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INFORMATION April 2016

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DAS MAGAZIN FÜR MITGLIEDER, KUNDEN UND PARTNER

INFORMATION April 2016

Gesundheitspolitik

Vorläufiger Boxenstopp bei der Streichung von Franchisenstufen | 8

Ver trauensarzt – Richter in Weiss?

RVK-Forum 2016 verspricht kontroverse Diskussionen | 12

DRG-Rechnungsprüfung

Unfallversicherer lassen Spitalrechnungen vermehrt kontrollieren | 15

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Inhalt

Gesundheitspolitik 5 Bericht aus Bern: 10 Gesundheit2020:

Parlament, Bundesrat, EDI, BAG Alle Beteiligten sind gefordert

Informationen des RVK 12 13 13 14 15 16 17 18 21 22

RVK-Forum: Verband: Verband: Personenzusatzversicherungen: DRG-Prüfsprüfung: Kundenzeitschrift SICHER: treffPUNKT «KVG»: RVK-intern: RVK-Bildungsangebote: RVK-intern:

Vertrauensarzt – Richter in Weiss? Voranzeige RVK-ImPuls RVK-Mitgliederzahl wächst solide UTI – ein Verkaufsschlager Auch für Unfallversicherer sinnvoll Spannende Frühlingsausgabe Spannender Anlass zu aktuellen Themen Neues CRM eingeführt Neue Kurse im Angebot Pensionierung Alex Schmitt

Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Par tner 23 RVK-Mitglieder:

Kurz vorgestellt

Agenda 24 Termine 2016:

IMPRESSUM Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich. HERAUSGEBER, REDAKTION RVK – Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer ADRESSE RVK Haldenstrasse 25, 6006 Luzern Telefon 041 417 05 00 E-Mail info@rvk.ch www.rvk.ch BILDER Die Bilder der vorliegenden Ausgabe sind Impressionen zum Thema DER MENSCHLICHE KÖRPER. Bildquelle Titelseite istockphoto: Andrzej Burak

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Agenda und Sessionsdaten


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EDITORIAL

Liebe Mitglieder Sehr geehr te Damen und Herren Bereits ist das erste Quartal des neuen Jahres wieder Geschichte. Die Jahresbzw. Lageberichte sind geschrieben, die Abschlüsse gemacht und die Revisionen wohl bei den meisten abgeschlossen. Der Blick richtet sich bereits wieder nach vorne und schon bald beginnt die Budgetierung für 2017 unter erneut veränderten Rahmenbedingungen. Diesbezügliche Stichworte sind sicherlich die KVAV und der erneut verfeinerte Risikoausgleich. Seitens RVK haben wir mit Genugtuung festgestellt, dass die Zahl der Versicherten bei den kleinen und mittleren Krankenversicherern mit einer leichten Zunahme von einem halben Prozent sehr stabil und der Beliebtheitsgrad bei den Versicherten nach wie vor ungebrochen ist. Das sind Messwerte, die auf Kundenfreundlichkeit und qualitativ gute Arbeit schliessen lassen. Ich gratuliere den RVK-Versicherern dazu und bin überzeugt, dass diese Erfolgsgeschichte auch 2016 fortgeschrieben wird. Auch der RVK als Verband blickt in die unmittelbare Zukunft. Das RVK-Forum vom 28.  April 2016 in Luzern zum Thema «Vertrauensarzt – Richter in Weiss?» steht kurz bevor. Am 9./10. Juni 2016 steht im Zusammenhang mit der jährlichen Delegiertenversammlung der RVK-ImPuls im Fokus: Die Veranstaltung thematisiert Entwicklungen und Kosten im Bereich der Altenpflege. An der Delegiertenversammlung des RVK Mitte Juni werden nach 2013 wiederum Vorstandswahlen durchgeführt. Zwei Vorstandsmitglieder sind aus den jeweiligen Unternehmen ausgetreten – ihre Sitze im RVK-Vorstand sind deshalb neu zu besetzen. Sind Sie interessiert? Ich freue mich auf Ihre Kandidatur, die ich im Namen des Vorstandes gerne bis zum 10.  April 2016 entgegennehme. Mit freundlichen Grüssen, Ihr

Charles Giroud Präsident

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«Die Versichertenzahlen der RVK-Mitglieder sind sehr stabil.»


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Gesundheitspolitik Das Wichtigste in Kürze Seite 5

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Revision Heilmittelgesetz: letzte Hürde genommen Die Revision dieser Gesetzesvorlage erwies sich als Zangengeburt! Mehr oder weniger stark davon betroffen sind verschiedene Akteure mit gegensätzlichen Interessen wie die Pharmaindustrie, die Leistungserbringer und die Versicherer. Da sich Nationalrat und Ständerat auch nach der dritten Detailberatung nicht angenähert haben, musste eine Einigungskonferenz eingesetzt werden, bevor das Geschäft der Schlussabstimmung unterbreitet werden konnte. Alternativen zur heutigen Steuerung der Zulassung von Ärztinnen und Ärzten Nachdem die Vorlage «Steuerung im ambulanten Bereich» in der Wintersession Schiffbruch erlitt, beschloss die SGK-NR – aufgrund des knappen Abstimmungsresultates – die Kommissionsinitiative «Verlängerung von Art. 55a KVG»: Ziel ist die auf drei Jahre befristete Weiterführung der geltenden Regelung sowie die Vorbereitung einer mehrheitsfähigen Nachfolgeregelung. Die SGK-SR hat dieser Initiative zugestimmt und das Kommissionspostulat «Alternativen zur heutigen Steuerung der Zulassung von Ärztinnen und Ärzten» beschlossen: Dieses beauftragt den Bundesrat, bis Ende 2016 einen Bericht mit verschiedenen Varianten zur künftigen Zulassungssteuerung auszuarbeiten. Die SGK-NR hat zudem eine Kommissionsmotion vorgelegt, die den Bundesrat beauftragt, verschiedene Vorschläge für eine Gesetzesänderung zu unterbreiten. Die Vorschläge sollen die Ergebnisse des Berichts in Erfüllung des Postulats der SGK-SR berücksichtigen. Die Motion und das Postulat haben in der Frühjahrsession die erste Hürde genommen. Es ist davon auszugehen, dass die drei Vorstösse rechtzeitig vor dem Ablauf des aktuellen Zulassungsstopps in den Räten angenommen sein werden.

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GESUNDHEITSPOLITIK

Aus dem Parlament

Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 19. Dezember 2015 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert.

Aus dem Parlament Aus dem Ständerat Heilmittelgesetz. Änderung. Differenzen Die Revision des Heilmittelgesetzes geht in die nächste Runde: Auch in der dritten Detailberatung schloss sich der Ständerat nicht in allen Punkten den Beschlüssen des Nationalrates an. Insbesondere in folgenden wichtigen Punkten blieben Differenzen: • Ärztliche Rezepte: Der Ständerat hat an seiner Forderung festgehalten, dass für die Rezepte keine detaillierten Vorschriften im Gesetz festgeschrieben werden, wie sie der Nationalrat vorgeschlagen hat. Ebenso ist der Ständerat nicht von seinem Beschluss abgewichen, dass die Patienten auf eine Verschreibung verzichten können. Der Nationalrat will hingegen, dass die Patienten nur auf die Verschreibung in Papierform verzichten können. Auch bezüglich Verschreibungen beim Versandhandel hat der Ständerat an seinem früheren Beschluss festgehalten, dass nur ein Hinweis auf die bisherige Regelung im Gesetz aufgenommen wird. • Preisrabatte, Rückvergütungen: Der Ständerat hat weiter an seinem Beschluss festgehalten, dass eine Regelung nur für verschreibungspflichtige Arzneimittel aufgenommen wird, während der Nationalrat für alle Heilmittel entsprechende Bestimmungen vorsehen will. • Änderungen KVG (Artikel 56 Absatz 3bis): Auch hier ist der Ständerat grundsätzlich bei seinem bisherigen Beschluss (Hinweis auf die bisherige Gesetzesbestimmung) geblieben. Er hat sich aber durchgerungen, neu auch die vom Nationalrat vorgesehene Bestimmung aufzunehmen, wonach die Verwendung dieser Vergünstigungen zwischen den Versicherern und den Leistungserbringern vertraglich geregelt wird und gegenüber den zuständigen Behörden auf Verlangen offenzulegen ist. Um eine Verständigungslösung zu finden, musste eine Einigungskonferenz eingesetzt werden.

