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RVK INFORMATION Juli 2019

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Juli 2019

Das Magazin für Mitglieder, Kunden und Partner

Giftige Pflanzen

5 Gesundheitspolitik aus Parlament und Bundesrat

15 Geschäftsjahr 2018 Der RVK und die RVK Rück AG blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück

24 Kundenzeitschrift SICHER Die Kundenzeitschrift wurde einem Redesign unterzogen

«Giftige Pflanzen» als Bildthema in der Juli-Ausgabe.


Inhalt

Gesundheitspolitik 5 BERICHT AUS BERN Parlament, Bundesrat, EDI, BAG

Informationen des RVK 15 RVK UND RVK RÜCK AG Erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 16 MEDCASEPOOL DRG-Rechnungsprüfung für Unfallversicherer 17 DRITTE ERFA-TAGUNG DRG-Rechnungsprüfung und Versicherungsärztlicher Dienst 18 FMC-SYMPOSIUM 2019 «Ärztenetze und Integrierte Versorgung: Was koordinieren? Wie kooperieren?» 20 CORPORATE GOVERNANCE Anforderungen der Aufsichtsbehörde und Auswirkungen auf den Leistungseinkauf 22 KTI Vertriebsaktion der Generali 24 EIN NEUER LOOK für die Kundenzeitschrift SICHER 26 BDO-ANLASS «TRENDS IN DER KRANKENVERSICHERUNG» Roadshow zu aktuellen Themen 28 RVK-FRÜHLINGSTAGUNG Rückblick und Ausblick 29 RÜCKBLICK TREFFPUNKT «KVG» Kymriah und Co. – Pokerspiel um Medikamentenpreise und -zulassung 30 RVK-IMPULS 2019 Kunden- und Partnerevent 31 NEUES VON DER RVK-CREW Neueintritt, Dienstjubiläum und Weiterbildungserfolg

Agenda 32 TERMINE Veranstaltungen und Sessionen

Impressum

Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich. Herausgeber / Redaktion RVK – Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer Haldenstrasse 25 / 6006 Luzern / 041 417 05 00 / www.rvk.ch / info@rvk.ch Bilder Die Bilder der vorliegenden Ausgabe sind Impressionen zum Thema «Giftige Pflanzen». Titelbild: Pixabay

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Liebe Mitglieder Sehr geehrte Damen und Herren Mit neuartigen zell- und gentherapeutischen Methoden hat laut der Pharmaindustrie eine neue Ära in Therapie und Diagnostik begonnen. Dank diesen Methoden können bisher unheilbare Krankheiten behandelt, im besten Fall geheilt werden. Diese neuartigen Therapien haben jedoch ihren Preis. Die Tagung treffPUNKT «KVG» vom 22. Mai 2019 befasste sich mit Fragen zur Zulassung von neuen Therapieformen für sehr spezifische Indikationen und zur Preisfestsetzung. Erfahren Sie auf Seite 29, welche Erkenntnisse die Tagung brachte. Der RVK-ImPuls hat auch dieses Jahr im Château Gütsch stattgefunden und einen unvergesslichen Ausblick geboten. Höhepunkt des Kunden- und Partnerevents war das Keynote-Referat von Bernhard Heusler, ehemaliger Präsident des FC Basel. Mehr dazu auf Seite 30.

«Der RVK sowie die RVK Rück AG blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück.»

An der diesjährigen Delegierten- und Generalversammlung durften wir zwei erfreuliche Geschäftsabschlüsse präsentieren: Der RVK sowie die RVK Rück AG blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Nebst der Genehmigung der Jahresrechnung standen auch Gesamterneuerungswahlen für Vorstand und Verwaltungsrat an. Auf Seite 15 verraten wir, wer neu in die beiden Gremien gewählt wurde. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre. Herzlich

Daniel Herzog Direktor

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GESUNDHEITSPOLITIK DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

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Qualitätsvorlage Nach dem Nationalrat hat nun auch der Ständerat in der Schlussabstimmung gesetzliche Rahmenbedingungen für Transparenz und Qualität im Sinne der Patientinnen und Patienten beschlossen. Die Leistungserbringer werden verbindlicher als bisher zur Teilnahme an Qualitätssicherungsmassnahmen verpflichtet.

Verbindliche Regelung der Vermittlerprovision Der Nationalrat hatte in der Frühjahrssession den Antrag in dem Sinne ergänzt, dass auch für Provisionen im Zusatzversicherungsbereich vom Bundesrat eine Branchenlösung für allgemeinverbindlich erklärt werden kann. Die vorberatene Kommission hat Zustimmung zum geänderten Motionstext beantragt und der Ständerat ist dieser Empfehlung gefolgt.

MiGeL-Produkte: Inrechnungstellung Der Bundesrat wird beauftragt, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Leistungserbringer für Pflegeleistungen nach Artikel 25a des KVG die in der MiGeL-Liste aufgeführten Produkte sowohl für die Selbstanwendung als auch für die Anwendung durch eine Pflegefachperson in Rechnung stellen können. Der Bundesrat hat Ablehnung der Motion beantragt, National- und Ständerat haben Annahme der Motion beschlossen.

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Gesundheitspolitik

Aus dem Parlament Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 23. März 2019 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert.

AUS DEM NATIONALRAT Versicherungsvertragsgesetz (VVG) Die Änderung des Versicherungsvertragsgesetzes war ein Hauptgeschäft anlässlich der Sondersession des Nationalrates vom 7. bis 9. Mai 2019. Neben dem Krankenversicherungsgesetz (KVG), dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) und dem Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) ist das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) der vierte Pfeiler, nach welchem sich auch die Krankenversicherer zu richten haben. Bereits im März 2013 stand in den eidgenössischen Räten eine Totalrevision des aus dem Jahre 1908 stammenden Gesetzes zur Beratung. Dabei zeigte sich, dass die Interessen der verschiedenen involvierten Gruppen weit auseinanderliegen. Das Gesetz wurde darum an den Bundesrat zurückgewiesen mit dem Auftrag, eine neue Vorlage auszuarbeiten und sich dabei auf das Notwendigste zu konzentrieren. Diesem Auftrag ist der Bundesrat nachgekommen und hat in Zusammenarbeit mit den interessierten Kreisen neu eine Teilrevision ausgearbeitet und diese in die Vernehmlassung geschickt. Die dann vom Bundesrat ausgearbeitete Vorlage vom 28. Juni 2017 wich aber stark von der Vernehmlassungsvorlage ab und stärkte insbesondere die Position der Versicherungsbranche. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) hat sich dann der Gesetzesteilrevision angenommen. Bei diesen Beratungen haben sich in vielen wichtigen Teilen die Interessen der Versicherungslobby durchgesetzt. Das führte zu intensiven Diskussionen in den Parteien, dem Konsumentenschutz und den Medien. Dabei wurde auch klar signalisiert, dass gegen diese Gesetzesrevision das Referendum ergriffen werde, wenn nicht wesentliche Verbesserungen zugunsten der Versicherten beschlossen würden. Es ist Wahljahr und das führte insbesondere bei den bürgerlichen Parteien zum Umdenken. Sie befürchteten, dass ein Referendum als Wahlpropaganda benutzt werden könnte, mit welchem das linke Parteienspektrum zusätzliche Stimmen gewinnen könnte. Bei

den Beratungen im Rahmen der Sondersession hat sich nun der Wind gedreht. Verschiedene Minderheitsanträge, mit welchen Verbesserungen zugunsten der Versicherten verlangt wurden, setzten sich durch. Insbesondere folgende, für die Krankenversicherer wichtige Gesetzesänderungen hat der Nationalrat beschlossen: −− Widerrufsrecht: Der Versicherungsnehmer kann seinen Antrag zum Abschluss oder zu einer wesentlichen Änderung des Vertrages innert 14 Tagen widerrufen. −− Informationspflicht: Das Versicherungsunternehmen muss den Versicherungsnehmer neu schriftlich oder in einer anderen Form, die den Nachweis durch Text ermöglicht, unter anderem auch darüber informieren, ob es sich um eine Summen- oder eine Schadenversicherung handelt, ebenso über das Widerrufsrecht und die Frist für das Einreichen von Schadenanzeigen. −− Vertragskündigung bei Verletzung der Informationspflicht: Die Frist wird von einem auf zwei Jahre verlängert. Auf der Gegenseite kann das Versicherungsunternehmen bei Anzeigepflichtverletzungen den Vertrag ebenfalls innert zwei Jahren ab Bekanntwerden der Verletzung kündigen. −− Ausserordentliche Kündigung: Eine solche ist möglich, wenn eine nicht voraussehbare Änderung der rechtlichen Vorgaben, welche die Erfüllung des Vertrages verunmöglicht, oder bei Umständen, bei deren Vorhandensein der kündigenden Person nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Vertrages nicht mehr zumutbar ist. −− Ordentliches Kündigungsrecht in der Krankenversicherung: In der Krankenversicherung steht das ordentliche Kündigungsrecht, sowie das Kündigungsrecht im Schadenfalle nur dem Versicherungsnehmer zu. −− Schadenminderungspflicht: Neu wird für den Versicherten eine Schadenminderungspflicht stipuliert. Wenn er diese in nicht zu entschuldigender Weise verletzt, kann der Versicherer die Leistung kürzen. −− Verjährung: Forderungen aus dem Versicherungsvertrag verjähren neu nicht mehr nach zwei, sondern nach fünf Jahren. Die Vorlage geht nun an den Ständerat.

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Gesundheitspolitik

KVG. Stärkung von Qualität und Wirtschaftlichkeit

Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG). Änderung

Im Rahmen des Differenzbereinigungsverfahrens hat sich der Nationalrat durchgehend den Beschlüssen des Ständerates angeschlossen. Dabei ging es insbesondere noch um folgende Bereiche: −− Zusammensetzung der Eidgenössischen Qualitätskommission: Diese soll sich aus Vertretern der Kantone, Leistungserbringer, Versicherten, Fachleuten und neu auch aus Vertretern der Patientenorganisationen zusammensetzen. −− Finanzierung der Aufgaben der Kommission: Neben Bund und Kantonen haben sich neu auch die Versicherer mit einem Drittel an den Kosten zu beteiligen. −− Anhörung der interessierten Organisationen: Bevor der Bundesrat alle vier Jahre die Ziele im Hinblick auf die Sicherung und Förderung der Qualität der Leistungserbringer festlegt, muss er die interessierten Organisationen anhören. −− Veröffentlichungen: Nebst den Verbesserungsmassnahmen müssen auch die Ergebnisse der Qualitätsmessungen veröffentlich werden.

