Aktuelle Informationen und Fakten rund um die Krankenversicherungen
INFORMATION Ausgabe 2/2014
Einheitskasse
Gef채hrliche familienpolitische Nebenwirkungen | 13
Verband
Der RVK pr채sentiert positiven Jahresabschluss | 17
Case Management
Spitex-Leistungen im Visier | 21
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Inhalt
Gesundheitspolitik 5 Bericht aus Bern: 13 Einheitskassen-Initiative:
Parlament, Bundesrat, EDI, BAG Initiativtext sorgt für Verunsicherung
Informationen des RVK 15 Verband: 16 RVK-Forum: 17 Verband: 18 Rückversicherung: 20 Vermittelte Versicherungen: 21 Case Management: 22 DRG-Prüfstelle: 24 MedCasePool: 25 Kundenzeitschrift SICHER: 26 RVK-Intern:
RVK-ImPuls 2014 Braucht die Schweiz eine Einheitskasse? Erfolgreiches Geschäftsjahr Rückblick GRV-Grundpflege 2013 UTI seit Jahren erfolgreich Spitex-Leistungen im Visier Rechnungsprüfung im DRG-Zeitalter Versicherungsärztliche Beratung Spannende Sommerausgabe Neues von der Crew
Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner 27 RVK-Mitglieder:
Forum Managed Care
Agenda 28 Termine:
IMPRESSUM Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich. HERAUSGEBER, REDAKTION RVK – Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer ADRESSE RVK Haldenstrasse 25, 6006 Luzern Telefon 041 417 05 00 E-Mail: info@rvk.ch www.rvk.ch BILDER Die Bilder der vorliegenden Ausgabe sind Impressionen zum Thema Vielfalt.
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Agenda und Sessionen 2014
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EDITORIAL
Geschätzte Mitglieder Sehr geehrte Damen und Herren Am 28. September 2014 stimmen wir über die Einheitskassen-Initiative ab. Der RVK hat den Abstimmungskampf mit der öffentlichen Podiumsdiskussion «Braucht die Schweiz eine Einheitskasse» Ende Mai in Zürich lanciert. Jaqueline Fehr vom Initiativkomitee hat mit Felix Gutzwiller die Klingen gekreuzt. Mehr zum spannenden Schlagabtausch lesen Sie auf Seite 16. Weitere öffentliche Podiumsveranstaltungen finden im September – kurz vor dem Abstimmungstermin – in verschiedenen Regionen statt. Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.rvkforum.ch. Dass die Umsetzung der Initiative viele Fragen aufwirft, hat das Gutachten von Prof. Dr. Ueli Kieser gezeigt. Wird der Initiativtext korrekt umgesetzt, würde dies gemäss dem Gutachten Kieser das Aus für die günstigen Kinder- und Jugendprämien bedeuten. Auch alle anderen Prämienrabatte – zum Beispiel für Hausarztmodelle – würden wegfallen. Mehr darüber erfahren Sie auf Seite 13. Die Initianten widersprechen dem Gutachten zwar, Fakt aber bleibt: Die Einheitskasse ist ein riskantes Experiment mit unsicherem Ausgang. Das hat auch der Bundesrat erkannt: Mitte Juni hat Gesundheitsminister Alain Berset klar Position bezogen und die Haltung des Bundesrats zur EinheitskassenInitiative vorgestellt: Der Bundesrat empfiehlt, die Initiative «Für eine öffentliche Krankenkasse» abzulehnen. Das heutige System mit 61 privaten Krankenkassen habe sich grundsätzlich bewährt. Die Wettbewerbssituation motiviere die Krankenversicherer, innovative Modelle zu entwickeln. Zudem könnten die Versicherten mit einer Einheitskasse ihre Krankenkasse nicht mehr frei wählen oder wechseln. Auch die Kosten hat der Bundesrat thematisiert: Die Umstellung verursache schwer abschätzbare Kostenfolgen. Und ohnehin könne mit einer Einheitskasse keine Kosten eingespart werden. Er betont, dass Bundesrat und Parlament bereits Reformen eingeleitet hätten, um die Schwächen des heutigen Systems zu beheben. Unser Gesundheitssystem gehört zu den besten weltweit – das gilt es zu verteidigen. Wir werden alles daran setzen, dass die Initiative abgelehnt wird. Wir arbeiten aktiv mit, um unser System im Rahmen sinnvoller Reformen punktuell zu verbessern. So dass wir auch in Zukunft darauf vertrauen können. Ich danke Ihnen für Ihr Engagement und wünsche Ihnen eine schöne Sommerzeit. Herzlich,
Daniel Herzog Direktor
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Die Initianten widersprechen dem Gutachten zwar, Fakt aber bleibt: Die Einheitskasse ist ein riskantes Experiment mit unsicherem Ausgang.
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Gesundheitspolitik Das Wichtigste in Kürze Seite 6
5 Elektronisches Patientendossier
Durch den Einsatz eines elektronischen Patientendossiers soll der Austausch von medizinischen
9 Daten zwischen Patienten und Leistungserbringern sicherer, die Qualität der Behandlung verbes-
sert und die Kosten gesenkt werden. Der Bundesrat hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Rahmenbedingungen für die Einführung von Patientendossiers definiert. Er sieht vor, dass der Bund im Aufbau Finanzierungshilfe leistet – mit einer Beteiligung von maximal 30 Millionen Franken. Der Ständerat hat dem Entwurf in der Sommersession zugestimmt.
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Spitalfinanzierung im Fokus Die Motion «Gesetzeskonforme Umsetzung der Spitalfinanzierung» von Nationalrätin Ruth Humbel hat im Ständerat eine wichtige Hürde genommen und ist an den Bundesrat überwiesen worden.
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Gefährliche familienpolitische Nebenwirkungen Mit einer Einheitskasse können die Kosten im Gesundheitswesen nicht gesenkt werden – dies haben inzwischen auch die Initianten und Befürworter der Einheitskassen-Initiative eingesehen. Doch nicht nur das: Für Familien mit Kindern und Jugendlichen werden mit einer Einheitskasse Zusatzkosten entstehen – dies zeigt ein Rechtsgutachten von Prof. Dr. Ueli Kieser von der Universität St. Gallen. Setzt man den Initiativtext korrekt um, wird nur noch eine einzige Prämie pro Kanton zulässig sein. Das betrifft nicht nur die Prämien der Kinder und Jugendlichen, sondern auch alle Rabatte für Managed-Care-Modelle. Ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung hat solche Versicherungsmodelle gewählt, sie alle wären deshalb direkt von einer Prämienerhöhung betroffen.
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GESUNDHEITSPOLITIK
Aus dem Parlament
Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 22. März 2014 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert.
Aus dem Parlament Sondersession Nationalrat 5. bis 7. Mai 2014 Revision Heilmittelgesetz In der Sondersession war die Revision des Heilmittelgesetzes das beherrschende Thema. Das zeigt sich bereits darin, dass sich die vorberatende Kommission während fast 50 Stunden mit den Vorschlägen des Bundesrates auseinandergesetzt und sich mit rund 130 Anträgen befasst hat. Bei der Beratung der Gesetzesänderung im Gesamtrat gab es rund 100 Wortmeldungen. Auf die Krankenversicherung hat das Heilmittelgesetz in grossen Teilen keinen direkten Einfluss, weshalb an dieser Stelle nicht detailliert auf die vorgesehenen neuen Gesetzesbestimmungen eingegangen wird. Mit dieser zweiten Etappe der Revision des Heilmittelgesetzes soll mehr Transparenz geschaffen und die Wahlfreiheit für Medikamentenbezüge teilweise ausgebaut werden. So sollen zum Beispiel auch Apotheken und Drogerien unter gewissen Bedingungen Medikamente direkt abgeben dürfen. Neu werden Bestimmungen aufgenommen für Orphan Drugs: Das sind Medikamente, die für seltene, lebensbedrohende Krankheiten oder für solche, die chronisch invalidisierend sind, abgegeben werden. Das Gesetz beinhaltet neu auch Bestimmungen über Komplementärarzneimittel. Von Belang ist der Abschnitt über die geldwerten Vorteile, welche die Hersteller unter anderem Ärzten und Spitälern gewähren. Entgegen den strikten Anträgen des Bundesrats und der vorberatenden Kommission, die ein Verbot, respektive eine vollständige Weitergabe solcher Rabatte und anderer Vergünstigungen an die Patienten vorsahen, setzte sich der Minderheitsantrag von Nationalrätin Ruth Humbel durch. Dieser sieht vor, dass die Aufteilung von Rabatten oder anderen Vergünstigungen zwischen Leistungserbringern und Versicherern vertraglich vereinbart
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werden kann. Zukünftig soll Swissmedic eine vereinfachte Zulassung von zusätzlichen Kategorien von Arzneimitteln für die ganze Schweiz ermöglichen. Die vereinfachte Zulassung gilt für Arzneimittel, die seit längerer Zeit im EU-/EFTA-Raum oder seit mindestens 15 Jahren in einem Kanton zugelassen sind (insbesondere Naturheilmittel). Wichtige Bestimmungen werden auch für die Tiermedizin aufgenommen, um das grosse Problem der Antibiotikaresistenzen bei vielen Patienten anzugehen. Dem Bundesrat werden im Gesetz verschiedene wichtige Kompetenzen zum Erlass von Detailbestimmungen zugewiesen. Das Gesetz wurde in der Schlussabstimmung mit 139:43 Stimmen bei 2 Enthaltungen angenommen. Als Zweitrat muss sich nun der Ständerat mit dem Gesetz befassen. KVG. Gesamtschweizerischer Reservefonds Parlamentarische Initiative, Rossini Stéphane Die vorberatene Kommission beantragte mit 16:6 Stimmen, die Initiative abzulehnen. Dies insbesondere mit der Begründung, dass ein schweizerischer Reservefonds als Teil einer Einheitskasse zu betrachten sei und die Reservevorschriften für die Krankenversicherer per 1. Januar 2012 geändert wurden. Jeder Krankenversicherer muss neu risikogewichtete Reserven ausweisen. Der Gesamtrat hat die Initiative mit 54:118 Stimmen abgelehnt. Zulassung von Arzneimitteln mit neuen Kombinationen bekannter Wirkstoffe Motion,KommissionfürsozialeSicherheitundGesundheit-NR Die Motion verlangt vom Bundesrat, dafür zu sorgen, dass der Institutsrat des Schweizerischen Heilmittelinstituts die Verordnung über die vereinfachte Zulassung von Arzneimitteln und die Zulassung von Arzneimitteln im Meldeverfahren revidiert. Bundesrat und vorberatende Kommission haben beantragt, die Motion anzunehmen. Der Rat hat sich dem Antrag seiner Kommission angeschlossen. Der Vorstoss wird im Rahmen der Revision des Heilmittelgesetzes behandelt.
