Skip to main content

INFORMATION DEZEMBER

Page 1

DAS MAGAZIN FÜR MITGLIEDER, KUNDEN UND PARTNER

INFORMATION Dezember 2015

Gesundheitspolitik KVAV entschärft | 10

Versicherungsärztliche Beratung

Kostengünstige Gesundheitsprüfung für Pensionskassen | 14

treffPUNKT «KVG»

Auswirkungen der KVAV auf die Krankenversicherer | 23

1


2

Inhalt

Gesundheitspolitik 5 Bericht aus Bern: 10 KVAV:

Parlament, Bundesrat, EDI, BAG Verordnung entschärft

Informationen des RVK 12 RVK und RVK Rück AG: 14 Versicherungsärztliche Beratung für Pensionskassen: 18 DRG-Prüfstelle: 20 Kundenzeitschrift SICHER: 21 Bildung + Events: 22 RVK-Bildungsangebote 2016: 23 treffPUNKT «KVG» 24 RVK-intern: 26 RVK-intern: 27 RVK-intern:

Jahresversammlungen 2016 Unkomplizierte und kostengünstige Gesundheitsprüfung Interview mit Leticia Mato, SVA Zürich Winterblues im Fokus RVK neu mit Gütesiegel «Cicero» Aktuell und kompetent Aktuelle Themen auf den Punkt gebracht! Neues von der RVK-Crew Weihnachtliche Spendenaktion Trilogie von Architektur, Kultur und Kulinarik

Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Par tner 29 RVK-Mitglieder: 30 rhenusana: 31 Alkoholprävention BAG:

Kurz vorgestellt Wechsel in der Geschäftsleitung Wie viel ist zu viel?

Agenda 32 Termine: IMPRESSUM Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich. HERAUSGEBER, REDAKTION RVK – Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer ADRESSE RVK Haldenstrasse 25, 6006 Luzern Telefon 041 417 05 00 E-Mail info@rvk.ch www.rvk.ch BILDER Die Bilder der vorliegenden Ausgabe sind Impressionen zum Thema DIE SCHWEIZ. Bildquelle Titelseite istockphoto: ewastudio

INFORMATION DEZEMBER 2015

Agenda 2016 und Sessionen 2016


3

EDITORIAL

Liebe Mitglieder Sehr geehr te Damen und Herren 2015 war ein interessantes und gleichzeitig auch intensives Jahr – nicht nur für den RVK, sondern für die ganze Branche. Auf der politischen Bühne hat sich einiges getan. So hat uns die Krankenversicherungsaufsichtsverordnung (KVAV) auf Trab gehalten, uns zahlreiche Arbeitsstunden, intensive Beratungen und gelegentlich auch eine schlaflose Nacht beschert. Wir haben in der Oktober-Ausgabe der INFORMATION ausführlich darüber berichtet. Dank den vehementen Interventionen der drei Branchenverbände Santésuisse, Curafutura und RVK gegen die geplanten Vorschriften konnten wir die Pläne von Bundesrat Alain Berset abschwächen – auf einige der geplanten Bestimmungen verzichtet er sogar ganz.  Auf Seite 10 erfahren Sie mehr über die KVAV, die am 1. Januar 2016 bereits in Kraft tritt. Wir haben das Jahr auch genutzt, um eine interne Standortbestimmung zu machen. So haben wir unsere Vision und Mission analysiert und diskutiert. Wir haben unser Leitbild, das bereits in die Jahre gekommen ist, überprüft und komplett neu erarbeitet. Entstanden ist ein Dokument, das die RVK-Mitarbeitenden massgeblich mitbestimmt und mitgeprägt haben. Gemeinsam haben wir Werte definiert, die uns wichtig sind und die wir zukünftig konsequent leben und anwenden möchten im Kontakt mit unseren Mitgliedern, Kunden und Partnern. Die Inhalte des neuen Leitbilds finden Sie im Internet unter www.rvk.ch/leitbild. Unseren Weihnachtsgruss haben wir auch dieses Jahr ausschliesslich elektronisch verschickt. Den eingesparten Betrag haben wir der LZ-Weihnachtsaktion gespendet: Sie hilft Einzelpersonen und Familien, die in eine ausweglose Situation geraten sind. Mehr über die LZ-Weihnachtsaktion erfahren Sie auf Seite 26. Für Ihr Vertrauen und die angenehme und wertschätzende Zusammenarbeit während des ganzen Jahres danke ich Ihnen im Namen des gesamten RVK. Wir freuen uns auf die Fortsetzung im Jahr 2016. Fürs neue Jahr wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie Gesundheit sowie persönlichen und geschäftlichen Erfolg. Freundliche Grüsse, Ihr

Daniel Herzog Direktor

INFORMATION DEZEMBER 2015

«Wir konnten die Pläne von Bundesrat Berset abschwächen und die KVAV dadurch entschärfen.»


4

Gesundheitspolitik Das Wichtigste in Kürze Seite 7

5 9

Zulassungsstopp wird definitiv aufgehoben Der Nationalrat hat am 18. Dezember eine überraschende Kehrtwende vollzogen und den Zulassungsstopp in der Schlussabstimmung definitiv versenkt. Mit nur einer Stimme Unterschied bei einer Enthaltung hat er die Vorlage abgelehnt. Insbesondere die rechtsbürgerliche Mehrheit hat sich zum Schluss gegen den Ärztestopp ausgesprochen. Die bisherige Regelung helfe nicht, die Kosten weniger stark ansteigen zu lassen, lautete die Begründung.

Seite 8

Fachstelle anstelle eines nationalen Zentrums Ursprünglich wollte der Bundesrat ein nationales Zentrum für Qualität errichten. Darauf verzichtet er nun, plant dafür aber eine entsprechende Fachstelle beim BAG. Eine tragende Rolle soll die Stiftung für Patientensicherheit innehaben. Eine neu zu schaffende ausserparlamentarische Kommission «Qualität in der Krankenversicherung» soll den Bundesrat bei der Festlegung und Verfolgung der Qualitätsziele beraten.

Seite 10

KVAV: Intervenieren hat sich gelohnt Die drei Verbände Santésuisse, Curafutura und RVK haben sich geschlossen gegen die geplanten Vorschriften der Krankenversicherungsaufsichtsverordnung gestellt. Das beharrliche Intervenieren und Lobbyieren hat sich gelohnt: Einige der geplanten Aufsichtsvorschriften wurden entweder ersatzlos gestrichen oder abgeschwächt. In Kraft gesetzt wird die KVAV auf den 1. Januar 2016.

INFORMATION DEZEMBER 2015


5

GESUNDHEITSPOLITIK

Aus dem Parlament

Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 25. September 2015 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert.

Aus dem Parlament Aus dem Nationalrat Revision Heilmittelgesetz. Differenzen Die Revision des Heilmittelgesetzes geht weiterhin im Schritttempo voran (mehr darüber in der Oktober-Ausgabe der INFORMATION). Der Nationalrat hat nur wenige Differenzen zum Ständerat bereinigen können. Das sind die wichtigsten, verbliebenen Differenzen: • Unterlagenschutz in Spezialfällen: Bei wichtigen Arzneimitteln für seltene Krankheiten hat der Nationalrat bisher eine Marktexklusivität vorgesehen. Der Ständerat hat hingegen einen differenzierten Unterlagenschutz von 12 Jahren beziehungsweise 15 Jahren für entsprechende Arzneimittel für Kinder beschlossen. Im Sinne eines Kompromisses hat der Nationalrat nun entschieden, für alle Arzneimittel für seltene Krankheiten – das heisst auch für solche für Erwachsene – einen Unterlagenschutz von 15 Jahren festzulegen. Dafür hat er auf die Marktexklusivität verzichtet. • Ärztliche Rezepte: Der Nationalrat will – im Gegensatz zum Ständerat – nach wie vor Vorschriften für die Rezepte, aber keine zusätzlichen Einzelheiten im Gesetz aufnehmen. Der Bundesrat soll neu die Minimalanforderungen festlegen. Sowohl der Ständerat wie auch der Nationalrat wollen, dass grundsätzlich ein Rezept ausgestellt wird. Nach dem Ständerat sollen aber die Patienten generell auf eine Verschreibung verzichten können, während der Nationalrat vorsieht, dass die Patienten nur auf die Ausstellung eines Rezeptes in Papierform verzichten können. Im Versandhandel hält der Nationalrat an seinem Beschluss fest, wonach das Rezept bereits vor der Bestellung vorliegen muss. Der Ständerat will an der bisherigen gesetzlichen Regelung festhalten.

INFORMATION DEZEMBER 2015

• Preisrabatte, Rückvergütungen: Zu einer längeren Diskus-

sion gaben im Nationalrat wieder die Bestimmungen Anlass, wie mit Preisrabatten und Rückvergütungen auf Arznei- und anderen Heilmitteln umgegangen werden muss. Der Nationalrat will eine Regelung für alle Heilmittel, also zum Beispiel auch für Prothesen, während der Ständerat nur die verschreibungspflichtigen Medikamente dem Gesetz unterstellen will. Zudem will der Nationalrat, dass der Bundesrat die Details regelt und dabei für einzelne Heilmittel Ausnahmen vorsehen kann, während der Ständerat weitergehende Vorschriften, insbesondere betreffend Offenlegungspflichten, im Gesetz festhalten will. • Änderungen KVG (Art. 56 Abs. 3bis und Art. 82a): Auch hier hält der Nationalrat an seinem früheren Beschluss fest, wonach die Verwendung der Vergünstigungen auf Heilmitteln zwischen den Versicherern und den Leistungserbringern vertraglich geregelt und gegenüber den zuständigen Behörden offengelegt werden muss. Der Ständerat möchte lediglich einen Hinweis auf die Bestimmungen im Heilmittelgesetz machen. Das Geschäft geht erneut zurück an den Ständerat. KVG. Steuerung des ambulanten Bereichs. Differenzen Mit deutlichem Resultat (128:55 Stimmen) hat der Nationalrat in der Herbstsession beschlossen, dass der Ende Juni 2016 auslaufende Zulassungsstopp definitiv im KVG verankert werden soll. Der Ständerat ist in der laufenden Wintersession dem Nationalrat gefolgt. Um die Rechtssicherheit zu wahren, hat er lediglich eine zusätzliche Übergangsregelung aufgenommen. Nach dieser ist für Ärztinnen und Ärzte, die vor Inkrafttreten dieses Gesetzes in einer eigenen Praxis zulasten der Grundversicherung tätig waren, kein Bedürfnisnachweis erforderlich (Artikel 36 KVG). Gleiches gilt für Ärztinnen und Ärzte, die vor Inkrafttreten dieses Gesetzes ihren Beruf in einer Einrichtung, die der ambulanten Krankenpflege durch Ärztinnen und Ärzte dient (Artikel 36a KVG) oder im ambulanten Bereich eines Spitals (Artikel 39 KVG) ausgeübt haben, sofern sie diese Tätigkeit in der gleichen Einrichtung oder im ambulanten Bereich des gleichen Spitals weiter ausüben.


