Juli 2018
Das Magazin fĂźr Mitglieder, Kunden und Partner
NATUR
5 Gesundheitspolitik aus Parlament und Bundesrat
22 Spitex-Controlling Spitex-Leistungen prĂźfen lohnt sich
25 RVK-ImPuls 2018 Der Kunden- und Partnerevent
Natur als Bildthema in der Juli-Ausgabe.
Inhalt
Gesundheitspolitik 5 BERICHT AUS BERN Parlament, Bundesrat, EDI, BAG
Informationen des RVK 12 RVK UND RVK RÜCK AG Erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 13 VERBAND Das kleinste Mitglied des RVK hat seine Türen geschlossen 14 VERBAND KLuG bleibt selbständig 15 RVK RÜCK AG Gut, dass es die Grossrisikoversicherung gibt 16 FMC-SYMPOSIUM 2018 «Integrierte Versorgung: Mehr oder weniger Staat?» 18 IM INTERVIEW Rolf Meyer gibt Auskunft zur Zusammenarbeit mit dem RVK 20 MEDCASEPOOL Neue Dienstleistung: ärztliche Untersuche in Luzern oder vor Ort 21 MEDCASEPOOL Der Vertrauensärztliche Pool wächst 22 SPITEX-CONTROLLING Spitex-Leistungen prüfen lohnt sich 24 RVK-FRÜHLINGSTAGUNG Rückblick und Ausblick 25 RVK-IMPULS 2018 Kunden- und Partnerevent 26 FIT FÜR DEN VORSTAND Seminar für Vorstandsmitglieder, Verwaltungs- und Stiftungsräte 27 RVK-BILDUNGSANGEBOTE Aktuelle Fachkurse im Herbst 2018 28 KUNDENZEITSCHRIFT SICHER Sommerausgabe 29 RESSOURCEN Neue Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union 30 NEUES VON DER RVK-CREW Neueintritte, Dienstjubiläen und Weiterbildungserfolge
Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner 33 EKARUS LANCIERT SHIP Neuer Kommunikationsstandard 34 ÖKK Versicherung, neu gedacht 35 CASSA DA MALSAUNS LUMNEZIANA Regional und persönlich – seit 100 Jahren
Agenda 36 TERMINE Veranstaltungen und Sessionen
Impressum
Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich. Herausgeber / Redaktion RVK – Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer Haldenstrasse 25 / 6006 Luzern / 041 417 05 00 / www.rvk.ch / info@rvk.ch Bilder Die Bilder der vorliegenden Ausgabe sind Impressionen zum Thema «Natur». Titelbild: Pixabay
2
Information Juli 2018
Liebe Mitglieder Sehr geehrte Damen und Herren Am 25. Mai 2018 ist die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union (EU) in Kraft getreten. Der RVK wie auch unzählige andere Schweizer Unternehmen sind von der DSGVO direkt betroffen, denn sie gilt für alle Firmen, die auch nur den geringsten EU-Bezug haben. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 29. eKARUS lanciert den offenen Kommunikationsstandard SHIP (Swiss Health Information Processing) für das schweizerische Gesundheitswesen. SHIP ermöglicht einen vollständig digitalen Informations- und Datenaustausch zwischen den Leistungserbringern und den Kostenträgern. Auf Seite 33 erfahren Sie mehr darüber. Hoch über den Dächern von Luzern, im Château Gütsch, hat am 28. Juni 2018 der RVK-ImPuls stattgefunden. Höhepunkt des Kunden- und Partnerevents war das KeynoteReferat des ehemaligen Schweiz-Tourismus-Direktors Jürg Schmid. Lesen Sie mehr darüber auf Seite 25
«Wir stellen die Interessen unserer Kunden und Mitglieder stets in den Mittelpunkt.»
An der diesjährigen Delegierten- und Generalversammlung durften wir erneut zwei erfreuliche Geschäftsabschlüsse präsentieren. Der RVK sowie die Rück AG blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Unser Claim «clever entlastet» ist das zentrale Versprechen: Wir stellen die Interessen unserer Kunden und Verbandsmitglieder stets in den Mittelpunkt. Das trägt stark dazu bei, dass beide Unternehmen gut unterwegs sind. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch für das Geschäftsjahr 2018 mit einem positiven Resultat rechnen dürfen.
Freundliche Grüsse, Ihr
Daniel Herzog Direktor
Information Juli 2018
3
GESUNDHEITSPOLITIK DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
Seite
7
Seite
9
Seite
10
4
Regelmässige Tarifpflege in KVG Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, dem Parlament die notwendigen gesetzlichen Grundlagen zu unterbreiten, damit der Tarmed von den Tarifpartnern regelmässig angepasst und weiterentwickelt wird. Der Rat hat diskussionslos Annahme der Motion beschlossen.
Ärztezulassung Ende 2018 läuft die befristete Ärztezulassungsbestimmung aus. Neu will der Bundesrat den Kantonen mehr Kompetenzen übertragen – sie sollen für alle Spezialdisziplinen Höchstzahlen festlegen können.
Boni an die Versicherten Krankenversicherer belohnen Versicherte, die ihre sportlichen Aktivitätsdaten elektronisch übermitteln, mit Boni. Dieses Vorgehen steht vermehrt in Kritik. Aktuell ist betreffend Datenschutz ein Gerichtsverfahren hängig.
Information Juli 2018
Gesundheitspolitik
Aus dem Parlament Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 16. März 2018 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert.
AUS DEM NATIONALRAT Tarifpflege und Entwicklung
Die vorberatende Kommission des Nationalrates hat mit 17:5 Stimmen bei zwei Enthaltungen beantragt, der ersten Initiative zuzustimmen. Bei der zweiten Initiative hat sie mit 14:8 Stimmen bei zwei Enthaltungen Annahme beantragt. Der Rat hat aber beide Initiativen mit 97:91 Stimmen abgelehnt.
Parlamentarische Initiative SGK-NR
Steuerung der Kosten im KVG durch die Vertragspartner
KVG. Stärkung von Qualität und Wirtschaftlichkeit
Parlamentarische Initiative SGK-NR
Bereits im Dezember 2015 legte der Bundesrat Botschaft und Bericht zur Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung betreffend Stärkung von Qualität und Wirtschaftlichkeit vor. In der Sommersession 2016 hatte der Ständerat beschlossen, nicht auf die Vorlage einzutreten. Begründet wurde dieser Beschluss vor allem mit dem Argument, diese Gesetzesänderung sei unnötig. Die bestehenden gesetzlichen Regelungen seien genügend. Sie müssten nur konsequent umgesetzt werden. Kritisiert wurde auch, dass für die Finanzierung der nationalen Programme und Projekte sowie für die Grundlagenarbeit von den Krankenversicherern ein Beitrag von höchstens 3.50 Franken pro versicherte Person hätte einkassiert werden müssen. Nun hat sich auch der Nationalrat mit der bundesrätlichen Gesetzesvorlage befasst. Auf Antrag der vorberatenden Kommission hat er – entgegen dem Antrag von NR Moret, der Rückweisung an die Kommission verlangte – Eintreten beschlossen. In der Detailberatung hat er gegenüber der bundesrätlichen Vorlage verschiedene wichtige Änderungen vorgenommen.
Die beiden Initiativen hat der Rat in einem Durchgang beraten. Mit der ersten Initiative wird über eine Änderung des Krankenversicherungsgesetzes verlangt, dass die Tarifpartner eine Organisation einsetzen, die für die Erarbeitung und Weiterentwicklung sowie die Anpassung und Pflege der Tarifstruktur zuständig ist. Die Leistungserbringer hätten der Organisation die notwendigen Kosten- und Leistungsdaten abzuliefern. Mit der zweiten Initiative wird ebenfalls eine Ergänzung des Krankenversicherungsgesetzes verlangt. Mit dieser sollen die Leistungserbringer und Versicherer verpflichtet werden, in den Tarifverträgen Massnahmen zur Steuerung der Kosten und Leistungen vorzusehen. Dabei sollen unter anderem bei ungerechtfertigten Erhöhungen der Mengen und Kosten im Abrechnungsjahr gegenüber dem Vorjahr finanzwirksame Rückvergütungen durch die Leistungserbringer greifen. Die vorberatende Kommission des Ständerates hat beiden Initiativen keine Folge gegeben. Dies insbesondere mit der Begründung, dass entsprechende Massnahmen als Forderungen im Expertenbericht zur Kostendämpfung enthalten seien.
Information Juli 2018
5
Gesundheitspolitik
Die wichtigsten Bestimmungen: −− Einsetzung einer eidgenössischen Qualitätskommission in Form einer Stiftung. In dieser sollen die Kantone, die Leistungserbringer, die Versicherer, die Versicherten und Fachleute Einsitz nehmen. −− Leistungserbringer und Versicherer werden verpflichtet, nationale Verträge über die Qualitätsentwicklung abzuschliessen. Diese sollen vom Bund geprüft und für alle Leistungserbringer verbindlich sein. −− Tarife und Preise müssen sich an der Entschädigung für jene Leistungserbringer orientieren, welche die Leistungen in der notwendigen Qualität effizient und günstig erbringen. −− Für die Kosten kommen Bund und Kantone je zur Hälfte auf. Für die Jahre 2019 bis 2022 hat der Rat einen Kredit von 45.2 Millionen Franken bewilligt. −− Sanktionen; Wenn Leistungserbringer die Anforderungen bezüglich Wirtschaftlichkeit und Qualität verletzen, sollen deren Leistungen nicht von der Krankenversicherung vergütet werden.
