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INFORMATION Herbst 2013

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Aktuelle Informationen und Fakten rund um die Krankenversicherungen

3/2013

INFORMATION

Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik Einheitskassen-Initiative ohne Gegenvorschlag vors Volk Informationen des RVK RVK bietet neu versicherungsmedizinische Beratungen an Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner RVK-Mitglieder erfolgreich rezertifiziert

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Inhalt

4 Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik

5 Bericht aus dem Parlament, Bundesrat, EDI, BAG 12 Einheitskassen-Initiative: 21. Forum der Krankenversicherer

13 Informationen des RVK

14 Hausarztsystem: Gestärkte Verhandlungsposition 15 RVK-Bildungsangebot: Breite Schulungspalette 16 Vermittelte Versicherungen: Patientenrechtsschutz 18 DRG-Prüfstelle: Kooperation Datenannahmestelle 21 RVK Rück AG: Positives Geschäftsergebnis 22 MedCasePool: Versicherungsmedizinische Beratung 24 Kundenzeitschrift SICHER: Spannende Herbstausgabe 24 Kundenzeitschrift SICHER: Kolping bezieht Artikel-Service 25 RVK-intern: Neues von der RVK-Crew 26 RVK-intern: Mitarbeitende bezwingen die Rigi

27 Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner 27 Kurzmeldungen

28 Agenda

Impressum Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich. Herausgeber und Redaktion RVK – Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer Haldenstrasse 25, 6006 Luzern Telefon 041 417 05 00 Telefax 041 417 05 01 E-Mail: info@rvk.ch www.rvk.ch Seite 2


Editorial

Liebe Mitglieder Sehr geehrte Damen und Herren Wie jedes Jahr hat sich der Vorstand im Spätsommer zu seiner Klausurtagung getroffen. Diesmal in veränderter Zusammensetzung: Erstmals waren FranzJosef Kaltenbach (Sympany) und Pino Puopolo (FKB), die von der diesjährigen Delegiertenversammlung als Vorstandsmitglieder gewählt worden waren, mit dabei. Der Vorstand hat sich insbesondere mit zwei Themenfeldern auseinandergesetzt: • Die Veränderungen in der Verbandslandschaft der Krankenversicherer und die möglichen Auswirkungen auf den RVK. In dieser Frage hat der Vorstand ein klares Bekenntnis zur Dachorganisation Santésuisse abgegeben. • Die Entwicklung neuer Dienstleistungs-, Rückversicherungs- und Versicherungsangebote für den Gesundheitsmarkt Schweiz und damit auch für die kleinen und mittleren Krankenversicherer. Diesbezüglich sind verschiedene interessante Ideen erarbeitet worden, die zu konkretisieren und auf ihre Realisierbarkeit zu prüfen sind. Gesundheitspolitisch sind die Zeiten sehr bewegt. Anfang September hat Bundesrat Berset zur «Konferenz Gesundheit 2020» eingeladen. Über 300 Teilnehmende aus allen Kreisen des Gesundheitswesens haben verschiedene Fragen diskutiert. Dabei ist über alle Lager hinweg ein starkes Interesse an der Förderung der integrierten Versorgung geäussert worden. In seinen einleitenden Worten hat Bundesrat Berset auch auf die Leistungsfähigkeit, die soziale Ausgestaltung und die bewähren Strukturen unseres Gesundheitswesens hingewiesen. Das Ausland beneide die Schweiz für ihren Standard. Es brauche deshalb keine Revolutionen, sondern Augenmass und Feintuning.

Die mit der «Initiative für eine öffentliche Krankenkasse» dennoch gewünschte Revolution kommt nun ohne Gegenvorschlag zur Abstimmung. Damit ist der Abstimmungskampf für den Urnengang, den wir im Herbst 2014 erwarten, eröffnet. Wir Krankenversicherer können insbesondere mit zwei Massnahmen massgeblich dazu beitragen, dass die Freiheit der Versicherten erhalten bleibt und eine Verstaatlichung des Gesundheitswesens abgewendet werden kann: • Zunächst gilt es, das per 1. Juni 2011 getroffene Gentlemen‘s Agreement bezüglich des Telefonmarketings zu respektieren und auch auf den Vorwand zu verzichten, die gehassten Telefonanrufe würden sich auf das Zusatzversicherungsgeschäft beziehen. Selbst wenn das theoretisch stimmen mag, wird der belästigte Bürger diese Unterscheidung nicht machen. • Weiter gilt es, die Informationsaufgabe, die uns als Sozialversicherer zukommt, ernsthaft und mit Bedacht wahrzunehmen und den Versicherten mit Fakten die Vor- und Nachteile des heutigen Systems und einer verstaatlichten Einheitskasse darzulegen. Der RVK unterstützt Sie bei diesen Aufgaben gerne. Ich wünsche Ihnen allen einen erfolgreichen Herbst und danke Ihnen schon jetzt für Ihr Engagement gegen eine verstaatlichte Krankenversicherung. Mit freundlichen Grüssen, Ihr

Charles Giroud Präsident

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Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik EXPRESS Verbot Telefonwerbung Die Motion Maire Jacques-André will die rechtlichen Grundlagen schaffen, damit der Bundesrat die Telefonwerbung der Krankenversicherer verbieten kann. Der Bundesrat hatte sich gegen die Motion ausgesprochen – der Nationalrat hingegen hat ihr zugestimmt. Seite 6 Schönheitsoperationen im Fokus Folgekosten von Behandlungsfehlern oder Komplikationen nach Schönheitsoperationen sollen nicht aus der Grundversicherung bezahlt werden. Der Bundesrat hat sich gegen die entsprechende Motion ausgesprochen, der Nationalrat ihr jedoch zugestimmt. Seite 9 Prämienausgleich zwischen den Kantonen Der Ständerat befasste sich mit dem Ausgleich der Prämien, die in einzelnen Kantonen zu viel oder zu wenig bezahlt wurden. Umstritten ist vor allem die Frage, über welche Periode die Prämien auszugleichen sind. Die vorberatende Kommission hat zwölf Jahre befürwortet. Es handelt sich um eine Vorlage, die niemanden zufriedenstellt, unter die man aber möglichst schnell einen Schlussstrich ziehen will. Das Geschäft geht nun an den Nationalrat. Seite 10 Verwaltungskosten online publizieren Der Bund soll zukünftig die Verwaltungskosten aller Krankenversicherer im Internet auflisten. Bundesrat sowie National- und Ständerat befürworten die entsprechende Motion von Isabelle Moret. Seite 11

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Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 21. Juni 2013 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert: PARLAMENT

Nationalrat

Schlussabstimmungen

Insbesondere im Nationalrat war die Krankenversicherung in der abgeschlossenen Herbstsession ein wichtiges Thema. Die grosse Kammer hat eine ganze Reihe von Vorstössen behandelt – wie in den letzten Jahren kaum einmal. Erstaunlicherweise weichen aber viele Beschlüsse des Nationalrates von den Anträgen des Bundesrates ab. Schätzt der Bundesrat die Stimmung in den Kommissionen und Räten verschiedentlich falsch ein?

Bundesbeschluss über die medizinische Grundversorgung (Gegenentwurf zur Volksinitiative «JA zur Hausarztmedizin») Am 12. September 2013 befasste sich der Nationalrat zum fünften und letzten Mal mit diesem Geschäft. Er schloss sich auf Antrag seiner vorberatenden Kommission, die mit 16:0 Stimmen beschlossen hatte – ohne dass eine Einigungskonferenz notwendig wurde – den Beschlüssen des Ständerates an. Dieser hatte für den Gegenvorschlag zur Initiative eine einfachere und schlankere Fassung beschlossen. In den Schlussabstimmungen vom 27. September 2013 stimmte der Nationalrat dem Gegenvorschlag mit 195:0 Stimmen zu (ohne Enthaltungen) und der Ständerat mit 38:0 Stimmen (vier Enthaltungen). Nachdem sich Krankenversicherer und Leistungserbringer nicht auf eine Änderung des Tarmed einigen konnten, die den Initianten zusagte, wird nun der Bundesrat von seiner Kompetenz Gebrauch machen und selbst den Tarif erlassen, mit dem den Grundversorgern 200 Millionen Franken höhere Vergütungen zukommen sollen. Weil die Tarifänderung kostenneutral ausfallen soll, wird dies zulasten der Spezialärzte geschehen. Da der Bundesrat beschlossen hat, die entsprechende Tarifänderung bereits 2014 in Kraft zu setzen, hat das Initiativkomitee die Volksinitiative zurückgezogen. Nachdem der Gegenvorschlag eine Verfassungsänderung vorsieht, wird das Volk zu diesem Stellung nehmen können. Es wird nur noch über den Gegenvorschlag abstimmen. Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» – Entlastung der Krankenversicherung durch Streichung der Kosten des Schwangerschaftsabbruches aus der obligatorischen Krankenversicherung. In seiner Botschaft an die eidgenössischen Räte schlägt der Bundesrat vor, die Initiative dem Volk zur Ablehnung zu unterbreiten. In der Schlussabstimmung vom 27. September 2013 hat der Nationalrat dem bundesrätlichen Antrag mit 155:33 zugestimmt, der Ständerat mit 37:5 Stimmen.

