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INFORMATION Herbst 2014

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Aktuelle Informationen und Fakten rund um die Krankenversicherungen

INFORMATION Ausgabe 3/2014

Einheitskasse

Schweizer Bevรถlkerung lehnt Initiative klar ab | 13

Zufriedenheitsumfragen

Mitglieder und Kunden geben dem RVK gute Noten | 15

MedCasePool

Sekretariat neu organisiert | 20

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Inhalt

Gesundheitspolitik   5 Bericht aus Bern: 13 Einheitskassen-Initiative:

Parlament, Bundesrat, EDI, BAG Gestärkt in die Zukunft

Informationen des RVK 15 Mitgliederumfrage: 16 Kundenbefragung: 17 Hausarztsystem: 18 GRV-Krankenzusatz: 19 MedCasePool: 20 Sekretariat MedCasePool: 21 DRG-Prüfstelle: 22 Kundenzeitschrift SICHER: 24 Bildung + Events: 25 Bildung + Events: 25 RVK-intern: 26 RVK-intern:

Mitglieder grösstenteils zufrieden Positives Kosten-Nutzenverhältnis Nachweis der Kostenunterschiede Erfahrungsbericht Versicherungsmedizinische Beratung Blick hinter die Kulissen Richtig hinschauen lohnt sich Informative Herbstausgabe Vorschau 2015 Referenten tauschen sich aus Mitarbeiterausflug 2014 Neues von der RVK-Crew

Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Par tner 27 RVK-Mitglieder:

Neuer Präsident Krankenkasse Luzerner Hinterland

Agenda 28 Termine: IMPRESSUM Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich. HERAUSGEBER, REDAKTION RVK – Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer ADRESSE RVK Haldenstrasse 25, 6006 Luzern Telefon 041 417 05 00 E-Mail: info@rvk.ch www.rvk.ch BILDER Die Bilder der vorliegenden Ausgabe sind Impressionen zum Thema Leben.

INFORMATION OKTOBER 2014

Agenda 2014/2015 und Session 2014


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EDITORIAL

Geschätzte Mitglieder Sehr geehrte Damen und Herren Es ist Montag, der 29. September 2014. Gestern haben wir den erneuten Angriff auf die privat organisierte Krankenversicherung zum dritten Mal innert elf Jahren abgewehrt und die Abstimmung über die Einführung einer öffentlichen Krankenkasse mit 61.9 Prozent der Stimmen und mit 19 Ständen gewonnen. Ich bin über dieses klare Ergebnis dankbar und erleichtert. Danken möchte ich an dieser Stelle natürlich in erster Linie den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, die ihrer Krankenversicherung das Vertrauen ausgesprochen haben. Danken möchte ich allen Persönlichkeiten, die sich in der Alliance Santé gegen die Einheitskasse engagiert und exponiert haben. Danken möchte ich aber nicht zuletzt auch Ihnen allen in den Vorständen und Geschäftsführungen unserer Mitgliedkassen: Sie und Ihre Mitarbeitenden haben mit Ihrer Informations- und Aufklärungsarbeit und mit Ihrem Engagement wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen. Dieser Erfolg ist aber auch Verpflichtung und Auftrag der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an uns Krankenversicherer. Unter vielen Argumenten unserer politischen Gegner gibt es einige, die wir ernst nehmen und – soweit möglich – in eigener Verantwortung umsetzen sollten. Der Vorstand des RVK wird sich jedenfalls mit diesen Themen auseinandersetzen und diese Aspekte im Rahmen seiner Möglichkeiten thematisieren. Neben der politischen Bühne hat sich der neu zusammengesetzte Vorstand des RVK im Spätsommer zu seiner jährlichen Klausurtagung getroffen. Er hat sich diesmal schwergewichtig mit den Ergebnissen der Mitglieder- und Kundenumfrage beschäftigt, hat von den überwiegend guten bis sehr guten Rückmeldungen mit Befriedigung Kenntnis genommen. Mehr über die Auswertungen lesen Sie auf den Seiten 15 und 16. Parallel zu den beiden Befragungen hat der RVK nach drei Jahren auch seine Mitarbeitenden nach ihrer Zufriedenheit befragt. Sie haben die guten Bewertungen aus Kunden- und Mitgliedersicht bestätigt. Bei aller Zufriedenheit mit den Leistungen und des RVK sind aus den Umfragen auch Potenziale erkennbar, die der Vorstand in enger Zusammenarbeit mit der Direktion und der Geschäftsleitung weiter verfolgen wird. Sie, geschätzte Mitglieder, werden wir auch diesbezüglich auf dem Laufenden halten. Herzlichen Dank, dass Sie sich an diesen Umfragen beteiligt und uns damit wichtige Informationen für unsere Arbeit geliefert haben. Ganz speziell bedanke ich mich auch für die zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung. Sie ist uns Verpflichtung und Motivation für die Zukunft. Freundliche Grüsse, Ihr

Charles Giroud Präsident

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Einheitskasse klar abgelehnt: Über das deutliche Ergebnis bin ich erleichter t.


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Gesundheitspolitik Das Wichtigste in Kürze Seite 5

5 Krankenaufsichtsgesetz KVAG

Beide Räte haben das KVAG intensiv beraten und schliesslich angenommen: Der Nationalrat hat es

9 mit 139:51 Stimmen befürwortet, nachdem sich die vorberatende Kommission ausgiebig mit der

Vorlage befasst und eine grosse Anzahl an Änderungen vorgeschlagen hatte. Der Ständerat hat das KVAG mit 41:4 Stimmen und ohne Enthaltungen angenommen. Das Gesetz stellt insgesamt eine Überreglementierung dar – aufgrund der politischen Gesamtsituation war es jedoch unrealistisch, es weiter zu entschlacken. Die wichtigsten Elemente des neuen Gesetzes gehen insgesamt in eine annehmbarere Richtung als vor einem Jahr. Über die Inkraftsetzung entscheidet der Bundesrat.

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Einheitskasse klar abgelehnt Bereits zum dritten Mal hat die Schweizer Bevölkerung die Einheitskasse abgelehnt: Mit 61.9 Prozent Nein-Stimmen hat sie dies sogar sehr deutlich getan. Nur gerade mal vier Kantone – alle in der französischen Schweiz – haben sich für die Initiative ausgesprochen. Die Befürworterinnen und Befürworter der Staatsmedizin geben trotzdem nicht klein bei: Sie haben die Idee geäussert, in den Kantonen, welche die Einheitskasse befürwortet haben, kantonale Einheitskassen einzuführen. Als Pilotprojekt sozusagen. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Trotz dem klaren Ergebnis ist die Branche gefordert, bestehende Schwachstellen des Systems anzugehen und gemeinsam nachhaltige Lösungen anzustreben. Deshalb greift der RVK das Thema am RVK-Forum auf, das im Mai 2015 stattfindet: Es sollen einerseits Lehren aus dem Abstimmungskampf diskutiert, andererseits konstruktive Lösungsansätze entwickelt werden.

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GESUNDHEITSPOLITIK

Aus dem Parlament

Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 23. Juni 2014 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert.

Parlament Aus dem Ständerat Präimplantationsdiagnostik Änderung Bundesverfassung und Fortpflanzungsmedizingesetz Der Nationalrat fasste in der Sommersession einige Beschlüsse, die von denjenigen des Ständerats in der Frühjahrssession abwichen. Deshalb behandelte der Ständerat die entsprechenden Differenzen. Auf Antrag seiner vorberatenden Kommission fasste er folgende Beschlüsse: • Nutzung von Keimzellen nach dem Tod des Spenders: Entgegen dem Beschluss des Nationalrates hat der Ständerat an seinem früheren Entscheid festgehalten. Samenzellen von Samenspendern sollen auch nach dem Tod des Spenders verwendet werden dürfen. Damit bleibt diese Problematik als Differenz bestehen, der Nationalrat wird sie nochmals behandeln müssen. • Erweiterung der Chromosomenuntersuchungen bei Verfahren der Präimplantationsdiagnostik: Der Nationalrat hat entsprechende Untersuchungen, zusätzlich zur Indikation «schweres Erbleiden», auch bei chronischer Unfruchtbarkeit zugelassen. Mit dieser Ausweitung soll verhindert werden, dass sich hunderte von unfruchtbaren Paaren im Ausland behandeln lassen. Der Ständerat hat sich dem Beschluss des Nationalrates angeschlossen. • Obergrenze für die Entwickcung und Anzahl der Embryonen: Der Nationalrat hat keine Grenze gesetzt. Den Entscheid will er den Ärzten und Ärztinnen, in Absprache mit den betroffenen Paaren, überlassen. Der Ständerat hingegen hält an einer Obergrenze von zwölf Embryonen fest. Damit bleibt auch in diesem Bereich eine Differenz zum Nationalrat bestehen.