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Nach dem Nationalrat hat sich auch der Ständerat mit dem Antrag der Einigungskonferenz befasst (siehe Abschnitt Nationalrat auf Seite 7). Ohne Wortmeldung hat sich der Rat mit dem Einigungsantrag einverstanden erklärt, so dass das Geschäft anschliessend der Schlussabstimmung unterbreitet werden konnte. Diese letzte Hürde nahm die Gesetzesänderung einstimmig mit 45:0 Stimmen. Krebsregistrierungsgesetz Nachdem der Nationalrat das Gesetz in der Wintersession 2015 mit 171:3 Stimmen angenommen hatte, genehmigte dieses auch der Ständerat mit 37:0 Stimmen (ohne Enthaltungen). Dabei schaffte er lediglich eine einzige kleine Differenz zum Nationalrat. Er folgte dem bundesrätlichen Vorschlag, wonach die Übermittlung von Daten des kantonalen Krebsregisters an Früherkennungsprogramme in einem kantonalen Gesetz geregelt werden muss. Der Nationalrat sah eine weniger strenge Fassung zugunsten der Kantone vor, indem der Datenaustausch auch auf einer anderen Regelungsstufe festgelegt werden könnte, wie dies verschiedene Kantone bereits heute handhaben. Nachdem der Nationalrat im Differenzbereinigungsverfahren auf die vom Ständerat vorgeschlagene Lösung einschwenkte, hiess der Ständerat das neue Krebsregistrierungsgesetz einstimmig mit 45:0 Stimmen gut. Franchise der Kostenentwicklung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung anpassen Motion Ivo Bischofberger Pascale Bruderer Wyss stellte den Ordnungsantrag, die vorberatende Kommission (SGK) zu beauftragen, sich mit der Motion und den damit zusammenhängenden Detailfragen zu befassen und dabei die sich in Bearbeitung befindliche Vorlage des Bundesrates miteinzubeziehen (siehe Abschnitt Bundesrat auf Seite 8). Sie begründete ihren Antrag damit, dass eine allfällige Erhöhung der Franchise verschiedene noch ungeklärte Fragen aufwerfe. Der Rat stimmte diesem Antrag ohne Diskussion zu.


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GESUNDHEITSPOLITIK

Alternativen zur heutigen Steuerung der Zulassung von Ärztinnen und Ärzten Postulat der SGK-SR Gegenvorschlag zum Zulassungsstopp für Ärzte Motion NR Jürg Stahl Die im Zusammenhang mit der Wiedereinführung des Zulassungsstopps 2013 entstandene Motion Stahl verlangte, ab einer bestimmten Ärztedichte die Vertragsfreiheit einzuführen. Der Nationalrat stimmte der Motion in der Herbstsession 2014 mit 128:58 Stimmen zu. Die vorberatende Kommission des Ständerates beantragte dem Rat mit 11:2 Stimmen, die Motion abzulehnen. Die Kommission war sich allerdings darüber einig, dass nach dem überraschenden Scheitern der Vorlage «Steuerung des ambulanten Bereichs» in der Wintersession Handlungsbedarf bestehe. Sie erachtete aber die Motion als zu einseitig, da sie lediglich die Vertragsfreiheit verlangt. Zudem sei ein solcher Vorschlag in einer Volksabstimmung nicht mehrheitsfähig. Die Kommission wollte es aber nicht einfach bei einer Motionsablehnung belassen. Sie forderte den Bundesrat in einem Postulat auf, einen Bericht vorzulegen, der verschiedene Varianten der künftigen Steuerung der bedarfsabhängigen Zulassung von Ärztinnen und Ärzten zur Abrechnung mit der Grundversicherung aufzeigt. Dabei müsste eine neue Regelung verschiedene Kategorien von Spezialärztinnen und Spezialärzten respektive deren Dichte und die erbrachte Leistungsqualität berücksichtigen. Der Bericht müsste auch aufzeigen, ob den Versicherern die Möglichkeit eingeräumt werden kann, mit einzelnen Leistungserbringern keinen Vertrag abzuschliessen, sofern diese zu einer Kategorie gehören, für die der Bundesrat eine Obergrenze festgelegt hat. Ebenfalls mitberücksichtigt werden müsste der ambulante Spitalbereich. Die Kommissionssprecherin wies darauf hin, dass sich der Nationalrat im Rahmen seiner Sondersession im April 2016 mit der Verlängerung des Ende Juni 2016 auslaufenden Ärztestopps befassen werde. Der Bundesrat beantragte, die Motion abzulehnen. Ohne Diskussion lehnte der Rat die Motion Stahl ab und stimmte dem Postulat der vorberatenden Kommission zu.

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Frankenstärke. Vereinfachung der Zulassungsverfahren bei Indikationserweiterungen und raschere Verfahren bei Änderungen von Arzneimitteln. Motion NR Ignazio Cassis Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, dafür zu sorgen, dass die Zulassungsverfahren bei genehmigungspflichtigen Änderungen von Arzneimitteln beziehungsweise bei Indikationserweiterungen vereinfacht und beschleunigt werden. Die Schweiz befinde sich im Vergleich mit der EU im Nachteil, was mit der Frankenstärke zusätzlich akzentuiert werde. Der Bundesrat hat sich dafür ausgesprochen, die Motion anzunehmen. Er beabsichtigt, die erforderlichen Anpassungen im Nachgang zur Revision des Heilmittelgesetzes durchzuführen. Der Nationalrat hat die Motion in der Herbstsession 2015 ohne Gegenstimme angenommen und auch der Ständerat hat der Motion diskussionslos zugestimmt. KVG. Bestimmungen mit internationalem Bezug Die vom Bundesrat unterbreitete Gesetzesänderung betrifft hauptsächlich Bestimmungen mit einem internationalen Bezug. Dabei geht es vornehmlich darum,Verordnungsrecht ins ordentliche Recht zu überführen. Insbesondere folgende Bestimmungen sollen im KVG verankert werden: • In grenznahen Regionen soll dauerhaft grenzüberschreitend zusammengearbeitet werden können. Der Bundesrat hat die Ausgestaltung dieser Form von Kooperation auf Verordnungsstufe zu regeln. Kantone und Versicherer, die grenzüberschreitende Kooperationen anstreben, haben beim Bund eine Bewilligung für die Durchführung der Projekte zu beantragen. • Neu sollen alle in der Schweiz versicherten Personen mit Wohnsitz in einem EU- oder EFTA-Staat ihren Arzt oder ihre Ärztin wie auch andere Leistungserbringer in der Schweiz ohne finanzielle Nachteile frei wählen können. • Bei Versicherten mit Wohnsitz in einem EU- oder EFTA-Staat werden bei einer stationären Behandlung in der Schweiz die Kosten im Rahmen eines Listenspitals im zuständigen Kanton übernommen. Bisher konnten diese Versicherten unter allen Spitälern in der Schweiz frei wählen und waren damit gegenüber Schweizer Einwohnern bevorteilt.


