April 2020
Das Magazin fĂźr Mitglieder, Kunden und Partner
4 Gesundheitspolitik aus Parlament und Bundesrat
8 Verband Entwicklung bei den RVK-Versicherten stabil
11 sodalis gesundheitsgruppe Wechsel in der Geschäftsleitung
Inhalt Gesundheitspolitik 4 BERICHT AUS BERN Parlament, Bundesrat, EDI, BAG
Informationen des RVK 8 VERBAND Entwicklung bei den RVK-Versicherten stabil 9 NEUES VON DER RVK-CREW Neueintritte und Dienstjubiläen
Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner 11 SODALIS Wechsel in der Geschäftsleitung
Agenda 12 TERMINE Veranstaltungen und Sessionen
Impressum
Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich. Herausgeber / Redaktion RVK – Dienstleistungen und Versicherungen für den Gesundheitsmarkt Haldenstrasse 25 / 6006 Luzern / 041 417 05 00 / www.rvk.ch / info@rvk.ch Titelbild iStock photo
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Liebe Mitglieder Sehr geehrte Damen und Herren Seinen Ursprung hat die Coronavirus-Pandemie in der zentralchinesischen Stadt Wuhan. Trotz Abriegelung grosser Millionenstädte und der Lahmlegung des öffentlichen Lebens breitete sich das Virus weltweit aus. Italien wurde besonders hart getroffen und die Regierung rief rasch den Notstand aus. Unser Bundesrat stufte erst die Situation in der Schweiz als «besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz ein, musste aber am 16. März 2020 auch den Notstand ausrufen. Neben dem menschlichen Leid und den gesundheitlichen Folgen dürften die wirtschaftlichen Auswirkungen immens sein. Lieferketten im In- und Ausland sind gestört oder unterbrochen. Läden, Restaurant und Sportzentren mussten schliessen, Messen, Sportveranstaltungen sowie Ferienund Geschäftsreisen wurden abgesagt und Tourismusströme versiegten.
«Jeder ist aber auch persönlich gefordert, eigenverantwortlich zu handeln und vorzusorgen. Bleiben Sie gesund und halten Sie die Regeln des BAG ein.»
Die aktuelle Krise zeigt deutlich auf, die Globalisierung hat nicht nur Chancen, sondern ebenso hohe Risiken. Nicht nur erwünschte, sondern auch schädliche Wirkungen breiten sich in Windeseile weltweit aus und machen nicht an Landesgrenzen halt. In der Problembehandlung sind die Länder aber wieder weitgehend auf sich allein gestellt. Selbst befreundete Staaten unterstützen sich in Notsituationen kaum, wie aktuelle Beispiele zeigen. Das Schweizer Gesundheitswesen war und ist im Bereich der Medikamente und Medizinalgüter vor allem von China und Indien abhängig. Schon vor der Krise gab es Lieferengpässe bei verschiedenen Medikamenten und Impfstoffen, das dürfte sich jetzt noch verstärken. Welche Schlüsse ziehen wir aus der Krise? Verbessern wir zügig die erkannten Schwachstellen, machen uns unabhängiger von einzelnen Lieferanten und sorgen vermehrt gegen Epidemien und Pandemien vor? Tragen wir Sorge zu unserem qualitativ hochstehenden Gesundheitswesen und unseren Institutionen und verbessern sie laufend? Funktionierende Institutionen sind Garanten, um situationsgerecht und schnell adäquate Antworten auf solche Krisen zu finden. Jeder ist aber auch persönlich gefordert, eigenverantwortlich zu handeln und vorzusorgen. Freundliche Grüsse, Ihr
Peter Hegglin, Ständerat Präsident RVK und RVK Rück AG
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Gesundheitspolitik
Aus dem Parlament Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 21. Dezember 2019 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert.
