museumslandschaft. ­

Gemeinsam mit Handwerk International Baden-Württemberg und Bayern Handwerk International besuchten acht Vertreter aus den zwei Bundesländern die kleine aber feine Messe. Mit 120 Ausstellern zog sie bei ihrem Debüt bereits rund 2500 Fachbesucher an. „Eine Messe wie die Cultura Suisse hat in der Schweiz bisher gefehlt. Das Engagement von Organisator Peter Plan tut der Branche gut.“ resümiert Günther Seitz von der Holz-

manufaktur Rottweil, denn: „Bewahren und erhalten hat in der Schweiz eine besondere Kultur“, so die Erfahrung des Geschäftsführers. Seine Firma gehört in Süddeutschland und der Schweiz zu den gefragtesten Restauratoren von Fenstern, Möbeln und anderen Holzobjekten. Projekte unter anderem in Zürich, Basel, Lausanne und­ St. Moritz zählen bereits zu den Referenzen. In Bern war die Holzmanufaktur als Aussteller vertreten. Seine Einschätzung: „Es hätte ruhig noch mehr Werbung geben können, die Messe hat auch ein großes Potenzial für Verbraucher.“ Teofanis Polichroniadis-Fleig, Kunst­ schmied und Metallbaumeister aus Schwetzingen, war mit Handwerk International Baden-Württemberg auf der Cultura Suisse unterwegs. Eine lohnenswerte Reise für den Geprüften Restaurator­ im Metallbauhandwerk: „Die Messe bot einen guten Einblick in den Schweizer Markt. Der Museumsteil war zwar ziemlich dominant, aber es gelang, zwei Kontakte in der Schweiz zu festigen sowie je einen Neuen in der Schweiz und in Bayern

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zu generieren.“ Mit der Konservierung und Restaurierung von Kulturdenkmalen aus Metall kann sich Polichroniadis-Fleig sehr gut vorstellen, zukünftig auch in der ­Alpennation aktiv zu werden.

Graubünden und hatten zum Abschluss beim Ausstellerabend der Cultura Suisse die Gelegenheit, sich mit Kollegen und Museumsvertretern aus­zutauschen.

Der Besuch der Cultura Suisse hat einmal mehr gezeigt, dass die Be­ triebe aus dem Südwesten trotz guter A ­ uftragslage g ­roßes Interesse am Nachbarland Schweiz haben und damit ­immer für spannende Auslandsmärkte offen b ­ leiben.

Neben Fachgesprächen und Podiumsdiskussionen auf der Messe brachten die Handwerksorganisationen die Teil­nehmer unter anderem mit dem Direktor der Denkmalpflege Bern, Jean-Daniel Gross, zu einer Altstadtführung zusammen. Die Teilnehmer erhielten zudem einen Praxisbericht zur Restaurierung des Türalihus in Handwerk International Baden-Württemberg Enterprise Europe Network Baden-Württemberg Heilbronner Str. 43 70191 Stuttgart Tel. +49 (0) 711 1657-251 aj@handwerk-international.de www.handwerk-international.de www.enterprise-europe-bw.de

Interview mit Herrn Thomas Büscher - Restaurator im Handwerk e.V. Thomas Büscher ist Geschäftsführer des bundesweiten Vereins­ Restaurator im Handwerk e.V., in dem mit 110 Betrieben die Bundesländer Bayern und BadenWürttemberg ein gutes Drittel der Mitglieder stellen. Auf der Unternehmer­ reise von Handwerk International zur Cultura Suisse war Büscher dabei. Wie er die Messe aus BranchenSicht bewertet, erklärt er im Interview. Was hat Sie bewogen, an der Unter­ nehmerreise zur Cultura Suisse teil­ zunehmen? Als Geschäftsführer des Vereins Restaurator im Handwerk e.V. bin ich immer auf der Suche nach Möglichkeiten, den Beruf der in der Denkmalpflege tätigen Handwerker in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Deswegen war es für mich ein MUSS, die Cultura Suisse zu besuchen. Denn eine Messe bietet immer die Gelegenheit

sein Netzwerk zu erweitern, geschäftliche Kontakte zu knüpfen und Anregungen für seine Arbeit zu bekommen. „Andere Länder, andere Sitten!“ – ich war neugierig, ob das Sprichwort auch auf die Denkmalpflege und die restauratorische Tätigkeit in der Schweiz zutrifft. Wie beurteilen Sie die Messe (ggf. im Vergleich zu den etablierten DenkmalMessen in Deutschland und Öster­ reich) aus Branchen-Sicht? Der Veranstalter, Herr Plan, hat mit g ­ roßem Engagement die Cultura Suisse zum ersten Mal organisiert. Deswegen kann ­ ein Vergleich mit den etablierten Denkmal-Messen aus meiner Sicht noch nicht gezogen werden. Eine Fachmesse muss sich erst im Laufe der Jahre im Markt etablieren. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Cultura Suisse in den kommenden ­Jahren eine führende Rolle als Fachmesse für Museen, Denkmalpflege und Kulturgüter in der Schweiz einnehmen wird.­ Der Start kann allerdings schon als sehr gelungen bezeichnet werden.

Welche Chancen bietet das Aus­ landsgeschäft bzw. im Speziellen der Schweizer Markt für deutsche ­Restauratoren? In den Gesprächen, die ich auf der C ­ ultura Suisse führen konnte, wurde mir immer wieder bestätigt, dass deutsche Restauratoren aufgrund Ihrer Ausbildung und Qualifikation auch in der Schweiz gern gesehene Partner in der Denkmalpflege sind. Bestimmt scheuen aber v­iele d ­ eutsche Handwerker zunächst die Hürden, die es bei einer Tätigkeit in der Schweiz zu nehmen gilt. Um den ­ ­ interessierten Unter­ nehmen diese ­ Unsicherheit zu ­nehmen, stehen zum Beispiel die B ­ erater von Handwerk International mit Rat und Tat zur Seite.

Restaurator im Handwerk e.V. Geschäftsführer Thomas Büscher Jakob-Kraus-Str. 57 70469 Stuttgart Tel. +49 (0) 711 57010950 t.buescher@restaurator-im-handwerk.de www.restaurator-im-handwerk.de

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Geleitwort

Kultur und Baudenkmal in der Metropolregion Rhein-Neckar 2019

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ie vorliegende Ausgabe von „­ Kultur & Baudenkmal. Bau- und Denkmalpflege. Metropolregion Rhein ­Neckar“ S anierungs-, stellt einige vorbildliche ­ Umbau- und Umnutzungsmaßnahmen ­ an denkmalgeschützten Gebäuden Mannheim vor. Die eindrucks­ vollen in ­ ­Beispiele belegen die vielfältigen Möglichkeiten, die sich auch bei Umwid­ mungen von Kulturdenkmälern bieten, wenn die Altnutzung dem denkmalgekeine schützten Gebäude ansonsten ­ Zukunft mehr gibt: Der Hochbunker Ochsenpferch wurde zum Archiv, der Lokschuppen am alten Rangierbahnhof zum Architekturbüro bzw. zur Stätte internationalen Getreidehandels, das Capitol-Kino zum allgemeinen Veranstaltungsraum und das Wohnhaus Bumiller zu einem ­Beratungszentrum für Suchtkranke.

Am Eingang zur Neckarstadt öffnete am 30. Dezember 1927 das nach Plänen des Stuttgarter Architekten Paul Darius im expressionistischen Stil er­ Capitol-Kino seine Pforten. richtete ­ Nach ­ Abschluss der Innensanierung im Jahre 2018 durch die Kulturstiftung Capitol Mannheim als neue Eigen­ ­ tümerin ­präsentiert sich der Kinosaal auf der Grundlage einer restaura­ torischen Befunderhebung nun wieder in der ­ ­historischen Farbigkeit und dokumentiert dadurch sehr anschaulich den Zeit­ ­ geschmack zwischen den beiden Weltkriegen.

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Unweit des Lichtspieltheaters steht an der Jungbuschbrücke am Neckar der ­mächtige Hochbunker Ochsenpferch. Dieser zwischen 1940 und 1943 nach Plänen des städtischen Hochbauamts im Rahmen des NS-Bunkerbauprogramms entstandene größte Mannheimer Luftschutzbau dient nach Entwidmung als ABC-Schutzraum und einem denkmal­ gerechten Umbau seit März 2018 dem Stadtarchiv Mannheim (Marchivum) als neuen Amtssitz. Der historische Teil beherbergt das Magazin und Ausstellungsräume. In den beiden gläsernen Aufbauten befinden sich Veranstaltungs-, Benutzer- und Büroräume. Hinter dem Hauptbahnhof auf Linden­ höfer Seite wurde im Jahre 1872 ein Rangierbahnhof ­ mit Lokschuppen ­errichtet. Nach Aufgabe der Nutzung als Reparaturwerkstätte und Verkauf des Gebäudes an Privateigentümer im Jahre 2014 erfuhren die Räumlichkeiten nach vierjähriger behutsamer Sanierung eine neue Nutzung als Architekturbüro bzw. als Büro für internationalen Getreidehandel. Der Charakter des technischen Kulturdenkmals blieb dabei weitgehend erhalten. Nach Einweihung der Räumlichkeiten im Herbst 2018 ist nun die weitere Zukunft des Bauwerks langfristig gesichert. Das ehemalige großbürgerliche Wohnhaus der Hortense Bumiller im Quadrat D 7,5 – ein klassizistischer Bau aus dem Jahr 1833 – kam durch Schenkung ihrer Schwiegertochter Emily Lanz zu Beginn

der 1930er Jahre in den Besitz der Katholischen Kirchengemeinde. Seit 50 Jahren ist das Gebäude nun Sitz einer durch den Caritas-Verband betriebenen Beratungsstelle für Suchtkranke und Suchtgefährdete, die hier in dem wunderschönen historischen Ambiente Hilfe und Zuversicht für ihr weiteres Leben finden sollen. Die im Jahre 2018 abgeschlossene Außensanierung stellt das ursprüngliche Aussehen in den hellen monochromen Farbtönen wieder her und gereicht dem Ort nun zur Zierde. Ich freue mich, dass das lobenswerte unverzichtbare Engagement privater, ­ kirchlicher und öffentlicher Bauherren zur Erhaltung schützenswerter Kulturgüter in diesem neuen Band „Kultur und Baudenkmal“ vorgestellt und gewürdigt wird. Ich hoffe, dass die Publikation mit­helfen kann, den Blick auf die qualitäts­ volle ­Architektur der Vergangenheit mit i­hren werklichen gestalterischen und hand­ Leistungen zu schärfen. In diesem Sinne wünsche ich den Lesern und Leserinnen viele neue Erkenntnisse und zahlreiche Anregungen im Umgang mit historischer Bausubstanz. Dr. Monika Ryll, Denkmalpflegerin der Stadt Mannheim, im März 2019


Editorial

Gebaute Geschichte

Bernd Holler Grafik-Designer und Herausgeber Kultur & Baudenkmal

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Handwerk und Kultur gehören im Bereich des Bauens untrennbar zusammen. Nur in bester handwerklicher Tradition und mit meisterlicher Sorgfalt können bedeutende Bauten für die nächsten Generationen geschaffen und erhalten werden. Moderne Techniken und zeitgemäße Arbeitsmethoden stehen dazu nicht im Widerspruch, sondern sind not­ wendige Hilfsmittel, derer man sich im Sinne von Rationalität und Effektivität gerne bedient. Das so Bewahrte ist dann kein Museum, geschweige denn, Mausoleum, sondern lebt und atmet weiter. So entsteht ein Denkmal: etwas, das sowohl Geschichte als auch Zukunft hat. Mit diesem Anspruch haben wir auch dieses Jahr wieder einige sehenswerte Bauwerke und Ensembles als eine Art Querschnitt durch die Denkmallandschaft Baden-Württembergs zusammengestellt. Die Spanne reicht vom ehemaligen „Backhaus und Uhrenturm“ in Forchtenberg über ein wieder ­hergerichtetes und neu genutztes Ulmer Bürgerhaus aus dem 15. Jahrhundert bis hin zum Herrendorment als Teil des Weltkulturerbes „Kloster Maulbronn“.

Dabei müssen es nicht immer Schlösser, Kirchen oder Klöster sein, auch eher „profane“ Projekte zeigen auf, welche Rolle gekonnt ausgeübtes Handwerk und Engagement bei der Sicherung von Kulturgut spielt, das gleichermaßen ­ästhetisch wie praktisch nutzbar ist. Und wie wichtig es ist, dass wir auch heute genauso sorgsam mit diesen Schätzen umgehen - sei es als Bauherr oder Architekt, als Restaurator, Denkmalpfleger oder als mit den Arbeiten ­betrauter Handwerksbetrieb. Die Beispiele in dieser Ausgabe zeigen, dass und wie das gelingen kann. Freuen Sie sich also auf spannende und interessante Beiträge, die das ­ breite Spektrum der Denkmalpflege aus ­verschiedenen Perspektiven beleuchten. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spaß und eine anregende Lektüre der neuen Ausgabe von „Kultur und Baudenkmal“!

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Altes Hallenbad Heidelberg

In welchen Handwerken wird restauriert

Welche Maßnahmen sind möglich?

Heute wird in über 50 Gewerken mit handwerklichen Techniken restauriert

Je nach Zustand der Gebäude oder Objekte wägt die Denkmalpflege ab zwischen verschiedenen Maßnahmen:

Im Bau

Konservierung/Sicherung

z. B. im Maurer und Betonbauer-, Steinmetz- und Steinbild­ hauer-, Stuckateur- oder Zimmererhandwerk; im Holz- und Bautenschutzgewerbe.

Vorkehrungen und Maßnahmen zur Vermeidung oder Verminderung von weiteren Schäden, Abbau und Verlust. Maßnahmen an Gebäuden z. B. Abstützen, Fixieren, Stabilisieren, Reinigen, regelmäßige Pflege der Substanz, Schadensvorbeugung.

Im Ausbau und in der Ausstattung z. B. im Parkettleger-, Raumausstatter- oder Tischler- Handwerk, ­­im Maler- bzw. Kirchenmaler-Handwerk und im Ver­ golder-Handwerk.

Restaurierung

Im Metallbau

Maßnahmen an stabilen oder stabilisierten Gebäuden und Objekten, um ihr Verständnis zu erleichtern. Dabei werden ihre Bedeutung und die vorgefundenen Techniken und Materialien respektiert.

z. B. im Metallbauer-Handwerk, im Metall- und GlockengießerHandwerk.

Reparatur

Im Kunsthandwerk z. B. im Gold- und Silberschmiede-Handwerk und im Buch­ binder-Handwerk. Im Textilbereich z. B. im Maßschneider-, Modisten-, Sattler- und Feintäschneroder Textilgestalter-Handwerk. Technische Objekte und Fahrzeuge z. B. im Boots- und Schiffbauer-Handwerk, im Kfz-Handwerk, im Fahrzeuglackierer-Handwerk sowie im Karosserie-und Fahrzeugbauer-Handwerk, im Büchsenmacher-wie im UhrmacherHandwerk.

Maßnahmen zur Wiederherstellung der Funktionalität und des Erscheinungsbildes von Gebäuden und Objekten. Wenn Reparaturen eine nachgewiesene Funktionalität wiederherstellen und die Bedeutung des historischen Objekts respektieren, gelten sie als Restaurierungsmaßnahmen. Rekonstruktion Wiederherstellung eines Objekts zu einer angenommenen früheren Form unter Verwendung von erhaltenem oder ersetzendem Material. Eine Rekonstruktion respektiert die Bedeutung des Objekts und beruht auf Nachweisen.

Im Musikinstrumentenbau z. B. im Orgel- und Harmoniumbauer-, im Geigenbaueroder Metallblasinstrumentenmacher-Handwerk. In seltenen Arbeitsbereichen z. B. im Drechsler- und Holzspielzeugmacher-Handwerkoder ­ im Wachszieher-Handwerk.

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Quellennachweis: Zentralverband des Deutschen Handwerks


Capitol Mannheim

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In neuem, alten Glanz 11


Capitol-Kino Mannheim

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um 90. Geburtstag in neuem, alten Glanz.

Im September 2018, quasi als ­„verspätetes Geburtstagsgeschenk“, wurde das 1927 erstmals eröffnete Capitol-Kino Mannheim als modernes Event- und Veranstaltungshaus nach Umbau wieder eröffnet.

Architektonisch und bau Am Ende der 20er/30er Jahre zeigten in Mannheim mehr als 20 Kinos mit über 12000 Sitzplätzen die neuesten Film­ produktionen; die Stadt (Neckarstadt ist ein Mannheimer Stadtteil) lag damit mit der Anzahl der Lichtspielhäuser und den verfügbaren Zuschauerplätzen an der

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technisch anspruchsvoll Spitze des deutschen Filmtheater­wesens. Das architektonisch bedeutendste Kino und Beispiel expressionistischer Klinker­ architektur stellte schon damals das Capitol-Kino dar. Der damalige Bauherr hatte seinem Stuttgarter Architekten Paul Darius (1893-1962), so gut wie keine

Vorgaben gemacht, lediglich die geplante Anzahl von 1200 Sitzplätzen, sieben Kegelbahnen im Keller, sowie vier Wohnungen im Obergeschoss. Der fünfgeschossige Klinkerbau mit Flachdach ist eine Eisenbetonkonstruktion. Den gerundeten Mittelteil mit dem Kinosaal flankieren zwei im

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Capitol-Kino Mannheim XXXX

Sanierung und technische Aufrüstung Die letzte Sanierung fand in den 1980erJahren nach einem Brand statt, wobei vor allem viel „übertüncht“ wurde. Für eine moderne Eventtechnik sowie aktuelle Brandschutz- und andere Vorschriften gelten heute andere Anforderungen, die nun durch geeignete Maßnahmen umgesetzt werden mussten. So fanden sich neben Generationen an Kabeln im gesamten Haus auch unterschiedlich alte Rohrleitungen. Auch die Technik wie die Traverse, die im Bühnenbereich Scheinwerfer oder Lautsprecher tragen muss, war alles andere als zeitgemäß und sicher, Brandschutztechnik außerdem so gut wie nicht vorhanden.

Glanz der 30er Jahre Das alles änderte sich durch den Umbau: Die Loge wurde umgebaut, es kam eine Brandmeldeanlage, der Keller wurde in ­einen Lagerraum für Kulissen verwandelt. Mit der Wiedereröffnung im Herbst 2018 ist die Modernisierungsmaßnahme – die umfassendste in der 90-jährigen Geschichte des Hauses - jedoch noch nicht abge­ schlossen.

stumpfen Winkel angehängte Seitenteile. Die Farbwechsel der Klinker, die zackenförmige Vermauerung oder die Lisenen mit Säulen weisen auf eine für die dama­ lige Zeit sehr moderne, expressionistische Architekturauffassung. 1996 schloss das Kino für immer. Seitdem wurde das ­Gebäude für Konzerte, Partys, Comedy, Kabarett und Musiktheater genutzt.

