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nobilis 6/2026

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Ausstellung

Strichcode

48. Jahrgang · 9,50 € · September 2026

Ach was. 103 Jahre Loriot

Ab in den Garten! Ein Sommelier verrät

Diese Weine trinken wir jetzt

Antje Engel-Morris öffnet ihr Gartentor


Seltsam: Was auch immer wir bauen, wird am Ende ein Sportwagen. DAS CAYENNE S COUPÉ ELECTRIC. PORSCHE. THERE IS NO SUBSTITUTE. Bestellbar im Porsche Zentrum Hannover.

Porsche Zentrum Hannover Sportwagenzentrum Petermax Müller GmbH & Co. KG Podbielskistraße 117 30177 Hannover Tel. +49 511 39900-0 www.porsche-hannover.de

Cayenne S Coupé Electric (WLTP): Stromverbrauch kombiniert: 21,1 – 18,9 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO₂-Klasse: A; Stand 08/2026


Editorial Foto: Lorena Kirste

sChÖnes aus deM BaMBusParadies

Sk ulp tur en au s Na tur

ike l ste in | Ba mb us art

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

E

s gibt diese späten Sommertage, an denen das Leben ein wenig leichter wirkt. Ein Spaziergang durch blühende Gärten, ein gutes Glas Wein auf der Terrasse, ein Abendessen, das lange in Erinnerung bleibt, oder ein herzhaftes Lachen über die feine Beobachtungsgabe eines großen Humoristen. Genau diese Momente feiern wir in dieser Ausgabe von nobilis. Wir werfen einen Blick hinter die Hecken eines ganz besonderen Gartens: Antje Engel-Morris öffnet die Tore zu ihrem beeindruckenden Refugium und zeigt, wie aus Leidenschaft, Geduld und Kreativität ein lebendiges Paradies entstehen kann. Kunst und Humor begegnen uns in der Loriot-Ausstellung im Museum Wilhelm Busch. Seine pointierten Beobachtungen erinnern

daran, dass das Leben mit einem Augenzwinkern oft noch schöner wird. Kulinarisch gibt es ebenfalls Grund zur Freude: Das Restaurant „Mohn“ hat seinen ersten MichelinStern erhalten. Im Interview erfahren wir etwas über den Weg dorthin und darüber, was echte Gastlichkeit ausmacht. Und weil Genuss viele Facetten hat, verrät uns der Sommelier des Kastens Hotel Luisenhof, welche Weine derzeit im Trend liegen und warum Wein heute oft unkomplizierter, neugieriger und vielfältiger getrunken wird als je zuvor. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen, Entdecken und Genießen. Ihre Frauke Hansen & das nobilis-Team

nobilis.de

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Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Planung und Ausführung Ihrer Gartenprojekte.

nobilis Ö ffnungszei t e n:

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Foto: Lorena Kirste

Foto: Isabell Stäber/Restaurant Mohn

Ausgabe September 2026

Menschen & Gesellschaft

Kunst & Kultur

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40 Schön hier! So war das Kleine Fest im Großen Garten 42 Ach was. 103 Jahre Loriot Neue Ausstellung im Museum Wilhelm Busch 45 Buchtipps Präsentiert von Leuenhagen & Paris 46 Vorhang auf! Opern-Premieren der Spielzeit 2026/27 48 Mehr als tausend Worte Illustratorin Sabine Müller-Waltle 51 Kulturtipps Was im September spannend ist

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Ein Abend, der bleibt nobilis -Sommerfest Netzwerken am See UVN-Sommerfest Stadtgeflüster Darüber spricht Hannover Mit Energie für Hannover Marc Hansmann im Interview Herzenssache Kinderherz e. V. mit der MHH in Sri Lanka Perspektiven-Macher Das Netzwerk Civilia Liebe überall Im Garten von Antje Engel-Morris Feine Pfeifen Pfeifenmacher Dirk Heinemann Hannover, deine Menschen Dorit Nestler

Advertorials

30 Menschen. Räume. Geschichten. 90 Jahre steinhoff 36 Zurück in die Zukunft Porsche Cayenne E Turbo

Titelfoto: Lorena Kirste

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Genuss & Events

52 Ein Stern für das „Mohn“ Michelin-Auszeichnung für das „Mohn“ 56 Casual Dining in der Südstadt Hannover Prestige empfiehlt 57 Genusstipps Restauranttipps für den September 58 Leicht, frisch, bewusst Die neuen Trendweine Körper & Geist

60 Ein Spiel mit Sogkraft Trend-Sportart Padel 62 9 Löcher, 9 Fragen Mit Johanna Heise 66 Grasgeflüster Ehrgeiz verbindet


RAT HENA U-A RKA D EN

WILLKOMMEN IN DER WELT VON Seit 1988 ist die kleine, edle Passage ein Treffpunkt für alle, die das Besondere lieben: exklusiv Einkaufen in entspannter Atmosphäre!

EINGA NG

Dank des gläsernen Kuppeldaches kann hier bei Wind und Wetter geshoppt und in Ruhe flaniert werden. Die Kröpcke Passage ist eine Durchgangspassage von der Luisenstraße zur Rathenaustraße. Die Pflanzendekoration wird den Jahreszeiten angepasst. Im Frühling blüht und duftet es herrlich in der Passage, in der Winterzeit funkeln die Lichter der Weihnachtsdekoration wundervoll in der Glaskuppel.

White and Night Nr. 13/14

Galerie CC Nr. 10/11

Traditionsreiche Familienunternehmen und vielversprechende Newcomer bieten hochwertige Damenmode, Brautmode, Accessoires, Schmuck, Silber, Kunst, Kosmetik und vieles mehr. Die persönliche Beratung ist die Leidenschaft der meist noch inhabergeführten Geschäfte, die teilweise nur vom Inneren der Passage Ihren Zugang haben.

Nr. 12

Nr. 10/11

LUISENST RASSE

Hochwertige italienische Köstlichkeiten werden vom Inhaber Antonio Origlio und seinen freundlichen Mitarbeitern vom Frühstück im Bistro ORIGLIO bis zum Abendessen im Restaurant ROTONDA serviert. Für den schnellen Kaffee oder Snack zwischendurch, empfängt

EING ANG

das Panamakaffee an der Luisenstraße. Im Sommer bieten beide Gastronomen zusätzlich Sitzgelegenheiten im Außenbereich an. In den aktuell insgesamt 15 Geschäften die zum Gesamtkomplex Kröpcke Passage gehören, gibt es für jeden etwas zu entdecken! Es begrüßen Sie:

Fotos: O. Vosshage

1001 Creationen, Juwelier DELIUS, elegant & excellent Wimpern, Galerie CC, i:belle Damenmoden, Khalil Coiffeur, LIEBE, LUMAS Galerie, Lutz Huth Schmuck, LUXUSSACHEN, Montblanc, Mühlhausen Pfeifen-Studio, Panamakaffee, Robbe & Berking, White & Night Braut- und Abendmode und das Restaurante Rotonda & Bistro Origlio.

Der Eingang über die Luisenstraße in die Passage wird in den Sommermonaten umrahmt von der gemütlichen Außenterrasse der Rotonda.

Neueste Informationen finden Sie auch immer hier: www.kroepcke-passage.de sowie auf der facebook-Seite.

Ein wenig versteckt liegt der Eingang zur Passage über die Rathenaustraße. Hier finden Sie auch die Aufgänge zu den Büros und Praxen.


Fotos: Henning Scheffen

Menschen & Gesellschaft

Die perfekte Kulisse für den Abend: die Eventterrasse des Courtyard by Marriott Hannover Maschsee

nobilis-Sommerfest

Ein Abend, der bleibt

Wenn Menschen sich begegnen: Über 70 Gäste feierten mit nobilis den Sommer am Maschsee. Text: Roksana Leonetti

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Menschen & Gesellschaft

Die Terrasse des Courtyard by Marriott Maschsee war gut gefüllt – und auch das Wetter spielte an diesem Sommerabend am Ende mit.

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anche Sommerabende leben von strahlendem Sonnenschein. Andere beweisen, dass gutes Wetter nicht am Himmel entsteht, sondern zwischen Menschen. Genau so war es beim nobilis-Sommerfest am 27. Juli auf der Eventterrasse des Courtyard by Marriott Hannover Maschsee. Trotz dichter Wolken und einzelner Regenschauer folgten mehr als 70 Gäste unserer Einladung und machten den Abend zu einem besonderen Treffpunkt. Eingebettet in den beliebten Radio Hannover Seetreff, der den Sommer direkt ans Nordufer des Maschsees bringt, bot die Terrasse den passenden Rahmen: entspannte Atmosphäre, Blick aufs Wasser, gute Gespräche und Musik, die sofort Urlaubsgefühle aufkommen ließ. Begrüßt wurden die Gäste von Ansgar Heise, Geschäftsführer der Schlüterschen Mediengruppe, Roksana Leonetti, Gesamtverantwortliche der nobilis, sowie Undine Bay, Director of Sales & Marketing des Courtyard by Marriott Hannover. Gemeinsam eröffneten sie einen Abend, bei dem nicht das Programm, sondern die Menschen im Mittelpunkt standen.

Melanie Renne (l.) und Admira Kleemann Ansgar Heise und Undine Bay

Köstliche italienische Leckereien sorgten für kulinarischen Genuss.

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Menschen & Gesellschaft

Daniela Buchholz, Friedrich-Wilhelm Knust, Begona Entrena, Daniela Friedrich und Falk Friedrich (v. l. n. r.) Anne-Therese Kratsch, Jürgen Knauth, Melanie Renne und Andreas Strug (v. l. n. r.)

Meike Heise, Barbara Helmrich, Ansgar Heise, Rüdiger Helmrich und Wilfried Kühn (v. l. n. r.)

Sandra und Kristian Wolting Annett Möller, Yvonne Risch, Prof. Matthias Limbach und Daniel Pöppel Afonso (v. l. n. r.)

Dorit und Wolfgang Nestler, Marco Striewski, Sonja und Oliver Bothe (v. l. n. r.)

Simon und Sylvia Sobbek, Ariane Jablonka und Rüdiger Schwieger (v. l. n. r.)

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Menschen & Gesellschaft

Jörn Fischer, Johannes Tönnis und Insa Sophia Cornelius (v. l. n. r.)

Eine gute Kombi: gute Gespräche und gutes Essen

Viel Zeit für Gespräche Dass dieses Konzept aufgegangen ist, spiegelte sich in den vielen Rückmeldungen der Gäste wider. Immobilienunternehmerin Antje Engel-Morris brachte es auf den Punkt: „Manche Termine stehen im Kalender. Andere bleiben in Erinnerung. Dieser Abend gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie.“ Besonders schätzte sie die ungezwungene Atmosphäre, in der sich Gespräche entwickelten, die im beruflichen Alltag oft keinen Raum finden. Auch Jürgen Knauth hob hervor, was nobilis seit vielen Jahren auszeichnet: „Qualität bleibt. Und nobilis bleibt.“ Für ihn zeigte der Abend einmal mehr, dass starke Medien­ marken vor allem Menschen zusammenbringen. Genau dafür schaffe nobilis seit Jahren den passenden Rahmen – weit über das gedruckte Magazin hinaus. Ansgar Heise, Undine Bay, Roksana Leonetti und Sabine Neumann (v. l. n. r.) Dr. Lutz Glusa, Roksana Leonetti und Thomas Hinze (v. l. n. r.)

Stephanie Holweg, Stefan Kirkskothen, Judith Hartstang und Hanna Griesenberg (v. l. n. r.)

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Menschen & Gesellschaft

Hans-Joachim Bischoff, Dorit Nestler, Dr. Andreas Winkelbach, Wolfgang Nestler und Clemens Zotlöterer (v. l. n. r.)

Birthe Dreyhaupt (l.) und Alexandra Serjogin

Ein Abend mit Freunden Dass sich Gäste, Kunden und neue Kontakte gleicher­ maßen wohlfühlten, bestätigte auch Unternehmerin Sylvia Sobbek. Sie sprach von einem „wunderbaren Abend mit Freunden und Geschäftspartnern, vielen schönen Gesprächen und interessanten neuen Begegnungen“. Genau die Mischung, die den Charakter des Sommerfestes ausmacht. Für die musikalischen Sommervibes sorgte DJ Jay Are, dessen entspannter Mix den Abend bis in die späten Stunden begleitete. Die stilvolle Ballondekoration von Dorit Nestler, Ballon Boutique Hannover, setzte farbliche Akzente, während das Team des Courtyard Hotels mit einem abwechslungsreichen Büffet und kühlen Getränken dafür sorgte, dass auch kulinarisch keine Wünsche offenblieben. Gemeinsam mit Sabine Neumann aus dem Verkauf und Frauke Hansen aus der Redaktion sorgte das nobilis-Team dafür, dass sich die Gäste rundum wohlfühlten und der Abend in entspannter Atmosphäre verlief.

Roksana Leonetti, Antje Engel-Morris und Frauke Hansen (v. l. n. r.)

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Marion Bode-Pletsch, Marlena Kilian-Zeh und Alicja Klasen (v. l. n. r.)

Sabine Neumann, Petra und Henning von Roon, Lisa und Joline Hoffmann (v. l. n. r.)


Menschen & Gesellschaft

STANDART F I N E S T

W O M E N ’ S

C L O T H I N G

&

A R T

by Ingrid Wittler

Wie romantisch: Der Mond leuchtete über dem funkelnden Maschsee.

Zeit für neue und alte Geschichten Bis weit in den Abend hinein blieb die Terrasse belebt. In entspannter Atmosphäre entstanden immer neue Gesprächsrunden, bestehende Kontakte wurden vertieft und neue geknüpft. Genau die Art von Begegnungen, für die nobilis seit vielen Jahren steht. Kunden trafen langjährige Wegbegleiter, Unternehmer kamen mit Unternehmern ins Gespräch, und auch diejenigen, die nobilis bislang nur aus der Ferne kannten, konnten erleben, wofür das Magazin steht: Menschen miteinander zu verbinden. Denn genau das ist seit jeher die Idee hinter nobilis. Geschichten entstehen dort, wo Menschen sich begegnen. Und manchmal beginnt eine gute Geschichte eben nicht am Schreibtisch, sondern auf einer Terrasse am Maschsee. Mit einem Glas in der Hand, Musik im Hintergrund und Gesprächen, die noch lange nach einem Sommerabend nachklingen. Begegnungen wie diese machen Lust auf mehr. Deshalb schmieden wir bereits Pläne für die nächste nobilis-Veranstaltung. Ob wir gemeinsam mit einem Neujahrsempfang ins Jahr starten? Lassen Sie sich überraschen. b

Leinstraße 32 30159 Hannover 0511 26 15 92 32 w w w. s t a n d a r t - h a n n o v e r. d e Das nobilis-Team: Ann-Christin Weber, Maja Henschel, Roksana Leonetti, Frauke Hansen und Sabine Neumann (v. l. n. r.)

Besuchen Sie unser Digitales Schaufenster auf Fa c e b o o k o d e r I n s t a g r a m . w w w. f a c e b o o k . c o m / S TA N D A R T. H a n n o v e r

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Instagram: standart_by_ingrid_wittler


Foto: UVN/ Marcus Prell

Menschen & Gesellschaft

Olaf Lies (Ministerpräsident Niedersachsen), Dr. Philipp Rösler (Consessor AG), Wiebke Rösler, Nadja Hüppe (Digital Mindset) und Benedikt Hüppe (UVN-Geschäftsführer) (v. l. n. r.)

UVN-Sommerfest

Netzwerk am See

Zum 75-jährigen Bestehen der UVN kamen mehr als 1.000 Gäste an den Maschsee. Ein Abend voller Begegnungen und Impulse. Text: Roksana Leonetti

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ehr als 1.000 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft feierten beim 26. Sommerfest der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN) im Strandbad am Maschsee. Bei hochsommerlichen 31 Grad stand das diesjährige Treffen ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: 75 Jahre UVN. UVN-Hauptgeschäftsführer Benedikt Hüppe betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung des offenen Austauschs zwischen Wirtschaft und Politik. Mit Ministerpräsident Olaf Lies, seiner Stellvertreterin Julia Willie Hamburg sowie weiteren Mitgliedern der Landesregierung war die Politik stark vertreten. Für Hüppe ein Zeichen für den vertrauensvollen Dialog in Niedersachsen.