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GESUNDHEITSPOLITIK

• Neu sollen im Gesetz selber auch Bestimmungen

betreffend Nichtbezahlung von Prämien und Kostenbeteiligungen von EU-/EFTA-Versicherten aufgenommen werden. Der Bundesrat wird ermächtigt, die Kantone zur Übernahme der entsprechenden Kosten zu verpflichten. Die vorbereitende Kommission hat der Vorlage ohne Abänderungsanträge einstimmig zugestimmt. Ohne Wortbegehren hat der Rat die Gesetzesvorlage mit 41:0 Stimmen (ohne Enthaltungen) genehmigt. Aus dem Nationalrat Krankenkassen und Werbeanrufe. Evaluation der Selbstregulierung Postulat Prisca Birrer-Heimo Lästig sind sie, die telefonischen Werbeanrufe. Aufgehört haben sie – trotz der Bestimmung im erst kürzlich in Kraft gesetzten Krankenversicherungsaufsichtsgesetz (KVAG) – nicht. In seiner Stellungnahme stellte der Bundesrat an sich richtig fest, dass zuerst Erfahrungen gesammelt werden müssen. Dafür sei die bisherige Geltungsdauer des

KVAG zu kurz. Im Widerspruch zu dieser Aussage beantragte der Bundesrat aber, das Postulat anzunehmen. Der Rat lehnte das Postulat nach kurzer Debatte jedoch mit 97:88 Stimmen ab. Gesundheitssystem. Ausgewogenes Angebot durch Differenzierung des Taxpunktwertes Motion SGK-NR Die vorberatende Kommission hat einerseits beschlossen, dem Rat anlässlich der Sondersession im April zu beantragen, die heutige Regelung beim Ärztestopp um drei Jahre zu verlängern, also bis am 30. Juni 2019. Die Kommission schlägt aber auch vor – wie dies auch bereits der Ständerat in der laufenden Session beschlossen hat – jetzt nicht einfach wieder zuzuwarten, bis die Neuauflage des Ärztestopps ausläuft. Mit einer Motion soll der Bundesrat beauftragt werden, bis Ende 2016 oder Anfang 2017 mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen. Der Bundesrat soll drei verschiedene Wege zur Optimierung der ambulanten Versorgung, wie sie bereits vom Ständerat im verabschiedeten Postulat aufgenommen wurden, berücksichtigen. Damit soll erreicht werden, dass bis Ende 2018 eine referendumsfähige Gesetzesvorlage verabschiedet werden kann. Der Bundesrat hat beantragt, der Motion zuzustimmen. Ohne Diskussion hat der Rat der Kommissionsmotion zugestimmt.

DER MENSCHLICHE KÖRPER: Pro Tag produzieren wir ein bis zwei Liter Speichel. In einem Leben sind es zirka 50 000 Liter.

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GESUNDHEITSPOLITIK

Krebsregistrierungsgesetz Im Differenzbereinigungsverfahren hat sich der Nationalrat dem Beschluss des Ständerates angepasst, so dass das Gesetz anschliessend beiden Räten für die Schlussabstimmung unterbreitet werden konnte. Der Rat stimmte am letzten Sessionstag dem neuen Gesetz mit 192:3 Stimmen zu (ohne Enthaltungen). Heilmittelgesetz. Änderung. Differenzen Der Nationalrat befasste sich mit dem von der Einigungskonferenz erarbeiteten Antrag, der alle verbliebenen Differenzen gesamthaft bereinigte. Es hat sich gezeigt, dass nach vier Jahren Beratungen die Gesetzesrevision doch noch zum Abschluss gebracht werden konnte. Wie zu erwarten war, hat sich einmal der Beschluss des Ständerates, in anderen Bereichen derjenige des Nationalrates durchgesetzt oder es wurde gemeinsam eine neue Formulierung gewählt. Der Bundesrat hat sich dem Antrag der Konferenz angeschlossen. Der Nationalrat hat allen Vorschlägen der Einigungskonferenz diskussionslos zugestimmt. Die Einigungslösung beinhaltet insbesondere folgende Bestimmungen: • Artikel 25 Absatz 2bis; Verschreibung von Arzneimittel: Hier setzte sich die ständerätliche Fassung durch, welche die Verschreibung detailliert regelt. Auch bezüglich des Verzichts des Patienten ging die Einigungskonferenz auf die ständerätliche Fassung ein, die vorsieht, dass der Patient auf eine Verschreibung verzichten kann. • Artikel 57a; Integrität: Grundsätzlich hat sich hier die Vorlage des Ständerates durchgesetzt, die weniger detaillierte Regelungen vorsieht. Was den strittigen Punkt betrifft, ob die Bestimmungen nur die verschreibungspflichtigen Arzneimittel betreffen, hat sich eine Kompromisslösung durchgesetzt. Demnach gelten die Vorschriften für verschreibungspflichtige Arzneimittel. Der Bundesrat kann diese aber auf weitere Heilmittelkategorien ausweiten. • Artikel 57c; Transparenz und Offenlegungspflicht: Hier hat sich die detaillierte Fassung des Ständerates durchgesetzt, die sich an die bundesrätliche Vorlage hält. • Änderung von Artikel 82a KVG (neu): Die Kontrolle der Weitergabe von Vergünstigungen wird dem Bundesamt übertragen.

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Nachdem sich auch der Ständerat ohne Wortmeldungen mit dem Antrag der Einigungskonferenz einverstanden erklärte, war das Geschäft endlich für die Schlussabstimmung bereit. In der Schlussabstimmung stimmte der Rat der Gesetzesänderung mit 193:2 Stimmen zu (keine Enthaltungen). Sondersession des Nationalrates Vom 25. bis 27. April 2016 tagt der Nationalrat in einer Sondersession. Unter anderem wird er sich dabei auch mit der Verlängerung des Ärztestopps bis Juni 2019 befassen.

Bundesrat/EDI/BAG Streichung von Franchisestufen und Rabatten Die vielen negativen Stellungsnahmen zum Vorschlag von Bundesrat Berset, die Zahl der Franchisestufen zu straffen und bei den übrigen wählbaren Franchisen die Rabatte beträchtlich zu reduzieren, haben Bundesrat Berset gezwungen, vorläufig den Rückzug anzutreten. Bevor er wieder gleiche oder ähnlich gelagerte Ideen auf den Tisch bringt, will er zuerst vertiefte Abklärungen treffen. Bleibt zu hoffen, dass ihm in dieser Sache ein Erfolg verwehrt bleibt.


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GESUNDHEITSPOLITIK

Weitere Entwicklung im Umfeld Keine Ruhe in der Romandie! Zwängerei! Das Volk hat erst im Herbst 2014 klar nein zur Einheitskasse gesagt. Das eidgenössische Parlament hat in der Zwischenzeit auch sämtliche Standesinitiativen deutlich abgelehnt, die verlangten, dass die Voraussetzungen geschaffen werden, damit die Kantone für ihr Hoheitsgebiet kantonale Einheitskassen installieren können. Trotz diesen klaren Absagen sind im Moment wieder starke Bestrebungen im Gange, eine neue Initiative zu lancieren für die Schaffung von kantonalen oder interkantonalen Ausgleichskassen für die Krankenversicherung. Der Westschweizer Konsumentenverband FRC hat bei verschiedenen Organisationen eine öffentliche Anhörung zu ihrem «innovativen» Vorschlag lanciert. Je nach Resultat dieser Umfrage soll eine Volksinitiative geprüft werden. Doch damit nicht genug: In der Romandie zirkuliert auch die Idee von kantonalen obligatorischen Zahnpflegeversicherungen.

DER MENSCHLICHE KÖRPER: Das Herz einer Frau wiegt im Durchschnitt 280 Gramm, das eines Mannes 310 Gramm. In der Stunde schlägt das Herz 4 200 mal, am Tag sind es rund 100 000 mal.

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istockphoto: dominikmichalek


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GESUNDHEITSPOLITIK

Gesundheit2020 Alle Beteiligten sind gefordert Am 1. Februar 2016 fand die 3. nationale Konferenz Gesundheit2020 statt. Bundesrat Alain Berset hat dazu die wichtigsten Exponenten des schweizerischen Gesundheitswesens eingeladen.

Nach den ersten beiden Konferenzen in den Vorjahren zu den Themen «Akteure im schweizerischen Gesundheitswesen: Wer soll wofür zuständig sein?» und «Möglichkeiten zur Verbesserung der Koordination in der Gesundheitsversorgung» ging es in der dritten Konferenz ums Thema «Überversorgung und unnötige Eingriffe – less is more». Dafür war auch Regierungsrat Philippe Perrenoud, Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, anwesend als Exponent der Kantone, die letztlich für die Gesundheitsversorgung zuständig sind. Unnötig und mangelhaft Die Ärzteschaft stellte die Initiative «Choosing Wisely» vor: Diese Initiative soll den Ärzten und Patienten aufzeigen, wie unnötige oder gefährliche Untersuchungen und Behandlungen vermieden werden können. Weitere Beiträge befassten sich mit der Überversorgung von Patienten in der letzten Lebensphase und im Pflegealltag. Als wirksame Massnahme gegen eine Über- oder Fehlversorgung in dieser Lebensphase wurde postuliert, dass vor Behandlungsbeginn zusammen mit dem Patienten und allenfalls mit den Angehörigen ein klares Therapieziel definiert wird. Die immer noch unzureichende Koordination unter den verschiedenen Leistungserbringern entlang der Behandlungskette wurde als weitere Ursache für die Überversorgung identifiziert – Abhilfe schaffen könnte die Einführung des elektronischen Patientendossiers. Dass Über- oder Fehlversorgung nicht nur ein bedeutender und vermeidbarer Kostenfaktor darstellt, sondern für Patienten und Angehörige unnötiges Leid verursacht, wurde in einem weiteren Beitrag herausgeschält.

