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Ausbildung oder duales Studium? Weg ins Arbeitsleben
Duales Studium
„To(d)tal lebendig”
Was ihr alles für die Berufswahl beachten solltet. | 8
Ausbildung und Studium kombinieren. Das erwartet dich. | 16
Bestatter und Content Creator Luis Bauer über seinen Weg. | 46
Foto: JuFFa
Nach dem Schulabschluss hast du zahlreiche Möglichkeiten. Informiere dich, plane deine nächsten Schritte oder lasse dich inspirieren. | 10
Editorial
Moin,
Wenn ich heute auf meinen Weg zurückblicke, dann wirkt er im Nachhinein oft gerader, als er sich damals angefühlt hat. Direkt nach dem Abitur bin ich den klassischen Weg gegangen: Studium, Anglistik und Geografie, insgesamt drei Jahre. Und ich mochte das auch wirklich – das Lernen, das Denken, die Inhalte. Aber irgendwann kam bei mir ein Punkt, an dem ich gemerkt habe: Die Perspektive, die Planbarkeit, dieses „So sieht dein Leben in fünf bis zehn Jahren aus“, hat sich nicht mehr richtig angefühlt. Den entscheidenden Schritt habe ich dann eher aus dem Bauch heraus gemacht – während ich in Kalifornien war. Ich habe mich dagegen entschieden weiterzumachen, ohne genau zu wissen, was danach kommt. Und plötzlich stand ich erst mal ohne festen Plan da. Kein klarer nächster Schritt, keine Sicherheit, eher ein großes Fragezeichen. Gleichzeitig hatte ich einen Nebenjob auf einer Burg, die meiner Familie gehört. Dort habe ich zum ersten Mal richtig gemerkt, wie gut es mir tut, körperlich zu arbeiten. Etwas mit den Händen zu machen, direkt zu sehen, was entsteht. Irgendwann hat sich daraus – ziemlich überraschend – der Gedanke entwickelt: Warum eigentlich nicht eine Schreiner-Ausbildung? Ich hatte davor kein Praktikum gemacht, nichts „ausprobiert im klassischen Sinn“. Vielleicht nicht die beste Vorbereitung, aber trotzdem die richtige Entscheidung für mich. Und heute würde ich sagen: Genau dieses Hineinfühlen war entscheidend. Was ich daraus mitgenommen habe: Es ist oft leichter herauszufinden, was man nicht will,
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als sofort zu wissen, was man will. Und genau dieses „Ausschließen“ kann extrem helfen, den eigenen Weg einzugrenzen. In einer Zeit mit unendlich vielen Möglichkeiten ist das vielleicht sogar der ehrlichere Startpunkt.
Fotos: Philip Gärtner
ich bin Ben Berger, 30 Jahre alt mittlerweile, und lebe heute nach vielen Jahren der Ungewissheit meinen Traum als selbstständiger Tischler und Content-Creator.
Ich glaube, wir machen uns oft zu viel Druck. Schule vermittelt schnell das Gefühl, man müsse nach dem Abschluss schon den kompletten Lebensplan kennen. Aber wie soll man wissen, was man für 40 Jahre machen möchte, wenn man gerade erst anfängt, sich selbst wirklich kennenzulernen? Für mich war einer der wichtigsten Schritte, „Informier dich, probier den ursprünglichen Weg Dinge aus, hör auf dein zu verlassen, obwohl er Gefühl.“ „vernünftig“ wirkte. Es hat Mut gebraucht, aber noch mehr das Vertrauen, dass es okay ist, etwas zu verändern, wenn es sich nicht richtig anfühlt. Und ja – Unsicherheit gehört dabei immer dazu. Auch wenn es von außen manchmal so aussieht, als gäbe es einen Masterplan, gab es den bei mir nie. Heute würde ich meinem jüngeren Ich vor allem sagen: Mach dir weniger Druck. Informier dich, probier Dinge aus, hör auf dein Gefühl – und hab keine Angst davor, Wege zu wechseln. Am Ende bist du der Mensch, der mit deiner Entscheidung lebt; nicht die Schule, nicht die Erwartungen anderer. Und genau deshalb lohnt es sich, den eigenen Weg wirklich selbst zu schreiben. Ben Berger, Geschäftsführer der Schreinerei Im.Perfekkt
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Editorial
Liebe Leserinnen und Leser, kaum eine Entscheidung beschäftigt junge Menschen so sehr wie die Frage: Wie geht es nach der Schule weiter? Der Übergang ins Berufsleben ist eine spannende, aber oft auch herausfordernde Phase. Die Möglichkeiten sind heute vielfältiger denn je – und genau das macht die Entscheidung nicht immer leicht. Zwischen Ausbildung, schulischen Wegen und Studium stellt sich für viele die Frage: Welcher Weg passt eigentlich zu mir? In Gesprächen mit jungen Menschen erlebe ich immer wieder, dass die Berufswahl mit vielen Fragen verbunden ist. Gleichzeitig verändert sich die Berufswelt spürbar und rasant: Neue Berufe entstehen, bestehende Tätigkeiten wandeln sich oder verschwinden, und in vielen Bereichen werden dringend Fachkräfte gesucht. Besonders beeindruckt mich, mit wie viel Neugier, Engagement und Offenheit Schülerinnen und Schüler ihre Zukunft gestalten möchten. Umso wichtiger ist es, dass sie gut informiert sind und ihre eigenen Interessen, Stärken und Perspektiven frühzeitig kennenlernen.
Denn das ist mir besonders wichtig: Der Schulabschluss allein entscheidet nicht über den weiteren Lebensweg. Auch ohne Abitur stehen viele Türen offen. Ebenso kann für Abiturientinnen und Abiturienten eine Ausbildung genau der richtige Einstieg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft sein. Entscheidend ist, einen Weg zu finden, der zu den eigenen Fähigkeiten und Zielen passt. Deshalb möchte ich alle Schülerinnen und Schüler ermutigen, diese Chancen zu nutzen: Informiert euch, probiert euch aus, sammelt Erfahrungen, stellt Fragen – und geht euren eigenen Weg. Dabei wünsche ich euch viel Erfolg, Neugier und das tiefe Vertrauen in eure eigenen Entscheidungen. Herzlichst Julia Willie Hamburg, Niedersächsische Kultusministerin
Genau hier setzt das Magazin „next step“ an. Es zeigt die große Vielfalt beruflicher Möglichkeiten auf, gibt praktische Einblicke, zeigt Perspektiven auf und gibt wertvolle Orientierung für die Zeit nach dem Schulabschluss. Dabei geht es nicht nur um klassische Ausbildungswege oder Studiengänge, sondern auch um die vielen individuellen Wege dorthin.
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Foto: Ole Spata
„Entscheidend ist, einen Weg zu finden, der zu den eigenen Fähigkeiten und Zielen passt.“ 3
1 Fotos: picture alliance | dpa-tmn | Bestattungen Burger
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» next-step.de Mach dich bereit für den nächsten Schritt. Nützliche Infos für deinen Start ins Berufsleben
Chefredaktion: Katharina Freundorfer Hans-Böckler-Allee 7 30173 Hannover Tel. 0511 8550-2461 katharina.freundorfer@schluetersche.de
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Deinen eigenen Weg finden Orientierungshilfen in der Berufs- und Studienwahl
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Impressum next step Das Magazin für Berufsorientierung 1. Jahrgang Herausgeber: Schlütersche Fachmedien GmbH Ein Unternehmen der Schlüterschen Mediengruppe Postanschrift: 30130 Hannover Adresse: Hans-Böckler-Allee 7 30173 Hannover Tel. 0511 8550-0 www.schluetersche.de www.next-step.de Redaktion: Katharina Freundorfer (Chefredakteurin, V.i.S.d.P.) Hans-Böckler-Allee 7, 30173 Hannover Tel. 0511 8550-2461 katharina.freundorfer@schluetersche.de
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Johanna Ahrbecker Tel. 0511 8550-2439 johanna.ahrbecker@schluetersche.de
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Saskia Eichhorn Tel. 0511 8550-1232 saskia.eichhorn@schluetersche.de
Unternehmen stellen sich vor
Bestatter Luis Bauer im Interview
ORIENTIERUNGSHILFEN IN DER BERUFS- UND STUDIENWAHL 8 Eine Frage der Zeit Für die Berufswahl braucht es gute Orientierung und die richtige Planung 10 Wege in eine Ausbildung und in ein Studium Dein Abschluss eröffnet dir verschiedene Möglichkeiten 12 Fachhochschule oder Universität? Was du für ein Studium wissen musst 16 Ausbildung und Studium kombinieren Das erwartet dich in einem dualen Studium 18 Klassische Berufsausbildung Dein Ausbildungsalltag zwischen Betrieb und Berufsschule 20 Schulische Berufsausbildung Das solltest du über diese Ausbildungsform wissen 21 Weitere Bildungsgänge der Berufsbildenden Schulen Zahlreiche Angebote zur Vorbereitung auf deine Ausbildung oder dein Studium 22 Warum eine Ausbildung bei Hochschulreife? Nach der Hochschulreife muss kein Studium folgen 25 Arbeiten im öffentlichen Dienst Polizei, Zoll oder IT? Diese und viele weitere Einsatzfelder bietet der öffentliche Dienst
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Das Orientierungsjahr Was passt zu mir – FSJ, FÖJ, BFD oder Wehrdienst? Bewerbung für das Studium Universität oder Fachhochschule Bewerbung für einen Ausbildungsplatz oder einen dualen Studiengang Tipps zum Bewerbungsverfahren Studium und Ausbildung finanzieren BAföG, Stipendium, Nebenjob oder Berufsausbildungsbeihilfe
Anna Langlott (Content Managerin) Tel. 0511 8550-2658 anna.langlott@schluetersche.de Media Sales: Fabian Schneider (Teamlead Sales) Tel. 0511 8550-2804 fabian.schneider@schluetersche.de Andrei Tabacu Tel. 0511 8550-2808 andrei.tabacu@schluetersche.de Alend Amo Tel. 0511 8550-2806 alend.amo@schluetersche.de Lennart Büttner Tel. 0160 905 45 009 lennart.buettner@schluetersche.de Derzeit gültige Anzeigenpreisliste: Mediadaten 2026
JOURNAL 37 Der Selbst-Check Was macht DIR wirklich Spaß?
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LERNMATERIAL FÜR LEHRKRÄFTE 38 Berufsorientierungsunterricht Planung, Arbeitsblätter, Leitfaden
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SONDERTEIL 39 Unternehmen stellen sich vor Ausbildungsplatz und Branchen finden INTERVIEWS 45 Dachdeckerin Sina Klein Handwerk mit Aussicht 46 Bestatter Luis Bauer „To(d)tal lebendig“
Druck: Bonifatius GmbH Druck | Buch | Verlag, Paderborn
Gleichbehandlung Die Publikation richtet sich, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist, an alle interessierten Personen, unabhängig vom Geschlecht. Wegen besserer Lesbarkeit und Verständlichkeit der Texte wird jedoch meistens nur die männliche Personenform verwendet. Gleichbehandlung ist uns wichtig, Diversität nehmen wir als Chance für die Zukunft wahr.
TABELLARISCHE ÜBERSICHT 48 Bildungswege in Niedersachsen Regelungen in deinem Bundesland
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Betrieb
Deinen eigenen Weg finden Orientierungshilfen in der Berufs- und Studienwahl PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER
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it dem Ende der Schule beginnt eine aufregende Phase in deinem Leben. Es ist die Zeit, in der du die Weichen für deine Zukunft stellst. Doch keine Sorge, du bist nicht allein in diesem Prozess. Informationstools, Beratungsstellen und weitere Einrichtungen bieten dir Hilfe an, wenn es darum geht, deine Zukunft zu planen.
„Die Nadel im Heuhaufen finden…“
Mit der allgemeinen Hochschulreife (dem Abitur) oder der Fachhochschulreife ist die Berufs- und Studienwahl komplex, weil diese Schulabschlüsse viele Wege eröffnen. Allein in Deutschland bieten die Universitäten und Hochschulen rund 22.000 Studiengänge an,
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Weiterführende Informationen auf: www.berufenet. arbeitsagentur.de
darunter mehr als 2.000 duale Studiengänge. Das bedeutet: Wenn du beispielsweise glaubst, mit der Entscheidung „Ich möchte etwas mit Informatik studieren,“ bereits am Ziel zu sein, hast du dich deutlich zu früh gefreut. Hinzu kommen rund 330 duale Ausbildungsberufe, die teilweise auch für Personen mit einer Fachhochschulreife oder Abitur sehr interessant sind. Weil es viele Berufe mit über 20.000 Berufsbezeichnungen gibt (die vielfältigen Berufe beziehungsweise Berufsbezeichnungen kannst du unter https:// berufenet.arbeitsagentur.de recherchieren), werden die Berufsfelder zur besseren Übersicht nach bestimmten Kriterien zusammengefasst:
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Betrieb
Beginne, deine Zukunft zu planen.
Berufsfelder nach dem Schema der Bundesagentur für Arbeit ● Landwirtschaft, Natur, Umwelt ● Produktion, Fertigung ● Bau, Architektur, Vermessung ● Metall, Maschinenbau ● Elektro ● IT, Computer ● Naturwissenschaften ● Technik, Technologiefelder
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● Wirtschaft, Verwaltung ● Verkehr, Logistik ● Dienstleistung ● Gesundheit ● Soziales, Pädagogik ● Gesellschafts-, Geisteswissenschaften ● Kunst, Kultur, Gestaltung ● Medien W
Branchen vs. Berufsfelder: Eine detaillierte Übersicht findest du auf: svg.to/next-step-branchen
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Wo soll deine Reise hingehen? Bis wann kannst du dich bewerben? Und was musst du einreichen? Eine rechtzeitige Vorbereitung kann sich lohnen.