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Plädoyer für mehr Zuversicht Gastredner Philipp Rösler knüpfte daran an. Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister dankte den UVN für ihr langjähriges Engagement und plädierte für mehr Zuversicht. Deutschland könne von der Aufbruchsstimmung und dem Optimismus Vietnams lernen, sagte Rösler. Für einen Lacher sorgte seine Bemerkung, nach zwölf Jahren in der Schweiz weiterhin FDP-Mitglied zu sein. Auch abseits des Programms bot der Abend reichlich Gesprächsstoff. IHK-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt berichtete von ihrem CEO-Rollentausch mit enercity-­ Chefin Aurélie Alemany. Aufmerksamkeit erhielt zudem Jürgen Wache, der nach seinem Abschied von der Hanno-


Menschen & Gesellschaft

Foto: Roksana Leonetti

Matthias Glaser (GLASER Programmsysteme), Maria Glaser Jimenez (Novum) und Matthias Herter (meravis) (v. l. n. r.)

Foto: UVN/Marcus Prell

Maximilian Maierhöfer (l.) und Alexander Samp (Lux Point Partners)

verschen Volksbank mit seiner neuen Aufgabe bei der Volksbank BRAWO für Diskussionen sorgte. Zwischen Gesprächen über Sport, Wirtschaft und sogar die Herkunft des Panama-Huts stand vor allem eines im Mittelpunkt: die persönliche Begegnung. Damit bestätigte das UVN-Sommerfest erneut seinen Ruf als feste Größe im hannoverschen Veranstaltungskalender. Eine Lichtshow über dem Maschsee setzte den stimmungsvollen Schlusspunkt unter einen Sommerabend, der dem 75-jährigen Jubiläum einen würdigen Rahmen verlieh. b Dr. Mirko Hoppe (IHK Hannover), Gudrun Benne (Industrie-Club Hannover), Christian Wilhelm Link (Rundblick Niedersachsen) (v. l. n. r.)

Foto: Roksana Leonetti

Mehr Bilder finden Sie auf nobilis.de:

1621 gebaut – modern interpretiert Isernhagen HB – historisches Fachwerkhaus auf herrlichem Parkgrundstück mit repräsen­ tativer Zufahrt, 1980 ganz neu aufgebaut, hohe Decken, offene Raumgestaltung, ca. 306 m² Wohnfl., ca 2.212 m² Grundst., 1. OG kompl. modernisiert, Holzdielenboden, Tischler gefertigte Ankleide etc., EG mit großem Gäste­Bereich, Küche mit Klönecke und Kochinsel, offener Kamin, Gas­Zentral­ heizung, keine Energieausweispflicht, denkmalgeschützt, KP: auf Anfrage (Käuferprovision in Höhe von 3,57 % inkl. Ges. MwSt. vom Kaufpreis)

Foto: Roksana Leonetti

Mehr Informationen und Immobilien:

Kay Glenewinkel (Viessmann), Maren Glenewinkel (IT. Niedersachsen) und Hinderk Meyer-Tölle (v. l. n. r.)

DAHLER Hannover­Nord Inh.: ISC Immobilien GmbH

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Menschen & Gesellschaft

Stadtgeflüster

Jubiläum Fünf Jahre Niessing in bester Lage

Foto: MAK Perspektiven

Im Herbst 2026 feiert das Traditionsunternehmen Niessing sein fünfjähriges Bestehen in der Luisenstraße. Seit mehr als 150 Jahren entsteht der Schmuck in der eigenen Manufaktur in Vreden im Münsterland, von der Goldschmelze bis zum fertigen Schmuckstück aus einer Hand. Dank der Fertigung am eigenen Produktionsstandort ist das Unternehmen unabhängig von externen Lieferanten. Damit zählt es zu den wenigen deutschen Firmen, die auf eine über 100-­jährige Geschichte zurückblicken können. Zusammen mit dem Team um Storemanagerin Admira Klemann steht Niessing für leisen Luxus und stilvolles Understatement. Und wer einen Ausblick wagen möchte: Im Oktober werden im Store in Hannovers bester Lage neue Kollektionen vorgestellt.

Was als Nachhilfe im Kinderzimmer begann, ist heute ein wichtiger Baustein für Bildung und Integration in der Region Hannover: Mit MAK Perspektiven e. V. unterstützt Gründer Mohammad Al-­Kurdi Kinder und Jugendliche weit über den Unterricht hinaus. Der Verein entstand aus der Erkenntnis, dass erfolgreiche Integration mehr braucht als schulische Förderung. Deshalb gehören heute auch Sprachcamps, Ferienprogramme, Berufsorientierung und Freizeitangebote zum Konzept. Die Motivation dahinter ist eng mit Al-Kurdis eigener Geschichte verbunden. Als junger Mensch mit arabischen Wurzeln in Großburgwedel erlebte er selbst, wie wichtig Zugehörigkeit und gesellschaftliche Teilhabe sind. Als 2015 viele Geflüchtete nach Deutschland kamen, wollte er zwischen Kulturen vermitteln und Perspektiven schaffen. Heute ist MAK Perspektiven an sieben Standorten aktiv und hat bereits weit über 1.000 Kinder und Jugendliche begleitet. Für die Zukunft wünscht sich Al-Kurdi vor allem mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Foto: Sabine Neumann

MAK Perspektiven Brücken bauen für die Zukunft

Auszeichnung Familienunternehmer des Jahres

Foto: Harald Langguth

Andreas Berndt, Gründer der Hannoverschen Kaffeemanufaktur, wurde von den Familienunternehmern als „Familienunternehmer des Jahres 2026“ ausgezeichnet. Die Jury würdigte seinen nachhaltigen Unternehmergeist und sein soziales Engagement. Aus einer kleinen Rösterei in Hannover-Limmer entwickelte Berndt seit 2012 ein Unternehmen mit mehr als 75 Mitarbeitenden und über 40 Kaffeespezialitäten. Der bekennende Kaffee-Junkie trinkt nach eigenen Angaben rund 20 Tassen pro Tag.

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Menschen & Gesellschaft

Sport bewegt mehr als Menschen: Bei den „Sternen des Sports“ zeichnete die Hannoversche Volksbank gemeinsam mit den Sportbünden fünf Vereine für ihr besonderes gesellschaftliches Engagement aus. Den Großen Stern des Sports in Bronze gewann der MTV von 1848 Hildesheim mit seinem Projekt „Wir bewegen Kinder: Minisportabzeichen mit Kindertagesstätten“. Der Verein bringt Bewegung direkt in die Kitas und erreicht damit Kinder dort, wo sie heute einen großen Teil ihres Alltags verbringen. Zwei zweite Plätze gingen an Herzschläger e. V. mit seinem mobilen Sportstudio für schwerkranke Kinder und an den AthletikSportVerein Wunstorf Südaue mit seinem Demokratieprojekt „MitMachZeit“. Volksbank-Vorstand Matthias Battefeld brachte den Abend auf den Punkt: „Die heutige Entscheidung der Jury zeichnet einen Sieger aus. Gewinner sind jedoch alle Vereine, die sich tagtäglich für die Menschen vor Ort engagieren.“

Foto: Hannoversche Volksbank/Axel Herzig

Sterne für starkes Engagement MTV Hildesheim gewinnt den Großen Stern des Sports in Bronze

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Menschen & Gesellschaft

Marc Hansmann ist seit 2017 Vorstandsmitglied bei enercity. Foto: Frank Wilde

Im Interview

Mit Energie für Hannover

Marc Hansmann, Vorstand bei enercity, spricht mit nobilis über Familie, Energiewende und warum Hannover eine unterschätzte Stadt ist. Interview: Frauke Hansen

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Menschen & Gesellschaft

Ü

ber Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen und die hannoversche Kommunalpolitik ins Management: Marc Hansmann ist seit 2017 Vorstandsmitglied für Finanzen und Infrastruktur bei enercity. Im nobilis-Interview verrät er, was ihn antreibt und bewegt.

blieb kaum Zeit. Alles musste äußerst effizient ablaufen. Das war eindeutig außerhalb meiner Komfortzone. Viele Menschen empfinden die Energiewende als abstraktes Konzept. Wie erklären Sie sie am Beispiel Hannover? Hansmann: Eigentlich ist sie gar nicht mehr abstrakt. Wer derzeit durch Hannover fährt, sieht die vielen Baustellen für die Fernwärme. Genau dort wird die Wärmewende sichtbar. Wir bauen das Fernwärmenetz massiv aus

Herr Hansmann, wenn Sie sich selbst in drei Worten beschreiben müssten: Welche wären das? Marc Hansmann: Meine Frau sagt, ich sei „ziel­strebig“. Dazu würde ich „humorvoll“ nennen. Und als drittes Wort vielleicht „authentisch“.

Marc Hansmann beim Interview mit der nobilis

Was treibt Sie morgens an? Hansmann: Vor allem die Aufgabe, die Energie- und Wärme­ wende in Hannover erfolgreich zu gestalten. Das ist ein Thema, das mich wirklich bewegt. Gleichzeitig freue ich mich jeden Tag auf die Menschen bei enercity. Wir haben außergewöhnlich engagierte Kolleginnen und Kollegen. Außerdem sind die Aufgaben intellektuell äußerst spannend. Die Energiebranche befindet sich im Wandel, und genau das macht die Arbeit so reizvoll. Sie kommen aus der Wissenschaft. Was davon hilft Ihnen heute bei Ihrer Arbeit? Hansmann: Ich lese bis heute sehr viel, besonders Studien zur Energie- und Wärmewende sowie deren Finanzierung. Ich versuche, Entscheidungen und Projekte möglichst fundiert abzusichern. Beim Kohleausstieg oder bei der Kommunalen Wärmeplanung greifen wir beispielsweise auf wissenschaftliche Erkenntnisse zurück. Außerdem arbeiten viele sehr qualifizierte Absolventinnen und Absolventen der Leibniz Universität Hannover bei uns, die wichtige Impulse geben.

Gab es Momente in Ihrer Karriere, in denen Sie Ihre Komfortzone verlassen mussten? Hansmann: Besonders beim Wechsel von der Stadtverwaltung zu enercity. Kommunalfinanzen waren mein Spezialgebiet. In der Energiewirtschaft musste ich vieles neu lernen. Das war herausfordernd. Eine zweite Phase war die Zeit, in der wir vorübergehend keine Vorstandsvorsitzende hatten. In dieser Zeit habe ich sehr viel gearbeitet und meine Arbeitsweise komplett umstellen müssen. Für vertiefte Analysen

Foto: Frank Wilde

Wenn Sie auf Ihre berufliche Laufbahn zurückblicken: Gibt es einen roten Faden? Hansmann: Ja, eindeutig. Es sind das Engagement für und meine Verbundenheit mit Hannover. Mich treibt der Wunsch an, diese Stadt mitzugestalten.

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Foto: enercity

Foto: Frank Wilde

Menschen & Gesellschaft

Marc Hansmann im beeindruckenden Atrium der Konzernzentrale von enercity.

Seit 2023 ist enercity in der Calenberger Neustadt zu finden.

und verfolgen dabei einen sehr konsequenten Weg. Ziel ist es, einen Großteil der Mehrfamilienhäuser an Fernwärme anzuschließen. Gleichzeitig steigen wir aus der Kohle aus. Einen Block unseres Kohlekraftwerks in Stöcken haben wir bereits still­gelegt. Schritt für Schritt wird die Wärme­ versorgung klima­freundlicher.

Weg zu begleiten, gehört zu den spannendsten Erfahrungen meines Lebens. Ich habe damals lange Elternzeit genommen und war immer ein präsenter Vater. Darüber hinaus interessiere ich mich sehr für Wirtschaftsgeschichte. Das war bereits im Studium mein Schwerpunkt, und ich lese bis heute viel dazu.

Sie sagen, Hannover sei dabei Vorreiter. Warum? Hansmann: Weil wir die Wärmewende in einer Konsequenz angehen, die man nur selten findet. Das gelingt nicht zuletzt durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Jede Baustelle, jede Straßensperrung und jedes Bauprojekt muss sorgfältig abgestimmt werden. Hannover hat sich über Jahre auf diesen Weg vorbereitet.

Ist die Familie für Sie der wichtigste Ausgleich zum Berufsalltag? Hansmann: Ja, unbedingt. Kinder holen einen in eine ganz andere Welt. Meine Tochter interessiert sich naturgemäß nicht besonders für meinen Job, hat ihre eigenen Themen und Gedanken. Wenn wir Zeit miteinander verbringen, hilft mir das enorm beim Abschalten.

Gibt es technische Ideen, die in Zukunft eine größere Rolle spielen werden? Hansmann: Wir prüfen beispielsweise den Einsatz von Kunststoffrohren in bestimmten Fernwärmenetzen. In Deutschland ist das noch eher ungewöhnlich, in Dänemark hingegen längst etabliert. Die Rohre lassen sich schneller verlegen, sind kostengünstiger und inzwischen technisch sehr leistungsfähig. Überhaupt können wir viel von anderen Ländern lernen.

Wie entspannen Sie sonst? Hansmann: Sehr gern im Kino. Mit meiner Tochter schaue ich viele Actionfilme. Demnächst steht „Spider-Man“ auf dem Programm.

Welche Themen faszinieren Sie privat? Hansmann: Am meisten fasziniert mich meine Rolle als Vater. Meine Tochter wird bald 15 Jahre alt, und sie auf ihrem

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Wie blicken Sie auf die junge Generation, die vor Ihren Augen heranwächst? Hansmann: Ich mag das Selbstbewusstsein das Engagement für Umwelt und Gesellschaft. Positiv sehe ich auch die Selbstverständlichkeit, mit der viele junge Männer Verantwortung für ihre Familien übernehmen. Elternzeit und Teilzeit sind heute normal. Als ich Vater wurde, war das noch eher eine Ausnahme. Ich will damit aber nicht infrage


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stellen, dass auch im Jahr 2026 immer noch ein Großteil der Care-Arbeit von Frauen geleistet wird. Welche drei Orte mögen Sie in Hannover besonders? Hansmann: Das Neue Rathaus, wo wir auch geheiratet haben. Dann die enercity-Zentrale mit ihrer offenen und transparenten Architektur. Und schließlich die Herrenhäuser Gärten mit dem Berggarten. Haben Sie ein Lieblingsrestaurant? Hansmann: Ich esse sehr gern japanisch. Deshalb schwanke ich zwischen Sushi Gim und Sindo. Beide mag ich sehr. Warum leben Sie so gern in Hannover? Hansmann: Ich mag die Gelassenheit der Menschen hier und habe nach meinen Jahren in Berlin zu schätzen gelernt, dass Hannover einfach gut funktioniert. Das ist ein großer Vorteil für die Lebensqualität, gerade auch für Familien. Was macht die Hannoveraner aus? Hansmann: Wir sind vielleicht nicht so überschwänglich wie andere Regionen, aber wir sind freundlich, verlässlich und hilfsbereit.

Foto: enercity

Was sollte in Hannover bleiben und was darf sich verändern? Hansmann: Bleiben sollte der konsequente Kurs bei der Energie- und Wärmewende. Er wird langfristig für Versorgungssicherheit und bezahlbare Energie sorgen. Verändern dürfte sich unser Selbstbild. Wir sind oft zu bescheiden und zu wenig stolz auf unsere Stadt. Hannover hat viele Qualitäten, die von außen häufig unterschätzt werden. Wir sollten alle gemeinsam mehr dazu beitragen, diese Stadt nach außen positiver sichtbar zu machen. b

Das Biomasse-Heizkraftwerk in Stöcken ist eine der Anlagen, die das Kohlekraftwerk ersetzen.

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Fotos: medJUNGE

Menschen & Gesellschaft

Voneinander lernen direkt am Patientenbett: Gemeinsam bewerteten die Mediziner komplexe Fälle.