6

GESUNDHEITSPOLITIK

Ohne Diskussion hat der Rat dieser Ergänzung zugestimmt. In der Schlussabstimmung hat der Nationalrat eine überraschende Kehrtwende vollzogen und das Geschäft mit 97:96 Stimmen bei einer Enthaltung bachab geschickt. Insbesondere die Vertretungen von SVP und FDP haben sich zum Schluss gegen die Gesetzesbestimmung ausgesprochen. Begründet haben sie die Ablehnung in erster Linie damit, dass die bisherige Regelung die Kostensteigerung nicht spürbar habe bremsen können. Der Kostensteigerung werde daher besser mit einer Aufweichung des Vertragszwanges begegnet. Es fragt sich, warum diese Erkenntnis erst bei der Schlussabstimmung zum Tragen kam? Mitsprache und Rechtsstellung der Patientinnen und Patienten bei der Bestellung von Vertrauensärzten Parlamentarische Initiative Thomas Hardegger Mit dem Vorstoss wird eine Änderung von Artikel 57 KVG in dem Sinne verlangt, dass bei der Bestellung von Vertrauensärzten nicht nur die kantonalen Ärztegesellschaften, sondern auch die zugelassenen Patientenvertretungen einbezogen werden müssen. Der Bundesrat beantragt, der Initiative keine Folge zu leisten. Der Rat folgt diesem Antrag mit 128:62 Stimmen bei einer Enthaltung. Krebsregistrierungsgesetz Mit der Botschaft vom 29. Oktober 2014 unterbreitete der Bundesrat dem Parlament ein neues Krebsregistrierungsgesetz. Der Nationalrat hat sich nun als Erstrat mit diesem Gesetz befasst. Mit der schweizweit einheitlichen Krebsregistrierung sollen Prävention, Früherkennung und Behandlung von Krebserkrankungen verbessert und die Versorgungs-, Diagnose- und Behandlungsqualität evaluiert werden. Die notwendigen Daten werden nach anerkannten, internationalen Standards dezentral in den Kantonen erhoben. Der Inhalt der kantonalen Krebsregister wird in der Folge bei der nationalen Krebsregistrierungsstelle zusammengefasst und ausgewertet. Das Kinderkrebsregister führt der Bund. Rechtlich und administrativ hat das neue Gesetz keine Auswirkungen auf die Tätigkeit der Krankenversicherer. Hingegen darf damit gerechnet werden, dass die ausgewerteten Daten zu Massnahmen führen werden, die eine effizientere und qualitativ bessere Behandlung ermöglichen und damit auch weniger Kosten für die Krankenversicherung verursachen. Jedes Jahr erkranken rund 37 000 Personen an Krebs, rund 16 000 Menschen sterben

INFORMATION DEZEMBER 2015

jährlich daran. Neben dem grossen Leid, das die Krebserkrankungen verursachen, führen sie zu ausserordentlich hohen Behandlungskosten für die Krankenversicherung. Die grosse Kammer hat das Gesetz ohne Diskussion mit 171:3 Stimmen gutgeheissen. KVG. Risikoausgleich: Trennung von Grundund Zusatzversicherung Mit der Botschaft vom 20. September 2013 beantragte der Bundesrat, den Risikoausgleich auszubauen und die Grund- und Zusatzversicherung zu trennen. Nachdem das Parlament den Ausbau des Risikoausgleichs bereits 2014 guthiess, beschloss der Ständerat in der Frühjahrsession 2015, nicht auf die Vorlage einzutreten. Die vorberatende Kommission des Nationalrates beantragte, dem Ständerat zu folgen und nicht auf die Vorlage einzutreten. Nach kurzer Debatte beschloss der Rat mit 127:46 Stimmen Nichteintreten. Komatrinker sollen Aufenthalte im Spital und in Ausnüchterungszellen selber bezahlen Parlamentarische Initiative Toni Bortoluzzi Mit der Initiative soll das KVG so angepasst werden, dass die Verursacher oder ihre gesetzlichen Vertreter die medizinische Notversorgung, die aufgrund von exzessivem Alkohol- und Drogenmissbrauch notwendig wird, abgelten müssen. Bereits in den Jahren 2011 und 2012 haben die vorberatenden Kommissionen beider Räte der Initiative zugestimmt. In der Folge arbeitete eine Subkommission eine Vorlage aus, die sie in die Vernehmlassung geschickt hat. Die eingegangenen Stellungnahmen fielen äusserst kritisch aus – ein einziger Kanton äusserte sich positiv zum Entwurf. Dies veranlasste die vorberatende Kommission, auf ihren Beschluss zurückzukommen und dem Gesamtrat zu beantragen, die Initiative abzulehnen. Wichtige Gründe für den Ablehnungsantrag waren die Abkehr vom Solidaritätsprinzip und der Übergang zum Verschuldensprinzip, das aber ausschliesslich für sogenannte Komatrinker gelten sollte. Das sei ungerecht, müssten doch zum Beispiel auch starke Raucher oder Übergewichtige die Behandlungskosten selber tragen. Aus Sicht der Krankenversicherer wäre eine Ausschlussklausel für Komatrinker aus Kostengründen zwar zu begrüssen, sie wäre aber systemfremd. Nach ausgedehnter Diskussion beschloss der Rat mit 97:85 Stimmen, die Initiative abzuschreiben.


7

GESUNDHEITSPOLITIK

Aus dem Ständerat Steuerung des ambulanten Bereichs Die vorberatende Kommission des Ständerats beschloss mit Stichentscheid der Präsidentin, auf die Vorlage einzutreten. Nach den entsprechenden Beratungen beantragte die Kommission aber mit 9:2 Stimmen, den Beschlüssen des Nationalrates zu folgen. Die Kommission ergänzte die Vorlage lediglich mit Übergangsbestimmungen, welche die Registrierung von Ärzten betreffen, die bereits im Rahmen der Grundversicherung tätig sind. In der Gesamtabstimmung hiess der Rat die Vorlage mit 32:12 Stimmen gut. Mit der Differenz, welche die Übergangsbestimmungen betreffen, ging die Vorlage zurück an den Nationalrat. Nachdem dieser die Differenz diskussionslos bereinigte, genehmigte der Ständerat die Gesetzesvorlage in der Schlussabstimmung mit 31:13 Stimmen. Nachdem aber der Nationalrat in der Schlussabstimmung die Gesetzesvorlage überraschend ablehnte, war das Geschäft endgültig vom Tisch (siehe Geschäft Nationalrat Seite 5).

Für eine soziale Einheitskrankenkasse. Änderung des Krankenversicherungsgesetzes. Kantonale Initiative Jura / Kantonale Initiative Genf Beide Initiativen ersuchen die Bundesversammlung, die Kantone zu ermächtigen, eine Einheitskrankenkasse zu errichten. Sie begründen die Begehren damit, dass das Volk in ihren Kantonen im Rahmen der Eidgenössischen Volksabstimmung der Einführung einer Einheitskrankenkasse zugestimmt hat. Die vorberatende Kommission hat dem Rat beantragt, beiden Initiativen keine Folge zu leisten, wie dies der Nationalrat zuvor entschieden hatte. Nach kurzer Diskussion hat der Rat beschlossen, beiden Initiativen keine Folge zu leisten. Eidgenössischer Fonds für die Krankenversicherungsreserven gemäss KVG Kantonale Initiative Genf Das KVG soll vorsehen, dass die Reserven aller Krankenversicherer in einer öffentlich-rechtlichen Stiftung, welche diese Mittel verwaltet, zentralisiert werden. Der Stiftungsrat würde sich aus Vertretern der Versicherten, des Bundes und der Kantone zusammensetzen. Die Krankenversicherer selber wären davon ausgeschlossen. Die vorberatende Kommission hat mit 5:0 Stimmen bei 3 Enthaltungen beschlossen dem Rat zu beantragen, dieser zentralistisch-diktatorischen Lösung keine Folge zu leisten. Der Rat ist diesem Antrag diskussionslos gefolgt.

DIE SCHWEIZ: Die Schweiz hat mehr als 1500 Seen. Das erklärt, weshalb man nie mehr als 16 Kilometer von einem See entfernt ist.

INFORMATION DEZEMBER 2015

istockphoto: CarLPM


8

GESUNDHEITSPOLITIK

Bundesgesetz über die Krankenversicherung. Trennung von Grund- und Privatversicherung Standesinitiative Kanton Genf Mit der Initiative wird verlangt, das KVG in dem Sinne zu ändern, dass die Sozialversicherer weder Zusatzversicherungen noch sonstige Formen der Privatversicherung anbieten dürfen. Die vorberatende Kommission hat dem Rat beantragt, der Initiative keine Folge zu leisten. Die Kommission hat darauf hingewiesen, dass das gleiche Begehren bereits im Rahmen der bundesrätlichen Gesetzesvorlage «KVG. Risikoausgleich: Trennung von Grund- und Zusatzversicherung» gestellt wurde, welches beide Räte abgelehnt haben. Mit 28:10 hat es der Rat abgelehnt, der Initiative Folge zu leisten. Gleiche Finanzierung von stationären und ambulanten Spitalbehandlungen Motion CVP / EVP-Fraktion Nachdem eine parlamentarische Initiative von NR Ruth Humbel hängig ist, die – nach den Worten der Motionäre – wesensverwandte Themen beinhaltet, hat Ständerat Alex Kuprecht beantragt, die Behandlung der Motion bis zur Beratung eines allfälligen Entwurfs zur Initiative Humbel «Finanzierung der Gesundheitsdienstleistungen aus einer Hand. Einführung des Monismus» zu sistieren. Der Rat hat diesem Antrag diskussionslos zugestimmt.