Eine Frage der Zeit Für die Berufswahl braucht es gute Orientierung und die richtige Planung. Die erste Regel bei der Berufs- und Studienwahl lautet, dass du dich für eine Alternative entscheiden solltest, die deinen persönlichen Interessen und Talenten entspricht. Das ist korrekt, aber außerdem ist auch die voraussichtliche Situation auf dem Arbeitsmarkt zu berücksichtigen. Der Arbeitsmarkt stellt sich in Abhängigkeit von Region und Beruf sehr unterschiedlich dar. Die Frage nach dem individuell passenden Beruf ist ein Teil der beruflichen Orientierung. Hierbei helfen Praktika oder Berufswahltests wie zum Beispiel das „Check-U“-Erkundungstool der Bundesagentur für Arbeit (www. check-u.de). Ein weiterer
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Teil – und hier setzt dieses Magazin an – betrifft den Weg in den Beruf, der häufig über ein (duales) Studium und/oder eine Berufsausbildung führt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der akademischen und beruflichen Bildung, wobei es eine hohe Durchlässigkeit zwischen den beiden Bildungssystemen gibt. Dieses Magazin gibt dir einen kompakten Überblick über die verschiedenen Anschlussalternativen nach dem Abschluss der Schule – unabhängig von deinen beruflichen Zielen. Zugleich stellen sich regionale Institutionen und Unternehmen mit ihren Angeboten vor. Zu beachten ist außerdem, dass sich die Bewer-
bung und das Auswahlverfahren für ein Studium oder duales Studium (hier gibt es einige Ähnlichkeiten mit der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz) deutlich unterscheiden. Deshalb werden die Grundlagen der jeweiligen Bewerbungsverfahren vorgestellt.
Online weiterlesen auf: svg.to/next-step-match
Fragen im Berufswahl prozess
Die Bewerbung um einen Ausbildungs- oder dualen Studienplatz muss häufig mit einem Jahr Vorlauf erfolgen. Auch ein geplantes Überbrückungsjahr muss vorbereitet werden. Und es steht dann immer noch die Frage an, was nach dem Überbrückungsjahr folgen soll. Die Bewerbung um ein Studium an einer Universität oder Hochschule erfolgt zwar häufig nach dem Abitur, aber oft müssen zur Bewerbung bereits bestimmte Nachweise wie etwa Praktika, Mappen oder Tests eingereicht werden. Und nicht jeder Studienwunsch geht bei zulassungsbeschränkten Studiengängen in Erfül-
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Zeitplanung
lung. Gegebenenfalls musst du also einen Plan B entwickeln. Zu berücksichtigen sind außerdem die notwendigen Vorbereitungen zur Sicherstellung deiner Studienfinanzierung (siehe ab Seite 35). Generell ist es wichtig, sich je nach Stand im Orientierungsprozess die richtigen Fragen zu stellen, um zu klärenden Antworten zu kommen. Hierbei kann auf die Beratung verschiedener Personen zurückgegriffen werden (ausführlich ab Seite 36).
Wenn man unerwünschte Warteschleifen nach der Schule vermeiden will, muss man rechtzeitig vor dem Schulende den Übergang „eingetütet“ haben.
Ausgangspunkt hierfür sind die Bewerbungsfristen für die gewünschte Anschlussalternative. Studien zeigen, dass planlose Bewerbungen, auch wenn sie erfolgreich waren, das Risiko eines späteren Abbruchs erhöhen. Dies betrifft gleichermaßen die Ausbildung, die weiterführende Schule oder das Studium. Wichtig: Um zahlreiche Anschlussalternativen, insbesondere beim dualen Studium, bei der dualen Ausbildung und den Überbrückungsmöglichkeiten, musst du dich mit einem Jahr Vorlauf bewerben. Mindestens ein Jahr vor Schulende solltest du deshalb deine Entscheidung getroffen haben, wenn du aus der Vielzahl der Anschlussalternativen schöpfen willst. PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER W
Duale Studiengänge von A bis Z: svg.to/ next-step-studium
Ausbildungsberufe von A bis Z: svg.to/ next-step-ausbildung
Für alle Phasen gilt: Nutze die Angebote zur Information, Beratung beziehungsweise Unterstützung.
Checkliste für deine Orientierungsphase Reflektieren der eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen
1 Welche Berufs- und Studienfelder könnten zu meinen Talenten und Interessen passen? 2 Gibt es Kompetenzen, in denen ich mich verbessern sollte?
Abgleichen der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten mit den Anforderungen von Berufen beziehungsweise Studiengängen
3 Passen meine Talente zu den Berufen, die mich interessieren? 4 Wie sind die beruflichen Perspektiven in meinen Wunschberufen (zum Beispiel Verdienst, Aussicht auf eine Anstellung, Möglichkeit zur beruflichen Selbstständigkeit)?
Nutzen der Kenntnisse über die regionale und überregionale Wirtschaft
5 In welchen Unternehmen will ich ein Praktikum machen? 6 Welche Informationsangebote von Universitäten und Hochschulen will ich nutzen? 7 Welche Studiengänge und Berufe will ich dabei kennenlernen?
Auswerten praktischer Erfahrungen
8 Was habe ich über meine Wunschberufe beziehungsweise meinen Wunschstudiengang erfahren? 9 Wurden meine beruflichen Ziele bestätigt oder nicht?
Planen der Berufs beziehungsweise Studienwahlentscheidung
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10 Wie soll es konkret nach der Schule weitergehen? 11 Welches Berufsziel? 12 Studium, Ausbildung, Überbrückungsjahr? 13 Welche Universität/Hochschule, welches Unternehmen?
Qualifiziert bewerben
14 Welche Fristen sind zu beachten? 15 Welche Anforderungen werden an eine Erfolg versprechende Bewerbung gestellt? Von den ersten Plänen bis zur Bewerbung solltest du dir 15 Fragen stellen.
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Du kannst dir vorstellen, zu studieren? Dafür ist nicht zwangsläufig das Abitur nötig.
Schulabschlüsse und die vielen Wege in eine Ausbildung und in ein Studium Kein Abschluss ist eine Sackgasse: Dein Abschluss eröffnet dir verschiedene Möglichkeiten.
In den allgemeinbildenden Schulen können die ersten Schulabschlüsse in der Sekundarstufe I erworben werden.
Möglichkeiten nach Abschluss der Sekundarstufe I ● ●
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nach dem 9. Schuljahrgang ● der Hauptschulabschluss nach dem 10. Schuljahrgang ● der Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss ● der Sekundarabschluss I – Realschulabschluss („mittlere Reife“) der Erweiterte Sekundarabschluss I (berechtigt zum Besuch der gymnasialen Oberstufe)
Abschlüsse der Sekundarstufe I werden für die Aufnahme einer schulischen Ausbildung (Seite 21) vorausgesetzt. Für die Aufnahme einer dualen Ausbildung (ab
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Seite 19) ist kein Schulabschluss erforderlich; gleichwohl schauen die Ausbildungsunternehmen auch auf die Zeugnisse. Regelungen für dein Bundesland findest du auf: next-step.de/ abschluesse
Möglichkeiten nach Abschluss der Sekundarstufe II
Der Sekundarbereich II umfasst im Kern: die gymnasiale Oberstufe ● die vielfältigen Angebote der berufsbildenden Schulen (ausführlich auf S. 22) ●
In der Sekundarstufe II können insbesondere die folgenden Bildungsabschlüsse erworben werden, die zum Besuch einer Universität und/oder Fachhochschule berechtigen: ● nach der Jahrgangsstufe 12: Fachhochschulreife ● nach der Jahrgangsstufe 13: die allgemeine Hochschulreife („Abitur“)
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Ein klassischer Teil des Studentenlebens: Lernen in der „Bib“, der Bibliothek.
Wege in ein Studium
In den vergangenen Jahrzehnten haben Universitäten und Fachhochschulen die Zugangsmöglichkeiten erweitert. Es gibt neben dem Abitur diverse weitere Möglichkeiten zur Aufnahme eines Studiums. ● Mit dem Abitur beziehungsweise der allgemeinen Hochschulreife kann man bundesweit an allen Universitäten und Fachhochschulen studieren. Das Abitur kann nicht nur in der gymnasialen Oberstufe der allgemeinbildenden Gymnasien, sondern auch an den berufsbildenden Schulen erworben werden. Die entsprechende Schulform nennt sich in den meisten Bundesländern „Berufliches Gymnasium“. ● Mit der Fachhochschulreife kann man bundesweit alle Studiengänge an Fachhochschulen studieren. In einigen Bundesländern wie beispielsweise in Niedersachsen und Bremen ist es zudem möglich, inhaltlich passende Studiengänge an Universitäten zu studieren. ● Mit der fachgebundenen Hochschulreife können alle Studiengänge an Fachhochschulen und inhaltlich passende Studiengänge an Universitäten studiert werden. Auch hierzu gibt es in einigen Bundesländern weitergehende Zugangsmöglichkeiten.
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In den Übersichten zu dem jeweiligen Bundesland werden die Hochschulzugangsbedingungen präzisiert.
Die berufliche Vorbildung ermöglicht ebenfalls die Aufnahme eines Studiums: ● Seit Jahrzehnten gibt es in den meisten Bundesländern die Fachoberschule, in der man auf der Basis einer abgeschlossenen Berufsausbildung in einem Jahr in der Klasse 12 die Fachhochschulreife erwerben kann. ● Anspruchsvolle Aufstiegsfortbildungen nach der Berufsausbildung mit einem Umfang von mindestens 400 Stunden – am bekanntesten ist hierbei der Meisterbrief – sind bundesweit beim Hochschulzugang der allgemeinen Hochschulreife gleichgestellt. ● In zahlreichen Bundesländern wie Bremen etwa besteht auch die Möglichkeit zum Studium auf der Basis einer abgeschlossenen Berufsausbildung und Berufserfahrung im erlernten Beruf. In Niedersachsen heißt diese Zugangsmöglichkeit zum Beispiel „Offene Hochschule“. ● Einige Bundesländer bieten zusätzlich die Möglichkeit einer Aufnahmeprüfung und/oder eines Probestudiums. PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER W
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Studium
Fachhochschule oder Universität? Was du für ein Studium wissen musst. PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER
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Studium
Wer an der Leibniz Universität Hannover studiert, hat mit Glück auch Vorlesungen im Welfenschloss. Das Schloss ist das Hauptgebäude der Uni und grenzt direkt an den Welfengarten – eine grüne Parkfläche, auf der viele Studierende ihre Picknickdecken ausbreiten.
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Monate – mit einer vorlesungsfreien Zeit von jeweils zwei bis drei Monaten. Eine Ausnahme stellen in Deutschland (zum Beispiel an den Hochschulen der Bundeswehr) Trimester mit der Dauer von drei Monaten dar. In einem Studienjahr folgen drei Trimester aufeinander – bei lediglich einer vorlesungsfreien Zeit. Das Studium ist zweistufig aufgebaut. Das Bachelorstudium dauert sechs Semester (zumeist an Universitäten) oder sieben bis acht Semester (zumeist an Fachhochschulen); mit dem Bachelorabschluss kann man sich bereits um einen Arbeitsplatz bewerben. Das anschließende Masterstudium dauert oft zwei oder vier Semester und wird mit dem Titel „Master“ abgeschlossen. Auf das Masterstudium kann noch die Promotion folgen, das heißt der Erwerb des Titels Doktor oder Doktorin (Dr.).
Nach wie vor gibt es aber auch andere Abschlüsse als Bachelor und Master. Dies betrifft insbesondere das Staatsexamen in juristischen und medizinischen Studiengängen.
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ehr als die Hälfte aller deutschen Abiturientinnen und Abiturienten entscheiden sich für ein Studium als erste Station nach dem Abschluss (beziehungsweise einem Überbrückungsjahr, mehr dazu ab Seite 27). Grund genug, sich mit diesem Thema ausführlich auseinanderzusetzen.
Wie sieht ein Studium eigentlich aus?
Das Studium sieht in Deutschland – wie auch in zahlreichen anderen Staaten – wie folgt aus: ● Das Studium gliedert sich zumeist in Semester. Jedes Semester dauert sechs
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Die Möglichkeiten eines Studiums Eine Liste möglicher Stipendien und Förderungen findest du auf: svg.to/ next-step-foerderung
Das Studium kann an Universitäten oder Fachhochschulen – auch als Hochschulen für angewandte Wissenschaften beziehungsweise University of Applied Sciences bezeichnet – erfolgen. Ebenso kann der Bachelor- und Masterabschluss in beiden Bildungseinrichtungen erworben werden. Mit der Einführung der international üblichen Bachelor-Master-Systematik ist die Durchlässigkeit zwischen beiden akademischen Einrichtungen deutlich gestiegen. So ist es bei zahlreichen Studiengängen möglich, nach dem Bachelorstudium von der Fachhochschule zur Universität oder umgekehrt zu wechseln.
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Studium
Mit dem Bachelorabschluss erhalten die Studierenden bereits einen berufsqualifizierenden Studienabschluss, mit dem sie sich auf dem Arbeitsmarkt bewerben können. Mit Blick auf die weiteren Qualifizierungsmöglichkeiten ist besonders relevant, dass das Masterstudium auch später – nach einigen Jahren Berufstätigkeit – aufgenommen werden kann. Es gibt Masterstudiengänge, die für ein berufsbegleitendes Studium ausgelegt sind; eine besondere Form ist das berufsintegrierende duale Studium. Hinzu kommen weitere Fortbildungsangebote der Universitäten und Hochschulen für Berufstätige, um die berufliche Weiterentwicklung zu unterstützen.
