WINTER 2011
SICHER
mit meiner
Krankenkasse
Geschätzte Kundinnen Geschätzte Kunden Das Gesundheitswesen sorgt regelmässig für Diskussionen – mit kontroversen Ansichten und unbeantworteten Fragen. Die jährlich steigenden Gesundheitskosten, Managed Care, der Wettbewerb zwischen den Versicherern oder die Frage nach der finanziellen Sicherheit der einzelnen Krankenversicherer führen nicht selten zu hitzigen Diskussionen. Gehen Sie als Kundin oder Kunde eines kleineren Versicherers ein spezielles Risiko ein? Auf Seite 3 erfahren Sie mehr über die gesetzlichen Auflagen und Rahmenbedingungen, die alle Krankenversicherer zu erfüllen haben. Schneebedeckte Strassen und vereiste Wege führen regelmässig zu schmerzhaften Stürzen. Nicht selten endet eine Bruchlandung mit einem Besuch beim Doktor oder sogar im Spital. Auf Seite 5 finden Sie Tipps, wie Sie sicher übers Glatteis kommen. Und falls Sie trotzdem einmal stürzen sollten, sagen wir Ihnen auf Seite 6, wie Prellungen, Zerrungen oder Verrenkungen möglichst wirksam behandelt werden können. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen schönen und vor allem unfallfreien Winter.
Marcel Graber Direktor RVK
Interview: Sarah Meier, Eiskunstläuferin
«Ich glaube an das Glück des Tüchtigen.» 1
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I nterview
«Eiskunstlauf ist für mich die perfekte Mischung aus Kunst, Eleganz, Musik und Athletik.» Sarah Meier ist achtfache Schweizer Meisterin und blickt auf zahlreiche Erfolge an internationalen Wettkämpfen zurück. Trotz vielen Verletzungen versucht sie, stets das Positive zu sehen und sich an ihren Zielen zu orientieren. Sarah Meier, wie sieht der typische Tagesablauf einer Eiskunstläuferin aus? Der Tag beginnt mit einem knapp einstündigen Warm-up, anschliessend folgt das eigentliche Eis-Training. Nach der Mittagspause absolviere ich nochmals das gleiche Programm – manchmal durch eine zusätzliche Krafteinheit ergänzt. Es gibt auch Tage, an denen ich mit meinem Konditionstrainer «off Ice» trainiere – danach bin ich jeweils kaputt. Zudem arbeite ich seit langem mit einem Sportpsychologen zusammen. Welches war der sportliche Höhepunkt in Ihrer Karriere? Die beiden Silbermedaillen an der Europameisterschaft, obwohl die erste zugleich meine
grösste Enttäuschung war. Die Teilnahmen an den Olympischen Spielen waren zudem erlebnisreiche Erfahrungen. Was tun Sie, um auf dem Eis zu glänzen? Ich versuche, das Kleid auf die Musik abzustimmen – natürlich muss es auch bequem sein. Für Haare und Make-up wende ich etwa eine Stunde auf. Für mich ist das ein Ritual, bei dem ich gut abschalten kann. Insgesamt mag ich es aber lieber schlicht – weniger ist mehr! Achten Sie auf die Ernährung? Ich muss mein Gewicht halten, da sich wenige Kilos mehr oder weniger auf die Sprünge auswirken: Bin ich zu leicht, fehlt mir die Kraft für das ganze Programm, bin ich hingegen zu schwer, gelingen die Sprünge nicht mehr so gut. Ich ernähre mich deshalb ausgewogen, verzichte auf nichts. Dass ich alles essen kann, worauf ich Lust habe, wäre jedoch gelogen.
Sarah Meier 4. Mai 1984 Hobbys Sport allgemein, Tanzen, Freunde treffen, backen Lieblingsessen Sushi, Riz Casimir Darauf bin ich besonders stolz Auf meine Familie, meine Schwester! Schönstes Erlebnis als Eiskunstläuferin Die Olympischen Spiele dreimal erleben zu dürfen.
Was sind Ihre Ziele für die nächsten Jahre? Der Abschluss meiner Eislaufkarriere war die Europameisterschaft. Jetzt nehme ich noch an den «Art-On-Ice»-Veranstaltungen teil. Ich hoffe, dass ich nachher etwas finde, das mich genauso befriedigt und herausfordert wie das Eislaufen.