Gesamthafte Prüfung der Problematik der Sans-Papiers Postulat der Stattspolitischen Kommission-NR Hier handelt es sich um ein etwas eigentümliches Vorgehen. Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Rates hat eine Motion verabschiedet, in welcher vom Bundesrat verlangt wird, gesetzliche Bestimmungen in verschiedenen Bereichen zu ändern. Dazu gehört etwa auch das Sozialversicherungsrecht. Dabei sollte unter anderem auch festgeschrieben werden, wie Sans Papiers vom Obligatorium der Krankenund den übrigen Sozialversicherungen ausgeschlossen werden können. Der Bundesrat hat Ablehnung dieser Motion beantragt. Jetzt hat sich die staatspolitische Kommission eingeschaltet und den Antrag der SGK «abgeschossen». Sie formulierte ein eigenes Postulat mit welchem der Bundesrat aufgefordert wird, eine Gesamtschau zum Thema Sans Papier zu erstellen und dabei auch die Erfahrungen der Genfer Operation Papyrus einfliessen zu lassen.
Der Rat hat die Vorlage mit 159:24 Stimmen bei vier Enthaltungen gutgeheissen. Sie geht nun zurück an den Ständerat. Tritt dieser erneut nicht auf die Vorlage ein, ist das Geschäft vom Tisch.
NATUR Wasserkraft ist die bedeutendste erneuerbare Energie in der Schweiz. Derzeit stammen 56 Prozent des produzierten Stroms aus Wasserkraft.
6
Information Juli 2018
Gesundheitspolitik
AUS DEM STÄNDERAT Regelmässige Tarifpflege in KVG. Gute Qualität bei bezahlbaren Kosten Motion FDP-Liberale Fraktion Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, dem Parlament die notwendigen gesetzlichen Grundlagen zu unterbreiten, damit der Tarmed von den Tarifpartnern regelmässig angepasst und weiterentwickelt wird. Begründet wird die Motion mit der Verhandlungsblockade und der Fragmentierung der betroffenen Verbände. Zudem sollen die Genehmigungsverfahren der neuen Situation angepasst werden. Ziel soll es sein, Blockaden zu verhindern und einen Wettbewerb der Ideen zu ermöglichen. Dieses Motionsbegehren ist eindeutig auf den Umstand zurückzuführen, dass sich die verschiedenen beteiligten Partner seit längerer Zeit nicht auf eine Anpassung des Tarmedtarifes einigen konnten und deswegen der Bundesrat eingreifen musste. Nachdem der Bundesrat Annahme der Motion beantragt und der Nationalrat in der Herbstsession 2017 der Motion diskussionsund oppositionslos zugestimmt hat, hat auch die vorberatende Ständeratskommission mit 11:00 Stimmen beantragt, die Motion anzunehmen. Der Rat hat diskussionslos Annahme der Motion beschlossen.
ELG. Änderung (EL-Reform); Differenzbereinigung Zwar gehören die Ergänzungsleistungen nicht zum Bereich der sozialen Krankenversicherung. In einem Teilgebiet tangieren sie aber die Krankenversicherungsbranche dennoch. Dabei geht es um die Krankenversicherungsprämien, die bei den Ergänzungsleistungen als Aufwand angerechnet werden. Der Bundesrat hat beantragt, dass die kantonale Durchschnittsprämie anzurechnen sei. Dabei würde aber den Kantonen das Recht eingeräumt, auch auf die tatsächlich bezahlte Prämie abzustellen. Der Ständerat hat als Erstrat beschlossen, dass die kantonal drittgünstigste Prämie zu berücksichtigen sei.
Der Nationalrat hat in der Frühjahrsession 2018 beschlossen, dass die Prämien nach kantonalem Recht massgebend sein sollen. Im Differenzbereinigungsverfahren hat die vorberatende Kommission den Beschluss des Nationalrates abgelehnt. Sie hat mit 11:00 Stimmen beantragt, dass die kantonale Durchschnittsprämie, höchstens aber die tatsächliche Prämie anzurechnen sei. Der Rat hat dem Antrag der Kommission diskussionslos zugestimmt. In verschiedenen weiteren Punkten folgte der Ständerat ebenfalls nicht den Beschlüssen des Nationalrates. Damit geht die Vorlage wieder zurück an den Nationalrat zur Differenzbereinigung.
Depakine-Skandal. Untersuchung der Situation in der Schweiz Postulat Maury Pasquier Liliane Die Postulantin verlangt vom Bundesrat einen Bericht über die Betroffenen von reproduktionsschädigenden Wirkungen von Valproat, dem Wirkstoff im Antiepileptikum Depakine und seinen Generikas. Sie stützt sich dabei auf den Umstand, dass gemäss Schätzungen 10 Prozent der Kinder, die Valproat in utero ausgesetzt waren, mit Missbildungen geboren wurden und sich bei 30 bis 40 Prozent schwere Entwicklungsstörungen entwickelten. In Frankreich bekamen zwischen 2007 und 2014 mehr als 14 000 Schwangere das Medikament verschrieben, obwohl die negativen Wirkungen bekannt waren. 2016 wurde dort eine strafrechtliche Untersuchung eröffnet, eine Sammelklage eingereicht und ein Entschädigungsfonds für die Betroffenen eingerichtet. In der Schweiz bestehenden keine Grundlagen über Anzahl und Ausmass der Schäden und über die dadurch entstanden Kosten sowie über allenfalls laufende oder abgeschlossene Rechtsfälle. Der Rat hat eingesehen, dass die Forderung nach einer detaillierten Untersuchung und Berichterstattung berechtigt ist. Er hat das Postulat diskussionslos angenommen. Für die Krankenversicherer könnte sich dann möglicherweise auch noch Rückerstattungsansprüche gegenüber dem Hersteller Sanofi ergeben.
Dies würde aber dazu führen, dass eine grosse Zahl von Versicherten jährlich die Krankenkasse wechseln müsste. Kommt dazu, dass eine solche Vorschrift dazu führen könnte, dass kleinere, prämiengünstige Krankenversicherer eine hohe Zahl von vielfach auch kostenintensiven Versicherten aufnehmen müsste und dadurch in ihrer Existenz gefährdet würde.
Information Juli 2018
7
Gesundheitspolitik
Finanzierung der Behandlungs- und Folgekosten beim sogenannten offenen Rücken Interpellation Luginbühl Werner Der Interpellant stellt in seiner Eingabe fest, dass die Behandlungskosten des offenen Rückens (Spina bifida) nach der Geburt gestützt auf die Liste der Geburtsgebrechen von der Invalidenversicherung übernommen werden. Seit einigen Jahren besteht nun aber die Möglichkeit, das Problem des offenen Rückens bereits im Mutterleib operativ anzugehen. Damit können die späteren Behinderungen stark reduziert werden. Für die entsprechenden Behandlungskosten (zwischen 80 000 bis 170 000 Franken) kommt aber die IV nicht auf. Diese ist erst für Behandlungen nach der Geburt zuständig. Gemäss dem Interpellanten übernehmen nun aber auch verschiedene Krankenversicherer die Kosten für pränatale Behandlungen nicht oder nur nach langwierigem Rechtsstreit. Er ersucht daher den Bundesrat um die Beantwortung der Fragen, ob −− er anerkenne, dass die derzeitige Finanzierung bzw. Nichtfinanzierung der Spina bifida ein Problem darstelle. −− bereits Bestrebungen im Gesetzgebungsprozess bestehen, die pränatale/fötale Operation gleich zu behandeln, bzw. zu finanzieren, wie die postnatale Operation. Falls ja, ob beabsichtigt sei, die Finanzierung via Gesetzesoder Verordnungsänderung in der Invaliden- oder der Krankenversicherung zu regeln. In seiner Antwort weist der Bundesrat darauf hin, dass für die Behandlungskosten der pränatalen Behandlungen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Krankenversicherung der Mutter zuständig sei. In diesem Zusammenhang kann man sich aber schon fragen, warum nicht das Invalidenversicherungsgesetz (IVG) den neuen medizinischen Möglichkeiten angepasst werden soll. Zum Zeitpunkt, als die Bestimmung im IVG verankert wurde, dass die IV erst nach vollständiger Geburt zuständig sei, bestand doch die Möglichkeit noch gar nicht, Operationen am Kind im Mutterleib vorzunehmen. Mit dieser neuen Methode entstehen einerseits bei der Krankenversicherung Kosten, während anderseits bei der IV weniger Kosten zu verzeichnen sind, weil nach der Geburt weniger aufwendige Behandlungskosten anfallen. Vielleicht findet sich doch noch eine Parlamentarierin oder ein Parlamentarier die/der mit einem Vorstoss eine entsprechende Änderung des IVG ins Rollen bringt.
8
Information Juli 2018
Bessere Betreuung und Behandlung von Menschen am Lebensende Postulat SGK-SR Mit dem Postulat wird der Bundesrat beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Kantonen sowie den betroffenen Organisationen und Fachpersonen einen Bericht mit Empfehlungen zu erarbeiten, um die Betreuung und Behandlung von Menschen am Lebensende zu verbessern. Wichtig in diesem Bereich seien insbesondere die spezialisierte Palliative Care, die lindernde Medizin und Pflege sowie Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen. Im Rahmen der Strategie Palliative Care 2010 bis 2015 und der nachfolgenden Plattform Palliative Care seien zwar in den Kantonen und Gemeinden viele Angebote aufgebaut und zum Teil als Pilotmodelle mit begrenzter Laufzeit aufgebaut worden. Inzwischen zeige sich aber, dass die Finanzierung dieser Angebote schwierig und daher deren Fortbestand gefährdet sei. Im Hinblick auch auf die demographische Entwicklung der Bevölkerung könnte sich hier für die Krankenversicherer ein beachtlicher Kostenblock entwickeln. Wichtig scheint in diesem Zusammenhang, dass die Krankenversicherer ihre Vorstellungen für einen vernünftigen Kostenverteiler in den vom Bundesrat zu erstellenden Bericht einbringen können.