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Im Frühjahr 2019 startet der insgesamt vierte Bauabschnitt. Dabei wird nicht nur ein Aufzug, der vom Keller bis vor die Bühne führt, installiert, sondern auch die alte Lüftungsanlage erneuert. Dann sollte aber alles passen- und nach über 20 Jahren kann endlich die gesamte Bühne bespielt werden. Neben einem neuen Farbanstrich sticht den Besuchern wohl die Erneuerung des Herz­stückes – der legendären Sarotti-Theke im ­Foyer – am meisten ins Auge. Nicht nur technisch, sondern auch optisch wurde ordentlich aufgefrischt. So wurden die Messing­ elemente, die überall im Haus verbaut sind und in den letzten 90 Jahren eine Menge Patina angesetzt haben, aufgearbeitet und poliert. Damit erhält das Capitol den neuen alten Glanz aus den 1930er-Jahren zurück – als das Haus noch jung war und Kino die jüngste Massen­ attraktion.


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erbunden durch die Leidenschaft zum Handwerk fertigen wir seit 1963 Schlosserarbeiten. Neben Einzel- und Serienproduktionen von Neuteilen führen wir auch Restaurationen und Nachfertigungen zum Erhalt von Kulturgütern aus.

Freier GmbH & Co KG Häuserweg 54 76698 Ubstadt-Weiher Tel.: +49 (0) 7251 61891-0 info@schlosserei-freier.de www.schlosserei-freier.de Projektdaten Kulturstiftung Vorstand: Thorsten Riehle, Mannheim Bau- und Projektleitung: Bläß Ingenieure, Eberhard Eschbach, Viernheim Fertigstellung: 2018 Fotos: Julia Wütscher, Mannheim Ausführende Firmen u.a.: Metallbauarbeiten: Firma Freier GmbH, Ubstadt-Weiher

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Das Alte wird nie alt, es wird nur alt das Neue. Friedrich Rückert

Wir machen das neue Alte sichtbar und erlebbar. Denkmalpflege ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Durch bauen und sanieren im Bestand entstehen für die Region und das Land wichtige wirtschaftliche und technologische Impulse. „Kultur & Baudenkmal“ ist das Fachjournal für Denkmalschutz und Denkmalpflege, das viel Be­achtung findet, weil es interessante Einblicke in die Tätig­keiten von Ar­chitekten, Planern, Bauträgern, Investoren, Restaura­toren, Hand­werkern und ausführenden Unter­ nehmen gibt. Bauherr, Projektant und Koordinator auf der einen Seite, Ingenieure, Sonderfachleute, ausführende Unternehmen und Lieferanten auf der anderen Seite realisieren gemeinschaftlich große und bedeutende Projekte. Entsprechend der Größe und dem Aufwand sollen diese Projekte in unserem Fachmedium öffentlichkeitswirksam dokumentiert werden.

Formativ. Design und neue Medien Adalbert-Stifter Strasse 7/1 . 69214 Eppelheim . Tel. 06221-599 46 97 office@formativ.eu . www.formativ-design.de rg Baden-Württembe

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Baden-Württemberg

kultur& baudenkmal

Sanierung eines Jugendstilbades in Heidelberg Umbau und Sanierung der ehemaligen Villa Körbling in Speyer Römisch-katholisches Sakralgebäude Ulner Kapelle in Weinheim

Baden-Württemberg

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08.12.16 22:38


Neues Leben im alten Lokschuppen Nach umfangreicher Restaurierung und Sanierung erstrahlt der ehemalige Reichsbahn-Lokschuppen mit Werkstattgebäude aus dem Jahr 1876 in neuem Glanz.

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Lokschuppen Mannheim

Reichsbahn-Gebäude aus dem 19. Jahrhundert wird zur neuen Quartiersmitte

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ie Gebäude dienten der Bahn bis in die 1990er Jahre als Werkstätten, um Lokomotiven und Waggons zu reparieren. Das Areal ist heute durch die Umbauten zum neuen Zentrum des so genannten Glückstein-Quartiers geworden.

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Lange lag das gesamte Gelände brach, die alten Gebäude waren ungenutzt und schienen dem Verfall preisgegeben. Bürger hatten dafür gekämpft, dass die alten Gebäude unter Denkmalschutz ­ gestellt werden. Die neuen Eigentümer und Investoren entwickelten ein passendes Umbau- und Nutzungskonzept, das dem Bezirksbeirat Lindenhof und interes­ sierten Bürgern anschließend vorgestellt wurde. Die Erwerbergemeinschaft aus


den Investoren Dirk Kuchenbuch, Martin Köster und Architekt Matthias Jarcke, die die Bahngebäude aus rotem Sandstein 2014 von der Stadt erwarben, hauchten mit ihren Ideen den ehemaligen Bahngebäuden neues Leben ein. Nach Treffen mit Bürgern und mehreren Ortsbegehungen reiften verschiedene Pläne und Ideen. So sollte unter anderem ein Restaurant mit vorgelagertem Außen­bereich entstehen, für die erforderlichen Parkplätze wurde unter dem Platz eine Tiefgarage vor­ge­ sehen und eingeplant.

Moderne und aktive Nutzung Im Lokschuppen selbst planten die ­Erwerber von Anfang an, Büros für ihre beiden Unternehmen einzurichten. Matthias Jarcke betreibt in Mannheim ­ ein Architekturbüro, Dirk Kuchenbuch ist ­ Gesellschafter und Martin Köster Geschäftsführer der Mannheimer Firma Krücken Organic GmbH. Das Architektur­ büro Jarcke entwickelte in der Folgezeit für den Lokschuppen ein innovatives ­Bürokonzept, das sich mit dem offenen Hallencharakter auseinandersetzt und auch die historische Dachkonstruktion sichtbar lässt. Die Sanierung und der Umbau der historischen Gebäude beim

Lokschuppen wurden in enger Abstimmung mit der Denkmalschutz­ behörde vorgenommen: Das historische Holztragwerk, die großen grünen Tore, die drei Gleise, die durch das Gebäude führen

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Lokschuppen Mannheim

und auch die Grube, von der aus früher Wartungsarbeiten an den Loks durch­ geführt wurden, blieben erhalten.

Abriß nachträglicher Anbauten Als erstes wurde jedoch der nachträglich an den Lokschuppen angebaute, nicht denkmalgeschützte Flachdachanbau an der Südseite des Gebäudes abgebrochen.

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PR-Beitrag: XXX

Die zugemauerten Fensteröffnungen werden wieder geöffnet und die Fassade in Anlehnung an ihre ursprüngliche Form wieder hergestellt. Die eigentliche Sanierung der 52 Meter langen und 20 Meter breiten Halle begann im Frühjahr 2016. Im Herbst 2018 konnte dann die offizielle Eröffnung des restaurierten Lokschuppens in seiner neuen Funktion gefeiert werden. Entstanden ist durch das Architektur­büro, das eine inspirierende Umgebung für seine Kreativen suchte, ein beispielhaftes Projekt der Umnutzung historischer Bausubtanz. In der fast zweijährigen Bauzeit wurde das Sandstein-Mauerwerk und die Holzbalken vorsichtig gereinigt und konserviert. Teilweise wurde eine Zwischendecke eingezogen, wodurch sich in der hohen Halle 800 Quadratmeter Nutz­fläche ergaben, die Jarcke nun als Raum für sein ­Architekturbüro mit 20 Mit­arbeitern nutzt - eine Kreativwerkstatt im denkmalgeschützten Industriebau.

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Lokschuppen Mannheim

Hohe Ansprüche an den Umweltschutz und an energiesparendes, nachhaltiges Bauen wurden mit einem schlanken Technik­konzept erfüllt, das sich optimal in das fast 150 Jahre alte, denkmalgeschützte Bestandsgebäude integrieren ließ. Für thermischen Komfort sorgen eine gute Wärmedämmung der Dachkonstruktion mit Steinwolle sowie eine Perlite-Dämmschüttung für die Bodenplatte. Die prägnanten Fenster erhielten neue Zweifach-Wärmeschutzverglasun-

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gen oder zusätzliche Scheibenelemente, das durchgängige Oberlicht wurde ausgetauscht. Passive und energie­effiziente Maßnahmen sorgen zudem für thermische Behaglichkeit in den offen konzipierten Räumlichkeiten: etwa eine effektive Nachtlüftung zur Kühlung der Speichermassen im Sommer, eine zentrale Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung sowie eine Abluftbefeuchtung für eine energiesparende Kühlung. Die hier neu geschaffenen Arbeitsplätze und Meeting-Zonen sind als offener Working-Space harmonisch und spannungsvoll eingebettet in das industrielle Umfeld. Durch die innovativen Akustik­ lösungen und die flächige Verglasung der Fensternischen ist eine ruhige, konzentrierte Raumatmosphäre entstanden, die kaum durch Außengeräusche beeinträchtigt wird. Die transparente Giebelgestaltung taucht zudem den gesamten Raum in ein natürliches Licht.


Neues Quartier entstanden Noch vor zehn Jahren waren die beiden historischen Bahngebäude durch die viel befahrene Südtangente (B 36) vom Stadtteil Lindenhof abgetrennt. Durch die Verlegung der Βundesstraße ist diese Trennung nun aufgehoben. Auf den Grundstücken des Glückstein-Quartiers rundherum wuchsen in hohem Tempo Büro- und Wohngebäude empor, so auch das neue Technische Rathaus der Stadt. Mit der Umwandlung des Bahngeländes auf einem Gesamtareal von 330 000 Quadratmetern entstand quasi ein neues Stadtquartier direkt gegenüber dem Hauptbahnhof. Auch eine ehe­ m alige Schienenfahrzeughalle wird wieder aufgebaut. Sie musste der Fahrbahn der neuen Glücksteinallee weichen. Eine Bürger­ initiative aus dem Lindenhof hat das etwa 100 Quadratmeter große Gebäude aus Ziegeln und Sandstein sorgfältig dokumentiert, abgebaut und die Steine für den zukünftigen Wiederaufbau in Containern eingelagert. Die Stadt b ­ezeichnet den Erhalt des Lokschuppens als ein wichtiges Projekt für das Glückstein-Quartier. Immerhin gehören Lokschuppen und

Betriebswerkstatt zu den ältesten Teilen des Mannheimer Hauptbahnhofs, der zwischen 1872 und 1876 errichtet wurde. Projektdaten Bauherr: Jarcke Architekten, Mannheim K Quadrat GbR, Dirk Kuchenbuch, Mannheim Architekten: Jarcke Architekten, Mannheim Innenarchitekt: Jarcke Architekten Fertigstellung: 2018 Fotos: Hardy Müller, Frankenthal Planung: Jarcke Architekten Ausführende Fachfirmen u.a.: Kahl Büroeinrichtungen Mannheim Köster Lichtplanung, Frankfurt am Main RETROSolar Gesellschaft für Tageslichtsysteme Mbh, Kirn Parkettlieferant: Purnatur Holzprodukte Ruthard Männle e.K., Zell am Harmersbach Malerarbeiten: Hauck GmbH, Heidelberg Schlosserei- und Metalarbeiten: Klaus Hemmer, Ludwigshafen Dacharbeiten: Holzbau Damm, Heidelberg

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Ein Bericht von Dr.- Ing. Helmut Köster

Tageslichtplanung im Dialog mit der Architektur 2017/2018 wurde der ehemalige Lokschuppen mit mittigem Glasfirst aus dem Jahre 1878 vom Architekturbüro Jarcke saniert und wird nunmehr als eigens Planungsbüro genutzt. Wesentliches Element der Umplanung war die Lichttechnik der 350 m² großen Firstverglasung. Die Aufgabe war, eine aus­ reichende Tageslichtversorgung über Dach zu realisieren, ohne die A ­ rbeitsplätze zu blenden, zu überbelichten oder im Sommer zu überhitzen. Die Einstrahlungs­ leistung auf das Glasdach steigt in Sommertagen auf 315 KW stündlich an. Diese enorme sommerliche Heizleistung zu minimieren war eine Kernaufgabe in der technischen Gebäudekonzeption. Ziel war weniger die Auslegung der Kältetechnik, sondern eine Verhinderung der Innenraumaufheizung mittels passiver, reflektierender Maßnahmen. Diese komplexen Anforderungen wurden mittels der Lichtlenksysteme RETROLuxTherm der Firma RETROSolar in der äußeren Kavität der 3-Scheiben-Isoliervergla­ ­ sungen realisiert. Die 12mm breiten RETROLuxTherm ­Lamellen bestehen aus 0,2 mm glanz­

eloxiertem Reinstaluminium mit einer zusätzlichen PVD-Beschichtung. PVD ist eine im Hochvakuum aufgebrachte SiO2 Schicht zur Reflexionsverstärkung. Das Ergebnis ist eine Gesamtreflexion von 96 % zurück in den Himmel. Infolge der monoreflektiven Lichtum­ lenkung wird nur maximal 4 % der einfallenden Energie in der Kavität absorbiert und eine Aufheizung des Isolierglases ­sowie des Innenraumes verhindert. Die Außenscheibe ist in eisenarmen Glas ausgeführt mit hoher Lichtdurchlässigkeit und reduzierter Absorption. Dies ermöglicht die Sonne in den Himmel zurückzulenken, ohne den Glasverbund aufzuheizen. g-Werte von < 0,07 werden bei hochstehender Sonne realisiert. Nur 7 % der von außen auftreffender Strahlungsenergie wird primär als Licht zur natürlichen Raumausleuchtung in den Innenraum durchgelassen. Die Unterseite der Lichtlenkprofile ist matt weiß beschichtet, so dass nachts bei elektrischer Beleuchtung das Glasdach hell und freundlich erscheint. Die Sonnenauslenkung der Retrosysteme erfolgt also unter dem Gesichtspunkt des Schutzes vor Überhitzung, wobei primär

Köster Lichtplanung Integraldesign für Tageslicht und Kunstlicht Dr.- Ing. Helmut Köster Karl-Bieber Höhe 15 60437 Frankfurt am Main Tel. +49 (0) 69-5074640 info@koester-lichtplanung.de www.koester-lichtplanung.de

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die hohe Sommersonne und der Zenit reflektiert wird. Die Wintersonne kann zwischen den Lamellen eintreten und belebt den Innenraum. Im Planungsprozess wurde die gewünschte Durchsicht und die Effekte der Licht- und Schattenbildung im der Loftarchitektur mittels verschiedener Auslegungen der Systeme immer wieder durchgespielt. Die natürliche Innenraumausleuchtung erfolgt über den flachen Lichteinfall. Der ehemalige Lokschuppen ist heute ein positives Beispiel für eine behut­same Sanierung der großen Lichtöffnungsflächen im First: Die Balance zwischen Schutzfunktion vor Überhitzung einerseits, der erforderlichen Versorgungsfunktion mit natürlichem Tageslicht andererseits und die gewünschte Durchsicht, ist gelungen. Die trotz des Sonnenschutzes als sehr gut empfundene Transparenz, mit Durchblicksmomenten in den Himmel haben einen Innenraum im ambivalenten Dialog zwischen Rückzug und Offenheit mit Hellund Dunkelzonen geschaffen, der Stille vermittelt und die Möglichkeit bietet, die Sonne im Tagesgang über das gesamte Innenraumgefüge positiv zu erleben.

RETROSolar Gesellschaft für Tageslichtsysteme mbH Danzigerstr. 5 55606 Kirn Tel. +49 (0) 6752 - 9120 79 info@retrosolar.de www.retrosolar.de


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Projekt „Lokschuppen“ Mannheim Jarcke Architekten

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Geschäftsführer:

Bernd Holler Grafikdesigner St. ID Nr. 86037974253 Mitgliedder IHK Rhein-Neckar

Medienberatung, Grafik/Layout, Produktionsleitung:

Bernd Holler

Redaktion:

Jürgen Hildebrandt

Grafische Arbeit:

Nathalie Rogowski

Einzelverkaufspreis: bei Bestellung:

pro Exemplar 9,50 € + Versandkosten

Ab 5 Exemplaren bitte persönliches Angebot anfordern.

Ausgaben K&B 2016 bis 2019 online verfügbar unter: www.formativ-design.de

Buchpreis: 8,50 €

Metall in Form & Funktion

Buchpreis: 8,50 €

Buchpreis: 8,50 €

Baden-Württemberg

kultur& baudenkmal

Ausgeführte Arbeiten am Lokschuppen Mannheim: Es wurde eine raumhohe Stahlkonstruktion mit einer Glasabtrennung aus filigranen Profilen errichtet. So wurde eine Abgrenzung der beiden Büroräume zum Treppen- und Fahrstuhlbereich ermöglicht. Der Besprechungsraum erhielt die gleiche Konstruktion wie die Glaswand. Klaus Hemmer Metall-Technik Wredestraße 42 67059 Ludwigshafen Tel. +49 (0) 621 5119 53 hemmer@metall-technik.info www.metall-technik.info

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Sanierung eines Jugendstilbades in Heidelberg Umbau und Sanierung der ehemaligen Villa Körbling in Speyer Römisch-katholisches Sakralgebäude Ulner Kapelle in Weinheim

Baden-Württemberg

1 Umschlag_1_2016.indd 1

08.12.16 22:38

Alle Rechte vor­behalten: 2019  – Formativ. 69214 Eppelheim Nachdruck von Bildern und Artikeln, auch nur auszugs­weise, nur mit Genemigung des Verlages. Baden-Württemberg


Letzte

klassizistische Villa der Stadt aufgefrischt

Bumiller-Haus Mannheim

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Bumiller-Haus Mannheim

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ie letzte klassizistische Villa in Mannheim bekannt auch als „Bumiller-Haus“ wird seit über 40 Jahren von der ­Caritas genutzt. Nach einer umfassenden Renovierung erstrahlt das denkmalgeschützte Haus in neuem, alten Glanz.

Rund eine dreiviertel Million hat der Caritasverband Mannheim, seit 1977 ­ ­Eigentümer des Gebäudes, dafür in die Hand genommen, um zu modernisieren, zu renovieren und dabei auch das histo­ rische Aussehen wieder herzustellen.

An nichts gespart Die Villa wurde 1833/1834 gebaut und nach dem Tode des Erbauers von seiner Witwe Cäcilie Hortense Bumiller übernommen. Sie überschrieb das Haus bald ihrem Sohn Theodor. Dieser wohn­llerdings selbst nie darin, sondern te a überließ es wiederum seiner Mutter. Er selbst lebte als eine Art Weltenbummler, war mit der so genannten „kaiserlichen Schutztruppe“ in Ostafrika und unternahm w ­ eite Reisen in ferne Länder, von denen er zahlreiche Kunstgegenstände mitbrachte. In die Mannheimer Villa investierte er kräftig, unter anderem in aufwendiges Parkett mit Intarsien, Bodenmosaike oder Stuckdecken. Die ­ damaligen Wandvertäfelungen und die hohen Flügeltüren sind auch heute noch gut erhalten und bezeugen den repräsentativen Wohnstil des 19. Jahrhunderts.

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investiert werden, um das Balkentragwerk des Dachstuhls statisch zu ertüchtigen und das Dach neu einzudecken.