Motion Bulliard-Marbach Christine. Hausärztemangel Mit der Motion soll der Bundesrat beauftragt werden, Voraussetzungen zu schaffen, die den Beruf des Hausarztes attraktiver machen. Und zwar: • Anstossfinanzierung, um Praktikumsplätze mit Pensen von 50 bis 100 Prozent in Hausarztpraxen zu schaffen. • Schaffung von Gemeinschaftspraxen mit multiprofessionellen Leistungserbringern im Gesundheitswesen. Der Bundesrat beantragte, die Motion abzulehnen, da verschiedene Massnahmen, wie zum Beispiel der Masterplan «Hausarztmedizin und medizinische Grundversorgung», bereits in die gewünschte Richtung gehen. Der Nationalrat stimmte der Motion hingegen mit 96:79 Stimmen zu. Motion Fraktion CVP/EVP/glp. Hausarztfreundliches Tarifsystem Mit der Motion wird der Bundesrat aufgefordert, gesetzliche Grundlagen vorzulegen, um ein hausarztfreundliches Tarifsystem zu schaffen. So sollen für den Tarif zum Beispiel nicht einzig die Kostenbetrachtungen massgebend sein, sondern ebenso der Nutzen anhand der Kriterien Zweckmässigkeit und Wirksamkeit. Zudem sollen differenzierte TarmedTaxpunktwerte ausgehandelt werden können und für die Analysenliste ein Tarif für Hausärzte bereitgestellt werden. Es soll weiter eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden, um einen zweite schweizerischen Einzelleistungstarif für Hausärzte zu ermöglichen. Entgegen dem Antrag des Bundesrats hat der Rat die Motion mit 75:70 Stimmen angenommen. Seite 5


Motion Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit-SR. Differenzierte Einzelleistungstarife im KVG Mit dieser Motion soll der Bundesrat bei der Vorbereitung zur kommenden Gesetzesrevision über die Zulassung der Ärztinnen und Ärzte zur obligatorischen Krankenversicherung unter anderem eine Lösung prüfen, die vorsieht, dass der Bund in Zusammenarbeit mit den Kantonen differenzierte Einzelleistungstarife für Spezialärzte und für Grundversorger und nach Regionen festlegt. Der Ständerat hatte der Motion in der Sommersession 2013 zugestimmt. Bundesrat und die vorberatende Kommission des Nationalrates haben beantragt, die Motion abzulehnen. Der Rat hat die Motion mit 12:162 Stimmen abgelehnt. Motion Poggia Mauro. Nationaler Reservefonds der obligatorischen Krankenversicherung Der Bundesrat soll dem Rat eine Vorlage unterbreiten, die vorsieht, einen nationalen Fonds für die Reserven aller Versicherer zu schaffen. Die Gemeinsame Einrichtung KVG soll den Fonds verwalten. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Der Rat ist dem Antrag gefolgt und hat die Motion mit 56:130 Stimmen klar abgelehnt. Motion Chopard-Acklin Max. Abschaffung der Kopfprämien bei der Krankenkassen-Grundversicherung Der Bundesrat soll eine Gesetzesvorlage mit einem neuen Finanzierungssystem vorlegen. Dabei soll im Minimum das Ziel erreicht werden, dass kein Haushalt mehr als 8 Prozent seines Einkommens für die Grundversicherung aufwenden muss. Der Bundesrat beantragte, die Motion abzulehnen. Er stützte sich auf eine parlamentarische Initiative der Sozialdemokratischen Partei im September 2008, welche die Prämienbelastung ebenfalls auf 8 Prozent beschränken wollte. Zudem wies er auf die gesetzlich verankerte Prämienverbilligung hin. Der Rat folgte diesem Antrag und hat die Motion mit 57:130 Stimmen abgelehnt. Motion Frehner Sebastian. Anpassung der Frist für die Prämienmitteilung im KVG Der Motionär verlangt vom Bundesrat eine Gesetzesänderung, welche das BAG verpflichtet, die Prämien bis spätestens am 31. August zu genehmigen. Der Motionär will damit erreichen, dass Versicherungsverträge nach KVG und VVG gleichzeitig bis Ende September gekündigt werden können. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Der Rat ist diesen Anträgen gefolgt und hat die Motion mit 48:136 Stimmen abgelehnt. Seite 6

Motion Maire Jacques-André. Für ein Verbot der Telefonwerbung durch Krankenversicherer Der Motionär will das leidige Problem der Telefonwerbung lösen, indem der Bundesrat die notwendigen rechtlichen Grundlagen für ein Verbot der kostspieligen Machenschaften schafft. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen, da er im Gesetz betreffend die Aufsicht über die soziale Krankenversicherung (KVAG) eine entsprechende Bestimmung aufnehmen werde. Mit dieser könne der Bundesrat die Entschädigung der Vermittler und die Werbeausgaben regeln. Im Gegensatz zum Bundesrat hat der Rat die Motion mit 94:85 Stimmen angenommen. Motionen Marra Ada. • Erhöhung der Krankenkassenprämien ausschliesslich zur Kostendeckung Die Motionärin hält fest, dass die Prämien zum Teil nicht nur zur Kostendeckung erhöht werden. Die Prämienerhöhungen würden auch dazu dienen, Versicherte in gewissen Kantonen los zu werden, mit dem Nebeneffekt, dass die angehäuften Reserven beim Krankenversicherer bleiben. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Der Rat ist dem Antrag gefolgt und hat die Motion mit 59:128 Stimmen abgelehnt. • Obligatorische Anhörung der Kantone bei einer Anpassung von Krankenkassenprämien Mit der Motion soll der Bundesrat dafür sorgen, dass das BAG bei der Festsetzung der Krankenkassenprämien in allen Fällen die Kantone anhören muss. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Er ist aber bereit zu prüfen, wie der Prozess der Prämiengenehmigung angepasst und die Kantone besser einbezogen werden können. Der Rat hat die Motion mit 54:126 Stimmen abgelehnt. • Festsetzung der Krankenkassenprämien nur einmal pro Jahr Mit der Motion soll der Bundesrat eine Änderung des KVG vorlegen, der vorsieht, dass Krankenkassenprämien nur ein einziges Mal pro Jahr angepasst und unterjährig nicht geändert werden dürfen. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Diesem Antrag ist der Rat gefolgt und hat die Motion mit 54:129 Stimmen abgelehnt.


Motion Moret Isabelle. Genehmigung der Prämien in der Krankenpflegeversicherung. Publikation einer allfälligen Befristung Das BAG soll Prämien der Grundversicherung, die nur befristet genehmigt worden sind, publizieren. Die Motionärin bezieht sich auf einen Fall im Jahr 2012, bei dem das BAG die Prämien eines Krankenversicherers lediglich für ein halbes Jahr bewilligt hatte. Weder das BAG noch der Versicherer hatte dies entsprechend publiziert. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Er hat aber zugesichert, eine allfällige Gesetzesänderung zu prüfen. Der Nationalrat hat die Motion mit 58:123 Stimmen abgelehnt. Motion SR Kuprecht Alex. Aufhebung einer praxisfremden und rechtsungleichen Bestimmung im KVG Das KVG soll geändert werden, indem die Bestimmung aufgehoben wird, wonach bei ausserkantonalen ambulanten Behandlungen höchstens jener Tarif vergütet wird, der am Wohn- oder Arbeitsort der versicherten Person oder in deren Umgebung gilt. Die Bestimmung verursache einen grossen administrativen Aufwand und benachteilige die Versicherten mit Wohnsitz in der Schweiz gegenüber von Grenzgängern. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion anzunehmen. Der Ständerat hatte sich bereits in der Frühjahrssession mit der Motion einverstanden erklärt. Nachdem auch die vorberatende Kommission Zustimmung beantragte, hat der Nationalrat der Motion oppositionslos zugestimmt.

Motion Rossini Stéphane. Rechte der Zahntechnikerinnen und Zahntechniker bei Tarifverträgen Zahntechnikerinnen und Zahntechniker sollen im KVG als vollwertige Tarifpartner anerkannt werden. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Dies deshalb, weil die Kriterien, welche die Eidgenössische Fachkommission für allgemeine Leistungen in der Krankenversicherung 1995 aufgestellt hatte, nicht erfüllt seien. Der Rat ist dem Antrag des Bundesrats gefolgt und hat die Motion mit 57:127 Stimmen abgelehnt. Motion Gilli Yvonne. Arzneimittelvielfalt in der Komplementärmedizin erhalten Der Bundesrat soll für eine rasche, risikobasierte und KMU-gerechte Revision und Genehmigung der Phytoanleitungen auf Stufe einer Institutsverordnung sorgen. Ziel ist es, Innovationen und Neuzulassungen im Bereich der pflanzlichen Arzneimittel zu ermöglichen. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Er will die Revision des Heilmittelgesetzes abwarten und dann prüfen, welche Anpassungen notwendig sind und wie diese im Verordnungsrecht abgebildet werden können. Im Gegensatz zum Antrag des Bundesrats hat der Nationalrat der Motion mit 118:63 Stimmen zugestimmt.

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Postulat Graf-Litscher Edith. Massnahmen gegen die abnehmende Zahl zugelassener pflanzlicher und komplementärmedizinischer Heilmittel Der Bundesrat soll prüfen, ob das EDI respektive das Heilmittelinstitut Massnahmen ergreifen kann gegen die stetig abnehmende Zahl von zugelassenen komplementärmedizinischen und phytotherapeutischen Arzneimitteln. Der Bundesrat hat auch hier auf das Heilmittelgesetz verwiesen, das sich in Revision befindet, und beantragt, die Motion abzulehnen. Der Nationalrat ist dem Antrag des Bundesrates gefolgt und die Motion mit 84:100 Stimmen abgelehnt. Motion Graf-Litscher Edith. Spitalinfektionen. Umkehr der Beweislast Mit der Motion soll der Bundesrat die gesetzlichen Grundlagen ändern, damit in Fällen von Spitalinfektionen nicht mehr die geschädigten Patientinnen und Patienten eine mögliche Sorgfaltspflichtverletzung beweisen müssen, sondern die Spitalverantwortlichen. Der Bundesrat beantragte, die Motion abzulehnen. Er erklärte sich aber bereit, im Rahmen der Umsetzung der drei gleichlautenden Postulate Kessler, Gilli und Steiert «Patientenrechte stärken» auf die rechtliche Situation geschädigter Personen bei Spitalinfektionen einzugehen. Entgegen dem Antrag des Bundesrates stimmte der Rat der Motion mit 94:89 Stimmen zu.

