TEMPLINER
HEIMATKALENDER
2015
Hrsg. Templiner Heimatklub e. V.
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INHALTSVERZEICHNIS Eitel Knitter
Kalendarium Vor 100 Jahren nachgelesen Wetterregeln Rückblick 2013 2015 – Ein Jahr der Jubiläen und Erinnerungen Bärbel Makowitz Erna Taege-Röhnisch All mein Verletzliches Heiko Strempel 20 Jahre Wiedergründung der Schützengilde Templin 1810 Dr. habil. Hubert Völker, Jürgen Lemke Drei, für Templin und seine Besucher bemerkenswerte Uhren Dr. Wilhelm Gerhardt Die Orchideenwiese bei Engelsburg – ein Kleinod im Wald Jutta Dogan Einander begegnen – Sommer 1995 Bärbel Makowitz „Von einem der auszog, das Gruseln zu lernen“ Gisela Kinzel Wanderung in der Uckermark Annemarie Giegler Denk an di mien Uckermark Werner Foth Templin – Ein „ummauertes Dorf“? Erna Taege-Röhnisch Ich bin nur Mensch Dr. habil. Hubert Völker Zum Joachimsthalschen Gymnysium (JG) und zur Landesschule Templin (LB) zwischen den Jahren 1945–1956 (Teil II) Prof. Dr. sc. Dr.Werner Kieckbusch Das Institut für Lehrerbildung 1955–1988 (Teil III) Detlef Gabriel Rückschau nach 60 Jahren Martin Kunze Das Postheim (Teil I) Uwe Werner An 80 Jahre „Gute Zeiten, schlechte Zeiten erinnert“ Eine gelernte Buchhändlerin verwirklicht ihren „Apfeltraum“ Das „Gedächtnis“ der Stadt Mit Mann und Maus zum „Einsatzort“ Eitel Knitter Die Zeit der Inflation in Röddelin Gerhard Sydow 70 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges Dr. Barbara Neumüller, Helga Brennenstuhl, Gisela Blasek Gemeinsam leben, lernen und spielen Eine kleine Heimatgeschichte von Groß Kölpin Ruth Schulze, Helmuth Rosenow und Umgebung nach martin Staaks
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6 Klaus Feske Gisela Kinzel Katharina Heinz, Liselotte Strey, Dr. habil. Hubert Völker Dr. Rudhard Meixner Wolfgang Rohrbeck Bernhard Herzog Klaus Wehden Dr. Christa Bestmann Annemarie Giegler Wolff-Hasso Seybold Pitt Schmertosch Dr. Eva Driescher
Erna Tage-Röhnisch
Templiner Heimatkalender 2015
Doppelmord im Heckenhaus Fremde Straßen Die Ritter von Ahlimb als Gutsherren von Ringenwalde Ton vom Röddelinsee für ein Zehdenicker Ziegelwerk Aus der Flurnamengeschichte von Kaakstedt Historische Ansichten von Boitzenburg/ Uckermark Meteoriten fallen immer wieder vom Himmel, auch die Uckermark war schon mal im Fadenkreuz solcher außerirdischen Brocken Hausarbeit im Wandel der Zeiten Wi man fix tom nieet Hobby kümmt Der Kranich – ein Vogel des Glücks Das Templiner Naturtagebuch (Teil II) Gegendarstellung und Bemerkung zum Aufsatz der Autoren Freise, Völker und Focke „Neuer Erkundungen zum Strom“ im Templiner Heimatkalender 2014 Heimwärts
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Kalendarium 2015
JANUAR MONTAG DIENSTAG MITTWOCH DONNERSTAG FREITAG SONNABEND SONNTAG
VOR 100 JAHREN GELESEN: 5 12 19 26 6 13 20 27 7 14 21 28 1
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3 10 17 24 31 4 11 18 25
WETTERREGELN: JANUAR (HARTUNG) Wenn’s um Neujahr Regen gibt, oft zu Ostern Schnee noch stiebt. Ein Januar wie März, ist dem Bauern ein Scherz. Friert es auf Virgillius (31. März) dann noch Kälte kommen muß.
Dala – Granit
05.01. Neues Lichtspieltheater am Neujahrstag eröffnet. 10.01. Eine Kuriosität! In diesem Januar haben wir 2 x Vollmond. 12.01. Es soll Bäcker geben, die kein Kartoffelmehl verwenden. 14.01. Reichswollwoche – Hausfrauen spendet Socken für die Soldaten. 16.01. Wer Brotgetreide verfüttert, versündigt sich am Vaterland. 24.01. Lychen:100 verwundete Soldaten aus dem Osten eingetroffen. 28.01. Schonfrist für Rehe, Fasanen und Hasen verkürzt. 30.01. Ankauf von 51 Zentner Schmalz aus der Stadtkasse bewilligt.