Aus der Originalzeit erhalten

Ehemaliges „Schiffkinderheim“ Bereits 1977/78 beim Erwerb des Hauses durch die Caritas wurde innen saniert und restauriert. Denn nachdem Theodor Bumillers Witwe das Haus der katho­ ­ lischen Kirche vermacht hatte, waren für die Nutzung als „Schiffkinderheim“ ­Decken abgehängt und empfindliche ­Böden mit Teppich belegt worden. Der Caritasverband Mannheim richtete ab 1978 im Gebäude eine Psychologische Beratungsstelle für Kinder und Familien ein. Diese ist dort bis heute dort unter­gebracht, im Hinterhaus – wo früher Ställe und Remisen waren- haben die Suchtbe­ratung und die Sozialpädagogische Familien­ hilfe der ­Caritas ihren Sitz.

Sanierung außen und innen Bei der nun erfolgten grundlegenden Sanierung wurde der Fokus außen vor

allem auf Dach und Fassade gelegt, um die historische Optik der Villa soweit wie möglich wieder herzustellen. Katrin ­Kettering, die das Projekt für ADS Architekten (Speyer und Mannheim) leitete, ließ daher unter anderem die ursprünglichen Fenstergrößen und -teilungen dem Original entsprechend einbauen. Vom Originalzustand existierte allerdings nur eine alte Schwarz/Weiß-Fotografie, was auch die Arbeiten an der Fassade zur Wiederherstellung des Ursprungszustandes erschwerte. In Abstimmung mit der Denkmalpflege und nach eingehenden Untersuchungen wie Kratzproben durch die Schichten, konnten schließlich Grund- und Oberputz der Fassade sowie der Anstrich nach dem erfolgten Befund neu aufgebracht werden. Die vorhandenen ­alten Holzklappläden wurden ebenso überarbeitet wie die Haustür. Ein Großteil der Bausumme musste allein in das Dach

Aus der originalen Bauzeit erhalten sind die verzierte Eingangstür und der Mosaikboden im Erdgeschoss sowie ­ Stuckdecken und Parkettböden im ersten Obergeschoss. Auch die Raumaufteilung ist unverändert. Ein neues Oberlicht im Treppenhaus lässt nun Tageslicht herein. Innen mussten vor allem die Sanitär­ räume erneuert werden. Alle Arbeiten wurden eng mit dem Fachbereich für Denkmalschutz abgestimmt. Im „prächtigsten“ Zimmer des Hauses, dem ehemaligen Salon im ersten Obergeschoss, trifft man sich heute zu Gruppengesprächen. Moderne Nutzung in einem großbürger­ lichen, historischen Ambiente.

Projektdaten Bauherr: Caritasverband Mannheim e.V. Vorstand Dr. Roman Nitsch, Abteilungsleiterin Frau Dr. Casper-Sottmann Architekt und Projektleitung: ADS Architekten Fertigstellung: 2018 Fotos: ADS Architekten, Shannen Konstanowicz Ausführende Firmen u.a.: Elektoinstallation: Elektro Bühler, Mannheim

Es wird Licht und wir sorgen dafür. Ausführung der kompletten Elektorinstallationen für ­ Um- und Neubauten, sowie Wartung elektrotechnischer Anlagen. Neuste Elektroinstallationen für den Wohnungs-, Gewerbe- und Industriebau, auf technisch neustem Stand. Auf Wunsch übernehmen wir neben der Ausführung auch die vollständige Elektroplanung.

Norbert und Christian Bühler GbR Kloppenheimerstr. 10 68239 Mannheim Tel. +49 (0) 0621 - 472749 Mobil: +49 (0) 171 631 7510 norbertbuehler@yahoo.de

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Eigenwerbung_KuB2016_combo.pdf

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24.02.18

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Nachhaltiger Wissenstransfer. Foto: Mario Scholz Bauschreinerei und Denkmalpflege

Know-how zwischen Handwerkern, Planern und Denkmalpfleger fördern.

www.formativ-design.de

Handwerkliche Restaurierung

Immaterielles Kulturgut

Handwerkliche Restaurierung ist in beson­derer Weise geeignet, die Gebrauchsfähigkeit historischer Gebäude und Objekte zu erhalten und ihre Nutzung zu ermöglichen.

Immaterielles Kulturgut sind lebendige, »nicht anfassbare « Bräuche, Darstellungen, Ausdrucksformen, aber auch handwerkliches Wissen und Können mit den dazugehörigen Werkzeugen.

Sie bewahrt wichtige historische Informationen über die Funktion von Objekten, sichert ihnen eine lange Lebensdauer und rechtfertigt Erhaltungskosten. Sie bewahrt nicht nur das materielle, sondern auch das immaterielle Kulturerbe durch Einüben und Praktizieren der handwerklichen Restaurierungs- und traditionellen Handwerkstechniken.

Mit der 2003 getroffenen und 2006 in Kraft getretenen UNESCO-Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes werden u. a. traditionelle Handwerkstechniken, -künste und -überlieferung als wesentliche Voraussetzung für die Entstehung des materiellen Kulturerbes anerkannt.

Aus- und Fortbildung im Handwerksbetrieb und im Fortbildungszentrum garantieren deren Weitergabe. Breite Anwendung der traditionellen Techniken wertet sie auf und macht sie zukunftsfähig.

Deutschland führt seit 2004 ein bundes­ weites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes, in das u. a. die Mal-, Fass- und Vergoldetechniken der Kirchenmaler auf­ genommen wurden.

Handwerkliche Restaurierung setzt innovative Methoden ein, belebt dadurch das traditionelle Handwerk und sichert dessen Fortbestand

Handwerkliche Restaurierung dient damit gleichermaßen der Erhaltung des materiellen wie des immateriellen Kulturerbes.

Quellennachweis: Zentralverband des Deutschen Handwerks

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Das MARCHIVUM

Stadtarchiv Mannheim zieht in ehemaligen Bunker

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Marchivum: We Im zweiten Weltkrieg bot der 1943 fertig gestellte, so genannte „Ochsenpfrech-Bunker“ Tausenden Bewohnern der Neckarstadt Mannheim Schutz vor den allierten Bombenangriffen. Selbst ein Volltreffer richtete keine gravierenden Schäden an, die fast 1,5 © Marchivum

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© Marchivum


Marchivum Mannheim

rtvolles sicher verwahrt Meter dicken Aussenmauern aus Hunderten Kubikmetern Stahl­ beton verhinderten Schlimmeres. Seit dem Frühjahr 2018 bietet das massive Gebäude nach aufwendigem Umbau und Aufstockung dem Archiv der Stadt eine neue Heimat.

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Marchivum Mannheim

Das neue, mit dem Kunstwort „Marchivum“ bezeichnete Gebäude vereint nun in sich gleichermaßen Bildung, Kultur und Forschung; es ist außen wie innen spektakulär. Zuvor war das Stadtarchiv in einem anderen innerstädtischen Bau eingerichtet, in dem es allerdings innerhalb kurzer Zeit zu zwei gravierenden Wasserschäden kam und man sich deshalb nach Alternativen umsehen musste. Der neue Standort in dem ehemaligen Bunker erschien nach längerer Suche dafür unter mehreren Gesichtspunkten ideal.

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Massiver Bunker idealer Standort Der Bunker war in den vergangenen Jahren immer in einem guten Zustand gehalten worden und hatte schon seit 2008 etliche Dokumente der Stadt beherbergt. Die raumklimatische Konstanz, eine der wichtigsten Eigenschaften eines Stadtarchivs, erreicht das massive Gebäude schon ohne aufwändige und energieintensive Technik. Das Thema Sicherheit ist eine weitere positive Grundeigenschaft dieses Bauwerks. Vor den Umbauten waren jedoch einige Hürden und Bedenken zu überwinden. Das Konzept konnte jedoch schließlich alle Beteiligten überzeugen und so beschloss 2014 der Gemeinderat der Stadt einstimmig, den Ochsenpferchbunker für 17 Millionen Euro umzubauen. Die Denkmalschutzbehörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigte nach einigen Diskussionen ebenfalls die Pläne. Im Frühjahr 2016


Zeitgemäße Heizungsund Lüftungstechnik

begann man mit den Umbauarbeiten, bei dem Eingriffe in den Bestand minimiert wurden. So war von Anfang an klar, keine Fensteröffnungen in die massiven Außenmauern zu brechen und die Grundstruktur des stabilen Bauwerks zu belassen.

Die Technikzentrale befindet sich im Untergeschoss, vom Verteilerraum aus wird das gesamte Gebäude mit Wärme, Kälte, Strom, Wasser und Frischluft versorgt. Vier separate und getrennt regelbare Lüftungsanlagen versorgen die einzelnen Stockwerke mit frischer Luft. Ist die Luft je nach Bedarf und Jahreszeit zu kalt oder zu warm, wird sie durch Heiz- bzw. Kühlregister aufgewärmt oder abgekühlt. Die Wärme der Abluft in den einzelnen Räumen wird über Wärmetauscher zurück gewonnen und so für die Erwärmung der Zuluft genutzt. Die so genannte „Fortluft“

wird dann aus dem Gebäude abgeführt. Die Wärme für die Heizung bezieht das Marchivum zu 60 % aus Abwasser, dessen Wärme über Wärmetauschermodule auf Wärmepumpen übertragen wird. Die restlichen 40 % des Heizenergiebedarfs werden mittels Fernwärme geliefert – eine moderne, energieeffiziente und Kosten senkende Lösung. Diese Technik lässt sich durch Umkehrung des Prozesses auch zur Kühlung einsetzen.

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Marchivum Mannheim

zur Stadtgeschichte sowie im ersten OG ein NS-Dokumentations­ zentrum neu ­geschaffen. Der heute sichtbare Fassaden­ aufbau des mächtigen Bauwerks ist mehrschalig, hinterlüftet und zum Teil bedruckt. Die in groben P ­ ixeln dargestellten Wolken auf der Fassade überspielen dabei transparente und opake­FlächenEinbauten und r­ eduzieren die Aufheizung des Scheiben­ z wischenraums am Tag. Nachts sind sie elementarer Bestandteil des Lichtkonzepts.

Bodentragfähigkeit erhöht Der Nutzung als Archiv standen jedoch bauseits zunächst weitere Schwierig­ keiten entgegen: So massiv die Gebäude­ hülle mit ihren dicken Außenmauern selbst auch ist, die eigentlichen Geschossdecken waren nur für Lasten von maximal 500 kg/m² - also für den Aufenthalt von Personen - ausgelegt. Zu wenig für die Installation schwerer Archiv- und Regalanlagen. Erst die Entfernung des vorhandenen Verbundestrichs ermöglichte eine statische Aufrüstung und die Unterbringung der gewünschten und geforderten Lasten. Der denkmalgeschützte Bunker soll aber in Zukunft nicht nur ein Archiv sein, ­sondern ein Ort der Begegnung. Dazu der Mannheimer Oberbürgermeister ­ Peter Kurz: „Es sollte weit mehr entstehen als ein Archiv – wir wollten einen Ort der Identitätsstiftung schaffen.“

Zwei Etagen aufgesetzt Für Büros, Lesesaal und Veranstaltungs­ räume wurden nach den Plänen des Mannheimer Architekten Andreas Schmucker dem wuchtigen Betonbau zwei helle, Licht durchflutete Stockwerke aufgesetzt. Die beiden aufgesetzten neuen Etagen setzen sich, wie auch die vorgenommenen Einbauten im Innern, deutlich vom historischen Zweck und Erbe ab, die Kontraste wurden bewusst und deutlich herausge­ arbeitet. Zusätzlich wurden im Erdgeschoß des Bunkergebäudes zwei Ausstellungsflächen für eine permanente Ausstellung

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Projektdaten Bauherr: GBG Mannheim Architekten: Schmucker und Partner Planungsgesellschaft mbH, Mannheim Fertigstellung: 2018 Fotos: Kathrin Schwab Ausführende Fachfirmen u.a.: Malerarbeiten, Fassade und Bodenbeschichtung: Heinrich Schmid GmbH und Co. KG, Mannheim Installation, Heizung, Lüftung, Sanitärarbeiten: HTS GmbH, Ludwigshafen Schlosserarbeiten: Gebr. Konrad GmbH, Böhl-Iggelheim Schreinerarbeiten: Herberth GmbH, Mannheim Dacharbeiten: softronic Haustechnik und Holzbau GmbH, Mannheim


PR-Beitrag: Maler Schmid Mannheim

Vielseitiges Leistungsspektrum Vielfältige, handwerklich und material­ technisch anspruchsvolle Aufgaben warteten beim Umbau des Ochsepferch­ bunkers, des „Marchivum“, auf die Mitarbeiter der Niederlassung Mannheim des Fachbe­triebes Heinrich Schmid. Klassische Malerarbeiten im Innen- und Außenbereich sind eigentlich das Kern­ geschäft des vor über 100 Jahren in Reutlingen gegründeten Familienunternehmens. Seitdem wurde die Leistungspalette kontinuierlich erweitert und das Unternehmen wandelte sich zum Komplettanbieter. Diese Vielseitigkeit ­ konnte auch bei dem „Marchivum“ unter Beweis gestellt werden.

Bodenbeschichtung Die Böden der Obergeschosse waren ­gemäß Auftrag mit einer Spachteltechnik in Betonoptik, dem so genannten „Loftlook“, herzustellen. Die vorbereitenden ­Arbeiten umfassten dabei das Kugelstrahlen der Betonflächen, den Einbau von Profilen für die Übergänge und die Grundierung. Darauf erfolgte eine ca. acht Millimeter starke, faserverstärkte Ausgleichspachtelung, bevor die zweite Grundierung aufgebracht werden konnte. Weiterer Schritt war eine mineralische ­Beschichtung. Hier

kommt es auf das „künstlerische Knowhow“ des Verar­ beiters an, denn jede Fläche - je nach Spachtelung, Auftragsstärke und „Handschrift“ des Ausführers – erhält ein ­anderes Aussehen, ist quasi Unikat. Den Abschluss bildete zum ein ­ Schutz der Oberfläche eine transparente Versiegelung. In den Archivräumen selbst und in den Fluren samt Stufen wurde eine rutschhemmende PU Verlaufs-Beschichtung, ebenfalls in mehreren Arbeits­ gängen, aufgebracht.

Arbeiten an der Fassade Bei der Fassade sollte der ursprüngliche Charakter erhalten bleiben. Daher war zunächst geplant, die oberen Anstrichschichten bis zur Putzoberfläche zu entschichten und anschließend zu lasieren. Leider wurde die Fassade durch eine andere Firma beschädigt, so dass diese ­ Variante ausschied. Nach ein paar aufwendigen Musterversuchen lag die Lösung der Fa. Schmid darin, die Farbschichten mit speziell geeignetem Bio-Abbeizer und Hochdruckreiniger, ohne die ursprüngliche Struktur des Putzes in Betonoptik zu beschädigen, restlos zu entschichten. Mit Spezialmörtel wurden die beschädigten Stellen modelliert, die Oberflächenstruktur angepasst und abschließend die

­ esamte Fassade mit Silikat-Betonschutzg farbe deckend beschichtet. Das Entschichten der faserarmierten, elastischen Farbbeschichtung war die Herausforderung an dem Projekt. Hier ­ wurden Auffangwannen für Schmutz­ wasser am Gerüst montiert, das Schmutzwasser aufgefangen, in speziellen Filteranlagen vor Ort gereinigt und fachgerecht entsorgt.

Die alte Farbbeschichtung sollte restlos Die Maler Ausbauer entfernt werden, wobei die historische Putz-Oberflächenstruktur erhalten bleiben sollte.

Das Ziel des Projekts, die historische Putzoberflächenstruktur zu erhalten und wieder herzustellen, ist im „Marchivum“ gelungen.

Rufen Sie uns an: 06221 335057

Heinrich Schmid

Heinrich GmbH & Co.&KG HeinrichSchmid Schmid GmbH Co. KG Im Breitspiel 11 I 69126 Heidelberg I heidelberg@heinrich-schmid

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Firmenprofile Marchivum Mannheim

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Firmenprofile Marchivum Mannheim

Holz wird durch uns erst schön. Unsere Firma ist ein traditionsreicher Familien­betrieb, der auf eine über hundertjährige Tätigkeit zurückblicken kann. Er ist aber von der Ausstattung und der Philosophie her konsequent auf die Zukunft ausgerichtet. ­Unser Ziel dabei ist es, modernste Fertigungs­methoden mit handwer­ klicher Perfektion zu verbinden.

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Firmenprofile Sattelkammer Schloss Heidelberg

Ausführender Planer und Handwerksfirma zum Projekt Sattelkammer Schloss-Heidelberg:

Ihr Fachingenieur für technische Gebäudeausrüstung Sattelkammer Heidelberger Schloss

Wandscheiben im inneren der Räume ganzjährig temperiert.

Bei dem historischen und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude wurde eine Kernsanierung der haustechnischen Anlagen geplant und durchgeführt. Hierbei handelt es sich um die alte Sattelkammer der Schlossanlage, welche in ein Bistro umgenutzt werden sollte.

Die Wärmeerzeugung erfolgt mittels Gas­ zentralheizungsanlage in Brennwerttechnik. Die Raumbeheizung wurde über Fußbodenheizung (FBH) realisiert, so dass dem archi­ te­ k tonischen Gesamtkonzept keine Stör­ faktoren entgegenstanden.

Die Schwierigkeit bei der Beheizung des Gebäudes bestand darin, den immensen Feuchtigkeitseindrang, bedingt durch die Hanglage und dem historischen Mauerwerk, ganzjährig gerecht zu werden. Hierfür wurden, zusätzlich zur Dränung der Wände sowie der Bodenplatte, die betroffenen

Bedingt durch den enormen Feutigkeitseintrag, musste der Deckenhohlraum über dem Gastrobereich mittels einer Entfeuchtungsanlage behandelt werden. Eine große Herausforderung bestand darin, die Küchentechnik sowie die RLT-Analgen in die sehr beengten Technikräume zu konstruieren.

Dies konnten wir mit Hilfe unserer 3D CAD-Software ­lösen. Gleichfalls mussten gemeinsam mit der Architektur ­Lösungen erarbeitet werden, um eine DIN-gerechte sowie lediglich dezent sichtbare Technik zu realisieren.

IfG GmbH & Co.KG Hammstraße 17 67227 Frankenthal Tel. +49 (0) 6233 220200 info@ifg-frankenthal.de

Maler Ausbauer Dienst

Kundenorientiertes Maler- und Ausbauhandwerk Die klassischen MalerBodenbeschichtungs­ arbeiten im Inneren,

Maler Ausbauer Dienstleister

­wurden beim Umbau und

der Renovation des Heidelberger Schlosses, speziell im Bereich der Sattelkammer vom Fachbetrieb Heinrich Schmid, Niederlassung Heidelberg, ausgeführt.Rufen Sie uns an: 06221 335057-0

Rufen Sie uns an: 06221 335057-0 Heinrich Schmid

Heinrich Schmid GmbH & Co. KG Im Breitspiel 11 69126 Heidelberg Tel.: +49 (0) 6221 335 0570 heidelberg@heinrich-schmid.de www.heinrich-schmid.de

Heinrich Schmid GmbH & Co. KG Im Breitspiel 11 I 69126 Heidelberg I heidelberg@heinrich-schmid.de I www.heinrich-schmid.de

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Heinrich Schmid


Fit fĂźr Ăźber

eine Million Besucher pro Jahr

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Sattelkammer Schloss Heidelberg

Schloss Heidelberg – Umbau der ehemaligen Sattelkammer

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ie zu einem Besucherbistro umgebaute ­historische Sattelkammer komplettiert die I­nfrastruktur des Heidelberger Schlosses. ­Zusammen mit dem angrenzenden, 2012 eröffneten Besucherzentrum finden die jährlich rund ­ 1,1 Millionen Touristen im Eingangsbereich des ­Heidelberger Schlosses nun alles rund um ­­ ihren Besuch.