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Motion Poggia Mauro. Für die Gleichbehandlung der Versicherten bei Erwerbsausfall durch Krankheit Der Bundesrat soll das KVG so ändern, dass der Versicherungsschutz bei Erwerbsausfall durch Krankheit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer obligatorisch und einheitlich geregelt ist. Der Bundesrat beantragte, die Motion abzulehnen. Er wies auf die Kostenfolgen hin und darauf, dass bereits andere Vorstösse in dieser Sache abgelehnt worden sind. Der Rat lehnte die Motion mit 57:130 Stimmen ab. Motion FDP-Liberale Fraktion. E-Health-Forschungsprogramm Der Bundesrat soll die Reform des Gesundheitswesens mithilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien per E-Health-Forschungsprogramm fördern. Dabei soll der Wissenstransfer gesichert und bestehende und neue regionale Pilotprojekte unterstützt, vernetzt und evaluiert werden. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen – insbesondere mit dem Hinweis, dass bereits der Vorentwurf zum neuen Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG) eine Bestimmung enthält, mit dem der Bund den Wissenstransfer und den Erfahrungsaustausch zwischen den Kantonen und weiteren interessierten Kreisen fördern könne. Entgegen dem Antrag des Bundesrats hat der Rat der Motion mit 80:62 Stimmen zugestimmt.


Motion Humbel Ruth. Gesetzeskonforme Umsetzung der Spitalfinanzierung Mit der Motion soll der Bundesrat Art. 59c Abs. 1 Bst. a der Verordnung über die Krankenversicherung aufheben. Er stehe im Widerspruch zu Art. 49 Abs. 1 KVG. Dieser hält fest, dass die einzelnen Spitäler für gleiche Leistungen bei gleicher Qualität den gleichen Preis erhalten und die Tarife nicht mehr gemäss ausgewiesenen Kosten der einzelnen Spitäler berechnet werden. Art. 59c Abs. 1 Bst. a KVV hebe aber diese gesetzliche Bestimmung auf. Obwohl der Bundesrat beantragt hat, die Motion abzulehnen, hat der Rat ihr mit 118:66 Stimmen zugestimmt. Motion Humbel Ruth. Keine Kassenpflicht für Folgekosten nach nicht medizinisch indizierten kosmetischen Eingriffen Das Krankenversicherungsgesetz soll die gesetzlichen Grundlagen vorlegen, damit Folgekosten bei Behandlungsfehlern, Komplikationen und Unverträglichkeiten nach nicht kassenpflichtigen schönheitsmedizinischen Eingriffen von der Kassenpflicht ausgenommen werden. Der Bundesrat beantragte, die Motion abzulehnen – der Rat stimmte ihr jedoch mit 126:53 Stimmen zu. Motion Fridez Pierre-Alain. Kostenlose Vorsorgeuntersuchungen für Erwachsene Die Motion will die gesetzlichen Grundlagen für ein Programm schaffen, das Vorsorgeuntersuchungen für Erwachsene vorsieht. Die Vorsorgeuntersuchungen sollen aus der Grundversicherung ohne Kostenbeteiligung der untersuchten Person finanziert werden. Der Bundesrat hat beantragt die Motion abzulehnen – insbesondere deshalb, da die Krankenversicherung verschiedene Vorsorgeuntersuchungen bereits bezahlt. Zudem können interessierte Fachgesellschaften und Organisationen jederzeit einen Antrag auf Kostenübernahme für präventive Untersuchungen im Erwachsenenalter stellen. Der Rat ist dem Bundesrat gefolgt und hat die Motion mit 55:129 Stimmen abgelehnt. Motion Reimann Lukas. Keine Verbilligung der Krankenkassenprämien für Sans-Papiers Mit der Motion soll der Bundesrat eine Änderung von Art. 65 KVG ausarbeiten, so dass Personen ohne gültige Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz keine Prämienverbilligung erhalten. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Er begründet dies primär mit dem Umstand, dass auch Personen ohne Aufenthaltsbewilligung einen Wohnsitz in der Schweiz haben und damit versicherungspflichtig sind. Wenn diese

Personen von der Prämienverbilligung ausgeschlossen werden, liessen sich noch weniger versichern. Der Rat ist dem Antrag des Bundesrats gefolgt und hat die Motion mit 63:116 Stimmen abgelehnt. Motion Fraktion der Schweizerischen Volkspartei. Nothilfebezüger nicht mehr bei einer Krankenkasse versichern Nothilfebezüger sollen nicht mehr krankenversichert werden. Zur absoluten Mindestversorgung soll sie die zuständige kantonale Behörde im Krankheitsfall an einen Arzt verweisen. Mit der Motion soll der Bundesrat im Rahmen der Asylgesetzrevision die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen schaffen. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Er ist der Ansicht, dass alle in der Schweiz wohnhaften Personen das Recht auf dieselbe medizinische Versorgung und auf eine Krankenversicherung haben. Der Rat teilt die Meinung des Bundesrats und hat die Motion mit 63:120 Stimmen abgelehnt. Motion Fraktion der Schweizerischen Volkspartei. Asylwesen. Gesundheitsversorgung ausserhalb des KVG sicherstellen Im Rahmen der Asylgesetzrevision will die SVPFraktion mit der Motion die gesetzlichen Grundlagen schaffen, dass die Gesundheitsversorgung von Asylsuchenden und vorläufig Aufgenommenen ausserhalb der Grundversicherung sichergestellt und finanziert werden kann. Die Krankenversicherer oder die Gemeinsame Einrichtung KVG sollen die Leistungsentschädigungen wie auch die Kontrollen abwickeln. Sie müssen die Kosten vollständig dem Bund weiterverrechnen, damit sie nicht die Prämien der übrigen Versicherten beeinflussen. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen: Damit einerseits alle Schweizer Bewohner gleichgestellt werden und andererseits aus administrativen Überlegungen. Der Rat hat die Motion mit 58:125 Stimmen abgelehnt. Motion Poggia Mauro. Schwarzarbeit und Krankenversicherungsdeckung. Arbeitgeber in die Verantwortung nehmen Mit der Motion soll der Bundesrat eine Gesetzesänderung vorlegen. Arbeitgeber, die Arbeitskräfte ohne Arbeitsbewilligung beschäftigen, müssen zukünftig für die Kosten aufkommen, wenn Arbeitskräfte während ihrer Tätigkeit krank werden und keine Krankenversicherung haben. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen, da dem Arbeitgeber keine Kontrollpflicht auferlegt werden soll. Der Rat ist diesem Antrag gefolgt und hat die Motion mit 11:170 Stimmen abgelehnt. Seite 9


Motion Darbellay Christophe. Rechtslücke in der Unfallversicherung schliessen Taggelder sollen auch in Fällen bezahlt werden, in denen Erwerbsunfähigkeit aufgrund von Rückfällen und Spätfolgen einer Verletzung entsteht, welche die versicherte Person in ihrer Jugend erlitten hatte. Die Motion will das UVG und gegebenenfalls andere Bestimmungen ändern, um dies zukünftig zu gewährleisten. Der Bundesrat hat beantragt, die Motion abzulehnen. Er vertritt die Meinung, dass Arbeitnehmer, die einen Rückfall erleiden im Zusammenhang mit einem ursprünglich nicht UVG-versicherten Unfall, gleich behandelt werden wie Arbeitnehmer, die an einer Krankheit leiden. Entgegen dem Antrag des Bundesrates hat der Rat der Motion mit 93:87 Stimmen zugestimmt. Parlamentarische Initiative Humbel Ruth. Prämienbefreiung für Kinder Der Rat nimmt den Antrag der vorberatenden Kommission an und beschliesst, die Behandlungsfrist der Initiative um zwei Jahre zu verlängern, also bis zur Herbstsession 2015. Postulat Schmid-Federer Barbara. Auswirkung der Franchise auf die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen Mit dem Postulat soll geprüft werden, ob • die Höhe der Franchise aus Prämienspargründen so gewählt wird, dass diese für Versicherte nicht tragbar ist und zu einem Verzicht von Leistungen führt, • neben den tiefsten Einkommensklassen auch Familien der Mittelklasse (mit zwei oder mehr Kindern und mit unterstützungsbedürftigen Angehörigen) wegen der Franchise auf medizinische Leistungen verzichten und • allenfalls ein Systemwechsel denkbar ist, der die Höhe der Franchise aufgrund des steuerbaren Einkommens oder der Anzahl unterstützungsbedürftiger Angehöriger einer Familie festlegt. Der Bundesrat hat beantragt, das Postulat anzunehmen. Der Rat hat dem Postulat mit 125:61 Stimmen zugestimmt.