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Im Übrigen hat sich der Ständerat grossmehrheitlich den Beschlüssen des Nationalrates angeschlossen. Die Vorlage ist zur weiteren Differenzbereinigung an den Nationalrat zurückgegangen. Aufsicht über die soziale Krankenversicherung. Bundesgesetz Am 9. September liess sich der Nationalrat nach einigem Zögern auf die Beratung des neuen Bundesgesetzes ein (Ausführungen ab Seite 6 im Abschnitt «Aus dem Nationalrat»). Anschliessend setzte sich der Ständerat mit den vom Nationalrat geschaffenen Differenzen auseinander. Er folgte dabei – bis auf die nachstehenden drei Positionen – den Beschlüssen des Nationalrates: • Veröffentlichung der Prämien (Art. 15 Abs. 1): Der Nationalrat hat eine vorzeitige Veröffentlichung, mit dem Hinweis auf die ausstehende Genehmigung, vorgesehen. Im Gegensatz dazu hat der Ständerat an seinem früheren Beschluss festgehalten: Die Prämien dürfen erst veröffentlicht werden, nachdem sie genehmigt sind. Dies gilt auch für die Kantone. • Kosten für zusätzliche Aufträge der Aufsichtsbehörde an die Revisionsstelle (Art. 25 Abs. 2): Gemäss Beschluss des Nationalrates hat der Versicherer entsprechende Kosten nur zu übernehmen, wenn ein Verdacht auf schwere Mängel besteht. Der Ständerat hält an seinem früheren Beschluss fest, wonach der Versicherer grundsätzlich für diese Kosten aufkommen muss. In Ausnahmefällen kann die Aufsichtsbehörde die Kosten voll oder teilweise erlassen. • Massnahmen der Aufsichtsbehörde (Art. 37 Abs. 1-2): Nach den Beschlüssen des Nationalrates soll die Aufsichtsbehörde sichernde Massnahmen nur dann verfügen können, wenn schwerwiegende Verletzungen des KVAG und des KVG vorliegen. Der Nationalrat will zudem die Auflistung der sichernden Massnahmen, welche die Aufsichtsbehörde ergreifen kann, als abschliessend definieren. Der Ständerat hat an seinem Beschluss festgehalten, dass die Aufsichtsbehörde bei jeder Gesetzesverletzung sichernde Massnahmen ergreifen kann. Sie kann eingreifen, wenn Bestimmungen des KVAG oder des KVG nicht eingehalten, Anordnungen der Aufsichtsbehörde nicht befolgt werden oder die Interessen der Versicherten anderweitig gefährdet erscheinen. Zudem behält der Ständerat den Begriff «insbesondere» in Absatz 2 bei, so dass die Liste der möglichen Massnahmen nicht abschliessend ist.


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GESUNDHEITSPOLITIK

In der letzten Differenzbereinigung vom 22. September hat sich der Ständerat mit der Fassung des Nationalrates bei Artikel 25 Abs. 2 einverstanden erklärt. Bei den übrigen Fragen hat er sich durchsetzen können. In der Schlussabstimmung hat der Ständerat das neue Bundesgesetz mit 41:4 Stimmen ohne Enthaltungen genehmigt. Unterbindung der Umgehung des Werbeverbots für Ärztinnen und Ärzte Motion, Hardegger Thomas In der Sommersession nahm der Nationalrat die Motion ohne Diskussion an. Der Bundesrat hatte hingegen beantragt, sie abzulehnen. Der Ständerat lehnte sie auf Antrag seiner vorberatenden Kommission diskussionslos ab. Damit war das Begehren vom Tisch. Finanzierung der Kampagne gegen die Volksinitiative «für eine öffentliche Krankenkasse» / Gewährleistung ausgewogener politscher Information durch die Krankenversicherer Interpellation, Berberat Didier / Interpellation, Maury Pasquier Liliane Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme auf seine früheren Antworten auf Vorstösse in dieser Sache verwiesen. Insbesondere hat er seine Schreiben an die Krankenversicherer erwähnt, in denen er hervorgehoben hat, dass ausgewogen zu informieren ist. Er hat aber auch den inzwischen ergangenen Bundesgerichtsentscheid genannt: Dieser halte fest, dass die Krankenversicherer als Direktbetroffene aus ihrer Sicht informieren dürfen. Das BAG als Aufsichtsbehörde könne nur im Rahmen des KVG aktiv werden. Die Stimmberechtigten können ihr Beschwerderecht nach dem Bundesgesetz über die politischen Rechte ausüben, was hier auch geschehen sei. Keine vorgeburtliche Geschlechterselektion durch die Hintertüre! Motion, Bruderer Pascale Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, die bestehenden Anforderungen an frühe pränatale Untersuchungen so zu präzisieren, dass deren Missbrauchsrisiko zur geschlechtsspezifischen Selektion weitestmöglich reduziert wird. Damit soll verhindert werden, dass Abtreibungen nur aufgrund des Geschlechts vorgenommen werden. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion anzunehmen und der Rat hat in diesem Sinne entschieden.

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Krebs und Fruchtbarkeit. Kostenübernahme durch die OKP Postulat, Maury Pasquier Liliane Der Bundesrat soll untersuchen, ob die Grundversicherung die Kosten für Behandlungen, um die Fruchtbarkeit bei jungen Krebspatientinnen und -patienten zu erhalten, übernehmen soll. Der Bundesrat hat beantragt, das Postulat abzulehnen. Mit 21:22 Stimmen hat der Rat das Postulat abgelehnt

Aus dem Nationalrat Aufsicht über die soziale Krankenversicherung. Bundesgesetz Im Nationalrat hat die Gesetzesvorlage eine bewegte Vorgeschichte. Nachdem der Ständerat das neue Gesetz ohne grosses Aufheben bereits in der Frühjahrsession 2013 mit deutlicher Mehrheit verabschiedete, waren die Beratungen im Nationalrat in einer ersten Phase eher zu einer Hängepartie geworden. Bereits in der Wintersession 2013 beantragte die vorberatende Kommission, das Geschäft an den Bundesrat zurückzuweisen, da das Gesetz zu bürokratisch sei. Der Bundesrat sollte die notwendigen und wichtigen Aufsichtsbestimmungen in das bestehende Krankenversicherungsgesetz integrieren. Der Rat folgte diesem Antrag, was beim Ständerat und auch bei verschiedenen Mitgliedern des Nationalrates einigen Unmut auslöste. In der Frühjahrssession 2014 kam der Nationalrat dann – auf Druck der Einheitskassen-Initiative?! – auf Antrag seiner vorberatenden Kommission auf seinen Rückweisungsbeschluss zurück. Er beauftragte seine Kommission, die Gesetzesvorlage zu behandeln. Die Kommission befasste sich ausgiebig mit der Vorlage und schlug dem Nationalrat in der Herbstsession eine ganze Anzahl an Änderungen vor. Zuerst behandelte er zwei Minderheitsanträge von Nationalrat de Courten: Dieser schlug einerseits vor, die Vorlage an die Kommission zurückzuweisen mit dem Auftrag, nur die wesentlichen, vom Rat erarbeiteten Bestimmungen des KVAG-Entwurfes ins KVG zu integrieren. Im zweiten Vorstoss beantragte er im Nationalrat, alle Aufsichtsartikel ins KVG aufzunehmen. Der Nationalrat lehnte beide Anträge ab.


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GESUNDHEITSPOLITIK

Aus der Detailberatung sind besonders die folgenden Anträge und abweichenden Beschlüsse zur Ständeratsvorlage von Bedeutung: • Versicherungsgruppen: Nationalrätin Jacqueline Fehr beantragte, dass auch die Versicherungsgruppen dem Gesetz zu unterstellen sind, wie dies auch der Bundesrat vorsah. Mit etwas fadenscheinigen Begründungen strich bereits der Ständerat die Versicherungsgruppen aus der Vorlage. Allerdings soll die Aufsichtsbehörde Einblick in die Transaktionen zwischen dem Krankenversicherer und anderen Unternehmen der Versicherungsgruppe bekommen. Der Nationalrat lehnte den Antrag von Nationalrätin Fehr ab. • Prämientarife: Gemäss Ständerat dürfen die Prämien erst veröffentlich werden, nachdem die Aufsichtsbehörde sie genehmigt hat. Der Nationalrat hat jedoch beschlossen, dass eine Veröffentlichung vor der Genehmigung zulässig ist – allerdings mit dem Hinweis, dass die Genehmigung noch ausstehend sei. • Der Nationalrat hat zudem auf Antrag seiner Kommission beschlossen, folgende Bestimmung in Artikel 15 Abs. 6 aufzunehmen: «Die Prämien der Versicherer decken die kantonal unterschiedlichen Kosten. Mass-

gebend ist der Wohnort der versicherten Person. Der Versicherer berücksichtigt im Weiteren insbesondere den Risikoausgleich, die Veränderungen der Rückstellungen sowie die Grösse und die laufende Veränderung des Versichertenbestandes im entsprechenden Kanton». • In einem ebenfalls vom Nationalrat neu eingefügten Absatz (Artikel 15 Abs. 6) wird festgehalten, dass mit den Prämientarifen auch die Dauer der Genehmigung bekanntgegeben werden muss, sofern die Aufsichtsbehörde die Prämien für weniger als ein Jahr genehmigt hat. • In Artikel 16 präzisiert der Nationalrat, dass ein Prämienausgleich im Folgejahr gemacht werden kann, wenn die Prämieneinnahmen in einem Kanton in einem Jahr deutlich über den kumulierten Kosten gelegen sind. • Artikel 17 hält neu fest, dass allfällige Rückerstattungen an diejenigen Personen zu erfolgen haben, die am 31. Dezember des gleichen Jahres beim betreffenden Krankenversicherer versichert waren, für welches Prämien zurückerstattet werden.