Nachdem der Ständerat an seiner Sitzung vom 3. Juni 2019 bei vier Differenzen drei Beschlüsse des Nationalrates übernommen hat, hatte sich der Nationalrat nur noch mit einer Differenz zu befassen. Dabei ging es um den Beschluss des Nationalrates, die IV-Leistungen im Straf- und Massnahmenvollzug einzustellen, was der Ständerat abgelehnt hat. Der Nationalrat hat sich dem Beschluss des Ständerates und dem Antrag des Bundesrates angeschlossen, die keine entsprechende Leistungseinstellung vorsehen, weil es immer wieder auch verurteilte IV-Bezüger gibt, die im Straf-, respektive Massnahmenvollzug einer Arbeit nachgehen. In der Schlussabstimmung hat der Rat der Gesetzesänderung mit 143:53 Stimmen bei null Enthaltungen zugestimmt.

Mit den neuen gesetzlichen Bestimmungen werden die Leistungserbringer verbindlicher zur Teilnahme an Qualitätssicherungsmassnahmen verpflichtet. Am Schluss der Session hat der Rat der Gesetzesänderung mit 195:00 Stimmen bei null Enthaltungen zugestimmt.

Stärkung der Selbstverantwortung im KVG Parlamentarische Initiative Borer Roland F., übernommen von Brand Heinz In der Wintersession 2018 hat der Nationalrat einer Gesetzesänderung zugestimmt, gemäss welcher für alle besonderen Versicherungsformen (Wahlfranchise, eingeschränkte Wahl usw.) ausschliesslich eine dreijährige Vertragsdauer gilt. Der Ständerat hat dann in der Frühjahrssession 2019 beschlossen, die Initiative abzulehnen und nicht auf die vom Nationalrat beschlossene Gesetzesänderung einzutreten. Begründet wurde dieser Beschluss damit, dass die Vernehmlassung zum Gesetzesentwurf mehrheitlich auf Ableh-

BLAUER EISENHUT Eine der giftigsten Pflanzen Europas ist der Blaue Eisenhut. Die starke Giftwirkung der Pflanze liegt am darin enthaltenen Aconitin. Bei einer Vergiftung treten die Symptome fast augenblicklich auf und führen unbehandelt innerhalb weniger Stunden zum Tod. Bereits bei Berührung der Pflanze wird der Stoff über die Haut aufgenommen. Allerdings ist die Berührung in der Regel nicht tödlich für den Menschen. Es entwickelt sich aber ein Ausschlag, der eindeutig die starke Reaktion der Pflanze auf den Menschen zeigt.

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Gesundheitspolitik

nung gestossen sei und mit der Befürchtung, dass die dreijährige Vertragsfrist dazu führen könnte, dass viele Versicherte keine höhere Franchise mehr wählen. Der Bundesrat hat Ablehnung der Vorlage beantragt, sich aber bereiterklärt, Einführung, Form und Ausgestaltung von Mehrjahresverträgen nochmals eingehend zu prüfen. Die vorberatende Kommission hat mit 18:2 Stimmen Nichteintreten auf die Vorlage beantragt. Der Rat ist diesem Antrag ohne Diskussion gefolgt. Damit ist wohl das Begehren der Krankenversicherer vom Tisch.

Kostendämpfende Apothekerleistungen ermöglichen Motion Ettlin Erich Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, das Krankenversicherungsgesetz so anzupassen, dass es für Tarifpartner möglich wird, kostendämpfende Apothekerleistungen auch ohne Abgabe von Medikamenten aus der OKP abzugelten. Auch sollen Apotheker, die sich an OKP-mitfinanzierten kantonalen oder nationalen Präventionsprogrammen beteiligen für ihre Leistung entschädigt werden. In der Wintersession hat der Ständerat Annahme der Motion beschlossen. Der Nationalrat hat diskussionslos ebenfalls Annahme beschlossen.

Keine zusätzlichen Kosten für unser Gesundheitswesen infolge der Listenumteilung von bisher frei verkäuflichen Arzneimittel der Liste C in die Liste B Motion SGK-NR Mit der Kommissionsmotion wird der Bundesrat beauftragt sicherzustellen, dass bei der Umsetzung des Heilmittelverordnungspakets IV durch Swissmedic und das Bundesamt für Gesundheit, insbesondere durch die Umteilung der Arzneimittel der Liste C in die Liste B, keine zusätzliche Kosten und Aufwände für das Gesundheitswesen entstehen. Gemäss den Kommissionsabklärungen würden mit der geplanten Umstufung gewisse Arzneimittel bis zu rund 50 Prozent teurer. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Dies primär mit der Begründung, dass eine Annahme der Motion zu einer Verkomplizierung des Systems führe. Nach kurzer Diskussion hat der Rat mit 123:48 Stimmen bei vier Enthaltungen Annahme der Motion beschlossen.

Private Krankenversicherungen. Für medizinische Gutachten ohne Interessenkonflikte Parlamentarische Initiative Fridez Pierre-Alain Mit der Initiative wird verlangt, dass die gesetzlichen Bestimmungen zur Praxis der medizinischen Gutachten in der privaten Krankenversicherung vervollständigt werden, um zu garantieren, dass die Personen, die solche Gutachten erstellen, vollkommen unabhängig und frei von Interessenkonflikten sind. Der Initiant hat darauf hingewiesen, dass verschiedentlich festgestellt wurde, dass Gutachter zum Teil abhängig von der auftraggebenden Versicherung seien und darum Gutachten nicht neutral ausfallen. Er schlägt vor, dass ein neutraler Gutachterpool geschaffen wird. Der Rat hat die Initiative mit 116:61 Stimmen bei zwei Enthaltungen abgelehnt.

Das Burnoutsyndrom als Berufskrankheit anerkennen Parlamentarische Initiative Reynard Mathias Der Initiant verlangt, dass das Burnoutsyndrom als Krankheit im Sinne des UVG und der dazugehörenden Verordnungen anerkannt und in die entsprechenden Erlasse aufgenommen wird. Die vorberatene Kommission hat festgestellt, dass das Burnoutsyndrom kein selbständiges, klares Krankheitsbild und dass dafür auch heute im Tarmed keine spezielle Tarifposition vorgesehen sei. Zudem sei die Krankheit nicht eindeutig auf den Beruf zurückzuführen. Vielfach seien auch soziale und private Probleme beteiligt. Die Kommission hat daher Ablehnung der Initiative beantragt. Diesem Antrag folgend, hat der Rat die Initiative mit 113:54 Stimmen bei vier Enthaltungen abgelehnt. Für die Krankenversicherer selber wäre eine Anerkennung des Burnoutsyndroms als Berufskrankheit positiv zu werten, wären doch die entsprechenden Behandlungskosten zukünftig über das UVG abzudecken gewesen.

Cybersicherheit im Gesundheitswesen Postulat Heim Bea Mit dem Postulat wird der Bundesrat ersucht, eine Strategie, erforderliche institutionelle Vorkehrungen sowie Massnahmen zur Verstärkung der Cybersicherheit im Gesundheitswesen zusammen mit Fachleuten und Kantonen zu prüfen und aufzuzeigen, auf wann und wie sie umgesetzt werden sollen und ob dafür neue rechtliche Grundlagen erforderlich sind. Der Bundesrat hat Ablehnung des Postulates beantragt. Dies primär mit der Begründung, dass zurzeit im Rahmen der Umsetzung der Strategie Schweiz, die der Bundesrat im April 2016 verabschiedet hat, gemeinsam von Bund und Kantonen die Strategie E-Health Schweiz 2.0 erarbeitet werde. Der Rat hat das Postulat mit 114:61 bei einer Enthaltung abgelehnt. Information Juli 2019

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Gesundheitspolitik

Langfristig bezahlbare Krankenversicherung. Wirksame Kostensenkungs- und Effizienzmassnahmen basierend auf verlässlichen Modellen und Zukunftsszenarien Postulat der SGK-NR Die vorberatende Kommission will den Bundesrat mit dem Postulat beauftragen, zu prüfen und Bericht zu erstatten, wie aufgrund von periodisch entwickelten Modellen und längerfristigen Szenarien schweizweit die optimale stationäre Versorgung gewährleistet werden kann. Dabei sollen die realen Patientenströme bzw. Versorgungsregionen berücksichtigt werden. Der Bundesrat hat Annahme des Postulates beantragt. Diskussionslos hat der Rat das Postulat angenommen.

Krankenkassenprämien. Eltern bleiben Schuldner der nichtbezahlten Prämien der Kinder Motion Heim Bea Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, Artikel 64a des Krankenver-sicherungsgesetzes dahingehend zu ändern, dass die Eltern Schuldner der Prämien des unterhaltsberechtigten Kindes sind und auch bleiben, wenn die Unterhaltspflicht weggefallen ist. Kinder sollen nicht nachträglich für unterlassene Prämienzahlungen der Eltern belangt werden können. Der Bundesrat hat Ablehnung der Motion beantragt. Dies vor allem mit der Begründung, dass eine gesetzliche Regelung im KVG nicht notwendig sei. Als Erstrat hat der Nationalrat aber der Motion mit 174:2 Stimmen bei einer Enthaltung zugestimmt.

Offensive für eine menschenwürdige Pflege in der Schweiz Motion Fraktion BDP Der Bundesrat wird mit der Motion beauftragt, ein Massnahmenpaket vorzulegen, mit dem die beschämenden Mängel bei der Pflege älterer Menschen behoben werden. Der Bundesrat hat Ablehnung der Motion beantragt. Er begründet dies einerseits damit, dass die Sicherstellung der Qualität der Pflege primär in der Zuständigkeit der Kantone liege. In verschiedenen Bereichen hätten zudem Bund und Kantone gemeinsame Massnahmen geplant oder bereits ergriffen. So zum Beispiel im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie und des Dialogs Nationale Gesundheitsstrategie. Der Rat hat die Motion mit 120:58 Stimmen bei null Enthaltungen abgelehnt.

Vollständige Übernahme der Kosten der Leistungen bei Mutterschaft durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung Motion Addor Jean-Luc Mit dem Vorstoss beauftragt der Motionär den Bundesrat, die gesetzlichen Grundlagen anzupassen oder wenn nötig neue gesetzliche Bestimmungen vorzulegen, damit die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten für die Leistungen bei Mutterschaft vollständig übernimmt. Dabei geht es um die Kosten, für Behandlungen vor der 13. Schwangerschaftswoche. Der Bundesrat hat Annahme der Motion beantragt. Als Erstrat hat der Nationalrat die Motion diskussionslos angenommen.