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Die rund 300 Teilnehmenden diskutierten die aus ihrer Sicht möglichen Lösungsansätze. In dieser Diskussion ging es insbesondere um die Frage, wie die Bedürfnisse der Patienten im Rahmen der Behandlung besser berücksichtigt werden könnten. Dabei wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass die Beseitigung von Fehlanreizen in der Finanzierung von Gesundheitsleistungen einen entscheidenden Beitrag leisten könnte, um die Überversorgung zu reduzieren. Nicht nur die Politiker und der Gesetzgeber sind daher gefordert, sondern gleichermassen auch alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen. Ohne diesbezügliche Anstrengungen – so die Schlussfolgerung von Bundesrat Berset – können wir die langfristige Finanzierbarkeit unseres Gesundheitswesens nicht mehr sicherstellen. DANIEL HERZOG Direktor Tel. 041 417 05 00 d.herzog@rvk.ch


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Informationen des RVK Das Wichtigste in Kürze Seite 12

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RVK-Forum: Richter in Weiss? Mit ihren Empfehlungen stehen Vertrauensärzte immer wieder im Fokus der Politik und der Öffentlichkeit. Sie werden in ihrer Rolle zunehmend kritisch hinterfragt. Der Vorwurf: Patientinnen und Patienten würden ungleich behandelt, abhängig vom Vertrauensarzt, der für den jeweiligen Fall zuständig ist. Wie beurteilen das andere Akteure des Gesundheitswesens? Das RVK-Forum vom 28. April 2016 sucht Antworten auf diese und weitere relevante Fragen – wie zum Beispiel nach der Organisationsstruktur des VAD oder nach der Sicherstellung von verbindlichen Qualitätsanforderungen und einem transparenten Entscheidungsverfahren.

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DRG-Prüfstelle auch in der Unfallversicherung erfolgreich Spitalaufenthalte sind nicht nur bei einer Krankheit häufig, sondern auch nach Unfällen. Daher bearbeitet die DRG-Prüfstelle Aufträge von privaten Unfallversicherern, um mögliche Codierfehler bei DRG-Rechnungen aufzudecken. Mehrfachverletzungen, Folgeeingriffe oder langjährige Unfallfolgen, die mehrere Behandlungen nötig machen, sind kompliziert und verursachen oft fehlerhafte Codierungen. Genau hinschauen lohnt sich deshalb.

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treffPUNKT «KVG»: grosse Nachfrage Am 28. Januar 2016 fand der treffPUNKT «KVG» in Zürich statt, eine Veranstaltung des RVK, welche die Teilnehmenden über aktuelle Entwicklungen rund um die Krankenversicherung informiert. Experten der PWC erläuterten die Herausforderungen, die mit der Einführung des KVAG/ KVAV auf die Krankenversicherer zukommen. Sie zeigten auf, wie sich Gesetz und Verordnung auf die Geschäftsführungsprozesse der Krankenversicherer auswirken werden. Im Fokus standen insbesondere die Herausforderungen für die kleinen und mittleren Krankenversicherer.

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RVK mit neuem CRM Seit fast einem Jahr arbeiten die RVK-Mitarbeitenden mit einer neuen CRM-Software. Die Evaluation und Implementierung der neuen Lösung hat viel Zeit in Anspruch genommen. Doch der Aufwand hat sich gelohnt: Microsoft Dynamics ist erfolgreich eingeführt worden und hat sich im Arbeitsalltag etabliert. Seit Anfang Jahr werden nun auch die Buchhaltung und die Fakturierungen über Dynamics abgewickelt.

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INFORMATIONEN DES RVK

RVK-Forum Vertrauensarzt – Richter in Weiss? Ver trauensärzte sind in ihrem Urteil unabhängig, weder Versicherer noch Leistungserbringer können ihnen Weisungen erteilen. Ist das wirklich so? Kann der Patient dem Vertrauensarzt trauen? Willkommen zum RVK-Forum vom 28. April 2016 mit Fakten, spannenden Fragen und kontroversen Meinungen. Mit ihren Empfehlungen stehen die Vertrauensärzte im Fokus der Öffentlichkeit und der Politik. Sie werden kritisch hinterfragt: Sind die Vertrauensärzte unabhängig oder vertreten sie lediglich die Interessen der Versicherer? Ist gewährleistet, dass die Patienten – unabhängig vom Krankenversicherer – gleichbehandelt werden? Braucht es, um die Unabhängigkeit der Vertrauensärzte zu wahren, eine von den Krankenversicherern gänzlich getrennte Stelle? Gefordert hat dies Nationalrätin Bea Heim in einem Postulat. Der Bundesrat meint dazu nein, weil schon heute fast 50 Prozent der Versicherer über einen externen vertrauensärztlichen Dienst verfügen. Doch wie sehen das andere Entscheidungsträger? Das RVK-Forum vom 28. April 2016 beleuchtet den vertrauensärztlichen Dienst aus verschiedenen Positionen und lässt namhafte Akteure des Gesundheitswesens zu Wort kommen: Margrit Kessler, Stiftung Patientenschutz SPO, Prof. Dr. iur. Tomas Poledna, Experte im

Krankenversicherungsrecht, Dr. med. Jürg Zollikofer, Schweizerische Gesellschaft der Vertrauens- und Versicherungsärzte (SGV), Daniel H. Schmutz, Helsana, Cornelia Gnädinger, Novartis, Prof. Dr. med. Markus Borner, Spitalzentrum Biel, Prof. Dr. med. et Dr. med. dent. Hans-Florian Zeilhofer, Universitätsspital Basel, Dr. Peter Pick, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (Deutschland), Dr. med. Reto Kölbli, RVK, sowie Dr. Nicolas Bornstein, W.I.R.E. Auch Ihre Meinung zu diesem Thema ist gefragt. Wir freuen uns auf einen spannenden und angeregten Gedankenaustausch. MARCO FÄH Leiter Bildung + Events Tel. 041 417 05 62 m.faeh@rvk.ch

Anmeldungen und weitere Informationen: www.rvkforum.ch

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INFORMATIONEN DES RVK

Verband Voranzeige RVK-ImPuls

Verband RVK-Mitgliederzahl wächst solide

Der diesjährige RVK-ImPuls findet am 9. und 10. Juni 2016 in Luzern statt. Ziel der Veranstaltung ist es, den Austausch und die Vernetzung der RVK-Mitglieder zu fördern und zu festigen.

Die aktuellen Versichertenbestände per 1. Januar 2016 zeigen: Die RVK-Mitglieder haben ihre Kundenbasis verteidigt und sogar leicht ausgebaut.

An der jährlichen Verbandstagung treffen sich die Führungsorgane der RVK-Mitglieder, um sich über aktuelle Themen auszutauschen. Wichtigstes Ziel ist es, den Dialog zu fördern und Meinungen auf breiter Basis zu erfassen.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Versichertenbestände der kleinen und mittleren Krankenversicherer in der Grundversicherung um ein halbes Prozent gestiegen – per Anfang Januar 2016 waren 673 629 Personen bei den 26 RVK-Mitgliedern versichert.

