4/2012 Fakten, Zahlen und Tipps rund um die Krankenversicherung
Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik Einheitskassen-Initiative soll rasch vors Volk Informationen des RVK Der RVK tauscht sich mit Alain Berset aus Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner Medgate erรถffnet erstes Gesundheitszentrum
Seite 1
Inhalt
4 Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik 5 Bericht aus dem Parlament, Bundesrat, EDI, BAG 8 Einheitskassen-Initiative: Indirekter Gegenvorschlag 10 Informationen des RVK 11 RVK-Forum: Evidenzbasierte Medizin im Mittelpunkt 12 RVK / RVK Rück AG: Wahlen 2013 13 Verband: Gespräch mit Gesundheitsminister 14 Leistungseinkauf: Gestärkte Verhandlungsposition 15 Versicherungen: Aktivitäten Kundenteams 2012 16 Versicherungen: Mitarbeitende erfolgreich geschult 17 RVK-Bildungsangebote: Wissen und Fachkompetenz im Fokus 18 Kundenzeitschrift SICHER: Neues Design im neuen Jahr 19 Datenschutz: Erfolgreich zertifiziert 20 RVK-intern: Neues von der RVK-Crew 21 Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner 22 Aquilana Versicherungen: Wechsel in der Geschäftsleitung 23 Medgate: Neuartiges Gesundheitszentrum eröffnet 24 Agenda
Impressum Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich. Herausgeber und Redaktion RVK – Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer Haldenstrasse 25, 6006 Luzern Telefon 041 417 05 00 Telefax 041 417 05 01 E-Mail: info@rvk.ch www.rvk.ch Seite 2
Editorial
Liebe Mitglieder Sehr geehrte Damen und Herren Und schon neigt sich das Jahr wieder seinem Ende zu. Ein erneut ereignisreiches Jahr. Sowohl für mich persönlich als auch für den RVK. Für mich war es das erste Jahr, in dem ich die Leitung des RVK inne hatte. Ich habe festgestellt, dass diese Aufgabe nicht nur sehr spannend und herausfordernd ist, sondern auch äusserst befriedigend: In der Geschäftsstelle arbeiten qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit denen eine Zusammenarbeit und eine gemeinsame Zielerreichung Spass macht. Ich danke an dieser Stelle dem ganzen RVK-Team für den grossen Einsatz und für die erzielten Resultate. Aber auch ein Dankeschön an unsere Mitglieder, mit denen wir stets eine angenehme und konstruktive Zusammenarbeit pflegen dürfen. Für den RVK als Verbandsgeschäftsstelle und Dienstleistungszentrum war es ein ebenso ereignisreiches Jahr: Per Anfang Jahr hat sich der RVK eine neue Organisationsstruktur gegeben mit vier Bereichen, deren Leiter zusammen mit mir die neue Geschäftsleitung des RVK bilden. Diese neue Struktur hat sich bewährt und entspricht dem Führungsverständnis des Vorstands.
Die RVK Rück AG hat ihr erstes Geschäftsjahr als Aktiengesellschaft absolviert. Mit einer Palette von neu entwickelten Produkten hat sie auf den Wegfall des Rückversicherungsobligatoriums reagiert. Auf der politischen Ebene sind vor allem das Zustandekommen der Einheitskassen-Initiative, die Ablehnung der Managed-Care-Vorlage sowie die Fragen betreffend Datenschutz und Datenübermittlung, die mit der DRG-Einführung einhergehen, zu erwähnen. Alles Faktoren, die den RVK direkt tangiert haben und sich auf die Ausgestaltung verschiedener Dienstleistungen auswirken. Weihnachten und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Eine Zeit nicht nur für Besinnung, sondern auch für die Erholung von den Strapazen des zu Ende gehenden Jahres. Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen frohe Festtage und ein gutes neues Jahr. Auf dass Sie alle mit viel Kraft und Schwung ins 2013 starten können. Herzlich, Ihr
Daniel Herzog Direktor
In der ersten Jahreshälfte galt es, die neu konzipierten Anlässe des RVK-Forums und der Delegiertenversammlung mit vorgelagerter ImPuls-Veranstaltung umzusetzen. Das Echo war äusserst positiv. Ende August hat der Vorstand die Vision für die nächsten fünf bis zehn Jahre festgelegt: Unter anderem hat er beschlossen, dass die Dienstleistungspalette des RVK in Richtung Markt geöffnet werden soll. Dies soll den RVK stärken und für künftige Herausforderungen fit machen. Seite 3
Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik EXPRESS Rückweisung Versicherungsvertragsgesetzes
Das Versicherungsvertragsgesetz wurde in der Wintersession materiell nicht behandelt. Der Nationalrat hat die Vorlage an den Bundesrat zurückgewiesen, da er der Ansicht ist, dass eine Totalrevision nicht notwendig sei. Es genüge, wenn wichtige Anliegen in eine Teilrevision aufgenommen werden.
Neuregelung Zusatzversicherungen abgelehnt
Die Petition Hammer bemängelt die grossen Preisunterschiede bei den Zusatzversicherungen. Die Kommission und der Nationalrat lehnen die Petition jedoch ab.
Kein Monopol bei Protonenstrahlentherapie
Protonenstrahlentherapien sollen nur dann kassenpflichtig sein, wenn das Paul Scherrer Institut diese durchführt. So sieht es die Motion SGK-NR vor. Der Ständerat lehnt die vom Nationalrat angenommene Motion jedoch ab, unter anderem deshalb, damit das Institut keine Monopolstellung einnehmen kann.
Verbesserung des Risikoausgleichs
Zwei parlamentarische Initiativen wollen den Risikoausgleich weiter verfeinern. Die vorberatende Kommission des Nationalrats hat beide Initiativen gutgeheissen. Sofern auch die ständerätliche Kommission zustimmt, wird die nationalrätliche Kommission eine entsprechende Gesetzesvorlage ausarbeiten.
Einheitskassen-Initiative soll rasch vors Volk
Eine bürgerliche Allianz fordert mit verschiedenen Motionen, dass der Bundesrat die Einheitskassen-Initiative ohne Verzögerung und ohne indirekten Gegenvorschlag dem Parlament und anschliessend dem Volk unterbreitet. Das Volk soll bereits 2014 über die Initiative abstimmen.