GOLDREGEN Der Goldregen mit seinen charakteristischen goldgelben Blüten gehört zu den beliebtesten blühenden Bäumchen in den gemässigten Breitengraden. Gerade diese Blüten und deren Samen sind es, die vor allem Kinder dazu verleitet, sie zu berühren oder sogar zu verzehren. Alle Pflanzenteile des Goldregens sind giftig.

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Gesundheitspolitik

AUS DEM STÄNDERAT KVG. Zulassung von Leistungserbringern Nachdem der Nationalrat als Erstrat die Vorlage für eine defi- −− Beschwerderecht der Krankenversicherer: Der Ständerat nitive Gesetzesänderung, mit welcher die Zulassung von Leiswill – im Gegensatz zum Nationalrat – kein Beschwerdetungserbringern unbefristet gesetzlich geregelt werden soll, recht der Versicherer gegen kantonale Erlasse über die in der Wintersession 2018 mit deutlichem Mehr verabschieFestlegung und Berechnung der Bandbreiten und Höchstdet hat, befasste sich nun der Ständerat mit der entsprechenzahlen bei den Leistungserbringern. den Gesetzesvorlage. Der Bundesrat hat in seiner Botschaft −− Einheitliche Finanzierung der ambulanten und stationären drei Interventionsstufen vorgeschlagen: Behandlungskosten (Efas): Im Gegensatz zum Bundesrat −− Erhöhung der Qualität und Wirtschaftlichkeit der Leistunhat der Nationalrat in den Übergangsbestimmungen eigen durch Erhöhung der Anforderungen an die Leistungsnen Zusatz aufgenommen, wonach die neuen Gesetzesänerbringer. Dies erfolgt primär durch die bereits vorgenomderungen betreffend die Zulassung von Leistungserbrinmenen Änderungen des Medizinalberufegesetzes und des gern erst zusammen mit den Gesetzesänderungen Gesundheitsberufegesetzes. betreffend die einheitliche Finanzierung der ambulanten −− Formales Zulassungssystem für die Leistungserbringer, und stationären Leistungen erfolgen. Der Ständerat hat mit dem Ziel, dass der Nachweis der für die Qualität der sich gegen diesen Beschluss des Nationalrates ausgeLeistungserbringer notwendigen Kenntnisse des schweisprochen. zerischen Gesundheitssystems erbracht wird. −− Die Kantone sollen Befugnisse erhalten, in bestimmten Die Beschlüsse des Ständerates zeigen, dass dieser Rat weFachgebieten oder bestimmten Regionen Höchstzahlen der für eine Besserstellung der Krankenversicherer, noch für für Leistungserbringer zu definieren. eine zukunftsgerichtete Gestaltung des Krankenversicherungsgesetzes einsteht. Bleibt zu hoffen, dass der NationalDie vorberatende Kommission des Ständerates hat einstimrat im Differenzbereinigungsverfahren hart bleibt. mig beantragt, auf die Vorlage einzutreten. Insbesondere in folgenden Bereichen hat der Ständerat vom Nationalrat abBundesgesetz über den Allgemeinen Teil des weichende Beschlüsse gefasst: Sozialversicherungsrechts (ATSG). Änderung −− Sprachkompetenz: Der Ständerat verlangt den Nachweis Im Rahmen des Differenzbereinigungsverfahrens hat sich der für die notwendige Sprachkompetenz mittels einer in der Ständerat mit den abweichenden Beschlüssen des NationalSchweiz abgelegten Sprachprüfung. Der Nationalrat verrats befasst. Dabei hat er diese Beschlüsse des Nationalralangte lediglich, dass der Arzt oder die Ärztin über die tes übernommen. Einzig bei der vom Nationalrat angenomnotwendige Sprachkompetenz verfügt. menen Verschärfung von Art. 21 Absatz 5 sprach sich der −− Beschränkung der zugelassenen Ärzte und Ärztinnen: Der Rat für den von ihm gutgeheissenen Antrag des BundesraBundesrat schlug vor, dass die Kantone in einem oder tes aus. Der Nationalrat wollte, dass Personen im Straf- und mehreren Fachgebieten oder in bestimmten Regionen die Massnahmenvollzug keine IV-Leistungen erhalten. Der Rat Anzahl der Ärzte und Ärztinnen, die im ambulanten Belehnte diese Verschärfung mit der Begründung ab, dass der reich zulasten der Krankenversicherer tätig sind, beBeschluss des Nationalrates nicht berücksichtige, dass zum schränken können (Kann-Bestimmung). Der Nationalrat Teil auch im Straf- und Massnahmenvollzug Personen erlaubt will keine Kann-Bestimmung. Der Ständerat hat im Sinne ist, einer Arbeit nachzugehen. Mit dieser einzigen Differenz des Bundesratsvorschlages beschlossen. geht das Geschäft nochmals zurück an den Nationalrat. Nach−− Lockerung des Vertragszwanges: Der Nationalrat hat bedem der Nationalrat bei der letzten verbliebenen Differenz schlossen, dass die Versicherer bei der Wahl der Leisdem Ständerat gefolgt ist, hat er in der Schlussabstimmung tungserbringer als Vertragspartner im eingeschränktem der Gesetzesänderung mit 41:00 Stimmen bei drei EnthaltunRahmen frei sein sollen (Aufweichung des Vertragszwangen zugestimmt. ges). Der Ständerat hat sich gegen eine Lockerung des Vertragszwanges ausgesprochen.

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Gesundheitspolitik

KVG. Stärkung von Qualität und Wirtschaftlichkeit Nachdem der Nationalrat die vom Ständerat in der Frühjahrssession beschlossenen Abweichungen übernommen hat, stimmte der Rat in der Schlussabstimmung der Gesetzesänderung mit 33:9 Stimmen bei neun Enthaltungen zu.

Tarifpflege und Entwicklung Parlamentarische Initiative SGK-NR Mit der Initiative wird beantragt, mittels Gesetzesänderung (Artikel 43 KVG) eine Kommission einzusetzen, die für die Erarbeitung und Weiterentwicklung sowie Anpassungen und Pflege der Tarifstrukturen zuständig ist. Zudem sollen die Leistungserbringer, die Versicherer und die eingesetzte Kommission verpflichtet werden, dem Bundesrat diejenigen Daten kostenlos zu liefern, die für die Festsetzung, Anpassung und Genehmigung der Tarife und Preise notwendig sind. Der Nationalrat hat der Initiative in der Frühjahrssession 2018 zugestimmt. Die vorberatende Kommission hat mit 11:00 Stimmen beantragt, der Initiative keine Folge zu geben. Dies mit der Begründung, dass der Bundesrat die Forderungen der Initiative vollumfänglich in sein erstes Massnahmenpaket zur Kostendämpfung aufgenommen habe. Der Rat hat die Initiative ohne Diskussion abgelehnt.

MiGeL-Produkte. Inrechnungstellung durch Erbringer von Pflegeleistungen Motion SGK-NR Die vorberatende Kommission beantragt mit der Motion, den Bundesrat zu beauftragen, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Leistungserbringer für Pflegeleistungen nach Artikel 25a KVG die in der Liste der MiGeL aufgeführten Produkte, sowohl für die Selbstanwendung der versicherten Person als auch für die Anwendung durch eine Pflegefachperson, in Rechnung stellen können. Der Vorstoss ist eine Folge eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichtes, das festgehalten hat, dass die MiGeL-Leistungen nicht zusätzlich verrechnet werden dürfen. Der Bundesrat hat Ablehnung der Motion beantragt. Der Nationalrat hat in der Herbstsession Annahme beschlossen. Der Ständerat hat der Motion mit 38:00 Stimmen bei null Enthaltungen zugestimmt.

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Obligatorische Krankenversicherung. Berücksichtigung der Mengenausweitung bei Tarifverhandlungen Motion SGK-SR Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, eine Änderung des KVG vorzulegen, um zu gewährleisten, dass die Tarifpartner bei den Tarifverhandlungen nicht nur die Preise, sondern gleichzeitig auch die Menge verhandeln. Der Bundesrat hat Ablehnung der Motion beantragt. Dies mit der Begründung, dass er die Thematik in sein Programm «Massnahmen zur Kostendämpfung – Paket 1» aufgenommen habe. Die vorberatende Kommission hat mit 8:0 Stimmen beantragt, die Motion anzunehmen. Der Rat ist diesem Antrag mit 23:6 Stimmen bei einer Enthaltung nachgekommen.

Krankenkassen. Verbindliche Regelung der Vermittlerprovisionen, Sanktionen und Qualitätssicherung Motion SGK-SR In der Frühjahrssession hat der Nationalrat der vom Ständerat in der Wintersession 2018 genehmigten Vorlage zugestimmt, hat diese aber in dem Sinne ergänzt, dass der Bundesrat nicht nur für die obligatorische Krankenpflegeversicherung, sondern auch für die Krankenzusatzversicherung nach VVG eine Branchenlösung zur Regelung der Provisionen für allgemeinverbindlich erklären kann. In einer solchen allgemeinverbindlichen Branchenlösung ist auch festzuhalten, dass Änderungen vom Bundesrat zu genehmigen sind. Ausserdem sind in einer allgemeinverbindlichen Branchenlösung auch ein Verbot von telefonischen Kaltakquisen, Vorschriften betreffend umfangreicher obligatorischer Ausbildung, die Pflicht zu Beratungsprotoll (von Kunde und Berater unterzeichnet) sowie Sanktionen bei Nichteinhaltung vorzusehen. Die vorberatende Kommission hat mit 8:2 Stimmen Zustimmung zum geänderten Motionstext beantragt. Der Rat hat diesem Antrag ohne Diskussion zugestimmt.


Informationen des RVK

MAIGLÖCKCHEN Das Maiglöckchen ist eine der bekanntesten Giftpflanzen. Die Gefahr, die von ihm ausgeht, ist – wie bei den Herbstzeitlosen – die Verwechslung mit dem Bärlauch, mit dem es nicht selten in direkter Nachbarschaft wächst. Alle Pflanzenteile sind giftig und führen zu Magenbeschwerden sowie Herzrhythmusstörungen, was einen Arztbesuch notwendig macht.