An der diesjährigen Veranstaltung kommen die Teilnehmenden zum Auftakt in den Genuss einer exklusiven Führung durch die berühmte Sammlung Rosengart in Luzern. Auf den Spuren bekannter Maler erfahren sie mehr zu den Werken von Picasso, Monet und Klee. Anschliessend geniessen die Vertreter der RVK-Mitglieder einen unvergesslichen Abend im wiedereröffneten Château Gütsch. Das Schloss thront hoch über Luzern und bietet eine unvergleichliche Aussicht. Am Freitagmorgen stehen die Altenpflege und deren Entwicklung im Fokus. Richard Widmer, Verbandspräsident der Basler Alters- und Pflegeheime und ehemaliger Leiter eines Geriatriespitals mit einem angeschlossenen Alters- und Pflegeheim, zeigt dabei die wichtigsten Veränderungen in der Altenpflege auf. Noldi Hess, Leiter Ressort Betriebswirtschaft LAK CURAVIVA, beleuchtet im Anschluss die Kostenentwicklung und deren Folgen. Zum Schluss präsentiert Dr. Jakub Samochowiec, Senior Researcher am Gottlieb Duttweiler Institut, aktuelle Recherchen und Ergebnisse zum Thema «Robotik». Hierbei lohnt sich durchaus ein Blick über den Tellerrand hinaus, könnte doch Care Tech eine Alternative zur herkömmlichen Altenpflege darstellen. Der RVK freut sich auf eine spannende ImPuls-Veranstaltung. PHILIPP DÜNKI Produktverantwortlicher Bildung + Events Tel. 041 417 05 63 p.duenki@rvk.ch

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Obwohl die Zunahmen der beiden Vorjahre um 3 und 3,8 Prozent nicht erreicht werden konnten, bestätigt das Wachstum, dass sich die RVK-Mitglieder erfolgreich im Markt behaupten: Seit Anfang 2014 haben sie fast 28 000 neue Versicherte gewonnen. DANIEL HERZOG Direktor Tel. 041 417 05 00 d.herzog@rvk.ch


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INFORMATIONEN DES RVK

Personenzusatzversicherungen UTI – ein Verkaufsschlager Das Risiko scheint für viele gering: aufgrund eines Unfalls invalid zu werden oder gar daran zu sterben. UTI ist eine spezielle und sehr preiswerte Kapitalversicherung, um diese Fälle finanziell abzusichern.

Im Alltag geniessen wir es, uns ungehindert zu bewegen, uns weiterzubilden und beruflich zu entwickeln und zu verändern. Mobilität und die individuelle, freie Gestaltung der Lebensverhältnisse sind für die meisten Menschen zum Glück selbstverständlich. Ein Unfall kann uns jedoch alle treffen und führt in der persönlichen Entwicklung der Verunfallten oder deren Nachkommen zu dramatischen Konsequenzen, die mit einer kleinen IV-Rente ohne spezielle und ergänzende finanzielle Unterstützung unmöglich zu meistern sind. UTI hilft, die finanziellen Probleme nach einem Unfall mit Invalidität oder Todesfolge rasch und unbürokratisch zu tragen und den gewohnten Lebensstandard zu sichern. Verkaufsaktion 2015 Der RVK unterstützte 2015 die UTI-Pool-Mitglieder bei der Planung von individuellen Verkaufsaktionen und deren Umsetzung. So hat ein Mitglied zum Beispiel die bestehenden UTI-Versicherten angeschrieben, um die Deckung zu überprüfen. Daraus resultierten über 200 Deckungserhöhungen.

Ein anderes Mitglied legte einen speziell konzipierten Flyer der Korrespondenz bei. Dies führte ebenfalls zu Deckungserhöhungen und Neuabschlüssen. Ein weiteres Mitglied schrieb gezielt die Versicherten ohne UTI-Deckung an: Das gesteckte Ziel von 150 Neukunden wurde mit 242 Anträgen klar übertroffen. Die Verkaufs-Bedürfnisse der interessierten Krankenversicherer werden zusammen gezielt erarbeitet. RVK und Solida begleiten die Krankenversicherer bei der Erstellung von spezifischen Mailings und Flyern oder bei der Definition von Wettbewerbspreisen. Die ersten Erfolge sind vielversprechend und stärken den RVK-UTI-Pool. Gerne unterstützen wir auch Sie! IVO GASSER Produktmanager Versicherungen Tel. 041 417 05 57 i.gasser@rvk.ch

DER MENSCHLICHE KÖRPER: Der Mensch besitzt 206 Knochen, die insgesamt zehn Kilogramm wiegen.

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INFORMATIONEN DES RVK

DRG-Rechnungsprüfung Auch für Unfallversicherer sinnvoll Viele Unfälle haben einen Spitalaufenthalt zur Folge. Allein die Suva hat 2013 über 400 Millionen Franken an stationären Leistungen an Spitäler bezahlt, dies besagt die Suva-Unfallstatistik 2015. Auch die privaten Unfallversicherer zahlen beachtliche Summen für Spitalleistungen. Bei Unfällen besteht aufgrund von verschiedenen Faktoren und Gegebenheiten die Gefahr, dass DRG-Rechnungen falsch codiert werden. Der RVK prüft deshalb immer häufiger im Auftrag von privaten Unfallversicherern DRG-Rechnungen. Wie Auswertungen zeigen, liegt das Kosteneinsparpotenzial der DRG-Prüfstelle bei 1:4. Verschiedene Stolpersteine Die Gründe für falsche Codierungen sind sehr unterschiedlich. Nicht selten verursachen Unfälle zum Beispiel Mehrfachverletzungen (Polytraumata). Diese Tatsache allein birgt schon viele Stolpersteine in der DRG-Codierung. Bei Behandlungen auf der Intensivpflegestation oder der Intermediate Care muss besonderes Augenmerk auf die Beatmungsdauer und die Erfassung der Schweregradund Aufwandpunkte gelegt werden, da die Codes für die Komplexbehandlung daraus abgeleitet werden. Auch bei der Erfassung von Folgeeingriffen (zum Beispiel das Entfernen von Metallplatten) passieren Fehler: Dafür gibt es spezielle Codiervorschriften, die oft übersehen werden. Auch bei Nebendiagnosen entstehen immer wieder Codierfehler, weshalb Codierärzte diese Fälle genauer prüfen. Tücken bergen auch sogenannte Splittingfälle: Bei langjährigen Unfallfolgen, die mehrere Behandlungen nach sich ziehen, kommt es während eines Spitalaufenthalts oft zu kombinierten Behandlungen. In diesen Fällen muss geprüft werden, ob Behandlungen, für die eigentlich der Krankenversicherer zuständig ist, fälschlicherweise dem Unfallversicherer belastet werden. Trotz der Tatsache, dass spezielle Vorschriften von der SwissDRG AG diese Splittings regeln, ist die Fehlerquote hoch. Weitere Einsparmöglichkeiten ergeben sich oft bei Wiedereintritten ins gleiche Spital innerhalb von 18 Tagen (auch Rückverlegungen). In diesen Fällen müssen mögliche Fallzusammenführungen geprüft werden. THOMAS LUSTENBERGER Key Account Manager Tel. 041 417 05 61 th.lustenberger@rvk.ch

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Beispiel aus der Praxis Bei einem Unfall kam es zu einer sogenannten Hautablederung (teilweises Ablösen eines Hautlappens). Dieser Hautlappen wurde adaptiert und es kam glücklicherweise zu keinerlei Komplikationen. Die Wunde wurde stetig beobachtet und intensiv gepflegt. Wäre dieser Hautlappen nicht wieder erwacht, hätte man eine Hauttransplantation oder sogar eine Lappenplastik machen müssen. Obwohl sie nicht zum Einsatz kam, wurde eine solche Lappenplastik irrtümlicherweise codiert und in Rechnung gestellt. Die Beanstandung der Codierärztin konnte durchgesetzt werden. Erzielte Einsparung: 10 000 Franken.


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INFORMATIONEN DES RVK

Kundenzeitschrift SICHER Spannende Frühlingsausgabe Der Schnee ist definitiv der Sonne gewichen und wir erfreuen uns bereits an den ersten warmen Frühlingstagen dieses Jahres: Rund 20 000 Personen von 5 RVK-Mitgliedern erhielten die Frühlingsausgabe der Kundenzeitschrift SICHER.

Die Frühlingsausgabe nimmt sich auf fast zwei Seiten des Themas Demenz an. Fast jeder kennt jemanden, der in irgendeiner Form davon betroffen ist. Was die Ursachen sein können und was Betroffene im Verdachtsfall unternehmen können, erfahren Sie in diesem Artikel. Das BAG hat vor kurzem die Alkoholpräventionskampagne «Wie viel ist zu viel?» lanciert. Wo ist die Grenze zwischen Genuss und Sucht? Wie ist es um das Trinkverhalten von Herrn und Frau Schweizer bestellt? Alles rund um diese Thematik findet sich im Artikel oder unter www.alcohol-facts.ch

Interessierte können eine Printausgabe bestellen – oder die elektronische Version im Internet durchblättern unter www.krankenversicherer.ch. MICHELLE FURRER Projektleiterin Marketing Tel. 041 417 05 41 m.furrer@rvk.ch

Weitere Themen im SICHER sind: • H+ Die Spitäler der Schweiz: kurz vorgestellt • Dr. Lukas Zahner: Konzentriert und leistungsfähig durch den Schulalltag • Versicherungsratgeber: Osteoporose

DER MENSCHLICHE KÖRPER: Der Mensch besitzt zwischen 90 000 und 150 000 Haare auf dem Kopf. Blondhaarige Menschen haben im Schnitt mehr Haare als braun- oder schwarzhaarige.