Trotz begrenzter Ressourcen leisten die Teams in Colombo täglich Herausragendes.

Kinderherz e. V.

Herzenssache

Ein MHH-Expertenteam unterstützte Kinderherzspezialisten in Sri Lanka und gewann dabei wertvolle Impulse für Hannover. Text: Ann-Christin Weber

B

is zu 1.000 herzchirurgische Eingriffe an Kindern im Jahr. „Das ist ein riesiger Workload an Patientinnen und Patienten”, beschreibt Kinderintensivmediziner und -kardiologe PD Dr. Thomas Jack die Situation im Lady Ridgeway Hospital. Die Klinik in Colombo ist das einzige Krankenhaus in ganz Sri Lanka, das herzchirurgische Eingriffe durchführt. Um die Behandlungsergebnisse weiter zu verbessern, wandten sich die Verantwortlichen 2025 an die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Als Antwort darauf reiste Dr. Jack im März dieses Jahres mit vier weiteren Experten der MHH und mit Vertretern von Kinderherz Hannover e. V. nach Sri Lanka. Vor Ort analysierten die Spezialisten die Abläufe rund um Herzoperationen

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bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen und entwickelten konkrete Verbesserungsvorschläge. Medizin unter besonderen Bedingungen „Sri Lanka hat ein freies Gesundheitssystem, das stark unterfinanziert ist“, erklärt Dr. Jack. Während an der MHH meist ein Kind pro Tag am Herzen operiert wird, sind es in Colombo bis zu sechs. Die Delegation aus Hannover hat beob­achtet: Trotz begrenzter Ressourcen leisten die Teams dort täglich Außergewöhnliches. Seit mehr als 15 Jahren engagiert sich die MHH bereits in Sri Lanka. Finanziell unterstützt wird das Projekt am Lady Ridgeway Hospital maßgeblich von Kinderherz e. V. „Auch wenn wir unsere Mittel zu 95 Prozent in der Region Hanno-


Menschen & Gesellschaft

Die Delegation aus Hannover und das Team des Kinderkrankenhauses in Colombo setzten gemeinsam Impulse für die Kinderherzmedizin.

ver investieren, ist es ein erfüllendes Gefühl, in einem anderen Teil der Welt Kindern zu helfen“, sagt der Vereinsvorsitzende Hanns Werner Staude. Austausch auf Augenhöhe Das Fazit der Reise ist positiv. Beide Seiten konnten profitieren: Während das fünfköpfige Expertenteam Empfehlungen zur Optimierung von Kommunikation und Abläufen vor Ort ließen, nahmen sie genauso Impulse von ihren sri-lankischen Kollegen mit. Dazu zählt etwa, bei begrenzten Ressourcen auf Kreativität und Motivation zu vertrauen. Die Ergebnisse der Reise werden nun in einem „Expert Report“ festgehalten und bilden dann die Grundlage für den weiteren fachlichen Austausch. „Mit den wenigen eingesetzten Mitteln, die im Wesentlichen nur aus den Reisekosten für das Team bestanden, konnten wir wirklich viel bewegen“, fasst Dr. Jack zusammen. b

Im Lady Ridgeway Hospital kamen Spezialistinnen und Spezialisten aus Sri Lanka und Hannover zusammen, um ihre Erfahrungen für eine bessere Kinderherzmedizin zu bündeln.

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Foto: Ann-Christin Weber

Menschen & Gesellschaft

Netzwerk Civilia

Perspektiven-Geber Erlebnisse, die den Blick auf unsere Stadt verändern: Warum Civilia seit fast 30 Jahren Menschen und Hannover verbindet. Text: Frauke Hansen Das Team von Civilia: Susanne Gruß, Valentin Seidenfus und Julia Wohlfeld (v. l. n. r.)

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as haben eine Dezernentin, ein Kultur­ manager, eine Führungskraft aus der Wirt­ schaft und ein Vertreter einer sozialen Ein­ richtung gemeinsam? Im Alltag oft wenig. Bei Civilia verbringen sie ein Jahr miteinander, diskutieren gesellschaftliche Herausforderungen, besuchen Orte, die sie sonst nie betreten würden, und lernen Hannover aus völlig neuen Blickwinkeln kennen. Seit 1997 bringt das Netzwerkprogramm Menschen aus Wirtschaft, Verwaltung, Kultur und dem Non-ProfitBereich zusammen. Civilia versteht sich als Plattform für gesellschaftliche Verantwortung – und für den Perspektiv­ wechsel. Die Idee: Verantwortung braucht Begegnung Die Ursprünge des Programms liegen in England. Dort ent­ stand die Erkenntnis, dass gesellschaftliche Herausforde­ rungen von Führungskräften zwar häufig erkannt werden, echte Veränderungen aber oft von den Menschen ange­ stoßen werden, die unterhalb der obersten Hierarchieebene

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Verantwortung tragen und gleichzeitig noch nah genug an der Praxis sind. „1997 haben wir dieses Konzept nach Hannover geholt“, erzählt Schatzmeister Valentin Seidenfus. Heute umfasst das Programm elf Tage innerhalb eines Jahres. Die Teilnehmer werden von ihren Organisationen entsandt und kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Stadtgesellschaft. Lernen durch Erleben Bereits nach dem ersten Jahr entsandten die meisten Ein­ richtungen erneut Mitarbeitende. „Die Menschen kehrten mit leuchtenden Augen zurück in Ihre Unternehmen“, er­ innert sich Seidenfus. Gleichzeitig bemerkten viele Arbeit­ geber eine beeindruckende persönliche Entwicklung ihrer Teilnehmer – von Kommunikationsstärke über Teamfähig­ keit bis hin zu Führungsqualitäten. Civilia setzt bewusst nicht auf Vorträge oder Frontal­ unterricht. Die Teilnehmer verlassen ihre gewohnte Um­ gebung und tauchen in Lebenswelten ein, die ihnen häufig fremd sind. „Wir schaffen Erlebnisse statt bloßer Diskus­


Foto: Civilia

Menschen & Gesellschaft

Zuhören, mitreden, mitgestalten: Bei Civilia stehen ver­ schiedene Perspek­ tiven im Fokus.

sionen“, sagt die 1. Vorsitzende Julia Wohlfeld. Wer einen Tag lang erlebt, was Obdachlosigkeit bedeutet, eine Justizvollzugsanstalt besucht oder mit Menschen über soziale Ausgrenzung spricht, entwickelt ein anderes Ver­ ständnis für gesellschaftliche Herausforderungen. Das Ziel ist dabei nicht, Meinungen vorzugeben. Vielmehr sollen Erfahrungen entstehen, auf deren Grundlage Entscheidungen künftig bewusster getroffen werden. „Danach geht niemand mehr mit derselben Haltung durch die Stadt wie zuvor“, sagt Wohlfeld. Wenn Hierarchien keine Rolle mehr spielen Besonders prägend sind die sogenannten „Residential Days“ zum Auftakt des Programms. Mehrere Tage verbringen die Teilnehmer gemeinsam außerhalb ihres Alltags. „Nach kurzer Zeit zählen nicht mehr Titel oder Positionen, sondern die Fähigkeiten des Einzelnen“, beschreibt Seiden­ fus die Dynamik. Wer zuhören kann, wird ebenso wichtig wie jemand mit großer Führungserfahrung. Genau darin sieht Programmleiterin Susanne Gruß einen zentralen Wert: „Wir wollen, dass Menschen sich als Menschen begegnen.“ Die Wirkung endet nicht mit dem letzten Programmtag. Viele Jahr­ gänge treffen sich noch Jahre später regelmäßig. Darüber hinaus existiert ein aktives Alumni-Netzwerk, das den Austausch über Programmgrenzen hinweg fördert. In fast drei Jahrzehnten haben weit mehr als 1.000 Men­ schen an Civilia teilgenommen. Dadurch ist ein Netzwerk entstanden, das in Hannover an vielen Stellen wirkt – oft leise, aber nachhaltig. „Es gibt kaum eine größere Veranstaltung in Hannover, auf der nicht ehemalige CiviliaTeilnehmer anzutreffen sind“, sagt Seidenfus. Demokratie braucht Perspektivwechsel In einer Zeit, in der gesellschaftliche Gräben tiefer werden und demokrati­ sche Werte unter Druck geraten, sehen die Verantwortlichen die Bedeutung ihrer Arbeit. Hinschauen, an­ dere Lebensrealitäten ken­ nenlernen und unterschiedli­ che Perspektiven aushalten – Ein ausführliches Interview so beginnt gesellschaftlicher über Civilia finden Sie auf nobilis.de. Zusammenhalt. b

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Die Klinik am Pelikanplatz, eine der ältesten und besten plastische undund ästhetische Chibesten Adressen Adressenfürfür plastische ästhetische rurgie in Hannover, steht seit jeher für ein ganzheit-

Chirurgie in Hannover, steht für eine ganzheit-

liches ästhetisches Konzept. Als einziger Standort

liche Philosophie Wir bieten in Hannover bietenvon wirSchönheit. unseren Patienten das das ge-

samte breite Spektrum plastischerund und ästhetischer ästhetischer gesamte Spektrum plastischer Chirurgie, sämtliche Unterspritzungsverfahren, ei-

Chirurgie sowie ein breites Portfolio an nicht-

nen angeschlossenen Laserstandort mit vier unter-

operativen Behandlungsverfahren wie Untersprit-

schiedlichen Lasern sowie das patentierte Kryolipo-

zungen und Coolsculpting® als Fettreduzierung. nicht-operatives lyse-Verfahren Coolsculpting ®zur Verfahren Fettreduzierung. So kann aus einem Individuellezur und maßgeschneiderte Behandlungssehr umfangreichen Repertoire immer das individu-

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KLINIK AM PELIKANPLATZ GMBH Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie

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Menschen & Gesellschaft

Antje Engel-Morris in ihrem persönlichen Refugium, in dem sie Ruhe und Entspannung findet.

Garden Story

Liebe überall

Zwischen Rosen, britischem Charme und einem glücklichen Beagle: Im Weserbergland hat Antje Engel-Morris ihren ganz persönlichen Ort der Ruhe gefunden. Text: Frauke Hansen Fotos: Lorena Kirste

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n einem perfekten Sommertag betreten wir staunend das Reich von Antje Engel-Morris: Hinter der Gartenpforte des charmanten alten Hauses in Hessisch Oldendorf verbirgt sich eine wie verzaubert wirkende Welt, in der Bienen, Insekten und Beagle Buddy ihr Glück finden. Überall summt und brummt es. Unzählige bunte Rosen verströmen zusammen mit Lavendel und anderen üppig blühenden Pflanzen ihren süßen Duft, ein warmer Wind weht uns den himmlischen Geruch von frischgebackenen Scones entgegen. Rund 50 Minuten von Hannover entfernt, wo Antje arbeitet, liegt das ehemalige Anwesen einer Dampfbäckerei mitten im idyllischen Weserbergland. Als sie das Haus 2020 entdeckte, war der 1.000 Quadratmeter große Garten kaum als solcher zu erkennen. Mannshohes Gras, überwucherte Sträucher und verborgene Schätze bestimmten das Bild. „Es war wie eine Schatzsuche“, erinnert Antje sich. Zwischen dem Wildwuchs tauchten alte Rosen, Akeleien, Herbstanemonen und Vergissmeinnicht auf – stille Grüße der Vorbesitzer. Zusammen mit ihrem Ehemann Paul hat Antje in den letzten Jahren mit viel Geduld und Liebe ein kleines Paradies geschaffen, das an die Cotswolds, die Heimat des gebürtigen Briten, erinnert.

Menschen & Gesellschaft

Hier wohnt Familie Morris – ein wunderschönes Detail am kleinen Gartenhaus.

Selbstverständlich finden auch Insekten hier jede Menge Blüten.

Wo man sich hier befindet, wird an jeder Ecke deutlich.

Der Duft von englischen Rosen umhüllt den Besucher überall.

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Menschen & Gesellschaft

Antje und ihr Mann Paul auf ihrer Terrasse – der Lieblingsplatz der beiden nach langen Arbeitstagen.

Beagle Buddy ist immer dabei.

Eine traditionelle Tea Time mit Tee und Scones darf in solch einem Garten natürlich nicht fehlen.

Der Garten als Therapie Ihr Garten ist für sie ein Gegenpol zum Tempo, zur Struktur, zu den schnellen Entscheidungen, die ihr Berufsalltag als Immobilienunternehmerin verlangt. Das Reich hinterm Haus sei ihr Hobby, sagt Antje. „Andere gehen zur Therapie, ich gehe in meinen Garten“, erzählt sie bei einer entspannten Teestunde. Ein beiläufiger Satz, der alles erklärt. Zwischen den Rosenbeeten herrscht bei unserem Rundgang geschäftiges Treiben, und während Beagle Buddy mit bei jedem Hopser fliegenden Ohren seine Runde dreht, entfaltet der Garten seine ganze Vielfalt aus Farben, Düften und Lieblingsplätzen. Hinter jeder Ecke eröffnet sich ein anderer Blick. Dieser Garten ist eine Abfolge von Momenten.

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Räume, die sich erst beim Vorantasten erschließen: eine gemütliche Laube im Schatten des imposanten Mammutbaums, ein Yogadeck neben Teich und Sauna, die Terrasse als lebendiger Mittelpunkt. Alles hat seine Zeit Gestaltet wurde all das nicht nach Plan. „Wir haben kein Gartenbuch abgearbeitet, sondern viel nach Bauch und Herz entschieden“, erzählt Antje. Alte Rosen, gewachsene Strukturen, sogar Unperfektheit – all das durfte bleiben. Pflanzen werden nicht erzwungen, sondern eingeladen – und gehen auch wieder, wenn sie nicht bleiben wollen. Was mit dem Boden nicht zurechtkommt, muss weichen. „Die


Menschen & Gesellschaft

Perfekter Entspannungsmoment für Buddy und Frauchen Antje

Auf dem kleinen Lese- und Yogadeck im hinteren Teil des Gartens ist Antje oft zu finden.

Pflanze, die hier nicht funktioniert, ist einfach nicht die richtige“, sagt Antje. Was wächst, darf wachsen. Der Garten ist keine Inszenierung, sondern ein bewusstes Leben mit den Stimmungen der Natur. Auf der Terrasse, dem Lieblingsplatz der Familie, fällt der Blick über Beete, Bäume und blühende Inseln. Je nach Jahreszeit wandern das Leben und der Fokus durch den Garten. Im Frühjahr lockt die selbstgebaute Laube. Im Herbst sind es die letzten Rosenblüten in der tief stehenden Sonne. Im Sommer spendet der mächtige Mammutbaum Schatten. Und im Winter wird draußen gegrillt, mit Kerzen, Glühwein und der ganzen Familie. „Alles hat seine Zeit“, sagt Antje.

Auch wenn so ein Garten viel Arbeit macht – für Antje ist das Gießen, Schneiden und Zupfen eine Art Therapie.

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Ein Meer aus Rosen Besonders am Herzen liegt dem Ehepaar der Rosengarten. Er war eines der ersten Projekte auf dem Grundstück und ist bis heute Antjes und Pauls ganzer Stolz. Mehr als 30 verschiedene Rosensorten blühen hier im Laufe des Jahres, darunter viele alte Sorten, die zum Haus passen. Denn Geschichte zu bewahren, gehört für die Gartenbesitzer dazu. „Ein altes Haus hat eine Seele“, sagt Antje. Und diese Seele soll sichtbar bleiben. Im hinteren Teil des Gartens steht ein besonderer Strauch, der eine nostalgische Blüte trägt und einen leichten Himbeerduft verströmt. Aus ihm – die Rosensorte trägt den passenden Namen „Wedding Piano“ – hat Antje ihren Brautstrauß für ihre und Pauls Gartenhochzeit gebunden. Zu jedem Hochzeitstag blüht der Strauch nun besonders schön und erinnert an dieses schöne Familienfest.

Mehr als 30 Rosensorten finden sich in Antjes Garten.