Für einen Transfer der Reserven der KVGVersicherten bei einem Kassenwechsel Standesinitiative Jura Die Initiative verlangt, dass das Krankenversicherungsgesetz so geändert wird, dass die bei einer Krankenkasse gebildeten Reserven bei einem Kassenwechsel zum neuen Versicherer transferiert werden müssen. Mit der gleichen Zielsetzung hat auch der Kanton Genf eine Standesinitiative eingereicht, die vom Ständerat in der Frühjahrsession diskussionslos abgelehnt wurde. Die vorberatende Kommission hat denn auch die Standesinitiative des Kantons Jura mit 9:1 Stimme zur Ablehnung empfohlen. Der Rat hat die Initiative diskussionslos abgelehnt.
Gesundheitspolitik
BUNDESRAT/EDI/BAG Franchise Die Eidgenössischen Räte haben bekanntlich den Bundesrat beauftragt, die Franchisen an die Kostenentwicklung in der Grundversicherung anzupassen. Der Bundesrat will diesem Auftrag nun nachkommen, in dem er vorschlägt, alle Franchisen um 50 Franken zu erhöhen, sobald die Kosten einen bestimmten Grenzwert überschreiten. Dabei sieht er vor, dass alle Franchisen um 50 Franken erhöht werden, wenn die Kosten pro Person das 13-fache der ordentlichen Franchise betragen.
Psychotherapie Die Psychotherapeuten verlangen seit längerem, dass sie selbständig Rechnungen an die Krankenversicherer für die durchgeführten Behandlungen stellen können. Der Bundesrat ist, weil er höhere Kosten befürchtet, nicht bereit, diesem Begehren zu entsprechen. Kostensteigerungen befürchten auch die Krankenversicherer. Jetzt liebäugeln die Psychotherapeuten mit der Lancierung einer Volksinitiative. Sie nehmen sich diesbezüglich den Verband der Pflegefachleute als Vorbild, der innert kurzer Frist die nötigen Unterschriften für seine Volksinitiative sammeln konnte. Auch dieser Verband verlangt in der Initiative, dass ihre Mitglieder ihre eigenverantwortlichen Leistungen selbständig mit den Krankenversicherern abrechnen dürfen.
Kostendämpfungsmassnahmen
Im Herbst will der Bundesrat zu zehn Vorschlägen der Expertenkommission Vollzugsvorschläge in die Vernehmlassung schicken. Etwas Bewegung ist zum Thema «Ambulant vor stationär» zu verzeichnen. Ein wichtiger Punkt dabei ist ja die monistische Finanzierung. Da scheinen sich nun auch die Kantone zu bewegen. Seitens des Bundesrates steht der Vorschlag im Raum, dass die Kantone 25,5 Prozent der Netto-Krankenpflegekosten der Versicherer übernehmen.
Ärztezulassung Ende 2018 läuft die befristete Ärztezulassungsbestimmung aus. Der Bundesrat hat nun Vorschläge für eine definitive Lösung in die Vernehmlassung geschickt. Gegenüber der provisorischen Lösung ergeben sich wenig neue Bestimmungen. Neu will aber der Bundesrat den Kantonen mehr Kompetenzen übertragen. So sollen sie für alle Spezialdisziplinen Höchstzahlen festlegen können. Auch diese Neuerung stösst verschiedentlich auf Kritik. Ein Kompromiss könnte sich ergeben, wenn die Kantone quasi als Kompensation zu ihrer Besserstellung bei der Ärztezulassung definitiv Hand für eine Lösung bei der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Behandlungskosten bieten.
Eine vom Bundesrat eingesetzte Expertengruppe hat im letzten Herbst dem Bundesrat 38 mögliche Kostendämpfungsmassnahmen vorgeschlagen. Bundesrat Berset versucht nun mit konkreten Massnahmen diese Liste abzuarbeiten. Er hat es aber mehr wie schwer. Von allen Seiten – ausser von den Krankenversicherern und dem Preisüberwacher – weht ihm bisher ein sehr steifer Wind entgegen. Sei dies zum Beispiel bei den Themen Parallelimporte oder bei den Medikamenten ohne Patentschutz, die er als erste angeht, respektive angehen wollte. Das Lobbying insbesondere von Seiten der Pharma und aus wirtschaftspolitischen Kreisen funktioniert sehr gut.
Information Juli 2018
9
Gesundheitspolitik
UMFELD Änderung des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts In der Frühjahrsession haben die Eidgenössischen Räte den Änderungen dieses Gesetzes grossmehrheitlich zugstimmt. Kaum jemand rechnete ernsthaft mit einem Referendum. Dieses ist, privat lanciert, innert kurzer Frist zustande gekommen. Aufgestossen sind den Kritikern der Gesetzesänderung die Bestimmungen über die Observation. Der Ausgang der nun nötig werdenden Volksabstimmung ist ungewiss.
Prämienverbilligung
Boni an die Versicherten Verschiedene Krankenversicherer belohnen Versicherte, die keine oder nur wenig Leistungen beziehen und solche, die ihnen ihre sportlichen Aktivitätsdaten elektronisch übermitteln, mit Boni. Diese Praktiken sehen sich vermehrt Kritik ausgesetzt. Dies einerseits aus Datenschutzgründen und anderseits aus Sicht der Gleichberechtigung. Personen, die an einer Krankheit leiden oder unfallbedingt dauernd Behandlungen benötigen, sind im Voraus von Boni ausgeschlossen. Bezüglich Boni ist nun betreffend Datenschutz ein Gerichtsverfahren hängig.
In den letzten Jahren haben verschiedene Kantone als Sparmassnahmen ihre Prämienverbilligungen reduziert. Dass dies in breiten Kreisen bei stetig steigenden Krankenkassenprämien auf Unverständnis stösst, ist verständlich. Es erstaunt daher nicht, dass die SP eine entsprechende Volksinitiative lancieren will. Das Vorhaben hätte wahrscheinlich gute Erfolgsaussichten.
NATUR Die Schweiz verfügt über 65 000 Kilometer signalisierte Wanderwege – das entspricht dem eineinhalbfachen Erdumfang.
10
Information Juli 2018
INFORMATIONEN DES RVK DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
Seite
12 Seite
16
Seite
21
Seite
29
RVK und RVK Rück AG: Erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 Am 29. Juni 2018 fand die Delegierten- und Generalversammlung des RVK und der RVK Rück AG statt. Die Delegierten genehmigten einstimmig den Geschäftsbericht und die Rechnung 2017 des Verbandes. Der Jahres- und Lagebericht sowie die Jahresrechnung der Tochtergesellschaft des RVK wurden ebenfalls einstimmig angenommen.
FMC-Symposium 2018 Mitte Juni führte das Forum Managed Care ein Symposium zum Thema «Integrierte Versogung: Mehr oder weniger Staat?» durch. Die Veranstaltung wurde von rund 300 Personen besucht.
Der Vertrauensärztliche Pool wächst Die neuen Aufgabengebiete des Vertrauensäztlichen Pools verlangen eine ständige Anpassung der personellen Ressourcen. Aus diesem Grund wurde der Pool mit neuen Spezialisten verstärkt.
Neue Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union Am 25. Mai 2018 ist die neue Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union in Kraft getreten. Der RVK und unzählige weitere Unternehmen werden damit vermehrt in die Verantwortung genommen.
Information Juli 2018
11
Informationen des RVK
RVK und RVK Rück AG ERFOLGREICHES GESCHÄFTSJAHR 2017
Der RVK blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Anlässlich der 86. Delegiertenversammlung vom 29. Juni 2018 in Luzern genehmigten die Delegierten einstimmig den Geschäftsbericht und die Rechnung 2017 des Verbandes. An der 7. Generalversammlung der RVK Rück AG, der Tochtergesellschaft des RVK, wurden der Jahres- und der Lagebericht sowie die Jahresrechnung ebenfalls einstimmig verabschiedet. Der RVK ist weiterhin erfolgreich unterwegs und durfte ein sehr gutes Jahresergebnis präsentieren. Der Umsatz konnte in den meisten Bereichen gesteigert werden. Das Rechnungsjahr schliesst mit einem Gewinn von 731 000 Franken ab. Auch die Mitgliederentwicklung beim RVK ist positiv: Der Versichertenbestand in der Grundversicherung ist um rund ein halbes Prozent gestiegen. Der Verband setzt sich aktuell aus 24 Krankenversicherern zusammen und repräsentiert rund 682 500 Versicherte.
Die RVK Rück AG schliesst ebenfalls mit einem positiven Jahresergebnis von 169 000 Franken ab. Das Prämienvolumen der Rückversicherungen betrug 6.7 Millionen Franken. Die Aussichten für 2018 sind positiv: Die RVK Rück AG hat alle Verträge erneuern können und erwartet daher ein stabiles Prämienvolumen. Die nächste Delegierten- und Generalversammlung findet am 28. Juni 2019 statt. Daniel Herzog, Direktor 041 417 05 00, d.herzog@rvk.ch
12
Information Juli 2018
Informationen des RVK
Verband DAS KLEINSTE MITGLIED DES RVK HAT SEINE TÜREN GESCHLOSSEN Nach 130 Jahren hat die Krankenkasse Turbenthal ihre Geschäftstätigkeit einstellen müssen. Ihr wurde die Bewilligung entzogen, weil sie immer noch mit Karteikarten und Schreibmaschine arbeitete. Die Krankenkasse Turbenthal war in drei Zürcher Gemeinden tätig. Mit rund 400 Mitgliedern war sie das kleinste Mitglied des RVK. Die Kleinstkasse bot nur die Grundversicherung nach KVG an – sie hatte weder wählbare Franchisen noch verschiedene Modelle. Zusatzversicherungen gehörten ebenfalls nicht zum Sortiment. Daniel Rüegg war Geschäftsführer und gleichzeitig einziger Mitarbeiter der Krankenkasse Turbenthal.
