12|2025 130. Jahrgang
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Leuchtendes Handwerk Kammerpräsident im Adventsgespräch mit Elektromeister Resolution zur Stromsteuer beschlossen
Sicherheit beim Versand von Rechnungen
Was ist neu im neuen Jahr?
Vollversammlung tagt in Braunschweig
Was wird gefordert und was ist realistisch?
Diese Änderungen in 2026 betreffen Handwerker
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Editorial
Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu. Es war kein einfaches Jahr. Nicht für die Politik und die neue Bundesregierung. Und auch nicht für das Handwerk. Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt. Viele Handwerkerinnen und Handwerker kämpfen mit steigenden Kosten, zu viel Bürokratie, teurer Energie und langen Genehmigungsverfahren. Ein wichtiger Schwerpunkt für uns war daher auch 2025 der Kampf gegen die Bürokratie. Wir haben uns auf Landesund Bundesebene dafür eingesetzt, dass Förderverfahren einfacher werden und Anträge schneller bearbeitet werden. Leider erleben wir immer noch das Gegenteil: zu viele Formulare, zu viele Nachweise, zu viele Hürden. Auch das Thema Energie ist noch nicht abgeschlossen. Unsere Vollversammlung hat gerade eine Resolution zur Stromsteuer beschlossen. Und wie es mit dem Heizungsgesetz weitergeht, ist auch noch offen. Erfreulich ist, dass das Handwerk trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen Stärke bewiesen hat. Unsere Betriebe haben weiter ausgebildet, investiert und angepackt – oft mit großem persönlichem Einsatz. Am Ende dieses Jahres möchte ich daher vor allem eins: Danke sagen.
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Foto:Gramann
Liebe Leserinnen, liebe Leser! Danke an alle Handwerkerinnen und Handwerker, die jeden Tag Verantwortung übernehmen, ausbilden und unseren Alltag am Laufen halten. Danke an alle, die sich in den Innungen, Kreishandwerkerschaften und unseren Gremien ehrenamtlich und mit viel Herzblut engagieren. Und natürlich auch Danke an diejenigen, die sich hauptamtlich in unserer Handwerkskammer für das Handwerk einsetzen. Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Ihren Beschäftigten frohe Weihnachten und ein gutes, gesundes neues Jahr 2026. Bleiben Sie zuversichtlich, behalten Sie Ihren Mut und Ihren Stolz auf das, was Sie leisten. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihr
Detlef Bade, Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
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10 AUS DER HANDWERKSKAMMER 6 Gut für die Zukunft aufgestellt Aus der Herbstvollversammlung 10 Hoffnungen und Herausforderungen Liefner Haustechnik zu Weihnachtsbeleuchtung 18 Moderne Marke mit Zukunftsorientierung Heidebäckerei Meyer wird 100 Jahre alt 20 Unterrichten aus Leidenschaft Die wichtige Rolle von Honorardozenten BETRIEB 22 Industriestrompreis kommt nicht gut an Das Handwerk befürchtet Ungleichgewicht 24 Debatte um „Veggie-Schnitzel“ Meinungen in der Branche gehen auseinander 26 Änderungen im Jahr 2026 Was sollten Handwerksbetriebe beachten? 30 Zeit zwischen den Jahren sinnvoll nutzen Von Ausmisten bis Pause – fünf Tipps
» App Handwerk
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Foto: Jasmin Möser | Titelfoto: Astrid Bauerfeld
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Chefredaktion: Marco Weiß Hans-Böckler-Allee 7 30173 Hannover Tel. 0511 8550-2442 marco.weiss@schluetersche.de
12 Fotos: Aygul Bulté – stock.adobe.com | Kugeler
2025
REGIONALES 32 Metallbaubetrieb mit Familienfokus Bianca Rosenhagen möchte ein Vorbild sein
BETRIEB 36 Steuerbescheide nur noch digital Die wichtigsten Änderungen in 2026 38 Neue Stolperfalle bei Überweisungen Achtung bei Bundesländer-Unterschieden 39 Übersetzung in 23 Amtssprachen Neue Regeln zu Pflichtangaben in Rechnungen 40 Möglichkeiten der Altersvorsorge Überblick über Vor- und Nachteile 42 Verschlüsselung von E-Mails Was wird gefordert und was ist realistisch? 44 Was eine Auszeit vom Handy bringt Studie: Fortschritte auch bei kleinen Dingen 46 Dienstrad immer beliebter ADFC wirbt auch beim Handwerk für Jobräder PANORAMA 48 Schrittweise investieren Zwei Steinmetze wagen die Selbstständigkeit IMPRESSUM 50 Pflichtangaben
Zeit für das, was sonst liegen bleibt Jasmin Möser gibt Anregungen, wie die Zeit zwischen den Jahren sinnvoll genutzt werden kann. Sinn findet sich hierbei nicht nur im Aufräumen – auch eine ganz bewusste Pause gehört dazu. | 30
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Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
In Braunschweig: Die Herbstvollversammlung der Handwerkskammer tagt.
„Ohne Mobilität kein Handwerk“ Herbstvollversammlung: Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade beschließt Resolution zur Senkung der Stromsteuer.
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und wirksamste Lösung, um Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Bürokratie abzubauen. Derzeit zahlten weite Teile des Handwerks bis zu vierzigmal höhere Stromsteuersätze als von der EU vorgegeben. Beschlossen hat die Vollversammlung auch das von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade vorbereitete Positionspapier der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN) „Handwerkerparken in Niedersachsen reformieren – Mobilität als Standortfaktor stärken“. Um die Mobilität handwerklicher Betriebe zu sichern, wird darin eine niedersachsenweit einheitliche und digitale Genehmigungspraxis für Handwerkerparkausweise sowie eine gerechte Gebührenstruktur gefordert. „Ohne Mobilität kein Handwerk – unsere Betriebe müssen zu ihren Kundinnen und Kunden kommen können“, erklärte Präsident Bade. Die Kammer unterstütze die Forderung nach
praxistauglichen Regelungen für Handwerkerparken in allen Kommunen. Hauptgeschäftsführer Matthias Steffen stellte der Vollversammlung den Wirtschaftsplan 2026 vor. „Der Wirtschaftsplan 2026 sieht im Erfolgsplan ein Volumen von rund 52 Millionen Euro vor. Im Finanzplan 2026 sind rund 28 Millionen Euro vor allem für Bauvorhaben und Investitionen in die Zukunftsfähigkeit unserer Bildungszentren und Verwaltungsgebäude an unseren vier Standorten in Braunschweig, Königs-
lutter, Lüneburg und Stade eingestellt. Auch im nächsten Jahr bleiben die Beitragsbemessungsgrundlagen, die seit 2009 gelten, unverändert.“, erklärte Steffen. „Die Bauvorhaben unterstreichen den Anspruch der Kammer, ein verlässlicher Partner für die Mitgliedsbetriebe, ihre Mitarbeitenden und Auszubildenden zu sein: mit leistungsfähigen Bildungszentren und einer zukunftsgerichteten Infrastruktur der Verwaltung.“ Die Kammer sei damit für die Zukunft gut aufgestellt. W
Fotos: Bauerfeld
Die Vollversammlung der Handwerkskammer hat in Braunschweig eine Resolution zur Senkung der Stromsteuer beschlossen. Damit fordert sie die Bundesregierung auf, die im Koalitionsvertrag zugesagte Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß zügig umzusetzen – und zwar für alle Unternehmen und Verbraucher. Der Bundestag hatte eine entsprechende Steuersenkung zunächst nur für das Produzierende Gewerbe und die Landund Forstwirtschaft beschlossen. Präsident Detlef Bade betonte, dass das Handwerk verlässliche und faire Rahmenbedingungen erwarte: „Im Koalitionsvertrag wurde zugesagt, die Stromsteuer für alle zu senken. Dieses Versprechen muss eingelöst werden. Unsere Betriebe brauchen spürbare Entlastungen und keine Ausnahmen, die am Handwerk vorbeigehen.“ Eine allgemeine Absenkung des Steuersatzes ist laut Bade die einfachste
Norbert Schmudlach wurde in den Vorstand gewählt.
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Wirtschaft im Dialog Tafelrunde in Wolfsburg diskutiert über notwendige Reformen
Zu den politischen Gästen zählten die Bundestagsabgeordneten Cem Ince (Die Linke) und Dunja Kreiser (SPD) sowie die Landtagsabgeordneten Tamina Reinecke (Bündnis 90/Die Grünen) und Marcel Scharrelmann (CDU).
Bei der diesjährigen Tafelrunde der Wirtschaft in der Region Braunschweig-Wolfsburg kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft zum Branchendialog in der Autostadt Wolfsburg zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Themen wie der Bau der A39, die
Stärkung der Wirtschaftskraft in der Region und die Notwendigkeit umfassender Reformen. Das Handwerk diskutierte mit den geladenen Parlamentariern lebhaft über die politischen Erfolgsaussichten von Reformen in der Verwaltung, den sozialen Sicherungssystemen und im Steuersystem. Die Vertreter des
Handwerks betonten die Notwendigkeit klarer politischer Rahmenbedingungen, um Planungssicherheit und Investitionsbereitschaft dauerhaft zu stärken. Das gelte für die Zukunft des Gebäudeenergiegesetzes ebenso wie für die Finanzierung der überbetrieblichen Bildungsstätten oder die Fachkräfteeinwanderung. (NA) W
KOOPERATIONSVEREINBARUNG UNTERZEICHNET
Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule
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fort. Ziel der Vereinbarung für den Zeitraum 2026 bis 2030 ist es, Schulen auszuzeichnen, die ihre Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise bei der Berufs- und Studienorientierung
sowie bei der Entwicklung von Berufswahlkompetenz unterstützen. Damit soll die Kooperation zwischen Schulen, Wirtschaftsunternehmen und Hochschulen im Sinne des Niedersächsischen
Foto: privat
Mit der Unterzeichnung einer neuen Kooperationsvereinbarung bekräftigten fünf Partner ihre gemeinsame Verantwortung für die berufliche Orientierung junger Menschen im Landkreis Gifhorn. Das Bildungsbüro des Landkreises Gifhorn, die Agentur für Arbeit Helmstedt, die Handwerkskammer (HWK) Braunschweig-Lüneburg-Stade, die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg sowie das Regionale Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) Braunschweig setzen ihre Zusammenarbeit zur Zertifizierung von Schulen mit dem Gütesiegel „Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule“
Die neue Kooperatinsvereinbarung wurde unterzeichnet.
Schulgesetzes weiter gestärkt werden. Claudia Teller, Abteilungsleiterin Nachwuchswerbung und Projekte bei der Handwerkskammer, hob hervor: „Eine fundierte Berufsorientierung legt den Grundstein für erfolgreiche Ausbildungswege und damit auch für die Fachkräfte von morgen.“ Sie appelliert insbesondere für die Nutzung der Lehrstellenbörse und des Praktikumsfinders der Kammer: „So können sich Betriebe sichtbar machen.“ Im Web: www. lehrstellenbörse.de und www. schulpraktikumsfinder. de
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DR. ANDREAS BIERICH INFORMIERT:
Mehr Schein als Sein - der „kranke“ Arbeitnehmer und die Online-AU verdeutlicht (Urteil vom 05.09.2025, Az.: 14 SLa 145/25). Der Fall: Ein Arbeitnehmer war als IT-Berater seit dem Jahr 2018 bei einem Unternehmen beschäftigt. Vom 19.08.2024 bis zum 23.08.2024 meldete er sich arbeitsunfähig krank. Über eine Internetseite beschaffte sich der Arbeitnehmer eine kostenpflichtige AU-Bescheinigung, die optisch dem früheren „gelben Schein“ ähnelte. Zur Erlangung der Bescheinigung füllte er einen Fragebogen aus mit den Symptomen der Erkrankung, der ausgeübten Tätigkeit, die Beanspruchung bei der Arbeit sowie dem Genesungsverlauf. Ein persönlicher Arztkontakt - weder in Präsenz noch per Video oder Telefon - fand nicht statt. Nachdem der Arbeitgeber Kenntnis von der unwirksamen Krankschreibung erlangt hatte, kündigte er am 18.09.2024 fristlos, hilfsweise ordentlich zum nächstmöglichen Termin. Der Arbeitnehmer wehrte sich gegen die Kündigung und erhob
eine Kündigungsschutzklage mit dem Ziel seiner Weiterbeschäftigung. Während das Arbeitsgericht Dortmund als Gericht erster Instanz zunächst der Klage stattgab, hob das LAG Hamm das Urteil auf und wies die Klage ab. Das Verhalten des Klägers sei „an sich“ geeignet gewesen, einen wichtigen Grund für die außerordentliche Kündigung nach § 626 Abs. 1 BGB darzustellen. Denn der Kläger habe durch Vorlage der AU-Bescheinigung bewusst wahrheitswidrig den Eindruck erweckt, er habe im Rahmen der Feststellung der AU Kontakt mit einem Arzt gehabt. Schon allein dieser Umstand sei ein erheblicher Vertrauensbruch. Der wichtige Grund sei auch im Einzelfall geeignet gewesen, die außerordentliche Kündigung zu rechtfertigen. Der Vertrauensbruch sei gravierend, da die Beklagte als Arbeitgeberin vollständig den Feststellungsprozess
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Fachanwalt für Arbeitsrecht: Dr. Andreas Bierich
einer Erkrankung in die Hände des Arztes legen muss und ihm dabei vertrauen muss. Wenn ein Arbeitnehmer dieses System bewusst umgeht und ein Attest „erkauft“, untergrabe er dieses Vertrauen in besonderem Maße. Vor diesem Hintergrund komme es nicht mehr darauf an, ob der Kläger tatsächlich arbeitsunfähig krank gewesen sei. Der Ausspruch einer vorherigen Abmahnung war, so das Gericht, entbehrlich. Der Arbeitnehmer hätte wissen müssen, dass sein Verhalten - ein vorsätzlicher Vertrauensbruch - vom Arbeitgeber nicht hingenommen werden kann. So, das war es für das Jahr 2025. Ich wünsche allen interessierten Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein hoffentlich friedliches Jahr 2026.
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Foto: KH
Mit dem Verfahren der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) brauchen Arbeitnehmer ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht mehr beim Arbeitgeber vorlegen. Seit ihrer Einführung im Jahr 2023 hat sich die eAU mittlerweile etabliert. Allerdings werden von Arbeitnehmern auch AU-Bescheinigungen ohne vorherige ärztliche Begutachtung eingereicht. Diese entsprechen nicht den in der „Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie“ des Gemeinsamen Bundesausschusses festgeschriebenen Anforderungen und berechtigen daher nicht zu einem Entgeltfortzahlungsanspruch. Die Vorlage einer solchen AU-Bescheinigung durch den Arbeitnehmer kann schwerwiegende arbeitsrechtliche Konsequenzen haben, wie eine aktuelle Entscheidung des Landesarbeitsgerichts (LAG) Hamm
Foto: HWK
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AZUBI-SPEEDDATING
Start in die Ausbildung Am 17. Februar dreht sich im VIP-Bereich des Braunschweiger Eintracht-Stadions wieder alles um das Thema Ausbildung. In der Zeit von 9 bis 12 Uhr kommen Betriebe mit Ausbildungsplatzsuchenden zusammen. Die
Spielregeln sind einfach: In einem kurzen Gespräch lernen sich beide Seiten kennen. Unternehmen stellen ihre Möglichkeiten vor und erläutern die Karrierechancen. Jugendliche bringen ihre Bewerbungsunterlagen mit, stellen
sich vor und beantworten Fragen der Betriebe. Das Azubi-Speeddating ist eine Kooperationsveranstaltung der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, der Industrie- und Handelskammer Braun-
schweig, der Arbeitsagentur Braunschweig-Goslar und dem Arbeitgeberverband Braunschweig e. V..
einen wertvollen Einblick in die Vielfalt des Handwerks. Thomas Versec, Ausbildungsberater bei der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, fasst den Tag
zusammen: „Wir hoffen, dass wir in ein paar Jahren die Schülerinnen und Schüler dann als Handwerks-Azubis in unseren Technologiezentren wieder begrüßen dürfen.“ W
Infos und Anmeldung: 12.01. - 23.01.2026 www.hwk-bls.de/ ausbildungsstart
Werkstatt-Rallye Schüler vom Handwerk begeistern und als Azubis wieder begrüßen. sie die Elektro-, Schweißer- und Tischlerwerkstatt. Neben dem Maurer-, Metallbauer- sowie Malerund Lackiererhandwerk standen in Lüneburg auch die Bereiche Kfz, Tischlerei und Zimmerei auf dem Plan. Die verschiedenen Stationen in den Technologiezentren ermöglichten den Jugendlichen erste praktische Erfahrungen in den Gewerken und
Foto: HWK
Bei der diesjährigen Handwerksrallye in den Technologiezentren in Braunschweig, Lüneburg und Stade durften rund 100 Schülerinnen und Schüler verschiedene Gewerke ausprobieren und das vielseitige Handwerk kennenlernen. In Stade wurde an Autos geschraubt, Teig geknetet und Holz bearbeitet. In Braunschweig besuchten
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Adventsgespräch mit Beleuchtung Die Innenstädte und Ortsmitten sind längst im Adventsglanz erleuchtet. Viele Elektroniker waren schon im Oktober aktiv und haben für das Weihnachtsgefühl vorgesorgt. Betriebsinhaber der Liefner Haustechnik GmbH, Oliver Peter, sprach während des Schmückens mit Kammerpräsident Detlef Bade über die vergangenen Monate, das kommende Jahr, die Hoffnungen und Herausforderungen für das eigene Gewerk.