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Templiner Heimatkalender 2015
FEBRUAR MONTAG DIENSTAG MITTWOCH DONNERSTAG FREITAG SONNABEND SONNTAG
VOR 100 JAHREN GELESEN: 2
9 16 23
3 10 17 24 4 11 18 25 5 12 19 26 6 13 20 27 7 14 21 28 1
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WETTERREGELN: FEBRUAR (HORNUNG) Weht im Hornung oft der West, wird das Jahr nicht allerbest. Wenn es an Lichtmeß stürmt und schneit, ist der Frühling nicht weit. Im Hornung Schnee und Eis, macht den Sommer heiß.
Streifengreis
02.02. Einladung der Uckermärker Fischer zur Generalversammlung. 04.02. Sofortige Beschlagnahme aller Hafervorräte – außer Saathafer. 09.02. Der Winter ist da, vergeßt nicht unsere Vögel. 11.02. 3.000 Mark zum Ankauf von fettem Speck genehmigt. 18.02. Aufruf! Jegliche Art von Staniol wird angenommen. 20.02. In der russischen Armee ist Fleckfieber ausgebrochen. 25.02. Der Verkauf von Feinbackwaren ist verboten. 27.02. Kaufhaus Bundfuß: Metallsammlung gegen die Kriegsnot EV.
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Eitel Knitter: Rückblick auf das Jahr 2013
Eitel Knitter
RÜCKBLICK AUF DAS JAHR 2013 JANUAR 2013 02.01. Hebammen freuen sich über deutliches Geburten-Plus. 03.01. Devise für 2013: Rentenkasse schädigen mit lange fit bleiben. 04.01. Mühlentor: Zentrale für Templiner Phänomenta-Verein. 06.01. Im Templiner Museum ist Großreinemachen angesagt. 07.01. Templiner Ring will wieder beste Kartbahn-Deutschlands werden. 11.01. Gerettete Lychener Bibliothek hat im Rathaus ein neues Domizil gefunden. 12/13. Europas schönste Tauben mit fünf Europameister stammen aus Templin. 17.01. Im Jahr 2013 kein Geld zum Ausbau der Mühlenstraße. 19/20. Jürgen Schneider erhält Ehrenmedaille für 50-jährige aktive Zeit bei der Templiner Feuerwehr. 26/27. Templiner wollen den Abriss des Bettenhauses „Salvador Allende“ verhindern. FEBRUAR 2013 01.02. VVN Denkmal in der Bahnhofstraße soll wieder auf den Weg gebracht werden. 04.02. Historische Drehleiter DL 25 ist ein Schatz der Templiner Feuerwehr. 05.02. Die Gemeinde Bergholz feiert in diesem Jahr ihren 725. Jahrestag. 06.02. Der Retzower Hans-Joachim Knopp seit 70 Jahren Mitglied der Feuerwehr.
08.02. Bahnstrecke nach Berlin bis Juni gesperrt. 12.02. Warnstreik bei der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft. 14.02. Gertrud Just mit 105 Jahren älteste Templinerin. 19.02. Kita „Käthe Kollwitz“ feierte 40-jährigen Geburtstag. 21.02. Die Kommunen im Altkreis Templin fordern mehr Polizeipräzens. 25.02. 284 Frauen und Männer engagieren sich in der Feuerwehr der Stadt.
MÄRZ 2013 01.03. Seit 62 Jahren kein Winter mit so wenig Sonne. 07.03. Ältestes ursprüngliches Hugenottenhaus Brandenburgs in Hammelspring. 09.03. Fünf Wochen Frühjahrsputz für Templiner Schuke-Orgel. 12.03. Die Winterdienste befinden sich im eisigen Wettlauf. 16/17. Fast 4.000 Unterschriften gegen den Abriss des „Salvador Allende“-Bettenhauses. 19.03. Templins langjähriger Stadtförster Dietrich Schupelius verstorben. 20.03. Frühlingsanfang? Stundenlange Schneefälle mit Schneeverwehungen. 25.03. Eiskammer Brandenburg, Coschen war mit 19 °C Minus kältester Ort in Deutschland. 27.03. Lychen: Flößerstadt künftig auf dem Ortsschild?