Uni oder Fachhochschule?
Wo studieren?
In Deutschland gibt es über 400 Hochschulen. Das heißt, bei zahlreichen Studiengängen wie beispielsweise in den Wirtschaftswissenschaften oder der Informatik ist die Auswahl des Studienstandortes eine weitere Herausforderung. Häufig wird die Wahl der Hochschule durch den Blick in ein Ranking abgekürzt, was nicht unproblematisch ist. Zum einen ist zu berücksichtigen, dass die Studienstandorte ihre Studiengänge – auch bei gleichem oder ähnlichem Titel – inhaltlich unterschiedlich akzentuieren und über unterschiedliche Partnerhochschulen für ein Auslandsstudium verfügen. Zum anderen sind die Ranking-Listen hinsichtlich ihrer Aussagekraft umstritten, unter anderem weil die Datengrundlage des Rankings oftmals nicht offengelegt wird. Ein typisches
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Der Begriff Hochschule wird zumeist als Sammelbegriff für Universitäten und Fachhochschulen verwandt. Der grundlegende Unterschied besteht darin, dass an Universitäten das wissenschaftliche Arbeiten einen zentralen Stellenwert hat, während in Fachhochschulen die praktische Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse im Mittelpunkt steht. Das hat zur Folge, dass das Bachelorstudium an einer Fachhochschule oft aufgrund längerer Praktika sieben bis acht Semester anstelle von sechs Semestern an einer Universität dauert. Auch kann eine Promotion als besondere Auszeichnung wissenschaftlichen Arbeitens nicht ohne Weiteres an Hochschulen erfolgen, da die
Der Begriff Hochschule ist meist ein Sammelbegriff für Universitäten und Fachhochschulen.
meisten Fachhochschulen über kein eigenes Promotionsrecht verfügen. Allerdings arbeiten zahlreiche Fachhochschulen mit Universitäten für Promotionen zusammen. Ein weiterer Unterschied ist, dass die Universitäten eine größere Vielfalt an Studiengängen anbieten. Beispielsweise kann man Lehramt, Medizin oder Philosophie nur an einer Universität studieren. In zahlreichen anderen Bereichen wie beispielsweise Wirtschaft oder Informatik hat man die Wahl zwischen Studiengängen an Universitäten sowie Hochschulen.
Ein möglicher Weg: vom Bachelorabschluss zum Masterabschluss und anschließend promovieren, also den Doktortitel erlangen.
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Grafik: next step - erstellt mit Canva
Studium
Universität oder Fachhochschule? Unterschiede bestehen etwa in der Fokussierung auf Theorie oder Praxis.
Problem ist die Stichprobe der befragten Studierenden, um zu einem repräsentativen Urteil kommen zu können. Aufgrund der Kritik nehmen längst nicht alle Studiengänge und Hochschulen an den Rankings teil.
Studieren im Ausland
In einer zunehmend global vernetzten Welt ist ein Studienaufenthalt im Ausland bei Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sehr gerne gesehen oder wird sogar vorausgesetzt. Universitäten und Hochschulen unterhalten weltweite Partnerschaften mit anderen Universitäten und Hochschulen, die einen Studienaufenthalt im Ausland vereinfachen, indem beispielsweise Regelungen für die gegenseitige Anerkennung der erbrachten Studienleistungen vereinbart werden. Teilweise bieten Universitäten im deutschen und europäischen Ausland gemeinsame Studiengänge an, bei denen der Aufenthalt an der Partneruniversität obligatorisch ist.
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In manchen Studiengängen sind Auslandsaufenthalte sogar verpflichtend.
Hinzu kommt die Möglichkeit zur finanziellen Förderung eines Auslandsaufenthaltes, zum Beispiel durch das EU-Programm Erasmus+ (www.erasmusplus.de). Eine wichtige deutsche Einrichtung zur Unterstützung des internationalen Austausches von Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD; www.daad.de). Du kannst dich auch direkt an einer ausländischen Universität oder Hochschule bewerben, was sich je nach Staat unterschiedlich darstellt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in anderen Staaten nicht selten – anders als in Deutschland – Studiengebühren von teilweise erheblicher Höhe zu entrichten sind. W Einen Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten eines Auslandsstudiums findest du unter: www.studieren-weltweit.de
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Duales Studium
Mit besonders viel Praxis zum Hochschulabschluss – in einem dualen Studium lernst du nicht nur im Hörsaal.
Ausbildung und Studium kombinieren Das erwartet dich in einem dualen Studium. PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER
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ie Kombination von Ausbildung und Studium, insbesondere durch duale oder triale Studiengänge, gewinnt in der heutigen Bildungslandschaft zunehmend an Bedeutung. Dual oder trial zu studieren bedeutet, berufliche Praxiserfahrung und akademisches Wissen zu vereinen, was nicht nur für Studierende, sondern auch für Unternehmen und Hochschulen vielfältige Vorteile bietet.
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Duale Studiengänge haben in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen.
Studieren und gleichzeitig arbeiten
Das duale Studium kombiniert die berufliche und akademische Ausbildung in einem Ausbildungsunternehmen und einer Hochschule. Die Dauer eines dualen Studiums beträgt vier bis fünf Jahre. Es kann zwischen folgenden Varianten unterschieden werden: ● Bei der ausbildungsintegrierenden Variante wird das Studium mit einem anerkannten Ausbildungsberuf kom-
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Duales Studium
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biniert, das heißt, man besucht die Hochschule, Berufsschule und Unternehmen und erwirbt einen Berufs- und Bachelor-Abschluss. Bei der praxisintegrierenden Variante gibt es umfangreiche Praxisphasen im Unternehmen, allerdings nicht unbedingt in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Eventuell besteht die Möglichkeit, neben dem Bachelor-Abschluss den Berufsabschluss zu erwerben, wenn man sich bei der zuständigen Kammer für die Berufsabschlussprüfung anmeldet. Das berufsintegrierende duale Studium wendet sich an Personen, die bereits berufstätig sind. Die Berufstätigkeit wird eng mit dem Studium verknüpft. Bei dieser Variante gibt es Bachelor- und Master-Studiengänge zur Auswahl.
Ein duales Studium spart Zeit und Geld Einen Leitfaden rund ums duale Studium findest du auf: svg.to/ next-step-dual
Duale Studiengänge haben in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen und werden heutzutage für zahlreiche Berufe angeboten. Die Unternehmen können akademisches Personal frühzeitig an sich binden, weil das duale Studium in der Regel mit einer konkreten Anschlussperspektive in dem Unternehmen verbunden ist. Für Personen mit einer Fachhochschulreife oder allgemeinen Hochschulreife ist das duale Studium eine interessante Kombination verschiedener Qualifizierungsmöglichkeiten. Hinzu kommen die Zeitersparnis, die Vergütung während des dualen Studiums sowie die Übernahmeperspektiven. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass ein duales Studium arbeitsintensiv ist. W Über Angebote zum dualen Studium kannst du dich zum Beispiel hier informieren: www.ausbildungplus.de
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Bezüglich der zeitlichen Kombination der Ausbildung im Betrieb und des Studiums an der Hochschule gibt es zwei Varianten, die auch miteinander kombiniert werden: Die Auszubildenden verbringen entweder jede Woche mehrere Tage an den verschiedenen
Lernorten oder die Qualifizierungsanteile werden als Block mehrere Wochen am Stück absolviert. Bei den dualen Studiengängen dominiert das Blockmodell.
Aufbau sowie Vor- und Nachteile eines dualen Studiums
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Klassische Berufsausbildung
Ein Beispiel für eine duale Berufsausbildung ist die Ausbildung zum Gold- und Silberschmied oder zur Gold- und Silberschmiedin.
Klassische Berufsausbildung Dein Ausbildungsalltag zwischen Betrieb und Berufsschule: So läuft die duale Ausbildung ab. Erfahre, welche Voraussetzungen du mitbringen musst, wie lange sie dauert und welchen Abschluss du erreichst.
Es gibt rund 325 duale Ausbildungsberufe in nahezu allen Berufsfeldern. Eine Berufsausbildung dauert etwa drei Jahre, eine theoriereduzierte Ausbildung circa zwei Jahre. Ähnlich wie beim Studium ist es möglich – und wird ebenfalls finanziell gefördert – Teile der Ausbildung im Ausland zu erbringen.
Grundsätzliches
Die duale Berufsausbildung erfolgt in dem Ausbildungsunternehmen und in der Berufsschule. Die Zeitaufteilung pro Woche beträgt ein bis zwei Tage in der Berufsschule und drei bis vier Tage im Ausbildungsunternehmen. In einigen Ausbildungsberufen wird der theoretische Unterricht auch als
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Einen Leitfaden für deinen Start in eine Ausbildung findest du auf: svg.to/ next-step-azubi
Blockunterricht angeboten. Die Ausbildungsinhalte im Ausbildungsunternehmen und der Berufsschule sind vorgegeben. Dadurch ist sichergestellt, dass sich Theorie und Praxis ergänzen und sich die Inhalte der Ausbildung nicht nur auf das jeweilige Ausbildungsunternehmen beziehen. Es wird ein Ausbildungsvertrag zwischen der Auszubildenden oder dem Auszubildenden und dem Ausbildungsunternehmen geschlossen. Die meisten Inhalte des Ausbildungsvertrages sind vom Gesetzgeber festgelegt oder wurden zwischen den Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften vereinbart. Dies betrifft unter anderem die Inhalte der Ausbildung und die Mindestvergütung. Seit 2026
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Klassische Berufsausbildung
sind es mindestens 724 Euro pro Monat im ersten Ausbildungsjahr. Eine Kopie jedes Vertrages geht an die zuständige Kammer (zum Beispiel Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer oder Landwirtschaftskammer), die die Einhaltung der Vorgaben prüft. Die Kammer ist auch für die Gestaltung der Zwischen- und Abschlussprüfung verantwortlich.
Voraussetzungen und Abschlüsse
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Es gibt keine Vorgaben zum Schulabschluss, das heißt, die Ausbildung kann sogar ohne Schulabschluss aufgenommen werden. Die Entscheidung zur Einstellung liegt beim Ausbildungsunternehmen. Aber: Auch wenn die Abschlüsse in den verschiedenen Ausbildungsberufen formal die gleiche Wertigkeit haben, gibt es deutliche Unterschiede hinsichtlich des inhaltlichen Niveaus. In Abhängigkeit von dem jeweiligen Ausbildungsberuf setzen die Ausbildungsunternehmen deshalb unterschiedliche Schulabschlüsse bis hin zum Abitur voraus, wobei es deutliche Unterschiede zwischen den Ansprüchen der Unternehmen geben kann.
Seit 2026 bekommst du im ersten Ausbildungsjahr mindestens 724 Euro pro Monat.
Auf der Internetseite https://berufenet. arbeitsagentur.de der Bundesagentur für Arbeit kann man sich für die meisten Ausbildungsberufe anzeigen lassen, mit welchem Schulabschluss die Auszubildenden die Ausbildung aufgenommen haben. Dies erleichtert eine Einschätzung, welche Ausbildungsberufe insbesondere beim Vorliegen des Abiturs oder der Fachhochschulreife geeignet sind. Personen mit einer dualen Ausbildung werden oft als Fachkraft oder Gesellin und Geselle bezeichnet, Personen mit einer theoriereduzierten Ausbildung als Fachpraktikerin und Fachpraktiker oder Werkerin sowie Werker. Die zuständige Kammer erstellt das Zeugnis zum erfolgreichen Berufsabschluss basierend auf der Abschlussprüfung. Außerdem erstellt die Berufsschule ein Abschlusszeugnis zu den Fächern des Berufsschulunterrichts. Sofern vor der Berufsausbildung bereits der schulische Teil der Fachhochschulreife vorhanden war, wird bei einem guten Abschluss der Ausbildung die vollständige Fachhochschulreife erworben. PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER W
Zwischen Bewerbung und Abschluss erwarten dich Ausbildungstage im Betrieb sowie in der Berufsschule.
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Einige Berufe kannst du ausschließlich in einer schulischen Ausbildung erlernen – etwa den Beruf Pflegefachfrau oder Pflegefachmann.
Schulische Berufsausbildung Nicht jede Ausbildung findet in einem Betrieb statt. Bei einer schulischen Ausbildung lernst du an einer Schule und sammelst praktische Erfahrungen üblicherweise in Praktika. Das solltest du über diese Ausbildungsform wissen. Insbesondere zu Berufen im Bereich Pflege und Pädagogik erfolgt die Ausbildung nicht dual, sondern schulisch. Die Schulformen werden von den Berufsbildenden Schulen, aber teilweise auch von privatwirtschaftlichen Schulen angeboten. Gleichwohl geht auch die schulische Ausbildung mit langen Praktikumsphasen einher.
Voraussetzungen und Abschlüsse
Im Gegensatz zu der dualen Ausbildung wird hierbei ein allgemeinbildender Schulabschluss vorausgesetzt. In den meisten schulischen Ausbildungen wird mindestens der Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss oder der Sekundarabschluss I – Realschulabschluss vorausgesetzt. Anders als bei der dualen Ausbildung erfolgt die Abschlussprüfung nicht durch die Kammer, sondern durch die Schule nach Vorgaben des Landesrechts. Die Abschlüsse der schulischen Ausbildungsberufe an der berufsqualifizierenden
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Weiterführende Informationen zur schulischen Ausbildung: svg.to/ next-step-schulisch
Berufsfachschule enthalten oft den Begriff „Assistentin“ oder „Assistent“. Je nach Bundesland variieren die ● Zahl der angebotenen schulischen Ausbildungsberufe ● Eingangsvoraussetzungen ● Dauer ● Bezeichnung des Abschlusses Konkrete Informationen zu deinem Bundesland sind in der Übersicht (ab Seite 49) zusammengefasst. Im Gegensatz zur dualen Ausbildung sind die finanziellen Aspekte bei der schulischen Ausbildung nicht einheitlich geregelt und müssen von jeder Einzelnen und jedem Einzelnen genauer recherchiert werden. Teilweise erfolgt eine Finanzierung der Ausbildung durch den Betrieb der praktischen Ausbildung. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass bei dem Besuch von privatwirtschaftlichen Schulen eventuell noch ein Schulgeld gezahlt werden muss. PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER W
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Berufsbildende Schulen
Weitere Bildungsgänge der Berufsbildenden Schulen Entdecke die zahlreichen Angebote zur Vorbereitung auf deine Ausbildung oder dein Studium. Besuche beispielsweise die Berufseinstiegsschule, bevor du eine Ausbildung beginnst.