Ein Fest für die Augen: Blumen und Pflanzen in allen Farben und Formen

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Menschen & Gesellschaft

FÜR EIN STRAHLENDES LÄCHELN funktionsorientierte Kieferorthopädie Zahn- und Kieferregulierungen für Kinder und Erwachsene Ganzheitliche Bionatortherapie Zertifiziertes Invisalign Beratungszentrum

Wunderschöne Details in diesem so zauber­ haften Garten

Was Buddy wohl entdeckt hat? Eine Biene, einen Schmetterling oder doch ein Stück Kuchen?

Auf die Liebe Und wie ist es, wenn Gäste kommen? Wer den Garten der Familie besucht, schwärmt erstmal aus, entdeckt, bestaunt – und findet sich am Ende doch meist auf der Terrasse wieder, bei Gesprächen, bei einem Glas Wein. „Ich liebe es, hier nach einem langen Tag zu sitzen und zu entspannen. Abends sagt mein Mann immer: auf die Liebe“, schwärmt Antje. Für Antje ist ihr Garten Rückzugsort, Kraftquelle und Therapie zugleich. Wenn der Alltag anstrengend wird, geht sie hinaus, schneidet etwas zurück, gräbt ein Beet um oder setzt sich einfach auf die Terrasse. Vielleicht beschreibt sie ihren Garten deshalb am treffendsten mit drei Worten: Leidenschaft. Wachstum. Liebe. Denn genau das ist zwischen Rosen, Vergissmeinnicht und Buddys Lieblingsplätzen in der Sonne überall spürbar. b

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Fotos: steinhoff

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90 Jahre steinhoff

Menschen. Räume. Geschichten.

Seit 1936 erfindet sich steinhoff immer wieder neu. Nun beginnt ein weiteres Kapitel zwischen Tradition und Zukunft. Text: Frauke Hansen

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Anzeige 90 Jahre steinhoff: Anand Steinhoff und sein Vater Peter Steinhoff

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anche Unternehmen erzählen ihre Geschichte in Jahreszahlen. Andere erzählen sie durch das, was sie für Menschen geschaffen haben. Die Geschichte von steinhoff ist eine solche Erzählung. Seit 1936 begleitet das Familienunternehmen Generationen beim Wohnen, Leben und Ankommen. Und jede Generation stand vor einer ganz eigenen Aufgabe. Die erste bestand darin, überhaupt etwas entstehen zu lassen. In den Jahren des Mangels wurden Möbel aufgearbeitet, gepolstert und mit handwerklicher Hingabe von Gründer Heinz Steinhoff zu neuem Leben erweckt. Material war kostbar, Schönheit kein Selbstzweck. Es ging darum, Wärme, Verlässlichkeit und ein Zuhause möglich zu machen. Aus diesen Anfängen erwuchs das Fundament eines Unternehmens, das bis heute von echter Substanz geprägt ist. Skandinavisches Design in Hannover Mit der zweiten Generation veränderte sich der Blick auf das Wohnen. Peter Steinhoff brachte skandinavisches Design nach Norddeutschland und damit eine neue Leichtigkeit in die Wohnkultur. Später folgten die großen Klassiker der Moderne, Möbel von zeitloser Eleganz, die bis heute Ikonen geblieben sind. Zugleich entstand am Braunschweiger Platz ein Gebäude, das weit mehr wurde als ein Geschäftshaus: ein architektonisches Statement, das sich tief ins Gedächtnis Hannovers eingeschrieben hat. Aus einem Einrichtungshaus wurde ein Ort mit Haltung und Persönlichkeit. Als Anand Steinhoff Mitte der 1990er in das Unternehmen eintrat, stand die nächste Veränderung bevor. Wohnen wurde offener, individueller und komplexer. Einzelne Möbelstücke traten in den Hintergrund, ganze Lebens-

Zusammen mit seiner Frau Else gründete Heinz Steinhoff 1936 das Unternehmen – damals noch mit Sitz am „Schwarzen Bär“.

welten rückten in den Fokus. Räume sollten nicht mehr nur eingerichtet, sondern komponiert werden. Aus dieser Erkenntnis entstand der Weg zur ganzheitlichen Planung, zur Entwicklung einer eigenen Kollektion und zu einer Auffassung von Design, die das große Ganze im Blick behält. Essenziell: Die Nähe zum Menschen Heute ruht steinhoff auf vier starken Säulen: inspirierenden Showrooms, einer eigenen Kollektion, der umfassenden Planung von Wohnwelten und edem Designmuseum. Doch hinter all diesen Leistungen steht etwas, das sich kaum in Konzepten oder Grundrissen ausdrücken lässt: die Nähe zum Menschen.

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Anzeige Damals wie heute bietet steinhoff einen mittlerweile selten gewordenen Service und liefert Möbel und Accessoires selbst.

Bei der Expo 2000 richtet steinhoff unter anderem den deutschen Pavillon ein: Hier begrüßt Anand Steinhoff den damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan.

Ende der 1950er-Jahre zog steinhoff in die Karmarschstraße.

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Peter Steinhoff in den 70er-Jahren Das Geschäft in der Nachkriegszeit

Anand Steinhoff, Sohn von Peter Steinhoff, trat 1995 als dritte Generation in das Unternehmen ein.

Denn ein Zuhause entsteht nicht allein aus Maßen, Materialien und Farben. Es entsteht aus Gewohnheiten, Erinnerungen und Geschichten. Aus Gesprächen, die oft bei einem Glas Wein beginnen und plötzlich von Lebensentwürfen, Familien, Sehnsüchten oder neuen Lebens­ abschnitten erzählen. Die wirklich wichtigen Informationen liegen selten auf einer Checkliste. Sie zeigen sich erst im persönlichen Austausch. Allumfassende Planung Gerade darin liegt die besondere Stärke von steinhoff in einer Zeit, in der vieles digitaler und automatisierter wird. Technische Werkzeuge können unterstützen, Prozesse beschleunigen und neue Möglichkeiten eröffnen. Doch sie können weder die Atmosphäre eines Stoffes fühlen noch die Wirkung eines Raumes erspüren. Sie kennen keine jahrzehntelang gewachsene Beziehung zu Kunden, kein Gespür für Zwischentöne und keine Erfahrung, die aus Tausenden Begegnungen entstanden ist.

Wer bei steinhoff plant, begleitet Menschen oft über Monate hinweg. Möbel werden arrangiert, Lichtstimmungen überprüft, Wohnkonzepte weiterentwickelt. Die eigenen Mitarbeiter liefern nicht nur aus, sie kennen viele Kunden seit Jahren. Aus Dienstleistung wird Vertrauen. Die Fähigkeit, Menschen zu verstehen So beginnt heute der nächste Wandel der Unternehmensgeschichte. Nicht als Abkehr von dem, was war, sondern als Weiterentwicklung dessen, was steinhoff seit fast neun Jahrzehnten ausmacht: die Fähigkeit, Menschen zu verstehen. Die vergangenen Generationen haben Möbel beschafft, Wohnkultur geprägt und Lebensräume neu gedacht. Die Aufgabe der heutigen Generation ist es, diese Erfahrung in die Zukunft zu übersetzen. Mit dem Wissen von gestern, dem Blick von heute und der Zuversicht für morgen. Bis zum 100. Geburtstag und weit darüber hinaus. b

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Besondere Accessoires

Pfeifen kann man rauchen – und auch sammeln. Die wertvollen Unikate von Dirk Heinemann aus Neustadt sind weltweit gefragt. Text: Beate Roßbach

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evor wir uns den Feinheiten der Pfeifenkultur widmen, serviert Dirk Heinemann chinesischen Pu-Erh-Tee aus einer kleinen Tonkanne. Seine Frau ist Chinesin und Modedesignerin. Er ist Tischler und Produktdesigner, die beiden haben sich bei einer Studienveranstaltung in China kennengelernt. Jetzt leben sie auf dem Land, in Neustadt-Amedorf. Auf dem Hof der Familie hat Dirk Heinemann seine Werkstatt eingerichtet. Mit den Maschinen, die hier stehen, hat er früher Möbel gebaut. Jetzt sind es Pfeifen. Wie wird man Pfeifenmacher? Durch die Lust am Rauchen? „Nein“, sagt Dirk Heinemann lachend. „Ich rauche auch keine Zigaretten. Aber ich war immer fasziniert von den Büchern und Filmen ‚Herr der Ringe‘. Der Autor, ein begeisterter Pfeifenraucher, hat es so gut geschildert, wenn in gemütlicher Runde Pfeifen geraucht werden. Holz ist ein Werkstoff, den ich mag, und daher wollte ich es einfach mal ausprobieren.“ Alle Pfeifen sind Unikate Anfänglich ging es ihm um die handwerkliche Herausforderung. Pfeifenmacher ist kein Lehrberuf, die Praktiker sind

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Foto: Dirk Heinemann

Feine Pfeifen

Mit ruhiger Hand und geschultem Blick formt Dirk Heinemann aus edlen Hölzern kleine Kunstwerke.

in der Regel Autodidakten. Auch für Dirk Heinemann galt „lear­ning by doing“ und Austausch mit Kollegen. Heute ist der 47-Jährige seit 15 Jahren hauptberuflicher Pfeifenbauer. Seine Pfeifen entstehen nach eigenen Entwürfen und sind alles Unikate. Die Formensprache, oft mit geschwungenen, flossenartigen Akzenten, ist mittlerweile sein Markenzeichen. Die Pfeifen werden vorskizziert, erst an der Tafel, dann mit Bleistift auf dem Holzstück. „Danach säge ich das Stück mit der Bandsäge aus und lege es mit der Schleifmaschine frei. Dabei muss die Form der Maserung folgen.“ Danach wird an der Drehbank gebohrt, dann ganz fein geschliffen, gebeizt und anschließend mehrmals geölt. „Ich kann den Pfeifenkopf auch sandstrahlen. Dann kommen die Jahresringe gut raus“, sagt Heinemann und weist auf ein prächtiges braunes Exemplar. Optik und handwerkliche Qualität Wie alle anderen seiner Pfeifen ist es am Holm, dem Pfeifenstiel, mit einem Heinemann-Stempel gekennzeichnet. Die von außen und innen auf Hochglanz polierten Stücke sehen edel aus, fast zu schön, um damit zu rauchen. „Doch,


Kunden aus aller Welt Zehn bis fünfzehn Stunden Arbeit stecken in einer Pfeife. Und die Preise? „Mehrere hundert Euro bis zu vierstelligen Beträgen. Es gibt auch Kollegen, die haben fünfstellige Preise. Das ist der Sammlerwert. Bei guter Pflege kann eine Pfeife übrigens mehrere Generationen halten.“ Es sind ganz unterschiedliche Menschen, die Pfeifen sammeln, sagt Dirk Heinemann. Manche begeistern sich für die Schönheit, andere sammeln Statussymbole. Die Szene ist klein. Hersteller, Händler und Sammler – man kennt sich. Dirk Heinemann ist mehrmals im Jahr auf internationalen Messen unterwegs, denn viele seiner Kunden leben in den USA und China. Im Frühjahr war er auf der Weltmesse in Chicago, im Sommer am Comer See, und jetzt im September geht es zu einem Händlerevent nach China, bevor er sich wieder auf Kunden aus der Region Hannover freut. b

Jede Pfeife ein Einzelstück: In aufwendiger Handarbeit entstehen hier unverwechselbare Unikate.

Foto: Beate Roßbach

natürlich können Sie damit rauchen. Sehr gut sogar. Außer der Funktion zählen die Optik und die handwerkliche Qualität, mit exakten, mittigen Bohrungen und glatten Oberflächen, ohne Kratzer. Da dürfen keine Fehler zu finden sein.“ Alles beginnt beim wichtigsten Werkstoff für hochwertige Pfeifen, dem passenden Holz. Der Klassiker in diesem Metier ist Bruyère-Holz. Die mediterrane Baumheide, lateinisch „Erica arborea“, bildet oberhalb der Wurzel eine Knolle als Wasserspeicher, und daraus entsteht der Pfeifenkopf. Diese Holzknollen sind sehr hart und halten die Hitze gut aus. Die Baumheide wächst wild in Südeuropa, sie kann nicht kultiviert werden, so dass die Knollen mühsam per Hand gesammelt werden müssen und daher kostbar sind.

Foto: Dirk Heinemann

Menschen & Gesellschaft

Geduld, Erfahrung und Leidenschaft sind die wichtigsten Werkzeuge des Pfeifenmachers.

„Eine Idee muss Wirklichkeit werden können, sonst ist sie eine eitle Seifenblase!“ Berthold Auerbach (1812 bis 1882, deutscher Schriftsteller)

41-jähriges Jubiläum bei KORNAU ENGINEERING „Seit 41 Jahren unterstützt das Ingenieurbüro Kornau Engineering für Luftfahrttechnik und Maschinenbau bekannte hannoversche Unternehmen bei der Entwicklung und Neubauten. Geschäftsführender Gründer und Inhaber ist Dipl.-Ing. Georg Kornau. 30455 Hannover | Kieselgurweg 22 | Tel 0511 496789 hannover@kornau-engineering.de | www.kornau-engineering.de

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Cayenne Electric

Zurück in die Zukunft

Sportwagen-DNA trifft Elektropower: Der Porsche Cayenne Electric macht Tempo, ohne auf Alltagstauglichkeit zu verzichten. Text: Luisa Verfürth

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ist du bereit?“ Noch bevor das „t“ ausgesprochen ist, hat Sven-Martin Schürg vom Porsche Zen­ trum Hannover schon den Fuß von der Bremse des Cayenne Turbo Electric genommen, während das Gaspedal bis auf Anschlag durchgedrückt bleibt. Selbst der Gurt klammert sich an mir fest. Wir sind in 2,5 Sekunden auf 100 km/h. Wäre die Straße nicht zu Ende, wären wir in 7,4 Sekunden auf 200 km/h. Ich steige aus und merke, wie meine Beine zittern. „Warum macht man so etwas?“, frage ich. „Weil wir es können“, antwortet Schürg. Porsche selbst sagt: „Seltsam, was auch immer wir bauen, wird am Ende ein Sportwagen.“ Und die Quintessenz davon schreibt mit dem Cayenne Turbo Electric gerade Geschichte. Individueller Komfort Seit seiner Einführung 2002 ist der Cayenne eines der erfolgreichsten Modelle des Porsche Fuhrparks. Der Cayenne Electric führt seine Vorgänger jetzt in die Zukunft. Trotz 2,5 Tonnen Gewicht springt der Bolide aus dem Stand auf

Fotos: Lorena Kirste

Markante Linien, kraftvolle Proportionen: Der Porsche Cayenne Electric setzt auch optisch ein Statement.