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treffPUNKT «KVG» Spannender Anlass zu aktuellen Themen Der Einladung zur dritten Aktualitätentagung treffPUNKT «KVG» vom 28. Januar folgten über 50 interessierte Personen. Im Zentrum der Tagung stand die Umsetzung der Verordnung zum Krankenversicherungsaufsichtsgesetz (KVAG). Mit ihren Ausführungen haben es die Referenten verstanden, das Publikum in die Diskussionen einzubinden und auf kritische Fragen einzugehen. Aus aktuellem Anlass erläuterten Experten von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) die Herausforderungen, die mit der Einführung des KVAG/KVAV auf die Krankenversicherer zukommen, und zeigten auf, wie sich Gesetz und Verordnung auf die Geschäftsführungsprozesse der Krankenversicherer auswirken werden. Im Fokus standen insbesondere die Herausforderungen für die kleinen und mittleren Krankenversicherer. Big Data im Gesundheitswesen Im Anschluss an das PwC-Referat gewährte Stefano Santinelli, CEO der Swisscom Health AG, den Teilnehmenden einen Einblick in Trends und Entwicklungen im Gesundheitswesen. Anhand von vier Hypothesen veranschaulichte er, wie die Digitalisierung sowohl für Leistungserbringer als auch für Konsumenten und Versicherer neue Möglichkeiten eröffnet. Er hat unter anderem die Idee einer standardisierten App präsentiert, welche die Krankenversicherer an ihre Bedürfnisse anpassen und ihren Versicherten zur Verfügung stellen können. Eine solche App erleichtert den Versicherten die Administration und kann als zeitgemässer Kommunikationskanal genutzt werden.

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Wie die Suva Big Data nutzt, um gegen steigende Gesundheitskosten vorzugehen, erklärte Rolf Schmidiger, Strategie- und Innovationsmanager, anhand von interessanten Beispielen. Seine Schlussfolgerung lautet denn auch, dass mit Big Data und Fraud Detection die Leistungskontrolle zukünftig intelligent und somit wirksamer ausgestaltet oder organisiert werden kann. Nächste Veranstaltung Die Tagung treffPUNKT «KVG» informiert über aktuelle Entwicklungen rund um die Krankenversicherung und vermittelt Anregungen zur praktischen Umsetzung. Über die Durchführung des nächsten treffPUNKT informieren wir Sie frühzeitig. MARCO FÄH Leiter Bildung + Events Tel. 041 417 05 62 m.faeh@rvk.ch


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RVK-intern Neues CRM eingeführt Der RVK hat sich vor drei Jahren entschlossen, die bestehende CRM-Software durch eine moderne, ausbaufähige CRM-Lösung zu ersetzen. Oberstes Ziel: alle relevanten Kundendaten in einer einheitlichen Anwendung zu erfassen. Alle Mitarbeitenden sollen zudem die Daten jederzeit zur Unterstützung der täglichen Arbeit abrufen können. Fürs Projekt galten folgende Rahmenbedingungen: • Die neue CRM-Lösung muss auf den Betriebssystemen von Microsoft basieren. Die Integration von Microsoft-Office-Produkten muss möglich sein. • Lizenz- und Wartungskosten müssen für ein KMUUnternehmen bezahlbar sein. • Die Lösung soll auf die vielfältigen Bedürfnisse des RVK angepasst werden können, ohne dass sie sich zu weit von der Standardlösung entfernt. • Damit die Weiterentwicklung und die Anpassung an neue Technologien gewährleistet sind, muss die Software eine gewisse Verbreitung haben. • Der Partner für die Einführung und den Unterhalt soll seinen Sitz in der Region Luzern haben und die nötigen Referenzen vorweisen können. • Die Einführung soll schrittweise und in Zusammenarbeit mit den betroffenen Mitarbeitenden erfolgen. Lange Vorlaufzeit nötig Der RVK entschloss sich 2013, Microsoft Dynamics NAV einzuführen – in Zusammenarbeit mit der Boss Info AG mit Sitz in Horw. Die erste Phase startete 2014 mit den Adressdaten, der Vertrags- und Seminarverwaltung. Die Projektgruppe erarbeitete in verschiedenen Sitzungen die Konzepte für die Datenübernahme aus der bisherigen CRM-Lösung, definierte die Bedürfnisse an eine Vertragsverwaltung und bildete die Prozesse im Bereich Bildung ab. Da der RVK ein zertifiziertes Unternehmen ist, wurde der Datenschutz bei der Bearbeitung der Kundendaten bereits in den Projektphasen berücksichtigt. So wurde zum Beispiel das Feld «Bemerkungen» bei den Kunden nicht zur Bearbeitung freigegeben. Im Juni 2014 war es dann so weit: die Kunden- und Vertragsverwaltung stand allen Mitarbeitenden zur Verfügung und die Bildungsabteilung konnte ihre Veranstaltungen über Dynamics NAV abwickeln. 2015 startete die zweite Phase: Der Schwerpunkt lag bei der Einführung der Finanzbuchhaltung. Die Anforderung, dass die Kunden- und Vertragsverwaltung in einem Mandanten geführt werden, die Finanzbuchhaltung und die Hilfsbücher Debitoren und Kreditoren aber auf die Mandanten RVK (Verein) und RVK Rück AG aufgeteilt wer-

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den müssen, stellte den Knackpunkt dar. Die vielfältigen RVK-Angebote mit ihren unterschiedlichen Anforderungen an die Fakturierung konnten alle in Dynamics NAV abgebildet werden. Seit dem 1. Januar 2016 werden die Fakturierung und die Buchhaltungen in Dynamics geführt. Mit der zweiten Phase konnten weitere Verbesserungen realisiert werden: • Automatisierung des Zahlungsverkehrs für Debitoren und Kreditoren • Automatische Hinterlegung der Rechnungen beim entsprechenden Kunden und Vertrag steigert den Informationsgehalt • Automatische Generierung von Excel-Listen für Statistiken (Bisher manuell geführte Excel-Listen für Statistiken werden nun automatisch erstellt. Die zuständigen Mitarbeitenden haben sofort Zugriff auf diese Daten.) Pünktlich eingeführt Neben all diesen Vorteilen gehen die Schwierigkeiten bei der Einführung und dem Unterhalt eines CRM beinahe vergessen. Zentraler Punkt ist die Qualität und Aktualität der Kundendaten – hier stehen weitere Verbesserungen an. Dabei steht die Sensibilisierung aller Mitarbeitenden für die Wichtigkeit der Kundendaten im Vordergrund. Nicht zu vergessen ist die hohe zeitliche Belastung der Mitarbeitenden, die an den Konzept-, Einführungs- und Umsetzungsphasen mitgearbeitet haben. Die beiden Projektphasen sind termingerecht abgeschlossen und die Budgets eingehalten worden. Dies ist dank der guten und zielgerichteten Projektführung und -realisierung durch das Team von Boss Info AG möglich gewesen. Heute ist Dynamics NAV eingeführt. Es hat die Information verbessert und die Prozesse auf einen modernen Stand gebracht. Die Integration in die tägliche Arbeit der einzelnen Mitarbeitenden ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Weitere Ausbaumöglichkeiten bestehen – zum Beispiel die Verknüpfung von Dynamics NAV mit einer neuen Telefon-Infrastruktur.