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Ständerat KVG. Änderung: Prämienausgleich zwischen den Kantonen Im Ständerat war dieses Geschäft das wichtigste gesundheitspolitische Beratungsthema. Zuvor hatten es Kantone und die GDK intensiv diskutiert. Im Januar 2013 entschied die vorberatende Kommission, nicht auf das Geschäft einzutreten, weil keine gerechte Lösung möglich sei. Nach heftigen Protesten – insbesondere aus den Kantonen, in denen seit Inkrafttreten des neuen KVG im Jahr 1996 zu hohe Prämien verlangt wurden – kam die Kommission im Mai auf ihren Nichteintretens-Beschluss zurück. Sie stützte sich auf einen Vorschlag der kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz. Am 17. September 2013 befasste sich der Ständerat mit dem Ausgleich der Prämien, die seit 1996 in einzelnen Kantonen zu viel und in andern zu wenig bezahlt wurden. Die vorberatende Kommission beantragte mit 11:0 Stimmen, auf die Vorlage einzutreten und ihr zuzustimmen. Alle Votanten hielten fest, dass es sich hier um eine Vorlage handelt, die zwar niemanden zufrieden stelle, es nun aber darum gehe, in dieser Sache möglichst schnell einen Schlussstrich zu ziehen. Am umstrittensten war die Frage, über welche Periode die zu viel oder zu wenig bezahlten Prämien auszugleichen sind. Die Kommissionsmehrheit (11:0) sprach sich für zwölf Jahre aus, und zwar die zwölf Jahre, welche dem Inkrafttreten des KVAG vorangehen. Eine Minderheit verlangte, dass die ganze Periode vom 1. Januar 1996 bis zum Inkrafttreten des neuen KVAG berücksichtigt wird. Nachdem das neue KVAG in der vorberatenden Kommission des Nationalrats kein Gehör gefunden hat und mit deutlichem Mehr (15:9) an den Bundesrat zurückgewiesen werden soll, ist schwierig abzuschätzen, welche Zeitspanne nun berücksichtigt wird. Der Rat hat die übrigen Hauptbestimmungen mit 39:0 Stimmen akzeptiert. Demnach übernehmen Bund, Versicherer und Versicherte (Verrechnung mit CO2-Rückvergütung) je einen Drittel der 800 Millionen Franken, die für den Ausgleich der Prämien in den betroffenen Kantonen mit zu hohen Prämien aufgebracht werden müssen. Das Geschäft geht nun an den Nationalrat. Motion NR Humbel Ruth. Aufhebung einer praxisfremden und rechtsungleichen Bestimmung im KVG Mit der Motion wird verlangt, dass der Bundesrat eine Änderung des KVG vorlegt, wonach der zweite Satz von Art. 41 Absatz 1 KVG ersatzlos aufgehoben wird. Diese Bestimmung hält fest, dass bei ambulan-


ten, ausserkantonalen Behandlungen höchstens jener Tarif vergütet wird, der am Wohn- oder Arbeitsort der versicherten Person oder in deren Umgebung gilt. Nachdem der Nationalrat die Motion bereits angenommen hatte, hat auch der Ständerat dieser zugestimmt. Motion NR Fridez Pierre-Alain. Diabetikerinnen und Diabetiker. Kostenübernahme für die Fusspflege durch Podologinnen und Podologen Nachdem sowohl der Nationalrat als auch die vorberatende Kommission dieser Motion bereits zugestimmt hatten, hat sich auch der Ständerat positiv zu diesem Anliegen gestellt. Motion Grünliberale Fraktion. Risikoausgleich in der Krankenversicherung mit Krankheitsfaktoren verbessern Die Motion will den Bundesrat beauftragen, einen ergänzten Risikoausgleich auszuarbeiten. Dabei soll er den Morbiditätsfaktor (Krankheitsfaktor) berücksichtigen. Dieser Faktor müsse den Medikamentenbedarf der Versicherten und die sich daraus ergebenden Krankheitsbilder einbeziehen. Nachdem der Bundesrat beantragt hatte, der Motion zuzustimmen, und der Nationalrat dies bereits getan hatte, empfahl auch die vorberatende Kommission des Ständerates einstimmig, diese anzunehmen. Der Rat stimmte dieser diskussionslos zu. Motion NR Moret Isabelle. Veröffentlichung der Verwaltungskosten der Krankenkassen Der Bund soll zukünftig von allen Krankenversicherern die Verwaltungskosten des Vorjahrs (in Prozenten der Prämien) im Internet unter www.priminfo.ch auflisten. Nachdem bereits der Bundesrat und der Nationalrat die Motion befürwortet hatten, hat auch die vorberatende Kommission beantragt, diese anzunehmen. Der Rat ist der Empfehlung gefolgt. BUNDESRAT / EDI / BAG / FINMA

Einheitskasse Aufgrund des Drucks seitens des National- und Ständerats und der schlechten Resonanz im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens musste Bundesrat Berset nachgeben. Der Bundesrat hat beschlossen, dem Parlament zu beantragen, die Volksinitiative «Für eine öffentliche Krankenkasse» ohne Gegenvorschlag dem Volk vorzulegen und zur Ablehnung zu empfehlen. Der Erstrat wird sich wahrscheinlich in der Frühjahrssession (möglicherweise bereits in der kommenden Wintersession?) mit der Initiative befassen, so dass die Volksabstimmung 2014 stattfinden kann. Prämien 2014 Bundesrat Berset hat am 26. September 2013 die Katze aus dem Sack gelassen: Die Prämien steigen 2014 nur moderat – im schweizerischen Durchschnitt um 2,2 Prozent. Es stellt sich allerdings die Frage, was dieser – in den Medien omnipräsente – Durchschnittssatz den Versicherten bringt. In lediglich vier Kantonen beträgt die durchschnittliche Prämienerhöhung 2,2 Prozent. Die Versicherten interessiert in erster Linie, um wie viel ihr Krankenversicherer die Prämien tatsächlich erhöht. Zudem sind gewisse Zweifel nicht ganz aus der Luft gegriffen, ob die per 1. Januar 2014 genehmigten Prämienerhöhungen ausreichend sind – auch aufgrund der verschiedenen Medienberichte über starke Kostensteigerungen. WEITERE ENTWICKLUNG IM UMFELD Branchenverband Santésuisse Beruhigt sich die Situation im Branchenverband nach den jüngsten Rücktritten aus der Geschäftsleitung? Es bleibt zu hoffen. Zu hoffen bleibt auch, dass sich Santésuisse und der neue Verband Curafutura in wichtigen Fragen der Krankenversicherung einigen und so entsprechende Anliegen in Politik und Medien in einer gemeinsamen Stimme vertreten können.

Tarmed Leistungserbringer und Krankenversicherer haben sich nicht über eine Änderung des Tarmed einigen können, um die Grundversorger besserzustellen. Deshalb hat Bundesrat Berset erklärt, der Bundesrat werde einen entsprechenden Tarif ausarbeiten. Dieser soll bereits 2014 in Kraft treten und den Grundversorgern 200 Millionen Franken höhere Entschädigungen einbringen. Seite 11


Einheitskassen-Initiative 21. Forum der Krankenversicherer Das 21. Forum, organisiert durch Santésuisse, stand ganz im Zeichen der Einheitskasse: Wie verhindern wir die Einheitskasse? Die Teilnehmenden thematisierten diese und andere Fragen und erarbeiteten gemeinsam Vorgehensweisen und Inhalte. Das Forum fand in Bern und Zürich statt. Zunächst präsentierte Lukas Golder, Politikwissenschaftler von gfs Bern, die Resultate des Gesundheitsmonitors, welcher das gfs Bern jährlich durchführt. Dieses Jahr standen Fragen rund um die Einheitskasse im Mittelpunkt. Nachdem 2013 – im Gegensatz zur letztjährigen Erhebung – eine Mehrheit der Befragten Sympathien für die Einheitskassen-Initiative bekundeten, war die Interpretation und Analyse dieses Resultats zentral. Der RVK ist der Meinung, dass dieses Ergebnis ernst zu nehmen ist. Es muss aber berücksichtigt werden, dass bis dato keinerlei Kampagnenaktivitäten in der Öffentlichkeit stattgefunden haben und die Meinungsbildung in der Bevölkerung noch nicht weit fortgeschritten ist. Mit guter Aufklärung und faktenbasierten Argumenten sollte es deshalb möglich sein, das Blatt bis zur Abstimmung zu wenden – und nicht nur die Unentschlossenen, sondern auch viele Personen fürs Nein-Lager zu gewinnen, welche die Initiative aktuell eher befürworten. Wichtige Punkte, auf die wir bei der Nein-Kampagne aufbauen müssen, sind die äusserst hohe Zufriedenheit der Versicherten mit ihrer eigenen Krankenkasse und die generell hohe Zufriedenheit der Bevölkerung mit dem schweizerischen Gesundheitssystem. Die Befragung hat zudem gezeigt, dass Herr und Frau Schweizer – müssten sie zwischen der Qualität und den Kosten der Gesundheitsversorgung wählen – der heute sehr guten Qualität klar den Vorzug geben.