Höchstgeschwindigkeit und bringt seine Passagiere vollgeladen bis zu 642 km weit. Geladen wird bei 850 Volt mit 390 kW und bei 400 Volt mit 190 kW. Das bedeutet: Nach zehn Minuten Laden erreicht der Wagen schon wieder eine Streckenleistung von 315 Kilometern. Sogar Wireless Charging ist möglich – mit bis zu 11-kW-Ladeleistung (AC) –, wenn man über eine Ladeplatte verfügt, über die der Wagen mühelos drüberrollen und kabellos laden kann. Steigt man in den Wagen, umschließt er den Fahrer wie eine sich langsam schließende Knospe. Die elektrische Fondsitzanlage (18 Wege, elektrisch) pendelt sich nach erstmaliger Programmierung auf unsere Wunschposition ein und empfängt uns vor jeder neuen Fahrt mit dem perfekten individuellen Sitzkomfort. Eine Flächenheizung an Türtafel und Armauflagen sorgt für eine indirekte Erwärmung und bringt Wärmflaschen-Wohlbefinden auf ein neues Travel-Level. Außerdem sorgt ein 12,25 Zoll großes, gebogenes Flow Display mit OLED-Technologie für Master-­ Entertainment. Das Display scheint vom Armaturenbrett in das Fahrzeug hineinzufließen. Und nicht nur das. Es geht ohne Unterbrechung in ein 14,9 Zoll großes Beifahrerdisplay über. Die Hand bedient das Touchdisplay mühelos intuitiv und ruht während der Fahrt entspannt auf einer ergonomischen Armauflage der Mittelkonsole. Alles, was das Herz begehrt Dank eines Radabstands von über drei Metern verfügt der 5-sitzige SUV über einen beeindruckenden Platz im Mittelraum, der durch das Panorama-Schiebedach mit Sunshine Control (mit Öffnung des vorderen Teils) noch größer erscheint. Es gibt einem fast schon Planetarium- oder Las-Vegas-Sphere-Vibes. Lieben wir doch. Ich tippe auf dem Display auf „Mood Modes“ und wähle die Rubrik „Reise“. Sofort wird das Ambiente-Licht angepasst, genau wie Animation, Sitzheizung und Klimatisierung. Während der Fahrt muss ich meinen Blick nicht von der Straße richten. Außer für ein kurzes Lächeln zu unserer Fotografin Lorena Kirste. Ein Augmented Reality Head-up--Display projiziert mir alle wichtigen Informationen auf die Frontscheibe. Unverwechselbare Flyline Ich drücke aufs Gaspedal und schon ist der Cayenne Electric da. Obwohl er noch 300 kg schwerer ist als der Macan E, schnurrt er aus dem Nichts auf die Straße. Wie eine Bowlingkugel gleiten wir sanft über den Asphalt. Die Hinterachsen­ lenkung sorgt dafür, dass wir trotz großer 22-Zoll-Reifen jedes Rangieren mit Bravour meistern. Nach einigen Autobahnsprints und der Launch Control steige ich mit leuchtenden Augen aus der Karosse und muss ihre Optik noch mal auf mich wirken lassen.

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Die unverwechselbare Porsche Flyline verschärft natürlich auch die Ecken und Kanten dieses Boliden. Ich mag die Front­haube mit den stark ausgeprägten Kotflügeln und die Breitenbetonung durch das Heckleuchtenband mit dem beleuchteten Porsche Schriftzug. Platz und Power für Gepäck, Hund oder Pferd Mit einem Gepäckvolumen von 871 Liter vorn und hinten kann ich sogar ohne Probleme meinen Hund Bruno inklusive seiner ganzen Spielsachen mitnehmen. Sogar ein Pferd wäre dank der 3,5 Tonnen Zuglast und optionaler Anhängerzugvorrichtung möglich. Schließlich zieht der Cayenne Electric sogar Ihr Boot, wenn Sie möchten. Ich ziehe darauf erstmal einen Schluck Wasser aus meinem neuen 911 GT3 S/C Porsche-Thermobecher und drehe die Boxen randvoll auf. Zugegebenermaßen fahre ich noch ein paar unnötige Runden just for fun, einfach um Klare Linien, markante Rückansicht und eine Silhouette, die sofort als Porsche erkennbar ist

richtig laut meine DJ-Setlist auf den Burmester Boxen zu hören. Der Sound ist so sexy, weich und angenehm, dass der „Leiser-stellen-Reflex“ nicht einsetzt. Dank Apple Car Play ist die Synchronisation meiner Playlisten ein Kinderspiel. Das Auto wird innerhalb von Sekunden zu einem Teil von mir und meinen Bedürfnissen. In dem Werbeslogan des Cayenne Electric heißt es: „There is no Substitute“. Es gibt keinen Ersatz für ihn, keinen Auswechselspieler. Den möchte ich auch gern mal sehen. b

Cayenne Electric: Stromverbrauch kombiniert: 21,8 – 19,7 kWh/100 km, CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km, CO₂-Klasse: A Cayenne Turbo Electric: Stromverbrauch kombiniert: 22,4 – 20,4 kWh/100 km, CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km, CO₂-Klasse: A 911 GT3 S/C: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 13,7 l/100km, CO₂-Emissionen kombiniert: 310 g/km, CO₂-Klasse: G

Dynamik auf Knopfdruck, Eleganz auf den ersten Blick

Souverän: Der Cayenne vereint Sportwagen-Gene mit entspanntem Reisekomfort.

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Menschen & Gesellschaft

Foto: Henning Scheffen

Hannover, deine Menschen Dorit Nestler, 55, ist glücklich verheiratet mit Wolfgang und Mutter von drei Kindern, Janik (26), Mika (23) und Moritz (16). Sie war 30 Jahre in der Touristikbranche tätig – zuletzt als Eventmanagerin einer internationalen Clubmarke der TUI. Seit dem 1. April 2024 ist sie Inhaberin der Ballon Boutique Hannover & More und verkauft dort schöne Ballons, Ballondekorationen, Dekorations- und Geschenkartikel. Ausgleich findet sie im Aspria. Die Hannoveranerin engagiert sich im Lions Club Kirchrode und mit eigenen Charity-Veranstaltungen. Dorit Nestler mit ihrer Deko für perfekte Veranstaltungen

Das Schönste an meinem Leben in Hannover ist: Die Menschen: meine Familie, meine Freunde – und viele gute Bekannte. Hannover hat eine gute Mischung aus City-­Vibes und ganz viel Grün. Und einen Alltag, in dem ich mit der Ballon Boutique Hannover aus „ganz normal“ ziemlich oft „heute ist was Besonderes“ mache. Diese kleine Alltagsfreude bedeutet für mich Luxus: Spa und Sauna im Aspria Hannover – meine schönste Auszeit. Runterfahren, durchatmen, kurz nur ich. Danach ist der Kopf frei und der Tag fühlt sich wieder leicht an. Das mache ich in Hannover am liebsten: Zu jeder Jahreszeit gibt’s tolle, unterschiedliche Events – mal Kultur, mal Trubel, mal Genuss. Hauptsache abwechslungsreich.

Ein Genussmoment, den ich nie vergesse: Ein Abend, an dem alles passt: großartiges Essen, gute Gespräche, kein Zeitdruck. Dieser Mix ist für mich echter Luxus – ohne Schnickschnack. Mein Lieblingsrestaurant in Hannover: Hannover hat viele großartige, abwechslungsreiche Restaurants. Ich probiere mich gern durch, lerne immer wieder Neues kennen – und freue mich jedes Mal, wie viel Qualität die Stadt kulinarisch bietet. Mein Wohlfühlort in den eigenen vier Wänden: Ich habe das Glück, in einer schönen Altbauwohnung zu wohnen. Sobald ich die Tür aufmache, bin ich angekommen – das ist unser Familien-Zuhause und mein Lieblingsgefühl. b

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Kunst & Kultur Beeindruckend: Zwei große Einhörner zogen eine weiße Kutsche.

Kleines Fest im Großen Garten

Schön hier!

Das erste Kleine Fest im Großen Garten unter der Leitung des neuen Künstlerischen Leiters DESiMO war ein voller Erfolg.

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Text: Maja Henschel

er Auftakt ist geglückt: Das Kleine Fest im Großen Garten 2026 verwandelte Herrenhausen erneut in eine große OpenAir-Bühne voller Magie. Mystische Stelzenläufer, leuchtende Einhörner und schwebende Seifenblasen sorgten für eine besondere Atmosphäre, während Opernarien, Akrobatik und Comedy das Publikum begeisterten. Der neue Künstlerische Leiter Detlev Simon alias DESiMO, der die Nachfolge von Casper de Vries antrat, präsentierte ein Programm mit Künstlern aus aller Welt und zahlreichen lokalen Beiträgen. Nach den kritischen Stimmen des vergangenen Jahres war diesmal viel Lob zu hören. DESiMO knüpfte bewusst an die Tradition seiner Vorgänger an und setzte auf eine Mischung aus Humor, Poesie und überraschenden Begegnungen. Das diesjährige Motto „Schön hier“ schien vielerorts Programm zu sein.

Bild 01 Farben, Figuren und Magie waren an jeder Ecke zu finden.

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Der neue Künstlerische Leiter DESiMO (Mitte) war mittendrin.

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Kunst & Kultur

Künstler Claus Dorsch präsentierte seine Zeichenkunst.

Traumwelten zwischen Akrobatik und Humor Zu den Höhepunkten zählte der Auftritt von Cirque Bouffon, der den Garten mit Luftartistik, Livemusik und poetischen Bildern in eine Traumlandschaft verwandelte. Werner Momsen sorgte mit trockenem Humor für viele Lacher. Für Gänsehaut­momente stand das GOGO HOME Project: Die Trapezakrobaten wirbelten hoch über den Köpfen der Zuschauer durch die Luft und wurden mit begeistertem Applaus gefeiert. Doch auch zwischen den Vorstellungen zeigte sich der besondere Reiz des Festivals. Besucher genossen Picknicks auf den Wiesen, die Abendsonne auf den Tribünen und Begegnungen mit Freunden. Beliebt waren wie immer die Eisstände, besonders „Eis Ali“, bei dem Geduld und Humor gefragt waren. Zum Finale wurde die Magie der Sommernacht noch einmal sichtbar: Zu den Klängen von „Always Look on the Bright Side of Life“ verwandelte sich die Wasserfontäne in ein farbenprächtiges Lichtermeer und bescherte dem Publikum einen stimmungsvollen Abschluss eines gelungenen Festabends. b

Belit Onay war mit seiner Familie auf dem Kleinen Fest.

Exponat: Angela Munz

Stephan Weil schaute sich die Luft­ akrobaten an.

Matthias Deckert, Jens und Beate Albrecht, Ansgar Heise, Martina GilicaDeckert und Meike Heise (v. l. n. r.)

Ausstellung

5.9.–2.10. Handwerksform Hannover Berliner Allee 17 | 30175 Hannover Weitere Informationen zum Begleitprogramm:

Noch mehr Bilder finden Sie auf nobilis.de nobilis 6/2026

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www.handwerksform.de


Bildunterschift xxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxx Fotos: Studio Loriot, Frankfurt/Main

Kunst & Kultur

„Das Frühstücksei“, 1977

ACH WAS.

103 Jahre Loriot

Eine Ausstellung im Museum Wilhelm Busch präsentiert die zeitlosen Werke des beliebten deutschen Humoristen. Text: Vanessa Erstmann

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eine Sketche begeistern bis heute ein generationenübergreifendes Publikum und sind fester Bestandteil des kollektiven Humors einer ganzen Nation. Ob „Früher war mehr Lametta“, die „Nudel“ oder das „mit Gefühl“ gekochte Frühstücksei – die von Loriot so scharfsinnig beobachtete und wunderbar komisch in Szene gesetzte menschliche Unzulänglichkeit altert ebenso wenig wie sein Humor. Noch immer erkennen

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viele ihr näheres Umfeld – oder sogar sich selbst – in den liebenswürdigen Knollenmännchen und Fernsehproduktionen des Humoristen wieder. Oder, wie das Team des Museum Wilhelm Busch es treffend formuliert: „Die menschliche Komödie beginnt oft vor unserer Haustür – manchmal auch bereits am Frühstückstisch.“ Der als „Loriot“ bekannte und im Jahr 2011 verstorbene Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow hielt der allzu


Kunst & Kultur

„Herren im Bad 1“, 1978

oft in piefigen Konventionen verharrenden Gesellschaft den Spiegel vor. Und er lehrte uns dabei, dass wir unsere Umwelt kritisch beobachten können, ohne dabei verbittert zu sein, und dass Selbstironie eine durchaus angenehme menschliche Eigenschaft ist. Eine Ausstellung zum unrunden Geburtstag Das Museumsteam lässt uns in der Anfang Juli eröffneten Ausstellung in den schönsten Sketchen des Humoristen schwelgen und Zeichnungen, Filmausschnitte und Objekte wie das Original-Spielzeug-Atomkraftwerk von Dickie Hoppenstedt bestaunen. Alles ist da: die Häuser, die Kühe, die Brennkammer mit dem winzigen Uranstab und die Sicherheitskuppel. „Puff“ macht es hier allerdings nicht, denn die kostbare Requisite ist durch eine Vitrine vor spielwütigen Museumsbesuchern geschützt. Die Besucher der Ausstellung „ACH WAS. 103 Jahre Loriot“ begegnen aber nicht nur den bekannten Klassi-

„Loriot mit Mops“, ohne Jahr

Implantate in Perfektion. Zentrum für Zahnmedizin Dr. Putzer & Partner

Karl-Wiechert-Allee 1c 30625 Hannover

Tel.: 0511 - 9 56 29 60 nobilis 6/2026 43 Mail: info@zentrum-zahnmedizin.de


Kunst & Kultur

„Feiner Speisen mit Poppe 1“, 1964

kern des Humoristen, sondern entdecken auch den Zeichner hinter dem bekannten Namen. Lange bevor die Karriere Loriots als Fernsehstar begann, übte sich der 1923 in Brandenburg an der Havel geborene Cartoonist bei frühen Kinderzeichnungen, als Gebrauchsgrafiker und Illustrator. Noch bis zum 14. März 2027 ist die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Caricatura Museum Frankfurt entstand, im Museum Wilhelm Busch zu sehen. Dass in Hannover nun der „103“-jährige Geburtstag von Loriot gefeiert wird, hätte dem Meister des feinsinnigen Humors sicher gefallen.

Noch mehr Lametta Das Museum bietet ein umfassendes Begleitprogramm mit Führungen, Lesungen, Livemusik, Gesprächsrunden und Workshops: Am 9. Oktober gastiert der Jazz Club mit einem Konzert in den Museumsräumen, am 22. November zeigt das Kulturzentrum Faust den Klassiker „Pappa ante Portas“. Außerdem veranstaltet das Museum am 29. November den Familientag „Weihnachten mit Loriot“ mit großem Programm. „Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen“, resümierte Loriot einst in einem seiner Sketche. Dieser Aussage geht am 29. Januar 2027 die Lesung „Mann und Frau im Bad der Gefühle“ auf den Grund. b

„Kunsthonig“, 1975

Weitere Informationen gibt es hier:

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Kunst & Kultur

Buchtipps

Vorgestellt von Dirk Eberitzsch, Leuenhagen & Paris

DIE SPÜRST DU NICHT Daniel Glattauer, Goldmann, 304 Seiten, 13 Euro

Foto: Goldmann

„Daniel Glattauer gelingt mit ,Die spürst du nicht‘ eine kluge und zugleich fesselnde Familiengeschichte. Was als Sommerurlaub in Italien beginnt, entwickelt sich zu einem spannenden Roman über aktuelle gesellschaftliche Themen wie Migration und Politik.“

FÜNF, SECHS, SIEBEN, ACHT Ewald Arenz, DuMont, 240 Seiten, 25 Euro „Mit ,Fünf, sechs, sieben, acht‘ ist Ewald Arenz wieder ein ganz besonderer Roman gelungen. Die Geschichte eines 60-jährigen Tänzers ist bewegend, lebensnah und erzählt auf berührende Weise von Alter, Familie und neuen Perspektiven.“

Foto: DuMont

Foto: Leona Portnov

„Lesen bedeutet für mich vor allem, in andere Welten einzutauchen und den Alltag für eine Weile hinter sich zu lassen. Bücher ermöglichen es, neue Orte, Menschen und Gedanken kennenzulernen, ohne selbst reisen zu müssen. Nach 40 Jahren im Buchhandel fasziniert mich diese Kraft der Literatur noch immer. Gleichzeitig lebt eine gute Buchhandlung vom Austausch: Wir lesen als Team, empfehlen uns gegenseitig Bücher und profitieren von den unterschiedlichen Leseerfahrungen unserer Kolleginnen und Kollegen. So entstehen die besten Buchtipps.“

„Kristina Ohlsson ist für mich eine der besten Krimiautorinnen Skandinaviens. Ihre Strindberg-Reihe überzeugt durch starke Figuren, hervorragende Recherche und spannende Fälle, ohne dabei so düster zu sein wie viele andere Schwedenkrimis.“

Foto: Blanvalet

NACHTSCHATTEN – STRINDBERG-REIHE Kristina Ohlsson, Blanvalet, 576 Seiten, 18 Euro

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Kunst & Kultur

Premieren in der neuen Spielzeit

Vorhang auf! Uraufführungen, Klassiker und moderne Stoffe: Die Staatsoper Hannover setzt in der Spielzeit 2026/27 auf Vielfalt.