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Foto: Bauerfeld
VON ASTRID BAUERFELD
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Die Liefner Haustechnik GmbH sorgt in Braunschweig für das festliche Weihnachtslicht:
Mit der Installation der Lichter ein Teil des Weihnachtsmarkts sein
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as wäre die Weihnachtszeit ohne strahlende Lichter in den Bäumen, auf Plätzen, Straßenlaternen, hinter Fenstern und an Fassaden? Damit die Innenstädte und viele Orte auf dem Land jedes Jahr im Advent wieder hell erleuchten, machen sich schon im frühen Herbst die Elektroniker und Techniker ans Werk mit Hubsteiger, Leiter und viel Sachverstand. Die Liefner Haustechnik GmbH aus Braunschweig schmückt seit Jahrzehnten Bereiche der Braunschweiger Fußgängerzone, beleuchtet den Weihnachtsmarkt. Rund um den Dom hängen ab Oktober Sterne, blinkende Kugeln und viele Lichterketten, die mit Eröffnung des Weihnachtsmarkts erleuchten. Kammerpräsident Detlef Bade ging den Mitarbeitenden in diesem Jahr zur Hand und kam währenddessen mit Betriebsinhaber und Obermeister der Elektroinnung Braunschweig, Oliver Peter, ins Gespräch. „Mit der Installation der Beleuchtung werden wir jedes Jahr Teil des Braunschweiger Weihnachtsmarkts“, erzählt Oliver Peter. Der Geschäftsführer der Liefner Hau-
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stechnik GmbH mag besonders den Baumschmuck rund um die großen Plätze der Innenstadt. „130 Lichtmotive hängen wir in die großen Bäume, mit mehr als 3000 LED-Lichtpunkten schmücken wir die Tannenbäume auf dem Weihnachtsmarkt“, zählt er auf. Die Arbeiten beginnen bereits im frühen Herbst, drei Mitarbeitende stehen dann über mehrere Wochen auf Leitern, in Hubsteigern oder im Burggraben. Nach Weihnachten müssen die Installationen schnellstmöglich wieder entfernt werden, das erfordert laut Oliver Peter die Bereitschaft seiner Belegschaft, zwischen Weihnachten und Neujahr zu arbeiten. „Zum Glück habe ich viele, sehr loyale Mitarbeitende“, betont der Meister. Dennoch sorge auch ihn das Fehlen der Fachkräfte im Handwerk: „Von meinen 50 Mitarbeitenden sind 13 in der Lehre. Wir versuchen mit unseren selbst ausgebildeten Junggesellen die Vakanzen zu füllen.“ Mit viel Engagement am Zukunftstag, mit Schülerpraktika und Schnuppertagen im Betrieb gelinge es bisher gut, Nachwuchs für eine Ausbildung zum Elektroniker oder Anlagen-
mechaniker zu akquirieren. Dabei sei es besonders wichtig, Eltern, Großeltern und Lehrer einzubeziehen. „Auch das Handwerk wird digitaler und erfordert viel mehr Transparenz in Prozessen und Abläufen“, sagt Oliver Peter. Eine Auszubildende berichte daher auf Social-Media von ihrem Arbeitsalltag und gebe Einblicke in den Betrieb. Das wecke Aufmerksamkeit und mache einen ersten Eindruck bei Kunden und potenziellem Nachwuchs. Bei der Liefner Haustechnik GmbH drehe es sich im kommenden Jahr ohnehin viel ums Digitale: „Unsere IT wird umgestellt, auf Baustellen soll nur noch digital dokumentiert, Bestell- und Servicevorgänge papierlos werden“, erzählt der Geschäftsführer. Das werde eine Mammutaufgabe, auf die er sich aber auch freue: „Wir schneiden in 2026 den Papierzopf endlich ab und erleichtern uns viele Vorgänge.“ Das setze in der Verwaltung Kapazitäten frei und schaffe Platz für Neues.
Website: www.liefner.de
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Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade „130 Lichtmotive hängen wir in die großen Bäume, mit 3000 LED-Lichtern schmücken wir die Tannenbäume auf dem Weihnachtsmarkt“
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Foto: Kugeler
Oliver Peter, Geschäftsführer, Liefner Haustechnik GmbH
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So leuchten die Städte Braunschweig Beleuchtung rund um den Braunschweiger Weihnachtsmarkt übernimmt die Liefner Haustechnik GmbH, auch am Altstadtmarkt. Werbegemeinschaften oder Anwohnende kümmern sich gemeinsam um die Beleuchtung des eigenen Straßenzugs. Hierfür hat die Stadt ein Förderprogramm für Weihnachtsbeleuchtung. Unternehmen können sich einmalige Investitionskosten in Höhe von maximal 5.000 Euro fördern lassen, sollten sie energieeffiziente Beleuchtung einsetzen.
Lüneburg Beleuchtung der drei Innenstadt-Kirchen, der Brausebrücke und des Rathauses durch Spenden und Sponsoring. Die Beleuchtung wird durch die Amphire GmbH aufgebaut und betreut. 34 Lichtmasten in vier Straßen bekommen 3 verschiedene Giebelmotive, eine Salzsau steht im Rathausgarten. Die Sau ändert die Lichttemperatur, wenn ein Knopf gedrückt wird. Alles wird aus dem EU-Förderprogramm Resiliente Innenstadt Lüneburg gefördert.
Stade Start des „Walk of Lights“ schon im Oktober mit einzigartigem Lichtkonzept mit Lichterbögen, Ketten und Leuchtinstallationen auf 660 Metern Länge. Bis Februar erhellen Lichter die Straßen der Altstadt, insbesondere die Fußgängerzone, der Pferdemarkt und der Bahnhof. Insgesamt werden LED mit 550000 Lichtpunkten von der Firma luminar Licht- und Raumkonzepte e.K. installiert.
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Gleich zwei Sieger aus dem Handwerk bei der diesjährigen Lünale.
Künstliche Intelligenz und erfolgreicher Servicedienstleister Lünale: STERNPARTNER SE & Co. KG gewinnt Handwerkspreis 2025 - Ostermann Elektromaschinenbau GmbH bekommt Lüneburger Gründungspreis impuls 2025
Der diesjährige Handwerkspreis steht unter dem Motto „Künstliche Intelligenz im Handwerk – Zukunft gestalten“ und prämiert innovative und gleichzeitig praxistaugliche Anwendungen von KI im Handwerk in der Region Lüneburg. Preisträger in diesem Jahr ist die STERNPARTNER SE & Co. KG, die die Jury durch ihre Anwendung von KI im Autohaus überzeugte. Die STERNPARTNER SE & Co. KG veranschaulicht, wie die digitale Zukunft im Kfz-Handwerk gestaltet werden kann. Das Autohaus setzt KI in verschiedenen betrieblichen Bereichen ein: von der Auftragsvorbereitung in der Werkstatt über die Abrechnung bis hin zur telefonischen Terminvereinbarung. Durch die gezielten Anwendungsbereiche der KI zeigt STERNPARTNER, wie
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Prozesse optimiert, Ressourcen effizienter genutzt und die Servicequalität gesteigert werden können. Hierfür wurde der Betrieb mit dem LÜNALE Handwerkspreis 2025 prämiert.
Gründungspreis Der Elektromaschinenbaumeister Ostermann suchte ein modernes, zukunftsgerichtetes Unternehmen, das mit der Zeit geht. Dies hat er 2021 mit der Gründung der Ostermann Elektromaschinenbau GmbH selbst geschaffen. Was mit einem Werkzeugkoffer und einem Transporter begann, ist heute ein erfolgreiches, wachsendes Unternehmen mit zwölf Mitarbeitenden und einer eigenen Betriebsstätte in Melbeck. Der Servicedienstleister hat sich in kürzester Zeit als zuver-
lässiger Partner für die Industrie etabliert. Mit umfassender Expertise in Mechanik, Elektronik und Steuerungstechnik sorgt das Team dafür, dass Produktionsanlagen reibungslos laufen. Bei Störungen sind die Fachleute schnell beim Kunden vor Ort. Bis in den Hamburger Raum stellt das Unternehmen sicher, dass die Anlagen wieder zuverlässig laufen. In der eigenen Werkstatt und im Lager werden mittlerweile rund 5.000 Artikel digital verwaltet – ein Beweis für den hohen Grad an Organisation, Digitalisierung und Zukunftsorientierung. Diese Tatkraft, das Fachwissen und der Unternehmergeist machen das junge Unternehmen zu einem verdienten Preisträger des LÜNALE Gründungspreises impuls 2025. W
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Gründerstar Die moooov GmbH wurde mit Preis ausgezeichnet.
Sonderpreis gewonnen: Die Betriebsinhaber Rouven Albrecht und Bajo Tomfohrde.
Der GRÜNDERSTAR 2025 sowie drei Sonderpreise wurden in der 21. Auflage des Wettbewerbs an innovative und erfolgreiche Jungunternehmen aus dem Landkreis Stade verliehen. Den Sonderpreis in der Kategorie „Geschäftsmodell“ erhielt die moooov GmbH von Rouven Albrecht und Bajo Tomfohrde
aus Ahlerstedt. Das Jungunternehmen entwickelt maßgeschneiderte Mobilitätslösungen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Erstes Referenzprojekt: ein barrieregerecht umgerüstetes Fahrschulfahrzeug mit bedarfsgerechten Bedien- und Assistenzsystemen sowie vollständiger Dokumentation. Der Sonder-
preis wurde mit einem Preisgeld dotiert. W Kontakt zum Thema Beratung: Daniel Topp, Tel. 04141 6062-47, topp@hwk-bls.de im Web: www.gruenderstar.de
Gründungspreis Harburg
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Junge Unternehmen aus dem Landkreis Harburg wurden mit dem Gründungspreis 2025 ausgezeichnet: Der erste Platz ging an die Sonnenprofis.
Glückliche Gewinner des Gründungspreises: Timm & Flo GmbH.
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Die Gewinner des Gründungspreises im Landkreis Harburg 2025 stehen fest: Bei einer festlichen Preisverleihung im November 2025 im Veranstaltungszentrum „Burg Seevetal“ in Hittfeld wurden fünf junge Unternehmen für ihre Business-Ideen und Leistungen geehrt. Der Gründungspreis, der alle drei Jahre von der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH vergeben wird, war in diesem Jahr mit insgesamt 10.500 Euro dotiert. Der 1. Platz ging an die Timm & Flo GmbH & Co.
KG (www.deine-sonnenprofis.de). Die Geschäftsführer Timm Schweer und Florian Balthasar verbinden mit ihrem Unternehmen traditionelles Dachdeckerhandwerk, moderne Elektrotechnik und innovative Energiesysteme zu maßgeschneiderten Lösungen. Timm & Flo haben sich darauf spezialisiert, Gebäude energieeffizient, nachhaltig und technisch zukunftsfähig zu gestalten W Web-Wegweiser: www.gruendungspreis. eu
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Verbindung zu modernem Genusskult 100 Jahre Tradition: Heidebäckerei Meyer ist moderne Marke mit zukunftsorientiertem Betrieb.
In diesem Jahr feierte die Heidebäckerei Meyer ihr 100-jähriges Betriebsjubiläum – ein Jahrhundert, in dem sich die Handwerksbäckerei aus Wahrenholz von traditioneller Handarbeit zur modernen Traditionsmarke entwickelt hat. Gegründet wurde die Bäckerei im Jahr 1925 von Bäckermeister Wilhelm Meyer und seiner Frau Anna zunächst in Eschede, bevor der Betrieb bald nach Wahrenholz umzog. In den frühen Jahrzehnten war die Auslieferung der Backwaren noch „zu Ross“ unterwegs – ein Bild, das heute nostalgisch an die Anfänge erinnert. Im Jahr 1980 legte Herbert Meyer Junior seine Meisterprüfung ab und übernahm die Leitung in der dritten Generation. Damit begann eine Phase
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„Dieses Jubiläum ist für uns ein Ansporn, unsere Werte auch in Zukunft weiterzutragen.“ Herbert Meyer
der Modernisierung und Erweiterung: 2020 erfolgte der erste Spatenstich für die neue zentrale Backstube am Ortsrand von Wahrenholz, und 2022 konnte der Umzug in diese hochmoderne Produktionsstätte vollzogen werden. Ein weiteres Highlight war 2021, als Herbert Meyer die Auszeichnung „geprüfter Brot-Sommelier“ erhielt – Ausdruck für die Verbindung von traditionellem Handwerk mit moderner Genusskultur. Für die Heidebäckerei Meyer ist Familie nicht nur ein Begriff, sondern gelebte Philosophie: Von Beginn an über alle Generationen hinweg stehen Handwerk, Heimatverbundenheit und der Anspruch im Mittelpunkt, Brote und Gebäck zu schaffen, die nicht nur schme-
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Ehrungen und Urkunden Ihr Betrieb feiert Jubiläum? Stellen Sie einen Antrag bei 25, 40, 50 oder 75 Jubeljahren auf eine Urkunde. Ab 100-jährigem Jubiläum oder einem Meisterjubiläum von 50 oder 60 Jahren möchte die Handwerkskammer darüber hinaus einen Artikel in Form eines Porträts im Norddeutschen Handwerk veröffentlichen, aber auch digital auf Homepage oder in Social-Media-Kanälen der Handwerkskammer berichten. Einige wichtige Informationen sind für die Antragsstellung einer Urkunde notwendig und können online über ein entsprechendes Formular übermittelt werden. Web: www.hwk-bls.de/ehrungen Mail: ehrungen@hwk-bls.de
Herzlichen Glückwunsch
Fotos: privat
Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade gratuliert zum Jubiläum und wünscht weiterhin viel Erfolg:
Eine Familie - ein Betrieb: Seit einem Jahrhundert ist die Bäckerei erfolgreich in Familienbesitz.
25-JÄHRIGES BETRIEBSBESTEHEN Truck & Car Werkstatt GmbH, Hohenhameln, am 30.11.2025
Bäckermeister Reinhard Rausch,
Schornsteinfegermeister Andreas Anderßon, Jameln, am 01.11.2025
100-JÄHRIGES
Zimmermeister Arno-Andreas Kramer, Wittingen, am 06.11.2025
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75-JÄHRIGES BETRIEBSBESTEHEN
Elektrotechnikermeister Normen Dieckmann, Bad Fallingbostel, am 15.11.2025
Metallbauermeister Hilmar Burdorf, Dörverden, am 08.09.2025
cken, sondern auch Geschichten erzählen. Zum hundertjährigen Jubiläum blickt das Unternehmen nicht nur zurück, sondern auch nach vorn: „Mehr Teig, mehr Ideen, mehr Zukunft – denn wir sind noch lange nicht ‚durchgebacken‘“, heißt es in der Firmenchronik. Für die Region bedeutet dieses Jubiläum nicht nur eine starke Marke des Handwerks, sondern auch ein Zeichen dafür, wie traditionelle Betriebe sich wandeln, wachsen und gleichzeitig ihre Wurzeln bewahren können. Die Heidebäckerei Meyer zeigt exemplarisch, wie Qualität, Innovation und regionales Engagement zusammenspielen – und damit einen wertvollen Beitrag zum Handwerk im Norden leisten. W
Schwanewede, am 27.11.2025
25-JÄHRIGE SELBSTSTÄNDIGKEIT Schornsteinfegermeister Andreas Anderßon, Jameln, am 01.11.2025 Zimmermeister Arno-Andreas Kramer, Wittingen, am 06.11.2025 50-JÄHRIGES BETRIEBSBESTEHEN Radio- und Fernsehtechnikermeister Heinz Arthur Kleiske, Melbeck, am 01.11.2025 Werner Hübner GmbH, Dreherei und Maschinenbau, Lüneburg, am 21.11.2025 Heinze GmbH Maurerbetrieb,
Hambühren, am 17.11.2025
BETRIEBSBESTEHEN H. Kathmann Haustechnik GmbH, Bienenbüttel, am 01.03.2025 Brand GmbH, Zweiradmechanikerbetrieb, Celle, am 01.10.2025 Tischlermeister Stefan Nagler, Walsrode, am 28.10.2025 25-JÄHRIGES MEISTERJUBILÄUM Metallbauermeister Hilmar Burdorf, Dörverden, am 20.07.2025 Installateur- und Heizungsbauermeister Ronald Müller, Wolfenbüttel, am 24.08.2025 Kraftfahrzeugmechanikermeister Thomas Borchers, Löningen, am 08.03.2021
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Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
Freude am Gewerk vermitteln: als Honorardozent.