LEBEN: Fünf Prozent der Schweizer Bevölkerung leiden an einer seltenen Erkrankung – einer Krankheit also, die weniger als einmal pro 2000 Einwohner pro Jahr auftritt.

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GESUNDHEITSPOLITIK

• In Artikel 17 zählen unter anderem auch die Kosten für Vermittlungstätigkeit und Werbung zu den Verwaltungskosten. Der Aufwand für Werbung und Vermittlerprovisionen muss gesondert ausgewiesen werden. Neu hat der Nationalrat auch eine Bestimmung aufgenommen, dass die Versicherer eine Vereinbarung abschliessen können, welche ermöglicht, die Telefonwerbung, den Verzicht auf Leistungen der Call Centers und die Einschränkung der Entschädigung der Vermittlertätigkeit zu regeln. Damit kommt er auch der Forderung der Weko nach: Die Weko bemängelte bei der Vereinbarung von Santésuisse, die 2011 abgeschlossen wurde, dass die gesetzliche Grundlage fehle. Santésuisse hat die Vereinbarung deshalb aufgelöst. • In Artikel 20 Abs. 2 wählte der Nationalrat bei der Offenlegung der Entschädigungen der leitenden Organe eine weniger rigorose Fassung als der Ständerat. Neben den Gesamtbeträgen für die strategische und die operationelle Ebene muss für beide Ebenen auch die höchste Entschädigung offen gelegt werden, die auf ein Mitglied entfällt. Namen müssen aber keine genannt werden.

die Kosten nur dann zu tragen, wenn ein Verdacht auf schwere Mängel vorliegt. • In Artikel 37 hat der Nationalrat Bestimmungen beschlossen, die weniger weit gehen: Sichernde Massnahmen sollen von der Aufsichtsbehörde nur in den Fällen verfügt werden können, in denen ein Versicherer die Bestimmungen des KVAG oder des KVG in schwerwiegender Weise verletzt. Bei den Massnahmen, welche die Aufsichtsbehörde verfügen kann, will der Nationalrat eine abschliessende Liste, der Ständerat hingegen eine «Insbesondere-Aufzählung». • Artikel 56: Bussen. Reicht ein Krankenversicherer den Geschäftsbericht nicht innerhalb der gesetzlichen Frist ein, sollen maximal 100‘000 Franken Busse bezahlt werden müssen, anstatt wie vorgesehen maximal 500‘000 Franken. • Änderung des Krankenversicherungsgesetzes. Der Nationalrat hat folgende Änderungen von Artikel 61 KVG beschlossen: o

• Bei Artikel 25 Abs. 2 hat sich der Minderheitsantrag der Kommission durchgesetzt. Demnach hat der Versicherer bei zusätzlichen Prüfaufträgen an die Revisionsstelle, welche die Aufsichtsbehörde angeordnet hat,

Abs. 2: Der Versicherer stuft die Prämien gemäss den kantonalen Kostenunterschieden ab. Bei sehr kleinen kantonalen Versicherungsbeständen kann er davon abweichen. Massgebend ist der Wohnort.

LEBEN: In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der psychisch behinderten Menschen in der Schweiz mehr als verdreifacht. Psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz sind die häufigste Ursache.

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Abs. 2bis: Der Versicherer kann die Prämien kantonal abstufen. Das Departement legt die Regionen sowie die maximal zulässigen Prämienunterschiede einheitlich fest – basierend auf den Kostenunterschieden zwischen den Regionen.

• Neuer Artikel 31a VAG. Der Nationalrat hat folgende Ergänzung des privaten Versicherungsaufsichtsgesetzes beschlossen: Die Versicherungsunternehmen können eine Vereinbarung abschliessen, welche die Telefonwerbung, den Verzicht auf Leistungen der Call Centers und die Einschränkung der Entschädigung der Vermittlertätigkeiten regelt. In der Gesamtabstimmung stimmte der Rat der angepassten Gesetzesvorlage mit139:40 Stimmen (8 Enthaltungen) zu. Differenzbereinigung Der Ständerat hat sich am 16. September ausgiebig mit den vielen Differenzen befasst, die der Nationalrat geschaffen hat, und sich grösstenteils mit den Vorgaben des Nationalrates einverstanden erklärt. Am Tag darauf hat der Nationalrat die verbliebenen Differenzen beraten. Bei der Veröffentlichung der Prämien (Art. 15 Abs. 1) ist er auf die Fassung des Ständerates eingeschwenkt. Demnach ist es verboten, die Prämien vor ihrer Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde zu veröffentlichen oder anzuwenden. Dies gilt auch für die Kantone. Widerhandlungen gelten als Amtsgeheimnisverletzung.

Mit der einzigen Differenz bei Art. 25 Abs. 2 ging das Geschäft nochmals in den Ständerat. Nachdem sich der Ständerat der Fassung des Nationalrates anschloss, hat der Nationalrat das Gesetz in der Schlussabstimmung mit 139:51 Stimmen angenommen. Über die Inkraftsetzung entscheidet der Bundesrat. Medizinalberufegesetz Der Ständerat hat die Gesetzesänderung in der Frühjahrssession ohne Gegenstimme verabschiedet. Auf Antrag der vorberatenden Kommission hat sich der Nationalrat bei den meisten Bestimmungen den Vorgaben des Ständerates angeschlossen. Insbesondere in folgenden Bereichen hat er abweichende Beschlüsse gefasst: • Absolventinnen und Absolventen in Pharmazie sollen auch Kompetenzen im Bereich Impfungen sowie Grundkenntnisse über Diagnose und Behandlung häufiger Gesundheitsstörungen und Krankheiten haben. • Für den Eintrag ins Berufsregister wird vorausgesetzt, dass eine Landessprache beherrscht wird. • Die Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung für Apotheker, Ärzte und Chiropraktoren setzt einen eidgenössischen Weiterbildungstitel voraus. • Neu wird zwingend eine Berufshaftpflichtversicherung verlangt. • Der Informationsaustausch wird ausgeweitet und neu werden auch die Spitalärzte miteinbezogen.

• Artikel 25 Abs. 2: Der Nationalrat hat erneut eine Differenz zum Ständerat geschaffen. Bei zusätzlichen Aufträgen der Aufsichtsbehörde an die Revisionsstelle soll der geprüfte Versicherer die Kosten tragen, wenn ein Hinweis auf Unregelmässigkeiten oder gesetzeswidrige Handlungen vorliegen.

Der Nationalrat hat in der Gesamtabstimmung mit 190:0 Stimmen (keine Enthaltungen) der Vorlage zugestimmt. Das Geschäft geht nun zur Bereinigung der Differenzen zurück an den Ständerat.

• Artikel 37: Der Nationalrat hat der vom Ständerat beschlossenen Variante zugestimmt. Demnach kann die Aufsichtsbehörde ohne Verfügung sichernde Massnahmen ergreifen, wenn Bestimmungen des KVAG oder des KVG nicht eingehalten werden, Anordnungen der Aufsichtsbehörde nicht befolgt werden oder die Interessen der Versicherten anderweitig gefährdet erscheinen. Auch bei der Liste der möglichen Massnahmen, welche die Aufsichtsbehörde ergreifen kann, ist der Nationalrat auf die Linie des Ständerates eingeschwenkt. Mit dem Begriff «insbesondere» ist die Liste nicht abschliessend.

Gleiche Finanzierung von stationären und ambulanten Spitalleistungen Motion, CVP-EVP-Fraktion Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Änderung des KVG zu unterbreiten, die für stationär und ambulant erbrachte Spitalleistungen die gleiche Finanzierung vorsieht. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Er begründet den Antrag in erster Linie damit, dass im Zusammenhang mit dem Projekt «Gesundheit 2020» verschiedene Bestrebungen bereits im Gang seien und dass diese Problematik in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen angeschaut werden müsse. Entgegen dem Antrag des Bun-

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desrates hat der Rat die Motion mit 92:37 Stimmen bei 45 Enthaltungen angenommen. Die hohe Zahl der Enthaltungen lässt darauf schliessen, dass viele Parlamentarierinnen und Parlamentarier unsicher sind. Eine schnelle Lösung ist daher nicht zu erwarten. Entlastung der Krankenverssicherung von ungerechtfertigten Kosten Postulat, Humbel Ruth Der Bundesrat soll diejenigen Gesundheitskosten ermitteln, die aufgrund der Pflicht eines Arztzeugnisses entstehen. Zudem soll er darlegen, wie diese Kosten verhindert werden können. Der Bundesrat hat beantragt, das Postulat abzulehnen. Der Rat hat es jedoch mit 109:64 Stimmen angenommen. Gesetzeskonforme Umsetzung der Spitalfinanzierung Motion, Humbel Ruth Nachdem der Nationalrat der Motion in der Herbstsession 2013 klar zugestimmt hat, hat der Ständerat sie in der Sommersession in geänderter Form ebenfalls angenommen. In dieser Form hat sie der Nationalrat nun ebenfalls angenommen (110:59, keine Enthaltungen). Damit wird der Bundesrat beauftragt, die nötigen rechtlichen Grundlagen zu schaffen, damit effiziente Spitäler mit einer guten Qualität im Rahmen der Grundversicherung Gewinne planen und gezielt weiter verwenden können. Santésuisse

spricht sich klar gegen eine solche Neuregelung aus und macht darauf aufmerksam, dass die Spitalkosten damit zusätzlich steigen würden. Fallpauschalen und Globalbudget. Evaluation der Systeme in den Kantonen Postulat, Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit NR Der Bundesrat soll einen Bericht über die Anwendung des DRG-Systems erarbeiten. Dabei soll er jene Kantone vergleichen, die Artikel 51 KVG anwenden und diejenigen, die davon nicht Gebrauch machen. Zudem soll der Bericht Auskunft darüber geben, ob die Ziele, die mit der Einführung von DRG-System verfolgt wurden, erreicht worden sind oder nicht. Der Bundesrat hat beantragt, das Postulat anzunehmen – der Rat ist dem Antrag gefolgt. Gegenvorschlag zum Zulassungsstopp für Ärzte Motion, Stahl Jürg Der Bundesrat soll auf ein Moratorium bezüglich Beschränkung der Zulassung zur Tätigkeit zu Lasten der Grundversicherung verzichten. Zudem soll er ab einer bestimmten Ärztedichte die Vertragsfreiheit einführen. Er soll dem Parlament die notwendige Gesetzesänderung vorschlagen. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Der Rat hat die Motion jedoch mit 128:58 Stimmen angenommen.