INFORMATION DEZEMBER 2015

Bundesrat/EDI/BAG Verordnung zum neuen Krankenversicherungsaufsichtsgesetz Die breiten Proteste gegen den Verordnungsentwurf zum neuen Krankenversicherungsaufsichtsgesetz haben zumindest teilweise gefruchtet. Verschiedene Bestimmungen hat der Bundesrat gemildert oder gar fallengelassen. So hat er zum Beispiel die Vorschrift, dass die Krankenversicherer «übermässige» Reserven abbauen müssen, gestrichen. Aber auch so enthält die Verordnung immer noch diverse Vorschriften, die über den Wortlaut des Gesetzes hinausgehen oder diesen äusserst extensiv interpretieren. Qualitätssicherung im Gesundheitswesen Der Bundesrat will mit nationalen Qualitätsprogrammen die Sicherheit im Gesundheitswesen verbessern, unnötiges Leiden verhindern und eine kostensenkende Wirkung erzielen. Auf ein ursprünglich geplantes Qualitätszentrum will er jetzt verzichten. Dafür will er beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine neue Fachstelle einrichten, die für die Koordination zuständig ist, Aufträge vergibt und nationale Programme erarbeitet. Die Hauptarbeit sollen bestehende Fachorganisationen leisten, die für ihre Projekte vom Bund Geld erhalten. Eine tragende Rolle soll dabei die Stiftung für Patientensicherheit innehaben, die schon mehrere Pilotprogramme zur Förderung der Qualität durchgeführt hat. Zudem schlägt der Bundesrat vor, eine ausserparlamentarische Kommission zu schaffen, die den Bundesrat berät. Neben Fachpersonen sind auch die Kantone, Spitäler, Ärzte, Pflegeheime, Versicherer und interessierte Kreise sowie Versicherten und Patienten darin vertreten. Die Krankenversicherer sollen für die nötigen Finanzen in Form eines Prämienzuschlages sorgen. Im Moment rechnet der Bundesrat mit einem Zuschlag von 0,07 Prozent der durchschnittlichen Jahresprämie, also höchstens mit 3.50 Franken. Für wie lange dieser Ansatz wohl gilt? Auch seitens der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz, welche die Krankenversicherer bereits heute mit einem Prämienzuschlag von 2.40 Franken finanzieren müssen, stehen bedeutende Erhöhungen an.


9

GESUNDHEITSPOLITIK

Weitere Entwicklung im Umfeld Fortpflanzungsmedizin Im Juni 2015 hat das Volk der Verfassungsänderung für die Präimplantationsdiagnostik (PID) mit knapp 62 Prozent zugestimmt. In der Herbstsession 2015 hat das Parlament das entsprechende Fortpflanzungsmedizingesetz gutgeheissen. Gegen dieses hat die EVP, unterstützt von weiteren Kreisen, das Referendum ergriffen. Den Initianten geht die vorgelegte Konkretisierung der Verfassungsnorm zu weit. Das Volk wird also zum zweiten Mal Gelegenheit haben, sich zur Fortpflanzungsmedizin zu äussern.

DIE SCHWEIZ: Rund 70 Prozent der Schweiz bestehen aus Bergen. 208 sind über 3 000 Meter hoch,

24 sogar über 4 000 Meter. Und der höchste Gipfel, die Dufourspitze, liegt 4 634 Meter über Meer.

INFORMATION DEZEMBER 2015

istockphoto: dominikmichalek


10

GESUNDHEITSPOLITIK

KVAV Verordnung entschärft Aufgrund des ersten Entwurfs der Krankenversicherungsaufsichtsverordnung (KVAV) musste mit dem Schlimmsten gerechnet werden. Ganz so schlimm ist es nun aber doch nicht gekommen: Dank dem entschlossenen und koordinierten Widerstand der drei Branchenverbände sind verschiedene Aufsichtsvorschriften aus der definitiven KVAV gestrichen oder zumindest entschärft worden. Die drei Verbände Santésuisse, Curafutura und RVK haben sich nicht nur geschlossen gewehrt, sondern haben auch gezielt Politikerinnen und Politiker mobilisiert und bei Bundesrat Alain Berset vorgesprochen. So konnte erreicht werden, dass mehrere, zum Teil sehr einschneidende Aufsichtsvorschriften ersatzlos gestrichen oder abgeschwächt wurden. Einige dieser Vorschriften hätten auch und vor allem die kleinen und mittleren Krankenversicherer getroffen: Es sind dies die Vorschriften zu den übermässigen Reserven und zu deren Abbau, die Gewährsvorschriften, die Überprüfung der Transaktionen und die vorgängige Kontrolle der Rückversicherungsverträge. Somit entfallen viele der präventiven Vorlagepflichten, welche die Abläufe und die Administration bei den Krankenversicherern stark belastet hätten. Risikomanagement und IKS Bei den Vorschriften zum Risikomanagement und zum internen Kontrollsystem (IKS) konnten keine nennenswerten Erleichterungen erzielt werden – nicht zuletzt deshalb, weil diese Vorgaben bereits im KVAG selbst erwähnt sind. Immerhin lässt der Grundsatz, wonach bei der Aufsichtstätigkeit auf die Grösse und Komplexität der Krankenversicherer Rücksicht genommen werden soll, hoffen, dass die kleinen und mittleren Krankenversicherer nicht denselben Aufsichtskontrollen ausgesetzt sein werden wie die grossen. Erst die Praxis wird jedoch zeigen, wie die Aufsichtsbehörde diesen Grundsatz konkretisieren wird.

INFORMATION DEZEMBER 2015

RVK organisiert Informationsveranstaltung Der Bundesrat hat beschlossen, die KVAV per 1. Januar in Kraft zu setzen. Der RVK führt deshalb im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe treffPUNKT am 28. Januar eine Infoveranstaltung durch. Experten erläutern die Details der KVAV und erklären, wie sie sich auf die einzelnen Krankenversicherer auswirken – insbesondere in den Bereichen Risikomanagement, IKS und Revision.Vertreter einer grossen Revisionsgesellschaft geben ihre Einschätzungen zu den neuen Pflichten und Vorschriften ab. Mehr zum treffPUNKT finden Sie auf unserer Website (Anzahl Plätze ist limitiert): www.rvk.ch/treffpunkt-«kvg». DANIEL HERZOG Direktor Tel. 041 417 05 00 d.herzog@rvk.ch


11

Informationen des RVK Das Wichtigste in Kürze Seite 14

5 9

Unkomplizierte und kostengünstige Gesundheitsprüfung In der überobligatorischen Vorsorge können Pensionskassen für maximal fünf Jahre Gesundheitsvorbehalte anbringen. Basis dafür ist die Gesundheitsprüfung. Fachwissen und langjährige Erfahrung sind nötig, um Gesundheitsfragebögen und Arztberichte zu beurteilen und gegebenenfalls einen korrekten Vorbehalt zu verfassen. Versicherungsmediziner können bei der Beurteilung und der Formulierung einen wertvollen Beitrag leisten.

Seite 18

SVA Zürich prüft DRG-Rechnungen konsequent Die SVA Zürich hat über 280 000 Mitglieder, beschäftigt fast 800 Mitarbeitende und betreut acht verschiedene Sozialversicherungszweige. Ihre DRG-Rechnungen überprüft die SVA Zürich konsequent. Leticia Mato leitet das Team, das für die DRG-Rechnungen zuständig ist. Unterstützt wird sie von der DRG-Prüfstelle des RVK. Im Interview erzählt sie von ihrer täglichen Arbeit und von den Herausforderungen, denen sie und ihr Team sich stellen müssen.

Seite 22

Spannende Bildungsangebote für 2016 Der RVK überprüft seine Bildungsangebote regelmässig und passt seine Kurse den veränderten Gegebenheiten des Gesundheitsmarktes an. Neue Fachthemen ergänzen deshalb auch 2016 die bestehenden Angebote. So gibt es zum Beispiel einen zusätzlichen Kurs zu psychischen Krankheitsbildern.

Seite 23

treffPUNKT «KVG» informiert über die Umsetzung der KVAV An der Veranstaltung treffPUNKT bringt der RVK aktuelle Themen auf den Punkt. Der nächste treffPUNKT «KVG» findet am 28. Januar 2016 statt. Im Mittelpunkt steht die Krankenversicherungsaufsichtsverordnung (KVAV), die am 1. Januar 2016 in Kraft tritt. Sie ist in der Vernehmlassung auf breite Kritik gestossen. Unter anderem erklärt Roman Sonderegger von PWC, wie sich die KVAV auf die Geschäftsprozesse der Krankenversicherer auswirkt und wie sie sich darauf vorbereiten können.

INFORMATION DEZEMBER 2015


12

INFORMATIONEN DES RVK

RVK und RVK Rück AG Jahresversammlungen 2016 Alle drei Jahre wählt die Delegiertenversammlung den Präsidenten und die weiteren Mitglieder des Vorstands. Um eine möglichst gute Koordination zwischen dem RVK als Verband und seiner Tochter, der RVK Rück AG, zu gewährleisten, werden die Vorstandsmitglieder gleichzeitig zu Verwaltungsräten der RVK Rück AG gewählt. Aktuell ist der Vorstand statutengemäss so zusammengesetzt, dass die verschiedenen Betriebsgrössen der Mitglieder und die Regionen adäquat vertreten sind. 2016 ist wieder ein Wahljahr. Dr. Franz Josef Kaltenbach (sympany) hat seine Funktion bei der sympany aufgegeben und deshalb auf Ende September 2015 seinen Rücktritt erklärt. Sepp Hutter, rhenusana, hat den Krankenversicherer verlassen und ist daher per Ende Dezember 2015 zurückgetreten. Anlässlich dieser Rücktritte und der Altersstruktur in den strategischen und operativen Gremien des RVK hat sich der Vorstand mit der Nachfolgeplanung befasst. Dabei hat er entschieden, bei künftigen Rücktritten der Kontinuität und dem Know-how-Erhalt in diesen Entscheidungsgremien oberste Priorität einzuräumen. Daraus folgt unter anderem, dass sich der Präsident nach über 20 Präsidialjahren nochmals einer Wiederwahl stellt mit dem Ziel, im Laufe der kommenden Legislatur seine Nachfolge so zu regeln, dass den oben genannten Kriterien bestmöglich entsprochen werden kann. Die übrigen Vorstandsmitglieder stellen sich für eine weitere Legislaturperiode zur Verfügung. Somit sind zwei Vakanzen neu zu besetzen. Wer im Vorstand und im Verwaltungsrat (VS /  VR) mitwirken möchte, kann seine Kandidatur bis zwei Monate vor der Delegiertenversammlung / Generalversammlung (DV / GV) unter Beilage eines kurzen Lebenslaufs beim Präsidenten anmelden. Die DV / GV findet am 10. Juni 2016 statt. Stichtag für die Anmeldung einer Kandidatur ist der 11. April 2016 (Posteingang beim RVK, zuhanden des Präsidenten Dr. Charles Giroud).