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Templiner Heimatkalender 2015
28/29. Der Norden erlebt den kältesten März 25/26. Flößerstadt steht auf den neuen Lyseit 130 Jahren. chener Ortsschildern. 28.05. Templin: 30.000 Übernachtungen im Jahr 2012 überschritten. APRIL 2013 31.05. Klage verloren. Aus für die Bahnstre04.04. Campingplatz-Betreiber fluchen über cke Templin/Prenzlau. die bittere Kälte. 06/04. Griechisches Fernsehen auf den Spuren der Kanzlerin. JUNI 2013. 08.04. Hohensaaten: Störe sollen wieder 01.06. Kantor Dr. Klaus-Jürgen Gundlach heimisch werden. geht in den Ruhestand. 09.04. Templin: Mehr als 7.000 Stunden 03.06. Rekord: Wels von1, 80 Länge und Arbeit im Ehrenamt DRK. 45 kg im Templiner See gefangen. 13/14. LAGA Landesgartenschau in Prenz- 04.06. Die Gefahr von Hochwasser nimmt in Brandenburg zu. lau eröffnet. 16.04. Landrat befürchtet ab 2015 weniger 8/9.06. Experten erwarten schlechtes Jahr für Geld für Busverkehr. die Imker. 19.04. Im Jahr 2012 31.000 Besucher im 17.06. Hochwasser vergrault Brandenburg MKC gezählt. die Touristen. 20.04. Metalldiebe verursachen jährlich 17.06. Nach 90 Jahren neue Stadtchronik Schäden in Millionenhöhe. übergeben. 24.04. Stadtverordnetenvorsteher R. Sieg- 19.06. Mieten im Stadtzentrum kaum noch mund gibt sein Amt ab. bezahlbar. 27.04. Ein neuer Fünf-Euro-Schein im Um- 21.06. Grünes Licht für die Schweinemastlauf. anlage in Hassleben. 30.04. Weiterhin zwei Arztpraxen im Mil- 25.06. Bürgerentscheid scheitert an der 25 % mersdorf. Hürde bei Allende-Heim. 26.06. Lychen: Künftig höherer Kurbeitrag von 1,50 pro Tag. MAI 2013 27.06. Prenzlau: Bei jungem Mädchen Tu01.05. Bilderbuchwetter, Mainelken und berkulose ausgebrochen. Gassenhauer. 03.05. Den Kleingartenvereinen plagen Nachwuchssorgen. JULI 2013 07.05. Templiner Schulwald ein bundes- 02.07. Einbrecher machen Hotels und Gasweites Vorzeigeobjekt. stätten zurzeit unsicher. 11/12. Endlich, Templiner Mühlenstraße 03.07. Grunewald: Meister Garnitz baut wird erneuert. noch Möbel für die Ewigkeit. 15.05. Jäger rücken verstärkt dem Waschbär 06/07. Groß-Dölln: Uckermärker tüftelt an auf den Pelz. Elektroautobahn. 14.05. Außenseiter Uckermark schlägt den 09.07. Eine Masernwelle rollt gegenwärtig Schwarzwald als Urlaubsziel. durch Deutschland. 17.05. 26. Deutscher Flößertag vom 23.–26. 15.07. Die Asiatische Buschmücke wird bei Mai in Lychen. uns heimisch. 22.05. Das Wetter im April 2013 erneut 16.07. Plätze in Ferienhäusern sind hier zurdeutlich zu trocken. zeit sehr rar.
Eitel Knitter: Rückblick auf das Jahr 2013
16.07. Jeder Templiner verbraucht pro Tag rund 122 Liter Wasser. 23.07. Förderverein saniert Hugenottenhaus in Hammelspring. 23.07. WOBA-Templin-UM feiert 55-jähriges Bestehen. 29.07. Affenhitze von 34 Grad im Schatten macht allen zu schaffen 29.07. Ministerpräsident Platzeck tritt zurück.
21 18.09. Ist die Montagsruhe der Bäcker noch zeitgemäß? 20.09. Wilderei in den märkischen Wäldern ist ein Problem. 23.09. Jens Köppen, CDU, gewinnt Direktmandat für den Bundestag. 24.09. NaturTherme zieht Eintrittspreise an. 27.09. Wiedereröffnung der Bahnstrecke Templin–Joachimsthal abgelehnt.
03.08. Kampf mit der Machete gegen die indische Springkrautplage. 07.08. Prenzlauer atmen auf – 250 KiloBombe entschärft. 07.08. Siegfried Breyer veröffentlicht neuen Bildband über Templin. 09.08. Über 50 Jungstörche ertrinken nach Dauerregen in ihrem Horst. 14.08. Der Juli 2013 brachte der Uckermark herrliches Sommerwetter. 16.08. Bagger reißen die Bahnstrecke Templin–Prenzlau ab. 21.08. Ein Schreiadlerpaar in der Buchheide hatte Nachwuchs. 26.08. 125-jährigem Bestehen der Bahnstrecke Templin–Löwenberg gedacht. 27.08. Das Radwegnetz um Templin wird immer enger. 31.08. Baudenkmal Hyparschale soll Ort des Lernens werden.