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Gesundheitspolitik

BUNDESRAT/EDI/BAG Organspende

Medikamentenpreise

Der Bundesrat will der eingereichten Volksinitiative «Organspende fördern – Leben retten» einen indirekten Gegenvorschlag auf Gesetzesstufe gegenüberstellen. Dabei nimmt er das Begehren der Initianten auf, die die Widerspruchslösung bei den Organspenden verlangt. Das heisst, dass grundsätzlich allen Hirntoten Organe entnommen werden können, wenn sie sich nicht zu Lebzeiten explizit gegen eine Organentnahme nach ihrem Tod ausgesprochen haben. Allerdings sieht der Bundesrat im Gesetzesvorschlag vor, dass Angehörige eine Organentnahme verhindern können, wenn sie geltend machen, dass dies dem Willen des Verstorbenen widerspricht. Der Antrag des Bundesrates hat zu positiven, wie auch negativen Stellungsnahmen geführt. Wie das Parlament entscheiden wird, ist offen. Wenn es der vom Bundesrat vorgeschlagenen Lösung folgt, würde die Volksinitiative wahrscheinlich zurückgezogen. Eine Volksabstimmung wäre dann nur noch möglich, wenn das Referendum ergriffen würde. Für die Krankenversicherung hat die Organspende nur indirekt einen Zusammenhang. Es kann wohl davon ausgegangen werden, dass bei Einführung der Widerspruchslösung die Krankenversicherung entlastet würde. Viele Patienten, die oft über Jahre auf ein Organ warten, bedürfen intensiver, langwieriger und teurer Behandlungen. Allerdings verursacht auch die Transplantation und die Nachbehandlungen Kosten.

Für Aufsehen sorgen in letzter Zeit die Preise für neue, sehr teure Medikamente. Ausdrücke wie «Schaufensterpreise» und «Geheimverträge» machen medienwirksam die Runde. Für neue Gentech-Medikamente verlangt die Pharmaindustrie Preise, die in die hunderttausende von Franken gehen. Im Inland werden nun zum Teil hohe Rabatte ausgehandelt. Damit aber die Industrie im Ausland – wo ebenfalls Preisvergleiche mit andern Ländern durchgeführt werden – mit hohen Preisen operieren kann, werden in der Schweiz die hohen Preise als offizielle Listenpreise publiziert, die Rabatte aber zum Teil verschwiegen. Dieses intransparente Geschäftsgebaren hat nun auch die Politik auf den Plan gerufen. Mittels eines Postulates hat SP-Nationalrat Cédric Wermuth den Bundesrat aufgefordert, die Auswirkungen der «Schaufensterpreise» zu untersuchen. Die Eingabe wurde auch von bürgerlichen Parlamentariern unterzeichnet. Zudem hat auch NR Sebastian Frehner in einer Interpellation vom Bundesrat verlangt, dass er neue, innovative Abgeltungsmodelle prüfe.

Medizinprodukte In der Frühjahrssession haben die eidgenössischen Räte die verschärfte Regulierung des Heilmittelgesetzes im Bereich der Medizinprodukte verabschiedet. Die Änderungen dienen der Patientensicherheit. Bekanntlich kam es in der Vergangenheit zu verschiedenen Zwischenfällen unter anderem mit Silikon-Brustimplantaten oder fehlerhaften Hüftprothesen. Zügig hat nun der Bundesrat am 15. Mai 2019 die Revision der Medizinprodukteverordnung und der Verordnung über klinische Versuche mit Medizinprodukten in die Vernehmlassung geschickt.

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Gesundheitspolitik

UMFELD Erfolglose Volksinitiativen Zwei lancierte Volksinitiativen haben es nicht geschafft, die notwendigen 100 000 Unterschriften zusammenzubringen. Mit der Initiative «Krankenversicherung. Für die Organisationsfreiheit der Kantone» sollte erreicht werden, dass die Kantone die Oberhoheit für die Prämienfestsetzung erhalten. Die Initiative «Für ein von den Krankenkassen unabhängiges Parlament» wollte verhindern, dass National- und Ständeräte Einsitz in Leitungsorgane von Krankenkassen nehmen können.

Einheitskrankenkasse für Asylsuchende Bekanntlich suchte der Bund einen Krankenversicherer, der die Asylsuchenden in den Bundeszentren sowie abgewiesene Asylsuchende versichert. Auf die öffentliche Ausschreibung sind keine Offerten eingegangen. Schlussendlich konnte der Bund nun mit der CSS einen Vertragspartner finden.

HORTENSIEN So schön Hortensien auch sind, desto mehr sollten die Pflanzen mit Vorsicht behandelt werden. Sie enthalten Glycosid Hydrangin, Hydrangenol und Saponine. Bei Aufnahme größerer Mengen kann es zu Schwindelgefühl und Beklemmung kommen.

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INFORMATIONEN DES RVK DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

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RVK und RVK Rück AG: Erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 Am 28. Juni 2019 fand die Delegierten- und Generalversammlung des RVK und der RVK Rück AG statt. Die Delegierten genehmigten einstimmig den Geschäftsbericht und die Rechnung 2018 des Verbandes. Der Jahres- und Lagebericht sowie die Jahresrechnung der Tochtergesellschaft des RVK wurden ebenfalls einstimmig angenommen.

fmc-Symposium 2019 Mitte Juni 2019 führte das Forum Managed Care ein Symposium zum Thema «Ärztenetze und Integrierte Versorgung: Was koordinieren? Wie kooperieren?» durch. Das fmc-Symposium gewährte interessante Einblicke in aktuelle Fragestellungen und bot Gelegenheit, Kontakte zu pflegen.

Redesign: Kundenzeitschrift SICHER Unsere Kunden und deren Leserinnen und Leser dürfen sich auf eine moderne und spannende Ausgabe freuen. Die Kundenzeitschrift SICHER erscheint Anfang April 2020 in einem neuen Gewand und mit überarbeiteten Inhalten.

RVK-ImPuls 2019 Der exklusive Kunden- und Partnerevent des RVK fand bereits zum dritten Mal statt. Höhepunkt war das Keynote-Referat von Bernhard Heusler, ehemaliger Präsident des FC Basel, rund um die Thematik wertebasierte und teamorientierte Führung.

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Informationen des RVK

RVK und RVK Rück AG ERFOLGREICHES GESCHÄFTSJAHR 2018

Der RVK blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Anlässlich der 87. Delegiertenversammlung vom 28. Juni 2019 in Luzern genehmigten die Delegierten einstimmig den Geschäftsbericht und die Rechnung 2018 des Verbandes. Zudem haben sie an der 8. Generalversammlung der RVK Rück AG, der Tochtergesellschaft des RVK, den Jahres- und den Lagebericht sowie die Jahresrechnung ebenfalls einstimmig angenommen. Der RVK ist weiterhin erfolgreich unterwegs und durfte ein sehr gutes Jahresergebnis präsentieren. Der Umsatz konnte in den meisten Bereichen gesteigert werden. Auch die Mitgliederentwicklung beim RVK ist positiv: Der Versichertenbestand in der Grundversicherung ist um knapp ein Prozent gestiegen. Der Verband setzt sich aktuell aus 24 Krankenversicherern zusammen und repräsentiert rund 688 000 Versicherte.

Erfolgreiches Jahresergebnis auch bei der RVK Rück AG

Der RVK begrüsst das neue Vorstands- und Verwaltungsratsmitglied und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit in diesen Gremien. Er dankt Heinrich Dinner für die wertvolle Arbeit und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft. Als Termin für die nächste Delegierten- und Generalversammlung ist der 26. Juni 2020 festgelegt worden. Daniel Herzog, Direktor 041 417 05 00, d.herzog@rvk.ch

Die RVK Rück AG schliesst ebenfalls mit einem positiven Jahresergebnis, nämlich mit 195 000 Franken, ab. Das Prämienvolumen der Rückversicherungen betrug 7,0 Millionen Franken. Für 2019 erwartet die RVK Rück AG ein Prämienvolumen im Rahmen des Vorjahres. Auf der Leistungsseite zeichnet sich demgegenüber ein Anstieg ab, ausgelöst durch neue, kostenintensive Medikamente und Behandlungsmethoden.

Gesamterneuerungswahl im Vorstand und Verwaltungsrat In der alle drei Jahre stattfindenden Gesamterneuerungswahl wurden bei einem Rücktritt alle bisherigen Vorstands- und Verwaltungsratsmitglieder sowie der amtierende Präsident wiedergewählt. Für den nach fünf Jahren aus dem Vorstand und Verwaltungsrat zurücktretenden Heinz Dinner, ÖKK, wurde Patrick Heinz, Leiter Corporate Services bei ÖKK, in diese Gremien gewählt.

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MedCasePool DRG-RECHNUNGSPRÜFUNG FÜR UNFALLVERSICHERER Zunehmend beauftragen Unfallversicherer die DRG-Prüfstelle des RVK mit der Beurteilung ihrer stationären Rechnungen. Es gibt viele Stolpersteine bei der Kodierung und der Abrechnung von unfallbedingten Spitalaufenthalten, weshalb ein Versicherer gute Gründe hat, genauer hinzuschauen.

So kann beispielsweise die falsche Kodierung einer Nebendiagnose oder die Anzahl Aufwandpunkte auf der Intensivpflegestation (IPS) eine Differenz von mehreren tausend Franken ausmachen. Auch auf Splittingfälle, bei welchen kombinierte Behandlungen erfolgen, legen die erfahrenen Ärztinnen der DRG-Prüfstelle ihr Augenmerk. Denn es kommt vor, dass Behandlungen fälschlicherweise dem Unfallversicherer belastet werden.

Was spricht für die Zusammenarbeit mit dem RVK? Die Versicherungsärztinnen der DRG-Prüfstelle des RVK verfügen über grosse Erfahrung in der Beurteilung von Unfallrechnungen und haben medizinische Prüfregeln speziell für das Fallgut der Unfallversicherer entwickelt. Diese können manuell, aber auch in einer automatisierten Rechnungsprüfung eingesetzt werden. Zudem prüfen die Ärztinnen nicht nur die Kodierung, sondern beurteilen den Fall zusätzlich nach Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZWKriterien). Der RVK arbeitet mit Ärztinnen zusammen, welche die Voraussetzungen für diese Tätigkeit erfüllen: ein eidgenössischer Fachausweis als Medizinische Kodiererin sowie der Fähigkeitsausweis als Vertrauensärztin.