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Erich Lötscher arbeitet als Leiter Projekte bei Boss Info. Er hat die Implementierung des neuen CRM beim RVK begleitet. Herr Lötscher, welches waren die Herausforderungen beim RVK bei der Umstellung auf Microsoft Dynamics? Wir realisierten die Umsetzung in zwei Phasen. Bei der Konzipierung und der Einrichtung durften wir jedoch das geplante Gesamtsystem nicht aus den Augen verlieren. Die Abbildung verschiedener komplexer Geschäftsfälle, zum Beispiel die knapp 30 Verrechnungsarten, durfte sich nicht negativ auf die Benutzerfreundlichkeit auswirken. Dies stellte hohe Anforderungen an die Konzeption der neuen Lösung. Eine Herausforderung stellt auch die Akzeptanz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dar, die neue Pfade gehen mussten: Nach vielen Jahren Erfahrung mit der bisherigen Lösung mussten sie ihre Arbeitsweise anpassen. Dafür profitieren sie nun aber in anderen Bereichen von der hohen Durchgängigkeit der Lösung. Gibt es typische Fehler, sogenannte Klassiker, die Unternehmen bei einem solchen IT-Projekt machen? Oftmals sind die Erwartungen an eine neue Lösung zu hoch – insbesondere dann, wenn die bestehende Lösung über viele Jahre kundenindividuell angepasst worden ist oder in Insellösungen abgewickelt wird. Die abteilungsübergreifenden Vorteile einer komplett integrierten Lösung zeigen sich meistens erst, nachdem sie einige Monate im Einsatz gewesen sind. Abkürzungen bei der Analyse machen sich selten bezahlt – ein detailliertes Umsetzungskonzept mit klaren Abgrenzungen des Leistungsumfangs ist das Fundament für eine erfolgreiche Einführung. Oft unterschätzen Unternehmen den internen Zeitbedarf: eine detaillierte Ressourcenplanung und die laufende Messung der gemeinsamen Zielerreichung sind entscheidend. Ebenfalls wichtig ist, dass die Unternehmen in die Schulung der Anwender investieren: Der Nutzen einer neuen Lösung zahlt sich nur aus, wenn die Mitarbeitenden sie effizient und richtig einsetzen.

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Können Sie Unternehmen allgemein gültige Tipps für solche IT-Projekte geben? Ich denke, dass folgende Erfahrungen generell gültig sind: • ERP-Projekte haben zwar etwas mit Informatik zu tun, im Kern geht es aber immer um Prozesse. Auf Kundenseite muss das Projektteam daher vor allem die Prozesse in- und auswendig kennen. Zudem muss es offen sein für neue Ideen und Möglichkeiten, die eine moderne ERP-Lösung bietet. • Für die involvierten Mitarbeitenden ist die Arbeitsbelastung in einem solchen Projekt sehr hoch. Daher sollten die Mitarbeitenden im Tagesgeschäft unterstützt werden, damit sie genügend Zeit für das Projekt einsetzen können. • Die Projektplanung und das laufende Controlling sind das A und O: Nur so wird verhindert, dass Unvorhergesehenes und Nicht-Planbares den Projekterfolg gefährdet. • Eine neue Lösung ist nur so gut, wie sie eingeführt und später eingesetzt wird: Die Kompetenz und Erfahrung des Implementierungspartners ist für den Projekterfolg entscheidend. Wie sieht die Zukunft von ERP-Systemen aus? Blicken wir zehn Jahre zurück und vergleichen die damaligen Lösungen mit den heutigen, finden wir die grössten Unterschiede klar bei der Benutzerfreundlichkeit und der Integration mit den Um-Systemen (Office, Lieferanten- und Kundensysteme, elektronische Rechnungsverarbeitung usw.). Die neuen, rollenbasierten Oberflächen ermöglichen es heute, einem Anwender nur jene Funktionen zur Verfügung zu stellen, die er bei der täglichen Arbeit braucht und ihn mit den richtigen Informationen unterstützen. Auch das Thema Mobilität, der Zugriff auf Funktionen und Daten von überall mit jedem beliebigen Gerät, ist ein Trend, der längst in der Praxis angekommen ist. Die Mobilität stellt hohe Anforderungen an die Architektur einer modernen ERP-Lösung (z.B. Cloud-Fähigkeit, Datenschutz, elektronisches Dokumentenmanagement).


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In zehn Jahren werden ERP-Lösungen mit den Um-Systemen noch viel mehr «verschmolzen» sein, als dies heute der Fall ist. Technisch ist zum Beispiel eine Verknüpfung von ERP-Daten mit Social Media bereits heute möglich – so können diese Kanäle nach Stichworten oder Kundenreaktionen zu Produkten durchsucht, ausgewertet und in der ERP-Lösung dargestellt werden. Künftig wird man eine Kundenreaktion direkt aus der ERP-Lösung über den Kanal beantworten können, den der Kunde gewählt hat. Damit sind wir nicht mehr weit von einer einheitlichen Oberfläche und einer situationsbezogen eingesetzten App entfernt. Ein Applikationswechsel von der ERP-Lösung in eine Textverarbeitung, in ein E-Mail-Programm oder in eine Tabellenkalkulation dürfte dann kaum mehr dem Arbeitsalltag entsprechen.

STEPHAN BERNET Bereichsleiter Ressourcen Tel. 041 417 05 71 st.bernet@rvk.ch

DER MENSCHLICHE KÖRPER: Die Haut ist unser grösstes Organ. Ihre Fläche beträgt zwischen 1,5 und 2 Quadratmeter und macht rund 20 Prozent des Körpergewichtes aus.

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RVK-Bildungsangebote Neue Kurse im Angebot Die Aus- und Weiterbildungsangebote des RVK erfreuen sich einer starken Nachfrage. Dies zeigt sich bei den Grund- und speziell bei den Fachkursen, die sehr gut besucht sind. Der RVK hat frühzeitig den steigenden Bedarf an einer praxisnahen Vertiefung von Fragen zur Leistungsabwicklung erkannt: Er bietet in diesem Jahr zwei neue, spannende Kurse an. Bei der Entwicklung von neuen Bildungsprodukten fühlen wir stets den Puls der Branche. So bieten wir diesen September erstmals einen eintägigen Vertiefungskurs zu ambulanten Leistungen sowie einen Spezialkurs zu psychischen Krankheitsbildern an. Fachkurs «Vertiefung Leistungen ambulant» Die ambulante Leistungsverarbeitung stellt die Mitarbeitenden der Krankenversicherungen immer wieder vor grosse Herausforderungen. Sie werden mit neuen Behandlungsmethoden, unbekannten Medikamenten und Hilfsmitteln sowie weiteren komplexen Fragen konfrontiert. Der Fachkurs «Vertiefung Leistungen ambulant» setzt sich mit den wesentlichen Merkmalen der ambulanten Leistungen in der Krankenversicherung auseinander und gibt einen umfassenden Einblick in die vielfältige Tariflandschaft. Praxisrelevante Fragen und interessante Fallbeispiele liefern nützliche Informationen für die tägliche Arbeit. Der Kurs findet erstmals am 14. September 2016 statt. Fachkurs «Psychische Krankheitsbilder II» Im Folgekurs «Psychische Krankheitsbilder II» vom 28. September 2016 werden spezifische Krankheitsbilder vertieft. Zu den Themen Burn-out, Ess-, Zwangs- und Angststörungen erhalten die Teilnehmenden ausführliches Fachwissen zur Psychopathologie, zur Diagnostik und zu den Behandlungsformen. Unser Referent, Dr. med. Stephan N. Trier, kann auf eine langjährige praktische Erfahrung und ein umfassendes Fachwissen zurückgreifen.

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Aktuelle Fachkurse Der zweitägige Fachkurs «Krankentaggeld» vom 7. und 14. Juni 2016 vermittelt ein umfangreiches Grundlagenwissen zur Leistungsabwicklung und zur Koordination, unter anderem mit der IV und dem Unfallversicherer. Praxisnahe Informationen zur Schadenabwicklung und Rechtspraxis sind garantiert. Die beiden medizinischen Kurse «Medizinische Kenntnisse» und «Zahnmedizin» sind bereits ausgebucht. Über die nächsten Kurstermine informieren Sie sich auf unserer Webseite. Die Gesamtübersicht über das RVK-Bildungsprogramm ist auf der letzten Seite der INFORMATION aufgeführt. Weitere Details sind auf der Website www.rvk.ch/bildung zu finden.

Haben Sie Bedarf an einem Inhouse-Kurs? Der RVK bietet auch firmeninterne Kurse für Ihre Mitarbeitenden an. Verlangen Sie eine individuelle Offerte.