Die einst günstigste Krankenkasse der Schweiz arbeitete mit Karteikarten und Schreibmaschine. Die Einführung von EDV-Mitteln bezeichnete die Krankenkasse wiederholt als untragbaren finanziellen Aufwand und eine für die Kassengrösse unverhältnismässige Vorgabe. Daniel Rüegg zog die Verfügung des EDI an das Bundesverwaltungsgericht weiter, das die Verfügung definitiv bestätigte. Somit schloss die Krankenkasse Turbenthal per 30. Juni 2018 definitiv ihre Türen.
Weil die Krankenkasse Turbenthal im Zürcher Oberland nicht gemäss den gesetzlichen Vorgaben geführt worden war, hat ihr das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) bereits im Mai 2015 die Bewilligung entzogen.
Der RVK bedankt sich bei Daniel Rüegg für die langjährige Zusammenarbeit und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute. Daniel Herzog, Direktor 041 417 05 00, d.herzog@rvk.ch
NATUR Rund 30 Prozent der Gesamtfläche der Schweiz werden von Wald bedeckt. Etwa ein Drittel der Waldfläche befindet sich in Privatbesitz. Der Rest ist Eigentum der öffentlichen Hand.
Information Juli 2018
13
Informationen des RVK
Verband KLUG BLEIBT SELBSTÄNDIG
Am 8. Mai 2018 fand die Generalversammlung der KLuG Krankenversicherung statt. Mit der Einladung zur dieser Versammlung erhielten die KLuG-Versicherten auch den Antrag des Vorstandes, einer Fusion mit der Helsana zuzustimmen. Das Echo in den Medien war beachtlich. Niemand verstand, warum eine so traditionsreiche und heute erfolgreiche Kasse just in ihrem Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen von der Bildfläche verschwinden sollte. Die KLuG-Versicherten haben den Antrag des Vorstands überdeutlich abgelehnt. Ein klares Zeichen, dass die Versicherten mit den Dienstleistungen ihre Kasse sehr zufrieden sind. Die KLuG Krankenversicherung startet – so der deutliche Wille ihrer Mitglieder – mit Stolz in das zweite Jahrhundert.
Ein klarer Beleg dafür, dass kleine Krankenversicherer bei den Kunden beliebt sind und damit ihre Existenzberechtigung im Markt haben.
Über diesen Entscheid freut sich die Gemeinschaft der RVK-Mitglieder ganz besonders, ist es doch auch ein deutliches Zeichen, dass die Kunden die Überschaubarkeit und den persönlichen Service einer kleinen Krankenkasse sehr schätzen.
Wir wünschen der KLuG für die Zukunft alles Gute und noch ein langes Leben in Selbständigkeit.
Im Übrigen ist die Vielfalt in der Kassenlandschaft auch vom Gesetzgeber so gewollt, sieht er doch explizit einen Wettbewerb unter den Kassen vor. Nur durch diesen Wettbewerb haben die Versicherten echte Wahlmöglichkeiten bezüglich Anbieter, Versicherungsprodukte, Franchisen und Service.
Daniel Herzog, Direktor 041 417 05 00, d.herzog@rvk.ch
NATUR Die Schweiz hat mehr als 1500 Seen. Aus diesem Grund sind Herr und Frau Schweizer nie mehr als 16 Kilometer von einem See entfernt.
14
Information Juli 2018
Informationen des RVK
RVK Rück AG GUT, DASS ES DIE GROSSRISIKOVERSICHERUNG (GRV) GIBT Die RVK Rück AG verzeichnete im vergangenen Jahr einen neuen Leistungsrekord. Ein Rückversicherungsfall wies Bruttoleistungen von 785 000 Franken auf. Nach Abzug des Eigenrisikos belastete dieser Fall die GRV-Grundpflege mit 585 000 Franken. Wie kommt es zu solch exorbitanten Kosten in der Grundversicherung? Diesen Rekordleistungsfall hat eine versicherte Person ausgelöst, die sich einer Stammzellentransplantation zur Behandlung einer Leukämie unterzogen hat. Stammzellentransplantationen verursachen generell die höchsten Fallkosten in der Rückversicherung. Im vorliegenden Fall war die Behandlung besonders aufwändig. Die betroffene Person war von Ende 2015 bis Anfang 2017 ununterbrochen hospitalisiert, insgesamt 444 Tage. Die Behandlungen erfolgten in zwei Universitätsspitälern, einem kantonalen Akutspital und einer Rehaklinik. Alle vier Leistungserbringer stellten 2017 Rechnung. Nach dem langen stationären Aufenthalt kamen ambulante Leistungen für Medikamente, Spitex, Labor, Arzt und Spital ambulant im Umfang von rund 130 000 Franken dazu.
Wir stellen fest, dass im Rahmen der hochspezialisierten Medizin (HSM) solche teuren und vor allem langwierigen Behandlungen keine Seltenheit sind. Auch wenn eine Konzentration der Leistungen im Bereich der seltenen, komplexen und teuren Interventionen und Therapien angestrebt wird, bleiben solche Kosten ein grosses Risiko für die Krankenversicherer. Grossrisikofälle können die Solvenz kleiner Krankenversicherer massiv beeinträchtigen und sie sogar in ihrer Existenz gefährden. Unsere Rückversicherungskunden sind sich dieser Gefahren bewusst und sichern sich dementsprechend ab. Elisabeth Janssen, Krankenversicherungsexpertin 041 417 05 54, e.janssen@rvk.ch
Der Vertrauensarzt des RVK prüfte die überaus lange Hospitalisation und die Behandlungen auf ihre Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZW) und befand sie als korrekt. Zudem kontrollierte die DRG-Prüfstelle die stationären Abrechnungen und bestätigte deren Richtigkeit. In der Folge hat die RVK Rück AG 585 000 Franken aus der GRV-Grundpflege übernommen.
Information Juli 2018
15
Informationen des RVK
fmc-Symposium 2018 «INTEGRIERTE VERSORGUNG: MEHR ODER WENIGER STAAT?» Das Forum Managed Care (fmc) lud Mitte Juni 2018 zum nationalen Symposium der integrierten Versorgung ein. Mit dem Thema «Integrierte Versorgung: Mehr oder weniger Staat?» traf die Veranstaltung einen aktuelle Brennpunkt. Rund 300 Fachpersonen des Gesundheitswesens und der öffentlichen Hand folgten der Einladung in den Kursaal in Bern. Die Diskussion um mehr oder weniger Staat lancierte das fmc mit einer in Auftrag gegebenen Studie. Oliver Kessler von der Hochschule Luzern – Wirtschaft befragte dazu 361 Fachpersonen mittels Onlineumfrage und 30 Personen mittels Experteninterviews. Ein wichtiges Studienergebnis ist, dass die Befragten von einem zunehmenden Einfluss der öffentlichen Hand in der integrierten Versorgung ausgehen. Wie Pascal Strupler, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit, erläuterte, hat der Bund mit dem Medizinalberufegesetz, dem elektronischen Patientendossier, den 38 Kostendämpfungsmassnahmen und mit verschiedenen runden Tischen bereits sehr viel für die integrierte Versorgung unternommen. Damit hat der Bund seine Hausaufgaben gemacht. Zusätzlich ist der Bund in den Dossiers Qualität und Tarife subsidiär aktiv geworden, weil sich die Tarifpartner nicht finden konnten.
16
Information Juli 2018
Martin Pfister, Gesundheitsdirektor des Kantons Zug, stellt fest, dass das Vertrauen in die Kantone hoch ist, dies obwohl sie in der Vergangenheit viel gescholten wurden. Die verschiedenen Hüte der Kantone sieht er nicht als Problem, er wäre aber bereit, einen Hut abzugeben, wenn es einen besseren Hutträger gibt. Ihre Rolle als Moderator und Regulator wollen die Kantone in der integrierten Versorgung weiterhin aktiv wahrnehmen. Mit der Alterung der Bevölkerung und der zunehmenden Bedeutung der Langzeitpflege steigt die Bedeutung der Gesundheitspolitik auch für die Gemeinden an. Wie Jörg Kündig, Gemeindepräsident Gossau/ZH und Vorstandsmitglied Schweizer Gemeindeverband, ausführt, wird für Gemeinden und Städte der Aufbau integrierter Versorgungsmodelle bei der Pflege von älteren Menschen immer bedeutsamer. Er fordert die Politik auf, die notwendigen Rahmenbedingungen für neue Modelle der Gesundheitsversorgung zu schaffen und finanzielle Fehlanreize zu beseitigen.
Informationen des RVK
In der Diskussionsrunde, an der sich auch Vertreterinnen und Vertreter von Patientenorganisationen, Krankenversicherer und Leistungserbringer beteiligten, wurde das im Gesundheitswesen vorherrschende Silodenken und die Zunftmentalität kritisiert. Von allen Akteuren wurde der in Diskussion stehende Experimentierartikel positiv bewertet. Der Experimentierartikel soll es ermöglichen, projektbezogen neue Wege zu beschreiten.
Im Rahmen des Symposiums wurde auch dieses Jahr der fmc-Förderpreis vergeben. Dabei wurde den Teilnehmenden eine Auswahl von drei Projekten vorgegeben. Den Förderpreis gewonnen haben Andrea Sutter und Marianne Schenker von der OVIVA AG mit ihrem Projekt zur interdisziplinären Versorgung von Diabetespatienten in der Hausarztpraxis. Peter Aregger, Bereichsleiter Versicherungen 041 417 05 59, p.aregger@rvk.ch
In seiner Synthese stellte Prof. Dr. Volker Amelung fest, dass keine ideologische Diskussion für mehr oder weniger Staat geführt wurde. Vielmehr gibt es Bereiche, in denen der Wettbewerb erwünscht ist und Bereiche, in denen der Staat eine dominante Rolle hat. Hier gilt es, die Rollen der verschiedenen Akteure zu klären, respektive die verschiedenen Hüte den Akteuren richtig zuzuteilen. Zum Experimentierartikel gibt er den Tipp, Projekte auf ihre Übertragbarkeit zu prüfen und von Beginn weg zu evaluieren. Nur so können erfolgreiche Projekte identifiziert werden und in einem breiteren Kontext umgesetzt werden.