Wie geht der RVK im Aufbau der Zusammenarbeit mit einem Unfallversicherer vor? Ein Beispiel aus der Praxis: In einem Erstgespräch wurde mit einem mittelgrossen Versicherer die aktuelle Situation besprochen. Werden stationäre Rechnungen bereits geprüft? Wenn ja, wie ist diese Prüfung ausgestaltet? Welche Ressourcen werden dafür eingesetzt? Wird eine Falltriage vorgenommen? Arbeitet man mit einer automatisierten

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Rechnungsprüfungslösung oder manuell? Welche Fallzahlen sollen bearbeitet werden? Es ist wichtig, die bestehende Situation beim Versicherer zu kennen. Danach haben wir die Bedürfnisse und Anforderungen abgeklärt. Will man alle Fälle auslagern oder soll eine Triage mit Prüfregeln vorgenommen werden? Sollen diese Prüfregeln in eine automatisierte Rechnungsprüfung einfliessen? Will man die DRG-Prüfstelle lediglich für die Beurteilung der Rechnung einsetzen oder sollen auch andere Prozessschritte wie die Dokumentenbeschaffung oder die direkte Durchsetzung der Rechnungsbeanstandung beim Leistungserbringer übernommen werden? Solche und weitere Fragen sind im Rahmen der Bedarfsermittlung besprochen worden. Nachdem alle Fragen geklärt waren, ging es in Zusammenarbeit mit der Leiterin der DRG-Prüfstelle an die Umsetzung. Im vorliegenden Beispiel wurde zusammen mit dem Versicherer ein Prozess festgelegt und abgebildet. Danach wurde eine Testphase bestimmt und definiert, wie lange sie dauern soll. Zudem wurde festgelegt, welches Reporting zur Auswertung der Testphase nötig ist. Nach der Klärung aller offenen Punkte haben wir eine Vereinbarung erstellt, in welcher die Abläufe und Rollen, aber auch die finanzielle Abgeltung geregelt wurden. Ob eine Testphase nötig ist oder nicht, wird situativ mit dem Versicherer besprochen. Es ist aber schön zu sehen, dass bisher jede Testphase zur dauerhaften Zusammenarbeit zwischen dem Versicherer und der DRG-Prüfstelle des RVK geführt hat. Thomas Lustenberger, Verantwortlicher Kundenentwicklung 041 417 05 61, th.lustenberger@rvk.ch


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Dritte Erfa-Tagung DRG-RECHNUNGSPRÜFUNG UND VERSICHERUNGSÄRZTLICHER DIENST (VAD) Am Mittwoch, 12. Juni 2019, lud der RVK bereits zum dritten Mal zum Erfahrungsaustausch nach Luzern ein. Eingeladen waren Kunden des RVK, welche die DRG-Prüfstelle mit der Rechnungsprüfung oder den Versicherungsärztlichen Dienst (VAD) mit der Fallbeurteilung beauftragen. Fast fünfzig Teilnehmende nahmen die Gelegenheit zum Austausch mit dem RVK, aber auch untereinander wahr. Die meisten IV-Stellen oder Sozialversicherungsanstalten arbeiten im Bereich der DRG-Rechnungsprüfung mit dem RVK zusammen. So war diese Kundengruppe an der Erfa-Tagung stark vertreten. Aber auch Vertreterinnen und Vertreter von Krankenversicherern, welche sowohl die DRG-Prüfstelle wie auch den VAD mit der Fallbeurteilung beauftragen, nahmen in grosser Zahl teil. Da der RVK inzwischen auch intensiv mit Privatversicherern zusammenarbeitet, durften zum ersten Mal auch Mitarbeitende dieser Kundengruppe begrüsst werden. Was 2016 als DRG-Erfa-Tagung begann, wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Zum ersten Mal flossen nun auch Themen zum VAD ein.

Da die jeweiligen Ausgangslagen der IV-Stellen und der Versicherer unterschiedlich sind, wurde der Erfa-Austausch zur DRG-Rechnungsprüfung aufgeteilt. In je einem Workshop von Dr. med. Anja Diener, Leiterin der DRG-Prüfstelle des RVK, ging es um Praxisfälle der jeweiligen Kundengruppe. Im Austausch mit Katrin Hügi, Kodierärztin beim RVK, wurde das Thema Dokumente zur Fallprüfung besprochen. In der Befragung danach beurteilten die Teilnehmenden den Anlass fast ausschliesslich als gut bis sehr gut. Dies ist erfreulich. Wichtig sind aber auch die Verbesserungsvorschläge der Teilnehmenden. So wurde beispielsweise gewünscht, dass man für die Workshops mehr Zeit einberechnen sollte.

Nach der Begrüssung fand die Überleitung zum Referat von Salome Krummenacher, Rechtsanwältin, statt. Wie ist der Einsatz der WZW-Kriterien aus Sicht des Gesetzgebers vorgesehen? Wie ist der Umgang mit den «Ambulanten Listen» in der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) geregelt? Was ist der Unterschied zwischen Spital- und Pflegeheimbedürftigkeit? Zu solchen und weiteren Fragen brachte Salome Krummenacher Licht ins Dunkel.

Wussten Sie, wie viele Touristen 2018 in Luzern übernachteten? Wie immer wurde der Anlass mit einem kleinen Wettbewerb umrahmt. Dies war die Wettbewerbsfrage 2019. Man staunt nicht schlecht, dass es 1,4 Millionen Übernachtungen sind!

Nach der Pause fanden Workshops statt. Im Bereich des VAD ging es im Austausch mit Dr. med. Markus Heinzer, Pool-arzt des RVK, um Fälle aus der Praxis, währenddem im Workshop von Dr. med. Peter Graf, Leiter VAD beim RVK, die Themen Falltriage und Dokumente besprochen wurden.

Thomas Lustenberger, Verantwortlicher Kundenentwicklung 041 417 05 61, th.lustenberger@rvk.ch

Beim Stehlunch wurde noch einmal ein reger Austausch betrieben, bevor die Erfa-Tagung ihren Ausklang fand.

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fmc-Symposium 2019 «ÄRZTENETZE UND INTEGRIERTE VERSORGUNG: WAS KOORDINIEREN? WIE KOOPERIEREN?» Das Forum Managed Care (fmc) lud Mitte Juni 2019 zum nationalen Symposium der integrierten Versorgung ein. Das Thema «Ärztenetze und Integrierte Versorgung: Was koordinieren? Wie kooperieren?» führte zurück zu den Wurzeln von Managed Care in der Schweiz. Rund 250 Fachpersonen von Leistungserbringern und Kostenträgern folgten der Einladung in den Kursaal Bern. Das fmc-Symposium gewährte interessante Einblicke in aktuelle Fragestellungen und bot Gelegenheit, Kontakte zu pflegen. Im einleitenden Referat beleuchtete Prof. Dr. med. Jacques Cornuz die integrierte Versorgung aus der Perspektive der Bevölkerung. Dabei ging er von der Feststellung aus, dass die Lebenserwartung in verschiedenen Schweizer Städten, zum Beispiel in Bern und Lausanne, etwa gleich hoch ist. Betrachtet man jedoch verschiedene Quartiere dieser Städte, so zeigen sich erhebliche Unterschiede. So ist die Lebenserwartung in sozioökonomisch schlechter gestellten Quartieren rund fünf Jahre tiefer als in besser gestellten Quartieren. Um dem zu begegnen, darf Gesundheit nicht nur aus einer individuellen Perspektive betrachtet werden, sondern ebenso aus einer bevölkerungsorientierten Optik. Dabei kommt den Grundversorgern eine wichtige Bedeutung zu, indem sie nicht nur individuelle Krankheitsaspekte beachten sollen, sondern auch sozioökonomische Faktoren einbeziehen und beeinflussen. Prof. Thomas Rosemann befasste sich in seinem Referat mit Value-Based Care, der nutzenorientierten Gesundheitsversorgung. Verschiedene Studien legen nahe, dass Personen, die von Ärztenetzen betreut werden, eine geringere Morbidität und Mortalität aufweisen. Die Messung dieses Erfolgs ist jedoch nicht ganz einfach. Stützt man sich auf administrative Daten von Krankenversicherern, so lässt sich die Prozessqualität gut nachweisen. Die Schwäche administrativer Daten liegt jedoch darin, dass die Indikations- und die Outcomequalität nicht oder nur unzureichend abgebildet werden. Das Projekt FIRE des Instituts für Hausarztmedizin der Universität Zürich will hier Abhilfe schaffen und wertet für die Nutzenbeurteilung auch medizinische Patientendaten aus.

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Dr. Regula Kaufmann, Medizinische Leiterin der Gesundheitszentren von Meconex, zeigte in ihrem Referat die Entwicklung von Managed Care in der Schweiz auf, dies am Beispiel der Centramed-Praxis in Zug. In der Patientenbetreuung stand vor 20 Jahren noch die Behandlung von spezifischen Krankheiten im Zentrum der ärztlichen Tätigkeit. Über die Jahre wandelte sich die Patientenbetreuung von der spezifischen Krankheitsbehandlung zur ganzheitlichen Patientenbetreuung oder, anders ausgedrückt, von «cure» zu «care». Der Wandel zeigt sich in der Centramed-Praxis aber auch in der steigenden Zahl der praktizierenden Ärzte, im Einbezug eines Spezialisten sowie im Aufbau eines psychotherapeutischen und physiotherapeutischen Angebots. Da sich bei den Grundversorgern ein Ärztemangel abzeichnet, erwartet Dr. Kaufmann für die Zukunft einen Rückgang an Ärzten. Demgegenüber sollen die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Pflege sowie die klinische Sozialarbeit gestärkt werden. Nach diesen Referaten diskutierten die Teilnehmenden in Tischgesprächen über die Entwicklung der vernetzten Grundversorgung in den nächsten fünf bis zehn Jahren. Impulse erwarten die Teilnehmenden von medizinischen Gesundheitszentren, die mit Hausärzten, Spezialärzten, Pflegeexpertinnen und weiteren Berufsgruppen die ganze Breite der Grundversorgung abdecken. Auch Ärztenetzwerke werden weiterhin eine wichtige Funktion einnehmen, wohingegen Gesundheitsregionen oder Patientennetze eine untergeordnete Rolle spielen werden.


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Am Nachmittag standen Parallelveranstaltungen auf dem Programm. Expertinnen und Experten stellten dabei spezifische Aspekte der integrierten Versorgung vor oder wagten den Blick über die Landesgrenzen hinaus. Den Schlusspunkt des Symposiums setzten Vanessa Grand und Cristina Galfetti. Sie stellten ihre Sichtweise als persönlich Betroffene eindrücklich vor. Susanne Hochuli ergänzte diese Sicht mit ihren Erfahrungen als Präsidentin der Schweizerischen Stiftung für Patientenschutz. Peter Aregger, Bereichsleiter Versicherungen 041 417 05 59, p.aregger@rvk.ch

Quelle: fmc-Symposium 2019

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Corporate Governance ANFORDERUNGEN DER AUFSICHTSBEHÖRDE UND AUSWIRKUNGEN AUF DEN LEISTUNGSEINKAUF Die Corporate Governance, zu Deutsch die ordentliche Geschäftsführung, erfährt im Rahmen der Spitalzusatzversicherungen steigende Beachtung. Im Spannungsfeld von Versicherungsprodukten, Aufsicht und Markt zeigen sich grosse Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt.