Von einer Winterdepression spricht man, wenn die für diese Depressionsform typischen Symptome während mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahren nur im Winter auftauchen und im Sommer verschwinden. Es sind keine anderen Auslöser der Depression erkennbar. Konzentrationsschwierigkeit, Energie- und Antriebslosigkeit sind häufige Symptome einer Winterdepression.
M edizin
Wenn der Winter traurig macht Menschen, die in den kurzen Wintermonaten regelmässig niedergeschlagen sind oder während Wochen Lustlosigkeit und Müdigkeit verspüren, leiden möglicherweise an einer Winterdepression. Der Gang zum Hausarzt kann sich lohnen, da saisonale Depressionen heute therapierbar sind. Längere depressive Phasen im Spätherbst und Winter können Ausdruck eines krankhaften Zustands sein, der in der Psychiatrie als Winterdepression («Seasonal affective disorder», SAD) bekannt ist. Die Symptome sind teilweise dieselben wie bei anderen Depressionsformen: Energieund Antriebslosigkeit, Irritabilität und Ängste, Gefühle der Hilflosigkeit und Ohnmacht, Kon-
zentrationsschwierigkeiten und sozialer Rückzug. Besonders ausgeprägt ist ein erhöhtes Schlafbedürfnis und – im Gegensatz zu den meisten sonstigen Depressionen – ein grosser Appetit mit Heisshunger auf Kohlenhydrate (Süssigkeiten). Frauen häufiger betroffen Eine repräsentative Umfrage der Universitätsklinik Basel in der Schweiz hat gezeigt, dass 1,7 Prozent aller Männer und 2,8 Prozent aller Frauen an einer Winterdepression leiden. Als Ursache der saisonalen Depression wird eine Störung des biologischen Tagesrhythmus angenommen. Dieser ist abhängig von Lichtimpulsen an die «innere Uhr», die – je nach Jahreszeit – unterschiedlich sind.
Behandlung möglich 60 bis 80 Prozent der Patienten mit SAD können von einer Lichttherapie, bei der sie mit einer Speziallampe bestrahlt werden, profitieren. Nebenwirkungen kommen nur selten vor und verschwinden nach einigen Tagen. Patienten, die an Augenerkrankungen leiden, sollten nur nach Rücksprache mit ihrem Augenarzt eine Lichttherapie machen. Falls die Lichttherapie nicht hilft, haben Patienten folgende Alternativen zur Auswahl: • Täglicher Spaziergang (mindestens 1⁄2 Stunde) • Verlegung der Lichttherapie auf den Abend • Kombination von Lichttherapie und medikamentöser Behandlung Bei schwereren Depressionen muss eine stationäre Behandlung in einer spezialisierten Klinik in Erwägung gezogen werden. Dr. med. Stephan N. Trier, M.H.A., Ärztlicher Direktor, Klinik Aadorf
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Dank überschaubaren Organisationsstrukturen sind kleinere Krankenversicherungen flexibel und kundennah.
BRANCHE
Klein, aber sicher Ist finanzielle Sicherheit abhängig von der Grösse? Oder anders gefragt: Welche Kriterien sind wichtig, um als Krankenversicherer überleben zu können? Haben nur grosse Krankenversicherer eine Zukunft? Gehen Kundinnen und Kunden von kleineren Krankenkassen ein Risiko ein? Das Thema «Krankenversicherung» ist Anlass für Diskussionen – häufig mit kontroversen Ansichten und unbeantworteten Fragen. Ein kleiner Ratgeber. Immer wieder wird in den Medien betont, dass bezüglich Krankenversicherungen «big is beautiful» gilt. Studien und Umfragen widerlegen jedoch diese grundsätzliche Aussage. Für Krankenversicherer geht es darum, das Optimum zwischen Markterfolg und – das ist prioritär – einer gesunden finanziellen Entwicklung zu erreichen. Die Mitgliederentwicklung in der Grundversicherung ist dazu ein zentraler Marktindikator. Eine Studie von Dr. Daniel Diserens zeigt unter anderem, dass es in allen Grössenklassen erfolgreiche Versicherungen gibt und
die kleinen und mittleren ihren Marktanteil seit 2005 sogar erhöhen konnten. Kleine kennen ihre Kundinnen und Kunden Da die zehn grössten Anbieter sich bereits 90 Prozent des Marktes aufteilen, geht es für kleine und mittlere Krankenversicherer darum, sich in klaren Nischen und Segmenten zu behaupten. Dass dies möglich ist und von den Kunden dieser Kassen geschätzt wird, zeigen beispielsweise die jährlichen Kundenumfragen von comparis.ch: Die kleinen und mittleren teilen sich häufig die ersten Plätze – vor CSS, Helsana und Co. Schriftliche Umfragen und persönliche Gespräche mit den Versicherten machen deutlich, dass immer mehr Leute den direkten, unbürokratischen und kundenorientierten Kontakt zu ihrer Krankenkasse schätzen. Dank kleiner und dadurch überschaubarer Organisationsstrukturen sind die Kassen flexibel und kundennah – die Versicherten kennen die Ansprechpersonen. Der persönliche Kontakt zum Kunden ist wichtig, da er die Dienstleistungsqualität erhöht. Mögliche Marktchancen werden dadurch frühzeitig erkannt.