Information Juli 2018
17
Informationen des RVK
Im Interview ROLF MEYER GIBT AUSKUNFT ZUR ZUSAMMENARBEIT MIT DEM RVK Die Sympany arbeitet seit vielen Jahren mit dem RVK zusammen und ist auch Verbandsmitglied. Speziell beleuchten möchten wir in diesem Gespräch die Zusammenarbeit zwischen dem Medizinischen Dienst der Sympany und dem Versicherungsmedizinischen Dienst des RVK.
Wie nahm die Zusammenarbeit in diesem Bereich ihren Anfang? Rolf Meyer: Die Sympany beauftragte den RVK, als externer Dienstleister den Medizinischen Dienst der Sympany zu unterstützen. Die Beratungstätigkeit umfasst heute neben der Beurteilung von Kostengutsprachegesuchen auch die Verfassung einer Zweitmeinung bei Wiedererwägungen und auch die Beurteilungen zur korrekten Tarifanwendung im Verhältnis zur durchgeführten medizinischen Leistung. Die Beurteilungen der RVK-Fachkräfte sind fester Bestandteil der Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst der Sympany. Wie muss man sich die Zusammenarbeit in der Praxis vorstellen? Meyer: In einer gemeinsamen Vereinbarung wurde die Zusammenarbeit geregelt. Für Sympany wichtig ist neben einer hochstehenden Beratertätigkeit der RVK-Fachkräfte zu medizinischen Fragestellungen die strikte Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Während einer Einführungsphase haben uns medizinische Fachspezialistinnen des RVK tatkräftig vor Ort unterstützt. Begleitend konnten wir so unsere Arbeitsweise den RVK-Fachkräften weiter geben. Dank dieser hohen Flexibilität des RVK setzen wir gemeinsam eine sehr gute und prozessorientierte Fallbearbeitung um, welche die Bedürfnisse von Sympany vollumfänglich abdeckt.
18
Information Juli 2018
Was glauben Sie, welches sind die weiteren Erfolgsfaktoren der guten Zusammenarbeit zwischen der Sympany und dem RVK? Meyer: Da gibt es verschiedene Faktoren. Die Flexibilität wurde schon erwähnt. Wichtig sind sicher auch die Zuverlässigkeit und die Geschwindigkeit, mit welcher die RVK-Fachkräfte arbeiten. Dadurch können unsere Prozesse beschleunigt werden. Die Beurteilungen sind fachlich einwandfrei und können so mehrheitlich ungefiltert in die Argumentation mit den Leistungserbringern einfliessen. Ein weiterer Vorteil, der Zeit spart. In einigen Fällen ist die Neutralität des RVK und somit auch die neutrale Fallbeurteilung von grossem Nutzen. Dies natürlich auch in Bezug auf die Glaubwürdigkeit der Fallbeurteilung. Thomas Lustenberger, Key Account Manager 041 417 05 61, th.lustenberger@rvk.ch
Informationen des RVK
Rolf Meyer, Leiter Geschäftsbereich Leistungen, Sympany
Sympany, die erfrischend andere Versicherung
Rolf Meyer ist seit Juli 2012 Leiter Leistungen bei der Sympany. Der diplomierte Krankenversicherungsexperte und Inhaber eines Masters in Managed Health Care bringt grosse Erfahrung im Prozessmanagement von Krankenversicherern mit. Er verfügt über 30 Jahre Branchenerfahrung im Versicherungswesen und über ausgewiesene Fach- und Führungserfahrung im Bereich Leistungen.
Sympany ist die erfrischend andere Versicherung, die massgeschneiderten Schutz und unbürokratische Hilfe bietet. Sympany ist im Kranken- und Unfallversicherungsgeschäft für Private und Unternehmen sowie im Sach- und Haftpflichtversicherungsgeschäft aktiv und hat ihren Hauptsitz in Basel.
NATUR Schweizweit gibt es etwa 1400 Gletscher. Der Aletschgletscher im Kanton Wallis gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe und ist der grösste Alpengletscher Europas.
Information Juli 2018
19
Informationen des RVK
MedCasePool NEUE DIENSTLEISTUNG – ÄRZTLICHE UNTERSUCHE IN LUZERN ODER VOR ORT Mit dem neu eingerichteten Untersuchungszimmer in Luzern ist es ab sofort möglich, ein weiteres Kundenbedürfnis professionell abzudecken. Hiermit wird die bestehende Dienstleistung des Versicherungsmedizinischen Dienstes durch ein letztes Puzzleteil, den persönlichen Untersuch, ergänzt. Das neue Angebot rückt die Versicherten ins Zentrum und ist ein erheblicher Mehrwert für sie. Bei ungenügender Datenlage kann ein persönlicher Untersuch veranlasst und durchgeführt werden, um lange Abklärungen mit den Leistungserbringern und Versicherten abzukürzen oder sogar zu vermeiden. Somit besteht nun eine umfassende Dienstleistungspalette für den Kunden.
Ob im Grund- oder Zusatzversicherungsbereich, unser Sekretariat übernimmt für Sie die ganze Organisation und Terminkoordination des ärztlichen Untersuchs. Dieser wird in den Räumlichkeiten des RVK in Luzern oder bei einem delegierten Vertrauensarzt/Versicherungsarzt durchgeführt. Anschliessend gibt der Arzt eine Stellungnahme ab, die umfassend auf alle Fragen eingeht.
Anwendungsbereiche
Das MedCasePool-Sekretariat unterstützt Sie gerne. Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter 041 417 05 15.
Es gilt, eine Unterscheidung zwischen Fällen der Grundversicherung (KVG) und dem Privatversicherungsmarkt zu machen. Grundversicherung: Der Vertrauensarzt hat bei ungenügender Datenlage die Möglichkeit, nach Art. 57 KVG persönliche Untersuche zu veranlassen oder vorzunehmen. Die Untersuchung ist auf die versicherungsmedizinische Fragestellung fokussiert. Zusatzversicherung (Taggeld, Unfall, Absenzmanagement): Der Versicherungsmedizinische Dienst des RVK kann als unabhängige «Gutachterstelle» mit Vertrauens- oder SIMzertifizierten Ärzten (SIM = Swiss Insurance Medicine) umfassende Beurteilungen abgeben. Die gewünschte Abklärung kann durch den Kunden telefonisch oder über unser Fallführungssystem «CASEnet» angemeldet werden.
Clever entlastet 20
Information Juli 2018
Monika Amberg, Medizinische Fachspezialistin 041 417 05 60, m.amberg@rvk.ch
Informationen des RVK
MedCasePool DER VERTRAUENSÄRZTLICHE POOL WÄCHST Die neuen Aufgabengebiete des Vertrauensärztlichen Pools (VA-Pool) verlangen eine ständige Anpassung der personellen Ressourcen. Der VA-Pool wurde im Frühling durch den Facharzt Dr. P. Moulin (Wirbelsäulenchirurgie) verstärkt, um das zunehmende Fallvolumen im Unfallversicherungsbereich bewältigen zu können. Ausserdem sind parallel zur Einrichtung des Untersuchungszimmers beim RVK gezielt niedergelassene Ärzte angefragt worden, um künftig auch dezentral persönliche Untersuchungen – hauptsächlich im Taggeldbereich, aber auch im Absenzmanagement – durchführen zu können. Gegenwärtig besteht im Tessin und im Raum St. Gallen die Möglichkeit eines Untersuchs.
Zur Qualitätsoptimierung trägt auch die Aufnahme weiterer spezialisierter Vertrauens- und Konsiliarärzte in den Pool bei. So konnten wir für die Bearbeitung gefässchirurgischer und phlebologischer Fragestellungen eines Spezialisten aus der Ostschweiz gewinnen. Peter Graf, Leiter Vertrauensärztlicher Dienst 041 417 05 28, p.graf@rvk.ch
Information Juli 2018
21
Informationen des RVK
Spitex-Controlling SPITEX-LEISTUNGEN PRÜFEN LOHNT SICH
Nicht immer werden die Leistungen von den Spitex-Organisationen einwandfrei erfasst. Wir überprüfen für Sie die Leistungen nach unseren bewährten Prüfprozessen. Die ambulante Pflege verzeichnet seit Jahren ein stetiges Wachstum. Laut Bundesamt für Statistik beziehen über 300 000 Personen ambulante Pflegeleistungen, die gesamthaft Kosten von über 1.2 Milliarden Franken verursachen. In diesem Zusammenhang sprach die «SonntagsZeitung» von Einsparungen im Millionenbereich. Ein Zweig also, der an Relevanz gewinnt und bei dem es sich lohnt, genauer hinzusehen. Wir entlasten Sie bei dieser Aufgabe. Unsere qualifizierten und erfahrenen Mitarbeitenden überprüfen die SpitexLeistungen auf ihre Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZW) und den Vorgaben von RAI-HomeCare sowie dessen Leistungskatalog. Sie schicken uns die notwendigen Unterlagen elektronisch mithilfe unseres Fallführungssystems zu und wir kontrollieren diese sofort nach Erhalt. Unsere Mitarbeitenden prüfen täglich viele solcher Leistungen und können auf eine mehrjährige Erfahrung zurückblicken. Dank dieser Fähigkeiten erkennen sie rasch und zuverlässig Fehler, was hohe Einsparungen ermöglicht.