Unterrichten aus Leidenschaft Die Zukunft des Handwerks aktiv mitgestalten Honorardozentinnen und -dozenten übernehmen eine wichtige Rolle in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung sowie in den vielfältigen Fort- und Weiterbildungsangeboten, die in den Technologiezentren stattfinden. Die Lehrveranstaltungen decken ein breites Spektrum ab: vom kompakten Workshop über mehrtägige Seminare bis hin zu kompletten Meistervorbereitungslehrgängen. Auch digitale Formate sind inzwischen fester Bestandteil des Angebots. Für die Lehrgänge werden daher immer engagierte Lehrkräfte gesucht, die ihr Wissen und Können weitergeben möchten – sowohl im gewerblich-technischen Bereich als auch in kaufmännischen Fachgebieten, darunter Rechnungswesen, Kalkulation, Marketing,
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„Wir sind auf der Suche nach fachlich versierten und handwerklich begeisterten Persönlichkeiten.“ Jürgen Knoll
rechtliche Grundlagen und Ausbilderqualifikation. „Wir sind kontinuierlich auf der Suche nach Persönlichkeiten, die nicht nur fachlich versiert sind, sondern auch Freude daran haben, Wissen praxisnah zu vermitteln. Unsere Honorardozentinnen und -dozenten tragen entscheidend dazu bei, die Qualität der Aus- und Weiterbildung im Handwerk zu sichern“, erklärt Jürgen Knoll, Abteilungsleiter des Technologiezentrums Stade und erster Ansprechpartner für Honorarlehrkräfte am Standort Stade. Die Handwerkskammer und die Lehrgangsteilnehmenden profitieren von dem Unterricht mit Honorarlehrkräften. „Die freiberuflichen Lehrkräfte kommen
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Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
Dozieren im Technologiezentrum: Das eigene Handwerk vermitteln.
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Interessiert? Sie interessieren sich für eine Tätigkeit als Honorarlehrkraft in den Technologiezentrenn der Handwerkskammer? Weitere Infos finden Sie unter www.hwk-bls.de/dozenten oder Sie sprechen uns direkt an.
Braunschweig: Anika Münnich Tel. 0531 1201-400 muennich@hwk-bls.de
Jürgen Knoll, Abteilungsleiter des Technologiezentrums Stade
Lüneburg: Ron Gensigk Tel. 04131 712-310 gensigk@hwk-bls.de Stade: Jürgen Knoll Tel. 04141 6062-14 knoll@hwk-bls.de
Fotos:HWK
überwiegend aus der betrieblichen Praxis und haben fundierte Fachkenntnisse sowie eine langjährige Erfahrung. Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger sind ebenso willkommen wie erfahrene Dozierende. Eine sorgfältige Einführung und Unterstützung bei der Unterrichtsvorbereitung gehören zum Selbstverständnis der Kammer“ sagt Knoll. „Die Tätigkeit als Lehrkraft bietet die Möglichkeit, das Fachwissen und die Leidenschaft für den Beruf an junge Menschen weiterzugeben. Im Mittelpunkt steht, dass die Teilnehmenden ihre Lernziele erfolgreich umsetzen können.“ Mit ihrem Engagement leisten die Dozentinnen und Dozenten einen wichtigen Beitrag zur Zukunft des Handwerks. Sie qualifizieren den Fachkräftenachwuchs und bereiten die Teilnehmenden auf die Anforderungen des Marktes vor. Wer sich für diese Aufgabe interessiert, findet bei der Handwerkskammer flexible Einsatzmöglichkeiten und ein modernes Umfeld für die Lehre. „Wenn Sie sich auch vorstellen können, bei uns zu unterrichten, dann melden Sie sich einfach. Gemeinsam schauen wir, welche Möglichkeiten für Sie in Frage kommen. Aktuell suchen wir gerade im Bereich Elektro, Bäcker, KfZ, SHK und einige andere Unterstützung. Aber auch wenn Gewerke nicht ausgeschrieben sind, freuen wir uns über Initiativbewerbungen“, sagt Jürgen Knoll. W
Web-Wegweiser: www.hwk-bls.de/dozent-gesucht
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Betrieb
Foto: handwerk.de
Frohe Festtage! Ein Jahr mit vielen Herausforderungen geht zu Ende. Sie haben viel geleistet und sich eine Pause verdient. Nutzen Sie die Weihnachtstage um Energie zu tanken für das, was das neue Jahr bringen wird.
Eine Neuerung für 2026 legen wir Ihnen gern unter den Tannenbaum: Das E-Paper des Norddeutschen Handwerks wird ab Januar auf einer neuen Plattform erscheinen – mit neuen Funktionen und Möglichkeiten. So können Sie sich Texte per Künstlicher Intelligenz zusammen-
fassen oder vorlesen lassen. Auch eine leistungsstarke Suche im Magazin-Archiv wird es geben. Schauen Sie doch vorbei unter norddeutsches-handwerk.de! Herausgeber, Verlag und die Redaktion wünschen Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein erfolgreiches 2026! (JA)
Entlastung für Wenige Mit dem Industriestrompreis sollen Unternehmen der energieintensiven Industrie ab 2026 entlastet werden. Das Handwerk fürchtet ein neues Ungleichgewicht. MARTINA JAHN UND ANNA-MAJA LEUPOLD
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ie Spitzen der Koalition haben sich darauf geeinigt, für drei Jahre einen Industriestrompreis in Deutschland einzuführen.
Was die Regierung ab 2026 plant
Laut Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) soll der Industriestrompreis zum 1. Januar 2026 eingeführt und rückwirkend ausbezahlt werden. Das Antrags- und Auszahlungsverfahren soll – ebenso wie bei der Strompreiskompensation – nachjährig erfolgen. Das heißt: 2027 sollen beispielsweise die Beihilfen
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Christian Brück, Bäckermeister
für das Jahr 2026 beantragt und ausgezahlt werden, erläutert das BMWE. Dem Ministerium zufolge verfolgt die Regierung mit der geplanten Maßnahme mehrere Ziele: So sollen die preisliche Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hersteller gestärkt, Standortverlagerungen verhindert und Wertschöpfungs- und Beschäftigungsstrukturen in strategisch wichtigen Branchen gesichert werden. Das Handwerk sieht das Vorhaben der Regierung kritisch: Ein Industriestrompreis, der nur für ausgewählte Branchen gilt, schafft
NDH 12/2025
laut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) „neue Ungleichgewichte“. Anstatt die Stromkosten für die gesamte Wirtschaft zu senken, verschärfe ein solcher Ansatz die Wettbewerbsnachteile kleiner und mittlerer Handwerksbetriebe. Einen fairen Wettbewerb zwischen Handwerk und Industrie wünscht sich auch Bäckermeister Christian Brück aus Delmenhorst. Der Inhaber von Bäcker Becker mit zehn Mitarbeitenden verstehe zwar, dass riesige Industriebetriebe höhere Kosten als kleine Handwerksbetriebe hätten. „Prozentual auf das fertige Produkt gerechnet, sind sie in der Industrie aber wesentlich geringer“, gibt Brück zu bedenken. Er habe in den vergangenen Jahren viel investiert, um die Stromkosten in seinem Betrieb zu senken. Doch unterm Strich habe sich das nicht bemerkbar gemacht. „Am Ende schließen durch die Belastungen immer mehr kleine Betriebe, weil die Kunden, wie in unserem Fall, sich das Brot vom handwerklichen Bäcker nicht mehr leisten können“, fürchtet der Unternehmer.
Energiepreise: Was das Handwerk fordert
Dem ZDH zufolge ist die Industrie „ein zentraler Pfeiler“ der Volkswirtschaft. Das Handwerk hingegen sei das „Fundament der deutschen Wirtschaft“, das Ausbildung, Beschäftigung und regionale Stabilität sichere. „Eine nachhaltige Energiepolitik muss beide Bereiche gleichermaßen stärken, damit Wachstum und wirtschaftliche Erholung
Fotos: beermedia.de - Fotolia.com | Martina Jahn
Betrieb
Kostenfaktor Energie: Das Handwerk fordert von der Politik eine allgemeine Stromsteuer, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für Industrie und Handwerk zu schaffen.
„Am Ende schließen durch die Belastungen immer mehr kleine Betriebe.“ Christian Brück, Bäckermeister
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wieder möglich werden“, fordert der ZDH. Er liefert auch einen Vorschlag, wie die Politik genau dafür sorgen könnte: „Eine allgemeine Stromsteuer wäre das schnellste und wirksamste Signal, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und zusätzliche Bürokratie zu vermeiden.“ In der Bäckerei von Christian Brück macht sich der Bürokratieaufwand seit Jahren bemerkbar: „Wenn ich allen Vorgaben zu 100 Prozent nachkommen würde, hätte ich nicht eine Stunde Zeit in der Woche für meine eigentliche Arbeit“, sagt er. Sein Fazit: „Wir müssen aufpassen, dass wir als mittelständische Unternehmer überhaupt noch Geld verdienen, wenn sich nichts ändert.“ Endgültig beschlossen ist der Industriestrompreis noch nicht. Laut BMWE wird erst noch eine Förderrichtlinie erarbeitet, die die Europäische Union anschließend noch genehmigen muss. W
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Was ist Ihre Meinung? „Tofu-Stange“ statt „vegane Bratwurst“: Was halten Sie vom Beschluss des EU-Parlaments? Schreiben Sie uns: redaktion@handwerk.com
Beschreibung wie „Vegane Bratwurst“ soll nach der Abstimmung des EU-Parlaments nicht mehr für vegane oder vegetarische Alternativen genutzt werden.
Debatte um „Veggie-Schnitzel“ Das EU-Verbot für „Veggie-Wurst“ spaltet: Wir haben im Fleischerhandwerk nachgefragt und zwei ganz unterschiedliche Antworten bekommen. JORINA TENBERG
as EU-Parlament hat entschieden: Begriffe wie Wurst, Steak und Schnitzel sollen künftig nicht mehr für vegane und vegetarische Alternativen genutzt werden dürfen. Das sogenannte „Veggie-Schnitzel“-Verbot sorgt vor allem in den sozialen Medien für ordentlich Diskussionstoff. Wir haben das zum Anlass genommen und im Fleischerhandwerk nachgefragt.
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Das sagt der Deutsche Fleischer-Verband
Der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) befürwortet ausdrücklich die Entscheidung des Europäischen Parlaments. Die Berichterstattung über den EU-Entscheid werde aus Sicht des DFV zu einseitig und unsachlich
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„Ein gleicher Name suggeriert eine Gleichwertigkeit, die es ernährungsphysiologisch nicht gibt.“ Thomas Trettwer, DFV-Justiziar
geführt. „Eine Auseinandersetzung mit den zutreffenden Gründen, die für eine solche Einschränkung sprechen, erfolgte nicht“, heißt es in einem Statement des DFV. „Zuallererst, das Fleischerhandwerk hat nichts gegen vegane und vegetarische Produkte“, betont DFV-Justiziar Thomas Trettwer. Außerdem sei kein Verbot von vegetarischen oder veganen Erzeugnissen vorgesehen. „Nur die Verwendung der Originalbezeichnung der Fleischprodukte ist für vegane Alternativen ausgeschlossen“, sagt der Jurist. Trettwer ergänzt: „Die Fleischer haben Leitsätze und Vorgaben, an die sie sich halten müssen, um beispielsweise eine Salami ‚Salami‘ nennen zu dürfen.“ Eine Ergänzung
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Betrieb
Betrieb
Fleischermeister: „Kunden orientieren sich an Zubereitungsart, nicht an Ideologie“
Fleischermeister Eric Handke von der Fleischerei Handke in Hannover sieht die geplante Namensregelung für vegane Produkte gelassen: „Mir persönlich ist es relativ egal, wie die Produkte heißen“, erklärt er. Die Fleischerei Handke hat eine große Auswahl an veganen Produkten im Sortiment. Dem
„Die Benennung ist eine praktische Orientierung, keine Täuschung.“ Eric Handke, Fleischermeister
Foto: Privat
von „vegan“ dürfe die bestehenden Vorgaben beim Namensschutz nicht aushebeln. Trettwer sieht allerdings noch ein weiteres Problem: „Wenn der Name von veganen Produkten auf ein Fleischerzeugnis anspielt, suggeriert das eine Gleichwertigkeit, die es ernährungsphysiologisch nicht gibt.“ Schließlich enthalten Fleischprodukte andere Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe als vegane Erzeugnisse.
Fleischermeister zufolge habe der Name von diesen Produkten keinen Einfluss auf das Geschäft, denn die Nachfrage nach veganen und vegetarischen Alternativen sei da. Viele Endverbraucher würden diese Produkte aus verschiedenen Gründen kaufen – sei es weniger Tierleid, Gesundheit, Neugier auf neue Produkte oder Nachhaltigkeit. Der Geschmack solle dabei an das tierische Original herankommen. Genau deshalb seien die Bezeichnungen wie „vegane Bratwurst“ oder „veganes Schnitzel“ auch sinnvoll, meint der Fleischermeister. „Die Kunden wissen durch den Namen sofort, wie sie das Produkt zubereiten und verwenden können. Das ist eine praktische Orientierung, keine Täuschung“, so Handke. Sein abschließendes Fazit: „Sprachverbote gehen am Markt vorbei. Der Kunde wird am Ende eh ‚vegane Bratwurst‘ sagen.“ W
Jörg Dittrich bleibt ZDH-Präsident Einstimmig wurde Jörg Dittrich für weitere drei Jahre zum ZDH-Präsidenten gewählt. Das Ergebnis motiviere ihn für seine Arbeit und sei Bestätigung und Aufgabe zugleich.
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Amtszeit berichtet: „Mit Ihrer Unterstützung fühle ich mich in meinem Amt angekommen. Wir haben in den vergangenen drei Jahren viele Dinge angestoßen – die müssen und sollen weiter vorangetrieben werden.“ Die 100-Prozent-Zustimmung wertete er als Einigkeit des Handwerks und den Willen, mit einer Stimme zu sprechen, um die Interessen des Handwerks voranzutreiben. „Mein Ziel bleibt es, die Einheit des Handwerks zu sichern. Denn mehr denn je braucht es in einer zunehmend fragmentierten Gesellschaft eine starke gemeinsame Stimme, um
Gehör bei der Politik zu finden und für mehr unternehmerische Freiheit, weniger Bürokratie und mittelstandsfaire Rahmenbedingungen zu kämpfen“, betonte ZDH-Präsident Dittrich nach der Wahl.
Laut Satzung ist Dittrich damit auch weiterhin Präsident der Unternehmerverbände des Deutschen Handwerks (UDH) und des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT). (JA) W
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Zu Tränen gerührt zeigte sich Jörg Dittrich nach der Wiederwahl zum Präsidenten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Stehende Ovationen gab es für ihn auf dem Deutschen Handwerkstag in Frankfurt am Main von den rund 300 Vertretern aus Handwerkskammern und Verbänden. Der Dachdeckermeister aus Dresden wurde einstimmig wiedergewählt. Er wird damit auch in den kommenden drei Jahren an der ZDH-Spitze stehen. „Ich habe tierisch Bock“, sagte Dittrich nach seiner Wahl. Zuvor hatte er über seine erste
Wiedergewählt: Jörg Dittrich ist für weitere drei Jahre ZDH-Präsident.
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Betrieb
Diese neuen Regeln und Gesetzesänderungen betreffen Handwerksbetriebe ab 2026: neue Mindestlöhne, steuerliche Anpassungen und digitale Prozesse.
Was sich 2026 ändert Ob Mindestlohn, Führerschein oder Tarifverträge: 2026 treten einige Änderungen und neue Gesetze in Kraft. Ein Überblick, was für Handwerker wichtig wird. ANNA-MAJA LEUPOLD UND INA ZUKINA
Der Mindestlohn steigt auf 13,90 Euro
Zum Jahreswechsel wird der gesetzliche Mindestlohn um 1,08 Euro angehoben. Vom 1. Januar 2026 an liegt die Lohnuntergrenze in Deutschland damit bei 13,90 Euro pro Stunde. Das hat die Bundesregierung per Verordnung beschlossen und so den Vorschlag der Mindestlohnkommission umgesetzt.
Neue Verdienstgrenze für Minijobber Wenn zum 1. Januar 2026 der gesetzliche Mindestlohn steigt, wird zeitgleich auch die Verdienstgrenze für Minijobber angehoben. Sie liegt dann bei 603 Euro pro Monat, bislang beträgt die sogenannte Minijob-Grenze noch 556 Euro.
Beitragsbemessungsgrenzen steigen 2026 Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung steigen erneut: Für gesetzlich Versicherte, die über ein hohes Einkommen verfügen, hat das höhere Sozialabgaben zur
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Wenn zum 1. Januar 2026 der gesetzliche Mindestlohn steigt, wird zeitgleich auch die Verdienstgrenze für Minijobber angehoben.