INFORMATION DEZEMBER 2015

Anforderungsprofil eines VS /  VR-Mitglieds Die Kandidatinnen und Kandidaten müssen folgende Kriterien erfüllen: • Sie müssen Geschäftsleitungsverantwortung bei einem Verbandsmitglied inne haben. • Sie müssen bereit sein, jährlich rund acht bis zehn Präsenztage für diese Funktion einzuplanen. Für eine allfällige Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe des Vorstands sind weitere zwei bis vier Tage zu reservieren. • Sie bringen ein grosses Interesse an den Verbandsaktivitäten und den Dienstleistungen des RVK mit. Allfällige weitere Anträge zuhanden der Delegiertenversammlung sind dem RVK ebenfalls schriftlich bis zum 11. April 2016 bekannt zu geben. Für weitere Informationen stehen der Präsident und der Direktor jederzeit gerne zur Verfügung. DR. CHARLES GIROUD Präsident RVK Tel. 031 313 88 88 charles.giroud@bvmberatung.net DANIEL HERZOG Direktor Tel. 041 417 05 00 d.herzog@rvk.ch


INFORMATIONEN DES RVK

INFORMATION DEZEMBER 2015

13


14

INFORMATIONEN DES RVK

Versicherungsärztliche Beratung für Pensionskassen Unkomplizierte und kostengünstige Gesundheitsprüfung Pensionskassen wollen und müssen die gesundheitlichen Risiken ihrer Versicherten kennen und einschätzen können. Dazu ist häufig eine fundierte Gesundheitsprüfung nötig, die unkompliziert und kostengünstig erfolgen soll. Will eine Person im überobligatorischen Bereich einen Versicherungsantrag stellen, gehört die Gesundheitsprüfung zum Risikomanagement in der Personalvorsorge. Es erfordert Fachwissen und langjährige Erfahrung, Gesundheitsfragebögen und allfällige Arztberichte kritisch und verhältnismässig zu beurteilen, das medizinische Risiko abzuwägen und einen präzisen Vorbehalt zu formulieren, der einer rechtlichen Auseinandersetzung standhält. Dieser medizinische Teil des Prüfprozesses sollte möglichst unkompliziert, eingespielt und kostengünstig ablaufen. Umfassende Auskünfte Pensionskassen können von den Versicherten bei der Neuaufnahme oder bei einer Leistungserhöhung  Auskunft über ihren Gesundheitszustand verlangen, ärztliche Auskünfte einholen oder sie auf Kosten der Kasse versicherungsärztlich untersuchen lassen. Eine Ermächtigung für das Einholen von entsprechenden Auskünften im Sinne einer Entbindung vom Berufsgeheimnis beziehungsweise von der Schweigepflicht ist normalerweise dem Gesundheitsfragebogen beigefügt und wird dort von den Versicherten unterschrieben. Weist der Gesundheitszustand ein erhöhtes Risiko auf, darf die Pensionskasse Vorbehalte anbringen und den Versicherungsschutz für Invaliditäts- und Todesfallleistungen einschränken, welche die Leistungen gemäss BVG übersteigen. Die Versicherten ermächtigen Ärzte und andere Leistungserbringer sowie bisherige Vorsorgeeinrichtungen und andere Versicherer, der Vorsorgeeinrichtung Auskunft über ihren Gesundheitszustand zu erteilen und Einsicht in die Unterlagen zu gewähren. Relevant sind dabei nur Angaben, die mit der beruflichen Vorsorge in Zusammenhang stehen. Gesundheitsvorbehalte werden für höchstens fünf Jahre ausgesprochen. Tritt ein Leistungsfall ein, der vom Vorbehalt betroffen ist, ist die Kürzung der Leistung lebenslänglich. Bestehen bei einer früheren Vorsorgeeinrichtung Vorbehalte, können sie übernommen werden, indem die bereits bei der früheren Vorsorgeeinrichtung abgelaufene Dauer angerechnet wird.

INFORMATION DEZEMBER 2015

Aus der Praxis Auf der Gesundheitserklärung steht, dass eine 47-jährige Büroangestellte vor 4 Jahren eine Schulterrotatoren-Operation hatte. Die Schulter ist vollständig geheilt. Der behandelnde Arzt in Deutschland ist aufgeführt. Prüfung Die Risikobeurteilung wird gemacht, ohne weitere Unterlagen einzufordern. Die schlechteste Variante ist eine erneute Ruptur – wie bei jedem Versicherungsnehmer unfallbedingt jederzeit möglich und krankheitsbedingt häufig ab dem 60. Lebensjahr. Es besteht kein zusätzliches Risiko für Invalidität oder Tod innert 5 Jahren. Beurteilung Aufnahme ohne Vorbehalt. Bei einer Krankenpflege-Zusatzversicherung oder Taggeld-Versicherung können hingegen schlimmstenfalls ambulante Kosten für Physiotherapie und Infiltrationen entstehen. Eine erneute stationäre Operation und eine Arbeitsunfähig Detaillierungsgrad der Fragebögen Die gestellten Fragen variieren je nach Pensionskasse. Einzeln aufgeführte Fragen zu Grösse und Gewicht, zu Alkohol- und Drogenkonsum, zum Rauchen und zu besonderen Untersuchungen wie Labor, Röntgen oder HIV-Test geben Anhaltspunkte zur Gesundheit und zur Gesamtsituation. Vorbehalte entstehen daraus aber kaum. Diagnosen beziehungsweise Leiden müssen die Versicherten bei anderen Fragen angeben. Unternehmen, die einen sehr detaillierten Fragebogen einsetzen, hoffen, dass die Angaben dadurch verbindlicher werden: Entscheidende Aussagen zu unterschlagen, ist bei ausführlicheren Fragebögen schwieriger und die Hemmschwelle für Ausflüchte, Vergessen und Nichtwissen möglicherweise höher. Es kann aber nicht daraus abgeleitet werden, dass ausführliche Gesundheitsdeklarationen in ihrem Endergebnis besser


15

INFORMATIONEN DES RVK

abschliessen als kurze. Ein kurzer, prägnanter Fragebogen, der sich bei einer kantonalen Pensionskasse seit Jahren bewährt, besteht aus lediglich fünf Fragen (siehe Kasten). Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass sich traditionelle Fragebögen bewährt haben und deshalb, unabhängig ob kurz oder detailliert, beibehalten werden können. Arztbericht: sinnvoll oder unnötig? Einen Arztbericht einzufordern, verursacht zusätzliche Kosten. Deshalb liegt es nahe, das Risiko möglichst aus den im Fragebogen enthaltenen Angaben definitiv zu beurteilen und allenfalls einen Vorbehalt zu formulieren. Dabei zeigen sich aber zwei Probleme: Die Diagnose allein bestimmt häufig nicht das Risiko und die Versicherungsnehmer machen die Angaben als medizinische Laien. Sind keine zusätzlichen Berichte nötig und muss kein Vorbehalt definiert werden, ist dies meistens aus den gemachten Angaben korrekt ersichtlich. Erfahrungsgemäss ist häufig ein zusätzlicher Arztbericht nötig, um einen Vorbehalt definitiv zu formulieren: Der Arztbericht gibt unter anderem eine korrekte Diagnose, beschreibt den Schweregrad beziehungsweise das Ausmass des Leidens, die Folgen und Einschränkungen davon, den Erfolg und die Möglichkeiten der Behandlungen. Diese Angaben sind nötig, um einen korrekten und fairen Vorbehalt für die Zeitspanne von fünf Jahren und nur für die gravierenden Ereignisse von Invalidität und Tod zu formulieren. Es geht dabei nicht, wie bei der Taggeldversicherung, um das Risiko der Arbeitsunfähigkeit oder, wie bei der Lebensversicherung, um das Risiko des frühzeitigen Todes über die gesamte noch statistisch verbleibende Lebensdauer.

INFORMATION DEZEMBER 2015

Aus der Praxis Ärztliche Todesbescheinigung: 59-jährig, natürlicher Todesfall im Spital. Prüfung Gesundheitserklärung vor 5 Jahren: behandelte koronare Herzkrankheit, kein Vorbehalt. Einforderung des Austrittsberichts: Herzstillstand bei chronischer Niereninsuffizienz bei Ablehnung zusätzlicher medizinischer Massnahmen, Krankheitsbeginn vor 4 Jahren, koronare Herzkrankheit nicht erwähnt. Beurteilung Bei Niereninsuffizienz sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache mindestens 20-mal erhöht, wobei Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz im Vordergrund stehen. Es besteht kein Zusammenhang zwischen Gesundheitserklärung und Todesursache und keine Anzeigepflichtverletzung. Kapitalleistungen und Renten können geleistet werden. Diagnoselisten: effizient oder irreführend? Viele Pensionskassen arbeiten mit Diagnoselisten, um das Risiko einzuschätzen und Vorbehalte zu formulieren. Es liegen keine Statistiken vor, die aufzeigen, wie häufig solche Listen eingesetzt werden, ob die Vorbehalte korrekt formuliert wurden und ob die Vorbehalte im Leistungsfall durchgesetzt werden konnten. Wir nehmen jedoch an, dass einzelne, langjährige und engagierte Sachbearbeiter eine gute Kompetenz aufgebaut haben. Aber gelegentlich wundern wir Versicherungsmediziner uns, wenn wir Diagnoselisten prüfen, die zur Risikoeinschätzung und Vorbehaltsformulierung eingesetzt werden. Eine valide Liste zu erarbeiten, ist sehr aufwendig. Zusätzlich müssten die Sachbearbeiter begleitend geschult werden.