AUS DEM NATIONALRAT KVG. Zulassung von Leistungserbringern
Versicherungsvertragsgesetz (VVG)
Beim Nationalrat ging es um die zweite Differenzbereini- Der Nationalrat hat sich am 10. März 2020 in der zweiten Difgungsrunde. Einige Differenzen zum Ständerat konnten aus- ferenzbereinigungsrunde mehrheitlich den Beschlüssen des geräumt werden. Andere, insbesondere für die Krankenversi- Ständerates angeschlossen. Das heisst: cherer wichtige Differenzen, bleiben aber bestehen. Es sind −− Nachhaftung in der Krankenzusatzversicherung; Der Rat dies: übernimmt den Beschluss des Ständerates. Damit bleibt −− Im Gegensatz zum Ständerat hat der Nationalrat bees dabei, dass die Versicherungsunternehmen nach Verschlossen daran festzuhalten, dass den Versicherern ein tragsende nicht mehr haften müssen, auch wenn das RiBeschwerderecht gegen kantonale Erlasse zur Zulassiko während der Vertragslaufzeit aufgetreten ist, aber sungssteuerung zukommen soll. noch keine Leistungen fällig wurden. Bundesrat Maurer −− Auch die Kontrolle der Wirtschaftlichkeit und Qualität soll sprach sich bei den Verhandlungen für den Antrag der den Versicherer obliegen, nachdem der Kanton einen Minderheit aus, die verlangte, dass in diesen Fällen die Leistungserbringer zugelassen hat. Der Ständerat will Versicherer bis zu fünf Jahre über das Vertragsende hinauch die Kontrolle der Wirtschaftlichkeit und Qualität bei aus leistungspflichtig sind. den Kantonen ansiedeln. −− Kündigungsrecht bei Verletzung der Informationspflicht; −− Gemäss Nationalrat sollen die Krankenversicherer der Auch hier folgte der Rat dem Ständerat. Demnach kann Aufsichtsbehörde in begründeten Fällen den Entzug der eine Kündigung innert vier Wochen ab Kenntnis der VerZulassung beantragen können. Der Ständerat lehnt dies letzung erfolgen unbekümmert darum, wie lange der Verab. trag bereits gedauert hat. Das entspricht der bisherigen Regelung. Der Nationalrat wollte die Vorlage mit der Gesetzesänderung betreffend die einheitliche Finanzierung der ambulanten und In einem Punkt hat der Nationalrat an seinem bisherigen Bestationären Behandlungskosten verknüpfen, was beim Stän- schluss festgehalten. Es geht dabei darum, dass der Geschäderat auf heftigen Widerstand stiess. Der Nationalrat ist da- digte unter gewissen Umständen ein direktes Forderungsrum von dieser Verknüpfung abgekommen. Dies vor allem mit recht gegenüber dem Versicherungsunternehmen hat und der Begründung, dass sonst die Kantone Widerstand gegen nicht nur gegenüber dem Schadenverursacher. Mit dieser die Zulassungsvorlage leisten würden und sich dadurch Ver- Differenz geht die Vorlage nochmals zurück an den Ständerat. zögerungen ergeben. Die Vorlage geht nun wieder zurück an den Ständerat.
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Gesundheitspolitik
AUS DEM STÄNDERAT Versicherungsvertragsgesetz (VVG) Der Nationalrat hat in der Wintersession 2019 gegenüber den Beschlüssen des Ständerates verschiedene Differenzen geschaffen. Mit diesen hatte sich in der laufenden Session der Ständerat am 3. März 2020 auseinandergesetzt. In vier Punkten ist er dabei den Beschlüssen des Nationalrates gefolgt und in vier Punkten hat er an seinen Beschlüssen festgehalten. Für die Krankenversicherungsbranche von Interesse sind folgende Differenzbereinigungs-Beschlüsse: −− Nachhaftung in der Krankenversicherungszusatzversicherung; Gemäss Beschluss des Nationalrates können Ansprüche bis zu fünf Jahren nach Vertragsende geltend gemacht werden, wenn sich die versicherte Gefahr noch während der Laufzeit des Vertrages verwirklicht, der daraus entstehende Schaden aber erst nach Beendigung des Vertrages eintritt. Der Ständerat will keine solche Bestimmung. −− Obligatorische Haftpflichtversicherungen; Der Beschluss des Nationalrates sieht vor, dass bei obligatorischen Haftpflichtversicherungen gegenüber der geschädigten Person keine Einwände – zum Beispiel, weil der haftpflichtige Arzt die Prämien nicht bezahlt hat – geltend gemacht werden können. Der Ständerat hat den Beschluss des Nationalrates übernommen. −− Kündigungsrecht bei Verletzung der Informationspflicht; Der Ständerat hat an seinem Beschluss gemäss bisherigem Recht festgehalten, wonach ein Vertrag innert vier Wochen nach Kenntnis der Vertragsverletzung gekündigt werden kann, unbekümmert darum, wie lange der Vertrag bereits gedauert hat. Der Nationalrat will eine Kündigung nur in den ersten zwei Jahren zulassen. −− Mit Beschluss vom 10. März 2020 hat der Nationalrat daran festgehalten, dass der Geschädigte auch ein direktes Forderungsrecht gegenüber dem Haftpflichtversicherer haben soll. Der Ständerat hat sich in der letzten Differenzbereinigungsrunde diesem Beschluss angeschlossen, sodass die Vorlage für die Schlussabstimmung bereit ist.