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Das Schloss Heidelberg zählt zu den ­bedeutendsten Baudenkmälern BadenWürttembergs. Es ist weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt und bei Touristen aus aller Welt beliebt. In den vergangenen Jahren wurden umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt, um den Eingangsbereich vor dem Heidelberger Schloss neu zu strukturieren und damit die Voraussetzungen für ein zeitge­mäßes Besuchererlebnis zu schaffen. Neben dem neu gebauten Besucherzentrum, das die erforderliche Infrastruktur für die Touristenströme bereithält, wurde nun die so genannte Sattelkammer zu einem zeitgemäßen, modernen Bistro umgebaut. Die Sattelkammer war vermutlich ursprünglichen Teil des Befestigungswerks und wurde nach dem Dreißigjähri-


PR-Beitrag: XXX

gen Krieg als Stallung und Kutschenhaus genutzt. Mit seinen über zwei Meter ­ dicken Sandsteinmauern, den großen Fenster­öffnungen und einer Raumhöhe von neun Metern bietet das Gebäude eine imposante Hülle. Seit den 1980er Jahren war in dem Gebäude eine Cafeteria untergebracht, die jedoch nicht mehr den heutigen Ansprüchen gerecht wurde.

Angemessenes Ensemble in historisch sensibler Umgebung Das für die bauliche Betreuung des Schlosses Heidelberg zuständige Amt Mannheim und Heidelberg vom Landesbetrieb Vermögen und Bau BadenWürttemberg übertrug die gestalterische Planung des Gastronomie- und Außenbereichs dem Schweizer Architekt Max Dudler mit seinem Berliner Büro. Dieses hatte schon den Neubau des Besucherzentrums realisiert und ­dabei

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Sattelkammer Schloss Heidelberg

seine S ­ensibilität im Umgang mit der ­istorischen Umgebung unter Beweis h ­gestellt. Ziel war, dass für die Infrastruktur ein architektonisch einheitliches Ensemble entsteht, das dem Kulturdenkmal des Heidelberger Schlosses angemessen ist.

Modernes Bistro in historischem Ambiente Um die beeindruckende Höhe des ­Innenraums wieder sichtbar zu machen, wurden die Einbauten aus den 1980er Jahren entfernt und die drei Torbögen großflächig verglast. Eine dieser historischen Fensteröffnungen dient nun im Sommer als Theke für den „Imbiss-­ Straßenverkauf“. Der Terrazzoboden und das kanadische Kirschbaumholz, das bei den Möbeln und an einer Wand zum Einsatz kommt, unterstreichen in Kombi­ nation mit dem roten Bruchsteinmauerwerk die Einfachheit des Raumes. So entsteht ein durchaus gewollter, spannender Kontrast zwischen Alt und Neu. Bei der denkmalgerechten Renovierung der alten Sattelkammer spielte Wasser eine große Rolle, da es unzählige Quellen am Heidelberger Schlosshang gibt. So musste ein aufwendiges Drainage­s ystem zur Ableitung und Abdichtung entwickelt werden, dazu eine ent­ sprechende Beund Entlüftungsanlage. Diese fand, wie die notwendige Technik für die Gastro­ nomie, im turmartigen Anbau und in einer vorhandenen Mauernische Platz. Entstanden sind nach dem Umbau 40 Sitzplätze im Bistro-Innenbereich sowie nochmals 40 Plätze auf der Terrasse im Freien. Vom Gourmet-Restaurant bis zum Imbiss für Ausflügler steht jetzt im Schloss Heidelberg für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel ein angemessenes Angebot zur Verfügung.

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Projektdaten Bauherr und Projektleitung: Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Mannheim und Heidelberg Architekten: Max Dudler, Berlin Gesamtbaukosten: 2,2 € Fertigstellung: 2017 Fotos: Stefan Müller, Berlin Planung: IFG Ingenieur Gesellschaft für Gebäudetechnik GmbH & Co. KG, Frankenthal Ausführende Fachfirmen u.a.: Maler-, Putz-, Trockenbau: Heinrich Schmid GmbH & Co. KG Heidelberg


PR-Beitrag: XXX

Sanierung als

Herzensangelegenheit 45


Backhaus und Uhrenturm Forchtenberg

Ehemaliges Backhaus mit historischem Glockenturm Das „Brunnentorhaus“ im baden-württembergischen Forchtenberg ist ein Paradebeispiel für das erfolgreiche Engagement privater Investoren beim Erhalt historischer Substanz.

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D

as markante Gebäude mit ­Glockenturmaufsatz am Orts­eingang der Gemeinde wurde 1838 unter Verwendung von Bauteilen eines Vorgängerbaus aus dem 16. Jahrhundert als ­Gemeindebackhaus mit ­massivem Erdgeschoss und Fachwerk­ obergeschossen errichtet.

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Backhaus und Uhrenturm Forchtenberg

Privater Erwerb Der Backhaustorturm befindet sich heute in Privateigentum, denn 2012 erwarb Rolf Krämer, Unternehmer in der Spielzeugbranche, das Gebäude von seiner Heimatstadt Forchtenberg im Hohenlohekreis. In der Folge investierte er viel Zeit, Herzblut und Geld. Für ihn war es „eine Sache des Herzens, weniger eine rationale“, die ihn zu diesem außergewöhnlichen und

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nicht alltäglichen Engagement bewog. Allerdings holte ihn die Realität schnell ­ ein, der Zustand des Gebäudes war nur als „schlecht“ zu bezeichnen: Morsche ­Balken, zugemauerte Fenster und Türen. In der Folge sanierten und restaurierten unter Anleitung des Architekturbüros Erich Kalis, Künzelsau, über vier Jahre zahlreiche Fachfirmen aller Gewerke das

­ebäude mit dem Anspruch, dessen G ­historisches Aussehen möglichst originalgetreu wieder herzustellen.

Ehemaliges Brunnentor Bauherr, Architekt und Fachhandwerker fanden in der Gebäudegruppe im Bereich des ehemaligen Brunnentors ein


reiches Betätigungsfeld. Das eigentliche „Brunnentor“ war wegen Baufälligkeit zwar schon 1830 beseitigt worden, auf dessen baulichem Rest wurde jedoch danach ein turmartiges Bauteil in Fachwerk mit einem Dachreiter errichtet, an dem man die zuvor am Tor befindliche Uhr sowie deren Glocke anbrachte. Einige Jahre später erbaute man direkt anschließend das Gemeindebackhaus; im Erdgeschoss befinden sich noch heute zwei gemauerte Backöfen, die im Zuge der Restaurierungsarbeiten neu aufgebaut wurden.

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Ganzes Ensemble Dieses Backhaus war wiederum 1869 um einen kleinen zweistöckigen Anbau erweitert worden. Sowohl als trennendes, als auch verbindendes Glied des gesamten Ensembles wurde im Zuge der grundlegenden Sanierungsmaßnahmen hier ein gläsernes Treppenhaus neu eingebaut. Noch bis 2011 war die Backstube jeweils an wechselnde Pächter vermietet, für ­deren Zwecke das Innere des Back­hauses vor allem in den 1950er-Jahren ohne Rücksicht auf Alter und Charakter des Hauses mehrfach „modernisiert“ worden war. Nachdem das Haus nicht mehr verpachtet werden konnte, verkaufte die Stadt es an Rolf Krämer, der mit einer sowohl behutsamen, als auch grund­ legenden Sanierung startete. Im Inneren wurden zunächst alle Veränderungen der 50erJahre zurück gebaut. Soweit wie mög-

lich wurden die Böden, die Fenster, das bröckelnde Mauerwerk sowie ­ marodes Holzwerk repariert und instand gesetzt. Zu ersetzende Teile wurden in gleicher Materialität und handwerklicher Technik ausgeführt – immer in Absprache mit der zuständigen Denkmalbehörde.

Turmuhr aus dem 15. Jahrhundert Der Clou und gewissermaßen das ­„I-Tüpfelchen“ war das Wiederauffinden der historischen Turmuhr, von der Teile des schmiedeeisernen Werks vermutlich schon aus dem 14. Jahrhundert stammen. Sie war bis 1976 im Backhausturm eingebaut, ehe umfassende Reparaturmaßnahmen nötig wurden. Um das historische Räderwerk nicht durch den Einbau eines

elektrischen Triebwerks zu beschädigen, wurde vom damaligen Stadtrat beschlossen, sie ein­zulagern. An ihrer Stelle wurde eine elektrisch betriebene Uhr eingebaut. Als das Original 2012 in einem städtischen Archivgebäude wieder entdeckt wurde, waren im ehemaligen Uhrenturm nur ­ noch die ­Ziffernblätter, einige Gewichte und Teile des Zeigerwerks vorhanden. Das historische Uhrwerk wurde nun von der Fachfirma Dürr (Rothenburg o. d. Tauber), nach Entfernung der „Patina“ per Trockeneisverfahren, ­omplett restauriert und wieder in Funktion gebracht. Das Werk wurde ergänzt mit einem elektrischen Aufzug, ­ speziell für schmiedeeiserne Turmuhren, sowie reversibel ohne einen Eingriff in die Originalsubstanz.

Sanierung gelungen Im Rahmen von Stadtführungen ist sie seit erfolgtem (und erfolgreichen) ­Abschluss der Sanierungsarbeiten zu ­ besichtigen. Alle 14 Tage wird zudem in der Backstube wieder Brot gebacken. Laut dem Bauherrn ist „dank aller Handwerker, Unternehmen, Experten und Helfer, die unermüdlich mit mir klopften, meißelten, sägten, das Backhäusle nun ein Schmuckstück und Kulturdenkmal geworden“. Die Denkmalstiftung Baden- Württemberg honorierte diese Anstrengungen mit der Verleihung des Denkmalpreises 2018. Projektdaten Bauherr: Rolf Krämer, Forchtenberg Projektleitung: Rolf Krämer Architekt: Erich Kalis, Künzelsau Fertigstellung: 2017 Fotos: Rolf Krämer Ausführende Firmen u.a.: Restaurierung der Turmuhr: Fachfirma Dürr Turmuhren und Glocken GmbH, Rothenburg ob. der Tauber Restaurator im Mauerhandwerk: Dengel Bau, Schöntal-Berlichingen Stuckateur- & Malerarbeiten: Eckhard Sogl GmbH, Forchtenberg Restaurierung: Roman Legner M. A., Bad Mergentheim Planung und Ausführung Elektrotechnik: Leitlein Elektrotechnik, Forchtenberg Archivrecherchen: Andreas Volk Archivar, Kupferzell

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PR-Beitrag: DÜRR Turmuhren & Glocken

Experten für Zeitmessung Die Fachfirma Dürr (Rothenburg o.d. Tauber) ist seit 1885 Spezialist für Turmuhrenbau, Feinmechanik, Glockenanlagen, Läutetechnik und denkmalgerechte Restaurierung mechanischer Uhren. Speziell die Restaurierung historischer Turmuhren erfordert hohe Fachkenntnis und meisterliche handwerkliche Fähigkeiten.

So wurde im Backhaus und Uhrenturm Forchtenberg von diesem Unter­nehmen das historische Uhrwerk komplett restauriert, ergänzt und wieder in ­ Funktion gebracht. Der Name Dürr steht für zuverlässige, detailreiche Handarbeit. Die Restaurie­ rung historischer Unikate, für die man Teile originalgetreu in der eigenen Manufaktur restauriert oder neu anfertigt, stellt dabei nur einen Teilbereich der ange­ botenen Leistungen dar. Auch für die E ­ ntwicklung und den Einbau moderner Läutetechnik sowie Uhrwerkssteuerung für moderne oder auch historische Uhren ist das ­Unternehmen überregional bekannt.

Das Komplettangebot umfasst unter anderem: •• Restaurierung von mechanischen (historischen) Turmuhren •• Neue Turmuhrenanlagen mit Funkhauptuhren •• Restaurierung und Neuanfertigung von Zifferblättern und Zeigern •• Sanierung von Glockenläuteanlagen •• Herstellung und Montage von neuen Glockenstühlen aus Holz •• Elektrische Läuteanlagen mit elektronischen Läutemaschinen sowie •• Glockenspiele (Bronzeglocke, Porzellanglocken) So wurde im Jahr 2016 die komplette G lockenläuteanlage der bekannten ­ Theatinerkirche in München saniert, ­ mit einem neuen Glockenstuhl, neuen Holzjochen, neuen Klöppeln und Läute­ maschinen. Ein Projekt des Jahres 2019 ist die Reaktivierung der mechanischen Turmuhr im Dom zu Paderborn.

DÜRR Turmuhren & Glocken GmbH Am Igelsbach 8 91541 Rothenburg ob der Tauber Tel. +49 (0) 9861 86293 info@turmuhren.de www.turmuhren.de

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Firmenprofile zum Backhaus und Uhrenturm Forchtenberg

Ganzheitliche Lösungen aus einer Hand. Sanierung am Backhaus und Uhrenturm in Forchtenberg:

wollen wir das Wissen um alte Techniken nicht in ­Vergessenheit geraten lassen, sondern bemühen uns um den historisch korrekten Erhalt mit, wenn möglich, den historisch passenden Materialien.

Innenrenovierung: Wände und Decken Dämmputz, Kalkputz, Farbanstrich mit Keim Mineralfarben. Aussenrenovierung: Gerüstarbeiten, Fachwerk Putz mit Keim Kalkputz, Balken und Putz mit Keim Mineralfarben gestrichen.

Eckhard Sogl GmbH Stuckateur- & Malergeschäft Schöntaler Straße 34 74670 Forchtenberg Tel. +49 (0) 79 47 3 29 info@sogl-stuckateur.de www.sogl-stuckateur.de

Eines unserer Ziele ist es, immer höchste Qualität abzuliefern. Der Bereich Denkmalschutz und Sanierung ist uns ein wichtiges Thema, um diese ­erhalten zu können,

G

lücklich ist der, welcher bei der denkmalgeschützten Altbausanierung auf noch vorhandenes historisches Planma­terial zurückgreifen kann. Doch was ist, wenn solches Planma­terial fehlt? Hier können Recherchen zur Bau- und Besitzergeschichte weiterhelfen.

Über 20 Jahre Erfahrung in der Restaurierung und Denkmalpflege Leistungen: Befunduntersuchungen und Schadensgutachten, Konservierung und Restaurierung, Restaurierungskonzepte, Naturwissenschaftliche Untersuchungen und Analysen, Fachspezifische Beratung und Erstellung von Leistungsverzeichnissen, Laserund Spezialreinigung

Massenermittlung und Kostenschätzungen, Wartung und Monitoring Restaurierung Legner Roman Legner M.A Graf – Taube – Str. 1 97980 Bad Mergentheim Tel. +49 (0) 7931-961 4750 mail@restaurierung-legner.de www.restaurierung-legner.de

Planung und Aus­führung aller Elektro­installationen: im Backhaus und Uhren­turm Forchtenberg. Leitlein Elektrotechnik GmbH & Co. KG Mühlweg 20 74670 Forchtenberg Tel. +49 (0) 7947 2075 leitlein@t-online.de www.leitlein.com

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Wer hat welchen G ­ ebäudeteil wann genutzt? W ­ arum wurde hier eine Wand durchgezogen? Warum wurde hier ein Durchbruch gemacht. Nur wer detailgenau die frühere Nutzung eines Gebäudes kennt, kann dessen Vergangenheit auch be­urteilen. Hier helfen alte Güter­bücher, Feuerversicherungsbücher, Baudiarien, ­Bauschau­protokolle

Archiv recherchen

und ähnliches. Ich führe solche Recherchen durch und erstelle aussagekräftige Gebäude- und Hausgeschichten. Andreas Volk freiberuflicher Archivpfleger und Heimathistoriker

Künzelsauer Straße 1 74635 Kupferzell Mobil: 0151 291 280 81 info@volk-archivdienstleistungen.de www.volk-archivdienstleistungen.de


PR-Beitrag: XXX

Oase mitten in der GroĂ&#x;stadt

Der Botanische Garten in Karlsruhe


Gasthof Krone Botanischer Garten Kirchzarten Karlsruhe

N

Nach aufwändiger und umfangreicher

Sanierung der Schaugewächs­

häuser ist der Botanische Garten Karlsruhe mitten in der Stadt wieder als Gesamt­ ensemble mit Orangerie und Staatlicher Kunsthalle erlebbar und als Anziehungspunkt für die Besucher attraktiver denn je.

Der Botanische Garten wurde Anfang des 19. Jahrhunderts unter Markgraf K ­ arl Friedrich angelegt. Er erhielt durch den badischen Baudirektor Heinrich Hübsch in den Jahren 1853 bis 1857 neue ­Pflanzenund Gewächshäuser und w ­ urde wegen seines vielfältigen Pflanzen­bestandes als wichtige wissenschaftliche Institution deutschlandweit anerkannt. Bis heute schätzen die Karlsruher ihren mitten in der Stadt gelegenen Botanischen Garten als Oase der Ruhe.

Umfangreiche Sanierungs­arbeiten nach historischem Vorbild Bisher waren die Schaugewächshäuser durch den vereinfachten Wiederaufbau nach dem Krieg sowie durch weitere Umbauten für die Bundesgartenschau 1967 geprägt. In mehreren Bauabschnitten hat das Amt Karlsruhe vom Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg die drei historischen Schaugewächshäuser in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege saniert. Als erstes wurde das Kalthaus, das auch die Kakteensammlung beherbergte zum 300jährigen Stadtjubiläum von Karlsruhe im Jahr 2017 fertiggestellt. Anschließend folgten das Palmen- und das Tropenhaus. Anhand umfangreicher Quellen aus dem Generallandesarchiv inklusive der Bau- und auch Umbaupläne aus dem­ 19. Jahrhundert wurden sowohl die Archi­ tektur als auch die Bepflanzung der Schau­gewächshäuser so weit wie möglich wieder sichtbar gemacht. Die Maßnahmen umfassten die Sanierung der Eisenkonstruktion und der Natursteinwände, die Erneuerung der Verglasungen und die Restaurierung der Figuren an der Außenfassade.