LEBEN: Ende 2013 waren 33‘242 Ärzte und Ärztinnen in der Schweiz berufstätig. Durchschnittlich sind dies 4,0 Ärzte pro 1000 Einwohner.

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Garantie des Bundes für genügend Ärztenachwuchs Motion, Neirynck Jacques Der Bundesrat wird mit der Motion beauftragt, die Versorgung der Schweiz mit genügend einheimischem Ärztenachwuchs zu gewährleisten. Zu diesem Zweck soll er einen umfassenden Entwurf ausarbeiten, damit der Numerus clausus für die Zulassung zum Medizinstudium an das erforderliche Niveau angepasst werden kann. Der Bundesrat hat empfohlen, die Motion abzulehnen, da dem Bund die entsprechenden Kompetenzen fehlen. Zudem wären bereits verschiedene Aktivitäten im Gang. Der Rat hat die Motion mit 136:44 Stimmen angenommen. Keine Benachteiligung von Fachärztinnen und Fachärzten für allgemeine innere Medizin mit einem zweiten Facharzttitel Parlamentarische Initiative, Feller Olivier Der Motionär verlangt eine Änderung des KVG um zu verhindern, dass Fachärztinnen und Fachärzte für allgemeine innere Medizin mit einem zweiten Facharzttitel weiterhin auf die Liste der ärztlichen Grundversorgerinnen und Grundversorger genommen werden, welche die Versicherer erstellen. Grundlage für die Liste ist Artikel 41 Abs. 4 KVG. Die vorberatende Kommission hat empfohlen, die Motion abzulehnen. Der Rat ist diesem Antrag mit 70:98 Stimmen gefolgt. Stopp der Medikamentenverschwendung! Postulat, Fraktion CVP-EVP Der Bundesrat soll aufzeigen, in welchen Bereichen und in welchem Ausmass Medikamente bezogen und von den Kassen bezahlt, aber nicht eingenommen, sondern weggeworfen werden. Der Bundesrat hat beantragt, das Postulat anzunehmen – der Rat hat in diesem Sinne entschieden. Heilmittelgesetz. Vereinfachte Zulassung der Heilmittel der Komplementärmedizin konkretisieren Parlamentarische Initiative, Kleiner Marianne Die vorberatende Kommission hat ohne Gegenstimme beantragt, die Behandlungsfrist der Initiative um weitere zwei Jahre bis zur Herbstsession 2016 zu verlängern. Der Rat hat diesem Antrag diskussionslos zugestimmt.

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Betreuungszulage für pflegende Angehörige / Rahmenbedingungen für die Entlastung von pflegenden Angehörigen Parlamentarische Initiativen, Meier-Schatz Lucrezia Zu beiden Initiativen hat die vorberatende Kommission ohne Gegenstimme beantragt, die Behandlungsfrist um zwei Jahre bis zur Herbstsession 2016 zu verlängern. Der Rat hat entsprechend beschlossen. Krebsfrüherkennung Parlamentarische Initiativen, Guisan Yves und Heim Bea Krebsfrüherkennung und Gleichbehandlung Parlamentarische Initiative, Meyer Thérèse Zu allen drei Initiativen hat die vorberatende Kommission ohne Gegenstimme beantragt, die Behandlungsfrist um zwei Jahre bis zur Herbstsession 2016 zu verlängern. Diskussionslos hat der Rat in diesem Sinne beschlossen. Eröffnung neuer Arztpraxen Standesinitiative, Kanton Genf Mit der Initiative soll es den Kantonen möglich sein, eine Planung für die Eröffnung neuer Arztpraxen zu erstellen. Der Ständerat hat die Initiative in der Wintersession 2013 angenommen. Die vorberatende Kommission des Nationalrates hat beantragt, die Behandlung des Geschäftes zu sistieren. Der Rat ist der Empfehlung diskussionslos gefolgt.


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Aus dem Bundesrat/EDI/BAG

Weitere Entwicklungen im Umfeld

Zulassungsregelung für Ärztinnen und Ärzte zur Praxiseröffnung Wie Bundesrat Berset im Rahmen der Fragestunde im Nationalrat informierte, will er per 1. Juli 2016 eine Änderung des KVG in Kraft setzen und damit die heutigen Zulassungsbeschränkungen ablösen. Die Änderung sieht vor, dass die Kantone Massnahmen zur Steuerung des ambulanten Bereichs ergreifen können, um eine Über- sowie auch eine Unterversorgung zu verhindern. Die entsprechende Vorlage wurde in die Vernehmlassung geschickt, die noch bis zum 10. Oktober 2014 dauert.

Politik oder Krankenkasse? Krankenkasse oder Politik? Mit einer parlamentarischen Initiative will NR Steiert erwirken, dass keine eidgenössischen Parlamentarier mehr Einsitz in die obersten Organe der Krankenkassen nehmen dürfen. Ob der Vorstoss im Parlament eine Mehrheit findet, ist fraglich. Er wird auf jeden Fall verschiedenen Versicherer und eidgenössische Parlamentariern verunsichern. Dafür werden auch die Medien sorgen.

Ärztetarif Tarmed Per 1. Oktober sollten die Hausärzte pro Konsultation neun Franken mehr erhalten. Gegen die vom Bundesrat erlassene Tarifänderung haben die Spezialärzte und der Spitalverband H+ Beschwerde erhoben und eine aufschiebende Wirkung verlangt. Das Gericht hat dem Bund bis zum 22. September Zeit für eine Stellungnahme eingeräumt. Der entsprechende Entscheid müsste in Kürze fallen.

Prämienrunde 2015 Kurz vor der Abstimmung über die Einheitskrankenkasse hat Bundesrat Berset die Katze aus dem Sack gelassen: Die Prämien 2015 steigen im Schnitt schweizweit um vier Prozent. Die Prämienerhöhungen pro Kanton sind unterschiedlich hoch.

LEBEN: Gegenwärtig ist die Lebenserwartung bei Geburt in der Schweiz zusammen mit Japan die höchste der Welt: Sie beträgt 82,6 Jahre.

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GESUNDHEITSPOLITIK

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Einheitskassen-Initiative Gestärkt in die Zukunft Die Abstimmung vom 28. September hat gezeigt: Die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer hält eine Einheitskasse für den falschen Weg. Sie will keine Experimente mit dem Ziel Staatsmedizin – von den Argumenten der Befürworter liess sie sich nicht beirren.

Das Resultat ist umso erfreulicher, weil die Abstimmung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für die Krankenversicherer stattgefunden hat: Die deutliche Prämienerhöhung für 2015 ist bereits vor dem Abstimmungstermin angekündigt worden und die Themen Prämienkorrektur und Aufsichtsgesetz wurden im Vorfeld hitzig diskutiert. Fehler von einzelnen Akteuren haben die Initianten zudem genüsslich als Systemfehler bezeichnet und aufgebauscht. Trotzdem ist es uns gelungen, das jetzige System mit all seinen Vorzügen zu erklären und auf die Schwachstellen der Initiative hinzuweisen. Danke an alle, die uns darin tatkräftig unterstützt haben! Dieses Nein ist gleichzeitig auch ein Ja für die Krankenversicherer, die ihre Aufgaben grösstenteils zur Zufriedenheit der Bevölkerung erfüllen. Trotzdem gilt es kritisch zu sein: Alle Akteure sind nun aufgerufen, ihren Beitrag zu leisten, um die Schwachstellen unseres qualitativ hochwertigen Gesundheitswesens zu beheben. Anstehende Reformen müssen angepackt und umgesetzt werden, alle Stakeholder müssen in diese Veränderungsprozesse mit einbezogen werden. Das RVK-Forum vom 7. Mai 2015 hat genau dies zum Ziel: An der Veranstaltung sollen Lehren aus der Einheitskassen-Abstimmung diskutiert, Herausforderungen thematisiert und Lösungsansätze entwickelt werden. DANIEL HERZOG Direktor Telefon 041 417 05 00 d.herzog@rvk.ch

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Informationen des RVK Das Wichtigste in Kürze Seite 15

5 Zufriedenheitsumfragen

Alle drei Jahre befragt der RVK seine Mitglieder und Kunden nach ihrer Zufriedenheit. Erstmals hat

9 er im ersten Halbjahr 2014 zwei getrennte Umfragen durchgeführt: Einerseits fragte er die Mitglie-

der nach den Verbandsleistungen, andererseits die Kunden nach den einzelnen Dienstleistungen, die sie beim RVK beziehen. Durch diese Trennung konnten präzisere Fragen gestellt werden, was differenzierte Auswertungen ermöglichte. Die beiden Umfragen haben gezeigt, dass Mitglieder und Kunden mit dem RVK grösstenteils zufrieden sind. Zudem hat der RVK wertvolle Hinweise zu einzelnen Angeboten oder dem RVK als Unternehmen erhalten, um sich so kontinuierlich weiterzuentwickeln und seine Angebote optimieren zu können.