Folge. Denn durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung wird bei Gutverdienern ein größerer Teil des Gehalts mit Sozialabgaben belastet. Das sind die neuen Beitragsbemessungsgrenzen: ● In der allgemeinen Rentenversicherung liegt sie 2026 bei 101.400 Euro im Jahr. ● In Kranken- und Pflegeversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze 2026 auf 69.750 Euro im Jahr.
Sommerausfallgeld für Gerüstbauer
2026 wird im Gerüstbauer-Handwerk erstmals ein tarifliches Sommerausfallgeld eingeführt: Künftig können Betriebe zwischen dem 1. Mai und dem 31. August bis zu 50 Ausfallstunden geltend machen, wenn extreme Witterungsbedingungen die Arbeit auf dem Gerüst unmöglich machen. In diesen Fällen werden laut der Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk 75 Prozent des
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Betrieb
Deutschlandticket teurer
Stundenlohns über die Sozialkasse erstattet, zusätzlich erhalten Betriebe 32 Prozent der Sozialaufwendungen zurück.
Zum Jahreswechsel soll der Preis des Deutschlandtickets von 58 auf 63 Euro steigen, das hat die Verkehrsministerkonferenz beschlossen. Die Länder können demnach weiterhin eigene Rabatte für Schülerinnen, Schüler, Azubis oder sozial Bedürftige anbieten.
Entgelttransparenz: Umsetzung ab Juni? Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie muss bis zum 7. Juni 2026 in deutsches Recht umgesetzt werden. Sie sieht unter anderem Folgendes vor: ● Unternehmen müssen im Bewerbungsverfahren offenlegen, welches Einstiegsgehalt oder welche Gehaltsspanne gilt. ● Beschäftigte haben Anspruch auf Auskunft über ihr eigenes Gehalt und darüber, wie viel Kollegen verdienen, die die gleiche oder eine gleichwertige Tätigkeit ausüben. ● Unternehmen mit mindestens 100 Beschäftigten müssen regelmäßig über das geschlechtsspezifische Lohngefälle (Gender Pay Gap) berichten. Bundesgleichstellungsministerin Karin Prien hat bereits angekündigt, dass die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in Deutschland 1:1 umgesetzt werden soll. Ein Gesetzesentwurf soll Anfang 2026 basierend auf den Vorschlägen der vom Bundesfamilienministerium eingesetzten Kommission erarbeitet werden.
Mindestausbildungsvergütung 2026
Für Auszubildende, die eine Ausbildung Handwerksordnung oder BBiG machen, wird 2026 die Mindestausbildungsvergütung angehoben. Für Lehrlinge, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2026 eine Lehre beginnen, steigt sie um 6,2 Prozent. Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gelten damit künftig folgende Mindestvergütungen: ● Erstes Ausbildungsjahr: 724 Euro ● Zweites Ausbildungsjahr: 854 Euro ● Drittes Ausbildungsjahr: 977 Euro ● Viertes Ausbildungsjahr: 1.014 Euro
Digitaler Führerschein
Seit November 2025 können Bürger ihren Fahrzeugschein über die neue i-Kfz-App digital auf dem Smartphone vorzeigen. Ab Anfang 2026 soll die App auch juristischen Personen – wie Flottenbetreibern zur Verfügung stehen – das kündigte das Bundesverkehrsministerium an. Außerdem plant die Bundesregierung, bis Ende 2026 einen digitalen Führerschein in der App bereitzustellen.
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Elektronischer Berufsausweis wird Pflicht
Der CO₂-Preis pro ausgestoßener Tonne Kohlendioxid liegt aktuell noch bei 55 Euro. Zum Jahreswechsel wird der Preis erneut angehoben, allerdings ändern sich auch die Regeln für die Anhebung.
Alle Hilfsmittelerbringer – wie etwa Augenoptiker und Hörakustiker – müssen gemäß § 360 Abs. 8 SGB V bis spätestens 1. Januar 2026 an die Telematikinfrastruktur (TI) des Gesundheitswesens angeschlossen sein. Für die notwendige Authentifizierung benötigen die Betriebe zwei neue Karten: ● Den elektronischen Berufsausweis (eBA) für die persönliche Identifikation und Signatur sowie ● die Institutionskarte SMC-B, die den Betrieb selbst für die IT freischaltet. Beide Karten werden über die zuständigen Handwerkskammern beantragt.
CO₂-Preis: Was sich 2026 ändert
Der CO₂-Preis pro ausgestoßener Tonne Kohlendioxid liegt aktuell noch bei 55 Euro. Zum Jahreswechsel wird der Preis erneut angehoben, allerdings ändern sich auch die Regeln für die Anhebung. Statt eines festen Satzes soll der CO₂-Preis ab 2026 durch die Versteigerung von Emissionszertifikaten ermittelt werden – zunächst in einem Bereich von 55 bis 65 Euro je Tonne. Der ADAC hat ausgerechnet, welche Folgen das für Autofahrer haben könnte. Demnach könnte 2026 die CO₂-Abgabe maximal um knapp drei Cent je Liter Benzin und um etwas mehr als drei Cent pro Liter Diesel steigen. Wie viele Autofahrer letztlich beim Tanken bezahlen müssen, hängt laut ADAC aber auch von anderen Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Ölpreis.
Tierhaltungskennzeichnung ab März 2026
Ab dem 1. März wird die Tierhaltungskennzeichnung für Schweinefleisch verpflichtend. Das Gesetz war ursprünglich bereits für August 2025 vorgesehen, wurde jedoch aufgrund von Kritik der Länder verschoben. Von den neuen Regeln sind alle Fleischereien und Verkaufsstellen betroffen, die Schweinefleisch aus deutscher Produktion anbieten. W
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Betrieb
Ist die Erhöhung ab 2026 ungültig? Eigentlich soll der Mindestlohn ab Januar auf 13,90 Euro steigen. Doch ein Arbeitsrechtler hat Zweifel geäußert, ob der Beschluss rechtlich vertretbar ist. Könnte die Erhöhung nun kippen? tig. Das hat der Leiter des Lehrstuhls für Arbeitsrecht und Bürgerliches Recht an der Universität Tübingen in einem Fachaufsatz und im Interview mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) erörtert. Pickers Begründung: Der Gesetzgeber „hat seine Hausaufgaben nicht gemacht“: § 9 des Min-
Ein Arbeitsrechtler bezweifelt die rechtliche Grundlage für die Mindestlohnerhöhung ab dem kommenden Jahr.
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Das Bundeskabinett hat zwar Ende Oktober der Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro pro Stunde ab Januar 2026 und auf 14,60 Euro ab 2027 zugestimmt. Doch nun sorgt die Aussage des Arbeitsrechtlers Christian Picker für Diskussionen: Er hält die Empfehlung der Mindestlohnkommission für nich-
destlohngesetzes schreibe fest, dass die Erhöhung des Mindestlohns eine Ermächtigungsgrundlage brauche. Darin sei unter anderem geregelt, an welchen Punkten sich die Mindestlohnkommission bei der Festsetzung des Betrags zu orientieren hat. Als Ermächtigungsgrundlage diene die EU-Mindestlohnrichtlinie. Sie soll zum einen Arbeitnehmer vor Armut schützen. Zum anderen soll sie angemessene Mindestlöhne und Tarifverhandlungen fördern. Die Kommission setzt zwar keine Mindestlöhne fest, sieht aber unter anderem Referenzwerte wie 60 Prozent des Medianlohns
vor, an denen sich die Mitgliedsstaaten orientieren sollen. Davon steht Pickers Aussage zufolge jedoch nichts im § 9. Das Ergebnis sei nun, „dass wir eine andere Mindestlohntradition und -funktion haben, als sie der europäische Gesetzgeber vorsieht“, sagt der Jurist im MDR-Interview. Ihm sei unbegreiflich, dass die Politik das so nicht sehe. Picker betont, er wolle den Mindestlohn mit seiner Einschätzung nicht kaputt machen. Aber der Gesetzgeber sei dazu verpflichtet, eine hinreichende rechtliche Grundlage für die Entscheidung der Mindestlohnkommission zu schaffen. (JA) W
Handwerk bleibt gefragt Viele Beschäftigte fürchten Jobverluste durch KI. Doch eine MyHammer-Studie zeigt: Immer mehr Menschen denken über einen Wechsel ins Handwerk nach. Der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in vielen Branchen wirft Fragen zur Zukunft der Arbeitswelt auf. Laut einer Studie der Online-Plattform MyHammer sorgen sich rund ein Drittel der 1.000 Teilnehmenden, dass KI ihren derzeitigen Job beeinflusst. Bei den 18- bis 34-Jährigen seien es sogar 39 Prozent.
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Während KI zahlreiche Tätigkeiten automatisieren kann, gibt es Bereiche, in denen menschliche Fähigkeiten weiterhin unverzichtbar sind. Das zeige auch die Nachfrage nach Handwerkern: Über ein Drittel der Teilnehmenden hatten kürzlich Schwierigkeiten, einen guten Handwerker zu finden.
Erfreulicherweise denken laut der Studie sieben Prozent der Befragten über eine Umschulung in einen Handwerksberuf nach. Besonders hoch sei das Interesse bei jüngeren Erwachsenen. Hier ziehen 14 Prozent eine berufliche Neuorientierung ins Handwerk in Betracht. Auch unter Frauen, die in handwerklichen Berufen
bislang unterrepräsentiert sind, ist Interesse vorhanden: Fünf Prozent können sich eine Umschulung vorstellen. Die Gründe für diese Überlegungen seien vielfältig: Nicht nur die Sorge vor Jobverlust durch KI, sondern auch die Unzufriedenheit im aktuellen Beruf spiele eine Rolle. (JTE) W
NDH 12/2025
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Betrieb
Investitionen in die Zukunft des Handwerks: Der Bundeshaushalt 2026 bringt mehr Geld für Ausbildung und Bildungszentren.
Mehr Geld für berufliche Bildung Der Bundeshaushalt 2026 ist beschlossen – mit zusätzlichen Mitteln für die Ausbildung im Handwerk. Der ZDH spricht von einem wichtigen Signal. In der abschließenden Bereinigungssitzung hat der Haushaltsausschuss des Bundestages den Bundeshaushalt 2026 beschlossen. Der Etat umfasst rund 524,5 Milliarden Euro und liegt damit laut Bundestag vier Milliarden Euro über dem Regierungsentwurf. Für das Handwerk besonders relevant: In die berufliche Bildung und die Modernisierung der Bildungsinfrastruktur soll mehr investiert werden. Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandss des Deutschen Handwerks (ZDH), begrüßt die Entscheidung und erklärte, sie „wertschätzt endlich stärker als bisher die Leistungen der Handwerksbetriebe zur Ausbildung junger Menschen“.
Was die Beschlüsse für das Handwerk bedeuten Die ausbildenden Betriebe würden laut Schwannecke künftig bei der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) stärker entlastet: Die Bundesmittel sollen 2026 auf 90 Millionen Euro steigen – bislang stünden 75 Millionen Euro zur Verfügung.
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„Die Entscheidung wertschätzt endlich stärker als bisher die Leistungen der Handwerksbetriebe zur Ausbildung junger Menschen.“ Holger Schwannecke, ZDH-Generalsekretär
Das helfe und belohne die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe, so Schwannecke. Er verweist zudem darauf, dass auch die Bildungszentren von zusätzlichen Investitionen profitieren sollen. Die schrittweise Auflösung des Investitionsstaus werde weitergeführt: „Dem Bundeswirtschaftsministerium stehen für 2026 nun 55 Millionen Euro und damit 17 Millionen Euro mehr zur Verfügung, im Bundesbildungsministerium wird die Förderung auf dem erhöhten Niveau mit 97 Millionen Euro fortgesetzt“, sagt der ZDH-Generalsekretär.
ZDH fordert weitere Schritte Schwannecke betont, dass die Beschlüsse die zentrale Bedeutung der beruflichen Bildung für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland unterstreichen. Zugleich mahnt er zusätzlichen Handlungsbedarf an. In den kommenden Jahren müsse die berufliche Bildung auch am Sondervermögen Infrastruktur beteiligt werden, um die Modernisierung der handwerklichen Bildungsstätten umsetzen zu können. (IZ) W
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Betrieb
So entspannt kann Fortbildung sein: Wenn im Betrieb nichts los ist, nehmen Sie sich Zeit für Wissensimpulse, zum Beispiel einen Podcast zum Thema KI im Handwerk.
Zeit zum Durchatmen Vom Aufräumen bis zur Weiterbildung – fünf Anregungen für die Zeit zwischen den Jahren für Sie! KATHARINA WOLF
s ist die Ruhe nach dem Sturm: die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Kein Telefon klingelt, nur wenige E-Mails trudeln ins Postfach. Das Team ist im Urlaub, die Kunden auch. Zeit also, sich mit den Dingen zu beschäftigen, die im Laufe des Jahres immer liegen bleiben. Jasmin Möser, Unternehmensberaterin mit Fokus auf kleine Betriebe, hat Tipps, wie sich die Zeit zwischen den Jahren sinnvoll für den Betrieb nutzen lässt.
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Ist erstmal alles geordnet, können Sie sich einen Überblick verschaffen: Was ist noch offen? „Der Stichtag 31. Dezember kann für die Einhaltung von Fristen wichtig sein.“
2. Zeit zum Ausmisten und für Wartung
1. Büro aufräumen und Übersicht schaffen
Auf Ihrem Schreibtisch türmen sich die Papiere? Es stapeln sich Zeitschriften, die Sie immer mal lesen wollten? „Nutzen Sie die ruhige Zeit, um aufzuräumen – das ist das Fundament für das neue Jahr“, sagt Möser. Sortieren, Wichtiges abheften, Unwichtiges wegwerfen. „Sie sollten wirklich großzügig entsorgen“, betont die Beraterin. „Das entlastet enorm.“ Denn Aufräumen sei wie ein Reset-Knopf im Gehirn: „Es schafft mentale Klarheit und sorgt dafür, dass überhaupt wieder Raum für neue Ideen entstehen kann.“
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Jasmin Möser, Beraterin
„Die Zeit zwischen den Jahren ist auch ein guter Zeitpunkt, um das Werkzeug zu sortieren, kleinere Maschinen zu warten und kaputte Kleinteile auszumisten“, sagt Möser. Verschaffen Sie sich einen Überblick: Welche Geräte müssen im neuen Jahr gewartet oder neu angeschafft werden? Wie ist der Stand bei den Verbrauchsmaterialien? Diese Arbeit lohne sich mehrfach: „Sie sorgen für mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit in der Werkstatt, es gibt weniger Ausfälle, wenn die Maschinen gebraucht werden – das sorgt für mehr Effizienz“, zählt die Expertin auf. „Gleichzeitig vermittelt es auch dem Team ein positives Gefühl, wenn Werkzeug, Maschinen und Werkstatt in gutem Zustand sind.“
3. Pause machen!
Das ganze Jahr verläuft hektisch und ist mit Terminen dicht gepackt? Dann nutzen Sie die
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Betrieb
4. Perspektive wechseln
Nutzen Sie den Schwung aus der freien Zeit, um Bilanz zu ziehen: „Versuchen Sie, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und den Betrieb durch die Brille von Kunden, Mitarbeitenden und Lieferanten zu betrachten“, schlägt Möser vor. „Seien Sie dabei ehrlich zu sich selbst und fragen sich: Wie groß ist mein Anteil, wenn etwas nicht reibungslos lief?“Folgende Fragen könnten Sie sich stellen: Kunden: ● Welche Beschwerden und Reklamationen gab es? ● In welchen Bereichen hakt es bei uns am häufigsten? ● Wie können wir uns verbessern? Mitarbeitende: ● In welchen Situationen gab es Ärger mit einem Mitarbeitenden?
„Wir nutzen die Ruhe sinnvoll“ Trotz einer allgemeinen Betriebsruhe sind die Handwerker der Thiemt GmbH in Bad Salzdetfurth in Ausnahmefällen auch zwischen den Jahren auf der Baustelle anzutreffen. Stefan Thiemt, Geschäftsführer der Thiemt GmbH (Foto), erklärt, was es damit auf sich hat
Wie gestalten Sie die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr in Ihrem Betrieb?