Mitsprache und Mitbestimmung der Krankenversicherer bei kantonalen Spital- und Pflegeheimlisten Motion SGK-NR Mit der Motion verlangt die Kommission, Artikel 53 KVG betreffend die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht mit einem Absatz 3 zu ergänzen. Damit sollen die Krankenversicherer zur Beschwerde gegen Beschlüsse der Kantonsregierungen nach Artikel 39 KVG betreffend Zulassung von Spitälern und Pflegeheimen legitimiert werden. Der Nationalrat hat der Motion in der Herbstsession 2018 zugestimmt. Die vorberatende Kommission, wie auch der Bundesrat, haben dem Rat beantragt, die Motion abzulehnen. Begründet wird diese Ablehnung damit, dass die Forderung in das erste Kostendämpfungspaket des Bundesrates, das demnächst vom Parlament behandelt wird, aufgenommen wurde. Der Rat hat die Motion diskussionslos abgelehnt.
Zeitgemässer elektronischer Datenaustausch zwischen Gemeinden und Krankenversichern Motion Brand Heinz NR
& Wohnsitzfrage, Krankenkassenprämien und stationäre Anteile der Kantone. Weniger Bürokratie weniger Fehler Motion Hess Lorenz NR Die Motion Brand verlangt eine Änderung des KVG, beziehungsweise des ATSG, damit die Kontrolle der Versicherungspflicht durch die Kantone (Art. 6 Abs. 1 KVG) erleichtert wird. Die Einwohnerdienste der Gemeinden sollen unter anderem mit elektronischen Abfragen bei den Krankenversicherern beziehungsweise ihren Verbänden überprüfen können, ob eine Person gültig versichert ist oder nicht. Mit der Motion Hess wird der Bundesrat gebeten, den elektronischen Ausgleich zwischen den Kantonen und den Krankenversicherern beziehungsweise ihren Verbänden derart zu erleichtern, dass bezüglich Versicherungspflicht, Wohnsitzfragen, stationären Anteilen, Doppelversicherungen und korrekte Prämienberechnung möglichst tagesaktuell korrekte Entscheide gefällt werden können. Der Nationalrat hat beide Motionen angenommen. Auch der Bundesrat hat für beide Annahme beantragt. Die vorberatende Kommission hat beide Motionen zusammen beraten, weil sie mehrheitlich die gleichen Anliegen vertreten und empfohlen, diese anzunehmen. Der Rat hat beide Motionen diskussionslos angenommen.
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Gesundheitspolitik
Transparenz bei Entschädigungen und Honoraren für Ärzte und Ärztinnen in leitender Funktion
Abbilden der Leistungen der Apotheker zur Qualitätssicherung und Kostendämpfung im Krankenversicherungsgesetz
Motion Heim NR Mit der Motion wird der Bundesrat eingeladen, die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, damit Listen- und Vertragsspitäler im stationären und ambulanten Bereich zur Vergütungstransparenz verpflichtet werden. Der Nationalrat hat – nach einigem Hin- und Her (Diskussion verschoben, Diskussion verschoben!) – der Motion in der Frühjahrssession zugestimmt. Auch der Bundesrat hat Annahme der Motion beantragt. Die vorberatende Kommission hat ohne Gegenstimme Zustimmung beantragt. Der Rat hat positiv zur Kenntnis genommen, dass der Bundesrat in der verlangten Richtung bereits aktiv geworden und eine entsprechende Verordnung in die Vernehmlassung geschickt hat. Der Motion hat er ohne Diskussion zugestimmt.
Motion Humbel Ruth NR Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, die neu den Apotheken übertragenen Leistungen der Grundversicherung, welche zur Kostendämpfung und Qualitätssicherung beitragen, im KVG abzubilden, damit die Leistungen in einem Tarifvertrag zwischen Apotheken und Krankenversicherern geregelt werden können. Der Nationalrat hat die Motion in der Wintersession 2018 angenommen. Auch der Bundesrat hat Annahme der Motion beantragt. Ohne Diskussion hat der Ständerat Annahme der Motion beschlossen.