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GESUNDHEITSPOLITIK
Sommersession 2014
Aus dem Ständerat Elektronisches Patientendossier Bundesgesetz Der bundesrätliche Gesetzesentwurf steckt den Rahmen für ein elektronisches Patientendossier ab. Für Versicherte und ambulante Leistungserbringer soll es freiwillig sein, ein Dossier zu führen, für Spitäler und Pflegeheime hingegen zwingend. Die Krankenversicherer haben keinen Zugriff auf diese Daten. Mit dem elektronischen Patientendossier soll unter anderem die Effizienz im Verkehr zwischen den verschiedenen Leistungserbringern verbessert (zeitliche Abläufe, Administration), Doppelspurigkeiten vermieden und dadurch Kosten gespart werden. In diesem Sinne sollte sich das neue Gesetz positiv auf die Kosten auswirken, die von den Krankenversicherern übernommen werden. Das Gesetz sieht vor, in der Aufbauphase die Verbreitung der elektronischen Patientendossiers und die Zertifizierung entsprechender Zusammenschlüsse von Leistungserbringern mit Finanzhilfen des Bundes zu unterstützen. Dies allerdings nur, wenn sich auch die Kantone oder Dritte im gleichen Rahmen an den entsprechenden Kosten beteiligen. Seitens des Bundes ist eine Beteiligung im Rahmen von maximal 30 Millionen Franken vorgesehen. Der Ständerat hat auf Antrag seiner vorberatenden Kommission das Bundesgesetz mit marginalen Änderungen mit 36:0 Stimmen (bei 3 Enthaltungen) genehmigt. Ebenso hat er oppositionslos zugestimmt, die Ausgabensperre aufzuheben. Komplementärmedizin. Stand der Umsetzung von Art. 118a der Bundesverfassung Postulat, SR Eder Joachim Fünf Jahre nachdem das Volk den Verfassungsartikel zur Komplementärmedizin angenommen hat, wird der Bundesrat mit einem Postulat beauftragt, über den Stand der Umsetzung zu berichten. Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme darauf hingewiesen, dass im Frühjahr 2011 eine Gruppe eingesetzt wurde, um die Konkretisierungsarbeiten zu begleiten. Er hat beantragt, das Postulat anzunehmen. Der Ständerat hat dem Postulat zugestimmt.
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Vergabeprozess in der hochspezialisierten Medizin. Aufgabenerfüllung durch die Kantone Interpellation, SR Gutzwiller Felix Der Interpellant verlangt vom Bundesrat Auskunft über den Stand der kantonalen Planungen im Bereich der hochspezialisierten Medizin. Gemäss Krankenversicherungsgesetz müssen die Kantone bis Ende 2014 ihre Planung der revidierten Spitalfinanzierung anpassen. Zudem will Ständerat Gutzwiller wissen, ob der Bund ein schweizerisches Qualitätsinstitut schaffen wird. In seiner Antwort hat der Bundesrat darauf hingewiesen, dass die Kantone für wesentliche Teile der hochspezialisierten Medizin bereits Planungsentscheide getroffen haben. Einige dieser Entscheide sind jedochbeimBundesverwaltungsgerichthängig.DerBundesrat hat ebenfalls hervorgehoben, dass er erst Ende 2014 aufgrund einer Bestandsaufnahme entscheiden wird, ob und in welcher Form er von seiner subsidiären Kompetenz Gebrauch machen will. Was das Qualitätsinstitut betreffe, habe er am 14. Mai 2014 das Vernehmlassungsverfahren eröffnet für das neue Bundesgesetz über das Zentrum für Qualität in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Bundesgesetz über die Krankenversicherung. Zusätzliche Regelungen; u.a. zur Reservenbildung und zur separaten Äufnung von Reserven pro Kanton 2 Standesinitiativen, Kanton Genf Mit den Initiativen wird einerseits verlangt, dass die Reserven der Krankenversicherer für jeden Kanton, in dem die Versicherer die obligatorische Krankenversicherung durchführen, separat ausgewiesen werden müssen. Die zweite Initiative verlangt andererseits, dass der Bundesrat die notwendigen Vorschriften erlässt über die Rechnungsführung, -ablage und -kontrolle sowie den Geschäftsbericht, die Reservebildung und die Kapitalanlagen. Die vorberatende Kommission hat vorgeschlagen, für die Behandlung der beiden Initiativen eine Fristverlängerung bis 2016 zu beschliessen. Dies insbesondere mit der Begründung, dass zuerst der Entwurf des Krankenversicherungsaufsichtsgesetzes beraten werden soll. Der Rat hat diesem Antrag diskussionslos zugestimmt. Gesetzeskonforme Umsetzung der Spitalfinanzierung Motion, NR Humbel Ruth Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, dem Parlament die Aufhebung von Artikel 59c Abs. l lit. a der Verordnung über die Krankenversicherung vorzuschlagen. Der Vorstoss wird damit begründet, dass dieser Artikel, wonach Tarife höchstens die transparent ausgewiesenen
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GESUNDHEITSPOLITIK
Kosten der Leistung decken, dem Krankenversicherungsgesetz (Art. 49 Abs. 1 KVG) widerspreche. Der Nationalrat hat die Motion angenommen – entgegen dem Antrag des Bundesrates in der Herbstsession. Die vorberatende Kommission des Ständerates hat beantragt, die Motion in geänderter Form anzunehmen. Dabei wird der Bundesrat beauftragt, die nötigen rechtlichen Grundlagen zu schaffen, damit effiziente Spitäler mit einer guten Qualität im Rahmen der Grundversicherung Gewinne (Differenz zwischen den effektiven Kosten und dem Benchmark) planen und gezielt weiter verwenden können. In dieser geänderten Form hat der Rat der Motion mit 24:15 Stimmen zugestimmt. Bessere Betreuung und mehr Effizienz im KVG Motion, FDP-Liberale Fraktion Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, die gesetzlichen Grundlagen im KVG dahingehend anzupassen, dass Krankenversicherer Anreize schaffen können, damit der Beitritt zu einem Pflege- beziehungsweise Fallmanagement-Programm (Case Management) für kostenintensive Patienten attraktiver wird. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen, der Nationalrat hingegen hat sie klar angenommen. Der Ständerat hat die Motion mit 21:9 Stimmen (7 Enthaltungen) an den Bundesrat überwiesen.
Aufnahme und Überprüfung von Medikamenten in der Spezialitätenliste 3 Postulate, Geschäftsprüfungskommission SR Die Geschäftsprüfungskommission fordert mit den drei Postulaten den Bundesrat auf, • eine Präzisierung der Kriterien zu prüfen, um die Wirksamkeit und Zweckmässigkeit nachzuweisen, und darüber Bericht zu erstatten. Dabei hat er insbesondere dafür zu sorgen, dass der Nutzen der Medikamente stärker berücksichtigt wird. • eine Optimierung der Kriterien zur Bestimmung der Wirtschaftlichkeit zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten. Im Bereich des therapeutischen Quervergleichs prüft er insbesondere die Festlegung von Vergleichsgruppen und eine Weiterentwicklung der Kosten-Nutzen-Analyse. Im Zusammenhang mit dem Auslandpreisvergleich prüft er, ob die von den Krankenversicherern im Ausland tatsächlich vergüteten Medikamentenpreise besser berücksichtigt werden. Mit der Präzisierung der Bedingungen eines Innovationszuschlags sorgt er dafür, dass Zuschläge einheitlich gewährt werden. • in einem Bericht Massnahmen aufzuzeigen, die es ermöglichen, Medikamente, welche die Kriterien Wirksamkeit, Zweckmassigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht mehr erfüllen, konsequent von der Spezialitätenliste zu streichen. Der Bundesrat hat beantragt, die Postulate anzunehmen. Der Rat ist diesem Antrag diskussionslos gefolgt.