Angebote je nach Ziel ●
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Wichtige Schulformen der Berufsausbildung: ● Der schulische Part der dualen Ausbildung erfolgt bundesweit in der Berufsschule. ● Die schulische Ausbildung erfolgt in manchen Bundesländern auch in der berufsqualifizierenden Berufsfachschule. Vorbereitung auf eine Ausbildung und berufliche Grundbildung (teilweise mit der Möglichkeit des Erwerbs eines höheren Sek-I-Abschlusses. Wichtige Schulformen sind: ● Die Berufseinstiegsschule bereitet generell auf die Aufnahme einer Ausbildung vor. ● Die Berufsfachschule führt beispielsweise in Berufsfelder und Ausbildungsberufe ein; teilweise kann der Besuch als erstes Ausbildungsjahr anerkannt werden. Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung: ● In nahezu allen Bundesländern führt die Berufsfachschule zur Fachhochschulreife. Besonders interessant ist die einjährige Variante (Klasse 12) auf der Basis einer abgeschlossenen Berufsausbildung. ● In nahezu allen Bundesländern gibt es auch das berufliche Gymnasium als Alternative zur gymnasialen Oberstufe.
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Die Fachhochschulreife kannst du auch an der Berufsfachschule erlangen.
Zahlreiche Bildungsgänge werden für verschiedene Berufe beziehungsweise Berufsfelder angeboten. Da sich die Berufsbildenden Schulen auf bestimmte Berufsfelder spezialisieren, ist stets zu prüfen, ob der angestrebte Bildungsgang auch für das passende Berufsfeld angeboten wird. PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER W Weiterführende Informationen zur Berufsfachschule findest du auf: svg.to/next-step-berufsfachschule
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Die Berufsbildenden Schulen (in manchen Bundesländern auch als Berufliche Schulen oder Berufskollegs bezeichnet) bieten eine Vielzahl von Bildungsgängen mit unterschiedlichen Zielsetzungen an.
Berufsbildende Schulen bieten unter anderem die Möglichkeit, die Hochschulreife nachzuholen. Dazu besuchst du beispielsweise das berufliche Gymnasium.
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Warum eine Ausbildung bei Hochschulreife? Nach der Hochschulreife muss kein Studium folgen. Eine Ausbildung eröffnet eigene Wege und Perspektiven. PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER
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Eine Ausbildung kann in einem späteren Studium oftmals angerechnet werden und beispielsweise Praktika ersetzen.
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ie Hochschulreife eröffnet die Möglichkeit, sowohl ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule aufzunehmen, als auch eine berufliche Ausbildung in Betracht zu ziehen. Es gibt viele gute Gründe, warum Letzteres eine sinnvolle und lohnenswerte Wahl sein kann.
Dafür gibt es gute Gründe ●
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sehen es oftmals gerne, wenn die Absolventinnen sowie Absolventen von Fachhochschulen und Universitäten auch eine Berufsausbildung vorweisen können,
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Wer die Hochschulreife hat, kann eine Verkürzung der Ausbildungszeit beantragen.
weil diese Personen bereits erfahren haben, wie die Arbeitswelt „tickt“. Eine Berufsausbildung erleichtert ein späteres Studium im gleichen Berufsfeld, weil diverse Inhalte schon bekannt sind und der praktische Anwendungsbezug der theoretischen Inhalte einfacher hergestellt werden kann. Auch im Studium sind Praktika zu absolvieren; eine abgeschlossene Berufsausbildung kann oftmals angerechnet werden. Insbesondere bei Inhalten aus Aufstiegsfortbildungen bestehen weitere Möglichkeiten zur Anrechnung auf die Inhalte des Studiums. Mit einer Hochschulreife kann die Berufsausbildung um ein Jahr verkürzt werden. Dies sollte im Rahmen der Bewerbungsgespräche mit der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber ausgehandelt werden. Mit einer Berufsausbildung können Wartesemester vor dem Studienstart produktiv überbrückt werden. Im Durchschnitt verdient man mit einem abgeschlossenen Studium mehr Geld als mit einer Berufsausbildung. Aber wie das so ist mit Durchschnittswerten: Es gibt zahlreiche Ausnahmen, insbesondere bei den inhaltlich anspruchsvollen Ausbildungsberufen, die sich bevorzugt an Personen mit einer Hochschulreife wenden. Die Frage lautet, wie man solche Berufe identifiziert: In der Datenbank https://berufenet.arbeitsagentur.de ist zu den meisten Ausbildungsberufen eine Statistik verfügbar. Diese zeigt auf, wie viel Prozent der Auszubildenden mit welchem Schulabschluss eine Berufsausbildung aufgenommen haben.
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Ausbildung mit Hochschulreife
Zusatzqualifizierung und Fortbildung
Kein Abi? Auch mit dem Meistertitel kannst du ein Studium beginnen.
Tradition ist der Meistertitel, zum Beispiel Tischlermeisterin oder Tischlermeister, besonders bekannt. Der Meisterbrief berechtigt zur Ausbildung von Auszubildenden. Außerdem ist der Meisterbrief − gerade in sicherheitskritischen Berufen – Voraussetzung für die berufliche Selbstständigkeit. Schließlich ist der Meisterabschluss dem Bachelorabschluss einer Universität oder Fachhochschule gleichgestellt. Das heißt, mit einem Meisterbrief kann man im Anschluss ein Masterstudium aufnehmen. Darüber hinaus gibt es in verschiedenen Bundesländern die Möglichkeit, auf der Basis einer Berufsausbildung und mit anschließender Berufspraxis ein Studium aufzunehmen. W
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Weiterführende Informationen findest du auf: svg.to/next-step-orientierung
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Für leistungsstarke Auszubildende bieten sich außerdem verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen während oder nach einer Berufsausbildung an. Während einer dualen Ausbildung besteht die Möglichkeit einer Zusatzqualifizierung. Hierbei handelt es sich um Qualifizierungsmaßnahmen, die − auch wie die duale Ausbildung − nach dem Berufsbildungsgesetz geregelt sind. Es gibt rund 240 Zusatzqualifizierungen, deren Anspruch sich daran zeigt, dass der Umfang in der Regel mehrere Hundert Stunden beträgt. Weitere Informationen dazu gibt es auf www.ausbildungplus.de zu recherchieren. Zudem wird die Abschlussprüfung von der zuständigen Kammer abgenommen, die auch das Zertifikat zum erfolgreichen Abschluss ausstellt. Hinzu kommt eine Vielzahl von Fortbildungsangeboten nach einer abgeschlossenen Ausbildung. Für die Karriereentwicklung basierend auf einer dualen Ausbildung sind die Aufstiegsfortbildungen interessant, die mit einer offiziellen Abschlussprüfung abgeschlossen werden. Aufgrund seiner jahrhundertealten
Auszubildende lernen früh die Arbeitswelt kennen.
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Nach Abschluss der Ausbildung warten zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten.
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Wer im öffentlichen Dienst arbeitet, ist zum Beispiel in Ministerien, Finanzämtern oder Stadtverwaltungen tätig.
Arbeiten im öffentlichen Dienst Der öffentliche Dienst als Arbeitgeber kann eine attraktive Option sein, um mit stabilen Arbeitsbedingungen und vielen Karrieremöglichkeiten an Projekten mit gesellschaftlichem Einfluss zu arbeiten.
Der öffentliche Dienst ist ein sehr vielschichtiger Arbeitgeber. Der Bund, die Länder und die Kommunen beschäftigen Personen unter anderem in den Bereichen Bau, Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, Zoll, Geoinformation, IT, Justiz, Steuer, Verwaltung, Gesundheit und Soziales sowie Bildung und Kultur. Einen Überblick bietet beispielsweise das Portal https://www. jobs-beim-staat.de/. Darüber hinaus gibt es Karriereportale der Bundesländer, zum Beispiel https://karriere.niedersachsen.de oder https://karriere.bremen.de. Die meisten Berufe im öffentlichen Dienst fallen unter Laufbahnregelungen, die von der Eingangsqualifizierung der Beschäftigten abhängen. Grundsätzlich kann zwischen vier Laufbahngruppen unterschieden werden: ● Einfacher Dienst (mindestens Hauptschulabschluss) ● Mittlerer Dienst (zumeist mit mindestens mittlerer Reife) ● Gehobener Dienst (zumeist mit mindestens (Fach-)Hochschulreife) ● Höher Dienst: (zumeist abgeschlossenes Studium)
Polizei, Zoll oder IT? Diese und viele weitere Einsatzfelder bietet der öffentliche Dienst.
Unterschiede. Zudem gelten die Laufbahngruppen nicht für alle Berufe im öffentlichen Dienst, zum Beispiel bei den Professorinnen und Professoren. Deshalb empfiehlt sich eine Recherche auf den Karriereportalen der Bundesländer. Die Laufbahngruppen haben einen wesentlichen Einfluss auf das Einkommen. Die Entlohnung im öffentlichen Dienst kannst du über die sogenannten Besoldungstabellen (online unter: www. dbb.de/beamtinnen-beamte/besoldungstabellen) ermitteln. Welche Tabelle zum Tragen kommt, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab: ● Art des Berufes (zum Beispiel Verwaltung, Wissenschaft) und der Laufbahn ● angestellt oder verbeamtet ● Anstellung beim Bund oder beim Land PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER W Weiterführende Informationen findest du auf: svg.to/next-step-oeffentlich
Allerdings gibt es zwischen den Laufbahngruppen in den jeweiligen Bundesländern
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Orientierungsjahr
Deine Möglichkeiten reichen vom freiwilligen sozialen oder kulturellen Jahr bis hin zum Wehrdienst.
Das Orientierungsjahr Was passt zu mir – FSJ, FÖJ, BFD oder Wehrdienst? PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER
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Orientierungsjahr
Und was machst du so?
Der Schulabschluss ist geschafft. Du möchtest neue Erfahrungen machen, dich gesellschaftlich engagieren und/oder die Welt sehen, bevor es (häufig) mit einem Studium oder einer Ausbildung weitergeht? Auch beim Überbrückungsjahr, dem Gap Year, kannst du zwischen einer Vielzahl von Alternativen wählen. Besonders populär ist der Bundesfreiwilligendienst (BFD), in dem sich Bürgerinnen und Bürger jeden Alters nach Erfüllung der Schulpflicht engagieren können. Für Menschen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres sind die Jugendfreiwilligendienste und der BFD möglich. Neben dem freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) und ökologischen Jahr (FÖJ) können die Jugendfreiwilligendienste auch in den Bereichen Kultur, Bildung, Sport und Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz geleistet werden. Zudem könnt ihr Jugendfreiwilligendienste auch im Ausland absolvieren. Das freiwillige Jahr ist sehr vielfältig. So kann das freiwillige kulturelle Jahr beispielsweise in Kunst- und Musikschulen, Theatern, Museen, aber auch in Einrichtungen des Denkmalschutzes absolviert werden. Ähnlich variantenreich ist das freiwillige soziale Jahr. Mögliche Wirkungsstätten sind beispielsweise die Lebenshilfe, Unfallhilfe, Arbeiterwohlfahrt, klinische oder kirchliche Einrichtungen.
Infos zu deinen Möglichkeiten bei der Bundeswehr findest du auf: svg to/next-stepbundeswehr
Möglichkeiten ist ein weiterer Vorteil des BFD und der Jugendfreiwilligendienste in der rechtlich geregelten Durchführung zu sehen. Die teilnehmenden Personen werden pädagogisch begleitet, erhalten ein Taschengeld und sind sozialversichert. Außerdem wird ein Arbeitszeugnis ausgestellt. Die generelle Wehrpflicht wurde im Jahr 2011 ausgesetzt. Im Jahr 2026 ist eine Reform des Wehrdienstes in Kraft getreten. Der Wehrdienst bleibt bis auf Weiteres freiwillig! Allerdings gibt es die Verpflichtung für Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008, an der Wehrerfassung teilzunehmen. In dem entsprechenden Fragebogen werden das Interesse am Wehrdienst und die grundsätzliche, insbesondere gesundheitliche Eignung, erfasst. Diejenigen, die für den Dienst als geeignet erscheinen, werden zur Musterung zwecks Feststellung der Tauglichkeit für den Wehrdienst eingeladen. All diejenigen, die den Test bestehen, können Wünsche zu ihrem Einsatz bei der Bundeswehr äußern. Sofern sich junge Männer und Frauen für den Wehrdienst entscheiden, beträgt dessen Dauer sechs bis elf Monate bei einem Grundgehalt von etwa 2.600 Euro brutto pro Monat. Bei einer längerfristigen Verpflichtung steigen die monatlichen Bezüge.
Au-pair oder Work and Travel
Falls es dich ins Ausland zieht, bieten sich beispielsweise mit einer Tätigkeit als
Der Wehrdienst umfasst sechs bis elf Monate.