Der Markt für Spitalzusatzversicherungen und -leistungen ist in Bewegung. Die Gründe sind vielfältig: Mit Einführung der neuen Spitalfinanzierung im Jahr 2012 gilt die freie Spitalwahl bereits in der Grundversicherung. Mit den zahlreichen Spital-Neu- und -Umbauten wird in der allgemeinen Abteilung ein Komfortstandard angeboten, der bisher den versicherten Personen der halbprivaten und privaten Abteilungen vorbehalten war. Last, but not least führen die jährlichen Prämienerhöhungen der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) zu einer Prämienbelastung, die den finanziellen Spielraum für Zusatzversicherungen zunehmend einschränkt. Die Ergänzung der Krankenpflege-Leistungsverordnung mit ambulant durchzuführenden Eingriffen (AVOS) setzt die Zusatzversicherungen noch mehr unter Druck. Um die drohenden Umsatzeinbussen zu kompensieren, sind die Leistungserbringer versucht, höhere Preise durchzusetzen – der Leistungseinkauf ist gefordert! Unerwartete «Schützenhilfe» gibt es seitens der Finanzmarktaufsicht (Finma): Im Genehmigungsverfahren überprüft sie aufgrund der von den Versicherern eingereichten Berechnungen, ob sich die vorgesehenen Versicherungsprämien in einem Rahmen bewegen, die die Solvenz der einzelnen Versicherungseinrichtungen sicherstellt und gleichzeitig den Schutz der Versicherten vor Missbrauch gewährleistet (Gewinnmarge). Zudem überprüft die Finma die Corporate Governance und das interne Kontrollsystem der Kranken- und Unfallzusatzversicherer. In diesem Zusammenhang erwartet die Finma von den Versicherern, dass sie nur Abrechnungen für echte Mehrleistungen ausserhalb der obligatorischen Krankenpflegeversicherung akzeptieren. Weiter ist sicherzustellen, dass die Mehrleistung in einem angemessenen

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Verhältnis zu den verrechneten Kosten steht. Beide Erwartungen ergeben sich aus den Anforderungen an die ordentliche Geschäftsführung. Sowohl für Leistungserbringer als auch für Versicherer bedeutet dies, dass der Leistungsbezug hergestellt werden muss und dass sich die Preise an diesen Leistungen orientieren müssen. Heute ist weit verbreitet, dass mit den Erträgen von zusatzversicherten Patientinnen und Patienten eine Quersubventionierung der allgemeinen Abteilung erfolgt, weil die Tarife der Grundversicherung die Kosten nicht zu decken vermögen – dies obwohl sich der Gesetzgeber mit Einführung der neuen Spitalfinanzierung per 1. Januar 2012 von der Kostenorientierung verabschiedet hat. Um die hohen Preise für die Mehrleistungen zu rechtfertigen, definieren viele Leistungserbringer umfangreiche Leistungsdifferenzierungen, die teils weit über das Leistungsversprechen der Versicherungsprodukte hinausgehen. Insbesondere Differenzierungen der medizinischen Leistung, beispielsweise mit unterschiedlicher Therapieintensität, sind abzulehnen. Für die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen sollte die medizinische Indikation, nicht die Versicherungsklasse massgebend sein. Der Leistungseinkauf ist gefordert, echte Mehrleistungen zu verhandeln. In einem ersten Schritt sind die sogenannten Gesamtpreisverträge (top-down) abzulösen, bei denen sich der VVG-Anteil als Residualgrösse zwischen dem vereinbarten Gesamtpreis der halbprivaten und privaten Behandlung und dem Grundversicherungstarif ergibt. Betroffen sind unter anderen die Kliniken der Hirslanden- und der Swiss Medical Network (SMN)-Gruppe. Unterscheidet sich das Abgeltungssystem in der Zusatzversicherung (bspw. Einzelleistungen)


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von jenem in der Grundversicherung (SwissDRG), kann die VVG-Belastung im Einzelfall stark variieren und im Extremfall gar negativ werden. Das angestrebte Mehrpreismodell (bottom-up) bewertet die Mehrleistung der halbprivaten und privaten Abteilung als Zuschlag zum Grundversicherungstarif, stellt aber für sich allein den Leistungsbezug noch nicht hinreichend sicher. Vielmehr sind für Leistungen im Zusammenhang mit der freien Arztwahl Modelle zu entwickeln, die deren Wert möglichst objektiv und sachbezogen abbilden. Auch die zweite Forderung der Finma, dass die Mehrleistung in einem angemessenen Verhältnis zu den verrechneten Kosten stehen muss, setzt voraus, dass die Versicherungsprodukte mit Einschränkungen der freien Wahl der versicherten Person ausgestattet sind. Mit diesem Instrument, das mit Positiv- oder Negativlisten umgesetzt wird, können Leistungserbringer, die in den Verhandlungen an unverhältnismässigen Preisen festhalten, von der Zusammenarbeit ausgeschlossen werden. Ohne Einschränkungen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen unterliegt der Einkauf einem faktischen Kontrahierungszwang, weil ohne Vertrag die noch kostspieligeren Taxordnungen der Spitäler zur Anwendung kommen.

Im Einkauf liegt der Gewinn Vieles deutet darauf hin, dass wir im Zusatzversicherungsbereich mitten in einem Paradigmenwechsel stehen: Im Jahr 2012 wurde die Leistungsorientierung im Grundversicherungsbereich auf gesetzlicher Ebene verankert. Nun wird von der Aufsichtsbehörde der Leistungsbezug in den Zusatzversicherungen gefordert. Der Leistungseinkauf, als Brückenbauer zwischen den Produkten der Versicherer und dem Leistungsangebot der Spitäler, ist mit der Umsetzung betraut. Getreu der alten Kaufmannsregel, dass der Gewinn im Einkauf liegt, lautet das Gebot der Stunde, den Einkäufern die notwendigen Instrumente und Rahmenbedingungen für einen gewinnbringenden Einkauf bereitzustellen. Dieter von Ehrenberg, Leiter Leistungseinkauf 041 417 05 52, d.ehrenberg@rvk.ch

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KTI VERTRIEBSAKTION DER GENERALI

Generali förderte den KTI-Neuabschluss im letzten Jahr mit einer Vertriebsaktion, verpackt in einen Wettbewerb. Anlässlich der Preisübergaben vom 18. Juni 2019 in den Generali Räumlichkeiten in Adliswil führte der RVK mit den Vertretern der drei Gewinner ein Interview.

Der Wettbewerb funktionierte wie folgt: Es zählten die KTI-Anmeldungen, welche einen Vertragsbeginn zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2018 hatten und mindestens bis Januar 2019 im ungekündigten Zustand waren. Als Basis zur Ermittlung der Geldpreis-Gewinner dienten die folgenden drei Kategorien: 1. A nzahl Neuabschlüsse (netto) 2. D urchdringungsquotenveränderung (Anzahl KTI-Deckungen im Verhältnis zur Anzahl OKP-Versicherte oder versicherte Personen) 3. Jahresprämienzuwachs (netto) Der erfolgreichste Krankenversicherer pro Kategorie bekam 21. Punkte, der zweitbeste 20 Punkte usw. Die EGK Gesundheitskasse gewinnt den 1. Preis in der Höhe von 5000 Franken mit 63 Punkten. Am zweitmeisten Punkte, nämlich 54, sammelte die sanavals Gesundheitskasse und erhielt 3000 Franken. Der 3. Preis in der Höhe von 2000 Franken geht ins Emmental zur Sumiswalder Krankenkasse mit 53 Punkten. Der RVK hat mit den Vertretern der drei Gewinner, Pascal Bolliger, EGK Gesundheitskasse, Petra Berni, sanavals Gesundheitskasse sowie Christoph Pfister, Sumiswalder Krankenkasse, ein kurzes Interview geführt.

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Pascal Bolliger; Gratulation zum ersten Platz: Was bedeutet der EGK-Gesundheitskasse dieser Preis? «Wir von der EGK-Gesundheitskasse freuen uns sehr darüber, diesen Preis zu erhalten. Er zeigt, dass es uns gelungen ist, unsere Versicherten in den vergangenen Monaten und Jahren für die Wichtigkeit der Vorsorge zu sensibilisieren und dass sie uns und unserem Rat vertrauen. Das ist wichtig: Denn die Gesundheit ist unser wertvollstes Gut und es gilt, sie zu bewahren und zu schützen. Dass wir für so viele Menschen ein Gesundheitspartner sein dürfen, freut uns sehr. Gleichzeitig zeigt dieser Preis auch, dass unsere Kundenberaterinnen und Kundenberater mit KTI ein Produkt zur Hand haben, für welches ein grosses Bedürfnis besteht und dass das auch erkannt wird. Deshalb kann ich zwar diesen Preis heute entgegennehmen, die eigentlichen Preisträger sind jedoch all die fähigen Damen und Herren an der Front. Ihnen wird das Preisgeld auch zugutekommen.» Petra Berni; Herzliche Gratulation zum zweiten Platz. Als regional im Kanton Graubünden verankerte Kasse, haben sie national tätige Kassen auf die weiteren Ehrenplätze verwiesen. «Es freut uns, dass es auch einer kleinen Krankenkasse gelingt, welche nur kantonal tätig ist, Kunden für dieses Produkt zu gewinnen. Es ist eine Anerkennung für unsere Bemühungen.»


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PREISÜBERGABE Die Generali überreicht den Vertretern der drei Gewinner ihren Preis: v.l.n.r. Graziella Stros (Generali), Petra Berni (sanavals Gesundheitskasse), Pascal Bolliger (EGK Gesundheitskasse), Christoph Pfister (Sumiswalder Krankenkasse), Christophe Hasenfratz (Generali)

Christoph Pfister; Gratulation zum Gewinn des dritten Preises. Was bedeutet der Sumiswalder Krankenkasse diese Platzierung? «Für uns kam die Mitteilung über die Platzierung überraschend und freut uns deshalb umso mehr. Es ist für die Sumiswalder natürlich toll und für das ganze Team eine super Bestätigung, dass in den Beratungsgesprächen die Vorteile für das KTI-Produkt aufgezeigt werden und die Leistung unsere Kunden ebenfalls überzeugt.» Petra Berni; Welchen Stellenwert hat das KTI-Produkt bei der sanavals? «Einen grossen Stellenwert. Durch die Vermittlung des KTI-Produkts können wir unseren Kunden eine gesamtheitliche Versicherungslösung anbieten.»