Seite 4
Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 27. September 2012 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert: PARLAMENT Die zwei wichtigsten Themen, die vor der Session zur Detailbehandlung vorgesehen waren, wurden entweder von der Traktandenliste gestrichen (KVAG und Teilausgleich der zu viel oder zu wenig bezahlten Prämien), oder es wurde beantragt, dass das Geschäft an den Bundesrat zurückgewiesen wird (VVG). Die Krankenversicherung war darum in dieser Wintersession kein schwergewichtiges Thema. Nationalrat Versicherungsvertragsgesetz (VVG) Materiell wurde die Gesetzesvorlage nicht behandelt. Während der Session wurde das Geschäft zuerst ganz von der Traktandenliste gestrichen. Als sich später ein Zeitfenster öffnete, hat der Nationalrat es wieder aufgenommen. Aber bereits die Frage, ob überhaupt auf die Vorlage eingetreten werden soll, führte zu ausgiebigen Diskussionen. Mit 109:81 Stimmen ist der Nationalrat schliesslich auf die Vorlage eingetreten, um dann mit 124:58 Stimmen zu beschliessen, dass das Geschäft an den Bundesrat zurückgewiesen werden soll. Mit diesem Beschluss geht die Vorlage nun an den Ständerat. Als Hauptgrund für die Rückweisung hat der Nationalrat ausgeführt, dass – nachdem das Gesetz bereits 2006 teilrevidiert wurde – es jetzt keine Totalrevision brauche. Es genüge, wenn die wichtigen Anliegen in eine Teilrevision aufgenommen werden. Klar zeichnet sich ab, dass die Interessen hier weit auseinander gehen. So sind die Anliegen der Finanz- und Versicherungsbranche ganz anders gelagert als diejenigen der Versicherten. Epidemiegesetz: Verlängerung des dringlichen Bundesbeschlusses Nachdem gegen das neue Epidemiegesetz, das seinerzeit beide Räte verabschiedet hatten, das Referendum ergriffen worden ist, hat der Bundesrat beantragt, vier Artikel bis maximal 2016 zu verlängern. Diese Artikel wurden 2006 per Dringlichkeitsrecht eingeführt und laufen Ende 2012 aus. Um die Gefahr eines Referendums zu bannen, soll die Verlängerung dringlich erklärt werden. Damit soll lückenlos gewährleistet werden, dass der Bund bei einer Pandemie, wie zum Beispiel bei der Schweine- oder Vo-
gelgrippe, die notwendigen Impfstoffe und Heilmittel beschaffen kann. Der Rat stimmt diesen Anträgen mit 131:30 (Verlängerung) respektive mit 181:4 Stimmen (Dringlichkeit) zu. Standesinitiative Kanton St. Gallen: Dämpfung des Anstieges der Krankenkassenprämien im Jahre 2010 Mit der Initiative wird verlangt, dass die Bundesversammlung Massnahmen in verschiedenen Bereichen prüft und umsetzt, damit der Prämienanstieg von 2010 wirkungsvoll gedämpft werden kann. Es handelt sich um die Bereiche Medikamentenpreise, Förderung von Generika, Förderung von Managed Care und Hausarztmodellen, Strukturbereinigungen im Spitalbereich und Beaufsichtigung der Krankenkassen. Abgesehen davon, dass das Jahr 2010 längst der Vergangenheit angehört, hat der Bundesrat beantragt, die Initiative abzulehnen. Dabei verweist er insbesondere darauf, dass in verschiedenen Bereichen die von der Initiative geforderten Bestrebungen bereits umgesetzt sind oder vom Volk abgelehnt wurden (Krankenversicherungsaufsichtsgesetz, Senkung Medikamentenpreise, Spitalfinanzierung, Hausärzte und Managed Care). Der Rat lehnt die Initiative diskussionslos ab. Standesinitiative Kanton Aargau: Bundesgesetz über die Krankenversicherung (Änderung) Die Initiative verlangt, dass das Krankenversicherungsgesetz in dem Sinne geändert wird, dass die Erfüllung der Versicherungspflicht nicht nur an das Bestehen eines Versicherungsverhältnisses mit einem Krankenversicherer, sondern auch an die Bezahlung der betreffenden Versicherungsprämie geknüpft wird. Die vorberatende Kommission und der Bundesrat haben beantragt, die Initiative abzulehnen. Der Rat stimmt diesem Antrag diskussionslos zu. Postulat Rossini Stéphane: Untersuchung des Solidaritätsprinzips bei der Finanzierung der Krankenversicherung nach KVG Mit dem Postulat soll der Bundesrat beauftragt werden, die Anwendung und den Umfang der Solidarität bei der Finanzierung der Krankenversicherung nach KVG auszuwerten. Zudem soll er Vorschläge unterbreiten, wie Ungleichheiten reduziert werden können – sei es zwischen den verschiedenen Einkommensklassen, Generationen oder Kantonen. Der Bundesrat beantragt das Postulat anzunehmen. Der Seite 5
Nationalrat spricht sich jedoch mit 78:114 Stimmen dagegen aus. Krankenversicherung – Neuregelung der Zusatzversicherungen Mit der durch Fritz Hammer aus Uster eingereichten Petition werden insbesondere die grossen Preisunterschiede bei den Zusatzversicherungen der verschiedenen Krankenversicherer bemängelt. Die Kommission beantragt einstimmig die Petition abzulehnen. Die Finma müsse die Tarife genehmigen und es sei zu berücksichtigen, dass der Leistungskatalog und die Ausschlussklauseln bei den Versicherungsprodukten, welche die Krankenversicherer anbieten, verschieden seien. Der Rat folgt dem Antrag der Kommission. Ständerat Motion SGK-NR: Protonenstrahlentherapie am Paul Scherrer Institut Mit der Motion wird verlangt, dass Protonenstrahlentherapien nur dann kassenpflichtig sind, wenn das Paul Scherrer Institut diese durchführt. Diese Regelung soll gelten, bis neue Indikationen als Pflichtleistungen anerkannt sind. Die vorberatende Kommission hat grossmehrheitlich beantragt, die Motion abzulehnen. Der Rat lehnt die vom Nationalrat angenommene Motion mit 105:54 Stimmen ab. Damit wird dieses Geschäft von der Traktandenliste gestrichen. Die Hauptargumente für die Ablehnung sind einerseits der Umstand, dass bereits neue Anwendungen anstehen und dass dem Paul Scherrer Institut anderseits nicht eine Monopolstellung zugestanden werden soll. Motion Joachim Eder: Bürokratieabbau bei genehmigungspflichtigen und meldepflichtigen Änderungen von Arzneimitteln Der Motionär verlangt, dass bei den Gebühren für genehmigungs- und meldepflichtigen Änderungen von Arzneimitteln ein Kostendach eingeführt wird. Damit soll vermieden werden, dass Änderungen teurer werden als Erstzulassungen. Der Rat beschliesst die Motion anzunehmen. Das Geschäft geht an den Nationalrat.