KVG. Zulassung von Leistungserbringern In der zweiten Differenzbereinigungsrunde hat der Rat folgende Beschlüsse gefasst: −− Er hat sich dem Beschluss des Nationalrates angeschlossen, wonach den Versicherern in begründeten Fällen das Recht zustehen soll, der Aufsichtsbehörde den Entzug der Zulassung eines Leistungserbringers zu beantragen. −− Bezüglich Kontrolle der Wirtschaftlichkeit und Qualität hat der Rat den Beschluss des Nationalrates übernommen. Demnach sollen die Krankenversicherer für diesen Bereich zuständig sein. −− Auf einstimmigen Antrag der vorberatenden Kommission hat der Rat beschlossen, an seinem früheren Beschluss festzuhalten, dass den Versicherern kein Beschwerderecht gegen kantonale Erlasse über die Festlegung und Berechnung der Höchstzahlen zusteht. Mit dieser einzigen noch bestehenden Differenz geht das Geschäft nun in die Einigungskonferenz.
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Anbau und Export von medizinischem Cannabis Motion Markwalder Christa NR
Ärztliche Abgabe von Cannabis an Chronischkranke. Tiefere Gesundheitskosten und weniger Bürokratie Motion SGK-NR Die beiden Motionen wurden vom Rat in einem Durchgang behandelt. Mit der Motion Markwalder wird der Bundesrat beauftragt, zu prüfen, wie im Rahmen der geltenden Gesetzgebung Gesuche zum Export von medizinisch genutztem Cannabis oder Cannabiszubereitungen bewilligt werden können. Sollten solche Gesuche nicht bewilligungsfähig sein, wird der Bundesrat beauftragt, dem Parlament schnellstmöglich eine entsprechende Änderung des Betäubungsmittelgesetzes vorzulegen, die es erlaubt, Cannabis zu medizinischen Zwecken anzubauen und medizinisches Cannabis und medizinische Cannabiszubereitungen zu exportieren. Mit der Kommissionsmotion wird der Bundesrat beauftragt, die gesetzlichen Grundlagen dahingehend anzupassen, dass Medizinalcannabis an Chronischkranke durch ärztliche Verordnungen abgegeben werden kann. Die sofortige Vereinfachung in Analogie zu den Nachbarländern soll wissenschaftlich begleitet werden. Die Forderungen der beiden Motionen sind bereits in der Umsetzung inbegriffen, in dem eine entsprechende Gesetzesänderung in Vorbereitung ist. Der Bundessrat hat diese in die Vernehmlassung geschickt, die am 17. Oktober 2019 endete. Vorgesehen ist, dass die Gesetzesvorlage im Frühsommer 2020 den eidgenössischen Räten zugeleitet wird. Bundesrat und vorberatende Kommission haben Annahme der beiden Motionen beantragt. In diesem Sinne hat der Rat dann auch entschieden. Mit der Cannabisverabreichung kommt wohl ein weiterer Kostenfaktor auf die Krankenversicherer zu.
Gesundheitspolitik
BUNDESRAT/EDI/BAG UMFELD Physiotherapie und Psychologie Für beide Leistungsbereiche beabsichtigt der Bundesrat Neuerungen, die auf jeden Fall zu Mehrkosten führen werden. Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen wollen, dass sie selbstständig, das heisst ohne ärztliche Verordnung, tätig sein und auch direkt Rechnung stellen können. Gemäss dem Verband der Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen würde ein Direktzugang – neben einer Aufwertung des Berufes – zu Kosteneinsparungen führen, weil so viele Arztkonsultationen vermieden werden könnten. Diese Argumentation muss bezweifelt werden. Einerseits werden wohl sehr bald Tariferhöhungen verlangt und anderseits ist doch sehr zu befürchten, dass eine Ausweitung der Behandlungen erfolgen wird, wenn die Leistungserbringer selber bestimmen können, ob und wie lange ein Patient behandelt werden muss. Bei der Psychologie ist die Ausgangslage ähnlich. Bekanntlich werden bisher Leistungen von Psychologen und Psychologinnen nur durch die Krankenversicherung bezahlt, wenn diese von einem Psychiater angestellt sind. Neu sollen die Psychologen und Psychologinnen selbständig tätig werden. Auch hier besteht die Gefahr, dass psychologische Behandlungen stark zunehmen (in Amerika haben viele Einwohner einen festen psychologischen Berater). Zudem sehen die Psychologen und Psychologinnen bereits namhafte Tariferhöhungen im Rahmen von rund fünfzig Franken. Geplant ist nun, dass in zwei Regionen der Schweiz Pilotversuche gestartet werden, die zeigen sollen, ob sich die Ablösung von der Abhängigkeit der Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen von den Psychiatern bewährt und dadurch nicht starke Kostenerhöhungen folgen.