OKTOBER 2013 04.10. Dem Salvador-Allende-Heim steht letzter Gang bevor. 07.10. Prenzlau: Tschüs LAGA – 462.000 Besucher . 09.10. Lychen: Anerkannter Erholungsort bis 2023 genehmigt. 14.10. Alte Feuerwehr in Boitzenburg braucht dringend Hilfe. 11.10. Beginn der Weinlese am Densowsee. 15.10. Templiner Forstchor rettet bundesweites Sängertreffen. 19/20. Viehdiebe schlagen in der Uckermark am häufigsten zu. 19/20. Bürgergarten sollte Erholungspark für die ganze Familie werden. 22.10. Goldener Meisterbrief für Tischlermeister Jürgen Berkner. 23.10. 135 Ahornbäume an der Straße nach Gandenitz gepflanzt. 26/27. Holzdiebe ärgern zur Zeit Förster und Waldbesitzer.
SEPTEMBER 2013 02.09. Prenzlau: Fieberhafte Suche nach dem Tbc-Erreger. 02.09. DRK-Wasserwacht Templin – seit 1953 – wird 60 Jahre alt. 7/8.09. Regen und Kälte hat Zahl der Jungstörche stark dezimiert. 13.09. Kaltes und nasses Frühjahr vermasselt eine gute Obsternte. 16.09. Goldenes Kreuz strahlt über Klosterkirche in Götschendorf.
NOVEMBER 2013 04.11. Hausschlachtungen in der Uckermark wieder im Trend. 06.11. Dem Zweckverband Wasser 1.000 Wasseruhren gestohlen. 07.11. Baudenkmal Hugenottenhaus in Hammelspring ist Baustelle. 13.11. Wälder in der Mark sind wieder gesünder. 16.11. MKC zum siebenten Mal in Folge mit Kinopreis ausgezeichnet.
AUGUST 2013
22 16.11. Die DB. wechselt auf Strecke Templin–Milmersdorf Schwellen aus? 19.11. 20 Jahre MKC ist eine Erfolgsgeschichte geworden. 21.11. Unter dem Vorplatz der Kirche schlummert mittelalterliches Pflaster. 24.11. Wiege der Templiner Sparkasse von 1822 stand am Markt 13. 26.11. Bald wieder Leben im Berliner Tor. 30.11. Altes Handwerk zeigt sich im historischen Gemäuer des Berliner Tores.
DEZEMBER 2013 02.12. Im ersten Quartal 2014 erfolgt Ausbau der Oberen Mühlenstraße. 03.12. Masern werden in Deutschland wieder zur Bedrohung. 05.12. Orkan „Xaver“ wütet mit Schneesturm über Templin. 10.12. Betriebe in Grenznähe frustriert über Grenzkriminalität. 12.12. Weihnachtsbaum Nr. II aufgestellt – Weihnachtsmarkt gerettet. 13.12. Abriss des Bettenhauses S. Allende soll noch im Dezember beginnen. 17.12. Lychen: Die St. Johanniskirche ist saniert – es wird aufgeräumt. 18.12. Lychen: Siegmund Cohrs nach 75 Jahren wieder Ehrenbürger. 20.12. Strompreise in Deutschland 46 % über EU Durchschnitt. 23.12. Ehemaliger Ministerpräsident Platzeck wird Uckermärker. 27.12. Templin testet Blähschiefer zum Abstumpfen von Straßen und Wegen. 31.12. Ab 1. Januar 2014 zahlen Urlauber in Lychen mehr Kurtaxe.