Seite 6
Epidemiegesetz: Verlängerung des dringlichen Bundesbeschlusses Der Ständerat stimmt der Verlängerung bis 2016 mit 43:0 und der Dringlichkeit mit 41:0 Stimmen zu, wie dies auch der Nationalrat zuvor beschlossen hat (siehe Epidemiegesetz im Abschnitt Nationalrat). Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates Parlamentarische Initiativen der SP- und der FDP-Fraktion zur Verbesserung des Risikoausgleiches Die vorberatende Kommission des Nationalrates hat die beiden Initiativen mit grosser Mehrheit gutgeheissen. Mit diesen soll der Risikoausgleich weiter verfeinert werden, in dem neu auch der Gesundheitszustand – die Morbidität – berücksichtigt wird. Die beiden Initiativen wollen den Abschnitt betreffend den Risikoausgleich, wie er in der Managed-Care-Vorlage enthalten war, mit einer separaten Gesetzesvorlage verwirklichen. Wenn auch die ständerätliche Kommission diesen Initiativen zustimmt, wird die nationalrätliche Kommission eine entsprechende Gesetzesvorlage ausarbeiten. Volksinitiative «Für eine öffentliche Krankenkasse» Kurz vor Abschluss der Wintersession 2012 hat eine bürgerliche Allianz, bestehend aus FDP, SVP, CVP und BDP (eine eher seltene Konstellation) einen breit abgestützten Warnschuss Richtung Bundesrat abgefeuert. Mit Motionen, die in beiden Räten eingereicht und von einer Mehrheit der Parlamentarier unterzeichnet wurden, verlangt die Allianz, dass der Bundesrat die Volksinitiative «Für eine öffentliche Krankenkasse» ohne Verzögerung und ohne indirekten Gegenvorschlag dem Parlament und dann dem Volk unterbreitet. Begründet wird dieser Vorstoss damit, dass im Parlament zurzeit verschiedene Vorlagen und Geschäfte zur Behandlung stehen, die nicht abschliessend behandelt werden können, bevor der Volksentscheid zur Einheitskassen-Initiative vorliegt. Aber diese Begründung ist sicher nur einer der Aspekte, warum die bürgerliche Allianz will, dass die Initiative ohne indirekten Gegenvorschlag noch im Jahr 2014 dem Volk unterbreitet wird. 2015 finden wieder Wahlen statt und der bürgerliche Schulterschluss soll verhindern, dass die Linke Front im Wahljahr mit der von ihr initiierten Volksabstimmung beflügelt wird.
Der Krankenversicherungsbranche kann es nur recht sein, wenn das Volk möglichst bald über die Einheitskassen-Volksinitiative abstimmt. Erst nach dem entsprechenden Volksentscheid können wieder wegweisende und zukunftsgerichtete Schritte für die Krankenversicherung in Angriff genommen werden. Für die Krankenversicherungsbranche gilt es darum sich einzusetzen, so dass die eingereichte Motion angenommen wird. Und sich anschliessend in der Volksabstimmung mit voller Kraft für eine gegliederte, soziale Krankenversicherung zu engagieren. BUNDESRAT / EDI / BAG Ungereimtheiten bei der Spitalfinanzierung Nationalrätin Ruth Humbel wandte sich mit einer Interpellation an den Bundesrat und fragte diesen, was er bezüglich der unterschiedlichen kantonalen Umsetzungen der Spitalfinanzierung tun werde. Sie findet es stossend, dass gewisse Kantone kantonsintern differenzierte Spitaltarife nicht genehmigen und dass einzelne Kantone für ausserkantonale Spitalaufenthalte Referenzpreise festlegen, die unter denjenigen der kantonseigenen Spitäler liegen. Der Bundesrat stellt in seiner Antwort an Nationalrätin Humbel fest, dass die Kantone für die Genehmigung der Tarife zuständig seien. Zudem verweist er darauf, dass im Jahre 2018 eine Analyse vorliegen werde, wie sich die neue Spitalfinanzierung auswirkt.
das BAG bereits wieder einen Nachfolger. Wer die Nachfolge antreten wird, ist noch offen. WEITERE ENTWICKLUNG IM UMFELD Supra: Finma eröffnete Konkurs Der Konkurs der Supra Assurances SA in Lausanne hat für einiges Aufsehen gesorgt – auch im eidgenössischen Parlament. Supra wurde das System der Garantie der Eintrittsaltersprämie zum Verhängnis. Dieses Prämiensystem, das bei einzelnen Versicherern bisher im Zusatzversicherungsbereich angewendet wurde, wirkt sich bei überalternten Versichertenbeständen verheerend aus. So sollen der Supra rund 500 Millionen Franken Rückstellungen gefehlt haben. Zwar können die betroffenen Versicherten jetzt zur Assura SA wechseln. Dort werden sie aber für die Prämienberechnung nach ihrem Effektivalter eingestuft, was für die meisten zum Teil starke Prämienerhöhungen zur Folge hat.