16

INFORMATIONEN DES RVK

Schnelle Abwicklung Die Medizin wird komplexer, neue Medikamente und Behandlungen kommen auf den Markt und Krankheiten werden neu definiert. Die medizinische Beurteilung erfordert deshalb vermehrt fachliche Kompetenz, die ein professioneller versicherungsärztlicher Dienst sicherstellen kann. Pensionskassen erhalten dadurch einen direkten Zugang zu Fachpersonen, die versicherungsmedizinische Fragen unabhängig erörtern und notwendige Entscheidungsgrundlagen erarbeiten können. Ein einfacher Zugang zu einem solchen Dienst stellt häufig auch eine schnelle und kostengünstige Fallabwicklung sicher. Ein weiterer Vorteil: Eingespielte Prozesse garantieren die notwendige Sicherheit im Umgang mit den sensiblen Daten. Auch wenn auf der Prioritätenliste der Pensionskassen die Anlagestrategie, die Altersleistungen und allenfalls eine Senkung der Administrationskosten stehen, so soll ein unkompliziertes und kostengünstiges medizinisches Underwriting nicht vergessen werden, sondern in den Aufnahmeprozess integriert werden. DR. MED. RETO KÖLBLI Bereichsleiter MedCasePool / Vertrauensarzt SGV Tel. 041 417 05 60 r.koelbli@rvk.ch

INFORMATION DEZEMBER 2015

Gesundheitsfragebögen Ein kurzer Fragebogen, der sich bewährt hat, könnte mit diesen fünf Fragen formuliert werden: • Sind Sie zurzeit voll arbeitsfähig? • Sind Sie invalid im Sinne der IV? Wenn ja, bitte IV-Beschluss beilegen. • Haben Sie in den letzten 5 Jahren einen Arzt aufgesucht? • Wurden Sie in den letzten 5 Jahren in einem Spital behandelt? • Nehmen Sie regelmässig Medikamente ein? Wird eine Frage mit Ja beantwortet, soll der Versicherungsnehmer die Einzelheiten in einer nachfolgenden Tabelle mit genügend Platz für Einträge ausführen. No-Go bei Fragebögen Fragen nach dem Gesundheitszustand von Dritten, das heisst von Familienangehörigen, sind nicht nötig, um den Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers zu prüfen, und deshalb nicht mehr verhältnismässig. Versicherungsnehmer sollen nur Angaben über die eigene Person machen und keine Daten über Dritte deklarieren müssen.  Angaben zu diagnostizierten oder untersuchten Erbkrankheiten müssen unter den anderen Fragen gemacht werden.


INFORMATIONEN DES RVK

Anmeldung und weitere Informationen unter www.rvkforum.ch

INFORMATION DEZEMBER 2015

17


18

INFORMATIONEN DES RVK

Leticia Mato, SVA Zürich «Es ist unsere Pflicht, die Rechnungen zu prüfen.» Die SVA Zürich setzt konsequent auf die Überprüfung von DRG-Rechnungen. Die grosse Erfahrung des Arztes vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) leistet wertvolle Hilfe in der Triage der Fälle. Wöchentlich werden die Fälle besprochen und gemeinsam entschieden, welche der auffälligen Dossiers zur Prüfung an die DRG-Prüfstelle des RVK weitergeleitet werden. Leticia Mato, Prozessteamleiterin Rechnungsbearbeitung bei der SVA Zürich, leitet ein Team von 15 Mitarbeitenden. Ihr Team, das der Prozesslinie Sachleistungen AHV/ IV angehört, bearbeitet die Rechnungen nach SwissDRG. Frau Mato, Sie und Ihr Team arbeiten mit der DRG-Prüfstelle des RVK zusammen. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Sehr gute. Wir erhalten kompetente Stellungnahmen und das Sekretariat ist hilfsbereit und freundlich. Wie ist die Zusammenarbeit mit dem RVK zustande gekommen und wie ist diese organisiert? 2012 haben das BSV (Bundesamt für Sozialversicherungen) und der RVK einen Rahmenvertrag abgeschlossen, welcher der SVA Zürich die Möglichkeit gibt, Fälle an die DRG-Prüfstelle des RVK weiterzuleiten. Die SVA Zürich nutzt diese Möglichkeit seit Beginn des Vertrages. Die DRG-Rechnungsprüfung gehört in den Bereich der Medizinischen Massnahmen. Daneben deckt das Rechnungsbearbeitungsteam weitere Bereiche ab, zum Beispiel die Rechnungsprüfung von Hilfsmitteln. Dies bedeutet, dass meine Mitarbeitenden breite Aufgabengebiete haben. Die Aufteilung erfolgt nach Alphabet und die Kundenberaterinnen und -berater decken alle Bereiche ab. Im Team haben wir einen DRG-Verantwortlichen bestimmt. Er fungiert als Schnittstelle zum RVK und bedient die Fallführungssoftware CaseNet. Mittels dieser Software erfassen wir die Fälle und übermitteln sie dem RVK zur Bearbeitung. Die Stellungnahmen durch die Codierärzte erfolgen ebenfalls über diese Plattform, welche die Datenschutzanforderungen vollumfänglich erfüllt. Die Auszahlungen der IV-Leistungen sind zentral organisiert und erfolgen über die Zentrale Ausgleichstelle (ZAS) in Genf.

INFORMATION DEZEMBER 2015

Für die IV-Stellen beziehen sich die DRG-Rechnungen auf Geburtsgebrechen. Lohnt es sich überhaupt, diese eingehend zu prüfen? Es ist für uns selbstverständlich, alle Rechnungen korrekt abzuwickeln und zu überprüfen. Falsche Codierungen haben zwar keinen Einfluss auf die Qualität der Behandlung, lösen aber unnötige Kosten aus. Schon deshalb müssen sie geprüft werden. Dadurch ergeben sich regelmässig Einsparungen. Wie reagieren die Leistungserbringer auf die beanstandeten Fälle? Unterschiedlich. Die Stellungnahmen sind fundiert und klar formuliert. Natürlich kommt es aber immer wieder zu Grenzfällen, in denen wir das Gespräch mit den Leistungserbringern suchen müssen. Auch hier unterstützt uns der RVK. In der Regel finden wir eine Lösung. In wirklich seltenen Fällen gelangen wir an das BFS (Bundesamt für Statistik), das den Fall beurteilt und ein abschliessendes Urteil abgibt. Kann Sie der RVK in der DRG-Rechnungsprüfung zusätzlich unterstützen? Für uns wäre es sehr hilfreich, wenn wir die medizinischen Kenntnisse, ausgerichtet auf die DRG-Prüfung, vertiefen könnten. Sinnvoll wäre zudem eine Liste mit den Diagnosecodes, welche die Leistungserbringer häufig falsch verwenden. Mit dieser Liste wäre schnell ersichtlich, welche Fälle wir direkt an den RVK weiterleiten können. Die individuellen Coachings, die der RVK anbietet, wären für die SVA Zürich möglicherweise wertvoll. Auch könnte der RVK eine Führungsrolle im Erfahrungsaustausch mit anderen IV-Stellen übernehmen.


19

INFORMATIONEN DES RVK

Was schätzen Sie besonders an der Zusammenarbeit mit dem RVK? Das Sekretariat der DRG-Fachstelle ist sehr hilfsbereit. Wir werden mit unseren Anliegen ernst genommen und sehr gut unterstützt. Wir schätzen auch, dass wir fachkundige Stellungnahmen der Codierärztinnen und Codierärzte erhalten, die klar und fundiert formuliert sind.

* Leticia Mato ist seit dem 1. Mai 2014 bei der SVA Zürich als Prozessteamleiterin tätig. Sie ist diplomierte Betriebsökonomin FH und Sozialversicherungsfachfrau SVS. Bevor sie zur SVA Zürich kam, arbeitete sie in der Privatversicherung und der Tourismusbranche. Leticia Mato war einige Jahre im Ausland berufstätig.

INFORMATION DEZEMBER 2015

SVA Zürich Die SVA Zürich ist das Kompetenzzentrum für Sozialversicherungen im Kanton Zürich. Das selbständige, öffentlich-rechtliche Dienstleistungsunternehmen handelt im Auftrag von Bund, Kanton und Gemeinden und betreut acht verschiedene Sozialversicherungsprodukte: Alters- und Hinterlassenenversicherung, Invalidenversicherung, Zusatzleistungen zur AHV/IV, Erwerbsersatz für Dienstleistende, Mutterschaftsentschädigung, Kinderzulagen, individuelle Prämienverbilligung und Familienzulagen in der Landwirtschaft. Rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich für die Anliegen der Kundinnen und Kunden. Die Ausgleichskasse zählt 2014 über 280 000 Mitglieder. Im gleichen Jahr lag der Versichertenbestand (Individuelle Konten) bei fast 3,6 Millionen. Die SVA Zürich generierte im Jahr 2014 über 8,8 Milliarden Franken Umsatz.


20

INFORMATIONEN DES RVK

Kundenzeitschrift SICHER Winterblues im Fokus Die erste Ausgabe der Kundenzeitschrift SICHER 2016 widmet sich dem Thema Depression. Diese kann Gross und Klein gleichermassen treffen. Verschiedene Krankenversicherer verschicken diese Ausgabe an ihre Kundinnen und Kunden.