VIELFALT: Täglich frisches Gemüse ist Bestandteil einer gesunden Ernährung.
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GESUNDHEITSPOLITIK
Keine Kassenpflicht für Folgekosten nach nicht medizinisch indizierten kosmetischen Eingriffen Motion, NR Humbel Ruth Mit der Motion soll der Bundesrat beauftragt werden, die gesetzlichen Grundlagen im KVG vorzulegen, damit Folgekosten bei Behandlungsfehlern, Komplikationen und Unverträglichkeiten nach nicht kassenpflichtigen kosmetischen Eingriffen von der Kassenpflicht ausgenommen werden. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen, der Nationalrat hingegen hat sie in der Herbstsession angenommen. Im Ständerat hat die vorberatende Kommission beantragt, die Motion abzulehnen – die Begründung dafür ist das Solidaritätsprinzip. Wären diese Behandlungen nicht mehr kassenpflichtig, müsste man konsequenterweise auch die Kosten der Folgen von beispielsweise Übergewicht, Rauchen, Alkohol, Drogen, Bewegungsmangel oder Sportunfällen von der Leistungspflicht der Krankenversicherung ausnehmen. Der Ständerat hat die Motion deshalb abgelehnt.
VIELFALT: 8`263 Läuferinnen und Läufer haben den Swiss City Marathon 2013 in Luzern beendet.
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GESUNDHEITSPOLITIK
Aus dem Nationalrat Präimplantationsdiagnostik ÄnderungBundesverfassung&Fortpflanzungsmedizingesetz Mit dieser Gesetzesänderung und folglich auch der Änderung der Bundesverfassung soll das geltende Präimplantationsverbot gelockert werden. Der Ständerat hat die Vorlage bereits in der Frühjahrsession beraten: Auf Antrag der vorberatenden Kommission hat er die Änderung mit 157:22 Stimmen befürwortet. Die Diskussion im Nationalrat hat gezeigt, dass es um wichtige, mitunter auch um ethische Fragen geht. Die vorberatende Kommission ist in ihren Anträgen zum Teil weiter gegangen als Bundesrat und Ständerat. So hat sie beantragt, auch sogenannte «Retterbabys» zuzulassen: Um ein Kind, das an einer Erbkrankheit leidet, zu behandeln, soll ein weiteres Kind gezeugt werden können, nachdem entsprechende Untersuchungen gemacht worden sind. Dem zweiten Kind können Stammzellen entnommen werden, um damit das Erstgeborene zu behandeln. Der Nationalrat hat diesen Änderungsantrag jedoch mit 108:79 Stimmen abgelehnt. Entgegen den Beschlüssen des Bundesrates und des Ständerates hat er mit 141:35 Stimmen entschieden (13 Enthaltungen), Untersuchungen an Embryonen zuzulassen, um Chromosomenstörungen festzustellen. Nicht thematisiert haben beide Räte die Kosten, respektive die Finanzierung. Die Krankenversicherer werden sich bestimmt auf zusätzliche Kosten einstellen müssen. In der Gesamtabstimmung hat der Nationalrat der Vorlage mit 138:38 Stimmen (13 Enthaltungen) zugestimmt. Die Vorlage geht nun zur Differenzbereinigung zurück an den Ständerat. Staffelung des Reserveausleiches der Krankenversicherer Standesinitiative, Kanton St. Gallen Mit der Initiative wird die Bundesversammlung eingeladen, den kantonalen Reserveausgleich der Krankenversicherer zu staffeln, um das Prämienwachstum zu verlangsamen. Der Ständerat hat die Initiative bereits 2010 abgelehnt. Auch der Nationalrat lehnt die Initiative diskussionslos ab.
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Streichung von Artikel 51 KVG Parlamentarische Initiative, NR Bortoluzzi Toni. Art. 51 KVG sieht vor, dass die Kantone als finanzielles Steuerungsinstrument einen Gesamtbetrag für die Finanzierung der Spitäler oder Pflegeheime festsetzen können. Der Initiant vertritt die Meinung, mit der neuen Spitalfinanzierung sei ein solches Steuerungsinstrument nicht mehr möglich, weshalb der Artikel zu streichen sei. Die vorberatende Kommission hat beantragt, die Initiative abzulehnen, was der Rat mit 74:107 Stimmen getan hat. Rechtslücke in der Unfallversicherung schliessen Motion, NR Darbellay Christophe. Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, eine Änderung des UVG und gegebenenfalls anderer einschlägiger Bestimmungen vorzunehmen. Damit soll garantiert werden, dass Taggelder auch in den Fällen bezahlt werden, in denen die Erwerbsunfähigkeit durch Rückfälle oder Spätfolgen einer Verletzung begründet sind, welche die versicherten Personen als Jugendliche erlitten haben. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Der Nationalrat hingegen hatte ihr in der Herbstsession bereits zugestimmt. Auch der Ständerat hat ihr in der Frühjahrsession zugestimmt – allerdings mit einer marginalen Textänderung. In der Differenzbereinigung hat der Nationalrat nun der ständerätlichenVorlage zugestimmt und die Motion überwiesen. Trisomie 21 auf der Liste der Geburtsgebrechen Motion, NR Zanetti Roberto Der Motionär beauftragt den Bundesrat, umgehend dafür zu sorgen, dass Trisomie 21 (Down-Syndrom) auf der Liste der Geburtsgebrechen aufgeführt wird. Bundesrat und die vorberatende Kommission haben beantragt, die Motion abzunehmen. Auch der Rat hat ihr diskussionslos zugestimmt. KVG-Prämien. Festsetzung eines maximalen Prämienunterschiedes in jedem Kanton Motion, NR Rossini Stéphane Der Motionär beauftragt den Bundesrat, dem Parlament eine Änderung des KVG und allenfalls der entsprechenden Verordnung vorzulegen, welche die Einführung eines maximalen Prämienunterschiedes von zehn Prozent zwischen der niedrigsten und der höchsten Prämie aller Versicherer, die in einem Kanton tätig sind, vorsieht. Der Bundesrat verweist in seiner Stellungnahme unter anderem darauf, dass er zur Bekämpfung der Risikoselektion die Einrichtung eines Hochrisikopools, den Ausbau des Risikoausgleiches und ein neues Aufsichtsgesetz für
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die Krankenversicherung vorgeschlagen habe. Die Verfeinerung des Risikoausgleichs befindet sich bereits in der Realisierungsphase, der Hochrisikopool wurde verworfen und das KVAG befindet sich in der parlamentarischen Beratung. Werden diese Vorschläge umgesetzt, würden sich die Prämiendifferenzen zwischen den einzelnen Krankenversicherern reduzieren. Der Bundesrat hat deshalb beantragt, die Motion abzulehnen. Der Rat hat sie mit 58:126 Stimmen (7 Enthaltungen) abgelehnt. Unterbindung der Umgehung des Werbeverbots für Ärztinnen und Ärzte Motion, NR Hardegger Thomas Mit der Motion wird der Bundesrat aufgefordert, die immer häufigere, aggressivere und direkte Werbung für medizinische Eingriffe, Behandlungen und Produkte mit geeigneten Anpassungen bei den gesetzlichen Grundlagen zu unterbinden. Der Bundesrat ist der Meinung, die Bestimmungen, welche die Werbung durch die Ärzteschaft einschränken, würden ausreichen. Er hat deshalb beantragt, die Motion abzulehnen. Entgegen diesem Antrag hat der Rat die Motion ohne Diskussion angenommen. Sind Statine wirklich cholesterinsenkend? Postulat, NR Fridez Pierre-Alain Der Bundesrat soll mit dem Postulat beauftragt werden, ein Gutachten durch unabhängige Experten zur Medikamentenklasse der Statine erstellen zu lassen. Der Bundesrat hat beantragt, das Postulat abzulehnen. Es würden genügend Studien vorliegen, welche die Wirksamkeit von Statinen bestätigen. Der Rat hat das Postulat mit 67:119 Stimmen abgelehnt.
Komatrinker sollen Aufenthalt im Spital und in Ausnüchterungszellen selber bezahlen Parlamentarische Initiative, NR Bortoluzzi Toni Auf einstimmigen Antrag der vorberatenden Kommisson beschloss der Nationalrat, die Behandlungsfrist der Initiative um zwei Jahre, bis zur Frühjahrsession 2016, zu verlängern. Komplementärmedizin. Stand der Umsetzung von Artikel 118a der Bundesverfassung und Ausblick Postulat, NR Graf-Lischer Edith Die Postulantin beauftragte den Bundesrat, einen detaillierten Bericht über die Umsetzung des Verfassungsauftrages vorzulegen. Der Bundesrat beantragte, das Postulat anzunehmen. Der Rat folgte dem Antrag diskussionslos. Gesetzliche Anerkennung der Verantwortung der Pflege Parlamentarische Initiative, NR Joder Rudolf Mit der parlamentarischen Initiative soll erreicht werden, dass die Gesundheits- und Krankpflege als Leistungen definiert werden, die von Pflegefachpersonen zu einem näher zu definierenden Teil auf ärztliche Anordnung und zu einem näher zu definierenden Teil in eigender Verantwortung erbracht werden. Pflegefachpersonen sollen künftig in der Pflege eigenständiger arbeiten und handeln können. Für die in eigener Verantwortung erbrachten Leistungen sollen die Pflegefachpersonen direkt abrechnen können. Auf einstimmigen Antrag der vorberatenden Kommission hat der Rat beschlossen, die Behandlungsfrist der Initiative um zwei Jahre, bis Sommersession 2016, zu verlängern.