Zulassungsbeschränkung für Spezialärzte Auch nach der Vernehmlassung hält der Bundesrat an der Wiedereinführung der Zulassungsbeschränkung für Spezialärzte fest. Zwar ist niemand mit dieser Lösung glücklich, aber die rasante Zunahme an neuen Arztpraxen-Bewilligungen und die dadurch befürchtete Kostensteigerung scheinen im Moment keine andere Wahl zu lassen. Der Bundesrat will dem Parlament eine entsprechende Vorlage für die Frühjahrssession 2013 zukommen lassen und die Bestimmungen auf April 2013 für längstens drei Jahre in Kraft setzen. Bereits im nächsten Jahr will Bundesrat Berset eine Vorlage für eine langfristige Lösung unterbreiten. BAG: Wechsel in der Führungsetage Die letzten Leiter des Direktionsbereiches Kranken- und Unfallversicherung haben das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nach nicht allzu langer Zeit verlassen. Für den Vizedirektor Andreas Faller sucht Seite 7
Einheitskassen-Initiative Indirekter Gegenvorschlag Der Bundesrat will am bestehenden Gesundheitssystem mit einem regulierten Wettbewerb festhalten. Die Einheitskassen-Initiative der SP lehnt er ab. Bundesrat Berset hat richtig bemerkt, dass mit einer Einheitskasse nicht gespart werden kann. Der Bundesrat will dem Volksbegehren einen indirekten Gegenvorschlag gegenüberstellen. Wer genau hinschaut, stellt aber fest, der Gegenvorschlag kommt ökonomisch gesehen einer Einheitskasse nahe. Von Dr. Markus Meier *
Der Bundesrat will mit dem Gegenvorschlag die Einrichtung eines Risikopools, einer sogenannten Rückversicherung für hohe Kosten, die Verfeinerung des Risikoausgleichs und die Trennung von Grund- und Zusatzversicherung einführen. Teil-Einheitskasse Gesundheitsökonomisch problematisch ist die Überführung aller Versicherten mit Kosten über einer gewissen Grenze (die Rede ist von 15‘000 Franken pro Jahr) in die sogenannte Rückversicherung. Mit anderen Worten werden deren Kosten automatisch und zwingend von einer neu zu schaffenden Rückversicherung finanziert. Diese ist damit nichts anderes als eine nationale Teil-Einheitskasse. Diese Idee kursierte früher bereits unter der Bezeichnung Hochrisikopool und wurde schon mehrfach verworfen. Finanziert würde die Rückversicherung durch einen fixen Prämienanteil pro versicherte Person. Insgesamt kommt dieses Rückversicherungskonstrukt einer Einheitskasse für kostenintensive Patienten gleich. Sie würde nach den jetzt bekannten Plänen rund die Hälfte aller Versicherten umfassen. Positive Anreize gehen verloren Durch das bundesrätliche Modell ginge für die Versicherer der Anreiz verloren, für Hochkostenfälle effiziente und qualitativ hochstehende Modelle zu entwickeln. Der staatlichen Teil-Einheitskasse fehlt – aufgrund des fehlenden Wettbewerbes – jeder Anreiz dazu. Die Ausschöpfung der Effizienz- und Seite 8
Qualitätspotenziale sind somit mit einem staatlichen Hochrisikopool nicht zu erwarten. Zudem sind mit einem verstaatlichten Disease-Management insbesondere chronisch Kranke in ihrer Freiheit bezüglich Arzt- und Therapiewahl eingeschränkt. Sie müssten per Gesetz in den staatlichen Programmen mitmachen, was schliesslich zu einer Diskriminierung führen würde. Der Bundesrat will mit der Rückversicherung die Jagd auf gute Risiken unterbinden. Dieses Bemühen ist zu unterstützen. Der richtige und wirksamste Weg dazu ist allerdings die Verfeinerung des Risikoausgleichs. Damit können die Probleme ohne unerwünschte Nebenwirkungen und Wohlfahrtsverluste entschärft werden. Der Wettbewerb – die Grundlage für die Innovationskraft der Versicherer – bleibt bestehen. Kundenunfreundliche Trennung Bundesrat Berset fordert die organisatorische und juristische Trennung von Grund- und Zusatzversicherung. Viele Krankenversicherer erfüllen diese Forderung bereits. Zudem erfolgt die Buchführung von Grund- und Zusatzversicherung schon heute getrennt. Der Datentransfer zwischen Grund- und Zusatzversicherung ist ohne Einverständnis der versicherten Person nicht erlaubt. Nach dem indirekten Gegenvorschlag sollen darüber hinaus aber Informationsbarrieren zwischen Grundund Zusatzversicherung gelten. Diese führen primär zu höherem Administrationsaufwand und zu einem schlechteren Service für die Versicherten. Die Krankenversicherer dürften die Administration von Grundund Zusatzversicherung nicht mehr aus einer Hand anbieten. Beratung und Rechnungsstellung müssten getrennt erfolgen. Genau dieser Service aus einer Hand wird von jenen rund 80 Prozent der Versicherten aber geschätzt, die Grund- und Zusatzversicherung beim gleichen Anbieten abschliessen. Es stellt sich die Frage, was gewonnen wird mit der Umsetzung dieser Massnahme? Der Aufwand kann nicht reduziert werden – im Gegenteil. Die heute bestehenden betrieblichen Synergien in der Administration werden hinfällig. Steigende Prämien sind zu erwarten, den Preis dafür müssten die Versicherten zu bezahlen.
Gegenvorschlag auch nicht zielführend Weder die SP-Einheitskassen-Initiative noch der diskutierte Gegenvorschlag lösen die Probleme im Gesundheitswesen. Das Gesundheitswesen in Frankreich oder die Invalidenversicherung bei uns zeigen quasi im Feldversuch die Achillesverse staatlicher Systeme: Sie sind kaum in der Lage, eine nachhaltige Finanzierung sicherzustellen. Die Konsequenz dieser Finanzierungsprobleme sind Schuldenberge, Steuererhöhungen und letztlich schlechtere Leistungen. Unter den grossen Finanzierungslücken im Gesundheitswesen leidet schliesslich die Qualität der medizinischen Grundversorgung. Anstelle kleiner Schritte in Richtung Einheitskasse ist die Politik gut beraten, naheliegende und systemkonforme Reformen im Gesundheitswesen zu unterstützen. Es geht darum, ein zwar teures, aber funktionierendes und bewährtes System weiterzuentwickeln. Der verbesserte Risikoausgleich zwischen den Versicherungsgesellschaften ist dabei ein zentrales Element. Die wichtigste Zielgrösse ist jedoch der Patientennutzen. Aus dieser Optik ist es entscheidend, Massnahmen umzusetzen, um Qualität und Effizienz in der Gesundheitsversorgung zu verbessern. Dies soll im Rahmen der ordentlichen Gesetzesrevisionsprozesse erfolgen und prioritär angegangen werden. * Dr. Markus Meier ist Gesundheitsökonom und Dozent an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaft (ZHAW) in Winterthur.
Seite 9
Informationen des RVK
EXPRESS Voranzeige
Am 13./14. Juni 2013 findet der RVK-ImPuls in Luzern statt. Im Anschluss an die Verbandstagung werden am Freitag, 14. Juni 2013, die Delegiertenversammlung des RVK und die Generalversammlung der RVK Rück AG durchgeführt.
Gespräch mit Bundesrat Berset
Der RVK hat sich Mitte Oktober 2012 mit dem Gesundheitsminister Alain Berset ausgetauscht. Daniel Herzog stellte den RVK vor und unterstrich dessen Bestreben, sich für eine vielfältige Krankenversicherungslandschaft einzusetzen. Charles Giroud bezog Position zum geplanten indirekten Gegenvorschlag des Bundesrats zur Einheitskassen-Initiative.