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Wo habe ich mich vielleicht falsch verhalten? ● Sind die Abläufe gut durchdacht und allen Mitarbeitenden klar? Lieferanten: ● In welchen Bereichen gab es Lieferengpässe oder Missverständnisse? ● Wie ist das Verhältnis? Hat sich etwas zum Schlechteren verändert? ●
5. Mini-Weiterbildung
„Entsorgen Sie wirklich großzügig.“ Jasmin Möser, Beraterin
Gönnen Sie sich etwas zwischen den Jahren – etwa in Form einer Mini-Weiterbildung. „Damit ist kein aufwendiger Kurs gemeint, sondern Impulse aus Podcasts, Videos oder Artikeln, die Sie über den Tellerrand blicken lassen“, sagt die Unternehmensberaterin. Wichtig sei, dass das Thema nicht unmittelbar mit Ihrem Tagesgeschäft zu tun hat. „Viele Unternehmer wollen in Weiterbildungen ihr Fachwissen vertiefen und verlieren dabei das unternehmerische Wissen aus dem Blick, das für den Betrieb in der Zukunft entscheidend sein können“, warnt sie. Software, Betriebsführung, Marketing, Mitarbeiterführung oder Selfcare – das Themenspektrum ist groß! Deshalb: Legen Sie die Füße hoch und hören Sie einen Podcast zum Thema KI im Handwerk. Schauen Sie eine Dokumentation über das sich verändernde Konsumverhalten der Deutschen oder holen Sie sich Tipps für eine bessere Work-Life-Balance. W
» Stefan Thiemt: Der Freitag vor Weihnachten ist bei uns traditionell der letzte Arbeitstag. Bis zum ersten Montag im neuen Jahr herrscht bei uns eine Betriebsruhe. Viele Kollegen fahren mit ihren Familien in den Urlaub. Es ist allerdings dennoch immer jemand hier vor Ort: Wir nutzen die Zeit zum Beispiel, um unsere Maschinen zu warten und die Werkezeuge zu kontrollieren. Außerdem ist unser Büro besetzt. Dort wird die Ruhe genutzt, um konzentriert die letzten Projekte abzuschließen und gleichzeitig Vorbereitungen zu treffen.
Sind Sie zwischen den Jahren auf der Baustelle im Einsatz?
» Thiemt: Nein, in der Regel nicht. Es gibt allerdings Ausnahmen: Die Zeit zwischen
den Jahren können wir zum Beispiel für Arbeiten an öffentlichen Gebäuden nutzen, wie Schulen oder Kindergärten. Die festen Schließzeiten erleichtern es uns, dort die gewünschten Arbeiten umzusetzen. Außerdem machen wir auch gerne für unseren gewerblichen Kunden eine Ausnahme und sind für sie im Einsatz.
Wie ist die Stimmung an diesen Tagen bei Ihnen in der Firma? » Thiemt: Die Stimmung im Betrieb ist zu dieser Zeit sehr besonders. Es ist viel ruhiger, da das Telefon deutlich seltener klingelt und nur wenige Kollegen im Betrieb sind. Der ganze Trubel, der sonst das Jahr über auf den Baustellen und im Betrieb herrscht, ebbt ab. Wir sind alle viel gelassener. (IV)
Foto: Privat
Zeit, in der ohnehin keiner etwas von Ihnen will, um einfach mal Pause zu machen. „Gönnen Sie sich ein paar Tage ohne den Betrieb“, sagt Möser. „Keine Telefonate, keine E-Mails, kein Büro!“ Viele Unternehmer unterschätzten die Notwendigkeit von Pausen: „Doch immer länger und härter zu arbeiten, bedeutet nicht, dass ich produktiv bin“, betont sie. „Abstand hilft und bringt Klarheit.“ Mit dieser Klarheit und neuer Energie können Sie sich dann eher strategischen Themen zuwenden, die sich gut für die Zeit um den Jahreswechsel eignen.
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Fotos: Martina Jahn
Regionales
Wurde als Familienunternehmerin des Jahres 2025 ausgezeichnet und für ihre Empathie, ihr Durchsetzungsvermögen und ihre Beharrlichkeit gelobt: Bianca Rosenhagen. Sie führt die Rosenhagen GmbH in Kleinburgwedel gemeinsam mit Ihrem Mann Heiko Rosenhagen (kleines Bild).
Familie im Fokus Bianca Rosenhagen hört zu, hakt nach und packt an. Dabei sind ihre Fragen nicht immer angenehm, aber sie wirken dort, wo Veränderungen im Handwerk gebraucht werden. MARTINA JAHN
enn Bianca Rosenhagen Fragen stellt, weiß sie oft die Antwort schon. In diesen Fällen ist das Ziel ihrer Fragen „zum Nachdenken anregen“. Die Geschäftsführerin der Rosenhagen GmbH in Kleinburgwedel meldet sich gern zu Wort nach dem Motto: „Man kann ja einfach mal nachfragen“. Vor zwölf Jahren ist sie in den Familienbetrieb mit eingestiegen. Bis dahin führte ihr Mann Heiko den Metallbaubetrieb allein in dritter Generation. Eigentlich kommt Rosenhagen aus einem ganz anderen Bereich: Lange Zeit hat sie als Kindertherapeutin gearbeitet. Aus einer Auszeit wurde ein Full-Time-Job mit neuen Herausforderungen im Familienbetrieb. „Dort entdeckte ich mein Organisationstalent und den Drang zur Veränderung“, sagt sie.
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Veränderungen führen zum Erfolg
Schnell hat Rosenhagen gemerkt, dass sie in dem Betrieb mit damals noch 15 Mitar-
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„Wenn es den Unternehmen gut geht, geht es auch den Mitarbeitenden gut und damit der Gesellschaft.“ Bianca Rosenhagen
beitenden viel Gestaltungsspielraum hat. Dieser Spielraum habe ihr im Angestelltenverhältnis gefehlt. Zunächst habe sie viel beobachtet, analysiert und Mitarbeitende gefragt: Wie wollen wir hier arbeiten? Was können wir besser machen? „Im Mittelpunkt steht für mich, Menschen zuzuhören und zu verstehen. Denn jeder hat eine Begabung, die man finden und fördern kann“, sagt sie. Mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement waren die Grundlagen für den Veränderungsprozess gelegt. Und ihre Ideen fanden Zuspruch. Also stieß sie weitere Projekte an. Innerhalb des Betriebs hat sie nach und nach Prozesse hinterfragt und verändert – insbesondere in Sachen Mitarbeitergesundheit und –zufriedenheit, Kommunikation und Fehlerkultur. „Ich war überrascht, dass es schnell vorwärts ging. Außerdem habe ich durch mein Wirken auch meinen Mann als alleinigen Inhaber entlastet“, sagt Rosenhagen rückblickend.
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Regionales
„Engagement muss auch Spaß machen“
Eine enge Bindung hatte Rosenhagen zu ihrer Großmutter. Sie ist noch immer ihr Vorbild: Das gilt für Werte im Leben, das Unternehmertum und sich als Mensch treu zu bleiben.
Grenzen außerhalb des Betriebs: Vorgaben von Politik und Wirtschaft
Je mehr Rosenhagen bewegte, desto mehr stieß sie an Grenzen außerhalb des Betriebs. „Also habe ich mich im Handwerk und der Politik stärker vernetzt, um mit Entscheidern ins Gespräch zu kommen“, sagt sie. Austausch mit anderen Frauen auf Augenhöhe habe sie bei den Unternehmerfrauen im Handwerk gefunden, dort ist Rosenhagen noch heute aktiv. Um in der regionalen Wirtschaft etwas für mittelständische Betriebe zu bewegen, wurde sie in den Stadtrat von Burgwedel gewählt. Das Credo für ihr Engagement dort: „Wenn es den Unternehmen gut geht, geht es auch den Mitarbeitenden gut und damit der Gesellschaft.“ Auch das Thema Bildung liegt Rosenhagen am Herzen. Deshalb engagiert sie sich bei SchuleWirtschaft Niedersachsen, einem deutschlandweiten Netzwerk, das sich für eine praxisnahe Berufsorientierung einsetzt. „Dort habe ich festgestellt, dass Vertreter aus Schulen und Wirtschaft oft aneinander vorbeireden. Hier muss die Kommunikation verbessert werden, um junge Menschen als Fachkräfte zu gewinnen.“ Berufsorientierung spiele dabei immer wieder eine zentrale Rolle.
Azubi-Ticket vor dem Start Ab Januar 2026 führt Niedersachsen für Auszubildende und Freiwilligendienstleistende ermäßigte Tickets auf Basis des Deutschlandtickets ein. Die entsprechende Finanzierungsvereinbarung des „D-Ticket Azubi NI“ wurde im November unterzeichnet. „Die Landesregierung hat Wort gehalten. Mit der Einführung des Azubi-Tickets wird die duale Ausbildung gestärkt. Mobilität ist ein wichtiges Thema für junge Menschen, aber auch die Handwerksbetriebe in Niedersachsen
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„Der Preis bestätigt mich, dass ich mit dem was ich tue und wie ich Dinge angehe, auf dem richtigen Weg bin.“ Bianca Rosenhagen
Hinter ihrem Engagement stehen für die 55-Jährige immer folgende Aspekte: Veränderungen anschieben und dabei Spaß haben. Dabei helfe ihr, dass sie gut zuhören kann und versucht, andere Standpunkte zu verstehen. Und ihre Empathie, um dann gute Lösungen für alle Seiten zu finden. Für diese sowie andere Eigenschaften und Erfolge wurde Rosenhagen in der Region Hannover vom Verband „Die Familienunternehmer“ als Familienunternehmerin des Jahres 2025 ausgezeichnet. Eine Prämierung, die in den vergangenen 25 Jahren erst drei Mal an Frauen verliehen wurde. „Der Preis bestätigt mich, dass ich mit dem was ich tue und wie ich Dinge angehe, auf dem richtigen Weg bin“, betont Rosenhagen. Es sei für sie eine große Wertschätzung für ihren Einsatz für Frauen im Handwerk, für ihren Willen, Ebenen zu durchbrechen und zu vernetzen – durch Kommunikation und ohne Vorurteile „Es zählt nicht mehr nur die Größe des Betriebs, sondern ich als Person und das soziale Engagement in der Gesellschaft“, sagt die Geschäftsführerin von heute 35 Mitarbeitenden und fünf Auszubildenden. Ein Vorbild zu sein, ist ihr wichtig. Im Metallbaubetrieb in Burgwedel sind die Weichen für die Weiterführung des Unternehmens bereits gestellt: Tochter Pia Rosenhagen ist mit 28 Jahren bereits in die Geschäftsführung eingestiegen. Und Sohn Ben stehe in den Startlöchern. „Wir freuen uns, dass das Familienunternehmen auch in der fünften Generation weiterbesteht“, betont Rosenhagen. W
begrüßen die bessere Erreichbarkeit von Schule, Ausbildungsbetrieb und überbetriebliche Unterweisung. Entfernungen dürfen für junge Menschen kein Hindernisgrund für eine Entscheidung zur Ausbildung ein“, sagt Hildegard Sander, Hauptgeschäftsführerin der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN). (JA)
Forderungen der Nordkonferenz Die 17 norddeutschen Handwerkskammern fordern ein entschlossenes
Vorgehen von Bund und Ländern, um den wachsenden Fachkräftebedarf zu decken. Zentrale Themen auf der Nordkonferenz Mitte November im brandenburgischen Schlepzig waren die Stärkung von Praktika als Verbindung zwischen Jugendlichen und Betrieben, neue Wege der Nachwuchsansprache sowie die Integration Zugewanderter. Auch inklusive Ausbildungsmodelle und die Gewinnung von Studienzweiflern standen im Fokus. Die Kammern fordern zudem praxisnahe Berufsorientierung, eine Praktikumsprämie, bessere Sprachförderung und verlässliche Rahmenbedingungen für Frauen im Handwerk. (JTE)
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Foto: Martina Jahn
Regionales
Stephan Weil (Mitte) mit Goldschmiedemeisterin Petra Marklein-Paas und NHT-Präsident Mike Schneider.
AUSZEICHNUNG
Ehrenring für Stephan Weil „Sie kennen unsere Sprache und unseren Takt“: Mit diesen Worten überreichte Mike Schneider, Präsident des Niedersächsischen Handwerkstags (NHT), den Ehrenring an Stephan Weil. In seiner Laudatio dankte er dem Niedersächsischen Ministerpräsident a.D. für seinen Einsatz für das Handwerk während seiner zwölfjährigen Amtszeit. Es habe immer Gespräche auf Augenhöhe
gegeben. Beispielhaft für zahlreiche Meilensteine in Weils Amtszeit nannte Schneider: ● die Einführung der Meisterprämie, ● die finanzielle Ausstattung der ÜLU in den Kammern, ● den Digitalbonus Niedersachsen, ● die Stärkung des Meisterbriefs, ● die Einrichtung der Clearingstelle zum Bürokratieabbau.
Nicht jede Idee sei in den Jahren der Zusammenarbeit durchgewunken worden, sondern sie wurde geprüft und unterstützt. Dafür sei das Niedersächsische Handwerk Weil dankbar. Gefertigt hat den Ring Goldschmiedemeisterin Petra Marklein-Paas. Sie stellte die vier Symbole auf dem Ring – die Rose, den Berg, das Kleeblatt und das Puzzleteil – aus ihrer Perspektive dar. Es sei ihr eine Ehre gewesen, den Ring in Handarbeit zu fertigen. In seiner Danksagung betonte Weil, er behalte den offenen Austausch und die Lösungsorientierung der Handwerksvertreter in Erinnerung. Das Handwerk werde immer einen besonderen Stellenwert bei ihm haben, es stehe für Stablilität. (JA)
NHT-Vorstand wiedergewählt Mike Schneider bleibt Präsident des Niedersächsischen Handwerkstages (NHT). Auf der NHT-Mitgliederversammlung wurde er einstimmig wiedergewählt. Schneider steht seit 2016 an der NHT-Spitze und setzt sich für die Interessen von rund 87.000 Betrieben mit etwa 529.500 Beschäftigten ein. (JA)
UHN-Vorstand neu gewählt
50 JAHRE
Kreishandwerkerschaften feiern Jubiläum
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für eine Mitgliedschaft in der Innung zu begeistern. Denn der gemeinsame Einsatz für die Ziele des Mittelstandes sei besonders wichtig. „Ihr Jubiläum steht für die Erfolgsgeschichte des Handwerks und die gute Zusammenarbeit von Handwerkskammern, Verbänden und Innungen“, betonte Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne. Betriebe profitierten von dem Netzwerk, das auch Vorbildcharakter für andere Wirtschaftszweige habe. Großen Respekt zollte
Tonne den Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und es anderen vorleben, dass es sich für die Betriebe selbst und die Gesellschaft lohnt, ein Ehrenamt im Handwerk zu übernehmen. (JA)
Foto: kimlukasfotofragie
Der Landesverband der Kreishandwerkerschaften Niedersachsen/Bremen lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Das verdeutlichte Rüdiger Jeske, Geschäftsführer des Verbandes, auf der Jubiläumsfeier in Walsrode. Seit seiner Gründung vor 50 Jahren habe sich die Zahl der Kreishandwerkerschaften in Niedersachsen und Bremen fast halbiert. Der Landesverband vertrete aktuell die Belange von etwas über 16.000 Handwerksbetrieben. Jeske rief dazu auf, in allen Regionen Betriebe
Grant Hendrik Tonne (li.) im Gespräch mit dem Verbandsvorsitzenden, Karl-Wilhelm Schnars.
Bei den Unternehmensverbänden Handwerk Niedersachsen hat es ebenfalls Neuwahlen gegeben. Auch hier wurde Mike Schneider als Präsident im Amt bestätigt, wie auch die Vizepräsidentin Manuela Härtelt-Döhren und Vizepräsident Stephan Langer. Neu in den Vorstand gewählt wurden: Markus Duwe (stellvertretender Vorsitzender Landesverband der Kreishandwerkerschaften/Niedersachsen Bremen), Anke Freund (Landesverband der UnternehmerFrauen im Handwerk Niedersachsen), Stephan Lüthe (stellvertretender Obermeister der Elektro-Innung Gifhorn-Wittingen), Kai Schaupmann (Vorstandsmitglied Fachverband Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Klempnertechnik Niedersachsen) sowie Maik Starke (Vorstandsmitglied dem Vorstand des Bäckerinnungs-Verbandes Niedersachsen/Bremen). (JA)
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Regionales
Frohe Weihnachten
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Betrieb
Steuerbescheide ab 2026 nur digital Digitale Steuerbescheide werden 2026 Standard. Gibt es Ausnahmen? Was gilt für Einspruchsfristen? Worauf sollten Sie achten? Die wichtigsten Fragen und Antworten. JÖRG WIEBKING
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Muss ich digitalen Bescheiden zustimmen? Bisher mussten Steuerzahler jedoch aktiv zustimmen, um Bescheide elektronisch zu empfangen. Diese Regelung gilt nur noch bis Ende 2025. Ab 2026 entfällt die Zustimmungspflicht.
Kann ich digitale Steuerbescheide ablehnen?
Wer digitale Bescheide ablehnt, kann eine einmalige oder dauerhafte Zusendung per Post verlangen. Der Antrag ist laut DStV formlos möglich, erfordert keine Begründung und gilt nur für die Zukunft.
Wie erhalte ich den digitalen Steuer bescheid? Statt eines Briefs gibt es ein PDF, das rechtlich dem Papierbescheid gleichgestellt ist.
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Nutzer erhalten eine E-Mail, sobald der Bescheid abrufbar ist. Diese E-Mail geht an die in Elster oder in der Steuersoftware hinterlegte Adresse. Wichtig: Finanzämter verschicken niemals Steuerbescheide per E-Mail oder Link, sondern lediglich eine Benachrichtigung, dass der Bescheid in Elster abrufbar ist.
