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Heimatkalender Anklam 2021

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Heimatkalender

A N K L A M und Umgebung

2021

92. Jahrgang

Neue Folge 30

BegrĂźndet von Max Sander


Dieses Buch wurde gefördert durch das Förderinstitut Mecklenburg-Vorpommern.

IMPRESSUM Herausgeber: Grafische Gestaltung: Gestaltung Umschlagseiten: Redaktion:

Historischer Verein Anklam und Umgebung e. V. Martina Goth Waltraud Gleffe Rolf Bahler Waltraud Gleffe Angela Krüger Dr. Günter Manthei Erhard Stelzig Dr. Harald Schwarz Dr. Wilfried Hornburg Heike Bierwerth

Hinweise der Redaktion: Für den Inhalt der Beiträge sind die Autoren verantwortlich. Bei einigen Bildvorlagen handelt es sich um unwiederbringliche Originaldokumente, auf deren Veröffentlichung nicht verzichtet werden sollte. Leider ließen sich diese auch bei der Reproduktion in ihrer Bildqualität nicht immer verbessern. Redaktionsschluss für Beiträge: jeweils 9. März für den Kalender des folgenden Jahres. Umschlag: Sahara-Wüstensand in der Atmosphäre, Foto W. Gleffe Foto Seite 1: Anklam, Altes Rathaus am Bollwerk

Bestellungen über den Buchhandel, die Stadtinformation Anklam, das Museum im Steintor Anklam oder direkt beim Verlag © 2020 by Schibri-Verlag, Am Markt 22, 17335 Strasburg (Uckermark) Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlags. Alle Rechte vorbehalten Printed in Germany ISBN 978-3-86863-214-9


INHALTSVERZEICHNIS

Angela Krüger Jochen Solsbach Lothar Kohls Rolf Bahler Dr. Wilfried Hornburg Gerald Beyer Angela Krüger Waltraud Gleffe Rolf Bahler Gerhard Pridöhl Erhard Stelzig Christa Müller Dr.Franz-Albert Tröster Dr. Wilfried Hornburg Erhard Stelzig Herbert Menge Ilse Krüger Gerhard Pridöhl Dr. Günter Manthei Peter Kielmann Waltraud v. Juterzenka Dr. Peter Eggert Dr. Heinrich Hannover Jochen Futterknecht Dr. Peter Eggert

Zum Geleit Kalendarium mit Fotos und Texten Die friedliche Revolution Erinnerungen an die Währungsunion in Anklam Unterwegs in der Hansestadt Anklam Der Tag bricht an Die Renaissance der pommerschen Kultur in Anklam nach der Wende Der Teufelskirchhof in der Schmatziner Feldmark Zwei Rechtssprüche des Obersten Gerichtshofes zu Lübeck für Anklamer Bürger im 15. Jahrhundert Herbstliche Bräuche – besinnliche Feste Sagenhaftes Pommern Preußentied – Dörpschulze up Sparlingsjacht Verschwundene Orte – Das Vorwerk Wendfeld im Jahre 1738 Alte Postkarten – Das Anklamer Schützenhaus Leben und Wirken des Gartenbauinspektors Ernst Ferdinand Bauck in Putzar und Glien Die Militärgeschichte von Anklam – ein schwieriges Kapitel – Die Eröffnung der Kriegsschule vor 150 Jahren Triangulationstürme markierten geodätische Festpunkte In der Landwirtschaft Bei Tante Lotte in Anklam Vogelfrei Pommersche Gänse – Geschätzte Haustiere mit Tradition Das Bollwerk, wie es früher einmal war Erinnerungen an den 18. März des Jahre 1945 Wie kam die Bronzebüste Ulrich von Hassells ins Anklamer Rathaus? Über Gräbern weht der Wind Das verschollene Grab des Anklamer Fotografen Bruno Wunsch (1884–1945) wiederentdeckt Auf dem Weg nach Anklam zu ihren Kindern – Swinemünde, 12. März 1945 – Schicksalstag für eine Stettiner Mutter Opa Jagers Erfindung – Vom Speichersilo zur Kornmühle

Klaus Mühlen Ingrid Müller, Erhard Stelzig, Rolf Bahler Kaum zu glauben – Radsportler erinnern sich Dr. Wilfried Hornburg Das rote Haus in Anklam – Seine Geschichte und Errettung Klaus Meyer Erinnerung an unsere Anklamer Kleinbahn

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Dr. Heinrich Hannover Helga Reuter Dr. Günter Manthei Hildegard Meyer Gerhard Pridöhl Gerhard Pridöhl K. und N. Warmbier Rolf Bahler

Mehrbildkarte, Anklam um 1900

Heimatkalender 2021

Heimatgedanken Der Verein Schwedenmühle feiert Geburtstag Eine Reise zum Peenestrom Uns Igel Schadefähre Vörjohrstied Die Schwäne Vorpommerns sind elegant, stolz und majestätisch Hür eis tau, Wihnachtsmann!