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PR-Beitrag: XXX

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Botanischer Garten Karlsruhe

Gartenkultur trifft zeitgenössische Kunst Auch die neue Gestaltung der Bepflanzung nimmt Vorlagen und Inventare aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Ausgangspunkt. Die Pflanzen in den Glashäusern orientieren sich nicht zuletzt an einem sehr detailierten Führer durch den Botanischen Garten aus dem Jahr 1888. Mit den sanierten Schaugewächshäusern und ihrer Bepflanzung verfügt Karlsruhe nun über ein herausragendes Monument der Gartenkultur. Die von Licht durch­

fluteten Bauten aus Metall und Glas sind heute nicht nur ein Ort exotischer Vegetation, sondern auch ein Ort für zeit­ genössische Kunst. Die Staatliche Aka­ demie der Bildenden Künste Karlsruhe nutzt die während des Sommers im Kalthaus durch das Ausräumen der Kübelpflanzen der ­Orangeriekultur und Frühjahrsblüher frei werdende Fläche für ihre Jahresausstellung der Bildhauer­klassen.

Projektdaten Bauherr und Projektleitung: Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe Nutzer: Staatliche Schlösser und Gärten ­Baden-Württem­berg Denkmalkonzept: Prof. Dr. Hartmut Troll Innenanlage: helleckes landschaftsarchitektur Gebäudesanierung: architekturbüro ruser+partner mbb Fertigstellung: 2018 Fotos: © Atelier Dirk Altenkirch

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helleckes landschaftsarchitektur Stephanienstraße 15 76133 Karlsruhe

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Beletage im Schloss Bruchsal

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Beletage im Schloss Bruchsal

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Beletage im Schloss Bruchsal

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ehr als siebzig Jahre nach der Zerstörung eines großen Teils des Schlosses Bruchsal wurden mit der Wiedereröffnung der Beletage dessen Wiederaufbau und Restaurierung abgeschlossen. Das vom Speyrer Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn ab 1722 errichtete Schloss Bruchsal wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. Die ä ­ußere Hülle und die Innenräume einschließ­ lich des berühmten Treppenhauses von Balthasar Neumann waren bereits seit ­ den 1970er Jahren vollendet worden. Ausgerechnet in der „guten Stube“, der Beletage im Mitteltrakt, herrschte bisher nüchterne Zweckmäßigkeit. Dort, wo sich einst die Wohn- und Schlafräume der jeweiligen Fürstbischöfe befanden, waren in der Nachkriegszeit Ausstellungsräume für das badische Landesmuseum entstanden. Nun hat das zuständige Amt Karlsruhe des Landesbetriebs Vermögen und Bau BadenWürttemberg die ursprüngliche Raum­folge der Beletage wieder hergestellt, wie sie bis zur Zerstörung im Jahre 1945 bestand. Ausgehend vom historischen Grundriss

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wurden die Ausstellungssäle wieder in die vier Wohnappartements der Fürstbischöfe umgewandelt.

Fotos als Zeitzeugen Der Umbau in die historische, kleinteilige Struktur mit insgesamt 17 Räumen ­erfolgte in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Neben den originalen Plänen aus der Erbauungszeit des Schlosses bildeten Foto­grafien aus den 1870er Jahren bis aus der Zeit kurz vor der Zerstörung die Grundlage für die Rekonstruktion der Prunkräume. Sie gaben wertvolle Hinweise für die Gestaltung der Stuckelemente an den Wandund Deckenflächen, der raum­hohen Türelemente und der Ofennischen, aber auch für die Ausstattung der Räume.


den Türen, historische Öfen, Uhren und Porzellane. Jedes der Stücke könnte eine eigene Geschichte erzählen, wie es – ­teilweise auch über Umwege - zurück nach Bruchsal kam. Denn Etliches wurde in den Kriegs- und Nachkriegswirren verstreut. So ersteigerte das Land Baden-Württemberg zum Beispiel auf einer Auktion in Paris im Jahr 2009 zwei Konsoltischchen, die aus dem Schloss stammten.

Eintauchen in das Leben am Hofe Das originale, in den Räumen befindliche wertvolle Kunst- und Kulturgut war glücklicherweise schon vor der Bombardierung ausgelagert worden und entging so der Zerstörung.

Die Tapisserien, Möbel, Gemälde und Porzellane wurden von den Staatlichen Schlössern und Gärten über mehrere Jahre aufwändig restauriert, damit sie an ihren ursprünglichen Aufstellungsort zurückkehren konnten. Zu sehen sind heute etwa 350 Kunstobjekte, darunter Tapisserien, nahezu alle Gemälde über

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Beletage im Schloss Bruchsal

Kein Geringerer als Yves Saint Laurent hatte sie zwischenzeitlich besessen. Heute lässt sich kaum erahnen, welch ­ oft jahrelange und mühevolle Recherche­ arbeit hinter der Wiederherstellung der ­Beletage steht. Nun können die Besucher auf rund 1000 Quadratmetern das „originale“ Ambiente der Barock- und Rokoko-Epoche bestaunen. Wie Zeitreisende tauchen sie in das Leben am Hofe der Fürstbischöfe und der Markgräfin Amalie von Baden als ehe­ malige Nutzer und Eigentümer ein.

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Projektdaten Bauherr und Projektleitung: Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe Projektleitung und Architekt: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe, Frau Claudia Reisch HLS Planung: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe, Herr Matthias Weber und Herr Tobias Weber Fertigstellung: 2018 Fotos: © Atelier Dirk Altenkirch


Historisches Erbe erhalten

Herrendorment Nord des Klosters Maulbronn

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Herrendormet Nord Kloster Maulbronn

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ie 1147 gegründete ehemalige Zisterzienser­ abtei Maulbronn gilt als die am vollständigsten erhaltene mittel­alterliche Klosteranlage nördlich der Alpen und wurde 1993 von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerbestätten auf­genommen

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Das Kloster wurde im Zuge der Reformation 1556 in eine evangelische Internatsschule umgewandelt und wird bis heute als so genanntes Evangelisches Seminar kontinuierlich genutzt. Schon Hermann Hesse und weitere bekannte Persönlichkeiten gingen hier zur Schule. Die ­gesamte Klosteranlage befindet sich im Eigentum des Landes Baden-Württemberg und wird durch ein eigenes Baubüro permanent betreut.

Herrendorment Nord Das so genannte Herrendorment, ­(ur­sprünglich Schlaf ­bereich der ­Herren­­­­m önche, heute Unterrichts- und ­A rbeits­r äume des Seminars), wurde im Frühjahr 2018 nach vierjähriger ­ Umund Ausbauzeit fertig gestellt. Es bildet den vorläufigen Abschluss der Umbaumaßnahmen für das ev. Seminar.

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Herrendormet Nord Kloster Maulbronn

Neben der B ­ehebung vorgefundener gravierender Schäden an der Tragkonstruktion war in dem Sandsteingebäude die Haustechnik zu erneuern, der Brandschutz zu verbessern und zumindest in Teil­ bereichen Barrierefreiheit herzu­ stellen. Mit dem Bau der weitläufigen ­Halle mit der heutigen Bezeichnung ­„Großer ­Keller“ wurde den Aufzeichnungen nach bereits um 1150 begonnen. Die Säulen und ­ Kapitelle lassen darauf schließen, dass für den Raum ursprünglich eine ­repräsentative Nutzung vorgesehen war. Direkt unter dem Fußboden verläuft der Fluss Salzach, die an dieser Stelle verdolt ist. Vielleicht wegen der dadurch immer latent vorhandenen Feuchtigkeit entschieden die Mönche wohl noch während der Bau­ ­ arbeiten, den Raum doch nicht höher­wertig auszubauen.

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So ist der mittelalterliche „Rohbau­ zustand“ bis heute erhalten g ­ eblieben. Die Sanierungsarbeiten u ­ mfassten sämtliche Schul- und Internatsräume, in dem nach dem Ausbau nun doppelt so viele Schüler wie vorher untergebracht werden können. Im Erdgeschoss mit ­seinem mittelalterlichen Gewölbe ­wurde ein neuer zentraler Eingangsbereich ­geschaffen, verbunden mit einer neuen, durchgängigen Vertikalerschließung per Aufzug und Treppe.

Frühe Erweiterung Bereits Ende des 13. Jahrhunderts erfolgten im Herrendorment Erweiterungen des Baus nach Norden und Westen. Das Dachtragwerk stammt ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert und überspannte damals freitragend das Gebäude über die gesamte Breite. Bewegungen der Außenwände führten jedoch in der Folgezeit immer wieder zu einer Destabilisierung des Dachtragwerks, das daher durch diverse Provisorien gesichert werden musste.

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Herrendormet Nord Kloster Maulbronn

gestalterisch vom historischen Bestand absetzen, sondern reversibel sind, also in späterer Zeit ohne Substanzverlust ­wieder entfernt werden können. So w ­ urde zum Beispiel bei den Wandober­flächen die Elektroinstallation so konzipiert, dass keine Schlitze und sonstigen, die Bau­ substanz schädigenden Eingriffe vorgenommen werden mussten. Auch die Führung der Leitungen über­wiegend im Deckenhohlraum oder frei vor der Wand Einbauten stehende Installationen und ­ folgten diesem Ziel.

Zeitweiser Umzug erforderlich

Ein Schwerpunkt der aktuellen Sanierung war also, den Dachstuhl zu erhalten und grundsätzlich die Standfestigkeit des Gebäudes wieder herzustellen. Hierzu wurde die Lastabtragung vom Dach bis in den Baugrund neu gestaltet. Bei ­allen Baumaßnahmen auf dem gesamten Klostergelände mit seinen unterschiedlichen Bauten wurden die überkom­menen Raumstrukturen und Oberflächen so weit wie möglich erhalten. Wenn bauliche oder vor allem technische Ergänzungen erforderlich waren, wurden jeweils Lösungen gesucht und gewählt, die sich nicht nur

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Die gesamten umfangreichen Sanierungsarbeiten konnten wegen der gravierenden Eingriffe in die Bausubstanz nur in geräumtem Zustand durchgeführt werden, die Schüler mussten also innerhalb der ­Anlage für diesen Zeitraum umziehen. Im ersten Schritt wurden dann nicht erhaltenswerte Wand- und Deckenverkleidungen, Fußböden sowie weitere Einbauten aus den 1970er-Jahren entfernt. Auch durch die ­ Verlagerung der bisher dort untergebrachten Technikzentrale in den ehemaligen Küchenbau entstand im Erdgeschoss nun wieder eine repräsentative Eingangshalle, die auch für Besucher geöffnet ist. Von hier aus kann man wie durch ein Schaufenster einen Blick in das mittelalterliche Gewölbe des „Großen Kellers“ werfen.


Firmenprofile Kloster Maulbronn Projektdaten Bauherr und Projektleitung: Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Pforzheim Architekt: Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Pforzheim Planung und Schadstoffuntersuchung: GHJ Ingenieur Gesellschaft Karslruhe Ausführende Firmen u.a.: Restaurierung Naturstein: Betzold + Maak, Hinternah Natursteinarbeiten: Nüthen Restaurierungen, Erfurt Befunderhebung und Konservierung von Putz und Malerei: Böke & Fritz, Eppingen Holzbau: Holzwerkstätten Thomae, Römhild Bodenbelag: bug Raumausstattung, Neulingen Fertigstellung: 2018 Fotos: © Atelier Dirk Altenkirch

Ingenieurbüro für Geo- und Umwelttechnik Unser Leistungsspektrum umfasst alle

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und Umwelttechnik blickt auf eine über

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fachlichem Niveau zu bearbeiten.

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GHJ Ingenieurgesellschaft für Geo- und Umwelttechnik mbH & Co. KG Am Hubengut 4 76149 Karlsruhe Tel. +49 (0)721 / 9 78 35 – 0 office@ghj.de www.ghj.de

Restauratorische Befunderhebung des Maulbronner Dorment Nord Im Zuge der Sanierung des Dorment Nord, führte die Restaurierungswerkstatt BÖKE & FRITZ eine Befunderhebung der

Dachgeschoß, Musikzimmer, Nordwand. Digitale Nachstellung/Veranschaulichung eines Befundes zur Graubänderung um die spätgotischen Spitzbogenfenster (Phase 2, vmtl.17.Jh.).

Innenräume durch. Im Zusammenwirken mit der Archäo­ logie und der Bauforschung ließen ­sich ­interessante Hinweise zu zahlreichen Dekorationsphasen ermitteln (siehe Abbildung). Sie dokumentieren die wechselhafte Bau- und Gestaltungsgeschichte von der Romanik bis ins 20.Jh.

Dipl. Restaurator (FH) für Wandmalerei und Architekturdekoration Ekkehard Fritz St.-Valentin-Str. 5 75031 Eppingen Tel. +49 (0) 7262 6019 777 mail@boeke-fritz.de www.boeke-fritz.de

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Firmenprofile Kloster Maulbronn

Nüthen Restaurierungen – im Dienste der Erhaltung und Pflege historischer Werte Das Herrendorment Nord im Kloster Maulbronn Im Herrendorment des Klosters Maulbronn hatte das Denkmalpflegeunternehmen aus Erfurt 2016 eine Kombination aus nötigen Umbauten für aktuelle Nutzungszwecke, bei gleichzeitiger Bewahrung der Ästhetik und Funktionalität der historischen Bausubstanz zu leisten. Mittelpunkt der Natursteinarbeiten war ein romanisches Sandsteinportal im Kellergewölbe, dessen Bogen, für einen ­ größeren Durchgang, nach oben hin versetzt werden sollte. Hierzu mussten unsachgemäße Altergänzungen aus

­ementmörtel oberhalb des Torbogens Z ausgestemmt, der Bogen mit Hilfe einer Holzlehre zunächst gestützt und schließlich in eine höhere Lage versetzt werden. Das Füllmauerwerk konnte anschließend mit authentischen Materialien eine Erneuerung erfahren. Die zusätzlich nötigen Sandsteinquader für das Gewände, konnten direkt vor Ort, im klostereigenen Steinbruch, gewonnen werden. Eine Besonderheit, die der Praxis auf einer mittelalterlichen Steinmetzbaustelle – wortwörtlich – so nahe wie möglich kam. Die Oberflächenbearbeitung des Materials folgte dabei ebenfalls streng den Vorgaben der Entstehungszeit.

Auf gleiche Art und Weise konnte ein wände rekonstruiert und dabei Gratge­ dessen ursprüngliche Form und statische Funktion, als Kreuzungspunkt und Lastauf­ nahme für die darüber liegenden Tonnen­ gewölbe, wiederhergestellt werden.

Nüthen Restaurierungen GmbH + Co. KG Anton-Lucius-Straße 14 99085 Erfurt Tel. +49 (0) 361 65471-0 mail@nuethen.de www.nuethen.de

Damit Vergangenheit Zukunft hat ...

Holzwerkstätten Thomae

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Gleichamberg Neuer Weg 14 98630 Römhild derHolzbau Restau­ra­· Restaurierung historischer ·Ausführung Zimmerei und tionen am Herrendorment · Wohnholzhäuser Holzkonstruktionen Nord Kloster Maulbronn: · Dacheindeckungen · Schreinerei & Innenausbau Statische Ertüchtigung des Dachtragwerkes mit Zerr- und Kehlbalkenlage und Entlastung der Gewölbe durch Einbau e ­ iner neuen Tragkonstruktion. Zimmermannsmäßige E ­ rtüchtigung der historischen Hölzer der Decken­ balken- und Sparren­lage. Weiterhin die Eindeckung der Dachfläche mit Handstrichziegeln im Kloster­format, gemischt aus Bestands- und neuen

Die Zimmerleute aus Gleichamberg

Steinrestaurierungsarbeiten am Laiendorment und Herrendorment Nord betzold + maak GmbH & Co.KG BauManufaktur Waldauer Berg 7 98553 Nahetal-Waldau Tel. +49 (0) 36841 553575 info@betzold-maak.de www.betzold-maak.de

Statische Ertüchtigung der Kreuzgrat­gewölben im großen Keller.

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Ziegeln. Einbau von maß­ gefertigten Rauchabzugsfenstern, um den modernen brandschutz ­technischen und hohen denkmalschutz­ rechtlichen Ansprüchen gerecht zu werden.

Holzwerkstätten Thomae GmbH & Co.KG Gleichamberg Neuer Weg 14 98630 Römhild Tel. +49 (0) 36875 676-0 info@holzbau-thomae.de


Klosterarkaden Bad Schussenried

Das beeindruckende oberschwäbische Baudenkmal wurde aufwendig instand gesetzt und dauerhaft gesichert.


Klosterarkaden Bad Schussenried

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PR-Beitrag: XXX

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ie barocken Klosterarkaden im ober­schwäb­ischen Bad Schussenried erscheinen nach Abschluss ­einer rund zwei Jahre dauernden Sanierungs­maßnahme wieder in ihrer b ­ auzeitlich barocken Urform.

Das imposante Bauwerk mit seinen etwa 150 Metern Länge ist Teil des schon 1183 gegründeten Prämonstratenserklosters Schussenried und bildet zusammen mit diesem ein historisches Ensemble. Die Klosterarkaden wurden zwischen 1738 und 1743 im Zuge einer Neukonzeption unter der Leitung von Dominikus Zimmermann in der Form eines gedeckten, ­offenen Säulengangs erbaut, um die Gartenanlage abzuschließen und das Gelände nach außen abzugrenzen. Die Ausgestaltung der Wandelgänge auf halbrundem und halbelliptischem Grundriss nimmt Bezug zum symmetrisch entworfenen Konventsbau.

Bewegte Geschichte

und stark in Mitleidenschaft gezogen. Nachdem das Hüttenwerk zunächst stillgelegt und dann abgebrochen worden war, wurden die Arkaden nicht mehr genutzt. In Folge der bewegten Geschichte erfuhr der fünf Meter tiefe und bis zum First ca. sieben Meter hohe Wandelgang verschiedene unsachgemäß ausgeführte Umbauarbeiten, die die Statik des Gebäudes beeinträchtigt haben. Bei den Voruntersuchungen zur aktuellen Sanierungs­ maßnahme stellten sich jedoch die unzureichende Gründung und die fehlende Queraussteifung als Haupt­ ursache für die extreme Schrägstellung der Umfassungswände und Pfeiler sowie für die erheblichen Schäden im Mauerwerk heraus.

Sichtbare Konstruktion zur Substanzsicherung Das für die Sanierung zuständige Amt Ulm des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg erarbeitete in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege ein Sanierungs­ konzept bei dem die Arkaden mit einer aussteifenden Stahlkonstruktion statisch gesichert werden. Die sichtbaren Stahlrahmen mit eigenen Fundamenten und die schubsteifen Deckenscheiben stabilisieren das ­Gebäude und verhindern dessen weiteren Verfall.

Nach der Säkularisation und Aufhebung des Klosters 1803 errichtete der württem­bergische Staat im Jahr 1840 auf dem angrenzenden Gelände ein Hüttenwerk („Wilhelmshütte“). Dabei wurden die ­ Arkaden in die Nutzung integriert

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Klosterarkaden Bad Schussenried

Das gesamte Gebäude erhielt einen neuen Putz, lediglich in einem vor Witterung geschützten Raum konnte der Originalputz als Zeitdokument belassen werden.

chert das Ensemble des Klosters in Bad ­ chussenried und macht dieses zu einem S attraktiven Besuchermagnet im Herzen von Oberschwaben.