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Im zweiten Referat informierte Dr. Daniel Heller von der Agentur Farner über die politische Lage, die laufenden Massnahmen und insbesondere über Alliance Santé, einer Vereinigung von Gesundheitspolitikern und weiteren Experten im Gesundheitswesen. Alliance Santé setzt sich dafür ein, das freiheitliche Gesundheitswesen zu erhalten und lehnt deshalb einen Systemwechsel à la Einheitskasse ab. Im letzten Teil machten sich die Teilnehmer – alle namhafte Exponenten aus der Krankenversicherungsbranche – Gedanken, wie die Bevölkerung mit den bestehenden Instrumenten und Materialien aufgeklärt werden kann. Unser Fazit der Veranstaltung lautet: • Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. • Mit vereinten Kräften sollten wir eine Kehrtwendung hin zur Ablehnung der Initiative schaffen. • Der Kampf gegen die Initiative muss bei jedem Krankenversicherer zur Chefsache werden. • Die Mitarbeiter sind wichtige Multiplikatoren in diesem Abstimmungskampf. Sie sollen entsprechend geschult und mit Materialien ausgestattet werden. • Jeder Versicherte ist gleichzeitig Stimmbürger. Bei Kundenkontakten sollen die Versicherten deshalb systematisch über die negativen Folgen der Initiative informiert werden. Daniel Herzog Direktor T 041 417 05 00 d.herzog@rvk.ch Bild: alliance santé


Informationen des RVK EXPRESS Zuwachs fürs Hausarztsystem Das Hausarztsystem des RVK hat zwei neue Kunden: Galenos und die Krankenkasse Steffisburg. Die neuen Kunden stärken die Position des RVK in den Verhandlungen mit Leistungserbringern. Seite 14 Patientenrechtsschutz: günstig und sinnvoll Die Patientenrechtsschutz-Versicherung ergänzt die Heilungskostenversicherung. Sie schützt Familien und Einzelpersonen bei Streitigkeiten mit Leistungserbringern. Werner Kaufmann von der Krankenkasse Birchmeier erklärt im Interview, weshalb er seinen Kundinnen und Kunden die Patientenrechtsschutz-Versicherung der DAS empfiehlt. Seite 16 Kooperation Datenannahmestelle Die DRG-Prüfstelle des RVK wird keine eigene Datenannahmestelle betreiben – die Lieferanten der Kernsysteme für die Krankenversicherer oder die Krankenversicherer selbst übernehmen dies. Der RVK geht aber eine enge Kooperation mit der BBT Software AG ein, um die PrüfProzesse der DRG-Prüfstelle korrekt aufzubauen und weiterzuentwickeln. Ab Januar 2014 werden Rechnungen und medizinische Daten nur noch elektronisch zugestellt. Peter Giger von der BBT und Quan Pham vom RVK erklären, was dies in der Umsetzung konkret bedeutet. Seite 18

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Hausarztsystem Gestärkte Verhandlungsposition Die Krankenkasse Steffisburg und die Galenos Kranken- und Unfallversicherung haben sich für eine Zusammenarbeit mit dem RVK im Bereich Hausarztsystem entschieden. Während die Krankenkasse Steffisburg das Angebot selektiv für regional verankerte Partner beansprucht, hat sich die Galenos Kranken- und Unfallversicherung für einen flächendeckenden Beitritt zu den ManagedCare-Verträgen entschieden. Je nach Präferenz der Versicherer lassen sich im Hausarztsystem des RVK Hausarzt- oder HMO-Produkte abbilden. Für den Zuschlag mitverantwortlich waren das umfassende Dienstleistungspaket, das je nach Versicherer flexibel und spezifisch ausgestaltet werden kann, und die nationale Abdeckung der Zusammenarbeitsverträge. Die neuen Vertretungen steigern das Volumen der Einkaufsgemeinschaft und stärken damit die Verhandlungsposition gegenüber Ärztenetzen und ManagedCare-Organisationen. In der operativen Umsetzung können Synergien im Rahmen der bestehenden Systeme und Abläufe genutzt werden. Diese langfristig ausgelegte Zusammenarbeit mit den neuen Kunden motiviert und verpflichtet den RVK, weiterhin im Interesse der Versicherten innovative Dienstleistungen anzubieten und bestmögliche Verhandlungsergebnisse zu erzielen. Dieter Ehrenberg Leiter Leistungserbringer Management T 041 417 05 52 d.ehrenberg@rvk.ch

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RVK-Bildungsangebot Breite Schulungspalette Die praxisnahe, fachspezifische Aus- und Weiterbildung steht im Fokus der RVK-Bildungsangebote. Auch im nächsten Jahr bietet der RVK eine vielfältige Palette mit aktuellen Themen an. Die Preise bleiben dabei unverändert. Der RVK gehört dank seiner langjährigen Erfahrung zu den führenden Kursanbietern im Krankenversicherungsmarkt. Weil er nahe am Puls der Branche arbeitet, kennt er die Kundenbedürfnisse und kann auf neue Anliegen schnell reagieren. Grundausbildung Der Grundkurs gehört seit Jahren zum Kernangebot des RVK. Neben dem theoretischen Wissen werden den Teilnehmenden wichtige Vorgänge in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und in den Zusatzversicherungen vermittelt und der Praxistransfer sichergestellt. Fachspezifische Kurse Für Mitarbeitende im Leistungsbereich bietet der RVK diverse Vertiefungskurse an. Dazu gehören vor allem Themen mit medizinischen Schwerpunkten wie «Medizinische Kenntnisse», «Zahnmedizin» sowie der Kurs «Psychiatrie / Psychotherapie». Erfahrene Vertrauensärzte leiten diese Kurse. Für Mitarbeitende im vertrauensärztlichen Dienst und in der DRG-Prüfung ist ein regelmässiger und kontinuierlicher Austausch mit den Vertrauensärzten respektive den Codierärzten unerlässlich. Nicht zuletzt erfordern datenschutzrelevante Fragen einen aktiven Austausch. Um auch die effiziente Fallbearbeitung zu gewährleisten, stellt der RVK für Hilfspersonen VAD und Sachbearbeitende DRG hochstehende Schulungen zur Verfügung.

Nach den zahlreichen positiven Rückmeldungen wird der Kurs «Krankentaggeld: Leistungsabwicklung und -koordination» erneut im Programm geführt. Die Referenten beantworten zentrale Fragen aus versicherungsmedizinischer und rechtlicher Sicht und bieten viel Raum, um Lösungswege für eine effiziente Leistungsabwicklung zu erarbeiten. Für angehende eidgenössisch diplomierte Krankenversicherungsfachleute eignet sich das «Prüfungstraining zur Berufsprüfung»: In kleinen Gruppen üben sie das Prüfungsverhalten durch situationsgerechte Rollenspiele. Da die Teilnehmerzahl limitiert ist, empfiehlt der RVK Interessierten, sich rasch anzumelden. Frühlingstagung Die «RVK-Frühlingstagung» hat sich einen hervorragenden Namen geschaffen und hat einen fixen Platz in der Schulungsagenda. Während zwei Tagen besuchen die Teilnehmenden Workshops ihrer Wahl und vertiefen so gezielt ihr Branchenwissen. Das Programm beinhaltet zentrale Themen des Leistungsmanagements (Ambulante Leistungen, Genetik, Auslandleistungen usw.), sowie für den Kundenkontakt (Umgang mit schwierigen Kunden, Datenschutz). Die Tagung bietet beste Gelegenheit, wertvolle Erfahrungen mit Fachleuten auszutauschen. Das gesamte Bildungsangebot ist im Internet unter www.rvk.ch/bildung zu finden. Einzelne Angebote können auch firmenintern gebucht werden. Marco Fäh Leiter Bildung + Events T 041 417 05 62 m.faeh@rvk.ch

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Vermittelte Versicherungen Patientenrechtsschutz Nach einer missglückten Behandlung fehlen dem Patienten oft der Mut und die Kraft für einen Rechtsstreit. Werner Kaufmann, Geschäftsführer der Krankenkasse Birchmeier, empfiehlt seinen Kundinnen und Kunden deshalb, eine Patientenrechtsschutz-Versicherung abzuschliessen. Herr Kaufmann, die Krankenkasse Birchmeier hat sich für den Patientenrechtsschutz bei der DAS entschieden. Warum? Für uns ist wichtig, dass wir mit einer Rechtsschutzversicherung zusammenarbeiten, die unabhängig ist, also nicht mit anderen Versicherungen vernetzt ist. Sonst könnte im Schadenfall ein Konflikt entstehen. Oder stellen Sie sich folgende Situation vor: Die Haftpflichtversicherung des Arztes gehört dem gleichen Mutterkonzern an, wie die Rechtsschutzversicherung, die im Namen ihrer Kundin den Arzt wegen einer Fehlbehandlung verklagt. Wie objektiv und unabhängig kann sich die Rechtsschutz-Versicherung dann wohl für das Recht Ihrer Kundin einsetzen? Warum empfehlen Sie Ihren Kundinnen und Kunden einen Patientenrechtsschutz? Fehler passieren auch guten, gewissenhaften Ärztinnen und Ärzten. Für die Patientin oder den Patienten können diese weitreichende Folgen haben – gesundheitlich wie auch finanziell. Mit einem Patientenrechtsschutz kann man zwar keine Fehlbehandlungen verhindern oder ungeschehen machen. Die finanziellen Auswirkungen können jedoch eingedämmt werden. Ohne Rechtsschutzversicherung oder Anwalt ist es eher schwierig, den Fehler des Arztes zu beweisen – als Laie steht man auf verlorenem Posten. Es fehlt das Geld und nicht zuletzt die Energie für eine Klage und Schadenersatzforderung. Machen Sie solche Erfahrungen in Ihrem Arbeitsalltag? Ja, leider. Eine Versicherte von uns, Mitte 30, mit vier Kindern, klagte längere Zeit über Kopfschmerzen. Nach einer Woche Schmerzen suchte sie an einem Sonntag notfallmässig das Spital auf. Es wurde die Diagnose «Grippe» gestellt und sie wurde mit Medikamenten nach Hause geschickt. In den darauffolgenden Tagen verstärkten sich die Kopfschmerzen – als sie erneut ins Krankenhaus fuhr, untersuchten die Ärzte sie genauer: MRI, Blut, das ganze Programm. Das Ergebnis: Sie habe nichts. Die Frau fuhr wieder Seite 16

nach Hause, dort brach sie zusammen und verlor das Bewusstsein. Ihr Mann brachte sie in ein anderes Krankenhaus. Bei der Untersuchung stellten die Ärzte ein Blutgerinnsel im Hirn fest. Obwohl sie sofort operiert wurde, war es bereits zu spät: Die Frau verbrachte zwei Monate im Spital. Heute ist sie gelähmt und hat geistige Einschränkungen. Die Ehe fiel auseinander. Leider verfügte die Familie nicht über einen Patientenrechtsschutz. Aus Angst vor hohen Gerichtskosten und aufgrund fehlender Energie, erstatteten sie keine Anzeige gegen das erste Krankenhaus, in dem die Ärzte zweimal eine Fehldiagnose gestellt hatten. Was wäre im konkreten Fall mit einer Patientenrechtsschutz-Versicherung anders gelaufen? Natürlich hätte die DAS diesen tragischen Fall nicht verhindern können. Mit einem Patientenrechtsschutz hätte die Familie jedoch rechtliche Unterstützung und zumindest eine finanzielle Entschädigung erhalten. Denn die DAS hätte das Krankenhaus auf Schadenersatz verklagt und die hohen Gerichtskosten vollumfänglich getragen. Warum empfehlen Sie die DAS? Neben der Unabhängigkeit, die ich bei einer Rechtsschutz-Versicherung enorm wichtig finde, ist ein Pluspunkt der DAS, dass die Prämie sowohl für eine Einzelperson als auch für die Familie gleich hoch ist: nur wenige Franken pro Jahr. Zudem finde ich es beachtlich, wie rasch und kompetent die Expertinnen und Experten der DAS die Rechtsfälle unserer Kundinnen und Kunden bearbeiten. Aus meiner 30-jährigen Krankenkassen-Erfahrung kann ich bestätigen, dass es sich lohnt, einen Patientenrechtsschutz zu haben.