Glossar Obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) Die Obligatorische Krankenpflegeversicherung umfasst die Versicherungsleistungen, die im Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) festgehalten sind. Die Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung sind für alle Versicherten identisch und decken die Bereiche Krankheit, Unfall und Mutterschaft ab.
Minimale Sicherheitsreserven Die Versicherer müssen das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben halten und ständig über eine Sicherheitsreserve verfügen. Die Reserve wird in einem Prozentsatz angegeben und ist von der Anzahl Versicherten einer Kasse abhängig. In der OKP muss diese – bezogen auf das Rechnungsjahr – zwischen 10 und 20 Prozent betragen.
Gesetzliche Auflagen erhöhen Sicherheit Um den Versicherten die notwendige Sicherheit zu gewährleisten, müssen die Krankenversicherer – und damit auch die kleinen und mittleren – zahlreiche gesetzliche Auflagen erfüllen und ihre Zahlen regelmässig den Aufsichtsbehörden melden. So müssen beispielsweise die Reserven und Rückstellungen über den gesetzlichen Anforderungen liegen, und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) überwacht jährlich die Prämienkalkulation. Die kleinere Risikobasis, die durch die geringere Anzahl Versicherter automatisch entsteht, wird durch Rückversicherungen ausgeglichen. Für attraktive und innovative Angebote im Bereich der Zusatzversicherungen sind die kleinen Krankenkassen in Partnerschaften eingebunden. Dank der schlanken und effizienten Organisationsstrukturen sowie des zentralen Einkaufs von Dienstleistungen liegen die Verwaltungskosten oft unter dem Durchschnitt, was sich wiederum in den Prämien niederschlägt.
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Sexuell übertragbare Krankheiten wie Syphilis und Gonorrhö sind in der Schweiz wieder auf dem Vormarsch. Geschützter Geschlechtsverkehr mit Kondom kann vor verschiedenen Krankheiten schützen.
GESUNDHEIT
Frust nach der Lust Ende des vergangenen Jahrhunderts war die Zahl der Syphilis-Erkrankungen rückläufig. Nun hat sich in den letzten Jahren ein gefährlicher Trend entwickelt: Die sexuell übertragbaren Krankheiten wie Syphilis und Gonorrhö sind in der Schweiz auf dem Vormarsch. Bis Ende August 2010 wurden 785 Fälle von Syphilis und 832 Gonorrhö-Fälle registriert. Zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr waren es rund ein Drittel weniger. Zusätzlich infizierten sich 3331 Personen mit Chlamydien, einer ebenfalls sexuell übertragbaren Krankheit. Syphilis kann tödlich enden Syphilis sorgte seit 1500 europaweit für Epidemien. Nachdem sie lange Zeit nicht heilbar war, hatten Mediziner mit der Entwicklung von Penicillin im Jahre 1943 endlich eine Waffe gegen die tödliche Krankheit in der Hand. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch den sexuellen Kontakt mit einer infizierten Person. Nach durchschnittlich drei Wochen zeigen sich erste, leicht übersehbare Symptome: meist ein schmerzloses Geschwür an der Stelle, wo die Erreger eingetreten sind. In einem zweiten Stadium treten diverse Hautausschläge auf. Wer-