VIELFALT: Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag.
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Fragestunde Es existiert ein umfangreicher Katalog an Fragen, die dem Bundesrat während beider Fragestunden gestellt worden sind. Dabei sind die Antworten zu folgenden Themen besonders interessant: Krankenkassenprämien 2015. Ankündigung durch den Vorsteher des EDI Frage, NR Rossini Stéphane Bundesrat Alain Berset teilt mit, dass er wie bis anhin am Ende der letzten September-Woche über die Prämienerhöhungen per 1. Januar 2015 informieren wird. Demnach wird diese Mitteilung unmittelbar vor der Volksabstimmung über die Einheitskassen-Initiative erfolgen. Krankenversicherung. Rabatte für Kinderprämien, Franchise und Versorgungsmodelle Frage, NR Fehr Jacqueline Gemäss Bundesrat Berset wird – bei einer Annahme der Einheitskrankenkassen-Initiative – das Parlament entscheiden, ob weiterhin Rabatte für Kinder und Jugendliche sowie bei besonderen Versicherungsformen erlaubt sind. Finanzierung nicht gedeckter Medikamentenkosten Frage, NR Humbel Ruth Bundesrat Alain Berset weist darauf hin, dass die Versicherer Kosten für Medikamente ausserhalb der Spezialitätenliste nur übernehmen müssen, wenn sie in einem vernünftigen Verhältnis zum therapeutischen Nutzen stehen. Wenn sich Versicherer und Leistungserbringer nicht auf einen reduzierten Preis einigen können, müssen die Versicherer die entsprechenden Kosten nicht übernehmen. Für solche Fälle bestehe keine explizite Regelung. Der Bundesrat arbeite daran, die Frage zu klären. Er mache dies im Rahmen der Umsetzung einer Motion von Nationalrat Steiert.
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Abstimmungspropaganda in Kundenmagazinen der Krankenversicherer Frage, NR Chopard-Acklin Max Der Fragesteller hält fest, der Bundesrat habe bereits früher ausgeführt, die Informationen der Krankenversicherer müssen grundsätzlich objektiv und transparent sein – auch im Bereich der Kundenmagazine. Ein Weisungsrecht stehe dem Bund nur in seinem KVG-Zuständigkeitsbereich zu. Die politischen Rechte seien im Bundesgesetz über die politischen Rechte (BPR) geregelt. Er hat nun den Bundesrat gefragt, ob er Handlungsbedarf sehe, das BPR anzupassen, damit künftig eine politisch neutrale Information garantiert werden könne? Bundeskanzlerin Corina Casanova hält im Auftrag des Bundesrates fest, in der Vergangenheit seien bereits verschiedeneVorschläge eingereicht worden, um eine Instanz zu schaffen, welche die Qualität des Abstimmungskampfes gewährleistet. Der Bundesrat habe sich aber dagegen ausgesprochen, da die bestehenden Rechtsgrundlagen genügen. Im Übrigen habe das BAG in einem Kreisschreiben die Krankenversicherer angewiesen, die Grundsätze der Transparenz, Verhältnismässigkeit und Sachlichkeit einzuhalten. Krankenversicherungsaufsicht-Gesetz (KVAG): Vorgesehen war, dass der Nationalrat das vom Ständerat bereits verabschiedete Krankenversicherungsaufsichtsgesetz berät. Da die vorberatende Kommission an ihrer Sitzung vom 26./27. Mai 2014 die Beratungen nicht abschliessen konnte, kam das Geschäft nicht in den Nationalrat. Einmal mehr haben sich gewisse Kreise über die schleppende Behandlung des Geschäfts im Nationalrat geärgert. Für die Krankenversicherungsbranche sieht die Gesetzesvorlage eine allzu starke Regelungsdichte vor. Aus dieser Sicht ist das Vorgehen der vorberatenden Kommission zu begrüssen, die vom Bundesrat noch weitere Abklärungen und Auskünfte verlangte.
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Aus dem Bundesrat/EDI/BAG
Weitere Entwicklungen im Umfeld
Medikamentenpreise Bundesrat Alain Berset sieht eine weitere Preissenkung bei den Medikamenten vor. Dem Nutzen eines Medikamentes soll dabei unter anderem wieder vermehrt Rechnung getragen werden. In einem späteren Schritt ist im Bereich der Generika die Einführung eines Referenzpreissystems vorgesehen. Ins Auge fasst Bundesrat Alain Berset hier das Festbetragssystem.
Prämienrunde 2015 Bereits seit März wird über die Prämien 2015 spekuliert. Die Visana hat bereits früh mitgeteilt, dass sie einen «moderaten Prämienherbst» erwarte. Im April haben Aussagen wie «Der Prämienherbst wird heiss» Schlagzeilen gemacht. In der letzten September-Woche will sich Bundesrat Alain Berset zu den Prämien 2015 äussern. Zu diesem Zeitpunkt wird ein Grossteil des Stimmvolks bereits über die Volksinitiative «Für eine öffentliche Krankenkasse» abgestimmt haben. Fraglich ist, was und wie die Medien Monate und Wochen vor der Volksabstimmung über die Prämien 2015 spekulieren. Wenn sie das Schreckensgespenst von hohen Prämien zelebrieren, könnte sich dies negativ auf das Abstimmungsergebnis auswirken.
Unfallversicherungsgesetz Bereits 2008 präsentierte der Bundesrat eine Revision des Unfallversicherungsgesetzes (UVG). Die Vorlage scheiterte aber im Parlament. Sie wurde mit dem Auftrag an den Bundesrat zurückgewiesen, die Revision auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die nun vom Bundesrat ausgearbeitete Vorlage wurde einer konferenziellen Vernehmlassung unterzogen. Schriftliche Stellungsnahmen konnten bis am 2. Juli 2014 abgegeben werden.
Obligatorische Zahnversicherung Gleich in drei Kantonen der Romandie sind Bestrebungen im Gange, die darauf abzielen, eine obligatorische Zahnversicherung einzuführen. Nicht erstaunlich ist, dass die Vorstösse aus SP-Kreisen stammen, da auch die Arbeitgeber diese Versicherung mitfinanzieren sollen. Nicht zu Unrecht warnt der Branchenverband Santésuisse vor den finanziellen Folgen einer solchen Versicherung.
VIELFALT: Zum Jahresbeginn lebten 7`202`951`000 Menschen auf der Erde.
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GESUNDHEITSPOLITIK
Einheitskassen-Initiative Initiativtext sorgt für Verunsicherung Die Einheitskasse bedeutet das Aus für günstige Kinder- und Jugendprämien sowie für sämtliche Prämienrabatte. Das zeigt ein Rechtsgutachten von Prof. Dr. Ueli Kieser, Vizedirektor IRP-HSG, das die Alliance Santé in Auftrag gegeben hat. Die Einheitskasse bittet vor allem Familien, die bereits heute am meisten mit den hohen Prämien zu kämpfen haben, noch mehr zur Kasse. Im Initiativtext steht: «Die nationale Einrichtung verfügt über kantonale oder interkantonale Agenturen. Diese legen namentlich die Prämien fest, ziehen sie ein und vergüten die Leistungen. Für jeden Kanton wird eine einheitliche Prämie festgelegt; diese wird aufgrund der Kosten der sozialen Krankenversicherung berechnet.» Prof. Dr. Ueli Kieser schafft in seinem Gutachten insbesondere Klarheit darüber, was die im Initiativtext geforderte «einheitliche Prämie» berechnet «aufgrund der Kosten der sozialen Krankenversicherung» pro Kanton bedeutet. Eine «einheitliche Prämie» heisst im Klartext eine einzige Prämienhöhe im ganzen Kanton: Jeder Versicherte in einem Kanton soll gemäss Initiativtext die exakt gleiche Prämie bezahlen. Die Folge: Vergünstigte Prämien und Prämienrabatte sind nicht mehr möglich. Laut Prof. Dr. Ueli Kieser darf vom eindeutigen und unmissverständlichen Wortlaut des Verfassungstextes nur abgewichen werden, wenn triftige Gründe vorliegen. Die Initianten sprechen von einem Übersetzungsproblem, von einem Lapsus. Sie bagatellisieren das Gutachten, Jacqueline Fehr vom Initiativkomitee sagt, diese Prämienrabatte seien sicher noch möglich. Der RVK nimmt nicht an, dass es die Absicht der Initianten war, die Kinder- und Jugendprämien abzuschaffen und auch die heute bestehenden Prämienrabatte zu eliminieren. Wahrscheinlich ist ihnen dieTragweite ihrer Initiative nicht bewusst gewesen. Denn: Rund 56 Prozent aller Versicherten haben sich heute für Wahlfranchisen mit Rabattmöglichkeit entschieden. Ungefähr ein gleich hoher Anteil von Versicherten ist heute in einem kostensparenden Modell versichert. Sie alle wären also direkt von einer Prämienerhöhung durch eine Einheitsprämie betroffen.