Werbeanzeigen aus dem „Templiner Kreisblatt“ vom 07.02.1880
Templiner Heimatkalender 2015
Bärbel Makowitz: 2015 – Ein Jahr der Jubiläen und Erinnerungen
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Bärbel Makowitz
2015 – EIN JAHR DER JUBILÄEN UND ERINNERUNGEN Das Jahr 2015 ist sowohl für Templin als für die Regional-, National- und Weltgeschichte ein ereignisreiches Jahr. Auf viele der im Weiteren angesprochenen Jubiläen, Ereignisse und Höhepunkte wurde in früheren Heimatkalendern schon eingegangen, manches wartet aber auch noch auf eine Aufarbeitung. Das älteste Jubiläum ist der 785. Jahrestag der Gründung der Stadt Templin. 1230 hatten die askanischen Markgrafen Otto III. und Johann I. das Territorium des heutigen Stadtgebietes von den Pommernherzögen gekauft. Es ist davon auszugehen, dass noch im gleichen Jahr die Stadtanlage begann und das Stadtrecht in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts nach der ersten Befestigung verliehen wurde. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang auch das 745. Jubiläum der Ersterwähnung „Templyns“ von 1270 in einer Urkunde anlässlich eines Ländertausches der Gebiete und Städte Löwenberg und Königsberg (Neumark – heute Choina) zwischen den askanischen Markgrafen Johann, Otto und Konrad und dem Bischof Heinrich von Brandenburg. 1995 feierten die Templiner und ihre Gäste dieses Ereignis mit zwei Stadttorfesten und einem Festwochenende. 1480 wurde die Stadt nach mehreren Herrschaftswechseln endgültig brandenburgisch. Mit der Abschaffung der Länder 1952 in der DDR wurde Templin dem Bezirk Neubrandenburg zugeschlagen. Nach einer Volksabstimmung mit den ersten demokra-
tischen Wahlen 1990 wurde Templin erneut brandenburgisch. Glücklicherweise erstellte Christoph Dietrich Wanckenheim vor 290 Jahren, 1725, ein Verzeichnis, das „Castrum derer Hausstellen der Imediat Stadt Templin“ und fertigte dazu einen detaillierten Stadtplan. Denn 10 Jahre später ereilte Templin das bis dahin größte Brandunglück, das die gesamte Stadt bis auf die Stadtmauer und die Sankt-Georgen-Kapelle in Schutt und Asche legte. Das Verzeichnis von Wanckenheim war Grundlage zur Rekonstruktion der Besitzverhältnisse in der Stadt. Wiederum 10 Jahre später wurde auf Weisung Friedrich II. der Templiner Kanal angelegt, der Bahnhof „Templin-Stadt“ existiert seit nunmehr 115 Jahren. 1810 war das Gründungsjahr der „Templiner Schützengilde“, die 1830 ihr Vereinshaus, das „Schützenhaus“ und auch den Bürgerpark, den heutigen Bürgergarten, anlegte. Die heutige Grundschule „Johann Wolfgang von Goethe“, die frühere „Bürgerschule“, feiert 2015 ihren 105. Geburtstag. Vor 90 Jahren gab Studienrat Hans Philipp, Lehrer am „Joachimsthalschen Gymnasium“, das Buch „Geschichte der Stadt Templin“ heraus. Es wurde 1995 mit 295 Exemplaren nachgedruckt. Während der Feierlichkeiten zur „725-Jahrfeier der Ersterwähnung der Stadt Templin“ wurde in Würdigung seiner Arbeit in Anwesenheit seiner Tochter Jutta Dogan die 2. Scheidung der
24 Lychener Straße in „Hans-Philipp-Straße“ umbenannt. Jutta Dogan, sie lebt heute in Karlsruhe, erinnert sich in ihrem Beitrag für diesen Heimatkalender „Einander begegnen – Sommer 1995“ daran. 1930 kündigte nur ein Plakat am Rathaus „1230 – 1930 – 700 Jahre Stadt Templin“ von diesem bedeutsamen Jubiläum in der Stadt. In der Zeit der Weltwirtschaftskrise war kein Geld für Festivitäten vorhanden, weshalb dieses zwei Jahre später zusammen mit der „100-Jahrfeier des Männergesangsvereins“ nachgeholt wurde. Anlässlich des Stadtjubiläums erschienen von Forstmeister Schmidt und Lehrer Hentschel Festbroschüren, die heute noch als Rarität in einigen Haushalten zu finden sind. Im gleichen Jahr konnte bereits am 1. April das neue Kreiskrankenhaus in der Robert-Koch-Straße eröffnet werden. 80 Jahre liegt der Bau der katholischen Kirche in der Prokopiusstraße zurück. Nachdem die Maria-Magdalenen-Kirche nach der Reformation zu einem evangelischen Gotteshaus geworden war, besaß die katholische Gemeinde keine eigene Kirche mehr, sondern nutzte zeitweise die Sankt-Georgen-Kapelle bzw. Privathäuser. Erst 1935 wurde die heutige „Herz-Jesu-Kirche“ errichtet. Während vor 100 Jahren der 1914 ausgebrochene 1. Weltkrieg sich zu einem Stellungs- und Materialkrieg entwickelte, endete vor 70 Jahren im Mai 1945 der 2. Weltkrieg. Durch den Bombenabwurf am 6. März 1944 wurde auch Templin in das unmittelbare Kriegsgeschehen einbezogen, 215 Menschen fanden den Tod, zahlreiche Wohnhäuser und öffentliche Gebäude wie das Rathaus und das Krankenhaus wurden zerstört bzw. beschädigt. Das Kriegsende brachte weitere Zerstörungen, Verwüstungen, Leid und Tod durch abziehende fanatische Wehrmachtsangehörige sowie die Besetzung der Stadt Ende April mit sich. Unter dem Eindruck der faschistischen Propaganda und des Vorgehens der sowjetischen Soldaten, die durch eigene