Schäden im Bereich des Daches Im gesamten Dachtragwerk wurde vor Beginn der Arbeiten starker Schädlingsbefall vorgefunden, der zu einer erheblichen Substanzschädigung geführt hatte. Darüber hinaus war die tragende und ­ aussteifende Konstruktion durch verschiedene Einflüsse stark angegriffen und die vorhandenen Ziegel der Dachein­ deckung wiesen starke Schäden auf. ­Angesichts dieses Schadensbilds umfasste die Sanierungsmaßnahme auch die Instandsetzung und statische Ertüchtigung des Dachtragwerks sowie die Erneuerung der Dacheindeckung. Die strenge Geometrie der Stahlkon­ struktion bildet einen starken Kontrast zum schiefen historischen Bestand, bei dem die Schrägstellung der Außenmauern bis zu 29 Zentimeter beträgt. Das in vielen Abschnitten total zerrüttete Mauerwerk wurde mit kraftschlüssigen Vernadel­ungen und Zugankern sowie Klebe­ injektionen dauerhaft gesichert.

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Besuchermagnet an Oberschwäbischer Barockstraße Mit der nun abgeschlossenen Baumaßnahme wurden die Klosterarkaden unter höchstmöglicher Schonung der Bausubstanz instandgesetzt und konserviert. Der Erhalt des bedeutenden Kulturdenkmals berei-

Projektdaten Bauherr und Projektleitung: Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ulm Projektleiterin und Fotos: Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ulm, Hilde Betz Planung und Bauleitung: Planungsbüro für Architektur-und Denkmalpflege, Peter Lukaschek, Jürgen Zimmermann, Bad Schussenried Tragwerksplanung: Barthel & Maus Beratende Ingenieure GmbH, München Fertigstellung: 2017 Ausführende Fachfirmen u.a.: Putz-, Stuck- und Malerarbeiten: Haussmann GmbH & Co. KG, Weingarten Elektorinstallation: Rehm GmbH, Oggelhausen


PR-Beitrag: Hausmann GmbH Arkade angrenzenden Gelände der Gartenanlage das schwäbische Hüttenwerk Wilhelmshütte bauen. Jedoch kam es nicht zur Vollendung der Hüttenwerke. Fortan wurde das Bauwerk nicht mehr genutzt. Dennoch wuchs das Kloster Schussenried. Um die Struktur und die Historie zu erhalten, wurde entschieden, dass die heute unter Denkmalschutz stehenden Arkaden, einer Sanierung unterzogen werden sollen. Das Land Baden-Württemberg stellte hierfür 2.5 Millionen Euro bereit. Weitere Fördermittel in Höhe

Sie liefern die Wünsche, wir erwecken sie zum Leben Evangelische Stadtkirche Ravensburg Die 2016 und 2017 von mlw architekten morent l lutz l winterkorn GbR im Bau überwachte, westlich des Marienplatz gelegene, evangelische Stadtkirche Ravensburg blickt auf eine einzigartige historische Vergangenheit zurück. Die einst von den sich 1633 in der Reichsstadt niederlassenden Bettelmönchen aus Dinkelsbühl als Karmeliterkloster mit angrenzendem Konventgebäude errichtete und im Laufe der Geschichte von nunmehr fünf Bauphasen geprägte, heutige Stadtkirche, vereint auf einzigartige Weise die religionsübergreifende Ökumene. So wurde bei der aktuellen Sanierung der 1436 vollendete Kreuzgang, welcher 1860 im Zuge des neogotischen Umbaus verschüttet wurde, wieder freigelegt, um Fläche für sanitäre Räumlichkeiten zu schaffen. Mit offenem Gemäuer und moderner Architektur verbindet dieser ehemalige Kreuzgang die heutige Kirche mit dem Gebäude des Landgerichts Ravensburg, welches im ehemaligen Konventgebäude untergebracht ist. Das evangelisch geprägte Bauwerk beherbergte bis 1806 in einzigartiger Weise nur durch einen „Lettner“ getrennt, über 250 Jahre im Kirchenschiff die evangelische Kirchengemeinde und zeitgleich im Chorraum die Katholische. Die in verschiedenen Bauphasen in die Klosteranlage integrierten Kapellen wohlhabender Bürger der Stadtgeschichte sowie der von 1842-44 erbaute höchste Turm der Stadt Ravensburg, zeichnen das heutige Bild der evangelischen Stadtkirche. Diese Integration angebauter Bauwerke erklären die unterschiedliche Baustruktur, welche sich von schlichten, nahezu mystischen, großen und dunkel wirkenden Flächen im Kirchenschiff, zu Kreuz- und Netzgewölben in den Seitenschiffen der fünf ehemaligen, separaten Kapellen zieht.

Die aktuelle Renovierung gliedert sich in zwei Bauabschnitte, welche sich bisher auf 3,4 Mio Euro beziffern. Der Renovierung gingen insgesamt sechs Jahre an Planung voraus. Bei der Reduzierung auf ein mittelalterliches Bild im Jahre 1965 erfolgte nur eine Teilsanierung des Daches. Dies führte zu einer ungeplanten Erweiterung der aktuellen Renovierungsmaßnahmen in Höhe von ca. 700.000 Euro. Die Firma HAUSSMANN begleitete im ersten Bauabschnitt die Arbeiten an der denkmalgeschützten Fassade im Gewerk “Putz und Maler”. Hierbei wurde auf ca. 3.500 qm Reinkalkputz des Herstellers KEIM unter besonderer Sicherung der wertvollen Kunstglasfenster und der Sandstein-Abbildungen, die von weiteren Unternehmen ebenfalls saniert wurden, aufgebracht. Anschließend wurden sie mit mineralischer, silikonfreier Farbe, gemäß den Auflagen zum Denkmalschutz, überstrichen. In diesem Jahr soll der zweite Bauabschnitt, die Renovierung des Innenraumes und ein behindertengerechter Umbau, abgeschlossen werden.

Klosterarkaden Bad Schussenried Die Klosterarkade in Bad Schussenried ist wohl eines der prächtigsten und eindrucksvollsten Bauten im Bodenseeraum. Zwischen 1738 und 1743 wurde das etwa 150 Meter lange Bauwerk erbaut und gehörte zum ehemaligen Prämonstratenserkloster Schussenried. Heute noch begrenzt die Klosterarkade einige Teile des Klosterareals. Die Arkaden wurden wenige Jahre nach dem eigentlichen Kloster gebaut und dienten als gedeckter, offener Säulengang. Der württembergische Staat ließ 1840, nach der Säkularisation, auf dem vor der

von 500.000 Euro stellte der Bund zur Verfügung. Die örtliche Firma HAUSSMANN führte über ein gesamtes Jahr (Frühjahr 2016 - Frühjahr 2017) sämtliche Putz- und Stuckarbeiten an der Klosterarkade durch. HAUSSMANN gelang es durch mühevolle, fachgerechte Handarbeit, die durch die Jahre brüchig gewordene Fassade vollkommen zu sanieren und somit einen Teil der Historik zu erhalten. Die größte Herausforderung bestand darin, die etwa 340 Meter lange Front durch ausschließliche und präzise Handarbeit, mit Stuckgesimsen zu beziehen. Sämtliche Sanierungsarbeiten erstreckten sich über einen Zeitraum von zwei Jahren (2015-2017). Die 150 Meter lange Arkade erstrahlt wieder in vollkommener Pracht und lädt zahlreiche Besucher nach Bad Schussenried ein.

Haussmann GmbH & Co.KG Riedstr. 3 88250 Weingarten Tel. +49 (0) 751 / 56181-0 post@haussmann-gmbh.com www.haussmann-handwerk.de

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PR-Beitrag: Heinrich Firmenprofile: Klosterarkaden Schmid GmbH Bad Schussenried & Co. KG

Wir gratulieren zur Sanierung der Klosterarkaden in Bad Schussenried Das Spektrum umfasst zudem Spezial­gebiete wie: •• Brückenbau •• Glaskonstruktionen •• Kunststoffkonstruktionen •• Historische Bauten •• Brandschutztechnische Nachweise •• Fliegende Bauten •• Typenprüfungen •• Windenergieanlagen

Wir, die LGA, sind über 230 engagierte Ingenieure, Techniker und Verwaltungsmitarbeiter an 23 Standorten. Wir beschäftigen über 150 hochqualifizierte Ingenieure an acht Prüfämtern für Standsicherheit in Bayern, die für alle drei Fachrichtungen zugelassen sind:

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•• Metallbau •• Holzbau •• Massivbau Zu ihren Aufgaben gehören die Prüfung von Sicherheitsnachweisen und Konstruktionsplänen, die stichprobenartige Überwachung auf der Baustelle und die Erstellung von Gutachten.

LGA Landesgewerbeanstalt Bayern Körperschaft des öffentlichen Rechts Prüfamt für Standsicherheit Augsburg Konrad-Adenauer-Allee 49 86150 Augsburg lga@lga.de www.lga.de


Ulmer GlĂźcksfall

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Städtisches Haus in Ulm

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örg Schmitz, Architekt in Ulm hat aus einem

Nachlass einen mittel­ alterlichen Gebäude­ komplex in der Büchsengasse erworben und vor seinem endgültigen Zerfall gerettet. Ein Glücksfall für dieses Kulturdenkmal, das eines der wenigen Häuser in der Innenstadt ist, das im zweiten Weltkrieg unzerstört geblieben ist.

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PR-Beitrag: XXX

Altstadthaus aus dem 15. Jahrhundert wieder bewohnbar gemacht

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Städtisches Haus in Ulm

Die Sanierungsaufgabe des hochka­ rätigen Baudenkmals war sowohl für den Bauherrn, Dr. Dieter Benz, als auch für den Architekten eine ungewöhnlich große Herausforderung. Allein das hohe finanzielle Engagement setzte Mut voraus, dieses Gebäude, das man nur noch als „ruinös“ bezeichnen konnte“ in Angriff zu nehmen. Mehr als ein halbes Jahrhundert war das Fachwerkhaus mit zwei Vollgeschossen über dem stein­ ernen Erdgeschoss unbewohnt dem Verfall preisgegeben. Den zwischenzeitlichen

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Versuch einer Modernisierung hatte das zuständige Bauamt 1970 wegen zu massiver Eingriffe in den Bestand beendet. Die ehemalige, nun ohne Erben verstorbene Eigentümerin ließ das Gebäude seitdem ungenutzt, was zum ruinösen Verfall des Gebäudes beigetragen hat..

Wechselvolle Geschichte Bauforschungen brachten erstmals Licht in die Geschichte des Anwesens: Die Holzkonstruktion des Hinterhauses geht auf das 1408 zurück, Vorderhaus und Seitengebäude wurden um 1618/19 errichtet, das Hinterhaus umgebaut. Weitere Umbauphasen erfolgten im 18. bzw. im 19. Jahrhundert. Befunde aus verschiedenen Epochen, von spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Farbresten über Stuck und barocke Treppengeländer, Fliesenböden und Be-

schläge zeugen von einer wechselvollen Geschichte und diversen Nutzungen. In Abstimmung mit den Denkmalbehörden fanden Bauherr und ­A rchitekt ein überzeugendes Konzept zur Wiederbelebung; mit Ladennutzung im Erdgeschoss sowie Büros und Wohnen in den oberen Stockwerken.

– so die Begründung der Denkmal­stiftung Baden-Württemberg für die Auszeichnung der gelungenen Sanierung mit dem Denkmalpreis 2018.

Reparaturen und Ergänzungen erfolgten in der knapp zweijährigen Bauzeit mit „überdurchschnittlicher Sorgfalt, handwerklicher und restauratorischer Qualität“

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„Alles, was irgendwie ging, wurde erhalten“, so der Architekt. Wie bei den Fachwerkbalken, dem Putz aus der Bauzeit, der nur partiell ausgebessert wurde oder auch oder auch die Bohlenwände, Dielenböden sowie Wand- und Deckentäfer aus Holz. Die historischen Bauherren waren vermutlich recht betucht, denn die Balken im Vorderhaus aus dem 17. Jahrhundert sind mit Malachit, gemahlener Halbedelstein farblich grün gefaßt. Vor allem an den Fassaden wurden die historischen Befunde zur Rekonstruktion genutzt, so auch bei den Fenstern an der Haupt­ ansicht

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zur Büchsengasse, die in der Form des­ 17. Jahrhunderts wieder hergestellt w urden. An den teilweise bereits zer­ störten Hof-Fassaden wurden arkadenartige Bögen wieder sichtbar gemacht und das ursprüngliche Fachwerk mit einer kräftigen Rotfassung des Holzes versehen. Neue Elemente wie das Schaufenster im Erdgeschoss, neue Treppenaufgänge und Geländer sowie zeitgemäße Bad- und Sanitärinstallationen in den Wohnungen wurden dagegen bewusst in moderner Formensprache gestaltet. Auch so soll deutlich erkennbar bleiben, was alt und was neu ist. Ein echter Glücksfall für den Denkmalschutz – nicht nur in Ulm und um Ulm herum.

© Martin Duckek

© Martin Duckek

© Martin Duckek

Moderne Neunutzung im Denkmal

Projektdaten Bauherr: Dieter Benz, Ulm Architekt und Projektleitung: Jörg Schmitz, Ulm Fertigstellung: 2018 Fotos: Jörg Schmitz, Ulm Fotos: Martin Duckek, Ulm Ausführende Fachfirmen u.a.: Zimmerarbeiten: Eberhardt und Walter GmbH, Ulm Steinmetzarbeiten: Weber Naturstein, Ulm Spenglerarbeiten und Blechbearbeitung: Gökelmann GmbH, Altheim Schreinerarbeiten: Schreinerei Schuler, Rechtenstein Treppenbau: Günter Weiss, Ulm


PR-Beitrag: Weber Naturstein Erbach

Nachhaltigkeit im Fokus Weber Naturstein (Erbach b. Ulm) ist ein mittelständisches Handwerksunternehmen, das nun schon dritten Generation ausschließlich mit Naturstein in all seinen Ausprägungen und Formen arbeitet. Naturstein ist in der gesamten menschlichen Kulturgeschichte ein „Material für die Ewigkeit“ und damit im b ­ esten Sinne nachhaltig. Das Erbacher Fachunternehmen führt sämtliche Natursteinarbeiten aus und ist S ­ pezialist für historische Gebäude und die Restaurierung von Kulturdenkmälern. Dazu ­ge­hören Aufnahme und Untersuchung vorhandener Schäden sowie die komplette Konzeption mit Aufmass, Aufriss, Werk- und Konstruktionszeichnungen sowie die Anfertigung von Schablonen. Dokumentation und Ausführung der ­Arbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Denkmalämtern. Im denkmalgeschützten Haus in der Ulmer Büchsengasse wurden von der Fa. Weber Naturstein umfangreiche Natursteinar-

beiten durchgeführt, unter anderem eine Treppe aus frostfestem Jurakalk aus dem Altmühltal. D ­ ieses Material wurde auch für die Podeste und den Brunnen im Hof, vom Block verar­beitet, verwendet. Die technische Heraus­ forderung bestand darin, über dem Tonnen­gewölbe der Kellertreppe eine Blockstufentreppe e ­ inzubauen. Die Lösung bestand aus einem in Vor-Ort-Montage eingefügten Leiterrahmen, der als statisch stabiles Auflager dient und die Kräfte über vorher bestimmte Punkte ins Mauer­werk ableitet. Der Pflasterbelag im Hof wurde ebenfalls von Weber Naturstein bearbeitet- mit Quarzit-­ Abbruchpflaster aus dem Magdeburger Raum. Belagsflächen im Hinterhof wurden aus großformatigen Juraplatten im freien ­Verband hergestellt; verwendet wurden hier historische Bruchplatten mit einer Stärke von 8 – 10 cm, deren Oberfläche abgenutzt und mit G ­ ebrauchspatina behaftet war. Auch ein

Brunnen wurde nach historischem Vorbild entworfen und ebenfalls mit dem Juramaterial in der eigenen Werkstatt hergestellt. Zusätzlich wurden auch in Innenräumen Natursteinbeläge eingebaut, unter anderem aus sand­ gestrahltem Krensheimer Muschelkalk, verlegt im römischen Verband. Die Form des römischen Verbands ist für historische Bauten optimal, weil die Wände oft nicht rechtwinklig verlaufen und man das durch ­diese Verlegeart am besten egalisieren kann.

Weber Naturstein Erbach Daimlerstraße 8 89155 Erbach Tel. +49 (0) 73 05 96 63-0 info@weberstein.de www.weberstein.de

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PR-Beitrag: Gökelmann GmbH

Traditionelle Handwerkskunst und innovative Technik

D

er gekonnte Einsatz traditioneller Handwerkskunst in Verbindung mit innovativen Herstellungstechniken ermöglicht sowohl effiziente als auch qualitativ hochstehende und ästhetisch ansprechende Lösungen.

Mit diesem Anspruch ist das Unter­ nehmen Gökelmann (Altheim/Alb nahe Ulm) seit seiner Gründung im Jahr 2005 mittlerweile zu einem gefragten und angesehenen Meisterbetrieb herange­ wachsen und behauptet eine Sonder­ stellung im regionalen Spenglerhandwerk. Mit Traditionsbewusstsein und Innovationskraft steht das Unter­nehmen nicht nur für erstklassige Lösungen, sondern auch für Zuverlässigkeit beim Kunden. Ob Neubau, Modernisierung, Sanierung oder Denkmalpflege, mit maßgeschneiderten Lösungen aus Alumi­ nium-, Stahl- und Kupferblech kann der moderne Betrieb seinen Kunden jeweils individuell passende Lösungen bieten.

Die wichtigsten Prinzipien hierbei: •• umfassende Beratung •• qualitativ hochstehende Lösungen •• effiziente Umsetzung •• Pflege der Tradition und Handwerkskunst •• Nutzung innovativer Produkte, Verfahren und Techniken •• Qualitätssicherung durch permanente Aus- und Weiterbildung •• professionelle Koordination der Baustellen Im und am denkmalgeschützten Haus in der Ulmer Büchsengasse wurden vom Fachbetrieb Gökelmann unter anderem folgende Arbeiten ausgeführt: •• Kaminverwahrung und Bekleidung sowie Kaminabdeckung mit Wetterschutzhaube •• Gaubendach in Kupfer mit Doppelstehfalzeindeckung •• Dachentwässerung, ebenfalls in Kupfer mit vorgehängten Dachrinnen, Rinnenkessel sowie Gliederbögen und Regenfallleitungen •• Dachkehlen, Traufbleche, Ortgang­bleche sowie Nocken als Seitenanschluss an aufgehenden Wänden •• Dachterrassenabdichtung mit An- und Abschluss­ blechen aus Kupfer •• Kupfer-Simsbleche an allen Fenster­bänken.