den auch diese übersehen, drohen nach Jahren bis Jahrzehnten ernsthafte Komplikationen an Herz, Gefässen und Gehirn, die bei jedem zehnten Patienten zum Tod führen. Gonorrhö häufigste Geschlechtskrankheit Erste Symptome treten meistens zwei bis drei Tage nach der Infektion auf: beim Mann mit einer Rötung oder Schwellung an der Harnröhrenmündung, verbunden mit Schmerzen beim Wasserlösen und eitrigem Ausfluss. Unbehandelt greift die Infektion auf Prostata und Nebenhoden über. Bei der Frau verläuft die Infektion meist milder oder gar unbemerkt, kann aber aufsteigend die Gebärmutter, die Eileiter und Eierstöcke befallen. Heilung bringt eine Behandlung mit Antibiotika, wobei sich immer häufiger eine Resistenz zeigt. Chlamydien bleiben oft unentdeckt Von der Infektion mit Chlamydien sind vorwiegend Frauen betroffen; bei fast der Hälfte handelt es sich um junge Frauen unter 20 Jahren. Da die Krankheit oft unentdeckt bleibt, ist sie heimtückisch, denn sie kann zu Unfruchtbarkeit führen. Symptome sind Brennen beim Wasserlösen, oft verbunden mit einem Juckreiz. Auch hier können Antibiotika zur Heilung führen.
Kondome sind der verlässlichste Schutz vor Ansteckung. Oder wie das BAG in seiner Kampagne rät: Kein Eindringen ohne Gummi! Kein Blut und Sperma in den Mund!
Hintergrund-Infos / Weblink Die Ursache der steigenden Zahl von Geschlechtskrankheiten liegt wahrscheinlich in der Zahl der ungeschützten Kontakte – die wirkungsvollen Therapiemöglichkeiten scheinen die Angst vor HIV genommen zu haben. Zudem sind viele Jugendliche schlecht aufgeklärt: Eine im Jahr 2010 durchgeführte Studie in der Schweiz zeigt, dass über 20 Prozent glauben, dass sie sich auf einer Toilette mit einer Geschlechtskrankheit anstecken können. 1,4 Prozent geben an, beim ersten Mal kein Kondom zu benutzen. Oralsex wird teilweise immer noch als unproblematisch angesehen. Wichtig deshalb: Kondome sind immer noch der verlässlichste Schutz vor Ansteckung. www.lovelife.ch
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PRÄVENTION
Bewegungstermine in Familienagenda Wie viel und wie intensiv bewegen sich unsere Kinder? Zwar könnte man die Kinder und deren Eltern selber befragen; die Erfahrungen zeigen aber, dass sie, wenn sie ihre Aktivitäten selbst einschätzen müssen, meistens stark übertreiben. Deshalb ist man für verlässliche Ergebnisse oft auf andere Instrumente angewiesen. Für eine Studie wurde die Bewegung von 600 Primarschulkindern mit einem Akcelerometer (elektronischer Bewegungssensor) im Wochenverlauf gemessen. Die Resultate waren interessant und teilweise überraschend: So bewegen sich Knaben generell mehr als Mädchen – die Differenz
beträgt rund 20 Prozent. Die Bewegungsaktivitäten von Montag bis Freitag waren, im Vergleich mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern, ziemlich hoch. Deutlich unterscheiden sich jedoch die Aktivitäten zwischen Schweizer und ausländischen Kindern an den Wochenenden: samstags und sonntags waren die Schweizer Kinder deutlich weniger aktiv als die ausländischen. Bewegungsfreudig sind vor allem Kinder aus skandinavischen Ländern. Von draussen nach drinnen Wie kommt das? In erster Linie sind es wohl die Eltern, die die Bewegung ihrer Kinder am Wochenende einschränken – oder aber fördern.
Durchschnittliche Counts per Minute (cpm)
900 850
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800 750 700
Noch weniger bewegen sich die Kleinen in den Wintermonaten: Die Sprösslinge halten sich im Winter viel öfter drinnen in der warmen Stube auf und bewegen sich nur wenig, lieber machen sie Computerspiele oder sehen fern. Was können Eltern dagegen tun? Sicher haben Sie einen Familienkalender, in dem alle wichtigen Termine eingetragen sind. Tragen Sie neu «Bewegungstermine» ein: spannende und spassbetonte Bewegungsaktivitäten mit Ihren Kindern. Ich bin überzeugt, dass Ihre Kinder viel Spass haben werden, wenn Sie mit ihnen zusammen auf der Eisbahn einige Runden drehen, einen Schneemann bauen, im Wald nach verschiedenen Tierspuren suchen oder den verstaubten Schlitten aus dem Keller holen dürfen. Ich wünsche Ihnen viel Fantasie und Freude an den gemeinsamen Bewegungsaktivitäten mit Ihren Kindern!