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Heimatkalender 2021

ZUM GELEIT

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Liebe Leserin, lieber Leser! Es ist geschafft. Der Anklamer Heimatkalender für das Jahr 2021 liegt im Handel vor und lädt Sie zum Schmökern ein. Wir haben alle ein schwieriges Jahr 2020 hinter uns. Viele von uns sind auch heute noch in großer Sorge um unsere nächsten Angehörigen, um die Verwandten in nah und fern. Die furchtbare Corona-Pandemie hat unser Leben in jeder Hinsicht verändert und viele von Ihnen vor existentielle Fragen gestellt. Unsere eigene Zukunft und die Zukunft unserer Kinder sehen wir alle wohl mit etwas anderen Augen. Aber wir werden auch diese schwierige Zeit überwinden. Auch wir von der Redaktion haben mit den Einschränkungen zu kämpfen gehabt, manche Beratung, den neuen Kalender betreffend, konnte, durfte nicht stattfinden. Ein Dank geht an unsere Autoren, die uns nicht im Stich gelassen haben. Ein großes Dankeschön geht an Frau Angela Krüger aus unserem Redaktionskollegium, die viel Zeit und Kraft investiert und den Kontakt zum Verlag gehalten hat. Wir haben versucht, im vorliegenden Kalender wieder Geschehnisse aus verschiedenen Epochen anzubieten. Nach Aussagen zur Wendezeit vor 30 Jahren sind wir abgetaucht in ganz alte Zeit, dann gehen wir in die Kriegs- und Nachkriegszeit in unserer Region bis zum aktuellen Erleben hier und heute. Vielleicht werden Sie an der einen oder anderen Stelle sagen: Ja, richtig, das gab es auch, ich erinnere mich! Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre, bleiben Sie gesund und uns gewogen, Ihr Team vom Historischen Verein Anklam und Umgebung. Anklam, Herbst 2020


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Schlittenfahrt Das ist ein fröhlich Fahren, der Schnee blinkt weiß und rein, im Schlitten sitzt behaglich, das kleine Schwesterlein. Es hat den Bruder als Pferd vorgespannt, der andere kommt von hinten, der Spitz kommt nachgerannt.

BEDEUTENDE TAGE 01.01.2021: Neujahr 02.01.1353: Städteordnung für Anklam, Demmin, Greifswald und Stralsund 06.01.2021: Heilige Drei Könige 15.01.1896: Konrad Adolf Lattner, Maler, in Anklam geb. 16.01.1979: Konrad Adolf Lattner, Maler, verstorben 31.01.1883: Gründung der Aktiengesellschaft Pommersche Zuckerfabrik Anklam

CHRISTIAN DIEFFENBACH

Winterstimmung an der Peene

Foto: W. Gleffe


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Rätsel Es steht ein dicker Mann ganz stumm, bei uns in unserem Haus herum. Im Sommer sieht ihn niemand an, weil er uns da nicht helfen kann. Im Winter aber wenn es schneit, dann ist für ihn die schönste Zeit. Dann haben unsern dicken Herrn auf einmal alle Leute gern. Wenn er viel gefressen hat und ich ihn streicheln will, dann beißt er, Nun sag mir aber schnell: Wie heißt er?

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BEDEUTENDE TAGE 02.02.2021: Mariä Lichtmess 14.02.2021: Valentinstag 14.02.1708: C. A. Cothenius, Leibarzt Friedrich II., in Anklam geboren 14.02.1947: Luise Kaliebe, plattdeutsche Autorin, in Anklam gestorben 15.02.2021: Rosenmontag 16.02.2021: Fastnacht 17.02.2021: Aschermittwoch 23.02.1984: Uwe Johnson, Schriftsteller, verstorben

VOLKSGUT

Sturmflut an der Ostsee 2020

Foto: W. Gleffe


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Wie der arme Schneemann im Frühling klagt Was helfen mir die Pelze? Ich armer Mann zerschmelze. Der Kopf ist schon zerronnen, der Rumpf hat auch begonnen. Oh weh! Schon kommt ein warmer Hauch, der nimmt mir fort auch meinen Bauch. RUDOLF LÖWENSTEIN