Gökelmann GmbH Lerchenweg 24 89174 Altheim/Alb Tel. +49 (0) 7340 91 99 781 mail@goekelmann-blech.de www.goekelmann-blech.de


PR-Beitrag: Eberhardt &PR-Beitrag: Walter GmbH XXX

Spezialgebiet Holzbau und Restaurierung

D

as Unternehmen Eberhardt und

Bei der Sanierung des denkmalgeschützten

Ein Problem beim Dach war unter anderem,

Walter, Ulm, bietet fachgerechte

Hauses in der Ulmer Büchsengasse war man

dass das Nachbarhaus direkt angebaut ist und

vielfältig tätig. Zunächst musste das Gebäude,

daher keine Möglichkeit für die Auf­ stellung

Leistungen auf dem Sektor Holzbau und Restaurierung. Die Geschäftsführer, beide Zimmermeister verfügen dazu über ein breit gefächertes Wissen und weit­

da teilweise akut einsturzgefährdet, gesichert

­ ösung: ­eines Dachgerüsts vorhanden war. Die L

werden. So war eine Wand im Innnenhof ab-

Das Unternehmen bohrte kleine Löcher durch

gesackt; diese wurde hydraulisch angehoben

die Traufmauer und installierte ein nach innen

und saniert.

verankertes Holz-Traufgerüst. Im gesamten Ge-

reichende Praxiserfahrungen.

Folgende Arbeiten werden von dem motivierten Team unter anderem ausgeführt:

•• Sämtliche Holzarbeiten, insbesondere Fachwerk •• Maurerarbeiten •• energetische Dachsanierung •• Malerarbeiten, speziell auf Fachwerk •• Innenausbau: Trockenbau und Dielung sowie Überarbeitung von Täfer •• Bodenlegearbeiten aus und in Holz

bäude wurden keine Winkel oder StahlverbinDer historische Bestand wurde danach freige-

der eingesetzt, alle Arbeiten wurden denkmal-

legt. Dazu wurden nicht passende Einbauten

gerecht mit Holzverbindungen durchgeführt.

zurück gebaut, Tapeten und Putz vorsichtig entfernt. Bauteile wurden gesichert, dokumentiert, beschriftet und teilweise längere Zeit eingelagert. Die Wände - typisch für mittel­ alterliche Bauten – standen in den jeweiligen Stockwerken versetzt und nicht übereinander, oft nur auf der Dielung. So wurden aus statischen Gründen Deckenbalken im Bestand einge­

Eberhardt & Walter GmbH Haldenweg 14 Tel. +49 (0) 731 / 145 39070 post@eundw-bau.de www. eundw-bau.de

zogen oder ersetzt, Sparren im Dachstuhl ­wurden aus demselben Grund verlängert.

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Firmenprofile zum Städtischen Haus Ulm

Ihr Schreiner und Fensterbauer seit 1853 für Restaurierungen aller Art

D

er Standort unserer Schreinerei umgeben von Natur und Wald verführen einen geradezu dazu, Holz zu verarbeiten. Das tun wir mit Freude seit vielen Generationen in unserer aus Massivholzverarbeitung ausgerichteten Werkstatt. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen unsere Kunden. Unsere Auf­gabe ist es, Ihre Wünsche zu erkennen und für Sie die besten gestalterischen und funktionalen Lösungen zu finden. So individuell wie unsere Kunden sind auch unsere Arbeiten, dabei Eigenwerbung_KuB2016_combo.pdf

1

stehen Langlebigkeit, gute handwerkliche Arbeit mit Kreativität und Sorgfalt im Vordergrund. Wer über eine Altbausanierung nachdenkt, sollte hierbei auf einen Fach­ betrieb zurückgreifen, der die nötige Qualifikation und die entsprechende Erfahrung mitbringt. Unsere Firma ist auf Restaurierungen spezialisiert und kann Ihnen helfen Ihre Wünsche umzusetzen. 24.02.18

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Foto: Mario Scholz Bauschreinerei und Denkmalpflege

Nachhaltiger Wissenstransfer.

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Know-how zwischen Handwerkern, Planern und Denkmalpfleger fördern.

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Stadtbildprägend: Chor der Ev. Stadtkirche am südlichen Marienplatz

Geschichtsträchtiges Bauwerk:

Die Evangelische Stadtkirche Ravensburg 87


Evangelische Stadtkirche Ravensburg

Sanierung der Evangelischen Stadtkirche Ravensburg

D

ie historische Mitte der ober­schwäbischen „Stadt der Türme“ wird in mehreren Abschnitten nach und nach komplett saniert und restauriert

Mit dem Bau der Stadtkirche am Rande des zentralen Marienplatzes in Ravensburg wurde schon 1344 begonnen. Ursprünglich diente es als Kloster für Mönche des Karmeliter-Bettelordens. Das imposante Bauwerk wurde, obwohl zu der Zeit noch nicht fertig, im Jahr 1349 eingeweiht. Durch umfangreiche Spenden ortsansässiger Patrizierfamilien

konnte das Gotteshaus schon bald und mehrfach erweitert ­werden. So wurden in den Jahren 1404 und 1448 gestiftete Kapellen dem Bauwerk angeschlossen, weitere kamen 1452 mit der AllerheiligenKapelle und 1461 mit der Kapelle der „Handels­gesellschaft“ hinzu. 1483 wurde eine ­weitere Grabkapelle hinzugefügt, zuletzt die St. Anna Kapelle im Jahr 1508. © Friedrich Haussmann GmbH & Co. KG Weingarten

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Barrierearmer Zugang vom Marienplatz © FreiraumSüd, Ravensburg

Barrierearmer Zugang vom Marienplatz © FreiraumSüd, Ravensburg

Bewegte Geschichte und neue Nutzer nach der Reformation

Ablesbare Epochen der Kirchenbaugeschichte im Landgerichtsgang

Die Reformation erreichte Ravensburg 1544. In der Folge wurde aus dem Langhaus die evangelische Kirche, während der Chor weiter den Katholiken vorbehalten blieb. Bis 1810 blieb diese Trennung erhalten – bis auf die Zeit des Dreißig­ jährigen Krieges, in der die Kirche vorüber­ gehend wieder ganz in katholische Hände geriet. Der heute weithin sichtbare und Stadtbild prägende Turm mit seinen 56 Metern Höhe entstand erst 1844. Ein aus der u ­rsprünglichen Erbauungszeit vorhandener kleiner Turm war vorher schon entfernt worden.

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Evangelische Stadtkirche Ravensburg

Verschiedene Stilepochen im Inneren sichtbar Mit der Übergabe an die Reformation änderte sich das Erscheinungsbild im ­Inneren der Kirche: Spätes Mittelalter wich dem Klassizismus und schließlich wurde im Stil der Neogotik dekoriert. Insbesondere die Fenster im neogotischen Stil und der Chor mit seinen Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert, die Heilige und religiöse Ansichten zeigen, sind historisch bedeutend. Erst im 20. Jahrhundert wurden diese wieder freigelegt.

Hell und freundlich gestalteter Zugang über den Landgerichtsgang

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PR-Beitrag: XXX

Veränderungen und Erweiterungen nach Plan Für die drängenden und anstehenden Sanierungsmaßnahmen hatte die evangelische Gesamt-Kirchengemeinde Ravensburg einen Architekten-Projektwettbewerb zur Ideensammlung ausgelobt. Unter Berücksichtigung des Bestands sollte vor allem für die Nebenräume eine integrative Lösung gefunden werden. Der erfolgreiche Planungsansatz von mlw architekten stellte für diese Neben­räume einen überzeugenden Entwurf vor, bei dem trotz der vorgesehenen Erweiterung keine neuen, zusätzlichen Räume geschaffen werden mussten. Die praktische Umsetzung durch die Baumaßnahmen bewirkte eine gestalterische Veränderung des „Land­gerichtsgangs“ mit dem Einbau einer Toilettenanlage und einer Teeküche.

Der zweigeschossige Ausbau des Erschließungsraumes ermöglichte die Integration in der bestehenden Raumhülle. Diese Nebenräume und der im Niveau leicht abgesenkte Innenhof sind nun vom Kirchenraum aus barrierefrei erreichbar. Durch architektonische Maßnahmen wurde zudem für die Besucher ein neues Raumgefühl geschaffen, unterstrichen durch die Fenster zum Innenhof als ­ natürliche Belichtungsquelle. Auch der südliche Eingangsbereich wurde durch bauliche Maßnahmen neu geordnet s­owie barrierefrei gestaltet. Dieser Bereich in Richtung Stadtzentrum ist dadurch mehr in den Stadtraum integriert – u ­ nter dem Leitgedanken der Gemeinde als Bauherrschaft, Kirche auch

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Evangelische Stadtkirche Ravensburg

sichtbar und erlebbar zu machen. Denn das Gebäude erfüllt nicht nur eine städtebauliche Aufgabe, sondern ist ein Platz für die Gemeinde und soll Nähe vermitteln.

Durchdachte Materialauswahl bei der Innenraumgestaltung von Türen und Möbeln (mlw architekten)

Zunächst Dach und Fassade saniert Ursprünglich geplant war eine Komplettsanierung. Diese wurde dann allerdings in mehrere Bauabschnitte unterteilt. A ­ ußer der Neugestaltung des Landgerichts­ ganges und der Zugänge wurden im Zuge der Sanierung auch die Außenfassade der Kirche instand gesetzt, dabei teilweise Natursteine gesichert, Fenster repariert, die Wände im Chor gereinigt und farblich ausgebessert. Dazu wurden Arbeiten am Dach durchgeführt, an dem massive Schäden durch Pilz- und Schwammbefall an tragenden Balken festgestellt wurde. Diese wurden ausgetauscht, das Dach anschließend neu gedeckt. Allein die Sanierung des Chordaches verursachte hohe Mehrkosten, denn sie musste überwiegend in Handarbeit ausgeführt werden. Nötig war dafür unter anderem ein großes Gerüst im abgetrennten Chorbereich. Nun ist die Gebäudehülle wieder sicher vor ­Witterungseinflüssen. Bereits jetzt sind weitere Schritte in ­Planung, so die weitere Innenreno­vierung, eine Modernisierung der Technik mit Optimierung von Beleuchtung und Akustik sowie der barrierefreie Zugang auf der Westseite unter Einbeziehung des bisher unbenutzten Innenhofs.

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Projektdaten Bauherr: Dekan Dr. Friedrich Langsam, Evangelische Landeskirche in Württemberg Architektur + Bauleitung: mlw architekten – morent I lutz I Winterkorn, Ravensburg Projektmanager: Thomas Niederberger, Ulm Fertigstellung: 2018 Fotos: FreiraumSüd, Ravensburg Fotos: Martin Maier Photography für mlw architekten

Planung und Überwachung der Restaura­ torischen Arbeiten an den Natursteinen: Steinprojekt Dietmar Bader, Königsfeld Ausführende Fachfirmen u.a.: Zimmerei und Dachdeckerarbeiten: Gabur GmbH, Grünkraut-Gullen Fassadenreinigung und Putzarbeiten: Hausmann GmbH & Co. KG, Weingarten


Aufs Dach gestiegen

PR-Beitrag: Gabur GmbH

Die evangelische Stadtkirche Ravensburg wurde vor kurzem aufwändig saniert. rumente des Qualitätsmanagementsystems in speziellen Schulungen studiert und setzt sie in der täglichen Praxis um. Hauptaufgaben des Betriebes sind Sanierungs- und Denkmalschutzarbeiten mit der Spezialität „schwierige Detaillösungen“. Und von denen gab es am Objekt Stadtkirche Ravensburg so einige. So wurden die Seitenschiffe abgedeckt, eine neue Unterkonstruktion und ein wasserdichtes Unterdach hergestellt. Weiter waren neue Blechanschlüsse nötig, bevor die Neueindeckung erfolgte. Im Langhaus nahm der Betrieb die Sturmsicherung im Trauf- und Firstbereich vor; Ortgänge und First wurden neu vermörtelt, dazu Schneefanggitter angebracht. Noch umfangreicher waren die Arbeiten am Hauptschiff: Dessen Dach wurde zunächst streifenweise abgedeckt, die Ziegel in Boxen sortiert sowie defekte Ziegel entfernt. Das Mauerwerk im Schwellenbereich wurde entsorgt und neue Schwellen mit Mörtelbett hergestellt. Defekte Deckenbalkenköpfe wurden mit Stahl abgefangen, schadhafte Sparren demontiert sowie anschließend neue Sparren an den Bestand angepasst. Beschädigte Gauben wurden ebenfalls entfernt, neue erstellt und diese nach Vorgaben des Denkmalamts verkleidet. Zudem wurde eine individuelle Spezialkonstruktion zur Hinterlüftung der Traufen ausgearbeitet, um einen erneuten Schädlingsbefall zu vermeiden. Nach Ergänzung loser Kopfbänder und Leitungen im Gestühl wurde die gesamte Dachfläche neu eingelattet und mit sortierten Ziegeln in fünf Farben neu belegt. Damit präsentiert sich das Kirchendach wieder wie neu und fit für die Zukunft.

Für die Ausführung der Arbeiten verantwortlich waren vor allem Handwerksbetriebe unterschiedlicher Branchen und Gewerke. Rund um die Bedachung der Stadtkirche war das Fachunternehmen Gabur aus dem benachbarten Grünkraut-Gullen tätig. Dieses bietet umfangreiche Leistungen aus einer Hand: nicht nur für Steil- und Flachdach, sondern auch Flaschner- und Holzbauarbeiten. Die Belegschaft des Betriebes unter der Leitung von Geschäftsführer Mike Schilling besteht derzeit neben dem Büro aus drei Meistern, die für zwei Steildachkolonnen, mehrere Flachdachkolonnen und zwei Flaschnerteams verantwortlich sind. Einen durchschnittlichen Job zu machen, reicht dem Unternehmen nicht aus. Hinter allem steht ein ganz besonderes Verständnis von Qualität, das sich unter an-

derem im “Q”-Zeichen ausdrückt, einem Zertifikat, das von der Initiative Service­ Qualität Deutschland verliehen wird. Geschäftsführer Mike Schilling darf sich “Qualitäts-Coach” nennen, hat die Inst-

Gabur GmbH Kaufstr. 5 Gewer­be­ge­biet Gullen 88287 Grünkraut Tel. +49 (0) 0751 6911 Fax +49 (0) 0751 6913 info@​gabur.​de www​.gabur​.de

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Schloss Hof / Niederösterreich Broderie,

ist eine lineare Ornamentik aus niedrig geschnittenen Kräutern- oder Buchsbaumreihen

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PR-Beitrag: XXX

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fßr Feriengäste 95


Ehemaliger Klosterhof Sipplingen

Ehemaliges Keltergebäude des Klosters Salem

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as zweigeschossige Haus aus dem Jahr 1595 mit seinem typischen Walmdach wurde für den vom Kloster Salem betriebenen Weinbau in Sipplingen/Bodensee errichtet. Die Reben verschwanden mit der Zeit, das so genannte „Rebleutehaus“, auch „Klosterhof“ genannt, blieb.

Foto: Rebleutehaus vor der Restaurierung

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Ursprünglich in Sichtfachwerk ausgeführt, wurden im Laufe der Zeit etliche Veränderungen vorgenommen. So wurden im 18. Jahrhundert im westlichen Gebäudeteil die Außenwände des Erdgeschosses durch Mauerwerk ersetzt, im 19. Jahr­hundert erfolgte eine Aufteilung in zwei Haus­hälften. Die innere Erschließung durch einen Mittelgang wurde dabei einfach durch eine neu gezogene Mauer getrennt.


Neue Nutzung als Wohn- und Gästehaus Bei der jetzt erfolgten Sanierung orientierten sich Bauherrschaft (Fam. Ackermann) und Architektin Corinna Wagner an den Befunden und planten eine Neu­ nutzung, ohne die Tradition des Gebäudes zu ignorieren. Die eigentlichen Arbeiten wurden in enger Zusammen-

arbeit von Architektin, Bauforscherin, Denkmal­pflege, Restauratoren und diversen Handwerkern ausgeführt. Eine echte Mammutaufgabe: von der Restaurierung des Sichtfachwerks bis hin zur Gestaltung der späteren Wohnräume. Beim Ausund Umbau spielte auch die Statik (Büro­ J. Pfanner) eine nicht unerhebliche Rolle. Statische Berechnungen und Vor­schriften erfordern ja gerade bei historischen Bauwerken nicht selten neue Tragstrukturen, die sich oft weder harmonisch in den Bestand einfügen noch das veranschlagte Budget der Bauherrschaft berücksichtigen. Ideal ist daher, wenn durch statische Ertüchtigungen bereits bestehende Strukturen zur G ­ eltung ­gebracht werden und nur dort verstärkt wird, wo dies effektiv und zurückhaltend möglich ist. In diesem Fall ging es vor ­allem um Umbaumaßnahmen und Ertüchtigungen des Dachstuhls. Z ­ udem wurde der Boden im Obergeschoß entkoppelt, um das vorhandene Gefälle zu egalisieren und den Wünschen nach Schallschutz gerecht zu werden. Im E ­rdgeschoß wurde ein Holzunterzug auf Eichenpfosten mit einem neuen Einzelfundament eingebaut,

um die Deckenbalken des alten Stalls ­unverändert erhalten zu können. Weiter wurden punktuelle Wandverstärkungen zur Ertüchtigung labiler Wandbereiche vorgenommen. Durch diese und andere bauliche Maßnahmen entstand für die Eigentümer im mehrgeschossigen Dachraum des Westteils eine großzügige Wohnung. Erdgeschoss und Obergeschoss wurden zu Ferienwohnungen ausgebaut.

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Ehemaliger XXX Klosterhof Sipplingen PR-Beitrag:

Die niedrigeren Ansprüche an Energie­ einsparung bei Ferienwohnungen, kam dem Denkmal sehr entgegen. So konnten die historischen Fenster mit Einfachverglasung erhalten werden. Zusätzlich dient eine Stahlaußentreppe nun als neue ­unabhängige Zugangsmöglichkeit.

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Historisches Aussehen weitgehend erhalten Auf der die Optik des Baues bestimmenden Dachfläche mit seiner Biberschwanzdeckung gibt es zur Straßenseite zwei zusätzliche, dem Bestand angeglichene Schleppgauben und keine Dachfenster. Alte Ziegel wurden wieder verwendet, notwendige Brandschutz-

maßnahmen brachten die Handwerker möglichst verdeckt an. Architektin Corinna Wagner und Zimmermeister Sebastian Schmäh freuen sich, wenn die Besucher viele der eigens ausgetüftelten Lösungen nicht gleich entdecken. Die ­Leitungen für Elektrik und Heizung in allen Räumen wurden allerdings, um intakte Wände nicht zu beschädigen, ­ „aufputz“, also auf den Wänden sichtbar


installiert. Nahezu zwei Jahre Bauzeit und 1,5 ­ Millionen Euro Gesamtkosten inkl. Kaufpreis und Nebenkosten stecken in dem sanierten Westteil des ehema­ ligen Klosterhofs. ­ Zuschüsse gab es vom Land und von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg, die den Umbau ­ mit dem Denkmalpreis 2018 auszeichnete. Auch Denkmäler können also neuen, ­attraktiven Wohnraum bieten.