650 600 550 500 450
*
* Statistische Signifikanz auf dem Niveau 0.05. Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
Die Bewegungsaktivität von Primarschulkindern in der Schweiz im Wochenverlauf. Zur Erfassung der Dauer, Frequenz und Intensität der Bewegung der Kinder wurden sog. Akzelerometer eingesetzt. Die Gesamtaktivität der Kinder wird in sog. «cpm-Werten» angegeben. Je höher der cpm-Wert, umso höher ist die gesamte Bewegungsaktivität eines Kindes.
Ihr Lukas Zahner Dr. phil. nat., Mitglied Institutsleitung am Institut für Sport und Sportwissenschaften der Uni Basel
PRÄVENTION
Glatteis: Vorsicht, Sturzgefahr! Ein Ausrutscher, kurioses Herumrudern mit den Armen – dann die schmerzhafte Landung auf eisigem Boden. Schnell wieder aufstehen und hoffen, dass es niemand gesehen hat. Solche Szenarien in Fussgängerzonen sind vielen einfach nur peinlich. Doch sie können auch gefährlich sein: Nicht selten endet eine Bruchlandung mit einem Besuch beim Doktor oder sogar im Spital. Bei knapp 60 Prozent kommt es zu Knochenbrüchen an Handgelenk, Unterarm oder Fussknöcheln. Besonders gefährdet sind Menschen mit Gleichgewichtsstörungen und Osteoporose, da bei ihnen die Knochenfrakturgefahr grösser ist.
Damit der Winter nicht zu einer Rutschpartie wird, gilt es einige Vorsichtsmassnahmen zu beachten.
Ältere und gebrechliche Personen sollten daher bei extremem Glatteis besser zuhause bleiben oder Freunde, Bekannte oder Verwandte um Unterstützung bitten. So können Einkäufe zum
Beispiel bei Grossisten über das Internet nach Hause bestellt werden. Tipps, wie man sicher übers Glatteis kommt: • Hände frei baumeln lassen, um notfalls das Gleichgewicht besser halten und einen Sturz abfangen zu können. • In kurzen Schritten und leicht nach vorne geneigt gehen, um einen unkontrollierten Sturz nach hinten zu vermeiden. • Hohe Schuhe durch bequeme feste Schuhe oder Stiefel ohne hohe Absätze, aber mit guter Profilsohle ersetzen. • Genügend Zeit für den Weg einplanen.
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GESUNDHEIT
Prellungen und Verstauchungen: Was tun? Verletzungen ohne äussere Blutungen und offene Wunden bezeichnet der Mediziner als «stumpfe Verletzungen». Dazu gehören Prellungen, Zerrungen, Verrenkungen und Quetschungen. Ein falscher Tritt, ein Knick – und schon ist es passiert: Der Fuss schmerzt so sehr, dass er oft schon innerhalb kürzester Zeit anschwillt. Doch wie weiss man, welche Verletzung man hat und wie diese zu behandeln ist? Eine Prellung … … entsteht durch stumpfe Gewalteinwirkung – beispielsweise durch einen Sturz, Schlag, Stoss oder Aufprall. Druck auf die betroffene Stelle löst meistens starke Schmerzen aus. Eine Zerrung … … entsteht durch Überdehnungen oder winzige Risse in Faserstrukturen. Ist der Kapsel-Band-
Gegen Sodbrennen … Dies ist ein traditionell asiatisches Rezept, das schon vielen Menschen mit empfindlichem Magen geholfen hat. Die Suppe beinhaltet die drei verdauungsfördernden Mittel Kartoffelstärke, Leinsamen und Kümmel und verbindet diese sinnvoll miteinander.