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ie Staatsoper Hannover startet mit einem beeindruckenden Programm von insgesamt 15 Premieren in die Spielzeit 2026/2027. Da­ runter finden sich Uraufführungen, mo­ derne Inszenierungen alter Klassiker, unterhaltsame Opern und Musicals. Die Produktionen widmen sich da­

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bei ganz unterschiedlichen Themen: von romantischen Tragödien, Narzissmus und Hoffnungslosigkeit bis hin zu geteilten Träumen, Selbstverwirklichung und fein­ sinnigem Humor. b Text: Leonoa Portnov


Kunst & Kultur

Pique Dame (12. September 2026): Pjotr Tschaikowskis vorletzte Oper als romantisches und zugleich hoffnungsloses Drama – Intensität, Verzweiflung und Realitätsverlust in einem

Morau/Montero (13. Februar 2027): Ein Ballettabend kuratiert von zwei Künstlern, die unterschiedliche Perspektiven auf Gemeinschaft und Wandel eröffnen

Il Viaggio, Dante (10. Oktober 2026): Pascals Dusapins italienische Oper in deutscher Erstaufführung, das Meisterwerk begleitet dabei eine innere Reise.

Nur zu deinem Besten (14. Februar 2027): Raquel García-Tomás’ und Victoria Szpunbergs Kurzoper über Fürsorge, Selbstbestimmung und die Gefühlswelt einer alternden Frau

Ich, ich, ich! (22. Oktober 2026): Raquel García-Tomás‘ Oper ist comicartig, komisch und inszeniert wahrheitsgemäß den heutigen Narzissmus als Krankheit unserer Zeit.

Fidelio: Focus & Fade (19. März 2027): Musik begleitet einen inhaftierten Mann in Isolation dabei, wie sich seine Wahrnehmung ändert und er sich in Halluzinationen rettet.

Kuss der Spinnenfrau (28. November 2026): Ein Musical von John Kander und Fred Ebb über zwei junge Menschen, die in einer kleinen Zelle große Träume teilen Ente, Tod und Tulpe (14. Januar 2027): Ein Musiktheater von Leopold Dick, das sich mit dem Leben, dem Tod und den Fragen dazwischen aus­ einandersetzt La Cenerentola (22. Januar 2027): Gioachino Rossini begleitet in seiner Oper Aschenputtel und ihren Traum an das Gute mit eleganter Musik und einem Hauch Komik.

La Giuditta (16. April 2027): Alessandro Scarlattis Oratorium voller starker Emotionen, Gefühlswechsel und trauriger Arien Der Räuber Hotzenplotz (18. April 2027): Ein lustiges Singspiel erzählt die Geschichte über Freundschaft, Magie und einen starken Willen zum Sieg. Venezuela (15. Mai 2027): Ohad Naharins Tanzstück betont, wie sich Bedeutung bei unterschiedlichen Bedingungen verschiebt. Madama Butterfly (12. Juni 2027): Eine bewegende Oper von Giacomo Puccini über Liebe, Hoffnung und enttäuschte Erwartungen Frameworks 1 (17. Juni 2027): Goyo Montero bietet Tänzerinnen und Tänzern eine Bühne als Choreografinnen und Choreografen.

Foto: bbsferrari/AdobeStock

Romeo und Julia (6. November 2026): Goyo Montero erzählt die berühmteste Tragödie in einem modernen und radikalen Ballett.

Das Opernhaus in Hannover: Schauplatz vieler schöner Premieren in der neuen Spielzeit

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Foto: U. Puckn at

| info@pucknat.pictures

Kunst & Kultur

Graphic Recording: Sabine MüllerWaltle unterstützt Workshops, Meetings und Events live mit ihren digitalen und analogen Visualisierungen.

Sabine Müller-Waltle

Immer mit dabei: ihr Tablet für digitale Zeichnungen res ictu a t .p n k c u Foto: U. Pucknat | info@p

Mehr als tausend Worte

Illustratorin Sabine Müller-Waltle gibt Visionen und Strategien mit cleveren Details eine wirksame Form. Text: Johanna Ahrbecker

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Kunst & Kultur

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anchmal versteht man sich über ein einziges Bild besser als über viele Worte. Diese Ansicht vertritt Sabine Müller-Waltle, die all das, was ein Unternehmen kommunizieren möchte, in illustrierte Bilder verpackt.   Zeichnen ist Ihr Beruf – welche Arten von Kreationen entstehen dabei? Sabine Müller-Waltle: In Unternehmen gibt es vieles, was kommuniziert werden muss: neue Strategien, neue Ziele und Visionen. Ich sorge dafür, dass diese Inhalte verstanden werden. Ein Teil meiner Arbeit ist das Graphic Recording. Dabei erstelle ich ein Protokoll in Form einer Wort-BildKombination und begleite kleine Meetings ebenso wie große Kongresse. So entstehen visuelle Zusammenfassungen, oft als Plakate, die direkt mitgenommen werden können. Mein anderes Standbein sind nachhaltige Illustrationen für Unternehmen. Ich tausche mich mit den Kunden aus, folge dem Stil der Firma und verbildliche auch in diesem Fall: Was sind Ziele, Strategie und Prozesse? Welche Motive reizen Sie besonders? Müller-Waltle: Besonders gerne arbeite ich an Strategieund Visionsbildern, die neben Kreativität auch eine intellektuelle Leistung erfordern. Wimmelbilder zeichne ich aber auch wahnsinnig gerne. Man kennt das Konzept aus Kinderbüchern und ich wende es im unternehmerischen Kontext an. Das heißt, ich bilde Prozesse in Form verschiedenster Szenerien in einem großen Bild ab, zum Beispiel den Weg der Zuckerrübe: vom Feld bis in die Zuckerfabrik und die Verarbeitung darüber hinaus – auch die Nutzung von Bioethanol für Kraftstoffe.

Ob Wohnraumkonzepte, Bodenbeläge oder hochwertige Möbeltischlerei: Mit uns haben Sie von der kreativen Planung bis zur sauberen Übergabe nur einen Partner an Ihrer Seite. Wir nehmen es zudem ganz genau und überzeugen mit raffinierten Details.

Auf einem Banner finden gleich mehrere Städte Platz. Und mittendrin? Kleine illustrierte Strabag-Themen.

Foto: S ab

ine Müller-Waltle

Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen? Müller-Waltle: Ich habe Design in München studiert und schnell meine Affinität zur Automobilbranche entdeckt, genauso wie meine Vorliebe für technische Themen. Also habe ich den Automobilschwerpunkt gewählt. Später bin ich dann von Audi übernommen worden und habe dort zehn Jahre lang im Design-Team gearbeitet. Nach dem Umzug nach Hannover erzählte mir ein Bekannter von Graphic Recording und ich habe sofort Blut geleckt. Haben Sie ein Lieblingsprojekt? Müller-Waltle: Besonders viel Spaß gemacht hat mir die Darstellung der Transformation der Baustelle durch Digitalisierung für Strabag. Ziel war es, die Angst vor der Digitalisierung zu nehmen. Sehr spannend war es aber auch, den Digitalisierungsantrag für meine eigene Stadt, Hannover, zu visualisieren.

Auf und zu, lautlos, per Fingertipp

Natürlich nachhaltig seit 1960 in Isernhagen hergestellt, Schublade für Schublade.

Schubladen

Am Ortfelde 20A · 30916 Isernhagen NB · Tel.: 0511/73066-0 · www.helmrichs.de


Kunst & Kultur

Fo to:

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Großformatige Illustrationen bündeln jederzeit Wünsche und Zukunftsvisionen nachhaltig.

Wimmelbilder lassen sich wunderbar auf Postkarten drucken.

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Gefährdet Künstliche Intelligenz (KI) Ihren Job? Müller-Waltle: Ich habe kurz Sorge gehabt, aber mittlerweile keine Angst mehr. Der Austausch mit Kunden in der Skizzenphase bewegt viel. Sie kommen auf Ideen, die bei einem KI-Befehl nicht entstehen würden. Ich liefere einen wertvollen Dialog auf dem Weg zur idealen Ansammlung aller relevanten Themen. Ich glaube, so eine menschliche Logik ist so schnell nicht zu ersetzen.

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Wie treffen Sie den Stil eines Unternehmens? Müller-Waltle: Ich schaue mir Unterlagen der Firma an, achte unter anderem auf die Formensprache und Schrifttypen. Diese Charakteristika binde ich schließlich so in meine Illustration ein, dass nicht nur mein Zeichenstil sichtbar, sondern auch auf den ersten Blick deutlich wird, die Illustration gehört zu dieser Firma. Was machen die Unternehmen mit Ihren Bildern? Müller-Waltle: Die Bilder sind vielfältig und nachhaltig verwendbar, vom Posterdruck für die Büros oder Kantinen über Postkarten, die verteilt werden sollten, oder Bildschirm­ schoner bis hin zu Drucken auf Servietten oder Kantinentablett-Unterlagen, das hat es alles schon gegeben.

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Wo finden Sie kreative Energie? Müller-Waltle: Wir wohnen ländlich in Hemmingen. Da genieße ich vor allem die Zeit im Stall bei meinen Pferden. Außerdem fahren wir gern in den Harz. Ich versuche in meiner Freizeit also vor allem, den Kopf freizubekommen. Kreativ werde ich dann beim Kochen und mit meiner Textilkunst. Damit habe ich mir ein weiteres Standbein aufgebaut, das mir einen Ausgleich zum Illustrieren bietet. Wenn Ihr Leben ein Wimmelbild wäre, welche Szenen dürften nicht fehlen? Müller-Waltle: Eine Szene in absoluter Zufriedenheit auf dem Land lebend mit meiner Familie und meinen Pferden. Dann meine Studienzeit in München. Und in der dritten Szene ginge es um einen sehr prägenden Lebensabschnitt: Ich war im Alter von 14 bis 16 im Internat und konnte nur sehr selten nach Hause fahren. Das war eine sehr harte Zeit des Abnabelns. Aber sie hat mich auch selbstständig gemacht, so dass ich glaube, dass ich alles schaffen kann. b

Präsent veranschaulicht findet Müller-Waltles Illustration Platz im Gemeinschaftsraum der Firma Gundlach.

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Hier bekommen Sie Einblicke in die Arbeit von Sabine Müller-Waltle:


Kunst & Kultur

Kulturtipps Bis 1.11.2026 Otto Gleichmann im Sprengel Museum

Die hannoversche Band tiefblau feiert endlich die Veröffentlichung ihrer EP „Im Flug“. Nachdem das ursprüngliche Konzert verschoben werden musste, findet nun am 25. September ab 20 Uhr die Release-­ Party im Lux statt. Die Mitglieder, Foto: Ralf Böttcher die bereits seit vielen Jahren gemeinsam musizieren, erzählen in den selbstgeschriebenen Songs von Foto Begegnungen und alltäglichen Momenten. : Ralf Böttcher Ihre Musik ist besonders eines: ehrlich und nahbar. Dabei ist es der Band wichtig, die Freude an der Musik mit ihrem Publikum zu teilen. Tickets unter tiefblau-musik.de

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Das Sprengel Museum zeigt mit „Zwischen Wirklichkeit und Traum“ erstmals seit fast vier Jahrzehnten wieder das Werk Otto Gleichmanns. Bild 02 Der bedeutende hannoversche Expressionist verarbeitete Kriegserfahrungen und ax im gesellschaftliche Ec ker t Umbrüche in eindringlichen Bildern. Ergänzt wird die Ausstellung durch Arbeiten seiner Frau Lotte Gleichmann-Giese und Einblicke in das hannoversche Kunstschaffen des 20. Jahrhunderts.

Am 25.9.2026 um 20 Uhr tiefblau Release Konzert

Am 19.9.2026 um 19 Uhr Big Brass Machine im Faust

Tickets über bigbrassmachine.de

GALERIE DREES | Weidendamm 15 | 30167 Hannover | 0511 – 980 58 28 | www.galerie-drees.de

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Die Big Band Big Brass Machine kommt nach Hannover und verspricht einen abwechslungsreichen Konzertabend im Faust. Die Musikerinnen und Musiker der Band haben sich zum Ziel gesetzt, ein modernes sowie publikumsnahes Programm auf die Beine zu stellen. Dabei verbinden sie Genres wie Swing, Funk, Soul und Pop miteinander und gestalten damit ein unverwechselbares Klangerlebnis. Los geht es ab 19 Uhr in der Warenannahme.

UNDERCOVER – künstlerische Arbeit besteht nicht nur darin, etwas zu zeigen, sondern auch bewusst etwas zurückzuhalten. WOLFGANG FLAD entwickelt großformatige Skulpturen und magische Wandobjekte, in denen aufgesetzte Gläser eine zweite Ebene eröffnen. JÜRGEN PAAS, der „Objektmaler“, untersucht das Verhältnis von Farbe, Rhythmus und Ordnung. UNDERCOVER – beide Künstler hinterfragen die sichtbare Materialität – das Wesentliche liegt oft unter der Oberfläche. Mi bis Fr von 10–18.30 Uhr, Sa 11–14 Uhr und gern nach Vereinbarung

Foto: GALERIE DREES

Sprengel Museum | Kurt-Schwitters-Platz 1 | 30169 Hannover | www.sprengel-museum.de

ANZEIGE Vom 4.9. bis 30.10.2026 UNDERCOVER – WOLFGANG FLAD & JÜRGEN PAAS

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Genuss & Events

Fotos: Isabell Stäber/Restaurant Mohn

Die Gerichte des „Mohn“ haben die Juroren überzeugt: Seit Juni 2026 hat das Restaurant einen Michelin-Stern.

Erster Michelin-Stern

Ein Stern für das „Mohn“

Saisonal, regional, kreativ: Das Restaurant „Mohn“ in Hohenhorst wurde im Juni erstmals mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Interview: Frauke Hansen

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Genuss & Events

Das Team vom Restaurant „Mohn“ rund um Laura Überschär (3. v. r.) und Küchenchef Jost Hogervorst (Mitte)

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eit zwei Jahren betreiben Laura Überschär und ihr Mann, Küchenchef Jost Hogervorst, in Hohenhorst bei Bad Nenndorf das „Mohn“. Das Restaurant im Landhaus-Stil wurde im Juni 2026 mit einen Michelin-Stern ausgezeichnet und gehört jetzt neben „Jante“, „Votum“, „Handwerk“ und „Marie“ zu den Spitzen-Restaurants in Hannover und Region. Der Michelin-Guide sagt über das „Mohn“: „Man umsorgt Sie ausgesprochen freundlich und geschult, auch der Chef ist präsent. Holz und ruhige Töne schaffen dazu eine entspannte, gemütliche Atmosphäre.“ Laura Überschär hat nobilis über vom Konzept ihres Restaurants erzählt.

nobilis: Viele Spitzenrestaurants entstehen in Großstädten, das „Mohn“ ist in Hohnhorst. Was reizt Sie an der Ruhe und Überschaubarkeit des Landes? Laura Überschär: Wir sind 2022 nach Deutschland gezogen, um eine Familie aufzubauen und in meinem Elternhaus zu wohnen. Es war klar, dass wir hier in der Gegend früher oder später ein Restaurant eröffnen würden. Das Führen eines Restaurants in Kombination mit einem Familienleben mit jungen Kindern ist schon herausfordernd an sich. Man muss die kostbare gemeinsame Zeit nicht noch durch Pendelzeiten unnötig verkürzen. Darüber hinaus möchten Leute aus der Gegend auch nicht immer in die Stadt fahren

Mit Respekt vor der Geschichte

Atelier Helmrich Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut Barbara Helmrich Dipl. Restauratorin Carla Helmrich M. A.

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Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige nobilis 6/2026 für Restaurierungsfragen

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Genuss & Events Viel Holz und ruhige Farb­ töne: Im „Mohn“ ist es gemütlich.

Überschär: Wir wollen kreativ und innovativ kochen – solange die Aromen harmonieren, kochen wir ohne Grenzen.