Projektdaten Bauherr: Marina und Gerhard Ackermann, Sipplingen Architektin: Freie Architektin Dipl.-Ing. Corinna Wagner, Bambergen Fertigstellung: 2017 Fotos: Dipl.-Ing. Corinna Wagner, Bambergen Fachplanung/Statik: Baustatik: Büro Pfanner, Uhldingen

Auch das weltweit bekannte Schloss Neuschwanstein, bei dem das Büro Pfanner seit 2001 zahlreiche kleinere und größere s­ tatische Ertüchtigungsmaßnahmen geplant und ­begleitet hat, kann hier als Referenz aufgeführt werden. In einer weltweiten Abstimmung der­­ „7 Weltwunder aller Zeiten“ belegte das ­Märchenschloss von König Ludwig nach den Pyramiden von Gizeh, dem Kolosseum und­ Taj Mahal den 8. Platz, quasi als das „8. Weltwunder“.

Statische Herausforderungen im Denkmalschutz Pfanner Baustatik ist als Ingenieur- und Fachunternehmen für Statik und Tragwerks­ planung in einem weiten Umkreis tätig. Vor kurzem war das Unternehmen bei der Sanierung des so genannten „Fernsemmerhus“ (Ortsmitte Scheffau im Allgäu) mit der Tragwerksplanung (Statik) beauftragt und ­erhielt nach erfolgter Ausführung zusammen mit der Bauherrschaft und Architekt den Bayerischen Denkmalschutzpreis 2018 für private Bauwerke in Silber. Diesen Preis verleiht jährlich die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, zusammen mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.

Die erforderlichen statischen Ertüchtigungsmaßnahmen wurden beim diesem Objekt ­nahezu „unsichtbar“ installiert und erbracht. Ziel war es vor allem, das Haus wieder in e ­ inen stablien Zustand zu versetzen, in dem es schon Jahrhunderte überdauert hat. Weiter wurde von dem Fachbetrieb vor ­einiger Zeit schon der Bayerische Denkmalschutzpreis 2014 für öffentliche Bauwerke in Bronze errungen, den man zusammen mit dem Bauamt Traunstein und dem Architekten Franz Hölzl für die Sanierung der Pfarrkirche ­St. G ­ eorg in Raitenhaslach verliehen bekam.

Bei solch einem weltbekannten Objekt darf sich ein Fachbüro für Statik keinen einzigen Fehler erlauben. Zudem werden keine sichtbaren oder den Bestand angreifenden oder gar zerstörenden Ertüchtigungsmaßnahmen akzeptiert, wobei immer der Personenschutz der Besucher und Nutzer oberste Priorität hat. Von dieser langjährigen und weitreichenden Erfahrung profitiert jeder Bauherr, vor allem bei Sanierungsplanungen im denkmal­ pflegerischen Bereich.

Johannes Pfanner Linzgaustr. 22 88690 Uhldingen Tel. +49 (0)7556 933 78 0 info@pfanner-baustatik.de www.pfanner-baustatik.de

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Fotografenverzeichnis

Für die fotografische Unterstützung bedanken wir uns ganz herzlich Joerg Hempel Photodesign Tel. +49 (0) 241 910 82 61, Fax -63 Mobil +49 (0) 151 50 60 63 62 www.joerg-hempel.com info@joerg-hempel.com Atelier Altenkirch Architekturfotografie und Kunstdokumentation Adlerstrasse 28 D–76133 Karlsruhe Tel. +49 (0) 721 380692 Fax +49 (0) 721 380693 Mobil +49 (0) 172 7238115 mail@atelier-altenkirch.de www.atelier-altenkirch.de Dietmar Bader Fotograf/Steinprojekt Fachberatung und Fachbauleitung Naturstein­ restaurierung und Denkmalpflege Nonnenbergweg 21 D-78126 Königsfeld im Schwarzwald Tel. +49 (0) 179 2354784 oder: +49 (0) 7725/2241 bader@steinprojekt.de www.steinprojekt.de hardy mueller photoproduction Carostr. 14 67227 Frankenthal (Pfalz) Tel. +49 (0) 6233 / 26341 mail@hardy-mueller.com www.hardymueller.com Stefan Müller, Berlin Schwalbacher Strasse 2b D-12161 Berlin Tel. +49 (0) 171- 627746 2 info@stefanjosefmueller.de www.stefanjosefmueller.de

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Norbert und Christian Bühler GbR Kloppenheimerstr. 10 68239 Mannheim Tel. +49 (0) 0621 - 472749 Mobil: +49 (0) 171 631 7510 norbertbuehler@yahoo.de

Herrwerth Möbel und Holzbearbeitung GmbH Mannheimer Str. 31, 68309 Mannheim Tel. +49 (0) 621 728480 info@herrwerth-moebel.de www.herrwerth-moebel.de

HAUSTECHNIK UND HOLZBAU Leitlein Elektrotechnik GmbH & Co. KG Mühlweg 20 74670 Forchtenberg Tel. +49 (0) 7947 2075 leitlein@t-online.de www.leitlein.com Elektro Rehm GmbH Buchauer Str. 22 88422 Oggelshausen Tel. +49 (0) 7582-8185 info@elektrorehm.de www.elektrorehm.de

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softronic Haustechnik und Holzbau GmbH Walter-Bothe-Straße 1- 7 68169 Mannheim Tel. +49 (0) 621 3365100 info@softronic-mannheim.de www.softronic-mannheim.de

HOLZBAU IM DENKMALSCHUTZ Holzwerkstätten Thomae GmbH & Co.KG Gleichamberg Neuer Weg 14 98630 Römhild Tel. +49 (0) 36875 676-0 info@holzbau-thomae.de

HOLZPARKETT pur natur Holzprodukte Auf der Hausmatt 6 77736 Zell am Harmersbach Tel. +49 (0) 7835 426990 info@purnatur.com www.purnatur.com

HOLZRESTAURATION Schreinerei Schuler Braunselweg 14 89611 Rechtenstein Tel. +49 (0) 7375 - 92002 fensterbau.schuler@gmx.de www.schreinerei-schuler.com

INGENIEURBÜRO FÜR LICHTPLANUNG Köster Lichtplanung Integraldesign für Tageslicht und Kunstlicht Dr.- Ing. Helmut Köster Karl-Bieber Höhe 15 60437 Frankfurt am Main Tel. +49 (0) 69-5074640 info@koester-lichtplanung.de www.koester-lichtplanung.de


Branchen Register

INGENIEURGESELLSCHAFT FÜR GEBÄUDETECHNIK IfG GmbH & Co.KG Hammstraße 17 67227 Frankenthal Tel. +49 (0) 6233 220200 info@ifg-frankenthal.de

ING. GESELLSCHAFT FÜR GEOTECHNIK GHJ Ingenieurgesellschaft für Geo- und Umwelttechnik mbH & Co. KG Am Hubengut 4 76149 Karlsruhe Tel. +49 (0)721 / 9 78 35 – 0 office@ghj.de www.ghj.de

ING. GESELLSCHAFT FÜR UMWELTTECHNIK GHJ Ingenieurgesellschaft für Geo- und Umwelttechnik mbH & Co. KG Am Hubengut 4 76149 Karlsruhe Tel. +49 (0)721 / 9 78 35 – 0 office@ghj.de www.ghj.de

KLEMPTNERARBEITEN Gabur GmbH Kaufstr. 5 Gewer­be­ge­biet Gullen 88287 Grünkraut Tel. +49 (0) 0751 6911 Fax +49 (0) 0751 6913 info@​gabur.​de www​.gabur​.de

LANDSCHAFTSARCHITEKTUR

MALER- UND TROCKENBAU

helleckes landschaftsarchitektur Stephanienstraße 15 76133 Karlsruhe Tel. +49 (0) 721-9202041 buero@helleckes-la.de www.helleckes-la.de

Heinrich Schmid GmbH & Co. KG Im Breitspiel 11 69126 Heidelberg Tel.: +49 (0) 6221 335 0570 heidelberg@heinrich-schmid.de www.heinrich-schmid.de

LICHTPLANUNG

Heinrich Schmid GmbH & Co. KG Schreiberstraße 7 68219 Mannheim Tel. +49 (0) 621 321668-0 a_schweigert@heinrich-schmid.de www.heinrich-schmid.com

RETROSolar Gesellschaft für Tageslichtsysteme mbH Danzigerstr. 5 55606 Kirn Tel. +49 (0) 6752 - 9120 79 info@retrosolar.de www.retrosolar.de Köster Lichtplanung Integraldesign für Tageslicht und Kunstlicht Dr.- Ing. Helmut Köster Karl-Bieber Höhe 15 60437 Frankfurt am Main Tel. +49 (0) 69-5074640 info@koester-lichtplanung.de www.koester-lichtplanung.de

LICHTTECHNIK

Haussmann GmbH & Co.KG Riedstr. 3 88250 Weingarten Tel. +49 (0) 751 / 56181-0 post@haussmann-gmbh.com www.haussmann-handwerk.de

METALLBAU Gebr. Konrad GmbH Glas- un d Metalltechnik Im Stiegelsteig 10, 67459 Böhl-Iggelheim Tel. +49 (0) 6324 9619-0 info@gebr-konrad.de

RETROSolar Gesellschaft für Tageslichtsysteme mbH Danzigerstr. 5 55606 Kirn Tel. +49 (0) 6752 - 9120 79 info@retrosolar.de www.retrosolar.de

Freier GmbH & Co KG Häuserweg 54 76698 Ubstadt-Weiher Tel.: +49 (0) 7251 61891-0 info@schlosserei-freier.de www.schlosserei-freier.de

MALERARBEITEN

Klaus Hemmer Metall-Technik Wredestraße 42 67059 Ludwigshafen Tel. +49 (0) 621 5119 53 hemmer@metall-technik.info www.metall-technik.info

Malerwerkstätte Hauck GmbH Carl-Bosch-Straße 8 69115 Heidelberg Tel. +49 (0) 6221-22 59 4 pinsel@malerhauck.de www.malerhauck.de

METALLTECHNIK

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NATURSTEINARBEITEN

RAUMAUSSTATTUNG

Nüthen Restaurierungen GmbH + Co. KG Anton-Lucius-Straße 14 99085 Erfurt Tel. +49 (0) 361 65471-0 mail@nuethen.de www.nuethen.de

PLAUNG/ BERATUNG/BAULEITUNG Steinmetz- und Steinbildhauermeister, Steinrestaurator, Bachelor of Business Administra�on

Bestandsuntersuchung Schadensgutachten an Gebäuden, Ruinen, Mauern und anderen Bauten mit Natursteinanteil Beratung zur denkmalschutzrechtlichen Genhmigung Maßnahmenplanung Leistungsbeschreibung, Fachbauleitung und Qualitätssicherung

Fachberatung und Fachbauleitung in der Natursteinrestaurierung und im Denkmalschutz.

PRÜFSTATIK LGA Landesgewerbeanstalt Bayern Körperschaft des öffentlichen Rechts Prüfamt für Standsicherheit Augsburg Konrad-Adenauer-Allee 49 86150 Augsburg lga@lga.de www.lga.de

PUTZ- UND STUCKARBEITEN Haussmann GmbH & Co.KG Riedstr. 3 88250 Weingarten Tel. +49 (0) 751 / 56181-0 post@haussmann-gmbh.com www.haussmann-handwerk.de

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RESTAURATOR FÜR ZIFFERBLÄTTER DÜRR Turmuhren & Glocken GmbH Am Igelsbach 8 91541 Rothenburg ob der Tauber Tel. +49 (0) 9861 86293 info@turmuhren.de www.turmuhren.de

• Bodenbelagsarbeiten • Maler- und Tapezierarbeiten • Parkett- und Dielenbödensanierung • Sonnenschutz • Nur Verkauf ist auch möglich

RESTAURATOR Dipl. Restaurator (FH) für Wandmalerei und Architekturdekoration Ekkehard Fritz St.-Valentin-Str. 5 75031 Eppingen Tel. +49 (0) 7262 6019 777 mail@boeke-fritz.de www.boeke-fritz.de

RESTAURATOR/STEINMETZ Restaurierung Legner Roman Legner M. A. Graf – Taube – Str. 1 97980 Bad Mergentheim Tel. +49 (0) 7931-961 4750 mail@restaurierung-legner.de www.restaurierung-legner.de

RESTAURATOR IM TURMUHRENHANDWERK DÜRR Turmuhren & Glocken GmbH Am Igelsbach 8 91541 Rothenburg ob der Tauber Tel. +49 (0) 9861 86293 info@turmuhren.de www.turmuhren.de

RESTAURIERUNGEN Restaurierung Legner Roman Legner M. A. Graf – Taube – Str. 1 97980 Bad Mergentheim Tel. +49 (0) 7931-961 4750 mail@restaurierung-legner.de www.restaurierung-legner.de Nüthen Restaurierungen GmbH + Co. KG Anton-Lucius-Straße 14 99085 Erfurt Tel. +49 (0) 361 65471-0 mail@nuethen.de www.nuethen.de

RESTAURATION UND HOLZBAU Eberhardt & Walter GmbH Haldenweg 14 Tel. +49 (0) 731 / 145 39070 post@eundw-bau.de www. eundw-bau.de

RESTAURIERUNG, PUTZ UND MALEREI Dipl. Restaurator (FH) für Wandmalerei und Architekturdekoration Ekkehard Fritz St.-Valentin-Str. 5 75031 Eppingen Tel. +49 (0) 7262 6019 777 mail@boeke-fritz.de www.boeke-fritz.de


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SANIERUNG HISTORISCHER BAUWERKE

STATIK Johannes Pfanner Linzgaustr. 22 88690 Uhldingen Tel. +49 (0)7556 933 78 0 info@pfanner-baustatik.de www.pfanner-baustatik.de

Johannes Pfanner Linzgaustr. 22 88690 Uhldingen Tel. +49 (0)7556 933 78 0 info@pfanner-baustatik.de www.pfanner-baustatik.de

SCHLOSSEREI Freier GmbH & Co KG Häuserweg 54 76698 Ubstadt-Weiher Tel.: +49 (0) 7251 61891-0 info@schlosserei-freier.de www.schlosserei-freier.de Gebr. Konrad GmbH Glas- und Metalltechnik Im Stiegelsteig 10, 67459 Böhl-Iggelheim Tel. +49 (0) 6324 9619-0 info@gebr-konrad.de Klaus Hemmer Metall-Technik Wredestraße 42 67059 Ludwigshafen Tel. +49 (0) 621 5119 53 hemmer@metall-technik.info www.metall-technik.info

SCHREINEREI Schreinerei Schuler Braunselweg 14 89611 Rechtenstein Tel. +49 (0) 7375 - 92002 fensterbau.schuler@gmx.de www.schreinerei-schuler.com

STATISCHE BAUWERKSICHERUNG Günter Weiss Zimmerei & Schreinerei Karl-Schefoldstr.33 89073 Ulm Tel. +49 (0) 731-4039460 www.schreinerei-weiss-ulm.de

SCHREINERARBEITEN Herrwerth Möbel und Holzbearbeitung GmbH Mannheimer Str. 31, 68309 Mannheim Tel. +49 (0) 621 728480 info@herrwerth-moebel.de www.herrwerth-moebel.de

SICHERHEITSKOORDINATION LGA Landesgewerbeanstalt Bayern Körperschaft des öffentlichen Rechts Prüfamt für Standsicherheit Augsburg Konrad-Adenauer-Allee 49 86150 Augsburg lga@lga.de www.lga.de

SPENGLEREI Gökelmann GmbH Lerchenweg 24 89174 Altheim/Alb Tel. +49 (0) 7340 91 99 781 mail@goekelmann-blech.de www.goekelmann-blech.de

betzold + maak GmbH & Co.KG BauManufaktur Waldauer Berg 7 98553 Nahetal-Waldau Tel. +49 (0) 36841 553575 info@betzold-maak.de www.betzold-maak.de

STEINMETZ Weber Naturstein Erbach Daimlerstraße 8 89155 Erbach Tel. +49 (0) 73 05 96 63-0 info@weberstein.de www.weberstein.de

STEINRESTAURIERUNG/DENKMAL betzold + maak GmbH & Co.KG BauManufaktur Waldauer Berg 7 98553 Nahetal-Waldau Tel. +49 (0) 36841 553575 info@betzold-maak.de www.betzold-maak.de

STUKATEUR/DENKMALSCHUTZ Eckhard Sogl GmbH Stuckateur- & Malergeschäft Schöntaler Straße 34 74670 Forchtenberg Tel. +49 (0) 79 47 3 29 info@sogl-stuckateur.de www.sogl-stuckateur.de

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STUKATEUR MEISTER

TECHNISCHE GEBÄUDESYSTEME

ZIMMEREIHANDWERK

Eckhard Sogl GmbH Stuckateur- & Malergeschäft Schöntaler Straße 34 74670 Forchtenberg Tel. +49 (0) 79 47 3 29 info@sogl-stuckateur.de www.sogl-stuckateur.de

HTS GmbH Robert-Mayer-Straße 1 67065 Ludwigshafen am Rhein Tel. +49 (0) 621 - 538280 zentrale@hts-gmbh.de www.hts-gmbh.de

Holzwerkstätten Thomae GmbH & Co.KG Gleichamberg Neuer Weg 14 98630 Römhild Tel. +49 (0) 36875 676-0 info@holzbau-thomae.de

STUCK- UND PUTZARBEITEN Heinrich Schmid GmbH & Co. KG Im Breitspiel 11 69126 Heidelberg Tel.: +49 (0) 6221 335 0570 heidelberg@heinrich-schmid.de www.heinrich-schmid.de

ZIMMEREI Holzbau Damm GmbH & Co.KG Adlerstraße 3b 69123 Heidelberg - Wieblingen Tel. +49 (0) 6221 830636 info@holzbau-damm.de www.holzbau-damm.de

STUCK- UND VERPUTZARBEITEN Malerwerkstätte Hauck GmbH Carl-Bosch-Straße 8 69115 Heidelberg Tel. +49 (0) 6221-22 59 4 pinsel@malerhauck.de www.malerhauck.de

TAGESLICHTUND REFLEKTORTECHNIK RETROSolar Gesellschaft für Tageslichtsysteme mbH Danzigerstr. 5 55606 Kirn Tel. +49 (0) 6752 - 9120 79 info@retrosolar.de www.retrosolar.de

TAGESLICHTSYSTEME RETROSolar Gesellschaft für Tageslichtsysteme mbH Danzigerstr. 5 55606 Kirn Tel. +49 (0) 6752 - 9120 79 info@retrosolar.de www.retrosolar.de

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Günter Weiss Zimmerei & Schreinerei Karl-Schefoldstr.33 89073 Ulm Tel. +49 (0) 731-4039460 www.schreinerei-weiss-ulm.de

ZIMMEREIUND DACHDECKERARBEITEN Gabur GmbH Kaufstr. 5 Gewer­be­ge­biet Gullen 88287 Grünkraut Tel. +49 (0) 0751 6911 Fax +49 (0) 0751 6913 info@​gabur.​de www​.gabur​.de

ZIMMERMEISTER Eberhardt & Walter GmbH Haldenweg 14 Tel. +49 (0) 731 / 145 39070 post@eundw-bau.de www. eundw-bau.de


Herrendorment Nord Kloster Maulbronn Š Dirk Altenkirch


Schloss Bruchsal © Dirk Altenkirch


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