Boni in Spitälern In den Spitälern ist es weit verbreitet, dass leitende Ärzte und Ärztinnen einen Bonus erhalten, wenn zum Beispiel mehr Operationen durchgeführt wurden, als budgetiert. Diesem Umstand will nun der Bundesrat einen Riegel schieben. Zwar will oder kann er den Spitälern nicht verbieten, entsprechende Boni auszurichten. Er sieht aber vor, dass Spitälern mit entsprechenden Boni-Lösungen keinen Leistungsauftrag mehr erhalten. Dies wird sich wohl kein Spital leisten können. Die entsprechende Vorlage hat der Bundesrat in die Vernehmlassung geschickt, die bis im Mai 2020 dauert.
Prämienrabatte in den Krankenzusatzversicherungen Gemäss einem Urteil des Bundesgerichtes gegen die Krankenkasse Helsana soll es den Krankenversicherern nicht mehr freigestellt sein, in welcher Höhe sie in der Krankenzusatzversicherung bei Kollektivversicherungen Rabatte gewähren. Anscheinend wurden bisher vereinzelt Rabatte bis zu 50 Prozent gewährt. Kollektivverträge werden bekanntlich primär mit Firmen, Vereinen und Verbänden abgeschlossen. Begründet wird das Urteil damit, dass insbesondere ältere und chronischkranke Einzelversicherte benachteiligt werden.
Telemedizin Die Telemedizin macht einen Schritt vorwärts. Die Swica stellt in einem ersten Schritt einem ausgewählten Versichertenkreis 2000 Geräte zur Verfügung, die sie zusammen mit einer App von zu Hause aus nutzen können. Die Bilder und Videos werden dann an Ärzte im Telemedizin-Zentrum übertragen. In vielen Fällen sollen so Konsultationen in einer Arztpraxis verhindert werden können. Nun wollen auch weitere Versicherer solche Geräte anschaffen. Die Rede ist im Moment von CSS, Sanitas und ÖKK.
Werbung und Werbeprovisionen Wieder einmal! Hält die neue Vereinbarung der Krankenversicherer dieses Mal? Die Frage stellt sich, nachdem wieder nicht alle Krankenversicherer mitmachen, darunter auch die Krankenkasse SANITAS.
SCHLUSSBEMERKUNGEN zur Frühjahrssession Nachdem die Session nach zwei Wochen abgebrochen wurde, konnten zwei für die Krankenversicherung wichtige Geschäfte, die im Übrigen das Parlament schon seit Jahren beschäftigt haben, nicht beraten werden. Entsprechend können die betreffenden Gesetzesbestimmungen auch nicht in Kraft gesetzt werden. Es betrifft dies −− die Änderungen des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG); −− die Zulassung von Leistungserbringern.
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Informationen des RVK
Verband ENTWICKLUNG BEI DEN RVKVERSICHERTEN STABIL Die aktuellen Versichertenbestände bei den RVK-Mitgliedern per 1. Januar 2020 zeigen: Die kleinen und mittleren Krankenversicherer konnten ihre Kundenbasis verteidigen bzw. leicht ausbauen.
Die Versichertenbestände in der Grundversicherung sind um knapp 0,7 Prozent gestiegen. So schätzen neu 692 000 Kundinnen und Kunden der 24 RVK-Mitglieder die zahlreichen Vorteile kleinen und mittleren Krankenversicherer (Vorjahr 688 000). Diese Entwicklung zeigt, dass sich die kleinen und mittleren Krankenversicherer erfolgreich im Markt behaupten und eine attraktive Alternative zu den grossen Versicherern darstellen. Daniel Herzog, Direktor 041 417 05 00, d.herzog@rvk.ch
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Delegierten- und Generalversammlung 2020 Die Jahresversammlungen des Verbandes und der RVK Rück AG finden am 26. Juni 2020 im Hotel Radisson Blu in Luzern statt. Im Vorstand und Verwaltungsrat stehen dieses Jahr Ersatzwahlen an. Aufgrund des Rücktritts von Robert Kalbermatten, sodalis Gesundheitsgruppe, ist eine Vakanz neu zu besetzen. Die Mitglieder erhalten Ende Mai 2020 die Einladung und weitere Informationen zu den beiden Jahresversammlungen.