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Für die Mehrheit wird es teurer Auch wenn das Initiativkomitee diese einschneidenden Folgen nicht gewollt hat, muss – gemäss Prof. Dr. Ueli Kieser – der klare Initiativtext in der Umsetzung berücksichtigt werden. Das heisst, dass es pro Kanton nur noch eine Prämie gibt – und Kinder- und Jugendprämien sowie Rabatte für Managed-Care-Modelle nicht mehr zulässig sein werden. Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung müsste daher mit höheren Prämien rechnen. Umsetzung selbst für die Initianten unklar Das Gutachten zeigt aber klar: Die Initianten machen leere Versprechungen, wenn sie behaupten, das Gesundheitswesen werde durch die Einheitskasse günstiger und gerechter. Vieles ist selbst den Initianten unklar – die Umsetzung der Initiative wirft sehr viele Fragen auf. Wir müssen deshalb alles daran setzen, dass die Initiative abgelehnt wird. Stattdessen sollten wir aktiv daran mitarbeiten, das bestehende, bereits heute sehr gute System – wo nötig – weiterzuentwickeln. DANIEL HERZOG Direktor Telefon 041 417 05 00 d.herzog@rvk.ch
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Informationen des RVK Das Wichtigste in Kürze Seite 17
5 RVK präsentiert Jahresergebnis
Der RVK hat seinen Jahresabschluss Mitte Juni an der Delegiertenversammlung präsentiert:
9 Das Geschäftsjahr 2013 war wiederum erfolgreich, der Gewinn konnte gegenüber dem Vorjahr
gesteigert werden. Die Geschäftsentwicklung befindet sich auf Kurs und entspricht der Mehrjahresplanung des Vorstandes.
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Viel Schutz für wenig Geld Unfälle können rasch und unverhofft passieren – und das Leben verändern. Das der Unfallopfer, aber auch der Angehörigen. UTI ist eine Kapitalversicherung bei Invalidität oder Tod infolge eines Unfalls ohne Sparanteil, sie schützt die Betroffenen vor den wirtschaftlichen Folgen eines Unfalls. Der RVK bietet seinen Kunden eine attraktive UTI-Versicherungslösung an, welche die Krankenversicherer wiederum ihren Kundinnen und Kunden verkaufen können.
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DRG-Prüfstelle Die DRG-Prüfstelle des RVK unterstützt die Krankenversicherer in der vertieften medizinischen Überprüfung von stationären Rechnungen nach Swiss-DRG. Seit Anfang Jahr werden diese mittels eines Rechnungsprüfungs-Systems in der Datenannahmestelle geprüft, auffällige Rechnungen lenkt das System aus, um sie manuell zu prüfen. Die Triage ist für den Erfolg der Rechnungskontrolle äusserst wichtig.
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INFORMATIONEN DES RVK
Verband RVK-ImPuls 2014 Am 13. Juni 2014 trafen sich die Führungsorgane des RVK zur Delegiertenversammlung des RVK und zur Generalversammlung der RVK Rück AG im Hotel Astoria in Luzern. Bereits im Vorfeld, im Rahmen der Verbandsveranstaltung RVK-ImPuls, tauschten sich die Teilnehmenden im Gletschergarten in Luzern aus. Der grosszügige Garten mit dem überdachten Naturdenkmal stellte dabei die ideale Kulisse für eine Zeitreise dar. Bei einer fachkundigen Führung durch das Museum und den Garten erfuhren die Teilnehmenden interessante Geschichten aus der Vergangenheit. Ein kurzer Spaziergang zum Old Swiss House, vorbei am historischen Löwendenkmal, brachte schliesslich alle Teilnehmende vor dem Sommergewitter in den altehrwürdigen Rittersaal des Old Swiss House. Bei einem gemütlichen Abendessen liessen die Teilnehmenden den Abend ausklingen. Am Freitagvormittag beleuchtet der RVK jeweils ein branchenspezifisches Thema. Dieses Jahr standen Zukunftstrends im Gesundheitsbereich im Mittelpunkt. Karin Frick, Head Think Tank vom Gottlieb Duttweiler Institut, wagte einen Blick in die Zukunft und erörterte die Chancen und Gefahren einer gesundheitsüberwachten Bevölkerung. Immer mehr Menschen nutzen ihre Smartphones und die sich darauf befindenden Apps täglich. Durch diese vermehrte Nutzung und die Durchführung von Genanalysen werden immer mehr Daten des Menschen eruiert. Geräte wie Google-Brillen, iPhone-Uhren oder Schrittzähler sind ein Abbild unseres Verhaltens: Damit kann zum Beispiel sehr einfach erhoben werden, mit wem wir kommunizieren, wie viel wir uns bewegen, was wir täglich essen oder lesen oder auch wie gut wir schlafen. Sogar Vitalwerte wie Puls oder Blutdruck werden immer öfters durch mobile Geräte gemessen. Bei den Genanalysen verschiebt sich der Fokus der Behandlung von der Diagnose zur Prognose. Aber nicht alle Menschen gehen mit einer Prognose gleich um. Hierbei spielen dann vor allem psychische Faktoren eine tragende Rolle.
INFORMATION JULI 2014
Im Anschluss richtete Dr. med. Daniel Bielinski, Chefarzt der Psychiatrischen Klinik Königsfelden, den Fokus auf psychische Erkrankungen und deren Auswirkungen. Ein wichtiger Aspekt bildet insbesondere das soziale Umfeld. Einerseits belasten psychische Erkrankungen Mitbeteiligte enorm, andererseits kann das soziale Umfeld der entscheidende Rückhalt im Leben psychisch kranker Personen sein. Informationen unter: www.rvk.ch/veranstaltungen/rvk-Impuls PHILIPP DÜNKI Produktverantwortlicher Bildung + Events Telefon 041 417 05 63 p.duenki@rvk.ch
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INFORMATIONEN DES RVK
Öffentliche Podiumsveranstaltung Braucht die Schweiz eine Einheitskasse? Am 28. September 2014 stimmen die Schweizer Stimmbürger über die Einheitskassen-Initiative ab. Der RVK hat Befürworter und Gegner am 27. Mai 2014 in der Pädagogischen Hochschule in Zürich zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion eingeladen: SP-Politikerin Jacqueline Fehr, bekannte Befürworterin der Einheitskasse, hat mit Felix Gutzwiller, die Klingen gekreuzt. Rund 300 Teilnehmende haben diese spannende Veranstaltung besucht. Die Kosten im Gesundheitswesen können nicht gesenkt werden – auch mit einer Einheitskasse nicht. In diesem Punkt waren sich Fehr und Gutzwiller am Dienstagabend in der PHZ in Zürich einig. Diametral entgegengesetzt waren jedoch ihre Ansichten, welches System den Versicherten besser dienen würde. Martin Spieler moderierte die Diskussionsrunde souverän. Felix Huber, Leiter des Ärzte-Netzwerks mediX, erläuterte die Position aus Sicht der Leistungserbringer. Es brauche eine optimale Koordination, um integrierte Versorgung zu betreiben. Der Arzt müsse einen Anreiz für die beste Behandlung haben. Das werde heute bereits erfolgreich umgesetzt. Genau dieser Anreiz falle mit einer staatlichen Einheitslösung weg. Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit in Deutschland, ergänzte die Diskussionsrunde. Auch für ihn war klar, dass mit einer Einheitskasse keine Kosten gespart werden könne. Die Diskussion müsse aber sein: Welches System schafft es in der Zukunft, alte oder chronisch kranke Menschen besser zu behandeln? Er ist überzeugt, dass wettbewerbliche Systeme mehr Innovation schaffen als staatliche Systeme.
INFORMATION JULI 2014
Abstimmungskampf lanciert Mit der Bekanntgabe des Abstimmungstermins vom 28. September 2014 ist der Abstimmungskampf lanciert. Die Diskussion am 27. Mai 2014 hat gezeigt: Die Kosten im Gesundheitswesen können auch mit einer Einheitskasse nicht gesenkt werden. Mit der Systemumstellung stehen aber der Verlust der Wahlfreiheit und der Rückgang der Qualität in der Versorgung auf dem Spiel. Die Einheitskasse ist deshalb ein gewagtes Experiment mit unsicherem Ausgang. Mehr Informationen und Fotos zum Anlass finden Sie auf www.rvkforum.ch MARCO FÄH Leiter Bildung + Events Tel. 041 417 05 62 m.faeh@rvk.ch
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INFORMATIONEN DES RVK
Verband / RVK Rück AG Erfolgreiches Geschäftsjahr Der RVK blickt erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Anlässlich der 82. Delegiertenversammlung vom 13. Juni 2014 in Luzern genehmigten die Delegierten einstimmig den Jahresabschluss. Neben der Rechnung 2013 des Verbandes genehmigten sie an der Generalversammlung auch die Jahresrechnung der RVK Rück AG. Die Rechnung des RVK weist einen Gewinn von 568‘000 Franken aus. Der RVK hat den Umsatz gesteigert und das Ergebnis verbessert. Der Umsatzzuwachs zeigt, dass die Produkte und Dienstleistungen sowohl preislich als auch qualitativ nicht nur konkurrenzfähig sind, sondern auch einer echten Nachfrage entsprechen. Prämienvolumen der RVK Rück AG nimmt ab Die RVK Rück AG schliesst das Geschäftsjahr 2013 ebenfalls mit einem Gewinn von rund 236‘000 Franken ab. Das Prämienvolumen der Rückversicherungen betrug 5 Millionen Franken und lag damit deutlich unter dem Vorjahr. Verschiedene Entwicklungen in der Krankenversicherungsbranche, insbesondere eine hohe Schadenquote, haben Spuren hinterlassen, was zu einem unbefriedigenden versicherungstechnischen Resultat geführt hat. Die RVK Rück AG verfügt aber über ein solides finanzielles Fundament und blickt daher weiterhin gut gerüstet in die Zukunft.