Templiner Heimatkalender 2015
Propaganda aufgefordert wurden, mit den besiegten Deutschen zu tun und zu lassen, was sie wollten, kam es zu 138 Selbstmorden in der Stadt. Der letzte wurde erst im November 1945 im Standesamtsregister erfasst. Besonders groß war auch die Sterberate bei Säuglingen, viele sind verhungert. Insgesamt wurden 800 Tote im Kreis Templin verzeichnet. Durch die Umwandlung der damaligen Landesschule zum „Institut für Lehrerbildung“ im Jahre 1955 blieb Templin zwar weiterhin Bildungsstandort, aber die Stiftung des „Joachimsthalschen Gymnasiums“ wurde enteignet und damit eine historische Institution zerstört. Die humanistischen Traditionen dieser Bildungseinrichtung wiederzubeleben war nach der Wende Anliegen des Vereins der „Alten Joachimsthaler“ und des im Januar 2014 neu gegründeten Fördervereins des Joachimsthalschen Gymnasiums. Am 19. Januar 1965 wurde die Richtkrone auf dem neu errichteten Teil des Rathauses aufgezogen. Durch den Bombenangriff vom 6. März 1944 stark zerstört, wurde das Gebäude aus Lottomitteln und Spenden durch den VEB(K) Baureparaturen als NAW-Leistung wieder aufgebaut. Vor 45 Jahren wurde im Bürgergarten der Grundstein für einen Gaststättenkomplex im Bereich des früheren Schützenhauses gelegt. Ein Jahr später wurde die Hyparschale, ein Mütherbau, heute unter Denkmalschutz, fertiggestellt. Es folgte ein Mehrzweckgebäude mit Restaurant und Tanzbar sowie Räumlichkeiten und Heimgaststätte für die Urlauber des 1977 eröffneten FDGB-Heimes „Salvador Allende“. Fünf Jahre später, 1975, wurde das Templiner Bekleidungswerk für 400 Beschäftigte übergeben – es war einer der größten Arbeitsgeber in der Stadt bis 1990. Produziert wurden Hosen, u.a. Jeans der Marke „Wisent“, auch für den Export. Seit 1998 ist das Werk im Besitz der dänischen Firma „Joha“.
Bärbel Makowitz: 2015 – Ein Jahr der Jubiläen und Erinnerungen
Das Jahr 1980 war das Eröffnungsjahr der Polytechnischen Oberschule „Karl Liebknecht“ und der Kinderkombination „Lea Grundig“, die Förderschule „Willy Gabbert“ bezog ihr heutiges Schulgebäude und in der Mühlenstraße wurde die Gaststätte „Stadt Templin“ mit einer Tanzbar eingeweiht. 2015 jähren sich zum 25. Mal der Tag der ersten demokratischen Wahlen und die schon erwähnte Wiederzugehörigkeit der Stadt zum erneut gebildeten Land Brandenburg sowie der „Tag der Deutschen Einheit“. Zu den Jubiläen dieses Jahres gehören auch der Abschluss des Städtepartnerschaftsvertrages mit Bad Lippspringe und die Gründung erster Vereine, u. a. des „Templiner Heimatklubs“, dem Herausgeber des „Templiner Heimatkalenders“. In eigener Sache zu nennen ist das Erscheinen der 25. Ausgabe des „Templiner Heimatkalenders“. Möglich geworden war die Wiederauflage des „Templiner Kreiskalenders“, der bereits von 1928 bis 1944 herausgegeben wurde, durch die Partnerschaftsbeziehungen zu Bad Lippspringe. Weite Wege
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mussten die Manuskripte anfangs zwischen Templin und Bad Lippspringe zurücklegen. Die meisten wurden damals noch handgeschrieben eingereicht, in der Druckerei Heggemann die erste Druckfahne hergestellt. Der Ausdruck wurde vom Redaktionskollegium korrigiert und dann das Bild- und Textmaterial zu den entsprechenden Manuskriptseiten zusammengeklebt. Seit 1997 ist der SchibriVerlag unser zuverlässiger Partner bei der Herausgabe des Kalenders. Viele Autoren haben diesen Kalender zu einem wichtigen Zeit- und Geschichtsdokument werden lassen. Einige von ihnen, so u.a. Dr. Detlef Hensel, Dr. Knut Arendt, Günter Naacke, Dr. Kurt Bormeister und Dr. habil. Hubert Völker sind nicht mehr unter uns. Wir freuen uns, in dieser Jubiläumsausgabe auch zwei bisher unveröffentlichte Gedichte unserer Heimatdichterin Erna TaegeRöhnisch vorstellen zu können, die sie ihrer Freundin widmete. Ich danke Frau Karin Tietze, die uns diese aus dem Nachlass ihrer Tante überließ.