BEDEUTENDE TAGE 01.03.1968: Hermann Scheel, Heimatforscher, in Anklam verstorben 08.03.2021: Frauentag 10.03.1972: Gründung Anklamer Knabenchor 16.03.1939: Dr. Johannes Bruinier, verstorben 16.03.1972: Ulrich Sander, Schriftsteller und Maler, verstorben 20.03.1937: Einweihung Kreiskrankenhaus Anklam 20.03.2021: Frühlingsanfang 28.03.2021: Beginn der Sommerzeit 29.03.1892: Ulrich Sander in Anklam geboren

Mit Beginn der Corona-Pandemie 2020 wurde das ganze öffentliche Leben zeitweilig beendet. Gaststätten, Läden, Theater, Museen usw. sind geschlossen. Foto: Peer Wittig


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In einem Büchlein liest man groß und breit, selbst das Unendliche sei nicht unendlich Man dreht und wendet Raum und Zeit, Man ist gescheiter als gescheit, – das Unverständliche bleibt unverständlich.

BEDEUTENDE TAGE 02.04.2021: 04.04.1713: 05.04.2021: 26.04.2007:

Karfreitag Einäscherung Anklams verhindert Ostermontag Anklamer Stadtparlament beschließt den Wiederaufbau der Nikolaikirche 29.04.1945: Anklam wird durch die Rote Armee eingenommen

ERICH KÄSTNER

Abschied unter freiem Himmel.

Foto: A. Krüger


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Am Mühlengraben Die Kinder haben Veilchen gepflückt, all, all die da blühen am Mühlengraben. Der Lenz ist da, sie wollen ihn fest in ihren kleinen Fäusten tragen. THEODOR STORM

BEDEUTENDE TAGE 01.05.2021: 02.05.1866: 03.05.1153: 10.05.2021: 13.05.2021: 23.05.1848:

Maifeiertag Bernhard Peters gestorben Gründung des Klosters in Stolpe Muttertag Christi Himmelfahrt Otto Lilienthal, Flugpionier, in Anklam geboren 24.05.2021: Pfingstmontag

Die Schutzmaßnahmen vor der Pandemie müssen eingehalten werden. Simon Kummerow (rechts) und Stefan Grzymski (links)

Foto: W. Gleffe


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Wenn der Sommer sich verkündet, Rosenknospe sich entzündet Wer mag solches Glück entbehren? JOHANN WOLFGANG GOETHE

BEDEUTENDE TAGE 01.06.2021: 03.06.2021: 03.06.1858: 04.06.1989: 08.06.1264: 12.06.1994: 13.06.1283: 14.06.1991: 21.06.2021: 26.06.1982: 27.06.2021: 30.06.1927:

Wie im griechischen Restaurant in Anklam organisierten die meisten Restaurants einen „Außer-Haus-Service“.

Kindertag Fronleichnam Ludwig Manzel, geb. Kagendorf bei Anklam Museum im Steintor eröffnet Ersterwähnung der Stadt Anklam Neugründung des Kreises Ostvorpommern Anklam wurde Hansestadt Eröffnung der Anklam-Information Sommeranfang Einweihung des Lilienthaldenkmals Siebenschläfer Eröffnung des Anklamer Heimatmuseums

Foto: W. Gleffe


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Rauschen der Wellen du sitzt an der See freust dich des Anblicks der Weite zu sehn. Geniesst diese Stunden mit innerer Ruh schaust vielen Möwen beim Fliegen auch zu.

BEDEUTENDE TAGE 07.07.1895: Prof. Dr. Gustav F. W. Spörer, Naturwissenschaftler, verstorben 08.07.1820: Otto Heyden, Maler, in Ducherow geboren 12.07.1874: Fritz Reuter, Dichter, verstorben 13.07.1991: Eröffnung des Lilienthalmuseums 20.07.1934: Uwe Johnson, Schriftsteller, geboren 30.07.1950: Grundsteinlegung Rathaus am Markt

GERHARD LEDWINA

Touristen kehrten verstärkt an die Strände Mecklenburg-Vorpommerns zurück. Foto: W. Gleffe


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Hab Dank, du lieber Wind! Ich bin in den Garten gegangen und mag nicht wieder hinaus. Die goldenen Äpfel prangen mit ihren roten Wangen und laden ein zum Schmaus. HEINRICH HOFFMANN VON FALLERSLEBEN