Kundenstimme Kurt Bachmann, Leiter ambulante Leistungen, Aquilana Versicherungen «Der RVK unterstützt uns bei der Spitex-Leistungskontrolle. Das partnerschaftliche Vorgehen durch die RVK-Fachspezialistinnen stärkt das Vertrauen gegenüber den SpitexOrganisationen, erhöht die Qualität und führt zu Kostenersparnissen.»
22
Information Juli 2018
Kunden mit bestehendem CASEnet-Zugang «Case Management» dürfen solche Fälle ab sofort zustellen. Kunden ohne einen Zugang dürfen sich gerne beim MedCasePool-Sekretariat (041 417 05 15, sekretariat.mcp@rvk.ch) melden, um das weitere Vorgehen festzulegen. Patrick Kellenberger, Bereichsleiter Marketing & Bildung 041 417 05 55, p.kellenberger@rvk.ch
Informationen des RVK
Im Interview CORNELIA MÜLLER GIBT AUSKUNFT ZUM SPITEX-CONTROLLING
Cornelia Müller, Sie kontrollieren beim RVK SpitexLeistungen im Auftrag der Krankenversicherer. Was genau beinhaltet diese Aufgabe? Cornelia Müller: Ich überprüfe die pflegerischen Leistungen, die von der Spitex erfasst werden, auf ihre Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit. Dabei orientiere ich mich an den Vorgaben von RAI-HC und dessen Leistungskatalog. Ich überprüfe individuelle Anfragen zu einzelnen Leistungen sowie komplette Dossiers. Daneben geben wir unseren Kunden auch Hinweise, welche Spitex-Fälle sie auslenken sollen und welche nicht. Mein Hintergrund als Pflegefachfrau und ehemalige Spitex-Mitarbeiterin hilft mir bei dieser Arbeit sehr. Was ist ein typischer Fehler bei solchen Leistungen? Müller: Immer wieder kommen Fehler vor, wenn zum Beispiel mehrere Spitex-Organisationen in einen Fall involviert sind. Dort werden vielfach doppelt verrechnete Positionen entdeckt. Auch kommt es vor, dass die Leistungen schlicht falsch erfasst wurden. Dies sieht man nur bei einer sehr genauen Kontrolle, kombiniert mit spezifischem Fachwissen.
Was machen Sie, wenn Sie auf solche Fehler stossen? Müller: Als Resultat der Kontrolle kann es sowohl zu Kürzungen der Stunden als auch der gesamten Leistung kommen. Dies ist dann der Fall, wenn zum Beispiel die Spitex einen höheren Betrag verrechnet als die höchste Pflegestufe in einem Heim. Speziell betonen möchte ich, dass wir bei Bedarf mit den Spitex-Organisationen Kontakt aufnehmen, um uns ein noch besseres Bild der Situation verschaffen zu können. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit ist uns dabei sehr wichtig. Welche Einsparungen erzielen Sie? Müller: Im Durchschnitt erzielen wir pro Fall, welchen wir nach vorangegangener Triage von unseren Kunden erhalten, eine Einsparung von rund 2000 Franken. In Einzelfällen kommt es vor, dass sogar mehrere zehntausend Franken eingespart werden können. Nebst den Einsparungen ist der präventive Gedanke nicht zu vergessen. Durch die Kontrolle steigt die Qualität bei den Spitex-Organisationen, was zu weniger Korrekturen führt.
Information Juli 2018
23
Informationen des RVK
RVK-Frühlingstagung RÜCKBLICK UND AUSBLICK
Am 17. und 18. April 2018 fand im frisch renovierten Hotel Sempachersee die 11. Ausgabe der RVK-Frühlingstagung statt. Bereits im Vorfeld sind die sieben Workshop-Themen auf reges Interesse gestossen. Mit rund 70 Teilnehmenden verzeichnete die Tagung auch einen Teilnehmerrekord. Sämtliche Workshops wurden aufgrund der grossen Nachfrage zweimal durchgeführt. Die Themen «Medikamente» sowie «Wirtschaftlichkeitsverfahren und Gerichtsurteile» stiessen dabei auf besonders grosse Resonanz. Ebenfalls beliebt war die erstmals angebotene Führung durch das Schweizer Paraplegiker-Zentrum. Hierbei erhielten die Teilnehmenden einen spannenden Einblick in das europaweit führende Kompetenzzentrum für Querschnittgelähmte und Wirbelsäulenverletzungen. Neben der fachlichen Weiterbildung standen aber auch der persönliche Austausch und die Netzwerkpflege im Fokus. Bei schon fast sommerlichen Temperaturen wurden Kontakte geknüpft und ausgebaut sowie erfrischende Diskussionen geführt. Die Teilnehmenden beurteilten das Rahmenprogramm der RVK-Frühlingstagung sehr positiv. 95 Prozent der Teilnehmenden gaben an, dass die Erwartungen erfüllt oder übertroffen wurden. Die Rückmeldungen haben insbesondere den Erfahrungsaustausch und das individuell wählbare Programm als Trümpfe hervorgehoben. Aus diesem Grund hält der RVK weiterhin am Rahmenprogramm mit sieben Workshops, den lebendigen Pausen sowie dem gemeinsamen Apéro und Nachtessen fest.
24
Information Juli 2018
Zudem ist der RVK weiterhin bestrebt, in den Workshops noch mehr Praxisbezug zu schaffen. Für ein lehrreiches und praxisorientiertes Programm dürfen jederzeit konkrete Themenwünsche oder Referentenvorschläge an die Abteilung Bildung gemeldet werden. Für die nächstjährige RVK-Frühlingstagung sind bereits die ersten Vorbereitungsarbeiten angelaufen. Es würde uns freuen, wenn wir Sie am 2. und 3. April 2019 erneut am Sempachersee willkommen heissen dürfen. Wir setzen alles daran, dass wir Ihnen auch bei der nächstjährigen Ausgabe ein spannendes Programm präsentieren können. Philipp Dünki, Produktverantwortlicher Bildung & Events 041 417 05 63, p.duenki@rvk.ch
Informationen des RVK
RVK-ImPuls 2018 KUNDEN- UND PARTNEREVENT
Am 28. Juni 2018 fand der RVK-ImPuls zum zweiten Mal als exklusiver Kunden- und Partnerevent statt. Rund 80 Personen haben am Anlass teilgenommen. Erfreut stellte der RVK fest, dass neben den Mitgliedern auch zahlreiche Nichtmitglieder anwesend waren. Das Château Gütsch bot mit seinen geschichtsträchtigen Mauern und der spektakulären Panoramasicht einen würdigen Rahmen für diese Veranstaltung. Als Wahrzeichen von Luzern ist es über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Passend zur Lokalität erzählte Jürg Schmid, ehemaliger Direktor von Schweiz Tourismus, spannende Geschichten rund um den Tourismus. Erfrischend und elegant fasste er in seiner einstündigen Keynote die grössten Chancen und Herausforderungen in der Tourismusbranche, einem der weltweit grössten Wirtschaftszweige, zusammen.
Neben den spannenden Erläuterungen bot sich den Gästen die Gelegenheit, sich zu vernetzen und auszutauschen. Ob beim Apéro auf der Terrasse mit Weitblick oder beim kulinarischen Hochgenuss im Restaurant, der muntere Ausklang an der Bar rundete den diesjährigen RVK-ImPuls ab. Der RVK ist überzeugt, dass die Netzwerkpflege, der Genuss sowie eine interessante Keynote weiterhin die Eckpfeiler dieses ausgewählten Kunden- und Partnerevents bilden sollen. Mit grosser Vorfreude sieht der RVK bereits der nächsten Ausgabe vom 27. Juni 2019 in Luzern entgegen. Philipp Dünki, Produktverantwortlicher Bildung & Events 041 417 05 63, p.duenki@rvk.ch
Information Juli 2018
25
Informationen des RVK
«Fit für den Vorstand» SEMINAR FÜR VORSTANDSMITGLIEDER, VERWALTUNGS- UND STIFTUNGSRÄTE Mit dem Intensivseminar «Fit für den Vorstand» spricht der RVK Vorstandsmitglieder sowie Verwaltungs- und Stiftungsräte an, die in ihrem Amt neu sind oder ihr Branchenwissen festigen und Erfahrungen austauschen wollen. Als oberste Instanz eines Unternehmens muss sich der Vorstand beziehungsweise der Verwaltungsrat mit zahlreichen Führungs- und Kontrollaufgaben befassen. Externe Faktoren, die massgeblichen Einfluss auf die strategische Ausrichtung haben, sind gerade in der Krankenversicherungsbranche äusserst vielfältig. Zudem verändern rechtliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen die Anforderungen an die strategischen Führungsorgane. Bei der Ausübung der Tätigkeit in einem Vorstand oder Verwaltungsrat stellen sich wichtige Fragen: «Welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten habe ich? Wie steht es mit meiner Haftung? Wie reagieren wir auf veränderte Rahmenbedingungen? Haben wir unser Risikomanagement im Griff?»
Mit diesen und weiteren Fragen werden sich die Teilnehmenden beschäftigen und sich in konzentrierter Form Wissen zu aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen, zum Rollenverständnis und zu den damit verbundenen Führungsaufgaben aneignen. Die Referenten verfügen über fundierte Praxiserfahrung und garantieren eine klare Ausrichtung auf die Herausforderungen der Krankenversicherungsbranche. Das Tagesseminar findet am Donnerstag, 8. November 2018, in Luzern statt. Marco Fäh, Leiter Bildung & Events 041 417 05 62, m.faeh@rvk.ch
NATUR Die Schweiz besteht zu rund 70 Prozent aus Bergen. Der höchste Gipfel ist die Dufourspitze, welche 4634 Meter über Meer liegt.