Gestärkter Leistungseinkauf
Der Leistungseinkauf des RVK konnte in den Bereichen VVG und KVG weitere Kunden gewinnen: Die neuen Mandate mit der Krankenkasse Wädenswil und der Krankenkasse Agrisano stärken die Verhandlungsposition des RVK bei den Leistungserbringern.
Weihnachten/Neujahr: Erreichbarkeit RVK
Die RVK-Geschäftsstelle in Luzern ist ab Montag, 24. Dezember 2012, bis und mit Mittwoch, 2. Januar 2013, geschlossen. Das Team des MedCasePool (Vertrauensärztlicher Dienst sowie Case Management) ist zwischen den Feiertagen jeweils von 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr und von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr unter den gewohnten Telefonnummern erreichbar.
Seite 10
RVK-Forum
Evidenzbasierte Medizin im Mittelpunkt Der Begriff «Evidenzbasierte Medizin» (EbM) beschreibt eine ärztliche Haltung. Sie verbindet die eigene Erfahrung mit der besten Evidenz aus systematischer Forschung, um Entscheidungen über die individuelle Behandlung der Patienten zu treffen. Das RVK-Forum vom 25. April 2013 verspricht eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema.
Hochkarätige Redner wie Dr. Luzi Dubs (Orthopäde und Mitbegründer der Evidence based Medicine in der Schweiz), Dr. Andreas Roos (Leiter Departement Produkte, Sanitas), Prof. Dr. Dieter Conen (Präsident Stiftung Patientensicherheit) und Dr. Johannes Schmidt (Allgemeinarzt und Epidemiologe) präsentieren ihre Sichtweisen und zeigen Möglichkeiten und Grenzen der evidenzbasierten Medizin auf.
Unter «Evidenz» versteht man Beweise oder Informationen, die im wissenschaftlichen Forschungsprozess gewonnen wurden. Im klinischen Alltag wird EbM bei zahlreichen Krankheiten angewandt. Dieser Ansatz ist heute weitgehend akzeptiert und gilt allgemein als anerkannter Qualitätsstandard bei der medizinischen Leistungserbringung. Trotzdem gehen die Meinungen darüber auseinander, wie essenziell EbM für ein nachhaltiges Gesundheitssystem ist. Für die einen erweisen sich evidenzbasierte Leitlinien im Alltag als problematisch, während andere die Intuition und Erfahrung für keinen guten Ratgeber halten.
Anmeldungen und weitere Informationen: www.rvkforum.ch Marco Fäh Leiter Bildung + Events Telefon 041 417 05 62 E-Mail m.faeh@rvk.ch
Kontroverse Meinungen Am RVK-Forum werden Für und Wider thematisiert: Ist evidenzbasierte Medizin das Rezept gegen steigende Gesundheitskosten? Soll sie als Qualitätsstandard für die medizinische Leistungserbringung definiert werden? Akzeptieren Patienten evidenzbasierte Behandlungswege? Oder steht dieser Ansatz für Rationierung im Gesundheitswesen?
Seite 11
RVK / RVK Rück AG
Wahlen 2013
Alle drei Jahre wählt die Delegiertenversammlung den Präsidenten und die weiteren Mitglieder des Vorstands. Um eine möglichst gute Koordination zwischen dem RVK als Verband und seiner Tochter, der RVK Rück AG, zu gewährleisten, werden die Vorstandsmitglieder gleichzeitig zu Verwaltungsräten der RVK Rück AG gewählt. Aktuell ist der Vorstand statutengemäss so zusammengesetzt, dass die verschiedenen Betriebsgrössen der Mitglieder und die Regionen adäquat vertreten sind. 2013 ist wieder ein Wahljahr. Wer im Vorstand (VS)/Verwaltungsrat (VR) mitwirken möchte, kann seine Kandidatur bis zwei Monate vor der Delegiertenversammlung (DV)/Generalversammlung (GV) unter Beilage eines kurzen Lebenslaufs beim Präsidenten anmelden. Die DV/GV findet am 14. Juni 2013 statt. Stichtag für die Anmeldung einer Kandidatur ist der 15. April 2013 (Posteingang beim RVK, zuhanden des Präsidenten Dr. Charles Giroud).
Für weitere Fragen stehen der Präsident oder der Direktor jederzeit gerne zur Verfügung. Dr. Charles Giroud Präsident RVK Telefon 031 313 88 88 E-Mail charles.giroud@bvmberatung.net Daniel Herzog Direktor RVK Telefon 041 417 05 66 E-Mail d.herzog@rvk.ch
Der Präsident und die bisherigen Mitglieder – mit Ausnahme von Jürg Allenspach – stellen sich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Anforderungsprofil eines VS/VR-Mitglieds Die Kandidaten müssen folgende Kriterien erfüllen: • Sie müssen Geschäftsleitungsverantwortung bei einem Verbandsmitglied inne haben. • Sie müssen bereit sein, jährlich rund acht bis zehn Präsenztage für diese Funktion einzuplanen. Zusätzlich müssen sie weitere zwei bis fünf Tage für die Mitarbeit in Arbeitsgruppen des Vorstands vorsehen. • Sie bringen ein grosses Interesse an den Verbandsaktivitäten und den Dienstleistungen des RVK auf.
Voranzeige Der RVK-ImPuls für die Führungskräfte der RVK-Mitglieder findet am Donnerstag, 13. Juni 2013, statt. Das genaue Programm wird noch bekannt gegeben. Im Anschluss an die Verbandsveranstaltung werden am Freitag, 14. Juni 2013, die Delegiertenversammlung des RVK und die Generalversammlung der RVK Rück AG durchgeführt.
Seite 12
Verband Gespräch mit Gesundheitsminister Am 15. Oktober 2012 begrüsste Bundesrat Alain Berset eine Delegation des RVK in Bern. In einem angeregten Gespräch wurden aktuelle politische Themen aus dem Gesundheitswesen diskutiert. Daniel Herzog stellte den Verband vor und erläuterte dessen Aktivitäten und Positionen. Er unterstrich das Bestreben des RVK, sich für eine vielfältige Krankenversicherungslandschaft und den fairen Wettbewerb zwischen den Marktteilnehmern einzusetzen. Bundesrat Berset hat sich sehr interessiert an der Meinung des RVK gezeigt, insbesondere zur Thematik des Hochrisiko-Pools und der Trennung von Grundund Zusatzversicherung. Diese beiden Punkte sollen Bestandteile des indirekten Gegenvorschlags des Bundesrats zur Einheitskassen-Initiative werden. Charles Giroud hat darauf aufmerksam gemacht, dass der RVK mit seiner Rückversicherung bereits eine ausgeklügelte Lösung anbietet und über fundierte Kenntnisse und langjährige Erfahrung in diesem Bereich verfügt. Die stärkere Trennung von Grund- und Zusatzversicherung ist aus Sicht des RVK keine zweckmässige Lösung. Der RVK lehnt sie deshalb entschieden ab – ebenso wie die Initiative.