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Sekretariat MedCasePool neu organisiert Der RVK-MedCasePool ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Inzwischen bearbeitet das Team des MedCasePool jeden Monat über 1000 Fälle. Mit dieser grossen Anzahl Fälle und den neu angebotenen Dienstleistungen haben sich auch die Anforderungen an das Sekretariat verändert, vor allem was die Ressourcen anbelangt. Seit Mitte Jahr leitet Karin Brader das Sekretariat MedCase Pool, Monika Föhn und Sandra Vollmar unterstützen sie tatkräftig.

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Breite Bildungspalette Neben den bewährten Grundkursen bietet der RVK vermehrt themenspezifische Fachkurse an. Mitarbeitende von Krankenversicherern haben die Möglichkeit, sich gezielt weiterzubilden und sich vertieftes Wissen anzueignen. Veränderungen in der Branche oder neue regulatorische Anforderungen können neue Kurse hervorbringen: Deshalb überprüft der RVK seine Schulungsangebote regelmässig. So findet am 10. Dezember 2014 erstmals der treffPUNKT «KVG» statt: Die neue Plattform nimmt aktuelle Themen der Krankenversicherungs-Gesetzgebung auf – im Fokus steht die praktische Umsetzung.

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INFORMATIONEN DES RVK

Mitgliederumfrage Mitglieder grösstenteils zufrieden Ende Mai hat der RVK eine Mitgliederumfrage durchgeführt. Der hohe Rücklauf und die positiven Rückmeldungen zeigen, dass die Befragten mit dem RVK grösstenteils zufrieden sind.

Der Verband führt die Umfrage alle drei Jahre durch. Die Auswertung liefert dem RVK wertvolle Hinweise, um sich kontinuierlich zu verbessern. So hat er von den Geschäftsführern und Präsidenten der Mitglieder wissen wollen, wie die Krankenversicherer die einzelnen Verbandsdienstleistungen beurteilen, wie der RVK als Verband die Krankenversicherer in der Politik und bei den Bundesämtern vertritt und wie die Mitglieder den Verband als Ganzes wahrnehmen. Insgesamt haben 88 Prozent der Geschäftsführer und 56 Prozent der Präsidenten die Umfrage ausgefüllt. Die Fragen sind – wo möglich und sinnvoll – identisch mit den letzten Umfragen, so dass die Resultate verglichen werden können. Grösstenteils haben die Mitglieder die Fragen mit gut oder sehr gut beantwortet. Viele der Antworten sind stimmig, innerhalb der Themen gibt es keine grossen Differenzen. Wo kritische Voten gefallen sind, geht die Geschäftsstelle den Aussagen nach und trifft Massnahmen, um die Situation zu verbessern. In der Mitgliederumfrage wurde auch die Meinung zur Zeitschrift INFORMATON, die viermal jährlich verschickt wird, abgefragt: 94 Prozent der Befragten beurteilen die Inhalte als sehr gut oder gut. 97 Prozent bestätigen, dass die Themen aktuell sind. Vielen Dank allen, die an der Umfrage teilgenommen haben. DANIEL HERZOG Direktor Telefon 041 417 05 00 d.herzog@rvk.ch

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Kundenbefragung 2014 Positives Kosten-Nutzenverhältnis Erstmals hat der RVK die Kundenbefragung von der Mitgliederbefragung getrennt durchgeführ t. Das ermöglichte eine individuelle und spezifische Befragung, die wertvolle Informationen zu den einzelnen Dienstleistungen lieferte. Insgesamt stellten die Kunden dem RVK ein gutes Zeugnis aus. Die Rücklaufquote der Kundenbefragung, die ein externes Unternehmen begleitete, lag bei rund 40 Prozent. Sie umfasste drei Bereiche: Im ersten Teil fragte der RVK die Zufriedenheit, die Wichtigkeit und den Beitrag der Dienstleistung zum Markterfolg ab. Zu den einzelnen Dienstleistungen stellte er zudem fachspezifische Fragen. Anschliessend beurteilten die Kunden die einzelnen Bereiche nach der Servicequalität. Und zum Schluss hatten sie Gelegenheit, den RVK generell zu beurteilen. Rückversicherung und Bildung waren nicht Bestandteil der Umfrage, da der RVK dafür eine separate Befragung durchführte. Kosten-Nutzenverhältnis positiv beurteilt Über 80 Prozent der Kunden sind mit den RVK-Angeboten zufrieden oder sehr zufrieden – sie beurteilten keine einzige Dienstleistung als ungenügend. Besonders auffällig haben die Kunden die Frage nach dem Kosten-Nutzenverhältnis beantwortet: Zwei Drittel beurteilten das Verhältnis als gut oder sehr gut – niemand bewertet es als schlecht. Besonders zufrieden sind die Teilnehmenden mit der Servicequalität der RVK-Mitarbeitenden: Kompetenz,

Kundenorientierung und einen freundlichen Umgangston heben sie besonders hervor. Auch das Dienstleistungsportfolio schätzen sie – Wünsche nach Anpassungen haben sie keine geäussert. Die Teilnehmenden haben auch wertvolle Aussagen gemacht, um die Dienstleistungen weiter zu optimieren. So wünschen sie zum Beispiel kürzere Reaktionszeiten auf gewisse Anfragen. Oder wissen nicht, wer die zuständige Ansprechperson beim RVK ist. Der RVK hat diese Hinweise aufgenommen, um die Angebote kontinuierlich zu verbessern und weiterhin auf hohem Niveau anzubieten. Der RVK dankt allen Teilnehmenden und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. PATRICK KELLENBERGER Bereichsleiter Marketing + Bildung Tel. 041 417 05 55 p.kellenberger@rvk.ch

LEBEN: Mehr als jeder fünfzehnte Erwerbstätige arbeitet im Gesundheitssektor, das sind rund 327 000 Menschen. Das Gesundheitswesen ist damit einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Schweiz.

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Hausarztsystem Nachweis der Kostenunterschiede Bei Versicherungsmodellen mit eingeschränkter Wahl der Leistungserbringer müssen die Krankenversicherer jährlich nachweisen, dass die Prämienermässigungen auf Kostenunterschiede zurückzuführen sind. Und nicht aufgrund eines günstigeren Risikobestands entstehen. Die Krankenversicherungsverordnung sieht vor, dass die Kostenunterschiede anhand der Erfahrungszahlen von mindestens fünf Rechnungsjahren nachgewiesen werden müssen. Ansonsten dürfen die Prämien höchstens um 20 Prozent tiefer sein als die Prämien der ordentlichen Versicherung des betreffenden Versicherers. Laut Kreisschreiben 5.3 des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) müssen die Krankenversicherer die Kostenunterschiede kommentieren und mit Zahlen belegen. Sie müssen dies dem BAG jedes Jahr vorgängig zur Prämienrunde per 30. Juni einreichen. Die Berechnungsformel für den Nachweis der Kosteneinsparung wurde mehrmals überarbeitet – das BAG erachtet die Formel nun als definitiv. RVK erstellt Analyse Der RVK erstellt diesen Nachweis (BAG-Analyse) jedes Jahr für verschiedene Produkte mit eingeschränkter Wahl der Leistungserbringer. Er macht dies im Auftrag der Krankenversicherer, die im Hausarztsystem und in der Telemedizin einer Verbandslösung angeschlossen sind. Auch dieses Jahr hat der RVK die Analysen formal korrekt und zeitgerecht den Versicherern für die Eingabe ans BAG geschickt. Er berechnet die Kosteneinsparungen und maximalen Prämienrabatte gesamtschweizerisch und weist sie entsprechend aus. Die gewährten Prämienrabatte dürfen dabei nicht grösser sein als die dem BAG gegenüber ausgewiesenen Maximalrabatte. Die Vorgaben des BAG müssen spätestens bei der Prämieneingabe für 2016 erfüllt sein. Das bedeutet, dass ab 2017 höhere Rabatte als im Nachweis aufgeführt nicht mehr gewährt werden dürfen.