Werner Kaufmann

ist eidgenössisch dip lomier ter Krankenversicherungsexperte und Geschäftsführer der Krankenkasse Birchmeier. Die Wurzeln der Krankenkasse Birchmeier reichen zurück bis ins Jahr 1882. Sie ist im Kanton Aargau regional verankert und pflegt einen persönlichen Kontakt mit ihren rund 9`000 Versicherten.


Angebot der DAS Die DAS versichert die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen nach • Fehlbehandlungen, • ungenügender Aufklärung der versicherten Person betreffend mögliche Auswirkungen von medizinischen Massnahmen, • Fehlinformation und Informationsverweigerung, insbesondere betreffend Einsicht in die Untersuchungsunterlagen und Herausgabe von Röntgenbildern, • Unterlassung von Untersuchungen. Ivo Gasser Produkt Manager Versicherungen T 041 417 05 57 i.gasser@rvk.ch

Porträt:

DAS Schweiz «Wir wollen, dass Sie Ihr Recht bekommen.» Die DAS Schweiz wurde 1994 gegründet und hat den Sitz in Luzern, die Generaldirektion ist in Etoy bei Lausanne. Über 220 Mitarbeitende engagieren sich täglich für die Versicherten. Rund 50 spezialisierte Anwälte, Juristen, Mediatoren und Sozialversicherungsexperten sind die Ansprechpartner der DAS-Kunden in sämtlichen Belangen.

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DRG-Prüfstelle Kooperation Datenannahmestelle Erst gegen Ende 2012 wurde bekannt, wie der Gesetzgeber die Datenübermittlung zwischen den Spitälern und den Krankenversicherern organisiert haben will. Kernstück der neuen Regelung bildet die Bereitstellung einer zertifizierten Datenannahmestelle: Sie soll heikle Daten, wie beispielsweise Diagnose- und Therapiecodes, durch einen äusserst eingeschränkten Zugang schützen. Der RVK hat festgestellt, dass es keinen Sinn ergibt, eine eigene Datenannahmestelle (DAS) zu betreiben. Diese Aufgabe übernehmen die Kernsystem-Lieferanten der Krankenversicherer oder die Krankenversicherer selber am effizientesten. Um die Prüf-Prozesse korrekt aufbauen zu können, ist der RVK mit der BBT Software AG, die eine DAS betreiben wird, eine enge Kooperation eingegangen. Aus dieser Zusammenarbeit erhielt der RVK wertvolle Erkenntnisse, um seine DRG-Prüfstelle weiterzuentwickeln und die Kompatibilität seines Systems zu steigern. Ziel ist ein möglichst einfacher, kostengünstiger und trotzdem effizienter Prüf-Prozess von Prüfstufe 1 bis Prüfstufe 3. Mit dem nun bestehenden Prozess und durch den Einbezug der DRG-Prüfsoftware der ELCA Informatik AG, welche unter anderem die zukünftigen DAS-Betreiber BBT, Centris und Secon einsetzen, ist der RVK auf bestem Weg, dieses Ziel innert Frist zu erreichen. Deshalb wird der RVK auch keine eigene Prüfsoftware einsetzen. Etablierte Dienstleistung Mittlerweile hat sich die DRG-Prüfstelle mit ihren Recodierungs-Dienstleistungen im Markt etabliert. Zurzeit zählen 26 Krankenversicherer und das Bundesamt für Sozialversicherungen (über 20 kantonale IV-Stellen) zu den Kunden der DRG-Prüfstelle. Über 6‘000 DRG-Rechnungen (Wiedererwägungen nicht eingerechnet) werden bis Ende 2013 einer vertieften Prüfung in der Prüfstufe 3 unterzogen und davon 15 bis 20 Prozent beanstandet. Der RVK rechnet damit, dass – dank dem Einsatz der Prüfsoftware – in Zukunft zwar weniger auffällige Rechnungen zur DRG-Prüfstelle ausgelenkt werden, dafür aber die richtigen – also Fälle mit hohem Beanstandungspotenzial. Qualität zentral Drei Codierärzte und eine medizinische Codiererin prüfen bei der DRG-Prüfstelle die auffälligen Seite 18

Rechnungen und medizinischen Unterlagen. Alle haben Erfahrung in der DRG-Recodierung auf Seiten Leistungserbringer und auf Seiten Krankenversicherung. «Wir investieren regelmässig in die Weiterbildung unserer Mitarbeitenden und in den Ausbau der DRG-Prüfstelle, um die Kundenbedürfnisse abzudecken. Denn Qualität und eine effiziente, erfolgreiche Fallprüfung sind für uns und unsere Kunden das Wichtigste» umschreibt Pract. med. Quan Pham, Arzt und Leiter der DRG-Prüfstelle, die Aufgaben und Ziele «seiner» DRG-Prüfstelle. Die Angebote der DRG-Prüfstelle sind umfassend. Neben der Fall-Prüfung setzt sie die Beanstandungen gegenüber dem Leistungserbringer durch und bietet DRG-Grund- und Vertiefungsschulungen sowie Beratungsdienstleistungen an, beispielsweise zur Organisation oder zur Aus- und Überarbeitung des medizinischen Regelwerks für die automatische Rechnungskontrolle. Patrick Kellenberger Bereichsleiter Marketing + Bildung T 041 417 05 55 p.kellenberger@rvk.ch

Gut zu wissen Prüfstufe 1: Automatische Rechnungsprüfung durch eine Software innerhalb der DAS. Prüfstufe 2: Überprüfung und Triage der auffälligen Rechnungen durch einen Sachbearbeiter DRG oder eines medizinischen Codierers beim Versicherer oder durch die DRG-Prüfstelle des RVK nach Auslenkung aus Prüfstufe 1 (DAS). Prüfstufe 3: Vertiefte medizinische Fallprüfung durch die DRGPrüfstelle des RVK nach Auslenkung aus Prüfstufe 2.


Ab 1. Januar 2014 werden Rechnungen und medizinische Daten elektronisch zugestellt und überprüft. Peter Giger von der BBT und Quan Pham vom RVK führen aus, wie sich die beiden Unternehmen auf die Umstellung vorbereiten. Sind Sie bereit für 2014? Giger: Ja, wir werden bereit sein. Die zertifizierte DAS wird am Standort BBT in Root mit der Infrastruktur der BBT betrieben. Die notwendigen Umbauten und Ergänzungen sind abgeschlossen. Der Testbetrieb läuft, die Zertifizierung der BBT ist weit fortgeschritten. Es geht nun darum, die Pilot-Versicherer in ihren spezifischen Punkten zu prüfen, dieses Vorgehen zu optimieren und dann die übrigen Versicherer zu prüfen. Pham: Unsere DRG-Prüfstelle ist etabliert, deshalb konzentrieren wir uns vor allem auf die Bereitstellung genügender Prüf-Ressourcen. Wir sind auf gutem Weg und werden bereit sein. Das erfahrene Prüf-Team besteht aus drei Codierärzten und einer medizinischen Codiererin. Mittelfristig beabsichtigen wir, einen Pool mit weiteren DRG-Spezialisten aufzubauen, den wir bei Bedarf aktivieren können. Damit werden wir genügend Know-how und Kapazitäten haben, um für unsere Kunden die Prüfstufe 2 oder 3 betreiben zu können. Die Umsetzung der neuen gesetzlichen Vorgaben ist nicht ganz einfach. Welches sind die grössten Herausforderungen? Giger: Dieses komplexe Verfahren – unter Berücksichtigung bestehender Prozesse – unseren Kunden zu einem günstigen Preis anbieten zu können. Pham: Ganz klar die Rekrutierung von DRG-Fachspezialisten. Da wir nun schon über drei Jahre auf dem Markt sind und für 26 Krankenversicherer und über 20 IV-Stellen arbeiten, sind wir inzwischen zu einem be- und anerkannten Anbieter geworden. Deshalb sind wir für die wenigen verfügbaren Codierärzte und medizinischen Codierer ein attraktiver Arbeitgeber. BBT und RVK arbeiten eng beim Aufbau des Prüfprozesses zusammen. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit? Giger: BBT hat in den vergangenen Jahren schon einige Aufträge für den RVK umgesetzt. Dabei haben wir die Fachkompetenz des RVK und die Zusammenarbeit

Peter Giger

ist gelernter Informatiker und IT-Projektleiter und Chief Operation Officer (COO) bei BBT. Bis 2003 war der heute 56-Jährige bei der Suva in verschiedenen Positionen tätig und zuständig für die Softwareentwicklung. BBT Software AG ist fokussiert auf die Versicherungsbranche und bietet Kernsysteme als Unfall- und Krankenversicherungslösungen sowie ergänzende Softwareprodukte und Services an.