SACHA DUNER Projektleiter BILDUNG Tel. 041 417 05 43 s.duner@rvk.ch


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RVK-intern Pensionierung Alex Schmitt Alex Schmitt, Projektleiter Managed Care, wurde Ende März pensioniert. Wir danken ihm herzlich für die geleistete Arbeit und für seine Kameradschaft. Wir wünschen ihm für den neuen Lebensabschnitt viel Glück, gute Gesundheit und viel Lebensfreude.

Alex Schmitt hat seine Pensionierung bereits seit längerer Zeit vorbereitet und hat verschiedene Pläne, die er gemeinsam mit seiner Frau verwirklichen will. Wir danken Alex Schmitt für die Arbeit, die er für den RVK geleistet hat. Mit ihm verlässt uns ein allseits geschätzter Arbeitskollege. Besonders wird uns das Fondueessen in Erinnerung bleiben, zu welchem er uns jeweils im Dezember eingeladen hat. Alex Schmitt trat am 1. November 2000 bei der UNIMEDES ein. Die UNIMEDES war die Managed-Care-Organisation von KPT, ÖKK, innova und RVK. Das Hausarztsystem steckte damals noch in den Kinderschuhen. Dem Hausarztsystem der UNIMEDES waren 70 000 Versicherte angeschlossen. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Hausarztsystem rasant. Die Verträge mit Ärztevereinen wurden durch Verträge mit Netzwerken abgelöst. 2007 übernahm der RVK die UNIMEDES. Der RVK dehnte das Hausarztsystem erfolgreich auf die gesamte Schweiz aus und schloss Verträge mit HMOs ab. Da das Hausarztsystem bei den Versicherten immer beliebter wurde, ist der Versichertenbestand inzwischen auf über 200 000 Versicherte angewachsen. Alex Schmitt prägte das Hausarztsystem des RVK in den vergangenen Jahren wesentlich. In Verhandlungen suchte er stets den Ausgleich zwischen den Interessen der Krankenversicherer und den Interessen der Ärzteorganisationen, dies in der Überzeugung, dass ein guter Vertrag immer für beide Parteien ein Geben und Nehmen ist. Operativ betrieb Alex Schmitt das Hausarztsystem mit grossem Engagement und mit Beständigkeit und optimierte es laufend. Für die angeschlossenen Krankenversicherer, für deren IT-Dienstleister und für die Ärztenetzwerke war er eine geschätzte Ansprechperson und ein Problemlöser.

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PETER AREGGER Bereichsleiter Versicherungen Tel. 041 417 05 59 p.aregger@rvk.ch


INFORMATIONEN UNSERER MITGLIEDER, KUNDEN UND PARTNER

RVK-Mitglieder Kurz vorgestellt Der RVK ver tritt 26 Krankenversicherer mit rund 675 000 Versicherten. In dieser Ausgabe stellen wir zwei lokal tätige Krankenversicherer vor : die sodalis gesundheitsgruppe aus dem Oberwallis und die im Kanton Graubünden tätige Cassa da malsauns Lumneziana.

sodalis gesundheitsgruppe

Cassa da malsauns Lumneziana

Die sodalis gesundheitsgruppe hat im Oberwallis Tradition: Unter dem Namen «Visp und Umgebung» ist die Krankenkasse 1919 gegründet worden. Durch den Zusammenschluss von 7 Ortskassen ist sie 2009 zur heutigen sodalis gesundheitsgruppe zusammengewachsen und mit 9 Geschäftsstellen und 3 Agenturen in der Region dicht vernetzt. Mit rund 34 500 Mitgliedern ist das im Wallis und in Bern tätige RVK-Mitglied im Oberwallis marktführend.

Die regional verwurzelte und lokal tätige Krankenkasse Cassa da malsauns Lumneziana blickt auf eine fast hundertjährige Geschichte zurück. Damals wie auch heute steht der persönliche Kontakt zu den Versicherten im Vordergrund.

Regional verwurzelt und kundennah

Die Stärken der sodalis sind Kundennähe, Servicequalität und eine günstige Prämienpolitik. Solid und sicher ist die sodalis, die mit rund 40 Mitarbeitenden Grund- und Zusatzversicherungen anbietet, in finanzieller, struktureller und strategischer Hinsicht. In den letzten Jahren hat sich die sodalis mit innovativen Produkten und einer augenfälligen Kommunikation einen Namen als dynamischer Krankenversicherer gemacht. Zudem hat sie mit ihren neuen Geschäftsstellen im Saastal und in Susten-Leuk erfolgreich neue Märkte erschlossen. Die Wahrung der Unabhängigkeit bleibt für die sodalis zentral. Da sie auf unnötige Ausgaben wie Telefonwerbung oder hohe Maklergebühren verzichtet, hat sie 2015 zum 3. Mal in Folge den comparis-Preis als effizientester Krankenversicherer der Schweiz gewonnen. Trotz wachsender Anforderungen baut die sodalis weiterhin auf eine günstige Prämienpolitik auf der Basis einer soliden Eigenkapital- und Reservesituation, auf den leichten Ausbau des Versichertenbestandes sowie auf ihre Servicequalität.

www.sodalis.ch

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Fast 100-jährige Tradition

Die Gemeinde Oberlugnez gründete die Cassa da malsauns Lumneziana 1918 – damals bestand eine Versicherungspflicht für alle Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde. Auswärtige konnten der Krankenkasse nicht beitreten. Heute sind 2 540 Personen bei der Bündner Krankenversicherung versichert. Der Sitz ist in Vella, einem kleinen Ort in der Region Surselva mit knapp 500 Einwohnern. Die Cassa da malsauns Lumneziana ist eine Stiftung, die zwei Mitarbeiterinnen beschäftigt: die Geschäftsführerin in einem 100-Prozent-Pensum, die zweite Mitarbeiterin arbeitet 80 Prozent. Die Stärken der Krankenkasse liegen im persönlichen Kontakt mit den Versicherten und in den tiefen Verwaltungskosten. Das geografische Tätigkeitsgebiet ist begrenzt: In Graubünden wohnhafte Personen können Grund- und Zusatzversicherung bei der Cassa da malsauns Lumneziana abschliessen – die Konzentration liegt aber klar in der Region Lumnezia. Sie bietet ihren Kundinnen und Kunden die Grundversicherung mit Wahlfranchisen und Hausarztmodell an sowie die Kranken- und Unfalltaggeldversicherung nach KVG. Zudem vermittelt sie Zusatzversicherungen des RVK und der vita surselva.

www.lumneziana.ch

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Agenda 2016 April

12./13.

Di/Mi

9. RVK-Frühlingstagung

Nottwil

28.

Do

RVK-Forum «Vertrauensarzt – Richter in Weiss?»

Luzern

3./4.

Di/Mi

Fachkurs «Medizinische Kenntnisse»

Luzern

24./25.

Di/Mi

Grundkurs 1

Luzern

1.

Mi

Fachkurs «Zahnmedizin»

Luzern

7./14.

Di

Fachkurs «Krankentaggeld»

Luzern

9./10.

Do/Fr

RVK-ImPuls – Treffen. Erfahren. Austauschen.

Luzern

10.

Fr

Delegiertenversammlung RVK / Generalversammlung RVK Rück AG

Luzern

21./22.

Di/Mi

Grundkurs 2

Luzern

August

23./24.

Di/Mi

Grundkurs 1

Luzern

September

8.

Do

Prüfungstraining mündlich für Sozialversicherungsfachleute

Zürich

12.

Mo

Prüfungstraining mündlich für Sozialversicherungsfachleute

Luzern

14.

Mi

Vertiefung Leistungen ambulant

Luzern

21./22.

Mi/Do

Grundkurs 2

Luzern

28.

Mi

Fachkurs «Psychische Krankheitsbilder II»

Luzern

Oktober

26.

Mi

Fachkurs «Inkasso»

Luzern

November

15./16.

Di/Mi

Grundkurs 1

Luzern

Dezember

6./7.

Di/Mi

Grundkurs 2

Luzern

Mai

Juni

Sessionsdaten 2016 Sommer

30. Mai bis 17. Juni 2016

Bern

Herbst

12. September bis 30. September 2016

Bern

Winter

28. November bis 16. Dezember 2016

Bern


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