Anteil eines Gelenks betroffen, spricht man von Bänderzerrung, Bänderdehnung oder auch Verstauchung. Bei einer Zerrung löst ein Dehnen des Muskels Schmerzen aus. Eine Verrenkung … … entsteht meist infolge eines Sturzes, bei dem sich die Knochenenden, die ein Gelenk bilden, gegeneinander verschieben. Stumpfe Verletzungen sind generell sehr schmerzhaft und sind oft begleitet von Schwellungen, Blutergüssen und Bewegungseinschränkungen. Behandlung nach P E C H Bei einer Prellung, Zerrung oder Verrenkung gilt es, so schnell wie möglich das «PECH»-Schema (nebenstehend) anzuwenden. Vermutet man innere Verletzungen (beispielsweise nach einem Unfall im Strassenverkehr), sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen.
Die (sportliche) Tätigkeit sofort unterbrechen.
E wie Eis Die betroffene Stelle für 15 bis 20 Minuten kühlen. Dafür eignen sich in ein Handtuch eingewickelte Eiswürfel, Gel-Packs und Tiefkühlgemüse sowie Joghurt aus dem Kühlschrank.
C wie Compression Die betroffene Stelle mit einer elastischen Binde umwickeln. Abschwellend und schmerzlindernd wirken Arnika-Tinkturen (Arnika mit kühlem Wasser im Verhältnis 1:9) oder Essig (Essig und Wasser im Verhältnis 1:3), die man über den Kompressionsverband giessen kann. Ausserdem gibt es zahlreiche nützliche Gels aus Apotheken oder Drogerien. H wie Hochlagern Betroffene Stelle hochlagern und ruhigstellen.
Gerne veröffentlichen wir interessante und nützliche Tipps von Leserinnen und Lesern.
esuppe a»-Gemüs W ie offeln, -L a «Ky-K ittene Kart ein geschn kl e, lfrüchte lt ä m h esc ffel Küm e lö e Te 2 bis 3 ung 2 d n u r den Tag Leinsamen Suppe übe ie D . 2 Teelöffel n e ch asser aufko . in 2 Liter W en trinken en Schluck in e kl in t il verte
Lösen Sie das Rätsel und gewinnen Sie eine von 10 Tageskarten der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg im Wert von 54 Franken.
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Was Grossmutter noch wusste...!
Kreuzworträtsel Winter 2011
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Das verletzte Gelenk sollte man gut bandagieren.
Senden Sie uns das Lösungswort (inkl. Angabe Ihrer Adresse und Ihres Versicherers) … … via www.krankenversicherer.ch oder … mittels Postkarte an Redaktion SICHER, Haldenstrasse 25, 6006 Luzern. Einsendeschluss: 28. Februar 2011 Die Gewinner werden ausgelost und persönlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ihre Daten werden ausschliesslich für den Wettbewerb verwendet.
Tipps einsenden an: Redaktion SICHER Haldenstrasse 25 6006 Luzern Publizierte Beiträge werden mit 100 Franken belohnt!
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BEWEGUNG
Im Gleichgewicht mit Yoga Yoga ist eine alte indische Lehre, die Körper und Geist gleichzeitig beansprucht, trainiert und fördert. Yoga – das Wort bedeutet «Vereinigung» – lehrt ein harmonisches Zusammenspiel von Körper und Geist in allen Aspekten des Lebens. Yoga stammt ursprünglich aus Indien – die Wurzeln seiner Philosophie liegen daher im Hinduismus und in Teilen des Buddhismus.
Streckung aus der Grätsche
… n e h e t s t ex T r h I e t n Hier kön
Beinstreckung aus dem Vierfüsslerstand
Nach unten schauende Hundhaltung
Variante Schulterbrücke Mit Yoga gelangen Körper und Seele in Einklang.