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as Orientierungsjahr, auch als Gap Year, Auszeitjahr oder Überbrückungsjahr bekannt, ist eine Pause, die du nach dem Schulabschluss vor dem Studium oder Berufseinstieg nehmen kannst. Während dieser Zeit beschäftigst du dich mit Aktivitäten, die deine persönliche und berufliche Entwicklung fördern, wie Reisen, Freiwilligenarbeit, Praktika und Selbstentwicklung. Es bietet dir die Möglichkeit, deine Interessen und Ziele zu erkunden, dich besser kennenzulernen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln, bevor du dich auf ein Studium oder eine Ausbildung festlegst.
Freiwilligendienst oder Wehrdienst
Der BFD und die Jugendfreiwilligendienste dauern oft zwischen sechs und 18 Monate. Über die Seiten www.bundesfreiwilligendienst.de und www.jugendfreiwilligendienste. de kannst du einfach nach passenden Angeboten recherchieren. Neben den vielfältigen
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Au-pair oder einem Work and Travel-Aufenthalt weitere Alternativen an. Als Au-pair lebst du in einer ausländischen Familie – neben leichter Hausarbeit steht insbesondere die Betreuung der Kinder der Gastfamilie im Mittelpunkt der Aufgaben. Es gibt eine Vielzahl von privatwirtschaftlichen Unternehmen, die Au-pair-Familien im Ausland vermitteln; zur Qualitätssicherung haben sich zahlreiche Unternehmen in einer Gütegemeinschaft zusammengeschlossen. Mehr Infos dazu unter: www.guetegemeinschaft-aupair.de. Work and Travel wiederum verbindet Arbeiten und Freizeit in einem anderen Land. Die organisatorischen Vorbereitungen sind in der Regel deutlich aufwendiger als beim Bundesfreiwilligendienst oder Wehrdienst, weil beispielsweise nach entsprechenden Arbeitsmöglichkeiten im Ausland recherchiert und ein Visum beantragt werden muss. Hinzu kommen die jeweils im Ausland relevanten rechtlichen Regelungen, die zu beachten sind. Allerdings gibt es zahlreiche privatwirtschaftliche Anbieter, die Unterstützung vor und während des Auslandsaufenthaltes leisten. Die Bundesagentur für Arbeit betreibt eine Informationsseite zu den Möglichkeiten, das Überbrückungsjahr (nicht nur) im Ausland zu absolvieren (https://www. arbeitsagentur.de/bildung/uebergangszeit); eine weitere offizielle Informationsquelle ist etwa www.rausvonzuhaus.de. Zum Thema Auslandsaufenthalt sei angemerkt, dass es zahlreiche Möglichkeiten zum Studium im Ausland gibt, was hier nicht weiter vertieft werden kann. Weniger bekannt ist aber die Möglichkeit eines weltweiten Auslandspraktikums, das mit der Hilfe von Erasmus+ (ein EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport) finanziert werden kann. Und noch weniger bekannt ist: Das geht nicht nur während des Studiums, sondern auch in der Berufsausbildung – so ist erlebbar, wie sich der eigene Ausbildungsberuf und die damit verbundene Ausbildung im Ausland darstellt. Weitere Informationen findest du zum Beispiel auf https://www.europe-foryou.org/.
Erwerb der vollen Fachhochschulreife
Wenn du über den schulischen Teil der Fachhochschulreife verfügst, kannst du das Überbrückungsjahr für ein Praktikum nutzen, um die volle Fachhochschulreife zu erlangen. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass in zahlreichen Studiengängen ein
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Weiterführende Infos zum Gap Year findest du auf: svg.to/next-stepgap-year
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Orientierungsjahr
mehrwöchiges Berufspraktikum gefordert wird; ein einschlägiges freiwilliges Jahr oder Wehrdienst kann als Praktikum angerechnet werden. Grundsätzlich gilt außerdem: Ein zugeteilter Studienplatz verfällt nicht, wenn er aufgrund des Wehrdienstes oder freiwilligen Jahres nicht angetreten werden kann. Trotzdem solltest du dich bei „deiner“ Hochschule informieren, wenn sich eine entsprechende Terminkollision ergibt.
Finanzen und Versicherung
Zu beachten sind die finanziellen Aspekte des Überbrückungsjahres. Dies betrifft nicht nur die Frage, ob eine Vergütung gezahlt wird. Beim Kindergeld gilt grundsätzlich, dass es – unter der Beachtung der Altershöchstgrenze von 25 Jahren – während des freiwilligen sozialen Jahres, Bundesfreiwilligendienstes und Wehrdienstes gezahlt wird. Ebenso wird das Kindergeld während der Ausbildung und des Studiums gezahlt, sowie während
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Ein Gap Year bietet dir die Möglichkeit, dich selbst besser kennenzulernen.
Tipps für Internetadressen ● ● ● ● ● ● ● ● ●
eines Praktikums, sofern dieses berufsvermittelnd oder für das Studium notwendig ist. Weiterführende Informationen findest du unter www.nach-dem-abitur.de/blog/ kindergeld-nach-dem-abi. Bezüglich der Krankenversicherung sind die Regelungen nochmals komplizierter. Grundsätzlich gilt, dass du dich bis zum 25. Geburtstag bei den Eltern, sofern sie gesetzlich krankenversichert sind, beitragsfrei mitversichern lassen kannst, wenn du eine Ausbildung oder ein Studium absolvierst. Wichtig: Aufgrund der vielfältigen Abweichungen von den geschilderten Grundzügen der Kindergeldzahlungen und Krankenversicherung solltest du dich unbedingt informieren. Entsprechende Informationen gibt es vor allem von den Einrichtungen, bei denen du arbeiten oder studieren willst. Bezüglich der Krankenversicherung frage am besten deine Krankenkasse beziehungsweise die Krankenkasse deiner Eltern. Zum Kindergeld gibt es
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www.bundesfreiwilligendienst.de www.internationaler-jugend-freiwilligendienst.de www.jugendfreiwilligendienste.de www.kulturweit.de www.pro-fsj.de www.rausvonzuhaus.de www.thw-bufdi.de www.weltwaerts.de www.weltweiser.de
Für viele der Optionen musst du dich bereits mehrere Monate vorher bewerben.
zahlreiche Beratungsmöglichkeiten (unter anderem bei der Arbeitsagentur), die man einfach im Internet recherchieren kann. Übrigens: Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben, was du im Überbrückungsjahr machen sollst oder nicht. Wichtig ist, dass du das Jahr für dich persönlich gewinnbringend gestaltest. Du kannst zwischen einer Vielzahl von Alternativen wählen, die häufig vorbereitungsintensiv sind und für die du dich oftmals mit einem Vorlauf von mehreren Monaten bewerben musst. Außerdem ist die Entscheidung für die Zeit nach dem Überbrückungsjahr nicht aus den Augen zu verlieren. Du solltest keinesfalls darauf bauen, dass du im Überbrückungsjahr eine Eingebung zum passenden Studiengang haben wirst. Wenn du das Überbrückungsjahr im Inland verbringst, kannst du ergänzend zu anderen Überbrückungsaktivitäten ein Schnupperstudium in Studiengängen, die dich interessieren, absolvieren (siehe ab Seite 13). W
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Foto: JuFFa
Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen erfolgt die Bewerbung in der Regel über www.hochschulstart.de.
Bewerbung für das Studium Egal, ob an der Universität oder Fachhochschule: Möchtest du ein Studium beginnen, musst du dich bewerben. PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER
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ie Zulassung ist nicht einheitlich geregelt, sondern unterscheidet sich oftmals zwischen den Hochschulen. Grundsätzlich gilt: Der Einstieg in das Studium erfolgt häufig im Wintersemester, ist aber oft auch zum Sommersemester möglich. Die Aufnahmekapazitäten von Universitäten und Fachhochschulen sind begrenzt; die Zahl der maximalen Neuzulassungen in einem Studiengang wird unter anderem mittels der Zahl der Lehrenden sowie der Räumlichkeiten nach rechtlich vorgegebenen Formeln berechnet. Wenn es für einen Studiengang mehr Bewerberinnen und Bewerber als Plätze gibt oder geben könnte, wird eine Zulassungsbeschränkung eingeführt; in diesem Zusammenhang wird auch der Begriff Numerus clausus (NC) verwendet.
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Man kann in Abhängigkeit von der Zulassungsbeschränkung zwischen drei Arten von Studiengängen unterscheiden: ● bundesweit zulassungsbeschränkte Studiengänge beim Studienportal www.hochschulstart.de (betrifft die Studiengänge Humanmedizin, Tiermedizin, Zahnmedizin und Pharmazie) ● örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge ● frei zugängliche Studiengänge
Der Numerus clausus (NC) wird eingeführt, wenn es mehr Bewerber als Plätze gibt.
Auswahlverfahren
Bei den zulassungsbeschränkten Studiengängen kommen folgende Auswahlverfahren zum Einsatz, die zum Teil auch kombiniert werden: ● Das klassische Auswahlinstrument ist die Durchschnittsnote der Fachhochschulreife, der fachgebundenen Hochschulreife oder der allgemeinen Hochschulreife. ● Ergänzend zum Numerus clausus werden teilweise auch die Abschlussnoten von besonders relevanten Schulfächern und Fremdsprachennachweise berücksichtigt. ● Eine andere Möglichkeit sind Eignungsprüfungen, beispielsweise für ein Sport- oder Schauspielstudium. ● Im künstlerisch-kreativen Bereich werden teilweise Bewerbungsmappen mit selbst erstell-
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Bewerben für das Studium
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ten Kunstwerken eingefordert. In Motivationsschreiben sind das besondere Interesse am Studiengang und die besondere Eignung (zum Beispiel affine Hobbys oder Stationen im Lebenslauf ) darzulegen.
Bewerbungs- und Vergabeverfahren
Das Bewerbungs- und Vergabeverfahren ist je nach Studiengangsbeschränkung unterschiedlich: ● Bei zulassungsfreien Studiengängen erfolgt die Bewerbung direkt bei der Universität oder Hochschule. Sofern die formalen Eingangsvoraussetzungen erfüllt sind, wirst du zugelassen. ● Bei örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen erfolgt die Bewerbung grundsätzlich an der jeweiligen Hochschule oder Universität. Weil sich die potenziellen Studierenden (was legitim ist) oft bei mehreren Universitäten und Hochschulen bewerben, kommt es immer wieder zu Planungsproblemen. Mit der Konsequenz nicht ausgelasteter Studiengänge, weil die ausgewählten Personen nicht den zugesagten Studienplatz antreten. Aus diesem Grund werden örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge über das sogenannte dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) vergeben. Zunächst muss man sich hierfür auf der Seite www.hochschulstart.de der Stiftung für Hochschulzulassungen registrieren und erhält eine Identifikationsnummer, die man bei den Bewerbungen zu den gewünschten Studiengängen angeben muss. Man kann sich auf bis zu zwölf DoSV-Studiengänge bewerben. Bei der Annahme eines angebotenen Studienplatzes werden die anderen Universitäten beziehungsweise Fachhochschulen informiert und können dann entsprechend die Zahl der zugelassenen Bewerberinnen und Bewerber erhöhen. ● Unter die bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengänge
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fallen die Humanmedizin, Tiermedizin, Zahnmedizin und Pharmazie. Die Bewerbung erfolgt nicht bei den Universitäten beziehungsweise Fachhochschulen, sondern direkt auf der Seite www.hochschulstart.de. Ähnlich wie beim DoSV muss man sich zunächst registrieren, bevor die eigentliche Bewerbung – ebenfalls direkt über www.hochschulstart.de – erfolgt. Die Zuweisung der Studienplätze erfolgt in mehreren Schritten: ● In einer Vorabquote werden zunächst rund 20 Prozent der Studienplätze vergeben, zum Beispiel an Härtefälle oder an Bewerberinnen und Bewerber, die sich verpflichtet haben, ihren Beruf in Bereichen mit einem besonderen öffentlichen Bedarf (zum Beispiel „Landärztinnen“ und „Landärzte“) auszuüben. ● Von den verbliebenen Studienplätzen werden 30 Prozent nach der Abiturbestenquote vergeben und weitere zehn Prozent über die zusätzliche Eignungsquote (zum Beispiel anhand des Ergeb-
nisses eines Studieneignungstests). Mit 60 Prozent werden die meisten Studienplätze direkt von den Fachhochschulen vergeben, die hierfür eigene Auswahlverfahren verwenden können. Die Bewerbung erfolgt auf digitalem Weg. Teilweise müssen noch Unterlagen (zum Beispiel das finale Abschlusszeugnis) auf dem postalischen Weg ein- oder nachgereicht werden. Das teilt dir die Hochschule jeweils mit. Wenn deine Bewerbung erfolgreich war und du den Studienplatz annimmst, musst du dich noch an der Hochschule immatrikulieren, also „einschreiben“, das heißt anmelden, um dort als Studentin oder Student aufgenommen zu werden. Hierbei sind verschiedene Unterlagen im Original oder als beglaubigte Kopie vorzulegen, zum Beispiel das Zeugnis mit der Hochschulzugangsberechtigung. Das Immatrikulationsamt – häufig auch als Studenten- oder Studierendensekretariat der Universität oder Hochschule bezeichnet – wird dir mitteilen, welche Unterlagen bis wann einzureichen sind und welcher finanzielle Semesterbeitrag zu entrich-
Wie dein Bewerbungsverfahren abläuft, hängt von der Zulassungsbeschränkung ab.
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Bewerben für das Studium
ten ist. Dieser Semesterbeitrag enthält im Allgemeinen auch ein Dauerticket für die öffentlichen Verkehrsmittel in der Region der Hochschule. Teilweise muss man zur Immatrikulation auch persönlich an der Hochschule vorstellig werden. Das Wintersemester beginnt in der Universität Anfang Oktober, das Sommersemester Anfang April. An einer Hochschule starten die Semester meistens einen Monat früher. Die Studiengänge an Universitäten und Hochschulen beginnen oft im Wintersemester.