Osteoporose-Sport bei Corona

BEDEUTENDE TAGE 04.08.1944: 2. Luftangriff auf Anklam 07.08.1871: Einweihung der Kriegsschule 08.08.1732: J. C. Adelung, Sprachforscher, in Spantekow bei Anklam geboren 09.08.1870: Prof. Rudolf Bäumer geboren 09.08.1896: Absturz Lilienthals in den Rhinower Bergen 10.08.1896: Otto Lilienthal in Berlin verstorben 12.08.1237: Kirche in Ziethen erstmals urkundlich erwähnt 12.08.1924: Prof. Max Sander verstorben 15.08.2021: Mariä Himmelfahrt 15.08.1720: Vorpommern wird südlich der Peene preußisch

Foto: Angela Krüger


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Der Rosenbusch Es haben meine wilden Rosen, erschauernd vor dem Hauch der Nacht, die windeleichten, lichten losen Blüten behutsam zugemacht. Doch sind sie so voll Licht gesogen, dass es wie Schleier um sie weht. Und dass die Nacht in scheuen Bogen am Rosenbusch vorübergeht. HERMANN CLAUDIUS

BEDEUTENDE TAGE 01.09.1973: Gründung des Fritz-Reuter-Ensembles 02.09.1897 Standbild von Kaiser Wilhelm I. auf dem Markt aufgestellt 07.09.1994: Gründung Förderkreis Nikolaikirche 08.09.1944: Ulrich von Hassell in Berlin-Plötzensee hingerichtet 10.09.1806: J. C. Adelung, Sprachforscher, verstorben 12.09.1877: Heinrich Sahm in Anklam geboren 13.09.1817: Bernhard Peters, Maler, in Anklam geboren 15.09.1927: Peeneklappbrücke dem Verkehr übergeben 21.09.1897: Otto Heyden, Maler, gestorben 22.09.2021: Herbstanfang 28.09.1947: Wiedereinrichtung der Marienkirche

Selten blühten die Rosen so wie im Jahr 2020

Foto: W. Gleffe


OKTOBER Mo

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Oktoberlied Der Nebel steigt, es fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden! Wir wollen uns den grauen Tag Vergolden, ja vergolden! Und geht es draußen noch so toll, Unchristlich oder christlich, Ist doch die Welt, die schöne Welt, so gänzlich unverwüstlich! THEODOR STORM

Romantische Oktobersonne

BEDEUTENDE TAGE 01.10.1876: 01.10.1878: 01.10.1927: 03.10.2021: 07.10.1997: 08.10.1908: 09.10.1943: 13.10.1994: 15.10.1847: 22.10.1885: 29.10.1853:

Rathaus in der Peenstraße bezogen Postamt in der Steinstraße bezogen Kleinbahnlinie Anklam–Lassan eröffnet Tag der Deutschen Einheit Rekonstruiertes Giebelhaus wird eingeweiht Anklamer Ruderverein gegründet 1. Luftangriff auf Anklam Einweihung der Peene-Tor-Brücke Neugründung des Gymnasiums Hermann Scheel geboren Prof. Max Sander, Begründer des Anklamer Heimatkalenders, geboren 31.10.2021: Ende Sommerzeit 31.10.2021: Reformationstag

Foto: Christine Plagens


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Oh trübe diese Tage nicht

BEDEUTENDE TAGE

Oh trübe diese Tage nicht, sie sind der letzte Sonnenschein. Wie lange, und es lischt das Licht, Und unser Winter bricht herein.

01.11.2021: 06.11.1867: 07.11.1810: 09.11.1990:

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11.11.2021: 12.11.1881: 12.11.1992: 13.11.1955: 14.11.2021: 16.11.1867: 17.11.2021: 21.11.2021: 28.11.2021:

Allerheiligen Dr. Joh. Bruinier geboren Fritz Reuter, Dichter, geboren Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages der Städte Anklam & Heide Martinstag Ulrich v. Hassell in Anklam geboren Neue Peenebrücke eingeweiht Einweihung Anklamer Kreuzkirche Volkstrauertag Konrad Maß in Anklam geboren Buß- und Bettag Totensonntag 1. Advent

Zahlreiche Schwäne und Gänse auf den leeren Maisfeldern

Foto: W. Gleffe


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Rätsel Ich kenn ein Bäumchen gar fein und zart, das trägt euch Früchte gar seltener Art. Es funkelt und leuchtet mit hellem Schein, weit in des Winters Nacht hinein. Das sehen die Kinder und freuen sich sehr und pflücken vom Bäumchen und pflücken es leer. VOLKSGUT