Viele Menschen haben gelegentlich depressive Verstimmungen – und die meisten kennen wahrscheinlich jemanden, der betroffen ist. Es ist aber nach wie vor ein Krankheitsbild, über das man nicht gerne spricht. Prof. Dr. med. Daniel Hell ist ein Spezialist auf diesem Gebiet und gibt uns im SICHER einen Einblick in die Tiefe der menschlichen Psyche. Auch bei Kindern kann eine Depression entstehen. Prof. Dr. Lukas Zahner nimmt sich dieses heiklen Themas an. Er verrät, wann sich Eltern Sorgen machen sollten und was den Kleinen das Lächeln ins Gesicht zurückzaubern kann. Weitere Themen im SICHER sind: • Spitex Verband Schweiz: kurz vorgestellt • Prävention: Trockene Schleimhäute • Versicherungsratgeber: Klare Sicht bei Brillen und Kontaktlinsen

INFORMATION DEZEMBER 2015

Interessierte können eine Printausgabe bestellen – oder die elektronische Version im Internet durchblättern unter www.krankenversicherer.ch. MICHELLE FURRER Projektleiterin Marketing Tel. 041 417 05 41 m.furrer@rvk.ch


21

INFORMATIONEN DES RVK

Bildung + Events RVK neu mit Gütesiegel «Cicero» Der RVK ist jetzt bei Cicero als Bildungsanbieter registriert. Cicero ist das Gütesiegel der Versicherungswirtschaft und steht für eine kompetente Beratung.

Die Privatversicherer bekennen sich mit dem Aufbau eines brancheneigenen Lernattestierungssystems zu lebenslangem Lernen. Sie engagieren sich gemeinsam für hohe Beratungsqualität durch regelmässige Weiterbildung. Der RVK ist neu bei Cicero registriert. Einige seiner Weiterbildungskurse, wie zum Beispiel der Krankentaggeldkurs oder die Prüfungstrainings, sind bereits mit dem Gütesiegel ausgezeichnet. Weitere Angebote werden folgen.

Mehr Informationen zum Gütesiegel gibt es im Internet www.cicero.ch. SACHA DUNER Projektleiter Bildung Tel. 041 417 05 43 s.duner@rvk.ch

Cicero ist eine Initiative der Schweizer Privatversicherer. Mit Cicero wollen sie das Engagement der Branche und den persönlichen Einsatz der Mitarbeitenden gegenüber den Kundinnen und Kunden erkennbar machen und Transparenz schaffen.

DIE SCHWEIZ: Der tiefste Punkt der Schweiz befindet sich am Ufer des Lago Maggiore

auf 195 Meter über Meer. Er ist rund 70 Kilometer von der Dufourspitze, dem höchsten Punkt der Schweiz, entfernt.

INFORMATION DEZEMBER 2015

istockphoto: stefano pezzolato


22

INFORMATIONEN DES RVK

RVK-Bildungsangebote 2016 Aktuell und kompetent Die praxisnahe und fachspezifische Aus- und Weiterbildung steht im Fokus der RVK-Bildungsangebote. Als Kompetenzzentrum bietet der RVK seinen Kunden eine vielfältige Palette an aktuellen Bildungsthemen.

Da der RVK am Puls der Branche arbeitet und weiterbildet, kennt er die Bedürfnisse seiner Kunden bestens. Aus diesem Grund passt er bestehende Kurse immer wieder den aktuellen Gegebenheiten an. Zudem ergänzen neue Fachthemen regelmässig die bestehenden Bildungsangebote. Kurs zu psychischen Krankheitsbildern Immer öfter werden in der heutigen Gesellschaft psychische Erkrankungen diagnostiziert. Neben den Betroffenen und dem unmittelbaren Umfeld sind sowohl die Leistungserbringer als auch die Kostenträger vermehrt gefordert. Um dem Thema die nötige Aufmerksamkeit zu geben, bieten wir im neuen Jahr einen zusätzlichen Kurs zu psychischen Krankheitsbildern an. Beim Fachkurs Psychische Krankheitsbilder I vom 20. Januar 2016 liegt der Fokus auf der Klassifikation psychischer Störungen und den verschiedenen Behandlungen. Zudem eignen sich die Teilnehmenden versicherungsmedizinisches und psychiatrisches Basiswissen nach den W-Z-W-Kriterien an. Beim Folgekurs Psychische Krankheitsbilder II vom 28. September 2016 werden spezifische Krankheitsbilder vertieft. In den Themenbereichen Burn-out, Ess-, Zwangsund Angststörungen erhalten die Teilnehmenden ausführliches Fachwissen zur Psychopathologie, zur Diagnostik und zu den Behandlungsformen. Im Rahmen der 9. RVK-Frühlingstagung vom 12. und 13. April 2016 stehen sieben spannende Workshops zur Auswahl. Die Themen sind in erster Linie auf die Bedürfnisse der Krankenversicherungsbranche ausgerichtet und orientieren sich an aktuellen Fragestellungen aus dem Leistungsmanagement. Neben der fachlichen Vertiefung präsentiert sich die RVK-Frühlingstagung als wirkungsvolle Plattform für den persönlichen und branchenspezifischen Erfahrungsaustausch.

INFORMATION DEZEMBER 2015

Die Folgen einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit bedeuten für Patient und Arbeitgeber eine erhebliche Belastung. Bei Anspruch auf ein Krankentaggeld ist der Versicherer oft mit aufwendigen Abklärungen konfrontiert. Im zweitägigen Fachkurs Krankentaggeld wird umfangreiches Grundlagenwissen zur Leistungsabwicklung und zur Koordination, unter anderem mit der IV, vermittelt. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Informationen zur Schadenabwicklung sowie zur Rechtspraxis. Im Refresher-Kurs Inkasso vom 26. Oktober 2016 wird der erforderliche Prozess nach KVG und VVG aufgezeigt. Der korrekte Ablauf und die Effizienz stehen dabei im Vordergrund. Zudem wird auf aktuelle Änderungen auf Gesetzes- und Verordnungsebene eingegangen und die verschiedenen Schnittstellen werden aufgezeigt. Die Gesamtübersicht über das RVK-Bildungsprogramm ist auf der letzten Seite der INFORMATION aufgeführt. Weitere Details sind auf der Website www.rvk.ch/bildung zu finden. PHILIPP DÜNKI Produktverantwortlicher Bildung + Events Tel. 041 417 05 63 p.duenki@rvk.ch

Haben Sie Bedarf an einem Inhouse-Kurs? Der RVK bietet auch firmeninterne Kurse für Ihre Mitarbeitenden an. Verlangen Sie eine individuelle Offerte.


23

INFORMATIONEN DES RVK

treffPUNKT «KVG» Aktuelle Themen auf den Punkt gebracht! Die Tagung treffPUNKT «KVG» informiert über aktuelle Entwicklungen rund um die Krankenversicherung und vermittelt Anregungen zur praktischen Umsetzung. Der nächste treffPUNKT findet am 28. Januar 2016 statt und steht im Zeichen der neuen Krankenversicherungsaufsichtsverordnung (KVAV), welche der Bundesrat zusammen mit dem Gesetz per 1. Januar 2016 in Kraft setzt. Nachdem der Verordnungsentwurf zum Krankenversicherungsaufsichtsgesetz (KVAV) in der Vernehmlassung auf breite Kritik gestossen ist, steht jetzt die definitive Verordnung auf dem Prüfstand. Was die Neuerungen für die Geschäftsführungsprozesse der Versicherer heissen und wie sie sich darauf vorbereiten sollen, zeigt Roman Sonderegger, Advisory Director bei PricewaterhouseCoopers, an der Tagung treffPUNKT «KVG» auf. Um Marktanteile im Gesundheitswesen wird aktuell an allen Fronten hart gekämpft. Die Swisscom will ihre Position im Geschäft mit Gesundheitsdaten ebenso stärken wie die Post oder die Migros. Was hinter der Absicht steckt, im grossen Stil als wirtschaftlicher Player ins Gesundheitswesen vorzudringen, erklärt Stefano Santinelli, CEO der Swisscom Health AG, in seinem Beitrag «Big Player im Gesundheitswesen». Zum Thema «Big Data» wird Rolf Schmidiger, Strategie- und Innovationsmanager bei der Suva, erläutern, wie der grösste Unfallversicherer gegen steigende Gesundheitskosten vorgehen will und wo er entsprechendes Potenzial bei den Krankenversicherern sieht.

INFORMATION DEZEMBER 2015

Die Teilnehmenden profitieren von klaren, kompetenten und praxisorientierten Beiträgen. Die Referenten stehen anschliessend an ihr Kurzreferat Rede und Antwort. Weitere Informationen zur Tagung gibt es online unter www.rvk.ch/bildung. MARCO FÄH Leiter Bildung + Events Tel. 041 417 05 62 m.faeh@rvk.ch


24

INFORMATIONEN DES RVK

RVK-intern Neues von der RVK-Crew

Seit vielen Jahren unterstützt uns Andreas Hert im Mandatsverhältnis bei diversen Projekten, vor allem auch im MedCasePool. Für die neu geschaffene Stabsstelle Operations im MedCasePool konnten wir mit Andreas Hert für den 1. August 2015 einen Arbeitsvertrag abschliessen. Als Betriebsökonom mit langjähriger Erfahrung in Beratung und Projektleitung bei diversen Unternehmen bringt er beste Voraussetzungen für diese Aufgabe mit. Er baut im MedCasePool primär ein Controlling- und Qualitätsmanagement auf und ist zuständig für die Entwicklung und die Anpassungen von Prozessen. Er koordiniert zudem die Optimierung der IT-Infrastruktur im Bereich und unterstützt den Bereichsleiter in diversen administrativen Aufgaben.

Seit dem 1. September 2015 arbeitet Tom Mock als neuer Leiter für Integrierte Versorgungsmodelle beim RVK. Er wird von Alexandre Schmitt eingearbeitet, der sich per Ende März aus dem Arbeitsleben zurückzieht. Tom Mock wird die Dienstleistung «Integrierte Versorgungsmodelle» weiterentwickeln, neue Kunden akquirieren und die Vertragsverhandlungen mit den Ärztenetzwerken führen. Während vier Jahren hat er sich bei der Argomed Ärzte AG in Lenzburg viel praktische Erfahrung im Aufbau und in der Entwicklung im Bereich Managed Care angeeignet. Er war dort auch für die Betreuung und das Vertragsmanagement von Ärztenetzwerken zuständig. Die letzten zwei Jahre war Tom Mock als Projektleiter Corporate Development bei der Hirslanden AG in Zürich tätig. Mit der Anstellung von Tom Mock wird die Abteilung Leistungserbringer-Management aufgeteilt in die Bereiche Leistungseinkauf und Integrierte Versorgungsmodelle. Dieter Ehrenberg, der die Abteilung während sechs Jahren geleitet hat, konzentriert sich zukünftig auf die Tätigkeit im Leistungseinkauf. Wir danken Dieter Ehrenberg für sein Engagement in der Weiterentwicklung der Integrierten Versorgungsmodelle.