Veranstaltung im schweizerischen Gesundheitswesen hin und lud Bundesrat Berset ans nächste RVK-Forum vom 25. April 2013 ein. Bundesrat Berset wünscht sich weiterführende Informationen – im Hinblick auf die weitere Debatte zu den Ideen in seinem Gegenvorschlag – über die spezifische Rückversicherungslösung des RVK. Diesem Anliegen entspricht der RVK selbstverständlich gerne und wird den Kontakt weiter pflegen. Marco Fäh Leiter Bildung + Events Telefon 041 417 05 62 E-Mail m.faeh@rvk.ch
Der RVK nutzte den Besuch, dem Gesundheitsminister das RVK-Forum näherzubringen. Marco Fäh wies unter anderem auf die erfolgreiche Positionierung der
Seite 13
Leistungseinkauf Gestärkte Verhandlungsposition Die Einkaufsgemeinschaft VVG des RVK konnte verstärkt werden: Im September 2012 wurde mit der Krankenkasse Wädenswil ein Dienstleistungsvertrag abgeschlossen. Dieser gilt rückwirkend ab 1. Juli 2012 und verfügt über eine mehrjährige Laufzeit. Das Mandat der Krankenkasse Wädenswil ist auf Verhandlungen für Hospitalisationen in den halbprivaten und privaten Abteilungen von Listenspitälern beschränkt. Per 1. Januar 2012 hatten sich bereits die EGK Privatversicherungen AG und die Galenos Kranken- und Unfallversicherungen für eine Zusammenarbeit mit dem RVK im Bereich Leistungseinkauf VVG entschieden. Anzahl Vertretungen relevant Mit der Krankenkasse Wädenswil wird die Präsenz des RVK im Raum Zürich verstärkt. Bei den Verhandlungen zählt das Argument «Anzahl Vertretungen» mehr als das Versichertenvolumen. In diesem Bezug ist der RVK nicht nur ein Dienstleister für die Versicherer, sondern er bietet auch den Leistungserbringern preisrelevante Vorteile, da sie mit einem einzigen Verhandlungspartner und Vertrag die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Versicherern einheitlich regeln können. Rückwirkend ab 1. Januar 2012 hat der RVK ein Mandat bei der Krankenkasse Agrisano für die Regelung des Grundversicherungsanteils bei Nicht-Listenspitälern abgeschlossen. Die RVK-Lösung für Nicht-Listenspitäler zeichnet sich durch Einfachheit und Sicherheit in der Anwendung aus. Das Team im Leistungseinkauf des RVK freut sich über die Neuzugänge und setzt alles daran, die Erwartungen der neuen und bestehenden Kunden mit einer einwandfreien Dienstleistung und mit bestmöglichen Verhandlungsergebnissen zu erfüllen. Dieter Ehrenberg Leiter Leistungserbringer Management Telefon 041 417 05 52 E-Mail d.ehrenberg@rvk.ch Seite 14
Versicherungen Aktivitäten Kundenteams 2012 Der RVK führt drei Kundenteams, die einen wertvollen Beitrag liefern, um die Versicherungsangebote und Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Kundenteam «Versicherungen» Das Kundenteam Versicherungen tagte im November 2012. Peter Aregger stellte dabei die GRV-Grundpflege vor und erläuterte die Tarifierung. Ein besonderer Knackpunkt war dabei die Berücksichtigung der Teuerung im Gesundheitswesen, die massgeblich die Rückversicherungsleistungen beeinflusst. Ivo Gasser präsentierte verschiedene Themen bezüglich den vermittelten Versicherungen und Dienstleistungen. Schwerpunkt war die KTI-Versicherung. Mit dem Wechsel des Risikoträgers per 2014 ergibt sich die Möglichkeit, punktuelle Anpassungen am Produkt und an den Prozessen vorzunehmen. Die Mitglieder des Kundenteams brachten ihre Bedürfnisse und Vorschläge direkt ein. Kundenteam «Leistungseinkauf» Im Leistungseinkauf bewältigte der RVK 2012 ein ausserordentliches Arbeitspensum. Infolge der Einführung von SwissDRG wurden viele Verträge neu ausgehandelt. Dabei setzte die Geschäftsstelle die Vorgaben, die das Kundenteam Leistungseinkauf 2011 beschlossen hatte, konsequent um.
Nach der Diskussion um die neue Spitalfinanzierung fehlten dieses Jahr grundlegende Fragen zur Weiterentwicklung des Leistungseinkaufs. Auf eine Sitzung des Kundenteams Leistungseinkauf wurde deshalb verzichtet. Kundenteam «Managed Care» Das Kundenteam Managed Care tagte im März 2012. Dabei haben die Mitglieder des Kundenteams insbesondere die Verhandlungsmandate mit den Ärztenetzen diskutiert und verabschiedet. Bis Ende Jahr konnten verschiedene Mandate erfolgreich abgeschlossen werden. Der RVK dankt allen Beteiligten für ihre wertvolle Unterstützung und freut sich auf spannende Diskussionen im 2013. Peter Aregger Bereichsleiter Versicherungen Telefon 041 417 05 59 E-Mail p.aregger@rvk.ch Dieter Ehrenberg Leiter Leistungserbringer Management Telefon 041 417 05 52 E-Mail d.ehrenberg@rvk.ch
Seite 15
Versicherungen Mitarbeitende erfolgreich geschult Die liechtensteinische Gesundheitskasse FKB setzt auf gut ausgebildete Mitarbeitende, um ihre Kunden optimal zu betreuen und beraten. Ivo Gasser, Produktmanager Versicherungen des RVK, schulte die Mitarbeitenden am 27. November 2012 während eines halben Tages. Themen waren die RVK-Zusatzversicherungen UTI, KTI, Dental, Patientenrechtsschutz und die Ferienversicherung «Tourist subito». Das Ziel der Schulung war, das vorhandene Wissen der 13 Anwesenden im Bereich der vermittelten Versicherungsdeckungen zu vertiefen. Zudem wurden neue Aspekte intensiv besprochen. Der RVK wünscht dem FKB-Team viel Erfolg bei der Umsetzung. Ivo Gasser Produktmanager Versicherungen Telefon 041 417 05 57 E-Mail i.gasser@rvk.ch
Seite 16
RVK-Bildungsangebote Wissen und Fachkompetenz im Fokus Die Aus- und Weiterbildungskurse des RVK orientieren sich am zentralen Bedürfnis der Kunden, fachspezifisches Wissen in einem praxisnahen Setting vermittelt zu bekommen. Neben den bewährten Grundkursen bietet der RVK eine breite Themenpalette an. Auch im kommenden Jahr stehen allen Interessierten aktuelle und spannende Kursangebote zur Verfügung. So besticht die sechste Frühlingstagung vom 12. und 13. März 2013 einmal mehr mit einem vielseitigen Programm an Workshops und Referaten. Die Veranstaltung behandelt zentrale Themen des Leistungsmanagements (unter anderem TarMed, DRG-Rechnungsprüfung und Geburtsgebrechen), des Underwritings sowie der Kundenberatung (Telefonieren und Cross-Selling).