Quan Pham

leitet die DRG-Prüfstelle des RVK. Nach seinem Arztstudium an der Universität Bern arbeitete der heute 45-Jährige als Assistenzarzt an verschiedenen Stationen, bevor er die DRG-Codierstellen zweier Spitäler aufbaute. 2008 wechselte er zu einem grossen Krankenversicherer und baute dort die DRG-Prüfabteilung auf. Seit 2012 ist er für den RVK tätig. schätzen gelernt. Der RVK arbeitet zudem bereits mit einem Grossteil unserer Kunden zusammen. Von dieser Konstellation profitieren alle Beteiligten im Sinne eines Mehrwertes. Weshalb macht die Datenannahmestelle beim Kernsystem-Lieferanten wie BBT Sinn? Giger: BBT ist eben «nicht nur» ein Software-Lieferant. Seit Beginn zeichnen wir uns durch unsere hohe Fachkompetenz im Versicherungswesen aus. Einige unserer Kunden sind sehr klein und können oder wollen sich keine komplexe IT leisten. Deshalb hat BBT immer wieder Zusatzservices im Sinne einer ausgelagerten IT angeboten. Beispiele dafür sind Einsitz in Fachgremien, Versichertenkarte und diverse andere Pooling-Angebote. Zudem arbeiten wir mit verschiedenen Rechenzentren zusammen. (Fortsetzung des Interviews auf Seite 20)

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Innerhalb der DAS muss eine Prüfsoftware eingesetzt werden. Warum setzt BBT auf die Prüfsoftware DRG-Expert, Box und IRP von ELCA? Giger: Es ist ein ausgereiftes Produktpaket mit einfachen Schnittstellen, das ELCA im Auftrag der Suva entwickelt hat. Eine Systemerweiterung ist möglich. Wir haben dadurch Gewissheit, dass wir in kürzester Zeit eine Funktionalität haben, welche die Bedürfnisse in jeder Beziehung erfüllt, sowie die Flexibilität, rasch auf neue Bedürfnisse reagieren zu können. Ausserdem ist es durch diese einfachen Schnittstellen möglich, die Dienste der DAS auch Kunden ohne das Kernsystem von BBT oder ohne DRG-Prüfstelle des RVK anzubieten. Pham: Wir sind zufrieden, dass BBT und auch andere DAS-Betreiber die Prüfsoftware von ELCA einsetzen. Anfangs waren wir noch etwas skeptisch, weil keine medizinischen Regeln programmierbar waren. Mit IRP besteht nun ein Tool, in welches zeitnah medizinische Regeln eingepflegt werden können. Haben Sie bereits erste Erfahrungen mit der Prüfsoftware DRG-Expert gemacht? Pham: Das ist noch schwierig, weil die Prüfsoftware derzeit nur zu Testzwecken eingesetzt wird. Die bisher erhaltenen Informationen stimmen uns aber sehr zuversichtlich. Wir sind überzeugt, dass die ausgelenkten Fälle – dank des DRG-Experts und seinen Zusatztools – deutlich mehr Prüfpotenzial haben als bei einer manuellen Triage. IRP muss noch mit medizinischen Regeln gespiesen werden. Wie kann der RVK dabei behilflich sein? Pham: Dank unserer Prüferfahrung und der schweizweiten Zusammenarbeit mit 50 Kunden können unsere DRG-Fachspezialisten griffige medizinische Regeln entwickeln. Diese Regeln stellen wir unseren Kunden zur Verfügung. Die Krankenversicherer müssen den Prüfprozess mit der DAS zertifizieren lassen. Weshalb? Giger: Letztlich stehen die Kunden als Datenbesitzer in der Verantwortung. Diese Verantwortung können wir nicht übernehmen. Die Kunden können die DAS delegieren, was sie somit auch tun. Dadurch können wir als BBT und RVK die meisten und auch aufwändigsten Prüfpunkte übernehmen. Ein kleiner Teil betrifft die internen Abläufe – zum Beispiel im Zusammenhang mit den Sachbearbeitern, welche die Seite 20

DRG-Rechnungen bearbeiten. In den meisten Fällen sind die notwendigen Voraussetzungen, um die Prüfpunkte zu erfüllen, bereits gegeben. Der Aufwand für die Kunden bleibt somit überschaubar. Was geschieht mit den Rechnungen und medizinischen Daten, die nach dem 1. Januar 2014 auf Papier zugestellt werden? Giger: Wir schlagen vor, dass die Versicherer auf die Leistungserbringer zugehen und sie informieren, dass sie ab 1. Januar 2014 nur noch elektronisch empfangen werden. Für Versicherer, die trotzdem Papierrechnungen entgegennehmen, bieten wir einen Zusatzservice an, der ebenfalls zertifiziert wird. Wir scannen die MCD und speisen sie in den elektronischen Prozess ein. Wir sehen dies jedoch als Übergangslösung. Weshalb soll ein Kostenerstatter die DRG-Prüfstelle des RVK nutzen? Pham: Weil wir eine umfassende Dienstleistung anbieten, die auf die individuellen Bedürfnisse von kleinen, mittleren und grossen Krankenversicherer sowie der Kantone oder UVG-Versicherer zugeschnitten ist. Kerndienstleistung ist die Rechnungsprüfung in der Prüfstufe 3. Dabei setzen wir auf Codierärzte mit Erfahrung sowohl auf Seiten der Spitäler als auch der Krankenversicherer. Medizinische Codierer setzen wir in der Prüfstufe 2 ein. Möglich ist auch eine Kombination. Bei Bedarf setzen wir die Prüfergebnisse gegenüber den Spitälern durch. Grund- und Vertiefungsschulungen runden unser Angebot ab. Wichtig ist: Der Kunde muss kein Einheitspaket wählen. Er kann das Angebot beziehen, das seinen Bedürfnissen entspricht.


RVK Rück AG Positives Geschäftsergebnis Die RVK Rück AG hat Prämienrückerstattungen im Umfang von 800‘000 Franken geleistet. Als unabhängige, verlässliche und transparente Rückversicherungsgesellschaft beteiligt sie damit ihre Kunden am finanziellen Erfolg. Die RVK Rück AG hat im Geschäftsjahr 2012 ein erfreuliches Ergebnis erzielt. Sie erwirtschaftete Rückversicherungsprämien im Umfang von 8.0 Millionen Franken. Dem gegenüber standen Versicherungsleistungen von 5.7 Millionen Franken. Alle Versicherungszweige wiesen ein positives Ergebnis aus. Dies erlaubte der RVK Rück AG, ihren Kunden Prämien im Umfang von rund 800‘000 Franken rückzuerstatten. Die Krankenversicherungsbranche wird auch in den kommenden Jahren grosse Herausforderungen bewältigen müssen. Aufgrund der Anspruchshaltung der Bevölkerung sowie dem medizinisch-technischen Fortschritt steigen die Versicherungsleistungen weiter. Neue hochpreisige Medikamente und spezialisierte Behandlungsmethoden stellen hohe Risiken für die Krankenversicherer dar und können die Leistungskosten unerwartet stark belasten. Die RVK Rück AG verfügt über eine solide finanzielle Basis. Ihre Rückversicherungen federn die finanziellen Folgen von kostenintensiven Leistungsfällen ab und tragen zu einem stabilen Geschäftsverlauf bei. Darüber hinaus beabsichtigt die RVK Rück AG, ihre Kunden auch in Zukunft mittels Prämienrückerstattung am finanziellen Erfolg teilhaben zu lassen. Peter Aregger Bereichsleiter Versicherungen T 041 417 05 59 p.aregger@rvk.ch

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MedCasePool Versicherungsmedizinische Beratung Wird ein Arbeitnehmer wegen Krankheit oder Unfall arbeitsunfähig, stellt er seinem Arbeitgeber ein ärztliches Arbeitsunfähigkeitszeugnis zu. Eingespielte Abläufe folgen, bis der Arbeitnehmer gesund respektive wieder arbeitsfähig ist. Bei längeren Abwesenheiten kommt häufig eine Taggeldversicherung zum Zug. Wie aber kann die Absenz vor Beginn von Taggeldleistungen positiv beeinflusst werden? Wenn die Arbeitsunfähigkeit länger dauert und Taggelder bezogen werden, können Arbeitgeber das Case Management des Taggeldversicherers einschalten. Dadurch werden Versicherungsleistungen, Behandlung, Prognose und die darauf folgenden Massnahmen optimal koordiniert. Es gibt aber Krankheits- und Unfallverläufe mit langer Arbeitsunfähigkeit, in die das Case Management zu spät eingeschaltet wird. Die Case Manager treffen auf festgefahrene, kaum entwirrbare oder unlösbare Situationen. Die Fronten sind verhärtet oder das Leiden bereits chronifiziert. Es bleibt das ungute Gefühl, dass mit einem frühzeitigen Eingriff ein besserer Verlauf und damit ein für alle befriedigenderes Ergebnis erzielt worden wäre. Die Situation spitzt sich zu, wenn psychische und chronische Leiden, schwierige soziale Situationen, Leistungseinbussen, Unzufriedenheit, Veränderungen und Umstrukturierungen am Arbeitsplatz auftreten.