26
Information Juli 2018
Informationen des RVK
RVK-Bildungsangebote AKTUELLE FACHKURSE IM HERBST 2018
Gerne begleiten wir Sie auch im kommenden Herbst als kompetenter Bildungspartner und bringen Sie beruflich weiter. Informieren Sie sich noch heute auf unserer Website und lassen Sie sich von unserem vielfältigen Schulungsangebot inspirieren. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht zu unseren aktuellen Weiterbildungen. Krankentaggeld nach VVG und KVG Infolge von Rentabilitätsproblemen stellt das Krankentaggeldgeschäft derzeit eine grosse Herausforderung für die Versicherer dar. Umso wichtiger ist die effiziente und effektive Leistungsabwicklung. Dank eines praxisbezogenen Settings und des fachlichen Austauschs mit unseren Referenten werden anhand von zahlreichen Beispielen rechtliche und leistungsbezogene Fragen bearbeitet. Der Kurs findet am 11. und 18. September 2018 statt.
Sprechstunde «Vertrauensarzt» Im Fokus dieses Kurses stehen die Fallbesprechung und der Austausch zwischen Vertrauensarzt und Fachspezialisten. Anhand von konkreten Beispielen werden ausgewählte Krankheitsbilder und medizinische Unterlagen besprochen. Der neue Fachkurs bietet eine ideale Plattform, um aktuelle Fälle und Fragestellungen rund um den Vertrauensärztlichen Dienst zu diskutieren. Der Kurs wird am 22. November 2018 durchgeführt.
«Prüfungstraining für Sozialversicherungsfachleute» Das Training richtet sich an Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs «Sozialversicherungsfachleute» und dient als Vorbereitung auf den mündlichen Prüfungsteil «soziale Sicherheit». Im Rollenspiel mit der Expertin prüfen die Kandidaten ihren Wissensstand und erleben eins zu eins, wie sich die Prüfungssituation anfühlt. Die Anzahl Plätze für die Prüfungssimulation ist begrenzt, eine frühzeitige Anmeldung ist deshalb empfehlenswert. Das Training findet am 7. respektive 14. September 2018 statt. www.rvk.ch/bildung/kursuebersicht Marco Fäh, Leiter Bildung & Events 041 417 05 62, m.faeh@rvk.ch
Information Juli 2018
27
Informationen des RVK
Kundenzeitschrift SICHER SOMMERAUSGABE
Ende Juni ist die Sommerausgabe der Kundenzeitschrift SICHER erschienen. Es handelt sich dabei um die Exklusivausgabe eines Krankenversicherers. Die Leserinnen und Leser der Kundenzeitschrift SICHER erfahren in der neusten Ausgabe, worauf sie in den eigenen vier Wänden achten müssen, damit keine unerwünschten Untermieter wie beispielsweise Schimmel oder Hausstaubmilben Einzug halten. Zudem widmet sich die Sommerausgabe dem Thema Tinnitus. Was ist ein Tinnitus überhaupt und welche Behandlungsformen gibt es? Der Präsident der Schweizerischen Tinnitus-Liga, PD Dr. med. Dr. h.c. Andreas Schapowal, beantwortet Fragen zur Mitgliedschaft sowie zu künftigen Herausforderungen. Chantal Koller, Assistentin Marketing & Bildung 041 417 05 70, ch.koller@rvk.ch
Weitere Themen im SICHER Aktive Kinder Sportverletzungen
Versicherungsratgeber Reiseversicherungen für Auslandaufenthalte Die Printausgabe kann beim RVK bestellt oder unter www.rvk.ch heruntergeladen werden.
28
Information Juli 2018
Informationen des RVK
Ressourcen NEUE DATENSCHUTZ-GRUNDVERORDNUNG DER EUROPÄISCHEN UNION Die Europäische Union (EU) hat am 25. Mai 2018 die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft gesetzt. Es handelt sich dabei um ein Gesetz, das in den EU-Ländern direkt anwendbar ist. Damit will die EU die einheitliche Anwendung und Umsetzung des Datenschutzes sicherstellen. Für Schweizer Unternehmen ist das EU-Recht dann anwendbar, wenn Informationen über natürliche Personen, die sich in der EU befinden, bearbeitet werden, beispielsweise im Rahmen des Angebots von Dienstleistungen/Waren oder wenn systematisch Verhaltensbeobachtungen gemacht werden.
Neu ist insbesondere, dass die Umsetzung dieser Anforderungen in sämtlichen unternehmerischen Situationen (in Projekten, im Marketing, im Personalwesen, im Outsourcing etc.) nun verbindlich eingefordert wird und die Verletzung mit hohen Bussen belegt wird.
Angebote von Waren oder Dienstleistungen erfolgen heute in der Regel über das Internet (Webshops). Bei Warenangeboten muss klar sein, dass sie sich auf keinen Fall an Personen in der EU richten – ansonsten gilt die DSGVO. Bei Dienstleistungsangeboten gibt es noch viele ungeklärte Fragen, was als Angebot in der EU qualifiziert werden kann.
Unternehmen müssen sich über ihre Datenbearbeitung einen Überblick verschaffen und diese dokumentieren. Dabei sind sämtliche Beziehungen zu internen und externen Stakeholdern zu beachten und gegebenenfalls neu zu regeln. Dazu gehört insbesondere: −−Cookie-Banner auf Internetseiten −−Datenschutzerklärungen −−Gute Verträge mit Outsourcing-Partnern −−Übersicht über Datensammlungen mit Konformitätscheck −−Übersicht über Systemlandschaft −−Erstellen eines Bearbeitungsreglements −−Erstellen interner Weisungen
Als systematische Überwachung gilt die Verwendung von Cookies oder anderer Analysetools auf der Internetseite. Da das Internet offen ist, ist für alle Webseitenbetreiber zu empfehlen, die ausdrückliche Einwilligung für den Gebrauch der Analysetools einzuholen. Der Datenschutz an sich ist nicht neu. In der Schweiz gibt es seit 1991 ein Datenschutzgesetz, und es sind in der EU und in den Kantonen dieselben Grundsätze anwendbar: −−Informationen zu einer Person sind datenschutzrelevant und dürfen nur mit klarer Einwilligung durch diese oder klarer gesetzlicher Grundlage bearbeitet werden. −−Die Bearbeitung hat immer verhältnismässig zu erfolgen. Das bedeutet, nur so viele Bearbeitungen (Zugriffe, Auswertungen, Weitergaben etc.) vorzunehmen, wie unbedingt notwendig sind, um den rechtsgültigen Zweck zu erreichen. −−Der verantwortliche Bearbeiter muss die Richtigkeit der Inhalte sicherstellen. −−Die Daten müssen sicher (IT-Sicherheit und physische Sicherheit) bearbeitet werden. −−Wer Daten zur Bearbeitung weitergibt (z.B. via Cloud), bleibt für die Weiterbearbeitung verantwortlich.
Für Ihre Unterstützung steht Ihnen der RVK gerne zur Verfügung. Stephan Bernet, Datenschutz 041 417 05 71, st.bernet@rvk.ch
Information Juli 2018
29
Informationen des RVK
Neues von der RVK-Crew NEUEINTRITTE, DIENSTJUBILÄEN UND WEITERBILDUNGSERFOLGE Neueintritte
Seit Dezember 2017 arbeitet Frau Nicole Jufer als Fachspezialistin Vergütungsberatung für den RVK. Sie übernimmt in einem Teilzeitpensum die Unterstützung und Ferienvertretung von Christoph Weber im Bereich MedCasePool.
Am 1. Februar 2018 hatte Frau Patricia Peter ihren ersten Arbeitstag beim RVK. Frau Peter ist diplomierte Arztund Spitalsekretärin und verstärkt als Assistentin das MedCasePool-Sekretariat.
Herr Guido Hüsser arbeitet seit dem 26. Februar 2018 als Projektleiter MedCasePool für den RVK. Herr Hüsser verfügt über langjährige Berufserfahrung in der Versicherungsbranche und bringt auch Erfahrung und Fachkompetenz im Projektmanagement mit.
Am 1. März 2018 hatte Frau Alexandra Rosko ihren ersten Arbeitstag beim RVK. Frau Rosko besitzt ein Fähigkeitszeugnis als Medizinische Praxisassistentin (MPA) und verstärkt den Bereich MedCasePool als medizinische Fachspezialistin. Wir heissen die neuen Mitarbeitenen ganz herzlich im RVKTeam willkommen und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihnen.
30
Information Juli 2018
Informationen des RVK
Dienstjubiläen
Weiterbildungserfolg
Philipp Dünki feierte am 1. März 2018 sein 5-jähriges Dienstjubiläum. Er engagiert sich als Produktverantwortlicher Bildung & Events für die Entwicklung und die Organisation von Weiterbildungskursen und Kundenanlässen.
Sacha Duner, Projektleiter Bildung, hat im März 2018 erfolgreich eine Weiterbildung im Bildungsmanagement abgeschlossen und das «Diploma of Advanced Studies» der Hochschule für Wirtschaft FHNW erworben. Herzliche Gratulation zu diesem Erfolg. Alexander Kobel, Leiter Finanzen & Personal 041 417 05 50, a.kobel@rvk.ch
Am 9. Mai 2018 feierte Chantal Koller ihr 5-jähriges Dienstjubiläum. Frau Koller hat eine kaufmännische Lehre beim RVK absolviert und ist – nach einem kurzen Unterbruch – seit Mai 2016 als Assistentin im Bereich Marketing & Bildung tätig. Wir danken Philipp Dünki und Chantal Koller für ihre Treue und ihr Engagement und freuen uns, weiterhin mit ihnen zusammenarbeiten zu können.
Information Juli 2018
31
INFORMATIONEN UNSERER MITGLIEDER, KUNDEN UND PARTNER DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
33
Branchenprojekt eKARUS
34
ÖKK LIVE
35
Krankenkasse Cassa da malsauns Lumneziana feiert 100-Jahr-Jubiläum
Seite
32
eKARUS lanciert den offenen Kommunikationsstandard SHIP. Er ermöglicht einen vollständig digitalen Informations- und Datenaustausch zwischen den Leistungserbringern und den Kostenträgern des schweizerischen Gesundheitswesens.