Aufgrund des Wachstums im Bildungsbereich mussten die personellen Ressourcen verstärkt werden. Mitte August 2015 ist Sacha Duner als Projektleiter Bildung beim RVK eingetreten. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die Vermarktung von bestehenden und neuen Bildungsangeboten bei potenziellen Zielgruppen ausserhalb des Krankenversicherungsmarktes und der Aufbau von Kooperationen mit weiteren Bildungsanbietern. Sacha Duner hat bei Santésuisse die Lehrgänge Krankenversicherungsfachmann und -experte absolviert. Er verfügt über eine langjährige Berufserfahrung im Leistungsbereich bei der Concordia, der KPT und der Xundheit (heute Sympany). Die letzten drei Jahre war er bei der Sanitas in Bern als Abteilungsleiter Leistungen tätig. Von 2007 bis 2011 gehörte Sacha Duner zum Referenten-Pool der RVK-Grundkurse.

INFORMATION DEZEMBER 2015

Wir heissen Andreas Hert, Sacha Duner und Tom Mock ganz herzlich willkommen im RVK-Team.


25

INFORMATIONEN DES RVK

Stephan Bernet, stellvertretender Direktor und Bereichsleiter Ressourcen, feierte im Dezember sein 30-Jahr-Dienstjubiläum. Sein erster oberster «Chef» im Bundesrat war damals Alphons Egli, Vorsteher des Departements des Innern. Fritz Zaugg präsidierte den RVK-Vorstand, Moritz Helfenstein war Direktor des RVK, der damals noch Rückversicherungsverband des Konkordates der Schweizer Krankenkassen hiess. Am meisten Wechsel gab es während diesen 30 Jahren beim EDI zu verzeichnen: Nicht weniger als sechs Bundesräte leiteten mehr oder weniger erfolgreich die Unterabteilung «Krankenversicherung». Stephan Bernet hat in seiner Dienstzeit beim RVK zwei Präsidenten und drei Direktoren erlebt, was angesichts von 30 Jahren doch eine gute Kontinuität darstellt. Stephan Bernet führte von Beginn weg den Bereich Rechnungswesen und Logistik. Viele Projekte hat er während all dieser Jahre erfolgreich geführt oder begleitet. Als Experte in Sachen Qualitätsmanagement ist er massgeblich daran beteiligt, dass der RVK und die RVK Rück AG die begehrten Gütesiegel immer wieder erhalten haben. Für einige Krankenversicherer wie auch für den RVK ist Stephan Bernet zudem als Datenschutzverantwortlicher tätig.  Auf den 1. Januar 2010 hat ihn der Vorstand zum stellvertretenden Direktor befördert. Sein grosses Know-how und seine fundierten Kenntnisse im Bereich der Krankenversicherung sind für uns von grossem Wert und machen ihn zu einem wertvollen Mitarbeitenden.

Vor zehn Jahren, am 1. Januar 2006, hat Peter Aregger seine Stelle als Bereichsleiter Versicherungen beim RVK angetreten. Er war damals bereits im Verwaltungsrat der UNIMEDES, die er während eines Jahres als Geschäftsführer geleitet hat und die per 1. Januar 2007 in den RVK integriert wurde. Seit dem 1. Januar 2012 ist Peter Aregger Mitglied der Geschäftsleitung sowie Bereichsleiter des RVK und der neu gegründeten RVK Rück AG. In all den Jahren hat er ein breites Beziehungsnetz zu unseren Kunden und Partnern aufgebaut. Sein ausgewiesenes Fachwissen in der Krankenversicherung und sein grosses Engagement schätzen wir sehr. Wir gratulieren Stephan Bernet und Peter Aregger ganz herzlich zu diesen Firmenjubiläen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Philipp Dünki hat das Modul 1 seiner Weiterbildung (Lernveranstaltungen mit Erwachsenen durchführen) mit dem SVEB-Zertifikat für Kursleiterinnen und Kursleiter abgeschlossen. Wir gratulieren Philipp Dünki zu diesem Erfolg und wünschen ihm weiterhin viel Freude und Befriedigung bei seiner Tätigkeit. JUDITH MAY Leiterin Personal- und Finanzadministration Tel. 041 417 05 72 j.may@rvk.ch

INFORMATION DEZEMBER 2015


26

INFORMATIONEN DES RVK

RVK-intern Weihnachtliche Spendenaktion Der RVK hat auch dieses Jahr seinen Weihnachtsgruss per E-Mail anstatt mit der Post verschickt und verzichtet darauf, Kunden und Par tner zu beschenken. Mit dem dadurch eingesparten Betrag unterstützt er die LZ Weihnachtsaktion 2015. Bereits zum zwanzigsten Mal führt die «Neue Luzerner Zeitung» die Spendenaktion LZ Weihnachtsaktion durch. Seit 1996 wurden über 35,5 Millionen Franken gesammelt. Die solidarische Hilfe kommt Einzelpersonen und Familien in Zentralschweizer Kantonen zugute, die in einer ausweglosen Situation sind und diese Hilfe dringend benötigen. Mit der finanziellen Unterstützung sollen sie eine akute Notsituation überbrücken können.

Der RVK ist überzeugt, mit seiner Spende einen wertvollen Beitrag an die Solidarität in der Zentralschweiz zu leisten. DANIEL HERZOG Direktor Tel. 041 417 05 00 d.herzog@rvk.ch

Die LZ Weihnachtsaktion ist eine unabhängige Stiftung. Ein Beirat aus ehrenamtlich tätigen Fachleuten prüft die Hilfsgesuche und garantiert einen sorgfältigen Einsatz der Spenden. Die Spenden stammen zumeist von Einzelpersonen, Familien, Vereinen oder Schulklassen. Es gibt aber auch eine Reihe von Unternehmen, welche die Aktion unterstützen.

DIE SCHWEIZ: Der Dalai Lama ist der Besitzer des kleinsten Rebbergs der Welt: La Vigne à Farinet

liegt im Wallis und besteht aus gerade mal drei Reben auf 1,67 Quadratmeter Fläche.

INFORMATION DEZEMBER 2015

istockphoto: Rostislav_Sedlacek


27

INFORMATIONEN DES RVK

RVK-intern Trilogie von Architektur, Kultur und Kulinarik Pünktlich um 17 Uhr am 3. Dezember 2015 startete das Programm des RVK-Weihnachtsevents. Vor der Kulinarik standen die Architektur und die Kultur auf dem Programm.

Zum Auftakt erhielten die RVK-Mitarbeitenden eine private Führung durch das Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL). Silvia González Huggler erzählte der RVKCrew viele spannende Details zum bekannten Luzerner Gebäude. Der französische Architekt Jean Nouvel hatte das KKL Luzern entworfen und liess es von 1995 bis 2000 nach seinen Plänen bauen. Ursprünglich plante der Architekt, den neuen Konzertsaal als eine Art Schiff direkt in den See zu bauen. Da sich diese Idee nicht realisieren liess, kam ihm die Idee der Inclusion: «Wenn ich nicht zum Wasser gehen kann, soll das Wasser zu mir kommen.» Damit beschreibt er seine Art der Architektur, wie er das Äussere nach innen und das Innere nach aussen zu tragen versucht. Mit Wasserkanälen, die direkt ins Gebäude hinein fliessen, und einem Dach, das bis über den See hinausreicht, gibt Nouvel seiner Idee der Inclusion die konkrete Form. Dank den zwei Wasserkanälen entstanden drei grosse unabhängige Gebäudeteile: der Konzert-Trakt, der Luzerner-Saal-Trakt sowie der Kongress- und Museumstrakt.

INFORMATION DEZEMBER 2015

Nach den interessanten Ausführungen folgte der kulinarische Teil des Abends. Im wunderschön dekorierten Spiegelsaal des Hotels Wilden Mann genossen die Mitarbeitenden ein festliches Abendessen und liessen den Abend ausklingen. Impressionen des Weihnachtsessen 2015 finden Sie auf dem RVK-Blog (blog.rvk.ch). MICHELLE FURRER Projektleiterin Marketing Tel. 041 417 05 41 m.furrer@rvk.ch


28

Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner Das Wichtigste in Kürze Seite 30

5 9

Seite 31

rhenusana: Wechsel in der Geschäftsführung Nach 30 Jahren hat Sepp Hutter die Geschäftsführung der rhenusana abgegeben. Er hat die Rheintaler Krankenversicherung massgeblich mitgestaltet. Sein Nachfolger ist Guido Mitterer, der die rhenusana ab dem 1. Januar 2016 leitet. BAG will Bevölkerung mit Alkoholpräventionskampagne sensibilisieren Missbräuchlicher Alkoholkonsum belastet nicht nur Betroffene, sondern die ganze Gesellschaft: 4,2 Milliarden Franken kostet der Alkoholmissbrauch die Schweizer Öffentlichkeit pro Jahr. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat deshalb eine nationale Präventionskampagne ins Leben gerufen, um die breite Bevölkerung zu sensibilisieren. Auch die Krankenversicherer können ihren Versicherten Denkanstösse geben.

INFORMATION DEZEMBER 2015


INFORMATIONEN UNSERER MITGLIEDER, KUNDEN UND PARTNER

RVK-Mitglieder Kurz vorgestellt Auch in dieser Ausgabe der INFORMATION stellen wir zwei der insgesamt 27 RVK-Mitglieder vor : die Aquilana und die Krankenkasse Stoffel.

Aquilana Versicherungen

Krankenkasse Stoffel

Die Aquilana existiert seit mehr als 120 Jahren – das Unternehmen wurde 1892 gegründet. Alle 39 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter ein Lernender, arbeiten am Geschäftssitz in Baden und betreuen die über 44 000 Versicherten aus der ganzen Schweiz sowie aus acht EU-Staaten.  Agenturen oder Filialen führt die Aquilana keine.