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Aussagen ungenau Der RVK ist der Meinung, dass die Berechnungsformel für Krankenversicherer mit kleinem Bestand in besonderen Versicherungsmodellen keine genaue statistische Aussage zulässt, selbst wenn sie gesamtschweizerisch erfolgt. Zudem sollte der Maximalrabatt in Prozenten und nicht in Franken ausgewiesen werden. Ein Prämienrabatt zum Beispiel von 300 Franken wirkt sich prozentual in den einzelnen Kantonen höchst unterschiedlich aus. Schliesslich werden die Prämien nach Kanton und nicht gesamtschweizerisch eingereicht. Soll die Analyse der Kostenunterschiede als Grundlage für die Prämienkalkulation dienen, ist es unerlässlich, dass das BAG die entsprechenden Berechnungsgrundlagen rechtzeitig erlässt und das Kreisschreiben 5.3 bei Bedarf jeweils bis spätestens Ende März überarbeitet. Nur so bleibt genügend Zeit für die strategische Planung und für die daraus resultierende Berechnung der zukünftigen Prämien in den Versicherungsmodellen mit eingeschränkter Wahl. ALEX SCHMITT Projektleiter Managed Care Tel. 041 417 05 58 a.schmitt@rvk.ch


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GRV-Krankenzusatz Erfahrungsbericht Die Beur teilung von komplexen und teuren Leistungsfällen gehört zum Kerngeschäft der Rückversicherung. In Zusammenarbeit mit den betroffenen Krankenversicherern beanstandet die RVK Rück AG Rechnungen der Leistungserbringer. Wie die RVK Rück in einem solchen Fall vorgeht, zeigt dieser Erfahrungsbericht. Aufgrund von Artikel 14.2 des Reglements GRV-Krankenzusatz hat ein rückversicherter Krankenversicherer der RVK Rück zwei Rechnungen im Betrag von total rund 300‘000 Franken zugestellt, um die Details der Honorare zu prüfen. Das Spital wurde informiert, dass die Rechnungen erst bezahlt werden, wenn die Abklärungen abgeschlossen sind.

bestand der Krankenversicherer hartnäckig auf eine Erklärung der beiden Honorare, da aufgrund der Analyse der Verdacht auf Doppelfakturierung bestand. Das Spital entschied, auf weitere Abklärungen für die fraglichen 30‘000 Franken zu verzichten und diesen Betrag aus Kulanz (!) zu stornieren.

Zusammen mit dem Versicherer hat die RVK Rück alle nötigen Unterlagen zusammengestellt und den Sachverhalt aufgezeichnet.

Die Abklärungen mit dem Spital haben sich über eineinhalb Jahre hingezogen. Diese lange Dauer ist einerseits aufgrund eines Personalwechsels in der Administration beim Spital entstanden, andererseits sollen spitalinterne Abklärungen sehr langwierig sein.

Die Fakten • Die Kosten betrafen einen Säugling mit einer Spital-Zusatzversicherung. • Der Säugling litt an einem Geburtsgebrechen, der OKP-Anteil geht über die IV. • Die vorgeburtliche Aufnahme erfolgte ohne Fragen zum Gesundheitszustand; Geburtsgebrechen sind in den AVB nicht ausgeschlossen. • Es wurde, subsidiär zur IV, eine Kostengutsprache abgegeben. • Der Säugling war 162 Tage hospitalisiert, davon 94 Tage künstlich beatmet. Es erfolgten mehrere Operationen. • Der Säugling verstarb nach 162 Tagen. • Die Fakturierung erfolgte gemäss Taxordnung und Vertrag. Das Vorgehen Um festzustellen, ob die Honorare von 300‘000 Franken gerechtfertigt sind, erstellte die RVK Rück eine Analyse mit den Behandlungsdaten, dem Arzt und dem fakturierten Honorar. Zusammen mit dem vertrauensärztlichen Dienst ergänzte sie diese Daten mit den Angaben der OP-Berichte und dem MCD. Für einige Honorare verlangte sie vom Spital detaillierte Rechnungen und Zusatzinformationen. Für zwei Honorare im Betrag von 30‘000 Franken lieferte das Spital keine Details. Mit Unterstützung der RVK Rück

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Dank der Rechnungsbeanstandung konnten die Kosten um 30‘000 Franken reduziert werden. In diesem Fall übernahm die Rückversicherung rund 200‘000 Franken und entlastete damit den betroffenen Krankenversicherer massgeblich. Die Erfahrung Der vorliegende Fall zeigt, dass der Krankenversicherer und die RVK Rück eng zusammenarbeiten müssen, um Rechnungen erfolgreich zu beanstanden. In diesem Fall hat der Krankenversicherer die RVK Rück frühzeitig informiert – nämlich bevor er die Rechnungen vergütet hat. Eine fundierte Beanstandung setzt ein grosses Fachwissen voraus. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Krankenversicherungs-Expertin der RVK Rück mit dem vertrauensärztlichen Dienst, dem Case Management und der DRG-Prüfstelle macht es möglich, die vorliegenden Fakten kompetent zu beurteilen, Unstimmigkeiten zu erkennen und konkrete Abklärungen vorzunehmen. Hartnäckigkeit, Geduld und eine Portion Frustrationstoleranz sind bei dieser Arbeit gefragt. PETER AREGGER Bereichsleiter Versicherungen Tel. 041 417 05 59 p.aregger@rvk.ch


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MedCasePool Versicherungsmedizinische Beratung Wird eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter unerwartet oder für eine längere Zeit arbeitsunfähig, macht eine versicherungsmedizinische Beratung Sinn. Sie hilft, das Risiko einer kostspieligen Arbeitsunfähigkeit frühzeitig zu erkennen. Der MedCasePool bietet Unternehmen entsprechende Unterstützung an. Sind Mitarbeitende länger arbeitsunfähig, kann das Case Management der Taggeldversicherung bereits aktiv sein. Es gibt jedoch Fälle, in denen eine versicherungsmedizinische Beratung angebracht ist: Bei wiederholten Kurzabsenzen während der Wartefrist oder solange das Case Management der Taggeldversicherung noch nicht involviert ist. Es kann dadurch verhindert werden, dass das Case Management zu spät eingeschaltet wird oder die Situation bereits festgefahren und kaum mehr lösbar ist. Bei der versicherungsmedizinischen Beratung erarbeiten der Versicherungsärztliche Dienst und das Case Management des RVK gemeinsam Lösungen und geben dem Arbeitgeber Empfehlungen ab. Die Beratung eignet sich auch bei wiederholten Kurzabsenzen: Häufig erkennt der Arbeitgeber sie frühzeitig. Für ein neutrales, klärendes Gespräch mit dem betroffenen Mitarbeitenden, dem Arbeitgeber und dem behandelnden Arzt sind vertiefte medizinische oder versicherungstechnische Kenntnisse gefragt. In diesen Fällen erhält der Arbeitgeber im Rahmen der versicherungsmedizinischen Beratung des RVK steuernde Abklärungen und Vorschläge zum weiteren Vorgehen. Sie basieren auf der Beurteilung von ärztlichen Zeugnissen und beigelegten medizinischen Unterlagen. Ein Pool von ausgewiesenen Versicherungsärzten verschiedener Fachrichtungen unterstützt den hauptamtlichen Versicherungsarzt und das Case Management. Dank dem Versicherungsärztlichen Dienst des RVK erhält der Kunde den direkten Zugang zu einer unabhängigen und neutralen Fachperson, die mit ihm die versicherungsmedizinischen Fragen erörtert und die notwendigen Entscheidungsgrundlagen erarbeitet. Die Abläufe entsprechen den strengen Datenschutzkriterien und sind zertifiziert (GoodPriv@cy und VDSZ). Die versicherungsmedizinische Beratung trägt dazu bei, die Absenzquote positiv zu beeinflussen und damit direkte und indirekte Kosten einzusparen.

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Überblick Mit der versicherungsmedizinischen Beratung erhalten Arbeitgeber folgende Dienstleistungen: • Plausibilisieren von Arbeitsunfähigkeits-Zeugnisse mit Einschätzung der voraussichtlichen Dauer durch einen Versicherungsarzt • Frühzeitiges Erkennen von langfristigen Absenzen und Arbeitsunfähigkeiten • Erläuterung medizinischer Sachverhalte und Beratung zum weiteren Vorgehen • Kontakt mit dem behandelnden Arzt und Beurteilung medizinischer Unterlagen • Abklärung der Voraussetzungen für die Betreuung und Begleitung des Mitarbeitenden durch das RVK-eigene oder externe Case Management