Weihnachten in der Kirche Groß Bünzow

BEDEUTENDE TAGE 05.12.2021: 2. Advent 06.12.2021: Nikolaustag 08.12.1824: Hermann Schmidt, Lithograph, in Anklam geboren 12.12.2021: 3. Advent 18.12.1865: Luise Kaliebe in Anklam geboren 19.12.2021: 4. Advent 21.12.2021: Winteranfang 24.12.2021: Heiligabend 25.12.2020: 1. Weihnachtsfeiertag 26.12.2020: 2. Weihnachtsfeiertag 31.12.2021: Silvester

Foto: Dirk Plagens


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Heimatkalender 2021

DIE FRIEDLICHE REVOLUTION Angela Krüger

Das hatten wir in der Schule so nicht gelernt, dass Revolutionen friedlich verlaufen können … Revolution hieß Aufbegehren der Massen, Blutvergießen, Kämpfen. Und hätten die Sowjetunion unter Gorbatschow und unsere Nachbarländer nicht entscheidend dazu beigetragen, wäre sie auch nicht friedlich verlaufen. Wer hätte Anfang 1989 geglaubt, die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten noch zu erleben? Ich kenne niemanden. Wie sollte das auch ohne Krieg gehen, so eingebunden wie beide deutsche Staaten in die jeweiligen Militärbündnisse waren? Wie konnte sich plötzlich alles so rasant verändern? Es fing langsam an und wurde, wie eine Spirale, immer schneller. DER PAPST UND DIE „KONTERREVOLUTION“ IN POLEN Eigentlich begann alles am 16. Oktober 1978 mit der Wahl des polnischen Kardinals Karol Józef Wojtyła zum Papst. In Polen gärte es die ganzen 1970er Jahre hindurch, weil die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln mangelhaft und sehr teuer war. Dieser Papst wusste, wie es im Sozialismus zuging und tat sein Möglichstes. Mitte August 1980 hieß es plötzlich: in Polen, auf der Danziger Werft wird gestreikt! Und das im Sozialismus. Sie forderten u. a. die Gründung freier Gewerkschaften, die ihre Interessen durchsetzen könnten. Schließlich kam es am 17. September 1980 zur Gründung der ersten staatsunabhängigen, freien Gewerkschaft, der Solidarność … Das alles war für die DDR-Genossen „Konterrevolution“. Plötzlich war Polen nicht mehr so richtig „unser Bruderland“. Am 8. Oktober 1982 wurde die Solidarność verboten und agierte nun vorläufig im Untergrund. Die DDR-Studenten mussten aus Polen zurückkommen und die Reisefreiheit nach Polen wurde stark eingeschränkt. WEHRKUNDEUNTERRICHT 1978 wurde an den Schulen für die 9. und 10. Klassen der Wehrkundeunterricht eingeführt, mit Wehr- und ZV-Lager. Dem schloss sich in Lehre und Studium die vormilitärische Ausbildung an. Da hatte sich Volksbildungsministerin M. Honecker ja wieder was ausgedacht! Bereiteten die etwa Kinder auf einen Krieg vor? Proteste seitens der katholischen und evangelischen Kirchen halfen nicht. Der Staat wollte mehr Kinder für militärische Laufbahnen begeistern und noch mehr politisch formen als nur durch den Staatsbürgerkundeunterricht, die Pionierorganisation, die FDJ und die GST.