Die Krankenkasse Stoffel zählt mit 1 500 Versicherten zu den kleinen RVK-Mitgliedern. Vor 130 Jahren wurde sie als Betriebskrankenkasse der Firma Stoffel und Co. Spinnerei und Weberei in Mels gegründet. Während vieler Jahre konnten nur die Mitarbeitenden der Spinnerei und Weberei sowie deren Familienangehörige Mitglied der Krankenkasse werden.

Massgeschneiderte und bedarfsgerechte Lösungen

Die Aquilana bietet ihren Kundinnen und Kunden qualitativ hochwertige und zukunftsgerichtete Produkte und Dienstleistungen an. Glaubwürdigkeit, Kontinuität und Qualität sind den Mitarbeitenden der Aquilana wichtig, was ihre Kunden schätzen: In der jährlich von comparis.ch durchgeführten Umfrage zur Kundenzufriedenheit erzielt Aquilana 2015 zum dritten Mal in Folge die Bestnote 5.5. Die Auszeichnung «sehr gut» bestätigte den Spitzenplatz der beiden Vorjahre aus insgesamt 24 bewerteten Krankenversicherer. Seit 21 Jahren ist die Aquilana stolze Besitzerin des Hotel Collinetta ***Superior in Ascona-Moscia. Das Hotel liegt wunderschön gelegen, direkt am Lago Maggiore. Es erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit – auch bei den eigenen Versicherten, die von attraktiven Vergünstigungen profitieren und dieses Angebot gerne und rege nutzen. www.aquilana.ch

INFORMATION DEZEMBER 2015

Sarganserland im Fokus

Am Geschäftssitz in Mels arbeiten heute zwei Personen mit 1,3 Stellenprozenten. Das Tätigkeitsgebiet der Krankenkasse Stoffel beschränkt sich auf die Kantone St. Gallen, Graubünden und Glarus. Die Konzentration aufs Sarganserland und die damit verbundene persönliche Betreuung der Versicherten vor Ort zählt zu den Stärken der kleinen Krankenkasse. Durch die kleine und schlanke Organisation weist sie tiefe Verwaltungskosten aus und entlastet damit die Prämien ihrer Versicherten. Neben der Grundversicherung versichert die Krankenkasse Stoffel die Risiken aus der freiwilligen Taggeldversicherung KVG. Alternative Versicherungsmodelle wie ein Hausarztsystem bietet sie ebenfalls an. www.kkstoffel.ch

29


30

INFORMATIONEN UNSERER MITGLIEDER, KUNDEN UND PARTNER

rhenusana Wechsel in der Geschäftsführung Sepp Hutter hat das RVK-Mitglied rhenusana nach über dreissig Jahren als Geschäftsführer verlassen. Im Januar 2016 hat er eine neue Herausforderung als kaufmännischer Leiter einer Privatklinik in Niederuzwil angenommen. Neu leitet der St. Galler Betriebsökonom Guido Mitterer die Rheintaler Krankenversicherung. Sepp Hutter war massgeblich am Aufbau der rhenusana beteiligt. Er trat am 1. Januar 1986 die Stelle als Geschäftsführer der damaligen Betriebskrankenkasse der Leica Heerbrugg AG (BKK) an, aus der 2006 die rhenusana hervorging. Zu Beginn führte Sepp Hutter ein fünfköpfiges Team – heute beschäftigt die rhenusana über zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die über 10 000 Kunden betreuen.

Guido Mitterer hat am 1. Januar 2016 die Leitung der rhenusana übernommen. Der Betriebsökonom und Versicherungsspezialist war in den vergangenen sechs Jahren verantwortlich für die Entwicklung der Unternehmensversicherungen bei der Nationale Suisse (Helvetia). Der RVK wünscht ihm viel Erfolg bei der rhenusana und freut sich auf die Zusammenarbeit.

Sepp Hutter war über 14 Jahre als Vorstandsmitglied im RVK tätig – später auch als Verwaltungsratsmitglied der RVK Rück AG. Er hat die Neuausrichtung des RVK massgeblich mitgestaltet und mitgetragen und aktiv in Arbeitsgruppen mitgearbeitet. Der RVK dankt ihm an dieser Stelle für sein Engagement und wünscht ihm alles Gute für seine Zukunft.

DANIEL HERZOG Direktor Tel. 041 417 05 00 d.herzog@rvk.ch

DIE SCHWEIZ: Es gibt weltweit nur zwei Länder mit quadratischen Landesflaggen:

Die Schweiz und der Vatikan.

INFORMATION DEZEMBER 2015

istockphoto: ID 76929965 / marcoscisetti


INFORMATIONEN UNSERER MITGLIEDER, KUNDEN UND PARTNER

Alkoholpräventionskampagne BAG Wie viel ist zu viel? Ein Glas Wein zum Essen, ein Bier am Feierabend – die meisten Menschen in der Schweiz trinken Alkohol. Er ist in grossen Teilen der Gesellschaft ein akzeptiertes Genussmittel. Achtzig Prozent der Schweizer Bevölkerung trinken risikoarm. Rund ein Fünftel übertreibt es aber. Gelegentlich oder immer wieder. Dadurch entstehen Kosten zulasten der Wirtschaft und der Unternehmen, bei Polizei und Justiz, im Gesundheitswesen und somit auch bei den Krankenversicherern. 2008 hat der Bundesrat das «Nationale Programm Alkohol» lanciert, welches das Bundesamt für Gesundheit (BAG) umsetzt. Als eines der obersten Ziele sollen die sozialen Kosten durch Alkoholmissbrauch verringert werden. Das BAG hat 2014 die Studie «Alkoholbedingte Kosten in der Schweiz» veröffentlicht, um die breite Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Die Studie kommt zum Schluss, dass der Alkoholmissbrauch die Gesellschaft jährlich 4,2 Milliarden Franken kostet. Achtzig Prozent dieser Kosten (3,4 Milliarden Franken) trägt die Wirtschaft. Im Gesundheitswesen sind es 613 Millionen Franken. Es handelt sich dabei um Ausgaben für die Behandlung von alkoholbedingten Krankheiten, nach Unfällen und von Verletzungen. Stationäre Behandlungsmethoden (405 Millionen Franken) wie Akutsomatik oder Psychiatrie verursachen fast doppelt so hohe Kosten wie die ambulanten (208 Millionen Franken). Besonders teuer ist die Behandlung von neuropsychiatrischen Störungen wie dem Alkoholentzugssyndrom oder Verhaltensstörungen, die durch Alkoholmissbrauch ausgelöst werden. Diese Störungen machen zusammen mit den Kosten infolge von Unfällen beziehungsweise Verletzungen rund drei Viertel der alkoholbedingten Kosten im Gesundheitswesen aus. Spielerische Kampagnenwebsite Mit einer breit angelegten Alkoholpräventionskampagne möchte das BAG in den Jahren 2015 bis 2017 die breite Bevölkerung für die Risiken sensibilisieren, die der problematische Alkoholkonsum mit sich bringen kann. Die Schweizerinnen und Schweizer sollen animiert werden, ihren Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen und sich selbst regelmässig die Frage zu stellen: «Wie viel ist zu viel?»

INFORMATION DEZEMBER 2015

Das BAG hat dazu die Website www.alcohol-facts.ch lanciert, auf der das Thema spielerisch und humorvoll präsentiert wird. Sie informiert über Wirkungen und Nebenwirkungen des Alkoholkonsums. Ein spielerisches Quiz dient als Eingangsportal zu vertieften Informationen, unterteilt in verschiedene Kategorien. Versicherte informieren Die Versicherten können animiert werden, über ihren eigenen Alkoholkonsum nachzudenken. Das BAG stellt den Krankenversicherern dazu verschiedene Instrumente kostenlos zur Verfügung. Die Links finden Sie auf der RVK-Website unter www.rvk.ch/alkoholpraevention. MARTINA RUOSS Leiterin Unternehmenskommunikation Tel. 041 417 05 73 m.ruoss@rvk.ch

31


32

Agenda 2016 Januar

13./14.

Mi/Do

Grundkurs 1

Luzern

20.

Mi

Fachkurs «Psychische Krankheitsbilder I»

Luzern

26.

Di

Fachkurs «Hilfspersonen VAD»

Luzern

28.

Do

treffPUNKT «KVG»

Zürich

10./11.

Mi/Do

Grundkurs 2

Luzern

16.

Di

Prüfungstraining mündlich Krankenversicherungsfachleute

Luzern

18.

Do

Prüfungstraining mündlich Krankenversicherungsfachleute

Zürich

März

8./9.

Di/Mi

Grundkurs 1

Luzern

April

12./13.

Di/Mi

9. RVK-Frühlingstagung

Nottwil

28.

Do

RVK-Forum «Vertrauensarzt – Richter in Weiss?»

Luzern

3./4.

Di/Mi

Fachkurs «Medizinische Kenntnisse»

Luzern

24./25.

Di/Mi

Grundkurs 1

Luzern

1.

Mi

Fachkurs «Zahnmedizin»

Luzern

7./14.

Di

Fachkurs «Krankentaggeld»

Luzern

9./10.

Do/Fr

RVK-ImPuls – Treffen. Erfahren. Austauschen.

Luzern

10.

Fr

Delegiertenversammlung RVK / Generalversammlung RVK Rück AG

Luzern

21./22.

Di/Mi

Grundkurs 2

Luzern

August

23./24.

Di/Mi

Grundkurs 1

Luzern

September

21./22.

Mi/Do

Grundkurs 2

Luzern

28.

Mi

Fachkurs «Psychische Krankheitsbilder 11»

Luzern

Oktober

26.

Mi

Fachkurs «Inkasso»

Luzern

November

15./16.

Di/Mi

Grundkurs 1

Luzern

Dezember

6./7.

Di/Mi

Grundkurs 2

Luzern

Februar

Mai

Juni

Sessionen 2016 Frühling

29. Februar bis 18. März 2016

Bern

Sommer

30. Mai bis 17. Juni 2016

Bern

Herbst

12. September bis 30. September 2016

Bern

Winter

28. November bis 16. Dezember 2016

Bern


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
INFORMATION DEZEMBER by RVK Dienstleistungszentrum - Issuu