Neben der Genehmigung der Jahresrechnung standen Ersatzwahlen im Vorstand und im Verwaltungsrat an. Die beiden Vorstandsmitglieder Damian Keller (Agrisano) und Stefan Schena (ÖKK) sind aus dem Vorstand zurückgetreten. Damian Keller ist während sieben Jahren im Vorstand tätig gewesen, Stefan Schena während zehn Jahren. Der RVK dankt beiden für ihre wertvolle Arbeit und wünscht ihnen alles Gute für die Zukunft. Heinrich Dinner, Mitglied der Geschäftsleitung der ÖKK, und Christian Scharpf, Geschäftsführer der Agrisano, kandidierten neu als Vorstands- und Verwaltungsratsmitglieder und wurden einstimmig in diesen Funktionen gewählt. Der RVK heisst die Neugewählten willkommen und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit in den beiden Gremien. DANIEL HERZOG Direktor Tel. 041 417 05 00 d.herzog@rvk.ch
Vielfalt: 5 Kontinente bieten einzigartige Kulturen und Naturerlebnisse.
INFORMATION JULI 2014
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Rückversicherung Rückblick GRV-Grundpflege 2013 In der GRV-Grundpflege gab es 2013 einige Veränderungen: Die Rückversicherungspflicht ist aufgehoben und bei den Spitälern die leistungsgerechte stationäre Tarifierung eingeführt worden (SwissDRG). Es gibt neu einen fixen Prämiensatz pro Krankenversicherer in Prozent des OKPPrämiensolls und das Eigenrisiko wird nach Bedarf des Krankenversicherers festgelegt. Das Ergebnis der GRV-Grundpflege ist stark negativ. Den Prämieneinnahmen von 3.4 Millionen Franken stehen GRV-Leistungen von 4.2 Millionen Franken gegenüber. Die Schadenquote lag bei 121 Prozent. Verschiedene Faktoren haben zu diesem schlechten Ergebnis geführt: Verzögerung der Abrechnungen Durch die Einführung der Abrechnung nach SwissDRG waren viele Spitäler mit der Rechnungsstellung massiv im Verzug. Dies hat dazu geführt, dass überdurchschnittlich viele Spitalbehandlungen aus dem Jahr 2012 erst im 2013 fakturiert und durch die Krankenversicherer bezahlt wurden. Knappe Prämien-Kalkulation Bei der Tarifierung der Rückversicherungsprämien ist ein Schadensatz von 80 Prozent angesteuert worden, was den Vorjahren entspricht. Wie das Ergebnis 2013 zeigt, wurde die Sicherheitsmarge zu knapp bemessen, um ausserordentliche Ereignisse auffangen zu können.
In 64 Fällen wurden GRV-Leistungen von bis zu 50‘000 Franken bezahlt. Kostengrösse nach Anzahl Fälle und GRV-Leistungen Kostengrösse Fälle Total GRV-Leistungen 1-50'000 64 1'020'586.80 50'000-100'000 12 875'363.35 100'000-200'000 10 1'522'612.60 200'000-300'000 3 734'597.50 Mit dem «Reglement Rückversicherungen» nach KVG (Ausgabe 2013) ist neu eine Meldepflicht von Leistungsfällen unterhalb der Eigenrisikostufe eingeführt worden. So hat der RVK 2013 erstmals die Fälle erfassen können, die drei Viertel des Eigenrisikos übersteigen. Dieses Instrument hilft, risikogerechte Prämien zu berechnen.
Leistungszunahme bei Transplantationen von Stammzellen 2013 haben die Stammzelltransplantationen deutlich zugenommen. 7 der 15 teuersten GRV-Fällen betrafen Stammzelltransplantationen. Nicht nur die Anzahl der Transplantationen, sondern auch die Fallkosten sind erheblich gestiegen.
Die nachfolgende Auswertung zeigt die 15 teuersten GRV-Fälle mit Diagnosen und Bruttokosten. Für sechs der 15 Fälle sind bereits in den Vorjahren GRV-Leistungen ausgerichtet worden. Nicht nur die Anzahl der Stammzell-Transplantationen, sondern auch die Zahl der kassenpflichtigen Medikamente im Hochkostensegment nimmt stetig zu. Eine Therapie kostet schnell 100‘000 Franken und mehr.
INFORMATION JULI 2014
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INFORMATIONEN DES RVK
Die 15 teuersten Fälle nach Diagnose und Kosten Die Kosten der 15 teuersten GRV-Fälle verteilen sich auf sechs Versicherer. Zwei Versicherer waren mit je 1,2 beziehungsweise 1,4 Millionen Franken besonders stark betroffen. 15 teuerste Fälle nach Diagnose und Kosten Diagnosen Brutto-Kosten Medikamente 220'811.35 Herztransplantation 223'734.50 Dialysen, Status nach Nieren- 228'619.45 transplantation Stammzell-Transplantationen 241'487.85 (KMT) Stammzell-Transplantationen 254'071.25 (KMT) Herz Kreislauf 260'259.05
Stammzell-Transplantationen (KMT) Verschiedene Krankheiten
288'165.15
296'871.40
Herz Kreislauf
296'980.80
Onkologie / Tumore
298'833.75
Stammzell-Transplantationen (KMT) Onkologie / Tumore Stammzell-Transplantationen (KMT) Stammzell-Transplantationen (KMT) Stammzell-Transplantationen (KMT)
325'739.00
INFORMATION JULI 2014
327'174.60 355'595.70 379'130.90 389'870.90
In der Alterskategorie 61 bis 80 sind am meisten GRV-Fälle angefallen. Die höchsten Durchschnittskosten erzielte jedoch die Alterskategorie 21 bis 40.
Rückversicherungen stehen im Zeichen der Langfristigkeit. Umso mehr ist der RVK bestrebt, seine Kunden weiterhin mit innovativen Lösungen zu unterstützen, um die Zukunft gemeinsam zu gestalten. ELISABETH JANSSEN Krankenversicherungsexpertin Tel. 041 417 05 54 e.janssen@rvk.ch
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Vermittelte Versicherungen UTI seit Jahren erfolgreich Die Schweiz unterhält ein gut ausgebautes Sozialversicherungssystem. Doch auch das beste System hat Schwächen. So sind bestimmte Personengruppen – vor allem nicht erwerbstätige Personen – nur ungenügend gegen die wirtschaftlichen Folgen eines Unfalles versichert. UTI ist für diese Personen die geeignete Kapital-Unfallversicherungslösung. Dank der einfachen Administration und der attraktiven Prämie wachsen der Versichertenpool und die Anzahl der zufriedenen Kunden jährlich. Viele der Versicherten (vor allem Erwachsene) haben seit Jahren die gleiche Versicherungsdeckung obwohl sich deren familiäre Situation in der Zwischenzeit vielleicht verändert hat (Heirat oder Kinder). Eine Chance für die Krankenversicherer, welche das UTI-Produkt verkaufen, UTI-Kunden beim nächsten Kontakt auf die Deckung anzusprechen. Die Deckung zu aktualisieren ist kein grosser Zusatzaufwand, gibt dem Kunden aber das Gefühl der Wertschätzung. Ein zufriedener Kunde ist ein langjähriger Kunde. Kollektivversicherung möglich UTI-Versicherungen können auch im Rahmen von Kollektivversicherungen abgeschlossen werden. Wenn mindestens 20 Personen einer Firma oder Organisation mit festen Summen (Tod/IV) versichert werden, kann auf dem Prämientarif ein Rabatt von 10 Prozent gewährt werden. IVO GASSER Produktmanager Versicherungen Tel. 041 417 05 57 i.gasser@rvk.ch
INFORMATION JULI 2014
Beispiele aus der Praxis Unfallrisiko abdecken An einem schönen Wintertag beschloss Martin Muster, einen Tag auf seinem Snowboard in den Bergen zu verbringen. Als er über eine Schanze springen wollte, blieb er an der Kante hängen und stürzte schwer. Dabei zog er sich eine Tetraplegie zu. Durch die UTIDeckung konnte dem Versicherten mindestens finanziell rasch und unkompliziert geholfen werden: Bereits bei seiner der Rückkehr nach Hause, als noch keine Rentenentscheidungen vorgelegen sind, ist er finanziell unterstützt worden. Verpfändung möglich Die Familie Zurmühle möchte sich den Traum eines Eigenheimes erfüllen. Dazu wird eine Hypothek benötigt. Die Bank verlangt eine Sicherheit zur Deckung der Verbindlichkeiten, falls Herr Zurmühle verunfallt. Das Krankheitsrisiko ist bereits anderweitig abgesichert. Herr Zurmühle entschliesst sich für eine UTI-Lösung, da dieses Produkt eine attraktive Prämie bei sehr guten Leistungen hat.