Bewerbungsfristen
Start des Wintersemesters an einer Uni: Oktober Start des Sommersemesters an einer Uni: April
Die Bewerbungsfristen hängen vom Start des Semesters und von der Art des Zulassungsverfahrens ab. Bei den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen endet die Bewer-
bungsfrist für das Wintersemester normalerweise am 15. Juli. Bei den zulassungsfreien und örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen ist auf der Seite der jeweiligen Hochschule beziehungsweise Universität nach der Bewerbungsfrist zu schauen. Insbesondere bei zulassungsfreien Studiengängen und örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen ohne DoSV ist der Bewerbungsschluss oftmals deutlich später bis 15. September gesetzt, weil die Vergabe der Studienplätze schneller abgewickelt werden kann. W Wichtig: Sofern bei der Bewerbung Printunterlagen einzureichen sind, zählt nicht das Datum des Poststempels, sondern das Datum des Eingangs an der Hochschule beziehungsweise der Universität!
Bewerbung für einen Ausbildungsplatz oder einen dualen Studiengang Die Auswahl von Auszubildenden und dual Studierenden liegt bei den Unternehmen, weshalb das Bewerbungs- und Auswahlverfahren ähnlich abläuft. Die Bewerbung erfolgt auf schriftlichem Wege, zunehmend aber auch per E-Mail oder über ein Formular auf der Homepage des Unternehmens. Die Bewerbung enthält in der Regel folgende Unterlagen: ● Im Bewerbungsschreiben legst du zum einen dein Interesse an der Stelle dar. Zum ande-
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ren geht es darum, kurz herauszustellen, warum du dafür geeignet bist. Der Lebenslauf enthält in kurzer, übersichtlicher Form die relevanten Informationen über dich, insbesondere Alter, Anschrift, schulischer und beruflicher Werdegang mit den jeweiligen Abschlüssen sowie weitere Qualifikationen (zum Beispiel Computer- und Fremdsprachenkenntnisse, Führerschein). Kopien wichtiger
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Du möchtest dich für einen dualen Studiengang oder für eine Ausbildung bewerben? Die Auswahl liegt in beiden Fällen bei den durchführenden Unternehmen.
Nicht zu vergessen sind die Kopien wichtiger Abschlusszeugnisse.
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Bewerben für Ausbildung/duales Studium
Geduld zahlt sich aus
Die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber erfolgt bei größeren Unternehmen zumeist in einem mehrstufigen Verfahren. Sofern die schriftlichen Bewerbungsunterlagen überzeugt haben, werden interessante Bewerberinnen und Bewerber zu einem Bewerbungsgespräch oder Assessment-Center (das betrifft insbesondere duale Studiengänge) eingeladen. Ein Assessment-Center ist ein komplexes Verfahren zur Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern. Es besteht im Allgemeinen aus schriftlichen Tests, praktischen Aufgaben und Interviews. Entsprechende Verfahren dauern häufig mehrere Tage, um die fachliche und soziale Kompetenz der Bewerberinnen und Bewerber gründlich prüfen zu können. Meistens nehmen mehrere Bewerberinnen und Bewerber an einem Assessment-Center teil, um im Rahmen von Fallstudien (zum Beispiel die Entwicklung einer Strategie zur Absatzförderung) auch das Sozialverhalten bei Teamarbeit prüfen zu
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Zeugnisse zu Schulund Ausbildungsabschlüssen und, soweit bereits vorhanden, Arbeitszeugnisse früherer Arbeitgeber. Es können auch weitere Dokumente beigelegt werden, zum Beispiel Ergebnisse eines Tests zur Berufs- und Studienwahl, die deine Eignung unterstreichen. Egal, ob per Post oder E-Mail: bestimmte Unterlagen dürfen in deiner Bewerbung nicht fehlen.
können. Hinzu kommen schriftliche Tests, die häufig eine Ähnlichkeit zu Berufs- und Studienwahltests aufweisen, um beispielsweise die Konzentrationsfähigkeit oder das logische Denken zu testen. Außerdem können auch Einzelgespräche vorgesehen sein, die teilweise mit einem gemeinsamen Abendessen verbunden werden, sodass auch Rückschlüsse auf Tischmanieren, die etwa für Geschäftsessen relevant sind, möglich sind. Für die Aufnahme einer dualen Ausbildung ist kein Schulabschluss vorgeschrieben. Für ein duales Studium muss mindestens die Fachhochschulreife vorliegen. Ansonsten entscheidet das Unternehmen (das sich oftmals mit der Hochschule abstimmt), nach welchen Kriterien und mit welchen Auswahlinstrumenten dual Studierende ausgewählt werden. Für die Bewerberinnen und
Zeit zum Bewerben: ein Jahr im Voraus.
Bewerber gibt es zahlreiche Ratgeber für eine erfolgreiche Bewerbung. Die Themen Bewerbungsschreiben und -gespräche werden sicherlich auch im Rahmen der Maßnahmen zur beruflichen Orientierung deiner Schule thematisiert. Sobald der Arbeitsvertrag beim Unternehmen unterschrieben ist, erfolgt die Anmeldung bei der kooperierenden Berufsbildenden Schule beziehungsweise die
Immatrikulation bei der kooperierenden Hochschule. Der definitive Bewerbungsschluss ergibt sich aus der Bewerbungsfrist der Hochschule beziehungsweise dem Start des Ausbildungsjahres. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass das Auswahlverfahren des Unternehmens auch einige Zeit in Anspruch nimmt. In der Regel muss man sich um ein duales Studium mit einem Vorlauf von einem Jahr bewerben. Das gilt auch bei einer dualen Ausbildung bei größeren Unternehmen. PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER W Weitere Tipps zur Bewerbung für ein duales Studium findest du auf: svg.to/ next-step-bewerbung
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Betrieb
Sowohl Studierende als auch Schülerinnen, Schüler und Auszubildende können finanzielle Förderungen beantragen.
Das Studium und die Ausbildung finanzieren BAföG, Stipendium, Nebenjob oder Berufsausbildungsbeihilfe: Verschiedene Möglichkeiten helfen dabei, die Kosten für Ausbildung und Studium zu stemmen. PROF. DR. RUDOLF SCHRÖDER
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ie Finanzierung des Studiums ist für viele angehende Studierende eine der zentralen Herausforderungen auf dem Weg zur akademischen Bildung. Die steigenden Kosten für Semesterbeiträge und Lebenshaltung erfordern eine sorgfältige finanzielle Planung und die Erwägung verschiedener Finanzierungsoptionen. Dazu gehören Stipendien und Studienkredite, aber auch Teilzeitjobs und andere Finanzierungsalternativen.
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Die offizielle Internetseite rund ums BAföG: www.bafög.de
Der Staat kann helfen ●
Das BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) ist die Grundlage der staatlichen Unterstützung für die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden in Deutschland. BAföG kann unter anderem für ein Studium, eine Berufsausbildung, die Meisterausbildung und den Besuch von weiterführenden Schulen beantragt werden. Das BAföG soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, unabhängig von ihrem
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Finanzierung
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wirtschaftlichen Hintergrund eine individuell geeignete Ausbildung zu absolvieren. Für Recherchen empfiehlt sich ein Blick auf die offizielle Internetseite www.bafög.de. Gut zu wissen: Mit der Studienstarthilfe von 1000 Euro gibt es zudem einen einmaligen Zuschuss für Studierende unter 25 Jahren aus einkommensschwachen Haushalten mit Sozialleistungsbezug – um für den Studienstart zum Beispiel einen Laptop oder Lehr- und Lernmaterialien anzuschaffen. Eckdaten zum BAföG im Studium: ● Die BAföG-Höhe ist maßgeblich vom Einkommen der Eltern abhängig. ● 50 Prozent des BAföGs werden geschenkt (beim Abschluss des Studiums innerhalb der Regelstudienzeit). ● 50 Prozent sind als zinsloses Darlehen zurückzuzahlen. Die Rückzahlung läuft über maximal 20 Jahre. ● Die maximalen Fördersätze werden in der Tabelle dargestellt. ● Der Maximalbetrag für Studierende beträgt 992 Euro pro Monat (siehe Tabelle unten). Der Maximalbetrag setzt sich zusammen aus dem Grundbedarf, der Wohnpauschale und den Zuschlägen für die Kranken-
Aktuelle Infos zu den Leistungen auf: svg.to/ministeriumbafoeg
versicherung (KV-Zuschlag) sowie Pflegeversicherung (PV-Zuschlag). Die Zuschläge zu den beiden Versicherungen werden gezahlt, wenn du selbst beitragspflichtig krankenversichert bist. Bis zum Alter von einschließlich 24 Jahren bist du als Studentin oder Student bei deinen Eltern mitversichert – danach musst du dich selbst krankenversichern. Auf www.bafoeg-rechner.de gibt es viele Antworten auf Finanzierungsfragen unter „Studienfinanzierungs-Check“ sowie den „BAföG-Rechner“ mit aktuellen Berechnungsgrundlagen sowie den BAföG-Sätzen.
BAföG einfach berechnen auf: bafoeg-rechner.de
Studierendenwerke als Anlaufstelle
Die BAföG-Beratung für ein Studium ist bei den Studierendenwerken angesiedelt, die meistens ihre Niederlassung auf dem Campus einer Universität haben, aber auch für Studierende an Hochschulen zuständig sind. Die Frage, welches Studierendenwerk für welche Universität beziehungsweise Hochschule zuständig ist, lässt sich einfach über die Suchmaschine des Dachverbandes der Studierendenwerke ermitteln (www.studierendenwerke.de/ deutsches-studentenwerk/studentenwerke/ studierendenwerke-a-z).
Grafik: next step - erstellt in Canva
Ob du bei deinen Eltern wohnst oder nicht, macht bei der Berechnung der BAföG-Höhe einen deutlichen Unterschied.
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Finanzierung
WG-Zimmer oder bei den Eltern wohnen bleiben? Studierendenwerke etwa bieten Wohnheime für Studierende an.
Foto: JuFFa
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Die Studierendenwerke unterstützen außerdem bei Fragen des Studiums unter besonderen, individuellen Bedingungen, zum Beispiel bei Behinderung oder erziehungspflichtigen Kindern. Darüber hinaus betreiben die Studierendenwerke Wohnheime für die Studierenden.
BAföG im dualen Studium? Infos fin dest du auf: svg.to/ next-step-finanzen
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Auch für Schülerinnen und Schüler gibt es BAföG ●
● ●
Schülerinnen und Schüler, die eine weiterführende allgemeinbildende (ab Klasse 10, zum Beispiel die gymnasiale Oberstufe) oder berufsbildende Schulform besuchen (dazu zählen unter anderem das Berufliche Gymnasium und die Fachoberschule sowie die berufsqualifizierende Berufsfachschule für eine schulische Ausbildung), können das BAföG zur Ausbildungsförderung beantragen. Weitere Infos dazu gibt es hier: www.bafög.de/bafoeg/de/ das-bafoeg-alle-infos-auf-einen-blick/ was-wird-gefoerdert. Ähnlich wie beim BAföG für das Studium hängt der Anspruch zunächst vom Einkommen der Eltern ab. Auch wird berücksichtigt, ob eine eigene Wohnung notwendig ist, um die gewählte Schulform besuchen zu können. Diese Form des BAföGs muss nicht zurückgezahlt werden. Die Beantragung des BAföG kann online über www.bafoeg-digital.de erfolgen. Stipendien und Kredite: Neben dem BAföG gibt es eine Reihe von öffentlich und privat finanzierten Stipendien (zum Beispiel von Stiftungen), auf die
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●
Eine Übersicht über deine Finanzierungs möglichkeiten als Azubi findest du auf: svg.to/next-stepfinanzierung
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du dich bewerben kannst. Hierbei ist zu beachten, dass die Zielgruppen der Stipendien sehr unterschiedlich sind. Beispielsweise werden manche Stipendien an Personen in besonderen Lebenslagen gezahlt, andere Stipendien für überdurchschnittliche Leistungen im Studium oder für Studierende mit bestimmten Studienfächern. Einen Überblick verschafft dir die Datenbank www.e-fellows.net/Studium/Stipendien. Eine weitere Möglichkeit ist die Aufnahme eines Studienkredites, zum Beispiel bei der Kf W (Kreditanstalt für Wiederaufbau - eine Förderbank, die mit öffentlichen Mitteln arbeitet, www. kfw.de), dem Bundesverwaltungsamt (BVA; www.bva.bund.de) oder bei privatwirtschaftlichen Banken. Dies bietet sich vor allem an, um einzelne Semester finanziell zu überbrücken. Auch zum Thema Studienkredit kann man sich vom Studierendenwerk beraten lassen. Wenn du aus einer Familie ohne akademischen Hintergrund kommst, kannst du dich an die gemeinnützige Stiftung ArbeiterKind.de (www.arbeiterkind.de) wenden. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützen dich bei den verschiedensten Fragen und Hürden auf dem Weg in und durch das Studium. Auszubildende in der dualen Ausbildung haben keinen Anspruch auf BAföG. Sollte aber die Ausbildungsvergütung nicht ausreichen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, kann die Berufsausbildungsbeihilfe beantragt werden. Dies gilt insbesondere, wenn der Ausbildungsort so weit weg vom Elternhaus entfernt ist, dass eine eigene Wohnung angemietet werden muss. Die Beantragung der Berufsausbildungsbeihilfe erfolgt über die Bundesagentur für Arbeit (www. arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/ berufsausbildungsbeihilfe-bab). Selbstverständlich gibt es zudem die Möglichkeit, sich mit Nebenjobs Geld zu verdienen. Allerdings sind mit Blick auf Kindergeld, Steuern und BAföG-Höchstgrenzen die maximale Arbeitszeit und die Höhe des finanziellen Verdienstes zu beachten. Infos dazu gibt es zum Beispiel unter www. arbeitsagentur.de/bildung/studium/ jobben-neben-dem-studium. W
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Journal
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Extra
Unterrichtsmaterial
für den
Berufsorientierungsunterricht Liebe Lehrkräfte, die Vielzahl an Informationen rund um die Berufsorientierung kann schnell wie ein Fass ohne Boden wirken.