Informationen des RVK
Neues von der RVK-Crew NEUEINTRITTE UND DIENSTJUBILÄEN
Neueintritte Am 1. November 2019 hat Daniel Fronterotta die Arbeit als Fachspezialist Medizinische Kodierung im DRG-Team aufgenommen. Daniel Fronterotta hat das Medizinstudium an der Universität Basel abgeschlossen und den Eidgenössischen Fachausweis als Medizinischer Kodierer erworben. Zudem bringt er fundierte Berufserfahrungen in der Inneren Medizin, in der Psychiatrie sowie in der Codierung mit, gepaart mit den entsprechenden Weiterbildungen, welche er in diversen Spitälern in der Deutschschweiz (Basel, Luzern, Zug und Solothurn) absolviert hat. Norica Müller-Bösener ist am 4. Dezember 2019 als Direktionsassistentin eingetreten. Sie verfügt über eine Berufsausbildung als Notarfachangestellte des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft in Dresden sowie über ein Zertifikat als Personalassistentin. Norica Müller-Bösener bringt mehrjährige Berufserfahrung als Geschäftsleitungsassistentin sowie Personal- und Office-Managerin in mittelständischen Unternehmen in Deutschland und der Schweiz mit.
Zu guter Letzt konnten wir Dr. med. Andreas Scheiwiller als Vertrauensarzt ab dem 1. Januar 2020 für den RVK gewinnen. Andreas Scheiwiller hat an der Universität Zürich Betriebswirtschaft und Humanmedizin studiert. Anschliessend hat er an der Medizinischen Fakultät Zürich das Staatsexamen abgeschlossen. An der Universität Bern hat er den Doktortitel der Medizin erworben und sich zum Facharzt FMH der Allgemeinen Inneren Medizin sowie der Arbeitsmedizin weitergebildet. Des Weiteren verfügt er über einen Master of Advanced Studies MAS in Arbeit und Gesundheit der ETH Zürich/ Uni Lausanne sowie über das Diplom Vertrauensarzt SGV. Andreas Scheiwiller bringt mehrjährige Berufserfahrung als Arzt in verschiedenen Spitälern sowie als Betriebsarzt bei verschiedenen Grossunternehmen mit. Ab dem 1. April 2020 übernimmt Andreas Scheiwiller die Leitung des Vertrauensärztlichen Dienstes von Dr. med. Peter Graf, welcher per Ende März als Mitarbeiter aus dem RVK austritt und uns als Vertrauensarzt auf Mandatsbasis erhalten bleibt. Wir gratulieren Andreas Scheiwiller zur Beförderung und freuen uns, weiterhin auf Peter Grafs Unterstützung zählen zu dürfen. Wir freuen uns über diese Neuzugänge und wünschen ihnen weiterhin Freude und Erfolg in ihren Tätigkeiten beim RVK.
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Informationen des RVK
Dienstjubiläen Am 1. März 2020 feierte Marco Fäh sein 15-Jahr-Dienstjubiläum. Im Jahr 2005 trat er seine Stelle als Leiter Weiterbildung und Events an. Diese Zeit war von einer Aufbauphase für die Bildungsanliegen der Verbandsmitglieder geprägt. Seine zugängliche und kundenorientierte Art öffneten ihm viele Türen und bildeten den Nährboden für einen erfolgreichen Ausbau. In dieser Phase war es Marco Fäh auch wichtig, sich selber weiterzubilden. So schloss er die anspruchsvolle Weiterbildung in Social Insurance Management mit einem Master of Advanced Studies ab. Marco Fäh erlebte auch die Konsolidierungsphase unter den Verbandsmitgliedern hautnah mit. Die darauffolgende Vorwärtsstrategie war die Grundlage für die Weiterentwicklung der Bildungsabteilung zu einem respektablen Anbieter von Fachkursen und Fachtagungen für die Zielgruppen Krankenversicherungen, Sozial- und Privatversicherungen sowie Leistungserbringer.