bietet viel Platz, um Lösungswege für eine effiziente Leistungsabwicklung zu erarbeiten. Eine Gesamtübersicht zum RVK-Bildungsprogramm ist am Schluss der INFORMATION aufgeführt. Detaillierte Informationen gibt es auf der Website www.rvk.ch/bildung. Marco Fäh Leiter Bildung + Events Telefon 041 417 05 62 E-Mail m.faeh@rvk.ch
Bewährte Fachkurse Die verschiedenen Fachkurse bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, relevante medizinische Kenntnisse zu erwerben, bei der Rechnungskontrolle sicherer zu werden, Regressansprüche schneller zu erkennen oder aufsichtsrelevante Sachverhalte besser zu verstehen. Der zweitägige Kurs «Koordination im Krankentaggeld» vom 2. und 8. Mai 2013 beantwortet zentrale Fragen aus medizinischer und rechtlicher Sicht und
Seite 17
Kundenzeitschrift SICHER Neues Design im neuen Jahr Pünktlich zu Jahresbeginn erscheint die Kundenzeitschrift SICHER im neuen Erscheinungsbild. Sie ist frischer, moderner und stets informativ. Passend zum Winter widmet sich die aktuelle Ausgabe unter anderem dem Thema Kinder und Skifahren. In der Schweiz ist diese Wintersportart stark verbreitet. Kein Wunder, sind die Berge ja quasi «vor der Haustüre». Doch ab welchem Alter ist es für die Kleinen sinnvoll, das Skifahren zu erlernen? Antworten, zu diesen und weiteren Fragen, finden die Lesenden im aktuellen SICHER. Zudem kommt ein Experte zu Wort, um Laserbehandlungen am Auge näher zu erläutern: Dr. Dietmar Thumm – Facharzt FMH für Augenkrankheiten und Augenchirurgie aus Luzern – erklärt das Verfahren und sagt, wann eine solche Operation sinnvoll ist und wann nicht. Weitere Themen sind: • Verwaltungskosten der Krankenversicherer • Wichtigkeit des Schlafes bei Kindern • Wieso durch Lichtmangel ein Vitamin-D-Mangel entsteht • Versicherungsratgeber: Reisen ins Ausland Interessierte können eine Printausgabe bestellen – oder die elektronische Version im Internet durchblättern auf www.krankenversicherer.ch Michelle Furrer Barsky Projektleiterin Marketing Telefon 041 417 05 41 E-Mail m.furrer@rvk.ch
Seite 18
Datenschutz Erfolgreich zertifiziert Die Datenschutz-Managementsysteme des RVK und der RVK Rück AG sind nach den Vorgaben von GoodPriv@cy zertifiziert. Beide Systeme wurden am 17. September 2012 durch ein Auditteam der SQS (Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Managementsysteme) zusätzlich nach den Vorschriften der Verordnung über die Datenschutzzertifizierung (VDSZ) geprüft. Nach der VDSZ werden einerseits Produkte zur Bearbeitung von Personendaten und andererseits Datenschutz-Managementsysteme von Unternehmen, welche Personendaten bearbeiten, nach der schweizerischen Datenschutzgesetzgebung zertifiziert. Schwerpunkte der Überprüfung beim RVK und der RVK Rück AG waren: • Datenschutzpolitik, • Dokumentation der Ziele und Massnahmen zur Gewährleistung des Datenschutzes und der Datensicherheit, • Organisatorische und technische Vorkehrungen zur Sicherstellung und Verbesserung des Datenschutzes und der Datensicherheit. Das Auditteam stellte fest, dass die Managementsysteme auf die Bedürfnisse der beiden Unternehmen abgestimmt sind und sich die Prozesse bewährt haben. Die Verfahren in den Managementsystemen sind geeignet, die Rechtskonformität bezüglich des Datenschutzes sicherzustellen und deren Einhaltung zu verfolgen respektive zu verbessern. Die SQS erteilte dem RVK und der RVK Rück AG das Zertifikat «VDSZ Verordnung über die DatenschutzZertifizierungen» ohne Einschränkungen. Stephan Bernet Bereichsleiter Ressourcen / Stv. Direktor Telefon 041 417 05 71 E-Mail st.bernet@rvk.ch
Seite 19
RVK-intern Neues von der RVK-Crew Seit August 2012 arbeitet Wanda Federici beim RVK im Case Management. Aufgrund ihrer Ausbildung als Pflegefachfrau mit langjähriger Berufspraxis in der Chirurgie sowie ihrer Erfahrung als Datenmanagerin im Kantonsspital Luzern bringt sie beste Voraussetzungen mit für diese Tätigkeit. Dr. Reto Kölbli ist ab Januar 2013 als Vertrauensarzt mit einem 50-Prozent-Pensum im MedCasePool angestellt. Dr. Kölbli war bereits 2012 als Poolarzt und als Ferienvertretung von Dr. Häuptle für den RVK tätig. Er verfügt über eine langjährige Berufserfahrung in der Chirurgie und hat zuletzt für die CSS Versicherung als hauptamtlicher Vertrauensarzt gearbeitet. Wir heissen unsere beiden neuen Mitarbeitenden ganz herzlich willkommen im RVK-Team.