Lerngruppen sind individuell. Aus diesem Grund sind die Unterrichtsentwürfe so angelegt, dass sie eine abweichende Gestaltung erlauben.
Worauf legt man den Unterrichtsfokus? Wie lässt sich eine sinnvolle Unterrichtsreihe aufbauen?
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Um bei diesen Fragen zu unterstützen, stellen wir Materialien zur Verfügung, die geordnet durch die Inhalte des Heftes führen. Enthalten sind: Unterrichtsplanungen >> drei einoder zweistündige drei ein- oder zweistündige jeweils Unterrichtsplanungen, Planungen – jeweils mit mit tabellarischem Verlaufsplan tabellarischem Verlaufsplan. >> Arbeitsblätter Arbeitsblätter passend zuLeitfaden den Themen >> ein allgemeiner zur des Magazins. Einbindung des Magazins in den Berufs-
Zugangswort: Materialien
orientierungsunterricht ein Leitfaden für die Einbindung des Magazins in den Berufsorientierungsunterricht. Konzipiert wurden die Materialien von Prof. Dr. Rudolf Schröder, Professor für ökonomische Bildung mit Schwerpunkt Berufsorientierung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
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einfache Integration in den Unterricht 2
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Ausbildungsplatz und Branchen finden Erzieher, Immobilienkauffrau oder Industriekaufmann – Ausbildungsbetriebe und Branchen aus deiner Region stellen sich vor
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als Kooperationspartner. Unter anderem erhalten Auszubildende Einblicke und Erfahrungen in der psychiatrischen Versorgung. Auch die Betreuung und Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist Teil der Ausbildung. Im letzten Ausbildungsdrittel gibt es die Möglichkeit auf Vertiefungsphasen. Wir verbinden wissenschaftliche Grundlage mit der Orientierung an christlichen Werten. Unsere Lernarrangements fördern die Weiterentwicklung umfassender Handlungskompetenzen. Pflegefachpersonen treten mit pflegebedürftigen Menschen in Kontakt und bauen eine professionelle Beziehung auf. Sie lernen Menschen unterschiedlichen Alters, mit unterschiedlichen Erkrankungen, Lebenssituationen, mit verschiedenen Sorgen und Hilfebedarfen kennen. Pflegefachpersonen erheben eigenverantwortlich den Pflege- und Unterstützungsbedarf dieser Menschen. Sie planen die Pflege und führen die von ihnen geplanten Maßnahmen durch. Dazu zählt auch die
Akademie St. Franziskus Katholische Bildungsstätte im Sozial- und Gesundheitswesen Klasingstraße 4, 49808 Lingen Tel. 0591 610698-0, info@akademie-franziskus.de Instagram: @akademie_st._franziskus
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Begleitung der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen in Krisensituationen. Anspruchsvolle Aufgaben kennzeichnen das Berufsbild Pflege. Diese werden oft im Team bewältigt. Pflege ist ein Beruf mit Sinn und Weiterbildungsmöglichkeiten. Wer eine zukunftssichere und moderne Ausbildung mit Abwechslung, Anspruch und Sinn sucht, sollte Pflegefachperson werden! • Ausbildungsbeginn: jährlich am 01.03. und 01.09. • Ausbildungsdauer: 3 Jahre • Abschluss: Staatlich geprüfte/r Pflegefachfrau/Pflegefachmann • Bewerbung: Bewerbungen sind laufend über das ASF ONLINE PORTAL möglich
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Dein Berufsstart bei der Stadt Georgsmarienhütte Fotos: Stadt Georgsmarienhütte
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Stadt Georgsmarienhütte Oeseder Straße 85, 49124 Georgsmarienhütte Tel. 05401/850-0, www.georgsmarienhuette.de Ansprechpartnerin Ausbildung: Sabine Dreckmann, Tel. 05401/850-1271 Sabine.dreckmann@georgsmarienhuette.de
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#GemeinsamKarrierenMachen Das sind WIR: Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim ist eine von 79 Industrieund Handelskammern in Deutschland und vertritt das Gesamtinteresse der regionalen Wirtschaft. Zum IHK-Bezirk gehören neben der Stadt Osnabrück die Landkreise Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim. Unsere IHK vertritt die Interessen von über 68.000 Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung und sorgt für gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Unsere IHK lebt vom Ehrenamt. Wir unterstützen die 450 Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich in den gewählten IHK-Gremien engagieren. Gleiches gilt für die 2.500 ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer, ohne die unser duales Ausbildungssystem undenkbar wäre. Die Unterstützung des
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Ehrenamtes, die Erfüllung hoheitlicher Aufgaben und die Interessenvertretung der Unternehmen – vom Einzelunternehmer zum Großunternehmen – braucht Verlässlichkeit. Für diese steht unsere IHK mit ihren rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Ausbildung und Studium
Unsere IHK bietet eine interessante und zukunftsorientierte Ausbildung. Wir betreuen nicht nur zahlreiche Ausbildungsverhältnisse und führen Prüfungen durch, sondern bilden auch selbst Auszubildende aus.
• ein Duales Studium der Betriebswirtschaft (Bachelor of Arts) an der VWA Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim gekoppelt an eine zweijährige Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement (m/w/d) • eine dreijährige Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten (m/w/d) Zusätzlich freuen wir uns auf Schülerpraktikanten.
• eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement (m/w/d)
Auf der Homepage unserer IHK-Azubis www.osnabrueck.ihk.de/azubis kannst du weitere Informationen zur Ausbildung in unserer IHK abrufen. Dort findest du auch einen Azubi-Film, der dir Einblicke in die facettenreiche Ausbildung bei uns bietet. W
Industrie- und Handelskammer Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim Neuer Graben 38, 49074 Osnabrück Tel. 0541 353-0, www.ihk.de/osnabrueck
Ansprechpartnerin Ausbildung: Karolina Galluzzo Tel. 0541 353-514 galluzzo@osnabrueck.ihk.de
Wir bieten derzeit drei Ausbildungswege an:
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Sina Klein dachdeckerin_sina dachdeckerin_sina
Foto: Sina Klein
Beruf: Dachdeckerin (werdende Geschäftsführerin) Ausbildung: Dachdeckerin + Meister-Fortbildung
Auch das Einbauen von Dachfenstern gehört zu den Aufgaben einer Dachdeckerin oder eines Dachdeckers.
Handwerk mit Aussicht In luftiger Höhe inspiriert Sina Klein ihre Community. JOHANNA AHRBECKER
Ü
ber den Dächern beginnt ein Arbeitsalltag, der Kraft, Präzision und besondere Momente vereint. Sina Klein macht auf Social Media sichtbar, was dieser Beruf bedeutet – für sie persönlich und für die Menschen, die ihr folgen.
Woran merkst du, dass du den richtigen Beruf für dich gefunden hast?
» Sina Klein: Ich schaffe jeden Tag etwas Sichtbares. Damit mache ich jemanden glücklich – und mich selbst auch. Morgens steht noch nichts und abends ein fertig gerichteter Dachstuhl oder vielleicht sogar ein vollständig eingedecktes Dach. Dieses Gefühl, das dann entsteht, zeigt mir einfach, dass ich die richtige Entscheidung für mich und mein Leben getroffen habe. Es erfüllt mich.
Wie viel Nervenkitzel bietet dir der Job?
» Klein: Mittlerweile ist es normal für mich, in der Höhe zu arbeiten. Aber das Gefühl, oben zu sein, ist und bleibt einfach richtig toll.
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Was ist das Verrückteste, das du schon mal von einem Dach aus gesehen hast?
» Klein: Ein Polizei-Spezialkommando. Auf einmal sind zehn schwarze Bullys in das Neubaugebiet eingebogen. Wir haben natürlich direkt geschaut, was da los ist, aber kurz danach sind sie alle plötzlich wieder umgedreht. Bis heute weiß ich nicht, was dahintersteckte.
Welche Nachricht aus deiner Community wirst du nie vergessen?
» Klein: Eine Followerin hat mir geschrieben, dass ich sie dazu bewegt habe, selbst ins Handwerk zu gehen.
Social Media hat dich bekannt gemacht. Mittlerweile warst du auch im Fernsehen zu sehen und zu Gast in einem Podcast. Wie fühlst du dich in diesem Teil deines Berufslebens – im Zentrum der Öffentlichkeit?
» Klein: Ich gehe darin voll auf. Mir macht das unfassbar viel Spaß, weil ich auch eine Mission dahinter habe: Ich möchte das Handwerk so zeigen, wie es ist und es sichtbarer machen. In manchen Situationen ist es trotzdem ein befremdliches Gefühl, wenn mir
bewusst wird, wie viele Menschen mir zuschauen. Auch wenn ich erkannt und nach Fotos gefragt werde, ist das noch ungewohnt – aber nicht unangenehm.
Worin konntest du dich durch deinen Beruf persönlich weiterentwickeln?
» Klein: Durch das Handwerk konnte ich über mich hinauswachsen. Ich bin kein stilles Mäuschen mehr, sondern selbstbewusster geworden – in meinem ganzen Auftreten. Ich stehe viel mehr für mich ein und kann den Mund aufmachen. Man sollte sich nicht davon abschrecken lassen, wenn jemand meint, das Handwerk mache einen nur kaputt. Ich finde es wichtig, dass man es einfach ausprobiert. Das Handwerk gehört für mich zu den schönsten Dingen der Welt. W Informationen zum Ausbildungsberuf findest du auf: svg.to/next-step-dachdecker-in
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Luis Bauer Fotos: Bestattungen Burger
luis.bauer._ bestattungenburger
Beruf: Bestatter Ausbildung: Thanatopraktiker Es begann mit einem viralen TikTok-Video. Heute hat der Bestatter mehr als eine Million Follower und bereits zwei Bücher veröffentlicht.
„To(d)tal lebendig“ Luis Bauer ist zugleich Bestatter und Content Creator. Warum gerade das Einbalsamieren von Verstorbenen zu seinen Lieblingsaufgaben gehört, erzählt er im Interview. JOHANNA AHRBECKER
E
in Beruf, der überraschende Momente bereithält: Bestatter Luis Bauer spricht im Interview über seinen Arbeitsalltag, über das Leben und den Start seiner Social-Media-Karriere.
Was war dein größter „Das habe ich nicht kommen sehen“-Moment im Berufsleben?
» Luis Bauer: Mein größter „Das habe ich nicht kommen sehen“-Moment war, als ich gerade dabei war, in den Feierabend zu starten. Und dann hat noch jemand angerufen. Es war ein Mann, der seine verstorbene Frau noch einmal ganz kurz sehen wollte. Nur ganz kurz. Und ich hab‘ gemeint: „Ja klar, gerne morgen. Da können wir einen Termin ausmachen.“ Aber es war ihm wichtig, dass er heute noch kommt. Und dann habe ich mir gedacht, okay, ich mache ihm die Lichter an und fahre seine verstorbene Frau rüber, im Sarg, in die Abschiedslounge. Und dann ist er an dem Nachmittag zu uns gekommen, ist an den Sarg gegangen … und
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„Die Verstorbenen sehen am Ende merklich besser aus.“ Luis Bauer, Bestatter im Familienunternehmen Bestattungen Burger
hat ihr zum Geburtstag gratuliert. Und ich stand daneben und dachte, woah krass, das hab‘ ich gar nicht auf dem Schirm gehabt. Das habe ich nicht kommen sehen. Sie hätte ihren Geburtstag also fast noch erlebt, aber das hat dann eben nicht mehr hingehauen.
Welche Aufgabe würdest du sofort an jemanden abgeben und warum?
» Bauer: Ich habe viele verschiedene Aufgaben, vom Abholen der Verstorbenen bis hin zum Waschen und Einbalsamieren. Es macht alles auf seine eigene Weise Spaß. Trotzdem gebe ich jede Aufgabe auch gerne ab. Denn, so lernt man Kolleginnen und Kollegen an und der Betrieb kann sich weiterentwickeln.
Welche Aufgabe könntest du den ganzen Tag machen?
» Bauer: Den technischen Part, also die Versorgung von Verstorbenen, beispielsweise die Einbalsamierung. Warum? Weil das sehr
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Der Umgang mit medizinischem Besteck gehört genauso zum Alltag eines Bestat- Mit seiner Ausbildung zum Thanatopraktiker setzte Bauer einen ters wie Gespräche mit Angehörigen. Schwerpunkt auf die hygienische Versorgung von Verstorbenen.
handwerklich ist und man damit wirklich was bewirken kann. Die Verstorbenen sehen am Ende merklich besser aus. Sie sind nicht mehr so blass, haben keine Verfärbungen mehr an den Ohren – das ist häufig ein Unterschied von Tag und Nacht. Und das hat auf der emotionalen Ebene am Ende eine große Wirkung bei den Angehörigen. Das dann auch noch zu sehen, ist besonders schön.
Informationen zum Ausbildungsberuf „Bestattungsfachkraft“ gibt es auf: svg.to/next-step-bestattungsfachkraft
Wodurch geriet deine Social-Media-Karriere richtig ins Rollen?