Bei ÖKK LIVE handelt es sich um eine neue Linie von Zusatzversicherungen, die aus einzelnen Modulen aufgebaut ist. Der neue Verkaufsprozess mit Bedarfsanalyse und elektronischem Produktkonfigurator stellt Flexibilität und Freiheit sicher.
Die Krankenkasse Cassa da malsauns Lumneziana feierte am 1. Januar 2018 ihr 100-jähriges Jubiläum. Bis heute steht der persönliche Kontakt zu den Versicherten im Vordergrund.
Information Juli 2018
Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner
eKARUS lanciert SHIP NEUER KOMMUNIKATIONSSTANDARD SHIP (Swiss Health Information Processing) ist der neue Kommunikationsstandard in der Digitalisierung der administrativen Prozesse im schweizerischen Gesundheitswesen. Mit dem offenen Kommunikationsstandard SHIP schafft das Branchenprojekt eKARUS eine schweizweite Norm und strebt eine Offizialisierung durch den Verein eCH an. Für die Übermittlung der Daten zur Kostensicherung stationärer Behandlungen sind Spitäler heute auf traditionelle Kommunikationskanäle angewiesen. Versicherer und Kantone als Kostenträger wollen ihre Zuständigkeit prüfen können, bevor sie dem Spital die Kostenübernahme zusichern. Die damit verbundenen administrativen Prozesse sind zeit- und ressourcenintensiv; überdies kompliziert Datenheterogenität die Abläufe. Das Branchenprojekt eKARUS hat sich zum Ziel gesetzt, die manuellen Prozesse zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern zu digitalisieren und weitgehend zu automatisieren. SHIP ermöglicht einen vollständig digitalen Informationsund Datenaustausch zwischen den Leistungserbringern und den Kostenträgern des schweizerischen Gesundheitswesens entlang eines definierten Prozesses. Die Geschäftsabwicklung erfolgt unter höchsten Sicherheitsstandards (Datenschutz und IT-Security) und erhöht so die Transparenz, Datenqualität und Abwicklungseffizienz bei allen Beteiligten markant.
Der offene SHIP-Standard steht auf ship-standard.ch zum Download zur Verfügung. Die aktuelle Version 1.0 umfasst den ersten konkreten Anwendungsfall zur Kostensicherung im Bereich stationäre Behandlung im Akutspital. Die Nutzung des SHIP-Standards bedingt eine Anbindung an den SHIP-Betrieb. Mit der offiziellen Bereitstellung der SHIP-Standardversion 1.0 sind nun alle Akutspitäler, Krankenversicherungen und Kantone eingeladen, ihre Teilnahme am produktiven SHIPBetrieb zusammen mit ihren Software-Partnern zu planen und vorzubereiten. Hierbei berät und unterstützt die SASIS AG als SHIP-Betrieb Dienstleistungserbringer die zukünftigen SHIP-Teilnehmer gerne (Kontaktaufnahme unter ship-services@sasis.ch). Stefan Müller, Projektleiter eKARUS, Altroadvice AG 079 409 71 37, stefan.mueller@altroadvice.ch
Information Juli 2018
33
Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner
ÖKK VERSICHERUNG, NEU GEDACHT
Mit ÖKK LIVE kommt ÖKK dem immer drängenderen Wunsch der Kunden entgegen, sich flexibel und individuell zu versichern.
Individualisierung
Digitalisierung
Bei ÖKK LIVE handelt es sich um eine neue Linie von Zusatzversicherungen, die aus einzelnen Modulen aufgebaut ist. Der Clou: Ausgehend von einem Grundmodul können die Kundinnen und Kunden sich den Versicherungsschutz zusammenstellen, der ihren Bedürfnissen am besten entspricht. Zentrales Kriterium für die Wahl der einzelnen Module ist die Lebensphase und -situation, in der eine Person gerade steckt.
Die neue Idee hinter ÖKK LIVE verlangt einen anderen Zugang der Beratung. Deshalb sind die Produktidee von ÖKK LIVE und der Verkaufsprozess mit der KLICK.app (Webapplikation des Softwareherstellers Concevis AG) eng miteinander verzahnt. Die Kundinnen und Kunden können den ganzen Prozess von der ersten Informationssuche bis zum Versicherungsabschluss online durchführen. Sie können sich aber auch zuerst online informieren und ihre Versicherung beim Kundenberater abschliessen, oder sie lassen sich zuerst beraten und schliessen dann online ab.
Jedes Modul steht für ein übergeordnetes Thema, das direkt Aufschluss über die versicherten Leistungen und Services gibt. Die Module sind klar voneinander abgegrenzt. Ambulante Leistungen und Spitalkomponenten sind ebenfalls klar voneinander getrennt. Dank dieses modularen Aufbaus können die Kundinnen und Kunden zudem Leistungen aussen vor lassen, die in festgeschnürten Paketlösungen enthalten sind, aber die sie gar nicht bräuchten.
ÖKK entspricht damit einem oft geäusserten Kundenbedürfnis: Die Versicherten wollen die Freiheit haben, den Prozess jederzeit unterbrechen und frühere Eingaben ändern zu können. Der neue Verkaufsprozess mit Bedarfsanalyse und elektronischem Produktkonfigurator stellt diese Flexibilität und Freiheit sicher. www.oekk.ch
Die Versicherung mit gesundem Bündnerverstand.
34
Information Juli 2018
Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner
Cassa da malsauns LUMNEZIANA REGIONAL UND PERSÖNLICH – SEIT 100 JAHREN Die Krankenkasse Cassa da malsauns Lumneziana feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Bis heute steht der persönliche Kontakt zu den Versicherten im Vordergrund. Die regional verwurzelte und lokal tätige Krankenkasse Cassa da malsauns Lumneziana blickt auf eine hundertjährige Geschichte zurück. Sie wurde im Jahr 1918 von den Gemeinden im Oberlugnez zum Zweck der Einrichtung einer Krankenversicherung für alle ihre Einwohner gegründet. Die Krankenversicherung war bereits im Jahre 1918 für alle Einwohner dieser Gemeinden obligatorisch. Auswärtige konnten der Krankenkasse nicht beitreten. Die Cassa da malsauns Lumneziana wurde im Jahr 2006 von einem Institut des öffentlichen Rechts in eine Stiftung umgewandelt. Ihr Zweck ist die Versicherung ihrer Versicherten gegen die wirtschaftlichen Folgen von Krankheit, Unfall und Mutterschaft, nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit und im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Die Krankenkasse fördert die Prävention von Krankheiten und Unfällen durch Aufklärung und unterstützt geeignete Einrichtungen.
Trotz steigender Gesundheitskosten und häufiger gesetzgeberischer Anpassungen, die kleine Krankenversicherer oft vor grosse administrative Herausforderungen stellen und wesentliche zusätzliche Betriebskosten verursachen, konnte sich die Cassa da malsauns Lumneziana in den vergangenen Jahren als kleine Krankenversicherung mit vergleichsweise massvollen Prämien behaupten. Ein attraktives, qualitätsgesichertes Versicherungsangebot und ein guter und speditiver Service stehen auch in Zukunft an erster Stelle. www.lumneziana.ch
In Graubünden wohnhafte Personen können Grund- und Zusatzversicherung bei der Cassa da malsauns Lumneziana abschliessen – der Schwerpunkt liegt aber klar in der Region Lumnezia. Sie bietet ihren Kundinnen und Kunden die Grundversicherung mit Wahlfranchisen und Hausarztmodell an sowie die Kranken- und Unfalltaggeldversicherung nach KVG. Zudem vermittelt sie Zusatzversicherungen des RVK und der vita surselva. Heute sind 2540 Personen bei der Bündner Krankenversicherung versichert.
Information Juli 2018
35
Agenda 2018 Veranstaltungen August
Krankenversicherung Grundlagen 1
29./30.
Luzern
September
«Berufliche Vorsorge» Fit für die Kundenberatung
5.
Zürich
Fachkurs «Vertiefung Leistungen ambulant»
6.
Luzern
Prüfungstraining mündlich für Sozialversicherungsfachleute
7.
Zürich
November
Dezember
Fachkurs «Krankentaggeld – Leistungsabrechnung und -koordination» ab 11.
Luzern
Fachkurs «Psychische Krankheitsbilder 2»
12.
Luzern
Prüfungstraining mündlich für Sozialversicherungsfachleute
14.
Luzern
Krankenversicherung Grundlagen 2
19./20.
Luzern
«Kollektiv-Krankentaggeld» Fit für die Versicherungsberatung
26.
Bern
Fachkurs «Inkasso nach KVG/VVG»
7.
Luzern
Seminar «Fit für den Vorstand»
8.
Luzern
Fachkurs «Kranken- und Sozialversicherungen für medizinisches Praxispersonal»
8.
Luzern
Krankenversicherung Grundlagen 1
13./14.
Luzern
Fachkurs «Kranken- und Sozialversicherungen für medizinisches Praxispersonal»
15.
Bern
Fachkurs «Sprechstunde Vertrauensarzt»
22.
Luzern
Fachkurs «Spitexleistungen gemäss KVG»
28.
Luzern
Luzerner Kongress Gesellschaftspolitik
4.
Luzern
Krankenversicherung Grundlagen 2
4./5.
Luzern
Tagung Langzeitpflege «Ambulant & stationär – Erfolgsmodell mit Potential?»
11.
Zürich
Kundenorientierung
12.
Luzern
Sessionen Herbst
10. bis 28. September
Bern
Winter
26. November bis 14. Dezember
Bern
Information Juli 2018
36