Heimatkalender 2021

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DIE KIRCHEN IN DER DDR ALS RÜCKZUGSORT ANDERSDENKENDER Leute in der DDR, die einen Ausreiseantrag gestellt hatten, verloren meistens ihren Arbeitsplatz, obwohl es Arbeitslosigkeit im Sozialismus offiziell ja gar nicht gab. Ein Teil dieser Ausreisewilligen fand bei der Kirche vorübergehend einen Job als Friedhofsgärtner oder Hausmeister, während sie auf die Ausreise warten mussten. In der 2. Hälfte der 1980er Jahre veranstalteten die Kirchen z. B. Bittgottesdienste für politische Gefangene und Wehrdienstverweigerer, organisierten Vorträge und Gesprächsrunden. Hier fand man gleichgesinnte, kritische Menschen, die ihre Augen nicht vor den Missständen verschlossen. Auch der Umweltbewegung bot die Kirche ein Domizil. Ende der 1970er Jahre war ich mal in Leipzig in der Nikolaikirche. Dort standen Aufsteller mit Illustrationen des Gedichtes von Jörg Zink „Die letzten 7 Tage der Erde“ … beeindruckend. Doch auch in den Kirchen saßen Spitzel der Stasi. Die Predigten des Anklamer katholischen Pfarrers Thamm waren meistens sehr systemkritisch, besonders gegen die Jugendweihe als Bekenntnis zum Atheismus wetterte er ziemlich regelmäßig. Er wurde auch einmal zur „Polizei“ eingeladen, wo es Räume gab, die die Stasi nutzte. Amüsiert erzählte er danach, wie wichtig er diesen Leuten doch sei – drei dicke Ordner hätten sie über ihn schon gesammelt. Das war vermutlich nur die Spitze des Eisbergs, erschien uns aber enorm. SCHWERTER ZU PFLUGSCHAREN 1959 erhielt die UNO von der Sowjetunion eine Bronzeskulptur des Künstlers Jewgeni Wiktorowitsch Wutschetitsch, die einen Spruch aus der Bibel ins Bild setzt: Beim Propheten Micha 4,3 heißt es: „… Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“ Die Skulptur zeigt einen Schmied, der ein Schwert zu einer Pflugschar umschmiedet. Die Evangelische Kirche rief 1980 die erste Friedensdekade unter dem Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“ aus, die parallel sowohl in Ost als auch in West stattfinden sollte. Dazu gab es Einladungen mit einer Grafik des Denkmals von Ingeborg Geißler, und da diese nicht auf Papier, sondern auf Vlies gedruckt wurde, entging sie der staatlichen Kontrolle, da es nur eine Art von „Textiloberflächenveredlung“ war. Der Aufnäher


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wurde unter Jugendlichen sehr begehrt. Was sollte der „Friedensstaat“ DDR gegen diese Losung haben? Doch die DDR wollte sowjetische SS-20-Raketen stationieren, auch der Westen war dabei, mit „Pershing II“ aufzurüsten. Standen wir kurz vor dem 3. Weltkrieg? Zuerst konnten die kirchlichen Stellen das Verbot noch abwenden, aber im November 1981 kam das Verbot doch: „wegen Mißbrauchs“! Das Wort „Pazifist“ wurde bei den Oberen ein Schimpfwort. Diese Leute untergruben die Anstrengungen des Staates zur Friedenssicherung. Wer seinen Aufnäher nicht entfernte, lief Gefahr, Repressionen zu erleiden. Trotzdem waren die Aufnäher begehrt, man steckte sie ins Portemonnaie und freute sich an ihnen: Die Gedanken sind frei … In der kleinen DDR, wo viele kein Telefon besaßen, funktionierte der geistige Austausch trotzdem erstaunlich gut. 1982 bei der Maidemonstration in Greifswald gingen wir hinter den Studenten der Theologischen Fakultät. Wir waren mit Nachdruck aufgefordert worden, nicht nach Hause zu fahren, sondern daran teilzunehmen. Wir taten das sehr ungern, für viele von uns waren die Maidemos totaler Quatsch. Da „sonnten“ sich die Funktionäre, wenn die Leute an ihnen vorbei defilierten … Diese Demo wurde dennoch ein Lehrstück über „Freie Meinungsäußerung“. Als der Zug auf unserer Höhe in Bewegung kam, rollten die „Theologen“ ihre selbstgebauten Transparente auf und da stand, wenn ich mich richtig erinnere: „Wir geben unseren Kindern kein Kriegsspielzeug.“ Das Zweite konnten wir nicht sehen, alles ging so schnell … kaum hatten sie diese Banner entrollt, stürzten schon wie wild Leute, die am Rand standen, dazwischen und entrissen ihnen die Schriftbänder – Stasi. Die waren nicht umsonst auf Höhe der Theologiestudenten platziert gewesen. Es schien, als hätten sie nur darauf gewartet, dass die Banner entrollt werden … Maulwurf? … Abhörtechnik? ZENSUR UND VERBOT DER SOWJETISCHEN ZEITSCHRIFT „SPUTNIK“ Nicht, dass ich jemals diese Zeitschrift gelesen hätte … Aber irgendwann hatte mir jemand mal einen Artikel aus dem Sputnik gezeigt und der war sehr kritisch. In der Sowjetunion bewegte sich etwas – Glasnost und Perestroika – … erstaunlich. Die Beiträge in dieser Broschüre waren der DDR-Zensur eines Tages zu gefährlich und so wurde der „Sputnik“ im November 1988 einfach verboten – eine