Christoph Pfister; Was überzeugt Sie am meisten am KTI-Produkt? «Da die KTI-Versicherung bereits vorgeburtlich beantragt werden kann, dient das Produkt zur frühen Absicherung, was unsere anspruchsvollen Kunden sehr schätzen. Bei erwachsenen Personen kann es auch als Sicherheit bei Banken hinterlegt werden, was in Beratungen immer wieder erwähnt wird. Wir schätzen zudem die Zusammenarbeit mit dem RVK und der Generali in Form der unkomplizierten Abwicklung der Versicherungsanträge.» Ivo Gasser, Produktmanager Versicherungen 041 417 05 57, i.gasser@rvk.ch

Pascal Bolliger; Welchen Stellenwert hat das Produkt KTI in Ihrem Unternehmen? «Bereits seit seiner Einführung hat KTI einen sehr hohen Stellenwert in unserem Unternehmen, was die Verkaufszahlen zeigen. Vielen unserer Kundinnen und Kunden ist gar nicht bewusst, dass sie in der Vorsorge zum Teil grosse Deckungslücken haben. Mit KTI können wir ihnen helfen, diese Lücken zu einem vernünftigen Preis zu schliessen. Deshalb können wir das Produkt mit gutem Gewissen den meisten unserer Versicherten empfehlen.»

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Ein neuer Look FÜR DIE KUNDENZEITSCHRIFT SICHER Der RVK hat die Kundenzeitschrift SICHER einem Redesign unterzogen. Anfang April 2020 erscheint die Zeitschrift in einem neuen Gewand und mit überarbeiteten Inhalten – unsere Kunden und deren Leserinnen und Leser dürfen sich auf eine moderne und spannende Ausgabe freuen.

Was ist die Kundenzeitschrift SICHER?

Weshalb eine Kundenzeitschrift?

Im Auftrag unserer Krankenversicherungs-Kunden produzieren wir zweimal jährlich die Kundenzeitschrift SICHER. Zu den Kunden zählen kleine und mittlere Krankenversicherer aus der Deutschschweiz. Ihnen stehen zwei – bei Bedarf vier – Seiten für eigene Texte zur Verfügung. Die restlichen zehn bzw. zwölf Seiten füllen wir mit aktuellen Themen aus dem Bereich Gesundheit. In jeder Ausgabe gibt es zudem ein kniffliges Kreuzworträtsel, bei welchem ein attraktiver Preis winkt. Die Zeitschrift wird individuell mit dem Logo und dem Namen des Kunden bedruckt. Die Angabe einer Kontaktperson beim Versicherungsratgeber stärkt die Kundenbindung und gibt dem Krankenversicherer ein Gesicht. Auch das Editorial des Geschäftsführers trägt zur Wiedererkennung bei.

Fragt man die einen, so halten sie Kundenmagazine in Zeiten des Internet für überflüssig. Fragt man die anderen, sehen sie darin das richtige Instrument, um eine Kundenbeziehung aufzubauen und zu stärken. Wir und unsere Kunden gehören zu Letzteren und sehen in der Kundenzeitschrift SICHER grosses Potenzial. Ganz nach dem Motto: Print ist nicht tot. Eine Kundenzeitschrift dient als Kommunikationskanal zu den Versicherten. Sie vermittelt Wissen in Form von Beiträgen zu gesundheitlichen Themen. Das stärkt die Eigenverantwortung der Versicherten und kommt damit den Krankenversicherern und letztlich wiederum den Versicherten zugute. Die Versicherer erhalten zudem einen «Gegenwert». Durch transparente Informationsvermittlung fördern sie das Vertrauensverhältnis zu den Versicherten. Nebst der gedruckten Version stellen wir unseren Kunden auch eine elektronische PDFDatei zur Verfügung.

Was ist neu? Wir setzen weiterhin auf eine gedruckte Zeitschrift. Neu besteht die Standardversion aus zwölf statt acht Seiten. Das Layout ist frischer und zeitgemässer. Den Fokus richten wir noch mehr als vorher auf individuelle Informationen unserer Kunden. Eine neue Papiersorte sowie leichtere Texte und ein Inhaltsverzeichnis runden das neue Erscheinungsbild ab.

Wie war das Vorgehen? Im Oktober 2018 haben wir gemeinsam mit unseren Kunden in einem Workshop über mögliche Veränderungen der Kundenzeitschrift diskutiert. Sie brachten ihre Bedürfnisse und Wünsche ein. Im Dezember 2018 haben wir in Interviews mit grossen Krankenversicherern Einsicht in zeitgemässe Kundenmagazine erhalten. Mit diesen Erkenntnissen haben wir in enger Zusammenarbeit mit dem Atelier KE – unserem langjährigen Partner für Grafikdesign – und einer RVK-Kunden-Arbeitsgruppe die neue Kundenzeitschrift SICHER erarbeitet. Die erste Ausgabe im neuen Design erscheint Anfang April 2020.

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Neugierig geworden? Hier geht es zum Download der Muster-Zeitschrift: www.rvk.ch/dienstleistungen/kundenzeitschrift-sicher Haben Sie Interesse an einer Kundenzeitschrift? Lehnen Sie sich zurück, wir übernehmen die Organisation und Produktion für Sie. Die Entschädigung erfolgt im Pooling-System: Je mehr Kunden mit dabei sind, desto günstiger wird der Preis pro Ausgabe. Entlasten Sie sich und investieren Sie Ihre eingesparte Zeit und das Geld in Ihre Kernaufgaben. Wir freuen uns über Ihr Feedback zum Redesign, ganz allgemein oder Ihre Kontaktaufnahme bei Fragen. Chantal Koller, Marketingkommunikation & Bildung 041 417 05 70, ch.koller@rvk.ch


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BDO-Anlass «Trends in der Krankenversicherung» ROADSHOW ZU AKTUELLEN THEMEN Nichts ist spannender als der Wandel. Unter diesem Motto führte die BDO ihren jährlichen Anlass «Trends in der Krankenversicherung» zu aktuellen Themen durch. Ein für alle geltender und nicht ganz neuer Trend stach unter den verschiedenen Referaten heraus: Der Regulierungsdruck nimmt weiter zu.

Zu Beginn der Halbtagesveranstaltung stellte Dr. Fabian Schmid von BDO fest, dass der Trend zu mehr Compliance nach der Bankenbranche auch die Krankenversicherungsbranche erreicht hat. Wohl nicht ganz ohne Zutun des Regulators. Dass ein Compliance-Management-System (CMS) nicht nur ein Papiertiger ohne Nutzen ist, konnte Dr. Schmid gut anhand seines CMS-Konzepts erläutern. Dieses besteht aus vier Schritten, nämlich der Identifizierung der Risiken, der Führung eines internen Informationssystems sowie eines internen und externen Kommunikationssystems. Zu guter Letzt darf ein Kontroll- und Überwachungssystem nicht fehlen. Dieter von Ehrenberg vom RVK führte in seinem Referat aus, dass die für Leistungserbringer und Versicherer attraktiven Halbprivat- und Privatprodukte (HP/P) einer Erosion unterliegen. Die Gründe dafür sind in den hohen Spitaltarifen und folglich den Prämien, der Preisintransparenz und dem unklaren Leistungsversprechen, dem Regulierungsdruck sowie den in der Sättigungsphase befindlichen Produkten zu suchen. Obwohl beide Akteure von den Zusatzversicherungen profitieren, scheinen sie sich in deren Finanzierung nicht einig zu sein. Für Dieter von Ehrenberg bestehen Lösungsansätze auf Seiten Versicherer bei der Verhandlung von Pauschaltarifen mit Leistungsbezug, der Entschädigung der freien Arztwahl (und nicht nach Eingriffslisten) und bei der Einschränkung der Wahl des Leistungserbringers mit Positiv- oder Negativlisten. Auch die Entschädigung nach anerkannten Tarifen kann ein wirksames Mittel gegen hohe Tarife darstellen. Eine Variante, welche bis anhin noch nicht umgesetzt worden ist, könnte die HP/P-Entschädigung auf Basis eines Zuschlags auf den Tarifen der Schweizerischen Belegärzte-Vereinigung

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sein. Eines ist aber für Dieter von Ehrenberg klar: Ohne griffige Steuerungsinstrumente können die Einkäufer von Spitalleistungen bei den Tarifen nicht punkten. Ob es ein Business-Continuity-Management (BCM) braucht? Wer hat schon eines eingeführt? Wer möchte eines einführen? Mit diesen Fragen ans Publikum eröffnete Ennio Bertola von BDO seine Präsentation. Nicht ganz unerwartet haben die meisten Anwesenden geantwortet, dass sie bereits ein BCM eingeführt haben. Denn auch hier ist der Regulator schon tätig geworden und fordert von den Versicherern ein solches Instrument. Ennio Bertola ging in der Folge darauf ein, wie BCM bei BDO eingeführt wurde. Er liess sich dabei davon leiten, dass kein kompliziertes Konstrukt entsteht, sondern einfach gehalten und ans bestehende interne Kontrollsystem gekoppelt wird. Zudem stand die Kernfrage «Ab welcher Zeit wird ein Ausfall kritisch?» im Zentrum. Darauf aufbauend, entstand eine Eskalationspyramide mit den Stufen 1 bis 5, wobei ab Stufe 4 ein Ereignis in den Scope gerät. Ausgearbeitete Massnahmenpläne, sogenannte Business Continuity Recovery Plans, dokumentieren, was bei einem Ereignis zu tun ist. Dass aber ein BCM funktioniert, liegt schlussendlich am Menschen. Wird es von der Geschäftsleitung getragen? Wer ist dafür zuständig? Findet es bei den Arbeitskolleginnen und -kollegen Akzeptanz? Es lohnt sich, hier entsprechende Überzeugungsarbeit zu leisten.


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HERBSTZEITLOSE Die Herbstzeitlosen sind bekannt für ihre giftige Wirkung, die durch den Verzehr und sogar den Kontakt mit der Knolle entstehen kann. Werden Teile der Pflanze verzehrt, kommt es nach wenigen Stunden zu starken Magenbeschwerden und immer weiter fortschreitenden Atemlähmungen, die bis zum Tod führen können. Hier ist schnelles Handeln gefragt.