Am 1. April 2020 feiert Evelyne Steimann-Rast ihr 10-Jahr-Dienstjubiläum. Sie ist als Assistentin Versicherungen seit dem 1. April 2010 für den RVK tätig. Ihre Hauptaufgaben sind die Risikoprüfung und die Leistungsabrechnung der vermittelten Zahnversicherungen. Darüber hinaus nimmt sie verschiedene unterstützende Aufgaben und Stellvertretungen wahr, so bei der KTI-Versicherung und bei unserem ERP-System. Sie ist immer offen für neue Aufgaben und übernahm beispielsweise temporär die Datenverarbeitung im Hausarztsystem. Evelyne Steimann ist eine grosse Stütze für den Bereich Versicherungen. Sie arbeitet engagiert, denkt mit und übernimmt Verantwortung. Für ihre hilfsbereite Wesensart wird sie von Kolleginnen und Kollegen wie auch von Kunden sehr geschätzt. Wir bedanken uns bei unseren Jubilaren insbesondere für ihre langjährige Treue und für ihr Engagement und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Alexander Kobel, Leiter Finanzen & Personal 041 417 05 50, a.kobel@rvk.ch
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Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner
sodalis gesundheitsgruppe WECHSEL IN DER GESCHÄFTSLEITUNG
Nachdem Robert Kalbermatten per 1. Januar 2020 als Geschäftsführer zurückgetreten ist und Matteo Kalbermatten seine Nachfolge angetreten hat, stellt die sodalis gesundheitsgruppe ihre neue Geschäftsleitung vor. Seit Anfang 2020 hat die sodalis gesundheitsgruppe einen neuen Geschäftsführer. In der Oktober-Ausgabe 2019 der INFORMATION hat der RVK bereits ausführlich über Matteo Kalbermatten informiert. Neben ihm gehört nun Simone Minnig, die bis anhin die Stelle Business Support innehatte, als Leiterin Finanzen neu zur Geschäftsleitung. Die restliche Geschäftsleitung bilden die bestehenden Mitglieder. Sie setzt sich aktuell wie folgt zusammen:
Robert Kalbermatten bleibt noch bis Ende Juli 2020 im Unternehmen und unterstützt die Geschäftsleitung als Business Support. Danach wird er seine wohlverdiente Pension antreten und die freie Zeit vermehrt seinen zahlreichen Hobbys widmen.
www.sodalis.ch
−− Matteo Kalbermatten: Geschäftsführer und Leiter Marketing, Personal, IT −− Simone Minnig: Leiterin Finanzen −− Andreas Zeiter: Leiter Leistungen, Stv. Geschäftsführer −− Christian Burri: Leiter Verkauf und Kundendienst
WECHSEL IN DER GESCHÄFTSLEITUNG Die neue Geschäftsleitung der sodalis gesundheitsgruppe: Christian Burri, Andreas Zeiter, Simone Minnig und Matteo Kalbermatten (von links).
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Agenda 2020 Veranstaltungen April
Fachkurs «Medizinische Kenntnisse»
ab 29.
Luzern
Mai
Krankenversicherung Grundlagen 1
26./27.
Luzern
Fachkurs «Zahnmedizin nach KVG/VVG»
28.
Luzern
Krankenversicherung Grundlagen 2
16./17.
Luzern
Basiskurs «Kranken- und Unfallversicherung für medizinisches Praxispersonal»
18.
Luzern
RVK-ImPuls – Kunden- und Partnerevent
25.
Luzern
Delegiertenversammlung RVK/Generalversammlung RVK Rück AG
26.
Luzern
Basiskurs «Kranken- und Unfallversicherung für medizinisches Praxispersonal»
20.
Bern
Krankenversicherung Grundlagen 1
26./27.
Luzern
Fachkurs «Psychische Krankheitsbilder 2»
2.
Luzern
Basiskurs «Kranken- und Unfallversicherung für Spital-/Klinikpersonal»
3.
Luzern
Fachkurs «SwissDRG Grundlagen»
8.
Luzern
Fachkurs «Vertiefung Leistungen ambulant»
10.
Luzern
Krankenversicherung Grundlagen 2
16./17.
Luzern
Basiskurs «Kranken- und Unfallversicherung für medizinisches Praxispersonal»
24.
Zürich
Juni
August
September
Diese Veranstaltungen (Stand 24. März 2020 und vorbehältlich der weiteren Entwicklungen) werden stattfinden.
Sessionen Sommer
2. bis 19. Juni
Bern
Herbst
7. bis 25. September
Bern
Winter
30. November bis 18. Dezember
Bern