Was muss ich bei der Einspruchsfrist beachten? Ein elektronischer Bescheid gilt vier Tage nach der Bereitstellung als zugestellt, so der DStV. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Einspruchsfrist. Die Finanzverwaltung informiert per E-Mail, sobald der Bescheid bereitsteht. Diese Benachrichtigung dient aber nur als Hinweis und hat keinen Einfluss auf den Fristbeginn.
Welche Probleme können beim Zugang auftreten?
Drei Gründe können den Zugriff auf digitale Steuerbescheide erschweren: 1 Abgelaufenes Elster-Zertifikat: Ein Elster-Zertifikat ist drei Jahre gültig. Regelmäßige Nutzer werden rechtzeitig an die Verlängerung erinnert und kön-
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ie Finanzämter stellen um: Elektronische Steuerbescheide werden ab 2026 zur Regel. Geplant war das schon lange: Bereits das Bürokratieentlastungsgesetz von 2024 sah vor, digitale Bescheide zu bevorzugen. Dies soll nun endlich Realität werden, teilt der Deutsche Steuerberaterverband (DStV) mit. Die überarbeitete Fassung von § 122a der Abgabenordnung erlaubt Finanzbehörden, Verwaltungsakte digital bereitzustellen. Wer seine Steuererklärung elektronisch einreicht, soll künftig auch den Bescheid online abrufen. Das betrifft alle selbstständigen Handwerker, da sie durch ihre Gewinneinkünfte zur elektronischen Abgabe verpflichtet sind.
Steuerbescheid per Post? Das ist weiterhin möglich, doch dazu müssen Steuerzahler dem digitalen Bescheid widersprechen.
Wichtig: Finanzämter verschicken niemals Steuerbescheide per E-Mail oder Link, sondern lediglich eine Benachrichtigung, dass der Bescheid in Elster abrufbar ist. NDH 12/2025
Betrieb
nen eine neue Zertifikatsdatei erstellen. Wer die Verlängerung versäumt, muss sich neu registrieren und erhält per Post einen Verifizierungscode. Das dauert einige Tage. 2 Verlorene Zugangsdaten: Haben Sie die Zertifikatsdatei, Signaturkarte oder den Sicherheitsstick verloren? Oder das Passwort vergessen? In diesem Fall können Sie alle Zugangsdaten im Elster-Portal erneuern. Die Aktivierungs-ID kommt per E-Mail, der Akti-
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Wer selbst Zugriff auf die Bescheide möchte, muss sich bei Elster registrieren.
vierungscode aus Sicherheitsgründen per Post. Das dauert ebenfalls einige Tage. 3 Steuerberater eingeschaltet: Wer seine Steuererklärung vom Steuerberater erstellen lässt, ist möglicherweise nicht bei Elster registriert. Das bleibt weiterhin möglich, und der Steuerberater erhält die digitalen Bescheide. Wer selbst Zugriff auf die Bescheide möchte, muss sich zusätzlich bei Elster registrieren. W
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Betrieb
Neue Stolperfalle bei Überweisungen Prüfen Sie die Bankverbindung Ihres Finanzamtes. In einigen Bundesländern hat sich etwas geändert. Falls das zu Zahlungsverzögerungen führt, könnte es teuer werden.
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Bankdaten prüfen und aktualisieren
Bei Zahlungen an den Fiskus sollten Unternehmer den richtigen Empfängernamen kennen. Der steht nicht immer im Steuerbescheid.
Seit dem 9. Oktober prüfen Banken genauer, ob Empfängername und IBAN zusammenpassen. Eine neue EUVerordnung zur „Überprüfung des Zahlungsempfängers“ (englisch „Verification of Payee“, VoP) ver pflichtet sie dazu. Stimmen Name und Kontonummer nicht überein, warnt ein Ampelsystem. Das soll Überweisungsfehler und Betrug ver hindern. Gibt der Kontoinhaber die Zahlung trotzdem frei, trägt er das Risiko einer Fehlüberweisung.
Ämter mit neuen Empfängernamen Einige Bundesländer haben auf die Umstellung reagiert, berichtet der bayerische Lohnsteuerhilfever ein. Sie haben zentrale Konten mit einheitlichen Empfängernamen für ihre Finanzämter eingerichtet: ● Bayern: „Freistaat Bayern“ ● Berlin: „Berliner Finanzämter“ ● Bremen: „Landeshauptkasse Bremen“ oder „Finanzamt Bremerhaven“
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Hamburg: „Steuerkasse Hamburg“, RheinlandPfalz: „Finanzamt IdarOberstein“ Saarland: „Finanzamt Saarlouis“ Thüringen: „Freistaat Thüringen“
In den übrigen Bundesländern bleibt es vorerst bei der bisherigen Rege lung: Der Empfängername lautet „Finanzamt“ plus Ortsname, etwa „Finanzamt Hannover“. Das gilt für: ● BadenWürttemberg ● Brandenburg ● Hessen ● MecklenburgVorpommern ● Niedersachsen ● NordrheinWestfalen ● Sachsen ● SachsenAnhalt ● SchleswigHolstein Vorsicht: Das muss jedoch nicht so bleiben. Die Stiftung Warentest rechnet damit, dass weitere Bun desländer ihre Finanzamtskonten zentralisieren.
Wer seinem Finanzamt eine Einzugs ermächtigung erteilt hat, ist von dieser Veränderung nicht betroffen. Betriebsinhaber, die Steuern per Überweisung zahlen, sollten jedoch sorgfältig vorgehen, rät der Lohn steuerhilfeverein Bayern: ● Vermeiden Sie Eingabefehler: Zahlendreher bei der IBAN pas sieren schnell. Nehmen Sie sich Zeit und prüfen Sie die Daten vor der Freigabe. ● Prüfen Sie die Bezeichnung des Empfängers: In Steuerbeschei den steht oft nur die IBAN. Den Empfängernamen finden Sie auf der Website des Finanzamts oder telefonisch. ● Aktualisieren Sie die Vorlage: Wer OnlineBankingVorlagen nutzt, sollte die Empfängerbe zeichnung anpassen.
Bei Verzögerungen informieren Abweichungen beim Empfängerna men können Zahlungen verzögern – mit Folgen: Verpassen Sie eine Frist, verlangt das Finanzamt Säumniszu schläge. Tipp : Blockiert die Bank die Überweisung, dokumentieren Sie den Vorgang. Der Lohnsteuerhilfe verein empfiehlt Screenshots von der VoPMeldung, dem Bankproto koll und dem Zeitpunkt der Zah lung. Informieren Sie anschließend das Finanzamt. In begründeten Fällen können Finanzbeamte Säum niszuschläge erlassen. Andernfalls verlangt das Finanz amt einen Säumniszuschlag von einem Prozent der Steuerschuld pro angefangenen Monat. So sieht es § 240 der Abgabenordnung vor. Es gibt aber eine Schonfrist: Bei einer Verspätung von bis zu drei Tagen erhebt das Finanzamt keine Zuschläge. (JW) W
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Betrieb
Steuererstattung bei Berufsunfähigkeit Der Fall: Eine Angestellte wird durch einen schweren medizinischen Behandlungsfehler berufsunfähig. Von der Versicherung des Schädigers erhält sie jährliche Zahlungen als Ersatz für den Verdienstausfall. Diese Zahlungen sind einkommensteuerpflichtig, was ebenfalls von der Versicherung ausgeglichen wird. Dabei einigen sich Versicherung und Geschädigte auf die Berechnung des Schadensersatzes nach der „modifizierten Nettolohmethode“. Das bedeutet: Die Versicherung zahlt erst die Entschädigung und dann die Steuern. Die Alternative dazu wäre die „Bruttolohnmethode“, bei der die Versicherung die Steuern zusammen mit der Entschädigung überweist.
Im Streitfall fordert das Finanzamt nun auf die „Steuerzahlungen“ der Versicherung an die Geschädigte ebenfalls Einkommensteuer. Die Frau argumentiert dagegen, die Erstattung ersetze keine Einnahmen und sei daher nicht steuerpflichtig. Das Urteil: Der Bundesfinanzhof (BFH) stellt in seinem Urteil klar, dass zu den steuerpflichtigen Entschädigungen nicht nur der zunächst gezahlte Ausfall des Nettoverdienstes zählt, sondern ebenso die später erstattete Steuerlast. Beide Zahlungen seien Bestandteile eines „einheitlichen Schadenersatzanspruchs“, der nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausgezahlt wird. Die Wahl der Berechnungsmethode mache finanziell
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Schadenersatzzahlungen für Berufsunfähigkeit unterliegen der Einkommensteuer. Erstattet der Versicherer diese Steuer extra, ist auch dieses Geld steuerpflichtig.
Steuerpflichtig sind immer alle Schadensersatzzahlungen bei Berufsunfähigkeit – egal, wann das Geld fließt und wie es berechnet wird.
keinen Unterschied. Beide würden – richtig angewandt – zu gleichen Ergebnissen führen. (JW) W BFH: Urteil vom 15. Oktober 2024,
a Az. IX R 5/23
Übersetzungen in 23 Amtssprachen Einige Pflichtangaben in Rechnungen sind ab sofort auch in allen anderen Amtssprachen der EU zulässig. Eine BMF-Tabelle liefert die zulässigen Übersetzungen.
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Mit einem aktuellen Schreiben erlaubt das Bundesfinanzministerium nun, Begriffe wie „Steuerschuldnerschaft des Leistungsemp-
Vorsicht bei Übersetzungen aus dem Internet: Die schnelle Hilfe entspricht nicht immer den offiziellen Vorgaben für Rechnungen.
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fängers“ und „Gutschrift“ in ihren entsprechenden Übersetzungen zu verwenden. Das gilt für Eingangsrechnungen aus dem EU-Ausland, erlaubt aber auch die Nutzung in Ausgangsrechnungen für im EU-Ausland erbrachte Leistungen. Wichtig: Zulässig sind nur Formulierungen, die in anderen Amtssprachen offiziell für die Rechnungsangaben verwendet werden. Diese offiziellen Formulierungen hat das BMF in einer Tabelle für die 23 EU-Amtssprachen für sechs Begriffe zusammengefasst. Diese Tabelle finden Sie auf der Internetseite des BMF als Download.
Vorsicht bei Internet-Übersetzungen Ein Beispiel: Ein Bauunternehmer erbringt für dänische Kunden Leistungen, die unter § 13b Umsatzsteuergesetz fallen. Bisher musste er nach deutschem Steuerrecht den Hinweis „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ auf Deutsch in die Rechnung aufnehmen. Jetzt kann er auch alternativ oder ergänzend auf Dänisch „omvendt betalingspligt“ schreiben. Ein Fehler wäre es hingegen, sich dabei blind auf Online-Übersetzungen zu verlassen, denn die können andere Ergebnisse liefern. (JW) W
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Betrieb
Wie sichere ich mich zuverlässig fürs Alter ab? Nicht erst seit der Diskussion um die Aktivrente sollten Selbstständige hier ganz genau hinschauen.
Welche Option passt zu mir? Altersvorsorge ist für Unternehmer ein wichtiges Thema. Neben der Rentenversicherung gibt es noch weitere Vorsorgeformen. Diese Vor- und Nachteile haben sie. CHRISTOPH LEDDER
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elbstständige sowie Betriebsinhaber mit mehreren Angestellten müssen sich während ihres Berufslebens verstärkt mit dem Thema private Altersvorsorge beschäftigen. Wie brisant das Thema ist, zeigt die Debatte um die Aktivrente, die zum 1. Januar in Kraft treten soll. Das Modell sieht einen monatlichen und steuerfreien Verdienst für diejenigen vor, die die Regelaltersgrenze überschritten haben. Allerdings soll die Aktivrente nicht für Selbstständige und Freiberufler gelten. Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), sieht die Aktivrente als einen „sinnvollen Baustein, um die Produktivität und Beschäftigungsquote zu erhöhen“. „Viele Handwerkerinnen und Handwerker möchten über die
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„Die Aktivrente kann Wissen sichern, Betriebe stärken und dazu beitragen, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen.“ Jörg Dittrich, ZDH-Präsident
Regelaltersgrenze hinaus tätig bleiben, sofern das körperlich möglich ist. Die Aktivrente bietet hier einen Anreiz, der das Weiterarbeiten finanziell attraktiv macht. Die Aktivrente kann so Wissen sichern, Betriebe stärken und dazu beitragen, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in Deutschland zu erhöhen“, betont er und fordert eine Korrektur des Gesetzes: Damit die Aktivrente ihre volle Wirkung entfalten könne, müsse sie auch für aktuelle Frührentnerinnen oder -rentner und für Selbstständige möglich sein. Denn erfahrene Selbstständige seien für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vieler Branchen unverzichtbar.
Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge Selbstständige sollten sich frühzeitig mit den unterschiedlichen Möglichkeiten der priva-
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Betrieb
ten Altersvorsorge auseinandersetzen. „Je früher man anfängt, sich mit den verschiedenen Vorsorgeformen beschäftigt und jeden Monat einen festen Betrag zur Seite legt, umso besser. Dann ist der Zinseszins-Effekt größer und man bildet eine Gewohnheit“, sagt Andreas Lutz, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD). Wie der Verbandschef mitteilt, kommt es auf die Rendite der Anlageformen an. Diese werde jedoch durch einmalige und fortlaufende Kosten gemindert. „Man sollte sich mit Blick auf die Rendite schon etwas trauen, indem man sein Geld zum Beispiel in weltweite Aktien-ETFs investiert. Gleichzeitig muss man jedoch die Kosten der jeweiligen Anlageform genau im Blick haben“, erläutert Lutz. Darüber hinaus gehe es bei den Vorsorgeformen um Diversifikation, um sich nicht allein von einer Sache abhängig zu machen.
Rürup- und Riester-Rente
Andreas Lutz, VGSD
Hohe Renditeerwartung bei ETFs
Für Lutz liegen vor allem die Vorteile von ETFs klar auf der Hand. ETFs sind Investmentfonds, die einen Börsenindex abbilden – also zum Beispiel den DAX oder den MSCI World. „Über längere Zeiträume hinweg haben ETFs aufgrund ihrer geringen Kosten die höchste Renditeerwartung in der jeweiligen Anlageklasse.“ Allerdings hänge es stets davon ab, worin die ETFs investieren. „Es gibt auch ETFs, die in den Geldmarkt investieren. Die entwickeln sich kontinuierlich. Schwankungen, aber auch ihre Renditen sind vergleichsweise gering“, so Lutz. Ein Unterschied von ETFs gegenüber klassischen Investmentfonds ist, „dass sie nicht aktiv gemanagt werden“, betont der VGSD-Vorstandsvorsitzende. Zudem sind die Kosten bei ETFs niedrig.
Vorteile bei privater Rentenversicherung Die Rendite privater Rentenversicherungen sei aufgrund ihrer relativ hohen Kosten niedrig bis mittel – je nachdem, ob sie mit einer Garantie versehen sind oder in ETFs anlegen. „Dieses Vorsorgevehikel hat gewisse steuerliche Vorteile“, so Lutz. Außerdem decke die private Rentenversicherung das Langlebigkeitsrisiko ab. „Sie lohnt sich am ehesten für Selbstständige mit hohem zu versteuerndem Einkommen“, sagt er. Die psychologische Sicherheit sei bei privaten Rentenversicherungen hoch, doch die Flexibilität sei gering und das Angesparte könne nicht vererbt werden.
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Daniel Wenzel, Finanzplaner
Die Nachteile der privaten Rentenversicherung überwiegen. Doch mit der Rürup-Rente (Basis-Rente) und mit der Riester-Rente gibt es zwei Varianten, die bei der privaten Altersvorsorge nicht außer Acht gelassen werden dürfen. „Die Rürup-Rente hat sehr viele Vorteile – gerade für Selbstständige und natürlich auch für Handwerker“, erläutert Finanzplaner Daniel Wenzel. „Selbstständige können bei der RürupRente bestimmen, wie die Beiträge investiert werden und ob man zum Beispiel auch über diese Vorsorgeform in ETFs investieren möchte“, so Wenzel. Ein weiterer, wichtiger Vorteil der Rürup-Rente: Sie ist vor dem Bürgergeld sowie vor einer möglichen Insolvenz geschützt. „Vor allem bei Selbstständigen ist dies ein nicht zu unterschätzender Aspekt“, betont Wenzel. Alles, was in dieser Vorsorgeform liegt, werde nicht angerechnet. Im Blog des Finanzplaners auf dessen Website daniel-wenzel.de wird unter anderem die steuerliche Behandlung der RürupRente thematisiert. Die aus dem Nettoeinkommen eingezahlten Beiträge für die Rente können vor dem Finanzamt als Sonderausgaben deklariert werden. Dadurch wird das zu versteuernde Einkommen reduziert. Laut Wenzel stehe dies sowohl Selbstständigen als auch Arbeitnehmern zu. Wie Lutz empfiehlt der Finanzplaner seinen Mandanten einen Mix aus verschiedenen Vorsorgeformen. „Tatsächlich liegt die Rürup-Rente in meinem Mandanten-Klientel auf Platz eins der Altersvorsorge“, so Wenzel. Der VGSD-Vorstandsvorsitzende ergänzt: „Die Rürup-Rente ist eine steuerlich begünstigte, aber weniger flexible Form der privaten Rentenversicherung.“ Von der Riester-Rente raten beide Experten Kleinstunternehmern indes ab.