Fine Dining auf dem Land: Das „Mohn“ serviert Fünf-Gänge-Menüs.

müssen, um etwas Schönes zu erleben. Die Gäste sind genau dafür dankbar. Außerdem ist die Location genau das, was zu uns und unserem Konzept passt. Eine Location in der Art wäre in der Stadt für uns wahrscheinlich unbezahlbar. Ihre Küche wirkt leicht und zurückhaltend, gleichzeitig sehr präzise. Wie würden Sie Ihre kulinarische Handschrift beschreiben? Überschär: Wir wollen minimalistisch kochen, aber es muss verdammt lecker sein – und der Teller soll natürlich auch ein Augenschmaus sein. Gemüse, Umami und Texturen spielen eine wichtige Rolle. Sie verbinden klassische Techniken mit modernen Methoden wie Fermentation oder Räuchern: Wo ziehen Sie die Grenze zwischen Trend und Substanz? 54

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Sie arbeiten stark mit regionalen Produkten. Was bedeutet „Region“ für Sie konkret? Überschär: Wir arbeiten vorzugsweise mit Produkten aus einem Radius von 30 Kilometern. Dazu gehören zum Beispiel Gemüse, Fleisch, Garnelen und Zander. Gerade bei den tierischen Produkten ist die Auswahl in der unmittelbaren Umgebung nicht unbegrenzt, darum haben wir dies auch auf Niedersachsen beziehungsweise Norddeutschland ausgeweitet. Es gibt natürlich Ausnahmen, da unser Wein zwar vielfach aus Deutschland, aber natürlich nicht aus Norddeutschland kommt. Auch der Käse, den wir servieren, kommt insbesondere aus den Niederlanden. Warum haben Sie sich bewusst für ein kompaktes Menü mit vier oder fünf Gängen entschieden? Überschär: Unsere Vision ist es, den Gast mit einigen Einstimmungshäppchen zu begeistern und willkommen zu heißen, während er sich noch entscheiden muss. Die darauffolgenden Gänge sollten nicht zu viel sein, sodass der Gast sich auch am nächsten Tag noch daran erinnern kann, was er gegessen hat, und angenehm gefüllt nach Hause geht. Gleichzeitig möchten wir die Gäste auf eine kulinarische Reise mitnehmen. Sie erklären viele Gerichte persönlich am Tisch – was bedeutet Ihnen der direkte Kontakt zu den Gästen? Überschär: Es ist natürlich toll zu sehen, wie die Gäste reagieren, und direkt mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Um die Arbeit hinter den besonders ausgewählten Zutaten (regional, saisonal) und komplexen Zubereitungen zu verstehen, ist es essenziell, den Gästen davon zu erzählen. Viele Gäste sind sehr interessiert und stellen auch Rückfragen.


Genuss & Events

Hat der Michelin-Stern etwas an Ihrem Alltag verändert? Überschär: Abgesehen von der Flut an Reservierungen, Mails und Anrufen bisher nicht. Die kleinen und größeren Herausforderungen des Restaurant- und Familien-Alltags sind dadurch leider nicht über Nacht verschwunden. Spüren Sie bereits eine andere Erwartungshaltung bei den Gästen? Überschär: Auch hierbei ist es noch ein wenig zu früh, um dies beurteilen zu können. Was uns wichtig ist, zu betonen, ist, dass wir diese besondere Auszeichnung des Michelin-Sterns bekommen haben dafür, was wir tun, und nicht für etwas, was wir nicht tun oder was vermeintlich zu einem Gourmetrestaurant dazugehört (oder auch nicht). Gibt es ein Gericht, das Ihre persönliche Geschichte besonders gut erzählt? Überschär: Wahrscheinlich die Desserts, da Joris während der Zeit, in der wir uns kennengelernt haben, in der Patisserie des Hotels gearbeitet hat und ich dort regelmäßig Desserts und Gebäck für Gäste holte. Außerdem ist Joris eine echte Naschkatze und freut sich jedes Mal, wenn Gäste noch ein zweites Dessert bestellen, was recht regelmäßig passiert. b

Das Restaurant befindet sich in Hohenhorst bei Bad Nenndorf, etwa 30 Minuten von Hannover entfernt.


Genuss & Events

„993 Restaurant & Bar“

Casual Dining in der Südstadt

Jan-Alexander Falke hat mit dem „993“ einen Ort geschaffen, an dem Qualität, Persönlichkeit und Genuss im Mittelpunkt stehen.

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Foto: Hannover Prestige

Foto: Hannover Prestige

Das Interieur des „993“ passt zum Essen: klar und auf den Punkt.

Foto: 993 Restaurant & Bar

m Herzen der hannoverschen Südstadt befindet sich mit dem „993“ ein Restaurant, das längst mehr ist als ein Geheimtipp. Der Name des Restaurants kommt dabei nicht von ungefähr. Für Inhaber Jan-Alexander Falke ist der Porsche 993 das schönste Automobil der Welt – zeitlos, charakterstark und kompromisslos in seiner Qualität. Genau diese Werte spiegeln sich auch in seinem Restaurant wider: Klarheit, Präzision und die Überzeugung, dass wahre Qualität niemals laut sein muss. Sein Handwerk lernte Falke unter anderem im renommierten Restaurant Insel sowie an Bord exklusiver Yachten. Die dort gelebte Perfektion, gepaart mit internationaler Erfahrung und mediterranen Einflüssen, prägt bis heute seine Küche. Saisonale Produkte, hochwertige Zutaten

und handwerkliche Präzision bilden die Grundlage jedes Gerichts. Ein Ort zum Verweilen Das Konzept ist bewusst reduziert und zugleich außer­ gewöhnlich. Neun Vorspeisen, neun Hauptgerichte und drei Desserts ermöglichen es den Gästen, ihr Menü individuell zusammenzustellen. Wer sich überraschen lassen möchte, entscheidet sich für das Menü des Küchenchefs. Gleichzeitig erfüllt das Team auch besondere Wünsche – vom individuell zusammengestellten Menü bis hin zum exklusiv bestellten XXL-Hummer für den besonderen Anlass. Schon beim Betreten spürt man die besondere Atmosphäre. Klare Linien, mediterranes Flair, handgeformte Fliesen aus Portugal und Spanien sowie markante marokkanische Leuchten verleihen dem Restaurant einen modernen, zugleich warmen Charakter. Das „993“ versteht sich dabei nicht nur als Restaurant, sondern auch als Ort zum Ankommen und Verweilen. Ehrliche Spitzenküche, mediterrane Leichtigkeit Ob zum ausgedehnten Dinner, einem guten Glas Wein oder einem hochwertig gemixten Cocktail an der Bar – jeder Besuch ist geprägt von einer entspannten Atmosphäre und der herzlichen Gastfreundschaft von Jan-Alexander Falke und seinem Team. Denn genau das macht das „993“ besonders. Jeder Gast soll sich fühlen, als würde er Freunde besuchen. Aufmerksamkeit, Herzlichkeit und ein hoher Qualitätsanspruch prägen den gesamten Abend – vom ersten „Hallo“ bis zum letzten Espresso. Wer mediterrane Küche auf hohem Niveau in entspannter Atmosphäre genießen möchte, findet im „993“ eine der persönlichsten Genussadressen Hannovers. b


La Bonita

Giovanni R La Bonita serviert traditionelle, mexikanische Gerichte. Authentische Tacos, Quesadillas und feurige Salsas treffen auf ein uriges und zugleich gemütliches Ambiente. Ob im Innenbereich oder bei sonnigem Wetter auf der Terrasse: Hier lässt sich die mexikanische Küche in entspannter Atmosphäre genießen.

Foto: La Bonita Foto: Leona Portnov

Foto: Giovanni R

Genusstipps

Genuss & Events

Giovanni R ist seit 2010 eine wahre Institution für italienische Küche in Laatzen. Auf der Speisekarte finden sich klassische Pasta-, Fleisch- und Fischgerichte sowie eine außergewöhnlich große Auswahl an Pizzen. Hier wird alles mit frischen Zutaten und hausgemachten Teigwaren zubereitet, die sogar im benachbarten Geschäft erhältlich sind. Die familiäre Atmosphäre macht das Restaurant zu einem beliebten Treffpunkt für Liebhaber der italienischen Küche. Giovanni R I Hildesheimer Straße 30 I 30880 Laatzen I www.giovanni-r.de

Viet Kafe

Walk on the Wild Side

Vietnam hautnah erleben: Mit dem Motto „Für den kleinen Urlaub zwischendurch“ sorgt das vietnamesische Café für die richtige Stimmung. Vor Ort wird traditionelles Streetfood zubereitet: Bánh mi, Sommerrollen und Pho. Besonders die Getränkeauswahl und die Zubereitung von vietnamesischem Kaffee sind einzigartig und begeistern mit einer Mischung aus kräftigem Geschmack und feinen Aromen. Ein gemütliches Café für einen ruhigen Nachmittag in der Altstadt.

Hinter Walk on the Wild Side verbirgt sich ein aufregendes Konzept: Hier gibt es nämlich keine klassische Getränkekarte. Stattdessen richten sich die Barkeeper nach dem Geschmack ihrer Kundinnen und Kunden. Jeder individuelle Wunsch wird geachtet – ob fruchtig, spritzig oder herb. Die Ergebnisse sprechen für sich: Einmalig kreative CocktailKreationen, überzeugende Qualität und eine aufmerksame Bedienung sind in der Mixology-Bar stets gegeben.

Viet Kafe I Knochenhauerstraße 23 I 30159 Hannover I www.vietkafe.de

Foto: Walk on the Wild Side

La Bonita I Ferdinandstraße 5 I 30175 Hannover I instagram.com/labonita.hannover

Walk on the Wild Side I Haasemannstraße 13 I 30449 Hannover I Tel. 0511/3909578 I instagram.com/walkonthewildside_hannover

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Foto: Kastens Hotel Luisenhof

Genuss & Events

Die neue Generation Wein

Leicht, frisch, bewusst

Trendweine zwischen Rosé, Alvarinho und alkoholfrei: Jan Krüger, Sommelier im Kastens Hotel Luisenhof, über neue Vorlieben im Glas. Text: Frauke Hansen

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er Gang hinunter in den Weinkeller des Kastens Hotel Luisenhof fühlt sich an wie eine Reise in die Vergangenheit. Dicke Mauern, kühle Luft, gedämpftes Licht – ein Ort, der die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs unbeschadet überstanden hat und heute hunderte Flaschen exzellenten Weins birgt. Zwischen den Reihen lagern Geschichten, Jahrgänge und persönliche Erinnerungen. Hier arbeitet Jan Krüger, Sommelier des Hauses, der Wein nicht nur einschenkt, sondern erlebbar macht. „Wein muss Emotionen auslösen“, sagt er und präsentiert sein Reich der edlen Tropfen. Für ihn ist klar: Ein guter Wein ist keiner, den man nur beschreibt – „sondern einer, der im Gedächtnis bleibt“. Genau darin spiegeln sich auch die aktuellen Trends wider. Denn Trendweine sind für

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Krüger weniger eine starre Kategorie als vielmehr ein Zusammenspiel aus Saison, Geschmack und Zeitgeist. Wein ist ein Erlebnis Im Sommer seien es vor allem leichte, frische Weine, die im Fokus stehen. „Rosé, Sauvignon Blanc oder auch ein strukturierter Lugana laufen dann besonders gut“, erklärt er. Gleichzeitig beobachtet er spannende Entwicklungen abseits der Klassiker. Ein Beispiel: Alvarinho. „Ein Wein aus Portugal mit exotischer Aromatik, Honig und Ananas, dazu eine schöne Mineralität – das überrascht viele Gäste.“ Gerade in Kombination mit moderner, leichter Küche entfalte er sein Potenzial und werde so zum echten Erlebnis im Glas. Dieses Stichwort ist zentral für Krügers Arbeit. Wein, sagt er, sei heute mehr denn je ein Erlebnis. Das zeige sich


Genuss & Events

Essenziell: das Pairing Im Restaurant „MARY‘s“ – hier steht ein beeindruckender deckenhoher Weinkühlschrank – wird jede Empfehlung zum individuellen Moment. Krüger arbeitet intuitiv, stellt Fragen, beobachtet. „Ich bringe meist ein oder zwei Optionen – alles unverbindlich. Wichtig ist, dass sich der Gast darauf einlässt.“ Denn auch das ist für ihn essenziell: das Pairing. Wein kann ein Gericht auf ein neues Niveau heben – oder im schlimmsten Fall zerstören. Deshalb ist die Abstimmung mit der Küche eng und präzise.

Foto: Frauke Hansen

Alkoholfreie Weine auf dem Vormarsch Auch alkoholfreie Alternativen rücken stärker in den Fokus. Besonders bei Schaumweinen sieht Krüger hier große Fortschritte: „Da gibt es mittlerweile wirklich richtig gute Produkte.“ Bei Stillweinen bleibe es hingegen schwierig – geschmacklich fehle oft die Tiefe. Dennoch erweitert er die Auswahl kontinuierlich. Die Weinkarte des Hauses – rund 340 Positionen – passt Krüger regelmäßig an. Trends, Jahreszeiten und neue Entdeckungen fließen kontinuierlich ein. Inspiration holt er sich auf Messen, bei Verkostungen und im engen Austausch mit Winzern. Besonders die junge Generation begeistert ihn: „Da ist viel Mut, viel Experimentierfreude – und eine klare Handschrift.“

Foto: Frauke Hansen

auch im veränderten Konsumverhalten. „Die Gäste trinken bewusster. Sie wollen wissen, woher der Wein kommt, wie er gemacht wurde – und welche Geschichte dahintersteckt.“ Biodynamische Ansätze, handwerkliche Produktion und ein reduzierter Einsatz von Schwefel gewinnen an Bedeutung. Der reine Geschmack allein reicht vielen nicht mehr aus.

Sommelier Jan Krüger im historischen Weinkeller – der deckenhohe Weinkühlschrank steht im Restaurant „MARY‘s“.

Und was trinkt ein Sommelier selbst nach Feierabend? „Das hängt ganz vom Moment ab.“ Im Sommer eher leicht und frisch – ein Rosé, ein Kabinett. Nach einem langen Tag darf es aber auch ein kräftiger Rotwein sein. b

Bei einer Weinprobe im historischen Gewölbekeller des Kastens Hotel Luisenhof können exzellente Weine mit kulinarischen Höhepunkten aus der Küche verbunden werden. Infos und Buchung unter: info@kastens-luisenhof.de

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Körper & Geist

Trendsport Padel

Ein Spiel mit Sogwirkung

Die Padel-Plätze in der Region Hannover – wie hier im Padel Club Hannover – sind beliebt und voll.

Ein Schläger, ein Ball, vier Spieler: Padel verbindet Bewegung und Wettbewerb mit Geselligkeit und macht den Einstieg einfach. Text: Maja Henschel

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s ist schnell, unkompliziert und ausgesprochen kommunikativ: Padel erobert auch in Hannover immer mehr Courts. Der Sport verbindet Elemente aus Tennis und Squash. Ein Netz teilt das Spielfeld, die Wände gehören zum Spiel dazu. Was zunächst ungewohnt klingt, ist schnell und intuitiv: Der Ball wird geschlagen, prallt von der Wand zurück und bleibt im Spiel. „Der Einstieg ist viel einfacher als beim Tennis“, sagt Cristian Hidalgo, einer der Geschäftsführer des Padel Clubs Hannover. Genau darin sieht er einen wesentlichen Grund für die wachsende Begeisterung. Man brauche keine großen Vorkenntnisse im Schlägersport, um erste Ballwechsel zu spielen. Und wer einmal begonnen habe, bleibe häufig dabei: „Die Leute starten, finden das gut und entwickeln schnell diesen Ehrgeiz, besser zu werden.“

Vom ersten Ballwechsel zum festen Ritual Hans-Joachim Bischoff. Geschäftsführer bei CONSUL Weltreisen, kennt diesen Effekt aus eigener Erfahrung. Vor rund sechs Jahren entdeckte er Padel während eines Urlaubs in Südafrika. In den Hotels gab es einen Court, und er probierte den Sport aus. „Das hat mir direkt richtig gut gefallen.“ Zurück in Deutschland, kaufte er sich einen Schläger und suchte nach einer Möglichkeit, in Hannover weiterzuspielen. Besonders schätzt Bischoff, dass beim Padel unterschiedliche Spielstärken aufeinandertreffen können. „Beim Padel fängst du eigentlich immer bei null an.“ Auch gegen sehr gute Tennisspieler habe man deshalb Chancen. Für ihn ist das ein entscheidender Unterschied: „Da hängt es einfach gar nicht so von der Leistungsstärke ab.“ Gleichzeitig darf der Ehrgeiz durchaus wachsen.