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Zeitschrift vom sonst so vielgelobten „Großen Bruder“! Was sollte man davon halten? Aber eigentlich wunderte man sich nicht wirklich, denn die Zensur war in Funk- und Fernsehen und Presseerzeugnissen allgegenwärtig. Die Evangelische Kirchenzeitung ließ im Herbst 1989 einfach die durch die Zensur gestrichenen Beiträge weg, sodass große weiße Löcher auf der Mittelseite klafften. Besser konnte man die Zensur nicht sichtbar machen. AUSGEREIST UND ABGEHAUEN Es war für die Hierbleibenden immer schlimm, wenn Bekannte oder Freunde plötzlich weg waren. Wir bekamen eines Tages im Herbst 1988 eine Ansichtskarte aus Bremen – wir hatten zwar in Hamburg, in Kiel und im Raum Villingen Verwandte, aber nicht in Bremen. Unsere Freunde lebten in Ungarn und durften alle zwei Jahre in den Westen reisen. Wir drehten die Karte um und erkannten sofort die Handschrift. „Viele Grüße aus Bremen senden Euch …“ Oben stand ein Aufdruck auf der Karte: Bremen hat soundsoviel Einwohner und daneben stand ganz klein „+ 2“. Wir sahen es sofort und fühlten uns verlassen, erst in 30 bzw. 35 Jahren würden wir uns wiedersehen – falls wir alle dann noch lebten … Wir trauerten.

WAHLBETRUG Bei den Kommunalwahlen am 7. Mai 1989 wurde, wie schon bei den Wahlen davor, ganz frech betrogen. Die Wahlbeteiligung sollte bei sage und schreibe 100 % gelegen haben. Darüber konnte man nur müde lächeln: 0,09 % der Stimmen ungültig, gültig 99,91 %, wovon angeblich 98,85 % für die „Liste der Nationalen Front“, die als einzige zur „Wahl“ stand, votierten. Nur 1,15 % der Wähler hätten die Liste abgewählt. Und „Wahlen“ konnte man das sowieso kaum nennen. Man hatte nur die Wahl zwischen „Zettelfalten und einwerfen“ oder die Namen durchzustreichen, jeden einzeln – sonst war die Stimme ungültig. Wer in die Kabine ging, war schon suspekt und sein Name wurde notiert. Wahlleiter Krenz verkündete das Ergebnis am späten Abend. Jeder wusste, dass die Zahlen falsch waren, doch ohne Beweis? Krenz hatte aber die oppositionellen Gruppen unterschätzt. Diese waren in etlichen Städten nach Schließung


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der Wahllokale zur Überwachung der Auszählung der Stimmen gegangen und hatten fast überall mehr Nein-Stimmen gezählt, als nachher bekannt gegeben wurden. In Berlin wurde gegen den Wahlbetrug demonstriert. Nach zahlreichen Protesten und Eingaben kam es im Herbst 1989 in ca. 20 Fällen zur Gerichtsverhandlung gegen Wahlfälscher.1 DER PLATZ DES „HIMMLISCHEN FRIEDENS“ IN PEKING Dann blickten wir nach China, wo nach monatelangen Protesten der chinesischen Demokratiebewegung am 4. Juni 1989 auf dem Tian’anmen Platz alles eskalierte. Entgeistert sahen wir im Fernsehen, wie ein Panzer auf Demonstranten losfuhr – Berlin 1953, Prag 1968 und nun Peking 1989 … Egon Krenz erklärte den DDR-Bürgern, dass er, das ZK und das Politbüro voll hinter den chinesischen Genossen stehe, die die Konterrevolution so entschlossen bekämpften. Uns entgleisten die Gesichtszüge: Der würde auch die eigenen Leute mit Panzern überfahren oder zusammenschießen lassen! UNGARN BAUT GRENZANLAGEN AB Ungarn veranstaltete eines Tages an einer Stelle der Grenze zu Österreich ein sogenanntes „Paneuropäisches Picknick“ … und schon liefen dort mehrere Hundert DDR-Deutsche über die Grenze. Am 11. September bauten die Ungarn ihre Grenzanlagen zu Österreich komplett ab – kaum zu glauben. Die Flüchtlingszahlen stiegen von Tag zu Tag … Das war die sogenannte „Abstimmung mit den Füßen“. Warum liefen so viele junge Menschen in die Botschaften von Prag, Budapest und Warschau und später über die ungarisch-österreichische Grenze? Für viele ging es um die materiellen Güter, für andere auch um die geistige Freiheit, und die Freiheit zu reisen. Durch das Weglaufen so vieler junger, gut ausgebildeter Menschen wurden die Leute in der DDR wachgerüttelt und das beschleunigte die nachfolgenden Prozesse, zumal die DDR-Regierung noch immer nicht den Dialog mit der Bevölkerung suchte, sondern diese nur wie bisher überwachen ließ. Honecker ließ sinngemäß verlauten, dass er diesen keine Träne nachweine – unglaublich, ihm lief das Volk weg und er zuckte nur mit den Schultern!? Wir hatten Angst, dass alle Freunde wegliefen und wir irgendwann als letzte „das Licht ausmachten“. Aber hier waren doch unsere Eltern und Geschwister, wir konnten doch nicht so einfach weglaufen! Dann schloss die DDR alle Grenzen. Ein