Wissen zu privater Altersvorsorge aufbauen „Wenn man selbst Wissen aufbaut, macht es einen reicher. Personen, die sich mehr zutrauen, werden eine bessere Altersvorsorge haben“, stellt Andreas Lutz klar. Auf der Website des Verbands der Gründer und Selbstständigen finden Interessiert alle Informationen rund um Altersvorsorge und auch speziell zu ETFs. Außerdem gibt es auch bei den Verbraucherzentralen Infos zu den Vor- und Nachteilen von Indexfonds bei der Altersversorge. W
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Betrieb
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Mails ist im Privatkundenbereich „kaum realisierbar“, warnt das Bauhandwerk.
Rechnungen im Visier Nach gehackten Rechnungen: Handwerker sollen E-Mails mit Rechnungen verschlüsseln, fordern Gerichte. Wie realistisch ist das – und welche Alternativen gibt es? JÖRG WIEBKING
Z
wei Gerichtsurteile – eine Botschaft: Handwerker müssen ihre E-Mail-Rechnungen besser gegen Hacker schützen. Beide Gerichte verlangen von den Handwerkern eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für E-Mails. Nur so würden sich personenbezogen Kundendaten wie Rechnungen ausreichend schützen lassen.
Worum geht es in den Urteilen?
In den beiden Fällen ging es um gehackte E-Mail-Rechnungen. Das Geld der Kunden landete auf den Konten von Betrügern. Eigentlich hätten die Auftraggeber noch einmal bezahlen müssen. Doch die Gerichte verrechneten die Rechnungssummen mit Schadenersatzansprüchen der Kunden. Die Begründung: Die Handwerker hätten die persönlichen Kundendaten beim Rechnungsversand nicht ausreichend geschützt. Für diese Verstöße gegen die DSGVO stehe den Kunden Schadenersatz zu – in Höhe der falsch überwiesenen Rechnungen. Vor dem
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Oberlandesgericht (OLG) Schleswig-Holstein verlor der eine Handwerker so 15.000 Euro – die komplette Auftragssumme. In einem anderen Fall vor dem Landgericht Koblenz waren es nur 25 Prozent, weil der Kunde ebenfalls Fehler gemacht hatte.
15.000 EURO. Da ein Handwerker nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Schleswig-Holstein persönliche Kundendaten nicht ausrechend geschützt hatte, hat der Unternehmer die gesamte Auftragsssumme verloren.
Sicher dank Transport-Verschlüsselung? Dass die standardmäßige Transport-Verschlüsselung von E-Mails beim Versand nicht genügt, hatte zuerst das OLG Schleswig-Holstein deutlich gemacht. Auf dieses Urteil und seine Begründung hat sich danach auch das Landgericht Koblenz bezogen: Bei einer Transport-Verschlüsselung werden die Daten zwar verschlüsselt versendet, so das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Sie werden jedoch zwischen Absender und Empfänger in der Regel über mehrere Knotenpunkte im Internet geschickt. An den Knotenpunkten liegen sie unverschlüsselt vor, bevor sie für die jeweils nächste Teilstrecke neu verschlüsselt werden. Hier können Hacker auf die Daten zugreifen.
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Betrieb
Sicherer Rechnungsversand möglich
Demgegenüber werden bei einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht die einzelnen Versandabschnitte verschlüsselt, sondern die E-Mails selbst. Im Klartext lesen können die Mails nur der Absender und der Empfänger. Dazu muss jeder Nutzer über ein kryptografisches Schlüsselpaar verfügen: einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel.
Im Geschäftskundenbereich ist der Datenschutz beim Rechnungsversand durch die neue E-Rechnungspflicht weniger problematisch, so der ZDB. „Hier gehört die Zukunft dem PEPPOL-Netzwerk.“ Das PEPPOL-Netzwerk dient der standardisierten, grenzüberschreitenden Abwicklung von Beschaffungsprozessen. Unter anderem kann es zum Versand von E-Rechnungen an den Bund genutzt werden. Doch auch andere Netzwerke, wie sie die großen Anbieter von Bausoftware und die Datev anbieten, können laut ZDB für einen sicheren Transport von E-Rechnungen sorgen.
Verschlüsselung ist kompliziert Die gerichtlich geforderte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist nicht unkompliziert. Das räumt auch das BSI ein: Anwender müssen selbst aktiv werden und zusätzliche Plug-ins in den meisten E-Mail-Programmen aktivieren, um die Technologie nutzen zu können. Zudem haben sich zwei Standards zur Verschlüsselung etabliert: ● S/MIME ist ein weit verbreiteter Standard, der vor allem in Unternehmen eingesetzt wird. ● OpenPGP wird nach Angaben des BSI meistens im privaten Bereich genutzt. Diese Wahlmöglichkeit schafft ein weiteres Problem: Sender und Empfänger müssen sich auf eine Methode verständigen.
Sind E-Mails ein Auslaufmodell? Mit dem Urteil des OLG Schleswig-Holstein hat sich inzwischen auch der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) auseinandergesetzt. Dass der Rechnungsaussteller für die sichere Übermittlung der Rechnung verantwortlich ist, sei grundsätzlich nicht zu beanstanden, so der Verband. Gleichzeitig stellt der Verband infrage, ob die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung „für Bauunternehmen praktikabel und tatsächlich alternativlos ist“. Zwar biete nur die Ende-zu-Ende-Verschlüssung die vom Gericht geforderte Sicherheit. Dass es dafür zwei Standards gibt, sei jedoch ein bedeutender Nachteil: „Sender und Empfänger müssen sich auf denselben Standard verständigen und diesen auch nutzen.“ Das erscheine im Geschäftskundenbereich noch realistisch. Doch mit Privatkunden und öffentlichen Auftraggebern sei das „in der Praxis kaum realisierbar“. E-Mails seien „ein Auslaufmodell“ für den Transport wichtiger Daten wie Verträgen, Personaldaten oder Rechnungen. „Wichtige Dokumente sollten nicht per E-Mail, sondern über Plattformlösungen und Netzwerke versendet werden“, so der ZDB.
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Alternative Lösungen für Privatkunden
„Wichtige Dokumente sollten nicht per E-Mail, sondern über Plattformlösungen und Netzwerke versendet werden.“ EMPFEHUNG des ZDB, der sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat.
Für den Versand von PDF-Rechnungen an Privatkunden sieht der ZDB derzeit folgende Möglichkeiten zur Erhöhung der Sicherheit – allerdings mit Einschränkungen: ● Firmeneigene Rechnungs- und Kundenportale: Hierbei muss jedoch sichergestellt werden, dass der Zugang für die Kunden unabhängig vom E-Mail-Verkehr möglich ist. ● Rechnung per Download-Link aus der firmeneigenen Cloud: Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass der Link ebenfalls manipuliert werden kann. ● Digitale Signaturen von E-Mails und PDFs: Die Signaturen schützen nicht vor Manipulation, Änderungen seien jedoch erkennbar. Betriebe sollten bei diesen Lösungen die jeweiligen Vor- und Nachteile für ihre eigenen Abläufe und das Zusammenspiel mit den Kunden bewerten, rät der ZDB. „So können beispielsweise verschlüsselte E-Mails und geschützte PDFs die automatische Rechnungserfassung von PDFs und E-Rechnungen in einem digitalen Prozess stören.“
Tipp für den Übergang Betriebe müssten selbst geeignete Lösungen finden, die zur eigenen technischen Ausstattung und der ihrer Geschäftspartner passen, so der ZDB. Bis dahin könnten Betriebe „vorsorglich“ im Bauvertrag die Bankverbindung für die Bezahlung festschreiben, „um mögliche finanzielle Risiken infolge von Zahlungen auf falsche Konten zu begrenzen“. W
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Betrieb
Ein Ergebnis der Studie: Die Konzentrationsfähigkeit der Studienteilnehmer nahm durch die Auszeit so stark zu, als wären sie wieder zehn Jahre jünger.
Warum Handy-Auszeit? Eine Studie zeigt: Die Auszeit vom mobilen Internet genügt, um Konzentrationsfähigkeit und Wohlbefinden zu steigern. JÖRG WIEBKING
as passiert, wenn man das Smartphone ohne Internet nutzt? 467 Menschen in den USA und Kanada haben es getestet: In einer vierwöchigen Studie verzichteten sie abwechselnd auf das mobile Internet. Eine Gruppe durfte ihr Smartphone zunächst zwei Wochen uneingeschränkt nutzen, bevor eine App den Zugang sperrte. Die andere Gruppe ging sofort offline und erhielt nach zwei Wochen wieder vollen Zugriff. Telefonieren und das Schreiben von SMS blieben während des gesamten Tests erlaubt, ebenso die Nutzung von Computern und Tablets mit Internetzugang.
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Zwei Wochen Handy-Auszeit = zehn Jahre jünger im Kopf
Schon die Trennung des Smartphones vom Internet brachte spürbare Verbesserungen: Konzentration, Wohlbefinden und psychische Gesundheit stiegen deutlich: ● Bei 91 Prozent der Teilnehmenden stieg mindestens einer dieser Werte. ● 71 Prozent litten weniger unter psychischen Beschwerden und fühlten sich nach der Pause mental stabiler.
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Schon die Trennung des Smartphones vom Internet brachte spürbare Verbesserungen: Konzentration, Wohlbefinden und psychische Gesundheit stiegen deutlich.
Die Konzentrationsfähigkeit nahm so stark zu, als wären die Teilnehmenden wieder zehn Jahre jünger.
Diese Effekte der Handy-Auszeit verstärkten sich mit der Zeit. Viele berichteten, dass sie sich von Tag zu Tag besser fühlten. Noch zwei Wochen nach der Rückkehr ins mobile Internet waren ihre Werte besser als vor der Studie. Zwar installierten nur 57 Prozent die App zur Internetsperre, und nur ein Viertel blieb die vollen zwei Wochen offline. Doch selbst bei denen, die die Vorgaben nicht vollständig einhielten, zeigten sich spürbare, wenn auch geringere Verbesserungen.
Weniger mobiles Internet = mehr Selbstkontrolle, Kontakte und Schlaf
Die Forscher führen die positiven Effekte der Handy-Auszeit für das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit auf fünf Faktoren zurück: ● Die Offline-Zeit stieg – obwohl die Probanden auf PC oder Tablet hätten ausweichen können. ● Die Mediennutzung ging ebenso zurück.
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Soziale Kontakte in der realen Welt wurden häufiger. Das Gefühl der Selbstkontrolle stieg. Die Teilnehmenden erhielten mehr Schlaf.
Die Forscher vermuten, dass die Teilnehmenden mehr Zeit in der realen Welt verbrachten: mit Menschen, mit Hobbys und in der Natur. Dadurch hätten sie wieder mehr das Gefühl, selbst Herr ihrer Entscheidungen zu sein. Einige der Studienteilnehmer profitierten von der Handy-Auszeit mehr als andere: Am größten waren die Effekte bei Menschen, die unter FOMO leiden. Das Kürzel steht für die Angst, etwas zu verpassen (Fear of missing out). Stärker waren die Effekte auch bei
denjenigen, die stärker zu Unruhe und Konzentrationsproblemen neigten.
Praxistipps: einfache Maßnahmen helfen
Auch kleine Schritte bringen messbare Erfolge, wie die Studie zeigt.
Welche Schlussfolgerungen lassen sich für den Alltag ziehen? Neurowissenschaftler Henning Beck empfiehlt drei einfache Maßnahmen: 1 Schaffen Sie bildschirmfreie Zonen, etwa in Küche, Schlafzimmer oder Bad. 2 Legen Sie Zeiten ohne Smartphone fest. Becks Faustregel: Zwischen abendlichem und morgendlichem Zähneputzen bleibt das Handy aus. 3 Seien Sie nachsichtig mit sich: Auch kleine Schritte bringen messbare Fortschritte, wie die Studie zeigt. W
Vorsicht: Ausnahmen von der Frist Aufbewahrungsfristen: Acht Jahre sollten Rechnungen nur noch archiviert werden. Nun sind es teilweise doch wieder zehn. Gibt es dafür eine einfache Lösung?
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sind weiterhin zehn Jahre aufzubewahren.“ Was bedeutet das für die Praxis?
„Unternehmen müssen genauer prüfen“ Eine einfach Faustformel zur Prüfung der Aufbewahrungsfristen gibt es nicht, sagt Meik Eichholz, Leiter der Steuerabteilung der Bundessteuerberaterkammer in Berlin. Unternehmen müssen „künftig genauer prüfen, ob nicht für einzelne Belege doch eine längere Aufbewahrungspflicht gilt“. Dieser zusätzliche Aufwand schmälere den Entlastungseffekt. Zumal es nicht nur umsatzsteuerliche Ausnahmen gibt. Auch besondere Umstände wie laufende Rechtsbehelfs- oder Strafverfahren, Betriebsprüfungen oder Investitionen mit Vorsteu-
erberichtigung erforderten eine längere Aufbewahrung. Eichholz rät: „Wer sicher gehen will und keine böse Überraschung erleben möchte, sollte auch über die acht Jahre hinaus aufbewahren.“
Günstige Alternative: zehn Jahre archivieren
Auch Steuerberater Christian Rech aus Trier empfiehlt: „Archivieren Sie alle Unterlagen einheitlich mindestens zehn Jahre.“ Doch eigentlich könne er sich diesen Rat sparen, so Rech. Darauf kämen seine Mandanten selbst: „Welcher Unternehmer stellt sich denn in den Keller und sortiert Ordner Blatt für Blatt danach aus, was nach sechs, acht oder zehn Jahren wegkann?“ Das BMF-Schreiben hat den Steuerberater nicht
überrascht, er habe mit so etwas gerechnet. Der Gesetzgeber sei 2024 bei der Verkürzung der Fristen „viel zu kurz gesprungen“. Auf dem Papier klinge die Regelung gut, in der Praxis sei sie „komplett irrelevant“. Eine echte Erleichterung, so Rech, wäre nur eine einheitliche Frist für alle steuerlichen und handelsrechtlichen Sachverhalte gewesen. (JW) W Foto: Brian Jackson - stock.adobe.com
2024 versprach der Gesetzgeber bürokratische Entlastung: Betriebe sollten Buchungsbelege nur noch acht statt zehn Jahre aufbewahren. Dazu zählen Rechnungen, Quittungen, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine und Zahlungsbelege. Doch schon früh rieten Steuerberater, die Belege weiterhin zehn Jahre zu archivieren. Zu Recht, wie jetzt ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom 8. Juli 2025 zeigt. Es listet Fälle auf, in denen die 10-Jahres-Frist bleibt. Das betrifft insbesondere umsatzsteuerlichen Aufzeichnungen: „Die Aufbewahrungsfristen für umsatzsteuerliche Aufzeichnungen (z. B. nach § 22 Absatz 1 UStG oder § 22f Absatz 1 bis 4 UStG) wurden nicht verkürzt; sie
Weniger Aufwand und mehr Sicherheit: Experten raten dazu, Unterlagen einheitlich länger aufzubewahren.
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Betrieb
Mehr als zwei Millionen geleaste Diensträder sind in Deutschland unterwegs.
Beliebt bei Bewerbern Eine Analyse von Stellenanzeigen zeigt, dass immer mehr Arbeitgeber Bewerbern ein Jobrad finanzieren. Auch für das Handwerk kann das attraktiv sein, meint der ADFC. KATHARINA WOLF
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as Dienstrad wird als Arbeitgeber-Benefit immer beliebter. Laut einer aktuellen Studie hat das Zweirad mittlerweile den Dienstwagen deutlich abgehängt. Insgesamt 135.349 aktive Stellenanzeigen waren im August 2025 im Auftrag der Jobbörse Jobtensor im August 2025 analysiert worden. Demnach lockten die Arbeitgeber in fast 18 Prozent der Anzeigen mit einem Jobrad als Mitarbeiter-Benefit, während ein Firmenwagen in nur vier Prozent als Arbeitgeberleistung angeboten wurde. „Unsere Analyse zeigt, dass Unternehmen den Wandel in der Mobilität zunehmend aufgreifen. Während der Dienstwagen an Strahlkraft verliert, entwickelt sich das Jobrad zu einer attraktiven Alternative, die für Nachhaltigkeit, Gesundheit und moderne Arbeitskultur steht“, sagt Thomas Hense, Geschäftsführer von Jobtensor.