Erna Taege-Röhnisch
ALL MEIN VERLETZLICHES All mein Verletzliches, das mich bedrängt, ward nicht zum Fluche über mich verhängt, ist Unersetzliches, in mich gesenkt daß es mich aus dem allgemeinen Gleise auf meine eingeborenen Wege lenkt.
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Templiner Heimatkalender 2015
Heiko Strempel
Sportleiter der Schützengilde Templin
20 JAHRE WIEDERGRÜNDUNG DER SCHÜTZENGILDE TEMPLIN 1810 Unsere im Jahre 1810 gegründete Schützengilde existierte durchgängig bis zum Ende des 2. Weltkrieges. In vorangegangenen Berichten ging man davon aus, dass die Gilde sich im Jahre 1938 aufgelöst hatte, weil in der alten Chronik von Walter Blankenburg in diesem Jahr der letzte Eintrag erfolgte und auch ein Polizeiverbot zum „Schießen jeglicher Art“ verzeichnet ist. Während der Zeit des Nationalsozialismus war die Gilde im Deutschen Schützenbund integriert und nach deren Auflösung im Jahre 1936 Mitglied im Deutschen Schützenverband. Der Deutsche Schützenverband war wiederum in den Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen eingebunden, in dem alle Sportvereine „gleichgeschaltet“ wurden. Die Stände der Gilde wurden neben den normalen Schießwettbewerben vorwiegend von der SA und HJ benutzt. Auch die jährlichen Winterhilfswerk-Schießen und späteren Kriegswinterhilfswerk – Veranstaltungen wurden neben anderen Örtlichkeiten auch hier durchgeführt. Im Jahre 1943 fand das letzte Königsschießen statt, im Jahre 1944 gab es wahrscheinlich infolge des Bombenangriffs vom 6. März keine Feierlichkeit mehr und im November 1945 wurden in ganz Deutschland alle Schützenvereine verboten. In der späteren BRD wurden als erstes in der englischen und amerikanischen Besatzungszone ab 1948 christlichen Verei-
nen (Schützenbruderschaften) der öffentliche Auftritt ohne Degen und Waffen erlaubt und ab 1949 auch in der französischen Zone. Geschossen werden durfte hier nur mit Armbrust oder Bogen. Im Jahre 1951 gründete sich der Deutsche Schützenbund wieder und im Laufe der Jahre normalisierte sich das Vereinsleben. Auf dem Gebiet der russischen Besatzungszone und späteren DDR, in der bis 1945 auch unsere Gilde ansässig war, gab es bis zur Wende 1990 keine Schützenvereine nach altem Muster. Der Schießsport wurde innerhalb der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) wieder zur vormilitärischen Ausbildung genutzt und das bis zum Ende der DDR. Im Jahr 1994 wollten 15 Templiner und Personen aus umliegenden Orten an die ur-
10 der 15 Gründer auf einem der ersten Fotos nach der Wiedergründung.
Heiko Strempel: 20 Jahre Wiedergründung der Schützengilde Templin 1810
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Der „Alte Fritz“ inmitten seiner Vasallen aus der Uckermark. Foto Heiko Strempel/Schützengilde Templin
sprünglichen Traditionen von 1810 anknüpfen und gründeten am 19. Juni die Schützengilde Templin wieder. Der 19. Juni 1994 wurde bewusst gewählt, weil an diesem Tag vor 184 Jahren die ursprüngliche Gründung stattfand. Der Verein wurde in das Vereinsregister eingetragen und erhielt dadurch den Zusatz e. V., eingetragener Verein. Erster Vorsitzender wurde Wolf Lobedan, der schon im Jahre 1996 zurücktrat und durch Richard Springborn ersetzt wurde. Drei der ehemaligen Gründer sind noch im Jahre 2014, also im 20. Jubiläumsjahr, Mitglied bei uns. Es sind Fritz Schäfer, Frithjof Schlicke und Bernd Springborn.