Yoga wird im Zusammenhang mit Ayurveda in fast 5000 Jahre alten Büchern zum ersten Mal erwähnt. Es wurde entwickelt, um die Gesundheit zu fördern und die mentale Disziplin zu schulen. Yoga-Übungen existieren für alle Altersgruppen und für jedes körperliche Niveau. Sie wirken präventiv gegen Krankheiten und Beschwerden und verbessern die Gesundheit. Yoga ist eine Methode, die die Freude an der Bewegung mit der Möglichkeit des Aufbaus von Lebenskraft und Körperbewusstsein verbindet. Es ist eine Ergänzung oder Alternative zur herkömmlichen sportlichen Betätigung. Ideal ist das Training vor dem Frühstück am
frühen Morgen oder nach einem anstrengenden Tag am Abend. Wenn die Ablenkung zu gross ist, sollte das Training auf einen anderen Tag verschoben werden. Rundum positiv Äusserst wichtig im Yoga ist die bewusste Steuerung des Atems: Auch in schwierigen Haltungen sollte die Atmung immer tief, ruhig und gleichmässig sein. Die positiven Auswirkungen eines regelmässigen Trainings auf Körper und Geist sind seit Jahrhunderten bekannt und bewiesen: Yoga fördert die Blutzirkulation und regt den Stoffwechsel an. Es stärkt die Muskulatur, hält das Bindegewebe straff, ver-
bessert Beweglichkeit und Gleichgewicht und trägt zur besseren Körperwahrnehmung bei. Yoga reguliert das Körpergewicht, hilft, Stress abzubauen, verbessert die Haltung, kräftigt den Rücken, stärkt das Immunsystem und die mentale Konzentrationsfähigkeit. Kurz: Yoga hält jung, leistungsfähig und gesund.
Weblinks
www.yogaartikel.ch
www.yoga-vidva.de
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REISEN
Wenn in den Ferien nicht alles glatt läuft
… n e h e t s t ex T r h I e t n Hier kön
Die Kosten können in solchen Fällen äusserst hoch und für viele nicht tragbar sein. In vielen Ländern wird man sogar von einer Krankenpflege ausgeschlossen, sofern man diese nicht gleich bezahlen kann – obwohl eine Pflege vielleicht dringend notwendig wäre. Deshalb ist es ratsam, im Vorfeld eine sogenannte Reiseversicherung abzuschliessen.
Für wen ist die Reiseversicherung? Eine Reiseversicherung ist vor allem bei Ferien im fernen Ausland oder bei längeren Auslandaufenthalten empfehlenswert. Diese Versicherung muss jedoch noch vor Ferienantritt abgeschlossen werden, damit man im Urlaub von Beginn an versichert ist. In den meisten Fällen sind die im selben Haushalt lebenden Kinder unter 25 Jahren gratis mit den Eltern mitversichert. Der Prämienbeitrag richtet sich nach Reiseziel und Dauer und kann sogar für mehrere Jahre abgeschlossen werden.
6006 Luzern
Die Ferien sind für viele das Highlight des Jahres und werden nach den individuellen Wünschen gestaltet. Die Vorfreude auf die schönsten Tage im Jahr ist gross, obwohl an einige organisatorische Dinge gedacht werden muss. Obwohl das Thema oft nicht gerne angesprochen wird, muss man sich bewusst sein, dass im Urlaub Gefahren lauern können. Was passiert zum Beispiel wenn man einen Unfall erleidet oder aus irgendwelchen Gründen krank wird und dadurch Hilfe von Pflegepersonal benötigt? Oder ins Spital muss?
Effiziente Hilfeleistungen bei Krankheit und Unfall Der Abschluss einer Heilungskosten- und PersonenAssistance-Versicherung deckt sämtliche Kosten ab, die mit Krankheit oder Unfall verbunden und nicht mehr in der Grundversicherung enthalten sind. Eine Heilungskostenversicherung beinhaltet Kosten für Arzt, Medikamente und Spitalaufenthalte: Viele Versicherer bieten ausserdem eine telefonische Auskunft für Kostengutsprachen im Notfall an. Die PersonenAssistance ermöglicht eine schnelle Hilfestellung infolge Unfall oder Krankheit, ärztliche Beratung am Telefon, Rettungsaktionen, Rücktransporte und Suchaktionen. Darüber hinaus werden allfällige Reisemehrkosten oder Krankenbesuche durch Angehörige erstattet.
P.P.
Im Sommer in die Ferne fahren, um dem Alltag zu entkommen. Dabei denkt man Sonne, Strand und Erholung – und nicht an allfällige Zwischenfälle, die eintreffen können. Mit einer Reiseversicherung kann der Urlaub unbeschwert genossen werden.
Impressum: Redaktion SICHER, Haldenstrasse 25, 6006 Luzern, Telefon: 041 417 05 00
Unbeschwert die Ferien geniessen: Die Reiseversicherung macht es möglich.