Was ist ein Dienstrad? Ein Dienstrad ist ein über den Arbeitgeber geleastes Fahrrad oder E-Bike, das Mitar-
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„Das Dienstrad ist ein ausgesprochen populäres Arbeitgeber-Benefit.“ Stephanie Krone, ADFC
beitende sowohl für den Weg zur Arbeit als auch privat nutzen dürfen. Der Arbeitgeber least das Fahrrad für seine Mitarbeitenden bei einem spezialisierten Anbieter. Die monatliche Rate wird über eine Gehaltsumwandlung vom Bruttolohn abgezogen, so dass das zu versteuernde Einkommen der Arbeitnehmer sinkt und sie Steuern sparen. Zudem kann der Arbeitgeber die Leasingraten oder die Service-Kosten finanziell unterstützen. Nach Angaben des Leasinganbieters Jobrad ist die Dienstradleasing-Flotte in Deutschland im Jahr 2024 auf 2,1 Millionen Rädern angestiegen. Insgesamt wurden nach Angaben des Anbieters 750.000 Fahrräder wurden neu geleast.
ADFC: Mehrere Vorteile für Arbeitgeber Ein Trend, den auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) bestätigt. „Das Dienstrad ist ein ausgesprochen populäres Arbeitgeber-Benefit“, sagt Sprecherin Stephanie Krone. 70 Prozent der DAX-Konzerne böten
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Betrieb
es an. „Aber es ist auch für das Handwerk relevant“, betont sie. Aus Sicht des ADFC hat das Dienstrad gleich mehrere Vorteile: „Mit Diensträdern, oft hochwertigen E-Bikes, ersetzen Berufstätige immer häufiger Autofahrten“, so Krone. „Damit unterstützen sie ihre Gesundheit und entlasten Verkehr und Klima.“ Arbeitgeber wiederum können teure Kfz-Stellplätze einsparen und in platzeffiziente Fahrradparkplätze umwandeln. Beim Leasinganbieter Jobrad rechnet man zudem mit einem weiteren Wachstum: „Ein Dienstrad steht als Benefit in der Regel viel mehr Mitarbeitenden zur Verfügung steht als ein Dienstwagen“, so Sprecher Mark Mudrak. Mehr als sieben Millionen Beschäftigte könnten über ihre Arbeitgeber ein Jobrad beziehen, betont er.
„Während der Dienstwagen an Strahlkraft verliert, entwickelt sich das Jobrad zu einer attraktiven Alternative.“ Thomas Hense, Jobtensor
Deutschlandticket wird von immer mehr Arbeitgebern bezuschusst Doch auch andere Alternativen zum Auto werden populärer. So ergab eine weitere Jobtensor-Auswertung, dass auch das Jobticket in Stellenanzeigen spürbar an Bedeutung gewinnt. Demnach werden Fahrtkostenzuschüsse bereits in fast 13 Prozent der Ausschreibungen genannt. Besonders das Deutschlandticket legte dabei zu und wird inzwischen in 5,5 Prozent (vorher 3,9%) aller Stellenanzeigen ausdrücklich genannt. „Unsere Zahlen unterstreichen, dass mobile Benefits in der Arbeitgeberkommunikation eine immer größere Rolle spielen – sei es durch das Fahrrad-Leasing oder durch Zuschüsse zum öffentlichen Nahverkehr“, so Thomas Hense. W
Reifen: Worauf Betriebe achten sollten Nur mit richtiger Winterbereifung sind Autofahrer bei Eis und Schnee sicher unterwegs. Welche Regeln für Nutzfahrzeuge im Winter gelten.
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lassungs-Ordnung (StVZO) festgelegt. Sollte das Fahrzeug während der Wintermonate nur geparkt und nicht bewegt werden, besteht keine Pflicht, die Reifen zu wechseln. Für Nutzfahrzeuge gelten verschärfte Anforderungen: Lkw müssen
ellen Reifentests aufmerksam machen.
Generelle Pflicht Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) schreibt Winterreifen vor, sobald Straßen durch „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte“ gefährlich werden. Diese Pflicht gilt bundesweit für alle Kraftfahrzeuge – unabhängig davon, ob sie in Deutschland oder im Ausland zugelassen sind. Als wintertauglich gelten Reifen nur, wenn sie das sogenannte Alpine-Symbol tragen – ein Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Das ist in der Straßenverkehrs-Zu-
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Ob Glatteis, Schneeglätte oder Schneematsch – im Winter herrschen auf den Straßen oft rutschige Bedingungen. Die Vorbereitung für eine sichere Fahrt im Winter beginnt bei der Wahl der richtigen Bereifung, so die Berufsgenossenschaft (BG) Verkehr auf ihrer Internetseite. Die BG verweist auf die Branchenregel für den Güterkraftverkehr der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und empfiehlt Autofahrern, sich vor dem Kauf neuer Reifen genau zu informieren. Helfen könnten die Testergebnisse unabhängiger Organisationen, die regelmäßig auf ihre aktu-
Um auch bei Schnee und Glätte sicher ans Ziel zu kommen, sind Winterreifen ein Muss.
laut der BG Verkehr auf bestimmten Achsen mit Winterreifen ausgestattet sein. Betroffen seien Fahrzeuge zur Güterbeförderung mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 bis 12 Tonnen (Klasse N2) und von mehr als 12 Tonnen (Klasse N3). Die Reifenpflicht gelte jeweils auf den vorderen Lenkachsen und den dauerhaft angetriebenen Achsen, so die Berufsgenossenschaft. Bei Kraftfahrzeugen zur Personenbeförderung, die mehr als acht Sitzplätze haben, gelten demnach ebenfalls verschärfte Anforderungen. Mehr dazu erfahren Sie hier: www.bg-verkehr.de. (IV) W
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Fotos: Jörg Wiebking
Panorama
Eineinhalb Jahre nach der Gründung: Sven Deiß (links) und Jan-Hendrik Oberländer schauen zuversichtlich in die Zukunft: „Wir wissen heute, dass unser Unternehmen auf einem soliden Fundament steht“, sagt Deiß.
Erfolgreicher Neustart Schritt für Schritt Als ihr Chef den Betrieb schließen wollte, wagten sich JanHendrik Oberländer und Sven Deiß in die Selbstständigkeit. Investitionsbedarf und Risiken steuern sie strategisch. JÖRG WIEBKING
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igentlich hätten sich Jan-Hendrik Oberländer und Sven Deiß 2024 neue Jobs suchen müssen: Der Chef der beiden Steinmetze wollte den Betrieb in Oldenburg schließen. Also ein Wechsel? Gar nicht so leicht in einem Gewerk, in dem zwar Fachkräftemangel herrscht, die vielen Kleinstbetriebe aber selten eine zweite Führungsebene brauchen und bezahlen können. Genau das hatten die beiden bislang gemacht: Oberländer (34), Steintechniker, war seit Jahren zuständig für Akquise, Beratung, Kalkulation, Angebote und Planung. Deiß (38) führte die Baustellen und die Mitarbeitenden.
Neugründung mit Pachtvertrag Mit diesen Erfahrungen lag die Alternative schnell auf der Hand: Selbstständigkeit. Ganz neu war der Gedanke nicht. Darüber gesprochen hatten sie schon das eine oder andere Mal. Doch eine komplette Neugründung war
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„Wir wissen heute, dass unser Unternehmen auf einem soliden Fundament steht.“ Sven Deiß, Steinmetz, Natursteinpartner Oldenburg
Oberländer immer zu riskant: „Da müsste man Kredite aufnehmen, rund zwei Millionen Euro in einen Betrieb auf der grünen Wiese investieren und dann hoffen, dass es funktioniert.“ Die drohende Betriebsschließung brachte Oberländer und Deiß auf eine andere Lösung: Sie gewannen den Inhaber dafür, ihnen Immobilie, Lager, Werkzeug und Maschinen zu verpachten. „Das war unsere Chance: Es ist zwar auch eine Neugründung, aber das Risiko ist viel geringer“, betont Deiß. So starteten Oberländer und Deiß Mitte 2024 mit einem Mitarbeiter als „Natursteinpartner Oldenburg“. Ihr Ziel: „Wir wollen beide dasselbe: Verantwortung übernehmen, größer werden, moderner, und von dem erwirtschafteten Geld existieren“, sagt Deiß. Auch für Investitionen benötigen die beiden Kapital. Der Vorgänger hatte jahrelang nicht investiert. Maschinen, Hallen und Werkzeuge funktionieren zwar, doch vieles ließe
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Panorama
Die Arbeitsplätze im Büro haben die Handwerker bereits aufgerüstet, um die Büroarbeit zu erleichtern.
sich effizienter erledigen, meint Oberländer. Ein papierloses Büro sei geplant, vom Aufmaß bis zur Schlussrechnung. Ein Ziel: Sie wollen Daten direkt an eine neue CNC-Steinsäge übermitteln. Das Geld für die Säge wollen sie aus ihrem Wachstum finanzieren. Die Chancen stehen gut, denn Geld verdienen die Natursteinpartner seit dem ersten Tag.
Mit der Nachfrage wächst das Team „Wir hatten einen reibungslosen Übergang, der Betrieb war nicht einen Tag geschlossen“, sagt Deiß stolz. Partnerbetriebe im Handwerk informierten die beiden persönlich über die Übernahme: „Das kam gut an“, berichtet Oberländer. Dazu kommen Bestandskunden und Laufkundschaft: Der Standort liegt zentral neben einer Autobahnabfahrt und gehört seit Jahrzehnten zum Stadtbild. „Viele Kunden haben nicht einmal bemerkt, dass ein neuer Name an der Wand steht“, so Deiß. Auch Neukunden werden über die neue
Die Steinsäge ist alt, ein Neukauf geplant. Doch noch tut sie ihren Dienst und bringt Geld ein, das der Betrieb investieren kann.
„Wir hatten einen reibungslosen Übergang, der Betrieb war nicht einen Tag geschlossen.“ Sven Deiß, Steinmetz, Natursteinpartner Oldenburg
Mugglestone: eine Kombination aus den Mineralien Tigerauge, rotem Jaspis und Hämatit. Seltene Steine sind eine Leidenschaft von Jan-Hendrik Oberländer – und vielleicht ein neues Geschäftsfeld der Natursteinpartner.
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Website, Instagram und Facebook auf den Betrieb aufmerksam. Die Folge: „Wir sind gut ausgelastet, obwohl die Nachfrage nach Grabsteinen derzeit etwas zurückgegangen ist“, ergänzt Oberländer. Denn gleichzeitig sei die Nachfrage nach Bauleistungen gestiegen: Mit Küchenplatten, Natursteintreppen, Fensterbänken, Bädern und Fußböden haben Deiß und Oberländer mehr als genug zu tun. So viel, dass das Team wächst: Eine Vollzeitkraft im Büro, eine in der Werkstatt und ein Minijobber sind seit Jahresanfang hinzugekommen.
Schrittweise investieren Investiert haben die beiden ebenfalls – nach einfachen Kriterien: Was hilft ihnen sofort weiter, und was können sie sich leisten? Neues Werkzeug war wichtig für den laufenden Betrieb. Die kleine Ausstellung haben sie ebenfalls modernisiert. „Die sehen die Kunden schließlich zuerst“, sagt Deiß. So präsentiert sich der Betrieb jetzt auch auf Monitoren, exklusive Materialien fangen den Blick der Kunden ebenso wie seltene Steinsorten und Halbedelsteine – eine Leidenschaft von Oberländer. Auch die Arbeitsplätze im Büro haben die Handwerker aufgerüstet, um Planung und Verwaltungsaufgaben schneller zu erledigen. Das mache sich jetzt schon bezahlt. Und wann kommt die neue CNC-Säge? „Dafür brauchen wir finanziell noch etwas Luft, und die alte Maschine tut ihren Dienst“, so Oberländer. Über die Amortisation der neuen Säge machen sich die Steinmetze hingegen keine Gedanken. Auch nicht darüber, dass der Pachtvertrag irgendwann ausläuft. „Wir wissen heute, dass unser Unternehmen auf einem soliden Fundament steht.“ W
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Impressum
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Organ der Handwerkskammern 130. Jahrgang Herausgeber: Schlütersche Fachmedien GmbH Ein Unternehmen der Schlüterschen Mediengruppe Postanschrift: 30130 Hannover Adresse: Hans-Böckler-Allee 7, 30173 Hannover Tel. 0511 8550-0 www.schluetersche.de, www.handwerk.com
W VIER FRAGEN AN
Redaktion: Marco Weiß (Chefredakteur, V.i.S.d.P.) Tel. 0511 8550-2442 marco.weiss@schluetersche.de Martina Jahn (verantwortliche Redakteurin) Tel. 0511 8550-2455 martina.jahn@schluetersche.de Anna-Maja Leupold Tel. 0511 8550-2460 anna-maja.leupold@schluetersche.de Katharina Freundorfer Tel. 0511 8550-2461 katharina.freundorfer@schluetersche.de Jorina Tenberg Tel. 0511 8550-2624 jorina.tenberg@schluetersche.de Ina Zukina Tel. 0511 8550-2626 ina.zukina@schluetersche.de
FIRMENNAME Andrea Wilde Glaswilde II ORT Tangerhütte GEWERK Glaserei MITARBEITERZAHL 1 FUNKTION Inhaberin
1. Was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmerin? 2012 zog ich mit meiner Werkstatt nach Groß Schwarzlosen. Es war ein riskanter Schritt mit einem großen Kredit, der sich gelohnt hat.
Content Management: Torsten Hamacher, Tel. 0511 8550-2456 torsten.hamacher@schluetersche.de Antje Todt, Tel. 0511 8550-2550 antje.todt@schluetersche.de
2. Was bieten Sie Kunden, das Ihre Mitbewerber nicht haben? Wir bieten zuverlässige Qualität und einen ehrlichen, fast familiären Umgang.
Regionalredaktionen (verantw. f. Kammerseiten) Braunschweig-Lüneburg-Stade: Matthias Steffen Hannover: Peter Karst Hildesheim-Südniedersachsen: Ina-Maria Heidmann Magdeburg: Burghard Grupe Oldenburg: Heiko Henke Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim: Sven Ruschhaupt Ostfriesland: Jörg Frerichs
3. Welches Ziel wollen Sie als Unternehmerin noch erreichen? Ein großes Ziel, das ich bereits erreicht habe, war die Mitwirkung am Wiederaufbau der Johanniskirche in Magdeburg. Heute passt alles so, wie es ist.
4. Was war Ihre härteste Bewährungsprobe? Bei einem Auftrag war ich nicht sicher, ob er machbar ist. Wir brauchten speziell gefertigte Scheiben. Aber am Ende haben wir eine Lösung gefunden.
Verkauf: Tanja Ehlerding (Anzeigenleitung) Tel. 0511 8550-2647 tanja.ehlerding@schluetersche.de Anna Dau (Regionalverkauf BraunschweigLüneburg-Stade, Hannover, HildesheimSüdniedersachsen, Magdeburg) Tel. 0511 8550-2484 anna.dau@schluetersche.de Kai Burkhardt (Key Account Manager Automotive) Tel. 0511 8550-2566, kai.burkhardt@schluetersche.de Derzeit gültige Anzeigenpreisliste: Mediadaten 2025 Druckunterlagen: anzeigendaten-ndh@schluetersche.de Tel. 0511 8550-8248 Abonnement-Service: vertrieb@schluetersche.de Tel. 0511 8550-8822 Erscheinungsweise: monatlich Bezugspreis: Jahresabonnement: € 46,00 inkl. Versand und MwSt. Studierende € 28,00 Einzelheft € 1,50 zzgl. Versandkosten Für die in der Handwerksrolle eingetragenen Handwerker ist der Bezugspreis durch den Mitgliedsbeitrag abgegolten.
Fotos: Marklein-Paas / Franz Fender
W MEIN LIEBLINGSPROJEKT
Ein Ehrenring mit Symbolkraft Gut 22 Gramm schwer und 12 Millimeter breit: Goldschmiedemeisterin Petra Marklein-Paas hat diesen Ring zu Ehren von Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident a.D., angefertigt. Die vier Symbole – die Rose, das
ISSN 0029-1617 Druck: Vogel Druck und Medienservice GmbH, Höchberg Genderneutrale Sprache Die Publikation richtet sich, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist, an alle interessierten Personen, unabhängig vom Geschlecht. Wir bemühen uns um eine geschlechterneutrale Sprache, weisen aber darauf hin, dass wir in bestimmten Fällen wegen der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit nur die männliche Form verwenden.
Foto: Privat
Andrea Wilde
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Kleeblatt, der Berg und das Puzzleteil – charakterisieren Weil aus Sicht der Handwerkerin. Alle Symbole hat sie per Hand ausgesägt. „Das war mir für diesen Auftrag besonders wichtig“, sagt Marklein-Paas. Bewusst gewählt hat sie
zudem einen Diamanten, der Stärke und Klarheit symbolisiere. Der Rubin stehe für Herzblut, das Weil in sein Wirken eingebracht habe. Der größte Moment sei gewesen, dass der Ring bei der Übergabe auch passte. Denn eine Anprobe habe es nicht gegeben. (JA)
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Die Gesundheitsseite der
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