ROLAND WYSSLING Account Manager Tel. 041 417 05 67 r.wyssling@rvk.ch


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MedCasePool Blick hinter die Kulissen Das Sekretariat MedCasePool ist Drehscheibe des RVK-MedCasePool. Um die vielen Anforderungen optimal und kundenorientiert zu bewältigen, wurde es per Mitte Jahr neu organisiert: Karin Brader leitet das Sekretariat, Monika Föhn und Sandra Vollmar unterstützen sie kompetent. Die Aufgaben sind vielfältig und verlangen neben medizinischen Fachkenntnissen auch Flair im Umgang mit elektronischen und technischen Hilfsmitteln – besonders mit CaseNet, dem webbasierten Fallführungssystem des MedCasePool. Die Kunden eröffnen in CaseNet ihre Falldossier und formulieren ihre Fragen an den Vertrauensarzt. Die Mitarbeiterinnen des Sekretariats kontrollieren, ob die Falldossiers vollständig und die Fragen präzise formuliert sind, bevor sie diese an den Arzt des betreffenden Fachgebiets zur Beurteilung weiterleiten. Bei Unvollständigkeit der Falldossiers verlangt das Sekretariat die fehlenden Unterlagen ein wie zum Beispiel Arzt-, Austritts- und Operationsberichte, Röntgenbilder oder Fotos. Dreh- und Angelpunkt Der Pool des vertrauensärztlichen Dienstes umfasst inzwischen 20 Vertrauensärzte und sechs Vertrauenszahnärzte in verschiedenen Fachgebieten: Allgemeine Medizin, Orthopädie, Chirurgie, Gynäkologie, Kardiologie, Genetik, Rheumatologie, Ophthalmologie, ORL, Psychiatrie, Zahnmedizin, Kiefer-Gesichtschirurgie und Kieferorthopädie. Für die Vergütungsberatung Off-label ist ein Fachberater zuständig. Es ist Aufgabe des Sekretariats sicherzustellen, dass die Kunden die Stellungnahmen der Ärzte termingerecht erhalten. Zudem verarbeiten die Mitarbeiterinnen im Sekretariat täglich die per Post zugesandten Arztberichte, Röntgenbilder, Fotos und Kiefermodelle. Sie scannen und fügen die Dokumentationen in die entsprechenden Falldossiers ein, bevor sie diese dem zuständigen Vertrauensarzt zur Beurteilung und Stellungnahme zuteilen. Natürlich gehören auch telefonische Auskünfte und die Korrespondenz zu ihrer Arbeit. Zudem ist das Sekretariat Anlaufstelle für alle Fragen, die CaseNet betreffen, für die Meldung neuer Hilfspersonen des Vertrauensarztes, für neue Login-Zugänge, für die Ausstellung von Verträgen für neue Hilfspersonen und vieles mehr.

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DRG-Fälle Für die Kunden der DRG-Prüfstelle ist hauptsächlich Sandra Vollmar zuständig. Sie kontrolliert, ob die eingehenden Falldossiers vollständig sind (Spitalrechnung, Codierung, Austritts- und Operationsbericht), bevor sie diese im DRG Expert übernimmt. Alle anderen Aufgaben werden von allen drei Mitarbeiterinnen ausgeführt. KARIN BRADER Leiterin Sekretariat MedCasePool / VAD Tel. 041 417 05 24 k.brader@rvk.ch MONIKA FÖHN Assistentin MedCasePool / VAD Tel. 041 417 05 26 m.foehn@rvk.ch SANDRA VOLLMAR Assistentin MedCasePool / VAD Tel. 041 417 05 23 s.vollmar@rvk.ch


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DRG-Prüfstelle Richtig hinschauen lohnt sich In der letzten Ausgabe der INFORMATION hat die DRG-Prüfstelle aufgezeigt, wie ihre Abläufe funktionieren. Es wurden die verschiedenen Prüfstufen und die damit verbundene Triage erläutert.

Die drei folgenden Beispiele zeigen das Einsparpotenzial, das dank einer korrekten Triage ausgeschöpft werden kann. Beispiel 1: Falsche Kodierung einer Behandlung Ein Patient musste zur Revision eines künstlichen Darmausgangs erneut hospitalisiert werden. Das Spital kodierte das Anlegen eines neuen Darmausgangs (CHOPCode 46.13 = Permanente Kolostomie), anstatt nur das Revidieren eines vorhandenen Darmausgangs (46.43.-- = Revision einer Kolostomie). Die ursprüngliche Rechnung betrug 31’000 Franken. Nach mehrmaligem Briefverkehr wurde die überteuerte Rechnung korrigiert. Die neue Rechnung betrug 28’000 Franken. Ersparnis: 3‘000 Franken Beispiel 2: Überkodierung von vermeintlichen Komplikationen Ein Patient wurde hospitalisiert, um eine Schleimbeutelentzündung am Ellbogen zu entfernen. Das Spital hat eine Komplikation der Anästhesie kodiert (T88.4 = Misslungene oder schwierige Intubation), da die Anästhesie etwas länger dauerte. Die ursprüngliche Rechnung betrug 29‘000 Franken. Nach mehrmaligem Briefverkehr wurde die überteuerte Rechnung korrigiert. Die neue Rechnung betrug 12’000 Franken. Ersparnis: 17‘000 Franken

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Beispiel 3: Der Grouper hat nicht funktioniert Eine Patientin wurde zur Abklärung eines Tumors hospitalisiert. Die Kodierung des Spitals ergab einen Fehler-DRG 902Z (Hauptdiagnose N89.8 = Sonstige näher bezeichnete nichtentzündliche Krankheiten der Vagina; Behandlung 70.33.99 Exzision oder Destruktion einer Läsion an der Vagina). Die gleiche Kodierung des RVK ergab eine normale DRG-Rechnung N13B. Die fehlerhafte Rechnung von 13‘000 Franken wurde nach der Beanstandung auf 5‘000 Franken korrigiert. Ersparnis: 8‘000 Franken QUAN PHAM Leiter DRG-Prüfstelle / Codierarzt Tel. 041 417 05 33 q.pham@rvk.ch


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Kundenzeitschrift SICHER Informative Herbstausgabe Anfang Oktober erschien die vierte Ausgabe der Kundenzeitschrift SICHER. Elf Krankenversicherer verschickten sie an ihre Versicherten. Sie informieren damit die Leserinnen und Lesern über verschiedene Aspekte des Schweizer Gesundheitswesens. In der Herbstausgabe widmet sich das SICHER unter anderem dem Thema Vertrauensarzt, der als zentrale Ansprechperson in Kontakt mit Patienten, Ärzten, Therapeuten, Krankenversicherern, Organisationen und Behörden agiert. Im Artikel wird die Vielfalt der Aufgaben aufgezeigt, die ein Vertrauensarzt übernehmen kann. Weitere Themen sind: • Lenkungsabgaben des Bundes • E-Zigarette: Mit Vorsicht zu geniessen • Der Schulweg: Mit dem Auto zur Schule? • Powerfrühstück: Was gehört dazu? MICHELLE FURRER Projektleiterin Marketing Tel. 041 417 05 41 m.furrer@rvk.ch

LEBEN: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Todesursache Nummer eins in der Schweiz. Sport und eine ausgewogene Ernährung können solche Erkrankungen vorbeugen.

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Bildung + Events Vorschau 2015 Innovativ, praxisnah und bedarfsgerecht: Diese drei Begriffe stehen für das Aus- und Weiterbildungsangebot des RVK. Dank fundiertem Wissen und langjähriger Erfahrung bietet er eine vielfältige Palette an aktuellen Themen an. Mit der Einführung des Fallpauschalensystems SwissDRG haben sich die Anforderungen an die Rechnungsprüfung massgeblich verändert. Mit den speziell für die Kostenträger entwickelten modularen DRG-Kursen unterstützt der RVK seine Kunden bei der effizienten Rechnungskontrolle und Falltriage:

Der Kurs «SwissDRG - Expertenwissen» findet erstmals am 24. Februar 2015 statt und richtet sich an qualifizierte Mitarbeitende derjenigen Krankenversicherer, die Abrechnungen von stationären Spitalleistungen prüfen. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bewährte Fachkurse Weitere themenspezifische Kurse bieten erfahrenen Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich gezielt ergänzendes und vertiefendes Wissen zu holen. Dazu gehören zum Beispiel die medizinischen Fachkurse «Medizinische Kenntnisse», «Zahnmedizin» und «Psychiatrie / Psychotherapie». Für Hilfspersonen des vertrauensärztlichen Dienstes und der DRG-Prüfstelle steht ein eigener Fachkurs auf dem Programm. Der regelmässige und kontinuierliche Austausch mit dem Vertrauensarzt ist – nicht zuletzt wegen Fragen zum Datenschutz – unerlässlich. Für angehende eidgenössisch diplomierte Krankenversicherungsfachleute eignet sich der Kurs «Prüfungstraining zur Berufsprüfung»: In kleinen Gruppen üben sie eins-zu-

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eins das erfolgreiche Prüfungsverhalten durch situationsgerechte Rollenspiele. Die achte Durchführung der RVK-Frühlingstagung findet am 28. und 29. April 2015 in Nottwil statt. Die einzigartige Veranstaltung bietet praxisorientierte Workshops zu Themen aus den Bereichen Leistungsmanagement, Versicherungstechnik und Kundenberatung an. Sie bietet beste Gelegenheit, wertvolle Erfahrungen mit Referenten und Teilnehmenden auszutauschen. Neue Themen Am 4. November 2014 kommt es zur Neuauflage der Tagung «Inkassowesen». Nachdem der Gesetzgeber die KVG-Bestimmungen geändert und damit das Verfahren bei Prämienausständen in der Grundversicherung neu geregelt hat, sind die Anforderungen an ein professionelles Forderungsmanagement gestiegen. Der Fachkurs befasst sich mit den Normen für die Durchführung des Inkassoprozesses und den Änderungen auf Gesetzes- und Verordnungsebene zum Verlustscheinmanagement. Auf vielfachen Wunsch hin, sich über Aktualitäten und neue Entwicklungen im Leistungsmanagement respektive in der Leistungsabwicklung auszutauschen, lanciert der RVK am 10. Dezember 2014 den ersten treffPUNKT «KVG». Die neue Plattform dient dem Informations- und Erfahrungsaustausch und fördert das Netzwerk unter Fachkolleginnen und -kollegen. Die Veranstaltung bringt aktuelle Themen mit Fokus auf eine praktische Umsetzung der Krankenversicherungs-Gesetzgebung auf den Punkt. Das aktuelle Bildungsprogramm ist auf der letzten Seite dieser Ausgabe aufgeführt. Weitere Angaben sind auf der Webseite unter www.rvk.ch/bildung ersichtlich. MARCO FÄH Leiter Bildung + Events Tel. 041 417 05 62 m.faeh@rvk.ch