» Bauer: Erstmal durch das erste TikTok-Video, das viral ging. Das war aber nur der Anfang. Tatsächlich war es ein Zeitungsartikel – die Fürther Nachrichten haben über mich geschrieben – der die Lawine ins Rollen gebracht hat. Die ist seitdem auch nicht mehr zum Stehen gekommen. Danach kamen weitere Anfragen, zum Beispiel von der Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Was ist dir das Wichtigste im Leben?
» Bauer: Das Wichtigste ist, dass man ganz am Ende des Tages bei den meisten Dingen, die man macht, Spaß hat. Und, dass man sich möglichst in einem Umfeld mit Menschen aufhält, die man gern hat. Außerdem sollte man versuchen, so viel wie möglich aus dem Leben selbst herauszuholen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Doch es ist sehr wichtig, denn man hat nur ein Leben und das kann schneller vorbei sein, als man denkt.
Wenn dein Berufsleben eine Netflix-Doku wäre, wie würde sie heißen?
» Bauer: „To(d)tal lebendig“.
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Bildungswege in Niedersachsen
REGELUNGEN IN DEINEM BUNDESLAND
Abschlüsse und Bildungsgänge in Niedersachsen Welche Abschlüsse und Wege kommen für dich infrage? Eine Ausbildung? Ein duales Studium? Die nachfolgenden Tabellen zeigen, welche Voraussetzungen in Niedersachsen jeweils gelten.
Wichtige allgemeinbildende Schulabschlüsse
Zum Ende der Sekundarstufe I: ● nach dem 9. Schuljahrgang: ● der Hauptschulabschluss
der Abschluss der Förderschule im Förderschwerpunkt Lernen nach dem 10. Schuljahrgang: ● der Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss ● der Sekundarabschluss I – Realschulabschluss ● der erweiterte Sekundarabschluss I ●
●
Der Sekundarbereich II umfasst im Kern:
● ●
die gymnasiale Oberstufe die vielfältigen Angebote der berufsbildenden Schulen
meine Hochschulreife („Abitur“)
In der Sekundarstufe II können insbesondere die folgenden Bildungsabschlüsse erworben werden: ● nach der Jahrgangsstufe 12: Fachhochschulreife ● nach der Jahrgangsstufe 13: die allge-
Außerdem können in verschiedenen Bildungsgängen der Berufsbildenden Schulen allgemeinbildende Abschlüsse der Sekundarstufe I nachgeholt beziehungsweise verbessert werden. (RS) W Weiterführende
w Informationen
findest du auf: svg.to/niedersachsenabschluesse
REGELUNGEN IN DEINEM BUNDESLAND
Voraussetzungen zum Studieren in Niedersachsen ●
zum Studium von Studiengängen an Universitäten in der entsprechenden Fachrichtung Die fachgebundene Hochschulreife berechtigt... ● zum Studium aller Studiengänge an Fachhochschulen
●
zum Studium von Studiengängen an Universitäten in der entsprechenden Fachrichtung Zum Studium berechtigen die beruflichen Vorbildungen, insbesondere... ● Aufstiegsfortbildungen mit einem Umfang von mindestens 400 Unterrichtsstunden – zum Beispiel der Meisterbrief ● Abschluss einer mindestens dreijährigen Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf mit mindestens dreijähriger Berufsausübung („Offene Hochschule“) Die Z-Prüfung kann von Personen abgelegt werden, die über keine der zuvor genannten Schulabschlüsse oder beruflichen Vorbildungen verfügen. (RS) W ●
●
Foto: stock.adobe.com - ON-Photography
●
Mit der allgemeinen Hochschulreife können alle Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten studiert werden. Die Fachhochschulreife berechtigt… ● zum Studium aller Studiengänge an Fachhochschulen
●
●
Weiterführende Informationen
Die Georg-August-Universität Göttingen ist die älteste Uni Niedersachsens – mit einer der größten Bibliotheken Deutschlands.
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w findest du auf:
svg.to/niedersachsen-studium
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Foto: stock.adobe.com - Ingo Menhard
Bildungswege in Niedersachsen
In Niedersachsen gibt es rund 30 Hochschulen, zum Beispiel in Hannover, Göttingen und Braunschweig.
BILDUNGSGÄNGE DER BERUFSBILDENDEN SCHULEN IN NIEDERSACHSEN BILDUNGSGANG/ SCHULFORM
ZIELSETZUNG
EINGANGS VORAUSSETZUNG
DAUER
ABSCHLUSS
ERLÄUTERUNG
Schwerpunkt: Berufsausbildung
• Erwerb eines Berufsabschlusses Berufsschule (duale Berufs ausbildung)
Berufsqualifizie rende Berufsfach schule, teilweise in Verbindung mit der Fachschule (schulische Ausbildung)
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• Erwerb Sekundarabschluss I – Realschulabschluss bei guten Abschlussnoten
• Erwerb eines Berufsabschlusses
• Gesellen- beziehungs• zwei Jahre (theoweise Facharbeiterbrief riereduzierte Ausnach erfolgreicher Ab• Kein Schulabschluss bildungsberufe) schlussprüfung bei der erforderlich, die Auszuständigen Kammer • drei bis dreibildungsunterneheinhalb Jahre • Die Abschlussprüfung men wählen aus. (reguläre duale wird von den Kammern Ausbildung) bundesweit einheitlich durchgeführt. • zumeist Sekundarabschluss I – Realschulabschluss • teilweise reicht Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss
• zwei bis drei Jahre, je nach Beruf
• staatliche Anerkennung nach erfolgreicher Abschlussprüfung
• Die Auszubildenden besuchen an zwei Tagen pro Woche die Berufsschule. Der Berufsschulunterricht kann auch geblockt werden. • Die duale Ausbildung (und damit die Berufsschule) ist bundesweit einheitlich geregelt. • Die schulische Ausbildung wird insbesondere in Berufen rund um Pflege und Pädagogik angeboten. • Es sind umfangreiche Praktika enthalten.
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BILDUNGSGANG/ SCHULFORM
ZIELSETZUNG
EINGANGS VORAUSSETZUNG
DAUER
ABSCHLUSS
ERLÄUTERUNG
Schwerpunkt: Vorbereitung auf eine Ausbildung + höherer Schulabschluss der Sekundarstufe I • Vorbereitung auf eine Berufsausbildung Berufseinstiegs schule
• Verbesserung der • kein Schulabschluss Deutschkennterforderlich nisse
• ein oder zwei Jahre
• Sekundarabschluss I: Hauptschulabschluss (nach Klasse II)
• Verbesserung des Schulabschlusses (in Klasse II)
Einjährige Berufsfachschule
Zweijährige Berufsfachschule
• Vorbereitung auf eine Ausbildung • berufliche Grund- • Sekundarabschluss I bildung in einem Berufsfeld
• berufliche Grundbildung in einem Berufsfeld • guter Abschluss der einjährigen Berufs• Erwerb eifachschule nes höheren Sekundarstufe I Abschlusses
• ein Jahr
• ein Jahr
• Abschlusszeugnis der einjährigen Berufsfachschule
• Sekundarabschluss I - Realschulabschluss beziehungsweise erweiterter Sekundarabschluss I
• Die Berufseinstiegsschule richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler mit: • sprachlichen Defiziten und/oder keinem Schulabschluss oder einem schwachen Hauptschulabschluss • Diese Schulform wird in mehreren beruflichen Fachrichtungen angeboten. • Der Abschluss kann als erstes Ausbildungsjahr anerkannt werden. • Diese Schulform baut auf der einjährigen Berufsfachschule auf. • Diese Schulform wird in mehreren beruflichen Fachrichtungen angeboten.
Schwerpunkt: Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung + Qualifizierung in einem Berufsfeld
Fachoberschule
• Erwerb der Fachhochschulreife • Qualifizierung in einem Berufsfeld
• zwei Jahre (Klasse 11+12 bei Se• Sekundarabschluss I kundarabschluss – Realschulabschluss I – Realschulab• eine mindestens schluss) • Fachhochschulreife zweijährige, abge• ein Jahr (Klasse schlossene Berufs12) bei abgeausbildung schlossener Berufsausbildung
• allgemeine Hochschulreife oder
Berufliches Gymnasium
Berufsoberschule
• Erwerb der allgemeinen Hochschulreife • Qualifizierung in einem Berufsfeld
• Erwerb der fachgebunden beziehungsweise der allgemeinen Hochschulreife • Qualifizierung in einem Berufsfeld
• erweiterter Sekunda• drei Jahre rabschluss I
• Sekundarabschluss I – Realschulabschluss • eine mindestens zweijährige, abgeschlossene Berufsausbildung
• schulischer Teil der Fachhochschulreife bei Abgang nach Klasse 12 mit guten Noten. Die volle Fachhochschulreife erfordert anschließend ein einjähriges berufliches Praktikum oder eine Berufsausbildung.
• fachgebundene Hochschulreife oder • zwei Jahre
• allgemeine Hochschulreife (bei Kenntnissen einer zweiten Fremdsprache)
• Diese Schulform wird in mehreren Fachrichtungen angeboten.
• Die allgemeinbildenden Fächer sind ähnlich wie in der gymnasialen Oberstufe gestaltet. • Anstelle von allgemeinbildenden gibt es berufsbildende Profile.
• Diese Schulform wird in mehreren Fachrichtungen angeboten.
Weiterführende Informationen: www.mk.niedersachsen.de/startseite/schule/unsere_schulen/berufsbildende_schulen/
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STUDIEREN AN HOCHSCHULEN IN NIEDERSACHSEN BILDUNGSGANG/ SCHULFORM
Studieren an einer Universität
ZIELSETZUNG
VORAUSSETZUNG
• Vorbereitung auf Berufstätigkeit
• Mit der allgemeinen Hochschulreife oder dem Meisterbrief können alle Studiengänge studiert werden.
• grundlegendes wissenschaftliches Arbeiten
• Vorbereitung auf Berufstätigkeit
Studieren an einer Fachhochschule • Anwendung von / Hochschule für Wissenschaft in angewandte Wissen der beruflichen schaften Praxis
• Mit der Fachhochschulreife und fachgebundenen Hochschulreife können inhaltlich passende Studiengänge studiert werden. • Mit der allgemeinen Hochschulreife, Fachhochschulreife, fachgebundenen Hochschulreife oder Meisterbrief können alle Studiengänge studiert werden.
DAUER
• Bachelor (in der Regel sechs Semester) • Master (zwei bis vier Semester)
ABSCHLUSS
• Bachelor • Master • Staatsexamen in Medizin- und Jura-Studiengängen • Doktor (Promotion)
• Bachelor • Bachelor (sechs bis acht Semester) • Master • Doktor (Promotion, in • Master (zwei bis Kooperation mit einer vier Semester) Universität)
• In der Regel wird das Abitur, der Meisterbrief oder die Fachhochschulreife benötigt.
• Bachelor • Bachelor (sechs • Master bis acht Semester) • Ebenso wichtig ist • eventuell Doktor die künstlerische • Master (zwei bis (Promotion, teilweise in Eignung, die mit eige- vier Semester) Kooperation mit einer nen Kunstwerken Universität) oder in praktischen Prüfungen nachzuweisen ist.
ERLÄUTERUNG
• Fokus auf wissenschaftliches Arbeiten • breites Angebot an Studiengängen inklusive Geisteswissenschaften
• Fokus auf praktische Anwendung von Wissenschaft
• Kunsthochschulen sind spezialisierte, offizielle anerkannte Hochschulen.
Studieren an einer Kunsthochschule
• künstlerische Entwicklung
Studieren an einer Verwaltungshoch schule
• Verwaltungshochschulen sind sehr ähnlich zu Fachhochschulen und auf eine Berufstätigkeit im öffentlichen Dienst ausgerichtet. In der Regel setzt das Studium eine Anstellung im öffentlichen Dienst voraus.
Studieren an einer • Private Hochschulen sind keine eigene Hochschulart, sondern sind dadurch gekennzeichnet, dass sie privatwirtschaftlich privaten Hochschule betrieben werden. Private Hochschulen können den Status einer Fachhochschule oder (seltener) einer Universität haben.
Studieren an einer kirchlichen Hoch schule
Dual studieren (dua les Studium)
• Hochschulzu• Vorbereitung auf gangsberechtigung • Bachelor eine Berufstätigentsprechend Fach- • Bachelor (sechs keit insbesondere hochschule (siehe bis acht Semester) • Master Theologie, Reli• eventuell Promotion (in oben) • Master (zwei bis gionspädagogik Kooperation mit einer • Teilweise wird die Zuvier Semester) und soziale Arbeit Universität) gehörigkeit zu einer (Diakonie) Kirche erwartet. • Erwerb eines Hochschulabschlusses (Bachelor) und Verbindung mit berufspraktischen Kenntnissen (bei der ausbildungsintegrierten Variante sogar der Abschluss in einem Ausbildungsberuf)
• Hochschulzugangsberechtigung entsprechend Fachhochschule (siehe oben) • Arbeitsvertrag bei einem Unternehmen
• Bachelorabschluss • vier bis sechs Jahre Bachelor • Master (1,5 bis zwei Jahre)
• Masterabschluss
• Kirchliche Hochschulen sind Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft und in Niedersachsen in der Regel Fachhochschulen. • Theologie kann auch an verschiedenen Universitäten studiert werden.
• Ein duales Studium kann ausbildungs-, berufs- oder praxisintegrierend sein.
• eventuell Abschluss in • Das duale Studium einem Ausbildungsberuf ist insbesondere an (ausbildungsintegrieFachhochschulen und in rendes Studium) seltenen Fällen an Universitäten angesiedelt.
Weiterführende Informationen: www.studieren-in-niedersachsen.de I www.studieren-in-niedersachsen.de/studienwahl/studienangebot/studiengangsarten/duales-studium.html
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