Landesschützentage des Brandenburgischen Schützenbundes wurden in den 1990er Jahren in Templin abgehalten. Eine öffentliche Ehrung unserer Freiheitskämpferin, Friederike Krüger, fand anlässlich ihres 150. Todestages 1998 auf dem Sankt-Georgen-Kirchhof durch die Gilde statt. Im Jahr 1999 erwarb die Gilde einen Teil des ehemaligen Holzumformplatzes in Reinfeld von der BVVG. Das darauf befindliche Verwaltungsgebäude wurde in ca. 3200 freiwilligen Arbeitsstunden umgebaut und im Jahre 2000 pünktlich zum Schützenfest eingeweiht. An den Jubiläen des Stadions und der Freiwilligen Feuerwehr nahm die Gilde im Jahre 2003 teil. Im Jahr 2004 begingen wir Seit dem Jahr 1994 ist viel Zeit ins Land dann die Feier zum 10. Jahrestag der Wiedergeflossen, es wurde viel unternommen und gründung öffentlich mit einem Salutschießen einiges mit vereinten Kräften aufgebaut. Zwei auf dem Markt und dem Umzug durch die
28 Innenstadt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren auch die neuen Schießstände in Reinfeld fertig gestellt und Helmut Böge wurde zum Vorsitzenden der Gilde gewählt. Die Schießstände unserer Gilde entwickelten sich im Laufe der nächsten Jahre zum Magneten für Jäger und Schützen befreundeter Vereine, aber auch anderer Verbände, die dann sogar Landesmeisterschaften bei uns durchführten. Auch eine starke Salutschützenabteilung, die auf vielen öffentlichen Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Stadtmauerlauf auftritt, war und ist Bestandteil der Gilde. Öffentlichkeitsarbeit wurde weiterhin entwickelt, hier unter anderem durch Fernsehauftritte, jährliche Tage der offenen Tür und eine eigene Internetseite. Unsere Schützengilde feierte am 19. Juni 2010 ihren 200. Geburtstag auf dem Marktplatz der Stadt Templin. Gleichzeitig fand dort das 21. Templiner Stadtfest statt, auf dem wir, viele befreundete Vereine und auch der Fanfarenzug Templin, einen Ummarsch
Templiner Heimatkalender 2015
durchführten und uns mit einer Ausstellung über unsere Gilde präsentierten. Im Jahre 2012 bauten wir eine Sektion „Bogensport“ auf, die bis zum Jahre 2014 schon ca. 15 Mitglieder hatte. Hier betreuen unsere zwei Sportleiter „Bogen“, Klaus Besser und Marko Kasprik, die kleine Mannschaft. Durch das von Jens Meyer, der auch schon deutscher Meister im Bogensport war, eingebrachte 3D-Bogenschießen haben wir noch größeres Interesse bei Außenstehenden geweckt. Im Jahre 2013 nahmen wir dann noch anlässlich des 58. Deutschen Schützentages in Potsdam teil, auf der uns der „Alte Fritz“ mit der Frage konfrontierte „wo wir wohl herkämen“, bedingt durch ein vergessenes Herkunftsschild durch den Gastgeber. Auf unsere Antwort „Aus der Uckermark …“ sagte er dann, nachdem er unsere Templiner Fahne mit der Aufschrift „Seit einig und stark Ihr Schützen der Uckermark“ sah, „Ach ja, meine Vasallen aus der Uckermark …“
Der Vorsitzende und sein damaliger Stellvertreter beim Anbringen der Erinnerungsbänder anlässlich der 200-JahrFeier. Foto: Uwe Werner
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Annemarie Giegler
DENK AN DI MIEN UCKERMARK Denk ick an di mien Uckermark, dät is mien Heimat, mien Tohus, dor hebb ick spält as kleinet Kind bi Sunn un Sturmjebrus. In’n Winter stöm’t de Schnee üm’t Hus, ut’n Schoschsteen treckt de Rook, up’t Obenbank ist mollig warm, dor läst ick manchet Book. De Bullergroben brummelt leis ’int Frühjohr in de Wisch, de Schnee daut’ wech, wärd alles grön, hoch sticht de Lerch, se singt ehr Lied se flücht so hoch, is kum to sehn! Jäl blöhjt de Raps, un blau de Lien. As blanke Oogen lüchten klor de Seen so hell in’n Sunnenschien, mang Böken, Berken un ok Keen’. Et jiwt ok Frünnen hier, mi jeit dät god, hebb Arbeit hier un Brot; doch mien Jedanken un mien Hart sind oft bi di, mien Uckermark, dänn seh’k dien Licht, mi wärd ganz warm, is öwerall Ruh un Frieden. Mien leew, grön Uckermark mücht ümmer doch so blieben.