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INFORMATIONEN DES RVK

Bildung + Events Referenten tauschen sich aus Bereits seit zehn Jahren treffen sich die Referenten des RVK einmal im Jahr, um das Aus- und Weiterbildungsangebot weiterzuentwickeln und sich über aktuelle Themen im Gesundheitswesen auszutauschen. Das jährliche Treffen ist eine gute Gelegenheit, sich zu informieren und den Team-Spirit zu pflegen. 14 Expertinnen und Experten stehen dem RVK für seine Grundkurse als Referenten zur Verfügung. Alle sind seit Jahren mit viel Engagement und Herzblut dabei. Leistungsverantwortliche, Mediziner, Juristen, Versicherungsexperten, Betriebsökonomen und Marketingfachleute: Das Spektrum der Referentinnen und Referenten ist breit gefächert. Dadurch vermitteln sie ihre Themen glaubwürdig und stellen in ihren Vorträgen den Bezug zur täglichen Arbeit sicher. Feedback-Kultur Nach jedem Kurs fragt der RVK die Kurs-Teilnehmenden schriftlich nach ihrer Meinung. Die Auswertung dieser Kursbeurteilungen besprechen die Referenten am jährlichen Treffen. Einmal mehr konnte der RVK für 2013 erfreuliche Resultate zeigen. Diese äusserst positive Bilanz bestärkt und motiviert sowohl die Referenten als auch die Kursorganisatoren des RVK. Einen zentralen Diskussionspunkt bildet die Weiterentwicklung der Bildungsangebote. Die sich laufend verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen und die steigenden Anforderungen an die Marktplayer erfordern eine

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permanente Überprüfung der Themen und Inhalte. Durch den regelmässigen Austausch kann der RVK die Bedürfnisse seiner Kunden rasch aufnehmen. Train-the-Trainer Die Referenten tragen wesentlich zur Qualität der Ausbildung bei. Neben der praktischen Erfahrung sind auch Kenntnisse in Methodik und Didaktik wichtig. Daher hat der RVK im Rahmen eines Train-the-Trainer-Seminars zusammen mit den Lehrpersonen der Grund- und Fachkurse interessante und hilfreiche Inputs zu diesen Kompetenzen erhalten. Oliver Schroeder, erfahrener Mediencoach am MAZ in Luzern, konnte die Teilnehmenden mit seinen Ausführungen und Methodentipps begeistern. Herzlichen Dank an alle Referentinnen und Referenten für das grosse Engagement! MARCO FÄH Leiter Bildung + Events Tel. 041 417 05 62 m.faeh@rvk.ch


INFORMATIONEN DES RVK

RVK-intern Mitarbeiterausflug 2014 Ende September fand der jährliche Mitarbeiterausflug statt. Das RVK-Team reiste früh morgens zum Paul Scherrer Institut in Villigen und konnte die Synchrotron Lichtquelle Schweiz (SLS) sowie das Zentrum für Protonentherapie in Augenschein nehmen. Nach einem stärkendem Mittagessen bei strahlendem Sonnenschein in Bad Schinznach folgte am Nachmittag der Golfschnupperkurs «Pitch & Putt».

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RVK-intern Neues von der RVK-Crew

Seit dem 1. Mai 2014 arbeitet Manuela Sury als Case Managerin beim RVK. Frau Sury ist ausgebildete Apothekenhelferin und diplomierte Krankenpflegefachfrau mit jahrelanger Berufspraxis auf der Notfall- und Intensivstation der Klinik St. Anna und dem Kantonsspital in Luzern. Während gut drei Jahren hat sie zudem als Fachexpertin für Infektionsprävention und Spitalhygiene im Kantonsspital Luzern gearbeitet. Vor ihrem Stellenantritt beim RVK war sie für die Spitex Obwalden tätig.

Seit dem 1. Juni 2014 arbeitet Sandra Vollmar, nach einer einjährigen Temporäranstellung im DRG-Bereich, in einer Festanstellung als Assistentin im Sekretariat MedCasePool. Als Quereinsteigerin hat sie sich rasch in die vielfältigen Aufgaben des Sekretariates eingearbeitet. Zusammen mit den langjährigen Mitarbeiterinnen Monika Föhn und Karin Brader (Leitung) bildet sie die Drehscheibe im Sekretariat MedCasePool und sorgt für einen reibungslosen Ablauf in allen organisatorischen Belangen. Wir heissen Manuela Sury und Sandra Vollmar ganz herzlich willkommen im RVK-Team. JUDITH MAY Leiterin Personal- und Finanzadministration Tel. 041 417 05 72 j.may@rvk.ch

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INFORMATIONEN UNSERER MITGLIEDER, KUNDEN UND PARTNER

Krankenkasse Luzerner Hinterland Neuer Präsident Oswin Bättig hat die Entwicklung der Krankenkasse Luzerner Hinterland (KKLH) während 26 Jahren entscheidend mitgeprägt. Anfang Juli ist er zurückgetreten und hat das Amt Stefan Wolf übergeben.

Nach 26 Jahren im Vorstand, darunter 18 Jahre als Präsident, wurde Oswin Bättig aus seinem Amt verabschiedet. Die KKLH hat sich in dieser Zeit gewaltig verändert: 1988 zählte die Kasse 3000 Mitglieder und der Umsatz lag bei gut vier Millionen Franken. Heute sind fast 22 000 Personen bei der «Hinterländer» versichert, der Jahresumsatz ist auf über 60 Millionen Franken gestiegen. «Mit seinem Netzwerk, auch ausserhalb des Hinterlands, hat Oswin Bättig viel zur Entwicklung beigetragen», sagte Stefan Wolf bei der Verabschiedung. «Und mit seiner zielgerichteten, hartnäckigen Art hat er die Krankenkasse Luzerner Hinterland nachhaltig geprägt.» Anlässlich der Generalversammlung wählten die Stimmberechtigten der KKLH den Ex-Fussballprofi und 14-fachen Nationalspieler Stefan Wolf einstimmig als neuen Präsidenten. Nach Beendigung seiner Fussball-Karriere hat sich Stefan Wolf als Unternehmer in den Bereichen Sport-Events und Web-Auftritte selbstständig gemacht. Er möchte die KKLH mit zeitgemässen Strukturen weiterentwickeln, jedoch die Kundennähe und den persönlichen Service beibehalten. Der RVK wünscht Oswin Bättig alles Gute für die Zukunft. Er freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Stefan Wolf und dem ganzen Team der KKLH.

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Nach drei Jahren Mitarbeit im Vorstand der Krankenkasse Luzerner Hinterland übernimmt Stefan Wolf (links) neu das Präsidium. Foto: Astrid Bossert Meier

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Agenda 2014 Oktober

14.

Di

Fachkurs «SwissDRG Vertiefungsschulung für IV-Stellen»

Luzern

28./29.

Di/Mi

Fachkurs «Medizinische Kenntnisse»

Luzern

4.

Di/Mi

Fachkurs «Inkasso»

Luzern

11./12.

Di/Mi

Grundkurs 1

Luzern

25./26.

Di/Mi

Fachkurs «Medizinische Kenntnisse»

Luzern

2./3.

Di/Mi

Grundkurs 2

Luzern

4.

Do

Luzerner Kongress Gesellschaftspolitik

Luzern

10.

Mi

treffPUNKT «KVG»

Zürich

13./14.

Di/Mi

Grundkurs 1

Luzern

22.

Do

Fachkurs «Psychiatrie | Psychotherapie»

Luzern

27.

Di

Prüfungstraining Krankenversicherungsfachleute

Luzern

28.

Mi

Fachkurs «Psychiatrie | Psychotherapie»

Luzern

22.

Do

Fachkurs «Hilfspersonen VAD»

Luzern

10./11.

Di/Mi

Grundkurs 2

Luzern

24.

Di

Fachkurs «SwissDRG Expertenwissen»

Luzern

März

25./26.

Mi/Do

Grundkurs 1

Luzern

April

28./29.

Mi/Do

RVK-Frühlingstagung

Nottwil

Mai

7.

Do

RVK-Froum

Luzern

20./21.

Mi/Do

Grundkurs 1

Luzern

27./28.

Di/Mi

Fachkurs «Medizinische Kenntnisse»

Luzern

2./3.

Di/Mi

Fachkurs «Medizinische Kenntnisse»

Luzern

11./12.

Do/Fr

RVK-Impuls – Treffen. Erfahren. Austauschen.

Luzern

12.

Fr

Delegiertenversammlung RVK / Generalversammlung RVK Rück AG

Luzern

16./17.

Di/Mi

Grundkurs 2

Luzern

24.

Mi

Fachkurs «SwissDRG Grundlagen»

Luzern

30.

Di

Fachkurs «Zahnmedizin»

Luzern

November

Dezember

Agenda 2015 Januar

Februar

Juni

Session 2014 Wintersession

INFORMATION OKTOBER 2014

24. November bis 12. Dezember

Bern


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