Seite 20
Weiterbildungserfolg Im November 2012 hat Cornelia Flury, unsere Assistentin im Bereich Bildung + Events, ihre Weiterbildung als Dipl. Product Managerin (inkl. Eventmanagement) erfolgreich abgeschlossen. Wir gratulieren Cornelia Flury ganz herzlich zu diesem Prüfungserfolg. Judith May Leiterin Personal- und Finanzadministration Telefon 041 417 05 72 E-Mail j.may@rvk.ch
Informationen unserer Mitglieder, Kunden und Partner EXPRESS Wechsel bei der Aquilana
Nach mehr als 40 Jahren Tätigkeit in der Krankenversicherungsbranche tritt Othmar Stebler, Leiter Marketing / Verkauf bei der Aquilana Versicherungen, per Ende 2012 in den vorzeitigen Ruhestand. Sein Nachfolger ist Ertan Karahan, der bei der Aquilana zuletzt als Leiter Kundendienst tätig war.
Medgate eröffnet Gesundheitszentrum
Erstmals hat Medgate ein eigenes Gesundheitszentrum eröffnet. Das Gesundheitszentrum in Solothurn bindet die Telemedizin in die Behandlungsabläufe ein. Die Patienten profitieren von einem breiten Leistungsangebot und einer schnellen Diagnostik.
Seite 21
Aquilana Versicherungen Wechsel in der Geschäftsleitung Nach rund 13-jähriger erfolgreicher Tätigkeit bei der Aquilana Versicherungen tritt Othmar Stebler, Leiter Marketing/Verkauf und Mitglied der GL, per Ende 2012 in den vorzeitigen Ruhestand. Er bleibt der Aquilana jedoch weiterhin erhalten: Als Fachassistent des Geschäftsführers betreut er ab Januar 2013 spezielle Aufgaben und Projekte. Sein Nachfolger ist Ertan Karahan, Eidg. dipl. Krankenversicherungs-Experte und Marketingleiter, der dieses Jahr sein 20-jähriges Dienstjubiläum feiert und seit rund sieben Jahren als Leiter Kundendienst tätig ist. Othmar Stebler blickt auf über 40 Jahre Branchenerfahrung zurück – an der Kundenfront und in der Unternehmensentwicklung. Während sechs Jahren hat Othmar Stebler für den RVK als stellvertretender Direktor gewirkt. Zwischen 1987 und 1993 hat er unter anderem den Dienstleistungsbereich für die Mitglieder auf- und ausgebaut: die Grundkurse, der vertrauensärztliche Dienst oder der Rechtsdienst zählen zu seinen damaligen Projekten. Der RVK wünscht Othmar Stebler für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute, weiterhin beste Gesundheit und Zufriedenheit.
Seite 22
Medgate Neuartiges Gesundheitszentrum Am 15. November 2012 hat das Schweizer Zentrum für Telemedizin Medgate in Solothurn das erste eigene Gesundheitszentrum eröffnet. Dank der Vernetzung von telemedizinischen Dienstleistungen mit dem Gesundheitszentrum können die Patienten ganzheitlich und umfassend behandelt werden. Einzigartig am Medgate Health Center ist die integrierte Zusammenarbeit zwischen den Ärzten vor Ort und den Fachärzten im Telemedizinischen Zentrum in Basel. Wird nach erfolgter Untersuchung in Solothurn für die Diagnosestellung das Fachwissen eines weiteren Grundversorgers oder Spezialisten benötigt, stehen die erfahrenen Telemediziner zur Verfügung. Umgekehrt überweisen die Telemediziner Medgate-Patienten nach einer telefonischen Beratung für allfällige weitere Abklärungen an das Gesundheitszentrum. Die benötigten Patienteninformationen sind für die Ärzte mittels eines elektronischen Patientendossiers jederzeit verfügbar. Die Patienten profitieren von einem breiten Leistungsangebot, das in Solothurn Allgemeine und Innere Medizin, Gynäkologie und Pädiatrie beinhaltet. Telemedizinisch unterstützend angeboten werden zudem Dermatologie und Radiologie (MRI, digitales Röntgen).
Das Medgate Health Center ist ganz auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt. Neben vielfältigen Dienstleistungen zeichnen das Gesundheitszentrum ein schneller und unkomplizierter Zugang sowie die Möglichkeit einer Sprechstundenvereinbarung rund um die Uhr aus. Das Gesundheitszentrum setzt durch die Einbindung der Telemedizin in die Behandlungsabläufe den Grundstein für die zukünftige Entwicklung der Integrierten Versorgung im Schweizer Gesundheitssystem. Das Ziel ist eine erweiterte und qualitativ hochwertige Grundversorgung. Medgate plant im nächsten Jahr in Zürich ein weiteres Gesundheitszentrum zu eröffnen.
Die effizienten Abläufe führen zu kurzen Wartezeiten und einer schnellen Diagnostik.
Seite 23
Agenda 2013 22. Januar
Fachkurs «Zahnmedizin»
Luzern
22. Januar bis 16. April 23. /24. Januar
Prüfungstraining «Berufsprüfung Krankenversicherungsfachfrau» Gundkurs 1
Luzern Luzern
24. Januar bis 18. April 30. Januar
Prüfungstraining «Berufsprüfung Krankenversicherungsfachfrau» Fachkurs «Hilfspersonen VAD/DRG»
Zürich Luzern
20. Februar 26./27. Februar 12./13. März
Fachkurs «Hilfspersonen VAD/DRG» Grundkurs 1 «RVK-Frühlingstagung»
Luzern Luzern Nottwil
19./20. März
Grundkurs 2
Luzern
17. April
Fachkurs «Psychiatrie und Psychotherapie»
Luzern
25. April
RVK-Forum
Luzern
2./8. Mai 14./15. Mai
Fachkurs «Krankentaggeld» Grundkurs 1
Luzern Luzern
22./29. Mai und 5./18. Juni Fachkurs «Medizinische Kenntnisse» 4./5. Juni Grundkurs 2
Luzern Luzern
12. Juni
Fachkurs «Haftung und Regress»
Zürich
13./14. Juni
RVK-ImPuls – Treffen. Erfahren. Austauschen.
Luzern
14. Juni
Delegiertenversammlung RVK/Generalversammlung RVK Rück AG
Luzern
3./4. September
Grundkurs 1
Luzern
24./25. September
Grundkurs 2
Luzern
12./13. November
Grundkurs 1
Luzern
3./4. Dezember
Grundkurs 2
Luzern
Sessionen 2013 4. bis 22. März
Frühjahrssession
3. bis 21. Juni
Sommersession
9. bis 27. September
Herbstsession
25. November bis 13. Dezember
Wintersession
Seite 24