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Professionelle Unterstützung und Betreuung Häufig hat der Arbeitgeber ein frühes Gespür für solche verzwickten Situationen und sucht das klärende Gespräch mit seinem Arbeitnehmer. Manchmal gelingt dies nicht oder es sind vertiefte medizinische oder versicherungstechnische Kenntnisse gefragt. In solchen Fällen bietet der MedCasePool des RVK die Dienstleistung «Versicherungsmedizinische Beratung» an: Der Arbeitgeber erhält steuernde Abklärungen und Vorschläge zum weiteren Vorgehen. In Fällen langer Arbeitsunfähigkeit und lange bevor das Case Management des Taggeldversicherers eingeschaltet werden kann. Die versicherungsmedizinische Beratung bietet der RVK unter der Leitung eines vollamtlich tätigen Versicherungsarztes an. Dieser berät Krankenversicherer, Pensionskassen und Arbeitgeber in versicherungsmedizinischen Fragen und insbesondere im Fall von Arbeitsunfähigkeit, Absenzen oder Leistungseinbussen. Ein externes Team an ausgewiesenen Versicherungsärzten verschiedener Fachrichtungen unterstützt den leitenden Versicherungsarzt. Datenschutz gewährleistet Dank der versicherungsmedizinischen Beratung des MedCasePool erhält der Kunde den direkten Zugang zu einer unabhängigen und neutralen Fachperson, die ihm die versicherungsmedizinischen Fragen erörtert und die notwendigen Entscheidungsgrundlagen erarbeitet. Die jahrelange Erfahrung, verbunden mit dem


Fachwissen der Versicherungsärzte und der Case Manager des RVK, garantiert eine qualitativ hochstehende, schnelle und kostengünstige Fallabwicklung. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes müssen die betroffenen Personen ihre Einwilligung erteilen. Der Auftraggeber holt bei den Mitarbeitenden die notwendige Vollmacht ein. Der Arbeitgeber beauftragt den versicherungsärztlichen Dienst des RVK mit der versicherungsmedizinischen Beratung. Dieser: • plausibilisiert Arbeitsunfähigkeitszeugnisse und schätzt die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit ein, • erläutert medizinische Sachverhalte und versicherungsmedizinische Fragen bezüglich des weiteren Vorgehens, • erkennt lange Absenzen frühzeitig, • nimmt Kontakt mit dem behandelnden Arzt auf, • vermittelt eine neutrale versicherungsärztliche Untersuchung oder Begutachtung, • erteilt eine Second Opinion (zu Arztberichten oder Gutachten) und • klärt die Voraussetzungen ab für die Betreuung oder Begleitung des Mitarbeitenden durch die Case Manager (RVK oder extern). Die Anfragen der Arbeitgeber werden über die Fallführungs-Software des RVK abgewickelt. Der Arbeitgeberheber hat jedoch keinen Zugang zu sensiblen medizinischen Daten. Die Fallführungs-Software ermöglicht, den Überblick über die laufenden Abklärungen zu behalten, weitere Eingaben zum Fallverlauf zu machen, die Dokumentation zu vervollständigen und mit dem versicherungsmedizinischen Dienst einfach zu kommunizieren. Der RVK bietet diese erweiterte Dienstleistung seit kurzem an. Er hat bereits mit vier Unternehmen Zusammenarbeitsverträge abschliessen können. Reto Kölbli Vertrauensarzt SGV T 041 417 05 60 r.koelbli@rvk.ch

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Kundenzeitschrift SICHER Spannende Herbstausgabe HERBST 2013

SICHER

mit meiner Krankenkasse

Nach dem wunderschönen Sommer hat der Herbst Einzug gehalten. Die Herbstausgabe der Kundenzeitschrift SICHER, die im Oktober erschienen ist, widmet sich interessanten Themen.

4 Psychisch krank

Psychische Störungen gehören zu den häufigsten Krankheiten. Wie eine WHO-Studie zeigt, werden Depressionen im Jahr 2020 – nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen – weltweit die am stärksten verbreitete Krankheit sein. Das SICHER gibt eine Übersicht über die verschiedenen psychischen Störungen und nennt die Fakten. 5 Der Umwelt zuliebe

6 Genuss oder Droge? 7 Training fürs Leben

Kundenzeitschrift SICHER Kolping bezieht Artikel-Service Die Kunden der Kundenzeitschrift SICHER sind treu: Seit Jahren erhalten die Versicherten von mehreren Krankenversicherern regelmässig das SICHER. Neu freuen sich auch die KolpingVersicherten über spannende und informative Texte aus der RVK-Redaktion. Die Kolping Krankenkasse AG bezieht seit diesem Herbst den Artikel-Service des RVK. Das bedeutet, dass die SICHER-Redaktion zukünftig die Texte für die Kolping News verfasst und dadurch die eigenen Kolping-Texte ergänzt. Damit werden die KolpingMitarbeitenden redaktionell entlastet.

8 Klarheit bei Abkürzungen

Im Interview erklärt Dr. Willy Oggier, Gesundheitsökonom, weshalb er die Einheitskasse für eine Scheinlösung hält. Und führt aus, weshalb sie ein gewaltiger Rückschritt in der Gesundheitspolitik bedeuten würde. Weitere Themen sind: • Arbeitsbedingte Rückenschmerzen • Ausdauertraining im Kindesalter • Versicherungsratgeber: Klarheit beim AusdrucksWirrwarr Interessierte können eine Printausgabe bestellen – oder die elektronische Version im Internet durchblättern auf www.krankenversicherer.ch. Michelle Furrer Barsky Projektleiterin Marketing T 041 417 05 41 m.furrer@rvk.ch

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Die SICHER-Redaktion freut sich über den Kundenzuwachs. Unternehmen, die interessiert an einer eigenen Kundenzeitschrift sind oder ihre bestehende Zeitschrift mit interessanten Texten der SICHER-Redaktion ergänzen möchten, finden im Internet mehr Informationen unter www.rvk.ch/dienstleistungen. Michelle Furrer Barsky Projektleiterin Marketing T 041 417 05 41 m.furrer@rvk.ch


RVK-intern Neues von der RVK-Crew Seit dem 1. Mai 2013 arbeitet eine weitere medizinische Codiererin in der DRG-Prüfstellle: Linda Pellanda hat das Medizinstudium 2010 an der Universität Basel abgeschlossen und dann als Assistenzärztin auf der Allgemeinen Chirurgie in Aarau gearbeitet. Zuletzt war sie als ärztliche Codiererin bei H-Services in Baar tätig. Frau Pellanda ist in einem 80-Prozent-Pensum bei uns angestellt und jeweils von Montag bis Donnerstag für unsere Kunden erreichbar. Wir heissen Linda Pellanda ganz herzlich willkommen im RVK-Team. Judith May Leiterin Personal- und Finanzadministration T 041 417 05 72 j.may@rvk.ch

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RVK-intern Mitarbeitende bezwingen die Rigi Am 5. September 2013 kehrten die Mitarbeitenden des RVK den B端ros in Luzern den R端cken: Bei strahlendem Sonnenschein genossen sie einen erholsamen Tag auf der Rigi.

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Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner Kurzmeldungen Rezertifizierungen RVK-Mitglieder Die RVK-Mitglieder Aquilana, Sumiswalder und sodalis sind erfolgreich rezertifiziert worden. Die SQS (Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme) hat die drei Krankenversicherer nach ISO 9001 und den Datenschutzgütesiegeln GoodPriv@cy und/oder VDSZ überprüft. Der RVK gratuliert seinen Mitgliedern und den Mitarbeitenden zu den guten Ergebnissen. vita surselva: neuer Standort Das RVK-Mitglied vita surselva zieht um: Ab 14. Oktober 2013 befinden sich die neuen Büros an der Bahnhofstrasse 33 in Ilanz. Der Bündner Krankenversicherer präsentiert sich neu mit einer hellen und kundenfreundlichen Schalterhalle. Zweites Medgate Health Center Am 1. September 2013 hat Medgate das zweite Gesundheitszentrum eröffnet. Das Medgate Health Center befindet sich in Zürich Oerlikon und ermöglicht seinen Patientinnen und Patienten eine umfassende, ambulante Gesundheitsversorgung.

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Agenda 2013 / 2014 3. Dezember

Luzerner Kongress Gesellschaftspolitik «Pflegenotstand Schweiz?»

Luzern

15./16. Januar

Grundkurs 1

Luzern

21. Januar bis 15. April

Prüfungstraining «Berufsprüfung Krankenversicherungsfachfrau»

Luzern

22. Januar

Fachkurs «Hilfspersonen VAD»

Luzern

23. Januar bis 17. April

Prüfungstraining «Berufsprüfung Krankenversicherungsfachfrau»

Zürich

29. Januar

Fachkurs «Psychiatrie und Psychotherapie»

Luzern

5./6. Februar

Grundkurs 2

Luzern

12. Februar

Fachkurs «SwissDRG – Grundlagen»

Luzern

11./12. März

Grundkurs 1

Luzern

18./19. März 8. Mai

7. RVK-Frühlingstagung RVK-Forum

Nottwil

20./21. Mai

Grundkurs 1

Luzern

27./28. Mai und 3./4. Juni

Fachkurs «Medizinische Kenntnisse»

Luzern

12./13. Juni

RVK-Impuls – Treffen. Erfahren. Austauschen.

Luzern

13. Juni

Delegiertenversammlung RVK/Generalversammlung RVKRück AG

Luzern

17./18. Juni

Grundkurs 2

Luzern

25. Juni

Fachkurs «Zahnmedizin»

Luzern

26./27. August

Grundkurs 1

Luzern

3./9. September

Fachkurs «Krankentaggeld»

Luzern

10. September

Fachkurs «SwissDRG – Vertiefung»

Luzern

16./17. September

Grundkurs 2

Luzern

11./12. November

Grundkurs 1

Luzern

2./3. Dezember

Grundkurs 2

Luzern

Sessionen 2013 / 2014 25. November bis 13. Dezember

Wintersession

3. bis 21. März

Frühjahrsession

2. bis 20. Juni

Sommersession

8. bis 26. September

Herbstsession

24. November bis 12. Dezember

Wintersession

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