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INFORMATIONEN DES RVK
Case Management Spitex-Leistungen im Visier Unsere Gesellschaft wird älter – dadurch steigt auch die Anzahl pflegebedürftiger Personen. Immer mehr von ihnen möchte möglichst lange zu Hause bleiben. Möglich macht dies häufig die Spitex. Das Krankenversicherungsgesetz (KVG) und die Krankenversicherungsverordnung (KVV) regeln, welche Pflegeleistungen unter welchen Voraussetzungen aus der Grundversicherung finanziert werden. Das Case Management des RVK behandelt im Bereich der Spitex Fälle der somatischen und psychiatrischen Pflege sowie der Kinderspitex. Die Case Manger prüfen, ob es sich bei den in Rechnung gestellten Leistungen um bedarfsgerechte Pflegeleistungen handelt und ob der Pflegebedarf ausgewiesen ist. Sie machen dies anhand des Pflegebedarfs, der Pflegeplanung und allenfalls der Pflegedokumentation sowie im direkten telefonischen Kontakt mit der behandelnden Spitex-Pflegeperson. In Absprache mit dem Auftraggeber ist in Einzelfällen ein Besuch der Case Manager vor Ort zweckmässig. Sind die Pflegeleistungen weder ausgewiesen noch nachvollziehbar, empfiehlt das Case Management mit einer entsprechenden Begründung, die Leistungen zu kürzen. Entspricht der Umfang der erbrachten Pflegeleistungen nicht den WZW-Kriterien, empfehlen die Case Manager, die Leistungen mit entsprechenden Übergangsfristen zu begrenzen. Sie machen dies unter Berücksichtigung der analogen Pflegeheimkosten im Kanton sowie der Bundesgerichtspraxis. Die Case Manager bereiten jeweils Textteile vor, welche die Auftraggeber in ihrem Antwortschreiben 1:1 übernehmen können. Sie thematisieren auch alternative Finanzierungen in Form von Ergänzungsleistungen und Hilflosenentschädigung. Im Spezialgebiet der Kinderspitex gilt es zudem zu berücksichtigen, dass spezielle Pflegeleistungen abgelehnt werden, wenn bereits Leistungen der IV ausgerichtet werden oder keine medizinischen Indikationen bestehen. Oft steht hier die Abgrenzung zur Betreuung im Vordergrund, die keine Pflichtleistung des KVG darstellt.
INFORMATION JULI 2014
Case Management übernimmt komplexe Fälle Komplexfälle, die einen hohen Abklärungsbedarf und grossen Beratungsaufwand benötigen, eignen sich für eine Bearbeitung durch das Case Management. Dies ist der Fall, wenn zum Beispiel: • der Pflegeaufwand bei jüngeren und älteren Versicherten unter Berücksichtigung des Alters und Gesundheitszustandes hoch ist, • mehrere Spitexorganisationen in die Pflege einer Person involviert sind oder • die Kosten zu Hause höher sind als die höchste Pflegestufe im nächst gelegenen Pflegeheim. Im Case Management des RVK arbeiten ausschliesslich erfahrene medizinische Pflegefachfrauen. Das Case Management ist in den MedCasePool eingegliedert. Dadurch besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem vertrauensärztlichen Dienst und den Vertrauensärzten des MedCasePool. ALEXANDRA WIRTA Leiterin Case Management Tel. 041 417 05 25 a.wirta@rvk.ch
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INFORMATIONEN DES RVK
DRG-Prüfstelle Rechnungsprüfung im DRG-Zeitalter Die Krankenversicherer sind gesetzlich verpflichtet, die Rechnungen der Leistungserbringer zu kontrollieren. Die Prüfung der Spitalrechnungen hat sich seit der Einführung von SwissDRG stark verändert. Um die Krankenversicherer darin zu unterstützen, hat der RVK die DRG-Prüfstelle aufgebaut.
Um die Spitalrechnungen effektiv zu kontrollieren, unterscheidet der RVK zwischen drei Prüfstufen. Prüfstufe I: Der Vorgang in Prüfstufe 1 heisst «Dunkelprüfung». Die Dunkelprüfung erfolgt in der Datenannahmestelle (DAS). Es handelt sich um eine maschinelle Prüfung mit formalen, statistischen und medizinischen Regelwerken. Die Prüfung dauert Sekunden und lenkt die auffälligen Rechnungen zur Prüfstufe II aus. Prüfstufe II: Manuelle Prüfung durch Sachbearbeiter DRG (SBDRG), die über gute DRG-Kenntnisse verfügen. Sie prüfen die ausgelenkten Rechnungen auf Plausibilität der Diagnosen, Behandlungen, Verweildauer, Kosten pro Tag, etc. Der Aufwand pro Fall variiert, je nach Strategie des Versicherers, zwischen 5 und 30 Minuten. Prüfstufe III: Verdächtige Rechnungen der Prüfstufe II werden in der Prüfstufe III genauer unter die Lupe genommen. Es werden Krankenakten benötigt, da in der Prüfstufe III die medizinische Realität mit den kodierten Diagnosen- und Behandlungscodes verglichen werden. Bei Unstimmigkeiten zwischen der Krankenakte und den Codes werden die Rechnungen beanstandet. Der Aufwand beträgt durchschnittlich zwischen 30 und 60 Minuten. Die Prüfstufen I und II sind entscheidend: In diesen beiden Prüfstufen müssen die Rechnungen mit signifikanten Auffälligkeiten vorselektioniert werden. Ansonsten landen viele Rechnungen ohne Rückforderungspotenzial in der Prüfstufe III. Der kostspielige Prüfaufwand auf allen Stufen wäre dadurch vergeblich. Sind die Regelwerke hingegen gut (= Prüfstufe I) und verfügen die Krankenversicherer über vertiefte DRG-Kenntnisse (= Prüfstufe II), ist die Vorselektion entsprechend gut, so dass sich die Prüfung in der Prüfstufe III auf jeden Fall lohnt. Erfahrungswerte aus Deutschland zeigen, dass die Auslenkungsquote aus der Prüfstufe 1 rund 40 Prozent beträgt, in der Prüfstufe II sind es zwischen 10 und 12 Prozent (Grafik Seite 23). Gute medizinische Regelwerke führen zu einer tieferen
INFORMATION JULI 2014
Auslenkungsquote in Prüfstufe 1. Der RVK verfügt über ein solches Regelwerk, das die Auslenkungsquote deutlich verringern kann. Mit dem Resultat, dass nur noch die wirklich prüfenswerten Fälle in die Prüfstufen II und III ausgelenkt werden. Beispiele aus der Praxis Funktioniert die Triage der Prüfstufen I und II, können Rechnungen in der Prüfstufe III erfolgreich beanstandet werden. Drei Beispiele aus der Praxis: Beispiel 1: Falsch gezählte Beatmungsstunden Ein Patient hatte einen Unfall und wurde auf der Intensivstation beatmet. Anstatt 24 Beatmungsstunden wurden 25 erfasst. Die ursprüngliche Rechnung betrug 27’000 Franken. Nach der Beanstandung wurde die Rechnung auf 10‘000 Franken korrigiert. Ersparnis: 17`000 Franken Beispiel 2: Versehentlich kodierte Operation Ein Neugeborenes mit Atemversagen wurde im Kinderspital behandelt. Das Spital kodierte versehentlich einen chirurgischen Eingriff (39.49.99 = Revision nach Gefässeingriff ), der nicht stattgefunden hat. Die ursprüngliche Rechnung betrug 143’000 Franken. Nach der Beanstandung wurde die Rechnung sofort korrigiert. Die neue Rechnung betrug 93’000 Franken. Ersparnis: 50`000 Franken Beispiel 3: Zusätzliche Kodierung einer altbekannten Krankheit Ein junger Patient wurde wegen eines Wasserkopfs in einem Zentrumspital operiert. Das Spital kodierte eine altbekannte Krankheit (Q33.8 = angeborene Fehlbildung der Lunge), die bei der aktuellen Hospitalisation überhaupt keinen Aufwand verursacht hatte. Die ursprüngliche Rechnung betrug 72’000 Franken. Nach mehrmaligem Hin und Her korrigierte das Spital die Überkodierung. Die neue Rechnung betrug lediglich 15’000 Franken. Ersparnis: 57`000 Franken
INFORMATIONEN DES RVK
Die 3 Prüfstufen der DRG-Prüfstelle
Es können bis zu 3,3 Prozent der stationären Kosten zurückgefordert werden, dies zeigen ebenfalls Erfahrungswerte aus Deutschland. Oder anders ausgedrückt: Ein DRG-Sachbearbeiter kann das Mehrfache der Kosten, welche die Rechnungskontrolle verursacht, zurückfordern. Die Rechnungsprüfung lohnt sich daher auf jeden Fall. QUAN PHAM Leiter DRG-Prüfstelle/Codierarzt Tel. 041 417 05 33 q.pham@rvk.ch
INFORMATION JULI 2014
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INFORMATIONEN DES RVK
MedCasePool Versicherungsärztliche Beratung Im Bereich Personalvorsorge gehört die Gesundheitsprüfung zum strategischen Risikomanagement – insbesondere beim Versicherungsantrag im überobligatorischen Bereich. Dafür notwendig sind Spezialwissen und jahrelange Erfahrung. Der RVK hat dies erkannt und bietet seinen Kunden den versicherungsärztlichen Dienst an. Um die Anträge und allfällige Arztberichte kritisch zu beurteilen und zu interpretieren, das medizinische Risiko abzuwägen und einen präzisen Vorbehalt zu formulieren, der einer rechtlichen Auseinandersetzung standhält, sind spezifische Kenntnisse und langjährige Erfahrung unabdingbar. Der RVK verfügt über diese Eigenschaften und hat deshalb unter der Leitung eines hauptamtlich beratenden Arztes einen Versicherungsärztlichen Dienst aufgebaut. In seiner Tätigkeit wird der RVK-Arzt durch einen Pool von ausgewiesenen Ärzten verschiedener Fachrichtungen unterstützt. Herausforderung Risikoprüfung Bei überobligatorischen Versicherungsleistungen kann eine Gesundheitsprüfung vorgenommen werden. Bringt die Pensionskasse aufgrund der Gesundheitsprüfung einen Vorbehalt an, werden die Leistungen in Bezug auf den vorbestehenden Gesundheitsschaden eingeschränkt. Der Versicherungsärztliche Dienst des RVK identifiziert und formuliert solche Vorbehalte für die Pensionskassen. Die Pensionskassen erhalten mit demVersicherungsärztlichen Dienst direkt Zugang zu einer unabhängigen und neutralen Fachperson, die ihnen die versicherungsmedizinischen Fragen erörtert und mit ihnen die notwendigen Entscheidungsgrundlagen erarbeitet. Damit ermöglicht der RVK eine schnelle und kostengünstige Fallabwicklung.