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furchtbares Gefühl des Eingesperrtseins bemächtigte sich unser. NEUES FORUM Am 21. September verkündete die Aktuelle Kamera (Nachrichtensendung des DDR-Fernsehens), dass das gerade als neue Vereinigung angemeldete Neue Forum als verfassungs- und staatsfeindlich eingestuft wurde. Wir hatten uns gerade gefreut, doch schon schien der Traum beendet. Das war ja wieder klar! Dabei wollte das Neue Forum die DDR gar nicht abschaffen, sondern nur gründlich reformieren. Kurz darauf kam eines Abends ein Bekannter aus der katholischen Kirchengemeinde zu uns. Er sammelte Unterschriften zur Wiederzulassung des Neuen Forums. Wir unterschrieben, weil wir das Gefühl hatten, dass die Zeit reif war. Einige Tage später hörten wir, dass die Stasi ihn einkassiert und eine Nacht lang verhört hatte. Dann war er wieder auf freien Fuß gekommen. Bei den vielen Leuten, die er als Gleichgesinnte angesehen hatte, war ein Stasi-Spitzel gewesen oder einer hatte sich „verquatscht“ oder wurde abgehört oder geschickt ausgehorcht … DEMONSTRATIONEN UND DER STURZ ERICH HONECKERS Am 4. September 1989 schloss sich in Leipzig an das Montagsgebet die 1. Demonstration an. Regelmäßig fanden nun montags Demonstrationen statt. Am 7. Oktober, dem 40. Republikgeburtstag, gab es Unruhen in ca. 50 Städten, nicht in Anklam.


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Eines Tages kam in Anklam ein Güterzug aus dem Süden der Republik an, auf dem etwa geschrieben stand: „Mecklenburg wach auf!“. In der Sitzung des Politbüros vom 17. Oktober 1989 wurde Erich Honecker abgesetzt und Egon Krenz – Wahlleiter bei den verlogenen Wahlen – riss die Zügel an sich. Abends präsentierte er sich in der Aktuellen Kamera.2 Wir stöhnten gequält auf: Vom Regen in die Traufe … Und was tat sich in Anklam? Am 20. Oktober abends wanderte ein kleines Grüppchen durch die Stadt zur Wohnung des Bürgermeisters, der sechs von ihnen zum Gespräch am darauffolgenden Dienstag (24.10.) einlud. An diesem Tag versammelten sich hunderte zum Friedensgebet in der Marienkirche und ca. 5.000 auf dem Markt. Der Bürgermeister lud in den Saal des Tiefbaukombinates ein, wo aber nur ein Bruchteil der Demonstranten hineinpasste. Eine Resolution wurde im Namen der Demonstranten verlesen und die Bevölkerung ließ ihrem Frust freie Bahn. Ein vereinbartes neues Treffen, an dem wieder SED-, FDGB-, FDJ-Vertreter u. a. teilnahmen, fand am Folgetag im Volkshaus statt, doch auch das war zu klein. Deshalb bot Pastor Hans-Martin Modrow die Marienkirche als Räumlichkeit für eine Einwohnerversammlung am 26.10. an. Es ging um verschiedenste Themen, auch um die Forderung nach Anerkennung des Neuen Forums. Am 30.10. lud das Anklamer Theater zum 1. Montagsgespräch, unter dem Titel „Jugend ohne Zukunft – Alter ohne Ende“. Alle erörterten den unwürdigen Zustand der Altersheime, für die Zukunft der Jugend blieb keine Zeit. Am 2. November luden sowohl der Kulturbund zum Thema „Bildungswesen“ als auch das Theater mit „Freizeit in Anklam und Umgebung“ ein. Am Folgetag zu „Bildung und Gesundheit“ in der Poliklinik kamen nur wenige Leute. Mein Mann ging zu einigen dieser Veranstaltungen, ich blieb bei den Kindern. Wichtig war, dass es trotz z. T. sehr differierender Meinungen friedlich blieb.


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