Cyber Crime ist ein Thema, welches uns alle betrifft und uns wohl täglich begegnet. Dies belegen auch die Zahlen, welche Axel Timm von BDO präsentierte: Rund 400 000 Schadenprogramme sind täglich und weltweit aktiv. Und alleine im März 2019 gab es in der Schweiz über 400 000 Cyber-Attacken. Grund genug also, sich mit diesem Thema vertiefter zu befassen. Nur eine sogenannte Cyber-Risk-Versicherung abzuschliessen, genügt Axel Timm aber nicht. Er empfiehlt, sich intensiv mit dem eigenen Unternehmen, der Kultur, den Prozessen und Daten sowie der Technologie zu befassen. Sogenannte Penetrationstests der IT-Umgebung lassen gut Rückschlüsse auf die Sicherheit und mögliche Lücken zu. Patrick Kellenberger, Bereichsleiter Marketing & Bildung 041 417 05 55, p.kellenberger@rvk.ch

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RVK-Frühlingstagung RÜCKBLICK UND AUSBLICK

Die 12. Ausgabe der RVK-Frühlingstagung fand am 2. und 3. April 2019 in Nottwil statt. Neben den vielen bekannten Gesichtern mischten sich erfreulicherweise einige Neulinge unter die 65 Teilnehmenden. Durch die bunt durchmischte Gruppe entstand auch ausserhalb des Kursraums eine fördernde Dynamik mit einem lebhaften Erfahrungsaustausch unter den anwesenden Fachspezialisten. Bereits im Vorfeld waren die beiden Workshops «TARMED» und «Rechtsprechung» restlos ausgebucht. Beide Themen wurden mit grossem Interesse verfolgt und rege diskutiert. Als besonderes Highlight entpuppte sich der Workshop «Herausfordernde Kundensituationen». René Hübscher leitete mit viel Humor durch das Programm und visualisierte souverän die problematischen Situationen im Kundenkontakt. Generell stellen wir fest, dass die Referenten nicht nur mit Kompetenz überzeugen, sondern auch bei bilateralen Fragestellungen stets kollegial und hilfsbereit den Teilnehmenden zur Seite stehen. Die Beurteilung der RVK-Frühlingstagung ist äusserst positiv ausgefallen. Neben den Themen und dem Netzwerkanschluss werden insbesondere das individuell wählbare Programm und die Organisation geschätzt. Das motiviert und verpflichtet uns auch fürs nächste Jahr. Für die nächstjährige RVK-Frühlingstagung sind bereits die ersten Vorbereitungsarbeiten angelaufen. So wird zum Beispiel der beliebte Workshop «Rechtsprechung» mit aktuellen Gerichtsurteilen fortgesetzt. Für ein lehrreiches und praxisorientiertes Programm dürfen jederzeit konkrete Themenwünsche oder Referentenvorschläge an die Abteilung Bildung des RVK gemeldet werden.

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Es freut uns, wenn wir Sie am 24. und 25. März 2020 erneut am Sempachersee willkommen heissen dürfen. Wir setzen alles daran, dass wir Ihnen auch bei der nächsten Ausgabe ein spannendes Programm präsentieren können. Philipp Dünki, Produktverantwortlicher Bildung & Events 041 417 05 63, p.duenki@rvk.ch


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Rückblick treffPUNKT «KVG» KYMRIAH UND CO. – POKERSPIEL UM MEDIKAMENTENPREISE UND -ZULASSUNG Die positive Erkenntnis der Tagung vom 22. Mai 2019 in Luzern: Die Stakeholder sind bereit, gemeinsam nach Lösungen in der Vergütung von neuen Therapien zu suchen. Die Krux an der Sache ist aber, dass die Akteure bereits bei der Zulassung – Arzneimittel oder Behandlung – und erst recht bei der Nutzenbewertung unterschiedlich argumentieren. Klar ist: es braucht sowohl den gesellschaftlichen Dialog als auch die Auseinandersetzung der Akteure, wie mit hochpreisigen Medikamenten verfahren werden soll. Laut der Pharmaindustrie hat eine neue Ära in Diagnostik und Therapie begonnen. Dank neuen zell- und gentherapeutischen Methoden können bisher unheilbare Krankheiten behandelt, im besten Fall geheilt werden. Diese neuartigen Therapien haben ihren Preis. Nach Kymriah kommt Novartis mit einer neuen Gentherapie gegen die Muskelschwäche SMA auf den Markt, die über zwei Millionen Dollar kostet und damit das teuerste Medikament der Welt ist. Experten gehen davon aus, dass in absehbarer Zeit Preise von über vier Millionen Dollar vorstellbar sind. Doch wie soll das Schweizer Gesundheitssystem mit diesen Therapien umgehen? Explodierende Preise von neuen personalisierten Therapien stellen die Behörden bei der Zulassung und Preisfestsetzung, die Ärztinnen und Ärzte und auch die Krankenversicherer vor grosse Herausforderungen.

Dieser und weiteren Fragen gingen über 80 Fachleute aus dem Gesundheitswesen nach und konnten sich dank den informativen Referaten, den engagierten Voten und der kontroversen Auseinandersetzung ein wertvolles Bild über die Thematik machen. Marco Fäh, Leiter Bildung & Events 041 417 05 62, m.faeh@rvk.ch

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RVK-ImPuls 2019 KUNDEN- UND PARTNEREVENT

Am 27. Juni 2019 fand der RVK-ImPuls zum dritten Mal als exklusiver Kunden- und Partnerevent statt. Rund 85 Personen haben am Anlass teilgenommen. Erfreut stellte der RVK fest, dass neben den Mitgliedern auch zahlreiche Nichtmitglieder am RVK-ImPuls anwesend waren.

Hoch über den Dächern von Luzern versammelten sich die Gäste im Château Gütsch. Alleine die Architektur des historischen Schlosses zieht alle Besuchenden in ihren Bann. Die unvergleichbare Aussicht über Luzern und den Vierwaldstättersee rundet die einmalige Atmosphäre der Lokalität ab. Und wie es sich für den RVK-ImPuls gehört, spielte auch in diesem Jahr das Wetter mit. Der Apéro auf der Panoramaterrasse wurde von warmem Sonnenschein und kühlen Getränken umrahmt. Bei der anschliessenden Keynote rückte Bernhard Heusler, ehemaliger Präsident des FC Basel 1893, seinen breiten Erfahrungsschatz rund um die Thematik wertebasierte und teamorientierte Führung in den Fokus. Mit emotionalen Einspielungen unterstrich er seine Worte. Dabei gelang ihm der Spagat zwischen König Fussball und Unternehmensführung ausgezeichnet. Anschliessend bot das genussreiche Dinner genügend Zeit für den kollegialen und beruflichen Austausch. Schlussendlich rundete der muntere Ausklang an der Open-Air-Bar den diesjährigen RVK-ImPuls ab. Dem RVK ist die Wichtigkeit dieses Anlasses bewusst. Die Kundennähe, welche eine solche Veranstaltung erzeugt, soll unbedingt beibehalten werden. Deshalb sehen wir mit grosser Vorfreude dem nächsten RVK-ImPuls vom 25. Juni 2020 entgegen. Philipp Dünki, Produktverantwortlicher Bildung & Events 041 417 05 63, p.duenki@rvk.ch

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Information Juli 2019


Informationen des RVK

Neues von der RVK-Crew NEUEINTRITT, DIENSTJUBILÄUM UND WEITERBILDUNGSERFOLG Neueintritt

Dienstjubiläum

Am 1. April 2019 hat Gordana Cinjat die Leitung des Bereiches MedCasePool übernommen. Sie verfügt über den eidgenössischen Fachausweis als Krankenversicherungsexpertin und einen Master in Business Administration. In ihrer Laufbahn hatte Gordana Cinjat langjährige Anstellungen im Krankenversicherungsbereich in führenden Positionen inne.

Am 1. Mai 2019 feierte Manuela Sury ihr 5-Jahr-Dienstjubiläum. Sie ist als Case Managerin tätig. Wir danken Manuela Sury für die Treue und das Engagement und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Wir heissen Gordana Cinjat im RVK-Team herzlich willkommen und freuen uns auf die weiterhin gute Zusammenarbeit.

Manuela Sury hat im Mai 2019 die Weiterbildung CAS in Case Management erfolgreich abgeschlossen. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg.

Weiterbildungserfolg

Isabella Gafner, Office Managerin/HRM 041 417 05 65, i.gafner@rvk.ch

TOLLKIRSCHE Die Tollkirsche ist bekannt und wird gefürchtet. Die Pflanze mit den schwarzen Früchten, die aufgrund ihres süssen Aromas zum Naschen verleiten, kann allerlei Symptome auslösen, darunter Rötungen der Haut, Unruhe und sogar Halluzinationen. Sie ist schon seit Jahrhunderten bekannt und sollte von Kindern ferngehalten werden, da diese gerne die Beeren verspeisen.

Information Juli 2019

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Agenda 2019 Veranstaltungen August

September

Oktober

November

Krankenversicherung Grundlagen 1

27./28.

Luzern

Fachkurs «Krankentaggeld – Leistungsabwicklung und -koordination»

ab 28.

Zürich

Fachkurs «SwissDRG Grundlagen»

2.

Luzern

Fachkurs «Psychische Krankheitsbilder 2»

4.

Luzern

Fachkurs «Vertiefung Leistungen ambulant»

5.

Luzern

Fachkurs «Unternehmensversicherungen Lohnausfall» - Modul 1

10.

Olten

Fachkurs «Kranken- und Sozialversicherungen für medizinisches Praxispersonal»

12.

Luzern

Krankenversicherung Grundlagen 2

17./18.

Luzern

Prüfungstraining für Sozialversicherungsfachleute

20.

Zürich

Fachkurs «Kranken- und Sozialversicherungen für Spital-/Klinikpersonal»

24.

Luzern

Prüfungstraining für Sozialversicherungsfachleute

25.

Zürich

Fachkurs «Unternehmensversicherungen Lohnausfall» - Modul 2

26.

Olten

Fachkurs «Unternehmensversicherungen Lohnausfall» - Modul 3

15.

Olten

Fachkurs «Sprechstunde Vertrauensarzt»

23.

Luzern

Fachkurs «Kranken- und Sozialversicherungen für medizinisches Praxispersonal»

24.

Zürich

Fachkurs «Kranken- und Sozialversicherungen für Ärztinnen und Ärzte»

29.

Bern

Fachkurs «Fit für den Vorstand»

7.

Luzern

Krankenversicherung Grundlagen 1

12./13.

Luzern

Fachkurs «Kranken- und Sozialversicherungen für medizinisches Praxispersonal»

16.

Bern

Fachkurs «Spitexleistungen gemäss KVG»

20.

Luzern

Fachkurs «Kranken- und Sozialversicherungen für medizinisches Praxispersonal»

28.

Olten

Sessionen Herbst

9. bis 27. September

Bern

Winter

2. bis 20. Dezember

Bern


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