INFORMATION JULI 2014
Die Pensionskassen beauftragen den versicherungsärztlichen Dienst des RVK mit der Prüfung des Gesundheitsfragebogens. Der RVK • entwickelt und plausibilisiert Gesundheitsfragen für den Versicherungsantrag, • beurteilt das konkrete Risiko aufgrund des ausgefüllten Gesundheitsfragebogens, • formuliert einen verständlichen, präzisenVorbehalt und • berät die Pensionskassen in versicherungsmedizinischen Fragen. Einfache Handhabung Der Kunde übermittelt seine Aufträge über eine webbasierte Fallführungs-Software an den Versicherungsärztlichen Dienst. Die Daten werden nur zwischen den vertraglich eingebundenen Hilfspersonen der Pensionskassen, dem beratenden Arzt des RVK und den Pool-Ärzten ausgetauscht. Die Persönlichkeitsrechte der Versicherten werden gewahrt. Die Verfahren sind zertifiziert und entsprechen den Datenschutzkriterien nach GoodPriv@cy und VDSZ. ROLAND WYSSLING Account Manager Tel. 041 417 05 67 r.wyssling@rvk.ch
INFORMATIONEN DES RVK
Kundenzeitschrift SICHER Spannende Sommerausgabe Mitte Juni erschien die dritte Ausgabe der Kundenzeitschrift SICHER. Insgesamt sechs Krankenversicherer verschickten die Ausgabe an ihre Versicherten. Sie informieren die Leserinnen und Lesern über verschiedene Aspekte unseres Gesundheitswesens.
Das SICHER widmete sich unter anderem dem Thema Selbstdiagnose. Viele Patienten informieren sich zuerst lieber selbständig im Internet über Symptome und mögliche Krankheiten, als den Hausarzt aufzusuchen. Da der Mensch aber grundsätzlich immer vom Schlimmsten ausgeht – und nicht von der häufigsten Krankheit – sind solche Selbstdiagnosen mit «Vorsicht zu geniessen». Weitere Themen sind: • Einheitskasse: Einheitliche Prämie belastet Familienbudget • Sport bei Kindern: Fussball steht an erster Stelle • Sonnenschutz: Nicht nur in der Mittagssonne • Zahnversicherung: Wann macht sie Sinn? Interessierte können eine Printausgabe bestellen – oder die elektronische Version im Internet unter www.krankenversicherer.ch durchblättern. Bereits ist die Herbstausgabe der Kundenzeitschrift in Arbeit. Darin werden unter anderem die E-Zigarette, der vertrauensärztliche Dienst sowie Fragen zum Selbstbehalt, zum Beitrag an die Kosten des Spitalaufenthalts und zu den Franchisen beleuchtet. Die Ausgabe erscheint Mitte Oktober. MICHELLE FURRER Projektleiterin Marketing Tel. 041 417 05 41 m.furrer@rvk.ch
INFORMATION JULI 2014
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INFORMATIONEN DES RVK
RVK-intern Neues von der RVK-Crew Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Kapital eines Unternehmens. Deshalb unterstützt der RVK seine Mitarbeitenden in der Weiterbildung und fördert sie. Die Administration im Bereich MedCasePool ist zunehmend komplexer geworden. Deshalb hat die Geschäftsleitung beschlossen, die organisatorischen und administrativen Aufgaben der Bereiche Vertrauens- und Versicherungsärztliche Dienste, Case-Management und DRG-Prüfstelle in einem Sekretariat MedCasePool zusammenzulegen. Karin Brader wurde zur Leiterin des Sekretariates ernannt. Sie hat diese Aufgabe am 1. Juni 2014 übernommen. Wir gratulieren Karin Brader zu ihrer Beförderung und wünschenihrvielErfolgundBefriedigungindieserneuenFunktion. Der RVK ist seit Anfang Mai mit dem Bildungsblog im Bereich Social Media aktiv. Unsere Leiterin Unternehmenskommunikation Martina Ruoss hat an der Schweizerischen Journalistenschule MAZ in Luzern den Kompaktkurs «Social Media – Unternehmen im Dialog» besucht und diesen mit einer Praxisarbeit erfolgreich abgeschlossen. Wir freuen uns mit Martina Ruoss über diesen Erfolg und gratulieren ihr ganz herzlich. JUDITH MAY Leiterin Personal- und Finanzadministration Tel. 041 417 05 72 j.may@rvk.ch
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INFORMATIONEN UNSERER MITGLIEDER, KUNDEN UND PARTNER
Forum Managed Care Jahressymposium durchgeführt Das Forum Managed Care (fmc) führte Mitte Juni 2014 das Jahressymposium durch. Rund 300 Fachpersonen nahmen daran teil. Das Thema «Wirksamer integrieren: Gesundheitsberufe als Erfolgsfaktor» bot Gelegenheit, sich mit neuen Ansätzen bei der Grundversorgung auseinander zu setzen. Ausgangspunkt des Symposiums war die Feststellung, dass die Kapazitäten der medizinischen Versorgung durch den Hausarzt zunehmend unter Druck geraten. Der Beruf des Hausarztes verliert zunehmend an Attraktivität, so dass immer weniger Ärztinnen und Ärzte bereit sind, in dieses Feld einzusteigen. Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Grundversorger stetig gestiegen – unter anderem, weil es immer mehr chronisch kranke Patienten gibt. In verschiedenen Referaten und Projektpräsentationen wurden mögliche Lösungen aufgezeigt. Im Zentrum stand dabei der verstärkte Einbezug verschiedener Gesundheitsberufe wie der Pflege und der Physiotherapie in die Grundversorgung. Dabei agiert der Hausarzt nicht mehr als Einzelkämpfer, sondern erfüllt seinen Auftrag in einem Team mit gut ausgebildeten Fachpersonen aus verschiedenen Gesundheitsberufen. Eine neue Aufgabenteilung zwischen ärztlichen und nichtärztlichen Fachpersonen wird als Schlüsselfaktor für die Patientenbetreuung der Zukunft betrachtet. Neben der Fachdiskussion bot das fmc-Jahressymposium den Teilnehmenden auch Gelegenheit, sich zu treffen und auszutauschen. Die Verleihung des fmc-Förderpreises und das Networking-Dinner rundeten das Programm ab. Das Forum Managed Care ist die führende Austauschplattform für die integrierte Versorgung in der Schweiz, mit dem Ziel, die Qualität und Effizienz von Behandlung und Betreuung der Patienten zu verbessern. Der RVK ist Mitglied des Forum Managed Care und unterstützt dessen Aktivitäten. PETER AREGGER Bereichsleiter Versicherungen Tel. 041 417 05 59 p.aregger@rvk.ch
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Agenda 2014 August
26./27.
Di/Mi
Grundkurs 1
Luzern
September
3.
Mi
Fachkurs «Krankentaggeld»
Luzern
9.
Di
Fachkurs «Krankentaggeld»
Luzern
10.
Mi
Fachkurs «SwissDRG – Vertiefung der stat. Rechnungsprüfung» Luzern
11.
Do
Prüfungstraining für Sozialversicherungsfachleute
Zürich
16./17.
Di/Mi
Grundkurs 2
Luzern
14.
Di
Fachkurs «SwissDRG – Vertiefungsschulung für IV-Stellen»
Luzern
28./29.
Di/Mi
Fachkurs «Medizinische Kenntnisse»
Luzern
4.
Di/Mi
Fachkurs «Inkasso»
Luzern
11./12.
Di/Mi
Grundkurs 1
Luzern
25./26.
Di/Mi
Fachkurs «Medizinische Kenntnisse»
Luzern
2./3.
Di/Mi
Grundkurs 2
Luzern
4.
Do
Luzerner Kongress Gesellschaftspolitik
Luzern
Oktober November
Dezember
Sessionen 2014 Herbstsession
8. bis 26. September
Bern
Wintersession
24. November bis 12. Dezember
Bern
INFORMATION JULI 2014