Foto: Oscar/AdobeStock

Wenn aus Spaß Wettbewerb wird Am liebsten spielt Bischoff gemeinsam mit seinem Sohn Ben. Dann trifft die Vater-Sohn-Kombination auf ein anderes Vater-Sohn-Team, die Partner werden zwischendurch getauscht. Aus dem entspannten Zeitvertreib wird schnell ein kleines Duell. „Bei uns geht es schon ums Gewinnen“, sagt Bischoff. Und wenn es auf dem Court richtig zur Sache geht, „macht das schon richtig Bock“. Padel ist eine Mischung aus Squash und Tennis – gespielt wird mit einem kurzen Plastikschläger ohne Bespannung.

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Foto: Padel Club Hannover

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Hans-Joachim Bischoff auf einem ganz besonderen Padel-Platz auf dem obersten Deck der ganz neuen Explora III

Dass Padel dabei weit mehr als nur Sport sein kann, beobachtet auch Hidalgo. „Unser Motto: Wir wollen die stärkste und beste Community in Hannover bauen.“ Deshalb soll es künftig neben sportlich ambitionierten Turnieren auch Formate geben, bei denen das Mit­einander im Vordergrund steht, etwa „King of the Court“, gemeinsame Frühstücks­events oder Turnierabende mit Musik und Getränken. „Man hat eine kleine Gruppe, lernt schnell Leute kennen und kann sich schnell selbst weiterentwickeln“, beschreibt Hidalgo den sozialen Aspekt. Ein Sport, der offenbleibt Noch steht die Padel-Szene in Hannover am Anfang ihrer Entwicklung. Nach Hidalgos Einschätzung kommen zwar stetig neue Courts hinzu, gleichzeitig sind die bestehenden Plätze häufig stark nachgefragt. Auch für Kinder und Anfänger sieht er Potenzial. Entscheidend sei, dass der Sport für unterschiedliche Altersgruppen und Spielniveaus offenbleibt. Für Bischoff liegt genau darin die Stärke: Padel verlangt keine lange Vorbereitung, sondern lädt dazu ein, einfach anzufangen. „Es ist ein Sport, bei dem du sofort Spaß hast und nicht erst groß trainieren musst.“ Für ihn ist es vor allem die unkomplizierte Mischung aus Bewegung, gemeinsamer Zeit und ein wenig Ehrgeiz, die den Sport so reizvoll macht. Oder, wie er selbst sagt: „Unkompliziert, unterhaltsam“ – zwei Worte, die ziemlich genau beschreiben, warum Padel so schnell zum festen Bestandteil der Freizeit werden kann. b

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Körper & Geist Den Ball im Blick: Johanna Heise auf dem Golfplatz Fotos: Lorena Kirste

Eine Runde Golf

9 Löcher, 9 Fragen –

mit Johanna Heise

Zwischen Abschlag und Clubhaus verrät Johanna Heise, was Familie, Verantwortung und Zukunft für sie bedeuten. Interview: Celia Paulina Strauch

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Körper & Geist

D

er Wind spielt nur leicht mit den Fahnen, beste Bedingungen auf dem Platz von Golf 51 für eine entspannte Runde mit Johanna Heise. Sie ist Head of Brand & Culture bei heise, CEO heise ventures und Mitglied des Heise Vorstands. Zwischen Fairway und Grün entstehen oft die besten Gespräche über Familie, Innovation, Mut und Verantwortung. 1. Sie sind erstaunlich geduldig beim Golf. War das auch Ihr Rezept für den Einstieg in die vierte Genera­ tion der heise group? Johanna Heise: Definitiv. Niemand übernimmt Verantwortung von heute auf morgen. Ich wollte das Unternehmen erst in Ruhe kennenlernen und meinen eigenen Weg finden. Das ist ein bisschen wie beim Golf: Man kann sich zwar den besten Driver kaufen, aber den Schwung muss man trotzdem selbst entwickeln. 2. heise galt lange als Hidden Champion. Heute sieht man das Logo im Stadion von Hannover 96. War das für Sie eher ein mutiger Drive oder längst überfällig? Heise: Ich würde sagen: beides. Wir haben uns bewusst entschieden, sichtbarer zu werden. Nicht, weil wir uns neu

Johanna Heise und nobilis-Autorin Celia Paulina Strauch beim Interview für die nobilis

erfinden wollen, sondern weil viele Menschen gar nicht wissen, wie vielfältig heise heute ist. Das Sponsoring hat unglaublich viele Emotionen ausgelöst. 3. Gibt es Parallelen zwischen Ihrem Golfspiel und Ihrer Rolle bei heise? Heise: Wahrscheinlich schon. Beides entwickelt sich mit jeder Runde. Am Anfang denkt man noch sehr viel nach.

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Irgendwann kommt das Vertrauen dazu. Das gilt beim Golf genauso wie im Berufsleben. 4. Im Familienunternehmen tragen Sie gleichzeitig die Geschichte Ihrer Familie und die Zukunft der Mar­ ke auf den Schultern. Wie gelingt dieser Spagat? Heise: Ich empfinde das gar nicht als Belastung, sondern als großes Privileg. Natürlich spürt man die Verantwortung, wenn man Teil der vierten Generation ist. Aber ich sehe vor allem die Chance, etwas weiterzuentwickeln. Die Generationen vor mir haben den Grundstein gelegt und das Unternehmen erfolgreich aufgebaut. Jetzt darf ich meine eigenen Ideen einbringen. Dabei geht es darum, das Bestehende weiterzudenken. Ich glaube, genau darin liegt die Stärke von heise: Wir bleiben unseren Werten treu und haben gleichzeitig den Mut, uns immer wieder neu zu erfinden. 5. Zwischen zwei Schlägen erzählen Sie begeistert von jungen Gründerinnen und Gründern. Wann schla­ gen Sie lieber zu, auf dem Golfplatz oder bei einer guten Geschäftsidee? Heise: Tatsächlich faszinieren mich Menschen, die mit einer guten Idee und viel Leidenschaft etwas aufbauen wollen. Genau deshalb macht mir heise ventures so viel Spaß. Natürlich gehört Mut dazu, aber ich glaube nicht an blindes Risiko. Ob auf dem Golfplatz oder im Business: Man sollte seine Chancen erkennen, sie gut einschätzen und dann entschlossen handeln. Manchmal muss man einfach den mutigen Schlag wagen. Und manchmal ist es klüger, den Ball erst einmal sicher aufs Fairway zu legen. Diese Balance macht für mich gutes Unternehmertum genauso aus wie eine gute Golfrunde.

6. Sie sprechen oft über Unternehmenskultur. Ist eine gute Unternehmenskultur vielleicht wie ein gut ge­ pflegter Golfplatz? Heise: Das ist tatsächlich ein schöner Vergleich. Ein Golfplatz wirkt auf Spieler oft selbstverständlich, dabei steckt hinter jedem Fairway und jedem Green unglaublich viel Pflege. Unternehmenskultur funktioniert ähnlich. Sie entsteht nicht durch ein Leitbild an der Wand, sondern durch das tägliche Miteinander. Mir ist wichtig, dass Menschen gerne zur Arbeit kommen und wissen, warum sie das tun, was sie tun. Kultur ist nichts, was irgendwann fertig ist. Sie entwickelt sich jeden Tag weiter. 7. Beim Golf gibt es keine Abkürzungen. Gilt das auch für Künstliche Intelligenz? Heise: Absolut. KI ist ein großartiges Werkzeug, aber sie ersetzt weder Erfahrung noch Verantwortung. Wir nutzen sie bei heise bewusst als Unterstützung, beispielsweise bei Recherchen oder internen Prozessen. Die Entscheidung trifft am Ende aber immer der Mensch. Das erinnert mich ans Golfen: Eine App kann mir den perfekten Schläger empfehlen oder Entfernungen berechnen. Den Schlag spielen muss ich trotzdem selbst. Ich glaube, die Zukunft gehört denen, die beides sinnvoll miteinander verbinden. 8. Hannover ist Heimat. Was hat Hannover, was Berlin, Austin oder Dubai trotz aller Internationalität nicht haben? Heise: Hannover gibt mir Bodenhaftung. Ich bin hier aufgewachsen, hier lebt meine Familie und hier schlägt das Herz unseres Unternehmens. Natürlich genieße ich Reisen und finde es unglaublich inspirierend, neue Menschen und Auf dem Platz von Golf 51 lässt es sich gut spielen und unterhalten.

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Golfen auf zwei atemberaubend schönen Golfplätzen, geplant und gebaut von Arnold Palmer und David Krause - zwei weltberühmten Golfplatzarchitekten. Phantastische Grüns, satte Fairways, tolles Wasser und intelligent angelegte Bunker – das alles und noch viel mehr bieten die beiden citynächsten Golfanlagen Rethmar und Gleidingen. Nur 15 Autominuten vom Zentrum Hannovers entfernt erlebt jeder Golfer seinen individuellen Kurzurlaub. Auf 51 top gepflegten Golfbahnen, zwei prämierten Übungsanlagen für Beginner und einer Restauration, für die sich allein ein Besuch schon lohnen würde – Qualität ist kein Zufall!

Mit unserem neuen Golf Campus schaffen wir die optimalen Voraussetzungen für alle Altersgruppen. Golfinteressierte finden mit unserem intelligenten Kurssystem den perfekten Start in den Golfsport. Allen Golferinnen und Golfern bietet das facettenreiche Kursangebot einen nachhaltigen Ausbau ihrer Fähigkeiten. Mit insgesamt 170 Jahren Erfahrung stehen unsere Golflehrer unseren Kunden zur Verfügung und vollenden unser Konzept des Golf Campus. Sie haben Interesse oder Fragen? Unser Team steht allen jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Sie!

Geduldig und fokussiert: So wie Johanna Heise arbeitet, so spielt sie auch Golf.

Lebensweisen kennenzulernen. Aber genauso schön ist es, wieder nach Hannover zurückzukommen. Heimat bedeutet für mich Vertrautheit und Menschen, die mich schon lange begleiten. Vielleicht ist Hannover deshalb ein bisschen wie das Clubhaus nach einer gelungenen Runde Golf: Man freut sich auf alles, was draußen passiert. Am Ende kommt man gerne wieder zurück. 9. Stellen wir uns vor, Ihr Urgroßvater setzt sich jetzt mit an den Tisch auf der Club­ terrasse. Worauf wären Sie besonders stolz, ihm heute erzählen zu können? Heise: Dass wir neugierig geblieben sind. Dass wir den Mut haben, Neues auszuprobieren, ohne unsere Wurzeln zu vergessen. Und dass aus seinem ersten Telefonbuch ein Unternehmen geworden ist, das auch nach 76 Jahren noch jeden Tag Lust auf Zukunft hat. b

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Unser jährlicher Golferlebnistag bei Rethmar Golf

Eine Golfrunde mit Freunden bei Golf Gleidingen

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IMPRESSUM Herausgeber und Verlag: Schlütersche Fachmedien GmbH Ein Unternehmen der Schlüterschen Mediengruppe Postanschrift: 30130 Hannover Adresse: Hans-Böckler-Allee 7 30173 Hannover Tel. 0511 8550-0 Fax 0511 8550-2403 www.schluetersche.de, www.nobilis.de

Ein Flight, der gekämpft, gelacht und gemeinsam über fünf Stunden den Platz erobert hat. Hinter mir Kathrin, Stefan und Tim.

Redaktion: Marco Weiß (Chefredakteur, V.i.S.d.P.) Hans-Böckler-Allee 7, 30173 Hannover Tel. 0511 8550-2442 marco.weiss@schluetersche.de Foto: Roksana Leonetti

Ehrgeiz verbindet Eine Kolumne von Roksana Leonetti Clubhouse Tour 2026 im Golfpark Hainhaus. Fünf Turniere, heute ist mein drittes. In meinem Flight begrüßen mich Kathrin, Stefan und Tim. Die Sirene ertönt. 18 Loch liegen vor uns. „Schönes Spiel.“ Am ersten Abschlag prüfen wir den Himmel. Leichter Wind, angenehme Temperaturen. „Besser als 35 Grad“, sagt Tim. Stefan antwortet trocken: „Schade, dann können wir uns gar nicht beschweren.“ Heute geht es zwar nicht ums Handicap, aber gewinnen möchte trotzdem jeder. Schließlich warten ein hochwertiges Golfbag und ein Elektrotrolley von Leisure Golf sowie eine Golfreise von Consul Weltreisen auf die Sieger. Der Ehrgeiz ist sofort zu spüren. Tim kennt den Platz wie seine Westentasche. „Was bringt mir der Heimvorteil, wenn ich heute nicht gut spiele?“, sagt er. Stefan spielt dafür groß auf und locht bereits an Bahn zwei einen Eagle ein. Kathrin sucht die Ruhe. Ich suche vor allem den Ball. Gefühlt treffen wir heute alles – nur nicht immer das Fairway. Bäume, Büsche und Rough bekommen reichlich Besuch. Bei Stefans Schlägen schauen wir vor-

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sichtshalber alle mit, weil nie ganz klar ist, wo sein Ball landet. Tim bekommt von mir einen Zähler, damit die Schläge nicht verloren gehen. An einem Par 3 lockt eine Reise für ein Hole-in-One. Manche stärken sich vorher am Weinstand. Geschadet hat es niemandem. „Manchmal muss das Elend unterbrochen werden“, sagt Tim. Das nächste Loch spielt er Par. Nach jedem Loch gleichen wir unsere Schläge ab. Nicht aus Misstrauen, sondern weil nach fünf Stunden Golf die Erinnerung manchmal genauso verschwindet wie ein Ball im Gebüsch. Zwischen Currywurst, GemüseScampi-Pfanne und jeder Menge Ehrgeiz bleibt am Ende vor allem eines: Vier Menschen, die gemeinsam gekämpft, gelacht und einen richtig guten Flight erlebt haben. Und ganz nebenbei hat sich der Einsatz sogar ausgezahlt: In meiner Handicap-Klasse habe ich den dritten Platz belegt und durfte mich über ein neues Golfbag freuen. Schönes Spiel Kathrin, Stefan und Tim. b

Frauke Hansen Tel. 0511 8550-2651 frauke.hansen@schluetersche.de Anna Langlott (Content Management) Tel. 0511 8550-2658 anna.langlott@schluetersche.de Anzeigenverkauf: Sabine Neumann Tel. 0511 8550-2649 sabine.neumann@schluetersche.de Derzeit gültige Anzeigenpreisliste: Mediadaten 2026 Druckunterlagen: anzeigendaten-nob@schluetersche.de Tel. 0511 8550-8248 Fax 0511 8550-2401 Leser-/Abonnement-Service: vertrieb@schluetersche.de Tel. 0511 8550-8822 Bezugspreis: Jahresabonnement: € 60,00 inkl. Versand und MwSt. (Ausland € 87,00) Einzelheft € 9,50 zzgl. Versandkosten. Die Mindestbezugszeit eines Abonnements beträgt ein Jahr. Danach kann jederzeit mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des Folgemonats gekündigt werden. Der laufende Jahrgang wird anteilig berechnet. ISSN 1437-6237 Druck: Bonifatius GmbH Druck | Buch | Verlag, Paderborn Gleichbehandlung Die Publikation richtet sich, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist, an alle interessierten Personen, unabhängig vom Geschlecht. Wegen besserer Lesbarkeit und Verständlichkeit der Texte wird jedoch meistens nur die männliche Personenform verwendet. Gleichbehandlung ist uns wichtig, Diversität nehmen wir als Chance für die Zukunft wahr.

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